Weslsälische Bezugspreie HETE mut Zustellungsgebühr und Versandkosten 60 Dfennig für die Woche. Post=Bezug#E monatlich 2.50 Mlarkeinschl. 58 Dfennin Dostzeitungenebühren. Gierzu 42 Ofennig Bestellgeld. Bezugspreie mit Justellungsgebühr und Versandkosten 60 Ofennig für die Woche. Dost=Bezug monatlich 2,80 Mark einschl. s6 Ofennig Dostzeitungsgebühren. Hierzu 42 Osennig Bestellgeld. Einzel=Stück 18 Osennig, Sonntage 20 Osennig. Erscheint wöchentlich siebenmal. Täglich das bebilderte Unterhaltungsblatt und Sonntags die sechzehnseitige Beilage„WAZ am Sonntag". Für unverlangt eingesandte Beiträge wird keine Gewähr übernommen. Druck u. Verlag: Westfälische Landeszeutung G. m.b.H., Dortmund, Reinoldistr.19. Jernruf 30441 Landeszeilüng Amtliches Blatt der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei Anzeigenpreie se Millimeter der Kleinspalte 36 Of. in der Gesamtauflage, für die Bezirksausgaben besondere Dreislisten. Ermäßigte Oreise: Für Jamilienanzeigen 12 Of., Stellenangebote 15 Of. Stellengesuche 12 Of., Gelegenheitsanzeigen nicht geschäftlicher Art in der Rubrik„Kleiner Anzeigenmarkt“ 18 Of. je Millimeter.— Für die Berechnung und Ausführung der Anzeigenaufträge sind die in der Oreieliste vorgesehenen Bedingungen maßgiebend.— Erfüllungsort Dortmund.— Postscheckkonto Dortmund 450.— Anzeigen=Annahme für die Wochentags=Ausgabe bis 2 Uhr nachmittags, für die Sonntags=Ausgabe bis Freitag abend 6 Uhr. Ausgabe O 49. Jahrgang: Jolge 126 Sonnabend, den 9. Mai 1936 Holland 18 Cents, Belglen 1.50 bire. Frankreich 1 Fr., Schweiz 20 Rappen Einzelstück 15 Dfg. Aufnahme: Holfmann Der Führer stattete am Mittwoch der Stadt Dresden einen Besuch ab und unternahm mit seiner Begleitung eine Besichtigung des Dresdener Elbufers und eine Fahrt in das Elbsandsteingebirge nach Schandau. Beim Eintreffen in Schandau wurde der Führer von der Bevölkerung überaus herzlich begrüßt. Neues deutsches Patentgesetz Der Reichsjustizminister erläutert das Gesetz (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 9. Mai. Am Vorabend der Verkündung des neuen Patentgesetzes hatte der Reichsjustizminister Dr. Gürtner die Vertreter der Berliner Presse ins Justizministerium eingeladen, um ihnen den Sinn und Zweck des neuen Patentgesetzes zu erläutern. Der Justizminister wies einleitend darauf hin, daß bei allen Erfindungen sich eine einzige Kette von Abhängigkeiten feststellen ließe, da immer eine Erfindung auf den Schultern der anderen stehe. Man brauche beispielsweise nur die Entwicklung von den Versuchen mit den Magdeburger Kugeln über die Beschaffenheit der Luft bis zum modernen Niethammer zu verfolgen. Es komme im Erfinderrecht vor allem darauf an, das Recht des einzelnen und das des Erfinders in das rechte Verhältnis zueinander zu setzen. In der richtigen Abgrenzung liege nicht nur das Grundproblem eines Erfinderrechtes, sondern des gesamten Rechtes überhaupt. Dr. Gürtner ging sodann dazu über, einen ausführlichen Ueberblick der Geschichte des Patentrechtes, das seine Geburtsstätte bereits zu Beginn des 30jährigen Krieges in England erlebte, bis zur Jetztzeit zu geben. Er erläuterte sodann die Vorgeschichte und Entwürfe des neuen Patentrechtes und gab zum Schluß einen Ueberblick über den Inhalt des neuen Gesetzes. Deutschlands Weltflughafen fertig Berlin, 9. Mai. Während sich das neue deutsche Luftschiff auf seiner zweiten Ozeanfahrt befindet, geht in Frankfurt am Main der riesige Weltflughafen, der der größte der Welt sein wird, seiner Vollendung entgegen. Am Montag wird der Frankfurt seinen vierten diesjährigen Atlan titflug an. Vor kaum zwei Jahren wurde der Plan zur Errichtung eines Weltflughafens in Frankfurt gefaßt, und schon jetzt ist dieses gewaltige Pro jekt durch die Tatkraft des nationalsozialisti schen Staates Wirklichkeit geworden. Von jetzt ab wird dem deutschen Verkehrsflugwesen im Westen ein Landeplatz zur Verfügung stehen, der mit den modernsten Einrichtungen der Technik versehen ist. Die gewaltige Steige rung, die der deutsche Fracht= und Personen flugverkehr erst in den letzten Monaten wieder erfahren hat, zeigt mit aller Deutlichkeit, daß der Ausbau der Fluganlagen einem Verkehrs bedürfnis entspricht, das auch in Zurunft bei gleichbleibender wirtschaftlicher Aufwärtsent wicklung weiter wachsen wird. Zugleich aber bedeutet die Inbetriebnahme des Frankfurter Weltflughafens die Einleitung einer neuen Entwicklungsepoche des seutschen und internationalen Luftschiffverehrs. Auch auf diesem Gebiet hat Deutschland in den letzten Jahren Leistungen hervorgebracht, die in aller Welt Anerkennung und Bewunderung finden. Die Arbeit, die zur Fortentwicklung des Weltluftschiffsverkehr von deutscher Seite geleistet worden ist, wird durch die Schaffung der neuen idealen Anlage um ein gutes Stück vorwärtsgebracht. römisches Kaiserreich? Rom in Erwartung der Großratsbeschlüsse„ Mussolinis Vorstoß gegen Genf 7 Annerion Abessiniens durch italienisches Staatsgesetz? (Von unserem römischen Vertreter) w. I. Rom, 9. Mai. Die Einberufung des Großen faschistischen Rates zu einer außerordentlichen Sitzung heute abend und die daran anschließende Sitzung des italienischen Kabinetts in nächtlicher Stunde steht im Mittelpunkt des Interesses der italienischen Oeffentlichkeit. Da zu den besonderen Obliegenheiten des Großen faschistischen Rates die Ausarbeitung für Aenderung der territorialen Form im Königreich Italien gehört, ist das auf dieser außerordentlichen Sitzung am Samstag zu behandelnde Thema bereits gegeben: Die Annexion Abessiniens durch Erlaß eines diesbezüglichen italienischen Staatsgesetzes. Darauf deutet auch die anschließende Ministersitzung, in der die Beschlüsse des faschistischen Rates zum Gesetz erhoben werden. Die Verkündung des Ergebnisses wird wiederum in feierlicher Form vor sich gehen, da Mussolini noch in derselben Nacht vom Balkon des Palazzo Venezia aus die Beschlüsse mitteilen wird. Ganz Italien steht natürlich im Zeichen größter Spannung, besonders da die Bevölkerung nicht mehr und nicht weniger erwartet als die Wiederherstellung des Kaiserreiches und die Ausrufung des italienischen Königs zum Kaiser von Abessinien. Wenn diese Frage im Augenblick auch noch ein Geheimnis umgibt, so steht doch fest, daß die Beschlüsse des faschistischen Großrates Italien eine einschneidende Aenderung seines staatsrechtlichen Aufbaues bringen werden. Die Schaffung einer derart juristischen Unterbauung für die Annerion Abessiniens durch Italien und die endgültige Einverleibung des ehemaligen afrikanischen Kaiserreiches in den italienischen Staat ist ein weiterer kräftiger Vorstoß Mussolinis gegen Genf, da durch diese vollzogene Tatsache der am Montag darauf tagende Völkerbundsrat sich keinerlei Betrachtungen über die italienischen Absichten mehr hinzugeben braucht, sondern vielmehr wissen wird, daß Italien nicht gesonnen ist, in der abessinischen Angelegenheit irgendeinen Kompromiß zu schließen. Jedes weitere Wort über etwaige britische und französische Interessengebiete in Abessinien, worüber augenblicklich noch eine italienisch=französische Pressepolemik geführt wird, ist dann hinfällig. Abessinien wird „böllig und endgültig" italienisch. Durch Schaffung eines derartigen Gesetzes wird Abessinien von Italien ebenso verteidigt werden, wie jede italienische Provinz der Apennin=Halbinsel. Irgendwelche Forderungen von ausländischer Seite auf Einfluß in Abessinien werden damit als„Einmischung in die inneren Angelegenheiten Italiens“, gestempelt und dementsprechend zurückgewiesen. Mit Ankündigung der Einberufung des Großen faschistischen Rates tauchen Gerüchte auf, die davon wissen wollen, daß bei dieser Gelegenheit der Name„Abessinien“ verschwinden und durch einen italienischen ersetzt werden soll, da sowohl Abessinien wie Addis Abeba für Italien einen unangenehmen Beigeschmack besitzen und zugleich durch die Namensänderung die endgültige Besitznahme des Landes durch Italien aller Welt klarwerden soll. Addis Abeba zumindest soll seinen Namen verlieren, ohne daß bisher der neue Name mit Sicherheit angegeben werden könnte. Telegramme, die von hier aus nach Addis Abeba gesandt werden sollten, sollen von der Post zurückgewiesen worden sein, da unter diesem Namen eine„abessinische Hauptstadt" unbekannt sei. Des weiteren will man wissen, daß Marschall Badoglio, der im Besitz sämtlicher Ehrenzeichen des Staates ist, zum römischen„Prokonsul“ in den„äthiopischen Provinzen Italiens“ ernannt werden soll. 12 britische Fragen Der Wortlaut des in Berlin überreichten Fragebogens X Berlin, 9. Mai. Die Instruktion der britischen Regierung an ihren Botschafter Sir Eric Phipps, die die Rückfragen zu den deutschen Friedensvorschlägen enthält und die er bei seinem Gespräch mit dem Reichsminister des Auswärtigen übergab, hat folgenden Wortlaut:„Herr Botschafter! Eurer Exzellenz dürfte bekannt sein, daß die Regierung Seiner Majestät im Vereinigten Königreiche seit einiger Zeit die Denkschriften über die Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone und die Friedensvorschläge der deutschen Regierung sorgfältig erwogen hat, die mir von dem verstorbenen Herrn von Hoesch am 7. März 1936 und von Herrn von Ribbentrop am 24. März und 1. April 1936 übermittelt worden sind. 2. Eine solche Erwägung war natürlich unerläßlich angesichts der Bedeutung, die Seiner Majestät Regierung, wie Eurer Exzellenz bekannt ist, der Aufrichtung eines wahren und dauernden Friedens in Europa beimißt, der sich auf die Anerkennung der Gleichberechtigung und Unabhängigkeit eines jeden Staates, wie auch darauf gründet, daß jeder Staat die von ihm eingegangenen Ver pflichtungen beachtet. Es ist der Wunsch der Regierung Seiner Majestät, jegliche in ihrer Macht liegende Anstrengung zu machen, um an der Förderung des Zieles mitzuarbei ten, das die deutsche Regierung in der Denk schrift vom 31. März als„Jus große Werk der Sicherung des europäischen Friedens" bezeichnet. In Verfolgung die ses Zieles und um den Weg zu ergebnisreichen Verhandlungen freizumachen, richte ich diese Weisung an Sie mit der Bitte, eine Rück sprache mit dem Herrn Reichskanzler herbeizuzuführen. Ihren Ausfuhrungen wollen Sie eine Erklärung in diesem Sinne vorausschicken 3. Eine Reihe der Vorschläge der deutschen Regierung behandeln, wie Eure Exzellenz wissen, vorläufige Maßnahmen in der entmilitarisierten Zon, die bis zur Beendigung des ersten Abschnittes der allgemeinen Verhandlungen für den europäischen Frieden in Kraft bleiben sollen, wie die deutsche Regierung vorgeschlagen hat. In dieser Weisung beabsichtige ich nicht, auf diese vorläufigen Maßnahmen einzugehen, wenn Eure Exzellenz ja auch darüber im Bilde sind, daß Seiner Majestät Regierung bedauert, daß die deutsche Regierung nicht imstande gewesen ist, einen greifbaren Beitrag zur Wiederherstellung des Vertrauens zu leisten, das eine so wesentliche Vorbedingung für die umfassenden Verhandlungen ist, die sie beide ins Auge gefaßt haben. 4. Im Laufe meiner Besprechung mit Herrn von Ribbentrov am 2. April habe ich Seiner Exzellenz mitgeteilt, daß Seiner Majestät Regierung die in der deutschen Denkschrift vom 31. März(die mir am 1. April übermittelt worden war) im Hinblick auf die Zukunft gemachten Vorschläge für sehr wichtig und einer ernsthaften Prüfung würdig erachtet. Diese Prüfung ist nun bereits weit vorgeschritten, aber Seiner Majestät Regierung stößt bei ihrer Fortsetzung auf Schwierigkeiten, solange sie nicht mit der deutschen Regierung(wie bereits in dem Genfer Kommuniqué vom 10. April angedeutet worden ist) eine Reihe von Punkten der drei Denkschriften eingehender erörtern kann, vor allem der Denkschriften vom 24. und 31. März. Seiner Majestät Regierung ist davon über zeugt, daß die deutsche Regierung ihre Ansicht teilt, daß die größtmögliche Klarheit erwünscht ist, ehe allgemeine Verhandlungen beginnen können, damit nicht später etwa Miß verständnisse das vertrauensvolle Zusammen arbeiten der europäischen Mächte beeinträch tigen. Denn es ist die aufrichtigste Hoffnung Seiner Majestät Regierung, daß das vertrauensvolle Zusammenwirken durch die vorgeschlagenen Verhandlungen gefördert werden möge, und sie ist davon überzeugt, daß die deutsche Regierung diese Hoffnung teilt. Gewisse Zweisel 5. In den deutschen Denkschriften vom 24. und 31. März kommt eine Reihe von Stellen vor, die Seiner Majestät Regierung in einem gewissen Zweifel darüber lassen, wie sich die deutsche Regierung die Grundlage denkt, auf der die künftige Regelung fußen soll. 6. Der erste Punkt, dessen Klarstellung wünschenswert ist, ist die Frage, ob sich das Deutsche Reich nunmehr in der Lage sieht,„wirkliche Verträge“ abzu schließen. In Abschnitt 1,2 der Denkschrift der deutschen Regierung vom 24. März 1936 sind Stellen enthalten, die offenbar andeuten, daß die deutsche Regierung der Ansicht ist, durch ihr Vorgehen im Rheinland diese Lage geschaf fen zu haben. Andererseits sind in Abschnitt 2 der Denkschrift vom 24. März Stellen enthal ten, die anders ausgelegt werden könnten, was die Regierung Seiner Majestät von sich aus aber nicht tun möchte. Es ist selbstver ständlich klar, daß Verhandlungen über einen Vertrag zwecklos wären, wenn eine der Parteien später die Freiheit für sich in Anspruch nähme, die von ihr eingegangene Verpflichtung mit der Begründung zu verleugnen, sie sei da mals nicht in der Lage gewesen, einen binden den Vertrag abzuschließen. Die Regierung Seiner Majestät wird eine klare Stellung nahme der deutschen Regierung begrüßen, die jede Ungewißheit über diesen Punkt ausräumt. (Fortsetzung auf Seite 2) Wo stehen wir? Die internationale Lage läßt deutlich zwei Kraftlinien der europäischen Politik erkennen, die sich im Augenblick wieder einmal in verhängnisvoller Weise überschneiden: Mit den gestern in Berlin überreichten englischen Rückfragen, die eine Weiterführung des europäischen Friedensgespräches bringen sollen, ist die positive Seite der europäischen Friedensbilanz umrissen, während die Ereignisse rund um Genf den großen Passiv= posten darstellen, der zur Zeit noch in alle Wahrscheinlichkeitsberechnungen einzusetzen ist. Gerade in der jüngsten Zeit haben sich die Ereignisse hier außerordentlich überstürzt. Das abessinische Problem ist auch nach dem militärischen Siege Italiens ein Gefahrenherd geblieben, der die europäischen Beziehungen nach wie vor in stärkstem Ausmaße belastet. Hier liegen alle Entscheidungen noch immer im Dunkel einer wenn auch nahen, so doch noch völlig ungewissen Zukunft. Die Meldungen aus Genf besagen, daß man in der Völkerbundsstadt die Weiterentwicklung von den Entscheidungen, die im Laufe des heutigen Tages in Rom fallen dürften, abhängig machen möchte. Wie aber sollen diese Entscheidungen aussehen und wie möchte man, daß sie aussehen sollen? Wahrscheinlich wird es hierüber in Genf selbst ebenso viele erregte Gemüter wie Meinungen geben. Man wird billigerweise von Italien nicht erwarten können, daß es seine bisherige Kompromißlosigkeit ausgerechnet in dem Augenblick preisgibt, in dem es den vollen Erfolg seiner Kompromißlosigkeit greifbar nahe vor Augen sieht. Bedeutet das aber auch weiterhin Sanktionen, und was bedeuten Sanktionen nach der militärischen Erledigung des abessinischen Falles, die sich bisher vergeblich zuungunsten Italiens gestalten sollten? In Paris „droht“, ein Kabinett der Linken, das der sanktionistischen Front in Genf, nach den Erklärungen eines führenden französischen Politikers, neuen Auftrieb geben könnte. In London lag bisher die starke und energische Führung der gegen Italien eingesetzten Völkerbundsfront, deren Uebergehen in französische Hände keineswegs unbedingt ein Verlassen der bisherigen Genfer Linie der britischen Außenpolitik bedeuten muß. Im Lager der sogenannten„kleineren“. Genfer Mächte bereitet sich außerdem sogar so etwas wie eine Aufstandsbewegung gegen ein bedingungsloses Kapitulieren im abessinischen Falle vor und auch von dieser Seite sind sicherlich angestrengte Versuche in der Richtung einer neuen Aktivierung der Genfer Politik zu erwarten. Alles das summiert ergibt aber weiter nichts als eine neue, lähmende Unsicherheit, die hoffentlich heute durch die endgültige Festlegung der italienischen Ansprüche auf Abessinien beseitigt wird. Es wäre schon ein Erfolg, wenn sie in der einen oder anderen Weise erfolgen würde, denn die bisher fehlende Klarheit in allen strittigen Fragen der europäischen Politik war allein schon ein so genügend starkes Unsicherheitsmoment, daß sie allen Hoffnungen auf einen Ausgleich schon von vornherein ein unüberwindliches Hindernis entgegenstellen mußte. Es ist sicherlich auch im jetzigen Augenblick nicht besonders notwendig, noch einmal darauf hinzuweisen, daß die positiven Ansätze, die sich in der Entwicklung der europäischen Beziehungen zeigen, notwendigerweise von diesen negativen Posten der Gesamtbilanz maßgeblich beeinflußt sind. Trotzdem sieht es Deutschland gerade aus diesem Grunde als seine besondere Pflicht an, die positiven Elemente nach besten Kräften und mit größter Aktivität zu stärken. Zweifellos ist das von Deutschland eingeleitete und mit den Rückfragen der britischen Regierung in Berlin weitergeführte europäische Friedensgespräch ein wesentlicher Bestandteil aller Hoffnungen auf einen künftigen Ausgleich. Es entspricht daher dieser ganzen Tragweite der augenblicklichen Sachlage, daß die deutsche Reichsregierung mit aller Sorgfalt und der größten Umsicht an die Prüfung die Fragen herangeht, deren Beantwortung zweifellos im Sinne einer notwendigen Weiterführung des ein geleiteten großen Friedenswerkes erfolgen wird. Man kann daher heute nur noch einmal der Hoffnung Ausdruck geben, daß es in der Zwischenzeit gelingen wird, die großen Schwiefrigkeiten, die sich auf dem negativen Sektor(der europäischen Politik augenblicklich wieder in starkem Maße zeigen, zu beseitigen.4 IIja. Die überflüssigen Gesandstschaften Eine Mitteitung Badoglios ∆ Rom. 9. Mai. Wie von zuständiger Halienischer Seite verlautet, hai Marschall Badoglio den ausländischen Gesandten und Geschäftsträgern in Addis Abeba mitgeteilt, daß ihre kliplomatische Tätigkeit zweclos geworden sei, da die Regierung, bei der sie akkreditiert waren, nicht mehr bestehe. Nach Möglichkeit stelle es jedoch das italienische Oberkommando den ausländischen Gesandten frei. den Schutz ihrer Staatsbürger weiter wahrzunehmen. Neurath bankt dem deutschen Geschäftsträger in Abdis Abeba X Berli'n. 9. Mai. Wie wir erfahren, hat Reichsaußenminister Freiherr von Neurath dem deutschen Geschäftsträger in Addis Abeba, Gesandtschaftsrat Strohm, wie seinen Mitarbeitern seinen Dank und seine Anerkennung für die tatkräftige und erfolgreiche Wahrnehmung des Schutzes der deutschen Interessen telegraphisch ausgesprochen. Das ganze Baugewerbe tritt an Reichsbetriebsappell der RB6 Bau C Berlin, 9. Mai. Die Großaktion für Unfallverhütung im Baugewerbe durch die Reichsbetriebsgemeinschaft Bau wird am Montag, dem 11. Mai, 16.15 Uhr, durch einen Reichsbetriebsappell eröffnet werden. Dieser erste Reichsbetriebsappell einer Reichsbetriebsgemeinschaft wird von der Baustelle der Firma Ostertag in Heilbronn auf der Reichsautobahn am Reisberg bei Heilbronn durchgeführt und von allen deutschen Sendern übernommen werden. Am Montagnachmittag hört das gesamte Baugewerbe auf allen Baustellen die Rede von Dr. Ley, der bei diesem Betriebsappell über den Sinn und die Bedeutung der Unfallverhütung im Baugewerbe sprechen wird. Professor Dr. Walter Frank: Der Marsch vom Krieg zum Reich Anordnung Rusts für den Muttertag X Berlin, 9. Mai. Für den diesjährigen Muttertag hat Reichsminister Rust folgendes angeordnet: Der diesjährige Muttertag findet am 10. Mai statt. Er ist in derselben Weise wie in den früheren Jahren zu feiern. Das Deutsche Frauenwerk hat gebeten, die von den Schülerinnen angefertigten Kleidungsstücke gesammelt den Gauarbeitsgemeinschaften für Mütterschulung wie im Vorjahre zuzuleiten. Oswald Spengler: X München, 9. Mai. Der Kulturphilosoph Oswald Spengler ist am Freitag im Alter von 56 Jahren gestorben. * Oswald Spengler wurde am 29. Mai 1880 in Blankenburg(Harz) geboren. Nach dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaft wandte sich Spengler zunächst dem höheren Schuldienst zu, gab sein Amt aber bald wieder auf, um sich ganz schriftstellerischen Arbeiten widmen zu können. Er ist der Verfasser mehrerer geschichtsphilosophischer Werke, unter denen„Der Untergang des Abendlandes" am weitesten bekannt wurde. Dieses zweibändige Werk erschien in den ersten Nachkriegsjahren, die für die Untergangs= und Auflösungsprophezeiungen einer solchen Geschichtsbetrachtung besonders empfänglich waren und das Spenglersche Werk eine ungewöhnlich große Verbreitung finden ließen.— Von den weiteren Schriften Oswald Spenglers sind noch zu nennen:„Preußentum und Sozialismus", „Neubau des Deutschen Reiches" und„Politische Pflicht der deutschen Jugend“, die sämtlich in den Jahren nach dem Zusammenbruch des Novembers 1918 entstanden sind. Die Leitung der Jorschungsabteilung„Nachkrieg. insbesondere Geschichte der nationalsozi alistischen Bewegung", hat der Präsident des Reichsinstituts, Dr. W. Irank, selbst über nommen. Seine folgenden Ausführungen, mit denen unsere Veröffentlichung über die Arbeitspläne der drei bedeutsamen neuen Jorschungsabteilungen endet, führt der zu tätiger Mitarbeit aufgerufenen Oeffentlichkeit abschließend noch einmal vor Augen, wie sehr die hier aufgenommene geschichtswissenschaftliche Forschungsarbeit Sache des ganzen Volkes ist, das im klaren Erkennen der Vergangenheit seine Zukunft schmiedet. Der Leitsatz des Arbeits einsatzes des Reichsinstituts vom„Waffen dienst der Wissenschaft an der Nation“ hat in den Darlegungen seine ganze Charakteristik gefunden. Die Schriftlig. Professor Dr. Walter Frank schreibt: Die dritte unter den neuen Forschungsabteilungen des Reichsinstituts, die Abteilung, deren Leitung ich persönlich in die Hand genommen habe, schließt sich zeitlich eng an das Arbeitsgebiet der Forschungsabteilung„Politische Führung im Weltkrieg“ an. Sie soll den Zeitraum zwischen dem Zusammenbruch von 1918 und dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution im Jahre 1933 umfassen. Aber auch innerlich steht die Forschungsabteilung Nachkrieg und nationalsozialistische Revolution in engstem Zusammenhang mit der Geschichte des Großen Krieges. Denn nicht zufällig ist das Dritte Reich das Werk eines Front soldaten. Das deutsche Soldatentum des Weltkrieges ist militärisch nie geschlagen worden. Es ist trotzdem unterlegen, weil der moderne Mlieg nicht meyr nur militärisch geführt und nicht meyr nur militärisch gewonnen werden konnte— weil neben der militärischen Leistung eines ganzen Volkes in Waffen und seines großen soldatischen Führers, des Generals Ludendorff, nicht die politische Führung und die politische Idee stand. Der Große Krieg ist für uns Deutsche zu einer großen Tragödie des reinen Soldatentums geworden. Und als die Soldaten nun heimkamen aus diesem Kriege, da hätte es leicht geschehen können, daß auch ihr Kampf in der Nachkriegszeit wieder eine solche Tragödie geworden wäre. Die Soldaten begannen weiterzumarschieren, in ihrem Blut die Unruhe von vier ungeheuren Jahren, in ihrer Seele die Frage nach dem Sinn dieser ungeheuren Jahre. Sie marschierten in Freikorps, in Verbänden, in Parteien, in der Reichswehr. Undsie sind doch alle irgendwie gescheitert, so lange sie nichts waren als Sol daten. Gescheitert die einen im blinden Auf ruhr der Putschisten. Gescheitert die andern im blinden Gehorsam der Regierungstruppe. Ge scheitert, weil sie das nicht fanden, was sie schon im Weltkrieg vergeblich ersehnt hatten, die politische Führung und die politische Idee Es ist die welthistorische Leistung eines einzigen Mannes gewesen, daß der Weg vom reinen Soldatentum zur politischen Füh rung aus dem Geist der Front gefunden und gegangen wurde. Es ist die welthistorische Lei stung dieses einen Mannes gewesen, wenn der Marsch der Soldaten nicht in einem ewigen Putsch gegen jede Ordnung und nicht in einer ewigen Unterordnung unter jede Ord nung mündete, sondern in einer neuen Ordnuna: im Dritten Reich. Adolf Hitler ist der große Vollstrecker des politischen Testaments der Front geworden. Und so wölbt sich der Bogen der geschichtlichen Kontinuität vom Kampf des Feldherrn Erich Ludendorff im Weltkrieg über jene Stunde, wo Hitler und Ludendorff gemeinsam uno zunächst vergeblich durch das Feuer der herrnhalle schritten bis zu der Stunde, wo Adolf Hitler aus der Hand des Generalfeldmarschalls von Hindenburg die Leitung des Reiches entgegennahm. Das ist der große Stoff. den zu gestalten der Historiker unserer Zeit eingeladen ist. Vielleicht wird man uns entgegenhalten, daß dieses Geschehen ja mit unser eigenes Schicksal umfasse, daß es die Geschichte unserer eigenen Liebe und unseres eigenen Hauses, unserer eigenen Hoffnung und unserer eigenen Verzweiflung, unserer eigenen Niederlage und unseres eigenen Sieges sei— und daß uns daher der„Abstand“ fehle, um dieses Geschehen geschichtlich zu gestalten. Gewiß, eine spätere Zeit wird mehr„Abstand“, sie wird auch mehr Stoff besitzen als wir. Aber es ist ein Irrtum, zu glauben, daß der„Abstand“ oder die Fülle des Stoffes allein die entcheidende Voraussetzung echter Geschichtsschreibung sei. Sicher ist jedenfalls das eine: Daß wir etwas besitzen, was spätere Zeiten der Epigonen nicht mehr besitzen werden und nicht mehr besitzen können: die Unmittelbarkeit des großen Erlebens und darum die Möglichkeit der großen inneren Wahrheit der Gestaltung. Die Geschichte großer Leidenschaft kann nur der echt und wahr schreiben, der selbst große Leidenschaften erlebt und empfunden hat. Die Geschichte großer Sturmzeiten kann nur der wahr schreiben, der selbst auf der hohen See der Ereignisse gelebt hat. Dem Phäaken im stillen Hafen wird man später Stapel von Akten und Regale von Büchern reichen— er wird aus ihnen tausend kleine Richtigkeiten exzerpieren, aber niemals mehr die große Wahrheit des Seins gestalten können. Denn diese Wahrheit gibt sich nur dem, der ihr mit seinem Blut opfert. Die Kärrner mögen sagen, was sie wollen— aber die innerlich wahrste Darstellung des Weges der Deutschen zu ihrer staatlichen Einheit ist noch heute die, die ein großer Forscher und großer Künstler mitten aus dem Kampf, mitten aus Leid und Not und Sieg und Niederlage, geschrieben und in sich selbst erlitten hat: Heinrich von Treitschkes„Deutsche Geschichte". Und so möchten wir glauben, daß, wenn die Vorsehung es will, auch die erste bahnbrechende Geschichte des Weges der deutschen Soldaten vom Großen Krieg zum Dritten Reich noch von unserer Generation geschrieben wird. Wenn wir dies aussprechen, so sagen wir damit nicht, daß wir diese Geschichtsschreibung für eine Angelegenheit von heute und von morgen halten. Vom ersten Tage an haben wir die Arbeit des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands mit größter Härte geschieden von jeder Form des Dilettantismus und der Konjunktur. Und auch heute, wo wir uns an die Oeffentlichkeit gewandt haben, müssen wir viele, die sich uns eilfertig nähern, mit den Worten eines ehemaligen Berliner Polizeipräsidenten zurückscheuchen:„Ich warne Neugierige!“ Unser Aufruf an die Oeffentlichkeit wendet sich an alle die, die uns ernsthafte Mitarbeit leisten können und wollen. Er wendet sich an die Angehörigen der verschiedensten Gruppen, Parteien und Verbände der Vergangenheit. Denn die Dokumentierung einer künftigen Geschichtsschreibung soll so allseitig und vorbehaltlos wie moglich sein Jahre werden vergehen, bis der ungeheure Stoff auch nur gesichtet ist. Jahre werden vergehen, bis dieser Stoff seine Gestaltung erfährt Aber wenn es uns gelingt, den großen neuen Lebenselan dieses Zeitalters zu verbinden mit der alten Gründlichkeit und Wahrhaftigkeit deutscher Wissenchaft, so wird einmal, das ist unsere Zuversicht, jener Marsch vom Krieg zum Reich in der deutschen Geschichtsschreibung sein Denkmal finden, aere perennius, dauerhafter als Erz. 12 britische Fragen Der Wortlaut des in Berlin überreichten Fragebogens (Fortsetzung von Seite 1) Der Versailler Vertrag 7. Wenn die in Abschnitt 6 der Denkschrift der deutschen Regierung vom 31. März ange führte Folgerung allgemein gelten soll, so könnte dies zu Zweifeln darüber Anlaß geben, wie die deutsche Regierung über das wei tere Inkraftbleiben der übrigen noch gültigen Bestimmungen des Vertrages von Versailles und schließlich auch aller Vereinbarungen denkt, von denen gesagt werden könnte, daß sie au die Bestimmungen des Vertrages von Ver sailles zurückgehen. Die Regierung Seiner Majestät möchte über die in dem erwähnten Abschnitt enthaltene historische Auslegung der Ereignisse nicht streiten und will deshalb ihre eigenen Ansichten hier nicht aussprechen. Sie muß aber natürlich klar zum Ausdruck bringen, daß es ihr nicht möglich ist, den von der deutschen Regierung in dem erwähnten Ab schnitt ausgesprochenen Ansichten zuzu stimmen. 8. Abschnitt 4 der Denkschrift vom 31. März bietet einen weiteren Anlaß zu Zweifeln. Es heißt in diesem Abschnitt,„die deutsche Regie Die Schätze des Negus Flucht mit sechs Zentnern Gold, zwei Koffern voll Banknoten und 400 Tonnen Kaffee (Von unserem römischen Vertreter) Dr. v. L. Rom, 9. Mai. Die italienische Presse läßt sich von ihrem Sonderberichterstatter in Dschibuti eingehend über die Abreise des Negus aus Afrika berichten. Es wird vermerkt, daß der Negus selbst während der Einschiffung kein Wort gesprochen und nur den Transport seines zahlreichen Gepäcks beaussichtigt habe. Dieses Gepäck schildern die Zeitungen als überaus reichlich. Der Negus soll sich für diese Flucht mit sechs Zentnern Gold, 25 000 Silbertalern, zwei Koffern mit Banknoten, sieben Automobilen(?) und 400 Tonnen Kaffee„eingedeckt“, haben, was zusammen mit den übrigen Koffern 102 große Gepäckstücke ergab. Sämtliche Schätze wurden auf den Zerstörer„Enterprise“ übernommen und nach Haisa verladen. Nach Angaben der Stampa habe der Negus seinen Aufenthalt in Dschibuti dazu benutzt, durch seinen Privatsekretär Ato Giorgis noch eine geschäftliche Aktion abzuschließen, indem er 40 Tonnen Kaffee der Firma„Liveratos“ in Französisch=Somaliland verkaufte. Der gleichfalls nach Dschibuti geflüchtete Ras Nasibu erklärte einem italienschen Journalisten, daß er nicht als Flüchtling bezeichnet werden könne, da er nur auf ausdrücklichen Befehl des Negus das Oberkommando von Harrar aufgegeben und nach FranzösischSomaliland gekommen wäre. Der Reaus in Zerusalem In einem kleinen Hotel abgestiegen A Jerusalem. 9. Mai. Der Negus ist am Freitagnachmittag mit Jamilie und Gefolge in einem Sonderzug in Jerusalem eingetroffen. Der Kommandant der Luftflotte des Mandatsgebietes und der Bezirkskommissar von Jerusalem waren zur Begrüßung erschienen. Der Negus hat mit seiner Familie vorläufig in einem kleinen, am Jaffa-Tor gelegenen Hotel in der Jerusalemer Altstadt Wohnung genommen. rung habe vom deutschen Volk ein feter liches Generalmandat erhalten zur Vertretung des Reiches und der deutschen Nation“ zur Durchführung einer Politik, die unter allen Umständen„seine Freiheit, seine Selbständigkeit und damit seine Gleichberechtigung“ wahrt. Anscheinend wird zwischen Reich und deutschem Volk ein Unterschied gemacht. Die Frage ist in Wirklichkeit die, ob Deutschland der Ansicht ist, daß nunmehr ein Abschnitt erreicht ist, an dem es erklären kann, daß es die bestehende gebietsmäßige und politische Ordnung Europas anerkennt und zu achten beabsichtigt, soweit diese nicht später im Wege freier Verhandlung und Uebereinkunft avgeandert werden sollte. Der Luftpakt 9. Ich gehe nunmeyr zu anderen Dingen über. Die Denkschrift vom 31. März erwähnt im Abschnitt 22,13„den Abschluß eines Luftpaktes als Ergänzung und Verstärkung dieser(westeuropäischen) Sicherheitsabmachungen“. Im Frühjahr 1935 glaubte man, die deutsche Regierung vertrete die Absicht, daß die Verhandlungen über einen Luftpakt nicht durch den Versuch erschwert werden sollten, gleichzeitig ein Abkommen zur Begrenzung der Luftstreitkräfte abzuschließen. Seitdem scheint sich eine etwas widerspruchsvolle Lage ergeben zu haben. In der Reichstagssitzung vom 21. Mai 1935 erwähnte Herr Hitler die Möglichkeit eines Abkommens zur Begrenzung der Luftwaffe auf der Grundlage einer Parität der Großmächte im Westen, unter der Voraussetzung, wie wir annahmen, daß die Entwicklung der Luftwaffe Sowjetrußlands keine Aenderung nötig machen wird. Die Rede des Herrn Reichskanzlers vom 21. Mai 1935 wurde nach der Unterzeichnung des französisch=sowjetischen Vertrages gehalten, und doch teilte er Eurer Exzellenz im Dezember 1935 mit, daß dieser Vertrag eine Begrenzung der Luftwaffe unmöglich gemacht habe. Eine Entscheidung, die dahin ginge, eine regionale Begrenzung der Luftstreitkräfte nicht gleichzeitig mit dem Abschluß eines Luftpaktes im Westen zu veruchen, würde von Seiner Majestät Regierung ehr bedauert werden. Die in Abschnitt 2 der deutschen Denkschrift enthaltene Erklärung, daß die Ergebnisse des unlängst auf dem engeren Gebiet der Seerüstung abgeschlossenen Vertrages die deutsche Regierung beeindruckt haben, ermutigt Seiner Majestät Regierung zu der Hoffnung, daß die deutsche Regierung ihr in diesem Punkte beipflichten wird. 10. Seiner Majestät Regierung begrüßt es, daß die deutsche Regierung in der Denkschrift vom 31. März, Abschnitt 22, 10 und 14 den zwischen Deutschland einerseits und Frankreich, Belgien und möglicherweise Holland anderer seits vorschlägt. Seiner Majestät Regierung nimmt Kenntnis davon, daß die deutsche Regierung damit einverstanden ist, daß diese Pakte von Garantieverträgen begleitet werden. Die genaue Fassung dieser Verträge muß den Verhandlungen über die Einzelheiten vor behalten bleiben. Seiner Majestät Regierung nimmt auch Kenntnis von dem in Abschnitt 22, 17 gemach ten Vorschlage von Nichtangriffsverträgen zwischen Deutschland und den an der deutschen Südost= und Nordostgrenze gelegenen Staaten. Seiner Majestät Regierung erlaubt sich, an die allgemeine Grundlinie für solche Verträge zu erinnern, wie sie von Freiherrn von Neurath am 26. März 1935 in Berlin Sir John Simon dargelegt worden ist. Sie würde es begrüßen, zu erfahren, ob nach Ansicht der deutschen Regierung die erwähnten Mächte sich im allgemeinen an diese Grundlinie halten sollen und ob sie damit einverstanden ist, daß diese Pakte ebenfalls durch Abmachungen über gegenseitige Unterstützung garan tiert werden können. Die Erklärung, die die deutsche Regierung hinsichtlich der Bereitschaft Deutschlands zum Wiedereintritt in den Völkerbund abzugeben in der Lage war. ermöglicht der Regierung Seiner Majestät die Annahme, daß die Frage der Uebereinstimmung der vorgeschlagenen Nichtangriffspakte mit den Verpflichtungen als Volkervundsmitglieder keinen Anlaß zu Schwierigkeiten bieten wird und vaß die Durchführung dieser Verträge sich im Rahmen der Völkerbundssatzung vollziehen wird Einbeziehung der Sowjetunion? Noch zwei weitere Punkte erfordern Aufnierksamkeit. Der erste betrifft die Bedeutung der Worte„Staaten an Deutschlands Südostund Nordostgrenze". Die Regierung Seiner Majestät kann sich dem Eindruck nicht verschließen, daß die allgemeine Regelung sehr erheblich erleichtert werden würde, wenn es der deutschen Regierung möglich wäre, diese Worte so auszulegen, daß sie neben den unmittelbar an Deutschland angrenzenden Staaten mindestens auch die Sowjetunion, Lettland und Estland einschließen. Seiner Majestät Regierung gestattet sich, in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, daß die deutsche Regierung sich in ihrer Denkschrift vom 26. März 1935 bereiterklärt hat, mit den„an die osteuropäischen Fragen interessierenden Mächten“ Nichtangriffspakte zu schließen. Der In der„Deutschen ZeiDie deutsche Sprache tung von Mexiko“ finin der Welt. den wir einen Aufsatz „Kulturwerbung in Mexiko", aus dem wir die nachstehenden Sätze wiedergeben:„An erster Stelle unter den Weltsprachen steht unzweifelhaft das Englische, das heute wohl von 180 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen wird, während es weitere 60 Millionen verstehen und gebrauchen. Das Deutsche, das nach dem Englischen die größte Verbreitung hat, ist in den letzten hundert Jahren von 32 Millionen auf mindestens 95 Millionen gestiegen. Weitere 20 Millionen verstehen es. Das Französische als Muttersprache wuchs in dem gleichen Zeitraum nur von 32 500000 auf 45 Millionen an, aber es wird von 75 Millionen Ausländern verstanden, eine Zahl, die meiner Ansicht nach eher zu klein als zu groß ist. Diese überragende Stellung kommt dem Französischen nicht zu, denn für Handel und Verkehr ist das Englische maßgebend und für die Wissenschaft das Deutsche, das läßt sich schon klar und deutlich durch die Tatsache beweisen, daß Deutschland bisher mehr als 40 Nobelpreise, Frankreich keine 30 erhalten hat. Ferner wurden in den letzten Jahren, wie die Statistiken beweisen, 40 Prozent aller wissenschaftlichen Bücher in der deutschen Sprache veröffentlicht und ein großer Teil wissenschaftlicher Werke in andere Sprachen aus dem Deutschen übersetzt. Diese Feststellung läßt sich leicht nachweisen, wenn wir die Bücher der Philosophie, Medizin, Naturwissenschaften, Nationalökonomie, Pädagogik, technischen Wissenschaften usw. prüfen.“ Wir nützen der deutschen Geltung in der Welt und damit uns selbst, wenn wir Deutschen im Reich uns für deutsche Kulturbestrebungen, deutsche Schulen und Büchereien einsetzen, wie sie durch die Schulsammlung des BDA vom 4. bis 15. Mai in Elternhaus und Familie und durch die am 23. und 24. Mai stattfindende Straßensammlung gefördert werden sollen. Mmm Gegensatz zum Nichtangriff. Sr. Majestät Regierung erinnert sich mit Befriedigung der Erklärung des Herrn Reichskanzlers im Reichstag am 21. Mai 1935, daß die deutsche Regierung„jederzeit bereit sei, einer internationalen Vereinbarung zuzustimmen, die in einer wirksamen Weise alle Versuche einer Einmischung von außen in andere Staaten unterbindet und unmöglich macht". 11. In Absatz 22, 19 schlägt Deutschland vor, ein internationales Schiedsgericht zu bilden, das für die Einhaltung dieses Vertagswerkes zuständig sein soll“. Vermutlich sind hiermit die in Abschnitt 22, 9, 10, 11. 12, 13, 14 und 17 erwähnten Vereinbarungen gemeint. Es wäre wünschenswert, zu erfahren, welches ganz allgemein die Aufgaben und die Zusammensetzung des vorgeschlagenen Schiedsgerichtes sein sollen und in welcher Beziehung seine Aufgaben zu denen des Völkerbundsrates und des Ständigen Internationalen Gerichtshofes stehen sollen. Völkerbundsstatut und Versailles Angesichts einer Ankündigung von Deutschlands Bereitschaft zur Rückkehr in den Völkerbund wird die deutsche Regierung gewiß bereit sein, anzugeben, wie ihre künftige Einstellung gegenüber dem Ständigen Internationalen Gerichtshof sein wird(besonders in bezug auf die Fakultativklausel) und gegenüber den verschiedenen Bestimmungen über Schiedsgerichtsbarkeit, Schlichtungsverfahren oder gerichtliche Regelung, die in Verträgen enthalten sind, an denen Deutschland beteiligt ist. 12. Ich bitte Ew. Exzellenz, wenn Sie mit dem Herrn Reichskanzler sprechen, die in dieser Weisung aufgeworfenen Fragen mit ihm zu erörtern und ihm einen Abdruck davon zu übergeben. Ew. Exzellenz wollen dabei bemerken, daß diese Ausführungen nicht erschöpfend sind. Es liegen noch andere Fragen vor, die zu einem späteren Zeitraum zur Sprache gebracht werden müssen; aber bevor Deutschlands Rückkehr in den Völkerbund zur Erörterung kommt, wird es die deutsche Regierung gewiß auch für wünschenswert halten, die Worte„Trennung des Völkerbundsstatuts von seiner Verlailler Grundlage“ in Abschnitt 22,18 näher zu erläutern. Für den Augenblick hält Sr. Majestät Regierung es für besser, nur die Punkte zu behandeln, die unbedingt geklärt werden müssen, bevor die allgemeinen Verhandlungen eröffnet werden, die sie, wie oben dargelegt worden ist, aufrichtig zu fördern wünscht. Hauptschriftleiler: Dr. Friedrich K Pfafferolt 12 Zt Urlaub). Stellvertretender, Hlauptschriftlelter: Ewald Lobbert Verantwortlich: Für Innenpolitik Fritz Bormann. für Außlenpolilik Wilhelm Jung. Leiter der gesamten Lokalzweil a# Cpr e. Löbber#. verantwortlich die Jsweils am Ende der Ortsausgabe bezeichnelen Schriftleiter erantwortlich für Wirtschaft Dr. Hleimmt Barth York ür den Allgemeinen Tell Ileinrich Elsenpeter. für Kunst und Unterhallung Kurt Z1ese1. fü: Schrifttum snch-isegmstn rh 2a estlalen Rheinand Vermann Thlen. für Sport Ernst Schulle. 