N 76. Mittwoch, 30. März 1892. 5. Jahrgang. A 8 Libonnement spreis: Durch die Voten bezogen monatlich 50 g) inkl.des„Westfälischen Hausfreund“, mit der Samstagsbeilage: „Dortmunder Lustige Blätter“ nur 10 a mehr. Bei der Post mit den Beilagen: Vierteljährlich 2.4 für Bork! Krovinf.“ (Größte und verbreitetste Zeitung Westfalens.) Unpartetisches Organ für Jederwann.— Erscheint wöchentlich Tosbeels: bsaespaltenze, Petitzeile De e 15 c für lokale Geswastsinserate. 20 a) für übrige Inserate, 40 as für Reklamen. Redaktion und Expedition: Friedhof 9. Fernsprech=Auschluß: Dortmund Nr. 66. Haupt=Agentur Unna Nr. 285. Kritische Betrachtungen der neuen Novelle zum Berggesetz. I. Einige Artikel dieser für die Bergarbeiter so wichtigen Novelle werden in der Presse viel erörtert. Der weitaus wichtigste Punkt ist Art. V. Er giebt dem§ 197 des bestebenden Gesetzes folgende Fassung:„Jnsbesondere können die Oberbergämter, wenn durch übermäßige Daut der täglichen Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, Dauer, Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit und der zu gewährenden Pausen vorschreiben und bie zur Durchführung dieser Vorschriften erforderlichen Die„Köln. Ztg, ist mit dieser Aenderung durchaus nicht einverstanden. Sie schreibt:„Es ist allerdings richtig, daß die Gewerbe=Novelle im§ 120e dem Bundesrar für die übrigen Industrieen dieselbe Vollmacht gibt. Jedoch ist diese Vollmacht dort theoretischer Natur, im Bergbau ist die Frage der Dauer der Arbeitszeit(Schicht) seit drei Jahren brennend, und daher kein Zweifel, daß sofort nach Inkrafttreten der oben erwähnten gesetzlichen Bestimmung versucht werden wird, durch Einleitung einer großen Bewegung das Recht der Behörden in die Praxis zu übertragen. Wenn daher die Begründung auf Seite 32 bemerkt:„eine Bestätigung der Arbeitsordnung durch die Bergbehörde ist nicht ratsam, weil die Bergbehörde mit einer nicht angemessenen Verantwortung belastet würde; außerdem würde Anlaß gegeben sein, die etwaige Unzufriefriedenheit mit den Einzelheiten des Arbeitsvertrages gegenüber der Bergbehörde geltend zu machen", so wird die Bergbehörde durch diesen§ 197 eine viel größere Verantwortung und Last auf sich laden; zdie ganze Agitation für die„Achtstundenschicht einschließlich Ein= und Ausfahrt" wird sich gegen die Behörden richten. Die Begründung zieht daher zur Unterstützung noch andere Umstände heran. Sie bemerkt, daß vor dem Ausstand 1889 hier und da eine übermäßige Ausdehnung der Ueberschichten stattgefunden habe. Zunächst giebt sie jedoch selbst zu, daß eine Besserung eingetreten sei(im Oberbergamtsbezirk Dortmund, der die Hälfte der ganzen Steinkohlenförderung umfaßt, sind Ueberschichten zur Erhöhung überhaupt abgeschafft); sodann hat aber die Frage der Ueberschichten mit der Frage der Dauer der Grundschicht nichts zu thun; die Ueberschichten können ja bestimmt umgrenzt werden, hier aber greift man in die vielumstrittene Frage der einheitlichen Normalschicht. Die Folgen davon sind nicht zu übersehen. Die Begründung erwähnt ferner, daß auch früher Beschränkung der Arbeitszeit stattgefunden habe, z. B. dürfe auch heute bei großer Nässe oder bei Wärme über 29 Grad nicht über sechs Stunden gearbeitet werden Ganz recht, aber hier liegen bestimmte Vorschrilten vor, deren Voraussetzungen ohne weiteres erkennbar sind; der neue§ 19 gibt aber allgemeine diskretionäre Befugnisse. Unter der allgemein gehaltenen Begründung, daß die Arbeitszeit zu lang erscheine, kann in Zukunft durch die Oberbergämter die Schicht verkürzt werden. Die demokratische„Frankf. Ztg.“ ist ebenfalls gegen den Artikel, freilich aus ganz anderen Gründen. Sie In der Begründung dieses Zusatzes wird ausdrücklich zugestanden, daß übermäßige Arbeitszeiten, wie sie vor dem Streike festgestellt worden sind und auch jetzt wieder jeden Augenblick einreißen können, absolut unvereinbar mit den Rücksichten auf Gesundheit und Moral des Arbeiters, sowie mit der Betriebssicherheit sind. Techniker, wie Franz von Rziha und Annelmann in seiner bekannten Broschüre haben die Achtstundenschicht als das einzig Rationelle hingestellt:„die Arbeit, welche über diese Zeit hinaus verrichtet wird, geschieht im Zustande der Erschlaffung und aus Kosten der Gesundheit“, sagt Annelmann. Die gesetzli Achtstundenschicht ist der heißeste Wunsch aller Bergarbeiter. Ihre Notwendigkeit wird von bürgerlichen Parteien anerkannt, die im übrigen die Zeit eines Maximalarbeitstages für Fabrikarbeiter noch nicht für gekommen krachten. Und doch umgeht die Vorlage die gesetzliche Achtstundenschicht mit der fakultativen Vorschrift, daß einzelne Oberbergämter,„wenn die Gesundheit der Arbeiter gefährdet“ ist, eine Maximalarbeitszeit vorschreiben„können". Als wenn die Gefährdung der Bergarbeiter durch längere als acbtstündige Arbeit überhaupt noch eine Frage wäre, und als ob die Gründe für einen Maximalarbeitstag nur in gesundheitlichen Rücksichten beständen! Jetzt schon kann gesagt werden; an eine bezirksweise Einschränkung der Arbeitszeit durch einzelne Oberbergämter ist kaum zu weil damit eine Verschiebung der Produktionsbedingungen Ungunsten des einen und zu Gunsten der anderen Rewaren, sämtliche Spitzen der Behördex### dem Platz. Eine Biertelstunde später erschien auch der Ministerprasident Loubet. Die Wegräumung des Schuttes wurde sofort Der Zudrang der Wenozuinerwährend zu. Die Polizei hat indessen gestattet niemandem den Zutritt. In der ganzen Stadt herrscht allgemeine Aufregung. besonders auch, weil man sich neuerdings mit der Annahme beruhigt batte, daß nach den neuesten Maßregeln der Polizei reine weiteren Unthaauf dem zu Ungunsten des einen und zu Gunsten der viere herbeigeführt würde, die eben nur durch den gesetzlichen Maximalarbeitstag für das ganze Staatsgebiet vermieden werden kann, haben doch die Oberbergämter nach den Motiven jetzt schon das Recht jener Arbeirszeitverkürzung gehabt; es ist ihnen aber aus guten Gründen gar nicht eingefallen, davon Gebrauch zu machen; sie werden es ebensowenig künftig thun. und jeder Anlauf dazu muß wegen der Beschränkung auf ein Revier zu Beschwerden fübren, welche die Kürzung der Schicht distretierenz#iher Seschchscechele becheheche egeuer träglich die allgemeine Achtstundenschicht mit„den nötigen betriebstechnischen Ausnahmen zusammen mit der Kommission des Abgeordnetenhauses in die Novelle aufnimmt. wäre eine sicherere Garantie gegen jeden künftigen Kohlenstreik, als die gesamten übrigen Schutzbestimmungen der Novelle zusammengenommen. Ueber die neue anarchistische Unthat in laufen noch folgende briefliche Nachrichten ein: Heute früh kurz nach 8 Uhr wurde eine weitere Dynamitunthat verübt. Mit einem furchtbaren Knall entlud sich in dem Eckhause der Rue de Clichy und Rue de Berlin eine Sprengbombe. Unter den Mietern des Hauses befindet sich der Staatsanwalt Bulot, welcher die Voruntersuchung gegen die Anarchisten von Levallois geleitet. Das Haus hat zwei Treppen, und wie es scheint, erfolgte die Entladung auf der Haupttreppe, und zwar auf dem Treppenabsatz des zweiten Stockes. Die Erschütterung war so gewaltig, daß das ganze Gebäude wankte, Man hörte den Knall durch das ganze Stadtviertel. Ein gerade vor dem Hause vorübergehender Mann wurde durch den Luftdruck zu Boden geworfen. Der Schrecken unter den Hausbewohnern war unbeschreiblich. Alle stürzten aus Wohnungen hervor, um zu entrinnen, allein beide Treppen waren zu zwei Dritteln zerstört und man mußte die Ankunft der Feuerwehr abwarten. Der Schacht der Haupttreppe bildete nur mehr eine große gähnende Höhlung. Die Treppe selbst war vom sechsten Stock bis in das Erdgeschoß zusammengestürzt. Die Dienerschaftstreppe befand sich ebenfalls im kläglichsten Zustande der Zerstörung und das ganze Haus bot den Anblick eines im Abbruch begriffenen Gebäudes. Sobald die Feuerwehr auf dem Platze erschien, wurden Leitern angelegt und die entsetzten Bewohner herunterbefördert. Bis jetzt werden die Verwundeten auf zehn angegeben. Zwei schwer verletzte Frauen wurden in die nächsten Apotheken geschafft. Allmählich hat sich seitdem der Schrecken des ersten Augenblicks einigermaßen gelegt. Polizei und Untersuchungsbehörden fanden sich alsbald auf dem Platze ein und begannen die Erhebungen. Es wird zur Stunde angenommen, daß die Untbat mit Dynamit verübt wurde und gegen den Staatsanwalt Bulot gerichtet war der die Verfolgung der Anarchisten Durdard und Leveille leitet. Im Augenblick der Entladung marschierten die freiwilligen Schützen von Batignolles die Rue de Clichy entlang, und ein Hornist, der aus den Fenstern des Eckhauses Rauch hervordringen sah, eilte auf den nächsten Feuerwehrposten zu. Ein Unbekannter rief ihm zu: Laß das dochl und stieß ihn dabei zu Boden. Der Hornist war imstande, eine Personalbeschreibung des Unbekannten zusgeben, den auch eine andere Person die Rue de Clichy entlang laufen gesehen haben will. Um 9 Uhr Thüren in vier Stockwerken sind eingeschlagen, in den Wohnungen sind alle Fennter gesprungen, die Möbel umgestürzt, die Vorhänge in Fetzen gerissen. Die mächtige Eisenkonstruktion des Treppenhauses ist völlig zerbrochen und verbogen. Selbst im Nebenhause wurden nicht nur die Fenster eingedrückt, sondern sogar die Thuren ausgehoben. Im Augenblick der Exploston erteuchtete eine ungeheuere Feuersäule, die aber sofort in sich zusammenfiel, das ganze Haus. Trotz der ungeheueren Bestürzung der Einwohn. den Gedausen, daß eine neue Sck mein war Anbaltspunkte zu der untdeckung der Verbrecher fehlen und die wenig zuverlässigen und verworrenen ungave eines Knaben, der von einem befragt und dayn gestoßensein,—.—.„Dte Nehnlichteit der spruch auf ernste Beachtung vaben. Die mehnlichkeit der Ausführung mit der vom Boulevard Saint=Germain läßt es als nicht unmöglich erscheinen, daß man es mit demselben Thäter zu thun haben wird, vielleicht mit Ravachol, der nach Ansicht der Polizei sich in Paris verbirgt. Die Erregung der Bevölkerung ist groß und richtet sich gegen die Polizei. aber auch gegen die Kammer, die es nicht für nötig erachtet, für das von der Regierung eingebrachte Dynamitgesetz die Dringlichkeit auszusprechen. Der Druck der öffentlichen Meinung dürfte so stark werden, daß sich die Kammer gezwungen sieht, sogleich an die Beratung des Gesetzes heranzutreten, dessen Fassung unter neter Form zurückzukommen. Ohne Debatte von Belang wurden genehmigt in dritter Lesung die Vorlage betr. das Ruhegehalt und die Reliktenversorgung der Geistlichen: in erster und zweiter Lesung wird der Entwurf betr. die äußere Heilighaltung der Sonn= und Festtage in Schles wig=Holstein, Hannover, Hessen=Nassau und in den Hohenzollernschen Landen angenommen. Die Vorlage betr. die Entschädigung für am Milzbrand gefallene Tiere wird in erster und zweiter Lesung genehmigt. Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfs betr. die Entschädigung der ehemals Reichsunmittelbaren für die Aufhebung der Steuerbefreiung.„ Abg. Frhr. von Heeremann(.) errennt die Verpflichtung des Staates zur Entschädigung an.„. Abg. Rickert(freis.) bestreitet dieselbe und meint, er hätte erwartet, diese reichen Herren würden so nobel sein und freiwillig auf das bisherige Privilegium verzichten. General=Steuerdirektor Burchardt empfiehlt die Vorlage, welche eine angemessene Entschädigung biete. Abgg. v. Rauchhaupt(kons.), v. ThiedemanuBomst(freikons) stimmen dem bei. Abg. Friedberg(natlib.) findet die Entschädigung zu hoch und hätte auch einen freiwilligen Verzicht gewünscht. erkennt aber die Entschädigungspflicht an. Die Vorlage wird der Budgetkommission überwiesen. Nächste Sitzung: Mittwoch.(Kleine Vorlagen.) Im Herrenhause gab der Ministerpräßdenz, Hiegt, Haleg Erklar hner hatten alle instinktmäßig sofort ie neue Schandthat der Anarchisten porliege. Allgevar die Annahme, daß die Anarchisten dieses Haus n, weil es vom Staatsanwalt Bulot bewohnt ist. Entdeckung der Verbrecher fehlen uu verworrengn, Anggoen m Manne verdächtiger Weise in will. dürften geringen Anobwalten= 9 Fe e. Novelle von Doris Freiin von Spaetigen. Nachdruck verboten. Verwundert schaute er sie an. Da inzwischen jedoch die ältere Dame nähergetreten war, mußte er seine Neugierde noch etwas zügeln. „Mein Vetter, Baron Arnau— Mrs. Grayville, meine liebe Freundin!" stellte Feodora von Werden gegenseitg vor. „Diese spricht indeß nur ganz gebrochen deutsch,“ setzte sie schnell hinzu und erklärte ihr sodann auf Englisch den Zusammenhang. Die artige Verbeugung von Mrs. Grapville erwiderte der Baron völlig zerstreut und äußerte nur, wie leid es ihm thue, die beiden Tamen unfreiwillig erschreckt zu haben. Unterdessen aber ruhten seine Blicke unausgesetzt auf dem jungen Mädchen...64##.2 Wighran„Sie glauben es mir wohl nicht. Better Albrecht, was ich Ihnen betreffs des Exils sagte?“ lachte sie ihn schelmisch an, wobei die blendenden Zähnchen sichtbar Entzückend sah Feodora aus im polnischen Pelzkostüm mit den von der scharfen Morgenluft dunkelrot gefärbten Wangen. Nicht loszureißen vermochte sich sein Auge von der reizvollen Gestalt. 64„„r* „Ich weiß es mir wenigstens nicht zu erklären,“ lautete die gleichfalls unter Lachen gegebene Antwort. Nun, ich thue Buße bier und habe genügend Zeit, über meine Jugendsünden und Thorheiten nachzudenken und— mich zu bessern,“ schmollte sie, die rosige Lippe aufwerfend. „Die Tante fand mein Benehmen„shocking“, Irma nicht minder; und daber mußle ich dem schönen Dresden leider wieder Valet sagen.“ „Und das lassen Sie alles so ruhig mit sich geschehen? Setzen Sie nicht Himmel und Hölle in Bewegung, sich vor solcher Tyrannei zu verwahren? fragte er erregt. Feodora zuckte nur die Achsel. „Ein armes. von der Gnade gütiger Verwandten abhängiges Mädchen hat keinen Willen, Better Albrecht!“ murmelte sie, wie für sich. Jetzt beschattete eine düstere Wolke seine Stirn. Warum war es ihm plötzlich fatal und bedrückend, daran erinnert zu werden, daß Feodora von Werden außer einer unbedeutenden Rente, die von dem mäßigen Vermögen ihrer Eliern übrig geblieben, völlig mittellos war? Oft hatte eine Mutter ihm das erzählt, allein nie erschien es ihm als etwas so sehr Betrübendes Langsam waren alle Drei weitergeschritten, und man näherte sich allmäblich dem Schlosse, an welchem die Chaussee in nur geringer Entfernung vorbeilief. Im Schritte folgten die mutigen Rosse mit dem Schlitten. „O, zuerst meinte ich, es ginge mindestens in den Tod, als ich nach dem einsamen Gute hinaus mußte“, planderte das junge Mädchen harmlos weiter. Mein thörichter Kindskapf hatte sich bereits so herrliche Bilder ausgemalt von dem prächtigen Lesen in der Residenz, von den Festen, „Und doch haber Sie sich jetzt getröstet, Konfine?“ unterbrach er sie lebhaft, ihr dabei in die blauen Augen schauend. Sie nickte zutraulich: „Völlig! Ich weiß nicht, wie es kommen mag. Aber dergleichen Vergnügen reizen mich nun gar nicht mehr. Viel lieber lebe ich hier in tiefster Zurückgezogenheit, wo ich ungestört träumen und meinen Gedanken nachhängen „Träumen?“ fragte er gespannt aufhorchend. Feodora hatte den Arm der Engländerin gefaßt und sab befangen iu Boden.„ 14 eins.s,jKafterin mi„O. Mrs. Grayville in auch eine Gesellschafterin, wie es keine zweite auf Erden gibt— so anregend, so belesen und so herzensgut. Noch nicht einen Augenblick habe ich mich hier gelangweilt.“ „Das liegt doch offenbar nur an Ihnen selbst, darling!“ versetzte die ältere Dame in gebrochenem Deutsch mit gewinnendem Lächeln. „Aber, was in aller Welt treiben Sie denn den ganzen, langen Tag hier draußen, Kousine Fee?“ Wie es den Anschein hat, zog der Baron die Konversation absichtlich in die Länge. Schalkhaft sah das junge Mädchen ihn von der Seite an und sagte mit verräterisch zuckenden Mund„Nun— ich schrifstellere. Irma hat mir den guten Rat erteilt, dieses zu thun. „Kousine Fee.“ Gleich einen Vorwurf kam das über seine Lippen. „Finden Sie dieses nicht sehr löblich und tugendhaft?“ „Wenn Ihre Worte nicht im Scherze gesprochen sind, könnte eine solche Entdeckung mich beinahe zornig machen,“ erwiderte Albrecht Arnau ungläubig lächelnd. Warum denn““„.6, Mnäaen v.—4. „Weil ich schriftstellernde Damen hasse. Mögen sie noch so klug, noch so vortrefflich und liebenswürdig sein, irgendwo ist in diesen produktiven Kövfen dennoch eine Schraube ist auf den Beinen und Gerüchte sind verbreitet, daß man dem Thäter auf die Spur sei. Alle diese Gerüchte sind jedoch mit großer Zurückhaltung aufzunehmen, da Sicheres nicht bekannt ist. Man spricht von einer großen Anzahl neuer Haussuchungen und Verhaftungen, die teils vorgenommen, teils beabsichtigt seien. Landtag. Abgeorduetenhaus. 