Ueberblick über die miliLage. Insbesondere betsfragen des Ostens. Aus s Gauleiters sprach die des sich immer deutlicher Endsieges, der dem deutihm zukommenden Platz s europäischen Kontinents tien, die der Gauleiter für den Wochen gab, wurden h Fachreferate des Gaufranke, des Landesinn, des Leiters des s Dr. Klasmeier und Landesarbeitsamtes. ussprache klang die Tagung t des Stellv. Gauleiters Auf dem letzten Schweine. 00 Ferkel angefahren. Es alte Ferkel 16—20 RM., —25 RM. Der Handel Rückstand verblieb. v. Selbstmord. In einem Umnachtung hat sich in hriger pensionierter Postder alte Mann, dessen Eheühjahr verstarb, fühlte sich k und hinfällig. und da er muß er trübsinnig ge* B e w e g u n g AF. Heute(Dienstag) 20 1/281, Büren. Für alle st heute(Dienstag) um 20 r Aufbauschule. Die Werkaterial dazu ist mitzubrinauch die letzte Abgabe der ldaten. Reuber, Lippetadt; ver eimatlichen und Anzeigenteil: ; Verlag und Druck: C. Jos. uns, Lippetadt. r. S vom 1. Jan 1941 gültig.) tion für das rruchnahme. Burei jedes unerlaubte Verlassen rtspolizeibehörde zu melden. ng gegen die Bestimmungen it ein Zwangsgeld bis zu zu 3 Wochen, angedroht. ulden oder Unterlassen Zivilen Volkstums einen Verstoß ordnung ermöglichen, können sen werden. Woche nach ihrer Verkündung meine Polizeiverordnungen d vom 14. 6. 1940(R. A. Bl. rordnung vom heutigen Tage Frhr. von Oeynhausen. cht! Der Landrat. wichtig ist: die Eier können jeder: h eninammen und uugelent werden! n Wurf 6 Wochen alte Hertel verkaufen. aner Kersting, Hegensdorf. e„ Keschschsce le ce e besesce shesche Betriebsstörung usw besteht kein Anspruch auf Lieferung und Rückzahlung des Bezugspreises Anzeigenpreis: 1 mm boch 46 mm breit 5 Pfg kleine Anzeigen nicht geschäftlicher Art bis 25 mm Höhe 4 Pfg. Textsvalte 1 mm hoch und 68 mm breit 15 Pfg. Bei Konkurs und Zwangsvergleich erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß. Gerichtsstand für beide Teile Amtsgericht Büren Verlagsort Livpstadt Kostenl. Beilagen: u. a. Der illustr. Sonntag- Am böusl. Herde 1 Ausgabt B Fernruf 276( Bankkonten: Kreissparkasse Büren Konto=R. 590 Spar= u. Darlehnskasse Büren Geschäftsstelle Büren, Adolf bitlerStraße 13 Der Slntsererert Careiler Heimatzeitung für den Kreis Büren Nr. 272 Büren, Mittwoch, 19. November 1941 45. Jahrgang Die Aulgabe In Osten Die Aufgaben, die jetzt Alfred Rosenberg und seine Mitarbeite: auf Befehl des Führers übernommen haben, fallen schon, an der Weite des Raumes gemessen, für den sie bestimmt sind, aus dem Rahmen aller bisherigen ähnlichen Aufträge im Gefolge des Krieges heraus. In Reichsminister Alfred Rosenberg(Scherl) Geteraldrerst ader Tödlich verunglückt- Besondere Ehrung durch den Führer ungeheurer Weite spannt sich der Raum des neuen Verwaltungsbereiches von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. er umschließt ein Gebiet, dessen Größenordnung jenseits aller bisherigen mitteleuroväischen Maßstäbe liegt und das auch in anderer als dieser äußeren Hinsicht eine Sonderstellung einnimmt. Denn auf diesem Gebiet müssen die Folgen eines Snstems beseitigt werden, das mit grausamster Konsequenz äußere Armut und inneres Elend erzeugen mußte, auch wenn es in gewissen Landstrichen nur relativ kurze Zeit an der Macht war. Was der Kommunismus in diesem ungeheuer weiten und in jeder Hinsicht fruchtbaren und dankbaren Raum vernichtet hat. ist so ungeheuer, daß man sich davon nur schwer eine Vorstellung machen kann. Eine andere, freilich sehr vernünftige Folgerichtigkeit liegt in der Tatsache daß gerade der Mann die Führung bei der Lösung dieser riesenhaften Aufgabe übernommen hat. der seit weit über zwanzig Jahren in vorderster Linie gegen den Bolschewismus steht. in welcher Form diese wahrhaft teuflische Erscheinung der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts auch immer auftrat. und der, nach dem Führer. am klarsten die geistige Front des Nationalsozialismus gegen seinen einen Todfeind. den Bolschewismus abgesteckt hat. der wieder in engster Gemeinschaft mit dem anderen Todfeind Deutschlands, dem internationalen Judentum sicht, ja mit ihm identisch ist. Am 8. November dieses Jahres umriß der Führer selbst in seiner Rede vor der Alten Garde der Partei in München die Größe der neuen Aufgaben im Osten, die, auch wenn sie in erster Linie auf den Schultern Deutschlands lasten wird, doch einmal ganz Eurova zugute kommen muß. Angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Lage. in der sich der Osten unseres Erdteiles heute befindet, bedeutet das eine Arbeit auf weiteste Sicht, von kolonialem Ausmaß und Charakter. Der Begriff der Ostraumpolitik der in den letzten Jahren im Denken und Fühlen des deutschen Volkes immer festere Wurzeln faßte. hat damit eine Ausweitung und eine neue Deutung erfahren. an die bislang wohl nur ganz wenige Menschen gedacht haben. Es ist auch nicht zu viel gesagt, wenn man bei dieser Gelegenheit von einer deutlich erkennbaren kontinentalen Schwergewichtsverlagerung Europas nach Osten spricht— eine Entwicklungstendenz, die auch einmal dem europäischen Westen von größtem Nutzen sein wird. Dies ist der Unterschied: Im Osten konnte man sich nicht damit begnügen, früher bestehende Zivilverwaltungen zu übernehmen oder doch sich an sie anzulehnen, wie das in anderen besetzten Ländern Europas der Fall war, in denen die ganze Struktur des öffentlichen und privaten Lebens durchaus europäische Züge. trug. Im Osten aber ist auch eine völlige verwaltungsmäßige Liquidierung des Bolschewismus notwendig als Vorbereitung für einen ganz neuen Existenzabschnitt dieses Raumes. Rom. Das saschistische Italien beging Dienstag den 8. Jahrestag der Sanktionen in dem Bewußtsein, daß dieser von England seinerzeit angezettelte Erdrosselungsversuch den Auftakt zur Entscheidung zwischen den Demo=Plutokratien und dem Bolschewismus einerseits und den durch die saschistische und nationalsozialistische Revolution erneuerten jungen Völker andererseits darstellt. Berlin, 18. Nov. Der Generalluftzeugmeister Generaloberst Udet erlitt am Montag, dem 17. November 1941, bei Erprobung einer neuen Waffe einen so schweren Unglücksfall, daß er an den Verletzungen auf dem Transport verschied. Der Führer hat für den auf so tragische Weise in Erfüllung seiner Pflicht dahingegangenen Offizier ein Staatsbegräbnis angeordnet. In Anerkennung der hervorragenden Leistungen des im Weltkrieg in 62 Luftkämpfen siegreichen Jagdfliegers und in Würdigung der hohen Verdienste beim Aufbau der Luftwasse hat der Führer den Generaloberst Udet durch Verleihung seines Namens an das Jagdgeschwader Ill ausgezeichnet. Generaloberst Ernst Udet stand im 46. Lebensjahre. Fast sein ganzes Leben widmete er der Fliegerei. Schon als Vierzehnjähriger hatte er, der am 26. April 1896 in Frankfurt(Main) als Sohn eines Ingenieurs geboren war, sich in Niederaschau mit Gleitflugversuchen befaßt. Im Weltkrieg kam Ernst Udet, der von 1914 bis 1918 an der Westfront stand, schon 1915 zu der damals jungen Luftwaffe als Jagdflieger. Hier bewies er sehr bald sein großes fliegerisches und kämpferisches Können. Mit 62 anerkannten Luftsiegen kehrte der erst Dreiundzwanzigjährige. der mit dieser hohen Abschußziffer in der ersten Reihe der erfolgreichsten Weltkriegsflieger stand unversehrt in die Heimat zurück. Er war mit dem Pour le mérite, dem Hohenzollernschen Hausorden mit Schwertern und vielen andern Orden ausgezeichnet. Auch in den folgenden trüben Jahren blieb Ernst Adet der Fliegerei treu. Beim Aufbau der neuen deutschen Luftwaffe war er ebenfalls einer der Ersten, der sich zur Verfügung stellte. 1936 war Adet im Reichsluftfahrtministerium als Oberst zunächst Chef des Technischen Amtes, am 1. April 1938 zum Generalleutnant befördert, erhielt er im Februar 1939 das neugeschaffene Amt des Generalluftzeugmeisters. Adet galt als einer der besten Flugzeugakrobaten der ganzen Welt. der durch seine erste Landung auf dem Eis des Sees von St. Moritz und durch die seit 1929 datierende Mitwirkung bei den Alpen= und Skifilmen Fancks und Leni Riefenstahls, die ihn 1932 nach Grönland führte, auch eine große Volkstümlichkeit errang. Nach dem siegreichen Polenfeldzug und dem Sieg im Westen, an denen gerade die Luftwaffe in hervorragender Weise beteiligt war, erhielt Adet, der am 1. April 1940 zum General der Flieger befördert worden war, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Im Wehrmachtbericht hieß es damals: General Udet hat der Fliegertruppe eine Rüstung geschmiedet, die kriegsentscheidend ist". Am 19. Juli 1940 wurde Adet zum Generaloberst befördert. In der Erprobung einer neuen Waffe, so meldet der amtliche Bericht. ist Generaloberst Udet jetzt tödlich verunglückt als Kämpfer bis zum letzten Augenblick für die Vervollkommnung der deutschen Kriegswaffen, der er durch die Heranbildung eines geschulten technischen Nachwuchses vom Facharbeiter über den Techniker und Konstrukteur bis zum Ingenieur und Forscher in der Luftfahrtindustrie wesentliche Vorbedingungen gegeben hat. Generaloberst Udet Heftige Schläge gegen Sewastopol Weitere Teile des Donez-Beckens besetzt— 21 000 BKl. versenkt Aus dem Führerhauptquartier, 18. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim führten Kampf= und Sturzkampfflugzeuge vernichtende Schläge gegen die Festungswerke und Hasenanlagen von Sewastopol. Hierbei wurde ein großer Frachter versenkt, ein Zerstörer und ein Handelsschiff beschädigt. Die Operationen im Donez=Becken wurden nach Besserung der Witterungs= und Wegeverhältnisse fortgesetzt. Der Feind wurde aus seinen stellenweise zäh verteidigten Feldstellungen geworfen. Weitere Teile des Industriegebietes wurden besetzt. Mehrere unter Dampf stehende Güterzüge fielen hierbei durch überraschenden Zugriff in unsere Hand. Im hohen Norden zerstörten Kampfflugzeuge sowjetische Barackenlager westlich der Kandalakscha=Bucht. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich sich gegen Moskau und Leningrad sowie gegen Flugplätze im Wologda=Gebiet. Unterseeboote versenkten im Nordatlantik und im nördlichen Eismeer vier bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 21 000 BRT. und einen Bewacher. Im Seegebiet um England griff Kampfflugzeuge in der letzten Nacht feindliche Geleitzüge ostwärts Lowestoft an. Drei größere Handelsschiffe wurden durch Bombenwurf schwer beschädigt. Andere Kampfflugzeuge bombardierten Hafenanlagen an der englischen Südost= und Südwestküste. Berlin, 18. Nov. Bei der Bekämpfung rückwärtiger Verbindungen zerstörten deutsche Kampfflugzeuge am 17. November im Südabschnitt der Ostfront zwei Eisenbahnzüge, eine Lokomotive und mehr als zwanzig einzelne Wagen. Zwei weitere Züge, sechs Lokomotiven und fünfundzwanzig Eisenbahnwaggons wurden durch Bombentreffer schwer beschädigt. Im mittleren Teil der Ostfront griffen die deutschen Flieger wieder mit guter Wirkung in den Kampf der Erdtruppen ein. Außerdem bombardierten sie bei Tag und Nacht die sowjetische Hauptstadt. Im Norden waren mit Truppen belegte Ortschaften, Transporte und Marschkolonnen der Sowjets das Ziel deutscher Bombenangriffe. Hierbei wurden mehrere Strecken durch Gleiszerstörungen unterbrochen und weitere Züge vernichtet oder beschädigt. Ein Teil des Halens von Kertsch. (Atlantie) Roosevelt verlangt weitere 6,7 Milliarden für die Armee Washington, 18. Nov. Präsident Roosevelt forderte laut Associated Jreß vom Kongreß weitere 6687 Millionen Dollar für die Arwee an. Der USA.=Präsident befürwortete auch ein Gesetz, das den Kriegsminister ermächtigen würde, unter dem Pacht= und Leihgesetz über Material zu verfügen, das seit dem 11. März 1941 für die Armee gekauft wurde. Er forderte weiter 308 Millionen Dollar für die Marine an. Statt bolschewistischem Chaos' Neuordnung der Ostgebiete Reichsminister Rosenberg vor der Presse Berlin, 18. Nov. Anläßlich seiner Beauftragung durch den Führer, die im Kampf gegen den Bolschewismus besetzten Ostgebiete in die Zivilverwaltung des Reiches zu übernehmen, empfing der Reichsminister Rosenberg am Dienstagnachmittag die Vertreter der deutschen Presse und der Pressestellen der Reichsbehörden. Der Minister gab dabei einen zusammenhängenden Ueberblick über die geschichtlichen Voraussetzungen und über die ihm aus seinem Führerauftrag erwachsenden Aufgaben, unter denen an erster Stelle die Beseitigung des bolschewistischen Chaos und damit die Zurückgewinnung dieser Länder für eine neue Ordnung steht. Sie stehen an der Spitze der Zivilverwaltungen Alfred Rosenberg wurde 1893 in Reval geboren und studierte an der Technischen Hochschule in Riga Architektur. Als die Hochschule 1915 nach Moskau verlegt wurde, erlebte er dort den Ausbruch des Bolschewismus. Es entstanden damals die Grundlagen zum„Mythos des 20. Jahrhunderts“. Nachdem er 1918 das Diplom als Ingenieur=Architekt erhalten hatte, begab er sich. voll Abscheu vor der roten Schreckensherrschaft, nach München, wo er durch Dietrich Eckart den Führer kennenlernte und sich diesem anschloß. Er übernahm mit Eckart die Schriftleitung des„Völkischen Beobachters“ dessen Hauptschriftleiter er alsbald wurde. Seit 1938 ist er Herausgeber des Zentralorgans der Bewegung. Er nahm an dem Marsch zur Feldherrnhalle teil und kämpfte dann vor allem für die kulturellen Forderungen des Nationalsozialismus. 1934 ernannte ihn der Führer zum Beauftragten für die Ueberwachung der weltanschaulichen Erziehung der NSDAP. und ihrer angeschlossenen Verbände. Dr. Alfred Meyer wurde 1891, in Göttingen geboren und nahm als aktiver Offizier am Weltkrieg teil. 1917 fiel er verwundet in französische Gefangenschaft, aus der er erst 1920 zurückkehrte. Er nahm als Hauptmann seinen Abschied, stüdierte in Bonn und Würzburg Nationalökonomie und war dann in der juristischen Abteilung der Zeche„Graf Bismarck“ tätig. 1928 trat er der NSDAP. bei, die ihn bald mit verantwortungsvollen Aemtern betraute. 1931 wurde er Gauleiter des Gaues Westfalen=Nord. 1938 Oberpräsident der Provinz Westfalen. Erich Koch. 1896 geboren, stammt aus Elberfeld und trat zunächst in den Dienst der Eisenbahnverwaltung. Auch er fand sich als Frontsoldat des Weltkrieges alsbald zur nationalsozialistischen Bewegung. 1928 wurde er Gauleiter des damals stark exponierten Ostpreußen. Heinrich Lohse wurde 1696 zu Mühlenbarbek in Holstein geboren und war zunächst kaufmännischer Beamter. Er war infolge einer Kriegsdienstbeschädigung nur kurze Zeit Soldat. trat aber bereits 1921 unter die Fahnen Adolf Hitlers. Er wurde 1925 Gauleiter und 1933 Oberpräsident Schleswia=Holsteins. Röler=Glatterkor im Ballkum 100 000 Letten und 150 000 Esten verschwunden Mailand, 18. Nov. In einem Sonderbericht der Zeitung„L' Italia“ werden die unerhörten Grausamkeiten der bolschewistischen Horden im Valtikum geschildert. So sind in der Junihälfte nicht weniger als 100 000 Letten und 160 000 Esten verschwunden, ein nicht kleiner Teil wurde von den fliehenden Bolschewisten in barbarischer Weise ermordet, eine große in unbekannte Gegenden des weiten sowjetischen Gebietes verschleppt. Ein weiterer Teil schließlich ist an den unsagbaren Leiden gestorben. Besonders traurig ist die Lage in Estland, der Revaler Erzbischof seit über fünf Monaten spurlos verschwunden ist. Er wurde zusammen mit weiteren 14 Priestern von den Bolschewisten verhaftet und verschleppt. Gerüchten zufolge soll er sich im Gebiet des Ural aufhalten. In Reval haben die Bolschewisten, bevor sie die Stadt aufgaben, auch die kirchlichen Archive geplündert und zahlreiche Dokumente beiseite geschafft. Auch der protestantische Erzbischof von Reval wurde ebenso wie sein Stellvertreter von den Bolschewisten verschleppt. ohne von den Volschewisten bemerkt.z pggihen. Um nun die Stärke der im Dorf befnal##en Bolschewisten festzustellen, eroffneten die Infanteristen trotz der ihnen drohenden Gefahr, abgeschnitten zu werden, einen Feuerübersall auf die am Dorfrand gesichteten Polschewisten. In kurzer Zeit waren die Infanteristen von den bolschewistischen Sicherungen eingekreist. Trotz des großen Aufgebots an Sowjetkräften gelang es dem Oberfeldwebel, mit Handgranaten und Maschinenpistolen einen Weg für sich und seine Soldaten freizumachen und die sowjetische Umklammerung zu durchbrechen. Mit wertoollen Erkundungsergebnissen kehrten alle Infanteristen zu ihrer Truppe zurück. „Teyu auf Sblans Drangsalierungen durch britische und nordamerikanische Soldaten Sade Skizze von Oslo, 18. Nov. Unter der Ueberschrift„Idyll auf Island“ schreibt„Aftonposten“, daß die9 Kilometer vor der eigenen Stellung Deutscher Stoßtrupp kämpft sich frei aus sowjetischer Umklammerung Berlin, 18. Nov. Durch unerschrockenes überlegtes Handeln setzte sich ein deutscher Spähtrupp vor einigen Tagen im Nordabschuik der Ostfront gegenuber mehreren sowjetischen Kompanien durch. Unter Führung eines Oberfeldwebels arbeiteten sich deutsche Infanteristen gegen ein Dorf vor, das etwa 9 km vor der eigenen Stellung entfernt in besonders unübersichtlichem Waldgelände lag. Vorsichtig schlichen die Infanteristen durch die sowjetische Postenkette, Kurz berichtet jenigen, die zu viel englische Frauenromane und Novellen gelesen haben, sicherlich jedes Wort des Londoner Rundfunks über ein Idyll zwischen britischen Besatzungstruppen und der isländiBevölkerung glauben. Aber die Norweger, schen Eerrirtung gurgn geit un Norweger, die das zweifelhafte Vergnugen hatten, das britische Expeditionskorps in Norwegen zu sehen, wissen, welche Zustände diese Herren zustandeWir bekamen auch direkte Mitteilung von Fischern, so heißt es weiter in dem Artikel, auf deren Kopf der britische Befehlshaber auf Island hohe Belohnungen setzte, weil