RAN FA-Tagung EAN! r den onfilm für Dorsten= Herrlichkeit LembeckMarl-Hüls und Borholt Inzeiger General-Anzeiger für Marl-Hüls #ms: Frei Haus monatl. 2.20 Mk. Anzeigenpreis #amilien=Anzeigen und kleine Anzeigen unter heitungsgebietes und amtliche 12 Pfg., Reklamen streik. Störung in der Papierzufuhr usw. hat Rückzahlung des Bezugspreises. Für telephoni lag keine Verantwortung. Bei nicht pünktlicher nd bei Konkurs kommt der Rabatt in Fortfall. Amtliches Kreisblatt für den Landkreis Recklinghausen. Knzeiger für die Bürgermeisterei Gahlen. General-Anzeiger für Dorsten. 1,##s, Apaltige Zetle im Ortsverkehr 10 Pfg., ##nelnen Rubriken 8 Pfg. Anzeigen von außerhalb 0 ug., Vereinskalender die Zeile 30 Pfa. Bei Betriebsder Bezieher keinen Anspruch auf eine Nachlieferung sch aufgegebene Anzeigen und Abbestellungen übernimmt ###.##wangsweiser Beitreibung des Rechnungs— Gerichtsstand für beide Teile Oberhausen. Hauptaeschäftsstelle: Dorsten, Markt 14. Fernspr. 39; Hervest=Dorsten Halterner Straße sprecher 461: Marl. Brassertstr. 120. Fernsprecher 47: Hüls. Viktoriastr. 12. Bocholi, Osterstr. 45, ge sprecher 3380. Hauptschriftleiter: Erwin Gehrts. Oberbausen. Verantwortlich für Politik: Curt Pohnisch, burg: für Kommunalvolitik. Lokales und den übrigen Teil: Dr. Erich Kretzer. Dersten.— 2/1m. Sür den Carl Lange Verlaa. Verantwortlicher Geschäftsleiter: Verlaasdirektor Johann Theve, Obexhauten. Anzeigenteil verantwortlich: Otto Zornow. Oberbausen.— Für unverlangt eingesandte Mann###; chten. keine Gewähr übernommen. Einsendungen sind an die Schriftleitung. nicht an einzelne Schriftleiter zeit. mer 244 Samstag, 5. September 1931 12. Jahrgang Eist Phautilus“ im Eis verschollen. usverkaufte Häuser achle und an atemubender Spannung d Sensation seinesgleichen sucht. Das U=Boot wahrscheinlich verunglückt. ka. Theodor ric Diehl, Harf nand Hart. sni u a. m. Schmidt Boelke. Herzen des Gegnei: und gewalttätigen härt, diesen Hexenluiregende Spiel mit ienst iIm der Liia Vestermeyer terschaften 1931 chaltskämplen hausen. Kultur-Tonfilm * MARKTSTR. 73 eschältsst. diese umun SVerKe Jiebec Bottrop Ottbrei für Kassa-Käufef tau, 4. Sept. Der Versuch der russischen ion, mit Kurzwellen mit Wilkins U=Boot lus“ in Verbindung zu kommen, ist erlos verlaufen. Die Vermutung, der„Nautilus“ in der Nähe der Bärenbefindet, hat sich bis jetzt nicht bestätigt. ein Antrag auf Rettung der„Nautilus“= ion von interessierter Seite erfolgen, vill die Sowjetregierung den er„Krassin“ mit dem Flieger Tschuchentsenden, der sich bekanntlich seinerzeit ich an der Rettung der„Italia"=Mann#eiligt hat. vegischerseits will man jetzt alles unterum den„Nautilus“ zu finden. Die norRegierung bereitet augenblicklich Maßvor, die getroffen werden müssen, um #ns eine Hilfsexpedition ausrüsten zu In Sachverständigenkreisen hegt man nen Zweifel mehr, daß dem„Nautilus“ stes Unglück zugestoßen sein muß. vischen hat sich nämlich herausgestellt, Meldung, wonach zwischen dem Unter„Nautilus“ und dem norwegischen Walper„Pionier“ eine Verbindung zustande en wäre, unzutreffend ist. Nach einer ErPremierministers wird die Regiekorbereitungen zu einer Hilfsexpedition Polarunterseeboot„Nautilus" treffen. se Expedition kommt entweder der Rober„Veiding" oder der Robbenfänger Nansen“ in Frage. Der Flieger Larsen ist beauftragt worden, sich em Wasserflugzeug in die Gegend nördBergen zu begeben, um mit dem Robder„Frithjof Nansen“ gemeinsam an den schungen nach dem Unterseeboot„Naumarbeiten. Larsen soll noch von einem Vasserflugzeug begleitet werden. keit einer Woche ist jede Verbindung mit sterseeboot, Kapitän Wilkins„Nautilus“ schen. Man muß um das Schicksal des bemerikanischen Fliegers und der Besatzung vootes die größte Besorgnis haben. Denn sich das zu bewahrheiten, was Sachse von dem ersten Augenblick an, da der stliche Plan Wilkins unter dem Eise in Unterseeboot, zum Nordpol vorzudringen, surde, gesagt haben. Man hielt die Aus##s eines solchen Projektes für vollunmöalich. Wäre der Träger des nicht Kapitän Wilkins gewesen, so ## von dem Unternehmen angenommen, sich um einen plumpen Betrugsversuch um zu Geld durch Unterstützungen zu der Beginn der Fahri der„Nautilus“ #iter unglücklichem Stern. Die der Herrichtung des„Nautilus“ haben ßeit in Anspruch genommen als vorgesehen ## aber stellte sich heraus, daß das Untersicht in der Lage war, mit eigener Kraft Mill zu überqueren. Durch Maschinen= der„Naullus“ völlig manövriergeworden, und er mußte S. O. S.=Rufe ##. Von einem zu Hilfe geeilten Dampfer fUnterseeboot in Schlepptau genommen 1sofort wurden die Reparaturen an der in Angriff genommen. Zeitweilig glaubte die Arbeiten soviel Zeit in Anspruch burden, daß der„Nautilus“ nicht mehr Jahre seine Arktisfahrt ausführen Aber der unermüdlichen Energie Kapitän #elang es, alle Schwierigkeiten zu überend trotz weiterer Defekte und ZwischenPrechtzeitig im arktischen Gebiet einzuvo er bald darauf zur Fahrt unter das Friet ist. Es ist kaum anzunehmen, daß A diesem Zeitpunkt noch damit gerechnet #l vordringen zu können, daß er etwa bis % des Nordpols käme. Fehlten doch alle V e r s u c h e, a u f G r u n d d e r e n d i e kovriertätigkeit des Bootes unter Eis E en, konnte. Diesem Zweck diente die r. Kapitän Wilkins. Nun muß man fürchbereits der erste Versuch mit einer l°phe geendet hat. Anfänglich bekam Funkmeldungen vom„Neutilus“. Wilmit, daß das U-Boot nur langsam vorLume. Von dem Augenblick ab, wo der . ins Packeis geriet, fehlt jede Nachricht. nuß man feststellen, daß das Unglück, mit k.kechnen muß, von Wilkins nicht unwar. Erste A.toritäten haben den amerikanischen Flieger davor gewarnt, sich in das U=Boot=Abenteuer einzulassen. Man wies darauf hin, daß die Strecke Weges, die das Unterseeboot unter dem Eis zurücklegen muß, viel zu weit ist, als daß sie nicht selbst bei glattem Fahrtverlauf mit der größten Gefahr für die gesamte Schiffsbesatzung verbunden wäre. Um zum Nordpol vorzudringen, hätte Wilkins 2050 engl Seemeilen unter Wasser fahren müssen, eine Strecke, die bisher noch niemals von einem Unterseeboot zurückgelegt worden ist. Bei der sensationellen Fahrt, die seinerzeit Kapitän König in dem Handelsunterseeboot„Deutschland“ 1916 ausführte, hat er große Strecken des Weges über Wasser zurückgelegt. Die technischen Einrichtungen des Unterseebootes boten garnicht die Möglichkeit, über eine bestimmte Zeit hinaus unter Wasser zu bleiben. Bei dem Unterseeboot„Nautilus“ ist außerdem noch zu berücksichtigen, daß es sich nicht um ein ganz modernes Schiff handelt, sondern um ein Unterseeboot älteren Typs, sodaß es also keine außergewöhnliche Fahrtleistung ausführen kann. Oesterreichs Hilferuf in Genf. Die Gegenleistung für den saniert Oesterreich. Genf, 4. Sept. Der Völkerbundsrat trat Freitag nachmittag zu einer Sitzung zusammen, um das vor einigen Wochen eingereichte Gesuch der österreichischen Regierung auf Prüfung der wirtschaftlichen Lage Oesterreichs und Durchführung finanzieller Sanierungsmaßnahmen zu prüfen. Der norwegische Berichterstatter schlug unter Hinweis auf den dringenden Charakter des dringenden Hilfegesuches an den Völkerbundsrat vor, den Antrag der österreichischen Regierung unverzüglich dem Finanzausschuß des Völkerbundes zur Prüfung zu überweisen. Der österreichische Außenminister Schober gab sodann auf Ersuchen des Ratspräsidenten in englischer Sprache eine Erklärung ab, in der es heißt: Was geschah im Stinnes-Prozeß? Schwere Beschuldigungen gegen Hugo Stinnes jr. und seine Verteidiger. Berlin, 4. Sept. Die Berliner Presse berichtet über Enthüllungen der kommunistischen Tageszeitung„Berlin am Morgen“ über einen„noch nie dagewesenen Fall“. Darin wird gegen Rechtsanwalt Dr. Alsberg, und seinen Sozius Rechtsanwalt Dr. Kurt Gollnick der Vorwurf erhoben, sie hätten in unzulässiger Weise auf die Rechtsprechung im seinerzeitigen Betrugsprozeß gegen Hugo Stinnes jr. eingewirkt. Es handele sich, so behauptet„Berlin am Morgen" um nicht weniger als darum, ob das freisprechende Urteil im Prozeß gegen Stinnes jr. im Juli 1929 rechtmäßig oder aber durch die Anführung des Gerichts zustande gekommen sei. Es wird nämlich behauptet, daß die Gattin eines früheren Gerichtsassessors, der zu jener Zeit einer strafkammer unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des Stinnesprozesses angehörte, von den Verteidigern Stinnes den Auftrag erhalten habe, mit dem Vorgesetzten ihres Mannes möglichst oft Berliner Vergnügungsstätten aufzusuchen, und ihn dabei auszuhorchen und den Verteidigern wichtiges Material über die Auffassung des Gerichts zu verschaffen. Für diese Tätigkeit seien ihr 32000 Mark sowie ihrem Mann die Einrichtung einer Anwaltspraxis versprochen worden. Sie habe aber nur 15000 Mark erhalten und klage deshalb vor dem Landgericht II auf Zahlung der restlichen 17000 M k. Wie behauptet wird, habe der erste Termin in dieser Sache bereits stattgesunden. Da die betreffenden Persönlichkeiten sich zur Zeit auf Urlaub befinden, ist es im Augenblick schwer, von ihnen eine ausführliche Stellungnahme zu diesen Anschuldigungen zu erhalten. Zunächst soll feststehen, daß die erwähnte Zivilklage der Frau des Rechtsanwaltes nur auf 15 000 Mk. lautet, und zwar für angebliche Aufwendungen, die sie im Interesse des damaligen Hauptangeklagten im Stinnesprozeß gemacht habe. Die Zivilklage richtete sich gegen Professor Dr. Alsberg, Rechtsanwalt Gollnick, Rechtsanwalt Sanwer=Hamburg, dem Zivilanwalt Stinnes und gegen Hugo Stinnes fr. selbst. In der ersten Verhandlung vor dem Landgericht l wurde seitens der Klägerin keineswegs behauptet, daß sie einen irgendwie gearteten direkten Auftrag für ihre angebliche Tätigkeit gehabt habe. Sie will vielmehr als sogen.„Geschäftsführerin ohne Auftrag“ gehandelt haben. Schon in diesem ersten Termin wurde die Klage gegen Professor Dr. Alsberg als völlig unbegründet abgewiesen, bezüglich der drei anderen Beklagten aber an die zuständigen Gerichte, nämlich an das Landgericht III, Berlin, an das Landgericht Mülheim=Ruhr und an das Landgericht Hamburg verwiesen. Im übrigen werden, wie durch das Büro Dr. Alsbergs mitgeteilt wird, die Behauptungen der Klägerin über die angeblichen Vorgänge während des Stinnesprozesses als vollkommen unzutreffend und in jeder Beziehung unbegründet bezeichnet. Natürlich haben auch die zuständigen Justizbehörden sofort zu diesen Veröffentlichungen Stellung genommen. Zu den im Zusammenhang mit dem Zivilprozeß erhobenen Vorwürfen gegen die Verteidiger von Hugo Stinnes jr. wird amtlich mitgeteilt, daß das Justizministerium sofort nach Bekanntwerden der Angriffe die Akten des Prozesses der Frau Rechtsanwalt Glade gegen Prof. Dr. Alsberg, Rechtsanwalt Gollnick und Rechtsanwalt Sanwer=Altona sowie gegen Stinnes jr. eingefordert habe, um den Behauptungen auf den Grund zu gehen. Die Justizbehörde bemüht sich, Landgerichtsdirektor Arndt in seinem Urlaub zu erreichen, um von ihm schriftlich oder mündlich eine Stellungnahme zu den in der Zivilklage behaupteten Dingen zu erhalten. Neuer Skandal um Depaheim. Pastor Cremer verspekuliert in 14 Tagen eine Million, die für Kinderspeisungen bestimmt war Berlin, 3. Sept. In der Oeffentlichkeit werden nach der K.Z., neue Vorwürse gegen Pastor Dr. Cremer laut. Es wird ihm vorgeworfen, daß die Hilfskasse gemeinnütziger Wohlfahrtseinrichtungen Anfang 1928 unter seiner Leitung eine Million Mark, die für Kinderspeisung bestimmt war, dem Bankgeschäft Rambaum u. Co. zur Verfügung gestellt und daß dieses die Summe in kurzer Zeit verspekuliert habe Weiter wird von anderer Seite Cremer zur Last gelegt, daß er Mittel der evangelischen Kirche an katholische Wohlfahrtseinrichtungen unrechtmäßigerweise weitergegeben habe. Daß beide Vorwürse, die von verschiedenen Seiten erhoben werden, miteinander in Verbindung stehen, geht aus der schon vielfach erwähnten Denkschrift des Generaldirektors Jeppel hervor, in der der Fall im einzelnen dargestellt wird. Danach wurde Anfang 1928 der Hilfskasse über die Reichshauptkasse aus öffentlichen Mitteln eine Million Mark für Kinderspeisung überwiesen. Die Hilfskasse. in der Dr. Cremer damals noch den maßgeblichen Einfluß hatte, habe jedoch die Auszahlung zunächst um 14 Tage zurückgestellt und habe diese eine Million zu einem Zinssatz von 8 v. H. an das Bankhaus Rambaum u. Co. gegeben, obwohl die Mittel für die Kinderspeisung dringend benötigt wurden. „Da die österreichische Regierung die Absicht hat, dem Finanzausschuß des Völkerbundes alle notwendigen Informationen mit allen Einzelheiten über die wirtschaftliche und finanzielle Lage Oesterreichs vorzulegen, erscheint es mir überflüssig, jetzt gleich einen näheren Bericht dem Völkerbundsrat über die Finanzlage Oesterreichs vorzulegen. Die österreichische Regierung hat bereits alle erforderlichen dringenden Maßnahmen ergriffen und ein volles Finanzprogramm ausgearbeitet, das dem Finanzausschuß vorgelegt werden wird. Die österreichische Regierung ist mit aller Entschiedenheit entschlossen, alles notwendige zu tun, soweit es sich um die eigene Hilfe Oesterreichs in dieser Frage handelt. Die österreichische Regierung ist sich aber sehr wohl bewußt, daß zur Ueberwindung der gegenwärtigen Krise die Zusammenarbeit mit den anderen euroväischen Staaten und dem Völkerbund notwendig ist, und sie hat geglaubt, daß die Zeit nun gekommen ist, um die Aufmerksamkeit des Rates auf die Lage in Oesterreich zu lenken. In dankbarer Erinnerung an die Hilfe, die Oesterreich bei einer früheren Gelegenheit gebracht worden ist, habe ich die Ehre, den Rat zu ersuchen, das Ansuchen der österreichischen Regierung an das Finanzkomitee zu überreichen.“ Der italienische Außenminister Grandi gab sodann eine kurze Erklärung ab, in der er den Antrag des Berichterstatters auf Ueberweisung des österreichischen Hilfegesuches an den Finanzausschuß des Völkerbundes warm unterstützte. Der Völkerbundsrat beschloß ohne weitere Aussprache die Ueberweisung des österreichischen Hilfegesuches an den Finanzausschuß des Völkerbundes. Frankreich saniert Oesterreich. Genf, 4. Sept. Aus Kreisen der französischen Abordnung erfährt die Telegraphen=Union, daß für die kommende von der Wiener Regierung beim Völkerbund beantragte internationale Anleihe für Oesterreich ein Betrag von 500 Millionen Schilling vorgesehen ist. Dieser Betrag soll auf den Kapitalmärkten verschiedener Staaten ausgenommen werden. Die Bank von Frankreich soll sich ferner bereit erklärt haben, den von Oesterreich der Bank von England geschuldeten Betrag von 150 Millionen Schilling, der seinerzeit zur Sanierung der Oesterreichischen Creditanstalt gewährt wurde, zu übernehmen. und zwar in Anrechnung auf die kommende internationale 500Millionen=Schilling=Anleihe. Die näheren Bedingungen der Anleihe werden unverzüglich vom Finanzausschuß des Völkerbundes ausgearbeitet. Demissionsgesuch Dr. Schobers? Berlin, 4 Sept. Die„Vossische Zeitung“ läß sich aus Genf melden: Vizekanzler, Dr. Schober hat heute einigen österreichischen Journalisten die Erklärung abgegeben, daß sein Demissionsgesuch in Wien bereitläge. Man brauche es nur zu erledigen, wenn man seinen Rücktritt wolle. Rambaum habe sich zur Rückzahlung der Summe nach 14 Tagen verpflichtet, am festgesetzten Termin aber erklärt, er könne das Geld nicht zurückzahlen, weil er die Million innerhalb 14 Tagen verspekuliert habe. Die Hilfskasse habe sich dann an die Reichskreditgesellschaft gewandt, und zwar über die Hilfsgemeinschaft für katholische Wohlfahrts= und Kulturpflege, in deren Auftrag gerade ein Mitglied der Hilfskasse in Amerika wegen der zweiten Tranche der Auslandsanleihe verhandelt have. Man habe der Reichskreditgesellschaft erzählt, daß diese Anleihe kurz vor dem Abschluß stünde was nicht zutraf. weil gerade erst die Verhandlungen in Amerika begonnen hatten. und man habe so erreicht, daß die Reichskreditgesellschaft ein Darlehen als Zwischenkredit auf die neue(katholische) Anleihe mit der Maßgabe newährte, daß ihr der Transfer der Dollarbeträge überlassen würde. Nachdem so die Deckung für den verspekulierten Kinderspeisungsbetrag durch die Katholiken besorgt worden sei, habe Dr. Cremer dafür Sorge tragen müssen, durch Hergabe von Krediten aus der evangelischen Auslandsanleihe an katholische Wohl1 Letzte Meldungen. Lebenszeichen vom„Nautilus“? Tromsö, 4. Sept. Nach einer bisher unbestätigten Meldung soll es dem Wetteroienst für NordNorwegen gelungen sein, mit dem Unterseeboot „Nautilus“ in Verbindung zu kommen. Angeblich ist an Boro alles wohl. Ein verhinderter Chiles Regierung unterwirft sich. Im Reichsernährungsministerlun Aufsassung, daß es angesichts der Die Forderungen der meuternden Flotte erfüllt. Freising, 4. Sept. Wie die„Freisinger Nachrichten“ mitteilen, soll am Mittwochabend gegen 21 Uhr zwischen den Stationen Neufahrn und Polling ein Anschlag auf den Schnellzug D 25 Rom=München=Dresden=Berlin verübt worden sein. Bei der Bahnüberfahrt in der Nähe einer leerstehenden Blockstation wurden fünf große Steine und eine Bohlenwand auf den Schienen aufgeschichtet und bei einer Verbindungsstelle die Schrauben gelockert. Auf die Attentäter wurde man dadurch aufmerksam, daß ihr Klopfen an den Schienen von Schrankenwärtern bemerkt wurde. Telephonisch wurde veranlaßt, daß der Schnellzug anyielt und nach der Wegräumung der Hindernisse, die den ganzen Zug zum Entgleisen hätten bringen können, weiterfuhr. Es soll sich einwandfrei um einen Anschlag handeln. Die Täter sind noch unbekannt. fahrtsunternehmungen diesen Zwischenkredit abzudecken, während die Hilfskasse den Rambaum=Verlust hätte auf sich nehmen müssen. Dem Zentralausschuß gegenüber habe Dr. Cremer die Ausflucht gebraucht, daß die Mittel der Auslandsanleihe bei den eignen evangelischen Wohlfahrtsinstituten nicht hätten untergebracht werden können, weil diesen die Zinssätze zu hoch gewesen seien. In Wirklichkeit seien alle diese Geschäfte nur erfolgt, um die Verspekulierung der an das Bankhaus Rambaum weitergegebenen Million für die Kinderspeisung zu verdecken. Von zuständiger Stelle wird die Behauptung, daß in Sachen Devaheim bereits mit der Ausarbeitung der Anklageschrift begonnen worden sei, bestritten. Die Ermittlungen dauerten noch an, man sei aber bestrebt, die Angelegenheit möglichst zu beschleunigen Aus diesem Grunde wird man auch voraussichtlich von der Einleitung einer Voruntersuchung Abstand nehmen und nach Abschluß des Ermittlungsverfahrens die Entscheidung über die Erhebung de: Anklage treffen. London, 4. Sept. Am Donnerstag wurde in Chile amtlich bekanntgegeben, daß die Meuterei der chilenischen Flotte auf gütlichem Wege beigelegt worden sei, nachdem die Regierung alle Bedingungen der Meuterer erfüllt habe. Sie wird den bisherigen Sold weiterzahlen und von irgendwelchen Bestrafungen im Zusammenhang mit der Meuterei absehen. Der Kongreß hat in einer Sondersitzung die Verhängung des Belagerungszustandes im ganzen Lande auf die Dauer von 20 Tagen gutgeheißen. Der provisorische Präsident hat den früheren Generalpostmeister Gasper Mora mit der Neubildung der Regierung beauftragt. Das bisherige Kabinett war zurückgetreten, weil einer der Minister die bedingungslose Unterwerfung der meuternden Matrosen geordert hatte. Nach hier eingetroffenen Meldungen jewinnt die kommunistische Bewegung in Chile tändig an Boden, so daß nunmehr die Ausrufung eines Sowjetstaates wahrscheinlich geworden ist. Als die meuternden Kriegsschiffe die Marinetation Talcahuano verließen, befahl der Kommandeur der Küstenbatterien, die Schiffe zu bechießen: die Artilleristen weigerten sich jedoch, dem Befehl nachzukommen. Inzwischen versuchten kommunistische Agitatoren, die Lage nach Möglichkeit auszunutzen und die Bevölkerung zum Sturze der Regierung sowie zur Beschlagnahme der Geschäfte und Ländereien aufzuwiegeln. Als Gegenmaßnahme gab die Regierung die baldige Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bekannt. Ferner sollen die Gehälter der Beamten und Staatsangestellten sowie der Sold der Angehörigen der Armee und der Flotte nicht verringert werden. Kleine Chronik. In Sandersleben im Kreise Bernburg(Anhalt) wurde Freitag von einer Abteilung Schutzpolizei ein Durchsuchung zahlreicher Häuser, in denen Kom munisten wohnen, unternomemn. Die Polizei fand 20 Militär= und Jagdgewehre, eine Anzahl Re volver und Munition, sowie Hieb= und Stichwaffen. Gegen den der vorsätzlichen Brandstiftung beschuldigten Schriftsteller Strecker ist Haftbefehl erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft wird die Voruntersuchung wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Versicherungsbetrug eröffnen. Vom 1. Oktober ab wird das Berliner Zentral wohnungsamt alle Wohnungen, deren Friedensmiete mehr als 600 Mark betrug, von der Zwangsbewirt schaftung befreien. Es unterstehen dem Wohnungs amt dann also nur noch Wohnungen, deren monatliche Friedensmiete bis zu 50 Mark beträgt. * In Aschaffenburg tötete der 49jährige Haus meister Mißlitz seine Frau durch einen Messerstich, nachdem er sie vorher bereits durch Hiebe mit einem Prügel schwer verletzt hatte. Nach der Tat stieß sich Mißlitz selbst das Messer in die Brust und verstarb an Verblutung. Ehezwistigkeiten sind der Grund * Die Ermittlungen der Polizei wegen des Großfeuers im Hotel„Herold“ in Boizenburg a. d. Elbe haben den dringenden Verdacht vorsätzlicher Brand stiftung ergeben Freitagvormittag wurde der Sohn der 70jährigen Besitzerin, Walter Herold wegen Verdachts der Brandstiftung verhaftet. In der Nacht zum Freitag wurde in Lehringen b. Verden an der Aller das Anwesen des Land wirts Winkelmann eingeäschert. Leider forderte der Brand ein Todesopfer. Auch in diesem Falle hat man Ursache, den Brand auf einen Sabotageakt zurückzuführen. In den Kalkkögeln bei Innsbruck ist der ehemalige Berliner Polizeihauptmann Friedr. Krebs, der zuletzt Sekretär des Verkehrsverbandes Stu baital war, bei einer Klettertour, die er allein unternahm, tödlich abgestürzt. Die Bergung der Leiche war bisher wegen Steinschlaggefahr noch nicht möglich.— In der Silvretta ist der 28 Jahre alte medizinische Praktikant Fuchs aus Berlin bei Besteigung der Vallüla etwa 100 Meter tief abgestürzt. Seine Leiche ist gefunden. Ungeachtet der Erklärungen der chilenischen Regierung, daß die baldige Beendigung der Flottenmeuterei und der sonstigen Unruhen bevorstehe, beschäftigen sich die Morgenblätter weiter sehr eingehend mit der Möglichkeit der Ausbreitung der revolutionären Bewegung. Die Zeitungen weisen dabei auf die großen Investierungen amerikanischen Kapitals in Chile hin. Nach einem Bericht der Neuyork Times hat die Armee bisher jeder Aufforderung, sich dem Aufstande der Flotte anzuschließen, abgelehnt. Die Ausländer haben Selbstschutzmaßnahmen getroffen. Immer noch ernste Lage. Neunork, 4. Sept. Obgleich die Regierung das Matrosen=Ultimatum angenommen hat, ist die Lage in Chile immer noch ernst, da die Seeleute sich noch nicht ergeben haben. Die U-Boote und Schlachtschiffe verließen die von Coquimbo und Telcahuano. Die Vertrauensleute der Matrosen sind am Freitagabend zu einer weiteren Sitzung auf hoher See zusammengetreten, um weitere Pläne auszuarbeiten. Mexiko weist Chinesen aus. Nanking, 4. Sept. Meldungen aus Mexiko besagen, daß mehr als 2000 Chinesen aus den mexikanischen Staaten Sonora und Sinaloja ausgewiesen worden seien. Wie der chinesische Außenminister erklärte, stehe der Bruch zwischen China und Mexiko unmittelbar bevor. Er habe die amerikanische Regierung gebeten, eine Vermittlerrolle zwischen Mexiko und China zu übernehmen. Die amerikanische Regierung habe darauf eingewilligt, daß die ausgewiesenen Chinesen einstweilen auf amerikanischem Boden Unterkunft finden können. Der Grund der mexikanischen Maßnahme ist in der zunehmenden wirtschaftlichen Depression zu suchen. 