und damit für eine agenumlaufs ist die einzelnen Wagens. imit Wagen zu sparen, sen Verkehr deztsche## 1000 tg über ihre zulc# lich belastet werden. istung der Güterwag## h die sonst üblichen## zuen Gewichtsgrenzen u# die bis ins letzte ge## gen bringt dem Verir### da die Frachtsätze für er sind als die der N# den einzelnen Verkehrrh Reichsbahn in ihrem Bewältigung ihrer gen# gaben, gerade während selfen. Auf jeden ein in, heute mehr denn je. Reichsluftschutzb be wiederholt Volksgen## Verwarnung wegen viVerdunkel ung ige bringen müssen. Die aben bei ihrer Bestraf e Anzeige erstattet habe ich fühlen. Läßt es sich LB.=Amtsträger in sol namhaft gemacht werden eim Erlaß einer polizeil## rd die Bezeichnung der t. Bei Zeugennachwein zenennung des Zeugen Amtsträger des Reiche# — worauf der Reichsfü Deutschen Polizei in i# ingewiesen hat— bei olle dieselben Funktionen die gleichfalls namen## nt werden müssen, wenn chaft Anzeige erstatten. Festsetzung von Zwang### ng der Zeugen nicht veri## und Nachbarkre Weidmannsheil! Die r letzten Jahre waren fürh ragbar geworden, so daß ß sich als notwendig ern libocki erlegte von Freitag# bliche Rothirsche(Kahlwiück einem Lazarett zugesn t. Aus dem Schulleben. als kommissarischer Hat versetzte Lehrer Hein vom Regierungspräsiden iptlehrer ernannt. Einbruchsdiebstahl. In ag drangen Einbrecher in egerfrau Sm. ein. Wenn ring war, so zeugt es doch itlich niedrigen Gesinn sen nicht einmal die Wohn# unantastbar ist. Dorfgemeinschaftsabend. inisationen veranstalteten orfgemeinschaftsabend. 6# ., IV., B0M. und Im. fstellung und marschierten saft Spiegel. Zu Beginn d in würdiger Weise die# tglieder der HJ. in die Pi# und Standortführer We#n te in seiner Ansprache ngen Parteigenossen, auch u tun und eifrig mitzumi er Aufgaben der Partei. der Ortsgruppenleiter zu ssen und bat um ihre Ein## er Partei. Der eigent## abend wurde mit passen et. Die BDM.=Mädel waiten Reigen auf. HJ. und Alle Organisationen tii terhaltung bei. Das von zeführte Märchenspiel ers# chlreich erschienenen Vo## vicklung des Programms er die gut verlaufene Ven besonders Vg. Ullrich Gleichzeitig nahm die den Kleinkinderg, bekannt Hanna“ ihren Abschied. Sept. Vom Lastwagen zu 2 hwerer Unglücksfall ereig# Uls dort der bei einer Becku### iftigte 19 Jahre alte elung zwischen zwei Lastwa### wollte, setzte sich plötzlich Bewegung. B. wurde erd### f d e r S t e l l e e i n. Kostenl. Beilagen: u. a. Der illustr. Sonttag- Am häusl. Herde Fernruf 276 Bankkonten: Kreissparkasse Büren Konto=Nr. 500 Spar= u. Dawahnskasse Büren(Geschäftsstelle Büren, Adolf=HitlerStraße 13 Der TärenerO. 2 Heilkarzeitung fur den Kreis Büren Nlr. 232 Büren, Freitag, 3. Oktober 1941 45. Jahrgang Blahn ist nient za benen Das Problem der gemeinsamen Hilfe für die Sowjetunion wird für die Engländer und die Amerikaner immer schwieriger und peinlicher, denn trotz der sechs Kommisionen, die jetzt auf der Moskauer Konferenz an die„Arbeit“ gegangen wären, um die Einzelheiten einer großen Hilfsaktion festzulegen, zeigt sich, daß dem bolbeschewistischen Diktator in Moskau nicht rechtzeitig Hilfe gebracht werden kann, und das ist praktisch genau fast dasselbe wie überhaupt keine Hilfe. Aus Moskau verlautet, daß Stalin über die Lieferungen von Waffen und Kriegsmaterial hinaus jetzt auch noch die Mitwirkung englischer Truppen bei den Kämpfen auf dem europäischen Kontinent wünscht. Der Gedanke, Statt Karten! Ihre Vermählung geb bekannt: Richard Genau Wilhelmine Genau geb. Münster Dortmund Bdren 2. Oktober 1941 „Kreit kr derucere fEieeibbsereitment Marineminister Fnox gibt seines Präsidenten geheimste Pläne preis Berlin, 2. Okt. Auf der Tagung des nationalen Verbandes der amerikanischen, Rechtsanwälte in Indianapolis erschien auch der Marineminister Knox. um im Auftrage des Kriegshetzers Roosevelt dessen Gedankengänge über die „Freiheit der Meere“, wie das Judentum und der USA.=Präsident sie auffaßt, von sich zu geben. Dabei ist recht interessant, daß Knox erklärte, eine starke Seemacht, die natürlich in erster Linie die Vereinigten Staaten(und nicht Großbritannien!) zu stellen habe, sei das Hauptpolizeimittel, um die Freiheit der Meere zu sichern. Knox ging sogar noch weiter und verlangte, daß diese starke Seemacht diejenigen, die sich etwa erdreisten wollten, nach der Beendigung des Krieges gegen diese Freiheit der Meere von USA.=Polizeignaden zu opponieren, zum Frieden gezwungen werden müßten. Knox gibt hier mit erfrischender Klarheit einmal preis, was sein Herr und Meister im Auftrage des Weltjudentums plant, die Unterwerfung der Welt unter die jüdische Botmäßigkeit. Der USA.=Marineminister hat uns damit endlich einmal einwandfrei bestätigt, wohin der Karren des Herrn Roosevelt laufen soll. Wir sind ihm dankbar dafür, wenn er uns auch im sichern. Knox ging sogar noch weiter und ver sind ihr SooerroliemSextel. Operationen im Osten planmäßig—. Bomben auf Moskau und Leningrad Kommandoflagge eines Generalfeldmarschalls Das ist die neue Kommandoflagge eines Generalfeldmarschalls der deutschen Wehrmacht. (PK.-Mittelstädt-Scherl-.) mil Reuber, Lippstadt;, beimatlichen und Anzeige en; Verlag und Druck: O. anne, Lippstadt. Nr. 8 vom 1. Jan. 1941 das Deutsche Reich in der Zeit, in welcher die großen Kämpfe im Osten ausgefochten werden, auch von Westen her durch ein englisches Expeditionskorps angreifen zu lassen, hat für die Bolschewisten selbstverständlich einen besonderen Reiz, weil sie glauben, dadurch könnte ihnen eine gewisse Erleichterung gebracht werden. Umgekehrt haben aber gerade die Engländer gehofft, daß Deutschland durch den Krieg im Osten so sehr in Anspruch genommen und in seiner Kampfkraft geschwächt werden könnte, daß dadurch für England eine fühlbare Erleichterung entstünde. Diese englische Hoffnung hat sich bekanntlich nicht erfüllt, denn sowohl die Schlacht im Atlantik wie die Luftkämpfe im Kanalgebiet haben den Engländern auch weiterhin die empfindlichsten Verluste begebracht. Die Hoffnung Stalins aber wird sich erst recht nicht erDarüber hat niemand anders als Churchill jetzt— wenn auch mit sehr vorsichtigen, gewundenen Worten— volle Klarheit geschaffen. Er hat im Unterhaus eine sehr pessimistische Rede gehalten, die den Bundesgenossen in Moskau klarmachen sollte, daß England keinesfalls in der Lag ist, mit seiner Landarmee auf dem Kontinent einzugreifen. Er wies darauf hin, daß England niemals ein Heer besessen habe, welches man den großen Armeen der Kontinentalmächte an die Seite stellen könnte, und er fügte hinzu, ein solches Heer werde England auch niemals besitzen. Was man aber an Landtruppen habe, das brauche man dringend für die Verteidigung des eigenen Ludes. Damit sind die Phantastereien wohl endgültig beseitigt, die in englischen Rundfunkreden und Zeitungsartikeln immer wieder über die Möglichket eines englischen Angriffs auf die Achlenmächte verbreitet werden. Die Sowjetunion aber muß sehen, wie sie in ihrem Kampfe gegen das Großdeutsche Reich sich aus eigener Kraft behaupten kann. Ueber die Aussichten dieses sowjetischen Widerstandes scheint man sowohl in London wie in Washington recht pessimistisch zu denken. Roosevelt ist in einer seiner Pressekonferenzen gefragt worden, wie lange dieser Widerstand wohl noch fortgesetzt werden kann. Er hat die Antwort auf diese Frage abgelehnt, und er soll dabei recht ärgerlich gewesen sein. Jedenfalls müssen sich die Engländer und Amerikaner damit begnügen, den hart bedrängten Bolschewisten Kriegsmaterial zu senden bzw. zu versprechen, und Churchill hat bereits zugegehen, daß die Transportmöglichkeiten für dieses Marerial nach der Sowjetunion sehr beschränkt seien. Roosevelt aber glaubt, einen Ausweg darin zu Aus dem Führerhauptquartier, 2. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Italienische Truppen haben bei der von ihnen in den Tagen vom 28. bis 30. September ostwärts des Dujepr durchgeführten Einkreisung und Vernichtung sowjetischer Kräfte über 8090 Gefangene eingebracht und dem Gegner schwere blutige Verluste zugefügt. An der karelischen Front nahmen gestern finnische Truppen in kühnem Vorstoß von Süden und Westen das am Westufer des Onega=Sees gelegene Petroskoi(Petrosawodsk), die Hauptstadt Ostkareliens. Kampfflugzeuge bombardierten auch in der letzten Nacht militärische Anlagen in Moskau und Leningrad. Im Kampf gegen Großbritannien versenkten Kampfflugzeuge in einem Hafen der Farder am gestrigen Tage ein Handelsschiff von 2000 BRT. Zwei große Handelsschiffe wurden in der letzten Nacht vor der britischen Ostküste durch Bombentreffer schwer beschädigt. Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Anlagen an der englischen Ost= und Südwestküste sowie gegen mehrere Flugplätze. Vorpostenboote griffen im Kanal britische Schnellboote an, die sich bei Nacht einem deutschen Geleitzug näherten. Durch Artilleriefeuer wurde ein britisches Schnellboot versenkt und ein weiteres schwer beschädigt. Britische Bomber warfen in der letzten Nacht wahllos einige Spreng= und Brandbomben auf verschiedene Orte Südwestdeutschlands. Es entstand nur unwesentlicher Schaden. Im erfolgreichen Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Kriegsmarine und Luftwasse im Monat September 683 400 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum. wurden allein durch Unterseeboote 452 000 BRT. vernichtet. Adana. In politischen Kreisen Teheraus ist man stark beunruhigt über die Absicht der Sowjets, einen Teil von Nordwestiran mit Täbris der armenischen Sowjetrepublik einzugliedern. Man erklärt, das General Wavell, der zu Besprechungen mit den Sowiets in Teheran bereits im Namen des britischen Reiches zugestimmt habe. Grunde nichts Neues verrät. Staaten, die ebenso wie Deutschland und seine Verbündeten um die„Freiheit" der Meere willen blockiert werden, wir meinen in erster Linie Frankreich, die Niederlande, Spanien, die Schweiz und Schweden wissen nun wenigstens, woher der Wind in Washington weht. Knox unterstrich die imperialistischen Pläne Roosevelts noch, indem er die Hoffnung aussprach, daß mindestens für die nächsten hundert Jahre die Seeherrschaft in den Händen von USA. und(last not least) auch Großbritanniens bleibe. Er verriet auch gleich kühn das dafür und erklärte, die beste Verteidigung Herrschaft der beiden Staaten in der auf dem Meere sei der Angriff. Die. sollten daher„beschließen“, den Krieg auf fremdem, nicht auf eigenem Boden Nur so könnte man einen eisernen Ring um Deutschland und seine Verbündeten schließen. Die Vereinigten Staaten würden, so kundigte er weiter an, eine Maßnahme nach der anderen ergreisen, bis die Vernichtung Deutschlands und seiner Bundesgenossen Italien und Japan vollDie nordamerikanische Nachrichtenagentur Associated Preß unterstreicht diesen letzten Satz in ihrem Kommentar besonders, denn Roosevelt noch andere Kabinettsmitglieder hatten bisher Japan bei ihren Angriffen gegen die Achse einbegriffen. Knox hat, indem er den Schleier von Roosevelts bisher sorgsam geheim gehaltenen Plänen riß. den Japanern Aufschluß darüber gegeben, was hinter den schönen Worten verborgen ist, die so ab und zu von Washington über den Pazifik nach Tokio tönen. 19000 fbwzelische=Nictfuht Frag. Im ßessel von Kiew erbeutet oder vernichtet erblicken, daß er künftig nur noch die Hälfte der amerikanischen Produktion für die kriegführenden Länder zur Verfügung stellt, und daß er von dieser Hälfte selbst wieder nach eigenem Ermessen einen Teil an die Engländer und einen Teil an die Sowjetunion schicken will. Und das wird Stalin kaum genügen. Berlin, 2. Okt. Die Schwere der bolschewistischen Niederlage im Kessel ostwärts Kiew und die gewaltigen Verluste, die die Bolschewisten bei der Vernichtung der Sowjetarmeen hatten, zeigen sich jetzt in ihrer vollen Auswirkung. Nach den bisherigen Zählungen wurden auf dem Kampffeld im Dujepr=Desna=Bogen mehr als 15000 sowjetische Kraftfahrzeuge von den deutschen Truppen erbeutet oder vernichtet. In dieser Zahl sind die vielen zerschossenen Fahrzeuge der Bolschewisten, die in dem unübersichtlichen Wald= und Sumpfgelände liegen geblieben und noch nicht aufgefunden worden sind, nicht enthalten. Außerdem wurden bisher 8000 sowjetische Pferde aufgegriffen und den Sammellagern zugeführt. Ein Ruhmesblatt der finnischen Armee Helsinki, 2. Okt.„Im Bund mit Großdeutschland hat die tapfere finnische Volksarmee unter Führung ihres weltberühmten Feldmarschalls jetzt eine Aufaabe nicht für ihr eigenes Volk, sondern zum Schutze aller Völker des Nordens erfüllt, die auch die größten Könige Schwedens ungetan ließen.“ So schreibt die finnische Zeitung„Kauppalethi“, über die Siege in Ostkarelien, die durch die Einnahme der Hauptstadt Petroskoi gekrönt wurden. In diesem ZuEin vernichteter 52-Tonnen-Panzer der Sowjets. sammenhang erinnert das Blatt daran, daß Finnland seine staatliche Selbständigkeit ebenfalls als Verbündeter Deutschlands zu einer Zeit erlangt habe, als Deutschland wesentlich kleiner war.„Jetzt hat Deutschland alle keine Stämme vereint und ist wiederum unser Verbündeter",— so schreibt„Kauppalethi“. Finnland glaube felsenfest daran, den richtigen beschritten zu haben, und wolle ihn bis zum Ende gehen. Vergebliche Drohung Berlin, 2. Okt. England hat dem kleinen Finnland erneut gedroht. Im Unterhaus erklärte Außenminister Eden am Mittwoch, England müsse, falls es keine ausreichende Antwort von der finnischen Regierung bekomme. Finnland als offenen Feind betrachten, sobald es in das alte russische Gebiet einfalle. England möchte Moskau gegenüber seinen guten Willen beweisen und versucht, den finnischen Freiheitskampf zu ersticken, unbekümmert darum, daß es vor Jahr und Tag noch die finnische Sache vertrat und gegen Moskau geiferte. Der italienische Wehrmachtbericht Militärische Ziele von Tobruk durch deutsche Flugzeuge wirkungsvoll bonrbardiert Rom, 2. Okt. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika nahmen deutsche Flugzeuge an der Cyrenaika=Küste eine Blenheim unter Maschinengewehrfeuer und zwangen sie zu wassern. Kurz darauf ging die Maschine unter. Andere deutsche Flugzeuge griffen in auseinanderfolgenden Wellen militärische Ziele von Tobruk an. Der Gegner unternahm Luftangriffe auf Bengasi. wo Gebäudeschaden entstand, und einige Ortschaften des Cyrenaika=Dschebel, wo ein Feldlazarett getroffen wurde. Andere britische Flugzeuge bombardierten Tripolis. Es wurden einige Privathäuser und das Kolonialhospital beschädigt.— In Ostafrika versuchte im Gebiet von Gondar eine feindliche Abteilung. sich unseren Stellungen zu nähern. Die Abteilung wurde durch eines unserer Minenfelder mit beträchtlichen Verlusten zum Stehen gebracht und durch Artilleriefeuer auseinandergesprengt. Feindliche Flugzeuge überflogen einen unserer Stützpunkte und verursachten durch Splitterbomben leichte Sachschäden.— Unsere Flugzeuge hombardierten in der Nacht zum 2. Oktober den Flughafen von Nicosia(Cypern).— Im Kanal. von Sizilien griffen sieben unserer Jagdflieger einen Verband von acht Hurricanes an und schossen zwei von ihnen ab. „Seelte Krout für Anldbrau Führungsanspruch der Sowjets im Kampf gegen die jungen Völker Berlin, 2. Okt. Die Moskauer Besprechungen zwischen den Vertretern der Sowjetunion und der Plutokratien England und USA sind mit einem Schwall phrasenreicher Freundschaftsbeteurungen und Hilfsversprechungen zu Ende gegangen, die das innige Einvernehmen zwischen den verbrecherischen Spießgesellen erneut bestätigt haben. Von dem jetzt im Wortlaut vor liegenden wut= und haßerfüllten Gestammel verdient ein Satz besondere Beachtung, der in erfreulicher Deutlichkeit enthüllt, um was es nach dem Willen der Moskauer Machthaber bei dem Kampf gegen die„faschistischen Mörder“ eigentlich in Wirklichkeit geht. „Eine geeinte Front der freiheitsliebenden Völker“, so deklamierte Molotow,„mit der Sowjetunion an der Spitze hat sich erhoben, England und die USA haben sich dieser Front angeschlossen.“ Da sich keinerlei Widerspruch von Seiten der „feinen“ plutokratischen Bundesgenossen regte, ist somit als feststehend die ungeheuerliche Tatsache zu vermerken: Der Krieg, den England verbrecherisch gegen Deutschland und die anderen jungen und aufstrebenden Völker heraufbeschworen hat, ist zum Kampf für den Bolschewismus geworden. Die Plutokratien sind in diesem Kampf, der unter Führung des bolschewistischen Regims in Moskau geführt wird, offiziell— wie Molotow dies offen ausspricht— nichts anderes mehr als Helfershelfer der blutigen Verbrecherclique im Kreml. * Die Moskauer Konferenz hat ein ebenso sagenhaftes Ende genommen, wie ihr Beginn war. Wer hilft wem? Das ist noch immer die im Kern völlig ungelöste Frage. Mögen sich Bolschewisten und Plutokraten darüber ihre dicken Köpfe zerbrechen. Die deutsche Wehrmacht wird inzwischen handeln, wie sie schon gehandelt hat, während die Konferenzteilnehmer leeres Stroh droschen. Todesurteil gegen Elias Wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat Prag, 2. Okt. Der Erste Senat des Deutschen Volksgerichtshofes hat in der am Mittwoch in Prag abgehaltenen Hauptverhandlung unter Vorsitz des Präsidenten des Volksgerichtshofes Dr. Thierack den früheren Vorsitzenden der Protektoratsregierung. Alois Elias, wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Gleichzeitig wurde auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit und auf Einziehung seines Vermögens erkannt. Die Anklage vertrat der Leiter der Staatspolizeistelle=Obersturmbannführer Oberregierungsrat Dr. Geschke. Elias, der sich auch in seinem Schlußwort als schuldig bekannte, erklärte, er sei zu tief davon überzeugt, daß das tschechische Volk aus geopolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen nur im Rahmen des Großdeutschen Reiches einer glücklichen Zukunft entgegengehen könne. Er hoffe, so erklärte Elias abschließend, seine Verurteilung möge dazu beitragen, daß das tschechische Volk sich endlich von Irrtümern und Illusionen freimachen und auf den rechten Weg gelangen möge. Der Hauptverhandlung des Volksgerichtshofes wohnten Vertreter der deutschen und tschechischen Presse bei. Todesurteil gegen den Laval=Attentäter Paris, 2. Okt. Colette, der vor fünf Wochen in Vichy den Anschlag auf Laval und Deat unternommen hat, ist vom französischen Sondergerichtshof in Paris zum Tode verurteilt worden. Aegyptisches Vieh für englische Militärbehörden beschlagnahmt Adana, 2. Okt. Die ägyptische Regierung hat im Auftrage der britischen Militärbehörde die Beschlagnahme des ganzen im Besitz von Nichtlandwirten befindlichen Viehs angeordnet. Das Vieh wird den Schlächtern der Militärverwaltung übergeben. Gewehre feiern Jubiläum Dr. Ing. v. Buttlar=Elberberg schreibt in den Wehrtechnischen Monatsheften u..: Wir feiern in diesem Jahr zwei Jubiläen, die für die preußische bzw. deutsche Wehrmacht Marksteine in ihrer infanteristischen Entwicklung bedeuten. Vor hundert Jahren wurde in Preußen das Zündnadelgewehr von DreyseSömmerda als erstes Hinterladungsgewehr für die Infanterie eingeführt und dreißig Jahre später, als auf den französischen Schlachtfeldern die Einheit des Deutschen Kaiserreiches erkämpt war, wurde als deutsches Reichsgewehr das erste Mausermodell 1871 angenommen. Kein Geringerer als Napoleon I. hatte erkannt, daß der Wert der Inanteriebewaffnung durch einen Hinterlader gehoben werden würde, weil dieser Waffentyp einerseits raschere Schußfolge als der Vorderlader versprach andererseits das Laden im Liegen ermöglichte. Trotz= dem schon vor dem Dreißigjährigen Kriege einzelne Konstruktionen recht geniale Lösungen fanden, war es nicht möglich, das Hinterladungsprinzip in die Massenfertigung umzusetzen. Feinst aufeinander geschliffene Flächen besorgten die Abdichtung gegen rückwärts drängende Pulvergase, und durch die immerhin erheblichen Rückstände des Schwarzpulvers mußten nach schon wenigen Schüssen Klemmungen aller Art auftreten. Hinzu kam, daß nach dem Einschieben der„Patrone“ oder des die PulverBerlin, 2. Okt. Im südlichen Kampfabschnitt der Ostfront griff die deutsche Luftwaffe am Mittwoch, 1. Oktober, wieder mit starken Verbänden von Kampf= und Sturzkampfflugzeugen in den Erdkampf im Küstengebiet des Schwarzen Meeres ein. In unermüdlichen Einsätzen zerstörten Bombenvolltreffer sowjetische Bunker. Panzer und Truppenansammlungen der Sowjets wurden zersprengt und viele Geschütze aller Kaliber außer Gefecht gesetzt. Im gleichen Frontabschnitt zerstörten die deutschen Kampfflugzeuge im großen Umfang wieder Eisenbahnstrecken und Bahnhöfe im somjetischen Aufmarschgebiet. 10 Züge wurden derart mit Bomben getroffen, daß sie vollkommen ausbrannten. Mit ungeheurer Wucht explodierte ein sowjetischer Munitionszug, ein Panzerzug wurde zerstört, ein anderer mit Bomben und Bordwaffen außer Gefecht gesetzt. Bei einem dieser Angriffe eines Verbandes deutscher Kampf= und Sturzkampfflugzeuge auf einen Bahnhof wurde dort eine sowjetische Infanterie= und Kavallerieformation völlig zersprengt und teilweise aufgerieben. Die Bolschewisten erlitten schwere blutige Verluste. Auch Newyork. Durch einen schweren Orkan, der Nicaragua heimsuchte, sind über 400 Todesopfer zu beklagen; über 4000 Wohnhäuser wurden vernichtet. ladung und das Geschoß enthaltenden Ladeblocks die Zündung besonders in die Waffe eingebracht werden mußte. Deshalb blieben alle Hinterladungsvorschläge an Gewehr und Geschütz nur unvollkommen und in der ersten Entwicklung stecken. Nikolaus Dreyse vereinigte erstmalig Pulver, Zündung und Geschoß in einer Patrone. Sie bestand aus einer dünnen Papierhülle, in der hinten das Pulver angeordnet war, davor ein Treibspiegel aus Pappe und damit verbunden das tropfenförmige Geschoß, das sogenannte „Langblei". Der Treibspiegel hatte auf seiner Rückseite, also der dem Pulver zugekehrten Seite, eine Höhlung zur Aufnahme des Zündsatzes, der durch eine Nadel angestochen und entzündet wurde, die vorher die ganze Pulverladung durchdringen mußte.(Daher der Name „Zündnadel"). In einer etwas größeren Höhlung des Treibspiegels auf der Vorderseite war das Geschoß eingebettet; es hatte keine direkte Berührung mit der Laufwandung, sondern der Drall wurde durch den Treibspiegel, der größer im Durchmesser war(13 mm) als das Bleigeschoß(11 mm) auf diese übertragen. Vor der Mündung fiel der Treibspiegel ab. Im Jahre 1858 boten die Brüder Paul und Wilhelm Mauser der Preußischen Gewehrprüfungskommission ein neuartiges Gewehr an, oas als besonderes Merkmal eine Metallpatrone aufwies, die einerseits die ganze Ladung zusammenhielt, andererseits durch die Messing= hülse beim Schuß die völlige Vernichtung gewährleistete. Endlich, nach dem siegreichen Kriege, wurde das Gewehr nochmals überprüft und ist uns heute durch sein Einführungsjahr unter dem Namen„Modell 71“ bekannt. Unvorstellbar aber wären die Folgen seiner Einführung früher gewesen, wenn man es sich an Stelle des Zündnadelgewehrs auf den Schlachtfeldern von 1866 und 70/71 denkt! Als Infanteriegewehr von 1,35 m Länge eine immerhin handliche Waffe mit.5 kg Gewicht, Einzellader, dessen Mechanismus ohne Werkzeug völlig zerlegbar war, mit einer absolut zuverlässigen, leicht und geräuschlos zu bedienenden Sicherung, deren Einstellung auch auf Entfernung gut erkennbar war, einer vorzüglichen Schußleistung und vor allem einer nie überbotenen Zuverlässigkeit gegen Störungen aller Art. so steht das Gewehr 71 heute, nach siebzig Jahren, vor unserer Erinnerung! eine größere Anzahl von Panzern und sehr viele Kraftfahrzeuge wurden in weiteren Einzelaktionen zerstört. Berlin. Deutsche Minensuchboote wurden am 1. Oktober von einigen britischen Jägern angegriffen, die versuchten, die Arbeit der Räumboote zu stören. Zwei der Briten wurden abgeschossen. Rom. Den Beginn ihres neuen Tätigkeitsjohres beging die deutsch=italienische Gesellschaft in Rom mit einer Feier, zu der der Duce persönlich erschienen war. Der Einladung des Präsidenten der Gesellschaft, Minister für Volksbildung, Pavolini, waren sämtliche führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht gefolgt. Budapest. Reichsverweser von Horthy besuchte am Donnerstag in Begleitung seiner Gemahlin unter Führung des deutschen Gesandten die gegenwärtig in Budapest gezeigte Ausstellung„Neue deutsche Kunst“. Genf. Einer„Daily=Mail“=Meldung vom 30. September zufolge ereignete sich in einer Dockanlage in Nordengland eine Schiffsexplosion. Dabei wurden sechs Personen getötet. Weitere mußten mit schweren Brandwunden ins Krankenhaus eingeliefert werden. Neue Ersdige der Lastwasse Bunker und Eisenbahnzüge am Schwarzen fieer erfolgreich bombardiert „Abreise Freitag“ ROMAN von Hans Possendor! Copyright by Verlag Knorr& Hirth, Kommanditgesellschaft, München 1939 35) Pasquale Piccirillo faßte plötzlich nach ihrer Hand.„Der Gedanke, daß Ihnen etwas zustoßen könnte, ist mir unerträglich!“ Nelda zog ihre Hand zurück.„Also soll ich lieber nicht hingehen?“ „Wenigstens nicht ohne gehörige Vorsichtsmaßregeln.“ „Aha— Sie lassen mit sich reden“, bemerkte Nelda trocken. Pasquale ging nicht auf ihren Spott ein. „Ich werde Ihnen eine kleine Pistole mitgeben.“ „Huh! Jetzt wird es wirklich schauerlich!“ „Scherzen Sie nicht. Signorina!— Sie wollen es also wirklich wagen?“ „Selbstverständlich!“ „Sie haben verteufelten Mut!“ „Gar nicht. Ich bin eben der Ueberzeugung, daß Signor Vian einfach ein Liebesabenteuer erhofft und nicht ahnt. in welche Falle er geht.“ „Dennoch... wir müssen vorsichtig sein. Ich bringe Ihnen morgen die Waffe mit. Außerdem werde ich mit Mario. in einer Gondel versteckt. Wache halten. Sorgen Sie nur dafür, daß die Fenster nach dem Kanal zu offen bleiben. Wenn Sie rufen, können wir Ihnen sofort zu Hilfe eilen, denn die Sackgasse, die Calle M... von der aus man sein Haus betritt, endet ja am Wasser. Wir legen uns mit der Gondel direkt an die Stufen. Außerdem werde ich schon heute nacht ausprobieren, welcher von meinen Nachschlüsseln zum Haustor paßt. Die Wohnungstür können wir im Notfall mit dem Brecheisen öffnen, das Mario mitbringen wird.“ * Gino Vian verbrachte die zwei folgenden Tage wie in einem Rausch. Mit dem neuen Aquarell für Nelda hatte er nicht viel Mühe. Nach der Vorlage des ersten, das ihm die Straßenjungen verdorben hatten, machte er die Vorarbeiten dazu noch. am gleichen Abend zu Hause, so daß er das Bild dann in zwei Sitzungen von je anderthalb Stunden pünktlich vollenden konnte.