Bezugspreie mit Justellungsgebühr und Versandkosten 60 Of. für die Woche. Dost=Bezug monatlich 2,50 Markeinschl. s2,64—56 Of.(im Durchschnitt 54,2 Of.) Dostzeitungsgebühren. Hierzu 420f. Bestellgeld. Einzel=Stück 15 Of., Sonntags 20 Of. Erscheint wöchentlich siebenmal. Täglich das bebilderte Unterhaltungsblatt und Sonntags die sechzehnseitige Beilage„W43 am Sonntag". Für unverlangt eingesandte Beiträge wird keine Gewähr übernommen Druck u. Verlag: Westfälische Landeszeitung G. m. b.H., Dortmund, Reinoldistr. 19. Fernruf 3044 1 eszeilüing Amtliches Blatt der Natiönal-Sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei Anzeigenpreie je Millimeter der Rleinspalte 36 0f. in der Gesamtauflage, für die Bezirksausgaben besondere Oreislisten. Ermäßigte Oreise: Für Jamilienanzeigen 12 Of., Stellenangebote 15 Of. Stellengesuche 12 Of., Gelegenheitsanzeigen nicht geschäftlicher Art in der Rubrik„Kleiner Anzeigenmarkt“ 15 Of. je Millimeter.— Für die Berechnung und Ausführung der Anzeigenaufträge sind die in der Oreieliste vorgesehenen Bedingungen maßgebend.— Erfüllungsort Dortmund.— Postscheckkonto Dortmund 450.— Anzeigen=Annahme für die Wochentags=Ausgabe bis 2 Uhr nachmittags, für die Sonntags=Ausgabe bie Freitag abend 6 Uhr. Ausgabe □) 49. Jahrgang= Jolge 287 Dienstag, den 20. Oktober 1936 Holland 18 Cie., Belglen 1.50 bire., Frankreich 1 Fr., Kinzolstsick 15 N10 Schweis 20 Rappen, Tschechoslowaker 1.50 ke. Einzeistuck 13 pig. Der Führer beauftragt Göring mit der Durchführung des neuen Vierjahresplanes Einheitliche Lenkung der Kräfte des gesamten Volkes 7 Straffe Zusammenfassung der zuständigen Stellen in Partei und Staat Mit Energie und Talkraft! Berlin, 20. Oktober. sie Nationalsozialistische Parteikorresponschreibt zur Beauftragung Görings: Die denz Als der Führer in Nürnberg die großen Ideen des neuen Vierjahresplanes verkündete, als er die Grundsätze entwarf, die dem deutschen Volke eine neue wirtschaftliche Lebensbasis geben werden, da erklärte er:„Die Ausführung wird mit nationalsozialistischer Energie und Tatkraft erfolgen. Ebenso wie damals, als der Führer seinen ersten Vierjahresplan verkündete, so folgt auch diesmal der großen Planung die zielbewußte Durchführung unmittelbar auf dem Fuße. Nach altem und bewährtem Grundsatz des Nationalsozialismus ist einem Manne die Aufgabe und die Verantwortung übergeben worden. Einem Manne freilich, der seine Entschlossenheit und Tatkraft nicht erst unter Beweis zu stellen braucht. Generaloberst Göring hat als Nationalsozialist und alter Getreuer des Führers schon manche große staatsmännische Aufgabe sowohl vor der Machtübernahme wie nachher mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit in Angriff genommen und gelöst. Nunmehr ist er vom Führer erneut in einer entscheidenden Frage der deutschen Zukunft an verantwortungsvollster Stelle eingesetzt worden. Denn es ist eine große Aufgabe, die Hermann Göring übertragen wurde. Der nationalsozialistische Gedanke von der Arbeitsgemeinschaft der Nation, der in dem vergangenen Jahre in Deutschland zum Leben erweckt worden ist — jetzt wird er unter entschlossener Führung und unter zielbewußtem Einsatz der Kräfte in der entscheidungsvollsten Frage der deutschen Zukunft seine Bewährungsprobe abzulegen haben. Und nicht umsonst sind die Nationalsozialistische Partei und ihre Gliederungen in der Verfügung des Führers besonders genannt und hervorgehoben: Sie, die politische Führungsorganisation der deutschen Nation, wird in vorderster Front stehen beim Kampf für dieses Werk, sie wird stolz und freudig ihrem alten Vorkämpfer und Frontgenossen, dem Nationalsozialisten Hermann Göring, helfen, die ihm vom Führer übertragene nationalsozialistische Aufgabe zur Tat werden zu lassen. Der Führer und Reichskanzler hat folgende Verordnung erlassen: Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes vom 18. Oktober 1936 Die Verwirklichung des von mir auf dem Parteitag der Ehre verkündeten neuen Dierjahresplanes erfordert eine einheitliche Lenkung aller Kräfte des deutschen Dolkes und die straffe Susammenfassung aller einschlägigen Juständigkeiten in Partei und Staat. Die Durchführung des Dierjahresplanes übertrage ich dem Ministerpräsidenten Generaloberst Göring. Ministerpräsident Generaloberst Göring trifft die zur Erfüllung der ihm gestellten Aufgabe erforderlichen Maßnahmen und hat jeweils die Befugnis zum Erlaß von Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungsvorschriften. Er ist berechtigt, alle Behörden, einschließlich der Obersten Reichsbehörden, und alle Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und der ihr angeschlossenen Verbände anzuhören und mit Weisungen zu versehen. Berchtesgaden, den 18. Oktober 1936. Der Führer und Reichskanzler gez.: Rdolf Hitler. Sturmfluten sprengen Deiche Unübersehbare Folgen der Sturmkatastrophe in Norddeutschland 7 Viele hundert Sektar Kulturland überschwemmt Die Schiffahrt ruht X Hamburg, 20. Oktober. Der außergewöhnlich schwere Nordwest, der gestern in ganz Nordwestdeutschland tobte und orkanmäßige Stärke erreichte, hatte an der schleswig=holsteinischen Westküste eine so schwere Sturmflut zur Folge, wie sie seit Jayrzehnten nicht erreicht ist. Der Wasserstand erreichte Höhen, die das Ausmaß der höchsten bekannten Sturmflut übertrafen. Besonders der Deich an der Friedrich=Koog=Spitze war dem stärksten Anprall der Fluten ausgesetzt. Unablässig stürzten gewaltige Wassermassen, vom Sturm herangetrieben, gegen den neuerbauten, zwischen Friedrichkoog und der Insel Trischen gelegenen Damm, wodurch der alte Koog=Deich sehr zu leiden hatte. Am Sonntagvormittag gegen 11 Uhr, bereits vier Stunden vor Hochwasser, wurde der Trischendamm von der See überspült. Im Koogdeich wurden zahlreiche Graf Ciano in Deutschland Mehrtägiger Besuch des italienischen Außenministers 7 Empfang beim Führer X Berlin, 20. Oktober. Der italienische Außenminister Graf Ciano trifft heute zu einem Besuch des deutschen Außenministers von Neurath in Berlin ein. In Begleitung des italienischen Staatsmannes befinden sich der Generaldirektor für die europäischen Angelegenheiten, Gesandter Buti, der Generaldirektor für die allgemeinen Angelegenheiten, Gesandter Graf Vitetti, der Generaldirektor für den Dienst der ausländischen Presse, Comm. Grazzi, sowie der persönliche Referent des Außenministers, Comm. Anfuso. Im Anschluß an einen mehrtägigen Aufenthalt in der Reichshauptstadt wird sich Graf Ciano nach Süddeutschland begeben, um einer Einladung des Führers und Reichskanzlers zu folgen. Der Reichsführer ES in Rom ∆ Rom, 20. Oktober Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei Himmler traf am Montag kurz nach 12 Uhr in Rom ein. Zu seiner Begrüßung waren der Staatssekretär im Ministerium des Innern, Buffarini=Guidi, der Chef der italienischen Polizei, Senator Bochini, der Präfekt von Rom und der deutsche Botschafter von Hassell auf dem Flughafen Littorio zugegen. Im Auftrage des Reichsführers SS und Chef der deutschen Polizei, Himmler, legten der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, und der Chef der Sicherheitspolizei, SS=Gruppenführer Heydrich, Kränze am Grabmal des unbekannten Soldaten und am Denkmal der gefallenen Faschisten nieder. In Begleitung der beiden Vertreter des Reichsführers SS befanden sich der Vertreter der deutschen Botschaft, Botschaftsrat Prinz zu Schaumburg=Lippe und der deutsche Militärattaché Oberst von Rintelen sowie die übrigen Mitglieder der deutschen Polizeidelegation. Zahlreiche Zuschauer begrüßten die Abordnung der deutschen Polizei mit lebhaften Sympathiekundgebungen. Löcher festgestellt. Reichsarbeitsdienst, RSKK und Feuerwehr waren im Verein mit den Koogeinwohnern bemüht, die Gefahr abzuwen den. Unablässig wurden Sandsäcke, Stroh und anderes Material herbeigefahren.— Der im Jahre 1923 fertiggestellte Neufelder Koog wurde kilometerweit zur Hälfte nach der Seeseite vom Sturm abgetrieben. Da die Gefahr eines Durchbruches besteht, wurde der Koog geräumt. Alles Vieh und fahrbare Inventar wurde durch die Männer des Reichsarbeitsdienstes Marne, der SA, des RSKK usw. in Sicherheit gebracht. Die neuen Dämme hielten Für die Eiderabdämmung bedeutet die Flut die erste ernste Probe, die gut überstanden ist. Die Stauwirkung der Eiderabdämmung hielt sich in den durch Berechnung und Modellversuche vorausbestimmten Grenzen. Bedrohlich war die Lage nur eine zeitlang in Friedrichsstadt, wo die Deichverstärkung an der Stelle einer Bahngleisüberführung noch nicht fertiggestellt war. Die Deiche der landschaftlichen Deichverbände Norder= und Süderdithmarschen sowie die neuen Dämme nach Helmsand und vor der Friedrichs=Koog=Spitze haben kaum gelitten. Eine Ausnahme liegt am Deich des Neufelder Kooges vor, dessen äußere Böschung derartig beschädigt war, daß vorsorglich der Koog von Menschen und Vieh für die Nacht geräumt wurde. Die opferbereite Mitwirkung der Arbeitsdienstmänner verdient besondere Anerkennung und hat sich für die an der Küste immer plötzlich auftretenden Gefahren als wertvolle Nothilfe erwiesen. Die zuständigen Behörden werden nun prüfen, wie die bei dieser Sturmflut in reichem Maße gesammelten Erfahrungen nutzbar gemacht werden können. Im Guderhandviertel im Alten Lande ist am Sonntagnachmittag der Lühe=Deich gebrochen. Obwohl die Einwohnerschaft schon stundenlang die schwächeren Deichstellen mit Sandsäcken verstärkt hatte, entstand durch den ungeheueren Wasserdruck ein Loch, das sich sofort auf mehrere Meter vergrößerte. Eine Irau Holff, die gerade ein auf dem Deich stehendes Haus verlassen wollte, wurde von den einbrechenden Wassermassen erfaßt und fortgerissen. Ihr Mann konnte sich an einem Baum festhalten, die Irau wurde später im Jelde kot aufgefunden. Die Bevölkerung eilte sofort an die Einbruchsstellen. Am Sonntag wurde im norddeutschen Küstengebiet durchschnittlich Windstärke 11 bis 12 gemessen. Die See war tief aufgewühlt. Die Schiffahrt ruhte vollständig. Im Hamburger Hafen erreichte das Wasser eine Höhe von reichlich drei Metern über mittlerem Hochwasser. Die ganze Hafengegend war unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr war unablässig bemüht, die vollgelaufenen Keller auszupumpen. Allein in der Elbmündung beim Feuerschiff„Elbe III“ lagen am Sonntagabend rund 40 Fayrzeuge, die besseres Wetter abwarten wollen. Auch Schiffsunfälle sind bereits gemeldet worden. So stieß bei„Elbe III“ der schwedische Dampfer„Groveland“ mit dem deutschen Dampfer„Hansa“ zusammen. Letzterer wurde nur unerheblich beschädigt. Der 1700 RBT. große Dampfer„Eübeck" wurde vom Sturm gegen den Bug eines holländischen Schiffes getrieben und erheblich beschädigt. (Weitere Berichte im Innern der Ausgabe.) Görings Auftrag Von unserer Berliner Schriftleitung Klar und offen hat der Führer in Nürnberg die Schwierigkeiten umrissen, die dem nationalsozialistischen Aufbau entgegenstehen uno zugleich die kühnen Entschlüsse verkündet, die der Nationalsozialismus zur Beseitigung und Ueberwindung dieser Schwierigkeiten getroffen hat. Der Vierjahresplan Adolf Hitlers ist gewachsen aus dem Verantwortungsbewußtsein der nationalsozialistischen Staatsführung, die dem schaffenden deutschen Menschen sein Lebensrecht erkämpfen und erhalten will. Die Zusammenballung und der systematische Einsatz aller Kräfte der Nation zur Bewältigung der dem nationalsozialistischen Deutschland gestellten Aufgabe ist die selbstverständlichste Voraussetzung für das Gelingen dieses größten Planes. „Nicht die Freiheit oder der Gewinn einiger: Industrieller steht zur Debatte, sondern das Leben und die Freiheit der deutschen Nation.“ „Als Nationalsozialisten haben wir das Wort „unmöglich“ nie anerkannt und wollen es daher auch in Zukunft nicht als eine Bereicherung unseres Wortschatzes aufnehmen!“ Diese Worte in der Proklamation des Führers in Nürnberg zeichneten bereits in groben Umrissen die kommende Entwicklung ab, die jetzt durch die Betrauung des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring ihren Abschluß findet. Alle Kräfte der Nation werden für die Erfüllung des gigantischen Planes systematisch gelenkt und eingesetzt. Der Führer hat einem seiner ältesten Mitkämpfer die Durchführung des Planes übertragen. Parteigenosse Hermann Göring hat schon so oft vom Führer Aufgaben zu lösen bekommen, die für die Entwicklung der Bewegung und des Reiches von entscheidender Bedeutung waren. Als Führer der SA, als politischer Beauftragter des Führers in der Kampfzeit, als Reichstagspräsident, als preußischer Ministerpräsident, als Schöpfer der nationalsozialistischen Volkspolizei und der deutschen Luftwaffe hat Hermann Göring beim Kampf um die Macht und beim Aufbau des Staates Großes vollbracht. Den vom Führer in großartiger Konzeption entworfenen Plan, Franco überrumpelte die Roten Der Erfolg der Nationalisten vor Madrid 7 Große Beute in Oviedo ∆ Paris, 20. Oktober. Wie Havas aus Toledo über den großen Erfolg der Nationalisten berichtet, hatten sich die Roten bei Navalcarnero auf die Abwehr eines Angriffes der nationalen Truppen gefaßt gemacht und ihre dortige Front verstärkt. Dabei scheinen sie ihre Toledo=Front entblößt zu haben, was den durchschlagenden Erfolg der nationalen Truppen in diesem Abschnitt mit erklärt. Der Befehlshaber der roten Miliz bei Olas del Rey hat aus Verzweiflung über die Flucht seiner Abteilungen Selbstmord begangen. General Franco soll im übrigen die nächste Entscheidung um Madrid besonders sorgfältig und ohne unnütze Eile vorbereiten, denn er wolle keine unnötigen Verluste, da in Madrid nicht eine umzingelte Alcazar=Besatzung befreit werden müsse. Bei den für die nationalen Truppen erfolgreichen Kämpfen bei Illiscas wurde bereits nach kurzem Gefecht die Widerstandskraft der nachts in Lastkraftwagen von Madrid nach Illiscas geworfenen Verstärkungstruppen gebrochen. Ihre Verluste erreichten binnen wenigen Stunden 200 Tote. Illiscas soll unter dem Bürgerkrieg wenig gelitten haben. Allerdings hatte sich ein großer Teil der Einwohner auf das Land geflüchtet; beim Einzug der nationalen Truppen betrug die Einwohnerzahl etwa 6000 gegen sonst 14000. Nach Meldungen des Rundfunksenders La Coruna haben die roten Bergarbeiter vor Oviedo etwa 4000 Mann an Toten verloren. Den Nationalisten seien Tausende von Gewehren, Hunderte von Maschinengewehren, mehrere Kanonen und Kampfwagen als Beute in die Hände gefallen. Die Stadt Oviedo habe in den drei Monaten, in denen um ihren Besitz gekämpft wurde, beträchtlich gelitten. Fast alle öffentlichen Gebäude seien beschädigt worden. Die nationalen Truppen hätten rund 300 Tote zu beklagen. Der Sender Tenerife will aus gut unterrichteter Quelle erfahren haben, daß die baskischen Separatisten Verhandlungen über die Uebergabe von Bilbao eingeleitet haben, um der Gefahr zu entgehen, daß die Anarchisten die Stadt völlig zerstören. Die Straßenkämpfe zwischen Marxisten und baskischen Separatisten in Bilbao dauern an. Im Laufe des Sonntaas wurde die Stadt erneut von nationalen Fliegern mit Bomben belegt, wodurch an verschiedenen Gebäuden beträchtlicher Schaden angerichtet wurde. 20. Oktober 1936 Westfälische Landeszeitung— Rote Erde Folge 287 durch und durch Niederschlag nationalsozialistischer Staats= und Wirtschaftsauffassung ist, kann nur ein Mann durchführen, der mit den Gedankengängen und Ideen des Führers bis zum letzten vertraut ist, der zugleich in Bewegung und Staat uneingeschränkte Autorität und in den Massen des nationalsozialistischen Volkes restloses Vertrauen besitzt. Wenn der Führer jetzt die im Frühjahr Ministerpräsident Göring bereits erteilte Vollmacht bei der Rohstoff= und Devisenbewirtschaftung auf alle die ernährungspolitische, produktionstechnische und überhaupt alle die gesamte wirtschaftliche Lage berührenden Fragen, die nach dem Willen Adolf Hitlers durch den Vierjahresplan gelöst werden sollen, ausgedehnt hat, so weiß das deutsche Volk, daß Hermann Göring mit Tatkraft und Energie diese Riesenaufgaben bewältigen und lösen wird. Die schon in den nächsten Tagen zu erwartenden ersten Maßnahmen des Ministerpräsidenten werden von der eisernen Entschlossenheit zeugen, die Probleme anzupacken, sie organisch der Vollendung entgegenreifen zu lassen uno unerbittlich jede Sabotage „Bedeutsame Wende europäischer Politik“. „Giornale b'Italia“ zur Deutschlandreise des italienischen Außenministers ∆ Rom. 20. Oktober. Zu der Reise des italienischen Außenministers Graf Galezzo Ciano nach Berlin veröffentlicht der Direktor des„Giornale d'Italia“ unter der Ueberschrift„Die europäische Politik an einer bedeutsamen Wende— Eine politische Zusammenkunft“ einen bemerkenswerten Aufsatz. Die Besprechungen des Grafen Ciano in Deutschland, so heißt es dann, gingen von genau bestimmten Positionen, von klar formulierten Vorsätzen aus und strebten konstruktive Ziele zur Realisierung einiger fester Punkte in den Beziehungen der beiden Länder wie in den allgemeinen Beziehungen Europas an. Sie hätten zur Grundlage die Verwandtschaft des Regimes, das Zusammentreffen der Interessen der beiden Länder in vielen wesentlichen eeee##### Sutblaut Problemen, die Parallelität vieler ihrer Poam Aufbau zu ahnden und zu verhindern. Die sitionen in Europa, die Festigkeit ihrer inneren Zuständigkeit des Nationalsozialisten Göring für die Fragen der Preisbildung und Preisgestaltung ist bei der Wichtigkeit dieser Probleme für das Leben des einzelnen Volksgenossen und damit für die wirtschaftliche Existenz der Nation von ausschlaggebender Wichtigkeit. Es gibt keine Schwierigkeiten, die das im Nationalsozialismus geeinte deutsche Volk nicht überwinden könnte. Der Sicherung des schaffenden deutschen Menschen, der Unabhängigkeit der deutschen Arbeit und der Wahrung des Friedens aus eigener Kraft dient die nationalen Organe, die es ihnen erlaube, auch politischen Ziele festzulegen und sie vom chsel der parlamentarischen Jahreszeiten ihre Weg nicht beeinflussen zu lassen Die Begegnung bezwecke weder BlockbilBesprechungen unter genauer diplomatischer Vorbereitung und mit einer klaren Orientierung der Absichten herangereift seien. Auch us B.ie cchgersgele gele den Saliongaritel grine sein, den Italien unter Aufbietung aller seiner dann aus, erneut verschärft. Die Stellung produktiven Kräfte dem Imperium geben wolle Deutschlands und Italiena d. Röltark# und den Deutschand für die Forsetung seines ge der weise heute ebenfals eine Besde Loader häiten de sleicheralgischeAlse den Voterbund eandgslig gertosen, Jautes Sersceitgest, Detse Asehang sore son Geiden Kauich, sünich aul dnr 1— von teia. ate für die Leben Die ganze Politik Mussolinis diesem Realismus getragen gewesen. Das halbamtliche Blatt untersucht dann die europäische Lage, in der die bevorstehenden interessen beider Staaten. Diese Verständnis Graf Ciano Zum Bosuch des Italienischen Außenministere Graf Ciano, der heute zu einem mehrtägigen Besuch in Berlin eintraf, ist ein typischer Vertreter des faschistischen Italien, in dessen politischer Geschichte sein Name schon seit langem in vorderster Linie eingetragen ist. Er gehört zu der jungen Generation europäischer Politiker, deren Wollen und politisches Denken in den Kämpfen um die Freiheit und innerpolitische Stabilität des Heimatlandes geformt und im Kampf um das„größere Italien“ erhärtet wurde. Seine politische Laufbahn begann mit dem Marsch auf Rom, an dem er in dem Stoßtrupp, der vom Duce den Namen„La Desperata“, erhalten hatte, teilnahm. ... im dreizehnten Jahre des Faschismus, steht Graf Ciano an der Spitze des italienischen Außenministeriums. Mit 33 Jahren der jüngste Außenminister des europäischen Kontinents. Seine Laufbahn steht im Zeichen des Dienstes an der Idee des faschistischen Italien. Nach bestehe weiter und habe sich sogar noch dem Studium trat Graf Ciano in den diploma verschärft. Itischen Dienst. der ihn nach Rio dWestpakt=Pessimismus in London Immer noch Sorgen um Belgien 7 Moskau sinkt im Kurs (Von unserem Londoner Vertreter) h. d. London. 20. Oktober. frussischen Drohungen, selbständig handeln M.ailaus Glemant,... frschen Dienst, der ihn nach Rio de Janeiro, Weitere Elemente der europäischen Unord= nach Buenos Aires, nach Schanghai führte und nung seien in den Ereignissen in Spanien und der ihn auch in Berührung mit dem Nat in dem lärmenden Auftreten Sowjetrußlands brachte. AT VTRNAAAAMTH im Londoner Nichteinmischungskomitee sowie in der immer mehr um sich greifenden kommunistischen Zersetzung und in dem Versuch zu suchen, den Klassenkampf, der in Italien, Deutschland und anderen Ländern zum Glück ihrer Völker ausgerottet worden sei, in die internationalen Beziehungen hineinzutragen. zu Gegenüber diesen Versuchen wollen die starken A 091..„„ Friedens aus eigener Kraft dient die! Das Wochenende in London stand— wenig wollen, beigetragen haben. Bezeichnend für den und gesunden Völker aktiven Miderstar“ Arbeit des nationalsozialistischen Deurcgland. sstens soweit es die Downing=Street betrift—. Veiunswinkel, unter dem weite Kreise der eng ihrer Verteidiaunaslinie leisten, Ea 1a0 uuKein Oufer zu graß dag der 9ccanust## soweil es die Downing=Street betrifft—] Gesichtswinkel, unter dem weite Kreise der eng= ihrer Verteidigungslinie leisten. Es sei Kein Opfer zu groß, das der Zukunft im Zeichen von Fragen und Rückfragen in dem lischen. Oeffentlichkeit heute die samistrusfischa natü-si2. ur. u2 9 419slihte, leisten. Es sei Nationalsozialismus baut auf! Zerstörung aller Kirchen in Rußland Das„Fünfjahresprogramm der Gottlosen“ A Warschau, 20. Oktober. Nach dem„Fünfjahresplan der Gottlosen" sollen im nächsten Jahr sämtliche Kirchen und Gebetshäuser vom russischen Boden verschwinden. Im alten Rußland gab es allein etwa 120 000 orthodoxe Gotteshäuser. Bis jetzt wurde mehr als die Hälfte von ihnen zerstört, die anderen wurden in Klubs für Gottlose, in Theater, Läden, Speicher und Badeanstalten umgewandelt. Im Jayre 1937 sollen auch die Kirchen vernichtet werden, die bisher wegen ihres hohen künstlerischen und geschichtlichen Wertes erhalten blieben. Diese barbarischen Ankündigungen erklären sich daraus, daß in letzter Zeit überall ein wachsendes Bedürfnis der unterdrückten Bevölkerung nach Srussel. Das Frageund Antwortspiel scheint aber hier nicht ganz befriedigt zu haben, denn es zeigt sich ein gesteigerter Westpakt=Pessimismus, der hier in verschiedenen Punkten zum Ausdruck kommt. Auf der einen Seite scheint hier die deutsche Note in einem gewissen Grade mitzuspielen, da es in politischen Kreisen heißt, daß man erneut zu der Ansicht gekommen sei, daß Deutschland einer Einbeziehung Sowjetrußlands in den Rahmen eines neuen Vertrages weiterhin avlehnend gegenüberstehe. Auf der anderen Seite wächst hier die kritische Einstellung gegenüber dem belgischen Schritt. London hat in diesem Zusammenhang inzwischen eine ganze Skala von Stimmungen durchgemacht. Anfänglich zeigte man äußerste Ruhe, dann eine gewisse Nervosität, die nach den belgischen Erklärungen hinsichtlich der Einhaltung von Vertragsverpflichtungen wieder einer Beruhigung Platz machte. Jetzt zeigt man erneut eine gewisse Beunruhigung und die Presse verrät deutlich, in welch starkem Maße Be eee...### sowjetrussische natürlich, wenn diese Rationen bei der AbwickPolitik betrachten, ist eine Veröffentlichung im lung ihrer täglichen Aufgaben und Arbeiten „Observer“, in der es heißt: Der offene Plan zusammenhielten. Das sei auch zwischen Italien Moskaus, Europa über Spanien und Frank= und Deutschland der Fall. Diese gesunde Arreich in ein Sowjetparadies zu nermandeln hait aie uatiangt##. Vestite at habe dazu geführt, den Bolschewismus uch in Berührung mit dem Vatikan 1930 heiratete er während seines Aufenthaltes in Rom Edda Mussolini, die Tochter des Duce, um alsbald, mit neuen größeren Aufgaben betraut, als Generalronsul nach Schanghai zurückzukehren, wo er während der Kämpfe zwischen China und Japan energisch für den Schutz der dortigen Europäer eintrat. 1933 wurde er von Mussolini mit der Leitung des vom Duce gegründeten Pressebüros beauftragt, das in enger Zusammenarbeit mit allen italienischen Ministerien stand. 1935 wurde Graf Ciano mit dem Ausbau dieses Büros zum Minister ernannt. Der jüngste Minister Italiens konnte aber bS SS eirepäichen Sitaeten helie misch. Near und natonale Brlicht die Leitung dieses Ministerums nicht laonge „-Reise-sge-rschsig eee iene gpucghen ihnen natürliche Beziehungen versönlich übernehmen, der Rut der abesst. Wetsacd Corenst is abe lur. den. Schutz dieser Arbeit und für den Aus= nischen Front war stärker. Als Fliegertausch ihrer Erzeugnisse her. Der Aufsatz erinnert zum Schluß an das Problem des Donauraumes, wo außer ont war stärker. Als Fliegerhauptmann der Reserve reihte sich der italienische Minister in die Front der Kämpfer auf afrikanischem Boden ein.„La Desperata“ war gelehnt hätten. Die Rettung Europas sei jetzt zweifellos durchzuführen, wenn die Großmächte sich dazu entschließen könnten, den Tatsachen An erster Stelle tritt es für eine Beseitigungl satgung Jtalleg immer anerkannt Llano auf afrikanischem Boden für das größere der Verträge Frankreichs und der Tschecho= allgemeinen wesstrenge Iuteresen und den Italien mit Erfolg und größtem persön.. pe Franrreichs und ger, Tschecho; allgen. i. in Bedürfnissen im Donaugebiet in siichen Einsatz kämpfte. Nach seiner Rück Uebereinstimmung bringen wolle. Aus allen ke#: üvernahm er noch einmal die Leitung diesen Zusammenhängen der europäischen Poli= des valionischan e# tik sei die Reise des italienischen Außenmini sters nach Deutschland reich an ideeller Be deutung und realpolitischen Möglichkeiten Völkerbundes, und zwar in einem Rahmen, der gerade das Gegenteil von dem darstellen müsse, was Litwinow vorgeschlagen habe. . religiöser Betätigung fest= die Londoner Stellen durch die belgische Neugestellt wurde. Vor allem auf dem Lande sollen tralitätserklärung beschäftigt werden. Bezeich„„- T baux A h... ELfi ff„—1 sich die Bauern strotz aller Verfolgungen und nend ist hier für die augenblickliche Stimmung Strafen immer wieder zu geheimen religiösen die Offenheit, mit der heute die Frage erörtert Feiern zusammenfinden. Weil sich die Leiter wird, wie es in Zukunft mit den FlugSchwere Schäden auf den Nordsee=Inseln Schlimme Verheerungen auch an der Küste 7 Die Leda=Deiche beschädigt der Gottlosenbewegung auf die antireligiöse Haltung der Bevölkerung nicht verlassen können, haben sie die Leitung des Vernichtungswerkes an den Gotteshäusern überall in die Hände von Fremden gelegt. Zumeist sind damit natürlich Juden betraut worden. Emden, 20. Oktober. „ F l u g:] U n t e r d e m O r k a n a m S o n n t a g h a b e n b e s o n platzen für englische Militärflugzeuge in ders die Inseln Borkum und Norderney Belgien stehen würde für den Fall, daß Bel= gelitten. Auf Nordernen zerstörten gewalgien auf seine Neutralität poche. Während die ltige Sturzseen streckenweise die Steinbrüstung meisten großen Londoner Informationsblätter der Brandungsmauer und rissen große Löcher auf diese Frage keine Antwort geben, weiß derl in die dahinterliegenden Rasenflächen. Die am francophile„Daily Telegraph“ mit einer„Lö= M=2—=.... 4 Kronprinzessin Juliana in Deutschland ∆ Amsterdam, 20. Oktober. sung“ aufzuwarten. Das Blatt macht den Vor schlag, daß die vier Großmächte: Deutschland, England, Frankreich und Italien einen Pakt ## o b e r. z u r G a r a n t i e r u n g d e r b e l g i s c h e n N e u t r a l i t ä t w u r d e n a u c h Die holländische Kronprinzessin Juliana ist unterzeichnen sollten, an dem Belgien selbst werken angerichtet scham####. ma### jedoch nicht teilnehmen dürfe. 8 Gleichlautend mit einer Erörterung derartiger„Probleme“ macht sich in England zur Zeit eine weitere Abkühlung der Freundschaft zu den Sowjets bemerkbar. V am Sonnabend, wie wir schon kurz meldeten, mit dem Nachtzug zu einem Familienbesuch nach Deutschland gefahren. Der Aufenthalt der Prinzessin in Deutschland wird etwa eine Woche dauern. Die Prinzessin wird ihre Schwiegermutter, die Prinzessin Lippe=Biesterfeld in Schloß Reckenwalde besuchen. Seit den letzten Zerstößen Herrn Maiskys ist Moskau stark Westrand gelegene Viktoriahalle und die Terrasse wurden teilweise zerstört. Fast einen hal ben Meter dicke Steinmauern wurden einge drückt und umgerissen. Schwere Sturmschäden wurden auch im Orte selbst an einzelnen Bauwerken angerichtet. Am Nordstrand der Insel Borkum rissen gewaltige Bretter zwei große Breschen in die Uferbefestigungen. Schwere Betonplatten wurden losgelöst und überein ander geworfen. Ungeheure Wassermassen wurden in die Ems und Leda gedrückt. Bei Leerort wurde ein Beginn der Franz=Liszt=Gedenkwoche Weihe des wiederhergestellten markgräflichen Theaters in Bayreuth X Bayreuth, 20. Oktober. on Anwesenheit zahlreicher führender Persönlichkeiten aus dem Reich sowie aus Ungarn begannen am Montag in Bayreuth die ersten Veranstaltungen der Franz=Liszt=Ge denkwoche. In der festlich geschmückten Wagner=Stadt war bereits am Sonntagabend der Sonderzug mit den ungarischen Gästen, die bereits an der Reichsgrenze in Passau von den deutschen Gastgebern herzlich empfangen worden waren, eingetroffen. Die 235 Künstler und Künstlerinnen standen unter der Führung des Direktors der Königlich=Ungarischen Oper in Budapest, Ladislaus von Markus. Der bayerische Ministerpräsident Siebert weihte am Montagnachmittag das wiederhergestellte alte markgräfliche Theater im Rahmen einer Feierstunde, der der Reichsjustizminister, der deutsche Gesandte in Budapest, von Mackensen, als Vertreter des Reichsaußenministers, der österreichische Gesandte in Berlin, Tauschitz, der bayerische Innenminister, Gauleiter Adolf Wagner, Gauleiter Wächtler und Oberbürgermeister Dr. Schlumprecht beiwohnten. In einer Ansprache ging Ministerpräsident Siebert davon aus, daß die Triebkräfte der nationalsozialistischen Weltanschauung auf den unvergänglichen Werten unseres Volkes, auf Boden und Rasse, Blut und Charakter aufbauen. So erlebten wir mit stolzer Genugtuung, daß die Baugesinnung des Dritten Reiches nicht nur in gewaltigen Bauten sich mit elementarer Wucht äußere, sondern daß sie mit gleicher Kraft wunderbare Bauzeugen unserer Vergangenheit zu retten und zu erhalten sich im Kurs gesunken, wozu vor allem die sowjet= Wasserstand von 2.20 Meter über normal gemessen. Bei Tammingaburg und Nettelburg wurden die Deiche überflutet und die neben den Deichen führenden Straßen aufgerissen. Weite Strecken des Hammrich stehen unter Wasser. Der dicht am Deich wohnende Landwirt Haken konnte nur mit Mühe seine Familie und sein Vieh vor den mit großer Gewalt eindringenden Wassermassen in Sicherheit bringen. Feuerwehr, Technische Nothilfe, SA, freiwillige Helfer und Arbeitsdienst wurden an den gefährdeten Stellen eingesetzt.: Auf der Ems=Strecke sind besonders schwer die Verheerungen zwischen Petkum und Emden. Im Emder Außenhafen wurde ein Wasserstand von 2.84 Meter über normal gemessen. bemühe. Das Theater solle, abgesehen viel leicht von der einen oder anderen Theaterwoche besonderer Art, in Zukunft nur für ganz offizielle festliche Veranstaltungen im Rahmen seines Stilcharakters verwendet werden. Am Abend waren die Festteilnehmer Gäste des bayrischen Ministerpräsidenten und des Oberbürgermeisters der Stadt Bayreuth bei einem Empfang im neuen Schloß. * Die musikalischen Veranstaltungen aus An laß des 125. Geburtstages von Franz Liszt begannen am Montagabend mit einem Gast spiel der Budapester Königlich Ungarischen Staatsoper in der Ludwig=Siebert=Festhalle zu Bayreuth. Die ungarischen Künstler erneuerten den Versuch, das Oratorium Liszt„Die Legende von der Heiligen Elisabeth“(Dichtung von Otto Roquette) in einer szenischen Aufführung darzubieten. Unter der Spielleitung des Direktors der Budapester Staatsoper Laszlo von Markus wurden die theatralischen Elemente der Musik geschickt in Bewegungsvorgange aufgelöst. Das Orchester und der Gesangschor waren vor der eigentlichen Bühne aufgebaut, während auf der Bühne das Spiel der einzelnen Personen von einem pantomimisch handelnden Chor begleitet wurde. Die symmetrischen Bühnenaufbauten blieben in allen neun Bildern die gleichen, während auf der Stirnwand des Saales die räumliche Entwicklung der Handlung durch Lichtbilder angedeutet wurde. Die Aufführung bekam besonderes Gesicht durch die hohe musikalische Kultur der ungarischen Gäste. Cuxhaven schwer heimgesucht In Cuxhaven trieb mit größter Gewalt am Sonntagmittag der Weststurm die Wasser massen in die Elbemündung. Das gesamte Deichvorgelände und das Hafenviertel waren mittags völlig überschwemmt. Der Verkehr in den Hafenstraßen mußte mit Booten aufrechterhalten werden. Die Cuxhavener und Altenbrucher Reede waren mit Schiffen dicht be legt, die vor Anker gegangen waren, um besse res Wetter abzuwarten. Ein hochbeladener Holzdampfer trieb von der„Alten Liebe" bis zur Kugelbaake ab, wo er auf Grund geriet. Zahlreiche X Wesermünde, 20. Oktober. In Geestemünde rissen die Fluten große Mengen von lagernden Oeltonnen fort. In allen Teilen der Umgebung treten die Flüsse und Gräben über die Ufer. In Altenbruch, südöstlich von Cuxhaven, wurde der 27jährige Sohn des Landwirts Albert Reesch ein Opfer der großen Ueberflutungen. Er wurde beim Abtreiben der Tiere von der Weide von einer großen Flutwelle erfaßt und davongetragen. X Hamburg, 20. Oktober. Der 68jährige Landwirt Schwartau, der eine Landstelle in Dradenau bei Waltershof des italienischen Propagandaministeriums, um am 9. Juli 1936 aus den Händen des Duce das verantwortungsvolle Amt des Außenministers des faschistischen Italien übertragen zu bekommen, das von Mussolini bis zu diesem Zeitpunkt selbst betreut wurde. #er Besuch des italienischen Außenministers in Berlin fällt in eine Zeit der Spannungen der europäischen Politik. Das politische System der Vergangenheit steht auf dem Höhepunkt der Krise, und die Schlagworte der Nachkriegszeit, die fast während zweier hositzt murde aus dr S###.... Zahrzehnte Europa beherrschten, haben ihren besitzt, wurde auf der Jagd vom Hochwasser Glanz verloren. Die Entscheidung Belgiens überrascht. Er kam vom Wege ab und stürzte hat die Restbestände eines überlebten Systems in einen Graben, in dem er den Tod fand." gollends hinwegfegt, und die europäischen X Bremerhaven, 20. Oktober. Die verheerende Sturmflut, die am Sonntag das gesamte Küstengebiet heimsuchte, hat noch ein weiteres Todesopfer gefordert. In Nationen stehen an der Wende ihres politischen Zusammenlebens. Deutschland und Italien sind die beiden Nationen, die, im Innern geeint und entschlossen, schon seit langem den Weg zeigen, der zu einem dauernden Friee Lauve bei Geestheue in der Nähe von den führen kann, während die andern Nationen P#n nde wurde ein Mann ertrunken auf gpl.,„P, litisch gehemmt und von sowjetrussischen gerunden.[Einflüssen belastet, den Gedanken an die VerStaatssekretär Milch bei Mussolini ∆ Rom, 20. Oktober. Staatssekretär General der Flieger Milchspedor viene. ist am Sonntag von Mussolini empfangen daß in verschiedenen europäischen Hauptstädten worden. Nach der Unterredung stellte der der Hang, Ueberwundenes wieder aufleben zu gangenheit noch nicht überwunden haben. Die Kombinationen, die in der internationalen Presse um den Besuch des italienischen Außenministers in Berlin angestellt wurden, bevor dieser überhaupt erfolgt war, zeigen, der Unterredung stellte dersder Hang, Ueberwundenes wieder aufleben zu Staatssekretär die Herren seiner Begleitung lassen und zu verewigen, immer noch im Vorischen Regierungschef vor. An= dergrund des politischen Denkens steht. Gewiß der Staatssekretär mit die Bedeutung des Besuches des stalieni##nn„Offizieren im Flugzeug nach schen Außenministers in Berlin, sein Empfana Sschsee s e sesce se ese se sce cche etzung des Besichtigungsprogramms am Monagvormittag nach Oberitalien, wo zunächst der Turiner Militärflugplatz und der Flugzeugmotorenbau der Fiat=Werke besucht werden. 6/80 Deutsch=pelnische Uebereinkunft über die Aufwertungsrechtsverhältnisse X Berlin. 20. Oktober. nicht der Vergangenheit, sondern der Zu„# n.„„ nicht der Richtung eines Ringes von Bündnissen, sondern dem europäischen Frieden in seiner Gesamtheit. Graf Ciano kommt nach Berlin als der Vertreter einer Nation, die den Frieden will und die weiß, daß dieser Friede nur auf der Grundlage der Tatsachen und der gegenseitigen Verständigung erreicht werden kann und nicht dadurch, daß sich ein Teil Europas gegen den Am 13. d. M. haben in Warschau Bevoll= anderen in militärischen Abmachungen zusammächtigte der deutschen und der polnischen Re= menschließt. Wir begrüßen in Graf Ciano den gierung eine Uebereink inft über die Abwicklung von Aufwertungsrechtsverhältnissen unterzeichnet. Die Uebereinkunft ermöglicht die Begleichung von Aufwertungsforderungen in Verrechnungswege. Gleichzeitig sind einige Sondervereinbarungen zwischen deutschen und.......„ polnischen öffentlich=rechtlichen Tributanstalter wortungsvollen Führung! zwecks endgültiger Abwicklung der zwischen ihnen bestehenden Rechtsverhältnisse unterzeichnet worden. Vertreter eines Staates, der sich durch eigene Kraft seinen Platz in der Reihe der Nationen errungen hat, eines Staates, der im Kampf um den Frieden dasselbe in die Waagschale werfen kann wie wir: ein geeintes Volk unter einer zielbewußten und verant312 000 Mark gesammelt am Eintopfsonntag im Gau Westfalen-Süd Hagen, 20. Oktober. Jund Frovinzielle: Ewald Löbbert, verantwortlich die Am ersten Eintopfsonntag des Winkerhilfs- Veranlwartlich für den Anzeigenlell Bernhard Siad werks 1936/37 wurden im Gau Westfalen=Süd neisenleit#r: Karl Kirachner zömtlich in Dortmund. Hlauptschriftleiter: Dr. Friedrich K. Pfafferott. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Ewald Löbbert (auch jeweils für die Bilder): Für Innen9“ wwiarass,####many, für Außenpolitik Wilh Wirischaft„Dr., Helmut Barth.York, Allgemeinen Tell Heinrich Elsenpeter. für Kunst und Unferhaltung I. V. Gonther Stöve. für Schriftium und Tleimatpolitik Günther Stöve. für Wesifalen-Rheinand Herm. Thlen, für Sport Ernst Schulle, für den un“ Prc inzieile Ewal- Löbbert Jung für den burden im Gau Westfalen-Süd rund 312000 Mark gesammelt. Dieser Betrag, der höher als der des vergangenen Jahres ist, beweist, daß die Bevölkerung Südwestfalens den Appell des Führers verstanden hat, denen beizustehen, die in den kommenden Wintermonaten noch der Hilfe bedürftig sind. Es bleibt zu hoffen, daß auch in den kommenden Wochen und Monaten dieser Betrag noch eine Steigerung erfährt. Berliner Schriftleilung: Ians Graf Reischach. Berlin porimund:u Verlas: Wesllällsche Landezzeltung C. m. b. I. D.-A. September 1936: über 183 500 „ Lave„0.:4„ Beztrksausgabe Dortmund und Umgebung 58 240: D.-A. B Bezirksausgabe Bochum Willen 1 Bezirksausgabe Ilauen: 19 260: D.-A. A ausgabe Sauerland(Arnsberg): 14 500. D.-A. G Bezir ausgabe Herne-Wanne- Eickel-Gelsenkirchen-Recklingbausen: A. S Bezirksausgabe Hamm-Soeat und die Börde: Rbichsandgabe: 15 600: D.-A. L Bezirksaue(Zur Zeit Preisliste Nr. 5 gültig.) 24 Bezirks14 610: D.-A. S Bezirksausgabs Hamn-Soeitu 14.930; D.-A. R Reichsausgabe: 15 600; D.-A. gabe Lüdenscheid: 11 980.(Zur Zeit Preisliste 20. Oktober 1936 Westfältsche Landeszettung— Rote Erde Folae 287 Die wolfsschlucht Ein Zwangsarbeitslager der CPU am Baikalsee Millionen Menschen hat das sowjekistische Regime in den Jahren seines unheilvollen Wirkens in die Verbannung geschickt, und Millionen Menschen sind in diesen Stätten der Trostlosigkeit elendiglich zugrunde gegangen. Unser heutiger Bericht eines Rußlanddeutschen schildert die schreckensvollen Tage in einem solchen Zwangsarbeitslager, das von der Niedertracht geleitet, von der Knute beherrscht und nur vom Tode aufgelöst werden wird. Nur selten gelingt es einem der Häftlinge, diesem Los durch Flucht zu entgehen. Feierlich und majestätisch ist die Winternacht im Norden! Der Himmel ist dunkelblau ohne ein Wölkchen. Die klaren Wintersterne funkeln in der Höhe wie ausgestreute Edelsteine. Die Luft ist so still und eiskalt, daß man das Gefühl hat, als ob sie leise tönt. Die Stille wird durch den 40 Grad starken Frost noch mehr verschärft und wirkt unheimlich. Kein Laut, kein Geräusch. Nur ab und zu hört man das charaktervolle Krachen der vom Frost zum Reißen gebrachten Bäume. Die Natur schläft und mit ihr schläft alles, was Atem hat. Allein in der Weite Auch in den achtzehn langen und niedrigen Holzbaracken schlafen viele Tausende von Menschen; schlafen unruhig und ungesund. Das sind die Häftlinge der GPU., die von allen Teilen des Riesenlandes als„politische Verbrecher“ hierher verschleppt sind. Hier, am nördlichen Ufer des Baikalsees, eng zusammengedrückt, befindet sich mitten im Urwalde das Zwangsarbeitslager der GPI— die Wolfsschlucht. Noch vor einem Jahre war auf Hunderte von Kilometer keine Menschenseele zu finden. Der alte Baikal schlief ungestört seinen sechsmonatigen Winterschlaf. Auf einmal kamen Menschen nach diesem stillen und wilden Waldort. Viele Menschen; sie umzingelten den Wassergreis und geben ihm seitdem keine Ruhe. Die Menschen beschlossen, rings um den Baikalsee eine Eisenbahn zu bauen. Die Ausführung des Baues wurde auch hier der GPlI übertragen, die ausschließlich Häftlinge zu der Arbeit heranzog, wie das für alle schweren und gewaltigen Arbeiten der Fall ist, mit denen später die Sowjetmacht prahlt und als die „letzte Errungenschaft“ ihres kommunistischen „Aufbaues“ ausgibt. Häftlinge hat man genug und außerdem brauchen sie nicht bezahlt zu werden! Daß alle solche„Giganten“ auf Knochen Millionen unschuldiger Menschen gebaut sind, das kümmert die Sowjetmacht sehr wenig, die schmutzige und gemeine GPU— erst recht nicht. Die Juden, die die GPU regieren, verwenden Methoden, in denen unmenschliche Grausamkeit mit Niederträchtigkeit und Gemeinheit wetteifert. Es ist bekannt, daß in dieser Hinsicht die Juden unübertroffen sind. Die Psychologie dieses Ausschusses der Menschheit kennt weder. Mitleid, noch Barmherzigkeit zu ihren Feinden. Baracken-Elend Auch unser Konzentrationslager, die Wolfsschlucht, das jetzt zum Arbeitslager wurde, ist eins von den vielen, rings um den Baikalsee errichteten Zwangslagern. Der Mond ist in vollem Glanz, die Sterne denken noch nicht zu verschwinden, aber die Häftlinge sind schon auf den Beinen, durch strengen Ruf der GPU=Aufseher aus ihrem Schlaf geweckt. Der Sommer und der Herbst mit ihren schweren Arbeiten sind vorüber. Eine gewisse Arbeitsstille ist eingetreten. Bei den 30—35 und manchmal 40 Grad starken Frösten kann keine Rede vom Bau einer Eisenbahn sein. Anderseits kann man die Millionen der Häftlinge, die zum Bau der Baikal—Amurschen Eisenbahn herangezogen sind, auch nicht ohne Beschäftigung lassen. In unserer Baracke mit etwa 2000 Häftlingen ist es eisig kalt und widerwärtig. Durch die Ausdünstungen der Tausende von Menschen, die seit Monaten keine Gelegenheit hatten sich zu waschen, ist die Luft schwer und fast unerträglich zum Atmen. Mit Freude verlasse ich die stinkende Baracke, betrete den im hellen Mondschein liegenden Hof und atme gierig die eiskalte, aber frische und von dem starken Frost eigenartig duftende Luft. Dann suche ich einigermaßen reinen Schnee auf, um mir Gesicht und Hände damit abzuwischen. Das ist unser Waschen, denn irgendwelche Waschvorrichtungen gibt es im Lager nicht. Die GPU=Henker sind der Meinung, daß das Waschen ein Vorurteil der Bourgeoisie sei, was in einem GPU=Zwangslager nicht geduldet werden kann. * Ich kehre in die Baracke zurück. Dort brennen schon Tannenzweige und Klötze Tannen= und Kiefernholz unter riesigen Kesseln von der Art, wie solche zum Asphaltkochen in Rußland verwendet werden. Bald kocht das Wasser, und in die Kessel wird eine Handvoll„Tee“ hineingeworfen, Der „Tee“ ist nichts anderes als eine Mischung von Blättern und Kräutern, die sich die Häftlinge im Herbst gesammelt und getrocknet haben. Dieser„Tee“ gibt dem Wasser eine braungelbliche Farbe und etwas bitteren Geschmack. Das„Frühstück" beginnt. Glücklich ist der, der von gestern abend sich ein Stückchen Schwarzbrot zurückgelegt hat! Die Mehrzahl schluckt das heiße, angefärbte Wasser ohne jeden Bissen. Der Zucker ist nur in Erinnerung; denn während der Herrschaft der internationalen Juden=Usurpatoren hat die Bevölkerung Sowjet=Rußlands den Geschmack des Zuckers vergessen. Nur in seltenen und einzelnen festlichen Fällen, wie am Tage des 1. Mai und der bolschewistischen Revolution, gab die Sowjetmacht den Arbeitern in Großstädten bis zu 200 Gramm Zucker. Die übrigen, und besonders die Landbevölkerung, sah und sieht keinen Zucker jetzt schon volle 19 Jahre! In sibirischer Kälte Das Bild der Baracke ist es wert, einige Worte darüber zu sagen. Es ist ein riesenlanges, niedriges Holzgebäude, mehr einem Schuppen gleich, mit fingerbreiten Ritzen in den dünnen Bretterwänden. Hunderte von drei übereinander liegenden Pritschen ziehen sich entlang, nur schmale Durchgänge lassend. Auf den Pritschen liegen Bündel von allen möglichen Lumpen, den einzigen Habseligkeiten der Häftlinge, die nach hier zu fünf, acht und zehn Jahren verschickt sind. Man sieht hier zerrissene, dreckige Decken aller Farben und Güte, verschiedene alte Lumpen, Zementsäcke, unbeschreiblich speckig gewordene„Kopfkissen", das heißt Bündel von Lumpen oder im besten Falle Säcke mit Blättern und Gras vollgestopft. Von Wäsche überhaupt keine Spur! Nur ungehobelte, verdreckte Bretter, stinkende Lumpen und noch dazu Milliarden von verschiedenstem Ungeziefer, von dem die ärgste Plage der Häftlinge— die Wanzen sind. Das ist das übliche Uebel aller sowjetischen Konzentrations= und Zwangsarbeitslager, von dem die unglücklichen Inhaftierten unmenschlich zu leiden haben. In der Zyklopenbaracke hängen von der niedrigen und vom Rauch schwarzen Decke acht Petroleumlampen; ihr schwaches, gelbliches Licht unterstreicht die Dunkelheit noch mehr. Von den Scheiterhaufen unter den Kesseln füllt sich die Baracke schnell mit beizendem Rauch, von dem die Augen schmerzen und anfangen zu tränen. Deshalb sind die meisten der Häftlinge sogar froh, wenn der wachhabende GPU=Aufseher durch die Mitteltür die Baracke betritt mit dem üblichen Anschrei: „Raus zur Arbeit, ihr Bourgeoisie=Pack!