n S c h l e p p e r, d e r a n t. n an.„Sie pennen ja!“ eine Augenlider, blickt ind treuherzig an und d auf die Brust:„Ich teiger, wie können Sie eigenen Augen gesehen ht abstreiten!“ wettert geschlafen, und damit die Augen etwa nicht ich hab' solche Bauchden Grund nicht weiß, nnen geguckt.“ r und drückte— aus. je zu.— einigkeiten Albert Niemannn sa beim Wein in einem Staatsoper Unter den m recht schwer, obwohl enken müssen, denn er „Tannhäuser“ singen, wenige Augenblicke bis hanges. ein Angestellter des es ist höchste Zeit! nicht aus der Ruhe zu ein Lieber! Ohne mich beginnen!“ komponist so mancher nit so vielen seiner Zunft das Los, meist er von der Behörde fte zwecks Versteuerung las das Papier durch illt liegen. Eine zweite en das gleiche Schicksal. n Steueramt zu bunt: lufforderung erging an widrigenfalls zwangsen werde. ging zu dem Steueruerte, keine Einkünfte das kann doch kaum och etwas verdienen! eigentlich?“ igt!“ entgegnete Wolf tändig!“ nter unbeschreiblichem sten Gegenwart Leonzur Uraufführung genwesenden befand sich l ihn seine Freunde ich nicht bewegen, auf d seinem Kollegen die ihm gar keine Ruhe „Aber ich werde ihm oncavallo, reichte ihm agte laut, daß es alle ir gar nichts!“ konnte es auch nicht schwer fiel, wo Fräumeine Sekretärin, ein ) s e h r g l ü c k l i c h g e w e s e n ich ihr jetzt doch noch nehmen.“ ese wilde, ohnmächtige ch vor jener demütigen ritt nach vorn, stand en der Lampe, plötzlich orden. Ihr Kopf lag kasenflügel vibrierten; us ihrem Munde; und jäher Entschlossenheit. es so sehr wünscht, so en!“ m die Hand von den köte lag auf seinen hen, impulsiven Beweh. 1, du“— sagte er. sie un ist ja alles gut—“ jungenhaft ungestürt ie durch das Zimmer, übleiben drohte und ernden Freudentränen ind brachte er wieder iß dunkelrote Rosen. einem freudigen Auferdient, weil ich dem lich vorstehe?“ is leistest“, antwortete zil ich dir für etwas eine Sekretärin wäre keit gar nicht befähigt zreiche Organisation Von deiner grenzenanz zu schweigen.“ Ausgabe B Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis: Monatlich 2,01 RM. einschließlich 54 Pfg. Postgebühr. Botenbezugspreis 1,80 RM. (einschließlich Botengeld). Einzelnummer 10 Pfg. Im Falle höherer Gewalt, Betriebsstörung usw. besteht kein Anspruch auf Lieferung und Rückzahlung des Bezugspreises,„Anzeigenpreis: 1 mm hoch 46 mm breit 5 Pfg., kleine Anzeigen nicht geschaftlicher Art bis 25 mm Höhe 4 Pfg., Textspalte 1 mm hoch und 68 mm breit 15 Pfg. Bei Konkurs und Zwangsvergleich erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß. Gerichtsstand für beide Teile Amtsgericht Büren. Verlagsort Lippstadt. Kostenl. Beilagen: u. a. Der illustr. Sonntag- Am häusl. Herde Fernruf 276 Bankkonten: Kreissparkasse Büren Konto=Nr. 500 spar= u. Darlehnskasse Büren Geschäftsstelle Büren, Adolf=HitlerStraße 13 Der Sintfelöbote Curenter Heilatzeitung fur den Kreis Büren Nr. 44(1. Blatt) Büren, Freitag, 21. Februar 1941 45. Jahrgang Der koschstes von Hermann=Krirder Feierlicher Staatsakt vor der Feldherrnhalle in Anwesenheit des Führers Larm ImSillien Cieun! Rr. Am Dienstag berichteten wir an dieser Stelle über die Herzlichkeit der Begrüßung, mit der der neu ernannte japanische Botschafter General Oshima bei seiner Ankunft in Berlin von Vertretern des Auswärtigen Amtes und der Wehrmacht empfangen worden war. So wie die überaus freundliche Aufnahme Oshimas in der Reichshauptstadt dem durch Bündniskraft verbürgten guten deutsch=japanischen Einvernehmen entsprach, so spiegelte sich in der Art, wie der für die Vereinigten Staaten von Nordamerika ebenfalls neu ernannte japanische Botschafter Nomura in Washington empfangen wurde, das mit Spannung geladene Verhältnis zwischen Amerika und Japan. Unter Beachtung der selbstverständlichen internationalen Höflichkeit war die Begrüßung Nomuras kühl, ja frostig. Sein Antrittsbesuch bei Staatssekretär Hull heute vor acht Tagen dauerte nur vier Minuten, so daß amerikanische Blätter diesen Antrittsbesuch als den kürzesten in der Geschichte des Staatsdepartements bezeichnen. Wohl dauerte die Ueberreichung des Beglaubigungsschreibens an Roosevelt eine Viertelstunde. Ueber diese„Zeitlänge“ braucht man sich nicht zu wundern, wenn man die konfliktgeschwängerten Beziehungen der USA. zu Japan berücksichtigt. Dessen eingedenk überraschte es auch nicht, daß schon am Tage nach den kurzen Begegnungen Nomuras mit Roosevelt und Hull eine vierzig Minuten lange Konferenz Hulls mit dem britischen Bettellord Halifax und dem australischen Gesandten Casey folgte. Kurz darauf empfing Hull den holländischen Gesandten, dessen Geltung in Washington nicht auf seine„Regierung“ in London zurückgeht, sondern auf seine Informationen aus Niederländisch=Indien. In Washington interessiert man sich jetzt mehr als je für alles, was mit dem Pazifik in Zusammenhang steht, weil man die feste Haltung Japans gegenüber der dreisten Politik der angelsächsischen Mächte im Stillen Ozean zur Kenntnis nehmen mußte. Vergebens war ihr Versuch einer Einschüchterung Japans, als im vergangenen Herbst zwischen England, Australien und den Vereinigten Staaten Besprechungen stattfanden, deren Ergebnis— amerikanischen Berichten zufolge— im Falle einer fernöstlichen Krise kurzfristige Entscheidungen ermöglichen und der amerikanischen Flotte erlauben soll, die Stützpunkte von Australien und Singapore zu benutzen. Washington droht Tokio mit der Bekanntgabe weiterer militärischer Vorbereitungen im pazisischen Raume. Nachdem der Marineausschuß des Repräsentantenhauses die zusätzlichen Rüstungsforderungen Roosevelts für die Stützpunkte im Stillen Ozean unter Einschluß von Guam(der ehemals deutschen Insel, die zu den Marianen gehört) und Tutuila(einer Insel der SamoaGruppe) befürwortet hat, sind Roosevelts Forderungen, wie gestern gemeldet wurde, nun auch vom Repräsentantenhaus angenommen worden. Außerdem berichten amerikanische Blätter über außerordentliche Rüstungsanstrengungen der Philippinen, sie betonen gleichzeitig, daß die philippinische Armee jetzt im Gegensatz zu den letzten fünf Jahren mit den Amerikanern zusammenarbeite und daß in Manila keine Entscheidung ohne das Einverständnis von Washington getroffen werde. Das alles mag schön und gut sein. Wichtig ist, daß im Pazifik Entscheidungen nicht durch Armeen ausgetragen werden und daß Stützpunkte an sich in ihrem strategisch=militärischen Wert zu leicht überschätzt werden. Kein Vorteil der Stellung, schreibt der Seemachtslehrer Mahan, kann auf die Dauer die Unterlegenheit an Streitkräften— oder gegen neuzeitliche Waffen— ausgleichen. Es kommt also bei der Wertung des amerikanisch=japanischen Stärkeverhältnisses im Stillen Ozean auch auf die Wirkungsmöglichkeiten der Flotte an. Und da sollen sich die Amerikaner über die Stärke und Schlagkraft der Kriegsmarine unseres fernöstlichen Bundesgenossen nur ja keiner Täuschung hingeben. Durch ständige propagandistische Bekanntgabe neuer amerikanischer Schiffsbaupläne und Stapelläufe versucht man in USA. im Gegensatz zur japanischen Schweigetaktik eine Fälschung des Kräfteverhältnisses. Für eine richtige Beurteilung der Abwehrmöglichkeiten Japans und seiner Aussichten auf die erfolgreiche Verteidigung der südpazifischen Machtstellungen ist deshalb ein Blick auf den Bestand und den Ausbau der Marine, der Marineluftwaffe und der Seestützpunkte Japans unerläßlich. Bei Kriegsausbruch betrug der japanische Schiffsbestand neun Schlachtschiffe aus den Bau(Schluß nächste Seite.) München, 20. Febr. Der Führer und mit ihm die nationalsozialistische Bewegung hat in einem feierlichen Staatsakt Abschied genommen von einem der ältesten Mitarbeiter des Führers, von Hermann Kriebel, dem nationalsozialistischen Kämpfer, hervorragenden Soldaten, kraftvollen Politiker und leidenschaftlichen Revolutionär, dessen ganzes Leben Deutschland hieß und der dieses große soziale Reich Adolf Hitlers miterkämpfen half. Für diesen Abschied konnte es keine andere Stadt geben als die Hauptstadt der Bewegung, in der Hermann Kriebel einst zum Führer stieß, und keine symbolischere Stätte als den Platz vor der Feldherrnhalle, wo am 9. November 1923 die ersten Blutopfer für die Bewegung fielen, als Hermann Kriebel an der Seite Adolf Hitlers in der ersten Reihe der Mitkämpfer für ein nationalsozialistisches Deutschland marschierte. Die Stadt lag noch im nächtlichen Dunkel, als zwei Kompanien der Waffen=] vor der Feldherrnhalle Aufstellung nahmen und der von 14 fackeltragenden Hitlerjungen flankierte, mit Helm und Degen geschmückte Sarg aus dem Kaiserhof der Residenz vor die Feldherrnhalle getragen und unter Trommelwirbel und den Klängen des Präsentiermarsches dort abgesetzt wurde. Seit dieser Stunde hielten abwechselnd Angehörige des Stoßtrupps Adolf Hitler, Offiziere der Wehrmacht, Beamte des auswärtigen Amtes und SA.=Führer die Ehrenwache. Vor der Feldherrnhalle flammen Pylonen. Von hohen Masten wehen umflorte Hakenkreuzbanner. Rote Teppiche führen zum Katafalk, den die Fahne des nationalsozialistischen Reiches deckt. Auf ihr ruhen mit Stahlhelm und Degen auch die Orden des im Krieg und Frieden gleich bewährten Soldaten Ein Musikkorps und zwei Kompanien der Wehrmacht und eine Kompanie Waffen=] marschieren auf und nehmen zusammen mit einer Ehrenabordnung des auswärtigen Amtes unter der Führung von Staatssekretär von Weizsäcker zur Rechten des Sarges Aufstellung, während zu seiner Linken eine Ehrengefolgschaft der mit Fahne angetreten ist. Feierliche Stille liegt über dem weiten Platz. Die Verschworenen vom 9. November 1923 Auf dem großen Mittelfeld des Platzes haben die Marschierer des 9. November den riesigen weißen Blütenkranz des Führer herangetragen. 8 Kompanien der Kämpfer des 9. November in ihren feldgrauen Windjacken und Mützen marschieren vor dem Sarge auf. Die Verschworenen von 1923 versammeln sich zum Berlin, 20. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Schnellboot versenkte trotz starken Nebels in der südlichen Nordsee zwei bewaffnete britische Handelsdampfer mit zusammen 10 000 BRT. Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung griffen gestern Geleitzüge nördlich der Hebriden sowie an der britischen Ost= und Südostküste an und beschädigten vier große Handelsdampfer so schwer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Bei Harwich wurde ein Zerstörer in Brand geworfen. Wirkungsvolle Angriffe von Kampffliegerverbänden richteten sich gegen Flugplätze in den Midlands, Hasenanlagen auf der Insel Wight und Fabrikanlagen in Schottland. In der letzten Nacht belegten Kampffliegerverbände Dockanlagen in London. Swensea. Plymouth und Chatham mit Bomben. Im Mittelmeerraum erzielten deutsche Kampfflugzeuge bei Angriffen gegen Schiffe im Hasen von Benghasi Bombentreffer auf zwei großen Handelsdampfern. Der Feind flog in der Nacht zum 20. Februar nur mit wenigen Flugzeugen in das besetzte Gebiet ein. Fünf feindliche Jagdflugzeuge wurden im Mittelmeerraum abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. „Wahrer Bombenregen“ Newyork, 20. Febr. Nach den aus England eingetroffenen Nachrichten hat die deutsche Luftletzten Mal, um einen ihrer hervorragendsten militärischen Führer von damals. 600 politische Leiter mit Fahnen haben neben den Männern in der Windjacke Aufstellung genommen, vor ihnen die Ehrengäste, von denen ein großer Teil in langjähriger treuer Kameradschaft und Kampfgemeinschaft mit Hermann Kriebel verbunden war. An der Spitze der Ehrengäste sieht man die Reichsleiter Aman, Buch, General Ritter von Epp, Fiehler, Frick, Dr. Goebbels. Hierl, Himmler, Hühnlein und Rosenberg, zahlreiche Gauleiter und andere hohe Führer der Partei und ihrer Gliederungen, unter ihnen der Stabschef der SA. Lutze und den Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Bohle, sowie mehrere Reichsminister und Staatssekretäre des Reiches, den bayerischen Ministerpräsidenten Siebert. von der Wehrmacht den Generalfeldmarschall Ritter von Leeb und andere Generale und hohe Offiziere. Die Blutfahne nimmt Aufstellung Während die Formationen stillstehen und die übrigen Teilnehmer des Staatsaktes die Hand zum Gruß erheben, nimmt=Oberstumbannführer Grimminger mit der Blutfahne auf den Stufen der Feldherrnhalle Aufstellung, zusammen mit einer Standarte der SA. Der Führer erscheint Mit dem Glockenschlag 11 Uhr tritt der Führer, begleitet von Reichsmarschall Hermann Göring, dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, dem Reichsaußenminister von Ribbentrop und dem Gauleiter des Traditionsgeues Adolf Wegner, aus dem Tor Wien, 20. Febr. Zum Abschluß des zweiten Tages seines Wiener Aufenthaltes sprach der Reichsorganisationsleiter Dr Ley am Mittwochabend zu 7000 politischen Leitern des Gaues Wien, die in einer großen Halle der Ankerboot=Werke im Süden der Stadt zum Appell angetreten waren. Nachdem der Reichsorganisationsleiter die Fronten der politischen Leiter abgeschritten hatte, nahm Reichsstatthalter Reichsleiter Baldur von Schirach das Wort zu einer kurzen Ansprache. Sein Geuß waffe am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag wieder eine lebhafte Tätigkeit über der britischen Insel entfaltet. Die Agentur Associated Preß meldet, daß deutsche Flugzeuge in der Nacht zum Donnerstag trotz heftiger Flakabwehr nach London vordrangen und in einem Bezirk zahlreiche Brandbomben abgeworfen hätten. Auch von der britischen Südwestküste war starkes Flakfeuer zu vernehmen. Eine Küstenstadt, deren Name