80 Prozeni der Gewerbetreibenden in den genannten mexikanischen Staaten sind Chinesen. Durch den Abschub arbeitsloser Mexikaner aus den Vereinigten Staaten, die nun nach Mexiko zurückkehren, verschärft sich die Lage von Tag zu Tag. Der Raub der deutschen Kolonien neu bestätigt. Die Frage der Aufhebung der Mandate im Genf, 4. Sept. In der heutigen Sitzung des dürfe aber nicht zu unüberbrückbaren Hindernissen Völkerbundsrates entspann sich eine große poli-werden. Jeder Einzelfall müßte als solcher geprüft tische Aussprache über die Frage der Aufhebung der Mandate. Der der Verhandlung zu Grunde liegende Bericht des Mandatsausschusses erklärt als Voraussetzung der Aufhebung, daß das in den Mandatsgebieten lebende Volk fähig sein müsse, seine Angelegenheiten selbständig zu führen und die notwendigen Garantien für die Aufrechterhaltung des territorialen Gebietes zu geben. Grandi unternahm einen scharfen Vorstoß gegen die von der englischen und der französischen Regierung eingeschlagenen Methoden, mit den Regierungen der Mandatsgebiete noch vor der Aufhebung des Mandats militärpolitische und wirtschaftspolitische Allianzverträge abzuschließen, die die durch die Aufhebung des Mandats bestimmte Unabhängigkeit dieser Gebiete wesentlich einschränken und sogar illusorisch machen Grandi unterstreicht, daß das Mandatssystem des Völkerbundes nur einen vorübergehenden Charakter trage und keinerlei dauerhafte für die Zukunft bindende Abmachungen zwischen den Mendatsregierungen und den Mandatsgebieten zulasse. Der Vertreter von Südafrika verlangte dagegen, daß grundsätzlich nur die sogenannten A=Mandate (Irak, Syrien, Libanon, Palästina) für die Aufhebung des Mandats in Frage kommen könnten, nicht dagegen die übrigen Mandatsgebiete(Südafrika). Der irische Außenminister verlangte, daß bei der Freigabe eines Mandats der Schutz der rassenmäßigen und der Religions=Minderheit in den Mandatsgebieten für die Zukunft gewährleistet werde. Dr. Curtius erklärte, daß die deutsche Regierung den in dem Bericht des Mandatsausschusses festgesetzten Regelungen für die Beendigung des Mandatssystems ihre Zustimmung erteile. Der Grundsatz der offenen Tür und der Gleichberechtigung müsse bei der Aufhebung unbedingt gewahrt sein. Vom besonderen deutschen Standpunkte aus halte er es auch für notwendig, daß Garantien für den Schutz der Minderheiten in den Mandatsgebieten vor der Aufhebung geschaffen würden. Die allgemeine Regelung vor der Aufhebung der Mandate werden. Er habe mit Befriedigung von der Mitteilung über die Entwicklung im Irakgebiet Kennt nis genommen und hoffe, daß der Wunsch des Irakgebietes auf Schaffung der völligen Unabhängigkeit bald in Erfüllung gehe ohne daß hierbei jedoch der Grundsatz der wirtschaftlichen Gleich berechtigung verletzt würde. Die fast zweistündige Aussprache im Völkerbundsrat über die Aufhebung der Mandate des Völkerbundes wurde auf Vorschlag des Bericht erstatters, des südslawischen Außenministers Marinkowitsch, mit einer Entschließung beendet, in der der Rat beschließt, daß jeder einzelne Fall der Aufhebung eines Mandats eine eingehende Prüfung hinsichtlich der Reife des Mandatsgebietes für die Selbständigkeit notwendig mache und der Rat als solcher die Verantwortung für die Aufhebung des Mandats trage. Die Aufhebung müsse auf Grund der in dem Bericht des Mandatsausschusses festgesetzten Grundsätzen erfolgen Vor allem müsse der Rat in jedem einzelnen Falle mit größter Sorg falt die von den Mandatsmächten eingegangenen vorherigen Verpflichtungen dahin prüfen, ob sie vereinbar seien mit der Unabhängigkeit eines Staates sowie mit dem Grundsatz der wirtschaft lichen Gleichberechtigung aller Länder. In der abschließenden Aussprache erklärte Lord Robert Cecil, daß der Bericht des Mandatsaus schusses keinerlei Folaen und unab wendbare Regelung für die Aufhe bung der Mandate festsetze Es sei unmög lich, Regeln aufzustellen. die für die Aufhebung aller sehr verschiedenen Mandate gelten könnten. Genf. 4. Sept. Die auf der Tagesordnung der Freitagsitzung des Rates stehenden oberschlesischen Fragen und zwar die große Terrorbeschwerd des Deutschen Volksbundes mit der kürz lich eingegangenen Zusatzangabe und die Be schwerde des Fürsten Pleß, sowie die An gelegenheit der Zulassung der Kinder zu den deut schen Minderheitenschulen sind auf eine spätere Sitzung vertagt worden, da die bisher geführten Verhandlungen über die endgültige Regelung dieser Frage noch zu keinem Abschluß gelangt sind. Reichstagseinberufung wieder abgelehn Im Sanatorium Auersperg(Oesterreich) ist der Erzherzog Leopold Salvator gestorben. Er hatte sich einer schweren Darmoperation unterziehen müssen. Sein Befinden schien sich nach der Operation zu bessern doch trat schließlich Lungenentzündung ein. In Codeville(Frankreich) ist ein Neubau eingestürzt. 14 Arbeiter wurden von den Trümmern begraben und erlitten schwere Verletzungen. Drei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Der Dampfer„Opal“ aus Glasgow wurde beobachtet, wie er 5 Klm vom Kap Landsend bei stürmischer See trieb. Nach einiger Zeit entschwand er den Blicken. Man befürchtet, daß er mit seiner Besatzung untergegangen ist. Ein heftiger Wirbelsturm, von Regengüssen und Hagel begleitet hat Konstantinopel heimgesucht. 40 Häuser sind eingestürzt. Fünf Personen blieben tot unter den Trümmern, mehrere wurden verletzt. Bei einer Explosion im sübafrikanischen Robinson=Bergwerk wurden 14 Eingeborene getötet und zwei Europäer und 14 Eingeborene verletzt. Berlin, 4. Sept. Ueber den Verlauf der Verhandlungen im Aeltestenrat des Reichstages, der über den Antrag auf Einberufung des Reichstags zu befinden hatte, meldet das Nachrichtenbüro des BDZ. noch folgendes: An der Sitzung nahmen die Vertreter aller Fraktionen mit Ausnahme des Landvolks teil. Für die Deutschnationalen war Abgeordneter Berndt, für die Nationalsozialisten Dr. Löpelmann erschienen Das Landvolk hatte an den Präsidenten Löbe einen Brief gerichtet, in dem es auf die Teilnahme an der Sitzung verzichtet, weil es zwecklos sei, periodisch auf Antrag irgendeiner Partei, die damit ein rein parteipolitisches Ziel verfolge, ergebnislos Verhandlungen zu führen. Für die Kommunisten begründete Abg. Torgler den kommunistischen Antrag auf Reichstagseinberufung. Er forderte die Aufhebung der Notverordnungen der letzten Monate und eine Aussprache über die Innen= und Außenpolitik. Der deutschnationale Abgeordnete Berndt schloß sich dem Antrag auf Reichstagseinberufung an, weil er eine parlamentarische Beratung sowohl der Notverordnungen wie auch der außenpolitischen Vorgänge der letzten Zeit, namentlich der Frage der deutsch=österreichischen Zollunion, für notwendig hielt. weiteren Steigerung der Arbeitslosigt. gesichts der aufs äußerste angespannten öffentlichen Finanzen neben der allgem.# nährungspolitik das besondere Zie##### Vorsorge für die ausreichende und# Ernährung der Arbeitslosen zu treisen Zwecke mußten alle beteiligten maftsrrei-— die Landwirtsh, Lebensmittelindustrien, der Einzelhandel—„Hemeinsame bringen. Die Bemühungen d## ernährungsministeriums gingen dahin wendigen Vorbereitungen für die m. der Reichsregierung vom ernährunggg lichen Standpunkte aus zu leisten. Dingelden beim Reichskanzler Berlin, 4. Sept. Wie die Nationalliberal pondenz meldet, hat der Reichskanzler D. m Laufe des Freitags den Parteiführer# chen Volkspartei, Abg. Dingeldey, zu einen reitenden Aussprache über die empfangen. volksentscheid=Terror der Berlin, 3. Sept. Die Zentrumsfraktion### zischen Landtags hat folgende große Anii# gebracht: Aus Anlaß der Agitation für den entscheid ist von Zechenverwaltung Ruhrgebiets ein unmoralischer##### die Arbeiter und Angestellten ausgeübt Die Angestellten wurden beauftragt die nach ihrer Einstellung zum Volksentschzuhorchen und auf dieselben einzuwirte Stimme für den Volkentscheid abzugebe Grubenbeamten erhielten den Auftrag, dies der Bergarbeiter zu notieren, die sich absäh Volksentscheid äußerten. In einer Auflagen einer Viertel Million Exemplaren wurde Grubenbeamten eine illustrierte Schrit## Bergarbeiter verteilt. Die Beamten mußie über die Empfänger der Schrift führen Schrift wurde im Auftrag des„Langnam hergestellt u. stellt eine demagogische Hetze Staat, die Sozialpolitik und die Gewei dar, um die Bergarbeiter, für den Voli## zu beeinflussen. In den„Zechenzeitunger“ Bergarbeitern aufgezwungen wurden, win Gegner des Volksentscheids als unnation mente hingestellt, die keine Besserung der Wirtschaftslage wollten. Auch auf die un# neten Beamten wurde starker Terror auswurde ihnen erklärt:„Wer nicht für den scheid ist, den können wir im Betrieben## gebrauchen.“ In Datteln saßen am Grubenleute in den Wahllokalen und fühn über die an der Abstimmung teilnehmen legschaftsmitglieder. Wir fragen deshalb das Staatsministel Staatssekretär Dr. Pünder gab die Erklärung ab, daß die Reichsregierung nach wie vor Wert darauf lege, daß es bei dem alten Termin fü die Reichstagseinberufung bleibe und daß auch die Reichsregierung an dem Termin des 13. Oktober festzuhalten gedenke. Nach nur kurzer Beratung wurde der kommunistische Antrag auf sofortige Einberufung des Reichstages gegen die Stimmen der Antragsteller, der Deutschnationalen und der Nationalsozialisten abgelehnt. Um die Natural=Leistungen. 1. Sind ihm diese Dinge bela## 2. Was gedenkt das Staatsministerinum zu verhindern, daß die Großindu## politischen Wahlen wieder einen solchen ausübt, wie er vor 30 Jahren im allgemein üblich war? Verzicht auf's„Braune gegen Abfindung. Berlin, 4. Sept. In der Frage der des Grundstückes der Baustudien=Gesell in Liqu., einer Untergesellschaft der Sta# in der Stralauer Straße 30 an eine NSDAP. ist es jetzt zu einer gütlichen gekommen. Die Gesellschaft hat jetzt Sektion der NSDAP. eine beträchtliche als Abstand gezahlt, nachdem alle ande## suche zu einer Vertragskündigung zu ergebnislos verlaufen waren. Mord in einer Kird London, 4. Sept. Aus Annapolis(M wird gemeldet, daß in einer dortigen#### ein aussehenerregender Vorfall abspielle Motive bisher in völliges Dunkel geh Einer der schwarzen Prediger, dortigen Gegend weit bekannte und Geistliche John Childs, hatte gerade Herzen gehende Predigt gehalten, als er Kanzel stieg und geradeswegs auf en Pfarrkinder zuging. Ohne ein Wort## zog der Prediger ein Rasiermesser au Tasche und schnitt der jungen Frau durch. Es entstand eine ungeheure# wobei es dem Mörder gelang, die## bemerkt zu verlassen. das im Zeichen der Berlin, 3. Sept. Eine merkwürdigee zu den großzügigen, von der preußischen geplanten Sparmaßnahmen bildet Berlin, 4. Sept. Amtlich wird mitgeteilt: Im Reichsarbeitsministerium für Ernährung und Landwirtschaft und im Reichsarbeitsministerium fanden am 3. und 4. September Besprechungen zwischen den beteiligten Ressorts= und den kommunalen Spitzenverbänden darüber statt, in welchem Umfange im kommenden Winter Arbeitslosen und Unterstützungs=Empfängern Naturalleistungen an Stelle von Geldleistungen gewährt werden könnten. Die in Frage kommenden Gesichtspunkte wurden eingehend erörtert. Die Ressorts werden sich mit den beteiligten Wirtschaftskreisen in Verbindung setzen, dann wird die Aussprache fortgesetzt. Im Anschluß an diese amtliche Mitteilung erfährt die Telegraphen=Union aus dem Reichsernährungsministerium folgendes: nicht dementierte Meldung, daß ßische Regierung beabsichtigte, dem Staatsrates, Oberbürgermeister Adena Berlin eine Dienstwohnung in det straße zur Verfügung zu stelle heißt, soll der Staat die Mietkosten dieset# von sechs Räumen übernehmen. Er hat nung, die mit Möbeln des Koblenzel ausgestattet wurden. völlig neu her lassen, und zahlt auch das Wohnungsaufsichtsperson. Alles in au dieses rund 30000 Mark kosten, Staatsmitteln noch die laufenden Ko### Diese Dienstwohnung benutzt der Viat Staatsrates in 365 Tagen höchstens Tagen im Jahre. An 320 Tagen steb zimmerwohnung leer. War es wirklich# zehnjährigem Bestehen des Staatsrates“ denten dieser Körperschaft in diesen Nols## eine Dienstwohnung einzurichten? Wi sparen will, hätte der Landtagspräsiden! 34 Räumen ganz gut einige abtreten kon der Staatsratspräsident in den zv Tagen im Monat, in denen er in nicht mehr im Hotel absteigen, wolltt ständiger Stelle wird zwar gesagt,## sei noch nicht eingerichtet und es werd einige Zeit dauern, bis es soweit wird es aber nicht bestritten, daß diel reits ernsthaft in Erwägung gezogen und diese Erklärungen sind in ihrer I, Form schon bezeichnend genug für Sparsamkeit innerhalb der preußischen: as tra surchtbare Abschlut kand vor dem Essen Büane, pily Frontzeck( viertage seine 18jä inn auf dem Nach hast in Gelsenkirchen sten hatten, wie die usprünglich nichts g ingen Leute einzuwer ngen Mädchens aber vr Schwiegersohn e ehörte, wollte sie i weisen, wenn sie nick Diese Drohung fi ung des Verhältnisse sungen Menschen n diesen Umständen iugen Leute weiter bi r Bräutigam verga zu schenken, untern us einen neuen Ve Die Sticheleien ine Erfolg. Am z Nachhausewege Braut auffallend st m Worte, die sie ste, waren schwere Vi hrigkeit zu einer and Grunde wollte sie harakter ziehen. F vermutter als or n.geriet über die Vo ung, daß er ein Messe ne Braut einstach. lädchen ins Krankenh schon auf dem A sraten plötzlich info she hervorgerufene slaufstörungen eir hatten. Staatsanwalt bea eine Gefängnisstra ffallend kurzer Ber de das Urteil. Da in Antrag des Sta shängte unter Zub de eine Gefängnisst " Die erlittene en terechnet. Feuerübe ein katholisches 1 katholische Jugend, in ugendvereine aus St. engefaßt sind, hat für utsche Jugendkrafte Die Ruhr: vierten A 2. Sept. Aus der folg und Bestände der Ru ## an Kohle, Koks ur # bis 29. 8. 1931 und i Gesamtgewinnung sin Arbeitstag entfallenden eachten ist, daß in den wird. Förtage derung To. 6 1 564 387 (260 731) 1 596 001 (266 000) 6 erzeug To. 340 7 (48 68 338 0 (48 30 Bestände der *) To. To. 3224 860 5179087 3 186 245 5 157372 abatzmangel. acht je Mann ##ind Bestände #nen, Türmen ##nd Briketts au an l. Sept. U1 zu erregten jede Verdienf Feinbarungen Eimittlung vor we zusicherten, ##scharsen Ri s mehr gege gnden, schwebe Porsentag zeigt Da ein Teil d Vielsach mag imeldungen g ## vor, möglich 1. Wo gestern keurs auf Teilweisee ##och war der Rordllond ka wobei das oonte. Farbs Angebot: Verkaufsal Salzdetfur wertet. Svei ein gesichts der benaes er Arbeitsiof este angespannte neben der augemet besondere Ziel in. reichende und slosen zu tressen. beteiligten die„Lankpitische der„Zwische, emeinsan emühungen des gingen dabin. gen für die Mai vom ernährungs. zu leisten. m Reichskanzler. die Nationalibera Reichskanzler 9. den Paxteiführer# Dingeldey, zu einen über die politisch S=Terror enverwaltun Zentrumsfraktion de# olgende große Ans er Agitation für de enverwaltung noralischer D stellten ausgeübt en beauftragt die zum Volksentsche ieselben einzuwirt kentscheid abzugeb en den Auftrag. d stieren, die sich abst 1. In einer Auflage Eremplaren wurde illustrierte Schrift Die Beamten mußte der Schrift führe trag des„Langna demagogische Hetze ik und die Gewe iter für den Voll „Zechenzeitungen“ ungen wurden. w cheids als unnat## keine Besserung 1. Auch auf die starker Terror au„Wer nicht für den wir im Betrieben tteln saßen am sahllokalen und fühn timmung teilnehmen das Staatsminist se Dinge bei 8 Staatsministerin s die Großindu eder einen solchen r 30 Jahren im os tragische Ende einer Liebe. 7 Jahre Gefängnis für den Cäter. der 's„Braune Abfindung. i der Frage der## Baustudien=Gesell gesellschaft der Stah caße 30 an eine zu einer gütlichen ellschaft hat jetzt s. eine beträchtliche nachdem alle ander igskündigung zu i waren. einer Kird Aus Annapolis(M i einer dortigen## Vorfall abspielle iges Dunkel geh n Prediger, de bekannte und s. hatte gerade gt gehalten, als er radeswegs auf enn Ohne ein Wort## Rasiermesser au jungen Frau ine ungeheure Ve### r gelang, die### Zeichen er„Sparsam ine merkwürdige on der preußischen nahmen bildet N zurchtbare Abschluß eines Liebesverhält#nd vor dem Essener Schwurgericht zur zung. Auf der Anklagebank saß der Berggilly Frontzeck aus Gelsenkirchen, ein von 20 Jahren. Er hatte am zweiten seine 18jährige Braut Agathe #iertage ann auf dem Nachhausewege von einer in Gelsenkirchen erstochen. Die Eltern ## hatten, wie die Beweisaufnahme erEistrünglich nichts gegen das Verhältnis #en Leute einzuwenden. Als die Mutter ngen Mädchens aber erfuhr, daß ihr zuI Schwiegersohn einer anderen KonfesE#ehörte, wollte sie ihre Tochter aus dem weisen, wenn sie nicht sofort das Verhältdiese Drohung führte jedoch nicht zur Eng des Verhältnisses, sondern kettete die sungen Menschen noch enger aneinander. diesen Umständen ging das Verhältnis igen Leute weiter bis zum Osterfest 1931. I Bräutigam vergaß, seiner Braut ein Enn schenken, unternahm die Mutter des bns einen neuen Versuch, das Paar zu I die Sticheleien der Mutter blieben ine Erfolg. Am zweiten Osterfeiertage Nachhausewege aus einer Wirtschaft # Braut auffallend still und wortkarg. Die I Worte, die sie mit ihrem Verlobten ie, waren schwere Vorwürfe wegen seiner Eigleit zu einer anderen Religion. Aus grunde wollte sie auch Schlüsse auf seiharakter ziehen. Frontzeck, den seine #ermutter als ordentlichen Menschen geriet über die Vorwürfe in eine solche lng, daß er ein Messer zog und mehrmals ie Braut einstach. Schwerverletzt wurde bidchen ins Krankenhaus eingeliefert. Als schon auf dem Wege der Genesung sraten plötzlich infolge einer durch einen siche hervorgerufenen Lungenverletzung ilaufstörungen ein, die den Tod zur hatten. Staatsanwalt beantragte wegen Toteine Gefängnisstrafe von sechs Jahren. hufallend kurzer Beratung verkündete der #nde das Urteil. Das Gericht ging noch In Antrag des Staatsanwaltes hinaus rhängte unter Zubilligung mildernder eine Gefängnisstrafe von sieben en. Die erlittene Untersuchungshaft ingerechnet. Feuerüberfall ein katholisches Kinder-Seltlager. katholische Jugend, in der sämtliche katho#ugendvereine aus Stadt und Kreis Düren engefaßt sind, hat für die Ferien im Stautsche Jugendkraft ein Zeltlager für errichtet, in dem sich etwa 120 zengven und die gleiche Anzahl Mädchen tagsüber aushalten. Auf dieses Lager wurde nun am Doner##gpend ein Feuerüberfall ausgeführt. Etwa l- 12 junge Burschen gaben 15 bis 20 Schüsse auf dar Lager ab, wobei sie„Heil Moskau“ Hieligem## Lagerwache, die aus Mitgliedern der katholischen Sturmschar besteht, rief den Wachter des zum Stadion gehörigen Dürener Somm rvades herbei, der sich mit der Pistole zur etzte und dann die Verfolgung der Spitzpuven aufnahm. Er sowohl wie auch das bald eintrffende Dürener Ueberfallkommando knen der Burschen mehr fassen. Wie —„wiic ist dies bereits der dritte kommunistische Ueberfall auf das Lager. War Hoppen unschuldig? Wiederaufrollung des Mordprozesses Billaudelle-Protzer. s Im Juni 1919 wurden im Westerwald in der Nähe von Neuwied die beiden Duisburger ndler Billandelle und Protzer in einer Waldschlucht ermordet. Zunächst wurden Angehörige der amerikanischen Besatzungsbehörde als Tater verdächtigt. Die Ermittelungen verliefen jedoch resultatlos, da die deutschen Behörden gegen die Besatzungstruppen nichts Ernsthaftes unternehmen konnten. Nach dem Abzug der amerikanischen Truppen wurde der Händler Jakob Hoppen aus Breitscheid im Westerwald der Tat verdächtigt. Hoppen beteuerte von vornherein seine Unschuld. Er wurde jedoch nach mehrtägiger Verbandlung vom Schwurgericht in Neuwied am 29. Oktober 1926 wegen Doppelmordes zweimal zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde im Gnadenwege in lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Das Schwurgericht hielt Hoppen für überführt, obwohl gegen ihn nur ein Indizienbeweis geführt war. Man hatte, während Hoppen noch in Untersuchungshaft saß, in seine Zelle einen jungen Kriminalbeamten als Spitzel gelegt. Obwobl Hoppen den Mitgefangenen vom ersten Tag an als Spitzel bezeichnete, erklärte der Kriminalbeamte sowohl in der Voruntersuchung als auch in der Hauptverhandlung, Hoppen habe ihm ein Geständnis abgelegt. Hoppen hat dies immer und energisch bestritten. Die Verurteilung dürfte aber im wesentlichen auf die Aussage dieses Zeugen zurückzuführen sein. Hoppen hat nach seiner Ueberführung in das Zuchthaus immer wieder seine Unschulo versichert. Ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens wurde jedoch sowohl von der Strafkammer in Neuwied als auch von dem Strafsenat des Oberlandesgerichts in Franksurt abgelehnt. Im Juli dieses Jahres hat der Verteidiger, Rechtsanwalt Heuß, in Neuwied erneut einen Antrag auf Wiederaufnahme gestellt, dem nunmehr die Strafkammer in Neuwied stattgegeben hat. Es dürfte mithin der Doppelraubmord vom Westerwald, der vor 12 Jahren ungeheures Aufsehen erregte, erneut aufgerollt werden. die Ruhrzechen vierten August=Woche. 2. Sept. Aus der folgenden Uebersicht sind Geund Bestände der Ruhrkohlenzechen(vorläufige an Kohle, Koks und Briketts für die Zeit bis 29. 8. 1931 und in der Vorwoche ersichtlich. # Gesamtgewinnung sind in Klammern auch die #Arbeitstag entfallenden Mengen angegeben, wosichten ist, daß in den Kokereien auch Sonntags wird. Arbeits= Förtage derung To. 6 1 564 387 (260 731) 1 596 001 (266 000) Koks= Preßkohlen= Eingelegte erzeugung herstell. Feierschichten 6 To. To. 1) 340 765 58 220 222 353 (48 681)(9 703)(37.059) 338 097 62 062 200 802 2) (48 300)(10 344)(33 467) Bestände der Zechen: 3) Kohle Koks Preßkohle Insgesamt 4) be) To. To. To. To. 3224 860 5179.087 106 044 10322 248 3 186 245 5 157 372 105 949 10 254 201 ** Absatzmangel. m## je Mann der Gesamtbelegschaft etwan FeierBestände auf Halden, in Lägern, Wagen, nen, Türmen usw. Briketts auf Kohle umgerechnet. ruhigung an der Börse. 4. Sept. Unmittelbar vor Börsenbeginn kam a erregten Szenen, weil den freien Maklern lede Verdienstmöglichkeit genommen ist, da die Fenbarungen mit freien Maklern, die Letzteren Fmittlung von Orders eine gewisse Courtagezusicherten, gekündigt haben und außerdem scharsen Repartierungen den freien Maklern is mehr gegeben wurden. Um hier einen Ausgiden, schweben zur Zeit Verhandlungen. Der Peisentag zeigte doch ein ruhigeres Bild als ein Teil der Verkaufsaufträge zurückgezogen Velsach mag es sich Donnerstag auch um geneldungen gehandelt haben. Es berrschte das vor, möglichst auf dem gestrigen Kursniveau Wo gestern Repartierungen erfolgten, wurde auf etwas ermäßigtem Niveau ausLeilweise erfolgten allerdings noch Repartie## war der Prozentsatz wesentlich geringer als Tordlloyd kamen erstmalig wieder mit 27½% wodet das Angebot nur zu 40% abgenommen . ½. Farben wurden unverändert mit 93 “ Angebot war wesentlich geringer; außerdem Terkaufsaufträgen auch größere Kaufaufträge Salzdetfurth wurden sogar 5% böher als bektet. Svenska paßzten sich endlich der interSchmalz: Tendenz ruhig. Amerik. Steamard 2126, Purelard raff. 22 bis 22½, Hamburger Schmalz 25 Dollar per 100 Kilo. Rohkakao: Der Markt ist abgeschwächt. Bei kleinem Geschäft nannte man folgende Forderungen: Accra Haupternte loko 24/— bis 23/6, dito Sept.=Okt. 24/— bis 23/6 eif. Zwischenernte per Sept.=Okt. 18/9 eif. neue Ernte per Nov.=Jan. 23 cif. Superior Bahia per Sept.=Dez. monatlich 24/6 bis 24/— c. u. fr. Superior Fein Thome per Sept.=Okt. 24/6 cif., Superior Epoca Arriba per Sept.=Okt. 46/6 c. u. fr. Plantations=Trinidad per Sept.=Okt. 34/— c. u. fr. Machala per Sept.