— Seine übrige Zeit verbrachte er mit Vorbereitungen für Neldas Besuch: Die Aufwartefrau, die sonst nur für zwei Stunden täglich zu kommen pflegte und um deren Tätigkeit sich Gino sonst nie gekümmert hatte, mußte die ganzen Vormittage über bleiben, jeden Winkel kehren. den Steinboden des Saales scheuern(was wohl seit Jahren nicht geschehen war) und die Tür= und Fenstergriffe putzen, bis sie nur so blitzten. Mehrmals stellte Gino die Möbel um, und er hämmerte und leimte zusammen= was zu wackelig war. Er kaufte ein mit venezianischen Spitzen verziertes Tischtuch und die passenden Servietten dazu. In dem feinsten Glasladen am Markusplatz— es war ein Geschäft der Firma Ballarin— erstand er eine wundervolle Fruchtschale, eine Weinkaraffe mit Gläsern, opalisierende Blumenvasen und rubinfarbene Leuchter; denn nichts von den in der Wohnung vorhandenen Sachen war ihm schön genug. Eine volle Stunde verbrachte er in einem Blumenladen in der Frezzeria mit der Zusammenstellung der richtigen Farbentöne dreier Sträuße und der Streublumen für den Tisch. In einer Rosticceria besorgte er ein paar fertig zubereitete Speisen, die später nur aufzuwärmen waren. Er kaufte Weißwein. Notwein und Liköre, Früchte und Näschereien, Käsegebäck. Kaffee, Tee und Zigaretten... Endlich war der ungeduldig erwartete Abend angebrochen. Schon um sechs Uhr. gleich nach der Vollendung des Aquarells. begann Gino den Tisch zu decken. Als alles fertig war. hatte er plötzlich das Gefühl, einen schweren Fehler begangen zu haben: Diese Vorbereitungen für Neldas Empfang waren bei weitem übertrieben — machten den Eindruck von Aufdringlichkeit— mußten peinlich wirken und konnten zu leicht von Nelda mißverstanden werden. So trug Eino also einen Teil dieses Aufwandes wieder ab, zog den gedeckten Tisch in das Nebenzimmer und änderte die allzu deutliche Aufgeräumtheit des Saales wieder in eine gemäßigte Unordnung. Nur zu einer Aenderung konnte er sich nicht entschließen, obwohl sie ihm eigentlich geboten schien: die schönen venezianischen Glasleuchter mit den brennenden Kerzen, die überall im Raum verteilt waren, durch die alltägliche elektrische Beleuchtung zu ersetzen. Während aller dieser Vorbereitungen hatte ihn eine immer wachsende Angst gequält, daß Nelda vielleicht gar nicht kommen würde. Und als nun die Uhr die verabredete Stunde schlug, war er bereits fest davon überzeugt, daß sie ihn im Stich lassen— daß er sie überhaupt nie im Leben wiedersehen würde. Mit einem bitteren Auflachen warf er sich auf den Diwan: Seine Situation inmitten all dieser vergeblichen Aufwendungen schien ihm jetzt nur noch beschämend. Da erklang die Wohnungsglocke. Gino sprang empor, als ob der leise Ton der Glocke ein Donnerschlag gewesen wäre. Aber während er nun zur Wohnungstür ging, zwang er seine Schritte zur Ruhe: und obwohl er sonst niemals Besuch bekam, sagte er sich, daß es bestimmt nicht Nelda sei— gleichsam sich selbst gegen eine schwer tragbare Enttäuschung im voraus wappnend. Nun öffnete er. Im gleichen Moment wurde in der oberen Etage die Wohnungstür ungestüm aufgerissen, und Schritte stürmten die Treppe hinab. Noch ehe Eino in dem Halbdunkel des Treppenhauses Nelda recht erkennen konnte, schlünfte sie in den Vorraum und zog hastig die Tür hinter sich zu. „Verzeihen Sie, daß ich so unaufgefordert eindringe", sagte sie)mit einem befangenen Lächeln,„aber ich möchte nicht gesehen werden.“ Eino machte eine Bewegung, um nach ihrer Hand zu greifen, aber das war vergeblich. Nelda hatte heute ihren schwarzen Seidenschal auch über den Kovf gezogen; ihre eine Hand war unter dem Schal verborgen, mit der andern hielt sie ihn unter dem Kinn zusammen. Das schmale Oval ihres hellen Gesichts in der dunklen Jubiläumsflug zum Suez=Kanal Der 7 Vor 25 Jahren sielen die ersten deutschen Bomben auf Port Said Die jüngsten Angriffe der deutschen Luftangriffe auf den Suezkanal sind ein Jubiläum, Denn genau vor 25 Jahren, im Spätherbst 1916, fielen gleichfalls Bomben aus den Kanal und die Hafenstadt an seinem Nordeingang aus deutschen Flugzeugen hernieder. Freilich sahen diese Luftangriffe damals noch anders aus als heute, wo Tausende von wohlgezielten unheilbringenden Bomben Englands Verbindung mit Indien lähmen. Aber sie waren eine Heldentat besonderer Art und wurden aus denselben Tugenden heraus geboren, die auch heute die deutsche Luftwaffe vor allen anderen auszeichnet: aus beispielloser Kühnheit und unbeugsamem Kampfgeist. Die Fliegerabteilung„Pascha“, eine deutsche Formation, die den türkischen Truppen zugeteilt war, kann den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, vor 25 Jahren erstmalig über dem Suezkanal erschienen zu sein und mit einem Bombardement auf Port Said eine Probe deutschen Fliegergeistes gegeben zu haben. Es war zunächst nur eine einzige Maschine, die das Wagnis unternahm, eine mit zwei Mann besetzte„Rumpler=Taube“, und die Bomben, die aus niedriger Höhe auf die Bahnhofsanlagen von Port Said und auf die Dampfer herabprasselten, waren nur von kleinem Kaliber. Gleichwohl erzielten sie eine große Wirkung. Mehrere Dampfer fingen sofort Feuer, und aus dem Bahnhof schlugen helle Flammen empor. Vor allem aber war den Briten der Schreck in die Glieder gefahren, daß sich ein solcher Angriff, den man für unmöglich gehalten hatte, ereignen konnte. Die deutsche Maschine, die übrigens auch im Tiefflug von ihrer Bordwaffe Gebrauch gemacht hatte, kehrte wohlbehalten zurück. Der Erfolg ermunterte zu neuen Taten. Kurz darauf wurde ein englischer Geleitzug, der sich auf dem Wege nach Port Said befand, angeTaifun=Schäden in Japan Eine Erzö friffen. In ihm befanden sich auch zwei Flugzeugmutterschiffe, die Vorgänger der heutigen Flugzeugträger. Eine Reihe von britischen Maschinen wasserte sofort, um gegen die Deutschen zu starten. Dazu kam es jedoch gar nicht. Sie wurden noch vor dem Start von den tieffliegenden deutschen Vögeln in Brand geschossen. und dann ging es hinter den jegliche Abwehr vergessenden und in wilder Flucht Port Said zustrebenden Schiffen her, von denen die Mehrzahl mit wohlgezielten Bomben bedacht, ihr Ziel nicht mehr erreichte. Auch Kairo wurde im Zuge dieser Operationen der noch in den Kinderschuhen steckenden Luftwaffe angegriffen, wobei die wagemutigen Besatzungen die für damalige Verhältnisse unerhörte Strecke von 800 Kilometer für Hin= und Rückflug zurückzulegen hatten. Am Vormittag des 13. November 1916 hagelten zwölf wohlgezelte Fünfkilogrammbomben auf den Bahnhof von Kairo herab, und keine einzige verfehlte ihr Ziel. Die Tommies aber waren von diesem Angriff so überrascht, daß nicht eine Maschine aufstieg, um sich den Deutschen zum Kampfe zu stellen. Zahlreiche Todesopfer Tokio, 2. Okt. Der Taifun, der am Mittwoch vor allem die südwestlichen Gebiete Japans heimsuchte, und dessen Ausläufer jetzt auch in Tokio wüten, hat neue Todesopfer gefordert. Schwer sind zum Teil die Schäden. Nach bisher eingegangenen Meldungen wurden neben den Opfern bei den beiden schweren Eisenbahnunglücken 30 Personen getötet und zahlreiche andere schwer verletzt. 39 größere Fischereifahrzeuge sind gesunken; acht andere werden vermißt. Tausende von Häusern wurden, in der Hauptsache durch Ueberschwemmungen, zerstört. Umrahmung erschien Gino wie aus zartestem Elfenbein geschnitzt. „Das Bild ist fertig“, sagte er. während er die Tür zum Saal öffnete.„Bitte. treten Sie doch ein!“ Er war so erregt, daß seine Stimme ganz rauh klang. Nelda blickte in dem großen Raum verwundert umher:„Wie schön das hier ist! Beleuchten Sie Ihr Zimmer immer mit Kerzen?" „Nicht immer, aber oft“, log Gino.—„Wollen Sie nicht Ihren Schal ablegen und sich setzen?“ Nelda ließ den Schal herabgleiten. Sie trug wieder das einfache schwarze Kleidchen— das einzige, das Gino bisher an ihr gesehen. Aber sie hatte ihre Haare diesmal nicht aufgesteckt; die dichten kupferfarbenen Locken fielen ihr leuchtend über Schulter und Nacken. Gino stieß unwillkürlich einen Laut des Entzückens aus. Und auf Neldas erheuchelten Blick fragender Verwunderung murmelte er nur: „Es wird immer phantastischer...“ Unglaublich, daß es... das gibt...“ „Und wo ist das Bild?“ fragte Nelda, ohne seine Worte zu beachten. Gino holte es herbei und stellte es vor ihr auf. Nelda betrachtete es lange und wortlos. In ihren Blick kam allmählich etwas von trauriger Verwunderung. Ja. ohne es selbst zu wissen, schüttelte sie sogar ein wenig den Kopf. Sie konnte nicht fassen, daß dieselbe Hand, die das da hervorgezaubert hatte, fähig gewesen war, einen Menschen zu töten— zu erwürgen. „Es gefällt Ihnen nicht so gut wie das erste?“ fragte Gino endlich. „Im Gegenteil, es ist noch viel schöner. Ich frage mich nur, ob ich so ein Geschenk überhaupt von Ihnen annehmen darf. Ich bin Ihnen doch gänzlich fremd.“ „Niemand ist mir weniger fremd als Sie.“ „Nun kommen Sie wieder mit Ihren mystischen Andeutungen. Jetzt müssen Sie aber Farbe bekennen und mir erzählen, was dahinter steckt.“ „Gern will ich das tun— später, nach dem Essen.“ (Fortsetzung folgt.) rr Kommand pünscht Sie zu sprec „Soll kommen!“ Der Kommandans Wüste Kalahari nim zündet sich eine neue in seinem Stuhl zuri der junge Militärar, „Setzen Sie sich. Sie eine Zigarette? „Danke. Herr Ko einer ernsten dienst nuß mit Ihnen üb sprechen. „Ueber die Zustät Kommandant und r „Herr Kommanda Lager sind grauenha Burenfrauen und ihr führt zu einer unab „So?“ meint der das Gesicht zu einer strophe für uns etw Doktor Simpson starrt über diese Fr„Jawohl, Herr: für uns— das he eines Tages die Z1 in der Welt bekan Fülle von Haß. W England ergießen.“ „England ist über Verhaben. 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Verfluch #hof werden!“ Suez=Kanal die ersten deutschen Port Said der deutschen Luftanl sind ein Jubiläum, ihren, im Spätherbst omben aus den Kanal nem Nordeingang aus nieder. ftangriffe damals noch Tausende von wohlen Bomben Englands lähmen. Aber sie waderer Art und wurden heraus geboren, die uftwaffe vor allen anbeispielloser Kühnheit geist. Die Fliegerabeutsche Formation, die geteilt war, kann den h n e h m e n, v o r 2 5 J a h Suezkanal erschienen ombardement auf Port in Fliegergeistes gegezunächst nur eine einagnis unternahm, eine „Rumpler=Taube“, und jedriger Höhe auf die ort Said und auf die waren nur von kleie eine große Wirkung. sofort Feuer, und aus elle Flammen empor. Briten der Schreck in ß sich ein solcher Aniöglich gehalten hatte, seutsche Maschine, die z von ihrer Bordwaffe kehrte wohlbehalten zu neuen Taten. Kurz ser Geleitzug, der sich t Said befand, angen sich auch zwei Flugrgänger der heutigen ihe von britischen Man gegen die Deutschen jedoch gar nicht. Sie start von den tieffliein Brand geschossen. r den jegliche Abwehr der Flucht Port Said von denen die MehrBomben bedacht, ihr Zuge dieser Operatioinderschuhen steckenden obei die wagemutigen alige Verhältnisse unkilometer für Hin= und itten. Am Vormittag sagelten zwölf wohlgeben auf den Bahnhof keine einzige verfehlte aber waren von diesem iß nicht eine Maschine itschen zum Kampfe zu en in Japan sodesonter tifun, der am Mittwoch lichen Gebiete Japans lusläufer jetzt auch in Todesopfer gefordert. Schäden. Nach bisher in wurden neben den schweren Eisenbahngetötet und zahlreiche größere Fischereifahrst andere werden verusern wurden, in der hwemmungen, zerstört. Der Tod des Doktor Simpson Eine Erzählung englischer Schande# Von Heribert Eberstein no wie aus zartestem sagte er. während er te.„Bitte. treten Sie regt, daß seine Stimme n großen Raum verchön das hier ist! Ber immer mit Kerzen?“ “. log Gino.—„Wollen legen und sich setzen?“ herabgleiten. 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Ich komme in einer ernsten dienstlichen Angelegenheit. Ich nuß mit Ihnen über die Zustände im Lager sprechen.“ „Uever die Zustände im Lager?“ knurrt der Kommandant und runzelt seine Stirn. „Herr Kommandant, die Zustände in diesem Lager sind grauenhaft. Die Internierung der Burenfrauen und ihrer Kinder in diesem Lager führt zu einer unabsehbaren Katastrophe.“ „So?“ meint der Kommandant und verzieht das Gesicht zu einer Grimasse.„Zu einer Katastrophe für uns etwa?“ Doktor Simpson ist drei Sekunden lang erstarrt über diese Frage. „Jawohl, Herr Kommandant, indirekt auch für uns— das heißt, für England. Wenn eines Tages die Zustände des Kalaharilagers der Welt bekannt werden, wird sich eine Fülle von Haß, Wut und Verachtung über England ergießen.“ „England ist über die Stimmungen der Welt Verhaben. Vergessen Sie nicht. Doktor Simpson, daß ja doch eigentlich England die Welt ist. Alles übrige——.“ Eine Geste voll Geringschätzung vervollständigte den Satz. „Herr Kommandant, ich war immer stolz darauf. ein Engländer zu sein!“ rief der junge Arzt. und Erregung brannte in seiner Stimme. „Das sollen Sie auch! Das sind wir alle.“ „Stolz auf die Größe unserer Weltauffassung. auf den englischen Edelmut, die englische Großberzigkeit, auf unsere Fairneß—“ „Sie sind noch ein sehr junger Mann, lieber simpson“, sagte der Offizier mit einem hämishen Lächeln. Der andere war durch dieses Wort ein wenig aus der Fassung geraten. „Wenn Sie damit sagen wollen. Herr Komnandant, daß ich ein Idealist sei, daß ich meine ##deale noch nicht preisgegeben hätte—“ „Herr Doktor Simpson, was haben Sie an den Zuständen im Lager auszusetzen?“ fiel der kommandant dem jungen Arzt eiskalt in die beitige Rede. „Ich sagte bereits, daß der GesundheitsJustand unter den Burenfrauen und den Kindern Alatastrophal sei. Die Ursachen: verdorbenes Passer und unzureichende Ernährung. Diese Nenschen leiden bitteren Hunger. Und das renige, das man ihnen zubilligt, ist zum Teil vollkommen verdorben; das Fleisch stinkt, doch Adie Fische noch viel mehr. Wir führen doch seinen ehrlichen Krieg gegen das Burenvolk— Akrieg gegen die Männer, gegen die Soldaten— doch nicht gegen Weiber und Kinder!“ „Wollen Sie das nicht lieber Lord Kitchener #lagen?“, meinte der Kommandant spöttisch. glaube, daß Lord Kitchener hierüber anders #enkt als Sie.“ „Das kann ich nicht glauben, denn der Lord ist Soldat. kein Massenmörder!