Das Glücksspringen über sich zu einem fesselnden b Wachtmeister Hippe auf 24 Hindernissen und einer ch. Das Turnier erreichte Rekordjagdspringen der em SS=Obertruppführer eik mit 1.90 Meter einen und ländliche ReiterProvinzial=Stan= na. bestehend aus Dressurabrerprüfung und Jagdihrverein Greven Note verein Baroy Note 47.60: vof Note 48.72; 4. Zucht=, 6. Juchi=, Rett= und 17.38. Einzelplazie= Brackel) 61. F.-St. Abaus Gronover's(Greven) 71. un 9.46; 3. Wild. Wibbemei„ Wibbeling) 10.10: w. Orkan(D. Klewitz tr.) rop) a. R. St. Schwalbe Biederlack's(Greven) 81 ermann) 10.40; 7. Hub en) a. F. W. Fissitus Kaltvos) 5s. br. St. Sonsa (Greven) 8j. F.=St. Hilde I. Gerda Sils'(Kalthof) nusamann) 11.20; 10. K r. W. Kuno(W. Rahlenlng's(Barov) 71. F.=St 13.25 Tbüning's(GreSchürboff) 12.26: 14. G St. Amazone(Kan. (Brackel) 5j. F.=W. Vererehrenpreis des Obernaten. Vielseitigkeitsprüusung und Jagdspringen ein Bodelschwinah 1. Note 22,39: 3. Zucht=, ot•4 Einzelvlazte= Toest) 61. F=W. AntraGroße=Lembecks lir Große=Lembeck). Note vingh) 9j. F.=W. Schwa1.13: 4. H. Diekmanns neurausch(H. Diekmann sers(Bod=lschwinab) 51 Rote 4.50: 6. Kr. GroßeHanny(K. Gr. Lembeck) 5). br. W. HartW. Jahns Note ##lschwinab) a. br. W 6.00; 10. MühlenschulA R. Wallrabe). Note terwick) 41. R.=St. Fli12. Rglosss(Soest) a. ote 7.10. W. Wibbelings(Barop) Wibbeling), Note 1.0; winab) 71. K.-St. Cataupendabl). Note 1.1: (Ablen) a. F.=W. lb. Wibbelings(Barop) Wibbeling), Note 1.3: ra) 61. br. W. Fervor dabl). Note 1,4 . Wibbeling's(Barop) Hildebrandt) Note 1.0, (Dortmund a. F.-St ingorum's(Dortmund) 1. Frl. M. Lomlamtt.Bes.) Note 1.6: nab) 71. F.-St. Coralle dabl) Note 1,8. Kreisverbände Staffeteisverband Tortmund, bulze Neuboff's 9j. br Fr. Tönnies',(BodelH. Staupendabl), Schwalbe SA=Ober= rband Dortmund, 301 elschwingb) 91. 2=M desselben 51. F.=W. Heidbauer's(Bodelv. Heidbauer). M. Lomverg's(Lütt1,0. 2. W. StaupenLoraue(SA=Ober= . Obli. a. D. Dr. H rie Bes.) 1,3; 4. Fr. Anwalt(Hauptwachtspringorum's(Dort0. „#de(d. M. Mehr9j. br. W. Castor— — D. Klewitz' 9j. br. W. Orpheus(OberSchulte Günne's 61. Carola F.=W. Hermann— charf. D. Nottebohm. t. Addi— Island's Rüping's 81 Sw.= St Anette(Oberscharf. Abteilung A: 1 (Hagen) a. F.=W. Dr. V. Möller's 3. Wilh. Wibbe(Hptwachtm. Hildeladervorn) a. — Abteilung B: 1. jund a. F.-St. Orfe (Barop) a. R.=W. „. R.=Rat. 15°s lifsz. Telzerow) 1.9: 3. Telzerow) 2.0— H. Andreas' HaOblt. a. D. Dr. H Bes.) 1.5: 3. Wilb. net(Hptwm. Hildeadervorn) a. 1. W. StauW. Scheit(Wachim orimund) a. F.=St. ümer) Zeit 105: 3. fI. F.-St. Coralle Zeit 105: 4. Fr. sellebarde(23=O.= R.=Rat. 15°(Pa1. Averkamp) Zeit 71. F.=St. Manst aderborn) a. F.=W. 8. Dr. Nolting's ppf. W. Henschel) rletzt man mit Hinrfkampf sehr um nen besorgt, der sat und sich in ßte. Ob Matti ie weitere Goldwieder werfen kordform nuten en Athleten in 800 Meter in Kinuten zurück, in würde, wenn erzielt worden ampf impf in Witten Letter nur ein kannschaft der ; dem under SC. 95 rging. Ihren ter Linie ihren die Hagener durchweg keine 11,3=Zeit des ter ware herWeslsälische Bezugspreie mit Justellungsgebühr und Versandkosten 60 Ofennin für die monatlich 2.50 Mark einschl. 56 Dfennig Dostzeitungegebühren. Hierzu 42 Osennig Bestellgel Einzel=Stück 18 Osennig, Sonntage 20 Osennig. Erscheint wöchentlich siebenmal. Täulich das bebilderte Unterhaltungeblau und Sonntags die sechzehnsetige Veilage„WL3 am Sonntag. Für unverlangt eingesandte Beiträge wird keine Gemähr übeDrucku. Verlag. Westfälische Landeszeitung Gmd H, Vortmund, Reinoldistr.19. Jernrut39441 Ausgabe □ 48. Jahrgang e Folge 182 Amtliches Blatt der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partel eczeilüng Anzeigenpreie „illimerr de. Kleiz. palte 36 D),. in der Gesamtauslage, für die Bezirkeausgaben besondere Für Jamilienanzeigen 12 Of., Stellenangebote 1S Of. Stellengesuche 12 Pf., Gelegenheueanzeigen nicht geschäftlicher Art in der Rubrik„Kleiner Anzeigenmarrt: 13 Pf. je MMillimeter.— Jur die Berechnung und Ausführung der Anzeigenausträge die in der Preienste vorgesehenen Bedingungen maßgebend.— Erfüllungsort Dortmund.— Postscheckkonto Dortmund 450.— Anzeigen=Annahme für die Wochentags=Ausgabe bie 2 Uhr nachmittags, für die Sonntags=Ausgabe bie Freitag abend 6 Uhr. Holland 1° Cents, Belglen 1.50 bires. Frankreich 1 Fr., Schweiz 20 Rappen Einzelstück 15 Dfg. Verständigung notwendig Das englische Volk wünscht keine Bindungen in Osteuropa= England bejaht Hitlers HIINAAETTT GIHITZE„ Ausführungen der„Times“ ∆ London. 7. Juli der Oberste Sportführer Ernst Rüdiger Fürst Starhemberg die Aufhebung des im vorigen Jahre erlassenen Startverbotes verfügt. Die Genehmigung für die einzel nen Starts österreichischer Sportler in Deutschland ist dessen ungeachtet bei der Führung der österreichischen Sport= und Turnfront in jedem einzelnen Falle einzuholen. * ——„" AJUT Die Notwendigkeit einer Verständigung mit Deutschland wird von der„Times“ in einem längeren Leitartikel erneut hervorgehoben. Die Vorschläge zu einer„Völkerbundsreform“ seien beinahe bedeutungslos, solange einige der stärksten Mächte der Welt außerhalb des Völkerbundes stehen. Deshalb werde vielleicht die kommende Tagung der Rest=LocarnoMächte dauerhaftere Wirkungen haben als die ausgedehnten Erörterungen, die in Genf zu erwarten seien. Der Schlüssel zu einem tärkeren Friedenssystem sei immer noch in den Beziehungen Deutschlands zu seinen Nachbargaten zu suchen. Die große Masse der öffentliche„Teinung Englands sei weder franzosenfeindlich noch deutschfeindlich. Die oft wiederholte Aeußerung Baldwins, daß Frankreich und Deutschland zusammengebracht wermüßten, entspreche dem Empfinden des sesamten englischen Volkes. Die bestehende Freundschaft mit Frankreich gelte für Englands öffentliche Meinung als eine Grundlage er Politik. Die Sicherheit Nordfrankreichs. Belgiens und der NiederSanpteli.#et. Ichrhunderten ein aner: kanntes britisches Interesse 194 Lerelk. eise; Potzershgal Franstreiche ersennen ader uch bist der 4uhe Politik anzu: lammenkommen werden. Ein endgült Sersrtigs li die Bphongen eu ade Ver euicd und uid eireten wortn. 1s De. deo sien esie se e eghen Friedenge Rügschlage entschlossen das besse unmitelbare Hofnp, au die Stabili. 5 Pe g## biesem Zusammenhang aber erWa Times“ unvermutet, Deutschlands Methoden der letzten Jahre(bzw. Tage) seien „nicht dazu angetan, die Hoffnung auf eine Verständigung.„fördern“, Daran schließen sich Marbs te. Zemnerkungen über innerpolitische Verhältnisse in Deutschland, die zu einem fall gegen den Senatspräsidenten Greiser überleiten. Auch findet das Blatt es nötig zu erklären, daß für die Wiederbesetzung des Grpsieloupe asig Zwese durch Verhandersieft werden datte rden können, in England nicht die gering,e Sympathie vorhanden sei. Wenig= die Roziehunge. Set Pette stens aver entschließt es sich zu der Festtell va. Danu—5td Deutschland und bod. franzs sisch=sowsetruffische getand zum gristeg Tel außerordentich auf. Paktin London nicht als eine diploma, sebauscht.„Dally Telegraph“, der gegenüber tisge, Leistung. betrachtet werde, die sor tennt sast sen ablehnung Verischlen Lone:„Die seite leberzeugung des spondenten Zapanische Offiziere ehren Horst Wesse! X Berlin. 7. Juli. Der zur Zeit in Berlin weilende Oberstleutnant Miuru, Ehef der Militärpolizei in Tokio, stattete am Montagnachmittag im Beisein eines japanischen Stabsarztes, des Führers der Horst=Wessel=Standarte, Stöhr, sowie „e„SS= und SA=Führer der Ruhestätte Horst Wessels auf dem Friedhof an der Prenzlauer Allee einen Besuch ab. Vier SAMänner hielten die Wache am Grabe Horst Wessels, als die Japaner einen riesigen Eichenlaubkranz mit weißen Lilien und weißer vischerlaaten apanische Hoheitszeichen trägt, Locarno=Konferenz in Brüssel u. p. Brüssel, 7. Juli. #s wird bestätigt, daß die Rest=Locarnomächte in etwa zehn Tagen in Brüssel zusammenkommen werden. Ein endgültiger Tag Mitarbeitern vor dem Start Das Welt=Echo der Greiser=Rede Kühle Aufnahme in London 7 Verständnislosigkeit in Paris 7 Freundliche Stimmen aus Wien 7 Italien zurückhaltend London unbegründet besorgt ∆ London. 7. Juli. S T%ziger, Problem und die Reoe Greisers in Genf stehen im Mittelpunkt der Be trachtungen und Berichte der Londoner Mor genblätter. Während die unrühmliche Beerdi gung der Sühnepolitik und der ganzen abessi nischen Angelegenheit durch den Völkerbund 9#en meisen Blättern nur kurz oder oberflächlich erwähnt wird, sind die Berichte über die Greiser=Rede und ihre Folgen sowie über „Le Jour“ Greisers, der . Sse-c, reigels eiheie Heisep iadelenen sce. 2e. Sste. enzer englischen Volt.s sei jedenfalls die, daß es weder Frieden in Europa, noch einen seines Namens würdigen Völkerbund geben könne wenn Deutschland nicht an ihrer Herbeiführung mitarbeite. Uebrigens sei es sinnlas ende Mach sa i n Deutsahlands wachAukruten en loszulassen, wenn man Seitik### ein Militärbündnis geg Deutschland verbinde. Wenn militärische Bündnisse wirklich in Frage kämen, dann müßte man aß eine kluge Diplematie den wi täri ogimner wahlen würde. Militärische Bündnisse seien jedoch für England niemals in Frage gekommen, das nur um eine gute Nachbarschaft an derjenigen Stelle bemüht sei, wo sie für einen neuen An fang am meisten benötigt würde. Eine klare „id gung mit Deutschland würde nicht alle Probleme lösen, aber sie würde eine Greisers in Genf in London sehrernst be matische w.“ ve 4.“ meint der diplomatische Mitarbeiter der„Times“, daß die Rede Greisers die Besorgnis vieler Diplomaren verstärkt habe. Gegenüber der Mehrzahl der Londoner assen, wenn mon sie mit Pläter in den= de.„Tsarsich. der Londoner Alle die 3u Miltärbindnis gegen Danuger Provien=u achlich, irdigung des lgreibt das Vlat, seien nicht gerade geianet Wem mitriche Saas. Aascheungen der Moisa. PastkeLt uz des ue Wriside und de worgdiche Knoriäkder gesprochen habe, sei beunruhigend gewesen berdeglich schperwiegend. fratz im„Echo de Parie“ mit künstlicher Empörung, man müsse sich fragen, was nach der„brutalen und unerhörten Kundgebung“ Greisers noch von Genf ubria bleive, nachdem der Völkerbund verdemütigen und eine Niederlage in der abessinischen Angelegenheit festzustellen. „Temps“ widmet seinen Leitartikel dem ..#s Tgl ziger Senatspräsidenten und nennt dessen Haltung, wie nicht anders zu erwarten war,„unzulässig“ und„pr katoisch. Noch miemun, so erklärt das Blatt, habe man jemand im Völkerbundsrat mit einer derartigen Rücksichtslosigkeit behandeln hören. Er schlägt dann in seinen Betrach tungen einen recht pessimistischen Ton im Hin blick auf di. Zukunft des Völkerbundes an Alle die Zwischenfälle der letzten Woche, so chreibt das Blatt seion#. Woche, s0 nung, die, bhnie einzugreifen, es zugelassen habe, daß der Vertreter der Freien Stadt Danzig ausgepfiffen und beschimpft worden sei. „.:„Pariser Berichterstatter des„Lavoro Fascista“, spricht von Uebertreibungen der französischen Presse, die ohne jeden Beweis einen Handstreich Deutschlands auf Danzig für eporneyend halte. Nach Ansicht des Korrespondenten leide man in Paris fast jeden Tag an einer anderen Halluzination. (Weitere Pressestimmen auf Seite 2) Von Genfnach Verdun Mit dem Abschluß des Sanktionsfeldzuges gegen Italien sollte, so hofften besonders die westeuropäischen Völker, ein neues Zeitalter internationaler Zusammenarbeit beginnen. Der hinterlassene Genfer Ausschuß hat die formelle Außerkraftsetzung der Sanktionen für den 15. Juli beschlossen und damit ein ruhmloses Kapitel Nachkriegsgeschichte beendet. Aber der Verlauf der Völkerbundstagung hat die Hoffnungen, daß von der alten Plattform aus ein neuer Start erfolgen könnte, zerstört. Etwas Neues muß gesucht und geschaffen werden. Die Rede des Danziger Senatspräsidenten vor dem Völkerbund könnte den Auftakt dazu bilden. Sie war die mutige Tat eines Mannes, der im Auftrage seiner Mitbürger die Dinge endlich einmal beim richtigen Namen nannte.— Ein Verhalten, das freilich in Genf als„Ungentlemanlike“ aufgefaßt wurde. Seine Rede ging über das engere Danziger Problem hinaus. Italienische Blätter haben darauf hingewiesen, daß sie das grundsätzliche Verhältnis des Reiches zum Völkerbund berührte. Die Aussichten eines europäischen Wiederaufbaues, wie sie sich aus der geplanten Völkerbundsund aus der allgemein durch die französisch=englische Politik bestimmten EntwickLuing, er# ben,(eien nicht dazu angetan, Deutschland zur Rückkehr nach Genf zu verlocken. Den letzten Beweis hat das Echo auf Greisers Rede geliefert, die selbst von der Plate nc sich: Das großse Blatt hat sich von der Daily Mail sagen lassen müssen, wie die einzig mögliche Konsequenz aus, de. Vorgang im Rat heißen muß: am zrgleat s1h unmöglich gemacht, mit ihm zugleich aber der ganze Völkerbund. Der heutige unerträgliche Zustand mitb, wie Rzi rei#n in seinem Interview mit dem„Völkischen Beobachter“ erklärt hat nicht p#r m zeitlicher Begrenzung, sondern Har msseark Lemal überwunden werden. Der 2 kerbund in seiner heutigen Gestalt hat jedes Recht verwirkt, eine deutsche Stadt wie zun bpar#ertes Dorf im schwärzesten Afrika er seinen Charakter in einer anderen Gestalt ändern? Hierum kreisen, in der Erkenntnis vom Bankrott der bisherigen Genfer Liga, die Erörterungen der internationalen Oeffentlichkeit. Genau so wie manche e%er, Zeuu. n resigniert die Unmöglicheit feststellen, auf die Dauer die Rückkehr zum deutschen Mutterland verhindern zu können, genau so dämmert hier und da die Erkenntnis von den wahren Gegebenheiten Wi ächet ue sch genden hinzustellen suchte. Mit Recht stellt die„Times“ fest, daß die Vorschla, zu ei er Völkerbunds reform so gut wie bedeutungslos seien, solange eine ger Häfelten.„Rächte der Welt außerhalb der Politis Pard=de: Sie bebharrt gemäß Politik Baldwins, wenn auch mit Das Sanktionsspiel zu Völkerbundsversammlung und Sanktionskonferenz beschließen Aufhebung werden könne, Oesterreich hebt das Startverbet auf #.r w. im. 4 Wien, 7. Juli. Der Präsident der österreichischen Sportund Turnfront teilt mit:„In bevorstehenden Olympischen Spiele in Berlin an denen österreichische Sportler teilnehmen werden, und in Anbetracht des Umstandes, daß Sohsesen berichesten VSorlien.87 schaftlichen wer egg ger.„Daily Mail“ bemerkenswert. Das Blatt schreibt, daß Danzig die sichen Bas senichtzangehe. Dem eng##in volk sei die Zukunft Danzigs völlia gleichgültig, und niemand würde sich aufregen, ermonne iie swpieder für Deuschland zurückZergguuge## würde. Unglücklicherweise sei England durch seine Verbindung mit dem Völkerbund in den Streit hineingezogen worden Außerordentlich scharf greift„Daily Mail“ den Seestsnmülgt ir Danzig, Lester, an. Seiner seebssteainterngtionalen„Einrichtung wieder: herzustellen": Es gab Symptome, die man unschwer verkennen könne. Italienische ∆ Rom. 7. Juli. Sm. 4 Genf, 7. Juli. „Die Sanktionskonferenz, der mit Ausnahme von Italien und Abessinien alle Mitglieder des „ervundes angehören, trat Montag vormittag zusammen, um auf Grund der Entschei#### Völke b ndsversammlung vom Sonnabend die Aufhebung der Sanktio nen gegen Italien zu beschließen. Auf Angens beservi, a.Fezierug hat die Konfe. renz beschlossen, daß die Sanktionen gegen in *.„ feehe Weiterhil I so vermeidet es die römisa Presse doch sorgfältig, sich diese politischen chinesischen Regierung zur Aufhebung der Sanktionen nicht auch eine Anerkennung der territorialen Entscheidungen bedeute. nicht mehr kreditfähig „In iorer Samstag= Sitzung schritt die erische undsversammlung zur Behandlung der ungsentwürfe, die von der abessinischen Abordnung vorgelegt worden sind. Zu zu urteilen, sei Lester nicht geeignet, eine solche (Lester ist Ire) zurückgeschickt werde, um so geger,: 8. Abschließend meint das Blatt, Unrube in allege hwaßbude“ dauernd Unruhe in allen Teilen der Welt aufschüre. wieder beunruhigt „ 4 Paris, 7. Juli. ##n den Berichten aus Genf wird, wie kaum anders zu erwarten, nirgends der Versuch un ternommen, den Forderungen und Beschwer den Danzias und seiner Rausi#######'schwer „ 4 Rom. 7. Juli. trenz beschlossen, daß die Sanktionen gegon###taugssentwürfe, die von der abessiniDr. orst, de. Banider, Senateprisghenten Jease am i. Juse voun alen Staten dufsel dem erten Ersa PPtist wotenr inr. 94 Wolteroanderat sehze weitertin im Mingz Ise hoben werden. austaut du euturst, vont der Boterkund der aisländischen Verschersatung der v. Iu der Ausprache naohm eine Reihe von hurch Naue muade Prod eine Wbeiunen. sas Ssgiehe lie. Saghen, int ire eage Pishont eonr Crlchnuns al un v. 26.1. rschenden sportkamerad=]den Danzia,d vorderungen und Beschwer: Geist bewiesen haben, hat welches Präsident eine#Zuerrennen, gab der bungen ver.Iäzsa, wrasnazurz Stelung, um ihre grund= hinwies, daß die Gnichs de u der er dorag Pichen P.ce 99ch., einmal d..—du, Seswongertriter bereitischsue Saniege. Liäche. dise Laiegesheah in ia.l shlag uan immie Aulchuigand beien der denzen zu eigen zu machen. Andererseitz kommt Fels ns teille mit, daß in den Berliner Berichten die feste Sprache Paihtvollt mmenheit die der deutschen Presse zur Danziger Frage und infale2do:u o9 die kritische Skepsis gegen die—. brage und infalgodosson hai 2.— die kritische Skepfis gegen die unter dem Deck poltischen Manöver deutlsch g. Ausdruck, Tpaniens b,nume dese Gelegenheit, um in schlag zu Pr. der u.e,. Selch“ Phenes Sehateprisisen, Sashrinsen. Se. Hoinischen Verreters, den der ie Lenährung e Soeisl derder besches. dad ie nichk nue im kaltx. Px. Sanigen zu eionen Ju der Aue. X Berlin, 7. Juli. Die am 1. Juli in Kraft getretenen neuen Tarife der Haftpflicht= und Kasko=Versicherung haben unter den Kraftfahrern Beunruhigung hervorgern sen Befanntlc. 00 us gegeben nat, wie in den jüng=Isen Resannelis und u#-ngung hervorgernVorwürfen franzäsischer Raliti=s Vekanntlich mun nach den neuen Bedingungen Vorwurfen franzosischer Politi= jeder Kraftfahrzeugbesitzer, ganz gleich, ob er schuleigene Landesverteidigung be= dig oder unschuldig am Schadensfall ist, einen Teil einigen Geufzern über uns„underechendare" Deutsche, auf der richtigen Erkenntnis, daß Frankreich und Deutschland zusammengebracht werden müßten, Dieses Problem dürfte die nächste Zukunft beherrschen. Es ist dafür nicht unwesentlich, daß in Frankreich selbst eine Klärung eintritt, welche Kräfte die Außenpolitik dieses unseres wichtigsten Nachbarn beherrschen. Wenn es so ist, daß sie sich auf Gnade und Ungnade in die Hände Moskaus gegeben hat, wie in den sten schweren tt gegen die og# nnreei wigung d- frg err. mnschmm um Summbensfau in, einen hauptet wird, so ist der Wert der Regierungs des entstandenen Sach= oder Personenschadens aus erklärungen über den Wunsch nach einer Ver=eigener Tasche bezahlen. Die Tarifgemeinschaft der ständigung mit Deutschland leider sehr fraglich Prasifahrzengversicherer glaubt, daß nur durch zu beurteilen. Wenn diese Erklärungen aber ver an den S.# Li, 5.24/ Huna der rn#. gergzeimt sind, so, müssen bereits die werden sone und mitß bieser neven VerschernasLocarno=Besprechungen den Nachweis erbrin= grundlage einen bedeutenden verkehrserzieberischen gen, daß man auch jenseits des Rheins mit Wert bei. Nach den Mitteilungen einiger Versichegutem Willen an die Neuordnung des nachbar= tungsgesellschaften waren sie zu einer Tarifändelichen Verhältnisses zu gehen beabsichtigt. rung auch desbalb gezwungen, weil das KastoAm 13. Juli wird auf dem blutgetränkten d.= Rersehrs watt infalge starken Anwachsens Schlachtfeld von Verdun eine Kundgebung hat, die sie in Zukunft nicht ehr allen von Frontkämpfern aller Nationen stattfinden. können— Jutuut nicht mehr allem tragen Angesichts des Heldenfriedhofs von Douau"“ Mit den neuen Versicherungsbedingungen hat mont wollen die Ueberlebenden jener Heere, sich die deusche Feuerversicherungsgesellschaft im die sich hier in der größten Schlacht des Welt= Versicherungskonzern der Deutschen Arbeitsfront kriegs gemessen haben, für den Weltfrie=lsicht einverstanden erklären können. Nach grundden eintreten. Welcher Gegensatz zwischen dem 1 tstltchen= Erträgungen und im Interesse ihrer VerEntschluß dieser Männer, die durch alles 9:“ gex Trizae.. sofortigen Kameraden die Hand zu reichen, und dem Tarifgemeinschaft fernbleiben und nicht die neuen trostlosen Genfer Geschwätz, das nur dazu Versicherungsbedingungen bei ihren Verträgen zur dient. Zündstofffür neue Kriegeauf= ünmendung bringen, bis die Aufhebung der„Selbstzuhäufen! Die Tat von Frontkämpfern hat veteiligung erfolgt ist. Zwar sind bereits Bestrezwischen Deutschland und seinem östlichen versicherungsaesellschaft aur Miscknabr u den“ geschaffen. Nicht Genfer Diplomatenkniffe, son= diese aber solange erfolglos bleiben, bis nicht oern ehrliche Verständiaung im dingungen in Kraft treten, die weder eine VerGeiste der Front vermögen auch zwischen teuerung der Kraftfahrzeughaltung mit sich bringen, Deutschland und Frankreich, nein, zwischen allen um den Frieden bemühten Völkern der Welt, eine neue Ordnung entstehen zu lassen. Besonnene Fahrer dürfen nicht mitleiden! Die umstrittene Selbstbeteiligung in der Krastfahrzeugversicherung * Den gleichen Standpunkt vertrit die Fachgruppe fälle eintreten falten dr Awuischendeit Schadenser Versicherungsvertreter und zmaller, die übri= nehmer aver der nicht g uend; Verscherungs: e sedereI, Vertagslungen der beabschigen Jadreadrsimiz, Iotaun dur ueder 806 he. B. artfanderungen nicht zugezogen worden war Diese Gruppe sieht im neuen„Selbstbeteiligungsgris, zur d„ Versicherungsnehmer eine ganz übersehbare Verteuerung der Unterhaltungskosten, da auch der vorsichtige Fahrer von jetzt ab keinerlei erechnungsgrundlage mehr für seine Unkosten hat. „„„ nichr in der Tage wa Jäbrlich Carze, Pfot, a#, sadlen, sondern in vierteljahrlichen Raten bezahlt, bei dem soll bereits bei e ee eine gans um. 2 Sintritt emes Schadens die Limwandlung in eine übersehbare Verteuerung der Unterhaltungskosten, Nuein hieraus muß ein wesentliches Hindernis zieherischen fur die weitere Ausbreitung des Kraftfahrzeugs entstehen, welches gerade die breiteste Abnehmerschaft von dem Ankauf kleinerer und mittlerer Wagen zurückhalten könnte. Die Gruppe schlägt vor, den Kündigungszwang nicht für Verträge gelten gu lassen, welche bisher oder wenigstens im letzten Versicherungsjahr schadenfrei verlaufen sind die Selbstbeteiligung des Versicherungsnehmers in der Kasko=Versicherung auf 50 Mark und in der Haftpflichtversicherung in der Weise zu begrenzen, daß innerhalb der Selbstbeteiligungsgrenze 50 v. H. jedes Schadens vom Versicherer zu tragen sind. Ferner solle die Vollkasko=Versicherung ohne Selbstbeteiligung bei einem Zuschlag zu den bisherigen Tarifprämien bestehen bleiben Prämienrate ab erfolgen. Diese Maßnahme 9 schwerwiegende Auswirkungen fur die weniger Bemittelten während die finanzkräftigen Kraftfahrzeugbesitzer erst bei Ablauf ihrer Police zu erwägen haben, ob sie sich in Zukunft noch unter den neuen Bedinversichern oder nicht. ohne die eigentlich —zgrug in Betrieb genommen werden sollte, Deckung gegen Haftpflichtschäden. jeder verantwortungsbewußte Fahrer bent Tohrar vrreugerung abgeschlossen. Die„wilden“ Fahrer aber, bei denen oft kein Schadenersatz zu holen ist, haben sich bisher nicht versichert. vi den sich auch in Zukunft nicht versichern, bis der Haftpflichtzwang eingeführt wird. Das Herz für die Welt Schließlich war das alles sehr rasch gegangen. Die großen grünen Bauzäune Unter den Linden verschwanden, später auch die roten Wegezäune der Umleitungen. Inzwischen werkten tausend fleißige Hände, und als sich an einem schönen Sommermorgen wieder die Sonne über der olympischen Stadt ausbreitete, hatte sie ihre alte, verjüngte Prachtstraße wieder,#die Linden. Am Abend flammten dann plötzlich schier endlos lange Reihen von Lampen auf, die sich, wie Perlenschnüre schimmernd, vom Ehrenmal bis zum Brandenburgertor staunend und stolz lustwandelten die Berliner und ihre Gäste auf und ab. Wirklich, diese Stadt wird schöner mit jedem Tag, u. ihr schwebt die olympische Sphäre, und die Menschen, die in ihr leben und schaffen, sind beglückt, daß soviel Glanz von dem Fest der Jugend der Welt in ihre eigene Alltagswelt fällt. Viele Wochen lang werden sie glauben, daß jeder Tag ein Sonntag sei, und chon spuren wir es an ungezählten großen Dingen, für welches Fest die Stadt sich festlich schmückt, mit einem festlichfrohen Gemüt. 4640 eae Ceage doer bei, Fgrigenetuichaf vertindeten se. Vieie Male bat mon di. Frags auioevor: soll jeder Kraftfahrer bei jedem aurck gusch das Vericherungamt Here V.=Aaser.,[Ecadznstal mindestens die Kälste der aur aus auch in einer anderen der usong, Haul sch desien die neten Ves. uich hsgerscltarte seierzu. Lelbt rorn, 6. chten man nicht die Olympischen Spiele hätte in einer anderen deutschen Stadt ausaber bei den Aus„ Die ab 1. Juuli eingetretene Neuregelung sieht bekanntlich den Kündigungszwang aller bisherigen Vertrage vor. Ist zum Beispiel eine Police guch die Jauesgg Jaores abgeschlossen und ist auch die Jahresprämie im voraus voll bezahlt worWeltecho der Greiser=Rede Wien zur Danziger Frage Danzig besteht auf Revision Unterredung mit Senatspräsident Greiser 7 Genfer Stimmungsmache „Bagatell=Schäden“ sind, d. b unter hundert Reichsmark liegen, so kann es 2 B vorkommen, dar in einem Monat mehrere Male das nehmenden S.:g gu eren sich verkehrswidrig beie oi. de. Keisekurg u. Feunsteie hrate bon. der Fall eintreten, daß an einem Lage„e Scheinwerfer zertrümmert vorgefunden wird, daß an einem anderen Tage auf dem Park heult und“1 a bescaaumne, van ein Kotflügel verbeult und verschrammt wurde— alles Schäden. die übersteigen, im mark betragen * Gufgelaucht, die man sicher geuna mesert hage, die aber doch das Mühen und Kosten vervielfacht haben würden. Jede deutsche Stadt— und sie sind alle igen und eigen— hätte das nationalsozialistische Reich repräsentieren können. Wir denken in erster Linie an München und an Nürnberg, und doch gebühren diese Wettspiele der Hauptstadt des Reiches, sie ist der Haushexr, der Nation, und es mag ein Symbol sein, daß die Wilhelmstraße mit dem Regierungssitz des Reiches in die Via triumphalis mündet. Eines der meist besuchPsaner eie. echierten. eicie. können. Kein Kleinwagenfahrer, 1 5.azt= 3tst selt, in der der Mann rastos arA Wien, 7 Juli. Die Wiener Presse behandelt in ihren Leitaufsätzen die Danziger Frage. Wenn sie ihrer! Während des Rückfluges von sonstigen Haltung entsprechend sich auch nicht Senatspräsident Greiser dem D zu einer Anerkennung des Auftretens des Se=streiter des„Völkischen Beobachters“ fest davon überzeugt. Dah Gaiut: ez3epagen sillular.. 0 wwgen MHggtegl genommen als der Führer e 1is g. 3, gese ggsghene anieu, ese Auetgene esge n leser in Stande saia gich dan alie. Wiener Tagblatt“ erklärt, daß worden sind. Frage:„Ein Teil der Auslands= deutsch=polnische Verhältnis zu befestigen.“ der Fal Danzig eine der vielen aufreizenden presse hat in bewußter Verkennung der Zu. Psee Ungerechtigke„n der Friedensverträge dar= sammenhänge Ihrer Rede in Genf Mutmaßun=] Dr. Ley in Westsalen Am 13. Juli Großkundgebung in Hagen . Bochum, 7. Juli Auf Einladung des Gauwalters S .7.„„„„„„ VVertrüge bal=Fare=eeeheine Ohlter diebe in Genf Mutmaßunstellt“. Die Unterstellung Danzigs unter ein gen vorgebracht, als oo zwecks Beseitigung des kompliziertes internationales Regime zeige, Danziger Statuts eine gewaltsame Akdaß„auch hier wie überall der Wilsonschestion geplant sei. Sind Sie in der Lage, hierPhrasendunst von der nationalen Selbstbe= zu eine Erklärung abzugeben?“ stimmung nur für die Sieger und ihre kleinen. Antworl:„Mir ist diese Stimmungsmache i Einladung des Gauwalters Stein Assimilierten“ gelte. Selbst das deutschfeind= in Genf bekannt geworden. Ich bin sogar zu####n wird der Reichsorganisationsleiter liche Hetzblatt„Das Echo“ gibt zu, daß die meiner großen Ueberraschung während meines If hait.1—u—p und Reichsleiter der Deutschen Idee, der Danzig seine Eigenstaatlichkeit ver= kurzen dortigen Aufenthaltes mehrere Male###tiksstonz Di. Ley; im Nahmen seiner danke, unter der Aufsicht und dem Schutze des von englischen Zeitungen aus Lon=[1De“chlagsfahrt, am 15. Juli wieder einmal Völterbundes, zu den unglücklichsten do. angerufen worden, welche von mir die im Gau Westfalen=Süd weilen. Konzeptionen der an Irrtümern und Fehl- Bestätigung haben wollten, daß 6000 reichs=].—“ Len besichtigt morgens die Siedlung schlägen so reichen Kriegs= und Nachkriegszeit deutsche Soldaten in der Nacht zum Sonntag sg. Vortmund=espel und anschließend die gehöre. Der neuen Republik Polen einen in Danzia einmarschieren würden. Ich; cgterfabrik Kabel bei Hagen. Am Nachbrauchbaren Zugang zum Meere zu bieten, sei pave über diese Erfindungen gelacht, weil l Kritag, n„mt der Reichsorganisationsleiter berechtigt, dies habe jedoch auch mit anderen 10 wußte, daß man in Genf aus Gründen der aonstz, die WWeihe der Schule III,„Schule der Mitteln erreicht werden können. Ablenkung Sensationen gebrauchte. Mein Auf= I““, ggen arden„ in Hattingen vor. Für treten in Genf entsprang dem Anlaß, auf Auf Schaf;##d ist eine Großkundgebung aller Polnische Stimmen zur Rede Greisers Kroerung, des Völterbund, re„Danzigs sotzt auf dar D. 9.—(r tnge in Hagen ange Die Rede des Doniger Sinaloprisidenten des Verchtes auso, zu den ich domn Stel. sinan Greiser in Genf bezeichnen die Meldungen der ung genommen habs“ vonp Se., Ponnta;, Pnat eruig aurif euner Hag ge versiuchte an Pläter als„sensationellen Angriff I.„ Frage:„Werden Sie auf einer Reviston swachsende Menge die Freilasung zweier von der egen den Völkerbund und vor allem gegen des bisherigen Verhältnisses Danzigs zum Polizei verhafteter Diebe durchzusetzen. Einer aus essen Kommissar in Danzig. Die Ausführun Volkerbund bestehen?" Warschau herbeigerufenen starken Polizeiahteilimg #elomitteln zuzahlen sollen, wird nie 10.— Suhlssührung ihren ganzen Apparat der Band. Llethnen.„#e, und bereits ven maßgebenden grsanisaton der Digmpischen Spiele zur Verses scce esistetecie ecig sche en belh dun bochie wie Fen, der Olympischen Spiele wäre Die teilt mit: ... Die Ausführun=s S0., und bestenen?“! Warschau herbeigerufenen starken Polizeiabteilung gen des Präsidenten Greisers seien eine unge=. untwort:„Nachdem durch die Tätigkeit des gelang es, die Ruhestörer zu zerstreuen. wöhnlich starke Kundgebung gewesen, und es seoigen Kommissars, welcher weiter nichts tat, sei klar, daß der Danziger Präsident nur nach gls zu versuchen, sich in die innere Politik eines Genf gekommen sei, um demonstrativ seiner ouveranen Staates einzumischen, sich ein unMißstimmung gegenüber Lester, dem 1..alicher gustand entwickelt hat, werde ich Völkerbunde und dem jetzigen Verhältnis des gaich dafür einsetzen, daß dieser nicht nur mit Völkerbundes zu Danzig Ausbruck zu geben. 9 6tg. Begrenzung, sondern für alle Wie aus der Erklärung des Präsidenten Grei= o 64..19 6 h2 Anden wird“ sers hervorgehe, heißt es in halbamtlichen kussion im Räse. Meldungen ändere laina sritische Einstellung spilion im Volterbund teilnehmen und auf Basschsuges Aufforderung erscheinen, wenn in Gen Beziehungen innerpolitische Danziger Nargäng= ka.„„ Men u. p. Montreux, 7. Juli. Vorwande irgendweicher Reformen des Völter= eia sugerneistische I. Jutuns noch emmastern der Dardan=“ nueste seren bundes oder der Aenderung des Verhältnise Kau naper. 11e Vorgange vor dem Jorum wurde, würde nach Ansicht aufmerskamer des Völterbundes zu Danzig die polnischen Freie Siade ge. e. ecepe denr ie wicd die Beobachter der englischen Flatte den Au.: Nechte in Danzig keinesfalls versetzt werden 2ur„.2109t Dogug er ablehnen, an einer bol=stritt zum Schwarzen Neer gestaten Bisten. Die Opzasdonesater sehnten un der aenl Ahglichertelel. Bas. Lien ande. K8. 0 die uliche Lrimnise d.“ Rede Greisers ensprechend ihrer gemahnten an ungelegenhelten, die die Freie Stadt inter= ISzeanart u.s1 deutschseindlichen Haltung Stellung. Jeingeschaltet zu werden. ae wohrnehmen Englischer Vertrags-Entwurf in Montreur Darf die sowietrussische Schwarzmeer=Flotte zur Ostsee und zum Fernen Osten? Britische Zugeständnisse an Moskau? Sitlichkeitsverbrechen o. zukünfigen Wea der Juor, ber einer Ordensschwester Darmstadt, 7. Juli. Geistes schlagen, deren Feuer die Dunkelheit essestelle Darmstadt der Welt erleuchtet. Der Jubel der Massen ### Große Strafkammer Darmstadt die andachtig die steinernen Ränge des Stahat auf Antrag des Oberstaatsanwaltes gegen dions fullen, ist die Melodie des Beifalls für die, fruhere Ordensschwester Wendeling aus den friedlichen Kampf der Söhne der Mütter orden d.r, Karmeliterinnen vom Gött der ganzen Welt. Nur der Sohn kann die lichen Herzen Jesu das Hauptverfahren wegen Ehe. eines Volkes verteidigen und den blanSittlichkeitsverbrechens eröffnet. Schwester##en Schild und die Waffe tragen, der die GeWendelina war von 1929 bis Ende 1934 als bote des Friedens auf der rotbraunen Aschen„eherin in der Kyabenabteilung des There= voyn im heißesten Kampfe um den goldenen Kinderneims der Karmeliterinnen in Lorbeer zu achten weiß. Das Wort von dem (fenbach tätig und unterhielt seit 1933 mit keirpi) ist ein ehernes Gesetz und das ist es e##ts, 13jahrigen fruhreifen Zögling was„dr betonen: Nur die Jugend, die erde 1eu schlechtliche Bezegungen. Seit Zus kalgler aus den Kampfbahnen in den Ende 1934. 2.„Schwester„Wendelina in eine Alltag übernimmt, kann das Leben meistern Guli 103s 925,, des Ordens versetzt. Im und die Scranten niederreißen, die eine ver.„go gebar sie dort ein aus den Offen= logene Welt noch verteidigen will. Der Vorgängen stammendes Kind und schied Schmuck, den die Stadt Berlin anlegt, wenn ixfolgedessen aus dem prden aus. Die Ange. zie Göste aus fünf Erdteilen Einzug halten schalsigte be, no. u.. in Untersuchungshast ist eine ehrliche und freudige Verbeugung vor und ist in vollem Umfange geständig. der Aufgabe, die man ihr übergeben hat 5. Tamw#ner der Stav., die ihre Heime den Gästen öffnen, werden die Fahne der Nation ihres Gastes aufziehen, sie werden ihm eine Speisen kochen und ihm eine Heimat schenken. Die Freundschaft, für die der Sport die Sprache geschrieben hat, soll auch die Treue einschließen. Es ist rührend zu beobachren, wie sie alle miteinander wetteifern: die die rusische Meinung zu Beginn der Konferenz Eigss 5.3 Post, di, Reichsbahn und die stark auseinandergingen. So wird z. B. durch Stadt; die„Zeitungen, die Droschtenfahrer, die den englischen Konventionsentwurf das russi 1 1. Ragend enner, der unbekannte Mann in der che Rrecht, seine Kriegsschiffe durch die Darda= tschgzpt; kurzum alle. Und wie viele ungenellen aus dem Schwarzen Meer zu entsenden, Zählte Tausende werden in der zweiten Hälfte Page beiser uet., 2. 2chb. darit Rotzland in der pog 1. 2ht, in ihre, Heimat zurückehren, ost Italien auf dem Freizeitkongreß Ueber tausend Italiener kommen nach Hamburg] Erklärungen des (Eigene Meldung) Rom, 7. Juli. Nach Erklärungen, die uns der General#r##r der„Opera Nazionale Dopolavoro“ (Italienisches Nationales Werk zur Freizeitgestaltung) machte, setzt sich die italienische Delegation für den Internationalen Freizeitkongreß in Hamburg aus vier Sachverständigen der Führung des Generaldirektors der OND., Corrado Pucetti, zusammen. Zugleich, wer en am 23. Juli, 22.30 Uhr, über 1000 Mitglieder des Dopolavoro aus Italien in Hamburg eintreffen, nachdem sie vorher München besichtigt haben. Es handelt sich hier um die zweite große Reise, die das Dopolavoro nach dem Ausland organisiert. Die erste fand 1934 auf Einladung des Komités Italien= Frankreich nach Nizza statt. Die italienischen Gäste werden die Hansestadteam 27. Juli wieder verlassen, um Berlin zu besichtigen, von üver Munchen und Bozen die Heimreise nach Rom erfolgt. Generaldirektor Pucetti sprach seine große Freude und seinen Dank für die Einladung nach Hamburg aus, wo die italieni schen Delegierten Gelegenheit haben, auf der.#### greß d. Freizeitgestaltung in anderen Ländern zu studieren. Besonders stark ist Interesse, der italienischen Delegation an dem deutschen Freizeit=Gestaltungswerk der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, deren Einrichtungen starken Eingrua gauf die italienische Oeffentlichkeit machen. Bekanntlich wird Direktor Pucetti auf dem Kongreß vor allem über die in Italien durch das Dopolavoro gemachten wirtschaftichen Erfahrungen hinsichtlich der Freizeitgestaltung sprechen.05 . 9#g se., Schwarze=Mer=Flotte in den nag gocherlangen beschwerlichen Reisen, und ####ld des neuen Deutschland, das Der geschäftstüchtige Regus Kriegsfall. Der wichtigste Punkt des englischen Planes ist jedoch eine gmung, daß diese Einschränkungen bei türkischer Neutralität, im Falle eines Krieges„nicht anwendbar seien gegen! 0 Kam 7 russischem Boden landen. Antang An= Ihanzugen; die der Neous Undererseits würde auch die rusische Gelanden in woer de. rüberen abesinischen Schwarze=Mer=Flotte Kriegsrechte haben und hos ao Dchibut auigenommen theoretisch in der Lage sein, in das Mitelmeer Kave: Nach den von dem Gelandten einem vorzudringen und den Suezkanal zu gefähr=Ider Neau v. gexacht., Angaven sei damals den. Auf russischer Seite ist man sich über die seinee R, veren Leweien, über weite Gebiete tet, daß wurfs zegensetzen werde Puntte gefunden, über welche die englische und zur Hafte in seinen Mrutpentung Abesiniens eine von Girlanden und Quadratmeter Fahnentuchs gen, wenn nicht das Herz sie erlebt. und das Berlins Herzen geben den Pulsschlag ##s. Re es wieger, über dessen Grenze die Gäste kommen, die uns alle willkommen ind! Hans Saalbach. Hlauptschrifleiter: Dr. Friedrich K. Pfafteroti Stellvertreiender Hauptschriftleiter: Ewald I.ähh Verantwortlich: Für Politik Fritz Borm-sodert S 14ve. tür Weallalen-Rheinlang“..pk Göniner Sport Ernst Schult“Pgrund Ugm. un Thien: für Stadie, Anzeigenleiter: Karl a Anzeisenleil Bernhard in Dorimünd. ener, zmtlich # iner Schritleitung: Hane Grat Reischach, Berlin Shek, vom Diengt: kleinrich Elsenpeter: Dortmund. norämunees 41sche Landeszeitung Gmdll. D.-A. Juni 1936: über 180 000 Se##% Bezirksausgabe Dortmund und Umgebung „ g# Bezirksausgabe Bochum-Witten: 29 752 1sae Sauerlang Gtrnbergz, 14316,. B.st. 6 Laulik 310 n.3· p. neisn. sehe Hamm-Soest und die Börde: a.i chenecheich ft.idb de. u. Prialsle hr. S=Khilsz.“ F A 2. Blatt 7 Jolge 182 Westfälische Landeszeitung- Rote Erde Dienstag, den 7. Juli 1936 Der fliegende König onig Eduards Kampf gegen„Bärte“] Dämmerung der Tradition?/ Verjüngte Zeit Es vergeht keine Woche, in der nicht der junge englische König mit irgendeiner überalterten Tradition aufräumt. Er gibt das Signal zu einer allgemeinen Modernisierung des englischen Lebens. Es begann damit, daß der Soldat Wilson von den„Yeomen“ eines Morgens ohne Bart beim Dienst erschien und sich von seinem Unteroffizier einen kräftigen Anschnauzer holte mit dem hinzugefügten Befehl, er möge die Haare auf seiner Oberlippe wieder sprossen lassen, wenn er Wert darauf lege, Königsgardist zu bleiben. Aber am nächsten Tage glänzte die Oberlippe des Soldaten Wilson genau so spiegelblank wie vierundzwanzig Stunden vorher. Er war herrlich glatt rasiert wie ein lebendes Reklamebild für die Güte des X93=Rasier= kremes. Aber der Vorgesetzte ging daraufhin nicht in die nächste„Pharmacy“, um sich besagte Wunderseife zu kaufen, sondern brachte den allzuglatt rasierten Mister Wilson vor ein Militärgericht wegen fortgesetzter Insubordination. So kam die Sache in die Zeitungen. England beteiligte sich eine Woche lang an der Debatte, ob ein Königsgardist das Recht habe, sich zu rasieren oder nicht.„Die Tradition verlangt den Bart für die„Yeomen“!“ bestanden die Leute vom alten Stil.„Diese Tradition ist dumm und unhygienisch!“ antworteten die modernen Grünschnäbel. Jetzt hat König Eduard den Streit entschieden. Er gab seinen Gardisten Rasiererlaubnis, und die Zeitungen brachten es in gang dicken Ueberschriften. Denn mit diesem Dekret König Eduards fallen mehr als ein paar Barthaare. Der neue Herrscher geht der allerheiligsten Tradition zu Leibe. Es werden wohl während der nächsten Zeit in England eine ganze Anzahl Bärte fallen. englischer Thronfolger Rennen reitet und sich dabei vom Pferde abwerfen läßt, mag vielleicht noch hingehen, daß er aber in den Bars von Cannes Tango tanzt, daß er mit dem Regen schirm in der. Hand die Parade seiner Solda ten abnimmt, Regimentsmärsche für die„highlanders“, komponiert und in Kitzbühel ganz ungeniert um königliche Würde sich bei der Erlernung des Skilaufs einige Dutzendmale äglich unfreiwillig in den Schnee setzte, das scheint manchem Lord vom alten Schlag denn doch ein wenig stark. Als König will sich aber Eduard VIll. nun scheinbar auch nicht an oft sinnlos gewordene Traditionen halten. Während der Großvater Eduard VII., so bald er den Thron bestiegen hatte, den Hofkreisen erst wenig Anlaß zum Reden gegeben hatte, eröffnete der Enkel seine Regierungszeit sofort durch eine Neuerung. Er begab sich nicht in der schwerfälligen Staatskarosse nach London zurück, sondern bestieg sein Privatflugzeug.„Englands erster fliegender König" stand unter den Fotografien, die am nächsten Tage überall erschienen und zeigten, wie ein junger Mann in Zivilkleidung sich beeilte, von seiner Staatskarosse der Lüfte in eine hundertpferdige Benzinkarosse umzusteigen. Die Beilchenfrau des Königs Bekanntlich hält kaum ein Land der Welt so ängstlich an alten, oft mehr als seltsamen Ueberlieferungen fest wie die Insel Britannien. Jede Adelsfamilie, jeder Bischof, jedes Dorf hat eigene Privilegien. In London stehen bei der St. Paulskathedrale zwei alte Blumenfrauen, die von ihren Vorfahren das Recht ererbt haben, vor den Füßen des Königs Blumen zu streuen, natürlich darf es auch wieder nicht jede Blumenart sein, sondern nur Veilchen aus einer gewissen Gegend von Yorkshire, die zu pflücken das unverbrüchliche Vorrecht dreier Gemeinden ist. Wer aber nun innerhalb dieser Gemeinden die Veilchen pflücken darf, wann und wie und mit welchen Hilfsmitteln, das ist ein Thema, das die vergilbten Pergamentseiten mancher Chronik füllt. König Eduard hat nun aber schon als Prince of Wales mancherlei Zeichen geradezu„beängstigender“ Unabhängigkeit gegeben. Daß ein Die schwarzen zwölf Monate Ein weiterer Schritt war die Verpachtung des königlichen Pferdestalles. Zum ersten Male seit Jahrhunderten vielleicht liefen die Pferde des Königs für einen anderen Besitzer. Es ist zwar die Rede davon gewesen, daß Eduard den Stall nach Ablauf des Trauerjahres übernähme, aber in eingeweihten Kreisen wird das energisch bestritten. Das Trauerjahr...! Noch nie hat die englische Industrie so wenig unter den„schwar zen zwölf Monaten“ zu leiden gehabt wie dies mal. Der junge König befahl, daß alle Reen#ellungen, aue Filmveranstaltungen, alle Bälle stattfänden, damit niemand durch den Tod des alten Königs Verluste zu erleiden habe. Buckingham-Palace sehr unbequem Nun will König Eduard sogar den Bucking= ham=Palace verkaufen. Es heißt, daß dieses Schloß, das einst von der Queen Viktoria zum Sitz des königlichen Hauses erkoren wurde, von einem reichen Inder gekauft werden soll. Is Landhaus, welches sich 1703 der Duke „u inghim von dem Architekten John Sheffield errichten ließ, und das ursprünglich als Sitz für— Pelztierzucht gedacht war, ist trotz der baulichen Erweiterungen, die es unter Georg III., Georg IV. und der Königin Vikdurchaus kein komfortabler Wohnsitz. Eduard trägt sich angeblich mit dem Plan, aus dem Verkaufserlös ein ganz neues modernes Gebäude zu bauen, das zwar keine Galerien enthält, aber dafür Zentralheizung. Nr. Eden— ganz gegen Tradition Der Anfang vom Ende der Traditionen ist aber eine Tatsache, die sich nicht nur in den Handlungen des neuen Königs auswirkt, der mit wachsenden Jahren wie seine Urgroßmutter sehr wohl doch noch konservativ werden könnte. Auf allen Gebieten des englischen Lebens scheint nun doch das zwanzigste Jahrhundert seinen Einzug zu halten. Die Pferderennen haben zum Beispiel in den Windhundrennen eine ernste Konkurrenz erhalten, und die Zucht hat so darunter gelitten, daß man für die schwere Kutsche, mit der König Eduard zur Krönung fahren wird, Brauereipferde wird mieten müssen. Langsam gleicht man sich an die der übrigen Welt an, wirft und Fuß zum alten Plunder. Es ist„fashionable“ geworden, zu Filmpremieren mi###end es vor drei, vier Jahren für ein Mitglied der„high society" noch höchst „unangebracht“ gewesen wäre und— Wunder über Wunder!— es gibt sogar schon Häuser, in denen die Zentralheizung den trauten Sana###t den Hauptschuldigen an der Nationalkrankheit: Rheumatismus! In Downingstreet aber sitzt ein Außenminister, der ganz untraditionell jung und„goodlocking“ ist. Bekommt England die moderne Zeit? Wie immer mischt sich beim Sterben alter Traditionen auch eine leise Wehmut in die Freuge am Fortschritt. Es ist die gleiche Stimmung, in der etwa ein alter eingefleischter Junggeselle am Vorabend seiner Trauung von den verheirateten Freunden begrüßt wird „Nun ist er auch soweit!“. Wie England die mit d. modernen Zeit bekommen wird hin bo des ue nachsten Jahre zeigen. Immerhin hat es noch immer genügend liebe alte Gewohnheiten aus der„alten Zeit“ in die Ehe mit herübergenommen, wie es sich für einen und darum wiro es! PardesSosdaten oden behalten trotz bartioser Lakehurst—Frankfurt in 45½ Stunden Phantastische Flugzeiten des L2„Hindenburg“ Opfer des Eisenbahnräubers Schüller Gendarmeriemeister Buchmann seinen Verletzungen erlegen .„&8 Breslau, 6. Juli. brüdern Schuisler veuergefecht mit den Geschwer verletzte Gendarmerietag gestorePuchrn der. Ttacht zum Montag gestorben. Buchmann hat durch sein mutiges Handeln in hohem Maße dazu beigetragen chödl egen, eelächrluchen Eisenbahnräuber unschädlich zu machen. Der Tod dieses pflichtgetreuen Beamten, der eine Familie mit fünf unmündigen Kindern hinterläßt, hat in allen Bevölkerungskreisen aufrichtiges Bedauern ausX Frankfurt, 6. Juli. Das Luftschiff„Hindenburg", das Lakehurst am 4. Juli um 3.41 Uhr MEZ. verlassen hatte, landete bereits am 6. Juli um 1.20 Uhr auf dem Luftschiffhafen in Frankfurt am ain. Damit stellte das Luftschiff einen neuen Rekord für die Nordamerika=Route in beiden Richtungen auf, denn es benötigte für die 3isreile, von Nordamerika nur 45 Stunden Die Ueberquerung des Nordatlantik von bis zur irischen Küste beanspruchte nur 18 Stunden 46 Minuten. Auch die Hinreise bedeutet mit 49 Stunden 54 Minuten für, die Strecke, Frankfurt Neuyork einen neuen der Reise nach Amerika erreichte das Luftschiff am 1. Juli mit 315 Stunden Kilometer seine größte bisher erreichte Gevierte Nordamerikafahrt des Luftschiffes„Hindenburg“ dauerte von Frank urt bis Frankfurt einschließlich zweier Liegetage in Lakehurst fünf Tage 19 Stunden 51 Minuten. Die bisherige Rekordzeit des„Hindenburg" betrug 49 Stunden 03 Minuten und wurde auf der ersten Rückfahrt von Nordamerika nach Frankfurt am Main erzielt. An Bord des Luftschiffes befanden sich außer der 50köpfigen Besatzung 54 Fahrgäste sowie größere Mengen an Post, Fracht und Gepäck. Am 10. Juli tritt das Luftschiff von Frankfurt aus seine fünfte diesjährige Nordamerikafahrt an, für die schon jetzt sämtliche Plätze besetzt Gestartet Leni Riefenstahls Kameramänner auf Kundschaftsfahrt Berlin, 7. Juli. Am 21. Juli findet in Athen der feierliche Start der Olympiafackel statt, die das olympische Feuer von Griechenland zum Schauplatz der olympischen Spiele in Berlin bringen soll Mit diesem Start beginnt auch die erste große filmische Aufgabe Leni Riefenstahls, die bekanntlich den Auftrag übernommen hat, einen Film von den olympischen Spielen 1936 zu ganze Fackellauf von Athen bis Berlin soll in seinen wichtigsten Phasen im Film festgehalten werden. Zu diesem Zwecke wird eine Filmexpedition die Fackelläufer auf der ganzen 3180 Kilometer langen Strecke mit Kraftwagen begleiten. Selbstverständlich muß dieses Unternehmen das sorgfältigste vorbereitet werden, vor quem„#sen die Kameraleute Leni Riefenstahls sich bereits ein ungefähres Bild von dem Verlauf des Fackellaufes verschaffen, um dann die wirksamsten Momente später auf dem Bildstreifen festhalten zu können. Leni Riefenitahl hat deshalb am Montagmorgen eine Reihe ihrer besten Kameramänner auf Kundschaft ausgeschickt. Um 11 Uhr verließ die Expedition Leni Riefenstahls das Haus„Ruhwald“, wo Leni, Riefenstahl ihr Hauptquartier auf geschlagen hat. Die Expedition fährt mit Kraft wagen die Fackellaufstrecke bis nach Athen ab Unter den Teilnehmern befinden sich Bob Fischer als Expeditionsleiter, ferner die Kameramanner Albert Kling, Heinz Jaworsky Sepp Rederer und Wolfgang Hart. Leni Riefenstahl selbst wird in einigen Tagen der Expedition nachreisen, um in Athen persönlich bereitungen für die Aufnahmen beim Start des Fackellaufes zu treffen. Frauenmord bei Görlitz X Görlitz, 6. Juli. w### m Weizenfeld in der Nähe von Pfaffendorf bei Görlitz wurde am Sonntagavend die Leiche der 45 Jahre alten alleinstehenden ledigen Schneiderin Gertrud Hiller aus Pfaffendorf aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, daß sie nach einem offenbar vorausgegangenen Sittlichkeitsverbrechen ermordet worden ist. Die Leiche wies schwere Verletzungen am Kopfe auf. Zwischen der Ermordeten und dem Täter hat allem Anschein nach ein Kampf stattgefunden. Wie ermittelt werden konnte, ist auch am Mittwoch, dem 24. Juli, abends nach 20 Uhr in Klein=Biesnitz ein Sittlichkeitsverbrechen an einem jungen Mädchen verübt worden, bei dem die Tatun., Inde ähnlich lagen. as kann sich möglicherweise um ein und denselben Täter handeln. Für Mitteilungen, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, steht eine hohe Belohnung in Aussicht. Fünf Millionen Kronen Brandschaden Elektrolux-Fabrik eingeäschert „. 