A—*.""„„ Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis: Monatlich 2,01 RM. einschließlich 54 Pfg. Postgebühr. Botenbezugspreis 1,80 RM. (einschließlich Botengeld). Einzelnummer 10 Pfg. Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung usw. besteht kein Anspruch auf Lieferung und Rückzahlung des Bezugspreises. Anzeigenpreis: 1 mm hoch 46 mm breit 5 Pfg., kleine Anzeigen nicht geschäftlicher Art bis 25 mm Höhe 4 Pfg., Textspalte 1 mm hoch und 68 mm breit 15 Pfg. Bei Konkurs und Zwangsvergleich erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß. Gerichtsstand für beide Teile Amtsgericht Büren. Verlagsort Lippstadt. Kostenl. Beilagen: u. a. Der illuste. Sonntag- Am häusl. Herde nr. 174(1. Blatt) Ausgabe B Fernrut 276 Bankkonten: Kreissparkasse Büren Konte=Nr. 56 Spar= u. Darlehnskasse Büren Geschäftsstelle Büren, Adolf=Hitler Straße 13 Der Sintfeldbote Careiler Heilnatzeitung für den Kreis Büren Büren, Montag, 28. Juli 1941 45. Jahrgang L0ee. Schallg M. Zwei Sowjet=Divisionen vollständig vernichtet- Bolschewistischer Widerstand gebrochen 230 Panzerkrastwagen an einem Tage unschädlich gemacht Berlin, 26. Juli. An verschiedenen Stellen der Front im Osten wurden in heftigen Kämpfen am Freitag 25. Juli, insgesamt 230 241 Geschütze erbeutet Berlin, 27. Im Raume von Mogilew wurde der letzte Widerstand der eingeschlossenen sowjetischen Streitkräfte unter schweren Verlusten für die Bolschewisten gebrochen. Zwei sowjetische Divisionen wurden vollständig vernichtet. 23 000 Gefangene wurden eingebracht, 161 Ge. schütze und Flakgeschütze, 80 Panzerabwehrgeschütze und 750 Kraftfahrzeuge fielen in deutsche Hand. Moskau erneut bombardiert Operationen im Osten erfolgreich fortgesetzt— Bomben auf militärische Ziele am Suezkanal Aus dem Führerhauptquartier. 27. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der gesamten Ostfront werden die Operationen mit Erfolg fortgesetzt. Kampfflugzeuge griffen auch in der letzten Nacht Verkehrsanlagen und Versorgungsbetriebe der Stadt Moskau mit guter Wirkung an. In Südostengland bombardierte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht wehrwirtschaftliche Anlagen. Deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Nacht zum 27. Juli militärische Ziele am Suezkanal mit Bomben. Bei einem im Schutz der Wolken durchgeführten Tagesangriff einzelner britischer Kampfflugzeuge auf Wohnviertel der Stadt Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Wohngebäuden wurde zerstört oder beschädigt. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden in der letzten Nacht nicht statt. Sowjetangriffe zerschlagen Weitere Verfolgung in der Ukraine—Tagesangrisse auf Moskau Aus dem Führerhauptquartier., 26. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Ukraine wurde örtlicher Widerstand feindlicher Nachhuten gebrochen. Die verbündeten Truppen setzten trotz schlechter Witterungs= und schwieriger Wegeverhältnisse die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort. Die Säuberung Bessarabiens durch rumänische Verbände steht vor dem Abschluß. Im Raum westlich und südwestlich Wjasma scheiterten Angriffe starker neu in den Kampf geworfener sowjetischer Kräfte unter schweren, Verlusten für den Feind. Kampfflugzeuge erzielten bei einem Tagesangriff Bombenvolltreffer in Bahnanlagen der Stadt Moskau. Im Seegebiet um England vernichtete die Lustwaffe einen Frachter von 4000 BRT. Andere Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht Versorgungsbetriebe des Hafene Great Yarmouth in Brand und bombardierten Flugplätze im Osten der Insel. Seestreitkräfte schossen zwei britische Kampfflugzeuge ab. In Nordafrika lebhaftere Spähtrupptätigkeit vor Tobruk. Deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Nacht zum 26. Juli abermals militärische Anlagen des britischen Flottenstützpunktes Alerandria mit Bomben aller Kaliber. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht in Nordwestdeutschland Spreng= und Brandbomben. Nur einzelnen Flugzeugen gelang es, bis zur Reichshauptstadt vorzudringen. Die Zivilbevölkerungshatte geringe Verluste. An einigen Stellen entstanden Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen acht der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. Immer enger eingeschlossen Sowjetische Ausfälle zurückgeschlagen Berlin, 26. Juli. Die Ringe um die an mehreren Abschnitten im Naume nördlich von Smolensk eingeschlossenen sowjetischen Truppen wurde am Freitag, 25. Juli, noch enger zusammengezogen. In heftigen Kämpfen schlugen die deutschen Truppen die Ausfälle der Bolschewisten unter blutigen Verlusten für diese zurück. Die Beute an Waffen und Kriegsgerät aller Art steigt von Tag zu Tag. 62 Geschütze aller Haliber von einer Division in zwei Tagen erbeutet Berlin, 27. Juli. Bei den Kämpfen im Raume von Smolensk erbeutete am 25. und 26. Juli eine einzige deutsche Division 62 sowjetische Geschütze aller Kaliber. Britische Kriegsschiffe verjagt Berlin, 27. Juli. Bei Dieppe versuchten am 26. Juli leichte englische Streitkräfte, sich der Küste unter dem Schutze des unsichtigen Wetters zu nähern. Die deutschen Küstenbalterien, die sofort das Feuer auf die britischen Schiffe aufnahmen, zwangen sie jedoch zum vorzeitigen Abdrehen. 102 Abschüsse am Kanal Die britischen Verluste in drei Tagen Berlin, 26. Juli. Die britische Luftwaffe hat bei ihren Einflugversuchen in den vergangenen Tagen an der Kanalküste schwerste Verluste erlitten. Sie hat am 22. 7. 15 am 23. 7, 54 und am 24. 7. 33 Flugzeuge im Luftkampf durch, deutsche Flak, Marineartillerie und Vorpostenboote verloren. An drei Tagen hat somit die britische Luftwaffe ihre Versuche, über den Kanal nach dem Festlande einzufliegen, mit insgesamt 102 abgeschossenen Flugzeugen bezahlen müssen. Diese Verluste sind für die Briten unso schwerwiegender, als die britische Luftwaffe in diesen Luftkämpfen zahlreiche viermotorige Flugzeuge mit erfahrenen Besatzungen verloren hat. Auf diese viermotorigen Flugzeuge hatte man in London besonders große Hoffnungen gesetzt. Die kürzlich erfolgte Aufreibung eines ganzen Verbandes dieser schweren viermotorigen britischen Flugzeuge bedeutet eine starke Vertrauenskrisis für die britische Luftwaffe. Der Ersatz der durch die deutsche Luftwaffe abgeschossenen Besatzungen wird für England äußerst schwierig. Die Unterlegenheit der britischen Luftwaffe gegenüber der an Menschen und Flugzeugen überlegenen deutschen Luftwaffe spiegelt sich in den sehr niedrigen Verlusten, von denen im gesamten Zeitraum nur 7 gegenüber 102 britischen Maschinen verlorengegangen sind. Spähtruppunternehmen gescheitert Berlin, 27. Juli. An der Front von Tobruk herrschte am 24. und 25. Juli lebhafte Artillerietätigkeit. Ein britischer Spähtrupp, der sich den deutschen Stellungen zu nähern versuchte, wurde unter schweren britischen Verlusten zurückgeschlagen. Panzerkampfwagen, darunter schwerste Typen, vernichtet bezw. erbeutet. Die unter starken Verlusten in die Kessel zurück. geschlagenen Bolschewisten mußten zahlreiche Geschülle, Waffen und Kriegsgerät aller Art zurücklassen. * Zielbewußte Führung Sechs Generale erhielten das Ritterkreuz Berlin, 26. Juli. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres. Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: General der Infanterie Schroth. Kommandierender General eines Armeekorps; General der Panzertruppen Frhr. Geyr von Schweppenburg, Kommandierender General eines Armeekorps: General der Infanterie von Both, Kommandierender General eines Armeekorps; Generalleutnant Model, Kommandeur einer Panzerdivision; Generalleutnant Kauffmann, Kommandeur einer InfanterieDivision; Generalleutnant Sinnhuber, Kommandeur einer Infanteriedivision. Roosevelts Generalangriff auf Südamerika Sangstermanieren und Agententricks sollen die UsA.-Absichten tarnen— Verdächtigung Deutschlands als Vorwand Konstruierte Berlin, 26. Juli. Im Zuge seiner imperialistischen Politik und als Vorbereitung seiner kriegerischen Absichten gegen Europa und Ostasien beabsichtigt Noosevelt, die Unterwerfung der unabhängigen ibero=amerikanischen Länder unter die USA. in raschen Schlägen durchzuführen. Um die eigenen aggressiven Absichten auf südamerikanische Stützpunkte und die wirtschaftliche Unterwerfung der ibero=amerikanischen Länder zu verschleiern und um im Kongreß die Verhängung des nationalen Notstandes durchzudrücken, hat Präsident Roosevelt auf dem gesamten ibero=amerikanischen Raum eine Hetzkampagne gegen die Achsenmächte auf allen Gebieten entfesselt, die vor keiner Methode zurückschreckt. Roosevelt unterstellt— in bewährter Methode— den Achsenmächten seine eigenen Absichten. Der politische und moralische Terror, mit dem dabei gegen die südamerikanischen Staaten vorgegangen wird, scheut dabei nicht vor glatten Dokumentenfälschungen und den übelsten Agententricks zurück. Dabei weicht Roosevelt jeder klaren Frage. worin die Amerika drohende Gefahr eines Angriffes bestehe, mit der vielsagenden Formel aus. er könne nicht definieren, was ein Angriffsversuch sei. Hingegen läßt er durch General Marshall und Welles wider besseres Wissen deutsche Angriffe auf Neutrale und bevorstehende Putschversuche, z. B. in Bolivien, Brasilien und Columbien, ankündigen.(Anfrage des Senators Smith: Worin besteht diese Gefahr und Bemerkung?„Chicago Daily Tribune“.) Der Terror, mit dem Roosevelt die betreffenden Regierungen unter seinen Willen zwingt, ist derartig stark, daß die Regierungen entweder nicht wagen, zu widersprechen oder sogar den nordamerikanischen Intrigen ihre Unterstützung leihen. Im Zuge dieser Kampagne ist der Fall Bolivien besonders bezeichnend. Hier gab sich die Regierung eines souveränen Staates dazu her, dem deutschen Gesandten das Agrement unter dem Vorwande zu entziehen. er habe mit bolivianischen Kreisen gegen die Sicherheit des Staates und der Regierung konspiriert. Als die Ablehnung der sowohl vom deutschen Gesandten wie vom diplomatischen Korps vorgebrachten Forderung nach Einsicht in die Unterlagen für das völkerrechtlich unqualifizierbare Verhalten zu einer peinlichen Situation für die bolivianische Regierung und ihre USA.