noch nicht bekanntgegeben wurde, mußte einen„wahren Regen“ von Svreng= und Brandbomben über sich ergehen lassen. Die„Newyork Times“ weiß zu berichten, daß die deutsche Luftwaffe auch über Südwales tätig war. Die Flugzeuge hätten das Gebiet von verschiedenen Richtungen aus erreicht, so daß lange Zeit Ungewißheit bestanden habe. welche Gebiete angegriffen werden würden. Das britische Luftfahrtministerium hat sich auch bereits zu einer Mitteilung bequemt. wonach ein Angriff auf London erfolgt sei. der bis Mitternacht gedauert habe. Sprengbomben hätten Schäden an Geschäftshäusern und anderen Gebäuden verursacht. In Wales seien die deutschen Flieger bereits kurz nach Anbruch der Dunkelheit eingedrungen und hätten durch Spreng= und Brandbomben verursachte Feuersbrünste als Wegweiser hinter sich gelassen. Eine Stadt in Südwales sei zweimal angegriffen worden. Ueber einer Stadt an der Südwestküste sei ein einzelner Flieger so tief heruntergegangen, daß von der Erde deutlich beobachtet werden konnte, wie sich die Bomben lösten. Die Tagesangriffe im Laufe des Mittwoch erstreckten sich von der Südküste bis nach Schottland. In einer Stadt im Nordosten habe sich, wie vielsagend erklärt wird,„in kurzer Zeit vieles zugetragen“. der Residenz. Während der Trauermarsch von Beethoven erklingt, nimmt Adolf Hitler an der Seite der nächsten Angehörigen Hermann Kriebels Aufstellung. Rudolf Heß spricht Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, tritt nun an das zwischen Blutfahne und Katafalk stehende Podium, um im Namen des Führers und der nationalsozialistischen Bewegung von dem alten Kampfgenossen Abschied zu nehmen. Ernst und feierlich hallen die Worte über den Platz, mit denen sich Rudolf Heß von dem treuen Gefolgsmann Adolf Hitlers verabschiedet. Kranzniederlegung des Führers Nun tritt der Führer an den Katafalk, um als letzten Gruß an den Kampfgefährten, mit dem er so lange verbunden war, seinen großen Kranz niederzulegen. Salutschüsse der Wehrmacht erschüttern die Luft. Weihevoll erklingt das Lied vom guten Kameraden. Mit erhobener Rechten erweist Adolf Hitler dem Toten die letzte Ehre. Das Musikkorps der Wehrmacht intoniert die Lieder der Nation. Nachdem der Führer den Angehörigen Hermann Kriebels seine Teilnahme bekundet hat, treten Männer vom 9. November 1923 an den Sarg. Die Lafette fährt vor, um Hermann Kriebel zu seiner letzten Fahrt aufzunehmen, zur Fahrt durch die historischen Straßen des 9. November 1923. Die Partei hat Abschied genommen von einem Nationalsozialisten, dessen Name und Kämpfertum für immer in ihrer Geschichte weiterleben werden.(Schlug nächste Geite.) galt namens der Politischen Leiter dem alten Kampfgefährten des Führers, dem Mann, der die Schaffenden des deutschen Volkes einte und als Treuhänder des Führers an der Spitze der Organiiation der NSDAP. steht, seinem alten Kameraden Dr. Robert Ley. Stürmische Heilrufe der 7000 folgten diesen Worten. Dann sprach Dr. Ley. In seiner einstündigen. überaus eindrucksvollen Rede entwickelte er den volkspolitischen Gedanken, der durch die nationalsozialistische Bewegung und die von ihr gescheffene Volksgemeinschaft zur Grundlage des Staates der Deutschen geworden ist. Er ging aus von der allen Deutschen gemeinsamen Weltanschauung und stellte unter großem Beifall der Zuhörer fest: Wer die nationalsozialistische Weltanschauung nicht anerkennen will, der hat in unserer Mitte keinen Platz! Der Reichsorganisationsleiter sprach sodann über den Aufbau und die Organisation der Volksführung, wie sie durch die nationalsozialistische Partei in so einzigartiger Weise verwirklicht werden ist. Das Volk kann von uns verlangen, so sagte Dr. Ley, daß wir uns um dieses Volk kümmern, es betreuen, es umsorgen, damit es weiß, daß es nicht allein ist, sondern daß es Menschen gibt, die diese Sorgen mittragen. Ordnung und Leistung seien die Pfeiler, auf denen sich diese Gemeinschaft aufbaut. Damit sei die nationalsozialistische Gemeinschaft eine soldatische Gemeinschaft. Die Partei ist die festeste und untrüglichste Klammer zwischen Führung und Volk, denn alle Volksschichten nehmen an dieser Führung teil. Dr. Ley befaßte sich hierauf mit dem Sinn und Zweck der Partei an sich, die der Quell und der Kraftstrom und der Inhalt unseres Lebens sei. Uebergehend auf das Verhältnis der Partei zum Staat stellte der Reichsorganisationsleiter fest, daß die Partei der Vortrupp der Nation sei. Sie erkenne die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aufgaben und Probleme die Tag für Tag aufs neue auftauchen. Die Probleme zu lösen, sei Aufgabe der Partei. Der Staat hingegen habe diese Lösung dann gesetzlich zu verankern, er habe das zu festigen, was die Partei erobert habe. Aufgabe der Partei sei es, das Volk zu erziehen und zu betreuen. Aufgabe des Staates sei es, zu verwalten und zu richten. Abschließend ging dann Dr. Ley kurz auf die Aufgabengebiete ein, die der Partei jetzt im Kriege gestellt sind. Im Laufe des Mittwoch besichtigte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley mehrere Betriebe. Am Nachmittag hatte er in der Reichsstatthalterei eine längere Besprechung mit dem Reichsstatthalter von Wien, Reichsleiter Baldur von Schirach. Altser=Wehrmachtsvericht Schnellboot versenkte zwei Dampfer mit 10 000 BNr. Ein zerstörer in Brand geworfen „Die Parkel=Vellkupp der Katton Dr. Ley vor 7 000 Politischen Leitern des Haues Wien Lärm im Stillen Ozean?. (Schluß von der 1. Seite.) jahren 1912—1920, sechs Flugzeugträger, von denen der neueste 1937 fertig wurde, sieben Flugzeugmutterschiffe, wovon fünf neueren Typs sind, 12 schwere Kreuzer aus den Baujahren 1925—1931, fünf Panzerkreuzer aus den Baujahren 1899—1902, 115 Zerstörer und 60=Boote. Demgegenüber umfaßt der Kriegsschiffsbestand der Vereinigten Staaten 15 Schlachtschiffe, 34 Leichte und Schwere Kreuzer, fünf Flugzeugträger, 210 Zerstörer und 63=Boote. Die zahlenmäßige Ueberlegenheit des USA.=Bestandes beruht auf den Flottenverträgen von Washington im Jahre 1922 und von London acht Jahre später. Damals wurde die Flottenstärke USA—England—Japan im Verhältnis 5::3 festgelegt. Für die Beurteilung des amerikanisch=japanischen Kräfteverhältnisses im Stillen Ozean ist jedoch entscheidend, daß die Vereinigten Staaten wegen ihrer geographischen und strategischen Lage zur weitgehenden Zersplitterung ihrer Kräfte gezwungen sind, während Japan zu massivem Einsatz seiner Kräfte auf engem Raum in Fernost und im Südpazifik imstande ist. Natürlich ist auch Japan eifrig bemüht, seinen gegenwärtigen Schiffsbestand zu erweitern. Es wird wahrscheinlich in Kürze mit dem Bau von zwei Schlachtschiffen beginnen, die 40 000 bis 45000 t groß sein und neun 40=cm=Geschütze aufweisen werden. Nach englisch=amerikanischen Behauptungen baut Japan außerdem zwei weitere Flugzeugträger zu je 17 000 t, vier Kreuzer, 16 Zerstörer und 10=Boote. In der Frage der Stützpunkte ist Japan ebenso wenig müßig. Durch Ablauf der Flottenverträge ist es in der Lage, außerhalb der Hauptinsel vorhandene Stützpunkte auf Formosa, westlich davon auf den Pescadores=Inseln und auf den Bonin=Inseln nördlich der Marianen weiter auszubauen. So wie Nordamerika den westindischen Inselgürtel benutzt, um das Küstenvorfeld und seine Luftverteidigung soweit wie möglich vorzuschieben, so zeigt sich bei Japan die Absicht, die Stützpunkte so weit wie möglich in die Mandatsgebiete des Südens und Südostens vorzuschieben. Brennstofflager=Stützpunkte für die Marineluftwaffe und für=Boote z. B. sind auf Saipan(Hauptinsel der Marianen) errichtet worden, außerdem auf Palau(Westkarolinen), auf Namoi(Ostkarolinen) und auf Jaluit(Marshallinseln). So ist Japan wohl imstande, der Willkür angelsächsischer Machtpolitik im Stillen Ozean einen kräftigen Riegel vorzuschieben. Werden die Amerikaner und Briten Japans gerechtfertigte Haltung anerkennen oder werden sie in Ueberschätzung ihrer eigenen fernöstlichen Macht zur Durchsetzung ihrer frech=imperialen Ziele im Stillen Ozean den Kampf wagen? Wird der Lärm der Waffen im Ozean, den man den Stillen nennt. der gegenwärtigen Spannung folgen? Britische Kolonne zurückgeschlagen Wirkungsvoller Angriff des deutschen Fliegerkorps in Nordafrika Rom, 20. Febr. Der italienische Wehrmacht= I abspielten, sind nicht gerade geeignet, den von bericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Front keine Kampfhandlungen von besonderer Bedeutung. In Nordafrika wurde eine mit Kraftwagen ausgerüstete seindliche Kolonne, die sich unseren Stellungen in der Oase Kufra zu nähern versucht hatte, durch sofortigen Gegenangriff unter empfindlichen Verlusten für den Gegner zum Rückzug gezwungen. Unsere Flugzeuge haben feindliche Luftstützpunkte bombardiert. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben mit erfolgreicher Wirkung zahlreiche Kraftwagen und Batteriestellungen des Feindes mit Bomben und Maschinengewehrfeuer belegt. Fünf feindliche Jagdflugzeuge wurden abgeschossen. Andere deutsche Flugzeuge haben im Sturzflug feindliche Dampfer im Mittelmeer angegriffen. Zwei 8000=Tonnen=Dampfer sowie weitere von geringerer Wasserverdrängung wurden mit Bomben schweren und mittleren Kalibers getroffen. In Ostafrika wiederholte am unteren Juba der Feind heftige Angriffe, um den Uebergang über den Fluß zu erzwingen. An den anderen Abschnitten Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung. Im Kampfgebiet Norden(Eritrea) haben unsere Flugzeuge feindliche Kraftwagen und Truppen angegriffen. Feindliche Flugzeuge unternahmen einen Einflug gegen eines unserer Zentren in Eritrea. Ein britisches Flugzeug wurde von unserer Abwehr abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug wurde von einem unserer Bombenflugzeuge angegrifsen und stürzte brennend im unteren Sudan ab. Die allgemeine Lage Sofia. Aus Anlaß der Freundschaftserklärung tauschten die Außenminister Bulgariens und der Türkei Begrüßungstelegramme aus. Rom, 20. Febr. Die allgemeine Lage wird, wie Agenzia Stefani zusammenfassend feststellt, von folgenden Tatsachen beherrscht: .) An der albanischen Front versucht die griechische Armee auf Geheiß des britischen Hauptquartiers seit zehn Tagen in einem Generalangriff unter Einsatz aller militärischen Möglichkeiten den italienischen Widerstand zu brechen. Dies ist in keiner Weise geglückt. die italienischen Stellungen stehen unerschüttert. .) An der äthiopischen Front behauptet sich der tapfere Widerstand der Italiener. Die Haltung der Eingeborenen Aethioviens entspricht in keiner Weise den von England auf sie gesetzten Hoffnungen. Die eritreischen und Somali=Truppen kämpfen an allen Kampfabschnitten wie die Lömen und beweisen aufs neue ihre traditionelle Treue. .) An der libyschen Front dauert der Kampf an, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. .) Die große diplomatische Offensive Großbritanniens auf dem Balkan, die aus dem Balkan den Hauptkriegsschauplatz machen wollte, ist gescheitert. .) Die Ereignisse zur See und in der Luft, die sich innerhalb der letzten zehn Tage „Das Angtische Schwell! Hanger! Empörung über die Ablehnung des Hoover-Hilfsplanes Brüssel, 20. Febr. Das brutale Nein Großbritanniens zu Hoovers Hilfsplan hat in der belgischen Oeffentlichkeit größte Empörung und Abscheu gegenüber England ausgelöst. Wenn man sich hier schon keinen allzu großen Illusionen hinsichtlich der britischen„Humanität“ und einer möglichen Hilfe von Uebersee hingegeben hatte, so hat doch die aller Menschlichkeit bare Weigerung des Lord Halifax, einen früheren Bundesgenossen durch den Hilfsplan des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Hoover mit Lebensmitteln zu unterstützen, das belgische Volk im tiefsten Innern enttäuscht und erschüttert. Die belgische Presse macht sich zum Sprachrohr dieser Empörung und brandmarkt in scharfster Form das ruchlose britische Verbrechen an der belgischen Zivilbevölkeung. Die Zeitungen richten die Aufmerksamkeit ihrer Leser in riesigen Ueberschriften u. a. auf folgende Gesichtspunkte:„England verweigert seinem früheren Bundesgenossen Lebensmittel.“—„Churchill bleibt seinem Wort von 1914—18 getreu: Laßt sie sterben!“—„Die unmenschlichste Kriegswaffe, die Hungerblockade, gegen den früheren Bundesgenossen.“—„Das englische Schwert: Hunger!— unmenschliche Antwort Englands.“ Lo „Feind hört mit“ Die klassische Ausrede Lord Alexanders Berlin, 20. Febr. Ein bezeichnender Vorjang spielte sich anläßlich der Rede des ersten Lords der britischen Admiralität, Alexander, im britischen Unterhaus ab. Als Lord Alexander nach Einzelheiten über die von deutscher Seite gemeldete Zersprengung eines grozen englischen Geleitzuges und Vernichtung von 13 Schiffen gefragt wurde, gab der Lord folgende klassische Erklärung ab:„Es ist nicht möglich, diese Frage zu beantworten, ohne dem Feind damit zu helfen. Das aber liegt nicht im öffentlichen Interesse.“ Da Lord Alexander kurz zuvor dem britischen Parlament erklärt hatte, daß innerhalb der letzten Monate(in the recent months) nur neun Schiffe aus britischen Geleitzügen verloren gegangen seien, während allein zwischen dem 9. 12. Februar 20 Schiffe mit insgesamt 111 500 BRT. aus britischen Geleitzügen herausgeschossen und versenkt wurden, so bleibt in dieser peinlichen Lage nichts anderes übrig. als mit dem Hinweis:„Feind hört mit“ die Flucht aus der Oeffentlichkeit anzutreten. Zunehmender Preiswucher in England Stockholm, 20. Febr. In einem Bericht des Londoner„Daily Telegraph“ wird darauf hingewiesen, daß der Preiswucher in England andauere und daß alle Versuche des britischen Handelsamtes, ihm entgegenzutreten, bisher vergeblich gewesen seien.