die Fischer sich erlaubt hatten, sich an britischen Soldaten, die ihre Frauen geschädet und ermordet hatten, zu rächen. Wie sich amerikanische Soldaten benehmen, wissen wir von ihrem Besuch in Oslo, wo norwegische Polizei eingreifen mußte. Daher glauben wir nicht, daß das Idyll auf Lsland durch die Ankunft amerikanischer Truppen besonders gebessert wurde. Jetzt kommt ein neues Zeugnis: Zwei betrunkene amerikanische Matrosen erschossen einen isländischen Fischer. Wenn wir etwas über inzegzzegtige Schwierigkeiten wissen wollen, so schlie, dus norwegische Blatt, brauchen wir nur die samnelle Reihenfolge isländischer Regierungskrisen zu beobachten. Sie nser A aer Dom Feind umzingelt— Aber die Dioniere schlagen sich durch Berlin. In der Vormittagsziehung der 2. Klasse 6, deutscher Reichslotterie am Dienstag fielen drei Gewinne von je 50000 RM. auf die Nummer 234 060. Die Lose dieser Nummer werden in der ersten Abteilung in Viertelteilung und in der zweiten und dritten Abteilung in Achtelteilung ausgegeben. Genf. Nach einer Meldung des„Daily Expreß“ wurden auf Veranlassung der englischen Regierung in Newyork Edelpelze im Werte von rund 15 Millionen Mark zur Gewinnung von Kriegsfinanzierungsmitteln versteigert. Es handelt sich um den Besitz von englischen Pelzfabriken und=großhändlern. Budapest. Ein deutsch=ungarisches Aerzt== abkommen wurde am Freitag unterzeichnet. Das Abkommen bezweckt die gegenseitige Erleichterung von Studienreisen für Aerzte sowie den Austausch ärztlicher Fachliteratur. Istanbul. Auf englischen Druck hin hat die irakische Regierung die diplomatischen Beziehungen zu Vichy und Tokio abgebrochen. Istanbul. Um der ständigen Brotverknappung in Istanbul ein Ende zu bereiten, hat die Stadtverwaltung den Beschluß gefaßt, die Verteilung von Mehl an die Bäckereien in eigener Regie vorzunehmen. Ankara. Auf Wunsch der britischen Militärbehörde hat die ägyptische Regierung an die französische Regierung in Vichy, an die spanische Regierung und die japanische Regierung die Aufforderung gerichtet, ihre Konsulate in Aegypten zu schließen. Tokio. Das japanische Oberhaus stimmte am Dienstag einmütig dem Zusatz=Militärhaushalt von 3,8 Milliarden Den zu. Damit hat der Reichstag in zwei Tagen„eine der wichtigsten Vorlagen in der Geschichte Japans“, wie Domei erklärt, verabschiedet. „Da hatten wir mal wieder schwer Glück“ meinte Oberleutnant., der Chef einer Radfahrkompanie, lächelnd. Er trägt seinen verwundeten Arm in der Schlinge. Es ist ja auch keine Kleinigkeit, zu vier über fünf Stunden lang in einer armseligen Kate zu sitzen, die ringsum von Sowjets. umschlossen ist und auf die fortwährend, das wildeste Feuer, prasselt. Das Erlebnis dieser vier tapferen Manner mutet fast wie ein Wunder an und beweist aufs neue, vor welch schwierige Aufgaben gerade die Pionierwaffe im Osten immer wieder gestellt ist. Noch war die Sonne nicht über der unermeßlichen Weite des Ostraumes emporgegangen. Nebelschwaden bedeckten Wiesen und Wälder. Alles schien ruhig zu sein— beinahe wie im Frieden. Kein Artillerieabschuß mehr durchzitterte die Lust. Da marschiertg die, Keilonigt: Radfahrkompanie ihrem neuen Tageszieg.. gegen. Heute hatte sie einen besonders verantwortungsvollen aber auch interessanten Auftrag erhalten. Sie sollte als bewaffnete Aufklärung an der Spitze einer Vorausabteilung An jeder Wegkreuzung lauert Gefahr... Man war erstaunt, die erste Ortschaft, die unsere Pioniere durchfuhren, vollkommen seindfrei zu finden. Auch das zweite Dorf schien von den Sowjets bereits geräumt zu sein. Jedenfalls sagten das einige Bewohner, die nach und nach verschüchtert aus ihren Behausungen Also entschloß sich der Kompaniechef, zusam; men mit drei Pionieren im Kraftwagen auf Erkundung zu fahren. Allmählich vergroßerte sich der Abstand zwischen diesem Erkundungstrupp und der Kompanie auf rund zehn Kilometer. Nur das Sturmgeschütz, der treue Gefährte von solch vielen kühnen Pionierunternehmen in diesem Feldzug, ging mit. Denn die besonderen Verhältnisse im Osten haben den Soldaten längst vorsichtig genug gemacht: An jeder Wegkreuzung, hinter jedem Waldstück, aus jeder kleinen Talmulde kann urplötzlich der hinterlistige Gegner hervorbrechen. Seine besondere Vorliebe besteht darin, einzeln fahrenden von ihren Einheiten getrennten Kolonnen Zunächst ging die Fahrt vor sich. Rechtssah man eine Bahnlinie, die fast parallell zur Straße verlief. Die Gleise hatten die Sowjets übel zugerichtet, die Schwellen herausgerissen. Nun, da haben unsere Eisenbahnvioniere wieder ein schönes Stück Arbeit vor sich! Auf einmal tauchte ein schwerer Sowjetpanzer auf. Aber nichts rührte sich. Kein Feuer. Im Nu war das Sturmgeschütz in Stellung gebracht. Zwei gut sitzende Schüsse. Noch immer keine Gegenwehr. Des Rätsels Lösung: Der Panzer war schon beim Näherkommen der PioDie Gruppe erreichte eine kleine Anhöhe und hatte dort einen schönen Blick über das ganze Gelände ringsumher. Drunten, in einer breiten Mulde von ganz niedrigen, bewaldeten Höhen umgeben, lag das heutige Ziel, das Dorf C. An über 20 verschiedenen Stellen loderten die Flammen gegen den morgenklaren Himmel empor. Rauchwolken, dazwischen ein breiter Funkenregen, und über allem lachte die warme Sonne. Also hatten auch hier wieder die Sowjets ihr nun schon gewohntes Zerstörungswerk vollbracht. Ob sie das Dorf auch völlig geAbzuwarten, bis die ganze Kompanie da war, hatte keinen Zweck. Wichtig war, den jenseitigen Ortsausgang und die dicht dahinter liegende Höhe zu erreichen. Also Vollgas, und weiter gings bis zum ersten Haus am Dorf. Da kamen schon Einwohner der Ortschaft. Ein paar Frauen mit erhobenen Händen, Träuen in den Augen. Sie erzählten, daß die Bolschewisten längst fort wären, aber vorher alles in Brand gesteckt hätten. Nur ein paar Meter weiter waren die Pioniere gefahren. Die ersten fünf Häuser lagen hinter ihnen. Da begann ein wahres Höllenkonzert. Von allen Seiten prasselten ihnen die Gewehrsalven und MG.=Garben entgegen. Ein Geschoß ging mitten in den Autoreifen. Die Windschutzscheibe zersplitterte. Der Wagen sing an zu qualmen Handgranaten krepierten in nächter Nähe.. 9. dre; Wie der Oberleutnant und vie drei Pioniere lebend aus diesem Hexenkessel herauskamen und ein leeres Haus erreichten, das wissen sie heute selbst nicht mehr. Jedenfalls, in dem Augenblick war ihnen das berühmte SoldatenJetzt sitzen sie zu viert in der kleinen Kate. Sie kamen sich vor wie eine Maus in der Falle. Im Nu ist das Häuschen von den Sowjets umstellt. Die einzige Rettung, der einzige Gedanke: Wenn nur bald die Kompanie da ist! Zwei Mann übernehmen die Sicherung nach rückwärts. Der Oberleutnant und sein Fahrer bleiben vorne an der Tür. Und da beginnt ein solch wildes Feuer auf die armselige Kate, daß man jeden Augenblick damit rechnen muß, die Wände über sich zusammenstürzen zu sehen. Schon pocht es an der Tür. die— so notdürftig es eben geht— verrammelt ist. Die ersten Sowjets versuchen einzudringen. Das soll ihnen aber übel bekommen. Die Maschinenpistole knallt dazwischen, was das Zeug hält. Aber die Bolschewisten lassen nicht locker. Jetzt wollen sie die Eingeschlossenen mit Handgranaten ausräuchern. Nur ein Glück, daß sie es selbst waren, die lange vorher dieses Haus zur Verteidigung befestigt hatten. Ueberhaupt muß das ganze Dorf nur so ron Sowjets wimmeln. Denn von überall her hört man sie schreien. Ihr krächzendes„Urräh' dringt allen immer wieder in die Ohren. Noch einmal gelingt es, für einige Minuten Ruhe zu kriegen. Dabei gehen die letzten Handgrangten drauf. Was soll nun werden? Gleich ist die Munition alle.. Aaa.„ Doch plötzlich stoppt oer unsturm der Sowjets. Weit vor dem Dorf ertönt MG= und Gewehrfeuer. Das wird immer stärker, kommt näher und näher. Hurrah, die Kompanie ist auf dem Anmarsch. Zwar kann man noch nichts davon sehen. Aber die vertraute Stimme eines Zugführers hört man Befehle erteilen. Dazwischen die Abschüsse der Sowjet=Artillerie. Wilde Jagd durch Sumpf und Moor Ob man die vier in der„Mausefalle“ ganz vergessen hat? Oder will man später wieder gegen sie anstürmen? Wenn sie doch nur Munition hätten! Da rappeln die Sowjets wieder an der Tür und versuchen, sie aufzusprengen. Alles weitere geht blitzschnell vor sich. Der Oberleutnant reißt die Tür auf, wirft seine letzte Handgranate gegen die Sowjetz. der allgemeinen Aufregung, im Schute der Rauchwolken und der Detonation, rennen die vier Pioniere, so rasch wie sie können, über vie Straße. In einem Obstgarten verschnaufen sie für einen Augenblick. 