Schiller 6 Jahren starh unser Er ist für uns lebendig war damals schon seil glaubte allgemein, er mehr überleben. Am noch einmal aufgesucht gesehen. Trotz seiner iller an diesem Abend gehen. Wenige Tage ig geworden, nahm er den Seinen. Insbedie ihn so treu gepflegt jüngsten Kind, seiner der einzigen, die seinen lte. In der MorgenDichter dann gestorben. e er nach damaliger begraben. Ergreifend Zericht war, daß die ind laut schlugen, als en wurde. Als man s feuchte Kassengewölbe fnete, in dem man den satte, waren die Särge #ethe gelang es. an der mutmaßlichen Gebeine hernach in der Weiben der Totenbahre urden. richt serbert Ufen nder das Leben zu er wieder Angriffe der moralische und miliheuer war. Plötzlich ie Deutschen kommen!“ etwas Unerhörtes, mit hatten. Vor uns die üchtende Franzosen.— holländischen Abteilung npfend zu sterben oder lassen. Ein Schrei der unsere Kolonnen, als Mannschaften uns mit d Handgewehren in die reiben versuchten. Doch mit der Schnelligkeit ruppen gerechnet. Bersetzung mit den Franten wir entwaffnet und transportiert, und wie itscher Gefangenschaft?“ upten, daß man uns behandelte. Während icht wurden, kamen die ichmannschaften, unter mburger befanden, uns lich kameradschaftlicher ergen op Zoom wurden n einige Tage in eine ng es mir, durch Für Urlaub zu bekommen ern, bei denen ich beer gemeldet war.“ hasserüberfluß Kahn auf dem Großen Trinkwasser bei sich, sie n auf dem Meere des e konnte sich nicht mehr Meerwasser, und er war starb. nen Garten am Meere. ie Sonne auf die Pflannot. Der Gärtner holte und begoß die durstendesto schneller nicht so erquickend wie Wissenschaft kommt mit en:, Osmotischer Druck, Turgordruck. Ausdrücke sollen durch ne Platte aus gebranntrennt. Die Platte läßt serige Lösungen können Die Tonplatte ist„perinke Gefäßhälfte einen rechte Seite einen Liter prozentigen Salzlösung, na bald aus. In jedem ach einiger Zeit je ein zentige Salzlösung. Die cchlässig. slatte mit einem Ferronn wird die Tonplatte ig. Die gelösten Stoffe dringen. Die Platte ist linke Seite des Gefäßes in die rechte aber eine Salz kann nicht mehr rchdringen, aber Wasser. n versuchen sich trotzdem Teile nur 75prozentige linke Seite muß Wasser e nimmt an Wasser zu, zwischen den beiden Geh. Man nennt den Vorck, der in dem rechten urgordruck. Die gleichen der Pflanzenwelt, ja in Welt wieder. Denn die asser auf, weil der Saft ere Lösung aufweist als 1. So nur können die r Menschen auch. sen eine Kochsalzkonzens. Das Meerwasser aber entige Lösung. Die KörMeerwasser kein Wasser , s i e m ü s s e n n o c h W a s s e r rstet der Matrose, der er als seine Kameraden. Herbert Paatz =„ Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis: Monatlich 2,01 RM. einschließlich 54 Pfg. Postgebühr. Botenbezugspreis 1,80 RM. (einschließlich Botengeld). Einzelnummer 10 Pfg. Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung usw. besteht kein Anspruch auf Lieferung und Rückzahlung des Bezugspreises. 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Die stattliche Reihe glänzender Siege der jungen deutschen Wehrmacht, die ihre einzigartigen Erfolge mit äußerst geringen Verlusten errang, sind für ihr unvergleichliches Können die besten Zeugnisse.„Mit einem Minimum von Blut“, so betonte der Führer in seiner historischen Reichstagsrede am 4. Mai, „wird dank der Ausbildung, dank dem Können des deutschen Soldaten und seiner Führung ein Maximum an Wirkung erreicht.“ Und was für die Kämpfe auf dem Balkan zutrifft, gilt auch für die Feldzüge in Polen. Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich und für die Wucht unserer Schläge gegen England:„Es ist so viel Blut gespart worden, nur weil vorher sehr viel Schweiß geopfert wurde.“ Mit diesen Worten hat der Führer die Bedeutung der vielfältigen Anstrengungen betont, die für die gründliche Vorbereitung der Kämpfe in dem uns aufgezwungenen Kriege unternommen worden sind. Hierbei nimmt auch die deutsche Wehrwissenschaft eine hervorragende Stellung ein Die Einheit von Wissenschaft und Wehr ist seit dem Weltkriege ein integrierender Bestandteil unseres militärischen Denkens überhaupt. Die durch das Versailler Diktat erzwungene Abrüstung führte von selbst zum sorgfältigen Studium aller wissenschaftlichen Voraussetzungen der Wehrkraft. So bot das wehrwissenschaftliche Denken die Grundlage der durch Adolf Hitler vollzogenen Wiederaufrichtung der neuen deutschen Wehrmacht, es war sowohl bei der Aufstellung des Vierjahresplanes als auch bei der Organisation der modernsten deutschen Waffentechnik und Menschenführung maßgebend beteiligt. Die Anfänge des wehrwissenschaftlichen Denkens sind erst im 18. Jahrhundert festzustellen Die friederizianische Academie des Nobles nahm bei ihrer Arbeit an der soldatischen Ertüchtigung die Wissenschaft zur Hilfe. Eine fast ideal zu nennende Offiziersausbildung war das besondere Verdienst Scharnhorsts, der als Leiter des preußischen Kriegsministeriums und als Chef des Generalstabs mit Eifer um die wissenschaftliche Ausbildung der Offiziere bemüht war. Eine allgemeine Kriegsschule und später die Preußische Kriegsakademie wurde durch General von Peucker gegründet. Männer wie Humboldt und Droysen wirkten dort als Lehrer. Steins Lehre vom Heerwesen“ und das Snstem der Wehrwissenschaft von Generalfeldmarschall von der Goltz gaben der wehrvolitischen Entwicklung weiteren Auftrieb. Seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus erweiterten vor allem der verstorbene General der Artillerie Prof. K. Becker und Oberstleutnant Prof. Achim von Arnim die wehrwissenschaftliche Grundlage für die materielle und ideelle Aufrüstung. die durch das Genie des Führers eine solche Steigerung erfuhr, daß die bewunderungswürdigen Waffentaten der letzten Jahre die ganze Welt in ihren Bann zu schlagen vermochten. Die Wehrwissenschaften umschließen die Gesamtheit der Forschungsgebiete, die der wehrhaften Selbstbehauptung des Staates dienen Sie berücksichtigen alle Erscheinungen der kriegerischen Leistungsfähigkeit und ihren Zusammenhang mit den sittlichen, politischen, soziologischen, geographischen, wirtschaftlichen und technischen Grundlagen des staatlichen und völkischen Lebens. Sie lehren Wesen und Zweck des Krieges(Kriegsrecht, Völkerrecht, Kriegephilosophie), sie lehren die Wehrmittel(Wehrpsychologie, Wehrbiologie, Wehrerziehung. Wehrstaatsrecht, Wehrpolitik, Wehrverfassungen Wehrphysik, Wehrchemie, Wehrtechnik, Wehrgeographie, Wehrgeologie, Wehrmeteorologie, Wehrwirtschaft), und sie behandeln die Lehre von der Kriegführung(Führung des Land=, See= und Luftkrieges). Auch sind Medizin. Geschichte und Baukunst Arbeitsfelder der Wehrwissenschaften. Der Vierjahresplan war ein typisches Planungsprodukt der Wehrwissenschaft, die sich in ihrer Arbeit bei der Durchrationalisierung aller technischen Voraussetzungen von Armee, Luftwaffe und Kriegsmarine schon augenscheinlich aufs beste bewährte. Die Rüstung ist keinesfalls nur eine Frage des Waffenmaterials, sondern sie umschließt auch die körperliche und seelische Schulung des Soldaten und Offiziers, die politische Bildung der Truppe und Heimat, die Einsatzfähigkeit und=bereitschaft aller Volksgenossen. Es ist eine Haltung, die die nationalsozialistische Denkungsweise fordert und beding: Von bevölkerungspolitischen Ueberlegungen Stockholm, 12. Mai. Uebereinstimmend stellt die Stockholmer Morgenpresse, die die Meldungen ihrer Londoner Korrespondenten von dem vernichtenden Luftangriff auf die britische Hauptstadt in der Nacht zum Sonntag in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung stellt, fest: London erlebte seine bisher schwerste Nacht. Die Schwere des deutschen Luftangriffs, der ohne Unterbrechung viele Stunden lang Tod und Verderben über die britische Hauptstadt brachte, kommt schon in den Ueberschriften in den Stockholmer Blättern zum Ausdruck, wie beispielsweise:„Deutsche Bombentreffer im englischen Parlamentsgebäude“.—„Einsatz von 124 0000 Feuerwehrleuten“.—„Die Rauchwolken verdunkelten den Vollmond über der britischen Hauptstadt“.—„Das Unterhaus muß von Berlin, 12. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht zahlreiche Flugplätze in Süd= und Mittelengland mit guter Wirkung an. In Hallen, Unterkünften, technischen Anlagen und Treibstofflagern entstanden starke Brände. Auf mehreren Flugplätzen wurden Bombentreffer auf abgestellten schweren Kampfflugzeugen erzielt. Bei weiteren Luftangriffen gegen Industrie= ziele in den Küstengebieten Süd= und Mittelenglands entstanden in einem kriegswichtigen Werk von Middlesborough sowie in den Dockanlagen von Pembroke große Brände. Kampfflugzeuge vernichteten im Seegebiet des St.=Georg=Kanals aus zwei durch Kriegsschiffe gesicherten Geleitzügen heraus zwei Handelsschiffe mit zusammen 16.000 BRT. und einen Tanker von 8000 BRT. Außerdem wurden drei große Handelsschiffe durch Bombenwurf schwer beschädigt. Bei einem Vorstoß gegen die britische Südküste schossen deutsche Jäger fünf britische Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire ab. In Nordafrika beiderseitige Artillerietätigkeit. Deutsche Sturzkampfflugzeuge erzielten in der Nacht zum 11. Mai Bombenvolltreffer schwersten Kalibers auf drei Einheiten eines britischen Flottenverbandes vor Benghasi und zwangen ihn zum Rückzug. Auf der Insel Malta erzielten in der letzten Nacht deutsche Kampffliegerverbände Bombentreffer in den Flugplatzanlagen von Luca, in einem Torpedolager und in der Staatswerft von La Valetta. Es entstanden große Brände und heftige Explosionen. Der Feind warf in der letzten Nacht mit stärkeren Kräften Bomben vorwiegend auf Hamburg und Bremen. In Industrieanlagen ist der Sachschaden gering; sonstige Schäden entstanden besonders in Wohnvierteln. Die Zivilbevölkerung hat Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Flakartillerie schossen sieben der angreifenden britischen Flugzeuge ab. In der Zeit vom 9. bis 11. Mai verlor der Feind zusammen 36 Flugzeuge. Hiervon wurden 19 Flugzeuge durch Nachtjäger, weitere sechs in Tagesluftkämpfen, drei durch Flakartillerie vernichtet und eines am Boden zerstört. Leichte Seestreitkräfte schossen drei, Marineartillerie schoß vier feindliche Flugzeuge ab. Während der gleichen Zeit gingen achtzehn eigene Flugzeuge verloren. Bei dem Großangriff auf London in der Nacht zum 11. Mai zeichneten sich zwei Bebis zur Gründung der wehrwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Berlin, von der Zusammenstellung der Verpflegung bis zur Zerstreung der Frontsoldaten durch Schrifttum, Musik, Film, Theater und bildende Kunst zeigt sich ein einziger Zusammenhang der wehrwissenschaftlichen Arbeit, die von der Analyse ihrer Forschungsergebnisse zur Synthese von Theorte und Praxis strebt. Das deutsche Volk ist davon überzeugt, daß auch das geistige Rüstungspotential des Reiches der kriegerischen Kraft des Feindes hoch überlegen ist und entscheidend dazu beitragen wird, den endgültigen Sieg zu erringen. Grund auf wieder aufgebaut werden“.—„Ganz London von einem Kreis von Feuersbrünsten umgeben!. Viele Stunden lang donnerten die deutschen Maschinen schonungslos und ohne Unterbrechung über London dahin, viele Stunden lang saß man zwischen wahren Feuerwänden unter einem Regen von Glas und Asche, während die Explosionen Steine und Granatsplitter auf die Straßen und Hausdächer schleuderten, erklärt der Londoner Korrespondent von„Stockholms Tidningen:„Es waren Explosionen, die in den Himmel hinaufzuschlagen schienen: Ein Bild der Verzweiflung, es war nicht mehr Wirklichkeit. es waren Traumbilder.“ Noch am Sonntag hingen die Rauchwolken wie ein erstickender Nebel am Himmel Londons satzungen von Kampfflugzeugen besonders aus: 1. Oberleutnant Ihrig, Feldwebel Lenger, Unteroffizier von Gehr, Unteroffizier Wolf und 2. Leutnant Kornblum, Unteroffizier Lichtinger, Unteroffizier Sprenger, Gefreiter Schäfer. Milos von deutschen Truppen besetzt Berlin, 12. Mai. Deutsche Truppen haben in kühnem Zugriff die Insel Milos besetzt. Die Besatzung der Insel wurde vollständig überrumpelt. wobei 118 Engländer und 200 Kreter gefangengenommen wurden Die Insel Milos liegt am Südrand der Kykladengruppe und ist von der Nordwestecke von Kreta nur 120 Kilometer entfernt. In englischen Diensten untergegangen Madrid. 12. Mai. Der für England fahrende englische Dampfer„Irene=Maria“(1862 BRT.) ist untergegangen. Die 20köpfige Besatzung wird vermißt. Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 12. Mai. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika Artillerietätigkeit im Raum von Tobruk.— In der Nacht zum 11. Mai haben feindliche Flotteneinheiten einen Bombardierungsversuch gegen Benghasi unternommen. Das sofortige Eingreifen unserer Küstenbatterien und deutscher Bomber hat den feindlichen Flottenverband zum Rückzug gezwungen. Drei Einheiten wurden von Bomben schweren Kalibers voll getroffen.