„Ein Beamter des Zentralamtes für Preisregulierung“, heißt es in dem Bericht des Blattes,„erklärte gestern, daß die Zahlz der gerichtlich verfolgten Preiswucherfälle fortgesetzt ansteige. Der Grund hierfür ist. daß die Ware in den Einzelhandelsgeschäften immer knapper wird. Bei zurzeit besonders begehrten Artikeln, wie z. B. Stahlhelmen für den Luftschutz, ist der Wucher ganz besonders groß". Der„Daily Telegraph“ zählt dann verschiedene Fälle auf, in denen völlig minderwertige Ware zu phantastisch hohen Preisen verkauft worden sei, und bemerkt, daß die Verbraucher diesem Wucher gegenüber völlig wehrlos seien. Die Engländer verlassen Thailand Tokio, 20. Febr. Wie Domei aus Bangkok meldet, rief der thailändischen Presse zufolge der dortige britische Konsul am Montag alle in Bangkok lebenden Engländer zusammen, um sie aufzufordern, die Frauen und Kinder zu evakuieren. Obwohl der Konsul diese Berichte dementiere, seien einige Briten bereits abgereist Man nehme allgemein an, daß die Engländer Thailand in kleinen Gruppen evakuierten, um Aufsehen zu vermeiden. Das Ziel der Evakuierten sei Singapore. Suezkanal vorläufig noch gesperrt Ankara, 20. Febr. Einen Bericht über die von der deutschen Luftwaffe im Suezkanal verursachten Schäden bringt die in Kairo erscheinende Zeitung„Al Ahram“. Aus dem Bericht ergibt sich, daß es immer noch nicht gelungen ist, die angerichteten Schäden zu beseitigen. Augenzeugen, die aus Port Said in Kairo eintrafen, teilen mit, daß seit dem 5. Februar jeder Schiffsverkehr durch den Suezkanal unterbrochen ist. Seit dem 5. Februar versuchten die britischen Behörden vergeblich. die zwei versenkten Schiffe aus der Fahrrinne zu räumen. Wenn die Sperrung des Suezkanals auch nur vorübergehender Natur ist und der Schiffsverkehr über kurz oder lang wieder ausgenommen werden kann, so zeigt diese zeitweilige Blockierung doch, daß England hier an einer sehr empfindlichen Stelle getroffen ist und jederzeit wieder getroffen werden kann. Churchill in seiner letzten Rede zur Schau getragenen Optimismus zu rechtfertigen. .) Die Episode des mißglückten britischen Fallschirmspringerunternehmens in Süditalien hat der ganzen Welt die irrige Annahme Englands hinsichtlich der Festigkeit der inneren Front Italiens vor Augen geführt. Großbritannien habe sichtlich aus seinen Erfahrungen aus dem ersten Abschnitt des Krieges nichts gelernt und sei in seinen alten Fehler einer absolut irrigen Einschätzung des italienischen Volkes zurückverfallen. Zum Kriegsschauplatz Ostafrika Unsere Karte weist in die Kampfabschnitte von Keren, Carora und des Kenia-Gebiets und vermittelt ein genaues Bild der gebirgigen Bodenbeschaffenheit Italienisch-Ostafrikas. (Karte: Dehnen-Dienst) Abschied von Hermann Kriebe! (Schluß von der 1. Seite.) Unter Trommelwirbel eröffnen ein Musik= korps der Wehrmacht, zwei Kompanien Wehrmacht und eine Kompanie Waffen= den Trauerzug. Hinter dem Kranz des Führers schreitet ein Offizier mit dem Ordenskissen. Es folgen die Blutfahne und eine SA.=Standarte. Hinter der Lafette mit dem Sarg marschieren die Männer vom 9. November, denen Hermann Kriebel damals so beispielhaft vorangegangen war, die Abordnungen des Auswärtigen Amtes, je ein Ehrensturm der SA., des RSKK., das RSFK., eine Ehrenbereitschaft politischer Leiter schließen sich an, eine Ehrengefolgschaft der Hitlerjugend, die zu Hermann Kriebel als Vorbild emporblickt. Feierlich, gemessenen Schrittes, abwechselnd begleitet vom Trommelwirbel und Trauermärschen, bewegt sich der Zug durch die Stadt, vorbei an Tausenden von Volksgenossen, die zum großen Teil Hermann Kriebel selbst gekannt haben und die nun entblößten Hauptes von diesem deutschen Kämpfer Abschied nehmen. Am Beginn der Reichsautobahn an der Stadtgrenze bei Ramersdorf wird der Sarg von der Lafette genommen und in den bereitstehenden, von 12 NSKK.=Motorradfahrern flankierten Kraftwagen gebracht. Unter den Klängen des Präsentiermarsches erfolgt seine Abfahrt nach Niederaschau im bayerischen Chiemgau, wo am Nachmittag zur letzten Ruhe gebettet wurde. was an Hermann Kriebel sterblich war. Zweite Jusatzkleiderkarte für Jugendliche „Reverschiea=Sbioulen Wer fürchtet sich vor dem„schwarzen Mann“: Berlin, 20. Febr. Nach dem gewaltigen„Erfolg", den die englischen Fallschirmjager bei ihrer vor kurzem erfolgten Premiere erlebt haben, überrascht uns die Londoner Zeitung „Star“ jetzt mit der stolzen Mitteilung, daß England nicht nur Fallschirmjäger, sondern sogar auch sogenannte„Supershock=Truppen" besitze. Vor diesen„Ueberschreck=Soldaten" befällt uns die schlotternde Angst, wenn wir durch den Lobgesang des„Star“ von ihnen erfahren, daß „sie weit marschieren, alle schwimmen können und weniger Schlaf benötigen als reguläre Truppen.“ Entsetzlich, wenn man bedenkt, daß dies wahrscheinlich nur einige der schrecklichen Eigenschaften sind, die uns das Blatt verrät. Sicherlich sind diese„sorgfältig ausgesuchten“ Ueber=Engländer auch trainierte Hungerkünstler, oder vielleicht erhalten sie von einem Teller der kürzlich in England erfundenen„Ei=desKolumbus=Suppe“ überirdische Kräfte, so daß sie mit einem Pusterohr ganze deutsche Armeen umpusten können. Wir vergehen vor Angst vor diesen kühnen Schwimmern und schlaflosen Marathonläufern und bekommen schon jetzt einen Supershock, wenn wir uns vorstellen, daß diese Truppe noch besser sein soll, als die„ruhmgekrönten“ englischen Fallschirmjäger. Oder sollten die Supershocks etwa nur auf Grund der englischen Schreckerfahrungen von Dünkirchen aufgebaut sein? Wie nützlich wären da solche Schrecklinge gewesen, die vergnügt aus den zerschossenen Kraftwagen ausgestregen wären“ rüstig an die Küste marschiert und dann quietschfidel bei Tag und Nacht über den Kanal nach Hause geschwommen wären... hilfsgesetzes so stark interessiert ist, denn sie hofft. ihren Gewinn im Jahre 1941 noch wesentlich zu steigern. " W a s h i n g t o n. D a s R e p r ä s e n t a n t e n h a u s nahm den Marinehaushalt in Höhe von 242 Millionen Dollar zum Ausbau von Flottenstützpunkten im Pazisik und Atlantik— darunter Guam, Samoa sowie die von England abgetretenen Besitzungen— an. Die Vorlage geht nunmehr dem Bundessenat zu. Sofia. Ministerpräsident Filoff gab in der Kammer eine Erklärung über die bulgarische Außenpolitik ab. Er hob dabei hervor, daß die bulgarisch=türkische Freundschaftserklärung ein neuer Beweis der friedlichen Politik Bulgariens P"— UsA.-Beobachter nach dem Fernen Osten Washington, 20. Febr. Das Kriegsministerium beorderte am Donnerstag drei Armeeoffiziere als militärische Beobachter nach verschiedenen Stellen des Fernen Ostens. Major Clarence Jackson wurde nach Siam beordert, Major Francis Brink nach Singapore und Oberstleutnant Alexander Campbell nach Batavia. Zweck dieser Maßnahme ist nach einer Erklärung des Kriegsministeriums über die militärische Lage in der ganzen Welt unterrichtet zu bleiben. Associated Preß erinnert daran, daß in ähnlicher Weise im vorigen Jahr die Beobachter in Europa verstärkt wurden, um den Krieg in Finnland sowie die deutsche Westoffensive im Auge zu behalten. Hauseinsturz in Modrid Bisher zehn Tote geborgen Madrid, 20. Febr. Am Mittwochabend stürzte in Madrid ein Gebäude ein, das sich bereits in baufälligem Zustande befunden und während des letzten Unwetters noch besonders schwer gelitten hatte. Bisher wurden zehn Tote, darunter fünf Frauen und zwei Kinder, geborgen, ferner zwei verletzte Kinder und zwei schwerverletzte Frauen. Erdbeben in Iran Teheran, 20. Febr. Aus Büdschand in OstIran wird ein schweres nächtliches Erdbeben gemeldet. Nach dem zweiten sehr heftigen Stoß brach eine Panik unter der Bevölkerung aus. Die Menschen verließen die Häuser und verbrachten trotz der Winterkälte die Nacht in Zelten oder unter freiem Himmel. Infolge der Kürze der Wellen des Erdbebens soll kein ernster Schaden zu verzeichnen sein. Darum die Eile! Riesige Gewinne der USA.=Rüstungskonzerne Newyork, 20. Febr. Aus den allmählich erscheinenden Jahresberichten der großen amerikanischen Industrie= und Handelskonzerne geht mit aller Deutlichkeit hervor, welch große Kriegsgewinne bereits im vergangenen Jahre in USA. gemacht wurden. So erhöhte sich der Reingewinn der bekannten Goodyear and Rubber Corp. auf 20.5 Millionen Dollar. Das Jahr 1940 brachte. wie es im Jahresbericht heißt, der Gesellschaft einen neuen Rekordstand des Umsatzes. Unter diesen Umständen versteht man es, wenn die amerikanische Hochfinanz an einer möglichst raschen Verabschiedung des EnalandUeberschwemmung im Tigris-Tal Istanbul, 20. Febr. Wie aus Bagdad gemeldet wird, ist der Tigris über seine Ufer getreten und hat teilweise die Uferhöhen überschwemmt. Zur Rettung der Stadt Bagdad mußten die nördlichen Uferdämme gespeengt werden. Dadurch sind 150 Quadratkilometer bebautes Land unter Wasser gesetzt und durch die Fluten verwüstet worden. Truppenteile und Hilfskolonnen wurden sofort zu Rettungs= und Bergungsarbeiten eingesetzt. Zahlreiche Ortschaften mußten von der Bevölkerung verlassen werden. Auch die Lage Bagdads wird als bedrohlich angesehen. Der entstandene Schaden ist beträchtlich, vorläufig aber noch nicht abzusehen. Die Wasserflut kam um so überraschender, als im Allgemeinen Ueberschwemmungen im TigrisTal erst Ende März oder im April eintreten. Ueberfall auf eine Schanghaier Bank Schanghai, 20. Febr. Drei Chinesen drangen am Donnerstagmorgen in das Gebäude der Central Reserve Bank in der internationalen Niederlassung Schanghais ein und warfen zwei Handgranaten. von denen eine explodierte. Der Versuch der Attentäter, in das Privatbüro des Direktors vorzudringen, konnten vereitelt werden. Ein chinesischer Wachtposten, der den Attentätern den Weg verlegte, wurde erschossen. Täter sind entkommen. Das Münster, 20. Febr. der in den Straßen M hen prächtigen Gelehrte rucksvollen Erscheinun bar wegen seines unge es nicht selten das Zie beckter Anspielungen, einem viel gefürchteter sückzuweisen verstand. So berichtet die bek hn, die Studentenschaf keibesumfanges„das hostes zu Ohren gekom Untwort darauf zu Beg wa folgenden Worten ige Vorlesung eintrete in Rätsel aufgeben. Eagen Sie mal, meine den Unterschied sagen hir?(Allgemeines Sa Eie wissen's nicht. Das agen. Sehen Sie: Ein Umgeben, ich aber bin Da wagte sogar niemat hostes nahm seine Vor Berlin, 20. Febr. Wie bei der Einführung der zweiten Reichskleiderkarte bereits bekannt eber gegeren worden ist, werden die Jugendlichen auch in diesem Jahr auf Antrag wieder eine Zusatzkleiderkarte erhalten. Während die Zusatzkleiderkarten im Vorjahre nur an die 14—16= jährigen Jugendlichen ausgegeben wurden, werden ii diesem Jahre zwei weitere Jahrgänge erfaßt, o daß jetzt die 13—17jährigen Jugendlichen zusätzliche Beschaffungsmöglichkeiten erhalten. Die Zusatzkleiderkarten werden 50 Bezugsabschnitte für Knaben und 40 Bezugsabschnitte für Mädchen enthalten. Die erste Hälfte der Bezugsabschnitte wird sofort fällig sein, während die zweite Hälfte besonders ausgerufen werden wird. Die Zusatzkleiderkarte wird voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte ausgegeben werden. Der Zeitpunkt, von dem an die Anträge bei den Wirtschaftsämtern(Kartenstellen) gestellt werden können, wird rechtzeitig bekanntgegeben. Vorherige Anträge sind zwecklos und können keine Berücksichtigung finden. Bielefeld, 20. Febr. Neueinrichtung: Wohn Bahreshauptversammlu Brundbesitzervereins B us Dr. Schulte u. a. Klagevorfälle geringer Kriege. Um manche A tigen, sei eine Wohnu bei worden, wie eine inigung bereits bestar kommenden Tauschpar mäßig erfaßt und in d. bekanntgegeben. Ein hauschrecht sei durch ei beführt, nach welchem? gen, die Mieträume eines Tausches überlas Oelde, 20. Febr. [In einem Zigarrenges Ladenbesitzers morgens bedient, der das Geschö verlassen hatte. Als päter den Laden betra einrichtung entfernte, sampf mit dem Eindri Inter Hinterlassung se iehen konnte. Die #llte später fest, daß sich handelte, auf dem Als sie ihn festnehmen wurde aber verfolgt. D Hause stehendes Fahr nutzen konnte, gelang di Abend konnte er aber sund ins Gefängnis g Hagen, 20. Febr.! #urteilt. Eine Kölner nahm im Juni 1 ein Hagener Goldwa PET Urheber- Rechtsschut 6) Ueber diesen Gedar Tage ruhig ihren Ver alle, über den Fall zu hielt täglich Briefe, deren Inhalt keiner glaubte aber zu beme schlossener wurde; alst keine guten zu sein. wohnheit gelangt, nac zu spielen. Beide Hei meinem besonderen Te binationsgabe im ve nicht gewachsen. Ich lich gegen sie niemals Partie verloren habe. Nach einer solchen Figuren geopfert und Matt“ gegeben—, sag „Sie sollten einma weiß nicht, ob Sie de würden.“ Ich muß wohl 1 haben, denn Eugen fi „Ja, es ist eine strefflich Schach spielt.“ Ich erinnerte mich Erben einer Königsk von der Thronfolge a seiner geistigen Minde falls ein blendende sein soll. Als ich dies vorbi Gohta dies als eine Ich vertrat die Ans für das Schachspiel in sunktionierenden Geht Beweis dafür erbrächt unter irgendwelchen auf andere Gebiete de dehnbar sein müsse, einen Impuls dazu en rmann Kriebe! r 1. Seite.) eröffnen ein Musikbei Kompanien WehrWaffen= den Trauz des Führers schreitet denskissen. Es folgen SA.