9#%#nzeeggtell Bernhard Stadte Anzeigenleiter Karl Kirschner sämtlich in Dortmund Berliner Schriftleitung: Hans Graf Reischach Berlin. Chef vom Dienst: Heinrich Elsenpeter Dortmund. und Verlag: Wesilällane Landeszeilung Gmbll., April 1936: über 180 000. vom 31. Marz, Abschnitt 22, 10 und 14 den! Der zweite Punkt betrifft Nichteinmischung Abschluß von Richtanariffspakten lin die Angelegenheiten anderer Staaten im „ Daw„D.A. D Bezirksausgabe Drimund und Umgebung: „„##B. Bezirksansgabe Rachum, Wilten: 23 505: D.-A. H Bezirksausgabe Hagen: 18 411. D A. A Bezirksausgabe Sauerland(Arnsbera) 14 676. D-A. G. Bezirks4333Pn Seapne-Eiteg# Gelsenkirchen Recklinghausen: S Bezirksausgabe Hamm-Spest und die Börde 14 491: D.-A. R Reichsausgabe: 16 783: D.-A. I. Bezirksausgabe Lüdenscheid 11 772(z. Z1. Preisliste Nr. 5 gültig). 2. Blatt 7 Jolge 126 Westsälische Landeszeitung- Rote Erde Honnabend, den 9. Mai 1936 Nus den dunklen Kapiteln eines halben hahrtausends deutscher Geschichte Von Nr. R. Rapp VII. Alle Staatsweisheit dieses Systems aber erschöpft sich in den Worten des Kaisers:„Halten Sie sich an das Alte, denn dieses ist gut, und unsere Vorfahren haben sich dabei wohl befunden, warum sollen wir es nicht?“ Worte, die ihre Ergänzungen finden in dem Satz depolitischen Testaments des Kaisers, die seinem Sinn vollkommen entsprechen, auch wenn sie von Metternich oder Gentz geprägt sind:„Jeder Neuerung im politischen System widerstreben— in diesem einfachen Grundsatz liegt heute das ganze Geheimnis der österreichischen Politik". In diesem Worte liegt auch das ganze Wesen des Kaisers Franz, dessen Polizeidirektor„das Phlegma für den schätzbarsten Charakterzug der Nation“ erklärt und der selbst ausruft:„Völker, was ist das? Ich weiß nichts von Völkern, ich kenne nur Untertanen!“ Dies ist die Antwort Habsburgs an die erwachende deutsche Bewegung. Es ist eine Antwort und eine Absage, die die Deutschen nicht vergessen werden und der Begriff „Habsburg“ bildet sich für die Deutschen im neunzehnten Jahrhundert recht eigentlich am Bilde dieses Kaisers Franz, des klassischen Habsburgers. Schatten über der deutschen Geschichte Der Letzte Der letzte Habsburger heißt Franz Josef. Kaiser Karl ist nur der Allerletzte, ein kurzes Nachspiel nach dem langen Ausklang in Franz Josef. Als Franz Josef geboren wird, ist Napoleon erst neun Jahre tot; als Franz Josef stirbt, tobt der Weltkrieg. Als Franz Josef Kaiser wird— im Jahre 1848 nach der Abdankung seines geistesschwachen Onkels, des „regierenden Symbols“—, herrscht Oesterreich noch in Mailand und Venedig und im Deutschen Bund; als er in die Kapuzinergruft eingeht, steht Alt=Oesterreich vor seiner Auflösung— in einer dramatischen Zeit trägt Kaiser Franz Josef zwei Menschenalter lang die Habsburger=Krone; aber nichts von Dramatischem ist in diesem letzten Habsburger Die Starrheit dieses Geschlechts, seine Passivi tät gegenüber allem großen Geschehen verkör pert sich noch einmal ganz in dieser Haupt figur des letzten Aktes einer sechshundertfünfzigjährigen Geschichte. Franz Josef heißt nach seinen Vorfahren Josef II. und Franz; aber er ist durchaus die Wiederkehr von Kaiser Franz, und was vielen Betrachtern ein Rätsel bleibt, entschleiert sich leicht, wenn man in Franz Josef den Enkel von Franz erkannt hat. Der Enkel ist etwas gestraffter als der von ihm bewunderte Großvater; die Bonhommie des Biedermeier, wenn auch nur posiert, ist geschwunden und die Repräsentation der Majestät in einer Zeit gewachsen, in der diese Majestät nicht mehr die Selbstverständlichkeit ist, die sie gestern war. Aber der Enkel besitzt die Kälte des Großvaters. Er erleidet mehr Schicksalsschläge als andere Menschen. Sein Bruder wird in Mexiko erschossen, sein Sohn endet in der Tragödie von Mayerling, seine Frau wird von einem Anarchisten erdolcht, sein Thronfolger das Opfer des Attentats von Serajewo.— Aber diese Schläge treffen ihn nicht, und gerade beim letzten, bei der Ermordung Franz Ferdinands, der wider seinen Willen eine nicht ebenbürtige Frau geheiratet hat, weiß er nichts anderes zu sagen als das fast triumphierende Wort:„Die Vorsehung läßt sich nicht ungestraft herausfordern.“ Es geschieht mit seinem Willen, daß der Obersthofmeister, erbitterter Gegner des Franz Ferdinand, das Begräbnis noch zu einem Akt später Rache macht. Es wird nach Kräften sabotiert. Es wird fast zur Farce eines Begräbnisses, und als sich ein Sturm in der öffentlichen Meinung gegen den Obersthofmeister erhebt, erhält der Angegriffene eine deutliche Bekundung des kaiserlichen Vertrauens. Dies ist Kleinheit gegenüber großem Geschehen, und diese Kleinheit bleibt ein Kennzeichen der Geschichte Franz Josefs. Eine Kleinheit, die auch zu kleinlicher Felonie werden kann, wie der Fall Benedek erweist. Wider sein eigenes Abraten zum Kommando 1866 in Böhmen berufen, erliegt Benedek dem Genie Moltkes; aber das Haus Habsburg braucht einen Schuldigen. Kein Geringerer als er. Ein Erzherzog erscheint bei dem geschlagenen Feldherrn und verpflichtet ihn auf Offizierswort, unverbrüchlich über alle Vorgänge um die Niederlage zu schweigen. Als man in Wien das Wort Benedeks hat, richtet man vernichtende Vorwürfe gegen den treuen Mann, der sich nicht verteidigen darf und das rößte Opfer des Dankes vom Hause Habsvurg wird, der mehr als ein Sprichwort, der ein Sinnbild ist der Geschichte dieses Gechlechts, das zum Schatten über der deutschen Geschichte geworden ist. Vom Ende der Hohenstaufen bis zum Ende der Hohenzollern sind die Habsburger mit der deutschen Geschichte verbunden, das langlebigste Königsgeschlecht der deutschen Vergangenheit, und in den entscheidendsten Jahrhunderten dieser Geschichte haben Habsburger die deutsche Königskrone getragen. Aber sie haben habsburgische, sie haben keine deutsche Geschichte gestaltet. Seitdem Karl V. die deutsche Nation von sich stieß, weil er ein Weltreich seines Hauses baute— und Napoleon hat Karl V. einen Narren genannt, weil er sich nicht an die Spitze der bäuerlichen altdeutschen Reichsrevolution gestellt und das deutsche Einheitsreich geschaffen habe—, seit dieser Entscheidung steht Habsburg neben Deutschland und abseits von Deutschland; aber von den Tagen Luthers bis zu den Tagen Bismarcks bleibt Deutschland an Habsburg gekettet. Das Haus Habsburg hat große Mo mente gehabt; aber es sind keine großen Mo mente für die deutsche Nation geworden. Das Haus Habsburg hat einen großen Herrscher gehabt; aber er gehörte nicht Deutschland an und ein halbes Jahrhundert deutscher Gechichte wird ein historisches Zeugnis für die historische Tatsache, daß Deutschland und Habsburg Gegensätze sind. (Schluß) „L2 Hindenburg“ im Sturm! und die Passagiere merken es kaum: Fünf Tonnen Regenhullast ∆ Neunork. 8. Mai. Nach den hier vorliegenden Meldungen wird das Luftschiff„Hindenburg“, gleichbleibendes Wetter vorausgesetzt, am Sonnabend gegen Abend über Neuyork erwartet. In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag durchquerte das Luftschiff den von den Wetterwarten angekündigten Sturm, der von schweren Regenböen begleitet war, aber so glatt und ruhig, daß nicht einmal eine Blumenvase oder eine Wasserflasche umfiel. Auch von den Passagieren wurde der Sturm kaum bemerkt. Hingegen war die Schiffsleitung über dieses Elementarereignis sehr erfreut, da es einen Regenballast von etwa fünf Tonnen einbrachte, mit dem der Gewichtsverlust durch den Treibstoffverbrauch wettgemacht werden konnte. Zum letzten Male fand Donnerstag abend ein„Transatlantic=Luftschiff=Klavierkonzert“ statt, bei dem Prof. Franz Wagner die Mitreisenden durch seine Kunst erfreute. Am Freitag hielt Pater Schulte zum ersten Male eine Bordmesse ab. Die zur Zeit vom„LZ. Hindenburg“ einlaufenden Meldungen besagen, daß sich das Luftschiff in 1000 Meter Höhe hoch über den Wolken bei strahlendem Sonnenschein in rascher Fahrt der amerikanischen Küste nähert. Die amerikanischen Marinestationen haben bereits die Funkverbindung mit„LZ. Hindenburg“ ausgenommen. Ein Eisberg kreuzt den Kurs Das Luftschiff„Hindenburg" befand sich, einer Meldung der Western=Union zufolge, um 18 Uhr MEZ. auf 43.24 Nord und 53.32 Grad West, etwa 200 Meilen südlich Cape Race und rund 680 Meilen ost=nordöstlich vom Nan tucket=Leuchtschiff. Es flog mit einer Geschwin digkeit von rund 100 Klm. Der„Hindenburg“ sichtete um 13 Uhr MEZ. einen riesigen Eis berg. Kapitän Lehmann führte das Luftschiff so, daß viele Fahrgäste den in der Sonne glänzenden Eisberg gut sehen konnten. Ankunft Samstagabend ∆ Neuyork, 8. Mai. Der Kommandant der Marineluftstation Lakehurst, Rosendahl, teilte mit, daß das Luft schiff„Hindenburg“ unter Zugrundelegung sei ner bisherigen Geschwindigkeit am Sonnabend abend vor Sonnenuntergang in Lakehurst er wartet wird. Da die Wetterverhältnisse an der atlantischen Küste ungewiß sind, sind Vorberei tungen getroffen worden, das Luftschiff an den Ankermast zu legen, um es nicht der schwierigen Aufgabe des Einbringens in die Luftschiffhalle auszusetzen. Dr. W. Cimbell von der Neuyorker Wetter warte hat die Aussendung seiner Wetterberichte fortgesetzt, wofür ihm die Offiziere der„Hinden burg“ ihren Dank zollten. Dr. Cimbell stellte fest, daß der Tiefdruckwirbel mit Regen und wechselnden Winden, der am Donnerstag die Fahrtstrecke der„Hindenburg“ gekreuzt hat, das Luftschiff anscheinend für einige Stunden zur Verminderung seiner Geschwindigkeit ge zwungen hat. Gegen 19 Uhr Neuyorker Zeit hatte das Luftschiff jedoch den Wirbel passiert und traf von dort ab auf ständig an Stärke zunehmende Rückwinde und günstige Wetter bedingungen. Ueber den Neufundlandbänken dürfte die„Hindenburg“ ziemlich tief herunter gehen, um die dort herrschenden Oberflächen winde auszunutzen. Amerika begeistert Freude bei den Anhängern der Luftschiff-Idee in Amerika ∆ Neuyork. 8. Mai. Die Blätter heben in ihren Artikeln über den„LZ. Hindenburg“ die ruhige, nüchterne Art hervor, mit der Deutschland diese historische Leistung durchführt. Die Fahrt wird als ein Fortschritt der Zivilisation und als Friedensbote des Wissens und Könnens bezeichnet. Das Deutsche Reich habe keine freundlichere Propaganda treiben können. Besonders groß ist die Freude in den Krei sen der Anhänger der„Luftschiff=Idee“, die trotz aller Fehlschläge und Enttäuschungen der amerikanischen Luftschiffahrt hartnäckig die Ueberlegenheit der Luftschiffe über die Flugzeuge bei Ozeanüberquerungen verteidigt haben. In den Erfolgen des„Graf Zeppelin“ und des„Hindenburg“, sehen sie ihre Theorie bestätigt. Wie stark auch in amtlichen Kreisen das Interesse im Hinblick einer Wiederaufnahme des Luftschiffbaues ist, geht aus der amtlich bisher noch nicht bestätigten Mitteilung von Offizieren der Marinestation Lakehurst hervor, daß zur Begrüßung des Luftschiffes eine Abordnung aus Washington kommen wird, zu der höhere Offiziere des Admiralstabes ge hören. Unter ihnen der Chef der Marine leitung, Williams H. Stanley, der Chef der Luftschiffahrtsbehörde, Konteradmiral Ernest J. King, und der Kommandant des 4. Marinedistriktes, Kanteradmiral Williams C. Watts. Rückfahrt ausverkauft ∆ Neunork. 8. Mai. Wie die Hapag und der Norddeutsche Lloyd bekanntgeben, sind sämtliche 51 Kabinenplätze des Luftschiffes„Hindenburg“ für die Rückfahrt am Montag ausverkauft. Unter den Passagieren befindet sich eine 86 Jahre alte Frau. 11 Passagiere der Hinfahrt machen auch die Rückfahrt wieder mit. Drei polnische Flugzeuge zusammen gestoßen ∆ Warschau. 8. Mai. Während eines Uebungsfluges stießen in der Nähe von Posen drei Flugzeuge des drit ten polnischen Fliegerregiments zusammen Der Flieger und der Beobachter des einen Flugzeuges, das sofort abstürzte, wurden ge tötet, ebenso der Beobachter des zweiten Flug zeuges, der mit einem Fallschirm abzuspringen versuchte. Der Flieger des zweiten Flugzeuges wurde bei der Landung schwer verletzt. Nur dem dritten Flugzeug gelang es, trotz erheb licher Beschädigungen glücklich zu landen. Aufnahme: Hoffmann Mit der„Emden“ in den Tropen Auf seiner sechsten Auslandsreise hat der deutsche Kreuzer„umden“ kürzlich auch das Inselreich von Jamaika und Haiti berührt. Hier, wie überall, gan es viel Neues und Interessantes für unsere Blaujacken zu sehen. Unser Bild zeigt Besatzungsmitglieder des Kreuzers„Emden“ in Santa Barbara de Samana, wo sie sich durch einen kühlen Trunk von Kokosnußmilch erfrischen. Aufnahme: Scherl Kinderfest an Bord der„Nürnberg“ Der Kreuzer„Nürnbergs, der auf der Rückfahrt von einer Verbandsübung im Atlantik der portugiesischen Hauptstadt Lissabon einen Besuch abstattete, veranstaltete vor seinem Wiederauslaufen ein Fest für die Kinder der deutschen Kolonie in Lissabon. Besonderes Vergnügen machte den kleinen Mädels das traditionelle Sackhüpfen. Schillszusammenstöbe im englischen Kanal Schnelldampfer„Newyork“, rettet die Besatzung eines holländischen Dampfers X Hamburg, 8. Mai. Im englischen Kanal haben sich infolge starken Nebels zwei Schiffszusammenstöße ereignet, bei denen Menschenleben glücklicherweise nicht zu beklagen. Der Schnelldampfer„Newyork“ der Hamburg=Amerika=Linie stieß am Donnerstagabend in der Nähe des Sandetti=Feuerschiffes mit dem holländischen 3500=Tonnen=Dampfer„Alphard" zusammen.: Der holländische Dampfer erlitt dabei so schwere Beschädigungen, daß er innerhalb von zwei Stunden sank. Die 26= köpfige Besatzung des Schiffes konnte mit ihren Rettungsbooten die„Newyork" erreichen, die die Mannschaft an Bord nahm. Die Beschädigungen der„Newyork“, die ihre 700 Fahrgäste am Sonnabendmorgen in Hamburg landen wird, sind nach den drahtlosen Meldungen unerheblich. Nach den bisherigen Feststellungen war der holländische Dampfer infolge des starken Nebels außer Kurs geraten und direkt in die„Newyork“ hineingelaufen. Der zweite Zusammenstoß ereignete sich ebenfalls am Donnerstagabend in der Nähe des Feuerschiffes„South Goodwin“, wo der auf der Reise von Neuyork nach Bremerhaven befindliche Schnelldampfer„Columbus“ mit dem 5428 Tonnen großen italienischen Dampfer „Antonetta Laura“ zusammenstieß. Während der Dampfer„Columbus“, die Reise ohne Schaden fortsetzen konnte, und am Freitag gegen 17 Uhr in Bremerhaven eintreffen wird, lief der italienische Dampfer mit beschädigtem Vordersteven in den Hafen von Dower ein. Wie wir von der Hamburg=Amerika=Linie hören, wird der Schnelldampfer„Newyork“ bereits am Freitagabend gegen 20.30 Uhr Cuxhaven erreichen. Der Dampfer wird, ohne in Curhaven anzulegen, gleich nach Hamburg weitergehen und im Hamburger Hafen die Fahrgäste landen. Zur Ausbesserung ihrer geringfügigen Beschädigungen wird die„Newyork“ lediglich zwei bis drei Tage im Dock liegen. Furchtbare Brandkatastrophe in einer polnischen Stadt ∆ Warschau. 8. Mai. Nachdem erst vor zwei Tagen ein riesiges Schadenfeuer Hunderte von Häusern in der galizischen Stadt Zamosc vernichtet hat, ist am Donnerstag das Städtchen Dawidgrodek, das 11 000 Einwohner zählt, von einer gewaltigen Brandkatastrophe heimgesucht worden. Das Feuer entstand durch spielende Kinder, die mit einem Brennglas einen Strohhaufen in Brand gesteckt hatten. Der starke Wind übertrug das Feuer auf die umliegenden Holzhäuser und Stallungen. Im Laufe weniger Stunden wurden die Gebäude von mehr als 250 Wirtschaften und eine berühmte Holzkirche ein Raub der Flammen. Rund 1000 Wirtschafts= und Wohngebäude sind dem Feuer zum Opfer gefallen, darunter auch die Kasernen des Grenzschutzkorps. Nach den bisherigen Meldungen sind eine Frau und zwei Kinder in den Flammen umgekommen. Eine Reihe von Personen wird vermißt. In 12 Schaufenstern wundervolle Einrichtungen und Teppiche Alle Ausstattungen sind interessant und zeitgemäß niedrig im Preis. Ein Rundgang durch unser Haus aber gibt erst einen Uberblick über unsere Leistungsfähigkeit; in 8 Stockwerken wetteifern einige hundert Wohnräume miteinander an Schönheit und Preiswürdigkeit. ESSEN. am Rathaus Einrichtungshaus KRAMNI Amtlich sugelassen für die Annahme der Bedarfsdeekungsscheine der Ehestandsdarleh Kotzsa an den Führer Telegramm des Athener Bürgermeisters Bad Schandau. 8. Mai. Der Oberbürgermeister von Athen sandte an den Führer beim Verlassen deutschen Bo##s; ze des Telegramm:„An den Führer und Reichskanzler, Berlin. Von der Grenze utschen Reiches, das ich leider in wenigen Minuten wieder verlassen werde, grüße ich Sie noch einmal in Erinnerung an die herrlichen Tage, die ich in Ihrem Lande verbringen urfte. Daß Sie mir Gelegenheit gaben, Sie persönlich sehen und sprechen zu ürfen, war mir eine hohe Ehre und ein unvergeßliches Erlebnis. Heil Ihnen und dem großen deutschen Volke! Kotzia, Oberbürgermeister der Stadt Athen.“ Rossoni im Münchener Rathaus Empfang durch Oberbürgermeister Fiehler X München, 9. Mai. Der italienische Landwirtschaftsminister Rossoni wurde mit seiner Begleitung am ag im großen Sitzungssaal des Rathauses von Oberbürgermeister Fiehler Namen Belastende Zeugenaussagen Ein„Schwindelbau“ 7 Freistehende Trägersüße 7 An acht Trägern sehlten die U=Eisen (Drahtbericht unserer Berliner Berlin, 9. Mai. Zu Beginn des gestrigen Verhandlungs ages im Berliner Einsturzprozeß kam die Verteidigung des Angeklagten Noth noch einmal auf die Aeußerung des Zeugen Pauers, daß die Baustelle von der Belegschaft als chwindelbau" bezeichnet worden sei, zurück. Auf die Frage, wer eigentlich den Bau in der Hermann=Görina=Straße so bezeichnet habe und aus welchem Grunde das geschehen sei, erwiderte der Zeuge, daß er selbst den Bau oer. Schachtmeister Dümcke gegenüber ständig so bezeichnet habe. Ursprünglich hätte man kein altes Material verwenden dürfen da man eine Musterbaustelle schaffen wollte. Später beim Ausschachten habe sich jedoch herausgestellt, daß zu kurze Steifen und Konsolen verwendet wurden und sich im übrigen immer neue Mängel herausstellten. Wenn man einen im Namen der Stadtverwaltung der Haupt: Rau dar kol4.: an einen stadt der Bewegung empfangen. Zu dem stelle n au; Nandel zeige, als Musterbau: Empfang waren mit Ratsherren und Beiz reue beseichne, so ser das even ein Schwindel. geordneten der Stadtverwaltung auch Ministerprasioent Sievert und Staatsminister Gauleiter auzite, weieren Auslagen des Zeugen Pauers Adolf Wagner erschienen. dürsten eine starke Stütze für die Oberbürgermeister Fiehler gab in seiner[Auftallung der Staatsanwalt: Ansprache der Freude darüber Ausdruck, den lchaft, beden, daß nämlich der Einsturz von Minister im Rathaus begrüßen zu können. arder ostlichen Mittelwano ausgegane 44######gen sei. Der Zeuge bekundete, daß am EinSchriftleitung) sturztage in der östlichen Mittelwand die Trägerfüße bereits in der Luft gestanden hätten. Nach seiner Feststellung hätten mehrere Träger 5—9 Zentimeter über der Grubensohle gestanden. An eine unmittelbare Gefahr habe er jedoch nicht geglaubt, weil bereits Sicherungen an den zu kurzen Randträgern in Form von dicken Holzstempein, die man von der Grubensohle bis zur ersten Steifenlage neben die Träger gesetzt hatte, vorhanden gewesen seien. Angesichts dieser überaus belastenden Aussage des Zeugen Pauers erfolgte eine Gegen überstellung dieses Zeugen mit dem vorhe vorbildlich erfüllt habe, verlassen den die Nerven und er bricht in ein krampf Weinen aus. Jlustherfelte Dr. Goebbels spricht zu den BuchhändlernReichsminister Dr. Goebbels spricht auf der Festversammlung des Börsenvereins Deutscher Buchhändler im Buchhändler=Haus zu Leipzig am Sonntag, dem 10. Mai, 11 bis 12 Uhr. Diese Kundgebung wird vom Reichssender Leipzig und vom Deutschlandsender übertragen. Standortmeldung von„TI Hindenburg". Das Luftschiff„Hindenburg" befand sich, einer Meldung „ vorher vernommenen Zeugen Basener. Dieser bestätigte, daß fast alle Träger der Mittelwand östlichen Mittelwand angebracht hatte, bekunA#e ic#umtrgre er: Antwans bete,., an vier Trägern der östlichen Mitdurch Stempel abgestützt waren, erklärte jedoch, telwand in der vierten Steifenlage die keine in der Luft schwebenden Rammträger[IEisen gefehlt hätten. Außerdem sei Zum Schluß seiner Vernehmung erklärte Pauers noch, daß der Bauleiter Noth eiwa drei bis vier Wochen vor dem Einsturz sehr verärgert auf den Bau gekommen und erklärt........" habe, alle seine Anträge— offenbar auf Ma= Aggg unau scdit, zusolgt, um 20 Uhr Niez auf Ferialieserungen— seien a gelehnt worden. aac Asmeter uedunn. buhs Grd Beit rund Auch die Verlegung der Straßenbahn sei wegen zu hoher Kosten verweigert worden. Der nächste Zeuge, der Zimmerpolier Dauid, der die Holzstempel zur Abstützung der freiliegenden Ramm=Träger an der „ R a m m t r ä g e r gesehen zu haben. Pauers berichtete außerdem, daß Dümcke von dem Einbau weiterer Sicherungen, und zwar von einer 6. Steifenlage die auf der Obersohle angebracht werden sollte, gesprochen habe. Wegen der Gefahr, die ihm dauernd vor Augen gewesen sei, habe er Dümcke sogar gebeten, recht viel in die Bauruve zu kommen, damit er nicht allein die zerantwortun derung, wie kameradschaft auf hin v. H.) 1. Mai nmen, bami er nicht allein die ig zu tragen habe. Bei der Schilsein Vorgesetzter, seine Arbeitsauf der Tunnelsohle bis zuletzt macht Mussolini? Genf in Erwartung der italienischen Entscheidungen 7 Bleiben die Sanktionen? verwies auf die seit vielen Jahren bestehenden vielseitigen künstlerischen und wirtschaftlichen Beziehungen Münchens mit Italien und gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Minister angenehme Eindrücke von seinem Besuch in München mitnehmen möchte. Minister Rossoni dankte für, Je herzlichen Empfana und betonte, daß er bei Besichtigung der verschiedensten Betriebe ause ner Studienreise durch Deutschland die besten Eindrücke gewonnen und daß er ierb„immer das Gefuhl gehabt habe, sich unter Kameraden zu befinden. Der Korridor=Verkehr Deutsch-polnisches Uebereinkommen X Berlin, 9. Mai. 11.2#"— 9#00 Weneremwiallung wesem..„ Die Verhandlungen zwischen der deutschen ggh., d#von, abhängig sein wird, inwieweit 4½ dieser Seite auf kei. Widerstände stoßen und der polnischen Regierung üher die zuzzur[Mussolini sich bei der Verkündung der!"“ (Von unserem Genfer Vertreter) Genf. 9. Mai. Die Hauptaufmerksamkeit konzentriert sich hier ausschließlich auf die Entscheidungen, die im Laufe des heutigen Abends in Rom fallen werden. Man ist in Konferenzkreisen der An Haltung auf der Ratssitzung am kommenden Montag verdichten können. Es darf erwartet werden, daß der Gedanke einer vorläufigen Aufrechterhaltung der Sanktionen, sofern bis Montag nicht durch eine italienische Initiative in der vierten Steifenlage an zwei Stellen ein Knick in der Aussteifung bemerkt worden. An Hand der einige Tage vor dem Einsturz gemachten Fotografien stellte der Vorsitzende est, daß tatsächlich an acht Trägern U=Eisen gefehlt haben. Im Laufe der weiteren Vernehmung forderte der Vorsitzende den Zeugen auf, sich zu der Aussage des Zeugen Konetzki zu äußern, der bekanntlich bei seiner Vernehmung in der letzten Sitzung behauptet hatte, daß zur Sicherung der Trägerfüße kurze Kanthölzer nach der Innenseite der Grube eingestemmt und mit den Trägerenden verbolzt worden seien. Dawid, der die ganzen Aussteifungsarbeiten in der Grube geleitet hatte, bestritt dies jedoch und der Angeklagte Noth pflichtete ihm bei. Auf Grund dieser Aussagen liegt die Vermutung nahe, daß es sich um eine Verwechselung mit den Querstreifen handelt, die Noth damals zwischen der untersten Steifenlage und den Trägerfüßen hatte einziehen lassen. Die britische Rüstungsindustrie 100 Kilometer nordöstlich vom Nantucket=FeuerDie Geschwindigkeit betrug 100 Kilometer. Weitere Zunahme der Rundfunkteilnehmer. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer im Deutschen Reich betrug am 1. Mai 7 599 252 gegenüber 7583 841 am 1. April. Im Laufe des Monats April ist miteine Zunahme von 15 411 Teilnehmern(0,10 eingetreten. Unter der Gesamtzahl vom befanden sich 579 158 gebührenfreie Anlagen. Biochemisches Gesundheitsheim im Oberharz. In Hahnenklee=Bockswiese(Oberharz) hat der Biochemische Bund ein Gesundheitsheim errichtet, in dem während des ganzen Jahres laufend 65 Versonen untergebracht werden können. Als ständiger Heimarzt wurde Dr. Mahla aus dem RudolfHeß=Krankenhaus in Dresden angestellt Biochemische Gesundheitsheim ist das dieser Art in Deutschland. erste Das Heim sicht, daß die ganze Weiterentwicklung wesent: eite völlig veränderte Lage entsteht, zumindest Aussagen vor dem Kal Unterluchuna=an=4. lich davon aszänalg sein wicd, imnieme, auf dieser Seite auf keine Wderstonde toben u den vor den dat uunterschngeariaut und der polnischen Regierung über die zukünf= land sich der tige Regelung des Korridorverkehrs dauern osiang iu Ansprüche sene noch an. In Erwartung eines für beide Teile 7ad iepas auferlegen werde, die der zwirkbefriedigenden Ergebnisses dieser Verhandlun=.en Rechtslage“ und die den Genfer Erwargen haben die Eisenbahnperwaltungen beider nungen entspreche. Alerdings scheinen die HoffLänder wegen größtmöglicher Ersparung von[Husizef in dieser, Richtung keinen alzu großen Devi en ein vorläufiges Uebereinkommen abge. Ppimismüs auftammen zu lassen. Man verhehlt sich hier kaum, daß Italien schlossen. Danach wird schon ab 15. Mai der Personen= und Güterverkehr ausschließlich über die beiden kürzesten polnischen Durchgangsstrecken Gr. Boschpol—Marienburg und Firchau— Marienburg geleitet. Die übrigen polnischen Durchgangsstrecken schalten damit bis auf weiteres aus der Bedienung des Ostprei, agertehrs aus. Troßz dieser Aenderung doch nachdentlicher simmen könne. Verkehrsleitung, die für die Reichsbahn erhebliche betriebliche Mehrleistungen bedeutet ist eine Erhöhung der Tarife weder im Personen= noch im Güterverkehr beabsichtigt. Nationalradikale Terrororganisation in Warschau aufgedeckt ∆ Warschau, 9. Mai. Die Warschauer Sicherheitsbehörden sind in den letzten Wochen einer Terrororganisation auf die Spur gekommen, die aus Mitgliedern der verbotenen rechtsradikalen Jugendbewegung„Nationalradikales Lager" bestand. Nach einer Reihe von Bombenanschlägen, die sich zu Anfang des Bahres in der Umgebung Warschaus ereigneten, ist es gelungen, mehrere Terrorgruppen aufzuspüren uno zu verhaften. Im ganzen sind etwas mehr als hundert Terroristen hinter Schloß und Riegel gebracht worden. Einige der Gruppen wurden unmittelbar vor der Ausführung von Bombenanschlägen von der Polizei festgenommen, die in bekannten Warschauer Vergnügungslokalen geplant waren. In einem derartigen Lokal wurde eine Gruppe von Terroristen verhaftet, die zwei sehr starke Bomben bei sich hatte und in einem anderen konnte ein Bombenanschlag im letzten Augenblick verhindert werden. Bei den Haussuchungen sind in den Wohnungen der Verhafteten noch drei Bomben und eine größere Menge von Waffen und Munition gefunden worden im Vollgefühl seines Sieges auch nicht den eine Kompromißbereitschaft im Genfer ienne aufkommen lassen werde. Auf ##r anderen Seite ist man allerdings der Ansicht, daß die Möglichkeit einer weiteren Aufrechterhaltung der Sanktionen Rom Stimus konne. Wie diese Stimmungen aber auch im einzelnen schattiert daß dis Fert kristehen dürfte in jedem Falle, daß die Ereignisse, die am Montag abrollen perden, in wengeyendem Maß von der Ausdehnung der italienischen Forderungen, die bis dahin bekannt sein dürften, abhängig sein werden. Insofern dürfen die Völkerbundsauguren also recht behalten. allerdings ein hundertprozentiger An1# vien, auf eine volkommen selbstänoige Regelung der abessinischen Frage zu einem neuen Wiederaufleben der Sanktionsfront führen wird, dürfte zumindest noch offenstehen Hier scheint sich in erster Linie eine uarke Un zufriedenheitsbewegung der sogenannten kleineren Mächte einzuschalten Machte einzuschalten, die allem Anschein schon Unterstützung von französischer Seite, und wie man hier wissen will, vor allem von sowjetrussischer Seite findet Es die Vorlektoren der Reichsstelle für Förderung des deutschen Schrifttums und die Geschäftsführer der Landesdienststellen statt, die der De war vorauszusehen, daß der bisherige weitanschaulichen und schriftumspolitischen rfolg des italienischen Unternehmens seine Ausrichtung dieser wichtigsten Mitarbeiter der sthaltioszten Eindrück., vor allem auf die Deichssteue zur Förderung des deutschen kleineren Mächte, erzielen würde, die ihre Schrifttums dient. Statut verbirgt zu schen...4s Genfer! Bei dieser Veranstaltung wird auch Reichs ger Alfred. Rosenberg zu grundsätz diese Zuverscht in die Wirsamtest der Genser a. 4.roh.. de., Segenwart sprechen Die #ngen und Grundsätze mit recht einigermaßen erschüttert ist.8 A London, 9. Mai. Vor dem Königlichen Ausschuß zur Untersuchung des Geschäftsgebarens der privaten Rüstungsindustrie wurde am Freitag der Seretar des britischen Reichsverteidigungsausschusses als Zeuge vernommen. Der Ausage Hankeys, der übrigens fast 20 Jahre ang Sekretär der verschiedensten britischen Kabinette war, kommt um so größere Bedeutung zu, als sie nach seinen eigenen Worten gleichzeitig auch den amtlichen Ansichten der zuständigen Ministerien entspricht. Im Ge gensatz zu Lloyd George, der vor zwei Tagen vernommen worden war, erklärte Hankeys, daß ein Verbot der Herstellung von Rüstungen durch Privatfirmen verhänggispoll für die Verteidigung des britischen riches sei., purde. Der Zeuge wies nachdrücklich auf den verwickelten Charakter der Erfordernisse auf dem Gebiet der Rüstungen und erklarte, daß für den Bau eines Schlachtschiffes nach Mitteilungen der Admiralität fast 1000 verschiedene Firmen benötigt würden. Eine Verstaatii, una der Rüstungsindustrie würde unter den gegebenen Umständen eine völlige Verwirrung hervorrufen und vielleicht eine nationale Katastrophe heraufbeschwören. Die Privatfirmen könnten sich schule Risen bei Hamburg ein Reichsschulungs Erzeugung umstellin Peichahotrig. lehrgang für die Gauschriftumsbeaustragten, ben nicht behauptet werden kö ne. Fallschirmjäger=Kompanien in Frankreich ∆ Paris, 9. Mai. Das„Journo““ kündigt die Schaffung von zwei sogenannten FallschirmjägerKompanien nach russischem Muster an, von denen die eine in Chartres und die andere in Algier in Garnison liegen soll. Beide Kompanien, die später durch drei weitere ergänzt werden sollen, würden sich ausschließlich aus s s o l d a t e n z u s a m m e n s e t z e n, d i e s i c h auf fünf Jahre verpflichten müßten. Ihre Löhnung soll 2000 Franken monatlich betragen. Das Blatt weist darauf hin, daß die Verwendungsmöglichkeiten derartiger Fallschirmtruppen, wie dies die Erfahrungen in Rußland gelehrt hätten, außerordentlich vielseitig seien. Schrifttumspolitische Ausrichtung Lehrgang der Gauschrifttumsbeauftragten C Berlin, 9. Mai. 11. bis 16. Mai findet in der GauHer 6. Weltgeflügel=Kongreß. Das Präsidium des 6. Weltgeflügel=Kongresses veranstaltete einen Presseempfang, um einen Einblick in die reichen Vorbereitungen und einen Eindruck von der Bedeutung dieser großen internationalen VeranDer Weltkongreß wird vom Hur chgetihet 616 und Verlin Ehrenamtlicher Vizekonsul von Uruguay in Selge öst die v... au5 Montevideo 3 folge hat die Regierung von Uruguay Herrn Franz Papvertat ernannt Deutscher Volkstumskampf in Polen. In der letzten Zeit ist wiederum einigen Ortsgruppen der Leutschen Vereinigung in Polen die Tätigkeit untersagt worden. Bisher sind in den Wojewodschaften Posen und Pommerellen insgesamt 20 Ortsgruppen aufgelöst worden. Sudetendeutsche Volkshilfe. Im Bezirk Asch Less eihe Passeis.... fi die Sudetenbeutsche Volkshilfe insgesamt 536,000 Kronen aufgebracht worden. Auf die Bevölkerungszahl des bezirkes umgerechnet, ergibt dies einen Betrag k. 158 Pignen auf den Kopf der Bevöllerung, Zwei Verhaftungen in Südtirol. In Südtirol wurden zwe Lehrerinnen verhaftet, weil sie geblich deutschen Kindern Privatunterricht haben. Gegen beide wurde ein eingeleitet. anerteilt Strafverfahren stätigt. Oberkommissars amtlichen chriftstellers Vom im Englische Truppenverstärkungen für Palästina Die von den Londoner Mittagsblättern gebrachte Meldung über die Verlegung britischer Truppen nach Palästina wird nunmehr von zustandiger Seite beDanach sind auf Ersuchen des britischen Peu mm### angesichts der Lage in Palästina Truppenverstärkungen in Marsch gesetzt worden. Weitere Verhaftungen in Oesterreich. Nach einer Mitteilung wurden in der Angelegenheit Otto Emerich Groh noch folgende Verhafrn zen durchgeführt: Die Komponisten Leopold Weleba und Karl Mainau der Herausgeber der Zeitschrift„Donau=Bote". Ingenieur 110 Kobat, der Musiker Sturm und der Zollamnent Hohenegger. Alle Verhaftungen erselgten, mit, der. Begründung, daß die Genannten nationalsozialistische Propaganda betrieben hätten. Sieg der Wafd=Partei. Das Ergebnis der Senatswahlen, die am Donnerstag stattfanden rachte nach den bisher vorliegenden Meldungen der nationalistischen Wafd=Partei.. überragende Mehrheit. ei ebenfalls eine Kriegsgericht in Addis Abeba Wie hier verlautet, soll es bei den heute vormittag begonnenen Vorbesprechungen der kleinen Mächte zu außerordentlich lebhaften Meinungsäußerungen gekommen sein, die sich unter Umständen zu einer sehr energischen Durchführung des Schullehrgangs liegt in den Händen des Amtes Schrifttumspflege beim Beauftragten des Führers für die gesamte geistige undm Eine Verordnung Badoglios 7 Graziani auf dem Wege nach Harrar (Funkspruch des Kriegsberichterstatter ∆ Addis Abeba, 9. Mai des DNB.) Das italienische Oberkommando ist gegen wartig damit beschäftig, den Umfang des in der ######i weltanschauliche Erziehung der abessinischen Hauptstadt angerichteten Schadens Arbeitsdienstführer=Tagung auf der Wartburg Zum ersten Mal Teilnahme der Führerinnen des Frauenarbeitsdienstes Eisenach, 9. Mai. Die Stadt Eisenach steht augenblicklich im Zeichen des Reichsarbeitsdienstes. Wie alljährlich findet auch in diesem Frühjahr auf der Wartburg die Tagung der Amtschefs der Reichsleitung des Arbeitsdienstes und der Arbeitsgauführer mit ihren engsten Mitarbeitern unter dem Vorsitz des Reichsarbeitsführers Hierl statt. Wie bei allen diesen Zusammenkünften liegt der Zweck dieser Tagung darin, in gemeinsamer Beratung der großen Aufgaben des Arbeitsdienstes die Anordnungen und Entscheidungen des Reichsarbeitsführers entgegenzunehmen. Auf diesen sogenannten Gauführertagungen wird über getroffene oder zu treffende Maßnahmen durch die Amtschefs der Reichsleitung ausführlich berichtet, so daß die Gauarbeitsführer auf Grund ihrer praktischen Erfahrung im Außendienst hinreichend Gelegenheit zu offener Aussprache und zu Anregungen finden. Die Tagung wurde am Donnerstag eingeleitet durch eine Morgenfeier im historischen des deutschen Schrifttums. „Graf Zeppelin" zurückgekehrt Sturmfahrt an der portugiesischen Küste X Berlin, 9. Mai. Luftschiff„Graf Zeppelin“ ist am Freitag 7.41 Uhr mit 22 Fahrgästen von seiner zweiten diesjährigen Südamerikareise glatt in Friedrichshafen gelandet. Auf hat eine Verordnung über die Einsetzung eines Kriegsgerichtes erlassen und gleichzeitig in der ganzen Stadt Plakate anschlagen lassen, in denen es in drei Sprachen heißt: „Ich bin im Auftrage des mächtigen Königs von Italien gekommen, um Friede, Ruhe und Gerechtigkeit in dieses Gebiet zu bringen, Ordnung und Disziphin sollen aufrecht erhalten werden. Vor dem kiiegsgericht werden sich alle die zu verantworten haben, die sich Anschläge Versescs der Morthgrgz, Ier Boltinage Gau uchn dos Lischsf uach der vragzshanen Ktrdadr.Scdevteul de beis, voen be ise ührer Generalarbeitsführer Schmück le Zwischenlandung in Sevilla den Weg über das begrüßte den Reichsarbeitsführer und sain Mittelmeer und Südfrankreich. Bei der Lanin Rio am 2. Mai war eine leichte Beschädigung am Gerippe des Schiffes eingetreten, die behelfsmäßig an Ort und Stelle ausgebessert wurde. Nach dem Start in Sevilla hatte das Luftschiff mit schweren Böen zu kampfen; an der portugiesischen Küste wurde Westwind von 70 Klm.=Std. festgestellt. Durch die Nachricht der deutschen Seewarte, daß in „„Reichsarbeitsführer und seine Kamera n. er erinnerte an den schweren Repe de###e sargeitsführer Hierl für den dienst geführt hat, und gab einen Rückblick über die zurückliegende Zeit. ersten Mal nahmen auch Führerinnen des Frauenarbeitsdienstes, die am 1. April 1936 unter der unmittelbaren Führung des Sonderbesprechung an der Tagung der Gan. Schisn wurgen, entschloß sich Kapitän von führer teil auf Zer der w.ss:s der Gau: Schiller abzudrehen und über das Mittelmeer ayrer„reu, auf der der Reichsarbeitsführer zuruckzufahren. Mit Rücksicht auf die Sicherm.—(s zu grundsatlichen Ausführungen das heit des Schiffes erteilte die französische Regie. rung ausnahmsweise die Genehmigung, den Am Freitagabend fand zu Ehren des volständigg Naaehestantag euchlagen. Die Reichsarbeitsführers eine Festvorstellung im Stadttheater Eisenach statt und am Sonnabend wird ein öffentlicher Abschluß der Tagung durch einen Vorbeimarsch und großen Zapfenstreich des Reichsarbeitsdienstes stattfinden. vollständige Ausbesserung des Schadens wird am Sonntag beendet sein, so daß„Graf Zeppein am Montagvormittag nach Frankfurt am Main überführt werden kann, von wo aus am Montagabend die dritte diesjährige Reise nach Südamerika angetreten wird. öffentliche Ordnung, gegen Privatpersonen und ihr Eigentum schuldig machen. Unerbittlich werden nach italienischem Recht Handlungen des Widerstandes, des Aufruhrs und der Räuberei, Plünderung, Diebstahl, Mord und auch Tätigkeit gegen Personen, die sich den Italienern unterworfen haben, geahndet werden.