— In Ostafrika hat der Feind im Abschnitt von Amba Alaai mit starken Kräften angegriffen, wurde aber überall glatt abgewiesen. und die angerichteten Schäden sind, wie die Londoner und schwedischen Blätter übereinstimmend berichten, außerordentlich groß. Auch die amerikanischen Blätter bringen in großer Aufmachung Berichte über den deutschen Luftangriff in der Nacht zum Sonntag auf London. Der Korrespondent der„Newyork Times“ spricht von einer Nacht des Schreckens und des Feuers. Die Ueberschriften heben hervor, daß der Sitzungssaal des Unterhauses durch einen Volltreffer so schwer beschädigt sei, daß die Instandsetzung unmöglich sei. Auch der Parlamentturm sei beschädigt. Daneben gäbe es unzählige andere Schäden. Die Regierung hat laut„Newyork Herald Tribune“ zugegeben, daß die Zahl der Opfer des Angriffs groß und der Sach chaden ausgedehnt sei. Im Parlament sei auch das Dach der Vorhalle zertrümmert. Die Berichte stimmen überein, daß die Bevölkerung von der Wucht des Angriffs völlig verstört sei. Englische Autofahrer berichteten nach einer Associated Preß=Meldung, daß die Luft noch 32 km von London entfernt am Sonntag von Aschenteilen von den nächtlichen Bränden erfüllt war. Ein britischer Polizist habe sich verzweifelt an den Kopf gefaßt und gerufen, der Angriff sei einfach unbeschreiblich gewesen. Stockholm, 12. Mai. In einer Vormittagssendung erklärte der Londoner Nachrichtendienst, das Unterhaus liege in Trümmern. Mehrere Löscharbeiter seien ums Leben gekommen. Rudolf Heß verunglückt Berlin, 12. Mai. Parteiamtlich wird mitgeteilt: Parteigenosse Rudolf Heß, dem es auf Grund einer seit Jahren fortschreitenden Krankheit vom Führer strengstens verboten war, sich noch weiter fliegerisch zu betätigen, hat entgegen diesem vorliegenden Befehl es vermocht, sich in letzter Zeit wieder in den Besitz eines Flugzeuges zu bringen. Am Samstag, dem 10. Mai, gegen 18 Uhr startete Parteigenosse Heß in Augsburg wieder zu einem Flug. von dem er bis zum heutigen Tage nicht wieder zurückgekehrt ist. Ein zurückgelassener Brief zeigte in seiner Verworrenheit leider die Svuren einer geistigen Zerrüttung, die befürchten läßt, daß Parteigenosse Heß das Opfer von Wahnvorstellungen wurde. Der Führer hat sofort angeordnet, daß die Adjutanten des Parteigenossen Heß. die von diesen Flügen allein Kenntnis hatten und sie entgegen dem ihnen bekannten Verbot des Führers nicht verhinderten bzw. sofort meldeten, verhaftet wurden. Unter diesen Umständen muß also leider die Nationalsozialistische Bewegung damit rechnen, daß Parteigenosse Heß auf seinem Flug irgendwo abgestürzt bzw. verunglückt ist. Große Fahrt voraus! Ein Schwerer Kreuser Huft zur Feindfahrt aus. Im Hintergrund sicht man den eichernden Sperrbrecher.(PK. Kunze-Scherl/.) England verlor weitere 24000 BKT Flugplätze und Industriezentren in Süd- und Mittelengland angegriffen Aaxan uls pazistsche=Klacht Von Wulf Die Japaner sind ein natürliches Seevolk. Nicht nur als Inselbewohner sind sie von Natur aus auf das Meer angewiesen, sondern auch als Rasse mit starker malayischer Blutbeimischung sind sie mit der Seefahrt gefühlsmäßig vertraut. Dazu kommt noch, daß sie in der Ernährung zu einem großen Teil auf die Fischnahrung angewiesen sind, weil der Boden der gebirgigen Inseln nicht genügend Nahrung für die fast 70 Millionen Bewohner abgibt. Die dochseefischerei stellt daher einen wesentlichen bestandteil der japanischen Nationalwirtschaft dar. Die Benutzung der asiatischen Fischgründe ist eine Lebensfrage für das japanische Voll. In den ostasiatischen Gewässern, an der sibirischen Küste bis zur Bering=Straße und Alaska hinauf fischen jährlich starke japanische Fischereiflotten. Die russisch=japanischen Fischereistreitigkeiten haben daher für Japan eine tiefere Bedeutung als der kontinentale Europäer meistens vermutet. Eine Einigung in diesen Fragen hat deshalb auch eine weitgehende politische Auswirkung. Auch die japanische Handelsflotte ist beachtlich. Sie hat in den letzten Jahren ihren teil am pazifischen Seeverkehr ständig vergrößert und war zum Teil der Nutznießer des englischen Rückzuges aus Ostasien. Denn je mehr die englische Schiffahrt wegen der Schiffsraumnot sich aus dem ostasiatischen Verkehr zurückziehen muß, desto stärker dringt die japanische Schiffahrt vor. Sie muß zahlreiche Liniendienste übernehmen, die von den Engländern unter dem Druck der Verhältnisse aufgegeben wurden. Freilich trifft der Japaner dabei auch allerdings auf eine starke USA.=Konkurrenz, die sich in der Zukunft wahrscheinlich noch verstärken wird. Doch sind der amerikanischen Ausdehnung gewisse Grenzen gesetzt, die vor allem in der Ueberlastung der eigenen Wersten liegen. Die japanische Handelsflotte soll in den nächsten Jahren bis auf 7,5 Millionen BRT. gesteigert werden. Durch den Chinafeldzug und die damit verbundene weitere Ausdehnung des japanischen Interessengebietes werden sich die Transportaufgaben der Handelsflotte in der Zukunft noch vergrößern. Die starke Fischereibevölkerung liefert auch den besten Nachwuchs für die japanische Kriegsmarine. Man schätzt, daß etwa 3 Millionen Menschen in Japan unmittelbar von der Hochseefischerei leben. Ihre hohe Seemannschaft und Erfahrung ist die beste Grundlage für den Aufbau einer starken Seemacht. Japan hatte unter dem imperialistischen Druck der angelsächsischen Seemächte klar erkannt, daß es seine Unabhängigkeit und Selbständigkeit nur dann bewahren könnte, wenn es seine eigene starke Kriegsflatte besitzt. So widmete man sich in der MeijiAera gerade dem Ausbau der Kriegsmarine. Der Erfolg zeigte sich bald in den Kriegen mit China und Rußland. Der große Seesieg Admiral Togos 1905 bei Tsushima über die Russen zeigte aller Welt die maritime Kraft der jungen sapanischen Seemacht. Mit einem Schlage stand Japan in der ersten Reihe der Großmächte. Im Weltkrieg konnte es seine Stellung im Pazifik wesentlich verstärken, während die europäischen Mächte sich untereinander sehr schwächten. Stewert. kämpfen wollen, nur auf Hawai und Singapore stützen, alle anderen Stützpunkte sind nicht zur Versorgung von Schlachtschiffen eingerichtet. Besonders fällt ins Gewicht, daß England unter den heutigen Bedingungen nicht in der Lage ist, eine Schlachtflotte nach Singapore zu legen. Wollte Amerika das tun, so müßte es einen Anmarsch auf Umwegen von rund 7000 Seemeilen auf sich nehmen, wenn es nicht den riskanten Marsch quer durch japanisches Seemachtgebiet unternehmen will. Nur mit zahlreichen Troßschiffen kann eine solche Operation unternommen werden, die nach Ansicht des amerikanischen Admirals Stirling fünf bis sechs Wochen in Anspruch nehmen würde. In dieser Zeit kann aber viel passieren. Die Japaner haben wissen lassen, daß die Verlegung einer amerikanischen Flotte nach Singapore den Krieg Washington, 12. Mai. Der den Kreisen des Weißen Hauses nahestehende Kommentator Lindlay, der Leiter des Washingtoner Büros der Zeitschrift„News Week“ ist, teilte mit der Nummer von Sonnabend mit, daß die kürzlichen Besprechungen Roosevelts mit dem kanadischen Premier weit über den offiziell mitgeteilten Rahmen hinausgingen. Nach absolut zuverlässigen Informationen diskutierten sie erstens über eine weitgehende Nachkriegsreform der beiderseitigen Zolltarife mit vielen Streichungen und manchen Ermäßigungen, zweitens die Stabilisierung des Dollarwährungsabkommens, drittens die Finanzierung Kanadas in der Nachkriegsperiode durch große Autostraßen und andere Prdjekte, viertens über eine sehr enge Zusammenarbeit im Falle einer englischen Niederlage. Das Leitmotiv war, daß Kanada so eng oder fast so eng mit den USA verknüpft sein werde wie jetzt mit England. Der kanadische Fall steht nicht vereinzelt da. Den andern britischen Dominions wird nichts übrig bleiben, als ebenfalls von USA immer mehr Kredite anzunehmen und dadurch unter die Kontrolle von Wallstreet zu gelangen. Die Richtung der Entwicklung zeigt ihnen Kanada, dessen Assimilierung am weitesten fortgeschritten ist. Der australische Ministerpräsident Menzies hat bei seiner Rückreise nach Australien mit Roosevelt über die australisch=amerikanische Zusammenarbeit verhandelt. England aber mußte gute Mine zum bösen Spiel machen. Es sieht seine Felle nach USA. treiben und kann seine Tochterstaaten nicht davon zurückhalten, daß sie den Lockungen Onkel Sams erliegen. „Der barbarische Feind" Stockholm, 12. Mai. Ausgerechnet den Tax. an dem Frankreich alljährlich seines Kampfes Jedeuten würde. Wenn der Außenminister Matsuoka in diesen Tagen betonte, daß Japan sest zum Dreimachtepakt steht und daß es unter mständen zum Kampf entschlossen ist, dann kann man diese Worte ernst nehmen, weil hinter ihnen eine ganze Schlachtflotte steht. Nach den Worten des Marineministers hat Japan für genügend Eisen= und Oelvorräte Sorge getragen, so daß es für alle Fälle gerüstet ist. Im China=Feldzug hat auch die japanische Flotte und ihre Marine=Luftwaffe reiche Erfahrungen sammeln können. Besonders die großen geglückten Landungsunternehmungen zeigten eine erstklassige Organisation und Durchführung. In diesen schwierigen Operationen kann die japanische Flotte geradezu als Spezialist gelten. So läßt sich mit bester Ueberzeugung feststellen, daß die japanische Seemacht im Pazifik heute ein Faktor von weltpolitischer Wirksamkeit ist. Auf Grund der Raumbedingungen kommt ihr eine entscheidende Bedeutung in den politischen und, wenn es sein muß, auch kriegerischen Problemen zu. gegen England unter der Fahne der Jungfrau von Orleans gedenkt, benutzt Duff Cooper, um höchst überflüssig dem verratenen Freunde von gestern Trostworte zuzurufen. Vor 500 Jahren, so führt der britische Informationsminister dabei aus, sei es in Frankreich ähnlich gewesen, wie jetzt im 20. Jahrhundert. Auch damals hätte es Franzosen gegeben, die infam genug gewesen seien, mit dem Feinde zusammen zu arbeiten. Aber die Flammen Jeanne vArcs hätten die Feuer entzündet, das das Land gereinigt und den barbarischen Feind von dem heiligen französischen Boden vertrieben hätte. Den Worten ist nichts hinzuzufügen, wenn man festhält, daß Duff Cooper in seinen Ausführungen verlegen umgeht, daß nämlich der Feind Frankreichs in den Tagen der Jungfrau von Orleans— England war. Es gehört schon die Beschränktheit eines Duff Cooper dazu. gerade dies Thema zu berühren, da auch in Frankreich die Erkenntnis durchgebrochen ist, wo gestern wie heute der ewige barbarische Feind des Kontinents steht. Kundgebung der Deutschen Dienstpostgesellschaft in den Nliederlanden Amsterdam, 12. Mai. Anläßlich eines Besuches des Reichspostministers Dr. Ohnesorge fand am Sonntag im Saale des Haager Tiergartens eine Großkundgebung der Deutschen Dienstpostgesellschaft in den Niederlanden statt. Reichspostminister Dr. Ohnesorge wies darauf hin, daß die Deutsche Dienstpost in den Niederlanden als deutsche Dienststelle in ein Gebiet eingesetzt sei, das seit Jahrhunderten im Schnittpunkt zweier Weltanschauungen gelegen habe. Einst sei die große politische Idee des Prinzen Eugen, der ein Großdeutschland als Englands Felletreiben nach Amerika Fanada erliegt den Lockungen Onkel Sams Der Rückschlag trat 1922 ein, als die angelsächsischen Seemächte auf der Washingtoner Flottenkonferenz gegen Japan Front machten und diese zur Annahme der dritten Stelle in der Weltflottenliste zwangen. Diese Kränkung hat Japan niemals vergessen und beantwortete sie mit der Kündigung der Flottenverträge 1936. Seit jenem Datum rüstet Japan seine Kriegsflotte fieberhaft auf, sodaß man damit rechnen kann, daß das alte Washingtoner Stärkeverhältnis von::3 zwischen England, USA. und Japan lange hinfällig geworden ist. Japan hat in den letzten Jahren seine Stärkeziffer wesentlich erhöht. Ende 1939 umfaßte die japanische Kriegsmarine etwa 9 Schlachtschiffe, 7 Flugzeugträger, 7 Flugzeugmutterschiffe. 12 schwere Kreuzer. 