=Standarte. Hinter Sarg marschieren die ber, denen Hermann ielhaft vorangegangen s Auswärtigen Amtes, 5A., des RSKK., das schaft politischer Leiter engefolgschaft der Hitn Kriebel als Vorbild messenen Schrittes, abTrommelwirbel und sich der Zug durch die den von Volksgenossen, ann Kriebel selbst gen entblößten Hauptes ipfer Abschied nehmen. ichsautobahn an der orf wird der Sarg von id in den bereitstehensorradfahrern flankierUnter den Klängen erfolgt seine Abfahrt erischen Chiemgau, wo Ruhe gebettet wurde. sterblich war. kleiderkarte idliche e bei der Einführung karte bereits bekannt den die Jugendlichen Antrag wieder eine i. Während die Zuhre nur an die 14—16= gegeben wurden, werei weitere Jahrgänge —17jährigen Jugendungsmöglichkeiten erkarten werden 50 Ben und 40 Bezugsabalten. Die erste Hälfte id sofort fällig sein, besonders aufgerufen wird voraussichtlich in sgegeben werden. 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Das war hostes zu Ohren gekommen, und er gab seine Untwort darauf zu Beginn einer Vorlesung mit wa folgenden Worten:„Bevor wir in die heuige Vorlesung eintreten, möchte ich Ihnen mal in Rätsel aufgeben.(Allgemeine Spannung.) Eagen Sie mal, meine Herren, können Sie mir den Unterschied sagen zwischen einem Faß und hir?(Allgemeines Scharren.) Ich höre wohl. Eie wissen's nicht. Dann muß ich's Ihnen wohl agen. Sehen Sie: Ein Faß, das ist von Reifen Umgeben, ich aber bin von Unreifen umgeben!“ Da wagte sogar niemand mehr zu scharren, und hostes nahm seine Vorlesung auf. * Bielefeld, 20. Febr. Eine nachahmenswerte Neueinrichtung: Wohnungs=Tauschstelle. In der Jahreshauptversammlung des Haus= und Brundbesitzervereins Bielefeld teilte der Syndi#us Dr. Schulte u. a. mit, daß die Zahl der Klagevorfälle geringer geworden sei als vor dem Kriege. Um manche Mietstreitigkeiten zu beseitigen, sei eine Wohnungs=Tauschstelle eingerichei worden, wie eine solche bei der Mietervereinigung bereits bestanden habe. Die in Frage kommenden Tauschpartner würden formularäßig erfaßt und in den beiden Organisationen bekanntgegeben. Ein gesetzliches Wohnungshauschrecht sei durch eine neue Verordnung einbeführt. nach welchem der Mieter, statt zu kündigen, die Mieträume einem Dritten im Wege eines Tausches überlassen kann. Oelde, 20. Febr. Gefaßter polnischer Dieb. IIn einem Zigarrengeschäft hatte die Frau des Ladenbesitzers morgens einen Polen mit Tabak bedient, der das Geschäft nach dem Kauf wieder verlassen hatte. Als der Ladeninhaber etwas päter den Laden betrat und die Verdunkelungseinrichtung entfernte, bemerkte er einen Mann eat e eer e! ampf mit dem Eindringling, bei dem dieser sich hunter Hinterlassung seiner Mütze losreißen und ehen konnte. Die benachrichtigte Polizei liellte später fest, daß sich der Pole, um den es sich handelte, auf dem Molkereivorplatz aufhielt. Als sie ihn festnehmen wollte, flüchtete er. Er wurde aber verfolgt. Da der Pole ein vor einem Hause stehendes Fahrrad entwenden und benutzen konnte, gelang die Flucht vorläufig. Gegen Abend konnte er aber von der Polizei verhaftet und ins Gefängnis gebracht werden. Hagen, 20. Febr. Nach rd. zehn Jahren ver#urteilt. Eine Kölner Einbrecherbande unternahm im Juni 1931 einen Einbruch in ein Hagener Goldwarengeschäft. Die Bande wurde aber von zwei Polizeibeamten auf frischer Tat ertappt. Rücksichtslos machten die Verbrecher von ihrer Schußwaffe Gebrauch und erschossen einen Polizeibeamten. Bereits Mitte 1932 wurden drei der Verbrecher. zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Der vierte im Bunde, ein gewisser Leonhard Winz, konnte damals nach Holland flüchten. Jetzt ereilte auch ihn die Gerechtigkeit. Das Gericht verurteilte ihn zu sieben Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und ordnete außerdem gegen ihn die Sicherungsverwahrung an. Essen, 20. Febr.„Elektrischer Stuhl“ für Hunde und Katzen. Einen neuartigen Weg zur Beseitigung herrenloser Katzen und Hunde hat das Stadtreinigungsamt der Stadt Essen eingeschlagen. Dort gibt es neuerdings einen „elektrischen Stuhl“, der dazu dient, Hunde und Katzen, die herrenlos aufgegriffen werden, nach bestimmter Wartezeit zu vernichten. Es ist nun keineswegs so, daß alle eingelieferten Hunde und Katzen getötet werden, sondern diese kommen zunächst in einen Zwinger, wo sie sorgfältig betreut werden. Die Leitung des Stadtreinigungsamtes erläßt dann einen öffentlichen Aufruf, um möglicherweise den Besitzer des Tieres ausfindig zu machen und ihm den aufgegriffenen Flüchtling gegen Erstattung der Unkosten auszuhändigen. Hat sich in acht Tagen niemand gemeldet, so versucht das Stadtreinigungsamt das Tier auf einer Versteigerung an den rechten Mann zu bringen. Erst dann erfolgt die Tötung der Tiere in einer Art und Weise, die auch die Tierschutzbewegung als zulässig und völlig einwandfrei bezeichnet und empfiehlt. Velbert, 20. Febr. Punkte der Kleiderkarte gestohlen. Eine böse Enttäuschung wurde einer Velberterin bereitet, die in einer Leihbücherei als Ausweis ihre Kleiderkarte hinterlegte. Als die Frau die Karte später zurückerhielt, fehlten 31 Punkte. Die Büchereiangestellte bestritt, die Wus Hens ur un Ducht!1. Roman von ETT VAN LOTTT Urheber- Rechtsschutz: Drei-Quellen-Verlag. Königsbrück(Bezirk Dresden) 6) Ueber diesen Gedanken nahmen die nächsten Tage ruhig ihren Verlauf. Wir vermieden es alle, über den Fall zu sprechen. Der Baron erhielt täglich Briefe, machte uns jedoch über deren Inhalt keinerlei Mitteilungen. Ich glaubte aber zu bemerken, daß er immer verschlossener wurde; also schienen die Nachrichten keine guten zu sein. Wir waren zu der Gewohnheit gelangt, nach dem Abendessen Schach zu spielen. Beide Herren waren gute Spieler, meinem besonderen Talente aber, meiner Kombinationsgabe im vorteilhaften Figurenopfer, nicht gewachsen. Ich erinnere mich genau, daß lich gegen sie niemals auch nur eine einzige Partie verloren habe. Nach einer solchen Partie— ich hatte viele Figuren geopfert und ein überraschendes„RösselMatt“ gegeben—, sagte Eugen: „Sie sollten einmal mit Klaus spielen; ich weiß nicht, ob Sie da auch so leicht gewinnen würden.“ Ich muß wohl verwundert dreingeschaut haben, denn Eugen fügte erklärend hinzu: „Ja, es ist eine Tatsache, daß Klaus vortrefflich Schach spielt.“ Ich erinnerte mich lebhaft an den einstigen Erben einer Königskrone, den man seinerzeit von der Thronfolge ausgeschlossen hatte wegen seiner geistigen Minderwertigkeit, und der ebenfalls ein blendender Schachspieler gewesen sein soll. Als ich dies vorbrachte, bestätigte Direktor Gohta dies als eine„bekannte Tatsache“. Ich vertrat die Ansicht, daß ein solches Talent für das Schachspiel in einem sonst nicht normal sunktionierenden Gehirne für alle Fälle den Beweis dafür erbrächte, daß die Gedankenarbeit unter irgendwelchen günstigen Umständen auch auf andere Gebiete des logischen Denkens ausdehnbar sein müsse, sofern das Individuum einen Impuls dazu empfing. Dem konnte sich aber Direktor Gohta nicht anschließen, sondern vertrat den Standpunkt, daß eine solche einseitige Begabung rudimentäre Fähigkeiten normalen Denkens wären, die häufig genug aufträten, seines Wissens aber bisher niemals auf die von mir vertretene Möglichkeit übertragbar gewesen wären. Wir sprachen an diesem Abend noch von vielen anderen Dingen, meine Gedanken waren nicht bei dem, was meine Ohren hörten, und so kam es, daß ist plötzlich auf ein ganz anderes Thema hinüberwechselte. „Hat die letzte Unterredung mit Ihrem Herrn Bruder auch in der Bibliothek stattgefunden, Baron?“ Die Frage kam überraschend. „Jawohl“ antwortete Eugen. „Und die Türangel hörten Sie nicht wieder knarren?“ „Sicher nicht!“ Direktor Gohta lächelte fein.„Ich glaube, lieber Herr Gunn. Sie sind so wie ich in diese mysteriösen Ereignisse vertieft. Ich wenigstens, Eugen, gestehe dir, daß ich meine Gedanken von deinem Unglück nicht losreißen kann.“ „Ich danke Ihnen, meine Herren, für Ihr Interesse, aber ich selbst sehe leider zu schwarz in dieser Angelegenheit, um mir eine baldige Lösung denken zu können. Außer den auf mir lastenden Verdachtsmomenten sind nicht die leisesten Argumente zur Verdächtigung anderer Personen gegeben.“ Er verabschiedete sich und ich blieb mit Gohta allein im Rauchzimmer zurück. Wir hingen beide unseren Gedanken nach. Der Zigarrenrauch, der langsam durch das geöffnete Fenster zog, erregte seit langer Zeit wieder den Wunsch in mir, ebenfalls zu rauchen. „Geben Sie mir eine Zigarre, Herr Direktor!?“ Er sah mich an, lächelte in seiner gewinnenden Art und sagte:„Na. eine täglich 1 Punkte abgeschnitten zu haben. Selhst als die Punkte bei ihr gefunden wurden, gab sie den Diebstahl nicht zu. Das Beweismaterial gegen sie war jedoch so stark, daß das Gericht sie für überführt hielt und eine Gefängnisstrafe von drei Wochen aussprach. Wuppertal, 20. Febr. Neun Bibern das abgezogen. Bisher unbekannte Täter drangen in eine am Rande der Stadt gelegene Biberzucht ein, töteten neun Biber und zogen ihnen an Ort und Stelle in fachmännischer Weise das Fell ab. Die Kadaver wurden zurückgelassen. Es ging den Tätern also lediglich um die wertvollen Nutria=Felle. Köln, 20. Febr. An Fleischvergiftung gestorben. In einer Kölner Krankenanstalt verstarb dieser Tage eine Frau aus Ehrenfeld unter Vergiftungserscheinungen. Die Ermittlungen ergaben, daß die Verstorbene Schinkenfleisch gegessen hatte, das ihr aus den ehemals polnischen Gebieten mitgebracht worden war. Zwei weitere Personen, die ebenfalls von dem Fleisch gegessen hatten, liegen noch im Krankenhaus. Der Vater der Verstorbenen hat ein Stück desselben Fleisches, jedoch gekocht, ohne jeden Schaden verzehrt. Der vorliegende Fall, der der erste dieser Art in Westdeutschland ist. mag der Bevölkerung eine Warnung sein, kein ungekochtes Fleisch zu genießen, dessen Herkunft nicht einwandfrei feststeht. Köln, 20. Febr. Aus Kläger wurde Angeklagter. Von einem Kölner Unternehmen war vor kurzer Zeit ein Baggermeister eingestellt worden. Nach Festsetzung des Gehalts wies der Meister den Betriebsführer darauf hin, daß seine Frau in einem ihm gehörenden Hause in Westfalen wohne und er somit getrennt von ihr leben müsse. Ihm stehe darum eine Auslösung zu, die mit 3 RM. täglich festgesetzt wurde. Kurz darauf erfuhr der Unternehmer jedoch, daß der Meister in einem Gemeinschaftshaus billiger untergebracht werden könne und zahlte fortan nur noch.25 RM. täglich. Mit dieser Kürzung des Auslösungsgeldes war der Meister nicht einverstanden. Er strengte Klage am Arbeitsgericht an. Unterdessen kam dem Betriebsführer zu Ohren, daß der Meister bei seiner Einstellung falsche Angaben gemacht hatte, da er keineswegs von seiner Frau getrennt lebte, sondern mit ihr zusammen in Köln eine Wohnung unterhielt. Das Arbeitsgericht wies auf Grund dieser Feststellungen die Klage des Meisters kostenpflichtig ab und verurteilte ihn obendrein auf Grund einer Widerklage des Bauunternehmers zur Zahlung von 362.10 RM., die ihm infolge seiner falschen Angaben als Auslösung gezahlt worden waren. München, 20. Febr. Die eigene Tochter erschossen. Ein 72 Jahre alter verwitweter Gastwirt in Holzkirchen bei München hat seine 29 Jahre alte Tochter, die seit 17 Jahren an Epilepsie litt, mit einer Pistole erschossen. Der Mann versuchte zuerst vorzutäuschen, als hätte sich der Schuß beim Reinigen der Waffe unbeabsichtigt gelöst, der Sektionsbefund ergab jedoch einwandfrei, daß es sich um einen aufgesetzten Schuß in den Nacken handelt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kann ich Ihnen schon erlauben", und reichte mir das Zigarrenkistchen herüber.„Da, nehmen Sie diese.“ Er wies auf eine kleine Importe. „Das ist wohl die leichteste.“ „Mein ganzes Sinnen und Grübeln ist zwecklos“, sagte ich.„Es fehlen ja alle Umstände, die auf den Täter schließen ließen, und obgleich ich das weiß, komme ich von der Sache nicht los. Eines aber interessiert mich am meisten. Wer hat das erste Gespräch der Brüder belauscht?“ „Ja, wer kann das auch nur ahnen!“, sagte Gohta niedergeschlagen. Er sah auf seine Uhr. „Es ist wieder spät geworden. Sie sind noch mein Patient, also gehören Sie schon lange ins Bett!“ Wir trennten uns und gingen zur Ruhe. 5. Kapitel Der nächste Tag brachte einige sich überstürzende Ereignisse. Nach dem Essen war der Baron sehr niedergeschlagen und sagte ganz unvermittelt in grimmigem Tone: „Die Polizei gibt noch immer keine Ruhe!“ Näheres teilte er uns aber nicht mit. Da erhielt ich ein Telegramm, und mittags war meine Frau überraschend gekommen. Wir saßen gerade bei der Suppe im Speisezimmer von Gohta, als Schwester Anna sie hereinführte. „Bitte um Entschuldigung, doch ich wollte nicht auf das Eintreffen des Anstaltswagens warten, sondern nahm ein Taxi. Und nun bin ich hier!