“ Es ist am Platze, zu bemerken, daß das Kontingent unseres Zwangsarbeitslagers, das aus etwa 18000 Häftlingen besteht, 95 vomn Hundert Arbeiter und Bauern sind. Im Sommer steigt die Zahl der Häftlinge in der„Wolfsschlucht" bis 42000. Die jetzt vorhandenen sind nur ein armseliges Ueberbleibsel, das von der genannten Zahl am Leben geblieben ist. Die übrigen starben an verschiedenen Epidemien, die gewöhnlich schon im Frühjahr ausbrechen und Tausende im Laufe des Sommers hinraffen. Wenn man die Zahl der Häftlinge, die rings um den Baikalsee am Bau der Eisenbahn beschäftigt sind, mit rund sechs Millionen, laut Verpflegungslisten der Hauptverwaltung der GPU. in Irtutsk, annimmt, so steigt die Zahl der jährlich hier zugrunde gehenden Menschen auf zwei Millionen. * Da wir sehr gut wissen, daß jede Verzögerung Repressalien zur Folge hat, so beeilen wir uns, alles mögliche auf Leib, Kopf und Füße zu wickeln, um einen Schutz gegen die sibirische Kälte zu haben. Die Köpfe werden mit Säcken, Hemden, Handtüchern, kurz, mit dem was jeder hat, umbunden. (Schluß folgt) Begnadigung durch den Führer X Berlin, 19. Oktober. Der Führer und Reichskanzler hat die gegen die am 28. März 1917 geborene Erna Schneider aus Herda vom Schwurgericht in Eisenach am 13. Mai 1936 erkannte Todesstrafe im Gnadenwege in eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren umgewandelt. Die nicht vorbestrafte Verurteilte hatte am 29. Januar 1936 ihren Verlobten ermordet, weil sie gegen ihren Willen zur Heirat gedrängt wurde und bei ihrer Jugend in seelischer Verwirrung keinen anderen Ausweg finden zu können glaubte. 22 Todesopfer des Erdbebens Zwei leichte Nachbeben ∆ Rom, 20. Oktober. Bei dem Erdbeben in Oberitalien sind nach ergänzenden Berichten 22 Menschen ums Leben gekommen. Der Sachschaden ist in der Provinz Belluno recht groß. Gegen 150 Wohnhäuser sind zusammengestürzt. Am Sonntag kurz nach 22 Uhr und am Montagvormittag gegen 9 Uhr wurden Nachbeben verspürt, die die Bevölkerung von neuem beunruhigten, aber keinen weiteren ernsten Schaden angerichtet haben. Die Bergungsarbeiten sind im Gange. Man befürchtet, daß noch einige weitere Opfer unter den Trümmern begraben liegen. Unglück an einem Bahnübergang X Dirschau, 20. Oktober. Ein Durchgangszug fuhr am Sonnabend in Lunau bei Dirschau auf einem Bahnübergang in einen Leiterwagen. Auf dem Wagen, der mit Umzugsgut beladen war, saß eine Frau mit ihren drei Kindern. Ihre Leichen wurden fürchterlich zerstückelt 70 Meter von dem Bahnübergang entfernt aufgefunden. Das Unglück ist nach der amtlichen Feststellung auf die Unachtsamkeit des Schrankenwärters zurückzuführen. Als er gesehen, was er angerichtet hatte, floh er. Erst nach einigen Stunden konnte er verhaftet werden. Der Leiterwagen gehörte einem Stellmacher aus dem Kreise Stargard, der in ein Dorf in der Nähe von Dirschau übersiedeln wollte. AmpimnEm Wr — 9 2“—"—„ Aufnahme: Weltbild Sturmflut treibt die Elbe in Hamburgs Straßen Der gewaltige Nordweststurm, der über der Nordsee und der deutschen Küste tobte, hat gewaltige Wassermassen in die Elbe gedrückt und die Hafenstraßen von Hamburg überflutet. Nur mit Booten ist der Verkehr durch die Straßen aufrechtzuerhalten. Aufnahme: Presse-Bild-Zentrale Kronprinzessin Juliane besucht die Heimat ihres Verlobten Die Kronprinzessin von Holland weilt zur Zeit in Deutschland, um die Heimat ihres Verlobten kennenzulernen. Unsere Aufnahme zeigt die Kronprinzessin auf dem Schloß ihres Verlobten, das in der Nähe von Züllichau liegt. Unten links Prinz Bernhard bei einer Filmaufnahme seiner Braut. 933 7 Aufnahme: Weltbild Milliardenschwere Zeppelingäste Anschließend an eine der letzten Nordamerikafahrten des Luftschiffes„Hindenburg“ nahmen 75 amerikanische Wirtschaftsführer und Zeitungsverleger an einem Flug, der über sechs nordamerikanische Staaten führte, teil. Diese Fahrt wurde in der amerikanischen Oeffentlichkeit die„Billion-Dollar-Fahrt“ genannt, weil das Vermögen der Fahrgäste an die Billion Dollar ausmacht. Unser Bild zeigt Kapitän Lehmann mit zwei der reichsten Fahrgäste, rechts Nelson Rockefeller und links Winthrop W. Aldrich. Zeleuchtungs Rezept Nr. S Köiten. Ir D. Sin Aiisten. Ftecn, Kun. 15 T0 Lo#pe u. Ans- Hiennbssnen, aonstieräcn. Ronhnnsin,. So#n. o#n. WEE SEE SeLLE-ESINNIN SSNLERTSNE SIE NSsaSELE 8 20. Oktober 1936 Wehrmacht" Eine neue Halbmonatszeitschrift Westfälische Landeszeitung— Rote Erde Folge 287 Süddeutschlands nordisch=germanische Sendung ice, Velsheltsgis esiem Sescesere Die Reichslagung ür beuische Voraesbichte in Aim/ Bedeutlame Ausbrungen von Vroi, Reilnerih und Dr. Relschie Verlag„Die Wehrnacht: Gmöh), Verlin H S.(on unzerem Dr. R.8 onderberichterstatten Seischriste%o e ae ie. 8 monats: Ulm a. d. Donau, 20. Oktober. der Mohrmacht in nalestämtihun m Belange Kundgebungen und Vorträge die Neuwertung in volkstümlicher Weise durch der süddeutschen Vorgeschichte und Geschichte, Bild und Wort in der Oeffentlichkeit zu ver= besonders durch die beiden grundlegenden cre. Sie wendet sich an den Soldaten, der Reden des Bundesführers Prof. Reinerth über alle wichtigen Ereignisse innerhalb über„Süddeutschlands nordisch= germanische der Wehrmacht laufend unterrichten soll, sie Sendung“ und des Stabsamtsführers Dr. wendet sich aber gleichzeitig an alle Deutschen, Reischle, der als Vertreter des Reichsum über die neue Wehrmacht, ihren Aufbau, bauernführers Darré über„Die germanischen ihre Organisation, Bewaffnung und Ausbil= Grundlagen des schwedischen Bauerntums“ dung, über das Leben des Soldaten in allen sprach. drei Wehrmachtteilen Aufklärung zu geben.] Während eine frühere Geschichtsbetrachtung Ihr Inhalt wird sich ferner auf Ueberliefe- sich bemühte, führte Prof. Reinerth u. a. aus, rungspflege, Berichterstattung über fremde das süddeutsche Volk als ein Mischprodukt aus Wehrmächte und gute Soldatenerzählungen keltischer, römischer und germanischer Kultur zu erstrecken.* betrachten, bei der die römische den größten Die Herstellung der Zeitschrift einschließlich Anteil haben sollte, kann man bei einer blutsSchriftleitung und Verlag liegt in Händen des maßigen Wertung der Geschichte keine TrenVerlages„Die Wehrmacht“, G. m. b. H. Als nung zwischen dem Süden und dem Norden Hauptschriftleiter ist Dr. Richard Jügler be anerkennen. Wir sehen vielmehr in einem Zeitstimmt worden. Der Preis der Zeitschrift be= raum von üver viertausend Jahren den Süden trägt bei Monatsbezug 0,50 RM., das Einzel heft foftet 0 2. 200 Streik nach kommunistischem Muster in Polen. Wie der„Danziger Vorposten" aus Pelplin südlich von Dirschau meldet, befindet sich die Belegschaft der dortigen Zuckerfabrik seit Freitag früh im Ausstand, da ihr Stundenlohn auf 52 Groschen gekürzt worden ist, während er in Polen nach dem Tarif 60 Groschen betragen soll. Die Art des Vorgehens deutet darauf hin, daß kommuniam Werke sind. schah heft kostet 0,25 RM. Arbeitsschutz im neuen Deutschland Der Mensch im Mittelpunkt Hauptversammlung der Gesellschaft für Arbeitsschutz (Eigener Bericht der WLZ. eng verbunden mit dem Norden. Mit den Mit= der Keltenzeit in unser Land eindrangen. Die ue. 6a4 de ie S c, die aise halte Keicheste esehilchen and mi Ses lse— daß das süddeutsche Geschehen nur verständlich ein Ende machten.. Lue stische Drahtzieher—.— und wurch die Rede des. Brigodesähers Ss Do stemt. Die set .. ugemn Temger: Rellchle. An Stelle von terstorialen und„un, beisciguachare adri, Samtere Karite, die für manische Völker Süddeutschland besetzt. Die natianal“ ssitisc= arstzichten forvert die die Landesverteidizung wichtige Aufträge auszuerste Südwanderung nordischer Scharen ge j9tznalsozialistische Weltanschauung eine Ge führen hat, ist am Sontagatend von der streiten***% Tschichte der deutschen Stämme, in der die Ge=den Belegschaft geräumt worden. Die Arbeit soll schichte der Schwaben einen Ehrenplatz ein= bald wieder aufgenommen werden. nehmen wird. Schon vor 2500 Jahren sind] Sieben Verletzte bei einer politischen Schläsie uns als Sueben im westlichen Ostseeraum gerei in Bai s. on einem Pariser Gasthaus auf Daraus erhellt die neue Sicht: Längst vor bekann, von wo aus zahlreiche Teilstämme se#neig der großen Voulevards kam es am Sonntagden Rönern haben de Germanen des 2. Horden. alsasegaungenau(gnsamnen, de Lango. deutsche Land besessn. Der Limes wurde nicht Siedlerstrom aina nach ciger von einer hochstehenden römischen Kultur ver: sasteatarutrem. sing nach dem Süden, wo er im teidigt, sondern die Germanen nahmen von Römern aaden mit den ihrem eigenen Lande wieder Besitz, als sie in niem: ammenstieß. Die Alemannen sind sitz, ais sie in niemand anders als diese Schwaben. Ihr Name hat sich unverändert im Volksbewußtsein erhalten. Noch heute sehen wir in den gesun den bäuerlichen Verhältnissen des Schwabenlandes das alte germanische Erbe wirksam. Von sonstigen zahlreichen Ereignissen und Veranstaltungen des Tages seie, nach dr: Scharen geim dritten Jahrtausend vor der Zeitwende. Es war ein Vorstoß über Bayern, die Schweiz, nach Oberitalien, Oesterreich bis hinunter nach Griechenland. Mosleys Propagandafeldzug bringt Erfolge. Der politische Korrespondent der„Morning Post“ berichtet, daß die Partei Sir Oswald Mosleys im Londoner Eastend und besonders in dem Stadtviertel Stepney große Erfolge zu verzeichnen habe. In den Straßen sehe man viele junge Leute, die das Faschistenabzeichen trügen. Senkung des niederländischen Bankdiskonts. Die Niederländische Bank hat den Diskont um ½ b ##m#, von 3 auf 2½ v. H. gesenkt. Die letzte Diskontseningen des Tages seien noch drei kung erfolgge am 7. Juli 1956. die Ueberreichung der höchsten wissen] Die ba kische Regierung verfägt die Mobil= Moskau bildet Mörder aus Eine Meldung des„Evening Standard" ∆ London, 20. Oktober„es Wreeueschay M„eeerreichung der höchsten es ess Sngr estug en ersete, Periat e. Vi si. Hosgiehesine haie en dis elasgz u. u Zuszin aud honaun u. Aute Macherscheten im Spanten von langer Hand) Stak und Ports haben einander zu ergin heu nur de remen Sicherungenahnahnen auf(Stzung de. Reichsdemeinschaste au u u aue aueden Keuriten un Votiren auraicher vorbereitet worden sind. Im Jahre 1934 zen. Wahrend der Staat Maßnahmen trifft, dem Gebiete des Arbeitsschutzes gekannt habe, Volksforschung. Akt:: Fargasch; deutsche] Aegypten dementiert Abwertungsgerüchte. Wie habe, dem Blat zufolge, die II. Internatto=/ 8., Lei. Zeuschen Leven die Form zu geben,seue die neue Zeit den deutschen Men= Anwpesenheit des Mrsihdonz Peiuiate, untens Katre enider wic, ertäre der chwvrtiche es. Mostan unz nas der uneneing. die der Bilenometung de Raisenalsezalse Ichen, u den Miuchgmt, werse man beson, Horschangsgemefnichofe naerng, de., Peuitzen Khmmiühr e. Auftandes kommumistischer Berg. mi.„entspricht, widmet sich die Partei der ders die Frage der gesunden Ernäh:(Stark und die Ghründ= vatte oernosen Proz, sterling losgelöst werde, seien unzutreffend. nale in M eung des Tusstandes kommanistischer Berges.r-ge.ch. Siomer sich die Purkei der l.." Grenee: gesunden Ernun=]Stark, und die Grünsarbeiter in Asturien etwa 100 Rädelsführer menschenführenden Aufgabe, d. h. sie setzt ihre kung des Volkes auf, um seine Arbeitsfähig Arbeitsgemeinschaft: einer süddeutschen] Gerüchte, daß das ägyptische Pfund vom en dieser Renalte nach Somiatruhland 9l..- lganze Kraft darin im deutschen Manich X--#keil au erhalten. Dr. Magner baarti#t. u. II."28emeinschaft im Reichsbund, ng aller der erwrlken, vumirr. F Fturien Er- Pehenen naussan.„„„ und staatlichen gesgeichen ein. Sie easeaen Lisl ans. Peruag au Lauaen inien Alen dar drs Fursent, Algade in Sann, Ka, bes iana e. che ur nistische Zellen Schulungsarbeit der DAx „# B e r l i n, 2 0. O k t o b e r. —.—. Offiziere zu ung Aufgabe sowohl in seinem Interesse, als Hewegung, d. h. der Deutschen Arbeitsfront, Deutschlands durch den waisen großen Teilen!„Rund 110 Schulungsbeauftragte der DAß überwachen. Bei Beginn der nationalen Er" im Interesse der Gesamtheit macht. Unter aver, din deutschen Menschen zu führen und lichkeit einer einbes aan##eichsbund die Mög= aus den Gauen dir Reichsbetriebsgemeinschaf panischzen Kriegschife vommu. falgt, wos die Statsährung ihm zur prlichtl arbeitschubgesetze zu erlasen, Ausoabe der Heutschland en zu bilden und die Offiziere zu und Aufgave sowohl in seinem Interesse, als Bewegung, d. h. der Deutschen Arbeitsfront, Deutschlank hebung organisierten diese Asturier den be, diesem Gesichtspunkt betrachtet kann man die! 5ut erdte2en. waffneten Austand, der mit der massenweisen gußergt entliche Beveutung der diesjährigen!.— Hauptamtsleiter Seldner kam auf die Ermordung der Offiziere begann. Als die zugung der Gesellschaft für Arbeits=ig mudun,serscheinungen als ür: Lage für die asturischen Pergarbeiter, die schußz ermessen, die am Sonntag in Frank= lache vieier Betriebeunfalle zu sprechen und Obiedo belagerten, Kritsch wurde, verliehen dies s1ut am Mam erotinet wurde. wies au die Einricztungen Vin die die Deuiche roten Rädelsführer ihre Schiffe, um ihren be] Im Festsaal des Ausstellungsgeländes am iL.=eitskront. geschaffen haut, um den deutschen drängten Gesinnungsgenossen an der Front Hohenzollernpiatz hatten sich die Mitglieder der hereitschaft äscheiser einsbetuisger Auerichung der Vorsten sud nach der Vor bedae in Thiknr. 2.Achesotschung im neuen Deutschlandlgen gerufen worden. Sie sollen hier mie aa zu Hilfe zu eilen. Front] Dohenzouernplatz hatten sich die Mitglieder derm wenschen einer höheren Arbeits=1 8— Metiaug* Stover. remsprechenden Aufgaben sind dem Schul Gesellschaft, zahlreiche Vertreter der Partei,###chafttentgegenzuführen. Er übermittelte im a.„=Aktionsausschuß der Landwirte hat amt der DAF in Dürnberg vom Führer „ PeeschTanschließend die heftag Milnin,. m.. TIm Iulsammenhana mit dan geschaffen. Frankreichs Bauern gegen Moskau ∆ Paris, 20. Oktober. Deutschland gen gerufen worden. Sie sollen hier, wie es der Leiter des Schulungsamtes der DAF in seinem Begrüßungsvortrag betonte, in kameradschaftlicher Zusammenarbeit die Ausrichtung für die kommende Arbeit erhalten. Die entsprechenden Aufgaben sind dem Schulungsselbst Srouehr, gz im Deud, ieshsr.38. Wezise, Sosike, Joleunshant= heriahtr=Katreizx V; Lost, sogtangn eu. 3. uschaltn dur ar. uuherrie uetcc Austrage des Reiche. u. Preuschen Arbeilgz. antzleiters Hilgenfeldt, überbrachte die Grüße die Solidar e., uiten di. Sompatie unoi.. a 2 Vtlertchedoten, a. Droder, 2. Otober. Iminsterums sprach Staatsetreise Dr des waupamigse, ers uno gab eme Darstellung zum Vrerut dg franslichen Landwirte! Dus Lutschit aGrat Zeprein“ st an Un Bord des von natonaltischen Fich. Krohn. der amn Schlasse seiner Austhrungen Pber, d, Austelzung für Arbeitschutz. Er Akonsaueschg,seract, Gleizeng bat der Montg imn 215 Uür von der 18. Suo, kuttern in der Höhe von Pasajes gekaper= herausstellte, daß der nationalsozialistische zischa;. N S B fl., die finanzielle und prak= sagen; der öffentsichen...es# Ver= amerikafahrt nach Friedrichshafen zurückteu riten Dampters,=Galernaer beisand sch luch Stat erst dem Arbeitschutzgedanten den Audzl.gertnipung de diese beimn Auboan und der bolchenitichen Vriaevauten egeniter erichrt. Nach eimoioem Aeberitgen de #### berangte, französische Langstreckenflieger rechten Auftrieb und die richtige Wegrichtung#. Nusstattzung, der Ausstellung gewährt habe. fordert die gesamte Bauernschaft g###rt.u* Kandeplatzes erfolgte um 22.18 Uhr troßz starken Pelletier Deisy, der Fliegermajor der Reserve gegeben habe. Wr8tichtung Jetzt sei es die Aufgabe der Betriebsführer und[##Pert die gesamte Bauernschaft Frankreichs Bodenwindes(7=Sekundenmeter) eine glatte Ii. Voan umm en. dch er sich im beionderer Raichgairzeshrer Dr. Wagner ach diel eicherer ter geur, Partiche Fagn für Des weguchseben u Vertelichen Lac oten Kontug Die nicte Sttamrteaichr oie Aese eaice Aesese esce ce haie Ais oe Kansiche Seichensce ue se esee e u he u San Sebastian gebrach. I„1,„Tuung mit der. Arbeiz.ur/g, oga„Zungen Marxistische Auslegungskünste1 J.844 Redeflut über Frankreich am Sonmobend eine Sien, abgshalten. Sonntagsreden derfranzösischen Poltiker„—auge, Friede, Ordnung, Würde. (Eigener Bericht der WLZ) Paris, 20. Oktober. 8" Arben und der Arbeitsleistung im Vordergrunde der Verhandlungen ymbel deutscher Gastfreundschaft Das Eingangstor zur Weinstraße geweiht X Neustadt, 20. Oktober. Am Sonntag weihte Gauleiter Bürckel das Weintor in Schweigen ein, das das Eingangstor zur deutschen Weinstraße bildet. Diese Weinstraße ist kein reiner Verkehrsweg sondern als werbendes Bindeglied zwischen dem„pfälzischen Weinbau, dem übrigen Deutschland und allen den deutschen Wein liebenden Teilen des Auslandes gedacht. Mit einer schlichten Feier wurde das Wein##r, das a.„Anfang dieser Straße an der französischen Grenze steht, uno zum Eintritt in das gastliche Deutschland lädt, seiner Bestimmung übergeben. In seiner Ansprache führte „(uleiter Bur,,el u. a. aus: soll die Vermählung zweier Gedanken zum Ausdruck bringen, die kämpfende Heimat der Vergangenheit und die schaffende Heimat der Zukunft. Wir sind stolz auf unsere Vergangenheit, weil nach einem tausendjährigen Kampf um diesen gesegneten Boden am Ende nun doch hier ein deutsches Tor steht. Und wenn drüben unser Nachbar in diesem Tor schon eingebaute Maschinengewehre und Beobachtungseinrichtungen wähnen sollte, so möchten wir feststellen, daß dieses Tor in der gleichen Zeit als Friedenstor entstanden ist, als gegenüber auf den Höhen Kanonen aufgerichtet wurden, um alles das zu vernichten, hat in der, wie es in einer parteiamtlichen Verlautbarung heißt, die Rede König Leopolds über die neuen Richtlinien der Außenpolitik einer belgischen durch dieses Denkmal verherrlichen, unterzogen wurde. Es wurd in der Sitzuna!— Sonntggs=Reden waren bei den fron Vern im oisten Tage, eme Reihe astzeler teigestelt, doh diese Rede zwar seher nar ge. Gbsichen Holitern von seher belicdt. Sie k. ontzeitu.,„en und kommunistischer Blät= wesen sei, daß sie aber Gelegenheit zu voll waren lozulagen bereits Tradition, und die ter in Frankreich behaupten, ich müßte das sommen„urrigen Auslegungen“ gegeben habe. Herren Redner hielten es für erfrischend, sich Piebiszit in Elsaß=Lotpringen vorbereiten, so Ais Ergebnis der Beratungen werden in der am Sonntag am Beifall einer leicht zu begei möchte ich erklaren, daß es sich hierbei um ein Verlautbarung folgende Punkte festgestellt: 1.(sternden Menge den Erfolg vorgauteln zu Manover handelt. In Deutschland Es kanne keine Rede davon sein, daß Belgien lassen, der in Wirklichkeit nicht vorhanden war „Diese Straße hier kommt nicht von Mos= zu den Grundsätzen der koletiven Sicherheit; Schluß recht gibt. Selten war die“ 7sch= kau, sondern von eimem Lande, in dem Men=3, aue augenbicklichen Verpflichtungen Bel Innenvoltik sa umsiaer undu n chen wohnen, deren Sprache wir besser ver gens würden bestehen bleiben: 4. nichts ber diesen Tagen ind uat stechen als die rusische und die auch unser=Lrechige zu der Auffasung, daß die belaische Pran; 2oen. End nog nie erone uoe“ Sprache besser versiehen als die der Moskowiter. Regierung die Abscht habe, Festungen an der Hrantreich en.„oche, Redesiut wie gerade Das ist das, was unser Verhältnis bedingt. znichtbedrobten“ Grenze zu errichten. 1.52. Psprux, Blurn, Daladier und noch eine Wir sind als die nächsten Nachbarn aufeinander. In politschen Kreisen bemertt man au.= Leihe weniger bedeutiamer Voliter angepigsen. u.d habe.„Verschndnsz Dafir, bieser Erilärung, daß die„Festelung,„mitsgrienz om Sonnig die Rednertribinen an wer. d. sen.„gensghen die Einscht dafür ab. Leinem weiteren Verbleiben im Böstsrsanur oten Ecken und Enoen Frantreichsgeht, daß russische Potemkinsche Dörfer, ver= 1bekunde Belgien auch seine Treue zu den! K Pramz., rche, u., genange Vauern ihnen Crundstzen der soleliven Sicherhel“, eine reisonter seist.8. Poue Paste“ näher liegen sollen als em Nachbar, der nichts rein willkürliche Behauptung sei. die jedenfalse v.= zichar galeu; und das Echo u. au, anderes wil als Frieden und die Zusammen=(in der Rede des Königs keine Begründung sprach im Frarno e boetimuu her Lebrun und keine Unterstützung finden könne. Maa praczintgrlaßz, Das war nötia nach der Gast bert, der für diel die Behauptung angehe, daß die Reaierung Ppas ve; d n. 3. I= Hores Es war das erste egerung an der„Einmeihungs= nicht die Abscht haf“ an d.„nichtbedrok end Staatsoberhaupt wieder ins Eisaß kam, die arbeit. Ministerpräsident Siebert, der für die . gerichs. Regierung an der Einweihungs= unzet vir Absichr habe eine Spende von 20000 Reichemark man hierzu in polischen Kreisen, es würde mesen sein ax Blch, De muß notwendie gezum Ausbau des Weintors und stelte den An= sich empfehlen, die bevorsebenden Ma. n ten senn. In einer Reoe zeichnete er Frankus ie äase atern. WDen für die Winter; nensberatungen über das nede Mitäirtalut wamn dern Glauten vich vertaurer uin uetz. abzuwarten. Militärstatut wenn er den Glauben nicht verlieren will. Auch wir können ihm versichern, daß wir an den Die kleine Diebin. Als Gretchen eines Morgens ihre Mutter dabei überraschte, wie diese gerade ihr Gesicht mit einer duftenden Creme behandelte, war sie fast sprachlos.„Mutti“, sagte sie mit der ganzen Empörung ihrer 16 Jahre,„hnst Du denn so erwas notia? Bei Deiner schönen glatten Haut"?„Wahrscheinlich“, sagte Frau Lindner lächelnd darauf kannst Du Dich verlassent: wirst Du es genau so machen.“„Niemals, Muti, Spornstreichs rannte Gretchen zu ihrer Freundin Inge, um ihr die schreckliche Entdeckung unter dem Siegel tiefster Verschwiegenheit anzuvertrauen. Merkwürdigerveise war Inge aber gar nicht empört.„Deine Mutter hat vollkommen recht. Soll sie zusehen, bis sie alt und runzlig wird, oder ist es Dir nicht lieber, daß Du noch lange: lange eine junge Mutter hast, die man oft für Deine Schwester hält? Im übrigen gestehe ich Dir ganz offen, ich pflege meine Haut ebenfalls. Weißt Du noch Friedenswillen des französischen Volkes glauben. Herr Blum sprach in Orleans, und zwar als Politiker, als Politiker der französischen Volksfront! In dieser Tatsache allein liegt schon der Rahmen seiner Rede vorgezeichnet. Die französische Presse bestätigt ihm heute, daß seine Worte das Spiegelblid der innerpolitischen Zerrissenheit war. Sie galt der Frage der Ueberbrückung der Schwierigkeiten und Gegensätze, ohne Wege zu zeigen, die eine klare Linie erkennen lassen. Er wollte die Radikalsozialisten versöhnen und die Kommunisten nicht vor den Kopf stoßen, und der Erfolg war die allgemeine Ueberzeugung, daß die Volksfront äußerst brüchig ist. Gerade hiergegen wollte aber Herr Blum ins Feld ziehen In Verdun und in Sedan sprach Dalaoier. Der Kriegsminister sprach vom Frieden, den ein Volk wünsche, das„niut Ruhm gesättigt sei“. Alle Reden, abgesehen die der Gewerkschaftsagenten, klangen aus in der Erklärung, daß Frankreich allen die Hände reiche zur Zusammenarbeit. Wir stellen fest, daß , die Hand Frankreich schon immer geboten haben. Wieviel Sonntagsreden müssen in Frankreich noch gehalten werden, bis man erkennt, daß ne ausgestreckte Hand allein den Frieden nicht ausmacht, sondern daß der Wille vorhanden sein muß, sie zu ergreifen. Hat aber Frankreich diesen Willen? Auch die Sonntagsreden gaben darauf keine Antwort. Wie hast Dn sie wegbekommen:„Wislich Oura. tragte Greichen seschcets sccscechesce scescheies se ece ecie eece pflegen, damit Lu so lieb, se süß, so lung bleibse wie heutel: Jeder der Marzlambraucher äußern sich begeistert über die Wirkung der Marnlau ser un alle VerVersuch, der nichts kostet, wird Sie beglüchon] Schmeid.= aig an greme: Schon der aus, legen Sie ihn in einen mit 8 Pfg. frankierten Umschlag,. der0 auf der Rückseite den Absender trägt. Sie erbalten gleichtalls 2. u. v 110 wichtige Buch über die beste Schönheitspflege, gleichfals umsonst— des Gratisbezugsschein: An den Marylan=Vertrieb. Berlin 39, Rlsschaukt-r.— Westfälische Landeszeitung Rote Erde 20. Gktober 1936 Folge 287 LEANENIENIIE Weit offen steht das schwere eiserne Tor des Parkes. Aber niemand will mehr im Park zu Gaste sein. Nur ein kleiner stiller Wind huscht zitternd hindurch, er führt ein paar breite braune Blätter mit sich in kindlichem Spiel. Und ein paar Sommergedanken wehen vorbei, Sommergedanken von fröhlichem Sonnengespiel auf goldglänzenden Kieswegen. Und ein Mensch kommt schweren Schrittes daher, einen langen Reiserbesen geschultert. Er geht durch das Tor, unter den herbstkahlen Bäumen hindurch. Laut rauscht sein Schritt durch die Flut der toten Blätter. Niemand ist da weit und breit, nicht auf den stillen Wegen, nicht auf den Bänken, die ohne Daseinszweck herumstehen. Der Mensch setzt mit einer müden Bewegung den Reiserbesen ab und stützt sich darauf und hält Umschau über den Herbst und über all das schweigsame Vergehen, das ihn umgibt. Ueber die schwarzen Baumkronen gehen seine Gedanken in das endlose Grau des Himmels mit seinem uferlosen Meer zersetzter Wolken. Dann greift der Mensch den Reiserbesen mit beiden Händen und fegt damit die einsamen Wege. Schlägt breite saubere Halbkreise in den Blätterfall. Und es ist nur der immer gleiche Rhythmus seiner weitausholenden Schläge um ihn. Sonst ist er ganz allein mit sich und den frierenden Bäumen am Wegesrand... K. * Gestera, als der Regen herzlos und kalt auf unsere Hüte trommelte, gestern zeigte sich in den naßglänzenden Straßen der Stadt ein Mann in den mittleren Jahren, der inmitten der allgemeinen Verdrießlichkeit einherging: ein fröhliches Lächeln in den Augen und zwischen den Zähnen eine kurze Pfeife. Daraus blies er lustige kleine Tabakwölkchen, auch als das himmlische Naß immer stärker und immer unbarmherziger herabfiel und sich die letzten Spaziergänger mißmutigen Gesichts in den noch freien Haustürnischen verkrochen. Und wer— wie der Schreiber dieser Zeilen— bemüht war, den Grund zu dieser in jeder Hinsicht unzeitgemäßen, ja herausfordernden Fröhlichkeit aufzuspüren, der stellte fest, daß besagter frohgemuter Tabakraucher mit Bedacht und kluger Berechnung den deckellosen Pfeifenkopf nach unten gedreht hatte, so daß der Regen dem wertvollen Pfeifeninhalt nichts anhaben konnte. Selbst bei Wolkenbrüchen angenehmes Dauerrauchen! Keine Unterbrechung mehr durch Regenfall bis zu 100 ccm in der Stunde!— Ein Mann, zwar ohne Pfeifendeckel, aber mit Kövfchen, das will ich meinen. K. Wahre Betriebsgemeinschaft ist das große Ziel Wuchtiger Auftakt zur Schulungsarbeit der DAs im Kreise Dortmund 7 Treuhänder der Arbeit Hahn und Gauobmann Stein sprachen Die Deutsche Arbeitsfront, als die Organisation, die dem schaffenden deutschen Menschen den Daseinskampf erleichtern hilft, seine Arbeitsplätze würdiger zu gestalten bestrebt ist, und auch seinen Feierabend und seine Freizeit innerlich bereichert, wendet auch dem Schulungswerk besondere Aufmerksamkeit zu, das Gefolgschaftsführer und Vertrauensleute erfaßt, sie einander näherbringt und damit der Ausrichtung der deutschen Arbeit auf die nationalsozialistische Weltanschauung in hohem Maße dient. Groß und erhebend wie der diesem Schulungswerk zugrunde liegende Gedanke war auch der Auftakt für das Winterhalbjahr 1936/37 am Montagabend Würdig mit Fahnen und Emblemen der DAF ausgestattet waren dazu die Räume der„####onenvurg“, deren großer und kleiner Saal nicht ausreichten, um all die Führer der Betriebe, Betriebszellenobmänner und Vertrauensratsmitglieder zu fassen, die mit den Vertretern der verschiedenen Behörden und Gliederungen der Partei gekommen waren, um der Eröffnung der Schulungsarbeit beizuwohnen. Durch den verdunkelten Saal erklang zur Eröffnung die Ouvertüre zu„Wilhelm Tell". Dann sprach Kreisobmann Poganatz und gab seiner Freude über den guten Besuch Ausdruck, der dafür zeuge, daß die innere Ausrichtung auf den großen Schulungszweck schon sehr weit gediehen ist. Entscheidung des Herzens Es sprach anschließend der Treuhänder der Arbeit. Hahn(Essen) über das Verhältnis zwischenGefolgschaft und Gefolgschaftsführern, das nicht durch Gesetze geregelt werden kann, sonst müßte die Zeit von 1918 bis 1932 ein Paradies der Arbeit in Deutschland geschaffen haben. Der Nationalsozialismus gehe grundsätzlich andere Wege, er gebe der Betriebsgemeinschaft einige große Grundsätze, mache sie aber weitgehend zu einer Angelegenheit des Herzens und wolle alle Arbeit unter das Wort„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ gestellt wissen. Es wird davon ausgegangen, daß der Betrieb die erste Zelle der sozialen Ordnung ist. ihr muß verantwortliches Führertum leben, das Treue fordert aber auch gibt. Es ist der Begriff der sozialen Ehre maßgebend geworden, dem sich niemand entziehen kank. Gewiß werden immer noch Fehler gemacht, aber schon jetzt ist bei beiden Teilen der Wille stark, sich der neuen Menschenführung unterzuordnen. Der Gefolgschaftsführer muß heute von dem Satz ausgehen, daß nie rastende Fürsorge für das Wohl der Menschen im Betrieb seine vornehmste Pflicht ist. Dazu muß allerdings ein wirklich verantwortlicher Führer vorhanden sein, und keine Puppe. Vertrauen und Einsicht Der Gefolgschaftsführer muß Vorbild geben in allen Dingen, er muß Erzieher zur Gemeinschaft sein und die Männer der DAF in ihrer schweren Arbeit unterstützen. Der Gefolgschaftsmann muß wiederum Verständnis für die nicht immer leichte Aufgabe des Betriebsführers haben. Es dürfen nicht alle Betriebe über einen Kamm geschoren werden, und es gilt Verständnis zu zeigen für betriebliche Sorgen. Zum Unterschied von den Betriebsräten der Vergangenheit sind die Vertrauensleute wirkliche Vertrauensorgane der Gefolgschaft, die sozialpolitische Dinge berühren. Einsicht in alle betriebliche Dinge, Vertrauen zur Betriebsführung sind unerläßlich für gute Zusammenarbeit zum Segen aller. All das kann nicht durch eine„Musterbetriebsordnung“, geregelt werden, sondern jeder Betrieb muß seine eigene Ordnung als Gesetz haben. Lohn und Arbeitsbedingungen dürfen nicht ohne weiteres von den tariflichen Bedingungen abweichend gestaltet werden, dazu bedürfen Betriebsführung und Vertrauensrat der Zustimmung des Treuhänders der Arbeit. Der unbedingte Wille zur Gemeinsamkeit, so schloß Parteigenosse Hahn, werde immer wieder dazu beitragen, Schwierigkeiten zu überbrücken. Er als Treuhänder der Arbeit sehe seine Hauptaufgabe in der Förderung der Betriebskameradschaft, ohne sich in bürokratische Hemmungen zu verlieren. Gauobmann Stein ergriff dann das Wort und sprach davon, daß die neue Zeit in Deutschland eine politische, wirtschaftliche und soziale Sicherung gebracht hat, die leicht zu Sorglosigkeit verführen könne. Die Sicherheit in allen Dingen müsse aber täglich neu verteidigt werden, und bei jeder Arbeit heiße es zu Die längeren Fahrtstrecken werden verbilligt Erläuterungen zum neuen karif der Dortmunder Straßenbahnen 6. m. d. H. Die Dortmunder Straßenbahnverwaltung führt ab 1. 11. 1936 eine Aenderung ihrer Fahrpreise sowie der Tarifbestimmungen, die von den zuständigen Stellen eingehend geprüft und vom Regierungspräsidenten genehmigt wurden, ein. Hierbei sei auf einige wesentliche Punkte besonders hingewiesen. Die Fahrscheine im Regeltarif für längere Fahrtstrecken sind billiger geworden: Von der 13. bis 20. Teilstrecke fährt man für 50 Rpfg. anstatt früher für 60 bzw. 70 Rpfg. Z. B. kostet die Straßenbahnfahrt an Werktagen jeweils von der Stadtmitte bis Unna, Schwerte, Castrop oder Lünen nur noch 50 Rpfg. Der seiner Zeit versuchsweise eingeführte 10=Rpfg.=Fahrschein für eine Teilstrecke kommt als Einzelfahrschein in Fortfall. Dagegen ist künftig die Fahrt über eine Teilstrecke mit einem beim Schaffner erhältlichen unpersönlichen Fahrscheinheftchen für 1.— RM., das 10 Einlagen enthält, möglich. Für die Ausflugsfahrten an Sonn= und Feiertagen sind die Preise der Rückfahrscheine grundlegend umgestaltet und von der 9. bis 12. Teilstrecke um 5 Rpfg. und von der 13. bis 20. Teilstrecke sogar um 25 Rpsg. verbilligt worden. Beispielsweise die Fahrt von der Stadtmitte nach Hohensyburg mit SonntagsRückfahrscheinen kostet statt bisher 1.— RM. nur noch 75 Rpfg. Die Ausgabe der Monatskarten ist vereinfacht. In Zukunft gibt es für jede Teilstreckenstaffel eine Monatskartensorte, die im ganzen Monat, werktags wie sonntags, Gültigkeit hat. Halbmonatskarten, von denen nur in ganz geringem Umfange Gebrauch gemacht wurde, sind fortgefallen. Die Schülerkarten sind auf den längsten Fahrtstrecken ebenfalls verbilligt worden. Da die Karten aber nur für den Besuch der Schule zugeschnitten sind, ist die Gültigkeit dementsprechend festgelegt worden. Nicht gültig sind Schülerkarten während der Schulferien und sonn= und feiertags ab 12 Uhr. Die Monatsfahrscheinheftchen mit 20, 30, 40 und 62 Fahrscheineinlagen, die bisher an Strecke und Person gebunden waren, werden nicht mehr ausgegeben. Neu eingeführt sind für jede Teilstreckenstaffel die Hefte mit 10 Fahrscheineinlagen, die dem Regeltarif gegenüber verbilligt sind. Diese Hefte sind künftig nicht an Person, Strecke und die Zeit eines Kalendermonats gebunden, d. h. sie können von der einen oder anderen Person oder von mehreren Personen gleichzeitig auf jeder beliebigen Linie(natürlich innerhalb der bezahlten Teilstreckenzahl) ohne, abgesehen von der befristeten Umsteigezeit, an eine engbegrenzte Gültigkeitszeit gebunden zu sein, benutzt werden. Besonders zweckmäßig sind diese 10er Hefte für kopfreiche Familien: Fuhren z. B. früher 5 Personen auf Einzelfahrscheine zu 25 Rpfg. an Werktagen hin und zurück, so machte das ingesamt 2,50 RM., während sie jetzt ein Heft mit 10 Einlagen für Hinund Rückfahrt benutzen können, das nur 2,10 RM. kostet. Auch sind die Heftchen besonders geeignet für Firmen, die mehrere Boten abwechselnd oder gleichzeitig Besorgungen mit der Straßenbahn erledigen lassen. Außerdem gibt es für jede Teilstreckenstaffel Wochenblocks mit 12 Fahrscheineinlagen, die noch billiger als die 10er Hefte sind. Diese Wochenblocks sind an die jeweilig aufgestempelte Strecke gebunden, nicht übertragbar und gelten, vom ersten Tag der Benutzung an gerechnet, innerhalb eines Zeitraumes von zehn Kalendertagen. Gleichzeitig wird auf die Sondertabelle für Beerdigungsfahrten nach dem Hauptfriedhof hingewiesen. Alter Tarif 1—3 Teilstr.= 20 Rpfg.*) „— 75 5—.„= 30„ —„— 40„ 9—20„= 50„ *) siehe hierunter *) 10 Wochenblocks= 120 Fahrten **) beliebige Fahrtenzahl. bedenken, daß es noch viel Größeres zu erreichen gilt. Darüber dürfe das Wort von der Gemeinschaft nicht zum Schlagwort werden, und vor allem der Vertrauensmann solle nie vergessen, daß er der erste Diener des Betriebes ist, wie auch der Gefolgschaftsführer nicht nach billiger Beliebtheit haschen dürfe, sondern stets das hohe soziale Ziel sehen müsse. Aus der Haltung beider solle der Marschrhythmus der nationalsozialistischen Bewegung klingen. Nur größtes gegenseitiges Verständnis könne einer unheilvollen Aufspaltung zwischen beiden Teilen vorbeugen. In diesem Zusammenhang müsse gesagt werden, daß die Werkszeitungen nicht immer das sind, was sie sein könnten, daß sie oft so bedauerlichen Mangel an Fingerspitzengefühl für politische Dinge und für die Angelegenheiten der schaffenden Menschen zeigten, daß es höchste Zeit für eine Aenderung sei. Die Betriebszeitung dürfe nicht zum Sprachrohr einer„zweiten Meinung“ benutzt werden, für ihren Inhalt müsse in Zukunft der Betriebszellenobmann sich einsetzen. Um jede Spaltung von dieser Seite zu vermeiden, dürfe auch vor formaljuristischen Bedenken nicht zurückgeschreckt werden, wenn es um Ruhe und Frieden eines Sechzigmillionen=Volkes gehe. heute Kreisschulungsabend Heute abend um 20 Uhr findet im Restaurant„Zum Stadttheater". Dortmund, Kuhstraße, der Kreisschulungsabend statt. Wegen der Wichtigkeit der Besprechung ist im Verhinderungsfalle unbedingt ein Vertreter des Schulungsleiters zu entsenden. Redner: Parteigenosse Rose. Thema:„Vor neuen Aufgaben.“ Kameraden trafen sich Sie besuchten ihre ostpreußische Garnisonstadt Dem Austausch von Erinnerungen von ihrer Fahrt zu ihren ostpreußischen Garnisonstädten Lötzen und Lyk war eine Zusammenkunft der Bundesgruppe„Ruhrgebiet“ der ehemaligen Angehörigen des Inf.=Regt. Generalfeldmarschall von Hindenburg(2. Masurisches) Nr. 147 gewidmet. Es wurde von der Fahrt durch die deutschen Gaue und durch den Polnischen Korridor nach Lyk berichtet, wo man von den dortigen Kameraden herzlich begrüßt worden sei. Die Teilnehmer besuchten die Gedächtnisstätten Thalussen und Bunelka und wurden zum Gelände der Winterschlacht geführt. Am Regimentsehrenmal und am Tannenbergdenkmal wurden Kränze niedergelegt und nach erlebnisreichen Tagen wieder die Rückfahrt nach Dortmund angetreten. Kamerad Henke erstattete Bericht über den am 11. Oktober in Hamburg stattgefundenen Regimentsappell, an dem auch die Kameraden des Panzerschiffes„Hindenburg“ teilgenommen haben. Heute beginnt das Wintersemester Aus der Arbeit der Hochschule für Lehrerbildung In den Monaten August=September waren rund 250 Studenten des 3. und 4. Semesters der Hochschule für Lehrerbildung in einem mehrwöchigen Landschulpraktikum tätig. Die Betreuung lag in der Hand der Dozenten. Belegt waren folgende rheinisch=westfälische Kreise: Unna, Soest, Lüdenscheid, Siegen, Herford, Bielefeld, Lippe, Lübbecke, Tecklenburg, Bentheim, Moers und Dinslaken. Außerdem waren zwei Gruppen im Grenzland Schleswig und Ostpreußen tätig. Eine Auslandgruppe arbeitete an der deutschen Schule in Belgrad. Die Studentenschaft schulte eine Anzahl ihrer Mitglieder in Grenz= und Auslandfahrten, sowie im ostpreußischen Landdienst. Die vom Reichs= und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung für das heute beginnende Wintersemester festgesetzte Stichzahl der zum Studium an der Hochschule Dortmund zugelassenen Studenten beträgt 77; die über diese Zahl hinausgehenden Bewerber, die ihre Aufnahmeprüfung in Dortmund bestanden haben, werden der neu eingerichteten Hochschule in Oldenburg überwiesen. In der Stichzahl 77 sind erstmalig auch die an den Hochschulen für Lehrerbildung zum Studium für das höhere Lehramt zugelassenen Studierenden enthalten. Von diesen haben 35 ihre Aufnahmeprüfung bestanden. Infolge der zweijährigen Dienstzeit können nur 18 ihr Studium zum jetzigen Zeitpunkt aufnehmen. Das Studium für das höhere Lehramt dauert zwei Semester an der Hochschule und vollzieht sich unter fast den gleichen Bedingungen, wie das der Studierenden für das Volksschullehramt. Vor Beginn des Semesters wurden die 77 Studierenden des ersten Semesters von der Studentenschaftsführung im Lager Haltern=Stausee geschult. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1936 wurde der bislang an der hiesigen Hochschule kommissarisch beschäftigte Dozent Matthias Volkenborn mit einem Lehrauftrag für Methodik des erdkundlichen Unterrichts an die Hochschule für Lehrerinnenbildung Hannover berufen. Professor Dr. Bäcker ist mit Wirkung vom 15. Oktober d. J. auf ein Jahr beurlaubt zur Nachwuchsschulung der RSDAP. Mit Günther Plüschow nach Feuerland Ein Abend bei der Marinekameradschaft Der Monatsappell der Marinekameradschaft im Restaurant„Zum schwarzen Raben“ stand unter dem Motto„Sport auf See“. Unter dem Titel„Sport auf Linienschiff Deutschland“ erlebte man im Film die vielseitige sportliche Ausbildung der jungen Generation an Bord. Gute Bilder seemännischen Charakters unterstreichen die Notwendigkeit körperlicher Schulung, denn gerade an den Seemann werden besonders hohe Anforderungen in jeder Beziehung gestellt. An zweiter Stelle sah man den Schmalfilm von Günther Plüschow, in dem die rund 100 anwesenden Marinekameraden mit ihren Frauen den ebenso tüchtigen Seemann, Flieger und deutschen Pionier nach Feuerland begleiteten und die Schönheiten eisüberzogener Felsen, blumiger Wiesen, phantastischgebildeter Klippen an der Magelhaensstraße und das interessante Tierleben in jenen Breiten zu erleben. Einen besonderen Genuß bereitete der Flug im Kondor über Feuerland. Nach diesen Darbietungen forderte der Kameradschaftsführer dazu auf, Sport zu treiben, zu dem niemand zu alt sei, denn jeder habe seinem Volk und Vaterland gegenüber die Pflicht, sich solange als möglich leistungsfähig zu erhalten. Ueberfall im Gerichtssaal Vorbildlich schnelle Justiz Eine aufregende Szene, die an Chikagoer Gangsterstückchen erinnerte, spielte sich in einer Verhandlung der Großen Strafkammer ab. Eine Berufungsverhandlung. Der 25jährige Kurt Krumrei steht neben dem Komplicen in der Anklagebank. und versucht vergeblich, das erstinstanzliche auf 2 Jahre Zuchthaus lautende Urteil zu beseitigen, das er als Einbrecher erhielt. Die Berufung wurde verworfen. Die Angeklagten werden abgeführt. Plötzlich schnellt mit einem langen Satz Krumrei auf die Belastungszeugin zu und schlägt mit harter Faust derart auf sie ein, daß sie laut schreiend und blutüberströmt von der Bank zu Boden stürzt. Die Frau stellt sofort Strafantrag gegen den Angreifer wegen gefährlicher Körperverletzung und des hinterlistigen Ueberfalls. Eine 3= bis 4 Zentimeter tiefe Wunde klafft über dem linken Auge, das stark angeschwollen ist. Das Gericht tritt ab. Das Schöffengericht wird benachrichtigt und eine halbe Stunde später steht Krumrei erneut in der Anklagebank. Der Vorsitzende der Strafkammer, ein Schöffe und ein Wachtmeister treten nun als Zeugen gegen ihn auf. Er ist noch nicht klein geworden, ist frech und beteuert seine Unschuld. Er wird antragsgemäß zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Tat sei geeignet den Rechtsfrieden zu stören und wiege doppelt schwer. Ein Mensch der seiner Zeugenpflicht genüge, müsse sicher sein im Verhandlungssaal. Der hinterlistige Ueberfall war brutal und rücksichtslos, die Wunden der Verletzten so schwer, daß sie vielleicht eine dauernde Entstellung der Frau zur Folge haben. Zahlreiche Brände Am 17. Oktober 1936, gegen 19.15 Uhr, entstand im Hause Nierstefeldstraße 46 in Dortmund=Derne ein Dachbodenbrand. Die Berufsfeuerwehr und die Feuerwehr der Zeche Gneisenau waren sofort zur Stelle und konnten das Feuer nach kurzer Tätigkeit löschen, so daß nur ein geringer Sachschaden entstand. Das Feuer soll durch einen auf dem Boden stehenden Heizungskörper entstanden sein. Im Hause Adolf=Hitler=Allee 24 war am 17. Oktober 1936, gegen 21 Uhr, ein Kellerbrand entstanden. Die alarmierte Feuerwehr konnte nach kurzer Tätigkeit wieder abrücken. Ein an der Heizung liegender Sack hatte Feuer gefangen. Ein Kaminbrand war am 18. Oktober 1936 gegen 19.30 Uhr im Hause Kurfürstenstraße 20 ausgebrochen. Auch hier konnte die Feuerwehr nach etwa 20 Minuten Tätigkeit wieder abrücken. Sachschaden ist nicht entstanden. 20. Oktober 1936 Westfälische Landeszeitung— Rote Erde Folge 287 Jugend der Welt“ Der Film von den IV. Olumpischen Winterspielen in Garmisch-Dartenkirchen .#### Zeit vom 20. bis 26. Oktover wird im kum geschlossen für sich zu gewinnen, so daß es den angu erwartete Film der 4.szwei Valentinos schwer fällt, sich mit ihren Olympischen Winterspiele in Garmisch=Parten=südländischen Tänzen einen ähnlichen Applaus zu rirchen„Jugend der Welt“ zusammen mitl sichern. Hans Imhoff folgt(ganz groß!) in seiner dem Film„Sport und Soldaten", der im Solo=Darbietung. Er verliest eine politische Speisekarte, karikiert— und wie!— Genfer Redner und gibt ebenso indiskreter= wie bocherfreulicherweise im Dialekt die Liebeserklärungen wieder, die ihm angeblich eine Engländerin, Berlinerin, Leipzigerin, Bayerin, Italienerin und Russin gemacht haben. Schade nur, daß es nicht mehr waren. André und Ursula kommen schlank und rassig auf Rollschuhen hereingerollt. Ihre Darbietungen sind ebenso gekonnt wie elegant, und das Spiel der gleitenden Figuren und Linien hat man auch dann noch vor Augen, wenn die Bühne längst wieder leer ist. Als Nachtisch und Krone des Ganzen: Pelle Jöns. Wenn er trocken, doof, ohne eine Miene zu verziehen, ohne die hilflose Haltung zu ändern seine Lebensgeschichte erzählt, dann bleibt kein Auge trocken, und man wundert sich nur, daß es ihm selbst gelingt. Haltung zu bewahren, d. h. nicht mitzulachen. Mit vielem Muskel= und Bauchrollen tanzt er eine Tanzparodie„Salome“ und zeigt zum Schluß in einem Stepp mit Flik=Flat und Salto daß er nebenher ein Akrobat von hohen Graden ist. Die Hauskapelle Majo Zipf sorgt auch in diesem Programm gute Tanz= und Begleitmusik. Gedeihliche Eßlust! H Musikaliselre Schulerinnerungen Von Theodor Veid Am Donnerstag, dem 22. Oktober, wird die neue Oper des sudetendeutschen Komponisten Theodor Veidl„Die Kleinstadter“ in Dortmund uraufgeführt. Aus diesem Grunde stellte uns der Komponist einen Bettrag aus seiner Gymnasiastenzeit zur Verfügung. Mein musikalischer Bildungsgang verlief recht unregelmäßig, auf krummen Pfaden und * PNNNT Theodor Veidl Wichtig für Fahrzeugführer Nach der Ausführungsanweisung zu§ 25 Allerlei Diebereien st. oas 1.15 uhr wurche Zir cche... 1935 gegen erteisen. Das pragpiteifen, Lepste. Untericht zu Schillerseier holte. Für dieses Orchester kom ren und Halten von„fahrzeue n nur auf Hutgsschättn.d; die Schaufensterscheibe eines einen Zimm. vestistegts, fr.###. daß er in dem ponierte ic, dann auch einen Festmarsch, mein Auftrage der Wehrmacht gedreht wurde und die Erziehung des jungen deutschen Menschen zum Soldaten veranschaulicht, gezeigt werden. Die Theater=Leitung gibt für diesen Film verbilligte Eintrittskarten zum Preise von 40 und 50 Pfennig heraus, die durch die Politischen Leiter und die Ortsgruppen der NS2AP. sowie deren Gliederungen zum Verkauf an alle Partei= und Volksgenossen kommen können. In den letzten Monaten haben eine ganze Reihe von Filmen die Lichtspieltheater durchlaufen, die sich in irgend einer Form mit den Olympischen Spielen befaßten. Die verschiedenen Wochenschauen brachten Berichte von den Kämpfen in Garmisch=Partenkirchen, Werbefilme zeigten den Guß der Olympia=Glocke und ihren Transport zum Stadion in Berlin, in weiteren Bildstreifen wurde die Organisation und die gewaktige Vorarbeit zu den bevorstehenden sportlichen Sensationen geschildert. Ueber all diese Filme, die sich dem Publikum — mit einem gewissen Recht— als Olympiafilme ankündigten, ist dem Bewußtsein der Allgemeinheit entgangen, daß während der gesamten Kampfzeit in Garmisch ein Stab von 120 Filmleuten mit 25 der geschultesten Kameramänner Tag und Nacht arbeiteten, um die Geschehnisse der Winter=Olympiade 1936 festzuhalten. Es wäre wahrhaftig eine geringere Ausbeute gewesen, wenn dieses Aufgebot, das den Mitarbeiterstab vieler Spielfilme bei weitem übertrifft, nur die kurzen Ausschnitte der Wochenschaureportagen a" lionen von Menschen sönlich Zeugen der Deutschlands zu sein spruch darauf, daß in unserer Zeu der Technit der#ce über nicht bann gegeven, wenn rechts die busses des S. ce nmn Hamaft##21 5;“, Rlacserunt gum ihnen gegenüber ebenso seine Pflicht erfüllt Straßenbahngleise liegen. In derartigen Fäl=1dar####a90 K. aus Dortmund=Lütgen-sdamals nicht viel genützt, da ich kein Instruwie die Presse und der Rundsunk es taten und len hat daher der Fahrzeugführer, evtl. durch gg#tnn, an ich auf der Fahrt von Bochum=Iisset! zum Ueben hatte. Das war erst der Fal innen das Erlebnis der Clympischen Winterspiele Benutzung von Seitenstraßen, zunächst die Pern nach Münster befand, ist am 10. Oktober als ich ins Obergymnasium kam. Nun ging ich sesl venn se mie groden Erngrtunget der ses. Fahrtrichung zu wechsein cht be z0 mas Zhegimr, Hankofser der Gropezu Nuat isn det Stadr g.Klauserschrer, der als der beste gerigen Ciympia=zilme ansaben, die sa nicht mehr]. Wer sich vor Strafe hüten will, beachte Koffer befanden sich ue gecommen. In dem!ll der Stadt bekannt war und der das Prager sein wollen und konnten als Wochenschau=Kurz= diese Vorschrift. eingahliso, en sich, ein schwarzes Seidenkleid, Ilgssergatorium absolviert hatte. Er gab mir berichte und Werbefilme. All diese Menschen sollten sich bescheiden. Was nämlich die Kameras in 40000 Filmmeter einfingen, was in freier Natur ohne den Schutz geräuschsicherer Ateliers und ohne die Möglichkeit, die dramatischen Sportkämpfe etwa zu„proben“, ausgenommen wurde, was in monatelanger Arbeit gesichtet und zu einem umfassenden Film zusammengestellt werden mußte, konnte— das wird jedem Leser einleuchten— unmöglich in wenigen Wochen vorführbereit sein. Wurde doch mit diesem Film ein internationales historisches Dokument geschaffen, das an sportlichem Wert und künstlerischer Schönheit der Kritik der ganzen Welt standhalten muß! Denn der Film von den Olympischen Winterspielen in Garmisch, der den Titel„Jugend der Welt" führt, soll den Beschauern ja viel mehr geben als eine Revortage. Er stellt eine große Symphonie des Wintersportes dar, in der sich Natur, Sport, kämpferische Kraft, Selbstzucht und Achtung vor dem Gegner, Heimatliebe und Freude an der Schönheit des Lebens in harmonischer Form verbinden. Damit wird der Film in seiner Weise Künder des olympischen Gedankens sein. die ich in meinem Leben hörte, kein Ende nehmen wollte. Mit der Oper habe ich in dieser Zeit auch schon Bekanntschaft gemacht, aber zunächst nicht von der Bühne her, sondern aus Klavierauszügen. Ich hatte mir den„Freischütz“, die „Zauberflöte", den„Don Juan“ verschafft, ann aver selbst weiter, geholfen. So bin ich Verwandten übernachtete. Am nächsten Tage öchsen. ulsz ic dar wache uge(lctwanzte ich natürlich ohne Gewissensbisse die nosium kam mohnigsichg.. Schule. Später hörte ich ebendort anläßlich der in der Lehrerbildunggsrrten a Lehreiz solcher Ausflüge„Lohengrin“ und„Waltüre“, richtet opzmar ar seibst v. konnte ich mich mit Wagner noch lange inielen kannt: Kai i.: au Tonleiter nicht befreunden. Eine beträchtliche Erweiteauch Slapierunteprichttmeru i“ natürlich rung meines musikalischen Horizontes brachte #####mticht nehmen, der darin be=Imir in der späteren Zeit auch der Besuch der neinam 8.55 til, eben mir saß und mich bei philharmonischen Konzerte in Karlsbad, wo ich sch einme“ gar zu sehr danehst ste. wenis von den Klassikern hörte, dafür er vernehmisch. Im umer Jaha u.. Brahms, Bruckner und Strauß zum nicht mehr bei ichm, und in ich Veung kam. Zum großen Ereinen anderen Mitieigd. a ich mir auch lebnis wurde mir die siebente Symphonie von ie he####### Musi lehrer. Es war ein sehr Bruckner, der mir seither besonders nahe steht. menel Sein Saanntznit. e maliger Musikfeld= Run bleibt noch zu berichten, daß mich mein # Hauptinstrument war die Violine musikalischer Tatendrang veranlaßte, aus der and gereem, spie#e er noch verschiedene Reihe meiner Mitschüler ein Orchester zu grünKe# Blssi#umente; nur vom Klavierspiel den, als dessen Dirigent ich fungierte und das Wr Uer Bradtr. schule vertauscht hatte und hielt sich bis zum Ausbruch des Weltkrieges. Koffer befanden sich ein schwarzes Seidenkleid, Konservatorium absolviert hatte. Er aab kleingeblümt, eine schwarze Wollweste, silber= gleich Sonaten von Beethoven zu spielen. obgrau abgesetzt, zwei gestreifte Bibernachthem= zwar sie für mich noch viel zu schwer waren den, ein Damenhemd, ein Herrenhemd und ein#und so gewöhnte ich mir bei ihm eine recht Kragen. Ob der Koffer gestohlen wurde, konnte liederliche Technik an. Er gab sich auch keine nicht einwandfrei festgestellt werden; er kann bssondere Mühe und las mit Vorliebe die lüch Treibe „Humor im Speisewagen“ Das neue Programm der„Jungmühle“ In der„Jungmuhle" serviert in der zweiten Ckroberhälfte Hans Imhoff als Mitropakellner eine ganze Reihe ausgezeichneter Leckerbissen. Er tut das mit einem appetitanregenden Humor und dem Erfolg, daß die von ihm empfohlenen Speisen vom Publikum verschlungen werden. Kein Wunder, da er halten kann, was er verspricht. Sozusagen als Vorgericht tanzt Dita Bionda drei nette Tänze. Dann setzt sich Evelyn Raus an den Flügel, um mit ihren Liedern„Eine süße Sache ist das Fräulein in dem Bäckerladen",„Das weiß ich alles von meiner Tante" usw. das PubliDas große„Köz“=Varieté im Goldsaal der Westfalenhalle guch auf der Fahrt verlorengegangen sein. Musikzeitung während der Stunde. Das meifte Variets=Tchau beginnan un.“ 1hr. wird die große Sachdienliche Mitteilungen erbittet das 4. Kri=llernte ich bei ihm dadurch, daß er mir hin und sfang nehmen minalkommissariat im Polizeipräsidium Dort= wieder etwas vorspielte. Auf diese Weise aemund, Zimmer 94. wann ich rasch Verständnis für die aroßen Von dem Personenkraftwagen eines Hans Peister. Auch verdanke ich ihm die Grundlagen F. aus Witten=Annen, der den Wagen am 13. der Harmonielehre.9 Oktober 1936 zwischen 18.30 und 20 Uhr in crs.#### der Hochofenstraße in Dtmd.=Brünninahausen isie känstlerische Eindrücke in Pelle Jöns Zeichnung: Döpp „. Drmd.=Brünninghausen gestohlen. Das Re, war im rechten vorderen ist, war dau= dun mter weile venr gewachsen Kotflügel befestigt, ist mit einer verchromten Ginnar vamals noch em ganz totes Rest, ie Zierscheibe versehen und hat eine Größe vons hiek es do e. 0 vemals dorthin. Einmol 50 wel 18— und hal eine Große von hien es, das berühmte Udelquartett würde komAm 12. Ottober 1936, gegen 1215 Uhr. nal. Der Schziefhaussaal war zum Versten hatte ein August F. aus Massen sein Fahrrad des gn a ernden Augenblick trat stat vor dem Hause Aselner Hellweg 174 abgestellt, a; erwarigen Gesangsquartets ein einzelner um im Hause Versicherungsgelder einzukasse das Duartett sänne„ia ren. Als er nach etwa sieben Minuten zurück Istatt des. kommen, man möchte kehrte, hatte man von seinem Fahrrade eine Chansons und dieser kr. ai gar.—. on6 dunkelbraune Lederaktentasche gestohlen. In uun u und dieser fragwürdige Genuß wurde der Tasche befanden sich Versicherungspapiere bietungen eineg morze talischen Darder Versicherungsgeselschaft„Deutscher Herold; Dualitäten. Das war das sweselbasten und ein Ausweis auf den Namen August konzert“, das ich dama. 6 de uskunster Flessenkämper, ausgestellt von der genannten den““: Psak= damals zu hören bekam. In Versicherungsgesellschaft. ge ammen den ersten Jahren meiner Gymnasialzeit gab Ein Stalleinbruch wurde in der Nacht zum einem 2.. wie Elitekonzerte, die von straße(ainder 14. Ottober 1936 in einer Gartenanlage in der einem Dilettantenorchester veranstaltet wurden, Straße„Am Oelpfad“ in Dortmund=Hörde und aus einer gen gu ged iite Streichorchester ausgeführt. Die Täter entwendeten drei junge san u a. 212g; bestand. Die übrigen Blägraue Kaninchen.er wari y di rch Klavier und Harmonium erSchau beginnen, werden Stunden ihren Anwelche sich den Besuchern dieser herrlichen Schau als zu den schönsten ihres Lebens gehörig einprägen werden. Und das Urteil wird einstimmig sein:„Das hat„Kraft durch Freude" mal wieder ganz groß gemacht!“ Und eine Schar neuer Freunde und Anhänger werden auf„Kraft durch Freude“ schwören. Das ist aber auch kein Wunder bei einem solchen Programm, das eine Spitzenleistung darstellt. Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von 75 Pfennig sind noch im Vorverkauf zu haben in den Kd#f=Verkaufsstellen, Wißstraße 32 und Münsterstraße 38½, sowie bei den KdF=Orts= und Betriebswarten. Mittwoch, den 21. Oktober Allgemeine Körverschule. 20—22 Uhr Oberrealschule, Gronaustraße: 20 22 Uhr Propsteiturnhalle, SchwarzeBrüder=Straße. 20—22 Uhr Turnhalle Mengede. Turn½ Pallspielverein Mengede; 18—21 Uhr Arminia Fröhliche Gymnastik und Spiele. 20 22 Uhr Lutberschule, Oestervolzstraße: 20 22 Uhr Turnhalle Prinzenstraße: 2022 Uhr Liborischule, Körne: 2030 Uhr Gast. Lahr. Husen=Kurl; 20 22 Uhr Froschloch, Dortm.= Hombruch: 20—22 Uhr Real=Gymnasium Lünen. Schwimmen. 8 Uhr Nordbad, Westerbleichstraße Betriebskursus: Desaka): 17.45—19 Uhr Südbad 4h.(Frauen); 17—18.15 Uhr Südbad, Göringtraße(Kinder): 17—18.15 Uhr Nordbad. Westerbleich(Kinoer): 21.15—22.30 Uhr Südbad, Göringstraße(Manner u. Frauen); 21.30—22.45 Uhr Nordbad Westerbleichstraße(Männer u. Frauen). Boxen. 20—22 Uhr Borschule Trippe, Weberstr. 4 Mimstamvortabzeichen. 20—22 Uhr Marte=ReindersRollschuhläufer! Wegen anderweitiger Verwendung des Saales Börse“ ist diese Woche das Rollschublausen nicht Donnerstag, sondern schon Mittwoch zur gleichen Zeit. Herbst=Konzert des Männergesangvereins„Abendglocke“ Wenn in einem Gesangverein ein froher Musizier und frischer Chorgeist herrscht, der den Darbietungen innerhalb eines Konzertes mitreißenden Schwung und sichere Gestalt zu verleihen vermag, übersieht man herzlich gern kleinere Mängel, die vielleicht sonst bei einer„kaltschnäuzigen" Darbringung erheblich schärfer ins Gewicht fallen würden; denn die Tatsache, daß überall da, wo eine Sache mit Begeisterung und fröhlichem Mut angefaßt wird, kleine Unzulänglichkeiten dem Auge des kritischen Beobachters zusehends entrückt werden, hat im Hinblick auf die Arbeit eines Chores besondere Bedeutung. Das wurde auch deutlich bei dem Herbstkon zert, das der Männergesangverein„Abendglocke“ seinen zahlreichen Anhängern und Freun den im großen Saale der„Kronenburg" darbrachte. Eine unglückliche Situation, in die der Chor leicht durch das Vorhandensein starker Schwächen im Tenor hätte kommen können(dort waren die Stimmen zweifellos nicht vollzählig zur Hand) wurde durch beherztes Singen— geschürt durch die sichere Buno des Chorleiters Hubert Eckarn— vermieden, so daß trotz der Schwierigkeiten ein Konzert zustande kam, das mit regem Beifall aufgenommen wurde. Der Frauenchor des Vereins war stimmlich erheblich glücklicher disponiert und konnte mit tonlich gut ausgeglichenem Singen, dem eine schlichte, ungekünstelte Haltung zugrunde lag, eine Reihe nicht leicht zu bewältigender Kompositionen recht wirkungsvoll darbieten. So hörten wir u. a. vom Männerchor Heinrich Zöllners„Ueber die Heide" und Karl Kämpfs„Der Wagen rollt“, bei denen man sich Zeit ließ, um den Stimmungsgehalt voll auszuschöpfen. Auch Kämpf's„Holde Erinnerung“, dessen langausschwingender Ton im sauberen piano die leicht sentimentale Färbung gut traf, und ebenfalls die breit angelegte und vorsichtig gesteigerte romantische„Mondnacht“— leider waren am Schluß die Tenöre zu grell— fanden starken Beifall. Bei Harry Latzkes„Husarenliebe“ hielt man trotz Auflockerung die straffe Linie und fiel nicht allzusehr in„Fermatenwehmut". Männlich kraftvoll, kantig abgesetzt war Franz Dahlkes„Lands knechtslied“, dem ein da capo beschieden war. Dahl kes„Für Deutschland soll es sein" bildete schließ lich den würdigen Ausklang der chorischen Darbie tungen. Der Frauenchor traf in Liedern von G. Ra phael und Sprenger gut die lyrisch=kontemplative Stimmung; besonders anmutig und zart getönt war Waldemar v. Bauszern=„Da dro ben auf jenem Berge". Auch Othegravens bewegtes„Geh aus, mein Herz!“ gelang, und die schwierige Fassung des„Wenn alle Brünnlein fließen" von H. K. Schmidt wurde sicher bewältigt, so daß eine Wiederholung nötig war. Im Laufe des Abends vermittelte Willi Bräuer erfolgreich mit pianistischem Schwung Chovins„Grand=Walzer" und Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 14 und als Zugabe den„Minuten=Walzer" von Chopin. Franz=Hanemann=Abend Der Komponist beim Emschertaler Quartettverein Es gibt wohl neben dem Festtag des Sängerjubiläums kaum einen schöneren Tag im Leben eines Gesangvereins als den, da er einmal den Schopfer der von ihm gesungenen Kompositionen für ein paar Stunden in seiner Mitte haben darf, um sich schon äußerlich durch das unmittelbare Nahesein ganz auf das Wesen seiner Persönlichkeit einzustimmen und um dann schließlich aus wirklich berufenem Munde eine umfassende Bewertung seiner Veranlagung und seines Könnens zu erfahren. Wie jedes„Konzert in Anwesenheit des Komponisten“ seinen eigenen Reiz ausübt, so ging auch von dem Franz=Hanemann=Abend den der Emschertaler Quarte ttverein Dortmund=Aplerbeck, im Westermannschen Saale vor zahlreichen Hörern durchführte und zu dem der überall bekannte, in Iserlohn lebende Komponist, erschienen war, eine ganz besondere WirKonzert begrüßte der Vereinsfuhrer Fr. Hilsmann die Gäste, hieß vor allem Hanemann herzlich willkommen und umriß anschließend kurz dessen Persönlichleit und Schaffen Die Zusammenstellung und Darbietung des umangreichen Programms, das netürlich ausschließlich Werke Hannemanns enthielt, konnte wirklich eine klangvolle Ehrenverbeugung vor dem verdienten Komponisten darstellen, dem darüber hinaus dann auch noch bei der Vorstellung am Ende des Konzertes durch begeisterten Beifall sowie Blumenspenden eine herzliche Würdigung zuteil wurde. Die Sangeskunst des Emschertaler Quartettvereins der unter der sicheren Führung seines Chorleiters Otto Hefendehl über die Grenzen Aplerbecks hinaus wohlbekannt ist, erwies sich auch an diesem Abend wieder als unbedingt zuverlässig und konnte seinen Programmanteil stimmlich und in der Gestaltung in jeder Weise wirkungsvoll und alle Forderungen erfüllend darbringen. Außerdem brachte das Programm auch einen kleinen Ausschnitt aus dem instrumentalen Schaffen Franz Hanemanns; diesen Teil trug das Kammerquintett Schauwienhold, dessen Wiedergaben der ganzen Auffassung und Durchführung nach sicher im Sinne der Absicht des Komponisten gewesen sind. Auch diese Darbietungen fanden wie die des Chores reichen Beifall. a. Hsinz Schauwienoo#n— sein gereiftes Violinspiel konnten wir noch kürzlich hervorheben brachte eine Polonaise, die uns Dortmundern von einer früheren Aufführung her bekannt ist, mit der im eigenen geigerischen Bewegtheit, wobei ihm #ki Brauer am Flügel eine sichere Stütze Gedanke Frohe Stunden beim„Dortmunder Zitherkranz“. Festsaale vom„Haus der Jugend“ gab der Dortmunder Zitherkranz 1889 unter Leituna von Walter Jellinghaus und der Mitwirkung von Walter Westermann(Lieder zur Laute) ein Konzert, dessen Gehalt sich in jeder Weise Anspruch auf positive Bewertung zu erzwingen wußte. per äußerst gute Besuch sowie die begeisterte Zustimmung bei allen Darbietungen(die meisten mußten wiederholt werden!), die diesem Abend # ch großes Interesse man Wirken dieser Musikanten entgegenbringt und offenbarte darüber hinaus auch in kleinem Maßeiner uneingeschränkten Hinwendung zu wahrhaft echter Volksmusik gefestigt hat und in welcher Weise seine Inhalte und Formen infolge erfrischenden Auftriebs, der ihm in unserer Zeit wieder vermittelt wurde, eine immer deutlicher und bestimmter werdende Prägung erhalten Das Konzert des Zitherkranz konnte in seiner ganzen Art für den Gedanken der Volksmusik eine wirkungsvolle Werbung bilden. Wenn wir hier nicht alle Darbietungen eingehend besprechen und würdigen können, so sei gesagt: alle machten ihre Sache sehr gut! Es wurde o musizierl, daß die Hörer Schritt um Schritt fröhlich mitgingen und sich nicht ohne Zugaben zufriedengeben wollren. Ob es das in harmonischem Zusammenklang verlufende Spiel des Zither ores war, oder die Darbietungen des Duos (Kochte, Knipschild) urd des Trios(Ottma Schulze, Vöpel) oder dar Solospiel des Dirigenten selbst und schließlich der beherzte Gesang Walter Westermanns, alles gelarg sehr gut und wurde dankbar ausgenommen. und den Schweinefürsten Zsupan und ihrem gemeinsamen Kriegszug nach Spanien.— Ein ausverkauftes Haus dankte am Sonntag wieder der Neuinszenierung im Dortmunder Stadttheater mit jubelndem Beifall. In der heutigen Aufführung singen Cornelius Wijgers den Zigeunerbaron, Käte Schmitt die Arsena neben den Solokräften, die bereits in der Premiere mitwirkten, dem Opernchor und der Tanzgruppe. Zum Gedenken Franz Liszts veranstaltet das Stabti## Konservatorium am Donnerstag, dem 22. Oktober, um 20 Uhr, im Rathaussaale eine Feierstunde. Ausführende sind Schüler der Klavierausbildungsklasse Haeser. Es kommen zum große h=moll=Sonate durch Heinr, Vortrag Bonacker die 12. Rhapsodi e u. a. m. Se. Stadttheater Dortmund Früh übt sich... caier Strauß wollte von der Begabung seines Sehnes„Johann nichts wissen und nicht zugeben daß er Munre, werde. Einmal saß er am Klavier nd suchte in der Koda eines Walzers nach einem Uebergang. Mit einemmal legte der kleine Johann glanien Zimmer spielte, seine Kinderhand aufs „Könntest du nicht so modulieren?" Und der Kleine zeigt, eine Figur des Walzers benützend einen hübschen, ungezwungenen Uebergang. „Malefizkerl!“ brummt der alte Strauß „Weißt was? Künftig machst du meine Walzer und ich deine Schulaufgaben.“ Und r. Große an Otto der Große an der Zeitenwende vor 1000 Jahren.“ Der Historische Verein für Dortd. und die Grafschaft Mark veranstaltet am Vienstag, 20. Oktober, um 20.15 Uhr, im Vortragssaal der Stadt= und Landesbibliothek in Dortmund einen Vortrag des Studienrats Dr. O Schnettler über„Kaiser Otto der der Zeitenwende vor 1000 Jahren". Unterhaltsame Stunden im SGV. Unter dem „#####n„franz“ standen unterhaltsame Stundischem Cebirahten Tortnund des Sauerlänbirgsvereins im großen Saal des„Reinoldus" vereinte. Ein mächtiger, mit bunten Bäni###. Ernterranz, wies sinnfällig auf die Art der Feierstunde hin, von der Abteilungsführer Dr. Vietmeyer nach einleitenden musikalischen Darbietungen sagte, daß sie mit Berechtigung von gen. Vgnderfreunden begangen würde, weil sie auf hren Wanderungen die Arbeit des deutschen Bauern bis zum Einbringen der Früchte miterlebt und mit gnNenschen auf dem Lande manches gemeinsame Un„Wie ha., Johann künftig die Walzer ge patnsaus, gehabt hätten, das das Gefühl der VerHeutigen bewundern sie und erfreuen hundenheit von Stadt und Land auf beiden Seiten uns, daran. We., ließe sich nicht von Straußschen körderte. Im weiteren Verlauf des Abends erfeine Walzerklängen gefangen nehmen, wer sich nicht vomi## Singeschar mit netten Liedervorträgen und die feurigen Czardas hinreißen? Beide gibt es im Tanzgruppe mit beachtlichen Darbietungen „Zigeunerbaron“ und viele herrliche Rhyth stabe, in welch erfteulich hohem Maße sich der Komik der Handlung vom Zigennerbaron Barinkay H. Viefhaus in Dortmund. A 20. Oktober 1936 Westfälische Landeszeitung— Rote Erde Folge 287 Löschangriff auf Haus Buddenburg broßübung der Löschzüge in Lünen Lünen. In die Stille des Samstagnachmittags ertönten plötzlich die Alarmsirenen der Feuerlöschzüge. Um die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft der zehn Lüner Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Lünen zu erproben, wurde um 15.30 Uhr von der hiesigen Polizei ein Großalarm gegeben. Die Löschzüge wurden zur Feldmeisterschule des Reichsarbeitsdienstes Haus Buddenberg gerufen, in der angeblich Feuer ausgebrochen war. Auch der Gutshof des Arbeitsdankes war in Mitleidenschaft gezogen. Die drei Löschzüge 1—3 aus Lünen=Mitte trafen eine Viertelstunde nach dem Alarm an dem fünf Kilometer von der Stadtmitte entfernten„Brandherd“ ein, wo inzwischen Kreisleiter Franke, Oberbürgermeister Dr. Röding und Polizeikommissar Jüssow erschienen waren. Nach kurzer Zeit wurde bereits Wasser gegeben und das angenommene Feuer tatkräftig bekämpft. Nach und nach trafen auch die übrigen sechs Löschzüge ein, die mit Ausnahme des Löschzuges Beckinghausen, der als Brandwache für die Stadt zurückblieb, nach Buddenberg alarmiert worden waren. Mit vereinter Kraft wurde der Großangriff auf das„brennende Schloß" unternommen. Das Wasser wurde aus der unmittelbar vorbeifließenden Lippe genommen. Sechs Motorspritzen und eine Handdruckspritze speisten 15 Strahlrohre, die notfalls bis auf 21 vermehrt werden können. Die einzelnen Löschzüge bewiesen bei diesem Großangriff ihre Einsatzsähigkeit und ihre Schlagkraft, so daß sie für den Ernstfall jederzeit gerüstet sind. In einer Ansprache an die Männer brachte der Kreiswehrführer diesen seinen Dank für ihre Leistung zum Ausdruck. dern mit kleinen und kleinsten Beträgen wurde dieses ausgezeichnete Ergebnis erreicht. Es liegt um rund 20 Prozent über dem Ergebnis der letzten Reichsstraßensammlung im vergangen Winterhilfswerk. Alle Schaffenden, DAF=Walter und Warte der NS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Betriebsführer und Vertrauensmänner hatten sich in den Dienst der Sache gestellt. Ihnen und auch allen Spendern gebührt Anerkennung und Dank. Anhänger überfahren Durch Unachtsamkeit zu Tode gekommen Lünen. Eine Zugmaschine befuhr mit zwei mit Sand beladenen Anhängern die Waltroper Straße in Richtung Dortmund. In gleicher Richtung fuhr eine 38jährige Frau auf ihrem Fahrrade. Die Radfahrerin, die nur mit einem Anhänger gerechnet hatte, wollte nach Passieren der Zugmaschine und des ersten Anhängers nach links einbiegen und kam jetzt unter die Räder des zweiten Anhängers. Sie wurde überfahren und schwer verletzt. Ein hinzugerufener Arzt ordnete die sofortige Ueberführung in das Marienhospital Lünen an, wo die schwerverletzte Frau ihren schweren Verletzungen erlegen ist. Der bedauerliche Unfall dürfte nur auf die Unachtsamkeit der Ueberfahrenen zurückzuführen sein. Es kann auch hier nur immer wieder auf die Beachtung der Verkehrsvorschriften hingewiesen werden. Hätte die Frau nur einen Blick nach rückwärts getan, wäre das schreckliche Unglück vermieden worden. Selbstschutzübungen in Lünen Ein Aufruf an die Bevölkerung um Mitarbeit Lünen. Oberbürgermeister Dr. Röding und Ortsgruppenführer des Reichsluftschutzbundes Makowski richten folgenden Aufruf an die Bevölkerung der Stadt Lünen: „In der Folgezeit werden in regelmäßigen Abständen Selbstschutzübungen des Reichsluftschutzbundes stattfinden, die sich anfangs auf einzelne Häuser, später auf ganze Straßen= und Ortsteile erstrecken werden. Diese Uebungen sowie auch die in Frage kommenden Häuser, Straßen und Ortsteile werden im Einvernehmen mit dem Polizeiverwalter vom Reichsluftschutzbund festgesetzt und durchgeführt und vom Polizeiverwalter bzw. seinem Vertreter überwacht. Damit eine reibungslose Durchführung dieser Maßnahmen, die nur dem Schutze der Bevölkerung dienen, gewährleistet ist, wird jeder Volksgenosse darauf hingewiesen, daß er auf Grund des Reichsluftschutzgesetzes verpflichtet ist, der in dieser Hinsicht an ihn ergehenden Anweisung Folge zu leisten. Wir sprechen die Erwartung aus, daß die Bevölkerung der Stadt Lünen diesen Selbstschutzübungen nicht nur das ihnen gebührende Interesse entgegenbringt, sondern darüber hinaus die Bestrebungen des Selbstschutzes und damit des RLB in jeder Weise unterstützt.“ Lünen.(Kampf gegen Lästerer.) Im Stadtteil Brambauer wurde ein Mann festgenommen, der den Staatsakt am Bückeberg und damit das Aufbauwerk des Führers durch seine Aeußerungen in den Schmutz gezogen hatte. Das Sondergericht wird durch eine gerechte Strafe beweisen, daß der nationalsozialistische Staat jeden bekämpft, der sich am Aufbauwerk des Führers versündigt. Juchsjagd in Schwerte Ein großes Feld rin ins Gelände Lünen.(Unterstützungszahlung.) Die nächste Auszahlung der Wohlfahrtsunterstützungen erfolgt für Lünen= Stadt am Mittwoch, 21. Oktober, für Nr. 1 bis Schluß von 8.30—11 Uhr, in der Baracke Kantstraße; für Lünen=Süd am Mittwoch, 21. Oktober, für Nr. 2501 bis Schluß von 9—11 Uhr, in der Pestalozzischule in Lünen=Süd; für Brambauer am Mittwoch, 21. Oktober, von 8.30—10 Uhr, in der bekannten Reihenfolge bei der Kassennebenstelle; für Horstmar und Beckinahausen am Mittwoch, 21. Oktober, von 9—10 Uhr, in der bekannten Reihenfolge bei der Kassennebenstelke. Die Auszahlung der Unterstützung erfolgt grundsätzlich nur an die Empfangsberechtigten selbst. Fremde, auch Angehörige, können das Geld nicht abholen. Nur in besonderen Fällen kann das Wohlfahrtsamt eine Ausnahme zulassen. Die Büros des Wohlfahrtsamtes, auch bei den Nebenstellen in Brambauer und Horstmar, sind an dem Unterstützungszahltage geschlossen. Opfersinn aller Schaffenden Gutes Ergebnis der Reichsstraßensammlung in Lünen Lünen. Die erste Reichsstraßensammlung der Deutschen Arbeitsfront für das Winterhilfswerk 1936/37 hatte auch in der Lippestadt Lünen einen großen Erfolg zu verzeichnen. Die Sammlung wurde abgeschlossen mit einem Gesamtsbetrage von 2732,03 Mark. Nicht durch größere Betriebsspenden,— mit solchen konnte von vornherein im Kreise Lünen als Notstandsgemeinde nicht gerechnet werden—, sonCastrop-Rauxel. Nach dem erfolgreichen Eröffnungsabend der RS=Kulturgemeinde wartete jetzt das Kreisamt der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, wiederum in Verbindung mit der RS=Kulturgemeinde mit seinem ersten Abend auf, der den Veranstaltern am Sonntagabend im Wichernhaus in der Altstadt ein volles Haus und ein erwartungsfrohes Publikum brachte.„Rundfunk ohne Antenne“ gibt es ja schon lange, aber einen solchen Rundfunk, wie ihn dieses Varieté=Ensemble mit„Richtstrahlern“ ins Publikum sandte, nein wirklich, da vergaßen viele, die„Lachantenne“ zu erden! Die Geschwister Hervé tanzten mit graziöser Beschwingtheit Walzer und Foxtrott und erhielten reichen Beifall. Die zwei Castelli erfreuten uns durch ihre ausgezeichneten Darbietungen auf einer Hawai=Gitarre, einem Banjo und einem Xylophon. Franz Sylvester entpuppte sich als ein Tierfreund, der seine Lieblinge recht gut belauscht hat und das„Erlauschte“ nun wieder als vollendeter Imitator seinen Zuhörern weitergab. Certy Bangs waren zwei erstklassige Equilibristen, deren akrobatische Leistungen großen Anklang fanden. Maria Karré plauderte in kölschem Dialekt- und gefiel durch ihren guten Witz. Zwischen allen stand Ferdinand Mahir, bekannt vom Reichssender Köln. Er gab die Richtung an, wohin der Funk ohne Antenne strahlen sollté. Seine verbindenden Worte und seine Solovorträge wurden von dem dankbaren Publikum mit reichem Zeifall quittiert. Abschließend trat er mit Gretl Hervé in einem kleinen, humorvol'en Stetch„Die romantische Burg" auf. Der Abend, der am Montag im Saale Felling im Stadtteil Ickern seine Wiederholung fand, gefiel durch die Auswahl der Mitwirkenden und die Zusammenstellung des ProSchwerte. Viele Freunde des Pferdesports werden sich noch der ersten Fuchsjagd erinnern, die vor zehn Jahren auf dem Gelände zwischen der Villigster Ruhrbrücke bis zum Wellenbad hinter der Paderborner Meute geritten wurde. Auf diesem idealen Gelände veranstaltete der Schwerter Zucht=, Reit= und Fahrverein seine diesjährige Fuchsjagd, die schon traditionell gewordene Ruhrtaljagd, an der 35 Reiter aus den Kreisen Iserlohn, Unna, Dortmund und Hagen teilnahmen. Um 15 Uhr hatten sich die Teilnehmer der Jagd am Stelldichein südlich der Ruhr an der Villigster Ruhrbrücke eingefunden. Rot= und Schwarzröcke mischten sich unter die SA=Reiter. Auch der Soldatenrock war vertreten. Jagdleiter war Dr. Dickerhoff(Schwerte). Als Master fungierten SATruppführer Rahlenbeck(Nordhausen), Dr. Bellwinkel(Dortmund) und Dr. Mettleiting(Unna). Vom Sammelplatz ging die Jagd am Bahndamm Schwerte—Ergste entlang zur Ruhr. Oberhalb der Villigster Ruhrbrücke wurde der Fluß durchquert und nach zweimaligem Durchreiten des Spieks bei Gut Ruhrfeld führte der Jagdleiter das Feld über die Ruhrweiden unterhalb des in buntem Herbstlaub stehenden Ohls bis dicht zum Ruhrufer, etwa 500 Meter westlich des Wellenbades Geisecke. Nach einem Stopp von zehn Minuten wurde der„Fuchs“, SA=Scharführer Hötter auf seinem Fuchswallach„Herzbube“, auf Reisen geschickt. Gegramms. Der Wunsch, den der Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront, Parteigenosse Krumbholz, in seiner einleitenden Ansprache, äußerte, und mit dem er allen einige frohe und unterhaltende Stunden wünschte, ist in Erfüllung gegangen. Castrop-Rauxel.(Drei Verletzte bei einem Verkehrsunfall.) Am Sonntag wurden bei einem Verkehrsunfall, der sich zwischen einem Personenkraftwagen und einem Motorrad an der Kaiser=Friedrich= und Herner Straße zugetragen hatte, drei Personen verletzt. Eine Soziusfahrerin mußte mit einem Oberschenkelbruch in ein Krankenhaus geschafft werden. Die beiden anderen Personen wurden leichter verletzt. Kranzniederlegung auf dem Waldfriedhof Die SS stellt die Ehrenwache Castrop-Rauxel. Nachdem am Sonntag im Rahmen des großen Aufmarsches der Partei und ihrer Gliederungen aus dem Großkreis Herne=Castrop=Rauxel am Grabe August Pfaffs auf dem Waldfriedhof im Stadtteil Bladenhorst eine schlichte Gedenkfeier stattfand, die nunmehr alljährlich bei dem Aufmarsch der Bewegung des Kreises Herne=Castrop=Rauxel abgehalten wird, erfolgt am Donnerstag, dem 22. Oktober, am Todestag des SS=Mannes August Pfaff auf dem Waldfriedhof eine Kranzniederlegung. An diesem Tage stellt der 3. SS=Sturm„August Pfaff“ der 30. SSStandarte in der Zeit von 8 bis 20 Uhr am Grabe ihres gefallenen Helden die Ehrenwache. Um 17 Uhr findet die Kranzniederlegung durch die Kreisleitung der NSDAP. und die Ortsgruppe Castrop=Rauxel=Nord statt. schickt wußte er sich der Verfolgung zu entziehen, denn er durchritt sofort die Ruhr. Aber nicht lange erfreute er sich der Freiheit. Die Reiterin Gerda Siels(Gruland) setzte ihm auf ihrem Vollblutschimmel„Cid" nach, und bevor noch alle Reiter das jenseitige Ufer erreicht hatten, hielt sie den Fuchsschwanz triumphierend hoch. Am„Wellenbad“ in Geisecke waren die Jagdteilnehmer nach der Ehrung der Jagdkönigin Gerda Siels noch längere Zeit bei Musik und Tanz fröhlich zusammen. Sitzung der Westhofener Amtsältesten Abschluß der Haushaltsrechnung 1935 Westhofen. Im Sitzungssaale des Amtshauses hielten die Amtsältesten des Amtes Westhofen unter dem Vorsitze des Amtsbürgermeisters Hümme eine Sitzung ab. Eine eingehende Beratung wurde über die Haushaltsrechnung des Amtes für das Rechnungsjahr 1935 vorgenommen. Die Jahresrechnung schließt ab in Einnahme mit 317 488,28 Mark und in Ausgabe mit 300 997,47 Mark. An Einnahmeresten standen beim Abschluß noch aus 1175,20 Mark und an Ausgaberesten 8307 Mark. Ein Bestand von 16 490.81 Mark war zu verzeichnen, der als Ausgleichsrücklage verwendet wird. Fast bei allen Abschnitten des Haushaltsplanes haben sich die Einnahmen und Ausgaben in den veranschlagten Grenzen gehalten. An Verwaltungsgebühren sind infolge der Zunahme der Verwaltungstätigkeit rund 1100 Mark mehr eingenommen worden. Zu einigen geringeren Haushaltsüberschreitungen, die zwangsläufiger Art waren und zum Teil durch Einnahmen wieder gedeckt wurden, erklärten die Amtsältesten ihre Zustimmung. Die Rechnungslegung wurde in Ordnung befunden. Ueber die Haushaltsrechnung für das Rechnungsjahr 1934 lag ein Entlastungsbeschluß des Landrats in Iserlohn vor. Nach eingehender Prüfung durch das Gemeindeprüfungsamt in Iserlohn war auch diese Rechnung in Ordnung befunden worden. Die Amtsältesten erkannten an, daß sich im Vergleich zu früheren Jahren die Gesamtverhältnisse des Amtes wesentlich gebessert haben und insbesondere die finanziellen Verhältnisse klar und übersichtlich gestaltet worden sind. Zum Schlusse der Sitzung machte Amtsbürgermeister Hümme noch einige Mitteilungen über die geplanten Linienführungen der Reichsautobahn. Schwerke.(Ausgezeichnetes Ergebnis.) Tatkräftig und unermüdlich führten die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront die erste Reichsstraßensammlung in Schwerte durch. Der Bedeutung des Taaes entsprechend gab der Musiktrupp des SA=Sturmbannes I1/259 auf dem Adolf=Hitler=Platz und in Schwerte=Ost ein Platzkonzert. Die freudige Einsatzbereitschaft der Arbeitskameraden der Stirn und der Faust gestaltete die Sammlung zu einem großen Erfolg, denn das Ergebnis war das beste, welches bisher bei einer Straßensammlung in Schwerte erzielt wurde. Es wurden nicht nur die vorhandenen 4100 Abzeichen verkauft, sondern darüber hinaus noch ein Betrag gesammelt, der den Erlös für die Abzeichen um mehr als das Doppelte übersteigt. Schwerte.(Kindertransport.) Am 23. Oktober geht um 8,52 Uhr ein neuer, aus dem Landkreis Iserlohn zusammengestellter Transport erholungsbedürftiger Kinder zur Insel Norderney. Es ist die letzte diesjährige Kur in dem Kinderheim des Landkreises Iserlohn. Lustiger Junk mit Richtstrahler Froher Kdf-Abend in Castrop-Kaurel DORTMUND, Ostenhellweg 34 SONNTAG, den 25. Okt. von 1330-18 Uhr geöffnet Werbung ist eine Wäffe um seinen Kundenstamm zu verteidigen, um Neuland zu gewinnen. Die Zeitungsanzeige kann als Fernwette gelten, während das Schaufenster und Verkaufsgespräch den Nahkampf darstellen. In der richtigen Zusammenwirkung aller Teile liegt der Erfolg 20. Oktober 1936 Westfälische Landeszeitung— Rote Erde Ein Gefahrenpunkt verschwindet Die Unterführung am Massener Damm wird gebaut " Unna. Jeder Kraftfahrer weit und breit kenn. en Massener Damm und seine gefährliche Kreuzung der Reichsbahn=Strecke Unna— mit der Fernverkehrsstraße Nr. 1 (OW IV) Dortmund—Aplerbeck—Unna—Soest Ja, er kennt nicht nur diese Kreuzung, sondern er fürchtet sie auch wegen ihres traurigen Ruhmes, daß sie eine Gefahrenquelle allergrößten Ausmaßes ist. In den Jahren des nationalsozialistischen Wirtschaftsauftriebes hat der Verkehr auf der Straße eine ungeheure Zunahme erfahren. auch erhöhten sich in gleichem Maße die Gefahrenmomente an solchen Stellen und Kreuzungen wie beispielsweise am Massener Damm. Um diesen in etwa wenigstens zu begegnen und die Zahl der Unfälle auf ein einigermaßen erträgliches Maß herabzusenken, hatte der Landrat die Aufstellung von Verkehrssicherungsposten während der Hauptverkehrszeiten an Samstagen, Sonn= und Feiertagen angeordnet. Aber auch diese Einrich= tung genügte schon lange bei weitem nicht mehr, so daß seit geraumer Zeit bereits täglich Gendarmerie= und Polizeibeamte dort den Verkehr zu regeln und zu sichern hatten. Daß dieser Notbehelf kein Dauerzustand werden und bleiben konnte, ist selbstverständlich, und so wurden immer wieder Verhandlungen angebahnt und gepflogen mit dem Ziele der Beseitigung der gefahrendrohenden schienengleichen Kreuzung. Und nun ist es gelungen, diese Verhandlungen zu einem erfreulichen und befriedigenden Abschluß zu bringen. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, hat sich jetzt die Reichsbahnhauptverwaltung in Berlin bereiterklärt, die Kosten für das Kreuzungsbauwerk am Massener Damm, also das Brükkenbauwerk, zu übernehmen. Es dürfte als sicher anzusehen sein, daß nun auch die Mittel für die umfangreichen Erdbewegungsarbeiten von der Provinz bzu. des Kreises Unna bereitgestellt werden und es ist damit zu rechnen, daß in Kürze die landespolizeiliche Auslegung und die Prüfung der Baupläne erfolgen wird. Werte von etwa 15 Mark. Vor Ankauf des Diebesgutes wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei in Unna. Unna.(Wem gehört das Geld?) Auf dem Wege von Kamen nach Unna wurde ein Fünfmarkstück gefunden. Der Eigentümer mag sich im Polizeibüro des Amtes Unna=Kamen in Unna melden. Oberaden.(Gelddiebstahl.) In der Zeit vom 10. bis 12. Oktober wurde dem Bergmann V. aus seiner Wohnung 420 M., Fünfzigund Zwanzig=Markscheine, die er in einer Matratze versteckt aufbewahrt hatte, gestohlen. Es ist wohl anzunehmen, daß der Täter mit den Oertlichkeiten und Verhältnissen vertraut war. Sachdienliche Mitteilungen sind zu richten an die Polizei des Amtes Unna=Kamen in Unna. Niederaden.(Hühnerdiebstahl.) Dem Schmiedemeister L. wurden nachts aus seinem verschlossenen Stall vier weiße Leghornhühner und ein ebensolcher Hahn gestohlen. Die Stalltur ist mit einem Nachschlüssel geöffnet worden. Wie eine Blutlache auf dem Hofe erkennen ließ, sind die Tiere gleich an Ort und Stelle abgeschlachtet worden. Sachdienliche Mit teilungen erbittet die Polizei des Amtes Unna Kamen in Unna. Kundgebung in Holzwickede Holzwickede. Die hiesige Ortsaruvve der RSDAP. hatte zu einer öffentlichen Versammlung in das Parteiheim Rupp eingeladen um in einer Ichlichten Gam.