5 Panzerkreuzer, 25 leichte Kreuzer, 93 Zerstörer, 41 Torpedoboote, 8 Unterseekreuzer, 28 große Unterseeboote und 24 kleine Unterseeboote. Dazu traten noch zahlreiche Minenleger, Minensucher, Unterseebootjäger, Kanonenboote und Troßschiffe. Durch die rege Bautätigkeit, über die freilich japanischerseits Einzelheiten verschwiegen werden, sind diese Zahlen überholt. Alle Schiffsklassen sind inzwischen verstärkt worden. Die japanischen Schlachtschiffe sind den amerikanischen an Schnelligkeit überlegen. Zwei von ihnen haben je acht Geschütze von 40,6 cm, das ist das heute stärkste gebräuchliche Kaliber. Die anderen Schlachtschiffe besitzen 35.6 cm Kaliber. Die Flottenlisten zeigen, daß Japan wenigstens zwei Schlachtschiffe von je 42 500 To. im Bau hat, die acht oder neun 40.6 cm Geschütze tragen sollen. Vielleicht sind diese Schlachtschiffe heute schon fertiggestellt. Weitere sind zweifellos im Bau. Auffallend ist die hohe Zahl an Flugzeugschiffen, die in den großen Räumen des Pazifik von besonderer Bedeutung sind. Die Kreuzer und Zerstörer der javanischen Flotte zeichnen sich durch ihre starke Bewaffnung und ihren großen Fahrbereich aus, der sie dazu befähigt, die schweren Seestreitkräfte auch bei längeren Operationen zu begleiten. Die Panzerkreuzer sind zwar veraltet. aber für Geleitschutzaufgaben noch aut zu verwenden. Die fapanischen Unterseekreuzer wurden nach deutschem Vorbild gebaut. Es spricht für die Güte der japanischen Werftindustrie, daß sie alle diese Kriegsschiffe. mit Ausnahme des Schlachtschiffes „Kongo“, selber gebaut hat. Die javanische Schiffsbaukunst zusammen mit den hohen seemännischen und soldatischen Tugenden des sapanischen Volkes sichern der Kriegsflotte eine Vorrangstellung im Pazifik. die dadurch noch gefestigt wird, daß die angelsächsischen Seemächte im Fernen Osten immer nur mit Teilkräften vertreten sein können, während Javan seine gesamte Schlachtflotte dort vereinigt. Sie kämpft in ihr bekannten heimischen Gewässern mit dem Rückhalt an gut ausgerüsteten Heimathäfen und Stützpunkten. Die angelsächsischen Seemächte können sich mit ihren Schlachtflotten, wenn sie Janan beDe Unttatonen untersruckt Neuer Aufruf des Großmufti von Jerusalem gegen englische Turannei Beirut, 12. Mai. Der Großmufti von Jerusalem hat in einem Aufruf die Hinterlist und Gemeinheit der imperialistischen Politik Englands gebrandmarkt. In dem Aufruf heißt es u.., daß 220 Millionen Mohammedaner durch die imperialistische Tyrannei Englands unterdrückt würden. Der Großmufti fordert deshalb alle Gläubigen zum heiligen Krieg gegen England auf. Lebhafter fleinungsaustausch Der Besuch des irakischen Kriegsministers in Ankara Istanbul, 12. Mai. Der Aufenthalt des irakischen Kriegsministers in Ankara ist dort Gegenstand eines lebhaften Meinungsaustausches in diplomatischen Kreisen. Der Kriegsminister des Irak traf mit einer Reihe türkischer Persönlichkeiten zusammen, denen er die Lage in seinem Heimatland auseinandersetzte. Es heißt, daß die Darlegungen des Kriegsministers tiefen Eindruck gemacht haben. Eine Zusammenkunft zwischen dem Kriegsminister des Irak und dem britischen Botschafter Hugessen fand dagegen bisher nicht statt, obwohl sich der britische Botschafter, wie es heißt, mehrmals um eine solche bemühte. 6 Kriegswirtschaftsmaßnahmen des Jrak Beirnt, 12. Mai. Die irakische Regierung hat im Rahmen der Kriegswirtschaft mehrere Maßnahmen ergriffen, um den gegenwärtigen Preisstand aufrecht zu erhalten. Voykott britischer Waren in allen arabischen Ländern Teheran, 12. Mai. In allen arabischen Ländern ist, wie aus Bagdad gemeldet wird, eine umfassende Boykottbewegung gegen britische Waren ausgebrochen. Syrische Araber melden sich in immer größerer Zahl zu den Fahnen des Jrak Beirnt, 12. Mai. Nachrichten, die aus allen Teilen Syriens eintreffen, besagen, daß die Zah Teilen Syriens eintreffen, besagen, daß die Zahl derer, die sich als Freiwillige zu den irakischer Fahnen melden, immer größer wird. In Palästina und Transjordanien versuchen die englischen Behörden mit allen Mitteln, die Sympathiebewegung der Araber zu unterdrücken. besonders in Palästina häuft sich die Zahl der willkürlichen Verhaftungen. U. a. wurden etwa 100 junge Araber in die englischen Kerker geworfen, weil sie unter dem Verdacht stehen, mit dem Großmufti von Jerusalem zu sympathisieren. Irakische Konsuln weisen britische Zumutung ab Beirut, 12. Mai. Die britischen Behörden in Jerusalem haben sich an die irakischen Konsuln in Palästina und Transjordanien mit der Bitte gewandt, in einem Aufruf gegen die Regierung Ali Raschid Kailani Stellung zu nehmen und für den ehemaligen Regenten Abdulillah einzutreten. Die irakischen Konsuln haben jedoch das britische Ersuchen zurückgewiesen mit dem Hinweis, die Legalität der Regierung sei unanfechtbar. Indien von England erwürgt Kabul, 12. Mai. In einem äußerst scharfen Kommentar hat Gandhi hier eingetroffenen Meldungen zufolge in der indischen Presse auf die letzte Rede des Innenministers Amery geantwortet. Die englische Herrschaft habe Indien zugrunde gerichtet. Die Uneinigkeit der Parteien werde so lange dauern wie die britische Herrschaft in Indien, denn wenn diese Herrschaft einmal aufhöre, würden sich auch die Parteien einigen. Geradezu lächerlich seien die Behauptungen Amerys hinsichtlich des sogenannten Wohlstandes Indiens, die große Masse des indischen Volkes verfalle immer mehr dem Elend, weil Indien von den Engländern erwürgt werde. Schwere Kämpfe in Waziristan Starke englische Kolonne von einem Bergstamm angegriffen Kabul, 12. Mai. Schwere Kämpfe spielen sich zur Zeit zwischen einer starken englischen Kolonne und Angehörigen des Stammes Mahsud in Rajmak Narai in Mittel=Waziristan ab. Auf Seiten der Engländer sind bereits zahlreiche Opfer zu beklagen. Auch in der Gegend von Bannu und Tochui entfalten die Waziren lebhafte Tätigkeit. Maitland=Wilson Oberkommandierender der Briten in Palästina und Transjordanien Genf, 12. Mai. Nach einer Reutermeldung aus London wurde amtlich bekanntgegeben, daß Generalleutnant Maitland=Wilson das Kommando über die britischen Streitkräfte in Palästina und Transjordanien übernommen hat. Wilson befehligte die britischen Streitkräfte in Libnen und Griechenland. Heute vor einem Jahr Rotterdam kapituliert. Bei Bedan wird det Uebergang über die Maas erzwungen. Deutsche Panzerkräfte werken bei Namur französische Panzerverbände. In Belgien wird der Turnhout-Kanal überwunden, die große Oette erreicht. Die Luftwaffe führt erneut Angriffe auf feindliche Flugbasen. Der Gegner verliert 130 Flugzeuge. europäische Schutzmacht anstrebte, durch den Verrat der Engländer gescheitert. Heute habe Adolf Hitler den Traum des Prinzen Eugen von einem Großdeutschland, unter dessen Schutz sich ein friedliches Europa entwickeln könne, verwirklicht. Der Reichspostminister teilte u. a. mit, daß Vorbereitungen der Deutschen Dienstpost zur Schaffung eines europäischen Postvereins und eines europäischen Telegrafenvereine im Gange seien. Wohnungstauschstellen in den Gemeinden Dem Wohnungstausch kommt bei der Wohnungsknappheit besondere Bedeutung zu, besonders, nachdem jetzt die mangelnde Einwilligung des Vermieters zum Wohnungstausch gegebenenfalls durch das Mieteinigungsamt ersetzt werden kann. Der Reichsarbeitsminister hat den Gemeinden deshalb die Errichtung von Wohnungstauschstellen empfohlen. Die dabei bisher gesammelten Erfahrungen seien überwiegend günstig. Die Verhältnisse nötigten in der Regel dazu, die Arbeit der Wohnungstauschstellen darauf zu beschränken, daß die Tauschwünsche und=möglichkeiten listenmäßig erfaßt werden. Die aktive Unterstützung des Wohnungstausches darüber hinaus werde sich nur dann empfehlen, wenn die Gemeinde ein Wohnungsamt besitze oder ohnehin auf dem Gebiet der Wohnungsraumbewirtschaftung besondere Verwaltungsarbeiten erledige. Reichsautobahn=Tankstellen liefern Generatorholz Berlin, 11. Mai. Wie schon wiederholt angekündigt, soll auch an verschiedenen Reichsautebahn=Tankstellen der Verkauf von GeneratorKraftstoffen ausgenommen werden. Wir hören von der Reichsautobahn=Kraftstoff=EmbH. als zuständiger Stelle, daß auf allen Betriebsstrecken der Reichsautobahn an zunächst 22 Tankstellen Generatorholz abgegeben wird. Durch die Generatorkraft=AG., als zuständiger Verteiler=Organisation, werden die Reichsautobahn=Tankstellen in Finowfurth bei Eberswalde, Fürstenwalde, Potsdam, Rangsdorf Rasthaus Magdeburger Börde, Münchberg, Hermsdorf, Bitterfeld, Geisenhausen, Feucht, Dresden=Altstadt zunächst beliefert. Die Versorgung weiterer RAK=Tankstellen steht in Kürze in Sagan, Breslau, Chemnitz Alsfeld. Darmstadt, Karlsruhe, Gruibingen, Siegburg, Opladen, Wiedenbrück und Chiemsee bevor. Churchill in Stimmung „pessimistischer Optimismus“ In der Person Churchills verkörpert sich une in geradezu vollkommener Weise das verlöschende und in wildem Haßausbruch noch einmal aufflackernde England, das die Tore seiner mit Blut und Gold erzwungenen Macht mit den Freveln eines Krieges zu stützen suchte und um dieses Verbrechens willen selbst das Opfer der von ihm heraufbeschworenen Katastrophe werden muß. Der Krieg Englands ist Churchills — und mit dem Tode Englands stirbt darum auch er. Die Welt hat ihn längst erkannt, wenn auch manches Volk erst nach der harten Lehre blutiger Erfahrung und schmählichen Verrats durch seinen„Beschützer". Churchill hat Britanniens Brandfackel ausgeworfen: die Flammen aber brennen um England und schlagen auf ihn zu... Helsinki. Wie die Blätter melden, hai Innenminister von Vorn sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Atat Streitn In den mittelalt sich der Kämpfer ge geschosse. 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Churindfackel ausgeworfen: en um England und Blätter melden, hat sein Rücktrittsgesuch Riller des Schlachtn... vom Streitwagen der Assyrier bis zum Panzer dieses Krieges In den mittelalterlichen Schlachten panzerte #sich der Kämpfer gegen Säbelhiebe und Wurfgeschosse. Infolge der Einführung des Pulvers # w u r d e d e r R ü s t u n g s c h w e r e r u n d m i t w a c h s e n d e r Durchschlagskraft der Geschosse unwirksam. Gegen die Gewalt des Feuers im Weltkriege suchte sich der Kämpfer durch Eingraben zu schützen. Dieser Zustand der Erstarrung verlangte nach neuen Kampfmitteln. Aus verschiedenen Versuchen entstand der Kampfwagen. Wenn auch der neuzeitliche Panzerkraft# w a g e n u r s p r ü n g l i c h a n d i e S t e l l e d e r e i n s t i g e n Reiterei treten sollte, wurzelt der Gedanke doch i n d e n S t r e i t w a g e n d e s A l t e r t u m s, d i e d i e Aegypter, Assyrier und Perser, aber auch die Griechen ins Treffen führten. Es gab zweiund vierräderige Streitwagen, die vorn an der Deichsel und an den Naben der Räder mit sichelartigen Schwertern bewehrt waren. Die Pferde, die zu zwei bis vier nebeneinandergespannt den Wagen zogen, waren gepanzert. e b e n s o d e r W a g e n l e n k e r. H i n t e r d i e s e m s t a n d # ein Krieger, der mit Bogen, Wurfspieß und Lanze focht; allmählich vermehrte man die Zahl der Kämpfer bis auf 10, die, wenn der Wagen die seindlichen Reihen durchbrochen hatte, ich Rücken des Gegners fochten, während das übrige Heer von vorn angriff. Die für eine Phalanx A surchtbare Waffe zeigte sich der römischen Heeres# ordnung gegenüber als völlig ungeeignet, da die Zwischenräume zwischen den einzelnen Ab## teilungen die Möglichkeit gewährten, ihnen auszuweichen, ohne daß dadurch die Ausstellung # der Truppen in Verwirrung geriet. Außerdem verhinderte man auch wohl ihr Herankommen □ ganz und gar. entweder durch Fußangeln oder indem man vor der Schlachtreihe Pfähle in die Erde schlug. die leichte Truppen deckten. Auch die nordischen Völker kannten den Streitwagen. Er war im Norden verbreiteter als man glaubt. Schon Cäsar beschreibt in 4 seinem Werk„de bello gallico“ die Art, wie diese Sichelwagen kämpften: Zuerst durchkreuzten sie das Schlachtfeld nach allen Richtun## gen hin, indem sie dabei Geschosse warfen. und brachten allein durch den Schreck vor den Pferden und durch das Geräusch der Räder, die die gefährlichen Sicheln trugen, die Reihen der Gegner gewöhnlich in Verwirrung: hatten sie sich dann zwischen die feindliche Reiterei gedrängt. sprangen die Kämpfer vom Wagen herab und fochten zu Fuß. während der Wagenlenkerrsich allmählich zurückzog und den Wagen so aufstellte, daß die Kämpfer sich leicht zu ihm zurückziehen konnten. Ständige Uebung ermöglichte den Wagen selbst auf schwierigem Gelände sicher zu lenken. die Deichsel entlang zu laufen, und auf dem Joch sich aufzustellen oder auch sich während der Fahrt eiligst auf den Wagen zu schwingen. In den Punischen Kriegen lernten die Römer auch die Elefanten kennen, die in der Schlacht einen Turm trugen, in dem sich vier oder mehrere karthagische Bogenschützen befanden. Der Lenker saß. mit dem Rücken an den Turm gelehnt, auf dem Nacken des Tieres. Der Kampfelefant war mit einem Stirnpanzer bewehrt. Später bedienten sich auch die Römer der Elefanten, doch wohl mehr, um die eigenen Truppen an den Anblick und die Behandlung der Tiere zu gewöhnen, als weil sie von ihrer Anwendung einen Vorteil erwarteten. Denn ein verwundeter Elefant geriet leicht in Verwirrung und wendete sich dann gegen das eigene Heer. Um dem vorzubeugen, haben die karthagischen Lenker bereits einem wütend gewordenen Elefanten eine Art Stemmeisen mit einem starken Hammerschlag tief ins Genick getrieben, so daß das Tier sofort tot niederstürzte. Asiatische Völker brauchten auch Kamele in der Schlacht. Bei Raphia kämpften arabische Bogenschützen, nachdem sie ihre Pfeile verschossen hatten, von diesen Tieren herunter mit langen Schwertern. Die abassidischen Kalifen unterhielten ein besonderes Kamelreiterkorps, das eiserne Helme trug, auf denen ein von Asphaltfilz genährtes Feuer loderte. Ueber den Burnussen wurden mit Naphtha getränkte Wergbüschel entzündet; die Reiter waren durch unbrennbare Filzunterkleidung geschützt, auch wurden Hände und Gesicht mit Kalkstein eingerieben. Nächtliche Angriffe dieser feurigen Kavallerie mögen eine schreckenerregende Wirkung gehabt haben. Leider ist nicht überliefert, ob und wo dieses phantastische Korps eingesetzt wurde und welche Siege es errungen hat. Auch im Mittelalter ist der Gedanke des Streitwagens wieder aufgetaucht. Erfindungsreiche Köpfe versuchten einen mit leichten Geschützen bestückten Wagen so zu bauen, daß er von Pferden im Wageninnern fortbewegt werden konnte. Im 16. Jahrhundert gab es mit kleinen Geschützen ausgestattete Wagen, die von gepanzerten Pferden gezogen wurden. Aber erst die Erfindung des Verbrennungsmotors lieferte die Kraft, einen schwer gerüsteten gepanzerten Wagen vorwärts zu bewegen. Deutsche Ingenieure waren es, die schon vor dem Weltkriege den Gedanken konstruktiv auf ihrem Zeichenbrett niederlegten; praktisch wurde er zunächst im Auslande verwirklicht. Dem ersten Erscheinen der„Tanks“ kam die Ueberraschung zugute, die bald durch Handgranatenbündel und Tankabwehrkanonen— TAK.