“, sagte sie strahlend. Nach einer kurzen herzlichen Begrüßung führte ich sie an den Tisch und stellte ihr die Herren vor. Bei der Nennung von Rinkhs Namen mußte der Baron ein leichtes Erstaunen in ihrem Gesichte wahrgenommen haben, denn ich bemerkte, wie sich seine Züge wieder verfinsterten, genau wie damals, als er mich mit den Zeitungen im Walde getroffen hatte. Sein Antlitz hellte sich erst wieder auf, als meine Frau munter zu plaudern begann. Nachdem sie über die Genesung ihrer Mutter berichtet hatte, gab sie ihrer Freude über mein gutes Aussehen Ausdruck und dankte dem Direktor, den sie aus meinen Briefen längst kannte, herzlich für seine Mühe. Beachchrosimturchent Kaphael-Donner-Feier in Wien Würdigung des größten Bildhauers aus der Barockzeit Im Festsaal der Akademie der Wissenschaften erfolgte anläßlich des 200. Todestages Georg Raphael Donners, des größten Meisters der süddeutschen Barockbildhauerkunst eine Feierstunde, der unter anderem der slowakische Innenminister Sano Mach, der deutsche Gesandte in Preßburg, Ludin, Vertreter der Partei und der Wehrmacht und des Diplomatischen Korps beiwohnten. Nach Begrüßungsworten des Gebietsführers Kaufmann hielt Geheimrat Dr. Pinder (Berlin) die Festrede, in der er Raphael Donner als einen Künstler bezeichnete, dessen Werk die Gestaltung der Umwelt seinerzeit beinhaltete. Die Kunst Donners sei auch ein Spiegelbild der deutschen Seele. Sie lasse ihn als den größten Bildhauer des 18 Jahrhunderts erkennen, den einzigen, der damals die Antike wieder verstanden habe. Wertvolle Sammlung in Prag Im Medizinischen Museum in Prag, das in der Bücherei des Aerztehauses eingerichtet wurde, und das der Oeffentlichkeit die Entwicklung der ärztlichen Wissenschaft von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart zeigt, sind wertvolle Sammlungen medizinischer Schriften vorhanden. Besonders interessant ist eine Schrift des Hippokrates, die im Jahre 400 v. d. Z. verfaßt wurde und 1526 im Druck erschienen ist. muß angenommen werden, daß der 72jährige seine Tochter von ihrem Leiden erlösen und dann wegen seines schweren Herz= und Asthmaleidens Selbstmord verüben wollte, der anscheinend durch hinzugekommene Angehörige in letzter Minute verhindert wurde. Das interessiert die Frau Wässrige Kartoffeln gewinnen an Geschmack, sobald man sie in der Nähe des Ofens mehrere Stunden austrocknen läßt, ehe man sie schält. Gefrorene Zwiebeln, die süßen Geschmack haben, lassen sich noch verwenden. Man muß sie nur in einem frostfreien Raum, der ungeheizt ist, langsam auftauen lassen. Vor der Verwendung legt man sie in kaltes Wasser. Fensterleder sind jetzt besonders wertvoll. Deshalb müssen sie nach jedem Gebrauch in Salzwasser ausgewaschen, tüchtig gespült und an der Luft getrocknet werden. Dann behalten sie ihre Weichheit. Heißes Wasser ist für die Reinigung von Fensterleger ungeeignet, es macht hart und brüchig. Die Wärmflasche bleibt viel länger warm, wenn man dem Wasser etwas Salz, das in Essig aufgelöst wurde, zusetzt. Metall=Reißverschlüsse müssen ab und zu gereinigt werden. Das geschieht am besten mit einer ausgedienten Zahnbürste und etwas (weißer) Vaseline, danach wischen wir sie leicht mit einem nichtfuselnden Tuch ab. Reichlicher Genuß von Aepfeln erleichtert die Abgewöhnung des Tabakgenusses. Er lehnte aber jedes Verdienst lachend ab und schrieb alles der guten Luft von St. Moritz zu. „Und jetzt kommt eine Ueberraschung für dich!“, sagte sie freudestrahlend und reichte mir einen dicken Brief. „Ich habe nicht widerstehen können, ihn zu öffnen, du bist mir doch deswegen nicht böse?“ „Nein!“, lachte ich, denn nach ihrem Verhalten konnte derselbe nichts Unangenehmes enthalten. Ich überflog die Zeilen, und eine große Freude bewegte mich, als ich las, daß mein großes Projekt von der Schweizer Regierung angenommen worden war. Den Bau selbst hatte ich als Ausländer nicht erhalten, doch bezahlte man mir einen hohen Betrag, und meine Arbeit wurde dadurch reichlich belohnt. „Und jetzt“, sagte meine Frau,„gehörst du eine Weile ganz mir; jahrelang habe ich dich nur am Arbeitstische gesehen oder bei flüchtigen Besuchen in unserer Wohnung. Jetzt will“ich dich einmal ganz für mich haben!“ Das war ja verlockend genug, und ich willigte mit Freuden ein. „Auch Pläne habe ich schon gemacht“, meinte sie,„aber davon später!“ Ein lebhaftes, munteres Gespräch setzte ein, und es war dem Einflusse meiner Frau zu verdanken, daß die Zeit bis zur Kaffeetafel verflog, ohne daß wir es merkten. Direktor Gohta veranlaßte meine Uebersiedlung in ein größeres Appartement, das meiner Frau ausnehmend gut gefiel, und wir richteten uns dort für die nächste Zeit ein. * Zwei Tage gingen ruhig dahin, ich führte meine Frau die schönen Waldwege, die ich stets gewandert war, zeigte ihr mein Wiesel und alle die kleinen Dinge, die mein Interesse gefesselt hatten, bevor der Baron aufgetaucht war. Meine Frau mußte hinter meinem Rücken mit Dr. Reich, dem Röntgenologen der Anstalt, gesprochen haben, ebenso mit Direktor Gohta, denn eines Tages sagte Gohta bei seiner täglichen Visite „Morgen werden Sie nochmals zu Dr. Reich gehen; er wird Sie zum letzten Male röntgen. und ich hoffe, der Befund wird so befriedigend sein, daß Sie mit Ihrer Gattin eine schöne Reise machen können.(Fortsetzung folgt) Aus der Heimat] Sieben Jahre Gaufilmstelle Westfalen=Nord Büren, Freitag, den 21. Februar 1941 Auf einem Falenderblatt Jetzt sollen Sie das machen: Gartenkresse in flache Kistchen säen, Keimproben anstellen für Garten und Balkon, Frühjahrsgarderobe reinigen und ändern, Veilchen und Vergißmeinnicht an frostfreien Tagen in einzelne Stöcke pflanzen und langsam ans Zimmer gewöhnen. Ja, das alles steht auf einem Kalenderblatt. Zwitschert da nicht ein Vogel? Huscht da nicht ein Sonnenstrahl durchs Zimmer? Duftets nicht im Zimmer wie Lenz und Blüten? Keimproben... und du siehst im Geiste schon die grünen Spitzen auf sauberen Gartenbeeten: Frühjahrskleider... und um dich ist ein Reigen lauter frühlingsfroh gekleideter Mädchen; Veilchen, Vergißmeinnicht... das Herze springt vor lauter Seligkeit. Pflanzen, säen, welch schöne Worte aus dem Kapitel Frühling! Ho! Mag der Sturm draußen auch oft noch sein Frostlied pfeifen, ich pfeife mit. aber ein lustiges Frühlingsliedel, jawohl! Mag's noch schneien und frieren, wie lange noch?!... Ich habe ein kleines Kalenderblatt gelesen, und das war mir wie ein Wechsel auf die nächste Zukunft. * Aus dem DRK. Alle DRK.=Helferinnen aus Büren, Steinhausen und Siddinghausen werden noch einmal auf den heute abend 8 Uhr stattfindenden Lichtbildervortrag über die vielseitige Aufgabe der DRK.=Schwester hingewiesen. An diesem Dienstabend wollen auch diejenigen Mädel teilnehmen, die sich zur Teilnahme am DRK.=Grundausbildungslehrgang bereit erklärt haben. Dienstbeginn der Pimpfe im April. Da verschiedentlich Zweifel darüber aufgetaucht sind, ob bei Erfassung und Aufnahme des Jahrgangs 1930/31 der neuen Pimpfe auch nach der Verlegung des Beginns des Schuljahres auf Zeit nach den Sommerferien die festgesetzten Termine aufrecht erhalten bleiben, hat der Reichsjugendführer verfügt, daß aus organisaIm Kreis Padervorn-Büren 2825 Filmvorführungen mit 555 852 Besuchern Im Rahmen des kulturellen Veranstaltungswesens marschiert die Filmarbeit der Partei heute mit an erster Stelle und zwar sowohl in ihrer Bedeutung als in ihrer Wirkung. Es ist durch zielbewußten Einsatz gelungen, den Film auch Volksgenossen in solchen Orten zu bringen, die an dem übrigen Veranstaltungswesen, wie Theater, Konzert und Vortrag wegen der Ungunst der Lage oder der kleinen Bevölkerungszahl nicht teilnehmen konnten und können. Die nationalsozialistische Revolution hat auch dem deutschen Film ein Gesicht gegeben und ihn zum Kulturfaktor des deutschen Lebens gemacht. Der deutsche Film ist im nationalsozialistischen Staat zum Kulturgut geworden. Dieses ist eine unumstößliche Tatsache. Darüber hinaus ist der deutsche Film ein nicht unbedeutender nationalpolitischer Erziehungsfaktor. Die nationalsozialistische Bewegung hat sich den Film als eine ihrer stärksten Propagandawaffen dienstbar gemacht und setzt ihn daher in allen Städten und Dörfern ein. Vier Punkte sind für die Filmarbeit im Rahmen der gesamten Kulturarbeit der Partei als besonders wesentlich herauszustellen: 1. Der Film der Partei bringt durch gute Unterhaltungsfilme den schwer schaffenden deutschen Volksgenossen eine sinnvolle und freudige Entspannung und Unterhaltung, die im Kräftehaushalt des Volkes außerordentlich wichtig und notwendig ist. 2. Durch ein entsprechendes Beiprogramm oder auch durch Veranstaltung geschlossener sogenannter Kulturfilmvorführungen bringt der Film Anregung und Wissen auf den verschiedensten Gebieten, insbesondere Kenntnisse des Naturlebens, ferner der Länder, des Zeitgeschehens und der Geschichte. 3. Durch künstlerisch besonders hervorragend gestaltete Filme werden den Volksgenossen erschütternde Menschen= und Gemeinschaftsschicksale gezeigt, die der Erhebung der Herzen und der Festigung der Weltanschauung dienen. DieseArt von Filmen, die wichtigste, vermittelt also seelisches Erlebnis und Weltanschauung. 4. Diesen drei Gesichtspunkten ist noch ein vierter hinzuzufügen, nämlich die durch das Filmerlebnis in den Volksgenossen geschaffene allgemeine Auflockerung für kulturelle Dinge überhaupt. Durch eine planmäßige gute Filmarbeit der Partei wurden die deutschen Menschen nämlich nicht von den übrigen kulturellen Veranstaltungen abgezogen, sondern für die Aufnahme kultureller Erlebnisse aufgelockert und vorbereitet. Eben darin ist die wunderbare Eigenschaft des kulturellen Lebens zu sehen, daß sich alle seine Zweige in einer starken gegenseitigen Wechselwirkung befinden und sich dauernd gezenseitig befruchten. Es erinnert uns nichts, aber auch garnichts mehr an die unseligen Zeitorischen Gründen auch in diesem Jahr an dem Dienstbeginn im April festgehalten werden muß, da die Schulentlassungen, die für Jungvolk und Hitler=Jugend von Bedeutung sind, nach Ostern stattfinden. Sinngemäß muß danach auch von einer Zurückstellung bei denjenigen Jugenddienstpflichtigen abgesehen werden, die die Grundschulklassen zu Beginn der Großen Ferien verlassen. Keine Befreiung von der mündlichen Prüfung. Wie der Reichswirtschaftsminister in einem Erlaß an die Reichswirtschaftskammer festgestellt hat, ist es nicht zulässig, daß in der Gesellenund Meisterprüfung einzelne Prüflinge Kreis Büren uns Nachbartreise Kreis Paderborn Büren, 20. Febr. Der Tag der Deutschen Polizei zeigte auch in diesem Jahre wieder die enge Verbundenheit zwischen Volk und Führer. Das Gesamtergebnis im Kreis Paderborn Büren beläuft sich auf 33 182,09 RM. gegenüber 14932,08 RM. bei der gleichen Sammlung des Vorjahres. Wirklich ein hervorragendes Ergebnis! Henglarn, 20. Febr. Feierstunde in der NS.= Frauenschaft. Die Mitglieder der NS.=Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes fanden sich am letzten Sonntag nachmittag zu einem gemütlichen Beisammensein ein. Alle wurden herzlich willkommen geheißen. Der Vortrag: „Die Landfrau, ihre völkische und kulturelle Aufgabe“, forderte die Landfrau auf, Herrin im Heim, Mutter dem Volke und Hüterin der Gebräuche und Sitten zu sein. Als solche ist sie ein würdiges Glied in der großen Gemeinschaft. — Die Briefe, die unsere tapferen Feldgrauen als Dankesgruß für die Weihnachtspäckchen der NS.=Frauenschaft und dem Schützenverein übersandt haben, wurden vorgelesen. Sie alle bekundeten Freude darüber, daß die Heimat der Lieben da draußen gedachte. Alle Mitglieder erklärten sich bereit, dem Osterhasen backen und schaffen zu helfen, damit er zeitig zu unseren lieben Soldaten reisen kann. In dieser gebenden Vorfreude gingen alle Mitglieder nach Hause, um dort ihre Pflicht der Familie, der Heimat und dem Vaterlande gegenüber zu erfüllen. Paderborn, 20. Febr. Am Tag der Polizei — die Polizei bestohlen! Wie überall. so wurde auch in Paderborn am Tag der Deutschen Polizei gesammelt. Man kam hier auf den originellen Gedanken, am Hauptverkehrspunkt der Stadt eine Zollschranke zu errichten, an der Polizisten in historischen Uniformen postiert waren. Jeder, der vorbei wollte, mußte einen kleinen Zoll entrichten. Da passierte es einem Paderborner Geschäftsmann, daß er gerade kein Kleingeld bei sich hatte. Statt dessen zahlte er mit einer Flasche echtem französischem Cognak. Weil die Hüter des Gesetzes viel zu tun hatten, stellten sie die Flasche an die nächste Hauswand. Erstaunen war nicht gering, als sie nach einigen Minuten schon feststellen mußten, daß die Flasche verschwunden war. Das ist ein ganz tolles Stück— sozusagen unter den Augen der Polizei am Tag der Polizei die Polizei zu bestehlen! Und dazu bei dem starken Publikumsverkehr an dieser Stelle!— Vor kurzem ist dem Oberleutnant Freiherr von Boeselager, wie die deutschen Zeitungen meldeten, für zwei kühne Handstreiche im Feldzug gegen Frankreich das Ritterkreuz verliehen worden. Auch auf diesen Ritterkreuzträger ist Paderborn stolz, lag er doch vor dem Kriege in Neuhaus bei Paderborn in Garnison. Paderborn, 20. Febr. Das schwere Verkehrsunglück in der vergangenen Woche bei Sennelager hat, wie bereits gemeldet, zwei Todesopfer gefordert. Gerüchte, die von einer weit höheren Zahl von Toten wissen wollten, sind falsch. Bei den Toten handelt es sich um die 18 Jahre alte Elisabeth Montjoie und die ebenfalls 18 Jahre alte Else Weritz beide aus Pader= born. Von den insgesamt 41 Verletzten konnten 31 bald wieder nach Hause entlassen werden. Von den übrigen zehn sind vier schwerer verletzt. doch besteht nirgendwo Lebensgefahr. Paderborn, 20. Febr. Auf dem letzten Mittelmarkt(Viehmarkt) wurden folgende Preise notiert: Ochsen: 45—45.5; Bullen: a) 43.5. b)— c) 34,5; Kühe: a) 40.—43.5, b) 36.—39,5, c) 26 bis 33.5. d) 22—24; Färsen: a) 43.