=Drahtzieher wurde, veröffentlichte man gestern nachträglich einen angeblichen Brief des bolivianischen Militärattachés in Berlin, Belmonte an den deutschen Gesandten Wendler als Beweisstück. In diesem angeblichen Brief wird ein Putschplan gegen die bolivianische Regierung und gegen den nordamerikanischen Einfluß entwickelt, der mit Hilfe der deutschen Gesandtschaft durchgeführt werden sollte. Nach Inhalt und Form erweist sich der Brief auf den ersten Blick als eine ebenso freche wie dumme und naive Fälschung. Die bolivianische Regierung will ihn von einer fremden Macht erhalten haben. Wenn das der Fall ist, dann stammt er zweifellos aus der nordamerikanischen Fälscherzentrale, was auch daraus hervorgeht, daß darin sämtliche nordamerikanischen Zwecklügen in einer geradezu klassischen Zusammenstellung enthalten sind. Es ist bezeichnend, daß die bolivianische Regierung der deutschen Gesandtschaft vor der Abreise des Gesandten die Einsicht in diese Unterlagen verweigert hat. Es ist ferner bezeichnend, daß bolivianische Staatsbürger, die im Interesse der Aufklärung und der Wahrung der Neutralität die Veröffentlichung dieser Unterlagen verlangten, sofort verhaftet und zwei Zeitungen auf die Schwarze Liste gesetzt wurden. Nach Bolivien Argentinien. Auch in Argentinien wurde ein neuer„Zwischenfall“ arrangiert. Im Verlauf der letzten zwei Jahre waren von nordamerikanischer Seite in diesem Lande bereits mehrere Male vergeblich deutsche Putschversuche unter Zuhilfenahme gefälschter Dokumente gefunden worden. Es wurde ein großer Untersuchungsapparat in Bewegung gesetzt, dessen Arbeit aber vollständig ergebnislos war und zur Rechtfertigung der beschuldigten Deutschen führte. Die Fälle Jürgens. Missiones und Patsgonien schlossen mit der Entlarvung der gekauften Denunziation. Bei der nunmehr von den Kriegshetzern in Washington neu gestarteten Deutschlandhetze in Argentinien bedient, sich die amerikanische Regierung willfähriger Parlamentarier, die Mitglieder der berüchtigten argentinischen Parlamentskommission sind, gegen deren die Ruhe des Staates gefährdende Betriebsamkeit im Dienste einer von den USA. gewünschten Kriegspsychose erst in diesen Tagen die Regierung in einer ausführlichen Erklärung Stellung zu nehmen sich gezwungen sah. So wurden am 23. Juli unter Arrangierung sensationeller Begleitumstände in den Heimen deutscher Vereine und der deutschen Wohltätigkeitsgesellschaft in Anwesenheit des Vorsitzenden der berüchtigten Parlamentskommission, Taborda, und eines Richters mehrere Stunden lang Haussuchungen vorgenommen. In der berechtigten Erwartung, daß sie ergebnislos verlaufen mußten, hat man sich nicht gescheut, auf Wildwestmethoden zurückzugreisen und zu Beginn der Durchwühlung belastendes Material einzuschmuggeln, um es nachher von der Polizei beschlagnahmen lassen zu können. Die Polizei beschlagnahmte dann auch einen äußerlich als angebliches Privateigentum des früheren Landesgruppenleiters Gottfried Brandt gekennzeichneten, dem angeblichen Besitzer und jedem Mitglied der deutschen Vereine bis zu diesem Augenblick völlig unbekannten Schnellhefter, in dem man, um die argentinische Oeffent. lichkeit vor Furcht und Schrecken erzittern zu lassen, sage und schreibe einen— Dolch ohne Scheide eingeklemmt hatte. Man kann die Liquidation auch dieses Zwischenfalles wie bisher der Objektivität der argentinischen Behörden und Gerichte überlassen. Auch in Paraguay: Nicht nur vom deutschen, sondern auch vom Standpunkt der übrigen, bei ibero=amerikanischen Ländern vertretenen Staaten hat besonders die Einmischung Roosevelts in die Frage der Erteilung des Agrements für den deutschen Gesandten Barandon bei der Regierung von Paraguay Aufsehen erregt. Die Regierung von Paraguay, mit der Deutschlandfreundschaftliche Beziehungen verbinden, hatte das Agrement für den Gesandten Barandon bereits mündlich zugesagt. In diesem Augenblick mischte sich die amerikanische Regierung durch ihren Gesandten Frost in die Angelegenheit ein und ließ beim paraguayischen Außenminister und Staatspräsidenten drohen, man werde im Falle der Genehmigung des Agrements wie bei der Nichtregelung gewisser politischer Angelegenheiten nach amerikanischem Wunsch die versprochenen Anleihen zurückhalten sowie Waffenlieferungen einstellen. Dieser Fall einer frechen und brutalen Erpressung einer Regierung steht bisher in der Geschichte der Diplomatie einzig da. Wie im Falle des Vorgehens gegen den deutschen Gesandten in Bolivien hat auch die Einmischung in die Angelegenheit Paraguays im ganzen diplomatischen Korps dieser Länder größtes Aufsehen erregt. Dem Präsidenten Noosevelt blieb es vorbehalten, nun auch auf dem Gebiet der Diplomatie zwischen Kulturvölkern die Mittel und Moral von Gangstern eingeführt zu haben. Französische Freiwilligen-Legion zum Kampf gegen die Sowiets Vichy, 27. Juli. Der Zentralausschuß der französischen Freiwilligen=Legion gegen den Bolschewismus, der in Vichy zusammentrat, gibt über die amtliche OFI=Agentur die Gründung der französischen Freiwilligen=Legion bekannt.„Diese Legion“. so heißt es in der Verlautbarung,„die in verschiedenen Einheiten organisiert wird, hat die Aufgabe, gegen das bolschewistische Rußland zu kämpfen. In den Einheiten werden alle Waffengattungen vertreten sein.“ 1 0 5 e 9 8 Erhebendes Zeugnis deutscher Krast Die Große Deutsche Kunstausstellung 1941 eröffnet München, 26. Juli. In Anwesenheit zahlreicher führender Persönlichkeiten von Partei, Staat, Wehrmacht und Kunst eröffnete am Sonnabendvormittag der Gauleiter des Traditionsgaues Adolf Wagner nach einer Rede des Reichsministers Dr. Goebbels im Namen des Führers die Große Deutsche Kunstausstellung 1941. Auch diese zweite während des Kampfes für Deutschlands und Europas Freiheit, Ordnung und Zukunft veranstaltete Ausstellung ist ein wahrhaft erhebendes Zeugnis deutscher Kraft. Sie kündet von der unermüdlichen schöpferischen Arbeit des deutschen bildenden Künstlers, von dem hohen Stande des deutschen Kulturlebens auch im Kriege und von der vertrauensvollen Siegesgewißheit des deutschen Volkes. In der von Professor Troost gestalteten Ehrenhalle des Hauses der Deutschen Kunst hatten zahlreiche Gäste Platz genommen. unter ihnen Reichsminister Rust, die Reichsleiter Dr. Ley. Schwarz, Reichspressechef Dr Dietrich, Amann und Fiehler, die bayrische Landesregierung mit dem Ministerpräsidenten Ludwig Siebert an der Svitze, zahlreiche Gauleiter, hohe Vertreter der Wehrmacht. Vertreter des diplomatischen und konsularischen Korps, unter ihnen die divlomatischen Vertreter Italiens Japans. Ungarns. Mandschukuos und des Iran. Auch eine große Zahl von Kunstschaffenden wohnte, zum Teil in Feldarau. dem Eröffnungsakt bei. Nachdem' Reichsminister Dr. Goebbels am Portal des Hauses von dem Vorsitzenden des Vorstandsrates des Hauses der Deutschen Kunst, von Finck, empfangen und in den Saal geleitet worden war. begann der Weiheakt mit Beethovens„Weihe des Hauses“. Im Mittelpunkt der Eröffnung stand die Rede von Reichsminister Dr. Goebbels in der er dem kulturfeindlichen Streben unserer Feinde die leidenschaftliche Kulturbejahung des nationalsozialistischen Deutschland entgegenstellte und einen begeisternden Ausblick auf das deutsche Kulturschaffen nach dem errungenen glorreichen Siege gab. Als der lebhafte Beifall verklungen war, erklärte Gauleiter Adolf Wagner im Namen und Auftrage des Führers die Große Deutsche Kunstausstellung 1941 für eröffnet. Im Auftrage des Führers dankte er auch allen. insbesondere den Künstlern. die es ermöglicht haben. diese große Schau aufzubauen. In dieser Stunde weilten unsere heißen Gedanken und Wünsche beim Führer und seinen Soldaten. Brausend stimmte die Versammlung in das „Sieg=Heil!“ auf Adolf Hitler ein. Die nationalen Lieder beendeten die schlichte, aber würdige und eindrucksvolle Feierstunde. Die Ansprache Dr. Soebbels“ Reichsminister Dr. Goebbels rief in seiner Eröffnungsrede die Erinnerung an den großen Festzug zum Tag der Deutschen Kunst wach. der alljährlich bis zum Ausbruch des Krieges in farbenprächtigen Gruppen und Bildern zweitausend Jahre deutscher Geschichte vor den Augen des Beschauers Revue passieren ließ, und führte dann u. a. weiter aus: Während unsere Soldaten in triumphalen Feldzügen, jetzt schon umglänzt von der Glorie nie verblassenden Schlachtenruhms, unter der genialen Führung ihres obersten Feldherrn das größte Kapitel deutscher Geschichte schreiben, behaupteten aber auch die Künste nach wie vor ihren beherrschenden Platz im Leben des deutschen Volkes. Denn auch die Kunst gehöre zu den unabdingbaren Funktionen unseres nationalen Daseins und das erst gebe dem gegenwärtigen Kriege seine unwiderstehliche Stoßkraft. daß er für dieses nationale Dasein unseres Volkes insgesamt geführt werde. Nachdem Dr. Goebbels dann die Versuche der Widersacher Deutschlands gekennzeichnet hatte, die deutschen Kulturwerte niederzukämpfen, stellte er weiter u. a. fest, daß überhaupt nur Deutschland und Italien der Welt europäische Kulturwerte von Rang und bleibender Dauer geschenkt hätten. Innerlich seien die Begriffe von Kultur und Zivilisation dieser uns feindlichen Welt vollkommen fremd, und hinter ihnen würden in Wahrheit lediglich politische und wirtschaftliche Eigeninteressen verborgen. Es sei eine Anmaßung sondergleichen, daß