— überwunden wurde, zumal die ersten Panzerfahrzeuge noch sehr einfache Maschinen waren, gepanzerte Raupenfahrzeuge oder gepanzerte Autos mit keinem oder nur ungenügenden Panzerschutz der Räder und Antriebsvorrichtungen. Daher ging man ihnen auch von unten zu Leibe, indem man Bomben darunter warf. Naturgemäß wurde der Mangel der ungeschützten Unterseite dann bald ausgeglichen. Die heutige Kampfwagenwaffe hat nur wenig Aehnlichkeit mit jener vom Weltkriegsende, die mehr als Begleitwaffe denn als selbständige Waffe betrachtet wurde. Grundsätzliche Anforderungen an diese Fahrzeuge waren große Geschwindigkeit und die Möglichkeit, die Straße zur Umgehung von Hindernissen verlassen zu können, also die sogenannte Geländegängigkeit. Daher wurden die Raupen= oder Gleiskettenfahrzeuge immer mehr vervollkommnet. Ueber die Vorgeschichte dieser Raupenwagen laufen durchweg irrtümliche Nachrichten um. So ist die vielgehörte Behauptung unrichtig, ein Engländer namens Tanc sei der Erfinder. Das Wort ist ostindischen Ursprungs und bedeutet soviel wie ausgemauerter Wasserbehälter. Es ist dann entsprechend angewendet worden. Die Bezeichnung des Kampfwagens als„Tank“ ist darauf zurückzuführen, daß ihr Bau während des Weltkrieges von den Engländern auch vor den Arbeitern geheimgehalten werden sollte; die Verschickung nach Frankreich erfolgte in Verschlägen, die ebenfalls der Geheimhaltung wegen die Aufschrift„Tanc" trugen. Dadurch führte sich an der Front die Bezeichnung ein. Pferdebespannte Wagen mit Raupenketten wurden schon 1770 für landwirtschaftliche Zwecke gebaut, um die Gefahr des Einsinkens zu vermeiden. Die Patenliteratur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kennt eine ganze Anzahl ähnlicher Einrichtungen; auch praktische Versuche haben stattgefunden. Im Deutsch=Französischen Krieg 1870/71 beschäftigte sich Moltke mit dieser Art des mechanischen Zuges, den der später als Dichter=Ingenieur bekanntgewordene Max Eyth im Felde vorgeführt hatte. Im Jahre 1880 veröffentlichte der preußische Hauptmann Schneider sein Buch über„Das neueste Transportverfahren mittels eiserner endloser Fahrbahn“, das den Gedanken eines militärischen Raupenwagens erörterte. Die österreichische Militärverwaltung lehnte 1911 den Vorschlag eines Raupenwagens, der tiefe und hohe Hindernisse überwinden könne, ab, weil sie die Erfindung nur automobil=, aber nicht waffentechnisch wertete. Im Winter 1914/15 führte der deutsche Ingenieur Hugo Bremer der Heeresverwaltung ein Modell seines Kettenwagens vor. Als die deutsche Front in der Schlacht von Cambrai September 1916 erstmals von den Engländern mit Tanks angegriffen wurde, griff das Kriegsministerium auf den Plan von Bremer zurück. Unter verschiedenen Fahrzeugen wurde eines mit einem 100=PS=Motor und ein anderes als Schmellwagen gebaut. Schließlich kam der Modellwagen infolge des Eisenbahnerstreiks nicht nach Berlin, und dann kam der Waffenstillstand. Die Kriegsindustrie aller Länder setzte sich sogleich nach dem Weltkriege die Vervollkommnung der Tankwaffe zum Ziel. Das Pariser Vorstadtdiktat enthielt Deutschland den Kampfwagen grundsätzlich vor. Nachdem der Führer aber die Wehrhoheit erklärt hatte, holte Deutschland sehr gründlich auf. In den entscheidenden Schlachten dieses Krieges hat es sich gezeigt, daß Panzertruppen für den Kampf und für die Ausweitung des Erfolges um so nötiger sind, als die Kavallerie in ihrer ursprünglichen Form vom Schlachtfelde verschwunden ist. Die jetzigen Ritter des Schlachtfeldes sind von allen Landstreitkräften die raschesten und haben die größte Reichweite, haben daher auch von einem Zusammenarbeiten mit der Luftwaffe den größten Gewinn. Kein Erfolg allerdings ohne Einsatz des kämpferischen Geistes aller Waffenträger. Die deutsche Panzertruppe hat gezeigt, daß ihr kämpferischer Geist dem des Feindes überlegen ist. K. Fr. Koetschau. Eine Anekdote um Max Reger Einmal kam mit einer neuesten Komposition ein junger Tondichter zu dem Meister und bat um sein gütiges Urteil. Das Machwerk hieß„An die Nachwelt". Reger überflog die Seiten der Partitur, nickte wohlwollend, so daß der andere schon frohe Hoffnung hatte, und sagte dann:„Die Musik ist gar nicht so übel und der Titel ist sogar schön, sehr schön, aber ich befürchte, daß das Ganze seine Adresse niemals erreichen wird.“ Er war ein Historische Stizze von Vernhard Faust In der Nähe von Versailles, bei den letzten Kämpfen gegen Napoleon, geriet Sohr, der berühmte preußische Reiterführer, mit seinen vommerschen Husaren in den Hinterhalt einer feindlichen Uebermacht. Besonders die Spitze, geführt von dem Leutnant von Yorck, einem Sohn des alten Isegrim, focht einen schweren, verlustreichen Kampf. Es war ein waldreiches unübersichtliches Gelände, und der Leutnant, ein schöner herrischer Mensch, fast ein Knabe noch, verwickelte sich immer verzweifelter in dieses aussichtslose Gefecht. Zuletzt stob seine Schwadron auseinander. er wehrte sich allein, nur im Rücken gedeckt von seinem treuen Burschen. Eine ganze Meute französischer Dragoner umschwärmte sie, aber er hieb, schoß, stach mit zornigem Ingrimm. Man bot ihm Pardon an, doch Yorck dachte an seinen Vater, den großen General. Schon blutete der Leutnant aus einer klaffenden Wunde, aber Mut und Gewissen hießen ihn standhalten. Entsetzt sah sein Bursche, der sich mit pommerschen Flüchen einen Weg durch das Handgemenge bahnte, daß sein Herr verbissen weiterfocht und ihm nicht folgte. Ein französischer Offizier schrie dem Leutnant zu, er möge das unnütze Wüten aufgeben, seine Haft sei ehrenvoll, und man belasse ihm den tapferen Degen Zähneknirschend warf sich der Preuße dagegen und forderte ihn heraus: „Nein, nein, vor die Klinge, Herr, ich bin ein Yorck!“. Er focht weiter, und sein Degen blitzte silbern in der hellen Sonne. Dann geschah das Unvermeidliche: Der Leutnant, aus mehreren Wunden blutend, fiel, gefällt von dem plumpen Streich eines baumlangen französischen Wachtmeisters, der den ungebärdigen Gegner fangen wollte, entseelt zu Boden. Da senkten sich jäh die feindlichen Säbel vor der Majestät des Todes. Rasch verbreitete sich davon die Kunde im Heer. Der General von Yorck ließ Ermittlungen anstellen, und der Adjutant, der ihm teilnahmsvoll die Meldung erstattete, tat es mit bleichem Gesicht. Der greise Yorck, der bei Tauroggen seinen guten Namen für das Vaterland auf die Waagschale geworfen und auch seinen Kopf dreingegeben; den dafür, einen Aufsässigen, einen Rebell, die Angnade seines Königs getroffen hatte, ertrug auch diesen Schlag. Nur um seine schmalen Lippen strich flüchtig ein bitteres Zucken. „Er ist gefallen“, sagte er, und ebenso fest: „Er ist tot!“. Yorck sah nicht den Offizier, der vor ihm stand. Sein Blick ruhte in unbekannter Ferne: „Er war noch ein Kind... Er starb so jung, aber er hat sich mit männlichem Mut geschlagen.“ Der General preßte die Hand auf den Säbelkorb. Unbewegt stand er an seinem Platz, als stände er dem geliebten Toten leibhaftig gegenüber. Endlich wich die Starre aus dem harten Greisenangesicht, und der bittere Mund schloß sein Gespräch vor der Ewigkeit:„Er war ein Yorck!...“ Und verhauchend, umwoben von dem unbegreiflichen Glanz des Wortes, klang es, schwer hervorgestoßen, wie ein Gelöbnis nach:„Ein Deutscher!". Ein Krösus an kulturellem Besitz Der Aufstand des deutschen Geistes gegen unerträgliches Händlertum Baldur von Schirach warf damit die Frage auf, was uns denn in unserer Zeit die Bücher bedeuten:„Jeder Deutsche wird im Hinblick auf seinen kulturellen Besitz als ein Krösus geboren. Das müssen wir unserem Volke immer wieder vor Augen stellen. Nichts ist so Gemeinschaftseigentum als das kulturelle Gut eines Volkes Jeder deutsche Mensch besitzt die„Zauberflöte“ Mozarts und besitzt Weimar. Das ist es, was wir gegen den Feind zu verteidigen haben, und was in dieser gegenwärtigen Auseinandersetzung siegen muß, um das Ansehen und die Würde dessen, was Menschenantlitz trägt, zu retten, sonst kann die Nachwelt im Zeichen der Pfundnote und des Beessteaks die Radierungen Rembrandts und die Notenblätter der Matthäus=Passion kiloweise als Makulatur verkaufen. In Deutschland erhält sich das Ingenium der Menschheit gegen ein ödes, unerträgliches Händlertum. An dieser großen Mobilisierung des Geistes, in der die Weltanschauung gegen die Geldanschauung gesetzt wird, ist jeder deutsche Mensch, jeder Soldat, jeder Junge, jeder Arbeiter, jeder Bauer, jede Hausfrau bewußt und unbewußt beteiligt.“ Zum Schluß einer Ausführungen richtete der Reichsleiter einen Appell an die Buchhändler, den jungen unbekannten Autor zu verlegen. denn es sei mehr Ehre für einen Verleger, einem jungen Dichter beim ersten Aussitzen aufs Pferd den Steigbügel gehalten zu haben, als einem alten zum 150. Tausend das 160. Tausend hinzuzufügen. Musik im deutsch=flämischen Kulturaustausch Hendrik Diels, der musikalische Oberleiter der Flämischen Oper in Antwerpen, dirigierte im Berliner Deutschen Opernhaus eine Vorstellung von Verdis„Aida“ mit bemerkenswertem Erfolg. Bei den starken Bindungen, die Belgien zum westlichen Kulturkreis eingegangen war, überrascht es, zu erfahren, daß die flämische Oper im vorigen Jahre bereits auf ein 50jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Eine Aufführung des„Freischütz“ in flämischer Sprache im „Flämischen Schauspielhaus“ zu Amsterdam 1890 war das große Ereignis, mit dem diese Epoche Leipzig, 11. Mai. Die zweite Kriegs=Kantatesagung der deutschen Buchhändler fand ihren estlichen Höhepunkt in einer Kundgebung des seutschen Buchhandels im Neuen Theater zu Leipzig. Oberbürgermeister Ministerpräsident D. Freyberg gab in seiner Begrüßungsinsprache bekannt, daß die Stadt einen Kantatedichterpreis gestiftet habe, der alljährlich an inen Schriftsteller oder Dichter, der durch seine Person oder durch sein Schaffen in kultureller Beziehung zu Leipzig steht, verliehen werden oll. Als ersten Preisträger verkündete er unter sem lebhaften Beifall des überfüllten Hauses den Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns Johst, den politischen Dichter Hroßdeutschlands, der. aus Seerhausen. Bezirk Leipzig, gebürtig, seiner Heimat treu verbunden st. Anschließend sprach der Leiter des Deutschen Buchhandels und Vizepräsident der Reichsschriftumskammer, Oberdienstleiter Wilhelm Baur, iber die Kriegsaufgaben des deutschen Buchsandels. Dann nahm Reichsleiter Baldur von Schirach das Wort. Er begann seine Ausführungen mit einer Huldigung an die deutsche Sprache.„Als der Führer, so sagte er,„die deutsche Sprache in allen Möglichkeiten ausschöpfend, zur Nation zu reden begann, war er seit Martin Luther der erste, der zu allen Deutschen in ihrer Sprache zu reden und zu schreiben verstand. Und wenn die Höfe und sogenannten führenden Schichten zu erbärmlich waren, um diese tiefste, edelste ind vollkommenste Sprache der Welt zu gebrauchen— auf Bauernhöfen und bei Arbeitern blieb Deutsch deutsch. Der bewußt seiner Zeit lebende junge Deutsche der Gegenwart wird von Kindheit an im Banne der Zeitgeschichte stehen. Das ist sein unermeßlich großes Glück. Wohl denen, die ihre Helden nicht aus Büchern gewinnen müssen und ihre Vorbilder sichtbar vor Augen haben. Sie fühlen: Nie wurde so ins Große gedacht und ins Große gehandelt. Geschenk des Schicksals, davor bewahrt geblieben zu sein, in einer bürgerlichen Welt aufwachsen zu müssen, Geschenk des Schicksals, von der Phrase erlöst zu sein, den eigenen Wert und den Wert der anderen am Maßstab der Leistungen und der Tapferkeit gemessen zu sehen.