=Okt. 44/—, deutscher Kamerun=Kakao 24/— bis 23/6 per 50 Kilo. Paraffin, Bienenwachs und Calnaubawachs. alles un verändert. Berlin, 4. Sept. Produktenbörse. Märkischer Weizen, neu, 209—211, märkischer Roggen, neu, 171—173, Industrie=Futtergerste 152—161, märk. Hafer 132—141 für 1000 Kilo— Weizenmehl 25,5—32,25, Roggenmehl 23,75 bis 26,25, Weizenkleie 11,5—11,9, Roggenkleie 9,75—10,1, Viktoriaerbsen 22—28, Leinkuchen ab Hamburg 13,7—13,9, Erdnußkuchen 50% ab Hamburg 12, Erdnußkuchenmehl 50% ab Hamburg 12. Trockenschnitzel 6,8—6,9 Parität Berlin, extrahierter Soya=Bohnen=Schrot 46% ab Hamburg 12,1, dito ab Stettin 12,6 für 100 Kilo. Pistulla bleibt Europameister. „Unentschieden“ gegen Heuser. Hamburg, 4. Sept.(Eig. Drahtbericht.) Der 75. Kampftag des Hamburger Boxveranstalters Rothenburg war trotz ungünstigen Wetters von 25000 Zuschauern besucht. Die Einleitung bildete der Schwergewichtskampf zwischen NeuselBochum und Griselle=Frankreich. Der Bochumer erhielt den verdienten Punktsieg zugesprochen. Dann traten Ernst Pistulla=Berlin und Adolf Heuser=Bonn zum Titelkampf um die Europameisterschaft im Halbschwergewicht an. Sie lieferten sich über 15 Runden einen wechselvollen Kampf, dem allerdings dramatische Höhepunkte fehlten, weil beide Boxer sehr vorsichtig kämpften. Die technische Ueberlegenheit des Titelverteidigers ließ sich nicht verkennen, wobei besonders seine stark verbesserte Linke auffiel. Daß er trotz seiner guten Verfassung nicht zum Siege kam, lag an der vorzüglichen Deckung Heusers, der wohl viel, aber zu ungenau schlug. Heuser mußte in der 12. Runde sogar zweimal zu Boden, stand aber den Kampf trotzdem durch, so daß Pistulla keinen genügenden Punktvorsprung erzielen konnte, und sich mit einem „Unentschieden“, begnügen mußte. Der Berliner bleibt also im Besitz des Meistertitels. Im dritten Kampf verteidigte Bantamgewichtsmeister Pfitzner=Berlin seinen Titel gegen Willy Metzner=Köln. Nach anfänglicher Führung des Berliners kam der Kölner mächtig auf und trug nach 12 Runden einen verdienten Punktsieg davon, so daß er jetzt nicht nur Fliegengewichtsmeister, sondern auch deutscher Bantamgewichtsmeister ist. Paul Noack konnte im abschließenden Federgewichtskampf seinen Titel gegen den hannoverschen Herausforderer Schiller durch ein unentschiedenes Ergebnis erfolgreich verteidigen. nationalen Bewertung mit 162 nach 200 an. AEG. wurden heute mit 55 nach 59 notiert, wobei das Angebot voll abgenommen wurde. Nach unbestätigten Meldungen eines Börsenblattes ist mit einem Verlustabschluß zu rechnen. Repartiert wurden noch Ottavi, Aschaffenburger Zellstoff. Banken blieben meist wenig verändert. Papiere, in denen weder Angebot noch Nachfrage vorlag, wurden mit einer Sternnotiz versehen. Dessauer Gas wurden 5½% höher bewertet. Auch am Rentenmarkt war die Stimmung ruhiger. * Köln, 4. Sept. Der zweite Börsentag der Kölner Effektenbörse verlief ruhig bei allgemein etwas freundlicherer Tendenz. Die gestrigen niedrigen Kurse haben scheinbar zu Rückzügen von Verkaufsaufträgen geführt, andererseits haben die niedrigen Kurse jedoch auch Käufer angelockt, so daß ein Teil des in den Markt kommenden Materials, das heute verhältnismäßig klein ist. abgenommen werden konnte. Wie gestern, so wurde auch heute ein kleiner Teil der Kassakurse notiert. Die Zurückhaltung aller Kreise hält an. Farben konnten 1% anziehen, Rhein. Braunkohlen dagegen 3% und Gelsenkirchen 1¼% schwächer. Banken zum Teil schwächer, zum Teil unverändert. Am Markt für festverzinsliche Werte bestand für alle Sorten etwas Nachfrage. Die Kurse konnten hier gegenüber gestern um 2 bis 2½ anziehen. Düsseldorf, 4. Sept. Im Einklang mit der Berliner Börse trat auch an der Düsseldorfer Börse heute bereits eine wesentliche Berubigung ein. An den meisten Märkten wurde das angebotene Material voll aufgenommen. Umsätze fanden in Mannesmann, Rheinstahl, Westeregeln und Wintershall statt. Ferner wurden Burbach, Hallesche Salz, Dahlbusch und Lothringen gehandelt. Der Kurenmarkt verkehrte vorläufig noch in abwartender Haltung. Es kam nur vereinzelt zu Umsätzen. Von den Märkten. Hamburger Warenmarkt. Reis: Unveränderte Markt= und Preislage. Baumwolle: Tendenz ruhig. Middling Universal loko 7,85 Cents per lbs. Zucker: Der Effektivmarkt nahm einen ruhigen Verlauf Die Forderungen blieben unverändert. Nach Mitteilungen aus hiesigen Zuckerhandelskreisen ist mit der Wiedereröffnung der Terminbörse vor 5—6 Wochen nicht zu rechnen. Tschechische Kristalle prompt 6/6¾, per NovDez. 6/6¾, deutsche Kristalle prompt 5/9¾ bis 5/10½ per 50 Kilo. an Brasibkaffee: Trotz des unbe riedigenden Marktverlaufes in Neuyork eröffneten die Hamburger Terminmärkte in stetiger Haltung bei nahezu unveränderten Notierungen. Nur die Septembersichten lagen ½ Pfg. niedriger. Das Exportgeschäft ist ruhig, aber befriedigend. Etwas mehr Interesse bekunden die nordischen Länder. Lokonachfroge sehr ruhig. Offerten von Brasilien ehne Aenderung. Gewaschene Kaffees: Tendenz ruhig=stetig bei unveränderten Preisen. Endlich nominiert. Deutschlands Eif für Wien. Endgültige Mannschaft gegen Oesterreich. Das Rätselraten um die deutsche Fußball=Elf, die den neunten Länderkampf gegen Oesterreich am 13. September im neuen Wiener PraterStadion bestreiten soll, ist beendet. Der Spielausschuß des Deutschen Fußball=Bundes hat nunmehr die Mannschaft endgültig zusammengestellt und der Oeffentlichkeit bekanntgegeben. Es ist kaum noch mit Aenderungen zu rechnen, es sei denn, der eine oder andere Spieler würde am Sonntag verletzt oder durch Krankheit verhindert sein. Kreß (Rotweiß Frankfurt) Emmerich Stubb (Tennis=Borussia Berlin)(Eintracht Frankfurt) Kauer.. Leinberger Knöpfle (Tennis=Bor.Berlin)(Sppg. Fürth)(FSV. Frankf.) Albrecht Lachner Kuzorra R. Hofmann Kund (Fort. Df.)(München 60)(Schalke 04)(Dresden)(1. FC. Nürnberg) Ersatz: Jakob(Jahn Regensburg) als Torwart, Munkert(1. FC. Nürnberg) als Verteidiger und Schmitt(1. FC. Nürnberg) als Stürmer. Die Hintermannschaft konnte nicht stärker besetzt werden, denn Emmerich ist tatsächlich zur Extraklasse aufgerückt und wird sich auch mit Stubb verstehen. In der Halbreihe wird erneut das Experiment unternommen mit einem Mittelläufer auf dem Außenposten. Kauer hat diese Stelle allerdings schon zur Zufriedenheit ausgefüllt, doch wäre ein eingespielter Außenläufer immer noch besser am Platz gewesen. Ueber Leinberger und Knöpfle sind keine Worte zu verlieren. Der Sturm spielt in der erwarteten Zusammenstellung. Wenn nicht Czepan krank wäre, hätte man ihn sicher berücksichtigt, nachdem Albrecht— Czepan—nutorra in Hamburg so großartig gespielt haben. Richard Hofmann wird neben Kuzorra wieder mehr zur Geltung kommen und Kund ist unser bester Linksaußen, nachdem Müller Dresden zweimal versagt hat. Stubb sagt ab. Munkert(1. JC. U.) verteidigt mit Emmerich. Nach Bekanntwerden der deutschen Fußball=Län= dermannschaft hat der aufgestellte Verteidiger Stubb abgesagt, so daß der DFfB. Munkert vom 1. FC. Nürnberg mit dem linken Verteidigerposten betraute. Als Ersatzmann macht nun Brunke(Tennis=Bor. Berlin) die Reise nach ien zum Länderspiel mit. son noch nichts verlautet, seinen Wohnsitz im Reich haben sollte.(Wir sind neugierig, ob diese von Berlin ausgestreuten Gerüchte sich bestätigen werven. Büchner nicht in Paris. Nöller(Köln) vertritt dafür Deutschlands Farben. Auch für den Leichtathletik=Länderkampf Frankreich: Deutschland machte sich eine Umstellung notwendig. Für Jochem Büchner fährt der Kölner Nöller mit nach Paris. Er wird im 400=Meter=Einzelrennen wie auch in der 4mal=400Meter=Staffel starten. Dr. Peltzer startet bestimmt. Seine Krankheit ist behoben Pferde-Sport Rennen in Jontainebleau. 1. Rennen: Halbblutrennen.— 2. Rennen: 1. Babil(Willioms), 2. Jamaique, 3. La Richardais. Ferner: Auduze, Sans Perm, Magistrale, La Blairie, Ali Ere, Cupids Bow, Bakir, Nvesthere, Setina, Gamma, Mosaique, Zelmira. Sieg 576, 116, 50, 126.— 3. Rennen: 1. Arche d'Alliance(Cadot), 2. Qui Madame, 3. Fleur d'Orien:. Ferner: Fatima, Libertine 3. Le Polisson, Le Nabab, Mirador, Sibylle, Sud Atlantique, Prodigalite, La Presles, Terre du Roi. Belle Legende 2. Sieg 172, Platz, 38, 16, 40.— 4. Rennen: 1. Gunnar(Bouillon), 2. Arion, ontevideo. Ferner: Houetteville, Bois St. Denis, Alimb, Alfalfa, Toutounette, Fille au Grand Coeur Sieg 103, Platz 26, 15, 21.— 5. Rennen: 1. Monsieur Begeret(Duforez), 2. Queenstown, 3. Bleu de Chine. Ferner: Monroc, Walencia, Pack, Aqua Forte, Steel, Sapristi, Grignon. Sieg 69, Platz 17, 13, 14. — 6. Rennen: 1. Tanbie(Duforez), 2. Thunderer, 3. Namouna. Ferner: Seyssel, Prince Lorrain, Gagne Petit, Galles, Rive d'Asie, Lactose, Proserpine 2. Sieg 39, Platz, 13, 17. 14.— 1 7. Rennen: 1. Lilybee 2(Howes), 2. Le Boshore, 3. Belle Bleue 2. Ferner: Roi de Thule, Le Drapeau, Tres Sport, Very Well, Manerbio Dark Story, Eleveur. Sieg 66, Platz 21, 37, 26. Die 995. nach Berlin? Auch Karl v. Halt zur Reichshauptstadt? Nach der Amtsniederlegung von Lang im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der von ihm geleiteten Bank besteht die große Wahrscheinlichkeit, daß Leitung und Geschäftsstelle der D SB. nach Berlin verlegt werden. Schon lange machte sich dieser Wunsch, der bezüglich der Geschäftsführung fast eine Notwendigkeit ist, geltend, da auch Deutscher Fußball=Bund. Deutsche Turnerschaft und Deutscher Schwimmverband ihre Zentralstellen in Berlin haben. Außerdem übersiedelf auch Dr. von Halt, der Sportwart der DSB., am 1. Oktober nach Berlin und zwar aus beruflichen Gründen. Was liegt also näher, als daß dann die gesamte DSB. ihre Geschäftsführung in die Reichshauptstadt verlegt. selbst wenn der neue Vorsitzende, über dessen PerUnsere Doraussagen für Samstag, 5. Sept. Karlshorst: 1. Finnland, Carlchen.— 2. Herakles, Liliput.— 3. Heluan, Adebar.— 4. Oper, Rheinart.— 5. Nobel, Passy.— 6. Braut, Festkönigin.— 7. Weiße Fahne, Terpsichore. Leipzig: 1. Pandur, Bussard.— 2. Ritterkrone, Feronia.— 3. Liberius, Rote Nelke.— 4. Pati, Pepita.— 5. Wintermärchen, Ebbo.— 6. Felsen, Ledon.— 7. Himmelgeist, Spinelly. Wer hat gewonnen? Gewinnauszug 5. Klasse 37. Preußisch=Süddeutsche (263. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 22. Ziehungstag 3. September 1931 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 4 Gewinne zu 10000 CN. 166739 230041 10 Gewinne zu 5000 M. 80208 91625 112473 136000 392751 18 Gewinne zu 3000 cM. 38896 58536 81083 181712 201221 219113 318672 320850 844337 62 Gewinne zu 2000 M. 11429 37244 41035 45929 63330 75369 75604 81511 88528 98126 116480 136719 146664 153085 159386 161041 168923 222253 239713 258917 281027 282740 284439 294269 302109 320614 322054 339786 352942 355282 381769 ##-#pinne zu 1000 A. 4886 5528 22512 32552 42702 67827 73596 75983 99127 104035 114141 120071 121208 121646 133405 134355 139840 140896 141948 167442 167825 171956 173609 182713 191141 198082 208171 208801 213324 224338 233821 238709 240773 243419 248120 251512 253336 253530 257487 260478 260661 262094 272858 300064 306065 311442 318388 323028 336765 360498 369031 871057 378804 382024 392343 393620 164 Gewinne zu 500 M. 1073 18568 23005 24024 39889 49947 43661 45877 50406 55353 58041 64387 64950 71637 77275 84417 87771 97201. 102692 103261 106346 119098 126047 136692 139691 144101 157170 178292 187801 196914 199291 201542 202682 210679 211428 212952 212984 215180 221974 222707 226015 230595 232050 232429 244112 253436 254027 256170 266424 272677 274643 33895S 383594 285074 286318 292149 292566 „### 308664 315669 321998 334404 835611 340522 341223 348614 349322 349649 366531 387993 383932 363479 877537 382144 387423 387517 392710 395081 895973 In der 2 Gewinne zu 25000 M. 30806 2 Gewinne zu 10000 M. 227501 6 Gewinne zu 5000 M. 34942 111283 167607 2 Gewinne zu 3000 M. 231229 . 0 0 G e w i n n e z u 2 0 0 0 0. 5 5 5 8 2 6 1 1 1 3 2 1 7 9 4 3 9 7 8 2 2 6dor 278566 281858 284632 4 33453 342 336fs 33öit 33633s 34623 6505 89803 87899.56766 70517 7124: 76694 Poog: 38912[S8sje 188830 183816 34091 2570 assne 39333 Mllls) 34535 337283 346ass 348876 363ss: 291322 308094 140 Gewinne zu 500 M. 11746 18119 29110 8014A 32164 37348 41871 41910 46677 60397 65620 74668 76540 88080 89651 96871 98920 97887 111903 115317 116728 118695 129418 138383 136391 144288 149013 149039 150846 158108 158192 162533 167106 167362 170111 174749 176414 178953 185351 189228 194518 214824 236568 238476 241490 243109 29003s 29063s 391353 29464s 301268 32100 376975 377287 390240 sogggn 306409 363978 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu se 500000. 2 Gewinne zu je 300000. 2 zu je 200000 4 zu je 50000, 10 zu je 25000. 58 zu je 10000. 118 zu je 5000, 248 zu je 3000, 670 zu jr 2000. 1356 zu je 1000, 2172 zu je 500, 6546 zu je 400 M. Zum letzten Male! BenMit uns nach Düsseldorf rath—Zons! a Heute ist letzte Gelegenheit zum Kartenkauf (S. Anzeige in dieser Ausgabe.) Da der Wettergolt gutes Wetter zugesagt hat, so ist mit schöner Fahrt zu rechnen. An Frohsinn wird es auch nicht fehlen. Abgesehen von der bekannt fleißigen und guten Schiffskapelle, die für Unterhaltung sorgen wird, besteht auch die Möglichkeit, die Benrather Kir mes zu besuchen. Wer darauf keinen Wert legt und lieber die beschauliche Ruhe der kleinen Stadt auf sich wirken lassen will, fahre mit nach Zons, dem romantischen Städtchen am linken Rheinufer, dem rheinischen Rothenburg. Wer aber die Großstadt liebt, kann in Düsseldorf schon aussteigen und hat dort genügend Zeit, allen Genüssen des modernen Großstadtlebens zu fröhnen. Also auf zur Sonntagsfahrt. Karten sind noch zu haben. 25jährigen Bestevens in einem eigens hierfür erbauten Festzelte in der Nähe der Wirtschaft Wessels. Außerdem hat noch der Vorstand z. T. die Ehre, seine 25jährige Tätigkeit besonders zu feiern. Am Samstagabend gegen 8 Uhr wird das Fest eingeleitet mit einem Gesangskonzert der umliegenden Vereine. Männergesangvereine von Hüls und Sickingmühle werden den Samstagabend mit Vorträgen einleiten. Alsdann erfolgt auch an diesem Abend die Ehrung der Jubilare. Ein Vertreter der Stadt Recklinghausen wird den Verein besonders zu würdigen wissen, desgleichen wird auch der Vertreter des bestischen Sängergaues, Vorsitzender Hoff zugegen sein, um den Verein besonders zu ehren. Der Sonntag sieht den eigentlichen Sängerwettstreit von 18 auswärtigen Vereinen vor. Anschließend ist ein Sängerball.— Der Festmontag sieht ebenfalls noch ein Sängerkonzert mit anschließendem Ball vor. nu. und Blut“ Versammlung der für sind durch freiwillige Gaben und Sammlungen aufgebracht worden. Kartoffeldiebstähle per Fuhrwerk. Schärfer- vontro!“ I Große Kartoffeldiebstähle werden aus der Ortvöve beim Dorf Hervest gemeldet. Die Diebe l. Die Rektoratsgemeinde St. Josenh= sten veranstaltete einen Theaterabend, ertrag für die neue Kirche bestimmt langte zur Aufführung das bekannte fünsattieg „Im Kreuz ist Heil“. Bei dem nagk, Schwank„Nella, das Prachtexemplar“ verwan der Ernst in sprudelnde Heiterkeit. suchten sich I. Der Kegelklub„Kike“ Hervest=Dornsein Stiftungsfest. Statt, wie üblich, um d. Holzzahl zu ringen, trat man mit einem### radrennen auf Gebrauchsrädern auf den B.# KEIE. 10.h.. Zieetonmee. durch Wald geschützte Kartoffeläcker aus Dreß mit großen Startnummern versehen d. Zahlung der Kirchensteuer. Am Samstagnach= mittag findet von 3—5 Uhr im evgl. Gemeindehause ein Kirchensteuerhebetermin statt.: Um Weiterungen zu vermeiden, wird an die Zahlung der fälligen Steuern erinnert. d. Am Mittwochabend fand im Lokale Koop in Dorsten am Markt eine große öffentliche Versammlung der NSDAP. Ortsgruppe Dorsten statt, in wercher der hervorragende Kenner des Kapitalmarktes Wolf Geyser=Fett(Offenbach) das Thema„Gold oder Blut", Befreiung des deutschen Menschen von der Knechtschaft des Goldes, behandelte. Der Redner Wolf Geyser= Fett wies hin auf das ungeheure Chaos der Gegenwart, die fortgesetzte Steigerung der Arbeitslosenziffern, dem ein Winter folgen wird, schlimmer als ihn die meisten je erträumen. Der Bauer arbeite vom frühen Morgen bis zum späten Abend und habe trotzdem keine Existenzmöglichkeit. Unverantwortlich seien die Stützversuche und Garantieübernahmen der jetzigen Regierung für Jakob Goldschmidt. Unzählige Bauernsöhne, denen die Scholle fehlt, fliehen in die Masse der Städter. Anschließend rechnete der Redner mit Karl Marx ab. In allen Ländern Europas sei eine Entrechtung der Völker festzustellen. Die Revolution im November 1918 habe versagt. Der Versailler Vertrag bedeute eine Versklavung von Generationen Deutscher. Das deutsche Volk gehe einen Weg der Enttäuschung, bis es in sich zerrissen und zerfleischt zum Bruderkampf greife. Die Nationalsozialisten seien bereit, die Gestaltung des Schicksals des deutschen Volkes zu übernehmen, wenn man ihnen das Innen=, Außenund Wehrministerium überlasse. Es gehe um ein erwachendes Deutschland und um eine bessere Zukunft. d. Sanitätskolonne Dorsten. Im Vereinslokal Dietrich fand die Monatsversammlung statt, welche guten Besuch zu verzeichnen hatte. Vorher fand am Gerätehaus eine Uebung mit Tragbahren statt. Ein Schreiben des vestischen Sanitätskolonnen=Verbandes kam zur Verlesung, wonach infolge der Finanzschwierigkeiten die Reichsverbandstagung in Koblenz um einige Wochen verschoben wird. An der Silberhochzeit des Kameraden Fr. Timmer nahmen als Delegation teil, die Kameraden Kolonnenarzt Dr. Behling, Kolonnenführer Schnepel und der zweite Vorsitzende Kamerad Scholz. Namens der Kolonne überreichten sie dem Jubelpaar ein schönes Angebinde. Das Waldfest der Freiw. Feuerwehr Dorsten ist der Not der Zeit entsprechend auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein besonderes Lob zollte der Führer seinen Kameraden bezüglich des guten Besuches. Wegen einer Besichtigung der Brauerei Rose, Wulfen, fand eine eingehende Aussprache statt und für Samstag, 12. Sept. in Aussicht genommen. und scheuten sich nicht, sogar mit Fuhrwerk und anderen Gefährten die Beute fortzuschaffen. So wurde bei dem Landwirt Kemmna etwa ein Viertel Morgen Kartoffeln ausgemacht und auf dem Grundstück der Anstalt Maria=Lindenhof etwa 20 bis 30 Zentner Kartoffeln gestohlen. Die Täter, die mit der größten Dreistigkeit vorgingen, sind unbekannt geblieben. Es handelt sich in beiden Fällen nach Lage der Dinge um Täter aus dem benachbarten Industriegebiet. Wie wir erfahen, wid die Sicherheitspolizei jetzt mit den schärfsten Mitteln gegen die Obst= und Kartoffeldiebe vorgehen. Es haben bereits Kontrollen der aus der Herrlichkeit dem Industriegebiet zuwandernden Pilzsammler und Hamsterer eingesetzt. l. Schau der Wasserläufe. In den Gemeinden Groß= und Klein=Reken findet am Montag, 7. Sept., vorm. 9 Uhr, die diesjährige Schau der Wasserläufe statt und zwar in Groß=Reken am Beversbach, Postenkanal, Reitweg, Konnigersweg und Speckweg; Klein=Reken am Spangenbach und Klein=Rekener in Klein=Reken' am Spangenbach und Klein=Rekener Bach. Die Räumungspflichtigen müssen die Reinigung der Wasserläufe an ihren Grundstücken bis zum 7. Sept. vornehmen und beim Schautermin selbst anwesend oder durch einen Bevollmächtigten vertreten sein. die Fahrer bei der Wirtschaft Grobe auf z# geschickt. Von mehreren Autos und Photogragleitet, ging die Jagd über Hervest—Wulfen. —Freudenberg bis Altschermbeck. Der Feg## Johannes Kettler setzte sich sofort an, doch mußte er wegen Raddefekt kurz vor## die Führung abgeben. Als erster passierte### band Joseph Sender auf RSu mit 2. Joseph Stevens auf Dürkopp, Radlang3. Franz Hörsken auf einem 28jährigen eine Sekunde später und 4. Johannes Keil#l einem 20jährigen Schlingrad, 2 Sekunden snas l. Die Deutsche Jugendkraft Dorf Herven nahm eine zweitägige Radtour zum Ruhrig Fahrt ging bei fast restloser Beteiligung rung von Lehrer Ketteler zunächst bis Werde sonderes Interesse fand das Grab des St.# in der Ludgeruskirche, da dieser, wie die Ghr#det, auf seinen Missionsfahrten bei Dorf die Lippe ging und dem Dorfe seinen Namen haben soll. In Kupferdreh fand man beim## dortigen DIK=Heims eine gastliche Aufnahnanderen Tage wurde die Tour fortgesetzt bie Ueber Bochum trat man dann die Heimatia l. Fahrraddiebstähle. Von dem Hofe des Erfkötter in Wulfen=wimke wurde## abgeschlossene Herrenfahrräder gestohlen. u kommen zwei Pilzsucher in Frage, die mit) dern durch den Wald nach Kusenhorst in der Hervest=Dorsten verschwanden, d. Kath. Gesellenverein Dorsten. Die Mitglieder des kath. Gesellenvereins fanden sich im Kolvingsheim zur Monatsversammlung ein. Der Präsee Kaplan Voldtrup begrüßte die Gesellen mit einem „Treu Kolping“, bedauerte aber außerordentlich den schwachen Besuch. Er wies ganz besonders auf die in nächster Woche stattfindende Generalversammlung bin. Der Präses bat um restlose Teilnahme an der Monatskommunion am Sonntag, 13. Sept. Anschließend berichtete Mitglied Lenert über seine Reiseund Wander=Erlebnisse. Die vom Mandolinenklub dargebrachten Vorträge konnten gut gefallen. Ehrentag der vestischen Sänger. Zum Jubiläumsfest des M.=G.=V.„Lyra“, in Hüls=Speckhorn. v. Der kommende Samstag und Sonntag wird in der Ortschaft Hüls=Speckhorn im Zeichen der Männergesangvereine Westfalens stehen, dem springenden Pferd. Der Männergesangverein„Lyra“ in Hüls=Speckhorn feiert das Fest seines d. Neuwahl des kath. Kirchenvorstandes in Dorsten. Im Jugendheim an der Blindestraße findet am 13. September von 9 bis 16 Uhr die Neu= bzw. Wiederwahl des kath. Kirchenvorstandes statt. Es scheiden 12 Mitglieder aus und zwar Rechtsanwalt Beckmann, Hausmeister Duwenbeck, Schreinermeister Edler, Schreinermeister Heselhaus, Landwirt Kleine=Besten, Professor Maas, Rektor Maybaum, Bergmann Nothelle, Bergmann Rump, Prokurist Schlickum, Schiffbauer Stewing und Landwirt Ulftotte. Das Brichter Ehrenmal Feierliche Einweihung am Sonnta. Schermbeck, 4. September. l. Nunmehr ist es auch der kleinen Gemeinde =onn. d. Der Ev. Arbeiterverein Dorsten hält am tag eine Versammlung ab.