43. Sitzung vom 28. März. Zum Beginn der Montagssitzung teilte Ministerpräsideut Graf Eulenburg die Neuernennungen im Staatsministerium mit und bedeutete, daß hierdurch keinerlei Aenderungen in den Beziehungen zwischen dem Reiche Preußen eintreten würde. Im Hinblick auf die scharfen Gegensätze, welche durch das neue Volksschulgesetz sim Parlament, wie im Volke hervorgerufen sind, verzichtet die Staatsregierung auf weitere Beratung dieser Vorlage (Stürmischer, andauernder Beifall bei Liberalen und Freikonservativen) und bebält sich soäter vor, bierauf in geeiglocker. Das denken wenigstens die meisten Männer, und ich bedauere den Gatten der zeitlebens an der Seite einer solch gottbegnadeten Musenjüngerin dahin wandeln muß. Sagen Sie mir, daß Sie hier zagen— fischei„ meinetwegen auch Versuche anstellen, bare back dur die Löbensteiner Felder zu reiten,— alles will ich Ihnen eher glauben, Fee— nur nicht, daß Sie schriftstellern: Beide Damen lachten hell auf. Einiges mußte Mrs. Grayville demnach doch wohl verstanden babes,.,„„„. 416. i2 L. Sie sah plötzlich nach der uyr und deutete in der Richtung eines aus dem Parke kommenden Schlittens, auf welchem außer dem Kutscher noch eine alte Frau mit sedeutendem Handgepäck saß, und der den Weg zum BahnVergesen Sie nicht den Zug, Herr Baron!“ saate sie einigermaßen unruhig.„Dort fährt bereits Frau Weise, unsere Haushälterin, zur Bahn, welche mit dem Elf-UhrZuge nach Dresden zurückkehrt.“ „O danke! Ich habe noch reichlich fünfundzwanzig Minuten Zeit, und so viel ich mich sinne, ist es von hier zur Station kaum zehn Minuten Weges." Mrs. Grapville schritt den beiden jungen Leuten voraus.„„— „Ich segne den Zufall, der zu dieser Stunde mich hier vorübergeführt hat, Fee!" flüsterte er kaum hörbar zu ihr herab.„Es wird eine Wegzehrung sein für die endlos lange Trennungsze’i,gu....„"(an9t, g. SAneft hen Gaus Wie mit Blut übergossen, senrte sie schnell den Kopf. Nicht entdecken durfte er, daß das kleine Herz fieberartig hämmerte und die Brust fast zu zersprengen drohte— ihre Augen hätten ja die Verräter sein können. Verstand er doch, wie keiner, jeden Gedanken zu erforschen und tief auf dem Grunde der Seele zu lesen.... 2484 „Haben Sie auch heute mir nichts— gar nichts zu antworten, kleine Fee?“ fragte er bewegt.„Bleiben auch heute die rosigen Lippen wieder so fest verschlossen, wie vor einer Woche, als wir schon einmal Abschied von einander nahmen? Fee, sagen Sie mir doch nur ein einziges Wort! Ich möchte es so gerne hören“, flehte er leidenschaftlich, mit einem scheuen Blick nach Mrs. Grayville. Beharrlich schwieg sie; doch deutlich sah er, oaß der flockige, helle Pelzbesatz über ihrem Busen auf und nieder voote „So verraten Sie mir doch wenigstens, ob— Sie zuweilen an mich gedacht haben— denken werden?— O, schnell, schnell, Fee! Ich muß ja fort!“ Wieder verstrichen bange Sekunden. ab der Ministerpräsident Graf Eulenburg dieseroe Errlarung ab, wie im Abgeorhngteneluzc Alsdann wurde die Denkschrift betr. die Ausflorung oen Ansiedlungsgesetzes für Posen und Westpreußen durch Kenntnisnahme für erledigt erklärt und die Beratung det Staatshaushalts begonnen, die heute Dienstag fortge# setzt wird. Deutscher Reichstag. 204. Sitzung vom 28. März. Der Reichstag überwies am Montag den Nachtragsetat betr. den Bau strategischer Eisenbahnen der Budgetkommission, nachdem Kriegsminister von Kaltenborn wie Staatssekretär von Bötticher auf wiederholtes Befragen versprochen hatten, daß in der Kommission eine ausführliche Begründung der Forderung gegeben werDann wurde die dritte Beratung des Reichshausbaltes fortgesetzt. Staatssekretär von Marschall teilte auf Befragen mit, die Reichsregierung verwende sich gern für die zahlreichen deutschen Besitzer der portugiesischen Anleihen. hoffe dringend, die deutschen Kapitalisten würden nun endlich Anlaß haben, beim Ankauf ausländischer Papiere Vorsicht walten zu lassen. Abgg. Graf Kanitz(kons.) und v. Kardorff(freik.) bringen Deutschlands Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten von Nordamerika zur Sprache und meinen, die Reichsregierung habe jenen zu große Konzessionen Staatssekretär von Marschall stellt das in Abrede. Abgg. Möller(natlib.), Barth und Brömel(freit) halten es für das Beste, hierauf nicht weiter einzugeben, um nicht die extremen Schutzöllner in Amerika zu neuen Maßnahmen gegen die deutsche Industrie zu reizen. Die konservativen Redner betonen nochmals die Notwendigkeit einer entschiedenen Vertretung der deutschen Handels=Interessen durch die„Reichsreetezugg.„Weitet wurden verschiedene Wünsche laut veir, die Verschärfung der Bestimmungen zur Bekämpfung der Maul= und Klauenseuche ausgesprochen, doch meinen der Staatssekretär von Bötticher, daß die heutigen Bestimmungen genügten. Der Militäretat wurde ohne jede Debatte definitiv angenommen, alsdann die Weiterberatung uf Dienstag vertagt. K „Ja, Albrecht— tausendmal!“ floß es endlich zagend Gast gewaltsam wurden dieseLaute bervorgestoßer Dans floh sie wie ein scheues Wild hinüber zu Mrs. Gruyville. Ob sie den hellen Freudenruf hinter ihr wohl noch gehört hatte? Das glückliche Aufstrahlen seiner Augen gewahrte Feodora wenigstens nicht.„.6 Lan Ter. Ein kurzer Befehl seitens des Barons ließ den langsam vorausfahrenden Kutscher halten. Sich gegen die Damen artig verneigend, sprang Albrecht Arnau in elastischem Schwunge wieder in den bereitstehenden Schlitten, während das übermütig siegesfrohe Lächeln noch um ihren Mund Wenn ich wiederkehre sind diese Bäume grün, Kousine Bis dabin bebüt' Sie Gott!“„.„ und g r Ein Peitschenknall, ein munteres Klingern, und Feodora stand mit Mrs. Grapville auf der schneebedeckten Chaussee wieder allein.4 6. Kapitel. Eine rauhe, unfreundliche Zeit folgte diesem jgunenhellen Wintermorgen, so daß die kleine„Verbannte“, wie Feodora von Werden schershaft sich selbst nanute, doch zuweilen mit trübseligem Gesichtchen aus den Fenstern## Löbensteiner Schlosses in Sturm und Schneetreiben hinaust Kam es ihr doch vor, als verstrschen jott die Tag langsamer, als müsse noch eine Ewigkeit vergehen, bis die Bäume des Parkes wieder in grünem Schmucke ständen Lag denn hinter dem nächsten Frühlinge für sie überhaupt etwas besonderes— glückliches? Was dann folgen könnte — würde, daran dachte Feodora freilich nur mit Zagen. Erschien ihr alles doch gleich einem der Feenmärchen, von denen ihr kleiner, romantischer Kopf in den süßen Kinder= Zndes füblte das junge Mädchen sich nicht im geringsten unglücklich oder gar vereinsamt in dem großen, stillen Schlosse. Die von der gestreugen Tante zudiktierte Strafe wurde ihr sogar mit jedem Tage leichter und erträglichen# Im fröhlichsten, gemütlichsten Zusammensein mit Mrs Grayville, zu der sie bald eine große Zuneigung gefaßt dem Engagement der Engländerin hatte Gräfin' Dombinski wohl mehr beabsichtigt, Feodora eine streuge Lehr- und Zuchtmeisterin„zu geben, als eine liebende mütterliche Freundin, weil sie, nach deren gemessenen Wesen und ihrer ruhigen Würde zu schließen, für die eigenen Pläne und Wünsche die geeignetste Persönlichkeit gekunden zu haben glaubte.(Forts. forg#.) Politische Aebersicht. Reich. Berlin, 28. März. — Ministerpräsident Graf Eulenburg vor der Volksvertretung. Der Präsident des preußischen Staatsministeriums erschten am Montag in seinem neuen Amte zum ersten Male im Berliner Abgeordnetenhause. s Graf Eulenburg vor der Tagesordnung das Wort imen würde, war vorher bekannt geworden und infolge sen die Tribünen dicht gefüllt. Der Ministerpräsident war bereits vor Beginn der Sitzung an seinem Platz, auf #emnselben Sessel, den vordem Fürst Bismarck und später Graf Caprivi eingenommen. Graf Eulenburg wurde von gablreichen Abgeordneten aller Parteien begrüßt, es gab ein fortwährendes Händeschütteln. Der Graf ist als Oberdräsident nur wenig gealtert, seine Stimme klingt noch ebenso hell und klar, wie im Jahre 1881, und in seinen Bewegungen zeigt er noch die frühere Elastizität und Frische. Die Erklärung des Ministerpräsidenten, daß die Staats„e au has Voltzschnloesez verichtet, warde von den nern desserben(den Nationalliberaten, Freikonservativen Freifinnigen) mit stürmischem Bravo, von den Anbängern desselben(Centrum und Konservativen) aber mit deftigem Zischen oder eisigem Stillschweigen aufgenommen. — Es soll weiter kriseln! In parlamentarischen Kreisen trat am Montag mit großer Bestimmtheit die Nachricht auf, daß noch weitere Veränderungen ianerbald des preußischen Staatsministeriums bevorstehen. Wie gezeldet wird. tritt Herr v. Bötticher von seinen Aemtern Vizepräsident des Staatsministeriums und Staatskretär im Reichsamt des Innern zurück, um das Oberräsidium der Provinz Hefsen=Nassau zu übernehmen. Für Stellung des Vizepräsidenten des Staatsministeriums soll Ananzminister Miquel defignirt sein, welcher am Sonnvom Kaiser empfangen wurde. Weiter heißt es, daß Landwirischaftsminister v. Heyden zurücktreten und daß Ministerpräsident das landwirtschaftliche Portefeuille vernehmen werde. Herr v. Heyden, der aus der konserativen Landtagsfraktion hervorgegangen ist, stand von allen Mitgliedern des Ministeriums dem Grafen Zedlitz am nächsten. Das Urteil Dr. Bosses über die Korpsstudent ten, die hauptsächlich das Material für das höbere Beamtentum liefern, hat jetzt, wo Dr. Bosse Kultusminister gworden ist, doppeltes Interesse. Es ist zuerst in einem „eillage, den Bosse am 4. Juli 1888 in der staatswissenchaftlichentGesellschaft zu Berlin hielt, gefallen und lautet im Wesentlichen wie folgt:„Ich bin Korpsstudent gewesen, und wir wurden von Korps wegen geradezu angehalten. lns Kolleg zu gehen. Das soll ja freilich jetzt anders geworden sein. Die farbentragenden Studenten sollen sich, gußer deu Medizinern, kaum noch im Kolleg jeben lassen. ian biefiger angesehener, Professor versicherte mir jüngst. aß ein Korps in Heidelberg seinen meitgtiedern und Füchin den Kollegienbesuch als unanständig geradezu verbiete. das wäre denn freilich die Krone eines unsinnig gewordenen studentischen Lebens. Richtig ist nach meinen Erfahrungen, daß die Korps an die Lebenshaltung ihrer Mitglieder jetzt Ansorderungen stellen, die schon finanziell für nicht sehr reiche Väter kaum erschwinglich sind. Daraus ergibt sich dann auch leicht eine Gewöhnung an materielle Genüsse und eine Summe von äußeren Ansprüchen##### neben sittlichen und materiellen Gefahren auch auf das wissenschaftliche Leben ungünstig zurückwirken müssen. Ein hiesiger Richter, weicher der freifinnigen Partei angebört, deklagtt sich vor einiger Zeit gegen mich in den bittersten Ausdrücken über die erstaunliche Unwissenheit und Interesselosigkeit zahlreicher Referendarien, über deren völligen Mangel an idealer Lebensauffassung, und wenn dieses Zeugris eines Praktikers, der täglich Gelegenheit hat, unseren kcistischen Nachwuchs zu beobachten, mit den Wahrnehmgen der akademischen Vehrer übereinstimmt, so scheint in der That die Besorgnis nicht unbegründet zu sein, daß die tonangebenden Kreise unserer akademischen Jugend Wege gehen, welche die Bewahrung der traditionellen Tüchtigkeit unseres Beamtentums ernstlich zu gefährden drohen. — Anknüpfend an die Bemerkung eines„Generalanzeigers“ für den Fürsten Bismarck könne es kein dreupender Wunsch mehr sein, unter allen Umständer #u hohen Greisenalter die Zügel der Regierung chreiben die Hamb. Nachr.“:„Wir glauben, Bismarck während seines ganzen Lebens zu vie von politischem Urteile gegeben hat, als daß ma Verdacht haben könnte, überhaupt den Rücktritt Dienst zu erstreben. Das Gegenteil würde eine ganz ixrthmliche Beurteilung der Situation und der Person beweisen, währendffreilich die Zumutung, daß Fürst Bismarck nachdem er sein Leben in der Reichspolitik verbracht hat, sich in ein geistiges Zellengesängnis sperren und jede Meinungsäußerung über Politik vermeiden solle, nicht nur Mangel an Kenntnis bekundet, sondern außerdem eine Insolenz enthält, wie wir sie von einsichtigen Leuten noch richt erlebt haben. Das Fürst Bismarck genötigt sein sute, seine Meinung auf den Bänken des Reichstages ausmsprechen und die Möglichkeit hierzu durch stundenlanges nhören von Reden zu erkgufen, die er in den Zeitungen ##en kann, ist von einem bejahrten und im angestrengten inste alt zewordenen Arbeiter auf dem Felde der Pol###. ch nur unter besonderen Umständen zu verlangen. Die stwendigkett, dabei mit Gegnern in Berührung zu komzu würde für den Fürsten Bismarck nur in seiner langhrigen Gewohnheit liegen und man könnte gegen ihn als dgeordneten auch kaum so grob werden sohne präsidielle Einmischung wie man es gegen ihn als Minister ziemlich 0 Jahre zindurch gewesen ist. Wenn der Fürst in den Reichstag ginge, so würde er den zetzigen Ministern in burzer Entfernung gegenüber sitzen; wir unsererseits glauben ober nach Gesprächen, die der Fürst geführt hat, annehmen zu sollen, daß er bis jetzt keine Neigung hat, den geuen Ministern in der Kolle von Bankos Geist bei### esten, die sie feiern, gegenüber zu stehen. der Bezahlung des Billards habe sich herausgestellt, daß Wagener gar kein Geld gehabt. Der Arbeiter Karl Wagener bestätigt zeugeneidlich den Inhalt der Anklage. Dem Polizeisergeanten Junglaß gegenüber hat der Angeklagte die Aeußerung, er(Wieggers) könne sich wohl auf ein paar Monat gefaßt machen, gethan. Die den Herren Geschworenen vorgelegte Frage lautet:„Ist der Bergmann Otto Wiegaers schuldig, zu Dortmund am 22. Dezember 1891 den Arbeiter Karl Wagener durch Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib und Leben einen Geldbetrag von .90 Mk. mit Gewalt weggenommen zu haben, und zwar auf einem öffentlichen Wege. Im Falle der Bejahung dieser Frage ist die Unterfrage nach mildernden Umständen gestellt. Herr Staatsanwalt Oetting hält das Delikt des Straßenraubes für vorliegend und beantragt die Bejahung der Hauptfrage, ebenso auch derjenigen nach mildernden Umständen. In geschickter Weise tritt Herr Rechtsanwalt Kohn für die Freisprechung seines bisher unbestraften Klienten ein. Der Zeuge Wagener sei an dem fraglichen Abend betrunken gewesen und sei nicht in der Lage, ein klares Bild über die Vorgänge abzugeben. Die Verdachtsmomente gegen den Angeklagten schrumpften auf ein so niedriges Niveau zusammen, daß darauf eine Verurteilung nicht erfolgen könne. Herr Staatsanwalt Oetting meint, daß die Umstände einen Zweifel an der Schuld des Angeklagten nicht aufkommen ließen. Seitens des Herrn Vorsitzenden erfolgt darauf die vorgeschriebene Rechtsbelehrung an die Geschworenen. Durch den Spruch derselben wird der Angeklagte für nichtschuldig befunden und vom Gericht freigesprochen. Angeklagter wird sofort auf freien Fuß gesetzt. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. Dortmund, 28. MärHeute begann die zweite diesjährige Schwurgerichtsriode unter Vorsitz des Herrn Landgerichtsrats Wiesner hier. Derselbe dieß zunächst die Herren Geschworenen Ramen des Gerichts herzlich willkommen. In einsender Weise macht der Herr Vorsitzende die Geschworeauf ihre Rechte und Pflichten und auf die einschlägigen detzesbestimmungen aufmerksam. Die jetzige Periode erde keine sehr anstrengende sein und sich höchstens bis kontag oder Dienstag nächster Woche erstrecken Nach ldung der Geschworenenbank, wird in die Verhandlung gen den im Jahre 1872 zu Lütgendortmund geborenen ergmann Otlo Wieggers von hier der unter schweren Anklage des Straßenrauves steht, eingeeten. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Oettina, Verteidigung führt Herr Rechtsanwalt Kohn. Angeigter wohnt in dem Hause Sunderweg 78 und in Nr. 80 Arbeiter Karl Wagener hier. Letzterer betrat am Dezember 1891. Abends die Möritz'sche Wirtschaft, woist er von dem Augeklagten zur Teilnahme an dem Biledspiel annimirt wurde. Wagener spielte dann auch mit ungeklagter soll sich unn später erboten haben, den Wagenach Hause zu bringen. Er begleitete ihn durch einen dem Hause Sunderweg 73 vorbeiführenden Fußweg in Landwehrstraße. Hier angekommen bekam der Wagener heftigen Stoß, sodaß er zu Boden siel. „Du sollst bier sie hinten einen t den Worten, lngeklagte auf den Wagener zugesprungen sein und ihm Gerben, soll sodann der aus der Tasche gerissen und Ber sortemonnate gewaltsam e,.—. Mrent, 5. 8.96 M. weggenommen haben. Der Veraubte bedann noch einen Stoß, daß er in den Graben bel. dem Vorfall ißt der Angeklagte wieder in die.'sche schaft gegangen und hat sich dort gerühmt, er habe Alten mai nach Haute gebracht.