“ eingeleitet wurde. Das aufgeführte Werk bedeutete ein Programm! Während die Brüsseler Oper ebenso wie das Konzertleben dieser Stadt sich westlich orientierte, betonte die flämische Oper in ihrer ersten Aufführung sofort die Verbundenheit mit dem deutschen Geistes= und Kulturleben. Die beginnende Neuordnung Europas hat inzwischen bereits die künstlerisch wirkenden Kräfte der Flamen freigemacht, und Generalmusikdirektor Hendrik Diels denkt mit großer Freude und Zuversicht an die Erweiterung des Austausches kultureller Güter zwischen seiner Heimat und Deutschland, der sich mit dem nächstgelegenen rheinischen Bezirk schon weitgehend angebahnt hat. Der Spielplan des letzten Jahres enthielt etwa 25 Werke. Zu ganz großen Erfolgen wurden Glucks„Orpheus", Beethovens „Fidelio“ und Wagners„Walküre“. Austauschgastspiel ergaben sich bereits mit dem nahegelegenen Köln. Die Flamen führten „Anna=Marie“ von Renaat Vermans nach einem Text von Felix Timmermans auf und erhielten als Gegengabe Pfitznes„Palestrina“, der einen so tiefen Eindruck hervorrief, daß man die Oper nun auch selbst herausbringen wird. Auch in seinen Konzerten setzt Hendrik Diels sich zielbewußt für den kulturellen Austausch zwischen zwei artverwandten Stämmen und für geistige Anregungen fördernd ein. Diels verpflichtet deutsche Künstler und stellt dafür den deutschen Dirigenten flämische zur Verfügung. Bochum: Grabbes Gesamtwerke Unter dem Zeichen„Grabbe und das Deutsche Theater“ wird die vom 22. bis 29. Juni findende Grabbe=Woche in Bochum stehen. Es wird dieser Gesamtaufführung der acht Hauptdramen Grabbes vorbehalten bleiben, zu entscheiden; was in Zukunft auf der deutschen Bühne von den Hauptwerken des Dichters Bestand haben wird. Beginn des Dresdner Musiksommers Der Dresdner Musiksommer, der den repräsentativen Leistungsbeweis der führenden Kunstinstitute der sächsischen Landeshauptstadt im Kriege erbringen will, hat begonnen. Den Auftakt gab die Philharmonie mit einem Beethovenabend unter Willem Mengelbergs Leitung. Der holländische Dirigent ist alljährlich Gast des stadteigenen Dresdner Orchesters, dessen Kräfte er an einem solchen Abend aufs höchste zu spannen weiß. Bonn. Zu ihrer ersten Veranstaltung im Sommersemester hatte die Studentenführung der Universität Hans Friedrich Blunck geladen. Die reife, aus dem klaren Quell deutscher Geschicht: geschöpfte Kunst Hans Friedrich Bluncks blieb nicht ohne Eindruck auf die studentische Jugend. Köln. Im Alter von 85 Jahren starb in Köln der Dombaumeister Ludwig Arntz. Er wurde einem größeren Kreis bekannt durch seine Mitarbeit an den Erhaltungsarbeiten am Wiener Stephansdom und Domkreuzgang in Magdeburg. Diese Tätigkeit führte zu seiner Berufung nach Straßburg, dessen Münster vor der Jahrhundertwende in vielen Teilen gefährdet war. Arntz wirkte mit bei der Wiederherstellung des Kölner Rathausportals und Erhaltungsarbeiten an der Eyneburg bei Aachen. Mit besonderer Liebe widmete er sich der Inventarisation der Kölner Kirchen und Bauten. Wien. Das Preisgericht in dem von der Stadt Wien ausgeschriebenen Wettbewerb um ein H. St. Chamberlain=Denkmal hat einstimmig dem Bildhauer Ernst Kubiena den ersten Preis zuerkannt.— Im Wettbewerb für ein Ziehrer=Denkmal hat das Preisgericht den Entwurf des Akademieprofessors Josef Muellner zur Ausführung empfohlen. „Deutsches Theater Lille“ eröffnet Brüssel, 11. Mai. Der Bereich des Militärbefehlshabers in Belgien und Nordfrankreich und in engerem Sinne Lille hatten bei der ersten Wiederkehr des Jahrestages des Feldzuges im Westen ein hervorragendes kulturpolitisches Ereignis zu verzeichnen. In dem imposanten ehemaligen Opernhaus dieser Stadt wurde das„Deutsche Theater Lille“ mit der Festaufführung von Goethes Trauerspiel „Egmont“ und der dazugehörigen Beethovenschen Musik feierlich eröffnet. Die Bedeutung dieses Tages wurde durch ein Geleitwort des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels, unterstrichen. Reichodramaturg Ministerialdirigent Dr. Schlösser überbrachte zur Eröffnung des Deutschen Theaters persönlich die Grüße der Heimat und der deutschen Künstlerschaft an die Wehrmacht und das nach Lille verpflichtete Ensemble. A Nus der Büren, Dienstag, den 13. Mai 1941 Die Jugend sammelte. Unter der Paroie „Für den Frieden geschaffen— im Kriege bewährt“ sammelte die Hitler=Jugend am Sonnabend und Sonntag für das Deutsche Jugendherbergswerk, indem sie hübsche kleine Abzeichen: Fahrtenmesser, Tornister, Feldflaschen usw. zum Verkauf brachte. Fleißig und unermüdlich war die Jugend am Werk, die Spenden für das große Werk der deutschen Jugendherbergen zusammenzutragen und im Verein mit der Opferbereitschaft der Bevölkerung auch dieser bedeutungsvollen Sammlung zu einem sieghaften Erfolge zu verhelfen. Das Ergebnis in der Stadt Büren beläuft sich auf 353.74 RM. Dazu kommt noch der Verkauf von kleinen Bildchen durch die Schuljugend, der über 200.— RM. eingebracht haben dürfte. Das genaue Ergebnis steht noch nicht fest. Gegenüber der gleichen Sammlung im Vorjahr wurden rund 100 RM. mehr erzielt. Wir wollen hoffen, daß nach dem Kriege die Jugendherberge Büren gebaut wird. Bestandene Prüfung. Der bei der Stadt= und Amtskasse Büren beschäftigte Buchhalter Heinrich Kothe bestand an der Verwaltungsschule zu Soest die Inspektorprüfung. Unsern Glückwunsch! Wanderung im Mai. Alljährlich ist die Nachbargemeinde Brenken mindestens einmals das Wanderziel der Abteilung Büren des Sauerländischen Gebirgsvereins. Die erste Maiwanderung, an der sich über 30 Wanderfreunde beteiligten, führte durch die Wiesung und dann durch das Brenker Oberholz nach Brenken. An dem Waldrand der Wiesung genossen wir eine gute Fernsicht, die es gestattete, 13 Dörfer und Städte in den Kreisen Büren und Lippstadt zu schauen. Am Horizont grüßten die Sauerländer Berge und die Bruchhäuser Steine herüber. Nach einer stundenlangen Waldwanderung erreichten die Wanderer, unter denen das weibliche Geschlecht sehr stark vertreten war, die„Fuchshöhle“ in Brenken, wo nach alter Gewohnheit Rast gemacht wurde. Nach der wohlverdienten Stärkung teilte sich hier die Wandergruppe: die einen fuhren mit der Bahn nach Büren zurück, während die andere Hälfte auf Schusters Rappen heimwärts zog. Die nächste Wanderung findet voraussichtlich am Himmelfahrtstag statt; als Wanderziel ist Eringerfeld in Aussicht genommen. „Kriegswaschfibel“ zur Seifenkarte. Die ab 1. Juni 1941 gültig werdende Seifenkarte wird nach einer Anordnung der Reichsstelle für industrielle Fettversorgung den Aufdruck tragen: „Verlange beim Seifeneinkauf die Kriegswaschfibel". Sie ist in den Einzelhandelsgeschäften zu haben. die Ware auf die Seifenkarte verkaufen. Die Mahnung dieses Heftchens„Schone deine Wäsche!“ geht ganz besonders jetzt im Kriege jede Hausfrau an. Wann erhält eine Frau Witwenrente? In der Angestelltenversicherung erhält die Witwe ohne jede weitere Voraussetzung Witwenrente. Sie beträgt die Hälfte der Rente, die der versicherte Ehemann bekommen hätte, wenn er im Zeitpunkt des Todes einen berechtigten Rentenanspruch gestellt hätte. Anders liegen die Dinge in der Invalidenversicherung. Nach dem geltenden System, wie es sich in Jahrzehnten herausgebildet hat, sind die kapitalmäßigen Voraussetzungen in der Invalidenversicherung weniger günstig als in der Angestelltenversicherung. Außerdem stellen die Frauen im Gegensatz zur Angestelltenversicherung in der Invalidenversicherung ein hohes Versicherungsrisiko dar, d. h. an die Invalidenversicherung werden weit häufiger Rentenansprüche von Frauen gestellt als an die Angestelltenversicherung. Wenn auch die nachstehenden Voraussetzungen nötig sind, so ist doch seit 1933 eine wesentliche Erleichterung eingetreten. Witwenrente aus der Invalidenversicherung erhält nicht nur diejenige Ehefrau eines verstorbenen Versicherten, die entweder selbst Invalide oder aber 65 Jahre alt ist, sondern auch diejenige Witwe, die beim Tode des Ehemannes mindestens vier Kinder erzieht. die waisenberechtigt sind. Der spätere Wegfall einzelner Kinder durch den Tod oder Ueberschreiten der Altersgrenze vermindert lediglich die Rente, bringt sie aber nicht völlig zum Wegfall. Wer hat Anspruch auf Waisenrente? Anspruch auf Waisenrente haben in der Angestelltenversicherung wie in der Invalidenversicherung alle ehelichen und für ehelich Lagung der kleintlerzacster Vorträge und Filmvorführungen Die Kreisgruppe Lippstadt=Büren im Reichsverband der Kleintierzüchter hatte zu Sonntagnachmittag nach Lippstadt in den„Nordstern“ ihre Mitglieder und weitere Zuchtfreunde eingeladen. Die hier veranstaltete Kreisgruppen=Tagung behandelte wichtige züchterische Fragen. Nach der Begrüßung durch den Kreisgruppenführer Schilling(Salzkotten) wurden mehrere organisatorische Angelegenheiten besprochen. Ueber wissenswerte Einzelheiten aus dem großen Gebiet der Kaninchenzucht sprach darauf Kreiswollfachwart Bode(Lippstadt), der in seinen Ausführungen besonders die Angorazucht behandelte. Neben den allgemeinen Zuchtrassen sollten von jedem Züchter auch einige Angorakaninchen gehalten werden, die entweder zur Weiterzucht zu verwenden oder als Wollträger, die weniger der Fortpflanzung dienen, heranzuzüchten seien. Im weiteren Verlauf der Tagung wurden die neuen Schurtermine festgesetzt. In der kalten Jahreszeit solle nicht geschoren werden, damit die Tiere nicht infolge der„Entfellung“ Erkältungskrankheiten ausgesetzt sein würden. Danach wurden weitere Zuchtergebnisse bekanntgegeben. Im Anschluß an eine kurze Pause wurden einige Bildstreifen vorgeführt, die, durch Ergänzungen erläutert, den Züchtern viel Aufschluß über die Erleichterung ihrer Arbeit gaben. So war auch diese Tagung der Kleintierzüchter, zu der viele Mitglieder und Zuchtfreunde erschienen waren, ein Schritt weiter auf dem erfolgreichen Wege der Züchter, deren Arbeit in der Gegenwart besondere Bedeutung beizulegen ist, da sie der Wollversorgung im Rahmen der Kriegswirtschaft viele Vorteile bringt. Der Hausgarten im Mai Die ersten Semüse können geerntet werden Der Mai bringt uns neben der Blütenpracht schon die ersten Ernten: Salat und Radieschen, Spinat, Gartenkresse, Rhabarber und vielerlei Kräuter. Vor allem genießen wir in vollen Zügen die Gaben unserer Spargelbeete. Je nach Witterung wird zwei= bis dreimal gestochen. Die Ernte der Rhabarberstiele dauert genau so lange, wie die Spargelernte. Damit die Pflanze ihre ganze Kraft den fleischigen Stielen widmen kann, brechen wir die Blütenstiele aus. Spinat, Radieschen, Erbsen, Karotten und Schnittsalat werden noch alle zwei Wochen nachgesät. Alle Kohlbeete müssen jetzt fertig bepflanzt werden, und auch die Spätkartoffeln kommen in die Erde. Ende des Monats, wenn die Eisheiligen keinen Schaden mehr anrichten können, pflanzen wir die empfindlichen Gurken, Kürbisse und Tomaten, Lauch. Sellerie und Zwiebeln. Stangenbohnen und Zuckermais werden jetzt gesät, und Dill, Kerbel, Gurkenkraut, Gartenkresse und andere Kräuter werden frisch nachgesät. Alles, was wachsen soll, braucht Luft und Wasser, also hacken und wässern wir fleißig; das vertreibt auch das Unkraut, das jetzt üppig wuchert. Kürbisse setzen wir nicht auf den Komposthaufen, sondern an seinen Rand. Sie bekommen da auch genug Nahrung. Die Ranken legen wir als Schattenspender über den Kompost. Die Gurkenbeete, die wir rechtzeitig fertig gemacht haben, und deren Ränder wir mit Kohlrabi oder Salat bepflanzen, brauchen sehr nahrhaften Boden. Auch wollen die Gurken viel Wasser haben, wenn sie gut geraten und nicht bitter werden sollen. Die sehr empfindlichen jungen Pflanzen müssen vor Sonnenglut und Nachtfrost durch übergestülpte Tüten oder Blumentöpfe geschützt werden. Die Tomaten bekommen ein besonders gut gedüngtes Beet in voller Sonne. Sie vertragen auch frischen Dung und oftmals Güsse mit Dungwasser. Jede Pflanze bekommt einen sogenannten Gießteller, eine flache Mulde, die den Wurzeln das Aufsaugen des Gießwassers erleichtert. Gurken und Tomaten kann man auch, um Platz zu sparen, an einen voll besonnten Drahtzaun pflanzen. Die Erde am Zann wird tief gegraben und so gut wie die übrigen Gurken= und Tomatenbeete gedüngt.— Lauch wird. damit er lange, weiße Stangen bildet, in 15 cm tiefe, handbreite Rillen gesetzt, an deren Boden er nur leicht angedrückt wird. Die Rillen bleiben offen, schwemmen aber allmählich durch Gießwasser und Regen zu. Erst im September werden sie ganz zugescharrt und auch noch angehäufelt. Kein frischer Dung. keine Jauche! Knollensellerie dagegen wird sehr hoch gepflanzt, desto besser werden die Knollen. Sie will auch guten, alten Gartenboden und verschmäht frischen Dung. Aber Wasser braucht sie reichlich. Stangenbohnen können wir auch an Lauben und Drahtzäunen ziehen, nur Luft und Sonne müssen sie haben. Neben dem Wässern und Unkrauthacken ist die Schädlingsbekämpfung im Mai sehr wichtig. Wir müssen eine unbarmherzige Jagd auf Maikäfern, Erdflöhe, Blattläuse, Blutläuse, Spargelfliegen und anderes Ungeziefer machen. Spalierobst braucht in kalten Nächten einen Schutz durch Strohmatten oder Decken. Obstbäume und Sträucher, die Fruchtansatz haben, bekommen viel Wasser, auch Dungwasser. Es empfiehlt sich, Löcher in die Erde zu bohren, damit die Feuchtigkeit auch an die tieferen Wurzeln herankommt. Die verblühten Frühlingsblumen werden abgeräumt und die Beete mit Sommerblumen neu bepflanzt, damit uns ein lückenloses Blühen im stets ordentlichen Garten erfreut. Unsere Zimmerpflanzen im Frühjahr Fast alle Zimmerpflanzen müssen innerhalb eines Jahres auch einmal verpflanzt werden. Am besten eignen sich für das Umpflanzen die Monate Mai und Juni, weil die Pflanzen in diesem Zeitraum neu treiben. Bei dieser Arbeit muß äußerst vorsichtig verfahren werden. Mit der rechten Hand fassen wir die Pflanze am Stamm weit unten an, und zwar nur mit Daumen und Zeigefinger. Die übrigen Finger werden gespreizt über die Oberfläche des Topfes gespannt, dann wird der Topf umgedreht, leicht auf eine Holzkante aufgeschlagen, und nun kann der Topf mit der linken Hand ganz leicht vom Erdballen abgehoben werden. Mit einem dünnen Stäbchen werden die Wurzeln etwas gelockert und die alte Erde aus dem Ballen geschüttelt. Dünnbewurzelte Topfpflanzen erhalten einen gleichgroßen Topf, dickbewurzelte jedoch ein um einen Finger breiteres Gefäß. Die frische Erde muß den Wurzelballen in gleicher Weise umhüllen wie die abgeklopfte alte Erde. Hohlräume dürfen nicht entstehen. Deshalb wird nach dem Einfüllen der Erde mit lauem Wasser angegossen und abermals Erde nachgefüllt. Auf den Boden des Blumentopfes ist zweckmäßig eine Tonscherbe zu legen. Fuchsien, Pelargonien und Myrthen müssen im Frühjahr etwas zurückgeschnitten werden, erst zwei bis drei Wochen nach dem Verschneiden werden sie umgetopft. Es ist zu beachten, daß die Töpfe aus dem Zimmer nicht sogleich in die Frühlingssonne gestellt werden. Zuerst erhalten sie ihren Platz am schattigen Fenster, das nur einen Spalt breit an warmen Tagen geöffnet wird. Nach zwei Wochen dürfen die Pflanzen für ein bis zwei Stunden dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, das geschieht jedoch nur am Vormittag und nicht etwa zur Mittagsstunde. Nach weiteren acht bis vierzehn Tagen können sie dann länger in der Sonne und im Freien aufgestellt werden. erklärten Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Daneben auch die unehelichen Kinder einer Frau und diejenigen eines Mannes, wenn seine Vaterschaft amtlich festgestellt war Stirbt eine versicherte Frau, so haben ihre ehelichen Kinder nur mit bestimmten Einschränkungen Anspruch auf Waisenrente, ihre unehelichen Kinder dagegen in jedem Fall. Wie hoch ist der Kinderzuschuß? Nicht nur die Waisenrente, sondern auch der Kinderzuschuß zur Stammrente eines Versicherten wird ohne weitere Voraussetzung bis zum vollendeten 18. Lebensjahre gezahlt. Er beträgt für das erste und zweite Kind je.50 RM, vom 3. Kind an je 10.