(Siehe Anzeige) d. Gelddiebstahl auf dem Wochenmarkt. Einer Frau wurde gelegentlich des letzten Wochenmarktes ihre Geldbörse aus der rechten Manteltasche entwendet mit einem Inhalt von 20 Mk. Rasensport Dorsten." Die 1. und 2. Mannschaft spielt Sonntag nicht wie vorgesehen in Gladbeck, sondern in Dorsten auf dem städtischen Sportplatz gegen„Wassersport“ Gladbeck. Anstoß der 1. Mannschaft 10.30 Uhr. 2. Mannschaft um 9 Uhr. Bus dem Bauverein ausgeschlossen 1 Zum Krieg im Bauverein erfahren wir, daß der Architekt B. und das Revisionsmitglied W. auf Antrag des Vorstandes und auf einstimmigen Beschluß des Aufsichtsrats aus der Invalidenheimstätte ausge. schlossen worden sind. Außerdem haben einige Mitglieder ein Warnungsschreiben erhalten, in welcher denselben der Vorwurf gemacht wird, daß sie sich durch Behauptungen in die Geschäfte des Vorstandes eingemischt haben. Wie wir erfahren, wird nunmehr in kürzester Zeit die Aufsichtsbehörde mit der ganzen Angelegenheit sich zu befassen haben. Zwei rüpelhafte Burschen. Mit Pflastersteinen bombardiert. In einer Wirtschaft an der Halterner Straße in wervest benahmen sich zwei junge Burschen rüpeshaft und mußten an die Luft befördert werden, zumal sie sich noch an dem Bier der Gäste vergriffen. Als nun die Gäste in später Abendstunde sich nach Hause begeben wollten, wurden sie aus dem Chaussee. graben heraus mit Pflastersteinen bombardiert, wobei ein Gast am Kopf schwer verletzt wurde. Auch fielen bei dieser Gelegenheit Schüsse. Die Gäste mußten ins Lokal zurückflüchten, wo man dem Verletzten die erste Hilfe zuteil werden ließ. Diebstahl oder Streich? Ein Auto spurlos verschwunden. I Der Kaufmann R. aus Hervest=Dorsten hatte seinen Personenkraftwagen vor der Wirtschaft Haus Rose in der Richt zum Freitag ohne Aufsicht gelassen. Als er nun aus dem Lokal kam, mußte er die unangenehme Ueberras machen, daß sein Auto spurlos verschwunden war. Auch die Sicherheitspolizei konnte den Wagen nicht wieder herbeischaffen. Bricht gelungen, ihren im Weltkrieg gefallenen Söhnen ein würdiges Ehrenmal zu errichten. Bereits Anfang 1927 war man dieser Frage nahegetreten. Die damals eingereichten Entwürfe fanden jedoch nicht die Genehmigung der Rheinischen Beratungsstelle für Kriegerehrungen in Düsseldorf, da sie nicht den Anfovderungen an eine künstlerische Formgebung entsprachen. Die Angelegenheit ruhte eine kurze Zeit und man gab alsdann dem Architekten(B. D. A.) Baumann in Moers Auftrag zur Anfertigung eines Entwurfs. Etwa zu der gleichen Zeit erwarb die Gemeinde ein Grundstück, das als Denkmalplatz bestimmt wurde und dementsprechend hergerichtet werden mußte. Im Frühjahr 1980 wurde ein von Architekt Baumann angefertigter Entwurf von dem zur Durchführung der Denkmalsfrage gewählten Ausschuß gutgeheißen. Nach Aufstellung des Kostenanschlages trat der Denkmalsausschuß am 3. Oktober v. J. zusammen und entschied sich endgültig für diesen Entwurf. Man suchte sogleich beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf die Genehmigung zur Errichtung dieses Ehrenmals nach; diese wurde im Februar d. J. nach Anhörung der Beratungsstelle für Kriegerehrungen erteilt. Es galt zunächst, das angekaufte Grundstück seinem Zweck entsprechend herzurichten. Größere Planierungsarbeiten waren erforderlich. Diese Arbeit wurde von den Brichter Gemeindeeingesessenen verrichtet. Nach vier Tagen waren die Sandhügel beseitigt und der Denkmalsplatz fertiggestellt. Aber auch wohl 30 bis 40 Personen und mehrere Fuhrwerke waren an den genannten Tagen in reger Tätigkeit. Ende Mai trafen die für die Errichtung des Denkmals erforderlichen Steinblöcke und=platten von der sächsischen Porphyr=Gesellschaft m. b. H. hier ein. Es handelt sich um einen roten, etwas weiß geaderten Naturstein. Alsbald nach der Fertigstellung des Denkmalssockels, eine Arbeit, die von dem Bauunternehmer Stricker in Schermbeck ausgeführt wurde, wurde das Denkmal aufgerichtet. Der aufstehende Adler ist von dem Bildhauer Mellen in Hüls bei Krefeld aus dem gleichen Steinmaterial(Prphyr) wie das Denkmal gehauen worden. Nach dem Be Neue Kirchenvorstände in Holsterhausen. In Hervest findet die Wahl am 4. Oktober statt. I. Wieder ein Fahrraddiebstahl. Der Kinobesitzer F. V. hatte vor dem Haus Rose in Hervest=Dorsten sein Fahrrad unverschlossen stehen lassen. Als er aus dem Lokal kam, war das Rad verschwunden. l. In Holsterhausen fanden für St. Antonius bei Duwe und für St. Bonifatius bei Kruse Versammlungen der katholischen Kirchenmitglieder statt, um über die am nächsten Sonntag stattfindende Kirchenvorstandswahl Stellung zu nehmen. Der Kirchenvorstand soll aus 20 Mitgliedern zur Hälfte von St. Antonius und Bonifatius bestehen, von denen 10 jetzt ausscheiden. Es werden ohne Wahl in den Kirchenvorstand berufen von St. Antonius: Landwirt Schulte=Kellinghaus, Landwirt und Wirt Joseph Duwe, Kolonieverwalter Heinrich Hoffs, Bauunternehmer und Landwirt Joseph Risthaus, Landwirt Heinrich Schlüter, Schreiner Anton Bügers, Hauptlehrer a. D. Philipp Flunkert, Straßenwärter Johann Grewe, Maucerpolier Franz Quicksterdt, Maschinist Joseph Spickermann; von St. Bonifatius: Berginvalide Adolf Schonrath. Kolonieverwalter a. D. Heinrich Kloth, Bauunternehmer Heinrich Mutmann, Berginvalide Franz Pänkert, Bäckermeister Heinrich Paßmann, Bergmann Metard Brehl, Landwirt Albert Budde, Wirt Bernhard Kruse, Steiger Hermann Nymphius, Arbeiter Joseph Budde. In Hervest fand eine Kirchenvorstandssitzung der gesamten Pfarrei stakt. In dieser wurde beschlossen, infolge des plötzlichen Todes des Pfarrecs Vissing die Wahl des Kirchenvorstandes zu verschieben, die jetzt voraussichtlich am 4. Oktober stattfinden wird. Von der gesamten Pfarrei sind 21 Vorstandsmitglieder und zwar je 7 von St. Paulus, beauftragtes Mitglied, wofür der Landwirt Nover bestimmt ist. Weiter soll der Antrag auf Genehmigung des Turmbaue's an der Marienkirche bei der bischöflichen Behörde gestellt werden. Die Kosten hierschluß des Denkmalausschusses sollte der Adle# tahlhelm sowie zwei über kreuz gelegte## wehre decken. Diese Ausführung wurde# der Beratungsstelle nicht genehmigt und vo### ben, den Adler in geschlossener, möglichst en lisierter Form auszuführen und den Stabl### fallen zu lassen. Das Denkmal hat die Form eines lie### Steinblocks, der ohne Sockel eine##### etwa 1,50 m haben wird. Der Adler steh hinteren Teil dieses Blocks und ist unges## hoch. Die Widmung sowie die Namen der nen sind aufgelegte Broncebuchstaben. An tenfläche des Denkmals steht die Widmung folgenden Wortlaut: „Unseren gefallenen Söhnen— 191½ Die dankbare Gemeinde Bricht.“ Die Namen der Gefallenen sind an der in alphabetischer Reihenfolge angebracht; deren neun. Die Kosten sind zum überwiegenden reiwilligen Spenden gedeckt. Am Sonntag wird nun die Weihe dies# mals in feierlicher Weise vor sich gehen. Lin rede hält Pfarrer Paschen(Schermbe# viele werden dieser Feier beiwohnen. Von bestehenden Vereinen nimmt der Schüt Bricht, der Kriegerverein Schermbeck und verein Schermbeck an der Weihefeier teil. Kein guter Eindruck. Unkrant an der Kriegerehrenstätte. Schermbeck, 4. Iuspizierung der Polizeigefäugnisse. Im Auftrage des Landrats. l. Im Auftrage des Landrats fanden am Donnerstag in multen und Holsterhausen die Inspizierung der Polizeigefängnisse durch den Kreisinspektor Wruck und Oberleutnant der Landjägerei Schönne statt. Das Ergebnis der Schweinezählung. Die Zählung in Holsterhausen und Hervest. l. In den Industriegemeinden hatte die Schweinezählung folgendes Ergebnis: In Holsterhausen bei 561 Haushaltungen 4 Zuchteber, 46 Zuchtsauen, 1288 nicht zur Zucht benutzte Schweine, insgesamt 1338, 10 Hausschlachtungen. In Hervest bei 710 Haushaltungen 7 Zuchteber, 123 Zuchtsauen, 1929 nicht zur Zucht benutzte Schweine, insgesamt 2059, 5 Hausschlachtungen. Neue Hausnummern. In der Gemeinde Hervest. l. Die Häuser der Gemeinde Hervest werden augenblicklich mit neuen Hausnummern versehen. Die Numerierung geht an den Hauptstraßen von Westen nach Osten. In den Nebenstraßen beginnt die niedrigste Nummer bei der Abzweigung von der Hauptstraße, und zwar in den meisten Fällen von Norden nach Süden. Man wolle bei entsprechenden Vorkommnissen stets die neue Hausnummer in Anwendung bringen. I. Der Verein heimattreuer Ost= und Hervest=Dorsten hält Sonntag um 2 Uh falenhof eine wichtige Versammlung ab. Evangelischer Gottesdiens. Dorsten. St. Agatha. 6 Uhr Aussetzung des hochw. Gun Nißglück prei Wochen alt Vater, Ein Auto w 2 Ein aufregender Vor achmitag in der Kol zässeldorf stammende versuchte, sein unehe! Ides Bergmanns Brür shert von I. Straße auch erreicht R. machte sich abe eiter, wurde in der wo er seine Verfol Die Waffe konnte ##e er Schaden angeriin Tracht Prügel führt zur Polizei, wo noch im Besitz gefunden wi vorstehender Meldun in Anspruc Erfolglose Nicht weniger als 641 lassener Kellner vor u mit einer Klage #iger trug vor, daß de ### angehöre und #rifvertrag gebu #h auch im Sühneter reffenden Innung bei sellte der Kläger unt ine Aufnahmegebühr die genannte Innu gehöre somit der A auch verpflichtet, Tari #durchschnittlich in der k also erhebliche Ue heiteren habe er kein Beklagte bestritt, hören. Seine Vertri n Termine sei nur a # sich in Rechtssacher Grunde sei er nach E inden zur Innung ge t#geld und einen M Untrag auf Aufnahme Aen auf seinen Wuns sich der Ueberstunden Kläger hierzu niem sei. Der Kläger hal Infangen zu können, d ## auf Prozente arbeit Eine Bauer in Alt=Stei I. Bei der Herstellung der Kriegerehren Altschermbeck wurde vor Jahren der E## der Kreisstraße durch einen gepflasterten ersetzt. Bis heute ist dieser Rinnstein not säubert worden, sondern völlig mit I überwachsen. Auch lagern neben dem seit der Herstellung Erdanhäufungen, die lig überwachsen sind. Bei einer Kriegere machen solche Zustände bestimmt keinen Eindruck. senn der Herbststur segie, um sich im wenn der letzte #nn erst hatte der Ee n. Auch die Hod Enonate verlegt. ##e der Vortag der K kleinste vorbereit einem neuen Kleil inen Leckerbissen, a den Schnaps lager Enannte„Kistenn Vorne auf die ie Truhe, die mit gzen befanden sich ere Aussteuergegen ##n die Brautk ###ers, der das best en hatte. Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst. ervest=Dorsten. Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Taufen; 8 Uhr Gemeinschaft. Holsterhausen Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst, P. Paeschkei Gahlen. Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst, Pfr. Gutsch, Unterricht für Dienstag und Freitag fällt aus. Katholischer Gottesdienn. Dorsten. er Hochamt: 7 Uhr hl. Messe, Volksgesang; 8 b, Volksgesang; 9 Uhr Kindermesse; 10 Uhr 11 Uhr hl. Messe; Volksgesang. Franziskanerkirche. Sonntag 5.30 Uhr bl.# Hochamt:.. Uhr hl. Messe; 7.30 Uhr Singmest“ 15.30 Uhr Predigt mit Fünswundenbruderschafl. Hervest=Dorsten. St. Marien. 6.45 Uhr bl. Messe mit Predi# Levitenbochamt; 2.30 Uhr Herz=Jesu=Andacht.#### St. Joseph. 7 Uhr hl. Messe: 8.30 Uhr A## Uhr hl. Messe mit Predigt; 15 Schutzengeland### Holsterhausen St. Antonius. 7 Uhr Frühmesse: 9.30 Uh/.22 Predigt: 2.30 Uhr Andacht zu Ehren der dl.# St. Bonisatins. 7 Uhr Frühmesse; 9.30 Messe; 2.30 Uhr Festandacht. VON werden 1,2 Ltr. Vi geliefert. Einige Kolben- durchbo Kurbelwelle- C ca. 30% des Rad vorn 11 de St. Joseph he#ns Theaterabend, irsg. che bestimmt vor bekannte Bei dem nachte Hesterfeist, Wuand ike“ Hervest=Dorsten , w i e u b l i c h, u m d e man mit einem rädern auf den nummern versehen. chaft Grobe auf ba Autos und Photograg er Hervest—Wulfen. hermbeck. Der 6.-2 le sich sofort an de addefekt kurz vor lIs erster passierte das auf RSl mit 39.12 Dürkopp, Radlange einem 28jährigen## 4. Johannes Keilll frad, 2 Sekunden spag ndkraft Dorf Hernes# kadtour zum Ruhras loser Beteiligung un r zunächst bis Wersdas Grab des St.## dieser, wie die Chros ahrten bei Dorf HernDorfe seinen Namen teh fand man beim# ne gastliche AufnahmTour fortgesetzt bis i dann die Heimatfe Von dem Hofe des fen=Dimke wurde rräder gestohlen. A in Frage, die mit 5 Kusenhorst in der nden. nang Rummer 244 dal nißglückter Kindesraub in Welheim Wochen altes Kind sollte geraubt werden.— Täter war der eigene Vater, bewaffnet mit Revolver und Rasiermesser. Ein Auto war bestellt Bottrop, 4. September. Ein aufregender Vorfall spielte sich am Freicmittag in der Kolonie Welheim ab. Der gafeldorf stammende erwerbslose Arbeiter versuchte, sein uneheliches Kind aus der Woh. ### Bergmanns Brünig zu entführen, wurde von Brünig verfolgt, der ihn in der Welstraße auch erreichte und das Kind wieder machte sich aber wieder frei und flüchbeiter, wurde in der Hugostraße aber wieder er seine Verfolger mit einem Revolver Die Waffe konnte ihm abgenommen werL Schaden angerichtet hatte. Nach einer in Tracht Prügel führte man dann den Kindes. zur Polizet, wo noch ein scharfes Rasiermesser Besitz gefunden wurde. vorstehender Meldung erfahren wir folgende Einzelheiten: Auf ein Inserat, in welchem Rosche, der geschieden und Vater von drei Kindern ist, eine Haushälterin zwecks späterer Ehe suchte, meldete sich eine in der Gerhardstraße wohnende unverehelichte B. Zwischen beiden entwickelte sich ein Berhältnis, das nicht ohne Folgen blieb. Das jetzt etwa drei Wochen alte Kind war bei dem Bruder, während die Mutter eine Zeitlang im Bottroper Krankenhaus lag Am Freitag erschien Rosche in der Wohnung des B. mit einem Blumenstrauß bewaffnet, nahm das Kind auf den Arm und ergriff in einem unbewachten Augenblick die Flucht. Was R. mit dem Kindesraub bezweckte, ist noch nicht geklärt. Daß der Raub aber vorbereitet war, beweist, daß R. ein Aulo in det Hugostraße warten ließ und nur dadurch, daß er sich bei der Flucht in der Richtung irrte, konnte ihm das Kind abgejagt werden. Daß er ebenfalls nichts Gutes beabsichtigte, beweisen die Schutzwaffe und das Rasiermesser, zumal nach Aussage der B. Rosche kein Selbstrasierer war. n Anspruch auf Arlaub und Tariflohn, wenn... der Arbeitgeber nicht organisiert ist. husses sollte der Aieh über kreuz gelegte## usführung wurde t genehmigt und von# lossener, möglichst en ren und den Stabl#### e Form eines lie#### hne Sockel eine### d. Der Adler steh. locks und ist ungesa wie die Namen der zncebuchstaben. An steht die Widmung Söhnen— 1910 einde Bricht.“ llenen sind an der nfolge angebracht; im überwiegenden den gedeckt. nun die Weihe dies se vor sich gehen. Lien aschen(Schermbe# er beiwohnen. Von# nimmt der Schüt n Schermbeck und er Weihefeier teil. ter Eindruck. er Kriegerehrenstätte. Schermbeck, 1. na der Kriegerehren se vor Jahren der#### einen gepflasterten dieser Rinnstein in völlig mit I lagern neben dem danhäufungen, die Bei einer Kriegereh : b e s t i m m t k e i n e n ittreuer Ost= und sonntag um 2 Uhr Versammlung ab. ser Gottesdiens. orsten. tesdienst. st= Dorsten. tesdienst, Pastor Maon# aft. erhausen esdienst, P. Paeschke: ahlen. tesdienst, Pfr. Gutsch, nd Freitag fällt aus. er Gottesdienst. hochw. ang: 8 10 Uhr Uhr bl. P ruderschafl. sten. mit 30 Uhr A#. zengelandeo en 930 r der Nl. 2#72 e; 9.30 M Erfolglose Klage liht weniger als 641 Mark verlangte ein fristassener Kellner von einem Oberhausener mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht. ##iger trug vor, daß der Beklagte der Wirtelig angehore und somit an den bestehenbrifvertrag gebunden sei. Der Beklagte sh auch im Sühnetern.in von dem Vertreter neifenden Innung vertreten lassen und weisellte der Kläger unter Beweis, daß der Beeine Aufnahmegebühr und einen Monatsbeidie genannte Innung geleistet habe. Der gehöre somit der Wirteinnung an und sei uuch verpflichtet, Tariflohn zu zahlen. Weiter durchschnittlich in der Woche 70 Stunden gealso erhebliche Ueberstunden gemacht. eiteren habe er keinen Urlaub erhalten. Beklagte bestritt, der Innung anhören. Seine Vertretung durch die Innung #en Termine sei nur aus dem Grunde erfolgt, # sich in Rechtssachen nicht auskenne. Aus Grunde sei er nach Erhebung der Klage vom inden zur Innung gegangen und habe dort #tsgeld und einen Monatsbeitrag hinterlegt. Untrag auf Aufnahme in die Innung sei aber #len auf seinen Wunsch zurückgestellt wordenh der Ueberstunden behauptere der Beklagte Kläger hierzu niemals von ihm angehalten sei. Der Kläger habe selbst darum gebeten, fangen zu können, damit er mehr verdiene, ha auf Prozente arbeitete. Ebenso sei die Anwesenheit des Klägers nach Ablauf seiner achtstündigen Tätigkeit auf den vorgenannten Grund zurückzuführen. Der Kläger sei berechtigt gewesen, nach Ablauf seiner achtstündigen Tätigkeit abzukassieren und nach Hause zu gehen.(Was wäre wohl mit dem Kellner geschehen, wenn er dieses in Wirklichkeit getan hätte?) Urlaub habe der Kläger nicht zu beanspruchen, da er— der Beklagte— keiner Tarifpartei angehöre. Er bat um Abweisung der Klage, machte für Sozialbeiträge und Steuern Gegenansprüche geltend und erhob Wiederklage. Zum Beweis seiner Nichtzugehörigkeit zur Innung benannte der Beklagte den Vorsitzenden der Innung, der dann auch bestätigte, daß der Kläger der Innung nicht angehört. Der Aufnahmeantrag sei auf Wunsch des Beklagten zurückgelegt und auch noch nicht durchgesprochen worden. Nach all diesem riet das Gericht zu einem Vergleich, wonach der Kläger seine Klage und der Beklagte seine Wiederklage zurücknehme. Das Gericht führte aus, daß dem Kläger kein Tariflohn zustände, des weiteren auch kein Urlaub, es sei denn, daß dieser von dem Beklagten versprochen worden sei. Der Beklagte habe dieses bestritten, und so stände dem Kläger auch hierfür keine Entschädigung zu. Bezüglich der Ueberstunden erwähnte das Gericht, daß der Kläger hierfür beweispflichtig sei. Daß Ueberstunden geleistet worden seien, werde zwar vom Beklagten zugegeben, aber diese seien nach seiner Auslassung auf eigenen Wunsch geleistet worden. Beide Parteien nahmen daraufhin ihre gegenseitigen Ansprüche zurück unter Verzicht“ auf Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis. Hochzeitsfeiern, das ist schön... Eine Bauernhochzeit! in Alt=Sterkrade. Wenn der Herbststurm über die leeren Stoppelgegie, um sich im dunklen Tannenwald zu # venn der letzte Erntewagen heimgebracht in erst hatte der Sterkrader Bauer Zeit, Feste r. Auch die Hochzeit wurde meist in die nonate verlegt. ##e der Vortag der Hochzeit heran, so war alles kleinste vorbereitet. Das ganze Haus ereinem neuen Kleide. Der Keller war gefüllt pren Leckerbissen, auch das Hochzeitsbier und den Schnaps lagerten hier schon. Nun wurde nannte„Kistenwagen“ zum neuen Heim Vorne auf diesem thronte die Brautkiste g# Truhe, die mit Leinen gefüllt war. Auf ##zen befanden sich außerdem die Möbel und ere Aussteuergegenstände. An den Karren #en die Brautkuh an, ein Geschenk des ##ers, der das beste Tier aus seinem Stalle en hatte. erheue man sich gegenseitig hinhalten, denn keiner sollte das neue Heim verlassen, ohne vorher Kafee getrunken zu haben. Bald fand sich dann auch die Dorfjugend ein, um die Tenne mit Maien und Kränzen zu schmücken und den Hochzeitswagen zurecht zu machen. Dieser, ein einfacher Leiterwagen, wird ganz mit Grün bekleidet, und die Räder werden mit buntem Papier und künstlichen Rosen durchflochten. Bis spät in die Nacht hinein striegelte und bürstete der Roßknecht seine Pferde, um am Festtage damit prunken zu können. Während dieser Arbeiten mußten Schnaps= und Bierfaß selbstverständlich ordentlich herhalten. * Am Morgen des Hochzeitstages wird die Braut bezw. der Bräutigam zum Hochzeitshause geholt. Auf den festlich geschmückten Leiterwagen klettern dann das Brautpaar, Brautknecht und=magd und Freunde und Freundinnen des Paares. Bei Junggesellen kamen als Trauzeugen nur Unverheiratete in Frage, bei Witwern dagegen nur Verheiratete. Die Fahrt zur Kirche wurde in ernster, weihevoller Stimmung zurückgelegt. Lustig war die Heimfahrt. Ueberall spannte die Jugend Seile quer über die Straße, und nicht eher wurden die Hemmnisse entfernt, bis der Bräutigam ein Lösegeld zahlte. Begegnenden Bekannten gab der Freund des Bräutigams einen echten„Korn" ein. Am Hause angekommen, wurden die Neuvermählten von Eltern und Notnachbarn empfangen. Auf einem Teller lag ein grüner Kranz und darin stand ein buntes Glas mit gezuckertem Schnaps gefüllt. Mit den Worten:„Dat gej wellkommen siet", bot man jedem das Gläschen an. Alle Gäste tranken daraus und bezahlten dafür ein Trinkgeld. Die Hauptsache des Tages war das Mittags mahl. Die Speisefolge war auf fast allen Hochzeiten die gleiche: Rindfleischsuppe, Sauerkraut mit weißen Bohnen, dicker Reis und Apfelkompott. Oft wurde zu solchen Tagen ein Kalb und ein Schwein geschlachtet. Nachmittags 4 Uhr begann auf der Tenne der Tanz, der vom Brautpaar eröffnet wurde. Der zweite Tanz war für die Eltern bestimmt. Erst dann schlossen sich die vielen Paare an, die bei den munteren Weisen und dem Klang der Instrumente fröhlich bis in die Nacht hinein herumwalzten. Der eigentliche Hochzeitstag galt nur für die Verwandten und Angehörigen; der zweite Tag jedoch war vorzüglich den Nachbarn gewidmet. Jeder Gast schenkte dem Brautpaar irgendeinen nützlichen Gegenstand, häufig auch Bettfedern und Leinen. Bei einem armen Paare schenkte man nur Geld, damit die Kosten der Hochzeit dadurch gedeckt wurden und womöglich noch ein Ueberschuß blieb, durch die die notwendige Einrichtung erweitert werden konnte. Diese sogenannten Gebehochzeiten sind gegen Ende des vorigen Jahrhunderts polizeilich verboten worden. a Die letzten verbilligten Ferien=Dampferfahrten auf dem Rhein kündigt im Inseratenteil die Duisburg=Ruhrorter sonenschiffahrt Gebrüder Luwen an. Es soll besonders auf die heutige Feuerwerksfahrt und die morgigen Sonntogsyeranstaltungen hingewiesen werden. Der große Doppeldeck=Salon" dampfer„Glückauf“ mit zwei Musikkapellen macht die letzte Sonntagstour nach Köln zum Besuch des Zoologischen Gartens und der Stadt. Im Zoo ist als neueste Attraktion die Völkerschau zu sehen. Ebenfalls am morgigen Sonntag findet mit dem Dampfer„Vaterland“ eine Gesellschaftsfahrt nach Düsseldorf, Benrath und Zons statt. Für Düsseldorf als auch für Köln werden verbilligte Zookarten ausgegeben. Auch Benrath und Zons sind besonders erwähnenswerte Reiseziele für Dampferfahrten. Beachtenswert ist das Programm, mit welchem für den billigen Preis von 1 Mark Tagesschiffahrten auf dem Niederrhein angekündigt werden. Donnerstag kommender Woche ist Ferienschluß und werden daher manchem unserer Leser die Fahrtankündigungen noch gelegen kammen. Alles Nähere ist im Inserat der heutigen Ausgabe zu ersehen. e rh. Sonntagsrückfahrkarten zum Zirlus Garrasani in Wesel. Die Reichsbahndirektion Essen teilt mit, daß zu dem Gastspiel des Zirkus Sarrasani vom 5. bis 7. September auch am Montag. dem 7. September Sonntagsrückfahrtkarten mit 33½ Prozent Ermäßigung von Oberhausen nach Wesel ausgegeben werden. Die Karten haben Gültigkeit von 12—24 Uhr. Ausnahmsweiase können auch die in dieser Nacht nach 24 Uhr von Wesel abfahrenden Züge benutzt werden. Die öffentliche Meinung Hausbesitz gegen Hauszinssteuer=Reform befürchtet Gefährdung des Eigentums bei einer Verrentung zugunsten des Staates. Auf der Brautkiste fanden die beiden Notnachbarinnen Platz, von denen die eine einen Besen trug, die andere hielt die Kaffeemühle zwischen den Knien und drehte sie fortwährend. Hierdurch sollte angezeigt werden, daß auch in dem neuen Heim Ordnung, Sauberkeit und Gastfreundschaft herrschen werden. Das Gespann des Wagens, zwei kräftige Bauernpferde, wurde geführt von dem Freunde des Bräutigams, der seine Peitsche mit bunten Bändern schmückte. Unaufhörlich knallte er damit, während die auf dem Wagen sitzenden Frauen Jauchzer ausstießen, um das ganze Dorf auf den Zug aufmerksam zu machen. Am Brauthause waren die Nachbarn schon versammelt. Sie schirrten die Pferde aus und entleerten den Wagen. Die Frauen indes schickten sich an, in der neuen Küche Kaffee zu kochen. Auf alle mögliche Art versuchte der Wagenführer dies zu verhindern. Entweder kleiterte er aufs Dach, um den Kamin abzudecken und das Brennen des Feuers zu hemmen, oder er stieß den Kaffeekessel um. Die Frauen dagegen spielten ihm durch Entwendung der Peitsche oder des Pferdegeschirrs einen Schabernack. Durch dieses etwas seltsam anmutende Gebaren wollte Der Gesamtausschuß des Verbandes der Hausund Grundbesitzervereine im Ruhrkohlenbezirk hielt eine außerordentliche Tagung in Essen ab, die sich vorwiegend mit den Plänen zur Resorm der Hauszinssteuer befaßte. Der Verbandsgeschäftsführer Dr. Düppe gab einen eingehenden Ueberblick über die verschiedenen Pläne, die in der Oeffentlichkeit und in Fachverbänden hinsichtlich der Umgestaltung der Hauszinssteuer vorgebracht worden sind. Der Hausbesitz müsse alle diejenigen Pläne ablehnen, die die Ablösung der Hausziussteuer durch eine grundbuchlich eingetragene Rente zugunsten des Staates bezweckten. Eine solche Maßnahme bedeute eine starke Gefährdung des Eigeniums und des Realkredits. Schwerwiegende Bedenken bestünden aber auch gegenüber solchen Plänen, die zwar von einer grundbuchlichen Sicherung der Staaisrente absehen, die aber jedenfalls zum Ziele hätten, die jetzige Hauszinssteuer zu ersetzen durch eine Rente, für die in jedem Falle der Hauseigentümer die Haftung zu tragen habe, also unabhängig davon, ob die Meiten eingingen oder nicht. Gerade in einer Zeit der stärksten wirtschaftlichen Depression könne vom Hausbesitz unmöglich ein derartiges Risiko übernommen werden. Die gegenwärtige Miete werde nach Umgestaltung der Hauszinssteuer in eine Rentenlast wohl nicht beibehalten werden können, denn bei freier Wohnungswirtschaft, die Voraussetzung für jegliche Verrentung der Hauszinssteuer sei, richte sich die Miethöhe nach Angebot und Nachfrage, und da sei unter den heutigen Zeitverhältnissen eher ein Absinken als ein Ansteigen der Mieten zu erwarten. Von dem Dutsburger Telegierten wurde gesagt, nur ein entschiedener Abbau der Hauszinssteuer mit dem Ziele baldiger völliger Beseitigung könne den Hausbesitz wieder zu dem bedeutenden Faktor in unserem Wirtschaftsorganismus machen, der er früher gewesen sei. Der zweite Verbandsvorsitzende, Langer, Dortmund, wies u. a. darauf hin, daß die auf dem Neuhausbesitz ruhenden Hauszinssteuerhypotheken von insgesamt schätzungsweise 8 Milliarden Mark eine ganz gewaltige Leistung des Althausbesitzes mantfestierten, die von der Oeffentlichkeit viel zu sehr übersehen werde. Dr. Düppe bemerkte noch, es sei unzutreffend, wenn behauptet werde, dem Hausbesitz würden bei Umwand. lung der jetzigen Hauszinssteuer in eine Rente erhebliche Kapitalgewinne zufließen, weil die Rentenbelastung eine erheblich niedrigere Belastung als die gegenwärtige Steuer darstellen. Es sei zu bedenken, daß bei Verwirklichung des Planes neben dem vollen Ristko für die vorgeschlagene Rente ab 1. 