„Prggeriggizz beiegnt nicht schuldig. Wagener, habe##. Fein Wiio besesen gn jeuem Tage au verschiedenen Stellen Getränke auf m grdalten oclucht. Wagener ist nach berg, Tarfie; Des Auestlosien ens betrunken erwelen. Sosen bei ifforderung seitens eines provisorischen Vorstandes, hatten Sonntag Nachmittag die ehemaligen Pioniere und enbahntruppeg im Kölntschen Hofe zulamrzengetznder. besben„ Ar Sichgbehans dier Grzschrägun. maliger Pioniere und Eisenb Lokale Nachrichten. Dortmund, 29. März. (Die Oberpostdirektion nach Dortmund.) Es wird die Verlegung der Oberpostdirektion von Arnsberg nach Dortmund geplant. Nachdem die städtischen Behörden Arnsbergs von diesem Projekt Kenntnis erhalten, hat der Magistrat den Bürgermeister Löcke nach Berlin deputiert, damit dieser die Stadt vor dem drohenden Verluste zu bewahren suche. (Das Sommersemester an der Werkmeisterschule) beginnt am 1. Mai. Anmeldungen sind an den Direktor der Anstalt, Herrn Göbel, zu richten. (Im Gewerbeverein) sprach am Sonnabend Herr Lohrer Kracht über den Abendunterricht an der Werkmeisterschule. Der Saal war schwach besetzt. Herr Direktor Göbel konstatierte dies mit Bedauern über die Gleichgiltigkeit der Handwerker und Industriellen einem so wichtigen Thema gegenüber. Herr Göbel machte sodann einige Mitteilungen über die Lehrlingsarbeiten=Ausstellung. Die Anmeldungen aus den Gewerken der Maschinenbauer und Schlosser, der Schreiner, Schuster und Schneider seien stark, dagegen werde nur eine Küferarbeit ausgestellt. Man wende wohl noch immer gegen die Ausstellung ein, daß sie zu kostspielig sei und daß sie manches Fabrikationsgeheimnis verrate. Beides soi aber nicht stichhaltig. Es sollten keine Prachtstücke ausgestellt werden, sondern einfache Lehrlingsarbeiten, womöglich mit Angabe der darauf verpendeten Zeit. Redner legte schließlich die Pflege des Ipildungsschulwesens den Meistern warm an's Herz. (Brubjahrs:ränichen.) Ein fröhliches, gemütliches Bölschen gatte sich vorgestern Nachmittag zu dem Frühtahrskränzchen des Männer=Gesangvereins„Dortmunder Sängerkreis" im Gewerbeverein eingefunden. Deu orchestvalen Leil des reichhaltigen Programms führte die Merkertsche Kapelle wie immer, exakt aus. Der festgebende Verein, essen Dirigent Herr Musiklehrer Grasnick ist, trug seine lieder in vorzüglichster Weise wor. Es klappte alles vorrefflich. Der lebhafte Beifall war deshalb auch sehr erklärlich. Besonders gut kamen die Lieder Das Erkennen“ von Altenhofer und„Gruß aus Deutschland(Aus der Ferne) von Dregert zur Geltung. Der Verein zeigte bei ellen seinen Liedern eine tüchtige Schulung, dabei bestzt der Sängerkreis gute Stimmen. Große Heiterkeit entsachte das 1aktige Bustspiel„Der Liebestrank, oder die Kunst geliebt zu werden: Ein gleiches läßt sich auch von den Solovortrügen hagen. Ramenttig, Paiz,. Spr K. der durch seine gelungenen Vorträge das##un n annimirteste Stimmung versetzte. Mit einem Wan enoete die schöne Eisen De. Vexeinieung ehemaliger, Piontege und„Eihnbarng#### #nadme von Dettgliedern: 6) Wahl eines desiniriven wesandes. Die vorgelegten Statuten, wurden von der zahlreichen Versammlung fast oone jede Umänderung angenommen und die Vereinigung mit ea. 100 Mitgliedern konstitutrt. Nach der Wahr des Vorstandes trennten sich die alten Schwarzkragen mit dem Wunsche, daß die Vereinigung blühen, wachsen und gedeihen möge (Gefundene Gegenstände.) Letzten Sonnabend warfen zwei Burschen in der Kölnischenstraße hier ein Packet Taschentücher und Wollgarn in einen Garten. Offenbar rühren diese Gegenstände aus einem Diebstahl ber. Leider sind die Burschen unerkannt entkommen. (Unfall.) Gestern Abend gegen 9 Uhr hatte der Lonker eines Droschkenfuhrwerks das Pech, daß ein Gefährt auf dem Westenhellweg umstürzte. Außer, daß die Scheerbäume zerbrochen sind, hat der Fall sonstige schlimme Folgen 1(Beim Abspringen von einem Straßenbahnwagen) kam vorgestern Abend ein Mann in der Münsterstraße zu Falle, wahrscheinlich ohne sich ernstlich verletzt zu haben, denn als er von Passanten aufgehoben wurde, konnte er ohne Hilfe seines Weges gehen. (Gebissen.) Am Bahnübergange am Burgthor, els mehrere Fuhrwerke wegen geschlossener Barriere halten mußzten, machte sich ein 10jähriger Knabe mit einem Pferde zu schaffen und wurde von diesem über dem Linken Auge gebissen. Gläcklicher Weise scheinen die erhaltenen Verubzungen nicht erheblich zu sein.„„ (Streit.) In der Turnhaue tam— in der vorvergangenen Nacht zu einem wüsten Streit. Als ein Vernünftiger dagwischen trat, um Ruhe zu stiften, erhielt er mit einem Bierseidel einen Schlag über den Kopf, der ihm die Kopfhaut 3 Em lang vertrenpt:... 8 4 !(Schlägerei.) Vor der Wirtschaft von Basedot# kam es in der vorvergangenen Nacht zwischen Madaxbrüdern zu Thätlichkeiten, wobei es blutige Köpfe ansetzte und verschiedene Bekanntschaft mit Vater Siebecke (Radaubrüder erster Süte) sind jedenfalls bie Behrüder H. und B. K. von hier, die, nachdem sie auf dem nsenhellweg, Aornerplatz und Rheinischestraße an den Passanten ior Mütchen nicht genügend kühren konnten, schließlich das Restaurant von Kl. Westwall hier stürmten und arge Verwüstungen anrichteten. Sie sitzen in Nummer Sicher und die Lorbeeren für ihre Heldenthaten werden (Zertrümmert.) In der vorgangenen Nacht wurde in der Rheinischen Straße durch ruchlose Hand ein Postbriefkasten zertrümmert. (Verschwundener Kaufmann.) Wdie wir aus gnter Quelle bören, nimmt an, daß Herr H....... der seit dem 22. März verschwunden ist über größere Spekucationen den Kopf verloren hat. Sein Geschäftsstand soll indessen so günstig sein, daß alle fremden Forderungen gedeckt werden können. Bis jetzt ist eine Zahlungo###unne (Hochstapler gefaßt) Dem Otttenpolitzeibeamten Dieckmann ist es gelungen, am heutigen Tags in der BornKraße einen Hochstapler bester Sorte kalt zu stellen. Er hatte sich als Reserve=Offizier des 85. Regiments und gis Ingenieur ausgegeben und unter Vorzeigung von ihm seldst gefälschter Papiere bei den besseren Familien der Stadt und den Beamten der hiefigen und umliegenden Unterstützungen in namhaftem Betrage erschwin ertrncger wurden Famistse, noch„ngmentliche r ersten hiesigen Hamitien, die beider nun au leines Besuches verzichten mühen. Entpuppt bat als der Maschinenichlosser Wilhelm Heidel aus Köln. (Gestohlen) wurde in der Sonntag Nacht einem Anwohner der Kesselstraße hierselbst ein Pferdegeschirr mittelst Einbruchs.— Einem Anwohner der Münsterstraße wurde vorgestern eine 18 Fuß lange Leiter gestohlen. (Verhaftet) wurde am Sonnabend Abend ein Mann in der Unionstraße hierselbst, weil er seinen Kostgeber um das Kostgeld prellen wollte und sich hinterher des Hausfriedensbruchs schuldig machte. Oeffentliche Sitzung der Stadtverordneten. " Dortmund, 28. März. Am Magistratstische: Bürgermeister Arnecke, Stadtbaurat Marx und 8 Stadträte. Die Stadtverordneten sind bis auf Hösch vollzählig anwesend. Vor Eingang in die Tagesordnung teilt der Vorsitzende mit, daß Herr Oberbürgermeister Schmieding an einer Sitzung der Kanalbaukommission teilnehme und deshalb heute nicht anwesend sein könne. Hierauf wird mit der Beratung des Kämmerei=Etats fortgefahren. Westhoff bemängelte, daß das Erträgnis aus der lex Huene(Ueberweisung aus den Erträgnissen der Zölle an die Gemeinden) mit 80000 Mark im Ordinarium und 80000 Mark im Extraordinarium zu niedrig gestellt sei. Im vorigen Jahre seien 110000 Mark eingegangen und in diesem Jahre würden mindestens 140000 Mark eingeben. Redner verliest Zahlen aus den Aufstellungen des statistischen Amtes in Berlin, wonach die Einfuhr an Getreide in dem letzten Jahre 8400000 Doppelzentner mehr betragen habe, als im Vorjahre. Trotz der Herabsetzung des Zolles werde das finanzielle Ergebnis ein bedeutend besseres als im Vorjahre sein. Deshalb beantrage er, 100000 Mark in das Ordinarium einzusetzen. Bürgermeister Arnecke spricht sich entschieden gegen diesen Antrag aus. Es sei mit den Grundsätzen eines aesunden kommunalen Finanzwesens unvereinbar. Die Erträgnisse aus der lex Huene seien sehr veränderlich. Es sei ja möglich, daß Westhoffs Rechnung für 1891 stimme, aber es sei keine Frage, daß das Ergebnis aus den Zöllen durch die neuen Handelsverträge und durch gute Ernten aue eer Aiur eidhen wulicgen Giaebnen Aaurt- un nufende Ausgaben nicht basieren. Er frage jeden Gesinann, ob er die regelmäßigen Ausgaben für seinen Haushalt auf unsicheren Einnahmen gründe. Die Provinzialregierungen hätten von je her mit Recht darauf hingewiesen, daß die lex Huene für die Kommune sehr verhängnisvoll werden könne, wenn man damit laufende Ausgaben decken wolle. Das Erträgnis aus diesem Gesetz gehöre deshalb in der Hauptsache ins Extraordinarium. Metzmacher bemängelt die Zahlen Westhoffs. Durch das Ausfuhrverbot in Rußland sei kurz vor Thorschluß viel Korn nach Deutschland hineingeworfen. Dasselbe sei aber nicht konsumiert worden, sondern in Transitläger gegangen. Von hier käme es zu dem neuen billigen Zollsatze in den Konsum. Er warne vor einer zu hohen Einsetzung des Ergebnisses aus den Zöllen. Strunck beantragt, 60000 Mk. us Ordinarium und 40000 Mt. ins Extraordinarium zu setzen. Mausen: Die lex IIuene sei zur Entlastung der Steuerzahler da. Die ganze Gumme müsse ins Ordinarium gestellt werden. Bürgermeister Arnecke: Diese Handlungsweise muß sich unter allen Umständen rächen an unserm Finanzwesen. Wenn Sie eine höhere Summe einstellen wollen, so setzen Sie doch 70000 Mark ins Extraordinarium und benutzen Sie die Summe zur Verminderung der Anleihe.(Allgemeiner Widerspruch.) Bickhoff will 100000 Mark in's Ordinarum, 40000 Mark in's Extraordinarium gesetzt wissen. Hilbk unterstützt Westhoff. Gerade weil bisher die Einnahnen immer zu gering eingestellt worden, seien die Lux#uden gewachsen. Man habe mit dem überflüssigen Gelde nicht sparsam gewirtschaftet. Bürgermeister Arnecke: Wenn nun aber im nächsten Jahre aus den Zöllen nur 80000 Mark eingehen, was machen Sie dann?(Große Bewegung.— Zuruf: Dann erhöhen wir den Kommunalzuschlag.) Bürgermeister Arnecke: Ja, wenn Sie so wollen, dann machen Sie's nur. Stade: Bei diesen teueren Zeiten ist es im Interesse der Bürger geboten, alle verfügbaren Summen in's Ordinarium zu stellen. Beantragt, 80000 Mark ins Ordinarium, 30000 Mark ins Extraordinarium zu stellen. Mausen hält seinen Antrag, 100000 Mark in's Orzum zu stellez, aufrecht..6 Der Antrag Mausen wird avgeieont, der Antrag Stade, zu dessen Gunsten Westhoff seinen Antrag zurückgezogen bat, angenommen... Kamaph. K47bs.6 Beim Kapitel Straßenreinigugg bemerrr Hironk, baß er gegen die Ausgabe von 130 000 M. stimmen werde, weil der Stadtbaurat die in der vorigen Sitzung versprochene Spezialistrung bis jetzt, nicht gegeben habe. Heitmann wünskot Spezialisierung des Etats für Bichoff beantragt Abstriche an den Positionen für Straßenunterhaltung, Grunderwerb usw. Stadtbaurat Marx: Diese Positionen seien naturge: mät mit der Entwicklung der Stadt gestiegen. Namentlich der Grunderwerb werde immer schwieriger. Was die Trottoirt anbetreffe, so sei das Anwachsen dieser Position durch den Beschluß des Kollegiums bedingt, die Befestigung des Trottoirs auf Rechnung der Stadt zu übernehmen. Bickhoff zieht seinen Antros zurück. Lensing: Die Reinigung der Straßen koste der Stadt 69.000 Mark mehr, als Einnahm bittet, die ganze Position zu streiche noch vor seiner eigenen Thür zu fegen hatte, seien die Straßen viel sauderer gewesen. Den Hausbesitzern werde mit der jetzigen Einrichtung keine Wohlthat erwiesen. „erz: Das Arbeitermatzrial bei der Straßenreintgung bei sehr mangelhaft, auch sei die Straßenreinigung in Tortmund viel schwieriger, als in anderen Städten, schon wegen der ausgedehnten Vorstädte. So lange Jeder für sich allein sege, sei er natürlich mit seiner eigenen Leistung sehr zufrieden, aber wenn es die Stadt mache, sei jeder unzufrieden.(Heiterkeit.) Habich kennt keine ungerechtere Bestimmung, als die Straßenreinigungskosten. Zweidrittel der Bürgerschaft sei dadurch benachteiligt. Metzmacher macht darauf aufmerksam, daß man die Position nicht ganz streichen könne, da die Stadt doch Geld zum Reinigen der öffentlichen Plätze erheben müsse. Titmann: Die Reinigung der Straßen werde von Monat zu Monat schlechter. Ist auch für Streichung. n. Man habe nun doch einmal die teuren Kehrien angeschafft. Was man übrigens durch die jung der Summen im Etat spare, das hole sich wenn die private Reinigung eingeführt sei, die durch Strafmandate von jedem Einzelnen wieder. Hilb!: So gut wie die Stadt kehre, könntens unsere Hausfrauen auch. Die Kosten der paar Kehrmaschinen hunten nicht in Betracht kommen. Ist für den Antrag Lensing. Derselbe wird mit 21 gegen 20 Stimmen genehmigt. herke„sich Vorweichnshe er 80 Hiror will für die Abfuhr des Kehrichts einstweilen nichts bewilligen, sondern erst die Vorlage des Magistrass ebwarten.„„„* Zur Position Volksschuten veantragt Stade u längerer Begründung, die Kosten für alle Volksschulen auf den Kommunaletat zu übernehmen, sodaß die besondere Schulsteuer fortfiele. Dadurch würden die Beamten entlastet, dagegen die Forensen zu erhöhter Kommunalsteuer herangezogen. Alle Bürger müßten dann gleich sehr an den Schulsteuern teilnehmen, während jetzt die Evangelischen 43 die Katholiken 34, die Juden 75, die Altkatholiken 70 Mark pro Kopf der Schüler zahlen müßten. Von mehreren Seiten wird diese Sache als noch nicht spruchreif erachtet. Arnecke warnt vor der Uebernahme der Schullasten, weil man nie wieder zurück könne. Hilbk: Warum denn die Beamten reine Schulsteuern zahlen sollten, und die Forensen mehr Kommunalsteuern. Die Aktiengesellschaften würden jetzt schon doppelt besteuert, einmal als Gesellschaft und das zweitemal in Gestalt jedes Aktionärs. Mausen stimmt Hilbck bei: Die höheren Schulen hätten wir allerdings auf den Kommunaletat übernommen, da hätten wir aber auch etwas zu sagen, was bei den Volksschulen nicht der Fall sei. Ruppel: Wenn die Schulgemei# den ihr Defizit aus dem Gemeindesäckel decken könnten, würden sie nicht mehr so sparsam wie bisher sein, sondern lustig drauf loswirtschaften. Stade zieht seinen Antrag zurück und empfiehlt die Sache dem Magistrat zur Erwägung. ie Position„Beitrag zur Sedaufeier" will Lensing gestrichen haben. Er habe eine andere Ansicht vom Patriotismus, als daß er glaube, daß derselbe durch einen Festzug durch die Stadt und durch den Festtrubel am Fredenbaum gefördert werden könne. Wir hätten ohndies Feste genug in Dortmund. Es gäbe wohl keine andere Stadt, die die Kosten des Sedaufestes bezahle. Hilbck beantragt, über den Antrag Leusing zur Tagesordnung überzugehen. Er könne sich keine schdnere patriotische Sedaufeier denken, als die unfrige: Aufstellung aller Vereine auf dem Markte, Gesang und Rede. Stadtrat Sonnenschein: Die Stadt zahle für die Feier nichts anderes als die Musik. Tilmann unterstützt den Antrag Lensing. Er kommt auf den Kulturkampf zu sprechen und spricht die Ueberzeugung aus, daß der Sedantag für jeden Katholiken schmerzhafte Empfindungen wecke. Stade erklärt, daß er mit dem früheren Führer der hiesigen Centrumspartei oft Arm in Arm das Sedaufest gefeiert habe Der Antrag Lensing wird gegen die Stimmen Lensings und Tilmanns abgelehnt.... Darauf vertagt sich das Kollegium auf Mittwoch Abend. Tagesordnung: Weiterberatung des KämmereiSillis. dieser Angelegenh Stadtbaurat tratenmeister Nubsus er Sit mit“s Zugleich werden 15000 Mark für die Reinigung der öffentuchen Plätze in den Etat eingestellt. Ruhsus bedauert diesen Beschluß, weil nunmehr in den Arbeitervierteln wieder der frühere gräuliche Zustand eintreten würde, daß man den Kehricht in den Ecken der Hon verfaulen lasse. Er stellt den Antrag, der Magistrat möge einen Vorlage machen, wonach die Stadt nach wie vor die Abfuhr des Kebrichts besorge und den bisberigen Straßenmeister Holz namentlich mit der Beaussichtigung betraue.5et. re arr: Von seinem Gehalt wärbe der ose Abfuhr schwerlich bestreiten können. widert, wenn der Stadtbaurat keine besseren machen könne, möge er es lieber ganz lassen. Bürgermeister Aruecke: Wenn Sie uns Alles streivon sollen wir denn die Kosten der Abfuhr des bettriten! Aus Westfalen und Rheinland. Schwerte, 128. März.(Erhängt.) Der Schlosser F. vom Kamp, der vom hiesigen Schöffenger##### wegen Mißhandlung seiner Frau verurteilt war, hat gestern seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht.— Ebenso hat der Landwirt M. vom Bürenbruch, der als ein fleißiger und tüchtiger Mann galt, Hand an sein Leben gelegt. M. brannten vor einiger Zeit seine Gebäude nieder; dieses bekümmerte ihn so sehr, daß sich von der Zeit an Trübsinn und Schwermut einstellten. Geistige Umnachtung hat ihn zu dem schrecklichen Schritte gebracht. Niedermassen, 28. März.