gerade die uns gegenüber auf ihre kulturschützerische Mission pochten, deren ganze Geschichte von den blutigen Spuren ihres Barbarismus, ihrer Kulturlosigkeit und Zivilisationsfeindschaft gezeichnet sei. Die westlerische Plutokratie empfinde ja auch jetzt nicht die Spur von Scham darüber. daß sie nun endlich auch nach außen hin den würdigen Bundesgenossen im sowjetischen Bolschewismus gefunden habe, und sie wage es sogar, selbst dieses aufreizende Konkubinat noch heuchlerisch als Schutzabwehr gegen die angebliche Bedrohung des freien Geisteslebens durch uns zu empfehlen. Auch die Neugeburt Europas lasse sich durch die hohl und leer gewordenen Phrasen der Zivilisationsliteraten nicht mehr aufhalten. Mit ehernen Schritten setze die Geschichte ihren einmal vorgeschriebenen Gang fort; die donnernde Sprache der Kanonen bahne dem neuen Europa den Weg. Der Führer selbst weile im Osten. Dort vollziehe sich jetzt die endgültige Wende unseres Volksschicksals; dort werde eine Zeit eingeleitet. die auf noch unübersehbare Dauer hinaus der historischen Entwicklung unseres Volkes eine neue Richtung geben solle. So weilten auch alle unsere Gedanken und Wünsche bei jenen Männern, die unter Einsatz ihres Lebens diese glanzvolle Epoche vorbereiten helfen. Am tiefsten aber fühlten wir uns dem Führer selbst verbunden, der auch in diesem gewaltigen Ringen unseres Volkes gegen die Mächte einer seindlichen Welt die ganze Last der schwersten Verantwortung auf seinen Schultern trage. Dr. Goebbels erinnerte daran, wie der Führer in Friedensjahren im Rahmen der Großen Deutschen Kunstausstellung den deutschen Kunstschaffenden selbst Weg und Ziel zu weisen pflegte und wie er in anfeuerndem Idealismus die Künstler der Gegenwart zu hohen Werken edelster Kunst im Dienst an uet'erem Volk aufgerusen habe. Jetzt führe er seine Heere gegen die Bedrohung unseres nationalen Lebens und damit auch unserer deutschen Kunst. Denn unsere Zeit solle nicht das Ende unserer Geschichte, sondern einen neuen herrlichen Anfang bringen, und die deutsche Kunst solle auch in Zukunft blühen und gedeihen können. Für das gleiche Ziel schaffe aber auch der deutsche Künstler in den reichen Stunden seiner schöpferischen Einsamkeit und längst sei die Große Deutsche Kunstausstellung eine Sache des ganzen Volkes geworden. Hunderttausenden werde in den bevorstehenden Wochen und Monaten auch an dieser Stätte zum Bewußtsein kommen, wofür wir alle opferten und verzichteten, wofür unsere Soldaten kämpften und unsere Helden gefallen seien: Es sei das Ideal der Freiheit und der Schönheit, das uns allen als dunkle, nie erfüllte Sehnsucht ins Herz gelegt sei und das der Künstler uns in seinen begnadeten Stunden Rom, 26. Juli. Eine Sondermeldung des italienischen Hauptquartiers gibt bekannt: In der vergangenen Nacht ist die außerordentlich stark befestigte Flottenbasis von Malta mit unvergleichlicher Kühnheit von einer Gruppe Sturmkampfboote der Königlich=Italie= nischen Marine angegriffen worden. Die kleinen Einheiten, die sie bis auf geringe Entfernung an die Hafeneinfahrt heranbrachten, haben berichtet, daß die erzwungene Durchfahrt gelungen ist trotz des heftigen Kreuzfeuers der feindlichen Artillerie und Maschinengewehre, die durch eine flüchtige Entdeckung eines Scheinwerfers alarmiert worden waren. Die gleichen kleinen Einheiten wurden entdeckt und ohne Erfolg beschossen. Acht außerordentlich heftige Explosionen mit hohen Stichflammen im Hafen wurden beobachtet, wodurch der Beweis gegeben ist, daß das kühne Unternehmen des Einbruchs von Erfolg gekrönt war. Stolze italienische Abschlußbilanz der See= und Luftkämpfe im Mittelmeer Rom, 26. Juli. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im mittleren Mittelmeer haben auch gestern Bomberverbände unter dem Befehl von Oberleutnant Stefani und Leutnant Pallenzona einen feindlichen, stark von Jagdflugzeugen gesicherten Geleitzug angegriffen. Im heftigen Kampf wurden sechs englische Flugzeuge vom Muster„Defiant“ abgeschossen. Einer unserer Bomber ist nicht zuruckgekehrt. Allen anderen Flugzeugen gelang es, obwohl sie wiederholt getroffen wurden und Verwundete an Bord hatten. ihre Stützpunkte zu erreichen. In den Nächten zum 25. und 26. ds. Mts. wurde der Flottenstützpunkt von La Valetta bombardiert. Gestern nachmittag kam es über der Insel zwischen unseren Jagdverbänden unter dem Befehl von Oberstleutnant Romagnoli und Major Beccaria zu einem heftigen Kampf mit einem feindlichen Verband. Sieben„Spitfires“ wurden abgeschossen. Drei unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Eines unserer=Boote ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. Die am 23. Juli begonnene Luft= und SeeVichy, 26. Juli. Das französische Außenministerium veröffentlicht am Sonnabend zu einem am Freitag abgeschlossenen grundsätzlichen Abkommen über die gemeinsame Verteidigung Französisch=Indochinas folgende Verlautbarung: Das Informationsbüro der japanischen Regierung hat heute morgen folgende Erklärung veröffentlicht:„Seit dem Abschluß des August vergangenen Jahres vom japanischen Außenminister Matsuoka und dem französischen Botschafter Henry unterzeichneten Abkommens haben sich die Freundschaftsbeziehungen zwischen Japan und FranzösischIndochina weiter gefestigt. Sie haben sich in Verbindung mit den Abmachungen, die darauf folgten, rapide weiter entwickelt. Eine vollständige Uebereinstimmung in den Ansichten zwischen den beiden Regierungen kam soeben zustande infolge freundschaftlicher Besprechungen bezüglich der gemeinsamen Verteidigung Indochinas. Die japanische Regierung ist fest entschlossen, ihre Pflichten zu erfüllen und die Verantwortlichkeiten zu tragen, die ihr aus den verschiedenen, mit Frankreich bestehenden Verträgen zukommen, insbesondere Kraft der feierlichen Verpflichtung der japanischen Regierung bezüglich der Respektierung der gebietsmäßigen Integrität Indochinas, und der Souveränität Frankreichs über die indochinesische Union. Indem Japan alle seine Bemühungen darauf richtet, um die Bande der franzosisch=japanischen Freundschaft noch enger zu gestalten, hofft es, zur gemeinsamen Prosperität der beiden Nationen beizutragen Seit einiger Zeit, so heißt es dann in der französischen Erklärung im Anschluß an die soeben zitierte japanische Erklärung weiter, bildete tatsächlich die Frage der Verteidigung Indochinas angesichts der außerordentlchen Umstände den Gegenstand der Verhandlungen zwischen der französischen und der japanischen Regierung. In dem Geist, der die Erklärung vom 30. August 1940 und die diplomatische Akte vom 6. Februar 1941 inspirierte, haben diese Verhandlungen ihren Abschluß gefunden. Abkommen, die augenblicklich noch geprüft werden, ahnen und aus weiter Ferne erschauen lasse. Aus Not und Sorge, aber auch aus Heroismus und Opfer dieses Krieges werdeses sich an jenem glücklichen Tage des siegreichen Friedens in strahlendem Glanze wieder vor uns erheben. Wenn dann an diesem festlichen Tage der Führer wieder mitten unter uns weilen werde. und wenn der Zug der 2000jährigen deutschen Geschichte an ihm vorüberdesiliere, dann sollten am Schluß dieses Zuges die marschieren, die das Kapitel dieses Krieges schrieben: Die Soldaten, die die Vernichtungsschlachten von Kutno, von Andalsnes, von Flandern und von der Maginotlinie, von Skolplje und vom RupelPaß, von Bialystok und von der Beresina schlugen. Damit schließe sich dann der Ring unserer Geschichte und sei dann auch die Stunde der Begnadung für unsere deutsche Kunst gekommen. Ihre Bilder und Bauwerke, ihre Gedichte, Lieder und Sinsonien würden zum Ausdruck bringen, was wir alle empfänden: Das tiese und unbeschreibliche Glück, Kinder dieser großen Zeit sein zu dürfen. Der Gruß an den Führer sei Dank dafür und Gelöbnis zugleich. schlacht hat ihren siegreichen Abschluß gefunden. Insgesamt wurden über 70000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes sowie zwei Kriegsschiffe versenkt und weitere zehn Schiffe beschädigt. Außerdem wurden 21 feindliche Flugzeuge abgeschossen. In Nordafrika lebhafte Artillerietätigkeit an den Fronten von Tobruk und Sollum. In den Nächten zum 24. und 25. bombardierten englische Flugzeuge Bengasi. In Ostafrika wurden Versuche des Feindes, sich im Abschnitt von Culquabert unseren Stellungen zu nähern, glatt zurückgewiesen. Eines unserer im Atlantik unter dem Befehl des Kapitänleutnants Fraternale operierenden=Boote torpedierte und versenkte den englischen Dampfer„Rupert de Larrinaga“ von 5358 BRT. und den kanadischen Hilfskreuzer„Lady Soumers“ von 8194 BRT. Die Ueberlebenden wurden von den spanischen Dampfern„Careces" und„Campadas“ gerettet. Wieder Bomben auf La Daletta Angriff bei Tobruk vereitelt Rom, 27. Juli. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Gestern wurden in Luftkämpfen über Malta vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Zwei unserer Jagdflugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Einer der Flugzeugführer wurde gerettet. 