—44.5, b) 37—40,5, c) 34, d) 20; Kälber: a) 57. b) 51 bis 57, c) 41—48, d) 15—38; Schweine: a)—. bi) 56,') 55, c) 53. d) 50, e) 48; Altschneider: 55. Anröchte, 20. Febr. Kindlicher Leichtsinn. Der 11 Jahre alte Sohn eines Volksgenossen wollte während der Fahrt auf das Fuhrwerk seiner Eltern klettern. Er kam dabei mit dem Fuße in das Rad, so daß ihm der rechte Unterschenkel gebrochen wurde. Er mußte in das Krankenhaus in Anröchte überführt werden. Berge, 20. Febr. Kraftwagen fährt auf Pferdefuhrwerk. Ein Kaufmann aus Lippstadt befand sich mit seinem Kraftwagen auf der Fahrt von Rüthen nach Erwitte. Er passierte dabei die Ortschaft Berge in Richtung Erwitte und fuhr dabei auf das in entgegengesetzter Richtung fahrende Fuhrwerk eines Bauern auf. Die Pferde scheuten bei diesem Zusammenstoß, rissen die Stränge entzwei und rasten wie wild querfeldein. Der Wagen rollte zurück und blieb im Graben halten. Dabei hatte ein wertvolles Pferd so starke Verletzungen an den Hinterbeinen erlitten, daß es abgeschlachtet werden mußte. Der Fahrer des Wagens ist einfach weitergefahren. Die Polizei konnte ihn in Erwitte in einer Nebenstraße mit seinem stark beschädigten Wagen stellen. Er wurde in vorläufige Haft genommen, nachdem eine Blutprobe vom Arzt genommen worden war. Lipperode, 20. Febr. Der älteste Einwohner gestorben. Vater Rappold von hier, Hauptstraße 6, verstarb am Dienstag nach vollendetem 91. Lebensjahre infolge Altersschwäche. Am 2. Dezember konnten wir unserem alten Bezieher noch zu seinem Geburtstage gratulieren. Neben seinen Kindern, Enkeln und Urenkeln trauern um den Veteran unseres Ortes alle, die ihn kannten. Nach einem langen, arbeitsreichen Leben möge er in Frieden ruhen! Niedermarsberg, 20. Febr. Neuer Leiter der Oberschule. In einer schlichten Feierstunde wurde am Sonnabend der zum Studienrat ernannte neue Leiter der hiesigen Oberschule für Jungen Dr. Ludwig Maasjost, in sein Amt eingeführt. Hachen(Kr. Arnsberg), 18. Febr. Straßenwärter überfahren. Hier ereignete sich zwischen Enkhausen und Estinghausen ein tragischer Unfall. Ein von Hachen kommender Kraftwagen begegnete einem anderen, in entgegengesetzter Richtung bergab fahrenden Kraftfahrzeug. Der Fahrer des ersteren Wagens war durch das Licht des entgegenkommenden Wagens geblendet und überfuhr so den Straßenwärter Fritz Püttmann aus Hövel, der mit seinem Motorrad in gleicher Richtung fuhr. Der Verunglückte wurde auf der Stelle getötet und das Motorrad zertrümmert. Menden, 20. Febr. Fetzte Fahrt des Sanitätsrats Dr. Wimhöfer. Der Senior der Mendener Aerzteschaft, der Sanitätsrat Dr. Heinrich Wimhöfer, wurde am Sonntagnachmittag zur letzten Ruhe bestattet. Der Verstorbene war während der Ausübung seines Berufes, als er einen seiner Patienten am Rauherfeld besuchte, plötzlich von einem Unwohlsein befallen worden und verstarb, noch ehe man ihn zu seiner Wohnung bringen konnte. Ein langes Menschenleben hindurch hat er sich dem Dienste an der Gesundheit der Mendener Bevölkerung gewidmet und vielen durch seine ärztliche Kunst geholfen. Kein Wunder, daß ihm eine zahlreiche Trauergemeinde das letzte Ehrengeleit gab. vom mündlichen Teil der Prüfung befreit werden. Die Prüfung soll insgesamt Gelegenheit geben, den Bewerber beruflich und menschlich kennen zu lernen. Hierfür ist aber gerade die mündliche Prüfung von ausschlaggebender Bedeutung. Unsaubere Geldscheine abliefern! Zu einer nachhaltigen Reinigung des Barverkehrs von nicht mehr umlauffähigen Scheinen, insbesondere von Rentenbankscheinen zu 5. 2 und 1 RM. ist es dringend erforderlich, daß diese Abschnitte nach einer gewissen Umlaufszeit über die Kassen der Geldinstitute und der Reichspost wieder zur Reichsbank zurückströmen. Nach Möglichkeit sollte deshalb jeder einzelne aus hygienischen und ästhetischen Gründen von der Weitergabe beschädigter oder beschmutzter Rentenbankscheine absehen. „Sieg im Westen“ als Sonderheft! Zugleich mit dem Kriegsfilmbericht„Sieg im Westen“ erschien soeben ein von der Pressegruppe des Heeres beim Oberkommando der Wehrmacht herausgegebenes Sonderheft(48 Seiten, Preis 30 Der Opfersonntag soll Ausdruck des Opserwillens des gesamten Volhes sein. Pfennig, Deutscher Verlag, Berlin) mit besonders eindrucksvollen, bisher unveröffentlichten Bildern. Mitarbeiter am Film geben ausführliche Berichte über den Ablauf der Kämpfe und über die Entstehung der Filmstreifen. So hat das Heft auch als Ergänzung zum Film dokumentarischen Wert. ten, in denen jüdische Schmutzigkeiten durch den Film Gift ins Volk trugen. Freude und neue## Kraft schenkt der deutsche Film allen deutschen Volksgenossen. Um diese dem Volk dienendes Einrichtung beweglich und schlagkräftig zu machen, wurde vor nunmehr sieben Jahren dies Landesfilmstelle der NSDAP. aufgelöst und dies Gaufilmstelle als selbständiges Glied der Amtsleitung Film der Reichspropagandaleitung der RSOAP. aufgebaut und dadurch wuchs die Beweglichkeit und Schlagkraft des Partei=Film= apparates, der nun in sein entscheidendes Wirkungsstadium trat. Aus der Landesfilmstelle West(1933/34, Leiter Pg. Nietsche) ging u. a. auch die Gaufilmstelle Westfalen=Nord hervor, die nun unter der Leitung des Gaufilmstellenleiters Pg. Kelle auf sieben Jahre selbständiger Arbeit zurücksieht und in dieser Zeit als wichtige Propagandastelle im Gau einen Aufbau vollzogen hat, dessen Wert# und Ausmaß aus den Erfolgszahlen hervorgeht. Im Gau Westfalen=Nord wurden von 1934 bis 1940 39 016 Veranstaltungen durchgeführt, die von 9414029 Volksgenossen besucht waren. Davon entfielen auf den Kreis Pader= born Büren 2825 Filmveranstaltungen mit 566 862 Besuchern! Die Gaufilmstelle Westfalen=Nord besitzt nach ihrer sechsjährigen Arbeit 52 Tonfilmwagen. Mit dem heutigen Stand der Entwicklung ist jedoch der Aufbau längst nicht beendet. Er wird so lange nicht beendet sein, als bis es gelungen ist, jeden deutschen Volksgenossen in jeder Stadt und in jedem Dorf wöchentlich mindestens einmal zu erfassen und ihm die wertvollsten Schöpfungen unserer Filmkünstler zu zeigen, außerdem zu jeder Stunde bereit zu sein, propagandistische Sonderaktionen in tausend und abertausenden von Veranstaltungen durchzuführen. Die Schlagartigkeit in der Durchführung der großen Aktionen der letzten Jahre hat gezeigt, daß es geht. Es heißt daher, weiter zu bauen und das Erreichte immer wieder zu überbieten. Dieses ist das Ziel und die Aucrichtung für die nächsten Jahre der Arbeit und des Einsatzes, und das soll der Beitrag sein zum großen Geschehen in und an unserem Volk. Aus der Reihe der loten Scharmede: Frau Johanna Pötting geb. Vogel, 35 J. Neuhaus: Käthe Möller, 15 J. Lipperode: Rentner August Rappold, 91 J. Völlinghausen(Krs. Lippstadt): Frl. Franziska Wiek, 61 J. Olpe: Bäckermeister Fritz Kremer, 55 J. Bonn: Regierungspräsident a. D. Dr. Hagemeister. Hauptschrittleiter: Emil Reuber, Lippstadt(z. Z. abwesend); Stellvertreter: Otto Birkle, Büren Verantwortlich für Politik und Unterhaltung:(Emi Reuber) i. V. Dr. Anton Hans Meyer, Lippstadt; für den heimatlichen u. Anzeigenteil: Otto Birkle, Büren.— Verlag und Druck: C. Jos. Laumann: Lippstadt. (2. Zt ist Preisliste Nr. 8 vom 1. Jan. 1941 gültig.) Statt besonderer Anzeige Gott, der Herr über Leben und Tod, nahm heute morgen.30 Uhr unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Ww. Berhhard-Kalsel Elisabeth geb. Köhne zu sich in die Ewigkeit. Sie starb nach kurzer, schwerer Krankheit, plötzlich und unerwartet, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im Alter von 63 Jahren. Um stille Teilnahme und ein andächtiges Gebet für die liebe Verstorbene bitten: Die trauernden Angehörigen. Büren, Salzkotten, im Felde, Oelde, Erwitte, Dortmund und Dortmund-Huckarde, den 20. Februar 1941. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, dem 23. Februar 1941, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Aftestraße 29, aus. Das Seelenamt ist Montag morgen.10 Uhr in der Pfarrkirche zu Büren. KI Erköltet bei diesem Wetter? Dann kaufen Sie sich sofort eine Flasche Husta-Glyein. Das bringt schnell Hilfe und wohltuende Linderung bei Husten, Holsschmerzen, Verschleimung usw. Fl. RM.Dreg. Steitmann, Bertholdetr. Kagegen wertenl tätigt An- und Verkäufe von Vieh durch den„Tiermakrt“ der Heimatzeitung! Durch Kleinanzeigen spart man Zeit und Kosten! Le ghglehe ger ear Drog. Fr. Stelimann. Rathante Matternals hat abzugeben Hegensdorf 81. Togebbuch 2 Vorkd Im Ar ihrer Flutrupps de wandernd Städte. bringens die Insel Wenn der Wint fahnen über jüngst hat, ist ihre Stun kommen. 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Togebhushetdfttod alteh Ailt Fernaufttärern üder Englanle Vorkämpfer des Angriffs— Künder des Sieges— Eiserne Kameradschaft und stilles Heldentum Von Kriegsberichter Georg Hinze(PK.) Im Anfang sind die Aufklärer. Ehe Kampfflieger oder Jäger die Propeller ihrer Flugzeuge zum Englandflug anwerfen, waren sie schon„drüben". Als erste Spähtrupps der Luftwaffe, hoch und einsam vor dem gewaltigen, fliegenden Heerbann wandernd stoßen sie tief in Feindesland, vor. Sie sehen und photographieren englische Städte, Häfen, Verteidigungsanlagen und Küsten. In ihren hochentwickelten Bildgeräten bringen sie die Unterlagen für die rollenden Nachtangriffe unserer Luftwaffe gegen die Insel mit heim. Und am Ende steben wieder die Aufklärer. Wenn der Winterwind die brandigen Rauchfahnen über jüngsten englischen Ruinen verweht hat. ist ihre Stunde zum zweiten Male gekommen. Erst ihre Wirkungsbilder entscheiden dann über Erfolg und Ausmaße des Angriffs. Sie überschauen die rauchenden Trümmerfelder, die Stunden oder Tage zuvor unter der zuhämmernden Faust der deutschen Luftwaffe lagen. Als erster und als letzter am Feind zu ein. hat das Schicksal so dem Aufklärungsflieger zur Bestimmung gesetzt. Sein Feld ist die Einsamkeit. Ganz allein in der Unendlichkeit des Raumes hat er seine Arbeit zu tun und seine Kämpfe zu bestehen. Kein Bruderflugzeug fliegt neben ihm. keinen schützenden Jäger weiß er sich zu Häupten. Gegen die massierte, vielfältige Abwehr des Gegners hat er nur die Schnelligkeit und Steigfähigkeit seines stählernen Vogels, einige wenige Maschinengewehre und viel eigene Unerschrockenheit. Kaltblütigkeit und Erfahrung einzusetzen. Kaum je ein Erfolg fällt dem Aufklärer unter diesen Bedingungen mühelos in den Schoß. Jeder einzelne ist erkämpft und ertrotzt— gegen feindliche Flak und feindliche Jäger und gegen hundert Schwierigkeiten des Wetters. Und oft muß in dem schweren Kampf auch dem Tod der bittere Tribut gezahlt werden. Jeder der tapferen Gefallenen bezeugt, daß der Aufklärer Soldat und Kämpfer bleibt, obwohl ihn die Wichtigkeit seines Auftrages oft dazu zwingen kann. den Kampf zu vermeiden. Sicher nach Haus gebrachte Zielunterlagen und Wirkungsbilder sind nun einmal ungleich wertvoller als ein noch so tapfer bestandenes Gefecht mit englischen Jägern. Die folgenden Tagebuchblätter wurden bei einer deutschen Fernaufklärerstaffel geschrieben. Sie geben nur einen bescheidenen Ausschnitt aus der langen Kette der Feindflüge. Aber in ihnen steht doch manches von der Art. dem Leben Kampf und Sterben der Einsamsten unter den Fliegern der deutschen Luftwaffe Die Aufzeichnungen lassen außerdem die Durchführung eines Einsatzes noch einmal erstehen. dessen Erfolg auch im täglichen Wehrmachtbericht Erwähnung fand. * Dienstag, den... 1941 Der Himmel hängt heute wieder voller Ungewißheiten... „Ich möchte nur wissen, wann es mit B endlich einmal klappen wird!“ knurrt einer von uns böse. Zwei Tage lang haben schon Schneeschauer und tieftreibende Wolken, Sturmböen und undurchdringliche Nordfronten den Feindflug unmöglich gemacht. Unwirsch und leicht gereizt hocken wir in unserem Quartier am Meer und durchpflügen den Himmel über der stürmischen See nach lichten Hoffnungsstreifen. Da klappt die Tür, ein Windstoß weht von draußen herein, und dann steht Oberleutnant Wa..., der Leiter unseres Einsatzes eine Hüne aus Oldenburg, im Zimmer. Die Lieblinge der Staffel Dicht hinter ihm wirbeln zwei junge, kohlschwarze Spaniels in den Raum.„Negus“, der angestammte Staffelhund, steht mit der Würde seines eben flügge gewordenen Hundedaseins und schaut mit hängenden Barthaaren auf die putzig=kleinen Lebewesen herab, die sich, erst wenige Wochen alt, mit dem ganzen Uebermut der Jugend in immer neue Abenteuer überpurzeln. Sie versuchen ihr spitzes, kleines Gebiß an den Pelzstiefeln des Oberleutnants. springen ohne Erfolg die niederen Hocker und Stühle an und kugeln schließlich, ineinander verbissen, ale winzige, schwärzliche Knäuel, knurrend und grollend am Boden. Sie scheinen vor Lust und Freude am Leben nur so zu strotzen. „Purzel!“—„Feger!“ suchen wir die ineinander Verbalgten zu trennen. Wir rufen damit nur den wie ein Stoffspielzeug wirkenden Drahthaarfox„Mausi“ auf den Plan, der sich schläfrig aus der Tiefe seines Sessels windet, um Zeuge des jaulenden Kampfes zu sein. Vier Hunde stehen im Nu im Mittelpunkt und wir sind das belustigt interessierte, in jede knurrende Regung der Tierkehlen vernarrte Auditorium. Ja, überhaupt Hunde! Die Liebe zu ihnen ist ein unverkennbares Merkmal unserer Staffel. Da gibt es kaum einen Flugzeugführer. Beobachter oder Funker, der nicht auch ein Hundenart wäre. Als die kluge, aus den Trümmern einer belgischen Stadt gerettete„Dinah“ vor ein paar Wochen sechs prächtige, lebenskräftige Junge warf, da schien das Ereignis den Männern im Staffelliegeort daheim so wichtig. daß sie es uns durch Funkspruch zu unserem Feldflughafen mitteilten. Es wäre einer Untersuchung wert, warum wir alle so sehr an Hunden hängen. Vielleicht ist es vor allem deswegen, weil in uns allen genau soviel Uebermut und sprühende Freude am Leben steckt wie in den immer ausgelassenen. vierbeinigen Freunden. Trotz 17 Monaten Krieg und trotz des dunklen Gesellen Tod, der unser Wegbegleiter wurde. Wie das jetzt wieder durcheinanderquirli. blitzschnell auseinanderfährt und sich bellend wieder anfällt! Schauspiel und Musik für Augen und Ohren. Die Reichsmesse Leipzig ist das„Schaufenster der Welt“, die Visitenkarte deutschen Arbeitsfleißes und Erfindergeistes. Daran hat auch der Krieg nichts geändert— im Gegenteil. Buntschillernd, vielseitig und mit einer ungeahnten Fülle reizvoller Ueberraschungen wird sie vom 2. bis 7. März wieder Hunderttausende in ihren Bann ziehen. Zahllos ist die Reihe der netten und praktischen Neuheiten, die zuerst in Leipzig„Messeschlager“ waren und sich dann die ganze Welt eroberten. Unser Leipziger R..