(Wahl.) In der am Sonnabend im Lokale des Herrn W. Lehn abgehaltenen Knappschaftsältestenwahl wurde der bisherige Aelteste Herr Ostermann von Obermassen wiedergewählt. Mehrere Kandidaten hatten sich aufstellen lassen. Bei Gelegenheit obiger Wahl machte sich wieder das Bedürfnis eines größeren Lokales am hiesigen Orte geltend. Herr W. Lehn wird diesem Uebelstande abhelfen. Er ist mit dem Bau eines Saales beschäftigt, der so groß wird, daß er zur Abhaltung größerer Feste und Versammlungrn ausreicht. Das erste Fest wird der hiesige Turnverein am 15. Mai in demselben abhalten. Herne, 26. März.(Verschiedenes.) Die Scheune des Landwirts F. Bömebruch genannt Althoff zu Altenhöfen, brannte vor ca. 14 Tagen vollständig nieder. Als der Brandstiftung verdächtig, wurde die Louise Zierenberg von hier verhaftet. Dieselbe war Dienstmädchen bei dem Beschädigten. Soweit wir in Erfahrung haben bringen können, hat die Genannte die That aus Rache ausgeführ und soll geständig sein.— Vagabondirend und stehlen! trieb sich der 15jährige W. B. ungefähr 4 Wochen umher. Seine Verhaftung erfolgte in Horsthausen. Wie er eingestanden, hat er vor 8 Wochen der Ladenkasse des Metzgers v. der Horst hierselbst einen Besuch abgestattet und eine Erleichterung von ca. 100 Mark ihr zu Teil werden lassen. — Bei dem Landwirt Koppenberg hierselbst brachen Diebe in eine Stallung ein und stahlen ein Kalb im Werte von 50 Mark. Auch vor 4 Wochen waren dem Genannten ein Kalb und 80 Hühner entwendet worden.— In letzter Sitzung des Schulvorstandes der hiesigen evangelischen Gemeinde wurde folgendes beschlossen. Die Präparandin Fräulein Linden soll von Ostern ab in der untersten Knabenklasse aushülfsweise thättg sein. Die dieserhalb erforderliche Genehmigung soll höheren Orts beantragt werden. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung waren von geringer Bedeutung. Essen, 27. März.(Bei der Knappschaftsältestenwahl) drang, der„K. Vztg.“ zufolge, im ganzen Revier durchgängig die Liste der christlichen Bergleute durch. Die Anhänger des alten Verbandes siegten nur in einigen Sprengeln mit knapper Mehrheit...„ Köln, 28. März.(Stramm verurteilt.) Der Kaufmann Anton Cremer aus Neuß sagte beschäftigungslosen Personen einträgliche Stellungen zu und ließ sich für seine„Bemühungen“ Vorschüsse leisten, ohne jedoch seine Versprechungen zu erfüllen. Da mehrere erhebliche Vorstrafen vorlagen, verurteilte die Landgerichtsstrafkammer den Schwindler zu 8 Jahren Zuchtbaus. Vermischtes. Berlin, 26. März. Vor dem Schwurgericht stand heute das Dienstmädchen Sydow unter der Anklage, gegen ihren Dienstherrn, den Rentner Moritz Guhrauer, einen Raubmordversuch gemacht zu haben, und zwar gemeinsam mit ihrer Koufine, der verehelichten Wilke, und einem Helfershelfer Namens Eisert. Die Angeklagten gestanden ein, daß sie den Rentier Guhrauer, einen 77 Jahre alten wohlbemittelten Herrn, berauben wollten, leugneten aber, daß sie ihn, wenn es nötig gewesen wäre, hätten töten wollen. Am 13. Dezember wurde die That ausgeführt, nachdem die Sydow ihrem Dienstherrn einen 1000Markschein gestohlen hatte, den sie aber auf Gubrauers Drohung mit der Polizei wieder herausgab. Die Angeklagten überfielen den Guhrauer in der Wohnung, banden ihn an Händen und Füßen, schleiften ihn ins Schlafzimmer und deckten ihn, als er um Hilfe schrie, Bettstücke und Decken über den Kopf, so daß er leicht hätte ersticken können, wenn nicht Hausbewohner, von dem Lärm angelockt, gekommen wären und die Verbrecher gestört hätten. Der Mitangeklagte Ehemann Wilke hatte sich selbst bei dem Verbrdchen nicht beteiligt, hatte aber den scheußlichen Plan dazu entworfen. Die Beratung der Geschworenen dauerte über zwei Stunden. Um 8 Uhr verkündete der Obmann den Wahrspruch. Dieser verneinte die Schuldfrage wegen versuchten Mordes und sprach die drei ersten Angeklagten des versuchten Raubes für schuldig, den Eifert und die Wilke zugleich unter Bejahung des Nebenumstandes, daß sie sich zur Nachtzeit eingeschlichen und verborgen gehalten haben, aber unter Verneenung der frage bezüglich der Marterung des Guhrauer. Diesen drei Angeklagten wurden die mildernden Umstände versagt. Den Ehemann Wilke erklärte der Wahrspruch der Beibilfe am versuchten Raub für schuldig, billigte ihm aber mitdernde Umstände zu. Die Sydow wird außerdem des Diebstahls in drei Fällen für schuldig erachtet. Der Staatsanwalt beantragt gegen die Sydow 8 Jahre 6 Monate Zuchthaus, gegen Eifert 8 Jahre Zuchthaus, gegen die Angeklagte Wilke 10 Jahre Zuchthaus, gegen den Ede Wilke 4 Jahre Gefäugnis. Die Verkeidiger führten Abereinstimmend aus, daß diese Strafen für einen Raubversuch ganz ungebeuerliche wären. Der Gerichtshof verdie Sydow zu 4 Jahren 6 Monaten, Eifert zu 6 Fahren, die Wilke zu 6 Jahren Zuchthaus, den Angekagten Wilke zu 3 Jahren Gefängnis, alle 4 Angeklagten entsprechenden Ehrenstrafen. eiei(Hie sintersuchung gegen Dorothee Buntund Fritz Erbe) vor dem Landgericht in Magdeburg wegen Ermordung der beiden jungen Damen und Klages dürfte sich noch auf weitere vier Verbrechen erstrecken, die von dem Mörderpaar ebenfalls gegen junge, stellensuchende Mädchen verübt worden sind. Der Magdeburger Kriminalkommissar Herr Schmidt entwickelt nach #eser Richtung hin eine fieberhafte Thätigkeit, und es sind bereits an alle Polizeibehörden des In= und Auslandes Anfragen ergangen, was für Mordthaten und Verbrechen in den letzten Jahren unentdeckt geblieben sind. an, daß die Buntrock und Erbe, welche den Mord der Karsten und Klages bereits einräumten, noch weitere Morde auf dem Gewissen haben. Das von der B. abgegebene Geständnis kann als ein qualifiziertes nicht angeoden werden; die verübten Mordthaten, deren sie geständig ##. hat sie unter dem Drucke der schweren, gegen sie prechenden Belastungspunkte einräumen müssen. Bei allen Ereu Vernehmungen gewinnt man den Eindruck, daß sie zoch mehr auf dem Herzen hat, aber PP,lsefgt, zi hei dem veiteren Gesthu znäsktig sengnenden G der Fe.immer noch hartnauig trugnenden E. der Hall. Bei dessen Vernehmungen kommt man zu der Ueberzezzug, daß dege elbe noch ein weiteres, ihn gxavierendes Gesta.#n. oer Archtet; denn sobald er den Namen B. hort, schreckt er zukmmen und lauscht ängstlich auf die Mitteilungen und Fragen des Untersuchungsrichters, aus welchen er weitere ihn belastende Punkte noch zu erwarten scheint. Im Aebrigen bleibt dieser Verbrecher aber dabei, daß er bei den Ermordungen der Karsten in Neuhaldensleben und der Klages bei Eschede nicht dabei gewesen sei. In den nächsten Tagen sollen dem Erbe in der Klagesschen Mordsache eine Anzahl Zeugen gegenübergestellt werden die ihn in Gesellhaft der Buntrock und der Klages bei Eschede gesehen Amsterdam, 24. März. In einem Laden an der icke der Keizersgracht und der Huidenstraat barst am dienstag Abend ein Faß Benzin mit furchtbarer Birkung. Ein förmliches Flammenmeer ergoß sich nach escekr eur Wechr urschrutie stungen vollständig aus, in einem geggettprg gzichen Khoelmagastn)praus Zävsgrichzing nach wenigen Stunden Rei umgebenden Häu ell. Pgi„nnden nur noch der obere Leil des Gievels des Hauses, in dem die Evplosion stattgefunden hatte Die Erschütterung war ## stark gewesen, daß an beiden Seiten der Straße bis zum geunten Hause die Fensterscheiben sprangen und die Uhren Eill standen. Bis jetzt sind 6 Tote ermittelt, darunter die Frau des Ladenbesitzers, ferner eine 88 jähr. Frau, die im 1. Stock wohnte, und eine Nachbarsfrau, die zur Ausbülfe im #adenverweilt hatte. Unter den brennenden Trümmern sah man einen Mann, der vergebliche Anstrengungen machte, sich zu retten, ein Gasarbeiter zog ihn mit eigener Lebenssefahr heroor, zwei Knaben, die im Augenblick der Explovon gerade am Laden vorbeigingen, wurden an das gegenberliegende Haus geschleudert und für tot wengetragen. Die Verwundungen sind teilweise so schwer, daß die Zahl der in Folge dieses Unfalls Gestorbenen noch erheblich steigen wird. Da oie Frau des Ladenbesitzers tot ist, wird das Panzerschiff„Lapa“ und die Kriegsschaluppe„Caimais“ sind vollständig verbrannt. Mehrere Schiffe mußten auf milche Vetroleunshite im Hosen anz du dudernt. Fos Eine Anzahl Matrosen ist verwundet, doch von unbekannten Missethätern sämtlicher Geld- und sendungen beraubt. Der Schaden beträgt angeblich Aithersteld, 28. März. Der Versuch, den Dampfer ider wieder flott zu machen, ist nur die Flut war viel niedriger, als erwartet Pugögzgr„ Bugfierdampfer konnten die„Eider nur um Unpe, gill die 5 •=• 4 buß fortbewegen. gemacht werden. 58 und für weißes Stahleisen Mk. 47,00—49,00. Die Lage des Walzeisengeschäftes hat woche zu ihrem Vorteile verschoben. In Stabeisen herrscht lebhafte Nachfrage und es wird zu festen Preisen verkauft. Bandeisen ist ebenfalls gut begehrt, dagegen hat die Nachfrage für Winkeleisen noch wenig zugenommen. Träger liegen still. Grobbleche sind gut gefragt, während in Feinblechen noch immer drückende Stimmung zu Tage tritt. Im Drabtgeschäft ist die Beschäftigung nicht überall eine Reber Maschinenfabriken und Eisengießerzien ist in Bezug auf Neu=Aufträge auch heute noch nichts Zurückhaltung der Verbraucher zu Abschlüssen besteht noch fortgesetzt und bei den gegenwärtigen milden Witterungsverhältnissen ist auch erwartanz, daß.sich der Be.„..., Juggwartigen werde.„ Prei folge„ssen ist das Intere se zu in geringerem Maße vorhanden. Ein neuer Versuch wird heute Auene hat in ihrer gestrigen Sitzung einstimmie zu, die Forderung für die Kreuzerkorvette K(erste 2 Millionen Mark) ebenso wie bei der zweiten Lesung ihnen.(Aba!) fteigen, wiro. Da die Frau.—...en, die Ursache des Unglücks kaum mehr festzustenen sein. Mau nimmt an, daß sie mit dem Lichte dem Benzinfasse, das leck war, zu nahe gekommen ist, Wäre nicht zufällig eine Feuerspritze, die vom Löschen eines anderen Brandes des Weges kam, alsbatd zur Stelle gewesen, so wären die Verbeerungen jedenfalls noch gräßlicher geworden, London, 27. März. Gestern haben fünf SchleppDampfer den Versuch gemacht, den Schnelldampfer „Eider abzubringen, jedoch vergeblich. Die Bemühungen vollen morgen Vormittag 10½ Uhr bei der Hochflut holt werden wenn der Wind günstig ist. Die Taucher saben den Hauptleck verstopft. Leizte Nachrichten und neueste Pepeschen. Berlin, 27. März. Aus Anlaß des 800jährigen Geirtstages von Amos Comenins hat heute Mittag im Festsaale des Rathauses eine Gedenkfeier stattgefunden, elche die Berliner Lehrerschaft veranstaltet hatte. Der Saal war prächtig geschmückt, an der Ostwand stand die Kolossalbüste von Comenius. Der Minister hatte sein Ausbleiben wegen der Parlamentsverhandlungen entschulngt. Der Sängerchor der Lehrerschaft eröffnete die Feier. sie Festrede hielt Pros. Pappenheim. Berlin, 28. März. Die Centrumsfraktion des breichsdges hat in ihrer ges......#. einstimmie beclossen Rste 2 Mil StOPrag, 28. März. Bei der gestrigen feierlichen EntAllung der Commenius=Büste unter sehr großer BeteiAzung der czechischen Bevölkerung, hielt Professor Matudiek eine Rede. Interessant ist der Ausspruch des Redners# ## habe seit der Schaffung der Welt nur drei große Männer gegeben:Sokrates, Christus und Commenius. Paris, 28. März. Bisher ist noch keine Spur von dem Verbrecher gefunden und die Einwohnerschaft, die trüberen Attentaten gegenüber ziemlich ruhig geblieben ist, beginnt ungeduldig zu werden, teils wegen der Algemeinen Gefahr, teils weil die Fortsetzung der Attentate den Fremdenbesuch verhindern und zahlreiche Abreisen zur Folge haben würde. Wenn Ravachol wirklich das Verprechen in Saint Germain begangen hat, so scheint die Folgeoung zutrefiend, daß er auch das zletzte verübt habe, za Benoist in demselben Prozesse gegen die Anarchisten Vorsitzender war, in welchem Bulot die Staatsanwaltschaft zertrat. Die Presse wendet sich meist mit großer Erbittezung gegen die Anarchisten, die bedroht werden, daß Paris zei Ergreifung an ihnen Lynchjustiz üben werde. Gleichgeitig wird darauf hingewiesen, daß, wenn auch nur die That eines einzelnen vorläge, doch der gesamte Anarchismus dadurch möglich geworden sei, d er Regierung vor, daß die Polizei### hatung als bei der Entdeckung der Verbrechen ganz ungenügend erweise; dabei fallen deutliche Hinweise auf den Mai, wo es noch ganz anders kommen könne. Daraus gird geforgert, daß Constaus zurückberusen werden müsse, eenn Paris sich überhaupt der Rube erfreuen solle. Die #enarchisten, dagegen werfen der Regierung vor, daß sie Thattraft auf die Verfolgung der Priester vernende dabei der anarchistischen, ungleich bedrohlichern Gefahr d die entsprechende Aufmerksamkeit leihe. Die Haltung radikalen Blätter, wie„Justice, ist gezwungen. Sie den von den Verbrechen möglichst wenig Lärm zu machen, u ne befürchten, daß durch sie die Stellung derjenigen Schluß der lokalen Nachrichten. Dortmund, 29. März. Die Sitzungen unserer Stadtverordneten sind seit der letzten Wahl neuen Steuereinschätzung recht bewegte geworden. Gestern war sogar ein kritischer Tag erster Ordnung. Die Stadtverordneten hatten die besten Absichten, das Kämmereietats herunterzubringen, und es gelang ihnen, das Defizit 123000 Mark zu verringern. Herr Bürgermeister Arnecke beschwor allerdings das Kollegium, nicht von den Prinzivien einer gesunden Finanzwirtschaft abzugehen. Aber das Kollegium scheint in diesen Prinzipien, welche darin bestehen, die Einnahmen möglichst niedrig und die Ausgaben möglichst hoch in den Etat zu stellen, ein Haar gefunden zu haben. Man meinte, da der Reservefonds boch genug sei, so sei es nur eine Gefahr für die Stadt, wenn sie zu viel Geld habe; wer viel habe, gebe viel aus, das hätten die Etatüberschreitungen früherer Jahre gelehrt. So machte sich also das Kollegium daran— dem Ergebnis früherer Jahre entsprechend— statt 80000 Mark 80000 Mark aus den Erträgnissen der Zölle ins Ordinarium einzustellen. Das war eine Verbesserung des Etats um 50000 Mark. Ferner strich man die ganze Position Straßenreinigung, welche der Stadt 69000 Mark mehr kostet, als sie einbringt, und stellte statt dessen 15000 Mark für die Reinigung der öffentlichen Plätze ein. Waren schon wieder 54000 Mark. Hierzu die neulich am Polizeietat gestrichene Summe macht zusammen 122000 nark. Nach dieser erstaunlichen Leistung vertagte sich das Kollegium auf Mittwoch. Bürgermeister Arnecke bat 1: Herren allerdings dringend, doch noch da zu bleiben und auch gleich den Kommunalzuschlag festzusetzen, aber die Stadtväter meinten, sie wollten's sich doch erst mal reiflich überlegen, wie sie die gestrichenen 122000 Mark am besten verwerten wollten. Mit dem früher beliebten Durch peilschen des Etats scheint es ein für alle Mal aus zu sein. (Das Ergebnis der Knappschaftsältestenwahlen im rheinisch= westfälischen Kohlenrevier) hat bedeutende Erfolge des alten Verbandes ergeben. Die Anhänger desselben wurden gewählt in Dortmund, Barop, Lindenhorst, Eichlinahofen Gelsenkirchen in 6 Sprengeln, Altenessen in 2 Sprengeln Es war das erste Mal, daß eine freie Wahl erfolgte; bisher hatte der Vorstand das Recht, sich aus 8 den ihn am geeignetsten Scheinenden auszusuchen, während jetzt als gewählt gilt wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt; die übrigen zwei gelten als Neuvertreter, Einen besonderen Einflut auf die Verwaltung der Kasse werden die Verbändler durch diese Wahlen allerdings noch nicht erlangen, da die Gewerkenvertretung K. di aldemmt und Eiginnigicht hält, Geboren: Herr Friedr. Hilger Elberfeld ein Sohn. Herrn Ernst Lewinger in Köln ein Sohn. Herrn Apotheker Gust. Becker in Körn eine Tochter, Herrn Dr. med. Schüll in Köln eine Tochter. Hauptmann Wuen dulle Tochter., Herrn P, von Gerstein=Hohenstein in Koblenz eine Tochter. Herrn Clem. Schmidt in Elberfeld eine Tochter.„„ Verlobt: Frl. Marchen scoch in Prüm mit Herrn Jos. Müller in Münstereifel. Frl. Therese Emmel mit derrn Hans Heppert in Bonu. Frl. Naria Tienes in Barmen mit Herrn Otto Wittich in Gelsenkirchen. Frl. Sophie Müller in Keldenich mit Herrn Hubert Schätges in Mayen. Verebelicht: Herr Ed. Schleicher jun. in Rotterdam mit Frl. Maria Floeren in Neuß. Herr Friedrich von Lade in Geisenheim mit Frl. Hedwig Molenaar in Crefeld. Gestorben: Herr Wilb. Lockamp in Essen, 41 J. Frl. Franziska Karoline Vraun in Köln, 80 J. Herr Daniel Lürig in Köln, 74 J. Herr C. H. Baumdahl in Köln, 84 J. stabsarzt Fr. Breithaupt in Düsseldorf 52 J. Herr Ang. Gräfinghoff in Königswinter, 75 J. Frau Phil. Winkler Een. in Kreuznach. 67. irten, daß sich der Bedarf an Hausbrandkoblen steigern s9. Im übrigen ist die Abneigung den gegenwutng= Snoterungen ergenteteg, noch keineswegzg shfägeg.