414 In der Nacht zum 27. Juli wurde der Stützpunkt La Valetta wiederum bombardiert. In Nordafrika wurde bei Tobruk ein feindlicher Angriffsversuch vereitelt. Ein auf der Reede liegender britischer Dampfer wurde von der deutschen Artillerie wiederholt getroffen. An der Sollum=Front nichts von Bedeutung. In der Nacht zum 26. Juli griffen englische Flugzeuge Bengasi an. In Ostafrika hat der Feind die seit hundert Tagen belagerte Besatzung von llolchefit zur Uebergabe aufgefordert. Die italienischen Truppen antworteten mit Feuer und einem kühnen Ausfall. In der Umgebung von Trapani warf ein britisches Flugzeug aus sehr großer Höhe Splitterbomben und Brandplättchen ab. die Brände hervorriefen, deren man schnell Herr wurde. werden die praktischen Modalitäten der französisch=japanischen Zusammenarbeit im Hinblick auf die gemeinsame Verteidigung FranzösischIndochinas festlegen, im Rahmen der Respektierung der territorialen Integrität Indochinas und der Souveränität Frankreichs über alle Teile des Gebietes der indochinesischen Union. Das Abkommen vor dem Kronrat Natifizierung in Gegenwart des Tenno Tokio, 27. Juli. Der Kronrat wird am 28. Juli eine Sitzung zur Behandlung des japanisch=französischen Abkommens zur gemeinsamen Verteidigung Französisch=Indochinas abhalten. Die Regierung wird hierbei durch Ministerpräsident Konoye, Außenminister Toyoda, Kriegsminister Tojo und Marineminister Oikawa vertreten sein. Nach der Annahme durch den hierfür eingesetzten Ausschuß wird am selben Nachmittag die Ratifizierung in einer außerordentlichen Sitzung des Kronrats in Gegenwart des Tenno vorgenommen. Ministerpräsident Konoye hatte am Sonnabendabend im Zusammenhang mit dem Abkommen Besprechungen=mit dem Leiter des Planungsamtes Tomita, Generalleutnant Suzuki, Kabinettssekretär Nobumi und dem Leiter des Informationsamtes Ito. Japanfeindliche Maßnahmen Einfrierung der japanischen Guthaben in England und USA. Washington, 27. Juli. Präsident Roosevelt verfügte die Einfrierung der japanischen Guthaben in USA. Genf. 26. Juli. Reuter veröffentlicht eine Anordnung der britischen Regierung, wonach das Schatzamt ab Freitag die Ausführung sämtlicher Aufträge untersagt hat, die die japanischen Guthaben in Gold und Wertpapieren im vereinigten Königreich betreffen. Dieselben dürfen ohne Erlaubnis des Schatzamtes in Zukunft nicht Ruhnerkattenischer cane streic, Ueberraschender Einbruch von Sturmkampfbooten in die Flottenbasis Malta Gemeinhsamer=Schuh Sndochlnas Abschluß eines japanisch-französischen Abkommens Fürst Konoye Der große Umbruch des politischen Welt. bildes unserer Gegenwart hat eine Vielzahl von Fronten auf allen Kontinenten. Im Fernen Osten ist das jaganische Reich in eine Kette von Entscheidungen gestellt, die als bestimmend für die Zukunft des Inselreiches und des gesamten Raumes Ostasiens sich entwickeln. Die politische Struktur Japans, an dessen Spitze der Tenno als Gott=Kaiser steht, liegt in der Hand des Fürsten Fumimaro Konoye, der jetzt sein zweites Kabinett der nationalen Entschlossenheit gebildet hat. Konoye ist eine Persönlichkeit, die gleicherweise Beliebtheit im japanischen Volk wie Achtung und Gefolgschaft in der politischen Führungsschicht genießt. Das Vertrauen der großen Masse der arbeitenden Schichten wie der bedeutenden Kreise der Industrie und der Wehrmacht und der bewährten alten Berater des Tenno vereinigt sich in ihm zur Erfüllung der politischen Aufgabe, vor die er gestellt ist. Er ist ein Schüler des berühmten„letzten Genro“, des vor kurzem verstorbenen Fürsten Saionji, dessen politischer Einfluß durch drei Kaisergenerationen wirksam gewesen ist und dessen Klugheit und Lebenserfahrung er seinen Schüler mitzugeben trachtete. Diese Erziehung war eine vollendet japanische, von hoher Kultur des Geistes geformt, aber ergänzt durch weltpolitischen Weitblick. Das Geschlecht der Konoye zählt zu den ältesten in Japan und ist mit dem Kaiserhause unzählige Male verschwägert, dessen Söhne die Töchter aus der Familie Konoye zu heiraten pflegten. Fumimaru Konoye hat gerade das 50. Lebensjahr überschritten. Er zählt damit zu der jungen politischen Generation des Kaiserreiches. die sich durch einen entschiedenen Reformwillen auszeichnet. In seiner Befolgung hat Konoye, seit er im Vorjahre als Ministerpräsident an die Spitze der Regierung trat, die Auflösung der politischen Parteien eingeleitet und die positiven politischen Kräfte in einer Einheitspartei zusammengefaßt, ferner in einer„Gesellschaft zur Unterstützung der kaiserlichen Politik“ den innern politischen Neubau des Staates zu festigen unternommen. Beim Abschluß des Drei=MächtePaktes ist erkennbar geworden, in welch aktivem Maße Fürst Konoye zu seinen Förderern gehört. Die von ihm geleitete Politik entspringt dem Grundzug seiner politischen Weltauffassung und leitet unbeirrbar die Tatkraft, mit der die japanische Regierung den kommenden Entscheidungen gerecht werden will. ausgeführt werden. Man habe Vorbereitungen getroffen, daß eine gleichlaufende Aktion in den anderen Teilen des britischen Empire ergriffen wird. Die durch die Anweisungen des Schatzamtes erfaßten Aktionen und Aufträge ähneln, so berichtet Reuter, den von den Vereinigten Staaten ergriffenen Maßnahmen. Sofortige Segenmaßnahmen Tokios Tokio, 27. Juli. Die japanische Regierung wird, wie„Tokio Nitschi Nitschi“ zu melden weiß, in enger Zusammenarbeit mit den Regierungen Mandschukuos und Nankings sofortige Gegenmaßnahmen gegen die Einfrierung der Guthaben in den USA. ergreifen. Die Aufnahme in Japan Sperrung der Guthaben macht keinen Eindruck Tokio, 27. Juli. Hiesige Wirtschafts= und Handelskreise nehmen die Meldung über die Einfrierung der japanischen Guthaben in den USA. außerordentlich ruhig auf, vor allem da auch sie nach dem bisherigen Vorgehen der USA.— also der Kündigung des Handelsvertrages, dem zunehmenden Embargo sowie dem wirtschaftlichen Druck gegenüber Japan— mit einer solchen Maßnahme rechneten. Entsprechende Maßnahmen seien von Wirtschaft und Handel schon seit längerer Zeit vorbereitet, wird erklärt. Sie wurden in enger Zusammenarbeit mit der Regierung durchgeführt, die im Laufe der letzten Monate bereits zahlereiche Bestimmungen zur Regelung des Währungsprobiems usw. erlassen habe, so daß die neue Anordnung Roosevelts keine großen Auswirkungen habe. Dieselben Kreise unterstreichen den aggressiven Charakter der USA.=Maßnahme und betonen, daß Japan hierdurch nicht von seinen großen Verpflichtungen zur Schaffung einer Neuordnung in Ostasien und eines großasiatischen Lebensraumes abzubringen sei. Im übrigen dürfte Roosevelts Maßnahme nicht zuletzt empfindliche Auswirkungen auf die USA.=Wirtschaft selbst haben. berichtet rafantrag im Acht Jahre Zuch Rünster, 26. Juli. Burde mit dem Plaido Stigesetzt. Nachdem er verschiedenen Handl Fleuchtet hatte, betonte den letzten Jahren ge # R a f f i n e s s e u n d F r e ###sgesamt handelt es si bständige Handlunge Fürdigung der Staats P Auute. un Elchung, prioute urtun ndenunterdrückung, Sichung, Sachbeschavig: Pitellte. Es ist die F nicht auch als Volksschö Ohen ist. Er hat die: Veberlastung sämtlicher #n seine Diebstähle un Uhrung zu bringen. T n die Volksschädlingsv ider nicht möglich se handfrei zu beweisen. Wesentlich wichtige ngeklagte als gefö eitsverbrecher par bisher kriminell Vielzahl seiner Ver Einen Antrag auf Siche Achtung! Umsiedler aus Südtirol! Berlin, 27. Juli. Unter den bereits ins Reich abgewanderten Umsiedlern aus Südtirol befinden sich auch Volksgenossen, die bei den italienischen Sozialversicherungs=Instituten versichert waren und bis zu ihrer Abwanderung ins Reich keine Rente bezogen, weil der Versicherungsfall noch nicht eingetreten war. Diese Volksgenossen werden hierdurch aufgefordert, sich umgehend bei der amtlichen deutschen Ein= und Rückwandererstelle, Innsbruck 1, Schließfach 202, zu melden. Die schriftliche Meldung hat unter genauer Angabe der Personalien, der Anschrift und der Kenn=Nummer zu erfolgen. Der Frühbezug von Düngemittel und Saatgut Berlin, 26. Juli. Nach der Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung zur Sicherung der Düngemittel= und Saatgutversorgung vom 9. November 1939 besteht für Düngemittel= und Saatgutkredite ein gesetzliches Pfandrecht an den in der nächsten Ernte anfallenden Früchten, wenn die Düngemittel oder das Saatgut in der für derartige Geschäfte üblichen Art nach dem 31. Oktober beschafft und verwendet worden sind. der Staatsanwal peil die Strafe ohnedi aß der Angeklagte fi Der Gesamts 29011,70 Reich lagte der Provinzver verlangt, daß die ga ngewandt würde. H beklagte nach dem Ur seine sämtlichen ntwortlich sei. Feien einmal eine ange hann seine Geldsucht. taplerischen luxuriöse Bei sorgfaltigster? nwalt zu dem Schlu strafe von acht sorderlich sei, um d llichen Lebens gerecht eine Anrechnung der alls in Frage, da in Bewegung setzte, bewußt in die Länge #antragte der Staat: verlust und betonte, unbedingt angebrach Bad Oeynhausen Thermalsprudel der hausen spricht, denkt, naßen unterrichtet Jordansprudel, der #den Naturdenkmaler ##von vielen Tausend #und bewundert wirk Verfolgte die Erbohr quelle der Welt. diesem Zweck angeset Amesser von 67,5 cm C Harald Ba 27) Der Clown abe Dann reckte er plöt unterdrückter Stim: gepreßt schien:„Do daß du gekommen Eine Weile bli sein Gesicht.„Hen Ihre Blicke tra und fremd stand Wort zu sprechen, ihrem Anblick. Jetzt streckte#si eine schmale, zitte Er schloß die Mit geschlossenen und preßte ihre H Die Worte, die sich getragen, ohn stammelte er in di „Mein Heimchen“ dich so unglücklich da, und alles wird werden.