#n Ueb Aug und Hand... 1. Stadtverbandsschießen der Kamener Kyffhäuserkameradschaften Kamen. Die im Stadtverband Kamen zu sammengeschlossenen militärischen Kamerad chaften hatten sich zum ersten Wettkampfschießen auf dem Scheibenstand des Hotels Bergheim eingefunden. Durch“ vorzügliche Schießleistungen gelang es der Pionierkamerad= schaft, Sieger des ersten Wettkampfschießens im Stadtverband zu werden und somit den Wanderpreis zu erringen. Nach dem Schießen versammelten sich die Wettkampfteilnehmer im Saale Bergheim zur Preisverteilung. Stadtverbandsführer Wegmann sprach kurze Worte und beglückte die siegreiche Mannschaft. Die Ergebnisse des Wettkampfschießens sind: 1. Pionierkameradschaft 479 Ringe und somit Erringer des Wanderpreises, ein prächtiges Bild unseres Führers, 2. Jäger und Schützen 458 Ringe, 3. Artilleriekameradschaft 456 Ringe. Bester Einzelsieger Kamerad Schüler von der Kriegerkameradschaft Westwacht mit schaft 144#: 2: Vergheim(Gardekamerad34 L, inge, 3. Schuliebraucks(ehem. 13er) Iröndenberg.(Bildung einer Motor=HJ.) Das Bestreben der HJ=Bannführung, in größeren Orten eine Motor=HJ zu bilden, hat nunmehr auch in Fröndenberg zum Erfolg geführt. Dank der persönlichen Bemühungen des Führers des RSKK, Langeaus den Reihen der HI eine Auslese besonders geeigneter Jungen vorgenom eng#te sich künftig insbesondere motorsportlichen Aufgaben widmen sollen. Folge 287 Erstes Wertungssingen der Gruppe Kamen Ein großer lag im Sängerkreis Unna-Kamen beset en Saal des Schizent ser Lam. 16 Sachtenntzls, unpestechliches Urteil und Liebe Gesangpereine aus dem Sängertreis Unna, Helanssnen Männergesang bekannt seien. Kamen zusammengefunden, um in im ersten denlichen Sünag, x au den Idealisemus der Wertungssingen ihr Können unter Beweis zu sicher Bird ander Zu, der lsich in unermüdstellen. Zahlreiche Freunde des deutschen Einn dea Maein, uschen Lied geige. Als Männergesanges verfolgten als Gäste sinn des Wertungssingens stellte er heraus, interesiert die beifsälig aufgenommenen Dar= Chhre und Cb g. e u; Arbeitschulung für bietungen der Chöre. Zeiate schon die laliea: 1 evore und Chorteiter handele. Anschließend Festfolge, daß sich in den Männergesanaver=I angen die vereinigten Kamener Männergesangenon noneg Gchan###t#### kannergesangver= vereine unter der Stabführung des Kreischoreiters Vieler(Westick) das Silcher'sche „Frisch gesungen". Dann brachten die einzelnen Vereine mit mehr oder weniger gutem Können je zwei Lieder, in der Regel einen größeren Chor und einen volksliedähnlichen Satz zum Vortrag. Die Wertungsrichter zeigten bei der Beurteilung der chorischen Leistungen Verständnis für die Schwierigkeiten, mit denen die meist ###lichen„Chore des Bezirkes, gemessen an Großstadtchören, zu kämpfen haben. In den Prädikaten„genügend“,„genügend bis gut“, „gut" und„gut bis vorzüglich“ waren die einen neues Leben regt, daß die„Schlage:“ der Männerchöre nun endgültig wertvollerer musikalischer Literatur gewichen sind, so überraschten einige Chöre erfreulicherweise durch mustergültige Leistungen. Beachtenswert war die Tatsache, daß, von einigen Mißgriffen abgesehen, die Vereine Werke gewählt hatten, die ihrer Stärke und Leistungsfähigkeit entsprachen. Wenn auch nicht in allen Fällen die Hochziele des Deutschen Sängerbundes bezüglich der Literatur erfüllt waren, so bewiesen doch die Namen wie Kämpf, Moldenhauer, Ludwig, Nellius, Lemacher als Bearbeiter oder Komponisten, daß auch die Vereine in dieser Frage , gutes Stück Weges vorwarts gekommen Vor der f: dis vorzüglich waren bi Wertungen abgestuft. Das letztgenannte Prädilur erhielten der Sängerbund Kamen sor Beginn des Wertungssingens begrüßte(Chorleiter Ernst Vieler) für Kämpfs„Holde Sängerkreisführer Gröting(Kamen) Erinnerung“ und die Sängervereinihäste und Sänger. Er gab seiner Freude sung Rünthe(Cher“ die Gäste und Sänger. Er gab seiner Freude „#s.,##ck. in den beiden Wertungsrichtern, Musikdirektor Albert Lamberts(Dortmund) und Musikdirektor Wilhelm Neebe (Siegen) Männer begrüßen zu können, deren Erste Theaterfahrt der NS-Kulturgemeinde Unna Die erste Theaterfahrt der RS=Kulturgemeinde findet am 23. Oktober statt. Zur Aufführung gelangen„Die Meistersinger" von Richard Wagner. Die Theaterkarten werden am Dienstagnachmittag zwischen 16 und 18 Uhr in der Wirtschaft Klein, Adolf=Hitler= Straße, verausgabt. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß die Oper schon um 18.30 Uhr beginnt und etwa um 23.30 Uhr endet. Unna.(Heute Volksbildungsavend.) Der bereits für Samstag voriger Woche angesetzte Volksbildungsabend des Deutschen Volksbildungswerkes Unna findet nunmehr heute abend im Saale der„Lindenschänke“ statt. Studienrätin Frl. SchulteTigges spricht über das Thema„Friedrich der Große, nationalsozialistisch gesehen". Unna.(Einbruchsdiebstahl.. In der Nacht zum 14. Oktober zertrümmerten bisher noch unbekannte Täter an einer Wirtschaft an der Morgenstraße eine Fensterscheibe und drangen in den Schankraum ein. Sie erbeuteten Schokolade und Rauchwaren im um in einer schlichten Feierstunde das Winter hilfswerk in Holzwickede zu eröffnen. Im Mittelpunkt des Abends standen die Ausführungen des Stoßtruppredners Parteigenossen Behlen. In seinen ersten Ausführungen stellte er immer wieder die Notwendigkeit der Verbundenheit mit der Jugend und den alten nationalsozialistischen Kämpfern heraus. Nachdem der Grundstein zum neuen Reich gelegt worden sei, müsse jetzt die Jugend in die Arbeit für des Volkes und Reiches Zukunft hineinwachsen, dann habe Deutschland ewigen Bestand. Sehr anschaulich schilderte der Redner die politische Not, in der sich unzählige Volksgenossen befunden hätten, als der Geist des Marxismus, Liberalismus und Materialismus Deutschland regiert habe. Der Nationalsozialismus habe diese alte Welt zerbrochen. Sein oberstes Gesetz sei es, daß das Volk in seiner Gesamtheit leben müsse. Auf der Blutsgrundlage seien wir auf Leben und Tod eine Lebensgemeinschaft. Einer sei nicht mehr als der andere, eine Arbeit müsse die andere ehren. Alle seien wir verpflichtet für das Schicksal eines jeden unter uns. In diesem Zusammenhang kam der Redner dann auf das Winterhilfswerk des deutschen Volkes zu sprechen, das alle verpflichte. Noch immer gelte es, viel Not zu beseitigen und Menschen zu helfen, die aus eigener Kraft nicht in der Lage seien, sich und ihre Familie durchzubringen. Kamen.(Staatliches Gesundheitsamt des Kreises Unna.) Die Mütterberatung in Kamen findet in Zukunft an jedem dritten Dienstag im Monat von 15 bis 16 Uhr im evangelischen Gemeindehaus bei der Kirche statt. Aus der Arbeit der Sanitätskolonne Kamen Kameradschaftsgeist erster Grundsatz Kamen. Zur Erörterung wichtiger Saniätsfragen hatte der Kreiskolonnenführer Heßler(Kamen) die Kameraden der Sanitätskolonnen Kamen und Methler zu einem Dienstappell in der Luftschutzschule in Kamen zusammengezogen. Im Mittelpunkt stand die Einführung des neu ernannten Kolonnenführers Gustav Koschig. Der Schriftwart der Kolonne, Kamerad Heyer, stattete im Namen aller Kameraden dem bisherigen Kolonnenführer für seine aufopfernde Tätigkeit den besonderen Dank ab. Er freue sich, daß Kamerad Holtmann versprochen habe, als stellvertretender Kolonnenführer weiterhin dem Deutschen Roten Kreuz seine Arbeitskraft zur Verfügung zu, stellen. Auch an den neu bestellten Kolonnenführer Koschig richtete er Grußworte. Sodann sprach Kamerad Heyer über die Zusammenarbeit des Deutschen Roten Kreuzes mit dem Reichsluftschutzbund. Er erinnerte an die getroffene Vereinbarung der Hauptverwaltung des Roten Kreuzes mit dem Präsidium des RLB. Die Sanitätseinheiten, die an sich ein Glied des zivilen Luftschutzes darstellen, sollen sich gern und freudig an der Erfüllung der dem RLB. gestellten Aufgaben beteiligen. Das, was der Sanitätsmann bei der Ausbildung in der ersten Hilfe gelernt habe, soll er den zu schulenden Selbstschutzkräften im Reichsluftschutzbund übermitteln, so daß jeder Volksgenosse in der Lage sei wenn die Not an ihn herantritt, sich und seine Mitmenschen vor größeren Schäden zu bewahren. Nach Erledigung einiger interner Kolonnenangelegenheiten richtete Kolonnenarzt Dr. Holtmann den Appell an die Kameraden, mehr noch als bisher den Kameradschaftsgeist in der Kolonne zu fördern. Jeder Kamerad habe sich stets vor Augen zu halten, wozu die Rotkreuzuniform verpflichte. Nur wenn eine Formation, wie sie das Deutsche Rote Kreuz darstellt, auf Kameradschaft und Disziplin aufgebaut sei, könne das hohe Ziel erreicht werden, das den einzelnen Gliederungen gestellt ist. Kamerad Völkel der sich bereits seit langer Zeit in das Auf gung Runthe(Chorleiter Karl Mank) für den Moldenhauerschen Chorsatz„Der unerbittliche Hauptmann". Mit dem Prädikat durchweg„gut“ wurden folgende Vereine bedacht: Männergesangverein„Einigkeit“ Werve, Männergesangverein„Einigkeit“. Kamen, Männergesangverein Westick und Deutscher Männergesangverein Heeren. Die Prädikate werden mit einem ausführlichen schriftlichen Gutachten der Wertungsrichter den Gesangvereinen zugestellt. An das Wertungssingen schleßz ich noch eine Schulung der Chorleiter durch den ersten Wertungsrichter Lamberts (Dortmund) an. Den einzelnen Vereinen brachte somit dieser Nachmittag den Lohn für die durchweg mit Sorgfalt und Fleiß geleistete Chorarbeit. Jeder Chor merkte, wo er stand und nahm Anregung und Ansporn zu neuem Aufstieg seiner Leistungen mit. Schulungsabende im Luftschutz Schwerte. In dieser Woche finden folgende Schulungsabende der Gemeindegruppe ##unge ceu in vas auf Schwerte des Reichsluftschutzbundes statt: gabengebiet des zivilen Luftschutzes als Dienstag, den 20. Oktober, 20,30 Uhr, zweiter hat, unterstrich im wesent= Schulungsabend in Villigst im Lokal Harde rungen des Kameraden I zweiter Schulungsaheng in nonnan: Lehrer eingegliedert lichen die Ausführungen des Kameraden Heyer und bat, daß sich auch von den jüngeren Kolonnenmännern mehr der schönen Aufgabe widmen möchten. Kamen.(Ehrliche Finder.) Bei der Polizei wurde als Fundsache ein Herrenfahrrad, eine Fahrradlampe und eine Geldbörse abgegeben. Die Verlierer wollen ihre Eigentumsrechte auf Zimmer 5 des Rathauses geltend machen. Handball im Kreise Dortmund Schwerte.(Herbstkirmes am 28. Oktober.) Bekanntlich fand in Schwerte an irmes stat und auch in diese Jahree ind Doß es sich um einen Abend Schwerte den traditionellen slen Jatzre bege der grundlegenden Schulung handelt, wird auch ##### ven kraditionellen Jahrmarktstag am die übrige Bevölkerung der Gemeinde Villig zu diesem Aufklärungsvortrag eingeladen. zweiter Schulungsabend in Hennen in der Schule; Donnerstag, den 22. Oktober, um 20,15 Uhr, dritter Schulungsabend des Reviers IV Schwerte, Untergruppe 1, bei Preising, Hüsingstraße; Sonnabend, den 24. Oktober, 20,30 Uhr, vierter Schulungsabend in Kalthof(Lokal Griese); dritter Schulungsabend in Drüppling= sen(Lokal Vieler). Zu dem am heutigen Dienstag in Villigst stattfindenden Schulungsabend bei Harde muß aus jedem Hause eine Person erscheinen, die als Luftschutzhauswart eingesetzt werden soll. Die männlichen Volksgenossen vom 18. bis 45. Lebensjahre kommen nicht in Betracht; dafür treten die Frauen ein oder die Töchter, die 18 Jahre alt sind. Daß es sich um einen Abend Der arundlononhen(Schulnns hras.itin Meisterschaftsspiele Bezirksklasse Borussia 09— Dortmunder Turngemeinde 4:3 Turngemeinde mußte ein weiteres Mal eine tnappe Niederlage hinnehmen. Vornssia nutzte den Vorteil der heimischen Umgebung voll aus und kam dadurch zu den wertvollen Punkten. Zu Beginn batten die Gaste allerdings weitaus mehr vom Spiel und konnten dies auch zahlenmäßig zum Ausdruck bringen. Zweimal mußte sich Borussias Schlutzmann geschlagen be kennen. Zeitweilen ist auch Bornssia in der Gefahrzone des Gegners, doch hier läßt der Hüter keinen Erzu. Bei diesem Stande werden auch die Seiten gewechselt. Borussia hat nunmehr den Wind als Bundesgenossen und kommt bald zum ersten Gegentreffer Tann ist Turngemeinde aber nach schöner Kombination ein weiteres Mal erfolgreich. Zwei Freiwürfe der Borussen führten zum Ausgleich. Der Platzverein gebt in den restlichen Minuten mit erhöhtem Kampfgeist ans Werk und kann noch einmal das Leder einwerfen bringt die Entscheidung, denn es bleibt bei dem knappen Torvorsprung des Gastgebers. Bövinghausen 04— Sportfreunde 06 4:6 schlugen Bövinghausen auf deren Platz Scherrgichenß duren. überraschend durch und kommt zum erster Treffer sieht aber.19 Sviel im Zeichen der Gäste, die in regelmäßigen Abständen zu vier Gegentoren kommen. isarg in ege abenten noch se einmal Zu Beginn der zweiten Hälfte kommt Bövinghausen gut ins Spiel und bald steht die Partie 4:5 Hin und per wogt der Kampf in den restlichen Minuten Sportfreunde kommt noch zum sechsten Treffer, der Sieg und Punkte sicherstellt. Herdecke 63— DSC. 95 10:2 " Grwartungsgemäß kam Herdecke diesmal zu einem naren##e Her lieferten nur wenigen Widerund blieben glatt im Hintertreffen. Die wenigen Vorstöße der Gäste wurden von Herdeckes glänzender Hintermannschaft zumeist zunichte gemacht. 1. Kreisklasse VfL. Vereinigte Stahlwerke— Lünen Nord 11:8 as mit großer Spaidiung erwartete Zusammentreffen dieser beiden Favoriten endete mit einem ver dienten Sieg der Werksleute. Die Mannen um Rathe now präsentierten sich einmal mehr in glänzender e pargat 8 Niederlage vom Vorsonntag schnell vergessen. Kaum eine schwache Stelle wies die Eelf auf. Lünen war körperlich unbedingt überlegen und wollte dies des österen zum Ausdruck bringen. Der Unparteiische Kaiser(Wickede) unterband aber jede Härte. Der Mittelstürmer Rathenow ist besonders im ersten Spielabschnitt die treivende Kraft und gibt be reits in der zweiten Minute einen Freiwurf geschickt zum Halblinken, der unhaltbar einwirft. Wohl zieht Lünen gleich, doch tonangebend ist weiterhin der Gastgeber, der fünf Minuten später schon mit 3:1 Toren Hin und ber wogt bis zum Wechsel der Kampf PfL. liegt aber bis dabin klar mit 6:3 Toren in Front. Einen höbere. Vorsprung läßt Lünens gut arbeitender Schlußmann nicht zu. Bis auf 8:3 geht VfL. nach der Pause davon. Dann aber ist Lünen recht kampffreudig und versucht durch erböbten Eiser der Niederlage aus Wege zu geben. Des öfteren streifen sie die Gren zen des Erlaubten, aber recht hart und nur der Umsicht des. Leiters ist es zu verdanken, daß Härten nicht auf kommen. PfL. gewinnt jederzeit sicher und verdient, Gut Heil Sommerberg Höchsten— Sportgem. Hoesch 5:4 Großen Widerstand leisteten hier die Hoeschleute. die aber vennoch mapp verloren. Vorerst hat Hoesch sogar klare Vorteile und wirft das Leder zweimal ein. Wohl kommt der Platzverein nochmals zum Ausgleich, doch dann ist, der Gast tonangebend und führt bis zur Pause klar mit 2:4 Toren. Ueberraschend läßt Hoesch in nach. Sommerberg nutzt die aca nerische. Schwache geschickt aus und kann nach erbitterampfverlauf noch knapp die Punkte in Sicherheit Jahn Dortmund— Jahn Brechten 6:3 Die Brechtener konnten nicht ihre Form des Vorsonntags erreichen. Diesmal mußten sie eine glatte Niederlage in Kauf nehmen. Lediglich der erste abschnitt war in etwa offen. Auf beiden Seiten fallen Pause je zwei Tore. Die Gastgeber kommen n der Folge merklich auf und können ihre Ueber legenheit auch zahlenmäßig zum Ausdruck bringen. ATV. Dorstfeld— Hörder Verein 15:2 . Immal mehr bestätigten die Dorstfelder ihre augenHörde kam für einen Sieg nie in Frage und wurde eindentig distanziert. Schon im ersten Abschnitt mußten die Werksleute sieben Treffer ohne allerdings etwas Zäblbares dagegen etzen zu konnen. Der Kampf flaut in der Folge merk Iährds dennoch ist der Sieg Dorstfelds niemals ge Aplerbeck 09— Viktoria 08 5:7 Die Viktorianer mußten tatsächlich alle Register ihres Könnens zieben, um einen recht knappen Punkteerfolg und Fach bringen zu können. Der Spiela Tar durchweg offen. Den knappen Vorsprung „rie.##ittarla, schon vor der Pause und wurde mit 3:5 Toren gewechselt. Auf beiden Seiten fallen bis zum Schlußpfist noch je zwei Tresser, so 8u:3s Gästeels in Front bleibt. XV. Barop— Arminius Marten 6:4 Ueberraschend kam Barop auf eigenem Gelände zu einem,„ Klaxen Ersolg. Marten sand sich mit den Platz verhältnissen nur schlecht zurecht. Der Kampfverlauf ..; wohl ossen, doch war Barops Stürmerreibe wurf kräftiger. Halbzeit 3:2. Das gleiche Bild bictet sich Eintr. Lütgendortm.— Grüne Linde Lütgendortm. 4:10 Gaff gar argf vur Luigendortmund entschieden die Gaste ganz groß für sich. Eintracht findet sich mit den Platzverhältnissen besser zurecht und übernimmt die Führung. Wohl gleicht Grüne Linde dann aus. doch der Gast un, Front. Bei diesem Stande die Seiten gewechselt. Eintracht läßt merklich nach, dagegen gebt Grüne Linde mit großem Eiser ans Wert und gewinnt unangesochten. 2. Kreisklasse PfB. Alemannia 97— Eintracht Brambauer 5:6 G. H. Aplerbeck— Sportfreunde Lücklemberg 4:4 Tura Brackel— A. I. Wickede 10:1 TV. Schüren— Postsportverein 4:9 Borussia Höchsten— VfL. Aplerbeck 12:6 Germania Materloh— Tus Oespel 12:3 3. Kreisklasse BV. Selm 19— BV. Lünen 10:5 Lünen=Süd— OSV. Hörde 6:4 Reichsbahn— Westfalia Somvorn II 6:5 Jungheil Barop— TV. Mengede 7:3 Gesellschaftsspiel Arminia Marten— Minister Stein Eving 6:13 im Kreise Dortmund Meisterschaftsspiele der dritten Kreisklasse I behauptete Hansa Huckarde zwar die Tabellenführung, brachte es aber in Rahm nur zu einem 1:1 unentschieden. Bei Halbzeit lag der einser#t einem Tor in Führung, konnte aber nicht verbindern, daß Huckarde noch kurz vor Schluß gleichzog Arminia Marten II hatte Reichsbahn Dortmund zum und mußte sich mächtig anstrengen um in der zweiten Hälfte mit 2:1 einen knappen Sieg herauszuholen. nachdem die Reichsbahner noch bei der Halbzeit lagen. Germania Lütgendortmund mußte ##runen in Dorstfeld stellen und wurde hier glatt mit 3:0 geschlagen. Izn der Gruppe II kamen ebenfalls nur drei Kämpfe zum Austrag. Der Postsportverein hatte Germanta Kirchborde zu Gast und traf bier auf unerwartet harten Widerstand. Kirchhördes Stürmer waren weitaus erfolgreicher und erzielten schon bis zur Pause einen 2:0=Vorsprung und bei diesem Ergebnis blieb es a zuch Segenbkls. Der Turnverein Barop konnte sich auch gegen die zweite Mannschaft des DSC. 9“ mit Erfolg durchsetzen. Den 2:1=Vorsprung bei Halb zeit erhöhten die Turner noch bis zum Schlußpfiff auf n.: Einen zahlenmäßig hohen Sieg gab es in der und Seder Wcser zelamschalten der Sporfreunde G6 und HSC, Schon bei der Pause lagen die Sportfreunde mit 4:1 in Front und bei Spielende hieß es 9:1 r Gruppe III wartete der Favorit Tus. mit einem weiteren Sieg auf. Minister hrte sich zwar heftig, ohne aber das in den Tchlußminuten sallende Tor von Neuasseln verbindern zu können. Ueberraschend kommt der Sieg von Alemannia Scharnborst über Viktoria Lünen mit 5:2 Vortmuno II. hatte in Lünen gegen Germanig. schwer, zu kämpfen, ohne aber zum Siege zu Mit einem 1:1 unentschieden teilte man sich die Punkte. Germania Brechten konnte sich gegen das gute Kombinationsspiel der Dortmunder Borussen 11 Sansaus Il. uo“; gigen Shart“ geisch ane neun Poren““e gache.; der Wertsmannschaft mit Fußball rund um Unna SpVg. Oberaden— VfL. Altenbögge 1:2 Nur ein ganz knapper Sieg gelang dem-pitzen ührer der Tavelle in Oberaden. Die Platzherren stemmien 1c uni auer Krasi gegen die drohende Niederlage der technisch entschieven besseren Gäste, die dann zum sanden konnten. BV. Heeren 09— Schwarz=Gelb Unna 2:1 Den Schwarz=Gelben aus Unna gelingt in diesem reimmrt####. Die beiden Punkte aus sechs Spielen reiuliieren aus zwei Unentschieden gegen Bergtamen und Altenbögge. Auch am Sonntag konnten sie grotz SUen. Eisel, in Heeren keinen Punkt erlangen ie Platzherren batten doch etwas mehr vom Spiel obwohl sie auch keine überwältigenden Leistungen boten. und konnten mit dem knappen Sieg die Punkte in Poseslenssge. Sie halten dadurch den zweiten Werne— SV. Werne 16 6:0 Riger, die den dritten Tabellenplatz einnehmen waren in ausgezeich teter Schußlaune und konnten ein halbes Dutzend Tore verbuchen, denen ihre Ortsrivale keinen Gegentreffer en gegensetzen konnten. Bv. Königsbori.— SpVg. Massen 2:1 Mit großen Hoffnungen fuhren die Massener nach Königsborn, mußten aber dort doch die leichte Ueber legenheit der Unnaer Vor, ädter anerkennen. Preußzen Wer!— Tas Bergkamen 0:3 diesem Jahre mit den Werler Preußen los ist, ist unverständlich. Jetzt leisteten sie es sich, auf eigenem Platz sich die Punkte von den Tusleuten aus Bergkamen abtnöpfen zu lassen.8 SS. Kaiserau— Schwarz Weiß Frömern 1:2 Frömern sorgte wieder einmal für die Ueber#ichung des„Sonntags. Nachdem neulich die Werler Preußen mit 8:0 cherhalten mußten, überfuhren sie diesdie Kaiserauer auf deren eigenem Platz. Große Leistungen wurden von keiner Seite gezeigt, die Gaste varen aber eifriger und so ist ihr Sieg verdient. werke, der, erst jung beim Sport, auch in den anderen Klassen einige ganz schöne Erfolge hereinbolte und damit seine Aufwärtsentwicklung erneut bewies. Die 5000 Meter der offenen Klasse saben den in diesem Jahre bereits sehr erfolgreich gewesenen Bachstein(Sportgemeinschaft Hoesch) in prächtigem Endspurt und mit klarem Vorsprung vor Ruppenstein(Tus Meckinghofen) und Berchem(Westfalia Eving), die sich auf der Strecke einen„bartnäckigen Kampf lieferten, siegreich. Mannschaftssieger wurde der SA-Sturm 40/217 mit 27 Punk1en.—„Die Kämpfe der Jugend hatten zahlenmäßig eine besonders große Besetzung gesunden und so waren auch hier die zu vergebenden Siege recht bartnäckig umtämpft. Ueber 3000 Meter siegte der in diesem Jahre bereits recht erfolgreich gewesene A. Vogt(Edelstabl= verke Dortmund) sicher vor Eslizebski(Hoesch), wahrend in der jüngsten Jugendtlasse die Sportgemeinschaft Hoesch in Kampeter den Sieger stellte, dem Köpmes Jt Tserie Pen.... 141d auf dem zweiten erzielte in der ersten Jugendklasse die Sportgemeinschaft sche(Fdelftahlwerke. Die Ergebnisse: Meisterschaftsklane= 10 Kilometer: I. Pflaum(VfL. Stahlwerke) 36:17.2 Min.: 2 Starke VfL. Stahlwerke) 36:21.3 Min.: 3. ppel Club Aplerbeck 09); 4. Joh. Nir(Edelstahlwerke Tort mund: 5. Leo Nir(Edelstahlwerke); 6. Kroger(BsL tahlwerke); 7. Nadolski(Edelstablwerke): 8. Niemann dortmunder Atbletik=Klub): 9. Merz(SuTV. Hörder Manischastsieger: Torimund,. 18 Punei.e, 5 Kilometer— offene Klasse: 1 Sportgemeinschaft Hoesch) 16:13.7 Min.: 2. RuppenS4. Jus„Meckinavosen), 16:32.3 Min.: 3. Marcher ehgggerein egemge.., Tronim(Vie, Stads): 9. turm (Postsportverein Dortmund); 7. Tromm(PsL. 3 Pcass, Toxtnund): 8. Galiustl(TA=Sturm 40.215) 1915—a-Sturm 401217); 10. Orlick(SA.St VfL. Stahlwerke Mannschafts-Waldlaufmeister In den Waldlaufmeisterschaften des Kreises Dort mund gab es trotz der sehr schlechten Austragungs= esgugungen, denu der durch Regen aufgeweichte Boden und der bei den Läufen herrschende starke Wind erwiesen sich als sehr hinderlich, in allen Klassen recht gut besetzte Felder, M., gehr als einbundert Teilnebmern aus vier meges; schie ver, dr. Meisterschaftsklasse über 10.000 eter setzte sich unser erfolgreichster Spezialist des Langlaufes Pflaum vom PfL. Vereinigte Stablwerke in der erwartet sicheren Weise durch. Auf dem zweiten eleg otgig,„mit zeitlich geringem Abstand sein Klub kollege Starke, der den in glatt 38:00 Minuten ein kommenden Aplerbecker Sippel auf den dritten Plan verwies. Die nächsten Plätze belegten die Gebrüder Nir Vigaise Pie- K. Vlaun, Siarte, und3 Punkten vor dem Werksportverein Deutsche EdelstahlMannschaftssieger: 27 Punkte. 3 Kilometer- Jugend (Edelstablwerke Dortmund) 9:39 (Sportgemeinschaft Hoesch) 9:11 (Sportgemeinschaft Hoesch) 9:51.0 Sturm 40/217 Tortmund 18/19: 1. A. Vogt Min.: 2. Eslizebsti Min.; 3. Stutthoff Porimund 12 Runtie..: Svortgemeinschaft Hoesch 1. Kampeter(Sportgemeinschaft Hocso, 6:“; Min.: munder Sport=Club 95) Gepug mmir.: 3. Lub(Toriiund: 6 Torre(x- Ssia(beistablwerte Tort—— A 20. Oktober 1936 Westfälische Landeszeitung— Rote Erde Folge 287 Füßball in und um Schwerte I. Kreisklasse SC. Menden 10— VfL. Schwerte 4:4 Nur schwer konnte sich der BsL. Schwerte auf dem gefährlichen Gelande in Menden einen wichtigen Punkt erkampfen. Die Mannschaft des Gastgebers spielte komplett und besand sich in bester Ordnung, aber die Gäste aus Schwerte zeigten einen guten Durchschnitt und kamen zeitweise über die Leistungen des Gegners hinaus. Beim Seitenwechsel stand das Spiel 2:1 für Menden 10. Der zweite Spielabschnitt brachte jedoch eine zeitweise Ueberlegenheit der Schwerter Blauweißzen. Aber trotzdem konnte erst kurz vor Schluß der verdiente Ausgleichtresser durch vom Hose angebracht werden. Sportunion Nachrodt— V/B. Westhosen 2:1 Der VfB. Westhosen mußte, erneut eine kappe Niederlage hinnehmen. Die engen Platzverhältnisse spielten in diesem Spiel eine große Rolle, wodurch der Gastgeber zu einem billigen 2:1=Erfolge kam. Jedoch trifft auch die Westhofener Stürmerretbe einen Teil der Schuld an dieser Niederlage. Zahlreiche Torgelegenbeiten wurden den VfB.=Stürmern geboten, welche aber nicht ausgenutzt wurden. Zwar gingen die Gäste in der 31. Minnte mit 1:0 in Führung und konnten dann auch bis zur Halbzeit diese Führung halten, im zweiten Spielabschnitt brachte es dann der Platzverein zu zwei Treffern. Spielv. Fröndenberg— Sportv. Deilinghofen 5:2 Erwartungsgemäß slegten hier die spielstarken Frondenberger über ihren Gegner, den Sportverein Deilingbosen. Während des ganzen Spieles war der Platzverein tonangebend. Die Gästeelf gab sich zwar alle erdenkliche Mühe, kam aber an die Leistungen des Gastgebers nicht heran. Tuspo Hohenlimburg— SC. Westig 08 4:0 Zwischen vorstehenden Gegnern kam nur ein Gesellschaftsspiel zustande, das mit einem überzeugenden 4:0= Siege der Hobenlimburger endete. Schwerte 06— Letmathe 98 0:0 Der Tabellenführer Letmathe 98 konnte in Schwerte nur ein mageres Ergebnis erzielen. Die Leistungen der Gäste konnten in keiner Weise überzeugen und das erzielte 0:0=Resultat war für Letmathe sehr glücklich und schmeichelhaft. II. Kreisklasse SC. Hennen— Letmathe 30 3:1 Auch das dritte Spiel konnte der SC. Hennen flegkeich gestalten. Diesesmal war es Letmathe 30, der mit 3:1 dran glauben mußte. Man sah einen jederzeit slot ten Kampf, der jedoch zum größten Teil im Zeichen des Platzvereins stand. Während die Hennener Fünserreihe mit drei schönen Trefsern auswarten konnte, brachten es die Gäste nur zum Ehrentor. Reichsbahn Schwerte— Turnv. Oestrich 1:3 Reichsbahn Schwerte hatte einen schwarzen Tag. Die Manschaft war gezwungen mit Ersatz anzutreten, und kam an die sonst gewoynten Leistungen nicht heran. Die Oestricher batten bald die Schwächeperlode der Reichs bahner erkannt. Bereits beim Settenwechsel war eine 2:0=Führung bergestellt und der zweite Spielabschnitt brachte den Oestricbern einen wetteren Treffer, während die Reichsbahner nur ein Gegentor erzielen konnten. Bornssia Dröschede— Sportv. Wandhofen 1:2 Was ist mit Vornssia Dröschede los! Diesesmal konnte sogar der Neuling Wandbosen einen Sieg über Dröschede melden. Die Gästemannschaft zeigte einen Rieseneifer und lieferte einen gleichwertigen Kampf. Alle Anstrengungen des Platzvereins, den Ausgleich zu erzielen, scheiterten an der ganz vorzüglichen Hintermannschaft der Gästeelf. II. Fröndenberg— 11. Westhofen 3:4 II. Geisecke— III. BfL. Schwerte 3:3 II. VfL. Schwerte— I1. Reichsbahn Schwerte 12:1! Handball Tus Holzen 07— Turnverein Westig 7:5 Gleich das erste Meisterschaftsspiel konnte Holzen 07 gegen die spielstarten Turner aus Westig für sich siegreich gestalten. Beide Mannschaften zeigten ansprechende Leistungen und lieferten sich einen jederzeit interessanten Handvallkampf. Die Holzener Stürmerreihe zeigte sedoch gegenüber der der Gäste eine größere Schuß freudigkeit, wodurch der schöne 7:5=Sieg heraussprang. Boxen Boxfreunde 29 Hörde schlug Essen Dubois 14:6 Hörde in 7 Kämpfen k. o.=Sieger Wenn wir auch in unserer Vorschau die Hörder savorisierten, so überrascht doch das Ergebnis ganz enorm. Tubois Essen war in den einzelnen Kämpfen gar nicht so schlecht, als das Resultat besagt, aber sie trafen die Hörder in Hochform an. Einen Maßstab für die Hörder kann man aus diesem Trefsen allerdings nicht zieben, da die Essener einige ihrer Spivzenkönner wegen Gewichtsschwierigkeiten nicht zur Stelle hatten, ebenso erging es den Hördern mit Bohne und Borchers, die aus diesem Grund keinen Gegner hatten. Die Essener waren mit ihrem großen Anyang sehr zahlreich erschienen und so bot der Horder Stiftsbof mit dem heimischen Publikum ein fast ausverkauftes Haus. Die Essener singen in ihren Kämpfen sehr verheißungsvoll mit zwei Siegen an, aber dann kamen die Hörder in eine überwältigende Form. Zu den Kämpfen. Im Jgd.= Papiergewicht siegte Wagner 2(E.) über Zimmermann (Hö.) knapp nach Punkten, während Lorenz(E.) sich über Schwenkler(Hö.) einen überlegenen Punktsieg sicherte. Reuter(Hö.) gegen Bremer(E.): Reuter liegt sofort in energischem Angriff, hat schnell die Schwächen seines Gegners erkannt, kantert denselben bereits in der 2. Runde zweimal zu Boden und siegt in der dritten Runde durch Niederschlag. Fischer(E.) gegen Heß (Hö.): Fischer wird in der dritten Runde nach dreimaliger Verwarnung wegen unsauberen Borens aus dem Ring genommen und Heß als Sieger erklärt. Im Wel tergewicht bat Zwingler(Hö.) in Grüter(E.) einen Gegner, der ihm einen ausgeglichenen Kampf lieferte, aber auch verstand, sich Vortelle zu verschaffen, die ihm einen sicheren Punktsieg einbrachten. Zwingler machte einen abgekämpften Eindruck. Ley(E.) gegen Ferges (Hö.): Ferges ist um Klassen besser als sein Gegner und bricht der Ringrichter den ungleichen Kampf in der zweiten Runde wegen zu großer Ueberlegenheit von Ferges ab, Sieger Ferges durch techn. k. o., Mittelgewicht: Raubach(E.) gegen Lerbs(Hö.): Raubach ist in der ersten Runde bereits durch Auswärtshaken und rechte Schwinger stark benommen und geht mit vollen Segeln dem k. o. entgegen. Lerbs siegt durch Nieder schlag in der ersten Runde. Birkenkamp(E.) gegen Höcker(Hö.): Birkenkamp gibt stark angeschlagen den aussichtslosen Kampf bereits in der zweiten Runde auf. Sieger Höcker durch techn. k. o., Bautamgewicht: Liebig (E.) gegen Stobbe(Hö.): Stobbe, der in letzter Zeit aut vorangekommen ist, siegt in der ersten Runde durch k. o. Halbschwergewicht: Laurek(E.) gegen Jung(Hö.): Jung zeigt eine bestechende Form und tritt seine Ueberlegenheit sofort in Erscheinung, so daß Laureck bereits in der ersten Runde stark angeschlagen den Kampf aufgab. Als Ringrichter amtierte Albers von den Edelstahlwerken einwandfret. Die Resultate: Jad.=Papiergewicht: Wagner II(E.) gegen Zimmermann(Hö.) Wagner siegt nach Punkten. Leichtgewicht: Lorenz(E.) schlägt Schwenler(Hö.) nach Punkten. Reuter(Hö.) besiegt Bremer(E.) durch Niederschlag. Heß(Hö.) siegt über Fischer(E.) nach Punkten. Weltergewicht: Grüter(E.) siegt über Zwingler(Hö.) nach Punkten. Ferges(Hö.) besiegt Ley(E.) durch techn. k. o. Mittelgewicht: Lerbs(Hö.) flegt über Raubach(E.) durch k. o. Höcker(Hö.) siegt über Birkenkamp(E.) wegen Aufgabe. Bantamgewicht: Stobbe (Hö.) besiegt Liebig(E.) durch k. o. Halbschwergewicht: Jung(Hö.) schlägt Laureck(E.) durch Ausgabe. ere Bewegüng Dienstag, den 20. Oktober Kreis Dortmund NSDAP. Kreisschulungsamt. 20 Uhr: Kreisschulungsabend im Restaurant„Zum Stadttheater“, Kuhstraße. Wegen der Wichtigkeit der Besprechung ist im Verhinderungsfalle unbedingt ein Vertreter des Schulungsleiters zu entsenden: Redner: Parteigenosse Rose. Thema:„Vor neuen Aufgaben“. NSDAP. VInckeplatz, 3. Bereitschaft. 20.30 Uhr: Antreten sämtlicher Politischen Leiter In Uniform und Zivil auf dem Vinckeplatz. NSDAP. West. Die heutige Besprechung der Politischen Leiter fällt aus. NSDAP. Löttringhausen, 20 Uhr: Besprechung der Politischen Leiter sowie Führer der Gliederungen Im Schulungsraum beim Bauer Möller. Löttringhausen. 20.15 Uhr: Amts- und in der Geschäftsstelle Verhinderungsfall einen NSDAP. Huckarde Zellenleiter-Besprechung Zellenleiter müssen im Vertreter entsenden. RDB, Kreis Dortmund, Fachschaft Gemeindeverwaltungen. Zur Eröffnung des Kommunalwissenschaftlichen Sonderlehrgangs spricht Regierungspräsident Dr. Runte(Arnsberg) über das Thema: „Der Beamte im nationalsozialistischen Staat“ um 20 Uhr im Reinoldus. Reinoldistr. 7/9. NS-Frauenschaft Aplerbeck. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Setzer. NS-Frauenschaft Brackel. 20 Uhr: Arbeitsabend bei Meierling. NS-Frauenschaft Derne. 20 Uhr: Zusammenkunft im Lutherhaus. Kreis Unna NSDAP. Unna, Zelle Heßler Lindemann. 20 Uhr: Zellenabend im Lokal Wittler. NSDAP. Pelkum-Wiescherhöfen. 20 Uhr: Ortsgruppenversammlung im Lokale Schimmelschulze in Pelkum. NSDAP. Heeren-Werve. 20 Uhr: Schulungsabend für Politische Leiter im Lokale Brumberg. NS-Frauenschaft Massen. 20 Uhr: Singen Im Lokale Heinrichs NS-Frauenschaft Frömern. 20 Uhr: Versammlung der Zelle Kessebüren im Lokale Schimmel. Kreis Lünen NSDAP. Lünen-Mitte. 20 Uhr: Schulungsabend für alle Politischen Leiter. DAF-Walter und Warte und alle übrigen Amtswalter bei Gebhardt. NS-Frauenschaft Lünen-Mitte. 20 Uhr: Lichtbildervortrag der Abteilung Volks- und Hauswirtschaft im Wiehernhaus. Mittwoch, den 21. Oktober Kreis Dortmund NSDAP. Dortmund-Süd-Ost. 20.15 Uhr: Schulungsabend sämtlicher Politischen Leiter, Walter. Warte und Walterinnen in der Aula der Maria-Reinders-Schule. NSDAP. Aplerbeck. 20 Uhr: Schulungsabend für sämtliche Politischen Leiter im Parteilokal. NSDAP. Wickede-Asseln. 20 Uhr: Mitgliederversammlung der Zellen Brackel im Lokal Meierling. Brackel. Kreis Unna NSDAP. Bergkamen. 19 Uhr: Besprechung der Block- und Zellenleiter im Stadion. NSKOV Massen. 20 Uhr: Amtswalterbesprechung im Lokale Schlüchtermann. NSDAP. Kamen. 20 Uhr: Ausbildung. NS-Frauenschaft Frömern. 20 Uhr: Versammlung der Zelle Frömern im Lokale Kötter. Kreis Lünen NS-Frauenschaft Brambauer. 20 Uhr: Pflichtabend im Gemeindehaus. Vortrag mit Lichtbildern. Kreis Herne—Castrop-Rauxel NSDAP. Frohlinde. 20 Uhr: Schulung der Politischen Leiter in der Geschäftsstelle bei Meier. NS-Frauenschaft Habinghorst. 15 Uhr: Nähnachmittag bei Thimm.— 20 Uhr: Singgruppe bei Hubbert. Ida Wüst, Carola Röhn, Frite Kampers, Jokannes Keesters, Berthold Ebbecke Nach der prickelnden„Csardasfürstin“ und nach dem romantischen„Zigeunerbaron“ Überrascht die Ufa mit Ihrer neuesten Filmoperette— Millöckers „Bettelstudent“! Ein großartig gelungener Wurf, ein mitreißend fröhlicher, begeisternder Film, eine neue Ufa-Operette, die als Höchstleistung brillanter Unterhaltungskunst anzusprechen ist M VORPROGRAMM: Der UFA-Kulturfilm: Das Paradies dt Das UFA-Lustsple!: 6 Ole neueste BCHIG U FA-WOCHENSCHAU Anfangszelten: Wo. 15.30 17.45 20.10 So. 14.00 TE Bekanntmachung. Auf Antrag des Bauern Wilhelm Brune in Massen, Krs. Unna, Kleiststraße 68, ist über dessen landwirt schaftlichen Betrieb das Entschuldungsverfahren eröffnet. Das Entschuldungsamt in Unna ist als Entschuldungsstelle bestimmt. 5. Mai 1936. 13. Ottober 1936. Entschuldungsamt. PII 0 mit Zell-Hornrändern und hohlgeschlittenen Gläsern schon ab Optiker Zweibäumer& Dieckerhoff Dortmund, Betenstr. 3 Krenkenkassen-Lieferant. Kauld volksemplänger 7.25 Mh. Anzahlung. Rest in 18 Monatsraten à 4.40 Mk. walter Klingenberg. Dorimund Westenhellwen 37. Tel. 37468 Möbel-Fabrik liefert billig an Private Küchen, Schlat-, Wohn- u. Speisezimmer Annahme von Ebestandsdarleben. — Zahlungserleichterung.— Verlangen Sie kostenlose Auskunft. k. Gimbel, Herten i. W. Die neuesten#e Formen für den Herbat sind eingetrotten. Bringen Sie sofort Ihren alten Aut zum Umarbeiten. Reichhalt Lage: In Bändern u. Federn Daul Miller. Hutmachermeister Bornstraße9 Fernrut 31006 und Kuckeike 25 SE ·T•LLLLNET• Dlenstag, 20 Okt. Der Zigeunerbaron Serle I, PreiseI Anlang 20, Ende 23 Uhr Sme Spez.-Oesch. f. Möb.Transp. u. Lagerung. Sammel-Nr. 38244. Dauerwellen an Schönheit u. 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Sie beginnt mit Englisch in der zweiten Mittelschulklasse und mit Französisch oder Latein(wahlfrei) in der vierten Mittelschulklasse. Neben der gründlichen unterrichtlich=wissenKräfte nur dann erziehen kann, wenn man sie]. Neben der gründlichen unterrichtlich=wissenin Internaten ausbildet. Früher wurde schaftlichen Ausbildung wird an allen Anstaldie große arsiaharische manlic# zun#######ten gleichmäßig großer Wert auf die körperliche Ertüchtigung gelegt. Diese Ausbildung die große erzieherische Möglichkeit für die Formung der Gesamtpersönlichkeit des jungen Menschen, die im Internat gegeben ist, in keiner Weise ausgenutzt. Reichminister Rust hat nun in den Internaten der Nationalpoli tischen Erziehungsanstalten Stätten konzen trierter und auserlesener Menschenformung gestaltet, die sich nicht mit minderbegabten und schwer erziehbaren Kindern befassen, sondern mit einer Auslese bester deutscher Jugend R „„„„„„ Aufnahme: Scherl Jede Jungmädelführerin soll in Zukunft gleichzeitig Sportwart in ihrer Einheit sein. In Berlin begannen in dieser Woche Sportlehrgänge für 200 Jungmädelführerinnen unter Leitung von ausgebildeten Sportlehrerinnen. Unser Bild zeigt zwei Mädel bei der Bodengymnastik während des Schulterstandes. Heimstätten der Jugend 49 Jugenöherbergen in einem Jahr fertiggestellt umfaßt Turnen, Spiele, Geländesport, Boxen, Fechten, Reiten, Skilaufen, Rudern, Segeln, Segelfliegen, Motorsport(Motorrad und Personenkraftwagen). Die in Unterricht und in körperlicher Erziehung erworbenen Kenntnisse finden praktische Verwendung in Frühjahrs= und Herbstmanövern, Landheimaufenthalten, Ferienfahrten und Auslandaufenthalten. Die Jungmannen gehören der Hitler=Jugend an. Strengste Auslese Die Anstalten brauchen laufend einen völlig gesunden, rassisch=einwandfreien, charak terlich sauberen und geistig über durchschnitt lichen Nachwuchs. Bewerber, die diesen erhöhten Anforderungen nicht gewachsen sind, haben keine Aussicht auf Aufnahme. Insbe ondere muß— um unnötige Fehlanmeldungen zu vermeiden— darauf hingewiesen. oder häusliche Lage der Eitern Tesis= Grind Berufsher zum Volksheer 7 Divisionen und 1„Schnelle Division“ für die Aufnahme in eine Nationalpolitische! 5 Erziehungsanstalt ist. Ausschlaggebend für die 1. Zum ersten Male seit dem Weltkrieg rücken und fast die Hälfte der Truppen in Wien Aufnahme ist allein die Veranlagung des i besterreich in diesem Herbst Tausende junger ebenso von den Luftstreitkräften der Stab und Bewerbers ohne Rücksicht auf die soziale Stel=.7 auf Grund de. Bundesdienst=lein Teil des Fliegerregiments 1; das Flieger6e1.— Für den Rachlan Ipflicht als Rerruten in die Kasernen ein Treaimont 2 steht in(ür., mie.. Aufnahmen finden grundsätzlich nur nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung statt. Sie dauern acht Tage und werden in der Regel nur für die unterste Klasse zu den Österterminen abgehalten. Geprüft wird nicht nur der wissensmäßige Gedächtnisstoff, sondern auch körperliche Eignung, Mut am Turngerät und im Gelände, Charakter und Verhalten gegenüber den Kameraden. Ueber die Aufnahme liegt die Entscheidung allein bei dem Anstaltsleiter. Da erfahrungsgemäß auch in den bereits bestehenden Klassen gelegentlich Ausfälle zu verzeichnen sind, können in Ausnahmefällen Aufnahmen in schon bestehende Klassen(mit Ausnahme der Primen) vorgenommen werden. In diesen Fällen ist jedoch Zugehörigkeit zum D. I. oder der HitlerJugend und eine dem Klassenstande entsprechende unterrichtlich=wissenschaftliche Ausbildung Voraussetzung. Die monatlichen Erziehungsbeiträge werden nach der Vermögenslage der Eltern gestaffelt, bis zu 120 Mark und mehr. In besonderen Fällen kann kostenlose Aufnahme gewährt werden. Die Jungmannen erhalten freien Schulbesuch, volle Verpflegung, Unterkunft, Bekleidung(Wäsche und Uniform) und stehen unter regelmäßiger ärztlicher Aufsicht. Die neue österreichische Wehrmacht muß seine Leistungsfähigkeit auf allen Gebieten mapliche u eit zwei Jayren durch all I 1 leichten Artillerie=Regiment, je 1 Pionier dauernd unter Beweis stellen. ahliche Umgestaltung vorbereitet wurde, In und Telegraphen=Bataillon, je 1 Aufklärungs klarer Erkenntnis dessen daß oa tratz aller und Luftschutz=Abteilung, sowie den erforder lichen Nachschub=Verbänden. Die Schnelle Das Deutsche Jugendherbergswerk weihte am 18. Oktober wieder wie alljährlich überall im Reich zahlreiche neue Jugendherbergen ein. Auch die Richtfeste der noch im Bau befindlichen Herbergen und neue Grundsteinlegungen wurden an diesem Tage vorgenommen. Insgesamt wurden 49 neue Jugendherbergen in diesem Jahre mit einem Aufwand von zusammen 1 700000 RM. fertiggestellt. In erster Linie hatten die Erfolge der Reichsstraßensammlung des Jugendherbergswerkes die Möglichkeit eröffnet, diese neuen Jugendherbergen zu bauen. Ihre Fertigstellung ist gleichzeitig der Dank an das ganze Volk, das mit seinen kleinen und großen Opfern an diesem Werk beteiligt ist. Jeder Volksgenosse, der einen Zenner spendete, hat einen Baustein beigetragen und der Jugend diese Stätten der Erholung und Kameradschaft, die Mittelpunkte neuer Erziehungsarbeit werden sollen, mit schaffen geholfen. 