“ Die kalten grauen Augen des Offiziers ##chteten sich durchdringend auf das vor Eifer Auhitzte Gesicht des Arztes. „Aber ich fürchte, lieber Doktor Simpson, aß Sie sich mit solchen Worten an die Front nieden würden“, sagte er leise und drohend. „Das schreckt mich in keiner Weise ab, Herr Bkommandant! Im Gegenteil, wenn nichts geTchieht, um die Zustände im Lager erträglich In gestalten, stelle ich den Antrag. an die Front Vversetzt zu werden. Kämpfen ist männlich— toch Morden ist eine Niedertracht.“ „Mister Simpson, wollen Sie mich mit diesen WVorten zu einem Mörder stempeln?“ „Ich will nichts anderes, als die verantVrortliche Stelle auf die katastrophalen Zustände #es Lagers aufmerksam zu machen. Ich bin Arzt und kann zu diesen Dingen nicht länger hweigen, denn ich fühle mich mitverantwvortlich.“ „Bann ändern Sie diese Zustände doch!“ „Dazu ist die Beschaffung von einwandfreiem Vasser und geeigneten Nahrungsmitteln er##orderlich. Seit fünf Tagen verteilt man unter den Lagerinsassen Fleisch und Fischkonserven, #die völlig verdorben und im höchsten Grade gesundheitsschädlich sind. Die Folgen haben Aich bereits bemerbbar gemacht.“ „Was für Folgen?“ „Wir hatten vorgestern drei, gestern neun, Theute siebzehn Typhusfälle im Lager, Herr kommandant!“ „Tatsächlich? Wirklicher Typhus? Nicht etwa Leibschneiden mit etwas Durchfall?“ „Ich glaube annehmen zu dürfen, daß der Aleitende Arzt des Lagers Ihnen. Herr Kom#nandant, bereits Bericht vorgelegt hat, daß wir in Lager Typhus haben.“ „Er war sich nicht klar darüber, ob es sich virklich um Typhus handelt.“ „Das ist inzwischen einwandfrei festgestellt vorden.“ „So!— Na— dann werden wir ja wohl #nicht mehr lange hier sein.“ „Wollen Sie endlich das Lager verlegen, Uherr Kommandant?“ fragte der junge Arzt mit veränderter Stimme. „Das Lager verlegen? Ich? Wo denken sie hin! War ich es, der bestimmt hat, wo Dieses Lager aufgeschlagen werden sollte? Ich vurde hierherkommandiert genau so wie Sie.“ „Aber sagten Sie nicht eben, wir würden sicht mehr lange hier sein?“ „Nun ja— wenn wir Typhus im Lager haben! Diese Krankheit räumt schnell auf. Zunal unter Menschen, deren Gesundheitszustand Achnehin nicht erstklassig ist, wie Sie behaupten. Venn wir heute siebzehn Kranke haben, dann verden es morgen fünfzig sein— übermorgen Andert. Verflucht, das wird ein großer FriedAldt wenden!“ „Um Gotteswillen— Herr Kommandant— kann das Ihr Ernst sein?“ „Warum nicht! Lord Kitchener wird mit dem Verlauf der Dinge sehr zufrieden sein.“ „Das ist unausdenkbar fürchterlich!“ „Ich gebe zu, es ist nicht angenehm, so dicht neben solch einem Seuchenherd leben zu müssen. Wir müssen das Lager der Engländer weiter zurücklegen, damit keiner von uns mit der Seuche in Berührung kommt.“ Simpson sprang von seinem Stuhl auf. „Herr Kommandant, dafür bin ich nicht zuständig. Ich bin für die erkrankten Gefangenen da, und mein Platz wird bei ihnen sein, solange ich hier bin.“ „Diese Weiber sind Englandfeinde wie ihre Männer!“ schrie der Kommandant.„Und sie gebären Kinder, die immer wieder Englandfeinde sind!“ „Sie werden in der ganzen Menschheitsgeschichte vergeblich nach einem Beispiel suchen, wo ein großes starkes Volk mit solchen Maximen gegen ein kleines, schwaches Volk kämpft.“ „Da England in allen Dingen in der Welt vorangeht, kann es auch in seinen kriegerischen Maximen tonangebend sein. England geht seinen Weg.“ „Dieser Weg aber führt in einen schauerlichen Abgrund!“ rief Simpson erbittert.„Im Lager geht das Grauen um, Herr Kommandant! Und dieses Grauen wird weiter umgehen in der Welt, selbst wenn die letzten Burenfrauen längst im Wüstensand verscharrt sein werden.“ „Vortrefflich! Dann werden die Völker aus diesem Grauen lernen.“ „Die ganze Welt wird uns hassen und verachten!“ Eine deutsche Flakstellung bei Bardia. Torpedo los! Zischend fährt der„Aal“ heraus. „Und fürchten! Und das ist sehr gut so.“ „Herr Kommandant, ich bitte um meine Versetzung an die Front!“ „Nein, Doktor Simpson! Sie bleiben hier!“ „Ich bleibe nicht hier! Dazu kann mich niemand zwingen.“ „Das werden wir sehen!“ „Jawohl, Herr Kommandant, wir werden es sehen!“ * Am nächsten Morgen stand abermals die Ordonnanz vor dem Kommandanten. „Doktor Simpson——“ „Sagen Sie Doktor Simpson, ich sei jetzt nicht zu sprechen!“ „Beg your pardon. Sir! Doktor Simpson will keine Besprechung. Doktor Simpson ist tot. Man fand ihn vor einer halben Stunde fünfhundert Meter vom Lager entfernt. Mit einer Kugel im Kopf. In der Hand hielt er diesen Brief—“ Der Offizier entriß der Ordonnanz den Brief, der die Anschrift des Kommandanten trug. In dem Umschlag steckte ein zweiter Brief. der an die Mutter Simpsons gerichtet war. Das Schreiben an den Kommandanten enthielt nur wenige Worte: „Herr Kommandant! Sie haben mir den Weg an die Front verboten. Dadurch zwingen Sie mich, den Weg zu gehen, den ich eingeschlagen habe, wenn Sie dieses Schreiben in Händen haben. Ich weigere mich, an dem ungeheuren Verbrechen, das an den Burenfrauen im Lager der Kalahari begangen wird, beteiligt zu sein. Denn dieses Verbrechen schreit zum Himmel um Rache. Wehe den Schuldigen! Und wehe England! England wird diese ungeheure Schande niemals austilgen können! Doktor Everhard Simpson.“ Der Kommandant schleuderte den Brief in den Papierkorb, auch den an Simpsons Mutter gerichteten. „Schreiben Sie als Todesursache in die .Stelle an der Sollumfront gibt telephonisch Feuerbefehl. Wiedersehen unter der Einde Stizze von Ruth Stuhlmann Elisabeth sah in diesen Tagen oft heimlich nach der Uhr, wenn die Zeit heranrückte, in der die Briefträgerin kam. Seit ein paar Wochen erhielt sie dann und wann eine bunt gemalte Postkarte aus dem Lazarett, in dem Klaus seiner Genesung entgegensah. Es stand niemals mehr als ein kurzer Gruß auf den Karten und es schien der Empfängerin, daß das Schreiben ihm noch große Mühe machte, mehr fast als die Zeichnung, die davon zeugte, daß Klaus die steif gewordene Hand fleißig übte. Vor dem Kriege hatte er auch zuweilen bunte Postkarten geschickt, einen oder zwei Tage vor der Heimkehr aus einem Urlaub oder von einer längeren Geschäftsreise. Damals hatte es sabeth geschienen, als ob ihm zuguterletzt die junge Lehrerin noch eingefallen sei als ein Mensch, dem man wohleinen Höflichkeitsgruß senden müsse. War sie doch die Lehrerin des kleinen Hans Karl, den Klaus Mutter in ihr Haus ausgenommen hatte, weil ihm die Stadtluft nicht bekam. Junge Menschen haben das Recht, im Urlaub schreibfaul zu sein. Im Lazarett jedech dünkte es dem jungen Flieger eine angenehme Abwechslung, wenn er seine bunten Karten malen und in alle Winde verschicken konnte. Es waren keine gewöhnlichen Karten, die er dem Briefkasten anvertraute. Vielmehr zeugten sie davon, daß der Verwundete es mit eiserner Energie lernte, die Finger der rechten Hand zu gebrauchen. Eines Tages hatte man ihn an einen Tisch gesetzt und ihn aufgefordert, die ersten Uebungen mit dem Stift zu machen. Das letzte zur Gesundung muß der Patient selbst tun. Dieser Grundsatz wirkte bei vielen Verwundeten Wunder. Es dauerte lange, bis die Finger dem Willen gehorchen. Klaus biß die Zähne zusammen und hielt durch. Dieses Durchhalten schien ihm zuweilen bedeutend schwerer als mancher harte Soldatendienst, den er geleistet. Aber dann schaffte er es, immer wieder die eigene Ungeduld meisternd. Und je mehr ihm die Hand gehorchte, desto bunter und wechselvoller wurden die Karten, die Klaus an seine Lieben schickte. Aus der Uebung wurde schließlich künstlerische Leistung. Klaus malte und zeichnete seine Gedanken auf die Karten. Was er noch dazu schrieb, war niemals viel mehr als ein kurzer Gruß. Heute saß er lange über einer solchen Karte. Man hatte ihm endlich den ersehnten Heimaturlaub bewilligt. Nun konnte er sich daheim anmelden. Und es war nicht nur die Mutter, der er seine Rückkunft mitzuteilen hatte. Er malte an einer Karte für Elisabeth. Ob sie die stille Bitte verstehen würde, die er in seine Malerei legte? In seinem Herzen lautete sie etwa so: Erfahren Sie es, Elrsabeth, ich bin in einigen Tagen wieder da. Sollte es wohl möglich sein, daß Sie wieder, wie vor meiner Einberufung, am Donnerstagnachmittag zwischen vier und fünf Uhr über die Chaussee gehen? Sie wissen: an dem Hause vorbei mit dem schiefgewachsenen Fensterkreuz. Die Straße macht da einen kleinen unbegründeten Bogen, Gott sei es gedankt und dem Straßenbaumeister, der die Natur hier ließ, wie sie der Schöpfer gemacht hat. Es ist ein kleiner Seitensprung, den sich die biedere Landstraße herausnimmt Gleich danach läuft sie schon wieder schön gesittet, wie es sich für eine rechtsschaffene deutsche Landstraße gehört. In dem kleinen Winkel, der durch den Seitensprung entstanden ist, hat mein Vater vor 60 Jahren eine Linde gepflanzt. An dieser Linde, Fräulein Elisabeth, hängen meine allerschönsten Erinnerungen... Elisabeth schaut sinnend die bunte Karte an, die ihr die Postbotin heute gebracht hatte. An jedem Donnerstag zwischen vier und fünf Uhr hatte Klaus sonst bei schönem Wetter unter der Linde gesessen, nachdem er den Betrieb von seinem Vater übernommen hatte. Der junge Baumeister hatte das gut fundierte väterliche Geschäft noch weiter ausgebaut, bis der Krieg ausbrach und er zu den Fahnen gerufen wurde. Nun nahm ein alter erprobter Werkmeister die wöchentlichen Abrechnungen vor, mit denen sich Klaus so oft unter der Linde befaßt hatte. Seine Augen hatten dann wohl die Landstraße hinabgespäht; zu einer bestimmten Zeit leuchtete Elisabeths helles Kleid auf dem Wege. Sie ging in die Meierei, um dem zwölfjährigen Gretel die Anfangsgründe im Klavierspiel beizubringen. Kam sie dann vorbei, so erwiderte sie freundlich den Gruß des jungen Mannes. Gesprochen wurde selten etwas zwischen ihnen. Die junge Lehrerin hätte auch nicht gewußt, was sie mit dem langen blonden Menschen hätte reden sollen, bei dessen Anblick ihr jedesmal die Röte ins Gesicht stieg. Er war immer um die Linde herum, wenn sie in die Klavierstunde ging. Dann kam ein Tag, da brachte ihr der Postbote zum ersten Male eine Karte ins Haus, die Klaus an sie geschrieben hatte. Sie dachte sich nicht viel dabei, bis einmal, kurz vor Ausbruch des Krieges, wieder eine solche Karte kam. „Am 24. Juli komme ich zurück“, hatte der junge Mann geschrieben.„Dann möchte ich bei Ihnen musikalischen Anfangsunterricht nehmen. Gretel ist bedeutend unmusikalischer als ich.“ Was fiel ihm ein? Machte er sich lustig über sie? Seitdem wählte Eliasbeth einen Richtweg übers Feld. Und so kam es, daß Klaus in seiner Ungeschicklichkeit nicht die Gelegenheit fand, mit dem Mädchen das entscheidende Wort zu sprechen, das er sich seit langem vorgenommen hatte. Auf einmal war dann der Krieg da und Elisabeth hörte lange nichts von dem jungen Flieger, der manchen heißen Kampf gegen England bestand und schließlich mit einer schweren Verwundung ins Lazarett eingeliefert wurde. Elisabeth verstand es gut, was ihr die letzte Karte zu sagen hatte, die sie von Klaus bekam. Am folgenden Donnerstag saß er auch wieder an seinem alten Platz. An diesem Tage hatte das Gretel keine Klavierstunde. Es durfte stattdessen den Kaffee einschenken unter der Linde, wo Klaus und Elisabeth ihr Wiedersehn (PK.-Zwilling-Welbild-.) und noch etwas mehr feierten. (PK.-Zwilling-Weltbild-.) (PK.-Haring-Weltbild-.) Kleurkr?," kenSchext 1f dem Steilhang; Oherhalh der Brscenstelle schi Im'Osten, Mitte September 1941 Angriff über den Fluß Der Befehl ist da:„Der Uebergang über den Dujepr ist zu erzwingen und auf dem Ostufer ist ein Brückenkopf zu bilden!“ Wir Pioniere sind zum Angriff angesetzt und haben unser dazu benötigtes Kampfgerät bereits an den Strom vorgezogen, die Infanterie liegt in den Bereitschaftsräumen am Fluß. Das erste Wort haben wir Pioniere: Mit Sturmbooten ——— ran an den Feind! Vor uns dehnt sich das weite Flußtal im silbrigen Mondschein. Jenseits der großen spiegelnden Wasserfläche säumt unerkundeter dichter Buschwald das Ufer. Dort sitzt der Feind. Ab und zu steigen grune Leuchtraketen aus dem Gehölz. Dahinter dehnt sich in unah: sehbarer Breite, wie ein verschilfter See, mi. kleinen Inseln durchsetzt, ein weiterer Frußarm. Im fahlen Licht des Mondes versinkt der Horizont und die Unendlichkeit des Rauges gr scheint noch gewaltiger, als sie ohnehin. Ist. Es ist 4 Uhr morgens. In der Nahe der Uebergangsstelle in einem bereits am Vorabend am Westufer des Dujepr erkundeten Weinberg nehmen der General der Pioniere und unser Oberst ihren Gefechtsstand. Sie teilen mit ihren Soldaten die schwerste, aber auch die schönste Stunde ihres Lebens. „Volle Deckung!“ Wieder steht so ein verteufelter Leuchtfallschirm am Nachthimmel. Alles haut sich blitzschnell hin. Wir schieten nach oben und horchen angespannt auf das anund abschwellende Motorengebrumm der Sowjetbomber. Die Sowjets haben auch allen Grund, uns ihre Bomber auf den Hals zu schicken, denn wenn der gewaltige Uebergang über den Dnjepr gelingt, der morgen früh beginnen soll. dann sind ihre Hoffnungen, die Front zum Sriustand zu bringen, für immer zerschlagen. Seit Tagen versuchen verstärkte feindliche Bomberverbände und Jagdflieger unsere Vorbereitungen zu stören. Aber die Sowjets haben sich verrechnet! Wir sind zum Angriff bereit. Durch die Weinstöcke beobachten wir aus unseren Erdlöchern heraus das Kampfgelände. Die Morgendämmerung zieht rötlich am Horizont herauf. Milchiger Bodennebel liegt auf dem Fluß, ein ideales Wetter für unsere Sturmbootfahrer..27 Uhr ist Angriffsbeginn. Alles blickt gespannt in die Flußrichtung. Nichts rührt sich. Noch eine Minute!