— Wie h Die Luft war roch nach Puder Lorbeerkranz hir Wände waren w Ednas Antlitz schmales, herbes Augen in feuchte tiefe Liebe ihres „Ich hatte A so froh, daß ich Voll VertrauHals und bettete Diese ersten waren dem All 1o7 s politischen Welt. it eine Vielzahl von enten. Im Fernen h in eine Kette von als bestimmend für und des gesamten ckeln. Japans, an dessen Kaiser steht, liegt in imaro Konoye, iett der nationalen t. Konoye ist eine seise Beliebtheit im ng und Gefolgschaft schicht genießt. Das se der arbeitenden en Kreise der Induund der bewährten ereinigt sich in ihm n Aufgabe, vor die berühmten„letzten erstorbenen Fürsten r Einfluß durch drei n gewesen ist un erfahrung er seinen e. Diese Erziehung se, von hoher Kultur ergänzt durch welt. seschlecht der Konoye pan und ist mit dem Male verschwägert, aus der Familie 1 gerade das 50. Lezählt damit zu der on des Kaiserreiches. denen Reformwillen folgung hat Konoye, iisterpräsident an die die Auflösung der itet und die positiven Einheitspartei zuner„Gesellschaft zur en Politik“ den in5 Staates zu festigen Drei=Mächtezorden, in welch aktizu seinen Fördehm geleitete Politik seiner politischen unbeirrbar die Tatische Regierung den gerecht werden will. Allgemeine Rundschau Bez'ehung den an, 1 Angorawolle) erheblich habe Vorbereitungen ufende Aktion in den sen Empire ergriffen eisungen des Schatz= ind Aufträge ähneln, von den Vereinigten ahmen. nahmen Tokios japanische Regierung Nitschi“ zu melden tarbeit mit den Rend Nankings sofortige die Einfrierung der SA. ergreifen. in Japan racht keinen Eindruck ge Wirtschafts= und Meldung über die en Guthaben in den ig auf, vor allem da erigen Vorgehen der ung des Handelsmenden Embargo lichen Druck geit einer solchen Maßmen seien von Wirtit längerer Zeit vorwurden in enger Zugierung durchgeführt, Monate bereits zahlRegelung des Wähsen habe, so daß die s keine großen Ausreichen den aggressiven znahme und betonen, t von seinen großen ung einer Neuordnung roßasiatischen LebensIm übrigen dürfte ht zuletzt empfindliche U SA.=Wirtschaft eichtet aus Südtirol! tter den bereits ins msiedlern aus SüdLolksgenossen, die bei ersicherungs=Instituten zu ihrer Abwanderung ezogen, weil der Veringetreten war. 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Nachdem er noch einmal eingehend verschiedenen Handlungen des Angeklagten Tleuchtet hatte, betonte er, daß der Angeklagte den letzten Jahren geradezu Spitzenleistungen Raffinesse und Frechheiten vollbracht habe. ###sgesamt handelt es sich um zwölf verschiedene Albständige Handlungen, bei deren rechtlicher #ürdigung der Staatsanwalt mehrfach Unter#lagung, Amtsunterschlagung, schwere Urkundenichung, private Urkundenfälschung, schwere UrAndenunterdrückung, intellektuelle UrkundenSichung, Sachbeschädigung und Vertrauensbruch #tellte. Es ist die Frage, ob der Angeklagte Sicht auch als Volksschädling strafrechtlich anzuOhen ist. Er hat die Zeit des Krieges und die Ueberlastung sämtlicher Beamten dazu benutzt, n seine Diebstähle und Betrügereien zur Aus##hrung zu bringen. Diese Tatsache streift stark ##n die Volksschädlingsverordnung; es wird aber ##ider nicht möglich sein, dieses Vergehen ein#andfrei zu beweisen. Wesentlich wichtiger ist die Frage, ob der Ungeklagte als gefährlicher Gewohnleitsverbrecher anzusprechen ist. Er ist #ar bisher kriminell noch nicht vorbestraft, aber Die Vielzahl seiner Vergehen ließe ohne weiteres Einen Antrag auf Sicherungsverwahrung zu, auf en der Staatsanwalt nur darum verzichtete, eil die Strafe ohnedies so hoch ausfallen müsse, aß der Angeklagte für alle Zeiten unschäblich ###. Der Gesamtschaden in Höhe von 129011,70 Reichsmark, den der Ange#lagte der Provinzverwaltung zugefügt habe, ##erlangt, daß die ganze Schärfe des Gesetzes ##ngewandt würde. Hinzu kommt, daß der An#ellagte nach dem Urteil des Sachverständigen Für seine sämtlichen Handlungen voll verntwortlich sei. Seine wahren Gründe Feien einmal eine angeborene Hand zum Stehlen, ###nn seine Geldsucht, die ihm zu seinem hochaplerischen luxuriösen Leben verhelfen sollte. Bei sorgfältigster Abwägung kam der Staats##nwalt zu dem Schluß, daß eine Zuchthaus##trafe von acht Jahren unbedingt er##rderlich sei, um den Interessen des öffentWichen Lebens gerecht zu werden. Dabei komme eine Anrechnung der Untersuchungshaft keines#alls in Frage, da der Angeklagte alle Hebel in Bewegung setzte, um die Untersuchungshaft Abewußt in die Länge zu ziehen. Vantragte der Staatsanwalt zehn Jahre Ehr##verlust und betonte, daß auch eine Polizeiaussicht ###nbedingt angebracht sei. * □ Bad Oeynhausen, 26. Juli. Der höchste Thermalsprudel der Erde. Wer von Bad Oeyn#hausen spricht, denkt, wenn er auch nur einigerAnaßen unterrichtet ist, zweifellos auch an den Jordansprudel, der als ein Glanzpunkt unter ##den Naturdenkmalen unserer deutschen Heimat #von vielen Tausenden von Besuchern besichtigt und bewundert wird. Vor nunmehr 15 Jahren Verfolgte die Erbohrung der höchsten Thermalquelle der Welt. Der Meißelbohrer, der zu diesem Zweck angesetzt wurde, hatte einen Durchmnesser von 67,5 cm und 1900 kg Gewicht. Der Erfolg entsprach in jeder Beziehung den angesetzten Mitteln. Ein herrliches Naturschauspiel bot sich den Erbohrern dar. Aus einer Tiefe von 725 Metern sprudelte bei einem natürlichen Druck von 7,5 Atmosphären eine mächtige Springquelle zu einer Höhe von 42 m bei einer Schüttung von täglich über zehn Millionen Litern kohlensäurereicher Thermalsole von 35,5 Grad Celsius empor. Man hatte sich in seinen Erwartungen nicht getäuscht und der leidenden Menschheit eine unübertreffliche Heilquelle erschlossen. Die sechste Quelle in Bad Oeynhausen, der nach dem Oberbergrat Jordan benannte Thermalsprudel, wurde bald in ihrem Bohrloch bis auf 500 m Tiefe gesichert und an seiner Auslaufstelle mit einem starken Verschluß versehen. Den Besuchern Bad Oeynhausens wird dieses Naturwunder in der Woche zweimal für kurze Zeit geseigt.„. zu, 6s. Msamt. uen. Hamm, 26. Juli. Eine für die gesamte westsälische Kaninchenzucht bedeutsame Tagung der Kreisfachgruppenvorsitzer der Provinz und des Lipperlandes fand hier statt. Der Landesfachgruppenvorsitzer Blanck konnte einleitend die erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahre 1940 feststellen. Durch erhebliche Vermehrung der Tierbestände sei der Beitrag zur Tregferugggz Tierbestände sei der Beitrag zu (Fleisch) und Rohstoffversorgung(Feue und ungbrawbue, erheblich gesteigert worden. In einem längeren Referat sprach der Landesfachgruppenvorsitzer über die sofort in Angriff zu nehmende verstärkte Betreuungsarbeit. Die Betreuungsarbeit beziehe sich aber gegenwärtig nur auf die Orte, in denen ein Verein bestehe. Aufgabe der Organisation sei es nun, dafür zu sorgen, daß überall, in der Stadt und auf dem Lande, eine Betreuungsgrundlage geschaffen werde, die alle, auch die nichtorganisierten, Kaninchenzüchter und=halter erfasse. Das Ziel sei nicht in erster Linie Organisationsverstärkung, sondern Haltungsverbesserung und Leistungssteigerung. Für den Erfolg entscheidend sei auch Winter gesammelt werden könne. Für die besten Erfolge stellt die Landesfachgruppe Prämien zur Verfügung. Köln, 26. Juli. Kessel mit Bohnerwachs explodiert. In der Moltkestraße in Köln fertigte ein Ehepaar in einem Kessel auf dem Küchenherd Bohnerwachs an. Beim Zugießen einer Flüssigkeit in das heiße Wachs explodierte der Kessel. Die Eheleute und eine zu Besuch weilende Frau erlitten hierbei so schwere Verletzungen an Armen, Beinen und im Gesicht, daß ihre Ueberführung ins Krankenhaus notwendig war. Der Zustand der beiden Frauen ist ernst. Höchster Gewinn Nimm dein Herz in beide Hände, Schreite mutvoll durch die Zeit. Volk heißt: Dasein ohne Ende, Und es fordert: Sei bereit! Du mußt dich dem Ganzen fügen. Volk und Reich gebieten Pflicht! Nur die Tat läßt Waffen siegen! Kampf ist Leben, Saat und Licht. Trage trutzig kühnes Streben In dein Werk von Anbeginn. Volk sein— das will dienend' Leben! Suchst du höheren Gewinn? Unteroffizier K. Helmut Ludwig Beutschraues hehere Schuten Kund 65 vom Hundert aller höheren Schulen sind Oberschulen C Mädchen bevorzugen Sprachen Ueber die Lage des höheren Schulwesens im Großdeutschen Reich vermittelt die Zeitschrift „Die deutsche höhere Schule“ ein interessantes Zahlenbild, dem die amtlichen Erhebungen vom Mai 1939 zugrunde liegen. Danach ist durch den Zuwachs der neuen Reichsgebiete die Zahl der höheren Schulen gegenüber dem Jahre 1938 um rund 200 auf insgesamt 1752 Knabenschulen und 310 Mädchenschulen gestiegen, gleichzeitig erhöhte sich die Schülerzahl von 467000 auf 527000 Jungen und von 195.000 auf 207000 Mädchen. Innerhalb der Schulformen liegt die Oberschule, die 1251mal vertreten ist(davon 100 Oberschulen noch im Aufbau), bei weitem an der Spitze. Hier können noch 30 Oberschulen mit Gymnasien zugerechnet werden. Das alte humanistische Gymnasium bleibt nur noch mit 190 Anstalten, d. h. mit 12.6 Prozent aller höheren Knabenschulen, vertreten. Ueber dieser Durchschnittszahl liegen nur Bayern, Baden, Mecklenburg und die Ostmark, während in Hessen und Württemberg das Gymnasium mit nur 2 Prozent aller höheren Schulen am ungünstigsten abschneidet. In Zukunft wird mit einem weiteren zahlenmäßigen Rückgang des humanistischen Gymnasiums zu rechnen sein. Recht aufschlußreich ist die Aufteilung der Oberklassen in den naturwissenschaftlich=mathematischen und in den sprachlichen Zweig. Von den Knaben der Oberschulen entschieden sich für die naturwissenschaftlich=mathematische Abteilung 57 Prozent, während nur 43 Prozent sich den Sprachen zuwandten. Demgegenüber ist auf den Ober90 schulen für Mädchen ein deutliches Uebergewicht nach der sprachlichen Seite hin festzustellen, das in Bayern und in der Ostmark sogar 75 Prozent der Schülerinnen erreicht. Für Württemberg, Thüringen und das Saarland wird ein Ueberwiegen der hauswirtschaft lichen Form festgestellt, die auch anderwärts Fortschritte macht. Recht aufschlußreich ist wieder die Versetzungsstatistik. In ihr bestätigt sich die alte Beobachtung, daß die Mädchen bei den Versetzungen wesentlich besser wegkommen als die Jungen. Nicht versetzt wurden im Altreich bei den Jungen rund ein Zehntel (10,1 Prozent). Ihnen stehen die Mädchen mit nur rund ein Zwanzigstel(4,9 Prozent) gegenüber. Soweit es sich um die nicht versetzten Knaben handelt, bieten die Zahlenangaben überdies Gelegenheit zu geographischen Sonderbetrachtungen. Als ungünstiger gegenüber dem Durchschnitt von 10,1 Prozent an nicht versetzten Jungen werden nämlich die Zahlen für Mecklenburg, Oldenburg