64 Aber schon sind die Verfolger hinter ihne her und schießen aus allen Rohren. Wie durch ein Wunder wird keiner der Männe ein Wander Uilb keinet der Männer getroffen. Der Boden ist naß. Die wilde Jagd geht durch Schlamm und Sumpf. Bis zu den Knien stecken die vier im Morast. Trotzdem, es geht weiter vorwärts, wenn auch zwei von ihnen dabei ihre Stiefel verlieren. Jetzt haben drei Pioniere den rettenden Bahndamm erreicht und damit Deckung gefunden. Der Oberleutnant ist der letzte. Nur noch zwei Meter weit! Dann ist auch er am Ziel. Da spürt er einen schweren Schlag an der Schulter. Eine Sowjetkugel hat ihn erwischt. Glücklicherweise aber nur leicht verwundet, so daß ir sich weiter bewegen kann. Kriechend geht es über ein freies Feld. Wenn hier nicht hohes Unkraut stände— wofür nicht manchmal die sowjetrussische Mißwirtschaft im Ackerbau gut ist!— hätte der Feind wieder ein gutes Ziel. Nun mussen sie aber Halt machen. Denn es beginnt der weite, weite Sumpf, aus dem es kein Entrinnen mehr gehen wilbe. iu, Mins Grüg. Rechts entdeckt man eine kleine Btuue. Dorthin schleppen sich die vier und sind in Deckung, wennschon sie bis zum Bauch im tiefen Schlamm stecken. Die Kompanie hat den Sowjets so stark zugesetzt, daß diese es vorziehen, jenseits des Bahndammes zurückzubler#en Unsere vier braven Pioniere können aber auch jetzt weder vor noch zurück. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als so lange in diesem ungemütlichen Unterschlupf zu verharren, bis die stockdunkle Nacht hereinzebrochen ist. Denn vor ihnen am Bahndamm der weit überlegene Feind und hinter ihnen der unüberwindliche Sumpf. Sumpf.„ 2 Was tut es, daß die Wunoe nes Overtentnants schmerzt, daß dichte Mückenschwärme die vier umschwirren. Endlich gegen Mitternacht kann man auf weiten Umwegen die Kompanie erreichen.,. gm: g, kanesrang Das ist eine Wiedersehensfreude: Hat man doch die vier Männer längst in Gesangenschaft oder als gefallen vermutet. Dr. Paul Lindemann. Die Brücke des Todes ROMAN von HERBERT STEINMANN. Alle Rechte vorbehalten bei Horn-Verlag, Berlin 7) „Ich glaube überhaupt nicht an dieses sagenhafte Geld— ich halte diesen Teil des Testamentes nur für einen Trick meines Freundes Rolf. um Ihnen diese zweifelhafte Erbschaft schmackhafter zu machen. Verzeihen Sie. aber ich kannte Rolf und seine Eigentümlichkeiten. Ich möchte Sie wirklich und aufrichtig und ohne eigenes Interesse darum bitten, sich noch mal genau zu überlegen, ob Sie unter diesen Umständen überhaupt die Erbschaft annehmen wollen.“.„I1, Mengg“ Er bekommt keine Antwort. Der alte Wenger hat den Kopf gesenkt. Gertrud sieht unruhig auf den alten Justizrat, der am Schreibtisch in seiner Aktentasche kramt. Nur Hans sieht den Amerikaner frei und offen an. „Noch eine Frage. Mister Higgins. Sie wollten uns noch über den kleinen sonderbaren Mann Auskunft geben, der vorhin floh. Sie nannten in diesem Zusammenhang einen Namen. der, wenn ich nicht irre. im Testament vorkommt. Wollen Sie uns nicht sagen, wie das zusammenhängt?“ Ei, 136 Wert eatut „Gewiß— wenn Sie noch Wert barauf legen“, sagt der Amerikaner rasch.„ Keljen ist ein ehemaliger ungarischer Jocey, der bei uns Bereiterdienste tat. Ein vollkommen zusammengebrochener Lump. den ich in Frisko wegen Diebstahls rauswerfen mußte. Er ist eine Kreatur des Stallmeisters Bill Bing. den ich am meisten in Verdacht habe, hinter den seltsamen Machenschaften im Zirkus zu stecken.“ Der alte Wenger hebt den Kopf. „Was ist das für ein Mensch, dieser Bing?“ Der Amerikaner macht eine wegwerfende Handbewegung. „Freuen Sie sich, wenn Sie ihn nicht kennen lernen. Früher war er Cowboy, und noch heute sitzt ihm das Schießeisen sehr locker. Man sagt, er habe sich in Texas allerlei dunkle Sachen erlaubt. Aber er ist ein guter Reiter, ein vorzüglicher Pferdepfleger und ein ausgezeichneter Schütze— darum hat ihn Rolf Wenger gelitten, trotz seines zweideutigen Charakters.“ Niemand antwortet mehr, niemand stellt eine Frage. Dafür klingt die Stimme Detlevsens durch den Raum. Er hat einen einzelnen Bogen, der mit einigen Zeilen in Maschinenschrift bedeckt ist. auf den Schreibtisch gelegt. Daneben einen Füllsederhalter.. „Nachdem die Famitie Wenger sich vorhin für die Annahme der Erbschaft ausgesprochen hat und damit die Testamentsbestimmungen anerkannt hat, muß ich Sie darauf aufmerksam machen, daß zur Rechtsgültigkeit dieser Erklärung die Unterschriften auf diesem vom Erblasser vorbereiteten Blatt notwendig sind. Der alte Wenger sieht seinen Jungen an, und Hans sieht auf den Vater. Gertrud hebt den Kopf und nickt, als wolle sie sagen: Was ihr tut, das tue ich auch. „Was ich eben hörte, konnte mich in meinem Entschluß nur bestärken, daß wir uns um das Erbe meines Bruders kümmern müssen“, sagt Karl Heinrich Wenger fest. „Ich möchte zum letzten Male zu bedenken geben", erhebt Higgins nochmals seine Stimme, „welchen Gefahren Sie entgegengehen. Sie haben vielleicht nicht nur mit Bill Bing und den unbekannten Drohbriefschreibern zu rechnen, ich warne Sie auch noch vor„Quito“. Dieser „Quito“ ist der gefährlichste Feind des Zirkus „Excelsior“— ein Artist, der es verstanden —— Aber seine Warnungsrufe verhallen ungehört. Der alte Wenger hat schon mit ruhiger Hand die gewohnte Unterschrift in seiner verschnörkelten Buchhalterhandschrift getan. Hans greift zum Federhalter. „Unterschreiben Sie nicht!“ gellt eine Frauenstimme auf. Blaß sinkt Dorothy Keele, einer Ohnmacht nahe, in Gertruds Arme. Aber da ist auch schon Higgins bei ihr, der sich um sie bemüht. Hans hat einen Augenblick gezögert, als dieser Schrei aufklang, wie eine letzte hilfesuchende Warnung.„ Dann preßt er trotzig die Lippen zusammen und schrieb mit geballtem Willen seine Unterschrift auf den Bogen. Sorgsam läßt der Justizrat den Löscher über die nasse Tinte gehen. Dorothy Keele hat sich schnell erholt. „Verzeihen Sie alle“ flüstert sie,„ich bin sonst nicht so schwachnervig, aber es war zuviel, was wir im Zirkus„Excelsior“ in der letzten Zeit durchmachen mußten.“ James Higgins dreht sich zu den Wengers um. Um seine Lippen ist ein sympathisches Lächeln, das ebenfalls um Verzeihung bittet. Er streckt dem Oberbuchhalter Wenger die Hand entgegen. Ein feierlicher Ton ist in seinen Worten.„.„ J4 921f Ei, 9. „Herr Direktor Wenger,— ich dalf Sie als Erster mit diesem Namen begrüßen, nachdem Sie in dieser Minute der Herr des Zirkus „Excelsior“ geworden sind. Was immer auch sein und kommen mag, ich war der Freund und Berater Ihres Bruders. Um seinetwillen habe ich viele meiner sonstigen Geschäfte vernachlässigt und bin mehr mit dem Zirkus gereist, als es vielleicht gut war. Ich werde auch Ihnen helfen, wenn Sie es wollen. Glauben Sie mir, ich tat nur meine Pflicht, als ich Sie warnte. einem kräftigen Manneswort kann der So einem kräftigen Mannes., alte Wenger nicht widersteyen. Er druckt freundlich die Hand des Amerikaners. Dann sieht sich Higgins im würde mich freuen, wenn Sie alle heute Abend meine Gäste wären. Sie auch. Herr Justizrat. Es läßt sich mancherlei Notwendiges dabei besprechen.“ Er erntet allgemeine Zustimmung. Das kleine Festmahl, das Higgins der Familie Wenger und dem Justizrat Detlevsen gibt, findet in einem Lokal des nahen Braunschweig statt. Es ist ein wunderschöner Maienabend. Von der Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick auf das alte Landestheater und die grünen Anlagen.„. g6. egl.. Ueber der kleinen Geseuschaft tiegt eine heitere. tatenlustige Stimmung. so gerade die richtige Stimmung zwischen Reisefieber und leiser Abschiedswehmut. Des Vater G gewesen. Das Amt Schätze sammeln Und doch w heiter und fröh Ostluft trei und lebensbeje Sonnenmenschen „Es wird Beruf, wonach sehnt.“ Und Vater! es ward geschaf Festgefaßte Willen und St Aber bei de Preußen sah es dem Dolmetsche Lehrers bracht eines Dolmetsch künfte blieben daß erreicht we Sehnsucht und sellte, und so und inneres G Es mußte! Daher saß in die Nächte In diesen: dem Lehrer C Dach geboren: genheitsgedicht Auch heute Gelegenheitsge Und doch gegen Bezahlr Herz gab Bef Neander Töch und da mußte Hochzeitstag, werden müßte Also kam „Für Aenn zu Tharau, zu Anke van Se ös mys Anke van Op my ge Nach diese ging zum FeUnd im 2 er die unaus Herzens folg frieden sein, nis von Mer Und wied berg ihre du Nicht ein nacht, so de blieb, trotz: Der Prei ewigen Wan Auch der Hause gekon Bis an den Freunde laube“ im Nun klar Seelischem! Nur Dorothy Keele ist sehr still und in sich gekehrt. Aber so kennt man sie ja schon und so fällt das nicht auf. Die Männer haben tausend Dinge zu besprechen. die noch vor der Reise zu erledigen sind. Higains gibt unermüdlich von der Suppe bis zum Butter= und Käsegang Auskunft. berät, berichtet, notiert. Gertrud, die neben ihm sitzt, ist ungewohnlich lebhaft. Tausend kleine Dinge will sie wissen. so zum Beispiel, wieviel Dutzend Kragen sie für jeden der Männer mitnehmen müsse. „Gar keinen“, lacht Higains.„drüben machen wir nicht viel Umstände. Wenn ein Hemd oder ein Kragen schmutzig geworden ist, werfen wir sie einfach weg und kaufen was Neues.