— Jetzt heulen die Motore auf.— Plötzlich Blitzen und Krachen von Granateinschlägen zwischen dem dunklen Buschwald am Feindufer. Weißer Pulverdampf steht in einzelnen Wolken über den Baumkronen: Unsere Artillerie schießt und hält den Feind nieder. Schon sind die Sturmboote hervei und im Wasser und sofort jagen sie in rasender Fahrt über den 700 Meter breiten Fluß. Weiße Leuchtkugeln steigen hoch. Die Sturmpioniere haben das Feindufer erreicht. Die Artillerie legt das Feuer vor und schon jagen die kühnen Sturmbootfahrer zurück, um neue Wellen Infanterie zu holen. Jetzt flackert auch der Feindwiderstand auf, vor allem am Steindamm, der mit seiner Nase weit in den Fluß hineinragt. Knatterndes MG.=Feuer ist deutlich zwischen den dumpfen Einschlägen der Artillerie zu vernehmen. Das Rauschen und Zischen in der Luft wird immer stärker. Dumpfes Dröhnen über uns, unsere schweren Bomber unterstützen den Angriff. Noch hat die feindliche Artillerie das Feuer nicht erwidert. Unsere Sturmboote fegen immer wieder über den Strom und ziehen Floßsackfähren hinter sich her. In wenigen Minuten erreichen sie das jenseitige Ufer. Mit bewundernswerter Schnelligkeit vollzieht sich der Uebergang.„(.r, Gleizen meit. Zwischen den Waldstücken steigen weiße Leuchtkugeln hoch, während das heftige Feuer mit vielfältigem Echo in den Wäldern Unser Angriff macht drüben gute Fortschritte. Seit drei Stunden stehen unsere unerschrockenen Sturmbootfahrer am Steuer und setzen die Kompanien der vorwärtsstürmenden Infanterie über. Schlagartig beginnt plötzlich die feindliche Gegenwehr. Bereits schlagen die ersten Granaten in den breiten Strom ein. Riesige Fontänen spritzen auf. In sausender Fahrt mit schäumender Bugwelle jagen die Boote trotzdem weiter über den Onjepr. Das jenseitige Ufer muß unser bleiben! Dieser Wille beseelt alle, den General, die Offiziere, die Pioniere. Jetzt fegt wie ein eiserner Sturmwind der Granatenhagel der feindlichen Artillerie in unseren Weinberg hinein und setzt die Rebstöcke auseinander. Aber unbeirrt verfolgt der General der Pioniere den Kampf angespannt weiter an dessen Erfolg seine kühnen Pioniere und Sturmbootfahrer den größten Anteil haben. Die Luftwarner stehen oben auf dem Steilhang, der hier in seltsamen Formen zum Ufer abfällt, und passen gut auf. An den Fähren wird weitergearbeitet. Der Bomber kurvt jetzt über der Landschaft. Ein, zwei. drei Leuchtfallschirme schweben langsam zur Erde. Es ist unglaublich hell. Zugmaschinen und Pontons werfen große Schatten. Doch die Gefahr geht vorüber. Weit im Hintergelände fallen die Bomben. Wenn nur das verdammte Artilleriefeuer endlich aufhören wollte. Immer wieder fahren mit hartem Aufschlag die Geschosse ins Gestein. Splitter und Steinbrocken sausen durch die Luft. Auch an der Front drüben am jenseitigen Ufer lebt das Infanteriefeuer wieder auf. Nicht weit von hier bringen die Rumänen ihre Fähren zu Wasser. Sie haben die gleichen Sorgen wie wir. Am diesseitigen Ufer der vorgelagerten Insel werden die Fähren unter den hängenden Zweigen der Trauerweiden in Fliegerdeckung gebracht. Wieder Motorengebrumm. Feindliche Flieger in Sicht! Angespannt schauen wir nach oben. Schwach sind ihre weißen Positionslichter zu erkennen.„Fliegerdeckung!“— In Sekundenschnelle sind die Pioniere unter den vorspringenden Kreidefelsen verschwunden. Leuchtfallschirme gleiten zu Boden. Nach Osten zieht der Bomber haargenau über uns hinweg. Unsere Spannung wächst. Fallen Bomben? Ueber dem Dnjepr blitzt es auf und mit vielfachem Echo bricht sich der scharfe Knall der detonierenden Bomben an den Felswänden und rollt durch das weite Tal hinunter.—„Nehmt auf! Nach kant um!“ Kommandoworte erschallen. Der Fährenbau geht weiter. Brückenschlag Die Dämmerung der dritten Nacht am Onjepr bricht schnell herein. Tagsüber haben die Pioniere in den Feldern gelegen und den Lufkämpfen zugesehen, die sich vor ihren Augen abspielten. Immer wieder versuchten die Sowjetbomber die Bildung des Brückenkopfes durch Zerschlagen unserer Nachschublinien zu vereiteln. Doch unsere Jäger lauerten in der Luft und wir erlebten Luftkämpfe, die von den Zuschauern wie in einer Arena mit Sympathiekundgebungen begleitet wurden. Jeder Abschuß eines Sowjetbombers wurde mit lautem Stimmaufwand bejubelt. Enttäuschung, wenn mal einer der Sowjets entkam. Am Nachmittag versuchten zwei Monitore, sich der Brückenstelle zu nähern. Da aber sprach unsere Flak ein gewichtiges Wort und zwang sie zur Umkehr. „Wir müssen heute unbedingt brücken!“, hatte der Kommandeur am Vormittag gesagt. Um die Mittagszeit war auch tatsächlich der Befehl zum Brückenschlag eingetroffen.. Nun bricht wieder die Nacht herein und unser Anteil am Gelingen der schweren Aufgabe rückt in den Vordergrund. An der Spitze des 250 Meter langen Steindammes am jenseitigen DujeprUfer ist der Uferbalken verlegt. Zwei Bockstrecken verbinden die Rampenfähre mit dem Land.„Fertig zum Einfahren!“, hallt es über den Fluß..=Boote haben die zu Dreifachfähren gekoppelten Brückenglieder im Schlepp. Langsam kommen sie den Fluß von oberstrom herunter, werfen an der grünen Baake ihre Anker und werden in die Brückenlinie eingefahren. Die rumänischen Fähren(die Rumänen helfen uns in enger Kameradschaft mit 22 Fähren beim Bau der großen Brücke) sind vom Kommandeur am jenseitigen Ufer eingesetzt und schwimmen zu zweit gekoppelt in die Brückenlinie ein. Die Brücke wächst Meter um Meter von beiden Seiten zusammen. Noch ist eine Lücke von 300 Meter, die mit Fähren geschlossen werden muß. Waenac.#en Der Vollmond steht wie in der Vornacht hell am gestirnten Himmel. Sein fahles Licht erleichtert das Einfahren, jedoch birgt dieser Vorteil den Nachteil der Fliegergefahr in sich. Overhalb der Bruuensteue schießt eine eigene Batterie in regelmäßigen Abständen Störungsfeuer. Gurgelnd heulen die schweren Granaten mit dunklem Pfeifton über uns hinweg. Nur ab und zu antwortet eine feindliche Batterie. In der Ferne leuchten die Großfeuer der von den Bolschewisten in Brand gesteckten Dörfer. Sonst ist die Nacht ruhig. Doch plötzlich stehen wieder in nordöstlicher Richtung Leuchtfallschirme am Himmel. Das untrügliche Zeichen— die Sowjetbomber kommen. Aber unentwegt rattern die.=Boote auf dem Fluß. Die Brücke muß eingefahren werden. Der an= und abschwellende Summton kommt näher. Der Vollmond verbirgt sich gerade hinter einer Wolkenbank, als einer der Bomber die Brücke anfliegt. Genau in Richtung der grünen Positionslaterne unserer Ankerlinie, die ihr Licht im Wasser widerspiegelt, fallen krachend Bomben ins Wasser. Als die Detonation wie rollender Donner im Flußtal verhallt, kurvt er noch einmal ein. Das grüne Licht ist erloschen. Für Augenblicke ist das Leben auf dem Fluß wie erstorben. Die Gefahr ist vorüber, die Brücke wurde anscheinend vom Bomber nicht erkannt. Schon brummen die Motore der.=Boote wieder. Das Einfahren der Brücke geht weiter. Immer mehr verringert sich der Raum zwischen den beiden Brückenspitzen. Die feindliche Batterie, die anfänglich nur schwach feuerte, schießt uns jetzt häufiger ihren Segen herüber. Fauchend zischen die schweren Granaten heran. Unweit der Brücke schlagen sie mit heftigem Krachen in den Steilhang ein, von dem sich Gesteinsbrocken lösen, die polternd in den Fluß stürzen. Unser Oberst ist ständig auf der Brücke und überwacht das Einrichten der Fähren, dem bei der Länge der Brücke erhöhte Bedeutung zukommt. Allmählich schließen sich die Brückenspitzen. Die letzten Fähren werden nach dem Ankerwurf durch Ueberwerfen der Stoßkappen verriegelt. Bald ist es geschafft. Aber die wichtigste Arbeit, der Brückenschluß, steht noch bevor. Wird er gleich klappen? Genügen die Rampenstrecken, um den bestehenden Zwischenraum auszugleichen?— Endlich hat die Schluß. Die längste Pontonbrücke von fast 400 Metern, die je unter Feindeinwirkung über einen Fluß geschlagen wurde, ist fertig. Ihre Erhaltung wird den Ausgang des Kampfes in der Südukraine entscheidend beeinflussen. Ein glänzendes Ruhmesblatt reiht sich würdig an die hervorragenden Taten der Pioniere in die Geschichte dieses Feldzuges ein. Brückendienst Als am Morgen der Regimentskommandeur die fertiggestellte Brücke der Brückenwache übergibt, ahnt niemand von uns, welche ungeheuren Schwierigkeiten sich der Erhaltung der Brücke in den Weg stellen würden. Bereits um.30 Uhr rollen die ersten Artillerieabteilungen über unsere Pontonbrücke. Das gewohnte Bild endlos anrückender Kolonnen beherrscht bald die Anmarschstraßen. Im Pionier=Gefechtsstand. der unweit der Brücke liegt, werden stündlich die Meldungen über Anzahl der Truppen und Art ihrer Waffengattungen, Zahl der Fahrzeuge usw., die die Brücke passieren, entgegengenommen. Das sind heute für uns die wichtigsten Sondermeldungen, denen alle mit höchster Spannung zuhören. Kommt es doch darauf an, so schnell wie möglich Artillerieeinheiten an die bedrängten Stellen der Front zu werfen und den Nachschub an Waffen. Munition und Verpflegung unter allen Umständen sicher zu stellen. So sitzen wir in fieberhafter Spannung am Klappenschrank des Feldfernsprechers und stürzen nach oben, wenn der Ruf„Fliegeralarm!“ zu uns Auch der feindliche Artilleriebeschuß auf die naheliegende Ortschaft hat in den frühen Morgenstunden stark zugenommen. Aus südöstlicher Kühner Entschluß des Generatd Forster Er wurde für seine mutige Lat mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet betmolder Gre „Regen Sie sich bloß nicht auf, Towarisch Churchill soviel wie Sie hab“ ich auch gesiegt!“ Karlkatur: Hollug# Polozk! Dieser Name wird mit General Förster und seinem Armeekorps für immer verbunden bleiben. Beiderseits der Düna gelegen, war diese Stadt von einem gewaltigen Befestigungsgürtel umgeben, der sich in einer von 35 km und in einer Tiefe von Fährenbau Wieder ist es Nacht. Noch liegen wir im Bereich der feindlichen Artillerie, aber unsere Pioniere kennen keine Furcht, auch wenn krachend mit blitzendem Aufschlag Granaten ins diesseitige Ufer einschlagen. Dem felsigen Steilhang ist eine kleine bewaldete Insel vorgelagert. Sie gibt Sichtschutz für den Fährenbau. Unsere Infanteristen sind drüben auf schweren Feindwiderstand gestoßen. Mit Unterstützung aller Waffen versuchen die Bolschewisten uns in den Dujepr zurückzuwerfen. Noch fehlen unserer hartbedrängten Infanterie ihre schweren Waffen. Der Bau einer Pontonbrücke, der längsten Brücke dieser Art, die Pioniere je gebaut haben, muß trotz feindlicher Einwirkung fertiggestellt werden. Unser Kommandeur hat schwere Sorgen. Wird der Brückenschlag gelingen? Pontonwagen kommen den Hang hinunter. Im Nu sind sie entladen. Schon werden von flinken Händen und starken Armen die schweren Streckträger in die Pontons eingedornt. Fähre auf Fähre gleitet ins Wasser. Fieberhaft wird gearbeitet. Der Vollmond steht unerbittlich klar am Nachthimmel.„Der Sowjetflieger vom Dienst", wie wir ihn nennen, ist noch nicht erschienen. Der Uhrzeiger gleitet weiter. Plötzlich Motorengebrumm in der Ferne. Aha, er kommt! Ausdehnung vog 35 km und in einer Tiefe von 12 km auf dem Westufer der Düna entlang zog. Mit über 150 Kampfanlagen modernster Art, verbunden durch Zwischenwerke und Feldstellungen, galt dieses starke Bollwerk der Stalinlinie dem Feinde als uneinnehmbar. Zum Sturm auf diese Festung trat am Morgen des 15. Juli das Armeekorps des Generals Förster an. Der Feind kämpfte zäh und verbissen. Bunker um Bunker mußte niedergerungen werden. Trotzdem wurde bereits am Frühnachmittag der Durchbruch erzielt. In kühnem Draufgehen gewannen die rheinischen und westfälischen Divisionen das Dünaufer und nahmen die Stadt in Besitz. Dank der überlegenen Führung durch den Kommandierenden General und der Tapferkeit seiner Truppen war ein Erfolg errungen. der in seiner Auswirkung für die weiteren Operationen der Armee ostwärts der Düna von ausschlaggebender Bedeutung war. Smolensk! Der eiserne Ring schloß sich immer enger um die sowjetrussischen Truppen. Im Zuge der erbitterten Versuche des Feindes. Smolensk zu entsetzen, durchbrach am 29. Juli früh nordostwärts Welish überraschend eine bolschewistische Division von Norden her den schwachen Flügel einer auf breiter Front kämpfenden Truppe und drang ohne wesentlichen Widerstand 12 km nach Süden vor. Unverzüglich nach Eintreffen der ersten Meldung entschloß sich General Förster, eine seiner Divisionen, die ohne Kampfauftrag nach Osten marschierte. nach Norden einzudrehen und durch Gegenangriff die Lage wiederherzustellen. In dreitägigem erbitterten Ringen, in dessen Verlauf der Feind mit einer zweiten Division von Nordosten einbrach, wurde er über seine Ausgangsstellung hinaus zurückgeworfen. Welche Hoffnungen der Gegner auf seinen Anfangserfolg gesetzt hatte, geht daraus hervor, daß er auch nach seiner Niederlage seine Durchbruchsversuche an dieser Stelle nicht einstellte, sondern noch zehn Tage lang ununterbrochen angriff. Er wurde zum Teil in erbitterten Nahkämpfen überall unter schwersten Verlusten zurückgeschlagen,„ Der schneue und kühne Entschluß des Kommandierenden Generals, dessen zielbewußte Durchführung er— wie immer— an Ort und Stelle sicherstellte, war auch hier die Grundlage dieses entscheidenden Sieges. Wenn jemals die Erfolge einer Truppe von der Führung abhängig waren, so trifft das in ganz besonderem Maße für das Armeekorps des Generals Förster zu. Unermüdlich tätig für das Wohl seiner Leute, kann er auch das Höchste an Leistung von seinen Truppen