und Braunschweig genannt, während Baden(6,3), Württemberg(6,8) und Bayern(7,3 Prozent) sich deutlich über dem Durchschnitt erheben. Hier zeigen sich also, wenn man will, zwischen dem Norden und Süden des Reiches einige Unterschiede, für die man— je nach der eigenen landschaftlichen Zugehörigkeit— eine größere Strebsamkeit des Südens oder strengere Erziehermaßstäbe des Nordens ins Feld führen mag. Die Zeitschrift selbst scheint allerdings solchen subjektiven Deutungsversuchen nicht geneigt zu sein, denn sie stellt verbindlich fest, daß insgesamt im Jahre 1939 im Vergleich zum Jahre 1938„überall strenger“ versetzt wurde. Aachen, 26. Juli. Auslandsguthaben verheimlicht— Drei Jahre Gefängnis. Die Erste Strafkammer des Landgerichts Aachen verurteilte einen 58jährigen Mann aus Aachen wegen Verbrechens gegen das Volksverratsgesetz, schweren Devisenvergehens und Steuerhinterziehung unter Zubilligung mildernder Umstände zu drei Jahren Gefängnis und 5000 RM. Geldstrafe. Der Angeklagte hatte zusammen mit seinem Bruder in Aachen eine Wäscherei besessen. Beide verkauften das Geschäft aber wegen körperlicher die Sicherstellung des erforderlichen Tiermaterials. Die günstigste Zeit dafür seien Sommer und Herbst, wo es an Grünfutter und Abfällen nicht mangele und das Futter für den Behinderung. Der eine von ihnen ließ sich daher vor 1931 in Holland mehrere Sparguthaben anlegen. Als dann aber nach 1932 die Verordnungen über eine Devisenbewirtschaftung herauskamen, schwieg er sich über seine Sparkonten aus. Er schwieg acht Jahre lang, bis man schließlich hinter die Auslandsguthaben kam. Da er auch die Steuerbehörde von dem Guthaben nicht hatte unterrichten können, hatte er sich nicht nur eines Volksverratsverbrechens und eines Devisenvergehens schuldig gemacht, sondern auch Steuerhinterziehung begangen. Das Konto in Holland war inzwischen durch Zinsen auf 56000 Gulden aufgelaufen, welche nach dem derzeitigen Stand mehr als 75000 Reichsmark ausmachten, die der Angeklagte nun durch seine strafbare Tat verlor. Auch die Steuer hatte ihn zu einer Steuerzahlung und Steuerstrafe von 14 400 RM. herangezogen. Das Gericht billigte dem Angeklagten, der sonst ins Zuchthaus gekommen wäre, wegen seiner Gebrechlichkeit weitgehend mildernde Umstände zu und erkannte auf die genannte Gefängnis= und Geldstrafe. Adenau, 26. Juli. Die erste SpeisekartoffelTrockenfabrik in Westdeutschland. In der Eifel wurde jetzt die erste Speisekartoffel=Trockenfabrik von Westdeutschland errichtet. Diese Anlage erwies sich als notwendig, um die sich in den vergangenen Jahren stets wiederholenden Absatzschwierigkeiten des marktfernen, aber dennoch bedeutungsvollen Erzeugungsgebietes der Hocheifel für Speisekartoffeln zu beseitigen. Da die erheblichen Mittel für die Errichtung der Anlage aus den landwirtschaftlichen Betrieben dieses Teiles der Hocheifel nicht aufgebracht werden konnten, wurde sie in voller Höhe vom Reichsernährungsministerium bezuschußt. Das Werk hat die Aufgabe, alle überschüssigen Speisekartoffelmengen des umliegenden Erzeugungsgebietes aufzunehmen und durch Trocknung haltbar zu machen. Das Fertigerzeugnis, eine einwandfreie Trockenspeisekartoffel, wird in den Gebieten Verwendung finden, in denen aus klimatischen Gründen Kartoffeln nicht angebaut werden können. Harald Baumga en TPOstzer in Tivalt Copyright by Carl Duncker Verlag. Berlin W 35, Potsdamer Platz 81d W Ee. 4 Der Clown aber schloß die Tur hinter sich. Dann reckte er plötzlich die Arme und sagte mit unterdrückter Stimme, in die ein Meer von Leid gepreßt schien:„Daß du gekommen bist, Edna— daß du gekommen bist!“ Eine Weile blieb es still. Edna blickte in ein Gesicht.„Henrik,“ sagte sie hilflos. Ihre Blicke trafen sich. Unbegreiflich schön und fremd stand sie vor ihm. Er wagte kein Wort zu sprechen, so erschüttert war er von ihrem Anblick. Jetzt streckte sie ihm ihre Hand entgegen, eine schmale, zitternde Mädchenhand. Er schloß die Lider in dem Clownsgesicht. Mit geschlossenen Augen beugte er sich nieder und preßte ihre Hand an seinen Mund. Die Worte, die er durch endlose Stunden in sich getragen, ohne sie aussprechen zu dürfen. stammelte er in diese sanfte, schöne Hand hinein. „Mein Heimchen— verzeih—, daß meine Liebe dich so unglücklich macht— aber nun bist du da, und alles wird gut werden, es muß alles gut werden.— Wie habe ich mich nach dir gesehnt!“ Die Luft war trocken in der Garderobe, es koch nach Puder und Schminke. Ein vergilbter Lorbeerkranz hing neben dem Spiegel, die Wände waren weißgetüncht. Ednas Antlitz war seltsam verwandelt, ein schmales, herbes Knabengesicht, in dem die Augen in feuchtem Glanze schimmerten und die liese Liebe ihres Herzens offenbarten. „Ich hatte Angst um dich, Henrik, ich bin so froh, daß ich bei dir bin,“ flüsterte sie. Voll Vertrauen legte sie die Arme um seinen Hals und bettete den Kopf an seine Brust. Diese ersten Sekunden des Wiedersehens waren dem Alltag entrückt. Aber jäh lösten sie sich voneinander, lauschten gespannt, wie edle Tiere, die die Verfolgung des Jägers spüren. Auf dem Flur hallten Rufe auf.„Ribisch— Von der Bühne her kam die Antwort.„Schon fort— was soll er denn?“ Eilige Schritte waren auf dem steiner Boden des Ganges zu hören.„Er dat vergessen, die Requisitenkammer abzuschließen. Verdammte Schlamperei! Wer hat denn außer ihm noch einen Schlüssel?“ "„ e A e n Henrik hielt den Kopf weit vorgestreat. Seine Hand berührte Ednas Arm.„Das war Direktor Harris!“. Er überlegte schon, was er sagen solle, wenn es Harris einfiele, in seine Garderobe zu kommen. Aber Harris ging vorbei.„Gut, dann werde ich also abschließen,“ sagte er laut und deutlich. Der Lärm verebbte. Nur das Auf= und Zuschlagen einiger Türen kündete an, daß die Arbeiter fertig waren und fortgingen. „Es fällt nicht auf, daß ich noch da bin. Sie sind gewohnt, daß ich sonderlich bin,“ hauchte Henrik.„ Gerade dieses Frustern schnitt Edna ins Herz. Es brachte ihr zum Bewußtsein, was aus Henrik geworden war. Ein von der Gesuchter. Er war in so schwerer Bedrängnis, daß er sich verkriechen mußte. Ihr Rücken straffte sich.„Ich hab es gewagt!“ sagte sie hart. Dann lächelte sie schmerzlich.„Was soll ich dir verzeihen? Daß ich dich liebe?“ Wie ein Verdurstender betrachtete er ihr Gesicht und fand alles darin, was er brauchte: Mut, Hoffnung und Glauben. Tief sog er den Atem in sich ein.„Du weißt nicht, was es für mich bedeutet, daß ich ansehen kann.“ Er strich über ihren Kopf mit dem kurz verschnittenen Haar.„Wir verstehen uns, Heimchen.“ „Ja!“ antwortete sie,„ja!“ Hastig riß er die Perücke vom Kopf und schminkte sich ab. Dann erst wandte er sich wieder zu ihr. Und sein Lächeln war wieder das zurückhaltende gütige Lächeln Henrik Merlins. Aber langsam verglomm das Lächeln, und die Linien des Leides blieben zurück.„Ich habe dich nie verraten. Ich meinte, ich dürfe es dir nicht sagen. Ich hatte Angst, es könnte dich vielleicht von mir verscheuchen. Und nun kam das alles!“ Sie setzte sich ihm gegenuver auf einen der Hocker, die vor dem langen Garderobentisch standen.„Sprich!“ sagte sie ruhig, während ihr Herz vor Mitleid über seinen Anblick bebte. Sie sah Falten um Augen und Mund, die er vor wenigen Tagen noch nicht gehabt hatte. Sie sah die weiße Strähne in seinem Haar. „Gott weiß, wie alles gekommen ist!“ Er atmete schwer, aber er zwang sich, ruhig zu sprechen.„Ich habe nichts mit der Tat zu tun.“ Aber dann verließ ihn die künstliche Ruhe, die er sich aufgezwungen hatte. Er sprang auf. Edna blickte ihn an, wie er rastlos durch die Garderobe ging, schmalhüftig, mit breiten, energischen Schultern, ganz der Henrik Merlin, wie sie ihn kannte. Aber zugleich war etwas Neues in ihm, denn er schritt leise und sprungbereit. Seine Augen waren wach und voller Unruhe. W5, Ets en4. „Daß man sich so Stunde für Srunde durchkämpfen muß— durch diese widerlichen Lügen. Ich habe schon oft gedacht, was ich tue, alles sei Wahnsinn.“ Er setzte sich nieder, starrte Edna an und umklammerte ihre Hände.„Es gab keine andere Rettung für mich. Ich wäre verhaftet worden. Man hätte deinen Namen mit hineingezogen.„ Das durfte nicht sein. Ich vin der einzige, der die Lösung bringen kann. Man kann doch nicht verlangen, daß ich mein Glück opfern soll— für diese Frau, die mir immer fremd war.“ Tonlos fuhr er fort:„Ich glaubte schon die Lösung in der Hand zu haben, aber Ziska ist unschuldig." E# 8 Ganz aufrecht saß Eona da. Ihre Hande drückten sanft die seinen. Und so leise die Berührung war, flößte sie ihm neuen Mut ein. „Ich stamme aus einer Artistenfamilie. Als kleines Kind schon lernte ich Akrobatik. Ich lernte schnell und gut. Aber von Kind an liebte ich die Musik, meine Mutter gab mir die ersten Klavierstunden. Auch sie wollte, daß ich Musiker werden sollte. Als mein Vater starb, zog meine Mutter mit mir nach Trechtinghausen. Aber sie hing immer noch am Varieté, und wir besuchten es regelmäßig in Köln. Da lernte sie den Musical=Clown Paprottka kennen. Ich war zwölf Jahre alt, als meine Mutter Paprottka heiratete. Mein Stiefvater war nicht mehr jung und zog zu uns, und es hätte sich wohl nicht viel für uns geändert, wenn nicht mein Stiefvater aus erster Ehe einen Sohn gehabt hätte— den Alfons Paprottka. Alfons war damals fünfundzwanzig Jahre alt, und er wurde für mich das Ideal meiner Jugend. Damals schon war er berühmt. Der Clown Cemballa mit seinem Partner. Wenn er zwischen seinen Reisen zu uns nach Trechtinghausen kam, erblühte eine neue Welt für mich. Es gab kein Instrument. das er nicht meisterhaft spielte. Und all sein Können lehrte er mich mit einer wirklich brüderlichen Liebe.