4 Stockholm, 6. Juli. n### späten Nachmittagsstunden des Sexnabend, wurden die, Fabrikgebäude des Ste##vngerns auf Lilla Essingen in den Stockholmer Schären von einem heimgesucht. Obwohl die Wehren bald zur Stelle waren, gelang es nicht mehr, die FlamGr##en Entstehungsherd zu beschränken ene eines Fabrikgebäudes wurden s## auch das danebenliegende Gewillesssr kurmannischen Betriebsleitung in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden dürfte nach vorläufigen Schätzungen auf fünf bis sechs Millionen Schwedenkronen belaufen. Man unr Besrges ut ge Urlaub befane, waren zur Zeit des Unglücks wenige BetriebsangeStelle, so daß glücklicherweise keine Menschenleben gefährdet wurden. Der starke urm, der zu. Jeit des Brandes herrschte ###e, die Situgtin allerdings bedenklich, da einiag mn##Ueberspringen der Flammen auf einige Wohnhäuser befürchten mußte. Den Bemühungen der Wehr gelang es jedoch, ein Uebergreifen zu verhindern. ### Leil ng des Elektrolux=Konzerns hat en„.die zernorten Gebäude innerhalb kürzester Zeit wieder aufzurichten, so daß beKleine Weltchronik Sowjetrussischer Frachtdampfer mit 900 Mann Besatzung und Passagieren aufgelaufen. Ein sowjetrussischer Frachtdampfer mit 900 Mann Besatzung und Passagieren lief im Nebel auf der Kurilen=Inel Lone=Kotan auf Strand. Das Schiff hat schweren Maschinenschaden. Passagiere und Besatzung befinden sich in verzweifel, va Hilfsschiffe infolge des starken Nebels nicht an die Unfallstelle gelangen können Die sowjetrussische Botschaft in Tokio erhielt auf ##### Die Genehmigung der japanischen ReKotan, die sonst für fremde Schiffe gesperrt ist. Ris w„„ Aulnahme: Presse-Bild-Zentrale Die Weihe des„Platzes des Führers“ in Weimar Gauleiter Sauckel beim ersten Spatenstich Aufnahme: Weltbild Der historische Marsch in der I. Reihe); Reichominieter Kust, Reichel.= Ley, Jtebchef Ir Reiche. leiter Rosenberg, Reichsinnenminister Dr. Frick, Reichsführer SS Streicher und Reichsarbeitsführer Hierl. In der 2. Reik-... uer, Saulener Der Reichskriegertag und 150-Jahr-Feier des Reinbard auf der Karlauze" im ver Bundeg Ubrg. S; Oberführer Operst a. p. der Tracht aus der Zeit Friedriche den Croken. lischen Frontkämpfer Als Gäste des Reichskriegerteger, gergn Phordnansgg, vieler ausländischer FrontBild zeist die Aharsss# kempler in Kassel erschienen Niederzuchern einen Besuch abstalte sund am Ehrenmal s en; Seldstentricht“ Mohnblumen niederleste einigen Seufzern über uns„underechenbare“ Deutsche, auf der richtigen Erkenntnis, daß Frankreich und Deutschland zusammengebracht werden müßten. Dieses Problem dürfte die nächste Zukunft beherrschen. Es ist dafür nicht unwesentlich, daß in Frankreich selbst eine Klärung eintritt, welche Kräfte die Außenpolitik dieses unseres wichtigsten Nachbarn beherrschen. Wenn es so ist, daß sie sich auf Gnade und Ungnade in die Hände Moskaus gegeben hat, wie in den jüngsten schweren Vorwürfen französischer Politiker gegen die eigene Landesverteidigung behauptet wird, so ist der Wert der Regierungserklärungen über den Wunsch nach einer Verständigung mit Deutschland leider sehr fraglich zu beurteilen. Wenn diese Erklärungen aber ernst gemeint sind, so müssen bereits die Locarno=Besprechungen den Nachweis erbringen, daß man auch jenseits des Rheins mit gutem Willen an die Neuordnung des nachbarlichen Verhältnisses zu gehen beabsichtigt. Am 13. Juli wird auf dem blutgetränkten Schlachtfeld von Verdun eine Kundgebung von Frontkämpfern aller Nationen stattfinden. Angesichts des Heldenfriedhofs von Douaumont wollen die Ueberlebenden jener Heere, die sich hier in der größten Schlacht des Weltkriegs gemessen haben, für den Weltfrieden eintreten. Welcher Gegensatz zwischen dem Entschluß dieser Männer, die durch alles Grauen des Krieges gegangen sind, sich als Kameraden die Hand zu reichen, und dem trostlosen Genfer Geschwätz, das nur dazu dient. Zündstoff für neue Kriegeaufzuhäufen! Die Tat von Frontkämpfern hat zwischen Deutschland und seinem östlichen Nachbarn ein freundnachbarliches Verhältnis geschaffen. Nicht Genfer Diplomatenkniffe, sondern ehrliche Verständigung im Geiste der Front vermögen auch zwischen Deutschland und Frankreich, nein, zwischen allen um den Frieden bemühten Völkern der Welt, eine neue Ordnung entstehen zu lassen. Weltecho der Greiser=Rede Wien zur Danziger Frage A Wien, 7 Juli. Die Wiener Presse behandelt in ihren Leitaufsätzen die Danziger Frage. Wenn sie ihrer sonstigen Haltung entsprechend sich auch nicht zu einer Anerkennung des Auftretens des Senatspräsidenten Greiser durchringen kann, so Besonnene Fahrer dürfen nicht mitleiden! Die umstrittene Selbstbeteiligung in der Krastfahrzeuoversicherung X Berlin, 7. Juli. Die am 1. Juli in Kraft getretenen neuen Tarife der Haftpflicht= und Kasko=Versicherung haben unter den Kraftfahrern Beunruhigung hervorgern fen. Bekanntlich muß nach den neuen Bedingunge jeder Kraftfahrzeugbesitzer, ganz gleich, ob er schuldig oder unschuldig am Schadensfall ist, einen Teil des entstandenen Sach= oder Personenschadens aus eigener Tasche bezahlen. Die Tarifgemeinschaft der Kraftfahrzeugversicherer glaubt, daß nur durch eine allgemeine Selbstbeteiligung der Kraftfahrer an den Schäden die Zahl der Unfälle verringert werden könne und mißt dieser neuen Versicherungsgrundlage einen bedeutenden verkehrserzieberischen Wert bei. Nach den Mitteilungen einiger Versicherungsgesellschaften waren sie zu einer Tarifände rung auch deshalb gezwungen, weil das Kasto und Haftpflichtgeschäft infolge starken Anwachsens der Verkehrsunfälle Zuschüsse erforderlich gemacht hat, die sie in Zukunft nicht mehr allein können. * M i t sich die tragen den neuen Versicherungsbedingungen hat deutsche Feuerversicherungsgesellschaft im Versicherungskonzern der Deutschen Arbeitsfront nicht einverstanden erklären können. Nach grundsätzlichen Erwägungen und im Interesse ihrer Vericherungsnehmer hat sie daher ihren sofortigen Sust###t aus der Tarifgemeinschaft erklärt. Diese Versicherungsgesellschaft wird solange der Tarifgemeinschaft fernbleiben und nicht die neuen Versicherungsbedingungen bei ihren Verträgen zur Anwendung bringen, bis die Aufhebung der„Selbstbeteiligung“ erfolgt ist. Zwar sind bereits Bestrebungen eingeleitet worden, die deutsche Feuerversicherungsgesellschaft zur Rücknahme ihrer Austrittserklärung zu bewegen. Wie verlautet. werden diese aber solange erfolglos bleiben, bis nicht Bedingungen in Kraft treten, die weder eine Verteuerung der Kraftfahrzeughaltung mit sich bringen, noch den schuldlosen Kraftfahrer verpflichten, ohne # Willen einen Teil des Schadens Den gleichen Standpunkt vertritt die Fachgruppe der Versicherungsvertreter und=makler, die übri gens zu den Verhandlungen der beabsichtigten Tarifänderungen nicht zugezogen worden war Dir e Gruppe sieht im neuen„Selbstbeteiligungs rif. fur die Versicherungsnehmer eine ganz un übersehbare Verteuerung der Unterhaltungskosten, da auch der vorsichtige Fahrer von jetzt ab keinerlei erechnungsgrundlage mehr für seine Unkosten hat. Allein hieraus muß ein wesentliches Hindernis fur die weitere Ausbreitung des Kraftfahrzeugs sches gerade die breiteste Abnehmerschaft von dem Ankauf kleinerer und mittlerer Wagen zurückhalten könnte. Die Gruppe schlägt vor, den Kündigungszwang nicht für Verträge gelen zu„en, welche bisher oder wenigstens im letzten Versicherungsjahr schadenfrei verlaufen sind ferner die Selbstbeteiligung des Versicherungsin der Kasko=Versicherung auf 50 Mark und in der Haftpflichtversicherung in der Weise zu begrenzen, daß innerhalb der Selbstbeteiligungs grenze 50 v. H. jedes Schadens vom Versicherer zu tragen sind. Ferner solle die Vollkasko=Versicherung ohne Selbstbeteiligung bei einem Zuschlag zu den bisherigen Tarisprämien bestehen bleiben. und das Versicherungsamt der Reichsleitung der HTnP. hat sich argen die o.- 0.. Versicherung erst bei Ablruf werden, auch man: de gue a. zuns umngewandelt werden, auch wenn in der Zwischenzeit Schadensälle einn sollten. Derjenige Versicherungs nehmer ave., der nicht in der Lage war, die volle Jahresprämje sofort zu zahlen, sondern in vierteljährlichen Raten bezahlt, bei dem soll bereits bei Eintritt eines Schadens die Umwandlung in eine Versicherung mit„Selbstbeteiligung“ von der näch#e Jam#######e ab erfolgen. Diese Maßnahme zwerwiegende Auswirkunzen fur die weniger Bemittelten erit bei Abiar isnag giige Prastfabrzeugbesitzer ern pe Abiguf ihrer Police zu erwägen haben, ob sie sich in Zukunft noch unter den gungen versichern oder nicht Die wichtigste kein Fahrzeug Wa die Ferung gegen Hastpflichtschäden. Bisher hat jeder verantwortungsbewußte Fahrer den“ Fahrer aber, bei denen oft kein Schadenersatz Lue deit ack gug bisher nicht versichert. Sie werden sin, auch in Zukunft nicht versichern, bis cht dr Hafipflichtzwang eingeführt wird. neuten Fadin vor de um###gemeinschaft verkündeten Pezeß=gszineungen son jeder Kraftfahrer bei jedem Schadensfall mindestens die Hälfte der Jahresprämie ezugr. Haftpflichtzersicherung neuen BedinVersicherung, ohne die eigentlich in Betrieb genommen werden sollte, Das Herz für die Welt Schließlich war das alles sehr rasch gegangen. Die großen grünen Bauzäune Unter den Linden verschwanden, später auch die roten Wegezäune der Umleitungen. Inzwischen werkten tausend fleißige Hände, und als sich an einem schönen Sommermorgen wieder die Sonne über der olympischen Stadt ausbreitete, hatte sie ihre alte, verjüngte Prachtstraße wieLinoen. um Abend flammten dann plötzlich schier endlos lange Reihen von Lampen auf, die sich, wie Perlenschnüre schimmernd, vom Ehrenmal bis zum Brandenburgertor zogen;„staunend und stolz lustwandelten die Berliner und ihre Gäste aus und ab. Wirklich, diese Stadt wird schöner mit jedem Tag un di vie olympische Sphäre, und die Menschen, die in ihr leben und schaffen, sind beglückt, daß soviel Glanz von dem Fest der Jugend der Welt in ihre eigene Alltagswelt fällt. Viele Wochen lang werden sie zlauben, daß jeder Tag ein Sonntag sei, und chon spüren wir es an ungezählten großen und keineg ,„Dingen, für welches Fest die Stadt sich festlich schmückt, mit einem festlichfrohen Gemüt. Viele Male hat man die Frage aufgeworfen, ob man nicht die Olympischen Spiele hätte auch in einer anderen deutschen Stadt ausrichten können. Sicher, aber bei den Aus. Tie ab 1. Juli eingetretene Neuregelung sieht bekanntlich den Kündigungszwang aller bisheri gen Verträge vor. Ist zum Beispiel eine Police die Daue e#es Jahres abgeschlossen und ist auch die Jahresprämie im voraus voll bezahlt wor meistert hätte, die aber doch das Maß der Mühen und Kosten vervielfacht haben wür..„Bagatell=Schäden“ sind, d. b. etwa unter hundert Reichsmark liegen, so kann es z. B vorkommen, daß in einem Monat mehrere Male das Danzig besteht auf Revision Unterredung mit Senatspräsident Greiser 7 Genser Stimmungsmache in der Läao ie Teilzepmer zu erwitteln, war, bzw " k a n n g l s o d e r F a l l e i n t r e t e n, d a ß a n e i n e m ## Sche nwerfel, zertrümmert vorgefunden wird, daß an einem anderen Tage auf dem Parkbeschädigt, daß beult und verschrammt wurde— alles Schäden. die einzelnen die Hälfte der Jahresprämie X Berlin, 7. Juli. Während des Rückfluges von Genf gewährte 3 Senatspräsident Greiser dem Danziger Ver=I treter des„Völkischen Beobachters", Zarske, eine Unterredung, in der auf die wesentlichsten befürchte das Sie, daß ein abgeändertes Verhältnis Danzigs##er noch Abzahlungsraten auf seinen Wagen zu lei zum Nälkorhund Gt1„„vp•Isten haf. und Wesagen insei um„Völkerbund Störungsmomente ur die deutsch=polnischen Beziehungen enthalten könnte?“ Antwort:„Ich keineswegs, sondern bin im hat, und Versicherungsprämien, Garagen= und sonstige Kosten aufbringen muß, wird sein, eine derartige Su übere nstimmeno die Schaffung des Fragen eingegangen wurde, die nach dem Ver= Gegenteil fest davon überzeugt, daß Danzia Freistaates Danzig durch das Friedensdiktat lauf der Genfer Ratstagung im Zusammenhang dann einen nach—2tu22 2###'; dan Banzig als ein aroner Sohlen Tmit hee. M.—0..* □ als ein großer Fehler zugegeben. Das„Neue Wiener Tagblatt" erklärt, daß der Fall Danzig„eine der vielen aufreizenden Ungerechtigkeiten der Friedensverträge darstellt". Die Unterstellung Danzigs unter ein kompliziertes internationales Regime zeige daß„auch hier wie überall der Wilsonsche Phrasendunst von der nationalen Selbstbestimmung nur für die Sieger und ihre kleinen Assimilierten“ gelte. Selbst das deutschfeindliche Hetzblatt„Das Echo“, gibt zu, daß die Idee, der Danzig seine Eigenstaatlichkeit vermit dem Auftreten Greisers aufgeworfen worden sind. Frage:„Ein Teil der Auslandspresse hat in bewußter Verkennung ammenhänge Ihrer Rede in Genf der ZuutmaßunVölkerbundes, ###gen vorgebracht, als ob zwecks Beseitigung des Danziger Statuts eine gewaltsame Akstion geplant sei. Sind Sie in der Lage, hierzu eine Erklärung abzugeben?“ Antwort:„Mir ist diese Stimmungsmache in Genf bekannt geworden. Ich bin sogar zu meiner großen Ueberraschung während meines „ e r r.„ k u r z e n d o r t i g e n A u f e n t h a l t e s m e h r e r e M a l e danke, unter der Aufsicht und dem Schutze des von englischen Zeitungen aus Lon„„ loon angerufen worden, welche von mir die Bestätigung haben wollten, daß 6000 reichsdeutsche Soldaten in der Nacht zum Sonntag in Danzig einmarschieren würden. Ich habe über diese Erfindungen gelacht, weil ich wußte, daß man in Genf aus Gründen der Ablenkung Sensationen gebrauchte. Mein Auftreten in Genf entsprang dem Anlaß, auf Aufforderung des Völkerbundsrates Danzigs Interessen dort zu vertreten. Vor meiner Abreise wußte ich noch gar nicht, wie der Inhalt des Berichtes aussah, zu dem ich dann Stellung genommen habe.“ Frage:„Werden Sie auf einer Revision bisherigen Verhältnisses Danzigs Völkerbund bestehen?“ , z u d e n u n g l ü c k l i c h s t e n Konzeptionen der an Irrtümern und Fehlschlägen so reichen Kriegs= und Nachkriegszeit gehöre. Der neuen Republik Polen einen brauchbaren Zugang zum Meere zu bieten, sei berechtigt, dies habe jedoch auch mit anderen Mitteln erreicht werden können. Stimmen zur Rede Greisers ∆ Warschau. 7. Juli. Die Rede des Danziger Senatspräsidenten Greiser in Genf bezeichnen die Meldungen der polnischen Blätter als„sensationellen Angriff“. gegen den Völkerbund und vor allem gegen dessen Kommissar in Danzig. Die Ausführungen des Präsidenten Greisers seien eine unge-icm Stmm— wöhnlich starke Kundgebung gewesen, und es eßigen Kommissars, welcher weiter nichts tat, sei klar, daß der Danziger Präsident nur nach als zu versuchen, sich in die innere Politik eines Genf gekommen sei, um demonstrativ seiner loute anen Staates einzumischen, sich ein unMißstimmung gegenüber Lester, dem lertcogu#er Zustand entwickelt hat, werde ich Völkerbunde und dem jetzigen Verhältnis des! dasur einsetzen, daß dieser nicht nur mit Völkerbundes zu Danzig Ausdruck zu geben.(Fvtlicher, Begrenzung, sondern für alle Wie aus der Erklärung des Präsidenten Grei=Iv::“ uoe gre gnden wirc sers hervorgehe, heißt es in halbamtlichen kussior im Röse==2onzc kunstig an einer DisMeldungen, ändere seine kritische Einstellung Pusr. im Volterbund teinehmen und auf zum Völterbund nichts an den Beziehungen in uaruafitterlcheigen, wenn in Gen dann einen noch größeren Beitrag als bisher zu leisten im Stande sein wird, das gute deutsch-polnische Verhältnis zu befestigen.“ Dr. Ley in Westfalen=Süd Am 15. Juli Großkundgebung in Hagen Bochum, 7. Juli „### En goung des Gauwalters Stein (Bochum) wird der Reichsorganisationsleiter p, und Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, im Rahmen seiner Deutschlandfahrt am 15. Jüli wieder einmal im Gau Westfalen=Süd weilen. Dr. Ley besichtigt morgens die Siedlung in Dortmund=Oespel und anschließend die Papierfabrik Kabel bei Hagen. Am Nachmittag nimmt der Reichsorganisationsleiter dann die Weihe der Schule III,„Schule der Deutschen Arbeit“, in Hattingen vor. Für den Abend ist eine Großkundgebung aller Schaffenden auf der Springe in Hagen angesetzt, auf der Dr. Ley spricht. stische Reich repräsentieren können. Wir denken in erster Linie an München und an Nürnberg, und doch gebühren diese Wettspiele der Haurttadi, des Reiches, sie ist der den Resengstz de Bacher un die B. Kinen, gein Kleigpagensalrer, beitet, dem wir den Glanz und die Freude verdanzen,„, sich anschickt, sich tausendfältig unter dem Zeichen der fünf Ringe zu entfalten. Keiner hat regeren Anteil an den Vorbereitungsarbeiten genommen als der Führer Adolf Hitler. Zum ersten Male hat eine Staatsführung ihren ganzen Apparat der Organisation der Olympischen Spiele zur Verugung gestellt. Niemand wird neidisch denbosien obe 8 10 a., denen die Flammen des olympischen Geistes schlagen, deren Feuer die Dunkelheit der zen erleuchtet. Der Jubel der Massen, die andächtig die steinernen Ränge des Stadions füllen, ist die Melodie des Beifalls für den friedlichen Kampf der Söhne der Mütter der ganzen Welt. Nur der Sohn kann die Ehre seines Volkes verteidigen und den blangen Schild und die Waffe tragen, der die Gebote des Friedens auf der rotbraunen Aschenin der Lage 5. Tige Summe aus eigener Tasche zu zahlen. Die Folge wird sein, daß er gezwungen ist, seinen Wagen stillzulegen. Daß fahrlässige Fahrer bei einem Schadensfall en##ren Geldruttein zuzahlen sollen, wird nieGisrperschaftne den Regierungsstellen Abänderungs= verlslägs eingereicht worden, damit der augenblickliche unsichere Zustand in der Versicherungsfrage so schnell wie möglich beendet wird X Darmstadt, 7. Juli. Justizpressestelle Darmstadt #ie Große Strafkammer Darmstadt auf Antrag des Oberstaatsanwaltes gegen die frühere Ordensschwester Wendelina aus dem Orden der Karmeliterinnen vom Gött„erzen Jesu das Hauptverfahren wegen Sittlichkeitsverbrechens eröffnet. Schwester Wendelina war von 1929 bis Ende 1934 als erware Die teilt mit zum Kundgebungen vor einrm Warschauer Polizeigefängnis. In einem Warschauer Vorort versuchte am eine rasch auf erwa 800 Personen anwachsende Menge die Freilassung zweier von der Polizei verhafteter Diebe durchzusetzen. Einer aus Warschau herbeigerufenen starken Antwort:„Nachdem durch die Tätigkeit des getang es, die Ruhestörer zu zerstreuen. Erzieherin in der Knabenabteilung des There= bahn im heißesten Kampfe um den sien=Kinderheims der Karmeliterinnen in Lordeer* Offenbach tätig und unterhielt seit 1933 mit einem damals 13jährigen frühreifen Zögling fortgesetzt geschlechtliche Beziehungen. Seit Ende 1934 war Schwester Wendelina in eine anoere Niederlassung des Ordens versetzt. Im Al 1. gebar sie dort ein aus den Offenbacher Vorgängen stammendes Kind und schied ntolgedessen aus dem Orden aus. Die Ange„n im heißesten Kampfe um den goldenen Lorbeer zu achten weiß. Das Wort von dem fairplay ist ein ehernes Gesetz und das ist es was wir betonen: Nur die Jugend, die das kair la) aus den Kampfbahnen in den Alltag übernimmt, kann das Leben meistern und die Schranken niederreißen, die eine verlogene Welt noch verteidigen will. Der Schmuck, den die Stadt Berlin anlegt, wenn Gäste aus fünf Erdteilen Einzug halten, die chuldigte befindet sich in Untersuchungshaft ist eine ehrliche und freudige Verbeugung vor und ist in vollem Umfange geständig. Englischer Vertrags-Entwurf in Montreux Darf die sowietrussische Schwarzmeer=Flotte zur Ostsee und zum Fernen Osten? der Aufgabe, die man ihr übergeben hat. #####bewoyner der Stav., die ihre Heime Britische Zugeständnisse an Moskau? p. Montreux, 7. Juli Srischen Polen und Danzig. Es sei sedoch zwei hand, werden saste.2Pausidoer Vorsange be.,„, Me. A. Vorwande legendgecher RAehormen de Valler. enia laugergasische n. Iuut gech zunalberg, ergchertenelezchasere hundss oder der Aenoeru., des Verhältnisses des Bölterbundag„„Zerzcamegrgor der. Torum Kurde, würde nach Ansicht aufmerksamer des Völkerbundes zu Danzig die polnischen Rechte in Danzig keinesfalls verletzt werden dürften. Die Oppositionsblätter nehmen zu der Rede Greisers entsprechend ihrer gewohnten deutschfeindlichen Haltung Stellung. des Völkerbundes erörtert werden, so wird die Freie Stadt Danzig es ablehnen, an einer solchen Diskussion teilzunehmen. Bei allen anderen Angelegenheiten, die die Freie Stadt inter„steret, wird sie jede Möglichkeit wahrnehmen, eingeschaltet zu werden.“ Frage:„Glauben Italien auf dem Freizeitkongreß Ueber kausend Italiener kommen nach Hamburg) Erklärungen des Dopolavere (Eigene Meldung) Rom, 7. Juli. Nach Erklärungen, die uns der Generaldirektor der„Opera Nazionale Dopolavoro“ (Italienisches Nationales Werk zur Freizeitgestaltung) machte, setzt sich die italienische Delegation für den Internationalen Freizeitkongreß in Hamburg aus vier Sachverständigen der Führung des Generaldirektors der 0ND., Corrado Pucetti, zusammen. Zugleich werden am 23. Juli, 22.30 Uhr, über 1000 Mitglieder des Dopolavoro aus Italien in Hamburg eintreffen, nachdem sie vorher München besichtigt haben. Es handelt sich hier um der verlassen, um Berlin zu besichtigen, von reise nach Nor(folg. 8535, Freude und senen Dank für die Einadung nach Hamburg aus, wo die italieni„Delegierten Gelegenheit haben, auf . ügreß di, Freizeitgestaltung in anderen Ländern zu studieren. Besonders stark ist das Interesse der italienischen Delegation an dem deutschen Freizeit=Gestaltungswerk der RS=Gemeinschaft„Kraft durch, Freu. e, ver. Einrichtungen starken Eindruck auf die italienische Oeffentlichkeit Beobachter der englischen Flotte den Zu tritt zum Schwarzen Meer gestatten so daß die russische Krimküste einem englischen Seeangriff ausgesetzt wäre. Der englische Plan enthält viele Einzelheiten jenes Entwurfs, den ##e Türte. u Beginn der Konferenz unterbreietez Pie## türkische Plan enthält auch der englische Bestimmungen über Einschrändes„Durchfahrtsrechtes durch die Dardanellen im Kriegsfall. Der wichtigste Punkt des englischen Planes ist jedoch eine Bestimmung, daß diese Einschränkungen bei türkischer Neutralität, im Falle eines Krieges„Nicht anwendbar seien gegen eine kriegführende Macht zum Nachteil ihrer S##rechte; Wügde dann der Fall eintreten, aß Rußland und England gegeneinander Krieg führen, während die Türkei neutral ist dann hätte Großbritannien freien ZuWettz###ie 2 goanellen zum Schwarzen er, d. h. England könnte das Schwarze gar“ eing a di. Krimküste beschießen oder gaeine Erveditionsarmee russischem Boden landen Andererseits würde auch die russische Schwa. be r-=Flotte Kriegsrechte haben und theoretisch in der Lage sein, in das Mittelmeer vorzudringen und den Suezkanal zu gefähren. Auf russischer Seite ist man sich über die Unmöglichkeit einer solchen kriegerischen Un Gästen öffnen, werden die Fahne der Nation ihl,s Gastes aufziehen, sie werden ihm eine Speisen kochen und ihm eine Heimat e. fe#3, Die Freundschaft, für die der Sport die Sprache geschrieben hat, soll auch die Dreue einschließen. Es ist rührend zu beobachten, wie sie alle miteinander wetteifern: die die rusische Meinung zu Beginn der Konferenz 2o s“, d/g.av;, die Reigsbahn und die stark auseinandergingen. So wird z. B. durch Stad“; die„Heiungen, die Droschtenfahrer, die den englischen Konpentionsentwurf das russi sztga benbahner, der unbekannte Mann in der sche Recht, seine Kriegsschiffe durch die Darda= eu:=2ahn, ksirzum aur. Und wie viele ungen an—.——., anssenden, 3a2“ gangutlesn we de in der zweiten Hälfte nellen aus dem Schwarzen Meer zu entsenden damit Rußland in der nach wochenlere, ofr luxe, seil., Sahwarze. Meer=Flotte in den nach wochenlangen beschwerlichen Reisen, und Fernen Osten oder zur Osisee zu schicken oder###ren neuen Freunden und großartigen Erlebnissen erzählen. Sie tragen umgefehrt E. mi. dur Ositse zu schicken oder umgekehrt. Es wird erwartet, daß diese Seite des Konventionsentwurfs auf starken Widerstand Japans stoßen wird, da die1n- ns bes neu ## nner wunschen, daß die russische Schwarze,„hnen Berlin mit seiner Meer=Flotte m Schwarzen Meer einge: Uingebung, mit seinen hi chlossen ble.bt, um ihr Angriffe im Fernen nen Kiefernwäldern gezei auf russische die zweite große Reise, die das Dopolavora####### auf vir aulienische Beffentlichkeit ternehmung im daren:ischzen Unnach dem Ausland organisert. Die erste fand pagen. Bekanntlich wird Direktor Pucetti auf stet. daß mar R.lour g; uud“e wird angeben: 1934 auf Einladung des Komités Itafien= dem Konarek par allem sitar au.“ duijer:, daß man diesem Punkt des enalischen EntFrankreich nach Nizza statt. Die italienischen Gäste werden die Hansestadt am 27. Juli wiedem Kongreß vor allem über die in Italien durch oas Dopolavoro gemachten wirtschaftichen Erfahrungen hinsichtlich der Freizeitgestaltung sprechen.20 6178 " man diesem Punkt des englischen EntTurfs, energischen Widerstand entwerde. auf der anderen Seite hat Fünste geiunden ubau s. über einige sener Punkte gefunden, über welche die englische und Osten unmöglich zu machen. Der geschäftstüchtige Regus „ 4 Rom, 7. Juli. er Berichters. ter des„Hiornale d' Italia“ M## d dis A.ba hal.„Gelegenheit, mit einer Reihe von Stammesführern und Notabeln, darunter Ras Ailu und Ras Kebbede, zu sprechen, die sich übereinstimmend gegen das Auftreten des Negus in Genf geäußert und gegen ihn und seine Gewaltherrschaft scharfe Anklagen vorgebracht hätten.„Tribuna" berichtet über Verhandlungen. die der Negus August in ihre Heimat zurückkehren, oft eschwerlichen Reisen, und Freunden und großartigen Se# en. Sie tragen in ihren Herzen oi Jreundschaft und die Treue, aber guc 9 Bild des neuen Deutschland, das ihnen Borlin mit seiner unbeschreiblich schönen hundert Seen, mit seiberttanferd gun“ gezeigt hat. Gewiß, hunderttausend Kilometer von Girlanden und eine Million Quadratmeter Fahnentuchs können nicht Freude und Erleben hervorbringen,##e nicht das Herz sie erlebt. Und das :.„ verlins Herzen geben den Pulsschlag des Reiches wieder, über dessen Grenze die Gäste kommen, die uns alle willkommen sind! Hlans Saalbach. Hlauptschriftleiter: Dr. Friedrich Stellvertreiender Hauptschriftleite K. Pfafferott. Ewald Löbbert. Verantwortlich: Für Politik Fritz Bormann) 4 SssseOfer und Provinzteile: Ewald bbert: anzworzlich die jeweils am Ende der Orisausgabe beze Aufang## erhandlungen, die der Negus iber Anfans. Apt.„ber de„fruyeren abessinischen!st6 Gesan. In in Rom in Dschibuti aufgenommen!s!“ habe. Nach den von dem Gesandten sournalisten gemachten Angaben sei der Negus bereit gewesen, über weite eines Reiches ein italienisches P torat anzuerkennen, vorausge Heinrich V. GünGünther einem damals Gebiete ihm bei Unterzeichnung des„Vertrages von Italien eine Milliarde Lire ausgezahlt wurde und außerdem die Aktien einer zu gründenden italienisch=abessinischen Gesellschaft zur gssite nattzicnen Stusbeutuns Abessiniens Hälfte in seinen Besitz kämen. #ba# S########„ Kunst und Unterhaltung Sport Er Karl Rirschner, eimtlich Berliner Schriftleitung: Hans Graf Reischach, Berlin Besch, und garie... Primund. und Verlag: Westfälische Landeszeitung Gmbll. D.-A. Juni 1936: über 180 000 66 17; D.-4, n Pgeteie#ssagg, Dortmund und Umgebung a####g#e„Bochum-Witten: 23 730 n Bezirksausgabe Hagen: 13 525. D 4 ausgabe Sauerland(Arnsberg): 14 516: D.-A G. 136 0. K, T zegrschelcellen por„Rechdnusheuen: 910. p Prissausgabe Hamm-Soest und die Börde: gabe Lüdenscheid: 11 200(z. 2t. Preisliste Nr. — 44 2. Blatt 7 Jolge 182 Westsälische Landeszeitung= Rote Erde Dienstag, den 7. Juli 1936 Der fliegende König König Eduards Kampf gegen„Bärte“] Dämmerung der Tradition? /Verjüngte Zeit Es vergeht keine Woche, in der nicht der junge englische König mit irgendeiner überalterten Tradition aufräumt. Er gibt das Signal zu einer allgemeinen Modernisierung des englischen Lebens. Es begann damit, daß der Soldat Wilson von den„Yeomen“ eines Morgens ohne Bart beim Dienst erschien und sich von seinem Unteroffizier einen kräftigen Anschnauzer holte mit dem hinzugefügten Befehl, er möge die Haare auf seiner Oberlippe wieder sprossen lassen wenn er Wert darauf lege, Königsgardist zu bleiben. Aber am nächsten Tage glänzte die Oberlippe des Soldaten Wilson genau so spiegelblank wie vierundzwanzig Stunden vorher. Er war herrlich glatt rasiert wie ein lebendes Reklamebild für die Güte des X93=Rasier= kremes. Aber der Vorgesetzte ging daraufhin nicht in die nächste„Pharmacy“, um sich besagte Wunderseife zu kaufen, sondern brachte den allzuglatt rasierten Mister Wilson vor ein Militärgericht wegen fortgesetzter Insubordination. So kam die Sache in die Zeitungen. England beteiligte sich eine Woche lang an der Debatte, ob ein Königsgardist das Recht habe sich zu rasieren oder nicht.„Die Tradition verlangt den Bart für die„Yeomen“!“ bestanden die Leute vom alten Stil.„Diese Tradition ist dumm und unhygienisch!“ antworteten die modernen Grünschnäbel. Jetzt hat König Eduard den Streit entschieden. Er gab seinen Gardisten Rasiererlaubnis, und die Zeitungen brachten es in ganz dicken Ueberschriften. Denn mit diesem Dekret König Eduards fallen mehr als ein paar Barthaare. Der neue Herrscher geht der allerheiligsten Tradition zu Leibe. Es werden wohl während der nächsten Zeit in England eine ganze Anzahl Bärte fallen. englischer Thronfolger Rennen reitet und sich dabei vom Pferde abwerfen läßt, mag vielleicht noch hingehen, daß er aber in den Bars von Cannes Tango tanzt, daß er mit dem Regen schirm in der. Hand die Parade seiner Solda ten abnimmt, Regimentsmärsche für die„highlanders“, komponiert und in Kitzbühel ganz ungeniert um königliche Würde sich bei der Erlernung des Skilaufs einige Dutzendmale äglich unfreiwillig in den Schnee setzte, das scheint manchem Lord vom alten Schlag denn doch ein wenig stark. Als König will sich aber Eduard VIlI. nun scheinbar auch nicht an oft sinnlos gewordene Traditionen halten. Während der Großvater Eduard VII., so bald er den Thron bestiegen hatte, den Hofkreisen erst wenig Anlaß zum Reden gegeben hatte, eröffnete der Enkel seine Regierungszeit sofort durch eine Neuerung. Er begab sich nicht in der schwerfälligen Staatskarosse nach London zurück, sondern bestieg ein Privatflugzeug.„Englands erster fliegender König" stand unter den Fotografien, die am nächsten Tage überall erschienen und zeigten, wie ein junger Mann in Zivilkleidung sich beeilte, von seiner Staatskarosse der Lüfte in eine hundertpferdige Benzinkarosse umzusteigen Die Beilchenfrau des Königs Bekanntlich hält kaum ein Land der Welt so ängstlich an alten, oft mehr als seltsamen Ueberlieferungen fest wie die Insel Britannien Jede Adelsfamilie, jeder Bischof, jedes Dorf hat eigene Privilegien. In London stehen bei der St. Paulskathedrale zwei alte Blumenfrauen, die von ihren Vorfahren das Recht ererbt haben, vor den Füßen des Königs Blumen zu streuen, natürlich darf es auch wieder nicht jede Blumenart sein, sondern nur Veilchen aus einer gewissen Gegend von Yorkshire, die zu pflücken das unverbrüchliche Vorrecht dreier Gemeinden ist. Wer aber nun innerhalb dieser Gemeinden die Veilchen pflücken darf, wann und wie und mit welchen Hilfsmitteln, das ist König Eduard hat nun aber schon als Prince of Wales mancherlei Zeichen geradezu„beängstigender“ Unabhängigkeit gegeben. Daß ein Die schwarzen zwölf Monate Ein weiterer Schritt war die Verpachtung des königlichen Pferdestalles. Zum ersten Male seit Jahrhunderten vielleicht liefen die Pferde des Königs für einen anderen Besitzer. Es ist zwar die Rede davon gewesen, daß Eduard den Stall nach Ablauf des Trauerjahres übernähme, aber in eingeweihten Kreisen wird das energisch bestritten. Das Trauerjahr...! Noch nie hat die englische Industrie so wenig unter den„schwarzen zwölf Monaten“ zu leiden gehabt wie dies mal. Der junge König befahl, daß alle Revuevorstellungen, alle Filmveranstaltungen, alle Bälle stattfänden, damit niemand durch den Tod des alten Königs Verluste zu erleiden habe. Buckingham-Palace sehr unbequem Nun will König Eduard sogar den Bucking= ham=Palace verkaufen. Es heißt, daß dieses Schloß, das einst von der Queen Viktoria zum Sitz des königlichen Hauses erkoren wurde von einem reichen Inder gekauft werden soll. „ Landhaus, welches sich 1703 der Duke 2# R#usinoham, von dem Architekten John Sheffield errichten ließ, und das ursprünglich 913. Sit5 kur 1a., Pelzierzucht gedacht war, ist „Laulichen Exweiterungen, die es unter Georg III., Georg IV. und der Königin Vikme hleir, durchaus kein komfortabler Wohnsitz. Eduard trägt sich angeblich mit Lakehurst—Frankfurt in 45½ Stunden Phantastische Flugzeiten des L2„Hindenburg“ dem Plan, aus dem Verkaufserlös ein ganz neues modernes Gebäude zu bauen, das zwar keine Galerien enthält, aber dafür Zentralheizung. Nr. Eden— ganz gegen Tradition Der Anfang vom Ende der Traditionen ist aber eine Tatsache, die sich nicht nur in den Handlungen des neuen Königs auswirkt, der mit wachsenden Jahren wie seine Urgroßmutter sehr wohl doch noch konservativ werden könnte. Auf allen Gebieten des englischen Lebens scheint nun doch das zwanzigste Jahrhundert seinen Einzug zu halten. Die Pferderennen haben zum Beispiel in den Windhundrennen eine ernste Konkurrenz erhalten, und die Zucht hat so darunter gelitten, daß man für die schwere Kutsche, mit der König Eduard zur Krönung fahren wird, Brauereipferde wird mieten müssen. Langsam gleicht man sich an die Maßrechnung der übrigen Welt an, wirft Yards. Zoll und Fuß zum alten Plunder. Es ist„fashionable“ geworden, zu Filmpremieren sehen, während e, vor drei, vier Jahren für ein Mitglied der„high society" noch höchst Ing. gebracht“ gewesen wäre und— Wunder über Wunder!— es gibt sogar schon Häuser in denen die Zentralheizung den trauten Kamin ersetzt, den Hauptschuldigen an der Nationalkrankheit: Rheumatismus! In Downingstreet aber sitzt ein Außenminister, der ganz untraditionell jung und„goodlocking“ ist. Bekommt England die moderne Zeit? Wie immer mischt sich beim Sterben alter Traditionen auch eine leise Wehmut in die mung an Fortschritt. Es ist die gleiche Stimmung, in der etwa ein alter eingefleischter Junggeselle am Vorabend seiner Trauung von den verheirateten Freunden begrüßt wird „Nun ist er auch soweit!“. Wie England die d. mot rnen Zeit bekommen wird, bin hat es nagichsten Jahre zeigen. ImmerZämsbrbeite er genügend liebe alte Gewohnheiten aus der„alten Zeit“ in die Ehe mit herübergenommen, wie es sich für einen Exjunggesellen schickt, und darum wird es Garde=Soldaten. Ein Opfer Eisenbahnräubers Schüller Gendarmeriemeister Buchmann seinen Verletzungen erlegen „ X Breslau. 6. Juli. brüdern Schuiller Heu gesecht mit den Gechüller schwer verletzte Gendarmeriemeister Buchmann ist in der Nacht zum Montag gestorben. Buchmann hat durch sein mutiges Handeln in hohem Ma e dazu beigetragen schadlich zu machen. Der Tod dieses pflichtgetreuen Beamten, der eine Familie mit fünf unmündigen Kindern hinterläßt, hat in allen Bepölkerungstreisen aufrichtiges Bedauern ausX Frankfurt, 6. Juli. „Hindenburg", das Lakeburst 2: Juli um 3.41 Uhr ME Z. verlassen hatte, landete bereits am 6. Juli um 1.20 Uhr auf dem Luftschiffhafen in Frankfurt am Main. Damit stellte das Luftschiff einen neuen Rekord für die Nordamerika=Route in beiden Richtungen auf, denn es benötigte für die Se mi“n Nordamerika nur 45 Stunden Die Ueberquerung des Nordatlantik von der„ueriranischen bis zur irischen Küste beanspruchte nur 18 Stunden 46 Minuten. Auch die Hinreise bedeutet mit 49 Stunden 54 Minuten Frankfurt Neuyork einen neuen der Reise nach Amerira erreichte das Luftschiff am 1. Juli mit 315 Stunden Kilometer seine größte bisher erreichte Gechwindigkeit. Die vierte Nordamerikafahrt des Luftschiffes„Hindenburg“ dauerte von Frank urt bis Frankfurt einschließlich zweier Liegefunf Tage 19 Stunden 51 Minuten. Die bisherige Rekordzeit des„Hindenburg" betrug 49 Stunden 03 Minuten und wurde auf der ersten Rückfahrt von Nordamerika nach Frankfurt am Main erzielt. An Bord des Luftschiffes befanden sich außer der 50köpfigen Besatzung 54 Fahrgäste sowie größere Mengen an Post, Fracht und Gepäck. aus seine tüintr dds=Kuktschäff von Frankfurt aus seine fünfte diesjährige Nordamerikafahrt a. für die schon jetzt sämtliche Plätze besetzt Film festgehalten werden. Zu diesem Zwecke wird eine Filmexpedition die Fackelläufer auf der ganzen 3180 Kilometer langen Strecke mit Kraftwagen begleiten. Selbstverständlich muß dieses Unternehmen auf das sorgfältigste vorbereitet werden, vor em mussen die Kameraleute Leni Riefenstahls sich bereits ein ungefähres Bild von dem Verlauf des Fackellaufes verschaffen, um dann die wirksamsten Momente später auf dem Bildstreifen festhalten zu können. Leni Riefenstahl hat deshalb am Montagmorgen eine Reihe ihre. besten nameramänner auf Kundschaft ausgeschickt. Um 11 Uhr verließ die Expedition Leni Riefenstahls das Haus„Ruhwald“, wo Leni Riefenstahl ihr Hauptquartier auf geschlagen hat. Die Expedition fährt mit Kraftwagen die Fackellaufstrecke bis nach Athen ab. Unter den Teilnehmern befinden sich Bob Fischer als Expeditionsleiter, ferner die Ka###amänner Albert Kling, Heinz Jaworsry, Sepp Rederer und Wolfgang Hart. Len Riefenstahl selbst wird in einigen Tagen der Expedition nachreisen, um in Athen persönlich gie Vorbereitungen für die Aufnahmen beim Start des Fackellaufes zu treffen. Frauenmord bei Görlitz Leni Riefenstahls Kameramänner auf Kundschaftsfahrt Berlin. 7. Juli. Juli findet in Athen der feierliche Start der Olympiafackel statt, die das olympische Feuer von Griechenland zum Schauplatz der olympischen Spiele in Berlin bringen soll „ut. diesem Start beginnt auch die erste große filmische Aufgabe Leni Riefenstahls, die bekanntlich den Auftrag übernommen hat, einen Film von den olympischen Spielen 1936 zu marsin tar; vunze Fackellauf von Athen bis Berlin soll in seinen wichtigsten Phasen im X Görlitz, 6. Juli. an einem Weizenfeld in der Nähe von Pfaffendorf bei Görlitz wurde am Sonntagabend die Leiche der 45 Jahre alten alleinstehenden ledigen Schneiderin Gertrud Hiller aus Pfaffendorf aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, daß sie nach einem offenbar vorausgegangenen Sittlichkeitsverbrechen ermordet worden ist. Die Leiche wies schwere Verletzungen am Kopfe auf. Zwischen der Ermordeten und dem Täter hat allem Anschein nach ein Kampf stattgefunden. Wie ermittelt werden konnte, ist auch am M.„woa, den. 22. Jul., abends nach 20 Uhr, in Klein=Biesnitz ein Sittlichkeitsverbrechen an einem jungen Mädchen verübt worden, bei dem die Tatumstände ähnlich lagen. Es kann sich möglicher.#. unn ein und denselben Täter handeln. Für Mitteilungen, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, steht eine hohe Belohnung in Aussicht. Fünf Millionen Kronen Brandschaden Elektrolux=Fabrik eingeäschert . 4 Stockholm, 6. Juli. späten Nachmittagsstunden des wurden die, Fabrikgebäude Elektrolux=Konzerns auf Lilla Essingen in den Stockholmer Schären von einem Großfeuer heimgesucht. Obwohl die Wehren bald zur Stelle waren, gelang es nicht mehr, die Flam##uien Entsteyungsherd zu beschränken Große Teile eines Fabrikgebäudes wurden #s geaschert zund auch das danebenliegende Gebäude der kaufmännischen Betriebsleituna in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden dürfte orläufigen Schätzungen auf fünf bis sechs Millionen Schwedenkronen belaufen. Man Feuer durch u.n 78,einggen Url ub befand, waren zur Zeit des Unglücks wenige Betriebsangehörige zur Stelle, so daß glücklicherweise keine Menschenleben gefährdet wurden. Der stark Sturm, der. zur„Zeit des Brandes herrschte, man ai“ Fehu ttn allerdings bedentlich, da man ein„Ueberspringen der Flammen auf einige Wohnhäuser befürchten mußte. Den Bemühungen der Wehr gelang es jedoch, ein Uebergreifen zu verhindern. ##e Leitng des„Elektrolux=Konzerns hat chlossen, die zerstörten Gebäude innerhalb kürzester Zeit wieder aufzurichten, so daß beKleine Weltchronik Sowjetrussischer Frachtdampfer mit 900 Mann Besatzung und Passagieren aufgelaufen. Ein sowjetrussischer Frachtdampfer mit 900 Mann BeHurisen=inse aopgen lief im Rebel auf der Kotan auf Strand. Das hat schweren Maschinenschaden. Passagiere und Besatzung befinden sich in verzweifele i Hilfsschiffe infolge des starken Nebels nicht an die Unfallstelle gelangen können Tusersgr die(san... Totio erhielt auf die Genehmigung der japanischen ReBefahren der Hafenzone von LoneKotan, die sonst für fremde Schiffe gesperrt ist. D mn„ Aulnahme: Presse Bild-Zentrale Die Weihe des„Platzes des Führers“ in Weimar Gauleiter Sauckel beim ersten Spatenstich Aufnahme: Weltbild Der historische Marsch Der Scichokgiegsgteg und 150.Jahr-Feuer des der Posfeiene im ver uudesführer S8-Oberführer Oberst a. D. der Tracht aus der Zeit Friedrichs des lischen Frontkämpfer8 Ais Gliste de Reianskrieserggngse sa Pporsgungeg, veles aulingliecher Prat. Bild zeist die Ahardsss kömpfer in Kasel erschienen Niederzwchern einen Besuch abstatete und ar Ehrenmal. Seldetentriechef Mohnblumen niederleste. drons von Weihestunde der Frontkämpfer auf dem Schlachtfeld von Verdun X Berlin, 7. Juli. Die in verschiedenen Verbänden zusammengefaßten französischen Frontkämpfer haben kürzlich ein„Comité des Anciens Combattants pour le rassemblement de Verdun“ gegründet, um anläßlich der 20. Wiederkehr der größten Schlacht des Weltkrieges am 12. und 13. Juli 1936 auf dem Schlachtfelde von Verdun eine Zusammenkunft von Frontkämpfern aller am Weltkriege beteiligten Nationen zu ermöglichen. In der Einladung des Komitees wird hervorgehoben, daß diese Zusammenkunft eine Weihetunde zum Gedächtnis aller bei Verdun und im Weltkriege Gefallenen bringen soll. Die französische Einladung ist von den deutschen Frontkämpferverbänden angenommen worden. Am 12. Juli werden 500 deutsche Frontkämpfer, die zum allergrößten Teil eilnehmer der Schlacht um Verdun sind, von Saarbrücken aus nach Verdun fahren. Die Deutsche Reichsbahn gewährt den deutschen Teilnehmern eine Fahrpreisermäßigung von 50 v. H. bis zur Reichsgrenze. Von dort aus übernimmt das französische Komitee die Kosten für die Fahrt, Verpflegung und Unterkunft auf französischem Boden. In der Nacht zum 13. Juli marschteren die Kameraden zum Totenmal von Douaumont. An dieser geschichtlichen Stätte findet eine Weihestunde zum Gedenken der Gefallenen statt. Die Frontsoldaten aller beteiligten Nationen nehmen Aufstellung auf dem Heldenfriedhof von Douaumont. Am 13. Juli morgens ist eine gemeinsame Kundgebung der versammelten Frontsoldaten für den Weltfrieden vorgesehen. Die Führung der deutschen Abordnung liegt in den Händen des bekannten DouaumontStürmers, Hauptmann a. D. v. Brandis. Deutsche Volkslieder„staatsseindlich Liederbücher in Polen beschlagnahmt ∆ Warschau, 7. Juli. In den polnischen Westgebieten, d. h.: in Ostoberschlesien, im Posener Gebiet und in Pommerellen, ist von den Behörden die Beschlagnahme einiger deutscher Liederbücher angeordnet worden, die angeblich staatseindliche Lieder enthalten. Es handelt sich um die Liederbücher„111 Lieder" und um das Liederbuch der Jungdeutschen Partei, das den Titel trägt„Sing mit, Kamerad“. In den Räumen der Gliederungen der deutschen Volksgruppe und in den deutschen Buchhandlungen sind zahlreiche Haussuchungen durchgeführt worden, um die genannten Liederbücher zu beschlagnahmen. Unglaubliche Zustände in Moskauer Speiseanstalten A Moskau, 7. Juli. In Moskauer Speiseanstalten und Restaurants wurden in letzter Zeit wiederholt Speisevergiftungen durch verdorbenes Fleisch und gesundheitsschädliches Speiseeis infolge Zubereitung von Speisen in oxydierten Kochgeschirren und aus anderer Ursache festgestellt. U. a. waren zahlreiche Speisevergiftungen in der Kantine der Staatsbank vorgekommen, ferner im Speisesaal der Konfektionsfirma am Hamownikiplatz. Wie die „Iswestija“ berichtet, ergab eine Inspektion der Speiseanstalten des Moskauer SokolnikiVolksparks„ein Bild zum Himmel schreiender antisanitärer Verhältnisse“. Man fand in Fäulnis übergegangene Lebensmittel in Restaurants, Stehspeisehallen, Vorratskammern und Küchen. Am 29. Juni wurde eine Speisevergiftung bei zahlreichen Besuchern der Sokolniki=Speiseanstalten festgestellt. Verschiedene Schuldige werden zur Verantwortung gezogen. Kampf dem Verderb! Die notwendige Ergänzung der Erzeugungsschlacht Unter dem Einsatz aller irgendwie gegebenen Möglichkeiten ist in den vergangenen beiden Jahren die Erzeugungsschlacht der deutschen Landwirtschaft vorwärts getragen worden. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben, denn bei allen lebenswichtigen Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Rohstoffen konnte eine fühlbare Mehrerzeugung erreicht werden. Der deutschen Nahrungsfreiheit sind wir damit bis auf geringe Lücken nahe gekommen. Noch entscheidender aber würden die Erfolge der Erzeugungsschlacht sich auswirken, wenn die Maßnahmen zur Erzeugungssteigerung von dem Willen aller Volksgenossen begleitet würden, den Tag für Tag Millionenbeträge ausmachenden Schäden durch vielfach leichtsinnigen Verderb entgegen zu arbeiten. Vielleicht sind sich viele Volksgenossen der Bedeutung dieses Satzes nicht bewußt, wenn sie die verhältnismäßig geringen Mengen an Nahrungsmitteln vor Augen haben, die im Rahmen ihrer eigenen Hauswirtschaft vielleicht durch Verderb dem Verbrauch entzogen werden. Tatsache aber ist, daß die Gesamtverluste an Lebensmitteln durch unsachgemäße Lagerung, Verarbeitung und nicht rechtzeitigen Verbrauch etwa 1,5 Milliarden Mark im Jahr ausmachen. Die entscheidende Bedeutung dieser Werte können wir aber erst dann erkennen, wenn man bedenkt, daß die Einfuhr an Lebens= und Genußmitteln im Jahre 1935 rund 1,3 Milliarden Mark ausmachte. Dabei berücksichtigt die Zahl von 1,5 Milliarden Mark nicht einmal die Verluste, die in der Landwirtschaft bei der Erzeugung durch unsachgemäße Bearbeitung, unzureichende Pflege usw. entstehen. Sollten diese Zahlen nicht zu denken geben? Bewiesen ist durch sie die Tatsache, daß es bei entsprechender Vorsicht möglich ist, Nahrungs= und Genußmittel in Millionen=Werten, die heute noch unnütz verloren gehen, der volkswirtschaftlichen Verwertung nutzbar zu machen. Das Landvolk hat durch die Erzeugungsschlacht gezeigt, daß es bereit ist, sich in beispielloser Disziplin für eine große Aufgabe einzusetzen. Nun liegt es an der Verbraucherschaft und an den Verteilern, eine ebenso große Disziplin bei der Bearbeitung, Verteilung und der Verwertung von Lebensmitteln zu zeigen. Der Verbraucher muß sich dabei überlegen, daß die kleinen Unbequemlichkeiten, die der Kampf gegen den Verderb vielleicht von ihm fordert und die kaum einen zusätzlichen Geldaufwand nötig machen, meist große Ersparnisse bringen. Es werden vielleicht nur wenige sein, die sich einmal die Mühe gemacht haben, auszurechnen, welche Beträge auf den einzelnen Haushalt entfallen, wenn die Summe der verdorbenen Lebensmittel für die Zeit eines Jahres ermittelt wird. Es kann aber jeder versichert sein, daß es im Endergebnis einen Betrag ausmacht, der im Rahmen seiner Haushaltsführung wohl schwer ins Gewicht fällt. Jedenfalls haben die ermittelten Tatsachen bewiesen, daß der Kampf gegen den Verderb in Zukunft ein wesentliches Mittel darstellt, um die deutsche Nahrungsfreiheit ein gutes Stück vorwärts zu bringen und der deutschen Volkswirtschaft Werte zu erhalten, über die der einzelne sich nur schwer ein umfassendes Bild machen kann. Der Aufruf zur besseren Erhaltung der aus dem Boden gewonnenen Früchte richtet sich zuerst einmal an den landwirtschaftlichen Erzeuger. Er muß beachten, daß Hand in Hand mit einer Steigerung der Erträge auch deren Güte gebessert werden muß und daß darüber hinaus noch hunderterlei Möglichkeiten bestehen, die Erhaltung der geernteten Früchte in stärkerem Maße zu sichern. Man muß einmal bedenken, daß auch heute noch beim Getreide z. B. im Durchschnitt 10 v. H. des Ertrages durch Pflanzenkrankheiten und weitere 10 v. H. durch Schädlinge verloren gehen; bei Kartoffeln werden durch Krankheiten sogar 25 v. H. des Ertrages vernichtet und weitere 5 v. H. durch Schädlinge. Aehnliche Zahlen können wir beim Obst feststellen, auch beim Gemüse, und bei den für unsere Volkswirtschaft so besonders wichtigen Oelfrüchten. Auch braucht man in diesem Zusammenhang nur an den Verlust der Nährwerte zu erinnern, die durch unsachgemäße Einlagerung von Futtermitteln auch heute noch entstehen. Ebenso bedeutsam wie die Aufgaben des Erzeugers aber sind auch die Aufgaben der Verteiler. Auf dem Wege vom Erzeuger zum Verbraucher sind die Nahrungsmittel durch Schädlinge und Witterungsfaktoren mancherlei ungünstigen Einflüssen ausgesetzt. Auch hier können noch Nahrungsmittel eingespart werden, die einen Millionenwert ausmachen. Rund 450 000 selbständige Einzelhändler für Nahrungs= und Genußmittel gibt es und darüber hinaus 200 000 selbständige Müller, Fleischer und Bäcker, durch deren Hände der größte Teil des deutschen Nahrungsbedarfes geht. Eingehende Untersuchungen haben ergeben, daß im Einzelhandel durch Schwund oder Verderb ein durchschnittlicher Verlust von 5 v. H. entsteht, das bedeutet bei einem Warenumsatz von etwa 20 Milliarden Mark wiederum einen Verlust von rund 1 Milliarde Mark. Durch genauere Kontrollen, peinlichste Sauberkeit, neuzeitliche Lagerungsmethoden, Kühlanlagen, gute Lüftung und geeignete Temperierung können auch hier der Volkswirtschaft namhafte Werte erhalten werden. Wesentlich bei all diesen Aufgaben ist die Mitarbeit der Hausfrau. Und hier mangelt es noch manchmal an dem notwendigen Verständnis für die Bedeutung der Aktion„Kampf dem Verderb“. Erste und wichtigste Aufgabe jeder Hausfrau sollte es sein, ihren Küchenzettel so einzurichten, daß sie jeweils die Nahrungsmittel einkauft, die zur jeweiligen Jahreszeit vorherrschend vorhanden sind. Sie sorgt damit dafür, daß beim Händler nicht Vorräte wegen mangelnder Nachfrage verderben. Besondere Aufmerksamkeit sollte sie dem richtigen Einmachen widmen, um den Nahrungsmittelüberschuß einzelner Jahreszeiten für die erzeugungsarmen Monate des Jahres bereithalten zu können. Die Hausfrau soll auch nicht mehr einkaufen, als sie zweckmäßig und richtig aufbewahren kann, unnötige Abfälle vermeiden und alle Reste bis zur letzten Möglichkeit verarbeiten. Fliegen und andere Insekten, der Wärme und Feuchtigkeit, dem Schmutz, dem Staub und der schlechten Luft muß sie energisch auf den Leib rücken. Es ist unmöglich, lückenlos all die Dinge aufzuzählen, die dem Kampf gegen den Verderb dienbar sein könnten. Es kommt hier auf den Willen eines jeden einzelnen Volksgenossen an und auf das Bewußtsein, daß die Beachtung dieser so vielen Kleinigkeiten doch eine entscheidene Bedeutung für das deutsche Wirtschaftsleben hat. Karlheinz Backhaus. Regierungs-Neubildung in Bulgarien Ankündigung großer Erneuerungen 7 Volkssoziale Bewegung beteiligt ∆ Sofia, 7. Juli. Der König empfing den mit der Neubildung des Kabinetts beauftragten bisherigen Ministerpräsidenten Küsseiwanoff und billigte die ihm vorgelegte Ministerliste. In das neue Kabinett sind mehr als die Hälfte der bisherigen Minister zurückgekehrt, die mit einer einzigen Ausnahme Beamte und Facminister sind. Der neue Kultus= wie auch der Verkehrsminister gehören der volkssozialen Bewegung Professor Zankoffs an, während der Landwirtschaftsminister Wassileff Vertreter der Liaptscheff=Gruppe ist. Der Innenminister Krasnowsky ist eine parteipolitisch neutrale Persönlichkeit. Die ehemalige, in zahlreiche Lager gespaltene Bauernpartei ist im neuen Kabinett nicht vertreten. Wie die Presse zum Ausdruck bringt, wird das neue Kabinett in erster Linie die Aufgabe haben, die Verbindung zwischen dem Volk und der Staatsgewalt herzustellen. Wann und auf welchem Wege das erreicht werden soll, wird jedenfalls in der Regierungserklärung verlautbart werden. Im Anschluß an die erste Ministerratssitzung, die über drei Stunden dauerte, übergab der Ministerpräsident am SonnabendnachKünstler in der Zeltgemeinschaft Kulturpolitisches Arbeitslager der Reichsjugendführung in Seidelberg X Heidelberg, 7. Juli. Nachdem die Festlichkeiten anläßlich des 550jährigen Bestehens der Heidelberger Universität vorüber sind, ist auf einer der Höhen, die Heidelberg umsäumen, das Zeltlager der jungen Kunst entstanden. Junge Menschen aus allen Gauen des Deutschen Reiches, Dichter, Schriftsteller, Musiker, Komponisten, Maler, Wissenschaftler, Führer und Führerinnen der Hitlerjugend, die an verantwortlicher Stelle das kulturelle Schaffen der jungen Generation vermitteln und leiten, sind hier 14 Tage lang in einem Zeltlager versammelt, das ihnen Ziel für kommende Aufgaben geben soll. Das Kennzeichen des Lagers ist die Tatsache, daß gerade die anwesenden Künstler mit Namen sich nicht als Einzelgänger und Sonderlinge bewegen, sondern sich dem bereitwilligen Dienst an der Gemeinschaft und der soldatischen Disziplin unterordnen. Zeitlich ist das Heidelberger kulturpolitische Lager in ein Vorlager vom 1. bis 7., und in ein Hauptlager vom 8. bis 16. Juli eingeteilt. Von den größeren Veranstaltungen sind zu nennen„Das musikalische Opfer“ von Joh. Seb. Bach, das am Abend des 8. Juli im Königssaal des Heidelberger Schlosses von Professor Hermann Diener und seinem Collegium musicum gespielt wird. Diese Veranstaltung geht zugleich als„Stunde der jungen Nation“ über alle deutschen Sender. Ein Kantatenabend am Freitag, 10. Juli, bringt zwei Werke junger Dichter und Musiker der Hitlerjugend. Am Montag, 13. Juli, findet ein Orgelkonzert in der Peterskirche mit Professor Hermann Poppen und Professor Hermann Diener statt. Den Höhepunkt und Abschluß des kulturpolitischen Arbeitslagers bildet die Aufführung eines Spieles von Wolfram Brockmeier mit Musik von Gerhard Maaß„Ewiges Volk“ auf der Feierstätte auf dem Heiligenberg. Bei dieser Aufführung wirken 2000 Jungen und Mädel der badischen Hitlerjugend, Sprecher der HJ aus dem ganzen Reich und Musik= und Fanfarenzüge der HI mit. Am 9. und 13. Juli gestalten die Lagerteilnehmer außerdem in Heidelberger Fabriken mit der dortigen Arbeiterschaft Werkfeiern. Sammelbüchsen bei den Zustiskassen Für Spenden an die ASB und das WhW X Berlin, 7. Juli. Es ist des öfteren die Beobachtung gemacht worden, daß Empfänger von Zeugen= und Sachverständigengebühren auf die ihnen zustehenden Entschädigungen zugunsten der NSV oder des WHW verzichtet und gebeten haben, die Beträge als Spenden den NS=Wohlfahrtseinrichtungen zu überweisen. Diesen Ersuchen haben die Justizkassen bisher nicht entsprechen können, weil die Annahme und Abführung der Spenden mit den Vorschriften über die Kassenführung in der Reichsjustizverwaltung nicht zu vereinbaren waren. Um in diesen Fällen und auch sonst allen Volksgenossen im Verkehr mit den Justizkassen die Möglichkeit zu geben, einen Betrag als Spende der NSV oder dem WHW zuzuwenden und um damit dem großen Hilfswerk des deutschen Volkes zu dienen, hat daher der Reichsjustizminister im Einvernehmen mit dem Hauptamt für Volkswohlfahrt der NSDAP. angeordnet, daß die Oberjustizkassen und die Gerichtskassen sowie nach Lage der örtlichen Verhältnisse gegebenenfalls auch die Zahlstellen künftig ständig am Zahlschalter Sammelbüchsen der NSV oder des WHW an gut sichtbarer Stelle aufzustellen haben. mittag der Presse die Regierungserklärung. Einleitend heißt es darin, daß das Kabinett die Außenpolitik seiner Vorgänger unbeirrt fortsetzen werde. Die wichtigsten Leitsätze dieser Außenpolitik seien: Verbundenheit mit dem Völkerbund, Annäherung an Jugoslawien, Frieden, Verständigung und herzliche Zusammenarbeit mit den Nachbarländern, sowie freundschaftliche Beziehungen mit allen anderen Staaten. Das innenpolitische Programm der neuen Regierung kommt in dem Aufruf des Königs an das bulgarische Volk vom 21. April vorigen Jahres zum Ausdruck. In diesem Aufruf war u. a. erklärt worden, daß der junge bulgarische Staat umgewandelt werden solle, um den Forderungen der neuen Zeit im Hinblick auf eine schnellere Erholung der nationalen Wirtschaft, eine wirksame Hilfe für die ärmere Bevölkerung und Festigung der Ruhe und Ordnung im Innern gerecht zu werden. Eine Rückkehr zu den früheren Verhältnissen werde nicht geduldet werden. In Ausführung dieses Programms, so heißt es in der Erklärung weiter, werde die Regierung ebenso wie das bisherige Kabinett nichts unterlassen, um in nächster Zeit eine volle Normalisierung der Lage des Landes herbeizuführen. Entschlossen, die Vorarbeiten der bisherigen Regierung für eine Hinzuziehung des Volkes zur Staatsgewalt fortzusetzen, werde das Kabinett in der zweiten Hälfte des Monats Oktober dieses Jahres freie Wahlen durchführen lassen. Bestechungsikandal in Japan ∆ Tokio, 7. Juli. Das japanische Kriegsministerium hat folgende Mitteilung veröffentlicht: Da der Verdacht von Durchstechereien in Verbindung mit Waffen= und Munitionslieferungen bestand, hat die Gendarmerie eine Untersuchung aufgenommen und zwei Verdächtige, nämlich den Direktor des Militärarsenals, Generalleutnant Uyemura und den Oberingenieur Nischihama, dem Kriegsgericht zugeführt. Beide sollen Bestechungsgelder von Munitionsfabriken oder Geschäftsleuten erhalten haben, und zwar mehr als 20 000 Den. Die Angelegenheit hat mit dem Februar=Aufstand nichts zu tun. 17 Todesurteile in Tokio Die Teilnehmer des Februar=Aufstandes vor Gericht (Ostasiendienst des DNB) A Tokio, 7. Juli. Nach viermonatiger Untersuchung fällte das Kriegsgericht am Montag das Urteil gegen die am Aufstand vom 23. Februar Beteiligten. 13 aktive und vier ehemalige Offiziere wurden zum Tode verurteilt. Einige wurden zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Andere kamen mit geringen Haftstrafen davon. Ins4711 Der Nouui-Croue Für jedon Zweck gesamt standen 123 Angeklagte vor Gericht. 71 erhielten teils schwerste Strafen, 25 wurden zum Teil mit einem Verweis freigesprochen. Bereits nach Einsetzung des Sondergerichtes bestand kein Zweifel mehr, daß die verantwortlichen Offiziere wegen Militäraufruhrs und Nichtbefolgung kaiserlicher Befehle schwerste Strafen zu erwarten hatten. Es ist erinnerlich, daß seinerzeit alle maßgebenden Beamten im Kriegsministerium, Generalstab und in der Polizei verabschiedet oder versetzt wurden. Allgemein forderte man damals durchgreifende Reformen in Staat und Heer, deren Beginn jetzt in Vorbereitung ist. Als eines der vorläufigen und zugleich wichtigsten Ergebnisse ist zu vermerken, daß für die notwendige Verstärkung der Landesverteidigung vom Jahre 1937 ab eine halbe Milliarde Yen zusätzlich aufzubringen ist. Nach einem kaiserlichen Befehl ist die neue Staatspolitik, die, wenn nötig, auch gegen Parteien durchgeführt werden soll, genau vorgeschrieben und durch die Zusammenarbeit Hirota— Terauchi— Arita gewährleistet. Der Reichsausschuß für Fremdenverkehr an den Führer. Von der Tagung des Reichsausschusses für Fremdenverkehr in Bad Godesberg wurde ein Telegramm an den Führer und Reichskanzler in Berlin gerichtet. Der Führer richtete darauf an Staatssekretär Funk in Bad Godesberg das folgende Antworttelegramm:„Den Teilnehmern an der Tagung des Reichsausschusses für Fremdenverkehr und der: deutschen Landes=Fremdenverkehrsverbände danke ich herzlich für ihre Grüße; ich erwidere sie mit besten Wünschen für einen guten Erfolg ihrer, der freundschaftlichen Verständigung der Völker dienenden Arbeit.“ Abschluß der deutsch=schweizerischen Wirtschaftsverhandlungen. Die deutsch=schweizerischen Wirtschaftsverhandlungen haben am Montag zu einer Unterzeichnung je einer Zusatzvereinbarung zum Verrechnungsabkommen vom 17. 4. 1935 zum Warenzahlungsabkommen vom gleichen Tage, zum Abkommen über den gegenseitigen Warenverkehr vom 5. November 1932, zu einem Reiseverkehrsabkommen sowie zu verschiedenen sonstigen Vereinbarungen geführt. Streikunruhen in Alexandrien. Die gesamte 1200 Mann starke Belegschaft der Straßenbahngesellschaft von Alexandrien ist am Montag in den Streik getreten. Der Straßenbahnverkehr ruht vollständig. Verschiedene Schlichtungsvorschläge des Arbeitsamtes wurden vom Streikausschuß abgelehnt. Haile Selassie wieder in England. Der Negus ist am Montag nach England zurückgekehrt. Dr. Ley in Hannover X Hannover, 7. Juli. Reichsleiter Dr. Ley traf am Montag in Hannover ein. Er begab sich zuerst nach dem Hause der Arbeit, wo er seinen Mitkämpfern einen Ueberblick über das große Aufbauwerk der DAF gab. Nach verschiedenen Besichtigungen fand auß dem Klaggesmarkt eine von mehr als 70000 Volksgenossen besuchte Kundgebung statt, bei der Dr. Ley zu längeren Ausführungen das Wort nahm. Deutschland, so führte er aus, sei etwas Herrliches und Einmaliges. Es gelte, dieses Volk zu hegen und zu pflegen. Die Erde sei kein Jammertal, sondern schön und wert, daß man sie von Tag zu Tag schöner mache. Ausländer, die er durch die großen Werke des Nationalsozialismus und der DAF geführt habe, hätten ihn nach dem Rezept für alle diese Erfolge gefragt. Er habe immer nur erwidert:„Unser Rezept heißt Adolf Hitler!"(Stürmischer Beifall). Deutschland habe eine Opposition, aber nicht in Form einer politischen Partei, die zur Macht strebe, sondern seine Opposition sei seine Jugend, die sich gegen alles Falsche und Unzulängliche mit ihrem gesunden Instinkt wende. Auch darin liege etwas grundsätzlich Neues, daß der heutige Staat ebenso solche Achtung vor seiner neuen Jugend wie vor den Großen der Vergangenheit habe. Eine Ordensoberin verhaftet Devisen nach Wien verschoben X Regensburg, 7. Juli. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde die Oberin der Heilstätte Donaustauf, Schwester Maria Agnella, unter dem schweren Verdacht des Vergehens gegen das Devisengesetz verhaftet und ins Regensburger Gerichtsgefängnis eingeliefert. Die Verhaftete, die geständig ist, soll in den Jahren 1932 bis 1934 rund 50000 Mark unter Umgehung der Devisenbestimmungen in das Mutterhaus ihres Ordens nach Wien verschoben haben. Entlastung der öffentlichen Fürsorge Große Erfolge nationalsozialistischer Regierungstätigkeit X Berlin, 7. Juli. Im neuen Heft von„Wirtschaft und Statistik“ werden die vorläufigen Ergebnisse der Reichsfürsorgestatistik für oas Rechnungsjahr 1935/36 bekanntgegeben. Danach lassen sich auf Grund der vierteljährlichen Berichte der Bezirksfürsorgeverbände folgende Tatsachen feststellen: Der Personenkreis der Hilfsbedürftigen, der zu Lasten der Gemeinden und Gemeindeverbände unter starker Beteiligung des Reiches laufend bar in offener Fürsorge unterstützt werden muß, ist seit dem Höhepunkt der Krise (Ende 1932 Anfang 1933— zur Zeit der Machtübernahme durch die nationalsozialistische Regierung) inverhalb von 3 Jahren bis auf fast die Hälfte zurückgegangen; er verminderte sich von 4,7 Mill. Parteien oder annähernd 9,5 Mill. Köpfen bis euf rund 2,6 Mill. Parteien (Abnahme um 47 g. H.) mit etwa 5,1 Mill. Köpfen(Abnahme um 46 v. H.) Ende März 1936. Die Ausgaben der Bezirksfürsorgeverbände für die offene Fürsorge, die von der konjunkturellen Entwicklung am stärksten beeinflußt werden, sind von 2097 Mill. RM. im Jahre 1932/33 auf rund 1100 Mill. RM. im Jahre 1935/36, also um fast 1 Milliarde RM. gesunken. Die gesamte öffentliche Fürsorgelast, das heißt die Eigenlast der Bezirks= und Landesfürsorgeverbände(Zuschußbedarf) einschließlich der Zuschußleistungen von Reich und Land, erforderte im Jahre 1932/33 insgesamt 2738 Mill. RM., im Jahre 1935/36 nur noch 1666 Mill. RM., das sind rund 1070 Mill. RM. weniger. Die Zuschußleistungen von Reich und Land konnten in dieser Zeit wegen der außerordentlichen Verminderung der Aufwendungen der Gemeinden und Gemeindeverbände(Fürsorgeverbände) für die Arbeitslosen von etwa 850 auf 80 Mill. RM. eingeschränkt werden. Gleichzeitig wurde die Eigenlast der Fürsorgeververbände bzw. ihrer Träger auf dem Gebiet der öffentlichen Fürsorge und Jugendhilfe um über 300 Mill. RM. auf 1586 Mill. RM. gesenkt. Diese Eigenlast liegt sogar noch um etwa 75 Mill. RM. unter der Eigenlast für das Rechnungsjahr 1929/30. Umsangreicher Sochstaplerprozeß Gegen den„Burghauptmann“ von Friesack X Berlin, 7. Juli. Vor dem Berliner Sondergericht begann am Montag ein umfangreicher HochstaplerProzeß gegen den 37jährigen Eberhard Bodeck, dessen 33jährige Ehefrau Käthe, den 59jährigen Max Keilonat und den 51jährigen Heinz Oelze. Es handelt sich bei diesem Verfahren um einen Teil eines riesigen Betrugsprozesses gegen eine mehr als 20köpfige Schiebergesellschaft, die unter der Leitung des achtmal vorbestraften 44jährigen Bruno Ryczeck, einem früheren führenden Ringvereinsmitglied, stand. Der Fall Bodeck ist abgetrennt und dem Sondergericht überwiesen worden, weil Bodeck bei seinen Betrügereien unberechtigterweise die Uniform eines Fliegersturms und das Abzeichen des Luftsportverbandes getragen hatte. Bodeck, der ebenfalls mehrfach vorbestraft ist, hatte es durch raffinierte Schwindeleien mit wertlosen Hypotheken ohne Barmittel verstanden, das Gut Burg Friesack im Westhavelland an sich zu bringen und sich zum „Rittergutsbesitzer" und„Burghauptmann“ gemacht. Durch sein sicheres Auftreten und die Uniform des Fliegersturms gelang es ihm, zahlreiche Kaufleute und Handwerker zu blenden, so daß sie ihm Maschinen und Möbel lieferten und Haus und Hof instandsetzten, ohne einen Pfennig Geld zu bekommen. Insgesamt hat Bodeck seine Liferanten um rund 15 000 Mark geschädigt. Die Verhandlung, zu der bisher 34 Zeugen geladen sind, dürfte zwei Wochen dauern. Westtälische Landeszeitung Rote Urde BLICKGBE Noch einige Wochen werden wir sie im Stadtbild sehen, die braunen Glücksmänner, die uns seit einiger Zeit schon Lose der Arbeitsbeschaffungslotterie zum Kauf anbieten. Auf der Straße stehen sie und in den Lokalen treffen wir sie an, die sie unermüdlich mithelfen, daß alle die deutschen Menschen, die heute noch ohne Arbeit sind, wieder in den Arbeitsprozeß eingereiht werden können, die neue Munition liefern für die Arbeitsschlacht, deren Ziel der weitere wirtschaftliche Aufstieg Deutschlands und das Wohlergehen des deutschen Volkes ist. Viele Volksgenossen haben ihr Glück gemacht, als sie hineingriffen in den Kasten, den die braunen Glücksboten mit herumschleppen. Zahlreiche kleinere, aber auch eine beachtliche Reihe größerer Gewinne wurden bereits in Dortmund gezogen. In der vergangenen Woche erst noch waren es fünf Volksgenossen, die ihre Unterstützung vom Körnerplatz abgeholt hatten, einige„Tacken“ riskierten und gar bald ein Los herauszogen, das ihnen runde 500 Mark brachte. Viele Fünfziger sind inzwischen noch gefallen und auch einige Hunderter— von den kleinen Gewinnen und den zahlreichen Freilosen zu schweigen— da kommt wieder die Meldung von einem„Fünfhunderter“, der bei dem Glücksmann vor dem Möbelhaus Schumann gezogen wurde. Fünf Glückliche konnten je 100 Mark in Empfang nehmen, unter ihnen eine Volksgenossin, Mutter von elf Kindern, die für das Geld gewiß einen guten Verwendungszweck weiß. Mancher hat bisher nur Nieten gezogen und wird— so hoffen wir— darob bestimmt nicht erzürnt sein. Sie werden noch einmal ein Los kaufen, noch einmal ihr Glück versuchen und so noch einmal dazu beitragen, daß durch diese Lotterie recht viele Volksgenossen Arbeit erhalten. Ist ihnen auch jetzt das Glück nicht hold, dann sollen sie bedenken, daß sie ihre fünf Groschen für einen guten Zweck gaben, der ein wirkliches Opfer wert ist. ALL-AIASE Volksfest im Fredenbaum Ausklang der Feier der Nördlichen Schützen 7 Hochstimmung im Dortmunder Norden Der Dortmunder Norden geht mit, wenn seine Schützen alljährlich ihr Volksfest im Fredenbaum feiern. War der erste Tag schon ein Erlebnis eigener Art, so noch mehr der Montag, der unter dem Zeichen des neuen Königs Karl Ewald I.(Karl Ewald Grobe) stand, der in weitesten Kreisen als langjähriger Präsident des Nördlichen Schützenbundes bekannt und beliebt ist. Beweis hierfür war die Menschenmenge, die sich nach dem Bekanntwerden seiner neuen Königswürde schon am frühen Vormittag vor seinem Hause aufhielt, um ihm zu gratulieren. 12.15 Uhr war das Schützenregiment vollzählig zum Hauptfestzug auf dem Viehmarkt angetreten. Adolf Oberwinter meldete als Major und stellvertretender Regimentsführer dem Oberst Bönkhoff. Das Königspaar (Karl Ewald l. und Emma l.) fuhren, gefolgt vom Bundesvorstand, die Front ab. Dann setzte sich unter den Klängen schneidiger Marsch= musik der lange Zug in Bewegung. Vor den Kompanien trugen Pagen oder weißgekleidete Ehrenjungfrauen(kleine Mädels) die im Lauf der Jahre errungenen Ehrenpokale. Am Schluß der Marschkolonnen rollten die mit vielfarbigen Girlanden geschmückten Wagen der Veteranen, durch deren Räder man frisches Grün geflochten hatte. Ziel war wieder der Fredenbaum, nachdem man die Marschstrecke am Hause des Königs und der Königin vorbeigeleitet hatte. In den weiten Parkanlagen nahm nochmals das Königspaar einen Vorbeimarsch ab. König Karl Ewald I. besuchte dann die einzelnen Kompanien, um Anerkennung oder Tadel auszusprechen über die Geschehnisse des letzten Jahres. Hin und wieder krachten in den lustigen Trubel, der sich unter den schattigen Bäumen entwickelte, die Böllerschüsse der Artillerieabteilung, denn die Bumsköppe können offenbar nicht ohne den Gesang der Mörser lustig sein. Studienfahrt des Historischen Vereins Von einem alten Barockschloß und vom König von Korsika Zwischen den dunkleren Jahreszeiten, in denen seine Hauptvortragsarbeit liegt, unternimmt der Historische Verein für Dortmund und die Grasschaft Mark im Sommer Studienfahrten, um an historischen Stätten Blickfeld und Wissen der Teilnehmer zu erweitern. Getreu dieser Tradition fuhren auch jetzt wieder etwa sechzig Männer und Frauen, Mitglieder und Freunde des Historischen Vereins, in zwei Autobussen durchs Volmetal aufwärts nach Lüdenscheid. Auf der Terrasse des Parkhauses, von der man über das eindrucksvolle Ehrenmal für die im Behauptungs= und Befreiungskampf des Vaterlandes gefallenen Söhne der Stadt weit über die Berge schaut, sprach Studienrat Dr. Linsmann über den Sinn dieser Studienfahrt. Man sei absichtlich in diesen südlichen Teil der Mark gefahren, so sagte er, wenn auch das märkische Sauerland nicht gerade reich mit großartigen Bauten der Vergangenheit gesegnet erscheine. Trotzdem blicke der karge Boden der schönen Berglandschaft auf eine interessante geschichtliche Entwicklung zurück, und aus dem hier heimischen derben und auf sich selbst angewiesenen Menschenschlag wuchs eine ganze Anzahl Männer, die auch fern der Heimat sich durchsetzten. Nach einer kurzen Schilderung der Geschichte der Grafschaft Mark sprach Dr. Linsmann dann von Schloß Neuhof, das an diesem Nachmittag besichtigt werden sollte, und das die Erinnerung an Theodor von Neuhof wachruft, der als König von Korsika in die Geschichte eingegangen ist. Hier wurzelte die Sippe dieses tollen Abenteurers, der am Hofe und in der Gunst des vierzehnten Ludwig von Frankreich aufwuchs und auch von der Liselotte von der Pfalz solange geschätzt wurde, bis sie erkannte, daß er„ein Schelm und Spieler“ sei. Schulden und ähnliche dumme Geschichten brachten Theodor von Neuhof dazu, den französischen Dienst zu quittieren, er ging nach Bayern und Schweden, um dann wieder in Spanien als Regimentskommandeur aufzutauchen. Dort heiratete er eine uralte Edelfrau, brannte aber sehr bald mit der Kasse und mit den Juwelen der alten Dame durch. Er tauchte dann wieder in Frankreich auf und wurde gut Freund mit John Law of Lauriston, jenem übergenialem Finanzmann, der die französischen Finanzen solange kontrollierte, bis sie in Grund und Boden gewirtschaftet waren. Nach all diesen Dingen fühlte sich Theodor von Neuhof zu größeren Taten berufen. Er ging nach Korsika, den Korsen in ihrem Freiheitskampf beizustehen und wußte auch Mittel für Schiffe und Waffen, hauptsächlich in England, für diesen Zweck locker zu machen. Im Jahre 1736 wurde er auf Korsika zum König gekrönt, aber nur mit einem Lorbeerkranz geziert, weil die Krone zwar fertiggestellt war, aber vom Juwelier, der auf Barzahlung hielt, nicht abgegeben wurde. Theodor gründete in seinem Reich Waffenfabriken, Webereien und Salinen. Er ließ auch Münzen prägen, die seinen Kopf und die Bezeichnung„Rex“ trugen. Die Königsherrlichkeit war nicht von langer Dauer, weil einmal seine Feinde, die Genuesen, keine Ruhe gaben und weil ihm das Geld ausging und seine Untertanen nichts mehr von ihm wissen wollten. Ein Jahr später floh er als Mönch verkleidet, und alle seine Versuche, wieder in sein Königreich zurückzukehren, schlugen fehl. Zwar brachte er noch einmal durch holländische und englische Geldleute die Mittel zur Ausrüstung von zwei Schiffen auf, doch auch dieser letzte Versuch mißlang. In London lebte er dann weiter als König von Korsika, machte Schulden und saß dafür fünf Jahre im Schuldturm, bis man ihn durch die Gnade des englischen Königs daraus entließ. In der Annenkirche zu London wurde Theodor der Erste von Korsika im Jahre 1756 feierlich beerdigt. Ein reicher Tuchhändler richtete ihm das Begräbnis, und der Dichter Walpole schrieb diesem abenteuerlichen Sohn Westfalens die Grabinschrift. Ein echter Barockmensch, mit allen Stärken und Schwächen eines solchen, muß dieser Herr von Neuhof gewesen sein, und ein echter Barockbau ist auch Schloß Neuhof, das dann besichtigt wurde. Unweit von Lüdenscheid liegt es in einem lieblichen Grund, umgeben von der gründurchwucherten Gräfte. Von zwei hübschen Türmchen flankiert ist der Mittelbau, über dem zwei grimmige rote Löwen die Wappenschilder halten, von denen das eine ein Speichenrad, das andere eine schwarze Kette im silbernen Feld zeigt. Schönes altes Gitterwerk und Holzschnitzerei zeugen noch heute davon, daß Baumeister und Handwerker jener Zeit ihre Sache gut zu machen wußten. Im weiteren Verlauf der Fahrt ging es dann in das Gebiet der Versetalsperre, wo allen Teilnehmern die stille Schönheit des märkischen Sauerlandes noch einmal recht bewußt wurde. Alte Kameraden trafen sich. Nach 16 Jahren trafen sich am Sonnabend in Dortmund zum ersten Male eine Anzahl ehemalige Kriegsgefangene wieder, die längere Zeit auf einem Kommando in Südfrankreich zusammen waren. Groß war die Freude der alten Kameraden, von denen die ältesten heute schon 62 und 64 Jahre zählen, sich nach so langer Zeit einmal wiederzusehen. Nach kurzen Begrüßungsworten des Einberufers, Kamerad K., g' dachte Kamerad R. aus Neuwied in einer Ansprache zuerst der verstorbenen Kameraden. In den nachfolgenden Stunden, in denen Erinnerungen aufgefrischt wurden, zeigte es sich wieder, wie Frontsoldaten auch in der Notzeit der Gefangenschaft zusammengehalten haben. Mit ausdauerndem Fleiß musizierte im Pavillon unter der Leitung von Musikmeister Konrad Weitzel das Musikkorps des M.G. Batl. I. Als sich die Dunkelheit über den Park senkte, die Bogenlampen und vielfarbigen Glühbirnen aufflammten, wurde zur Fest= und Königspolonaise angetreten. Auftakt zum späteren Riesenfeuerwerk, das wie im vorigen Jahr neben kreisenden Feuerrädern unter Geknatter und dröhnenden Kanonenschlägen an die Nachbildung fernen Schlachtengrollens erinnerte. Das Fest der Nördlichen Schützen fand seinen würdigen Abschluß durch einige Worte des neuen Königs, die in einem Treueschwur für Führer und Reich ausklangen. Bis in die frühen Morgenstunden hinein und bis zum anschließenden:..„Katerfrühstück“ dauerte die Feststimmung im Rahmen des Königsballs an Aushilfskräfte für die Erntearbeiten Von der Landwirtschaft wird noch eine große Anzahl Arbeitskräfte für die demnächst beginnende Einbringung der Ernte gesucht. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die rechtzeitige Einbringung der Ernte eine staatspolitische Notwendigkeit ist. Schon aus diesem Grunde sollten sich Arbeitslose, ungelernte und gelernte beiderlei Geschlechts für diese Arbeiten zur Verfügung stellen. An jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen von 14 bis 25 Jahren liegt ebenfalls noch ein großer Bedarf vor. Anmeldungen für die Erntearbeiten nimmt das Arbeitsamt Dortmund entgegen. Neuzeitliche Verwaltungsgebäude Einrichtung von Luftschutz- und Gemeinschaftsräumen Vor dem Bezirksverein Dortmund der Deutschen Gesellschaft für Bauwesen verbreitete sich Regierungsbaumeister Dengler über die außen= und innenarchitektonische Gestaltung von Verwaltungsgebäuden unter Berücksichtigung neuzeitlicher Gesichtspunkte. Der Vortragende, der Erbauer des Verwaltungsgebäudes des Dortmund=Hörder Hüttenvereins an der Rheinischen Straße und des neuen, gleichen Zwecken dienenden Gebäudes der Maschinenfabrik Wagner& Co. im Dortmunder Feld, betonte einleitend, daß für die Raumeinteilung immer die Art der Tätigkeit der in diesen Häusern Beschäftigten maßgebend sein müsse, aber auch die Ueberlegung, ob es sich bei dem zu verwirklichenden Projekt um ein reines Bürohaus, also einen Zweckbau handeln, oder ob er auch, und in welchem Umfange, ein Repräsentationsbau werden soll. Trotz aller Repräsentation dürfe aber nicht die eigentliche Zweckbestimmung vergessen werden. Zu berücksichtigen seien neuerdings auch die Erfordernisse des Luftschutzes und außerdem die in dem Begriff„Schönheit der Arbeit“ zusammengefaßten Gesichtspunkte neuzeitlicher Arbeitsraumgestaltung. Ebenso wie sich der Betriebsführer verpflichtet fühlen müsse, seiner Gefolgschaft saubere und gesunde Arbeitsräume zu schaffen, müsse sich die Gefolgschaft auch zur Instandhaltung verpflichtet fühlen. Im weiteren wies Regierungsbaumeister Dengler darauf hin, daß man sich nicht einseitig auf Stahlsklett= oder Betonbauen versteifen, sondern jede Bauweise dort anwenden solle, wo sie am Platze sei. Jedoch könne jedes Projekt in Stahlsklett durchgeführt werden. Die Ausstattung von Büroräumen sei eine Angelegenheit der Entwicklung. Nachdem er sich noch positiv zur Einrichtung von Luftschutz= und anderen Gemeinschaftsräumen geäußert hatte, nahm man Gelegenheit, das gewaltige Verwaltungsgebäude des Dortmund=Hörder Hüttenvereins zu besichtigen und anschließend den Neubau der Maschinenfabrik Wagner& Co., bei dem allen luftschutztechnischen Erfordernissen Rechnung getragen wurde und die Arbeits= und Gemeinschaftsräume unter Berücksichtigung der neuesten Erfahrungen und den Grundsätzen von„Schönheit der Arbeit“ angelegt wurden. Hainkonzerte des städtischen Orchesters. Wie bereits angekündigt, findet heute abend 7.30 Uhr bei günstiger Witterung ein Hainkonzert unter Leitung von Friedrich Enzen statt, ausgeführt vom städtischen Orchester. Der Eintritt ist frei. Städtisches Konservatorium. In der Reihe der Einführungen in volkstümliche Opern gelangt morgen, Mittwoch, 20 Uhr im Vortragssaal Elisabethstraße 2 ein Querschnitt durch Albert Lortzings Oper„Der Waffenschmied" zur Aufführung, und zwar durch die Opernschule des städtischen Konservatoriums unter Leitung von Dr. Max Nicolaus. Der Eintritt ist frei. Aufnahme: Pahmeier Der Dortmunder Ausweisfahrer Ibing, der beim Hohensyburg-Bergrennen in der Klasse der Sportwagen über 2000 ccm Sieger wurde Straßensperrungen Wegen Verlegung eines Straßenkanals wird die Wellinghofer Amtsstraße von der Preinstraße bis zur Einmündung der Uebelgönne vom 7. 7. 1936 ab bis auf weiteres für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Umleitung zur Benninghofer Straße—. Brücher= hof über Prein=, Zillestraße bzw. über Preinstraße—Niederhoferkohlenweg. Ferner wird wegen Ausbesserung von Gleisanlagen die Siegenstraße in Mengede am 10. 7. 1936 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Freihof=, Waltroper, Große Riedbruchstraße und umgekehrt. Urlaubstage, die sich lohnen Wer will noch mit zum Diemelsee? Wenige Tage noch, und die ersten 200 Jungen werden vom Diemelsee zurückkommen, bestimmt nicht enttäuscht und froh darüber, endlich wieder zu Hause zu sein, sondern begeistert von den schönen Tagen, die sie dort zwischen Wasser, Wald und Bergen erleben durften. Diese 200 sollen und dürfen nicht die einzigen Jungen bleiben, die einen derart freien Urlaub hatten. Jeder werktätige Dortmunder Junge soll zehn Tage lang im Hochsauerland Dortmund und seinen Alltag vergessen, soll gesund und braun werden, damit er wieder für ein Jahr Arbeitsfreude und Arbeitslust bekommt. Noch steht deine Anmeldung aus, Junggenossen! Und gerade du wirst erwartet! An folgenden Lagern kannst du noch teilnehmen: vom 1. bis 11. August, vom 11. bis 21. August, vom 21. bis 31. August. Was du dafür zu bezahlen hast? Es ist nicht sehr schlimm; denn für die fünfzehn Mark, die die zehn Tage kosten, hast du die Bahnfahrt, die Unkosten, die so ein Lager macht, und vor allen Dingen für jeden Tag vier gute Mahlzeiten gesichert. Wenn du während deines Ur laubs allein auf Fahrt gehst ooer zu Hause bleibst, brauchst du auch soviel, wahrscheinlich soEntscheidung für den Kumpel Nicht gleich das Gedinge herabsetzen bei Besserung der Abbauverhältnisse! Es hörte sich fast so an, als ob man seitens der Zeche behaupten wollte, daß die im Floz „Fienefrau" im Gedinge arbeitenden Kumpels absichtlich mit ihrer Leistung zurückgehalten, also, wie man im Bergbau sagt,„passive Resistenz“, geübt hätten. Für einen Wagen Kohle hatten sie 75 Pfennig erhalten und dabei pro Schicht einen Lohn verdient, der um fünf Pfennig über dem Hauerdurchschnittslohn lag. Als die Strebe etwas mächtiger wurde, wollte die Zeche pro Wagen nur noch 0,68 Mark geben, bewilligte aber, als sie auf den entschiedenen Widerstand der Kumpels stieß, schließlich 0,72 Mark pro Wagen. Auch hiermit war die Kameradschaft nicht zufrieden, zumal sich die Mächtigkeit der Strebe nach kurzer Besserung mehr und mehr verringerte und dazu die Gebirgsverhältnisse zusehends schlechter wurden. Die Gedingeverhandlungen scheiterten und die Zeche zahlte dem Kläger, der einen Leistungslohn von nur 6,31 Mark erreicht hatte, den Hauermindestlohn von 6,71 Mark. Der Bergmann vertrat die Ansicht, daß die Zeche das Nichtzustandekommen eines Gedingesatzes, bei dem ein angemessener Lohn zu erzielen gewesen wäre, verschuldet habe dadurch, daß sie einen viel zu niedrigen Satz anbot. Gestützt auf die Tarifordnung für das rheinisch=westfälische Steinkohlenrevier, verlanate er darum den Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Hauermindestlohn und dem Hauerdurchschnittslohn, wogegen seitens der Zeche eingewendet wurde, daß man der nach der zunehmenden Mächtigkeit der Strebe eingetretenen Verschmälerung durch Erhöhung des zunächst vorgeschlagenen Gedingesatzes vollends Rechnung getragen habe und somit von einem schuldhaften Anbieten eines zu niedrigen Gedinges keine Rede sein könne. Das Gegenteil stellte das Arbeitsgericht in einer umfangreichen Beweisaufnahme fest. Sie endete mit der Verurteilung der Zeche zur Zahlung des verlang ten Unterschiedsbetrages. Es hieß zur Begründung des Urteils, daß die Beklagte auf Grund ihrer Betriebserfahrungen hätte erkennen müssen, daß bei dem angebotenen Gedinge von 0,68 Mark bzw. 0,72 Mark ein angemessener Lohn nicht zu erzielen war, zumal bei erhöhter Mächtigkeit der Strebe bei einem Gedingesatz von 0,75 Mark je Wagen Kohle nur 5 Pfg. je Schicht über den Hauerdurchschnittslohn verdient worden sei. Ausdrücklich wurde festgestellt, daß die Tatsache, daß die Zeche die von der Gedingekameradschaft zur Kontrolle ihrer Arbeit erbetene Aufsicht ablehnte, für die Bergleute spreche. Dazu wurde darauf hingewiesen, daß es nicht dem Wesen der nationalsozialistischen Betriebsgemeinschaft entspreche, wenn bei sich anzeigender Besserung der Abbauverhältnisse im Flöz sogleich das Gedinge herabgesetzt wird. Es sei vielmehr von der Zeche nach Treu und Glauben zu verlangen gewesen, daß sie erst einmal die Entwicklung der Abbauverhältnisse abwartete.— Der grundsätzlichen Bedeutung wegen ließ das Arbeitsgericht die Berufung beim Landesarbeitsgericht zu. 1 gar noch mehr. Rechne dir einmal aus, wieviel deine Mutter täglich für dich für Essen und Trinken ausgibt! Das alles kommt doch während der zehn Tage in Fortfall. Also nun warte nicht mehr lange! Melde dich sofort, spätestens bis zum 20. Juli, bei der HJ=Standortführung Groß=Dortmund, Karlstraße 9, oder bei der Kreishandwerkerschaft, der Industrie= und Handelskammer oder der Berufsschule an. Sommerfest der Sochschule für Lehrerbildung „Walpurgisnacht“ im Schwerter Wald Unter dem Stichwort„Walpurgisnacht“ feierte die Hochschule für Lehrerbildung gleichsam als Ausklang eines arbeitsreichen Semesters ihr Sommerfest, zu dem sich eine heiter gestimmte und angesichts der vielversprechenden Ueberschrift erwartungsfrohe Anhängerschaft eingefunden hatte. Die geschicktesten und begabtesten unter den Malern und Zeichnern der Studentenschaft hatten sich schon geraume Zeit vor dem Fest aufgemacht und waren dem aale des„Freischütz“ mit Pinsel und Farbe zu Leibe gerückt, um ihm ein dem Geschehen würdiges Gesicht zu verschaffen. Was da nun den erstaunten Besucher von den bemalten Wänden herunter begrüßte, war in der Tat dazu angetan, wirkungs= und stimmungsvoller Rahmen des festlichen Tuns einer heiteren Gesellschaft zu sein. Gleichzeitig war diese treffliche, geschmackvolle Ausgestaltung wieder eine unaufdringliche Bestätigung der künstlerischen Leistungsfähigkeit der Studentenschaft. Den gleichen Eindruck brachte auch die maßvoll gehaltene Reihe der Darbietungen, die in ihrer ungezwungenen Folge begeisterte Zustimmung der Gäste fand. Zu Beginn begrüßte der Studentenschaftsführer Sauter alle Mitarbeiter und Freunde der Hochschule. Dann begann reges Leben auf der Bühne und, umrahmt vom Spiel des kleinen Hausorchesters, zeigten die„Kanonen“ ihr Können und bereiteten mit ihren erlesenen Zutaten die Hochstimmung einer Walpurgisnacht vor, die dann auch tatsächlich im geselligen Teil des wohlgelungenen Festes herrschte, die allen Erschienenen recht frohe Stunden bescherte Zwei Fahrräder sichergestellt darunter ein neues Herrenrad! Von der Polizei wurden zwei Herrenräder sichergestellt, die vermutlich aus strafbaren Handlungen herrühren. Es handelt sich um ein Tourenrad der Marke„Diamant“ mit der Nummer 923.078, welches fast neu ist und am 7. Juni 1936 gegen 20 Uhr in der Bodelschwingher Straße an der Stadtgrenze Dortmund=Castrop=Rauxel an einer Straßenböschung herrenlos gefunden wurde, und um ein Herrenfahrrad der Marke„Miele“ mit der Nummer 128 717. Dieses Rad wurde am 2. Juli 1936 in der Uhlandstraße herrenlos aufgefunden. Die rechtmäßigen Eigentümer werden gebeten, ihre Ansprüche beim 4. Kriminalkommissariat im Polizeipräsidium Dortmund. Zimmer 94, während der Vormittagsstunden von 8 bis 10 Uhr geltend zu machen. K Dortmunder Turner warben Ausgezeichnete Leistungen erfreuten die Juschauer Für das deutsche Turnen und den Sport werbend, trat der Turnverein„Eintracht“ am gestrigen Sonntag mit einem großen Schauturnen vor die Oeffentlichkeit. Ein Werbemarsch durch die Stadt zu den neu errichteten Tennisplätzen am Ardeyblick, die anschließend eingeweiht wurden, leitete die Aktion ein. Bei prächtigstem Wetter vollzog sich am Nachmittag bei schmetternder Musik einer SA=Kapelle der Einmarsch der Turner und Turnerinnen sämtlicher Abteilungen des Vereins unter dem Beifall einer nach Tausenden zählenden Volksmenge. Die reichhaltige Programmfolge begann mit turnerischen Spielen der Kleinsten des Vereins, die durch fleißiges Eibockschießen, Kopfstehen und ähnliche Kurzweil erfreuten. Auf der Laufbahn zeigten sodann Jungen im Alter von 6 bis 14 Jahren ihr Können, wobei man feststellen konnte, daß mancher der kleinen Kerls es bei genügendem Training gewiß einmal zu einem guten Läufer bringen wird. Netten Volkstänzen gleichaltriger Mädchen folgten einige Ausführungen des Vereinsführers Parteigenossen Rühenbeck, in denen er darauf hinwies, daß einer der Grundgedanken des nationalsozialistischen Staates die Pflege und Gesunderhaltung des Körpers sei, ein Ziel, daß nur durch Leibesübungen erreicht werden könne. Jeder Deutsche sei darum verpflichtet, Leibesübungen zu be treiben. Es setzte sodann Turnen sämtlicher Riegen des Vereins ein. Hier sah man die alten Herren unter Leitung des Altmeisters Regener Freiübungen machen, dort wurde am Barren geturnt und noch woanders zeigten Turner ihr Können an hängenden und schwingenden Ringen. In sämtlichen Riegen wurden gute Leistungen vollbracht und frischer und froher Turnergeist gezeigt. Die Freiübungen der Jugend= und Männerabteilungen, die nun folgten, bewiesen, daß es nicht notwendig ist, turnerisch vorgebildet zu sein, um Leibesübungen zu treiben. Wieder sah man Volks tänze, diesmal von Angehörigen der Volkstanzgruppe und von Turnerinnen vollendet vorgeführt. Ein wundervolles Bild bot das Keulenschwingen der Turnerinnen. Die 48100= Meter=Staffel des Vereins wurde in guter Zeit gelaufen. Kurzspiele der Fuß= und Handballer sowie der Hockeyspieler beschlossen den sportlichen Teil der Veranstaltung. Hernach fand man sich noch zu einem Kameradschaftsabend zusammen, der den allerbesten Verlauf nahm. Holländische Sänger in Aplerbeck Gastliche Aufnahme und fröhliche Gemeinschaftsstunden Wer einmal das Glück hatte, durch fremde Länder zu wandern, der weiß, was es heißt, dort ein gastliches Haus zu finden. Die Deutschen haben immer Gastfreundschaft geübt, und daß sie es heute noch können, davon werden die holländischen Sänger aus Engelo erzählen, die Samstag und Sonntag in Aplerbeck weilten. Viele Aplerbecker und vor allem Sangesbrüder bereiteten ihnen einen festlichen Empfang. Musikdirektor Wilhelm Kötter mit seinem Gemiscen Chor begrüßte sie mit einigen Liedern. Der tiefgründende Chor „Waldandacht“ übte auf sie großen Eindruck. Als dann aber deutsche Volkslieder erklangen, ein Jubilieren begann und das freie offene Wesen des Deutschen sich den Fremden offenbarte, da schien es, als breite sich das weite deutsche Heimatland vor den Zuhörern auf. Vereinsführer Freytag von der Sängervereinigung hieß die Gäste herzlich willkommen im neuen Deutschland. Er rief ihnen zu, Freundschaft zu üben und Deutschland kennen und achten zu lernen. Der Leiter der Holländer dankte für den überaus herzlichen Empfang, bekundete aber deutlich, daß sie in Holland als dem nächsten Nachbarstaat, das große Geschehen in Deutschland miterlebt, Achtung vor dem Führer hätten und das deutsche Volk zu einem solchen Staatsmann beglückwünschten. Dann gaben sie einige Proben ihres Könnens und brachten zwei religiöse Chöre zum Vortrag, denen die Anerkennung der Deutschen nicht versagt wurde. Trotzdem die Ankunft der Holländer dem Gemischten Chor und dem Männer=Gesangverein Cäcilia erst spät bekannt wurde, hat an erster Stelle Musidirektor Kötter alles aufgeboten, den Gästen einen inhaltreichen Abend zu bieten. Diese wünschten noch einmal den Frauenchor zu hören, der dann das herrliche Lied:„Früh morgens, eh' die Hähne kräh'n“ sang. Nicht zuletzt war es der MGV. Cäcilia, der trotz Fehlens des Dirigenten mit dem Deutschen Volksgebet den ausländischen Sangesfreunden dieses deutsche Bekenntnis mit voller Hingabe darbrachte. Der Abend nahm aber seinen Höhepunkt, als die Menge stehend zuerst die holländische Nationalhymne und dann das Lied der Deutschen und Horst=Wessel=Lied sang. Die holländischen Gäste fielen voll Begeisterung ein:„Deutschland, Deutschland über allen.. Jetzt wurde aber nicht abgebrochen und Feierabend gemacht, nein, jetzt begann erst wirkliches Leben, wahres deutsches Volksleben, das die Holländer in der Dorfgemeinschaft von Aplerbeck miterlebten. Spiele und Tänze führten die einzelnen näher, trugen zum gegenseitigen Verstehen bei und machten den Gästen diese Stunden unvergeßlich. Als sie am nächsten Tage weiter nach Altena fuhren, vergaßen sie nicht, die Aplerbecker nach Holland einzuladen. Büroverlegungen der Dortmunder Kriminalpolizei Bei der Dortmunder Kriminalpolizei sind mit dem 1. Juli 1936 verschiedene Büroverlegungen vorgenommen worden. Die bisherige Dienststelle Hohe Straße 78(altes Waisenhaus) ist vollständig von der Kriminalpolizei geräumt. Es wurden verlegt: Das 2. Kriminalkommissariat— Bearbeitung von Einbruchsdiebstählen— vom Dienstgebäude Steinstraße 43 zum Polizeipräsidium, das 8. Kriminalkommissariat— Bearbeitung von einfachen Diebstählen, Vieh=, Taschen= und Ladendiebstählen— vom Dienstgebäude Steinstraße 48 zum Polizeipräsidium, das 6. und 7. Kriminalkommissariat— Bearbeitung von Betrug, Unterschlagung und Urkundenfälschung— vom bisherigen Dienstgebäude Hohe Straße 78 (altes Waisenhaus) zum Polizeidienstgebäude Steinstraße 48, das 11. Kriminalkommissariat — Fahndungspolizei— vom bisherigen Dienstgebäude Hohe Straße 78(altes Waisenhaus) zum Polizeipräsidium. Die Betrugsberatungsstelle befindet sich nunmehr ebenfalls wieder im Polizeidienstgebäude Steinstraße, Zimmer 49, woselbst das Publikum während der Vormittagsstunden in Zweifelsfällen kostenlos beraten wird. Die Einbruchsberatungsstelle ist im Polizeipräsidium verblieben. Sctall 35r düch. Feierabendfahrten In die Dürener Schweiz, bei Stockum gelegen, geht die heutige Feierabendfahrt. preis 70 Pfennig, Abfahrt 19.30 Uhr vom Stadttheater. Hohensyburg ist das Ziel der MittwochFeierabendfahrt. Die Teilnehmer der ersten „KdF.“=Feierabendfahrt laden recht herzlich zum mitmachen ein. Fahrpreis 1 Mark, Abfahrt 19.30 Uhr vom Stadttheater. Die Teilnehmerkarten müssen jeweils im Laufe des Nachmittags auf dem Kreisamt abgeholt werden. Mittwoch=Nachmittags=Kaffeefahrt Diesmal geht es ins Sauerland, nach Bad Henthausen bei Hohenlimburg. Fahrpreis 1,50 Mark. Abfahrt 15 Uhr vom Stadttheater. Urlauberfahrt Nr. 34 Wie das Kreisamt„Kraft durch Freude“ mitteilt, können für die Urlauberfahrt nach Oberammeraau in der Zeit vom 10. bis 27. Juli, da wegen Krankheit Rücktritte erfolgt sind, noch einige Anmeldungen angenommen werden. Preis 60,80 Mark. Am 12. Juli:„KdF.“=Blaufahrt Wer will noch mit? Ein herrliches Ziel im.. lockt. In stundenlanger Fahrt wird ein Sonder zug die Teilnehmer hinausbringen in eine der schönsten Landschaften unseres Westfalenlandes. Der Fahrpreis beträgt 1,90 Mark. Anmeldungen müssen sofort erfolgen. Verkehrsunfälle Am 5. Juli 1936, gegen 7.45 Uhr, stießen an der Ecke Köln=, Berliner Straße — Ruhrschnellweg, ein Personenkraftwagen und ein Motorrad zusammen. Der auf dem Soziussitz mitfahrende Emil D. aus Gelsenkirchen trug einen schweren doppelten Schädelbruch davon und wurde dem Josefshospital in Dortmund=Hörde zugeführt. Der enker des Kraftrades, ein Walter P. aus Gelsenkirchen, erlitt leichte Schnittwunden. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Die Schuldfrage konnte nicht sofort einwandfrei geklärt werden. Ein Werner M. aus der Krautstraße beuhr am 5. Juli 1936 gegen 19.50 Uhr mit einem Kraftrad die Kaiserstraße in westicher Richtung. In Höhe des Hauses Nr. 212 wurde ein Wilhelm W. aus der Kochstraße angefahren und am Kopfe schwer verletzt. Mit einem Krankenwagen wurde er den städtischen krankenanstalten zugeführt. Auch in diesem Falle konnte die Schuldfrage nicht sofort gelärt werden. 