1. 1932 auch die Mehrzinsen für die aufgewerteten Hypotheken aufzubringen seien, die nach dem bisherigen Recht eine Kürzung der Hauszinssteuer zur Folge hätten. Außerdem müsse eine Tilgungsquote für die Rente mit berücksichtigt werden. Die Konserenz beschloß, der Berliner Spitzenorganisation mtizuleilen, daß sie, nicht zuletzt im Hinblick auf die besonderen Verhältnisse des westdeutschen Industriegebietes, schwerwiegende Bedenken gegenüber dem zur Beratung anstehenden Hauszinssteuerreformvorschlag habe und eine nochmalige Ueberprüfung der gesamten Frage für erforderlich halte. ee Reichsverband heimatl. Hultschiner, Ortsgr. Gladbeck. Am Sonntag, den 6. ds. Mts., nachmittags 8 Uhr, findet im Vereinslokal die monatliche Mitgliederversammlung statt. Wegen der Wichtigkeit der Tugesordrung vollzähliges Erscheinen erwünscht. D. V. Ver. Verbände heimattr. Oberschlesier Gladbeck=West. Die fällige Monatsversammlung findet am Sonntag, 6. September, nachm. 4 Uhr, im Schultenhof, Schultenstraße 10, statt. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist unbedingt erforderlich. Der Vorstand. Der Evang. Arbeiterverein Dorsten hält am Sonntag, 6. September, nachm. 4 Uhr, im Saale von Kleinespel, Hardt, seine Monatsversammlung ab. Anschließend ein Vortrag über unsere heutige wirtschaftliche Lage.: Der Vorstand. der Wagen. der kommen musste! voN 2350 RMAN werden 1.2 Ltr. Vierzylinder(22 PS) ab Werk Rüsselsheim geliefert. Einige der vielen Vorzüge: Neison-Bohnallte Kolben- durchbohrte Pleuelstangen- dreimal gelagerte Kurbelwelle- Cemischvorwärmung- lange Federung, ca. 30% des Radstandes- hydraulische Stoßdämpfer vorn- Holz-Stahl-Karosserie. Der neue 1.2 Liter Vierzylinder Opel ist da! Eine Cipfelleistung der Konstrukteure des erfolgreichsten deutschen Automobils! Sie brauchen sich nur ans Steuer zu setzen und Sie werden sofort begreisen, warum dieser Wagen einen neuen Maßstab für Automobilwerte darstellt. Mit seiner modernen, auf traditionellen Erfahrungsgrundsätzen fußenden Konstruktion, die noch nicht bewährte Neuerungen vermeidet,- mit seiner eleganten, zweckmäßigen und widerstandsfähigen HolzStahl-Karosserie, mit seinem Preis, der weit unter VO N O PEL C E B A UT 11 seinem wirklichen Wert liegt.— verkörpert er einen völlig neuen Begriff vom Bau kleiner Wagen. Er bietet hohe Leistung bei geringen Kosten. Er hat bleibenden Wert und ist schön. Das uralte Gesetz idealer Proportion, der=Coldene Schnitte, ist hier zum Prinzip für den Automobilbau geworden. Sie sind es sich selbst schuldig, eine Probefahrt mit dem neuesten Produkt Deutschlands größter Automobilfabrik zu machen, zumal Sie diese zu nichts verpflichtet, und für Sie unverbindlich ist. VON O PEL E R P R 0 B T. 17I. Jahrgang 1931 Samstag, 5. September 1931 Die Hotel= und Gastwirte=Messe in Essen Heute Eröffnung Essen, 4. Sept. Am heutigen Samstag wird die erste Ruhrländische Musterschau für das Hotel= und Gastwirtsgewerbe eröffnet werden. Die Ausstellung, die von einer gcoßen Zahl bedeutender Firmen der einschlägigen Handels=, Gewerbe= und Industriczweige beschickt wird, gibt einen lückenlosen Überblick über den hohen Stand der technischen Einrichtundere Bedarfsgegenstände, Unterhaltungsmittel, Wissenschaft und Kultur in ihren Beziehungen zum Hotelund Gastwirtsgewerbe. der Getrante= und Tavatinoustrie, Erzeugnisse ser Nahrungsmittelgewerbe, technische Einrichtungen(Küchen= u. Kochanlagen, Wärme= und Kühleinrichtungen, Küchenmaschinen, Aufbewahrungseinrichtungen, Speisenaufzüge, Pflege von Getränken, Kohlensäureapparate, Wasch= und Spülanlagen, Fahrzeuge für Speisen usw.), Bauliche und Inneneinrichtungen, besonWirkungsvoll ergänzt wird die Ausstellung durch eine Sonderschau„ugzr deutsche Erzeugnisse“, in der heimische Erzeugnisse wie Obst, Gemüse, Geflügel, Honig, Fische u. Blumen gezeigt werden. Diese Schau wird allerdings erst am 12. Sept. eröffnet. Zwischen Halle 5 und 7 ist„der schöne Wirtshausgarten“ errichtet worden, in dem Ahrund Moselweine ausgeschenkt werden. In Halle 7 sind 4 Kegelbahnen aufgebaut, die während der Ausstellung Gelegenheit zu Städte= Klub= und Einzelkämpfe bieten. In einer Lehr= und Werbeschau findet sich u. a. eine Gaststube aus dem alten Essen nebst anderem Museumsgut aus der„guten alten Zeit". Ein Wettkochen für Hausfrauen und berufstätige Frauen sowie Junggesellen gibt der Messe eine besondere Note. Ein Multimiionär in Dülsburg aber nur für zwei Tage, dann reist der USA-Mann weiter und nimmt die Dollars wieder mit! s Auf den graugrünen Hasenwassern an der Duisburger Marientorschleuse schaukelt ein strahlend weißes, bunt bewimpeltes Boot im mittäglichen Sonnenschein. Ein großer Menschenschwarm staut sich an den Ufernmauern. Es muß hier irgendetwas Sensationelles zu sehen sein. Und tatsächlich: das weiße Boot ist eine Sensation. Reporter haben die Pflicht, neugierig zu sein. Ich steige die Stufen der Userböschung hinunter und sehe mir das Schifflein aus der Nähe an. Ein paar sonnenbraune Arme winken, und schon stehe ich an Bord des eleganten Bootes. „Wissen Sie“— fragt man mich—„wo Sie sich jetzt befinden?“ Ich weiß es natürlich nicht, und man sagt es mir: Es ist die Lurusyacht eines Mannes, der erst 25 Lenze zählt und es mit Hilfe großer Zigarettenfabriken in Miami(Florida) schon zum vielfachen Dollar=Millionär gebracht hat. Der Neidenswerte ist Herr Reynolds, in dessen Fabriken die„Kamel"=Zigaretten hergestellt werden. Herr Reynolds ist Anfang Juni von Miami aus zu einer mehrjährigen Vergnügungsreise mit seinen beiden Luxusyachten in See gestochen. Herr Reynolds hat nämlich nicht nur die kleine, augenblicklich an der Marientorschleuse liegende Yacht, mit der man alle Flüsse befahren kann; Herr Reynolds hat auch eine große Luxusyacht, auf der sich 52 Mann Besatzung, ein Flugzeug und ein Auto befinden. Diese große Yacht liegt gegenwärtig in Antwerpen zu gründlicher Ueberholung, nach der sie auf eine Südseereise gehen soll. Mit der kleinen Dacht hat der Multimillionär den Rhein befahren. Ein Ankerdefekt hat ihn gezwungen, für ein paar Tage in Duisbura vor Anker zu gehen. Während Maler und BootsmotorSpezialisten das kleine Fahrzeug hier überholen, ist Herr Reynold„nur auf einen Katzensprung" am Mittwochvormittag vom Essener Flugplatz aus mit einem Flugzeug nach Southampton in Geschäftsangelegenheiten gepflogen. Wir hatten also die Ehre, für 24 Stunden einen märchenhaft reichen Mann in unseren Mauern zu beherbergen. Der Mann muß wirklich sündhaft viel Geld haben. Die kleine Yacht ist sehr elegant eingerichtet, mit allen technischen Raffinessen ausgerüstet, genau so. wie man das immer in den Romanen lesen kann. Geradezu phantastisch wirken die Lebensmittelvorräte, die auf dem Boot untergebracht sind. Da sieht man ganze Berge von Konserven mit den feinsten Deliatessen; sagen wir ruhig: hundert große Dosen Kaviar, zweihundert Büchsen kondensierte Milch, hundert Büchsen Hühnerbrühe, hundert Büchsen gekochten Schinken, hundert Gläser Krabbensalat, hundert Flaschen Rum, Arrac, Wisky, Cognac, Zwieback, Kakes, Schokolade, Fischkonserven, Saucen, Würzen.... ein ganzes Warenhaus an Delikatessen! Herr Reynolds reist auf diesem kleinen Luxusboot mit sechs Personen. Er kocht selbst, er kocht gut und gern; das ist, wie er selbst sagt, sein„Spleen“. So fährt er in der Welt vergnügt und sorgenlos spazieren. Er hatte einen tüchtigen Papa, der ihm viele Millionen und eine gut florierende Zigarettenfabrik hinterlassen hat. Ein beneidenswerter Junge: In Deutschland will er— das hat er sich fest vorgenommen— 25 900 Dollar ausgeven. Es wird ihm nicht schwer fallen, und wir können es gut gebrauchen. Sein„Stab“, an dessen Spitze ein waschechter Kieler„Käpten" steht, wird natürlich fabelhaft bezahlt, wie die Minister und Oberbürgermeister. Es muß eine wahre Monne sein, einen so gut fundierten Chef zu haben. Und der Duisburger Seemann, den Herr Reynolds hier für die weitere Reise zum Dienst auf der kleinen Dacht angeheuert hat, ist ein Glückspilz erster Klasse. Es tut wohl, auf dieser kleinen, herrlichen Dacht spazieren zu gehen, so viel Eßwaren zu sehen und von den Wundern der Meere und fernen Länder zu hören. Man darf nur nicht hinaufsehen zu den deutschen Neugierigen am Usergeländer, denn dann seufzt man tief in sich hinein: Was sind wir doch für arme Würstchen.... Harffrei, verurteilte aber die übrigen vier zu je drei Monaten Gefäugnis. Neue politische Bluttat. Ermordung eines Nationalsozialisten in Düsseldorf. Düsseldorf, 4. Sept. In der Nacht zum Freitag wurde in der Klosterstraße von bisher noch unbekannten Tätern der NSDAP. angehörende 32jährige Karl Vobis durch einen Messerstich in den Rücken getötet. Obwohl die Mordkommission die Ermittlungen in eingehender Weise sofort aufnahm, ist bis zur Stunde über den Täter und die Gründe zur Tat noch nichts bekannt geworden. Heiratslustige betrogen. Betrügerischer Vermittler. Koblenz. 8. Sept. Ammm m Berühmte Schule und berühmte Schüler Das Katharineum in Lübeck, die städtische Lateinschule, kann am 6. September auf ein 40## riges Bestehen zurückblicken. Viele berühmte Männer haben die alte Schule besucht, so u. g. Thdor Storm, Detlev v. Liliencron und Emanuel Geibel. Eine von ihrem Mann getrennt lebende Frau aus Lasserg hatte die Absicht, zu ihrem Mann zurückzukehren. Auf dem Bahnhof erschien plötzlich der Liebhaber der Frau und schoß sie nach kurzem Wortwechsel nieder. Der Polizei ist es noch nicht gelungen, den flüchtigen Täter zu ermitteln. Barometer der der Im Frühjahr ds. Irs. tauchte hier ein Mann auf, sich als Ingenieur und Beauftragter der Düsseldorfer Landesbank ausgab. Der Mann eröffnete ein Heiratsbüro. Im Lause der Zeit händigten ihm seine Kundinnen große Geldbeträge aus. So erhielt er z. B. von einer Frau 8000 RM. Von desem Gelde mietete sich der Heiratsvermittler eine herrschaftlich eingerichtete Villa und schaltete und waltete mit seinen Freundinnen in der vornehmsten Art und Weise. Im Laufe der Zeit wurden seine Anzeigen in den Koblenzer Tageszeitungen immer großzügiger und die Beträge, die er als Einschreibgevuhr von seinen Opfern verlangte, schwankten zwischen 50 und 100 Reichsmark. Die Polizei nahm ihn schließlich fest. Unter den Opfern befindet sich auch ein junges Mädchen, das sich durch größte Sparsamkeit im Laufe der Jahre den Betrag von 1000 RM. gespart hatte. Der Verhaftete ist ein mehrmals wegen Unterschlagung und Betrugversuchs vorbestrafte: Schlosser. Neuer Schiedsspruch für das Installateur. und Klempnergewerbe, Im Lohnstreit im Installateur= und Klempnergewerbe des rheinsich=westfälischen Industriegebietes wurde unter dem Vorsitz des stellvertretenden Schlichters für Westfalen folgender Schiedsspruch gefällt: Das zuletzt gültige Lohnabkommen wird mit Wirkung ab 4. September 1931 wieder in Krift gesetzt mit der Maßgabe, daß von diesem Zeitpunkt ab der Spitzenlohn auf 1.15 Mark festgesetzt wird. Alle anderen Lohnsätze errechnen sich nach dem bisher angewandten Schlüssel. pr. Der Rotstift waltet. Der durch die ungünstige Finanzlage aufgetretene Zwang zur äußersten Spacsamkeit, hat die Stadtverwaltung in Gelsenkirchen Veranlassung gegeben, die für Theater und Konzerte vorgesehenen Zuschüsse restlos einzusparen. pr. Ein Jahr Gefängnis wegen Mißhandlung eines Polizeibeamten. Im August d. J. wurden zwei Brüder in Duisbura beim Kartoffeldiebstahl von einem Polizeibeamten überrascht. Sie setzten sich gegen den Beamten zur Wehr, nahmen ihm das Seitengewehr ab und verletzten ihn durch mehrere gefährliche Stiche in den Kopf. Das Gericht erkannte gegen einen der Täter auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. pr. Um die Früchte der Arbeit gekommen. In einer Scheune des Landwirts Späing in Oestrich brach vermutlich infolge Brandstiftung ein Feuer aus, das sich mit großer Schnelligkeit verbreitete. ur Hilfe eilten, st mehr gerettet werden. Alles für die Katz. Auf der hinteren, dichtbesetzten Plattform ertönt eine Stimme:„Guten Tag, Herr Lehrer! Sie kennen mir wohl nicht mehr? Bei Sie habe ich Deutsch gehabt und durch Ihnen habe in Französisch gelernt!" Der Lehrer steigt erschüttert an der nächsten Haliestelle ab. Wie wird's Wetter? Vielfach wolkig, Neigung zu Niederschläge Die Skagerrakzyklone ist unter langsamer lung nach der mittleren Ostsee gewande saugt noch anhaltend Warmluft vom Bal über Polen und Westrußland nach Norden hier allgemein Temperaturen zwischen 1## Grad gemeldet werden. Maritime Kaltus ihrer Rückseite bis zur Linie Königsberg vorgedrungen, an der sie stellenweise Schaut schläge auslöst. Die Englandzyklone ha## gegen an Ort und Stelle noch vertieft. An Warmluft verursacht in ihrem Bereich über dem südlichen England und Nordfrankreih# teten Regen, der bei langsamer Ostwar### des Tiefdrucerns über Westdeutschland al# auftreten w.rd. Die Hexen. „Großmama, können die Hexen fliegen! „Aber Kindchen, es gibt keine Heren!" „Das weiß ich, aber können sie fliegen Das beste Mittel „Ich habe Schlucken... Erschrecken doch mal!... Das hilft.“ „Pumpen Sie mir hundert Mark!“ „Danke— es ist schon vorüber.“ st 5 eee Trotzdem sechs verschiedene Wehren konnten die großen Erntevorräte niandwirte gegen Gerichtsvollzieher. Freibier und Landfriedensbruchprozeß. Osnabrück, 4. Sept. sich mit einem unglaubDas Schöffengericht hatte lichen Fall von Beamtenmißhandlung zu beschäftigen, der sich kürzlich in Alfhausen bei Osnabrück zugetragen hat. An einem Schützenfest=Sonntag, als sich das ganze Dorf dem Genuß von Freibier hingab, wurde ein Obergerichtsvollzieher in der Ausübung seines Berufes überfallen und schwer verietzt. Der Beamte mußte flüchten und konnte nur durch drei Landjäger. die die Menge zurückhielten, vor weiteren Mißyondiungen geschützt werden. Fünf Angeklagte, durchweg Landwirte, versuchten ihre Tat mit sinnloser Betrunkenheit zu entschuldigen. Das Gericht sprach einen Angeklagten pr. Explosion eines Kupelofens. Auf der Friedrich Wilhelm=Hütte, Mülheim=Ruhr, explodierten die Gase eines Kupelofens. Durch die herausfliegenden Schlackenmassen wurde der 65jährige Schmelzer Wilh. Wiescher so schwer verletzt, daß er im Krankenhause seinen Verletzungen erlag. pr. Verschiebung des Philologenkongresses. Die Leitung der 58. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner hat mit Rücksicht auf die schwerige Wirtschaftslage der Gegenwart beschlossen, die für Trier vorgesehene Tagung zu verschieben. Der Zeitpunkt der nächsten Versammlung wird später bekanntgegeben. pr. Verhaftung eines Defraudanten. Der der Veruntreuung bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Düsseldorf beschuldigte Obersekretär Albert Buse konnte in der Nacht zum Donnerstag verhaftet werden. Vor seiner Festnahme war Buse mit einem Auto gegen Mitternacht vor seinem Hause vorgefahren, um Sachen aus seiner Wohnung zu holen. Bei seinem Versuch konnte er festgenommen werden. pr. Der„Hermann“ wird untersucht. Nachdem das Hermannsdenkmal seit kurzer Zeit mit einem weithin sichtbaren Gerüst umgeben ist, nahmen Spezialisten aus Berlin eine eingehende Untersuchung des Denkmals vor, um festzustellen, ob im Laufe der letzten Jahrzehnte der Zahn der Zeit Schäden angerichtet hat. pr. Blutiges Liebesdrama. Auf dem Bahnhof in Hatzenport ereignete sich ein blutiges Drama. 1 H stit tttttt st titttttt S Unse: Schlader Stt der leinwollene, Dleue Kammgarn-Anzug, ganz A/— schweie Qualitä Slipon Mäntel die große Mode. schönen, mod. Farben..— 48.00, 3900 00 VO K -SESEN Gladbeck, Kaiserstralfe 26 weitere peiß Essen ist der kommenden Sonntag Liielbetrieb in der Wi #rd ein. Die fußballtre ios mit der Durchfüh ie um die Meisterscha iereignis die Begegnu Zaweiß Essen aus dem Ertietungen heraushebt. bezirksklassigen Gladbe #n ihr Meisterschaftsp #en fort, wobei die E c. Tahlbusch, und de auf Schonnebeck treffe Gelsenkirchen=Gladbed gramm den Kampf u Gladbeck kreuzen mit Klingen, und Vorwä mt Sp. u. Sp. 05 Be#rzgelb Gladbeck ##die imponierende Nihat die Spielverein Den, die Aufmerksamkeit In lenken. Es war im: tachteten Neulings, über sein Können der Schwarzgelben zu voren wird. Dennoch ger Zuversicht ihrem: u. zumal sich ihre nich wauf ein der Leistut Verlegenes Können . Die Essener haber ##n glücklich zu lösen ve #n sie geschlagen. Im #it Ansätze der Bhelben eine zu leichts ten Kraftvermögens bte. Auf der anderen die notwendige moralis aus schwereren Aufge ben. C. Tahlbusch: S. C. ihren Sieg über Re ben die Preußen einde unktespielstart vorausti u waren. Ihr inzwise läßt einen zweiten i mit dem S. C. D renn den Gladbecker völlig unbekannten llen wird. Eine weite bildet der Umstand. d Gegners, der ein 9 nur wenig informie Schonnebeck 1910: H lippestädter werden ihr iel des Wirkungskreis en können, denn d al für den Fremdling ien zahlreicher Favori kntschieden würde Frfolg bedeuten. u. Sp. Beckhausen 05 einem ersten Punkteke #r Sv. V. Vorwärts Bi g#rarten Sv. u. 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In in ihrem Bereich üben id und Nordfrankreich langsamer Ostwäniy er Westdeutschland al ie Hexen. i die Hexen fliegen! gibt keine Heren!“ r können sie fliegen beste Mittel .... Erschrecken ilft.“ hundert Mark!“ chon vorüber.“ Mode od. Farben 48.00, 39 00 00 kommenden Sonntag setzt nun auch der Lnielbetrieb in der Wittringerstadt mit einem E ein. Die fußballtreibenden Gemeinschaften Lugs mit der Durchführung schwerer Gefechte sie um die Meisterschaft beschäftigt, wobei sich niereignis die Begegnung Schwarz=Gelb Gladneweiß Essen aus dem Rahmen der anstehenArdietungen heraushebt. hezirksklassigen Gladbecker und Dorstener VerL# ihr Meisterschaftsprogramm mit zwei Beuen fort, wobei die Gladbecker Preußen auf c. Tahlbusch, und der Sp. u. Sp. Hervestauf Schonnebeck treffen. Die 2. Bezirksklasse, Gelsenkirchen=Gladbeck, beginnt mit einem ###ramm den Kampf um die Punkte. SportGladbeck kreuzen mit dem B. V. Holsterhauslingen, und Vorwärts Brauck mißt seine nit Sp. u. Sp. 05 Beckhausen. erzgelb Gladbeck: Rotweiß Essen. t die imponierende Niederringung des Sp. V. lo hat die Spielvereinigung Schwarzgelb es En die Aufmerksamkeit ihres Wirkungskreises u lenken. Es war immerhin der Erfolg eines techteten Neulings, der, zu einer anderen L über sein Können führend, die weiteren der Schwarzgelben zu größerer Kraftentfalivoren wird. Dennoch dürfen die Heimischen der Zuversicht ihrem Duell mit Rotweiß entIn zumal sich ihre nicht unberechtigte Siegesauf ein der Leistungsstärke des Gegners serlegenes Können in jedem Mannschafts. Die Essener haben ihre bisherigen Aufsicht glücklich zu lösen vermocht, in beiden Spieen sie geschlagen. Immerhin zeigte ihr letzsitt Ansätze der Besserung, so daß den elben eine zu leichtsinnige Auffassung des ####en Kraftvermögens zum Verhängnis werue. Auf der anderen Seite würde ihnen ein die notwendige moralische Rückenstärkung für kaus schwereren Aufgaben der nächsten ZuC. Tahlbusch: S. C. Preußen Gladbeck. ihren Sieg über Rasensport 08 Gelsenkirsen die Preußen eindeutig bewiesen, daß die inktespielstart voraustönenden Unkenrufe unwaren. Ihr inzwischen weiter verbessertes läßt einen zweiten Punktegewinn aus der ng mit dem S. C. Dahlbusch möglich er renn den Gladbecker auch die Ueberwindung ##n völlig unbekannten Platzschwierigkeiten sehr #len wird. Eine weitere Gefahr für die HeiU#idet der Umstand, daß sie über die SpielGegners, der ein Neuling der 1. Bezirksnur wenig informiert sind. Schonnebeck 1910: Hervest=Dorsten. Vievestädter werden ihre Reise zum äußersten el des Wirkungskreises nicht mit Zuversicht nen können, denn das Schonnebecker Ge#it für den Fremdling manche Gefahr, an der en zahlreicher Favoriten zerschellte. Schon ntschieden würde jedenfalls für die Dorbedeuten. u. Sp. Beckhausen 05: Vorwär's Brauck. einem ersten Punktekampf in dieser Saison Sv. V. Vorwärts Brauck mit der Stammelf ###tarten Sp. u. Sp. Beckhausen die Klingen. ##eifel läßt die augenblickliche Form der Hoffnungen auf ein ehrenvolles Abschneiden “ oner leicht möglich, daß die Vorwärtsler ##lufgabe siegreich bewältigen. sandball der Turner le Mannschaften im Kampf. Buer=Erle 1.: TV. Gladbeck 1. iht Mannschaften der Meisterklasse sind am Kampf. Das wichtigste Treffen ist das emnte. Gladbeck hat die beiden ersten Spiele gecheit gewonnen und hat noch keinen VerLuer Erle dagegen hat beide Spiele vermit 6:2 gegen Ost und eins mit 3:1 kuinghausen 63. Die Gladbecker Mannschaft relben Aufstellung wie in den zwei ersten Wen außer Kutwig. Verteidigung und l#e dürften in der alten Besetzung wohl die en können. Das Spiel findet in Erle statt dedeutet für diese ein kleines Plus. Die * Mannschaft fährt mit dem Rade von Ein, Zeit wird bekanntgegeben. 1#e 2. Mannschaften der genannten Vereine en die Punkte in folgender Aufstellung: Prost, Wienke, Herzbruch, Büttner, WischerEller. Neumann, Buzek, Funk, Bewersdorf. Beihaus, Nienhaus. Die 2. Mannschaft ## einen Aufstieg zwar nicht in Frage, hat Jahr mit an der Spitze gestanden. Abmit dem Rade von van Suntum wird beeen. ebrigen Spiele der Meister: haltern 1.: Recklinghausen 63 1. Aannschaften haben am letzten Sonntag emnte gewonnen und es gibt bestimmt einen En kampf, den der Platzverein knapp gewinklinghausen=Ost 1.: Herren Scherlebeck. # es sich entscheiden, wer von den beiden #nen Mannschaften die ersten Punkte ver###haiten Recklinghausen=Ost für stark genug Fedeckern die Punkte zu nehmen. 18. Suderwich 1.: TV. Herten. Kennschaften haben noch kein Spiel gewon. x“ Herten in bester Aufstellung an, dann Uum 1. Siege reichen. Der Verlierer wird Tabellenletzter.