“ Henrik preßte die Lippen zusammen und schwieg eine Weile. Dann sprach er monoton weiter: „Alfons war krank. Das Leben am Varieté, das er nicht aufgeben wollte, zehrte an seiner schwachen Lunge. Als ich die Schule verließ, hätte ich an jedem Varieté auftreten können. Ich war eine verjüngte Kopie meines großen Stiefbruders. Ich konnte Akrobatik und spielte jedes Instrument. Aber ich wollte nicht. Ich wollte Pianist werden. Und Alfons verstand mich.“ Die Stimme Henriks schien an den Wänden herumzuirren, sie schien die Vergangenheit lebendig zu machen.(Fortsetzung folgt.) * 0 5 9 11 8 Rus der Heimal Büren, Montag, den 28. Juli 1941 12. Kriegshilfswerk für'das Deutsche Rote Kreus. DER FUHRER: Rotkrenzarbeit ist selbstloser Dienst an Volk und Vaterland in ständiger Hilfsbereitschaft. Ob's denn was gibt? Frau Stelzer kam geknickt zum Blockwalter. „Ach helfen Sise mir doch, Herr Wegener. Ich habe ganz verschwitzt, meine Kinder beim Finanzamt zum Bezug von Kinderbeihilfe anzumelden. Wie ich vorhin von meinem Nachbar Krause gehört habe, ist die Anmedlefrist am 30. Juni abgelaufen. Was mache ich da nur? Bekomme ich jetzt für meine Kinder keine Bei...##uen arhent 8 Der Blockwalter zog einen Stuhl heran. „Setzen Sie sich erst mal, Frau Stelzer. Sie sehen, wie wichtig es ist, die Fristen zu beachten. Aber diesmal geht es noch. Der Finanzminister hat, weil doch Krieg ist, die Anmeldefristen bis zum 30. September verlängert. Wenn Sie also für Ihre minderjährigen Kinder Beihilfe haben wollen, müssen Sie die Anmeldung möglichst bald einreichen.„„„. „Gott sei Dank! Da fallt mir ein Stein vom Herzen! Ob es überhaupt was gibt? Mein Nachbar Krause hat den Antrag punktlich eingereicht und immer noch keine Antwort.“ „Das ist doch zu verstehen, Frau Stelzer. Ueberlegen Sie nur. welche Arbeitslast die Finanzämter mit der Bearbeitung der vielen Anträge zu bewältigen haben. Tja, so einfach einen Stempel draufdrücken... Das wäre leicht! Aber die meisten Anträge sind eingehend zu prüfen, zu diesem Zwecke wohl auch anderen Dienststellen oder unseren Kreisleitern vorzulegen. Das dauert seine Zeit! Und dann... Auch von den Angestellten der Finanzämter stehen die meisten an der Front. Arbeitskräfte fehlen an allen Ecken! Also nur ruhig Blut, es fällt kein Antrag unter den Tisch!“ Die„Hundstage“ haben begonnen. Mit dem 23. Juli begannen— kalendermäßig gerechnet— die sogenannten„Hundstage“, die bis zum 23. August dauern. Sie sind gewöhnlich die heißeste Zeit des ganzen Sommers, doch ist es keine Seltenheit, daß während dieser Zeit das Wetter auch schlecht wird und Regengusse niedergehen. Mit dem Beginn der„Hundstage“ haben die „hellen Nächte“ ihr Ende erreicht. Umtausch von Lebensmittelkarten. Es wird immer wieder, insbesondere von Kur= und Badeorten, darüber geklagt, daß Kur= und Erholungsreisende die Lebensmittelkarten ihres Wohnortes mitbringen und behaupten, es sei ihnen erklärt worden, der Umtausch in Reiseund Gaststättenmarken könne am Orte des Erholungsaufenthaltes vorgenommen werden. Der Reichsernährungsminister erinnert deshalb nochmals eindringlich daran, daß die Ausgabe der Reise= und Gaststättenmarken sowie der Umtausch von Lebensmittelkarten in Reise= und Gaststättenmarken durch die Kartenstelle erfolgt, in deren Bezirk der Versorgungsberechtigte seinen ständigen Aufenthaltsort hat. Nähseide auf Zusatzkleiderkarte und Säuglings= karte? Die Zusatzkleiderkarte für Jugendliche enthält die Nähmittelbezugsrechte A und B, die zum Bezug von je 20 Pf. Nähmitteln berechtigen Davon ist bisher der Abschnitt A für den Einkauf frei. Auf ihn können an Stelle von Nähmitteln für 20 Pf. auch Nähseide und Seidenglanzgarn für 40 Pf. bezogen werden. Bei der zweiten Säuglingskarte berechtigt jeder der AbAnser Tnlrug für SAinnstr Ffammtung In Schränken, Kästen, Säcken, Truhen viel Lumpen, Flicken, Reste ruhen In Schränken, Kästen, Säcken, Truhen Viel Lumpen, Flicken, Reste ruhen. Den Motten ein gefund'nes Fressen. Sind sie im Haushalt längst vergessen. Der Händler rückte ein zur Wehr Und holte sie schon längst nicht mehr. Doch Hausfrau'n. Mädchen, Junggesellen, Sie eilen zu den Sammelstellen, Urkunden gibt's für Liebestaten, Den Nutzen haben die Soldaten, Für die viel neue gute Sachen Die Spinner und die Weber machen. Wie im vergangenen Jahr bei der Metallspende, fordert die großdeutsche Reichs=Spinnstoffsammlung 1941 von jedem Haushalt und jedem Betrieb, ihre Bestände vom 28. Juli bis 23. August einer Generalrevision zu unterziehen. Die außerordentlichen Ergebnisse der Metallspende 1940 lassen auch von der Spinnstoffspende große Erfolge erwarten. Die Flickenverwertung im Haushalt ist begrenzt! Denn jeder Deutsche verbraucht jährlich durchschnittlich an Kleidung, Wäsche, Teppichen, Gardinen, technischen Geweben usw. 10 kg Spinnstoff, die alle mit der Zeit ausgedient haben. In jedem Jahr wandert daher ein Rest von fast 5 kg in den Lumpensack oder gar auf den Müllhaufen. Gerade die sparsame Hausfrau, die jeden Bindfadenrest und jeden kleinsten Stoffetzen aufbewahrt, wird sich aber im Kriege ungern von ihrem Lumpensack trennen. Man kann ja nicht wissen, wozu man die Flickenreste noch gebrauchen könnte! Aber in diesem privatwirtschaftlich verständlichen Verhalten liegt eine volkswirtschaftliche Gefahr. Was hier an Lumpen nutzlos gehüret wird, oft jahrelang brach liegt, wird der allgemeinen Verwertung entzogen. Denn was die Hausfrau in ihrem Sparsinn beabsichtigt, aber nur unvollkommen leisten kann, erreicht die Industrie für die Volkswirtschaft im Großen. Sie macht tatsächlich aus alt wieder neu; die Hausfrau kann nur flicken und stückeln, Industrie aber stellt auch aus der kleinsten geschnitte IX, X und XI zum Bezug von 25 Pf. Nähmitteln. Nähseide und Seidenglanzgarn aber wird auf sie zum Gegenwert von je 50 Pf. abgegeben. Oeffentliche Werkfeuerwehren. In einem Erlaß des Reichsinnenministers wird hinsichtlich der Werkfeuerwehren ausgesprochen, daß die Bekämpfung von Schadenfeuern in gewerblichen Betrieben grundsätzlich den öffentlichen Feuerlöschkräften obliegt. Die Werkfeuerwehr dient der Erhöhung des Feuerschutzes des eigenen Betriebes. Die neuen Führermarken Verschiedene Maße für kleine und große Werte Ab 1. August erscheinen die bereits angekündigten neuen Postwertzeichen mit dem Bildnis des Führers. Diese Marken werden die seit 1928 im Umlauf befindlichen Wertzeichen mit dem Hindenburgkopf ablösen. Erstmalig wird damit eine Dauermarkenreihe mit dem Führerbildnis in Verkehr gebracht. Die bisher herausgegebenen Führermarken dienten nämlich fast allesamt der Herausstellung bestimmter Anlässe, und so waren sie vor allem eine Angelegenheit der Sammler, so die Wertzeichen zu der Ausstellung„Leben und Werk des Führers". zu den Reichsparteitagen, zum Treffen des Führers mit dem Duce, die Marken zu den Geburtstagen des Führers, zu den Maifeiertagen und anderen großen Ereignissen. Wie für die meisten dieser Marken, so hat auch für die neue Wertzeichenreihe der Reichsbildberichterstatter Professor Heinrich Hoffmann die Aufnahme geliefert: eine sehr schöne, lebensKruger Zur Aufführung des Monumentalfilms in Büren Es sind erst wenige Wochen her, daß in Berlin die Uraufführung eines Film startete, der seinem Hauptdarsteller eine besondere und erstmalige Auszeichnung zuteil werden ließ, indem ihm der neu gestiftete„Ehrenring des deutschen Filmes“ von Reichsminister D. Goebbels überreicht wurde. Es war kein Geringerer als Staatsschauspieler Emil Jannings, dessen hervorragender Film„Ohm Krüger“ nun auch bei uns zur Aufführung gelangt. Wir alle haben diesen Film mit Spannung erwartet, denn wir wissen, daß er unter der bewährten Regie Hans Steinhoffs und unter einem gigantischen Aufgebot von Menschen und Material von der Kamera eingefangen wurde. Der Fall des historischen Stephanus Johannes Paul Krüger, der unter dem volkstümlichen Namen„Ohm Krüger“ in die Kolonial= geschichte eingegangen ist, ist der Geschichte Transvaals gleichzusetzen. Viermal hatte ihm das Burenvolk, das einzige weiße Volk, das ein Staatsgebilde auf europäischer Grundlage in Südafrika errichtet hatte, die Präsidentschaft vertrauensvoll in die Hände gelegt und ihn so zu seinem Repräsentanten gemacht. Paul Krügers Lebensierinnerungen, die anläßlich der Uraufführung des Films in einer berechtigten deutschen Uebersetzung herausgekommen sind, geben in erschütternder Weise den Leidensweg eines Volkes wieder, das in friedlicher Weise im damals herrenlosen Afrika Fuß gefaßt hatte und nichts anderes wünschte, als ruhevoll sein emsig=bäuerliches Leben in stiller Eigengesetzlichkeit zu vollbringen. Und wie von jeher war es wiederum das gleiche Volk, das immer da mit Knute und Peitsche in Erscheinung tritt, wo staatliche Zucht und Ordnung, gepaart mit Fleiß, Aufstieg und Wohlstand sichtbar werden lassen: England! Das Burenschicksal ist mit eines der dunkelsten und schmachvollsten Kapitel in der Geschichte Englands, dessen verbrecherische Brutalitäten in der Geschichte der Völker so zahlreich sind wie der Sand am Meer. Paul Krügers Lebensweg war eine einzige Kampfansage gegen das Britentum. das letzten Endes mit dem ihm eigenen Skrupellosigkeit das Burenvolk vergewaltigte und unter seine Botmäßigkeit brachte. Emil Jannings offenbart sich in diesem Filmwerk als genialer Nachgestalter der geschichtlichen Persönlichkeit des Burenpräsidenten. Werner Hinz,— wir haben ihn noch aus dem Film„Mein Leben für Irland“ in unmittelbarer Erinnerung, wird Ohm Krügers Sohn mit der ganzen eindringlichen Ueberzeugungskraft seines Spieles darstellen. Die feine, stille, immer mehr auf seelische Ausdrucksmittel abgestimmte Gesela Uhlen, bei der nie ein Zuviel an Geste in Erscheinung tritt, wird die Frau von Ohm Krügers Sohn wiedergeben. Otto Wernicke als englischer Kommandant skizziert in feiner Studie Zynismus