— RM. monatlich. Die vorstehend behandelten neuen Bestimmungen werden auch auf bereits laufende Rentenfälle angewandt, und zwar mit Wirkung ab 1. 1. 1941. Die Umrechnung kann unter Umständen noch längere Zeit in Anspruch nehmen, da eine außerordentliche Vielzahl von Fällen genauestens nachgeprüft werden muß. Es stört daher nur den Geschäftsgang der Versicherungsträger und Versicherungsbehörden, wenn die Rentner sich persönlich oder schriftlich an die 1 genannten Stellen wenden. Nach kurzer Krankheit verschied gestern im Krankenhaus zu Büren der Maschinist Ferdinand Helle. Seit dem Jahre 1902 erfüllte er treu und redlich seine Pflicht als Maschinist der Dreschgenossenschaft Barkhausen und erwarb sich das volle Vertrauen der Genossen und aller Mitbenutzer der Maschine. Wir werden ihm ein treues Andenken bewahren. Barkhausen, den 12. Mai 1941. Die Dreschgenossenschalt Barkhausen I..: J. Vonnahme. für zweimal wöchentlich gesucht. Kropp, Büren, Burgstraße 2. Srandenhitfe für täglich zwei Stunden für sofort gesucht. Frau Reincke, Büren, Klimmerstraße 2. Glatte„Reise nach Amerika“ Aus der Bewegung NS.=Frauenschaft Deutsches Frauenwerk. Heute, Dienstag, 20.15 Uhr, Heimabend der Jugendgruppe in der Harmonie. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. B9M.=Werk, Gruppe Büren. Heute(Diene, tag) treten alle Mädel pünktlich um 8 Uhr an der Turnhalle mit Turnzeug an. Die Sachen für die Päckchen sind mitzubringen. Hitler=Jugend(Schar Steinhausen). Heute, Dienstag, tritt die Schar Steinhausen pünktlich um 20.15 Uhr an der Schule in Uniform zum Dienst an. Die Jahrgänge 1923/24 treten nicht mit an. HJ. 34/281, Siddinghausen. Heute abend 8 Uhr treten alle Junggenossen zum Dienst an. Kreis Büren und Nachbarkreise Kreis Paderborn=Büren, 12. Mai. In einer Arbeits= und Schulungstagung der Ortsgruppen leiter und Kreisamtsleiter der NSDAP., Kreis Paderborn=Büren, die gestern in Paderborn stattfand, wurden die schwebenden Fragen und Aufgaben der Partei und ihrer Gliederungen eingehend durchgesprochen. Siddinghausen, 13. Mai. 75 Jahre alt. Am gestrigen Tage vollendete Frau Leopold Pack in voller Rüstigkeit ihr 75. Lebensjahr. Sie ist Inhaberin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter und konnte vor einigen Jahren mit ihrem Gatten das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Wir wünschen der Altersjubilarin auch weiterhin viel Glück und Segen! Salzkotten, 12. Mai. Der Landesbauernführer der Provinz Westfalen besichtigte im Anschluß an eine Besprechung über die vorbereitende Planung einer sofort nach Kriegsende in Salzkotten zu errichtenden sog. Werkssiedlung die inzwischen fertiggestellte und bezogene bäuerliche Neusiedlung Bosenholz und in ihr u. a. das Reichsarbeitsdienstlager der weiblichen Jugend und den Hof des Bauern Leifeld; er sprach sich anerkennend insbesondere über die durch die Bauern und die Stadt Salzkotten unter schwierigsten Voraussetzungen erzielten Leistungen aus. Lippstadt, 12. Mai. Vierzig Jahre an derselben Schule. In diesen Tagen kann die Lehrerin Fräulein Wilhelmine Schulte, wohnhaft Karl=Sattler=Straße, auf vier Jahrzehnte erfolgreicher Tätigkeit an der Hindenburg=Schule zurückblieben. Die verdiente Erzieherin erhiett bereits vor zwei Jahren das Treudienstehrenzeichen in Gold. Lippstadt, 12. Mai. Das Fest der Diamantenen Hochzeit feierten heute die Eheleute Lokomotiv= führer i. R. Theodor Leonhardt und Frau Anna, geb. Krüger, Lippstadt, Esbecker Landstraße 6. Herr Leonhardt wurde am 16 April 1853 in Thun im Erzgebirge geboren, während seine Thun im Erzgebirge geboren, während seine Gattin, die im Alter von 84 Jahren steht, aus Reitzenstein(Mark) stammt. Seit dem 1. Oktober 1889 wohnt das allseits hochgeachtete Ehepaar Leonhardt in Lippstadt. Aus dem nunmehr sechzigjährigen Ehebund gingen sieben Kinder hervor; der älteste Sohn starb im Weltkrieg den Heldentod. Frau Leonhardt ist Inhaberin des Goldenen Mütterkreuzes. Ihr Gatte war 43 Jahre, zunächst in Paderborn und dann 32 Jahre in Lippstadt, als Lokomotivführer tätig. Der alte Herr mit dem schönen weißen Vollbart gehört zu den stadtbekannten Persönlichkeiten; besonders im Reichskriegerbund ist er ein stets einsatzfreudiges Mitglied. Zum heutigen Ehrentage sprechen wir dem Jubelpaar die herzlichsten Glückwünsche aus. Möge Herrn und Frau Leonhardt die sehr gute Rüstigkeit, deren sie sich noch immer erfreuen. recht lange erhalten bleiben! Aus der Reihe der loten Scharmede: Elisabeth Nölleke, 11 J.— Paderborn: Heeresangestellter Josef Werdite, 53., Wwe. Elisabeth Meister geb. Jochheim, 77., Zugführer a. D. Ferdinand Drewes, 66 J.— Höxter: Ingenieur Karl Friebel. 89 J Hauptschrittleiter: Emil Reuber, Lippstadt; verantwortlich für den heimatlichen und Anzeigenteil: Otto Birkle. Büren; Verlag und Druck: C. Jos. Laumanns, Lippstadt. (Z. Zt. ist Preisliste Nr. 8 vom 1. Jan. 1941 gültig.) Achtung! Achtung! =eicharter! Kaufe lausend Schlachtziegen 10 RM. Zahle bis zu 2 U pro Stück Auch kaufe ich alle Sorten Pferde. Geben Sie sofort Nachrich. Postkarte genügt. Angebote sind zu richten an die nächste Abnahmestelle: Ziegengroßhandlung Fritz Frih Burghator, Buren, oder Barkhäuser Straße 2 Drucksachen liefert schnellstens Bürener Zeitung Wer seine Heimat liebt, liest unsere Heimatzeitung! handballDer neunte zwischen Deutschl tag vor 10 000“ Stadion vor sich ten deutschen Sie Ergebnis überr einmal an der der deutschen N aber zeigte sich verbesserten Sei und eine Ueber In der ersten mit:3 für sich spiel unserer El Zusammenarbeit besser, und mit Ungarn bis zun Die deutsche sofort aus. Na sicherte sich Ung :=Führung. 1 und über:7, 7 Deutschland. 2 garn ging der Wiesbaden in Deutschlo Zu dem ein schieden, die spieler bishe konnten, kam Erfolg, der Hockeyländersieg sich im Willysahen ein von durchgeführtes Gäste heftig glänzten durch auch technisch Hintermannscha schen Mannscha einen etwas ur im Felde war huder THC.). 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Erscheinen aller Büren. Heute(Diene. pünktlich um 8 Uhr an nzeug an. Die Sachen tzubringen. r Steinhausen). Heute. schar Steinhausen an der Schule in UniDie Jahrgänge 1923/210 ghausen. Heute abend genossen zum Dienst an. 5Nachbarkreise ren, 12. Mai. In einer agung der Ortsgruppen ter der NSDAP., Kreis gestern in Paderborn# hwebenden Fragen und ind ihrer Gliederungen n. Kai. 75 Jahre alt. Am te Frau Leopold Pack 75. Lebensjahr. Sie ist Ehrenkreuzes der deut te vor einigen Jahren Fest der Goldenen Hochsen der Altersjubilarin k und Segen! Der Landesbauerntfalen besichtigte im Anung über die vorbereifort nach Kriegsende in den sog. Werkssiedlung llte und bezogene bäuer. nholz und in ihr u. a. ager der weiblichen Juauern Leifeld; er sprach ndere über die durch die Salzkotten unter schwieerzielten Leistungen aus. 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Teütsche LanrAzirk=Eirg? handball-Erfolg gegen Ungarn Der neunte Handball=Länderkampf zwischen Deutschland und Ungarn, der am Sonntag vor 10000 Zuschauern im Mannheimer Stadion vor sich ging, ergab zwar den erwarteten deutschen Sieg, doch mit 11:8 Toren fiel das Ergebnis überraschend knapp aus. Das lag einmal an der wenig überzeugenden Leistung der deutschen Nationalmannschaft, zum anderen aber zeigte sich unser Gegner von einer stark verbesserten Seite. Es fehlte hier nicht viel. und eine Ueberraschung wäre fällig gewesen. In der ersten Halbzeit, die die Ungarn sogar mit:3 für sich buchten, war das Zusammenspiel unserer Elf höchst mangelhaft. Die deutsche Zusammenarbeit wurde erst in zweiten Hälfte besser, und mit verstärktem Einsatz wurde auch Ungarn bis zum Schlußpfiff niedergekämpft. Die deutsche:=Führung glichen die Ungarn sofort aus. Nach einem Zwischenstand von:1 sicherte sich Ungarn bis zur Pause sogar eine :=Führung. Dann glich Deutschland:5 aus, und über:7,•7 wurde es schließlich 11:7 für Deutschland. Mit dem achten Treffer für Ungarn ging der Kampf zu Ende, den MüllerWiesbaden in sichere Haltung umsichtig leitete. Deutschlands 50. Hocheu-Sieg Zu dem einzigen Sieg und den zwei Unentschieden, die Deutschlands Hockeyspieler bisher gegen die Ungarn erzielen konnten, kam jetzt in Schweinfurt ein zweiter Erfolg, der mit:0(:0) den 50. deutschen Hockeyländersieg brachte. 4000 Zuschauer hatten sich im Willy=Sachs=Stadion eingefunden. Sie sahen ein von der deutschen Elf meist überlegen durchgeführtes schnelles Spiel, in dem sich die Gäste heftig zur Wehr setzten. Die Ungarn glänzten durch großen Spieleifer und zeigten auch technisch Gutes, wobei sich vor allem die Hintermannschaft auszeichnete. Bei der deutschen Mannschaft machte der Torhüter Dröse oft einen etwas unsicheren Eindruck. Bester Mann im Felde war der Halblinke Lange(Harvestehuder THC.), von dem die meisten deutchsen Angriffe ausgingen. Schaltze siegte knapp Borussia Fulda übertraf sich selbst Im Rückspiel der Gruppe 2b gegen den deutschen Meister Schalke 04 wuchs vor 10000 Zuschauern in Fulda der Hessenmeister über sich hinaus. Die Westfalen kamen nur zu einem kargen:=Sieg. und wie schwer sie um den Sieg zu kämpfen hatten, beweist die Tatsache. daß Borussia Fulda sich lange einer:=Führung erfreute und erst vier Minuten vor Schluß den zweiten Verlusttreffer hinnehmen mußte. Schalke ohne Tibulski und Füller war spielerisch klar überlegen. aber die Borussen kämpften mit einem Rieseneifer, der durch das Führungstor von Huber belohnt wurde. Kuzorra holte erst spät nach dem Wechsel den Ausgleich heraus und Szepan schoß in der 91. Minute das Sieg bedeutende Tor. Jenas erster Sieg Der 1. SV Jena traf in der Königsberger Horst=Wessel=Kampfbahn vor 10000 Zuschauern den Ostpreußenmeister in einer schlechten Form. Dadurch konnte der Mittemeister sich mit:0 (:0) Toren siegreich durchsetzen. Ein höherer Sieg der Thüringer, die nun in der Gruppe 2a sich den zweiten Platz unter dem Hamburger SV erkämpft haben, war angesichts der unzureichenden Arbeit der VfB.