930 Wettkämpfe im Aplerbecker Waldstadion Das Sportgelände erhält den Namen Jahnplatz Aufnahme: Dünhof Als Sonntag morgen 600 Turner und Turnerinnen aus dem Kreise Dortmund und der Umgebung auf dem Waldstadion in Apler beck zum Wettkampf antraten, schien zwar nich die Sonne, doch das Wetter war für den Sport wie geschaffen. Bevor die Kämpfe begannen, hielten die Turner eine kurze Andacht. Turnlehrer Olheide begrüßte die jungen Wettkämpfer und Kreisdietwart Arndt sprach über die geschlossene Einigkeit innerhalb des deutschen Sportlebens, nachdem alle Sportler im Reichsbund für Leibesübungen zusammengefaßt sind. Die Stille des Waldes wurde dann von dem gemeinsamen Gesang„Der Gott, der Eisen wachsen ließ" durchbrochen. Frisch und mutig reihten sich dann Wettkämpfe an Wettkämpfe. Die Leistungen, die geboten wurden, waren durchweg überraschend gut. Man hatte gar nicht so viele Sieger erwartet wie zum Schluß verkündet werden mußten. Dies hatte jedoch zum Teil auch seinen Grund darin, daß trotz der vielen Veranstaltungen in Dortmund noch 180 Nachmeldungen eingingen. Mittags wurde eine Pause gemacht, in der sich die Sportfreunde erst einmal stärkten und vor den aufgeschlagenen Zelten eine kleine Rast machten. In den frühen Nachmittagsstunden füllte sich das Waldstadion mit vielen hundert Zuschauern, die den Festnachmittag der DortSchützenfest in Wellinghofen Nach 33 Jahren wieder Königsschießen Von Wellinghofen erzählt man in weiter Umgebung, daß hier die Schützenfeste mit besonders großer Teilnahme begangen werden. Es war daher gar kein Wunder, daß das große Festzelt der Wellinghofer Schützen auf der Middelmannschen Wiese die Teilnehmer aus nah und fern gar nicht assen konnte. Wohl hatten die vorjährigen Veranstaltungen der Wellinghofer Schützen viel Anklang gefunden, doch nach 83 Jahren wieder Königsschießen zu veranstalten, war ein ganz beonderes Ereignis. Als Samstag morgen auf dem Franz=Bauer=Schießstand das Königsschießen begann, war keiner, der sich ausschloß. Gegen 14 Uhr konnte dann Metzgermeister Runge den glücklichen Schuß abgeben. In humoristischer Art meinte er, seine Frau sei bisher mit ihm durch dick und dünn gegangen, dann solle sie auch mit ihm Schützenkönigin sein. Vor dem Festzelt nahm Vereinsführer Diedrich mit großer Feierlichkeit die Krönung vor. Der alte König Emil II. trat an seinem Nachfolger das Zepter ab. Schützenbruder Diedrich dankte ihm für die Treue, die er den Wellinghofer Schützen in den 38 Jahren gehalten habe. Der Sonntag wurde zu einem ereignisreichen Tag. Mehr als zehn Brudervereine aus der Umgebung weilten bei dem festgebenden Verein zu Nachmittags stauten sich die Straßen vor Menschen, die zu Hunderten den Festzug erwarteten. Herolde kündeten von ferne das Nahen des Zuges. Wie man es auf einem Bauerndorf erwarten konnte, sah man vor allem sehr viele Reiter, die an frühere Zeiten erinnerten. Dann folgten in einem schier unendlichen Zug das Königspaar und die Schützen. Alte Fahnen aus vergangenen Jahrhunderten, verwettert und verweht, wurden im Zuge mitgeführt. Mehrere Kapellen spielten zum Marsch. Ueberall wurden die Schützen jubelnd empfangen. Straßen und Häuser hatten festlichen Schmuck angelegt und weite Girlanden boten den Schützen ein Willkommen. entwickelte sich dann fröhliches Schützenleben. Es wurden Vorträge gehalten, gesungen und getanzt. Am Montagnachmittag aber feierten die Kinder Schützenfest. Viele hundert wurden festlich bewirtet, allerlei Unterhaltung geboten und ein Festzug durch die Straßen des Vorortes gemacht. Kirmestrubel war überall auf der Festwiese und jung und alt nahmen an dem fröhlichen Verlauf des Festes regen Anteil. munder Jugend miterleben wollten. Zuerst traten die besten Geräteturner des Kreises auf, die in allem viel Abwechslung boten. Ihre Leistungen waren so hervorragend, daß sie an Akrobatik grenzten. Flaggentänze der Turnerinnen zeigten ein buntes aber wirkungsvolles Bild. Ihnen wurde große Anerkennung zuteil. Dann zeigten die Turner Ballspiele, denen ebenfalls viel Beifall gezollt wurde. Zum Höhepunkt wurden die Volkstänze. Erwartungsvoll sah man der Siegerverkündigung entgegen. Noch einmal versammelten sich die Sportler auf dem großen Platz, stellten sich in Reih und Glied auf, um nun das Ergebnis des heißumstrittenen Tages zu hören. Turnlehrer Olheide wußte hier die Sportfreunde anzuspornen, daß sie nach den erfolgreichen Kämpfen weiter arbeiten sollten, den Körper zu stählen und im nächsten Jahre das Ergebnis auf dem Dortmunder Waldfest noch höher zu bringen. Den Siegern übergab er den wohlverdienten Lorbeerkranz. Kreisdietwart Arndt wandte sich dann noch einmal an die Turner, rief ihnen ein Wort des Turnvaters Jahn zu und zeichnete das Leben dieses Vorkämpfers des deutschen Sportes. Nicht für sich habe er alles getan, sondern nur für Deutschland. Wie er für sein Vaterland kämpfte, so wollen wir heute kämpfen. Ihn zu ehren und zu bekunden, daß wir ebenso deutschbewußt wie er unsere Pflicht erfüllen werden, wollen wir diesen Platz von heute an Jahnplatz nennen. Die Sieger setzten dann ihren Lorbeerkranz auf und ein Bekenntnis zu Volk und Vaterland ließ den ereignisreichen Tag ausklingen. Freilamgl: Siegex; Männer, KI. II, Jahrg. 1903 bis " Strem##r Elnge(Victoria 08, Doxtmund) 58 Plt.; 2. Strangböner(Jahn Brechten) 54 Pkt.; 3. Westermann(Gut,Hell, Aplerbeck) 51 Pkt.— Dreikampf: Männer, Klasse III. Jahrgang 1896 und früher: 1. Anton.ng(B/L. Ver. Stahlw. Dortm.) 52 Pkt.; 2 Jakob Kautb.(Hörder Ver.) 50 Pkt.: 2. Wilhelm Becker Mengede) 50 Pkt.: 3. Paul Höhme(Jahn aa Pignse 33 Prt.: 3. Jov. Schmidt,(VfL. Dortmund) Säniian Jugendklasse I. Jahrgang 1920—1921: hite. Schroer(Arminius Marten) 60 Pkt.: 2. Paul dens or-Punsie. „„Vlerkampf: Männer, Klasse Ia, Jahrgang 1917 bis 904: 1. Karl Trementsberger(VfL. Dortmund) 79 Pkt.: Beil.: 2. W. Mänstermann " Im.„ Treitampf der Frauen siegten in der 1. Klasse: 1. Helma Wessel(T9. Jahn Menden); 2. Wilbelmine Krummel(Edelstabl Dortmund); 3. Hildegard Plaumann(Eintracht Dortmund). Piocgate Vian Im Dreikampf der Frauen siegten in der 2. Klasse: Porschke(Gut Heil Aplerbeck): Maria Speckmeier(Tus Ickern): Klare Nagel(Turnverein Frauen, Klasse III, Jahraana 1921 922: 1. Hilde Altmann(A?V. Dorstfeld): Rathenom(22 3, Dorstfeld): 2. Martva Spberg(XC. Brackel; 3. Elli Brinkmann(TH. Hörde 1861): 3. Jlle Veischaechs. 00 Abl); 3. Ernia Schneider(Gut Lel Marionetten, Liebhaber und Wandertruppen Dortmunds Theater im 18. Jahrhundert bis zu den Befreiungskriegen III. Die Stadt Dortmund mußte im 18. Jahrhundert bekennen, daß sie durch das heroische Aufwachsen der deutschen Kultur im ganzen Reich nicht etwa örtlich, sondern kulturell weit von Hamburg oder gar Leipzig entfernt war. Der Gegensatz zu diesen Städten wächst sich ins Katastrophale aus. Große Schulden lasten auf der Stadt und ersticken jeden Keim, der sich nur regen mochte. An auch nur eine Spur von etwa Lessings„Hamburgische Dramaturgie“ zur selben Zeit ist gar nicht mai zu denken. Während in Münster Joh. Gottl. Förster 1723 „eigens erfundene Haupt= und Staatsaktionen“ gibt, wird in Dortmund einem Schwerttänzer das Auftreten verboten. Wenige Tage später werden, dem orthodoxen Zuge folgend, alle Fastnachtsspiele bei 50 Goldgulden Strafe verboten. 1725 darf kein Mensch Osterfeuer anzünden. Die Studenten des Gymnasiums dürfen bei den Deklamationen keine Musik machen, auch sollen alle„Söffereien und Schmäuse" unterbleiben. 1742 macht Dortmund eine schwere Zahlungskrise durch, die erst 1749 durch Beurhausens Eingreifen behoben wird. Vom Theater spricht man nur aus der Erinnerung an die große Vergangenheit. Und wenn in Westfalen auch seit 1760 wieder Wandertruppen auftreten, so drücken in Dortmund von 1760 bis 1763 Einquartierungen französischer Truppen. Was wir in Dortmund höchstens vermuten dürfen, ist das Dasein eines Liebhabertheaters, das da in geschlossenen Kreisen seinen schöngeistigen Gepflogenheiten nachging. Oeffentlich begegnen wir nur dem gern gesehenen und öfter empfangenen Marionettenspiel. Wo wir ihm aber begegnen, da lautet die Notiz ebenso bezeichnend:„Dem Marionetten Spieler wird auferlegt in dieser Woche Schluß zu machen“. Und wenn wir vom 1. Juni 1792 erfahren,„In diesen Tagen war ein Seiltänzer hier“, dann war das wieder ein Mann,„der viel Geld für seine unnützen Künste aus der Stadt schleppte“. Und trotz der Zeit der französischen Emigranten und stark um sich greifenden Epidemien fügt es sich, daß Beurhaus schreibt:„Kurz darauf ein Puppenspieler“. In der ganzen Zeit also, wo die Reichsfreiheit Dortmunds geschwächt und bald verloren geht, da ist das Marionettenspiel die einzige Theaterbildung von öfefntlichem Interesse neben dem stillen Bestehen einiger Liebhabertheater. Um 1800 galten zwar auf Grund der letzten 100 Jahre Münster, Minden, Hagen, Iserlohn, und Schwelm als die„Hauptstützpunkte dieses ersten westfälischen Theaters". Dortmund meldete aber bald auch seinen Anspruch an.„Die bisherige Stephanische Schauspielergesellschaft hat sich in soweit aufgelöst, daß Herr Stephanie abgegangen und dagegen die Herren Ullmann und Kellner die Direktion übernommen haben.“ Und diese spielen nun in Dortmund. Sie gehören zu den besten Truppen ihrer Zeit, geben viermal in der Woche Vorstellungen(Sonntag, Montag, Donnerstag und Freitag), halten sich den Dezember über und eröffnen auch das neue Jahr 1801 in Dortmund. Ein vielversprechender Auftakt zunächst! Das Publikum nahm Geschmack, konnte sich aus eigener Erfahrung ein Bild über das Theater machen, stellt aber nun leider, anstatt neue Truppen auszunehmen, jahrelang Erör terungen über die Vor= und Nachteile des Theaters an. Und wenn dann 1803 das„mechanische und optische Kunstkabinett des Mechanikers Enslen“ im Saale des Gildenhauses aufgeschlagen wird, da kommen die Dortmunder in solchen Scharen, daß die Aufführungszeit verlängert werden muß. Dieses Theater bestand„aus lebend=scheinenden künstlich beweglichen und musikalischen Figuren, nebst neuen optischen Experimenten“ „womit jeden Abend um 6 Uhr eine Vorstellung gegeben werden soll und wobei Kinder des Herrn Schirmer eine theatralische Vorstellung sowohl Oper als auch Lustspiel aufführen werden". Wir erleben einen großen Zustrom der Dortmunder; ein„richtiges" Theater kommt aber nicht in die Stadt. Aus einem zufällig, wir können sagen, bis jetzt ältesten uns erhaltenen Theaterzettel sind wir erst für die Zeit um 1807 über Dortmunds Theaterleben orientiert. Für dieses „Nationaltheater des ersten Gouvernements“ zeichnete Thomala verantwortlich.„Mit hoher Obrigkeitlicher Bewilligung" wurde„Sonntag den 6. September 1807 in Dortmund aufgeführt„Die beiden Antons“, komische Oper in 3 Akten von Schack".„Billets sind in meinem Logis beim Herrn Polizeikommissar Giesenkirchen auf dem Westenhellweg und an der Casse zu haben". „Kinder werden nicht ohne Bezahlung hinzugelassen".„Das Theater bittet man sowohl bei den Proben als bei der Vorstellung zu verschonen“.„Der Schauplatz ist im Gildenhause", Der Anfang ist präcise um 6 Uhr. Und dann hat Thomala mit seiner Truppe von September bis Mitte Oktober in Dortmund gespielt. Er gab vorwiegend Lust spiele, aber auch starke Stücke wie Ifflands „Jäger. Wenn auch die klassischen Werke fehlten, so bleiben Dittersdorf und Mozart („Zauberflöte") neben Zschockes„Abälino“, „Kreuzfahrern“ und Schickaneders Opern Stücke, die der Truppe alle Ehre machen. Zu diesen gelegentlichen Besuchen aus wärtiger Truppen besaß Dortmund ein standiges Liebhabertheater, das auch öffentlich auftrat, wie uns aus einer Danksage von Broelmann bestätigt wird, daß dieses Theater eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten des in Brechten verkrüppelten Heinrich Boß in Szene setzte und die Einnahme ablieferte. Welch großen Ruf diese Vereinigung besaß, können wir ermessen aus einer Nachricht von dem damals berühmten Iserlohn:„Man hat hier ja sogar schon von einen Dilettantentheater gesprochen, wie zu unserer Aufmunterung unter andern in Dortmund ein sehr gutes besteht.“ Dortmund wird also hier jetzt schon wieder zum Vorbild genommen. Das letzte große Theaterereignis vor den Kriegsjahren war im Sommer 1809 der Besuch von Marianne Böhme: neben vielen Schauspielen bringt sie vorwiegend komische Opern und Singspiele mit. Sie eröffnete ihr Sommertheater am Donnerstag den 6. Juni mit Kotzebues„Die beiden Klingsberg“ und spielte fünf bis sechs Mal in der Woche von Anfang Juni bis Ende August. Ueber ihr Repertoire sind wir gut unterrichtet. Besonders beliebt ist Kauers„Das Donauweibchen" und Dittersdorfs Stücke. Und dann kam wieder eine Zeit, wo Mars die Musen verscheuchte. In Münster konnte man zwar zur„nzosenzeit sagen:„Der König von Westfalen verlieh Moritz das Privilegium für die Städte Münster, Osnabrück, PaderTsnden, Habesheim, Göttingen und Halberstadt“, es stand auch wohl die Klassik auf dem Repertoire; doch dauerte diese Herrnu zwei Jahre. Dann schlossen sich auch dort die Tore am 31. Mai 1808, und erst mit Pichler wurde 1813 nach der französischen Niederlage ein trübes Kapitel westfälischer Theatergeschichte abgeschlossen. Auch in Dortmund griff der Krieg brutal in das Kulturleben der Stadt ein. Stelle die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts in Tortmund noch eine vom Handwerkertum bestimmte in sich geschlossene Volkskultur dar, so entfremdete sich das Theater mehr und mehr vom eigentlichen Volke mit der Uebernahme durch die Humanisten, die nicht nur durch die fremden Bildungselemente der Weltanschauung, sondern auch der Sprache erst mit dem Donner des Dreißigjährigen Krieges in bleibender Konkurrenz mit den Handwerksgesellen erstickt wurden. Studenten waren es, die nun nach dem Kriege aus der Not der Zeit heraus das politische Stück pflegten, und die dann von den ersten Berufsschauspielern der vagierenden Truppen langsam abgelöst werden konnten und durch Marionettenspieler, Artisten, Spaßmacher,„optische Kabinetts", Liebhabertheater usw. ihren volkstümlichen Charakter wahrten, bis behördlich genehmigte Gesellschaften im 19. Jahrhundert Dortmund mit Theater versorgten. Dr. M. Verantwortlich für Groß-Dortmund und Umgebung: H. Vlefhaus in Dortmund. A Die Unnaer Stadträte tagten Weiteres Siedlungsgelände bereitgestellt Unna. Im Sitzungssaale des Rathauses kamen unter dem Vorsitz des Beigeordneten Parteigenossen Großebüter die Stadträte der Stadt Unna zu einer Tagung zusammen. U. a. hatten sie sich mit der Wiedereinrichtung einer vierten planmäßigen Stelle einer technischen Lehrerin zu beschäftigen, und zwar handelt es sich hier um eine Stelle in der evangelischen Schule in Königsborn, die früher planmäßig bestanden hat, dann aber vor einigen Jahren aufgehoben wurde. Auf Anordnung der Regierung wurde nun die Stelle av 1. Oktober 1936 wieder planmäßig eingerichtet. Bis jetzt haben sich vier Schulamtsbewerberinnen die Abhaltung der Stunden geteilt. Erwähnenswert ist weiter, daß die Stadträte Stellung zu nehmen hatten zu einer Eingabe des Stahlwerks Westig zwecks Ueberlassung eines 15000 am großen Geländes an der Sedan= und Düppelstraße für die Errichtung einer Heimstättensiedlung für Gefolgschaftsmitglieder des genannten Werkes. Selbstverständlich wurde dieser Eingabe stattgegeben. Unna.(Die Unfälle des Sonntags.) Bei der am Sonntagmorgen stattfindenden Zuverlässigkeitsfahrt der Radfahrer tat der Rennfahrer Fr. Br. aus Bösperde auf der oberen Kaiserstraße in Unna=Königsborn einen bösen Sturz. Er war mit dem Vorderrad in die Straßenbahnschiene geraten und dadurch zu Fall gekommen. Eine böse Knieverletzung, die er sich zuzog, machte seine Ueberführung ins katholische Krankenhaus erforderlich.— Ein zweiter Unfall ereignete sich mittags gegen 14 Uhr an der Ecke Markt—Hertingerstraße. Ein aus der Hertingerstraße kommender Motorradfahrer stieß mit einem aus der Göringstraße kommenden Lastwagen zusammen. Der Motorradfahrer und auch sein Soziusfahrer wurden auf die Straße geschleudert. Während der erste mit nur leichten Verletzungen (Hautabschürfungen) davon kam, mußte sein Mitfahrer, ein älterer Mann, der einen Unterschenkelbruch und Kopfverletzungen erlitten hatte, ins Krankenhaus transportiert werden. Das Rad wurde schwer beschädigt. Massen-Kaiserau.(Verkehrspolizeiliche Anordnung.) Wegen Ausführung von Bauarbeiten wird die Kreisstraße Kaiserau=Massen von Klm. 0,7 bis 4,2 und die Kreisstraße Wasserkurl=Afferde von Klm. 0,0 bis 2,0 für die Zeit vom 6. bis 25. Juli 1936 für den gesamten Fahrverkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Methler— Hilsingmühle — Kamen— Südkamen und umgekehrt. Sperr= und Umleitungsschilder sind aufgestellt. bott zur Uhr, dem Nächsten zur Wehr Trefsen der Feuerwehren des Amtes Unna-Kamen 7. Jubelfeier des Obermassener Löschjuges * Ein Vierteljahrhundert ist einge #. I seit. Massen. angen in die tiefe Vergangenheit seit dem ag, an dem der Löschzug II Obermassen der Freiwilligen Feuerwehr Massen begründet wurde. Dies war nun der Anlaß für den Löschzug, eine kleine Erinnerungsfeier im Saale des Kameraden Hugo Middendorf zu veranstalten, der zunächst eine Flaggenparade am Spritzenhaus voranging. Oberbrandmeister Middelschulte sprach kameradschaftliche Grüße. Der Oberbrandmeister umriß kurz die Geschichte des Löschzuges II und nahm später Gelegenheit, die Kameraden, die 25 Jahre dem Löschzug angehören, für ihre treue Pflichterfüllung zu ehren und ihnen eine anerkennende Auszeichnung zu überreichen. Es waren dies die Kameraden Fritz Hugo, Fritz Ligges, Fritz Siebel, Fritz Dalle=Grave und Wilhelm Hußmann. Als Mitgründer des Löschzuges wurden die Kameraden Heinrich Kleimann sen. und Fritz Middendorf geehrt. Wegen Erreichung der Altersgrenze scheiden jetzt die Kameraden Heinrich Kleimann sen., Fritz Siebel, Fritz Ligges und Bernhard Schuster aus dem aktiven Dienst aus. In Anerkennung ihrer Verdienste erhielten sie ein Diplom. Der Festabend wurde weiter ausgestaltet durch Gesangsvorträge der SängerverLie chaftliche Lieder, alische Darbietuneinigung Massen, gemein humoristische Vorträge, musi gen und Tanz. Verbunden mit der Jubelfeier des Obermassener Löschzuges war die Feuerwehrtagung des Amtes Unna=Kamen. Sonntag mittag kamen zunächst die Abgeordneten der einzelnen Wehren zusammen. Kreiswehrführer Dr. Bartels(Hemmerde) sprach einleitende Begrüßungsworte und dankte den Behörden für die inzwischen gut vorangeschrittene Ausrüstung der Wehren mit Geräten, Uniformen usw. Vor allem sei es zu begrüßen, daß die Anschaffung von Motorspritzen in weitestem Maße gefördert worden sei. Diese Arbeit durchzuführen, sei aber auch nur bei einer geordneten Staatsführung möglich. Dr. Bartels übermittelte dann dem Löschzug II Obermassen Freilichtspiele in Kamen Ein veranstaltungsreicher Sonntag seine Glückwünsche und ernannte an Stelle des wegen Erreichung der Altersgrenze ausge schiedenen stellvertredenden Amtswehrführer Vogt(Heeren=Werve) den Kameraden Schulze=Lünern(Stockum). Für den kürzlich verstorbenen Schriftführer des Amtsverbandes Rüter(Hemmerde) wurde Kamerad Quast(Hemmerde) als Nachfolger bestellt. Amtsbürgermeister Lehmhaus führte den Kameraden Schulze=Kemminghausen als kommissarischen Führer des Halbzuges Wasserkurl ein. Dank sagte der Bürgermeister dem bisherigen Führer des Halbzuges, Goß mann, für seine uneigennützige Mitarbeit. Bürgermeister zeichnete anschließend 48 Kameraden des Amtsverbandes für 25jährige Arbeit als Feuerwehrmann aus und überreichte ihnen das Erinnerungszeichen. Auch Dr. Bartels händigte einer Anzahl von Kameraden Auszeichnungen des Provinzial=Feuerwehrverban= des aus. Kreisoberinspektor Warnecke überbrachte die Grüße des Landrats und machte einige Ausführungen über die bis jetzt getätigte Ausrüstung der Wehren, die wirklich als schlag . D Unna.(Tag des deutschen Liedes.] Alljährlich einmal, und zwar am letzten Junisonntag, tritt die deutsche Sängerschaft geschlossen auf den Plan, zur Kundgebung für das deutsche Lied. So traten Sonntag denn auch die Unnaer Sänger zu öffentlichen Konzerten an, die leider vorher nicht bekanntgegeben wurden und so auch wenig Beachtung fanden, was eigentlich zu bedauern ist. Der MGV.„Liederkranz“ und der Quartettverein sangen unter der Stabführung ihres gemeinsamen Dirigenten Hövelmann am Stadtgarten und auf dem Marktplatz einige Lieder, die durchaus gefallen konnten. Der MGV. „Arion“ unter Leitung von J. Hövel machte einen Besuch im evangelischen Krankenhaus und bereitete den Kranken durch seine Lieder eine große Freude. Der MGV.„Liederhain“ hatte seinen Wirkungsbereich in den westlichen Stadtteil gelegt und fand dort dankbare Zuhörer. Unna.(Treffen der ArbeitsdienstMaiden.) Der Arbeitsdank, Bezirk Hagen, veranstaltet am 25. und 26. Juli in der Jugendherberge zu Hohenlimburg ein Bezirkstreffen. Alle die Kameradinnen, die daran teilnehmen wollen, melden sich bis zum 11. Juli bei der Kameradin Mimmi Ostermann, Unna, Lessingstraße. Altenbögge.(Diebstähle.) Gestohlen wurde einem Anwohner der Provinzialstraße kräftig bezeichnet werden können. Des weiteren zea, der Gartenlaube ein Soiatissen, eine stellte er kurz die Aufgaben der Feuerwehr geate und eine Tischbece. Leider entkam der Rettungsschwimmer an die Front! Wer will noch am Schwimmlehrgang teilnehmen Holzwickede. Es wird an dieser Stelle nochmals mitgeteilt, daß das Sportamt der NSGemeinschaft„Kraft durch Freude“ in der Holzwickeder Freibadanlage einen Lehrgang für Nichtschwimmer eingerichtet hat, an dem sich noch Wasserfreunde, die das Schwimmen erlernen wollen, beteiligen können. Die Schwimmunterrichtsstunden sind Dienstags und Freitags abends in der Zeit von 7 bis 8 Uhr. Es werden 10 Schwimmstunden erteilt. Dafür lösen die Teilnehmer je 10 Sportmarken im Werte von zusammen 2.— RM. Daneben ist eine einmalige Gebühr von 30 Pfg. zu zahlen. Eine besondere Eintrittskarte für die Freibadanlage haben die Kursusteilnehmer nicht zu lösen. Anmeldungen müssen sofort, spätestens am heutigen Abend, beim Schwimmmeister erfolgen. Weiter ist letztmalig Gelegenheit gegeben, an einem Kursus für Rettungsschwimmer teilzunehmen. Er wird Sonntags in der Zeit von 7 bis 8 Uhr vormittags abgehalten. Letzte Meldung ist Sonntag morgen. Kamen. Auch in Kamen sangen wie in allen Städten und Gemeinden des deutschen Vaterlandes Männerchöre auf Straßen und Plätzen zum Deutschen Liedertag. Die gesamten Kamener Gesangvereine sowie der Männergesangverein Südkamen hatten sich zusammengefunden, um unter dem Chormeister Vieler vormittags eine große Zuhörerschaft mit ihren Liedgaben zu erfreuen. Trotzdem ein leichter Regen niederging, hielt die Singgemeinde getreulich stand, um zu lauschen, bis der letzte Satz verklungen war. Nach den ersten Liedern sprach Kreissängerführer Gröting(Kamen) zu den Sängern und Zuhörern. Er betonte, daß gerade das deutsche Lied Bindeglied sei zur großen deutschen Volksgemeinschaft. Eine große Singgemeinde zu bilden, sei die Hauptaufgabe des Deutschen Sängerbundes und diese anzustreben, dafür sei auch der Deutsche Liedertag geschaffen worden. Der erste Schritt zum Gemeinschaftssingen wurde dann mit zwei Liedern gemacht, der erwartete Erfolg blieb nicht aus. Mit dem westfälischen Sängergruß schloß die mit Beifall aufgenommene Singestunde der Kamener und Südkamener Sänger. Der Nachmittag sah dann in Form eines Schulfestes eine musikalische Feierstunde des Schülerorchesters und Schülerchors des Realgymnasiums im Garten Bergheim. Während der erste und letzte Teil der Vortragsfolge von dem Orchester bestritten wurde, brachte der Chor im zweiten Teil vorzügliche Darbietungen zu Gehör. Daß auch das Orchester unter Leitung von Studienrat Schmidt allen Anforderungen gerecht wurde, zeigte der reiche Beifall der großen Zuhörerschaft. Die Freilicht=Spiele der Kamener JugendSingechöre auf dem Grünplatz zwischen den beiden Kirchen, fanden, wie nicht anders erwartet, bei allen Kamener Volksgenössen begeisterten Zuspruch. Der schöne weite Grünplatz zwischen den Kirchen war auch geradezu ideal für eine solche Veranstaltung. Im ersten Teil erklangen echte, alte Volkslieder, Reigen und Volkstänze, die den Frühling feiern. Die Mitwirkenden boten ein farbenprächtiges Bild, das sich von dem Grün des Hintergrundes stark abhob. Der zweite Teil besang den Kampf zwischen Winter und Maien. Ein Maienspiel in vier Bildern verfehlte seine Wirkung auf die Zuhörer nicht. Volksinstrumente unterstützten die Gesänge. Das Schlußbild mit dem Tanz um den prächtigen Maienbaum war ein wirkungsvoller Abschluß des Maienspiels, das die zahlreichen Mitwirkenden schlicht und eindringlich gestalteten. Nach einem Massenumzug der Mitwirkenden und nach einem Schlußwort männer heraus und machte auf die besonderen Pflichten aufmerksam. Im Anschluß an die Tagung fand eine große Uebung um den Wanderpreis des Amtsverbandes statt, die äußerst interessant verlief. Die Löschzüge Nieder= und Obermassen, Wasserkurl und Afferde nahmen daran teil. Ein Haus am Massener Bach war durch Blitzschlag in Brand geraten und nun galt es, schnellstens Wasser zu geben, das dem Bach entnommen wurde. Sieger in diesem Wettbewerb wurde Löschzug Afferde in der Zeit von 1,18 Minuten. Der Wasserkurler Löschzug sollte die des Leiters, Lehrer Plate, der unseres großen Uebung in anderer Form erledigen, allerdings Führers gedachte, fand der Abend sein Ende. stieß man auf unvorhergesehene Schwierig e Erlebnis reicher, begaben sich die zahl- keiten, so daß der Löschzug nicht am Wettbe reich Erschienenen in ihre Heime. swerb teilnahm. Die vielen schaulustigen Volksgenossen, die sich zur Uebung eingefunden hatten, bekamen auch hervorragende Proben vom Können der Sanitätskolonne UnnaMassen zu sehen. Die Sanitäter führten den Transport eines Verletzten von der hohen Böschung am Uebungsort mit einer selbstge „ moglich, die bauten, am Drahtseil laufenden Bahre durch Straße zu befahren, ohne Gefahr zu laufen, den! In seiner anschließend an die Uebung gehalteRadler anzufahren. Als dann ein von einer nen Kritik äußerte sich Kreisführer Dr. Bartels sehr lobend über die Arbeit der Sanitäter, die ja sehr eng mit der Arbeit der Feuerwehr ver bunden sei. Bürgermeister Lehmhaus über Kamen.(Radfahrer gefährdet den Verkehr.) Ein Radfahrer, der die Nordstraße in angetrunkenem Zustand im Zickzackkurs befuhr, sperrte den gesamten Verkehr. Kraftwagen war es nicht möglich, die Dame gesteuerter Kraftwagen versuchte, dennoch an dem verkehrshindernden Radler vorbeizukommen, kam es bei der unberechenbaren Fahrweise des Radlers zu einem Zusammenstoß, bei dem dieser auf die Straße geschleudert wurde. Den anscheinend Schwerverletzten brachte man zu einem hiesigen Arzt, der aber feststellte, daß der Radler zwar unverletzt geblieben, aber völlig betrunken war. Die Polizei nahm sich des betrunkenen Mannes an und behielt ihn bis zur Ausnüchterung in Haft. Kamen.(Reichsluftschutzbund.) Die Verpflichtung der in den letzten drei Lehrgängen des Reichsluftschutzbundes ausgebildeten Amtsträger findet am Donnerstag, dem 9. Juli, um 20 Uhr im Saale Scholz statt. Sie wird vom Bürgermeister Parteigenossen Braunheim vorgenommen. Gleichzeitig ist mit der Verpflichtung ein unterhaltender Abend verbunden. Westick.(Sängerfest.) Aus Anlaß des 15jährigen Bestehens des Männergesangvereins Westick hatten sich viele Sänger und Freunde des Gesanges aus Westick, Methler Saal des Täter unerkannt. Am Samstagnachmittag wurde von einem vor der Post aufgestellten Fahrrad eine Aktentasche gestohlen. Der Täter wurde verfolgt und warf hinter dem Marktplatz die Tasche fort, die dem Bestohlenen wieder ausgehändigt wurde. Sommerfest der Frauenschaft Frohe Stunden in Schwerte Schwerte. Die Gruppe Ill der NS=Frauenschaft feierte in der Gaststätte„Kreinberg“ ein nach jeder Richtung hin wohlgelungenes Sommerfest. Das Programm stand überwiegend im Zeichen der Olympischen Spiele. Nach dem Badenweiler Marsch erfreuten Turnerinnen des Reichsbahn=Turn= und Sportvereins die Besucher durch Keulenschwingen und schöne Reigentänze. Die kleine Hilde Görke tanzte einen Spitzentanz und später mit ihrer Partnerin Margret Künkler ein nettes Bauerntänzchen. Allerliebst war auch ein von den ganz Kleinen getanztes„Kinderliederpotpourri“. In ihrer Begrüßungsansprache hob die Frauenschaftsleiterin Fräulein Nehring die Bedeutung der Olympischen Spiele 1936 hervor. Nach einem Wiener Walzer, getanzt von Mädeln des BdM, zeigten Helmuth Auferrodt und H. Braß ihr Können im Kunstradfahren. Viel Beifall ernteten Fräulein reichte dem Löschzua Afferde den Wanderpreis1 on.. diel Deifall ernteten Fraulein uno sprach hiers, seine, Glückwünsche an..—it doem 9 Nach der Uebung zogen sämtliche Wehren in eir Hou einem kurzen Festzug durch die Straßen Massens und kurz vor dem Festlokale gab es einen zackigen Vorbeimarsch vor dem Kreisführer und seiner Begleitung. Das anschließende Feuerwehrfest des Amtsverbandes im Saale Middendorf nahm einen harmonischen Verlauf und entschädigte die Männer in etwa für ihre uneigennützige Arbeit während des ganzen Jahres, die sie im Dienste wahrer Volksgemeinschaft verrichten. ein Deutscher bist“. Es folgten heitere Darbietungen, die sehr zur Hebung der Stimmung beitrugen. Schwerke.(Badeanstalt geschlossen.) Wegen Reinigung des Bassins bleibt die Schützenhof=Badeanstalt einige Tage geschlossen. Aus diesem Grunde muß auch der Lehrgang im Rettungsschm en einige Tage unterbrochen werden. Versammlung der Kriegsopfer Darteigenosse Struchmann sprach in Schwerte eingeSommerfest der As-Frauenschaft Holzwickede Es war ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes und Kamen im festlich geschmückten E Sängerheimes Schulze=Beckinghausen funden. Der Sängerbund Kamen, dessen Chor meister Vieler auch den Jubelverein leitet, war zu dem Sangesfest in stattlicher Stärke erschienen. Musiker der Westicker Orchesterver Holzwickede. Im großen Saal des Deutschen Hauses Albert Rupp fand das Sommerfest der RS=Frauenschaft Holzwickede statt, zu dem man alle Volksgenossen und Volksgenossinnen der Gemeinde eingeladen hatte. Die wochen langen Vorbereitungen wurden durch den überaus regen Besuch der Bevölkerung, der von den ersten Nachmittagsstunden bis zum späten Abend ununterbrochen anhielt, mehr als reichlich entschädigt. Die NS=Frauenschaft hatte auch keine Mühe gescheut, alles daranzusetzen, um das Sommerfest zu einem wahren Volks fest zu gestalten. Der ganze Saal war in ein kleines„Kirmesdorf" verwandelt. Ueberall gab es für wenig Geld reichlich an Essen und Trinken. Sehr originell wirkte die Bauernstube. Hochbetrieb herrschte natürlich auch an der Schießbude. Sie wurde schließlich zum Stelldichein für die Holzwickeder Scharfschützen. Wer ein Gläschen Wein oder Bowle trinken wollte, der ging in die hübsch ausgestattete Weinstube, Mokka=Anhänger waren viel in der Kaffeestube zu Gast. Dem andern mundeten wieder geröstete Würstchen oder frische Waffeln. Es war eben für alles gesorgt. Während am Nachmittag hauptsächlich die Jugend auf ihre Kosten kam, hatten sich am Abend die Volksgenossen aus der Gemeinde und auch aus Hengsen und Opherdicke recht zahlreich eingefunden. Im Laufe der Abendunterhaltung nahm Ortsgruppenleiter Parteigenosse Geldmacher, der als stellvertretender Bürgermeister die Grüße der Gemeinde und auch der Partei überbrachte, das Wort zu einer kernigen Ansprache. Während des ganzen Abends herrschte denn auch eine urgemütliche Stimmung, wie sie besser aar nicht sein konnte. Parteigenosse Güthoff am Klavier und Frau Frey, die nette Volkslieder zu Gehör brachte, sorgten für die Unterhaltung des Abends. Der Erlös der Veranstaltung wird zur Beschaffung von Heiminventar für das Heim der NS=Frauenschaft dienen. Schwerte. Sehr zahlreich hatten sich die Kameraden der NSKOV im Lokale Wilkes zu einer Mitgliederversammlung eingefunden, in der zum ersten Male der neueingesetzte Bezirksobmann Parteigenosse Struckmann zu „ Numeraden sprach. Nach Musikdarbietuneinigung eröffneten die Vortragsfolge mit der lgen des Spielmannszuges hieß Obmann ParOuvertüre„Im Reiche des Indra“ von Linke. teigenosse Gremme die Erschienenen willkommen. Bezirksobman Struckmann sprach zunächst über das Aufgabengebiet der NSKOV und über das in Vorbereitung befindliche neue Versorgungsgesetz. Vordringlicher als eine Auf besserung der Renten sei zunächst die Unter bringung aller Volksgenossen und auch der Kriegsopfer in geeignete Arbeitsstellen Regier Nach einem vom Jubelverein gebrachten Vor trag„Gott grüße dich“ richtete Vorsitzender Siegel an die zahlreichen Gäste herzliche Berüßungsworte. Es wechselten dann in bester olge Gesamtchöre des festgebenden Vereins und des Sängerbundes Kamen mit musikalischen Darbietungen ab. Chormeister Vieler warf dann in seiner Festansprache einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte. Die Holzwickede.(Obstreste gehören nicht auf die Straße.) Immer wieder kann beobachtet werden, daß Personen, insbesondere Jugendliche, Obstreste auf die Straße werfen, ohne dabei zu bedenken, daß sie durch ihren Leichtsinn die Gesundheit ihrer Mitmenschen leicht in Gefahr bringen. Regelmäßig finden sich die Obstreste nach dem Wochenmarkt auf den Straßen vor. Am Sonnabend kam es denn auch auf der Kirchstraße wieder zu einem Unfall. Eine Frau, die Einkäufe besorgt hatte, glitt auf einigen Kirschsteinen aus und kam so unglücklich zu Fall, daß sie sich einen Bluterguß am Knie zuzog. Holzwickede.(Tag des deutschen Liedes.) Der Männergesangverein 1882 hatte zu einem volkstümlichen Konzert eineladen. Unter Stableitung des Musiklehrers einrich Schmitz brachte er eine Reihe der schönsten und innigsten Volkslieder zu Gehör, bei dem wohl jedem Volksgenossen, der ein Freund des Männergesanges ist, das Herz bei den alten Liedern aufgegangen ist. Rein und prächtig von den einzelnen Stimmen herausgebracht, erklangen neben den Volks= und Soldatenliedern auch einige Chöre über den Hindenburgplatz hin. Den Sängern wurde für ihre hervorragende Wiedergabe ihrer Volkslieder und Chöre herzlichster Beifall der Zuhörer zuteil. egierung habe den Kriegsopfern volle G (Itg. 46 An der Deipenbrock in Lütgendortmund Zeichnung: Röscheisen Anerkennung zuteil werden lassen, wofür ihr besonderer Dank gebühre. Die RSKOV sei als Gliederung der Partei anzusehen. Eine besondere Aufgabe der RSKOV sei die Betreuung der Kriegerhinterbliebenen, daher ist es von Wert, daß zu den Mitgliedern auch Frauen zählen. Im Vordergrunde steht auch die Pflege der Kameradschaft und die politische Erziehung, damit die Organisation zu einem Eckpfeiler des Nationalsozialismus wird. Nach seinem Vortrage gab der Bezirksobmann noch manche Aufklärungen über an ihn gestellte Fragen. Ein tödlicher Verkehrsunfall Schwerte. Der etwa 21jährige Erich Schiche aus Schwerte, der sich das Training zum Hohensyburg=Bergrennen angesehen hatte, geriet auf der Heimfahrt auf dem Buchholz in der Kurve oberhalb des Jägerheims mit seinem Fahrrade unter ein Personenauto. Den erlittenen schweren Verletzungen ist der Verunglückte erlegen. Ein weiterer schwerer Verkehrsunfall ereignete sich unterhalb des Ohls. Beim Ausweichen vor einem Kraftwagen und einem Radfahrer geriet der Führer eines Lastzuges aus der Fahrbahn und der Lastzug stürzte die Böschung herunter. Zur Hilfeleistung mußte die Dortmunder Feuerwehr herangezogen werden. Fahrer und Beifahrer erlitten zum Glück nur leichtere Verletzungen. Schwerte.(Kinderlandverschickung.) Der Monat Juli steht bei der NS=Volkswohlahrt Schwerte ganz im Zeichen der Kinderlandverschickung im Rahmen des Hilfswerkes „Mutter und Kind". Die augenblicklich in Schwerte weilenden Kinder aus dem Gau Essen haben sich inzwischen eingelebt und ühlen sich sehr wohl. Nachdem nun in der vorigen Woche ein kleinerer Transport von Jungen von Schwerte zu einem Kinderlandseim in Bad Sassendorf abging, herrschte am gestrigen Montag im Schwerter Bahnhof wieder ein frohes Leben und Treiben. Erwartungsvoll und freudig bewegt nahmen 54 Kinder von ihren Eltern Abschied, um den Zug zu besteigen, der sie in die frische Luft HessenNassaus in den Kreis Frankfurt brachte. In den nächsten Tagen geht ein weiterer Transport von Mädchen in ein Kinderlandheim. Der Wanderpreis kam nach Castrop-Kauxel Große Erfolge der Stenographen auf dem 6augebietstressen Castrop-Rauxel. In später Nachtstunde des Sonntags wurde in Witten beim 3. Gaugebietstag der Deutschen Stenographenschaft die Ergebnisse ermittelt. Die ausgesetzten drei Wanderpreise gelangten in drei verschiedenen Wettkampfgruppen zum Austrag. In der „Tetc gruppe II für Ortsgruppen bis zu 120 Mitgliedern kämpfte auch die Ortsgruppe Castrop=Rauxel der Deutschen Stenographen= schaft, die seit Wochen und Monaten in eifriger und unermüdlicher Arbeit bestrebt gewesen war, einen Wanderpreis mit nach Castrop Rauxel zu nehmen. Diese Arbeit war von. Er folg gekrönt. Unter Leitung des Ortsgruppenführers Pruno Kreutner ging man in das Gaugebietsschnellschreiben und errang die höchste Punktzahl in der Wettkampfgruppe II vor der Ortsgruppe Herne. Die Aufgabe war glänzend gelöst, der Wanderpreis— eine große Plakette— fiel nach Castrop=Rauxel. Aber das Ergebnis dieses Tages war für die hiesige Ortsgruppe noch günstiger. Sie wurde als drittbeste des ganzen Gaugebietes WestfalenSüd ermittelt und das immerhin unter 68 Ortsgruppen. Damit fiel auch der dritte Gaugevietspreis nach Castrop=Rauxel. Zu diesen hohen Auszeichnungen kamen noch zwei Ehrenpreise, die die beiden Mitglieder Karl Schneider und Hildegard Blome für Bestleistungen erhielten. Diese Erfolge auf dem Gaugebietstag in Witten werden den heimischen Stenographen Ansporn und Anlaß zu Arbeit sein, damit auch in den kommenden Jahren die Wettbewerbe um die Wanderpreise erfolgreich für Castrop=Rauxel ausgehen. Liedertag in Castrop=Kauxe! Im Dienste des deutschen Liedes Castrop-Rauxel. Der diesjährige Liedertag nahm in unserer Stadt einen schönen Verlauf. Die Veranstaltungen legten ein Bekenntnis zum deutschen Volkstum ab, zeigten die Bedeutung des deutschen Liedes innerhalb der allgemeinen Volkstumspflege auf und wurden zu einer großen Werbung für diesen wichtigen Kulturfaktor unseres Volkes. Wertvolle unermeßliche Kräfte liegen in diesen Volksgütern des deutschen Liedes. Am Stadtgarten fanden am Sonntag nachmittag und abend zwei Konzerte statt, die von der Chorgemeinschaft Obercastrop unter Leitung von Jean Nattermann und der Chorgemeinschaft Liederhalle Harmonie unter Leitung des früheren verdienstvollen Dirigenten, Konrektor Franz Peitz, veranstaltet wurden. Im Stadtteil Schwerin sang der Männergesangverein „Teutonia" unter der Leitung von Ernst Gotthardt. Alle Konzerte zogen viele Zuhörer an, die für die freigiebig gespendeten Gaben unserer Sängerschaft dankbaren Beifall hatten. Der Wohnungsbau mildert Arbeitslosigkeit Richtfest der Bergmannssiedlung in Lünen-Süd Rund um Lütgendortmund Frohsinn beim Sommerfest Lünen. Die Bergmannssiedlung, die im südlichen Teil der Lippestadt, auf dem„Bollerott“. 86 neue Bergmannswohnungen erstellt, konnte das Richtfest dieser neuen Siedlung feiern. Nach altem Zunftbrauch sprach ein Zimmerpolier mit vielem Humor den Richt spruch. Der Vertreter der Bergmannssiedlung G. m. b. H. dankte in einer Ansprache allen an der Arbeit Beteiligten für ihre Leistungen, die es ermöglichten, den Bau so zu fördern, daß die Wohnungen, von denen jede 600 Quadratmeter Gartenland erhalte, schon am 1. Oktober dieses Jahres bezugsfertig wer den. Mit der Fertigstellung dieser neuen Siedlung he be die Bergmannssiedlung in Lünen 791 Wohnungen und es sei zu erwarten, daß in nicht allzu ferner Zeit diese Siedlung noch erweitert werde. Anschließend fand im Saale des Gastwirts Schulte(Derne) eine Feier statt. Als Vertre ter des Oberbürgermeisters sprach Stadtbau meister Brockhaus. Er gab seiner Freude Ausdruck, daß es durch die Bautätigkeit der Bergmannssiedlung gelungen sei und auch weiter gelingen werde, die Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot in Lünen avzuschwächen. Der Ortsgruppenleiter der NSDAP., Parteigenosse Oesterreich, wies auf die Ereignisse in jüngster Zeit im Auslande hin, wo Streik und Unruhen herrschten, während in Deutschland dagegen rege gearbeitet werde. Es sei wohl noch manches zu bessern uno zu ändern, aber die heute noch Unzufriedenen sollten nur ihren Blick auf die erwerbslosen Kameraden in den südlichen Stadtteilen richten, die voll Vertrauen auf unseren Führer ihr schweres Los tragen. Lütgendortmund Am Deutschen Liedertag sangen auch in unserem Stadtteil Männerchöre und Gemischte Chöre, um am Werk des Deutschen Sängerbundes mitzuhelfen Um 11.45 Uhr sammelte man sich auf dem Lütgen dortmunder Marktplatz. Zuerst sang der Männer gesangverein„Cäcilia“ unter Leitung von Musik lehrer Klein. Als Einleitung der Feierstunde tonte der Sängerspruch„Ein schlichter Sana“ über den weiten Platz. Dann folgten noch eine Reihe Volkslieder von Silcher, Zöllner, Brahms usw., die den starken Beifall der Zuschauer eroberten. Um 12 Uhr begab sich der Chor noch nach anderen Ortsteilen. Es nahmen jetzt der Männerchor und der Gemischte Chor auf dem Marktplatz Aufstellung, die unter der Leitung Direktor zankers die Weihestunde des Deutschen Liedertages beschlossen. Trotz des Regenwetters hatte sich auf dem Markt eine dichte Zuschauermenge eingefunden.— Der Männergesangverein„Somborn“ sang am Deutschen Liedertag in der Gemeinde an folgenden Stellen: um 10.80 Uhr vor der Siedlung in der Somborner Straße; um 11.30 Uhr Langendreer Straße, Ecke Siebenstraße.— Am Deutschen Liedertag sang die„Sängervereinigung 1933“ Marten von 12 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz in Marten. Einbrecher im Volkspark. In der Nacht zum 1. Juli 1936 haben Einbrecher im Volkspark Lüt gendortmund ihr Unwesen getrieben. Sie hausten wie die„Vandalen". Mit einem dicken Hammer verschafften sie sich Einlaß in die Trinkhalle. in den Gexäteschuppen und in das Gärtnereigerätehaus Gestohlen wurden 75 Klg. Muskator Geflügelfutter 1 Baumsäge. Kirchlinde Deutscher Liedertag. Der Männergesangverein „Germania" beging am Sonntag gleichfalls den Tag des Deutschen Liedes. Die Sänger nahmen auf dem Kriegerehrenhof Aufstellung, wo sie alte Volksweisen vortrugen. Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden. Somborn Sportfest der Bergjungleute. Die Bergjungleute der Zechen„Amalia“,„Siebenplaneten“ und„NeuIserlohn" veranstalteten auf dem Sportplatz„Amalia“ ein Sportfest. Um 10.30 Uhr fand die feierliche Flaggenhissung statt. Die turnerischen Vorführungen der Bergjungknappen fanden den Beifall der Zuschauer. Gespel Jubilare der Arbeit. Der Hauer Friedrich Huck kann auf eine 25jährige Tätigkeit auf der Zeche „Oespel", zurückblicken.— Auf eine 25jährige Tätigkeit auf Zeche„Dorstfeld II/III“ kann der Kokereiarbeiter St. Swierkowski zurückblicken Klen Der Krieger= und Landwehrverein Kley hielt im Lokale Ströcker einen außerordentlichen Kameradchaftsappell ab, dem hauptsächlich die Beschlußfasung eines Ehrenmal=Baufonds galt. Das Ehrenmal soll am Dorneyeingang errichtet werden. Kameradschaftsführer Roda begrüßte die Kameraden. Nach der Tagesordnung ging man zu einer eingehenden Besprechung des am. 5. September stattfindenden Sommerfestes über. Es wurde bechlossen, das Fest mit einer Ehrung von Jubilaren u. b, indem„Dem Antrag, dem Denkmal=Baufond 150 Mk. zu überweisen, wurde einstimmig zugestimmt. 0 4 benußreiche Stunden bei der AsU Herne—Castrop-Kauxe! Castrop-Rauxel. Die Nachbarstadt Herne ist in der glücklichen Lage, Säle und Anlagen zu besitzen, in denen weit über 1000 Besucher Platz finden können. Castrop=Rauxel ist im Gegensatz dazu nicht so glücklich dran und dann kann es ja auch nicht wundernehmen, daß viele heimische Volksgenossen dem Rufe der Kreisamtsleitung der NS=Volkswohlfahrt, zum Sommerfest nach Herne zu kommen, gern Folge leisteten. Sie wurden nicht enttäuscht. Das, was sie im Saal und in den Anlagen Strickmann am Samstagabend erlebten, waren Stunden, deren Rahmen gespannt wurde von Frohsinn und Heiterkeit, Laune und Unter haltung. Die„Sechs frohen Sänger" vom Reichssender Köln gaben Proben ihres einzigartigen Könnens, die geradezu die Beigaben herausforderten. Die Mitglieder des Herner Rollschuh= und Eislaufvereins, Lotte Stöcker und Theis, zeigten Paarlaufen in guter Harmonie. Frl. Behr und Felix Balzer sangen zwei Duette; kurz, um diese wenigen Mitwirkenden zu erwähnen, in Gemeinschaft mit der Kapelle Zimmer sorgten sie dafür, daß die Kurve des Frohsinns schon recht bald einen kaum zu überbietenden Höhepunkt erreicht hatte. Mädels vom Frauenarbeitsdienst verkauften Lose und im Handumdrehen mußten sie mit betrübter Miene einen„Totalausverkauf“ ankündigen(wo man sie ihnen doch sooo gerne abkaufte!!). Bis zum frühen Morgen herrschte im Saalbau Strickmann Hochbetrieb, und jeder verließ das Fest in dem Bewußtsein, nicht nur frohe Stunden erlebt zu haben, sondern auch sein Scherflein für das Hilfswerk„Mutter und Kind“ gegeben zu haben. Castrop-Rauxel.(Die Polizeikapelle kommt wieder!) Am Mittwoch, 8. Juli, findet um 20 Uhr ein weiteres Stadtgartenkonzert der Kapelle der Schutzpolizei des Poli zeipräsidiums Bochum statt. Die Polizeimusiker bringen Darbietungen aus„Lohengrin“ von R. Wagner,„Freischütz“ von Weber und„Zar und Zimmermann“ von Lortzing sowie Waizer und Märsche zu Gehör. Castrop- Rauxel.(Neuer Erfolg Günther Karkoska's.) Unabhängig von der Einsendung der beiden der Stadtver waltung gehörenden und von Günther Kar koskafu. die Deutschland=Ausstellung ge schaffenen Großfotos hatte dieser der Ausstel lungsleitung das Bilo„Erin bei Nacht eingesandt, das von dieser nunmehr als hervor ragend bezeichnet wurde. Die Ausstellungs leitung hat beschlossen, dieses Bild für die Reihe des ständigen Bildwerbematerials zu erwerben und es außerdem noch in Großfor mat anfertigen zu lassen. Castrop-Rauxel.(780 Anträge au Kinderbeihilfen.) Seit dem Inkraft treten der Verordnung über die Gewährung von Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien vom 15. September 1933 sind beim Fürsorge amt insgesamt 780 Anträge eingegangen. Hiervon entfallen auf Familien mit 4 Kindern 420 Anträge, Familien mit 5 Kindern 221 Anträge Familien mit 6 Kindern 93 Anträge, Familien mit 7 Kindern 33 Anträge, Familien mit 8 Kindern 9 Anträge, Familien mit 9 Kindern 4 Anträge. Dem Finanzamt Dortmund=Außen tadt konnten bis jetzt 300 Anträge mit dem Vorschlage der Bewilligung einer Beihilfe vorgelegt werden. Die übrigen Anträge mußten — bis auf einen geringen Rest, der noch in Bearbeitung ist— vorerst zurückgestellt werden, weil es sich um Familien mit vier Kindern handelt, an die Beihilfen noch nicht gezahlt werden können. Abgelehnt wurden 56 Anträge. Soldaten in der Lippestadt Einquartierung einer Kompanie in Lünen Lünen. Der Besuch und die Einquartierung der 1. Kompanie der Nachrichtenabteilung 16, Münster, wurde für die Lippestadt zu einem besonderen Ereignis. Lange bevor die Truppe in die festlich geschmückte Stadt einrückte, staute sich schon zu beiden Seiten des Marschweges die Bevölkerung und als endlich von ferne die Signale des Trompeterkorps der Nachrichtenabteilung ertönten, da schlug die Begeisterung bei Erwachsenen und der Jugend hohe Wogen. Herzlich begrüßt rückte die Kompanie in die Stadt ein. Auf der Parkstraße nahm Hauptmann Eckstein den Vorbeimarsch ab, wobei die Soldaten trotz der hinter ihnen liegenden Strapazen einer großen Geländeübung im Raume Lüdinghausen=Bork einen ausgezeichneten Eindruck machten. Der Platz vor dem Gymnasium wurde als Parkplatz eingerichtet. Schnurgerade ausgerichtet standen die Bagage= und Gerätewagen. Die erste Sorge der Soldaten galt den Pferden, dann wurden die Gerätewagen und die übrige Bagage einer eingehenden Säuberung unterzogen. Am Abend hatte die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" zu einem Manöverball im Schützenhof eingeladen, zu dem sich die Volksgenossen und Volksgenossinnen in so großer Zahl eingefunden hatten, daß die Säle ais zu klein erschienen. Das Trompeterkorps spielte zum Tanz auf und in kameradschaftlichem Frohsinn verliefen die Stunden. Am Sonntag erfreute das Trompeterkorps auf dem Platz vor dem alten Rathaus die Bevölkerung mit einem Platzkonzert, wobei die schneidigen Weisen der Soldatenmusiker mit reichem, dankbarem Beifall bedacht wurden. Am Nachmittag sah man in den Straßen der Stadt und an den umliegenden Ausflugsplätzen viele Soldaten mit ihren Quartiergebern, die sich in freundschaftlicher Verbundenheit den Schönheiten eines Ausflugs hingaben. Am Montagvormittag rückte die Kompanie mit klingendem Spiel wieder zum Städtle hinaus, von der Bevölkerung, die die Soldaten mit großer Gastfreundschaft aufgenommen hat, herzlich verabschiedet. Bekämpfung von Waldbränden Hinblick auf die bei der augenblicklichen großen Trockenheit bestehende Waldbrandgefahr erscheint eine erneute Bekanntgabe der gesetzlichen Vorschriften über die Verhütung # bekämpfung von Waldbränden zweaMit Geldstrafe bis zu 60,— Mk. oder mit # zu 14 Tagen wird bestraft, wer an gefährlichen Stellen in Wäldern oder Heiden oder in gefährlicher Nähe von Gebäuden oder ###ersa engen Sachen Feuer anzündet(Str. GB.