und gewaltsames Herrenmenschentum in britischer Stilisierung. Noch viele Namen nennt der Filmzettel. Es würde zu weit führen, in diesem gigantischen Filmwerk im einzelnen auf jeden Darsteller einzugehen. Erwähnt sei nur noch, daß eine echte Burin, die aus Prätoria gebürtig und seit 10 Jahren in Berlin ansässig ist,— Frau Katherine Voß—. in diesem Film mitwirkt. Und wenn wir in diesen Tagen voller Erschütterung das filmische Gesicht des Burenkampfes in uns aufnehmen, dann wird uns eines besonders gegenwärtig werden: Es ist nicht nur der Kampf gegen England, den uns die Gestalt Ohm Krügers heute wieder besonders plastisch nahebringt, sondern es ist das sinnfällige, absolute Ineinanderfließen von Führer und Volk und Volk und Schicksal. brauchten Faser wieder völlig neuwertige Textilien her. Die Verwendung von Lumpen in der Textilwirtschaf tist keine Kriegserscheinung. In der Papierherstellung spielen Lumpen nur noch eine untergeordnete Rolle für die Banknotenund Zigarettenpapiere. Dagegen hat die Technik im Laufe des 19. Jahrhunderts einen Weg gefunden, Alttextilien zu regenerieren und wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuzuführen. Mehr als zwei Drittel aller gesammelten Lumpen werden heute in der Textilwirtschaft verarbeitet. Nur der Rest, der hier nicht mehr zu gebrauchen ist, wandert in die Pappenindustrie und dient vor allem zur Herstellung dauerhafter Dachpappen usw. Diese Verwendung von Altstoffen in der Textilindustrie ist aber keineswegs nur auf Deutschland beschränkt. In allen europäischen Ländern sind im 19. Jahrhundert Kunstwollindustrien entstanden; auch dem besten englischen Kammgarn war schon immer ein Schuß„Lumpenwolle“ beigemischt. Der große Materialbedarf hat einen ausgedehnten internationalen Lumpenhandel zur Folge gehabt. Auch Deutschland führte bis in die jüngste Vergangenheit noch große Posten Lumpen ein, die unsere Devisenbilanz belasteten, während große Mengen inländischer Lumpen auf dem Müllhaufen verkamen. Die frühere Kunstwolle wird jetzt nach verbesserter Technik als Reißwolle gehandelt; sie trägt ihren neuen Namen nach dem Reißwolf, der die Lumpen zerreißt und zerfasert. Die Reißwolle und=baumwolle tragen wesentlich dazu bei, die nationale Selbstversorgung mit Textilien zu sichern. Wenn auch Kunstseide und Zellwolle ihr in den letzten Jahren den Rang abgelaufen haben, so wächst doch auch ständig die Rolle der Lumpenwolle. Während 1932 nur 40 000 Tonnen Alttextilien verarbeitet worden sind, waren es 1937 bereits 170000 Tonnen, aus denen 60000 Tonnen Reißwolle, 44000 Tonnen Reißbaumwolle und 37·000 Polster= und Putzwolle im Werte von 133 Millionen RM gewonnen wurden. Der Anteil der Alttextilien wahre Aufnahme, die den Führer, nach rechts blickend, im Profil zeigt. Nach ihr führte Professor Richard Klein die eigentliche Markenzeichnung aus. Von besonderem Interesse für die Sammler wird sein, daß die verschiedenen Muster verschiedene Größen aufweisen; während die kleineren Werte der bisherigen HindenburgMarken beibehalten, werden die größeren— von 25 Pfg. an— einige Millimeter breiter und höher sein. Selbstwählen im Fernverkehr Neue Pläne der Reichspost Die Deutsche Reichspost ist auch im Kriege bemüht, ihre technischen Anlagen nach Möglichkeit weiter zu entwickeln. Insbesondere weist im Gegensatz zum Ortssprechverkehr der Fernsprechverkehr über größere Entfernungen noch manche Unzulänglichkeiten auf, an deren Beseitigung gearbeitet wird. Wie in„Arbeit und Wehr“ mitgeteilt wird. ist geplant, auch auf große Entfernungen den Selbstwählbetrieb ohne Wartezeit zu verwirklichen. Dies würde an sich eine ungeheure Vermehrung der Leitungen zur Voraussetzung haben. Aber auch dafür hat die neuzeitliche Technik bereits wieder eine geniale Lösung gefunden. Während ursprünglich für jedes Gespräch ein oder zwei Doppeladern bereitgestellt werden mußten, verlegt man jetzt Kabel, deren Adern mehrfach ausgenutzt werden können. So gibt es Kabel, bei denen in einer Doppelader zwölf oder fünfzehn Gespräche unterzubringen sind. Noch leistungsfähiger sind die sogenannten Breitbandkabel. die der Uebertragung von Fernsehdarbietungen dienen, gleichzeitig aber noch 200 Gespräche aufnehmen können. Kraftfahrer und Fahrgast Darf der Fahrer jemand mitnehmen? Bekanntlich ist seit Kriegsbeginn die Weiterbenutzung eines nicht besonders gekennzeichneten — rotbewinkelten— Kraftwagens, sofern die Verkehrspolizei keine besondere Erlaubnis erteilt hat, unter Strafe gestellt, und ebenso wird auch die mißbräuchliche Benutzung eines rotbewinkelten Kraftwagens für solche Fahrten bestraft, die aus dem Kreise der Fahrten herausfallen, für die ein öffentliches Interesse an der Benutzung des Fahrzeugs durch die Kennzeichnung im voraus anerkannt worden ist. Im Zusammenhang hiermit ist verschiedentlich die Frage aufgetaucht, ob ein strafbarer Mißbrauch des Kraftwagens auch dann vorliegt, wenn der Kraftfahrer auf einer durch das öffentliche Interesse gedeckten Fahrt einen anderen, der zufällig den gleichen Weg hat, mitnimmt. Diese Frage wird auch in einem unlängst veröffentlichten Urteil des Reichsgerichts(Deutsches Recht, S. 776) behandelt. Wie das Reichsgericht in diesem Urteil ausführt, ist in der bloßen Mitnahme anderer Personen auf einer durch das anerkannte öffentliche Interesse völlig gebeckten Fahrt ein Mißbrauch des Kraftwagens nicht zu erblicken. Das rechtfertigt sich dadurch, daß bei der bloßen Mitnahme von Fahrgästen dem mäßigen Mehrverbrauch an Treibstoff und Bereifung, der allein durch eine größere Belastung des Wagens verursacht wird, immerhin die Befriedigung eines Verkehrsbedürfnisses gegenübersteht. Dagegen liegt ein Mißbrauch des Fahrzeuges und damit ein Vergehen der unzuläsigen Weiterbenutung eines Kraftfahr. an der deutschen Textilversorgung ist in letzten Jahren auf etwa 20 Prozent gestie## Nun hat der Krieg auch in den Lumpenha### erhebliche Lücken gerissen. Es fehlt an Saa## lern und an Fahrzeugen. Wenn auch die#### sammlungen erfreuliche Mengen Lumpen## gebracht haben, so bleibt doch das Aufkom#### Sammlung noch weit hinter dem möglichen Soll zur Nur zwei Fünftel aller Lumpen werden in striell verwertet, drei Fünftel werden gehor## oder verkommen. Diese Mengen zu mehlisieren und neuen Werten zuzuführen, ist Aufgabe der Reichs=Spinnsto## sammlung. zeuges dann vor, wenn der Kraftfahrer ledig dem Mitfahrenden zuliebe einen Umweg mah der durch das öffentliche Interesse nicht ged## wird. Kreis Büren und Nachbarkrei Kreis Büren, 26. Juli. Schilder„Rauche# verboten!“ anbringen. Es muß verhindert ui# den, daß fahrlässige Personen immer wied durch Rauchen am verbotenen Stellen gr#### Erntevorräte gefährden oder in Bra### setzen. Deshalb empfiehlt es sich, an jed## Erntelagerplatz, Dreschplatz und überhaupt jeder Scheune ein Rauchverbot anzubringen Unvorsichtige oder Leichtsinnige sind hierduc gewarnt. Volksgenossen, die trotzdem dies Ver# bot nicht beachten, sind rücksichtslos zur Anzei### zu bringen. Kreis Büren, 24. Juli. Vorsicht mit Sensen! Durch Sensen, die ungenügend ver wahrt getragen oder aufbewahrt werden, sin# schon häufig Menschen verletzt worden. Obwe## die Schuldigen dann wegen Körperverletzung bestraft sind, wird immer noch leichtsinnig## handelt. Namentlich lassen die Mäher## Sensen abends auf den Wiesen, wo am nächstet Tage weitergearbeitet werden soll, liegen, oh## sie zu umwickeln. Wer dann über die Wie geht, kann dann leicht Gefahr laufen## sich schwer zu verletzen. Ebenso unvorsichtig es, Sensen in die Bäume zu hängen, ohne### zu befestigen oder zu umwickeln. Diese Art#### Aufbewahrung ist um so gefährlicher, als es### nur eines kleinen Stoßes durch spielende Kinde## bedarf, um die Sense vom Baum herunte## zustoßen und großes Unglück herbeizuführen. Lippstadt, 25. Juli. Auf dem Schweinemar## wurden folgende Preise gezahlt: Für—6 Woch## alte Ferkel 10—12 M, für—7 Wochen alte 1 bis 14 M, für—8 Wochen alte 14—16 J, fü —9 Wochen alte 16—19 M und für—12 Wochen# alte 19—30 A. Gute Tiere wurden über geringere unter Notiz bezahlt. Läuferschweine# kosteten Lebendgewicht ½ kg 70—75 Pf. Dei Handel war mittelmäßig. Aus der Reihe der loten Lichtenau: Gefreiter Konrad Schäfers, 32 3 — Kleinenberg: Gefreiter Josef Glünz, 22.— Paderborn: Pionier Willi Hoischen, 20½ J. Gefr. Karl Böhner, 28., Gefr. Franz Markus 30., Frau Josefa Jacobs geb. Stiewe, 71 J — Neuenheerse: Soldat Heini Vogdt, 21 S.— Löwenhof: Frau Maria Potthast geb. Welling. 75 J.— Hörste: Jungfrau Agnes Fecke, 25 J. Aus der Bewegung Frauenamt der DAF. Heute 20 Uhr Sport# abend in der Badeanstalt, bei schlechtem Wetter in der Turnhalle. Die Heimatzeitung ist die Brücke zwischen Front und Heimat! Reich, Länder und Gemeinden müssen im neuen Deutschland ihre gesamte Verwaltung unter bevölkerungspolitischen Gesichtspunkten nachprüfen und, soweit notwendig, neu gestatten. Ich sehe es als die größte Aufgabe und Pflicht der Regierung der nationalen Revolution an, Die Aufartung und Bestandserhaltung unseres deutschen Dolhes im Herzen Reichebund. Deuische Fominte Curopas zu gewührleisten. DR. FRICR Erscheint täglich mit lich 2,01 RM. einse (einschließlich Boten Betriebsstörung usn Bezugspreises. Anz nicht geschäftlicher breit 15 Pfg. Nachlaß. Gerichtssta Kostenl. Beilag Nr. 174(1. B 241 Ge Berlin, 27. wurde der letzte A sowjetischen Streit lusten für die Bol Zwei sowje den vollständ Gefangene w schütze und Flakg# schütze und 750 Kr Hand. Moskau er Operationen im Bomben auf mil Aus dem 27. Juli. Das O gibt bekannt: An der gesa Operationen mit Kampfflugzeug Nacht Verkehrsai triebe der Stadt kung an. In Südoste Luftwasse in der schaftliche Anlage Deutsche Kam Nacht zum 27. 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