# e dessen ist das Interesse zu längeren Abschlüssen nus st in geringerem nlaße vorbasiven. Verannentachung. Die für die Herstellung der verläugerten Kirchenstraße, zwischen Grün= und Schützenstraße, erforderlichen Erd- und Hefestigungs-Ke sollen im Wege der öffentlichen Ausschreibung verdungen wergen. Angebote resp. Preisverzeichnisse nebst Bedingungen sind im des Stadtbauamts, Markt 12, Zimmer Nr. 6/7, gegen Erstattung der Schreib n Termin zur Eröffnung der eingebenden Angebote, welche versiegelt und mit Bezeichnung des Inhalts versehen sein müssen, wird im Stadtbauamte auf den 7. April 1892, morgens 11 Uhr, festgeletz..... 9 M. Dortmuns, den 23. Marz 1892. rnecke. der der Arbeiter das Gegengewicht hält. (Vom 1. April abfegt Jeder wieder vorseiner igenen Thür), die Kehrmaschinen werden als altes verkauft. So hats der Stadtverordneten=Kollegim n beschlo# ühlen a wir der 5 Eisen.-1. Eo gestert.—aosen,—4 Bürge gemischten Gest aufnehl.... darauf bin, daß—., wieder edrmaschinen werden .; das Staotverbtonktennie Bürgerschaft wird die kunde mit KOrH darauf bin, da## auf den Hbfen dedon Kebricht nich Si-g stolossen men. Sehr richtig wies Rudfus wieder die frücheren grän ichen Zustinge urbeitervierte, bekämen, wenn die Etadt nicht abfahre. Hoffentlich wird das letztere beschlossen werden. Am schlimmsten sind die 30 Kebrichtarbeiter daran. Sie stehen zum größzten Teil übermorgen vor dem Richts.„ 4.. 6 am: M. (Das Rennen zu Dorrmund) finder am 1. Mai, Kachrennen Ghrih: att. Ss kudet statt: 1. Eröffnungsau(Preis 480.); 2. Senne=Parforce=Jagd=Rennen(Ehrenpreis und 400.): 8. Dortmunder Jagdrennen (Preis vom Unionklub 1000.): 4. Offizier=Steeple=Chase orenpreis und 500.): 5. Verkaufshürdenrennen(Preis 500.). vcennungsschluß am 22. April. (Der kritischste Tag des 19. Jahrbunderts. Der gestrige Tag sollte nach Falb's Theorie sich zum kritischsten aller kritischen Tage nicht nur des ganzen Jahres, sondern des ganzen 19. Jahrhunderts gestalten. Dieser „kritischste werde alle seine mehr oder weniger kritischen Vorgänger an Witterungs=Schrecknissen weit hinter sich zurück lassen, d. b. mit einem Wort ein kritschg, Ausbund ein:— so meinte es wenigstens Rudolf Falh. Ob er Recht gat, läßt sich heute morgen noch nicht überseben, so viel steht aber schon fest, daß der gestrige Tag ein wüster Geselle war. Hier in Dortmund herrschte bis in die Nacht hinein ein wildes Schneetreiben. Eine Depesche aus Berlin meldet: Nachmittags 6 Uhr. Hier ist soeben ein Gewitter ausgebrochen und die Telephonleitung eingestellt. (Falsches Geld.) Falsche 20 Pfennig Nickelmünzen und Blei sind im Umlauf und auf verschiedenen Stellen angehalten worden. Also Vorsicht. (Falsches Gerücht.) In der Stadt vervreitete#### gestern morgen das Gerücht, auf der Pabl'schen Gum fabrik habe eine Kesselexplosion stattgesunden, welches jedoch glücklicherweise nicht bestätigt hat. Thatsache ist une, daß ein Arbeiter mit der Hand zwischen zwei Walzen raten ist, wodurch er sich eine starke Quetschung zogen hat. Am Donnerstag, 31. März ind folgende Tage, morgens 10 Uhr aufangend, werde ich im Auktionslotale des Wirts Böllhoff zu Dorstfeld: einevollständige Ladeneinrichtung, als: Theke, Reale, Schaufensterkasten, 1 Waage, 1 Ofen, 1 Pult, sowie eine Kommode, 1 Tisch, 2 schinen, 1 Kauarienvogel mit Kord, einen Messingkessel, 1 Kaffee=Serviee. tepiter: Men m eine große menge warenvorräte, bestehend in Kleiderstoffen aller Art, Buxkins, Bettzeugen, Bettfedern, fertigen Kleidungsstücken, wollenen Unterjacken, Wollgarn, wollenen und leinenen Hemden, Strämpfen, Tischdecken, Korsetts, diversen Stücken Leinewand, Taschentüchern, Unterröcken, Regenschirmen, Shlipsen, Vorhemden, Schürzen, einer großen Partie Kurswaren und sonstigen Sachen Ogentlich meistvictend zwangsweise gegen Barzahlung versteigen. Dortmund, den 23. März 1302. Der Aushub aus den städtischen Klärteichen bei Deusen soll ganz oder in einzelnen Haufen gegen Meistgebot an Ort und Stelle am Zonnabend, den 9. Rpril cr., nacmittags 6 Uhr, unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen verkauft werden. . Der Magistrat: Arnecke. Geser der 6. Marienburger Geld-Lotterie. am 23. und 29. Ein Beteiligungsschein an nachstehenden 100 Losen: 801 bis 325, Nr. 185101 bis 125, Nr. 139351 bis 875, Nr. 142 001 bis 025, kostet 4 Mark. Eine Beteiligungsschein an nachstehenden 50 Losen:„ 826 bis 335, Nr. 21610 bis 19, Nr. 185126 bis 35, Nr. 139576 bis 55, Nr. 142026 bis 53, kostet 8½ Mark. Außerdem empfehlen einzelne Originallose à 8 Mark, halbe à 1,75., Viertel à 1 M. Postbestellungen sind 25 Pfg. für Porlo und Gewinuliste Hereikig.“ Lose à 3 M. und Stettiner Lose à 1., 8 Schulte& Bartels, Dortmund, Brückstr. 85. Konditorel, Nr. Nr. Menk 3 Gerichtsvollzieher. Fernstere.n In einer Bäcke ei und in welcher der Meister stets mit arbeilet, wird ein 2079 JugrBriefkasten der Redaktion. 6. 9. Die Redaktion Potz ait, ie Fachegapfertigm Woldirivirenk. Am Donnerstag, den 31. März, morgens 9 Uhr anfangend, werde ich in 2072 Brackel im Lokale der Frau Witwe Schübbe einen großen Posten Bukskius, Kleiderstoffe, Bettmöbel, Kattnne, Blaudruck, baumwollene Hosenstoffe, Cassinets, englisch Leder, Leinen und sonstige Manusakturwaren meistbietend gegen Bar. Ejugt6 Gerichtsvollzieher, Verein „Einig Deutschland“, Dortmund, Hotel„Märkiscker Hof“, Brückstr. 66. Beden Dienstag Abend 8½ Uhr im reservierten Saale: Zusammenkunft. Freunde und Gönner des Vereins willkommen.(Adepte gern gesehen.) Sonntag abends 7½ Uhr: Busammenkunft mit Damen. Gäste willkommen 22I5 Wir offerieren in ft. Ware zu ermäßigten Preisen: 2066 Sardinen in Oel ½ Dose 60 Pfg., 1/1 Dose 100 Pfg. N. Kronen-Hummer à Dose nur 150 Pfg. f. amerik. Gummer à Dose nur 120 Pfg. fl. Appatik-Sild &à Dose 70 Pfg., bei Abnahme von 5 Dosen je einer Sorte per Dose 5 Pfg. billiger. f. Häring in Gelee à 8 Pfund Dose nur 240 Pfg. ft. Brathäringe in Kübeln ca. 22—24 Pfund schwer, ca. 60 Inhalt nur 8 Mark. fl. Elb-Caviar à Pfd. 3,50 M. fl. Ural-Caviar à Pfd. 4,50 Mr. Hamts. Pischeungug.“ Brückstr. 40, Rheinischestr. 33, Ostenbellweg 23. gesucht. Reinoldistraße 3. Sohn achtbarer Eltern, hat, die Schnug B annn Näheres zu erfahren in der Geschäftslle d. Ztg. Suchemderiemtung der Luß Wehhki zu erlernen, findet Näheres in der Geschäftsstelle. Auf sofort oder zu Ostern wird ein Lehrling gesucht, der zum Anstreicher- und Malergeschäft Lust hat. 1988 Näh. in der Hauptagentur des Gen.= Anzeigers in unia. Fuhr:, Ackerka me u. Madchen k. Stelle erb. Frau Vonn soh, Friedbof20. Tp08 Mehrere tüchtige Ackerknechte und Dienstmädchen gesucht. 2064 Frau Bohnekamp, Thomasstr. 17. Ein ev. Mädchen, 1 Jahre alt, in allen Arbeiten erfahren, sicht Stelle als Stütze der Hausfrau oder Haushälterin in kl. ländl. Familie. Offerten u. Nr. 82 an die Geschäftsstelle 6 Gaste wiitkominen. Der Vorstand. nichts zu thu Rubfus, Kdi Jun. Wenden Ste Laigshof. sich un ei Gima Fr. Wil Handel, Gewerbe und Verkehr. Ausverkauf. scher Eisen= und Kohlenmarkt. etzten 1 sie befürchten, daß durch sie die Stellung derjenigen stigt werden konne, die die Gefahr von der Linten der kennen wollen. Lurigz##., Pär. Die Stadt stebt noch fortgesetzt un# om eindruck des ungewöhnlichen Schreckens, zumal am Nachmittage Gerüchte über neue aber rechtzeitig vergitelte Dynamitanschläge umliefen. Eine besondere eilung vor## Polizisten ist zur Ueberwachung mehrerer le abgesendetz worden, worin Anarchisten und andere dächtige Persoinen Versammlungen ahzuhalten pflegen. öffentlichen Gebäude erhielten heute militärische Bebung, die Häuher worin richterliche Beamte wohnen, in gleichigells Tag und Nacht polizeilich bewacht. r eifrigstien Nachforschungen ist bisher von den Urworden. Ponamtt=Anschlages noch keine Spur gefunden bezweifelt nicht, daß eine vollständige n der Anarchistenpartei Besteot, der auch Geld dr Verfügung zu stehen Kheine. eute im Hasia: Mürz. Eig,furchtb Rheinisch=westfälischer Gisen= und Kohleum Wenn wir in unsern beiden keiten Berichten von etwes lebhafterem Wandel auf dem rbeinisch=westfälischen Eisenmarkte melden konnten, so sind wir auch heute wieder in der angenehmen Lage, die Resultate, welche sich in der Berichtswoche ergaben, als befriedigende bezeichnen zu können. Die Nachfrage ist eine merklich bessere geworden und vielen Stellen scheint der Verkehr ein gesunderes Gese „„E gign ochen nul Bis zum 13. April porden, wegen Weanzgs perden, wegen Weazuas,. 2000 sammtliche Grickereten zu heruntergesetzten Preisen verkauft. F. Cierdeilant, Stickgeschäft.. Kuckelke 2. Sonntags geschlossen. rchtbares Feuersist Kordett. 9. Curia“, due Speito Jams' entschieden anbahnen zu wollen. In Erzen haben sich die Verhältnisse gleichfalls etwas besser gestattet. Einer regeren Nachfrage ist die Effektuierung von Abschlüssen gefolgt. Die Preise sind dieselben geblieben, wie aus folgenden M. 7,50—.00, gerbsteter Spatheisenstein M. 10,00 bis W; gsg., och Patlscher Roteisenslein mit 50 Proz. Eisen Der..10—.20, buxemburger rote Minette mit 40 Pro Eisen M..20, gelbe mit 88 Proz. Eisen M..40—.50, graue M..60—.90.— Der Roheisenmarkt hat seinen ronstanten Charakter beibehalten. Spiegeleisen war gut begehrt und hatte—.—ku, zu verneichneg auch Luddel= und.—.,. Jaster Wock, Die folgende Ppurden für Koheisen i 12h, 10 vig 13 Prozent Preise notiert: Spiegeleisen mit 10 gmn 1• 47 5 90—91. eisen. A900— Conn neunenswerte Abschlüsse zu ve Giebereietsen fand mehr Jnte heisen in letter Woche die beguriggsen mn 10 gis 12 gan Mark 56, Lmalitatspuddekrobeisen##r 1, #, Nr. 2 M.., Siegerländer Quaucutspuddelr M 47, Gießeretrobeisen Nr. 1 M. 66. Nr. 8 M. naseisen M. 50, deutsches Bessemereisen Mark 56 Steder-Koktamtatchen erden prompt und sachgemäß rtigt von mittags 12½ bis ends von 7 Uhr an und### StederRekiamationen Die Costamer Eenser in von" 2079 OttoMarx in Unna offeriert die neuen ungl. Costumes für 36, 40, 45 bis 50 Mark. Auswärtige Anbrobe innerhalb # Stunden. Fast neuer einspänniger Roll wagen zu verkaufen.„ 2021 Stellmacher J. Kruse, Hörde. Ein Ladenreal mu verkausen. Heiligegartenstraße 9. 1 tüchlige Madheu,s he welche milken können, finden fort gute Stellen durch Frau Busolditten, Ruhrstr. 40, Hinterb., 2. Etage. Für ein junges Mädchen mit guten chulkenntnissen suche zum 1. Mai eine Lebrstelle im Manufaktur= oder Kolonialwarengeschäft. Offerten unt. K. S. 31 an die Geschäftsstelle. 2054 Ein proveres Mädchen aus anstäue diger Familie sofort gesucht. 2051 1. Kampstr. 41. u. Telirmadaten gesucht. Jakobstraße 36. 2059 Ein Spezereigeschäft exfahrene Gehilfin. 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Graf Eulenburg vor der Tagesordnung das Wort wurde, war vorher bekannt geworden und infolge bereits dor Tatlan dir Sitzung an seinem Platz, auf nnselben Sessel, den vordem Fürst Bismarc und spater raf Caprivi eingenommen. Graf Euleuburg wurde von ihlreichen Abgeordneten aller Parteien begrüßt, es gab fortwährendes Händeschütteln. Der Graf ist als Obersident nur wenig gealtert, seine Stimme klingt noch denso hell und klar, wie im Jahre 1881, und in seinen Lewegungen zeigt er noch die frühere Elastizität und Frische. Erklärung des Ministerpräsidenten, daß die Staatslben(Centrum und Konservativen) aber mit Stillschweigen aufgenommen. eln! In parlamentarischen Kreisen trat am Montag mit großer Bestimmtheit die Nachricht auf, daß noch weitere Veränderungen ianerbald des preußischen Staatsministeriums bevorstehen. Wie gemeldet wird. tritt Herr v. Bötticher von seinen Aemtern des Staatsministeriums und StaatsInnern zurück, um das Ober* H F übernehmen Für o Vizepräs äsident Reichsa: gspräsident vin setär im vuetwramt#e# e# u das äsidium der Provinz Hefsen=Rassau zu überneomen. Stellung des Vizepräsidenten des Staatsministeriums oll inanzminister Miques defignirt sein welcher am Sonnvom Kaiser empfangen wurde. Weiter heißt es, daß oese geiliant Gr esteu zische Garns ies inisterpräsie.. vas landwirtschaftliche Portefenille men werde. Herr v. Heyden, der aus der konseritiven Landtagsfraktion hervorgegangen ist, stand von do Ministeriums dem Grafen Des isteriums dem Grafen Zedlitz Posses über die Korpsstuden im psten, Lenont allen Mitgliedern am nächsten. Das Urteil Dr. Posses über die Korpsst ken, die hauptsächlich das Material für das höbere Beamtentum liefern, hat jetzt, wo Dr. Bosse Kultusminister gworden ist, doppeltes Interesse. Es ist zuerst in einem willage, den Bosse am 4. Juli 1888 in der staatswissen saftlichensGesellschaft zu Berlin hielt, gefallen und lautet n Wesentlichen wie folgt:„Ich bin Korpsstudent gewesen, und wir wurden von Korps wegen geradezu angehalten. ins Kolleg zu gehen. Das soll ja freilich jetzt anders worden sein. Die farbentragenden Studenten sollen gußer deu Medizinern, kaum noch im Kolleg sehen las ##iger angesehener, Professor versicherte mir jüngst. Heivelverg seinen Mitgliedern und Füchesuch als unanständig geradezu verbiete. S. 6in der Bezahlung des Billards habe sich herausgestellt, daß Wagener gar kein Geld gehabt. Der Arbeiter Karl Wagener bestätigt zeugeneidlich den Inhalt der Anklage. Dem Polizeisergeanten Junglaß gegenüber hat der Angeklagte die Aeußerung, er(Wieggers) könne sich wohl auf ein paar Monat gefaßt machen, gethan. Die den Herren Geschworenen vorgelegte Frage lautet:„Ist der Bergmann Otto Wieggers schuldig, zu Dortmund am 22. Dezember 1891 den Arbeiter Karl Wagener durch Drohungen mit gegenwärtiger Gefah für Leib und Leben einen Geldbetrag von .90 Mk. mit Gewalt weggenommen zu haben, und zwar auf einem öffentlichen Wege. Im Falle der Bejahung dieser Frage ist die Unterfrage nach mildernden Umständen jestellt. Herr Staatsanwalt Oetting hält das Delikt des Straßenraubes für vorliegend und beantragt die Bejahung der Hauptfrage, ebenso auch derjenigen nach mildernden Umständen. In geschickter Weise tritt Herr Rechtsanwalt Kohn für die Freisprechung seines bisher unbestraften Klienten ein. Der Zeuge Wagener sei an dem fraglichen Abend betrunken gewesen und sei nicht in der Lage, ein klares Bild über die Vorgänge abzugeben. Die Verdachtsmomente gegen den Angeklagten schrumpften auf ein so niedriges Niveau zusammen, daß darauf eine Verurteilung nicht erfolgen könne. Herr Staatsanwalt Oetting meint, daß die Umstände einen Zweifel an der Schuld des Angeklagten nicht aufkommen ließen. Seitens des Herrn Vorsitzenden erfolgt darauf die vorgeschriebene Rechtsbelehrung an die Geschworenen. Durch den Spruch derselben wird der Angeklagte für nichtschuldig befunden und vom Gericht freigesprochen. Angeklagter wird sofort auf freien Fuß gesetzt. Ausdrück in hiesiger ab ein Korps in en den Kollegien las wäre denn freilich die Krone eines unsinnig gewo zenen studentischen Lebens. Richtig ist nach meinen# fahrungen, daß die Korps an die Lebenshaltung ihrer Mitglieder jetzt Ansorderungen stellen die schon finanziell für nicht sehr reiche Väter kaum erschwinglich sind. Daraus ergibt sich dann auch leicht eine Gewöhnung an materielle Genüsse und eine Summe von äußeren Ansprüchen. neben sittlichen und materiellen Gefabren auch auf wissenschaftliche Leben ungünstig zurückwirken müssen. diesiger Richter, weicher der freisinnigen Partei angebört, betlaßtt'sich vor einiger Zeit gegen mich in den bittersten röcken über die erstaunliche Unwissenheit und Interessekeit zahlreicher Referendarien, über deren völligen Rangel an idealer Lebensauffassung, und wenn dieses Zeugis eines Praktikers, der täglich Gelegenheit hat, unseren tristischen Nachwuchs zu beobachten, mit den Wahrnehmgen der akademischen Lehrer übereinstimmt, so scheint in der That die Besorgnis nicht unbegründet zu sein, daß die tonangebenden Kreise unserer akademischen Jugend Wege gehen, welche die Bewahrung der traditionellen Tüchtigkett unseres Beamtentums ernstlich zu gefährden drohen. — Anknüpfend an die Bemerkung eines„Generalanzeigers“ für den Fürsten Bismarck könne es kein breupender Wunsch mehr sein, unter allen Umständen noch en hohen Greisenalter die Zügel der Regierung zu führer whreiben die„Hamb. Nachr.:„Wir glauben, daß Für Bismarck während seines ganzen Lebens zu viel von politischem Urteile gegeben hat, als daß man Verdacht haben könnte, überhaupt den Rücktritt Dienst zu erstreben. Das Gegenteil würde eine ganz ixrtümliche Beurteilung der Situation und der Person beweisen, währendffreilich die Zumutung, daß Fürst Bismarc idem er sein Leben in der Reichspolitik verbracht hat, in ein geistiges Zellengefängnis sperren und jede Meinigsäußerung über Politik vermeiden solle, nicht nur langel un Kennigen Fregnder, sondern, außerdem nsotenz enthält, wie wir ste von einsichtigen Leuten ne sicht b in an Kenntnis bekundet, sondern enthält, wie wi. sie von einsichtiger levt haben. Daß Furst Bismarck genötigt sein ne Meinung auf den Bänken des Reichstages aususprechen und die Möglichkeit hierzu durch stundenlanges zuhören von Reden zu erkaufen, die er in den Zeitungen ssen kann, ist von einem bejahrten und im angestrengten enste alt zewordenen Arbeiter auf dem Felde der Polit## 5 nur unter besonderen Umständen zu verlangen. Die twendigkeit, dabei mit Gegnern in Berührung zu komwürde für den Fürsten Bismarck nur in seiner langhrigen Gewohnheit liegen und man könnte gegen ihn als dgeordneten auch kaum so grob werden sohne präfidielle inmischung wie man es gegen ihn als Minister ziemlich fahre hindurch gewesen ist. We stag ginge, so würde er den irst in den tinistern in 916 o een Ietigen g rzer Entfernung gegenüber sitzen; wir unsererseits glauuu ober nach Gesprächen, die der Fürst geführt hat, ihmen zu sollen, daß er bis jetzt keine Neigung hat. men Minggee#n, in der Rolle von Bankos Geist bei esten, die nstern sie feie fetern, gegenüber zu stehen. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. Dortmund, 28. März. Heute begann die zweite diesjährige Schwurgerichtsriode unter Vorsitz des Herrn Landgerichtsrats Wiesner Hier. Derselbe diet zunächst die Herren Ge)####enn S4%8. Schch Verlich miut Geri eise macht ihre Rechte un timmungen auf willkommen. 0 lichten und auf di aufmerksam. Die se sssugggr Vingans.rg stug nachste beschwor 1 In Geichto ein derr Vorsitzenhe dite, Aschoigen ten und an zetziag Periohe ##„Verighe keine sehr anttrengende sein und sich höchstens bis kentog oder Dienstaa nächster Woche erstrecken Nach bung der Geschworenenhank, wird in die Verhandlung den im Jahre 1872 zu Lütgendortmund geborenen Wieggers von hier der unter ubes Anklage Straßenrau## st. eingeten. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Oettina, Verteidigung führt Herr Rechtsanwalt Kohn. Angedem Hause Sunderweg 78 und in Nr. 80 Wagener hier. Letzterer betrat am Abends die Möritz'sche Wirtschaft, wo* eilnahme an dem Bilmit agea einen dem Lupse Sunderweg.5 vorbeiführenden Fußweg in Landwe—#e Hier angekommen bekam der Wagener n dinten einen ehstigen Stot. Jodaß er in Boden siel. it den wvorten,„Du sollst hier sterven, son sodann der auf den Wagener zugesprungen sein und ihm zonnate gewaltsam aus der Tasche gerissen und M. weggenommen haben. Der Beraubte benoch einen Stoß, daß er in den Graben el. sorfall ißt der Angeklagte wieder in die.'sche gegangen und hat sich dort gerühmt, er habe lten mal nach Hause gebracht. Angeklagter bekennt lagter wohnt in Arbeiter Karl Dezember 1891,####— st er von dem Augeklagten zur Teindonte dspiel annimirt wurde. Wagener spielte oann auch n# seklagter soll sich nun später erboten haben, den 2. nach Hause zu bringen. Er begleitete ihn durch en Hause Sundegeg 78 eorstraße. Hier einen Migen nicht schuldig. Wagener## bes Anoffloche enn bet: st Ghulbig, Wasrng, Rabe-gtelen Selränst ng Tage an verschiedenen Steuen. Getlagl. auf Wagener ist nach der Darsteibetrunken gewesen. Schon bei Lokale Nachrichten. Dortmund, 29. März. (Die Oberpostdirektion nach Dortmund.) Es wird die Verlegung der Oberpostdirektion von Arnsberg nach Dortmund geplant. Nachdem die städtischen Behörden Arnsbergs von diesem Projekt Kenntnis erhalten, hat der Magistrat den Bürgermeister Löcke nach Berlin deputiert, damit dieser die Stadt vor dem drohenden Verluste zu bewahren suche...„ (Das Sommersemester an der Wertmeisterschule) beginnt am 1. Mai. Anmeldungen sind an den Direktor der Anstalt, Herrn Göbel, zu richten. (Im Gewerbeverein) sprach am Sonnabend Herr Lehrer Kracht über den Abendunterricht an der Werkmeisterschule. Der Saal war schwach besetzt. Herr Direktor Göbel konstatierte dies mit Bedauern über die Gleichgiltigkeit der Handwerker und Industriellen einem so wichtigen Thema gegenüber. Herr Göbel machte sodann einige Mitteilungen über die Lehrlingsarbeiten=Ausstellung. Die Anmeldungen aus den Gewerken der Maschinenbauer und Schlosser, der Schreiner, Schuster und Schneider seien stark, dagegen werde nur eine Küferarbeit ausgestellt. Man wende wohl noch immer gegen die Ausstellung ein, daß sie zu kostspielig sei und daß fie manches Fabrikationsgeheimnis verrate. Beides sei aber nicht stichhaltig. Es sollten keine Prachtstücke ausgestellt werden, sondern einfache Lehrlingsarbeiten, womöglich mit Angabe der darauf vervendeten Zeit. Redner legte schließlich die Pflege des fortbildungsschulwesens den Meistern warm an's Herz. (Frübzahr=kränichen.) Ein fröhliches, gemütliches Völlchen gatte sich vorgestern Nachmittag zu dem Frühtahrskränzchen des Männer=Gesangvereins„Dortmunder Sängerkreis im Gewerbeverein eingefunden. Deu orchestvalen Teil des reichhaltigen Programms führte die Merkertsche Kapelle wie immer, exakt aus. Der festgebende Verein, dessen Dirigent Herr Musiklehrer Grasnick ist, trug seine Lieder in vorzüglichster Weise vor. Es klappte alles vores'“. Der lebhafte Beifall war deshalb auch sehr erbesonders gut kamen die Lieder Was Erkennen“ sofer und„Gruß aus Deutschland(Aus der Ferne) von Dregert zur Geltung. Der Verein zeigte bei allen seinen Liedern eine tüchtige Schulung, dabei besitzt der Sängerkreis gute Stimmen. Große Heiterkeit entfachte das 1aktige Lustspiel„Der Liebestrank, oder die Kunst geliebt zu werden: Ein gleiches läßt sich auch von den Solovorträgen sagen. Namentlich war es Herr K. der trefflich. klärlich. von Alten *) Wahl vorgelegten Statuten wurden von immlung fast ohne jede Umänderung angeP.#### trennten sich Der esetzt Vereinigu Aufnah# Vorstandes. zahlreichen Verst nommen und die Vereinigung mit ca. konstituirt. Nach der Warr des Vorstandes die alten Schwarzkragen mit dem Wunsche, daß einigung blühen, wachsen und gedeihen möge! !(Gefundene Gegenstände.) Letzten Sonnabeno parfen zwei Burschen in der Kölnischenstraße hier ein sacket Taschentücher und Wollgarn in einen Garten. Ohenir rühren diese Gegenstände aus einem Diebstahl her. Cdiosat te, chslerich doat besk. dait eie Stächer an eerhrochen sind bei der Fall sonstige schlimme Folgen Krorean, sns, vur der Fall sonstige schlimme Folgen (Beim Abspringen##.,#. a bahnwagen) kam vorgestern mveno ein wcann in der Münsterstraße zu Falle, wahrscheinlich ohne sich ernstlich haben, denn als er von Passanten aufgehoben Hilfe seines Weges gehen. ahnübergange ar geschlossener als der Maschinenschlosser Wilhelm Heidel aus Köln. (Gestohlen) wurde in der Sonntag Nacht einem Anwohner der Kesselstraße hierselbst ein Pferdegeschirr mittelst Einbruchs.— Einem Anwohner der Münsterstraße wurde vorgestern eine 18 Fuß lange Leiter gestoblen. (Verhaftet) wurde am Sonnabend Abend ein Mann in der Unionstraße hierselbst, weil er seinen Kostgeber um das Kostgeld prellen wollte und sich hinterher des Hausfriedensbruchs schuldig machte. Oeffentliche Sitzung der Stadtverordneten. " Dortmund, 28. März. Am Magistratstische: Bürgermeister Arnecke, Stadtbaurat Marx und 8 Stadträte. Die Stadtverordneten sind bis auf Hösch vollzählig anwesend. Vor Eingang in die Tagesordnung teilt der Vorsitzende mit, daß Herr Oberbürgermeister Schmieding an einer Sitzung der Kanalbaukommission teilnehme und deshalb heute nicht anwesend sein könne. Hierauf wird mit der Beratung des Kämmerei=Etats kortgefahren, Westhoff bemängelte, daß das Erträgnis aus der lex Huene(Ueberweisung aus den Erträgnissen der Zölle an die Gemeinden) mit 80000 Mark im Ordinarium und 80000 Mark im Extraordinarium zu niedrig gestellt sei. Im vorigen Jahre seien 110000 Mark eingegangen und in diesem Jahre würden mindestens 140000 Mark eingehen. Redner verliest Zahlen aus den Aufstellungen des statistischen Amtes in Berlin, wonach die Einfuhr an Getreide in dem letzten Jahre 8400000 Doppelzentner mehr betragen habe, als im Vorjahre. Trotz der Herabsetzung des Zolles werde das finanzielle Ergebnis ein bedeutend besseres als im Vorjahre sein. Deshalb beantrage er, 100000 Mark in das Ordinarium einzusetzen. Bürgermeister Arnecke spricht sich entschieden gegen diesen Antrag aus. Es sei mit den Grundsätzen eines gesunden kommunalen Finanzwesens unvereinbar. Die Erträgnisse aus der lex Huene seien sehr veränderlich. sei ja möglich, daß Westhoffs Rechnung für 1891 stimme, aber es sei keine Frage, daß das Ergebnis aus den Zöllen durch die neuen Handelsverträge und durch gute Ernten aueage iu eihen ulidhgen Girgchner Bart nen aufende Ausgaben nicht basieren. Er frage jeden Ge„mann, ob er die regermäßigen Ausgaben für seinen Haushalt auf unsicheren Einnahmen grunde. Die Provinzialregierungen hätten von je her mit Recht darauf hingewiesen, daß die lex Huene für die Kommune sehr verhängnisvoll werden könne, wenn man damit laufende Ausjaben decken wolle. Das Erträgnis aus diesem Gesetz gedre deshalb in der Hauptsache ins Extraordinarium. Metzmacher bemängelt die Zahlen Westhoffs. Durch das Ausfuhrverbot in Rußland sei kurz vor Thorschluß viel Korn nach Deutschland hineingeworfen. Dasselbe sei aber nicht konsumiert worden, sondern in Transitläger gegangen. Von hier käme es zu dem neuen billigen Zollsatze in den Konsum. Er warne vor einer zu hohen Einsetzung des Ergebnisses aus den Zöllen. Strunck beantragt, 60000 Mk. us Ordinarium und 40000 Mk. ins Extraordinarium zu setzen. Mausen: Die lex IIuene lei zur Entlastung der Neuerzabler da. Die ganze Gumme müsse ins Ordinaium gesteut werden. Bürgermeister Arnecke: Diese Handlungsweise muß ich unter allen Umständen rächen an unserm Finanzwesen. Wenn Sie eine höhere Summe einstellen wollen, so setzen Sie doch 70000 Mark ins Extraordinarium und benutzen Sie die Summe zur Verminderung der Anleihe.(Allg meiner Widerspruch.) Bickhoff will 100000 Mark in's Ordinarum, 40000 Mark in's Extraordinarium gesetzt wissen. Hilbk unterstützt Westhoff. Gerade weil bisher die Einnahmen immer zu gering eingestellt worden, seien die „#uden gewachsen. Man habe mit dem überflüssigen Gelde nicht sparsam gewirtschaftet. Bürgermeister Arnecke: Wenn nun aber im nächsten Jahre aus den Zöllen nur 80000 Mark eingehen, was machen Sie dann?(Große Bewegung.— Zuruf: Dann erhöhen wir den Kommunalzuschlag.) Bürgermeister Arnecke: Ja, wenn Sie so wollen, dann machen Sie's nur. Stade: Bei diesen teueren Zeiten ist es im Interesse er Bürger geboten, alle verfügbaren Summen in's Orunarium zu stellen. Beantragt, 80000 Mark ins Ordinarium, 30000 Mark ins Extraordinarium zu stellen. Mausen hält seinen Antrag, 100000 Mark in's C dinarium zu stellen, aufrecht. i..gnt#. Der Antrag Mausen wirv aogelehnt, der Antrag Stade, zu dessen Gunsten Westhoff seinen Antrag zurück92e der in Ste Rin Tio des zu haben, konnte er ob bebissen.) Am hrere Fuhrwerte wea machte en und Glüdk mußten zu 90 (Strett vergangenen nünftiger ∆ 905 egen 10jä id wurde von sclicher Weile erhebuich zu im Burgthor, els Barriere halten mit einem Pferde riger Knabe mit eint diesem über dem Linken Auge keise scheinen die erhaltenen Verlich in sein. der Turnhalle kam es einem wüsten Streit, trat, um Ruhe zu einen Schlag über den lang zertrenpte. Wirtschaft Nacht zwi 41. der vorein Verzielt er ihm Hiror will für die Abfuhr des Kehrichts einstweilen nichts bewilligen, sondern erst die Vorlage des Magistrass Zur Postion Volksschulen beantragt Stade u— längerer Begründung, die Kosten für alle Volksschulen auf den Kommunaletat zu übernehmen, sodaß die besondere Schulsteuer fortfiele. Dadurch würden die Beamten entlastet, dagegen die Forensen zu erhöhter Kommunalsteuer herangezogen. Alle Bürger müßten dann gleich sehr an den Schulsteuern teilnehmen, während jetzt die Evangelischen 43, die Katholiken 34, die Jnden 75, die Altkatholiken 70 Mark pro Kopf der Schüler zahlen müßten. Von mehreren Seiten wird diese Sache als noch nicht spruchreif erachtet. Arnecke warnt vor der Uebernahme der Schullasten, weil man nie wieder zurück könne. Hilbk: Warum denn die Beamten keine Schulsteuern zahlen sollten, und die Forensen mehr Kommunalsteuern. Die Aktiengesellschaften würden jetzt schon doppelt besteuert, einmal als Gesellschaft und das zweitemal in Gestalt jedes Aktionärs. 9. 8, Eäheum SchulMausen stimmt Hilva vei: Die hoheren Schuten hätten wir allerdings auf den Kommunaletat übernommen, da hätten wir aber auch etwas zu sagen, was bei den Volksschulen nicht der Fall sei. Ruppel: Wenn die Schulgemeinden ihr Defizit aus dem Gemeindesäckel decken könnten, würden sie nicht mehr so sparsam wie bisher sein, sondern lustig drauf loswirtschaften.„ Stade zieht seinen untrag zuruck und empfiehlt die Sache dem Magistrat zur Erwägung. ie Position„Beitrag zur Sedaufeier" will Lensing gestrichen haben. Er habe eine andere Ansicht vom Patriotismus, als daß er glaube, daß derselbe durch einen Festzug durch die Stadt und durch den Festtrubel am Fredenbaum gefördert werden könne. Wir hätten ohndies Feste genug in Dortmund. Es gäbe wohl keine andere Stadt, die die Kosten des Sedanfestes bezahle. Hilbck beantragt, über den Antrag Lensing zur Tagesordnung überzugehen. Er könne sich keine schbnere patriotische Sedaufeter denken, als die unfrige: Aufstellung aller Vereine auf dem Markte, Gesang und Rede. Stadtrat Sonnenschein: Die Stadt zahle für die Feier nichts anderes als die Musik. Tilmann unterstützt den Antrag Lensing. Er kommt auf den Kulturkampf zu sprechen und spricht die Ueberzeugung aus, daß der Sedantag für jeden Katholiken schmerzhafte Empfindungen wecke. Stade erklärt, daß er mit dem früheren Führer der hiesigen Centrumspartei oft Arm in Arm das Sedanfest geseiert habe.....: Stimmen a. Der Antrag Lensing wird gegen die Stimmen Lensings und Tilmanns abgelebnt..„....6 Wittmeck Darauf vertagt sich das Kollegium auf Millwoch Abend. Tagesordnung: Weiterberatung des KämmereiSillia. Aus Westfalen und Rheinland. Schwerte, 128. März.(Erhängt.) Der Schlosser F. vom Kamp, der vom hiesigen Schöffenger##### wegen Mißhandlung seiner Frau verurteilt war, hat gestern seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht.— Ebenso hat der Landwirt M. vom Bürenbruch, der als ein fleißiger und tüchtiger Mann galt, Hand an sein Leben gelegt. M. brannten vor einiger Zeit seine Gebäude nieder; dieses bekümmerte ihn so sehr, daß sich von der Zeit an Trübsinn und Schwermut einstellten. Geistige Umnachtung hat ihn zu dem schrecklichen Schritte gebracht. Niedermassen, 28. März.(Wahl.) In der am Sonnabend im Lokale des Herrn W. Lehn abgehaltenen Knappschaftsältestenwahl wurde der bisherige Aelteste Herr Ostermann von Obermassen wiedergewäblt. Mehrere Kandidaten hatten sich aufstellen lassen. Bei Gelegenheit obiger Wahl machte sich wieder das Bedürfnis eines größeren Lokales am hiesigen Orte geltend. Herr W. Lehn wird diesem Uebelstande abhelfen. Er ist mit dem gezogen bat, angenommen...„ 84762.8 Beim Kapitel Straßenreinigung bemerrt Hilva, var er gegen die Ausgabe von 180000 M. stimmen werde, weil Er. Kasithron.. u versprochene zia####ung bis jetzt, nicht gegepen habe. Heitmann wünsot Spezialisierung des Etats für Bromenaden usw.„„„ Bickhoff beantragt Abstriche an den Posttionen für Straßenunterhaltung, Grunderwerb usw. Stadtbaurat Marr: Diese Positionen seien naturgemät„mit der Entwicklung get Sinr, prizegg#ag#. Vor der Wirtschaft von Bosedom kam es in der voxvergangenen Nacht zwischen Rada; prüdern zu Thätlichkeiten, wobei es brutige scopfe absetzte und verschiedene Bekanntschaft mit Vater Siebecke machter, dem den ihr Mütchen nicht genügend kühlen konnten, Restaurant von Kl. Westwall hier stürmten erwüstungen anrichteten. Sie sitzen in Nummer die Lorbeeren für ihre Heldenthaten werden eitge ben. J.# versangenen Nachtn iK vus Prapigengn gach M dund ein (Raoauoruver erster Süte) sind jedenfalls Rehrüder H. und L. K. von hier, die, nachdem sie auf ###tenhellweg, Ahrnerplatz und Rheinischestraße an santen ließlich ind arge sicher und dnen nicht e (Zertrummert.) in der Rheinischen Straf briefkasten zertrümmert. (Berschwundener znter Quelle it dem 22. 1 sionen den Kopl Ferloren indessen so gu Wn## deckt werden konnen. Bis jetzt nicht eingetreten. (Hochstapler gesaßt.) leckmann ist es gelungen, am Seunnigene. durch ruchlose Dar undener Kaufma bören, nimmt an, daß Herr H...... kärz verschwunden ist, über größere#### lopf verloren dat. Sein Geschäftsstand son stig sein daß alle fremden Forderungen geie wir eus 1ue 999 lt zu stellen. kegiments und von ihm der gebeamten der BornEr ub Irbeitervierteln ten würde, wieder der el.,Burde, daß man den Kebr verfauten lasse. Er stellt den ur den Beamten der hiesigen und umliege Unterstützungen in namhaftem Betrage erschwin estunden wurden bei ihm noch namentliche ersten hiesigen Familien, die leider nun au leines Besuches veruichten müsen. Entpuppt tadt und srke sich I. Vorreeichnisse die Ehre ig der Stadt gestiegen. Nament er Grunderwerb werde immer schwieriger. wpas die krottoirs anbetreffe, so sei das Anwachsen dieser Position durch den Beschluß des Kollegiums bedingt, die Befestigung Trottoirs auf Rechnung der Stadt zu übernehmen. ickhoff zieht seinen Antros zurück. sensing: Die Reinigung der Straßen koste der Stadt ###000 Mark mehr, als Einnahmen erzzelt, würden. Er bittet, die ganze Position zu streichen. Fruher als jeder noch vor seiner eigenen Thür zu fegen hatte, seien die Straßen viel sauberer gewesen. Den Hausbesitzern werde mit der jetzigen Einrichtung keine Wohlthat erwiesen. Marx: Das Arbeitermaterial bei der Straßenreinigung sei sehr mangelhaft, auch sei die Straßenreinigung in Dortmund viel schwieriger als in anderen Städten, schon wegen der ausgedehnten Vorstädte. So lange Jeder für sich allein sege, sei er natürlich mit seiner eigenen Leistung sehr zufrieden, aber wenn es die Stadt mache, sei jeder unzufrieden.