“ „Mein Gott“, entsetzt sich Gertrud, deren Wangen angeregt gerötet sind, trotzdem sie nur ein einziges Glas Wein genippt hat.„wird denn in dem großen Amerika überhaupt keine Wäsche gewalchen?,.. ging SchmuntsInd „Oh ja“. meint Higgins schmunzennd, „schmutzige Wäsche sehr oft und das vor allen Leuten— in der Politik nämlich.“ Dann erklärt er ihr, daß es natürlich Wäschereien in Amerika gäbe. Die Chinesen wären darin beispielsweise sehr geschickt. Aber ihre Methoden gingen auch sehr über die Wäsche her. Nun muß Gertrud lachen, denn einen Chinesen als Waschfrau kann sie sich nur als komisch vorstellen. Higgins tut ein Uebriges. Schnell markiert er in einem komischen Gemisch von Englisch, Deutsch und angehlich Chinesisch, wie die gelben Waschmänner reden, wenn sie Wäsche abholen und jählen..6# Er macht das so drollig, daß ste sich alle ausschütten möchten vor Lachen. Und so lernt Gertrud, die am herzlichsten michtlacht. wieder einmal eine ganz neue Seite dieses sonderbaren Mr. Higgins kennen. Dann steht plötzlich ein Kellner an ihrem Tisch „Fräulein Wenger möchte doch so freundlich sein und einen Augenblick hinauskommen, es will sie jemand sprechen.„, 1 (Fortsetzung forgt.) Erzö Die sich Frühjahr d Ackererde d er die Kör gebrochene mit der im sen das wo kleinen Dir der besung Geringes, nen Schne ten, daß d 500. Teile weicht, die solcher Ger der sich plö strickt sieht bietende mag. Un der hängt mende Ge Erde der landfremd den, unge Solche den des! eines gro Hannes E Arbeit ge und Mitt ders wide eine Idee stellt. Al stellt er die er im Er dre richtmasch Die Traf Feilstrich er nun d würde arbeitete vielleicht erst der ist, wird hat. mal. Soldaten britischen Soldaten, nd ermordet hatten, inische Soldaten beem Besuch in Oslo, reifen mußte. Daher s Idyll auf Island nischer Truppen beetzt kommt ein neues amerikanische Mandischen Fischer. bex innenpolitische llen, so schließt das wir nur die schnelle Regierungskrisen zu Aber die ch kann man noch nichts straute Stimme eines fehle erteilen. DaSowjet=Artillerie. mpf und Moor er„Mausefalle“ ganz l man später wieder inn sie doch nur Muln die Sowjets wieuchen, sie aufzusprenlitzschnell vor sich. Der Tür auf, wirft seine die Sowjets. Bei ng. im Schutze der etonation, rennen die e sie können, über die arten verschnaufen sie Zerfolger hinter ihnen n Rohren. Wie durch der Männer getroffen. Die wilde Jagd geht pf. Bis zu den Knien st. Trotzdem, es geht auch zwei von ihnen ren. oniere den rettenden damit Deckung gefunst der letzte. Nur noch ist auch er am Ziel. veren Schlag an der ugel hat ihn erwischt. r leicht verwundet, so en kann. iber ein freies Feld. nkraut stände— wofür owjetrussische Mißwirtist!— hätte der Feind Nun mussen sie aber beginnt der weite, es kein Entrinnen mehr i eine kleine Brücke. die vier und sind in is zum Bauch im tiefen kompanie hat den Scwdaß diese es vorziehen, es zurück;uble###n Pioniere können aber soch zurück. Es bleibt rig, als so lange in dieerschlupf zu verharren, icht hereingebrochen ist. ihndamm der weit überk ihnen der unüberwinde Wunde des Oberleutchte Mückenschwärme die dlich gegen Mitternacht Umwegen die Kompanie rsehensfreude! Hat man längst in Gesangenschaft utet. Dr. Paul Lindemann. ist sehr still und in sich it man sie ja schon und n tausend Dinge zu beder Reise zu erledigen ermüdlich von der Suppe Käsegang Auskunft, berät, ihm sitzt, ist ungewöhnlich ne Dinge will sie wissen. el Dutzend Kragen sie für tnehmen müsse. Higains,„drüben machen de. Wenn ein Hemd oder geworden ist, werfen wir ufen was Neues.“ setzt sich Gertrud, deren ötet sind, trotzdem sie nur in genippt hat.„wird denn ka überhaupt keine Wäsche t Higgins schmunzelnd, hr oft und das vor allen litik nämlich.“ ihr, daß es natürlich eika gäbe. Die Chinesen sweise sehr geschickt. Aber zen auch sehr über die rud lachen, denn einen rau kann sie sich nur als lebriges. Schnell markiert hen Gemisch von Englisch, h Chinesisch, wie die gelben wenn sie Wäsche abholen srollig, daß sie sich alle aus: L a c h e n. U n d s o l e r n t rzlichsten michtlacht. wieder ue Seite dieses sonderbaren ch ein Kellner an ihrem Tisch r möchte doch so freundlich genblick hinauskommen, es ichen.“ (Fortsetzung folgt.) Gaben des Herzens Skizze von A. G. E. Broscheit-Pfeitfer Des Vater Geldbörse war nie voll und prall “) Amt eines Dolmetschers ließ nicht Schätze sammeln. Und doch war es in der Familie immer heiter und fröhlich hergegangen. Ostluft treibt lebensbejahende Menschen, und lebensbejahende Menschen sind, immer Sonnenmenschen und Frohsinnsnaturen. „Es wird trotzdem geschafft werden, der Beruf, wonach der Junge aus Berufung sich Und Vater Dach hatte nicht unrecht gedacht: es ward geschafft, und der Junge wurde Lehrer. Festgefaßte Ziele sind immer erreichbar durch Willen und Streben. Aber bei dem Lehrer Dach in Konigsberg in Preußen sah es nicht minder ärmlich aus als bei dem Dolmetscher Dach in Memel: das Amt des Lehrers brachte kaum mehr ein als das Amt eines Dolmetschers: im Punkt bescheidener Einkünfte blieben sich Vater und Sohn gleich. Nur. daß erreicht war, was aus Naturveranlagung, Sehnsucht und Berufung heraus erreicht werden sellte, und so etwas schafft immer Befriedigung und inneres Glück. Es mußte hinzuverdient werden. Daher saß der Lehrer Simon Dach bis tief in die Nächte hinein auf. In diesen nächtlichen Stunden hatte sich aus dem Lehrer Simon Dach der Dichter Simon Dach geboren: gegen Bezahlung bestellte Gelegenheitsgedichte waren im Werden. Auch heute nacht saß der Dichter bei einem Gelegenheitsgedicht. Und doch ein Unterschied: er dichtete nicht gegen Bezahlung und nicht auf Bestellung: das Herz gab Befehl zum Dichten: des Freundes * Neander Töchterlein ging der Ehe entgegen, und da mußte der Dichter schenken, schenken zum Hochzeitstag, weil die liebliche Blume beschenkt werden müßte. Also kam es zu Papier: *„Für Aennchen Portatius, geborener Neander zu Tharau, zum Hochzeitstag: Anke van Tharau ös, de my geföllt, Se ös myn Lewen, myn Goet on myn Gölt. Anke van Tharau heft wedder eer Hart Op my geröchtet ön Löw on ön Schmart.“ diesen Zeilen stand der Dichter auf, ging zum Fenster und sah in die Sterne. Und im Anblick der ewigen Lichtträger lebte er die unausgesprochene Wahrheit: dem Ruf des Herzens folgen, ist innerlich glücklich und zufrieden sein, sei es in Arbeit, sei es im Verhältnis von Mensch zu Mensch.„ Und wieder spannte eine Nacht über Konigsberg ihre dunklen Schleier. Nicht eine Winternacht war's, eine Sommernacht, so daß im Norden Licht und Leuchten blieb, trotz Nacht und Dunkel. Der Pregel sang dazu sein Wellenlied vom ewigen Wandern und Kommen. Auch der Dichter war erst vor kurzem nach Hause gekommen. Bis an die Mitternacht heran hatte er mit den Freunden zusammengesessen in der„Kürbislaube“ im Gärtchen vorm Tore. Nun klang nach, was an Großem, Geistigem, Seelischem die Freunde sich dort gegeben. P SI-DS*— Hamm, 18. Nov. Hamms ältester Bürger f. Kurz nach seinem 101. Geburtstag, den Hamms ältester Bürger noch am letzten Oktober= tage feiern konnte, ist der Bauunternehmer Heinrich Kleibömer gestorben. Friedlich, wie die letzten Jahre seines hohen Altecs. war auch das Ende des über alten Hammer Bürgers. Heinrich Kleibömer, der auch an der Errichtung vieler Gebäude in Hamm und in der Nachbarschaft beteiligt gewesen ist, hat vor allem im vergangenen Jahr zu seinem 100. Geburtstag viele Ehrungen erfahren. U. a. ist ihm als erstem Hummer Bürger der Wappenteller der Stadt Hamm verHamm, 18. Nov. Zuchtvieh=Versteigerung. Die Versteigerung am 21. November in den Versteigerungshallen in Hamm von fast 400 Stück schwarzbuntem Zuchtvieh, deckfähigen Bullen sowie hochtragenden Kühen und Rindern und Kühen in Milch bietet den Interessenten eine willkommene Ankaufsgelegenheit. Wie immer, steht im Vordergrund die Versorgung der Landeszucht und Hochzucht mit leistungsfähigem Zuchtmaterial. Neben Spitzenbullen, die den verwöhntesten Ansprüchen genügen, kommt eine große Anzahl guter Durchschnittsbullen mit hohen Leistungsanlagen zum Verkauf. Darmstadt, 18. Nov. Was unsere Soldaten malen. In Darmstadt wurde die Ausstellung „Künstler im feldgrauen Rock“ eröffnet, die von den KdF.=Dienststellen Hessen=Nassau, Baden, Moselland und Westmark zusammen mit der Wehrmacht geschaffen wurde. Sie enthält Oelbilder, Zeichnungen und Plastiken von Soldaten Bemerkenswert ist, daß das Bild in Großformat fast völlig fehlt, weil der Soldat nicht die Möglichkeit hat, Material für großangelegte Kunstwerke mit sich zu führen. Bekanntlich aber sagt diese Tatsache auch sonst nichts über das Können des einzelnen Malers aus. Ein weiteres Merkmal ist die männliche Note, die fast allen gezeigten Kunstwerken aufgeprägt ist. Frauengestalten fehlen völlig, und auch die Landschaftsbilder aus deutschen Gauen und den besetzten Gebieten tragen eine ernste Note. Beachtenswert ist die Vielfalt der Motive: man findet außer Kriegsbildern und Landschaften Ausschnitte aus dem Arbeitsleben und klassische Themen. Diese Fülle der Motive berechtigt zu den größten Hoffnungen für die Zukunft. Dann werden die Künster gereift und mit neuer Anregung ans Werk gehen. Berlin, 18. Nov. Das bekannte Berliner Weinhaus Kempinski heißt jetzt Borchardt. Die Firma M. Kempinski& Co. hat das Weinhaus Borchardt übernommen und betreibt nunmehr beide Betriebe unter der neuen Frma„F. W Borchardt Weinhaus und Handelsgesellschaft m. b..