6,57 Millionen Uebernachtungen Es mag Leute geben, die den gewaltigen Umfang und die politische Bedeutung des Jugendherbergswerkes noch nicht erkannt haben. Soweit überhaupt trockene Zahlen ein Bild von der wachsenden Ausnutzung der Jugendherbergen vermittelt werden können, mögen sie hier angeführt sein. Die Zahl der Uebernachtungen hat sich von 4,6 Millionen im Jahre 1933 auf 5,8 Millionen 1934 und 6,57 Millionen im Jahre 1935 erhöht. Eingeschlossen in diese letzte Ziffer sind 106 300 Uebernachtungen von Ausländern, die auf ihren Fahrten durch deutsches Land diese in solchem Umfang nur in Deutschland vorhandene Möglichkeit benützt haben. Gleichzeitig lernten sie wie nirgends sonst das Wesen der deutschen Jugend dort kennen, wo es am besten zum Ausdruck kommt. Allein aus dieser Tatsache erhellt die Wichtigkeit dieser Stätten der jungen Generation, denn welcher junge Ausländer hätte nicht begeistert in seiner Heimat von den Eindrücken gesprochen, die ihm hier vermittelt werden konnten? In den Jugendherbergen sollen die Jungen und Mädel aus den verschiedensten Gauen des Reiches vertraut gemacht werden mit der Seele der Landschaft und mit den kulturellen Werten, die im Bereich dieses Bezirkes im Laufe der Jahrhunderte geschaffen worden sind. Die Jugendherbergen bringen die Jugend, die durch sie hindurchgeht, mit der Kultur des betreffenden Landstriches in Berührung und erfüllen so eine hohe kulturelle Aufgabe. Im gemeinsamen Dienst wird ein großer Einfluß auf die Bildung des jungen Menschen ausgeübt. Um so mehr als der Nationalsozialismus und seine Jugendorganisation die in Systemzeiten zur Verhetzung der Jugend ausgenutzten Jugendherbergen in seine Obhut genommen und mit neuer, fester Zielsetzung erfüllt hat. Die Hitler=Jugend will auch hier zu einer Haltung erziehen, die allein vom Politischen her verstanden werden kann. Sie hat sie zu politischen Erziehungsstätten umgeformt, die über das Erlebnis der Gemeinschaft zum Erlebnis unserer Weltanschauung führen sollen. Der Stil all dieser neuen Jugendherbergen ist einfach, aber nicht primitiv. Er sieht als wesentlichstes Moment das Gefühl der Heimstätte an, das dem Jugendlichen vermittelt werden muß. Kein Primitivitätskult— aber auch keine Hotels. Petroleumfunzel und faulige Strohschütten, sowie Herbergsvater mit wallenden Haaren und Sandaletten wird man in den nationalsozialistischen Jugendherbergen nicht mehr finden. Sie tragen den Ausdruck eines neuen Stilempfindens, das klare und einfache Gesicht der Hitler=Jugend. Zugleich sind sie ein Bestandteil der Landschaft und erfüllen architektonisch den Wunsch nach einer neuen und doch auf Volkstum und Ueberlieferung fußenden Baugestalt. Der Baustil ihrer Landschaft und des dazugehörigen Volkstums wird weiterentwickelt zum neuen Herbergstyp, wie ihn etwa die Adolf=Hitler=Jugendherberge in Berchtesgaden oder die Baldur=von=SchirachJugendherberge in Urfeld verkörpern. Wbg. lung der Eltern. Für den Verbleib an der Anstalt ist maßgebend die Leistung des Schülers. Die Aufnahme erfolgt zunächst stets nur für ein Probehalbjahr. Aber auch der nach dieser Probezeit ausgenommene Jungmann muß seine Leistungsfähigkeit au dauernd unter Beweis stellen. wölf Anstalten in Preußen Die Zahl der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten ist in den letzten drei Jahren von drei auf 12 gestiegen. Zur Zeit bestehen in Preußen folgende Anstalten:„Bensberg bei Köln a. Rh., Berlin=Spandau, Köslin(Pom.), Naumburg(Saale), Oranienstein bei Dietz a. d. Lahn, Plön(Holstein), Potsdam=Neuzelle, Stuhm(Westpreußen), Wahlstatt(Schlesien). Diese Anstalten sind unterrichtlich alle nach dem Lehrplan der deutschen Oberschule aufgebaut. Englisch wird ab Sexta gelehrt, Latein ab Untertertia. An den Anstalten Naumburg, Potsdam=Neuzelle, Stuhm bestehen sogenannte Aufbauzüge. Sie sind in erster Linie für Volksschüler bestimmt, die acht oder neun Jahre die Volksschule besucht und noch keine Fremdsprache erlernt haben. Die Anstalten in Ilfeld(Südharz) und Schulpforta bei pflicht als Rekruten in die Kasernen ein. Der Uebergang vom Berufsheer zum Volksheer ist damit erfolgt. Es bedeutet dieses die Erfüllung dessen, was weite österreichische Kreise schon lange ersehnt, klarer Erkenntnis dessen, daß es trotz aller schönen Reden in Genf nicht zu einer Ab rüstung kommen, sondern das Gegenteil eintreten würde, hat Oesterreich sich vom Vertrag von St. Germain frei gemacht, der ihm ein Heer von höchstens 30000 Mann— gegliedert in 6 Brigaden— ohne schwere Artillerie, Flug zeuge und Tanks aufgezwungen hatte. Nach der Umgestaltung gliedert sich jetzt das österreichische Bundesheer in 7 Divi sionen und eine„Schnelle Division". Die Bezirke der ersteren entsprechen im allgemeinen denen der früheren 6 Brigaden; nur das Gebiet, das Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Kärnten umfaßt, ist auf die 6. und 7. Division verteilt. Die Dislozierung ist jetzt folgende: 1. Divi regiment 2 steht in Graz und Klagenfurt. Die einzelnen Divisionen setzen sich zusammen aus drei Infanterie=Regimentern bzw. einzelnen selbständigen Bataillonen(Gesamtzahl der Bataillone pro Division stets 9), 1 leichten Artillerie=Regiment, je 1 PionierDivision umfaßt 1 Kraftfahrjäger=Brigade zu insgesamt 4 Bataillonen, 2 Kavallerie=Regimenter, 1 Panzerwagen=Bataillon und 1 Kraftfahr=Telegraphen=Bataillon. Neben diesen Divisionen gibt es noch folgende HeeresTruppen: 1 selbständiges Artillerie=Regiment, 1. Garde=Bataillon, 1 Brücken=Bataillon, je 1 Heeres=Pionier= und Heeres=Telegraphen= Abteilung. Den Oberbefehl über das Bundesheer führt der Bundespräsident, dem der Bundesminister für Landesverteidigung untersteht, und der seinerseits die Befehlsgewalt über das Bundesheer ausübt. Zu den Wehrmachtausgaben tragen die neun„Länder" Burgenland, Wien, sion: Burgenland, Divisionsstab(Kommando Niederöster ich Oberästarr=:? heißt es in Oesterreich) in Wien; 2. Division: Liederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Wien, Stab Wien; 3. Division: Niederöster gteierpiatt Karnten, Tirol und Vorarlberg reich, Stab St. Pölten; 4. Division: Ober= vei. Der Beitragssatz ist für 1937 auf 14 österreich, Stab Linz; 5. Division: Steiermark, Millionen Schilling festgesetzt humanistischen Eharatter. Sie haben beide Fararshergi Srah Iun, Salsburg, Tzrol, und Stärke der Truppengattungen“) humanistischen Charakter. Sie haben beide Latein ab Sexta und Griechisch ab Untertertio. Englisch wird in Ilfeld ab Untersekunda und Der Arbeitsdienst als Wirtschaftsfaktor 3650 Waggons Brot und 4867 Waggons Kartoffeln/ 60 Millionen Mark für Derpflegung in einem Jahr Welche Werte der Reichsarbeitsdienst dem deutschen Volk durch seine großen Landes kulturarbeiten bereits gegeben hat, welche Flächen brachliegenden Landes bereits erschlossen werden konnten, das ist schon, vor allem in den letzten Jahren, mehr und mehr den breitesten Schichten des Volkes bekanntgeworden und hat mit dazu beigetragen, daß die Männer im erdbraunen Rock sich, wo sie auch immer in Erscheinung traten, der größten Beliebtheit erfreuen. Was ein Arbeitsmann braucht Nicht allen bekannt ist jedoch die Tatsache, daß der Reichsarbeitsdienst auch als Wirtchaftsfaktor eine außerordentlich große Rolle pielt, und daß durch ihn der deutschen Wirtschaft Aufträge in einem Maße zugeführt werden, wovon sich der Laie nur chwer einen Begriff macht. Man bedenke: ü r 2 0 0 0 0 0 M a n n— i n d e n n ä c h s t e n Jahren wird die Stärke des Reichsarbeitsdienstes bekanntlich weiter wesentlich erhöht werden und 1939 300000 Mann betragen— müssen Verpflegung, Ausrüstung und Unterkunft beschafft werden. Es ist klar, daß dazu Summen notwendig sind, die jeden Monat Millionenbeträge ausmachen. Weiche Mengen an Lebensmitteln täglich und jährlich von den Arbeitsmännern verbraucht werden, sollen nachstehende Zahlen andeuten: 1. Jeder Mann bekommt im Tag: 0,75 Kilogramm Roggenbrot; das sind für den geamten Reichsarbeitsdienst jährlich 54 750 000 Kilogramm= 3650 Waggons zu 15 Tonnen mit einer Gesamtlänge von 29 Kilometer, der Entfernung von Nürnberg nach Pölling. Um 54 750000 Kilogramm Brot herzustellen, werden 36 410 000 Kilogramm Mehl verbraucht. 2. Jeder Mann bekommt im Tag: 1 Kilogramm Kartoffeln; das sind 73000 000 Kilogramm jährlich= 4867 Waggons zu 15 Tonnen mit einer Gesamtlänge von 39 Kilometer, der Entfernung von Nürnberg nach Neumarkt (Opf.). In Zweizentnersäcken zu 70 Zentimeter Durchmesser aneinandergestellt= 511 Kilometer= Entfernung Berlin—Barmen. 3. Jeder Mann bekommt im Tag: 100 Gramm Fleisch; das sind jährlich 7300 000 Kilogramm— 486 Waggons zu 15 Tonnen. 4. Jeder Mann bekommt im Tag: 40 Gramm Butter, Margarine oder Fett, das sind jährlich 2900000 Kilogramm= 195 Waggons zu 15 Tonnen. 5. Jeder Mann bekommt im Tag: 20 Gramm Kaffee=Ersatz, das sind jährlich 1 460000 Kilogramm= 97 Waggons zu 15 Tonnen. 6. Jeder Mann bekommt im Tag: 57 Gramm Wurst, das sind jährlich 161 000 Kilogramm= 277 Waggons zu 15 Tonnen. 7. Jeder Mann bekommt im Tag: 35 Gramm Seefisch, das sind jährlich 2555000 Kilogramm=170 Waggons zu 15 Tonnen. 8. Jeder Mann bekommt im Tag: 30 Gramm Marmelade, das sind jährlich 2190 000 Kilogramm= 146 Waggons zu 15 Tonnen. Für die Verpflegung werden jährlich rund 60 Millionen RM. aus dem Haushalt des Arbeitsdienstes der Lebensmittelwirtschaft, meist über den Handel, zugeführt. Aehnlich sieht es selbstverständlich bei der Bekleidung aus. Wenn man all das Trachtenund Manteltuch, den Futterköper, das Leinendrillich, die Tuchröcke und Tuchhosen, die Feld= und Tuchmützen, um nur das Wichtigste herauszugreifen, aneinanderlegen würde, so würde das eine Strecke ergeben, die viele tauende Kilometer lang wäre. Daß dadurch die Bekleidungsinduftrie einen wesentlichen AufVorarlberg, Stab Innsbruck; 7. Division:1 anr Kärnten und Ost=Tirol, Stab Klagenfurt. 1 Ousanterie: 17 Infanterie=Regimenter Von der Schnellen Division liegt der Stab## Tiroler Jäger=Regt., Tiroler Lanvi der Stah desschützen=Regt.), 6 selbständige Bataillone, darunter 1 Garde= und 4 Alp.=Ig.=B., 4 Kraftfahr=Jägerbataillone. Kavallerie: 2 Dragoner=Regimenter. Artillerie: 6 leichte Artillerie=Regimenter(das 7. in der Aufstellung), 1 selbständiges Artillerie=Regiment. Luftwaffe: 2. Flieger=Regimenter, 1 Flieger=Abwehr=Maschinengewehr=Kompanie, 1 Flieger=Abwehr=Batterie. Pioniere: 7 Bataillone, 1 Brückenbataillon, 1 Heeres=Pionierabteilung. Panzertruppe: 1 Bataillon. Telegr.=Truppe: 8 Telegraphen=Bataillone, 1 Heeres=Telegraphen=Abteilung, 8 selbständige Telegraphenzüge. Kraftfahrtruvve: 7 DivisionsKraftfahrabteilungen. Wie steht es nun mit der Bewaffnung? Auch dieser hat man schon länger genügend Beachtung geschenkt, zumal sie in den Jahren nach dem Kriege sehr unvollkommen war. Sie ist wesentlich verbessert. Die Infanterie, die früher nicht einmal über ein leichtes Maschinengewehr verfügte, hat dieses sowie Minenwerfer und Tankabwehrgeschütze erhalten. Die Artillerie führt neben der 7,65=Zentimeeterz„#kanone, pferdebespannt, Schußweite trieb erhalten hat, bedarf keiner weiteren Erörterung. Eine nicht minder wichtige Bedeutung nimmt die Frage der Unterkunft ein. Bekanntlich sind angesichts der wechselnden Arbeitsplätze, die durch die Lösung der einzelnen Arbeitsvorhoben bedingt sind, im Reichsarbeitsdienst bewegliche Unterkünfte, sogenannte Reichsbaracken eingeführt worden, in denen der größte Teil der Abteilungen— nur wenige befinden sich in festen Unterkünften— untergebracht sind. Durch diese Baracken hat die Holzbauwirtscheft namhafte Aufträge erhalten und hat aug, ihrerseits Tausende von Arbeitern beschäftigen können. Kraftwagen notwendig Neben wichtigen Beschaffungen müssen nun noch die zahllosen Geräte für die Arbeit selbst, 49.500. Meter, uno der leichten 10=Zentimeterwobei bekanntlich der Spaten die erste Rolle Feldhaubitze, pferdebespannt, Schußweite 8400, spielt, der Küchenbetrieb und Heildienst, die die 75-entimeter=Gebirgs=Kanone, auf sieben Anschaffungen an Kraftwagen und Zubehör##giere verlastet, Schußweite 7000, und die und anderes mehr erwähnt werden. Ein Ar beitsgau umfaßt im Durchschnitt 6000 bis 9000 Arbeitsmänner, die sich auf 35 und mehr Lager verteilen, welche oft meilenweit auseinanderliegen und sich fast immer, denn darin liegt ja eine der großen Aufgaben des Reichsarbeitsdienstes, in unwegsamem Gelände befinden. Daß also eine Arbeitsgauleitung und Gruppenführung über eine Anzahl möglichst geländegängiger Personenkraftwagen und eine Gauleitung auch über einige Lastkraftwagen verfügen muß, ist selbstverständlich. Die vorstehenden Ausführungen haben in großen Umrissen gezeigt, welche wichtige Rolle der Reichsarbeitsdienst auch als Wirtschaftsfaktor im Leben unseres Volkes spielt, und daß er dadurch jährlich vielen Tausenden von Volksgenossen in allen Berufen Arbeit und Brot gibt. L. 10=Zentimeter=Gebirgs=Haubitze, Schußweite 7750, verlastet auf drei Karretten. Die Pferdespannung bzw. die Verlastung ist durch das Gelände und auch die Kosten bestimmt. Dagegen hat die vorzügliche 15=Zentimeter=Haubitze Kraftzug. Die Luftwaffe verfügt vornehmlich über Aufklärungs=, Jagd= und SchulFlugzeuge. 8c An Panzer=Kraftwagen gibt es neben dem Zweimann=Tank einen ganz neuen, überaus geländegängigen Panzerwagen, der dem italienischen Fiat=Ansaldo ähnelt. Diese Panzerkraftwagen ebenso wie die anderen Formationen der Schnell=Division haben sich bei den Manöverübungen im Mittelgebirgs=Gelände des Burgenlandes bewährt. . D i e Z a h l e n s i n d d e r n e u e n ö s t e r r e i c h i s c h e n Zeitschrift„Wehr und Waffen", Wien 7, Bandgasse 28, entnommen. Verantwortlicht E. Aedrereber#. Dortmund A Westfälische Landeszeitung Rote Erde DEUTSCHERVOLKSSPORT 20. Oktober 1936 Folge 282 Funda-Pötzfeld starten. Am Sonntag in den 100 Kilometern der Westfalenhalle Zu den Favoriten für das Eröffnungsrennen der Dortmunder Westfalenhalle am kommenden Sonntag gesellt sich nun mit Funda=Pützfeld eine Paarung, die in den beiden vergangenen Wintern für kürzere Mannschaftsfahren eine geradezu unübertreffliche Eignung bewiesen hat. Die 100 Kilometer in Dortmund werden für Funda=Pützfeld ein Rennen nach ihrem Geschmack sein, und insbesondere Pützfeld wird hier mit besonderem Ehrgeiz ins Rennen gehen, weil er als früherer Partner von Kilian beweisen will, daß er in seiner sportlichen Entwicklung nicht allzu sehr hinter der riesigen Verbesserung seines einstigen Kampfgenossen zurückgeblieben ist. Ein zweiter Platz im Stuttgarter Sechstagerennen 1983 war der größte Triumph der Mannschaft Kilian=Pützfeld. Im folgenden Jahre trennten sich dann die Wege der beiden in vielen Schlachten erprobten Fahrer, und Pützfeld fand in dem kleinen schnellen Berliner Funda einen neuen ausgezeichneten Partner. Die neue Mannschaft gewann 1934 das Kopenhagener Sechstagerennen. Dieser Sieg war der Auftakt zu einer ganzen Reihe glänzender Siege in„Nächten", 100 Kilometern und Zwei=Stunden=Rennen auf fast allen europäischen Bahnen. Funda brachte in die neue Verbindung als Kapitalseinlage eine in vielen Sechstagerennen erworbene und erprobte strategische Uebersicht und Klugheit mit, die gerade in Mannschaftsrennen an Wert gar nicht zu überschätzen ist. Beide, Funda wie Pützfeld, sind enorm schnell und haben den Ehrgeiz, sich in Dortmund den Sechstagesiegern von London und Paris, Kilian=Vopel und Schön=Pellenaars, als gleichwertig zu erweisen. Zu den Mannschaften, die in die Entscheidung des Dortmunder Renneys mit eingreifen könnten, zählen in erster Linie die Westfalen BremerMarkuse(Bochum=Gelsenkirchen). Was Bremer kann, wenn er den richtigen Partner hat, beweist sein dritter Platz vom letzten Sonntag in Stuttgart mit Adolf Schön hinter Pijnenburg=Wals und Ehmer=Hoffmann. Markuse ist mit einem riesigen Ehrgeiz ins Berufsfahrerlager gekommen. Einige Aussichten können auch Schenk=Sagurna(Hemer=Dortmund) geltend machen, von denen insbesondere der Sauerländer schon eine beträchtliche Erfahrung in großen Mannschaftsrennen besitzt. Beginn erst 18 Uhr Die 100 Kilometer in der Westfalenhalle verlegt Im Hinblick auf den Geschäftssonntag hat die Westfalenhalle sich entschlossen, um vielen Wünschen aus dem Publikum entgegenzukommen, den Beginn des 100=Kilometer=Mannschaftsrennens am kommenden Tonntag von 17 Uhr auf 18 Uhr zu verlegen. Diese große Radsportveranstaltung wird eröffnet mit einem Amateur=Fliegerrennen, so daß das 100=Kilometer=Mannschaftsrennen selbst gegen 19 Uhr starten dürfte. Spartfest des SS-Nachrichtensturmbanns 4 Bei reichlich stürmischem Herbstwetter hielt der SS=Nachrichtensturmbann 4, der die Nachrichtenstürme aus Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Düsseldorf umfaßt, am Sonntag in Essen sein diesjähriges Sportfest ab. Die für leichtathletische Wettkämpfe nicht gerade günstige Witterung konnte den Sportgeist der SS=Männer nicht beeinträchtigen, und so gab es im Stadion„Am krausen Bäumchen“ durchweg spannende Kämpfe. Wenn man schließlich den starken Wind berücksichtigt, kann man von den Ergebnissen sagen, daß sie teilweise recht beachtlich sind. 100 Meter: 1. Diederichs(Bochum) 11,6, 2. Nedler(Gelsenkirchen) 11,9, 3. Schleef(Essen) 12. 400 Meter: 1. Nedler(Gelsenkirchen) 58,3, 2. Figge(Bochum) 59.7, 3. Fasbolz(Essen) 60,6. 1500 Meter: 1. Haas (Essen) 5,14,8, 2. Fasholz(Essen) 5,17, 3. Rütt(Essen) 5,18,6. 3000 Meter: 1. Wastolowskt(Bochum) 10,32,6, 2. Bach(Essen) 10,33,1, 3. Rhenius(Essen) 11,0. 4X100=Meter: 1. Gelsenkirchen, 2. Essen, 10X½ Bahn: 1. Essen, 2. Gelsenkirchen. Kugelstoßen: 1. Ossau(Essen) 11,23 Meter, 2. Stepmann(Essen) 10,60 Meter, 3. Siebert(Bochum) 10,38 Meter. Weitsprung: 1. Dietrich(Bochum) 6.20 Meter, 2. Hergaden(Düsseldorf) 5,72 Meter, 3. Schulte(Essen) 5,68 Meter. Hochsprung: 1. Dietrich(Bochum) 1,75 Meter, 2. Pätzold(Bochum) 1,65 Meter, 3. Kelbesser (Bochum) 1,60 Meter. Speerwersen: 1. Kresse (Essen) 44,25 Meter, 2. Siebert(Bochum) 40.10 Meter, 3. Korsthaus(Düsseldorf) 36.40 Meter. Handaranatenweitwurf: 1. Kresse(Essen) 77,70 Meter: 2. Klimesch(Bochum) 61,90 Meter, 3. Grethe(Essen) 61.50 Meter. Tauzlehen gewann Gelsenkirchen. Webrsportdreikampf: 1. Höing(Essen), 2. Schul; (Bochum), 3. Schram(Bochum). Handball: Nachrichten 4 gegen SS=Sturm 1/25 9:6. Boxring 31 Samm schlägt Stollwerk Köln 13.5 Im Westenschützenhof zu Hamm standen sich die Boxstaffeln von Boxring 31 Hamm und Stollwerk Köln gegenüber. Die Hammer waren im Federgewicht durch Burger(Münster) verstärkt, der über Eskes(Köln) einen glatten Punktsieg herausholen konnte. Meister Dixkes im Leichtgewicht fertigte den Kölner Neu nur nach Punkten ab, während Schmidt(Hamm) im Schwergewicht durch Aufgabe von Klein in der ersten Runde gewann. Der beste Mann der Kölner war im Halbschwergewicht Felten, der gegen Kunhenn ein Unentschieden herausholte. Etwa 800 Zuschauer wohnten den Kämpfen bei und wurden von den Leistungen nicht enttäuscht. Jugendbautam: Hein(H.) erzwingt gegen Virnich II (K.) ein Unentschieden. Bantamgewicht: Wagener(H.) gegen Mertens(K.) unentschieden. Federgewicht: Burger(Münster) Punktsieger über Eskes(K.). Leichtgewicht: Dirkes(H.) Punktsieger über Neu(K.) Mittel: gewicht: Winscher(H.) Punktsieger über Mackemann (K.). Mittelgewicht: Kleist(K.) unterliegt Peters(H.) nach Punkten, Halbschwergewicht: Ennenbach(K.) siegt über Grätsch(H.) nach Punkten. Kunhenn(H.) und Felten(K.) trennen sich unentschieden. Schwergewicht: Schmidt(H.) siegt über Klein(K.) durch Aufgabe in der ersten Runde. Meisterschaften der Ringer Um die Gaumeisterschaft Kirchlinde gegen Witten 07 11:7 Die sieggewohnte Wittener Ringerstaffel traf in Kirchlinde auf härtesten Widerstand und mußte ohne Sieg die Rückfahrt antreten. Bantamgewicht: Hendel(Kirchlinde) erzielte über Leiendecker(Witten) einen Arbeitssieg. Federgewicht: Nagel(Witten) besiegt seinen Gegner Wendemuth(Kirchlinde) knapp nach Punkten. Leichtgewicht: Auch Herbert(Witten) erringt über Wortmann(Kirchlinde) einen knappen Punktsieg. Weltergewicht: Olsberger(Witten) bringt Uebergewicht mit auf die Waage, so daß die Punkte kampflos an Tagawe(Kirchlinde) fallen. Den ausgetragenen Kampf gewinnt Sagawe nach Nunkten. Mittelgewicht: Durch Zug aus dem Stand unterlag Cybulka(Kirchlinde) gegen Neuß(Witten) nach vier Minuten. Halbschwergewicht: Richter(Kirchlinde) slegte über Höhmann in Punktführung liegend, durch Ausgabe des Kampfes. Schwergewicht: Auch Welp(Kirchlinde) ist seinem Gegner Schlüter(Witten) überlegen. Der Kampfleiter bricht den Kampf durch Disqualisikation von Schlüter wegen Passivität zugunsten von Welp ab. Hohenlimburg gegen Alemannia Dortmund 11:6 Die Dortmunder fuhren ohne Bantamgewicht und in zu leichter Besetzung in den unteren Klassen nach Hobenlimburg, so daß kaum Siegesaussichten vorbanden waren. Bantamgewicht: Alemannia läßt die Klasse unbesetzt, so daß die Punkte kampflos an Hohenlimburg fallen. Federgewicht: Kropp (Alemannia) unterliegt Knothe(Hobenlimburg) nach Kunkten. Leichtaewicht: Pötter(Alemannia) muß durch Reinbardt(Hobenlimburg) eine Schulterniederlage einstecken. Weltergewicht: Bastian II (Hobenlimburg) verliert gegen Bargel(Alemannia) nach Punkten. Mittelgewicht. Pastian I(Hohenlimburg) erringt über Echterboff(Alemannia) einen Zieg durch Schulterwurf. Halbschwergewicht: Hill(Hobenlimburg) unterliegt gegen Regelski(Alemannia) nach Punkten. Schwergewicht: Auch der Schlußkampf gebt über die ganze Zeit und endet mit einem Punktsieg von Schütz(Alemannia) über Wellmann(Hohenlimburg). Hohenlimburg wurde Gau Pokalsieger Um ganz sicherzugehen, stellte Hohenlimburg die Mannschaft zum zweiten Kampf gegen Alemannia Dortmund um und gewann dadurch den Gau=Pokal sicher. Bautamgewicht: Die Punkte fallen kampflos an Hobenlimburg. Federgewicht: Kropp (Alemannia) erhält durch Röbsler(Hohenlimburg) eine Schulterniederlage durch Hüftschwung. Leichtgewicht: Knotbe(Hohenlimburg) besiegte Pötter(Alemannia) nach Punkten. Weltergewicht: Bargel (Alemannia) mußte sich nach der Zeit durch Reinbardt (Hobenlimburg) nach Punkten geschlagen bekennen. Mitrelgewicht: Echterhoff(Alemannia) mußte Bastian einen Punktsieg überlassen. Halbschwergewicht: Hill(Hohenlimburg) siegte durch Aufgabe von Regelskl. Schwergewicht: Wellmann(Hobenlimburg) feierte schon nach zwei Minuten einen Sieg über Schütz(Alemannia). Rasensport Mülheim wieder geschlagen Handball-Meisterschaftsspiele am Niederrhein Die Meisterschaftskämpfe im Niederrheingau werden von Sonntag zu Sonntag spannender und interessanter. Nachdem bereits am letzten Spielsonntag die beiden letzten ungeschlagenen Mannschaften ihre Kämpfe verloren, mußte der Meister des Vorjahres„RRasensport Mülheim, gestern erneut die Punkte abgeben. Der Tabellenführer, Tura Bergheim, ließ ausgerechnet den Tabellenletzten zu seinen ersten Punkten kommen. Ueberraschend kommt der hohe Sieg des Tv. Stoppenberg über vie gewiß nicht schlechte Rhenania Düsseldorf. Die Tabelle Vereine. Sp. gew. un. verl. Tore Pkt. Tura Bergheim 7 Solingen 98 5 Tura Barmen 5 Duisburg Kupferhütte 5 Rasensport Mülheim 5 Tv. Stoppenberg 5 Rhenania Düsseldorf 6 SV. Lintfort 6 SC. Barmen 6 Gerresheim 08 6 4 1 8 36:29 9:5 4 0 1 35:22 8:2 4 0 1 26:18 8:2 S 1 1 22:20 7:3 S 0 2 36:28 6:4 S 0 2 83:27 6:4 2 1 8 24:37 5:7 1 1 4 26:34 3:9 0 2 4 22:36 2:10 1 0 5 80:39 2:10 Rasensport Mülheim— Tura Barmen 3:4 Durch den Fortgang seiner beiden besten Stürmer scheint der Zusammenhang bei den Mülheimern ganz verloren gegangen zu sein. Jedensalls konnte sich die Mannschaft gestern zu keiner geschlossenen Leistung aufraffen. Im großen und ganzen waren sich die Mannschaften gleichwertig. lediglich in der Verteidigung datten die Barmer ein kleines Plus. Die Entscheidung stel erst in den letzten zehn Minuten, als Barmen beim Stande von 1:2 zum Endspurt ansetzte, dem die Mülheimer nicht gewachsen waren. Tv. Stoppenberg— Rhenania Düsseldorf 10:1 Die Ueberraschung des Tages! Rhenania ist nun einmal die große Ueberraschungsmannschaft. Am letzten Spielsonntag schlug man Rasensport Mülbeim glatt, um nunmehr gegen Stoppenberg noch weitaus alatter zu unterliegen.: Der Platzverein war jedoch in einer derartigen Glanzform, vor allem der Sturm, daß die Düsseldorfer einfach nicht mitkamen. In der ersten Halbzeit spielten nur die Stoppenberger. Nachher vermochten die Düsseldorfer das Spiel zwar etwas offener zu gestalten, ohne jedoch zu einem Torerfolge zu kommen. Gerresheim 08— Tura Bergheim 8:5 Ganz so überraschend kommt der Sieg der Gerresheimer nicht, denn die bisherigen Spiele verloren diese nur knapp und unglücklich. Hervorragend waren beim Platzverein die beiden Halbstürmer, die einfach nicht zu halten waren. Außerdem trieb sich der gute Bergheimer Mittelläuser zuviel im Sturm herum, wodurch die Deckung sehr geschwächt wurde. Duisburger Kupferhütte— SV. Lintfort 4:3 Die Dutsburger spielen zuerst mit Wind und legen In kürzester Zeit zwei Tore vor. Lintfort gleicht jedoch bald aus und geht sogar in Führung. Mit viel Glück und Geschick halten die Gäste in der zweiten Halbzeit, obwohl sie mit dem starken Wind spielen, ihr Tor rein, können jedoch nicht verbindern, daß der Duisburger Mittelstürmer in der Schlutzminnte im Alleingang den sieabringenden Treffer anbringt. SC. Barmen— Solingen 98 3:8 Im Feldspiel sind sich die beiden Mannschaften ziemlich gleichwertig, doch vernachlässigte Barmens Hintermannschaft über die Abwehr zu sehr das Aufbauspiel. Mit viel Glück legt Solingen in der 1. Halbzeit vier Tore vor. Im Endspurt vermag Barmen zwar von 1:6 auf 3:6 aufzubolen, doch stellen die Brüder Daun in den Schlutzminuten durch zwei Prachttore den alten Abstand wieder her. Unsere Voraussagen Heute in Enohien 1. R.: Tracer— Massipee 2. R.: Soda— Glitter Mit einem Blick Die Tabellen der deutschen Fußball-Gauklasse 8. R.: Carste Grise II—. Vanette 4. R. Carte Grise II— Vanette 5. R.: Le Magot— Gatrico 6. R.: Patata— Albany Rennen in Saint=Cloud am 19. Oktober 1. R.: 1. Aradypile(A. Duputt), 2. Baby Rose II, 3. Josépin. Ferner lief: Monsteur Pam. Toto: 32, Pl. 14, 12. 2. R.: 1. Bav Recruit(M. Bouchard), 2. Babhinga, 3. Gouvaté. Ferner liefen: Magvar, Knoloma, Yorktown, Dusk, Ditbouti, Endiablée II, Hornet's Cap. Makurbin, Le Passadou, El Demonto. Toto: 176, Pl. 57, 49, 34. 3. R.: 1. Castagnette(S. Dusorez), 2. Lélia, 3. Réaumur. Ferner liefen: Old England, Step Along, Villanowa, Alternance, La Bievre, Martaban, Partagas, Astucieuse. Toto: 27. Pl. 15, 30, 21. 4. R.: 1. Menhir(P. Crawley), 2. Kirmusin, 3. Gold Ring. Ferner liefen: Train Bleu, Turkisb Deliaht. Thébes. La Bergeronnette, Nébuleux, Pearl Drop. Toto: 44. Pl. 15, 15. 25. 5. R.: 1. Mosquito(C. H. Semblat), 2. Aethelvar, 3. Scotch Cate. Ferner liefen: Liserb. Don Carlos, Star of Persia, Toboggan, Jeu d’Enfer, Buckingham, Formor, Kavak, Alméria. Toto: 79, Pl. 17, 12, 32. 6. R.: 1. Pastel(G. Destandau), 2. Marc Aurel II, 3. Verdure III. Ferner liefen: Roval II, Nitrose, Helder, Capstan, Isodon, Sélina, Voltaire, Rochetta, Irisichon, La Tchéka. Alcée II, Getawav, Diplome d'Honneur, Bong Son. Toto: 50, Pl. 25, 57, 38. 7. R.: 1. Mont a la Quesne(W. Johnstone), 2. Tant Pis, 3. Josué. Ferner liefen: Epi d'Or II. Pettte Favorite. Toto: 14, Pl. 11, 16. Ronsse 40 Meter vor Metze Die Nachricht aus Antwerpen, wonach der Dortmunder Erich Metze ein 100=Kilometer=Steher= rennen vor Ronsse gewann, stimmt nicht. Wie sich nachträglich herausstellte, war das falsche Ergebnis durch eine Telegrammverstümmelung zustande gekommen. Richtig ist, daß Metze in Gesamtergebnis um 40 Meter von Ronsse geschlagen wurde. konnte Metze den ersten Lauf über 60 Klm. mit 35 Meter Vorsprung vor Ronsse gewinnen, blieb aber im zweiten Lauf über 40 Klm. hinter dem Sieger Ronsse 75 Meter zurück, so daß bei gleicher Punktzahl der Unterschied von 40 Meter entscheiden mußte. Gau I Ostpreußen Abteilung A Im Paradies der Pferde Besuch bei der Wunderstute Nereide Es ist ein klarer Morgen im Oktober. In den Gärten des Gestüts Erlenhof blühen weiße und violette Asternsterne. Bad Homburg und Erlenhof sind nur einen Katzensprung von einander entfernt. Sagen wir: einen Galoppsprung. Es paßt besser. Bekieste Wege. Blaurote Gatter. Fachwerkställe, Tannen, Laubwäldchen, Wohn=Villen und die weiten, immer noch saftig grünen Koppeln: das ist Gestüt Erlenhof. Da und dort gehen ein paar Pferde ruhig über die Weide. Wir sind in einem Paradies der Pferde. Der Verwalter O. B. Helbig ist Schwede. Aber er ist schon lange in Deutschland. Ein in sich gekehrter Mann mit der großen Liebe zum Geschöpf und mit der großen Geduld. Er hat drei Derbysieger gezüchtet, Roland, Athanasius und Nereide, und alle drei liefen sie in Rekordzeit. Gestern hat er vierzehn Jährlinge in den Stall nach Hoppegarten geschickt. Als er davon erzählt, spürt man ihm an, daß der Abschied nicht sehr leicht fiel, er hat alle gekannt von der ersten Minute des Lebens an, er hat geholfen, sie hochzupäppeln, nun gehen sie von ihm wie flügge gewordene Kinder. Vielleicht kehren sie nach Jahren zu ihm zurück. Eines oder das andere dieser Pferdekinder ist dann vielleicht berühmt geworden wie Athanasius, wie Nereide, die in diesen Monaten als die stolzesten Sieger der letzten Jahre heimgekehrt sind. Acht verchromte Eisen „Hier wohnt Nereide.“ Eine Box, wie die andern Boxen alle. Sauber und blinkend. Auf den Böden könnte man essen. Aber über der Box hängen zwei Lorbeerkränze. Von einem weht ein blaues Seidenband, vom anderen ein braunes. Die zwei höchsten Titel, die der deutsche Reitsport zu vergeben hat, sind von der tapferen Nereide in einem Jahr erkämpft worden. Deutsches Derby und Braunes Band. Gut 100000 Mark zusammen. Aber was will Geld bedeuten gegen den Ruhm? An die Vox sind 8 Eisen genagelt. Die Renneisen, die Nereide in diesen großen Rennen trug. Sie blinken leicht verchromt. Genau denselben Schmuck trägt die Box von Athanasius. Auch seine Box ist leer. Die Tiere sind auf der Koppel. Nur Graf Isolani ist noch „zu Hause“. Seine Hufe donnern einen stürmischen Willkommgruß an die Bohlen. Ihn treibt die Unruhe seines erlauchten Blutes. Seine Gewinnsumme steht auf einsamer Höhe: 409 890 Mark. Und auch über seinem Haupt flattert ein blaues Band. Der Lorbeerkranz freilich ist stark verwelkt. Er bekam ihn umgehängt, als er das Deutsche Derby vor sieben Jahren gewann. Der Weg ins Leben Eine breite, lichte Halle mit viel Sägemehl. Hierher werden die Fohlen gebracht, wenn sie zwei Tage alt sind und hier lehrt die Mutter sie die ersten Gehversuche machen. Kein Mensch kann dabei helfen. Die Mutter tut es allein. Zwei Kammern links und rechts: Bestrahlt steht auf der einen, Höhensonne auf der anderen. Ultraviolett bestrahlt werden alle Pferdekinder, mit Höhensonne behandelt nur die schwächlichen. Vom 15. Januar ab gibt es die aufregendsten und schwersten Zeiten für die Leute im Gestüt. „Oft komme ich acht Tage und Nächte nicht aus den Kleidern," erzählt Hellberg. Es ist die Zeit, in der die jungen Fohlen geboren werden. Das geht dann so bis Ende März. Die Märzfohlen hat man besonders gern. Sie werden mit dem Frühling zusammen groß. Nun sind wir im Freien. Ein klarer, kalter Bach schwätzt sich durch die Wiesen.„Er ist mit Gold nicht zu bezahlen.“ Ja, wir wissen: alle Gestüte Europas beneiden Erlenhof um diesen Bach, dessen Wasser die selten hohen Härtegrade von 34 Grad hat. Das ist unschätzbar für die Aufzucht der Fohlen.„Ein Fohlen bei uns muß in einem halben Jahr so stark und widerstandsfähig sein, wie ein anderes Pferd in zwei Jahren.“ Ueberall treffen wir Pferde. Sie müssen jeden Tag ins Freie.„Auch im strengsten Winter, und auch, wenn Schnee liegt. Sechs Stunden im Tag zumindest. Die Tiere müssen abgehärtet sein.“ Von Laaland bis Nereide Laaland, alter Bursche! Da kommt er auf uns zu. Er schnüffelt Zucker aus der Hand Hellbergs und wirft den Kopf hoch wie ein Junger. Er ist zwanzig Jahre alt und sieht immer noch aus wie das Leben. Athanasius mit seinen fünf Jahren ist ein Jünggegen ihn. Er steht noch zwischen Rennbahn und Gestüt, und er kommt auf den ersten Anruf durchaus nicht her. Er ist zerstreut. Da drüben wiehern die Stuten. Und während er sich herabläßt, langsam anzutanzen, schaut er immer noch einmal sehnsüchtig zurück, der dunkelbraune, glorreiche Geselle. Die Wunderstute Ein paar hundert Metex weiter. Drei Stuten stehen in einer weiten Koppel. Die Einzelgängerin kommt auf uns zugelaufen. Das ist Nereide, die Stute, von der Europa sprach. In zwei Jahren ist sie zehnmal gestartet; sie siegte zehnmal. Sie gewann eine runde Viertelmillion und besiegte das französische Wunderpferd Corrida, das in vier Ländern gewann; so rettete sie den 100000=MarkPreis des Braunen Bandes für die deutsche Zucht. Ist sie nicht beinahe klein? Sie knabbert den Zucker und reibt den Kopf zärtlich an Hellbergs Schulter. Sie sieht großartig aus, trotz der Winterbehaarung.„Wir haben sie in der Vollkraft ins Gestüt genommen. Sie brauchte nichts mehr zu beweisen; was zu schlagen war, hat sie geschlagen.“ Ihr erster Partner wird der große Oleander sein. Nun läuft sie davon. Sie strebt zu Athene, deren Freundschaft sie sucht, aber ehe sie in ihre Nähe kommt, stellt sich eine französische Stute dazwischen. Die Freundschaft zwischen ihr und Athene ist älter, und sie duldet eifersüchtig keine Einmischung. Nereide wendet sich ab. Sie ist ein wenig traurig. Aber sie wird eine andere Freundin finden. Sie tröstet sich vorläufig mit dem guten, kräftigen Gras. Hier, in der erhabenen Ruhe der Landschaft am Fuß der Taunusberge ist die kleine, tapfere Stute gelandet, um die soviel Fieber der Massen war und für die soviel geschrieben wurde. Hier ist Frieden und Stille. Fern von ihr liegt die Erregung der Rennbahnen, die bunten Farben der Jockeys sind nur noch wie im Traum, der mörderische Kampf im Finish, die Schreie von den Tribünen und der Jubel um den Sieger. Dort geht sie, ein Pferd unter vielen. Uebrigens ist sie ein kleines Geheimnis. Man weiß nicht, wer ihr Vater ist. Die Mutter ist die Italienerin Nella da Gubbio. Der Vater ist Graf Isolani oder Laaland. R. Kirn. Boxfreunde Körne verloren in Sagen Im Hagener Saalbau standen sich vor sehr gutem Besuch die Staffeln der Boxfreunde Dortmund=Körne und des DSC. Hagen gegenüber. Nachdem die Dortmunder vor einigen Wochen zu Hause nur knapp verloren hatten, trugen diesmal die Hagener mit 13:5 Punkten einen überlegenen Sieg davon. Die Körner Staffel buchte ihre Punkte aus drei Unentschieden und einem Aufgabesieg von Thurau im Weltergewicht. Minerva Viktoria 89 Bewag Union Oberschöneweide Wacker 04 Blau=Weiß Hertha BCC. Nowawes 03 1 3 2 1 2 3 1 3 2 4 Preußen Hindenburg Beuthen 09 Vorwärts Breslau Breslau 02 VfB. Gleiwitz Hertba Breslau Reichsbahn Gleiwitz Vorwärts=Rsp. Gleiwitz Breslau 06 Rativor 03 Gau IV Schlesien 5 4 1 1 5 6 5 6 2 1 1 SC. Planitz BC. Hartha Polizei Chemnitz Fortuna Leipzig Risaer SN. Guts Muths Dresden Dresdner Sport=Club Tura Leipzig VfB. Leipzig Wacker Leipzig Gau V Sachsen 3 0 0 2 2 Dessau 05 6 Sportfreunde Halle 5 1. SV. Jena 6 Thüringen Weida 6 1. FC. Lauscha 6 Kricket=Vikt. Magdeburg 5 Mersehurg 99 4 Viktoria 96 Magdeburg 4 Spielv. Erfurt 5 Wacker Halle 5 Gau VI Mitte 1 2 3 Gau VII Nordmark Hamburger SV. 6 6 0 0 Viktoria Hamburg 6 4 1 1 Holstein Kiel 6 4 1 1 FC. St. Pauli 6 4 0 2 Altona 93 5 3 0 2 SV. Eimsbüttel 6 3 0 3 Rotbenburgsorter FC. 5 1 0 4 Polizei Lübeck 5 1 0 4 Sperber Hamburg 6 1 0 5 Phönix Lübeck 5 0 0 5 Gau VIII Niedersachsen Arminia Hannover 6 6 0 0 Werder Bremen 6 4 1 1 Hannover 96 4 3 0 1 Borussia Harburg. 6 2 2 2 Eintracht Braunschweig 5 2 1 2 Wilhelmsburg 09 5 1 2 2 VfB. Peine 4 1 1 2 Algermissen 4 0 2 2 Rasensport Harburg 5 1 0 4 Göttingen 05 5 0 1 4 Gau IX Westsalen Germania Bochum 6 3 1 2 Westfalia Herne 7 S 1 3 Sp. u. Sp. Hüsten 09 5 2 2 1 SV. Rotthausen 6 2 2 2 Spielvag. Herten 6 2 1 3 SV. Höntrop 4 1 2 1 Borussia 09 Dortmund 4 2 0 2 Erle 08 4 2 0 2 Tus Bochum 5 1 1 3 Schalke 04 1 1 0 0 Gau X Niederrhein SSV. Elberfeld 3 2 1 0 Fortuna Düsseldorf 2 2 0 0 Rot=Weiß Oberhausen S 2 0 1 Dutsburg 08 4 1 2 1 Duisburg 99 2 1 1 0 Turn Düsseldorf 4 1 1 2 VfL. Benrath 1 1 0 0 Schwarz=Weiß Essen 4 1 0 3 VfL. Preußen Krefeld 4 0 1 3 Hamborn 07 1 0 0 1 Gau XI Mittelrhein VfR. Köln 7 5 2 0 CfR. Köln 5 S 2 0 Rhenania Würselen 4 S 1 0 Sülz 07 5 2 1 2 Tura Bonn 4 1 2 1 7V. Bonn 5 2 0 8 Mülheimer SV. 6 1 2 3 Tus Neuendorf 4 1 1 2 SV. Beuel 2 1 0 1 Kölner SC. 99 5 0 2 3 SpVgg. Andernach 5 0 1 4 Gau XII Nordhessen Hessen Hersfeld 6 3 3 0 Germania Fulda 5 2 2 1 Spielv. Kassel 5 2 2 1 Hanau 93 3 2 1 0 Kewa Wachenborn 5 1 S 1 Kassel 03 4 1 2 1 Borussia Fulda 5 2 0 3 VfB. Friedberg 4 0 3 1 Kurbessen Marburg 5 1 1 3 SV. Niederzwehren 4 0 1 3 Gau XIII Südwest Wormatia Worms 5 4 1 0 Kickers Offenbach 5 4 1 0 FSV. Frankfurt 6 3 1 2 SV. Wiesbaden 4 3 1 0 FK. Pirmasens 6 2 2 2 Eintracht Frankfurt 5 2 0 3 Union Niederrad 6 2 0 4 Borussia Neunkirchen 6 1 2 3 Sportfr. Saarbrücken 5 1 1 3 FV. Taarbrücken 4 0 0 4 Gau XIV Aachen 1. FC. Pforzheim SV. Waldbof VfR. Mannbeim Germania Brötzingen VfB. Müblburg SV. Sandbosen 1. FC. Freiburg RV. Rastatt 04 VfL. Neckarau V. Karlsruhe Gau XV VB. Stuttgart Union Böckingen Stuttgarter Kickers Sportfr. Stuttgart SC. Stuttgart RV. Zufsenbausen 1. SSV. Ulm SpVgg. Cannstatt Sportfreunde Eßzlingen SV. Göppingen 6 1 2 0 2 2 1 1 1 1 2 0 1 Gau XVI Bayern Westfälische Landeszeitung Rote Erde Wirtschaft und Schiffahrt 20. Oktober 1936 Folge 287 Abbau der Handelshemmnisse Erklärung des Verwaltungsrais der Internationalen Handelskammer Oxt. Der Verwaltungsrat der IIIK., dem von #####cher seue die Herren Abr. Frowein, Dr. Otlo Chr. Fischer. Kurt Frhr. von Schröder. Dr. Ferd. Haerecke und Dr. Gerhard-Riedberg angehören, veröllentlicht um Zusammenhang mit den in leizter Zeit erfolgten Abwerlungsmaßinahmen verschiedener Staaten eine Erklärung reichen u. Tue hricht für, serommen hilt, um die zahlaur Beschränkung des Güterauslausches getroffenen Notmaßnahmen und die während der Krise eingeführten „llerhöhungen allmählich zu beseilisen. Ohne planvolles Zusammenwirken in dieser Richtung würde die Sigualaren des Dreimächte-Währungsabkommens angestrebte Währungsstabilität unterhöhlt werden. Die Folge davon wäre die Gefahr einer weileren Reihe von Abwertungen und einer Verschärfung des Wirtschaftskrieges, wodurch nicht nur die wirtschaftliche Wiederbelebung ###n auch die Erhaltung des Friedens ernstlich bedroht Auf Grund der Berichte und Schlußfolgerungen der vom gemeinsamen Ausschuß der Carnegie-Stiflung für den Weltfrieden und der Internationalen Handelskammer herangezogenen Sachverständigen sowie auf Grund der von dem gemeinsamen Ausschuß selbst gemachten Empfehlungen, empliehlt der Verwaltungsrat der Internationalen Handels##mer als„nen Schritt auf dem Wege zur Verdessegende Jladnahmzen 18 Punkte 1. Den Abschluß mehrseitiger Handelsvertrase, die dem Beitritt aller Staaten olfenstehen und internatio, alen Güteraustausch neuen Antrieb geben; bis zum Eintritt einer solchen Verhandlung günstigen Lage den Abschlun zweiseitiger Verträge, die bewulst auf eine Verringerung der Handelshemmnisse abzielen; 3. die systemalische Einführung der Meistbegünstigungsklausel in alle derartigen Verträge als eines Mittels zur Erreichung dieses Zieles; 4. den allgemeinen Gebrauch der unbedingten Meistbegünstigungsklausel, wobei aber die Möglichkeit einer Abweichung hinsichtlich solcher Länder vorbehalten bleiben sollte, die selbst nach Wiederherstellung für den Währungsaustausch günstigerer Währungsverhällnisse die diskriminatorische Behandlung im Wege der Kontingentierung und der Devisenkontrolle fortsetzen(vergl. Absatz 10); u. die Schaffung einer internationalen Stelle mit der Aufgabe, Vergleichszahlen für die relative Belastung durch die protektionistischen Malinahmen in den verschiedenen Ländern aufzuzeigen und damit an einer Verringerung übertriebener Handelshemmnisse mitzuwirken; 6. die Abschaffung der Einfuhrkontingente. und zwar vornehmlich vermitlels mehrseitiger Abkommen, sobald durch entsprechende Malinahmen insbesondere auf dem Gebiete der Währung der Weg für den endgültigen Wiederaufbau des Welthandels geebnet worden ist: 7. die Beschleunigung dieser Entwicklung durch übergangsweise Einführung von„ZoIlkontingenten“ an Stelle der Einfuhrkontingente; 8. eine Orientierung der Handelspolitik im Sinne einer Beschränkung der Kontingente auf ihren Charakter vorunergehender Notmalinahmen, wodurch die Festsetzung eines Endtermins für ihre gänzliche Beseitigung erleichtert werden würde: 9. die Beachlung gewisser„Loyalitätsreseln“ bei der Kontingentierung, entsprechend den von der Internationalen Handelskammer aufgestellten Grundsätze; 10. den Abschluß von Regionalabkommen und Gruppenverträgen, soweit sie ihrem Ziel und ihrer Wirkung nach auf Ausweilung des Handels und Befriedigung der Völker gerichtet sind; II. die Anpassung derjenigen nationalen Währungen an angemessene Paritäten, deren Wechselkurse in keinem Verhaltnis mehr zur Lage der Zahlungsbilanz, Relation zwischen Gestehungskosten und Verkaufspreiim Vergleich zu anderen Ländern und der Struktur inneren Verschuldung stehen(eine soiche Anpassung erleichtert werden, daß die finanziell günwiederum das Recht des Zuganges zu den Märkten der Industrielander. Kein ein ziges Problem kann für sich allein, sondern nur im Zu sammenhang mit der gesamten augenblicklichen Lage ge löst werden. Solange in der Zukunft das Vertrauen nicht wiederhergestellt ist, und dies ist vor allem eine Frage der internationalen Gerechtigkeit, kann es keine Sicherheit geben. Sonlange das(iefühl der Sicherhei Ichlt, wird auch das verhängnisvolle Wettrüsten nicht aufhören. Die Wiederherstellung des Vertrauens hängt in erster Linie von einer Regelung der politischen Probleme ab. Eine solche Regelung verlangt notwendigerweise die Zusammenarbeit der großen und kleinen Staaten. Einige Großmächte könnten durch ihre Haltung gegenüber den Wirtschaftsproblemen der Gegenwart der wirtschaftlichen Wiederbelebung in der ganzen Welt einen mächtigen Auf lrieb geben. Die in den letzten Wochen von den Regierungen Frankreichs, Grollbritanniens und der Vereinigten Staaten unternommenen Malinahmen haben für eine sachliche Diskussion über die internationale Verschuldung den Boden bereitet. Die politische Unsicherheit, das Währungschaos und der übertriebene Protektionismus beeinträchtigen die Zahlungslähigkeit des Schuldners, ebenso wie die Fähigkeit des Gläubigers, die ihm geschuldelen Leistungen zu emplangen Eine Ausweitung der Erzeugung, die nach einer verbesserten Neuordnung einsetzen würde, müllte alsbald die Schuldenlast vermindern, die monetären Transferschwierigkeiten verringern und den Gläubigerländern die Anpassung erleichtern. Eine auf Expansion gerichtete Welt hat nichts zu verlieren und alles zu gewinnen, wenn sie die Regelung der Schulden der Vergangenheit in Angriff nimmt, und wenn sie in einem den Verhältnissen entsprechenden Ausmaß einen Kreditverkehr wieder aufnimmt, der die erforderlichen Sicherheiten bietet. Eine allgemeine auf Abbau der Handelshemmnisse und auf Ausweitung des Gülerauslausches gerichtete Politik, die von den Gläubigerländern eingeleitet werden müßlte, würde zur Folge haben, daß die Aufnahmefähigkeit des Weltmarktes sich rascher als die Erzeugungsfähigkeit entwickelte Berliner Wertpapiermärkte Berlin. 19. Okt. Für die erste Börse der neuen Woche lagen derartig viel anregende Momente vor, daß es nicht verwunderlich erscheint, wenn die Bankenkundschaft in ihrer Neigung zu weileren Anlagekäufen geslärkt wurde. Kursmäßig muliten sich derartige Käufe auch am Montag stärker auswirken, denn es machte sich aus den bekannten Gründen ein unverminderter Materialmangel geltend. Zur Begründung der Nachfrage wurde u. a. auf die Ausführungen in der Klöckner-Generalversammlung, ferner auf die eine Steuererhöhung verneinenden Ausführungen des Staatssekreiärs Reinhardt, auf den schnellen Aus verkauf der Röchling-Anleihe, auf die Flüssigkeit des Geld marktes und auf den guten Jahresabschluß der Gulehoff nungshütte verwiesen. Die Kurserhöhungen betrugen bei Börsenbeginn im allgemeinen 1½ bis 2 v. H. Darüber hinaus befestigten sich Kali- und Braunkohlenwerte um 2½/, Eisenbahnverkehrsmittel um 3½ und von Auslandswerten Chade um 5(später nochmals+ 5) sowie Conli Linol. um 4½ Punkte. Den gröllten Gewinn wiesen indessen Bemberg auf, die bei etwa 150 000 RM Nachfrage um 11½ auf 120 v. H. heraufgeseizt werden mullten. Im Börsenverlauf machte die Aufwärtsbewegung zunächst kleine Fortschritte, bis gegen 13 Uhr das Geschäft etwas nachließl. Der Markt der festverzinslichen Werte wies bei ruhigem Geschäft freundliche Haltung auf. Die Reichsaltbesitzanleihe blieb mit 118 bis 117½ last unveränder und auch die Reichsanleihen von 1927 und 1934 behauplelen ihren allen Stand. Länderanleihen lagen kursmäßlig elwas runiger als in den leizten Tagen. Mecklenburg-Schweriner von 1928 stiegen um ½ und Bayern von 1927 um 0.17 während Bayern von 1933 um 0.20 v. H. nachgaben. Stadtanleihen mußten vielfach um ½ v. H. im Kurse heraufgeseizt werden. Die Gemeindeumschuldungsanleihe blieb nach ihrer letzten Aufwärtsbewegung mit 89¼ v. H. unverändert. Auch Landschaften waren meist auf alter Kurshöhe im Verkehr. Der Pfandbriefmarkt zeigte kursmällig unveränderte Haltung. Die Sexien 1926 bis 1929 der Deutschen Hypothekenbank befestiglen sich um ½ v. H. Von Liquidations-Pfandbriefen zogen die der Deutschen Hypothekenbank um ½/. Leipziger Hypotheken und Preußische Bodencreditbank um ¼ v. H. an. Die Younganleihe gab um ½ v. H. nach. Reichsschuldbuchforderungen blieben behauptet. Mittlere Fälligkeiten wurden vereinzelt ½ höher als am Sonnabend umgeselzt. Der Geldmarkt zeichnete sich durch weitere Flüssigaus, so daß der Satz für Blankotagesgeld in unterkeit aus. so dan u. änderter Höhe von 2½ bis 2¼ v. H. konnte. Man notierte: Disch. Schuld 117.90. Aku 943/4, berg 120, Julius Berger kohlen u. Brikeits 225. ompania Hispano 468. 