fordern. Stets findet man ihn an der entscheidenden Stelle da, wo es gilt, durch persönliches Eingreifen die Truppe vorwärts zu reißen. General Förster. der 1885 in Ilmenau geboren wurde, trat mit 18 Jahren als Fahnenjunker bei den Garde=Pionieren ein, war von 1911 bis 1914 zur Kriegsakademie kommandiert und machte den Weltkrieg zuerst als Kompaniechef und später als Generalstabsoffizier mit. Später führte er als Oberstleutnant das 4. Pionier=Bataillon in Magdeburg, wurde Oberst und war vom Jahre 1933 an Inspekteur der Pioniere und Festungen im Reichskriegsministerium. Am 1. Oktober 1934 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor und am 1. Januar 1937 zum Generalleutnant. Von 1938 an stand er als Kommandierender General an der Spitze des Wehrkreises VI(Münster). Von hier aus rückte er Ende 1939 mit seinem Korps nach dem Westen. Richtung schießt ständig mit zunehmender Hef## tigkeit eine feindliche Batterie. Dicht nebe# unserem Gefechtsstand schlagen die schwereng Brocken ein. Schon von weitem hört man ihn surrendes Pfeifen, das absinkt, je näher die Granaten mit schmetterndem Krachen einschlagen Nahe der Brücke platzen sie ins Wasser und reißen haushohe Wassersäulen hoch. Bei jeden Knall denkt unser Oberst, denken wir Pionieran unsere Brücke. Noch versehen die Pioniere ihren gewohnten und eingeübten Brückendienst. Weil von Süden her starke Böen aufkommen und zunehmend Bewölkung Schlechtwetter ankündigt, ist erhöht Bereitschaft der Brückenwache erforderlich. Uhr zeigt auf.15 Uhr. Die Brücke ist voll ständig besetzt mit marschierenden Truppen. L# stürzt plötzlich von Norden her kommend ei Verband von sieben Sowjetbombern aus eine dichten Wolkenbank hervor und kurvt über die Brücke ein. Was nun geschieht, spielt sich in wenigen Sekunden ab. Zwischen dem Motorengebrumm der Bomber vernehmen wir das eigentümliche Rauschen fallender Bomben. Donz nernder Knall reißt uns aus unserer Erstarrung Wir stürzen in die Qualmwolken, die die Brück verhüllen. Ist sie getroffen? Als sich der Rau# verzieht, haben wir Gewißheit. Ein Bomben volltreffer hat zwei Fähren vernichtet. Im Gefechtsstand nimmt die Aufnahme Meldungen# und Befehle entgegen:„Durch Auswechseln debeschädigten Fähren Verkehr auf zwei Stunder unterbrochen.“ Ersatzfähren sind vorerst nur i beschränkter Anzahl vorhanden. Die Brücke mus unbedingt erhalten bleiben, denn die Krise i der Schlacht um den Brückenkopf hat ihrer Höhepunkt erreicht. Ein starker Sturm hat das böige Wetter deVormittags abgelöst. Die Wellen rollen mit gischtschäumenden Kronen gegen die Hinter# kaffen der Pontons heran. Die Brücke schlingen und stampft. Spritzer fegen über die Decke un schlagen in die Pontons. Ununterbrochen pa## sieren Kolonnen die Brücke. Fieberhaft arbeiten# die Pioniere, schöpfen Wasser, überprüfen die Stoßkappen und ziehen die nassen Taue der Windanker nach. Im Gefechtsstand laufen# stündlich die Meldungen ein. Und immer wieder versuchen die Sowjets, unsere Brücke an zufliegen. Am Nachmittag klärt das Wetten auf. Höchste Fliegergefahr besteht. Plötzlic stoßen aus großer Höhe erneut zehn Feindflug zeuge gegen die Brücke vor. Ehe noch Flieger alarm gegeben werden kann, prasseln die Bombei auf die Brückendecke. Vier Fähren sind ver nichtet. Ein Troßfahrzeug versinkt mit der Pferden in den Fluten des Onjepr. Bis 23.15 Uh ist die Brücke gesperrt, dann geht der Uebergan der endlosen Kolonnen weiter. Ein schwerer Tag hat sein Ende genommen Was wird uns der nächste Tag bringen? Erschüttern kann uns Pioniere nichts.— die Brücke muß und wird weiter bestehen bleiben Der entscheidende Stoß hängt von dem Bestan der Brücke ab. die wie eine Schlagader di kämpfenden Armeen versorgt. Allen Stürmen und feindlichen Flieger angriffen zum Trotz wird das Werk deutsche Pioniergeistes und deutscher Pionierfäuste er halten bleiben. Pioniere sind die Garante dafür. Unteroffizier Arens Limold, 2. Okt. Den A #ewoche bildet am 13 des Berliner“ ees„Hannibal“ für durch Freude“. nich George. D Veranstaltung beginr Feier am Grabe de ungsfeier im Lipt # Hauleiter Dr. Mei b# zweite Aufführung #rfolgende Tag(15.L zing. Eine Morge einer Detmolder Zei ng=Ausstellung aus ##id Kruses eröffnet #ield gastiert mitd ###=Oper„Prinz Ca Freiligrath=Feier an #dramaturg Dr. Rai# be=Gesellschaft tritt z en, bei der ebenfa nehmen wird. Das die von seinem Int Vergessenheit entrisser Lortzing auf, währ um am 18. und nannsschlacht" von ##olge beschließt. D wie die des„Prin #inschaft„Kraft durt seitsplan des I Zuversicht Wir tragen tief in uns die Zuversicht. Die stärker ist als Nacht und Tod und Graues Einst werden wir, umstrahlt vom Morgenlicht Die Früchte des gewaltigen Sieges schauen! Kein Bruder, der sein junges Leben gab, Wird wesenlos wie Laub im Wind vergehen: Aus jedem birkenkreuzgeschmückten Grab Wird heilige Saat der Zukunft auferstehen! künster, 2. Okt. Im sich zum ersten Me Kätelhöns, ##s des schwerschaffen und Hüttenbetrie bi des Westfälischen dieswinterlichen? en Kätelhön=Gedä ###en, die über das g Leigenwegigen Künstl rblick vermitteln so ###sverhältnisse nicht #r aber soll eine Fo Kätelhöns gesamte den frühesten Anfä Ausstellung unter beshauptmanns Koll ##n wird diese Ausstel Uhr mit einer Anspra gen Ausstellungen Ausstellung in de enschen Kurie am den und bis zum 9. ln 16. November so Künstlergemeinscha machten hinaus bis Am 1. Januar sch ung„Jung=Westfale besten Werke aus T zu dem diesjährige ##espreis des Westfä Westfalen geborene #lern unter 37 Ja Ueber die für 3 enen Ausstellunger zurzeit noch die Ve Nleben diesen Ausste enn im Oktober und rungen durch ##r Münsters. Auß ge bedeutender sicht genommen, di 1 der Universität #e#eröffnet am 12. Westfälischen Kun scernagel, mit Lichtbildmateri# die moderne it #ember spricht der #ologie des mü tuts für Archäolo f. Matz, der übr versität Marburg ##tische Kunst. 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Eine Morgenfeier bringt Werke Deiner Detmolder Zeit. Danach wird eine ##ig=Ausstellung aus der Sammlung Georg ###d Kruses eröffnet. Das Stadttheater jeld gastiert mit der wenig bekannten ##ng=Oper„Prinz Caramo“. Im Rahmen Freiligrath=Feier am 16. Oktober spricht ###dramaturg Dr. Rainer Schlösser. Die ###=Gesellschaft tritt zu einer Festsitzung zu###en, bei der ebenfalls Dr. Schlösser das nehmen wird. Das Opernhaus Nürnberg die von seinem Intendanten Willi Hanke Vergessenheit entrissene Oper„Hans Sachs“ Lortzing auf, während das Stadttheater im am 18. und 19. Oktober mit der nannsschlacht“ von Grabbe die Veranstal#olge beschließt. Diese Aufführung wird ## wie die des„Prin Caramo“ für die NS.= ###nschaft„Kraft durch Freude“ wiederholt. SpiETANSpDET sicht 's die Zuversicht. st und Tod und Grauen trahlt vom Morgenlicht tigen Sieges schauen! junges Leben gab, ub im Wind vergehen zgeschmückten Grab Zukunft auferstehen! n alten Ordensland zeichen von den Türt Reiches Unterpfand, den Jahrtausendstürt Heinrich Anacker heitsplan des Westf. Kunstvereins Rünster, 2. Okt. Im kommenden November sich zum ersten Male der Todestag HerKätelhöns, des kraftvollen Daris des schwerschaffenden Arbeiters in Bergund Hüttenbetrieb. Die ursprüngliche hi des Westfälischen Kunstvereins, die Folge dieswinterlichen Ausstellungen mit einer en Kätelhön=Gedächtnis=Ausstellung zu ###en, die über das gesamte Lebenswerk dieigenwegigen Künstlers einen umfassenden ##blick vermitteln sollte, kann wegen der sverhältnisse nicht verwirklicht werden. aber soll eine Folge von etwa 150 BlätKätelhöns gesamtes graphisches Schaffen den frühesten Anfängen an darstellen in Ausstellung unter der Schirmherrschaft des beshauptmanns Kolbow. Der Landeshaupi##n wird diese Ausstellung am 5. Oktober um Uhr mit einer Ansprache eröffnen. Gleich den gen Ausstellungen des Kunstvereins wird Ausstellung in den oberen Räumen der enschen Kurie am Domplatz eingerichtet den und bis zum 9. November geöffnet sein. lm 16. November folgt dann die Ausstellung Künstlergemeinschaft„Schanze“, die über machten hinaus bis Ende Dezember dauern Am 1. Januar schließt sich daran die Ausung„Jung=Westfalen“. Sie bringt diesmal besten Werke aus Bildhauerei und Graphik. zzu dem diesjährigen Wettbewerbe um den #espreis des Westfälischen Kunstvereins von Westfalen geborenen oder hier lebenden ilern unter 37 Jahren eingesandt worden Ueber die für Februar und März vorkenen Ausstellungen des Kunstvereins schwezurzeit noch die Verhandlungen. sleben diesen Ausstellungen bietet der Kunstin im Oktober und November wieder fünf brungen durch die Bau= und Kunstdenkr Münsters. Außerdem sind fünf Vor ge bedeutender Kunstwissenschaftler in sicht genommen, die diesmal im Aula=Höre der Universität gehalten werden. Ihre be eröffnet am 12. Oktober der Vorsitzende Westfälischen Kunstvereins, Prof. Martin ternagel, mit einem von ausgezeich Lichtbildmaterial unterstützten Vortrage die moderne italienische Malerei. Im ember spricht der Direktor der Abteilung iologie des münsterischen Universitätstuts für Archäologie und Altertumskunde, s. Matz, der übrigens einen Ruf an die Vversität Marburg angenommen hat, über setische Kunst. Des weiteren sind Vorträge lussicht genommen von dem Direktor des taff=Richartz=Museums in Köln, Prof. lerster über Lionardo da Vinci und von . Waldmann(Kiel) über ein noch zu finmendes Thema, der fünfte Vortrag liegt sicht fer..„..., ishastrsich edenfalls aber beweißt vieses inhaltreiche wechselvolle Programm, daß der WestfäliKunstverein auch unter den schweren Vernissen des Krieges die Pflege der Kunst sso wenig vernachlässigt wie in Friedense und der 41 Jahre alte Johann., beise aus Bochum, wegen fortgesetzten Betruges, Betrugsversuchs und Erpressung zu verantworten. Die Angeklagten waren für einen Zeitschriftenhändler aus Duisburg als Bezieherwerber tätig. Um möglichst viele Bezieher von Zeitschriften zu bekommen, setzten sie zahlreiche Volksgenossen in Detmold und Umgebung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen unter Druck und erlangten dadurch, daß sie Bezieher der Zeitschriften wurden. Sie erklärten u.., daß sie durch eine Nichtbestellung die größten Unannehmlichkeiten hätten, ja sogar geschäftliche Schäden erleiden könnten. Die Angeklagten wurden in mehreren Fällen Frauen gegenüber sehr frech. Trotzdem sich die Angeklagten herauszureden versuchten, wurden sie durch die vernommenen Zeugen überführt. Das Gericht hob hervor, daß es dringend erforderlich sei, daß die Oeffentlichkeit vor einem derart schädigenden Verhalten geschützt werden müsse und verurteilte den Angeklagten R. zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten und S. zu einer solchen von sechs Monaten Gefängnis. Beiden wurde die Ausübung des Gewerbes eines Bezieherwerbers auf die Dauer von drei Jahren untersagt. Zwickau(Sa.), 2. Okt. 72jährige Giftmischerin zum Tode verurteilt. Das Zwickauer Landgericht verurteilte die 72jährige Anna Unger aus Zwirtschau bei Werdau wegen Giftmordes zum Tode sowie wegen Giftmordversuchs zu 15 Jahren Zuchthaus. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihr auf Lebenszeit aberkannt. Um in den Besitz der Vermögenswerte ihrer Männer zu kommen, hat sie diese jeweils mit Bleiweiß vergiftet. 1931 starb der Weber Mothes, 1936 der Berginvalide Unger und 1937 der Rentner Roth, dessen Haushalt sie einige Monate geführt hatte. Bei den Leichen von Unger und Roth ergab die Untersuchung eine so große Bleiweisdosis, wie sie bisher in der Geschichte der Kriminalistik in keinem Vergiftungsfalle bekanntgeworden ist. Magdeburg, 2. Okt. Richter und Staatsanwälte buddeln Kartoffeln. Mit vielem gutem Willen und recht gutem Erfolg setzten sich die einigermaßen abkömmlichen und körperlich nicht behinderten Gefolgschaftsmitglieder der Magdeburger Justitzbehörden beim Ernteeinsatz ein. Am frühen Morgen fanden sich über 100 Richter, Staatsanwälte, Justizinspektoren und Sekretäre, Wachtmeister und Angestellte und selbst mehrere weibliche Angestellte der Magdeburger verwaltung im Musterdorf Barleben zum Ernteeinsatz ein. Sie wurden auf die Kartoffelfelder von vier Bauernhöfen verteilt und arbeiteten hier in angestrengtem Einsatz einen vollen Arbeitstag, wobei der Richter mit dem Wachtmeister, der Staatsanwalt mit dem Sekretär oder Angestellten in der gleichen Gruppe mit sehr viel guter Laune und mit Einsatz der vollen Kraft arbeiteten. Der Erfolg war dann auch ausgezeichnet, denn am Schluß des Arbeitstages ergab sich, daß mehrere hundert Zentner Kartoffeln durch diesen Einsatz gewonnen waren. Diese schöne Bewährung der Volksgemeinschaft fand eine halbe Stunde lang vor der Rückfahrt eine Bekräftigung in einem kurzen Beisammensein der Magdeburger mit den Bauern, mit denen sie einen Tag lang auf dem Felde tatkräftig gewirkt hatten. Koblenz, 2. Okt. Schließung der Weinberge. Die Reife der Trauben hat in den letzten Tagen so gute Fortschritte gemacht, daß in den meisten Gemeinden am Mittelrhein und an der Mosel im Laufe dieser Woche die Weinberge geschlossen werden. Fußball=Länderspiele Der deutsche Fußballsport hat am 5. Oktober mit den beiden Länderspielen gegen Finnland in Helsinki und gegen Schweden in Stockholm eine neue Aufgabe vor sich, wie sie ihm schwerer bisher auch unter Friedensverhältnissen noch nicht gestellt worden ist. Gegen Finnland wurden bisher acht Länderspiele ausgetragen, die folgende Ergebnisse gebracht haben: 1921 in Helsinki:3, 1923 in Dresden:2 verloren, 1925 in Helsinki:3 gewonnen, 1929 in Altona:0 gewonnen, 1932 in Helsinki:1 gewonnen. 