“ Zu der neuen Firma gehören die bisherigen Kempinski=Betriebe sowie die Weinstube und Stadtküche von Borchardt.— Schon 1937 war das Weinhaus Kempinski von einem unter Führung der Aschinger AG. stehenden arischen Konsortium übernommen worden. Nunmehr sind die beiden bekannten Berliner Gaststättenbetriebe Kempinski und Borchardt vereinigt, wobei Borchardt dem neuen Unternehmen seinen Namen mit auf den Weg gegeben hat. Stuttgart, 18. Nov.„Kunst der Front“ auch im nächsten Jahr. Die Ausstellung„Kunst der Front 1941“ zählte in zehn Großstädten Süddeutschlands 225000 Besucher; über 300 Werke wurden verkauft. Alle künstlerisch schaffenden Soldaten der Luftwaffe die sich an der kommenden Ausstellung beteiligen wollen, mögen umgehend die Ausstellungspapiere vom Luftgaukommando VII. Ic W. B. München 22, Prinzregentenstraße 20, anfordern, da der Einsendungstermin(20. Dezember) keinesfalls überschritten werden darf. München, 18. Nov. 500 000 Besucher im Haus der Kunst. Der diesjährigen Großen Deutschen Kunstausstellung ist der Eröffnungserfolg auch weiterhin treu geblieben. Ueber eine halbe Million Volksgenossen haben bisher das Haus der Kunst in München besucht— ein eindrucksvoller Beweis für die Anteilnahme, die den Meisterwerken unserer Maler und Bildhauer gerade im Kriege entgegengebracht wird. Der Dichter setzte sich an seinen Schreibtisch, und unter diesem Nachklingen stand es auf einmal auf dem Papier: „Der Mensch hat nichts so eigen, So wohl steht ihm nichts an, Als daß er Treu erzeigen Und Freundschaft halten kann.“ „Ja, in der Gemeinschaft liegt die Freude, die Stärke, die Kraft und damit das Leben.“ Ein Dichterleben. Und darin wieder ein Gedicht ohne Bezahlung. Das Herz schenkt. Und das Herz schenkt Tiefstes und Reinstes: Gedichte ohne Bezahlung. Sie gaben trotzdem als wahre Herzensgaben dem Dichter das meiste und auch der Welt das meiste in den hunderten und tausenden seiner Gedichte.... Je Herzenggnhen Geldfreie, herzlich geschenkte Herzensgaven Hannes Schlogut hat einen Traum 5 Pann nicht Höhon. Und ich bin schuld, schreit Hannes auf. Ich ganz allein.„„. 84 u4 Da erwacht er. Und findet sich schweißgevadet in seinem Bette. Mit einer großen Erleichterung stellt er fest, daß er nur geträumt und daß ein neuer Tag ihn erwartet. Ein neuer Tag, der ihm Gelegenheit gibt, das Versäumte nachzuholen. Mit schnellen Schritten eilt er zum Werk. Ehe noch die Sirene den Arbeitsbeginn verkündet, steht er an seinem Platz, um die gestern beiseite gelegten Stücke noch einmal in die Hand zu nehmen. Vier Stunden gehen darüber hin, den Fehler, der ihm gestern so unwichtig erschienen, auszugleichen. Vier lange Stunden, um die sein Verdienst sich kürzt. Aber was kommt es ihm darauf an? Er weiß, als er nun seine Arbeit abliefert, daß sie einwandfrei ist und jeder Prüfung standhalten wird. Und daß kein Kamerad in der Stunde höchster Gefahr einmal ihn verfluchen wird. ihn, der die Waffen schmiedet, die den deutschen Soldaten zum Siege führen. Erzählung von Erich Grisar Die sichere Kraft, mit der der Bauer im Frühjahr den blanken Pflug in die schwellende Ackererde drückt, der heilige Schwung, mit dem er die Körner einer neuen Saat über das aufgebrochene Land hinwirft, der fröhliche Ernst, mit der im späten Sommer die klingenden Sensen das wogende Korn durchrauschen, sind keine kleinen Dinge und wohl wert, wieder und wieder besungen zu werden. Aber es ist auch nichts Geringes, die Einstellvorrichtung eines modernen Schnellfeuergeschützes so genau zu bearbeiten, daß das fertige Stück auch nicht um den 500. Teil eines Millimeters von den Maßen abweicht, die die Zeichnung vorschreibt; denn von solcher Genauigkeit hängt es ab, ob der Soldat, der sich plötzlich in lebenbedrohenden Kampf verstrickt sieht. in blitzschneller Reaktion das sich ihm bietende Ziel schnell und genau zu treffen vermag. Und von Ausgang dieses Kampfes wieder hängt es ab, ob der Bauer auch durch kommende Geschlechter den Pflug der Väter in die Erde der Heimat senken kann, oder ob er als ein landfremder Flüchtling Knechtsarbeit auf fremden, ungeliebten Feldern tun muß. Solcher Arbeit nun, die ihn für viele Stunden des Tages in den abgedunkelten Räumen eines großen Werkes festhält, hat der Schlosser Hannes Schlogut sich verschrieben. Er tut seine Arbeit gern und oft genug vergißt er Frühstück und Mittag über den Aufgaben, die ein besonders widerspenstiges Stahlstück, das vielleicht um eine Idee zu hart aus dem Glühofen kam, ihm stellt. Aber er löst sie und mit Befriedigung stellt er am Abend die fertigen Werkstücke auf, die er im Verlauf der langen Schicht bearbeitet hat. Er poliert die blanken Flächen noch einmal, dreht an dem Einstellrad einer Höhenrichtmaschine. Das Rad geht ein wenig schwer. Die Transportschnecke hätte gut noch ein paar Feilstriche vertragen können. Aber dazu müßte er nun das ganze Stück auseinanderbauen. Das würde Zeit kosten, und da er im Akkordlohn arbeitete, auch Geld. Ein paar Tropfen Oel tun vielleicht den gleichen Dienst. Allerdings, wenn erst der erste Schuß durch das Geschütz gejagt ist, wird sich der Fehler doch wieder bemerkbar machen. Aber bis dahin... Schon hat er die Oelkanne in der Hano. Wenn nicht Hohen= und Seitenrichtmaschine zugleich bedient werden, so denkt er, wird der Fehler kaum ins Gewicht fallen. Warum soll man immer gleich das Allerschlimmste annehmen? Die Hauptsache, er hat diese Woche mal wieder einen schönen Stücklohn herausgearbeitet. Da wird sich die Frau freuen, wenn er mit dem Lohntag heimkommt. Mit diesen Gedanken geht Hannes nach Hause. In der Nacht hat er einen Traum. Er ist Richtkanonier auf einem Schnellboot, das im Kampf gegen England eingesetzt ist. Wie der Sturmwind braust das wendige Schiff über das Meer. Brausende Wogen überfluten das Heck, aber ungehemmt verfolgt es sein Ziel. lange gesuchte Beute. Ein Engländer. Schon gibt der Kommandeur des Bootes die ersten Kommandos. Hannes kurbelt wie wild an den Einstellvorrichtungen seines Geschützes. Zwei Strich nach links, klingt es ihm ins Ohr. Mit fliegender Hast greift seine Hand nach dem Rad der Seitenrichtmaschine. Da, was ist das? Er greift fester zu. Verdammt knurrt er vor sich hin. Das Rad klemmt. Neben ihm fragt der Geschützführer ungeduldig: Fertig? Und als Hannes, dem der Schweiß aus allen Poren bricht, nur den Kopf schüttelt, setzt er hinzu: Nun, mach schon! Und es liegt eine Drohung in seinem Ton, die nichts Gutes verheißt: denn drüben, der Kommandant sieht es genau, macht der Engländer ebenfalls sein Geschütz klar. Hannes weiß, worum es geht, aber es hilft nichts, die Höhenrichtmaschine klemmt. Verdammter Murks, brummt er vor sich hin. Da fällt sein Blick auf die Schnecke, die die Vorrichtung treibt. Er blickt genauer hin. Etwas an der Maschine kommt ihm bekannt vor. Und nun weiß er auch schon was. Er selbst hat dieses nachlässig gearbeitete Stück geliefert. Er selbst trägt die Schuld, wenn das Geschütz in diesem gefährlichsten aller Augenblicke versagt. Noch nicht fertig, fragt der Geschüßführer voll Ungeduld. Da kracht ein Schuß. Heulend saust eine Granate auf den Geschützstand zu. Der Gegner war schneller als sie. Deine Feldpostbriefe Wenn die dunkle Nacht vergangen Und kein Feind mehr überm Land, Laß ich mich vom Schlaf umfangen Auf dem Stroh im Unterstand. Unterm Kopf ruhn deine Briefe. Jeder hat ans Herz gefaßt. Immer schreibst du, daß du tiefe Sehnsucht nach der Liebe hast. Fern auch bist du mein geblieben. Nichts bewegt dich aus der Bahn. Hast auch jetzt dein Herz zu lieben Zärtlich vor mir aufgetan. Und ich höre es noch schlagen, Tief in meinen Schlaf hinein, So, als wollte es mir sagen: Laß mich heimlich bei dir sein! Heinz Friedrich Kamecke Fürsorge für die„Ehrenbürger der Nation“. Das nationalsozialistische Deutschland Adolf Hitlers hatte sich zur vornehmsten Aufgabe gemacht, für seine im jetzigen Schicksalskampf des deutschen Volkes verwundeten Soldaten in jeder nur erdenklichen Weise zu sorgen. Sie sind die„Ehrenbürger der Nation“. In den Lazaretten wird dementsprechend auch auf die Allgemein- und Nachbehandlung der Verwundeten größter Wert gelegt, damit sie nach Ausheilung ihrer Verletzungen möglichst in den Vollbesitz ihrer körperlichen Fähigkeiten gelangen.