122½. Dessauer Gas 111“ Brauerei 210, Elektr. Licht Brauerei 92. I. G. Farben 1 beibehalten werden 0—v. Anl. Ausl.-Sch. einschl. ½ Ablös.AEG 40%. BMW 137%, I. P. Bem1367/8. Berl. Maschinen 141, BraunBuderus 121½. Charl. Wasser 118. Conti Gummi 174¼, Daimler Benz Dtsch. Erdöl 146. Dortmd. Unionu. Kraft 161¼, Engelhardt8. Feldmühle 144⅞. Gesfürel Th. Goldschmidt 120. Harpener Bergbau 157½. HoeschKöln., e essen 119½. Kali Aschersieben 148. Klöcknerwerke 132. Kokswerke Chemie 143¼, Laurahütte 19. Mannesmann 16%, Mansfeld 10.. Maschinenbau 122. Orenstein u. Koppel #r, Rheinstahl 155, RWE 141½, Rülgerswerke 139¼/4. SalzSchubert u. Salzer 145. Schuckert u. Co. 161¼ Schultheißl-Patzenhofer 106½. Siemens u. Halske 206. Ver Stahlwerke 120%, Zellstoff Waldhof 171, Reichsbank 193¼ Oiaui Nine 44 124½: Hapas 1o·3. Nordd. Llond 16 4(3½)% Dividende bei der GliH. „#er Aufsichtsret der Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb, hat in seiner am 17. Okt. abgehaltenen Sitzung beschlossen, der am 28. Nov. staltsindenden General-Versammlung die Verteilung einer Divi# in llöne von 4(i. V. 3½)% für das Geschäftsjahr 1935/36 vorzuschlagen. Dieser Dividendenden-Vorschlag, den die Gilll als letzter der drei am 30. Juni ihr Geschäftsjahr abschließlenden wesideutschen Montankonzerne unterbreitet, entspricht elwa den Erwartungen. Mit der Erhöhung der Dividende um we beschränkt die Gesellschaft die Vermehrung der Ausschüllung auf dasselbe Mall wie der Hoesch-Konzern, setzt sich damit aber in der Gesamtdividende über diese Gruppe nachdem sie bereits im Vorjahr eine Dividende von 3½% verteilt hatte. Mit der vorgeschlagenen 4proz. Ausschüllung sicht die Glill zwischen der Hoesch-Gruppe, die 3½% vereilt, und dem Klöckner-Konzern, der 4½% ausschüllel Da somit jeder der drei Konzerne eine andere Ausschüllung vornimmt, ist es auch in diesem Jahre nicht zu einer einheitlichen Dividenden-Politik in der wesideutschen Montanindustrie gekommen. Warenmärkte Hamburger Warenmarkt Hamburg, 19. Okt. Reis: Die Mühlen waren heute mit neuen Abgaben am Markte. Die zur Verfügung gestellten Mengen fanden schlank Aufnahme. Die Preise der einzelnen Sorten stellten sich wie folgt: Burma LR 0 10.50, o#s uS 00 1..30. Roulmein L 000 15.20, Siam 1.80 00/000 glasiert 12.90, Siam LSti 0000 glasiert 15.60, Pers. Re10, Brasil Japan Vorlauf glasiert 17.95, ValenI.V 000 glasiert 15.55, Mexican mex. 00/000 glasiert 16.—. Merican mex. 0000 glasiert 21.—. Bruchreis L1 grob 8.85 lanener Mala 6/0 trocken 13.05, Italiener itala 6/0 glasiert 3.30, Italiener itala 6/0 trocken ab Mühle Oberitalien 12.25 „hener lala 6/0 glasiert ab Mühle Oberitalien 12.50 RM. Alles für 50 kg brutto ab Mühle verzollt einschl. Ausgleichssteuer und Jetziger Monopolabgabe, Lokoware 6 Wochen Empfang. Nr. 6 in Säcken von 100-110 kg. Nr. 7, 9 und 10 n S ä c k e n j e 1 0 0 k g, a l l e s a n d e r e i n S ä c k e n j e 1 1 0 k g. Magdeburger Zucker-Notierungen Magdeburg. 19. Okl. Gemahl Mehlis per Okt. 31.15 +31.50; per Okt.-Dez. 31.15+31.50. Tendenz: ruhig.(Notie rungen in RM für 50 kg Weillzucker(einschl. 0.50 M für „.K.,u.,,.50 M Verbrauchssteuer) brutto für netto ab Fabrik-Verladestelle Magdeburg und Umgebung, bei Mengen von mindestens 200 Zeninern.) Magdeburger Zucker-Terminnotierungen , M a g d e b i r s. 1 9. O k.,( E r s t e Z i l f e r B r i e f, z w e i t e G e l d.) 3.40, 3.25, Fehr. 3.45, 3.30, März 3.55, 3.40; Mai 3.65, 3.50: Okt., Nov., Dez. 3.30, 3.15. Tendenz: rungen in RM für 50 kg Weillzucker netto frei Seeschiffseite Hamburg.) Essener Schlachtviehmarkt Essen, 19. Oktober. Auftrieb: Rinder 809, darunter: Ochsen 227. Bullen 200. Kühe 240. Färsen(Kalbinnen) 142, Kälber 528, Schafe 95, Schweine 2184. Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, bei Kälbern flott, bei Schafen miltel. Bezahlt wurden für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 45. b) 41. Bullen: a) 43. b) 39. c) 34. Kühe: a) 43. b) 39. c) 33. d) 25. Färsen(Kalbinnen): a) 44. b) 40. c) 35. Kälber: Sonderklasse 78. a) 63. b) 53, c) 38. Schale: d 50—58. h) 40—45, 1) 32—38. Schweine: a) 56.50, b 1) 55.50, b 2) 51.50. c) 52.50, d) 50.50, g 1) 55.50, g 2) 52.50. Wuppertaler Schlachtviehmarkt Wuppertal, 19. Oktober.(Eingeklammerte Zahlen für Nebenmarkt Hlagen). Auftrieb: Rinder 802(165), davon: Ochsen 318(36), direkt 1. Bullen 42(30), direkt(1), Kühe 196(74), direkt 2(3). Färsen 216(25), Kälber 547(87). direkt 3, Schafe 13(15), direkt 189, Schweine 2071(460), direkt 52(54). Marktverlauf: Rinder und Schweine zugeleilt, bei Kälbern flott. Berahlt wurden für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 45. b) 41. Bullen: a) 43. Kühe: a) 43, b) 35—39, c) 25—33. Färsen: a) 44, b) 38—40. Kälber: Sonderklasse 78. a) 63. b) 53 c) 38. Schweine: a) 56.50, b 1) 55.50. b 2) 51.50, c) 52.50, d) 50.50. g 1) 55.50, g 2) 52.50. Duisburger Schlachtviehmarkt Duisburg, 19. Oktober. Auftrieb: Rinder 637, Ochsen Bullen 44, Kühe 212, Färsen(Kalbinnen) 150, Kälber Schafe 35, Schweine 2034. Marktverlauf: Großvich und Schweine zugeteilt, Kälber zugeteilt. Bezahlt wurden für is Lebendgewicht: Ochsen: a) 45. Bullen: a) 43. Kühe: „ 0 u S 33. d), 25. Färsen(Kalbinnen): a) 44, „ 49 8 5 418 7 s.48. b) 53. c) 38. 0) 38. Schweine: a) 57, b 1) 56. b 2) 55, c) 53. d) 51. g 1) 56. Düsseldorfer Schlachtviehmarkt Düsseldorf, 19. Oklober. Auftrieb: Rinder 612, darunter: Sälber 338, Schafe un nune 162, Farsen(Kalbinnen) hälber 338, Schafe 59, Schweine 1935. Marktverlauf: vien, Kälber und Schweine zugeteilt. Bezahlt kg Lebendgewicht: a) 45, b) 41 Kühe: a) 43. b) 39, c) 33. d) 25. a) 44. b) 40. c) 35. Kälber: a) 63. b) 53. c) 38, d) 38. a) 57. b 1) 56. b 2) 55. c) 53. d) 51, 231. 350 94. Großwurden für Bullen: a) 43. b) 39. Färsen(Kalbinnen): s 1) 50, ruhig.(Nolieeinschl. Sack, Schweine: 8 2) 53 Kölner Schlachtviehmarkt Köln, 19. Oktober. Auftrieb: Rinder 1134. darunter: 4lsar## vunen 30. huhe 208. Färsen(Kalbinnen) 203, Kalber 633. Schafe 173. Schweine 3239. Marktverlauf: GroßSchweine zugeteilt, bei Kälbern lebhaft, bei Schabelebl. Bezahlt wurden für 50 kg Lebendgea) 45, b) 41. Bullen: a) 43. b) 39. Kühe: „ 25. Färsen(Kalbinnen): a) 41. b) 10 Kälber: a) 60—63, b) 50—53, c) 38. d) 38.“ e) 50—52. Schweine: a) 57, b 1) 56 § 1) 56. g 2) 53. vieh und len ziemlich wicht: Ochsen: a) 43. b) 39. c) 33. d) 25. Schafe: d) 55—56, b2) 55. c) 53, d) 51, Die Lage der Eisenindustrie Geheimrat Klöckner sieht günstige Entwicklung des Auslandsgeschäfts Getreidemärkte Getreide, seine Aktionalen 12. der sen der sollte dadurch stig gestellten Länder den Ländern, die eine Abwertung vornehmen wollen, Zusicherungen gemäll dem internatioAbkommen vom 26. September 1936 geben); eine grundsätzliche währungspolitische Verstandigung zwischen den Großmächten über folgende Punkte: Verzicht auf Vornahme einer Abwertung zum Zwecke des internationalen Weltbewerbs. Sicherung und Ausdehnung der Stabilität der Wechselkurse nach Anpassung an die Notwendigkeiten der einzelnen Länder. Ausschallung der saisonmäßigen Währungsschwankungen, Anerkennung der Notwendigkeit eines möglichst raschen Cebergangs zu einem stabileren System; 13. die aumahliche Abschaffung der Devisen„ontro," und der Clearings, und zwar in dem Malle, in dem es sich als möglich erwiesen haben wird. das Problem der internationalen Verschuldung zu regeln. den internationalen Kreditverkehr wieder zu beleben und die ungeregelten Kapitalverschiebungen(z. B. durch Moratorienverträge) zu beschränken. Die Schlußfolgerungen Im Anschluß an die Verwaltungsratssitzung der Internationalen Handelskammer wurde eine Presse-Erklärung verölfentlicht, in der der Präsident der IHIK., Dr. F. H Fentener van Vlissingen, über die Schlußfolgerungen berichtete, zu denen die vom gemeinsamen Ausschuß der Carnegie-Stiftung und der IHK. herangezogenen Wirtschaftssachverständigen gelangt sind und auf die sich die Erklärung des Verwaltungsrates gründet. In dieser Erklärung heillt es u. a.: Politik. Verschuldung. Währung und Handel als Teile des großen Problems des aufbaus des Wellmarktes betrachtet werden Der Zugang zu Rohstoffen seizt die Fähigkeil satz der Fertigwaren voraus. Der Absatz mussen Wiederzum Abvon AgrarIn der GV. der Klöcknerwerke AG. äußerte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats Geheimrat Peter Klöckner wie in den vergangenen Jahren wieder ausführlich über die Geschäftsaussichten bei der Gesellschaft und in der Montanindustrie im allgemeinen. Dabei sprach er zunächst Befriedigung darüber aus, daß er sein den naren gegebenes Wort bezüglich ihres Anteils an den steigenden Erträgnissen wahrmachen konnte obwohl die Mittel zusammengehalten werden müßten, um die kommnenden großen Anforderungen ohne fremde Hilfe durchführen zu können. Die (iesellschaft habe noch ein großes Programm für die nächsten Jahre vorliegen, das im Laufe der Zeit noch Erhöhungen erfahren könne. Dieses Programm enthalte als den Einsatz des Konzerns zum Vierjahreplan eine bedeutende Summe für weitere Anlagen Die Tochtergesellschaft Humboldt-Deutz befinde sich in fortwährender starker Entwicklung sie werde im neuen Geschäftsjahr nie dagewesene Umsätze erzielen, die nicht mehr im richtigen Verzu dem AK der Gesellschaft stehen. Die Klöcknerwerke haben deshalb einen Antrag, das AK der Humboldt-Deutz von 26 Mill. RM. auf Mill. RM., also um 6 Mill. zu ernonen, zugestimmt und sich bereit erklärt, die Aktien zu übernehmen und längere Jahre zu sperren. Sie habe ferner zugestimmt, die noch außenstehenden Aktionr nurch Ankauf des Bezugsrechtes zu entschädigen. Ueber die Zukunftsaussichten führte dann Geheimrat Klöckner aus, daß die starke Beschäftigung und die Hebung des Geschäfts sich auch in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres Die Kohlenförderung stieg auf t d i e K o k s e r z e u g u n g a u f 3 1 7 1 0 0 114), die Roheisenerzeugung auf 192 403(171 685) und die Rohstahlerzeugung auf 258 355(245 012) t. In Kohle und Koks steige das Geschäft weiter an. Das Kohlen-Syndikat sei mit rund 55 Prozent beschäftigt gegen 45 Prozent im letzten Monat, in Koks mit 33 Prozent gegen 27 Prozent. Besonders stark beschäftigt sei man in Bunkerkohle, aber auch alle übrigen Sorten fänden vollen Absatz Geheimrat Klöckner sprach dann die Annahme aus, daß der Auslandsabsatz in Kohle und Koks in der nächsten Zeit noch weiter steigen und daß demnach die höchste Exportzahl nach übertroffen werden könnte. Infolge dieser günstigen Kohlenlage sei die Belegschaft der Zechen in den letzten 14 Tagen um ca. 1000 Köpfe erhöht worden. rie Beschäftigung der Hüttenwerke sei noch stärker. Man glaube aber nicht an eine weitere Erhöhung der Erzeugung. Die im ersten Vierteljahr des neuen Geschäftsjahres erreichten Ziffern könnten für die nächste Zeit als Maximum angesehen werden, auch weil der Stahlwerksverband für den Auslandsabsatz internationale Bindungen einzuhalten habe. Im allgemeinen sei die Entwicklung der ausländischen Beziehungen für die nächsten Jahre gunstig zu beurteilen. Wie früher bereits angedeutet worden sei, liege in der ganzen Welt ein erheblicher Bedarf in Eisen- und Stahlerzeugnissen vor. Es wurde verwiesen auf die übergroße Entwicklung in Schweden. England. Südamerika, Japan. Rußland und jetzt auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Produktionsstätten dieser Länder würden noch lange zu tun haben, um den Bedarf zu befriedigen, und aus diesem Grunde anden auch für Deutschland günstige Aus Zum Schluß seiner Ausführungen bezeichnete Geheimrat Klöckner die Zukunftsaussichten als günstig. Für das laufende Geschäftsjahr könne wieder ein zufriedenstellender Abschluß erwartet werden. Ueber die bei der Tochtergesellschaft Humboldt-Deutz vorgesehene Kapitalerhöhung um 6 Mill. RM. wurde noch mitgeteilt, daß die neuen Aktien von den Klöckner-Werken zu 100 Prozent zuzüglich Unkosten übernommen werden sollen. Der Abschluß wurde hierauf von der Versammlung ein stimmig genehmigt und die Dividende auf 4½(3) Prozent festgesetzt. Neu in den AR gewählt wurde Dr. Hans Schippel(Dresdner Bank. Berlin) Ferner wurde eine Satzungsänderung beschlossen #„Aufsichtsratsvergütung betrifft. Danach erhält der Aufsichtsrat künftig eine jährliche fest Vergütung, die 10000 RM. für den Vorsitzenden, 50D„RM. für die stellvertretenden Vorsitzenden und 9 000 RM. für jedes der übrigen AR-Mitglieder betragen wird. Diese feste Vergütung wird auf gie. Tan gemen angerecune Vertreten waren 86.30 Mill. RM. Aktien durch 154 Aktionäre. Hamburger Cif-Notierungen für Kleie und Saaten Hamburg. 19. Okt. Weizen: Manitoba I hard Okt. 4.99, „nitopa 1„kt. 4.96, Rosale 79 kg Okt. 182, Barusso 80 kg Okt. 180. Gerste: Plata 67-68 kg Nov. 130, Okt.-Nov. 132. %# 85100 L Plata 7,73 ks Okt. 128. Mais: La Plata schw. 119. Okt. 107. Nov. 106.6. Dez. 107. Hafer: Plala Unclipped 46-17 kg Okt.-Nov. 108. Plata clipped 51-52 kg Okt.-Nov. 110. Weizenkleie: Pollards Okt. 115, Bran schw., Okt. Leinsaal: La Plata 96%/8 Okt., Nov. 220, RizinusOkt.-Nov. 13/2/6, Bombay Leinsaat 100% Okt.-Nov. Rapssaat Toria Okt.-Nov./17/6. Frankfurter Schlachtviehmarkt Frankfurt a. M., 19. Oktober. Auftrieb: Rinder 1109 darunter: Ochsen 405. Bullen 99. Kühe 376. Färsen(Kalerigutz, Giroduie 3“ Schale 118. Schweine 1977. Markt„##nn und Schweine zugeteill, bei Kälbern rege, scnaien ruhig. Bezahlt wurden für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 43—45, b) 41, c) 36. Bullen: a) 41—43 39. Kuhe: a) 40—43, b) 35—39, c) 27—33, d) 25. Färsen (Kalbinnen): a) 41—44. b) 36—40, c) 35. Kälber: a) 0.—46. 1) 30.- zu. 1 Se. 0) 48-0. e) 41—-47. 0) 38-42. „o, 1) 30—38. Schweine: a) 57. b 1) 56. d) 51. g 1) 56. v P! 56. b 2) 55, c) 65 h) 55. saa 13/10 Viehmärkte Dortmunder Schlachtriehmarkt ortmund, 19. Oktober. Auftrieb: Grolfviel 755, darunter: 207 Ochsen, 100 Bullen. 321 Kühe. 127 Färsen, Kälber 425. Schafe 112. 1 Ziege, Schweine 1394. Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, bei Kälbern flott, bei Schalen nezanlt wurden für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 45, b. 41. Bullen: a) 43. b) 39. Kühe: a) 43. b) 35—39, 33. d) 25. Färsen(Kalbinnen): a) 44. b) 40. Kälber a) 65. b) 53, c) 38. d) 38. Schafe: c) 52—56, e) 48—51 Schweine: a) 56.50. b 1) 55.50. b 2) 52.50, d) 50.50. g 1) 55.50. Die festgeseizten Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schlieBen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht, larkt- und Verkaufskosten sowie für Umsatzsteuer den natürlichen Gewichtsverlust ein. Husumer Marktbericht Een Perie zu den schleswigholsteiniVerkel- und Jungschweinemärkten betrug in der Losteten: 4· 6 v%% sug Der Hlandel war lanssam. Es „“sL5###, Wocnen guie Ferkel 7—10 RM. 6-8 #e.„.- nol. über 8 Wochen alle 12—11 RM kosteten: Leichte Ferkel 34—36 lere 32—34 Rpf., schwere 30—32 Rpf. das Schweine kostelen: Beste Ware 51 Ruf #### pcernsen 4 3—4, Ro., Sauen je nach das Pfd. Lebendgewicht. In Kiel waren am Markt. schen letzten Wochen das Stück. Rpf., mittPd.— Felte mitllere 48—50 Güle 43—48 Rpf. 1253 sette Schweine für und Bochumer Schlachtviehmarkt Bochum, 19. Oktober. Auftrieb: Rinder 223, darunter: Ochsen 24, Bullen 41. Kühe 98, Färsen 60. Kälber 127, Schweine 1208. Marktverlauf: Rinder und Schweine zugeeilt, bei Kälbern rege. Markt geräumt. Bezahlt wurden für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 45, b) 11. Bullen a) 43, b).39. nune: a) 43, b) 39, c) 33. Färsen: a) 44, b) 40. Kälber: Sonderklasse 78. a) 63, b) 53, c) 38. Schafe: 928—V.. 40—43. Schweine: a) 56.50, b 1) 55.50, b2) 54.50, c) 52.50, d) 50.50, g 1) 55.50. diesem schreiten kann nennenswertem Berliner Produktenbericht (Eigener Drahtbericht) Psseir###1;, Dje Lanawjrischaft ist nach wie vor mit den Feldarbeilen dringend beschäftigt, so das sie aus frunde nicht zum Ausdrusch und zur Verladung 1H. Weder Weizen noch Roggen waren in ### m U m l a n g a n g e b o t e n. D i e N a c h f r a g e d e r Mühlen hielt unvermindert an. Die Mühlen das bereits vorher auf Lager genommene ihre Betriebe aufrecht zu erhalten. Den genügend Mehl zur Verfügung gestellt im allgemeinen besser als Roggenmehl getreide wurde kaum angeboten. Auch war von Zufuhren nichts zu hören. mn Industriegerste befriedisten die angebotenen Qualitäten nicht die Ansprüche Brausersien standen nicht zur Verfügung. stetige Tendenz. h. verwenden Mahlgut, um Märkten wurde Weizenmehl war begehrt. Futterin Industrichafer der Fabriken. Futtermittel hatten Rheinisch-Westfälische Börse zu Düsseldorf Düsseldorf, 19. Okt. Bei teilweise lebhaftem Geschäft eröffnete die Börse in fester Haltung. Sowohl das Publikum als auch die Kulisse waren mit Kaufaufträgen am Markt, wobei Montanwerte bevorzugt wurden. Die Kursgewinne lagen durchschnittlich über 1%. Die Börse schloß meist zu den höchsten Tageskursen. Rotterdamer Frachtenmarkt Weiter erhöhte Güterzufuhr/ Anziehende Frachten Wie in unserem Samstag-Bericht an dieser Stelle bereits erwähnt, würde eine Erhöhung der Frachten bei unverändert guter Güterzufuhr keine Ueberraschung mehr sein. und tatsächlich konnten bereits die an einigen Tagen ver geplich getorderten Zuschläge inzwischen definitiv durchgeholt werden. Beim Oberrhein-Geschäft kommt dies zwar in der Nolierung nicht, oder kaum Ausdruck, denn sie ist nach Mannheim. Karlsruhe und Straßburg sowie nach den Mainlöschplätzen bis Aschaffen burg nach wie vor uneinheitlich, da Kahnraum, der als unbedingt vom freien Markte stammend bezeichnet werden könnte, fast nicht angenommen wird, Andererseits ver gütet indessen der Schifferbetriesverband zweisellos bei Vorlagen à conto der Schiffsgestellungsverträge— diese Charterungen stehen nach dem Oberrhein fast ausschließ lich zur Erörlerung— eine bessere, der veränderten Marktlage entsprechende Fracht, so daß die Erhöhung dadurch praktisch trotzdem auch nach Mannheim usw. ausgewertet wird. Die Verladungen nach dem Oberrhein sind insgesamt relaliv immer noch schlecht, wofür als Be gründung die wiederholt berichtete Fehl-Zufuhr von Holz genannt werden müllle, und auch die Inanspruchnahme des freien Marktes ist nur mäßlig, aber demgegenüber sicht eine durchaus feste Tendenz. Das Angebot von Kahnraum allen Tagen zwar genügend, aber meistens niemals reichlich, denn Partikulierraum wird nicht wenig leer nach der Ruhr geschleppt. Die Getreidezufuhr ließ ebenfalls. vor allen Dingen hinsichtlich der für den Oberrhein bei stimmten Mengen, sehr zu wünschen übrig, und bis einschließlich Samslag wurden nur 14 Holzdampfer gelöscht. ohne Aussicht, daß etwa noch größere Partien in diesem oder im nächslen Monat nachgeliefert werden. Nach dem Niederrhein seizten bereits gegen Mitte der vergangenen Woche die Versuche ein, höhere Frachten zu erzielen, und schließlich gelang es. 5 Cents mehr zu vereinbaren bei weiter sleisender Tendenz. Samstags wurden einige Abschlüsse aufgegeben, wofür noch bessere Sätze durchscholt worden sein sollen, jedoch war eine einwandfreie Charter nicht einzusehen. Unter diesen Umständen mußte bis Samslag von einer uneinheitlichen Notierung für Erz nach der Ruhr gesprochen werden. wobei jedoch als Minimum-Basis allgemein 25, 30 Cis. pro Tonne nach Duisburg bei 4 bzw. 8 Löschtagen mit den entsprechenden Zuschläsen nach dem Rhein-Herne-Kanal nach Mülheim-Ruhr und nach Stationen oberhalb Duisburg gültig gewesen sein dürfte. Die Erzzufuhr war mit 24 Dampfern gut, abgesehen davon, daß auch in Vlaardingen im Thrssen-Vulcaan-Hafen große Partien gelöscht wurden. die hauptsächlich durch die Vereinisten StahlwerkeiN. V. Seam zur Abfertigung selangten. Dieser Konzern buchte auch in der vergangenen Woche den sogenannten Löwenanteil bei der Entlöschung von Erzdampfern für sich, aber auch Krupp. Nannesmanni GutehoffnunsshüftelN. V. Walzum waren ziemlich gut beschäfligt und konnten, mit Ausnahme von Krupp. viel Erz mit Eisenraum ab Rotterdam nach der Ruhr auf den Weg bringen. Am freien Markte wurde regelmäßig gechartert. Seitens der Reedereien, die nicht über eigene Transporte verfügen, wurde in der zweiten Wochenhälfte auch weniger Raum angeboten, so daß es nicht möglich war, sich ausschließlich mit Reederei- und Eigenraum zu helfen. Ebenso wie Kähne, die sonst viel nach dem Oberrhein eingeteilt werden, seit einigen Wochen in nicht geringer Anzahl leer nach der Ruhr schleppen so war einwandfrei in der vergangenen Woche zu beobachten, daß auch große Schilfe, die meistens Erz nach Duisburg laden, nicht auf die Liste gesetzt wurden, sondern leer aufschleppten. Nach der vorgenommenen Erhöhung der Erzfrachten ist zu erwarten, daß das Angebot von Kahnraum in Rotterdam etwas besser werden wird, denn bisher war, nicht zuletzt infolge der Wartezeiten, für die Parlikulierschiffer trotz der Sonderauslagen für Leerschlepplohn ein besseres Geschäft zu machen, auch auf die Gefahr hin, in Ruhrort einige Wochen leer liegen müssen. Umleitung von Antwerpen über Rotterdam Die Aussichten für die kommenden Wochen können günstiger beurteilt werden, womit nicht gesagt werden soll, daß die Besserung ausreichend wäre, die in diesem Jahre erlittenen Verluste auszugleichen. Die Stimmung wird jedoch am Rotterdamer Frachtenmarkte auch dadurch mit befesligt, das wahrscheinlich Partien, die bis vor einigen Monaten noch über Antwerpen geleitet wurden. wieder nach Rotterdam dirigiert werden. In einigen Fällen lälst sich für chiese Kursänderung bereits der Beweis erbringen, und es gehören sogar Schwefelkies- und PhosphatPartien dazu. Nach der Ermäßligung der holländischen Lotsen- und Hafengebühren hat nunmehr die Abwertung des Culden das frühere Verhältnis zwischen dem Kostenniveau der holländischen und belgischen Sechäfen vollständig über den Haufen geworfen. Die münztechnische weitere Verbilligung betrug zunächst 20%, ohne daß eine nochmalige Verringerung ausgeschlossen ist, jedentalls bestimmt in Antwerpen befürchtet wird. Die Bilanz für Rotterdam hat also ein anderes Aussehen erhalten, wohei als einziger günstiger Faktor für die belgischen Häfen nur noch von Wert ist, daß der Betrag an Rheinfahrt-Prämien, ausgedrückt in französischen oder Schweizer Franken, zu Gunsten der Emplänger, Käufer In Belgien wünscht man sich auf den Trumpf der Rheinfahrtprämien—. Holland bezahlt solche noch nicht— nicht mehr zu verlassen, nachdem der holländische Wirtschaftsminister erklärt hat, im Haag sei diese Materie nach nicht ad acta selegr. sondern die holländische Regierung werde eich einzuschalten wissen, wenn das Interesse der holländischen Hafen es erfordern sollte Die seitens der holländischen Rezierung verliehenen Unterstützungen sind vorläufig bis Ende dieses Jahres festgelegt. und dann werden neue Vereinbarungen getroffen dahin wird es auch wohl möslich sein, hinsichtlich der Devalvation bestimmte Schlüsse zu ziehen. Es braucht nicht daran gezweifell zu werden, das Rotterdam noch mals Gefahr läuft, im Haag werde der Ressort-Minister für die holländischen Häfen mit Rücksicht auf die belgische Konkurrenz etwas„übersehen“. Die Lehren der letzten zwei Jahre sind zu kostspielig gewesen, dall denn auch die zukünftigen Verkehrsziffern in Rotterdam eigentlich nur vorteilhaft sein können, wenigstens relativ. Ro. Duisburg-Ruhrorter Schifferbörse Duisburg-Ruhrort, 19. Oktober. An Rhein und Ruhr sind für die Bergfahrt verschiedene Charterungen ab Kanal aus dem freien Markt getätigt worden. In der Fahrt nach Rotterdam war mällige Anforderung mit Kanalvorlage bei unveränderten Frachten. Bergfrachten ab Rhein- und Ruhrhäfen nicht notiert, ab Rhein-Herne-Kanal nach MainzGuslavsburg 1.10, nach Mainplätzen bei Frankfurt 1.25 nach Hanau 1.30. nach Aschaffenburg 1.35, nach Mannheim 1.10 nach Hag„ohe.1.30, nach Lauterburg 1.35 und nach Straßburg 1.60 RM, bei ganzer Lade- und Löschzeit. TalTrachten an Rhein-Zechen-Häfen nach Rotterdam 0.90, nach Antwerpen-Gent 1.20, nach Brüssel 1.40 und nach Lüttich 1.80. ab Rhein-Herne-Kanal nach Rotterdam 1.10, nach Answerven-ent, 1.30, na, Brüssel 1.60 und nach Lättich einschließllich Schleppen. Schlepplöhne ab Rheinund Ruhrhäfen nach Mainz-Gustarsburg 0.80—0.90 und nach Mannheim 0.90—1.0 RM. Festverzinsliche Werte: Essen 1926, Ag. 19 Duisburg 1926 Duisburg 1928 Oberhausen 1927 Rheinprov Ldbk. G. Pfdbr. 3 dto. Kom. A. 4 Dt. Kom. Sammelabl. Anl. R. 2 dto. ohne Auslosung Rh.-Westf. Bod Cr. G. Hyp. R. 1 dto. R. 11 dto. Kom. 1926 R. 4-6 Westd. Bod. Er G. 24-26. dto. Kom. Em. 4. 8 Dt. Schiffskr. G. Pidbr. R6 Aktien: Bösperde Walz Bonner Bergw. u. Hüttenverein Braunkohle Zukunft Dahlbusch dto. Vorz. Dorstener Eiseng. Gerresheim Glas Hallesche Salz Köln Gummilägen Königsbrauerei Duisburg Rheinische Enezgie Schlegel Scharpens Ver. Rumpuswerne Waggon Uerdinger Dortmunder Aktien. rauerei Dortmunder Ritterbr-uerei Dortmunder Unionbra ierei 16. 10 92¾ G. 92¾ G. 92¾ G. 92.40 96¾ G. 94½ G. 142 G. 28¾ G. 97G. 100¾ G. 95 G. 95½ G. 94½ G. 95¼ G. 127 B. 151 G 143½ B 140 G. 155 G. 77 G. 119½ 150 G. 119½ 141½ G. 97¼ G. 205 G. Weizen frei Berlin Roggen frei Berlin Braugerste gute frei Berlin Wintergerste, zweizeilig frei Berlin Wintergerste, vierzeilig frei Berlin lafer ab Station Weizenmehl PreisgebietV Rosgenmehl PreisgebietV Weizenkleie Roggenkleie Viktoriaerbsen Kleine Speiseerbsen Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken, deutsche Lupinen, blaue Lupinen, gelbe Seradella, neue Leinkuchen Basis 37% Erdnufik. Bas. 50% ab Hbg. Erdnullkuchenmehl deutsche Mahlung Trockenschnitzer Sojabohnenschrot 46% ab Hamburg Sojabohnenschrot 46% ab Steitin Kartolfelflocken, waggonfrei Stolp Kartoffelflocken. Parität Berlin 19. 10. 16. 10. 204 167 146 27.30 21.55 11.30 9.95 36½-41½ 34—36 15 24—26 76—29 23—24½ 26- 28 16—17 24—25 16.38 15.88 17.38 8.60 15 58 15.98 18.30 19.40 704 167 146 7730 21.55 11.30 9.95 24—26 26—29 23—24½ 26—28 16- 17 24— 25 16 38 15.88 1738 8.60 15.58 15 98 18.20 19.30 Wetter Temperatur Ort Pegelstand Rheinfelden 244 Breisach 144 Straßburg 267 Kehl 267 Maxau 428 Mannheim 326 Mainz 95 Bingen 194 Caub 217 Koblenz 214 Köln 195 Dusseldorf 135 Duisburg 26 Ruhrort 51 Wesel 29 Emmerich 155 Thiel 229 Nebenflüsse: Lohr(Main) 103 Ems(Lahn) 110 Trier(Mosel) 35 Mülheim(Ruhr) 127 Ruhrschl. Duisb. 370 (Unterwasser) Weserwasserstände Bremen, 19. Okt. Hann.-Münden 1.52+3, 2.28—2, Hameln 1.52+1, Minden 2,01+6. Elbewasserstände Hamburg. 19. Okt Dresden+1.32, Wittenbers+2.09 Masdeburs 11.24, Tangermönde 41.86. Oderwasserstände Steitin, 19. Okt. Normalwasserstand 0.63. Telegraphische Ausz ahlung am 19. Oktober 1936 Aegypten 1 ägypt. Pid. Argentinien 1 Pap. Peso Karlshafen brücke Küstrin: PegelbaumBelgien Brasillen Bulgarten Canada Dänemark Danzig England Estland Finnland Frankreich 100 Belga 1 Milreis 100 Leva 1 canad. Doll. 100 Kronen 100 Gulden 1 Pfund 100 estn. Kr. 100 finnl. M. 100 Frcs. Griechenland 100 Drachm Holland 100 Gulden lran Island tallen Japan Jugoslawien Lettland Litauen Norwegen Oesterreich Polen Portugal Rumänien Schweden Schweiz Spanien 100 Rials 100 isl. Kr. 100 Lire 1 Ven 100 Dinar 100 Latis 100 Litas 100 Kronen 100 Schilling 100 Zloty 100 Escudo 100 Lei 100 Kronen 100 Franken 100 Peselen Tschechoslowakei 100 Kr Türkel 1 türk. Pid Ungarn 100 Pengö Urusuar 1 Gold-Peso V. St. v. Amerika 1 Dollar Klutige Rotter Leid erle 12.455 0.691 41.87 0.144 3047 2.489 54.27 47•04 12.155 67.93 5.365 11 585 2.353 133.82 15.13 54.51 13.09 0.710 5654 48.20 41.94 61.08 48.95 I78 11.045 2.488 62.67 57.08 7.48 8.761 1.978 1.329 2.489 12.485 0.605 41.95 0.146 3.053 2.498 5437 47.14 12.185 68.07 5.375 11 605 2.357 134.08 15.17 54.61 13.11 0.712 5.666 48.30 42.02 61.20 49.05 47.14 11.065 7.492 62.79 57.20 22.52 8779 1.982 1.331 2.493 Berlin, 19. markt waren Terminmarkt mit 57.25 RM notierte somit Berliner Metallmarkt (Eigener Drahlbericht) Okt. Die Notierungen am deutschen Metallzu Wochenbeginn unverändert. Auch am herrschte Stille. Del Notiz behauptete sich weiter. Nur Feinsilber verlor 0,40 RM und —ck nur 37.80 bis 40.80 RM. Geld vorige 12.475 0692 41.89 0.145 3.047 2.488 54.37 87.04 12.175 67.93 5.375 11.595 2.353 133.67 15.13 5461 13.09 0.711 5.654 48.2 41.94 61.19 48.95 47.04 11.06 2 488 62.78 57.20 23.48 8.761 978 1339 2.488 erlef 12.505 0.696 41.97 0.147 3.053 2.497 54.47 47.14 12.205 68.07 5.385 11.615 2.357 133.93 15.17 54.71 13.11 0.713 5.666 48.39 82.02 6131 49.05 47.14 11.08 2.492 62.90 5732 73.52 8.779 1.982 1.341 2.492 Del-Notis Elektrolytkupfer(wireb.) prompt cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam Berliner Metalle Orig. Hütten-Aluminium 98—99% in Blöcken, Walz- od. Drahtbarr. Orig. Hütten-Aluminium In Walz- oder Drahtbarren Reinnickel 98—997 Anlimon Regulus Silber in Barren ca. 900 f. kg. Gold Freiverkehr per 10 g Platin Freiverkehr 1 g Preise für 100 kg Vorige Heutige 57¼ 144 148 269 37.80—40.80 8¼ 144 148 269 8850—1120 Amtl. Preisfestsetzung für Kupfer, Blei und Zink (Reichsmark per 100 kg) Oktober November Dezember Januar Februar März Finanz-Anzeige „Im, beutigen Anzeigenteil befindet Anzeige der„Klöckner-Werke AG.“ Finans Westfättsche Landeszeitung Rote Erde 20. Ektober 1956 Jolge 287 Ein neuer Krone=Skandal ehemalige Generaldirektor der VEW versucht, Pensionsansprüche aufzufrischen Dortmund. Der Skandal, der sich in der Systemzeit um die beiden Generaldirektoren Krone und Fischer der VEW. drehte und ein umfangreiches Strafverfahren nach sich zog, dürfte noch in lebhafter Erinnerung sein. Im ersten Halbjahr 1931 setzten gegen Krone und Fischer Untersuchungen ein, die eine haarsträubende Mißwirtschaft ans Tageslicht brachten. In der Aufsichtsratssitzung vom 2. Juli 1931 beschloß das Präsidium der VEW., den beiden Generaldirektoren nahezulegen, ein Gesuch um Entbindung von ihren Aemtern bzw. Verträgen einzureichen, denn nur so könnten sie ihrer Entlassung vorbeugen.— Fischer wurde damals mit 18000 Mark(!) abgefunden, während Krone auf Lebenszeit eine monatliche Pension von 1000 Mark(!) zugesichert erhielt. So geschehen am 2. Juli 1931. Diese Pension wurde dann später laut Notverordnung auf 900 Mark gekürzt. Die VEW. rechneten bis zur Pfändungsgrenze zum Teil mit bestehenden Gegenforderungen auf. Sofort nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus griff der Staatskommissar ein und strich die Pension. 200 Mark sollten Krone vorläufig verbleiben, damit er nicht der öffentlichen Wohlfahrt zur Last falle. Nachträglich wurden dann auch die 200 Mark gestrichen, weil die Geschäftsführung des Krone in dem Prozeß gegen ihn als ungemein schädlich gebrandmarkt worden war. Im vorigen Jahre nun beantragte Krone das Armenrecht zur Durchführung eines Prozesses, in dem er vor der Zivilkammer in Dortmund für 41 Monate seine„rückständige“ Pension in einer Gesamthöhe von nicht mehr und nicht weniger als 40000 Mark und Weiterzahlung von monatlich 1000 Mark verlangte. Das Armenrecht wurde ausgesetzt. Man verwies auf das Gesetz über den Ausgleich bürgerlichrechtlicher Ansprüche vom 13. Dezember 1934, worin es heißt, daß nac Auffassung weiter Kreise des Volkes es dem gesunden Rechtsempfinden ins Gesicht schlägt, wenn ein wegen Untreue verurteilter Mann eine derart hohe Pension beziehe. Der formelle Anspruch steht im Widerspruch zu der nach nationalsozialistischen Begriffen geltenden Rechtsauffassung. Rechtlich und moralisch müsse der Anspruch auf diese Pension avgewiesen werden. Gesteon fand die Verhandlung vor der Zivilkammer in Dortmund statt. Der Vertreter der VEW., Rechtsanwalt Thaddey, hält den Vertrag von 1931 für unmoralisch und verlangt Abweisung der Klage. Der Verterter des Klägers dagegen, Rechtsanwalt Rust, stützt sich auf die Rechtsgültigkeit des damaligen Vertrages, mit dem das Gesetz über den Ausgleich bürgerlich=rechtlicher Ansprüche nichts zu tun habe(!). Die Entscheidung soll nun am 26. d. Mts. gefällt werden. Die frühere„Rote Erde“ in Bochum sowohl als auch die„WLZ“ haben sich wiederholt mit den Praktiken der Herren Fischer und Krone befaßt. Sie kennzeichneten die Träger des November=Systems, die den„Mut“ aufbrachten, einen Mann wie Krone, der wegen Untreue zu ein Jahr Gefängnis und 6000 Mark Geldstrafe verurteilt worden war, durch Gewährung einer hohen Pension obendrein noch zu belohnen. Großer Fischreichtum in den Kanälen links der Ems Nordhorn. In der letzten Zeit wurden von dem Nordhorner Sportanglerverein eine Reihe großer Fischzüge mit Hilfe eines Motorbootes durchgeführt. Hierbei wurde das gesamte Gebiet des Süd=Nord=Kanals von Schleuse 1 bis Georgsdorf abgefischt. Dieses Gebiet umfaßt etwa den zehnten Teil der Strecken, die der Sportanglerverein angepachtet hat. Auf jedem Fischzug wurden etwa sechs Zentner, im ganzen rund 25 Zentner Fisch erbeutet, die auf den Markt von Nordhorn und Umgegend gebracht werden. Achtung, Né=Lehrerbund Kreise Bochum, Herne, Wanne-Eickel und Wattenscheid Bochum. Der Vortrag von Prof. Andreas (Heidelberg), findet bestimmt am Mittwoch, dem 21. d. Mts., um 17 Uhr, im großen Saal des Parkhauses in Bochum statt. Krupp=Direktor Buschfeld* Essen. Am Freitagabend starb in Essen das Mitglied des Direktoriums der Friedrich Krupp AG., Wilhelm Buschfeld. Ein Herzschlag setzte dem Leben des 63jährigen ein Ziel. Ueber 26 Jahren hat der Verstorbene den Krupp=Werken seine ganze Kraft und sein großes Können gewidmet. Große Westsälische Kunstausstellung Dortmund 1936 Dortmund. Nur wenige Tage hatte Dort munds Kunststätte, das Haus der Kunst am Königswall, seine Pforten geschlossen. Der Ausstellung„Schönheit der Arbeit“ folgt nun die„Große westfälische Kunstaus stellung Dortmund 1936 vom 24. Ok tober bis 22. November. Die Schau wird ausgerichtet von der Stadt Dortmund unter Mit wirkung der Reichskammer der bildenden Künste— Landesleitung Westfalen=Süd und Westfalen=Nord. Die Geschäftsführung obliegt dem Städtischen Verkehrs= und Wirtschaftsamt Dortmund. Nachdem jetzt Plan und Gestaltung klargelegt sind, die Aufteilung der Ausstel lungsräume erfolgt ist und die westfälischen Künstler ihr starkes Interesse durch ihre Anmeldung gezeigt und die Arbeiten selbst seit einigen Tagen zum Versand gebracht haben, wird die Eröffnung der Ausstellung am Samstag, dem 24. Oktober 1936, um 16 Uhr stattfinden. Neben den Fachgebieten Malerei, freie Graphik und Plastik sollen diesmal die Architekten, die Innenraum= und Gartengestalter, die Kunsthandwerker und die Gebrauchsgraphiker stärker berücksichtigt werden als früher. Der Wucherer Nordhoff Zweiter Abschnitt des Dortmund. Im Sommer 1930 kam Rudolf Huntrup, Inhaber des Möbelvertriebs Huntrup, zu Nordhoff und beauftragte ihn am 30. Juni mit der Wahrnehmung seiner Interessen, denn er war in wirtschaftlicher Bedrängnis. N. sollte als Treuhänder mit den Gläubigern ein Moratorium und außergerichtlichen Vergleich anstreben. Die Schulden der Firma waren mit rund 260 000 Mark angegeben, und das Honorar des Treuhänders für seine Tätigkeit war mit 50 Prozent des in der Gebührenordnung für Buchsachverständige festgelegten Satzes vereinbart worden und betrug 1300 Mark. Nordhoff wurde tätig und brachte auch den Vergleich zustande. Dann schrieb er am 21. Juli 1930 den Gläubigern, daß seine Tätigkeit mit Herbeiführung des Moratoriums beendet sei. Rudolf Huntrup war nicht nur Inhaber des Möbelvertriebs, sondern auch Geschäftsführer der zweiten Firma Möbelhaus Norden G. m. b. H., und als solcher bat er am 24. Oktober 1930 Nordhoff, direkt oder indirekt eine Hypothek von 50000 Mark für das Möbelhaus zu besorgen, das Honorar solle 1 Prozent der besorgten und ausgezahlten Summen sein. Nordhoff aber ließ sich lediglich eine Zusage von einem ominösen Holländer geben, die dieser nicht erfüllte, und strich selbst für diese Tätigkeit 600 Mark ein. Es war jedoch ausdrücklich ausgemacht, daß er beim Nichtzustandekommen der Sache nur seine Auslagen erhalten solle. „Gewinnanteile" und Wucherzinsen Am 31. Oktober 1930 ließ er das Möbelhaus Norden mit einem Schreiben an sich herantreten, in dem er um ein Darlehn von 10000 Mk. gebeten wurde, das am 20. Dezember rückzahlbar sein sollte. Dieses Darlehn wurde nun die melkende Kuh für Nordhoff, und die Anklage nimmt an, daß er unter Angabe falscher Zahlungsgründe unerhörten Zinswucher betrieb. Nicht übertrieben war die normale Gegenleistung von 1 Prozent über Reichsbankdiskont, ¼ Vorschußprovision je Monat, ¼ Prozent Umsatzprovision pro Quartal; anormal aber war, daß er gewissermaßen die Valuta des Vortages berechnete; denn er nahm Zinsen für den ganzen vorliegenden Monat dazu. Nach dem Darlehn erhielt Nordhoff plötzlich 700 Mark ausgezahlt angeblich für das Moratorium, obwohl er doch nur 50 Prozent der normalen Honorare von Buchsachverständigen ausgemacht hatte. Am 5. Januar 1931 treffen wieder 500 Mk. und am 10. Januar 400 Mk. unter dem gleichen Nenner vom Möbelhaus Norden ein, und als im März 1931 noch 1847,20 Mk. rückständig sind, verlangt und erhält Huntrup von N. ein neues Darlehen von 12000 Mk. unter den gleichen Bedingungen am 25. März(Vergütungen galten natürlich rückwirkend für den ganzen Monat), und als der Rückzahlungstermin herankam, wurde das Darlehen verlängert, und Nordhoff sollte pro Monat 600 Mk.„Gewinnanteil“ neben den übrigen Vergütungen erhalten, und er erhielt sie längere Zeit. Nordhoff diskontierte aber auch bei der Commerz= und Privatbank auf Grund seiner dort ruhenden Effekten Wechsel des Möbelhauses und ließ sich dafür übermäßig bezahlen. Die Zinsen lagen zwischen 41 und 271 Prozent, doch immer noch wurden die Zahlungsgründe falsch angegeben. In der Verhandlung aber gab Nordhoff die unerhörte Zinsverschleierung in diesem Punkte zu. Als er eine Ausfallbürgschaft über 6000 Mk. bei der Dresdner Bank für die Firma übernahm, ließ er sich eine Pauschalvergütung von 60 Mk. dafür zahlen. Er wurde nie in Anspruch genommen. Für eine Bürgschaft für 4000 Mk. für das Vergleichsverfahren ließ sich der vorsichtige Mann von dem Sohn des Huntrup eine Rückbürgschaft geben und für eine dritte über 1612 Mk. an Rückständen bei der A. O. K. mußte Frau Huntrup ihm rückbürgen. Ihm konnte nie etwas passieren, und er verdiente fürstlich. Dies sieht man an dem Fall Kolodzinski Auto=An= und=Verkauf). Für 4000 Mk. Darlehen erhielt der Wucherer eine Vergütung von 400 Mk., für 4330 Mk. eine solche von 400 Mk. und für 700 Mk. eine solche von 50 Mk. Die Darlehen waren stets kurzfristig. Amtsträgerappell des Großer Aufmarsch des Bezirks Bochum vor dem Präsidenten des Reichsluftschutzbundes Die Vereinigung ehem. Garde=Jäger von RheinlandWestfalen hält am 25. Oktober 1936 in Düsseldorf ihre diesjährige Herbsttagung ab. Die Veranstaltungen finden gegenüber dem Hauptbahnbof im Bahnhofsbotel statt. Vormittags ist eine Besichtigung des SchlageterEyrenmals mit einer entsprechenden Ehrung. Auskünfte erteilt der Vereinsführer, Kamerad Rudolf Reisiger, Dortmund, Fuhrgabelstraße 9, Teleson 232 86. Bochum. Der Präsident des Reichsluftschutz bundes, Generalleutnant von Roques, stattete Bochum anläßlich einer Bezirksvorführung und des Amtsträgerappells der Bezirksgruppe Bochum einen Besuch ab. Mit großem Inter esse nahm der Präsident am Samstagnachmit tag an den Uebungen teil. Sonntag vormittag waren die Amtsträger, die Ehrenformationen der Partei und der Polizei zu einem Appell auf dem Sportplatz an der Krümmede ange treten, wo Generalleutnant von Roques grundsätzliche Ausführungen über den Luft schutz machte, in denen er u. a. hervorhob, es sei ihm eine besondere Freude, das Amtsträgerkorps der Landesgruppe Westfalen begrüßen zu können. Er sei nach Bochum gekommen, um den Amtsträgern Dank und Anerkennung zu sagen für die aufopferungsvolle mühsame Arbeit, die sie im Dienste des Reichsluftschutzbundes geleistet hätten. Der Dienst im Luftschutz fordere vor allem die Bereitschaft, nötigenfalls das eigene Leben einzusetzen, damit Leben und Eigentum der ihnen anvertrauten Volksgenossen erhalten bliebe. Mit berechtigtem Stolze könnten die zur Durchführung dieser hohen Aufgabe berufenen Amtsträger des RLB sich zu ihrem 11=Millionen=Bunde bekennen, in dem das nationalsozialistische Ideengut der Volksgemeinschaft und Volksverbundenheit, des opferwilligen Eintretens des einen für den anderen fest verankert sei. In seinen weiteren Ausführungen gab der Redner dann einen Ueberblick über das von dem RLB in den 3½ Jahren seines Bestehens Geleistete.— Der General schloß mit den Worten: Nun, Kameraden, arbeiten Sie weiter so fleißig und treu wie bisher, dann wird Ihre Arbeit am Ende mit dem Erfolge gekrönt sein, den Sie sich alle wünschen. Ihr Leitspruch bei Ihrer Arbeit aber sei:„Alles für Deutschland!