“ In Addis Abeba beginnt das normale Leben wieder seinen Lauf zu nehmen. Das italie nische Oberkommando ist mit einer genauen Feststellung der während der letzten Tage angerichteten Zerstörungen beschäftigt. Bisher ist der Umfang des angerichteten Schadens noch nicht bekannt. Die italienischen Truppen arbeiten gemeinsam mit der ehemaligen Polizei des Negus an der Säuberung der Straßen und der Wiederherstellung der Ordnung. Von seiten oes italienischen Oberkommandos wurden den ausländischen Gesandschaften, die darum ersuchten, Truppenabteilungen zum Schutze zur Verfügung gestellt. Zu der bedingungslosen Unterwerfung des Ras Sayoum wird noch bekannt, daß er nach der vernichtenden Niederlage seiner Armee in dem zerklüfteten Gebiet Semiens umhergeirrt sei, bis er sich nach der entscheidenden Niederlage der kaiserlichen Garde den Italienern unterwarf. „. General Graziani ist am Donnerstag in Dschidschigo eingetroffen, wo er von der Bevölrerung freundlich ausgenommen wurde. Bald nach seiner Ankunft hat er den Marsch auf HarDie Eisenbahnlinie wird von Addis Abeba bis zur Grenze von FranzösischSomali von italienischen Truppen bewacht. Hurcar herrschen zur Zeit die gleichen nna, de wie wenige Tage vor der Besetzung durch die Italiener in Addis Abeba. In allen Teilen der Stadt wird wahllos geschossen, geplündert und gebrandschatzt. Das britische Konsulat wird von einer 40 Mann starken Polizeimacht aus Somaliland bewacht. Hier haben reiche Ausländer Zuflucht gefunden. Angriffen waren bisher weder das Konsulat noch das benachbarte Krankenhaus ausgesetzt. wo Schweden und Finnen sich um die Pflege der Verwundeten kümmern, die unausgesetzt hereingetragen werden. Erste Auswirkungen Transatlantischer Luftschiff-Telegrafen-Dienst ∆ Neuyork, 8. Mai. Die Western Union Telegraph Co. hat die Einrichtung eines transatlantischen LuftschiffTelegrafen=Dienstes für Handelszwecke bekanntgegeben. Die Postverwaltungen von Mexiko Guatemala haben mit der amerikanischen Postverwaltung eine Vereinbarung über die BeförEurora getrosfen. Westfälische Landeszeitung Rote Erde Jolge 125 9. Mai 1936 BLICKGBE Gehört, gesehen und notiert Ueber die Schienen des Freiladebahnhofes schiebt langsam eine Lokomotive einen flachen Güterwagen. Auf dem Wagen stehen drei eiserne Kessel— Tanks—. Und an der Stirnseite des Wagens steht ein Mann, der schaut auf den Schienenstrang unter sich. Hin und wieder tut er ein paar Handgriffe. Und wenn man näher kommt und genauer hinblickt, dann wird einem klar, was sich dort tut. Das Ganze ist eine fahrbare Berieselungsanlage, stellt man fest. Schön! Sowas macht die Straßenbahn an heißen Sommertagen auch, und da hat es auch einen bekannten Zweck; die Straßen werden dann mit Wasser besprengt. Aber was hat es für einen Sinn, einen eisernen Schienenstrang mit Wasser zu benetzen? Nun, was da rieselt, ist auch zum größten Teil Wasser, nur sind ihm Chemikalien zugesetzt, und dieses mit Chemikalien durchsetzte Wasser hat eine tödliche Wirkung— für gewisse Lebewesen. Kurz gesagt, es geht da eine chemische Unkrautbekämpfung vor sich, wie sie neuerdings überall auf Wegen, Plätzen und — grasbewachsenen Schienengeleisen vorgenommen wird. In einigen Tagen wird das frische Maiengrün zwischen den Geleisen ein verdorrtes Aussehen bekommen und absterben. Alle Kräuter, Aufnahmen: Schley die sich dort wider den Willen des Menschen angesiedelt hatten, werden vertilgt sein— bis nach einiger Zeit neu angewehter Samen die Sache von vorne beginnt und wiederum versucht, die eisernen Wege aufs Neue zu überwuchern. AlIE-AIEE M Jnn Tuo#### Din Glomenun Teinen Ainkl Das wehrhafte Beutschland o Occ in Zeugnissen des deutschen Schristume Ausstellung„Olympia und Schule“ in der Hochschule eröffnet Ein Blick in die Ausstellung Gestern haben wir bereits in einem Vorbericht auf die vortreffliche und in ihrer Art wohl einmalige Ausstellung„Olympia und Schule“ hingewiesen, die auf ihrer Wanderung durch die deutschen Gaue für einige Tage in der Dortmunder Hochschule für Lehrerbildung zur Ruhe gekommen ist. Am Freitagvormittag wurde sie nun eröffnet und vom stellvertretenden Gauamtsleiter des NS=Lehrerbundes. Klausmeier, dem Verkehr übergeben. Das geschah durch eine Ansprache, ausgehend von einem Führerwort über die vom Schöpfer des Universums gestellten Aufgaben, die für uns das eherne Gesetz der Nation bergen und Richtschnur geben für unser Handeln. Der Einsatz für das Bestehen von Rasse und Volk, für die Reinhaltung des Blutes, für Freiheit wie Unabhängigkeit des Vaterlandes bestimmen auch unsere Grundhaltung zu den Olympischen Spielen. In sie hinein paßt der olympische Gedanke, der willkommenen Anlaß bietet, die Schüler für die Leibesübungen zu begeistern, ja, auch den Erzieher selbst mit dieser Begeisterung anzustecken. Das Olympische Jahr muß für die deutsche Jugend ein Erlebnis für das ganze Leben werden. Dank gilt den Männern, die dafür sorgten, daß Sportsleute aus 49 Nationen in diesem Jahr Deutschland gründlich kennen lernen, daß Jugendliche aus 30 Nationen im Zeltlager am Stössensee die deutsche Jugend verstehen lernen werden. Deutschlands Ansehen in der Welt wird im Olympischen Jahr erstarken, und wir werMeister der Kochkunst Drämiierung der Köchinnen und Köche auf der Rhein-Ruhr-Messe Inmitten der angefertigten Stücke in der Kochschau der Rhein=Ruhr=Messe fand am Freitagnachmittag um 4 Uhr die Prämiierung der Kreisträger statt. Bezirksgruppenleiter Nevhutb dankte nochmals allen beteiligten Firmen und ausstellenden Mitgliedern für die opferwillige Mitarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die hier gezeigten Arbeiten weiterer Ansporn sein mögen zur Vollkommenheit der Leistungen im Gaststättengewerbe. Der Obmann und der Preisrichter Melchior gab ebenfalls seiner Freude über die rege Beteiligung Ausdruck. Besonders anzuerkennen seien die Leistungen der Betriebe aus Hagen, Bochum und Düsseldorf, die unter geschickten Umständen ihre Ausstellungsplatten nach Dortmund transportiert hätten. Dem Preisgericht sei seine Aufgabe nicht leicht gewesen, habe aber nach bestem Wissen und Gewissen seine Entscheidung gefällt. Kollege Bäckerling gab die Resultate bekannt und dankte der Messeleitung für ihre vorbildliche Arbeit. Es erhielten die goldene Medaille: Küchenmeister K. Reuther, Hotel Fürstenhof Dortmund; Küchenchef Walter Hannuschka, Hotel Fürstenhof Dortmund; Küchenchef Otto Degraa, Holzhofstraße 4, Westfalenhalle Dortmund; Küchenchef Emil Paradies, Westfalenhalle Dortmund; Küchenchef Lorenz Fontaine, Concordia Hagen; Koch Rud. Stracke, Hotel Lindenhof, Dortmund; Küchenchef Hans Lengler, Hotel Römischer Kaiser, Dortmund; Küchenchef Julius Fricke, HauptbahnhofGaststätten; Koch Walter Mantsch, HauptbahnhofGaststätten; Patissier Rud. Abt, Hauptbahnhof Gaststätten; Küchenmeister Hans Lähner, Corso=Betriebe, Tortmund; Herr Franz Fleiter, Fleiters Gute Stuben, Dortmund; Küchenchef Hans Panzer, Kronenburg, Dortmund; Küchenchef Walter Froböse, Hotel„Zum goldenen Löwen“, Dortmund; Küchenchef Josef Fannasch, Grafenhof, Dortmund; Küchenchef Rich. Mengel, Hotel Rheinischer Hof, Dortmund; Küchenchef Bruno Krause, Restaurant„Zum Ritter", Dortmund; Küchenchef August Budde, Hotel„Haus Rechen“, Bochum; Saucier Werner Thiemann, Hotel „Haus Rechen“, Bochum; Küchenchef W. Brückner jun., Preußenhof, Hagen; Küchenchef Willy Raderschatt, Hauptbahnhof=Gaststätten Hagen; Küchenmeister Josef Tombergs, Reichskochschule Frankfurt; Küchenchef Heinz Drüing, Gewerbe=Verein, Dortmund; Küchenchef Heinrich Rüseler, Hotel„Zum Römer“, Hagen; Kreisfachgruppenwalter Kurt Viehweg sen., Dortmund, DAF; Koch H. Kreisel, Nahnhof, Düsseldorf; Sudeik, Metzgerei, Dortmund, Wißstraße; F. P. Brames=Huber, Konditormeister, Corso=Betriebe. Die Silberne Medaille: Koch Friedr. Schliesing, Hotel Lindenhof, Dortmund; Koch Lihs, Heinr., Grafenhof, Dortmund; Patissier Tudor, Kurt, Grafenhof, Dortmund; Kochlehrmädchen Frl. Beate Pott, Grafenhof, Dortmund; Patissier Dürhold, Paul, Hotel Haus Rechen, Bochum; Mamsell Frl. Kiefer, Margarete, Hotel Haus Rechen, Bochum; Entremetier Willy Reher, Hotel Haus Rechen, Bochum; Saucier Schmidt, Otto, Hauptbahnhof=Gaststätten, Hagen; Koch Schlösser, Willy, Hauptbahnhof=Gaststätten, Hagen; Patissier C. Voß, Gewerbe=Verein, Dortmund, Mitarbeiter der Kreisfachgr. Kurt Viehweg; Leo Erenz, Römischer Kaiser, Dortmund, Kellnerlehrling; Heinz Schlüter, Römischer Kaiser, Dortmund, Kellnerlehrling; Adolf Gillet, Zum Biedermeier, Kellnerlehrling; August Engelbrecht, Kronenburg; Hugo Nitsche, Rheinischer Hof. Anerkennung erhielten: Kochlehrling Heinz Schöpper, Hotel Lindenhof, Dortmund; Köchin Mimi Vogt, Hotel„Zum gold. Löwen", Dortmund; Koch Werner Toetz. Rest.„Zum schwarz. Raben", Dortmund; Mamsell Frl. Spetts, Cläre, Grafenhof, Dortmund; Saucier Maresch, Grafenhof, Dortmund; Lehrmädchen Frl. Passilewitz, Edith, Hotel Haus Rechen, Bochum; Gertrud Weiß, Gewerbe=Verein, Dortmund; Küchenchef Baumann(außer Konkurrenz), Weinhaus Traube, Dortmund; Gerda Rotkam, Hotel Haus Rechen, Bochum. Außerdem beantragt die Preisrichterkommission nachstehenden Herren für wertvolle, uneigennützige Mitarbeit die goldene Medaille zu verleihen: Ferd. Nephuth; Architekt Holzapfel; Wilhelm Kamber, Dortmund, Hohe Straße 226; Ignaz Bäckerling, „Hotel zum goldenen Löwen“, I. Kampstr.; Wilhelm Pott,„Grafenhof=Betriebe“; Anton Ulmer, Hauptbahnhof, Dortmund; Heinrich Melchior, Hagen, Gesellschaft Konkordia; Direktor Karl Hardt, vom Kochkunstmuseum Frankfurt. Letzter Sonntag der Ausstellung„Siegespreise und Ehrengaben“. Im Vortragssaal des Museums am Ostwall befindet sich seit einigen Wochen die Ausstellung„Siegespreise und Ehrengaben“, die von der Reichskammer der bildenden Künste veranstaltet wird. Die Ausstellung enthält eine große Zahl von Siegespreisen für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Sie bietet besonders den Sportvereinen eine günstige Gelegenheit, wirklich gute Sportpreise zu sehen. den weiterschreiten im Kampf gegen die dunkle Macht dieser Erde, die uns feindlich ist. Parteigenosse Klausmeier, gab dann noch einige Anregungen für die Gestaltung des Unterrichts im Olympischen Jahr, und eröffnete dann die Ausstellung, die ebenfalls den Blick dafür schärfen soll. Nach ihm sprach Gausachbearbeiter für körperliche Ertüchtigung im NSLB. Hoffmeister, über Sinn, Inhalt und Aufgabe der Ausstellung. Er ging kurz auf die Vorgeschichte ein: Das Preisausschreiben der deutschen Schülerzeitung„Hilf mit“ unter dem Leitwort„Olympia und Schule" fand unerwarteten Zuspruch aus allen Gauen, und nichts lag näher, als etwa 500 der besten Arbeiten zu einer Ausstellung zu vereinigen. Werbend für die Olympischen Spiele wirkt sie nun überall auf ihrem Weg, und gibt dazu tiefe Einblicke in das künstlerische Gestalten der Kinder. Ausgemerzt sind alle Arbeiten, die zu offensichtlich den Stempel der Mitarbeit von Lehrern oder Eltern trugen. Manche verraten noch die Anlehnung an große Vorbilder, doch nimmt ihre geschickte Verwendung und Uebersetzung in die kindliche Gedankenwelt oft wunder. Klar läßt die Ausstellung erkennen, wie bei den jüngeren Jahrgängen die Begriffsbilder überwiegen, wie in den folgenden Jahren die Gedanken sich vorwiegend in zweidimensionalen Körperbildern formen, und als Zeichen abschließender Reife die Veranlagungen hervortreten, erlernte Gesetzmäßigkeiten spürbar werden, Raumbilder entstehen, die nicht jedem erreichbar sind. Parteigenosse Hoffmeister betonte abschließend, daß die letzte Wertung der AusEiner der einprägsamen Entwürfe stellung im Stofflichen, in der Lösung der Aufgabe liegt. Es sei erstaunlich, wie die ungeheure Fülle der olympischen Ideen in Einzelheiten aufgeteilt worden sei. Nach sechzehn Gesichtspunkten habe man die Ausstellung glie== dern können, die erkennen lasse, daß die junges Gemeinschaft durchaus nicht vor der großenAufgabe resignierte, sondern sie frisch anpackte.: Das geschah manchmal mit kindlicher Naivität,= oft aus der politischen Haltung heraus; häufig; wurden Mut und Kraft verherrlicht, dann wieder die Idee rein metaphysisch erfaßt. Bei einem Rundgang konnte man sich dann= von der erstaunlichen Fülle eigenwilliger Beobachtungen und Gedanken in den ausgestellten= Werken überzeugen. Leibesübungen dienen der? Gesundheit, das hat viele bei ihren Arbeitens angeregt. Einer hat ein Krankenhaus mit eingezeichnet, das„wegen Mangels an Kranken“s geschlossen ist, weil alle Welt Sport treibt. Dies Stubenhocker werden gründlich der Verachtungs preisgegeben und schöne Vergleiche zwischen= Sportplatz und Ofenplatz angestellt. 2 Einige Kinder haben die Zusammenhänge: zwischen Sport und Wehrfähigkeit zum Ausdruck gebracht, weil tapfere Sportler auch wohls tapfere Soldaten sein müssen. Sport überwindet aber auch den Krieg, das sagt das Plakats eines Sechzehnjährigen, der einen gut gezeichneten Hochspringer über Tanks und Kanonens hinwegsetzen läßt. Zu den eindrucksvollsten Bildern der Ausstellung gehört auch jenes, dass die Unterschrift trägt:„Völker, seid des Volkes s 4“— a aum Gäste, kommt durchs offne Tor herein. Ehre sheute schon stark, stärker als es je ein sei dem Völkerfeste, Friede soll der Kampfruf sDeutschland der Vergangenheit war,— sein.“ svielleicht nicht stärker durch die Jahl der Nicht nur in Bildern, sondern auch in=Bataillone, der Geschütze und der Flugzeuge, Plastiken und Linolschnitten, in Laubsäge= saber unendlich stärker in der Einheit und arbeiten, Bilderreihen und=hüchegn., haben=Kraft seines Glaubens und Wollens. deutsche Jungen und Mädchen ihre Auffassungnse„„„ von der olympischen Idee gestaltet. Oft spielts Generalfeldmarschall v. Blomberg dabei die Glocke eine Rolle, die die Jugend: der Welt ruft. Erfreulich immer wieder dieEinsicht, daß das olympische Welttreffen eine: nationale Aufgabe von höchster Bedeutung ist,s und erquickend dann wieder der Humor in sland“ steht im Rathaussaal der Stadt Dort manchen der ausgestellten Arbeiten. Es sollte=mund während der Seit vom 26. April bis niemand versäumen, sich in den nächsten Tagen= diese Ausstellung anzusehen, bietet ein Besuch.4tstan: 11—15 Uhr Eintritt kroi doch sehr viel Anregung und Freude, und ver. Besuchszeiten: 11—13 Uhr. Eintritt frei. ursacht keine Kosten, da der Eintritt frei ist. Immmmmmmmm Ein grundsätzlicher Pensionsstreit Die Dortmunder Straßenbahn ein wirtschaftlich notleidender Betrieb? Generalfeldmarschall v. Blomberg Das Deutschland Adolf Hitlers ist am 8. J. 36. Die Ausstellung„Das wehrhafte DeutschDas Landesarbeitsgericht beschäftigte sich als Berufungsinstanz mit den im Juli vergangenen Jahres bei den Dortmunder Straßenbahnen in Kraft getretenen Pensionskürzungen, die vorgenommen wurden mit der Begründung, daß der Betrieb wirtschaftlich notleidend sei. Kläger war ein bei der Straßenbahn über 30 Jahre im Fahrdienst beschäftigter Volksgenosse, der im Jahre 1930 in den Ruhestand versetzt wurde und dem seine Pension auf Grund der Bestimmungen der neuen Ruhegeldordnung von 83 Mark auf 59,24 Mark herabgesetzt worden war und nun die Differenz für ein halbes Jahr in Höhe von 139,56 Mark nachgezahlt verlangte. Während der Kläger die alte Ruhegeldverordnung auf sich angewendet wissen wollte, nach der für die Berechnung des Grundlohnes der Tariflohn eines Jahresarbeitsverdienstes von 313 Tagen zu Grunde gelegt wurde, behandelte ihn die Dortmunder Straßenbahn nach der neuen Ruhegeldordnung, nach der wegen des Krümperns der Belegschaft(d. h. Aussetzen jedes Gefolgschaftsmitgliedes während 2 Monate im Jahr) der Jahresarbeitsverdienst nur noch nach 260 Arbeitstagen berechnet wird. Von der Dortmunder Straßenbahngesellschaft wurde dagegen darauf verwiesen, daß die neue Ruhegeldordnung als Betriebsordnung ordnungsgemäß zustandegekommen sei und mithin auch für den Kläger gelte, zumal er immer nur Anspruch gehabt habe auf ein Drei lödliche Verkehrsunfälle In Dortmund-Eving kam wieder ein Schüler zu kode Wir berichteten bereits über zwei Verkehrsunfälle, die zwei Kinder als Opfer forderten und zwar innerhalb der letzten drei Tage. Am Donnerstag gegen 19 Uhr wurde wieder ein 13jähriger Schüler durch einen Verkehrsunfall gerotet. Es handelt sich um einen Karl F. aus der Evingerstraße in Dortmund=Brechten. Er wurde vor dem Hause Evingerstraße 162 von einem Personenkraftwagen, den ein Martin Sp. steuerte, angefahren und so schwer verletzt, daß er kurz nach dem Unfall verstarb. Nach den bisherigen Feststellungen soll den Lenker des Kraftwagens keine Schuld treffen, jedoch sind die Ermittelungen noch nicht zum Abschluß gekommen. Wem gehören die Mäntel? Von der Dortmunder Kriminalpolizei wurden zwei Herrenmäntel sichergestellt, die aus Diebstählen herrühren. Es handelt sich um einen quergestreiften grauen Wintermantel für kleine schmale Statur, der vermutlich vor etwa 1½ Jahren gestohlen wurde und um einen blaubraunen Wintermantel, dieser wurde wahrscheinlich im Dezember 1932 entwendet. Die Eigentümer werden gebeten, beim 3. Kriminalkommissariat im Polizeidienstgebäude Steinstraße 48 in Dortmund, Zimmer 46, in den Vormittagsstunden vorzusprechen. Bettler festgenommen. Ein Johann H. aus der Zimmerstraße wurde Donnerstag gegen 18.30 Uhr vorläufig festgenommen. Ruhegeld, das sich nach dem Jahresverdienst der noch Tätigen richtete. Sie berief sich auch auf ein Reichsarbeitsgerichts=Urteil vom 30. April 1935, nachdem sie wegen ihres wirtschaftlichen Niederganges zur Kürzung des Ruhegeldes berechtigt sei. Bereits 1930 sei ein erheblicher Verkehrsrückgang eingetreten und damit auch ein Rückgang der Einnahmen um 50 Prozent zu verzeichnen gewesen. Der Jahresabschluß habe einen Verlust von 220300 Mark ausgewiesen und bis zum Jahre 1934 sei dieser Verlust auf 1 856 894 Mark gestiegen, obwohl die Gesellschafter einen Zuschuß von 2.2 Millionen Mark geleistet hätten. Nach sorgfältiger Schätzung und Vermeidung aller nur entbehrlichen Ausgaben sei auch fernerhin ein erheblicher Zuschußbedarf vorhanden. Wenn es nicht gelinge, diesen Zuschuß zu erhalten, sei sogar die Aufrechterhaltung des Straßenbahnbetriebes gefährdet. Das Arbeitsgericht hatte bereits ein Urteil nach Klageantrag gesprochen. Es ging davon aus, daß die neue Ruhegeldordnung auf die vor ihr Inkrafttreten bereits gewesenen Pensionäre keine Anwendung finde, denn ihnen sei bei ihrer Zurruhesetzung eine Pension nach den damals geltenden Bestimmungen bewilligt worden. Die Beklagte sei nicht berechtigt, diese Zusage einseitig zu widerrufen oder auch nur einzuschränken. Auch auf die von dem Reichsarbeitsgericht aufgestellten Grundsätze über Kürzung von Pensionen könne sie sich nicht berufen, weil sie nicht dargetan habe, daß die Fortzahlung des Ruhegeldes an die früher pensionierten Arbeiter den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens gefährdeten, daß gerade die Ersparnisse durch die neue Ruhegeldordnung den drohenden Zusammenbruch des Unternehmens abzuwenden geeignet seien oder wesentlich zur Gesundung des Betriebes beitragen könnten. Das Landesarbeitsgericht beschäftigte sich nun hauptsächlich mit der Frage, ob die Dortmunder Straßenbahn nach den Grundsätzen des Rechts befugt war, versprochene Pensionen zu kürzen, und verneinte sie. Es hielt es auch für sehr fraglich, daß die Fortzahlung der ursprünglichen Pensionsbeträge an die alten Ruhegeldempfänger den Fortbestand des Unternehmens gefährden kann, weil diese Beträge im Verhältnis zur Gesamtlohnsumme nur sehr minimal seien. Die Pensionäre könnten mit ihren Pensionen auch keine großen Sprünge machen, sie reichten gerade für das Leben.— Aus allen diesen Gründen wies das Landesarbeitsgericht die gegen das erstinstanzliche Urteil gerichtete Berufung kostenpfliche tig zurück. befährlicher Gewohnheitseinbrecher Letzte Etappe vor der Sicherungsverwahrung Der Lebensweg des heute 28jährigen Kar Stiller begann schon mit 15 Jahren stei bergab zu führen, als sich das Jugendgericht mehrmals von 1922 bis 1924 mit dem diebi schen Burschen zu befassen hatte, es kam zu letzt zu einem auf 6 Monate Gefängnis lau tenden Urteilsspruch. 1926 folgt eine Strafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, dann eine solche von 3 Jahren 3 Monaten, weil der Bandit in zehn Fällen, zum Teil bewaffnet, eingebrochen war. Die letzte Verurteilung zu 1 Jahr Gefängnis lautet aus 1933. Neben diesem Burschen sitzt jetzt der 19jäh riae Edmund Wojzinski auf der Anklage bank, der dritte Kumpan ist bereits zu 4 Mo naten Gefängnis verurteilt worden. Es liegt auf der Hand, daß der alte Routinier Stiller die beiden jungen Burschen auf dem Gewissen hat. In der Nacht zum 18. Oktober kletterten die drei über einen Zaun und stahlen dem Kaufmann Stendel insgesamt 30 Kilo Kupfer, Messing und Aluminium. Beim Abtransport stiegen sie noch schnell ins Haus ein und erbeuteten rund 4.— Mark und eine goldene Brille. Am folgenden Tage wurde das Metall für 7,— Mark verkauft und der Erlös geteilt. Das Gericht betonte, daß bei Stiller Hopfen und Malz verloren sei, der letzte Versuch, ihn vor der Sicherungsverwahrung zu retten, sei die Verhängung einer emp findlichen Zuchthausstrafe. Es er kannte gegen Stiller, demnach auf 2 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlus und Polizeiaufsicht; gegen Woszinski au 3 Monate Gefänanis, da er als der Verführte angesehen wurde. Schwunghafter Handel mit gestohlenen Rädern Um mit dem Staatsanwalt zu sprechen: Der 26jährige Hieronymus Piotr ist trotz seiner bisherigen geringen Vorstrafen, oder vielleicht gerade deshalb, ein mit allen Wassern gewaschener und ausgekochter Bursche, dem nicht so leicht beizukommen ist, wie seine vielmals wechselnden schlauen Einlassungen beweisen, die er macht, als man ihm 35 Fahrraddiebstahle vorwirft, dazu noch zwei Einbrüche. Er lügt, daß sich hörbar die Balken biegen, bezichtigt Unschuldige der Hehlerei, von denen er gestohlene Räder gekauft haben will und drängt mit frecher Stirn sogar auf die Vereidigung dieser Zeugen. Er wendet sich gegen die Vernehmungen der Kriminalpolizei, so daß mehrere Beamte, darunter der Kommissar als Zeugen antreten müssen und zieht so die Verhandlung in die Länge. Es half ihm doch nichts, denn allzu schwer waren die Schuldbeweise. Er hatte in einem Geständnis selbst Zeit und Ort der Diebstähle angegeben und auch die Käufer der Räder. Alles stimmte. Der Staatsanwalt wollte Piotr mit 2 Jahren Gefängnis bestraft wissen wegen fortgesetzten Diebstahls und zweier Einbrüche. Das Gericht erkannte auf insgesamt 1 Jahr 10 Monate Gefängnis. Privatdetektiv in Ehescheidungssachen Der 36jährige Erich Hüsemann aus Eichlinghofen gründete 1930 in Dortmund und bald darauf auch in Bochum=Langendreer ein Immobiliengeschäft, Rechtsberatungsbüro und in erster Linie ein Privatdetektivbüro, das sich in erster Linie mit Ehescheidungsangelegenheiten befaßte. Immobilien und Rechtsberatung brachten nichts ein, einzig seine Betätigung als„Detektiv“. Er meldete schließlich in Dortmund sein Detektivgewerbe ab und bezog Wohlfahrtsunterstützung vom 5. März 1935 an. Trotzdem setzte er seine Tätigkeit fort und hat nach diesem Zeitpunkt mindestens an Honoraren 430 Mark vereinnahmt, die er dem Wohlfahrtsamt verschwieg. Gleichzeitig hatte er sich damit eines Vergehens gegen die Gewerbeordnung schuldig gemacht, da er sich unangemeldet als Detektiv betätigte. In der Urteilsbegründung sagte das Gericht, daß Hüsemann durch seinen Betrug des Wohlfahrtsamts die Volksgemeinschaft geschädigt habe und seine Kunden betrogen habe mit seinem verwerflichen Treiben, bei dem es ihm völlig gleichgültig war, ob er Ehen zerstörte und Menschen unglücklich machte. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 100 Mk. (In erster Instanz hatte die Geldstrafe auf 150 Mark gelautet.) Jubilar=Ehrung beim S6B. Vorführung des Films „Im Lande Hermanns und Widukinds“ Wieder einmal traf sich die große, im Sauerländischen Gebirgsverein zusammengefaßte Gemeinde der Wanderfreunde im Reinoldussaal, um nun, wo der Barometer wieder auf„Schön Wetter“ zeigt, sich bei der Vorführung des von uns schon mehrfach besprochenen Films„Im Lande Hermanns und Widukinds" rechte Wanderlust zu holen. Und die haben sie alle an diesem Abend bekommen, hatten sie doch Gelegenheit. die herrliche Landschaft des öst lichen Westfalens zu schauen, die schönen Wan dergebiete, zwischen Teutoburgerwald und Wiehen= und Wesergebirge. Der Filmvorfüh rung voraus ging die Ehrung alter Wanderfreunde, die dem SGV. 40 bzw. 25 Jahre die Treue hielten, die den Wander gedanken hier in Dortmund bereits vor Jahrzehnten pflegten und hochhielten und durch schwere Jahre hinüberretteten in eine Zeit, in der diese deutsche Wandersache wieder eine Angelegenheit des ganzen Volkes geworden ist. Den vier Wanderfreunden, die 40 Jahre zur Sache standen, wurde die goldene Ehren nadel des Vereins und ein Schreiben des Führers des S(8P., Regierunasnräsidenten Dellenbusch, überreicht, während die übrigen 18 Jubilare für 25jährige Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel und eine Ehrenurkunde überreicht erhielten. Verletzung der Luftschutzpflicht wird bestraft! Anläßlich der am 23. Oktober 1935 abgehaltenen Luftschutzverdunklungsübung waren bekanntlich durch die Luftschutzhauswarte in den einzelnen Häusern Merkzettel angeheftet worden, die der Hausbewohnerschaft die Richtlinien für die Durchführung der Verdunklung angaben. Ein pflichtvergessener Mann in Dortmund=Hombruch hat nun diesen Merkzettel böswillig abgerissen und damit den Amtsträger des RLB an der Erfüllung der ihm nach dem Reichsluftschutzgesetz vom 26. 6. 1935 abllegenden Pflicht gehindert. Der pflichtvergessene Volksgenosse wurde daher vom Amtsgericht Dortmund mit einer Geld strafe von 30 RM. bestraft. — Glüs dom küliurcllenZeben der Otabt bi Treffen der ehem. 136er von Rheinland und Westfalen in Dortmund. Aus Anlaß des zehnjährigen Bestebens der Kameradschaft ehem. 136er Dortmund findet am heutigen Samstag in Dortund das Treffen der ehem. 136er aus Rheinland und Westfalen statt. Die Arheitsgemeinschaft ehem. 136er von Rheinland und Westfalen tagt am 9. 18 Uhr beginnend, im Sängerheim. Dortmund, Ostwall 12. Der Tagung schließt sich eine Festveranstaltung mit Gefallenenehrung dortselbst an. Monatsbericht der Feuermehr. Im Monat April 1936 wurden von den städtischen Krankenwagen mit 865 Fahrten. Gesamtwegestrecke 9924 Kilometer, insgesamt 885 Personen befördert. Davon entfallen 201 Fahrten mit 211 Personen auf Unfälle. 180 fahrten mit 184 Personen auf ansteckende Krankseiten. 484 Fahrten mit 490 Personen auf sonstige Krankheiten. Im selben Monat fanden 50 Alarme statt. Diese wurden veranlaßt: einmal durch Graßfeuer, zweimal durch Mittelfener, neunmal durch Kleinfeuer, viermal durch Schornsteinbrand,=inmal durch blinden Lärm, viermal durch Unfug am Melder, neunundzwanzigmal durch Hilfeleistung. Aufnahme: Verbandssparhasse Das Gebäude der Verbandssparkasse Dortmund, die in diesen Tagen auf ihr 25jähriges Jubiläum zurückblicken kann. Stadttheater Dortmund Heute„Charleys Tante“ Wer sich freuen, lachen, unterhalten und erholen will, wird im Dortmunder Stadttheater eine Aufführung des besten aller Schwänke„Charleys Tante“ von Brandon Thomas besuchen. Dieser Schwank erlebte nach einer Reihe von Jahren eine reizende Neuaufführung, die bestens dazu geeignet ist, das Publikum in kürzester Zeit in die froheste Laune zu versetzen. Hans Tannert zeichnet für die Regie verantwortlich, das Bühnenbild schuf Dr. Fritz Mahnke, beschaftigt sind die Damen Semmt. v. Wallerstain, Bültmann, Gottschalk und die Herren Barg, Böhle, Kästner, Michal, Schmitz, Warschawski. Die Aufführung beginnt um 20 Uhr und ist für Serie 5. Am Montag, dem 11. Mai zum letzten Male die rheinische Komödie„Sprung aus dem Alltag" von Heinrich Zerkaulen. K Aufruf an die Mitglieder! Besucht die Ausstellung„Das wehrhafte Deutschland“ Im Festsaal des alten Rathauses wird bis zum 16. Mai die Ausstellung„Das wehrhafte Deutsch= land“ in Zeugnissen des deutschen Schrifttums gezeigt. Es wurde von der Abteilung Schrifttumspflege des Gauschulungsamtes in Verbindung mit der Stadt= und Landesbibliothek Dortmund veranstaltet und soll Zeugnis davon ablegen, daß wehrhafte Gesinnung ein Grundzug deutschen Wesens in Geschichte, Schrifttum und künstlerische Gestaltung ist. Deutscher Geist und deutscher Wille bilden eine innere Einheit. Diese Schrifttumsschau ist vollständig aus Dortmunder Bestand zusammengestellt und zeigt das auf das Thema abgestimmte deutsche Schrifttum in völliger Geschlossenheit. Kupferstiche, Bilder, Fotos, Schlachtenpläne und anderes mehr vervollständigen die Ausstellung und geben ihr ein interessantes Gepräge. An die Mitglieder der RS=Kulturgemeinde erAus den sücklichen Vororten Die Luftschutzwerbewoche in Hörde. Die Luftschutzwerbewoche, die auch in Hörde in der Woche vom 18. bis 24. Mai stattfindet, verspricht mit ihren vielen Veranstaltungen, die die Bevölkerung auf die Bedeutung des Luftschutzes hinweisen sollen, einen großartigen Verlauf zu nehmen. Eingeleitet wird die Werbewoche mit einer Schauvorführung des R9B, Reviergruppe 18, auf den über 15000 Personen fassenden Goyplatz. Mehrere Kunstflieger wirken bei dieser Großveranstaltung mit. Flugzeuge werden auf gesteckte Ziele imitierte Bomben abwerfen. Sämtliche Formationen, die Schulen, überhaupt die gesamte Bevölkerung, ist zu dieser Großveranstaltung, die den Auftakt zur Werbewoche des R9B bilden soll, eingeladen. Die Folge der Veranstaltung zeigt u. a. Kunstflüge und Bombenzielabwürfe, ausgeführt von Flugzeugen, 1. Vorführung: Brandsatz durchbrennt a) Boden einer Konservenbüchse, b) Deckel und Boden ohne Wasser, c) Deckel und Boden einer mit Wasser gefüllten Büchse; 2. Vorführung: Der brennende Wassereimer(Eimer mit Wasser gefüllt, Boden mit Sand bedeckt, Brandsatz. Vorführung 1 und 2 zur gleichen Zeit an zwei Stellen; 3. Vorführung: Auf entrümpeltem mit Sand bedecktem Dachboden, a) Brandsatz entzünden, mit Sand abdecken, danach wieder freilegen und mit Eimerspritze neu anfachen, h) dasselbe wie zu a) mit größerem Brandsatz, Männer als Hausfeuerwehr; 4. Vorführung: Größerer Brandsatz in nassem Sand, sonst wie 8 b); 5. Vorführung: Brandsatz auf trockenem Brett abbrennen lassen und entstandenen Brand löschen mit Feuerpatsche und Eimerspritze; 6. Vorführung: Auf entrümpeltem Dachboden werden BrandbombenEinschläge durch geworfene Brandsätze von verschiedenen Größen markiert. Die Hausfeuerwehr muß in Nebel und Brand abdämmen, oder entstandenen Brand löschen; 7. Vorführung: Der nicht entrümpelte Boden ist einem Fliegerangriff ausgesetzt. Hausfeuerwehr kann den Brand nicht löschen. Die Luftschutzgemeinschaft wird alarmiert. Ordnungsmäßige Brandbekämpfung durch Schlauchleitung unter Benutzung eines Hydrantenwagens. Anstrahlung durch Scheinwerfer während der Uebung. Ein mit Oel und Brennstoff getränkter Holzstoß wird durch Brandsatz in Brand gesetzt. Löschversuch mit Wasser schlägt fehl. Angriff mit Schaumlöschverfahren. Bottich mit Oel und Benzol gefüllt, wird zur Entzünduig gebracht. Löschversuch mit Wasser ohne Erfolg. Zudecken mit Schaumlöscher und damit Ersticken des Brandes. Dachboden mit einigen Brandsätzen in hellen Brand setzen und ganzen Dachboden mit Schaumlöscher zudecken. Fünfundzwanzig Jahre Polizeihund=Verein Börde Am 11. Mai 1936 beendet die Ortsfachgruppe des PHV.=Hörde ihr erstes Vierteljahrhundert Vereinsgeschichte. Von den Gründern des Vereins ist nur noch ein einziges Mitglied vorhanden, das trotz der brausenden Stürme des vergangenen Vierteljahrhunderts dem Verein und damit sich selbst die Treue gehalten hat. Trotzdem soll das Silberjubiläum des PHV., den Zeitverhältnissen Rechnung tragend, im engsten Kreise der Ortsfachgruppe gefeiert werden. geht hiermit der Aufruf, diese Schrifttumsschau, die nach dem ersten Stimmungsurteil von allen Sachkennern als einzig dastehend bezeichnet wird, zu besuchen. Die RS=Kulturgemeinde nimmt hiermit zugleich ein Arbeitsfeld— die Schrifttumspflege— in Angriff, das mit dem kommenden Programmjahr eine weitere Ausgestaltung erfahren soll. Um jedem den Besuch zu ermöglichen, ist der Eintritt frei. Die Ausstellungsleitung trägt Sorge für eine sachkundige Führung. Es ist daher Pflicht aller Mitglieder der NS=Kulturgemeinde diese einmalige Ausstellung zu besuchen. Montag Wahlvorstellung Die erste der beiden Wahlvorstellungen in der kommenden Woche findet am Montag, dem 11. Mai statt. Die Aufführung von Zerkaulens Lustspiel „Sprung aus dem Alltag“ ist als Wahlvorstellung für sämtliche Mitglieder angesetzt. Karten in beliebiger Anzahl und zur üblichen Preisermäßigung sind in der Geschäftsstelle, Markt 12 I., zu haben. Bitte Tauschgutscheine einlösen! Städttsches Konservatorium. Gelegentlich der Reger=Gedenkfeier anläßlich seines 20. Todestages gelangt am 11. Mai, 20 Uhr, in der Reinoldikirche unter Carl Holtschneiders Leitung die Komposition „Palmsonntagmorgen“ für fünfstimmigen a-capellaChor, zwei Soprane, Alt, Tenor und Baß, die beim Reger=Fest im Mai 1910 in Dortmund die Erstaufführung erlebte, zu Gehör. Reger wurde durch ein Gedicht von Geibel zu dieser angeregt. Die innigen Wechselwirkungen zwischen Natur und Menschenleben— bekanntlich ein Lieblingsmotiv des Dichters— finden in der Musik Regers einen tiefen und ergreifenden Ausdruck. Neues Leben in der Natur nach langem Winterschlafe, neues Leben im Menschenherzen nach Stunden bangen Sehnens, schmerzliche Tränen, das ist der Parallelismus, auf den hier Dichter und Komponist bedeutsam hinwirken. Eintrittsprogramme zu 20 Pfennig sind im Konservatorium, Balkenstraße 34, erhältlich. große Ausstattungsschau„Das Glück für Dich!“ ist eine###n, von der ganz Dortmund pricht. In bunter Reibenfolge wechseln Bilder von Schönheit. Das weltberühmte Hiller=Ballett begeistert das Publikum. Fritz Neumann, Rolf Enger sind Garanten des Humors Kraftwunder„Paraselli“ trägt mit Recht den Titel „Deutschlands stärkster Mann“. 40 Personen wirken in dieser Revue mit, die täglich 4.30 und 8.15 Uhr bis einschließlich 15. Mai gegeben wird. Fahrt in den Frühling Eine besondere Ueberraschung wird die zweite „Fraufahrt“ in den Frühling allen Teilnehmern bieten. Es geht nach...., doch das wird nicht verraten. Aber schön wird es! Abfahrt 14 Uhr vom Stadttheater. Karten zum Preise von 90 Pfennig sind bis 13 Uhr auf dem Kreisamt zu haben. Noch einmal Bootsfahrt nach Olfen Noch einigen Kameraden und Kameradinnen ist Gelegenheit geboten zur Teilnahme an der Motorbootsfahrt nach Olfen. Karten können bis 13 Uhr im Kreisamt abgeholt werden. Abfahrt um 7 Uhr von der Hafenbrücke an der Mallinckrodt= straße. „Charleys Tante“ für„KdF“. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß auch noch Einzelkarten für die am Sonntag um 14 Uhr im Stadttheater für„KdF“ kommende Vorführung des erfolgreichen Schwanks„Charleys Tante“ zu haben sind. Die Stadttheaterkasse ist ab 10 Uhr geöffnet. Verantwortlich für Groß-Dortmund und Umgebung: H. Vlefhaus in Dortmund. Hiärm Klutenkamp was Steiger op„usem Pütt“ Gottessegen, Gottlieb Flaßkopp ower en sin Revier Hauer vüör Ort. Wann de bieden unner Dage worn, dann was tüschen ehr dat biätste Inverniäm. Flaßkopp harr neu höllschen Respekt vör sin'n Steiger, duese ower ehrde und achtede en iähm sin n biätsten Arbeer und Kameroden, op denn er sik faken verloten konn. Sowiet was ales guod, wann nur nich de veflixte Duwenspuort wör. Do ower kömen se nich übereen. Un dat was san: Flaßkopp harr neu blauen Vuogel, Klutenkamp ne dunkle Scheckdüwin, un jeder wuoll dä biätste Duwe hewwn. Tom Onglöck ower wör'n de bieden in dünselwen Duwenvereen. Un wann nu det Suonderdags de Duwen op Tour gesett worn wör'n, dann gaf et unner de Vereensmitglier, wann sie bineen wör'n, twee Dage lang, bes dat de Duwen wierkömen, en Halloh, dat eener den annern sin Wuort nich verstunn. Da brülleden sik da bieden tiegensiedig an un schmeiten sik de Priese van jähr beeden Favoritenduwen an den Kopp, dat de Vereenkameraden tum Schluot met Gewolt datüschenfegen möten, üm Blautvergeiten to vermien. Na, wann dat met dem Blautvergeiten ok en beeten öwerdriewen sin sall, ower schlimm genank was es doch. Sau konn dat nich wiergohn, dat stunn fast. Un sau beschluoten de Vereenskameroden, de bieden en Striek to speelen, dat de Strieterige een füör allemol vorbi sallt sin. Dat was Friedagnomdag. Ne Stunne drop komen dä bieden Kampfhähne, kaum dat se sik van Muornschicht umgetrocken harr’n, no'm Vereenslokal, üm dä, Liste vüör den Flank van kumenden Sundag feddig to maken. „Heil Hitler un guod Flauk“, so begrüßten sik dä Duwenkaspars, un de Wert kraup illig henrau und frög wat se to drinken bewwen wuolt. Se barr’n jähr'n däftigen Münsterlänner kaum andrunken, do fong Jupp Heisterkamp an: „Segget mol, it westfölsche Dickköppe, met inke Strieterige öwer de Duwen, dat hört op! Vi hewwt us dat lange genauk anhort. Vi schlöget ink vüör it sallt inke biede Duwen tom Flauk vam Sunndag met’nem Dicken dörsetten. Wä nu van ink den Licken halt, dä sall de biätste Duwe sin eegen nennen, de annere ower stiftet twee Pullen Münsterlänner Kuorn, un vi wuollt dann schon juorn, dat de Pullen nich verschimmeln. „Na“, dachte Klutenkamp,„dat Ding ist quod. Ik sall schon seihn, dat ik met mine Scheckdüwin nen„Dicken“ hal, und dann heww ik de Moneren und dä dösige Flaßkopp mot den Schabau noch dobi betahlen.“ „Wacht men“, dachte ok Flaßkopp,„wat du di do im Stillen utmalst, dat sall faken annersrum kumen.“ Un„Jo, jo“ brülledeten biede wi ut eenem Munne,„jo, sau wuollt bi et maken.“ Jupp Heisterkamp un sine Kumpanen schmunzelten sik een. „Wat ik no seggen wuollt, leit sek da Klutenkamp verniäm,„mine Duwen mötst du dann muorn met insetten, Jupp, do ik jo ov Schicht sin.“ „Jo, un mine ok“, reip Flaßkopp. „Dat wird muorn faken besuorgt“, segg Jupp „Nu ower rut met de Moneten, dat vi dä Liste jeddig makt. Wat wuollt it op inke Duwen setten?" „Ik sette de järsten sief Duwen met ner Mark dat Stück, dä feste ower, dä dunkle Scheckdüwin met fief Mark“, segg Klutenkamp. „Jo, un ik sett genau soveel, domit use Diers unner de gliken Bedingungen fleigen", leit sik Flaßkopp verniäm. Ok dä annern Duwenkaspars gaffen an, wat se Sunndag op de Diers reskeiern wuoll'n, un dann gong's no Hus. „Wat sik dat Undier wuoll op sin'n Vuogel in beeld“, fong Klutenkamp unnerwiägs an,„mine Düwin fleigt jähm in Grun un Buonn“. „Kiäl, hol doch din Mul van so ne Aperige, kiurrede Flaßkopp,„hiärst do dann ganz vergiäten, dat dine Düwin vuorn Sunndag no ächtern hinnerm Stiärt köm?" Doch da harr he bi Klutenkamp ne wunne Stier gedruopen. Met ruom Kopp gong he tiegen Flaßkopp luos un wann dä Kameroden sik nich datiischen mengeten, wör de gröttste Keileriege bolle imgange wast. Ower schännen däten se noch, wat dat Tüg holl, as se an ehr tiegeneen liägende Hüser ankumen wör'n un sik de Husdör längst hinner ehr geschluoten hewwt. Buten ower kunn'n sek de Frönne vüor Grienen nich huoll'n.„Menschenskind, wat gifft dat tärst Sunndag vüörn Spoß! Kiäl, ik lach mi daut!" reip Jupp Heisterkamp een öwers anner Mol. De Sunndagmuorn kom un de bieden Frönne keiken ut de Dachluken van inke tiegeneen liäggenden Hüser, üm Utschau to huoll'n no ehr Favoritenduwen. Düese Flauk sall de Entschiedung giewen, wä dat biätste Dier sin eegen nenn'n sall. „Un ik segge Di“, reip Flaßkopp sin'm Steiger tau,„ik schlo Di düsmol met min' blauen Vuogel un Du sast de Pullen wuoll betahlen!" „Dat ik nich lach, Du dösigen Upschnieder! Wacht men af, Du sast an miner Schecken Din blauet 15 F enn Wunner erliäwn!" brüllede Klutenkamp taurügge. Flaßkopp konn sik vüör Wut nich holl'n un harr sin'm Steiger am leiwsten sin Achterdeel dor de Dachluke rutstriäcket. Ower da keikede just dä Steigersölsche dör't Stuowenfinster un erinnerde usen Flaßkopp an sine gaude Kinnerstuowe. Owendrin möt he nu noch gande Miene tom bösen Speel maken, denn de Steigersölsche frög to jähm heroppe: „Na, Gottlieb, was machen die Tauben, kommen sie noch nicht bald?"„Jo“, reip Flaßkopp,„se moten fotens do sin, ik wacht all ne Stunne!" Da reip ok schon de Steigersölsche no ehr'm Mann:„Hiärm, Hiärm, mak de Luke tan, Dine Scheckdüwin is all do!“ Hiärm wuor wi dä Blitz ut de Luke, keikede dör nen Ritz ächter de Dör in nen Duwenschlag un fläudede no siner Düwin, was de Lunge hergaf. Do sprung se auk schon herauf en'n Schlag. Ehr griepen, diän Fautring aftrecken un en dä Uhr rindreihn, was vior Klutenkamp dat Wiärk van nem Ogenblick. Nu ower de Dachluke opgerieten un om Flaßkop„Hasse seihn, mä nu de biätste Duwe harr, du Düwelskiäl Doch wat wör denn dat? Ok Flaßkopp keikede dört't Dach un rei, jähm tau:„Hasse dann min blauen Vuogel seihn, wi dä runnerschott! Wä be tahlt nu dä Pullen? Steiger Klutenkamp un keen anner!“ „Ik sall di wat sch.....!