1935 in München:0 gewonnen, 1937 in Helsinki:0 gewonnen, 1940 in Leipzig 13:0 gewonnen. Es hat mithin sechs deutsche Siege ein Unentschieden, eine Niederlage und ein Torergebnis von 28:9 gegeben. Schweden hat von 13 Länderspielen gegen Deutschland sechs gewinnen können, während nur fünf Siege an Deutschland gefallen sind. Zwei Treffen endeten unentschieden. Im Torergebnis ist mit 25:24 ein knapper deutscher Vorsprung gegeben. Die bisherigen Ergebnisse lauten: 1911 in Stockholm:2 gewonnen, 1911 in Hamburg:3 verloren, 1923 in Stockholm :2 verloren, 1924 in Berlin 114 verloren, 1925 in Stockholm:1 verloren, 1926 in Nürnberg :3. 1928 in Stockholm:2 verloren. 1929 in Köln:0 gewonnen, 1931 in Stockholm:0, 1932 in Nürnberg:3 gewonnen, 1934 in Mailand(Fußballweltmeisterschaft):1 gewonnen, 1935 in Stockholm:3 verloren, 1937 in Hamburg=Altona:0 gewonnen. Westfalens Fußballprogramm Westfalen bietet am ersten Sonntag im Oktober eine sehr gemischte Fußballkost, von Steich.WVEr“ atriot er 1941 2. Vlel * Münster, 2. Okt. 70 Jahre„Münstersche ##ung". Im Herbst 1871 wurde die„MünsterZeitung“ von dem münsterischen Buchhänd10 J. Fahle ins Leben gerufen, kann also ##iesen Tagen auf ein 70jähriges Bestehen ##blicken. Das Bestreben dieser fleißig redi#en und sorgsam ausgestatteten Zeitung. #ner jung zu bleiben und ein wacher Diener Heimat und des Vaterlandes wie auch ein der Führer ihrer stets wachsenden Leser##einde zu sein", ist dem Verlage und der Aistleitung voll und ganz gelungen, und so##steht zu hoffen, daß der„M3“ an ihrem 70. Pirtstage ihr einziger Wunsch erfüllt wird. C ihrem Rahmen beitragen zu helfen an der #eltung der leuchtenden deutschen Zukunft". ALetmold, 2. Okt. Gesängnis für erpresseriBezieherwerber. Vor der Detmolder Straf#ner hatten sich der 45 Jahre alte Heinrich N. W Si Krr Corp Ncnae Für S OER NSDAR FUR Uik nsvur. tun ge g n g Nationale Arbeit: Sinjieder Reihe 885000 Gerinne u. 103 Prämien K Schlechte Geschäfte mit den Sowjets W. C. im Osten— so wie ihn unsere Soldaten sehen und wie er in Wirklichkeit, wenn er sich unbeobachtet glaubt- heute sicherlich aussicht.(PK.-Gregor) S allem etwas, möchte man sagen. Der 5. Oktober war ursprünglich ganz von Meisterschaftsspielen befreit, da aber inzwischen einige Spiele aus irgendwelchen Gründen ausgefallen sind und so schnell wie möglich nachgeholt werden sollen, wird dieser Termin bereits für zwei Begegnungen benutzt. Dazu kommen die wieder aufgenommenen Pokalspiele um einen Ehrenpreis des Gaues, und schließlich reiht sich die Erste Klasse mit einigen Punktetreffen an. Der Spielplan für die Meisterschaft lautet: SpVg. Herten— SpVg. Röhlinghausen; Arminia Bielefeld— VfB. Bielefeld. „Ich ruse Deutschland— Ich künde den Sieg!" Diese Worte stehen in erhabener Schrift auf der Gußstahlglocke. die der RSRL., Gau Westfalen, an den Endsieger der Pokalspiele um einen Ehrenpreis des Gaues vergibt. Die Glocke zeigt im Vordergrund der Gewandung das Wappen des RSRL., auf der Rückseite das springende Westfalenroß, seitlich die Bezeichnung„Kriegs=Erinnerungspreis“ mit der Jahreszahl 1941. Beteiligt an diesem Wettbewerb sind noch die Staffelsieger, der Endsieger dieser Runde bestreitet dann mit dem Gaumeister 1940/41, FC. Schalke 04, das eigentliche Schlußspiel. An der ersten Schlußrunde, die am Sonntag durchgeführt wird, sind noch 13 Mannschaften beteiligt, darunter nur Gelsenguß Gelsenkirchen und VfL. Bochum 48 als einzige Mannschaften der Gauklasse. die sich gegen HorstEmscher bzw. in Hagen, wo der DSC. der Gegner ist, weiterhin behaupten sollten. Die Sieger des 5. Oktober und der diesmal spielfreie SC. Arminia Gütersloh treten dann am 2. November zur zweiten Schlußrunde an. Die Kartossellnittk! Die älteste und beste hirt der Einlagerung von Kartoffeln Die erste Voraussetzung für geringste Verluste bei der Einlagerung von Kartoffeln ist daß man nur gut verlesene und gut abgetrocknete Kartoffeln einmietet. Jede beschädigte Knolle Die Kartoffelmiete Als der dänische Dichter Jens Peter Jacobsen berühmt geworden war, traf er in Kopenhagen seinen Jugendfreund. Dieser neigte schon immer zu großer Eitelkeit, und es war für ihn ein besonderer Triumph, als ihn Jacobsen in ein bekanntes Lokal zum Essen einlud. Der Jugendfreund schaute rechts, er schaute links, nur um festzustellen, ob sein gemeinsames Essen mit dem berühmten Dichter auch genügend beachtet würde. Während des Essens erzählte er auch Jacobsen:„Eigentlich ist das heute nicht das erste Mal, daß wir zusammen speisen; ich kann mich sogar noch erinnern, was wir am letzten Mal gemeinsam aßen; es gab Kalbsgehirn.“ Jacobsen sah den Jugendfreund nachdenklich an und meinte dann halb erstaunt, halb zustimmend:„Das hast du heute noch im Kopf!“ Am rch enftendn ubrainett beshmanfen! Zeichnung Stöver bietet Fäulniserregern eine Einwanderungsmöglichkeit und jede angefaulte Kartoffel schafft neue Ansteckungsmöglichkeiten für gesunde Pscben.. etef denr 614 Die Kartoffel muß im Winterlager trocken und kühl aufbewahrt werden. Dieser Forderung trägt die älteste Form der Einlagerung von Kartoffeln, die Aufbewahrung in Erdmieten, am besten Rechnung. Kann man es doch immer wieder beobachten, daß bei sachgemäßer Lagerung in der Erdmiete die Kartoffeln im Frühjahr noch genau so frisch und straff in der Schale sind wie im Herbst beim Einmieten. Daß die Miete an einer trockenen Stelle anzulegen ist, bedarf wohl kaum der Erwähnung. In der Ebene ist sie niemals in, sondern auf der Erde anzulegen, da sonst von unten her die Erdfeuchtigkeit in die Miete steigt. In bergigen Lagen wird dagegen die Erde 20—25 cm tief ausgehoben, um dadurch einen sicheren Frostschutz zu erhalten und gleichzeitig genügend lockeren Boden für die Abdeckung zu bekommen. Die Breite der Miete soll im allgemeinen nicht über 1,50 m hinausgehen, weil sonst die in der Mitte der Miete liegenden Kartoffeln schon zu warm lagern. Aus diesem Grunde ist auch die Miete nicht wesentlich höher als 1 m anzulegen. Dann werden die Kartoffeln mit einer 10—15 cm starken Strohschicht eingedeckt. In vielen Fällen wird aus falscher Sparsamkeit an Stroh gespart, wodurch der Zweck, eine Isolationsschicht für die Schwankungen in der Temperatur und in dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu haben, nicht erreicht wird. Unter diesen Umständen erfrieren die Kartoffeln viel eher und sind auch stärker der Fäulnis ausgesetzt. Es sei noch besonders auf die Notwendigkeit genügender Entlüftung hingewiesen. Bei stärkerem Frost wird das Stroh mit einer dünnen Erdschicht von etwa 10 cm bedeckt, die als Schutz für die ersten Nachtfröste vollkommen ausreicht. So erfolgt abet auch eine genügend starke Abkühlung der Kartoffeln, die besonders bei milder Herbstwitterung wichtig ist. In den meisten Fällen werden die Mieten zu früh dicht eingedeckt. Die zwangsläufige Folge ist ein Ansteigen der Temperatur in der Miete ist. Da die Kartoffel ein lebender Pflanzenteil ist, setzt alsbald eine lebhafte Atmung ein, wobei Wärme abgegeben und Stärke verbraucht wird. Beim Eintritt kälterer Witterung ist die zweite Isolierschicht, die man auch wohl als Winterschicht bezeichnet, aufzutragen, erst Kartoffelkraut und darüber etwa 15 cm Erde. Auch hierbei wird zur Erleichterung der Erdbeschaffung wieder mit dem Beetpflug die erforderliche Erde losgepflügt. Zweckmäßig ist es, Karosein gern-aber PolkgrtafselhPellkartosseln— sparsamer und gesunder! daß man das obere Viertel der Miete vorläufig noch unbedeckt läßt und erst dann anfüllt, wenn eine stärkere Frostperiode einsetzt. Gleichzeitig ist für den Fall eines plötzlichen Kälteeinbruches Spreu, Kartoffelkraut oder sonstiges Bedeckungsmaterial bereitzustellen, das dann bei Bedarf schnell auf die Miete gebracht werden kann. Am sichersten ist es, die Temperatur in der Miete von Zeit zu Zeit mit einem durch eine Blechhülse geschützten Thermometer zu kontrollieren. Pellkartosseln haben Lutt Rosatl= geschälte Karlosseln 15 uf— in der Schölmaschine geschölte 30ut. Flso Dellkartosteln! Aus der Heimat Büren, Freitag, den 3. Oktober 1941 keine Beflaggung am Erntedanktag Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am Erntedanktag übliche Beflaggung und Ausschmückung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre. SGV.=Abendwanderung. An der Abendwanderung in den Ringelsteiner Wald nahmen 19 Mitglieder der SGV.=Abteilung Büren teil. Nach einem stärkenden Imbiß und einem guten. wärmenden Trunk bei Atorfs ging es gegen 20 Uhr in die frische Nacht hinein. Der Nebel lag in dichten Schwaden über der Talsohle, und kein Lüftchen regte sich. Bald war die Nettebrücke erreicht, und der erste Gruß vom grasenden Weidevieh hätte wohl schallendes Lachen aus. gelöst, wenn nicht ein jeder den festen Vorsatz gehabt hätte,„mäuschenstill“ zu sein. Aber schon nach einigen Minuten hallte das echte Röhren durchs stille, friedliche Tal. Die Schreie mehrten sich. und bald dröhnte es herüber und hinüber vom Spechten zum Weisen, vom Rothkopf zum Rietkopf, und auch die Wünnenberger schalteten sich von der Nette aus ein. Am Heidehang des Rothkopfs stand ein schwerer Hirsch, der seinen langgezogenen tiefen Baß immer erst mit einigen hustenden Stößen einleitete. Er kam näher und näher, so daß zwei Jungbauern den Entschluß faßten, ihn einzufangen und aufzustallen. Unterwegs bange geworden? Der Hirsch röhrte ruhig und kampflustig weiter. Leider mußte bald der Heimweg angetreten werden. und mit frohen Marschliedern ging's durch die wundervolle Mondnacht dem Heimatort zu, wo sich mancher niederlegen konnte mit dem Gedanken, ein unvergeßliches Erlebnis gehabt zu haben. Personalie. Die Pressestelle der Regierung teilt mit: Der Regierungs=Inspektor=Anwärter Poppensieker von der Regierung in Minden ist zum ap. Regierungs=Inspektor ernannt worden. Wir verdunkeln heute, am 3. Oktober, von 16.55 bis.23 Uhr. Thehen Anhfuh der Geamten Einsatz und Opferbereitschaft in der kriegsarbeit der Beamten Wenn das Amt für Beamte in der NSDAP. und der von der Partei geführte Reichsbund der Deutschen Beamten den Auftrag haben, die politische Ausrichtung und die fachliche Fortbildung der Beamten zu pflegen, dann sind diese Aufgaben gerade im Kriege von Bedeutung. Die Kriegszeit verlangt Menschen, die ihre Pflichten gegenüber der Gemeinschaft erkennen und die um die großen Ziele wissen, die der Führer uns erkämpft. Der Beamte, als Verbindungsstelle zwischen Staat und Volk, der immer wieder mit den Volksgenossen unmittelbar zusammenarbeitet, muß vor allen Dingen diese Eigenschaften besitzen und diesen Voraussetzungen entsprechen. Deshalb geht die politische und fachliche Betreuung der Beamten durch die Partei unverändert und verstärkt weiter, eine Arbeit, die sich auch über den Krieg hinaus auswirkt und die jetzt schon die Voraussetzungen schafft, um die künftigen gewaltigen Aufgaben zu meistern. Die Beamtenschaft hatte es nicht leicht in den beiden verflossenen Kriegsjahren. Der Krieg brachte ihr große und neue Aufgaben. Die Ernährungs= und Wirtschaftsämter haben für die Verteilung der Lebensmittel und der bewirtschafteten Güter zu sorgen. Entsprechend ist die Arbeit bei den Wohlfahrtsämtern und der Polizei gewachsen. Das Wort „Feldpost“ zeigt, welche gewaltige Steigerung im Brief= und Paketverkehr zu verzeichnen ist. Das wirkt sich genau so bei der Reichsbahn aus. die überdies durch die Truppen= und Materialtransporte bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit in Anspruch genommen wird. Bei fast allen Behörden war eine Steigerung der Arbeit des einzelnen Beamten durch den Krieg zu verzeichnen, die Aufgaben des Staates im Kriege sind zahlreicher geworden, während die Zahl der noch vorhandenen Beamten durch Einberufung zur Wehrmacht und Abordnungen in die besetzten Gebiete stark zurückgegangen ist. Tausende von Beamten stehen seit Kriegsbeginn unter den Fahnen. Viele von ihnen wurden für Tapferkeit und Heldentum mit dem Eisernen Kreuz und anderen Kriegsauszeichnungen bedacht. Ein großer Teil von ihnen wurde zum Offizier befördert. Sie alle kämpfen für Deutschland, manche brachten bereits das Abschluß im Hausgarten Die Sartenarbeit im Oktober Der Rauch der Kartoffelfeuer, der sonst zur Oktoberstimmung gehört, fehlt diesmal. Das Kartoffelkraut haben wir sorgsam zerkleinert und auf den Kompost geschichtet, damit es dem Blühen des nächsten Sommers neue Nahrung gebe. Für dieses Jahr wird im Oktober mit den wesentlichen Gartenarbeiten abgeschlossen. Das Gemüse, das nicht draußen stehen bleiben soll, wird geerntet und eingewintert, die Aepfel eingelagert bzw vermostet, verkocht oder auf andere Art dem Sofortverbrauch zugeführt. Was wir im September noch an Spinat und Feldsalat gesät haben, wird gut behackt, denn es wird— günstige Witterung vorausgesetzt— bald die erste Ernte bringen. Und was für den Winter bleiben soll, bedecken wir locker mit Fichtenreisig. Kohlköpfe kann man aufheben, indem man sie wie Tomatenpflanzen mit den Wurzeln aus der Erde nimmt und luftig an den Wurzeln aufhängt. Sonst schlagen wir sie im Keller im Sandkasten ein, gemeinsam mir Sellerie, Kohlrabi, Kohlrüben, Teltower Rübchen. Nettichen und Roten Rüben, denen wir alle gesunden Herzblätter belassen, damit sie lebendig bleiben. Außer Spinat und Feldsalat haben wir noch Grünkohl und Rosenkohl draußen, die am besten schmecken, wenn sie den ersten Frost bekommen haben. Auch Lauch. Petersilie und Mangold können im Garten überwintern, wenn der Frost nicht zu stark wird. Wenn es richtig kalt wird, decken wir die Beete mit trockenem Laub leicht zu, damit man auch bei Frost und Schnee ernten kann. Die letzten Daueräpfel werden sorgfältig geerntet und jede Sorte für sich in die gut gesäuberten Horden gelegt. Neue Bäume können jetzt gepflanzt werden, aber nie da, wo alte gestorben sind, denn da ist der Boden müde und muß erst ausruhen. Im Gemüsegarten findet sich immer noch Platz für ein paar Bäume. Die Erde wird zum Pflanzen mit etwas Komposterde, altem Lehm oder Kalkmörtel verbessert. Abgeerntete Bäume sollten, wenn die Zeit irgend reicht, auch gleich gesäubert werden. Die alte, tote Rinde, unter der die Schädlinge überwintern, wird mit Drahtbürste und Baumkratzer sorgfältig entfernt. Wenn die Hühner das abgefallene Laub und die Rindenteile nach Ungeziefer abgesucht haben, kommt es auf den Komposthaufen, andernfalls müssen die Rindenteile verbrannt werden. Sauberes, trockenes Laub kann auch zum Bedecken der Beete verwendet werden. Auf allen abgeernteten Beeten und unter den Obstbäumen wird bann Dung ausgebreitet und untergegraben. Wir lassen die Erde am besten über Winter in offener Scholle liegen, damit der Frost sie gut durcharbeiten kann. Wer gern schönen Rasen hat, sollte ihn noch einmal kurzschneiden und düngen; er kommt dann besser durch den Winter. Albe Blumenknollen, deren Blüten uns im Sommer und Herbst erfreuten, die Dahlien und Kanna, Montbretien und Gladiolen, werden nach dem ersten Frost aus dem Boden genommen und frostfrei gelagert. Dagegen pflanzen wir jetzt Zwiebeln der Frühlingsblüher. Es ist genau auf die Pflanztiefe zu achten, die bei allen Arten verschieden ist. Auch Stauden und Ziersträucher werden jetzt gepflanzt. Was wir uns im Sommer an Zweijahresblumen herangezogen haben, wie Vergißmeinnicht. Stiefmütterchen und Goldlack, kommt jetzt an die Stelle, wo es im Frühling blühen soll. Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, der treusorgende Vater unseres Kindes, unser “ unvergeßlicher Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Gefreite Albert Köhler in den schweren Kämpfen im Osten am 31. August 1941 gefallen ist. Er starb im blühenden Alter von 29 Jahren, getreu seinem Fahneneid, für Führer, Volk und Vaterland. In tiefer Trauer: Frau Maria Köhler, geb. Hillebrand, und Söhnehen Albert Geschwister Köhler und Anverwandte. Leiberg, im Felde, Brenken, Mertesdorf und Wewer, den 2. Oktober 1941. größte Opfer, ihr Leben, im Kampf um den Sieg. Wie der Beamte in der kämpfenden Front überall seinen Mann gestanden hat, so haben auch die in die besetzten Gebiete abgeordneten Beamten und Beamtinnen ihre Aufgaben restlos gelöst und die damit anfallenden Arbeiten mit Selbstverständlichkeit und Entschlossenheit, mit zähem Willen und rücksichtsloser Einsatzbereitschaft ausgeführt und große Leistungen vollbracht. Sie haben oft in erstaunlich kurzer Zeit aus einem Chaos eine mustergültige Dienststelle geschaffen und zum guten Gelingen der Besetzung beigetragen. Die in der Heimat verbliebenen Beamten haben mit echter Einsatzbereitschaft trotz vieler Einberufungen und Abordnungen ihre Pflichten erfüllt. Sie haben nicht nur im Dienst gern und willig jede Mehrarbeit übernommen, sondern sich auch außerhalb des Dienstes in der Volksgemeinschaft betätigt, sei es als Politischer Leiter in der Partei, als Führer in der und SA., im RSKK., RSFK. oder als Walter in der NSV. und in den angeschlossenen Verbänden, sei es, daß sie sich als Erntehelfer oder Helfer bei der Spinnstoffsammlung oder bei anderen Anlässen betätigten. War so der Einsatz der aktiven Beamten ein vorbildlicher, so haben sich auch viele Ruhestandsbeamten freiwillig und mit großer Begeisterung wieder den Behörden zur Verfügung gestellt. Siebzigjährige leisten heute noch Tag= und Nachtdienst. Auch sie wollen im Kampf um Sein oder Nichtsein nicht untätig beiseite stehen und haben trotz ihres Alters wieder den Bürorock angezogen und alle schwerden des Dienstes willig auf sich genom## Die Opferbereitschaft der Bea## hat während des Krieges zugenommen. haben ihre Spenden zum Kriegs=W5M DRK.=Hilfswerk wesentlich erhöht bis verdo## und gleich den anderen Volksgenossen nam# Opfer gebracht. In Gemeinschaft mit and Verbänden haben die Beamten sich an Reichsstraßensammlungen als Sammler bei# und zu einem guten Sammelergebnis getragen. Die von der NSDAP. im Amt für Be## geleistete politische Arbeit, die u lässige Aufklärung und folgerichtige Erzie# der Beamten haben diese zu ihrem freu### Kriegseinsatz befähigt. In zahlreichen#### schaftsappellen und Gemeinschaftsabenden die Redner des Amtes für Beamte die Bean schaft auf ihre Kriegsaufgaben hingewiesen ihren Siegwillen gestärkt und gefestigt. Neben der politischen und weltanschault Ausrichtung. Erziehung und Betreuung der## amten war die soziale Arbeit des Re# bundes der Deutschen Beamten, geführt Amt für Beamte, auch im Kriege sehr win Wir nennen das Tuberkulosehilfswerk, Unterstützungs= und Rechtsschutzwesen, beson# aber die Betreuung der Hinterbliebenen gefallenen Berufskameraden und die Hilfe## Fliegerschäden. Erscheint täglich mit lich 2,01 RM. einsch (einschließlich Boten Betriebsstörung usw. Bezugspreises. Anze nicht geschäftlicher A breit 15 Pfg. Bei Nachlaß. Gerichtsstat Kostenl. Beilage Nr. 233(1. Bl. Die nordwestfälische Beamtenschaft steht Beginn des dritten Kriegsjahres mit Volksgenossen in unbeugsamem Sieg willen an dem ihr in der großen Fron### gewiesenen Abschnitt und erfüllt die gestet Aufgaben zum Gelingen des großen Wet Daß diese Einstellung lebendig bleibt und in stärker wird, dafür sorgt die NSOAP. und von ihr beauftragte Amt für Beamte. Man muß das Elend selbst sehen, Poilkische Westfälische Soldaten berichten aus dem Osten Immer wieder, wenn wir die Briefe unserer Soldaten aus dem Osten lesen, begegnen uns die Wendungen:„Man kann es nicht schildern",„Es ist nicht zu glauben“, „Man kann die grauenvolle Wirklichkeit nicht darstellen".„Man muß das Elend selbst gesehen haben". Wenn wir hier einige Auszüge aus Briefen westfälischer Soldaten bringen, dann sollen sie uns einerseits in etwa einen Einblick in die grauenvolle Wirklichkeit des Sowjet=Staates geben, andererseits aber muß uns das, was unsere Soldaten im Kampf gegen die Sowjets leisten, mit einer tiefen Ehrfurcht erfüllen. „Wir liegen hier in einem Getreidefeld. Nur Frauen arbeiten draußen. Aus dem 400 Meter entfernt liegenden Dorf hat man sämtliche Männer verschleppt. Nur einige haben sich frühzeitig in Sicherheit gebracht. Die Bevölkerung kann das Glück noch gar nicht fassen, daß die Deutschen da sind. Kürzlich kamen drei alte Leute an unser Zelt, um uns Eier, Gurken und Obst zu bringen. Einer war in deutscher Kriegsgeangenschaft gewesen während des Weltkrieges. Lachend meinte er:„Von jetzt ab werden wir wohl Brot behalten, aber 1933, da hatten wir Hunger.“ Er erzählt dann, daß hier im Dorf einige Familien ihre kleinen Kinder geschlachtet und gegessen haben, und weiter ein krankes 35jähriges Mädchen. Ich hatte das schon von einem meiner Unteroffiziere gehört, der es aus dem Lazarett mitbrachte, aber ich habe das nicht glauben können. Man ekelt sich, wenn man von all diesen Dingen hört, und meine Jungens sind oft erschüttert von dem, was sie von dem uktainischen Volk erfahren, was es gelitten hat. Wir kennen nur eins: möglichst schnell wieder vor und mithelfen an der Vernichtung dieser Sowjet=Pest". Lin. Dr. „Je früher der Sieg unser ist, desto eher kommen wir aus diesem trostlosen Sowjetparadies heraus. Die Zustände sind hier einfach fürchterlich. Die Bewohner der Städte und Dörfer hinter unseren Linien hungern, weil die Sowjets vorher alles geplündert haben, und nun kommt der Winter, und die Häuser sind durch die zurückweichenden Truppen angezündet worden. Hier an die Front im Osten gehört jeder Deutsche, der heute noch nörgelt und kritisiert oder gar dem verflossenen System noch eine Träne nachweint. Er wird hier soviel sehen und erleben, daß er zu der Ueberzeugung kommt: ein Land wie Deutschland gibt's nur einmal!"„„„ Uffz. St. „Man mochte jedem Kommunisten oder vielleicht noch kommunistisch Angehauchten wünschen, sein gelobtes Land einmal aus eigener Anschauung kennenzulernen. Ich weiß bestimmt, er würde in kürzester Zeit ein glühender Nationalsozialist. Die Zustände, in dem sich Land und Menschen befinden, sind nicht zu beschreiben. Steinerne Häuser gibt's fast nur in größeren Städten, während die Häuser in den Dörfern nur aus roh zusammengefügten#### tern und Balken bestehen. Ein großer ein Tisch und einige Stühle; die Innenein# tung fehlt. In diesem einen Raum schi# oft vielköpfige Familien. Bäcker, Metzger sonstige Einzelhandelsgeschäfte gibt es## Alles läuft barfuß in zerlumpten, zerrisset oft buntgeflickten Kleidungsstücken herum. Dreck ist allen gemeinsam. Die Straßen, auf hiesigen Karten als Straßen erster Ordi## verzeichnet stehen, würden in Deutschland#### Verkehrsgefährdung bestimmt gesperrt wer## Gefr. „Man muß das Elend sehen, man muß Not gehetzter Menschen mitempfunden ha# ja, man muß den Sowjetsoldaten in se## Instinkten zu ergründen suchen, in seinen tiven, aus denen heraus er so grausam handkann. Man muß den gefangenen Sowjet### ten bei Vernehmungen hören, wie innerlic und ausgebrannt er ist, ohne einen Glauben höhere Ideale, ein willenloses Werkzeug en Kommissare, dann erst wird man sich auch Wesen des augenblicklichen Kampfes er### können. Hinter dem Sowjetsoldaten steht brutale Kommissar, der mit allen Mittz irgendwelche Müdigkeitserscheinungen bekän Der Sowjetsoldat ist zu willenlos, um irg# etwas selbst durchzusetzen. Der Sowjetmet# spürt überall die Faust des Bluthundes Sie im Rücken. Welche Armut, welcher Hur# furchtbar! Man kann das nicht schildern!“" Lin. Beke Kampfg Paderborn. 3. Okt. NSRL.=Frauentreffen Paderborn. Aus dem Kreise Ostwestfalen men am kommenden Sonntag alle Frauen Mütter. Turnerinnen und Sportlerinnen, dem NS.=Reichsbund für Leibesübungen an hören, in Paderborn zusammen. Unter Leit# der Kreisfrauenwartin sollen alle in der greß Gemeinschaft einige frohe Stunden verleben. Rr. Welche tief griffs Sozialismut Weimarer Prägun, stimmenfangs zu di Bedeutung in der einte Volk um sei sein flammendes mus die tief empfr gemeinschaft eindri hilfswerk des d schöpferische Sozia sichtbarsten zum A der wachsenden genossen auf Tod In edlem Wetteif Jahr zu Jahr den fassenden Winter tionen von Streite Sieg der Liebe a wurden gebannt. der inneren Neuft stetig zunehmende geweckten Kräfte zialismus wurde beugende Maßna NS.=Volkswohlfal zweigten Gebiete ein für alle Ze Denkmal setzte. Aus der Bewegung B9M.=Werk„Glaube und Schönheit“. He## Freitagabend, treten alle Mädel um 8 Uhr einer kurzen Besprechung im Binnenhof Aufbauschule an. Hitler=Jugend, Siddinghausen. Mor Samstag, den 4. Oktober, treten alle Jut genossen, die das HIL machen, abends 8# an der Schützenhalle zum Dienst an. Das pünt liche Erscheinen aller Igg. ist Pflicht, da wir .10 Uhr zum Km.=Marsch abmarschieren.# Hauptschriftleiter: Emil Reuber, Lippstadt; antwortlich für den heimatlichen und Anzeigen### Otto Birkle, Büren; Verlag und Druck: C. Laumanns, Lippstadt. (Z. Zt. ist Preisliste Nr. 8 vom 1. Jan. 1941 gül Schwarze Bamenhandlasche mit Geldbörse und verschiedenem Inhalt auf dem Wege von Büren (obere Burgstraße übern Berg) nach Siddinghausen verloren. Abzugeben in der Geschäftsstelle der„Bürener Zeitung“. Danksagung. Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heldentode unseres lieben Sohnes und Brudere, des Gefreiten Heinrich Schulte danken wir herzlichst. Büren, Im Oktober 1941. Pamilie Johannes Schulte. Des 30tägige Seelenamt findet statt am Samstag, dem 4. Oktober 1941, morgene.10 Uhr, in der Pfarrkirche zu Büren. So beurteilt der Arzt Zeineral-Ovaltabletten „Die Trineral=Ovaltabletten wurd. an ein. groß. „ Krankenmaterial d.„Medizin. Poliklinik der deutsch. Karls=Universität" erprobt. Die Wirkung trat re# g e l m ä ß i g u n d r a s c h e i n. D i e T a b l e t t e n l a s s e n sich leicht schlucken und werden gerne genommen. Selbst bei Verwendung großer Mengen traten unangenehme Nebenwirkungen in keinem Falle auf. Insbesondere verursachen sie keinerlei Magenbeschwerden.“ Dr. med. Gotsch, 20. 12. 40 Bei Glieder= u. Gelenkschmerzen, Gicht, Rheuma, Ischias, Hexenschuß, Erkältungskrankheiten, Grippe, Nerven= u. Kopfschmerzen helf. die bochwirks. Trineral=Ovaltabletten. Sie werd. auch v. Herz=, Magenu. Darmempfindlichen best. vertragen. Mach. Sie sof. ein. Versuch! Beachten Sie Inhalt u. Preis d. Packung: 20 Tabl. nur 79 Pig.! In allen Apotheken oder Trineral GmbHh., München H 27/688 Verlang. Sie kostenlose Broschüre„Lebensfreude durch Gesundbeit"! Heimat und Heimatzeitung sind ein Begriff! KC Heute in Form von Knoblauch Beeren „Immerjünger“ Geschmack-und geruchfrei. Gigantische F von Plutokrate unterbrochen. A mus erhärtete si verstärkte Impul schaft leuchtende den Fronten in? und Heimat hal bilden eine kam Gegner zerschmet Diese Gewiß unser Volk, als Führer vollzoger Winterhilfswerk sein Volk, und es für das neue Appelles bedür tun muß!". Da stattung eines: in deren Auftre Ablaufs gewalt Entscheidungen wie kein zweiten gleichliche macht zu würd und in ihrer 2 fahr gebannt, Deutschlands, an der wir„! Ueber die Grö Schwere der! hat der Führer keiner Erläute lionen sowjetis oder erbeutete wagen, über 1. Raum, der zu reich, viermal einzigartigen trefflichen deu füllen die He fester als je Opferwilligkei macht würdig zum wahren wußtsein, da gegen Feinde Weltanschauu