“ Gauorganisationsleiter Parteigenosse Hein Diehl überbrachte die Grüße des Gauleiters und wies darauf hin, daß genau so, wie der Nationalsozialismus als Ganzes gesehen, überhaupt erst das Entstehen der Selbsthilfeorganisation des deutschen Volkes ermöglichte, auch nur die Arbeit im Geistes des Nationalsozialismus die Garantie dafür biete, daß diese Organisation in der Zukunft die ihr gestellten Aufgaben meistern könne. Es sei nicht seine Aufgabe, über die technischen und sachlichen Notwendigkeiten des Reichsluftschutzbundes zu sprechen; die innere Geschlossenheit müsse die Voraussetzung allen Schaffens in Zukunft sein. Dann fand im Anschluß an die feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal in der Königsallee ein Vorbeimarsch sämtlicher Formationen vor dem Präsidenten des RLB. statt. Schulungstagung der westfälischen Kleingärtner Bochum. Am Wochenende traten in Bochum die Stadtgruppen=Schulungsleiter der Provinzgruppe Westfalen=Lippe der deutschen Kleingärtner zu einem zweitägigem Schulungskursus zusammen. Die aus allen Teilen der Provinzgruppe gut besuchte Tagung wurde von dem Provinzgruppenführer Müller(Bochum) eröffnet. Der deutsche Kleingärtner schaffe große Werte im Kampf um die Ernährungsfreiheit des deutschen Volkes. Aber auch in ideeller Hinsicht werde viel getan. Der Kleingärtner ist Träger des Blut= und BodenGedankens für den Industrie= und Großstadtmenschen. Provinzgruppen=Schulungsleiter Freitag (Buer) zeigte in großen Zügen die Aufgabe der Stadtgruppen=Schulungsleiter. Der Kampf um die Ernährungsfreiheit des deutschen Volkes verlange eine weitere Steigerung der Ertragsfähigkeit des deutschen Bodens. Eine besondere Beachtung müssen alle Maßnahmen finden, die den überschüssigen Ernteertrag erhalte und durch„Kampf dem Verderb“ nicht verloren gingen. Auszeichnung deutschen Kohlenforschers Mühlheim-Ruhr. Geheimrat Professor Dr. Franz Fischer, Direktor des Kaiser=Wilhelm=Instituts für Kohlenforschung in Mühlheim, wurde am 15. Oktober d. J. in London vor einem größeren Kreis führender Männer der Wissenschaft und Industrie durch die Ueberreichung der Melchett=Medaille geehrt. Aus diesem Anlaß hielt Geheimrat Fischer am Institute of Fuel die sogenannte Melchett=Vorlesung. Er sprach über die Umwandlung der Kohle in flüssige Motortreibstoffe und andere Produkte auf dem Wege über das Kohlenoxyd. Gaukulturwoche des Gaues Düsseldorf „Tag des deutschen Volksliedes" in Belbert Velbert. Im Rahmen der Gaukulturwoche des Gaues Düsseldorf wurde am Sonntag in Velbert ein Volksliedkonzert geboten, das von den Velberter Männergesangvereinen„Velberter MGV“,„Frohsinn" und„Liedertafel", der vom Langenberger Musikfest her rühmlichst bekannten Konzertgesellschaft Velbert und dem Lautensänger Paul Schröder(Duisburg) bestritten wurde. Bäckerhandwerk leistungsfähig auf der Berliner Jahresschau Bochum. Das westfälische Bäckerhandwerk, vereinigt im Westfälischen Bäckerinnungsverband(Sitz Bochum) wartete auf der Großen Jahresschau in Berlin mit einer Sonderschau auf, die die schmackhaften westfälischen Brotarten, die in der Welt schon seit Jahrhunderten Rufe erlangt haben, zeigte. Die Brottische der westfälischen Bäckerzunft sind der Anziehungspunkt dieser Jahresschau. Tausende nahmen bisher diese Tische besonders in Augenschein. Da marschiert als erste der urwestfälischen Brotarten der beliebte Pumpernickel in all seinen vorherrschenden Formen auf, darunter zwei Uralt=Brote von je 22 Pfund Gewicht. Dann erblicken wir in langen Reihen westfälische Backwaren: Münsterländer Knabbeln, westfälischen Honigkuchen, Bauernstuten, Roggen=Mischbrote, nach Paderborner und Warburger Art, westfälische Weizen= und Kommißbrote, weiter westfälische Apfel= und Pflaumentaten, Apfeltörtchen und Apfelstuten. Diesen gesellt sich in gleich mundender Aufmachung und Zubereitung die Eigenart westfälischen Kleingebäckes zu. Meisterschützen Bochum. Die Schießzmeisterschaft des Deutschen Schützenbundes in Silber errangen die Schützen Rademacher(Lippstadt) mit 235 Ringen auf der Wehrmann=Freihandscheibe, Bauer(Gelsenkirchen) auf der Kleinkaliber=Scheibe Klasse B mit 153 Ringen, in Bronze Skudlark(Gelsenkirchen) auf der Kleinkaliber= Scheibe Klasse B mit 141 Ringen. Die Schießmeisterschaft des Westfälischen Schützenbundes errangen in Gold die Schützen Hutzmann(Buer) auf Wehrmann=Freihandscheibe mit 233 Ringen, Baumann(Buer=Scholven) auf PistolenScheibe mit 228 Ringen, Kornmann(Buer=Scholven) auf Wehrmann=Freibandscheibe mit 224 Ringen, Stracke (Bochum) auf der Wehrmann=Freihandscheibe mit 220 Ringen, Hohmann(Recklingbausen) auf Kleinkaliber= Scheibe Klasse B mit 160 Ringen. Das Wetter Wetteraussichten für Dienstag: Immer noch böige West= bis Nordwestwinde, wechselnd meist stark bewölkt, Schauer, sinkende Temperaturen. Weitere Aussichten: Veränderliches, unruhiges Wetter mit Niederschlagsneigung. Halt, Frau Zimmermann, soweit sind wir noch nicht... sagt Dr. Weigt. Brunnen= und Leitungswasser ist für die Wäsche viel zu hart. Hartes Wasser aber stört die Wirkung von Waschmittel und Seife und vermindert die Schaumkraft der Lauge! Weich und schaumfähig wird Wasser erst durch einige Handvoll Henko Bleichsoda. Aber vergessen Sie nicht, daß das Wasser eine Viertelstunde braucht, um richtig weich zu werden. Dann erst die Waschlauge bereiten! 836/36 Westfälische Landeszeltung— Rote Erbe Runst ud Wissenschaft Brot für die Seele Zur Woche des Buches vom 25. Oktober bis 1. November In mehr denn 10 Millionen Exemplaren wird in diesen Tagen anläßlich der Buchwoche ein Aus wahlverzeichnis des deutschen Schrifttums, das auf allen Gebieten das Beste und Grundlegendste ver zeichnet, den deutschen Volksgenossen zugänglich ge macht. Nicht wirtschaftliche Erwägungen waren der Anlaß zu dieser Tat. Man wird auch nicht in Zahlen den Erfolg dieser Woche errechnen können weil es der Sinn dieser Aktion ist, vor allem den schaffenden Menschen zum guten Buch hinzuführen, ihm eine neue Quelle der Freude und Erholung aufzuzeigen, aus der er Kraft schöpfen kann für seinen täglichen Einsatz am Arbeitsplatz. Das neue Deutschland hat Dichter und Denker der Kaffeehausatmosphäre und dem Literatentum entrissen, hat sie hineingestellt ins Volk, für das sie letztlich schaffen, und macht nun eben jenes Volk vertraut mit einem der besten Güter der Nation, dem Buch, das so vielgestaltig und verschieden wie die Landschaft unseres unvergänglichen Reiches ist. Helfer, Freund, Gefährte, Erzieher und Wegweiser ist uns das Buch, dem Manne gleichzeitig Waffe und Rüstzeug für Beruf und Leben. Die Woche des Buches soll ein Erntedankfest gleichsam sein, wo wir all denen danken wollen, die da groß sind im Reiche des Geistes und uns etwas geben wollen von ihren Schätzen. Sie helfen dadurch mit, eine wahre Bildung des Volkes zu errichten, die ebensosehr eine Angelegenheit des Wissens wie des Charakters ist. Für jeden Deutschen muß das Buch zu einem Bestandteil seiner Persönlichkeit werden, für das man Opfer zu bringen bereit ist, für das man Verzicht auf andere Dinge leisten kann, das man erwerben muß, um es zu besitzen, wissend, daß uns das Buch so etwas ist, wie Brot für die Seele, Die Woche des Buches ist auch ein Appell an die Herzen der werktätig schaffenden Menschen, sich in ihrer Freizeit geistiges Rüstzeug anzueignen, sich bei dem Kamerad Buch auszuruhen, sich mit ihm auszusprechen, nicht an der Zeit vorbeizuleben, sondern auch geistig mitgestaltend Anteil zu haben am sinnvollen Geschehen unserer Tage. Bedenken wir dabei, daß ein Tag des Buches, eine Woche des Buches, abgesehen von all den anderen, rein organisatorisch besonders in diesem Jahr erst möglich wurde, weil alle Gliederungen der Bewegung sich freiwillig in den Dienst der Sache stellten. Dichter und Denker mögen es dem Nationalsozialismus danken, daß er ihnen wieder den gebührenden Platz im Volke einräumte. Wir aber als die Nehmenden wollen den Dichtern und Denkern danken für ihr Schaffen um Deutschland, wollen hingehen, nach ihren Werken und Schöpfungen zu suchen. Möser-Festwoche in Osnabrück Justus Möser, der ewige Deutsche Osnabrück feiert in der Zeit vom 17. Oktober bis zum 21. Oktober eine Festwoche, die dem großen Sohne Osnabrücks, Justus Möser, gilt und die ihren inneren Anlaß in der Tatsache findet, daß die Gedanken und Anschauungen des genialen Staatsmannes und Dichters Justus Möser in der Zeit der nationalsozialistischen Erneuerung heute erst ihre fruchtbare Verwirklichung finden. Der äußere Anlaß ist die hundertjährige Wiederkehr jenes Tages, da Osnabrück seinem großen Bürger Justus Möser ein Denkmal setzte. Die Tagung begann mit einer in den Räumen des Osnabrücker Schlosses von Dr. Wilhelm Becker veranstalteten Ausstellung, die feierlich durch Kreisleiter Münzer eröffnet wurde. Am Abend vereinigte ein Möserabend eine große Zahl Osnabrücker in der Stadthalle. Musikalische Darbietungen, Festlieder und ein Vorspruch— zum Teil eigens für Möser verfaßt und vor 100 Jahren schon bei der Einweihung des Denkmals vorgetragen— wechselten einander ab. Im Mittelpunkte des Abends stand ein Vortrag von Dr. Friedrich Castelle, der rhetorisch und inhaltlich ungemein wirksam und eindeutig Justus Möser und sein Wirken umriß und seine innere Zugehörigkeit zum Geschehen der Gegenwart eindrucksvoll aufdeckte. Der 2. Tag begann mit einer Feierstunde der Führer und Führerinnen der NS=Jugend. Im Rahmen einer großen Kundgebung am Vormittag vor dem von der Stadtverwaltung neu hergerichteten Möserdenkmal übergab Bürgermeister Dr. Petermann von neuem das Denkmal der Oeffentlichkeit, während Kreisleiter Münzer in einer Ansprache jene Wesenszüge Mösers herausstellte, die sein Werk heute mit dem Nationalsozialismus verbinden. Orgelklänge und Gelöbnisworte umgaben am bei dann die anschließende Kranzniederlegung Mösergrab in der Marienkirche. Der Montag brachte ein Sinfoniekonzert, dem unter der Leitung des Musikdirektors Willy Krauß Werke von Max Trapp, Hans Pfitzner und Peter Tschaikowsky zur Aufführung gelangten, während der Dienstag eine Festaufführung des in Leynhausen neulich uraufgeführten Schauspiels „Otto der Sachse“ von Eberhard König im Nationaltheater vorsieht. Die Möserwoche schließt dann am Mittwoch mit einem Festabend der NS=Kulturgemeinde ab, auf dem Dr. Werner Pleister(Berlin) über Möser sprechen wird. Der Kaiser von Portugallien Uraufführung von Selma Lagerlöf Dieses typisch nordische Werk, das die große schwedische Dichterin Selma Lagerlöf in Zusammenarbeit mit Poul Knudsen schrieb, und das in der Uebertragung von Else von Hollander=Lossow im„Kleinen Haus“ der Darmstädter Bühnen uraufgeführt wurde, schöpft aus dem täglichen Leben und berichtet uns von dem tragischen Geschick eines armen Bauern. Selma Lagerlöf und Poul Knudsen haben den bühnenwirksamen Stoff klug und mit feinem Verständnis für das menschliche Charakterbild zu gestalten gewußt. Mit ungeheurer Spannkraft und wuchtiger, dramatischer Steigerung breiten sich die ersten vier Bilder vor uns aus, während die Eindruckskraft der letzten Szenen allerdings wesentlich schwächer, ja stellenweise schwach genannt werden muß. Auch schien uns gerade in den letzten Bildern die kontrastvolle Gegenüberstellung der kerngesunden, bäuerlichen Welt und der des Leichtsinns und des Kranken ein wenig zu stark unterstrichen, ein Eindruck, den die blut= und zuchtvolle Regie von Jochen Poelzig ebenfalls nicht zu mildern vermochte. Getragen wurde das zweifellos beachtliche Werk in erster Linie von Franz Everth, der die schwer zu gestaltende Rolle des Jan Andersson natürlichschlicht und mit starker Ueberzeugungskraft formte. Wenn der Darsteller hier und da ein geringes zuviel auftrug, so mag man das damit entschuldigen können, daß gerade die Darstellung eines Geisteskranken dem Schauspieler unerhörte Anforderungen auferlegt, deren richtige Schattierung zumeist erst nach einigen Aufführungen zu erwarten ist. Marianne Grote sah man als Klara Fina Gullaborg mit einer vielversprechenden Leistung, Gertrud Bergmann(Trine), Käthe Gothe(Mutter auf Falla), Ullrich Verden(Lars), Joachim Bartsch(Alphonse), Kurt Bittler(Erik) und viele andere waren ebenfalls mit größter Spielfreudigkeit bei der Sache. Im Gegensatz zu den stark beeindruckenden Bühnenbildern Max Fritsches war die ergänzende Bühnenmusik von Hanns Avril äußerst dürftig und nichtssagend. Am Schluß lebhafter Beifall eines begeistert mitgehenden Hauses. —9t— Theater im Westen 25 Jahre Stadttheater Hagen Webers„Euryanthe“ in der Neubearbeitung von Hofmüller Als Festaufführung zur Feier des 25jährigen Stadttheater=Jubiläums brachte die Hagener Oper Webers„Euryanthe“ in der Neubearbeitung des Textbuches von Max Hofmüller zur westdeutschen Erstaufführung. Max Hof: müller ist bestrebt, die bekannten Mängel, die der Dichtung der Helmine von Chezy anhaften, auszugleichen. Diese Bearbeitung bedeutet zweifellos einen Gewinn insofern, als das mystische Moment, durch welches der dramatische Vorgang noch unklarer und verworrener wurde, ausgeschaltet ist, Die gegebenen Schwächen des Textbuches restlos zu beheben, ist wohl kaum möglich. Wir müssen uns chon damit abfinden, daß die Dichtung leider in keiner Weise der wahrhaft genialen, musikalischen Gestaltung entspricht und uns an dieser schadlos halten. Die der deutschen Oper einen gewaltigen Schritt zu dem später durch Richard Wagner zur Vollendung gebrachten deutschen Musikdrama. Der Dialog fällt weg. Die Musik ist mit den dramatischen Vorgängen auf der Bühne aufs innigste verschmolzen. Dadurch sind auch die charakteristischen Farbenmischungen im Orchester bedingt, wie auch die Schärfe des deklamatorischen Ausdrucks. Diese Musik in ihrer dramatischen Kraft und Größe läßt deutlicher als jedes andere Werk Webers erkennen, daß er es war, der dem kühnen Vollender Richard Wagner die Wegrichtung wies. Die Aufführung stand unter einem günstigen Stern. Kurt Budde war der überlegene, technisch äußerst routinierte, musikalische Leiter. Maria Dahmen und Hilde Paulus boten als Euryanthe und Eglantine überraschend gute Leistungen, sowohl in musikalischer wie in darstellerischer Hinsicht. Die Partien des Adolar und Lysiard waren durch Hans Hümmelinck und Karl Kähler angemessen vertreten. Die lebendig gestaltende Spielleitung lag in den Händen des Intendanten Bender. Das vollbesetzte, festliche Haus dankte mit stürmischem Beifall. A. Seidemann. um ein Drama, das die den deutschen Menschen bewegenden Fragen der Vererbung und Rassenlehre an dem tragischen Erleben einer Pfarrersfamilie plastisch gestaltet. Ein Pfarrer vermählt seine beiden Töchter, die eine mit einem von erblicher Geisteskrankheit Belasteten, die andere mit einem Juden. Die grauenhaften Folgen dieser Ehen werden mit äußerst gewandt gehandhabten dramatischen Mitteln dem Publikum mit unmittelbarer Schlagkraft vor Augen geführt und lassen das Schauspiel zu einem wertvollen Einsatzglied praktisch wirksamer Volksaufklärung werden. Der Spielleiter Heinz Gorges ließ sich die klare Herausarbeitung der Leitgedanken in Wort und Handlungsablauf angelegen sein und gestaltete die Affekte außerordentlich stark mit lebhafter Betonung der Schwerpunkte eines Werkes, das die Hörerschaft stark beeindruckte. Hans Luers gab den orthodoxen Pastor, der auf seinen Grundsätzen beharrt, Ihm trat in dem Sanitätsrat Hans Fromannns, der aufgeklärte Naturwissenschaftler, dem die Probleme der Rassenkunde und Verkerbungslehre zur einhelligen Ueberzeugung gewor„Eurhanthe“ bedeutet in der Entwicklung den sind, gegenüber. Den verirrten Ehepaaren(Rudi Osten= Knaack und Else Zillmer auf der einen, Harry Lombard=Schroth und Gusta Spars auf der andern Seite) trat in dem den Geist des jungen Deutschland vertretenden Pastorssohn Franz Reinhardts und dem Hitlermädel Hildegard Albermanns die befreite und befreiende Jugend eines neuen Deutschland entgegen. Christa Mattner spielte mit Einfühlung die Pastorenfrau. Dem dreiaktigen, nur einen Ort der Handlung benötigenden Schauspiel gingen einführende Worte, die auf den Zusammenhang des Stückes mit den Nürnberger Gesetzen hinwies, voraus. D. „Madame Liselotte“ Erfolgreiche Aufführung in Westfalens Hauptstadt Der Komponist, der in Essen vielfältig auf musikalischem Gebiet wirkende OttmarGerster, weist in einem kleinen Interview mit Recht darauf hin, daß seine„Liselotte" zu den wenigen Opernwerken gehört, die zu Anfang der nationalsozialistischen Zeitrechnung auf der Bühne erschienen Uraufführung in Essen unter Johannes Schüler) und sich im Spielplan erfolgreich gehalten haben. Hiermit ist tatsächlich etwas Positives ausgesagt, denn in diesen drei Spielwintern sind manche Opern unterschiedlichsten musikalischen Charakters zur Diskussion gestellt worden, von einzelnen von ihnen spricht man heute kaum noch. Diese„Madame Liselotte“ ist aus echtem Musikantenblut als Opern=Erstling Gersters geboren. Ihr gesundes Erdreich ist das Volkslied, das Lied überhaupt, das hier eine glückliche Bindung mit Formen der großen Oper eingegangen „Schwiegersöhne“ im Essener Schauspielhaus Die Landesstelle Essen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda lud zu einem Gastspiel der„Volksdeutschen Bühne, Berlin“ ein, die das Schauspiel„Schwiegersöhne“ von Alexander Paul im Essener Schauspielhaus zu überaus eindringlicher Wiedergabe brachte. Es handelt sich hier ist, von der reiche Befruchtung aus dem Geist Glucks und Straußens zu spüren ist. Gerster versteht sich auf die große schwingende, von dramatischem Impuls getriebene Linie, auf die Kunst pastellfeiner Tonmalerei, wie auch auf den reinen Instrumentalsatz in seinen Vorspielen, der straf gebauten Toccata des ersten, der balladesk düsteren Einstimmung zur Bastille=Szene, wie in der glänzenden Ankündigung des Festsaals in Versailles. Nicht mit der gleichen künstlerischen Sorgfalt ist der Text geformt. Er bleibt gelegentlich in versuchter Einfachheit(„Kinder müssen folgsam sein, folgsam sein, folgsam sein"), in versuchtem Operettentextstil(„Die Liebe ist ein komisch Ding und manchmal eine Wonne, nicht wahr, Yvonne?") oder in naiv zitierter versuchter Innigkeit(„So nimm denn meine Hände"...) stecken. Der Handlung würde eine liebevolle textliche Bearbeitung nicht schaden. Es bleibt manches even nur angeregt, wird nicht durchgeführt, Konflikte werden gezeigt, aber nicht entwickelt. Die Musik ist bedeutend klarer als die Handlung selbst. Daher würde sie eine solche Gradstellung nicht nur vertragen, sie würde nur noch wirksamer werden. Die Aufführung verhalf der Oper wie dem anwesenden Komponisten zu einem herzhaften Erfolg. An ihm sind die ausgezeichneten Leistungen einzelner Rollenträger besonders beteiligt, wie die plastisch umrissene und musikalisch erfaßte Liselotte Käte Dietrichs, die dem Abend seinen volkstümlichen wie künstlerischen Mittelpunkt gab, der Kurfürst Anton Zbiks, weniger darstellerisch als gesanglich Hans Roolf als Sohn Liselottes, und als junge vielversprechende Kraft Berni Gastrich mit ihrem blühenden lyrischen Sopran als Tochter der Maintenon, die von Magdalene Güntzel klug mit wenigen Mitteln als Gegenspielerin herausgearbeitet wurde. Die wenig gelockerte, zum Traditionellen neigende Regie Dr. Rubes wurde der innerlich so lebendigen Oper weniger gerecht.(1. Akt!) Nicht unwesentlich wirkten an dem eindeutigen Erfolg auch die behutsame musikalische Leitung Fritz Volkmanns, das geschmackvoll und stilschöne Büh nenbild Wuns Baumanns, die Spielsicherheit der Chöre und die gefällige Ballettkunst unter der Leitung von Wera Donalies mit. Dr. B. Die beiden Gregorius Erstaufführung im Kammerspielhaus Münster Die Frage nach der Ausnahmestellung des Genies im Ordnungsgefüge der völkischen Gemeinschaft, die Frage nach den Vorrechten, die es auf Grund seiner schöpferischen Leistung beanspruchen zu können glaubt, bilden den Kern des Schauspiels von den beiden Gregorius, das als westdeutsche Erstaufführung im Kammerspielhaus des Stadttheaters Münster herausgebracht wurde. Die Art, wie der Wiener Schriftsteller Stephan von Kamare dieses Problem löst, befriedigt uns nicht Trotz der theoretischen Erörterungen über die Verpflichtung des Genies der Gesellschaft und dem Staate gegenüber, trotz der Demütigungen, die der alte Gregorius, der berühmte Bildhauer, erleidet, trotz(und wegen) des durch unvorher gesehene Ereignisse bewirkten Ausgangs des Schau spiels, bleibt die These von dem restlosen Sichauslebendürfen des genialen Menschen, seines Werkes wegen, siegreich. Ein anderes Gesicht erhält das Schauspiel, rückt man sein zweites Problem in den Vordergrund, den Konflikt nämlich, in den der junge Gregorius durch seine Sohnesliebe einerseits durch das Verhalten seines Vaters andererseits getrieben wird Unheilvoll wirkt sich das mißverstandene„Lebensrecht des Genies" aus: In der Not seines Herzens wird der Sohn sich selbst und seiner wissenschaftlichen Berufung untreu; er opfert sein Vermögen und nimmt auch die Lossagung seiner Braut(übrigens die schwächste Figur des Stückes) auf sich, nur damit der geniale Vater, der in seiner Hemmungslosigkeit sogar die Hand nach der Braut des Sohnes ausstreckt, nicht„untergeht". Mehr als alle philosophischen Betrachtungen richtet solche Handlungsweise die These von der Sondermoral des Genies, und aus der Aufzeigung des Negativen wächst der positive Wert des Stückes, der eine Aufführung rechtfertigt. An die Darstellung selbst hatte der Spielleiter Eduard Hermann und seine Schauspieler viel Sorgfalt verwendet, die sich reich belohnt machte. Denn trotz mancher irrigen Auffassung, trotz der unaktuellen Stellung des Hauptproblems, hat das Drama Gehalt und erhebt sich durchschnittlich über das Niveau der üblichen Konversationsstücke. Abgesehen von dem etwas verunglückten dritten Akt, ist es handfestes Theater. Das Spiel, zu dem Ludwig Zuckermandel ein vornehmes Bühnenbild geschaffen hatte, war ganz auf Kammerspielton berechnet und hatte bis zum Schluß Atmosphäre und Stimmung. In Ernst Rottluff der alte Gregorius), Willi Moltboer(der junge Gregorius) und Kurt Meister(Professor Berkely) fanden diese drei grundverschiedenen Temperamente ausgezeichnete Darsteller. Wgn. Folge 287 Musiktage 1936 in Kassel Unter der Schirmherrschaft des Oberpräsidenten der Provinz Hessen=Nassau, Prinz Philipp von Hessen, haben in Kassel die Musiktage 1936 ihren Anfang genommen. Zum vierten Male sind wieder eine große Zahl von Berufsmusikern und Musik= freunden dem Ruf des Kasseler Arbeitskreises für Hausmusik gefolgt, um sich hier an den beispielhaften Aufführungen einer erlesenen Zahl alter Meisterwerke aus der großen Zeit deutscher Musik wie zeitgenössischer Kompositionen zu erfreuen. Wieder hat sich der Kasseler Arbeitskreis für Hausmusik mit den neuerlichen Musiktagen die Aufgabe gestellt, durch Vorführung weltlicher und geistlicher Volksmusik, Hausmusik und Kammermusik namentlich das häusliche Musizierbedürfnis zu wecken und ihm zugleich neuen Stoff zuzuführen, aber auch durch Art und Aufbau dieser Vorführungen einen Beitrag zu leisten zur Erneuerung des Musikfeststiles, zu sinnvoller Gestaltung festlicher Stunden und Tage. Das sind fürwahr Ziele, die dem Bedürfnis und den Anforderungen der Musikkultur unserer Tage entsprechen. Der Präsident der Reichsmusikkammer, Prof. Dr. Raabe, hat den Musiktagen folgendes Geleitwort vorangestellt: „Aus der Art, wie in einem Hause musiziert wird, läßt sich ein sicherer Schluß auf die Kultur des betreffenden Hauses ziehen, aus dem Stande der Hausmusik in einem Lande ein sicherer Schluß auf die Kultur des betreffenden Landes. In Deutschland ist— was jeder einsichtige Sachkenner wissen muß— in dieser Hinsicht noch manches zu wünschen übrig. Daß der Arbeitskreis für Hausmusik Tagungen veranstaltet, in denen Berufsmusiker und Laien, Wissenschaftler und Instrumentenbauer sich tieffen, um immer neue Mittel und Wege zu finden, die zu einer stärkeren und zielbewußteren Pflege der Hausmusik führen sollen, ist etwas sehr Erfreuliches und Dankenswertes. Die Förderung der Hausmusik ist einer der wichtigsten Teile der geistigen Aufrüstung unseres neuen Reiches. Wenn man das in diesem Jahr noch weitaus reichhaltiger und vielseitiger gestaltete Programm übersieht, in dem in anerkennenswerter Weise auch neue Musik, Kammer= und Volksmusik, Aufnahme gefunden hat, so darf man nach diesen Musiktagen, die sich ganz bewußt vom üblichen„Musikfestrummel“ unterschieden, feststellen, daß sicherlich wieder einige fruchtbringende Antriebe von ihnen ausgingen. msk. „Das ewige Reich“ Uraufführung in Kiel Was Wilhelm Raabe in wuchtigen Rhythmen vom kommenden Reiche deutscher Volksgemeinschaft erstehen ließ, das hat hier ein junger deutscher Komponist, Heinz Schubert, in der Vielstimmigkeit eines gewaltigen Chorwerkes aufgegriffen Das soll Ihre Jahnbürste schaffen? Sie soll jeden winzigen und entiegenen Winkel Ihrer Zöhne erreichen? Das wird sie nicht allein schatten. De mul schon Nlves-Zehnpaste helfen! Die sorgt defur, deß jedes Eckchen gründlich und doch schonend gereinigt wird und deß Ihre Zahne weiß und gesund erhalten werden und zu einem Erlebnis von seltener Eindringlichkeit werden lassen. Chor und Sologesang wechseln mit Zwischenspielen des Orchesters ab und lassen uns im Bekenntnis zur gemeinsamen Arbeit am Reiche die seelische Stoßkraft artgebundenen Volkstums spüren. Dr. H. Londons Philharmoniker auf Deutschland-Fahrt Das Londoner Philharmonische Orchester, das unter Stabführung von Sir Thomas Beecham steht, unternimmt im November eine längere Gastspielreise durch Deutschland. Die englischen Philharmoniker eröffnen ihr Konzertprogramm am 13. November in Berlin, um dann von dort aus die Weiterfahrt nach Dresden, Leipzig, München, Ludwigshafen, Frankfurt=Main und Köln anzutreten. Rudolf Stratz gestorben Der Schriftsteller Rudolf Stratz ist im Alter von 71 Jahren auf seinem Gut Lanbelhof am Chiemsee nach zweitägiger Krankheit gestorben. Furtwängler leitet das Krönungskonzert in London. Wahrend das musikalische Deutschland mit großer Erwartung dem Gastspiel der Londoner Philbarmoniker unter Leitung von Sir Thomas Beecham entgegensiebt, wird jetzt bekannt, daß im kommenden Jahr mit einem wichtigen Gegenbesuch deutscher Musiker in London zu rechnen ist. So wird Generalmustkdirektor Professor Furtwängler bei der großen Feierlichkeit zur Kronung Eduards VIII. das Konzert eines zusammengesetzten Orchesters in London leiten. Doch auch schon in diesem Jahre sind Gegenbesuche deutscher Künstler in London vorgesehen. Bereits im November wird die gesamte Dresdner Staatsoper und die Sächsische Staatskapelle in London an mehreren Tagen ein Gastspiel mit deutschen Kunstwerken geben. Generalmusikdirektot Hans Weisbach, der mustkalische Leiter des Reichssenders Leipzig, wird im Winter eines der großen Sinfoniekonzerte in der Londoner Queens=Hall leiten. 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Gktober 1936 Aufbruch ins Abenteuer Singende Fischerfrauen In den nächsten Tagen erscheint in der Hanseatischen Verlagsanstalt A.=G., Hamburg, das neue Werk von Ernst Jünger: Afrikanische Spiele.(Leinen RM. 4.80.) In ihm schildert der Tichter den romantischen Irrtum einer Jugend, die glaubt, im Gesetzlosen leben zu können und doch nur erfahren muß, daß willkürlich niemand leben kann. Wir verössentlichen nachstebend aus dieser neuen Erzählung Ernst Jüngers einen Abschnitt. Am frühen Vormittage war ich in Trier. Hier kaufte ich Proviant; Weißbrot, Butter, Wurst und eine Flasche voll Wein. Nachdem ich in einem Papiergeschäft noch eine„Radfahrkarte der weiteren Umgebung von Trier“ erstanden hatte, setzte ich mich auf einer der nach Westen führenden Straßen in Marsch. Ich sah, daß es noch ein gutes Stück bis zur Grenze war, die ich unter großen Vorsichtsmaßregeln bei Nacht und möglichst in einem dichten Walde zu überschreiten gedachte. Diesen Uebertritt stellte ich mir als den schwierigsten Teil meines Unternehmens vor. Der Marsch, der hügelauf, hügelab durch eine mit Gehöften locker besäte Herbstlandschaft führte, munterte mich auf. Ich setzte Schläfriger Tag Von Erich Wehmeier Grauer Himmel, wie ein Nebelmeer, Deckt der Häuser Bild mit Ruh: Und ein müdes, schlaffes Heer Gleicher Wolken engt das Leben zu. Träger Schlaf schwingt seine Flügel In den dunstig nassen Gassen; Seines Zäumens straffe Zügel Will das Herz des Schaffens fassen. Und die Menschen gehen tief gedrückt, Tiefer, als ob eine Last sie trügen. Die sie in das Dämmern rückt.— Nur die Erde ist nicht matt, Will sich gern der Nässe fügen, Denn sie saugt sich aus ihr satt. meine kurze Pfeife in Brand und gab mich allerlei angenehmen Träumereien hin. Die Pfeife, die mein unzertrennlicher Begleiter war, steckte ich freilich jedesmal, bevor ich ein Dorf durchschritt, wieder ein, denn ich besaß Selbstkritik genug, um zu ahnen, daß sie zu meiner Erscheinung in einem komischen Widerspruch stand, und irgendein scherzhafter Zuruf hätte mich in meiner Würde gekränkt, auf die ich hielt, wie ein Spanier. Uebrigens schmeckte mir der Tabak nicht, und ich wagte nicht, mir einzugestehen, daß er mir manchmal sogar ausgesprochene Uebelkeit bereitete. Obwohl dieser Genuß also fast lediglich in der Phantasie bestand, diente das Rauchen doch sehr zur Erhöhung meiner Gemütlichkeit. So hatte ich, bevor ich auf die Afrikabücher verfallen war, an denen ich mich berauschte wie Don Quichotte Don Ernst Jünger am Amadis von Gallien, zu den eifrigen Lesern des Sherlock Holmes gezählt, und es war mir stets unmöglich gewesen, einen Satz zu lesen, in dem der Detektiv wieder einmal bedächtig seine kurze Pfeise entzündete, ohne daß ich sogleich eine Nause eingelegt hätte, um ihn durch ein Brandopfer zu bestätigen. Während dieses Marsches hatte ich gute Zeit, mich mit meinen Ideen zu beschäftigen. Die erste von ihnen bestand in einem starken Hange zur Selbstherrlichkeit, das heißt, in dem Wunsche, mir das Leben von Grund auf so einzurichten, wie es meinen Neigungen entsprach. Um diesen äußersten Grad der Freiheit zu verwirklichen, schien es mir nötig, jeder möglichen Beeinträchtigung aus dem Wege zu gehen, im besonderen jeder Einrichtung, die eine, wenn auch noch so entfernte, Verbindung zur zivilisatorischen Ordnung besaß. Es gab da Dinge, die ich vor allem verabscheute, zu ihnen gehörte die Eisenbahn, dann aber auch die Straßen, das bestellte Land und jeder gebahnte Weg überhaupt. Afrika war demgegenüber der Inbegriff der wilden, ungebahnten und unwegsamen Natur, und damit ein Gebiet, in dem die Begegnung mit dem Außerordentlichen und Unerwarteten noch am ersten wahrscheinlich war. Zu dieser Abneigung gegen den gebahnten Weg gesellte sich eine zweite und nicht minder heftige gegen die wirtschaftliche Ordnung der bewohnten Welt. In diesem Sinne galt Afrika mir als das glückselige Land, in dem man vom Erwerb, und im besonderen vom Gelderwerb unabhängig war. Man lebte da meiner Meinung nach auf eine andere Art, von der Hand in den Mund, indem man sammelte oder erbeutete. Diese unmittelbare Art, das Leben zu fristen, schien mir jeder anderen weit vorzuziehn. Schon früh war mir aufgefallen, daß alles in diesem Sinne Erbeutete, etwa ein in verbotenen Gewässern geangelter Fisch, eine Schüssel voll Beeren, die man im Wald gesammelt hatte, oder ein Pilzgericht in einer ganz anderen und bedeutenderen Weise mundete. Solche Dinge spendete die Erde in ihrer noch nicht durch Grenzen abgeteilten Kraft, und sie hatten einen wilderen, durch die natürliche Freiheit gewürzten Geschmack. Auch wußte ich bereits, was ich mit diesem Zustande der Freiheit beginnen wollte. Zunächst war da das gefährliche Abenteuer, das nach allem, was ich gehört und gelesen hatte, nicht lange auf sich warten ließ. Ich zog seinen Kreis sehr weit und rechnete selbst den Hunger den Abenteuern zu. Konnte mir denn da drüben etwas zustoßen, das nicht abenteuerlich war? Für die Zerstreuung war also wohl gesorgt. Dann aber gedachte ich mich durch die Betrachtung zu erfreuen. Ich strebte einem eingebildeten Lande zu, in dem alles bedeutender war. Sicher waren dort die Blumen größer, ihre Farben tiefer, ihre Gerüche brennender. Es schien mir jedoch, als ob die Leute, die das Glück gehabt hatten, in jenen Gegenden weilen zu dürfen, sich über diese Dinge ausschwiegen. Wenn man hörte, daß einer einen Fisch gefangen hatte, so möchte man doch das Tier mit jeder Faser, mit jeder Schmelzschuppe und mit jedem Farbspritzerchen sehen. Man möchte sich die Finger an den stachligen Auswüchsen seines Kopfes blutig ritzen und seinen Leib eng mit den Händen umspannen, um zu prüfen, wie glatt und feucht die Häute, wie stark und geschmeidig die Muskelzüge sind. Ich nahm mir vor, das nicht außer acht zu lassen und gab mir das Versprechen, daß ich immer, wenn mir so ein fremdes Bild entgegentreten würde, wenigstens für einen Augenblick den Atem anhalten wollte, und daß es mir nie so schlecht gehen dürfe, daß ich dies vergaß. Als ich an die Beeren oder an die Früchte dachte, die ihnen dort entsprechen mochten, schoß mir durch den Kopf, daß ich vielleicht am besten tun würde, mich drüben gleich abzusondern, um an der wilden Küste entlangzugehn. Man konnte dort von Muscheln leben, deren es doch an jedem Meeresstrande in Hülle und Fülle gab. So zeichnete sich bereits ein neuer Fluchtplan in den alten ein. Eine andere Frage, die mich beschäftigte, war die, ob ich mir einen Kameraden suchen sollte oder nicht. Ich hielt es für sehr schwierig, einen Begleiter zu finden, und das hing wohl damit zusammen, daß mir ein Mensch von zwanzig Jahren schon sehr alt erschien und im Grunde unfähig zu wirklichen Erlebnissen. Ich war immer geneigt, Mangek an Teilnahme und Abgestumpftheit gegenüber den Dingen vorauszusetzen, und vor allem eine Art der überlegenen Ironie, die ich scheute wie Brennnesseln. Schon aus diesem Grund war ich bestrebt, meine Flucht ganz abzudichten, denn ich wußte wohl, daß sie vielleicht für jeden anderen den Anstrich des Lächerlichen besaß. Gerade hiervor hatte ich Angst— so bereitete mir der Gedanke, daß man an der Grenze vielleicht auf mich schießen würde, ebensoviel Vergnügen, wie mich auf der anderen Seite die Aussicht beunruhigte, daß mich irgendein Zöllner in aller Gemütlichkeit festnehmen und abliefern könnte. Die Dämmerung begann die harten Linien des Tages zu verwischen, und das Licht der Nehrung wurde weich. Der suchende Blick glitt aus der unendlichen Weite in einen engen Raum, begrenzt von den stummen Kiefern und den mattschimmernden grauen Dünen drüben, die verdammt sind zur ewigen Unruhe. Da verrauschte das kleine Fest der Fischer auf der spärlichen Wiese, und das Dorf zog hinaus zur Düne am Meer. Es war ein leuchtender Zug, der die Freude des Festes mitnahm, und er zerteilte die sehnsuchtsvolle Dämmerung. Wohl von fünfzig papierenen, bunten Fackeln tastete der Schein über den sandigen Weg, lief bis zu den Kiefern, streifte sie verstohlen, als liebte er sie, aber dann mußte der Schein doch umkehren vor dem dunkelnden Wald, in dem vielleicht jetzt die Elche standen, starrend auf den seltenen Zug der Menschen. Doch Elchaugen sind leere, tote Augen, jahrtausendalt, aber das, was über den Fackeln glänzte voller Freude, selig und jauchzend, das waren die jungen Augen der Kinder, groß, tief und dunkel. Die Fischer waren stolz auf ihre Kinder, und sie nahmen ihre Frauen, faßten sie um die Hüften, und ließen die bunten Lichter in ihre Gedanken gehen. Nein, nichts fehlte an diesem Zug des verrauschenden Festes! Selbst die Töne der Harmonika sprangen lustig in die werdende Nacht, wie es eben sein muß bei einem abklingenden Fest. Aber jetzt standen die bunten Lichter auf der Höhe der Vordüne, und der Zug hielt. Die hellen, schwatzenden Kinderstimmen verstummten, und das Rauschen des Meeres kam über Von Klaus Ollrogge die Fischer, und das Rauschen befahl, still zu sein, und auch die lustigen Töne der Harmonika verstummten—, alles verstummte.—— Da standen die Fischer mit breiten Beinen, schauten über das dunkelnde Meer. Es war seltsam, wie der Ernst ihres Schicksals vom Meere floh, über den weiten Strand lief bis zu diesen Menschen. Die Fischer starrten in den Raum der Wolken, der sich scharf und eigenwillig gebaut hatte, und sie glaubten. Mit einem Male löste sich von der Düne eine klagende, schwermütige Melodie. Die kam von fünf Frauen, die aneinandergerückt im kleinen Halbkreis standen. Sie ließen ihren Gesang langsam dahingleiten, bis er vertönend über dem Rauschen des Meeres schwebte. Vom Tod sangen sie, und von ihrem herben, kargen Land, von ihrem schweren Los. Und die Melodie der dunklen Stimmen ging über die Nehrung, würde wohl Kraft haben, Leben zu geben den erstarrten Kiefern, die in verzerrten Formen den Sturm erwarteten. Und der Gesang glitt weiter zu den geduckten Häusern am Haff, und nun sang das ganze, eigenwillige Land an der Grenze. Da wuchs aus der Klage der Frauen ein Flehen, das Gott um Gnade beschwor und den Tod vertrieb. Die Männer standen und dachten, schauten aus schmalem Augenspalt, und die Kinder standen und dachten, ließen ihre glänzenden Augen ruhen im reinen Licht der Kerzen. Nun wurde das Wogen der einsamen Stimmen still. Dann war nur noch das Rauschen des Meeres da, in dem der verklingende Ton versank. Die Menschen der Nehrung kehrten heim in das Dorf der grauen Strohdächer. Die Nacht löschte Tupfen um Tupfen der bunten Fackeln, ließ ein wenig noch die Augen schimmern. Dann schlug ihr Schleier vollends zusammen, und das Dorf der Nehrung schlief. Beelzebub persönlich Daß ein Bock einmal bockt, nimmt gewiß niemand übel, denn dafür ist der Bock ja schließlich ein Bock. Wie aber, wenn sich der Bock mit einer Strategie, die ganzlich unviehisch ist, in einem Gebüsch versteckt, um von dort aus plötzlich biedere Menschen ohne jede Ursache anzufallen und mit den Hörnern zu bearbeiten? Wie ferner, wenn dieser Bock kohlpechrabenschwarz ist? Und wie schließlich, wenn sich ein solcher Akt der Bockswut unmittelbar vor der Kirchentür abspielt und gerade zu jener Sonntagsstunde, wo die Gläubigen im Festtagsstaat zum Gottesdienst gehen? All dies geschah vor einigen Tagen in einer rheinischen Stadt. Ein Herr entkam dem Ungetüm nur mit einer gequetschten Rippe, eine Frau wurde von dem Untier zu Boden gerissen, und dann setzte der Bock mit wilden Sprüngen auf eine Schar junger Mädchen zu, die sich nur im letzten Augenblick noch in die Kirche flüchten konnte. Vor ein paar hundert Jahren hätten die Indizien gewiß genügt, die Betroffenen davon zu überzeugen, daß Herr Beelzebub persönlich einen Angriff auf sie unternommen hätte. Roman von Walther von Hollander Copyrighi by Paul Neff Verlag G. m. b. H.. Berlin 23. Fortsetzung Brincken wurde dunkelrot.„Ich liebe Sie“, sagte er einfach und hell.„Ich glaube, Sie wissen das nicht. Ich kann mit Liebe nicht umgehen. Ich kenne das nicht. Komisch, nicht wahr? Das werden Sie kaum verstehen können. Die Zeit ist so dahingegangen. Wann hätten wir lieben sollen? Immer gab es Abenteuer oder Krieg oder daß man auf irgendwas wartete.“ „Ich verstehe Sie sehr gut, Roland“, sagte Gesine Otten leise.„Also dann wollen wir nicht weiter bitter sein und wollen uns das Leben nicht schwer machen. Wir wollen uns Dankeschön sagen und...“ Sie war doch wieder aufgestanden. Sie hatte nach ihrer Mütze gegriffen, nach den Handschuhen. Sie wollte ein bißchen aufs Feld reiten, vielleicht Tungern aufstöbern. Er konnte ruhig nach Hause kommen. Es war so egal, ob er den Schneiwind nun anschleppte oder nicht, egal, ob die Wechselgeschichte so oder so endete. Man konnte ihr ruhig das Gut abnehmen. Oder sie konnte auch zur Not Peipper heiraten, wenn sie Grünwalde durchaus behalten wollte. „Adieu denn, Roland“, sagte sie. „Sie wollen mich nicht verstehen“, sagte Brincken.„Sie wollen gern erbittert sein. Gut. Ich habe es zu respektieren. Ich hätte Ihnen auch wirklich schon gestern sagen müssen, daß ich auf keinen Fall bleiben kann. Auf keinen Fall. Ich habe gedacht, Sie wüßten es. Sie hätten es gesehen, Sie könnten es begreifen. Aber Sie können es natürlich nicht begreifen.“ Gesine hatte die Mütze aufgesetzt. Sie nickte. „Natürlich nicht. Es ist für eine Frau zu schwierig. Ihr Männer seid eben ungeheuer kompliziert. Mein Vater nannte die Staaten „Anstalten zur Vermeidung des einfachsten Weges". Das seid ihr. Schwierig, schwierig ist alles. Und nun sagen Sie mal, ist das wegen Geld?“ Brincken schüttelte den Kopf.„Wegen meines Reichtums brauchen Sie auch im Moment nicht wegzurennen“, sagte Gesine. „Grünwalde wackelt im Augenblick sehr. Warum? Es liegt nicht an meiner wirtschaftlichen Unfähigkeit, sondern an meiner besonderen seelischen Untüchtigkeit.“ Brincken stand jetzt endlich auf.„Nein, seien Sie still“, sagte er.„Für was halten Sie mich eigentlich? Das ist mir alles ganz einerlei. Ich habe nicht eine Sekunde über die wirtschaftlichen Dinge nachgedacht. Wenn Sie mich haben wollten, würde ich bleiben. Warum denn nicht? Ich würde dies alles mit dem größten Vergnügen mit Ihnen teilen und meine Arbeit machen. Ich kann ausgezeichnet arbeiten, denken Sie, trotzdem ich die richtige Arbeit gar nicht kenne, so eine Arbeit Jahr für Jahr, daß man sich sagen kann, man bleibt, und wenn man einen Baum setzt, so wird man es erleben, daß er Früchte trägt. Solche Arbeit kenne ich nicht Aber trotzdem, wenn ich etwas anfange, dann geht es. Was ich koste, bringe ich ein.“ Gesine hatte die Handschuhe wieder auf den Tisch gelegt.„Kommen Sie mal her“, sagte sie leise,„Sie kostbarer Knabe. Hierher. So. Sehen Sie mich an. So. Was Sie kosten, bringen Sie also ein? Na, dann bin ich ja beruhigt. Dann küssen Sie mich mal. So.“ „Roland Brincken küßte sie vorsichtig.„Du mußt wirklich wissen, daß ich dich lieb“, sagte er verzweifelt.„Aber man kann deshalb doch nicht einfach aus allem weglaufen und jedes Versprechen brechen. Das geht doch wirklich nicht.“ „Du mußt jetzt wirklich still sein“, sagte Gesine.„Es ist sonst unmöglich, auszuhalten.“ Und nach einer Weile, in seinen Armen: „Wann wolltet ihr gehen? Uebermorgen spätestens. Na schön. Dann haben wir ja noch Zeit. Mach nicht so ein Gesicht. Es ist in den letzten vier Tagen viel geschehen, nicht wahr? Wenn man in den Spiegel sieht, versteht man nicht, wie wenig man gealtert ist. Da kann doch in den nächsten beiden Tagen auch viel geschehen. Schüttle nicht den Kopf. Ich weiß ja, weswegen du gehst, und soweit eine Frau das verstehen kann, verstehe ich es. Wenn ich auch ketzerisch denke, daß eine Freundschaft eine Ehe müßte überdauern können und eine Heimat neu gegründet werden kann, da ja die alte auch mal neu gegründet wurde. Still. Du kannst wohl nicht zuhören. Nein, jetzt setze dich. Jetzt spreche ich. Stundenlang, und du mußt einfach zuhören. Ich hoffe also, daß sich noch allerlei ändert und werde es hoffen, bis du weg bist. Aber ich werde dich nicht zu halten versuchen. Hast du mich verstanden? Du brauchst also keine Angst zu haben, daß ich dich anbinde. Ja, vielleicht muß ich dich sogar wegschicken. Man kann es nicht wissen. Wir haben achtundvierzig Stunden Zeit, nicht wahr, und sehr viele davon werden von dummen Dingen ausgefüllt sein, von Abrechnungen zum Beispiel und dem Bestellplan und der Frage, ob man nicht doch noch am langen Hang einen Weizenversuch macht. Es gibt da jetzt eine Kreuzung zwischen kanadischem und peipperschem Weizen. Tolle Sache... Also das alles wird uns Zeit nehmen, aber den Rest wollen wir gut ausnutzen. Ja? Willst du?“ „Ich habe nur die Hälfte von deinem Gerede verstanden“, sagte Brincken lächelnd,„ich bin es wirklich nicht gewöhnt, soviel zuzuhören. Aber du hast bestimmt recht, und wir wollen so verfahren.“ Sie standen zusammen am Fenster. Die Amsel hatte eingesetzt. Der Eichelhäher, der jeden Nachmittag um diese Zeit mit der Pünktlichkeit eines Flugzeuges vorbeigeflitzt kam, zeigte sich im Rotdorn, die Taucherenten gaakten, die Sonne kam zum Vorschein, und das Wasser des Schermsees begann langsam durch das Sonnenlicht zu wandern. Brincken blieb in eine Decke gewickelt auf Gesines Diwan, während die Gutsherrin auf Horka, der Stute, davonritt. 19 Der Mond kam um acht Uhr rot und gedunsen über dem Vorwerk Nüwen herauf. Wurde plötzlich hell und schwebte nach zehn Minuten schon an der Spitze des großen Ahorns, der kahl und wunderschön gefächert gegen Osten zu stand. Tungern hatte eine Stunde lang mit dem Schafmeister Fricke über die Möglichkeit gesprochen, friesische Schafe in Lettland zu ziehen. Er hatte dabei sein Gewehr auseinander genommen und zusammengesetzt. Mitten in einem Vortrag über die Vorteile der Schafsmilch gegenüber jeder anderen Milch schoß Tungern einen Tannenzapfen von der Hochtanne, sechzig Meter abseits. „Alle Achtung“, sagte Fricke,„bei Ihnen braucht man keine Angst zu haben, daß Sie Schnepfen lahm schießen.“ „Weshalb hassen Sie alle Herrn von Schneiwind?" fragte Tungern. Der Schafmeister sah ihn erstaunt an. Woher wußte Tungern, wen er meinte? „Hassen?“ sagte er zögernd.