(Heiterkeit.) Habich kennt keine ungerechtere Bestimmung, als die Straßenreinigungskosten. Zweidrittel der Bürgerschaft sei dadurch benachteiligt. etzmacher macht darauf aufmerksam, daß man die son nicht ganz streichen könne, da die Stadt doch zum Reinigen der öffentlichen Plätze erheben müsse. Lilmann: Die Reinigung der Straßen werde von Monat zu Monat schlechter. Ist auch für Streichung Dr. Blankenstein kann sich diesem Antrage nicht aneßen. Man habe nun doch einmal die teuren Kehrinen angeschafft. Was man übrigens durch die streichung der Summen im Etat spare, das hole sich künftig, wenn die private Reinigung eingeführt sei, die Polizei durch Strafmandate von jedem Einzelnen wieder. Hilb!: So gut wie die Stadt kehre, könntens unsere Hausfrauen auch. Die Kosten der paar Kehrmaschinen könnten nicht in Betracht kommen. Ist für d Lensing. erselbe wird mit 21 gegen 20 Stimmen werden 15000 Mark für die Reinigung itze in den Etat eingestellt. Nus bedauert diesen Beschluß, weil nunmehr in frühere gräuliche Zustand kebricht in den Ecken der genehmigt. der öffentitrag, der Mtagistrat die Stadt nach wie und den bisberigen der Beaussichtigung würde der bestreiten können. tadtbaurat keine besseren es lieber ganz lassen. Wenn Sie uns Alles streiKosten der Abfuhr des demselben abbalten, 9.— Herne, 26. März.(Verschiedenes.) Die Scheune des Landwirts F. Bömebruch genannt Althoff zu Altenhösen, brannte vor ca. 14 Tagen vollständig nieder. Als der Brandstiktung verdächtig, wurde die Louise Zierenberg von hier verhaftet. Dieselbe war Dienstmädchen bei dem Beschädigten. Soweit wir in Erfahrung haben bringen können, hat die Genannte die That aus Rache ausgeführ und soll geständig sein.— Vagabondirend und stehlent trieb sich der 15jährige W. B. ungefähr 4 Wochen umher. Seine Verhaftung erfolgte in Horsthausen. Wie er eingestanden, hat er vor 8 Wochen der Ladenkasse des Metzgers v. der Horst hierselbst einen Besuch abgestattet und eine Erleichterung von ca. 100 Mark ihr zu Teil werden lassen. — Bei dem Landwirt Koppenberg hierselbst brachen Diebe in eine Stallung ein und stahlen ein Kalb im Werte von 50 Mark. Auch vor 4 Wochen waren dem Genannten ein kalb und 80 Hühner entwendet worden.— In letzter sitzung des Schulvorstandes der hiesigen evangelischen Gemeinde wurde folgendes beschlossen. Die Präparandin Fräulein Linden soll von Ostern ab in der untersten Knabenklasse aushülfsweise thätig sein. Die dieserhalb erforderliche Genehmigung soll höheren Orts beantragt werden. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung waren von geringer Bedeutung. Essen, 27. März.(Bei der Knappschaftsältestenwahl) drang, der„K. Vztg.“ zufolge, im ganzen Revier durchgängig die Liste der christlichen Bergleute durch. Die Anhänger des alten Verbandes siegten nur in einigen Sprengeln mit knapper Mehrheit. Köln, 28. März.(Stramm verurteilt.) Der Kaufmann Anton Cremer aus Neuß sagte beschäftigungslosen Personen einträgliche Stellungen zu und ließ sich für seine„Bemühungen Vorschüsse leisten, ohne jedoch seine Versprechungen zu erfüllen. Da mehrere erhebliche Vorstrafen vorlagen, verurteilte die Landgerichtsstrafkammer den Schwindler zu 3 Jahren Zuchtbaus. Vermischtes. Berlin, 26. März. Vor dem Schwurgericht stand heute das Dienstmädchen Sydow unter der Anklage, gegen ihren Dienstherrn, den Rentner Moritz Guhrauer, einen Raubmordversuch gemacht zu haben, und zwar gemeinsam mit ihrer Koufine, der verehelichten Wilke, und einem Helfershelfer Namens Eisert. Die Angeklagten gestanden ein, daß sie den Rentier Guhrauer, einen 77 Jahre alten wohlbemittelten Herrn, berauben wollten, leugneten aber, daß sie ihn, wenn es nötig gewesen wäre, hätten töten wollen. Am 13. Dezember wurde die That ausgeführt, nachdem die Sydow ihrem Dienstherrn einen 1000Markschein gestohlen hatte, den sie aber auf Guhrauers Drohung mit der Polizei wieder herausgab. Die Angeklagten überfielen den Guhrauer in der Wohnung, banden ihn an Händen und Füßen, schleiften ihn ins Schlafzimmer und deckten ihn, als er um Hilfe schrie, Bettstücke und Decken über den Kopf, so daß er leicht hätte ersticken können, wenn nicht Hausbewohner, von dem Lärm angelockt, gekommen wären und die Verbrecher gestört hätten. Der Mitangeklagte Ehemann Wilke hatte sich selbst bei dem Verbrdchen nicht beteiligt, hatte aber den scheußlichen Plan dazu entworfen. Die Beratung der Geschworenen dauerte über zwei Stunden. Um 8 Uhr verkündete der Obmann den Wahrspruch. Dieser verneinte die Schuldfrage wegen versuchten Mordes und sprach die drei ersten Angeklagten des versuchten Raubes für schuldig, den Eifert und die Wilke zugleich unter Bezahung des Nebenumstandes, daß sie sich zur Nachtzeit eingeschlichen und verborgen gehalten haben, aber unter Verneenung der #tage bezüglich der Marterung des Guhrauer. Diesen drei Angeklagten wurden die mildernden Umstände versagt. Den Ede am versu dernde Umstände ou. Die Sodom gi Diebstahls in drei Fällen für schnroig erachtet. Der Staatsanwalt beantragt gegen die Sydow 8 Jahre 6 Monate Zuchthaus, gegen Eisert 8 Jahre Zuchthaus, gegen die Angeklagte Wilke 10 Jahre Zuchthaus, gegen den Ede* giteen dir miitbethett, umgunee K -gemann Wille erklärte der Wahrspruch der Vei### ersuchten Raub für schuldig, billigte iom aber mile umstände zn. Die Sydow wird außerdem des Vereinstiumzudg, Heneriähg diese Strafen für einen Raubprreilt die Spdow zu 4 Jahren 6 Monaten, Eiserz,. 11. 6 Jahren, die Wilke zu 6 Jahren Zuchthaus,, ven## sagten Wilke zu 3 Jahren Gefängnis, aue 2 Angeklagten mgleich zu den entsprechenden Ehrenstrafen. —.—(Hie Untersuchung gegen pock und Fritz Erbe) vor dem Landgericht in Magdeburo wegen Ermordung der beiden jungen Damen Karsten und Klages dürfte sich noch auf weitere vier Verbrechen erstrecken, die von dem Mörderpaar ebenfalls gegen junge, #ellensuchende Mädchen verübt worden sind. Der Magdedurger Kriminalkommissar Herr Schmidt entwickelt nach #eser Richtung hin eine fieberhafte Thätigkeit, und es sind an alle Polizeibehörden des In= und Auslandes Anfragen ergangen, was für Mordtbaten und, Verbrechen in den letzten Jahren unentdeckt geblieben sind. Man nimmt an, daß die Buntrock und Erbe, welche den Mord der Karsten und Klages bereits einräumten, noch weitere Morde auf dem Gewissen haben. Das von der B. gebene Geständnis kann als ein qualifizier#### nicht angeoden werden; die verübten Mordthaten, deren sie geständig ##. hat sie unter dem Drucke der schweren, gegen# prechenden Belastungspunkte einräumen müssen. Bei allen ehren Vernehmungen gewinnt man den Eindruck, daß sie noch mehr auf dem Herzen hat, aber sich scheut, mit einem immer noch hartnäckig leug Fragen des Untersuchungsrichters, aus welchen er weitere belastende Punkte„noch zu erwarten scheint. Im Aebrigen bleibt dieser Verbrecher aber dabei, daß er bei den Ermordungen der Karsten in Neuhaldensleben und der bei Eschede nicht dabei gewesen sei. In den nächsten Tagen sollen dem Erbe in der Klagesschen Mordsache eine Anzahl Zeugen gegenübergestellt werden, die ihn in Gesellshaft der Buntroa und der Felages vei Eschede gesehen Amsterdam, 24. März. In einem Laden an der Vlen der Keitersgracht, und der Huidenstragt barst am senstag Abend ein Faß Benzin mit jurchtbarer sirkung. Ein förmliches Flammenmeer ergoß sich nach gußen, das benachbarte Eckhaus brannte innerhalb weniger Stunden vollständig aus, in einem gegenüberliegenden Möbelmagazin sprangen sämtliche Fensterscheiben und zwischen sei umgebenden Häusern ving nach wenigen Stunden nur noch der obere Teil des Giebels des Hauses, in dem die Evplosion stattgefunden hatte. Die Erschütterung war # stark gewesen, daß an beiden Seiten der Straße bis zum neunten Hause die Fensterscheiben sprangen und die Uhren Eill standen. Bis jetzt sind 6 Tote ermittelt, darunter die Frau des Ladenbesitzers, ferner eine 88 jähr. Frau, die im 4. Stock wohnte, und eine Nachbarsfrau, die zur Ausbülfe im #adenverweilt hatte. Unter den brennenden Trümmern sah man einen Mann, der vergebliche Anstrengungen machte, sich zu retten, ein Gasarbeiter zog ihn mit eigener Lebenszefahr heroor, zwei Knaben, die im Augenblick der Exploson gerade am Laden vorbeigingen, wurden an das gegenberliegende Haus geschleudert und für tot wengetragen. Die Verwundungen sind teilweise so schwer, daß die Zah# per in Folge dieses Unfalls Gestorbenen noch erhev### steigen wird. Da die Frau des Ladenbesitzers tot ist, wiro die Ursache des Unglücks kaum mehr festzustellen sein. Man nimmt an, daß sie mit dem Lichte dem Benzinfasse, das leck war, zu nahe gekommen ist, Wäre nicht zufällig eine Feuerspritze, die vom Löschen eines anderen Brandes des Weges kam, alsbatd zur Stelle gewesen, so wären die Verbeerungen jedenfalls noch gräßlicher geworden, London, 27. März. Gestern haben fünf Dampfer den Versuch gemacht, den Schnelldampfer „Eider abzubringen, jedoch vergeblich. Die Bemühungen vollen morgen Vormittag 10½ Uhr bei der Hoholt werden, wenn der Wind günstig ist. Die Taucher saben den Hauptleck verstopft. Leiste Nachrichten und neueste Pepeschen. Berlin, 27. März. Aus Anlaß des 800jährigen Geirtstages von Amos Comenius hat heute Mittag im Festsaale des Rathauses eine Gedenkfeier stattgefunden, elche die Berliner Lehrerschaft veranstaltet hatte. Der saal war prächtig geschmückt, an der Ostwand stand die das Panzelschiff„Lavas und Mi, Friegsschaluzeer##en sind vollständig verhrannt. Mevzere, Schife mußten das Land laufen, andere wurden in die Luft gesprengt, um 58 und für weißes Stableisen Mik. Die Lage des Walzeisengeschäftes bat Ke eezen di woche zu ihrem Vorteile verschoben. In Glabeisen lebhafte Nachfrage und es wird zu festen„#.#.. Petroleums. ist niemand zu eine ungeheure berechenbar. Kousiwrr Tode gekommen. Panik. Die Matrosen nen. In Verluste der Stadt berrscht sind vorläufig unMarschau, 28. März. Unweit der Station Chelm wurde der Postwagen des Eisenbahnzuges der Weichselbahn unbekannten Missethätern sämtlicher Geld- und Wertsendungen beraubt. Der Schaden beträgt angeblich 0chch bubel. 28. Mär, Der Versuch, den 47.00—49.00.— die Vorzn herrscht lebbafte Nachfrage und es wird zu feiten Pretsen verzauft. Bandeisen ist ebensauls gut begehrt, dagegen vo: ergrg## frage für Winkeleisen noch wenig zugenommen. liegen still. Grobbleche sind gut gefragt, während in Feinblechen noch immer drückende Stimmung zu Tage tritt. Drabtgescha# oie Beschäftigung nicht überall eine gleiche. Ueber Maschinenfabriken un äft ist die Maschinensaoriken ssengießerzien ist Dampfer in Bezug auf Neu=Aufträge auch heute noch nichts K opleumarkt. Die Zurückbaltung der Verbraucher zu Abschlüssen besteht noch fortgesetzt und bei den gegenwärtigen milden Witterungsverbältnissen ist ozce, Bchz, en erwarten, daß sich der Bedark an Hausbraus gtztezwärtiggtz werde. Im übrigen ist die Abneigung den Preisnotierungen gegenüber noch keineswegs ggpichen,## folge dessen ist das Interesse zu längeren Abschlunen aus geringerem Maße vorhanden. m ist 4 in geringerem. Beranninn,„. der lokalen Dortmund, 29. März. Die Sitzungen unserer Stadtverordneten sind seit der letzten Wahl und der neuen Steuereinschätzung recht bewegte geworden. Gestern war sogar ein kritischer Tag erster Ordnung. Die Stadtverordneten hatten die besten Absichten, das Defin des Kämmereietats herunterzubringen, und es gelang ihnen, das Defizit 123000 Mark zu verringern. Herr Bürgermeister Arnecke beschwor allerdings das Kollegium, nicht von den Prinzivien einer gesunden Finanzwirtschaft abzugehen. Aber das Kollegium scheint in diesen Prinzipien, welche darin bestehen, die Einnahmen möglichst niedrig und die Ausgaben möglichst hoch in den Etat zu stellen, ein Haar gefunden zu haben. Man meinte, da der Reservefonds boch genug sei, so sei es nur eine Gefahr für die Stadt, wenn sie zu viel Geld habe; wer viel habe, gebe viel aus, das hätten die Etatüberschreitungen früherer Jahre gelehrt. So machte sich also das Kollegium daran— dem Ergebnis früherer Jahre entsprechend— statt 80000 Mark 80000 Mark aus den Erträgnissen der Zölle ins Ordinarium einzustellen. Das war eine Verbesserung des Etats um 50000 Mark. Ferner strich man die ganze Position Straßenreinigung, welche der Stadt 69000 Mark mehr kostet, als sie einbringt, und stellte statt dessen 15000 Mark für die Reinigung der öffentlichen Plätze ein. Waren schon wieder 54000 Mark. Hierzu die neulich am Polizeietat gestrichene Summe macht zusammen 122000 bark. Nach dieser erstaunlichen Leistung vertagte sich das Kollegium auf Mittwoch. Bürgermeister Arnecke bat 1: Herren allerdings dringend, doch noch da zu bleiben und auch gleich den Kommunalzuschlag festzusetzen, aber die Stadtväter meinten, sie wollten's sich doch erst mal reiflich überlegen, wie sie die gestrichenen 122000 Mark am besten verwerten wollten. Mit dem früher beliebten Durc peitschen des Etats scheint es ein für alle Mal aus zu sein. (Das Ergebnis der Knappschaftsältestenwahlen im rheinisch= westfälischen Kohlenrevier) hat bedeutende Erfolge des alten Verbandes ergeben. Die Anhänger desselben wurden gewählt in Dortmund, Barop, Lindenhorst, Eichlinahofen, Gelsenkirchen in 6 Sprengeln, kAltenessen in 2 Sprengeln Es war das erste Mal, daß eine freie Wahl erfolgte; bisher hatte der Vorstand das Recht, sich aus 8 Gewählten den ihn am geeignetsten Scheinenden auszusuchen, während jetzt als gewählt gilt, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt; die übrigen zwei gelten als Geboren: Herr Friedr. Hilger Elberfeld ein Sohn. Herrn arust Lewinger in Köln ein Sohn. Herrn lpotheker Gust. Becker in Köln eine Tochter, Herrn Dr. med. Schüll in Köln eine Tochter. Herrn Hauptmann von Gerstein=Hohenstein in Koblenz eine Tochter. Herrn Clem. Schmidt in Elberfeld eine Tochter.„aI.,### Verlobt: Frl. Marchen Koch in Prüm mit Herrn Jos. Müller in Münstereifel. Frl. Therese Emmel mit derrn Hans Heppert in Bonu. Frl. Maria Lienes in Barmen mit Herrn Otto Wittich in Gelsenkirchen. Frl. Sophie Müller in Keldenich mit Herrn Hubert Schätges in Mayen.. Verehelicht: Herr Ed. Schleicher jun. in Rotterdam mit Frl. Maria Floeren in Neuß. Herr Friedrich von Lade in Geisenheim mit Frl. Hedwig Molenaar in Crefeld.„ig, Gag. Gestorben: Hexr###. Togamp in Essen, 41 J. Frl. Franziska Karoline Braun in Korn, 80 J. Herr Daniel Lürig in Köln, 74 J. Herr C. H. Baumdabl in Köln, 84 J. stabsarzt Fr. Breithaupt in Düsseldorf 52 J. Herr Ang. Gräfinghon in Königswinter, 75 J. Frau Phil. Winkler Een. in Kreuznach. 67 J. Die für die Herstellung der verlängerten keirchenstraße, zwischen Grün= und Schützenstraße, erforderlichen K..214 Erd- und Befestigungs-Ar sollen im Wege der öffentlichen Ausschreibung verdungen werden. Nr. 6/7, gegen Erstattung n Termin zur Eröffnung der eingebenden Angebote, welche versiegelt und mit Bezeichnung des Inhalts versehen sein müssen, wird im Stadthauam auf den 7. April 1892, morgens 11 Uhr, ganz Stellvertreter. Einen besonderen Einfluß auf die Verwaldie Saal, wax prächtig geschmückt, an, der#ewand stand,# Kolossalbüste von Comenius. Der Minister vatte sein Ausbleiben wegen der Parlamentsverhandlungen entschulbigt. Der Sängerchor der Lehrerschaft eröffnete die Feier. Die Festrede bielt Prof. Pappenbeinr, gr. gzan Las.ich Berlin, 28. März. Die Centrumsfrattion des Freichtages hat in ihrer gestrigen Sitzung einstimmie beHlossen, die Forderung für die Kreuzerkorvette K(erste ate 2 Millionen Mark) ebenso wie bei der zweiten Lesung szulehnen.(Aba!) Prag, 28. März. Bei der gestrigen feierlichen Ent.„ dr Commenins.