=Mitarbeiter hat schon jetzt ein wenig hinter die Kulissen geschaut und verrät nachstehend einige„Rosinen“ der großen Schlagerparade 1941, die allgemein interessieren dürften. Die Fischleder=Krawatte ist da Voriges Jahr waren regenfeste, mückensichere und leuchtende Damenstrümpfe die große Sensation. Diesmal sind die Herren der Schöpfung an der Reihe: die Fischlederkrawatte ist da. Es ist gelungen, die Haut von Seefischen, vor allem Lachs und Kabliau, so zu präparieren, daß sie große Festigkeit und Geschmeidigkeit erhält und sich in eleganten Knoten schlingen läßt. In 24 Farbschattierungen, teils matt, teils glänzend, stellen sich die „Start in einer halben Stunde!“ Doch da fährt eine Frage in das Sekunden währende Spielen und Schauen, zuckt wie ein elektrischer Funke durch den Raum: „Wer fliegt?“ fragt der Oberleutnant. „Ich habe eben mit der Wetterstelle gesprochen. Die Wolkendecke reißt auf. Ueber dem Kanal herrscht nur noch schwache Bedeckung, Südengland dürfte voraussichtlich bald frei sein. Ich habe schon die Bildgeräte in die„Anton Nordpol“ einbauen lassen. Start in einer halben Stunde!“ Ja, wer fliegt? „Natürlichich!“ kommt Leutnant Qu.. den andern zuvor.„Ich bin endlich einmal dran, ich habe ein Recht auf den Flug!“ „Und wir?“ meint Leutnant Sch...„Wir warten gerade so lange wie Du? Wir haben dasselbe Recht!“ Der Oberleutnant hat leicht belustigt den Eifer seiner Männer mit angehört. Jetzt greift er ein: „Machen Sie sich fertig, Leutnant Qu.!“ entscheidet er.„Sie warten ja schon am längsten. Und Leutnant Sch..., Sie waren ja schließlich schon über B... und haben mit Leutnant... zusammen dabei doch wirklich allerhand geleistet!“ Mit einer Wendung des Kopfes deutek er dabei zu den großen, schwarzglänzenden Aufnahmen, die hinter uns auf dem Kartentisch liegen. Bilder einer toten Stadt Wir alle kennen sie ganz genau, diese Bilder. Seit das glänzend aufeinander eeingespielte Flugzeugführer=Beobachterpaar Leutnant B und Leutnant Sch... sie vor vier Tagen mit aus England brachte, haben sich viele Köpfe über die Photographien gebeugt. Der Film selbst und die ersten Abzüge gingen zwar auf dem schnellsten Wege zu Fliegerkorps und Luftflotte. Aber der wäre ein schlechter Aufklärer, der sich nicht auch für den Gegenstand seiner Arbeit interessierte. Und dann: Bilder von B.... (Fortsetzung folgt.) neuen Krawatten vor, die nicht nur überraschend geschmackvoll wirken, sondern noch den großen Vorteil haben, daß sie nicht knüllen und kaum Schmutz annehmen. Man kann sie so oft binden wie man will, nie bleibt eine Falte haften. Bei dieser Gelegenheit: die Reisetasche kommt wieder. Natürlich nicht das alte gute Familienstück aus den Zeiten der Postkutsche mit gefühlvoller Ornamentik und Perlenstickerei. Die Offenbacher Industrie wird in Leipzig vor allem Reisetaschen aus blauem Touringstoff zeigen, mit rotem Leder oder Saffian besetzt. Die Mode ist farbenreicher geworden, warum nicht auch das Reisegepäck? So haben auch helle imprägnierte Stoffe mit farbigen Streifen oder Karo=Dekor Verwendung gefunden. Daneben werden aus Stoff gefertigte Hut= und Damenkoffer. Einkaufs= und Handtaschen mit Reißverschluß ausgestellt. Als bequemer Ersatz für Brotbeutel und Rucksack erscheinen Wandertaschen aus abwaschbarem Material. geräumig und mit allen Schikanen ausgestattet und so auch geeignet für den Weg zum Arbeitsplatz. Der leuchtende Stopfpilz Besonders aber haben sich die Erfinder wieder für die Hausfrau angestrengt, um ihr das mühsame Tagewerk ein wenig zu erleichtern. Das leidige Strümpfestopfen war noch nie ein reines Vergnügen. Da hilft jetzt der elektrisch erleuchtete Stopfpilz. der die Augen schont und die Arbeitsleistung steigert, da er von innen heraus, das Strickgewebe deutlich erkennen läßt. 100 Stopfstunden kosten ganze 5 Rpf. für Strom, dabei kann der leuchtende Pilz noch dem Photoamateur in der Dunkelkammer gute Dienste leisten. Ein anderer leuchtender Stopfpilz ohne jeden Strombedarf ist nach dem Prinzip des Rückstrahlers konstruiert. Viel Beifall wird auch eine Verbesserung des Tastlichtes finden, das ohne Schalter funktioniert und schon viele Freunde hat. Ob man im Dunkeln Fuß. Stiel oder Glocke der Lampe ertastet, jeder Druck schaltet das Licht ein und aus. Eine interessante Neuheit ist der Eisschrank, der weder Eis, noch Gas, noch Elektrizität verbraucht. Der automatische Kühlschrank besteht aus isoliertem Spezialbeton, in die Wände sind Rohre eingebaut, die einfach an die Wasserleitung angeschlossen werden, ohne daß aber ein Mehrverbrauch an Wasser entsteht. Jedesmal, wenn Wasser entnommen wird, tritt neues erdgekühltes Wasser in die Rohre des Schrankes. der sich im Kampf gegen den Verderb vor allem auch in Volkswohnungen als billiger und steto bereiter Helfer bewähren wird. Baden auf dem Sprudelrost Das Untergrundmeßhaus hat einen Sonderschlager: Heilbäder aus der Luftpumpe. In eine gewöhnliche Badewanne wird ein Rost aus durchlöcherten Röhren gelegt, die eine Pumpe mit Druckluft speist. Die im Wasser aufsteigenden kleinen Bläschen bewirken eine sanfte Massage des ganzen Körpers, die vor allem bei Herzstörungen, erhöhtem Blutdruck und Schlaflosigkeit als heilsam gilt. Durch Anschluß der Zerstäuberanlage an eine Sauerstoff= oder Kohlensäureflasche kann man sogar Sprudelbäder bereiten.... All das aber ist nur eine kleine Auslese hübscher und nützlicher Ueberraschungen am Rande der großen Wirtschaftsschau Reichsmesse Leipzig. die Reichsminister Dr. Goebbels am 2. März festlich eröffnen wird. Mit 6500 Ausstellern, 18 nationalen Länderausstellungen und bedeutend erweiterter Fläche hat die Frühjahrsreichsmesse im Kriegsjahr 1941 eine wesentliche Vergrößerung erfahren und wird sich so zu einem imponierenden Leistungsberich: deutscher Arbeitskraft gestalten. Waldemar Bonseis (Zu seinem 60. Geburtstag am 21. 2. 1941.) Von Toni Weber. Waldemar Bonsels kann als Sechzigjähriger auf ein Werk von bestimmter Einheitlichkeit zurückblicken. Er ist Romantiker von Geblüt, und wo er hineintaucht in die große Natur, als Beobachtender, Schauender, Ehrfürchtiger, ist er ein Ganzer und Eigener. Es gehört eine fast mystische Erlebniskraft dazu, das Leben des Waldes, der Wiese, der Tiere so wie er bis ins feinste nachzuempfinden. Und da die Natur einfach ist und nicht lügt, finden sich ihm auch die überzeugenden Worte, die bildhaft und anschaulich sind und das tiefste Wesen der Dinge nur andeutend berühren. So ist es in der„Biene Maja“, im „Himmelsvolk“, vor allem in der„Indienfahrt", die zu einem glutvollen Gemälde der Dschunge!, einer atemberaubenden Schilderung der indischen Tierwelt wurde. Man denke nur an das überwältigende Erlebnis, als die sphinxartige Erscheinung des Tigers in seiner majestätischen Größe in den Bereich seines Schauens tritt. Diese drei Werke sind fest in sich begründet und werden ihren fast klassischen Wert, der sich heute in der Jugendliteratur schon andeutet, behalten. Aus späterer Zeit liegt eine Trilogie vor: „Mario und die Tiere",„Mario und Gisela", „Marios Heimkehr". In gewisser Beziehung knüpft sie wieder an seine ersten Werke an. Man genießt diese Zartheit und Durchsichtigkeit als eine Köstlichkeit, vor allem die innige Verbundenheit mit dem Leben des Waldes und seiner Tiere im ersten Band. Das Waldkind Mario fügt sich mit seinem Körper und seiner unberührten Seele diesem Naturgeschehen in einer Weise ein, daß es ein Teil davon wird. Dadurch wird fast eine Märchenfigur geschaffen. Im zweiten Bande erlebt dieses liebevoll gezeichnete Idealbild den unvermeindlichen Zusammstoß mit den Menschen. Der Konflikt wird nicht ganz gelöst, aber das Sinnenhafte wird zu keinem untergründigen Strudel, der den Knaben Mario hinabzieht. Wille zu Reinheit und Klarheit herrschen vor, auch in der Form. Unaussprechbares wird gehütet. Noch mehr ist dies der Fall in„Marios Heimkehr“, in der Bonsels wieder die ganze Magie seiner dichterischen Kunst und seelischen Schau zeigt. Mag auch der Kampf mit dem negativen Leidenschaftsgesetz zunächst Untergang bedeuten: mächtig ersteht die Weisheit, die die Welt überwindet und beispielgebend fortwirkt. Das Vermögen, rückschauend in der Kindheit sich selbst noch einmal zu erleben, ist nur den Menschen eigen, die jung geblieben sind. Ist das Kinderland Märchengebiet gewesen, so gehen von dort die geheimnisvollen Fäden aus, die das Leben bestimmen. Bonsels verfügt über die Gabe dieser rückwärts gerichteten Einfühlung und weiß mit so köstlichem Humor dieses Kinderland zu schildern, ohne jegliche Beschönigung, mit einer solchen Wahrheitsliebe, daß man die „Tage der Kindheit“ immer wieder mit viel Freude liest, zumal der Stil, sachlich und inapp. sich dem Wesen der heutigen Jugend anpaßt. Jugend ist gegenständlich gerichtet und steht Reflexionen, wie sie der Rückschau der Erwachsenen entspringen und die weit über die Erkenntnisfähigkeit gehen, fremd gegenüber. Dieses Buch aber ist eben so, wie die Geschichte einer Jugend sein sollte. Es schließt sich der Ring. der zum Anfang zurückführt. Das Beste und Klarste in Bonse!“ Werk ist ein Geschenk für die Jugend. Unsere Rnekdote Ein berühmter Dirigent hatte einen Bekannten, der sich durch eine ausgesprochene Abneigung gegen den Besuch von Konzerten„ausauszeichnete“. Eines Tages ward er von dem Dirigenten gefragt: „Sagen Sie mal, warum sehe ich Sie nie bei meinen Konzerten? Ihr Herr Bruder ist fast ständig dort anzutreffen!" Lächelnd entgegnete der Musikfeind: „Das hat seinen guten Grund: Wäre ich so taub wie der, so würde ich auch regelmäßig Konzerte besuchen!“ Zwischenlandung eines deutschen Kampfflugzeuges in der Wüste Diese deutsche Kampfmaschine hat während eines Feindfluges auf einem italienische Flugplatz in der Wüste eine Zwischenlandung unternommen und wird nun von dem italenischen Bodenpersonal betankt.(PK.-Müllner. Scherl— M. Im„Schaufenster der Welt“ Schlagerparade 1941— Abermals lleues von der Leipziger Messe Dus Arlaudsprrgemm Erzählung von Georg W. Pijet Europas größte Wasserkraftgeneratoren gehen ihrer Vollendung entgegen In den Siemens-Werken gehen die vier größten bisher in Europa gebauten Wasserkraftgeneratoren, die für Mandschukuo bestimmt sind und eine Leistung von je 100000 Kilovoltampère abgeben, ihrer Vollendung entgegen.— Blick in die Fertigungswerkstätten der Yalu-Wasserkraftgeneratoren mit den beiden Generatoren.(Weltbild—.) Ein richtiges kleines Festprogramm hatte sich Marianne für Detlefs Urlaubstage ausgedacht. Es enthielt alle lobenswerten Unterhaltungen, die man einem Fronturlauber nur gönnen konnte. Schließlich kam Detlef doch diesmal als ein richtiger Held mit dem frischverliehenen Eisernen auf der Brust und einem Sack Kriegserlebnissen, daraus jeder liebe Verwandte und Bekannte seine Gabe beanspruchte. Man wollte und sollte Detlef doch bestaunen und befühlen und jene Abenteuer von seinen Lippen vernehmen, die einen richtig erschaudern machen. Marianne empfand einen großen Stolz dabei, wenn sie sich vorstellte, wie er sich mit blitzendem Orden an ihrer Seite ausnehmen würde Augen würden die Leute machen! Festtage sollten es werden für ihn. Zehn Tage— so schön wie ein Sonntag! dachte die junge Frau, und sie gab ihrem Heim einen festlichen Anblick. Eines Tages stand er dann auf dem Bahnhof, und Marianne küßte sein hartes, braungebranntes Gesicht. Glücklich fuhren ihre Finger über das Band des Eisernen. Dazu plauderte sie in raschem Eifer alle wichtigen und ach so unwichtigen Begebnisse aus. Ihre Worte versanken in ihm wie in einem tiefen Brunner. Er vernahm nur ihr liebliches Plätschern. Erst als sich Marianne völlig ausgeschöpft hatte fiel ihr auf, daß von Detlefs Lippen noch kein einziges Wort gefallen war. Jetzt erst nahm sie den Mann neben sich in seiner ganzen Veränderung und Reife wahr. Sie tastete in seinen Augen, in denen es grundlos schimmerte, nach seinem Befinden und seiner Meinung. Die Last nahm sie ihm aus den Händen. Aengstlich belauschte sie den Schlag seines Herzens. Obwohl sie alles in bester Ordnung sand. war es doch nicht der alte Detlef, der neben ihr herging. Nun, sie würde ihn schon aufheitern in diesen zehn Tagen. Sie wollte ihm schon sein altes fröhliches Gesicht zurückgewinnen mit der Glückseligkeit ihres jungen Herzens Ganz schloß sie ihn in ihre zärtliche Mütterlichkeit ein. Schon der Anblick der Wohnung gewann ihm ein feines Lächeln ab, das wie ein Glanz sein herbes Gesicht überzog. Sorgfältig betrachtete er alle Dinge im Raume, fuhr über dieses und jenes vertraute Stück mit vorsichtiger Hand hinweg, als grüße er jedes Ding für sich. Marianne zog ihn neben sich auf das Sofa, damit sie ihn ganz dicht bei sich spüre.„Weißt du, Detlef, diese zehn Tage sollen lauter Sonnentage für dich sein. Ich habe mir alles so schön ausgedacht", flüsterte sie ihm ins Ohr. „Wieder Pläne geschmiedet?