„Ich hasse inn nicht. Aber mögen Sie das, wenn einer alles kaputtschlägt, was der andere gerade aufgebaut hat? Sprechen Sie mal mit Leddig, was der meint.“ Sie gingen ein Stückchen nach Westen durch halbhohes Gebüsch. Dann kam dichtes Unterholz aus Tannen und Erlen.„Hier fängt das Kranichmoor an“, sagte der Schafmeister.„Es ist auch der beste Schnepfenstrich. Sie brauchen nur ein paar Minuten zu warten.“ Er wandte sich zum Gehen. Tungern starrte in das Abendrot, das noch ziemlich hellfarbig am Horizont stand. Er versteht es nicht ganz, der Schafmeister Fricke, dachte er. Es ist auch nicht eine Wirklichkeit, sondern eine Spekulation. Niemand hätte uns sagen dürfen, daß wir Jahr für Jahr mehr unser Land verspielten. Niemand hätte uns klarmachen können, daß wir verpflichtet waren, dreiviertel oder neunzehntel herzugeben. Wir hätten es nicht verstanden. Darum haben sie uns alles weggenommen, bis auf vierzig Morgen. Und wer sollte Schneiwind„das Richtige“ sagen, so sagen, daß er es annehmen konnte? Es gab für Schneiwind zwar eine natürliche Instanz: Gesine Otten. Aber eine Frau kann anscheinend nie die Instanz für ihren Mann sein. Dumm eigentlich. Und sie muß es auch büßen, wenn sie die Instanz nicht ist. So ist die Welt. Es wird das Unmögliche verlangt, und nur wer es zustande bringt, der gewinnt. Für jedes Unglück gibt es Gründe und Entschuldigungen, aber sie ändern nichts am Ergebnis. Sie halten nur auf. Er hob seine Flinte, denn quorrend strichen die Schnepfen vorbei, erst zwei, dann noch mal zwei. Tungern zielte sorgfältig, setzte ab und ging langsam durch den Wald zurück. Warum schoß er nicht? Er konnte es ganz genau sagen. Er wollte auch nicht mehr vorübergehend den Herrn spielen, auch nicht gastweise, überhaupt nicht mehr. Es kam ihm auf keinen Fall mehr zu, nachdem er ein Jahrzehnt lang wenigstens noch die Haltung, die Manieren, die Ansprüche, die Gedanken von früher gehabt hatte. Sollte der schwierige Versuch mit den vierzig Morgen glücken, dann mußte ein ganz und gar geänderter Tungern ihn beginnen. Er ging langsam durch den Wald. Er kam erschöpft, wie von einem langen Marsch, in Ribas Krug an. Der Wirt, der mit zwei zweifelhaften Kerlen am Tisch geflüstert hatte, begrüßte ihn unhöflich, Schneiwind war noch nicht da. Tungern trank ein Glas Korn. Die Kerle schoben sich aus der Tür, flüsterten draußen. Er blieb mit dem Wirt allein in dem verräucherten Lokal. Es war ihm plötzlich ganz unklar, was er dem„Kameraden von der anderen Seite“, dem Herrn von Schneiwind, anderes sagen sollte als:„Verschwinden Sie.“ Und wohin sollte er verschwinden? Nach Amerika, das früher die entgleisten Aristokraten aufnahm? Vorbei. Nach Afrika, das früher eine Menge Abenteurer verdauen konnte? Vorbei. In eine Wildnis Südamerikas? Es gab nur noch solche, in denen man garantiert umkam. Die andern waren gebändigt. Wohin also mit einem Menschen, der nichts besaß als seinen zähen Willen, so zu leben, wie er es für„angemessen“ hielt? (Fortsetzung folgt.) 20. Oktober 1936 Westfälische Landeszeitung— Rote Erde Folge 287 DAS Copyright 1936 by Hugo A. P. Zaremba, Nürnberg. 4. Fortsetzung Kapitel 2 Von Mißbehagen und Wut erfüllt, hatte die Beherrscherin dieser bunten Welt den Regierungsrat verlassen. An der Bar angelangt, gab Neria Ostelli einem jungen Mädchen, das man in eine Pagenuniform gesteckt hatte, einen Auftrag, um dann in dem Gewühl der angeregten Menschen unterzutauchen. Als sie endlich in ihrer Garderobe landete und sich unbeobachtet fühlte, veränderte sich das äußere Bild ihrer Erscheinung. Mit geballten Fäusten durchquerte sie hastig den engen Raum. Ihre Züge hatten sich verzerrt, und aus den schillernden Augen sprühte ein giftiges Feuer, das einen unheilvollen Brand ankündigte. Wenige Minuten später betrat ein fescher junger Mann im Smoking die Künstlergarderobe. Als er die elegante Frau sah, die inzwischen zur Furie geworden war, zuckte es spöttisch in seinen Mundwinkeln. „Schön wie dein Name könntest du sein, Neria, wenn dich nicht ewig die Galle plagte. Schau in einen der vier Spiegel, die ich hier sehe, und sage mir, ob es wohl noch einen Idioten gibt, der sich nach dir verzehren könnte. Du bist wie ein Häufchen Dreck, um das jeder Lackschuh vorsichtig herumsteuert.“ Eine verächtliche Geste war die einzige Antwort auf diese Roheit. „Gut, wenn du etwas zu verdauen hast, dann warte ich eben geduldig, bis es der Gnädigen gefällt.“ Damit setzte sich Robi Achmeier behaglich in einen kleinen Sessel, entzündete eine Zigarette und blies blaue Ringe in die Luft. Nun endlich explodierte die Furie.„Ich habe weder Zeit noch Lust, mich mit dir herumzustreiten. Kurz und gut, ich habe dich rufen lassen, weil ich sofort mit Bertel Mull reden muß.“ „Guck mal an, wie energisch das Weibsteufelchen sein kann. Du kannst Bertel Mull jetzt nicht sprechen. Das weißt du doch ganz genau.“ Neria wurde kleiner.„Ich muß ihn sprechen, Robi! So sei doch vernünftig,“ schrie sie gequält auf. Es ist mir unverständlich, warum es mir nicht mehr gestattet sein soll, Mull in seiner Wohnung aufzusuchen. Haben wir denn Geheimnisse voreinander? Warum mißtraut man mir?“ Achmeier war blitzschnell auf die Tür zugesprungen; auf dem langen Korridor, den nur schwaches Licht spärlich beleuchtete, war keine Spur von Leben zu entdecken. Als er die Garderobe wieder betrat, machte er ein finsteres Gesicht. „Nun aber Spaß beiseite,“ wandte er sich der zitternden Frau zu.„Ich wiederhole hiermit zum tausendundeinten Male, daß ich leider dazu ausersehen bin, deine Wünsche und Klagen an Mull weiterzugeben. Falls er selbst das Bedürfnis hat, sich mit dir auseinanderzusetzen, dann wird er schon wissen, wo er dich jederzeit erreichen kann. Mull wohnt zur Zeit in einem Hotel, wo er keine Damenbesuche empfangen möchte. Und damit Schluß. Ich habe hin und wieder den Eindruck, daß dein Verstand nicht mehr ausreicht, unsere Arbeit würdig zu empfinden.“ Neria lachte schrill auf.„Würdig! Daß du infamer Bengel ein solches Wort überhaupt in den Mund nehmen magst. Ich mache nicht mehr länger mit und deshalb muß ich unbedingt mit Mull sprechen. Wenn du diesen Pating so gut beobachtet hättest wie ich, dann würde es dir auch aufgefallen sein, daß sein Benehmen mehr als verdächtig ist.“ „Rede keinen Unsinn,“ brauste Achmeier auf.„Es ist wirklich ein Skandal, daß man hier mit hysterischen Frauen umzugehen hat! Was ist denn eigentlich geschehen, daß die Polizei auf uns aufmerksam geworden sein sollte? He, du Quatschkopf!“ „Wie einfältig du fragst! Hast du Rosetta vergessen? Die dumme Gans hat uns in eine furchtbare Situation gebracht.“ „Lächerlich! Was geht uns diese kleine Tänzerin an? Wir stehen auf dem Standpunkt, daß uns das Privatleben unserer Artisten absolut schnuppe sei. Damit basta.“ „Schau mal an,“ höhnte Frau Ostelli.„Du hast wohl übersehen, daß das Mädel mit dem Leben davon gekommen ist und deshalb sehr gut den Mund öffnen kann.“ Achmeier hob verzweifelt die Hände.„Ich werde verrückt! Es ist nicht mehr auszuhalten mit dir! Soll sie den Mund öffnen. Und wenn sie sich noch so aufbläht, uns kann das nicht weiter berühren. Uebrigens, was wollte denn der Reporter von dir?“ „Auch darüber muß ich mit Mull reden. Der Schnösel scheint mir sehr verdächtig, und nicht minder seine Freundin, die Berend. Seit Wochen lungert er schon bei uns herum. Zuerst dachte ich an einen verliebten Esel; nun aber weiß ich, daß die beiden schon eine langjährige Freundschaft verbindet.“ „Gut, wenn du etwas zu verdauen hast, dann warte ich eben geduldig, bis es der Gnädigen gefällt.“ Nun machte Robi Achmeier doch ein verdutztes Gesicht. Bedenklich nagte er an seiner Unterlippe und wanderte dann einige Male nervös auf und ab. Schließlich blieb er vor Neria stehen; er sah sie durchdringend mit kalten Augen an und sagte:„Du hast deine Auslese sehr unvorsichtig getroffen. Das bewährte Rezept, das man dir in die Hand gab, war dir scheinbar wieder zu mühevoll. Die Folge davon ist, daß wir uns einen Spion ins Nest gesetzt haben, den wir nur mit großer Geschicklichkeit wieder entfernen können. Ich werde mit Mull darüber sprechen.“ Frau Ostelli hatte schuldbewußt die Augen niedergeschlagen. Ueberhaupt war die ganze Wut, die sich besonders gegen Achmeier richtete, unter seinen kalten, bösen Augen erstarrt. Innerlich gestand sie sich ein, daß sie nicht mit ihm fertig werden könne, oder es sei denn durch eine gewisse List, mit der sie sich in nächtlichen Stunden schon viel beschäftigte. Nur um etwas zu sagen, antwortete sie:„Es ist doch ganz einfach, ein dummes Mädel, wie die Berend, wieder herauszufeuern. Ich werde sie beim Training bis aufs Blut peinigen, bis sie mir endlich davonläuft.“ „Dumme Person,“ entgegnete Achmeier verächtlich.„Gerade das kann ich dir am wenigsten empfehlen. Warte gefälligst, bis du von mir Anweisungen erhältst; bis dahin behandelst du sie mit ausgesuchter Höflichkeit. Verstanden! Aber wehe dir, wenn du noch einmal auf eigene Faust handelst und dabei Dummheiten machst, die wir nachher auslöffeln sollen. Auch die Rosetta=Geschichte fällt auf dein Haupt; ich werde noch darauf zurückkommen, mein Liebchen. Jetzt höre mal zu. Es ist im Augenblick nicht möglich, daß Mull dich persönlich empfangen kann; warum, habe ich dir bereits gesagt. Aber ich will dafür sorgen, daß er dich möglichst schnell aufsucht, vielleicht noch in dieser Nacht. Dann kannst du ihm dein armes Herz restlos ausschütten. So, und nun Schluß damit! Scher dich auf deinen Posten und vertrödle dich nicht mit unnützen Dingen.“ So sehr sich Nerias Herz auch vor innerer Wut krümmte, so wagte sich jetzt kein Wort mehr über ihre Lippen. Sie warf einen Blick in den Spiegel, zupfte sich ein wenig zurecht und ging dann, einen kalten Blick auf Achmeier werfend, aus dem Raum. Achmeier sah ihr höhnisch nach. Er haßte die Frau, die, von einem tollen Wahn befallen, sich selbst und anderen das Leben vergällte. Als man vor etwa zwei Jahren mit ihr zusammentraf, hatte man sie als brauchbares Werkzeug erkannt und deshalb in die Organisation eingefügt. Aber die Rolle, die sie von da an zu spielen hatte, war ihr schon recht bald in den Kopf gestiegen. Die freie Hand, die man ihr wenigstens nach außen hin ließ, wurde zur grimmigen Faust, mit der sie ihre Untergebenen beständig quälte oder gar bedrohte. Dazu kam die brennende Gier einer ungezügelten Leidenschaft, die die Nerven aufpeitschte und zersetzte. Nun war nichts mehr mit ihr anzufangen. Die Skala der Stimmungen, die, wie der Zeiger der Uhr, ihre Runde machten, war zu einer ständigen Bedrohung der persönlichen Sicherheit geworden. Das mußte Mull endlich einsehen. Achmeiers Grimm hatte eine hohe Stufe erreicht. „Wir müssen Schluß machen,“ knurrte Achmeier,„uno zwar so schnell wie möglich.“ Damit verließ er hastig die Garderobe. Wenn der Reporter Bartel kurz zuvor bemerkt hatte, daß der Tanzpalast Gazelle seine Geheimnisse bergen müßte, so hatte er damit nicht ganz unrecht; und wäre es ihm möglich gewesen, den Weg zu verfolgen, den der junge Mann jetzt einschlug, dann hätten sich seine Augen gewiß vor Verwunderung geweitet. Achmeier schien aber unbekümmert und deshalb bemerkte er auch den schleichenden Schatten nicht, der ihn ein gutes Stück hartnäckig begleitete. Das Zentralhotel, das sich dicht an den Tanzpalast anschmiegte, hatte, trotz seiner Einrichtungen für den Reiseverkehr, nur ganz selten Zimmer an Passanten avzugeben. Auf eine Anfrage hätte der Wirt, der stets in den Restaurationsräumen im Parterre zu finden war, die Achseln gezuckt und etwas von einer Ueberfüllung gefaselt. Nur der Eingeweihte — und davon gab es nicht viel— kannte die Gründe, die den Wirt, der gewiß kein schlechter Geschäftsmann war, fast stets zu einer Ablehnung veranlaßten. Der zweite Stock des Hotels, der eine getarnte Verbindung mit dem Tanzpalast hatte, wurde von Bertel Mull bewohnt, nach dem Neria Ostelli sich in ihrem hysterischen Eifer so sehr verzehrte. Als Achmeier, der den geheimen Verbindungsweg gewählt hatte, das elegante Herrenzimmer betrat, lag Mull nachlässig in einem schweren Klubsessel und döste vor sich hin. Er war eine derbe, robuste Erscheinung mit festen dicken Backen, die auf das Kinn zurücksielen, und kleinen stechenden Augen, die recht beweglich sein konnten. Zwischen seinen schmalen Lippen glühte eine schwere Brasil, ohne die Mull in Stunden der Ruhe nicht zu denken war. (Fortsetzung folgt.) Fanfaren und Tanösknechtstrommeln S Ein Klang unserer Zeit In die Stille des Abends brach ein frisches, forderndes Trum=tum=tum, dann eine Herzschlag lange Pause, und wieder im federnden Marschrhythmus der straffe Trommelklang:— trum=tum=tum, deutlicher jetzt— und dann mit hellfröhlichem Schmettern, in wundervoller Disziplin jauchzen blanke Fanfaren ein klingendes Signal, aus dem ein Marsch aufwächst, gebunden und gehalten vom strengen Rhythmus der fordernden Landsknechtstrommeln.— Erging es dir so, auch dir, daß diese Klänge das Dunkel aufbrachen und Gestalt annahmen: leuchtende Augen, fröhlicher Mut, aber nicht hinschweifend ins unbestimmte, phantastische„Blaue“, sondern gebunden und gestärkt in froher Gemeinschaft, in freiwilliger Disziplin, und getragen von einer Idee! Und durch deinen Abend marschiert, die Stille mit hellem Leben füllend, Jugend mit Fanfaren und Landsknechtstrommeln! Nicht mit—„Pauken und Trompeten?“ Ist nicht beides dasselbe,— beides nach naivem Urteil mit„Lärm“ verbunden, nach W. Buschs unsterblichem Vers? Sollte man nicht meinen, hier würde Altvertrautes ersetzt, um— nur etwas„Anderes" zu machen? Halt, so einfach ist diese Sache nun wirklich nicht. Volk und Musik zusammenzuführen, eines dem anderen restlos dienstbar zu machen — eines aus dem andern leben zu lassen—, die sogenannte„Kunstmusik“ aus der Unnatur der untruchtbaren„Kunst für Auserwählte" zu erlösen durch den frischquellenen Zustrom des starken, jungen, einfachen Volkstums. Hier, in diesen einfachen Signalklängen der Fanfaren, diesen klaren Rhythmen der Landsknechtstrommeln ist doch der Grund und Anfang aller Musik, der„primitive“ Grund, richtig— aber gerade das war die traurig=lächerliche, beschämende Tatsache bei unserem ganzen, fabelhaft imposanten MusikBetrieb der letzten Jahrzehnte, daß er gar keinen„musikalischen“ Grund hatte. Das Wort Dr. Goebbels„führt die Kunst zum Volke hin, damit das Volk zur Kunst kommen kann“, hat hier besondere Geltung. Es heißt hier: Gebt der Jugend Grundlagen, gebt ihr den Rhyth= mus zuerst, gebt ihr Instrumente, mit denen sie ohne klägliche Qual in heller Freude marschieren kann. Scherenschnitt von Gustava Mendsen-Boheken Fröhliche Stimmung Alien Frönd Hennerich Fanfaren, Landsknechtstrommeln,— nicht etwa neu, sondern etwas Altes, so alt! Obwohl die Begriffe noch einen lebendigen Inhalt haben. In früheren Tagen wurden diese „neuen“ Instrumente, zumal die Landsknechtstrommeln, verstaubt und mit zerschlissenen Wimpeln, aus Museen hervorgeholt, wenn einmal bei historischen Festzügen so etwas gebraucht wurde. Fanfaren wurden erst in jüngster Zeit von Militärkapellen bei irgendwelchen festlichen Anlässen für Märsche verwandt. Landsknechtstrommeln erlebte man früher höchstens dann einmal, wenn irgendein Außenseiter zum höchsten Mißvergnügen des Orchesterleiters und seiner getreuen Musikanten diese„Dinger" als besonderen Instrumentationstrick in seinem neuen Werk vorschrieb. Bei der nächsten Aufführung kehrte man zur gewöhnlichen Trommel reumütig zurück,— der „Effekt“ war ja fast derselbe, also— wozu diese „kostspieligen, mysteriösen Extravaganzen“—? Dann aber— erging es dir auch so— hörtest du an einem Abend in den Straßen diesen selben Trommelton— trum— tum— tum—. Kräftig, frisch— federnd und fordernd schlug es an dein Ohr, mehr noch— in dein Blut.— Und mit den„Landser“ Trommlern marschierten andere mit langen Trompeten— diese Fanfaren aber tragen wenig Schmuck, einfache Wimpel, aber ihre Träger haben leuchtende Augen und frohe Gesichter. Geführt von beiden aber, zieht eine vorwärtsstrebende, marschierende Jugend, gläubig und froh und leuchtend, wie schon immer junges Volk ins Leben zog. Fanfaren und Landsknechtstrommeln— also doch für die Musik, für die Kunst, wirklich unbedeutend? Er hätte recht, wenn— nicht nach langen unheilvollen Trennungszeiten heute wieder alle wertvollen Kräfte jenes eine Ziel erstrebten: En Englänner sagg mol tau mi:„Mister Sröder, deutse Sprak, swere Sprak.“„O“, segg eck,„dat is jo Kappes! Dat is nit wohr! Do got Ink mol no minem Frönd Hennerich Blosemiekel hen, de sall Ink de Sake schon utklamüsern. De kennt wat dovan!“ Nu meint Ink, wat eck nu vertelle, dat wör geluogen. Ne, Fleitepiepen, düetmol ower nit! Wann eck düese Dage in Düörpm met sonnem dicken „Hörnken“ vör’n Kopp rümlaupe, dann heww eck mienen Frönd Hennerich Blosemiekel gedruopen, de sick för düeset Stücksken bi mi „bedanket“ hiett. Ower dat is mi glieks, et maut rut! Paß op! Wat mien Frönd Hennerich Blosemiekel is, dat is en ollen Düörpmschen Jungen, de sick auk gäne mol eenen packet, denn ümsüß was hei jo nit bolle fieftig Johr op ne Düörpmsche Beerbrauerigge. Platt küeren kann hei as keen Twedder, ower met diäm Hauchdütschen.... Käl, goh mi weg, do kömmt hei fake en bietken dürnein. Ower dat maket nicks. Mien Frönd Hennerich weit sick tau helpen, un dat is de Hauptsake. Siene Fomilje(Hennerich siet: Verwandtenpack) küert en guedet Hauchdütsch, de wassen auk op de „Hauge Schaule“. Wann Hennerich et mol tau dull maket diäm Hauchdütschen, dann kömmt jähm de Fomilje dotüschen un well jähm„korrigieren“. Is Hennerich nu gued opgelagt, dann hölt hei stille un siet nicks, ower wann dat Verwandtenpack(sau siet Hennerich) de Sake üöwerdriewet, dann kriet Hennerich de Wut un deit sick ördentlick eenen op de Lampe. Un dann is et wier gued. Wann mien Frönd sick also mol eenen pinselt, dann is immer de Don Stitz Schroeder Fomilje dran schuld, Hennerich kann do nicks vör.— Jo, me maut de Brocken immer op de richtige Kar laden!— Et sind nu bolle tien Johr hir, do wellt vie in ussem„Stammlokal“ Silvester fiern. Im„Gesellschaftszimmer“ wassen de Dische met witte Laken un Blaumen un sau feddig maket. Et was ganz fierlick. Hennerich harr sienen gueden„Marengo“ an, en schwatten Slips üm un harr sick sien Sardellenbrötken met Uelge faste an sienen Kopp kliewet. Ne, et was sau richtig fierlick! De Wiewer un dat Verwandtenpack(sau siet Hennerich) küerten blaut hauchdütsch, un mien leiwer Hennerich sat dotüschen as ne Ape op'm Wichsdösken un holl et Mul. Hei kamm sick vör, as wenn hei in de„Benehmigte“ wör. Eck dach bi mi: Käl, mak dat du rut kömmst, dat geiht van Owend nit gued! Eck gung annen Tresen un bestallte mi en dicken„Strammbach“. No fief Minuten viellichte, do kömmt mien Hennerich ut de Stuowe met ne Schnute, de was ower alles annere as fierlick.„Junge“, segg eck,„wat is denn met di los? Du mäkest jo ne Visasche as drei Dage Regenwiär!“„Käl“, siet mien Hennerich.„Stitz, goh mi weg met dünsem verdammten Verwandtenpack! Se sind all wier tegange met düesem verdammten mir un mich. Nu paß mol op, Stitz! Et is doch nu piepegal, ob eck segge„ich habe mir besoffen“ oder eck segge„ich habe mich besoffen“. Eck segge„Eck heww de .... vull“. Do kann eck mi doch nit verdaun!“ Un do hiett Hennerich recht, un de Englänner met sienem„deutse Sprak swere Sprak“, dat is Kappes. Das Segelboot Don Hasse Zetterström Aplund hatte ein Segelboot. Er hatte es von einem Manne, dem es faustdick hinter den Ohren saß, für 50 Kronen gekauft. Mit Segel und allem. Ich wohne neben Aplund, und Aplund hat mich gebeten, ihm bei der Auftakelung zu helfen. Wir takeln das Boot auf, d. h. wir setzten zwei Segel mit verschiedenen Namen nebst einem Mast in die Mitte des Bootes und ließen dann die ganze Geschichte ins Wasser. Ein erfahrener Seemann hätte erst das Boot ins Wasser gesetzt und es dann getakelt, aber Aplund hat schon immer etwas Originelles gehabt. Als das Boot aufs Wasser gekommen war, sank es. Es sank nicht langsam wie ein Granitstein, sondern urplötzlich wie eine Anchovisbüchse mit einem Loch im Boden. Wir waren sehr überrascht, und Aplund flehte den lieben Gott um einen Revolver und 22 Kronen an, damit er nach Västervik fahren könnte, um den Mann zu erwischen, der ihm das Boot für 50 Kronen verkauft hatte, und der es faustdick hinter den Ohren hatte. Wir tranken dann einen Grog und überredeten einen Jüngling, der am Ort wohnte, das Boot ans Land zu bringen. Dann fuhren wir nach der Stadt, erledigten Geschäfte, gingen in den Zirkus und das Varieté und waren mit verschiedenen Leuten zusammen. Nach einer Woche fuhren wir ans Land zurück, um das Boot zu dichten. Wir brachten Mennige, Watte, Zement, zwei Liter Kognak, Nägel und Eisenblech mit. Wir dichteten das Boot. Zuerst stopften wir Watte in sämtliche Löcher, dann Mennige, dann Pech, dann Teer und dann Eisenblech. Dann wurde alles ins Wasser gesetzt. Dann sank alles. Wir gingen und tranken einen Grog und beauftragten den Jüngling, der am Orte wohnte, das Loot heraufzuziehen, worauf wir wieder in die Stadt fuhren, in den Zirkus und das Varieté gragen und mit verschiedenen Leuten zusammen waren. Nach einer Woche fuhren wir in Gesellschaft eines fremden Herrr. mit Kragen und Röllchen aufs Land zurück. Das Boot stand cuf den Strand gezogen da, mit Segeln und allem. Der fremde Herr kaufte es sofort für 200 Kronen bar. Aplund fragte, ob er segeln könne, worauf er erwiderte: „Na, ich bin doch kein Dauerschwimmer!“ Wir setzten das Boot nebst dem fremden Herrn ins Wasser. Er segelte hinaus. Als er fünfzig Meter vom Land entfernt war, sank die ganze Geschichte, das Boot, die Segel, der fremde Herr, der Kragen und die Röllchen. Wir standen ein Weilchen da und überzeugten uns, daß es wirklich gesunken war, worauf wir hinaufgingen und einen Grog tranken und dem Jüngling, der am Ort wohnte, sagten, daß er das Boot heute abend nicht heraufziehen brauche. (Aus dem Schwedischen von Müller=Assindia.) Blücher singt Mozart=Arien Der alte Marschall Vorwärts war nicht nur ein großer Soldat und Heerführer, sondern auch ein Kenner und Verehrer der Musik. Besonders Mozart galt seine Liebe und er hielt die„Zauberflöte“ für das beste je geschriebene Musikstück. Blücher war daher der Begeistertste unter den Zuhörern, als während des Aachener Kongresses im Jahre 1818 die Catalani vor den Kaisern von Oesterreich und Rußland und vor dem preußischen Kronprinzen(Friedrich Wilhelm IV.) Papagenos„Klinge, Glöckchen, klinge“ sang. Laut pries der 76jährige Kriegsheld die Leistung der berühmten Sängerin und das Genie Mozarts und bat dann die Catalani um eine Zugabe aus der Papagenopartie. „Leider habe ich daraus nur ein Lied eingeübt“, entschuldigte sich die Künstlerin. „Tut nichts“, versicherte Blücher eifrig.„Ich kann Sie auf jede Arie aus der„Zauberflöte" einüben, weil ich aus ihr alles kann.“ „Was höre ich?“ mengte sich der Zar Alexander I. ein.„Sie können singen, Herr Feldmarschall? Da müssen Sie uns unbedingt etwas hören lassen.“ Blücher ließ sich nicht zweimal bitten und sang mit rauher Stimme und ziemlich eigenwillig Papagenos„Der Vogelfänger bin ich ja.“ Ein donnernder Applaus der Hofgesellschaft lohnte ihn, weil der Zar voll Heiterkeit das Beifallszeichen gab. Blücher verbeugte sich dankend und sang dann noch zwei Arien Mozarts aus der„Zauberflöte„Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich" und aus der„Entführung aus dem Serail“ das Trinklied„Vivat Bacchus! Bacchus lebe!“ Ein Beifallssturm unter Führung des Zaren schloß die musikalische Vorführung, und die Catalani sagte lachend:„Der alte Blücher hat mich geradeso wie die Franzosen geschlagen, denn ich habe nie einen so starken Applaus wie er gehabt.“ Es war das letztemal, daß der alte Marschall seinen geliebten Mozart von einer so hervorragenden Künstlerin hörte. Im folgenden Jahre berief ihn der Tod ab. Gitteraufgabe ******* Monatsname *** *:****“ Konferenzort in der Schweiz ******* Gebirgsstock im Rhätikon cc ee i1 k II nnn 000000 ana bbbb rrrrrr tt Die hieraus zu bildenden Wörter sollen waage- und senkrecht gleichlauten. (Lösung in der morgigen Folge) * Auflösung aus der gestrigen Folge Altes Sprichwort I. VillA, 2. Ekel., 3. Rubel., 4. Danik. 5. Radius, 6. OlaF. 7. Sardoll, 8. SpendE. 9. EnveR 10. NordkaP, 11. HattO, 12. Athos. 13. EphialteS, 14. LawinE, 15. TessiN. Verdrossen— Haelt alles fuer Possen. C Unser Harttried hat ein Schwesterchen Elke bekommen In denkbarer Freude Th. 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Juni 1936 AktITB Stand am 30. Juni 1936 RA Anlagevermögen: Grundstücke 19 527 000.— Geschälts- und Wohngebäude 21 423 000.— Schacht- und Grubenbaue. Betriebsgebäude und andere Baulichkeiten 38 735 000.— Maschinen und maschinelle Anlagen 40 896 000.— 120 581 000.— Beteiligungen 22 996 984.79 Umlautsvermögen: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9 774 243.69 Halbfertige Erzeugnisse 2829 994.11 Fertige Erzeugnisse 8 713 414,47 Wertpapiere 498 894.64 Hypotheken 131 420.66 Anzahlungen 76 828.05 Forderungen auf Grund von Warenlieferungen u. Leistungen 17 555 534.87 Forderungen an abhängige und Konzerngesellschaften 2 935 345.30 Sonstige Forderungen 1 585 692.86 Wechsel 745 630,19 Schecks 24 876.28 Kassenbestand, Reichsbank- und Postscheckguthaben 249 284.66 Bankguthaben 7929 983.46 Rechnungsabgrenzung 870 791.78 197 499 945.81 Paselv Stand am 30. Juni 1936 RII Grundkapital 105 000 000.— Geseizlicher Reservelonds 10 500 000.— Rückstellungen 3 150 418.64 Wertberichtigungsposten"„ 1 886 172.34 Verbindlichkeiten: Anleihen: Anleihe 1920 28 000 000.— Ablösungsanleihe 1827 700 785.— Hypotheken 3 382 817.81 Langfristiges Darlehn 8 475 590.— Anzahlungen 164 656,42 Verbindlichkeiten auf Grund v. Warenlieferungen u. Leistungen 6 266 140.58 Verbindlichkeiten gegenüber abhängig. u. Konzerngesellschaften 1 091 633.20 Verbindlichkeiten aus der Annahme v. gezogenen Wechseln 2027 900.— Verbindlichkeiten gegenüb. Banken einschl. Rembourskredite 12 944 067.83 Sonstige Verbindlichkeiten 7 597 053.81 Rechnungsabgrenzung 468 998.17 Jahresgewinn 1935 3o 4 758 979.43 + Gewinnvortrag aus 1934/35.. 1 064 822.58 197 499 945,81 Gewinn- und Verlust-Rechnung 1935 36 Erträge 1335 36 RI Gewinnvortrag aus 1834 35 Roheinnahme nach Abzug Aufwendungen für Roh-, und Betriebsstoffe Erträge aus Beteiligungen Außerordentliche Erträge der Hilfs1 084 822.58 87410 577.77 936 973.19 348 090,68 89 780 461.22 Nach dem abschließenden Ergebnis meiner pflichtgemäßen Prüfung auf Grund der Bücher und Schriften der Gesellschaft sowie der vom Vorstand erteilten Aufklärungen und Nachweise entsprechen die Buchführung, der Jahresabschluß und der Geschäftsbericht den gesetzlichen Verschriften. Dortmund, im September 1936. gez. Reinold Specht, Wirtschaftsprüler. In der heutigen Generalversammlung wurde die vorstehende Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung genehmigt und beschlossen, für das Geschäftsjahr 1935/36 eine Dividende von 4½% zu verteilen. Die Dividende ist sofort zahlbar auf Gewinnanteilschein Nr. 18 mit RM 27.— abzüslich 10% Kapitalertragsteuer bei der Gesellschaftskasse in Castrop-Rauzel und den folgenden Zahlstellen: Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin, Köln, Frankfurt a. M., Hamburg; Commerz- und Privat-Bank A.-G., Berlin; Dresdner Bank. Berlin; Reichs-Kredit-Gesellschaft Aktiengesellschaft, Berlin; Sal. Oppenheim jr. u. Cie., Köln; J. H. Stein. Köln: Klöckner Eisen Aktiengesellschaft. Duisburg; Simon Hirschland, Essen: Deutsche Effecten- und Wechselbank, Frankfurt a. M.; M. M. Warburg u. Co., Hamburg; von der Herdt-Kersten u. Söhne, Wuppertal-Elberfeld; Bayerische Vereinsbank, München. Aus dem Aufsichtsrat ist durch Tod ausgeschieden Herr Dr. Ing. e. h. Otto Krawehl. Essen weiter schied aus Herr Hermann Leubsdorf, Köln. Neu gewählt in den Aufsichtsrat wurde Herr Dr. Hans Schippel, Berlin. Castrop-Rauzel, den 17. Oktober 1936. Der Vorstand. Zuverläss. Stütze 25 J., mit guten Kochkenntn., sucht Stelle zum 1. od. 15. 11. auch Geschäftsbaushalt, Hausarbeit wird m. übern. Gute Zeugn. vorband. Off. unt. L. B. Berleburg, postl Stütze, in all. häusl. Arbeit.(auch Näb.) erfahr., sucht sof. od. spät. für drei Tage der Woche Beschäftigung. Ang. u. M. 2778 an WLZ., Dim.( Stütze 20 Jahre, im Kochen u. all. Hausarb, erfah ren, sucht Stelle z. 1. 11. od. 15. 11. Näbkenntnisse vorhand. Angeb unt. S. 668 an WLH. in Soest.( Fräulein, 36 J., in allen Zweigen des Hausbhaltes erfahren, sucht Stellung als Stütze in kl. Haushalt. Ang. u. S. 666 an WLZ., Soest. Mädchen, 21 J., i. Küche u. Haushalt erf., sucht z. 1. Nov. Stell. in r. Hause. Ang. u. Nr. 13 an WL3., Bergkamen.( Fleiß. ehrl. evgl. Mädchen 17 J., in allen Hausarb. erfabr., m. gut. Zeugn., sucht sof. Stellg. Off. u. D. 2791 an WLH., Dtm.( Fräulein 31 J., firm in sämtl. Zweig. d. Haush. u. Wirtschaftsbetr., sucht Stell. in frauenl. Wirtschaftsbetr. Off. u. O. G. an die WLZ.=Agent. Gronau i. W.( Dauermiet. sucht z. 1. Jan. 1937 heizbare Garage od. Bore für 3 Pers.=Wagen mit Tankgelegenb. kl. Wohnung Zimm. u. Küche) mögl. Näbe Arden Märktschestraße. Schriftl. Ang. u H. H. 8086 an d Wr., Dortm. Tüchtiges ehrl. Mädchen gesucht Dortmund, Bömckestr. 4. Selbständiges Mädchen das kochen kann für Etg.=Hausb Näbe Kaiserbrun nen ges. Schriftl. Bewerb. erb. u. T. 2784 an die WOZ., Dortm. Hausgehilfin 22—25 J., f. Re staurant nach Kre feld gesucht. Gute Zeugnisse Bedinsung. Angeb. u. R. 8719 an Aneigenmittl. Willy klever, Kreseld, Adolf=Hitler= Straße 68.( Zuverlässiges Alleinmädchen selbst. koch. k., esucht. Dortm., sumboldtst. 65,p. Gesucht wird per sofort einf. solld. für den Hausb Guter Lohn und Behandlg. zuges. Schriftl. Angeb u. G. 665 an die WLZ., Soest.( Suche für sofort od. später tücht., in all. Hausarb. erfahrens Mädchen. Frau Josef Spill, Wetter=Ruhr, Kaiserstr. 68.( Ordentl., ehrlich. Mädchen v. 15 d. 17 J. f. kl. Haushalt gef. Muß zu Hause schlaf. Zu erfrag. I. Geschst. WL3. Dortm.(24819 Zum 1. 11. für gepflegt. Haushalt ein im Waschen, Bügeln, Servieren u. sonstig. Hausarb. erf. nicht unt. 20 J., ges. Küchen= und Kindermädchen vorhand. Mädch mit mebrjährigen Zeugniss. wollen sich vorstellen bei Bergassessor Klemme, Dortm. Flurstraße 51. Teleson 355 77. egenheitsanzeige nicht geschäftlicher Art. wie Kaufangebofe. Kaufgesuche, Vermietungen, Mletgesuche. Tauschverkehr und ähnliche— ein- und zweispaltig bis 100 mm Höhe— kosten In dieser Rubrik nur 15 Pfg, leMililmeter und erschelnen In der Gesemtauflage Wohnung v. 4 b. 5 R., od kl. Haus m. Stall. gr.Gart. u. Obst hof. z. miet. ges Lage gleich. Ausf Ang. m. Preis u Nr. 380 a. Ann., Exp. Joh. Schulte, Karsberg. 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Heute nachmittag 5½ Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe, gute Mutter. Schwiegermutter. Großmutter, Schwägerin und Tante Witwe Johanna Kelbch geb. Salmanzig im Alter von 75 Jahren. In tiefer Trauer: Wne. Martha Krause geb. Kelbch Paul Kelbch und Frau Auguste geb. Tanner Wwe. Johanna Reppel geb. Kelbch. Herne, Bochum. Witten, Annen, den 19. Oktober 1936. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 22. d. M., 15 Uhr. vom Sterbehause, Gräfstraße 1 aus statt. Statt besonderer Anzeige! — Plötzlich und unerwartet nahm der Herr über Leben und Tod hheute nachmittag gegen 15 Uhr unseren lieben. treusorgenden Vater, unseren unvergeßlichen Bruder. Schwager und Onkel, den Justizoberinspektor Gotthold Tennstädt zu sich in den Himmel. Er schied von uns nach einem Leben treuester Pflichterfüllung und seltener Hilfsbereitschaft im Alter von 54 Jahren. Allzu schnell folgte er im Tode unserer lieben Mutter, die vor zwei Jahren von uns schied. Alle, die dem Verstorbenen nahestanden, werden unsern Schmerz um den Heimgang des teuren Toten empfinden. In tiefer Trauer: Margret Tennstädt Werner Tennstädt Herne, den 18. Oktober 1936. Hermann-Löns-Str. 52 Die Beerdigung erfolgt am Mittwoch, dem 21. Oktober, 15½ Uhr, vom St. Marienhospital aus. Das feierliche Seelenamt findet am 21. Oktober 1936 um 8 Uhr in St. Bonifatius statt. Von Beileidsbesuchen möge man Abstand-nehmen Nachruf! Am 18. Oktober 1936 verschied ganz unerwartet unser treuer Mitarbeiter Justizoberinspektor Gotthold Tennstädt Seit dem Jahre 1908 war er bei dem Amtsgericht in Herne tätig. Er hat sich durch sein Schaffen die Achtung seiner Berufskameraden und weiter Kreise erworben. ir werden dem Verstorbenen auch über das Grab hinaus ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beamten, Rechtsanwälte, Angestellten und Arbeiter des Amtsgerichts Herne. Nachruf Am 18. Oktober 1936 wurde unser Bundesmitglied Justizoberinspektor Gotthold Tennstädt aus unseren Reihen gerissen. Der Verstorbene war seit Jahren Mitglied unseres Bundes. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Nat.-Soz, Rechtswahrerbund Gau Westfalen-Süd: Dr. Wilhelm Römer. Gauführer Ortsgruppe Herne: Dr. A. Römer, Ortsgruppen-Obmann Zelle Herne-Mitte: Dr. Flake, Zellen-Obmann. Danksagung! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Vaters sagen wir allen unsern innigsten Dark. Hagen, im Oktober 1936. Frau Wwe. Heinrich Bungart nebet Kindern. Nur Arbeit war dein Leben, Du dachtest nie an dich. Nur für die Deinen streben. War deine höchste Pflicht. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen. Samstag. 21 Uhr. meinen lieben, unvergeßllichen Mann, unsern herzensguten Vater. Großvater. Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, den Kaufmann Christian Ziegeler nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Johanna Ziegeler geb. Blank nebst Kindern und Angehörigen Hagen(Neumarkt 1), Recklinghausen, Witten, Goddelsheim(Waldeck), den 19. Oktober 1936. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 21. Oktober. 16 Uhr, in der Kapelle des Rembergfriedhofes statt; Beerdigung anschließend. Nur Arbeit war dein Leben, Du dachtest nie an dich, Nur für die Deinen streben, War deine höchste Pflicht. Heute morgen 9¼ Uhr entschlief sanft, plötzlich und unerwartet mein lieber guter Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Schneidermeister Otto Krink im Alter von fast 55 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Hagen-Vorhalle, Ostpreußen, Hamburg, den 18. Oktober 1936. Kanada und Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 21. Oktober 1936, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause. Hülsbergstraße 1, aus statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen bitten nehmen. wir Abstand zu Am 13. d. M. verschied an den Folgen einer Operation der Hilfsarbeiter in unserer Bauabteilung Herr Friedrich Koch Der Verstorbene war seit 1928 bei uns tätig. Wir verlieren in ihm einen fleißigen Mitarbeiter und braven Kameraden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Castrop-Rauxel, den 17. Oktober 1936. Führer und Gefolgschaft der Zechen Victorl Ickern Am 18. d. M. verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser Oberingenieur Herr Dipl.-Ing. Wilhelm Heimburg Erst seit Juni 1935 im Dienste der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Friedrich der Große stehend, hat Herr Heimburg als Leiter unseres Maschinenbetriebes seine ganzen Fähigkeiten unserem Werke zur Verfügung gestellt. Mit einer vorbildlichen Pflichterfüllung verband er Tatkraft und Sachkenntnis. Wir bedauern aufs tiefste das frühe Hinscheiden dieses Mannes, von dem wir für unsere Zeche noch viel erhoffen durften. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Herne, den 19. Oktober 1936. Führer und Gefolgschaft des Steinkohlenbergwerks Friedrich der Große. Der Besten einer. Niemandens Feind. Allen, die ihn kannten, ein Preund. Sonnabend, den 17. Oktober 1936. abends 22.10 Uhr, erlöste ein sanfter Tod unseren guten lieben Bruder und Onkel Herrn Bernhard Nieting im Alter von 70 Jahren von seinem langen, schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden. Dieses zeigen an mit der Bitte um stille Teilnahme: Wwe. August Bertelt geb. Nieting Wwe. Karl Verron geb. Nieting und Anverwandte. Dortmund, den 19. Oktober 1936. Missundestraße 75. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 21. Oktober, 14 Uhr. von der großen Tranerhalle des: Hauptfriedhofes. Seelenamt 7.15 Uhr in der St. Antoniuskirche. Omnibusse fahren ab 12.45 Uhr vom Trauerhause. Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute nacht um 0.15 Uhr mein lieber Gatte. unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Wirt Anton Mertenschiedde im Alter von 64 Jahren. Er starb nach langem, mit größter Geduld ertragenem Leiden, versehen mit den Tröstungen der heil, kath. Kirche. Um stille Teilnahme bitten: Frau Anna Mertenschledde geb. Dietz und Kinder. Bochum, den 18. Oktober 1936. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 22. Oktober 1936, morgens 8.45 Uhr. vom Sterbehause, Herner Straße 162. aus statt. Das Seelenhochamt ist am gleichen Tage um 8 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche. Heute erlöste der barmherzige Gott meine liebe Frau, meine treusorgende Mutter. unsere gute Schwiegertochter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anny Schrey geb. Hammans von ihrem langen, schweren Leiden. Sie entschlief ruhig und sanft, gestärkt durch die Heilsmittel der röm.-kath. Kirche. Engelbert Schrey sen. Engelbert Schrey jun. u. die übrigen Anverwandten. Bochum-Gerthe, den 18. Oktober 1936. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Oktober 1936. 16 Uhr von der Trauerhalle des Friedhofes in BochumGerthe an der Harpener Straße statt. Das Seelenamt ist vormittags 8.15 Uhr in der Pfarrkirche. Nachruf! Am 17. Oktober 1936 starb die Verwaltungsgehilfin Marie Engelbert von den Standesämtern DortmundMitte. Die Verstorbene hat die ihr obliegenden Dienstpflichten stets treu und gewissenhaft erfüllt. Die Stadtverwaltung wird der Entschlafenen ein ehrendes Andenken bewahren. Dortmund, den 17. Oktober 1936. Der Oberbürgermeister: Dr. Banike. Danksagung! Für die uns beim Heimgunge unseres lieben Entschlafenen erviesene Teilnahme sowie die überaus zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Hagen, den 20. Oktober 1936. Clara Wiesermann im Namen aller Hinterbliebenen.“ Für die uns erwiesene Teilnahme beim Ilinscheiden meines geliebten Mannes und unseres treusorgenden Vaters sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Langendreer, den 20. Okt. 1936 Frau Wwe. J. Schäfer und Kinder. Familienan zeigen tinden welteste Verbreitung durch die Westfälische Landeszeitung Rote Erde Der liebe Gott nahm heute mittag um 1 Uhr nach kurzer, schwerer Krankheit plötzlich und unerwartet meine liebe Tochter, unsere herzensgute Schwester, Schwägerin, Nichte und Tante, meine innigstgeliebte Braut Fräulein Cäcllie Hilgering zu eich in den Himmel. Sie starb im Alter von 26 Jahren wohlvorbereitet, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten. In tiefstem Schmerz: Maria Hilgering geb. Mertens Stud.-Rat Raimund Rehermann u. Frau Maria geb. Hilgering Kaufmann Heinz Brockmeier u. Frau Toni geb. Hilgering Heinrich Hilgering Kaufmann Friedo Schmitt u. Frau Liesel geb. Hilgering Dr. med. Regina Hilgering Leonie Hilgering Alexe Hilgering Dipl.-Hdl. Margrit Hilgering Karl Josef Hilgering Reinold Hilgering Willi Hilgering Felizitas Hilgering Dipl.-Kfm. Albert Kleine Dortmund(Rheinischestr. 7), Lünen, Herten, Köln, Hagen-Vorhalle, den 18 Oktober 1936. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. Oktober, mittags 12 Uhr, vom Trauerhause aus zum Südwest-Friedhof statt. Das feierliche Levitenamt ist am gleichen Tage um 9 Uhr in der Liebfrauenkirche. Wir bitten herzlichst, von Beileidsbesuchen Abstand zu nehmen. Statt besonderer Anzeige! Gestern abend entschlief plötzlich nach langem, schwerem Leiden meine innigstgeliebte, unvergekliche Frau, unsere liebe Schwester. Schwägerin und Tante Frau Maria Brühl geb. Greisler im Alter von 52 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Paul Brühl. Hagen(Grashofstraße 29), Goddelsheim, Höringhausen, Neuhaldensleben, den 19. Oktober 1936. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 21. Oktober. nachmittags 4 Uhr in der Kapelle des Allgemeinen Krankenhauses statt. Beisetzung anschließend. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Heute nacht entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, mein herzensguter Vater, unser lieber Sohn. Bruder, Schwiegersohn, Enkel, Neffe. Schwager und Onkel Oskar Stüben im 51. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gusti Stüben geb. Friedrichs Orsule Stüben. Hagen(Westf.), den 19. Oktober 1936. Alleestraße 29 Die Trauerfeier findet statt Mittwoch, den 21. Oktober 1936, 17.15 Uhr. in der Gedächtnishalle des Krematoriums Hagen-Delstern. Gelegenheitsanzelgen nicht geschäftlicher Art. Kaufangehote, Kaufgesuche, Vermielungen, Mielgesuche. Tauschverkehr und ähnliche— ein- u. zweispaltig bis 100 mm llöhe — kosten in dieser Rubrik nur 15 Pig. ie Millimeter und lerscheinen in der Gesamlauflage ICATEITE Suche für meine Schwägerin, 33 I., zw. späterer Heirat ein. charakterfest. katvol. Herrn in Staatsstellg. Off. u. L. 2777 an d. WeZ. Dortm. Schuldlos geschd. Frau, 40 Jahre, sucht passenden Lebensgefährten Ang. u. Nr. 161 an WLZ. Recklingbausen. Arbeiter, 29 J., mittelgroß, kath., guter Charakter, wünscht Beksch. mit nett., solid. Mädel zwecks Heirat Off. u. U. 2785 an W13. Dim.( Nachruf! Am 16. Oktober 1936 starb nach langem, schwerem Leiden unser früherer Meister Herr Johannes Sasse im 74. Lebensjahre. 25 Jahre lang hat der Verstorbene unserem Werke seine treuen Dienste gewidmet, bis ihn vor einigen Jahren sein Gesundheitszustand zwang. in den Ruhestand zu treten. Wir werden das Andenken des Entschlafenen stets in Ehren halten. Führer und Gefolgschaft der Accumulatoren-Fabrik A. G. Werk Hagen LETNTE Einstellige Gruft auf dem Ostenfriedhof zu kauf. gesucht. Ang. u. T. B. 8082 an d. WZ. Ton. Wer fährt Anfang November mit geschloss. Lieserwagen nach Curbafen u. kann 3 Zimmer beiladen? J. Esser, Möbelhaus, Witten, Ruhrstraße 39.( Silber-Besteche u. 100 g SilberAufl. dir. ab Fabrik an Priv. B. 72 Teile 100 g 9M. 78.—. Zahlg. 10 Monatsraten. Katalog gratis. A. Pasch& Co., Solingen. Mehrere Waggon Eckendorfer Futterüben preiswert abzugeben.( Herringser Höse, Schulze zur Wiesch, Landwixt, Kreis Soest, Tel. Neuengeseke Nr. 130.( Am Mittwoch, dem 14 Oktober 1936, verschied plötzlich infolge Motorradunfalles der Parteigenosse Walter Geide Truppführer im RAD. Wir verlieren in ihm einen treuen Parteigenossen, der sich stets für die Idee des Führers einsetzte. Sein Andenken werden wir in Ehren halten! Kreisleitung Dortmund der NSDAP,, gez. Hesseldieck, Kreisleiter. Ortsgr. Dortmund-Hors“, Wessel-Platz, gez. Halsband, Ortsgruppenleiter. Dem Toten das Beste. trotzdem nicht teuerer! „Fax“ Särge aus schwerem, rostgeschütztem Hartmetall und Holz für jede Beerdigung(Ges. gesch.) Kein vorz. Zusammentall. mehr! Allein-Verkauf für Dortmund Beerdigungs GSschl, Betenstraße 29 Fernruf 21127 Vetrechnung m. allen Kassen NurAner. kennungen Die WIZein Begriff: Sprechrohr des rührigen Kaufmanns rund 40 km um Dortmund