=Abwehr durchaus möglich. Rasensport Gleiwitz Gegner des DSC. Gegner des Dredners SC. im Endkampf der Gruppe 1 ist Vorwärts Rasensport Gleiwitz, der sich in seinem letzten Spiel gegen Preußen Danzig mit:1(:0) erfolgreich durchsetzte VfL Köln in der Vorschlußrunde Auf der„Meinau“ in Straßburg erkämpfte sich der Mittelrheinmeister VfL 99 Köln die zum Endsieg in der Gruppe notwendigen Punkte und dadurch die Teilnahmeberechtigung an der Vorschlußrunde der deutschen Meisterschaft. Vor 7000 Zuschauern wurde der Elsaßmeister FC 93 Mühlhausen sehr sicher und klar mit:1(:0) Toren geschlagen. Die Rheinländer diktierten das Spielgeschehen ziemlich eindeutig. Offenbacher Kickers— Tus Helene:0 Die Offenbacher Kickers sind aus Altenessen mit einem ganz klaren:0(:0) Sieg bei Tus Helene zurückgekehrt. Dem Niederrheinmeister fehlten seine besten Stürmer Bertz und Novack an allen Ecken und Kanten. Die westfälischen Kundenspiele Herford schlägt Arminia Bielefeld Die Rundenspiele um einen Erinerungspreis in Westfalen wurden am Sonntag Gladbeck, 13. Mai. Nach 26 Jahren Gewehrkugel entsernt. Nach 26 Jahren machte sich des Geschoß eines Infanteriegewehrs, das dem 49jährigen Gladbecker Heinrich Richters beim Vormarsch in Galizien 1915 an der rechten Schulter in den Hals und die Lunge gedrungen und im linken Oberarm stecken blieb, recht unliebsam bemerkbar. Das Geschoß war damals nicht zu entfernen, die Wunden verheilten rasch und R. merkte nichts mehr von dem Vorhandensein des Fremdkörpers, bis sich vor einigen Tagen— nach 26 Jahren— am linken Ellbogen Schmerzen einstellten. Durch eine Röntgenaufnahme stellte man die Kugel an dieser Stelle fest, wo sie inzwischen eine Vereiterung hervorgerufen hatte. Durch operativen Eingriff konnte der Störenfried entfernt werden. Remscheid, 13. Mai. Eine äußerst rohe Gesinnung legte ein bereits siebenmal vorbestrafter Radevormwalder an den Tag, als er im Anschluß an ein Preiskegeln, bei dem ihm ein Kaninchen zugefallen war, das Tier in der gemeinsten Weise quälte, so daß es schließlich verendete. Wegen dieser rohen Tat hatte er sich jetzt vor dem Lenneper Strafrichter zu verantantworten, der ihn unter Einbeziehung einer Strafe wegen Unterschlagung zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zwei Monaten und zwei Wochen verurteilte. Köln, 13. Mai. Gattenmörder zum Tode verurteilt. Der 27jährige Johann Müller aus Bonn wurde vom Sondergericht Köln wegen Mordes an seiner hochschwangeren Ehefrau zum Tode verurteilt. Der Angeklagte ist seit 1936 verheiratet. Mit seiner Frau geriet er häufig in Streit. M. wurde zweimal wegen Diebstahls, zuletzt im November 1940, zu Gefängnis. strafen verurteilt und mußte namentlich wegen der letzten Strafe die Vorwürfe der Ehefrau einstecken. So setzte sich bei ihm allmählich der Gedanke fest, sich gewaltsam seiner Frau zu ente ledigen, weil er fürchtete, daß sie die Ehe mit ihm aufgeben könnte. Beruflich fuhr er regelmäßig mit einem Lastkraftwagen von Bonn in Richtung Hennef und kannte die Oertlichkeiten am Wege genau. In der Nacht zum 2. April, als die Frau neben ihm saß, schritt er zur Tat. In der Umgebung von Hennef schlug er ihr mit einem schweren Hammer auf den Kopf. Der Schlag war tödlich; trotzdem würgte er die in den letzten Zügen liegende Frau noch Die Leiche brachte er zu einer nahegelegenen Schutabladestelle und verscharrte sie dort 40 Zentimeter tief unter Kartoffelkraut. Die Frau wurde bald vermißt, ihre Leiche gefunden und als mutmaßlicher Täter der Angeklagte festgestartet. Für die Mannschaften der Gauklasse gestaltete sich der Auftakt gerade nicht erfreulich, wurden doch bis auf Borussia Dortmund alle übrigen am Sonntag in den Wettbewerb eingreifenden Gauklassenvereine besiegt. In der Staffel 1 unterlag der Herner Westfalia den Dortmunder Borussen mit:6(:), und der VfL Bochum 48 mußte sich auf eigenem Platz vom Ortsgegner Preußen mit:1(:1) geschlagen bekennen. Nicht besser erging es in der Staffel 3 der Bielefelder Arminia, die sogar von Union[WSC Herford mit :3(:0) eine empfindliche Niederlage einstecken mußte. Das zweite Treffen dieser Staffel zwischen BfB Bielefeld und Teutonia Livpstadt fiel aus. Und schließlich war auch in der Staffel 4 dem DSC Hagen gegen den Fe Schwelm 06 kein Sieg beschieden, vielmehr mußte der DSC den Gästen mit:1(:0) einen sicheren Sieg überlassen. Menden 09 unterlag Hagen 72 mit:4(:), die Begegnung in Schwerte mit VfL gegen Witten 92 fiel aus. genommen. Vor dem Sondergericht war er geständig. Er habe sich nicht dem Gespött der Nachbarn aussetzen wollen und auch die Treunung von seiner Frau gefürchtet. Durch die gräßliche Tat wurden, wie in der Urteilsbegründung betont wurde, zwei Leben vernichtet, so daß den Gewaltverbrecher die gleiche Strafe treffen müßte. Selters(Westerwald), 13. Mai. Durch platzenden Autoreisen schwer verletzt. Auf eigenartige Weise verunglückte der Kraftfahrer August Kohlenbeck von hier schwer. Der Mann mußte unterwegs an seinem Lastwagen einen Ersatzreifen aufmontieren. Während dieser Arbeit platzte plötzlich der Reifen; der Kraftfahrer wurde durch den ungeheuren Luftdruck mehrere Meter weit über die Landstraße geschleudert und, von einem in der Nähe befindlichen Wegewärter mit schweren blutenden Verletzungen bewußtlos aufgefunden. Bentheim, 13. Mai. Zollschutz stellte drei flüchtige Kriegsgefangene. Von einer Doppelstreife des Zollgrenzschusses Itterbeck(Grafschaft Bentheim) sind vor einigen Tagen nachts zwischen Vennebrügge und Balderhaar drei französische Kriegsgefangene in Zivilkleidung gefaßt worden. Damit sind in wenigen Wochen allein in diesem Abschnitt acht flüchtige Kriegsgefangene durch den Zollgrenzschutz in letzter Stunde daran gehindert worden, nach Holland und weiter in das unbesetzte Frankreich zu gelangen. Die Flüchtlinge versuchten jeweils unter Ausnutzung der Dämmerung oder Dunkelheit über die Grenze zu kommen. Sie sind durchweg von Arbeitskommandos außerhalb der Gefangenenlager entwichen und zum Teil schon viele Tage unterwegs gewesen. ehe sie die deutsch=holländische Grenze erreichten. Bemerkenswert ist, daß die zuletzt Ergriffenen selbst gefertigte Kartenskizzen als Anhalt für ihren Fluchtweg bei sich trugen. Bad Zwischenhahn, 13. Mai. Nach aben teuerlicher Flucht wieder festgenommen. In Esterwegen brach kürzlich ein Sträfling aus der noch 15 Jahre Zuchthaus verbüßen mußte. Mit einem gestohlenen Fahrrad fuhr er nay Westerstede, wo er sich eines abgestellten Kraftwagens bemächtigte. Der geringe Brennstoffbestand veranlaßte jedoch den Dieb zur Rückkehr. Unter Mitnahme einer Meßuhr und des Fahrausweises des Wagens bestieg er wieder das Fahrrad, um die Flucht fortzusetzen. Unterwegs stahl der Verbrecher aus einer Arbeitsbaracke mehrere Koffer mit Kleidungsstücken und staf fierte sich damit neu aus. Um sich in den Besitz von Geld zu setzen, verkaufte er mit Hilfe des gestohlenen Ausweises in der Nähe von Bremen das Fahrrad und fuhr dann nach Berlin. Hier jedoch nahm die abenteuerliche Reise schließlich ein Ende, da er einer Polizeistreife in die Hände fiel. Hamburg, 13. Mai. Im Traum aus dem Fenster gesprungen. In Büsum träumte ein Mann, sein kleiner Neffe sei aus dem Fenster gefallen. Um ihn zu retten, sprang der Mann im Traum aus dem Fenster und erlitt dabei einen Beckenbruch. Braunschweig, 13. Mai. Der„Bunker“ stürzte ein. Ein folgenschwerer Unglücksfall, dem zwei Jungen im Alter von 9 und 11 Jahren zum Opfer fielen, ereignete sich in Blankenburg. einige Kinder einer Siedlung hatten einen an einem Abhang befindlichen Fuchsbau erweitert und sich einen„Bunker“ daraus, hergestellt, in dem sie gern spielten. Als sich jetzt wieder etwa zehn Kinder in der so entstandenen Höhle befanden gab plötzlich das Erdreich nach und begrub einen Teil der Jungen unter den einstürzenden Erdmassen. Während drei der Kinder völlig verschüttet wurden, konnten sich die andern in Sicherheit bringen. Durch rasch herbeigeholte Hilfe konnten auch die Verschütteten geborgen werden. Bei einem der Jungen hatten die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche Erfolg, die beiden andern Jungen, der neun Jahre alte Robert Klingenberg und der elf Jahre alte Kurt Müller, konnten trotz ärztlicher Hilfe nicht mehr ins Leben zurückgerufen werden. Graz, 13. Mai,.6 Millionen Obstbäume in Südkärnten und Südsteiermark. In den unter deutscher Zivilverwaltung stehenden Gebieten der Südsteiermark und Südkärntens (nördliche Krain) ist der Obstbau hoch entwickelt. In Südsteiermark zählt man rund drei Millionen Obstbäume, wie Aepfel, Birnen, Zwetschen, Kirschen, Marillen und Pfirsiche. In der Oberkrain gibt es etwa 600 000 Obstbäume, vorwiegend Aepfel, Birnen und Zwetschen. Ziemlich groß ist auch der Bestand an Edelkastanien und Nußbäumen. Davon gibt es allein in Südsteiermark rund 230 000. Im oberkrainischen Gebiet stehen 25.000 Nuß= und 20000 Edelkastanienbäume. Brüssel, 13. Mai. Grausiges Familien= drama. Aus dem Dorfe Aubange in BelgischLuxemburg wird ein grausiges Familiendrama berichtet: Lambert, ein nicht übelbeleumundeter Einwohner des genannten Ortes, war seit langer Zeit arbeitslos und ließ sich immer mehr von seinen krankhaften Depressionen, die Schulden und häusliches Elend ihm verursachten, übermannen. Nun verlor er das Selbstvertrauen völlig und entschloß sich, seinem und dem Leben seiner Familie ein Ende zu machen. Die der Ausführung seines Mordplanes war die grausigste, die es gibt. Er stürzte sich mit einer Axt auf seine ahnungslose Frau und sein achtjähriges Töchterchen und schlug so lange auf sie ein, bis sie völlig verstümmelt waren. Der zwanzigjährige Sohn, der kurz nach der Wahnsinnstat des Vaters nach Hause kam, versuchte zunächst vergebens, diesen zu überwältigen und alarmierte schließlich die Gendarmerie Als diese an der Unglücksstelle eintraf, lag auch der Mörder tot am Boden. Er hatte sich mit einer Rasierklinge die Schlagadern an Hals und Armen aufgeschnitten. Richtige Zahnpflege hilft sparen Sie ist eine Forderung der Klugheit, denn bei geringstem Kostenaufwand wird der höchste Nutzen erzielt, weil die Zahngesundheit eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit des ganzen Körpers ist. Zur richtigen Zahnpflege gehört außer der täglichen, gewissenhaften Reinigung der Zähne mit Zahnpaste und Bürste eine vernünftige Ernährung, gründliches Kauen und die regelmäßige Überwachung der Zähne. Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege Le Spaittmecehaus Ein heiterer Roman von Marianne von Ziegler Urheber-Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlag. Königsbrück(Bezirk Dresden) 26) Wenn man rechtzeitig beginne, sei es durchaus unnötig, wie ein Wirbelwind im Hause herumzufahren— eine nicht mißzuverstehende Anspielung auf Ginas temperamentvolle Regierungsart, die Frau Reichenbach zum Glück heute noch nicht erfassen konnte. Aber Gina selbst spitzte bereits die Ohren; es entging ihr auch nicht, wie die Frau Ministerialdirektor sich weiterhin häusliche Talente anmaßte, die ihr doch in Wirklichkeit vollkommen mangelten. „Wenn ich gezwungen wäre, eine Pension zu führen— ich würde meine Gäste immer erstklassig verpflegen, und das nicht nur an besonderen Festtagen, sondern auch die ganze Woche hindurch. Frikadellen gäbe es bei mir nie“, verkündete die Widersacherin mit spitzer Stimme in deutlichem Hinweis auf den Vorabend im Seehaus, wo Gina allerdings wegen der vielen Umräumungsarbeiten gefunden hatte, die lieben Gäste könnte sich auch einmal mit diesem Verlegenheitsgericht begnügen. Gut, daß es Zeit war, die Tafel aufzuheben und sich anders zu gruppieren; die Hausfrau fühlte ein Kribbeln in den Fingerspitzen. Sie mußte ihr Herz erleichtern und tat dies gegen den gesättigt strahlenden Polizeirat Heinrich. der als erster auf sie zutrat, um ihr eine gesegnete Mahlzeit zu wünschen.„Eine schreckliche Person, finden Sie nicht auch?“ fragte sie ihn mit einem finsteren Seitenblick auf Frau Kitty. „Sonst haben wir lauter so liebenswürdige Menschen im Hause“— der Angeredete verbeugte sich geschmeichelt—,„nur diese Dame macht es mir schwer. Ich würde ihr schon einmal meine Meinung sagen, aber das geht nicht, weil so viel für uns davon abhängt, daß sie zufrieden ist.“ „Ja, was denn?“ fragte Heinrich neugierig. „Nun. Ihnen kann ich es wohl sagen. Es handelt sich um meinen Mann; er soll nächstens zum Professor an der Kunstschule ernannt werden, und Ministerialdirektor Gaedecke ist hier der Ausschlaggebende.“ „Na und...?“ „Wieso und? Es ist doch ganz natürlich, daß ich die Laune einer Frau geduldig ertragen, die auf die Aussichten meines Mannes solchen Einfluß haben kann.“ Der Polizeirat brach in ein fröhliches Gelächter aus.„Das war ein ganz unnötiges stilles Heldentum von Ihrer Seite, meine Gnädigste. Ich glaube nicht, daß mein Freund Fritz Gaedecke etwas dagegen hat, wenn Sie mal deutsch mit ihr reden. Er selbst hat sich mir gegenüber schon des öfteren über diese Dame ausgesprochen, von der er seit fünfzehn Jahren geschieden ist.“ Frau Hollweck ließ sich auf die nächste Bank fallen.„Aber sie nannte sich doch immer Frau Ministerialdirektor.“ „Ja, das tut sie. Sie avanciert seit fünfzehn Jahren mit ihm fort, obwohl er sich das immer wieder verbittet.“ „Martin, Martin!“, rief Frau Hollweck und a aufgeregt ihren Catten herbeit.„Höre doa, bitte!“ Der Polizeirat mußte seine Geschichte mit allen Einzelheiten wiederholen. Martin nahm den Fall nicht sehr tragisch.„Ich habe von ihrer hohen Protektion nie viel erwartet. Will man mich haben, so werde ich auch ohne sie Professor. Aber wir wollen nicht vergessen, daß sie nun einmal unser Gast ist.“ Doch Gina kochte über.„Dies unglaubliche Perion! Wenn ich ihr den Stuhl schon nicht vor die Tür setzen kann, so lasse ich mir wenigstens jetzt nichts mehr gefallen. Sie soll mich kennenlernen! Ihre Ansprüche können einen ja zur Verzweiflung bringen! Und dies Besserwissen und ewige jugendliche Getue und das Augendeckengeklapper, das habe ich nun alles ganz umsonst ausgehalten! Sie belästigt ja unsere Herren geradezu. Sehen Sie nur jetzt wieder!“ In der Tat saß Kitty höchst malerisch in ihrem weißen Kleidchen auf dem Geländer der Veranda, zeigte die schlanken Beine bis übers Knie, ließ das Licht eines Lampions auf ihr blondes Haupt strahlen und himmelte zu Herrn Möbius empor, der schön und einsilbig wie zumeist neben ihr stand. Sollte man dies noch länger ertragen? Die Gaedecke tat ja, als sei sie die einzige Dame und alle Männer nur wegen ihr allein da, hier hatte Frau Gina doch auch noch ein Wörtchen mitzureden; vor dieser alten Kokette streckte sie noch lange nicht die Waffen. Vergessen war die resignierte Stimmung des Vorabends, vergessen die guten Vorsätze, neben Frau Reichenbach als gejetzte Schwiegermutter ihres Amtes zu walten. Wütend lief sie an dem Paar vorüber ins Haus. nicht ohne der Widersacherin im Vorbeiweg noch ein spöttisches„Viel Vergnügen“ zuzurufen. Der Gangspiegel gab ihr Bild in dem ernsthaften dunkelgrünen Kleid zurück; sie zeigte ihm im Vorübereilen die Zunge.