§ 508 Ziffer 6). Mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen wird bestraft, wer mit unverwahrtem Feuer oder Licht den Wald oder Moor= oder Heideflächen betritt oder sich denselben in gefahrbringender Weise in der Zeit vom 1. 3. bis 31. 10. im Walde oder auf Moor= oder Heideflächen ohne Erlaubnis des Grundeigentümers oder seines Vertreters raucht, im Walde oder auf Mooroder Heideflächen brennende oder glimmende Gegenstände fallen läßt, fortwirft oder unvorsichtig handhabt, abgesehen von den Fällen des § 368 Nr. 6 des Strafgesetzbuches, im Walde oder auf Moor= oder Heideflächen oder in gefährlicher Nähe derselben im Freien ohne Eraubnis des Grundeigentümers oder seines Vertreters Feuer anzündet oder das gestatte termaßen angezündete Feuer gehörig zu beauf oder auszulöschen unterläßt(F. u. FPG.§ 40). Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Persönlichkeit nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterlichen Befehl vorläufig festzunehmen(Str PrG.§ 127 Abs. 1). Jeder, der den Ausbruch eines Schadenfeuers, das er nicht selbst zu löschen vermag, zemerkt, ist verpflichtet, unverzüglich der nächten Polizei= oder Feuerwehrstelle davon Mitteilung zu machen. Personen, die dieser Pflicht vorsätzlich nicht nachkommen, werden mit Geldtrafe bis zu 150,— RM. bestraft. Dienstag, den 7. Juli Kreis Dortmund m.###8P Ag:„West, 20.30 Uhr: Schulungsabend im Biologie-Saal des Bismarck-Realgymnasiums, Luisenstraße. Studienrat Dr. Thaemert hält den letzten Teil seiner Vortragsreihe über:„Ger manische Vor- und Frühgeschichte“. NSDAP, Dortmund-Vinckeplatz. 20.30 Uhr Sämtliche Politischen Leiter in Uniform und Zivil treten auf dem Vinckeplatz an. NSDAP. Eving. Um 20.30 Uhr findet im Lokal Kopreck. Deutsche Straße 12, eine für Handel und Handwerk wichtige Versammlung statt. Es hen Gauschulungsleiter Dr. Lebrecht und Gaubetriebsgemeinschaftswalter Gundlach. DAF-VW. Dortmund-Eving, KBG.„Freie Be rufe“,„Handel“ und„Handwerk“. 20.30 Uhr: Ortsgruppenversammlung im Lokal Kopreck. Dim.Eving. Deutsche Straße 12. DAF. KBG.„Nahrung und Genuß“. Die Versammlung ist verschoben. Frauenschaft Asseln. 20 Uhr: Pflichtabend bei Reinhold. Frau Witzel vom Reichsluftschutzbund spricht über das Thema„Die Frau im Luftschut Frauenschaft Derne. 20 Uhr: Pflichtabend im Lutherhaus. Frauenschaft Westen. 20 Uhr: Vortrag in der Gasanstalt mit Kostproben. Treffpunkt 19.45 Uhr gegenüber der Gasanstalt an der Tankstelle. Kreis Iserlohn Frauenschaft Schwerte, Gruppe Pflichtabend bei Wilkes. 20 Uhr: Mittwoch, den 8. Juli Kreis Unna Frauenschaft Massen. 20 Uhr: Singen im Lokale,„Heinrich. „„ar. Unna. 20 Uhr: Amtsleitersitzung Lokale Hüserich. Kreis Herne-Castrop-Rauxel " N DAr, Castrop-Rauxel-Süd. 20.15 Uhr: Appell der Politischen Leiter bei Haller am Altstadtmarkt. „„P, Castrop-Rauxel-Nord. 20.15 Uhr: Mitgliederpflichtversammlung bei Wessels. Frauenschaft Habinghorst. 20 Uhr: Pflichtabend bei Hubbert. Kreis Lünen „ NSDAP. Lünen-Mitte. 20 Uhr: Schulungsabend für Politisrhe Leiter. DAF-Walter und alle anderen Amtswalter bei Gebhardt. „gar. Lünen-Süd. 20 Uhr: Schulungsabend Leiter. DAF-Walter und alle anderen Amtswalter in der Weddigenschule DAF, KBG. 18, Handwerk. 20 Uhr: Versamman##r Fachschaft Maler und Anstreicher im Frauenschaft Lünen-Mitte. 20 Uhr: Pflichtabend mit Lichtbildervortrag im Wichernhaus. Frauenschaft Brambauer. 14 Uhr: Abfahrt vom Marktplatz nach Lohmühls 0 Kreis Dortmund „ar. Aplerbeck. 20 Uhr: Antreten sämtlicher Politischen Leiter zum Bereitschaftsdienst. Es sind alle Ausrüstungsstücke mitzubringen un e m##t Barus. 20 Uhr: Pflichtversammung nei Baumeister in Baron. V. Aplerbeck. KBG.„Freie Berufe“ Handel“ und„Handwerk“. 20.30 Uhr: Ortsgrunpenversammlung im Lokal Westermann. Anlerbeck. Freie Berufat; zr.u.1%: Dortmund Hafen, KHC. Berufe,„Handel“ und„Handwerk“. 20.30 Bärse“: Steinztr gersammlung im Resiaurant wetr 2 Fj,VP, Dextm.-Ost. KB/.„Verk. u. öffentl. m. Zellenversammlung der Dortmunmonnetsg upannen Gmbtr., im Bahnhof Immer"„ DAF. KBG.„Nahrung und Genuß“. 20 Uhr: Betriebsversammlung der Firma Tengelmanns Bassurss#ft im Hotel„Lindenhof“, Dortmund, DAF. VW. Dortm.-West. 20 Uhr: Ortsgrunpenamtswalterversammlung im Rest. Kaiser. Dortmund. Wilhelmstraße. DAF, VW. Lütgendortmund, KBG.„Handel“ und„Handwerk“. 20.30 Uhr:„Versammlung im Gortmunde“ Straßper: D.-Lülsendortmund, Lütgen3 W Buron. KRG.„Eisen und Metall“. Betriebsversammlung des Baroper Walzwerkes im Betrieb. Harkortstraße DAF. RFG.„Hausgehilfen“, VW. Hörde. Jeden Donnerstag von 16—17 Uhr: Sprechstunde der Fachbausstraße 15..... der Ortswaltung, RatKreis Unna Ar„B.ra„mn, 20 Uhr: Schulungsabend sämtlicher Politischen Leiter. Walter und Warte im Stadion. „Frauerschaft Massen. 20 Uhr: Pflichtabend im Lokale Middendorf. „„NSD.,P. Frömern. 20 Uhr: Filmabend Im Lokale Niggemann. Kreis Herne-Castrop-Rauzel Frauenschaft Altstadt. 14 Uhr: Abfahrt zum Ausflug ab Haller. Kreis Lünen DAF Lünen-Mitte. Frauenabteilung. 19 Uhr: Zusammenkunft der Vertrauensfrauen in der Geschäftsstelle. Frauenschaft Brambauer. 20 Uhr: Pflichtabend im Gemeindehaus. Vortrag mit Lichtbildern. WE Poht Hervorragende Leistungen und doch niedrigste Preise für Teleton 3zass 41Für die Selbet- und Hausschneldere Dauerwellen, Färben, Blondieren KdJ-Sport am Dienstag, dem 7. Juli Münke eutraße: au. 33###or: Hindenburgrealapmnasium, Münsterstraße. 20—22 Uhr: Propsteiturnhalle, Schwarze Brüderstraße: 20—22 Uhr: Weingartenschule, Hörde. Fröhliche, Gymnastik und Spiele(Frauen). 20—22 Aloysiusschule, Paulinenstraße: 20—22 Uhr: Goetheoberlyzeum, Kronprinzenstraße: 20—22 Uhr: boi ee: 22 Uhr: Gaststätte Kali## Bracker, 20—22 Uhr: Paul=Gerhardt=Schule, KielTauner###e Genastik: 19——.20 Uhr: Gymnastikschule, Töllnerstraße; 20—21 Uhr: Gymnastischule, Prinzenstr „Kinderturnen. 17,30—19,30 Uhr: Alovsiusschule: 17 Uhr: Gneisenauschule, Derne. Schwimmen. 19—19,55 Uhr: Südbad, Göringstraße 19,55—20.45 Uhr: Südbad, Göringstraße 4.30 täglich 8.15 Der Riesenpublikumsertolg jener Blut Musik von Joh. Strauß In großer Starbesetzung (patentamtlich geschützt) Sie ist ein Abdruck des eigenen Körpers, deher zurAnprobe jeder Garde robe unentbehrlich. Preis nur 12.50 Mk. Kostenlose Auskunft und Beratung. Hohe Straße 15. part Salon Legemann " D o r t m u n d, W e s t t a l e n h a u s Bedienungsplätze für Damen und Herren Slädlisches Konservatorium Daßbilder Morgen, Dienslag, 20 Uhr. Vortragssan Elisabelhstralle 2. In der Reihe der Einführungen in volkstüml. Opern: Pfa. Photomaton, am Hptbs. Dortmund, Berufsphotograpb. # rillen P#aunt: 4—20.10 Uhr: Snobao, Göringstraße IJ3use):. 2|71, 2/4,„ Uhr Nordbad, Westerbleichstraße Männer): 21.15—22,30 Uhr: Nordbad, Westerbleichstraße(Frauen und Männer); 18—18 Uhr: Freibad Wellinghosen(Männer und Frauen). Gah“ Roifspars Pcuundt. G.w-.30 Ubr: Uhr:„Tennssplatz Hobertsburg: 16 Hobertsburg: 18—19 Uhr: Tennisplatz r: Tennisplatz Hobertsburg: 20 21 Uhr: Tennisplatz Hobertsburg. Radfahren. 19—21 Uhr: Steinere Brücke. Der Wattenschmied Große Auswahl- Billige Preise Krankenkassen-Lieferant Reparaturen auf Wunsch solort v. Albert Lortzing. Fintritt frei. —" Optiker Zweibäumer& Dieckerhoff Dortmund, Betenstr. 3 neben Blerhaus Stade 4.50 Mark Unerreicht an Qualltät und Haltbarkeit Salon Lübker, Dortmund. Brückstr. 15. I. Ruf 32503. Groflauswahl überholter Schreibmaschinen auch geg. Ralen leihweise. Vertr. d Diplomat, Olrmpia. Adler, Favoril und Orga. W. Bücker. 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Neubauamt Datteln. 8/40 Opei zugel. u. verst. zu verk. Steinplatz=Garagen, Did., Leopoldst. 14 Küchen 175. 160. 200. 750 Schlatzimmer vollst. kompl., 370, 410, 460. Einzelmöbel sehr preiswert. Amtliche Bekanntmachung. 39 Die Kriegerkameradschaft Schwerin in Castrop=Rauxel 1 hat die Genehmigung zur Ansiedlung auf dem außerhalb der im Zusammenbang gebauten Ortschaft in der Gemarrung Raurel belegenen Grundstück Ilur 10 Parzelle Nr. 111/47 und 110•42 zur Errichtung eines Wohngebändes mit einer Wohnuna beantragt. Möbel-Wandel Gemäß§ 16 des Gesetzes vom 8. 1876/10. 8. 1904 bringe ich Dim., Königshof 1 Ehestandsdarlehn u. evtl. Teilzahl Schöne Küchen u. Schlafzimmer zu niedr. Preisen bei Möbel=Grell, Dtd. Brüderwea 10 Ehestandsdarleh., Kinderbeihilfe. Teilzahlung gest. diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß dagegen von den Eigentümern, Nutzungs= und Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußfrist von 21 Tagen bei dem von dem Verbandsausschuß des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk beauftragten unterzeichneten Oberbürgermeister in Castrop= Raurel Einspruch erhoben werden kann. Schlatzimmer Castrop=Rauxel, den 2. Juli 1936. Der Oberbürgermeister. modern, gebr., 180 M. zu verk. Möbel Gau, Did., Heiligegartenst. 27 CLHE Kartoffelschalen zentnerweise abzugeben. Dortm., Herderstraße 20, dofraum. Westfällsche Landeszeltung Rote Erde das Blatt des Nationalsozialisten echt Eiche, hübsches Modell, Shis—##na### Entschuldungssache der Schlafzimmer Ebeleute Bernbard Lechtenberg in Srmmund.: Brechten(Holtbausen), Wittichstraße, 155, wird der Entschuldungsplan des Entschuldungsamts Unna vom 26. Juni 1936 bestätigt und das Verfahren aufgehoben. Unna, den 26. Juni 1936. Entschuldungsamt. Mk. 350.Möbellager Echt Dtd., Steinstr. 6. Zum die besten Kampf un der Welt, Wie in je sächlich die fahrer um ihr Könne ergebnis1 Im vo mit Rom stellen, so befanden Sieger R diesem I Meulen Hendry Fahrer mi Neulingen Auch alten erfe auch der z Mannschaft ebenfalls d Weltmeister chambau und vom Lefneur Mannschaft Linie zu rei Die ita sicht nach nicht antret weg Nachwi tragung des nitz folgende furt), We (Berlin), nitz), Ar Meiß(B Von diesen Wolke, Hei W Die Sonnt Austra was si wirkte, spanne die Ess die sch Ein Essen Voat) Ei Köln (Al. M Ein Bochum Schmidt Behren3 w 1. Wico Z3 w 1. PPG Ein Roemry KC. 3:4 Vie 1. Want " Z w 1. Wan 2:22.4: w 1. NT. 3. Wico Ein 1. TNG 2:55.6: Ein 1. KKV. 3. Hersel Mar Wupperte 2:53: 3. Ein WS. E 1. 2 1. M 3. Kal E 1. W KC. E 1. B4 Schui 2:42.1 1. C 3. R 1. R 2:55 dersa Düsse E Mah 1. A 1:57 derf 3. 2 Langstreck Die Langstr ney=See in Esse sicheren Wittern hohem Wellenge Teilnehmer gr Hauptinteresse Rennen der E langen Strecke Organisation lie Männergesangverein ntag gleichfalls den die Sänger nahmen tellung, wo sie alte che Zuschauer hatten Die Bergjungleute laneten" und„Neum Sportplatz„AmaUhr fand die feierturnerischen Vorfunden den Beifall auer Friedrich Huck zkeit auf der Zeche luf eine 25jährige IIIII“ kann der zurückblicken. verein Kley hielt im entlichen Kamerad= ich die Beschlußfasgalt. Das Ehrenerrichtet werden. früßte die Kameraing man zu einer um 5. September r. Es wurde beung von Jubilaren Denkmal=Baufond einstimmig zugeppe I. 20 Uhr: Juli : A n t r e t e n s ä m t ereitschaftsdienst. nitzubringen. Pflichtversamm„Freie Berufe“. ) U h r: O r t s g r u p mann. Anlerbeck und Hafen, KRG. Handwerk“. 20.30 Restaurant„Zur „Verk. u. öffentl. g der-DortmunBahnhof ImmerJenuß“. 20 Uhr: a Tengelmanns hof“. Dortmund, hr: OrtsgrunpenKaiser. DortKBG.„Handel“ ersammlung im rtmund, Lütgenen und Metall“. s Baroper WalzV. Hörde. Jeden tunde der Fachtswaltung, RatSchulungsabend ter und Warte Pflichtabend im Filmabend im uxe : A b f a h r t z u m ung. 19 Uhr: en in der Ge: P f l i c h t a b e n d itbildern. ung. seiten für die Lindenborster Groppenbrucher der Drucksbrücke d sollen in drei en. Die Angeu. soweit voriß. Neubauamt a. gegen Vor9 M. an die tamtes bezogen gebote am 16. amt Datteln. kanntmachung. erkameradschaft strop=Rauxel 1 ehmigung zur if dem außerZusammenbang der Gemaren Grundstück . 111•47 und eines Wohnohnung beanGesetzes vom 1 bringe ich im Bemerken ), daß dagegen Autzungs- und ind Pächtern dstücke innerst von 21 TaVerbandsaussandes Ruhrn unterzeichin Castrop= ben werden . J u l i 1 9 3 0. germeister. gssache der hienberg in Holthausen), er Entschulldungsamts 36 bestätigt ehoben. 936. ingsamt. Dienstag, den 7. Juli Westfälische Landeszeitung Rote Erde Heute beginnt die Tour de France Zum 80. Male werden am heutigen Dienstag die besten Straßenfahrer der Welt in Paris den Kampf um das längste und schwerste Straßenrennen der Welt, die„Tour de France“, aufnehmen Wie in jedem Jahr, so werden auch diesmal haupt sächlich die französischen und die belgischen Straßen fahrer um die Vorherrschaft in diesem Rennen all ihr Können ausspielen, um den Sieg im Einzel ergebnis und in der Länderwertung zu erringen Im vorigen Jahr konnte bekanntlich Belgien mit Romain waes nicht nur den Sieger stellen, sondern unter den ersten fünf Placierten befanden sich weitere drei Belgier. Neben dem Sieger R. Maes besteht die belgische Mannschaft in diesem Jahr aus S. Maes, Vervaecke Meulenberg, Dannels, Sylvere Hendryckr Overberahe. Neuville. alles Fahrer mit Tour=de=France=Erfahrung, und den Neulingen Wierinax und Kint, Auch Frankreich hat diesmal wieder auf die alten erfahrenen Fahrer zurückgegriffen. Wenn auch der zweimalige Rundfahrtsieger Leducg in der Mannschaft fehlt, so ist aber A. Magne: der ebenfalls die Rundfahrt zweimal gewinnen konnte Weltmeister Speicher, Le Greves, Archambaud, Debruyckere, Mithouard und vom Nachwuchs Cogan, Tanneveran Lefueur und Maye dabei. Mit diesen beiden Mannschaften werden die deutschen Fahrer in erster Linie zu rechnen haben. italienische Mannschaft wird aller Voraussicht nach aus den bekannten Sanktionsgründen nicht antreten. Deutschland schickt diesmal durchweg Nachwuchsfahrer ins Rennen. Nach der Austragung des Großen Sachsenpreises wurde in Chemnitz folgende Mannschaft aufgestellt: Roth(FrankWegerling(Magdeburg), R. Wolke Berlin), Heide(Hannover), Funke(ChemWeiß(Berlin) und#####ewskt(Dortmund). Von diesen zehn Fahrern besitzen Roth, Weckerling Wolke, Heide, Risch, Händel und Kijewsti bereits Tour=de=France=Erfahrung, während Weiß, Arents und Funke als Neulinge in dieses schwerste aller Straßenrennen der Welt gehen. Von den Neulingen sollte Weiß keine schlechte Rolle spielen, da der Berliner schon als Amateur große Veranlagung geAuch Ar nis har in den schweren deut„ in#gr#n nich. chlecht abgeschnitten, und Funre ist ebenfalls ein zäh veranlagter Fahrer. Da a. unsere beiden stärksten Straßenfahrer Bautz ind Übenhauer verzichten müssen, dürfen wir #ere großten Hoffnungen auf Weckerling, „oth, Risch um Aiewski setzen. Weuerting war in allen deutschen Straßenrennen vorne zu finden und gewann Rund um Frankfurt und verlor die Harzrundfahrt nur durch Distanzierung. Roth hat sich n den letzten Rennen seiner großen früheren Form stark genähert. Risch gefiel besonders im Großen Sachsenpreis und ist kein Neuling in derartigen Etaypenrennen. Auch Kijewski, der dritte in der deutschen Meisterschaft, sollte sich diesmal besser durchsetzen als bei seinem ersten Versuch im Vorjahre. Wenn wir uns in diesem Jahr auch keinen allzu großen Hoffnungen hingeben dürfen, da uns die Schweizer Rundfahrt zur Vorsicht mahnt, so ist doch anzunehmen, daß unsere Fahrer wenigstens ehrenvoll abschneiden. Gerade in der Tour de France wurden wir bisher immer dann am anSehofer hestre. wenigsten Unsere Voraussagen Heute in Compiegne R.: Carlo Balzani— Lolotte R.: Schamil— Fragrance R.: Republique— Saint Preux R.: Philadelphe— Echauguette R.: Clovisse— Coppelia R.: Hay Market— Nymph Mpegre:“ 3. Färvinen kommt doch . Es hat sich erfreulicherweise herausgestellt, daß chlle Skrn, we uch der f. nsche Zehnlämpser schilles Järvinen vor einiger Zeit zuzog, keine ern##en hatte. Wie aus Helsingfors gemeldet Siprapischen Henusnar Järvinen beim lympischen Zehnkampf in Berlin nichts im Fr. gurte af, Beisung seines Verbsandes von den sich für Verlin frisch zu halten Westdeutsche Jugend-Regatta in Essen-Hügel Die V. Westdeutsche Jugend=Regatta, die am " Magvormittag auf dem Essener Baldeneysee zun Austrag kam, war von bestem Wetter begünstigt sich natürlich auf den Besuch angenehm auswirkte. In den einzelnen Rennen gav es recht spannende Kämpfe. Am erfolgreichsten setzten sich e Essener, Kölner und Düsseldorfer Vereine durch die schöne erste Siege feiern konnten. S9 Siast). (Al. Mölers) 3.13.4: 3. RT. F.;, B. Essen(Dich Sehrensmeister“ 3:4, J 0emrore Berge Wubvertal(P. 1. Wico Köln 2:34.3: 2. RT. Sp. V. Essen 2:37.4 1. 8 P S, F4gegt 2 49: 2. C8 8c, osen 2412. I Setister Psspesthz. 251.4 2. GGw. Csen 3112 G S-hicsgece, ci. e Aich De Puasburg, Wise), as5 auld) 231: 3. I. 330.„sspor“— Calaminus 2.342: 2 ". ner=Kajak Jag. 19/20. 500 an 1. Wico Köln(W. Bellen) 2:39.8: 2 Gelsonk#rcheneli Saf s 2., 3 3s sh Peter Sagtige) 2.336; 3. RX. Sp. B. ossen(Hofmann) au###en Faltboor=Anfängerrennen taten sich die Weitbewerben deren e die auch in den rben der Anfänger eine gute Rolle spielten Spe Disleldorfn zingen u P Jehling(Graf Spee Düsseldorf) einen schönen Sieg im ZweierWesigg., davon. Das Senioren=Rennen im EinerFaltboot gewann Hörmann(Eßlingen), während Eiuempgie, ünchen) mit 90 Meter 20G. nau(RwE. Essen).— Amoler=K.= 2u.. 3.: LindeWartmannG. Stessens(Rothe Mühle ger R Schröder O. Wurmedl(wwuck Piühie Esen). 3. V. für Ansänger: 1. K. Klausina(880, Lals. Ainer-Kalat S. Zaremba(Rx Sm(sian“ s“sP gallerewertb). 2. Düsseldorf).— Zweier=Kalat für Gutswage:“ Pp6. Cor.= Fischer(RD. Düsseldorf, 2 G Mättaan½a anden Rotbe Müdle Essen, 3. J. Melar=;: gotigen K. Mölers freunde) Essen. Einer=Kaltaa=. et, Stratbmann(RWG. Essen). 2. 8 Geu= Juunoreni 1. e. Neuß).— Zweier=Faltboot V. Zebling(Graf Spe Düsseldorf). 2&a SraitsK mann(Hanseak Hambura). 3. 3u Hannara& Pobi. DMSV. Dulsburg).— Tin.2. w. Roppelg. Gemütb 1. X. Hörmann(KV. Eklings“““2 9## Sentoren: Schwabing München). 3. H. Prsak.“2, Mdel München), 4. G. Helm(Mostina. 8D. Düsseldorff zmelan. a##; Verlin). b. 9. Rein Resch Muggentbaler(RC. Turnaon.i-Lr Senlören: 1. C. Hanisch W. Dorn(Posisport Berlin“s an tncden). 2. Landen=(BKC. Köln),— Siam a. P. Wevers /L. Junioren: 1. E. Krebs(KG. Turnaguzgs.“ und Wandersalte Essen), 4. W. Madle(Mos Vrüagemann Zweier=Kasak für Senioren:“(MaS. Milibeim).— DDG. Düsseldorf), 2. H. Wieliler gnans Kalaminus Hamburg), 3. C. Rotbagerlck. Imri Hanseat Bands 6sc, Ssal). a. Shnial Riatnshad) Aeus 3. u. Vormans. Busch(Graf sSpe Daseiders). Rennen in Le Tremblay am 6. Juli 1. R.: 1. Tarantella(G. Bridgland), 2. Gabes II Poiss sa“n: Parsisa., H#eude, Faranil. Engadin(A. Faugerat), 2. Baker Pasda 3. Coque.„; ferner liesen: Ocelot, Schnock, Croix de Lorraine, Cocardas, Tiarella, Miß Pearl. Toto: 32, Pr. 10, 18, 16. „„S;, 1. Champpallon(L. Lyne), 2. Connv Boy, er#r liesen; Trionnsenne, Glitter, 33 47s, Aurele II., Erevecoeur, Seybari. Toto: 142, Pl. R.: New Deal(G. Bridgland), 2. One I Love 3. Anne der Beausen: ferner liefen: Canopsus, Vor39, Tamerlan, Formir, Le Bamvino, Toto: 55, Pl. b. R.: 1. Motu Kart(A. Duputt), 2. Fidele, 3. Le " Inerre, ferner liefen: Spartan, Vautour, Cambolle „„, Berg„Innette, Champfleutg, Thmar Pitt. Toto: 6. R.: 1. Gennari(F. Hervé), 2. L’Estaaue. 2. Ra„ang%ger liesen: Camphrier, Chimérique. Toto: 15, Dortmunds Rollschuhläufer bei den Gaumeisterschaften erfolgreich Unter außerordentlich starker Beteiligung wurden in der Wuppertaler Tennishalle die Meisterschaften, im„Rollschuh=Kunstlaufen ausgetragen. in drei Dortmunder Vereinen waren Remscheid, Wuppertal. Essen, Bochum, Cronenberg, Someister Willa; g. errreten. Der vorjährige GauTezigtc#######canz(Dortmunder Roll= und Schlittschuh=K. b.32) konnte auf Grund seiner hervorragenden Leistungen seinen Titel erfolgreich verteidigen und wurde somit zum zweiten Male Egumeister, Gaumeisterin wurde Fr. Ulla Krumm (Remscheid), Jugend=Gaumeister Paul Mehrfeld sind Frl. Paul We, efeld.(Remscheid), Siegerin der Klasse B wurde Frl. Klemroth(Rollschuhklub Dortm.) vor Frl. Nau(Remscheid). K. Walddeck(Dortm. RSC.), der bereits durch seine Pflicht einen Vorsprung vor seinem starken Remscheider Gegner Willy Kaißner garte, exrang durch ausgezeichnete Kür in der Jugend=Klasse B einen sicheren Sieg. In der Klasse Frl. A. Freund(Dortmunder Roll= und 32) Siegerin über (Buppertal), In der Jugendlasse C konnte Hein #n(Dortn. noer Roll= und Schlittschuh=Kluf Lavontragen seinen Essener Geaner H. Schwarz, Gerin Sie all.2 wi ges wiederum eine DortmunDeni Mack(Fururn“ plas belegte, und zwar Frl. Leni Mack(Turnverein Eintracht). Aus dem Wettschub= gluß Friaendklasse 22 eing Ursula Ante(Rollschuh=Klub Dortmund) siegreich hervor. Einen harten Kampf gab es in der Jugendklasse A im PaarOv#.„#as Paar Lotte Kortendieck—Egon (Rollschuh=Klub Dortmund) ein ausgezeichnetes Programm vortrug, fiel der verdiente Rolschub=Al.“ 82. Saa e den(Tortmunder Rollschuh=Klub 82), die durch das schwierige ProGeaner bestegte ga autitegan un6. ihre starten wurden Friseswpach. Sgarlautliegegs in der Klase 9 wurden Frl. Mack—Kleemann(Dortmunder Turnesten Plad heleger und Schlitschuh=Klub 32) den Großer Preis von Europa für Motorräder Aufnahme: Hoffmann Scharfer Kurvenkampf an der Tribüne während des Hauptrennens Ohne Sieg doch großer deutscher Erfolg Nach dem Großen Preis von Europa für Motorräder Man muß Abstand gewonnen haben von diesem zehnstündigen Rennen der Weltbesten des Motorrad=Rennsports, man müßte eigentlich nun ein paar Stunden durch die Fahrerquartiere wandern und fragen. Es gäbe sicher allerhand zu hören. Alles solche Dinge, die man nicht sieht, die man notfalls unbestimmt fühlen kann. Man soll eigentlich bei einem Rennbericht nicht mit„wenn" und„aber“ operieren. Man könnte dabei leicht in den Verdacht kommen, dieses beschönigen, jenes herabsetzen zu wollen. Aber „wenn“ man zurückschaut auf dieses Rennen, so gibt es doch einige Dinge, die zu seinem Charakteristikum gehören. Die sollen schnell ein bißchen zerpflückt werden. Westsalens Elf für Wuppertal ch den Spielen gegen den Gau Niederrhein am Samstag in Lintfort werden unsere Olympias Lesater Keshreiten, De shgrcbes Kasehen Heide Eintracht Gar Warnnschaft pritrt.. D Olhmpia=B. vertetung antt gegen eine Boppertater Stadt 2. RWC. Essen 2:482; 3. Roibe 1. 86, Pitten 2. 9. 3“ 8119. 500 Meter. 3. Linden Tahlhauser KF. 3=0 2199=2: Gelsenürchener, 86. 944; 2. Bac. Ron 314.2 Milbeimer R G. 2.591. Röin 21444; Mr M.e RA2-7 4fä Pflser Bac 2gz, 1.57“" Wanderfalte affe 22i3giden= pahldauser 80. versafte Gslen 3.59 8.%. S 1. 800 Meter: 1. Wan 3. 2pG. Tüsseldorf 3131.2. 7. 0. V. Essen 3.30; Langstrecken=Kanuregatta in Essen Die Langstrecken=Kanuregatta auf dem Baldeney=See in Essen wies am Samstaa trotz der unsicheren Witterung, einen guten Besuch auf. Bei hohem Wellengang und Westwind wurden an die Teilnehmer große Anforderungen gestellt. Das Hauptinteresse fanden die Faltboot= und KajakRennen der Senioren. Auf der 10000 Meter langen Strecke gav es durchweg schöne Kämpfe. Die Organisation ließ keinen Wunsch offen. von Cramm splelt in Agram Die deutsche Mannschaft bereits abgereist Ganze fünf 175=Kubikzentimeter=Rennmaschinen gingen auf die Fahrt und nicht eine kam zum Ziel. Wir kennen diese Klasse in unserem Sport schon lange nicht mehr, das Ausland auch nicht, doch die FICM. hält an dieser Renntradition fest. Hoffentlich zum letzten Male. Die Geschichte ist überholt. Doch was sagt man dazu, wenn gerade Deutschland die schnellste Maschine dieser Klasse besitzt? Stimmt schon: die DKW. Der Chemnitzer Winkler hat mit ihr vor seinem Ausscheiden 108 erzien, während Bonazzi(Italien) mit der MM. nur auf 97 Kilometer kam. Durchgehalten hat keine Maschine. Ehrlich gesagt: dieses Rennen interessierte nur wenige. „ Die 2er DKW. ist schon eine tolle Sache. ., ein Mann wie Geiß dazu im Sattel, Herz, st du mehr: Geiß hatte Fußschaltungsdefekt, da war es aus. Die sehr schnelle Guzzi kam auch nicht durch. Tyrell=Smith brachte eine weiß Gott nicht sehr schnelle Excelsior=Jap zum Ziel. Die bielt aber durch. Kein großes Kunstuck.„Dan lernte jedoch: Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit sind zwei grundverschiedene Dinge. Die einen machten es hiermit, die andern damit Kombination von beiden ist aber erst Zweck der Uebung. So zeigte uns das Rennen, daß unser 55 2Pa#####gnicht, alle seine Aufgaben erliche für ien das wiederum ist ja das Erfreu1. 3. 1. 1. 1. Mannschaft bereits abgereist In Begleitung von Dr. Kleinschroth ist unser Tennismeister Gottfried von Cramm am Sonn tag von Londog mit der Bahn kommend, in Berlin eingetroffen. G. v. Cramm, dessen Mißgeschick vor und während der Wimbledon=Schlußrunde am Freides Tagen;cal Tagesgespräch ist, suchte im Laufe Seilungsprozer de a gisengau der sich über den Sezungeprozeß der Sehnenüberdehnung im rechten Oberschenkel befriedigend äußerte. Der Tennis Sscrungf. di d. ac seor zuversichtlich und hofft bestimmt, die deutschen Farben am nächsten Wochenende beim Davispokal=Europafinale in Agram gegen Jugoslawien vertreten zu können. Die anderen Mit glieder der deutschen Davispokal=Mannschaft. im Wesie gsben- Pe. Lenlet un Lund und Werner wenzet, haben bereits am Sonntag nach einem ie Feife nach ve au mit der Eisenbahn nach Agram angetreten. Gottfried von oig—st am Mittwoch mit dem Flugzeua das ihn nach Wien bringt, von wo aus er mit der zu seiner Abreise hofft von Cramm in Berlin sogar noch etwas trainieren zu Heishras mristu, Monnsthastsführer Dr. 8. er oth reist zusammen mit von Cramm nach In Agram sind inzwischen alle Vorbereitungen Krschesie Der Serialanpf gerosen vorden. LaInteresse der Bevölkerung ist ungeheuer groß: aus Tschakowetz, dem Heimatort von Puncee, kommen bummier Amateure auf der Matte Kamen— Herdecke 8:5 Rine 2 /g# der Kampf nicht aus. kann. Federgewich: Karmaz6 gagen werden Niemank, Herbecke, nach drei Minuten durch Aud. Le#chie I aer e 4.3 al. Ler esdark sgt Baieg siank eient darf den Engländern bei ihrem Trainina Peicht, e###sehr trauen, hafür jedoch ihrem ungeschinen. Sa meit u.: seistungsfähigkeit ihrer Maschinen. So weit sind wir, glaube ich, noch nicht daß wir unsere Maschinen so gut wie ohne Training auf die Bahn stellen, losfahren und gewinnen. Die Engländer haben das raus, vor allem wirtlic nich v... suhren ein paar #ich nicht aufregend schnelle Runden im Training, drehten einmal gehörig auf im Rennen fuhren dann ihr regelmäßiges Tempo und siegten. in der 350er Klasse und Guthrie in der as dis Snera ultig, 18, belvunderungswürdig. die Engländer aber wiederum in Staunen versetzt, war, daß wir ihnen eine so unerhört harte Gegnerschaft entgegensetzten.9 * „„bus soll nicht ein Lob sein, sondern eine Feststellung: Steinbachs und Fleischmanns zweiter und dritter Platz mit der NSU. in der 850er Klasse erwiesen Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit zugleich Enorme Leistung mit der älteren Maschine gegen die ganz neuen Forton. Und die Auto=linion=DslWs. das ein Kampf! Die schnellste Runde von Müller und die zweitschnellste von Mansfeld, beide auf DKW., bewies gleiche Geschwindigkeit mit der Norton. Und da die Maschinen ja auch durchhielten, da diese schnellen Runden sogar ganz zuletzt erst gedreht wurden haß die gehenticg nichts auszusetzen. Schade, daß die BMW. von Ley nicht hundertprozentig in Ordnung war. Sie hätte Guthrie noch mehr gezeigt von deutschem Motorradbau. + Kurzbericht: Deutscher Erfolg beim Großen Preis überragend gut auch ohne Sieg! Ernst Rosemann. Großer Marne=Preis in Reims Der neue 8,25=Liter=Sportwagen von Bugatti der sich am vorigen Sonntag im Grand Prix von Frankreich auf der Montlherybahn gleich siegreich einführte, konnte im Großen Marne=Preis in einen neu überlegenen Erfolg davontragen. Wimille(Bugatti) gewann das über 50 Runden= 400 Klm. führende Rennen der Sportwagen von 8 bis 5 Liter Zylinderinhalt in 2:50:45.8 mit einem Stundenmittel von 140,245 Klm.(Std Markengefährten Benoist, der 2:51:43.1 Johrer hatten gip benötigte„Die beiden BugattiFahrer hatten alle übrigen Bewerber ein= oder ###als überrundet. Auf den dritten Platz kam Helds.(Talhgt) in 3,22.9,6 für 49 Runden. Vierene uur a# m.%(Bugatti in 2.55.34 für eben990 5. 49 gunden. Das über nur 40 Runden 820 Klm. führende Rennen der Wagen von 2 ## Siter Zylinderinhalt gewann der Engländer MeEvoy(Amilcar) in 2:54:14,8= 107.792 Klm. Std. Kloth bei Schalke 04 Spielerwanderungen in Westfalen der Sommerpause setzen geder“ aic Weitarte wanseru gen ein. So meldet wechsel. Beiin hatesea e nise interesante Vereinswechsel. Beim deutschen Exmeister FC. Schalke 04 ## sich der bekannte Torwart Kloth(BV. 1912 Gelsentirchen) und der Läufer Paprotta(Union #irch angemelben. Der ehemalige SchalkeVexteidiger Zaions ist vom Se. Sonnborn 07 zuToezehrt und pird jetzt für Gelsenkirchen O7 spielen. Der SV. Höntrop verliert den Verteidiger Dutzen Sie ein Klavier mit Sand? Das würde seinem Glanz wohl schlecht bekommen. Genau s0 ist es mit Ihren Zähnen. Das Feinste ist gerade gut genug. Versuchen Sie mal den teinen Putzkörper der Nivea-Zahnpaste. Der erhäh die Zähne blitzblank und schont den Zahnschmeiz. Sereeisgr###ac ue Werne abgewandert ist. Auch #5. Halerehs.Sckert verlaßt Höntrop und swelt für bei den Dlympischen Spielen 4. Auaue im=Segelflug=Vorführungen, die am dem Glugplatz Stalen durchgefihet, werden, betelligen sich auch fünf ausländische Nationen. Ea haben der Aero=Club Italien, Polen. Oesterreich Ungarn und die Schweiz gemeldet. Die Itaf: Sase Maichtne Sienren, ald Ungaern konmen mit einer Maschine eigener Konstruktion, Polen hat seine Teilnehmerzahl noch nicht mitgeteilt sesten Flieger an dieser Veranstaltung tellnehmen Unsere Turne 14 Nationen beim Olympischen Turnkampf Die großte Beteiligung aller Zeiten Die Ge rung, die 1 eingesetzt gute Forts nstitute 1935 alle 2 zusammen. 3606 Millio schuß von schlossen. Bei alle der Krank finanzielle sicherung einmal die wurden, un nach den b wiesen hatt lose wieder erhöht hat. die Wocher Geburten Der Kon garung der ür einzelne tigt, die me bau der L Erfolg, abge der Notmaß noch nicht. versicherung Neben de die älteren zusagen„St seit Jahren dom Vermöl aus der unz und währen der„Uebert künftig zu langsam ste gliederstand Die Einn schaftsaufacl sind. in der lichen Pensic sein, um kiln wartschaften daß die Bei nahmequelle rungsgemäß schwanken.v sind oder ga wicklung stei in der voller leistungen in schaftlichen I gleich zum G sicherung nic setz vom 7. 12 absehbarer Z Wirtschaft: durch diese worden, da b der Beitrag z wird, der Bei mäßigt werde Die von de sätzliche Re zweige ist ginstige Ent ie Reformar ein nicht zu u Lage vor einig größeren Ges früher. Die Reichs zwischen schol wohl in einig die vielen Aei sichtlich gewo wie es das A in seinem Sch einheitlichen Das nach den umgebaute un De Olympischen Spiele in Los Angeles 1932 sind in Spiele der Rekorde eingegangen. größten Völkerbeteiligung sein. A zahlenmäßig ein Ergebnis erreicht, 80 überragen, dafür sind die ernsthaften und gründlichen Nationen wie die harten Ausscheidungskämpfe in Nach den vorliegenden Meldungen werden folgende Wettkämpfen der Turner in der Dietrich=Eckart=Bühne 1 Ungarn, Oesterreich, Tschechoslowakei, Italien, Jugoslatien garien, Japan, Aegypten, Vereinigte Staate ligung ist bedeutend stärker als die Teilnahme d und die Tschechoslowakei fehlten und die Schwe., Kur enlch Eroin Miez 1 bald nach dem Beginn des Wettkampfes wegen Unstimmigkeiten ausschied. Die Meldung zu den Olympischen Turnwettkämpfen ist n" nahme der Nationen bei den turnerischen Weltmeisterschaften Nationen teilnahmen. Damals waren Polen und Hol meldet haben, in Budapest mit dabei, kamen aber erst Aegypten, Jugoslawien und die Vereinigten Staaten vertreten waren, werden Mannschaften in Berlin in Budapest noch als Zuschauer anwesend waren, und die durch Deutschland machten und in verschiedenen bei den Olympischen Turnwettkämpfen sicher Mannschaften von diesen 14 Nationen stellen. Es ist die große Frage, wer Zum ersten Male in der Geschichte der Olympischen einem Olympischen Turnwettkampf für Frau pischen Spielen Vorführungen gezeigt,#' untereinander gemessen. Folgende acht Natio Italien, Jugoslawien, Polen, Tschechoslowakei, Großbritannien und Deutschland. Hier fehl stärksten Nationen ist daher unmöglich. Die Olympischen Spiele in Berlin werden die Spiele der Auch in der Besetzung der turnerischen Wettkämpfe wurde erreicht, wie es bisher noch niemals der Fall war. Und auch leistungsmäßig werden die kommenden Olympischen Turnwettkämpfe alle übrigen Kämpfe eichen Vorbereitungsarbeiten der Turnin den einzelnen Nationen der beste Beweis. genoe 14 Nationen an den Mannschaftsteilnehmen: Schweiz, Finnland, , Frankreich, Luxemburg, Bultaaten von Amerika und Deutschland. Diese Beteider Nationen in Los Angeles, wo Deutschland nur durch Georg Miez vertreten war, der ) auch viel stärker, als die Teil1934 in Budapest, an denen 13 die diesmal nicht für Berlin geden 10. und 11. Platz. Japan, von Nordamerika, die in Budapest nicht zum Wettkampf stellen. Die Japaner, die im vergangenen Jahre eine Reise Städten ihre Turnkunst vorführten, werden eine beachtliche Mannschaft stellen. Die stärksten werden die Schweiz, Finnland und Deutschland von die sen drei Nationen den ersten Platz belegen wird. ischen Spiele nehmen die Turnerinnen an en teil. Wohl haben sie früher bei den Olymaber noch niemals haben sie ihre Kräfte am Gerät nen gaben ihre Meldungen für Berlin ab: Ungarn, Vereinigte Staaten von Nordamerika, en alle Vergleiche und eine Voraussage der Aufnahmen: Schirner Eine unserer stärksten Waffen olympischen Spielen ist Ernst (Frankfurt) Weltmeister im H nt man Haltung, die hier Konrad deutscher Kunstturnmeister 1936, em einarmigen Handstand zeigt Die letzte Probe Steffens bei den Männern Reichsmännerturnwart Martin Schneider zum Ausscheidungsturnen Nachdem die Vorbereitungsarbeit der deutschen Olympischen Turnriege in Hamburg zu einem guten Abschluß gekommen war, äußerte sich der Reichsmännerturnwart und verantwortliche Mann für die Vorbereitungen der deutschen Turner zu dem Hamburger Ausscheidungsturnen. Er betonte, daß das Olympische Programm für jeden Turner ungeheure Schwierigkeiten verlangt habe.„Die Klippe und der schwerste Teil in den Pflichtübungen ist die Felge in den Handstand am Schluß der überaus schwierigen Ringeübungen. An diesem Gerät werden sich die Meister von den anderen scheiden. Deutschlands Besserung im Die letzten Olympischen Ausscheidungsturnen der deutschen Turner und Turnerinnen wurden in der Hamburger Hanseaten=Halle durchgeführt. Der Wettkampf in den Pflichtübungen erbrachte den eindeutigen Sieg von Steffens=Bremen. Alfred Schwarzmann=Wünsdorf konnte wegen einer Erkrankung nicht antreten. Die besten Pflichtübungen wurden geturnt in den Freiübungen von Frey mit 9,867 Punkten, im Sprung von Friedrich und Steffens mit 9,767 Punkten, an den Ringen von Volz mit 9,9 Punkten, am Pferd quer von Steffens mit 9,9 Punkten, am Barren von Steffens In der vergang dampfer einge terzufuhr im grol delte sich u. a. ur günstige Wasserta rhein eine last bei Holzverfrachtt usw. geslattele, während der letzt bescheidenstem Au daher bei dem du lichen Angebot vo denz meistens lus eine Belebung der war, des weiteren rung nicht zustand Oberrhein- und M. Aenderungen, aber zu beobachten, den zunutzen und stellt Nach dem Nie gangenen Woche ein 17½, 22½ Cents pre ten, und dieser Sai genannt, jedoch kon dem Niederrheinges heitlichen Nolierung teres muß hauptsa Angebot von Reeder seilens der Partiku holländischen Meldes Schiffsraum an den einer, ähnlich wie b führte, Zusammenge diejenige am Schl unbefriedigend und Reedereien und Verl Wer die Entwick während des leizten der Feststellung gela die sich redlich bemt in einer wenig ben sich jetzt noch vor Die L.ehren des man sich nämlich au denn in der Maassta Limburg, die bekann ses. Die Ueberzeug# eine Rettung für de mehr und mehr sog her diesen Bestrehn gestanden hatten. M kammer gaben öllent gannt. Die letzten nie Devalvalisten bit vorher stets auf Belg die Lage sich nach und wahrscheinlich u eine entsprechende genannten Nachbarlan Streiks die im vorige tionsgewinne an die das ein und andere Belgien, so gibt es d wirtschaftlichem Gebie aus ähnlich sehen. Di wenn auch der wilde rungen der Arbeiter waren, denn die Lebe um 40 Prozent teurer teuerer. se daß die S bedeuteten Freiubungen zeigen0 Uebungsteile des Bodenturnens, übungsturnen ein besonderer We Eines der schwierigsten Geräte sind die Ringe. Deut sind auch hier führend. Hier sieht man Innocenz Haltung war großartig und ausgefeilt, und mar rann zusammenfassend sagen, daß die gesamt Mannschaft gleichmäßig stark ist und mit vollster Zuversicht in den Olympischen Turnerinnenwett kampf eintreten kann. Das Ergebnis der Turnerinnen: 1. Friedl Iby, Nürnberg, 85,975 Punkte; 2. Käthe Sohnemann, Hamburg, 81.150 Punkte; 3. Julie Schmitt, München, 81,075 Punkte; 4. Paula Pöhlsen, Hamburg, 78,950 Punkte; o. Trudi Meyer, Hannover, 78,525 Punkte; 6. Isolde Frölian, Dresden, 77,925 Punkte; 7. Erna Bürger, Eberswalde, 76,725 Punkte; 8. Anita Barwirth, Kiel 74.625 Punkte; Hanni Högel, Wiesbaden, 73,200 Punkte; 10. Marga Fischer, Leipzig, 73,075 Punkte; 11. Miele Schowalker, Ludwigshafen, 70,720 Punkte; 12. Emmi Hollfelder, Dortmund, 60,700 Punkte. Auch die Vorbereitungsarbeiten Die Gruppen zum Olympia-Hockey=Turnier Der Technische Aurschuß des Internationalen Hockeyverbandes trat am Wochenende in Paris zu einer Sitzung zusammen, in deren Mittelpunkt die Rangeinrichtung der am Olympia=Hockey=Turnier teilnehmenden Nationen stand. Deutschland wurde durch Detmar Wette=Köln vertreten. Wie nicht anders zu erwarten war, führen Indien, Deutschland und Holland die drei Gruppen an. Die offizielle Rangliste lautet: 1. Indien, 2. Deutschland, 3. Holland, 4. Frankreich, 5. Belgien, 6. Schweden, 7 Spanien, 8. Afghanistan, 9. Dänemark, 10. Japan, 11. Ungarn, 12. Tschechoslowakei, 13. USA, 14. Jugoolympischen Turnerinnen wurden mit dem letzten Ausscheidungsturnen in der Hamburger HanseatenHalle zum Abschluß gebracht. Nach hartem Kampf konnte sich Fräulein Iby(Nürnberg) vor Käthe Sohnemann(Hamburg) an die Spitze stellen. Der Wettkampf brachte von allen Dingen Höhepunkte bei den Barren=Kürübungen und in den Gemeinschaftskeulenübungen, die das Haus zur Begeisterung hinrissen. Die besten Ergebnisse in slawien. 0 Nach der Gruppeneinteilung ergab sich folgendes Bild: Gruppe A: Indien, Ungarn, Tschechoslowakei, UsA, Jugoslawien. Gruppe B: Deutschland, Afghanistan, Dänemark, Japan. Gruppe C: Holland Frankreich, Belgien. Schweden, Spanien. Es wird nach Punkten gespielt. Die Gruppen A und B stellen je eine Mannschaft für die Vorschlußrunde, die Gruppe C, die in der Spielstärke der einzelnen Mannschaften keine allzugroße Veränderungen aufweist, ist mit zwei Mannschaften zugelassen. In der Vorschlußrunde spielen der Sieger der Gruppe A gegen den Zweiten der Gruppe C. der Sieger der Grupep B trifft auf den Sieger der Gruppe C. Die beiden siegreichen Länder bestreiten ritten Platz kämpten Christian Berger doch nach Berlin? Die für die Olympischen Spiele in Aussicht geommenen holländischen Leichtathleten trainieren zur eit gemeinschaftlich in Rotterdam. Aus der Tatiche, daß mit der Mannschaft auch der langjährige sprintermeister Christian Berger nach Rotterdam um, glaubt man in der holländischen Oeffentlichkeit en Schluß ziehe zu dürfen, daß der kürzlich wegen ## osigkeit ausgeschlossene Berger doch Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Mannschaft der deutschen Turner für die Olympischen Spiele ist folgenoe: Steffens, Winter, Beckert, Erschlent sind:# S#aa und Schwarzmann. Ersatzleute sind: Schmelcher und Sandrock. Als Mannschaftsführer wurde Ganmännerturnwart M.) bestimmt und als deutsche Kampfrichter für den Olympischen Wettkampf Gaumannerturnwart Eichinger(München), HeeressportSoner Sitlsngen erurnwach ier Konrad eister 1936, and zeigt allen Schneider der deutschen g zu einem zerte sich der ortliche Mann Turner zu Er betonte, jeden Turner en verlangt Teil in den Handstand am Ringeübungen. eister von den Besserung im auch wiederlar zum Auslz für seine es gesamten ie Barrenie Enthaltung ein Prüfhier habe das die Deutschen gezeigt. Die rner mit beDie Reckeuropäischen ten aufweise, zu schwierig Reckturnens Höhe stehen. rke sich uning die freie Auch die bedeutsamen ei im Freidie Leistung 7 Westiälische Landeszeitung Rote Erde Wirtschaftliche Nachrichten Aufschwung und Reform der Sozialversicherung Stetige Besserung, aber noch nicht alle Zweige auf lange Sicht saniert Folge 182 7. Juli 1936 Berliner Wertpaplermärkte Die Gesundung der deutschen Bozialvereicherung, die mit dem Wirtschaftsaufschwung seit 1933 eingesetzt hat, hat im letzten Haushaltsjahr weiter gute Fortschritte gemacht. Nach uem Bericht des für Konjunkturforschung haben im Jahre 1935 alle Zweige der deutschen Sozialversicherung wionen 183 Mliongn, RM. Einnahmen und 3.„Millionen KM. Ausgaben, mit einem Ueberchlogon mnsgesamt 461 Millionen RM. abge gerricherung, wird, dann dem deutschen Volke in werden, und klarer Fassung neu übergeben Größere Umsätze Der Facheinzelhandel im Mai Bei allen Versicherungszweigen, mit Ausnahme der Krankenversicherung, hat sich seit 1933 die finanzielle Lage stetig gebessert. Die Krankenver enmel a.vgusf deshalb eine Ausnahme, weil hier einmal die Beiträge in den letzten Jahren gesenkt wurden, um die Rücklagen zu vermindern, die sich nach den bisherigen Erfahrungen als zu hoch erwiesen hatten, weil sich ferner, je mehr Arbeitsin Arbeit gekommen sind, das Risiko erhöht hat, und weil schließlich die Ausgaben für die Wochenhilfe durch die besonders zahlreichen Geburten gestiegen sind. Der Konjunkturaufschwung hat durch die Stelgerung der Beitragseinnahmen die akuten Gefahren für einzelne Zweige der Sozialversicherung beseitigt, die man 1931 nur durch einen rigorosen AbErtolr“ beawst## a###edoch ohne entscheidenden Erfolg, abgewehrt hatte. Wenn auch heute die Zeit der Notmaßnahmen vorbei ist, so bedeutet das aber noch nicht, daß jetzt schon alle Zweige der Sozialversicherung auch auf lange Sicht saniert wären. „# gen Schäden der Krise haben vor allem die älteren Rentenversicherungen immer noch sozusagen„strukturelle Schäden“ auszumerzen, die V##n bestehen: sie ergeben sich einmal aus gom„Vermögensverfall in der Inslation, weiterhin aus der unzureichenden Vermögensansammlung vor und während der letzten Krise und vor allem aus Ueberalterung des deutschen Volkes. die zu gark steigenden Rentenansprüchen bei ussam, steigendem oder gar abnehmendem Mitgliederstand führen wird. „HPie,„Einnahmeüberschüsse im bisherigen Wirtschaftsaufschwung dürften aber, so erfreulich sie „de„Invalidenversicherung und knappschaftlichen Pensionsversicherung noch nicht groß genug sein, um künftig, auf lange Sicht gesehen, alle Andecken. Man darf nicht vergessen, daß die Beitragseinnahmen, die wichtigste Einnahmequelle aller Sozialversicherungszweige, erfah„mit der. Wirtschaftsentwicklung schwanken. während die Ausgaben vorwiegend starr sind oder gar unabhängig von der Wirtschaftsentwicklung steigen. z. B. Rentenansprüche. Die Lücke in der vollen Deckung aller künftigen Rentenle,stungen##., de., Invalidenversicherung und knappschaftlichen Pensionsversicherung ist jedoch im Vergleich zum Gesamtumfang der deutschen Sozialversicherung nicht erheblich: sie wird durch die im Ge7. 12. 1933 vi, gesehene Beitragserhöhung in abschbarer Zeit geschlossen werden. Weder die #irtschaft noch die Versicherten werden aber durch diese Beitragserhöhung zusätzlich belastet werden, da bekanntlich im gleichen Maße, in dem Die Umedtze des Fecheinzelhandels haben sich, wie die wel 1838 geseng.1 endel beim Rh v., mittel, im „„eenüder dem gleichen Monat des Vorjahres um „„„##.###h, Diese Steigerung ist erheblich größler als in den vorangegangenen Monalen des laufenden Jahres. In Ausssruck Zie aus die Umsatzverschiebung zum iie durch die verschiedene Lage des Pfingstwonat auf Ansch-f. Wilterungslage dürtie im Berichtscast asch piah....“ susesprochenem Sommer. weit.####ht besonders anregend gewirkt haben. Wie ind 33.## Umsatzentwickhlung Preisänderungen beteiligt inden ohne waßr.....“ Der LebenshaltungsVoriahr Eine weist für Mai 1936 gegenüber dem Inder erfaslien Wbe... 1.“ H. auf. De die in diesem unngeseigien den vom Einzelhandel Vermendumne diases gu ist eine #n#sreun“, dieges Preisinder zur Errechnung des Anteils möglich— an den Veränderungen der Umsatzwerte nicht „####n, enzelnen Zweisgeschäften des Einzelhandels gegeni Ledensmittelfach geschäfte im Mai 1936 gegenüber dem Vorjahrmonat eine Umsatzsleigerung von „ gegenüber Mai 1934 von 20,9 v. H. und gegenrichsten: 195 vo. 267 v. h. Von den besonderen Be Bustsrsuinfen##. Lebensmitteleinzelhandels blieben die rilialgeschäfte in ihrer Umsatzsteigerung auch in dieech hinter dle.„Fechgeschälten und Gemischtwarenmaiten zuruck. Im Bekleidungs einzelhandel zeigte Gesamtbewegung der Umsätze der Textilwarenfachim Mai 1836 gegenüber dem Vorjahrsmonat einen erheblichen Anstieg(um 19.8 v. H.), der besonders stark wurde. Innerbaib de bedaris beslimmt gurde.„innerh. ib der Textilwarengeschäfte ist die stärkste Bes-isschungebecesa.... männlichen Bekleidungsbedarf festzustellen. Auch in den Wirk- und „. ss T.“ die 8 cmen die Umotize um 20 zu Die Schuhwarengeschäfte haben ihren ..#r gegenüber dem Vorjahr um 31.2 v. H. vergrößern piingslles Ceschallszweig hat vor allem die Lage des brsch:! is aa; c. dere Erhöhung der Maiumsdize gebrecht. In der Gruppe des Hausrats und der Einrich ungsslücke sicht der Möbellschhandel wieder mit einer Msalzst gerung von 25.8 v. H. an erster Stelle. Im llan rund###n:###., ikeln liegt die Umsatzzunahme um und 30 v. H. günstiger als in den Vormonaten. Den EinGeigerung im 1Pg.. erweckt die Uimsat: steigerung im Uhrenhandel, die 15 v. H. ausmacht. „Bersiszas: Jpll. 5 Zum Wochenbeginn kamen im WertPara nen P##*-Börse nur kleine Umsdtze zusncs„Pmtenkundschalt war nur mit kleinen Aufbande###. Markt, verigeleg. Der berulemäbige Börsenbaiie, wor bestrehonateng dehalien I. bestrebi, dieses glaltzustellen. Die Kursgestalocnar Tleicht###### nicht ganz einheilich, es überwechsel ein, der.... i Verlaut trat ein Tenden:: wechsel. stp. 4.1#inen Ausgang am Markt der Ver. Stahlnanm. Diese unlerschritten zunächst den Pari-Kurs Ssne.„. bis auf 101% anzuziehen. Rheinstahl gewannen bereits zum ersten Kurs 3/. Harpener eckner je 8/8%6. Am Braunkohlenaktienmarkt, an einige Papiere zur Notiz gelangten, gewannen Siederlegeszer###e. während lisebersbau im gleichen AusWarkt wurden...— d.“ ae dczeingen. am cnemischen Markt wurden Farben bis 4% niedriger bewerlei, das apfer schloll aper später gut erholt mit 169. Sehr lest lssen aut geringen Bedart, dem keine Ware gegenüber stand, Accumulatoren mit+-3¼%. Chade-Anteile erlitlen einen kräftigen Rückgang von 10—13 RM. Auch Tarifpapiere unterlagen leichtem Abgabedruck. So Elektro-Schlesien mit 1½ und Lieferungen mit—1%. Bemerkenswert feste Hallung zeigten wieder die schon seit Tagen gefragten eiche greer„Heiiztel“ 47.2), während Waldhof am „ichen Markt zunächst 1½% hergaben, dann aber wieder erholt waren. Holzmann und Metallgesellschaft ermälligten ucn um ca. 1 1/1/0. Von Bankatien erlitten Deutsche Ueberseebank einen neuen Verlust von 3½%. Weiter fest lagen Deutsch-Asiatische Bank mit+35 RM. baten Se 3i nmaf.Ft gurde die Allbesitzanleihe 1478 oner mit 113 bewertet. Die halbamtliche Notiz für die mschuldungsanleihe ermälligte sich um ½ auf 88 ½4% Im nasssverkch., lagen Stadtanleihen recht fest, wobei Düsselgorl- einige Tage gestrichen Geld angeschrieben wurden, mit einer Steigerung um 1¼% die Führung hatten vvinzanleinen sind 20er Brandenburg mit+ ½% zu # Perasen,######e1d erforderte nach wie vor 3 bis Mrg###lsche Anl. Ausl. einschl. 