— uin der Gauklasse finden noch zwei Spiele statt. Röllinghausen 1.: Recklinghausen=Ost 2. Die Siegerfrage bleibt offen. TV. Hochlarmark 1.: Recklinghausen=Süd 1. Süd ist bis jetzt ungeschlagen und dürfte auch dieses Spiel gewinnen. in der Herrlichkeit Punktekämpfe in allen Klassen. B. V. Holsterhausen: Sportfreunde Gladbeck. Eine interessante Begegnung der Punktekämpfe in der zweiten Bezirksklasse, die Sonntag ihren Anfang nehmen. Die Sportfreunde aus Gladbeck, die im ersten Punktekampf der letzten Serie überraschend hoch 6:3 verloren, zählen immer noch zu den besten Mannschaften ihrer Klasse. Wenn der Platzverein ganz aus sich herausgeht, so ist ein Sieg gegen den sonntäglichen Gegner nicht ausgeschlossen. Anstoß 4 Uhr. Um 2.15 Uhr trägt die Reserve ihr Punktespiel gegen Preußen Gladbeck aus. Spiel u. Sport Hervest=Dorsten. Nach ihrem unglücklichen Start am Vorsonntag suchen die Schwarzgrünen Sonntag den Spielverein Schonnebeck zum Punktespiel auf. Hier müßte es eigentlich Spiel u. Sport gelingen, ihren ersten Sieg zu landen. Wie wir erfahren, wollen die Gäste nun doch wieder auf alte Kräfte zurückgreifen. Abfahrt der Elf 1 Uhr ab Vereinslokal. Handball. Spiel u. Sport Hervest=Dorsten: B. V. Altenessen. Ob das Interesse des heimischen Publikums für diesen Großkampf durch die plötzliche Niederlage der Schwarzgrünen zurückgegangen ist? Wir glauben es nicht, denn das Vertrauen zu der heimischen Elf besteht nach wie vor. Freilich hat sie Sonntag vieles wieder gutzumachen. Anwurf 4 Uhr. „Vorwärts“ Hervest=Dorsten. Die Vorwärtsleute haben Sonntag auf dem Gemeindesportplatz in Hervest=Dorsten den Spitzenführer Tus Zweckel zu Gast, der mit 8 Punkten Vorsprung vor Vorwärts die Tabelle anführt. Auch dieses Treffen dürfte sich eines guten Besuches erfreuen. Anstoß 11 Uhr. Vorher 2. Mannschaft um 9 Uhr. Fußball in Dorsten Sportvereinigung Dorsten: Sportverein Hardt. Zwei Lokalgegner treffen sich auf dem städtischen Sportplatz zum fälligen Punktekampf. Beide Mannschaften dürften über die gleiche Spielstärke verfügen, wie auch die bisherigen Spiele stets wechselvoll verliefen. Die Dorstener haben durch die Rückenstärke des heimischen Publikums einen kleinen Vorteil. Vielleicht langt dieses zu einem Sieg, doch wenn der Hardter Sturm etwas schießen kann, hat Dorsten noch nicht gewonnen. Anstoß 4 Uhr. Die Rerseve spielt gegen Schwarzgelb Gladbeck. Rasensport Dorsten. Auswärts treffen Sonntag die Rasensportler auf „Wassersport“ Gladbeck, der eigentlich der Papierform nach gegen seinen Widersacher nichts zu bestellen hat, doch will der Gastgeber nicht zu leicht genommen werden. Marler Sport Fußball im Bezirk und Gau. Das kommende Wochenend bringt in den beiden Gruppen der westf. Bezirksliga einen lebhaften Spielbetrieb. In der Gruppe West sind von den elf Vereinen nicht weniger als zehn mit Punkbespielen beschäftigt, von denen wiederum sechs innerhalb des Gaues Recklinghausen spielen. Die gleiche Zahl Paarungen sieht die Terminliste für die Ostgruppe vor Recklinghausen=Süd trägt das erste Meisterschaftsspt# der Serie gegen den vorjährigen Gruppenmeister Borussia Rhiine aus, der neben Münster 08 auch in diesem Jahre wieder ais aussichtsreichster Bewerber für die Tabellenspitze gat. Schon ein Remis der Süder wäre eine Ueberraschung. Der Neuling Recklinghausen 13 empfängt die Spielvereinigung Herten zum pflichtgemäßen Besuch und dürfte den Leuten vom Katzenbusch kaum gefährlich werden können. Westfalia Scherl beck empsängt Gäste aus der Provinzhauptstadt. Bei ker augenblicklichen hervorragenden Form des Sportklubs 08 werden die Platzherren einen Sieg der Gäste kaum verhindern können. Allerdings haben die Scherlebecker von jeher die besten Spiele auf eigenem Gelände ausgetragen, so daß das Ergebnis vielleicht doch richt knapp ausfallen wird. Der fünfte Recklinghäuser Sonderklassenvertreter, Vittoria Reckling= hausen, fährt zum BfL. Osnabrück und müßle, mit knappem Ergebnis, zu einem weiteren Punktegewinn kommen. Sparta Nordhorn trifft auf Gronau 09 Ist der Gastgeber in der gleichen Form, wie am Vorsonntag im Heriener Katzenbusch, werden sich die Grenzler wohl in den Verlust schicken müssen. Ostgruppe: Bielefeld 06=07: Hammer Spielvag., Union Hersord: Paderborn 08, Teutonia Lippstadt: Arminia Vielefeld, Gütersloh: VfB. Bielefeld, Unna 08: Westfalia Ablen. Die 1. Bezirksklasse eröffnet den Reigen der Punktetrefsen mit folgenden Paarungen: Kaiserau: Lünen 05, Wickede=Asseln: BV. Heeren und Germania Datteln: V/B. Waltrop. Die Pokalspiele im Gau Recklinghausen werden fortgesetzt mit der Begegnung Sportv. Disteln: Hüls=Sinsen. In diesem Spiek auf dem Sportplatz am Spanenkamp stehen sich die beiden stärksten Vereine der Vorrunde gegenüber. Die Hülser haben einen sehr harten Kampf zu bestehen und es ist leicht möglich, daß sie aus dem Rennen geworfen werden. In Hüls auf dem Sportplatz an der Langehegge, spielt die Reservemannschaft gegen Preußen Hochlarmark. Anstoß 2 Uhr, Anschließend trägt die Damenelf das Rückspiel gegen die Damenhandballelf der Halterner Sportfreunde aus. Die Jugend spielt auf dem Platz in Sinsen gegen Haltern. Die 15=Jugend und die Schüler haben auf dem Sportplatz an der Langenhegge die gleichen Mannschaften der Spielvereinigung Erkenschwick zu Gast. Die 2a=Jugend fährt nach Scherlebeck. Ballspielverein Marl 1919: Schalke 04(Res.) Auf dem Sportplatz an der Brassertstraße herrscht am kommenden Sonntag— dem letzten vor Beginn der Meisterschaftsspiele— Hochbetrieb. Und daß es gerade der F. C. Schalke 04 ist, der mit drei Mannschaften als Gast beim BV. Marl weilt, wird seine Anziehungskraft auf die Sportanhänger nicht verfehlen. Die Reserve der Knappen zeigt spieltechnische Leistungen, die auch anspruchsvolle Fußballfreunde befriedigen können. Die Mannschaft des BV., die in den letzten beiden Spielen gegen gute klassenhöhere Gegner hohe Siege buchen konnte, wird am Sonntag ihr Bestes hergeben müssen, wenn sie wenigstens ein ehrenvolles Ergebnis erzielen will. Vorher um 2 Uhr trifft die alte Herrenmannschaft des BV. auf die alte Herren=Vertretung von Schalle 04. U. a. werden die Schaller Farben vertreten die ehemaligen Ligaspieler Student, Neumann, Suppelfricke, Ballmann, Beckmann, sowie Kranesuß, der bekannte frühere Flügelläufer des Bonner Fußballvereins. Der Ausgang dieses Treffens gegen die stärkste alte Herren=Vertretung des Ruhrgaues sollte nicht zweiselhaft sein. 3V. Marl(Damen): Schalke 04(Damen). Handball. Anschließend an das Hauptsptel werden die Damen des BV. der Damenabteilung der Schaller ein Freundschaftsspiel liefern. Auch hier dürften die Gäste, zumindestens einen knappen Sieg mit nach Hause nehmen können. Pilizei Recklinghausen: BV. Marl. Die 1. Handballelf fährt zum ersten Meisterschaftsspiel der Serie zum Polizeisportverein Recklinghausen. Abfahrt 10 Uhr ab Wirtschaft Frentrop. Jugend. Die 1b- und 1a Jugend=Mannschaft spielen auf eigenem Platz gegen die gleichen Mannschaften des SS. Recklinghausen 13. Anstoß 10 und 11 Uhr. Die Schiedsrichter werden auf den am Samslagabend In Recklinghausen stattfindenden Belehrungsabend hingewiesen. Vestia Disteln: DJK. Saxonia Marl. Der Gegner des ersten Punktespieles der Saxonen ist mit den Marlern im vorigen Jahr aufgestiegen. Im Entscheidungsspiel um den ersten Tabellenplatz im Vorjahre zogen die Einheimischen mit 2:0 den kürzeren. Wer am Sonntag der Glücklichere ist, läßt sich im voraus schwer sagen. Möglich, daß der eigene Platz den Ausschlag gibt. Die 1a=Jugend fährt ebenfalls mit nach Disteln Die 2. Mannschaft ist Gast der 23K. Adler Westerholt. Die Handballelf startet zum ersten Punklekampf gegen den Sportverein Hillen in Hillen. Abfahrtszeiten s. Mannschaftsausstellungen. Aus dem Niederrheinbezirk Was bringt der Fußballsonntags? Der Fußball meldet für morgen wieder eine außerordentlich große Anzahl von Meisterschaft#und Privatspielen. In der Sonderklasse spielen#ies. mal alle vier Oberhausener Vereine zu Hause— und mit dieser Tatsache ist ein weiterer Beweis dafür erbracht, daß der Sachbearbeiter sich bei Ansetzung der Spiele nicht von der Sorgsamkeit hat leiten lassen, die die ohnehin schwer um ihre Existenz ringenden Vereine mit Recht von ihm hätten erwarten dürfen. In der Gruppe A stellen sich die Kleeblätter mit dem Spiel Spogg. Oberh.=Styrum: Meiderich 06 erstmalig ihrer Anhängerscheft zu Hause vor, und man nimmt an, daß sie diese Gelegenheit benutzen werden, um ihre Fréunde durch einen klaren Sieg wenigstens in etwa für die Entläuschungen der veiden ersten Meisterschaftssonntage zu entschädigen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben: Die Elf ist ungeachtet der beiden Niederlagen technisch immer noch weit überlegen, und da sie im Stadion Niederrhein auch wirklich„zu Hause“ ist, sollte sie endlich ihre wahre Form finden und den langjährigen Rivalen, der dazu nicht einmal sonderlich in Form zu sein scheint, sicher niederhalten. Die restlichen Spiele: Tuisburg 1900 müßte den Lokalgegner Tura 88 zu Hause schlagen können, Kaldenkirchen wird gegen die Gastmannschaft der Krefelder Union nichts gewinnen können, Ruhrort wird die technisch unfertigen Mörser distanzieren und von einer Tabellenhöhe herunter holen, die ihnen tatsächlich nicht zukommt, und endlich werden die Krejelder Sportfreunde dem Spielverein Hamborn 07 stärksten Widerstand entgegensetzen,— und vielleicht nicht einmal ohne Erfolg. In der Gruppe dürfte die Begegnung zwischen Spielv. Osterfeld 06: Homb. Spielv. die meiste Aufmerksam'eit erwecken, da hier zwei Ta. bellenführer aufeinander treffen. Die Erfolge der jungen Osterfelder Mannschaft haben zwar einigermaßen überrascht, sie waren aber keinesvegs unverdient, da die Elf über große Ausdauer und auch über gewisse spielerische Fertigkeiten verfügt. Morgen wird sich die Mannschaft besonders ins Zeug legen da sie sicher gerne die Chance wahrnehmen möchte dem Verein an seinem Ehrentage eine besondere Freude zu machen. Die Aussichten sind nicht einma! schlecht, denn Homberg ist von seiner besten Form noch weit entfernt, das Schwergewicht scheint sich in der Elf mehr und mehr nach der Abwehr hin zu verschieben, während von dem früher so gefürchteten Sturm bisher nicht allzu viel zu sehen war. Schnelligkeit und Stehvermögen der Österfelder Knnten also leicht einen weiteren Triumpf feiern und damit den Neuling noch mehr als bisher in das Blickfeld des allgemeinen Interesses rücken. Wir lassen jedenfalls den Kampf absolut offen. Für die Sterkrader wird es schwerer halten, sich in dem Kampf Sterkr. 06=07: VfB. Speldorf du hzusetzen, als es normalerweise der Fall sein würde. Denn der Ausfall von Jordan und Grose wird sich doch empfindlich bemerkbar machen, wenn auch mit Boßmann und Salvender gut veranlagte Ersatzleute zur Verfügung stehen werden. Hinzu kommt noch, daß man nicht weiß, wie sich die Elf mit der hohen Duisburger Niederlage abgefunden hat. Allerdings besteht für sie kein Grund, die Schlappe tragischer zu nehmen, als sie ist, denn der Weg zur Meisterschaft wird in diesem Jahre mehr denn je mir Punktverlusten gepflastert sein. Man wird sich am dicken Stein klar darüber sein, daß Speldorf erbitterten Widerstand leisten wird, und daß es vor allem für den Angriff gilt, das ausgezeichnete Schlußdreiech der Buchloh=Elf zu überwinden. Diese Schwierigseiten werden aber auch der Mannschaft doppelten Antrieb geben, und wir sind sicher, daß sie morgen sich einen neuen Vorsprung wird verschaffen können. Auch der Vierte im Bunde der Oberhausener Auserwählten steht in seinem Pflichtspiel Rasensp. Oberh. 08: Duisb. Spielv. vor einer mehr als schweren Aufgabe. Der Altmeister ist zurzeit wieder in bester Verfassung, im Sturm sind besonders der Führer Kiszewski und Straßburger zu beachten, während im Lauf Gruber und Bosse die erste Geige spielen werden und endlich Dahms für den ohnehin schwachen Angriff der Rasensportler das letzte und schwerste Hindernis abgeben wird. Rasensport wird wahrscheinlich ohne Nottelmann, dafür aber wieder mit Koblum spielen, und da die Verteidigung Feldkamp—Schiwack allmählich zu ihrer besten Form aufzulaufen scheint, wird sich Duisburg mit einer knappen Trefferdifferenz begnügen müssen, die aber doch für einen ebenso knappen Sieg ausreichend sein dürfte. Wie überall wird auch hier der Schiedsrichter um 3.80 Uhr anpfeifen. Die restlichen Spiele: Union Hamborn müßte auf eigenem Boden stark genug sein, um Kleve zu schlagen, Düssern wird kaum gegen Preußen Krefeld, deren Elf allerdings sehr unbeständig ist, eine Ueberraschung fertig bringen, dagegen hat aber Duisburg 08 mit seinem schwachen Angriff gegen die Wedauleute noch nichts gewonnen,— der Ausgang bleibt hier absolut offen. Die 1. Bezirksklasse Der Bezirksvorstand Niederrhein hat in einer am Dienstag abgehaltenen Sitzung beschlossen, die Vereine Kupferhütte Duisburg, Sportklub Oberhausen 1919 und Krefeld=Osterrath zur ersten Bezirksklasse aufsteigen zu lassen. Bei diesem Beschluß hat sich der Vorstand von der Er wägung leiten lassen, daß in den vorliegenden Fällen zweifellos Härten vorlagen, die jetzt beseitigt worden sind. Da Kupferhütte zur Duisburger Gruppe und der Sportklub zur Oberhausener Gruppe zugeteilt worden sind, weisen die Duisburg=Mülheimer und die Mörs=Klever Gruppe je 13 Vereine auf, während die Gruppen Oberhausen und Krefeld aus je 12 Vereinen bestehen. Insgesamt werden am Schluß der Saison 23 Vereine absteigen, und zwar in den Gruppen Duisburg, Krefeld, Mörs=Kleve und Oberhausen je 5, in der Gruppe Wesel, die nach wie vor 8 Vereine aufweist, 3 Vereine. Man wird diese Maßnahme des Bezirksvorstandes als berechtigt anerkennen müssen. Besonders erfreulich ist, daß der Sportklub Oberhausen 1919 nun endlich sein Ziel doch noch erreicht hat,— allerdings hätte sich eine allgemeine Mißstimmung vermeiden lassen, wenn die Instanzen schon vorher die Einsicht bewiesen hätten, die ihnen jetzt fast über Nacht gekommen zu sein scheint—, nachdem die Vereine von sich aus einen nicht mißzuverstehenden Druck ausgeübt haben. Das Programm des Sonntags verzeichnet diesmal drei Spiele, von denen wir den Kampf Spielklub Osterfeld: 1. F. C. Styrum herausgreifen wollen, da sich hier wird beweisen müssen, wie weit die Styrumer für eine Favoritenstellung in Frage kommen. Sicher ist, daß die Mannschaft beachtenswerte Fähigkeiten aufweist und daß sie vor allem kämpferisch vollwertig ist, aber der Klub hat demgegenüber doch seine großere Erfahrung einzusetzen, und es ist eine offene Frage, ob dieser Umstand nicht schließlich doch die Entscheidung zugunsten der Gastgeber bringen wird. Der Spielklub hat nach dem Muster anderer Vereine Vorverkaufsstellen bei Buschmann und Lünemann eingerichtet, bei denen Karten zum Preise von 30 Pfg. zu haben sind, Erwerbslosenkarten werden an den Kassen nicht mehr ausgegeben. Erstmalig greift auch der Neuling aus dem Oberhausener Westen in die Punktespiele ein, der in dem Kampf Viktoria Oberhausen: Rhenania Bottrop alle Aussichten hat, in erfolgreicher Weise zu starten. Denn die Bottroper sind doch in diesem Jahre so sturmschwach, daß man ihnen gegen die gute Deckung der Viktorianer nicht allzu viel zutrauen kann, andererseits wird aber auch Viktoria Mühe haben, sich gegen die Bottroper Deckung durchzusetzen, so daß das Ergebnis sehr knapp ausfallen wird. Jahrgang 1931 Samstag, 5. September 1931 Nummer Ein 60.ko.=Sieger boxt in Oberhausen Der zweite Großkampftag des Box= und Fecht=Klubs in der Lichtburg. Am Sonntag vormittag 11 Uhr steigt in der Lichtburg wiederum ein Box-Großkampftag. Die stärksten Stützen der Essener Meistermannschaft sind zweifellos die Weltergewichtler Dietz und Vogel, beide bekannt wegen ihrer überraschenden Schlagkraft und ihrer nicht zu unterbrechenden k.=o.=Serie. Aber auch der Schwergewichtler Boddenberg ist ein vorzüglicher Techniker, der kaum zu schlagen sein wird. Auch die übrigen Gewichtsklassen versprechen großen Sport. Diesmal steigen sogar 11 harte und erbitterte Kämpfe. Den Einleitungskampf bestreitet der kleine Aloys Brand gegen Schnetgöcke Essen. Brand stellte in seinen letzten Kämpfen seine famosen Anlagen unter Beweis. Im Fliegengewicht startet Wiese Oberhausen gegen Klein Essen. Wiese, der trotz seiner Jugend über einen gewaltigen Punch verfügt und in seinem letzten Treffen sogar den Gaumeister Kampmann Hamborn schwer ausknocken konnte, steht diesmal einem Mann gegenüber, der über die gleiche Schlagkraft verfügt, so daß wir gleich bei den Fliegen eine harte Auseinandersetzung erwarten dürfen. Im Bantamgewicht klettert Skibinski Oberhausen gegen den Essener Bantammeister Buttler vom Boxklub Dubois Essen durch die Seile. Buttler ist ein vorzüglicher Mann seiner Klasse, der dem Oberhausener sein bestes Treffen liefern wird. Im 1. Federgewicht hat Brand 1 gegen Budkowski Essen eine harte Auseinandersetzung zu erwarten. Beide sind starke Fighter und ungemein harte Rechtshänder. Im 2. Federgewicht startet diesmal Nowick Ober. hausen gegen den Stadtmeister Zimmer Essen. Wenn der Oberhausener nicht zusammengefightet werden will, so hat er nur seine überlegene Technik, seine gewandte Beinarbeit ins Treffen zu bringen. Im Leichtgewicht startet Liedert Oberhausen gegen Peter Essen, der Stadtmeister in seinem Gewicht ist. Liedert, der sich in der Schule des Boxund Fecht=Klubs famos gemacht hat, dürfte diesmal ein Treffen liefern, das ihn überzeugender siegen sehen wird, als das letztemal. Im Weltergewicht trifft im Hauptkampf des Tages Starke Oberhausen auf Dietz, Boxklub Dubois Essen. Dietz, der bekannte Essener Leberhaken=Spezialist, hat nicht weniger als 60 K.=o.=Siege in seinem Rekord. Seine Schlagkraft und seine Schnelligkeit ist enorm. Seine Treffer werden mit solcher Wucht und Härte gestartet, daß Starke nur durch seine Schnelligkeit imstande sein wird, diesen Volltreffern die Wirkung zu nehmen. Im 2. Weltergewicht mußte der Oberhausener Kartz wegen einer Erkrankung in letzter Stunde aus dem Gefecht genommen werden. Aber der Ersatz ist Pestka Hamborn gegen Vogel Essen. Pestka dürfte vollauf gleichwertig sein. Vogel Essen ist ein neuer Mann im WABV., allerdings hat er sich durch seine beachtlichen Siege über Leute von Klasse Namen gemacht. Selbst der deutsche Meister Kurth Colonia konnte gegen Vogel nur ein Unentschieden erreichen. Und auch Pestka Hamborn, der sicherlich einer der Allerbesten hinter Kurth Köln ist, konnte gegen Vogel nur ein Unentschieden machen. Im Mittel hat Müller Obehausen den Essener Meister Sträter vor den Fäusten. Müller, dessen Kampfqualitäten nicht unterschätzt werden sollen, wird Fußball der Turner Sonntag Spielverbot.— Nur Samstagsspiele. In Anbetracht des Kaiserbergturnsestes herrscht im Duisburger Bezirk am Sonntag Spielverbot. Folgende Spiele finden Samstag statt: Neudorf 22: Tvgg. Duisburg 78. Die Turnvereinigung hat den Fußball erst kürzlich in ihr Programm ausgenommen. Gegen die spielerfahrenen Neudorfek besipzen sie kaum Siegesaussichten. Anstoß Samstagabend 5.30 Uhr Hansaplatz. Rot=Weiß Duisburg: Spp. Straßenbahn Duisburg. Der Gastgeber trifft hier auf einen Gegner, der eine beachtliche Spielstärke besitzt und nicht im Handumdrehen zu schlagen ist. Oberhausener Bezirk. Hibernia Alstaden: Sp. Kl. Alstaden 1919. Dieser Lokalkampf, der am Sonntag um 3.30 Uhr an der Fährstraße steigt, dürfte seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Die Zechenleute, die eine Mannschaftsumstellung erproben, werden alles aus sich herausgeben müssen, um ehrenvoll zu bestehen. Die zweite Mannschaft spielt gegen die gleiche der Spielvereinigung Oberhausen um 11 Uhr. Biktoria Sterkrade: Preußen Buschhausen. Dieses Spiel geht Samstag um 5 Uhr vor sich und ver, bürgt interessanten Sport. Wenn die Sportler auch in anbetracht des sonntägigen Pokalspiels gegen die Reichsbahn Oberhausen nicht in stärkster Garnitur antritt, so sollten sie doch bei ihrem guten Reservematerial ein Achtungsresultat herausholen. Tv. Biefang: Spp. Sterkrade=Nord. Die Reserve=Elf der Sportler trifft in Biesang auf eine äußerst flinke und kampffreudige Elf, die sie erst im Endspurt schlagen könnte. Die zweite Mannschaft trifft auf die zweite Elf des Sportklubs Oberhausen 1919. Sportfr. Königshardt A. H.: Rasensport Österfeld A. gegen Sträter nur dann Erfolg haben, wenn er seine linken und rechten Haken schneller als bisher, öfter als bisher und mit aller Wucht und letzter Kraft startet. Im Halbschwer klettert Begale Oberhausen gegen den starken Essener Meister Meichereck durch die Seile Begale Oberhausen, der dem Mülheimer Kaniewski erst vor acht Tagen ein großes Treffen lieferte, dürfte in bester Verfassung sein, dem Essener eine ganz große Schlacht zu liefern. Im Schwergewicht trifft Fischer auf Boddenberg Essen. Boddenberg, Meister von Essen, bekannt durch seine Siege über Kubis Hamborn und andere westdeutschen Größen ist ein ausgesprochener Techniker, dem als Schwergewichtler nur die Schnelligkeit liegt. Fischer hat fleißig an seiner Form gearbeitet, so daß er seine frühere Schnelligkeit fast wieder gewonnen hat. Punchingklub 31 Osterfeld. Sonntag, den 6. 9. 31, vormittags 11 Uhr findet im Vereinslokal Marks, Hauptstr., die 1. Monatsversammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Neuanmeldungen werden dortselbst entgegengenommen. Neue Gegner für Jack Dempfey. Kämpfe gegen Paolino, Risko und Braddock. Der Ernst beginnt. Bisher nur Katze- und Mausspiel mit leichten Partnern. Die Informationen über ein„come back“ des Exweltmeisters, im Schwergewichtsboxen Jack Dempsey beginnen nunmehr feste Form anzunehmen, denn neuesten von offizieller Seite erteilten Nachrichten zufolge wird Jack Dempsey in allernächster Zeit ernstzunehmende, regelrechte Gegner erhalten, die einen Prüfstein für seine derzeitige Leistungsfähigkeit abgeben sollen. Jack Dempsey hat bekanntlich seine ersten drei Exhibiitonskampfe gegen leichte Gegner jeweils nach vier Runden„nach Gefallen“ gewonnen. Er spielte in allen Runden Katze und Maus mit ihnen und jagte sie sehr zum Gaudium des Publikums im Ring herum. Er hätte sie sämtlich schon vorher erledigen können, verzichtete aber hierauf, um dem Publikum auch etwas für sein Geld zu bieten. So spielte er denn mit seinen Gegnern und schlug sie, wenn er genug hatte, k. o. Und das in Massen erschienene Publikum hatte seinen Spaß daran. Nach diesen ersten Proben trat die Madison Square Garden Corporation nunmehr mit ernsten Angeboten an Dempsey beran. Als Gegner wurden Poalino, Johnny Risko und Johnny Braddock verpflichtet, nachdem Dempsey seine Zusage gegeben hatte. Dempsey begibt sich sofort ins Kampftraining und soll im Dezember dieses Jahres im Garden mit seinen neuen Kämpfen beginnen. Es ist nicht zu leugnen, daß das Wiedererscheinen des Exweltmeisters im Ring druben großes Aufsehen und Interesse hervorgerufen hat, das zweifellos dazu beitragen wird, en amerikanischen Boxsport mächtig zu beleben. Dempseys Wiederkehr in den Ring ist ein typischer Beweis für die amerikanische Einstellung, die einem jeden Boxer die Chance gibt, wieder von unten anzufangen. Hockey Klubkampf Hamborn 07: Spielvereinigung Oberh. Am Sonntag steigt in Hamborn das lange erwartele Trefsen der beiden obigen Vereine. Es wird dieses Mal ein Kampf auf„Biegen und Brechen“ geben, haben sich die Hamborner doch vorgenommen, ihre letzte hohe Niederlage durch einen Sieg auszuwetzen. Der Kampf der ersten Mannschaften, den die Kleeblätter in folgender Besetzung bestreiten: Löwenau; Rademann, Schleimer 1; Leuschner, Opperbeck, Wolters; Mandrella, Göller, Schwedendiek, Schleimer 2, Kaak, verdient selbstverständlich das größte Interesse. Auf ihrem eigenen Platze vermochte die junge Kleeblatt=Elf die Hamborner mit 4:1 niederzuhalten und wenn nicht alles täuscht, so werden auch dieses Mal die Hamborner kaum vermögen, ihre letzte Niederlage wett zu machen. Die zweite Mannschaft wird versuchen, ihre Niederlage vom letzten Sonntag wett zu machen, doch könnte es hier einen Ueberraschungssieg der Hamborner geben. Ob es den Damen am Sonntag abermals gelingen wird, einen Sieg gegen die Hamborner zu landen, ist sehr fraglich, da nur eine ersatzgeschwächte Mannschaft den Kampf bestreiten kann. Trefspunkt 1,30 Uhr Bahnhof Oherbausen. Geerling startet in Paris. Renderungen der deutschen Mannschaft. In der deutschen Leichtathletik-Vertretung, diam kommenden Sonntag in Paris gegen Frankreich antritt, mußten einige Aenderungen vorgenommen werden. Ueber 200 Meter wird nun auch der famose Geerling an den Stari gehen, der hier mit Körnig läuft und außerdem in der Staffel Verwen dung findet, wo Körnig, Jon'ath. Geerling und Borchmever antreten werden. Für den verletzten Vetri bestreitet der Turner Syring den 5000=Meter Lauf, während über 1500 Meter neben Wichmann der Darmstädter Schilgen an den Ablauf geht, da sich der deutsche Meister Krause außer Form befindet. Sawalls Lugend ist Juverlässigkeit. Möller trösten— ist nicht notwend Kopenhagener Nachklänge von den Radweltmeisterschaften. Masi, dem gleichen holz geschnitzt wie der augenblickliche Weltmeister. Das weiße Seidentrikot mit den fünf Ringen der Weltmeisterschaftswürde— der Deutsche Meister Sawall trägt es! Zum zweiten Male wurde er, nun 32 Jahre alt, Weltmeister der Dauerfahrer. Jederzeit„fil“ ist der sympathische Sportsmann Sawall, auf dessen Zunerlässigkeit wir nur einmal, 1929 in Zürich. vergebens bauten, Weltmeister... geblieben. Es war in Budapest 1928 Mit dem Rad von der Rennbahn trugen die begeisterten ungarischen und österreichischen Zuschauer den Meister, der es zustandegebracht hatte, auf einer Radweltmeister.