„Das könnte ihr so passen", dachte sie, griff in die nächste Blumenschale und steckte ein paar rote Nelken hinters Ohr. An der Kleiderablage hing ihr buntes Tuch— her damit, wenn ihr auch eher heiß als kühl war; so drapiert sah man gleich ganz anders aus. Mit einem Sprung war sie wieder draußen im Freien.„Carmen, ich liebe dich!“ begrüßte sie der überraschte Vater Reichenbach, indem er mit verdrehten Augen die Hand auf die Herzgegend seiner Weste drückte, während Mariechen erschrocken die hellblauen Augen aufriß. Sie hatte es ja gewußt, daß noch schreckliche Dinge kommen würden... „Nun wollen wir für die Stimmung sorgen!“ verfügte die verwandelte Hausfrau. „Schnell. August, und du auch, Kurt, rückt einmal Tisch und Stühle in der Veranda beiseite. Herr Direktor Westhoff. Sie haben ja Ihr Elektrola, wie wär's damit? Erst ein paar Orchesterstücke zum Eingang— dann gibt jeder etwas zum Besten. Ganz gleich was, immer nach dem versönlichen Talent und Geschmack. Drücken darf sich niemand!— Nein, bleiben Sie doch hier!“ Dieser Ruf galt dem bescheidenen Fräulein, das eben im Begriffe war, lautlos das Weite zu suchen. Es fiel ihr ein, daß die Feldmeier als Entgelt für die großen Mengen guten Futters. die sie eben wieder zu sich genommen hatte, nun auch nützliche Arbeit leisten könnte, wenn man sie neben Frau Reichenbach setzte, um diese Dame zu unterhalten, denn sie selbst hatte jetzt dafür weder Lust noch Zeit mehr. Also her mit der Ausreißerin!„Wir sehen ja so wenig von Ihnen— außer den Mahlzeiten! Leisten Sie uns doch ein wenig Gesellschaft.“ Westhoff hatte schon den Sprechapparat aufgestellt, und die schrillen Klänge des neue#sten Jazzschlagers durchschnitten die Stille der Sommernacht.„Also. bitte meine Herrschaften, wer trägt etwas vor?“ Der Polizeirat erbot sich als erster und blies unter allgemeinem Beifall auf einem Kamme mit gefühlvoll verdrehten Augen„Guten Mond, du gehst so stille...“ (Fortsetzung folgt.) * Ader dus Tosen im Benl Gestreckte oder hochgezogene Fnie- das ist die Frage Die„Federnlektüre", das Lesen im Bett, beruhigt die Nerven und fördert die Verdauung. Bettleser sind gute und ehrliche Menschen, meist auch von weicher Gemütsart. Sie werfen ältere, unverheiratete Tanten im Hinblick auf deren Lebensversicherung nicht über Klippen und Felsabgründe, sie schimpfen nicht über den Chef, sind höflich zu ihren betagten Eltern und begehen während des Bettlesens keine Ausfälle gegen die Mitmenschen; sie beteiligen sich auch nicht an einem Bankraub, übertreten keine Polizeistunde, reisen nicht mit falschen Pässen und beunruhigen in keinem Fall die Frau durch eine nicht nachzuprüfende Abwesenheit. Viel Sorge bereitet den Bettlesern aber die kunstgerechte und bequeme Stellung während ihrer Lektüre. Am zweckmäßigsten ist die vollkommene Ruhelage; Körper und Beine behaglich ausgestreckt, den Kopf etwas erhöht in die Kissen gebettet und das Buch auf der Brust balancierend, je nach Augenbeschaffenheit etwa zwischen dem Zwerchfell und Schlüsselbein. Die Seitenlage ist auf die Dauer nicht ratsam. Eine beliebte Stellung ist, die Knie anzuziehen und das Buch auf sie zu legen. Diese ist besonders dann zu empfehlen, wenn man sich große Atlanten oder den mehrpfündigen Band eines Lexikon vorgenommen hat. Sitzend zu lesen. erscheint abwegig, denn das kann man auch, ohne überhaupt ins Bett zu gehen. Die Wahl des Lesestoffes wird durch Bildungsgrad und Geschmack des Lesens bestimmt. Es wird sich oft ereignen, daß manche Bücher bei einem schon nach zehn Minuten den erwünschten Schlaf hervorrufen, während sie einen anderen durch Nächte hindurch wachhalten. Alte Kursbücher, statistische Erhebungen, Erinnerungen und Aufzeichnungen ausgeschiedener Staatsmänner können von jedem ohne bedenklicht Nachwirkungen gelesen werden. Nervöse und ängstliche Menschen sollen starke Kriminalgeschichten meiden, in denen viele Leute geheimnisvoll zerstückelt oder getötet werden und dann ohne Kopf umherlaufen. Ungefährlich sind in jedem Falle die gesammelten Sitzungsberichte der Genfer Liga. Das Bettlesen hat sich auch als Sport deswegen so schnell verbreitet, weil es die Schuhe nicht beschädigt, wie etwa Fußballsvielen oder Wandern. Auch bedarf man zu seiner Ausübung keiner besonderen Kleidung, wie es hei Eishockey oder Wettschwimmen der Fall ist. Schlafanzug oder das alte. ehrliche Nachthemd genügen. Die von allen Bettlesern sehnsüchtig erwartete Erfindung ist ein geeigneter Buchhalter. Man kann sich behelfsmäßig einen Haken in die Decke schlagen, eine Strick daran befestigen und das Buch irgendwie an dem aufhängen, wobei man im Halbschlaf das Buch nicht mit sich selbst verwechseln darf. Die türkischen Sultane hatten hübsche Sklavinnen, die das Buch hielten und die Seiten umblätterten. Diese einfache und zusagende Einrichtung würde bei uns allerdings an dem Widerspruch der Frau scheitern... Vögel, die Bomben werfen Von E. Heinsick Nach dem Bericht des Plinius soll der griechische Tragödiendichter Aeschylos dadurch ums Leben gekommen sein, daß ein Adler aus großer Höhe eine Schildkröte fallen ließ. die den kahlen Greisenschädel zerschmetterte. Das mag wie ein Märchen klingen, aber spätere Beobachtungen bestätigen, daß es tatsächlich „bombenwerfende Vögel“ gibt, so daß der Bericht des Plinius als glaubhaft bezeichnet werden kann. So beobachtete man 1909 in Hamburg verschiedentlich Krähen, wie sie Knochen in die Luft mitnahmen und dann auf die Glasdächer der Kunsthalle warfen; größere Knochen schlugen glatt durch. An der Nordseeküste sieht man zuzeiten Nebelkrähen, die Muscheln bis zu dreißig Meter hoch tragen und dann auf Steine fallen lassen. Dort zerschellen die Gehäuse, ihr Inhalt wird den Vögeln leicht zugänglich. In der gleichen Weise sind Nebelkrähen mit Weinbergschnecken verfahren. Andere Vögel haben Fluß= und Teichmuscheln. Walnüsse, gelegentlich sogar Feldmäuse aus größerer Höhe auf Steine geworfen und dadurch zertrümmert. Vom Kolkraben weiß man das gleiche, und über Möwen liegen viele derartige Beobachtungen vor. So haben die Naturwissenschaftler Krohn und Leege gesehen, wie diese Seevögel Muscheln. Krebse und Wellhorngehäuse mit Einsiedlerkrebsen auf die angegebene Weise zertrümmerten. Der Vergleich mit bombenwerfenden Fliegern liegt nahe. Es handelt sich darum, daß Gegenstände aus der Luft auf ein bestimmtes Ziel geworfen werden. Der Zweck allerdings ist ein anderer. Wundern muß man sich über die Treffsicherheit der Vögel, die den menschlichen Fliegern nicht nachstehen. Was Albertus Magnus von einer kleinen bunten Adlerart—„Beinbrecher“ genannt— berichtet, ist insofern vollkommen richtig, als tatsächlich Raubvögel aus großer Höhe Knochen niederfallen lassen, um sie an Felsen zu zerschmettern und dann an das innere Mark zu gelangen. Der Bart= oder Lämmergeier, den die spanischen Hirten nach seiner eigentümlichen Gewohnheit des Knochenzerschmetterns„Ossifraga“ nennen, ist während des Weltkrieges durch einen deutschen Major in Serbien bei diesem„Bombenwerfen“ beobachtet worden. Oftmals nacheinander sah der Offizier, wie der Vogel sich vom Gebirge aus etwa dreihundert Meter hoch erhob und einen Gegenstand, vermutlich eine griechische Landschildkröte, auf einen Felsen schleuderte, den er mit erstaunlicher Sicherheit immer wieder traf. Das Tier verhielt kurz vor dem Abwurf stets einen Augenblick in der Luft, hob die Flügel ein wenig, so daß es sich etwas senkte, und gab dann durch Abstrecken der Fänge dem Wurfkörper noch einen Stoß. Ebenso berichtet der Naturwissenschaftler Reiser, daß ein Bartgeier oftmals hintereinander aus ungefähr achtzig Meter Höhe einen Knochen auf einen Felsen fallen ließ. Schließlich kam das Tier herab, um das zersplitterte„Geschoß" durch Anschlagen an den Felsen völlig zu zerschmettern. Beudke der Gebanken Stzizze von Marie-Luise Maier-Tillessen Die Ahne lag still und friedlich in ihrem Bett im Altstüble. Monika, die treue Magd, hatte vorhin noch einmal nach ihr geschaut und war dann, als aus der Schlafstube im zweiten Stock ein leises Stöhnen herabgedrungen war, schnell hinausgeeilt.„Es ist wohl an der Zeit!“ hatte sie noch zu der alten Frau hingesagt. An diese Worte spannen die Gedanken der alten Frau an:„Ja, ja, es ist an der Zeit! An der Zeit zum Vergehen und zum neuen Werden! Mein Leben ist erfüllt in Arbeit und Freude, frohes Kinderlachen war darin, Elternsorgen, Kriegsnöte und siegfrohes Glockenläuten. Mein Mann ruht in fremder Erde, gefallen zu Deutschlands Ruhm, meiner Töchter Männer und meine Söhne stehen auch jetzt wieder draußen. Wie ich sie alle sehe: den stillen Andreas und den lustigen Friedel, den draufgängerischen Anton, den wuchtigen Ferdinand und den spitzbübischen Johann. Meine Gedanken sind bei euch, Buben! Wie ein Schild stellen sie sich vor euer Leben und doch ist meine Liebe zu euch so stark, daß ich euch lieber tot denn ehrlos wüßte Ich weiß, daß ich nicht mehr sein werde, wenn die Friedensglocken die glückliche Zukunft unseres Reiches einläuten werden. Nehmt in dieser Stunde mein Vermächtnis, Söhne, Töchter und Enkel: Seid durch mein, durch aller eurer Ahnen, gutes Wollen, tapferes Streben und mutiges Schaffen gesegnet in euren Kindern!" Die alte Kuckucksuhr hob zum elften Schlag an, eine dunkle Wolke verschattete das Zimmer, und langsam glitt ein blutrotes Tulpenblatt von den blühenden Stöcken am Fensterbrett zum Boden. Die Ahne lag ganz still und friedlich. Oben, in der Schlafkammer des jüngsten Sohnes aber lag dessen Frau in tausend Schmerzen und ihre Gedanken waren lautres Beten und Bitten und Wünschen:„Wie schön,— es wird ein Sohn sein, nicht wahr? Laß ihm seinen Vater, Gott, laß ihm die Mutter aus dieser schweren Stunde! Tapfer laß mich nur sein, wie den Vater vor dem Feind und wie die Ahne, deren leuchtendes Leben derweilen verlöscht wie eine Kerze, die sich opfernd selbst verzehrt. Sende dem Johann meine Gedanken, auf daß er keine Sorge fühle um mich, sondern nur Stolz und Freude!“ Eine Welle von Sonnenflut brach zu den geöffneten Fenstern herein, in das frühlingsfrohe Gezwitscher eines Vogels draußen mischte sich das beglückende Stimmchen eines neugeborenen Kindes. Oh, du schönes Leben! Ueber Berge und Täler, Flüsse und Meere hinweg flogen die Gedanken der beiden Frauen, mitten hinein in Trommelwirbeln, Dröhnen der König Michael unter seinen Soldaten Der junge rumänische König beging das diesjährige orthodoxe Osterfest im Kreise seiner Soldaten in Sinaia. Der König beim Ostermahl.(Scherl/.) In einem Einsatzhafen der Kriegsmarine an der besetzten Kanalküste.(PK.-Vorländer-Weltbild/M.) Kanonen, Schüttern der Erde, hinein in die Hölle des Kriegslärms. Da standen die Tapferen, denen sie zugedacht waren, sprungbereit zum Kampf, siegessicher in männlichem Trotz und Stolz. Und doch war es, als die Gedanken der Heimat in ihre Herzen eindrangen, daß ein flüchtiges Lächeln über die eisenharten Mienen zog. „Mutter, Frau, Kind...“ antworteten die Männer, dann stürmten sie in den Sieg. Weitgespannt erschien über dem riesigen Schlachtfeld ein bunter Regenbogen und er war wie eine Brücke von draußen zu daheim, so leuchtend schön und erhaben. Opfertod einer Telephonistin Schweden hat jetzt auch eine Johanna Sebus Das alleinstehende zwanzigjährige Fräulein Gerda Joansson hatte Nachtdienst in der Telefonzentrale einer Gemeinde der Provinz Schonen. Durch Wolkenbrüche führte der Fluß Immeln starkes Hochwasser. Als in der Nacht erneut ein schwerer Wolkenbruch niederging, schwoll der Fluß derart an, daß die ganze Gegend überschwemmt wurde. Die brausende Flut schwemmte alles mit sich fort. Vom Fenster ihres Dienstzimmers sah Gerda Joansson im Schein des hinter Wolkenfetzen hereinbrechenden Mondlichts die furchtbare Gefahr für die Bewohner der am Fluß liegenden Häuser. Schnell entschlossen rief sie die einzelnen Familien, die in Not waren, an und warnte sie vor der Katastrophe. Als sie gerade damit fertig war, brach das Holzhaus der Telephonzentrale unter der anbrechenden Flut zusammen. Sie riß die tapfere Telephonistin mit, deren Leiche später in einer Entfernung von 30 Kilometer aufgefunden wurde. Humor Die Kleinigkeiten machen uns die meisten Sorgen. Richtig! Es ist leichter, das Haus zu finden, als das Schlüsselloch(Koralle.) Der geplagte Vater schreibt an den Leiter der Schule, die der Sohn besucht: „Sehr geehrter Herr Rektor! Falls mein Sohn Hartmann weiterhin so faul sein sollte, möchte ich Sie bitten, ihn in meinem Namen gründlich zu verhauen. Zu Gegendiensten gern bereit, zeichne ich ergebenst Emil Klutenboom.“ (Kölnische Illustr. Ztg.) * „Und wie nennt dein Vater dein neues Schwesterchen?“ „Das richtet sich ganz danach, ob es brüllt oder nicht!"(Koralle.) An einer Trinkwasserstelle In der Wüste Hier werden die Wasserbehälter gefüllt, die an die verschiedenen Frontabschnitte In Nordafrika gebracht werden. Jeder Behälter trägt ein großes weißes Kreus, um ihn von den Benzinkanistern unterscheiden zu können.(PK.=MNooemtiller-Scherl /M.) Rückkehr in die heimischen Dörfer Die griechische Bevölkerung, die während des Feldzuges aus ihren Dörfern geflüchtet war, kehrt jetzt nech Einzug der deutschen Truppen vertrauensvollwieder heim.(PK.-Baier-Scherl /M.)