112.80: Aku ger 157: Beri 9. 199. 12 Pg Bgmbera 85°. Aulius Berser. verl. Maschinen 136; Buderus 104%; Charl. WasSöämieg Banr regugi.and 411: Conii Gummi 192“: u, m###en.„1221: Dessauer Gas 121½; Deutsche Erdöl #s#, Dimd. Union-Brauerei 209; Elektr. Licht u. Kraft Engelhardt-Brauerei 99½: I. G. Farben 168¼: Feldman„130: Gestürel 143½: Harpener Bersbau 130; Hoeschwers Neugen 1#: nall Aschersleben 128½; Klöckner. werke 109%; Koksw. Chemie 129½; Laurahütte 22¼: Sap#ann„Manzfeld 139½: Naschinenbau 113½: renstein u. Koppel 83½: Rheinstahl 143¾: RWE 137¼ Rülgerswerke 128½: Salzdelfurth 180¼. Schuckert u. Co. Ver“ sschwerie 1ce.... 111“: Sicmens u. Halske 204; 196. 1c—tan ae 19“„Zellstolf Waldhof 146½; Reichsbank Oiani Ainen 283.. 1 3bas 14½; Norau. Loya 13; Herstellung von Autoteilen und - zubehör genehmigungspflichtig erün. 2 Jull N.. Br 22 443 b) CB Küber: 2) 68-72: b). 80-47: e) uige## 6. Juli. Das Reichswirtschaltsministerium teilt mit: Wie in der Oellentlichkeit bekannt geworden ist, hat der Reichswirtschaftsminister schon im April d. J. Kraltlahrzeusr enerlirmen, die beabsichtigen, die Produktion von Kraftfahrzeugteilen und Zubehörartikeln aufzunehmen die sie vor dem 1. Oktober 1933 nicht selbst hergestellt #be#an, vor Durchführung ihres Vorhabens mit ihm n Verbindung zu treten. Die mit dieser Regelung gemachten Erfahrungen haben die Anordnung einer ausdrücklichen erforderlich gemacht. Die Erteilung der Einwilligung wird, wie bisher, im einzelnen Falle von der Prüfung der mallgebenden Arbeits-, Produktions- und preis politischen Gesichtspunkte abhängen. Die Anordnung hat folgenden Wortlaut: au-Desemt###***“#stellerlirmen bedürlen bis zum 31. Dezember 1937 zur Errichtung von Anlagen zur Herstellung von Kraftfahrzeusteilen und Zubehörartikeln, die ver, dem 1. Oktober 1933 nicht von ihnen un eigenen Beriebe hergestellt worden sind, oder zur Erweiterung der t###keit, se#er bestehenden Anlagen oder zur Aufnahme der Herstellung solcher Kraftfahrzeusteile und Zubehörartikel der Einwilligung des Reichs- und preuli schen Wirtschaftsministers. Das gleiche gilt für Unternehmen, deren Kapital zu mehr als zur Hälfte einer Kraft. eminsrstellerfirma schört oder die sonst unmittelbar d9#ms„ un:„„dexen„mabgeblichem Einfluß stehen. Der Reichs, und preuhische Wirtschaftsminister behält sich Einwilligung mit Bedingungen oder Auflagen zu § 2. Wer den Vorschriften dieser Anordnung. Bedinsungen„der Aufl gen, zuwiderhandelt, kann durch polizeilichen Zwang nach Maligabe der Landesgesetze zu ihrer Beachtung angehalten werden. Er wird auf Antrag vom #sericht mit einer Ordnungsstrafe bestraft. Die OrdPraig, v., d mn Geld., festgesetzt. Ihre Höhe ist unbesrenz. Als Zuwiderhandlung wird auch jede Umsehung der Vorschrift des§ 1 angeschen.schuns § 3. Diese Anordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündigung, dem 5. Juli. in Kraft. Der Reichs- und breu Pschsheben mmgter behält sich vo., die sederteit „—, ar 00—14. D) 61—67; o bo sll.„##“####f— Schweine:#)#. bi) 4½: c) 52½; d) 50½; Sauen: 53—55½%.— Marktverlauf: Großvich rugeteilt; Kälber mittel; Schale sefragt: preige sür nschter. Preise eind Marki. Sosser des tiandes Beniskosten sonie gor 1.. Fracht, Markt- und VerGewzichtenerir „ In u. gerer Ausgabe vom 10. Juni hatten wir bereits zu diesem Problem in Verbindung mit den Ausweitungsbestre bungen einer großen Autofirma Stellung genommen. Die obenstehende Anordnung, die jetzt in Kraft geireten is dürfte besonders in den stark interessierten Kreisen unseGei anissz dlischen Industrie Beruhigung und ZufriedenWarenmärkte der Beitres eus Gan#! gleichen Maße, in dem einheillich. Die Eisen-, Stahl- und Metallwarenindustrie . B.rag. er Rentengersicherung erhöht werden zeisie trotz saisonmälig bedingler leichter Abschwichungen „sden verier eE, zur Arbeitelosenversicherung er eine velerthin ennelende Tendeant, darrue au. 131. Nicht einheitliche Entwicklung In der bergischen Wirtschaft „„, 6. vun. Die wirtschaftliche Entwicklung war im ms, Waoseria. Vemsteitskczeia unsgure, unc llandelsikom mer Wuppertal-Remscheid nicht in allen Gewerbezweisen einheitlich. Die Eisen-, Stahl- und Metallwarenindustrie von der Reichsregierung vorgesehene grundsätzliche Reform einzelner Bozialversicherungskonjunkturbedingte günstige Entwicklung nicht überflüssig geworden. Die Reformarbeit kann jedoch heute— und das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber der Lage vor einigen Jahren— in aller Ruhe und unter größeren Gesichtspunkten vorbereitet werden als früher. Die Reichsregierung hat die Reformarbeit inzwischen schon so weit gefördert, daß ihr Abschluß wohl in einiger Zeit zu erwarten ist. Das durch die vielen Aenderungen der letzten Jahre untibersichtlich gewordene Bozialversicherungsrecht wird. wie es das Aufbaugesetz vom 5. Juli 1934 bereits in seinem Schlußabsatz ankfindigt, in einem nenen einheitlichen Gesetzbuch zusammengefaßt werden. Das nach den Grundsätzen des Nationalsozialismus umgebaute und wieder gesundete Werk der Sozialeine weiterhin ansteigende Tendenz, dagegen einige Zweige 1 dustrie(vor allem Barmer Artikel, gummi une der Prahtesr n. Bandinausrieh eine mit der Bendi-1 auer Ga= Gezellschaft hatt die ber Sic5 Se7-Föbizggr,. und Sommerzaison zuzammenhingende Retriede keine anaus v 13h.=4e eenionen veridelichen e#, istelt, die vereinzell Zeiriedzeinschränkungen not- adgesehen das. 1 a.sstebende Regentung, wnehr, vonSreiz, uns Ponerstalfredereien veren ohne Zuzzmmensehan uu. au. auvicklung deuer beirsiche Uebernahme westdeutscher Beteillgungen der Dassauer Gas-Gesellschaft durch das RWE. Gesclischait e#. die Deutsche Continental Gas nischen tichtn Passst Iu:„Beleiligung an der Niederrhei„en Licht- und Kraftwerke AG in Rheydt sowie an der iederrheinischen Braunkohlenwerke AG in Rheydt(Grube Esezirislissmeren 1 dis Rheinisch=Weztislischen riektriziiälswerks A6, Essen, abseseben. Die Dessauer Gas-Gesellschaft besaß von dem Aktienkapital der etg Bu und 4 raltwerke von 10 Mill. R9 Shrinischen dem Aktienkapilel der Niederrheinischen Braunkohlenwerke von 9.4 Mill. RM etwa 7,2 ner Vaeus###we part erworben wurden. auer absGesellichafr deulicnen Beielligung der DesDessauer konzer#., mit der Konzentralion des der vezeagerzancten Kelriebe, usammen. Für de Der. genannten wesldeutschen Dreit- un Wonereicn ###gse, besser beschältist. Saisonmäßig rückgängig war die Beschäftigung der Wermelskirchener Schuhindustrie Die belgische Preiswelle beginnt zu steigen Gebiet iat dies ai Pepierpfund. Auf eisenindustriellem giet, ist dies die erste Preiserhöhung, welche in Belgien 2ch osa-sohphsrauzsteungen zu verzeichnen ist. Gerüchn zufolge, sollen die inländischen Eisenpreise Belziene demnächst um mindestens 50 Franken die Tonne erhöht , w a r BeteiPas Ruv-ge dasen — RWE ist dagegen auf Grund seiner gesamten Belei Hamburger Warenmarkt mnburs, 6. Jul., Reis: Am hiesigen Markt war das Satlschen Märisie senn, sebhalt. Preite umersrs.— Die 585 Dence per 1b. Slelik. Superline 4.85, Fine Oomr. Kaffee: Laufendes Abzugsgeschäft nach dem Inlande unveränderten Preisen. Die brasilianischen Kaffeever„h f., gen betrugen in den ersten elt Monaten der laufen„##m##n(b., Ende Mai) 14.98 MilI. Sack gegen 12.44 Mill. Sack im gleichen Zeitraum des vergangenen aul 345(.7) ul. Sachu Clumpens nelle Schmalz! Ruhig, unverändert. rettwaren: Unverändert Okt. Dez. 8 Pence ver Jde“, loko 7d. Aug.Sepi herrschte etwas lebhaftere Nachfrage. Kokosöl zog internallo„ elwas im Preise an. Auch Sojsbohnendl zu erhöhten Preisen reger begehrt. Kokosöl Cerlon Juli-Aug. 1016 ka. Gebriges unverinder: 20— Plund Sterl. ver Kauhiutter: Rohla, unverinder. Essener Schlachtviehmarkt ber: 19 Jche 11.„ Stüch Großvich: 887 Kll. peri.#7.###.#18 Schweine. Bezahlt wurden für 50 kg Lebendgewicht in RM: Ochsen: a) 45.— Bullen: a) 43: b)., 39.— Kühe: a) 43: b) 39; c) 33.— Fürsen: a) 44.— bis 45; Pweig Wi z2) 68 70; b) 5S-62: c) 46-54: 4) 3 eschrgerig..5) Vir. 2) Bla. 6) Schlreine ungetialt, Lader ung Praie rauf, Crohzich und Wuppertaler Vichmarkt ##0ertal. 6. Juli. Auftrieb: 86 Ochsen, 48 Bullen, 132 Liege Naertinersan, btsheg 290 St,veur, 5 Limmer. 1„ziege. Marktverlauf: Rinder verteilt, Kälber beleht Schweine verteilt. Es wurden bezahlt für 50 ks Lebendgewicht: Ochsen: a) 45; b) 41: c) 36. Bullen: a) 43 .57% 5, P bbs 2) Wtz, 6) W. Lauen: ai) Duisburger Sehlachtviehmarkt I. 42—43 6), S. B. 6) ze. 4) P5.“.. Firsen: 2) A.be: Schweine: 2) 57. bi) 88; b2) S. c) 33, 4) S1; Jav= a) 86: el, Schweine rugeleis Grolbieh zuserellt, Kälber mitDüsseldorfer Schlachtviehmarkt Düsseidorf, 6. Juli. Auftrieb: 18 Ochsen. 19 Bullen.#### „eheg grien. 840„zülber, 5 Schaie, Limmer und lia .#6 Sch., in. Marktverlauf: Grolvich zugeteilt, Käl" w e i n e z u g e t e i l t. E s w u r d e n b e z a h l t f ü r 5 0 k a .„.#) 43: b) 39; c) 33; 4) 25. Färsen: a) 44: b) bis ss: 0) S412s“ 8). 8.85; b) 66—70: e1) 60—65: c2) 2 89, Jauen: zi) 94—3g, 22) 31.7: b1) 86. b2) S8: e) 83. Kölner Schlachtviehmarkt Köln, 6. Juli. Auftrieb: 38 Ochsen, 25 Bullen, 115 Kühe 1935 Schweine“ Markfr. Schen: Limmer und Hammel. ##wen: Marktverlauf: Rinder zugeteilt, Kälber ruhig, Schweine zugeteilt. Es wurden bezahlt für 50 ka Lebendgewicht: Ochsen: al) 45: a2) 45. Bullen: a) 43. Kühe: 5 85 B), He;. eg. 9 Schr z 56; b) 55; c) 53; d) 51. Sauen: gl) 53—56; g2) 50—53 Frankfurter Schlachtrichmarkt Kalber 3 Sche: 4238 Lpstied: 238 Stöck Grosvieb: 439 n.„ Schafe: 4258 Schweine. Bezahlt wurden für 50 kg Lebendgewicht in RM: Ochsen: a) 45.— Bullen: a) 41—43,„ 35.— Kühe: a) 40—43; b) 35—39; c) 27—33: d) 923 3 2. 35 5. c. b.=-3) B 9 Ui hrn. 9 zuselei Schale mitte Kalber leh Scweine Husumer Schweinemarkt schen Ferte) und A.nes zu den schleswisholsteinl. sesisten Woche, Fla, Jlck. Der slandel vor languom. Ea ber 3, Nochen ale 2 Di 2 Stück. Nach Gewicht kosteten: leichte Ferkel 67 bis 72 „.#.## os bis 67 Plennig, schwere verkel 60—64 Plennig das Pfund. Fette Schweine kosteten: Neue Diskontermäßigung In Holland ner“ 1e Diekonis:“ um u. h0 zun dluche Ben.„#tt g. Magdeburger Zucker-Notierungen 33 20432 S. gegem, Nehlis per Juli 3227irt für s0 ie Weig: Tendenz: stelig.— Notierungen in ue iecee srprauchesteure Pun, Tar ger. an Pabr“ mindestene 209 Zenru und Umdebung, bei Mengen von Berliner Produktenbericht Getreidemärkte Rotterdamer Frachtenmarkt Unbefriedigendes Geschäft Wenig veränderte Güterzufuhr Hamburger Cif-Votierungen für Getreide, Kleie und Saaten Hamburg. 6. Juli. Weizen: Rosafé 79 ka Juli 5.50: Ra k. Juli 5.40. Gerste: Donau 67-68 kg Juli 3.35. 3.33 3.s#gen L.a Plata 71.3 kg Juli 3.20. Mais: Juni waie 18., 3n2gept. 3.20: Donaulciallor Juli 31.32 ka Jui 3.ag; Uncupped 46-47 Juli 3.30; Plats glipned ." sull 3.40. Weizenkleie: Pollards schw. 95/0: Juli all a 65 Bas, Ta. 2 Juli 82/6.„Leinsaat: Ia Plata 907, sast 1003e Aug. 1316-Rlgpussast Jul. 12/17/6; Bombar LeinAug. 13/10/0; Rapssaat Toria Juli-Aug. 13/0/0. (Eigener Drahtbericht) 6. Juli. Für Weizen und Roggen war das Kaufra#. ,„Konungensireier Rossen wer uchrerer anterrubrigsen, da die, Käufer die geforderten Preise nicht bewilligen geschaft, Futiecchesnd Rossenmehl hatten kleines Bedaris" rutterhafer und Futlergerste waren schwer un Kast sgen Leserahsce Veinesder eaid In der vergangenen Woche sind in Rotterdam 255 Seedampier eingetroffen, infolgedessen blieb die Güterzufuhr im großlen und ganzen unverändert, denn es handelte sich u. a. um 25 Erz- und 17 Holzdampfer. Da der gunstige Wasserland bei Transporten nach dem Oberrnein eine last volle Ausnutzung des Kahnraums auch bei Holzverfrachtungen nach Mannheim, Aschalfenburg usw. geslattele, so brauchten die Kontraktfirmen auch während der letzten acht Tage den freien Markt nur in bescheidenstem Ausmalle in Anspruch zu nehmen. Es ist daher bei dem durchweg guten bis leilweise sogar reich lichen Angebot von Kahnraum begreiflich, dall die Tendenz meistens lustlos genannt werden mußlle und leider eine Belebung der Charterläligkeit nicht zu verspüren war, des weiteren wiederum eine einheitliche Frachtnotie#icht zus„de kam. Die Frachtpreise nach den O#errn und Meinstationen unterlagen keinen großen Zweifellos ist die Stimmung unter den Arbeitern in lolland. n., zuletzt unter den Hafenarbeitern eine schlechte, d h. kritische, und jeder weill, daß Konflikte in den Niederlanden unvermeidlich sind, wenn bei einer daunn a###angerhöhungen nicht gleichen Schritt halten. denn das Thema Lohnermälligung ist unter den gegenValulaverhältnissen unbedingt undiskutabel Es I„ Belemsen Wochen kur wenig daran geschlt und u veraen ve, pare ein Zzmzgalhiestreit zuszebruchen, in emerpen konnten die Arbeilgeber vielleicht deshalb einen Streik an sich herankommen lassen, weil sie im vergangenen Jahre nachweislich gut verdient hatten. In Rotterdam würde es vielleicht hörbar krachen, wenn die Betriebe in den Häfen mehrere Wochen infolge eines Streiks still gelegt würden, denn viellach halten sich die Firmen nur mit Mühe und Not über Wasser, nachdem einige Jahre schässt were. Jac#i ede zanell von Nannheim deViehmärkte Dortmunder Schlachtviehmarkt #n 6, J11., Auftrieb: 228 Stück Grofivieh: 415 a4 2%„haug;, I. Ziege: 27/1 Schweine. Bezahlt wurden 9. 5 5-#gwg 1 RA: Ochsen: a) 45.— Rullen: a) 43: b) 39.— Kühe: a) 43: b) 39; c) 33: d) 25.— Färsen: rbereitungscht zufrieden e Leistungsrnwettkampf daß, wobei durchturnen iden FordeZehnkampf zleichbar sei, ern und an orm sich an lbschluß der eit feststellen Turner es Könein richtid daß jeder ereit ist, in en Spielen zu beobachten, 2g die Verlader verauchten die Lage aus: dam ausendlicklich auf mehr:.. a1u in Rotter mbsch,.d. is eschelgeise di, Aile der uer. Halstemishangne. di. 91.13bein u erseian, wobni d. 17½, 22½— ten, und dieser den,Liectexheinseachal edenlzils vgn einer durchaue ein. V. pobez.gr.: heilichen Rolierung Samslags keine Rede mehr sein. Leitz. rechne, daß sich Rotterd.e und dahei er(eres muß hauntsächlich auf das nach-#nn... Hfindet g h sclangs###em. 2½, der gewinnenden Leite Kölner Hafenverkehr Im Juni se eis. el a. i 9 hal den heichien diereridter es Krlschstnaen. 3n 2. Jui den nedrianten Nauerland Juni insgesar. 29 go. Te im Versleich. Mons 1935 mit 238959 To, ist eins Versleich zum Monat Juni To, zu verzeichnen.. eine Zunahme von rund 44 000 360 459 To. und tst 7 1936 betrus der Gesamtverkehr 1935: 1 270948 Te im 298511 To, gesliegen. el. Rheinisch-Westfällsche Börse zu Düsseldorf " Dusseldors, 6. Juli. Die Börse begann die neue Woche Sanraungs scrg.i gonz einheitlicher Haltung Beniemmartt zum in: Aberwiegend fester Haltung ein Rentenmarkt still. Die Börse schloß nicht ganz einheitlich. Dulsburg-Ruhrorter Schifferbörse auf die seeder letzten er Turner, liege einendgültige ie Olympier, Beckert, warzmann. srock. Als wart GebIs deutsche mpf Gaueeressporterturnwar## „„„staks Keine Reue mehr sein. Letz. teres, muß huptsächlicn auf das noch gröller gewordene Angehot von Reedereiraum zurückgeführt werden. während ##r Partikulierschiffe bzw. seilens der deuischholländischen Meldestelle ausnahmslos genügend bis reichlich an den freien Markt gebracht wurde, was zu einer. Ahnnen wie deim Oberrheinmarkt, lustlosen Tendendieienige um 8: ist dig Lage in Rotlerdam, wobei ucb####an Schleppmarkte keine Ausnahme bildet unbefriedigend und herrscht auflerhalb des Lagers der egeieg. u.4, sder eine peszimisitiche Simmung e die Entwicklung am Ratterdamer Frachtenmarkte während des letzten Jahres genau verfolgt hat. wirn zu der Feststellung gelangt sein, daßl die holländischen Kreise die sich redlich bemühen, den Gülerverkehr„anzukurbeln“. in einer wenig beneidenswerten Lagc gewezen sind und # zeirt noch„or gralle Schwieriskeiten gestellt sehen Die Lehren des Antwerpener Streiks wird man sich nämlich auch in Holland zunutre machen müssen denn in der Maasstadt waren, ebenso wie in Holländisch Limburg, die bekanniesten Vertreter des Devalvalionskur##e Ueberzeugung, daßl nur noch eine Devalvation eine Rettung für den Seehafen sein könnte. seizte sich mehl und mehr soaar bei solchen Kreisen durch, die vorseslande“ best-Puuagmnbedingt ablehnend gegenüber gestanden hatten. Mitglieder der Industrie- und II.—. kammer gaben öffentlich De a.-leie au ae iphzisf, iu Belsalen aind indenen Iir e valilsten bitlere Pillen gewesen, denn sie garher steis auf Relgien aus Vorbild dafür verwiesen, daß die Lage sich nach Durchführung der Devalvation schnell und wahrscheinlich um 100 Prozent Andern werde d. h eine entsprechende Besserung eintreten würde. In dem T3 Nscnvarlande haben die Firmen inlolge de 93 sier os 2u.4,aszseser abreiegn mdnen, und mis zurer.— wurder„ro, Konat zu Nonat befindet, d. h. solange, bis vielleich:. und Kargadorafirme haben ihren ver mit Wochenbezinn für die Berglahrt keinerlei Ge. Finssgan Schilleraum nach Rolterdam varen heute gering bseseieg. unveringerten Frachten Bergfrachten fallen aus. Talfrachten, ab Rhein-Zechen-Häfen nach Rotterdam 0.85 werr en-Ger 1.23 2 B.####a e dam 0.90, nach Anlad Wbesge=Berne, Konel nach Kasterdem. 1. guch Bst Seinschlsegich Sozin, uuel 1e ung nich Lätich 2.— Wetter Der Rotterdamer Hafenverkehr 63 holländisch. 40 enslisch. 2a franzäeiact a u. 4061 schwedich, 16 norwegich usw.— Rei:enisch, 17 „i dentischem und dr Deriaslangl Gelreidke. erC3, M-Pee-a.es chlch, lür Veuluchleud berimmen Industrie, eine mit Phosphet nae icenDampfer wie kolgt: 141 mit Stackaut. 37 mi Kohlen. h. wisct Pdomatechiauenen Pegorikonten, 6 mit Sieinschle““3 Main-Rheingau-Frachtenmarkt eine Weng Pi d.. dem Frachtenmarkl schtres, n= S., Sclterzum ledie nach, esen Richiungen Dorimund. Eme=Kanalladrt. Das gesamte Verse raum ist in allen Größen am Meinsee Uarbe a-aamdnzig brücke 0.47. Ort Konslanz Rheinfelden Breisach Straßburg Kchl Marau Mannheim Mainz Bingen Caub Koblenz Köln Düsseldort Duisburg Ruhrort Wesel Emmerich Nebenflüsse Lohr(Main) Ems(Lahn) Trier(Mosel) Mülheim(Ruhr) 117 Ruhrschl. Dsbs. 466 (Unterwasser) Pegelstand 570 Temperatur 361 291 390 390 572 484 195 281 326 300 296 230 127 148 190 XX —12 —17 —10 —10 — 3 — 3 + 4 + 6 + 5 + 5 + 8 + 4 + 5 + 1 + 1 + 3 Still, bedeckt Nordost, hell +20 +20 Festverzinsliche Werte: Duisburg 1926 Duisburg 1928 Essen 1926. Ag. 19.... Oberhausen 1927 Rheinprov Ldsbk G. Pidbr. 3 dto. Kom. A. 4 Dt. Kom Sammelahl Anl. R. dto. ohne Auslosung Rh. Westf. Bod. Cr. G. Hyp. R. 1 dto. R. 11 dto. Kom. 1926 R. 4-6 Westd. Bod. Cr. G. 24-26 dto. Kom Em 4. 8. Dt. Schiffskr G. Pidbr. R. 6 Aktien: Bösperde Walz Bonner Bergw. u. Hüttenverein Braunkohle Zukunft Dahlbusch dto. Vorz. Dorstener Eiseng. Gerresheim Glas Hallesche Salz Köln Gummiläden Königsbrauerei Duisburg Rheinische Energie Schlegel Scharpens. ver. Rumpuswerke Waggon Uerdingen Dortmunder Aktienbrauerei Dortmunder Ritterbrauerei Dortmunder Unionbrauerei 6. 7. 91¾ 01 91½ G 91¾ 6 96½ G 94½(1. 119½ G 29¾4(1 970 101 ¾ G. 95 G. 96½ 0 94 0. 95¼ C 14614 137 G 131 75 0 108½ 148 141½4 C 87 G. 3. 7. 91½ 6 925 C 92•0 96½ G. 94½ 0 136% 0 29% G. 970 101 ¾ 95 0 9616 G 94 G. 95¼ 0 Weizen frei Berlin Roggen frei Berlin Braugerste gute frei Berlin Wintergerste, zweizeilis frei Berlin Wintergerste, vierzeilig frei Berlin....“. Hafer ab Station Weizenmehl PreisgebietV Roggenmehl PreisgebietV Weizenkleie Roggenkleie Viktoriserbsen Kleine Speiseerbsen Futtererbsen Peluschken Peluschken..... Ackerbohnen Wicken, deutsche Lupinen, blaue Lupinen, gelbe Seradella, neue Leinkuchen Basis 37 ½ Erdnußk. Ras 50% ab Hbg Erdnußkuchenmehl deutsche Mahlung Trockenschnilzel Sojabohnenschrot 46% ab Hamburg Sojabohnenschrot 46% ab Stettin„ Kartoffelflocken, waggonfrei Stolp Kartoffelflocken. Parität Berlin 6. 7. 9. 7. 220.00 183.00 220.00 183.00 162.00 27.65 21.50 11.30 9.95 35—36 9—35½ 24—26 32—35 20—22 31—32 20—21 32-33½ 41 45 17.30 16.90 18.10 9.62 15.50 15.90 19.20 20.40 162.00 27.65 21.50 11.30 9.95 38—36 32—35½ 24—26 32—35 20—22 31-32 20- 21 32 33½ 41 43 17.30 16.90 18.10 9.62 13.50 15.90 19.20 20.40 122 R 145 G 137 0 130 Berliner Metallmarkt 75 G. 104½ 146 52 B 119¼ G. 141 G 87 G. (Eigener Drahtbericht) , b e r, u.. J u n. D e r S o n n a b e n d b r a c h t e n o c h e i n e S e n die ke. 1e0 in Peras... 1.9 Pl., dm Wachendesinn trat erhböhte. 1— Bli.2 m. die dir Preise für Blei um 0.30 RA rnonte.— Diese Bleipreiserhöhung wirkte sich am Ternmarkt ebenfalls aus. Del-Notiz und die Notierunge. für Feinsilber blieben unverändert.— Am internationalen Markt begann Zinn die neue Woche mit be sonders stremmer Haltung. Bei kleinen Kursbesserungen lagen Blei, Kupfer und Zink stetig. Silber tendierte weiter Still, bedeckt Nordost, bedeckt Ost. bedeckt West. Nebel Südwest, bedeckt Still, bedeckt Süd, bedeckt Süd, bedeckt Süd. bedeckt West, bedeckt Süd, bedeckt 118 G. 206 G. +20 +19 +18 +14 +18 +19 +19 +19 +19 +16 +17 Telegraphische Auszahlung am 6. Juli 1936 142 111 26 + 7 + 1 — 2 —15 + 1 West, bedeckt Nordost, hell +17 +20 Argentinien 1 Pap. Peso Belgien 100 Belga Brasillen 1 Milreis Bulgarien 100 Leva Dänemark 100 Kronen England 1 Pfund Finnland 100 finnl. M. Frankreich 100 Frcs Holland 100 Gulden neutige Vof. Geld Brief Geld Vorige Karlshafen 203 Weserwasserstand c S ungen 130 43. 2: Hameln 135—1: Minden 182—5. Elbewasserstand Hamburg, 6. Juli. Dresden+2.15: Wittenberg+3.02: Island Itallen Japan Jugoslawien Lettland Norwegen 100 lsl. Kr 100 Lire 1 Ven 100 Dinar 100 Latis 100 Kronen Kanbark. 5. Juli. Dresden+2.15 Magdeburg+1.85; Tangermünde+2.61. Oderwasserstand Stettin, 6. Juli. Normalwasserstand 0.63: Pegelbaume. I10 Nronen Oesterreich 100 Schilling Portugal 100 Escudo Schweden 100 Kronen Schweis 100 Franken Spanien 100 Peseten Tschechoslowakei 100 Kr Ungarn 100 Pengö V St."— Amerihs 1 Dollar 0.664 41.96 0.139 3.047 55.59 12.45 5.485 16.44 169.13 55.84 19.53 0.727 5.654 80.92 62.57 49.95 11.31 E4 19 8122 34.03 10.30 2.480 0.668 42.04 0.141 3.053 55.71 12 46 5.495 16.46 169.47 55.96 19.57 0.729 5.666 81.08 62.69 49.05 11.33 66.31 81.38 34.09 10.32 2.484 0.658 41.98 0.139 3.047 55.63 12.46 5.40 16.435 169.10 55.68 19.53 0.728 5.654 80.92 62.63 48.95 11.32 64.24 81.21 34.06 10.29 2 480 Brief 0.662 42.06 0.141 3.053 55.75 12.49 5.50 16.475 169.44 56.09 19.57 0.730 5.666 81.0 62.75 49.05 11.24 64.36 8137 34.12 10.31 Del-Notis Elektrolvikunfer(wireb.) prompt cil Hamburg. Bremen oder Rotterdam......... Berliner Metalle Orig. Hütten-Aluminium 98—99% " In Blöcken. Walz- od Drahlbarr. Orig. Hütten-Aluminium " In Walz- od. Drahtbarren Reinnickel 98—99% Antimon Regulus Silber in Barren ca. 900 f. ka.. Gold Freiverkehr per 10 g Platin Freiverkehr 1 g Preise für 100 kg Heutige 53 144 Vorige 52 148 108 37½- 40½ 144 146 269 37½- 40½ Amtl. Preisfestsetzung für Kupfer, Blei und Zink (Reichsmark per 100 kg) 2 484 Juli August September Oktober November Oerember Kunfer Blei Zink Die glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen hochertreut an Wilh. Mensing Anny Mensing geb. Dücker: Dortmund, den Münsterstraße 73 6. Juli 1936 Die glüekliche Oeburt eine:) see gesunden Mädchens zeigen in denkbarer Freude en Wilhelm Lueg und Frau Eise geb. Lütgendert Dortmund-Mengede, den 4. Juli 1936 x. Z. kvangelisches Krenkenhaus, Heusemann-Stlft Die glückliche Geburt eines gesunden MADCHENS zeigen hochertreut an Marianne Horstmann geb. Schräder Magistratsrat Hans Horstmann Herne, den 6. Juli 1936 Wir haben uns verlobt! Hildegard Fischer Paul Comes Dortmund i. W. Feldberrnatr. 20 z. Z. Weißentels Saele Leipzigerstr. 10 7. Juli 1936 C. Statt Kerten! 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Staatsbank Unverzinsliche Schatzanweisungen des des Landes Preußen Forderungen Ansprüche aus der Uebernahme der in Posttion V, 9 der Passiven ausgewiesenen Darlehnsverpflichtungen Eigene Wertpapiere............. Kapitalwert der ins Deckungsregister eingetragenen Landesrentenbankrenten zur Deckung der Landesrentenbriefe Kapitalwert der ins Deckungsregister eingetragenen aufgewerteten Rentenbankrenten zur Deckung der Liquidationsgoldrentenbriese Reichsschuldbuchforderungen zur Deckung der Abfindungsgoldschuldverschreibungen Fällige Renten= und Kapitaltilgungsbeträge Eigene Grundstücke biervon in Position 6 enthalten Geschäftsinventar Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen.... Treubandverwaltung von Flüchtlingssiedlerkrediten leinschl. Pos. 4) Statistiker für unsere Abteilung Stahlhochbau, der auch guter Konstrukteur sein muß, zum schnellmöglichsten Eintritt gesucht.( Westfalia Dinnendahl-Gröppel, A.-G., Abt. Werk Westfalia. Bochum. Zum 1. 8. wird für frauenl.(3 Pers.) 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Passiva I. Grundkapital II. Reservefonds 1. Gesetzliche Rücklage 2. Satzungsgemäße Rücklage........ 3. Sonderrücklage III. Pensionsrücklage............ IV. Wertberichtigungen.......... V. Verbindlichkeiten 1. Landesrentenbriefe 2. Verpflichtungen aus Barabfindungen...... 3. Verpflichtungen aus übernommenen Landesrentenbankrenten 4. 5½%(ehem. 4½ 7ige) Liquidationsgoldrentenbriese 5. 67ige Abfindungsgoldschuldverschreibungen.. 6. Ausgeloste, noch nicht eingereichte Rentenbriefe 7. Zinsen von Rentenbriefen und Abfindungsgoldschuldverschreibungen 8. Barverpflichtung aus Teilungsmasseverteilungen 9. Darlehnsverpflichtungen w. Treuhandverwaltung von Flüchtlingssiedlerkrediten 10. Vorausgezahlte Renten u. Kapitaltilgungsbeträge 11. Sonstige Verbindlichkeiten... Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen.. Reingewinn: Vortrag aus 1934.... Reingewinn 1935.. Treuhandverwaltung von Flüchtlingssiedlerkrediten (einschl. Pos. V 9) 560 823.35 321 972,32 33 984 899.74 4 793 619.66 22 829 675,56 12 600 800,17 18 338 091.51 5 549 040.— 184 072 964.66 35 223 549.25 6 600 300.— 2 030 813.10 238 851.03 1.— 203 885,32 VI. VII. RA 10 000 000.— 10 000 000.— 2 015 835,40 176 421,27 684 294.33 33 984 899.74 R A 20 000 C00.— 22 015 835.40 700 000— 836 000.— 105 284 300— 65 597720,14 11 219 616,53 34 335 070.— 6 600 300.— 350 260.— 2 589 054.63 148 188.21 18 338 091.51 93.602,16 2 352 808.73 1 160 028.35 860 715.60 292 481 591.26 Gewinn= und Verlustrechnung am 31. Dezember 1935 Tücht. Mädchen f. alle Hausarb für sof. gesucht bei hobem Lohn in kl. Restaurant Noch eine Hilfe vorbanden. Frau Hermanns Hilden, Gerres heimer Str. 1. Teleson 553. Mädchen f. landw. Hausb sof. ges. Gössing Dimd.=Wambel, Dorfstr. 62.( Mädch., das koch kann u. Hausarb mit übern., z. 15. Juli gesucht. Frau Bergassess. L. Gräff, Dortm.=Kurl.( 15—16jähriges Mädchen s. landw. Haus halt u. Garten arbeit gesucht. Frau Paul Kohl leppel, Dortm. 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Der Vorstand der preußischen Landesrentenbank Dr. Schroeder Kochn Dr. Schlag Dr. Mahnken Nach dem Ergebnis der pflichtgemäßen Prüfung auf Grund der Bücher und Schriften der Anstalt sowie der vom Vorstand erteilten Aufklärungen und Nachweise entsprechen die Buchführung, der Jahresabschluß und der Geschäftsbericht der Anstalt ihren Satzungen und den gesetzlichen und aussichtsbehördlichen Vorschriften. Berlen, den 8. Juni 1936. Deutsche Revisions= und Treuhand=Aktiengesellschaft LTETEE Erfahr., sauberes Tagesmädchen f. ält. Ehep. sof esucht. Dortm. essingstr. 66, I Ers. Kaufmann 46 J. alt, verh. sucht Vertrauensposten evtl. Uebernahme einer Filiale od. Vertreig. erstkl. Firma. Kaution Is zu 2000 Mk. kann gest. werden. Ang. unter 9. F. 6349 an d. WLZ., Dim. Nett. ehrl. saub. Mädchen als Stütze für Hausarbeit und Büfett gesucht. W. Uphoff. Bochum, Alleestraße 55.( Gesucht wird z. 15. Juli, evtl. spät., ein in allen Hausarb. erfahr. Mädchen bei guter Bezahl. 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Westfälischen Feldartillerieregiments Nr. 7 in Düsseldorf hielt der Reichspressechef der NSDAP., SS=Gruppenführer Dr. Dietrich, der selbst Angehöriger des Regiments ist, in der städtischen Tonhalle am Sonntagabend auf dem Festabend, des Regiments eine Ansprache: „Wenn auch die vergangenen Jahre des polidem dieser Geist zu schöpferischer, revolutionärer Tat emporwuchs, ist es geboren worden. Und dieser Eine, dessen Wille und Tatkraft in einem politischen Ringen ohne Beispiel in der Weltgeschichte dieses Reich schuf, er kam aus unseren Reihen! Aus den Reihen der Frontsoldaten des großen Krieges. Nicht nur Geist von seinem Geist war damals unter uns. Nein! Als unbekannter Musketier in all den seiner Person mitten unter unss Und nicht nur er dach in all diesen Jahre die Erinnerung an kämpfer, die Männer u aue seine Bit i an Ham Phalitischa(### wort zu geben: Das waren die Batterien unseres eilgan dem„politischen. W.####1. Westfälischen Feldartillerie=Regiments Nr. 71 haben durfte sa habe.“ es nicht Und wenn der Führer erzählt von den Kämpfen danken, was sich scham Lamala in bei La Bassie und Arras, von Cambrai und Flanmeine Kameraden vom 1. Westfälischen Feld artillerie=Regiment 7, die Erinnerung an all das, was wir gemeinsam an Freud und Leid im gro ßen Krieg erlebten, stets in mir lebendig. Es ist nun einmal so: Wer als Deutscher durch diese Schule des Lebens und Charakters hindurchgegangen ist, wem das Mit= und Füreinander von Mann zu Mann, in Not und Tod, in der Gemeinschaft der kämpfenden Truppe an der Front vier Jahre lang Lebensinhalt gewesen ist, dem hat sich der Geist dieser soldatischen Gemeinschaft und Frontkamerad schaft unauslöschlich in Hirn und Seele geprägt. Dieser Geist erlebten Frontsoldatentums ist nicht ohne Ante unserer heutig Anteil an ihm zuletzt dem zu danken, was sich schon damals in der Kameradschaft der Männer unseres Regiments geformt hat und draußen an der Front lebendige Gestalt gewonnen hatte. Wenn ich Sie heute so vor mir sehe, meine lieben Kameraden, mit denen ich vier Jahre lang in fast allen Kampfabschnitten der Westfront Freud und Leid teilte, dann werden viele liebe Erinnerungen in mir wach. Viele ereig nisreiche, aber auch viele persönliche Erinnerungen. Und diese Erinnerungen tragen viele wesensgleiche Züge jenes Fühlens und Denkens, das ich nach dem Kriege dort fand, wohin es mich zog, zu Adolf Hitler und seiner nationalsozialistischen Bewegung. Ihnen allen, meine Kriegskameraden, sind diese Erinnerungen wie mir gegenwärtig. Ich denke an das, was wir gemeinsam erlebten an unseren Feldkanonen und Haubitzen, auf dem Rücken unserer braven Kriegspferde und auf den Protzen unserer Munitionskolonnen, am Scherenfernrohr der Beob achtungsstellen und in den Gräben vorne bei unserer der Nationalsozialistischen Partei; wie heute, so waren sie auch im großen Kriege Kämpfer der ersten Linie. Wenn der Führer heute im engsten Kreise ge legentlich von seinen Erlebnissen an der Front erzählt, als Meldegänger des Reserve=InfanterieRegiments 16 der VI. Bayerischen Reservedivision, dann klingen uns allen wohlbekannte Namen auf: Wenn er erzählt von dem heldenmütigen Verhalten der Feldartillerie bei Neuve Chapelle, wo 48 englische Bataillone drei deutsche nicht überrennen konnten, weil die Feldartillerie ihre Stellungen bis zum letzten Mann verteidigte, dann weiß ich Antdern und den anderen zahllosen Abschnitten der Westfront, dann weiß auch ich mich vieler jener Stellungen, jener Dörfer und Gräben zu erinnern, in denen er über vier Jahre lang zu Hause war, dann wissen wir, daß er damals mitten unter uns war, mit uns lebte und darbte, glaubte und kämpfte. Wir alle waren Frontsoldaten der gleichen ruhmreichen deutschen Armee. Aber ihn allein hatte das Schicksal bestimmt, Großes zu vollbringen. Aus 10 Millionen unbekannter Soldaten des Weltkrieges kämpfte er sich empor zur höchsten Spitze des Staates und gestaltete ihn nach seinem Bilde, nach dem Bilde, das wir deutschen Frontsoldaten vier Jahre lang auf den Schlachtfeldern der Welt im Herzen trugen: Das Reich der Freiheit, Ehre und sozialen Gerechtigkeit! Er schuf das Reich, in dem der Frontsoldat, der Infanterie, in den Granatlöchern und den dunklen sein Leben einsetzt für sein Volk, auch die Stellung ..- einnimmt, die ihm gebührt. Als alles zerbrochen war am Verrat und an der Feigheit, da nahm man auch den deutschen Frontsoldaten ihre Ehre. Und heute? Die Frontsoldaten, die im NovemberDeutschland verachtet und geschmäht wurden, sie dürfen heute im Dritten Reich wieder stolz ihr Haupt erheben! So stolz und aufrecht, als sie es damals über vier Jahre lang trotz Not und Opfer Stollen unserer Unterstände. Ich denke an das, was uns der Begriff La Bassée bedeutet, die Hölle von Verdun, ob rechts oder links der Maas, die Schlachtfelder der Somme, die Siegfriedstellung, Arras, Flandern und wieder Arras und wieder Flandern mit seiner blutgetränkten Erde— bis die erbitterten und verbissenen Kämpfe an der Maas bei Cunel, Romagne, Bantheville und Beaumont, bei Moulin und Autreville unserem herorischen Ringen im Westen ein Ende setzten. Eine Schicksalsgemeinschaft in Leben und Not Damals in den Erdlöchern, in dem brüllenden Eisenhagel, am Richtglas und Abzug unserer Kano nen, waren wir aufeinander angewiesen auf Gedeih und Verderb. Eine Schicksalsgemeinschaft in Leben und Not! Und damals sah ich herrliche Beispiele der Kameradschaft unter uns, der Kameradschaft unter denen, die hier vor mir sitzen und deren Namen ich einzeln nennen könnte Es waren unsere besten und edelsten Kameraden, die damals ihr junges Leben für uns und für Deutschland lassen mußten. Und wenn ich einen von ihnen— einen für alle— nennen darf, der uns damals schon den Nationalsozialis mus vorlebte, unbewußt zwar, aber doch praktisch vorlebte, und der in diesem Geiste auch zu sterben wußte, dann nenne ich den Namen Oberleutnant Heinrich Meyer, meinen Chef der dritten Batterie. Ihn traf das tödliche Blei, als er seiner Infanteriebegleitbatterie voran ihr den Weg vorwärts durch das englische Drahtverhau und über die englischen Gräben bahnte. Und wie ihn, könnte ich viele andere nennen, Lebende und Tote vom 1. Westf. F. A. R. 7. Sie haben heute vormittag dieser unserer Toten ehrend gedacht am Denkmal des Regiments im Hofgarten. Damals, im Juli 1928 bei der Einweibung dieses Ehrenmals, schrieb ich einen Gedenkartikel. „Die Ueberlebenden wissen, daß sie mit Worten und steinernen Bildwerken allein ihren gefallenen Helden den Opfertod für Deutschlands Ehre nicht lohnen können. Der Frontgeist, der uns mit ihnen verbindet, und das Ziel der freien deutschen Erde, für das sie ihr junges Leben ließen, verpflichtet zu mehr. Erst wenn aus diesem Geist der Front heraus das freie, nationale und soziale GroßDeutschland der Zukunft geboren ist, wird den gefallenen Helden das Denkmal errichtet sein, das ihrer Opfer wert ist.“ So schrieb ich damals. Und heute haben wir dieses Denkmal errichtet! Was vielen nur als ein Wunder erschien, ist Wirklichkeit geworden. Das Reich, für das unsere Helden starben, ist erstanden, in seiner ganzen inneren Größe erstanden. Aus diesem Geist der Front heraus, in dem wir vier Jahre lang lebten, und aus dem gigantischen Willen eines einzelnen, in unbesiegt vor dem Feinde trugen. Und daß es so ist, das danken wir einem, dem Führer, dem Frontkameraden Adolf Hitler! Ihm, der damals schon einer der unsrigen war, gehören wir alten Soldaten heute mit Leib und Seele. Und wenn die anderen ihn verehren und lieben, dann müssen wir, wir alten Frontsoldaten, für ihn den Teufel aus der Hölle holen! Das wunderbare Wiedererstehen unserer ruhmreichen Armee, das beglückende Bewußtsein, daß wir heute hier am freien deutschen Rhein in unserer Friedensgarnison Düsseldorf, vereint mit unseren Traditionsbatterien und neuen Garnisonregimentern versammelt sind, wir danken es ihm. Seinem Glauben! Seinem Mut! Seiner Tapferkeit! Seinem eisernen Willen und seiner unermüdlichen Tatkraft. Es sind die echten Tugenden des Frontsoldaten, die der Führer in so einzigartiger Weise mit dem Genius seiner politischen Gestaltungskraft verbindet. Die deutsche Feldartillerie hat im großen Kriege auf allen Schlachtfeldern Europas bewiesen, was sie zu leisten imstande ist. Diese Leistungen sind mit dem Blute unserer Kameraden besiegelt. Ihrem Heldenmut soll das Ehrenmal der deutschen Feldartillerie würdigen Ausdruck geben, das am 80. August dieses Jahres in Köln am Niederländer Ufer des deutschen Stromes enthüllt werden wird. Der Bronzeguß des Denkmals wird einen an seinem zerschossenen Geschütz sich bis zum äußersten verteidigenden Feldartilleristen zeigen. Der Gedanke, der diesem Motiv des Ehrenmals zugrunde liegt, ist die unsterbliche Heldentat des Unteroffiziers Krüger von der 8. Batterie des Feldartillerieregiments 108 in der Tankschlacht bei Cambrai. Kein geringerer als der englische Marschall Haig hat dieses Heldentum deutscher Feldartillerie in seinem Bericht, den er am 5. März 1918 dem Zu unserem gestrigen Bericht: der festlich erleuchtete Hintergrund links die Erpeler Ley Aufnahme: Stang Rhein bei Remagen. Im Die deutschen Buchbinder in Münster Großer Generalappell und Feierstunde der Jugend im graphischen Gewerbe Münster. Am Sonntagvormittag fand in der Stadthalle der große Generalappell des Buchbinderhandwerks statt, zu dem außer Vertretern der Partei, der Behörden, der Handwerkskammer, der Universität usw. auch Vertreter des Reichsstandes des Deutschen Handwerks erschienen waren. Nach kurzer Begrüßung eröffnete Reichsinnungsmeister Leopold(Breslau), den diesjährigen Generalappell. Dr.=Ing. Zillhard vom Reichsstand des Deutschen Handwerksberufe schaftsarbeit hin. nachzuahmende GemeinPraktische Erb= und Rassenpflege Tagung der Amtsärzte des Regierungsbezirks Arnsberg in Lippstadt Lippstadt. Zum ersten Male seit Bestehen der Gesundheitsämter waren deren sämtliche Leiter und stellvertretende Leiter aus dem Regierungsbezirk nach Lippstadt zu Arbeitstagung zusammenberufen worden, deren Leitung in Händen des Medizinal=Dezernenten bei der Arnsberger Regierung, Oberregie rungs= und Medizinalrat Dr. Grunwald, lag. Es galt, auf der Tagung wichtige Fragen der praktischen Erb= und Rassenpflege in Referat und Aussprache zu behandeln. An das Referat des Medizinalrats Dr. Lehmkuhl über„Die erbbiologische Bestandsaufnahme der Bevölkerung“ schloß sich eine lebhafte Aussprache an, in welcher über die bisherigen Erfahrungen berichtet und manche wertvolle Anregung für den weiteren Ausbau dieses Arbeitsgebietes gegeben wurde. Wie sehr die Gesundheitsämter sich in diesen notdringlichen Aufgabenkreis hineingestellt haben, zeigte die Besichtigung des staatlichen Gesundheitsamtes Lippstadt, das schon über eine beachtlich ausgebaute Erbkartei der Bevölkerung verfügt. Die Besichtigung des Provinzial=Arbeitshauses und der Trinkerheilstätte Benninghausen war eine ungemein lehrreiche Bestätigung der Notwendigkeit zielbewußt und folgerichtig zu betreibender Erb= und Rassenpflege. Direktor Sieler und Oberarzt Dr. Fabry gaben in ihren Referaten einen Ueberblick über ufgaben und Arbeitsmethoden der Anstalt. Dr. Fabry sprach noch zusammenfassend über die erbbiologische Bedeutung des Alkoholismus. Die Gesundheitsämter des Regierungsbezirkes Arnsberg sind für die großen AufUntersuchungsausschuß des englischen Parlaments Handwerks befaßte sich in einem längeren Re wiet In diakau cenicht beict—= Iferat mit aktuellen fachlichen Fragen, in deren Vordergrund der große Befähigungsnachweis stand, durch den der Ausbildungsgang des Handwerks wieder zu einer pflichtgemäßen Angelegenheit werde. Durch die Vorschrift, daß jeder eine dreijährige Lehre und eine fünfjährige Gesellenzeit zurückzulegen habe, ehe er zur Meisterprüfung zugelassen werde, werde endlich auch der alte schöne Dreiklang im Handwerk: Meister, Geselle und Lehrling! in seiner alten Bedeutung wieder auferweckt. Der Leiter der Ausfuhrförderungsstelle beim Reichsstand des Deutschen Handwerks, Rolf Lindner, stellte in klaren Ausführungen die Bedeutung einer Exportförderung guter handwerklicher Erzeugnisse heraus. Der Reichsstand des Deutschen Handwerks habe sich entschlossen, außer der Leipziger Messe in kunft auch die Ostmesse in Königsberg und die Südost=Ausstellung in Breslau zu beschicken und ferner die Messen in Zagreb, Mailand, Soerstattete, verewigt. In diesem Bericht heißt es: Viele Treffer auf unsere Tanks bei Flesquières wurden durch einen deutschen Artillerieunteroffizier erzielt, der allein bei seinem Geschütz zurückblieb und eine Feldkanone mit eigener Hand bediente, bis er an seiner Kanone fiel. Die große Tapferkeit erregte die Bewunderung aller Rangstufen.“ So wird diese unsterbliche Heldentat eines deutchen Unteroffiziers und Geschützführers als lebendiger Ausdruck des zähen Widerstandes und Kampfwillens bis zum Aeußersten für alle Zeit zum leuchtenden Sinnbild des Kampfgeistes der deutchen Feldartillerie, die der Infanterie, der Krone aller Waffen, den Weg zum Siege zu bahnen hat.“ Verkehrsaufbau in Westdeutschland Viergleisige Linienführung der Reichsbahnstrecke Dortmund—Duisburg—Düsseldorf (Eigene Meldung) Essen. Ein großzügiges und verkehrstechnisch für den ganzen industriellen Westen überaus wichtiges Projekt ist der viergleisige Ausbau der Reichsbahnstrecke Köln—Duisburg— Dortmund. Die Arbeiten für den viergleisigen Ausbau auf der Strecke Duisburg—Düsseldorf sind am weitesten fortgeschritten. Von Düsseldorf=Derendorf bis über Großenbaum hinaus und von Duisburg=Hbhf. bis Block=Wald ist der Bahnkörper für das dritte Gleis bereits geschüttet. Lediglich ein 700 Meter langes Stück zwischen Block=Wald und Großenbaum fehlt. Dieser Teil wurde nun in Angriff genommen. Damit verbunden ist gleichzeitig die Aufschüttung des Bahnkörpers für die neue Güterzugstrecke Duisburg—Großenbaum. Im ganzen werden nicht weniger als 40 000 Kubikmeter Bodenmassen benötigt, um den Bahnkörper auf dem 700 Meter langen Stück anzuschütten. Die Arbeiten werden einige Monate in Anspruch nehmen. Mit diesem Reststück ist der Bahnkörper für das dritte und vierte Gleis auf der ganzen Strecke Düsseldorf— Duisburg fertiggestellt, so daß nur möglich zu erfüllen. gaben, die ihnen die Gesetzgebung des Dritten tionsmäßigen Unterlagen zu beliefern. Das noch die Gleise verlegt zu werden brauchen. Reiches zugewiesen hat, gerüstet. Es wird aber Handwerk trete geschlossen auf und wolle durch Dieser Ausbau wird im Jahre 1937 erfolgen. ...eugen Zusammenarbeit mit allen Stellen die Geschlossenheit beweisen, daß es jederzeit in! 4# 500 Le#enar Malle murdon Bewegung bedürfen, um der Lage sei, den besonderen Wünschen unter 17 500 Zentner Wolle wurden diese Aufgaven so bald und so weitgeyend wie Berücksichtigung und Heranziehung hervor=] versteigert ragender Fachkräfte gerecht zu werden.—....„„— Reichsinnungsmeister Leopold dankte den bei= Paderborn. Auf der ersten großen Woll Enalische Frantkämpfer in Garbuns, den Rednern für ihre Darlegungen und schloß versteigerung, die sich in Deutschlands größter Englische Fronikampfer in Warburg, dann mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Wollhalle zu Paderborn abwickelte, kamen Warburg. Die englischen Frontkämpfer, die Führer und Reichskanzler den Generalappell. am Sonntag in Kassel am Reichskriegertag teil=I Erstmalig war mit diesem Reichsverbandsgenommen hatten, trafen, einer Einladung der tag„auch eine Zusammenkunft der Stadt Warburg folgend, gestern morgen um westoeutschen Jugend des graphi 10 Uhr in der Stadt, die zur Zeit ihr 9o0jäh=sschen, Gewerbes, Reichsbetriebsgemein riges Bestehen feiert, unter Führung von schaft Druck, verbunden. Am Sonntagnachmit Generalmajor Vaugham und Oberstag fand im Sitzungssaal des Landeshauses in von Maltzan ein. Im Rathaus begrüßte Mwwesenyei. eiger recht stattlichen Anzahl von großer Schnelligkeit vor sich, so daß für die Regierungsvizepräsident Nief die Gäste. Da Meistern und Meisterinnen und Gästen eine 9: er Schnelligreit vor sich,. 10 Daß fu. die bei wies er besonders auf die entscheidende eindrucksvolle Feierstunde statt. Reichsbetriebs. gnebr, gls. 1000 Lose bereits in 2½ Stunden Bedeutung hin, die die Schlacht bei Warburg gemsinschaftsizgendwalter Wiegratz stellte im Jahre 1760 für das englische Königreich ge Ziel und Aufgabe dieser erstmalig im Rahhabt hat. Auch Bürgermeister Schlötel#menl e###s Reichsinnungsverbandstages zubenf wie Landrat Freiber von Spiegef wuchses die Anscht heraus, auch außerlich die berg, Oit,n Ostg ugsetlengolhalte in der Wol für die Ehre des Besuchen... 9“½e bereits innerlich erreichte Zusammenarbeit mit Mastzstraße, gest, eeten Vollmengen gu, ganz e Ehre des Besuches. den Buchbindermeistern zu dokumentieren und Westdeutschlano besichtigt. Der Bedarf konnte Für die englischen Kameraden sprach der gleichzeitig den Lehrlingen Gelegenheit zu ge der stat en Nachfrage keineswegs gedeckt Landrat von Wales, der feststellte, daß die ben, auf der Ausstellung der Höchstleistungen werden, so daß die Abteilung Paderborn der Entwicklung der Zeit und das, was er und deutscher Buchbinderkunst wertvolle Finger= Reichswollverwertung am 24. Juli in der eine Freunde im neuen Deutschland gesehen zeige und Anregungen für ihren weiteren Aus= Kurhessenhalle in Kassel eine zweite große Ver ###ten, bel.#r Lafu.., daß nie wieder bildungsgang mit heimzunehmen. Reichsin=steigerung veranstalten wird. roßbritannien die Waffen gegen Deutsch=nungsmeister Leopold stellte den erstmaligen Regimentsappell aller 75er am 19. und 20. Geptember land erheben würde.(Unsere Leser aus dem Versuch, zu der Reichstagung auch die Jugend 1„„ An diessem Apvell nehmen alle Kameraden des Sauerland und der Warburger Börde ver des Berufs mit heranzuziehen, um ihr das des Res=Nat. 75, des Landwedr=sat. 75 und des weisen wir auf den ausführlichen Bericht im Können und die Leistungen der Meister näher Ersatzbatl. 75 teil. Auskunft und Anmeldung bei lokalen Teil). zubringen, als eine auch für alle anderen straße 38. un Kalvaru, Breme., Hildesheimer17500 Zentner Schafwolle unter den Hammer. Das angebotene Quantum, das in der Hauptsache aus westfälischer und rheinischer Schweißwolle und Rückenwäschen bestand, wurde von den anwesenden 40 Handelsfirmen aus allen Teilen Deutschlands restlos aufgenommen. Die Versteigerung, der eine große z1 Anwesenheit einer recht stattlichen Anzahl von Anzahl von Schafhaltern beiwohnte, ging mit Meistern und Meisterinnen und Gästen eine 9#05%1g 106%0e der Zuschlag erteilt war. Am Vortage hatte eine Kommission zusammen mit dem Reichsbevollmächtigten für die deutsche Schafzucht, Freiherrn v. Gumppenberg, die in der Rie ädchen veraustag in uptpost 100 Wieder= erh. Bel. u. E. 3994 L3., Dim. ld. Hund entl. WieBel. Dtm., str. 19, II. denn ohne Opekta kocht die Marmelade durch die lange Kochzeit häufig bis zur Hälfte ein. Mit Opekta jedoch bekommen Sie ungefähr das ganze Gewicht an Marmelade in die Gläser, das Sie an Obst und Zucker in den Kochtopf geben. Ouu- Tie gug ol Cen Warburg rief die westfälischen Dichter Rundgebung der Reichsschrifttumskammer Uraufführung des Festspielo„Der ewige Schwur“. 900 Jahre Warburg ihre 900. Johr. i Jubelstadt Warbura hat ihre 900=Jahrfeier bewußt auf den Gedanken ausgerichtet, daß eine große kulturelle Ver gangenheit nichts bedeutet, wenn sie nicht in der Gegenwart und Zukunft ihre Fortsetzung findet. Historische Erinnerungen, bunte Fest zuge sind schön und gut, wenn das Heute dar über nicht zu kurz kommt. Warbura rie Dichter, und die überfüllte Warburger Stadthalle— besonders die nationalsozialistische Jugend war zahlreich erschienen— bewies, daß dieser Auftakt zum Heimatfest allseits begrüßt wurde, bewies auch, daß die Erkenntnis, daß wahre Kunst im Heimatboden, im Volkstum, in der Liebe zu Land und Leuten wurzeln muß, heute wieder in weitesten Kreisen Platz gegriffen hat. Bevor die Dichter zu Worte kamen, machte der., anesstellenleiter Westfalen=Nord der Reichsschrifttumskammer, Josef Bergenthal(Münster), beachtenswerte Ausführungen uver das Verhältnis zwischen Dichter und Volk. Bei der Kluft, über die früher viel geklagt worden sei, habe es sich um eine innere Entfremdung gehandelt. Eine tendenziöse Literatur. von einer damals allmächtigen Presse hochgelobt, war bestrebt, statt zu einer Steigerung, zu einer Zerstörung und Aushöhlung völkischer Art und Werte zu führen Heute komme wieder Dichtung zur Geltung, die unierer völkischen rtentspricht. Die Scheiterhaufen, die die deutsche Jugend im Frühjahr 1933 in allen Städten errichtete, um eine undeutsche, volksfremde Literatur den Flammen preiszugeben, machten den Weg frei für eine Dichtung, die in Blut und Boden, in Stamm und Landschaft, in Rasse und Volkstum, mit einem Wort: in unserer völkischen Art wurzelt. Heute sei es auch an der Zeit, den Dichter von seinem Schreibtisch, aus seiner Arbeitsstube heraus zuholen und mitten ins Volk zu stellen. Bei aller Anerkennung des überragenden aus seinem Roman„Pflug im Acker“. Walter Vollmer, unsern Lesern längst kein Unbekannter mehr, brachte die mit feinem Humor gewürzte Skizze„In der Waldhütte“, während Ludwig Wegmann, die starke erzählerische und dramatische Hoffnung der westfälischen aus seiner Erzählung„König im Käfig" las. Für den erkrankten Warburger Perte gutger, Heimatdichztung mußte sich der Schrftsteller Karl Linzen spra Redner doch gegen jene besondere Sorte Hei= tätslektor Roland Ostermann den Essan matliteratur wenden, die übertrieft von weich„Bismarck“ aus Linzens„Zug der Gestalten“ lichen Gefühlen und braver Gesinnung, dichte: Drei von tiefer Volksverbundenheit zeugende risch aber belanglos ist. Heimatliche Bezüge Gedichte Adolf von Haßfelds machten den 144 Zwischen Ruhr und Lippe Fteediger Beginn der vierten wirtschaftskundlichen Jahrt der DAs, Gau Westfalen=Süd dürften nie als Ersatz für dichterische Qualität genommen werden. Weil das leider so oft geschehen sei, habe auch die echte und große Heimatdichtung so lange eine Aschenputtelrolle im literarischen Leben spielen müssen. Den Dilettanten, auch den gutmeinenden, sei der Kampf angesagt. Die echten Dichter aber sollen ins Volk geholt werden, damit ihr Werk eine Erfüllung findet und allgemein erkannt wird, welche Kraftströme von der Dichtung ausgehen. Die Dichterstunde In der folgenden Stunde lag gespannteste Aufmerksamkeit über der weiten Halle. Anerkannte Dichter und junge Hoffnungen des westfälischen Schrifttums betraten das Vortragspult, um für die Worte Bergenthals den Beweis zu liefern. Maria Kahle trug drei Gedichte und„Worte an die Jugend" vor, Heinrich Luhmann las mit starker Aus=Sanzun.“ die junge wesisalische Bichterdruckskraft das Kapitel„Das Bauerngericht“ gegeratir:„eingefeizrg#o# seinem„Ewigen vilel„Dus Bäulerngericht“ Schwur“ behandelt er die Vereinigung der bis 1436 getrennten beiden Städte Warburg=AltBeschluß der gehaltvollen Stunde. Warburgs Festspiel„Der ewige Schwur“ Warburg ist zu beglückwünschen, daß es nicht in den Fehler anderer Städte verfallen ist, die bei Jubiläen oder ähnlichen Heimatfesten besonders gerne ihren„Lokalhistoriker" mit der„Abfassung“ eines Festspiels beauftragten und dabei ganz außer acht ließen, daß ung Gnade ist, die durch noch so gründliches Wissen um die Geschichte der Heimat nicht ersetzt werden kann. Warburgs Festspiel ist Dichtung, ist in dichterische Formen geprägte Stadt=Warburg=Geschichte, deren geistiger Gehalt und erzieherischer Wert aber vor den Stadtmauern nicht Halt macht. Dr. Ludwia Wegmann(Münster), der Dichter des Festspiels„Der ewige Schwur“, ist geborener Bürener und hat sich durch eine vielversprechende Begabung, die aus seinen Erstlingswerken klingt, in die junge westfälische DichterEines der rekonstruierten Stadttore, an denen Wachen in historischen Trachten jeden Fremdling in Empfang nehmen Enthüllungen im Schwere Beschuldigungen der Franziskaner=Bruderschaft von Waldbreitbach W. E. Körbecke. Hamm war der Ausgangspunkt der vierten wirtschaftskundlichen Fahrt des Amtes Arbeitsführung und Berufserziehung der DAF im Gau Westfalen=Süd. Wir haben in den letzten Wochen schon ausführlich über Sinn und Aufgaben der wirtschaftskundlichen Fahrten an dieser Stelle berichtet. Heute wollen wir nur bemerken, daß auch die vierte wirtschaftskundliche Fahrt einen freudigen Beginn nahm und ihren Vorgängern sicherlich in nichts nachstehen wird. Um die zehnte Morgenstunde sammelten sich die Teilnehmer an der Fahrt(rund 40 an der Zahl) im Festsaal des Rathauses in Hamm, wo sie Bürgermeister Leinberger in Vertretung des Oberbürgermeisters willkommen hieß. Nachdem der stellvertretende Gauberufswalter Parteigenosse Krause und Kreisleiter Parteigenosse Reichenberg Grüße des Gauwalters Stein überbracht und in längeren Ausführungen auf die Bedeutung gerade dieser Fahrt hingewiesen hatten, bei der absichtlich nicht große Industrieunternehmen besucht werden sollten, begannen die Besichtigungen. Zunächst ging es zum Verschiebebahnhof Hamm, dem großten dieser Art in ganz Eurova. 190 Kilometer Geleise zählt der Verschiebebahnhof, auf dem täglich 8000 Waggons verarbeitet werden. Nach der Mittagsruhe galt der nächste Besuch der Herd= und Oefenfabrik Woeste AG. in Hamm. Eingehend wurden die Arbeitsmethoden der einzelnen Fachwerkstätten studiert, und dann ging es nach einem kurzen Spaziergang durch die herrlichen Anlagen des Kurparkes von Bad Hamm zur Besichtigung der Brauerei Isenbeck, die nach der Besichtigung alle teilnehmenden Kameraden zu einer gemütlichen Stunde vereinte. Wohlgemut ging es alsdann mit dem Omnibus durch die fruchtbare Börde, vorbei an blühenden Kornfeldern, vorbei an Werl und dem herrlichen Soest, der Möhnetalsperre zu, die das Nachtquartier für den ersten Tagesabschnitt der vierten wirtschaftskundlichen Fahrt abgab. Der deutsche Osten rust! Deutschen Volksgenossen aus dem Westen das Erlebnis der Grenze zu vermitteln, gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Bundes Deutscher Osten. Aus dieser Erkenntnis veranstaltet die Gaugruppe Westfalen=Süd des Bundes Deutscher Osten während der großen Ferien eine Grenzlandfahrt von 20 Tagen, die die Teilnehmer in die Grenzmark Posen=Westpreußen und nach Schlesien führen wird. Die Kosten werden sich ausschließlich der Verpflegung auf rund 100 Mt. belaufen. Darin ist einbegriffen 1. die Anfahrt Dortmund—Schneide mühl, 40 Prozent Ermäßigung, 2. die Rückfahrt Hirschberg—Dortmund, 40 Prozent Ermäßigung, 3. die Uebernachtungen, meist Jugendherberge, 4. die Grenzfahrten im Omnibus oder mit der Bahn von rd. 600 Kilometer. Die Fahrt kommt zustande, wenn mindestens 25 sich zur Teilnahme verpflichten. Sie wird geleitet von dem Gaugruppenleiter des Bundes Deutscher Osten, Gaugruppe Westfalen=Süd, Dr. Frohberg. Anmeldungen sind sofort an seine Anschrift Bochum, Auguste=Viktoria=Allee 6, Fern ruf 66502, zu richten. stadt und Warburg=Neustadt zu einer Stadt. Der Held des Spiels ist ein junger Kaufmann der Neustadt, Albert von Roden, der die Jugend beider Städte um sich versammelt und sie schwören läßt, nicht eher zu ruhen, bis tausendfach aus beiden Städten der Schwur ewigen Bündnisses zum Himmel steigt: Leib und Gut, Leben und Blut für Warburg! Denn:„Zwei Städte nebeneinander, bewohnt von gleichen Menschen, durch Sprache, Blut, Schicksal, Wollen und Fühlen verbunden — ist das nicht eine Stadt?!“ Trotz des Widerstandes der alten Gene ration, der Bürgermeister und Ratsherren der beiden Städte, die sich in ihrer Selbstherrlichkeit bedroht fühlen, die Albert von Roden als Empörer vors Stadtgericht schleppen und sich gegen die jungen Erneuerer verbinden, schafft der junge Wille mit der Kraft des Glaubens das Einigungswerk.— Die Uraufführung des Spieles auf der idyllisch am Rande der Stadt gelegenen Freilichtbühne war ein voller Er folg. Heinz Rathmann vom Stadttheater Münster hatte aus der Warburger Bevölkerung eine tüchtige, spielbegeisterte Schar herangebildet. Rathmann selbst war als Dar steller des Albert von Roden die Seele des Spiels, an der sich alle Mitwirkenden ent zündeten. Der ehrliche Beifall für den Dichter und alle Mitspieler muß auch der Stadt Warburg schöne Genugtuung sein. Durch drei Schüsse tödlich getroffen Büren. Ein tödlicher Jagdunfall ereignete sich in Flackenholz in der Nähe Bürens, wo dem Mühlenbesitzer Franz Kaup in den frühen Morgenstunden auf der Ansitzleiter der geladene Drilling aus der Hand glitt. Durch den Anprall des Gewehrs lösten sich drei Schüsse, die den Unglücklichen tödlich trafen. Kleve. Die Montagverhandlung in dem Schmuggel= und Devisenprozeß gegen die Franziskaner=Brüder von Petrusheim und an dere stand ganz unter dem Eindruck des wie derum als Zeuge geladenen Zollinspektors Müller von der Zollfahndungsstelle Düsseldorf Neben den bereits bekannten Schmuggel gütern sind nach den Feststellungen des Zeu gen auch landwirtschaftliche Maschinen und Betriebsstorfe über die Grenze geschmuggelt worden. Angaben, die im übrigen auch von den Angeklagten, von Zeu gen und holländischen Gewährsleuten zugege ben werden. Ueber die Höhe der Getreidemen gen habe man nur unzureichende Vorstellun gen, die in jeder Hinsicht von den Tatsachen übertroffen würden, wenn sie von den Angeklagten, namentlich von dem Mitangeklagten Janßen, offen zugegeben würden. Diesen bezeichnet der Zeuge als einen hervorstechenden Mittäter des flüchtigen Bruders Siaisbert, den er auch nur durch Lift und überraschenden Zugriff vor der Flucht ins Ausland habe sichern können. Untrügerisches Beweismaterial einer Schuld liefe auch zu den mitangeklagten früheren Zollbeamten Haase und Schillings. die von Janßen und Bruder Sigisbert, als Vorsteher der Kolonie Petrusheim, bestochen worden seien, ihre Amtspflichten als Kontrollbeamte zu vernachlässigen. Unter dem Druck des Beweismaterials habe Schillings nach der ersten Vernehmung in Geldern einen Selbstmordversuch angestellt und später dem Zeugen erklärt, er solle seiner Frau sagen, sie solle sich und das Kind vergiften, es sei doch alles aus! In der Aufklärung der Verfehlungen der angeklagten Getreidehändler hat der Zeuge feststellen können, daß die Angaben eines Lagerarbeiters des Dicks und die persönlichen Notierungen des Leeuws im wesentlichen mit den Aussagen des Horstmann über die gelieferten geschmuggelten Getreidemengen in Daten und Quanten übereinstimmten. Der Name des Lieferanten Petrusheim tauchte in den Geschäftsbüchern hingegen nicht auf. Andere Buchungsunterlagen sind bei der Firma Leeuw nachweislich nach der ersten Kontrolle durch den Angeklagten Mingels, uno zwar auf Anordnung der Frau Leeum, verbrannt worden, um belastendes Material aus der Schmuggelzeit aus dem Wege zu schaffen. Diese Angaben sind dem Zeugen von dem Angeklagten Mingels nach anfänglichem Leugnen in aller Ruhe gemacht worden, und auch bei der Gegenüberstellung mit Frau Leeuw, die sie bestreitet, aufrecht erhalten worden. Bezüglich des flüchtigen Hauptbeschuldigten Bruders Sigisbert faßt der Zeuge seine auf Grund der Erhebungen gewonnenen Eindrücke dahin zusammen, daß dieser den Schmuggel und die Devisenschiebungen weniger in seinem eigenen Namen und auf eigenes Risiko betrieben habe als vielmehr in direktem Auftrage des Bruders Epiphan und unter stiller Duldung des Generaloberen Pankratius. Man habe mit aller Eindeutigkeit die durch die großzügig aufgezogenen Schmuggelgeschäfte erzielten Gewinne für die Ordensbruderschaft der Franziskaner sichern wollen. Reichstagung des RELB Mitteilung für die Teilnehmer aus dem Gau Westfalen-Süd An der Reichstagung des NS=Lehrerbundes vom 11. bs 13. Juli in Bayreuth nehmen aus dem Gau Westfalen rund 600 Mann teil. Gelegentlich der Einweihung des Hauses der Erzieher findet ein Festzug statt. Im ersten Block marschieren die Politischen Leiter und im zweiten die Angehörigen der SA, NSKK usw. Die Teilnehmer aus dem Gau Westfalen=Süd treten zu diesem Marsch in einfacher Dienstbluse ohne Tornister und Brotbeutel an. Kust ue wissenschaft Sängerfest an der Saar Erste Grobkundgebung für das deutsche Lied im freien Saarland Vor zwei Jahren mußte der Saar=Sängerbund, als das Saarland unter fremder Herrschaft war, seine große Kundgebung in der Moselstadt Trier abhalten. Am Sonntag und Montag weilten über 100000 Sänger des Saargebiets und aus der ganzen Pfalz in Saarbrücken, um hier eine große Kundgebung für das deutsche Lied zu veranstalten. Auf dem historischen Platz der Deutschen Front vor der Freitreppe des Rathauses versammelten sich die Männerchöre der Saar=Großstadt zur Eröffnungs feier. Der Sängergauführer Kipp übergab das alte Banner des ehemaligen Saar=Sängerbundes zur Erinnerung an deutsche Treue in schwerstem Leid dem Oberbürgermeister der Stadt als Ge schenk des Sängergaues Westmark und überreichte der Feststadt das neue Banner des Sängergaues Westmark in ihre Obhut. In feierlichem Gang wurden hierauf die beiden Banner, das grüne goldbestickte des ehemaligen Saar=Sängerbundes und das neue rote des jetzigen Gaues Westmark in das Rathaus geleitet und am würdigen Platz aufgestellt. Dann begannen auf 7 Plätzen der Stadt unter starker Anteilnahme der Bevölkerung offene Singstunden unter dem Titel„Singende Stadt". Der frohe, heitere und unbeschwerte Rhythmus der Lieder löste gar bald die Zungen der Umstehenden, und der ausgeteilte Liedertext half die letzten Hemmungen noch überwinden. Die gewaltige Macht des deutschen Liedes und deutschen Volkstums übertönte den Großstadtlärm. Am Abend vereinten zwei Weihestunden, die Liedern und Chören aus der Zeit des Saarkampfes und Volksliedern vom Deutschtum im Ausland gewidmet waren, zahlreiche Sänger und Gäste. Am Folgetag in der Frühe brachten über 30 Sonderzüge die Sänger und ihre Angehörigen aus allen Städten und Dörfern der Westmark nach dem Saarstrand. Die Großstadt glich gegen 8 Uhr morgens schon einem riesigen Heerlager. Mit Musik und Gesang, mit wehenden Fahnen ging es zu den zugewiesenen Standquartieren. Bereits um 8.30 Uhr begann der Tag des Liedes. Vor dem Rathaus in St. Johann versammelten sich Männerchöre, vornehmlich aus der Pfalz, zu einer Volksliedstunde, die im Zeichen des verstorbenen Liedkomponisten August Schmitt stand. In drei verschiedenen Gruppen ließen sich dann in den folgenden Vormittagsstunden die Vereine des gesamten Westmark=Gaues vernehmen, wozu man wiederum die schönen Plätze der Stadt unter freiem Himmel ausgewählt hatte. Eine besondere Note erhielt das Sängerfest durch die Anwesenheit der deutschen Sänger und Sängerinnen aus Luxemburg, die im Ratskeller festlich begrüßt wurden. Zwei eindrucksvolle und gutbesuchte Veranstaltungen beschlossen das musikalische Programm im Saalbau und in der Wartburg. Im Saalbau kam die Weihestunde„Deutschland, heiliger Name“ zur Durchführung, im Festsaal der Wartburg die Weihestunde„Schöpferische Westmark"; wobei Dichter und Komponisten der Westmark zu Wort kamen. Der Festzug, der sich am Nachmittag in zwei großen Säulen zum Befreiungsfeld bewegte, wo seit gestern die Grenzmarkschau ihre Zelte geöffnet hat, war ein überwältigendes Bekenntnis zu Boden und Heimat. Die bunten Banner, die farbenfrohen Prachten, die frische Musik hinterließen bei strahlendem Sonnenschein packende Eindrücke, so daß die letzte Kundgebung einen würdigen Abschluß des Festes bildete. Hier sprach der Gauleiter der Saarpfalz Josef Bürckel über die Kraft des deutschen Volksliedes und die Wesenlosigkeit des internationalen Singsangs. Die deutsche Sängerschaft leiste einen großen Teil der Arbeit am deutschen Wiederaufbau und verdiene es, daß sich noch mehr Volksgenossen um ihre Banner scharten. Mit der Weihe von 100 neuen Fahnen des Gaues Westmark und mit den Liedern der Nation wurde die Veranstaltung geschlossen. J. keinz. Der Auslandspressechef der Reichsfilmkammer, Sanderf Nich langer schwerer Krankheit setzte eine plötz liche Herzschwäche dem arbeitsreichen Leben von Albert A. Sander, dem Auslandspressechef der Reichsfilmkammer, kurz vor der Vollendung des 50. Lebensjahres am Sonntagmorgen ein allzu frühes Ende. Sander, der im Herbst 1934 die Auslandspresseabteilung der Reichsfilmkammer or ganisiert hatte, hat sich als Leiter dieser Abteilung besonders große Verdienste um das Ansehen des deutschen Films in der Welt und um die Verständi gung unter den europäischen Nationen erworben. Die„Fédération internationale de la Presse einematographique".(Fipresci), deren Vizepräsident und zugleich Leiter ihrer deutschen Sektion er war hatte in ihm einen unermüdlich tätigen Mitarbeiter, einen aktiven Mitkämpfer für die internationale Verbreitung des guten und kulturell wertvollen Films. Zwei klassische Kleinopern Wiedererweckung alter, deutscher Singspiele im Goethe-Theater zu Lauchstädt Aus den Schatzkammern deutschen Musikschaffens für die Bühne wird noch manches klingende Kleinod zu neuem Glanz und Klang wiederzugewinnen sein. Es gehört nur lebendiges Wissen und frischfroher Wagemut dazu. Einen vorbildlichen Versuch auf diesem Wege bedeutete die Wiedererweckung zweier klassischer Kleinopern von Gluck und Haydn durch das Musikwissenschaftliche Institut der Leipziger Universität in dem traditionsreichen Goethe=Theater im benachbarten Bad Lauchstädt. Das war wirklich fröhliche Wissenchaft, was hier getrieben wurde, um zwei anmutige Singspiele großer deutscher Meister aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken! Es hätte dafür kein besserer wesensgemäßerer Spielraum gewählt werden können als dieses im Geist der Goethezeit gestaltete Theater, als dieser idyllische Bereich, in dem Klassik und Romantik, Künstler und Studenten sich einst als in einer festlichen Lebenswelt bewegten. Köstliches Kunsterbe aus dieser Vergangenheit ward denn auch durch deutsche Jugend im Lebenswillen der Gegenwart wieder erweckt und erworben, um es neu zu besitzen.— Man erlebte zuerst die fröhliche Wiedergeburt von Glucks entzückendem Singspier„Der Zauberbaum“. Mit den schönsten Mitteln musikalischer Veranschaulichung wird darin dargestellt, wie man aus einem verzauberten Baum nur lauter Liebespaare in der Welt sieht.— Diesem reizenden Idyll folgte als weiter gespanntes Kunstwerk die fast gänzlich unbekannte komische Oper Haydns vom„Incontro improviso“, vom„Unverhofften Begegnen“, wie sie Prof. Helmüt Schultz in seiner witzigen lebenswarmen Neuübertragung getauft hat. Das von melodiöser Anmut und feinfühliger Stimmungsmalerei getragene Werk, dessen Handlung mit Mozarts„Entführung“ gleichläuft, zeigte Haydn von seiner heiteren Seite und bestand seine zweite Feuertaufe so gut, daß man ihm den Weg in die deutsche Bühnenwelt wünschen möchte!— Zwischendurch ging man eine Sonntagsstunde im sommerbunten Kurpark wandeln und dachte darüber nach, wie bewundernswert hier Professor und Studenten als wahre musische Gemeinschaft wirkten. Dr. Sauer. „Heinrich der Finkler Schauspiel-Uraufführung im Harzer Bergtheater Zu gleicher Zeit, da in der altehrwürdigen Harzstadt Quedlinburg. die erhebenden Feiern für den Schöpfer des ersten Reiches der Deutschen stattfanden, brachte droben n den Harzbergen das älteste deutsche Freilichttheate:, die Grüne Bühne auf dem Hexentanzplatz oberhalb Thales, ein Schauspiel von Wilhelm von Schramm heraus, in dem Charakter, Persönlichkeit und politischer Wille des ersten deutschen Volkskönigs aus niedersächsischem Geblüt lebendig werden. Nach seinen eigenen Worten war es dem Verfasser nicht darum zu tun, die Taten Heinrichs I. in einem historisch getreuen Bilderbogen vorüberziehen zu lassen; sie wurden vielmehr nur kurz umrissen. So liegt denn der besondere Reiz des einaktigen,„Heinrich der Finkler" betitel ten, Spieles vielmehr darin, daß Wesen und Wirken des großen Königs im Rahmen einer ThingHandlung, eines altdeutschen Gau=Gerichtstages, veranschaulicht werden, wobei zugleich die Gelegenheit geschickt genutzt wurde, die alten, durch das Eindringen des römischen Rechtes und seines artremden Geistes verschütteten Rechtsformeln und Brauchtümer wieder aufleben zu lassen. W. von Schramm hat sich dabei nach Möglichkeit an die Ueberlieferung gehalten und zum Teil die alten Formeln wörtlich benutzt, die sich bekanntlich in Westfalen noch bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts erhalten haben Angesichts dieser Vorteile dürfen aber auch die offensichtlichen Mängel des Werkes nicht übersehen werden; sie liegen in einer nicht immer gleich starken Handlungsführung und in einer zu betonten, Betonung der Parallelen, die sich zwischen der Zeit Heinrichs I. und der unseren ergeben. So wirken Sätze wie„Ein Volk, ein Führer und ein Reich“ und„Wir wollen eine Gemeinschaft haben" allzu gesucht und gewollt. Im übrigen ist es überhaupt der Fehler des Werkes, daß von den Dingen mehr geredet wird, als daß sie geschehen. Das Werk hatte in der Inszenierung des Intendanten Heinrich Kreutz, die die Volksszenen noch straffer hätte zusammenfassen können, einen Achtungserfolg. Unter den Darstellern fiel namentlich Heinrich Hermecke als König Heinrich in Gestalt und Sprache auf. msk. Kurz-Feuil Loton Eine Märchendichtung nach Grimm. Der Dichter Kurt Langenbeck, der Verfasser des erfolgreichen Dramas„Heinrich VI.“ arbeitet gegenwartig an einer Dichtung„Der getreue Johannis“. Die Dichtung gründet sich auf das Grimmsche Märchen und wird wahrscheinlich vertont werden. Oberspielletter Herrmann als Leiter der Fachschaftsbühne. Der Prästdent der Reichs=Theaterkammer, Ministertalrat Dr. Rainer=Schlösser, bat den bisherigen Beirat des Leiters der Fachschaftsbühne. Oberspielleiter Bernbard Herrmann, zum Letter der Fachschaftsbühne ernannt. Neuer Direktor der Staatlichen Gemäldegalerie. Zum kommissarischen Direktor der Gemäldegalerie der staatlichen Museen Berlin wurde der Direktor des Berliner Kupferstichkabinetts. Professor Friedrich Winkler. ernannt. Professor Winkler wird damit Nachfolger von Professor Kötschau, dem neuen Leiter des Kunsthistorischen Instituts der Kaiser=Wilhelm=Gesellschaft. Hundertjähriges Bestehen der Londoner Universität. In diesen Tagen beging die Universttät London das Jubiläum ihres 100jährigen Bestehens. Nachdem am Februar 1825 der Dieter, Journalist und Paoagoge Thomas Campbell in einem öffentlichen Appell darauf hingewiesen hatte, daß trotz Cambridge und Orford auch für London selbst eine Universität notwendig sei, griff Lord Brougbam, einer der reichsten und freigebigsten Aristokraten jener Zeit, das Projekt auf. 1826 und 1829 wurden die beiden ersten Colleges der London Universtty gegründet. Die königliche Urkunde, die diese Gründung sanktionierte, wurde jedoch nach vielerlei Widersprüchen erst 1836 ausgefolgt. Die Universität war ursprünglich nur Prüfungsbehörde und erteilte Grade, erst 1900 wurde sie unter dem Einfluß radikaler Geister in eine lehrende Universität umgewandelt als Gegenvol zu den beiden traditionell eingestellten alten Universitäten Cambridge und Orford. 1926 wurde sie reorganistert. Die Londoner Universität, deren oberster Schutzherr heute der König von England ist, bat gegenwärtig 13000 eingeschriebene Studenten und 7000 Hörer. Welttagung für Rassenhygiene. Vom 16. bis 21. Juli findet in Scheveningen in Holland die diesjährige Tagung der Internationalen Vereinigung der eugenischen Organisationen statt. Neben Vorträgen über den Erbgang von Geisteskrankheiten, die Anwendung erbbiologischer Erkenntnisse auf die normale Psochologie und Fragen der Mutation und Auslese sind Berichte der einzelnen Länder vor allem zum Sterillsationsprodlem vorgesehen. A * D Dienstag, den 7. Juli 1936 terstünde Die Papiere des Konsuls ch war im Schlaf von der Seegrasmatratze heruntergerollt und steckte in dem ver knäulten Moskitonetz wie in einer Zwangs jacke, der Schweiß rann mir übers Gesicht, ich stöhnte, ich hatte einen gräßlichen Traum ge habt. „Was ist denn los mit dir?“ rief Buddy er war in einer der Kammern des Neubaus ich hörte ihn am Petroleumofen hantieren. „Ich stecke in diesem verfluchten Netz,“ rie ich,„komm wenigstens mal rüber und schneide das Zeug auf!“ Ich hörte Buddy lachen und einen Hammer hinwerfen und dann kam er über das Dach herein. Er bückte sich und fuhr mit dem lan gen, scharfen Messer dicht über meinen Hals, daß mir der Atem wegblieb, und dann hatte ich Hals und Kopf frei. „Jhter,“ sagte Buddy und gab mir eine Zigarette. Er hatte sich auf die Matratze ge setzt.„Hör mal zu,“ sagte er, aber dann zog er dreimal an seiner Zigarette und starrte vor sich hin. „Also hör zu,“ sagte er,„ich glaube, sie haben unsere Spur. Wir müssen fort. Du hast lange genug hier oben ausgehalten, ich habe auch genug davon. Es ist soweit. Ich habe nämlich jetzt auch ihre Spur.“ „Du hast ihre Spur, Buddy?“ fragte ich und sah überrascht in sein verwittertes, brau nes, großes Gesicht. „Sie sind draußen in einer verlassenen Fabrik,“ sagte Buddy,„ich weiß, daß es nur zwei Mann sind und wo sie die Papiere haben. Jetzt steh mal auf, du mußt was Ordentliches essen, es kann sein, daß ich dich heute noch brauche.“ Ich stand auf und ging über den glühend heißen Betonboden der Dachterrasse zu dem kleinen Pavillon, wo der Kanister mit dem Wasser stand. Der Himmel war hell vor Hitze und über dem weißlichen Dächermeer der Stadt flimmerte die Luft. Ich schüttete mir Wasser über den Kopf und dachte, wenn Buddy wirklich heute die Papiere bekam, konnte ich endlich das Versprechen einlösen, das ich vor zwei Monaten meinem Konsul gegeben hatte. Dann würde ich auch seine Tochter Joan wiedersehen. Die Papiere waren dem Konsul bei einem Einbruch gestohlen worden, es waren wichtige Dokumente für das Kriegsministerium, und wenn er sie nicht wieder bekam, war er wohl ruiniert. Ich ging in die Kammer zurück und Buddy kam mit gebratenen Fleischstücken herein; wir schnitten uns Brot, und als wir fertig waren, gab es noch einen Schluck Whisky für jeden. „So,“ sagte Buddy,„jetzt hol mal das Fernglas aus deinem Koffer.“ Wir gingen hinaus über das Dach in den Pavillon. Buddy suchte in der leeren Fensteröffnung mit dem Glas etwas am Horizont. „Kannst du den Schornstein dort hinten sehen? Sieh ihn dir genau an,“ sagte er, „glaubst du, daß du ihn wiederfinden wirst?“ Ich nickte. „Jetzt etwas nach rechts. Siehst du die alte Festungsmauer neben dem zerbrochenen Mina rett?“ Ich sah mir durch das Glas die alte Festungsmauer am Rande der Stadt an. Von dem Minarett stand nur noch ein Stumpf. „Du mußt bis zu dieser Festungsmauer fahren,“ sagte er, er bückte sich aus der Fensterhöhle und deutete in die Tiefe, in eine Seitenstraße,„und dort unten nimmst du dir einen Wagen, komm.“ Wir gingen wieder hinein und setzten uns auf die Kisten. „Es war eben eins auf der Uhr,“ sagte Buddy,„gut, hör genau zu. Wenn ich in drei Stunden nicht zurück bin, ist was dazwischen gekommen, dann muß du sofort runter. Du gehst den hinteren Aufgang hinunter und kletterst im Hof über die Mauer. Dann kommst du auf der Hauptstraße heraus. Du gehst gleich über die Straße rüber in das Papiergeschäft an der Ecke und kaufst irgend etwas. Sieh dich die ganze Zeit nicht um. Es kann Mache dich frei Von Erich Wehmeler Der sich hebt vom alltäglichen Sinn, Der sich selbst sucht und die Geschicke erwägt, Der wie ein Baum ist, der Wurzeln schlägt In unser Land— kann sagen: Ich bin! Wohlauf denn und sei! Höre des Lebens Ruf. Mache dich frei, Da dich die Knechtschaft schuf! ein, daß einer von ihnen hier in der Nähe ist und acht gibt. Das Papiergeschäft hat einen zweiten Ausgang in die Seitenstraße, wo die Taxis stehen. Dort nimmst du den vordersten Wagen und sagst erst im Fahren, wo du hinwillst. An der Festungsmauer steigst du aus, gehst rechts um die Mauer herum und dann iehst du schon den Schornstein. Versuche unzemerkt durch den Hof in die leere Fabrik zu kommen. Ich laß dir das Ding hier, es sind noch fünf Kugeln drin. Du mußt nur herausriegen, wo ich stecke. Aber gib acht! Wahrcheinlich mache ich die Sache allein, es ist eine alte Rechnung von mir. Nur, wenn ich bis vier nicht zurück bin, mußt du losgehen. Dann haben sie vermutlich Verstärkung bekommen.“ Buddy warf seine Zigarette aufs Dach und tand auf. Er brummte etwas und ging hinaus. Ich hörte noch, wie er die Dachtür zuchmiß. Ich mußte jetzt etwas tun, damit die Stunden herumgingen. Ich holte mir aus dem Koffer Papier und begann an den Konsul zu chreiben. Wenn Buddy nicht kam, wollte ich den Brief einwerfen, bevor ich hinausfuhr. Ich wußte überhaupt nicht viel von Buddy. Ich Don Ernst Kreuder hatte ihn eines Abends an der Ke mauer ge troffen, als ich einen Mann beobachtete, der unter einer Laterne gegenüber einen Zette las. Plötzlich stand ein großer Mann neben mir, er trug einen verbeulten Hut und an seinem rechten Ohr fehlte ein Stück. Er hatte furchtlose, höhnische Augen.„Sie sind auf der richtigen Spur!" flüsterte er mir zu und zog mich hinter einen Schuppen. Da Buddy ebenfalls hinter der Bande her war, bei denen ich die Dokumente vermutete, zog ich ihn noch in der Nacht ins Vertrauen. Seitdem hausten wir auf dem Dache dieses verlassenen Neu baues. Als es fünf nach vier war, lief ich durch den hinteren Aufgang die sieben Stockwerke hinunter in den Hof, kletterte über die Mauer, überquerte die Hauptstraße und trat in das Papiergeschäft. Dort gab ich meinen Brief an den Konsul auf. Ich ging durch den Nebenausgang in die Seitenstraße, sprang in die vorderste Taxe und sagte dem Mann erst im Fahren mein Ziel. Unterwegs drehte ich mich öfter um, aber es folgte uns niemand. An der Festungsmauer stieg ich aus, dann sah ich schon den Schornstein, und nach einer Weile die Fabrik. Ich kletterte vorsichtig über den verrosteten Zaun und schlich geduckt auf einen alten Schuppen zu, dessen Tür aufstand. Als ich eintrat, lag Buddy am Boden. „Hinlegen,“ sagte er leise. Er konnte durch ein Loch des Schuppens in den Keller der Fabrik hinübersehen. Das Kellerfenster war zerbrochen, in dem halbdunklen Keller hockten fünf Mann um einen Tisch. Man konnte nicht hören, was sie redeten. „Wir müssen warten,“ sagte Buddy leise, „es sind noch drei Mann gekommen. Sie machen jetzt gerade aus, wie sie mich nachher auf dem Dach erledigen wollen. Von dir wissen sie noch nichts, das ist eine Chance mehr. Gut, daß du nie das Dach verlassen hast.“ Nach einer halben Stunde gab mir Buddy ein Zeichen. „Jetzt kommen sie rauf,“ sagte er,„sie gehen durch die Garage. Ich weiß nicht, wen sie hier lassen. Ich geh jetzt rüber. Du bleibst liegen und rührst dich nicht. Nur wenn ein Schuß fällt, läufst du raus und springst in den Keller. Unter dem Keller ist noch ein Bunker, dort muß der Tresor stehen.“ Ich nickte und Buddy kroch aus dem Schuppen und verschwand. Ungefähr zehn Minuten später fiel in der Fabrik ein Schuß. Ich nahm den schweren Revolver in die Hand und lief über den Hof, als ein zweiter Schuß fiel. Das machte mich stutzig. Ich warf mich unter dem Kellerfenster hin, eine Zeitlang hörte ich nichts, dann hörte ich Schritte und dann sprachen zwei Männer.„Hast du ihn?“ fragte der eine, und dann begann er zu stöhnen.„Er ist drunten,“ sagte der andere, „ich habe ihn runtergeschmissen, er kommt nicht mehr raus!"„Verdammt,“ sagte der erste,„die Kugel muß im Bein stecken, du mußt mir was zum Verbinden holen, es blutet wie verrückt, lauf in die Garage!" Heimkehr von der Schwemme Aufnahme: Retzlaff „Ist gut,“ sagte der andere und dann hörte ich ihn hinaufgehen. Ich packte die Waffe am Lauf und kroch auf das Fenstersims und sah den verwundeten Mann an der Kellerwand liegen. Ich duckte mich und sprang hinunter und versetzte ihm eins mit dem Kolben, bevor er einen Laut von sich geben konnte. Er war sofort bewußtlos. Dann hörte ich schon den anderen herunterkommen. Mit einem Sprung war ich neben der Treppe, und in dem Augenblick, wo er neben mir war, drehte er sich um und sah mir ins Gesicht. Er hob blitzschnell die Faust, aber die Waffe sauste schon auf seinen kahlen Schädel. Er ging in die Knie, er hielt sich noch am Geländer, da gab ich ihm noch einen Faustschlag hinters Ohr. Er rollte die letzten Stufen hinunter. Ich zog die Falltür unter der Treppe hoch und rief nach Buddy. In dem Bunker war es stockdunkel. „Hallo, Buddy?“ rief ich und dann hörte ich ihn fluchen. Ich stieg die eiserne Leiter hinunter und half Buddy aufstehen. „Er hat mir in die Hand geschossen,“ murmelte Buddy,„gebrochen ist nichts. Du mußt jetzt die Schlüssel holen, ich hab ihn ins Bein geschossen, du mußt sie ihm aus der Tasche nehmen.“ Ich kehrte mit den Schlüsseln und der aschenlampe zurück. Der Tresor stand in der Ecke. Der dritte Schlüssel paßte, ich zog die chwere Stahltür auf, Buddy leuchtete hinein, der Tresor war leer. Buddy klemmte sich die Lampe zwischen die Zähne und tastete in dem leeren Gefach herum. Plötzlich klappte der Stahlboden hinten hoch und Buddy zog ein großes, versiegeltes Kuvert heraus. Es trug den Stempel der Botschaft. Da hörte ich oben ein Geräusch. Ich rannte zur Leiter und sprang Basho Roman von Martin Luserke Copyright Ludwis Voggenreiter. Verlag. Potsdam 31. Fortsetzung Pieter machte ein bedenkliches Gesicht.„Sie haben heute das Bier und den Branntwein faßweise auf die Flotte gerollt. Die Seeschäumer sind jetzt schlecht zu alarmieren. Und überhaupt haben wir von Brederodes Mannschaft bei den andern nicht viel zu melden, und Niedrigwasser ist erst morgen vormittag wieder — wie willst du also den Kapitän in Emden warnen?“ Immerhin mußte es noch zwei Stunden dauern, bis der Ebbestrom einsetzte und die „Zeepaard“ stromab schieben konnte. Zeit genug, um erst einmal hier herauszukommen! „Wir müssen aber die Pfannen füllen, damit der Knecht auf dem Brander nicht am Dampf merkt, daß er herkommen muß.“ Mit einiger Mühe fanden sie sich mit dem Schleusenwerk zurecht.„Allmächtiger, das sind Pfannen“, sagte Pieter Sjoerdes bewundernd, „darin möchte ich eine einzige Bohnensuppe für unsere zweitausend Mann kochen! Aber warum sitzt Ihr denn plötzlich am Boden, Leutnant, macht Ihr schlapp?“ „Ich habe bloß Hunger“, lachte Hasko. „Unser Weg hinaus geht mitten durch die Speisekammer“, beruhigte ihn Pieter. Sie suchten sich ihren Weg durch das dunkle und völlig verlassene Haus.„Vielleicht finden wir auch eine Waffe“, sagte Hasko in der Speisekammer, während er sich den Mund eilig vollstopfte. Sie zündeten frech eine Laterne an und durchsuchten auch noch die benachbarten Kammern. Sie fanden keine Waffe, wohl aber allerlei Verkleidungskram des„Loop=over=de Loft“. Und schließlich entdeckten sie auch noch das Geheimnis seiner berüchtigten Erscheinungen im Rauch hoch über dem Boden, als Pieter Sjoerdes mit Abscheu einen Topf zuklappte, in dem merkwürdig viele große, lebendige Spin nen waren. Neben dem Gefäß stand eine La terne mit funkelndem Blendspiegel, und davor waren doppelte, kristallhelle Gläser. In dem Zwischenraum der Scheiben lag noch eine zusammengetrocknete Spinne. Das vergrößerte Schattenbild der Tiere, die in dem Glasgefängnis umherkrochen, hatte auf Dampf und Nebel so gespenstig gewirkt. „Damit hätten wir aber Spaß haben können“, sagte Pieter bedauernd, als Hasko die Zauber=Laterne zornig auf dem Boden zerschmiß und zertrat. Endlich fanden sie den Ausweg und standen nun in Nacht und Windsausen frierend auf dem Deich. Wolken jagten vor dem Mond hin, der schon hoch am Himmel stand. Fern über der weißen Eiswüste und dem schwarzen Strom glommen die Lichter von Emden. Dort ging jetzt der Verrat um. Lähmend kam den beiden jungen Männern zum Bewußtsein, wie ungeheuerlich und wie gesichert schon der Anschlag auf die Geusenflotte war. Jetzt zeigte ihnen der Mondschein noch eine Strecke weiter nach Norden am Deich entlang die Kirche von Nesserland. Auch in ihrem Fenster glomm ein Lichtschein.„Da haust nun der alte Mac noch ganz allein in seiner Batterie", sagte Pieter Sjoerdes. „Mac und die Kanonen“, schrie Hasko in plötzlicher Eingebung. Sie rasten durch Schnee und Kot den Deich entlang. * Das Innere der Kirche von Nesserland wurde nur von einer Laterne und von dem Feuer in dem eisernen Glühofen matt erhellt Das Dach lag merkwürdig niedrig über dem halb mit Erde gefüllten Raum. Der prächtige alte Mac nickte nur wortlos mit dem Kopf, als er Hasko auf sich zukommen sah. Er nahm sofort den dampfenden Topf vom Ofen her unter.„Moj!“ sagte Hasko.„Mac, du mußt gleich schießen!“ Damit setzte er den Topf an den Mund. „In Ordnung“, sagte Mac. Aber sie konnten beide nicht ganz hindern, daß es in ihren Augen tanzte, als wenn zwei heiße Sonnen am frühen Sommermorgen übereinander wegspringen wollten.„Wir reden, und du ißt“, nickte Pieter Sjoerdes beifällig. „Sterben ist die einzige Sache, so der Mensch auch ohne Essen zuwege bringt.“ Während Hasko gierig und pustend zu seinem eigenem Staunen alles verschlang, was der Topf enthielt, berieten sie. Drei Kanonen waren hier oben vor den Fenstern nach dem Strom hin einigermaßen in Ordnung. Das alte Signal aus dem Seetreffen im Vlie, zwei Schuß fast zugleich und einer hinterher, mußten trotz dem Nordwind auch die drüben in Emden hören. Die alten Seeschäumer würden die Sprache der Kanonen schon verstehen, und offene Gewalt vermied die Stadt gewiß. „Aber mit denselben drei Schüssen— denn ohne richtige Bettung wirft hier jeder Schuß sein Geschütz um— müssen wir auch den Brander zu fassen kriegen“, sagte Mac.„Solange die Flut stromauf gegen das Eis drückt“, nickte Hasko.„Mit glühenden Kugeln", strahlte der Koch.„Und wenn wir drei es jetzt nicht fertigbringen, die Arbeit von achtzehn Kanonieren zu machen, schlage ich euch labbriges Seevolk mit der Handspake zusammen, daß ihr euch überm Bauch verknoten könnt", drohte Mac lachend.„Den Sack mit den Holzkohlen her!“ Sie schoben drei Eisenkugeln in den Ofen und schürten das Feuer.„In einer halben Stunde glühen sie, und inzwischen haben wir die drei Stücke auch wohl gerichtet“, schloß Mac. Es war eine schwere Arbeit in der nur flüchtig angelegten Batterie. Hasko mußte schon mit zugreifen, während er noch ein großes Stück gekochten Speck kaute.„Laß es nur aus dem Mund hängen, der Mensch hat keine drei Hände, wenn er auch noch so viel sucht!“, tröstet Mac. Sie wuchteten die schweren Geschütze eine Fingerbreite nach der andern mit der Handspake herum, bis alle drei auf die „Zeepaard“ gerichtet waren.„Vierhundert", Schritt“, knurrte Mac bedenklich,„und bloß ein alter Uhn könnte in dieser Mondbeleuchtung übers Korn zielen. Und dabei muß ich euch zwei Kletteraffen die beiden ersten Schüsse unbesehen vorgeben; denn jeder von uns wird mit seiner eigenen Annamaria vollauf zu tun haben. Und nach dem Schuß sie mit ihm. Ein Glück, daß wir die Kugeln von hier oben übers Eis hinprellen können.“ Sie keilten die Rohre in die richtige Höhe und räumten dann den Boden hinter den Kanonen nach Möglichkeit auf, damit wenigstens das eine Geschütz nicht auf das andere kippte. „Wenn es losbrennt, hütet euch vor dem Ding wie vor einer wilden Kuh“, warnte Mac. „Und sperrt das Maul auf, bis ihr den Gegenzug von unten herauf spürt!“ Der Alte füllte sorgsam das Pulver ein und rammte den Holzpfropf und die Lehmklumpen davor. Er machte für jeden Kanonier einen Eisenhaken heiß.„Wir müssen erst alle drei Kugeln laden“, sagte er,„weil der glühende Gottessegen nur mit drei Mann zu handhaben ist. Dann brennt ihr los, und wenn ich Glück gehabt habe, trefft ihr was. Einen bedachten Schuß kann nur ich dann hinterher pfeffern.“ Damit legte er den schweren Hammer auf seine Lafette, um die Keile noch im letzten Augenblick zurechtschlagen zu können. „Sobald die dritte Kugel im Rohr steckt“, mahnte Mac,„springt ihr an eure Stücke wie der Teufel, wenn ihm die Mädel aus dem hinauf, als die Falltür gerade hochgehoben wurde. Ich warf mich dagegen und die schwere Tür schlug im Fallen den Mann dahinter zu Boden. Es war der Kahlgeschorene; wir zogen ihn heraus und legten ihn auf den Tisch. Jetzt konnte die Polizei das Ihrige tun. Drei Tage später trat ich gegen Mittag in den Garten des Generalkonsuls in A. Von der Veranda kam mir Joan entgegen. Sie war im Tennisdreß. Ich dachte, daß sie noch nie so gut ausgesehen hätte. „Hallo, Junge,“ sagte Joan und ich hielt ihre kühle, glatte Hand einen Augenblick in meiner Hand.„Hast du gute Nachrichten für Papa?“ Sie sah etwas erschrocken aus. Ich nickte. Warum bekomme ich von ihrer Hand Herzklopfen, dachte ich.„Komm, ich bring dich zu Papa,“ sagte Joan. Sie faßte mich am Arm und führte mich in die Gartenhalle. „Einen Augenblick,“ sagte sie dann,„mach mal die Augen zu.“ Ich sah sie an und dann gehorchte ich. Etwas tupfte gegen meinen Mund, zwei=, dreimal. Es waren Joans Lippen, es fiel mir wie Hitze ins Blut. Ich riß die Augen auf und sah Joan den Garten hinunterlaufen. Ich bin verrückt, dachte ich, vollkommen verrückt, sonst hätte ich meine Augen früher aufgemacht. Ich drehte mich um, der Konsul kam mir entgegen. Er sah beinahe krank aus. „Lieber Freund,“ sagte er,„ich hoffe, Sie haben Glück gehabt, sonst bin ich ein verlorener Mann.“ „Die Papiere habe ich,“ sagte ich,„aber wahrscheinlich bin ich etwas verrückt, das soll viel schlimmer sein.“ Er faßte mich lächelnd um die Schulter und führte mich in das große, kühle, weiße Haus. Mmmmmm Kessel entwischen wollen. Und du, Weißkopf, siehst, ehe du nicht auch losgebrannt hast, mit keinem Blick hin, was etwa dem Koch nach seinem Schuß passiert ist, und wenn er lotweise oben aus den Dachsparren herunterkleckern sollte. Ich kann euch Kletterspechte nicht in der Eile zu Kanonieren machen. Ich sag euch bloß eins: bleibt ihr vom Heck weg, wenn sie losgeht!“ Es war eine harte und gefährliche Arbeit, die strahlend glühenden Kugeln mit der Tragzange vor die Geschütze und in die Rohre hineinzubringen. Mac rammte jede Kugel fest. „Feuert ab!“ kreischte er, sobald die dritte Kugel bei ihm kollernd in den Lauf rollte. Pieter kniff die Augen zu, als er das Pulver auf der Zündpfanne mit seinem glühenden Eisen berührte. Zischend und mit einem betäubenden Knall ging das Stück los. Schwefliger Qualm schlug sofort zurück. Pieter sah noch, wie die schwere Kanone sich aufbäumte und dann auf ihren kleinen Rädern nach rückwärts schoß. In dem weichen, aufgeschütteten Boden kam sie aber nicht weit, sondern überschlug sich und krachte mit einer Geschwindigkeit und Wucht hin, daß der Boden zitterte und das Dach sich ächzend bewegte. Pieters Ohren gellten; er hatte natürlich vergessen, den Mund aufzumachen. Rums, krachte Haskos Geschütz hinterher. Pieter saß vor Entsetzen jetzt platt am Boden. Hasko hatte in dem Augenblick, als Pieter abfeuerte, gerade noch ehe das Pulvergewölk aufschoß einen Blick durch das Fenster erhascht. Er sah den gebogenen Strahl der glühenden Kugel auf die„Zeepard" losschießen. Er glaubte zu hören, wie sie mit einem heftigen Knall auf Eis peitschte. Hui, spannte sich der Feuerstrahl hoch über den Brander weg, und der schwarze Dampf wölkte sich vor das Bild. „Gefehlt“, schrie Hasko erbittert und stieß den Zündloch sei roten Haken ins indloch seiner Kanone. (Fortsetzung folgt). Verlegt bei Carl-Duncher-Verlag. Berlin 15. Fortsetzung „Keine Ahnung—“ „Ich werd ihn herausfinden,“ sagte Möbius vor sich hin.„Und wenn ich die Alte—“ Grünau lachte hart auf.„Jetzt wollen Sie ihr wohl an die Gurgel?“ „An die Gurgel? Keine Spur. An die Ruhe. An den Schlaf. Ans Gewissen. Daran will ich ihr. Und damit, Grünau, damit krieg ich sie auch!“ * Möbius betrachtete nachdenklich das Päckchen Zigaretten, das er soeben von der Seiler erstanden hatte, öffnete es sorgfältig, nahm eine Zigarette heraus, bohrte eine Weile nach dem darin liegenden Bildchen, betrachtete es, zündete endlich seine Zigarette an und beobachtete bei alledem die Frau hinter dem Ladentisch verstohlen. Sie machte keinen wesentlich vom Vortag verschiedenen Eindruck. Sie schien sich nicht um den langweiligen Käufer zu bekümmern, es war nicht einmal zu sehen, ob sie ihn überhaupt wiedererkannte. Trotzdem entschloß Möbius sich, an seinen ersten Besuch anzuknüpfen. „Entschuldigen Sie, Fräulein Seiler, können Sie mir vielleicht jetzt sagen, was nun aus dem Laden nebenan wird?“ Sie sah ihn groß an.„Ach,“ sagte sie dann,„Sie sind ja der Herr, der mich gestern schon gefragt hat, was hier für eine Ecke ist, nicht?“ Möbius nickte.„Ja, und die Sache interessiert mich immer noch. Ich habe ja so den Eindruck, als ob es nicht schlecht wäre, aber— schätzen kann man sowas nicht, das wissen Sie ja auch. Und Herr Krause ist tot, der kann mir keine Auskunft mehr geben. Und seine Kontoristin sitzt. Der Hauswirt, Gott, höchstens kann er sagen, daß Herr Krause seine Miete mmttlich bezahlt hat, aber danach brauch ich ihn ja gar nicht zu fragen, sonst hätte er ja Herrn Krause längst exmittiert gehabt, nicht?“ Er lachte und merkte, daß die Frau nicht ein stimmte.„Man muß übrigens sagen,“ fuhr er geläufig fort,„vielleicht wäre es für den Herrn Krause besser gewesen, er hätte Pleite gemacht und wäre exmittiert worden, meinen Sie nicht?“ „Versteh ich nicht,“ sagte die Seiler, sie schien sich zu langweilen und griff nach ihrem Strickzeug. Möbius sah interessiert zu, wie ihre Finger die Nadeln bewegten.„Das ist doch ganz einfach,“ meinte er dann.„Wenn er Pleite gemacht hätte, wäre er exmittiert worden, und wenn er exmittiert worden wäre, wäre er nicht in seinem Laden hier nebenbei gewesen, und wenn er da nicht gewesen wäre, dann hätte er auch nicht ermordet werden können, und—“ Die Seiler verzog ein wenig die Lippen. „— und wenn meine Großmutter Räder gehabt hätte und gehupt—“ fügte sie ruhig bei Möbius meinte, unter dem halben Satz einen kleinen Unterton von Erregung zu spüren. Es konnte sein, daß sie sich über ihn lustig machte, es konnte auch sein, daß sie die Erörterung dieses Themas ärgerte und reizte. „Ich möchte überhaupt wohl wissen,“ fuhr er fort und lehnte sich bequem an den Ladentisch, „ich möchte gern wissen, was da eigentlich gewesen ist. Es scheint doch eine reichlich geheimnisvolle Geschichte zu sein, nicht?“ „Aber gar nicht,“ widersprach die Seiler. Sie sprach rasch, ihre Wangen färbten sich ein wenig, die Zunge fuhr schnell über die spröden Lippen.„Was ist daran geheimnisvoll? Wo man doch das Mädel schon lange fest hat, und gestanden hat sie auch!“ Möbius zog die Schultern hoch.„Ich weiß nicht— ich weiß nicht—“ sagte er und dehnte die Worte.„So ein kleines Mädchen— sie war doch noch jung, nicht?“ „Ja, ziemlich jung,“ gab die Seiler zu. Aergerte sie diese Feststellung? Es schien Möbius so. „Ja— so ein junges Ding also, die schlägt doch nicht so ohne weiteres einen Menschen tot, meinen Sie nicht auch?“ Die Seiler schob die Schultern hoch.„Ich habe meine Aussage gemacht, und weiter interessiert mich die ganze Sache nicht,“ sagte sie brüsk.„Außerdem wollten Sie ja auch gar nicht von dem Mord sprechen, sondern von der Firma Krause. Und da kann ich Ihnen ganz genau so wenig sagen wie über den Mord.“ Sie schloß die Lippen fest aufeinander, gab sich den Anschein, nichts mehr sagen zu wollen. Möbius, dickhäutig, schien nicht zu be greifen.„Wenn man wüßte,“ sagte er,„wer die Erben sind— die Erben von Herrn Krause, meine ich. Die müßten ja Bescheid wissen „Entschuldigen Sie— und gestatten Sie— Möbius!“ Die Seiler lachte. iber den Laden, die müßten doch die Bücher saben und alles—“ „Ich weiß wirklich nichts, glauben Sie es mir schon!“ sagte die Seiler. Sie war ärgerich, ihr gerötetes Auge trübte sich merkbar und schien, da sie daran herumrieb, zu schmeren.„Wenn Sie es so genau wissen wollen, sann wenden Sie sich ans Gericht, da wird man Ihnen sagen können, wer die Erben sind Ich bin's nicht!“ „Ja— die werden es schon wissen,“ meinte Möbius betrübt.„Aber sehen Sie, die Erben — diese Erben— was werden sie mir sagen? Das Geschäft ist groß gegangen, werden sie mir sagen— damit ich in den Mietsvertrag eintrete. Und nachher, dann merke ich plötzli ich bin der Dumme gewesen bei alledem. Aber Sie müßten mir doch mehr sagen können— Sie haben doch gewissermaßen Tür an Tür gewohnt mit Herrn Krause—“ er unterbrach sich und deutete auf die Verbindungstür der Läden.„Da haben Sie ja sogar eine direkte Verbindung gehabt! Wenn man so nebeneinander ist, jeden Tag, lange Zeit, dann muß man doch ungefähr wissen, was los ist— oder los gewesen ist. Und Sie täten mir wirklich einen mächtig großen Gefallen, wenn Sie—“ „Kann ich mir denken. Aber ich mag nicht!“ „O—“ sagte Möbius nur. „Nein, ich mag nicht. Das sind undankbare Sachen. Man soll sich nie so einmischen, wo man's nicht nötig hat. Und ich hab's ja hier nicht nötig, nicht wahr? Und im übrigen—“ „Einen Augenblick bloß noch,“ bat Möbius. Er sah sehr jung und unglücklich in diesem Moment aus, und er wußte es auch.