— Greifübung bei Nervenlähmung nach Unterschenkelschuß.(Weltbild.) Unsere Rnekdote In einer Gesellschaft fragte ein Schwätzer. der sich für sehr geistreich hielt, den bekannten Philosophen Lichtenberg: „Können Sie mir wohl den Unterschied zwischen den Begriffen Zeit und Ewigkeit sagen?“ Lichtenberg maß ihn kurz mit einem Blick und sagte: „Das ist nicht so einfach, wie Sie sich das denken, mein Herr! Wenn ich mir die Zeit nehmen wollte, Ihnen das auseinanderzusetzen, so würde es bestimmt eine Ewigkeit dauern, bis Sie es begriffen hätten!“ * Karl Muck pflegte seine Proben recht lange auszudehnen, sehr zur Verzweiflung der Orchestermitglieder. Einmal unterhielt er sich während einer solchen Pause, die bereits stundenlang dauerte, mit einem Bassisten, fragte ihn nach diesem und jenem und kam u. a. auch auf dessen Familienverhältnisse zu sprechen. Als er ihn fragte, wieviel Kinder er habe, sagte der „Wie viele es jetzt sind, weiß ich nicht! Als ich von zu Hause wegging, waren es zwei!“ * Die erfrorene Lunge Mit einer eigenartigen Todesursache, die nur zur Winterszeit in Frage kommt, beschäftigt sich eine Zuschrift an die„Umschau“. Es handelt sich um die sogenannte erfrorene Lunge, die nach allzu tiefer Einatmung kalter Luft eintritt. Selbst die abgehärtesten Lappen werden davon befallen, wenn sie die langandauernde Anstrengung einer heftigen Wolfsjagd hinter sich haben. Todesfälle dieser Art ereignen sich auch bei den Hunderennen in Alaska, wenn die Tiere von ihren Besitzern auf Schneeschuhen begleitet werden. Es liegt dann nicht etwa eine Ueberanstrengung des Herzens vor. Und da sich dieses Organ auch bei dem brühmten Geographen Professor Alfred Wegener in einer ausgezeichneten Verfassung befand, so wird die Frage aufgeworfen, ob für seinen Tod auf dem Wege von der Eismitte zur Küste nicht ebenfalls die erfrorene Lunge verantwortlich zu machen sei. Der Polarforscher habe seine Fahrten stets in einem außerordentlich schnellen Tempo gemacht, und zwar ohne jegliche Unterbrechung, so daß die dadurch bedingte tiefe Atmung eine allzu starke Abkühlung der Lunge zur Folge hatte. RO R M #### 38e aa--ne D u. ce Vom Kriegeschauplatz in Nordafrika, Itallendeche Panserabteilung wührend einer Rast.(Weltbild-Lase.) Aus der Heimat Büren, Mittwoch, den 19. November 1941 Blauer Dunst im Kriege Hast Du einmal nichts zu rauchen, Fange nicht gleich an zu fauchen! Solltest auch nicht Schlange stehn, Denn das ist gewiß nicht schön. Nimm Dir Hut und Stock zur Hand, Wand're durch das schöne Land! Klar die Augen, froh der Mut, Besser ist als Tabak in Glut. Ist der Unmut dann zerronnen. Hast auch hellen Sinn gewonnen, Mach zur Klärung eine Pause Lies ein gutes Buch zu Hause! So verscheuchst Du jede Wolke, Die nur schadet unserem Volke— Mach Dich nicht zum Narren. Hör nicht auf alte Schnarren! Vater Staat. der meint es gut, Wünscht kein Nikotin im Blut. Weiß, daß dieser fremde Saft Zehret an des Volkes Kraft. Rauche mäßig oder nicht, Das ist nationale Pflicht, Laß es niemals Dich verdrießen Denn das kostet uns Devisen! Karl Volke. Kreis Büren und Nachbarkreise ####gigtoe# seine Mitarheiter und kämtliche Justiz NSDAP., Ortsgruppe Büren. Eine Bilderserie unter dem Motto:„So sorgt das nationalsozialistische Deutschland für seine Verwundeten. die Ehrenbürger der Nation!“ wird in Pressekästen und Aushangstellen der Ortsgruppe gezeigt und zur besonderen Beachtung empfohlen. In besteingerichteten Krankenhäusern und Heimen werden unsere Verwundeten von Aerzten und Schwestern in liebevollster und aufopfernder Weise betreut und gepflegt. Durch die Bücherspende wird dafür gesorgt, daß auch die Verwundeten keine Langeweile verspüren und durch gutes Schrifttum Anregung, Belehrung oder Unterhaltung finden. Unter fachkundiger Anleitung lernen Soldaten, die einen Arm verloren haben, den anderen in gleicher Weise gebrauchen. Hand=, Arm= und Rückenverletzte treiben unter ärztlicher Aufsicht Spiele, die sie kräftigen, ihr Selbstvertrauen heben und Glieder, auf die der Verwundete mehr als bisher angewiesen ist, stärken sollen. Jedem sein Weihnachtsbaum. Die Weihnachtsbäume kommen in der Hauptsache aus dem Sauerlande. Der Verkauf beginnt Mitte Dezember Die Preise sind die gleichen wie im Vorjahre: bis zu 70 cm hoch 70 Rpf., über 70 cm bis 1 30 m 1 RM. usw. Eine Mozart=Sondermarke. Die Deutsche Reichspost gibt zu der bevorstehenden MozartWoche des Deutschen Reiches eine StahlstichWeiberg, 18. Nov. Seinen 80. Geourtstag konnte am letzten Sonntag der Landwirt Anton Schreckenberg von hier feiern. Der Jubilar ist geistig und körperlich recht rüstig und verrichtet noch viele Arbeiten. Herr Schreckenberg ist der Zweitälteste unserer Gemeinde. Wir wünschen ihm auch weiterhin einen frohen Lebensabend. Harth, 18. Nov. Die Sammlung„Flaschen für die Wehrmacht" hatte auch im Bereich der Ortsgruppe Harth einen großen Erfolg, wurden doch 2250 Flaschen gespendet. Rüthen, 15. Nov.„Eselswege“ gibt es in hiesiger Gegend viel. Die Benennung hängt mit den Mühlengerechtigkeiten eng zusammen. Jede Mahlmühle hatte ihre„Gerechtigkeiten“ in bestimmten Gemeinden. Durch diese Abgrenzung war jeder Mühle der Betrieb gesichert. Die Kunden in den Gemeinden waren die sog. Mahlgäste. Bei den schlechten Wegeverhältnissen in früheren Zeiten wurde der Verkehr mit den Mahlgästen durch Reiter betrieben, die die Elei ritten. Jede Mühle hatte eine bestimmt Anzahl von Eseln. Ihnen wurden die Säcke auf den Rücken geladen, geleitet von einem Eselknecht, ging es hintereinander auf schmalen Pfaden, den heutigen Efelswegen, zu den betreffenden Gemeinden. nsg.) Soest, 19. Nov. So schützt die Heimat die Soldaten. In Soest trat das Sondergericht zu einer Sitzung zusammen. in der gegen zwei Angeklagte verhandelt wurde, die sich an dem Eigentum eines Soldaten vergriffen hatten. Einer der Angeklagten stahl seinem zur Wehrmacht einberufenen Schwager Kleidung, die dann „zu Geld gemacht“ wurde. Die Angeklagten wurden wegen Diebstahls bzw. Hehlerei zu je zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. außerdem wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zwei Jahren aberkannt. Dazu sind die Kosten des Verfahrens zu tragen. Paderborn, 18. Nov. Dienstjubiläum. Heute am 18. November ist der Landgerichtspräsident von Paderborn Dr. Bernhard Niermann vierzig Jahre im Justizdienst. Der Jubilar, geboren in Drensteinfurt, war längere Zeit als Landgerichtsdirektor in Münster und ist seit dem 1. August 1935 Präsident des Paderborner Landgerichts. Als solchen haben ihn nicht nur seine Mitatbeiter und sümtliche Jufiizbeamte und Angestellte liebgewonnen, sondern er wird auch in weiten Fach= und Laienkreisen als hervorragender Verwaltungsbeamter und tüchtiger Richter hochgeschätzt. Warburg, 18. Nov. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof. Ein auf Urlaub fahrender Soldat hatte versäumt, rechtzeitig aus dem Zuge zu steigen. Als er sein Versehen bemerkte, wollte er aus dem sich schon bewegenden Zug springen. Obwohl ihn der Zugführer an seinem Vorhaben hindern wollte, sprang er doch ab. Mit schweren Verletzungen wurde er später aufgefunden und sofort ins Krankenhaus gebracht. Außer einer Gehirnerschütterung trug er so schwere Verletzungen an einem Bein davon, daß es amputiert werden ube.„„i. n Warburg, 18. Nov. Folgenschwerer Angluas= fall. Der Bauer Jos. Lüke aus Großeneder hatte mit seinem Pferdegespann Zuckerrüben zur Zuckerfabrik gebracht. Bei der Rückfahrt wurden die Pferde auf der Bahnhofstraße in der Nähe des Bahnhofshotels scheu. Der auf dem Wagen sitzende Bauer L. stürzte von dem Fuhrwerk und geriet unter die Räder. Er erlitt eine schwere Verletzung des Brustkorbes. Passanten brachten den Verunglückten in das Bahnhofshotel. Der zufällig vorüberfahrende Krankenwagen des Krankenhauses nahm den Verletzten sofort mit ins Krankenhaus, wo er inzwischen an den erlittenen schweren Verletzungen verschieden ist. Wormeln, 18. Nov. Unfall. Der an. der Eisenbahn beschäftigte Beamte Jos. Glade von hier erlitt auf dem Bahnhof Brilon einen Oberschenkelbruch. Der Unfall machte seine Ueberführung in das dortige Krankenhaus nötig. Laasphe, 18. Nov. 10 Jahre Ortsgruppe Laasphe. Die hiesige Ortsgruppe hatte zu einer schlichten Feierstunde eingeladen, um den Tag des zehnjährigen Bestehens zu begehen. Ortsgruppenleiter Bald gab einen umfassenden Ueberblick über die Entstehung und Entwicklung der Laaspher Ortsgruppe. Der Kreisleiter schilderte in treffenden Ausführungen den Weg der NSDAP., ihre Entwicklung und ihre großen Aufgaben, die die Zukunft des Volkes sicherstellen. Er gedachte besonders der Verdienste der alten Parteigenossen. Sondermarke heraus, deren Entwurf und Stich von dem Wiener Graphiker Hans Ranzoni jr. stammen. Wieder Vitamin==Zucker für Säuglinge