“ lächelte er zärtlich zurück. „Und was für welche! Morgen gehen wir zu den Eltern. Onkel Fritz wird dort sein. Und Onkel Max und Tante Lene. Und Hans, Kurt, Lieschen und Friedrich. Und die ganzen Vettern und Basen“, schärmte Marianne hingerissen. „Die alle?“ fragte Detlef leise.„Was wollen sie denn alle?“ „Dich sehen, Liebster. Sie sind doch schon alle so gespannt. Und Onkel Max will doch von deinen Kriegserlebnissen hören.“ „Da ist nicht viel zu erzählen“, antwortete der Soldat, und seine Blicke greifen nach den Dingen im Zimmer. Auf dem Bücherschrank bleiben sie ruhen. Eine starke Hand für sich und über sich ist eines Volkes Lebensglück, Achtung, Freiheit und Frieden. Nur das Volk ist gesund und jung, das Sehnsucht und Willen nach führender Stärke für sich und über sich kennt. Völker, die des Schicksals Huld für sich haben, von einem starken Mann geführt zu werden, sind Bewunderte von ihrer, wenn nicht Reidlinge für ihre Umwelt. Eine solche starke Hand weiß sich durchzusetzen, und das zum Wohle und Glück eines Ganzen. Es war zur Zeit des Großen Kurfürsten. Lange Jahre hindurch hatte Ostpreußen eine Zweiherrschaft über sich ergehen lassen müssen: der Kurfürst von Brandenburg war sein Herr und Gebieter und der Polenkönig dadurch, daß der Brandenburger diesem als seinem Lehnsherrn zum Gehorsam verpflichtet war. Ein Volkswort sagt:„Wenn der Herr nicht im Hause ist, dann tanzen die Mäuse auf dem Tisch.“ Man kann aber auch sagen:„Wo zwei Herren im Hause sind, da ist es nicht anders und besser.“ Es machten sich also diese doppelte Herrschaft die Adeligen und die Bürger zunutze und taten. was sie wollten. Ja, es war bei diesem Doppelspiel wider die wahre Volksehre sogar möglich, daß sich die einzelnen Stände über ihren Landesherrn beim Polenkönig beschwerten. Dann kam der Tag, da der Große Kurfürst es nach siegreichem Kampfe durchsetzte, daß der Polenkönig ihn als Alleinherrscher anerkannte. Doch erklärlich: die Edelleute und die Bürger wollten davon nichts wissen; denn diese strenge und gerechte Alleinherrschaft bedeutete das Ende ihrer Zügellosigkeit und den Anfang einer Volksaanzheit. „Aber, Detlef, andere erzählen doch so viel!“ „Andere... Ja..“. Die Gedanken der Mannes sind auf einmal nicht im Zimmer. „Wir sind alle so stolz auf dich, Detlef“ Liebkosend hält sie seine Hand. „Ich hatte mir gedacht, morgen mit dir allein zu sein— ganz allein in der Stube...“, sagt er mit einem weiten Blick, „Den ganzen Tag?“ fragt Marianne. Er nickt.„Aber wir haben doch alle bestellt, Detlef. Sie warten doch auf dich.“ „Wir haben lange in unseren Bunkern gewartet, bis der Befehl kam.“ Detlefs Gesicht ist voller harter Linien. Sie kann nicht widerstreben.„Aber dann übermorgen, Detlef. Uebermorgen bestimmt.“ „Ja. Da werden die Eltern allein sein“. sagt Detlef zufrieden. „Dann werden wir sie am dritten Tage alle zu uns einladen?!“ fragt sie. „Da wollen wir doch zum See hinaus, Marianne“, bittet der Mann leise. „Ins Freibad? O ja, da sehen uns sicher viele Bekannte,“ jubelte sie. „Nein, nicht ins Freibad. Weißt du, dort, wo das Schilf so dicht ist und man die Rohrdommeln hört. Dort, wo wir uns zum ersten Male küßten, Marianne. Weißt du?“ Seine Hände zitterten glücklich. Sie fühlt es und lehnt sich fest an ihn.„Ja, Liebster... Aber am vierten...“, mahnt sie dann vorsichtig. „Da muß ich ein paar Besuche bei Frauen von Kameraden machen. Sie haben mir Grüße aufgetragen...“ „Und am fünften?“ „Am Sonntag? Da will ich mit dir hinausfahren. Auf unseren Rädern. Und draußen im Wald liegen und keinen Menschen hören und sehen...“ Seufzend überschaut Marianne die Trümmer ihres Festprogramms. Einen Tag wie den anderen zerpflückt ihr Detlef. Er will nicht ins Theater und nicht zu Besuch. Er will ihr nicht Parade laufen und will nicht an Familientafeln präsidieren. Immer will er nur zu Hause Die Gestaltung eines Hauses, das sich frei in der Landschaft erhebt, richtet an den Erbauer viel höhere Anfordernugen, als eines, das sich in eine geschlossene Gemeinschaft einzufügen hat. Schließt es sich als Kettenglied in eine bereits vorhandene Reihe, wie es das Stadthaus in der Straßenflucht meist tut, so sind viele Fragen schon erledigt: die Anzahl der Stockwerke, die Höhe, der allgemeine Charakter des Baues wird durch die Nachbarschaft bis zu einem gewissen Grade bestimmt. Auch ist dann meist nur die Straßenseite zu gestalten, da sich das Haus zwischen die Brandmauern der Nachbarhäuser schiebt. Etwas erweitert werden die Fragen der Gestaltung, wenn es sich um ein freistehendes städtisches Gebäude handelt. Aber auch hier ist die Wechselbeziehung zur Umgebung bis zu einem gewissen Grade festgelegt, ebenso beim Insbesondere widersetzten sich der Königsberger Schöppenmeister Roth und der Oberst von Kalckstein den neuen Rechten des Landesherren in ihrer Anerkennung. Eigenwille und schädlicher Starrsinn wider das Volksganze muß gebrochen werden: so baute die starke Hand eines Großen Kurfürsten vor den Wällen der Stadt am Pregel die Festung Friedrichsburg und richtete deren Kanonen gegen Königsberg. Der Schöppenmeister Roth verschwand bis zu seinem Lebensende zum Wohle des Ganzen in Festungshaft. Und damit zerbrach der eigennützige Starrsinn der Königsberger. Dadurch war des Adels Gehorsam freilich noch nicht erzwungen: sein Anführer reizte seinesgleichen ohne Scheu unter Beschimpfungen zum Widerstande auf. Wieder griff Friedrich Wilhelm mit fester Hand zu: auch ein Oberst von Kalckstein verschwand in Festungshaft. Leider lockerte sich seine Hand in Gnade: nach einiger Zeit schenkte er ihm die Freiheit. Aber Undank ist des Eigennutzes Lohn: Der Kalckstein setzte seine Wühlereien fort. Er ging sogar nach Polen und bat den Polenkönig um Hilfe unter dem verräterischen Plan. Preußen wieder unter polnische Herrschaft zu bringen. Auf solche Absichten steht nur der Tod: der Kurfürst ließ ihn in Warschau aufgreifen, nach Preußen bringen, zum Tode verurteilen und in Memel hinrichten. Dieser willensstarke Eingriff bewirkte, daß von jetzt ab der widerspenstige Adel sich dem starken Arm des Großen Kurfürsten beugte. Starke Männer, mit geradem festen Willen, sind des Volkes Sonnenaufgang und Glück: vor ihnen stürzt das Ich und durch sie lebt das Wir! A. G. E. Broscheit-Pfeiffer. sitzen— still und verschwiegen in der Sofaecke lehnen und mit weitem Blick ins Dunkel starren. „Und am letzten, Detlef?“ fragt sie erschöpft. Da tritt er mit einem glücklichen Lächeln an seinen Bücherschrank und entnimmt ihm ein Buch.„Ein Buch lesen will ich!“ quillt es aus ihm wie die Erfüllung eines langgehegten Wunsches. Er greift nach Mariannes Hand. Und während er in der anderen das Buch wiegt. fühlt er zwischen diesen beiden wiedergewonnenen Besitztümern seines jungen Lebens das ganze Glück aufbrennen und von ihm Besitz ergreifen. Das ist wieder der alte liebe Detlef! jubelt Marianne, da sie in sein Gesicht schaut. Sonntäglicher Glanz hüllt es ein. Zehn Tage so schön wie ein Sonntag! denkt die Frau und streicht ihr ganzes Festprogramm mit einem einzigen Kuß ihrer Lippen. Dorfhaus, bei dem die gegebene Bauart immer nur wiederholt oder abgewandelt werden kann oder doch sollte. Völlig anders liegen die Bedingungen bei den schönen und selteneren Aufgaben des Hauses in der freien Landschaft; nicht als ob hier ohne Rücksicht auf die Umgebung geplant werden könnte. Ganz im Gegenteil: hier heißt es noch viel schärfer aufpassen und die Bedingungen studieren. Nur sind die Bedingungen hier nicht schon vorhandene Häuser und Menschenwerk, sondern es sind die Gegebenheiten der freien Natur, also der Landschaft. Da ist vor allem die Form der Bodengestaltung, die eine weite Ebene ohne jede Erhöhung, oder ein mehr oder weniger bewegtes Gelände sein kann, das sich bis zum jähen Anstieg eines Gebirges zu steigern vermag. Da gibt es sanfte Hügel, die förmlich zu einer Betonung mit einem Bauwerk einladen, der Steilhang eines Wasserlaufes, der die Randbebauung herausfordert, die Lage in der Mulde, in die ein Haus gehört. das sich traulich verstecken will, oder die Gipfelbebauung, die sich nur ein Bau gestatten darf, dessen Bedeutung es ihm erlaubt, die Bekrönung einer weit ins Land schauenden Erhebung zu bilden. Wer könnte all die Möglichkeiten nennen und aufzählen, die unsere Natur den verschiedenen Formen der menschlichen Ansiedlung bietet. Aber der Aufbau und die Schichtung der Erdoberfläche ist es nicht allein, die diese Bedingungen des Bauplatzes festlegen. Es treten nun hinzu die verschiedenen Erscheinungsformen des Wassers: der Bach, ein Flußlauf, Seeufer oder Küste. Zu diesen Formen der Urstoffe treten die des Pflanzenwuchses: Wälder, Haine, Wiesen, Felder, oder auch kahle Oedflächen mit nur ganz spärlichem Pflanzenwuchs. Ueber das alles spannt sich ein Himmel, der in den verschiedenen Gegenden sein Besonderes hat. Der Himmel, wie er sich über die weiten Tiefebenen Norddeutschlands wölbt, hat eine ganz andere Farbe und anderen Aufbau der Lufterscheinungen, als sie im oberbayrischen Vorlande oder im Süden der Alpen zu beobachten sind. Es ist mehr als bloße Worte machen, wenn man davon spricht, wie ein Haus unter seinem Himmel steht. Zu alle dem muß das Haus in Beziehung treten. Man darf aber nicht glauben, daß all die unzähligen Meisterwerke von Bauten in der Landschaft auf planvollen Erwägungen dieser Art hin entstanden sind. Man kann ganz im Gegenteil annehmen, daß solche nachdenklichen Betrachtungen meist erst hinterher und dann vermutlich auch von anderen Leuten, als den Erbauem, angestellt werden. Denn wir stehen hier vor dem immer etwas rätselhaften Schöpfungsvorgang, der künstlerisches Schaffen bedeutet und den wir nur mit„Eingebung“ bezeichnen können; ein Vorgang, den wir nicht allein bei großen und erhabenen Kunstwerken vermuten dürfen, sondern der sich in bescheideneren Graden auch bei der einfachsten rein handwerklichen Aufgabe wiederholt. Ja, man darf sich auch nicht vorstellen, als ob immer das Einzelwesen an diesem Schöpfungsvorgang allein beteiligt wäre. Es gibt Aufgaben. die nur Geschlechter und Reihen von Geschlechtern zu lösen imstande sind und die Brauch, Ueberlieferung und Herkommen hervorbringen und die nur von ihnen getragen werden können. Das allein erklärt es uns, weshalb ein niedersächsisches Bauernhaus im westfälischen oder hannoverschen Lande nicht wie erbaut, sondern wie aus dem Boden gewachsen aussieht; daß die Umrißlinien der Schlösser im Frankenlande uns wie die letzte Vollendung der Berglinien erscheinen, oder daß die mächtigen Klosterbauten an den Ufern der Donau völlig in demselben Taktmaß schwingen, wie Strom, Vorland und der Himmelsrand der Gebirge. Man darf bei all diesen Bildern nicht allzu eng an den Begriff Haus denken, sondern muß sich vorstellen, daß zur Einfügung in den Raum und zur Verbindung mit dem landschaftlichen Rahmen oft genug auch die Gestaltung der Umgebung des Bauwerkes gehört, sei es als Weg. Brücke, Einebnung, Aufhöhung. Garten, Terrasse, Baumpflanzung und all die Arten einer in menschliche Formen gebrachten Natur, die nicht weniger verantwortungsvoll für das Gesamtwerk sind, als der Hauskörper allein. Verlangt die Bewältigung, ja schon die richtige Erkenntnis von dem Vorhandensein all dieser Forderungen eine reine Meisterschaft, so bedeuten andererseits die Stellung und Lösung solcher Aufgaben die beglückenden Möglichkeiten, die sich einem echten Baumeister darbieten können. Der Andelehrbare Anekdote um einen Ewiggestrigen Herr Ringl war erst vor wenigen Tagen nach Metz gekommen. Er hatte hier geschäftlich zu tun. Er besah die Kathedrale und nickte anerkennend. Er stand unten an der Mosel und genoß den Blick nach St. Quentin. Er wanderte durch die Stadt, hinaus nach Metz=Ost, Queulen zu, und fand Metz so wie es ist: sehr schön! Herr Ringl hatte natürlich Volksschule gemacht und sogar das Abitur. In Fremdsprachen: französisch. Seinerzeit hatte der Professor sogar gemeint, er spreche sehr gut französisch. Kein Wunder, daß er, zum erstenmal in einem Land, in dem man französisch gesprochen hatte, darauf brannte, sein wohl schon langsam verdämmerndes Können unter Beweis zu stellen. Oben, bei der letzten Straße, die noch keinen Namen gefunden hatte und die die Polizei Projektierte Straße nannte, dort, wo das Volk, weil sich die Füchse hier Gute Nacht sagen, die Gegend„Fuchsenloch“ nennt, begegnete ihm eine alte Frau, die sichtlich mühsam den Hügel heraufkeuchte. „Bonjur, petite mère! Toujours debout?“ sagte er freundlich. Die Alte blickte ihn scheu an. Bonjour, bonjour“, stammelte sie unbeholfen. Es ist doch überall das gleiche", schoß es Herrn Ringl durch den Kopf.„Im Alter läßt der Geist nach.“ „Cest une contrée merveilleuse, ici!“ Der wunderbare Fernblick, wollte er sagen. Dabei fiel ihm trotz größter Anstrengungen das sranzösische Wort für Fernblick nicht ein. Krampfhaft rang er nach einem neuen Ausdruck. Das Mütterchen zappelte verlegen von einem Bein auf das andere. Sie glaubte wohl, der Herr wäre bös geworden, weil er seine Rede so plötzlich unterbrochen hatte. „Ihr müßt mir schon verzeihen, lieber Herr", sagte sie schließlich unbeholfen in reinstem Deutsch,„aber ich kann beim besten Willen kein Wort französisch...“ E. Kernmayr. Rtsolte sind Rohstoffe für die deutsche Wietschaft. Vernichte sie nicht, laß sie nicht verkommen, gib sie den Hindern in die Schule mit! Die starte Hand, Historsche Verrachtung Dus Haus in der Landschaft Von Paul Schultze-Raumburg