= schaft im Ausland seit 15 Jahren zum ersten Male die deutsche Nationalhymne zu Deutschlands und zu seinen Ehren erklingen zu lassen. Das wollen wir Sawall, dem Nimmermüden, nicht vergessen. Der Berliner ist nun wieder Weltmeister. Zürich, die Regenweltmeisterschaft mit Paillard als Sieger und der unerwarteten Niederlage unserer Deutschen Krewer und Sawall, ist vergessen. Wohl ist Sawall nicht mehr jung— aber noch lange nicht alt. Die Kette der Erfolge, die sich ohne Niederlage einstellten, ist nicht mehr da. Aber auch keine großen Versager. Sawalls Tugend ist heute noch: Zuverlässigkeit im höchsten Grade. Just darum können wir uns über seinen Sieg freuen. Wie unsere Tennisdamen Cilly Außem und Hilde Krahwinkel in der Weltmeisterschaft zu Wimbledon einen Doppelerfolg heimbrachten, so taten es dies Jahr auch Sawall und Möller. Sonst wird man dem Geschlagenen noch einige Trostworte widmen. Bei Möller ist das nicht nötig. Wäre kein Sawall im Rennen gewesen, dann wäre Möller, der andere Deutsche und Weltmeister des Vorjahres, der Champion geworden. 33 Runden vor Schluß wurde er von Sawall erst von der Spitze verdrängt, ja, verlor den 2. Platz noch an Linart— und noch 5 Kilometer vor Schluß gewann er seine alte Position zurück. Eine großartige Leistung! Möller trösten— ist nicht notwendig. Aus gleichem Holz wie Sawall geschnitzt, ist ihm eines Trost genug, sein Alter von erst 26 Jahren. Sawall war mit 29 Jahren das erste Mal Weltmeister. Trost nur dem Dritten im Bunde.„Ind!“ krewer ist kein Lot schlechter als die beiden anderen Steher, kein Lot schlechter als Sawall, auch wenn dieser Weltmeister geworden ist.: Nur zwei Fahrer durften entsendet werden. 1930 in Brüssel waren es Möller und Krewer— und als der Kölner sah, daß dei an der Spitze liegende Möller große Chancen hatte, begrub er die eigenen und fuhr für den anderen. Wir haben drei große Stever— ein jeder würdig, Meister zu sein. Lacquehay hatte das Pech, überschätzt zu werden. Ein vierter Platz für ihn ist auch noch sehr gut. Ihn zum Favoriten zu machen, ging kaum an, denn große Leistungen nur auf der Heimatbahn erzielt, sind kein reeller Maßstab. Der alte„Stbur“ Linart aber, der mit 45 Jahren der Senior der noch startenden Rennfahrer ist, muß ein S Sonderloh als Endlaufteilnehmer Klasse bleibt Klasse! Die Flieger=Weltmelsterscha rufsfahrer hatte insofern ein überraschenz. als nicht der eigentliche Favorit. Michard, gewann, sondern der dänst seiter Falck Hansen. Der Endlauf brach sosern einen Mißklang in die Veransa dieser und jener Michard als Sieger rend der Zielrichter den Dänen als Jeder Zielrichter irrt einmal nicht gleich randaliert zu werden. wirklich nicht recht einzusehen, weshalb Zielrichter ausgerechnet einen teiligen sollte! Von unseren deutschen brauchen wir in dieser Nachschau wen zu nehmen. Steffes wird gut werden internationale Erfahrung gesammelt hat zwei Jahre in der ersten Klasse der z## anderen aber haben leider trotz internau## fahrung keine Erfolge erzielt. Dasch, der neue Deutsche Meister, daß er zuviel Nerven hat; deswegen verla hier. Frach gewann schon die erste Reu Oslo gegen den Weltmeister Harder Dänemark bis dahin nur drittbester Fa Knudsen und Gerwin, zusammen mit dersen war. Bei den Straßenamateuren hat un eine herbe Enttäuschung bereitet. 37 Stunden-Runden in Spandau im Trainy in Kopenhagen, als es darauf anka aus. Schöpflin folgte seinem Beist Brandes, der Exberufsfahrer, war(wie würdiger Vertreter. Henry Han Olympiasieger von 1928, bessen Start der Entscheidung selbst stattfand— 5e noch am Vortage fiebernd im Bett— meister. Als man ihn fragte, ob er in For wortete er: nicht sonderlich gut, aber es Ein Lehrbeispiel für unsere Amateure Bei den Berufsfahrern Guerra verjenige, der die Siege der i# Stars Girardengo und Binda führt. Das wird nicht das letzte Mal se junge, erst 1930 entdeckte Fahrer, Weltmeit Nic. Frant wurde aus kleinlichen seinem Verband disqualifiziert und ton# starten. Curt Stöpel. in Brüssel 1930 Weltmeisterschaft und der beste deutsch fahrer mit Geyer, Metze und wurde nicht zur Weltmeisterschaft ges Start der drei Deutschen war überhaupt die finanzielle Hilfe einer Radsportfirm' Mit Stöpel wären wir besser gesah dänische Verband, der Dans! Club, war ein freundlicher Gastgeber. schade, daß diese so glänzend aufgezogene tung mit einem Mißklang enden mußte. darf Ellegaard, der eigentliche Ma frieden sein: von 5 Titeln 3 an Dänen mehr kann er nicht verlangen! Der Zugbandit von St. Louis k. Bill La Trasse, der Zugbandit von St. Louis, ist wieder zu dem anständigen Menschen geworden, der er war, bevor er im Jahre 1917 ein paar Reisende während der Fahrt mit vorgehaltener Pistole um ihre Börsen erleichterte. Er war damals mit der siehzehnjährigen Hazel Henderson verlobt. Als er nun ein paar Tage später zu 21 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, glaubte jedermann, das Mädchen würde sich von ihm abwenden. Doch Hazel blieb Vill La Trasse treu. Er brach aus, wurde wieder festgenommen Die Zukunft sah noch trüber aus. Doch das Mädchen verzagte nicht. Es lebte zusammen mit Bills Mutter, und als diese in einem Bankkrach ihr ganzes Erfpartes verlor, wandte sich Hazel an die Begnadigungsbehörde. Sie wollte gutsagen für ihren Vill, dafür haften, daß er ein anständiger Mensch würde, wenn sie ihn nur aus dem Zuchthaus entlassen wollten, damit er für seine Mutter arbeiten könnte. Hazel.hatte Erfolg. Bill wurde entlassen, und ein- einflußreicher Beamter veranstaltete eine Sommlung, die soviel einbrachte, daß der ehemalige Räuber sich eine Schüsterwerkstatt einrichten Konnte. Seit kurzem ist Hazel seine Frau. Sie hat vierzehn Jahre warten müssen. Die„sparsame“ Behörde Jose läßt sich einlochen. k Jose y. Garcia-Fernandez. Ein schöner Name. Man stellt sich unwillkürlich unter seinem Träger einen stolzen Hidalgo oder gar einen Ritter vom Goldenen Vließ vor. In Wirklichfeit ist Jose mit dem hochtrabenden Namen ein ganz armseliger Landstreicher. Einer von denen, die keinem Menschen etwas zu Leide tun, und doch ist er auf dem besten Wege, die französischen Sicherheits- und Justizbehörden zur Verzweiflung zu bringen. Dafür kann er aber auch nichts. Vor drei Jahren wurde er zum erste Nal wegen Landstreicherei bei Toulouse herum ber und für zwei Monate eingelocht. Nun wäre c este gewesen, ihm für fünfzig Franken eine en über die nahe spanische Grenze zu kaufen.. so für immer loszuwerden. Doch die Behörde a## fünfzig Franken sparren zu können und zu Fuß auf die Reise. Der Landstreicher# der Richtung und landete eines schönen Nizza, wo er natürlich wieder eingel### dieses Mal auf vier Monate. Nun hätte m men können, die Behörden seien durch# geworden, um Jose endlich auf ihre Koster Grenze zu bringen. Kein Gedanke dat hätte ja zu viel Geld gekostet. So lies armen Spanier wieder laufen, mit dem er im nächsten Städtchen angehalten und halbes Jahr hinter Schloß und Riegel ge# Für diese„Sparsamkeit" hat der S### mindestens 10000 Franken an Unterhalt Gerichtskosten zahlen müssen, und noch m abzusehen. Denn Jose zählt erst vierzg recht gesund und muß mindestens drei gerichte passieren, bis er zu Fuß die spann erreicht. Vulkanausbruch auf k. Es ist eine alte Geschichte: Wer kei hat, der macht sie sich. So solllen die 30 ner fröh sein, daß es in den ganzen Staaten nicht einen einzigen tätigen Zu## gibt. Statt dessen entfesseln sie einen Ausbruch. Wurde da kürzlich in Gegen### Staatsgouverneure in Südkalifornien National=Park eingeweiht. Innerhalb der dieses Naturschutzgebietes liegt der erlischen Mount Lassen. Der Festausschuß war nun der Ansicht, stilvoll sein müßte, würde der Berg zur Tages wieder einmal Feuer speien. 9a nicht erwarten kann, daß der Vulkan der diesen Spaß bereitete, so wurden rund ner Feuerwerkskörper im erloschenen stapelt, was mit ungeheuren Kosten und bunden war. In der Nacht, die der folgte, brachte man diese Riesenmengen## dung und erfreute sich an einem andet### „Vulkanausbruch“, der im Umkreise von Kilometern zu sehen war. 50 Krei Schürmann Essen Dort Biel Möbel Teppiche Dekorationen Das Haus für alle— die gut und billig kaufen woll GAETRR-EE B#Brgsssggn — 9.5 Fe — # 2 (## 0•: S 89.7 □ " 0 * — —— —— 0* S 2.80— —*n B: 4 R GEMMOTSL „***— 1 G. 8—0 dn G•=— * EnE.E S SE Kriege erschöpft. Ich überlegte, wie diesem Übel zu steuern sei, welche Möglichkeiten gab es?!!! Der verstärkte Druck, mit dem man unsere Ideen zu töten versuchte, ließ in mir den Gedanken reifen, die Mittel für unsere Propaganda auf illegalem Wege zu erhalten. Meine Eigenschaft als Staatsanwalt schützte mich vor Überraschungen. So war es mir möglich, jene Verbrechen vorzubereiten, die geignet waren, die Kassen der anarchistischen Organisationen wieder aufzufüllen. Ich war mir keinen Augenblick unklar über die Gesahren dieser illegalen Methoden. Es bedurfte weit ausgreifender Verbindungen, um den Verdacht von den anarchistischen Organisationen von vornherein abzulenken. Eine solche Verbindung fand ich in dem uns befreundeten Amerikaner Joe Watkins, der nach dem Kriege aus den Vereinigten Staaten nach Italien geflüchtet war. Wenn Joe Watkins wegen seiner undurchsichtigen Haltung in manchen Fragen mir auch unzuverlässig erschien, so hatte er doch einen Vorzug: vor keinem Verbrechen zurückzuschrecken, das geeignet war, die Fonds der anarchistischen Verbände zu stärken. Um mich auf alle Fälle zu sichern, wurde Watkins von den Kontrollorganen der anarchistischen Exekutive aufs schärfste bewacht. Nur zum Teil gelang es ihm, unbedeutende Werte an sich zu bringen. So im Falle des Einbruchs bei einem Ju##elenhändler in Turin. Der Anschlag auf die Banca nationale in Mailand ist nach meinen Plänen erfolgt. Auch dieser wurde ausgeführt unter der Leitung von Joe Watkins, dem sich als Helfershelfer die Studenten der Medizin in Padua Luigi Toronto und Tino Borghetto anvertraut hatten. Den tödlichen Schuß auf den Bankkassierer hat Joe Watkins abgegeben. Bei dem Anschlage auf diese Bank fielen uns mehr als zwei Millionen Lira in die Hände. Der größte Coup gelang indessen bei der Beraubung der amerikanischen Staatsangehörigen Mistreß Helen Swift im Grand=Hotel „Excelsior“ in der Nacht zum 19. September 1921. Es war uns bekannt geworden, daß Mistreß Helen Swift ungeheuerliche Vermögenswerte bei sich trug. Wir haben lange überlegt, wie man diesen Anschlag ohne die Bedrohung des Lebens der Mistreß Swift ausführen könne. Wir kamen aber zu der Überzeugung, daß der Anschlag nur dann von Erfolg gekrönt war, wenn wir die Spuren dieses Verbrechens zu verwischen versuchten. Es war uns bekannt geworden, daß am Abend des 18. September ein Hausball im Grandhotel„Excelsior" stattfand. Wir wußten auch, daß dieser Hausball Mistreß Swift und den Arzt Dr Antonio Stradella vereinigen würde. Darauf stützten wir unsere Pläne. Am Vormittage des 18. Septembers fuhr ich zum Lido, um die Ortlichkeit zu studieren. Gegen 18 Uhr abends stellte ich bei der Kammerzofe Mary Godwins fest, welche Zimmer Mistreß Swift in dem Hause bewohnte. Kurz nach Mittemnacht, als fast die gesamten Hotelgäste sich im Ballsaale belustigten, öffnete ich die Türe zum Schlafzimmer von Mistreß Swift. Die Gepflogenheit der Ermordeten, vor dem Schlafengehen Tee zu sich zu nehmen, fand ich vollauf bestätigt. Eine japanische Teekanne von feinster Künstlerarbeit, befand sich auf einem kleinen Serviertischchen. In dieser Kanne schüttete ich bedeutende Mengen von Arsen, die nach unseren Kenntnissen den Tod von Mistreß Swift herbeiführen mußten. Meine eigenen Fußspuren habe ich auf die einfachste Weise zu verdecken gewußt. In meiner Handtasche führte ich einen für diesen Zweck angefertigten Gummiläufer mit, dessen Festigkeit es mir ermöglichte, jede Spur auf dem Teppich des Schlafzimmers auszuschalten. Ich hörte von meinem Zimmer aus, wie Dästreß Swift und Dr Stradella gemeinsam heimkehrten und eine Unterredung hatten, die am Schlusse außerordentlich geräuschvoll verlief. Um zehn Minuten nach 2 Uhr verließ Dr Stradella das Wohnzimmer von Mistreß Swift. Kurz nach 4 Uhr morgens führte ich den Raub aus, nachdem ich festgestellt hatte, daß Mistreß Swift bereits in der Agonie lag. Ich fuhr mit den gergubten Juwelen in der Morgenfrühe des 19. Septembers nach Vesiedig und setzte von hier aus meine Fahrt mit dem ersten Zuge nach Ampezzo fort. Die Ermordung des Capitanos Cechini, der Anschlag auf Mussolini und der Anschlag auf den Obersten Fermati waren das Werk der anarchistischen Exekutive. In dem Augenblicke, da ich dieses Tagebuch vollende, rollt sich vor dem Forum in Ampezzo der Mordprozeß gegen Dr Antonio Stradella ab. Ich erkläre, daß der Verurteilte unschuldig ist. Jetzt ist es fünfzehn Minuten nach achtzehn Uhr. Das Gericht und die Geschworenen sind nach Hause gegangen. Das Präsidium in Mailand hat mich davon in Kenntnis gesetzt, daß Tino Borghetto mich zu sprechen wünscht. Joe Watkins ist in Barcelona verhaftet worden. Er ist ein Verräter! Mag auch ihn das Schicksal einst ereilen. Nichts bindet mich mehr an diese Welt von Verrat und Betrug. Mein Leben ist vollendet. Die Welt mag glauben, daß dieses Abenteurerleben einen romanhaften Abschluß gefunden hat. Für uns, die wir um einer Idee willen die Brandfackel des Anarchismus in die vermorschte Zeit einer im Sterben begriffenen Kultur hineinschleuderten, sieht die Romantik anders aus. Es lebe die Freiheit! Ampezzo, am 13. April 1922. Ernesto Morini. * Das Todesurteil gegen den ehemaligen Militärarzt Dr Antonio Stradella aus Venedig hätte wohl nicht eine so schnelle und überKriminalgerichts in Romi wurde Dr Stradella am Abend des 14. April aus der Haft entlassen. Michael Menschikoff und dessen Schwester Franca waren noch in Ampezzo, als die Nachricht von dem Selbstmorde des PseudoStaatsanwalts Alessandro Paccelli und die Aufklärung über das Mordverbrechen an Mistreß Swift die italienische Presse aufs Neue in Atem hielten. Es war bereits Nacht, als sie Ampezzo mit dem Schwergeprüften verließen. Sterne leuchteten von wunderbarer Klarheit durch die stille Frühlingsnacht. Zwei glückhafte Menschen suchten den Weg in eine neue Zukunft. Wollten die Sterne diesen Weg zeigen, der aus der Tiefe menschlicher Verstrickungen zu höchstem Glücke empor führte? Sekundenlang ruhten die Augen Stradellas in den leuchtenden Blicken Franca Menschikoffs. Aber ihnen dünkte dieser Augenblick wie eine Stunde größter menschlicher Verheißung. Ende. Gunte UUlekt. Shaw und der Verjüngungsdoktor. Obwohl Bernard Shaw in seinem Schauspiel„Zurück zu Methusalem“ für das Altwerden des Menschen so eifrig Provaganda gemacht hat, scheint er selber keine Lust zu haben, als Methusalem seine Zeitgenossen zu überdauern, denn er hat das Angebot des berühmten Verjüngungsarztes Voronoff, ihn kostenlos der verjüngenden Operation zu unterziehen, abgelehnt. Das Anerbieten ist Shaw schon vor Antritt seiner Reise nach Rußland gemacht worden, als die beiden Herren sich in Cambridge begegneten. Voronoff stellt Shaw das Zeugnis aus, daß er selten einen Menschen gesehen habe, der im Alter von 75 Jahren sich einer so glänzenden Gesundheit erfreue; aber er betont, daß er sein Angebot auch aufrecht erhalten werde, wenn Shaw etwa als Neunzigjähriger darauf zurückzugreifen gedenke, denn nach Voronoffs Ansicht werde die ganze Welt Schaden dadurch erleiden, wenn eine Intelligenz wie die Shaws verloren ginge. Voronoff meint, daß Shaw leicht 120 Jahre alt werden könne. Rälsel-Ecke Nr. 245 Kreuzworträtsel. TF Waagerecht: 1. jüngste europäische Republik, 5. Taufzeuge, 7. Vogel, 9. Bürde, 11. Haltung, Stellung, 12. Fahrzeug, 13. Germanische Götter, 14. Elend, 15. Gebetsschluß, 18. Wildschwein, 21. Hafendamm, 22. Teilzahlung, 23. Teil des Beines, 24. Lotterieanteile, 25. Schweizer Bergtal. Senkrecht: 1. Wehr, 2. Seuche, 3. Liebesgott, 4. Teil des Gesichts, 6. Staat in USA., 8. Stadt in Indien, 10. Holzgefäß, 11. Mönch, 16. jeweiliger Zeitgeschmack, 17. Hirschart, 19. eine der kleinen Sunda=Inseln, 20. Stadt in England. Nr. 246 Besuchskartenrätsel. P H. STEILT Was hat dieser Herr für einen Beruf? GERA Auflösung. Nr. 244 Silbenrätsel: Alois, Nogat, Dreirad, Exaudi, Renate, Topas, Ala, Froben, Eichendorff, Legat, Diadem, Esau, Regent, Seehund, Ithaka, Tunis, Taxus, Erika, Nobel, Ignaz— An der Tafel der Sitten ist die Sanstmut das Salz. naun terer. e V aneanan ###gags SSSOES **"* ·=.0„ 00G 6— . BGnrann To 8 ESAOPS S S—TSTEDS SE STADEZGTSUE BUEZSEMSOSET 25 3• = 52 n• S.. G3SUSSSSRS AE G BaESSTOSS ————— —„** □ K.——— — 9a-GEE. SSse a9—.7— a— * S S.—— S.* S#g#s G— — S#iel um ein Königreich. Von Will Wester. Ein Roman von Schicksalen und Abenteuern. (Schluß). Er versank in dumpefs Brüten. Um was ging es nun noch? Alessandro Paccelli öffnete seinen Schreibtisch. Einem Geheimfach entnahm er eine scharfgeladene Pistole; prüfte sie mit einigem Nachdenken und legte sie dann wieder zurück... „Es ist noch nicht so weit. Ein Staatsanwalt beschließt sein Leben sachlich und in Ordnung:..“ Aus dem kleinen Fache, dem er die Pistole entnommen hatte, zog er ein schwarzes Büchlein hervor... Er betrachtete es mit einer gewissen Fürsorglichkeit, tauchte dann die Feder in den immer bereitstehenden Tintentopf, und kritzelte mit zierlicher Handschrift auf die letzte Seite des Buches die Worte:„Die Welt mag glauben, daß dieses Abenteurerleben einen romanhaften Abschluß gefunden hat... für uns, die wir um einer Idee willen die Brandfackel des Anarchismus in die vermorschte Zeit einer im Sterben begriffenen Kultur hineinschleuderten, sieht die Romantik anders aus. Es lebe die Freiheit! Ampezzo, am 13. April 1922. Ernesto Morini.“ Ein Knall erschütterte die Luft. Alessandro sank blutüberströmt in seinem Amtssessel zurück. Als man ihn am andern Morgen tot auffand, hatte niemand eine Erklärung für den plötzlichen Selbstmord, dieses zu so großen Hoffnungen berechtigten Beamten.“ Hatten finstere Mächte ihn in den Tod getrieben, oder waren die alten Narben um den Tod seiner einzigen Schwester Gabriele wieder aufgerissen worden? Wer vermochte es zu sagen? In seinen toten Gesichtszügen lagen Entschlossenheit und Zuversicht: zwei Merkmale, schon zu Lebzeiten dieses Gesicht auszeichneten. Jenes kleine Tagebuch aber, das Alessandro Paccelli wohlbehütet seit Jahren in dem Geheimfach seines Schreibtisches aufbewahrte, gab Aufschluß über den Tod eines Mannes, der Doppelund Abenteurerleben von unerhörtester Schicksalhaftigkeit geführt hatte. XXII. Das Tagebuch eines Abenteurers. „Die von Gott und den Fürsten berufenen Keraturen sollen nach meinem Tode, dessen Zeitpunkt höchst ungewiß ist, erfahren, wie leicht es ist, Staat und Gesellschaft unter der Maske eines wohlgesitteten Bürgers, in seinen Grundfesten zu erschüttern. Seit jenem Tage, da ich am Isonzo selbst schwerverwundet, meine armseligen Papiere mit denen des gefallenen Leutnants der Reserve, Alessandro Paccelli vertauschte, sind mehr als fünf Jahre vergangen. Die Zeit hat gezeigt, daß es nichts einfacher ist, als diese Kreaturen der staatlichen Ordnung zu betrügen. Wenn meine Stunde gekommen ist, werden sie lamentieren... Man wird Untersuchungen über mein Leben anstellen. Aber es wird sich erübrigen, denn in diesem Buche ist alles aufgezeichnet worden, was der Nachwelt Aufschluß geben soll über mein abenteuerliches Schicksuu.... Ich bin nicht Allessandro Paccelli, für den man mich jahrelang gehalten hat; auch die bei dem Eisenbahnunglück bei Bologna am 12. Oktober durch meine Schuld verunglückte Gabriela Paccelli war nicht meine Schwester, als welche ich sie in Amzeppo ausgab. Ihr Schicksal war es, mein Leben zu kreuzen, als ich nach meiner Verwundung zum ersten Male in Padua den Arzten mich vorstellen durfte.. Ihre Jugend und ihre Anmut entflammten mich. Gabriela— deren richtigen Namen ich mit in den Tod nehmen werde, wenn die Würfel um mein Leben gefallen sind— war Hilfsschwester des Genueser Arztes Dr Lamberti, der im Jahre 1917 das Feldlazarett in Padua leitete. Sie oblag noch ihren Studien am Lyceum zu den heiligen Schwestern, als der Krieg sie, wie viele ihrer Altersgenossinnen, an die Krankenbetten sterbender Soldaten rief. Dort lernte ich sie kennen und kettete sie an mein Leben. Der Krieg ging zu Ende. Längst hatte ich auf Grund meiner gestohlenen Papiere das trostlose Schulmeisterdasein von einst mit der Macht eines Staatsanwalts in Ampezzo vertauscht, als Gabrielas Mutter starb und sie verwaist und ohne Geschwister nach Ampezzo kam. Ich liebte Gabriela mit der zärtlichen Glut eines Menschen, der sich in stiller Einsamkeit nach innigster Kameradschaftlichkeit sehnt... Ihre hervorragenden Geistesgaben, ihre Liebe zu den Unterdrückten und ihre Hingabe an die Ideen des Anarchismus, verbanden uns zu untrennbarer Schicksalsgemeinschaft. Mehr als vier Jahre lang haben wir gemeinsam im Geiste der wahren Freiheit, die Brandfakel des Anarchismus entzündet und sie hineingetragen in die Umwelt unseres akademischen Nachwuchses. In den geheimen Konventikeln zu Padua, haben wir die Kräfte für eine neue Weltordnung zusammen geschmiedet. Gabrielas Schicksal war es, nicht nur an mich und mein abenteuerliches Doppelleben gekettet zu sein, sondern auch in der schwächsten Stunde ihres Lebens, sich in Alfonso Fermati, den Sohn des Obersten Fermati, zu verlieben. Sie versagte deshalb, als Luigi Toronto in Rom im Auftrage der anarchistischen Exekutive ohne Erfolg seine Kugeln auf Mussolini abfeuerte. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, die Fehlschüsse Torontos mit der eigenen Waffe zu korrigieren; sie tat es nicht. Und so war ihr Leben verwirkt. Die Kontrollorgane der anarchistischen Erekutive hatten schärfere Augen als Gabriela. Sie brachten in der Nacht zum 13. Oktober 1921 den Schnellzug Rom=Bologna zum Entgleisen, um Gabriela zu töten. Das Attentat gelang. Gabriela hatte ihre schwache Stunde mit dem Leben bezahlt. Ich bin Ernesto Morini, ehemals Schullehrer in Spezzia an der Küste des Ligurischen Meeres, woselbst meine Eltern im Jahre 1903 verstorben sind. Meine Jugend verbrachte ich in den armseligsten Verhältnissen. Nur dem Umstande, daß mein einziger Lehrer Giorgi Cechini, der Vater des in Rom am 12. Oktober durch die Hand Tino Borghettos getöteten Capitanos Augustus Cechini, mich wegen meiner guten geistigen Anlagen dem Orden der barmberzigen Brüder empfahl, erhielt ich meine Ausbildung als Magister und Lehrer der lateinischen Sprache. Sehr bald erkannte ich aber, daß ich meinen Beruf verfehlt hatte. Ich wurde beeinflußt von den Lehren Tolstois und seinem universalen Geiste, mit dem er in Rußland die unsozialen Zustände zu durchleuchten versuchte. Ich wurde Sozialist, aber die Lauheit der italienischen Arbeiterführer ließ mich erkennen, daß die arbeitenden Schichten des italienischen Volkes von dieser Lauheit keinen Aufstieg zu erwarten hatte. Nach meiner Entlassung aus dem Schuldienste, vertiefte ich mich in die Gedankenwelt des Anarchismus. Nur die uneingeschränkte Freiheit konnte meines Erachtens Italien aus seiner politischen Lethargie aufrütteln. Das Schicksal verschlug mich als Hafenarbeiter nach Genua. Unter einer Schicht von Menschen, die aufs Tiefste bedrückt ward, versuchte ich meine Ideen zu verbreiten. Ich kann heute mit Genugtuung feststellen, daß diese Arbeit nicht umsonst gewesen ist. Von Genua aus organisierten wir die ersten anarchistischen Verbände. Dann kam der Krieg, der mich an die Front rief. Es wäre mir ein Leichtes gewesen, mit Hilfe meiner Genossen diesem Menschenmorden zu entfliehen, aber ich glaubte, unter den Soldaten der Front den Nährboden für meine Ideen finden zu können. Ich habe als tapferer Soldat in den Reihen der Krieger gekämpft, mehr als hundert Mal habe ich den Tod vor Augen gesehen. Mir ging es nicht um den Erfolg der verrotteten Staatsordnung; was ich tat, tat ich als Mensch mit höchsten freiheitlichen Zielen, um das arbeitende Volk Italiens vor der Unterjochung europäischer Machthaber zu schützen. Am Isonzo wurde ich schwer verwundet. Ich hatte aber noch die Kraft, dem gefallenen Leutnant der Reserve Alessandro Paccelli die Papiere zu rauben, um sie mit meinen zu vertauschen. Hekatomben von Menschen waren während der Kämpfe am Isonzo geopfert worden. Was verschlug es, einem Toten die Papiere abzunehmen, die ihm nicht mehr nützlich waren. Was verschlug es, mich in einen anderen Menschen zu verwandeln, dem das Leben vielleicht eine Chance zu geben vermochte: unter der Maske eines friedlichen Bürgers, das Feuer unserer Gedankenwelt im Interesse einer neuen Weltordnung zu schüren. Ich gestehe es heute, daß die Ver Der Mann, der unter den Mond kam7 Greteske von Friedt. Rascke k. Der Mann, der unter den Mond kam, hieß Alois Querl. An seinem tragischen Ende trug er zweifellos allein Schuld, keineswegs aber an seinem Namen. Er bemühte sich auch, diese angeborene Lächerlichkeit durch eine würdevoll aufgereckte Haltung seines kleinen und allenthalben abgerundeten Körpers nach Kräften wett zu machen. Sein Gesicht, durch einen Zwicker ältester Konstruktion und durch einen Bart, wie ihn schon die Assyrer liebten, einheitlich geziert, spiegelte genau acht Stunden am Tage den erhabenen Geist treuester Pflichterfüllung. Von diesem Bewußtsein entblößt, breitete sich auf ihm, von den Tränensäcken unter den Augen ausgehend, die satte Behäbigkeit des in sich begründeten Pfahlbürgers aus. Im übrigen war Alois Querl Steuerbeamter, pensionsberechtigt und=begierig, unverheiratet und auch sonst nicht vorbestraft. Den verschiedenen Genüssen des Daseins gegenüber verhielt er sich je nachdem. Doppelkopf und Mogeln zog er jedenfalls einer Mozartarie vor, und ein helles Bier war ihm lieber als das dunkle Buch eines Modernen. Wer hätte auf Grund dieser Charakterdaten geglaubt, daß Alois Querl einer so besonderen Todesart gewürdigt werden könnte? Schön und blank rollte der Mond über die Dächer, als Alois den„Alten Fritzen" verließ und mit aufgelockerten Knien sich heimwärts bemühte. Donnerwetter, heute war er aber aufgekratzt! Zu guter Letzt hatte es diesmal große Reden gegeben, und er, Alois Querl, hatte dem mageren Oberlehrer Bald. Stenzel, der die neue Steuervorlage zu kritisieren wagte, ordentlich die Meinung gebaßgeigt. Dabei fühlte sich Alois geradezu als Inkarnation der gefährdeten Staatsidee. Donnernd warf er als letzten Beweis und Trumpf einige Einzelheiten aus den Steuerhinterziehungsakten zwischen die Biergläser. Das hatte gezogen. Und, einmal aufgedreht, war Alois nun immer noch im Schwung. Leider lief ihm auf einem nächtlichen Wege niemand in die Quere, den er hätte als Gegner ansehen und mit dem Zorn seiner ganzen Begeisterung anfallen können. Nur der stille Mond rollte unentwegt(schön rund und blank) über die Dächer. Vielleicht war es allein das unanfechtbar friedliche Dasein des himmlischen Gegenstandes, was auf Alois plötzlich wie eine Herausforderung wirkte, vielleicht erzürnte ihn dieses gleichmäßig silberne Lächeln. Jedenfalls wußte er aus seiner vermessenen Stimmung keinen anderen Ausweg, als den freundlich Leuchtenden mit Gift und Galle anzuspringen. „Feix nicht so, Du aufgeblasener Protzlackl!" brauste Alois auf.„Bildst Dir gar was ein auf Dein freches Käsgesicht. Siehst aus wie hingespukt. Natürlich — egal nur bei Nacht! Ist das ein Lebenswande!!" Also vermaß sich Alois den ewig Guten anzufreveln. In seinem von Bier durchdunsteten Gehirn tauchten einige Fetzen seiner Stammtischrede auf und gaben seinen frivolen Eingebungen eine neue Richtung.„Und überhaupt, jawohl— wie vollgefressen Du bist, Lümmel, verdammter! Woher kommt's he? Bist auch Steuerhinterzieher? Dich werd' ich mal in dieser Richtung anschnüffeln. Wart nur— auf die Liste mit Dir— vorgemerkt für morgen." Der freundlich Leuchtende schien von dieser lächerlichen Anpöbelung keine Notiz zu nehmen, und Alois Querl stand prustend auf dem Marktplatze still. Dieser Platz war bei Tage nachweisbar viereckig. Jetzt aber war er kreisrund wie ein Taifunrad. Und nun begann sich das Schicksal des Alois Quer! mit schwindelnder Geschwindigkeit zu erfüllen. Mit einem Ruck kam der vormals Marktplatz, jetzt Taifunrad, ins Rotieren. Alois, zum Mittelpunkt dieses Wirbels verdammt, spreizte mit letzter Geistesgegenwart die Beine, um der fatalen Bewegung zu trotzen. Was aber geschah mit dem freundlich Leuchtenden? Der aus seiner Friedlichkeit aufgestörte und gröblich verlästerte Mond fiel aus der mattschwarzen Raumunendlichkeit in einer großen Spirale herab, kam näher, wurde groß und noch größer im Sturz. Als diese zwei verschiedenen Bewegungen im Bewußtsein Alois Querls zusammenstießen, ergaben sie eine Interferenz, der er nicht gewachsen war. Hoffnungslos bestürzt saß Alois plötzlich da. Rasend rotierte der Marktplatz rechts herum, und in links gedrehter Spirale taumelte der Riesenmond auf ihn zu. Alois Entsetzen entlud sich in einem letzten, furchtbaren Schrei.„Schweizerkäse", brüllte er mit berstendem Magen. Und dann kam der unglückliche Frevler unter das schwer beleidigte Gestirn.—— Frau Martha Josephine Wagenseil, die früh aufstehende Milchbesorgerin der Stadt, entdeckte als erste in der Morgendämmerung des nächsten Tages den fast bis zur Unkenntlichkeit entstellten Leichnam. Da lag also der pensionsberechtigte Steuerbeamte Alois Querl, dünn gewalzt wie Nudelteig und an den Rändern schon leicht abgebogen wie ein welkes Blatt. Er bedeckte jetzt— der Stadtgeometer Martin Klein schmidt berechnete es im Laufe des Vormittags— ein Areal von 42 Quadratmetern. Es war nötig, den Marktplatz für den gesamten Verkehr polizeilich zu sperren. Ueber die geheimnisvolle Todesart Querls kamen die wildesten Gerüchte in Schwang. Aber auch Pfarrer Nowack wußte über diesen Punkt nichts Ein leuchtendes beizubringen. Am dritzten Tage begrub man Alois Querl mit allen Ehren und sogar mit Musik. An seiner mehrfach zusammengefalteten Leiche trauerte die gesamte Bürgerschaft um ein leuchtendes Beispiel treuester Pflichterfüllung und zuverlässiger Staatsgesinnung. Geheimsprache der Runensteine? k Mitten in der fruchtbaren und anmutigen Ebene von Oestergötland, das als eine Wiege der schwedischen Kultur gelten kann, steht der merkwürdigste Runenstein Schwedens. Siebzig Jahre versuchten die Gelehrten die Inschrift zu deuten, aver noch immer können sie sich nicht einer restlosen Erklärung rühmen. Und doch sind die Runenzeichen so deutlich und klar, als ob sie erst gestern eingemeißelt worden wären. Zweifellos hat einer der größten Runenmeister die Inschrift ausgehauen. So viel ist heute klar, daß die Inschrift auf eine Familientragödie im 9. Jahrhundert u. Chr. Bezug hat. Ein alter Mann namens Varin beklagt sich darüber, daß sein Sohn ermordet worden ist, und bedauert, zu alt zu sein, um sich an dem Mörder zu rächen. Er legt aber seinem jüngeren Sohne die Pflicht ans Herz, den Racheakt auszuführen. Dern enthält die Inschrift mächtige und heftige Flüche##gen den Mörder sowie Beschwörungsformeln, die de zungen Sohn stärken und antreiben sollen, das 9 werk an Stelle seines betagten Vaters auszufü.. Dieser Teil der Inschrift, der aus Zauberformen besteht, hat bisher allen Versuchen der Forscher, die Bedeutung der Worte zu ergründen, getrotzt. Wahrscheinlich haben wir es hier mit einer bisher ungelösten Geheimsprache der Runensteine zu tun. So ist dieser Runenstein, der nach dem Fundorte in der Gemeinde Rök der Rökstein heißt, eines der wichtigsten und interessantesten Denkmäler der schwedischen Vorzeit, in der der Glaube an Zauberformeln noch lebendig war und die Blutrache als ein ungeschriebenes Gesetz in Geltung stand. Das herrenlose Tuxusauto Ein Pariser Versicherungsskandal. k Die französische Hauptstadt war im August, dem Ferienmonat, wie ausgestorben. Wer es sich nur leisten kann, der badet an der Küste der Normandie und der Bretagne, oder er hält sich sogar an der Cote d'Azur auf. Die Politik kann gegenwärtig mit spannenden Ereignissen nicht aufwarten. Um so mehr beschäftigen sich die Pariser Zeitungen mit einem seltsamen Versicherungsbetrug, der von einer bekannten Industriellenfamilie begangen wurde. Man berichtet über den Fall der Brüder Navarre ausgiebig. und man tut das mit Recht. Denn unter den Versicherungsschwindlern ragen die Brüder Navarre um Haupteslänge hervor. Mitte Juli hatte sich an der Steilküste an der Loiremündung, unweit von St. Nazaire, ein Autounfall zugetragen. Mitten zwischen den Klippen wurde ein herrenloses Luxusauto entdeckt, das zweifellos an einer abschüssigen Stelle verunglückt war. Man nahm an, daß die Insassen den Tod im Meere gefunden hatten. Die Recherchen der Polizei stellten fest, daß es sich um den Privatwagen der Brüder Navarre handelte, der an dem fraglichen Tage von Christian Navarre gesteuert worden Navarre betrieb in einem Vorort###) Glasfabrik. 0 In der Oeffentlichkeit galten die habende Leute. Erst später stellte man Brüder mit einer großen Versiche. einen Vertrag abgeschlossen hatten. lion Franken dem überlebenden## Tode des einen zusicherte. Vier Wochen des Versicherungskontvaktes geschab Automobilunfall, dem Christian Navarder Dinge zum Opfer gefallen sein Erst als der überlebende Bruder v### Ansprüche bei der Versicherungsgesellschgt, man den Spuren des seltsamen 9. nach. Die Polizei begann umfangreich, und die Versicherungsgesellschaft beauftra mit den weiteren Ermittlungen. daran, daß Christian Navarre einem## zum Opfer gefallen war. Die seltsan Autos zwischen den Klippen ließ den n men, daß das Autounglück von dem Leu### mobils nur vorgetäuscht worden war. getan wurde, um die Spuren des versche stian Navarre zu entdecken, war es nich zu finden. Genau vier Wochen nach dem rätfei unfall tauchte nun der Vermißte und füChristian Navarre wieder auf. Er erschie der Wohnung seines Schwiegervaters in stört, verletzt und wie geistesabwesen über seinen Verbleib seit dem Autounglis klärung zu geben. Die Aerzte nahmen offenbar klinischen Falles an. Der noch rätselhafter, als man erfuhr, daß Navarre unter falschem Namen in den Städten Frankreichs in vollkommen stand aufgehalten hatte. k Der ungeschickte Bürgermeister. (Schlesien) wurde in einer außerorden verordnetenversammlung beschlossen, ans rungspräsidenten in Breslau ein Teleg### ten, in dem die sofortige Abberufung meisters und eines anderen Magistratin## langt wird. Dem Bürgermeister wird; gemacht, daß er gemeinsam mit dem Magistratsmitglied durch eine unges# nanzpolitik die Stadt Landeck in sio dung gestürzt habe. U. a. ist der Bürg## Wissen der Stadtverordnetenversammlun# der Seitenberger Glasschleiferei Oraniselverbindlichkeiten in Höhe von 1100 gegangen. Liebermanns Antwort. k Zu Max Liebermann sagte einm ner“:„Wir befehden sie doch so oft. men Sie den Kampf nicht gegen und Liebermann schmunzelte:„Weil ich schon längst als Vergangenheit ansehel Evangel. Frauenhilfe, Bez. Oberhausen=Mitte Unser liebes Mitglied Frau Soot ist heimgegangen. Die Beerdigung findet statt am Samstag, 5. September, nachm. 8 Uhr vom Sterbehause Alleestr. 36 Der Vorstand. TTTTE Sofort gesucht Personen jed. Standes zur Uebernahme einer Maschinenstrickerei auch nebenberufl. Gar. dauernd. Einkommen, denn wir verkaufen die fert. Arbeit. Keine Vorkenntn. nötig. 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Ouverture zur Oper„Norma“, Bellini. 4. fei: b) Castaldo=Marsch, Novacek, Fantaste aus der Oper„Die Hugenotten“, Meper 18,15—18,35 Rheinische Originale. beer. 5. Zwei Cellosolt: a) Gavotte, Hillemacher 18,40—19,00 Die Stunde des Arbeiters. Arbeiter und 6) Menuett, Debussy. 6. Sphärenklänge, Walzer, Fum Jos. Strauß. 7. Aus„Eine Nacht in Venedig“, 19,00—19,15 Wetterbericht, Zeitangabe, WirtschaftsmelJoh. Strauß,„Komm in die Gondel". 8. Ro= dungen und Sportvorbericht manze, Tschaikowskt. 9. Melodien aus der Ope=19,15—19,25 Zehn Minuten Funknachrichten: Rundrette„Der Graf von Luxemburg", Lehar. funk und Straßenbahn. 8.00 Wiederholung der Wettervorhersage uno Zeit=19,30—19,55 Weltpolitische Tagesfragen. Spanien.— angabe. Die neuen Führer. 10,15—11,45 Schallplattenkonzert. 19,55 Erste Abendmeldungen. 10,30 Erste Meldungen, amtliche Wasserstandsmeldun=20,00 auch über den Deutschlandsender Königswustergen und Zeitangabe. hausen: Lustiger Abend, Kapelle Eysoldt. 11,45 Funkwerbung mit Schallplatten. Anschließend: Letzte Meldungen, Bericht über das gei12,10 Schallplattenkonzert. stige Leben, Sportbericht. 12.50 Wetterbericht. Anschließend bis 24,00 Nachtmusik, Leitung: Wolf. 12,55 Nauener Zeitzeichen. Mittagsmeldungen und 24,00—1,00 Meister des Jazz, Zeilangabe.— 13,05—14,30 Miltagskonzert, Leitung: Wolf. 1. A#ntiche Mosle 1635 m 183.5 193, 35 KM Kriegsmarsch aus„Athalia“, Mendelssohn. 2. Deutsche Welle 1635 m 183,5 kpg. 30 km. Ouverture zur Oper„Die Macht des Schicksals",6,30 Gymnastik. Verdi. 3. Zweite Sutte aus„Peer Gynt“, Grieg, Anschl. bis 7,30 Frühkonzert. a) Der Brautraub(Ingrids Klage); b) Arabischer 10,35 Nachrichten, Tanz; c) Peer Gynts Heimkehr; d) Solveigs Lied. 12,05—12,50 Schulfunk. 4. Offenbachtans, Fantasie, Conradi, 3. Ouver=13.30 Nachrichten. ture„Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in 14,00 Von Berlin. Wien“, Suppe. 6. Zweite kleine Suite, Michell. 14,50 Kniderbastelstunde. 7. a) Elsengeflüster, Salonstück, Rhode; b) Schä= 15,30 Wetter und Börse. ferstündchen, Intermezzo, Siede. 8. Morgenblät=75,45 Frauenstunde. Menschenbildung und Hauster, Walzer, Strauß. arbeit. 14,35—15,25 Wochenend. Konzer:(Schallplatten). 16,00 Pädagogischer Funk. 15,30 Wasserstandsmeldungen, Wirtschaftsmeldungen 16,30 Konzert aus Hamburg. und Zeitangabe. 17,30 Wesen und Ursachen nervöser Erkrankungen. 15,50—16,20 Kinderstund, Sasperltheater. 18,00 Französisch für Fortgeschrittene. 16,20—16,40 Deutsches Vaterland. Drei süddeutsche 18,30 Die Beduinen. Städte: Nördlingen, Dinkelsbühl und Rothenburg. 19,00 Tier und Mensch im Urwald. 16.40—17,00 Frauenstunde. Als Schüllerin einer 19,30 Deutsche Runendenkmäler. Modezelchenschule in Paris. 20,00 Von Leipzig: Alte und neue Tänze. 17,00—18,00 Besperkonzert. 1. a) Semiramis=Ouver=22,00 Nachrichten. ture, Rossini; 5) Auf einem perstschen Markt, Ke=Danach bis 0,30 Tanzmusik. Sonntag, 6. September Schiffstour nach Köln(ZooVölkerschau) mit Musik, 7.00 ab Hamborn, 7.45 ab Ruhrort, 8.15 ab Duisburg(Werth. Fähre). Rückkehr gegen 22 Uhr. Fahrpreis 2.— Ml., Kinder 1.— Mk. und nach Düsseldorf, Benrath, Zons 9.15 Uhr ab Ruhrort, 9.45 ab Duisburg(Werth. Fähre). Rückkehr gegen 20.30 Uhr. Fahrpreis 1.80 Mk.(nach Düsseldorf 1.50 Mk.) Kinder die Hälfte. Pruniunungudrhiunnin Prununsuninnm eine Tagesschifftour auf dem Rhein —(Kinder 0.50) nach Düsseldorf Montag, den 7. Sept., und Dienstag, den 8. Sept., 9.00 ab Hamborn, 9.45 ab Ruhrort, 10.15 ab Duisburg(Werth. Fähre). Rückkehr gegen 20 Uhr. Ermäßigte Zoo=Eintrittspreise 0.50(Kinder 0.30). Xanten—Rees Dienstag, den 8. Sept., und Mittwoch, den 9. Sept., 8.45 ab Dutsburg(Werth. Fähre), 9.30 ab Ruhrort, 10.10 ab Hamborn. Rückkehr geg. 20 Uhr. Kaiserswerth Mittwoch, den 9. Sept., 13.45 Uhr ab Hamborn, 14.80 Uhr ab Ruhrort, 15.00 ab Dutsburg (Werthauser Fähre), Rückkehr gegen 20 Uhr. Außerdem nach Arnheim Mittwoch, den 9. Sept., u. Sonntag, den 13. Sept., mit Musik. 7.15 Uhr ab Ruhrort, 7.45 ab Hamborn, 8.45 ab Wesel, Rückkehr gegen 22.30. Paß nicht erforderl. Fahrpr. 3.—, ab Wesel 2.50 Radio heilweiser Preisabbau bis 308 für Geräte u. Zubehör Radio-Dräger Oberhausen, Iothringerstr. 5 Gasthol Waidmannsruh Gladbeck- Rentfort # uh: Alope Nenhas. u. Th. Gobing Restauraiion nI Garten-Anlagen u. Saal IVI Berühmter Ausfluesor mit Gondelteich □ Sonniags Tanz im Freien . Gelränke Bekanntmachung. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Karl Hochgürtler in Oberhausen=Rhld. soll die Schlußverteilung erfolgen. Die verfügbare Masse beträgt 554,40 RM. Die Summe der zu berücksichtigenden bevorrechtigten Forderungen beträgt 1066,99 RM. Der Konkursverwalter. Fahrkarten an Bord und bei der Duisburg=Ruhrorter Personenschiffahrt Gebr. Luwen Duisburg-Ruhrort, Teleson 44321. Voranzeige. Von Samstag, den 12. Sept., bis Montag, den 14. Sept., mit D.„Glückauf" 3tägige Gesellschaftefahrt ab Ruhrort, Uerdingen, Tüsseldorf, Köln, nach Königswinter—Linz mit Musik an Vord. Fahrpreis 5.50 Mk., einschl. voller Verpflegung und Uebernachtung 24 Mt.(ab Köln 19 Mk.), ab Ruhrort Samstag 8.15 Uhr, Rückkehr daselbst Montag gegen 20 Uhr. Gnaannan Gaan Bedenken Sie Diese Zeitung wird ais völlig unabhängige und neutrale Zeisung In allen Kreisen gelesen daher die ert.aunlich hohen Werbe erfolge GEBELZNERS BRGIREBEGU Rundfunkfreund! Rundfunkhörer! Höre nicht mitanderen Punklchriften, sondern CL Altschermbeel Bekanntmachung. Die Jagdgenossen des gemeiJagdbezirks 2 der Gemeinde Altsche## den hierdurch zu einer Besprechung den 7. September 1931, nachmittagel der Wirtschaft Düssel auf dem geladen. Altschermbeck, den 3. September Der Jagdvorsteher: Hünxe W nur Samstag auf Gestrickte Kinder-Röcichen denn diese ist die beste und billigste Punkwoche, die, in Verbindung mit unserer Zeitung bezogen, monatlich nur 40 Pfennig kostet. Stück ZUS Damen-Strümple Baumwoll- und Seidenflor, Paar Damen Schlüpler Stück 95, 75. 40 8 Mako-Damen-Strümp'e Paa 10•8 Kinder-Strümple durcheinander z. Aussuchen, Paar 20 20 45 45 48 Erstlinos jäckchen Herren-Socken Bekanntmachung. Diejenigen Personen, die in das Wandergewerbe betreiben wa ihre Anträge auf Ausstellung neu gewerbescheine möglichst schon im ds. Irs. bei der Polizeiverwaltung oder auf der Verwaltungsstelle in zubringen, da bei der Menge der## den erforderlich werdenden Ermin# Ausfertigung längere Zeit in Ans und bei späteren Meldungen die der Scheine zu Beginn des neuen gewährleistet werden kann.“ Als Termin für die Stellung wird der 25. September bestimmt Hünxe, den 8. September 1931 Die Polizeiverwaltung Der Bürgermeister: I. V. der Stück 35, Paar 95. 75, Damen Unterzieb-Schlüpter Stück Knaben Sport-Strümple Paar 95 Farbig gemusterte Herren-Socken Paar 95. 75. 511)5 Reinwoller e, gestrickte Herren-Socken Achtung! Wollen Sie noch mit? Heute ist letzter Verkaufstag für die letzte Ferien=Veranstaltung! Mit uns nach Düsseldorf—Benrath—Zons Paar 95. 1 U• Damen-Schlüpter Kunstseide plattiert Siück 1.25, Gewebie Mako-Damen-Bemdchen Stück 30 Damen-Nachthemden reich garniert Stück 75 □5 95 6 15 98 Damen-Träderbemden mii Stickerei- u. Klöppel Moriven Stück 95 75, S ück 1.35, 95 S 1T9. Damen-Strümie küns l. Wasch seide, moderne Fatbiöne Paar Trikot-Einsatz-Hemden für Heiren S ück Herren Nessel-Einsatzhemden 145 175. Herren-Nessel-Hemden 25 Stück Herren-Zelir-Oberhemden Stück 1 45, Herren-Oberhemden Stück mit Kragen, teilweise aus PopelineSioffen Sllick 2.95 Um den vielfachen Wünschen nach einer SonntagsFerienfahrt nachzukommen, veranstalten wir für unsere Abonnenten am 6. September mit dem Salon=Dampfer Vaterland eine Fahrt nach Düsseldorf—Benrath—Zons. Die Teilnehmer haben Gelegenheit die Fahrt in Düsseldorf, Benrath oder Zons zu unterbrechen. In Benrath ist Kirmes— also Möglichkeit zu ausgiebigem Frohsinn! Der Aufenthalt an den Orten ist lang genug bemessen, um eine geruhsame Besichtigung vorzunehmen. -EULE Der Fahrpreis für Hin= und Rückfahrt beträgt nur Mk. 1.50(Kinder 75 Ofg.) Kinder bis zu 4 Jahren frei. Zugverbindung zum Dampfer(Sonntagsfahrkarte): 8.35 y ab Oberhausen an 21.14 8.51 v an Ruhrort, ab N 20.59 Fahrzeiten des Dampfers: 9.15 W ab Ruhrort an 12.15 I an Düsseldorf ab 14.15 an Benrath ab 14.45 y an Zons 20 30 18.30 7.45 ab ∆ 17.30 Für die Fahrt werden nur 400 Karten ausgegeben. empfiehlt sich daher baldigster Einkauf in den Vorverkaufsstellen: Oberhausen: General=Anzeiger, Altmarkt 2 Sterkrade: General=Anzeiger, Bahnhofstr. Osterfeld: General=Anzeiger, Hauptstraße Bottrop: Bottroper Anzeiger, Altmarkt Gladbeck: Gladbecker Anzeiger, Rentforterstr. 13 Dorsten:„Allgemeiner Anzeiger, Markt 14 Dinslaken: Dinslakener Gen.=Anz., Neustr. 50 24 31 7 Bettstelle mit Matratze und Kleiderschrank billig zu verkaufen. Eigenes Heim Wilhelm Scholl, Oberh., Marktstr. 108. Getragene Maßanzüge Paletots Das werlvollste Reklamemittel ist unsere Zeitung TT von bess. Herrschaften, z. T jast neu, von 9 bis 15, 20 und höher, sowie Gehrock=Anzüge, Smokings u. Hosen zu staunend bill. Preisen Gustav Grünberg Essen 00 Friedrich= 02 0 Ebert=Sir 93 Ebert=Sir 1 Minute vom Viehoser Platz. Fahrtvergüttung Moderner, kleiner Flügel Die Fahrgäste für Düsseldorf können an Bord verbilligte Eintrittskarten für den Düsseldorfer Zoo erhalten. An Bord la Musikkapelle und preisw. Restauration. e aus Privatbesitz, noch neuwertig, sehr billig zu verkaufen. Pianohaus Hilger, Essen, im Börsenhaus am Hauptbahnhof. Küchenbüfett u. 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Weltmeister Werbung ist nach wie vor Zeitungsanzeige. ist noch kein deckt, der zu al Verkaufsleistung Es heißt immer Verkauf— Umsatz, Festigung geschäftlichen### lagen, dann in die Tageszei## Daß man in Verbreitungsgebi vorzugt diese tung benutzen ni# für den erfoh Kaufmann, sel ständlich, denn### in allen Kreiser die Angebote werden und dazu man natürlich parteiische, in## Schichten bein Zeitung. Schauate Bottrop Wir wechsein heute Spielplan.- Eine neue Operette— wieder ein Erfolg. Wer sich einmal richtig amüse wer einmal von Herzen lachen sei unser heutiger Hauptfilma „Der Bettelstug Neun köstliche Akte nach M gleichnamiger unsterblicher In den Hauptrollen Fritz Schulz, Jarmyta M Heinz Bollmann, Truus# und Hermann Aus dem Inhalt: Skandal auf dem Wohltätgh Das fidele Gefängnis. sie ja nur auf die Schulter Rache für eine Ohrfeige.. Fürst und die schöne Polin und Kartenspiel Ballsaal.. Die verlorene Im stummen Fum: „Großstadt- Pflat mit Klara Low in der Ein Rechtsanwalt sucht dem Lande, wo sich die o Wirtes in ihn verliebt, flieht, aber reumütig zu inm zurückkehrt. Beiprogramm Joke. Krloltke strosse 60 für Do 1 General-Anzei #reis: Frei Haus monatl kamilien=Anzeigen und ##eungsgehietes und ar V#reik Störung in der Rückzahlung des Bezu##n keine Verantwortung ###nd bei Konkurs komm mer 245 slottenaufstan ellion der R ssetzte Kämpf einem Ge Kundblick rings ur duaß die Welt in eir nan sie nach dem E #rnutete. Aufstände jegerische Vern ern hat es im abe eben. Aber noch nien ruhrs gleichzeitig auf allen Kol für diesen Zustan Rt ist nicht auf ein änlt, sie treibt über der Verzwei den Kolonialländern ##r wohl wissen, wie nächte in diesem Ar Freiheit gehemmt sin auch eine gemeinse äußeren Anlässee die sich die Aufrül gemäß wird ein A pmer verfolgt, je näh begen. In der letz kopa freilich manche in anderen europi weil die eigenen E #erdeckte. 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