“ Wer wet, wat sik de hieden Frönne noch an'nen Kopp schmieten harr’n, doch da gong bi Klutenkamp all wier ne Duwe runner, un ok Flaßkopp kreig dä tweete Duwe. Und dann dreipen se sit färst wier em Zentrallokal bi dä Uhrnafgabe. De Vereenskameroden wör'n auk schon tau de Stier un de Wert harr dä Pullen Münsterlänner all op'n Disch satt. De Kuorken fleig rut un en dä Ecke, und dann huorte man een Prausit no’m annern, bes dat se dör dä umgedreihte Pulle Suonne, Muond un Stiärne sogn. Dat dicke Enne ower keim noch. As de Uhr'nafgabe dörkontrolleiert was, keim de Obmann un schlo’nen Bohei, wat dat dann bedüh'n sall, dat Klutenkamp un Flaßkopp twee Duwen met’nem verkarten Gummiring indreiht harr'n un dotan noch Duwen, dä öwerhaupt nich op dä Insattliste stohn harr'n. Use Karl un use Gottlieb makeden graute Ogen. Jo, wat sall dat bedüh'n? Biede Duwen wör'n doch met fief Mark dat Stück gesatt wor’n? Da stun Jupp Heisterkamp op un gaff ne kuorte Erklärung af, dä, je widder er keim, van brusendem Geliächter begliedet wor. Jupp un sine Kumpanen harr'n dä bieden Favoritenduwen kuorterhand torüggbeholl'n un järst Sunndagmuorn, as dä Priesduwen al en Sicht wör'n, nen Kilometer vam Uort wiäg opgelaten, sau dat dä bieden Duwen ∆ G% III Zeichnungen: Erika Pilius-Beccard as dä järsten bi Karl un Gottlieb inschlohn wör'n ower nich, um'nen Pries to maken, sunnern um #####venraspars, dä sik nich verdriägen konn'n, Mark ower, dä jeder satt harr, wör'n an dä NS=Volkswohlfahrt öwerwiesen, woröwer jähr ne Quiddung vorlagg. Un da se nun biede dä Wedde verluorn harr'n, möten se ok biede den Schabau betahlen. Karl und Gottlieb keikeden en dä Runne un makeden dösige Gesiächter, wie ne Kauh vüörm uggen Dor. Doch de Schabau was gesuoppen un e manten betahlen. As se nu ower van diäm Obmann horten, dat jähre annern Duwen guod afschnien harr'n, wuoll'n se sik nich lumpen loten un schmeiten noch ne Runne Bäier. Knort un guod et was noch recht vergneiklik. Use bieden Frönne zwer harr'n tom Schlnot den gröttsten Gewinn, as e jähre Strieterige nu wirklich füör jämmer bisiede laten wuolln un beschluotten, dä bieden Duwen jäm neisten Frühjohr to eenem Poar tosammentosetten un dä jungen Duwen dorut redlik unner sik to deelen. Franz UIIrich F A Wie ist es im Kreise Unna mit H3-Heimen bestellt? Eine Besichtigungsreise durch den kreis/ bute Ansätze sind vorhanden Unna. Das starke Anwachsen unserer Jugendbewegung kann nicht allein mit freudiger Zustimmung begrüßt werden, sondern ist gleichzeitig auch eine berechtigte Mahnung, dafür zu sorgen, daß unseren Jungen und Mädeln würdige, helle und gesunde Heime in genügendem Maße zur Verfügung stehen, in denen sie ihre Heimabende veranstalten und bei schlechtem Wetter ihre Dienststunden abhalten können. Ohne Lobhudelei kann wohl gesagt werden, daß man sich im Kreise Unna der Stimme der Jugend nicht verschlossen hat. So wurde bereits im vergangenen Jahre eine große Heimbeschaffungsaktion eingeleitet und gelegentlich einer Rundfahrt durch das Kreisgebiet in den einzelnen Gemeinden festgestellt, wie es mit der Beschaffung von Heimen für unsere Jugend aussieht. Es lag auf der Hand, daß das Ergebnis dieser Fahrt nicht sehr erfreulich war, denn die Jugend selbst kann in Ermangelung irgendwelcher Geldmittel aus eigener Kraft nichts schaffen, die Gemeindegeldsäckel aber waren nach den Jahren der Systemwirtschaft reichlich schlaff, so daß auch von ihnen keine große Hilfe zu erwarten war. In diesem Jahre aber haben die Gemeinden fast überall einige Geldmittel für die Heimbeschaffung im Etat vorgesehen. Auch der Kreis kann in diesem Jahre wieder beträchtliche Mittel zusteuern und die Regierung schaltet sich gleichfalls wieder ein, und so wird in diesem Jahre die Beschaffung von HJ=Heimen im Kreise Unna weit erfolgreicher sein als im vergangenen. Um einen Ueberblick zu bekommen, was bis heute in den einzelnen Gemeinden des Kreises getan worden ist, wo eotl. Zuschüsse am besten am Platze sind, wurde jetzt wieder eine Rundreise durch den Kreis angesetzt, an der der Landrat und einige weitere Vertreter der Kreisbehörde, der Dezernent für Jugendwohlfahrtpflege bei der Regierung in Arnsberg, die Bezirksjugendwartin, Vertreter der NSDAP, die zuständigen Führer und Führerinnen der HI bzw. des BdM, Jungvolks und der Jungmädel, der Kreisjugendwart und die Kreisjugendwartin teilnahmen. Der erste Tag der Rundreise führte in den südlichen und östlichen Teil des Kreises. In Billmerich muß die gesamte Jugend mit einem Klassenzimmer vorliebnehmen, das räumlich vielleicht genügt, dennoch aber nur ein Notbehelf darstellt, zumal die Inneneinrichtung auch noch mangelhaft ist. In dieser Hinsicht soll nun wenigstens Abhilfe geschaffen und die fehlenden Tische, Stühle usw. besorgt werden. In Altendorf ist garnichts vorhanden, was auch nur annähernd als Heim bezeichnet werden kann. Die Jugend kommt im Klassenzimmer der Schule zusammen und hockt nun in den Schulbänken. Es soll aber nicht verkannt werden, daß es schwer ist, in diesen kleinen Gemeinden Heime zu erstellen, denn die entstehenden Kosten sind, gemessen an der hier meist nicht sehr großen Zahl der Jugendlichen, meist vorerst unerschwinglich. Anders ist es schon, wenn, wie beispielsweise in Strickherdicke, einige geeignete Räume zur Verfügung stehen. Hier konnte der Lehrer auf zwei Zimmer seiner Wohnung verzichten, für die nun ein besonderer Eingang geschaffen wurde. Guter Wille und der Anstreicherpinsel besorgten das übrige. Die Inneneinrichtung wird auch beschafft, und so kann die Strickherdicker Jugend bald über ein schmuckes Heim verfügen. Ein geradezu ideales Heim ist in Dellwig im Werden, wo auf dem Hof des Bürgermeisters ein altes Backhaus zur Verfügung steht. Der Pinsel und anderes Handwerkszeug sind bereits angesetzt. um das„Backs“ in Ordnung zu bringen, und dann wird auch die Inneneinrichtung beschafft und auch die Dellwiger Jugend hat ein tadelloses Heim. In Langschede sieht es sehr betrüblich aus. Auch hier steht nicht ein einziges Heim bereit. Es ist erwogen worden, den alten Turm, der zum Gut Schoppe gehört, instand zu setzen und in seinem oberen Teil ein Heim zu schaffen. Das wäre schon das richtige, im Innern dieses alten, vierkantigen Gesellen, der so manchen Sturm überstanden, einen Raum für unsere Jungen zu schaffen. Hier würden sie sich geborgen fühlen, richtig zu Hause sein. In Fröndenbera konnte die Heimfrage bis heute auch noch nicht befriedigend gelöst werden. Hier wird aber eine Generallösung angestrebt, die dahin geht, unmittelbar neben dem Sportplatz ein„Haus der Jugend“ zu bauen, das allen Formationen der HJ ausreichende und beste Unterkunft gewährt. Auch in Stentrop fehlt ein richtiges Heim für unsere Jugend. Allerdings ist auch hier die Lösung nicht so einfach und es erscheint doch angebracht, ein zentrales Heim zu schaffen, in dem die Jugend aus den ganzen umliegenden Gemeinden Bausenhagen, Warmen, Neimen usw. zusammenkommt. In jeder der kleinen Gemeinden ein Heim zu schaffen, ist augenblicklich unmöglich. In Warmen haben sich die Jungmädel in einem Seitengebäude eines Bauernhofes zwei Räume zu einem wirklich schmucken Heim ausgestaltet, das alle Anerkennung verdient. In Lünern kam man auch lange mit der Beschaffung eines Heimes nicht zurecht. Die Verhandlungen zwecks Ueberlassung eines geeigneten Raumes im evangelischen Gemeindehaus führten zu keinem befriedigenden Ergebnis und so mußte eine andere Möglichkeit gesucht werden. Da ist am Bahnhof die alte Molkerei, die schon lange leersteht. Hier wird jetzt ein seines Heim geschaffen, das bestimmt in jeder Hinsicht ideal sein wird. Mit den Arbeiten wird sofort begonnen werden. In Hemmerde steht für die H3 ein genügender Raum in der katholischen Schule zur Verfügung. Der Anstrich muß zwar erneuert werden. Dazu werden noch Rundfunk, Stühle, Tische und Turngeräte beschafft. Für den BdM fehlt aber auch ein Heim. Für ihn soll das ehemalige SA=Heim in Ordnung gebracht werden. Es wird hübsch gestrichen, mit Mobilar ausgestattet, so daß in Hemmerde vorerst alle Wünsche befriedigt sind. In Lenningsen besteht in der evangelischen Schule ein sehr schönes Heim, das auch tadellos an gestattet ist. Nur ein Rundfunkgerät fehlt, das jetzt aber auch kommt und dann ist hier die Sache„so in Ordnung.“ Der gute Eindruck von Lenningsen wiederholt sich in Osterflierich. HI und BdM haben hier je einen wunderschönen Raum in der ehemaligen Schule, tadellos im Anstrich, gut mit Möbelstücken ausgestattet, schöne geschmackvolle Beleuchtungsanlage, Wasserleitung und Spülbecken und Heim der Mädchen, in dem auch der Ofen als Kochgelegenheit nicht fehlt. Nur Rundfunk ist noch nicht da, wird jetzt aber auch beschafft und dann ist alles tip=top. In Rhynern besteht ein Heim im Keller der katholischen Schule, das aber nur eine Uebergangslösung bedeutet. Es ist ein Schulneubau beabsichtigt, mit dem auch die Heimfrage in befriedigender Weise gelöst werden wird. Auch in Westtünnen kann man zufrieden sein. Ein schönes Heim besteht in der katholischen Schule, das jedoch auch anderen Formationen, so der NS=Frauenschaft, Reichsluftschutzbund usw. dienen muß, was aber vorerst nicht zu ändern ist. Jedenfalls ist es gut eingerichtet, macht einen freundlichen und gepflegten Eindruck. Ein weiteres schönes Heim findet sich in Berge in der alten Ostdorfschule, das gleichfalls einen freundlichen Eindruck macht und in dem man sich schon heimisch fühlen kann. Die Ausstattung mit Stühlen und Tischen genügt. Bilder geben einen wirksamen Schmuck ab, Licht, Heizung usw. vorhanden. Lediglich ein Schrank fehlt, der aber noch beschafft wird. In Mark wird jetzt die Heimfrage glänzend gelöst. Das Amt Rhynern, in dem tatsächlich vorbildlich in der Heimbeschaffungsfrage gearbeitet worden ist, plant auch hier etwas Großes. Es hat unlängst ein Haus, eine ehemalige Gastwirtschaft, erworben, das jetzt ganz umgebaut wird und in dem dann auch HI bzw. BdM, Jungvolk und Jungmädel ausreichende und allen Anforderungen genügende Heime bekommen. Die übrigen Räume des Hauses werden der Partei, der DAF und der NSV zur Verfügung gestellt. In Wiescherhöfen hat die HJ zwei Räume in der katholischen Schule, die aber auch von der Berufsschule und dem Reichsluftschutzbund benutzt werden, was nicht gerade ideal ist. Außerdem fehlt der größte Teil der Und wieder spielt die Kirmesorgel Das geschichtliche Volksfest in Schwerte Schwerke. Nun haben wir in Schwerte wiedermal Kirmes gehabt und es ist zu begrüßen, daß die Schausteller nicht einige Tage länger blieben, wie dieses in den Nachkriegsjahren schon häufig der Fall war, denn seit mehr als hundert Jahren findet an jedem ersten Mittwoch im Mai die Frühjahrs= und an jedem letzten Mittwoch im Oktober die Herbstkirmes in Schwerte statt. Und so ist bis auf den heutigen Tag trotz mehrfacher Verlängerungen der Mittwoch stets der eigentliche Kirmestag geblieben. An diesem Tage geht der Schwerter zur Kirmes. Aber nicht nur der Schwerter, auch die Volksgenossen aus den benachbarten Orten eilen in Scharen herbei, um das Volksfest der Schwerter mitzufeiern. In diesem Jahr begingen wir die 104. Maikirmes. Es gab zur Freude namentlich der Jugend eine große Ueberraschung— der traditionelle Kirmesregen blieb aus. Sonst war alles wie sonst. Der Vormittag stand, im Zeichen des „billigen Jakob“, der den Hausfrauen, die den wie jeden Mittwoch abgehaltenen Wochenmarkt besuchten, mit gewaltigem Stimmaufwand seine reichhaltigen Vorräte zu„Schleuderpreisen" anbot. Um 15 Uhr gingen die Vorhänge an den Schaubuden hoch, die Musik setzte ein und nun begann der eigentliche Kirmestrubel. Alles war wieder da, vom„fliegenden Händler" bis zur Wurstbude, Karussels, Schiffschaukeln und Schießbuden, auch einige neue Attraktionen gab es, so die kleinsten Pferde Mit 22 Jahren schon verloren Drei Jahre Gefängnis für einen gefährlichen Burschen Er ist seit seiner frühesten Jugend das schwarze Schaf der geachteten und ehrenwerten Familie— der heute 22jährige Rudolf Scheffler aus Lütgendortmund=Bövinghausen— von dem sich der Vater losgesagt hat. In ihm schlummern, wie das Gericht feststellt, starke verbrecherische Energien, die ihn immer tiefer hinabdrücken. Als Kind mußte man ihn schon in Fürsorgeerziehung geben. Am 17. November wieder einmal aus der Haft entlassen, beging er schon am 7. Dezember das gleiche Verbrechen, das ihn für 1½ Jahre hinter Gefängnismauern gebracht hatte. Am 11. Februar wurde er erneut zum Einbrecher. Am 7. Dezember bat er einen Bekannten, der seinen Freund auf seiner Beiwagenmaschine zu einem Besuch zum Krankenlager bringen wollte, ihn mitzunehmen. Da sich der Krankenbesuch in die Länge zog, ließen sie das Motorrad vor dem Krankenhaus stehen und bummelten zum Steinplatz hinunter, um sich in einer Wirtschaft zu stärken. Scheffler entschuldigte sich hier unter einem Vorwand für kurze Zeit. Er lief zu der Maschine zurück, schwang sich darauf und raste los nach Lütgendortmund. Der Bekannte wartete bis 7 Uhr und erstattete dann Anzeige. Inzwischen hatte Scheffler in Lütgendortmund 5 Liter Brennstoff getankt und war mit Bekannten nach Dortmund und wieder zurück gefahren. Als er sie abgesetzt hatte und Gas gab, rief ihm aus kurzer Entfernung ein Polizeibeamter, der neben seinem Fahrrad stand, ein„Halt“ zu. Doch jetzt zeigte sich die ungeheure Verbrechernatur des Burschen, denn er raste mit höchster Geschwindigkeit direkt auf den Beamten zu und hätte ihn niedergefahren, vielleicht sogar getötet, wenn jener nicht das Rad wegwerfend, zur Seite gesprungen wäre. Das Motorrad ging über das Fahrrad hinweg und fuhr gegen einen Zaun. Scheffler ließ die Maschine liegen und floh. Als er später festgenommen werden sollte, ergriff er trotz der Schüsse, die auf ihn abgefeuert wurden, die Flucht. Am 11. Februar ließ er sich von einem anderen Bekannten auf dem Motorrade mitnehmen. Nach der Rückkehr wartete er, bis K. schlief, erbrach den Schuppen und stahl das Kraftrad, mit dem er drei Tage herumfuhr, um es schließlich bei einem Postschaffner stehen zu lassen. Der Staatsanwalt beantragte gegen Scheffler eine Gesamtstrafe von drei Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Das Gericht erkannte auf 3 Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust wegen einfachen und schweren Diebstahls im Rückfall und Vergehens gegen das Kraftfahrzeuggesetz. der Welt, die kleinsten Urwaldbewohner,„Risesta in der Todesbahre" usw.„Eispaläste“ boten ihre kühle Ware an, der„Lukas“ krachte und vor dem„Kölner Hänneschen=Theater“ jubelte stets eine große Kinderschar, aber auch die Erwachsenen hatten ihre helle Freude an den Späßen des„Tünnes". In den Lokalen ertönte überall Musik und während sich die Jugend im Tanz drehte, saßen die Aelteren beim Glase Bier und verzehrten die schmackhafte Rinderwurst, die nun einmal zur Schwerter Kirmes gehört. Schon mancher hat sich den Kopf darüber zerbrochen, weshalb ausgerechnet im„Pannkauken Schwäierte" am Kirmestage nur Rinderwurst gegessen wird. Nur die ganz alten Eingesessenen haben eine Erklärung hierfür und zwar sagen sie, daß das Rinderwurstessen in früherer Zeit nur auf der Oktoberkirmes üblich gewesen sei, weil damals in der hiesigen Gegend im Fruhjahr das Rindfleisch knapp war und erst im Herbst, wenn das Weidevieh schlachtreif war und die Bewohner des Ackerstädtchens Schwerte, die fast alle Vieh hielten, schlachteten, war genügend Rindfleisch vorhanden. Deshalb gab es auf der Oktoberkirmes, die in der Zeit der Hausschlachtungen fiel, fast nur Rinderwurst zu essen. Später hat sich die Sitte auch auf die Maikirmes ausgebreitet und ist bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Kameradschaft alter Artilleristen Ehrung der Jubilare Schwerte. Die Artillerie=Kameradschaft Schwerte=Ruhr und Umgebung hatte ihre Mitglieder zu einem Kameradschaftsabend, welcher mit einer Jubilarehrung verbunden war, in das Lokal„Hotel zur Post“ eingeladen. Nach einem Musikvortrag der Kapelle Cöppicus und dem von dem Hitler=Jungen Heinz Spieker klar und ausdrucksvoll gesprochenen Prolog„Der Frontsoldat“, begrüßte Kameradschaftsführer Tigges die Erschienenen. Alsdann wurde dem Kameraden Major Maurer als Widmung der Artillerie=Kameradschaft Schwerte ein Bild„Auffahrende Artillerie zur Feuerstellung“ überreicht. Hierauf nahm der stellvertretende Kameradschaftsführer Färber die Ehrung der Jubilare vor und überreichte für 25jährige Mitgliedschaft drei Kameraden und für 40jährige Mitgliedschaft zehn Kameraden je ein künstlerisch wertvolles Bild mit Inschrift. Anschließend nahm Kamerad Major Maurer vom Feldart.=Rgt. 16 das Wort. Er begrüßte mit kernigen Worten die Kameraden der alten Tradition und sprach seine Freude über das Verhältnis zwischen der alten und der neuen Wehrmacht aus. Major Weydekamp wies in seinen Ausführungen auf die großen Ereignisse des Jahres hin. Schwerke.(Feier der H J.) Am heutigen Samstag findet die feierliche Grundsteinlegung des HJ=Heimes in Ergste statt, zu der auch der Gebietsführer der HI von Westfalen, Langanke, erscheint. Einrichtung in den Räumen. Es werden jetzt Tische, Stühle und ein Rundfunkgerät beschafft Ein schönes, aus zwei Räumen bestehendes Heim ist in der Geistschule zu finden, das auch bis aus die Rundfunkanlage tadellos eingerichtet ist. Letztere wird jetzt besorgt. Ein richtiges Heim, so wie es sein soll, steht in Pelkum. Es ist jetzt wieder neu in Ordnung gebracht worden und erhält auch in Kürze die noch fehlende Inneneinrichtung einschließlich einer Rundfunkanlage, die der sehnlichste Wunsch aller Jungen und Mädel für ihr Heim bedeutet. Dann war noch am ersten Tage der Rundreise das BdM=Heim in Pelkum zu besichtigen. das als Abschluß der ersten Kerte einen gusen Eindruck hinterließ. Die Heime der Mädel sind ja immer freundlicher als die der Jungen gehalten. Frische Blumen schmücken die Tische, sanbere Vorhänge hängen akurat vor den Fenstern und auch sonst atmet alles die ordnende Hand der künftigen Hausfrau. So auch hier. Und wenn nun noch die neuen Beleuchtungskörper wie auch ein Rundfunkgerät ihren Einzug in dieses Heim gehalten haben, dann ist es ein heimisches Schmuckkästchen. Erleichterte Zahlungsbedingungen durch die Kunden-Kredit G.m.b.H., Dortmund, Hansastr. 36. Annahme von Bedarfsdeckungsscheinen. Boch Dorimund Zwangsversteigerung. Am Sonnabend, dem 9. d. M., 10 Uhr, werde ich an Ort und Stelle Hanfastraße 14(Zigarreneckladen) die dortselbst stehende Tadeneinrichtung öffentlich meistbietend gegen sofornge Bezahlung versteigern. Besichtigung ½ S t u n d e v o r h e r. Dortmund, den 7. Mai 1936. Templin, Obergerichtsvollzieder. Erst bei Wieck ansehen, dann kaufen! Stabile leichtlausende Fahrräder mit strapazierfäh. Zubehörteilen einschließlich kompl. elektrisch. 6=VoltDynamo=Beleucht., desgleich. 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April in Dortmund und Köln aufgehalten hat, uno zwar mit einem Kraftwagen, den er gekauft, jedoch lediglich eine Anzahlung darauf geleistet hat Als er kein Geld mehr hatte, verkaufte er kurzerhand den Wagen. In Unna kam er ohne jegliche Barmittel an. Der Einmietebetrüger und Zechpreller wurde dem Amtsgericht Unna zugeführt. Kirmestrubel in Unna Maikirmes bei schönstem Wetter Unna. Nun haben wir wieder Kirmestrubel in unseren Mauern. Die traditionelle Maikirmes ladet wieder jung und alt zum Besuch ein, und, wie es scheint, nicht vergebens, obwohl sie nicht die Bedeutung hat wie die Zwiebel= oder gar Katharinenkirmes. Besonders für die Kinder ist das Erscheinen der Kirmes ein Ereignis, und all die Groschen= und Fünfpfennigstücke, die in den letzten Monaten und Wochen erspart wurden, werden jetzt gegen allerlei Herrlichkeiten umgetauscht, nach denen ein Kinderherz dürstet und die in rauhen Mengen zu haben sind. Da gibt es wieder so allerlei Verkaufsstände für Spielwaren und Süßigkeiten, man kann mit diesem oder jenem Karussell fahren oder die Luftschaukel besteigen usw. Und die Großen können Mangelknöpfe und Sportmützen oder Strohhüte kaufen, auch Emaillewaren und die nie fehlenden KirmesSchellfische. Oder auch wohl belegte Brötchen. Und„abfotografieren" lassen kann man sich. Für 15 Pfennig, gleich zum Mitnehmen. Oder auch einen Blick in das Dunkel der Zukunft werfen. Kostet einen Groschen. Garantie: Geld zurück, wenn nicht zufrieden. So steht wenigstens geschrieben neben dem schwarzen Tuch mit den geheimnisvollen Zeichen. Na, dann kann ja nichts passieren, also frisch=fröhlich in die Zukunft geschaut, und wenn sie uns nicht gefällt, wieder heraus mit dem Groschen. Schönheit der Natur, von der Industrie umgeben kleines Jdull im Walde Besuch im früheren Sprengstofflager in Castrop-Kauxe! Castrop-Rauxel. An diesem herrlichen Maientag haben wir ein idyllisches Fleckchen Erde entdeckt. Es gibt nur sehr wenige Einwohner unserer Stadt, die ihren Fuß schon zu jenem stillen und abgelegenen Wald gelenkt haben, in dessen Mitte, gleich einem verzauberten, kleinen Schloß, das frühere Sprengstoff=Lager der Dynamit=A.=G., vormals Alfred Nobel, liegt. Obwohl dort noch heute alles abgesperrt ist, ist die Geschichte nicht mehr gefährlich. Es liegen dort kein Sprengstoff und auch keine hochexplosiven Stoffe mehr auf Lager. Seitdem die Nobelbahn, die den Anschluß des Lagers an die Emschertalbahn herstellte, vor wenigen Jahren abgebrochen wurde, ist Ruhe und Frieden an dieser Stelle eingekehrt. Wo früher die Lastwagen über das holprige Pflaster in den Wald rasselten, wo die Lokomotiven die Waggons bis zum Ladestrang zogen, da weiden heute Schafe und Heidschnucken. Hasen und wilde Kaninchen springen über die Wege und gelegentlich taucht ein Rudel Rehe an der Lichtung auf, um dann ins Grutholz zu wechseln. Das Lager umfaßt neben dem Heim des Verwalters, Parteigenossen Tiggewerth, drei einzelne Lager, die im Jahre 1908 in Betrieb genommen wurden. In diesen Lagern wurde der Sprengstoff, der für die hiesigen und umliegenden Gruben bestimmt war, gelagert und je nach Bedarf aufgeladen und abtransportiert. Seit dem Jahre 1932 bergen sie nicht mehr ihren gefährlichen Inhalt. Leer und kühl sind die Räume, die mit 40 bis 75 Zentimeter dicken Betonmauern geschützt sind. Obwohl noch die Tafeln jeden Besucher achtunggebietend warnen, herrscht hier doch eine beschauliche Ruhe und Stille. Friedlich liegt der kleine Teich, auf dem sich Wasserhühner und Wildenten tummeln. In einem kleinen Wasserhuhnnest werden vier kleine Eier aus gebrütet, es liegt geschützt im hohen Schil Mit mächtigen Schwingen fliegt eine Wild ente davon, weite Ringe im Wasser zurück lassend. Und über allem läßt die Vogelwelt ihr Lied ertönen. Nachtigallen schlagen, Drosseln, Finken und Amseln singen ihr Früh lingslied Auf unserem Spaziergang durch den Wald, vorbei an dem kleinen Teich, stört uns kein Lärm. Kein Laut der fernen, hastenden und pochenden Industriebetriebe des Nordens dringt bis hierher und stört den tiefen Frie den, der diese Oase in der Industriestadt um gibt. Der Wald mit seinen Anlagen mutet wie eine Erholungsstätte an, der noch der Zauber der Unberührtheit und der Einsam keit anhaftet. Dieses zauberhafte Idyll im Osten der Stadt hat seinesgleichen nicht in Castrop=Rauxel. Es mag sein, daß der Name des Lagers viel dazu beigetragen hat, diese Stätte zu meiden. Seitdem die Nobelbahn außer Betrieb und verschwunden ist und keine Verbindung mit der„Außenwelt“ mehr be steht, hat sich die Natur in ihrer ganzen ver schwenderischen Pracht dieses Stückchens Erde Hengsen.(Der Haushaltsplan.) Nachdem der Entwurf des Haushaltsplanes mit den Gemeinderäten beraten worden ist, ist folgende Haushaltssatzung für die Gemeinde Hengsen festgesetzt worden: Der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1936 wird im ordentlichen Haushaltsplan in Einnahme und Ausgabe auf 39.700 Mark und im außerordentlichen Haushaltsplan mit 3000 Mark festgesetzt. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern werden wie folgt festgesetzt: Grundvermögenssteuer vom bebauten Grundbesitz 290 und vom unbebauten 260 v. H., Gewerbesteuer nach dem Ertrage 600 v. H., nach der Lohnsumme 1730 v. H., Zweigstellensteuer 120 v. H. der staatlich veranlagten Grundbeträge der Gewerbesteuer nach dem Ertrage, 346 v. H. der staatlich veranlagten Grundbeträge der Gewerbesteuer nach Lohnsumme, an Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. Kassenkredite dürfen im Rechnungsjahr 1936 nicht in Anspruch genommen werden. Aufnahmen: Dera In stiller Abgeschiedenheit liegt das Heim des Verwalters Ein Tulpenmeer in leuchtenden Farben Das Blütenwunder auf Kappenberg- ein einzigartiges Erlebnis Kamen.(Die NS=Kulturgemeinde) veranstaltet am heutigen Sonnabend ihr großes Konzert,„Ein Abend bei Franz Schubert". Das Konzert der NS=Kulturgemeinde zeigt in seinem Programm viele der erlesensten Stücke von dem Meister Franz Schubert. Der Eintrittspreis ist bei der Fülle des Gebotenen niedrig zu nennen. Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Westfälischen Landeszeitung, der Kamener Zeitung und bei Scholz. Holzwickede.(Bürgermeister Spring Mitglied im Kreisverwaltungsgericht.) Da die Verwaltungsgerichtsbarkeit des Kreisausschusses, der nicht mehr zusammentritt, auf das neue Kreisverwaltungsgericht übergegangen ist, sind nunmehr die Mitglieder ernannt worden. Zu diesen zählt auch der Gemeindebürgermeister Spring=Holzwickede. Seine Vertreter sind Bergassessor H. Schmidt=Herringen und Fabrikdirektor F. Sils=Fröndenberg. Holzwickede.(Die Ortsverwaltung der Deutschen Arbeitsfront) gibt bekannt, daß die Umschreibung der Mitglieds bücher und Mitgliedskarten der früheren Ver bände durchgeführt ist. Die neuen Mitgliedsbücher sind bereits verausgabt. Alle Mitglie der der Deutschen Arbeitsfront, die noch kein rotes Mitgliedsbuch besitzen, müssen sich zur Umschreibung der alten Mitgliedsbücher und #karten bis zum 15. Mai auf der für Holzwickede, Hengsen und Opherdicke Zuständigen Geschäftsstelle in Holzwickede melden. Lünen. Westfalens größte Tulpenschau, im herrlichen Kappenberger Wald unweit des Kurhauses Waldfrieden gelegen, wurde bereits im vergangenen Jahre von Zehntausenden von Besuchern bewundert. Der Versuch der Gärtnerei Friedrich Matthias Schlunke, deutsche Blumenzwiebeln zu züchten, kann als gelungen bezeichnet werden. Inmitten hoher Buchenwälder ist eine neue, gegenüber früher weit größere Tulpenanlage entstanden. Hier kann man Tulpen bewundern, die wohl an keiner anderen Stelle unseres Vaterlandes bisher gezeigt worden sind. Ein Blumenparadies, bunt, duftend und leuchtend, offenbart sich hier dem Auge des Besuchers. Damit der Besucher der Tulpenschau schnell und sicher die einzelnen Sorten festzustellen vermag, sind die Beete mit Nummern versehen, die gleichzeitig in einem Prospekt die Sorten und Farbenbezeichnung nennen. Alle Sorten, es sind über 100, hier anzuführen, würde zu weit führen. Erwähnt seien „Albino“, reinweiß und schön geformt,„Sunburst“, in goldgelber Farbe mit dunkelorangem Rand, eine Neuheit„Scarlett Admiral“, scharlachrot, eine sehr begehrte Blume,„Sidonie“ in lilarosa Farbentönung und viele andere, herrlichsten Prachtmischungen. Ferner ist in diesem Jahre eine Neuheit zu sehen, die auf Grund ihres erstmaligen Erscheinens unter der Bezeichnung„Kappenberg“ in die Neuheitenliste eingetragen wurde. Der Besucher wird also nicht enttäuscht sein, sondern wird neben der Farbenfülle und diesem Farbenspiel des Tulpenmeeres auch die landschaftlichen Schönheiten des Kappenberges mit dem historischen Schloß Kappenberg, dem ehemaligen Ruhesitz des Freiherrn vom Stein, in sich aufnehmen und vielleicht noch oft in den herrlichen Kappenberger Waldungen Gast sein. Die Tulpenschau hat den Zweck, dem deutschen Blumenliebhaber zu zeigon daß deutsche Tul penzwiebeln den holländischen ebenbürtig sind und daß man in einem deutschen Garten mit den gleichen Erfolgen deutsche Blumenzwiebeln pflanzen kann. Unsitte fordert Todesopfer Vom Anhänger überfahren und getötet Lünen. Eine alte Unsitte, vor der schon des öfteren in nachdrücklicher Form gewarnt worden ist, forderte im Stadtteil Brambauer ein Todesopfer. Ein junger Mann aus Bochum=Langendreer versuchte bei einem die Waltroper Straße befahrenden Lastzug auf die Verbindungsstange zwischen Motorwagen und Anhänger zu springen. Dieses Vorhaben mißlang. Der Mann kam zu Fall und geriet unter die Räder des mit Sand schwer beladenen Anhängers. Der Tod trat auf der Stelle ein. Lünen.(Unterstützungszahlungen.) Die nächste Auszahlung der Wohlfahrtsunterstützungen erfolgt für Lünen= Stadt am Montag, 11. Mai, für Nr. 1 bis 545 von 15 bis 17 Uhr, Dienstag. 12. Mai, für Nr. 1001 bis Schluß von 9 bis 11 Uhr in der Baracke Kantstraße; für Lünen=Süd am Montaa. 11. Mai, für Nr. 2501 bis 3100 von 15 bis 17 Uhr, Dienstaa. 12. Mai, für Nr. 3101 bis Schluß von 9 bis 11 Uhr in der Pestalozzischule in LünenSüd, Matthias=Claudius=Straße; für Brambauer am Montaa. 11. Mai, von 11 bis 12.30 Uhr in der bekannten Reihenfolge bei der Kassennebenstelle; für Horstmar und Beckinghausen am Montaa. 11. Mai, von 13 bis 14 Uhr in der bekannten Reihenfolge bei der Nebenstelle in Horstmar. Die Büros des Wohlfahrtsamtes, auch bei den Nebenstellen in Brambauer und Horstmar, sind an Ao.. ILIT--IP I LTT wieder angenommen und es bald in ein stilles, heimliches Paradies verwandelt. Wir haben ihr etwas abgelauscht und versucht, ihr Geheimnis dort zu entschleiern. Dabei haben wir ein bisher nicht gekanntes, wunderschönes Fleckchen unserer Heimat entdeckt. —era. Castrop-Rauxel.(Vernichtung kulturschädlicher Pflanzen!) Nach der Regierungspolizeiverordnung vom 5. 6. 1930 sind die Eigentümer, Nutznießer, Verwalter oder Pächter von Grundstücken verpflichtet, kulturschädliche Pflanzen zu vernichten. Hierunter fallen die beiden Arten des Huflattichs, die Herbstzeitlose, die Seidenpflanze, die Wucherblume, der Wiesenkarbel, der Bärenklau, die Ochsenzunge und die Diestel. Diese Pflanzen sind so rechtzeitig zu vernichten, daß sie nicht in abblühenden oder reifen Zustand gelangen können, damit eine Weiterverbreitung dieser schädlichen Pflanzen verhindert wird. Die Befolgung dieser Vorschriften wird überwacht. Verstöße werden geahndet. Hier endete die Nobelbahn Listen der Heimarbeiter einreichen! Eine Bekanntmachung des Arbeitsamts Iserlohn Iserlohn. Im Reichsarbeitsblatt Nr. 8 vom 15. März 1936 ist eine Anordnung des Treuhänders der Arbeit über die Einsendung der Listen der in Heimarbeit Beschäftigten im Wirtschaftsgebiet Westfalen erschienen, auf die an dieser Stelle nochmals verwiesen wird Nach dieser Anordnung müssen regelmäßig zweimal im Jahr die Listen der in Heim arbeit Beschäftigten(Heimarbeiter, Zwischen meister, Hausgewerbetreibende und anderer arbeitnehmerähnlicher Personen, die den in Heimarbeit Beschäftigten nach§ 2, Abs. 2 und 3, des Gesetzes über die Heimarbeit vom 23. März 1934 gleichgestellt sind) in doppelter Ausfertigung an das für den Betrieb zuständige Arbeitsamt eingesandt werden. Die Listen sind getrennt nach den Ortspolizeibezirken, in denen die in Heimarbeit Beschäftigten wohnen, einzureichen. Die Listen der Personen, die in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Oktober beschäftigt worden sind, sind jeweils in der Zeit vom 1. bis 15. November, die Listen der in der Zeit vom 1. November bis 30. April Beschäftigten sind jeweils in der Zeit vom 1. bis 15. Mai einzureichen. Die Listen müssen nach Form und Inhalt den vorgeschriebenen Mustern entsprechen. Da vom Arbeitsamt die Listen rechtzeitig weitergegeben werden müsen, wird auf die pünktliche Einhaltung des Termins hingewiesen. Nähere Auskunft er teilt das Arbeitsamt Iserlohn. Freibad wieder geöffnet Badebeginn in Castrop-Rauxel Castrop-Rauxel. Die Städtische Freibadeanstalt(Schwimm=, Licht= und Luftbad) wird am Montag, 11. Mai, in vollem Umfang wieder in Betrieb genommen. An drei Tagen in der Woche ist wieder das Volksbad angesetzt und zwar ist Sonntag, Mittwoch und Samstag nachmittags Familienbad. Außerdem haben an vier Abenden der Woche die männlichen bzw. weiblichen Mitglieder der dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen angeschlossenen Vereine Gelegenheit zum Baden. Die Schulen baden abwechselnd an den Vormittagen der Wochentage. Vereine, die dem Reichsbund ür Leibesübungen angeschlossen sind, zahlen an den für sie bestimmten Abenden in der Zeit von 20 bis 21 Uhr, falls sie in einer Mitgliederzahl von mindestens 20 zugleich antreten, je Mitglied 15 Pf., falls sie in einer geringeren Zahl antreten. 20 Pf. je Einzelkarte. Ehrentag der Kinderreichen Vorbereitungen für Köln Castrop-Rauxel. Plakate, auf denen im Hinergrunde der Kölner Dom zu sehen ist, künden den Ehrentag der Kinderreichen an, der vom 6. bis 8. Juni 1936 in Köln stattfindet. Die ausgegebene Losung:„50 000 Kinderreiche an den Rhein“, fand in allen deutschen Gauen lebhaften Widerhall. Aus Ostpleußen und Schlesien, aus Sachsen, Bayern und Schwaben, wie ais Pommern, Berlin, Schleswig=Holstein und den Hansastaaten sind Tauende von Teilnehn ern gemeldet, um nach dem Westen unseres Laterlandes zu kommen. Rheinland und West,alen sind am stärksten vertreten, zumal gerade hier die Wiege der Kinderreichen=Bewegung stand. Der Landesverband Westfalen=Süd stellt allein über 5000 Teilnehmer, die in sechs Sonderzügen des Samstags und Sonntags der Feststadt zugeAuch von Castrop=Rauxel liegt eine große Zahl von Meldungen zur Teilnahme vor, zumal der Preis für die beiden Tage mit 6 Mark für Bahnfahrt, Uebernachtung und Verpflegung verhältnismäßig gering ist. Trotz alledem ist es für viele„der Kinderreichen immerhin noch eine Belastung, die sie zu tragen nicht imstande sind. Um es diesen bedürftigen kinderreichen Volksgenossen zu ermöglichen, an diesem Ehrentag nach Köln fahren zu können, wurden Patenschaften eingerichtet. Wer also selbst nicht an diesen Tagen nach Köln fahren kann— es können bekanntlich auch Gäste und Freunde daran teilnehmen— aber einem anderen die Freude bereiten möchte, dieser Großkundgebung beiwohnen zu können, dem ist durch die Uebernahme einer Patenschaft hierzu Gelegenheit gegeben. Alle persönlichen Wünsche werden gern berücksichtigt. Meldungen für die Teilnahme, besonders auch vonl Freunden und Gästen, nimmt noch Kreiswart Fischer, Castrop=Rauxel 1, im Sandweg, entgegen. Kleine Veränderungen Castrop-Rauxel— bebaut und unbebaut Castrop-Rauxel. Die Gesamtfläche der Stadt Castrop=Rauxel beträgt 4422 Hektar. Gegenüber dem Jahre 1934 haben die Stadtgrenzen im Jahre 1935 eine Veränderung nicht erfahren. Die Verschiebungen innerhalb der Benutzungsart der Gebietsfläche sind nur gering. Im vergangenen Jahre entfielen auf die mit Häusern bebauten Flächen 682 Hektar, das sind zwei Hektar mehr als im Jahre 1934, auf Wasserflächen 89,90 Hektar, auf Begräbnisplätze 24,27 Hektar, auf landwirtschaftlich genutzte Flächen 2277 Hektar, gegenüber 2275,80 Hektar im Jahre 1934. Von Wegen, Straßen und Eisenbahnen wurden 305,20 Hektar, gegenüber 292,50 Hektar im Jahre 1934, eingenommen. Auf die übrigen Flächen einschließlich der Verbandsgrünflächen entfielen 1043.24 Hektar, gegenüber 1059,14 Hektar im vorhergehenden Jahre. Castrop-Rauxel.(Nach Schloß Berge) und dessen schöne Umgebung führt das hiesige Kreisamt der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" am kommenden Sonntag, 10. Mai, eine Halbtagsfahrt mit Autobussen durch. Der Preis dieser schönen Fahrt in den Mai beträgt nur 1,50 Mark. Die Abfahrt erfolgt um 13 Uhr vom Altstadtmarkt. Anmeldungen beim Kreisamt, Viktoriastraße 10. Castrop-Rauxel.(Gefolgschaft 12/259 der HI.) Der für Sonntaa. 10. Mai, an der Kottenburg=Schule im Stadtteil Schwerin angesetzte Appell der Gefolgschaft 12 259 ist verlegt worden. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben. Holzen.(Filmavend.) Am Montag, dem 11. Mai, 19.45 Uhr, veranstaltet die Kreisfilmstelle im Saale Hosang einen Filmabend bei kleinen Eintrittspreisen. Es wird der Großilm„Der Zigeunerbaron“ gegeben. Außerdem läuft ein reichhaltiges Beiprogramm. Dellwig.(Dankopfer der Nation.) Die Zeichnungsliste für das„Dankopfer der Nation“ liegt am Sonntag, dem 10. Mai 1936, von 9 bis 12 Uhr vormittags, im Lokale Kalthoff in Dellwig auf. Es ist somit allen Dellwiger Volksgenossen Gelegenheit gegeben, sich in diese Besuchen Sie die Rhein=Ruhr=Messe 1936 für das Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe Veranstalter: Institut für deutsche Wirtschaftspropaganda e. D., Berlin. Heute und Sonntag Volkstage zu ermäßigten Preisen Sonntag Preiswettkochen: Prämüerung der besten Köchin Auskegeln des Ehrenpreises der Stadt Dortmund um Lütgendortmund Raural ab zugunsten nan Dartmund DasI KoJ=Sport für Samstag, den 9. Mlai Lütgendortmund Rege Bautätigkeit. In diesen Tagen wurden die letzten Arbeiten in der neuen Bergmannssiedlung, gegenüber der Brauerei, fertiggestellt Errichtet sind hier an zwei neuen Straßenzügen 19 Doppelhäuser. Die Sprechstunden der NSV, Lütgendortmund, Westricher Straße, finden neuerdings statt: Montags und Freitags von 8—10 Uhr vormittags. Entendiebe endlich ermittelt. Die Diebe, die schon öfter in dem Sumpfgelände in der Nähe der ehemaligen Kalkteiche auf Entenjagd ausgingen, sind ermittelt. Polizeibeamte erwischten die Diebe, als sie gerade mit ihren Enten unter dem Arm abziehen wollten und brachten sie zur Anzeige. Marten Schöne Erfolge der Schützen. Die silberne Ehrennadel des Kyffhäuserbundes erhielten die Schützen der Krieger= und Landwehrkameradschaft„Westwacht" Ferdinand Schulz und Karl Pelzing. Kirchlinde Die neue Wasserversorgung im Dortmunder Westen. Am 1. April war der Wasserlieferungsvertrag des Wasserwerkes Castrop=Rauxel für die Gemeinden Kirchlinde, Westrich, Bövinghausen, Rahm und Wischlingen abgelaufen. Da diese Gemeinden kommunalpolitisch schon seit 1928 zur Großstadt Dortmund gehören, wurde von dieser die Wasserlieferung jetzt auch in eigener Regie übernommen, d. h. vom Wasserwerk der Stadt Dortmund. Von Huckarde, Dorstfeld, Marten und Lütgendortmund, wo schon das Hauptnetz des Wasserwerkes der Stadt Dortmund gelegt war, wurden fünf neue Hauptleitungen zu den oben genannten Gemeinden gelegt, damit die Wasserversorgung von Dortmund aus einsetzen konnte. Dann sind die Straßenzüge der neu angeschlossenen Gemeinden untereinander mit neuen Leitungen verbunden worden, so daß Ende der letzten Woche die Wasserlieferung durch das Dortmunder Wasserwerk einsetzen konnte. Noch sind, die umfangreichen Arbeiten, die schon seit vielen Wochen in Durchführung begriffen sind, nicht beendet. Die Uebernahme dieser fünf Gemeinden von Dortmunder Wasserwerk hat eine große Konsumsteigerung im Gefolge, denn auch die Zechen„Hansa“ in Huckarde,„Zollern I/II!“ in Kirchlinde und„Zollern II“ in Bövinghausen sind angeschlossen worden. Der jährliche Mehrabsatz an Wasser beträgt für das Dortmunder Wasserwerk für den neuen Bezirk rund 5,5 Millionen Kubikmeter. Diese jetzt erfolgte Ausdehnung ist nicht die letzte, denn 1937 laufen weitere Verträge des Wasserwerkes Castrop= Schließung des Gemeindefriedhofes in Dortmund Aplerbeck. Der Friedhof in Dortmund=Apler= deck an der Köln=Berliner Straße ist Ende des Jahres 1936 mit Kin dern und Ende des Jahres 1937 mit Erwachsenen voll belegt. Aus diesem Grunde habe ich nach Anhörung der Gemeinderäte und des Betrats der Banverwaltung verfügt, daß der Friedhof von diesen Zeitpunkten an für Beerdigungen in der Reihe geschlossen wird. Beerdigungen in Wahl gräbern und die Beisetzung von Aschenkapseln in dem Urnengrabfeld erfolgen noch solange, als freie Stellen vorbanden sind. Eine Erweiterung des Friedhofes ist wegen Mangels an Gelände nicht möglich. Es wird den Angehörigen Verstorbener freigestellt, die Beerdigungen je nach Wunsch in Dortmund=Schüren oder auf dem Hauptfriedhof vorzunehmen. Dortmund, den 16. April 1936. Der Oberbürgermeister. Dr. Banike. Genehmigt: pp. Arnsberg. den 28. April 1936. Der Regierungsvräsident: (L. S.) Im Auftrage: III 1 Nr. 348. Moll. Verdingung. Die Herstellung von Entwässerungskanälen a) in der Baroper Schulstraße in D.=Barop und b) in der Karl=Funke=Straße in D.=Dorstfeld und in der Varziner= und Friedrichsruberstraße in D.=Huckarde soll vergeben werden. Verdingungsvordrucke können, foweit der Vorrat reicht, im Westfalendaus, Hansastraße 11, III. Obergeschoß, Zimmer 312, gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Einreichung der verschlossenen Angebote daselbst bis zu dem am Freitag, dem 15. Mai 1936, 11 Uhr, stattfindenden Eröffnungstermin. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Die Vergebung underliegt als Ver gebung einer öffentlichen Stelle der Verordnung zur Ergänzung der V. O über Preisbindungen und gegen Verteuerungen der Bedarfdeckung vom 29. 3. 1935(R. G. Bl. 35 1 S. 488). Dortmund, den 8. Mai 1936, Der Oberbürgermeister. Rauxel ab zugunsten von Dortmund. Das Wasserwerk Dortmund steht heute im ganzen Reich an 3. Stelle. Lünen.(Neue Berufsschulungskurse in Lünen.) Die Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung und die Jugendabteilung des Kreises Lünen der Deutschen Arbeitsfront beabsichtigen wiederum, Berufsschulungskurse in der Städtischen Berufsschule durchzuführen. Es sollen folgende Kurse zur Durchführung gelangen: Maschinenschreiben für Anfänger und für Fortgeschrittene, Stenografie für Anfänger und für Fortgeschrittene, Deutsch, Englisch, Buchführung, konstruierendes Zeichnen, Schweißerkursus. Die Kurse beginnen am 1. Juni 1936. Anmeldungen nehmen die Dienststellen der DAF, Kreiswaltung, Goldstraße 7, Zimmer 9, Ortswaltung Lünen=Mitte, Münsterstraße 33, Ortswaltung Lünen=Süd, Kaiserstraße 145, Ortswaltung Brambauer, Wittekindstraße 3, und die Städtische Berufsschule, Lünen, Friedrichstraße, entgegen. Kos-Sport für Samstag, den 9. Mai Reichssportabzeichen. 17 bis 19 Uhr: Kampfbahn „Rote Erde". Iin=Jitsu. 18 bis 19.13 Uhr: Adolf=Hitler=Gymnasium, Meißener Straße; 19.80 bis 21 Uhr: AdolfHitler=Gymnasium, Meißener Straße. Kds-Sport für Sonntag, den 10. Mai Reichssportabzeichen. 9 bis 11 Uhr: Kampfbahn „Rote Erde". Schwimmen. 11 bis 12.30 Uhr: Südbad, Göringstraße(Männer und Frauen); 11 bis 12.20 Uhr: Südbad, Göringstraße(Kinder). Kleinkaliberschießen. 10 bis 12 Uhr: Hättasch, D.