und Mütter. Die vom 15. Dezember 1940 bis zum 15. März 1941 durchgeführte Verabfolgung von Cebionzucker in der Säuglingsfürsorge wird in den kommenden Wintermonaten wiederholt. Zur Verabfolgung an werdende Mütter ist eine besondere Cebionzucker=Tablette mit einem Zusatz von organischen Kalksalzen hergestellt worden. Im gesamten Reichsgebiet wird im Rahmen der Säuglingsfürsorge durch die Staatlichen Gesundheitsämter vom 1. Dezember 1941 bis zum 31. März 1942 Cebionzucker ausgegeben: Für jeden Säugling, der während des angegebenen Zeitraumes in den Beratungsstunden vorgestellt oder sonst von der Säuglingsfürsorge erfaßt wird, und für sich selbst erhält die Mutter je dreißig Stück Cebionzucker, von denen sie nach Anleitung eines Merkblattes täglich je ein Stück selbst verzehrt. ein weiteres dem Säugling gibt, sofern der Säugling nicht ausschließlich gestillt wird. Um die Ausgabe an werktätige Mütter zu erleichtern, kann sie durch die Betriebe vorgenommen werden. Wir verdunkeln heute, am 19. November, von 17.25 bis.44 Uhr. Ablecken von gummiertem Papier ist gefährlich. Obwohl schon auf die Gefahren aufmerksam gemacht wurde, die vorliegen, wenn Briefmarken oder gummiertes Papier abgeleckt werden, muß doch immer wieder einmal darauf hingewiesen werden. Man sieht häufig genug. daß diese Unsitte noch nicht ausgestorben ist. Wie durch Untersuchungen immer wieder festgestellt wurde, siedeln sich auf gummiertem Pavier Keimherde an, die auch schädliche Bakterien enthalten. Diese können in den Körper gelangen, wenn regelmäßig das Papier mit der Zuge angefeuchtet oder direkt abgeleckt wird. Es ist daher notwendig, daß man sich unter allen Umständen daran gewöhnt, die Marken auf einem Stückchen Schwamm oder auf einer anderen feuchten Unterlage anzutupfen. Briefe über die Grenze Der Postverkehr mit Reichsdeutschen, die sich als Kriegsgefangene oder Zivilinternierte im feindlichen Ausland befinden, ist gestattet. Soweit die Lageranschrift bekannt ist, ist der Verkehr über die Deutsche Reichspost abzuwickeln. Die Postämter erteilen nähere Auskunft über die Art der zugelassenen Sendungen. über die Abfassung der Anschrift usw. Ist die anschrift eines Kriegsgefangenen noch nicht bekannt. so können Nachrichten an ihn nur über das Deutsche Rote Kreuz. Amt S. Berlin SW. 61. Blücherplatz 2. versandt werden. Anfragen nach dem Aufenthalt internierter oder vermutlich internierter Reichsdeutscher sind an das Auswärtige Amt in Berlin W. 8, Kronenstraße 10. zu richten..... Jich im.inslichan 9. An Reichsdeutsche. die sich im feinolichen Ausland aufhalten, ohne interniert zu sein, können Nachrichten nur auf Formblättern vermirtelt werden. Zugelassen ist die Uebersendung eines Formblattes monatlich mit 25 Worten. Die Nachrichtenformulare sind beim Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes. Amt Auslandsdienst. in Berlin SW. 61, Blücherplatz 2. zu erbitten. Briefe, Lichtbilder, Urkunden und dergleichen können an Nichtinternierte nicht weitergeleitet werden. Auch Geld und Paketsendungen sind an Nichtinternierte nicht möglich. Jede Nachrichtenübermittlung an Deutsche im feindlichen Ausland über Personen oder Einrichtungen im neutralen Ausland ist verboten und unter Strafe gestellt. Auch das Internationale Rote Kreuz in Genf darf zur Weiterleitung von Nachrichten in das feindliche Ausland nicht benutzt werden. Nach Nlordnorwegen und Finnland Weihnachtssendungen für deutsche Soldaten Nach endgültiger Regelung gelten für Weihnachtssendungen an deutsche Soldaten in Nordnorwegen und Finnland folgende Bestimmungen: Feldpostsendungen(Briefe und Päckchen bis 1000 Gramm) nach Nordnorwegen und Finnland müssen bis spätestens 1. Dezember bei den Postanstalten aufgeliefert sein; sie können schon jetzt geschickt werden. Ueber die Absendung von Weihnachtspaketen erhalten die Angehörigen deutscher Soldaten in Nordnorwegen und Finnland von diesen genaue Benachrichtigung. Diese müssen sie abwarten. Die auf Grund dieser Mitteilung von ihnen gepackten Pakete müssen bis spätestens 25. November bei den Postanstalten eingeliefert sein. Ungebrochene Volkskraft Die Geburtenziffer hält sich Im Monat Juli wurden 150 550 Kinder im Gebiete des Deutschen Reiches geboren. Das sind 19,9 Geburten auf 1000 Einwohner. Die Geburtenziffer ist damit um 1,2 höher als im Juli 1940 und nur um 1,0 geringer als im Juli 1939. dem Monat mit der bisher höchsten Geburtenziffer der letzten Jahre. So ist die Geburtenziffer für den Monat Juli 1941 wieder ein sinnfälliger Beleg für die ungebrochene Volkskraft Deutschlands. Im Weltkrieg 1914/18 ging die Geburtenziffer ständig zurück. Innerhalb zweier Kriegsjahre war sie von 26,6 je 1000 Einwohner im Juli 1914 auf 13.9 im Juli 1916 abgesunken. Diesen volksbiologischen Niedergang werden wir diesmal nicht erleben. Vielmehr besteht alle Aussicht, daß auch für den Monat August eine ähnlich hohe Geburtenziffer gemeldet werden kann, denn in den Großstädten sind im August 16,3 Kinder je 1000 Einwohner geboren worden gegen 16,5 im Juli. Aus der Bewegung HJ.=Gefolgschaft 31/281. Heute(Mittwoch) tritt die gesamte Schar II um 20 Uhr im Binnenhof der Aufbauschule zum Dienst an. Motorsport=Gefolgschaft•281. Heute(Mittwoch) tritt die gesamte Gefolgschaft um 19.45 Uhr im Binnenhof der Aufbauschule an. Fliegerschar 2/2/281, Büren. Heute(Mittwoch) tritt die Schar um 20 Uhr im Binnenhof der Aufbauschule an. Schreibzeug ist mitzubringen. D. J. Heute(Mittwoch) tritt das ganze Fähnlein 31/281 um 14.30 Uhr an der Mädchenschule an.„(4. Jungmädelgruppe 31/281. Heute lieten alle Jungmädel der Schar I um 3 Uhr am Josefshaus zur Werkarbeit an. Die Jungmädel der Schar II treten um 5 Uhr ebenfalls dort an. HJ. Siddinghausen. Heute(Mittwoch) abend 8 Uhr treten alle Junggenossen bei der Schützenkall zum Dienst an. Hauptschriftleiter Emil Reuber, Lippstadt; verantwortlich für den heimatlichen und Anzeigenteil: Otto Birkle. Büren; Verlag und Druck: C. Jos. Laumanns, Lippstadt. (2. Zt. ist Preisliste Nr 8 vom 1 Jan 1941 gülltig. Was Gott tut, das ist wohlgetan, Es bleibt gerecht sein Wille! „ der Almnächtige nahm uns heute nach kurter, schwerer Krankheit, jedoch plötzlich und unerwartet, im Alter von fast 15 Jahren unseren lieben, einzigen Sohn und Bruder, meinen lieben Enkel, Neffen und Vetter, den Jüngling Willi Voß In größtem Schmerz und tiefster Trauer. Familie Aug. Voß und Angenörige. Büren(Aftestraße), Unna, Dortmund, Wetter und DortmundMarten, den 17. November 1941. Die Ueberführung findet statt am Freitag, dem 21. November, nachmittags 1 Uhr, vom hiesigen Krankenhause aus bis zum Bahnübergang am Kapellenberg; die Beisetzung erfolgt um 4 Uhr in Unna NeEE MAGGTWURZE Kreisberufsschule Büren( Westf. Die Schüler und Schülerinnen aus dem Schulort Büren geben ihrem verstorbenen Kameraden Willi voß am Freitag, dem 21. November 1941, das letste Gelett. Treffponkt: 1245 Uhr, Bernteschnla. Dex Piratig, Im Quartier, im Lazarett, ja nusch auf dem Marsch verlangt der Soldat nach der Zeitung Sie machell Ihren Angehörigen im Felde eine Freude mit der läglichen soll und darf man sie sparsam verwenden, lieber ein paarTropfenweniger als zuviel! Man muß aber schon beim Kauf daran denken, daß nicht alles Maggi's Würze ist, was sich Suppenwürze nennt. BZ-Feldpost! vom Lustgarten b. Wilhelmstraße verloren. Abzugeben bei Heinrich Alt, Büren, Wilhelmstr. 30. zwer Schweine zum Weitermästen abzugeben. Zu erfahren in der Geschäftsstelle der„Bürener Zeitung". Stühltänker Unterlängen- Buche 26 bis 60 mm, kantig oder ähnl. gesucht. Preisangebote erbeten unter K. N. 10946 an Ala, Köln. Zeppelinstraße 4. Sehr gut erhaltenes Schauteipsere Amtiche Betanntmachung Eierverteilung In der Zuteilungsperiode vom 17. November bis 14. Dezember 1941 werden auf den Bestellschein 30 der Reichseierkarte zwei Eier, und zwar auf die Abschnitte a und b, je, ein Ei, und in, der teilungseperiode vom 15. Dezember 1941 bis 11. Januar 19 auf den Bestellschein 31 der Reichseierkarte fünf Eier, und zwar auf Abschnitt a zwei Eier, auf Abschnitt b zwei Eier und Kleinanzeigen Die Ausgabe erfolgt nach„Maßgabe der Belieferung der Kleinverteiler im Laufe der Zureilungspelidden. Münster, den 11. November 1941. zu verkaufen. Von wem, sagt die Geschäftsstelle der„Bür. Zeitg.“ bis ins hiohe Alten Auch Sie können es sein. Oenken Sie nur rechtzeitig on eine wirksaine Abwehr der inneren Feinde Ihres Körpers. Entschlocken Sie * Ihren Körper von zerstörenden Bakterien u. führen Sie dem Blut neue Säfte zu durch eine innere Reinigung mit Veröffentlicht! Der Oberpräsident der Provinz Westfalen. Provinzialernährungsamt, Abt. B. Ernährungsamt, Abt.., Büren. Altwarenverkäufe und Kaufgesuche Stellenangebote und =Gesuche Wohnungsangebote und=Gesuche sowie sonstige Kleinanzeigen wirken am besten in des Heimatzeitung