„Sehen Sie mal, Fräulein Seiler, wenn man so alleine durchs Leben schlurft, dann ist man immer so froh, so angenehm überrascht, will ich mal sagen,“ schwächte er mit aufdringlicher Diskretion ab,„wenn man mal jemand findet, der einem—“ Die Seiler lachte ein wenig. Sie wußte nicht, ob sie sich ärgern oder von einem solchen Maß plötzlicher und unmotivierter Vertraulichkeit beeindruckt sein sollte.„Warten Sie einen Augenblick,“ sagte sie,„sonst machen Sie mir gleich eine Liebeserklärung. Und das wäre doch mächtig komisch, nicht? Dazu brauchen Sie jemand anders, wenn Sie so was los werden müssen, Sie irren sich in der Adresse!" Möbius senkte verlegen den Kopf und chnippte mit den Fingern. Er nahm langsam einen Hut vom Ladentisch und sah die Seiler mit dem betrübten Blick eines gekränkten Neufundländers an.„Naja— naja—“ murmelte er blöde,„also dann guten Abend, nicht?“ „Guten Abend“, sagte die Seiler. Möbius ging langsam auf die Ladentür zu. Er nahm die Klinke in die Hand, ließ sie wieder los, ging zurück, nahm den Hut ab, sagte:„Entschuldigen Sie— und gestatten Sie — Möbius!“ Die Seiler lachte.„Guten Abend“, wiederholte sie und ging unmißverständlich hinter den Wandschirm, der eine Ecke des Ladens verdeckte. Möbius ging langsam aus dem Laden. „Guten Abend“, sagte er von der Tür aus ins Leere, dann schloß er die Ladentür hinter sich. Draußen ging er ein paar Schritte, dann blieb er wieder stehen. Sein Gesicht veränderte sich, das Babyhafte verschwand, die Wangen strafften sich, die Lippen, vorher weich geöffnet, schlossen sich fest aneinander.„Ich krieg dich schon“, dachte er und wußte, wo er sie fassen würde. * Ulrike Seiler stand in der Küche am Plättbrett und bügelte Wäsche. Anna saß müßig neben ihr auf einem Stuhl. Ulrike ging zum Herd, öffnete das Loch und holte einen glühenden Eisenbolzen heraus. Sie steckte ihn mit dem Schürhaken vorsichtig in die Plätte hinein, dann strich sie mit der Hand die Haarsträhnen aus dem roten, erhitzten Gesicht. Mit Kohlen plätten,“ murrte sie erbittert, „und da drüben steht das elektrische Eisen!“ Anna Seiler zuckte ergeben die Achseln. Wenn aber das Licht abgestellt ist— wir müssen froh sein, daß wir noch Kohlen haben!“ „Froh sein— besten Dank! Im Winter ists vielleicht ganz schön, aber so— ich fließe einfach weg!“ „Das möcht man am liebsten,“ seufzte Anna trübe,„wegschwimmen, nichts mehr wissen—“ Ulrike wollte heftig zustimmen, dann besann sie sich. Sie setzte die Plätte vorsichtig auf einen umgekehrten Teller, sah einen Augenblick zum Fenster hinaus und stellte sich dann vor Anna hin.„Sieh mal, Mutter,“ sie bemühte sich, weich zu sprechen,„so gehts doch bei uns wirklich nicht mehr länger weiter.“ Ticht ruft durch die Nacht (Fortsetzung folgt). Mimmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmammmmmmmmmmmmmmmmm Leuchtturm!— Wir haben uns schnell vor her ein Bild gemacht: ein hoher Turm, einsam im weiten Meer, der Sturm braust, und oben sitzt ein stiller, alter Wächter, der über das Licht wacht, das wie ein lauter Ruf die Dunkelheit einer sternenlosen Nacht durchschneidet und den Schiffen den rechten Weg zum festen Land weist. Eine romantische Angelegenheit. Zuweilen sollen Schiffe auf einen Sand fahren, weil sie das Licht des Turmes nicht beachtet haben. Zuweilen sollen Menschen in Seenot sein, und der Mann im Turm hat sie retten können, weil er das Land anrief, damit Hilfe gesandt würde. Hat man uns nicht auch von Leuchtturm wärtern erzählt, die draußen in der Einsamkeit und Stille des Turmes wahnsinnig wurden? Zwei Monate ganz einsam da draußen! Der neue Hafen„An der Geeste“ in Bremerhaven liegt in der Dunkelheit. Die Kaimauer ist naß und schlüpfrig. Unten klackert das Wasser gegen eine Schiffswand. Wenn man zum erstenmal über ein Fall reep geht, dann sucht man eine Stelle, wo man seine Füße am besten aufsetzen kann. Man will das forsch und echt seemännisch machen, und so kann es sich ereignen, daß man ins Gleiten kommt und den Tonnenleger„Weser mit dem Hintern zuerst berührt, den man eigentlich nicht dafür bestimmt hatte. Ein kleiner Fischlogger takt mit hellen Bullaugen vorbei. Es dauert eine ganze Weile, bis man sich daran gewöhnt hat, durch enge Kombüsen zu gehen und steile Treppen zu steigen. Der Tonnenleger, ein Schiff der Wasserstraßendirektion, macht täglich Fahrten zur Wesermünde hinaus in die offene Nordsee, versorgt die Mannschaften der Feuerschiffe und Leuchttürme mit Proviant, Kohle, Petroleum, Oel, Post und Zeitungen, legt an den Fahrstraßen neue Tonnen, Bojen und Spieren aus, füllt die Leuchtbojen auf, repariert die Wasserwege und Zeichen im Meer, löst die Mannschaften ab— ist die Verbindung zwischen den Wach= und Vorposten an der esermündung, auf der Nordsee und dem Festlande. Die Ufer der Weser treten weit zurück. Vor uns die Nordsee: Meer und Himmel, Grau an Grau. Sechsundzwanzig Seemeilen sind es bis zum„Rote Sand". Dreieinhalb Stunden Fahrt. Die Sicht ist schlecht. Der Käpten hat mir unterwegs schon einige Winke gegeben. Alles halb so toll mit der Romantik, erklärt er, die haben ihre Arbeit. Mehr als manch einer denkt. Die Zeit ist vorbei, wo Leuchtturmwärter anze Dreivierteljahr auf einem Leuchtturm ienst haben. Heute kommt der Tonnenleger von Zeit zu Zeit heraus, bringt ihnen Post und Nachrichten von Hause. Und oben in der Turmkammer des Leuchtturms„Rote Sand“ steht ein Vierröhren=Apparat, der die Wärter mit dem Land verbindet. Um sieben Uhr hören sie die neuesten Nachrichten. Hinrich Kimme und Dirk Temmen wissen über Abessinien besser Bescheid, als manch einer von uns.— Ein paar hunderttausend Menschen gibt es Drei Cage auf Dorposten im Meer in Deutschland, die den Leuchtturm„Rote Sand“ schon gesehen haben. Die„Kraft=durch Freude"=Dampfer machen regelmäßig eine Ehrenrunde um ihn. Aber bestiegen haben ihn doch nur die allerwenigsten. Endlich: ganz hinten der Leuchtturm.„Rote Sand“ sagt der Käpten und ruft von der Brücke herunter seinen Jungens zu, daß sie die Petroleumfässer für den Turm bereitlegen sollen. Die Wärter haben schon gelünkert Einer von ihnen steht in der Breite der Turmtür, die sich etliche zehn Meter über dem Meeresspiegel und dem eisernen Grundsockel befindet. Eine ganz nette Dünung hier. Um den Turm brodelt es. Schäumende Gischt spritzt ein paar Meter hoch auf und schlägt sich um den Sockel. Das Schiff fährt nur bis auf zehn Meter heran; für alle Fälle sind die Rammsäcke über die Reling geworfen.„Smie de Linn!“ ruft ein Matrose. Zuerst die Pakete. Ein Korb saust durch die Luft an der Leine, die, straff gespannt, zwischen Turmtür und dem Mast am Vorderschiff zittert. Zuerst denkst du an eine Schwebebahn, sitzt da eingeduckt in dem Korb, wenn die sausende Fahrt anhebt. Natürlich will man sich festhalten, legt die Hände um den Korbrand, aber jetzt fallen einem blitzschnell die Worte des Käptens ein: vor dem Krieg haben sie mal einen rübergehievt, da ist der Korb fest gegen die eiserne Turmwand geschlagen. Die Hände waren Matsch und der Mann im Korb tot. Unten braust das Meer. Ein paar Arme haben den Korb gefaßt und ihn in das Turminnere gezogen. Die Wärter bekümmern sich nicht um mich. Einer hat sich einmal kurz umgewendet:„So, Se bliewt up den Torm?“ fragt er. So beginnt mein dreitägiges Leuchtturmleben. Ganz unten, zehn Meter über dem Flußspiegel, ist der Vorratsraum. Eine Treppe höher: der Schlafraum mit neun Alkoven. In der dritten Etage ist die Küche, darüber das „Amtszimmer“, und schließlich als Krönung oben im Turm, in der Kuppel, die riesigen Lampen mit blendenden Prismen und automatischen Blendvorrichtungen. Alles ist genau eingeteilt. Hier mußte jeder Tag ein festumrissenes, vorgeschriebenes Programm bekommen. Der„Koch“ hat die erste Wache. Er macht das Frühstück und den Morgenkaffee fertig. Schlechte und rechte Seemannskost. Speckrüben, Gulasch, und Frischgemüse. heute, zur Feier des Tages, Sie lassen sich auch durch den Gast nicht tören. Während es unten aus der Küche seraufduftet, arbeiten die beiden anderen oben in der Kuppel und reinigen die Prismen und Lampen. Jeden Morgen, Tag für Tag ist das o. Ab uno zu sehen sie von ihrer Arbeit auf, nehmen den langen Kieker zur Hand und suchen das Meer ab, und ist das Schiff so nah herangekommen, daß sie den Namen am Bug erkennen können, dann gehen sie in das„Amtszimmer“, machen ihre Eintragungen und telegrafieren nach Bremerhaven durch, daß das Schiff soundso gesichtet ist:„Richtung Bremer haven“ oder„Ausfahrt Kanal England". Das mag den Reedern guten Dienst tun. Die an der Küste arbeiten ihre Wettermeldungen nach den Berichten aus, die täglich vom Turm durch den Draht laufen. Aber das ist ja nicht die Hauptsache. Die Nacht kommt und sie liegt undurchdringlich und schwarz auf dem Meer. Du stehst oben auf dem Kuppelrundgang neben der großen Nebelglocke unter dem Lichtkegel, der über dir aus den Lampen schießt und die Nacht zerreißt. Ganz hinten glühen irgendwo Topplampen auf von Schiffen, die den Weg nach Hause suchen oder in die Welt hinausfahren. Die Turmfeuer weisen ihnen den Weg. Oben im„Amtszimmer“ sitzt der Wärter und liest in einem Buch, das Freunde des „Rote=Sand=Leuchtturms“, den alle Welt kennt, geschickt haben. Aus Australien sind Briefe gekommen, aus England und Amerika. Es sind viele Mütter unter den Schreibenden, die ihren Sohn auf weiter See wissen... Wenn du dich hinsetzt, die Hände in den Schoß legst und nichts tust, dann wird dich bald Langeweile überkommen. Man muß sich ein fügen in den Arbeitsgang der Männer, die alles genau und prazise machen, weil ihnen Unendlichkeiten an Zeit zur Verfügung stehen. Das Mittagessen dauert genau eine halbe egen der Treppen eine Stunde. vom Anfang bis zum Stunde, das Der Tag ist eingeteilt Ende. Und es vergeht ein Tag und eine Nacht und wieder ein Tag. Nachts wache ich plötzlich auf, höre den Sturm um den Turm heulen, der heftig zittert. Dirk Temmen hat die Bullaugen fest verschließen müssen. Die Gischt spritzt bis zur Kuppel, dreiundzwanzig Meter hoch. Oben tönt die Nebelglocke. Die Nordsee hat Sturm! Aber das Licht und die Glocke rufen durch die Nacht. Die da draußen wissen Bescheid. Längst hat sich das Feuerschiff auf dem„Minseener Sand“, ein paar Seemeilen von uns entfernt, losgerissen und ist an die Küste gefahren. Der Turm steht fest, und die Männer auf Vorposten wachen die ganze Nacht. Dat rökt ja achter di... Großmutter Preiske machte eine recht un angenehme Entdeckung. Ihr kleiner Enkel Fritz hatte sich das Lügen angewöhnt.— Töw, du Slingel, dachte sie, ick war di wiesen, ick war di dat schon afgewöhnen! Wie das nun aber so geht, gerade, weil Großmutter darauf wartete, schien Fritz plötzlich nur noch die Wahrheit zu sagen,— bis— nun, bis die Sache mit den Backbeeren geschah. Vater und Mutter Preiske waren beim Heuen und Großmutter orgte für das Essen. Morgen sollte es Backbeeren mit Klütern geben, da mußte das hartgetrocknete Obst am Abend vorher in Zuckerwasser eingeweicht werden, damit es recht schön aufquoll. Großmutter erstieg nun langsam die Bodentreppe, um sich aus den dort lagernden Vorräten einen zureichenden Teil zu holen. Ja, das war leicht gesagt, aber zum Kuckuck, wo waren die Backbeeren? Nirgends waren welche zu finden! Man hatte doch seit Wochen eine mehr gegessen! Der kleine Rest dort auf dem Schapp konnte doch unmöglich von dem großen Beutel von Dörrobst stammen, den man im Herbst hier heraufgetragen hatte. Es waren bei 40 Pfund gewesen und nur sechsoder siebenmal war davon gekocht worden! Großmutter suchte im Schweiße ihres Angeichts, denn ihr wurde recht heiß vor Aerger. Sollte der Fritz?... Himmel, nein, der konnte doch unmöglich die ganzen Backbeeren aufgeuttert haben! Es sei denn, er hätte die Dorfungen mitgefüttert! Dennoch, alles Suchen war umsonst. Sorgenvoll trat Großmutter den Rückweg an und machte sich einen Schlachtplan zurecht. Als Fritz ahnungslos bald darauf die Küche betrat, befahl die alte Frau: „Fritz, lop mal baben, na dem Boden, un hal mi de Büdel mit de Backbeeren dal, aber dat mäut snell gohn, ick will ehr man glieks inweeken!“ Fritz, der sechsjährige lütte Schlinzel machte ein paar unschlüssige Schritte nach der Tür, um sich plötzlich, mit sichtbar erhelltem Gesicht umzudrehen:„Großken,“ meinte er,„ick würd keen Backbeern nich koken. Sieh mol, Badder ißt di nich girn, ick ät dei nich girn, un Mudder, glöw ick, is ok keen Fründ dovin! Kok man leiwer Tüftensupp, dei smeckt ein!"„Nä, nä,“ meinte Frau Preiske,„dat is all mit din Mudder so ofmoakt! Morgen Don Kloöt=We siwt dat Backbeern un nischt anners! Nu lop man tau!“ Nach einigen Minuten stand er schon wieder vor der Großmutter in der Küche und meinte scheinheilig:„Großken, du büst aber all bannig vergätlich, wi hewen doch kein Backbeern mihr, de hätt Mudder doch all weggäwen!"— „So, so,“ nickte Großmutter,„wem hätt se de denn man gäwen?“ „Dat... dat weit ick nich", log Fritz tapfer darauflos,„dat hätt se mi nich seggt. Irgend een arm Wief oder sunst wem? Du brukst ihr man ok gornich donah tau frögen, dat weit de all sülwst nich mihr!“ „Hm, hm,“ brummte Großmutter,„na, vielleicht wirst du nu der sunst wem? Häst du de etwa upfräten?“ „Großmudder,“ die Jungsaugen wurden ordentlich groß vor Entrüstung,„son klein Jung, as ick? Nä, man nich, ick hew de Back beern nich fräten!" „Na, denn is man gaud, denn ick mäut nu man rutkrägen, wo se afblewen sin, stell di man hier vör dat Füerloch, du schast mi nur dorbi helpen.“ Großmutter stellte ihren Enkel vor den Herd, auf dem gerade die Abendsuppe dampfte, dann bedeutete sie ihm, zu warten, bis sie nur rasch in ihrem Zimmer nach einem Zaubermittel gesucht hätte, welches Verborgenes kund täte.— Als sie zurückkam, entging es Fritz vollständig, daß sie eine Haselnußgerte auf dem Rücken verbarg.— „So,“ begann sie nun wieder,„wenn du nun leigst, denn raucht dat achter di, drum segg mi nu de Wohrheit, häst du de Backbeern upfräten?“ Fritzchen dachte blitzschnell nach. Ach was, die Großmutter wollte ihn einschüchtern, woher sollte es denn rauchen, also nur keine Bange nicht! „Ick hew de Backbeern ganz gewiß nich äten!“ „Fritz, schäm di de Sünd,“ schrie Großmutter erbost,„kiek äuwer din Schuller, dat rökt achter di!“ Etwas beklommen sah Fritz über seine Schulter. Wahrhaftig, das rauchte hinter ihm! Ehe er noch seiner Verblüffung Herr werden konnte, tanzte schon die Haselnußgerte schmerzhaft auf seinem Hosenboden. „Ick war di leigen liern,“ tönte Großmutters Stimme dazu im Takt! Tagelang versuchte Fritz hinter das Geheimnis zu kommen, wie man es hinter einem Lügner rauchen lassen konnte. Am darauffolgenden Sonntagnachmittag stand Großmutter Preiske in der Küche und rührte Waffelteich ein. Vater und Mutter hielten ihr Mittagsschläschen und Fritz saß artig bei der Großmutter auf einem Schemel, um später den Teigrest aufschlecken zu dürfen. Da klopfte es kurz an die Tür. Der Lehrer trat ein. „Entschuldigen Sie nur, daß ich hier so einfach hereinkomme, Frau Preiske,“ sagte er, „ich kam nur eben vorbei und sah, wie herrlich Ihre Johannisbeeren in diesem Jahre tragen. Würden Sie mir wohl für meine Frau einen Korb vou zum Einmachen ablassen?“ Die Johannisbeeren waren der alten Frau größter Stolz. Im ganzen Ort hatte man nicht so große, volle Trauben wie sie. Sie machte sie stets alle selbst ein. Das durfte sie aber wohl nicht sagen, man würde ihr das bestimmt übelnehmen.— Also meinte sie verlegen:„Ach, Herr Lehrer, das tut mich jo nu sehr leid, aber ich hab man schon 50 Pfund davon annerweitig versprochen un kann do gornix mehr ablassen!“ Indem kam das Kaffeewasser auf dem Herd ins Kochen. Fritzens Augen weiteten sich. Da, was war das?„Großken,“ schreit er, ohne auf die Anwesenheit des Lehrers Rücksicht zu nehmen,„Großken, du leigst jo, dat is nu ganz gewiß nich wohr mit de Johannisbeeren, du häst bestimmt noch kein verspröken. Dat rökt jo achter di!“ Das hatte der alten Frau gefehlt, flink wie eine gang Junge sauste sie zu Fritz, schlug ihm kräftig ein paar hinter die Ohren, packte ihn beim Kragen und beförderte ihn zur Tür inaus. Ein Gutes hatte aber Großmutters Notüge doch eingebracht. Wenn Fritz vor den Herd in der Küche gestellt wurde, sagte er sofort die Wahrheit, denn wenn es sogar bei Großken rauchte— was half da wohl gegen? Verwandlungsrätsel Albert, Diener, Geier, Marokko, Nogat, Onkel Aus vorstehenden alphabetisch geordneten Wörtern sollen durch Aenderung der Anfangsgebildet werden, die besilben neue Wörter deuten: 1. Schandfleck, 2. Wüstenwind, 3. Rechnerischer Begriff, 4. Schachfigur, 5. deutscher Komponist, 6. Vermächtnis. In dieser Reihenfolge gelesen, nennen neuen Anfangssilben eine Unterrichtsanstalt. (Lösung in der morgigen Folge) die Lösung aus der gestrigen Folge Alte Juli-Wetterregel lan GEWeile— miTTernachtssonne— sommer fERlen= IiNDE— wandeRVögel— staLLMagd — 1ONDon— aszEse— zelTVertreib— ERKer — erbsUNDe— gENRe— IEGEnde— aNLAuf laNGUste— waNDBrett— karfREITag. Gewitter In der Vollmondszeit Verkünden Regen lang und breit. Dyoll- Resterereme 50 Pg. Vrrllls Zahnereme 40 Pfg. Westsälische Landeszeitung Wöchentliche Beilage Wolk und WechtWozu Schulung im Steuerwesen? Steuerbeamte und Steuerpflichtige im neuen Verhältnis Rings um Deutschland und fast in der ganzen übrigen Welt herrscht Unruhe, Aufstand, Not und Kriegsgefahr. Inmitten dieser zerstörenden und zersetzenden Vorgänge baut Deutschland ruhig und zielbewußt auf, was Weltkrieg, Unverstand und Böswilligkeit niedergerissen. Bei diesem Aufbau ist Schulung eines der wichtigsten Mittel. Schulung bedeutet restlose Aufklärung und klare Erziehung aller Volksgenossen auf allen Gebieten des menschlichen Lebens. Schulung im Steuerwesen ist daher heute, und hätte es auch früher schon sein sollen, etwas, was nicht nur den bei der Steuerverwaltung tätigen Beamten und Angestellten, sondern auch jeden Volksgenossen angeht Früher wurde das Steuerwesen in der Haupt sache in der Finanzwissenschaft und im Steuer recht von den Professoren und Studierenden der Hochschulen, von Steuerberatern und einem Teil der in der Steuerverwaltung tätigen Beamten gepflegt. Steuerfragen und Steuersorgen waren für den einzelnen Volksgenossen nur von Bedeutung, wenn seine eigene Person oder ein kleiner Personenkreis in Betracht kam. Dieser Zustand förderte die Klassengegensätze, den Standesdünkel, und bot den Begüterten Gelegenheit, auf Kosten der Volksgesamtheit Steuern zu sparen, wenn nicht gar zu hinterziehen. Heute hat man klar erfaßt, daß nur durch Schulung aller Volksgenossen auf allen öffentlichen Gebieten, also auch im Steuerwesen, eine ersprießliche und der Volksgemeinschaft nützliche Tätigkeit der Verwaltung erzielt werden kann. Heute wird Wert darauf gelegt, daß beide Teile, Steuerbeamte und alle Volksgenossen, gleichzeitig über die wichtigsten Vorgänge im Steuerwesen unterrichtet werden. Daneben bleibt noch genug Stoff zur besonderen Schulung der Steuerbeamten übrig. Als gleichzeitig von den maßgebenden Stellen aufgeklärt, stehen sich Steuerbeamte und Steuerpflichtige ganz anders einander gegenüber wie früher. Dem volksschädlichen Gespenst des Steuervergehens als„Kavalierdelikt“ ist der Garaus gemacht. Die Steuerveranlagung soll nicht auf der Grundlage eines Feilschens um persönliche oder staatliche Vorteile zustandekommen. Die Steuerbeamten haben wie jeder Volksgenosse nur Pflichten gegenüber der Volksgemeinschaft zu erfüllen. Die verantwortlichen Leiter der Reichsfinanzverwaltung gehen mit gutem tatkräftigem Beispiel auf dem Wege einer allgemeinen Schulung vorbildlich voran. Bedeutsame Reden führender Männer des Reichsfinanzministeriums bei besonderen Anlässen und in allen Wirtschaftskreisen werden durch Rundfunk und Presse verbreitet und den Angehörigen der Verwaltung besonders bekannt gegeben. Allgemein verständliche Einführungen in neue Steuergesetze und Erläuterungen der Maßnahmen der Steuerverwaltung werden in gleicher Weise allen Volksgenossen mitgeteilt. Als ein Schulungsblatt für alle ist die „Deutsche Steuer=Zeitung“ ausgebaut worden, aus der wöchentlich jedermann entnehmen kann, was auf den Schulungstagungen und Schulungskursen der Steuer= und Zollverwaltung von den führenden Männern des Reichsfinanzministeriums vorgetragen wurde und wird. Das Reichssteuerblatt, in dem die wichtigsten Entscheidungen des Reichsfinanzhofs veröffentlicht und die größeren Runderlasse des Reichsfinanzministers bekannt gegeben werden, ist im Wege des Buchhandels allen Volksgenossen zugänglich. Ueber die kurzlebigen Gegenstände und ihre Bedeutung bei der Bewertung nach dem Einkommensteuergesetz, über das Wareneingangsbuch sind eingehende amtliche Erläuterungen verbreitet worden, ebenso Ausführungen über die kaufmännische Buchführung, um den Weg für die Neugestaltung des Handelsrechts und möglichste Angleichung des Steuerrechts an das Handelsrecht vorzubereiten. Nicht zuletzt dient der Durchführung des Gedankens der steuerlichen Schulung aller die vorgesehene und angekündigte Maßnahme, daß künftig auch die Steuerberater eine besondere Schulung erfahren werden. Die steuerliche Schulung steht noch in den Anfängen, aber die grundlegenden Gedanken haben bereits festen Fuß gefaßt, und was im nationalsozialistischen Staat begonnen wird, wird auch durchgeführt. Das haben die ersten drei Jahre des neuen Reiches bewiesen. Eins ist dabei zu beachten: Der Nationalsozialismus läßt die Dinge ausreifen. Wenn auch manche Maßnahme schlagartig getroffen wird, bedeutet doch die gesetzgeberische Arbeit nun den meisten Volksgenossen unsichtbares, schrittweises aber sicheres Fortschreiten auf dem durch die Weltanschauung vorgezeichneten Weg. Als Grundlage für jegliches Tun und Handeln in der Steuerverwaltung dient immer und immer wieder der nicht eindringlich genug zu betonende§ 1 des Steueranpassungsgesetzes: „Die Steuergesetze sind nach nationalsozialistischer Weltanschauung auszulegen. Dabei sind die Volksanschauung, der Zweck und die Entwicklung der Verhältnisse zu berücksichtigen.“ In diesem Paragraphen ist das ganze„Geheimnis“, des nationalsozialistischen Steuerrechts enthüllt. Er schafft eine klare Unterlage für die weltanschauliche, sachliche und allgemeine Schulung aller Volksgenossen und zwingt alle Gesetze in die Formen des neuen Rechts. Schulung aber und immer wieder Schulung ist der nächste Weg, der von allen einsichtsvoll begangen werden muß, bis Gesetzgebung, Verwaltung, Rechtsprechung und Volksanschauung mit dem Nationalsozialismus zu einem großen Ganzen zusammengeschmolzen sein werden. Handelsregistereintragung Der Registerrichter kann nach§ 142 RFGG. eine Eintragung in das Handelsregister von Amts wegen löschen, wenn sie wegen einer wesentlichen Voraussetzung unzulässig gewesen ist. Hinsichtlich der Tragweite, eine Löschung von Amts wegen vorzunehmen oder eine solche anzudrohen, die großen wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen kann, wird das Gericht die Zulässigkeit im Sinne des§ 142 RFGG. mit größter Sorgfalt prüfen. Das Verfahren ist ein verschiedenes, wenn die Voraussetzungen zweifelhaft sind oder nicht vorliegen. Frachtbrief und Frachtvertrag Die Haftung des Absenders für die Angaben im Frachtbrief Der Absender haftet gemäß§ 57 der Eisen bahnverkehrsordnung(EBO.) für die Richtigkeit seiner Angaben und Erklärungen im Frachtbrief und trägt alle Folgen, die daraus entstehen, wenn sie unrichtig, unvollständig ooer unzulässig sind. Für den Frachtvertrag und vor allem die Frachtberechnung ist aus abfertigungstechnischen Gründen bis zum Beweis des Gegenteiles zunächst grundsätzlich die Bezeichnung maßgebend, die der Absender dem Frachtgute im Frachtbrief gibt. Die Haf tung des§ 57 EVO. setzt kein Verschulden vor aus und besteht ohne Unterschied hinsichtlich der Art der ordnungswidrigen Frachtbrieferklärung. Bezüglich der Inhaltsangabe brauch sich die Ordnungswidrigkeit keineswegs auf eine Tarifstelle zu beziehen, sondern sie ist viel mehr auch bei Gütern möglich, die im Tarife nicht aufgeführt sind. Wenn sowohl den Absender als auch die Eisenbahn ein Verschulden trifft, so tritt nach§ 254 BGB. Teilung des Schadens ein. Der§ 57 EVO. legt dem Absender die Ver pflichtung zum Ersatz der durch die Unrichtig keit von Frachtbriefangaben verursachten Schä den auf. Es können daraus, daß der Absender alle Folgen für eine unrichtige, ungenaue usw. Angabe bzw. Erklärung zu tragen hat, nicht ohne weiteres beliebige Rechtsnachteile für den Absender, wie Rechtsverluste, Frachtnachteile usw., hergeleitet werden, sondern die vom Ab Das Ferngespräch des Angestellten Haftpflicht für die gemachten Willenserklärungen Bei Untersuchung dieser Rechtsfrage, über die in der Praxis noch oft Unklarheit herrscht, haben wir den§ 147 BGB. heranzuziehen, der im Absatz 1 lautet:„Der einem Anwesenden gemachte Antrag kann nur sofort angenommen werden. Das gilt auch von einem mittels Fernsprecher von Person zu Person gemachten Antrage.“ Nach der herrschenden Meinung in Wissenschaft und Praxis sowie insbesondere nach der Rechtsprechung des Reichsgerichtes ist die Bestimmung des§ 147 BGB., die sich ihrem Wortlaut nach nur auf den Vertragsantrag bezieht, allgemein auf rechtliche Willenserklärungen anzuwenden. Die Anwendung dieses Grundsatzes, daß die am Fernsprecher abgegebene Willenserklärung rechtlich einer Willenserklärung unter Anwesenden gleichzustellen sei, hat aber zur Voraussetzung, daß die Erklärung von Person zu Person erfolgt, d. h. daß der Hörer am Empfangsapparat die Person selber ist, für die die Erklärung bestimmt ist, und daß der Sprecher am Aufgabeapparat diejenige Person ist, von der die Willenserklärung ausgeht, so daß der Fernspruch ohne Verwendung von Mittelspersonen oder anderer Verkehrsmittel erfolgt. Wenn nun die Erklärungen am Fernsprecher nicht zwischen den Beteiligten selber, sondern zwischen Mittelspersonen, die nicht Vertreter im Willen sind, abgegeben werden, können sich rechtliche Zweifel ergeben. Das kann z. B. der Fall sein, wenn die fernmündliche Erklärung an das Geschäftskontor eines Kaufmannes erfolgt und sich auf Anruf nicht der Firmeninhaber selbst oder kein Bevollmächtig ter meldet. Daß der Geschäftsherr für die Ferngespräche seines Angestellten einstehen muß, wenn der Angestellte zur Annahme oder Abgabe von Erklärungen bevollmächtigt ist, unterliegt keinem Zweifel. Die Erklärungen des Angestellten sind in diesem Falle ohne weiteres bindend. Wie ist aber die Rechtslage, wenn ein nicht bevollmächtigter Angestellter Erklärungen abgibt oder annimmt? Die bisherige Rechtsprechung unterscheidet zwischen Entgegennahme und Abgabe rechtsgeschäftlicher Erklärungen. Bei der Entgegennahme rechtsgeschäftlicher Erklärungen gehen die rechtlichen Erwägungen von dem Gesichtspunkt aus, daß ein Geschäftsmann, der eine Fernsprecheinrichtung unterhält, damit zum Ausdruck bringt, daß er diese zu fernmündlichen Erklärungen an ihn zu benutzen gestattet. Daher muß er geschäftliche Kundgebungen, die auf diesem Wege in den Bereich seines Geschäftes gelangen, so gegen sich gelten lassen, als wenn sie an ihn persönlich gelangt wären. Ohne eine solche Auffassung wäre ein Rechtsverkehr mittels Fernsprechers praktisch auch undurchführbar. Der Geschäftsherr muß natürlich dafür sorgen, daß die durch diese Einrichtung einlaufenden geschäftlichen Mitteilungen rechtzeitig an ihn gelangen. Sache des Anrufenden ist es, sich darüber Klarheit zu verschaffen, ob auf der Gegenseite ein kaufmännischer Angestellter oder ein Unberufener— z. B. ein Bürodiener, der zur Entgegennahme von geschäftlichen Mitteilungen nicht berechtigt ist— das Gespräch entgegennimmt. Die Erklärung an den Angestellten wird ebenso und zur gleichen Zeit wirksam, als ob sie in diesem Augenblick an den Prinzipal abgegeben wäre. Eine Mängelanzeige nach§ 377 HGB. oder die Annahme einer kaufmännischen Offerte ist rechtswirksam erfolgt, wenn sie rechtzeitig und ordnungsgemäß während der Geschäftsstunden fernmündlich an einen Angestellten erklärt ist. Nur dann besteht eine Ausnahme, wenn dem Erklärenden bekannt war oder nach den Umständen bekannt sein mußte, daß der Geschäftsinhaber abwesend ist, und daß es auch nicht möglich ist, ihm noch rechtzeitig zur Treffung der erforderlichen Dispositionen Mitteilung zugehen zu lassen. Anders ist die Rechtslage bei Abgabe einer fernmündlichen Erklärung durch einen Angestellten eines Geschäftes. Hier kommt alles auf die Bevollmächtigung an. Nur Prokuristen und Handlungsbevollmächtigte haben ohne weiteres die Befugnis, innerhalb des Bereiches ihrer Bevollmächtigung verpflichtende Willenserklärungen abzugeben. Wenn andere Angestellte infolge eines Auftrages des Geschäftsherrn eine Willenserklärung am Fernsprecher abgeben, so sind sie nicht Vertreter im Willen, sondern nur Vertreter in der Erklärung, die den Geschäftsherrn nur insoweit verpflichtet, als sie dem Auftrag entspricht. Es empfiehlt sich, Gewißheit über das Einverständnis des Prinzipals mit der abgegebenen Erklärung zu verschaffen, was zweckmäßig und üblich durch schriftliche Bestätigung des Inhaltes des Fernsprechers geschieht. Dr. Uwe sender zu tragenden Rechtsnachteile müssen sich auf Grund anderweit bestehender Rechtssätze als Folgen der Unrichtigkeit usw. ergeben haben. So sind z. B. die Unkosten vom Absender zu tragen bei einer Verschleppung wegen ungenauer Angabe der Empfangsstation oder bei Beschädigung eines Waggons wegen Ueberlastung auf Grund unrichtiger Gewichtsangabe usw.; hingegen verliert der Absender bei Unrichtigkeit der Frachtbriefangaben an sich weder seine Entschädigungsansprüche gegen die Reichsbahn bei Verlust der Sendung, noch erlangt die Reichsbahn allein durch die Unrichtigkeit Anspruch auf höhere als die ihr nach sonstigen Rechtsgrundsätzen zustehenden Besörderungsgebühren. Nach dieser Richtung kann als rechtliche Folge der Unrichtigkeit nur anerkannt werden, daß der Absender seine Frachtbriefangaben, sofern deren Unrichtigkeit ihm ungünstig ist, zunächst als Beweis gegen sich gelten lassen muß, so daß die Bahn die Fracht usw. hiernach berechnen kann. Gleichwohl hat er, falls seine unrichtige Frachtbriefangabe zu ungunsten der Bahn geht, bei der Feststellung der richtigen Fracht mit Beweisschwierigkeiten zu rechnen. Da der Frachtvertrag kein reiner Formalvertrag ist und für die Frachtberechnung die Art des beförderten Gutes maßgebend sein muß, kann sich der Absender gemäß§ 60 EVO. Ziff. 3 im Falle eines Irrtumes in gewissem Umfange vor nachteiligen Folgen schützen, nämlich vor Zahlung eines Frachtzuschlages und einer Mehrfracht. Druwe. Mängelprüfung des Hausbesitzers Mit der Frage hatte sich das Oberlandesgericht Königsberg in der Entscheidung vom 22. März 1934, 5 U 151/33 zu befassen, der folgender Tatbestand zugrunde lag: In einem Mietshause beginnt der Hausflur mit einer Vortreppe aus 4 Stufen, die mit Linoleum belegt sind. Der Linoleumbelag ist an die Stufenkanten mit einer Messingschiene befestigt, die jeweils mit der Stufe durch Messingschrauben verbunden sind. An der untersten Stufe waren die Schraubenköpfe abgelaufen, so daß die Schiene in der Mitte nicht ganz fest auflag. Hierdurch kam die Mutter des Mieters zu Fall und brach sich einen Oberschenkel. Das Gericht sprach den Hauseigentümer frei, da er seine Pflichten als Hauseigentümer und Vermieter nicht schuldhaft verletzt habe. Nach dem Urteil des Sachverständigen lag die Schiene noch so fest, daß sie nur mit Kraftaufwand hochgehoben werden konnte. Wenn auch der Hauseigentümer sein Haus und damit auch den Hausflur mit Treppe in verkehrsmäßigen Zustand zu erhalten und verehrsmäßige Mängel zu beseitigen habe, so önne ihm nur dann ein Vorwurf gemacht werden, wenn er den mangelhaften Zustand der Messingschiene bei pflichtmäßiger Sorgfalt erkennen konnte. Hierbei darf die Prüfungspflicht nicht überspannt werden, wenn nicht ein besonderer Anlaß für eine erhöhte Aufmerkamkeit gegeben ist. Diese Voraussetzung lag im vorliegenden Falle nach Ansicht des Gerichtes nicht vor, denn der Mangel an der Schiene war mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar, m übrigen überragte die Schiene den Linoleumbelag in Ruhelage um 1 bis 2 Millimeter. Der Paragraph Freund und Helfer (32. Fortsetzung) Sorgen des Vaters von fünf Kindern: Vater Kahl saß über sein Notizbuch gebeugt, rechnete und rechnete; und jedesmal, wenn er die Zahlen, welche er in immer neuen Abwandlungen und Zusammenstellungen zu Pavier brachte, addierte, seufzte er auf; sein Gesicht wurde von Minute zu Minute sorgenvoller. Er zergrübelte sich seit Wochen den Kopf, wie er seiner Kinderschar angesichts der nahe heranrückenden kalten Jahreszeit die unentbehrlichen warmen Kleidungsstücke kaufen sollte. Jahrelang war er nach dem Verlust seiner guthonorierten Stellung arbeitslos gewesen; und wenn er auch seit einiger Zeit wieder Beschäftigung gefunden hatte, so reichte doch der Verdienst nicht aus, um über die zur Bestreitung des Lebensunterhaltes verfügbaren Gelder hinaus noch so viel zu erübrigen, daß sich die während der schlimmsten Not entstandenen Lücken im Haushalt schnell genug füllen ließen. Die Winterhilfe zwar hatte ihm im vergangenen Jahr kräftigen Beistand zuteil werden lassen; und stets dachte er mit herzlicher Dankbarkeit an die Beweise der Verbundenheit von arm und reich, die ihm den Weg durch allerlei Kümmernisse des Alltags erleichtert hatte. Jetzt nun waren zu wenig Bettstellen, Matratzen, Kissen sowie Ueberzüge vorhanden, und schließlich war die Kücheneinrichtung derart abgenurzt, daß man um den Ersatz von Töpfen und Geschirr nicht mehr herumkam. Wie aber Mäntel und Unterzeug für die Frau und die Kinder und gleichzeitig Hausrat kaufen? Die Beihilfen für kinderreiche Familien: Als er zum soundsovielten Male zu dem Resultat gelangt war, daß beide Anschaffungen auf einen Hieb nicht möglich sein würden, bekam Max Kahl den Besuch seines Freundes Emil Bork, der einen stummen Blick auf die Kalkulationen warf und zunächst still zuhörte, als der andere sein Leid klagte. Dann aber stellte er die Frage:„Wie wäre es mit der Beihilfe, die der Staatssekretär Reinhardt auf dem Parteikongreß in Nürnberg für Kinderreiche ankündigte?"„Das kommt für mich nicht in Betracht“, meinte Max,„ich wüßte ja nicht, wovon ich solch ein Darlehen abzahlen sollte. Ich habe ohnebin genug mit früher bezogener Wohlfahrtsunterstützung zu tun, die man erstattet haben möchte.“ Wer hat Anrecht: „Aber nein! Hier handelt es sich doch nicht um Borg, sondern um eine Beihilfe, die nicht rückvergütet zu werden braucht. So viel ich mich erinnere, würden die Vorbedingungen für dich zutreffen. Denn du hast fünf Kinder.— Einen Augenblick! Ich habe mir die Sache aus der Zeitung herausgeschnitten. Hier ist der Zettel. Wieviele Jahre zählt der Aelteste?“„Fünfzehn.“„Na gut; dann ist's ja richtig. Berechtigung auf Kinderbeihilfe für eine nachwuchsreiche Familie besteht, wie ich schwarz auf weiß gedruckt lese, wenn sie vier oder mehr zum elterlichen Haushalt gehörige Kinder, die das sechzehnte Lebensjahr nicht vollendet haben, umfaßt. Natürlich muß Bedürftigkeit vorliegen; und zwar ist der Tatbestand dann gegeben, wenn der zum Unterhalt der Kinder Verpflichtete nach seinen gegenwärtigen Einkommens= und Vermögensveshältnissen nicht in der Lage ist, die Gegenstände, die zu angemessener Einrichtung des Haushalts erforderlich sind, aus eigenen Mitteln zu beschaffen. Wenn es nun bei dir am Notwendigsten fehlt, so solltest du wirklich den Versuch machen, etwas zu erreichen. Die Kinderbeihilfe gestattet nämlich den Erwerb von Möbeln, Hausgerät und Wäsche.“ Wo ist der Antrag zu stellen: „Wohin habe ich mich zu wenden?"„Zur Gemeindebehörde. Seit Mitte Oktober werden die entsprechenden Vordrucke bei dieser Stelle abgegeben; und sobald du einen solchen ausgefüllt hast, mußt du die Geburtsurkunden der Kinder, deine eigene Heiratsurkunde sowie diejenigen deiner und deiner Frau Eltern beifügen. Diese Vorschrift ist wahrscheinlich erlassen, damit das Amt die Angaben kontrollieren und feststellen kann, ob alles in Ordnung ist. Außerdem ist ein Zeugnis des zuständigen Gesundheitsamtes beizubringen.“ „Das kostet wohl wieder Geld?"„Durchaus nicht. Auslagen für die Bescheinigungen und Urkunden entstehen den Antragstellern nicht.“„Erhalte ich die Beihilfe von der Stadt?“„Nein! Diese hat lediglich die Aufgabe, den Antrag zu prüfen, findet sie nichts zu beanstanden, so leitet sie die Unterlagen an das Finanzamt weiter, welches seine endgültige Entscheidung dem Gesuchsteller durch Bescheid mitteilt und auch für die Auszahlung zuständig ist.“ Wieviel bekommt man: „Wieviel bekommt man denn günstigenfalls?" „Höchstens eintausend Reichsmark je Familie; und zwar ist in den Bestimmungen vorgesehen, daß bis zu 100 Reichsmark für jedes Kind, das das sechzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, gezahlt wird.— Gehören beispielsweise zu einer bedürftigen kinderreichen Familie fünf Kinder unter sechzehn Jahren und drei Kinder über sechzehn Jahren, so kann eine einmalige Kinderbeihilfe im Betrag bis zu 500 Reichsmark gewährt werden, bei sechs Kindern unter sechzehn Jahren bis zu 600 Reichsmark usw. Du würdest demrach bestens auf 500 Reichsmark rechnen dürfen. Allerdings hieß es in den Erklärungen, die Staatssekretär Reinhardt kürzlich erteilte, daß, sofern die Zahl der Anträge in den nächsten Wochen sehr groß werde, nicht allen Anträgen sofort und dem einzelnen Antrag nicht restlos entsprochen werden könne. Bei der Zuteilung werde die Größe der Kinderzahl und der Grad der Bedürftigkeit berücksichtigt werden.“ „Ist auch ein Mindestsatz angegeben?“„Jawohl! Sicher sind im Falle der Bewilligung 50 RM. für jedes Kind; überdies kann derjenige Betrag, der an hundert Reichsmark fehlt, später, sobald und soweit die Mittel es erlauben und, wenn die Bedürftigkeit noch gegeben sein sollte, nachbeantragt werden.“ „Diese Einrichtung ist in der Tat ein schöner Akt sozialen Ausgleichs. Denn wir Kinderreichen müssen ohnehin auf mancherlei Annehmlichkeiten des Lebens verzichten, die sich andere zu leisten vermögen.— Gibt's sonst noch Klauseln, an die die Gewährung der Beihilfen geknüpft wäre?"„Die Gewährung von Kinderbeihilfen setzt voraus: daß die Eltern Reichsbürger im Sinne des Reichsbür gergesetzes vom 15. September 1935 sind, daß Vorleben und Leumund der Eltern einwandfrei sind, daß Eltern und Kinder frei von vererblichen geisti gen oder körperlichen Gebrechen sind.“ „Darf man sich die Geschäfte heraussuchen, in denen man seine Einkäufe tätigen will?"„Im allgemeinen ja! Das Finanzamt händigt an die bedürftigen Kinderreichen Bedarfsdeckungsscheine aus, die in denjenigen Verkaufsstellen in Zahlung gegeben werden dürfen, die zur Entgegennahme solcher Papiere zugelassen sind.“ Ein sechstes Kind unterwegs: „Noch eine letzte Frage: Meine Frau sieht abermals einer Niederkunft entgegen...“„Auch dafür hat der Gesetzgeber Vorsorge getroffen: Für jedes Kind, das nach der Gewährung einer Kinderbeihilfe lebend geboren wird, kann, solange der Höchstbetrag von eintausend Reichsmark nicht erreicht ist, jeweils eine weitere Kinderbeihilfe im Betrage bis zu einhundert Reichsmark bewilligt werden.“ Lohmanns Kartoffelocker braucht nicht eingefriedigt zu werden: Lohmann, der schon mit Junold wegen des Gartenzauns in Meinungsverschiedenheiten geraten war, besaß ein weiteres Grundstück, auf dem er Kartoffeln baute. Sein Nachbar Irmler verspürte nun Lust, für sich eine Einfriedigung zu schaffen, und wollte den Lohmann zur anteilmäßigen Tragung der Kosten heranziehen. Hier hatte der Aufgeforderte allerdings— im Gegensatz zum Streit mit Junold, über den wir kürzlich sprachen— mit seiner Ablehnung Erfolg. Denn sofern keine Pflicht besteht, einen Komplex einzufriedigen, kann man ebensowenig Zwang auf den Nachbar ausüben, die Auslagen mit zu tragen. Da der Acker Lohmanns landwirtschaftlich genutzt wurde und zum Ueberfluß noch von besiedeltem Gebiet und von städtischen Straßen abseits lag, durfte sich der Eigentümer mit Recht weigern, der Laune des Nachbarn zu willfahren. Aber Irmler hat Anspruch auf einen Notweg über seines Nachbarn Grundstück: Dagegen mußte er Zugeständnisse machen, als Irmler einen Notweg beanspruchte. Irmlers Grundstück war nach Lage der Dinge nicht anders zu erreichen als durch Ueberschreitung des Areals von Lohmann. Somit konnte sich Irmler auf das Bürgerliche Gesetzbuch berufen. Dieses dekretiert: Fehlt einem Grundstück die zur ordnungsmäßigen Benutzung notwendige Verbindung mit einem öffentlichen Weg, so kann der Eigentümer von den Nachbarn verlangen, daß sie bis zur Hebung des Mangels die Benutzung ihrer Grundstücke zur Herstellung des erforderlichen Anschlusses dulden. Die Richtung des Notweges und der Umfang des Benutzungsrechtes werden erforderlichenfalls durch Urteil bestimmt. Immerhin mußte Irmler den Lohmann durch eine Geldrente entschädigen. Die Grenzfeststellung auf gemeinsame Kosten: Da die Grenzen zwischen beiden Grundstücken durch Verfall der Markierungen undeutlich geworden waren und Irmler auf Beseitigung dieser Unklarheit drängte, war Lohmann auch in dieser Hinsicht zur Hilfsstellung verpflichtet, weil nach dem Gesetz der Eigentümer eines Grundstücks vom Nachbarn verlangen darf, daß dieser zur Errichtung fester Grenzzeichen und, wenn ein solches verrückt oder unkenntlich geworden ist, zur Wiedererstellung mitwirkt. Die Spesen der Abmarkung sind im allgemeinen von den Beteiligten zu gleichen Teilen zu übernehmen(Fortsetzung folgt.) R Statt besonderer Anzeige! sonntag frün entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater. Großivater und Urgrofvater Heinrich Schulte im fast vollendeten 77. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Frau Laura Schulte geb. Möller Felix Kalter und Frau Else geb. Schulte Heintich Schreiber und Frau Hildegard geb. Schulte 6 Enkelkinder und 2 Urenkel. Dortmund(Fächerstraße 11), den 6. Juli 1936. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 9. Juli 1936, 10 Uhr vormittags in der großen Trauerhalle des Hauptfriedhofes statt Die Beisetzung erfolgt in aller Stille. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Nachruf! Am 4. Juli 1936 verschied im Bergmannsheil in Bochum Herr Dr. phil. Dr. rer pol. Paul Küppers Prokurist unserer Gesellschaft. Fast 10 Jahre wirkte er in der Bochumer Heimstätten-Gesellschaft m. b. H. am Ende eines für vaterländische und Bochumer Belange stets einsatzbereiten Lebens. Der Verstorbene hat sich früh für den Kleinwohnungsbau und besonders für das Einfamilienhaus eingesetzt, und war mit dem verstorbenen Landmesser und Stadtverordneten Overhoff der Gründer der Baugenossenschaft Eigenheim. Wenn von den städtischen Körperschaften für das Kleinwohnungswesen Förderungen jeder Art geschahen. gebührte Dr. Paul Küppers besonderer Dank. Auch bei der Gründung unserer Gesellschaft hat er sich hervorragende Verdienste erworben und hat in seiner Eigenschaft als Prokurist segens- und erfolgreich bei uns gewirkt. Wir werden sein Andenkenstets in hohen Ehren halten. Bochum, den 6. Juli 1936. Für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Bochumer Heimstätten-Gesellschaft m. b. H. Diefenbach, Stadtbaurat i. R. Am 1. Juli 1936 starb im Alter von 70 Jahren der frühere Steiger unserer stillgelegten Schachtanlage Vollmond Herr Christian Engelbrecht Der Verstorbene war fast 41 Jahre bei uns beschäftigt. Seit dem 1. April 1924 lebte er im Ruhestande. Herr Engelbrecht hat während seiner langjährigen Tätigkeit bei uns seinen Dienst mit großer Gewissenhaftigkeit versehen. Bei seinen Vorgesetzten und Untergebenen erfreute er sich allgemeiner Beliebtheit. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Harpener Bergbau-Aktien-Gesellschaft Gruppe Bochum. Der Führer des Betriebes und die Gefolgschaft. TI LEITTSIT Fußgerecht- bequem preiswert und schen Dortmund, Westenhellweg 47 Wer die WDe tiest, Ist gut unlerrichtet, wer durch die WI.Z wirbt, spricht zu vielen Tauser den und zeigt. dan er etwas vom Markt und seiner Gewinnung verstcht. Am 4. Juli 1936 entschlief mein lieber Vater Paul Küppers Dr. phil., Dr. ver. pol. nach langer Krankheit, kurz vor Vollendung seines 78. Lebensjahres. In tiefer Trauer: Konrad Küppers Die Beerdigung findet am 8. Juli 1936, um 15 Uhr, von der Kapelle des Friedhofes In Bochum-Wiemelhausen aus statt. Statt besonderer Anzeige Heute nacht um 1 Uhr ging unsere liebe Mutter und Großmutter, die Wwe. Otto Hoppe Emma geb. Bromann im Alter von 65 Jahren heim. Hertha Römer, geb. Hoppe Dorothea Nickel, geb. Hopp Margarete Hoppe Frau Dorette Delsing. verw. Hoppe Dr. Abr. Römer Hans Nickel und 7 Enkelkinder Herne, den 5. Juli 1936. Mittelstraße 12 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 8. Juli. nachmittags um 4.45 Uhr von der Kapelle des ergl. Krankenhauses, Wischerstraße, aus statt.— Trauerfeier um 4.13 Uhr daselbst. Beileidsbesuche dankend verbeten. S-sowie alle lästigen Körperhaare werden mit der Wurzel für immer beseitig durch neu erfundenes, wohlriechendes Enthaarungsöl und Pulver als Vorbehandlung. Sofort. Wirkung innerh. 3—5 Minten. Erfolg und Unschädlichkeil gurantiert. Preis der Kur 5.00 RM. lochinteress. Broschüre u. viel nolar. beglaub. 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Meier In tiefer Trauer: Julius Hemmer Hilde Hemmer Helmuth Hemmer Familie Flölng-Meler Soest, den 6. Juli 1936. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 9. Juli. um 17 Uhr vom Stadtkrankenhaus aus. Totenfeier ¼ Stunde vorher. Heute entschlief sanft nach kurzem Leiden unser Onkel und Großonkel, der Schreinermeister Heinrich Claas genannt Thiemann Im Alter von fast 86 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Höwing Lina Höwing geb. Lande. Rheinen(Dorfstr. 13). SchwerterHeide, Hörde, Eichholz, den 6. Juli 1936. Die Beerdigung findet am Mittwoch. dem 8. Juli 1936, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause aus statt. Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied plötzlich und unerwartet in seiner Garnison unser lieber. guter. hoffnungsvoller Sohu, der Gefreite Willy Wahle im 24. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Johann Wahle. Dortm.-Dorstfeld. Zechenstraße 22. d. 6. Juli 1936. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 8. Juli. vormittags 10 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Nachruf! Am 3. Juli 1936 verschied unser lieber Bundesbruder Alter Herr der Bonner Burschenschaft Alemannia. Seine glühende Vaterlandsliebe, seine bundesbrüderliche Treue und sein aufrechtes Wesen sichern ihm bei uns ein dauerndes Andenken. Hagen, den 6. Juli 1986. Die Vereinigung alter Burschenschafter. Dr. Stromberg, Rechtsanwalt. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, gestern abend 10 Uhr unseren lieben Vater. Schwiegervaler, Großvater und Schwager, den August Hegenbäumer zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach langer, schwerer Krankheit, mit den Tröstungen unserer Religion versehen, im Alter von fast 67 Jahren, ruhig im Ierrn. Um ein(iebet für den lieben Versiorbenen billen: Die trauernden Kinder nebet Anveruandten. Lippstadt, Langenberg i. W., Düsseldorf, den 5. Juli 1936. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 8. Juli, nachmitlags 3 Uhr vom kath. Krankenhause aus stall Trauerfeier ¼ Stunde vorher. Statt besonderer Anzeige Nach langer schwerer Krankheit verschied heute früh gegen ½4 Uhr mein innigstgeliebter Mann, mein guter Vater, mein lieber Sohn, unser Bruder. Schwager und Onkel, der Bau-Ingenleur Ewald Beerhenke Inhaber des Frontkämpferkreuzes im Alter von 43 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Hedwig Beerhenke geb. Vosswinkel Karl-Horst Beerhenke. Dortmund(Aachener Straße 16), Gelsenkirchen, Herne. Milspe, Lünen. den 5. Juli 1936. Die Beerdigung findet in aller Stille statt, die Trauerfeier am Mittwoch, dem 8. Juli 1936, vormittags 10 Uhr, in der östlichen Trauerhalle des Hauptfriedhofes. Existenz Dam.= u. Herr Frisiersalon, J. best., sof. zu verk.(mögl. an Meister). Ang. u. B. 4116 an die WTZ., Hagen. Gut eingeführtes Fuhrgeschäf I. Industriegebiet zu verpacht., evil zu verk. Ang. u N. 1638 an die Westf. Landes; Castrop=Rauxel Markt 2 Eilangebot! Tüchtig., lediger Kaufmann mit etwas Barkapt tal als Teilhaber s. sofort gesucht Eilangeb, u. H 340 a. d. WL 3 in Hamm i. 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