=Großholthausen. Am Sonntag, dem 10. dieses Monats, morgens von 9 bis 11 Uhr, findet in der Kantpfbahn„Rote Erde“ die Abnahme des Reichssportabzeichens für die Teilnehmer an den Kursen von„Kraft durch Freude" statt. Handball im Kreise Dortmund Um die Meisterschaft der 2. Kreisklasse Lünen=Nord— Hoerder Verein Mit den besten Aussichten liegt Lünen nunmehr im Rennen. Die diesmalige Aufgabe darf aber nicht unterschätzt werden, denn auch die Hoerder pflegen einen guten Handball, wie sie noch am Vorsonntag unter Beweis stellten. Die Papierform spricht allerdings für einen klaren Sieg der Lünener, die wohl auch das bessere Ende für sich haben werden. Gut Heil Sommerberg— Tus. Ickern Ickern verzichtet auf diesen noch ausstehenden Kampf. Gesellschaftsspiele TV. Schalke 77— TuS. Wellinghofen Den Schalkern geht ein guter Ruf voraus, so daß unser Vertreter die spielstärkste Mannschaft aufbieten muß. Ob er auf fremdem Platz zu einem Siege kommt, erscheint uns noch fraglich. VsL. Vereinigte Stahlwerke— DAK. Der DAK. hat sich hier einen Gegner verpflichtet, der in jeder Beziehung überlegen ist. Die Gäste können lediglich durch erhöhten Eiser die Niederlage gering halten. Viktoria Somborn— Jahn Brechten Noch am Vorsonntag bewies Viktoria, daß die Mannschaft sich augenblicklich in bester Form befindet. Wohl sind auch die Brechtener auf der Höhe, doch mit dem Vorteil des heimischen Bodens, sollte Somborn den Sieg klar für sich beanspruchen. Jahn Dortmund— Hansa Huckarde Hansa nähert sich von Spiel zu Spiel mehr der alten guten Form, während die Gastgeber gewissen Formschwankungen unterworfen sind. Wir halten die Gäste aus Huckarde für spielstärker und erwarten sie als Sieger. Bövinghausen 04— Eintracht Brambauer Interessant erscheint uns diese Begegnung. In technischer Hinsicht hat Bövinghausen unbedingte Vorteile, die Eintracht allerdings durch größeren Eiser wettzumachen versuchen wird. Ob dies aver gelingt, erscheint mehr als fraglich. Aplerbeck 09— Dortmunder Turngemeinde Wohl muß Turngemeinde auf einige der besten Kräfte verzichten, dennoch bot sie am Vorsonntag eine gute Leistung. Beide Mannschaften sollten sich nichts nachstehen, so daß leicht ein Unentschieden herausspringen kann. Sportfreunde 06— TV. Hörde 61 TV. Hörde hat sich am Vorsonntag erst den Klassenverbleib sichern können und tritt gleich gegen die spielstarken Sportfreunde an. Es ist allerdings nicht möglich, für die Gäste auch nur geringe Cbancen auszurechnen, sosern die Platzherren in stärkster Aufstellung antreten. Viktoria 08— TV. Aplerbeck Viktoria empfängt auf eigenem Boden die Aplerbecker und sollte den Sieg für sich beanspruchen. VfL. Aplerbeck— VfL. Hörde Hier geht die Gästeelf mit den größeren Aussichten in den Kampf, doch darf der Gegner nicht unterschätzt werden. Die restlichen Spiele Germania, Marterloh— VfB. Alemannia TV. Bommern— Minister Stein Eving Westsalia Hombruch— TV. Hörde 61(Res.) Reichsbahn Dortmund— TV. Massen GH. Aplerbeck— SV. Hertba Eintr. Husen=Kurl— Borussia Höchsten GH. Sommerberg Höchsten— TV. Barop Lünen=Süd— Tura Brackel Werbewoche Lünen-Süd VfB. 08 Lünen=Süd— Borussia 09(Res.) VfL. Kamen— Rot=Weiß Tus. Oespel— Arminia Marten Elntracht 48(Res.)— Phönix Lindenhorst Frauen SC. Aplerbeck— SV. Hertha Sonnabend, den 9. Mai Kreis Dortmund. NADAP. Ortsgruppe Mitte. 18 Uhr: Antreten sämtlicher Politischen Leiter vor der Ortsgruppe. (Großer Dienstanzug.) NSDAP. Ortsgruppe Süd-Ost, Zelle 16. 20.30 Uhr: Zellenversammlung im Lokal Brinkmann, Märkischestraße. Reduer Parteigenosse Stoves. NSDAP. Ortsgruppe Wickede-Asseln. 20 Uhr: Mitgliederpflichtversammlung der Zelle Brackel im Parteilokal Meierling, Brackel. 20 Uhr: Mitgliederpflichtversammlung der Zelle Neuasseln im Lokal Biermann, Neuasseln.„„ NSDAP. Ortsgruppe Eving. 20 Uhr: Oeffentl. Versammlung der Zelle Lindenhorst im Saale Hleinrich Heuner, Walter-Ufer-Straße.— 18 Uhr: stehen alle uniformierten und nichtuniformierten Politischen Leiter auf dem Hofe des Ortsgruppenbüros zum Appell bereit. Die uniformierten Politischen Leiter in großem Dienstanzug und soweit vorhanden mit Tornister, Brotbentel und Feldflasche. Sonntag, den 10. Mai, morgens 8.30 Uhr stehen alle uniformierten Politischen Leiter in großer Uniform soweit im Besitz mit Tornister. Feldflasche und Brotbeutel an der Hochschule für Lehrerbildung Ecke LindemannstraßeHindenburgdamm. NSDAP. Ortsgruppe Derne. 20.30 Uhr: Zellenabend der Zelle Derne-Bahnhof im Lokale Küper. Kreis Unna. NSDAP. Massen. 17 Uhr: Antreten der Politischen Leiter auf dem Sportplatz in Massen. NSDAP. Kuiserau. 20 Uhr: Block- und Zellenwaltersitzung im Büro der DAF in Westick. Kreis Castrop-Rauxel. DAF. Arbeitsdank, Mitgliedschaft CastropRauxel-Süd. 20 Uhr: Versammlung bei Lambertz in Obercastrop, Bochumer Straße. Sonntag, den 10. Mai Kreis Dortmund. Kreisleitung Dortmund. Bereitschaft I. 8.30 Uhr: Antreten vor dem Nordeingang der Kampfbahn Rote Erde zum Kreisappell. Anzug: Großer Dienstanzug. Tornister, Brotbeutel und Feldflasche. NSDAP. Ortsgruppe Vinckeplatz. III. Bereitschaft. 8 Uhr: Antreten sämtlicher Politischen Leiter. Uniformierte und Zivilisten(die im Besitz eines Tornisters sind, mit Tornister) auf dem Hof der Geschäftsstelle. NSDAP. Ortsaruppe Mitte. 8.10 Uhr: Antreten sämtlicher marschfähigen Politischen Leiter im großen Dienstanzug mit Tornister, Brotbeutel und Feldflasche vor der Ortsgruppe. NSDAP. Ortsgruppe Hafen. 7.45 Uhr: Antreten sämtlicher Politischen Leiter im großen Dienstanzug vor der Ortsgruppe Leibnizstraße, soweit im Besitz mit Tornister, Brotbeutel und Feldflasche. NSDAP. Ortsgruppe West. 8.15 Uhr: Antreten sämtlicher uniformierter Politischen Leiter vor der Geschäftsstelle, Adlerstraße 20. NSDAP. Ortsgruppe Gartenstadt. 8.30 Uhr: Antreten sämtlicher Politischen Leiter im großen Dienstanzug am Steinernen Turm. Hohestraße. NSDAP. Ortsgruppe Derne. 7.45 Uhr: Antreten sämtlicher Politischen Leiter am Bahnhof Derne zur Abfahrt zum Ausbildungsdienst(mit Fahrrad). Sammelplatz in Dortmund: Bereitschaft 9 an der Hochschule für Lehrerbildung. NSDAP. Marschbereitschaft VI. 8.30 Uhr: Antreten in Dortmund am Steinernen Turm. Anzug: Marschanzug(Tornister mit Zeltbahn, in die Zeltbahn Decke eingerollt, Brotbeutel und Feldflasche). Es haben sämtliche uniformierten Politischen LeiModisch kleide 3 ∆ Der bestens bewährte Ob.-Rex Dreiradlieferwagen mit Orlg.-Jlo, 1 und 2 Zylinder, Bosch-Anlasser, Karosserie und Chassis wie bei Schwerlastwagen O. D.-Motorräder mit Orlg.-Motosacoche(MAG). Ein wirklicher Fachmann berät Sie Ing. H. Tegtmeier Dortmund, Burgwall 26, noben Hotel Lindenhof. Sofort lieferbar. ter an dem Kreisappell teilzunehmen. Fahnen der Ortsgruppen sind mitzubringen. NSDAP. Ortsgruppe Hoerde. 8.30 Uhr: Antreten der Politischen Leiter am Steinernen Turm. Dortmund. Hohestraße. Großer Dienstanzug. Halshinde, Tornister, Brotbeutel und Feldflasche. Auf dem Tornister eine Schlafdecke in Zeltbahn eingerollt. NSDAP. Ortsgruppe Aplerbeck. 6.45 Uhr: Anfreten der gesamten Bereitschaft am Parteilokal. Anzug: Großer Dienstanzug mit Tornister, Brotbeutel und Feldflasche. Kreis Unna NSDAP. Massen. 16 Uhr: Mitgliederpflichtversammlung bei Middendorf. NSKOV. Heeren-Werwe. 19.30 Uhr: Versammlung bei Mark in Heeren. NSDAP. Hemmerde. 13 Uhr: Ausbildung der Politischen Leiter im Schießen bei Götzen in Hemmerde. NSKOV. Kuiserau. Familienausflug zum Arbeitsdienstlager in Lanstrop. NSDAP. Oberaden. 10.30 Uhr: Dienst der Politischen Leiter bei Vieler. NSDAP. Holzwickede. 7 Uhr: Appell der Politischen Leiter im großen Marschanzug auf dem Hindenburgplatz. Anschließend Ausmarsch nach Massen. DAF Hemmerde. 20 Uhr: Besprechung der Walter und Warte bei Wilke in Hemmerde. Kreis Lünen. NSDAP. Kreisleitung. 7 Uhr: Antreten der Politischen Leiter bei Gebhardt. NSDAP. Brambauer. 6.45 Uhr: Abmarsch der Politischen Leiter im Marschanzug von Völkmann zum Appell auf dem Sportplatz Geist in Lippholthausen. NSDAP. Kreisleitung. 7.30 Uhr: Appell sämtlicher Politischen Leiter auf dem Sportplatz in der Geist in Lippholthausen. Montag, den 11. Mai Kreis Dortmund. NSDAP. Ortsgruppe Schüren-Berghofen. 20.00 Uhr: Zellenabende in Schüren: Zelle Erlenbauer im Parteilokal Möllmann: in Berghofen: Zelle Sträter in der Wirtschaft Frieg. NSDAP. Ortsgruppe West. 20.30 Uhr: Versammlung der Zellen 11 und 12 im Lokal„Westpark“, Möllerbrücke. NSDAP. Ortsgrunpe Eving. 20 Uhr: Schulungsabend im Lokal Brandhof. Evinger Straße 278 für sämtliche Politischen Leiter. Walter und Walterinnen der Gliederungen. Ebenso sind die SAFührer eingeladen. Frauenschaft Marten. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Bramann. Tassen mitbringen. Kreis Unna. NSDAP. Unna. 20 Uhr: Zellensitzung Wilke Lindemann bei Schmitz. NSDAP. Uelzen-Mühlhausen. 20 Uhr: Schulungsabend der Amtsleiter bei Späing in Mühlhausen. NSDAP. Bergkamen. 19 Uhr: Schulungsabend der Politischen Leiter, Walter und Warte im Stadion. NSDAP. Herringen. 20 Uhr: Kursus zur Erlangung des SA-Sportabzeichens in der Jahnschule. Frauenschaft Kaiserau. 20 Uhr: Pflichtabend der Zellen Methler und Westig bei Budde in Methler. Frauenschaft Pelkum-Wiescherhöfen. 20 Uhr: Zellenabend der Zellen Wiescherhöfen-Dorf und Weetfeld bei Refus in Wiescherhösen. niedrigen Preisen! 71. 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Busch Witten, mit nachfolgender Abendmahlsseier.— SE1. Marten Kirche. 20.15: Wochenendseier. Sup. Heuner Sonntag, den 10. Mai 1936 St. Reinoldt Kirche. 8: P. Heiermann; 10: P. Liz Brandt, Festgotesdienst zum Muttertag, unter Mitw. des Bachvereins(Reinoldi=Kirchenchor): morgens 11.30: Kindergottesdienst, P. Reineke.— Melanchtnonhaus. 11.30: Kindergottesdienst.— Marie Reinders Mittel schule. 9: Kindergonesdienst. P. Liz. Brandt: 10: P Liz. Goetz, Festgottesdienst zum Muttertag.— Helland kirche. 10: Gottesdienst, P. Kühn: 11.15: Kindergot tesdienst, P. Kühn.— Körne Wambel. 10: P. Heier mann: 11.15: Kindergottesdienst. P. Heiermann.— Johanneskirche. 8: Pf. Stratmann: 10: Festgottesd anläßlich des Muttertages, P. Reiß: 11.30: Kindergottesdienst, P. Lindemann.— Wichernhaus. 11.30: Kindergottesdienst, P. Seewald.— Rotykirchkapelte. 10: Gottesdienst, P. Stratmann: 11.15: Kindergottesd P. Stratmann.— Lutherkirche. 10: P. Brauneck: 11.30: Kindergottesdienst. P. Brauneck: 13: masur. Gottesd — Petrikirche. 8: Kantate= und Muttertagsfeier, zusammen mit dem Kindergottesdienst. m. Kulp; 10: Einführung v. Pastor Kraa durch Superintendent Heuner: 20: Kirchenmusik.— Städt. Krankenanstalten. 10: 3 Barters— Martinkapelle. 8: masur. Gottesdienst: 10: P. Le Seur: 11.30: Kindergottesdienst.— St. Nicolai Kirche. 10: Gemeindegottesdienst. P. Herbers; 11.30: Kindergottesdienst.— Pauluskirche. 8.30: P. Mever Festgotesdienst(Kantate= und Muttertagsfeier): 10: Pf. Wilms; 11.30: Kindergottesdienst.— St. MarienKirche. 10: P. Haberkamp; 11.15: Kindergottesdienst, P. Haberkamp.— Asseln. 9.30: Kantategottesdienst; 10.45: Antreten des Kindergottesdienstes zum Kurrendeungen.— Barop. 9: Vorbereitung und Abendmahl; 9.30: P. Brauneck: 10.45: Kindergottesbienst.— Bodel schwingh. 10: Gottesdienst: 11: Kindergottesdienst.— Bövinghausen. 10: Gottesdienst: 11.15: Kindergottesd — Brackel. 9: Beichte und Abendmahl: 9.30: Festgottesdienst: 11: Kindergottesdienst.— Brambauer. 9.30; Gottesdienst, P. Bartels: 11: Kindergottesdienst.— Brechten. 9.30: Gottesdienst: 10.30: Kindergottesdienst — Derne=Kirchderne. 9.30: Festgottesdienst, P. Bastert, — Lutherhaus, 11: Kindergottesdienst, V. Kobl mann.— Grevel. Nächster Gottesdienst am 17. Mai — Horstmar Beckinghausen. 9.30: Gottesdienst; 10.45 Kindergottesd.— Deusen. 9.30: Gottesdienst: 10.45: Dorstseld. 10: Hauptgottesdienst 9. Muller: 11.15: Kindergottesdienst: 8: Frübseier in per„Kolonie, P. Kublmann.— Eichlinghofen. 9: Gottesdienst, P. Grase: auschl. Abend mabl: 10.45: Kindergontesdienst.— Eving. 10: Kan tatefesigottesdienst, Pf. Sonnenschein: 11.15: Kinder gonesdienst, Pf. Thiele.— Habinghorst. 9.30: P. Ru vina: 11: Kindergottesdienst.— Hombruch. 9.30: Got tesdienst, P. Bera: 10.45: Kindergottesd.— Hörde. Sonnabend, 9. Mai. 20.30: Wocenschlußgottesdienst mu anschließender Beichte und Abendmadl, Pf. Knoch Sonntag 10 Uhr: Gastprediat, P. Wovlers, Recklinghausen: 11.15: Kindergottesdienst, Vitar Liz. Lausemann,— Hugarde. 9.30: Muttertagsfestgottesdienst, auschließend Beichte und Abendmabl: 11.15; Kindergottesdienst.— Huten. 9: Gottesdienst, P. Ritz; 10.30: Kindergottesdienst.— Ickern. 9.30: Gottesdienst, Kand. Strotmann: 11: Kindergontesdienst.— Kirchhörde. 9.30: Gouesdienst in der Kirchbörder Kirche, gemeinsamer Kirchgang der Frauenbilse, P. Hochdabl: 10.45: Kindergouesdienst.— Kirchlinde Rahm. 9.30: Gottesdienst; v. 15: Kindergottesdienst.— Lindenhorst. 9.30: Gottesdienst: anschl. Kindergottesdienst. P. Niemeyer.— Lunen. 1.30: Frühgontesdienst. P Knippenbera: 9.30; Hauptgontesdienst. Pf. Gottschalk aus Teistungen: 10.45: Kindergottesdienst.— Lütgendortmund. 8: Frühgottesdienst. P. Homann: 9.30: Gottesdienst im Krankenbaus P. Homann: 11: Kindergottesdienst.— Marten. 9.30: Gottesdienst: 10.45: Kindergottesdienst.— Mengede. 9.30: Gottesdienst(Abendmabl): 11: Kindergottesd.— Oespel. 10: Gottesdienst: 11.15: Kindergottesdienst.— Preuteen. 10: Gottesdienst: 11.15: Kindergottesdienst. Scharnyorst. 9.30: Gottesdienst und Kindergottesd. Wellinghofen I. 9.30: Gotesdienst, P. Wahl: 8.30: Kindergontesdienst. Pf. Wilms: 10.45: Kindergottesd., P. Wahl.— Wellinghofen II. 10: Gottesdienst: 11.15: Kindergottesdienst.— Westerfilde. 8.30: Gottesdienst; .30: Kindergottesdienst.— Wickede. 9.30: Gottesdienst, Pf. Topp: 10.45: Kindergottesdienst Stadimission der Evgl. Gesellschaft, Junggesellenstraße 14. 16: Bibelstunde: 18.30: Bibelarbeit E. C. Freie evgl. Gemeinde, Baumstraße 15. 9.30: Bibel Brüderstuude:. 1“: Predigi; anschließ. Gemeinschaft, Friedenskirche, Holzhofstraße 31, Prediger Warweg. 10: Predigt: 11.30: Kindergottesdienst: 17: Kindertag mit der Gemeinde: 13.30: Gemeindejugenddienst.— Hombruch, Tannenstraße 49. 14: Kindergottesdienst; 15.10: Predigt.— Husen, Telgeistraße 15. 10.30: Kindergottesdienst; 14: Predigt. Alt Kathol. Gemeinde, Krimkapelle. 10: Deutsches Hl. Amt mit Predigt; anschl. Männerkreis Baptistengemeinde„Christuskirche", Feldberrnstr. 11 9.30: Pred. Kröger: 10.45: Sonntagsschule: 16: Pred.; 18: Gemeindejugenddienst.— Dortmund Evina. Moltkeschule. 9.30: Predigt: 10.45: Sonntagsschule: 15.30: Feier des 10jährigen Bestebens.— Kamen, Unnaer Straße 10.. 16: Gemeinschaftsstunde. Hollandsche Godsdienstoefening, Dortmund. Cneisenaustraße 48, iedere Zondag s. namiddags 6 nur„oorg. uhr. Baumann Prd. te W.-Eickel of Ds. J. Wiepkema holl. Prd. Duisburg Katholischer Gottesdienst Sonntag, den 10. Mai 1936 Propstet=Gemeinde. 5.20: M.; 6: M.: 6.54: M.; 15: M. mit Predigt: 8.45: M. mit Predigt für die under: 9.35: M. für die Kinder; 10.15: Hochamt mit Predigt: 11.30: M. mit Predigt.— Elisabeth Kirche. *: M. mit Predigt; 9: Hochamt mit Predigt: 10.15: M. mit Predigt.— Christ Künigs Kapelle, Arndtstr. 22. M.: 8: Mo mit Predigt: 9.30: Hochamt.— Boni jalins Gemeinde. 7: M.: 8: M. mit Predigt: 9.15: Hochamt: 11: M. mit Predigt.— Kreuz Gemeinde. 6.30: M.; 7.30: M. mit Predigt: 8.30: Kinderm. m. Pr.; 9.30: Hochamt mit Predigt; 11: M. mit Predigt.— Hl. Geist Gemeinde. 6.30: M.: 7.30: Kinderm. mit Predigt: 8.30: Gymnasialm, mit Predigt; 10: Hoch amt mit Predigt.— Herz Jesu Gemeinde. 7: M. mit Predigt: 8: M. mit Predigt; 9: M. mit Predigt; 10: Hochamt mit Predigt.— Franziskus Gemeinde. 6: M.; M. mit Predigt: 8: M. mit Predigt; 9: M. mit Predigt; 9.45: Hochamt mit Predigt: 11: M. mit Prediat.— Liebfrauen Gemeinde. 5 u. 6: M.; 7: M. mit Schulm.; 9: M.„mit Predigt; 10: Hochamt mit Predigt: 11.30: M. mit Predigt.— Apostel Gemeinde. 6.30: M.: 8: M. mit Predigt; 9.30: Hochamt mit Predigt: 11: M. mit Predigt.— Anna Kirche. 6.15: a: 2., mit Predigt: 9.00: Hochamt mit Predigt: 0.50. M.: 11.30: M. mit Predigt.— Suitbertus Ge meinde. 6.30: M. mit Predigt: 7.30: M. mit Predigt: ." Schnm. mit Predigt: 9.55: Hochamt mit Predigt: „#####M mit Predigt.— St. Josefs=Gemeinde, 5.15: erste M.: 6: Levitenamt; 7.15: M. mit Predigt; 8.30: M. mit Predigt: 9.30: Kinderm. mit Predigt: 10.30 Hochamt: 11.45: M. mit Predigt.— Michaels Gemeinde. 6.45; M.; 7.45: M. m. Predigt; 9.30: Hochamt mit Prediat: 11: M. mit Predigt.— Dreisaltigkeits Gemeinde. 6.30: M.: 7.30: M.; 8.45: Hochamt mit Predigt: 10.15: M.; 11.15: M. mit Predigt.— Alberius Mag nus Gemeinde. 7: M. mit Predigt: 8.30: M. mit Pre diat für die Kinder: 10: Hochamt mit Predigt.— Antonius Gemeinde. 5.30: M.: 6.30: M.; 7.30: M. mit Predigt; 8.30: Kinderm. mit Predigt; 11: M. mit Pre digt.— Gertrudis Gemeinde. 7: M. mit Predigt: 8: M. mit Predigt: 9: Kinderm. mit Predigt; 10: Hochamt mit Prediat: 11.30: M. mit Predigt.— Livorins Ge meinde Körne. 7.15: M. m. Pr.; 9: Kinderm. m. Vrediat: 10: Hochamt mit Predigt. St. Martins*:0 mit Prediat: 9: M. mit Predigt; 10.15: M.— Clemens Gemeinde Brackel. 6: M. m. Pr M. mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt.— Josefs Gemeinde Asseln. 7.30: M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.— Immaculata Gemeinde Scharnhorst. 7.30: M. m Predigt: 10: Hochamt mit Predigt.— DortmundSchüren. 7: M. mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt. — Dortmund Sölde. 7.30: M. mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt.— Remigins Kirche Mengede. 6.15: M.: 7.30: M. mit Predigt; 8.45: Kinderm. mit Predigt; 10: Hochamt mit Predigt.— St. Josefs Kirche Nette. 50: M. mit Prediat: 10: Hochamt mit Predigt.— Dortmund Bodelschwingh. 7.30: M. mit Prediat: 10: Hochamt m. Pr.— Herz Jefn Gemeinde Brambauer. 5.90: M.; 7: M. m. Pr.: 8.30: M. m. Pr.: 10: Hochamt mit Pr. Pfarrgemeinde Derne. Pfarrkirche. 7.15: M.; 9: Kinderm. mit Predigt; 10.15: Hochamt mit Predigt. Krankenhaus. 6.15: M. mit Predigt. Niederbecker. 8.45: Hochamt mit Prediat.— Josephs Gemeinde Kirchlinde. 6.30: M. mit Prediat; 8: M. mit Prediat: 10: Hochamt mit Predigt.— Dortmund Deusen.:: M. mit Predigt: 9.30: Hochamt mit Predigt.— Barbara Gemeinde Eving. 7: M. m. Pr.; 8: M. m. Prediat: 9: Hochamt mit Prediat: 11: M. mit Predigt.— Marien=Gemeinde Obereving. 7: M. m. Pr.: 9: Hochamt m. Pr.: 10.45: M. mit Predigt.— Urbanns Gemeinde Huckarde. 6: M. mit Predigt: 7: M. mit Predigt: 8.15: Schulm. mit Predigt: 9.15: Hochamt mit Predigt: 10.30: mit Predigt.— Barbara Gemeinde Dorstfeld. 6.30: M.: 7.30: Livitenbochamt: 10: M. mit Predigt.— Dortmund Marten. 7: M.: 8.30: M.; 10: Hochamt— St. Karls Gemeinde Dorstfeld. 7: M. mit Predigt; 9: Hochamt mit Prediat; 10.30: M. mit Predigt.— St. Magdalena Kirche Lütgendortmund. 6.15: M. mit Prediat: 8: M. mit Prediat: 9: M. mit Predigt im Krankenvaus: 10.15: Hochamt mit Predigt.— HerzJesu Kirche Oespel Kley. 7: M. mit Prediat: 10: Hochamt mit Predigt.— Clemens Gemeinde Hombruch. 6: M. in der Kapelle des Krankenhauses; 7: M. mit Predigt: 8.30: M mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt; 11.15: M. mit Predigt.— Franziskus Gemeinde Barop. 7.30: M. mit Predigt; 10: Hochamt mit Predigt. Stifts=Kirche. 6.15: M.; 7.30: M. m. Pr.; 9.00: M. m. Pr. für die Kinder: 10.00: Hochamt m. Pr.: 11.30: L. M. m. Pr.— St. JosephsKirche. 7.30: M. m. Pr.: 10.00: Hochamt m. Pe- Herz=Jesu=Kirche. 6.15: E. h. M.; 7.30: Zw. b. M. m. Pr.: 9.00: Kinderm. m. Pr.; 10.00: Hochamt m. Pr.: 11.30: L. b. M. m. Pr.— Brünningbausen. 7.30: M. m. Pr.: 10.00: Hochamt m. Pr.— Hochsten. 8.00: Fm. m. Pr.; 10.15: Hochamt m. Pr. Familienchronik und Jubilden Hohes Alter 80 Jahre. August Tappe, Dortmund, Ardeystraße 91. Jahre. Karoline Reinhardt, Dortmund, Mallinckrodtstraße 111. Goldene Hochzeit Eheleute Ludwig Knäpper, Eving, Kaupstr. 2. Auch unsere herzlichsten Glückwünsche Unna.(Deutsche Arbeitsopferversorgung.) Eine wichtige Versammlung der Deutschen Arbeitsopferversorgung findet am Sonntag 15 Uhr im Lokal Wilhelm Wittler, Adolf=Hitler=Straße, statt. 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Die Der Die Nach dem Caracciola trifft sich die ir Rennfahrer am Male auf der Mellaha in lis im internat Preis von Von den 30 den Kampf um neue FerrariTrainingsversuc glückte, ist noch am Rennen te Trossi mußte sein neuer Ma ist. Wer wird: preis ausgestatt erringen? Ob große Wurf g werden durch en 3 und dre treten. Carac von Brauchi Mercedes=Wager und Rosemer steuern. Unser den Mannen Privio und Romeos zu erb Eindruck hinterl Wagen werden 1 soweit sein, um eingreifen zu kö Benz=Leuten mi Spitze mit Rückst und die von uns größere Zuverlä Chance mehr Ferrari=Leuten erfordern eine v Maschine, und erhöhtem Maße abhängig. Wer wird, ist vollkor ist, daß es eind Obwohl das von Tripolis“ n gehört, die nach der Europameist dieser Begegnun Bedeutung zu, seit zehn Jahrer Aufmerksamkeit hat. Hier hande im sportlichen A um die Austra deutendsten Lott „rotteria di Unter Ausni Rasse besonders schaft der Italie amt mit Predigtz Gemeinde Barop. mit Predigt. 30: M. m. Pr.; 1.00: Hochamt m. S t. JosephsHochamt m. Peb. M.: 7.30: Zw. .: 10.00: Hochamt — Brünning= ochamt m. Pr.— Hochamt m. Pr. ubiläen rimund, Ardeyd i, Dortmund, 1g. Kaupstr. 2. e eitsopferVersammlung irgung findet Pilhelm Witt2.95 3.90 36=38 g. d. 9. Wel 's Tante Prelse von an. Anlang nde gegen hr. busahrten rimund, traße 8 10. Mai Baum= nach Könter. Abf. Pr. 6.50 lübende and. Abf. N M. 3.50 ahrt ins I. Abf. 14 M. 3.—. enkranz 3345. ern allen n bei weg 14 ust lker und sch. für sporte u. Autovenrüge Daüilscher Volkssport Sonnabend, den 9. Mai 1936 Westsälische Landeszeitung Rote Erde Minden und Mülheim vor dem Gruppensieg? Die zweite Runde um die Deutsche Handball-Meisterschaft Am letzten Sonntag hatten die 16 HandballGaumeister programmgemäß die Vorrunde der Gaugruppenspiele beendet. In den vier Gruppen ist jeweils nur ein Verein ohne Niederlage geblieben MTSA. Leipzig in Gruppe 1, M S V. Magdeburg in Gruppe 2. Hindenburg Minden in Gruppe 3 und Rasensport Mülheim in Gruppe 4 führen mit je 6:0 Punkten. Dabei ist die Situation für Hindenburg Minden entschieden am günstigsten, denn die Westfalen haben gegen jeden ihrer Rivalen bereits vier Punkte Vorsprung und dürften kaum noch einzuholen sein. Dagegen müssen die drei übrigen Spitzenreiter das Rückspiel gegen ihren gefährlichsten Rivalen noch auf dessen Platz bestreiten, so daß hier das letzte Wort noch nicht gesprochen sein dürfte. Die erste Vorentscheidung fällt bereits kommenden Sonntag, da Mülheim nach Darmstadt muß. Die Paarungen lauten: Gruppe 1 Oppeln: Post Oppeln— Berliner SV. 92 Seip4te: MTSA. Leipzig— Hindenburg Bischofsburg. Gruppe 2 Hamburg: TV. Oberalster Hamburg— KTV. Stettin Magdeburg: MSV. Magdeburg— Post Hanover. Gruppe 3 Köln: TVgg. Obermendig— Hindenburg Minden Geislingen: TV. Geislingen=Altenstadt— SpVgg. Fürth. Gruppe 4 Darmstadt: MSV. Darmstadt— Rasensport Mülheim Waldhof: SV. Waldhof— Kurhessen Kassel. Minden in Köln Die Turnvereinigung Obermendig hat sich für die Begegnung mit dem Westfalenmeister den Platz des Kölner SC. 99 im Weidenpescher Park ausgewählt. Kölns Handballgemeinde wird sich die Gelegenheit, den klaren Favoriten der Gruppe 8 im Kampf mit dem Mittelrheinmeister zu sehen, nicht entgehen lassen, zumal Hindenburg Minden zur Zeit in wesentlich besserer Form ist als Ostern. Die Mindener Soldaten können auch diesem Kampf mit größter Ruhe entgegensehen, denn selbst im Falle einer Niederlage steht ihr Endsieg doch so gut wie außer Frage. Minden wird aber bestrebt sein, durch den zu erwartenden Sieg sich schon jetzt dicht ans Ziel zu bringen, denn dann genügt ein einziger Punkt aus den restlichen zwei Kämpfen zur Sicherung des Gruppensieges. Mülheim muß nach Darmstadt Im Gegensatz zu den anderen Gruppen fällt in der Gruppe 4 die Vorentscheidung vielleicht schon am kommenden Sonntag. Der Niederrheinmeister, nach seinem überzeugenden 9:5=Erfolg über den MSV. Darmstadt erster Favorit auf den Gruppen sieg, muß schon jetzt zum Rückspiel in die„Höhle des Löwen". Der Deutsche Meister von 1934 wird gewiß alle Kraft aufbieten, um seine letzte Chance auf den Gruppensieg bzw. ein Entscheidungsspiel mit Mülheim zu wahren. Vor heimischem Publikum wird Darmstadt voraussichtlich mit besserem e Können aufwarten, aber Mülheim ist nach seiner Giroueite II, Masizp. Toto 57 Pl. 17. 14, 62. glänzenden Erfolgserie innerlich so gefestigt, daß] 3. R.: 1. Estafette(F. Rochetti), 2. Mademoiselle uns auch diese ohne Zweifel schwerste Aufgabe für 1 Rosetteg, 3. La Flamme UI. Ferner: Cannelont, Ma unseren Meister keineswegs unlösbar erscheint. Hdor# Apbusb, Amsraute,„Strula, Bater Paspa, Hau Ein Sieg über Darmstadt wäre zugleich auch der! 4. R.: 1. Fedor(G. Dusorez), 2. Saint Honorat endgültige Gruppensieg. 3. Maratein?— To 5. R.: 1. Andrinople(W. Mather), 2. Tamovar, 3. Goody. Ferner: Organdi, Lurdy Gurdv, Maitland. La Grise, Raisonnable II. Toto 51, Pl. 15. 16. 13 6. R.: 1. The Fire(A. Duputt), 2. Magic Grev, 3. Tant Pis. Ferner: 4 en Chiffres, Turkish Deliabt, Verdure III, Ma Perle, Rochetta, Noroc, La Louviere, Toig g 4. 23. 28, Velle Grise. Vell Heatber. Organisations=7, R.: 1. Rinib Dute(R. Bretbes), 2. Hira, 3. komitee für die XI. Olympischen Spiele in Berlin###s; asterner: Ton Juan. Toi er Mor, Wal des1936, ist das Buch seines amtlichen Eharakters 8len0s. Toio 30, Vl. 16, 21. Unsere Voraussagen Heute in Karlshorst 1. Rennen: Erwin v. Steinbach— Mönch 2. Rennen: Ligustrum— Lebensweg 8. Rosanike— Frauenfreund 4. Rennen: Maria Theresia— Sicambria 5. Rennen: Rheinwacht— Dreiläufer 6. Rennen: Orsina— Passatwind 7. Rennen: Hyksos— Gnade 8. Rennen: Reichsbahn— Irrigoyen. Heute in Le Tremblay 1. Rennen: Ramazan— Jutilité 2. Rennen: Le Kirghize— Carpaccio 8. Rennen: Xanoria— Rebuffade 4. Rennen: Aethel Pride— Le Val d'Or 5. Rennen: Roi de Trefle— Assuérus 6. Rennen: Radnor— Manteau Royal 7. Rennen: Randolph— Saint Mihiel. Rennen in Saint=Cloud am 8. Mai 1. R.: 1. Mademoiselle Kyky(F. Rochetti), 2. Eglé, 3. Landart. Ferner: Manine, Gabés II, Saint Gali Tulipe, Ombelle, Blue Sea. Toto 32, Pl. 14, 18, 15. 2. R.: 1. Pandora(M. Allemand), 2. Isolda, 3 Olympiabuch ist da Im Reichssportverlag Berlin ist soeben das neue Amandi: Bellina. Olympiabuch„Handbuch der Ausschreibungen“ er=Toto 63, Pl. 24, 23. 24 schienen. Herausgegeben vom Organisations=] 7. R.: 1. Rintb Tul 33 Kämpfer— 3 Meister Olumpia-Ausscheieungen der Gewichtheber in Essen Weltrekordversuch von manger Gewichtheber sind Kämpfer! Dem Außenstehen den mag das nicht sofort einleuchten. Wer es aber einmal miterleben darf, wie ein Mann mit 150 Pfund Eigengewicht das Doppelte, also 300 Pfund, zur Hochstrecke stößt, der bekommt einen Begriff davon, wieviel Kampfgeist und geballte Energie hinter einer solchen Leistung steckt. 33 starke Männer aus allen deutschen Gauen werden sich am Sonntag im Essener Saalbau an der Hantel gegenüberstehen. Im Leicht= sind es 18, im Mittel= und Halbschwergewicht je zehn Bewerber, die um den Titel und ebenso kostbaren zweiten Platz streiten, denn bei der Olympiade wird Deutschland in jeder Klasse durch zwei Mann vertreten sein. In den drei Klassen fehlt keiner, der auch nur die geringste Aussicht hätte, in die Entscheidungen einzugreifen. Damit ist die Gewähr für spannungsvolle Kämpfe und hervorragende Leistungen geboten. Im Leichtgewicht Jansen Normalerweise ist der Vorjahrsmeister, Jansen Essen, auch diesmal wieder in Front zu erwarten Die Europa=Meisterschaft holte er sich in Paris mit 650 Pfund. Behält Jansen Sonntag seine Ruhe und Sicherheit, so wird er es auch diesmal wieder schaffen. Bei der starken Konkurrenz werden wohl wieder 650 Pfund notig sein. Für den zweiten Platz sind gleich ein halbes Dutzend Bewerber gut. Kolb soll ganz groß in Form sein, so wird aus Schifferstadt gemeldet. Da ist der junge Wupperder im Training beachtliche Leistungen schaffte, dann kommt der Europameister von 1933 Thiersch=Erfurt, und der Breslauer Schwitalle. der Zweite des Vorjahres. Ferner kommen für die ##inongruppe noch Claussen=Lübeck, SchwiegerReitturnier am Freischütz Interessante Reiterkämpfe sind am Sonntag zu erwarten Der zweite Kampf der Motoren Die besten Rennfahrer im droßen Preis von Tripolis vor einem neuen deutschen Sieg? wegen besonders zu beachten.: In erster Linie zeichnet sich das Buch durch seine Uebersicht aus was bei der Fülle des Materials umso erstaunlicher ist. Die gesamten Olympischen Wettbewerbe sind klar herausgestellt, die allgemeinen Bestimmungen bis ins kleinste erörtert und amtlich ausgelegt. Endlich wieder ein Sportbuch, das sowohl den Ansprüchen eines Fachmanns, wie auch den nicht minder wichtigen Wünschen eines Laien Rechansater Zum Sonntag nein dterarene s gerte der ein Jagdreiten folgt. Den weiteren Teil füllen aus Lagenpkerte=Briftungen für Eint und Zwestämner, sich deit eleihe Leicgentek. ei. Bachandteislaus gault Aedargen aniactalen Pregautlern Hun und der Maniau... irtlich lehrreiches Clympia=Buch zu erwerben, ist a.: 9,.: sevnis., galng vervorragend ausgefallen Dressurreiten. nicht entgeben lassen. Für die ausgeschriebenen 10 Prüfungen wurden st entgehen lassen.1 160 Nennungen abgegeben. Vornehmlich werden die SA=Reiter in den Prüfungen an den Start! Kreis=Alterstreffen in Witten kommen, die aber gegenüber den Reitern des Reiter deeie-cnethiressen in Willen Regiments 15 Paderborn und der Kavallerie=Schule; um morgigen Sonntag findet auf dem Jahnplatz Hannover einen schweren Stand haben werden. in Witten das diesjährige Kreis=Alterstreffen des Während am Vormittag Vorprüfungen abge Märkischen Turnkreises statt. Das Meldeergebnis ist halten werden, bietet das Programm des Nach= ganz hervorragend ausgefallen, so daß eine Teilmittags eine Materialprüfung für Kaltblutpferde nehmerzahl erreicht wird, wie kein Alterstreffen je Dressurprüfungen der Klassen A, L und M, eine zuvor. Es beteiligen sich auch drei 70jährige Turner Eignungsprüfung für Reit= und Wagenpferde, eine an den Wettkämpfen. In jeder Beziehung sind Eignungsprüfung für Wagenpferde(Zweispänner) Vorbereitungen getroffen worden, um das Fest zu Nach dem großen Sieg des Europameisters caracciola im Großen Preis von Monaco trifft sich die internationale Elite der europäischen Rennfahrer am kommenden Sonntag zum zweiten Male auf der 13,1 Klm. langen Rundstrecke von Mellaha in der italienischen Kolonie Tripolis im internationalen Rennen um den„Großen Preis von Tripolis“. Von den 30 zugelassenen Wagen nehmen 28 den Kampf um den großen Lotteriepreis auf. Der neue Ferrari=Mann Farina, welcher bei Trainingsversuchen auf der Monza=Bahn verunglückte, ist noch nicht wieder soweit hergestellt, um am Rennen teilnehmen zu können. Auch Graf rossi mußte seine Nennung zurückziehen, da sein neuer Maserati=Wagen nicht fertig geworden ist. Wer wird nun die mit einem stattlichen Geldpreis ausgestattete, heiß umstrittene Siegestrophäe erringen? Ob Caracciola zum zweiten Male der große Wurf gelingt? Die deutschen Interessen werden durch vier Wagen von MercedesBenz und drei Wagen der Auto=Union vertreten. Caracciola, Chiron, Fagioli und von Brauchitsch sitzen hinter dem Steuer der Mercedes=Wagen, wogegen Stuck, Varzi, und Rosemeyer die Wagen der Auto=Union steuern. Unsere schärfsten Gegner haben wir in den Mannen um Ferrari mit Nuvolari, Brivio und Tadini auf den neuen AlfaRomeos zu erblicken, die in Monaco einen guten Eindruck hinterließen. Die Maserati= und BugattiWagen werden trotz größter Anstrengung noch nicht soweit sein, um erfolgreich mit in den Endkampf eingreifen zu können. Wir räumen den MercedesBenz=Leuten mit Caracciola und Chiron an der Spitze mit Rücksicht auf ihre größeren Erfahrungen und die von uns rein gefühlsmäßig beurteilte etwas größere Zuverlässigkeit der Maschinen eine kleine Chance mehr gegenüber den Auto=Union= und Ferrari=Leuten ein. Die klimatischen Verhältnisse erfordern eine völlige Umstellung von Mensch und Maschine, und der Ausgang des Rennens ist in erhöhtem Maße von der Verfassung beider Teile abhängig. Wer von beiden Fabrikaten gewinnen wird, ist vollkommen gleichgültig, die Hauptsache ist, daß es ein deutscher Sieg wird. Obwohl das Rennen um den„Großen Preis von Tripolis“ nicht zu denjenigen Veranstaltungen gehört, die nach den Vorschriften der AJACR. in der Europameisterschaft gewertet werden, kommt dieser Begegnung doch eine außerordentlich hohe Bedeutung zu, da das vom italienischen Staat seit zehn Jahren besonders geförderte Rennen die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich gezogen hat. Hier handelt es sich nicht allein um den Sieg im sportlichen Wettkampf, sondern gleichzeitig auch um die Austragung einer der größten und bedeutendsten Lotterien der Welt, die berühmte „Lotteria di Tripoli"! Unter Ausnutzung der, in der romanischen Rasse besonders stark ausgeprägten Spielleidenschaft der Italiener, wurde hier in geschickter Weise und Jagdspringen der Klasse A, L und M. Die einem besonderen Ereignis zu machen. mit dem sportlichen Wettkampf eine Lotterie ver- Kavallerie=Schule Hannover stellt die Schaunummer, bunden, an der das gesamte italienische Volk den die die reitsportlichen Prüfungen beenden. denkbar stärksten Anteil nimmt Seit Monaten] Den Höhepunkt im Programm bilden die Dressur=] Amateure auf der Matte Herdecke gegen Lippstadt Herdecke zeigte in letzter Zeit eine starke Formveri Wert von üder 10 Mrllionen Tixe GDausetzen. Mit diesem Verkaufsergebnis ist natürlich liebe. Da alle Pferde, von denen Flaminga, Blaudas Interesse des italienischen Volkes am„Großenl blüter und Idealist erst beim Bielefelder Reitturnier Preis von Tripolis" bis zur Siedehitze gesteigert! Siegeslorbeeren ernteten, qualitätvolle Dressurworden. denn alle haffen am lanmiahe T.a.laimm. f. m. H... denkbar stärksten Anteil nimmt. Seit Monaten]. Den Höhepunkt im Programm bilden die Dressur wurde zum Absatz der Lose zwischen Brenner=Paß prüfung und das Jagdspringen der Klasse M. In und der Südspitze Siziliens in allen italienischen der Dressurprüfung Klasse M kommen folgende Dörfern und Städten eine unerhört rege, aktive neun Pferde an den Start: Intrigantin, Balduin, besserur un nu: di freie vor den Meister Propaganda durchgeführt, wobei es auch in diesem Flaminga, Fledermaus, Major Gerhards Chor=]schaftskämpfen dazu aus, die Mannschaft durch GesellJahr wieder gelungen ist, über 3 Millionen Lose knabe, Kav.=Schule Hannovers Blaublüter. Hidalao,1 schaftskämpfe in bester Versassung zu valten. Die Gaste im Wert von über 30 Millionen Vire.gPzu, jioße Ha tgasle#kenge tan gemap#egramin, Segead: Pluher hell=Luicher ein und werden uice gusasehen. Plapanlags werden die aeUhr bei Fischer an und werden nicht enttäuschen. Platzanlage werden die Stürmer des VfL. wohl auch Hudkarde gegen Rote Erde Dortmund „„aumatseue Treisur- Nach längerer Pause empfängt die Hansa=Mann woroen, denn alle hoffen am kommenden Sonn=]pferde sind, wie man sie seit langem in Schwertes schaft eine gute Stassel aus Dortmund und wird in tag durch den Sieg ihres Favoriten zum mehr= nicht mehr vereint sah, wird man reiterliche dem am Sonntagabend um 7 Uhr im Laale Hoppe steifachen Millionär zu werden, so wie Caracciolas Leistungen erleben, die den Besuch lohnend machen. mannschaft auch diesem Gegner gewachsen ist denkwürdiger Sieg im vorigen Jahr einen kleinen Eine sehr gute Besetzung bat auch das Jagdspringen annichent auch bietem Seonet eenagten V. rom hen Steuerbeamten zum sechsfachen Klasse M erfahren, in dem 25 Pferde gestartet Millionär gemacht hat. lwerden. Auch hier spielt das Reiter=Regiment 15 Zum ersten Male hat in diesem Jahr das die Hauptrolle, da sich Offiziere und Pferde dieses i. Finanzministerium die„Lotteria di Regiments augenscheinlich in großer Form befinden, „Teipoli“ in eigen Obhut genommen, o daß die rwas beim Bielefelder Turnier so recht in Erscheinung erfolgt. Die ltrat. Reiter wie Oberst Graf v. Rothkirch, der ####e Spielzumme rammt in der Weise zur Ver= Regimentskommandeur des Reiter=Regiments 15, Rennens ein Junge der Rallila mit ung des Ohlt. Menke Rittmeister Graf von Plettenberg Bangart büirgen fir dast== m Ooit. Frhr. b. d. Braunschweig, Erdmann=Suhl und Schubert=Welzow in Frage. Großkampf im Mittelgewicht Wohl in keinem Jahr, solange Rudi Ismayr Meister ist, hat die Krone unseres Olympiasiegers so bedenklich gewackelt, wie in diesem. Wir glauben ja, daß der Freisinger mit einem fix und fertigen Schlachtplan antritt. Die Endsumme in seinem Rechenexempel wird bestimmt höher lauten, als die, die ihm im vergangenen Jahre den Europameistertitel einbrachte. Sie wird höher lauten müssen, wenn er Meister bleiben will, denn da ist Opschruf(Trier), der angespornt durch große Leistungen seiner Gegner, Rekorde reißt und stößt. Da ist in aller Stille fertiggemacht Adolf Wagner (Essen), der sich allerhand vorgenommen hat. Und Hans Gottschalk(Essen), der bislang des Meisters getreuer Schatten war. Zwischen diesen Vieren wird es einen Kampf auf Biegen und Brechen geben, und Rekorde werden bestimmt fällig sein, Mit Abstand hinter diesen vier Titelanwärtern folgen die sechs übrigen Bewerber. Deutsch im Halbschwergewicht Den Ludwigshafener Deutsch darf man in dieser Klasse getrost als den ausgesprochenen Favoriten betrachten. Im vergangenen Jahre holte er sich den Titel mit einer Leistung von 730 Pfund. Kürzlich schaffte er sogar noch 750 Pfund, so daß er seinen Titel auch diesmal behaupten wird. Dagegen ist der zweite Platz vollkommen offen. Bierwirth (Essen), Gitel(München) und Leopold(Erfurt) kommen hierfür in Frage. Wer von den drei Bewerbern über 700 Pfund hochbringt, hat die besten Aussichten. Einen Achtungserfolg würde der junge Gottschalk(Essen) schon mit dem fünften Platz erringen. Neuer Weltrekord von Manger? Unser junger Europameister im Schwergewicht, Josef Manger(Freising) wird am Vormittag einen Weltrekordversuch im beidarmigen Trücken unternehmen. Dieser steht zur Zeit auf 271 Pfund und wird von Altmeister Straßberger(München) gehalten. Die Programmfolge der Meisterschaften Sonntag 1 1 Uhr: Einmarsch sämtlicher Teilnehmer; Titelkämpfe im Halbschwergewicht, Rekordversuch von Meister Manger.— 20 Uhr: Titel= kämpfe im Leicht= und Mittelgewicht; anschließend Siegerehrung durch Fachamtsleiter Dr. Heyl(Berlin) Zweite Fußballreise des„Columbus“ Die Sonderfahrt der„Columbus" zum Fußballänderkampf Deutschland gegen England in London scheint großen Anklang gefunden zu haben. Es ist geplant, im Herbst wieder zwei solche Fahrten zu veranstalten, und zwar zu den Länderkämpfen Schottland und Irland. Die Reise beginnt am 11. Oktober in Bremerhaven, das am 19. Oktober abends wieder erreicht wird. Hockey in Dortmund VfL. Dortmund gegen Wasserfreunde Soest Am Sonntag werden die Hockeyspieler vom Verein für Leibesübungen Dortmund mit denen von Wasserfreunde Soest die Schläger kreuzen. Die Spiele finden am Wittekindshof statt und beginnen um 15 Uhr. Die i. Mannschaft des VfL. hat in diesem Rückspiel viel gutzumachen, denn vor einigen Sonntagen mußte sich eine ersatzgeschwächte Mannschaft den besseren Stürwarlaltinn.4 ihrer eigenen ein besseres Zusamenspiel durchführen, um ibrerseits Erfolge der Soester auszuholen. Man kann also gespannt auf den Ausgang dieses Rückspieles sein. Da die Spielerinnen des BfL. ihr erstes Spiel gegen Soest mit 8:0 glatt gewinnen konnten, wird es ihnen diesmal wobl auch nicht schwer fallen, den Sieg zu wiederholen. 840 0 Klärung in der Abstiegstrage FüRball-Meisterschaftsspiele in der Gruppe Dortmund den 30 Konkurrenten lautet. Die Gewinn=Nummern werden durch Rundfunk bekanntgegeben, so daß die Spannung der Spieler über den Ausgang des Rennens buchstäblich bis zur Siedehitze gesteigert wird. Für den Hauptgewinn kommt diesmal die ansehnliche Summe von 4,7 Millionen Lire zur Verteilung, während der zweite Treffer 1,9 Mil Reit=, Spring= und Fahrturnier in Aprath 15. Reiter=Regiment Padervorn am Start In der Dortmunder Gruppe bringt der zweite Maisonntag noch vier Meisterschaftstreffen, die unter Umständen schon in der Abstiegsfrage ganz klar sehen lassen. Gewinnen die Alemannen ihr Spiel gegen Hagen 72, und bleiben die Hörder daheim gegen Dortmund 95 siegreich, so dürften im VfL. Wetter, Dortmund95 und dem VfL. Kamen die drei Abstiegskandidaten feststehen. Ein anderer lionen Lire, der dritte 950.00, der vierte 475.000,]„Auf dem herrlich gelegenen Turnierplatz Verlauf der Spiele würde aber keine Ueberraschung der fünfte 287000 Lire einbringt. auf Schloß Aprath, ein beliebter Ausflugsort im bedeuten so daß die endgültige Entscheidung unter Von den teilnehmenden 80 Rennfahrern erhält Bergischen Land, findet am Wochenende das dies= Umständen noch bis zum letzten Punktespiel hinaus der erste Sieger, außer den üblichen Geldpreisen, jährige Reite, Spring= und Fahrturnier des Reit= gerückt wird. aus der Spielsumme den ansehnlichen Betrag von und Fahrvereins Wülfrath=Aprath statt. Es ist zu 1 Alemannia Dortmund— Hagen 70 219 700 Lire, während der zweite 118800, der dritte Erwarten, daß an beiden Turniertagen spannende icmannia Torimund— Hagen 7= 59 400 und der vierte 47.500 Lire bekommen wird. Reiterkämpfe zur Entscheidung gelangen. Das Pro hatten sich die Klemannen im Anfang der Außer diesen Prämien gelangen 475 200 Lire unter gramm umfaßt 22 Wertbewerbe. 150 Pferde werden Spielzeit und bis weit in die Mitte hinein nicht den startenden 30 Konkurrenten zur Verteilung. in den verschiedensten Prüfungen an den Start traumen lassen, daß sie noch in Abstiegsgefahr geDer sportliche Kampf, wird genau wie im Vor= kommen. Es wird in Aprath ein erneutes Treffen katen wurden. Aber nach der Niederlage gegen jahr, außerordentlich schwer und heftig werden. geben unter den Turnierställen, die aus Nachen,]Mengede und der noch größeren gegen den BV. Die in der Wüste gelegene Rennstrecke ist außer= Köln, Duisburg, Essen, Mülheim, Krefeld Elber=rambauer und schließlich dem 1:3 gegen den ordentlich schnell und in einer Breite von 25 Mtr.] feld, Barmen und Hagen mit gutem Pferdematerial Horder Sé. bedarf es des ganzen Einsatzes der mit überhöhten Kurven tadellos ausgebaut. Der zur Stelle sind. Da 1Alemannen um das Mißasschis in Li.f., i.r Vorjahrssieger Rudolf Caracciola fuhr hier die! Paderborn, mit 14 schnellste Runde mit 220,167 Std.=Klm., so daß auf wird das Program den Geraden und in den kritischen Phasen des auf das Publikum Rennens die Geschwindigkeit von 800 Std.=Klm. nicht unsere guren SA=, SS= und HJ=Reiter, die und ist in den letzten Treffen noch zuverlässiger geüberschritten werden mußte. Da sowohl die deut= in fast allen Konkurrenzen genannt haben. worden, so daß die Gastgeber vor einer Aufgabe sabe schneller geworden sind, st bei günsigem Somadend das Pragtamm, hieran schließt sich ein sonnen großer Hite stellt die Strecke bei der Schneligleit Dressurprüfung Klasse 2, ein Jagdspingen Klasse A. ansautragg a endge Eit nag drei Spielise ee#, eergerchschze,.„iarderung g eine Lreisurdrühung alase R und ein Gruspen=. urngen und kenuen den Abteg nur dun enan die regende Reifen, so daß es wahrscheinlich an auf springen. Besonders interessant und abwechllungs mindatt eau; sie aus diesen drei Begegnungen ., Verschzebungen in der Spitzengruppe reich ist de Progran, des Sonntaas. das mit 1 Tamur aun Bunite berautholen, denn ihr schlechtes während des heitzen Kampes nicht sehlen wird. einer Dresurprüfung Klasse A eröffnet wird, der Alemannia oder Wetter zu ihren Ungunsen entscheiden. Ob ihnen dieses Vorhaben gelingt, muß allerdings stark bezweifelt werden, denn schon der sonntägliche Gegner in Hörde kann ihnen sehr leicht einen Strich durch die Rechnung machen, wenn auch im allgemeinen beide Einheiten die gleichen Vorzüge und Nachteile ins Feld zu führen haben. Die Hintermannschaften sind verhältnismäßig zuverlässig während das Sturmkönnen beiderseits zu wünschen übrig läßt. Immerhin hat der Hörder Angriff sehr oft durch gute Leistungen überrascht, und besonders zu Hause war die Mannschaft oft genug sehr gut in Form. Ein knapper Sieg des Platzvereins würde daher nicht überraschen. Sportfreunde Dortmund—V. wagen Iu dieser wegegnung steht für beide Mannschaften nichts mehr auf dem Spiel, lediglich die Sportfreunde können durch einen Sieg ihre Tabellenstellung noch etwas verbessern. Ob ihnen dies aber bei der guten Hintermannschaft der Hagener, die noch am letzten Sonntag im Pokaltreffen gegen den VfL. Benrath ausgezeichnet abschnitten, gelingt, ##ek bezweisett sein. In der Kampfbahn wird zwar die Sportfreunde=Elf in gewohnter Weise besser zur Entfaltung kommen, aber rein spielerisch ganrn Gaste den Dortmundern gegenüber manche BV. Brambauer— VfL. Kamen # Der Taveslenletzte hat nichts mehr zu gewinnen. Trotzdem wird die sympathische Kamener Elf mit ihren zahlreichen Nachwuchskräften versuchen, in den letzten Spielen einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Der Angriff der Gäste ist allerdings zu schwach, daß an einen Enderfolg gedacht werden könnte. Ein sicherer Sieg des BV. Brambauer sollte das Ende sein. Peuges gg Wirtschaftliche Nachrichten Folge 126 9. Mai 1936 Der Lothringen-Konzern im Jahre 1935 Weitere Fortschrifte der inneren Wiedergesundung Günstige Entwicklung der Eisenbetriebe Die Bergbau A.-G. Lothringen und die Eisen- und Hüttenwerke A.-G. zu Bochum. die soeben ihre Bilanz für 1935 vorlegen, können für das abgelaufene Geschäftsjahr ein zufriedenstellendes Ergebnis ausweisen. Somit machte auch die innere Wiedergesundung des Lothringen-Konzern weitere Fortschritte. Der Vorstandsbericht der Bergbau A-G. Lothringen befaßt sich einleitend mit der allgemeinen Besserung der Absatzlage, die auch den Zechen und Eisenbetrieben des Unternehmens zugute gekommen ist. Die Produktionsanlagen der eisenschaffenden- und-verarbeitenden Betriebe waren das ganze Jahr über nahezu voll beschäftigt und auch im neuen Geschäftsjahr. so heißt es weiter, sei bisher keine Abschwächung eingetreten Die Produktionsziffern haben sich durchweg, teils sogar beachtlich weiter erhöht. So stieg die Kohlenförderung auf rund 2.013 Millionen Tonnen. d. h. um 1.75 Prozent gegenüber 1934. Die Kokserzeugung lag mit 266 174 Tonnen um 4.4 Prozent höher als 1934. Besonders stark gestiegen ist die Stickstoffgewinnung und Rohteererzeugung. und zwar erstere um 21.8 Prozent und letztere um 20.6 Prozent. An Rohbenzol wurden im Berichtsjahr 2842 Tonnen gewonnen, also 12.1 Prozent mehr als in 1934. Das Kokslager hat um 12 550 Tonnen auf 16 510 Tonnen abgenommen. Die Zahl der Feierschichten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich abgenommen. im Durchschnitt der 2. Jahreshälfte entlielen auf jeden angelegten Arbeiter 24.26 Schichten. Die Gefolgschaft stellte sich Ende 1935 auf insgesamt 6 572 Personen gegen 6523 Ende 1934 Die Ertragsrechnung weist einen Betriebsüberschuß von 22.329(20.765) Mill. RM. aus. Aus den Beteiligungen wurden 0.557(0.609) Mill. R9f. und an außerordentlichen Erträgen 0.835 (1.182) Mill. RAI vereinnahmt. Anderseits erforderten: Löhne und Gehälter 13.400(12.638). Soziale Abgaben 2.221(2.207). Zinsen 1.048(0.854) Steuern 1.760(1.723) und sonstige Aufwendungen 1.383 (1.174) Mill. RM. Nach Vornahme von Gesamtahschreibungen in Höhe von 2.875(3.041) Mill. RM. verbleiht ein Reingewinn von 10867.— RM., der mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen wird. In der Bilanz wird das Anlagevermögen mit 32.382(39.518) Mill. RM. ausgewiesen. Von den Abgängen ist der Verkauf der Grube Schauinsland erwähnenswert. Das gesamte Umlaufsvermögen hat sich geringfügig auf 17.273(18.306) Mill. RM. ermäßigt, im wesentlichen durch einen Rückgang der Warenvorräte und der Wechselbestände, letzterer infolge Einlösung der Russenwechsel. Anderseits zeigen auch die Verhindlichkeiten mit insgosamt 30 299(33.533) Mill. RyI. einen Rückgang: in erster Linie sind es die Bankschulden, die sich um rund 2.5 Mill. ermäßigt haben. In der am 22. Mai stattfindenden Hauptversammlung soll eine Erhöhung des AktienkapitaIs um 621000 RM. auf 20 800 000 RM. vorgeschlagen worden, um die für den Umtausch von Graf Schwerin-Kuxen notwendigen LothringerAktien zu beschaffen. Die Verwaltung von Lothringen berichtet, daß der größte Teil der außenstehenden Graf Schwerin-Gewerken von dem Umtauschangebot(RM. 4000 Lothringen Aktien gegen 1 Kux Graf Schwerin) Gebrauch gemacht hat. Die Eisen- und Hüttenwerke A.-G. Bochum, deren Aktien sich fast restlos im Besitz der Bergbau A.-G. Lothringen befinden, vermochte im Rahmen des Produktionsaufstiegs der eisenschaffenden Industrie auch ihre Anlagen in zunehmendem Ausmaß zu beschäftigen. Die Verwaltung erklärt jedoch im Geschäftsbericht, daß als Folge der unzulänglichen Beteiligungsgrundlage des Werkes im Feinblechverband die volle Entfaltung der absatzmäßig und betriebstechnisch gegehonen Möglichkeiten gehemmt worden sei und darüber hinaus erhebliche finanzielle Aufwendungen für zusätzliche Beschäftigung notwendig geworden wären. Der Auslandsabsatz habe sich, allerdings unter den bekannten Preisopfern, gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent erhöht. Die Gefolgschaftsziffer des Unternehmens stellte sich Ende 1953 auf insgesamt 2340 Personen. Infolge der gegebenen Beschäftigungsmöglichkeiten hat sich das Durchschnittseinkommen je Gefolgschaftsmitglied im Berichtsjahr in steigender Richtung bewegt. Die Ertragsrecnnung schließt mit einem Betriebsüberschuß von 7.839(7.457) Mill. RM. ab. Aus freigewordenen Rückstellungen wurde ein Buchgewinn von 0.209 Mill. RM. erzielt. Dagegen wurden verausgabt für: Löhne und Gehälter 5.255 (4.612). Soziale Abgaben 0.529(0.392). Zinsen 0.374 (0.624). Steuern 0.672(0.538) und sonstige Aufwendungen 0.919(1.034) Mill. RM. Für Abschreibungen wurde ein Betrag von 0.580(0.428) Mill. RM. verwandt. In der Bilanz ist der erhebliche Rückgang des Wechselbestandes auf 0.227(1.941) Mill. RM. bemerkenswert. Auch hier dürfte es sich um die erfolgte Einlösung der Russenwechsel handeln. Anderseits haben sich unter den Verbindlichkeiten die Bankschulden auf 0.223(1.678) Mill. RM. ermäßigt. Ueber die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr teilt der Vorstand mit, daß sich das neue Jahr mit einem ausreichenden Auftragsbestand und zufriedenstellenden Produktionsziffern der bisher abgelaufenen Monate beschäftigungsmäßig günstig angelassen habe. E. B. Ver. Constantin der Große Weiterhin zufriedenstellende Entwicklung Die ordentliche Gewerkenversammlung der Gewerkschaft Ver. Constantin der Große zu Bochum, in der 36 Ciewerken mit 4418 Kusen vertreten waren, genchmigte einstimmig den bekannten Geschäftsabschluß für 1935. Zur Entwicklungslage des Unternehmens führte Bergwerksdirektor Dr. Verres u. a. aus, daß der Betrieb sich störungs- und reibungslos entwickelt habe. Die starke Erhöhung der Förderung in den letzten Jahren als Folge des Aufschwungs der Wirtschaft mache naturgemäß Investitionen notwendig, die zusätzliche Kosten über- und untertage verursachten. Das Erfordernis der Verstärkung der Aus- und Vorrichtung untertage sowie die Entwicklung des Betriebes übertage durch den erweiterten Betriebsumfang verlange nicht unerhebliche Mitter. Die Gewerkschaft habe die Errichtung einer modernen Kokereianlage von sechzig vier Meter hohen Verbundöfen in Angriff genommen und rechne damit, daß die neue Kokerei Anfang nächsten Jahres die Erzeugung aufnehmen könne. Gegen Ende des laufenden Monats würde der große Umbau der Wäsche auf Schacht 415 beendet sein, der gestatte. Fett- und Gaskohle getrennt oder gemischt nach den Qualitätswünschen des Sendikats zu liefern. Die Feierschichten hälten sich auf acht gegen zwölf im Vorjahr verringert, die Belegschaft sei von 5718 auf 6208 gestiegen, was einer Vermehrung um 8% entspreche. Die Beurteilung der Aussichten für das Jahr 1936 seitens der Verwaltung ist zuversichtlich. Zunahme des Ruhrkohlenabsatzes Im April Der Gesamtabsatz für Rechnung des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats von den Ruhrzechen, der sich in den letzten Monaten in absteigender Linie bewegt hat. hat im April wieder etwas zugenommen. Er beirug nach den vorläufigen Feststellungen arbeitstäglich 197 000 f gegen 191 000 t im März. Die Zunahme liegt allerdings ausschließlich beim bestrittenen Gebiet, während der Absatz in das unbestrittene Gebiet noch etwas zurückgegangen ist. In das unbestrittene Gebiet, gingen arbeitstäglich 91.000 t(91000 t im März), in das bestrittene Gebiet 106 000 t(97000 t im März).— Einschließlich der Aachener Zechen und der Saargruben betrug der Gesamtabsatz für Rechnung des Sendikats im April arbeitstäglich 230 000 t (225 000 t im März).— Die Lagerbeslände auf den Zechen des Ruhrgebiets haben noch etwas zugenommen, und zwar in Koks: insgesamt beliefen sie sich Ende April (einschließlich Koks und Briketts. auf Kohle umgerechnet) auf 5.2 Mill. t gegen 5.1 Mill. t Ende März. AUS DER SCHIFFAHRT Nur kleines Geschäft an der Ruhr Erneute Zwangsversteigerungen Zutriedenstellendes Rhein-Seegeschäft Duisburg. 8. Mai.(Eig. Bericht.) Das Geschäft an der hr kann immer noch nicht befriedigen. Es ist zwar tzustellen, dall in einzelnen Relationen etwas mehr zu tun , a b e r i m g a n z e n w i r k t s i c h d i e s n o c h n i c h t a u f d i e mmung aus. Die Liegezeiten für die Partikulierliffer sind immer noch sehr lang. Erst in diesen gen konnten die letzten noch aus Februar auf der Liste nenden Hanaikanne untergebracht werden. Selbst die edereien können zum Teil ihre Schiffe nicht laufend beläftigen, obschon seit einiger Zeit in den Verfrachtungen Berg das Koksgeschäft etwas besser geworden ist. Das Geschäft zu Bera erhält einige Stütze durch einen sseren Durchgangsverkehr von den Seehäfen nach dem errhein, so dall in den Schleppahleilungen wenigstens was zu tun ist. Für Partikulierboote ist das Bergleppgeschäft indessen nach wie vor sehr nlecht. Die Schlepplöhne zu Berg notieren unverändert, ich wird der Satz von RM. 0.90 die Tonne nach Mannim in den sellensten Fällen angelegt.— In den Ueberhmesälzen zu Berg kann man sehr unterschiedlichen Mtierungen begegnen, wie überhaupt die Uebernahmesätze hr schwanken je nach Beschäftigungsgrad und Beweglichit eines Unternehmens.„„„ Z u Tal bielet sich für die Partikulierschiffahrt eiwas ehr Möglichkeit, an Reisen zu kommmmmen. Es werden er laufend am Tage Fahrzeuge angenommen, die an der ihr in Ladung gelegt werden, während vom Kanal eniger Abrufe kommen. Immerhin mul man auch im algeschäft die Liegezeiten bis zu sechs Wochen rechnen. gibt Partikulierschifffer, die in diesem Jahre erst wei Reisen gemacht haben. Noch schlechter als in r d e u t s c h e n P a r t i k u l i e r s c h i f f a h r t l i e g e n d i e V e r h ä l t n i s s e der holländischen. Hier könnte man indessen e Verhältnisse etwas bessern und vor allem die Liegeiten abkürzen, wenn man eine etwas beweglichere rachtenpolilik treiben würde. Man könnte so manche artie erwerben, die heute in Beiladung weggcht, weil die irtie allein die geforderte Fracht nicht tragen kann. An einen und mittleren Ladungsmengen ist immer etwas zu aben, hierauf gründet sich ja auch das zunehmende Molorihn- und Bootsgeschäft. In den letzten Wochen ist es wiederholt zu Zwangsersteigerungen von Kähnen gekommen, wie auch ieder Schiffe mit der Kette belegt worden sino. Beachtet man einmal die Hypotheken, die auf diesen Kähnen ihen und die Zinsrückslände, so muß man sagen, das es ir einen Partikulierschiffer, der einen hochbelastelen ahn besitzt, unmöglich erscheint, überhaupt jemals wieder einem sorgenfreien Arbeilen zu kommen. Es ist daber 1 b e r ü c k s i c h t i g e n, d a ß m a n c h e K a h n h y p o t h e k n o c h m i t ner Ausfallbürgschaft in Verbindung steht und somit eine wangsversteigerung noch weilere Schwierigkeiten, unter meländen Verlust eines weiteren Kahnes oder eines auses an Land, nach sich ziehen kann. Das erste halbe ahr in der Rheinschiffahrt ist in wemigen Wochen abelaufen und es erscheint fraglich, ob die zweite Iällte en Ausfall des ersten wieder wettmachen wird. Zufriedenstellend, wenn auch hier mit grolsem Kampf nd Krampf verbunden, ist das Rhein-See-Geschäft. venigstens für die, die nicht laufend Tausende von onnen in einer Woche heranschaffen müssen, um ihre leer verdenden Fahrzeuge wirtschaftlich wieder zu belegen. Es onnten in der letzten Zeit sogar größere Trampmotorchiffe am Niederrhein mit Ladung verschen werden, wie uch Leerraum herangezogen wurde, um allen Verpflichungen nachzukommen. Im Rhein-See-Kleintonnageverkehr onnten alle Schiffe abgehend wieder mit Ladung verenen werden. Auf diesem Gebiete ist der Rückzus eines Maklers“, aus der Schifferbörse und vom Damm in seine rivatwohnung zu registrieren, eine Folge der unzureichenen Provisionszahlungen und Beengung des Geschäftes durch troßunternehmen der Spedition. m Rotterdamer Frachtenmarkt Oberrhein Der Wasserstand war Donnerslag fallend. Die Nachfrage nach Leerraum war kaum besser als tags zuvor. Bei ruhiger Stimmung entwickelle sich eine stetige Preistendenz. Nach Mannheim wurde elwa 52½ Cis. pro Tonne verlangt mit den bekannten Zuschlägen nach Karlsruhe. Straßburg und nach den Mainstalionen bis Aschaffenburg. Die Güterzufuhr war mittelmäßig. Niederrhein. Der Wasserstand war fallend. Die Nachfrage nach Leerraum war gegenüber derselben für Verlacungen nach dem Oberrhein merklich besser, jedoch blieben bei Börsenschluß noch manche Wünsche offen. Kahnraum wurde zwar genügend, aber etwas weniger al: tags zuvor angeboten, da weniger Leerraum seitens der Reedereien an den freien Markt gebracht worden ist. Die Stimmung war unverändert bei stetiger Preistendenz. Für Erz nach der Ruhr wurde etwa 15, 20 Cts. pro Tonne bei 4 bzw. 8 Löschtagen bezahlt, nach Mülheim-Ruhr etwa 17½. 22½ Cts. bei denselben Fristen. Nach dem Rhein-Herne-Kanal stand Kahnraum nur knapp zur Verfügung, so daß auch Donnerstag die Preise uneinheitlich blieben, höher als während der letzten Wochen. relativ gesprochen. Bei der Ruhr-Erzfracht war näm ich viele Wochen lang 5 Cis. als gültiger Zuschlag nach Horl. Grimberg usw. angesehen worden, der jetzt seit einigen Tagen elwa 7½ bis 10 Cts. geworden ist, so daßl für Kanalraum 29½, 25 Cts. bei 4 und 27½. 30 bei 8 Löschlagen angelegt werden mußlte. Die Erzzufuhr war etwis rückgängig, indem 6 Erzdampfer in Rotterdam eingetroffen waren, u. a. bestimmt für Krupp. Vereinigte Stahlwerke Seam. N. V. Viking usw. Thussen Vulcaan hatte in Vlaardingen keine Erzmengen abzufertigen. Der Schlenptarit war für beladene Schiffe 22½ Cts. J. G. K. Unterschiedliche Umschlagstätigkeit In den Duisburg-Ruhrorter Häfen Duisburg. 8. Mai.(Eig. Bericht.) Die Lage der Speditions- und Umschlagsbetriebe in den Duisburg-Ruhrorter Iläfen war weiterhin(lau, besonders in den letzten Wochen, und zeigt erst in diesen Tagen durch stärkeren Imschlag in Eierbriketten nach Holland etwas mehr Leben. Im allgemeinen läßtt die Anfuhr von Cütern aller Art zu den freien Umschlagsbetrieben zu wünschen übrig. Die Verladung von Kohlen erfolgt zumeist nur bei den Anlagen des Kohlensyndikats und der ihm angeschlossenen Firmen, während Zuteilungen an Privatfirmen nur vereinzelt erfolgen. Teilweise lagen, so im April. die Krananlagen der freien Umschlagsfirmen völlig still oder sie waren nur mit 10 bis 15 v. H. ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt. Hin und wieder zeigte sich einige Abwechselung durch die Verladung von Ammoniak und Eisen, zumeist in direkte Rhein-Seeschiffe.— Die Konzernbetriebe waren dagegen zumeist mit regelmälligen ausreichenden Zuläufen beschäftigt, die die Einführung von mehreren Schichten je Tag und Kran notwendig machten. Die Getreideankünfte bei den Speditionsfirmen waren im April um 32 v. H. größer als im Monat zuvor, bleiben aber gegenüber April 1935 um 30 v. H zurück. fDüsseldorfer Hafenverkehr Im April Der Monat April 1936 brachte gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres einen weiteren Verkehrszuwachs, wie dies in den drei voraufgegangenen Monaten ebenfalls der Fall war. Während im April 1935 nur 160 433 1 Güter umgeschlagen wurden. stieg diese Ziffer in dem Berichtsmonat auf 173 754 t. Das ist eine Zunahme von 13321 t oder 8%. In den ersten vier Monaten des Jahres 1936 wurden insgesamt 710 661 k Güler umgeschlagen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug der Güterumschlag 580 067 t. Demnach beträgt der Verkehrszuwachs für diese Zeit 130 591 1 oder 23%. Im Berichtsmonat verkehrten im Hafen 1214 Schilfe. Darunter befanden sich 257 Dampfschilfe und 515 Motorschiffe, also zusammen 802 Selbstfahrer. Berliner Wertpapiermärkte (Eigener Bericht) Berlin, 8. Mai. Die sprunghafte Ilaltung der Aktienmarkte sand an der Freitagbörse Fortsetzung. Die Kundschaft der Banken kam mit erweiterten Käufen an den Markt und auch der berufsmäßige Hlandel schritt weiter zu Neuanschaffungen, so daß die Sprunghaftigkeit in der Kursbildung des Vortages zu Beginn der Freilagbörse noch stärker hervortrat. Mit geringen Ausmalen lagen die Eröffnungskurse der Aktienmärkte um 1 bis 2 v. H. über dem Schluß vom Donnerslag. Darüber hinaus waren Bubiag. Rhein. Braunkohlen. Bemberg. Disch. Linoleum bis last 3 v. H. erhöht. Für Dortmunder Union trat eine Disserenz von 4½ v. H. ein, wobei jedoch der Markt sehr eng war. I. G. Farben standen mit einer Tagesbelestigung von 1½ v. H. Iebhaft im Verkehr. Im Gegensalz zur Gesamthaltung neigten Reichsbankanteile eher zur Schwäche. Altti und Schuckert schlossen sich in mäßtigem Tempo der Aufwärtsbewegung an. Nach Erledigung der ersten Aufträge waren die Abweichungen wesentlich geringer, da etwas mehr Material zum Ausgleich zur Verfügung sland. Gegen Ende der zweilen Börsenstunde ergaben sich verschiedentlich als Folge der vorangegangenen Erhöhungen kleine Rückschläge durch Glattstellungen des berufsmälligen Ilandels. Absolute Markstille herrschte für festverzinsliche Werte. Dies wurde dadurch unterstrichen, das eine erhebliche Zahl von Kassarenten aus Mangel an Aufträgen nicht zur amtlichen Notiz gelangten. Die Reichsaltbesitzanleihe wurde fast unverändert bewertet. Reichsbahnvorzugsaktien zogen etwas an. Anhallendes Interesse bestand für Industrielle Schuldverschreibungen. Ebenfalls erhielt sich die Nachfrage für einige Altbesitzanleihen der Länder und auch Hamburger Neubesitz. Die„übrigen Länderanleihen waren elwas ermälligt. Am Pfandbriefmarkt lag Angebot für Liquidations-Pfandbriefe vor. Prorinzial- und Stadtanleihen tendierten eher ruhig. In der Verfassung des Geldmarktes änderte sich gegenüber dem Vortag kaum etwas. Dies galt auch im Marktverhältnis der kurzfristigen Anlagen. Tagesgeld war verschiedentlich unter dem bestehengebliebenen Satz von 3 bis 3¼ v. H. erhältlich. D—y Man nannte: Disch, Anl. Ausl. einschl. 113%. Aku 51½. AEG. 36 ¾. BIIW. 132, I. P. Bemberg 91. Julius Berger 131. Berl. Maschinen 123½, Braunk. Brikett 201. Buderus 101¼. Charl. Wasser 114¼. Conti Gummi 180%4. Daimler Benz 1##. Dessauer Gas 133. Disch. Erdöl 120%. Dimd. UnionBrauerei 2081. Elektr. Licht und Kraft 145½. EngelhardtBrauerei 92¾. I. G. Farben 169. Feldmühle 12488. Gesfürel 137¼. Th Goldschmidt 108½. Harpener Bergbau 125 ¼. Ileesch-Köln Neuessen 103. Kali Aschersleben 120 1. Klöcknerwerke 98¼. Koksw. Chemie 133¾. Laurahütte 24%, Mannesmann 95. Mansfeld 111¼. Maschinenbau 93. Orenstein& Koppel 85. Rheinstahl 127. RWE. 131½. Rütgerswerke 131¼. Salzdelfurth 1841/. Schubert& Salrer 111¼. Schuckert& Co. 140. Schultheißl-Patzenhofer 108 8/8. Siemens& Halske 185. Ver. Stahlwerke 917. Zellstoff Waldhof 132%. Reichsbank 183¼, Hapag 15, Nordd. Lloyd 16⅝. Otari Minen 23 11. Tägl. Geld 3—3¼, Privat-Diskont 3, Reichsbank-Diskont 4. Lombard-Diskont 5. Steuerdurchschn. 109, dto. 1934 110½, Gruppe II 1934 103 3/8, 1935 107⅜. 1936 111½ rep., 1937 111⅝. 1938 111½ rep., Dt. Anl. Ausl. 113¾, 5½proz. Int. „Young“. 103¾. 6proz. Pr. Staalsanl. 1928 108.3, 6proz. Pr. Landrente 1+2 97½. Westf. Prov. Ausl. 113%. 6proz. Nachener RM1 29 90 84. 6proz. Düsseld. RM 26 92¾. 6proz. Oldenb. Stl. Krd. Kom. 1 95, 6proz. Pr. Ld.-Pfdbr. R 4 97. dio. 17+18 97. dto. 19 97. dto. R 10 97, dio R 21 97. dto. Kom. R 16 94%4, dto. Kom. R 20 94¾. dto. Kom. R 6 913/4. 6proz. Landsch. Ctr. G. 94. 6proz. Westf Ld. Feingold 25 94¼, dto. Feingold 26 95, dto. Feingold 27 R 1 93⅞. dto. Gold 1+2 95⅛. 6proz. Westf. Hausgrund R 1 95½. 6proz. Westf. Ldsch. Gold 96. 4proz. Disch. Ztr. Bod. Gold Em. 4 87⅜. 6proz. Pr. Ztr. Bod. 24 95%. dto. 28 95%, dto. 26/27 95½, 5%proz. dto. 26 Liquid.„101.7, 6proz. dto. Kom. 26 28 93¼4. 5½ proz. Pr. Ctrbod. Liquid. 101.7. 5proz. dto. Anteile 10.55. 6proz, Rh.-Westf. Bod. 4. 6. 12 96½, dto. 16. 1+2 Erw. 96½. dto. 7. 9. 17 96½, dto. Kom. 29, S. 7 95, 6proz. Roggenrenten 1—3 95¼. Mannesmannröhren-Werke, Düsseldorf Düsseldorf, 8. Mai. Wie uns von der Verwallung der Mannesmannröhren-Werke, Düsseldorf, bestätigt wird, hat diese heute ein Abkommen über Austausch ihrer Betciligung an der British Mannesmann Tube Company Lid., New Port, gegen einen dem Wert des Unternehmens entsprechenden Betrag von Vorzugsaktien an der United Tube(Iloldings) Lid., London, abgeschlossen. Letztere ist eine neugeschafsene Gesellschaft, deren Stammkapital im gemeinsamen Besitz von Stewarts and Lloyds Lid. und Tube Investments Lid. ist. Einer der Vorteile, die den Mannesmannröhren-Werken in der Vergangenheit aus dem Besitz der Majorität der British Mannesmann-Aktien erwuchsen und deretwegen sie zelegentlich der Neuerrichtung ihres Huckinger Hütlenwerkes im Jahre 1928 diese Majorität wiedererworben hatten, war die Liefcrung von Halbreug und Blechen für die Röhrenfabrikation. Durch die Aenderung der britischen Zollpolitik wie auch durch die seilens des Stahlkartells angeordneten Beschränkung der Einfuhr nach England sind diese Pläne hinfällig geworden. Aber nicht dieser Umstand allein, sondern die Gesamtentwicklung der englischen Wirtschaftspolitik, insbesondere in der englischen Eisenindustrie, hat es der Gesellschaft ratsam erscheinen lassen, ihre fabrikatorischen Interessen in Enaland aufzugeben. Man ist daher der Ansicht, daß das geschlossene Abkommen der zwischen den beiden Ländern bestehenden Situationen besser gerecht wird und sich schließllich zugunsten beider auswirken wird. Eine Bedingung des Abkommens ist, daß der Name British Mannesmann Tube Company“ innerhalb von sechs Monaten nach dem offiziellen Datum der Neuordnung erlischt. Der Saatenstand Anfang Mai 1936 Berlin, 8. Mai. Das Aprilwetter war allgemein kühl und naß. Aus den westlichen Provinzen Preußens und aus dem Süden des Reiches wurden bereits in einzelnen Gebieten zu starke Niederschläge gemeldet. Die Bestellungsarbeiten sind infolge des zu nassen Wetters erheblich verzögert worden. Der Stand der beurteilten Feldfrüchte hat sich, wie das Statistische Reichsamt meldet, im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres und im Vergleich zum Vormonat nur unwesentlich verändert. Winterroggen hat sich im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres mit der Note 2.5(Vorjahr 2.6) um einen Punkt verbessert. Beinerkenswert ist die Verbesserung der Kleebestände, die mit 2.5(2.9) um vier Punkte aufgcholt haben. Winterweizen weist mit 2.4. Winterspelz mit 2.3. Wintergerste mit 2.5. Luzerne mit 2.4 und die Bewässerungswiesen mit 2.5 den gleichen Stand auf wie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Der Saatenstand ist also nach dem Urteil der amtlichen Berichterstatter als recht gut zu bezeichnen. Die infolge Auswinterung und sonstiger Schäden vorgenommenen Umpflügungen beim Getreide bewegen sich zwischen 0.2 und 01.06 der entsprechenden Anbauflächen. Größere U'mpflügungen— aber immer noch geringer als im dreijährigen Mittel— sind ledislich beim Klee mit 9.4 v. H., beim Winterraps mit 1.1 v. H. vorgenommen worden. Duisburg-Ruhrorter Schifferbörse Duisburg-Ruhrort, 8. Mai.(Frachtenmarkt.) Auch heute war an der Börse weiterhin schwaches Geschäft. Abschlüsse sind in der Bergfahrt nicht getätigt worden. Auch nach Rotterdam war wieder einmal ein schwacher Tag ohne Kanalvorlage und unveränderten Frachten. Bergfrachten ab Rhein- und Ruhrhäfen sowie ab RheinHerne-Kanal fallen aus. Talfrachten ab Rhein-Zechen-Häfen nach Rotterdam 0.85. ab Rhein- und Ruhrhäfen nach Rotterdam 0.90, nach Antwerpen-Gent 1.20. nach Brüssel 1.40, nach Lüttich 2.00, ab Rhein-Herne-Kanal nach Rotterdam nicht notiert, nach 2.87—9, Hameln 2.42-4, Minden 2.89—5, Elbewasserstände Hamburg. 8. Mai. Dresden+1.94, Wittenberg+3.00, Magdeburg+2.03, Tangermünde+2.94. Umtausch alter Rundfunkgeräte Gemeinsame Vereinbarung zwischen Reichsrundfunkkammer und Rundfunkwirtschaft Berlin, 8. Mai. Um den Rundfunkempfang im olvmpischen Jahr besonders zu fördern und allen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, die bevorstehenden grollen politischen und sportlichen Ereignisse im Rundfunk mitzuerleben, hat die deutsche Rundfunkwirtschaft im Einvernehmen mit der politischen Rundfunkführung soeben eine„Umtauschaktion für alte Rundfunkgeräte“ eingeleitel. Wie im Amtsblatt der Reichsrundfunkkammer„Archiv für Funkrecht“, nitgeteilt wird, ist dieses Abkommen im Einvernehmen mit der Reichsrundfunkkammer zwischen der Rundfunkindustrie, dem Rundfunkgroß- und-Einzelhandel zuslande gekommen. Danach kann jedes vor dem 31. Juli 1931 auf den Markt gebrachte Emplangsgerät bei einer in Berlin errichtelen Sammelstelle gegen einen Gutschein umgelauscht werden. Dieser Gutschein wird vom Einzelhändler beim Erwerb eines neuen Gerätes auf den Kaufpreis in Anrechnung gebracht. Es ist hierbei gleichgültig. um welches Fabrikat des gebrauchten Gerätes es sich handelt, auch der Zeitpunkt, zu dem das Gerät von seinem jetzigen Besilzer erworben wurde, hat auf den Umtausch keinen Einfluß. Ueber die Anschrift der Sammelstelle, an die alte Ceräte zur Vermeidung von Nachnahinen nur frankiert abgesandt werden sollen, sowie über alle weileren Einzelheiten kann sich der Besitzer eines vor dem 31. 7. 1931 hergestellten Rundfunkgerätes bei jedem Rundfunkhändler unterrichten. Die Umtausch möglich keit besteht nur für die Zeit vom 1. Mai 1936 bis einschl. 30. Juni 1936. Volksempfänger und der DAF-Emplänger 1011 sind von diesem Umtauschabkommen ausgeschlossen. Bekanntlich werden in diesem Jahr die früher im Sommer üblichen Preisherabseizungen für Rundfunkgeräte nicht erfolgen. Dafür ist jedoch durch vorstehendes Abkommen den Besilzern alter Rundfunkgeräte in den Monaten Mai und Juni Gelegenheil gehoten, neue Rundfunkgeräte zu besonders günstigen Bedingungen zu erwerben Aachener und Münchener FeuerversicherungsGesellschaft. Aachen In der oGV. der Aachener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft, Aachen, wurde der Abschluß für 1935 mit 8 Prozent Dividende und einer weileren Einzahlung auf das AK. von 5 Prozent teils aus dem Gewinn, teils aus dem Dividenden-Ergänzungsfonds einslimmig genchmigt, ebenso einige Salzungsänderungen, darunter u. a. die Aufnahme der Garderobenversicherung und die Gewährung von einer Stimme an jede Aktie. Vorstand und AR. wurde Enllastung erteilt. Neu in den AR. gewählt wurde lans wolf von Görschen in Wassenaar, Sohn des verstorbenen AR.-Vorsitzenden. Iinsichtlich der Sleigerung der Wertpapierslände wurde auf Anfrage mitgeteilt, daß diese einmal aus der Anlage von Mitteln sich erkläre, die I. V. für die Kapitaleinzahlung bereitgestellt wurden, zum anderen aus der Neuanlage von rund 1 Mill. RM1 Bankguthaben.— In der anschließenden GV. der Aachener RückversicherungseseIlschaft wurde beschlossen, aus dem Reingewinn von 927 182(1 126 482) RA1 eine Dividende von 8 Prozent auf das eingezahlte AK. von 2 Mill. RM. das sind 6.40 RM pro Aktie, auszuschütten und 500000 RM den Aktionären als weitere Einzahlung auf das noch ausstehende Ak. gutzuschreiben. Die Aktien sind alsdann mit 50 Prozent eingezahlt. Nach Abzug der satzungsgemäßen Gewinnanteile und Zuweisungen an den Sozialfonds werden 169 626 RM vorgetragen. Anstelle des verstorbenen Regierungsvizepräsidenten a. D. Robert von Görschen und des ausgeschiedenen Generaldirektors Wilhelm Spans wurden Dr. jur. Karl Artbur Pastor und Generaldirektor Walter Schmidt neu in den AR. gewählt. Konkurse Mülhelm(Ruhr). Nachlaß des am 22. Oktober 1934 ge storbenen Lederfabrikanten Eduard Wilhelm Umterhössel. Mörs. Nachlaßt des am 29. Februar 1936 in Rheinhausen gestorbenen Schneidermeisters Peter Josef Pohl. Bonn. Wilwe Peter Reimold, Christianne geb. Quast in Bad Godesberg. Bad Oernhausen. Kaufmann Oskar Niebuhr, Inhaber der Firma Gebr. Niebuhr. Hamburg. Kaufmann Johann Peter Steffen, alleiniger Inhaber der Firma Johann Steifen, alleiniger Inhaber der Teppiche-Maschinenfabrikanlagen und Armaturen. Unter Ablehnung des Vergleichsverfahrens. Sinzheim(Elsenz), Karl Breneckmann, Bäckerei in Steimsfurt. Saarlautern. Kaufmann Jakob Ecker in Dillingen. Vergleichsverfahren Bochum. O. H.-G. Carl Scheuermann, Filz- und Holz schuhfabrik sowie deren Gesellschafter Kaufmann Erich Scheuermann und der Nachlafl des am 12. März 1936 gestorbenen Gesellschafters Carl Scheuermann, dessen Erbe Erich Sch. ist. Lüdenscheid, Mechaniker Wilhelm Nockemann. Köln-Mülheim, Schneidermeister Barthel Gödde. Norden. Ehefrau Amalie Barbara geb. Stöhr in Dornum. Sülzbach(Saar). Kaufmann Mathias Bartels. Inhaber eines Geschäfts für Haus- und Küchengeräte in Friedrichsthal(Saar). Warenmärkte Hamburger Warenmarkt Hamburg. 8. Mai. Reis: Am hiesigen Markt blieb es bei nominell unveränderten Preisen weiter sehr ruhig. In der Woche vom 26. April bis 2. Mai wurden 168 000 Sack Reis über Hamburg eingeführt. Es handelt sich um Einfuhren für die nächsten Mühlenfreigaben, die für Anlang Rheinisch-Westfälische Börse zu Düsseldorf Düsseldorf. 8. Mai. An der Börse gestaltete sich die Tendenz heute wieder sehr fest. Sowohl von Seiten des Publikums als auch der Banken wurden Käufe vorgenommen und die Kursbefestigungen betrugen im Verlaufe 1 bis 4%. Börsenschluß: fest. Festverzinsliche Werte: Duisburg 1926 Duisburg 1928 Essen 1926. Ag. 19 Oberhausen 1927 Rheinprov Ldsbk 6 Pfdbr. 3 dto. Kom. A. 4 Dt. Kom Sammelabl Anl. R. 2 dto. ohne Auslosung Rh. Westt Bod. Cr G. Ilyp. R. 1 dio R. 11 dto Kom. 1926 R. 4-6 Westd Bod. Cr. G. 24-26 dto. Kom. Em 4. 8. Dt. Schiffskr. G. Pfdbr. R. 6 Aktien: Bösperde Walz Bonner Bergw u. Hüttenverein Braunkof'e Zukunkt Dahlbusch dto Verz Dorstener Lseng Gerresheim Jlas Hallesche Sal. Köln Gummifäl'en Königsbrauerei Duisburg Rheinische Enersie Schlegel Scharpers. Ver Rumpuswerke Waggon Uerdingen Dortmunder Aktienbrauerei Dortmunder Ritterbrauerei Dortmunder Unionbrauerei Telegrachische Auszahlung am 8. Mai 1936 Juni erwartet werden. Die östlichen Rohreismärkte melden ruhige Tendenz. Preise unverändert. Baumwolle: Ruhig. Superline mad. seinde white rongish Bremer Klausel Standard 1 4.50, Fine Oomra Bremer Klausel Standard II 5.45 Pence per Ibs. Orle und Fette: Sehr ruhiger Markt bei unveränderten Preisen. In der Woche vom 26. 4. bis 2. 5. wurden an Oelfrüchten im Hamburger Freihafen selöscht: 111 000 Sack Sojabohnen, 31 000 Sack Erdnüsse, 39 000 Sack Kopra, 2000 Sack Pahnkerne und 23000 Sack Leinsaat. Ferner kamen 30 000 Sack Oelkuchen zur Einfuhr. Preise unverändert. Kaffee: Ruhiges Abzugsgeschäft nach dem Inlande. Preise unverändert. Son malz: Ruhig, Preise unverändert. Hülsenfrüchte: Marktlage im allgemeinen weiler sehr ruhig. nur in Olhenashis kam es zu 27 RA zu einlgen Umsätzen nach dem Inlande. Preise unverändert. Kautschuk: Ruhig. Sheeis Loko 7½, Juni-Juli 7⅝, Juli-August 7 11/18 Pence per ibs Zucker: Am Effektismarkt war die Stimmuns wieder abwartend bei unveränderten Forderungen, Terminzucker still. Preise unverändert. Gewürze: Ruhig. Preise unverändert. Rauhfutter: Ruhig. Preise unverändert. Mandehucger Zucker-Notierungen Magdeburg. 8. Mai. Gemahl. Nehlis prompt per 10 Tage 31.971— 19½. Mai 31.97¼4-32-32.12½. Tendenz stetig. Notierungen in RM für 50 kg Weillzucker(einschl. M 0.50 für Sack und M 10.50 Verbrauchssteuer) brutto für netto ab Fabrik-Verladestelle Magdeburg und Umgebung, bei Mengen von mindestens 200 Zentnern. Magdeburger Zucker-Terminnotlerungen Nagdeburg. 8. Mai. Erste Ziffer Brief, zweile Geld: blai 3.55, 3.15. Juni 3.65, 3.55. Juli 3.75. 3.65. Augusl 3.85, 3.75. Oktober 4, 3.90. Dezember 4.15. 4.05. Tendenz; ruhig. Notierungen in RM für 50 kg Weillzucker netto, einschl. Sack, frei Seeschiffseile Hamburg, Getreidemärkte Kölner Produhten-Börse Köln, 8. Mai. Wiesenheu lose 6.00—6.50, Luzernekleeheu lose 7.40—7.80. Roguenstroh gepr. 2.10—2.30, Weizenstroh gepr. 2,00—2,20, Hafer- und Gerstenstroh gepr. 2.00 bis 2.20. Hamburger CIf-Votierungen für Getreide, Kleie und Santen Hamburg. 8. Mai. Weizen: Maniloba I hard Allantie Mai 5.35, Manitoba 1 Mai 5.25, Rosafé 79 kg Mai 5.10, Barusso Mai 5.30. Plata 67-68 kg Mai 3.30. Rogsen: La Plata 71-73 kg Mai 3.30. Mais: La Plata schw. 3.07½; bis 3.12½. Mai 3.07½. Juni 3.07½. Juli 3.07½. Sept. 3.10. Hafer: P'lata Unclipped lag 16-17 kg Mai 3.60. Plata clipped 51-52 kg Mai 3.70. Weizenkleie: Pollards schw. 90/0, Mai 90/0. Bran schw. 80/0. Mai 80/0. Leinsaal: La Plata 96% Mai 7.72½. Juni 7.77½. Rizinussaat Mai-Juni 1215/—. Bombar Leinsaat 100% Mai-Juni 13/—/—, Rapssaat Toria Mai-Juni 12/10/—. Viehmärkte Nusumer Marktbericht Husum, 8. Mai. Dem gestrigen Magerviehmarkt waren 2201 Rinder und 399 Schafe und Lämmer zugeführt. Der Ilandel in Rindern war ruhig, in Schafen mittel. Es bedangen: 2½-3jährige Ochsen: 1. Sorte 425—150, 2. Sorte 380—100, 2jährige Ochsen und Quien: 1. Sorte 370—1l, 2. Sorte 320—360. ½—1jährige Kälber 120—180. Fehrkühe, junse, 1. Sorte 390—120, 2. Sorte 320—370, dio. ällere. 1. Sorte 320—360, 2. Sorte 230—290, Kalbkühe: 1. Sorte 450 bis 500, 2. Sorte 380—410, Kalbquien: 1. Sorte 400—110, 2. Sorte 310—375, Schafe mit 2 Lämmern 80—95, mit 1 Lamm 60—70, jährige Schafe 43—17 RM das Stück.— Dem gestrigen Ferkelmarkt waren 487 Tiere zugeführt. Der Ilandel war gut. Es bedangen: 4—6 Wochen alte Ferkel 19—22, 6—8 Wochen alle 23—25, 8—10 Wochen alte 26—28 RM das Stück, Ausgesuchte Ware wurde über Notiz, abfallende unter Notiz bezahlt. Der Markt wurde geräumt. Berliner Produktenbericht (Eigener Bericht) Berlin, 8. Mai. Das Anschot in Weizen war heute elwas geringer als in den letzten Tagen. Die Nachfrage blieb beslehen. Die Berliner und die Großmühlen suchten kleberreichen Weizen bei einer Ausgleichsgebühr von 5.— bis 6.— RA zu erwerben, während Normalqualilälen größltenteils in der Provinz abrusetzen waren. Roggen wurde dringend begehrt und sland wenig zur Vorfüuung. Hauptsächlich waren es die kleinen Provinzmühlen, die Ware benöligten. Weizenmehl hatte kleines laufendes Bedarfsgeschäft.— Roggenmehl war bei guten Verwertungsmöglichkeiten abzusetzen. Futterhafer war etwas mehr angeboten. Futtergerste in Normalqualitäten fand glatte Käufer. Im Futtermittelmarkt lagen Kartolfelflocken weiler fest. Die geringen Posten Kleien, die zum Angehol gelangten. wurden aufgenommen. Auch getrocknete Biertreber fanden Käufer, während Malzkeime kaum das Geschäft aufzuweisen hatten. Die übrigen Artikel lagen unverändert. H. Berliner Metallmarkt (Eigener Bericht) Berlin, 8. Mai. Der deutsche Metallmarkt war heute unverändert. Für morgen werden neue Kurspreise erwartet. Unverändert notierte Elektrolrtkupfer und Feinsilber.— Der Terminmarkt lag auch heute unverändert geschäftslos.— Allgemeine Abschwächung war am internationalen Metallmarkt festzustellen, die besonders stark bei Blei und Zinn ausliel. Stetig lag nur Silber.—ck. Amtl. Preisfestsetzung für Kupfer, Blei und Zink (Reichsmark per 100 kg) Westfälische kandeszeitunge Rote Erde Folge 126. 9. Mai 1936 Finnische Gäste in Köln Köln. Auf Einladung der Reichsdienststelle der NSKOV unternehmen zur Zeit 23 finnische Staatsangehörige eine Kameradschaftsfahrt durch Deutschland. Am Donnerstag trafen die finnischen Kameraden in Köln ein. Auf dem Domvorplatz wurden die Gäste von Gauamtsleiter Geiger im Auftrage der NSDAP, der Stadt Köln und der RSKOV begrüßt. Sie besichtigten anschließend den Dom und wurden dann im Muschelsaal des Kölner Rathauses von der Stadtverwaltung empfangen. Nach der Besichtigung des Kölner Rathauses und dem Besuch einer bekannten Kölner Firma fand ein Empfang im Hotel Eden statt, zu dem die Bezirksgruppe der RSKOV eingeladen hatte. Ein zwangloses Beisammensein bot anschließend Deutschen und Finnen Gelegenheit zu gegenseitigem Gedankenaustausch. Dankopfer der Nation Auslandsdeutscher aus Belgien spendet 100 Frs. Dortmund. Der hiesigen Kreisleitung der NSDAP. ging folgendes Schreiben zu: Winterslag(Belgien), den 6. Mai 1936. „Ich sende hiermit 100 belgische Frs. und bitte Sie, diese der SA als Dankopfer der Nation zu überweisen. Ich bin Leser der Westfälischen Landeszeitung— Rote Erde und tue hiermit meine Pflicht als Deutscher. Mit deutschem Gruß Heil Hitler! gez.: Josef Jedler.“ Es ist erfreulich, daß sich auch Auslandsdeutsche in so herzhafter Weise an der Spende für das Dankopfer der Nation beteiligen. 72000 Reuaufnahmen Woche des Deutschen Jungvolks im Gebiet Ruhr-Niederrhein Essen. Nachdem nunmehr sämtliche genauen Meldungen aus der Woche des Deutschen Jungvolks vorliegen, kann man feststellen, welch ungeheuren Erfolg der Ruf der Hitler jugend im Gebiet Ruhr=Niederrhein gehabt hat. Heute kann gesagt werden, daß die Erfassung des Jahrganas 1926 hundertprozentig erreicht ist. Eine sehr erfreuliche Tatsache war die Feststellung, daß in den Gesundheitsuntersuchungen für die Aufnahme in das Jungvolk verhältnismäßig wenige zurückgestellt werden mußten, da sich bei allen ein guter Gesundheitszustand ergab. Weitere Zeugenvernehmung im Wreschinski-Prozeß Bochum. Der fünfte Verhandlungstag im Wreschinski=Prozeß rückte noch einmal die bei dem Angeklagten vorgefundene Uhr in den Mittelpunkt des Interesses. Der Zeuge Thiel, der einige Zeit vor dem Tode des G. dessen Uhr zur Reparatur hatte, sollte über die Iden tität der Uhr nähere Angaben machen. Fünf Uhren lagen auf dem Richtertisch, darunter die beschlagnahmte. Alle fünf hatte Th. bereits einmal in Händen, vier davon sind Besitztum anderer Personen, also kann die fünfte nur Eigentum des G. gewesen sein. Daß Th. sie repariert hat, dafür besteht für ihn kein Zwei fel, denn sie weist in einem eigenartigen Bruch im Innern ein für ihn untrügliches Kenn zeichen auf. Wäre dieser Zeuge ein vielbeschäf tigter Uhrenfachmann, könnte man Zweifel an seiner bestimmten Aussage haben. Da er aber nur gelegentlich und aus Gefälligkeit Uhren repariert, ist seine Bekundung um so bedeu tungsvoller. Heute wird die Zeugenverneh mung fortgesetzt. „Das Leben““ startbereit Eindrücke bai einer Vorbesichtigung/ Heute Eröffnung durch Reichsminister Dr. Frick Essen. Nach monatelangen Vorbereitungen erfuhr jetzt die großzügige Essener Ausstellung „Das Leben“ ihre Vollendung. Gestern ging der heutigen Eröffnung durch Reichsminister Dr. Frick eine Vorbesichtigung voraus, in der nian sich— obwohl der letzte Hammerschlag noch lange nicht getan ist— schon ein Bild von dem wirklich umfangreichen und äußerst anschaulichen Material machen konnte. „Das Leben“— diese einfach alles umfassende Bezeichnung, muß gerade bei unserem heutigen Wollen, ein gesundes und starkes Volk zu sein, jedem einen Anreiz geben. Und das, was das„Deutsche Hygiene=Museum“ in Dresden mit seiner berühmten Wanderschau (erstmalig in Berlin gezeigt) in Wort, Bild und Ton bietet, stellt die Behandlung der ernstesten Fragen unseres Daseins dar. Das Kern= und Paradestück ist natürlich „Der gläserne Mensch", dem inmitten der Halle 1— gleich beim Betreten zieht er den Blick auf sich— ein verdunkelter Ehrenraum zugewiesen ist. Das größte Wunderwerk der Natur— der menschliche Körper— ist von Menschenhand nachgebildet, der Lautsprecher erklärt uns die abBlick in die fast fertige Ausstellungshalle 5 Aufnahmen: van Heckern Verbandssparkasse Dortmund berichtet Rückblick auf 25 Jahre segensreicher Tätigkeit Dortmund. Gerade in diesen Tagen sind 25 Jahre darüber vergangen, seit die Kreissparkasse des Landkreises Dortmund, deren Rechtsnachfolgerin seit der Auflösung des Landkreises die jetzige Verbandssparkasse Dortmund geworden ist, die Pforten ihres Geschäftsgebäudes Ostenhellweg 36 38 dem Verkehr öffnete. Die Kreissparkasse Dortmund hat stets gemeinnützig der gesamten Bevölkerung dienen wollen. Von diesem Ziel ist auch die Verbandssparkasse Dortmund als Rechtsnachfolgerin nicht avgewichen, und die Bevölkerung hat es ihr durch starkes Vertrauen gelohnt, so die Entwicklung des Instituts fördernd, das mündelsichere Anstalt der Städte Dortmund, Castrop=Rauxel, Herne und Lünen ist. Ueber die Entwicklung der Kreissparkasse und jetzigen Verbandssparkasse seit der Eröffnung bis zum Schlusse des Geschäftsjahres 1935 mögen die nachstehenden Zahlen einen.berblick geben: Am Ende des Jahres 1911 betrug der Spareinlagenbestand 1 525 435,08 RM. auf 1093 Konten, der bis zum Jahre 1923, dem Hochinflationsjahr die fantastische Höhe von rd Arbeit, Schulung und Erholung im Gau Westfalen=Süd Bochum. Gauwalter Parteigenosse Ernst Stein hatte nach dem Nationalen Feiertag die erste Arbeitstagung einberufen, an der sämtliche Abteilungsleiter, Gaubetriebsgemeinschaftswalter und Kreiswalter teilnahmen. In mehrstündigen Beratungen wurden von dem Gauwalter die Richtlinien für die kommende Arbeit bekanntgegeben. Nach dem herrlichen Verlauf des 1. Mai, so führte der Gauwalter aus, hätte jeder auch weiterhin seine ganze Arbeitskraft für Volk und Staat einzusetzen. Dieser 1. Mai sei wiederum ein jubelndes Bekenntnis zu Führer und Vaterland gewesen. Jedem Volksgenossen sei neue Kraft und starkes Vertrauen geschenkt worden, die er nun für seine verantwortliche Arbeit einzusetzen habe Nach der Tagung folgten die Tagungsteilnehmer einer Einladung des Gauwalters zum neuen Gauschulungsheim, das im mittleren Ruhrtal in landschaftlich herrlicher Gegend liegt und demnächst eröffnet wird. Gauschulungswalter Parteigenosse Dr. Lebrecht übernahm die Führung durch das Heim. Bei der Begrüßung führte er u. a. aus, daß in Zukunft in diesem Heim die DAF=Walter weltanschaulich und sozialpolitisch geschult würden, und daß der Grundgedanke die Kameradschaft und die gemeinsame Arbeit sei. Vorgesehen sind zunächst 16tägige weltanschauliche und 10tägige sozialpolitische Schulungen. Auch zu Wochenendkursen soll die Schule herangezogen werden. 40 Mann können jeweils in dem Heim Unterkunft finden. Parteigenosse Dr. Lebrecht sprach dann dem Gauwalter seinen Dank für die Unterstützung bei der Einrichtung der Schule aus. Nach einer kurzen Pause ging die Fahrt weiter zum Erholungsheim der DAF Frönspert, wo die Amtswalter im Kreise der erholungsbedürftigen Arbeitskameraden, die kostenlos in dem dortigen Heim für 14 Tage Aufenthalt finden, einige kameradschaftliche Stunden verlebten. Gestärkt für die neue Arbeit und beeindruckt von dem Schaffen der DAF, fuhren die Teilnehmer am Abend ihren Heimatorten zu. rutschte in den Wesel=Datteln=Kanal Münster. Am Wesel—Datteln=Kanal ist als Folge des letzten Lippehochwassers am Schölsbachdüker bei Dorsten die innere Kanalböschung auf rd. 150 Meter Länge in das Kanalbett abgerutscht. Nach Hebung des Kanalwasserspiegels ist über den abgerutschten Erdmassen wieder genügend Wassertiefe vorhanden, um den zweischiffigen Kanalverkehr aufrechtzuerhalten. Die Reichswasserstraßenverwaltung läßt nach Ablauf des Hochwassers auf der gefährdeten Kanalstrecke durchgreifende Sicherungsmaßnahmen ausführen, damit ähnliche Schäden in Zukunft vermieden werden. 9,896 Billionen Mark erreichte. Die in der Inflationszeit entwerteten Spareinlagen wurden nach den gesetzlichen Bestimmungen mit 2612 Prozent des errechneten Goldmarkwertes aufgewertet. Zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs führte man den Scheck= und Ueberweisungsverkehr in Verbindung mit dem Depositen= und Kontokorrentverkehr am 1. 10. 1914 ein. Die Kriegsjahre 1914 bis 1918 stellten an die Sparkasse besonders hohe Anforderungen. Die Zeichnungen auf die Kriegsanleihe, das damit verbundene Abrechnungsverfahren, die Aushändigung der Kriegsanleihe= stücke an die Zeichner erforderten das höchste Maß an Arbeitsleistung und Arbeitsfreudigkeit. Nach der unglücklichen Inflationszeit ist die Kreissparkasse Dortmund von neuem daran gegangen, den Sparsinn wieder zu pflegen und zu beleben. Der Erfolg zeigte sich darin, daß sie und ihre Rechtsnachfolgerin, die heutige Verbandssparkasse, trotz des durch die große Arbeitslosigkeit und die schwere Wirtschaftskrise des Jahres 1931 eingetretenen Rückschlages heute einen Bestand von rund 13.5 Mill. Spar= und Scheckeinlagen ausweist. Die im Umlauf befindlichen Sparbücher betragen 13 200 Stück. Das Durchschnittsguthaben eines Sparkontos stellt sich auf 919,— Mark. Im Depositen=, Giro= und Kontokorrentverkehr werden 1000 Konten geführt. Die Modernisierung des Geldverkehrs und Rationalisierung des Betriebes erforderte die völlige Umstellung der Konten und Buchführung auf Maschinen. Dem Sparverkehr steht als Aktivgeschäft die Pflege des Real= und Personalkreditgeschäftes gegenüber. Vorwiegend hat sich die Sparkasse im Realkreditgeschäft betätigt; am Schlusse des Geschäftsjahres 1935 waren an 864 Schuldner etwa 6,9 Millionen Mark in langfristigen Hypotheken die zum graßen Teil der Wohnungsbeschaffung gedient haben, ausgeliehen. Das entspricht 56 Prozent des Spareinlagenbestandes. In eigenen Wertpapieren sind nominell rund 6,2 Mill. Mark mit einem Bilanzwert von 5,7 Millionen Mark angelegt. Ausleihungen an Kommunal= verbände und andere öffentlich=rechtliche Körperschaften betragen rund 584000 Mark An Grundstücken besitzt die Sparkasse außer dem Geschäftsgebäude Ostenhellweg 36 38 noch ein Wohnhaus für Beamte; sämtliche Grundstücke und Gebäude sind mit einem Wert von 191000 Mark bilanziert. An Rücklagen weist die Verbandssparkasse 1,06 Millionen Mark aus. In 353 Kundendepots werden rund 1,4 Millionen Mark verwaltet. Die Anzahl der vermieteten Schrankfächer beträgt 374 Stück. Träger der Sparkasse ist heute ein öffentlich=rechtlicher Zweckverband, dessen Mitglieder die Städte Dortmund, Castrop= Rauxel, Lünen und Herne sind. Sämtliche Städte gehören damit auch zum Garantieverband der Sparkasse. wechselnd aufleuchtenden inneren Organe. Auch das ist ein Wunderwerk, und zwar eines von Menschenhand, aber das eine Wichtige vermag ihm niemand zu geben, etwas, das Sinn und Inhalt der ganzen Ausstellung bedeutet, nämlich einfach— das Leben! Eine Unmenge anschaulicher Darstellungen, teils plastisch, teils bildlich, meist auch mechanisch beweglich— lockt das Interesse des Beschauers immer wieder an. Jeder, ob alt oder jung, nimmt von hier wichtiges Wissen mit heim. In den verschiedenen großen Hallen wird uns dann gezeigt, wie wir unseren Körper gesund halten können und müssen. Alle Berufe, die vorbeugend oder heilend tätig sind, erteilen uns lebensnotwendige Lehren. Alle Organisationen, die sich mit unserem Leben beschäftigen, sind vertreten von der NSV bis zum Roten Kreuz, von„Kraft durch Freude" vis zum Reichsbund für Leibesübungen. Fassen wir das Wesen dieser Ausstellung dadurch zusammen, daß wir dem Sinne nach wiedergeben, was Professor Dr. Martini vom Deutschen Hygiene=Museum gestern sagte: „Diese mechanischen Modelle und Bilder sollen nicht das Leben erklären, sie sollen nur die Aufmerksamkeit bei einigen Dingen festhalten. Das Leben läßt sich eben doch nur im toten Modell oder Bild vorführen, während es seinem Wesen nach ungeklärter Vorgang und rätselhaftes Geschehen ist. Dann aber sollen die Darstellungen schwer vorstellbare Wunder des Lebens anschaulich machen wie das Vorhandensein einer 100 Quadratmeter großen Oberfläche in dem engen Raum einer Menschenbrust (die Lunge)! Verwunderung ist immer eine Quelle ernster Beschäftigung und des Fortschrittes. Die Verwunderung über den menschlichen Leib wird einen geeigneten Ansporn für Vertiefung biologischer Lebensauffassung abgeben. Es soll auch Ehrfurcht vor der Größe des Schöpfers im Werke unseres eigenen Körpers erreicht werden, die, verbunden mit der Kenntnis seines Baues und Wirkens, die Vorbedingung zu einem naturgemäß vernünftigen Lesen ist. Dabei ist im dritten Jahre nationalsozialistischer Volkserziehung das Mißverständnis ausgeschlossen, als sei das Endziel:„daß es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden“. Wir heutigen Deutschen beziehen uns selbst, das Wunder unseres Leibes, unseres ganzen Seins, auf einen weit höheren Wert, auf das ewige Volk! Ihm können wir aufs beste nur mit gesundem Körper dienen. Nicht dem einzelnen zu zeigen, wie er sein Leben möglichst verlängert, sondern wie er aus seinem Leben die wertvollste Gesamtleistung für sein Volk herausholt, darin sehen wir heute das Endziel der Hygiene.“ Wie gesagt also: Eröffnung heute durch Dr. Frick. Die Ausstellung dauert bis zum 1. Juni an. H. T. Westfälist DARGESTELLT VON KARL WEHRHAN 1s. Brilon Vorzeiten jagte einmal ein Kaiser oder König in den dichten Wäldern der Gegend, in der heute die Stadt Brilon liegt. Er kam in seinem Jagdeifer von dem Gefolge ab und verirrte sich, so daß er todmüde und von Hunger arg gepeinigt wurde. Spät abends erst traf er einen Mann, den er bat, ihn doch um Gotteswillen mitzunehmen. Er wurde in ein einfaches Haus geführt und mit einem kräftigen Brei bewirtet, der dem Fürsten so gut mundete, daß er dem Manne soviel Land versprach, wie er in einem Tage umreiten könnte. Am andern Tage nahm der Mann seinen Braunen, jagte, was das Zeug halten wollte, und brachte so ein großes Gebiet an sich. Einen Teil des umrittenen Geländes verschenkte er weiter an Leute, die sich in seiner Nähe ansiedelten, so daß bald ein Ort entstand, der zum Andenken an die Bewirtung Breilohn genannt wurde, woraus später Brilon entstanden ist. * Hier hat der Wunsch, den Namen zu erklären, zugleich mit der Erinnerung in die gewaltigen unaufgeforsteten und unwegsamen wildreichen Wälder alter Zeiten Pate bei der Schöpfung der Sage gestanden. Zuchthaus für Falschmünzer Spezialisten für falsches Silbergeld Dortmund. Vor wenigen Tagen hatte sich der Strafrichter in einem umfangreichen Diebstahlsverfahren mit einigen ganz schweren Jungen zu befassen, zu denen in erster Linie der fünfmal, darunter wegen Münzverbrechens vorbestrafte 29jährige Heinrich Thölmann und der nicht minder schlecht beleumdete 38jährige Paul Michalski gehörten. Ersterer erhielt vier Jahre Zuchthaus und M. kam noch einmal mit einer Gefängnisstrafe von drei Jahren sechs Monaten davon. In dem Verfahren spielte ein gewisser Raddaz als Mittäter eine große Rolle, der es inzwischen jedoch vorgezogen hat, sich in seiner Zelle während der Untersuchungshaft zu erhängen. Nun stehen die beiden Komplizen, die sich schon in früheren Jahren zu gemeinsamen Diebesfahrten zusammengetan hatten, erneut unter der schweren Anklage des Münzverbrechens vor dem Strafrichter. Im vergangenen Jahr war zwischen ihnen die Rede von Falschgeldherstellung. Beide hatten in der Strafhaft von Mitgefangenen, die sich auf diesem Gebiet bereits betätigt hatten, Anweisungen erhalten, so daß man seine Kenntnisse nun austauschen und verwerten konnte. In der Wohnung des Raddaz wurden zunächst zwei Formen für die Fabrikation von Einmarkstücken und eine weitere für Fünfmarkstücke angefertigt. Thölmann war der Praktiker, wie ja seine einschlägige Vorstrafe ausweist, und Michalski brauchte nur die Nachbearbeitung zu übernehmen. So entstanden 40 Stücke zu einer Mark, doch nur ein einigermaßen brauchbares Fünfmarkstück. Mit 17 Falschstücken gingen sie nun los, den Rest versteckten sie unter Gerümpel. Man kaufte ein und erhielt so rund 4.— Mark gutes Wechselgeld. Wenn sie auffielen, wurde die falsche Mark einfach weggeworfen. Beim zweitenmal gingen nur Thölmann und Raddaz auf Tour mit dem verborgenen Schatz. Im Februar saßen sie eines Tages mit dem Schwager des Thölmann, Huik, der ebenfalls in dem Diebstahlsverfahren eine Rolle spielte, in einer Wirtschaft, und als niemand mehr Geld für eine Runde hatte, gab Thölmann dem ahnungslosen Huik das falsche Fünfmarkstück. Sie fielen auf und wurden festgenommen. Jetzt erst kamen auch ihre Diebereien ans Tageslicht. Das Gericht erkannte wegen Münzverbrechens gegen Thölmann auf zwei Jahre sechs Monate Zuchthaus und gegen Michalski auf zwei Jahre Zuchthaus. Bei beiden wurde antragsgemäß die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen. ne Auch gestern kam es wieder über verschiedenen westdeutschen Bezirken zu lebhafter Gewittertätigkeit. Ueber dem Rheingebiet liegt jetzt ein flaches Tief, in das aus verschiedenen Richtungen warme und kalte, aber durchweg sehr feuchte Luftmassen einströmen. Die vertikale Schichtung ist noch immer sehr lavil. Die Gewitterneigung besteht fort; besonders West=, Südwest= und Süddeutschland muß mit örtlich sehr starken Gewitterniederschlägen rechnen. Im ganzen dürfte der Himmel bewölkter als bisher bleiben. Wetteraussichten für Sonnabend: Wechselnd bewölkt, teilweise trüb bis neblig mit Regen, Temperatur uneinheitlich; weiterbin Gewitterneigung. Weitere Aussichten: Kein zuverlässiges Wetter. C eLT-T JeILAIG Kunst und Wissen Die III. Reichstheater-Festwoche in München Große Kundgebung nationalsozialistischer Theaterkultur in den beiden letzten Jahren in Dresden und Hamburg, so wird in diesem Jahre vom 10. bis 17. Mai die Reichstheater=Festwoche zu einer großen Kundgevung nationalsozialistischer Theaterkultur und schöpferischer Kraft deutscher Dramatik und Bühnenkunst werden. Die dritte ReichstheaterFestwoche wird dem Schaffen dreier nationalsozialistischer Dichter in erster Linie gewidmet sein: Hanns Jobst, Friedrich Bethge und Wolfgang Eberhard Moller, die die narionale Ehre in den Mittelpunkt ihres Denkens und dichterischen Schaffens gestellt haben. Die kulturelle Bedeutung der Reichstheater=Festwoche kam schon in dem mitgeteilten Aufführungsprogramm deutlich zum Ausdruck. Zu einem kulturpolitischen Ereignis wird sich Montagnachmittag die Kundgebung der Reichstheaterkammer im Kongreßsaal des Deutschen Museums mit der Rede des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, gestalten. Welcher Wert auf die Entwicklung des„Theater des Volkes“ gelegt wird, wird durch die Tatsache unterstrichen, daß am Mon tafabend die Festvorstellung im Münchener Theater des Volkes mit einer Ansprache des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley eingeleitet werden wird. Am gleichen Abend wird die Stadt München durch ihren Oberbürgermeister Fiehler im alten Rathaus die Teilnehmer der Reichstheater=Festwoche begrüßen. Am darauffolgenden Tage versammelt sich die Fachschaft Bülne unter Teilnahme der Verlegervereinigung und von Vertretern des Schrifttums im Künstlerhaus, wobei auch der Präsident der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Dr. Schlösser, das Wort nehmen wird Am 14. Mai veranstaltet die bayrische Landesregierung eine Fahrt nach Herrenchiemsee, die mit einer Besichtigung des König=Ludwig=Museums mit Erinnerungen an Richard Wagner verbunden wird. Neben den Vertretern des Reiches und der Bewegung sowie des Landes Bayern, dem Präsidenten der Reichstheaterkammer, Reichspressekammer, Reichsschrifttumskamner und Reichsrundfunkkammer und dem Reichskulturwart werden vor allem über 160 deutsche Intendanten und Bühnenleiter nach München kommen in die Hauptstadt der Bewegung und Hauptstadt der deutschen Kunst, der gerade jetzt auf dem Gebiete der Theaterkunst eine große Entwicklung und Zukunft blüht. Der Kulturwille und die schöpferische Kraft des nationalsozialistischen Deutschland werden zweifellos in den Veranstaltungen und Aufführungen in den Tagen vom 10. bis 17. Mai einen überzeugenden und begeisternden Ausdruck finden. Hlitler-Sondernummer des I. B. Ueber den Führer gibt es schon eine ganze Anzabl auter und sachlich werwoller Biograppien. Auch an Bildwerken, die die Entstebung der Bewegung und den Kampf Adolf Hitlers um und für sein Volk schildern, besteht kein Mangel. Wenn der Illustrierte Beobachter (Verlag Frz. Ever. Munchen) es trotzdem unternahm, ein dickes, fast hundert Seiten starkes Sonderbeft über Adolf Hitler berauszugeben, so stellte er sich damit sogleich eine Aufgabe, die wegen der Vielzahl ähnlicher schon vorhandener Bücher von besonderer Schwierigkeit sein mutzte. Denn was es schon in guter Ausfübrung in anderen Büchern gab, brauchte bei dieser neuen Ver öffentlichung nicht verwertet werden, wollte man nicht von vornberein ihre Qualität in Frage stellen. Trotz dem aver entschied man sich zu der Herausgabe und hatte wahrlich guten Grund dazu. Das beweist das nun vorliegende Hest, das zu dem wirklich billigen Preise von 1.— Mart überalt erbättlich ist, schlagtraftig. Was dieser Band nämlich an seltenen Bildern aus der Kampfzeit und schönen Bildern aus der Gegenwart enthält, ist geradezu erstannlich. Nicht nur Bilder von den ersten Reden finden wir, sondern wir dürsen den Führer durch seine ganze Werdezeit begleiten. Der Ge freite mit dem E. K. I., die erste Nachkriegszeit, der Hitler=Prozeß 1924, seine erste Rede nach Ablauf des Redevervotes und was der Kostbarkeiten noch mehr sind. Ja sogar ein ganz seltener Fund: Bilder aus einem Film des ersten Parteitages. Und dann zeigen die vielen, vielen Bilder den triumphalen Aufstieg der Bewegung und spiegeln die Gegenwart bis in die süngsten Tage, bis zur Einweibung der ganz neuen Ordensburgen. Ein besonders schöner Gedanke war es aber, die Bildnisse des Führers(aus jedem Jahre eins) nebeneinander zu stellen An tertlichen Beiträgen Ist das Heft von nicht geringerem Wert. Es schreiben hierin nicht nur die ältesten Mitkämpfer des Führers, sondern auch seine heutigen Mitarbeiter. Auch bekannteste Namen der nationalsoztaltstischen Presse bürgen für Qualität. Kurz: Das Sonderbeft des Illustrierten Beobachters„Adolf Hitler“, ein Mann und sein Volk“ sollte in jedem Hause liegen. Die Wehrmacht fördert die Kunst Maler arbeiten an der Ausschmückung der Kasernen In Verwirklichung des Bestrebens des heutigen Staates, allen öffentlichen Gebauden und Einrichtungen durch die Hand der schaffenden deutschen Künstler ein besonderes Gepräge zu geben, hat nun auch die Heeresbauleitung in Verbindung mit den zuständigen und benachbarten Landesstellen der Reichskulturkammer Wettbewerbe zur Ausschmückung der Kasernen unter den deutschen Malern ausgeschrieben. Inzwischen wurden verschiedene Künstler mit der Ausmalung von Kasernen beaustragt, und zwar erhielten die Arbeiten für die Bieleselder Kasernen der Bielefelder Maler Erwin Wendt, für die Kasernen in der Umgebung von Bielefeld, Herford, Detmold, Münster, Hörter, Rheine und Lingen die Maler Richard Schreiber, Düsseldorf, Valentin Talaga, Bonn, und Will Kelter, Dutsburg. Die Entwürse zeigen in bunter Folge Bilder aus dem Soldatenleben, und zwar vom Landsknecht angesangen bis zum Soldaten der jungen deutschen Weyrmacht. Um möglichst naturgetreue Bilder schaffen zu können, werden die mit der Ausschmückung der Kasernen beauftragten Maler auch an den Uebungen der Soldaten teilnehmen. CETE SEE Wir suchen sofort für Dortmund u. Umgegend einige tüchtige redegewandte Herren zum Verkauf uns. Nähmaschinen zu erleicht. Zahlungsbeding. geg. Ver kaufsprovis. Einarbeit. u. Unterstützung durch das Geschäft. Einger Nähmasch. Aktiengesellschaft, Dortmund, Westenhellweg 22. Fernruf 25832. In ke: Drovinz Westfalen suchen wir noch zwei fleißige Hauptvertreter und einige stille Vermittler, Konkurrrenzfähige Tarise und gute Provisionssätze neben festen Tagesspesen bicten gute Verdienstmöglichkeit. Gefl. Angebote mit kurzem Lebenslauf erbeten an Central=Krankenversicherung A.=G., Köln, Hansaring 42.( von führender Lebens=VersicherungsGesellschaft, zur besonderen Verwendung i. Außendienst gesucht. Spesen, Provision. Direktions=Vertrag. An gebote unter S. 2445 an die WLZ., Dortmund. 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Ich halte die Hand lange und betrachte sie. Sie ist wie aus altem, grauem Eichenholz, das dem Wetter von achtzig Jahren ausgesetzt war, voll Risse, Narben, ausgelaugt und doch hart geworden wie Eisen. Sie ist ein wenig nach innen gekrümmt, vom Griff um den Pflug und den Dreschflegel. Und zuletzt war sie krank. Sie wollte nicht mehr. Nun ist sie etwas steif geblieben.„Aber sie wird wieder", sagt der Vater und biegt die eine Hand mit der anderen gerade. Und ihr Griff ist, da sie nun in der meinen liegt, fest, zuverlässig und beruhigend. Ja, es geht eine große Ruhe von diesen Händen aus, obgleich sie nie die Ruhe gekannt haben und sie nun erst, nach achtzig Jahren, kennenlernen sollen. Vor drei Monaten hat der Vater den Pachthof, den er fast fünfzig Jahre bewirtschaftete, in andere Hände gegeben. Diese drei Monate, die er nicht mehr durchhalten konnte, dieses eine Jahr, das an den fünfzig fehlt, kränken ihn heimlich sehr. Er hätte so gern seiner Arbeit diesen ordentlichen Abschluß gegeben. Aber es ging wirklich nicht mehr.„Wenn die Hände nicht mehr wollen, kannst du nichts machen", sagt er,„nicht mehr melken, nichts.“ Aber dann lacht er und sagt:„Mir geht jetzt immer ein alter Spruch im Kopf herum: Achtzig Jahr vor dir— wie weit! Lang wie eine Ewigkeit. Achtzig Jahr vorbei— war's ein Hähnenkrei? „Achtzig Jahr vorbei—“, wiederholt er, „man glaubt es nicht. Aber die Hände spürten es. Sie wollten einfach nicht mehr.“ Ich tröstete ihn und sagte:„Vater, es war lange genug. Nun mach auch einmal Feierabend. Wir Kinder wollten es schon lange, daß ihr beiden, du und die Mutter, euch zur Ruhe setztet und noch ein wenig das Leben in Frieden und ohne die tägliche Mühe betrachtet. Ihr habt es euch wahrhaftig sauer werden lassen.“ Ja, das leugnet er gar nicht, und die Mutter noch weniger. Sie will auch ein wenig gelobt sein, obgleich sie heute nicht achtzig Jahre alt wird. Drei Jahre fehlen noch daran. „Ich habe ja auch noch Arbeit genug“, sagt sie. Sie besorgt ihren kleinen Haushalt allein. „Es ist so gut— nun einmal ganz ohne fremde Leute.“ Und dann lobt sie das kleine Haus und den kleinen Garten, in dem sie nun wohnt. Der Garten beginnt zu blühen. Ein Hahn mit seinen Hühnern haust in einem kleinen Verschlag. Es sehlt nicht an Eiern. Und nach der alten Heimat ist es nicht weit. Zwar, das alte Haus sieht man nicht und mag man nicht sehen, auch den Garten nicht. Da haben sie die alten Weißdornhecken niedergelegt und E D on Drahtzäune gezogen. Wer mag so etwas anschauen! Aber den Wald sieht man, in dem die alte Heimat liegt. Ganz nahe leuchtet er über das Tal herüber. Es ist doch hart, daß der Hof nicht eigen war und daß man nur gepachtet hatte. Man hatte es in den fünfzig Jahren ganz vergessen. Aber nun merkt man es. Und man denkt an den Hof in der wirklichen Heimat, der Väterheimat, in Waldeck in der Rhön. Da sitzen nun die Geschwister Der Blütenweg Von Heinrich Anacker. Nun sind die Blüten schon verweht Am Weg, den wir gegangen, Wie schnell das geht! Wie schnell das geht! Und hat ja kaum angefangen... Es schimmerten weiß wie Schnee die Im Bluste die Amseln sangen. Das war so schön! Das war so schön! Dir glühten vor Freude die Wangen.. Verweht sind die Blüten ohne Spur Am Weg, den wir gegangen... Ein Kleines nur, Ein Kleines nur, Und die reifen Kirschen prangen! und Geschwisterkinder. Meine alte Mutter führt ihre Gedanken dorthin und ist ein wenig traurig. „Aber ich, Mutter“, sage ich,„ich will sorgen, daß deine Enkel wieder auf eigenem Grund stehen.“ „Das möchte ich noch erleben“, sagte sie. Und dann lobt sie wieder ihr eigenes Gärtchen, das so frisch vor dem Fenster blüht. Es ist doch auch nicht zu verachten und gibt gerade so viel Arbeit, wie man braucht.„Aber eigen ist es auch nicht.“ „Was du nur immer hast!“ sagt der Vater. „Können wir nicht zufrieden sein?“ „Da sei Gott vor“, sagt Mutter,„daß wir das nicht wären.“ Wir Kinder haben Sorge gehabt um die Alten, daß sie nun in die Stille und Ruhe sich Will Desper gar nicht eingewöhnen könnten. Aber Mutter hat schon wieder genug zu tun, das sehe ich. „Und immer schickt Gott Staub, den man doch ein wenig wegwischen muß, wenn sonst nichts zu tun wäre,“ sagt der Vater. Und da lachen wir alle. „Und du hast doch den Garten,“ sage ich. „Ach, das bißchen Garten“, meint er.„Die drei Beete. Sorge lieber, daß dein Junge bald den Hof bekommt. Da könnte man noch vieles raten“. Und nun höre ich aus seinem Munde merkwürdige Dinge.„Sojabohne", sagt er und„Süßlupine" und von dem Mais spricht er, der frosthart ist und in Deutschland reif wird.„Das müßt ihr alles versuchen“, sagt er. „Ja, Vater“, sage ich, daran denken wir auch. Und wo der Junge jetzt arbeitet, haben sie schon viele Erfahrungen und Erfolge damit. Aber woher weißt denn du davon?“ Und ich muß ihm sagen, daß er für solche Neuerungen doch nicht leicht zu haben war, solange er selber den Acker bestellte. „Ja“, sagt er,„das war auch anders. Da muß nian schon vorsichtig sein, wenn man so in Pacht wohnt, und euch alle am Halse... Was kostetet ihr doch? Da kann man keine Pläne machen, die dann schief gehen. Einma im Jahr erntet man nur. Und dann— wie war es denn gestern mit uns Bauern? Wer half uns denn und wer konnte da denn Pläne machen? Pläne machte man wohl im Frühjahr. Aber wenn die Ernte da war, dann bekam man nicht einmal das, was die Saat und die Arbeit gekostet hatten. Und wenn das Schwein fett war, kamen die Schweine aus dem Ausland und alles war voller Schweine und sie waren gar nichts wert. Aber jetzt können die Bauern doch leben und rechnen, und doch hat der Städter auch das Seine.“ Er gerät immer mehr in freudigen Eifer und auch ich freue mich an ihm. „Und dann die großen Pläne“, sagt er,„die alle angehen, und das Neue, das man nun gemeinsam machen kann.“ Und dann spricht er von„Vertragsschweinen“ und von den„Versuchsringen“, in denen die Bauern gemeinsam das Neue ausprobieren.„Ja, es kommt eine ganz andere Zeit für den deutschen Bauern. Und das möchte ich noch sehen, Süßlupinen, Maisfelder, Sojabohnen. Aber alles will gut studiert sein.“ „Studiert?“ sage ich,„aber Vater, woher weißt du das alles? Fängst du auf deine alten Tage an, Bücher zu lesen?“ Er lacht.„Nein“, sagt er,„das ist für die Städters.“ Sein Lebtage hat er vom Buch wenig gehalten. Darum sind nun zwei Söhne Bücher= und Zeitungsschreiber geworden. Lange hat er uns im Verdacht gehabt, daß wir Leutebetrüger wären.„Und da gewet se deck wat för?“ Aufnahme: Petersen Ein sonniger Morgen im Park fragte er einst zweifelnd, als ich ihm die Handschrift meines ersten Buches zeigte. Ich glaube, er hat nie ein Buch von mir gelesen. „Lesen ist ungesund“, sagt er auch jetzt mit fester Ueberzeugung.„Aber der Funk. Das ist besser. Die Augen wollen auch nicht mehr. Aber die Ohren sind noch gut.“ Und nun verrät er, daß er jeden Tag eine Stunde vor dem Funk sitzt und die„Stunde des Bauern" abhört.„Der Bauer spricht, der Bauer hört". Und daher weiß er von allem. Und nun belehrt er uns gründlich, auch den Sohn, der selber Bauer geworden ist und der zu manchem ein wenig zweifelnd den Kopf wiegt. Aber der Vater leuchtet ihm heim und macht ihm Mut. „Am liebsten“, sagt er,„möchte ich das ja nun alles selbst noch versuchen. Aber dann müßte man wieder jung sein— und die Hände wollen einfach nicht mehr.“ Er hält sie mir traurig entgegen. Aber sogleich lacht er wieder und sagt:„Aber nun habe ich doch meinen Acker im Kopf und lerne noch mancherlei auf meine alten Tage. Nachts träume ich schon davon. Wer weiß. wozu es noch einmal gut ist.“ „Ja“, sagt die Mutter,„auf Gottes Acker werden wir dann Sojabohnen und Süßlupinen bauen.“ „Das eilt nicht“, sagt der Vater,„aber dein Junge...“ Und wir drücken uns fest die Hände. Eigentlich hatte sie im stillen gehofft, daß diese Barbara Flint, Marios erneuten Annäherungsversuchen Ablehnung entgegenbringen würde. Und nun— ein Schreiben von solchem Umfang! Ein unmißverständliches dumme Geschichte ernste Formen anzunehmen begann. Aber da kamen sie bei ihr an die Richtige.. Ein Wörtchen hatte sie wohl auch noch mitzureden. Sie brauchte Mario und war durchaus nicht gewillt, ihn dieser Dame Flint wieder abzutreten. Fährt denn dieser Fahrstuhl ewig?— Endlich hielten sie im zwölften Stockwerk, wo sich außer ihrem auch Marios und Intelmanns Zimmer befanden. Jetzt erst— gemächlich den teppichbelegten Korridor entlangschreitend, nahm sie sich den verdächtigen Brief gründlich vor. Der Umschlag trug— wie nicht anders zu erwarten— die gedruckte Ueberschrift des Grand Hotel Regina in Marseille. Gut... gut... Ein schadenfrohes Lächeln galt der Tür zu Marios Zimmer, daran sie eben vorüberschritt. Da lag er dahinter, der verliebte Träumer, ohne zu bedenken, daß man früher aufstehen muß, um Toinette hinters Licht zu führen. Sie riß den Umschlag auf und blieb in jäher Ueberraschung stehen. Was war das?— Nicht wie erwartet, engbeschriebene Bogen kamen da zum Vorschein, sondern Marios eigenen, an Barbara Flint gerichteten Brief hielt sie, noch uneröffnet, in der Hand. Seltsam... Darauf war sie nicht gefaßt gewesen. Nun— ausgezeichnet... Man schickte ihm seinen Brief zurück. Uneröffnet... Das war deutlich... Armer Mario... Spöttisch vertieften sich Toinettes Mundwinkel. Jetzt erst ward sie gewahr, daß sie immer noch vor Marios Tür stand. Ob man sich leise hineinschlich und ihm dies als Morgengruß auf die Decke praktizierte? Gar kein schlechter Einfall... Ganz ernsthaft erwog sie diesen Gedanken... Plötzlich fiel ihr Blick auf einen, an der Rückseite des Kuverts befindlichen, handschriftlichen Vermerk: Retour— da Adressatin verstorben... Wie?— Was? Verständnislos starrte sie auf die Worte, welchen der Stempel des Hotels untergesetzt war. Das— das ist doch wohl nicht gut möglich? Barbara Flint— tot? Nur wenige Wochen war es her, daß sie im Theater saß— im weißen Hermelinüberwurf— jung, schön, blühend.— Und nun— gestorben.— Unmittelbar danach——? Denn dieser Brief war auch schon länger als eine Woche unterwegs. — Was wird Mario sagen—? Toinette hatte tatsächlich über das Unerwartete dieser Todesnachricht ein wenig die Fassung verloren. Erst der Gedanke an Mario führte sie wieder in den gewohnten Zustand ruhiger Ueberlegung zurück. Was er sagen wird?— Nichts— Denn vorläufig wird er es nicht erfahren. Womöglich macht er Geschichten, weigert sich, aufzutreten und spielt den trauernd Hinterbliebenen. Rasch knüllte sie den Brief zusammen und steckte ihn in ihre Handtasche. Vielleicht beruhte die ganze Sache auf einem Irrtum? Viele Menschen kamen und gingen in solch großem Hotel. Verwechslungen von Namen und Personen ergaben sich oft von selbst. Es wäre gut, eine Bestätigung von behördlicher Seite in Händen zu haben. In raschem Entschluß ließ sie sich abermals hinunterfahren und erkundigte sich beim Portier nach dem nächstliegenden Postamt. Marios Darstellung nach hatte seine Bekanntschaft mit Barbara Flint in München ihren Ursprung gehabt. Sie lebte dort mit ihrer Mutter— Es war wohl anzunehmen, daß diese Familie Flint in München beheimatet sein dürfte—— So weit waren Toinettes Erwägungen gediehen, als sie das nur eine kurze Wegstrecke vom Hotel entfernte Postamt erreicht hatte. Ohne zu zögern, gab sie ein Kabel mit Rückantwort an das deutsche Konsulat in Marseille auf, das den dringlichen Wunsch nach näheren Daten, das Ableben der dort verstorbenen Barbara Flint betreffend, äußerte. So— das wäre erledigt—— Nun hätte man sich einen ausgiebigen Morgenimbiß ehrlich verdient.——— Gleich beim Betreten des Frühstücksalons leuchtete ihr von einem Wandtischchen her Intelmanns Glatze entgegen. Den schweren Kopf auf beide Hände gestützt, saß er in die Lektüre eines Blattes versunken. „Sie— Toinette—?“ sagte er etwas gedehnt und nicht eben entzückt über den unerwarteten Gesellschaftszuwachs,„was sind das für neue Einrichtungen? Soll man jetzt schon in aller Frühe keine Ruhe vor euch haben?“ Schweren Herzens legte er die Zeitung aus der Hand. Im allgemeinen hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden freundlicher gestaltet, als anfänglich zu erwarten war. Eine Art Schutz= und Trutzbündnis gegen den widerspenstig gewordenen Mario hatte sie einander nähergebracht. Bis jetzt war Toinette mit Absicht jeder Erwähnung Barbara Flints aus dem Wege gegangen. Das heutige Erlebnis brachte es aber mit sich, daß sie unwillkürlich auf sie zu sprechen kam. Selbstverständlich hütete sie sich dabei, ihr Geheimnis preiszugeben. Vorläufig brauchte noch niemand von Barbaras Tod unterrichtet zu sein. „Wissen Sie,“ begann sie vorsichtig,„welcher Verdacht mir aufgestiegen ist? Daß Mario sich im geheimen mit der Absicht trägt, wieder mit seiner früheren Partnerin zusammenzugehen.“ Intelmann wiegte zweifelnd den Kopf. „Damit wird er auf wenig Gegenliebe stoßen, fürchte ich.“ „Aber wieso denn?— Sie war es doch, die sich wieder in seinen Gesichtskreis gedrängt hat. Aus welchem anderen Grunde wäre sie denn sonst bei unserem letztmaligen Auftreten in Marseille plötzlich in der Loge aufgetaucht? Sind sie wirklich harmlos genug, da an einen Zufall zu glauben?“ „Zufall— nein. Wohl aber kann es eine Laune gewesen sei. Die Frau hat es nicht nötig, sich nach Mario noch ein Bein auszureißen.“ Toinette horchte auf.„Woraus schließen Sie das?“ fragte sie gespannt. „Ich sah sie, kurz vor meinem Eintreffen in Marseille, auf einer Hotelterrasse in Aegypten. Sie befand sich in Gesellschaft Dagmar Ohlsens, einer der reichsten Frauen Schwedens, mit der sie— wie man mir sagte— beständig in der Welt umherreist— Uebrigens — eines der merkwürdigsten Naturspiele, das mir je vor Augen kam—— Diese beiden Frauen sahen sich auf eine so auffallende Weise ähnlich, daß sie für den oberflächlichen Beobachter kaum voneinander unterscheidbar waren. Man wußte auch nicht so recht, welches von beiden eigentlich Dagmar Ohlsen sei— — Natürlicherweise war ich selbst nicht wenig erstaunt, als mir, wenige Tage später— an jenem Abend in Marseille— die eine als Marios ehemalige Parinerin bezeichnet wurde. Jedenfalls— um noch einmal auf den Ausgangspunkt unserer Unterhaltung zurückzukommen— Wenn Mario noch Hoffnungen hegt, so ist es meiner Ansicht nach ziemlich faul um sie bestellt.“ Daß er selbst nicht aufgehört hatte, gewisse Pläne an diese Barbara Flint zu knüpfen, verschwieg er wohlweislich. Mit atemloser Spannung war Toinette Intelmanns Eröffnungen gefolgt. In der Tat— nette Dinge— die man da zu hören bekam—— Das mußte alles noch in Ruhe durchdacht werden.——— Dagmar Ohlsen— der Name schien wichtig genug, um sich ihn für alle Zeiten ins Gedächtnis zu meißeln. Man konnte niemals wissen, wie sich daraus für später einmal Nutzen ziehen ließ.—— Schon am Abend des nächsten Tages traf das Antwortkabel aus Marseille ein. Es enthielt nur wenige Worte:„Am 25. Februar dieses Jahres verstarb hier die deutsche Reichsangehörige Barbara Flint an den Folgen eines Herzleidens.“ „Also doch,“ dachte Toinette und ließ die Hand mit dem Telegramm sinken. Da hatte sie es nun schwarz auf weiß. Merkwürdigerweise war bis jetzt immer noch ein leiser Zweisel in tor dagewesen Das hier schloß ja aber jedes Mißverständnis aus. Noch einmal überlas sie die Depesche:„Am 25. Februar—— Das— das konnte doch wohl nicht gut sein— Der 25. Februar, das war doch der Tag, an dem die Veranstaltung in Marseille stattfand, der diese Barbara Flint bis kurz vor Mitternacht beigewohnt hatte.— Man konnte nicht im Theater sitzen und gleichzeitig zu Hause einem Herzschlag erliegen. Es gab nur das eine oder das andere. (Fortsetzung folgt). KIE =RomanvKarl 1. 35 Zeichnungen: Schikaneder „Nee, gar nichts!“ „Na, Sie scheinen ja einen beneidenswerten Schlaf zu haben... danke! Sie haben Ihre Braut nach Hause gebracht, nicht wahr?“ wandte er sich an Peter. „Ja, bis zur Tür der Wohnung.“ Flak sah ihn prüfend an. „Ist auf dem Wege etwas Besonderes vorgefallen? Haben Sie etwas bemerkt?“ „Nein!“. Peter runzelte die Stirn.„Ich muß allerdings sagen, daß ich mit meiner Braut eine kleine Auseinandersetzung hatte.“ „Ah, das ist interessant. Es wäre gut, wenn wir alles erfahren könnten.“ „Es ist weiter kein Geheimnis, Flak! Sie wissen, daß sich Fräulein Poschendorff gegen meinen Willen und meine Ueberzeugung mit dieser Sache befaßt. Ich fürchtete sofort Schwierigkeiten für sie. Gestern, nach dem Vorfall in der Oper, legte ich ihr meinen Standpunkt nochmals klar, sie schien mir recht zu geben. Jedenfalls aber trennten wir uns so wie immer. Es war kein Streit, Flak, durchaus nicht!“ „Hm, ich weiß, daß Sie ärgerlich sind. Besonders auf mich. Aber sehen Sie, Peter, was nützt die Arbeit Ihres Vaters, wenn wir Lermontow nicht zu fassen bekommen? Nichts, gar nichts! Fräulein Poschendorff bringt ohne Zweifel ein Opfer. Aber bedenken Sie, um was es geht! Sie wissen das besser als die große Masse, die die Gefahr in ihrem ganzen Umfang noch gar nicht richtig ahnt. Wir wissen jetzt— und das verdanken wir nur Ihrer Braut,— daß Ginescu Lermontow ist. Denn sehen Sie, seit Ginescu in Berlin ist, arbeitet Lermontow nicht. Es ist Ruhe. Das ist mir Beweis genug!“ Sorge, der die Zimmer wie ein Jagdhund durchschnüffelt hatte, blieb bei den beiden stehen. „Ich kalkuliere, daß Fräulein Poschendorff irgendeine Spur gefunden hat und mitten in der Nacht losgegangen ist.. „Lächerlich,“ Flak griff sich an die Stirne, „als Detektiv könnten Sie glatt verhungern. Wie sollte sie hier in der Wohnung eine Spur gefunden haben, und wenn, dann hätte sie mich sofort angerufen. So war es vereinbart. Wenn sie fort ist, ohne mich anzurufen, so beweist das, daß sie daran verhindert war— sonst nichts. „Verhindert?“ Sorge ging zum Spiegel, betrachtete aufmerksam sein Bild und zog an seiner Krawatte.„Wer könnte sie verhindert haben?“ Er runzelte die Stirne.„Miserabel sieht der Spiegel aus. Man kann sich ja nicht mal ordentlich darin sehen!“ Er griff nach einem Tuch und wollte schon über die Fläche wischen, als ihm Flak, der hinter ihn getreten war, jäh den Arm hochriß. „Mensch, sehen Sie denn nicht, daß etwas darauf geschrieben ist?“ Er läutete Sturm, und das Mädchen stürzte herein.„Sagen Sie mal, wann haben Sie den Spiegel zuletzt gereinigt?“ „Gestern abend— jawohl...“ „Und wieso ist er dann so verschmiert?“ Das Mädchen zuckte mit der Schulter. „Kann ich nicht sagen,“ sie schüttelte den Kopf,„der Spiegel ist immer blank.“ Sie trat näher,„das sieht wie Creme aus... nee so etwas!“ „Sie können gehen.“ Flak zog die Vor hänge fest zu, drehte das Licht an und trat dann an den Spiegel heran. „So, Herrschaften— da haben wir es— er las langsam ab:„Werde von Ginescu abgeholt... Auto...“ Sorge starrte ihn an. „Großartig, lieber Geheimonkel, er war also da?! Na, so etwas...“ „Du lieber Gott! Wie konnte Hedda nur ...“ Peter war außer sich.„Wie konnte Hedda um Mitternacht mit diesem Menschen... Ich begreife es nicht— ich bin...“ „Mein lieber Ackermann, Fräulein Poschendorff wird ihre Gründe haben. Sie müssen sich keine Sorgen machen. Immerhin wollen wir mal sofort aufs Amt. Dürfte ich Sie um ein Bild bitten?" Peter gab ihm eins. „Was halten Sie von der Sache, Flak?“ „Hm, mir scheint sie ziemlich klar zu sein. Fräulein Poschendorff hatte, als Ginescu hier war, keine Möglichkeit, mich anzurufen, und hinterließ die Nachricht am Spiegel.“ Er lächelte.„Uebrigens eine großartige Idee. Ich nehme an, daß wir sie bald wiedersehen.“ Peter ging unruhig auf und ab. Oie 8el odr Scke de. WDEs Amtliches Organ des Westfälischen Schachbundes Nr. 19. Dortmund, den 9. Mai 1936. Aufgabe Nr. 34 P. Müller, Wanne=Eichel Urdruck abe d* h abc d g b Mark in 3 Zügen Weiß: Kg2: Ob4: Th5: Laé; Sei: Bb2. b7; e3. Schwarz: Ket: Dd4: TbS: Lbl; Sg8; Bd7, e2.(8). Aufgabe Nr. 35 P. Müller, Wanne=Eickel Urdruck „h d f* h b c d g h Matt in 3 Zügen Weiß: Kds: Dds: Te4: Lh2: Sd4, e6: Bab. bs Schwarz: Kd5: Ob7; Tg8; Laé, f8; Sa7, h4: Bf3 16, g5. h6.(11). Lösungen unserer Aprilaufgaben Aufgabe Nr. 25 von A. Thiel, Dürrenberg Weiß: Kd7: Tb7: Loß. gl: Se3: Baz.(6) Schwarz: Ka5: Sas, bl: Le2; Baß, e4. d6. g4.(8) Matt in 3 Zügen 1. Tb7—b4l, Ka5:bi; 2. Se3—d5-, Kb4—ab: 3 Lgl—b6 matt: 1.. g4—83; 2. Tb4—a4-, Ka5—b6 3. Se3—05 matt: 1. Sbl—e3; 2. Se3—45, Se3:05 3. Th1—a4 matt: 1. Sa3—b5; 2. Se3—d5, Sb5—d4 3. Tb4—81 matt. Eine sehr achtbare Arbeit unseres einstigen Böving hausener Schachfreundes. Aufgabe Nr. 26 von C. Schulz, Dortmund Weiß: Ka2: Dfé; T4z, h4; Las, g2; Sch: Bab2. e7.(10). „So. Herrschaften, da haben wir es—“ er las langsam ab„Werde von Ginescu abgeholt.. Auto „Aber, Flak, sie müßte doch schon hier sein. Sie kann doch nicht...“ „Hallo! Was ist los, Fenz?!“ Der Wachtmeister stand stramm und gab dann dem Kommissar einen Zettel. „Der wurde eben im Amt abgegeben. In den Zettel war eine Mark eingewickelt. Er wurde ungefähr Ecke Zähringer= und Wittelsbacher Straße gefunden, von einem Milchjungen, der damit auf das nächste Revier lief.“ Flak überlas den Zettel laut: „Mit Ginescu im Auto Nummer 30812 ... schwarz, groß... fahren gegen Westen ... vielleicht Wilmersdorff.. G will sprechen... Finder wird gebeten, diesen Zettel dem nächsten Schupo zu übergeben. ... Hedda Poschendorff. Peter fuhr auf. „Sie ist in Gefahr, Flak! Um Gotteswillen, sehen Sie doch, daß...“ Der Kommissar beruhigte ihn. „Sie ist nicht in Gefahr— aber Herr Ginescu! Herrschaften, wir haben den Wagen, also auch den Mann, dem er gehört! Los!“ 24. Kapitel. Irgendeinem Gefühl nachgebend, hatte sich Hedda, trotz der Bitte Ginescus, nicht neben ihn, sondern hinten in den Fond des Wagens gesetzt. Sie lehnte sich in eine Ecke und überdachte die Situation. Wenn Ginescu nicht gelogen, wenn er sich nicht einen furchtbaren Spaß erlaubt hatte, wenn die Pestkulturen echt waren, dann mußte der Mann, ungeachtet seiner sonstigen Verbrechen, nun sofort und mit allen Mitteln unschädlich gemacht werden. Hedda fühlte, wie die Zuneigung, die sie ihm entgegengebracht hatte, sich immer stärker in Abscheu und Entsetzen wandelte. Sie erinnerte sich an die Frauenstimme, die sie gehört, und auf einmal schien es ihr klar, daß Ginescu mit ihr nur ein falsches Spiel getrieben hatte, daß er eine andere liebte und nicht sie! Sie fühlte sich, obwohl sie seine Gefühle nicht erwiderte, hintergangen, als Frau verletzt und doch gleichzeitig irgendwie befreit! Denn nun band sie nichts mehr, gar nichts mehr an ihn! Sie sah nach Ginescu, der schweigend, starr, etwas geduckt am Steuer saß, und als sie aus dem Wagen blickte, stellte sie fest, daß sie die Kronprinzenallee entlangjagten und ohne Zweifel auf dem Wege nach Potsdam waren. Wo wollte er hin? War es nicht wirklich Wahnsinn gewesen, mit ihm zu fahren? „Grigori, wohin fahren wir? Es ist bald Morgen— ich muß nach Hause!“ Er wandte sich um, lächelte und gab dann Antwort: „Wir sind bald da, Nanja! Nur noch ein wenig Geduld!" Als sie mit achzig Kilometer Geschwin digkeit durch Potsdam rasten, wurde Hedda Poschendorff ernstlich unruhig und fragte nochmals eindringlich. Ginescu deutete nur schweigend nach vorn. „Halten Sie sofort, Grigori!“ Hedda wurde energisch.„Ich habe genug, ich will nach Hause!" Ginescn schüttelte den Kopf. „Wir sind sofort da. Haben Sie noch Geduld, Nanja, ich bitte Sie!" Hedda erkannte, daß sie tatsächlich nichts anderes tun konnte, als Geduld zu haben. Ein Blick auf den Tachometer hatte ihr gezeigt, daß sie im Hundert=Kilometer=Tempo fuhren, und sie war klug genug, einzusehen, daß sie bei dieser Geschwindigkeit nicht aus dem Wagen springen konnte! Aber eins konnte sie tun— Nachricht geben für den Fall, daß Ginescu verfolgt wurde! Sie setzte sich so, daß Ginescu sie nicht im Rückenspiegel beobachten konnte, schrieb schnell einige Zeilen auf ein Blatt, beschwerte es wieder mit einigen Münzen, band es in ein Taschentuch und ließ es vorsichtig aus dem Wagen gleiten— Vielleicht erreichte eine der Meldungen doch das Als sie um fünf Uhr morgens, noch immer in rasendem Tempo, Caputh passierten, wußte sich Hedda keinen Rat mehr. Sie war verzagt, nahe daran zu weinen und bereute bitter, daß sie nicht auf Peter gehört hatte. Was hatte dieser Mensch mit ihr vor? Wozu führte er sie hierher? Caputh? Das kannte sie; auf der Havel hatte sie im letzten Sommer mit Peter gesegelt! Und hier, gerade hier sollte sein geheimnisvolles Flugzeug versteckt sein? Das war schwer zu glauben! Diese Fahrt sah mehr einer Flucht ähnlich, als einem Ausflug, und Heddas Gehirn suchte fieberhaft nach einer Rettung, ohne aber eine zu finden. Sollte sie um Hilfe rufen, schreien? Das Tempo des Wagens riß sie mit Blitzesschnelle fort; niemand konnte sie hören. Nach einiger Zeit, die Sonne stieg schon hinter den Bäumen empor, verließen sie die Chaussee, die von Caputh durch den Potsdamer Forst führt, bogen in eine schmale Straße ein, und ehe Hedda sich orientieren konnte, hielt der Wagen dicht am kleinen Caputher See, der ihr gleichfalls nicht unbekannt war. Hedda sprang aus dem Wagen. Sie war erregt, empört, und ihre Augen blitzten Ginescu zornig an, der langsam, so, als sei alles in bester Ordnung, vom Führersitz kletterte. (Fortsetzung folgt). Schwarz: Ke4: Das; Thé; Les, h5: Sd4, 14; Bar, c7, d5, e5.(11). Matt in 2 Zügen 1. Sd7! Half=pin=Tvema! Diese hervorragende ist gewissermaßen der Avschiedsgruß des begabten Dortmunder Komponisten. Er ist inzwischen, so still wie er bat. in die Ewigkeit eingegangen. Er bat ein schweres Leben gelebt. Einst in guten Zeiten als Pionier des Deutschtums in Deutsch-Südwestafrika tätig, nahm ihm der Zusammenbruch fast sein ganzes in barter Arbeit erworbenes Vermögen. Mit dem Wenigen, was er rettcte, lebte er ein stilles und zurückaczogenes Leben. Das Schachspiel, vor allem das Problemschach verschönte ihm die letzten Jahre seines Erdendaseins. Seine Domäne war der moderne Zweizüger. Hier hat er auch auf internationalen Turnieren schöne Erfolge erzielt. Mit beißem Bemüben war er vor allem bestrebt, das vollständige Springerrad einwandfrei darzustellen. Für das deutsche Problenschach st sein Tod im olvmpischen Jahr besonders schmerzlich. Ehre seinem Andenken! Aufgabe Nr 27 von H. Jambon, Dortmund Weiß: Kh4: Dh7: Th3.: g6: La2: Sas. b2: Bas.(8). Schwarz: Kh5. Ta5. b4: Leß: Sb6: Sb6. Bad. a6. a7, cr. e3. Ne4. f7.(12). Matt in 2 Zügen 1. Diet! Schortbema in gebundener Stellung. Jambon, der jetzt nach Dortmund übergesiedelt ist, scheint uns der rechte Mann zu sein, das Erbe unseres Schachfreundes Schul; anzutreten, Führer der Dortmunder Provlemkomponisten zu werden. Auch sein Hauptgebiet ist der moderne Zweizüger. Aufgabe Nr. 28 von J. Utech, Essen Weiß: Kd7: 1b6: Te2, ef; Lh7: Sf6. hi: Bb2, c5. e2. f4. 15.(12) Schwarz: Ket: Tdl, h3; Lid: Sfi; Bad, b7. c3, c6, d2, 17, h5.(12). Matt in 4 Zügen 1. Te4!(brobt 2. T:Ld4+: 3. Db4+; 4. De4 matt. Probespiel:„ Lg8? Ses! Lösung: 1. Te4. T43: 2. Lg, Se3: 3. Sf2, believig: 4. e2:T43 matt. Logische Kombination! Einsperrung eines schwarzen Turms als Schlagobjekt, Aufgabe Nr. 29 von J. Nikolai, Gelsenkirchen. Weiß: Kes: Ob7: Thö: Lds: Sf5. g7: Boß, f6.(8). Schwarz: Ke5: Dg6: Tab. ei: Ba4, d3. 14, 17.(8). Matt in 2 Zügen Satz: 1.... Tdh: 2. De7 matt. Verbau! Spiel: 1. Ob4!, Td5; 2. Dfi matt. Blockung! Aufgabe Nr. 30 von H. Jambon, Dortmund Weiß: Kaß: Del: Tes: Sas. b5: Bb7.(6). Schwarz: Khs: Dhi: Tg3, 16: Lh4: Sds, 11: Bal. b6, c5, d4, e2, g2. a6. g7.(15). Matt in 2 Zügen Probespiel: 1. Sa7. gl. D; 2. S:b6, Dh3! Spiel: 1. Df2!(droht 2. Df4 matt). 1. T'f3: 2. Ja7 oder 1... Tg4: 2. S:b6 usw. Logische Kombination und Dresdener Idee. Aufgabe Nr. 31 von H. Jambon, Dortmund. Weiß: Kas: Dff: gl; Ldl, d2; Scö. 13; Bd4. 26. h2.(11). Schwarz: Kf5: Dhl; La2, h4: Sdé: Bb2. f6, h5.(8). Matt in 2 Zügen 1. Db7!(drobt 2. S:I.). 1. L:S: 2. Da5 matt usw. In Aufgabe Nr. 23 von H. Hülsmann, Bochum, stellten M. Elgaß, Hagen und P. Müller, Wanne=Eickel mit 1. Tg3! eine Nebenlösung fest. Der Komponist verbessert die Aufgabe dadurch, daß er auf h5 anstelle des schwarzen Bauern einen schwarzen Laufer stellt. In Aufgabe Nr, 33 von J. Nikolai bat der Komponist versehentlich einen weißen Bauer auf b3 ausgelassen. Wir bitten ihn hinzuzufügen, da die Aufgabe sonst nebenlösig ist. Unterlassener Sicherungszug Sizilianisch Partie Nr. 32 Gespielt am 3. April 1936 in Groningen. Weiß: G. Rogmann, Bochum. Schwarz: Mr. I. A. Woltbuis, Groningen. 1. e2—44, 07—c5; 2. Sgl—f3. Sb8—c6; 3. d2—44. e5:44: 4. S13:d4, 8g8—f6; 5. Sbl—c3, d7—46; 6. Dieser Läuferzug, der die Drachenvariante verbindert, ist in letzter Zeit sehr beliebt geworden. In der Tat bat Schwarz nach 6.... e6, 7. Da2! ein sehr schwieriges Spiel. 6.. Dd8—b6. Ein antivosttioneller Zug. Die Dame steht in der stzilianischen Partie auf d6 nicht günstig. Zweckmäßiger 7. Sd4—b3. Lo8-eß: 8. Lff—e2. Leß:b3. Schwar; hat keine Wahl: um weiter zu kommen entschließt er sich zum Abtausch.„„„„ 9. a2:53, e7—66; 10. 0—0, L18—e7; 11. Lg5—es! Mit Zugumstellung ist nun eine äbnliche Stellung wie in der Scheweninger Verteidigung entstanden, nur mit dem für Schwarz ungünstigen Unterschied, daß der weißfeldrige Läufer sich bereits auf bs getauscht hat und Schwarz aus diesem Grunde nicht so leicht auf dem Damenflügel ein aktives Gegenspiel einleiten kann. 12. 12—f4, 0—0: 13. Le2—f3, Tf8—48. Mit diesem Zuge begibt sich Schwarz in weitere Schwierigkeiten. Viel besser war zunächst der Sicherungszug a6. 14. Dd1—e2! 46—d5. Schwar; siebt, daß er mit anderen Zügen nicht zur Befretung kommt und nimmt daver den Einzelbauern In Kauf. Der Sicherungszug a6 scheitert jetzt an 15. Sa4! 15. e4:05, Sf6:05: 16. Lf3:05, e6:05: 17. Sc3—55! Der Springer entfaltet sofort einn wirksame Tätigkeit, deshalb wäre es auch verfehlt gewesen, wenn Weiß im 16. Zuge auf a5 mit dem Springer genommen hätte. Das Läuferpaar ist eben nicht immer stärker als LurS. 17... De7—bs: 18. Sbb:a7! Ein überraschender Einschlag! Der unterlassene Sicherungszug a6 macht sich für Schwarz nun nachteilig bemerkbar. 18. Le7—16. Woltbuts will den B unbedingt wieder haben. Viel leicht war es aber zweckmäßiger mit Sa7:, 19 La7:, Taf: 20. De7: auf ein schwerkalibriges Endspiel zu zielen, das für Weiß noch manche Schwierigkeiten bieten würde. 19. Sa7-h5! Lf6:b2. Weiß bleibt damit endgültig im Besitze des Mehrbauern. Besser war zunächst der Turmtausch auf al, 20. Tal:a8, Db8:a8; 21. 62—04! Da8—a2. Danach kommt es zu einem Kurzschluß. Mit 44, 22. Db2:, des:, 23. De2 wäre Schwarz noch mit Bauernverlust davon gekommen. 23.... Tes scheitert natürlich an 24. Sc7. 22. e4:05, T08:45, Der kürzeste Weg zum Verlust! Nach Sht 23. De4. Sd5:?, 24. Tdi war der Fall allerdings auch hoffnungslos. 23. Sbö—cs. Schwarz gab auf. Rogmann in Holland Im April weilte Rogmann in der schönen bollandischen Hansastadt Groningen. Der Noordelitte Schaak bond hatte ihn als Trainer für die Spitzenspieler des Bundes bestellt. Insgesamt spielte der Westfalenmeister sechs ernste Trainingspartien mit Ubrenkontrolle, wovon er vier gewann und zwei verlor. In einem Blitzturnier errang Rogmann mit vier Punkten einen 100=prozen tigen Sieg vor Dr. Frir und B. A. Flentge mit zwei Punkten und Dr. Kremer und H. W. Lenstra mit einem Punkt. Eine Simultanvorstellung zeigte die große Spiel stärke der Groninger. Von 32 Partien gewann Rogmann 19, machte acht unentschieden und verlor fünf. Nach stehend eine Partie mit Anmerkungen von G. Rog mann Westsälische Mannschaftsmeisterschaft Am kommenden Sonntag treffen in der Vorschluß runde in Gelsenkirchen Bochum und Gelsenkirchen auf einander. Beide Mannschaften sind durchaus gleichwertig. Im Vorjahre endete das erste Treffen unentschieden. Erst ein zweiter Gang brachte den Gelsen kirchenern den Sieg Auch in diesem Jahr ist ein er bitterter Kampf zu erwarten, der sicher nur ein knappes Ergebnis bringen wird. Der Ausgang ist völlig offen In Dortmund werden sich Hagen und Dortmund gegen überstehen. Die Hagener haben erst einen Kampf hinter sich, bei dem sie nicht einmal in voller Stärke antraten und doch Herne besiegten. Ob ihnen allerdings der große Wurf gelingt, gegen Dortmuid am eigenen Platz einen Zieg zu erringen, dürste bezweifelt werden. Allgemein dürfte die kampferprobte und turniererfahrene Dortmunder Mannschaft ein Pius vor den Hagrnern voraus haben. Wir rechnen aber auch hier mit sehr scharfen Kämpfen und einem Sieg der Dortmunder. Der Kampf beginnt 2.30 Uhr im„Schwarzen Raben“. Grotzdortmunder Schachverein In der letzten Runde der D=Klasse siegte Hocsch über Scharnborst mit 6½ zu 3½ und wurde so überlegener Gruppensieger. Auch Eving gewann gegen Orion mit 6½:3½ und konnte sich damit den zweiten Platz sichern. Schlußstand: Hoesch 1 31 Punkte, Eving 28½, Huckarde 23, Orion 21½, Scharnhorst 16. Preisturnier bei Hoesch Das von uns angekündigte Preisturnier der Sportgemeinschaft Hoesch beginnt am Freitag, den 15. Mai, abends 8 Uhr im Speisesaal Hoesch, Oesterholzstr. 125. Auslosung der Spieler in den einzelnen Klassen eine Stunde vorber. Preisturnier der Dortmunder Schachfreunde Ganz überraschend konnte sich Bartsch zum Schluß einen geringen Vorsprung sichern, der zum Sieg ausreichte. Er erzielte 6 Punkte aus 9 Partien. Mit einem halben Punkt Abstand folgen gleich fünf Spieler: Bauer. Hüttemann, Rupschus, Gundarp I und Sundarp II. ein Zeichen, daß sich die Spieler der Spitzengruppe durchaus gleichwertig waren. Mit 5 Punkten nimmt Kollmer den 7. Platz ein. Die weiteren Platze belegten Kemper 3, Bonnekob 21. und Kantwill 1 Punkt. Beine, Ludwig und Kemlitz nahmen nicht teil. In der B=Klasse siegte Fischer mit 6 Punkten ungeschlagen vor Fiebig, der 5 Punkte erzielte. Die wettere Reibenfolge ist: K. Schmidt, Jöhring, Amedieck, Derda. In der C=Klasse schoben sich gleich fünf vielversprechende junge Nachwuchsspieler in den Vordergrund. Den ersten Platz belegte Moyr ohne Niederlage mit 6½ Punkten. Es folgen Reinecke und Schwarz je 6. Mundt und Wittkopp je 5, Schmedes 3, Klein 2. Franke 122. Grünewald 1 Punkt. Die Schachfreunde spielen ab heute im Hotel „Vergischer Hof“. Auf dem Berge 6. Lundin fiegt vor Grob in Ostende Der anfängliche Verlauf ließ einen anderen Ausgang vermuten. Grob begann mit 5 Siegen, wurde * durch eine unglückliche Niederlage gegen Wenene Hemorine Rorlar Aufdaber dann durch eine unglnaliche Nieverlage gegen Domenech aus dem Rennen geworfen, verlor auch noch gegen Lundin und Dr Rev, nur gegen eihera glückte ibm noch eine Glanzpartie Stahlberg glückte ihm noch eine Glanzpartie. So wurde der glückliche aber wohl auch bessere Lundin 71. Runkten vor(Aroh mit 6 Punkten r gintliche aber wohl auch bessere rundin mit 7½ Punkten vor Grob mit 6 Punkten Erster! Lundin verlor nur gegen Dyner und gab einen halben Punkt ab an seinen Landsmann Stahlberg, der 5 Punkte erzielte und mit Landau den 3./4. Preis Dem Ichau-Ckumpia entgegen! Kraft=durch=Freude=Fahrt nach München Die Verhandlungen der Bundesleitung mit der Organisation„Kraft durch Freude" sind nunmehr sowent gedieben, daß die Sonderfabrt zur Schacholympia nach München als gesichert gelten kann Die Sonderfahrt ist für den 23. bis 30. August vorgesehen, so daß die Fabriteilnehmer den Höbepunkt der Mannschaftskämpfe miterleben können. Außerdem finden gerade in der Zeit die verschiedenen Landeskongresse statt, ganz abgeseben von den großen Schauveranstaltungen, dem Riesenfeuerwerk mit Schachfiguren, schachlichen Reiterspielen unter Teilnahme der Reichswehr, Vorführung einer lebenden Schachpartie mit Massenumzug, Kriegsschach auf 64 Riesenfeldern auf der Theresienwiese u. a. m. Die Kosten für die Fahrt entsprechen den üblichen„Kraft=durch=Freude"=Preisen. Da die Bundesleitung schnellstens eine Uebersicht über die Teilnehmerzahl benötigt, ist umgebende Meldung erforderlich. Vereine, die noch nicht gemeldet haben, wollen das noch umgebend durch den zuständigen Schachkreisleiter tun, da für später eingebende Meldungen eine Garantie nicht übernommen werden kann. 2. Olympiatraining Am 2. Mai begann in Bad Saarow das Gemeinschaftstraining für die voraussichtlichen deutschen Olympiakämpfer. Gegenstand des Trainings ist die Vorbereitung zum Partienspiel; zu Untersuchungszwecken können gelegentlich Uebungspartien ausgetragen werden. Jeder Teilnehmer ist berechtigt und verpflichtet, die tbeoretischen Fragen aus Gröffnung, Mittel= und Endspiel zur allgemeinen Untersuchung zu stellen, die für ihn von besonderer Wichtigkeit und Bedeutung sind. Zu diesem Zweck bereitet er sich selbst möglichst gründlich auf den Stoff vor und bringt das Material darüber, das er besitzt oder erlangen kann, zum Training nach Saarow mit. Jeder Teilnehmer bat aber auch mit dem gleichen Eifer an der Bebandlung der von den Andern aufgeworfenen Fragen mitzuwirken. Die Teilnehmer melden vorber beim Obmann des Trainings die Gegenstande an, deren Besprechung sie wünschen: dieser regelt die Rethenfolge und Dauer der Untersuchung Neben und während des Trainings soll nach Möglichkeit auch körperliche Erbolung betrieben werden durch gemein'ame Spaztergänge und Betatigung im Freien. Obmann der Trainingsgemeinschaft ist der Bundesschachwart Post. Sein Vertreter ist Bundestrainer Schlage. Für die Vorbereitung der deutschen Olympiakämpfer ist auch Dr. Alsechin verpflichtet worden. Er wird auch in Bad Saarow bereits anwesend sein und ta ig mitwirken. Von den westfälischen Spitzenspielern nimt#: Rogmann am Gemeinschaftstraining teil. 3. Trainingsturniere Im Anschluß an das Gemeinschaftstratning in Bod Saarow findet vom 7. bis 14 Mai in Bad Elster das erste Vorbereitungsturnier statt mit rein nationaler Besetzung. Voraussichtliche Teilnehmer sind: Bogolubow, Dr. Rödl, Machate, Koch, Hahn, Tröger, Dr. Dührssen, Hübener, Dr. Lachmann. Krause. Dann folgen zwei sehr schwere Prüfungen mit internationaler Besetzung vom 17. bis 24 Mai in Bad Nauheim und vom 7. bis 14. Juni in Dresden. In Nauheim spielen neben Bogoljubow, Rellstab, Heinicke und Weißgerber, Dr. Alsechin, Professor Vidmar, Jugoslawien, Stablberg. Schweden und Keres, Estland, mit. Für Dresden sind bisher Dr. Alsechin, Bogollubew, Eliskases, Lundin, Richter, Engels und Helling vorgesehen. Iusgesamt werden jedesmal zehn Spieler die Klingen kreuzen. Als Abschluß der Trainingsarbeit folgt dann vom 17. bis 24. Juni das Turnier in Swinemünde. Man sieht also, mit welcher Gewissendaftigkeit und Gründlichkett die Bundesleitung ihr Ziel verfolgt, die deutsche Mannschaft auf die schwere Prüfung vorzubereiten. 4. Die deutsche Die eigentliche Kampfmannschaft wird aus acht Spielern bestehen: dazu treten dann noch zwei Ersatzlente. Es war natürlich außerordentlich schwer, aus der Fülle der bochqualistzierten deutschen Spitzenspieler die vorläufige Kernmannschaft berauszustellen. Es gast vor allem zu prüfen, ob der in letzter Zeit stark in den Vordergrund getretene junge Nachwuichs schon die nötige Reise und Festigkeit besitzt, um den gewaltigen geistigen und körverlichen Auforderungen gewachsen zu sein Der Bundesschachwart ist bier unsicheren Experimenten aus dem Wege gegangen und hat zunächst eine Mannschaft vorgeseben, die sich fast durchweg aus älteren, in vielen Turnierschlachten erprobten Kämpfern zusammensetzt. Es sind dies: Bogoljubow. Richter, Carls, Ahnes, Engels, Heinicke, Rellstab und Dr. Rödl, Ersatzleute B. Koch und Helling. Bogoljubows Teilnahme ist allerdings noch sehr unsicher, da er zum internationalen Turnier nach Nottinabam eingeladen ist, das erst am 28. August beendigt sein wird. Ob die eingeleiteten Verhandlungen um eine Vorverlegung dieses großen Turniers Erfolg haben werden, steht noch dahin. Es wäre schade, wenn das nicht gelänge. Die Zusammenstellung der endgültigen deutschen Mannschaft wird natürlich erst nach Abschluß des Trainings erfolgen, da immerbin die Möglichkeit besteht, daß der eine oder andere Kandidat sich in den vorgesehenen Turnieren als Versager erweist und umgekehrt einer der weiteren Bewerber sich besonders auszeichnet. Von den älteren Meistern fehlt Sämisch. Hier dürfte das Zeitnotproblem wohl eine schwerwiegende Rolle spielen. Im Hintergrunde wartet noch eine ganze Reibe junger Meister, wie Reinbardt, der Meister von Hamburg, Lange, Braunschweig. Michel, Nürnberg und Ernst, Gelsenkirchen, die Helden des letzten deutschen Meisterturniers in Bad Nachen, um nur einige zu nennen. Ernst dürfte sein schlechtes Abschneiden in Essen sehr geschadet haben. Michel hat in Bad Saarow versagt. Es ließe sich noch eine recht stattliche Zahl von Namen anführen, die vielleicht auch olymviareif wären. so Brinckmann, v. Hennig, Dr. Taube. Eine zweite, fast gleichstarke Mannschaft wäre ohne große Mühe auf die Beine zu bringen. Es besteben sogar Erwägungen, diese Gedanken in die Tat umzusetzen. Wir glauben kaum, daß dagegen rechtliche Bedenken bestehen, da ja auch beispielsweise bei den Bobrennen in Garmisch=Partenkirchen, zwei Mannschaften zugelassen waren. Es wäre jedenfalls sehr zu begrüßen, wenn auf diese Weise der deutsche Nachwuchs etwas mehr zu Wort käme. Wir sind überzeugt, daß auch die junge Garde in München keine schlechte Rolle spielen würde. 5. Die teilnehmenden Nationen Auch wenn Nottinaham sich nicht verlegen ließe, würde die Beteiligung der schachspielenden Nationen dadurch nicht behindert werden, da es sich in Notting= ham um Einzelkämpfe handelt und nur hier und da eine Nation auf ihren 1. Brettspieler in München verzichten würde. Dieses Fehlen würde zwar bedauerlich, aber nicht ausschlaggebend sein bei den vorgesehenen Achtermannschaften. Bisber haben folgende Länder ihre Teilnahme in München angemeldet: Bulgarien Danemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Island. Lettland, Norwegen Oesterreich, Rumänien, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei, Portugal Ungarn. Mit weiteren Meldungen ist zu rechnen. so daß die Zahl 20 überschritten wird. Mit einer sehr großen Beteiligung kann auch in den ausgeschriebenen Problem= und Endspielturnieren gerechnet werden. Damit dürste schon heute der äußere Erfolg gesichert sein. Für alle deutschen Schachspieler, die es irgendwie ermöglichen können, aber muß es eine Ehrensache sein, die Schacholympia in München zu besuchen. Es wird jedem ein unvergeßliches Erlebnis werden K. Jahn Lösung aus der gestrigen Folge Silbensuchrätsel Die Silbe„tor“: Au-tor, Men-tor 9 Tor-te, Tor-tur. 7 Wr zeigen die unserer glückliche Geburt Dlethild — an C Studicnassessor Vinzenz Grunau u. Frau Hildegard geb. Gellenbeck DORTMUND, den 8. Mal 1936 Kleverstfaße 5 Ihre Verlobung geben behannt Mia Dame Dr. med. Josef Grofe Neheim Poststraße 24 Dortmund Hoher Wall 2 Statt Karten 9. M#ai 1936 C Ihre Statt Karten! Vermählung bekannt: geber Unser VOLKER ist angekommen Dr. Fritz Hartmann u. Frau Luise geb. Voss ( Dortmund-Gartenstadt Fürstenbergweg 9 14875 ( 10 Unser Holmut bekam heute Brüderchen In denkbarer Freude Hans Brudereck u. Frau Hildegard geb. Bombe 8. Mal 1936 Unna, den Lebsingst. 8 Ihre Vermählung geben bekannt: Helmuth Schumacher Hetty Schumacher geb. Coersmeyer Dortmund, den Wittekindstraße 22 9. Mal 1936 Wilhelm Lichtenberg Sertrud Lichtenberg geb. Freese Heinrich Lichtenberg Luise Lichtenberg geb. Herbig Wilhelm Herbig Marie Herbig geb. Lichtenberg Dortmund-Eving, 9. Mai 1934 Nachruf Am Donnerslagabend verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, jedoch für uns unerwartet, unser langjähriser Mitarbeiter, der Korrespondent Herr Wilhelm Fritz Im Alter von 61 Juhren. Der Verstorbene, der seit 37 Jahren in unseren bzw. in den Diensten unserer Rechtsvorgängerin sland, hat sich während seiner langjährigen Tätigkeit steis als ein Mann voller Pflichttreue, Fleiß und Gewissenhaftigkeit gezeigt und immer seine Arbeitskraft unermüdlich zur Verfügung gestellt. Er war uns allen ein allzeit guter und lieber Kamerad. Wir bedauern außerordentlich den Heimgang unseres Mitarbeiters und werden ihm ein treues Gedenken bewahren. Unna, den 8. Mai 1936. I.inden- und Adlerbrauerei Der Führer des Betriebes Die Gefolgschaft. Statt Karten! Herta Hedfeld Theo Coordes Verlobte Stalt Kerten Ihre Vermühlung geben bekannt Ernst Artinger Helga Artinger geb. Dresbach Herdecke(Ruhr), den 10. Mel 1936 Steinstraße 2 stett Karten Erich Köster Elle KÖster Dortmund Andreasstt. 7 9. Mel 1936 Rheinhausen Slegtriedstr. 14 C geb. Hal Vermählte Dortmund-Bodelschwingh Kösterstraße 11 9. Mal 1936 Auguste Buderus Fritz Lüdorff Heinz Schröder Margarete Schröder geb. Grat grüßen als Vermählte Verlobte Bochum Baumhofstraße Sprockhövel I. Westf. Hauptstraße 64 Dahle, den 10. über Altene I. W. Mai 1936 9. Mel 1936 Statt Karten! Wir geben unsere Verlobung bekannt Helene Grüner Karl Müller, Dipl.-Ing. Recklinghausen Tellstraße 58 Herne-Sodingen kupenerstraße 10 Franz Schulte Elisabeth Schulte geb. Merke Vermählte z. Z. Frankfurt a. Main Fellnerstraße 1 10. Mal 1936 Sundern Kreis Arnaberg 10. Mel 1936 hre Verlobung geben bekannt: Friede Albert Lippstadt, Hellinghäuserweg! 10. Mal 1936 Mehlltz Humburg Minden(Westt.) Statt Karten Wir zeigen unsere Vermühlung an: Or. Wilhelm Möller rene Möller geb. Spengenberg Premnitz, Kreis Westhavelland 9. Mai 1954 Bochum-Weltmer Zum Muttertag ETE Kleinheisterkamp Dortmund, Brückstr. 55— Anrut 32215 EtagenWohnhaus mit gr. Garten in Rummenohl an der Provinzialstraße gelegen, günstig zu verkauf. Angeb. u. H. J. 2804 an G. Geerkens, Anz. Mittler, Hagen W. 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Mai 1936 entschlief in Bochum nach kur7em Krankenlager, gestärkt durch die Heilsmittel der katholischen Kirche mein unv ergeßlicher Mann. unser treusorgender Vater. Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Generaldirektor a. O. PhilipD Beigeordneter I. R. der Stadt Düsseldorf, Ehrensenator der Technischen Hochschule Fridericiana Karlsruhe im 67. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Gertrud Lenze, geb. Tillmann Dr. Philipp Lenze und Frau Conni geb. Schmidt Dipl.-Ing. Bernhard Wielers und Frau Thekla geb. Lenze Gerichtsassessor Dr. Wilhelm Lenze und 5 Enkelkinder. Königswinter(Friedrichsallee 14). Köln. Bochum, Essen. Seraing bei Lüttich, Forst i. d. Lausitz, Mülheim-Ruhr-Styrum. Düren, Lüftelberg b. Bonn. Die feierlichen Exequien werden am Montag, dem 11. Mai, 10 Uhr, in der St. Marienkirche in Düren-Rhld. gehalten.— Die Beisetzung erfolgt um 11 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs in Düren, Friedhofstraße aus. Ileute mittag 2 Uhr ging nach langem, schwerem leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Tante und Cousine Frau Sophie Avemarg geborene Wiethaupt im Alter von 64 Jahren von uns. Die trauernden Kinder Dortmund. Berlin, Herne. Essen, Altmark, den 6. Mai 1936. Die Trauerfeier findet am Montag, 11. Mai 1936. vormittags 10 Uhr, in der östlichen Trauerhalle des Hauptfriedhofes statt. Omnibus fährt ab Trauerhaus Oesterholzstraße 3, um 8.30 Uhr. Urnenbeisetzung am Mittwoch, dem 13. Mai 1936, 14 Uhr von der Trauerhalle des Ostenfriedhofes aus. Kranzspenden im Sinne der Verstorbenen verbeten. Sollte jemand aus Versehen keine Nachricht erhalten, so diene diese als solche. Gestern nachmittag wurde der Senior unserer Firma Herr Fabrikant FFItz Killing in die Ewigkeit abberufen. Der Entschlafene hat vor 40 Jahren zusammen mit seinem ihm im Tode vorangegangenen Bruder, Ilerrn Dr. Carl Killing, unser Unternehmen gegründet und gemeinsam mit ihm in zäher Arbeit durch unermüdlichen Fleiß und hervorragende Sachkenntnis aufgebaut und zu hoher Blüte gebracht. Noch in den letzten Jahren hat der jetzt lleimgegangene, trotz vorgerückten Alters, unserem Werk, das ihm alles bedeutete, durch seinen klugen Rat und seine nie versagende Tatkraft wertvollste Dienste geleistet. Das Andenken an den teuren Entschlafenen und lieben Freund wird bei uns nie erlöschen. Hagen-Delstern, den S. Mai 1936. Aufsichtsrat u. Vorstand der F. V.& Dr. C. Killing Aktiengesellschaft Am 7. d. M. entschlief der Seniorchef und Mitbegründer unseres Werkes Herr Fritz Kiling Tief erschüttert stehen wir an der Bahre unseres hochverehrten Seniorchefs, der uns in seinem rastlosen Schaffensdrang, der Hingabe an sein Werk und seiner nie versagenden Fürsorge für alle, die darin arbeiten, ein leuchtendes Vorbild N ar. Wir werden sein Andenken treu im Herzen bewahren und in seinem Sinne weiter arbeiten. Hagen-Deistern, den 8. Mai 1936. Führer und Gefolgschaft der F. W.& Dr. C. Killing Aktiengesellschaft IT Am 7. Mai 1936 starb nach kurzer, schwerer Krankheit der Vorsitzende unseres Aufsichtsrates Herr Generaldirektor a. D. Philipp Tief erschüttert und in schmerzlicher Trauer stehen wir an der Bahre dieses ausgezeichneten Mannes, der seit nahezu 25 Jahren dem Aufsichtsrat unserer Gesellschaft angehörte und seit 1922 dessen Vorsitzender war. Das verantwortungsbewußte und verdienstvolle Wirken des Verstorbenen war erfüllt von vielseitigem Wissen, von reichen Erfahrungen und einem hohen Maße menschlicher Güte, die ihn uns besonders nahebrachte. Unser Dank für alles das, was er uns und unserer Gesellschaft in langen Jahren gemeinsamer Arbeit und gegenseitigen Vertrauens gegeben hat, folgt ihm über das Grab hinaus. Die Erinnerung an ihn wird in unseren Herzen nie erlöschen. Bochum, den 8. Mai 1936. Aufsichtsrat und Vorstand der Westfalia-Dinnendahl-Gröppel Aktiengesellschaft Heute früh entschlief sanft mein lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Oberförster I. R. Alex Groote im Alter von 75 Jahren. In tiefer Trauer: Emmy Luttner, geb. Groote Siegfried Luttner Dietrich Luttner. Dortmund, den 8. Weddigenstraße 3. Mai 1936. Die Beerdigung findet am Montag, dem 11. Mai. nachmittags 4 Uhr. von der Trauerhalle des Evangelischen Friedhofes in Lünen aus statt. Beileidsbesuche höflichst verbeten. Danksagung Für die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank! Familie Gotttried Kleinrahm Dortmund-Brackel, im Mai 1936. Königstraße. Statt besonderer Anzeigel Nach Gottes hl. Willen entschlief heute 18 Uhr meine liebe, unvergeßliche Frau, unsere treusorgende. herzengute Mutter. Tochter. Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Aenne Tolle geh. Cordes Sie starb plötzlich und unerwartet nach kurzer. schwerer Krankheit, wohlvorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel, gestärkt durch die hl. Sterbesakramente im 48. Lebensjahre. Um ein stilles Gebet für die liebe Verstorbene bitten im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Franz Tolle und Kinder Hemer, Duisburg-Ruhrort. Iserlohn. Geilenkirchen, Spandau und Barmen, den 7. Mai 1936. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. Mai, nachmittags 3½ Uhr vom Marienhospital aus statt. Das feierliche Seelenamt für die liebe Verstorbene ist am Montagmorgen 7.15 Uhr in der Pfarrkirche zu Hemer. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Stätt besonderer Anzeige Gott der Herr nahm heute früh meinen geliebten Mann, unseren guten Vater. Schwiegervater, Schwager und Onkel, den Maschinenmeister i. R. Johann Menke plötzlich und unerwartet im 63. Lebensjahre durch einen sanften Tod zu sich in die Ewigkeit. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Menke, geb. Garte Dr. med. Josef Menke Helene Menke Irmgard Menke, geb. Rother. Meggen, Wanne-Eickel, den 8. Mai 1936. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 10. Mai 1936, um 14.30 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Das Seelenamt ist am Montag, dem 11. Mai 1956. Am Donnerstag, dem 7. Mai 1936, starb nach nur kurzem Krankenlager unser langjähriger Mitarbeiter Herr Wilhelm Drüe im Alter von 30 Jahren. Der Verstorbene war seit über 11 Jahren in unserem Werk als Horizontalbohrer tätig und hat seine Arbeitskraft unserem Unternehmen in Treue und Fleiß gewidmet. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Führer und Gefolgschaft der Firma Gebr. Eickhoff, Maschinenfabrik, Bochum Am 7. Mai 1936 verschied plötzlich und unerwartet infolge Herzschlages der OrtsgruppenObmann Herr Zahnarzt Dr. Heinrich Lappe in Hamm Wir verlieren in dem Verstorbenen einen verdienten Mitarbeiter und zähen Vorkämpfer für zahnärztliche Belange, einen stets hilfsbereiten Kameraden und Kollegen im wahrsten Sinne. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Kassen-Zahnärztliche Vereinigung Deutschlands Bezirksstelle Bochum Akademie für zahnärztliche Fortbildung Bezirksstelle Bochum Statt besonderer Anzeigel Heute nachmittag entschlief sanft und gottergeben mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser lieber. treusorgender Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Fritz Killing im 83. Jahre, nach einem arbeitsreichen und reichgesegneten Leben. In tiefer Trauer: Hulda Killing, geb. Nickol Irmgard Dörner, geb. Killing Karlheinz Dörner und Enkelkind Hans Dörner. Hagen, den 7. Mai 1936. Im Potthof Die Trauerfeier ist am Montag, dem 11. Mai, nachmittags 4 Uhr, im Krematorium Hagen-Delstern. Von Beileidsbesuchen wolle man Abstand nehmen. Heute morgen 9 Uhr entschlief sanft nach langer, schwerer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater, Grolvater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Krütt im 75. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie W. Morlinghaus Familie Fritz Krütt Familie Wwe. Albert Müller Berken, den 8. Mai 1936. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 10. Mai, 16 Uhr, vom Sterbehause aus nach Kierspe statt. Nachruf Am 7. Mai 1936 verschied der Konrektor 1. R Wilhelm Große-Weischede in Westhofen. Der Verstorbene hat fast 40 Jahre in Westhofen sein Amt als Jugenderzieher mit vorbildlicher Treue und Gewissenhaftigkeit verwaltet. Auck als Bibliothekar leistete er der Stadt Westhofen viele Jahre wertvolle Dienste, Ein ehrendes Andenken ist dem Verstorbenen gewil. Westhofen, den 8. Mai 1936. Hümme Bürgermeister. Familien-Anzeigen finden welteste Verbreitung durch die Westfäl. Landeszeitung Rote Erde Statt besonderer Anzeige! lleute morgen 7 Uhr wurde meine liebe Frau, meine herzensgute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Carl Stuer Maria geb. Stadermann im 49. Lebensjahre von ihrem langen, mit großer Geduld ertragenen Leiden erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen Dortmund, den 8. Mai 1936. Nordstraße 43 Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 11. Mai. nachmittags 2½ Uhr. von der großen Trauerhalle des Hlauptfriedhofes. Wer liebend wirkt. bis daß die Kraft ihm bricht, und segnend stirht, ach, den vergißt man nicht. Heute nachmittag hat Gott meine unvergeßliche Frau, unsere gute, treusorgende Mutter. Schwiegermutter. meine liebe Großmutter, Tochter und unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Leppelsack geb. Löbbe im Alter von 55 Jahren nach 32jähriger glücklicher Ehe von langer, schwerer Krankheit erlöst und heimgcholt in sein Reich, wo weder Leid noch Geschrei noch Schmerz mehr ist. Für die trauernden Hinterbliebenen: Reichsbahn-Inspektor Friedrich Leppelsack Hlamm(Westf.), den 7. Mai 1936. Alleestraße 73. Die Beerdigung findet am Sonntag. dem 10. Mai. um 15 Uhr von der Leiehenhalle des städtischen Krankenhausos aus statt. Trauerfeier dortselbst 20 Minuten vorher. □ 84TI Statt besonderer Anzeige! Ein sanfter Tod erlöste gestern abend meinen lieben, treusorgenden Mann, meinen lieben, guten Vater. Schwiegervater. Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, den Landjägermeister I. R. Gustav Böndel von seinem mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von fast 72 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Anna Böndel geb. Christ Gustav Böndel Mally Böndel geb. Hülsegge Anneliese. Mararet und Hildegard Böndel. Holzwickede 8. Mai 1936. und Schwelm, den Die Beerdigung findet am Sonntag. dem 10. Mai. nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause. Josefstraße 24, aus statt. Trauerandacht im Hause ¼ Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen bitte Abstand zu nehmen. Ae Gestern verschied nach längerem schweren Leiden im Alter von 69 Jahren der Konrektor Im Ruhestand Herr Hugo Reich Der Verstorbene hat nahezu 45 Jahre im öffentlichen Volksschuldienst, davon länger als 40 Jahre bis zu seinem Uebertritt in den Ruhestand an den Volksschulen seiner Ileimatstadt Lüdenscheid gewirkt. Trotz schwerer körperlicher Behinderung hat der Dahingeschiedene unermüdlich und in nie erlahmender Berufsarbeit die ihm anvertraute Jugend besiens gefördert und ihr wertvolle Kenntnisse für ihren späleren Lebensweg vermittelt. Vorbildliche Pflichttreue verhand sich mit der Bescheidenheit eines aufrechten, lauleren Charakters. Sein stilles, gerades Wesen und seine hohe Berufsauffassung erwarben ihm die besondere Wertschätzung der städtischen Schulverwallung. Dem Verstorbenen wird die Stadt Lüdenscheid allzeit ein ehrendes Gedenken bewahren. Lüdenscheid, den 6. Mai 1936. Der Oberbürgermeister I. V.: Rommel. -rIee. 41 Nachruf! Gestern verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe NS-Schwester Emma Rachel Sie war uns steis ein fröhliches, treues Mitglied. Wir werden ihr Andenken in Ehren halten. Die NS-Frauenschaft Ortsgruppe Kierspe-Bahnhof. Kierspe-Bahnhof, den 8. Mai 1936. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 10. Mai, nachmillags 2½ Uhr vom Sterbehause, Hlochstraße aus stalt. .K 2