=Büte unter sehr Grzger, Peitet zung der czechischen Bevölkerung, hielt Profegor Matue# eine Rede. Interessant ist der Ausspruch des Redners# # habe seit der Schaffung der Welt nur drei große Männer gegeben:Sokrates, Christus und Commentus. Paris, 28. März. Bisher ist noch keine Spur von ### Verbrecher gefunden und die Einwohnerschaft, die doeren Attentaten gegenüber ziemlich ruhig gelieben ist, beginnt ungeduldig zu werden, teils wegen der AUgemeinen Gefahr, teils weil die Fortsetzung der Attentate den Fremdenbesuch verhindern und zahlreiche Abreisen zur Folge haben würde. Wenn Ravachol wirklich das Verbrechen in Saint Germain begangen hat, so scheint die Folgeoung zutrefiend, daß er auch das Jletzte verübt habe, za Benoist in demselben Prozesse gegen die Anarchisten Vorsitzender war, in welchem Bulot die Staatsanwaltschaft vertrat. Die Presse wendet sich meist mit großer Erbittezuung gegen die Anarchisten, die bedroht werden, daß Paris zei Ergreifung an ihnen Lynchjustiz üben werde. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß, wenn auch nur die That eines einzelnen vorläge, doch der gesamte Anarchismus zur dadurch möglich geworden sei, daß die Regierung seine Verbreitung und die Anpreisung der Provaganda durch die That gestattet habe. Regierungsfeindliche Blätter werfen der Regierung vor, daß die Polizei sich sowohl bei der Verdatung als bei der Entdeckung der Verbrechen ganz ungenügend erweise; dabei fallen deutliche Hinweise auf den Mai, wo es noch ganz anders kommen könne. Daraus ird gefolgert, daß Constaus zurückberusen werden müsse, denn Paris sich überhaupt der Ruhe erfreuen solle. Die konarchisten dagegen werfen der Regierung vor, daß sie Thatkraft auf die Verfolgung der Priester verwende dabei der anarchistischen, ungleich bedrohlichern Gefahr et die entsprechende Aufmerksamkeit leihe. Die Haltung radikalen Blätter, wie„Justice, ist gezwungen. Sie den von den Verbrechen möglichst wenig Lärm zu machen, u ste befürchten, daß durch sie die Stellung derjenigen istigt werden könne, die die Gefahr von der Linken der kennen wollen. Die Eindr myl Wi(eigeru. ins zun tung der Kasse werden#n Verbändler durch diese Wahlen auerdings noch nicht erlangen, da die Gewertenvertretung der der Arbeiter das Gegengewicht hält. (Vom 1. April ab segt Jeder wieder vorseiner eigenen Thür), die Kehrmaschinen werden als altes Eisen verkauft. So hats das Stadtverordneten=Kollegium gestern beschlossen. Die Bürgerschaft wird die Kunde mit gemischten Gefüblen aufnehmen. Sehr richtig wie..# darauf bin, daß wir wieder die früheren gräu ichen Hununde auf den Hösen der Arbeiterviertel bekämen, wenn die Stadt den Kehricht nicht abfahre. Hoffentlich wird das letztere beschlossen werden. Am schlimmsten sind die 80 Kebrichtarbeiter daran. Sie stehen zum größten Teil übermorgen (Das Kennen iu Dortmund) findet am 1. Mai, bmittags 8 Uhr statt. Es findet statt: 1. EröffnungsAm Donnerstag, 31. März d. und folgende Tage, morgens 10 Uhr aufangend, werde ich im Auktionslotale des Wirts Böllhoff zu Dorstfeld: einevollständige Ladeneinrichtung, als: Theke, Reale, Schaufensterkasten, 1 Waage, 1 Ofen, 1. eine Kommode, 1 Tisch, 2 Nähmaschinen, 1 Kauarienvogel mit Kord, einen Messingkessel, 1 Kaffee=Serviee. eine große Menge Warenvorräte, bestetzend in Kleiderstoffen aller Art, Buxkins, Bettzeugen, Bettsedern, fertigen Kleidungsstücken, wollenen Unterjacken, Wollgarn, wollenen und leinenen Hemden, Strämpfen, Tischdecken, Korsetts, diversen Stücken Leinewand, Taschentüchern, Unterröcken, Regenschirmen, Shlipsen, Vorhemden, Schürzen, einer großen Partie Kurswaren und sonstigen Sachen Aentlich meistvictend zwangsweise gegen Barzahlung versteigen. Dortmund, den 28. März 1302. Menke, Der Aushub aus den städtischen Klärteichen bei Deusen soll der in einzelven Hauie, veg Paxzézt.eu Or, u 66 6 Sonnabena, den J. Rptie vo., Raumirlngs& Uhr, unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen verkauft werden. ovtimung ben Der, Magistrat: Arnecke. Gesertschafts=Spiel der 6. Marienburger Geld-Lotterie. am 23. und 29. April. 142 001 bis Nr. 326 bis 535, Nr. 21610 bis 19, Nr. 185129 bis 35, Nr. 199376 bis 5, Nr. 142026 bis 53, kostet 8½ Mark. Außerdem empfehlen einzelne Originallose à 8 Mark, halbe à 1,75 Viertel à 1 M. Postbestellungen sind 25 Pfg. für Porlo und Gewinuliste à 3 M. und Stettiner Lose# 1 Schulte& Bartels, Dortmund, Brückstr. 35. In einer Bäcks ei und Konditorel, in welcher der Meister stets mit arbeitet. wird ein 2079 Krh 59 h 71 Näheres zu erjahren in der Geschäftsstelle d. Ztg. Duchsinderiemtung gesucht. Reinoldistraße 3. 2044 Sohn achtbarer Eltern, der Sut hat, die Konsertein flachrennen(Preis 180.); 2. Senne=Parforce=Jagd=Rennen(Ehrenpreis und 400.): 8. Dortmunder Jagdrennen (Preis vom Unionklub 1000.): 4. Offizier=Steeple=Chase (Ehrenpreis und 500.): 5. Verkaufshürdenrennen(Preis 500.). Rennungsschluß am 22. April. (Der kritischste Tag des 19. Jahrbunderts.) Der gestrige Tag sollte nach Falb's Theorie sich zum kritischsten aller kritischen Tage nicht nur des ganzen Jahres, sondern des ganzen 19. Jahrhunderts gestalten. Dieser „kritischste werde alle seine mehr oder weniger kritischen Vorgänger an Witterungs=Schrecknissen weit hinter sich zurück lassen, d. h. mit einem Wort ein kritischer Ausbund ein;— so meinte es wenigstens Rudolf Falb. Ob er Recht hat, läßt sich heute morgen noch nicht überseben, so viel steht aber schon fest, daß der gestrige Tag ein wüster Geselle war. Hier in Dortmund herrschte bis in die Nacht hinein ein wildes Schneetreiben. Eine Depesche aus Berlin meldet: Nachmittags 6 Uhr. Hier ist soeben ein Gewitter ausgebrochen und die Telephonleitung eingestellt. (Falsches Geld.) Falsche 20 Pfennig Nickelmünzen und Blei sind im Umlauf und auf verschiedenen Stellen angebalten worden. Also Vorsicht. Kren#. (Falsches Gerücht.) In der Stadt verbreisete#c gestern morgen das Gerücht auf der Pabl'schen Gummtfabrik habe eine Kesselexplosion stattgesunden, welches sich jedoch glücklicherweise nicht bestätigt hat. Thatsache ist um, daß ein Arbeiter mit der Hand zwischen zwei Walzen geraten ist, wodurch er sich eine starke Quetschung zuerzogen hat. Am Donnerstag, den 31. März, morgens 9 Uhr anfangend, werde ich in 2072 Brackel im Lokale der Frau Witwe Schübbe einen großen Posten Bukskius, Kleiderstoffe, Bettmöbel, Kattnne, Blaudruck, baumwollene Hosenstoffe, Cassinets, englisch Leder, Leinen und sonstige Manusakturwaren meistbietend gegen Bar, ELgt Gerichtspollzieher, Briefkasten der Redaktion. E. D. Die Redaktion hat mit Drucksachenanfertigung nichts zu thun. Wenden Sie sich an die Firma Fr. Wilh Rubfus, Königshof. Handel, Gewerbe und Verkehr. Verein „Einig Deutschland“, Dortmund, Hotel„Märkiscker Hof“, Brückstr. 66. Beden Dienstag Abend 8½ Uhr im reservierten Saale: Zusammenkunft. Freunde und Gönner des Vereins willkommen.(Adepte gern gesehen.) Sonntag abends 7½ Uhr: Susammenkunft mit Damen. Gäste willkommen. 875 fer Aorstant. Ausverkauf. Wir offerieren in ff. Ware zu ermäßigten Preisen: 2066 Sardinen in Oel ½ Dose 60 Pfg., 1/1 Dose 100 Pfg. N. Kronen-Hummer à Dose nur 150 Pfg. f, amerik. Fummer à Dose nur 120 Pfg. Nl. Appatit-Sild &à Dose 70 Pfg., bei Abnahme von 5 Dosen je einer Sorte per Dose 5 Pfg. billiger. f. Häring in Gelee 8 Pfund Dose nur 240 Pfg. ff. Brathäringe in Kübeln ca. 22—24 Pfund schwer, ca. 60 Inhalt nur 8 Mark. fl. Elb-Caviar à Pfd. 0,50 M. fl. Ural-Caviar à Pfd. 4,50 Mr. Hams. Vischeompagnie Brückstr. 40, Rheinischestr. 33, Ostenhellweg 23. ein Wenn wir in unsern.#n#sten Perichten„von etwas perden, wegen Weazuas,„ 2000 lebhafterem Wander auf dem rheintsch=weitfälischen Eiseg:#ämmtliche 8ticereten che sich iv der Be, zu heruntergesetzten Preisen verkauft. F. Dierdemann, ertageichtt sisen- und Kohlenmarkt. beiden letzten Berichten von etwas Bis zum 13. Spril perden, wagen Miouungs Costumes=Confektion von"„ 2079 Otto Marxin Unna offeriert die neuen angl. Costumes für 36, 40, 45 bis 50 Mark. Auswärtige Anbrobe innerhalb 2 Stunden. Fast neuer einspänniger Rollwagen zu verkaufen.„„ 2021 Stellmacher J. Kruse, Hörde. markte melden konnten, so sind wir auch heute wieder der angenehmen Lage, die Resullate, welche nich in der Bei* digende bezeichnen zu können. bessere asworden ein Die Stadt steht noch fortgesetzt unindruck des ungewöhnlichen Schregtens, zumal ttage Gerüchte über neue aber rechtzeitig verynawitanschläge umliefen. Eine besondere lung vor## Polizisten ist zur Ueberwichung mehrerer abgesendet worden, worin Anarchiften und andere dächtige Personen Versammlungen ahzuhalten pflegen. öffentlichen Gebäude erhielten heute militärische Bedung, die Häuser, worin richterliche Beamte wohnen, den gleichfalt: Tag und Nacht polizeilich bewacht. Trotz der eifrigsten Nachforschungen ist bisher von den Uradern des Opnamit-Anschlages noch keine Spur gefunden sorden. Die Polizei bezweiselt nicht, daß eine vollständige Organisation der Anarchistenpartei besteht, der auch Geld dr Verfügung zu stehen scheine. Rorzelene, 28. März. Ein jurchtbarch Feuersist pruir im Hafin ausgebrochen. Die Korbette#„Curia, die Dampfer„Castilla:„Avosko“.„Swetta"„Jams“, richtswoche ergaben, als verriedi Die Nachfrage ist eine merklich bessere geworden vielen Stellen scheint der Verkehr ein gesunderes entschieden anbahnen zu wollen. In Erzen haben etwas besser gestaltet. Einer regeren ktuierung von Abschlüssen gefolgt. Die Preise sind dieselben geblieben, wie aus folgende M. 10—11,20, nassautscher Roteisenstein mit 50 Proz. Eisen Mk..10—.20. Zuxemburger rote Minette mit 40 Proz. Eisen M..20, gelbe mit 88 Proz. Eisen M..40—.50, graue M..60—.90.— Der Robeisenmarkt dat seinen konstanten Charakter beibehalten. Spiegeleisen war gut begehrt und hatte neunenswerte Abschlüsse zu verzeichnen; auch Puddel= und Gießereieisen fand mehr Interesse. E# wurden für Roheisen in letzter Woche die folgende Preise notiert: Spiegeleisen mit 10 bis 19 nungan Mark 56, Qualitätspuddelroheisen„Kr 50—51, Nr. 2 M. 47, Siegerlander Lusliatsvi eisen M. 47, Gießeretroheisen Nr. 1 M. 66, Nr. Thomaseisen M. 50, deutsches Bessemereisen Kuckelke 2. Sonntags geschlossen. Steder-Koktamatchen Uhr, mtags rden prompt und tigt von mittags 12 inds von 7 Uhr sonun Tag., afrah, 9. Driedricht#### part. ½ bis. 2 1 und Conn StederReklamationen Dortmund, Kirchenstr. 50, 1 Tr. Die Aehgr zu erlernen, findet Stelle. Näheres in der Geschäftsstelle. Auf sofort oder zu Ostern wird Lehrling gesucht, der zum Anstreicher- und Malergeschäft Lust hat. 1988 Näh. in der Hauptagentur des Gen.= Anzeigers in unia. Fuhr:, Ackerka ne u. Madchen k. Stelle erb. 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Seuser Eri." n Bamen-Schecten endet Sonntag, den 3. April. Erbßartige Auswahr in Kleider stönen, Beitwauren, Kattünen. Elegante Kinder-Mäntel und Kleider. Fertige Herren= und Knaben=G Vortmund, Bruastt.: Standesamt Dortmund. Vom 26. März. Geburten. 1 Sohn: BuchdruckereiBesitzer Louis Crüwell, Arndtstr. 15. Fahrmann Wichael Rasche, Kielstr. 22. Werkmeister Ferd. Ruhrort, Paulinenstraße 1. 1 Tochter: Berginvalide Heinr Becker Heckenstr., 1. Gastwirt Friedr. Roling, Brückstr. 22. Schlosser Albert Schmudde, Leopoldstr. 38. Polier Friedr. Busche, Brüderweg 65. Arb, Klemens Brauck„Rheinischestr. 128. Fabrikarbeiter Wilb. Droste, Baumstr. 18. Schreiner Heinr. Gerling, Neueradstr. 10. Aufgebote: Kaufm. Aler Schütte mit Karoline Möller in Wellinghofen. Bergm. Wilbelm Iserlobe mit Witwe Spang, Wilbelmine geb. Börde in Lütgendortmund. Ebeschließungen: Fabrikarbeiter Friedr, Rathke mit Julie von der Nahmer Heil. Gartenstr. 36. Expedient Julius Diehl mit Elfriede Buschbeck, Rheinischestraße 79. Fabrikarbeiter Peter Dorowski mit Auguste Falkenbach, Westenhellweg 129.„Rangierer Julius Heuwinkel mit Elfriede Neuhaus, Steinstr. 56. „Sterbefälle: Taglöhner Martin Koretzid, Annenstr, 7, 48 J. Fabrikarbeiter Josef Beger,„Sunderweg 60, 52 J. Anna Jaxops. Alteradstraße 7. 1 J. Lokomotivführer a. D. Wilhelm Freudel, Lindenstr. 47, 49 J. Schode Bekanntmachung. letzter Zeit werden mir vielfach Loonpescheinigungen 2c. ohne Anschreiben übersandt. Ich sebe mich daher veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß Berufungen gegen die Veranlagung zur Einkommensteuer in ordnungsmäßiger Form schriftlich oder zu Protokoll bei mir einzulegen sind, und daß ich Lohnbescheinigungen 2c., welche ohne Anschreiben bei mir eingehen, nich als Berufungen anseben, vielmehr den Einsendern zurücksenden werde. Dortmund, den 24. März 1892. Der Vorsitzende der EinkommenNeuer=Veranlagungs=Kommision. Waslé, Stadtrat. Bekanutmachung. Am Mittwoch, den 30. d.., „vormittags 9 Uhr, werde ich Kuckelke Nr. 1, hier, 2074 1 vollst. Bett und verschiedene Mobilien 2e. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zwangsweise versteigern. Hutscher Gerichtsvollzieber. Bekanutmachung. Am Mittwoch, den 30. d.., morgens 9 Uhr, werde ich mein Geschäftslokal, Thomasstraße 4, im Auftrage des Konkursverwalters Herrn Rechtsanwalt Bodecker hier, die zur Konkursmasse Koloschinsky gehörigen als zweiselbaft bezeichneten Forderungen össentlich meistbietend verkausen....—. 2068 Dortmund, den 28. Märs 1892. Singor, Gerichtsvollzieber. Reelle Offerte. Heist.-Hell. 5 Ctr. 20—23-4 KAS6, Heist.-Edamer„ 35-29„ Ssesww, Holst.-Limb.□, 22—25— ab hier gegen Nachnahme empfieblt Bschwarzlos Ww. Neumänsteri Probepostcolli: 10 Pfd..00—.40., 350—.70 M. u.20—3,40 M. frko. dort. Rekkammtmmohung. Die Eröffnung des nördlichen Stadt=Bades findet am I. 1 vog, da ab bis zum 1. Mai von 7 Uhr mongens bis 1. Mai bis 1. Oktober von morgens 5 Uhr bis abends sens sein. folet:###iwendeg, Aaumamhängn und rscanbe Johres Tattuun des uöedlichen Stadt=Bades Andet am 1. April 99t. Die Anstalt wird 8 Uhr abends und vom) 9 Uhr zur Benutzung offen sein # werden verahfolgt: Schwimmbäder, Wannenbäder und außerdem auch billige Brausebäder zu den unten verzeichneten Preisen. 15. Mit Ausnabne der Sonn= und Festage bleibt das Sowimmbad raglich von morgens—11 Uhr und ebenso am Mittwoch und Samstag nachmittags von—5 Uhr ausschließlich den Damen zur Benutzung vorbehalten. Die Wannen= und Brausebäden werden sowobl an Herren all auch an Damen abgegeben, solange die Anstalt zur Benutung geöffnet Ist. Don See“; Zass EFichgeren, befindet sich links, die Abtellung shr Damen halbe Stunde vor Schluß der Badezelt werden Badekarten nicht mehr ausgegeben. mitags ab geschhopn= und Fästagen wird das Stadtbad, von 1 Uhr nachwrtride Sasei heainsehete prsbeicht Putr un und Freitas von.-11 Uhr. Daman soll ertelt worden des Dienstags Die Preise der Bäder betragen 1 S. bzsssa 5) für das Schwimmbad: 1 Jahresabonnement für Erwachsene Mr. 20.00, für Schüler Mk. 1 Sommerabonnementskarte für„„ 15.00, 1 Winterabonnementskarte Dutzendkarten Einzelkarten Erleilung des Schwimmunterrichts 1 Wannenbader I. Klase: Dür bos 2.„ II. 10.00, ".00, ".50, " 10.00, jür das Waynenbad; Dutzendkarten Mk..00, 455, e) für das Brausebad beträgt der Preis 10 Pfg. für 1 5 Pfg., besonders zu vergüten. 1000 .50 .00 .00 025 .00 Einzelkarten Mk..75 "*" 050 Im Allgemeinen wird bemerkt, daß die für die südlichen Badeanstalt Dortmund, den 24. Mäcz 1892. Der Magistrat. Arnecke K * echung. Am Mittwoch, den 30. d.., vormittags 9 Uhr, werde ich im Pfandlokal beim Wirt Batben, bier, Westenbellweg. öffentlich meistbietend zwangsweise gegen Barzablung versteigern. Dortmund, 26. März. 1893. 2092— Singor, Gerichtsvollieber. Ein starke Ziehkarre, eine Dogonebst Junge billig zu verkaufen. 2048 Gräderweg 54. JoUs-Mark werden gegen fünffache Sicherheit sofort zu leihen gesucht.„„ 1991 Selbstdarleiher wollen sich unter 70 an die Geschäftsstelle dieses Blattes wenden. ein-uL. Reubeste Gute Ia. Magnum bonum-Speisekartoffeln, Luzern= Kleben verkauft in Waggonladungen unter Garantie billigst C. Rudi aus Stuttgart, zur Zeit„Rbein. Hof“, Dortmund. Mitewöch, den 30. Marz er. RUSTÖ““ Kusverkauf. Rosb Ar 8o. P We. aus Weizen, Roggen und fft. Maismehl ist das beste Brot der Neuzeit. 009 Detail=Preis ,7½ Pfund 1 Mark. Hammer Brotfabrik. Hamm i. Westfalen, Von heute ab bis zum 31. ds. Mts. arösser-Kusverkauf wegen Umbau. en Ad 2 zu geben Herrenhüte, steif u. weich von 1,50 M. an. Kunurmandennute von 1,00 M. an. Kinderhüte von.50 M. an. Bergmanns-, Bahn- und Vereinsmutzen von 1,79 M. an. Kindermützen von.40 M. an. Hegenschirme für Lanest und Herter von.20 M. an. Glagehandschuhe, Shlipse, Kravatten sowie sämtliche nicht aufgeführten Waren bedeutend unter Preis. Achtungsvoll Herne. C. Schluckebier. 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Verantwortlich für die Redaktion: Karl Richter, sämtlich in Dortmund se llis man als estes und biligstes Mittel stets im Fass haben Frepart bei rahtaaliger Ansadung am Blainen viele Schmersen. WIrHSAmGF“ uns Anber-ur geröcheter aufgestribchebt er und Lieblinge besing angfehlen! ### pendoss nur 25 und 50 Lags zurichend, Erhaltlich i. Dorti###. b. Striek. Schm in& Cree: