Bezugepreie mit Justellungsgebühr und Versandkosten 60 Ofennig für die Woche. Dost=Bezug monatlich 2,50 Mark einschl. 56 Ofennig Dostzeitungsgebühren. Hierzu 42 Osennig Bestellgeld. Einzel=Stück 15 Ofennig, Sonntage 20 Ofennig. Erscheint wöchentlich siebenmal. Täglich das bebilderte Unterhaltungoblatt und Sonntags die sechzehnseitige Beilage„WLZ am Sonntag". Für unverlangt eingesandte Beiträge wird keine Gewähr übernommen. Druck u. Veriag: Westfälische Landeozeitung G. m.b.H., Dortmund, Reinoldistr. 19. Fernruf 30441 Landoszeilling Amtliches Blatt der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei Anzeigenpreie se Millimeter der Rleinspakte 36 Os. in der Gesamtauflage, für die Bezirksausgaben besondere Oreielisten. EErmäßigte Oreise: Für Jamilienanzeigen 12 Of., Stellenangebote 15 Of. Stellengesuche 12 Of., Gelegenheitsanzeigen nicht geschäftlicher Art in der Rubrik„Rleiner Anzeigenmarkt“ 15 Of. je Millimeter.— Für die Berechnung und Ausführung der Anzeigenausträge sind die in der Dreieliste vorgesehenen Bedingungen maßgebend.— Erfüllungsort Dortmund.— Dostscheckkonto Dortmund 450.— Anzeigen=Annahme für die Wochentags=Ausgabe bis 2 Uhr nachmittags, für die Sonntags=Ausgabe bie Freitag abend 6 Uhr. Ausgabe □ Das Programm für den 1. Mai Die große Hauptfeier in den Berliner Lustgarten verlegt„ 1½ Millionen Schaffende marschieren in der Reichshauptstadt 7 Ganz Deutschland hört den Führer (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 23. April. Auch in diesem Jahre wird, wie in den vergangenen Jahren, die große MaiFeier in der Reichshauptstadt im Mittel punkt der Feiern im Reiche stehen. Die Tradition wird allerdings in diesem Jahre dadurch durchbrochen, daß das Tempelhoferfeld infolge des Baues des Berliner Welt=Flughafens nicht mehr für den großen Aufmarsch zur Verfügung stehen kann. Die Festleitung sah sich deshalb vor er heblichen Schwierigkeiten und war gezwungen, das bereits traditionell gewordene Programm des 1. Mai in der Reichshauptstadt zum Teil vollkommen umzugestalten. Ein ähnlicher Platz wie das Tempelhoferfeld war im näheren Verkehrsbereich Berlins in diesem Jahre nicht zu finden, da auch das Reichssportfeld, das wahrscheinlich in den nächsten Jahren der Schauplatz der großen MaiKundgebung werden wird, noch nicht ganz fertiggestellt ist. Die große Hauptfeier am Mittag wurde deshalb in den Lustgarten verlegt. Selbstverständlich ist der Lustgarten selbst viel zu klein, um die ungeheuren Massen— man rechnet in diesem Jahre mit einer Beteiligung von etwa 1 1/2 Millionen— aufnehmen zu können. Die Aufmarschleitung hat deshalb einen Plan ausgearbeitet, der die Aufstellung der Festteilnehmer längs der großen Mittelachse der Reichshauptstadt vom Lustgarten über die Linden zum Brandenburger Tor und von dort über die Charlottenburger Chaussee bis zum deutschen Opernhaus in Charlottenburg vorsieht. Eine ähnliche Organisation wurde bekanntlich bereits bei der großen Kundgebung vor der Wahl vom 29. März in der Deutschlandhalle getroffen, nur mit dem Unterschied, daß diesmal die Organisation noch weit ausgedehnter, weit gewaltiger ist als damals. Die Entfernung zwischen dem Deutschen Opernhaus und dem Lustgarten beträgt etwa 6 Kilometer. Das mag eine Vorstellung von den gewaltigen Ausmaßen dieses Aufmarschplatzes im Herzen Berlins geben. Die längs dieser Strecke aufgestellten Volksgenossen werden wieder Gelegenheit haben, den Führer zu sehen. Die Feier der Reichskulturkammer ist deshalb vom Opernhaus„Unter den Linden“ in das Deutsche Opernhaus in Charlottenbura verlegt worden. Nach der Feier im Opernhaus wird der Führer langsam die gewaltigen Fronten der Festteilnehmer bis zum Lustgarten hin abfahren. Vom Lustgarten aus wird der Führer sprechen. Die große Rede des Führers wird über alle Sender übertragen und die Werktätigen in ganz Deutschland, die inzwischen in allen Städten und Dörfern aufmarschiert sind, werden ihn hören. Die einzelnen Veranstaltungen Das amtliche Programm für die Feier des Nationalfeiertages des deutschen Volkes in der Reichshauptstadt sieht im einzelnen folgende Veranstaltungen vor: 8.30 bis 9.30 Uhr: Jugendkundgebung Programm: Fanfaren. Eröffnungsansprache durch den Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Lied:„Tritt heran, Arheitsmann“ von Heinrich Lersch. Fritz Sotke, gesungen von 30 sen d Melodie 000 AngeArbeitsmann von hörigen der Hitlerjugend. Rede: Reichsminister T:. Goebbels Lied:„Aufhebt unsere Fahnen" von Melodie W. Zorg, Melodie von Fritz Sotke. Rede des Führers Gemeinsames Lied:„Vorwärts, vorwärts“. Die Feier wird über alle deutschen Sender übertragen. Im ganzen Reich finden zur gleichen Zeit ähnliche Feiern mit Uebertragung von Berlin statt. 10.30 bis 11.30 Uhr: Festsitzung der Reichskulturkammer Es spricht der Präsident der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels. Verkündung des Buch= und Filmpreises 1936. 12.30 bis 13.30 Uhr: Staatsakt Programm: Fanfaren. Eröffnungsansprache: Reichsminister Dr. Goebbels. Rede des Führers. Deutschlandlied, Horst=Wessel=Lied. Schlußworte: Dr. Ley. Die Kundgebung wird über alle deutschen Sender in die Parallelkundgebungen, die überall im ganzen Reich zur selben Zeit stattfinden, übertragen, außerdem über die Lautsprecheranlage, die vom Lustgarten auf den vorbezeichneten Straßen bis zum Deutschen Opernhaus errichtet ist. 17 Uhr: Empfang der Arbeiter-Delegationen Aus allen Gauen des Reiches werden insgesamt 160 Arbeiter aller Berufe und die Sieger des Reichsberufswettkampfes 1936 von der Reichsregierung als Gäste nach Berlin geladen, wo sie im Laufe des 30. April eintreffen und um 16 Uhr im„Kaiserhof“ von Dr. Goebbels, Dr. Ley und Baldur von Schirach begrüßt werden. Die Delegierten nehmen sowohl an der Jugendkundgebung als auch am Staatsakt im Lustgarten teil und werden am Nachmittag des 1. Mai dann vom Führer empfangen. Anfahrt erfolgt vom„Kaiserhof" über Wilhelmstraße zum Palais des Reichspräsidenten. 20.15 bis 21.45 Uhr: Fackelzug der Wehrmacht und der Verbände der Bewegung. Von Bülowstraße über Potsdamer Straße— Potsdamer=Platz— Leipzigerstraße— Friedrichstraße—. Unter den Linden— Schloßbrücke zum Lustgarten. 22 bis 23 Uhr: Abendkundgebung im Lustgarten Es spricht der preußische Ministerpräsident, Generaloberst Göring. Großer Zapfenstreich. Die Kundgebung wird über alle deutschen Sender übertragen. Ab 21 Uhr: Maifeier der Reichskulturkammer An dieser Maifeier in Krolls Festsälen werden die Kulturschaffenden teilnehmen und die Arbeiterdelegierten aus dem Reiche als ihre Gäste bei sich sehen. Außerdem werden in Berlin und im ganzen Reich von den späten Nachmittagsstunden ab und abends in allen Sälen, die seit langem vorbestellt sind, fröhliche Maifeiern mit Tanz der einzelnen Betriebe durchgeführt. Die Polizeistunde ist in der Nacht zum 2. Mai aufgehoben. Am 2. Mai werden die Arbeiterdelegierten aus dem Reich um 12 Uhr vom Staatskommissar der Hauptstadt Berlin empfangen. Anschließend unternehmen sie eine Ausflugsfahrt an den Templiner See und werden abends der Vorstellung des Deutschen Opernhauses„Die lustige Witwe“ beiwohnen. Neue Buttermarktregelung Maßnahmen für eine gerechte Butterverteilung getroffen X Berlin, 23. April. Bei der Butterknappheit des vergangenen Herbstes mußten die milchwirtschaftlichen Zusammenschlüsse Maßnahmen anordnen, nach denen die Molkereien Butter nur an die Abnehmer liefern durften, die sie im August 1935 mit Butter versorgt hatten. Ferner waren die Molkereien nur berechtigt, 80 v. H. der im August 1935 gelieferten Butter abzugeben. Des weiteren wurde die Schlagsahneherstellung um 40 v. H. eingeschränkt, um dadurch mehr Milchfett für die Butterherstellung zu erhalten. Diese Anordnungen haben sich sehr günstig ausgewirkt, und nur durch sie war es möglich, eine gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung durchzuführen. Es war jedoch klar, daß die weitgehende Einschränkung des freien Butterverkehrs und des Sahneabsatzes nicht eine Dauereinrichtung sein konnte. Nachdem nun die Butterverknappung als behoben angesprochen werden kann und mit Beginn der Grünfütterung große Milchmengen anfallen, werden die Anordnungen des Spätherbstes ab 1. Mai 1936 außer Kraft gesetzt. Deutschland hatte im Jahre 1935 eine molkereimäßige Butterproduktion von 3 098 492 Doppelzentnern. Hierzu kommt die Einfuhr ausländischer Butter. Die gesamte Buttermenge würde ausreichen, den Bedarf des deutschen Volkes annähernd zu decken, wenn der Anfall sich gleichmäßig auf das ganze Jahr verteilen würde. Leider liegt die Produktion verschieden, so daß immer butterreiche Aufnahme: Presse-Bild-Zentrale Der Ehrentag der Luftwaffe. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Generaloberst Göring, bei der Besichtigung eines Flak-Geschützes. Zeiten mit butterknappen Zeiten ab wechseln. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, sind ab 1. Mai 1936 die Molkereien berechtigt, über die Buttermengen frei zu ver fügen, die im Durchschnitt des Jahres 1935 in der Woche erzeugt wurden. Die Buttermengen, die über die freien Absatzmengen hinaus von den Molkereien erzeugt werden, müssen den Milchwirtschaftsverbänden angedient werden. Dadurch gelangen in der butterreichen Zeit die entsprechenden Buttermengen für die knappere Zeit zur Einlagerung. Die Einlagerung der Butter erfolgt durch die Reichsstelle für Milch erzeugnisse, Oele und Fette. Mit den Butter mengen, die von den Molkereien den Milch wirtschaftsverbänden angedient werden müssen, wird zunächst die Versorgung der Verbrauchs gebiete durchgeführt, die das ganze Jahr hin durch auf Butterzufuhr angewiesen sind. Alle weiteren Butterüberschüsse werden eingelagert. Diese Vorratswirtschaft ermöglicht es, die Butterversorgung der Verbraucher das ganze Jahr hindurch gleichmäßig durchzuführen. In der Anordnung, die am 1. Mai in Kraft tritt, sind noch verschiedene andere Maßnahmen enthalten, die ebenfalls zur Ordnung des Buttermarktes beitragen, wie z. B. die Aufhebung der Einschränkung der Sahneherstellung und des Sahneabsatzes und das Verbot der Erweiterung des Butterpost versands über den Umfang des Jahres 1935. Der Sinn der Anordnung ist nicht eine Schematisierung des Butterverkehrs. Durch individuelle Behandlung der verschieden gelagerten Fälle wird vielmehr den Anforderungen auf eine gute und gerechte Butterverteilung ent sprochen. Gesandter v. Stohrer noch nicht gefunden 60 Flugzeuge, Kraftwagen und Kamelreiter auf der Suche 7 Ein Sandsturm behindert die Suchaktion ∆ Kairo, 29. April. Die Nachforschungen nach dem in der Wüste verschollenen deutschen Gesandten von Stohrer wurden am vierten Morgen nach seiner Abfahrt auf Grund eines eingehend ausgearbeiteten Planes und nach genauer Einteilung aller Hilfskräfte wieder ausgenommen. Englische sowie ägyptische Flieger durchsuchen systematisch die ganze Gegend in einem Umkreis von 250 Kilometer um den Schebel Hamid, an dem von Stohrer zum letztenmal gesehen worden sein soll. Außerdem wird das hügelige Gelände, in dem aus der Luft nur schwer Feststellungen zu machen sind, planmäßig von Kraftwagenexpeditionen der deutschen Kolonie und Kraftwagenabteilungen der Grenzverwaltung durchstreift. Diese in Dreier=Kolonnen arbeitenden Kraftwagengruppen werden von Beduinen auf Kamelen unterstützt. Man vermutet und hofft, daß der deutsche Gesandte und sein Mechaniker, falls sie unverletzt geblieben sein sollten, erst am Montagabend ihre vergeblichen Versuche aufgegeben haben, den im Sande festgefahrenen und vermutlich beschädigten Kraftwagen wieder flott zu machen. Wenn diese Annahme zutrifft, dürften sie sich zu Fuß aufgemacht haben, um eine der umliegenden Oasen zu erreichen. Da sie nur während der Nacht marschieren können, könnten sie erst am Mittwoch eine Oase erreichen. Ein schwerer Sandsturm ließ am Mittwoch die Suche nach dem verschollenen Gesandten ins Stocken geraten. Seit Tagesanbruch sind rund 60 Flieger, 60 Lastkraftwagen der Grenzverwaltung, 30 Privatkraftwagen und etwa 100 Kamelreiter unterwegs. Es konnte aber noch keine Spur Stohrers gefunden werden. Da die nähere Umgebung Kairos im Norden und die Baharias im Süden eingehend abgesucht worden sind, konzentriert man sich auf das riesige Mittelgebiet mit seinen großen Dünen. Der ungarische Graf Almassi geht dabei einer Einzelspur nach, die er am Dienstag etwa 180 Kilometer seitwärts der gewöhnlichen Strecke verfolgte. Die gleiche Fahrt hat Almassi zu Ostern mit Stohrer unternommen. Die erste Gruppe unter Führung des Vertreters des Deutschen Nachrichtenbüros, Homener, die Sonntag abend Kairo verlassen hat, gab bisher keine Nachricht. Sie durchsucht auf drei großen Wagen mit allen für längere Zeit notwendigen Mitteln die Umgebung der Oase Baharias und ihr Einbruchsgebiet. Es mehren sich jetzt die Gerüchte, daß die Vermißten gesehen sein sollen. Ein Teilnehmer an dem internationalen Autorennen in Baharija, der mit seinem Wagen eine schwere Panne hatte und erst am Mittwochabend zurückgekehrt ist, gibt an, daß er Stohrer am Sonnabendmittag etwa 75 Kilometer von Baharija entfernt gesehen hat. Angesichts dieser Anhaltspunktes und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten über den Verbleib des vermißten Gesandten sollen am Donnerstag noch weitere besondere Nachforschungen durchgeführt werden, bei denen man von der Mutmaßung ausgeht, daß Stohrer seitlich an der Oase Baharija vorbeigefahren ist. Der Deutsche kann jedoch nicht sehr weit sekommen sein, da er etwa nur für 500 Klm. enzin mit sich führte. Einheilicher Arbeilseinsatz Durch das Gesetz vom 5. November 1935 über Arbeitsvermittlung, Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung ist bestimmt worden, daß Arbeitsvermittlung, Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung nur von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung betrieben werden darf. Soweit aus Gründen des Arbeitseinsatzes ein sachliches Bedürfnis für gewerbsmänige und nicht gewerbsmäßige Vermittlungseinrichtungen besteht, bedarf es dazu im Einzelfall eines besonderen Auftrages der Reichsanstalt. Die Durchführung eines solchen Auftrages hat nach den Weisungen und unter der Aufsicht der Reichsanstalt zu erfolgen. Nicht mit Unrecht hat man in Würdigung dieses Gesetzes von einem Monopol der Reichsanstalt gesprochen. Es ist deshalb die Frage berechtigt, welche Gründe dem Gesetzgeber Veranlassung zu diesem Gesetz gegeben haben. Ausgangspunkt waren Selbsthilfebestrebungen der Arbeitnehmer, die durch eine organisierte Arbeitsvermittlung den Gefahren der Arbeitslosigkeit begegnen wollten und dadurch eine Besserung ihrer sozialen Lage herbeizuführen suchten. Man erkannte, daß die mit einer hochkapitalistischen Epoche verbundenen arbeitseinsatzmäßigen Spannungsverhältnisse und die Unübersichtlichkeit des Arbeitseinsatzes in einer arbeitsteiligen Verkehrswirtschaft besonderer Vorkehrungen bedurften, um der Not und dem Elend der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Zugleich glaubte man, durch einen teilweise organisierten Arbeitseinsatz dem Arbeitgeber gegenüber besondere Trümpfe ausspielen zu können, um das Angebot an Arbeitskräften zu regulieren. Es war klar, daß der Arbeitgeber als sozialer Gegenspieler seinerseits Einfluß auf die Regelung des Arbeitseinsatzes nahm, um sich ausreichende und genügend leistungsfähige Arbeitskräfte zu sichern und damit dem Vorgehen der Arbeitnehmerverbände genügenden Widerstand zu leisten. Diese Vermittlungseinrichtungen waren also in erster Linie Kampfinstrumente der beiden Gruppen in einer Zeit, die dem Liberalismus huldigte. Nicht Staatsnotwendigkeiten und die Bedürfnisse der Volkswirtschaft bestimmten das Handeln dieser Interessentengruppen, sondern ein Eigeninteresse, das nur den Vorteil der eigenen Gruppe im Auge hatte. Weitblickende und fortschrittliche deutsche Gemeinden der Vorkriegszeit waren die ersten, die klar erkannt hatten, daß man die Regelung des Arbeitseinsatzes aus der Sphäre des Klassenkampfes herausnehmen und einer unparteiischen Stelle anvertrauen müßte. So kam es zu paritätischen Arbeitsnachweiseinrichtungen der Gemeinden und Gemeindeverbände. Wenn man an heutigen Maßstäben diese Einrichtungen mißt, dann tritt vor allem zweierlei klar zutage. Einmal handelt es sich nur um schwache und sachlich ungenügende Anfänge zur Regelung des Arbeitseinsatzes und zum anderen fehlt die geschlossene Einheit des Aufgabengebietes mit einem einheitlichen Trä ger. Statt dessen beobachten wir eine Zerrissenheit und eine Zersplitterung ohnegleichen, die einen einheitlichen Arbeitseinatz völlig unmöglich machte. Es fehlte an einer staatlichen Planung im Arbeitseinsatz, die es sich zur Aufgabe stellte, diese Spannungsverhältnisse zu beseitigen und für eine organische Lösung mit dem Ziel eines ausgeglichenen Arbeitseinsatzes zu sorgen. Die Rückwirkungen, die sich nus einem ungeregelten Arbeitseinsatz ergaben und die zu einer unge unden Schichtung iin beruflichen Aufbau un seres Volkes führen müßten, übersah man. Die Kriegszeit, de uns arbeitseinsatzmäßig durch die Umstellung der Friedens auf die Krieggwirtschaft in Zu sammenhang mit dem großen Kräftebedarf des Heeres vor besonders große Aufgaben stellte, hat auf diesem Gebiet menig Fortschritte gebracht. Man kann heute rückschauend nur mit Bedauern feststellen; daß auch im Kriege eine planmäßige Regelung des Arbeitseinsatzes weitgehend gefehlt hat. Es war auch keine festgefügte staatliche Organisation vorhanden, der man diese wichtige Aufgabe hätte übertragen können. Das zu spät erlassene Hilfsdienstgesetz von 1916 hat an diesem Zustand wenig mehr geändert. Erst der Nachkriegszeit mit ihrer großen Dauerarbeitslosigkeit blieb es vorbehalten, das sachliche Bedürfnis und damit das Bewußtsein der Notwendigkeit einer Planung im Arbeitseinsatz zur Geltung zu bringen und sie einer stufenweisen Lösung zuzuführen Wichtige Etappen sind das Arbeitsnach weisgesetz aus dem Jahre 1922 und das Ge setz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen versicherung vom 16. Juli 1927.. Ganz allgemein gesehen vollzieht sich die Entwicklung in dieser Zeit in Richtung zweier verschiedener und doch auf das engste zusam mengehörender Grundtendenzen. Die Zersplitterung der Vorkriegszeit, der Kriegszeit und der Nachkriegszeit machte vor allem seit dem Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 16. Juli 1927 der Zusammenfassung dieses Aufgabengebietes in der Hand des Staates Platz. Parallel damit verläuft die Entwicklung in Richtung einer staatlichen Monopolstellung. Man konnte ein solches Aufgabengebiet nicht mehr den örtlichen Stellen autonom sich selbst überlassen. Man könnte es auch nicht den Einzelstaaten anvertrauen, sondern hier war aus der Größe und Bedeutung des Aufgabengebietes eine ausschließliche Zuständigkeit des Reiches erforderlich, denn Fragen des Ar beitseinsatzes können nicht unter Kirchturms horizonten angefaßt und gelöst werden, son dern sie machen über das gesamte Reichsgebiet hier eine einheitliche Planung erforderlich. Wie will man aus einer örtlichen Perspektive dem großen Problem der Landflucht beikommen? Wie will man aus einem örtlichen Gesichtskreis die Lenkung des Berufsnachwuchses nach staatspoliti schen und volkswirtschaftlichen Notwendig keiten ermöglichen? Wie will man berufliche Bildungsmaßnahmen durch führen, ohne einen zuverlässigen Ueberblick über die gesamte Berufslage der deutschen Volkswirtschaft zu besitzen? Wie will man endlich örtlich die Auftragsverteilung der öffentlichen Hand und die zusätz liche Arbeitsbeschaffung nach arbeitseinsatz mäßigen Notwendigkeiten lenken und ausrichten? Diese Fragen stellen, heißt sie verneinen. Wir können uns daher den Luxus einer sachlichen und organisatorischen Zer splitterung auf diesem Teilgebiet des wirt schaftlichen und sozialen Lebens nicht leisten, wir brauchen vielmehr eine in sich geschlossene, über das ganze Reichsgebiet ausgebreitete, zentralaeleitete und nach staatspolitischen und volkswirtschaftlichen Bedürfnissen ausgerichteté staatliche Organisation, die der Staatsführung unmittelbar unter stellt ist. Dazu kommt noch ein zweites. Man kann die Regelung des Arbeitseinsatzes nicht für sich betrachten, sondern muß sie als das große und wichtigste Teilgebiet einer umfassenden staatlichen Arbeitslosenhilfe begreifen. Erst im Rahmen dieser höheren Einheit werden Sinn und Bedeutung aller Maßnahmen zur Regelung des Arbeitseinsatzes verständlich. In der sinnvollen Rangordnung der Arbeitslosen hilfe genießen die vorbeugenden, heilenden und wertschaffenden Maßnahmen: Berufsberatung, Lehrstellenvermittlung, allgemeine Arbeitsvermittlung und Arbeitsbeschaffung den Vorrang. Sie sind es, die der staatlichen Arbeitslosenhilfe den erforderlichen Impuls verleihen, dessen sie bedarf, um aus der bloßen Verwaltung der Arbeitslosigkeit zu einer planmäßigen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu gelangen. In dieser Entwicklung gibt es kein Zurück mehr, will man nicht eine organisch gewachsene und daher untrennbar zusammengehörende Einheit zerschlagen, sondern es gibt nur noch einen qualitativen Ausbau, der die Grund voraussetzungen für eine sachgemäße Erledi gung der großen Aufgaben noch mehr als bis her gewährleistet. Das sind auch die Gründe, die zum Gesetz vom 5. November 1935 über Arbeitsvermitt lung, Berufsberatung und Lehrstellenvermitt lung geführt und damit die restlose Führung des Staates auf einem wichtigen Gebiet in der Wirtschaft sichergestellt haben. Dr. Walter Stothfang. Wurden einwandfreie Bohlen eingebaut? Verlesung des Brieswechsels über die Bauausführung 7 Erörterung zur Materialbeschaffung (Drahtbericht unserer Berliner Sebriftleitung) Berlin, 23. April. In der gestrigen Sitzung des Berliner Einsturzprozesses kam es in der Vormittagssitzung zur weiteren Verlesung des beschlagnahmten riefwechsels über die Bauausführung. Es kam in diesem Zusammenhang die Sprache auf die Schwierigkeiren, die der Bauleiter Noth bei den Holzeinkäufen mit seiner Firma gehat hat. Nach der Behauptung des Holzeinkäufers der Berlinischen Baugesellschaft seien zu schmale Bohlenhölzer deshalb eingekauft worden, weil ein anderes Material nicht vorhanden und außerdem das bestellte Holz 3 bis 5 Reichsmark pro Kubikmeter billiger gewesen sei. Der Angeklagte Noth bekundete, daß er aus den vorhandenen Vorräten Bohlen, die die erforderliche Stärke gehabt hätten, ausgesucht und nur einwandfreie Stücke eingebaut habe. In der oberen Steifenlage habe man sich damit beholfen, daß man zwei Bohlen hintereinander eingezogen habe. Wie der Angeklagte Hoffmann auf Befragen des Vorsitzenden zugab, habe er den Bauleiter Noth nicht zur Berechnung der erforderlichen Bohlenstärke hinzugezogen. Dies sei nicht geschehen, weil es sich nicht um eine Sache der einzelnen Baustelle, sondern lediglich um eine Angelegenheit des allgemeinen Einkaufes für das ganze Unternehmen gehandelt habe. Der Staatsanwalt äußerte sich dahin, daß dieser Einwand für ihn nicht durchschlagend sei. Er wies zur Begründung seiner Ansicht auf die Tatsache hin, daß der Angeklagte Noth doch zur Kalkulation des Bauvorhabens mit herangezogen worden sei. Der Vorsitzende leitete die Verhandlung sodann auf die Frage der U=Eisen, die bekanntlich nach den Bauvorschriften an den Rammträgern als Widerlager für die Holzsteifen angebracht werden müssen. Er fragte den Angeklagten Hoffmann, ob Noth ihm nicht gesagt habe, daß er U=Eisen brauche, die dann jedoch erst am Einsturztage in Wagenladungen angekommen seien. Hoffmann erwiderte:„Das waren Lieferungen, die erst für einen späteren Zweck gebraucht wurden". Der Vorsitzende fragte den Angeklagten Hoffmann weiterhin, ob ihm bekannt sei, daß man erst Rückfragen wegen der Profilierung angestellt habe und man weiter die Frage erörtert habe, ob man sie beim Althändler beziehen oder irgendwo anders möglichst billig einkaufen könne. Hoffmann antwortete darauf:„Der zuständige Ingenieur unserer Firma hat selbstverständlich immer versucht, wirtschaftlich einzukaufen, ich habe aber Anweisung gegeben, daß Noth mit seinen Forderungen bevorzugt be handelt wurde". Von der Tatsache, daß mit den Bohlen Schwierigkeiten bestanden haben, will der An Die Drei=Tage=Schlacht in Ogaden Abessinische Ossensive gescheitert 7 Der Eilmarsch der lybischen Division (Von unserem römischen Vertreter) w. I. Rom, 23. April. Die Berichte über die erbitterte Drei=Tage Schlacht bei Danane(Ogaden) werden in hiesigen ausländischen. Kreisen mit Ueber raschung zur Kenntnis genommen. Wie aus den Gefechtsschilderungen in der italienischen Presse hervorgeht, handelte es sich um eine neue Offensive des abessinischen kommandieren den Generals Wehib Pascha, die erst nach hart näckigem und für die Italiener gefährlichem Kampfe scheiterte, wobei heute„Messag gero“ Wehib Pascha selbst das Zeugnis aus stellt, ein„unzweifelhaft befähigter Heerführer“, zu sein. Diese abessinische Offensive im Fan=Tal ist deshalb überraschend, weil man in Rom der Ansicht war, daß der Fall Harrars, wenn nicht bereits eingetreten, so doch in kürzester Frist zu erwarten sei und an eine abessinische Offenfive auch auf diesem Kriegsschauplatz nicht mehr zu denken sei. Die Schlacht bei Danane besagt genau das Gegen teil. Nach italienischen Presseangaben handelt es sich um einen völlig überraschenden abessinischen Angriff, der die italienische Besatzung von Danane zuerst in eine schwierige Lage brachte, aus der sie von der in Eilmärschen heranjagenden libyschen Division befreit wurde. In der Schlacht selbst haben nach den Berichten die Italiener von allen ihnen zur Verfügung stehenden Waffen— Brandbomben, Minenwerfer usw.— Gebrauch gemacht. Dennoch gelang es den Abessiniern, den Ausgang der Schlacht wenigstens zwei Tage lang ungewiß zu gestalten. Allein der Einsatz der libyschen Division unter General Nasi zeigt, daß die abessinische Offensive völlig überraschend gekommen sein muß. Diese Division ist nach italienischen Angaben erst vor vierzig Tagen in Mogadischo gelandet worden und wurde nach Märschen von irber tausend Kilometern im letzten Moment von Mustahil nach Danane eingesetzt. Am dritten Tage der Schlacht mußte, laut„Popolo d'Italia“, General Nasi sogar seine letzten Reserven einsetzen, um den Widerstand der in Schützengräben und einem unbeschreiblich schwierigen Gelände aufgestellten abessinischen Einheiten zu brechen. Zugleich sprechen einige italienische Blätter reichlich unklar davon, daß General Graziani das befestigte Dreick von Gabredarre=Gherlogubi=Gorrahei verlassen und eine neue italienische Offensive im Fafan=Tal begonnen habe. Die Offensive soll von den gesamten in diesem Raum postierten großen italienischen Gefechtseinheiten durchgeführt werden. Sollte dies zutreffen, so erklärt sich, weshalb Graziani nicht von Gorrahei in die Schlacht von Danane eingriff, sondern die lybische Division in Eilmärschen heranzog. Außerdem wird wahrscheinlich, daß Wehib Pascha in Kenntnis des italienischen Vormarsches auf Sassabaneh im Fafan=Tal eine abessinische Entlastungsoffensive auf Danane mit dem Ziel Mustahil vornahm. Der unter Nr. 192 veröffentlichte Heeresbericht Marschall Badoglios besagt: An der Somalifront setzen unsere Truppen den Vormarsch auf der ganzen Linie fort und haben Ortschaften erreicht, die etwa 150 Klm. von den Ausgangsstellungen entfernt sind. Unsere Abteilungen besetzten gestern Ducun im Tal von Nacata, nachdem sie die feindlichen Nachhuten zerstreut hatten. Wir hatten einen verwundeten Offizier und etwa 50 tote und verwundete Soldaten. An der Nordfront bietet die Bevölkerung immer weiterer Gebiete ihre Unterwerfung an. geklagte Hoffmann eigenartigerweise erst im aufe des Strafvetfahrens etwas erfahren haben. Demgegenüber wies jedoch Noth darauf hin, daß Hoffmann durch die in der Zentrale eingehenden Bestellscheine sehr wohl über die Schwierigkeiten der Material= beschaffung orientiert gewesen sein müsse. Er selbst— Noth— habe des öfteren mit Hoffmann über diese Schwierigkeiten ganz allgemein gesprochen. Wie erinnerlich, hatte sich bei der Bauaus führung im Abschnitt Hermann=Göring=Straße eine erhebliche Verzögerung des Baues eingestellt. Die Ursache lag in der mehr fachen Projektänderung. Diese Verzögerung bildete den Gegenstand des Schriftwechsels zwischen der Berlinischen Baugesellschaft und der Reichsbahn. Es kam im Laufe der NachmittagsVerhandlungen zur Verlesung. eines großen Teils dieses Briefwechsels. Es stellte sich dabei heraus, daß die Baugesellschaft die Reichsbahn für den ihr entstehenden Schaden haftbar zu machen versucht und 22000 RM. gefordert hatte. Als die Reichsbahn diese Summe als zu hoch bemängelte, erfolgte eine ins einzelne gehende Rechnungslegung. In dieser Rechnungslegung setzte sich der Gesamt posten zusammen aus Einzelsummen für allge meine Bürounkosten, entgangenen Gewinn, nicht volle Ausnutzung der Maschinen, Arbeits geräte und Arbeitskräfte. Hierbei sollten an teilsmäßig auch die sozialen Lasten auf die Reichsbahn abgewälzt werden. Die Verhandlung wurde auf heute vertagt. „Mein Kampf“ für jedes neue Ehepaar Eine Empfehlung des Reichsinnenministers # Berlin, 23. April. Durch Runderlaß an die Standesbeamten und ihre Aufsichtsbehörden bezeichnet der Reichs= und preußische Innenminister es als erwünscht, daß die Standesbeamten, soweit die finanzielle Lage der Gemeinden dies nicht ausschließt, bei der Eheschließung jedem Ehepaar das Buch des Führers„Mein Kampf“, Volksausgabe, aushändigen. Die Aushändigung kommt nur in Betracht, sofern die Ehegatten keine Juden sind und der Ehemann die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Die Kosten für die Beschaffung des Werkes sind als sächliche Kosten der Standesamtsführung anzusehen, die den Gemeinden zur Last fallen. Es wird empfohlen, einheitlich zum 1. Mai 1936 mit der Aushändigung anzufangen. Hunger tut weh, und Ein jeder, wenn der Magen knurrt, Propeller... knurrt auch sein Herr. Es sei denn, daß dieser ein Hungerkünstler wäre. Die wirtschaftliche Not der tscheehoslowakischen Bevölkerung wächst immer mehr über den Rahmen der allgemeinen Krise der Weltwirtschaft hinaus, und parallel mit ihr wachsen die Ratlosigkeit der Prager Regierung und gleichzeitig die— kommunistische Unterminierarbeit! Das ist an sich natürlich, denn wo starke Ideen fehlen und Männer, die sie zur Wirklichkeit gestalten, entgleitet die Masse der staatlichen Führung. Das ist aber das geeignete Feld für die weltrevolutionäre Wühlarbeit der Sowjets! In diesen Tagen hat der 7. Parteitag der tschechoslawakischen Kommune in Prag sein Ende gefunden. Das Ehrenpräsidium hat Genosse Stalin persönlich übernommen und eine lange Reihe bekannter Namen sind in die Liste des neuen Präsidiums ausgenommen: Woroschilow, Dimitroff, Manuilski, Ercoli, Thälmann, Thorez(Frankreich), Wan Min (Sowjetchina), Rakosi(Ungarn), Koplenig (Sowjetösterreich). Unter dem Schutz der Prager Regierung haben die versammelten Delegierten fast aller europäischen Staaten feierlich geschworen, mit allen ihren Kräften„für den baldigen Sieg der kommunistischen Weltrevolution“ und die„Hissung der Sowjetfahnen in ihren Staaten“ zu wirken. Lange Begrüßungstelegramme wurden an Stalin und Dimitroff gerichtet:„Es lebe die Sowjetunion, das leuchtende Beispiel für die Werktätigen der ganzen Welt!“ Wir stehen verständnislos dem Harakirt eines europäischen, uns benachbarten Volkes, gegenüber und vernehmen kopfschüttelnd die Nachricht, daß— ein bezeichnendes Darum— ab 1. Mai die roten Kampfflugzeuge, von Moskau kommend, auf dem Prager Flughafen anden werden: Die Premiere des tschecholowakisch=sowjetrussischen Luftpaktes! Man nennt dies in Prag„Maßnahmen zur kollektiven Sicherheit der Völker Europas“. In Kiew und Odessa liegen bereits starke rote Flugzeuggeschwader und für den Luftverkehr Moskau— Prag sind in der letzten Zeit Kiew, Odessa, sassy, Klausenburg und Kaschau als—— Flugplätze ausgebaut. Herr Titulescu, Außenminister der rumänischen Regierung, unterstützt in bereitwilligster Weise die Ziele der Sowjets und sorgt durch Anlegung riesiger Tankstellen, Reparaturwerkstätten und Unterunftshallen für Maschinen und Piloten dafür, daß Prag im Bedarfsfalle auf das schnellste von den roten Kampfgeschwadern Moskaus erreicht werden kann.„Ein jeder Propeller surrt Sowjet=Rotfront!“ Die Speisenfolge der Moskauer Sowjetküche! im Kreuzverhör Die Mittwochsitzung des Unterhauses Für Verständigung Das Ergebnis einer Abstimmung ∆ Paris, 23. April. Die Tageszeitung„De Journal“. die seit einigen Tagen die Ergebnisse ihrer Abstimmung unter ihren Lesern über vier wichtige Fragen veröffentlicht, gibt am Dienstag das Gesamtergebnis von 212 000 Einsendungen bekannt. Auf die erste Frage:„Glauben Sie, daß der Frieden Europas von der französisch-deutschen Annäherung abhängt?“ äußerten sich mit Ja 162 363, mit Nein 48 800. Die zweite Frage:„Glauben Sie, daß wir uns mit Deutschland verständigen können?" wurde von 135 110 Abstimmenden mit Ja beantwortet und nur 62 212 stimmten mit Nein Die dritte Frage:„Haben Sie zu dem französisch-sowjetrussischen Pakt Vertrauen?" beantworteten mit Ja 31 972, mit Nein 174128. Die vierte Frage:„Glauben Sie, daß der Völkerbund eines Tages dahin gelangen wird, einen dauerhaften Frieden in Europa zu errichten?" beantworteten mit Ja 42 264, mit Nein 166 496. Reichsminister Darré vor den Kreisleitern Heute besucht Generaloberst Göring die Ordensburg C Ordensburg Crössinsee, 23. April. Die toten englischen Schüler in London ∆ London, 23. April. Die Leichen der fünf im Schwarzwald ums Leben gekommenen englischen Schüler trafen am Mittwoch in London ein, wo sie von ihren Eltern sowie von Vertretern der Stadt London und der städtischen Schulbehörden in Empfang genommen wurden. Auch die Schulkameraden der Verunglückten hatten sich eingefunden. Während sich die Ordensburg Crössinsee schon für ihre große feierliche Stunde am Frei tag rüstet, und Flaggenmast neben Flaggen mast in dem Burggelände aufsteht, das sich bis zum Turm mit Tannengirlanden schmückt, sprach am Mittwochvormittag mit dem Reichsbauernführer Walther Dar.## der dritte Reichsminister vor den Kreisleitern. Aus dem Munde der berufensten Parteiführer und der ersten Männer der Staatsführung nahmen so die Hoheitsträger Tag um Tag ein Wissen um die Forderungen und um die verantwortliche Leitung des Lebens unseres Volkes auf, wie es klarer und verpflichtender nicht vermittelt werden kann. Reichsminister Darré entwarf dem Führerkorps der Bewegung ein umfassendes Bild der deutschen Ernährungslage und der nationalsozialistischen Agrarpolitik. Die ernährungspolitische Voraussetzung einer ungebundenen Politik ist durch die Agrarpolitik erfolgreich geschaffen worden.„Wir haben in einer schwierigen Ernährungslage neuartige Maßnahmen mit einer nayezu verzweifelten Landwirtschaft nach der Machtübernahme er griffen, die die NSDAP. einmal vor dem Ur teil der Geschichte wird bestehen lassen. Ernäy rungskatastrophen werden wir in Deutschland unter dem Nationalsozialismus nicht wieder erleben“. Den Besuch des Ministerpräsidenten, Generaloberst Göring, und seinen Vortrag, dem mit großer, freudiger Erwartung schon am Mittwochnachmittag entgegengesehen wurde, haben die Kreisleiter noch vor sich, da Parteigenosse Göring erst heute in Crössinsee mit weiteren Führerpersönlichkeiten eintreffen wird. Da die Aufnahmefreudigkeit und die Hingabe der hier Versammelten nicht nachläßt, sondern Tag für Tag durch das Erlebnis der packenden engen Gemeinschaft und die bedeutsamen politischen Aufklärungen wächst und seinem Höhepunkt machtvoll entgegendrängt, wird die Stimmung der kommenden Tage von besonderer Eindruckskraft für die Tagungsteilnehmer sein. A London, 23. April. Im Unterhaus wurde am Mittwoch an Außenminister Eden eine Reihe von Fragen gerichtet, die sich auf die aktuellen außenpoliti schen Fragen bezogen. Zunächst wünschte der konservative Abge ordnete Vivian Adams zu wissen, ob der Minister weitere Einzelheiten über den Fortschritt der Generalstabsbesprechungen mitteilen könne. Eden lehnte jedoch unter Hinweis auf die gestrige Erklärung Baldwins eine Mitteilung ab. Adams verlangte darauf zu wissen, ob Eden es nicht für zweckmäßig halte, dem Völkerbund eigene englische Vorschläge zu unterbreiten, damit die ganze Welt sehe, wer die kollektive Sicherheit wirksam machen wolle und wer durch Verzögerung dies nicht wolle. Eden gab hierauf keine Antwort. Auf die weitere Frage Adams, was der Völkerbund im italienisch=abessinischen Streit zu tun gedenke, nachdem Italien seinen Angriff neuerlich verstärkt habe, antwortete Eden sodann in einer längeren Erklärung, in der er auf die Ergebnisse der letzten Ratstagung einging. Wedgwood(unabh. Arbeiterpartei) fragte dann, warum Eden nicht auf weitere Sühnemaßnehmen gedrungen habe, und welche Mächte im Völkerbund bereit seien, weitere Sühnemaßnahmen zu ergreifen. Eden erwiderte, seine Erklärung vor dem Völkerbundsrat gebe klor die Ansichten der britischen Regierung wieder. Er glaube, daß es z. Z. nicht im Interesse der kollektiven Aktion oder des Völkerbundes oder im Interesse irgend eines anderen liege, wenn er über sie hinaus ginge. Mander(Liberal) fragte hierauf, ob Eden der Ansicht sei, daß Frankreich die gegenwärtigen Sühnemaßnahmen loyal durchführe. Eden erwiderte, daß Fragen, die andere Regierungen angingen, doch nicht im Hause gestellt werden sollten. Mander wollte darauf wissen, ob denn die Regierung tatsächlich nicht daran interessiert sei, in welcher Weise andere Völkerbundsmitglieder ihre Sühnemaßnahmen durchführten, worauf Eden erklärte, daß das keineswegs der Fall sei. Er könne aber nicht für fremde Regierungen antworten. Der Abgeordnete Cocks fragte, ob die britische Regierung nicht die Absicht habe, ihren Botschafter aus Rom avzuberufen. Eden erklärte, daß eine derartige Absicht nicht bestehe. Eine derartige Maßnahme würde nicht mit der Politik, der britischen Regierung im italienisch=abessinischen Streit übereinstimmen, die auf dem Grundsatz der kollektiven Handlung durch den Völkerbund beruhe. Boothby(Konservativ) verlangte hierauf eine Zusicherung, daß die Gerüchte über eine Entfremdung zwischen Frankreich und England wegen der abessinischen Frage unzutreffend seien— eine Aufforderung, auf die Eden jedoch nicht anwortete. Als Cocks sodann weiter fragte, ob die britische Regierung nicht den Ausschluß Italiens aus dem Völkerbund beantragen wolle, erklärte Eden, das sei nicht der Fali. Er sei der Ansicht, daß unter den gegenwärtigen Umständen mit einer derartigen Maßnahme nichts Zweckmäßiges erreicht werde. v. Neurath bankt Eden Die Teilnahme Englands beim Tode des Botschafters v. Hoesch X Berlin, 23. April. Der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr v. Neurath, hat in einem Schreiben an den britischen Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Anthonv Eden, zum Ausdruck gebracht, daß die ehrenden und eindrucksvollen Veranstaltungen, die bei der Ueberführung der sterblichen Hülle des deutschen Botschafters in London, Dr. Leopold v. Hoesch, von London bis nach Wilhelmshaven von der britischen Regierung durchgeführt worden sind, in Deutschland einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Freiherr v. Neurath hat Herrn Eden gebeten, auch den Dienststellen der britischen Wehrmacht, der Armee sowohl wie der Marine, den herzlichen Dank der Reichsregierung für die ehrende Teilnahme an den Trauerfeierlichkeiten und für ihre Durchführung zu übermitteln. Hlauptse Friedrich K Pfafferolt(z. 21 Urlaub) „Hlauptschriftleiter: Dr Stellvertretender Hauptschritleiter: Bwald L öbbert. Verantwortlich: Für Jnnenpolilik Frllz Boimaon. für Außlenpolilik Wilhelm Juns. Leiter der gesamten Lokalund Provinztelle: Ewald Löbber#. verantwortlich die jeweils am Ende der Ortsausgabe bereichnelen Schriflleiter. Verantwortlich für Wirtschaft Dr Ileimut Barih York, ü den Allgemeinen Tell Heinrich Elsenpeter. für Kunst und Unterhaltung Kurt Ziesel. für Schrifttum und Heimatpolitik Güntber Stöve. für Westfalen Rheinland Hermann Thlen. für Sport Ernst Schulle. „ den Anzeigentell Bernhard Stadte Anzeigenleiter Karl Kirschner, eämtlich in Dortmund Berliner Schriftleitung: Hans Gral Retschach Berlin. Chef vom Dienst: Heinrich Elsenpeter. Dortmund. Berie, und Verlag: Westlällsche Landesseitung Gmbff., D.-A. Märs 1930: über 180 000. Dave.„D.-A-D Bezirksausgabe Dortmund und Umgebung S A B. Bezirksausgabe Bochium Witlen: 23 472 D. A H Bezirksausgabe Hagen: 18 330. D A A Bezirke ausgabe Sauerland Arnsbera) 14 74 D A G. Berirke eusgabe Herne Wanne Eickel Lielsenkirchen Reckhinnhausen 590. 0 A S Bezirksausgabe ilamm Spest und die Börde 14 272: U. A, E-R Bezirbaausgebe Essen— Reschsausgebe 17 119: D.-A. L Bezirksausgabe Lädenscheid: 11 200(z. K. Preisliste Nr. 5 gültig.gs u1 20 G. 4. Westsälische Landeszeitung= Rote Erde 2. Blatt Joige 110 Donnerstag, den 23. April 1936 Gord-Jagebuck unseres Berliner Vertreters Gral Reischach vom ersten Altantik#lug des Lustschilles„Rindenburg“. V. Wer langsamer fährt wird aufgeschrieben. Wir denken bedauernd, wie es einem armen Brasilianer ergehen mag, wenn er mit den Sitten seiner Heimatstadt in Berlin mit 60 Kilometer über den Potsdamer Platz jagt. Unsere Fahrt geht weiter. Ein Tunnel ist in den Fels gesprengt und als man das Dunkel des Tunnels hinter sich läßt, da dehnt sich vor uns in riesigem Halbkreis ein breiter Strand, auf den unaufhörlich die mächtigen Wogen des Atlantik prallen. Kleine, runde, bewaldete Inselchen sind vorgelagert, steil ragen eigenartig geformte Berge aus der Landschaft heraus. Vor uns im Sand sitzen braune glückliche Menschen,— hinter uns brandet auf einer riesigen Straße der Autoverkehr. Wolkenkratzer, Riesengebilde aus Stahl, Beton und Glas, Spitzenleistungen der Zivilisation und Technik scheinen mit der Höhe der Berge wetteifern zu wollen. Aber so großartig ist die Schöpfung der Natur hier an dieser Bucht, daß selbst kahle Blöcke aus Beton die grandiose Schönheit der Natur nicht verdecken oder beeinträchtigen können. Hinein in den Atlantik Das tut gut bei der Hitze! Die Kraft der Wellen ist ungeheuer. Man wird immer wieder zurück auf den Strand geschleudert. Wir fahren durch den sinkenden Abend zurück in die aufleuchtende Stadt. Ein Inferno von Licht, von Leuchtreklame blendet das Auge. Die Reklamemöglichkeiten einer Weltstadt sind bis zum letzten ausgenutzt. Roulette und Bac. Wir treffen die Freunde vom Zepp. Wir gehen durch die riesigen, mehrstöckigen Hallen der Kasinos, durch die Spielsäle mit den Roulettes, an denen die Gestalten der professionalen Glücksritter neben den mehr zum Schauen als zum Spielen Gekommenen stehen. Weiter in die Stadt hinein. Durch dunkle Gassen, typisch für jede Welthafenstadt, durch Tingeltangels, in denen schon mehr ein= als zweideutige Schaustellungen geboten werden, in schöne große Bars, Kaffees und Hotelhallen. Wäre nicht der unendliche Sternhimmel, das weite Meer, die Palmen und die laue Luft, man würde vergessen, in Rio zu sein. 5. April Eine energische portugiesische Stimme macht morgens telefonisch mehrmals wiederholend etwas klar, was man nach einiger Zeit als freundliche Aufforderung zum Aufstehen anzusehen geneigt ist. Wieder gehts hinaus nach pacabana. Es ist Sonntag. Der Strand ist dicht bevölkert, unter bunten Sonnenschirmen sitzen Familien und Pärchen und haben sich häußlich eingerichtet. Wannseetreiben am Atlantik! Nur ist der Strand breiter und die Masse verteilt sich mehr.— Schön sind die Frauen von Rio! Braun, elegant und geschmeidig; schwarze Ladys, Mulattinnen, Indianerblut tummeln sich dazwischen. Je schwärzer die Haut umso greller der Badeanzug! Einem freundlichen, deutschsprechenden Bra silianer hatten wir es zu verdanken, daß es uns gelang, für die berühmte Tijuca=Fahrt ein Auto zu chartern. Rund um Rio, hinauf in die von Urwald bedeckten Berge, hinab zu dem klip penreichen Strand ist eine wunderbare Straße gelegt, die bei nur auf wenige Tage bemessenem Aufenthalt dem Besucher Rios alle Schön heiten erschließt und einen kurzen Blick in das brasilianische Land tun läßt. Wir fahren die breite Strandstraße entlang und sehen mit Freude niele deutsche Wagen, die kleinen wen digen DKW's, Opel=, Adler= und Wanderer Wagen zwischen schweren amerikanischen Autos. Die deutsche Industrie scheint auf diesem Markt gut Fuß gefaßt zu haben. Die Häuser weichen zurück. Ueppig wuchern der Urwald umfängt uns. Hart am steil ins Meer fallenden Berg ist die Straße ange schmiegt, tief unter uns prallen die Wogen gegen wild zerklüftete Felsen. Tief eingeschnitten, durch Berge und Hänge führt der Weg hinauf durch grüne Täler, auf denen vereinzelt Bauernhöfe liegen, strohgedeckte Hütten, deren Kulturen wie Segmente in die Wildnis einge lassen sind. Dichter und dichter werden die Bäume und Sträucher. Riesige Palmen breiten ihre Fächer aus, Lianen ranken sich von den Bäumen, ein dichtes grünes Dach, das kaum einen Lichtstrahl durchläßt, wölbt sich über uns. Es ist wie ein Märchen. Feuchtwarm die Luft, üppig, unwahrscheinlich die Farben der Blumen und Blüten, die sich von dem tiefen satten Grün der Bäume abheben. Riesige schil lernde Schmetterlinge, so groß wie Amseln, gaukeln über den Weg. Unser Chauffeur spricht lange zu uns; wir verstehen kein Wort. Aber wir sehen an seiner Miene und an seinen Gebärden, wie er mit Stolz auf die Schönheit seines Landes hinweist Wir sagen:„Si, si“— mehr haben wir von dem portugiesischen Sprachschatz nicht erobert; aber es genügt ihm, weil er sieht, wie eindrucksvoll die Schönheit seiner Heimat auf uns wirkt. Wir hätten gern gewußt, was er sagt, wir hätten gern erfahren, wie jener Baum und dieser Berg, wie jene Blume und dieser Strauch heißt, aber auf solche genaue Kenntnisse muß man eben in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht kennt, verzichten. Steil windet sich die Straße empor, der Wagen hält. Wir steigen aus. Dunkelhäutige Kinder halten uns riesige Bananenstauden ent gegen und die seltsamen brasilianischen Apfel sinen, die nicht orangefarbig sind, sondern gelt wie Quitten und deren Fleisch wie eine süß kräftige Zitrone schmeckt. Mit großem Wort schwall empfängt uns ein Junge und führt uns zu in wildem Chaos durcheinanderliegenden riesigen Felsen. Blöcke, so groß wie Wolken kratzer, liegen wie von einer gewaltigen Faust geschleudert übereinander. Bäume und Pflan zen sprießen aus Rinnen und Ritzen, meterlange Lianen hängen an senkrechten Wänden herab. Durch unterirdische Säle, durch Höhlen und Gänge werden wir geführt. Später erfahren wir, daß es ein altes indianisches Heiligtum war, das wir besuchten. (Fortsetzung folgt.) „Husarenriff“ durch die Luft Erster Passagler-Segelflug vom Riesengebirge nach Breslau (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 23. April. Schon oft hatten Segelflugzeuge der Flugschule Grunau im Riesengebirge versucht, die schwierige Strecke nach Breslau zurückzulegen. Nur wenigen von ihnen ist es bisher gelungen. Ein unfreiwilliges Husarenstückchen leitete sich aber der Fluglehrer Varnhusen, der mit einem Passagier zu einem kurzen Spazierflug bei Grunau aufgestiegen war und— wenn man so sagen will— programmwidrig in Breslau landete. Abgesehen von dieser erstmaligen Leistung brauchte er für diese Strecke die Rekordzeit von nur 1½ Stunden. Die„Schlesische Tageszeitung“ hat sich von dem wackeren Flieger über seine Erlebnisse berichten lassen: Lachend erzählt er beim kurzen Imbiß in der Kantine von diesem Husarenstückchen in der Luft, das er mit seinem kleinen dunkelhaarigen Begleiter, einem schwedischen Flugschüler vollbracht hat. Nachmittags gegen drei Uhr ging es von dem Grunauer Flugplatz mit Start per Gummiseil los, und kaum hatte man einige hundert Meter erreicht, da erkannte Varnhusen die äußerst günstige Gelegenheit, einen Ueberlandflug zu unternehmen. Eine Front kalter Luftmassen stemmte sich dem kleinen „Kahn" entgegen und gab ihm einen unerhörten. Auftrieb. In wundervoller Fahrt ging es dann an der Wolkenwand entlang. Der Wind hätte noch für eine Fahrt weit über Breslau gereicht, aber die Gefahr der Grenzüberfliegung ist zu groß. Im Nu war man über die Wetterwolkendecke bei Grunau hinweg und sah schon nach kurzer Zeit das blaue Band der Oder, die etwa bei Maltsch überquert wurde. Dann wurde die Oder entlanggerutscht, bis der Gandauer Flughafen in Sicht war. Eine kleine Abreibung erhielten die Luftreisenden aber doch noch vor Breslau in Gestalt eines kleinen Schneegestöbers. Jedoch die doppelsitzige Maschine vom Typ der Grunau 8„Blindekuh" war überdeckt, außerdem befanden sich alle Apparaturen für einen Blindflug„an Bord“. Man freut sich mit den beiden Seglern, die so begeistert von dem Erlebnis des Fluges erzählen. Besonders der Schwede rühmt„die wundervolle Ruhe beim Schweben, das kein Motorengebrumm, kein Propellersurren, keine Erschütterung störte". Es war,„als wenn man im Bett liegt“ gesteht er lachend.„Wer einmal so einen Flug mitgemacht hat, möchte in keinem andern Flugzeug mehr sitzen". Zwei Arbeiter verschüttet und getötet X Forchheim, 22. April. Ein schweres Einsturzunglück ereignete sich am Mittwoch bei Kanalisationsarbeiten an der Serlbacher Straße. Auf einer Länge von mehreren Metern stürzte eine Seitenwand des vor der Vollendung stehenden Schachtes ein. Unter den Sandmassen wurden zwei Arbeiter, der verheiratete Zimmermann Georg Deckert und der ledige Bauhilfsarbeiter Fritz Heim, verschüttet. Trotz sofortiger Bergungsmaßnahmen konnten die beiden Verunglückten nur noch als Leichen geborgen werden. Die Ursache des Unfalls an dieser nach den Vorschriften ausgebauten Kanalisierungsstrecke ist noch ungeklärt. Die Schuld dürfte hauptsächlich den Tücken des dort befindlichen Flugsandes zuzumessen sein. 4 5 Der Führer an v. Seeckt Ernennung zum Chef des Insanterie-Regiments Nr. 67 X Berlin, 23. April. Der Führer und Oberste Besehlshaber der Wehrmacht hat an Generaloberst v. Seeckt anläßlich dessen 70. Gepurtstages ein Glückwunschschreiben gerichtet und darin mi Dank und Anerkennung der großen Verdienste gedacht, die sich der Generaloberst um den Aufbau des Reichsheeres erworben hat. In Würdigung dieser geschichtlichen Leistung, mit der die Grundlage zum heutigen e Verständnis für den deutschen Standpunkt Deutschlands Stellung in Europa 7 Ein Aussatz des englischen Publizisten Conwell=Evans Neuteericlcte ∆ London, 23. April. Volksheer geschaffen wurde, hai der Führer eneraloberst u. Insanserie-Regiments 67 des ernannt. Am gestrigen Vormittag überbrachte der Reichskriegsminister dem Generaloberst, vor dessen Wohnung Doppelposten einer Ehrenwache aufgezogen sind, die Glückwünsche der Wehrmacht. In Begleitung des Reichskriegsministers befand sich General der Infanterie v. Rundstedt als Vertreter des durch seinen Unfall verhinderten Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst Freiherr v. Fritsch. Mittags erfolgte die Paradeausstellung und der Vorbeimarsch des Musikkorps und einer Ehrenkompanie des Infanterie=Regiments 67 vor Generaloberst v. Seeckt. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr v. Fritsch, hat an den Generalobersten v. Seeckt nachstehendes Glückwunschtelegramm gerichtet:„Durch einen Unfall leider verhindert, heute in Berlin zu sein, darf ich Herrn Generaloberst meine herzlichsten Glückwünsche zum heutigen Tage übermitteln. Das deutsche Heer gedenkt heute besonders in Dankbarkeit und Verehrung seines Schöpfers in der Nachkriegszeit und begrüßt mit Freude und Stolz die Ernennung Euer Exzellenz zum Chef des Infanterie=Regiments 67.“ Das Fest der Arbeit Aufruf Dr. Leys zum 1. Mai X Berlin, 23. April. Der Reichsleiter der„Deutschen Arbeitsfront,.. Ley, erläßt folgenden Aufruf zum 1. Mai: „Männer und Frauen der Deutschen Arbeitsfront, Werktätige und schaffende Menschen Deutschlands! Zum vierten Male feiern wir den Nationaltag der Arbeit im neuen, wieder erstandenen, freien Deutschen Reiche. Deutsch land steht kraft seiner eigenen Energie und Willensäußerung gleichberechtigt unter den Völkern der Erde. Die Fesseln von Ver sailles, die Ketten der Schande und Knecht schaft sind krafteigener Anstrengungen abgestreift. Die wiedergewonnene Freiheit ist kein Geschenk anderer Mächte oder des Völkerbundes, sondern wir sind frei, geachtet und gleichberechtigt unter den Nationen der Welt, weil wir es so wollen. Das ist der wahre Frühling unseres Volkes. Jetzt erst ist es uns so recht bewußt, daß der 1. Mai die Vermählung der wiedererstandenen Natur, der aufsteigenden Sonne mit der Disziplin und dem Fleiß des Menschen bedeutet, so recht ein Fest der Arbeit. Das alles danken wir einem Mann. Das wollen wir nie vergessen. Es soll keiner annehmen, daß es sein eigenes Verdienst sei, daß Deutschland wieder frei, groß und mächtig geworden ist und damit ge achtet und geehrt unter den Völkern dasteht. Wenn so letzten Endes die Arbeit wieder Sinn und Wert erhalten hat, verdanken wir dies allein Adolf Hitler und seinem unerschütterlichen Glauben. Das Vertrauensbekenntnis vom 2 9. Marz hat bewiesen, daß Du, schaffender Mensch, die Zeichen der Zeit verstehst, daß Du die großen Schicksalsfragen Deines Volkes innerlich miterlebst und daß Du Deines großen Führers würdig geworden bist. So stehe denn der 1. Mai 1936 unter dem Symbol, daß Führer und Volk, Adolf Hitler und Deutschland, eins sind und eins bleiben wollen für aule Ewigkeit. Hitler ist Deutschland und Deutschland ist Adolf Hitler. So marschieren wir in eine bessere Zukunft.“ In einer in der Zeitung„News Chronicle“ cheinenden Artikelserie befaßt sich der be kannte englische Publizist Professor Con well=Evans mit verschiedenen Fragen, die die Stellung Deutschland in Europa be treffen. Er weist zunächst darauf hin, daß Deutschland infolge seiner geographischen Lage sowohl im Osten als auch im Westen eine leichte Angriffsfläche für einen Ein marsch biete. Conwell=Evans kommt dann auf den franzosischen Ruhreinmarsa von 1923 zu prechen, der Deutschland eine fast schlimmere Niederlage als Versailles bereitet habe; denn die darauf folgende Inflation habe den deut schen Mittelstand zugrunde gerichtet und aus Deutschland eine Nation von Proletariern gemacht. Er erinnert hierauf an die Besetzung Memels durch die Litauer und an die Versuche der Franzosen, im Westen eine Abtrennung des Rheinlandes herbeizuführen. Dies seien nur einige der schweren Prüfungen, die Deutschland seit dem Waffenstillstand durchgemacht habe. Deutschlands Geschichte bestehe aus gleichzeitigen Einmärschen oder angedrohten Einmärchen von Osten und Westen her und manchmal auch von Norden. Das Hauptelement der seelischen Einstellung Deutschlands sei die Möglichkeit eines Krieges auf zwei Seiten, die durch die Entwicklung der Ereignisse bis zum heutigen Tage genährt worden sei. Nach deutscher Ansicht gebe der französisch=sowjetrussische Pakt dieser Entwicklung einen neuen und unwiderstehlichen Antrieb. Das Rußland von heute sei ungeheuer viel leistungsfähiger als das zaristische. Es sei von einer explosiven Kraft getrieben und besitze machtvolle Werkzeuge in den kommunistischen Zentren, die in jedem Staat auf dem Festland vorhanden seien. Die Tschechen seien mit Rußland durch eine Militärkonvention verbunden. Dadurch könnten die russischen Bombenflugzeuge in eine Stellung gebracht werden, die nur eine halbe Stunde von Berlin entfernt sei. Frankreich und seine militärischen Verbündeten könnten zusammen(nach britischen Schätzungen) Frontarmeen von 1½ Millionen Mann und 3400 Frontflugzeugen aufstellen. Diese Koalition werde durch Sowjetrußland um weitere 1,3 Millionen Fronttrupen und 3000 Flugzeuge verstärkt. Die Koalition könne also(ohne England) insgesamt 2.8 Millionen Fronttruppen und 6400 Flugzeuge gegenüber Deutschlands 500 000 Truppen und 1500 Frontflugzeuge ins Feld führen. Die entmilltarisierte Rheinlandzone sei bei den Deutschen nicht deswegen unbeliebt gewesen, weil sie den Deutschen die volle Oberhoheit über ihr Land vorenthielt; diese Unbeliebtheit habe etwas enthalvil tiefer gewesen sei. Nach deutscher Ansicht sei die Zone nämlich geschaffen worden, weil Deutschland als Angreifer im letzten Kriege betrachtet wurde und deshalb daran verhindert werden müsse, seine üble Tat zu wiederholen. Jedermann, der in Deutschland gelebt habe, wisse aber, welche katastrophalen Folgen die Kriegsschuldlüge für die deutsche Seele gehabt habe. Es sei die Auflehnung gegen diese unfaire Beschuldigung. die das gesamte deutsche Volk veranlasse, jeden Befreiungsakt seines Führers mit einer Begeisterung zu begrüßen, die einen beinahe religiösen Charakter habe. Nach deutscher Auffassung habe es zwei verschiedene moralische Maßstäbe für Deutschland und die Alliierten gegeben. Der Ausschluß Deutschlands von lebenswichtigen Konferenzen, die seine Interessen beGauleiter Frauenfeld in Dortmund Ein Bekenntnis zur Reichsider und zum Volkstumsgebanken (Eigener Bericht) Dortmund, den 23. April. Vor den Dortmunder Parteigenossen sprach gestern abend Gauleiter Frauenfeld. M. d. R., Geschäftsführer der Reichstheaterkammer in einer aufrüttelnden Rede über die deutsche Reichsidee und den Volkstumskampf des deutschen Oesterreich. Der Saal der„Kronenburg“ mußte bereits lange vor Beginn der Kundgebung polizeilich geschlossen werden. Nach der begeisterten Begrüßung durch die Dortmunder Parteigenossen begann Gauleiter Frauenfeld seine Ausführungen, in denen er ein mitreißendes Bekenntnis zu der Idee der deutschen Volksgemeinschaft ablegte, wie sie sich nach jahrtausende währendem Kampfe heute zu verwirklichen beginnt. Er schilderte zunächst in packenden Worten das Erlebnis des Nationalsozialismus, gesehen mit den Augen eines Grenz= und Auslandsdeutschen. Während der Binnendeutsche im Reichsgebiet den Nationalsozialismus als politische Tat erlebe und daher geneigt sei, in ihm nur eine politische Parteiorganisation zu sehen, bedeute der Nationalsozialismus für den Grenzdeutschen, der unter schweren Opfern seiner Idee treu bleibe, noch in höherem Maße als dem Reichsdeutschen Glaube, Hoffnung und Bekenntnis. Für den Grenzdeutschen sei der Nationalsozialismus herausgewachsen aus der politischen Ebene in das Glaubensmäßige. Gauleiter Frauenfeld stellte in lebensnahen Gleichnissen den Gedanken der Volksgemein schaft heraus, für die der Staat lediglich die Form bilde. Während andere Rassen den imperialistischen Gedanken romanischinternationaler Prägung zum Ausgangspunkt ihrer Politik machten, sei für das deutsche Volk „Haus der RS=Presse“ in Berlin Einweihung durch Reichspressechef Dr. Dietrich (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 22. April. In der Reichshauptstadt wurde heute vormittag in einem feierlichen Akt das„Haus der RS=Presse" durch den Reichspressechef der NSDAP., Dr. Dietrich, seiner Bestimmung übergeben. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache von Amtsleiter Sündermann, ergriff Dr. Dietrich das Wort, um durch eine kurze Ansprache dem Haus der NSPresse Ziel und Bestimmung abzustecken. Nach ihm überbrachte der stellvertretende Reichspressechef der NSDAP., Parteigenosse Berndt, die Grüße Reichsministers Dr. Goebbels und Staatssekretär Funks mit der Versicherung, daß sich auch weiterhin die Zusammenarbeit der nationalsozialistischen Schriftleiter mit den für die Presse verantwortlichen Stellen des Reichs in denselben herzlichen Bahnen bewegen werde, wie bisher. Die große Arbeitsgemeinschaft der nationalsozialistischen Presse im Reich ist dadurch auch rein äußerlich in ihrer Geschlossenheit gekennzeichnet. Diese Geschlossenheit und der gemeinsame Einsatz für die nationalsozialistische Bewegung und für das neue Deutschland waren es, wie Dr. Dietrich hervorhov, die der nationalsozialistischen Presse die Kraft zum Kampfe um das neue Deutschland gaben. Dieser Geist wird auch den Einsatz der nationalsozialistischen Presse für das neue Deutschland kennzeichnen und ihren Weg in der Zukunft bestimmen. Die nationalsozialistische Presse kann heute bereits, wie der Reichspressechef ausführte, auf eine, wenn auch kurze, so doch stolze Geschichte zurückblicken. Aus einem Nichts heraus hat diese Presse ihren Anfang genommen, lediglich getragen von der bedingungslosen Einsatzbereitschaft für die nationalsozialistische Idee und den Führer der Bewegung, zusammengeschweißt in unverbrüchlicher Schicksalsgemeinschaft für den Kampf um ein neues Deutschland. Ohne materielle Mittel und ohne staatliche Hilfsfonds stand diese Presse im Kampf um den Sieg. In ihrer Geschlossenheit lag ihre Stärke und ihre Kraft. Diese Geschlossenheit aber wird auch über aller künftiger Arbeit stehen. Das„Haus der RS=Preise“ in Berlin, das heute eingeweiht wurde, ist dafür das äußere Symbol. Aber nicht nur in ideeller Hinsicht ist die Einrichtung des„Hauses der RS=Presse“ in Berlin zu begrüßen. Sie wird auch vom rein organisatorischen Gesichtspunkt aus die Arbeit der Berliner Vertretung der großen nationalsozialistischen Blätter im Reich erleichtern und damit auch das Nachrichtenwesen der RSPresse fördern. Nach der Feier schloß sich ein Rundgang durch die Arbeitsräume des„Hau ses der NS=Presse“ der Gedanke des Volkstums die Richt linie des Handelns und Denkens. Gauleiter Frauenfeld zeigte in einem einprägsamen und eindrucksvollen geschichtlichen Rückblick die tragischen Folgen auf, die ihre Ursachen in dem mangelnden und fehlgeleiteten Volks bewußtsein des deutschen Volkes hatten. Kein Volk der Erde habe so sinnlos sein Blut zer streut wie das deutsche. Stets seien es Deutsche unter fremden Fahnen gewesen, die von den Feinden des deutschen Volkes gegen ihre eigenen Volksgenossen eingesetzt wurden. Gauleiter Frauenfeld wies auf zahl reiche tragische Beispiele in der deutschen Geschichte aus der Römerzeit, dem Mittelalter, der amerikanischen Freiheitskriege, des napoleoni schen Zeitalters und des Weltkrieges hin, die erschütternde Beweise dafür geben, wie Deutche gegeneinander von fremden Mächten weltlicher wie überstaatlicher Art ausgespielt wur den, zum Schaden des Gesamtvolkes. Heute käme es darauf an, die innere Kraft des Volkstums, das Gefühl der Blutsgemeinschaft unwiderstehlich zu machen, damit die tragischen Fehler der deutschen Vergangenheit nicht wiederholt würden. Gauleiter Frauenfeld entwickelte im weiteren Verlauf seiner mit ununterbrochenet Spannung verfolgten Rede, in welch bedauer licher Weise die Richtung des deutschen Den kens im vergangenen Jahrhundert nach Si den und Westen ausgerichtet wurde. Er wies auf die unerhörten Blutverluste durch die deutsche. Millionenauswanderung merika hin und auf die gleichzeitige Gefährdung wichtiger deutscher Vorposten in Europa, denen die nötige Blutzufuhr fehlte. Der Redner rechnete ab mit dem kleindeutsch dynastischen Denken, das leider heute überall noch nicht ganz überwunden sei. Der Plan unserer Gegner sei es, Deutschland in Nord und Sut aufzuspalten und„zwei Deutsch langer zu schaffen. Demgegenüber sage der Nationalsozialismus, daß Nord und Süd, Ost und West nicht als Gegensätze gegenein ander ständen, sondern sich sinnvoll erganzien. Parteigenosse Frauenfeld schilderte in tief gehenden Worten die Werke deutscher Kultur, die die Deutschen des Donauraumes dem gesamten deutschen Volk in ihren Bauschöpfungen, Liedern und Dichtungen in überreichem Maße gegeben haben. Der Kampf um den Donauraum sei mehr als eine macht politische Auseinandersetzung. Er sei ein Kampf der Weltanschauungen. Oesterreich sei heute ein Vorposten der von überstaatlichen Mächten in alter Erbitterung geführten weltanschaulichen Gegenreformation gegen den Nationalsozialismus. Oesterreichs politische Schlüsselstellung in Europa wurde von dem Redner in treffenden Ausführungen dargestellt. Oesterreich habe als Bollwerk des Abendlandes gegen den Ansturm der Mongolen es erst ermöglicht, daß im deutschen Raum sich eine blühende Kultur gebildet habe. Der Kampf um Oesterreich sei heute mehr als nur eine Frage des stärkeren Schwertes, er sei in erster Linie ein Kampf um geistige Ideen. Gauleiter Frauenfeld schloß seine Ausführungen mit einem Bekenntnis der unzertrennlichen Zusammengehörigkeit des deutschen Nordens und Südens, die beide zusammen die ewige Einheit deutschen Volkstums bilden. Ja. rührten, sei lebhaft empfunden worden und werde noch lebhafter empfunden werden. Die neuesten Fälle seien die Zusammenkunft der Mächte auf der Abrüstungskonferenz in Paris Im Juni 1933 und die Stresa=Konferenz 1935, schließlich der Ausschluß Deutschlands von den kollektiven Erwägungen der Locarno=Mächte im gegenwärtigen Augenblick, obwohl Italien, das, im Gegensatz zu Deutschland, die Völkerbundssatzungen und den Kellogpakt verletzt habe, zu Besprechungen mit den Mächten über das Abessinien=Problem eingeladen werde. Sei es fair, wenn man Deutschland verurteile, weil es gegenseitige Beistandsverträge in Osteuropa ablehne? Solle man nicht anerkennen, daß eine Verpflichtung, keine Gewalt zur Aenderung der Grenzen anzuwenden, das höchste ist, was man von der menschlichen Natur verlangen kann(Nichtangriffspakte)? Dann wiederum werde die deutsche Freundschaft mit England als ein Versuch ausgelegt, Frankreich zu isolieren. Er wisse, daß dieses Mißtrauen vom deutschen Kanzler tief bedauert werde. Der Kanzler habe ihm gesagt, er habe von Ribbentrop gewählt, weil es dieser zu einer Lebensaufgabe gemacht habe, eine Ausöhnung zwischen Deutschland und Frankreich durch die Vermittlung Englands herbeizuführen. Lord Lothian habe in einer kürzlichen Rede erklärt, wenn man nicht zu dem Eingeständnis bereit wäre, daß Deutschland einen berechtigten Standpunkt vertrete, würde ein neuer Krieg unvermeidlich sein. Jedermann werde mit der abschließenden Bemerkung Lord Lothians übereinstimmen, daß aller Friede auf wirklicher Gerechtigkeit gegründet sein müsse. Der deutsche Botschafter in Ehile überreicht sein Beglaubigungsschreiben ∆ Santiago de Chile, 23. April. Der bisherige deutsche Gesandte in Chile, Dr. Wilhelm Freiherr von Scoen, über reichte am Mittwochmittag sein Beglaubi gungsschreiben als Botschafter. Der Botschaf ter wurde vom Staatspräsidenten in Gegenwart aller in Santiago de Chile anwesenden Minister empfangen. Bei der An= und Abfahrt, bei der eine Eskadron das Ehrengeleit gab, erwies ein Bataillon Infanterie die Ehren bezeugungen. Die chilenische Presse weist aus diesem An laß auf die Bedeutung hin, die der Erhebung der beiderseitigen Gesandtschaften zu Botschaften zukommt. Die Zeitungen widmen der stets ungetrübten Freundschaft zwischen Deutschland und Chile sowie dem neuen Botschafter herz liche Worte. Generalfeldmarschall v. Blomberg zeichnet beim „Dankopfer der Nation". Reichskriegsminister Generalfeldmarschall v. Blombera zeichnete sich am Mittwochnachmittag in die Ehrenliste des Sturmes 1/II ein. Schießereien in Belfast Zwei Polizisten verletzt. ∆ Belfast, 23. April. In der Hauptstadt von Nordirland kam es in diesen Tagen wieder zu Schießereien, die auf den Gegensatz zwischen Katholiken und Protestanten zurückzuführen sind. Vier Männer feuerten in einer belebten Geschäftsstraße von Belfast mehrere Schüsse ab, die glücklicherweise niemand trafen, sondern in der Mauer einer Wäscherei, die einem Katholiken gehört, steckenblieben. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Später wurden Panzerwagen eingesetzt, die die Straßen des Stadtteiles abfuhren. Bei einer anderen Gelegenheit, wo die Polizei mit dem Gummiknüppel gegen die Menge vorgehen mußte, weil diese sich der Verhaftung eines Mannes widersetzte, wurden zwei Polizisten verletzt. Darré eröffnet die Reichsgartenbau=Ausstellung. Die Eröffnung der Reichsgartenbau=Ausstellung in Dresden mit der Rede von Reichsminister Darré wird am Freitag, dem 24. April, in der Zeit von 11 80 bis etwa 12.80 Uhr vom Reichssender Leipzig und vom Deutschlandsender übertragen. 700 Reichsberufswettkampf=Teilnehmer nach Königsberg abgefahren. Am Mittwochnachmittag verließen etwa 700 Teilnehmer an der Endausscheidung des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend, die bekanntlich vom 28. bis 29. April in Königsberg stattfindet, in einem Sonderzug die Reichshauptstaht. Nach kurzem Aufenthalt in Swinemünde geht die Fahrt mit dem Seedienst nach Pillau weiter, wo die Jungen und Mädel am Donnerstagmittag eintreffen werden. Botschafter Graf Welczek in Paris. Der neue deutsche Botschafter in Paris, Graf Welczek ist am Mittwoch, aus Madrid kommend, in der französischen Hauptstadt eingetroffen. Landesverräter verurteilt. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der 80 Jahre alte Aloysius Böhm aus Plautzig ist vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zu lebenslänglichem Zuchthaus und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden. General Zamorski Switalskis Nachfolger. Der frühere Ministerpräsident und Seim=Marschall und Wojewode von Krakau, Switalski. ist, wie bereits berichtet, seines Postens enthoben worden. Wie nun verlautet, ist als sein Nachfolger der bisverige Oberkommandierende der polnischen Staatspolizei, General Kordjan Zamorski, ausersehen worden. Neue Kommunistenverhaftungen in Warschau. Warschau wurden nach erneuten Haussuchungen am Dienstag wiederum 56 Kommunisten, darunter eine Reihe leitender Parteimitglieder, verhaftet. Unbegründete Gerüchte um den Zloty. Das polnische Finanzministerium teilt mit: ImZusammenhang mit den in letzter Zeit verbreiteten Gerüchten über eine angebliche Abänderung der Währungspolitik und die Entwertung des Zlotys erklärt die polnische Regierung mit stärkstem Nachdruck, daß diese Gerüchte restlos unbegründet sind. Dr. Ley schlägt die erste Riete ein Kiellegung des ersten KdF-Dampfers # Hamburg, 23. April. Am 30. April, am Vorabend des Festtages der nationalen Arbeit, wird auf der Hamburger Werft der Howaldts-Werke der Kiel für das erste„Kraft durch Freude-Schiff" gelegt, das bekanntlich für Urlaubszwecke gebaut wird. Der Bedeutung dieses Ereignisses entsprechend wird zu diesem Tage der Schöpfer der ASG„Kraft durch Freude", Reichsleiter Dr. Len. nach Hamburg kommen, nachdem er vorher am gleichen Tage zwischen Binz und Sellin auf Rügen den Grundslein zu dem Riesenseebad der ASG„Kraft durch Freude“ gelegt hat, in dem Hunderttauende deutscher Arbeiter Kraft und Erholung finden sollen.T Nach einer Rede, in der der Reichsleiter auf die geschichtliche Bedeutung der Stunde hinweisen wird, in der ein Volk das erste seine Arbeiter zu bauen beginnt, wird Dr. Ley selbst die erste Niete in den Kiel des neuen Schiffes schlagen. Selbstverständlich bringt Hamburg dieser Kiellegung allergrößtes Interesse entgegen. Unter den Hellingen der Howaldtwerke wird schon in diesen Tagen mir dem Bau von Tribünen begonnen, von denen aus Zehntausende schaffender Hamburger der Kiellegung beiwohnen werden, die in Anwesenheit von führenden Männern der Partei, des Staates und der Wirtschaft, von Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen sowie der Wehrmacht vor sich gehen wird. Neue Zusammenstöße in Palästina Der deutsche Generalkonsul im Feuer zwischen Arabern und Polizei A Jerusalem, 23. April. Am Dienstagabend fand in Jaffa eine Versammlung von Vertretern aller Araberparteien Palästinas statt, in der die Ausrufung des allgemeinen Generalstreiks am Donnerstag beschlossen wurde. Ausgeschlossen von der Streikbewegung sind nur die Bäcker. In arabischen Blättern wird im Zusammenhang mit der letzten Zusammenstößen auf kommunistische Machenschaften zur Verhetzung der Bevölkerung hingewiesen. Von der Regerung wurde an die Bevölkerung Jaffas und Tel Avivs ein Aufruf gerichtet, in dem auf die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der Ordnung hingewiesen wird. Der Oberkommissar berief die Parteiführer zu sich und forderte sie auf, beruhigend auf die Bevölkerung einzuwirken. Es herrscht sanfte Pressezensur. Das Verbot des Waffentragens und andere Verordnungen ähnlicher Art wurden verschärft. In Tel Aviv trafen 4000 Flüchtlinge aus den Randgebieten ein, die von der Verwaltung versorgt werden müssen. Am Mittwoch ist nunmehr auch in Haifa der Generalstreik der Araber ausgebrochen. Damit sind in fast allen Städten Palästinas die arabischen Läden geschlossen. In Jerusalem wurden zahlreiche Streikposten verhaftet, die die Schließung der Läden gewaltsam erzwingen wollten. Während der Hafen von Haifa noch nicht bestreikt wird, ist im Hafen von Jaffa die Arbeit bereits eingestellt worden. Im Polizeibericht wird mitgeteilt, daß bei neuen Zusammenstößen am Dienstagabend 14 Araber und fünf Juden verwundet worden ind. Zwei jüdische Verwundete vom Vortage sind gestorben. Die Araber versuchten, die jüdische Siedlung Hatikwah bei Tel Aviv anzugreifen. Sie wurden von der Polizei abgewiesen. Am Mittwochmittag geriet der auf einer Dienstreise befindliche deutsche Generalkonsul Doehle auf der für den normalen Verkehr gesperrten Straße von Jerusalem nach Haifa in ein Feuergefecht zwischen Arabern und Polizei. Generalkonsul Doehle befand sich mit seinem Kraftwagen gemeinsam mit anderen Fahrzeugen in einem unter Polizeischutz stehenden Geleitzug und mußte nach Nablus zurückkehren. Ein daraufhin von ihm allein gemachter Versuch, das bedrohte Gebiet zu durchfahren, gelang. Die arabische Bevölkerung erkannte die Dienstflagge am Wagen des deutschen Vertreters und ließ ihn ungehindert passieren. Generalkonsul Doehle erreichte daraufhin unvehelligt Haifa. le Schule. Das Lernen strengt den kleinen, kräftigen Kerl garnicht an. Jeden Morgen eine Dr. Oetker=Duddingsuppe— das gibt Mumm. And nacht schläft Fritz wie ein Murmeltier, so prächtig bekommt ihm ein Oetter-Dubding. ensschnelbent Peelsaufgabel Westfälische Landeszeitung Rote Urde SALLAISI Folge 110 25. Apeil 1936 Der Schnuplen und das Jaschentuch In einer Ecke sitzt der Schnupfen, bereit, den Menschen anzuhupfen. Indessen, ach, kein Mensch kommt her. Dem Schnupfen fällt das Warten schwer. Denn seine Braut das Taschentuch, geschmückt mit einem Namenszug, liegt, ihn erwartend, blütenrein, in einem schmalen Schrankschüblein. Die Liebe sehr die beiden quält, weil doch der Mensch als Mittler fehlt. Hat keiner mit den Armen Erbarmen? Schley. Vorsicht, Lebensgefahr! Herabhängende elektrische Leitungen nicht berühren Die Unwetterkatastrophe der letzten Woche hat zahlreiche Verwüstungen in allen Stadtteilen angerichtet, die zwar alle mehr oder weniger unbedeutend waren, abgesehen von einigen schweren Fällen, über die wir in den letzten Tagen berichteten. Besonders schwer betroffen wurden die elektrischen Anlagen, insbesondere die Leitungen, die an vielen Stellen durch den starken Schneesturm zerrissen und zu Boden gedrückt wurden. Wenn die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen auch gleich alle verfügbaren Instandsetzungstrupps einsetzten, um die entstandenen Schäden zu beseitigen, so ließ es sich und läßt es sich auch in Zukunft nicht vermeiden, daß hier und da immer eine Weile bis zum Eintreffen der Arbeiter vergeht. Es sei darum hier darauf hingewiesen, daß das Berühren der Drähte mit Lebensgefahr verbunden ist und werden die Eltern und die Lehrerschaft gebeten, die Kinder darauf aufmerksam zu machen. o: I Grücken zuischen Kunst und Volk Ausstellung bildender Künstler für die Arbeitsmänner des Hoesch-Werkes Der Speisesaal des Hoesch=Werkes ist seit gestern zu einem Teil in eine Ausstellung von Arbeiten bildender Künstler verwandelt. Die Kameraden aus der Gefolgschaft des großen Eisen. und Stahlwerkes, die Walzwerker und Ofenmänner, die Dreher und Schlosser und die Angehörigen all der anderen Berufe, die im Hüttenwerk zu finden sind, sie werden an den kommenden Tagen durch diese Ausstellung gehen, werden die Bilder und Plastiken betrachten und innere Einstellung dazu suchen. Es war nicht der Gedanke, hier eine reine Diese Ausstellung, das sagte Kreiswart Baltes bei der Eröffnung, soll als die erste ihrer Art Zeugnis ablegen vom kulturellen Wollen, das in der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" lebendig ist. Und in einer längeren Ansprache wies dann Gauwart Breidenbach darauf hin, daß sie kein Ergebnis von Zufällen ist, sondern in planmäßiger Arbeit von Werksleitung, Reichskammer für bildende Künste und NSG „Kraft durch Freude" zustande kam. In längst vergangenen Jahren habe man schon versucht, ausgezeichnet. Die Werksleitung habe nach dem Bau der Springorum=Siedlung von einer anderen Seite her ähnliche Wege eingeschlagen. Beim Einzug der Gefolgschaftsmitglieder wurde festgestellt, daß der Hausrat in vielen Fällen nicht den Ansprüchen einfachster handwerklicher Kunst entsprach und die Bilder noch viel weniger gesundem Geschmack genügten. Um ein Beispiel zu geben, wurde dann eins der Häuser vorbildlich eingerichtet, und das habe heute schon gute Früchte getragen. Kunstmaler Koller übernahm dann die Links: Auch das Kunsthandwerk beteiligte sich an der Ausstellung— Rechts: Bilder westfälischer Maler Die ersten Besucher Führung durch die Ausstellung und machte klar, daß man versucht habe, alle Techniken, die in der Malerei, in Graphik und Plastik vorkommen, hier deutlich zu machen, und doch eine einheitliche Wirkung zu erreichen. Er war ein guter Erklärer für die Werke, die in den Malereien durch gediegenen Farbensinn, in den Holzbildwerken wie in Bronze=, Terrakotta= und Keramikarbeiten durch markante Strenge und wieder durch zarte Linienführung das Auge erfreuen. Zeichnungen, Aquarelle und graphische Werke nehmen einen breiten Raum ein, und das ist gut so, denn solche Dinge sind schließlich auch für einen nicht mit großen Reichtümern gesegneten Volksgenossen erschwinglich. Gute Namen tragen die Kunstwerke, und um die Verbindung zwischen Arbeiter und Künstler noch enger zu machen, ist auch das Kunsthandwerk vertreten, wird etwas von dem Handwerkszeug gezeigt, das auch der bildenden Künstler oft mit saurem Schweiß handhaben muß. Talentparade aufzuziehen. Dafür hätten die Arbeitskameraden wenig Verständnis gehabt, und das ist von vornherein vermieden worden. Durch diese Ausstellung soll auf einfache Weise die Wissenschaft vom Schönen vermittelt wer den. Sie soll einen freundlichen Gesamtein druck vom künstlerischen Gestalten geben, will zeigen wie verschwistert Malerei und Plastik sind, und außerdem auch noch das Handwerk liche beim Anfertigen der Kunstwerke klar machen. Rhein-Ruhr-Messe im Aufbau kleiner Blick in die Westfalenhalle Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus! Dieses Sprichwort kann auch auf die in der Zeit vom 30. April bis zum 10. Mai in der Westfalenhalle stattfindende Rhein=RuhrMesse 1936 in Anwendung gebracht werden. Denn schon seit Tagen wird in der Halle fleißig geschafft unter Leitung der beiden bewährten Ausstellungsarchitekten Hinte und Holzapfel, die uns Dortmundern bereits bestens bekannt sind von der vorjährigen Westfalenschau, für deren Aufbau sie auch verantwortlich zeichneten. Ein Blick in die Westfalenhalle verrät, daß der Messebetrieb sich auch in dem oberen Wandelgang abspielen wird, der bereits zu den Sitzplätzen hin abgekleidet ist. Hier geht es verhältnismäßig geräuschlos zu, während in der Arena, die bereits ihren Holzbodenbelag wieder erhalten hat, kräftig die Hämmer geschwungen werden und Sägen kreischende Geräusche von sich geben. Längst hat man auch schon Gas=, Wasser= und Abflußleitungen gelegt, die kreuz und quer unter dem Bodenbelag herführen und mit der Lichtleitung wohl als die Lebensnerven einer Ausstellung anzusehen sind. Zum Teil ist auch bereits die Ausstellungsfläche aufgeteilt, so daß in den nächsten Tagen mit verstärkter Kraft und Arbeiterzahl ans Werk gegangen werden kann. Schaufensterstraße dient dem Einzelhandel Verschiedene Anfragen bei der Ausstellungsleitung der Rhein=Ruhr=Messe, Dortmund 1936, über den Sinn und Zweck der Schaufensterstraße, die erstmalig in Dortmund auf der Rhein=Ruhr=Messe gezeigt wird, lassen es geboten erscheinen, einmal an dieser Stelle die notwendige Aufklärung zu geben. Der Gaugruppenfachleiter der Gebrauchswerber innerhalb der Reichsfachschaft deutscher Werbefachleute(RSRDW) hat den Gedanken der Schaufensterstraße wie folgt dargelegt. Die Schaufensterstraße soll zu einer Dauereinrichtung tunlichst auf allen Ausstellungen in Zukunft ausgebaut werden. Sie dient der Verkehrswerbung und will den Tausenden von Besuchern Kenntnis geben von der großen Zahl der Kleinhandelsbetriebe Dortmunds. Dazu erscheint die Schaufensterstraße als das geeignetste Werbemittel. Nicht immer werden die Geschäfte in den kleinen und großen Straßen mit der notwendigen Sorgfalt beachtet. Insbesondere haben darunter die abseitswohnenden kleinen und mittleren Einzelgeschäfte zu leiden. Die Ausstellungsleitung der RheinRuhr=Messe gibt mit der Schaufensterstraße innerhalb ihrer Veranstaltung einem Großteil des Dortmunder Einzelhandels willkommene Gelegenheit für eine Werbung, wie sie günstiger und zweckmäßiger auf der vorliegenden geschaffenen Plattform nicht sein kann. Es ist irrig, anzunehmen, daß auf einer Gastwirte Fachveranstaltung eine Werbung des Einzel handels zwecklos sei. Nachgewiesenermaßen haben eine Unzahl Städte auf den verschiedensten Veranstaltungen mit Erfolg Schaufensterstraßen eingerichtet, die für die beteiligten einschlägigen Einzelhandelskreise werbepolitisch und wirtschaftlich betrachtet, von nachhaltiger Wirkung waren. Auch in Dortmund ist es jedem Einzelhändler und Kaufmann, der an der Schaufensterstraße beteiligt ist, gestattet, für sich in geeigneter Form zu werben. Zum Schluß seiner Ausführungen empfiehlt der Gaufachgruppenleiter allen ernsthaften Interessenten im Einzelhandel, sich tunlichst bald mit der Ausstellungsleitung der Rhein=Ruhr=Messe in Verbindung zu setzen und sich rechtzeitig noch ein Schaufenster zu sichern. Geburtenrekord im Aus der Bevölkerungsstatistik Der Monat März brachte der Stadt Dortmund einen Geburtenrekord. die höchste seit Bestehen Groß=Dortmunds erreichte Geburtenziffer. 835 Kinder, 431 Jungen und 404 Mädels, wurden lebend geboren. Zum ersten Male seit 1930 ist damit die monatliche Geburtenziffer über 800 hinausgegangen. In den Jahren des Geburtentiefstandes, 1932 und 1933, erreichte die Geburtenzahl in keinem Monat mehr 700, blieb meistens sogar unter 600. Seit März 1934 hatte sie sich dann ständig zwischen 700 und 800 gehalten. Im aogelaufenen ersten Vierteljahr 1936 sind in Dortmund 2355 Geburten gezählt gegenüber 2317 im Vorjahr und 2026 im Jahre 1934. Die Geburtenkurve war danach noch weiter nach oben gerichtet, obwohl nach dem außergewöhnlichen Aufschwung, den die Eheschließungsziffer 1933 und 1934 genommen hatte, 1935 ein Rückgang in der Zahl der Heiraten eingetreten war. Die Geburtenziffer hat allerdings den Stand des ersten Vierteljahres 1930 mit 2401 Geburten noch nicht wieder erreicht. Wie weit sich im laufenden Jahre in der Geburtenhäufigkeit der Rückgang der Eheschließungen bemerkbar machen wird, bleibt abzuwarten. Die Zahl der Eheschließungen im abgelaufenen Vierteljahr ist vom Statistischen Amt mit 1018 ermittelt gegenüber 1158 im Januar bis März 1935. Brücken über die Kluft zwischen Kunst und Volk zu schlagen. Das Schlagwort:„Die Kunst dem Volke“ entstand, und man machte sich Gedanken darüber, wie Ausstellungen aufgezogen werden müssen. Sicher sei, daß die Kunst nicht zu einer Sache von Museumsinteressenten werden dürfe, nicht auf einen kleinen Kreis beschränkt bleiben könne. Der Nationalsozialismus habe das feste Bestreben, die Kunst in das Volk zu tragen, dazu müsse allerdings noch sehr viel getan werden. Wir fangen damit an, sagte Gauwart Breidenbach weiter, und wir schaffen an der Volksgemeinschaft, als der Voraussetzung für ulturelles Leben, ohne die das Wort:„Die Kunst dem Volke“ nur ein totes Schlagwort bleibt. Hier bei den Hoeschwerken wolle man den schaffenden Menschen gute Kunstwerke zeigen, um in ihnen das Verständnis für richtiges Schauen dort zu wecken, wo es erlebnismäßig am stärksten wirkt. Dr. Siebrecht nahm die Ausstellung im Namen des Gefolgschaftsführers Dr Springorum in die Obhut odes Werkes und sagte den verantwortlichen Männern der RSG„Kraft durch Freude" und der Reichskammer für bildende Künste Dank dafür, daß sie der Gefolgschaft diese Schau guter Werke vermittelt haben. Der Gedanke, die Kunst durch erlesene Werke dem Volk näherzubringen, sei Beim Einkauf auf dem Markt verunglückt keine Schadenshaftung der Gemeinde wegen überwiegenden Verschuldens des Standinhabers Beim Einkauf auf dem Dortmunder Großmarkt am Ostwall erlitt eine Ge schäftsfrau im Sommer 1933 dadurch einen von ziemlich ernsten Folgen begleiteten Un fall, daß ihr an einem Verkaufsstand eine Verschlußstange auf den Kopf fiel. Die verletzte Geschäftsfrau verklagte den Inhaber des Ver kaufsstandes auf Schadenersatz und erhielt von der Versicherungsgesellschaft des Standinhabers im Vergleichswege 3100 Mark ausgezahlt, wo bei sie in Höhe dieses Betrages auf alle An sprüche gegen andere etwa zu Schadenersatz verpflichteten Personen, insbesondere gegen die Stadt Dortmund verzichtete. Gleichwohl nahm aber die Versicherungsgesellschaft die Stadtge meinde Dortmund auf fast völligen Ausgleich der bereits gezahlten und möglicherweise noch fällig werdenden Schadenssummen in An spruch. Sie behauptete, die Stadt hafte dem Standinhaber auf Grund des von ihm ge schlossenen Mietvertrages für die ordnungs mäßige Beschaffenheit des Marktstandes und Lanz der roten Laternen An vielen Stellen der Stadt schautzeln sie in der Nacht Rote Laternen sieht man jetzt sehr viele in der Stadt, wenn man nachts durch die Straßen wandert. Sie dienen nicht etwa irgendwelchen zweifelhaften Vergnügungsstätten als Aushängeschild, sondern sie gelten den Wagenlenkern als Warnungszeichen, daß hier die Fahrbahn aufgerissen, daß hier eine Baustelle ist. Viele solcher Arbeitsstellen, Zeichen des Lebens und der Gesundung, finden wir in dieser Zeit im Stadtbild. Da werden Schienen ausgewechselt und der Fahrdamm dazwischen erneuert. Oft läßt die Straßenbahn auch in der Nacht arbeiten, klingt Hammerschlag und tönt das Zischen der Schweißapparate aus dem Bereich, der von den roten Laternen umzirkt ist. Die schlafen am Tage wohlverwahrt in den Gerätewagen, aber jeden Abend werden sie hervorgeholt, geputzt und zurechtgemacht. Im Abenddunkel glühen sie dann auf, werden zum Reigen geordnet und tanzen an ihren Stäben bis zum Morgengrauen, bis sie von sorglicher Hand abgenommen und wieder in ihr dunkles Gelaß gesteckt werden. Aufnahmen: Schley seiner Einrichtungen. Die Haltevorrichtung der Verschlußstange habe den Anforderungen des Verkehrs nicht genügt. Die gegen die Stadtgemeinde Dortmund erhobene Klage der Versicherungsgesellschaft wurde aber jetzt vom Reichsgericht in Uebereinstimmung mit dem Landgericht Dortmund und dem Oberlandesgericht Hamm abgewiesen, und zwar aus folgenden allgemein beachtenswerten Entscheidungsgründen: 3 Der Unfall ist allerdings auf die mangelhafte Befestigung der Verschlußstange durch den mitverklagten Angestellten des Standinhabers zurückzuführen, der die Stange mit einem brüchigen Bindfaden befestigt hatte. Für die Folgen dieser verkehrsgefährlichen Beschaffenheit der Haltevorrichtung trifft jedoch den Mieter und Inhaber des Standes die alleinige Haftung, weil ihm auf jeden Fall das weitaus größere Verschulden zur Last fällt. Der Standinhaber war als Mieter in allererster Linie zu einer ordnungsmäßigen Bedienung der Verschlußvorrichtung verpflichtet. Die Standinhaber sind auch bei der Besichtigung der Marktstände durch städtische Beamte auf eine ordnungsmäßige Sicherung der Verschlußstangen hingewiesen worden. Kurz vor dem Unfall hat die Stadtgemeinde zur Vermeidung von Schadenersatzansprüchen sämtliche Standinhaber an die vorgeschriebene Unterbringung der Verschlußgitter erinnert. Dieses Verhalten der Stadt spricht dafür, daß für Unfälle, die auf eine unsachgemäße Bedienung der Marktstände durch die Mieter zurückzuführen sind, die Haftung der Stadt ausgeschlossen werden sollte. Der Standinhaber hat seine Vertragspflicht, für eine ordnungsmäßige Bedienung der Verschlußvorrichtung zu sorgen, verletzt, und zwar insofern, als sein Angestellter, für dessen Verschulden er einzustehen hat, die Verschlußstange mit einem brüchigen Bindfaden befestigte. Das Verschulden des Standinhabers ist nach alledem viel größer als ein etwaiges, übrigens ganz geringes Verschulden der Stadt. Achtung! Betriebsführer! Einstellung von Arbeitern und Angestellten unter 25 Jahren Trotzdem schon oft in den Tageszeitungen darauf aufmerksam gemacht ist, daß auf Grund der Anordnung über die Verteilung von Arbeitskräften vom 28. August 1934 Arbeiter und Angestellte unter 25 Jahren in sämtlichen Betrieben und Verwaltungen nur mit vorberiger Zustimmung des zuständigen Arzeitsamtes eingestellt werden dürfen, wird immer noch die Feststellung gemacht, daß diese Anordnung von einzelnen Betriebsführern nicht beachtet wird. Es wird daher auf die Strafbestimmungen dieser Anordnung hiermit nochmals ausdrücklich hingewiesen und in Zuunft gegen die Betriebsführer vorgegangen, die die vorherige Genehmigung zur Einstellung Jugendlicher nicht einholen. Kommt zur„Schaffenden Jugend“. Wirtschaftsführer besuchten die Ausstellung im„Haus der Kunst“ en de Jugen in.. Stand Scha#l: mehr den Anforderungen einer stark belebten Jugend“ sprach der Standortführer Fernverkehrsstraße genügt. eämper, sßer Jlo annsützr., B.#r# Wenn, was zu wünschen bleibt, die Ruhr####.###### oie Umformung der deutschen.waldstraße in diesem Jahre noch fertiggestellt Jungen und Mädel seien werden soll, werden zahlreiche Volksgenossen eute ausgerichtet auf die chaft, deren Leistun en Beschaffenheit a 5 wstische Kollkio, ader Arbest bafur dem Leistungswillen des einzelnen für die Gesamtheit stärkerer Anreiz gegeben. Dazu hat die Hitlerjugend auch den Berufswettkampf ausgebaut, als dessen erfreuliche Folge nicht zuletzt die unverkennbare erhöhte Leistungsfreudigkeit, und der gesteigerte beruf=... erunrur! F.. en i A.e liche Bildungswillen der Jugend angesehen dienst in treuester Kameradschaft, Disziplin und Volksgemeinkeit von der gesunellen abhängt. soll, werden zahlreiche Volksgenossen, weil man ja auch für eine gefahrlose Ueberquerung der Eisenbahnlinie Dortmund=Süd— ingsu werden müssen. Der Oberbannführer sprach Pflichterfüllung mit dem Spaten am Aufbau weiter über Freizeit7„„ Wo bist du Kamerad? Der„Arbeitsdank" ruft Wo bist du Kamerad? Der du im Arbeits Freizeitgestaltu..—— gann ein Rundgang durch die Ausstellung mit ihrer Fülle von wertvollem Anschauungsmated schaft, Spater Gung ung, und dann be= unseres Vaterlandes mitgearbeitet hast, wo bleibst du? Wo bist du, Kamerad, der du aus e ne o dem Arbeitsdienst zurückgekehrt, heute noch er rial über Bildungsmöglichkeiten und Organisa= werbslos bist? Wo bist du, Kamerad, der wie tion unserer werktätigen Jugend. Niemand, der der in Arbeit steht? Melde dich bei deinem an diesen Dingen Anteil nimmt, sollte versäu Mitgliedschaftsobmann! Der Arbeitsmen, die täglich und auch an Sonntagen ge=sdank ruft dich! Mitgliedschaft Ost: Franz öffnete Ausstellung„Schaffende Jugend“ zu 1 Röder, Dortmund, Klönnestraße 55, M.=Ob holnmon Alciu EIsIUI MAETENUP. ODITI n besuchen, deren Eintrittspreise ganz niedrig angesetzt sind. Wertvolle Darbietungen und Anregungen auch für Erwachsene Die jetzt im„Haus der Kunst" untergebrachte„ Ausstellung„Schaffende Jugend“, veranstaltet von Dortmund, Heimbaustraße 32, M.=Obmann. der Hitlerjugend, Standortführung Groß=Dort=] Oder Anmeldung auf der Bezirksstelle des mund, in Gemeinschaft mit dem Verkehrs= und Arbeitsdanks Dortmund im Haus der Arbeit Wirtschaftsamt der Stadt Dortmund, gibt in ihren 1. Kampstraße 88, Zimmer 63 Hauptabteilungen einen Querschnitt durch den gegenwärtigen Stand der Berufsausbildung der Dortmunder Werkjugend. Diese Abteilungen zeigen in durchschlagender Weise das Wollen und auch das Können der jungen Generation im Sinne des Leistungsprinzips, sich zu wertvollen Mitgliedern der Volksgemeinschaft heranzubilden. Ebenso bedeutsam sind die Sonderschauen, die uns mit den Aufgaben und den Arbeiten der Hitlerjugend bzw. BdM bekannt machen. Während an der Arbeitsstätte der mann; Mitgliedschaft Mitte: Werner Berke meyer, Dortmund, Gnadenort 15, M.=Obmann Mitgliedschaft Hafen: H. Bremer, Dortmund Hackländerplatz 1, M.=Obmann; Mitgliedschaf Hösch: H. Osterburg, Dortmund, Nordstraße 5 M.=Obmann; Mitgliedschaft West: H. Isenbeck, rtmund, Heimbaustraße 32, M.=Obmann. Oder Anmeldung auf der Bezirksstelle des GE Heute Kammermusik. und Liederabend Am Flügel Hans Pfitzner mann Hitlerjugend bzw. dem BdM die poli Theaters, Renate Specht. Grete Acker schne rit eishsiese Tei.sterliche Erlüche und Toni Veiler, mi eier Kusiese der Pfiddie große Verbe=Aktion für die Eingliederung aller nerschen Liedlyrik gesanglich bestreiten und dabei Vereauf bieten de Senderschamen der 8s umd des EntLg.uarkekt, mit. 65 spelt Pfhners die Arbeitsweise einen Ueberblick zu verschaffen. die Grundlage zum sinfonischen Gu:: Pfigners ist der Wunsch der HI=Führung und der und geben auch die Erklärungen für sein OpernBdM=Führung, daß das Elternhaus an den Auf= werk, was auch für sein Klavier= und Violinengaben der HI und des BdM regen Anteil nimmt konzert gilt. Möge daher der Ruf der Ausstellungsleitung, der sich nicht nur an die Jugendlichen richtet, auch bei Wenn Pfitzner oft der Weber= und Schumann Schwärmer und Wagner=Jünger genannt wird, so erwachsenen Volksgenossen Interesse auslösen und ist seine eigene Tonsprache nirgends stärker als in zum Besuch dieser interessanten und lehrreichen seinem Liedschaffen und seiner Kammermusik Schau anregen. Bei den sehr niedrig gehaltenen wie es die Cellosonate op. 13(oft ein wenig spröde Eintrittspreisen ist der Besuch der Ausstellung jedem und gekünstelt), sein Klavier=Quintett op. 28 moglic.(künstlerischer Ernst, graziös, gefällig, dazu der Trauermarsch und der sinnfällige Schlußsatz) und seine Violinsonate op. 27 bezeugen. In allem ist Pfitzner kein Neuerungswütiger, kein Effekthascher, kein Novitätenrausch, sondern der Hüter einer inneren künstlerischen Ehrlichkeit. Jahrzehntelang als unzeitgemäß verschrien prägte Coßmann einmal auf Rrihnes al. OTThe., ODfILLI In„ Ruhrwaldstraße vor der Fertiostellung? Der Hindenburgdamm wird erbreitert Nun sind auch wieder die Arbeiten zur Er Pfikner, die Worte:„Pfitzner ist unmodern— denn stellung der Ruhrwaldstraße aufgenom Und so versprechen F. men worden, und zwar an dem der wolven, und zwar an dem der Innen= 1 uen sen v.csorgc ge„Ausführ noe und Verkausstadt nächstzuliegenden Bauabschnitt zwischen Kammer= und Hausmufkabend. dem Hindenburgdamm und den Romvergschen] Mitglieder der RS=Kulturgemeinde erhalten in Parkanlagen. Die in diesem Gelände liegende der Geschäftsstelle, Markt 12, I, für diese VeranEmscherniederung wurde bekanntlich vor Jah= staltung Karten zu wesentlich ermäßigten Preisen. ren schon durch die Anschüttung eines großen Die starke Nachfrage empfiehlt eine umgehende BeDammes, der zukünftigen Ruhrwaldstraße, steund und sofortige Abholung in der Geschäftsüberwunden. Lange Monate hatten die nun st wieder aufgenommenen Arbeiten geruht und inzwischen hat der Damm sich so weit gesetzt, Handwagendiebstahl. Am 1. April wurde vom daß man nicht mehr mit bösen Ueberraschun Hof des Hauses Hindenburgdamm 180 ein Leitergen zu rechnen braucht. Handwagen gestohlen. Der Diebstahl muß in den set handelt. es sich zunächst wieder gusgefühzrt worden sein, da der Wagen gegen 1030 um Anschüttungsarbeiten. Der Durchbruch der Uhr noch auf dem Hof stand. Es handelt sifrüheren Eisenbahnlinie Dortmund=Hörde muß einen Leiterwagen; in der Mitte des Wagens be u. a utrerelee nämlich angefüllt werden, wodurch endlich findet sich ein neu eingesetztes Brett mit grauem g.,Ventrattuatafen(61c), Premen(11.40), oine Rorhindung has hichrs imm Himmt.[Anstrich im unwenen h#n o JOteslau(13.15), Dresden(12.05) (11.25), Hamburg(10.40), Hannover(12.45), Kopenhagen(12.30), Malmö(13.00), Stock. holm(15.45); um 10.20 Uhr über die Fluglinie Essen Mülheim—Dortmund—München nach Frankfurt (Main)(11,18 Freiburg(Breisgau)(13.25), Mailand(14.00), Mannheim(11.50), München eine Verbindung der bisher zwei Dammteile Anstrich, im übrigen ist der Wagen ungestrichen. erreicht wird. Das Anschüttungsmaterial wird##r ist etwa 1.05 Neter lang und 0,.55 Meter breit. auf der südlichen Seite des Hindenburgdammes man ungaben über d,,: Vexhleib des Hanogewonnen, der zwischen der Hohestraße und hittet dan 4 8.; Sackzzentucge Nitteilungen erbesge emwurger, He gur„Hreiterung Frishigen. Larpmund, Zunner Bd oder seche richse erfährt, weil die jetzige Straßenbreite nicht Polizeidienststelle. Ernster Schritt ins Leben Freisprechung der Koch- und Kellnerlehelinge des Gaststättengewerdes Ein nachahmenswertes Beispiel für die Pflege alten Brauchtums bot die Fre Zeichnung: Schiller Neben dem Brand Ein stiller Winkel unserer Großstadt Autodiebstahl. Dienstag, in der Zeit von 22 bis 24 Uhr, wurde in der Kuhstraße vor dem„Gewerbeverein“ ein grauer Wanderer=Personenkraftwagen gestohlen. Der Wagen hat das polizeiliche Kennzeichen IX=48399, Motornummer 62654, Fahrgestellnummer 62411, 40 PS., Hubraum 1949. Sachdienliche Mitteilungen erbittet das 4. Kriminalkommissariat im Polizeipräsidium Dortmund, Zimmer 94, oder jede nächste Polizeidienststelle. Verkehrsunfall. Am Dienstag gegen 20 Uhr fuhr der Kraftradfahrer Friedrich P. aus Witten auf der Münster Straße in Höhe des Hauses Nr. 82 einen Heinrich M. an, der den Fahrdamm überschreiten wollte. M. wurde schwerverletzt den Städtischen Krankenanstalten zugeführt. sprechung der Koch= und Kellnerlehrlinge des Gaststättengewerbes im Lindenhof. Der Gaufachgruppenleiter des Gaststättengewerbes in der DAF, Parteigenosse Kambera, ermahnte die Prüflinge auf das dringendste, nur ja nicht zu denken, daß die Zeit des Lernens nun vorbei sei. Das Gaststätten gewerbe sei so vielseitig, daß man nie aus lerne. Auch zukünftig sei es für den Koch und Kellnergehilfen eisernes Gebot. Augen und Ohren auszuhalten und an der weiteren beruflichen Vervollkommnung zu arbeiten. Herzliche Dankesworte fand Parteigenosse Kamberg für die Fachlehrer Schreiber, Böhmer, Degraa und Kralemann sowie für die Herren der Prüfungskommission. Für die Wirtschaftsgruppe Gaststätten und Beherbergungsgewerbe sprach Kreisgrup penleiter Zimmermann. Er wies vor allem darauf hin, daß der durch den Marxismus bewußt hochgezüchtete Gegensatz zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit der nationalen Revolution sein Ende gefunden habe Der Führer des Betriebes und seine Gefolgschaft seien ein gemeinsames Ganzes, das zur Förderung der Betriebszwecke uno zum Gemeinnutzen von Volk und Staat im Betrieb arbeite. Der Betriebsführer sehe es als seine vornehmste Aufgabe an, für das Wohl der Gefolgschaft zu sorgen, während diese dem Führer des Betriebes die in der Betriebsgemeinschaft begründete Treue zu halten habe Mit jugendlichem Feuer sprach der Kreis fachgruppenwalter des Gaststättengewerbes Parteigenosse Vieweg sen., zu seinen jun gen Freunden. Er betonte vor allem, daß die freisprechung nicht die Einräumung von größeren Rechten bedeute, sondern daß der Die am Militärkonzert im Parkhaus Barop. NSDAP., Ortsgruppe Barop, veranstaltet Sonnabend, dem 25. April 1936, 20 Uhr, im Park haus Barop ein Militärkonzert. Der Abend ist umrahmt mit Darbietungen des Männergesangvereins Harmonie. Sämtliche Parteigenossen und Gliederungen der Bewegung sowie Volksgenossen und Volksgenossinnen sind zu diesem Abend eingeladen. Wir machen darauf aufmerksam, daß nach nahezu 30 Jahren zum erstenmal wieder ein Militärkonzert in Barop stattfindet. Dieses dürfte allen Besuchern zum Erlebnis werden. Straßensperrung in Dortmund=Huckarde. Wegen Herstellung eines Brückenbauwerkes unter der Reichsbahnstrecke Dortmund=Hauptbahnhof= Men gede wird die Parsevalstraße im Stadtteil Huckarde von der Mengeder Straße bis zur Deusener Straße vom 27. April 1936 ab bis auf weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Mengeder Straße, Wengestraße, Hukkarder Straße, Franziusstraße und umgekehrt. Die Feuerprobe bestanden. Die von dem Dortmunder Gesangspädagogen Adolf Erlenwein für die Bühnenlaufbahn vorbereitete Koloratursängerin Ilse Kreutzfeldt und der lyrische Tenor Karl Krollmann haben auf Grund ihres Könnens ihren Platz behauptet. Ilse Kreutzfeldt bleibt unter wesentlich günstigeren Bedingungen wieder in Bielefeld, Karl Krollmann ist nach Augsburg verpflichtet. Luftpostverkehr des Flughafens Dortmund Vom Flughafen Dortmund werden vom 20. 4. ab folgende Luftposten abgesandt: 1. Um 7.35 Uhr über die Fluglinie Köln— Dortmund—Berlin nach Amsterdam(15.00), Berdas Hotzgericht in Sölde Eine Dorfchronik aus dem Süden Dortmunds Mehr denn je ist der Heimatgedanke im deutschen Volke lebendig geworden. Der Mensch entsinnt sich seiner Ahnen und Geschlechter, und die neue Rasse= und Sippenforschung drängt ihn dazu, alte verstaubte Urkunden und längst vergessenen„Kram“ wieder hervorzuholen. In Sölde diesem jahrhundertealten Bauerndorf, in es Rektor Schleef nach jahrelanger intensiver Arbeit gelungen, eine Chronik, ein Heimatbuch, zu schreiben, das jetzt der Vollendung entgegengeht. Viel Mühe und Arbeit hat es gekostet, bis der Inhalt des nicht für die Oeffentlichkeit bestimmten Buches aus alten Quellen zustande gebracht werden konnte. Ich hatte Gelegenheit, in diese Gemeindechronik Einblick zu bekommen und war überrascht von der Fülle und Vielseitigkeit und vor allem über den äußerst interessanten Text, den ich hier vorfand. Unter anderm spielt das Sölder Holzgericht eine große Rolle und birgt für jeden recht viel interessante Augenblicke, die es wert sind, sie wiederzugeben. Noch heute weist die Sölder Mark oder das Sölder Holz einen großen Waldbestand auf. In vergangenen Jahrhunderten aber konnte man hier nur ausgedehnte Waldungen vorfinden, die einer Markgenossenschaft gehörten. Die einzelnen Genossen führten den Namen Miterben, wie da waren die Herren von Hövel auf Haus Sölde, die von Altendorf. von Villigst bei Schwerte u. a. Von dem Obermärker, dem Erbdrosten von Unna, wurden diese Waldungen verwaltet, welches notwendig war, da der Holzbestand der Sölder Mark nicht nur einer einzelnen Grundherrschaft nutzungsund verfügungsberechtigt war sondern von mehreren. Kamen Meinungsverschiedenheiten vor. Rechtsstreitigkeiten, so mußten sich die Genossen vor dem Holzgericht untereinander vergleichen, bei dem der Erbdroste von Unna— es war der von der Recke— den Vorsitz führte. Aus einer Urkunde aus dem Jahre 1618 gehen die Verhältnisse der Sölder Mark hervor. Hiernach war das Holzgericht in Sölde auf Haus Sölde. Im Jahre einmal wurden nun den Miterben sowie auch den Frohnbauern Bäume zugewiesen, die mit dem heiligen„Scharbeil“ gezeichnet wurden. Der Schulze, der wiederum Vorrechte hatte ging mit seinem Holzknecht in den Wald und ließ die 1# die einzelnen bestimmten Bäume mit dem Scharbeil anritzen. Andere Bäume, die nicht mit dem Scharbeil gezeichnet waren, durften nicht gefällt wurden, sonst machte man sich eines groben Vergehens schuldig. Verständlich ist, daß auch der Obermärker, der Erbdroste und Amtmann von Unna, den behördlichen Druck ausübte. Einige Urkunden geben von dem interessanten Holzgericht S.d. aufschluß, sowie auch über die Handhabe, den Waldfrevlern beizukommen. Eine Urkunde vom 8. Juli 1718„demnach mir angezeiget worden, das Friedrich König meinem unterem 24ten May a. c. ertheilten Bescheide nicht gelebet, noch von dem Söldischen Holtzgerichte seine Deposition aydtlich abgestattet, als wir vorbehaltlich der von König Verrückten Brüchte, dem Frohnen saslen densasgen#stt.n hierdurch ande= seitigreit uno inrem in fohlen, denselben cörperlich einzuziehen, und sich anderen messen kann. dessen solange zu versichern, bis daran derselbe vor besagtem Holtzgerichte compariret und seine Deposition aydtlich abgeleget haben wirdt und mir von allem zu referiren“.— von der Recke. Hierauf berichtet der Frohne Johan Tüttemann aus Sölde nach einem Jahre:„1719 den 12ten May morgens bey früher Zeit habe auff jetzigen Befehl des H. Drosten zu Unna den Friedrich Konig, mit hinzugezogen vier Schützen, allernächst vor Unnaer wegs in würklich arrest genohmen und fort furm Holtzgerichte aufm Hause sistiert. Weil aber derselbe meiner unwissend sich übermäßig berauschet, so habe ihn bis auf den folgenden Tag den 18ten verwahrlicht gehalten undt nüchtern vorm Gericht gestellet."— Johan Heinrich Tüttemann. In dieser Weise reihen sich mehrere Prosokolle aus dem 16. bis 18. Jahrhundert an die Begebenheiten von Sölde. In einem anderen Falle war auch ein Holzdieb auf frischer Tat ertappt worden und vor das Holzgericht geladen. Der Uebeltäter aber scheute es, persönlich zu erscheinen und schickte seinen Vater in Vertretung, der dann auch sofort den Diebstahl zugab, indem er sich entschuldigte, sein Sohn habe nur eine Dachlatte für das Haus haben müssen. In Anbetracht dessen, daß der Baumfäller die Wahrheit gesprochen hatte, ließ das Gericht Milde walten und verurteilte ihn nur zu einem Taler Geldstrafe. So gibt die neue Dorfchronik von Sölde Kunde von dem Leben und Treiben unserer Ahnen. Bei den Arbeiten stieß der Verfasser wiederholt auf wertvolle Urkunden aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, die unbeachtet in irgendeiner Bodenecke oder gar im Keller eines Bauern= oder Kötterhauses lagen und nun für die Nachwelt erhalten bleiben. Das alte Bauerndorf Sölde verfügt aber über e Chroni, die sich in ihrer Vielseitigkeit und ihrem interessanten Inhalt mit vielen D. (13.25), Nürnberg(12.25), Rom(16.40), Stutt gart(12.20), Venedig(15.45), Zürich(13.25); 8. um 11.10 Uhr über die Fluglinie Breslau Dortmund—Köln nach Berlin(14.10), Breslau (15.15), Budapest(18.40), Chemnitz(17.55), Dresden(13.50), Halle Leipzig(12.45), Prag (15.35), Wien(17.05); 4. um 12.45 Uhr über die Fluglinie Berlin— Dortmund—Köln nach Antwerpen 16.45), Brüs sel(16.15), Köln(18.10), London(18.00), Paris(17.40); 5. um 14.50 Uhr über die Fluglinie Breslau— Dortmund—Köln nach Amsterdam(18.15), Antwerpen(16.45), Brüssel(16.15), Frankfurt (Main)(17.10), Köln(15.15), London(18.00), München(19.20), Nürnberg(18.20), Paris (20.55); 6. um 14.55 Uhr über die Fluglinie Dortmund—Essen Mülheim—Düsseldorf nach Düsseldorf(15.30) und Essen Mülheim(15.10); 7. um 16.55 Uhr über die Fluglinie München— Dortmund—Essen(Mülheim nach Brüssel(20.15), Essen Mülheim(17.15) nach Köln(18.30). Letzte Auflieferungsgelegenheit für Luftpostsendungen durch den Hausbriefkasten des Postamts 1: Zu 1.: 6.30 Uhr, zu 2.: 9.20 Uhr, zu 3.: 10.10 Uhr, zu 4.: 11.40 Uhr, zu 5. und 6.: 13.50 Uhr, zu 7.: 15.50 Uhr. Die Zahlen in Klammern hinter den Ortsnamen geben die Ankunftszeit des Flugzeuges auf dem Flughafen des Bestimmungsorts an. Auch Luftpostsendungen nach Orten, die in der näheren und weiteren Umgebung der oben aufgeführten Flugorte liegen, werden zweckmäßig mit den angegebenen Luftposten befördert. Der Zeitvorsprung gegenüber der gewöhnlichen Beförderung(Eisenbahn usw.) ist meistens sehr erheblich. Billardsport Großkampftag im Haus Flender, Bornstraße 65 Unter Leitung des BSV.„Nordstern“ 1935 indet am Samstag, 25. April 1936, um 17 Ihr beginnend, der„Endkampf" um die Kreismeisterschaft“ von Groß=Dortmund statt. Zwei Vereine stehen sich gegenüber, die in ihren Reihen gute Könner aufweisen, nämlich: „DBC. 1926 und„Vier Bande“ 1922. Alle Sportler von Dortmund und Umgegend sind zu diesem Kampfe herzlich eingeladen. Junggehilfe in der Hauptsache neue Pflichten übernehme. Anschließend schritt man zur eigentlichen Freisprechung. In der nachfolgenden Preisverteilung erhielten der Koch=Junggehilfe Hans Martin von den Hauptbahnhof=Gaststätten und der Kellner=Junggehilfe Otto Kuntermann vom Hotel„Der Fürstenhof" die 1. Prämie. Träger der 2. Prämie waren der Koch=Junggehilfe Werner Herster vom Restaurant„Löwenhof“, Dortmund, und der KellnerJunggehilfe Alfons Venker von den Hauptbahnhof=Gaststätten. Die übrigen Prüflinge erhielten Zeugnisse. Im Laufe des Abends trafen dann noch der Gauberufswalter Parteigenosse Becker und Bezirksgruppenleiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe, Parteigenosse Nephuth, ein. Gauberufswalter Parteigenosse Becker ließ es sich nicht nehmen, den Junggehilfen einige Worte mit auf den weiteren Lebensweg zu geben." Der Junggehilfe habe dem Betriebsführer Gefolgschaft zu leisten und stehe im Dienste des Gastes. Demgegenüber stehe die Berufsehre, die jeder Koch= und Kellner=Junggehilfe dem Betriebsführer und Gast gegenüber zu wahren habe. Das Recht, seine Berufsehre gegenüber dem Betriebsführer und dem Gast zu wahren, habe der Junggehilfe aber nur, wenn er auch etwas leiste. Vereidigung bei der SA=Reserve Standarte 98 Durch irgendwelche widrigen Umstände, sei es durch Krankheit, Urlaub, auswärtige Arbeit usw., war es vorgekommen, daß eine Anzahl SA=Kameraden noch nicht vereidigt worden waren. Um diese Vereidigung nachzuholen, waren die Männer aus allen Stürmen im Saal des„Reinoldus“ angetreten, wo der Führer der Reserve=Standarte, Obersturmbannführer Quentin vor der eigentlichen Vereidigung ernste Worte der Ermahnung an sie richtete. In dieser Stunde sollten die Männer endgültig als vollgültige SA=Männer ausgenommen werden, und dieses durch ihr Gelöbnis auf den Führer bekräftigen. Die SA habe auch heute noch ihren Zweck und ihre Ziele, die Kerntruppe des Nationalsozialismus zu sein. Stabschef Lutze habe noch zu Ostern gesagt, daß die SA nicht nur Glaubensträger sei, die den Nationalsozialismus im Herzen trage, sondern auch Glaubensbringer und Glaubenskünder, und damit das Sprachrohr des Führers für alle seine Handlungen. Der SA=Mann habe die Ehre, das braune Hemd zu tragen, dafür habe er aber auch stets seine Pflicht zu tun und immer wieder Opfer an Zeit zu bringen, um dafür den Dank des Führers zu haben und die Ehre, SAMann sein zu dürfen. Im Anschluß an diese Ausführungen sprachen die SA=Männer die Eidesformel nach, die sie durch Berühren der Sturmfahne bekräftigten. Er nehme sie nun als vollgültige SA=Männ„ und hoffe, daß sie ihren Kameraden gute Kameradschaft halten würden, die Gemeinchaft pflegen und Adolf Hitler anständige, aber harte Kämpfer sein würden. Werkscharführer und=männer, Achtung! Alle uniformierten Werkscharführer und=männer treten Sonntag, den 26. April, vormittags 9 Uhr, an der Westfalenhalle an. „Die Weiber von Redditz" im Stadttheater Wir erinnern nochmals alle Betriebswarte Kraft durch Freude", sich mit den Ortswarten „Kraft durch Freude" wegen der Zwischenkarten für die Veranstaltung am Sonntag, dem 26. April, nachmittags 15 Uhr, in Verbindung zu setzen. Für Einzelmitglieder der DAF und der angeschlossenen Verbände sind auch im Kreisamt„Kraft durch Freude“, Hansastraße 14, Karten zu haben. Die Preise für die Plätze betragen für die Doppelkarten (für zwei Personen) für Sperrsitz und Balkon .60 Mark, für alle übrigen Plätze 1 Mark. Polizei-Tombola 3. Ziehungsliste Lhne Gewähr Reihe A. grün: 1113 1115 1196 1212 1334 1373 1500 1657 1683 1768 1863 1918 1940 1967 2092 2105 2260 2381 2731 2880 3022 3029 3063 3117 3135 3274 3392 3416 3423 3542 3594 3816 3835 3994 4209 4289 4316 4421 4510 4563 4587 4626 4659 4684 4697 4714 4763 5294 5455 5457 6222 6275 6276 6625 6667 6752 6882 7031 7032 7130 7249 7274 7336 7514 7575 7633 7682 7741 7765 7788 7808 7948 8009 8089 8408 8521 8621 8705 8857 9029 9038 9059 9103 9119 9255 9397 9546 9741 J0 9 10. 5. 10, 5 10927 10955 11010 11020 11042 11040 11055 11078 11080 11184 11205 11213 11223 11224 11241 11374 11376 11404 11432 11450 11530 11568 11605 11614 11618 11684 11690 12724 11737 19306 193 11810 11857 11893 12034 12138 12279 Reihe B. gelb: 1019 1072 1125 1273 1341 1373 1382 1491 1629 961 1829, 1852 1865 1905 2046 2161 2183 2185 2197 2225 4038 4054 4074 4080 4107 4117 4158 4190 4324 4364 4368 4374 4381 4431 4839 4975 5019 5158 5227 5649 5775 5834 5837 5907 5909 5923 5932 6118 6199 6202 6240 6243 6258 6265 6277 6287 6291 6299 6328 6353 6354 6438 6439 6450 6490 6492 6500 6799 6817 6868 7036 7082 7105 7108 7171 7183 7306 7813 7835 7853 8115 8189 8494 8618 8643 8649 8669 8682 8705 8900 8943 8949 9322 9367 9413 9448 9455 9518 9515 9536 9550 9571 9580 9698 9699 9734 9750 9925 10013 10084 10118 10127 10221 10258 10381 10307 10410 10443 10485 10640 10704 10774 10797 10824 10904 10980 11142 11182 11267 11287 11343 11359 11357 11372 11378 11399 11422 11430 11537 11571 11768 11774 11791 11907 11928 11932 11939 11961 111983 12105 12159 12340 12388 12419 1249 8476 10 Reihe C, rot: 1380, 1546, 1551, 1716, 1726, 1855, 1949, 2305, 2747, 2704, 2879, 3013, 3068, 3113, 3146, 3169, 3170, 3192, 3242, 3285, 3744, 4085, 4332, 4651, 4721, 5007, 5013, 5025, 5172, 5195, 5278, 5409, 5551, 5664, 5829, 6103, 6105, 6108, 6206, 6237, 6320, 6340, 6341, 6383, 6445, 6471, 6538, 6557, 6631, 6679, 6770, 6814, 6869. 6881 6899, 6929, 6983, 7684, 8051, 8054, 8163, 8278. 8747 8990, 9353, 9610, 9775, 9793, 9858, 9931. 9937. 9950 9952, 9953, 10005, 10162, 10258, Reihe D, blau: 3588, 3639, 3651, 3708, 3714, 3730, 3814, 4219, 4327. 4385, 4398, 4567, 4569, 4596, 4873, 5009. 5022. 5036. 5064, 5086, 5194, 5297, 5401, 5462, 5499. 5639. 5685 5791, 5993, 6868, 7058. 7083, 7169, 7333, 7409. 7683. 8028, 8070, 8292, 8401, 8411, 8423, 8485. 8490. 8503. 8817, 8837, 8930, 9092. 9201, 9249. 9297. 9377, 9431. 10465 9187 96b=, 9825, 98a., 9998. 10105. 10127, 10196, gehen täglich Gewinnlisten zu, außerdem erfolgt Bekanntgabe durch die Tagespresse. . P##. und Wege zu sparen, ist der Bevölkerung bei den Revieren Gelegenheit gegeben, Art und Wert der Gewinne durch sernmündliche Rückfrage bei der Nebenstelle 820(Tombola) festzustellen. 14 Ausggg e#er Gewinn: und Auskunft täglich von Verantwortlich für Groß-Dortmund und Umgebung: H. Vlefhaus in Dortmund. Film und Lichtbild für die Schule Die Kreisbildstelle Unna erstattet Bericht * Unna. Neben dem Rundfunk ist es in erster Linie der Film, der in den letzten Jahrzehnten eine unerhört aufsteigende Entwicklung erkennen ließ, die auch letzten Endes bestimmend dafür war, daß der Film Eingang fand in alle Gebiete der Kultur und der Wissenschaft. So ist es ganz natürlich, daß er auch eingereiht wurde in den Dienst der Erziehung unserer Jugend und heute als pädagogisches Lernmittel eine wertvolle und beachtenswerte Stellung einnimmt. Vielseitig sind die Aufgaben, die dem Film und dem Lichtbild in ihren Bestimmungen auf den Gebieten der Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung zukommen, und diese Aufgaben richtig zu lösen, obliegt der staatlichen Reichsbildstelle in Berlin. Dieser Reichsbildstelle sind 13 Landesbildstellen unterstellt und diesen sind wieder die Kreisbildstellen untergeordnet, die die Filmund Bildarbeit im Kreis auszuführen haben. Die Kreisbildstelle Unna. deren Rechts= und Finanzträger der Kreiskommunalverband ist, der auch die erforderlichen geldlichen Mittel für die Unterhaltung und den Ausbau der Kreisbildstelle zur Verfügung stellt, hat am 1. Mai 1935 ihre Tätigkeit aufgenommen. Der Leiter der Kreisbildstelle Unna ist Lehrer Eduard Höhmann, der jetzt im Kreishaus vor seinem Beirat und einer Anzahl interessierter Gäste die Entwicklung der Kreisbildstelle und die Behandlung ihrer Aufgaben schilderte. Der Anfang der Bildstelle war ein Nichts. Weder Geräte noch Bilder oder Filme, ja nicht einmal die erforderliche Erfahrung waren vorhanden. Mühselig mußte von Grund auf begonnen werden und heute, nach einjähriger Arbeit, kann die Kreisbildstelle auf den ersten erfolgreichen Abschnitt ihres Bestehens zurückblicken. Eine ganze Anzahl von Geräten, Filmen und Bildreihen stehen heute bereits für die Praxis zur Verfügung und so wird nach einem systematischen Plan weiter gearbeitet, so daß in absehbarer Zeit für jede Schule im Kreis ein Vorführgerät vorhanden ist, Von jeder Schule wurde zunächst eine Lehrkraft in einem viertägigen Lehrgang von täglich vier Stunden in Verwaltung, Pflege und Einsatz der Geräte und Filme ausgebildet. So konnten bereits in allen Schulen des Kreises Filmvorführungen stattfinden, die von der Schuljugend begeistert ausgenommen wurden. Um die Eltern der Schüler darüber aufzuklären, daß die von den Eltern zu zahlenden Filmlernmittelbeiträge nur dazu verwandt werden, die Schulen mit Lichtbildern, Filmen und Geräten auszustatten, wurden an verschiedenen Orten des Kreises in Elternversammlungen und Elternabenden Filmvorführungen mit aufklärenden Vorträgen veranstaltet. Des weiteren wurde im NSLB in Wort und Bild über die Aufgaben der Kreisbildstelle berichtet. Aber nicht nur die Schulen werden von der Kreisbildstelle ihrem Aufgabengebiet entsprechend betreut, sondern auch die verschiedensten Organisationen und Formationen, die SA, Frauenschaft, Volksbildungswerk usw. erhielten für Film= und Lichtbildervorträge die notwendige Unterstützung durch Bereitstellung von Geräten, Beratung usw. Aufgabe der Kreisbildstelle soll es auch sein, an eine systematische bildliche Erfassung der engeren Heimat nach den großen Gesichtspunkten Landschaft, Rasse und Kultur zu gehen. Auch diese Arbeit wurde in Angriff genommen und eine ganze Reihe von Aufnahmen unserer engeren Heimat für den Schulgebrauch hergestellt. Insbesondere wurden auch charakteristische Szenen bei stattgefundenen Kundgebungen, Aufmärschen, Feiern, sportlichen und sonstigen Veranstaltungen im Bilde für die Nachwelt festgehalten. Landrat Klosterkemper nahm abschließend Gelegenheit, dem Kreisbildstellenleiter Höhmann und seinem Stellvertreter Hans für die im ersten Jahre ihres Wirkens geleistete Aufbauarbeit für das Bild= und Filmwesen im Kreise Unna seine aufrichtige Anerkennung und seinen ungeteilten Dank auszusprechen. Er sagte ihnen weiter für die künftige Arbeit seine restlose Unterstützung zu und sprach die Hoffnung aus, daß mit Unterstützung des jetzt bestehenden Beirates die Arbeit der Kreisbildstelle recht erfolgreich auch für die Zukunft sich gestalten möge. Unna.(Rentenzahlung.) Die Heeresrenten für den Monat Mai werden am Dienstag, dem 28. April, die Unfall= und Invalidenrenten am Donnerstag, dem 30. April, im hiesigen Postamt, bei der Zweigstelle Massen und den zugeteilten Postagenturen und Poststellen gezahlt. Unna.(Vorsicht bei Benutzung von Bahnübergängen.) Das Landratsamt Unna schreibt: Den Führern von Fuhrwerken und Kraftfahrzeugen aller Art wird erneut die größte Vorsicht bei Benutzung von Bahnübergängen zur Pflicht gemacht. Es wird darauf hingewiesen, daß die Fahrzeugführer im Falle der Unachtsamkeit nicht nur ihr eigenes Leben gefährden, sondern sich außerdem noch einer erheblichen Bestrafung auf Grund des§ 316 des Strafgesetzbuches (Transportgefährdung) aussetzen. Unna.(11. Orgelvesper.) Die 11. Orgelvesper, in der evangelischen Stadtkirche zu Unna am Sonnabend, dem 25. April, 18.15 Uhr, bringt folgende Werke: Böhm:„Christ lag in Todesbanden“, Händel: Orgelkonzert Nr. 5 F=Dur, Bunk:„Alleluja", Dittrich: Fantasie=Fuge über ein österliches Halleluja, Heinermann:„Auf, auf, mein Herz, mit Freuden". Massen.(Ein schlichter Sang, der Treue Klang.) Der Kreisführer des Sängerkreises Unna=Kamen, Gröting, hatte jetzt wieder einmal Gelegenheit, einem alten Soldaten des deutschen Liedes, dem Berginvaliden Ferdinand Trippe, Massen, Mitglied des Männergesangvereins„Glückauf" Massen, anläßlich seines 50jährigen Sängerjubiläums die goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes anzuheften. Die Sängerschar des Vereins hatte sich zu einer Gesangstunde zusammengefunden, in deren Rahmen der Kreisführer die Ehrung des Jubilars vornahm. Kaiserau.(Turnverein Germania 1876.) Die im Vereinsheim Lohoff abgehaltene Versammlung wurde vom Vereinsführer Panzer geleitet. Nach Erstattung des Kassenberichtes wurde beschlossen, daß 60jährige Bestehen des Vereins in diesem Jahre festlich zu begehen und zwar soll dieses am 5. Juli stattfinden. Ein Schlager für Unna Fortschrittliche Milchwirtschaft in Kamen bünstige Entwicklung der Molkerei-Genossenschaft seit 1933 „Ich frage wo ich gehe...“ Text und Zeichnung: Döpp trage, wo ich gehe, Stets eine Uhr bei mir", Doch nur weil's alle machen Und auch als Westenzier—. Denn wollte ich mich nach ihr richten Und glaubte ich ihr, was sie zeigt, Dann hätt' ich im ganzen Leben Meine Bahn noch niemals erreicht. Im Geschäft wär' bestimmt ich gepflogen, Ulein Mädchen, das hätte empört nen andern mir vorgezogen (Das hätte mich sehr gestört!) Ich hätte des abends zu Mittag, morgens zu Abend gespeist, Kurzum: Ich wäre zeitlich Dollkommen und restlos entgleist. Drum trag' ich die Uhr nur zur Zierde (Weil alle so'n Ding auf dem Bauch) „Dieviel es geschlagen habe“ Seh' auf der Turmuhr ich auch! Kamen. In der vor kurzem im Saale Scholz unter dem Vorsitz des Bauern SchulzeKump(Heeren) abgehaltenen Jahresversammlung der Molkerei=Genossenschaft Kamen wurde vom Molkereiverwalter Horn den zahlreich erschienenen Genossenschaftlern der Geschäftsbericht vorgelegt und ein Ueberblick über die Entwicklung der Genossenschaft in den letzten Jahren gegeben. Bekanntlich ist der Molkereibetrieb, der früher in städtischem Besitz war, kurz nach der Machtergreifung von der neugebildeten Genossenschaft übernommen worden. Während der Geschäftsgang des früheren städtischen Milchhofes sich ständig verschlechterte, hat dieser seit der Uebernahme durch die Molkerei=Genossenschaft einen gewaltigen Aufschwung genommen, der in volkswirtschaftlicher Beziehung zu begrüßen ist. Die Entwicklung der Molkerei zeigt nach den vorliegenden Betriebsergebnissen eine steigende Tendenz. In seinem Vortrag zu dem Geschäftsbericht gab der Molkereiverwalter Aufschluß über die günstige Entwicklung der Genossenschaft während der letzten drei Jahre. Schon allein aus der Tatsache, daß die Zahl der Genossenschaftler von 263 Ende 1933 auf 437 Ende 1935 stieg, ist die fortschreitende günstige Entwicklung ersichtlich. Die Milchanlieferung, die im Jahre 1933 nur 2 140 866 Liter betrug, stieg im Jahre 1934 um 2 686 700 Liter und erreichte mit einer Mehranlieferung von 970 800 Liter im Jahre 1935 Ende des vergangenen Jahres einen Stand von 5 798384 Liter. An Frischmilch wurden im Jahre 1933 verkauft 1 496 858 Liter und bis Ende 1935 erhöhte sich die Frischmilchabgabe auf 2 855 702 Liter, das bedeutet gegenüber dem Jahre 1934 eine Erhöhung um rund 360000 Liter. Während im Jahre 1933 614 684 Liter Milch zur Entrahmung gelangten, stieg diese Zahl Ende 1935 auf 2 855702 Liter. Die Buttergewinnung zeigt ebenfalls eine gewaltige Steigerung, so wurde Ende 1935 gegenüber dem Jahre 1933 eine Mehrproduktion von 1535 Zentner Butter erzielt. Dementsprechend steigerte sich auch die Quark= erzeugung gegenüber dem Jahre 1933 um 192 Zentner und die der Schichtkäseerzeugung um rund 78 Zentner. Nach dem Bericht des Geschäftsführers ist die Genossenschaft infolge der erhöhten Umsatzsteigerung dazu übergegangen im letzten Vierteljahr ihren Betrieb vollständig mit neuen Maschinen auszurusten. Hieraus ist die Wirtschaftlichkeit des Betriebes klar zu ersehen. Als erste Molkerei in Westfalen hat die Genossenschaft den neuzeitlichen Unterflurantrieb in ihren sämtlichen Betriebsräumen eingerichtet. Dieser Unterflurantrieb besorgt, wie schon der Name sagt, den Antrieb aller Maschinen aus dem Keller oder Untergeschoß heraus. Es fallen damit alle Antriebe, Transmissionen usw. in den eigentlichen Betriebsräumen fort. Die Räume, in denen also die Milch= oder Butterverarbeitung durchgeführt wird, sind hierdurch wesentlich hygienischer geworden, und vor allem auch sicherer für die in den Betrieben arbeitenden Angestellten und Arbeiter. Die Genossenschaft beschloß in der jetzigen Versammlung, ihren Betrieb weiter auszubauen, uno zwar durch Schaffung eines großen modernen Ausgaveraumes und einiger Büroräume. Mit diesen Arbeiten wird in Kürze begonnen. Durch die Neueinrichtung des Betriebes, Umbauten usw. hat die Molkereigenossenschaft im Rahmen der Arbeitsbeschaffung wesentlich zur Belebung der Wirtschaft beigetragen, was sich durch den kommenden Erweiterungsbau noch weiter günstig auswirken wird. Der Leiter der Molkerei=Lehranstalt Münster, Dr. Dibbern, hielt dann zum Schluß der Versammlung einen Vortrag mit Lichtbildern über„Gesunde Milch, gesundes Volk“. Reicher Beifall lohnte den Vortragenden für seine vortrefflichen Ausführungen. Noch immer Unwetterschäden Vier lage lang führten Detroleumlampe und Kerze das Regiment Holzwickede. Die Schäden, die das Unwetter der vergangenen Woche überall in den Gemeinden des Haarstrangs angerichtet hatte, konnten immer noch nicht ganz beseitigt werden. Durch Unterbrechung des elektrischen Stromes war der gesamte Block= und Signalbetrieb des Bahnhofs Holzwickede einige Tage lahmgelegt. Die Störungen sind immer noch nicht gänzlich beseitigt. Mehrere auswärtige Telegrafenkolonnen sind zur Hilfeleistung herangezogen worden, um die niedergelegten ernleitungen wieder aufzurichten. Im alten orf Holzwickede haben bis Dienstag abend die Straßen vollständig im Dunkel gelegen. Die meisten Häuser waren fast vier Abende ohne elektrische Beleuchtung. Man fühlte sich wieder in die gute alte Zeit versetzt, wo die Petroleumlampe die Stunde regierte. Als endlich am Dienstag abend gegen neun Uhr die elektrischen Birnen wieder aufflammten, kam man sich wie in einer Wunderwelt vor. Da auch die Starkstromleitungen vier Tage lang gestört waren, mußten die Werkstätten während dieser Zeit iyren Maschinenbetrieb einstellen. Eisenbahnverein Holzwickede Aus der Jahresarbeit des Vereins schaft erfüllen. Es darf deshalb wohl erwartet werden, daß der Ruf des Jungvolks nicht ungehört verhallt und die Bevölkerung im Bereiche der Stämme V/131 und VIII/131 durch den Eintritt der Jugend ein machtvolles Bekenntnis zum neuen Staat ablegt. Wir glauben, daß es am Geburtstag des Führers keinen deutschen Jungen zwischen 10 und 14 Jahren gibt, der nicht zum Dienst für die Nation antritt. Holzen.(Dreister Diebstahl.) Von dem Gelände der früheren Holzener Dampfziegelei wurde einem Pächter eine vier Meter lange Eisenplatte gestohlen. Wie Zeugen beobachtet haben, ist die Platte von zwei Männern auf einen dort haltenden Lastwagen geladen und weggefahren worden. Die Nummer des Wagens konnte festgestellt werden. Schwerte.(Verbotenes Glücksspiel.) Im Ortsteil Rosen sollten nach den Ermittlungen der Polizei und Gendarmerie häufig in einer Privatwohnung Glücksspiele stattfinden. Nunmehr wurden bei einer Kontrolle vier junge Männer beim verbotenen Glücksspiel gestellt uno zur Anzeige gebracht. Westhofen.(Uebersicht über die Bautätigkeit.) Im Amte Westhofen hat sich im vergangenen Jahre und in den ersten Monaten des laufenden Jahres eine befriedigende Bautätigkeit entwickelt. Nach einer amtlichen Uebersicht wurden im ersten Kalendervierteljahr 1935 15 neue Wohnungen, im zweiten Vierteljahr vier Wohnungen, im dritten Vierteljahr 17 Wohnungen und im vierten Vierteljahr neun Wohnungen, zusammen 45 Wohnungen, errichtet. Im Vergleich mit benachbarten Bezirken und unter Zugrundelegung der Einwohnerzahl steht die Zahl der hier errichteten Wohnungen im Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk mit am höchsten. Insesamt wurden in dem Teile des Landkreises serlohn, der zum Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk gehört, 80 neue Wohnungen errichtet. Das Kampfbuch der SA Die Einzeichnungslisten in Schwerte Schwerte. In Schwerte liegen die Ehrenlisten für die Einzeichnung in das Kampfbuch der SA in folgenden Lokalen täglich von 15 bis 22 Uhr auf: Sturm 10/259: Sturmlokal „Westfälischer Hof"; für die Bewohner von Lichtendorf, Geisecke, Schwerterheide und Schwerte=Ost: Wirtschaft Sybel im Grüntal; Sturm 11/259: Sturmlokal Wilkes, Bahnhofstraße und Wirtschaft Spix, Adolf=Hitler= Platz; Marinesturm 13/9: Sturmlokol„Zur Bierquelle“(Fischer), Bahnhofstraße. Claire Schlichting und andere Kanonen kommen Unna. Am Donnerstag, dem 30. April, wird die Tonhalle wieder einmal der Sammelpunkt der Freunde des gesunden und echten Humors sein. Die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" wartet an diesem Abend wieder einmal mit einem Bombenprogramm auf. Schon die Ankündigung, daß Claire Schlichtina, die bekannte Rundfunkkomikerin kommt, dürfte als Beweis hierfür genügen. Des weiteren stehen auf dem Programm Marylin und Garray, ein bezauberndes Tanzpaar, Annelie Heider mit Saxophon= und Xylophondarbietungen, die zwei Arnims mit ihrem Apfel, die drei Barings und ihr Wunderzebra, Charles Presse und sein sprechender Hund, eine ganz tolle Sache, Berkey und Deen, die lustigen Schotten, und das Trio Splendit mit seinem sensationellen Rollschuhakt. Karten für diesen Abend sind in den auf den ausgehängten Plakaten verzeichneten Vorverkaufsstellen und beim Kreisamt„Kraft durch Freude“, Unna=Königsborn, Kaiserstraße, zu haben. Kamen.(Schiedsrichterkameradschaft.) Die Schiedsrichterkameradschaft Kamen und Umgebung hielt im festlich geschmückten Tillmannschen Saal unter außerordentlich starker Teilnahme vieler Gäste und Freunde des Sports die Feier des 15jährigen Bestehens ab. Neben dem Sportbeauftragten der Stadt, Beigeordneten Knaut, waren der KreisfußballFachwart Handschack und der Kreisjugendührer Nordhaus(Hamm) erschienen, ebeno eine Anzahl Mitglieder der Schiedsrichter= ameradschaft Hamm. Kameradschaftsführer Eggert sprach in eingehenden Ausführungen zur Geschichte der Kamener Schiedsrichter= kameradschaft. In bunter Folge wickelte sich dann der unterhaltende Teil des Abends ab. Kreisfußball=Fachwart Handschack(Heeßen) wies dann in seiner Festansprache auf den bedeutungsvollen Tag hin, der für die Turnund Sportverbände die Auflösung brachte, um sich alle in den großen Deutschen Reichsbund für Leibesübungen zu überführen. Beigeordneter Knaut als Sportbeauftragter der Stadt schloß sich den Glückwünschen des Vorredners an. Kamen.(Achtung, Schulentlassene 1936!) Nach den fürsorgerechtlichen Bestimmungen reicht bei gesunden, vollsinnigen Minderjährigen in der Regel die ordnungsmäßige Erziehung mit der Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht aus, um sie zum Erwerb des Lebensunterhalts zu befähigen. Diese Minderjährigen, die Ostern 1936 nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht aus der Schule entlassen worden sind, scheiden daher mit dem 30. d. M., soweit noch nicht geschehen, als Familien=Zuschlagsempfänger aus der Fürsorge des Wohlfahrtsamtes aus. Ueber weitere, sich hieraus ergebende Fragen gibt das Stadtwohlfahrtsamt in Kamen während der Vormittagsdienststunden gern Auskunft. Kamen.(Kameradschaft ehemaliger Kriegsteilnehmer.) Im Vereinsheim Lunemann hielt die Kameradschaft unter der Leitung des Kameradschaftsführers Lunenberg ihren vierteljährlichen Appell ab. Nach Erstattung des Finanzberichtes erläuterte der Kameradschaftsführer die neuen Satzungen. Das nächste Uebungsschießen findet statt am 26. April auf der Schützenheide. Bergkamen.(25jähriges Dienstjubiläum.) Die Lehrerin Fräulein Schinke konnte in diesen Tagen auf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit an der Schillerschule zurückblicken. Zum Ehrentag der Jubilarin hatten sich die Lehrer und Lehrerinnen, der Gemeindebürgermeister und die Schuljugend zu einer kurzen Feier versammelt. Der Schulleiter, Parteigenosse Böckmann, hob in seiner Ansprache besonders die Treue der Jubilarin hervor und die allezeit prächtige Zusammenarbeit. Bürgermeister Darenbera überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und des Schulbeirates und wünschte der Jubilarin noch eine lange segensreiche Tätigkeit in der Gemeinde. Holzwickede. Der Eisenbahnverein Holzwickede und Umgebung hielt im großen Saale des Lokales Böhle seine diesjährige Jahrestagung ab, die recht gut besucht war. Schriftwart Sieberg erstattete den Jahresbericht. Der Verein zählte am Schluß des Berichtsjahres 617 Mitglieder. Es wurden insgesamt 30 Kurbedürftige entsandt, uno zwar 26 Kinder und vier Erwachsene. Der vom Kassenwart aufgestellte Kassenbericht zeigt eine Einnahme von 26 426,53 Mark und eine Ausgabe von 25 353,16 Mark. Für den bisherigen Vereinsleiter Lohenstein wurde Berufskamerad Reinecke zum Vereinsleiter gewählt. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die vom Bezirksverband für den Verein herausgegebenen Mustersatzungen bekanntgegeben. Schließlich faßte man noch den Beschluß, einen Musikzug im Verein zu gründen. Holzwickede.(Ausgabe von Saatkartoffeln durch die NSV.) Mit dem gestrigen Tage hat die Ausgabe von Saatkartoffeln an diejenigen Betreuten der NS=Volkswohlfahrt in Holzwickede begonnen, die auch in diesem Sommer wieder den Kartoffelbedarf für ihre Familie selbst ziehen und decken wollen. Das Deutsche Jungvolk rust Deutsche Eltern, tut Eure Pflicht! Kamen. Der Tag des Deutschen Jungvolks wurde von den Pimpfen mit großer Begeisterung durchgeführt. Es ist Ehrenpflicht eines jeden deutschen Jungen, vom 10. Lebensjahre an, Dienst im Jungvolk und später in der Hitlerjugend zu tun. Von Jugend an wird im nationalsozialistischen Staat der deutsche Mensch zur Arbeit und Leistung erzogen. Elternhaus, Schule und Hitlerjugend haben hier Hand in Hand ihre großen Aufgaben gestellt bekommen. Sie formen in gemeinsamer Arbeit den neuen Typ des schaffenden deutschen Menschen. Schon der Pimpf in den Reihen des Jungvolks lernt Pflichten für die GemeinKinder fahren aufs Land In Schwerte werden noch Freiplätze gelucht Schwerte. In allen deutschen Gauen habe die Dienststellen des Amtes für Volkswohlfah jetzt wieder mit der Durchführung der große Aktion„Kinderlandverschickung" im Rahme des Erholungswerkes des deutschen Volkes b gonnen. Viele Tausende von erholungsbedür tigen deutschen Jungen und Mädel sollen aus in diesem Jahre durch einen Erholungsurlau gekräftigt und für den weiteren Lebenskamz gestählt werden. Es wird in der Hauptsack den Kindern aus den Städten ein Landaufen halt verschafft, die wegen der Notlage ihr Eltern in ihrer gesunden Entwicklung g hemmt sind, doch muß betont werden, daß fi die Kinderlandverschickung nur solche Kinde in Betracht kommen, die an sich völlig gesun sind, aber trotzdem auf Grund häuslicher Ve hältnisse, wirtschaftlicher Notlage usw. unb dingt einer mehrwöchigen Erholung bedürfer Diejenigen Kinder, die ärztlicher Aufsicht b dürfen, kommen nicht in Familienpflege, sor dern in Heime der NSV. Im Kreise Iserloh wird die Aufnahme der Kinder in diesem Jahr in zwei Etappen durchgeführt, und zwar e folgt der erste Transport aus dem Gau Esse bereits am 24. April. Auch Schwerte nimn wieder Kinder auf, die morgen, am 24. Apri vormittags 8.25 Uhr auf dem Bahnh# Schwerte eintreffen. In der Zeit vom 15. bis 20. Juni trifft ein zweiter Transport ein. Schwerte nimmt aber nicht nur Kinder auf, sondern entsendet auch, und da der industrielle Charakter der Stadt überwiegt, so werden wie im Gau Westfalen=Süd überhaupt, mehr Kinder entsandt als aufgenommen. Auch die Vorbereitungen für die Entsendung Schwerter Kinder in andere Gaue haben ihren Anfang genommen. Während für die morgen eintreffenden Kinder aus dem Gau Essen Freiplätze vorhanden sind, fehlen noch eine Anzahl Familien= stellen für die Kinder des im Juni eintreffenden zweiten Transportes. Dieses Hilfswerk der RSV ist mit ein Kampf um die Gesunderhaltung und Gesundung des deutschen Volkes. Das Werk der Kinderlandverschickung wird seine letzte Würdigung in der Zukunft finden. Wer es demnach ernst meint mit der Zukunft seines Volkes, der stellt der NSV einen Freiplatz für Kinder zur Verfügung; der schönste Lohn wird für ihn die strahlenden Augen der dankbaren Kinder sein, die ihre Anhänglichkeit häufig noch nach Jahren in rührenden Briefen an die Pflegeeltern bezeugen. Erneuerung des Fernsprechnetzes Die Sturmschäden werden ausgebessert Schwerte. Durch das Schneeunwetter in der Nacht vom 17. zum 18. April sind auch im hiesigen Fernsprechnetz Massenstörungen in größtem Umfange aufgetreten. So sind gerade in den Außenbezirken die Telegrafenstangen stellenweise kilometerweit umgebrochen, deren Aufstellung und somit die Wiederherstellung der gestörten Leitungen trotz ununterbrochener Arbeit unter Hinzuziehung von Hilfskräften noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Das Postamt ist aber ständig bemüht, die Instandsetzungsarbeiten so schnell wie möglich durchzuführen. Bei dem Ausmaße der Zerstörungen ist es aber erklärlich, daß nicht allen Teilnehmern sofort oder in kurzer Zeit geholfen werden kann. Das Postamt bittet daher, von allen mündlichen oder schriftlichen Anfragen wegen„Wiederinbetriebsetzung der Fernsprechanschlüsse abzusehen, da alles geschieht, um den hiesigen Fernsprechverkehr so rasch wie möglich wieder vollständig in Gang zu bringen. Die Reichsbahn meldet sich zum Wort Barieté- wie noch nie „AdJ“. Lünen lädt ein Die Bahnhöfe Castrop und Rauxel im Güterverkehr Castrop-Ranxel. Wir veröffentlichen nach stehend eine Zuschrift des Reichsbahn=Ver kehrsamtes Bochum:„Der Personen= und Güterverkehr der Stadt Castrop=Rauxel wird von zwei Bahnhöfen bedient, die an getrenn ten Strecken liegen und ihre Namen ent sprechend den früher selbständigen Gemeinden Castrop und Rauxel führen. Wie uns mitgeteilt wird, gehen auch heute noch bei den Abfertigungen der beiden Bahnhöfe häufig Güter ein, deren Empfänger jeweils im anderen Stadtteil wohnen, also bei der Expreß= und Güterabfertigung Castrop Sendungen für Empfänger im Stadtgebiet Rauxel und umgekehrt bei der Expreß= und Güterabfertigung Rauxel Sendungen für Empfänger im Stadt gebiet Castrop. Daß das für die Verkehrtrei benden oft größere Unannehmlichkeiten zur Folge hat, ist natürlich. In den weitaus meisten Fällen sind hieran aber die Bewohner, die Geschäfte und Werke der Stadt selbst schuld. Wenn sie nämlich etwas bestellen, vergessen sie sehr häufig, den Firmenvertretern, den Lieferanten usw. mitzuteilen, nach welchem von den beiden Bahnhöfen sie das Gut gesandt haben wollen. Die Absender befinden sich dann später in der un angenehmen Lage, auf gut Glück einen der bei den Bahnhöfe zu wählen; wie das Schicksal es gerade will, treffen sie dann öfters den für den Empfänger am ungünstigsten gelegenen. Diese Schwierigkeiten lassen sich also leicht vermeiden, wenn den Lieferanten der Bahnhof, nach dem die Güter gesandt werden sollen, ausdrücklich bezeichnet wird. Für Geschäfte, Firmen und Werke empfiehlt es sich außerdem, im *e. nu tussen,[D hiernach richten können. Erwähnen möchten wir noch, daß die von vielen Seiten schon öfter angeregte Umbenennung der Bahnhöfe in„Castrop= Rauxel=Hbf.“ oder„-Nord" und„Castropdie oven beschriebenen Unregelmäßigkeiten nicht beseitigen würde. Denn auch nach der Umbenennung müßten die Empfänger ihren Lieferanten den für sie am nächsten aelegenen Bahnhof angeben. Werke, Geschäfte und Bewohner von Castrop=Rauxel, beachtet also die obigen Ratschläge! Ihr erspart euch selbst viel Aerger und Unannehmlichkeiten und auch den Abfertigungen der beiden Bahnhöfe unnötige Arbeit!“00 dungen sind umgehend zu richten an * Merufsschul die Städtische Berufsschule, Münster Straße 81, F. Kran=Rauxel 1, Viktoriastraße 10, die DAF, Castrop=Rauxel 1. Viktoriastraße 10, oder die Ortsgruppe Nord der DAF, Castrop. Raurel 3. Adolf=Hitler=Straße 89.— Die Berufsschule beginnt ferner Anfang der nächsten Woche mit einem neuen Kursus zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung. Der Unterricht wird nach den Richtlinien und dem Lehrplan der Handwerkskammer Dortmund erteilt. Anmeldungen nimmt die Geschäfts stelle der Städtischen Berufsschule, Castrop= Rauxel 1. Münster Straße 81, entgegen. Ausbau des Arbeitsdankes Aufnahme neuer Kameraden in Castrop-Rauxel Castrop-Rauxel. Die Mitgliedschaft Castrop= Rauxel=Süd hielt im Kolpinghaus einen gut besuchten Mitgliedschaftsabend ab. Besonders bemerkte man viele neue Kameraden, die erst kürzlich nach einer halbjährigen Arbeitsdienstzeit in ihre Heimat zurückgekommen waren. Ihnen galt ein besonderer Gruß des Kreisoomannes Richter, der noch den Wunsch aussprach, gemeinsam mit allen bereits im Arbeitsdank erfaßten Kameraden am weiteren Ausbau der Mitgliedschaften in Castrop= Raurel tatkräftig mirzuhelfen. Im weiteren Verlaufe des Abends gab der Kreisobmann noch bekannt, daß im Laufe dieses Sommers eine„Fahrt ins Blaue“ unternommen werden olle, an der jeder Arbeitsdank=Kamerad und Kameradin mit ihren Angehörigen teilnehmen können. Daß hierfür alle Anwesenden großes Interesse zeigten, bewiesen die sofortigen zahlreichen Anmeldungen. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten blieben alle kameraden und Kameradinnen noch kurze Zeit gemütlich beisammen. Arbeitsdienstlieder wurden gesungen und Erlebnisse aus der Arbeitsdienstzeit wurden erzählt. Der Abend nahm einen kameradschaftlichen Verlauf. Lünen. Die Varieté=Schau, die von der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" zum Abschluß der Winterveranstaltungen in Lünen gebracht wird, ist erstklassig und dürfte wohl nicht so leicht übertroffen werden. Ein etwa dreistündiges Programm, zusammengesetzt aus weltbekannten Nummern, wird jeden Besucher restlos begeistern und Frohsinn in die Herzen aller tragen. Lachen ist die Parole des Abends und daß dieses Lachen in einer gewaltigen Welle durch den Saal rauscht, dafür sorgt Claire Schlichting, Deutschlands beste Komikerin, die mit ihrem losen Mundwerk und ihrer herzerfrischenden Komik selbst den ärgsten Griesgram zu herzlichem Lachen hinreißt. Ihr zur Seite stehen erstklassige Künstler und künstlerinnen, Akrobaten und Tanzpaare, die im Monat Februar noch das Programm des Wintergatrens Berlin bestritten und allen Besuchern Varietékunst in höchster Vollendung bieten werden. Der Eintrittspreis für die Nachmittagsvorstellung um 16 Uhr, die auch für Kinder zugänglich ist, beträgt 50 Pf., für die Abendvorstellung um 20 Uhr 75 Pf. auf allen Plätzen. Die Plätze sind numeriert. Vorverkaufskarten sind erhältlich im Zigarrengeschäft Mühlensiepen und in der Buchhandlung Bongers, Langestraße, sowie bei allen Betriebswarten. Die Lippe steigt weiter Ueberschwemmungsgefahr für weite Landflächen in Lünen Lünen. Lünen.(129 Starts der Lünener Segelflieger.) Die Segelflieger der Lüneuer H haben in den vergangenenTagen wieder mit der Schulungsarbeit in den Borkenbergen begonnen. Trotz des ungünstigen und kalten Wetters nahmen 20 Jungflieger an der Schulung teil, die die ersten Rutscher und Sprünge mit Erfolg ausführten. Insgesamt wurden 129 Starts erfolgreich durchgeführt. Der Kameradschaftsführer der Lünener 53, Diekmann, legte dabei die A=Prüfung ab. Diese Zuschrift des Reichsbahn=Verkehrsamtes Bochum wiederholt nur einen schon oft erfolgten Ratschlag und bringt an sich nichts Neues. Die Bezeichnung der beiden Bahnhöfe Castrov uno„Raurei stellt nun einmal im Stadtgebilde Castrop=Rauxel eine Fehlbezeich nung dar. wenn man nicht behaupten will, daß die Stadtbezeichnung Castrop=Rauxel falsch ist! Feststellung, daß die Umbenennung Bahnhöfe in„Castrop=Rauxel=Hbf.“ und mauxel=Sud“, die Unregelmäßigkeiten nicht beseitigen würde, gehen wir jedoch nicht einig. Denn daß ein Hauptbahnhof nur an einer Hauptstrecke— in diesem Falle also an der Köln=Mindener Eisenbahnstrecke— liegen rann, dürfte jedem Lieferanten und jeder Tirma klar sein. Es wäre u. c. richtiger, wenn beide Bahnhöfe den vollen Stadtnamen mit der erforderlichen näheren Bezeichnung erhielten und nicht jeder Bahnhof für sich nur einen Teil des Stadtnamens. Castrop-Rauxel.(Hilflos aufgefunden.) In der Nacht zum Mittwoch wurde gegen 2,30 Uhr auf der Rottstraße in Herne am Bahndamm der Eisenbahnstrecke WanneEickel— Recklinghausen ein 26jähriger Mann aus Castrop=Rauxel in hilflosem Zustande aufgefunden. Er machte den Eindruck eines Schwerkranken, jedoch war bei ihm keine Verletzung wahrnehmbar. Auch war er nicht betrunken. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Lünen.(Kampfbuch der SA.) Der Stabschef der SA, Lutze, hat am Geburtstag des Führers zum Kampfbuch der SA aufgerufen und alle, die einmal das Braunhemd der SA getragen haben, aber in Ehren haben ausscheiden müssen, sowie alle Volksgenossen, die sich zur Kampfgemeinschaft der SA bekennen, zur Zeichnung einer Spende aufgefordert. In Lünen liegen die Zeichnungslisten bei allen Dienststellen der SA=Stürme bis zum 20. Ma auf. Spenden können gezeichnet werden: Kap penberger Straße 32, in der Baracke Kantstraße, in der Stadtschule, Langestraße, in der Pestalozzischule im Stadtteil Lünen=Süd und im Amtshaus im Stadtteil Brambauer. Nach dem ersten Hochwasser der Lippe und der Ueberschwemmung weiter Flächen im hiesigen Stadtbezirk war der Was serspiegel zu Beginn der Woche um 50 Zenti meter gesunken. Infolge der andauernden Re genfälle ist jedoch wiederum ein starkes An steigen des Wassers seit Dienstag zu beobach ten. Die dauernden Niederschläge, die gegen wärtig über unseren Bezirk niedergehen, zusammen mit den außerordentlich starken Zuflüssen aus den Nebenflüssen der Lippe haben ein weiteres schnelles Ansteigen der Lippe zur Folge gehabt. In Lippstadt erreichte das Wasser am Mittwoch einen Pegelstand, wie er seit vielen Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. Ungeheure Wassermassen haben den Fluß in einen reißenden Strom verwandelt. Das Hochwasser in der Gegend der Kamener Straße in Lünen, die völlig überschwemmt ist, steigt stündlich weiter. Hier, zwischen der Eisenbahnlinie Dortmund— men=Hbf. bis zur Zeche Viktoria und zur Eisenhütte Westfalia dehnt sich ein riesiger See, aus dem nur die Chausseebäume und einige Sträucher herausragen. Dem Beschauer bietet sich ein trostloses Bild, das in Lünen lange nicht mehr gesehen wurde. Glücklicherweise besteht trotz des andauernden Steigens des Wasserstandes für die Altstadt und ihre Straßen keine Hochwassergefahr, da die Hochwasserschutzmaßnahmen genügend Sicherheit vor Ueberschwemmungen bieten. Unterhalb der Altstadt hat die Lippe am Mittwoch weitere Flächen fruchtbaren Acker= und Weidelandes überflutet, so daß der Schaden für die Landwirte und Kleingärtner erheblich größer wird. Familienchronik und Jubiläen Hohes Alter 80 Jahre Elisabeth Gimpel Holzwickede. Kaiserstraße. 80 Jahre: Fritz Bünseler, Unna, Südwall 13. 75 Jahre: Katbarina Lennartz, Hörde, Dessauerstraße 10. Allen auch unsere herzlichsten Glückwünschel eichernegiung Donnerstag, den 23. April Kreis Dortmund NSDAP. Ortsgruppe Mitte. 20.15 Uhr: Antreten Castrop-Rauxel.(Heute Schauspiel avend.) Am heutigen Donnerstag wird um 20,15 Uhr im Saale Felling im Stadtteil Ickern durch die Deutsche Bühne für Volkshygiene das Krebsdrama„Zu spät“ aufgeführt. Der Besuch dieses Aufklärungsstückes, vor dessen Beginn ein Arzt über die Heilungsmöglichkeiten bei Krebserkrankungen sprechen wird, kann allen Volksgenossen empfohlen werden. Am Freitag, dem 24. April, gelangt das Drama um 20,15 Uhr im Wichernhaus in der Altstadt zur Aufführung. Sctall scr dürch Treüde KdJ-Sport für Donnerstag, den 23. April Castrop-Rauxel.(Vorbereitungse an der Berufsschule.) In den nächsten Tagen eröffnet die Städtische Berufsschule in Verbindung mit der DAF einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Handlungsgehilfen= Prüfung. AnmelCastrop-Rauxel.(Kd F. bei der Ortsgruppe Nord.) Die Ortsgruppe Castrop= Rauxel=Nord der NSDAP. ladet alle Parteiund Volksgenossen zu einem Frohen Abend am Samstag, dem 25. April, bei Wessels im Stadtteil Rauxel ein. Die NS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ hat die Ausgestaltung des unterhaltenden Abends übernommen Jedem Besucher stehen einige frohe Stunden bevor. Auch die Bevölkerung ist zu diesem Abend herzlich eingeladen. Allgemeine Körperschule: 20 bis 22 Uhr, HorstWessel=Schule, Gronaustraße; 20 bis 22 Uhr, Schiller=Lyzeum, Hoher Wall. Fröhliche Gymnastik und Spiele: 9 bis 10 Uhr Nordsternhaus, Markt 6/8; 20 bis 22 Uhr, Lutherschule, Oesterholzstraße: 20 bis 22 Uhr, Pestglossie Schule, Liebigstraße: 20 bis 22 Uhr Nordsternhaus, Markt 6/8; 20 bis 22 Uhr, Hindenburg=Gymnasium, Münsterstraße; 17 bis 19 Uhr Turnhalle Froschloch, Dortmund=Hombruch; 20 bis Uhr, Realgymnasium, Dortmund=Hörde Sohstraße ac; 19 bis 20.30 Uhr, Gymnastikschule, Schwimmen: 20.30 bis 21.45 Uhr, Nordbad Westerbleichstraße(Frauen); 21.15 bis 22.30 Uhr Nordbad, Westerbleichstraße(Frauen und Männer). a Tingegrurster; 20 bis 17 Uh., Nordsternhaus, Markt 6/8; 15.45 bis 16.45 Uhr, Gymnastikschule He ker g enge 32;„17.5is 19 Uh., Lutherschule #esterholzstraße: 17.15 bis 19.15 Uhr, Realgymnasium, Dortmund=Hörde stumn, Lusenstratze 5is 22 Uhr, Bismarckgpmnader Politischen Leiter im großen Dienstanzug vor der Ortsgruppe zum Schulungsabend. NSDAP. Ortsgruppe Gartenstadt. 20.30 Uhr: Schulungsabend mit Lichtbildervorführung im Wittekindshof. Erscheinen für sämtliche Politischen Leiter sowie Walter und Walterinnen der Parteigliederungen ist Pflicht. NSDAP. Ortsgruppe Eving. 20.15 Uhr: Schulung für sämtliche Politischen Leiter. Walter und Warte der Gliederungen NSDAP. Zelle Sölde. 20 Uhr: Mitgliederversammlung im Lokal Möller. Frauenschaft Westen. 20 Uhr: Pflichtabend in der Körnerhalle. Frauenschaft Rahm. 20 Uhr: Arbeitsstunden bei Schlenke. Frauenschaft Huckarde. Die Arbeitsstunde im evgl. Gemeindehause fällt aus. Dafür findet um 20 Uhr eine Filmvorführung bei Klostermann statt. NSDAP. Ortsgruppe Huckarde. 20 Uhr: Zellenversammlung für die Zellen II und III im Lokal Weyer. Erscheinen der in diesem Bereich wohnenden Parteigenossen ist Pflicht. Die SA-Kameraden und Amtswalter der Gliederungen sind hierzu herzlichst eingeladen. Es spricht Parteigenosse Stoves. DAF-VW. 34. Mengede. 17 Uhr: Betriebsversammlung der Dachziegelwerke D. Schulze im Gemeinschaftshaus D. Schulze, D.-Schwiering hausen. NSDAP. Ortsgruppe Hörde. 20 Uhr: Zellenversammlung der Zellen 8, 9, 10 und 11 im Restaurant Jöhren. Am Heedbrink. Redner: Parteigenosse Kölbel. Frauenschaft Union-Vorstadt. 20 Uhr: Arbeits stunde in der Flotte Kreis Unna " s p a r N o r d d i n k e r. 2 0 U h r: S c h u l u n g s a b e n d im Parteilokale. DAF Herringen. 19 Uhr: Sitzung des Stabes und der Zellen- und Blockleiter im Lokale Liesegang. „„rauenschaft Lünern. Versammlung im Lokale NSDAP. Massen. 20 Uhr: Körperschulung der Politischen Leiter in der Turnhalle. Frauenschaft Massen. 17 Uhr: Amtswalterinnenbesprechung im Lokale Middendorf. Mark. 20 Uhr: Schulungsabend für alle Parteigenossen und Mitslieder der Gliederunsen. und Verbände in Ostwennemar in der neuen Frauenschaft Holzwickede. 20 Uhr: Singstunde. Kreis Castrop-Rauxel misg###nschaft Altstaat. 20 Uhr: Pflichtabend im ## F2u sgaft Schwerin. 20 Uhr: Pflichtabend Kreis Lünen DAF Fachgruppe Hausgehilfen Lünen-Mitte. 20 Uhr: Gemeinschaftsabend bei Gebhardt, Bäckerstraße. Frauenschaft Horstmar-Beckinghausen. 20 Uhr: Pflichtversammlung bei Nattkämper. Freitag, den 24. April Kreis Dortmund NSDAP. Ortsgruppe Dorstfeld. 20 Uhr: Zusammenkunft der Politischen Leiter im Hitlerheim. NSDAP. Ortsgruppe Körne-Wambel. 20.30 Uhr: Schulungsabend der Politischen Leiter im Lokal Schulte-Göcking in Wambel. NSDAP. Ortsgruppe Wickede-Asseln. 20 Uhr: Schulung der Politischen Leiter im Lokal Schween. NSDAP. Ortsgruppe Aplerbeck. 20 Uhr: Mitgliederversammlung im Parteilokal Meering. NSDAP. Ortsgruppe Hörde. 20 Uhr: Zellenversammlung der Zellen 12, 13, 14 und 15 im Restaurant Drewing, Am Bruchheck. Redner: Parteigenosse Kölbel. DAF—VW. 32, Hoesch. 20 Uhr: Amtswalterversammlung im Rest. Poll. Hirtenstraße. DAF—Arbeitsdank, Mitgliedschaft West. 20 Uhr: Versammlung im Lokal Westpark, Möllerbrücke. „-Arbeitsdank, Mitgliedschaft Aplerbeck. 20 Uhr: Versammlung im Lokal Gößmann, Marsbruchstraße 7. NSDAP. Ortsgruppe Vinckeplatz. 20.30 Uhr: Besprechung der Politischen Leiter bei Frangen. Ecke Kreuz- und Hohestraße. "r. KBG. Handwerk, Fachschaft Fleischer. Der Fleischermeister Parteigenosse Oberwinter in wird um 13.30 Uhr vom Trauerhaus, Nordstr. 38. beerdigt. Wir bitten sämtliche Berufskameraden an dieser Beerdigung teilzunehmen. Kreis Unna Frauenschaft Holzwickede. 20 Uhr: Gymnastik. Kreis Castrop-Rauxel NSDAP. Castrop-Rauxel-Süd. 20 Uhr. Sitzung sämtlicher Politischen Leiter bei Haller am Altstadtmarkt. " DAF Frauenamt. 19 Uhr: Sprechstunde der OG. Nord bei Sellenscheidt in Habinghorst Frauenschaft Frohlinde. 20 Uhr: Pflichtabend bel Pennekamp. AIHZAVUTMIN. ei-e DORTMUND Heute verletzter Tag der großen Moden-Tanz-Revue Ansager: Rudolf Haninger Für den 1. Mai steht noch ein renovierter Saal 200—300 Pers. fassend. Nähe Steinplatz unentgelilich bei guter Verpflegung zur Feritlouns. Zu erfrag. unt. D. O. 422 an Ala Anzeigen A. G Dortmund. Telefon 34 838. 1. Nal Betriebsfeier fassend, noch Musik wird gestellt. Kronenbier unter, Dortmund=Brackel, laststätte zur Linde. S •X•LLLLEET· Donnerstag, den 23. April 1936 Die Weiber von Redditz Serie 13, Preise v. 50 Pig. an. Anlang 20 Uhr. Ende nach 22,15 Uhr Im Rathaussaal: Kammermusikund Liederabend Hans Pfitzner Mitwirkende: Grete Ackermann Renate Specht Toni Weiler, das Enzen-Quartett. Anfang 20.15 Uhr Ende geg. 22 Uhr Preise 0.75. 1.50 und 2.— RM. Nur noch heute Hans Albers Brigitte Horney n Käthe Dorsch In dem Uta-Großtilm □ 0 Savoy-Hotel 217 UFA-Palast 3.2015.40 18.10 Moderner Saal Maifeier Saal, 300-400 Personen, auch teilbar bis ca. 150 Pers., frei, in schöner ländlicher Lage. Restaurant „Zur Bergeshöh“, Wilhelm Kosfeld, Dtd.=Sölde, Listendorferstraße 152. 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R.: 1. Le Kir3. Old England; taire, Chanceux. P 13. 24. 3. R.: 1. Rebu My Lady Lu; se Aissa. Fleet Foot. Lycabeite. Toto: 4. N.; 1. Love 3. La Palestina; Thankful, Bilimor Woodpecker, India 5. P.: 1 Medict. 3. St.„ tine, Margsville, Toto: 119. Pl. 30, 5. R.: 1. Ver Sundange: ferner tour Murillo II. nika, Magellan. Be Pl. 23. 32, 26 Turbotin: erner Mint, Nabonahid, 13. 2b. 19. West Der westder 24. Mai seine R jahrs=Regatta jetzt vorliegende 19 Rennen vor, und Nachwuchs heit zum Start rennen des Tag ist erstmalig der letzten Jahren ningsruderer z1 sonderen Renn Nachwuchsruder gen sieht die A nen vor wie im Die zweite u res ist die acht bandsregatta de bandes auf dem schreibung sind auch neben a Rudervereinen sehen wird. Erstmalig fü Vormittag drei geschrieben, in nior= und Seni dern und Stilf starten. Da Frauen=Ruderst funden hat, wir Sportlerinnen von einer eigene regatta in diese men werden mu sen Wettbewerb Essen=Hügel im ner Turn= und und X ein Sch Leitung der Ab Fachamtes statt. Neue Nie Jür 6000 P. Sitzpld Da die Kar regatta schon je die vorhanden Tausende, die! nicht ausreicher faßt, eine neue Deütscher Volksspork Donnerstag, den 23. April 1936 „" TT — Westfälische Landeszeilung Rote Erde Unsere Voraussagen Heute in Ruhleben 1. R.: Jägerin— Albrecht 2. R.: Annete Loh— Niersblüte 8. R.: Hans Sachs— Libertas 4. R.: Fahrt Jauß jr.— Petermann 5. R.: Milosch— Legomba 6. R.: Orchidee— Anschluß 7. R.: Ysop— Friedel 8. R.: Ladanum— Osabel 9. R.: Blankenese— Gardejäger. Heute in Auteuil 1. R.: Sarastro— Attacus 2. R.:(Halbblutrennen) 3. R.: Savarin— Le Gros Capucin 4. R.: Caxton— Bonifacio 5. R.: Petit Diable— Folle 6. R.: Vimar— L’Orage 7. R.: Alcindor II1— Gold=Ring. Rennen in Köln am 22. April 2. Aurel, 3. lanoli, Ziethen, 1. R.: 1. Freiherr(A. Lommatzsch), Antiochus; ferner liefen: Bronceluster. M. Gildetraut. Toto: 65. Pl. 16, 12. 34. 2. R.: 1. Sisikon(J. Vennebusch), 2. Dorsch. 3. Gassenjunge. 4. Monarchist; serner liefen: Lösegeld, Caramba, Harald, Rote Tante, Machlaval, Pater. Panorama. Toto: 53. Pl. 14, 16, 16, 26 3. R.: 1. Alpha(R. Präger), 2. Ahnherr. 3. Mississippi: ferner liefen: Edina, Standtaut, Nuri, Seemeile. Toto: 114. Pl. 41, 37. 69, 4. R.: 1. Ilsenburg(Lt. v. Mitzlafl). 2 Siesta, 3. Musketier: ferner liefen: Tergeant. Bangali. Dummkopf. Toto: 28, Pl. 16. 21. 20. 5. R.: 1. Aepselchen(O. Dreißig), 2. Osterluzei, 3. Charolus; ferner liefen: Paulchen, Lonsky, Anlasser, Athenerin. Osca, Sorgenfrei. Toto: 333. Pl. 43, 27, 15. 6. R.: 1. Reichsherold(H. Knoche). 2. Cornet 3. Ventre a terre. Ferner: Insant, Natango, Laufpaß, Rudolf, Kolbenbirsch, Tot. 23, Pl. 14, 14, 14. 7. R.: 1. Freidasen(R. Andrie), 2. Rovinson. 3. TiAne: ferner liefen: Salur. Pollux II. Aguus. Feudal, Olearius, Rückwechsel. Toto: 37, Pl. 19, 17, 38. Doppelwette: Aepfelchen— Reichsherold 1468— 10. Rennen in Le Tremblay am 22. April 1. R.: 1. Kermenin(W. Johnstone), 2. Dark King, 3. Le Maranus: ferner liefen: Flamme Bleue, Tristesse, Tatima, Mircneck. Goquette. Toto: 41. Pl. 17. 15. 16. 2. R.: 1. Le Kirghize(M. de Neron), 2. Gay Recrutt, 3. Old England; ferner liefen: Arbaoua, Starlet, Voltaire, Chanceux. Pontalban. Forkill. Toto: 27. Pl. 13, 13, 24. 3. R.: 1. Rebuffade(A. Tucker), 2. La Grange, 3. My Lady Lu; ferner liesen: Beau Gosse, Bremen, Aissa, Fleet Foot, Boscetto, Brabanconne II. Le Viso, Lycabeite. Toto: 43. Pl, 15, 27, 16. 4. N.; 1. Love Call(A. Rabbé), 2. Miß Potiphar, 3 La Palestina; ferner liefen: Haltéa. Clarisse III, Thankful, Bilimoria, Soysambu, Why, La Potardière, Woodpecker, Indian Queen. Toto: 33, Pl. 15. 16. 19. 5. R.: 1. Aethelflaed(G. Bridgland), 2. Lorenzo de Medict, 3. St. Honorat: ferner liefen: Kanturk. Routine, Margsville, Royaume. Koi Mage II. Médea. Toto: 119. Pl. 90, 17. 35. 6. R.: 1. Versus(F. Hervé), 2. Paris Nord, 3. Sundange: ferner liefen: Tibérius, Lightning: Vautour. Murillo II. Vidalin. Dilemne II. Perseis, Harnika, Magellan, Bois de Mty, Lord Jenkis. Toto: 72. Pl. 23, 32, 26 7, R.: 1. Passeport(A. Duputt), 2. El Mers 3. Turbotin: ferner liefen: Faru, Tapageur, Edmar, Gold Mint, Nabonahid, Valdor II. El Ceibo, Toto: 28, Pl. 13. 2b. 13. Ist Sachsens Meister eine Gefahr! Dortmund vor einem großen Fußballereignis: FC. Schalke 04 gegen den PSV. Chemnitz Dis erste Entscheidung in der Gruppe! Der Verlauf der bisherigen Spiele in der Gruppe I, bei den Kämpfen um die Deutsche Fußballmeisterschaft, hat allen Erwartungen entsprochen. Der Deutsche Meister und Titelverteidiger, der FC. Schalke 04, und der Polizei=Sport=Verein aus Chemnitz sind zweifellos die beiden stärksten Mannschaften ihrer Abteilung. In ihren beiden bisherigen Treffen gegen den Berliner SV. 92 und Hindenburg Allenstein sind sie siegreich geblieben, das Punkteverhältnis lautet bei beiden 4:0, und wie gleichwertig sie sich sind, geht auch aus dem beinahe gleichlautenden Torverhältnis hervo.. Die Schalker weisen eine Trefferbilanz von 8:1, der Polizei=Sportverein Chemnitz eine solche von 8:2 aus. Sind sich diese beiden Mannschaften wirklich so ebenbürtig? Am kommenden Sonntag treffen sie nun das erstemal im Rahmen der Deutschmeisterschaftsspiele zusammen. Sie kennen sich zur Genüge vom vorigen Jahre her. Viele haben es vielleicht schon vergessen: in der Vorschlußrunde um die Deutsche Meisterschaft traf der FC. Schalke 04 in Düsseldorf auf den PSV. Chemnitz, und er siegte mit 3:2 zwar sicher, aber rein zahlenmäßig keineswegs überwältigend. Am gleichen Tage hatte sich der VfL. Benrath in Leipzig mit dem VfB. Stuttgart auseinanderzusetzen. Zu aller Ueberraschung gewannen die Süddeutschen mit 4:2.— Wir erlebten dann, vierzehn Tage später, am 19. Juni, das Finale um den Meistertitel zwischen dem FC. Schalke 04 und dem VfB. Stuttgart, das die Westfalen bekanntlich ohne Gefahr für entschieden, uno zwar mit 6:4(3:0) Toren. Spiel mit Versicherung Die Bedeutung dieses Zusammentreffens steht außer Frage. Es ist aber doch in einem gewissen Sinne ein Spiel mit einer Rückversicherung— der Verlierer hat die Chance, seine Niederlage im Rückspiel wettzumachen. Für den Westfalen=Meister wäre es schon besser, er geht auf Nummer Sicher und rechnet nicht mit einer Versicherung. In Dortmund haben die Schalker nicht immer ihre glücklichsten Stunden erlebt. Es mag sehr schwer sein, eine so überragende Favoritenstellung einzunehmen, aber die deutsche Westdeutsche Früh-Regatten Erstmalig Ruderinnen-Wettbewerbe Der westdeutsche Rudersport beginnt am 24. Mai seine Regatta=Saison mit der 11. Frühjahrs=Regatta in Mülheim=Ruhr. Die jetzt vorliegende Ausschreibung sieht im ganzen 19 Rennen vor, in denen Senioren, Junioren und Nachwuchsruderern ausreichend Gelegenheit zum Start gegeben ist. Neben den Hauptrennen des Tages, Senior=Achter und=Vierer, ist erstmalig den Rudervereinen, denen in den letzten Jahren keine oder nur wenige Trainingsruderer zur Verfügung standen, in besonderen Rennen Gelegenheit gegeben, ihre Nachwuchsruderer starten zu lassen. Im übrigen sieht die Ausschreibung die gleichen Rennen vor wie im Vorjahre. Die zweite westdeutsche Regatta dieses Jahres ist die acht Tage später liegende 33. Verbandsregatta des Rheinisch=Westfälischen Verbandes auf dem Hengstey=See. Nach der Ausschreibung sind hier 23 Rennen vorgesehen, die auch neben allen bekannten westdeutschen Rudervereinen Berliner Ruderer am Start sehen wird. Erstmalig für Westdeutschland sind für den Vormittag drei Wettbewerbe für Frauen ausgeschrieben, in denen die Ruderinnen im Junior= und Senior=Doppel=Vierer im Stil=Rudern und Stilschnellrudern über 1000 Meter starten. Da gerade in Westdeutschland der Frauen=Rudersport sehr starke Zunahme gefunden hat, wird diese Ausschreibung bei den Sportlerinnen großen Anklang finden, zumal von einer eigenen westdeutschen Frauen=Ruderregatta in diesem Jahre noch Abstand genommen werden mußte. Als Vorbereitung zu diesen Wettbewerben findet hierzu am 3. Mai in Essen=Hügel im Bootshaus der R. R. des Essener Turn= und Fechtklubs für die Gaue IX und X ein Schiedsrichter=Lehrgang unter der Leitung der Abteilung für Frauen=Rudern des Fachamtes statt. Neue Riesentribüne in Grünau Jür 6000 Personen— Die vorhandenen Sitzplätze reichten nicht aus Da die Karten für die olympische Ruderregatta schon jetzt restlos ausverkauft sind und die vorhandenen Sitzplätze für die vielen Tausende, die der Regatta beiwohnen wollen. nicht ausreithen, wurde soeben der Plan gefaßt, eine neue Riesentribüne an der olympischen Ruderbahn in Grünau zu errichten. Es handelt sich um einen Holzbau mit 6000 numerierten Sitzplätzen, der in Länge von 250 Meter im Wasser unmittelbar am Ziel errichtet werden soll. Zur Deckung der Unkosten können für diese neue Tribüne nur Dauerkarten zum Preise von 25 RM. verausgabt werden. Im Zeichen der fünf Ringe 400 Startschaufeln als Andenken Das Organisationskomitee für die XI. Olympiade in Berlin stellt für die Leichtathleten 400 Startschaufeln bereit. Die Schaufeln enthalten die Inschrift„XI. Olympiade Berlin 1936“ und werden jedem Leichtathleten, der sich damit sein Startloch grub, als Andenken überreicht. 6000 Turner im Olympiastadion An den Turnvorführungen im Olympiastadion werden nicht weniger als 6000 Turner teilnehmen. Am stärksten ist naturgemäß Deutschland, mit 1800 Männern und 1200 Frauen, vertreten. Schweden stellt 750 Männer und Frauen, die Tschechoslowakei je 500 Männer und Frauen, Jugoslawien 810 und Finnland 206 Männer.. Dänemark ist mit je 20 Männern und Frauen vertreten. Am 12. August wird außerdem eine ungarische Turnmannschaft ihr Können zeigen. 50 Nationen in Trachten Ein buntes, farbenprächtiges Bild wird es am 10. August im Olympiastadion geben.„Kraft durch Freude" wird an diesem Tage anläßlich des Kongresses für Freizeit und Erholung um 20.30 Uhr 4000 Arbeitsdienstangehörige aufmarschieren lassen, um 21 Uhr ziehen dann Vertreter von 50 Nationen in Trachten mit ihren Kapellen ein. Anschließend an diesen Aufmarsch folgen Polkstänze und ein Feuerwerk. Olympiaschiff der Deutschen aus Südamerika Die Hamburg=Südamerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft wird, um den zahlreichen in Brasilien und Argentinien ansässigen Auslandsdeutschen eine billige Reisemöglichkeit zu den Olympischen Spielen zu bieten, das Einheitsklassenschiff „Monte Pascoal" als„Olympiaschiff“ einsetzen. Die„Monte Pascoal" verläßt Buenos Aires am 1. Juni und trifft etwa am 5. Juni in Rio de Janeiro ein, um dann nach Anlauf einiger weiterer Häfen Südamerikas ohne Zwischenhalt direkt nach Hamburg zu fahren. Die Heimfahrt beginnt am 15. September, so daß die vielen Auslandsdeutschen noch genug Zeit haben, im Anschluß an die Olympischen Spiele die alte Heimat zu genießen. Meisterelf nimmt nach wie vor eine Sonderstellung ein. Die Strapazen der weiten Reisen nach Mannheim und nach München am Österfest und die Fahrt nach Königsberg werden die„Königsblauen“ überwunden haven. In Ostpreußen, wo sich fünfzehntausend Menschen an dem guten Spiel der Gäste begeisterten, ereignete sich nichts, was irgendwelche Bedenken nähren könnte. Wir beobachteten unterdessen den Polizei=Sport=Verein in Berlin, wo er nach einem 0:1=Rückstand bei der Pause, in der zweiten Halbzeit den Berliner Sport=Verein 92 in Grund und Boden spielte. So überlegen, daß das amtliche Organ des Gaues III Brandenburg, die„Fußball=Woche", in dicken Lettern von einer„Beerdigung" sprach. War der Gegner so schwach, oder waren die Polizisten so stark? Der explosive Angriff Die Sachsen stellen eine an Jahren nicht junge, aber sehr erfahrene Elf. Die Helmchen, Schneider, Mädler, Reicherdt, Kiehl, Boch, Lieberwirth und Weggel sind Kämpen, die durch das Fegefeuer hundert schwerer Meisterschaftsschlachten gegangen sind. Sie haben eine nicht zu unterschätzende Routine— in der Tat ist die Nervenstärke der Chemnitzer einer ihrer 0 Vorzüge. ließen sie sich beispielsweise am vorigen Sonntag von der 1:0=Führung der Berliner nicht beeindrucken, man hatte eher das Gefühl, als wollten sie die Führenden „auslaufen“ lassen, um dann nach dem Wechsel zu dem Gegenschlag auszuholen. Eins läßt sich nicht leugnen: die Spielweise der Chemnitzer Stürmer ist verhältnismäßig einfach. Sie haben in ihren Zügen wenig Witz, sie machen häufig die gleichen Schachzüge, aber sie machen sie mit so viel Vehemenz und Einsatz, daß jede nicht hundertprozentig sichere Hintermannschaft das große Beben bekommt. Das Stürmerspiel der Sachen hat viel Kraft. Sie sind daher eine Mannchaft, die immer wieder die Zuschauer begeitern kann, vorausgesetzt, daß der berühmte Angriff mit Schneider, Helmchen, Groß, Munkelt und Mädler zur Explosion kommt. Das war in Berlin in der zweiten Halbzeit viermal der Fall, dann gab es auch gleich vier prachtvolle Tore, gegen die kein Kraut gewachsen war. Schon häufig hat der Angriff der Sachsen die Kastanien aus dem Feuer geholt. Wer den Sachsen mit Erfolg begegnen will, muß versuchen, die Maschinerie ihres Angriffs lahmzulegen. Das muß übrigens auch die Mannaft machen, die etwa Schalke 04 besiegen will. Da es nun außerdem kein Geheimnis ist, daß bei den Westfalen die Deckung nicht der stärkste Mannschaftsteil ist, stehen wir vor In den Führerrat des DRL beruten Der Reichssportführer ernennt seine Beauttragten Der Reichssportführer hat nachfolgende Herren in den Führerrat des Reichsbundes berufen: den Sportreferenten des Generalstabes des Heeres, Hauptmann Hölter: den Präsidenten des Deutschen Gemeindetages Dr. Jeserich; den Ministerialdirektor im Reichsministerium für Erziehung, Wissenschaft und Volksbildung Dr. Krümmel: den Reichsorganisationsleiter Reichsleiter Dr. Robert Ley; den Oberregierungsrat im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Mahlo; den Ministerialrat im Reichs= und Preußischen Ministerium des Innern Dr. Metzner. Die Berufung erfolgte auf Grund des§ 8 der Satzung des DRL, wonach der Führerrat des DRL aus den Reichsfachamtsleitern des DRL, den Führern der angeschlossenen Verbände, sowie weiteren vom Führer des DRL bis zur Höchstzahl von zehn zu ernennenden Personen besteht; die Ernennung erfolgt für die Dauer eines Jahres. Zu Gaubeauftragen wurden bestellt: Nach einer Verfügung des Reichssportführers wurden zu ehrenamtlichen Beauftragten bestellt: Für die Provinz Ostpreußen: SA=Sturmbannführer Sohn, Königsberg. Für die Provinz Pommern und den Regierungsbezirk Schneidemühl: Landrat Dr. Becker, Stettin. Für Berlin und die Provinz Brandenburg: SS=Oberführer Breithaupt, Berlin. Ständiger Vertreter für den Regierungsbezirk FrankfurtlO.:„ Reichsbahnoberinspektor Schulz, Frankfurt O. Für die Provinz Schlesien: Ortsgruppenleiter der NSDAP. und stellv. Bürgermeister Rottag, Sagan. Für das Land Sachsen: Ministerialrat Kunz, Dresden. Für die Länder Thüringen, Anhalt und die Provinz Sachsen(kommissarisch): SSObersturmführer Dr. Möller, Weimar. Für das Land Mecklenburg und die Hansestadt Lübeck: Ministerialreferent Oppermann, Schwerin. Ständiger Vertreter in Lübeck: Rektor Schaar, Lübeck. Für die Hansestadt Hamburg, die Provinz Schleswig=Holstein und den oldenburgischen Landesteil Lübeck: SA=Obersturmbannführer Ullrich=Hamburg. Für die Länder Braunschweig und Oldenburg, die Hansestadt Bremen und die Provinz Hannover und Schaumburg=Lippe: Hochschulsportlehrer SA=Sturmhauptführer VöllBrgunschweig. Für die Provinz Westfalen und das Land Lippe: SA-Brigadeführer Lorenz=Münster. Für die Regierungsbezirke Aachen und Düsseldorf: Gauinspekteur der NSDAP. Parteigenosse Keyßner=Düfseldorf. Für die Regierungsbezirke Köln, Koblenz, Trier und den oldenburgischen Landesteil Birkenfeld: Stellvertretender Gauleiter der NSDAP. und Bürgermeister der Stadt Köln, Parteigenosse Richard Schaller=Köln. Für die Provinzen Hessen=Nassau und Oberhessen: SA=Brigadeführer SolbrigKassel. Ständiger Vertreter für die hessischen Gebietsteile bei der Landesregierung: Verwaltungsdirektor Otto Loewer=Darmstadt. Für die Provinz Starkenburg, Bayerische Pfalz, Saargebiet und die preußischen Kreise Frankfurt M., Wiesbaden, Rheingau und Main=Taunuskreis: Polizeipräsident SAGruppenführer Beckerle=Frankfurt a. M. Ständiger Vertreter für die hessischen Gebietsteile bei der Landesregierung: Verwaltungsdirektor Otto Loewer=Darmstadt. Ständiger Vertreter im Saargebiet Dr. Schulz=Saarbrücken. Für das Land Baden: Ministerialrat Fliegeruntergruppenführer Kraft=Karlsruhe. Für das Land Württemberg und Hohenzollern: Gauschulungsleiter der NSDAP., SA=Sturmbannführer Klett=Stuttgart. Für das Land Bayern: SA=Brigadeführer Schneider=München. Wie aus dieser Liste ersichtlich, besteht zwischen den Reichsbundgauführern und den Gaubeauftragten des Reichssportführers fast überall Personalunion. Verschiedentlich ist eine Unterteilung für einzelne Bezirke vorgenommen worden. Aufgabe der Gau=Beauftragten ist sportpolitischer Natur, d. h., sie haben die Verbindung zu den staatlichen und parteiamtlichen Stellen herzustellen und wahrzunehmen. Die Gau=Beauftragten haben ihre Tätigkeit bereits ausgenommen. Spanien gegen Deutschland später Da am Freitag in Barcelona ein großes Fußballtreffen stattfindet, ist der von Freitag bis Sonntag vorgesehene Davispokalkampf Spanien gegen Deutschland um einen Tag verschoben worden. Die Spiele kommen nunmehr am Sonnabend, Sonntag und Montag zum Austrag. feche: einer Begegnung, bei der die Stürmer das erste Wort führen. Das könnte vielleicht einen reichen Treffersegen geben. Dem Publikum ist das schließlich nur angenehm. Vor allen Dingen dann, wenn die Westfalen ein Tor mehr schießen als der nach einem Sieg begierige Gegner. Die kapferen„Alten Herren“ Ein Rätsel hat uns die Verteidigung der Sachsen, Boch, Lieberwirth und der Torwart Weggel, aufgegeben. Das heißt— den sonderbaren Herrn Weggel kannten wir schon zur Genüge, seine„Ausflüge“ in das Feld und seine Komik bei der Abwehr haben den Chemnitzer Feldspielern schon mehr als einmal die Haare zu Berge stehen lassen. Nicht immer ist das so gut gegangen wie jüngst in der Reichshauptstadt. In der ersten Halbzeit waren die sächsischen Verteidiger geradezu hilflos. Sie zählen, zusammengerechnet, weit über sechzig Jahre. Es sind, nach fußballsportlichen Altersgrenzen, „alte Herren".„Solche, die ihr Handwerk verstehen, natürlich, denn stünden sie sonst in der Meisterelf? Aber da liegt die böseste Blöße der Chemnitzer und die größte Chance der Schalker, und wir glauben nicht, daß die Boch und Lieberwirth, so tapfer sie sich auch wehren, auf die Dauer der neunzig Minuten dem verwirrenden Sturmspiel der einheimischen Elf gewachsen sind. Selbst wenn sie ihr eigener Angriff entlasten kann— die Schalker hätten stets die taktische Möglichkeit, Szepan zurückzuziehen, jenen Spieler, der immer noch der beste unserer internationalen Spielergarde ist. Will der FC. Schalke 04 seine große Favoritenstellung in den Spielen um die deutsche Fußballmeisterschaft bestätigen, muß er am Sonntag in Dortmund in der Kampfbahn „Rote Erde“ zu einem klaren Siege kommen. Gerade dann, wenn es an großen Gegnern mangelt, schweben wirkliche Klasse=Mannschaften in der Gefahr, sich selbst zu verlieren. Hans Saalbech. Dr. Bauwens leitet Balkancupspiele Dem Kölner Schiedsrichter Dr. P. Bauwens ist schon wiederum eine ehrenvolle Berufung zuteil geworden. Dr. Bauwens soll die drei Begegnungen um den Balkancup leiten, der m diesem Jahre ohne eine Beteiligung Jugoslawiens entschieden wird. Die Termine der Länderspiele lauten: 17. Mai: Griechenland— Rumänien; 20. Mai: Bulgarien— Griechenland; 24. Mai: Rumänien gegen Bulgarien. Amerika hofft wieder auf den Davis=Pokal Die Mißerfolge in den Davis=Pokalspielen waren in den letzten Jahren ein schwerer Schlag für den amerikanischen Tennissport, aber trotzdem geht man in diesem Jahre wieder unverdrossen und mit neuen Hoffnungen in die Spiele. Man glaubt in Amerika, daß England nicht ein so schwerer Gegner wie im Vorjahre sein wird, weil Fred Perry allem Anschein nach doch nicht die Form wieder erreichen kann, die ihn zum besten Vertreter des Welttennis machte. Wilmer Allison, der im letzten Jahre in Forest Hills in der Vorschlußrunde der amerikanischen Meisterschaft im Einzel gegen Perry siegreich bleiben konnte, hat als Kapitän der USA.=Mannschaft große Hoffnungen. Chinas Davispokalspieler Chinas Davispokalspieler, die am Montag in Paris ankamen, um sich auf den Davispokalkampf gegen Frankreich vorzubereiten, der vom 1. bis 8. Mai zur Durchführung kommt, konnten gegen die besten Nachwuchskräfte von USA. recht gute Ergebnisse erzielen, wenn ihnen auch kein Sieg beschieden war. Cheng unterlag gegen Grant 6:4, 8:6, 2:6, 2:6, K. S. Kie verlor gegen Budge 4:6, 1:6, 8:6, 2:6, während Cheng Kie von Budge Mako 7:5, 6:2, 6:1 geschlagen wurden. Der Adler-Trumpfwagen auf Rekordjagd Aufnahme: P’resse Bild-Zentrale Eine„Tankminute“ Westiälische Landeszeitung Rote Erde Wirtschaftliche Nachrichten Der deutsche Bergbau im März Allgemeine Uebersicht nach Gebieten und Sorten geordnet Berliner Wertpapiermärkte Berlin, 22. April. Die Uebersicht über die deutsche Bergbauproduktion im Monat März zeigt lolgendes Bild: I. Kohlenbergbau(in tausend t) *„„„ ∆ März 1936 Februar 1936 März 1935 Januar bis März 1936 mit Saar ohne Saar (Januar und Februar ohne Saar) Die deutsche Steinkohlenförderung war im ganzen im März, wie meist in der Uebergangszeit vom Winter zum Frühjahr, etwas rückläufig(arbeitstäglich 1.9%). Namentlich der Hausbrandabsatz zeigte infolge der vorgeschrittenen Jahreszeit und des warmen Wetters einen Rückgang, während sich die Bezüge der Industrie im groDen und ganzen behaupteten. An der Minderförderung war besonders das Ruhrrevier beteiligt, während einige andere Bezirke ihre Gewinnung sogar noch etwas steigern konnten. Der Braunkohlengewinnung war die Jahreszeit ebenfalls wenig günstig; beim Absatz spiellen auch die ab 1. April zu erwartenden Sommerabschläge eine erhebliche Rolle. Der arbeitslägliche Rückgang betrug bei der Rohkohle 4,1%, bei den Briketis 5,7%. I. Eisenersbergbau Die Gewinnung an verwerlbarem(dbsatzfähigem) Erz stellte sich insgesamt im März auf 475074 t und im Zeitraum Januar bis März auf 1 388 533 t. Der Bestand auf Gruben und Aufbereitungsanlagen stellte sich am Ende des Monats auf 378 741 t. Die Belegschaft bestand insgesamt aus 13 639 Köpfen. Nach Sorten stellte sich die Eisenerzgewinnung wie folgt: März 1938 Januar März 1936 II. Metallersbergbau März 1936 Febr. 1936 März 1935 (berichtigte Zahlen) Gesamter Blei- und Zinkerzbergbau: Gefolgschaft(Angestellte und Arbeiter 9 047 Förderung: Roherze 159 391 t Haldenerze 24 991t 8 991 154 156 23 252 1 7 263 140 586 15 597 1 Zusammen: 184 382t Mansleider Kupferschieferbergbau: Gefolgschaft(Angestellte und Arbeiter) 8 098 Förderung an Minern 100 470 t Schwelelkiesbergbau: Gefolgschaft(Angestellte und Arbeiter) 527 Förderg. Schwefelkies 21 190t Sonstiger Erzbergbau (Fördernde Betriebe): Gefolgschaft(Angestellte und Arbeiter) 1 051 (Untersuchungsbetriebe): Gefolgschaft(Angestellte und Arbeiter) 785 177 408 156 183 8 271 94 800 8 250 93000 563 22 202 527 23 000 1 039 431 725 286 Gesamter Metallerzbergbau: Gefolgschaft(Angestellte und Arbeiler) 19 508 19 589 Zink16 757 Versületer Metallinhalt der Blelund Kuplererzförderung: Blei 4 950 t Zink 10 600t Kupfer 2 200 IV. Erdölbergbau Die Erdölproduktion betrug Im März: 32 492 4 im Vormonat. Die Belegschaft stieg von 4 276 Mann Im Februar auf 4398 im März. 4 990 10 450 2 120 5 150 1 11 260 2 280 39 1991 gegen Die Kohlenförderung des Ruhrgeblets Im Monat März 1936 In der nachfolgenden Aufstellung ist die Kohlenförderung des Ruhrgebietes in den einzelnen Monaten der Jahre 1935 und 1938 angegeben. Kohlenförderung des Ruhrgebietes (Die arbeitslägliche Förderung ist in Klammern gesetzt.) Januar 1935: 8 368 903(321 881) To., 1936: 9 273 988 (359 596) To.; Februar 1935: 7629 774(317 907) To., 1936: 8 663 194(346 528) To.: März 1935: 7931 385(305 053) To., 1936: 8 609 397(331 131) Tonnen. Im März 1936 wurden insgesamt bei 26 Arbeitstagen 8 609 397 To. Kohle gefördert gegen 8 663 194 To bei 25 Arbeitstagen im Monat Februar 1936 und 7 931 385 To. bei 26 Arbeitstagen im Monat März 1935. Arbeitsläglich betrug die Kohlenförderung im März 1936 331 131 To. gegen 346 528 To. im Febraur 1936 und 305 053 To. im März 1935. Die Kokserzeugung des Ruhrgebietes stellte sich Im März 1936 auf 2 245 095 To.(täglich 72 422 To.), im Februar 1936 auf 2 095 212 To.(72 249 To.) und auf 1 870 060 To.(60 325 To.) im März 1935.(Kokereien sind auch Sonntags in Betrieb). Die Brikettherstellung hat im März 1936 insgesamt 259 934 To. betragen(arbeitsläglich 9 997 To.) gegen 298 693 To.(11 948 To.) im Februar 1936 und 244 264 To. (9 395 To.) im März 1935. Die Bestände der Zechen an Kohle, Koks und Preßkohle(d. s. neben den auf Halde— auch In Zechenhäfen— liegenden Mengen noch die in Türmen. auf dem Löschplatz, in Eisenbahnwagen oder Kähnen befindlichen, aber noch nicht versandten Brennstoffe einschl. Koks und Preßkohle, letztere beide auf Kohle berechnet) stellten sich Ende März 1936 auf rund 6,5 Mill, To. gegen 6.17 Mill. To. Ende Februar 1936. Die Gesamtzahl der angelegten Arbeiter stellte sich Ende März 1936 auf 239 187 gegen 238 841 Ende Februar 1936 und 232 099 Ende März 1935. Nach vorläufiger Feststellung verblieben im Berichtsmonat bei 26 Arbeitstagen auf 1 Mann der Gesamtbelegschaft 23.84 Arbeitsschichten(ohne Ueber-, Neben- und Sonnlagsschichten) gegen 23.72 bei 25 Arbeitstagen im Februar. Der sich gegenüber den Arbeitstagen ergebende Unterschied entspricht den im Durchschnitt des Bezirks auf einen Arbeiter entfallenden Feierschichten wegen Ab satzmangels. Weiterer Preisrückgans für Metallerzeugnisse Düsseldorf. 22. April. Mit Wirkung ab 22. April hat die Rheinisch-Westfälische Bleifabrikatehändler-Vereinigung, Inesoldes Einf Mollan B * BichamtikattHäncher-Vereinaunk. Düsseldorl, eine weitere Ermäßigung ihrer Preise für gewalzte und geprellte Bleierzeugnisse um 50 Pf. auf nunmehr 36.75 Mk. je 100 kg vorgenommen. Auch für Zinkbleche sind die Preise am 18. April durch die westdeutsche Gebietsfachgruppe des Zinkblechhandels, Düsseldorf, um 75 Pl. je 100 kg weiter ermäßligt worden, und zwar auf 43.50 Mk. in Zone I. 44.50 Mk. in Zone II und 45.50 Mk. in Zone III. nachdem erst am 8. April eine Herabsetzung um 50 Pl. erfolgt war. (Eigener Bericht) Berlin, 22. April. Die Gesamthaltung der Berliner Effektenmarkie an der Mittwochbörse entsprach einer geteilten Entwicklung. Dies kam bereits am Anlangsverkehr in den mit mehrfacher Tagesnoliz versehenen Aktien zum Ausdruck. Zum überwiegenden Tell unterboten die ersten amtlichen Notierungen die Schlullkurse vom Vortag. Das Maßt der Rückgänge war jedoch nur in denjenigen Werten erheblich, die infolge enger Marktlage dem Zufall unterworfen waren. Dies wurde dadurch unterstrichen, daß u. a. Ilse Aktien, Wasserwerke Gelsenkirchen und Mansfeld bei Verlusten von mehr als 1 v. H nur eine Tagesnoliz verzeichneten. Bei sehr lebhafter Tendenz, aber geringeren Abweichungen gingen die Aktien der I. G. Farben, Montanwerte und auch einige Elektrizitätspapiere um. Von letzteren bewegten sich AEG und Schukkert als auch Gesfürel auf ansteigender Linie. Eine gleiche Richtung verfolgten nach unverändertem Einsatt DaimlerAktien. Wenig Beachtung fanden dagegen Kali- und Braunkohlen-Aktien. Eine Sonderbewegung hatten Stoehr und Bremer Wolle mit einem Tagesgewinn von 2 v. H. und darüber. Durch lebhafte Veranlagung fielen Maschinenbau. Al zur Verkehrswesen und am Montanmarkt Mannesmann und Rheinstahl auf. In der zweiten Börsenstunde war die Haltung abgesehen von einigen Spezialmärkten ruhiger Monianaktien und Elektrowerte konnten zum überwiegenden Teil zum Schluß die höchsten Kurse halten. Dies galt auch für die Anteile der Reichsbank. Am Markt der festverzinslichen Wertpapiere herrschte Geschäftsstille. Die Reichsbesitzanleihe ging zunächst etwas zurück, war aber später wieder erholt.— Bemerkenswert war die Kursentwicklung in den Vorzugsaktien der Reichsbahn. Diese wurden insgesamt um 0.25 heraufgesetzt. Die Gemeindeumschuldungsanleihe stand bei unveränderter Notiz(87) im Angebot. Von den übrigen lortlaufend notierten Renten zeigten industrielle Schuldverschreibungen Abweichungen nach beiden Seiten bis ½ v. H Am Kassamarkt betrugen die Umsätze kaum mehr als ein Mindestmaß. Eine ganze Zahl von Werten dieser Art konnte aus Mangel an Aufträgen nicht notiert werden. Am Pfandbriefmarkt bestand anhallendes Interesse für einige Liquidations-Pfandbriefe. Reichsschuldbuchforderungen und amtlich nicht notierte Disch. Auslandsbonds als auch auf Reichsmark umgetauschte Dollarbonds lagen ab solut still. Die Verfassung des Geldmarktes kennzeichnete sich weiter durch Flüssigkeit. Gefragt waren Privatdiskonten und Reichsschatzwechsel. Die Sätze für Tagesgeld wurden mit 2½ bis 2¼ v. H. beibehallen. D—y. an notierte. Dtsch. Anl. Ausl. einschl. 111,6, Aku 50. 3.. BMW, 130½, I. P. Bemberg 88½, Julius Berger Berliner Maschinen 121, Buderus 103¼, Charl. Wasser 111¾. Compania Hispano 353. Conti Gummi 179¼. Daimler Bonz 104 ¾, Dessauer Gas 131⅞, Disch. Erdöl 119½. Dimd Union-Brauerei 194¼. Elektr. Licht u. Kraft 142. Engelhardt-Brauerei 94¼, I. G. Farben 164%. Feldmühle 128%. u.g 133½„Th. Goldschmidt 111%, Harpener Bergbau lloesch-Köln Neuessen 98¼, Kali Aschersleben 129 Klöcknerwerke 94. Kokswerke Chemie 128¾4. Laurahütte 24½/8. Mannesmann 86 58. Mansfeld 139¼. Maschinenbau 89 5/8 Orenstein u. Koppel 80½. Rheinstahl 123¼. RWE 128 5/8. Rülgerswerke 128½. Salzdetfurth 199. Schubert u. Salzer 133. Schuckert u. Co. 138%. Schultheiß-Patzenhofer 106½. Siemens u. Ilalske 185½. Ver. Stahlwerke 86¼. Zellstoff Waldhof 128¼. Reichsbank 185. AG. für Verkehr 115, Hapag 4 Lorg. 15%; Otavi Minen 21⅝. „Täsl., Geld 2½—¾, Privatdiskont 3. Reichsbankdiskont 4, Lombarddiskont 5, Steuerdurchschnitt 108%. dto. 1934 110¼ Gruppe I1 1936 111¼, 1937 111¾. 1938 111¼. Disch. Anl. Ausl. 111.6. 5½proz. Int.„Young“. 102¾. 6proz. Pr. Staatsanl. 1928 108.2. 6proz. Pr. Landrente 1+2 97¼. Westf Prov. Auss. 111 1/1, 5proz. Düsseld. RM 26 92%8, 6proz. Oldenburger Stl. Krd. 27, Ser. 2 97¼. dto. Kom. 1 95. 6proz am## upri. R 4, 134-15. 17-18. 19. 10, 21 97. dto. 22 dto. Kom. 16. 20. 6 94¼, Sproz. Landsch. Ctr. G. 94. „WConar 2 91. dto. Feingold 25 04¼, dto Feingold 26 93¾. dto. Feingold 27 R 1 93¼, dto. Gold 1+-2 95¼. Sproz. Westf. Hausgrund R 1 95%. 6proz. Westt andsch. Gold 96%. 4proz. Dtsch. Ztr. Bod. Gold Em 4 1. öproz. Pr. Ztr. Bod. 24 95¼, dto. 28. 26-27 95½. dio Kom. 26-28 93½, 5½proz. Pr. Ztr. Bod. Liquid. 101%, 5roz. dto. Anteile 10.55. 6proz. Rh.-Westf. Bod. 4, 6. 12. 16 1+2 Erw., 7, 9. 17 96½. dto. Kom. 29, Ser. 7 95. 6proz Roggenrenten 1—3 95½"——.. vo, oproz. Generalversammlung der Linke-Hofmann-Werke AG, Breslau Breslau, 22. April. In der Generalversammlung der Linke-Hofmann-Werke AG., Breslau, In dem nom. 7483 500 RM Aktien vertreten waren, wurde der dividendenlose Abschluß für 1934-35 genehmigt und der Verwaltung Entlastung erteilt. Auberdem wurde, wie beantragt, die Kapitalherabseizung im Verhältnis 2:1 auf 4.4 Mill. RM und die Wiedererhöhung des Kapitals auf 5.5 Mill. RM durch Ausgabe neuer Aktien genehmigt. Ueber das laufende Geschäftsjahr wurde von dem Vorsitzenden des Vorstandes berichtet, daß der Auftragsbestand sich seit Beginn des Geschäftsjahres etwa auf der gleichen löhe wie im Vorjahre gehallen habe. Die Ausnutzung der Waggonbaufabrik, gemessen an dem höchsten erreichten Stand der Nachkriegszeit, betrage jedoch nur v. H. Völlig unzureichend seien die Bestellungen der Reichsbahn. Die Bestellungen blieben weit hinter dem vorgesehenen Umfang zurück. Auf der anderen Seile sei es der Gesellschaft gelungen, auch In diesem Jahre mehrere größere Auslandsaufträge hereinzubekommen. Hinsichtlich weiterer Aufträge stehe die(iesellschaft in aussichtsreichen Verhandlungen, so daß für das laufende Geschäftsjahr mit einem erheblichen Auslandsumsatz gerechnet werden könne. Noch in den letzten Tagen sei telegralisch eine Bestellung aus Persien für einen Salonwagen des Schah und einen Beiwagen eingelaufen. Die bis jetzt vorliegenden Gesamtaufträge sichern bis Anlang nächsten Jahres eine ausreichende Beschäftigung. Der Umsatz der abgelaufenen neun Monate des neuen Geschäftsjahres wurde auf 9.00 gegen 5.80 Mill. RM in der gleichen Zeit des Vorjahres bezitfert und die Hoffnung ausgesprochen, daß der Umsatz von 15 Mill. RM des vergangenen Geschäftsjahres im laulenden Jahre nicht unwesentlich überschritten und damit auch ein besseres wirtschaftliches Ergebnis als Im Vorjahre erzielt werden würde. Viehmärkte Dortmunder Zucht- und Faselviehmarkt Dortmund, 22. April. Dem heutigen Zucht- und Faselviehmarkt wurden zugeführt: 761 Stück Grollvich, darunter 214 Mansen, 14 Ferkel, 18 Läufer und allere Futterschweine, 15 Kälber, eine Ziege. Es kosteten: Hochtragende und frischmeike Kühe: 1. Sorte 530—565. 2. Sorte 480—520, 3. Sorte 410—470, Rinder 390—490. Mansen 240—340 Mk. Beste Tiere wurden über Notiz bezahlt. Der Handel in Grollvich war in guten Tieren rege, sonst langsam.— Am Schweinemarkt war der Handel langsam. Es kosteten (Durchschnittsqualität und Durchschnittspreise): Ferkel 5 bis Wochen alt 19—22, 6 bis 8 Wochen alt 22—27, 8 bis 10 Wochen alt 28—32, 10 bis 12 Wochen alt 33—37 Mk. Läuferschweine: über 3 bis 5 Monate alt 37—46 Mk. Abfallende Ware war entsprechend niedriger. Ausgesuchte Spitzenware entsprechend höher. Der nächste Markt findet am 29. April statt. Mindener Vichmarkt Minden, 21. April. Auftrieb: 1559 Ferkel, 73 Läufer. Ferkel: bis 6 Wochen 14—16, 6—8 Wochen 16—22, 8—13 Wochen 22—28 RM. Läufer: 3—4 Monate 28—30, —5 Monate 30—35, über 5 Monate 35—65 RM. Marktverlauf: lebhaft. Nächster Viehmarkt am Dienstag, dem 5 Mai 1936 von 7 Uhr ab. Warenmärkte Um die Verlängerung des Gruppenschutzes In der Eisenindustrie Die Aussichten auf eine Einigung in der Frage der Verlängerung des Gruppenschutzabkommens in der deutschen Eisenindustrie über den 30. Juni 1936 hinaus haben sich anscheinend in jüngster Zeit wieder gebessert. Die Behandlung der noch offenen Fragen, die, wie schon zemeldet, in der Hauptsache das Walzen breiter Bänder betreifen, ist offenbar soweit gefördert worden, daß mit einer Erörterung der Gruppenschutzangelegenheit in der am 24. April stattfindenden Sitzung der Rohstahlgemeinschaft gerechnet werden kann. Erstrebt wird nach den Informationen der WIID eine Verlängerung des Gruppen schutzes bis Ende Januar 1940, also eine Abstellung des Abkommens auf die Laufzeit der deutschen Eisenverbände AUS DER SCHIFFAHRT Rotterdamer Frachtenmarkt Vom Internationalen Weißblechkartell eris.„Aprn. In den letzten Tagen sind verschieauch eldunten, aus Ensinna und Frankreich aufgesich Gs####### ieriskeiten innerhalb des InternatioJuni 1937 larse ells, gessen Vertrag noch bis zum an 1937 läu wissen wollten. Diese angeblichen Schwierigkeiten wurden einmal auf deutsche und englische ot„wunsche, dann aber auch darauf zurückgeführt, daß seit September 1935 kein französischer Weißblechverband mehr besteht. Dazu ist jedoch zu bemerken, „.. ch„ Tl, sache, daß augenblicklich ein innerfranzösischer erband nicht bestcht, kein Anlaß zu Schwierigkeilen bieten kann, da die französischen Weillblecherzeuger unter sich ud auch mit den anderen Gruppen des internatioKartells nach wie vor in enger Fühlungnahme stehen Auch die angeblichen deutschen Quotenforderungen, die sich auf d., peueferung des holländischen Marktes beriehen sol##— nach den Informationen des WIID keine das Fortbestehen des Kartells bedrohende Schwierigkeit dar#.### enensowenig wie die englischen Quotenansprüche, die sich aus dem Ausbau der Walliser Werke des führenden englischen Werks Richard Thomas& Co. ergeben, der Karichle vollende Ahlauf des hartells, vollendet sein und demgemäß die jeizt bestehenden Abmachungen nicht mehr betreffen dürfte. Es wird da die verschiedenen schwebenden Fragen n. de, nächsten Kartellsitzung, die für Anfane Mai in „. in Aussicht genommen worden ist, zur Erörterung Hamburger Warenmarkt Hamburg, 22. April. Paraffin: Die Notierungen lauunverändert wie folgt: Amerikanisches Tafelparaffin 50152 Grad 13.70, amerikanisches Schuppenparaffin 11,95 bis 12,70 Dollar. gg wachs: de nach Provenlenz wird notiert Carnaubawachs: Die Notierungen lauten auf Abladung 260—280 Mk. Japanwachs: Unverändert 53—57 Mk. Hülsenfrüchte: Linsen auf Abladung bei lebhafter Nachfrage befestigt. Extra Large stellten sich auf lag auf 33¼ bis 34¼ Mk. Cif-Basis unverzollt per 100 kg. Auch für Lokoware machte sich stärkeres Kaufinteresse bemerkbar, ohne dasl jedoch Preisveränderungen zu verzeichnen waren. Erbsen und Bohnen ruhig autschuk: Ruhig. Sheeis Loko 7 13/16, Mai-Juni 7 19/16. Juni-Juli 8 Pence per lbs. Zucker: Effektivmarkt ruhig-abwartend, bei unveränderten Forderungen. Auch am Terminmarkt blieb es still. Preise unverändert. Reis: Die von den Mühlen angebotene Ware hat nun„e#, zum größten Tel.,####unt gelunden. Zweithändig wird über lebhaftes Inlandsgeschäft berichtet. Vom Osten liegen stetige Meldungen vor. Preise unverändert. Baumwolle: Steug, Superfine mgd. scinde white rougish Bremer Klausel Standard I 4.50. Fine Oomra Bremer Klausel Standard II 5,45 Pence per lbs Kaffee: Steliger Markt bei etwas lebhafterem Abzugsgeschäft nach dem Inlande. Preise unverändert.— eizzen, Zeit haben sich die Kaffeezufuhren in Ham#verstärkt. Al., 21. April wurden rund 50 000 Sack eingeführt. In der Zeit vom 1. bis 21. April rund 250 000 back. Preise unverändert. Schmalz: Marktlage ruhig. Preise unverändert. # S taugg F## Ruhig bei unveränderten Preisen. Gewürze: Ruhig. Preise unverändert. Angehot finde:### ate: Das berauskommende ausepof, findet beim Verbrauch schlank Unterkunft. Der iedarf konnte nicht immer voll befriedigt werden. Preiseränderungen sind nicht zu verzeichnen. Kauhfutter: Ruhig, unveränderte Preise. Dinslakener Marktbericht Dinslaken, 22. April. Zum Zuchtviehmarkt am 21. d. M. waren insgesamt 415 Stück Rindvieh aufgetrieben. Die Preise stellten sich wie folgt. Kühe: 1. Sorte 525—565, einzeine höher, 2. Sorte 490—525, 3. Sorte 410—490 Mk. Tragende Rinder: 1. Sorte 445—510, einzelne höher, 2. Sorte „###o, 3, gorte 390—110 Mk. Stiere: von 240—400 Mk. Geschäft: Auf der ganzen Linie mittel, geräumt.— Der Schweinemarkt am 20. d. M. war mit 560 Stück beschickt. Auftrieb: 480 Ferkel, 80 Läufer. Es wurden gezahlt für das Stück in RM: Bis 6 Wochen alt 15—18, 6 bis 8 Wochen alt 18—22, 8 bis 13 Wochen alt 22—28, 3 bis 4 Monate alt 28—35, 4 bis 5 Monate alt 35—48. Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Dienstag, dem 5. Mai, der nächste Schweinemarkt am Montag, dem 4. Mai statt. Leerer Zucht- und Nutsviehmarkt Leer. 22. April. A. Grollvichmarkt. Auftrieb: 252 Stück Auswärtige Käufer zahlreich vertreten. Gesamttendenz: Gute Tiere verkäuflich, sonst ruhiges Geschäft, ausgesuchte Tiere uper"„z. Es kosteten: Hochtragende und frischmeike Kühe 1. Sorte 500—560, 2. Sorte 400—475, 3. Sorte 300—375 hoch- und niedertragende Rinder 2. Sorte 350—130, 3. Sorte 270—350, jährige Bullen 1. Sorte 400—500, 2. Sorte 300—400 3. Sorte 200—300. 1—2jährige güste Rinder 140—300. Kälber bis zu 2 Wochen 20—40 Mk. Ausgesuchte Tiere über Notiz. B. Kleinviehmarkt. Antrieb: 117 Stück. Handel: mittel. Es kosteten: Ferkel bis 6 Wochen 14—15, 6 bis 8 Wochen Läufer 25—38. Schafe 45-60. Lämmer 14—17 Mk. Sämtliches auf dem Markt aufgetriebenes Rindvich ist gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft und durch einen Seuchenfonds gegen Maul- und Klauenseuche gesichert.— Nächster Groß- und Kleinviehmarkt am 29. April. Ostfriesischer Zentralviehmarkt Emden Emden, 21. April. Auftrieb: 291 Stück Grollvich. Es kostelen: Hochtragende und frischmelke Kühe: 1. Sorte 500—550 RM, 2. Sorte 425—480 RM, 3. Sorte 350—410 RM. Hloch- und niedertragende Rinder: 1. Sorte 450—500 RM 2. Sorte 350—425 RM. 3. Sorte 300—350 RM. Zuchtbullen, jährige, 1. Sorte 420—470 RM, 2. Sorte 320—380 RM, 3. Sorte 250—290 RM. Güste Rinder 150—290 RM. Gesamitendenz: mittleres Geschäft. Güste Rinder langsam. Kleinviehmarkt: Antrieb 83. Es kosteten: Läufer 24—38 93½, Ferkel.—5 Wochen alte 14—16 RM, 6—8 Wochen alte „ 3. RM.,, Einzelne Tiere aller Gattungen über Notiz. Ilandel mittel. Nächster Zucht-, Nutz und Kleinviehmarkt am 28 April. Berliner Produktenbericht Magdeburger Zucker-Notierungen Latigäter 81 Ge. 72. Apl. I, Ggmahl. Mehlis per April 31.90 But Tür 30 ke 37-|g- Tendenz: stetig.(Notierungen in 10 go u. wks Weillzucker(einschl. 0.50 M für Sack und M Verbrauchssteuer) brutto für netto ab Fabrik-VerGessene acb seug 4 Umsebung, bei Rengen von minMagdeburger Zucker-Terminnotierungen orii 3-#05 24.#APFIIg, Ogrege Zitter Briei, rweite Geld.) „bri 3.75, 3.50; Mai 3.65, 3.50; Juni 3.75. 3.60: Juli 385 3.70; Aug., 3.95, 3.80: Okt. 4.95, 3.95; Dez. 4.15,#00. Ten# ruhig.,(otierungen in RM für 50 kg Weißzucker netto, einschl. Sack, frei Seeschiffseite Hamburg.) (Eigener Bericht) Berlin, 22. April. Die neuen Anordnungen der Hauptvereinigung der deutschen Getreidewirtschaft über die Aufhebung der Bäckerspanne für Mehl, sowie die vestseizung von Festpreisen für Puttermehl, wurde heute lebhaft erörtert. Ein endgültiges Urteil darüber war wer zu I###en. Die Umsätze in Mehl waren ebenso wie die für Futtermehl sehr gering. Die Bäcker kauften nur inren dringendsten Bedarf. Weizen zu Mahlzwecken war wenig angeboten und konnte glatt abgesetzt werden. sormalqualltäten„wurden, von der Provinz und schwere Qualitäten vom Rheinland und den Berliner Mühlen aufRochs##. Rogen reichten die Zufuhren nicht zur g des Bedarts aus. Kontingentfreier Weizen und ####e, waren„beachte" Futterhafer in Normalqualitäten Fndte###t Käufer. Industrichafer wurde nicht gehandelt. aan Ersianmatise maläten blieb zu kaufen gesucht. W t e r m i t t e l m a r n n u r K a r t o f f e l f l o c k e n f e s t. I n Sa Futtermitteln war kein Geschält zu beR. Getreidemärkte 22. 4. Oberrhein. Der Wasserstand war Dienstag stelgend. Die bereits Montag festzustellen gewesene Zurückhaltung der Verlader mußte Dienstag in zunehmendem Maße beobachtet werden, so daß denn auch die Nachfrage nach Leerraum gering blieb. Bis Börsenschluß kamen nennenswerte Charterungen nicht zustande. Die Güterzufuhr war zurückgegangen und hinsichtlich der für den Oberrhein bestimmten Mengen nur mäßig. Die Stimmung war unverändert bei wieder mehr stetiger Preistendenz, welche auf die Berichte vom Oberrhein, wonach mit weiterem stärkeren Wasserzuwachs nicht mehr gerechnet zu werden braucht, zurückzuführen ist. Nach Mannheim galt bei genügendem, aber durchschnittlich nicht mehr als mäßigem Angebot ein Verhandlungspreis von 52½ Cts. pro Tonne mit den üblichen Zuschlägen nach Karlsruhe, Straßburg und nach den Mainstationen bis Aschaffenburg. Niederrhein. Der Wasserstand war steigend. Bei schwacher Güterzufuhr, u. a. wurde nur ein Erzdampfer für Krupp gelöscht und 3 Getreidedampfer, von denen 2 mit deutschem Getreide beladen waren, war die Nachfrage nach Leerraum etwas schwächer als tags zuvor. Bis Börsenschluß kamen jedoch einige Charterungen zustande. Die Stimmung war ruhig bei stetiger Preistendenz. so daß die Verlader durchschnittlich bei allerdings besserem Leerraumangebot unveränderte Erzfrachten bezahlten; nach Duisburg 15, 20 Cts. pro Tonne bei 4 bzw. 8 Löschlagen, nach Mülheim-Ruhr 17½, 22½ Cts. und nach dem RheinHerne-Kanal 20, 25 Cts. pro Tonne bei denselben Fristen. Das Chartergeschäft nach Stationen oberhalb Duisburg bis Köln war kaum nennenswert. Auf dem Schleppmarkte war die Montag mit sehr fest zu beobachtende Tendenz etwas rückgängig, aber blieb trotzdem steigend. Die vortägige Notierung von 20 bis 25 Cts. war, wie der Preis schon andeutet, wenig seriös zu nennen, es dürften nur einige Kähne zu 25 Cts. übernommen worden sein. Angeblich war in den meisten Fällen auch montags höchstens 221/8 Cis. zu erzielen, und diesen Satz verlangten die meisten Agenten auch dienstags. bis Pallen audr molllaxs Hochistenser!. 8io.— diesen Satz verlangten die meisten Agenten aucn dienst Bei Börsenschluß kam indessen eine Notierung von 20 uis 22½ Cts. für beladene Schiffe zustande, für leere Kähne entsprechend weniger. Schleppkraft wurde reichlich angedoten. J. G. K. Kleine Geschäftsstockung am Mittelrhein Neuwied, 21. April.(Eig. Bericht.) Infolge des regnerischen Wetters bis zu Beginn der Woche ist in der Verfrachtungstätigkeit im Neuwieder Becken eine kleine Geschäftsstockung eingetreten, da vielfach die Bimssteinlieferwerke kein Material zur Zeit fertig und ladebereit haben. Es werden erst im Laufe der Woche wieder die Verfrachtungen umfangreicher werden. In Ladung liegende Rheinkähne und Seeschiffe wurden durch das regnerische Wetter ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, da die Verladungen wiederholt unterbrochen werden mußten. Von linksrheinischen Häfen wird gemeldet, daßl wegen des Unwetters in der Eifel auch hier eine Verzögerung in der Anlieferung des Materials zu verzeichnen ist, so daß nicht in allen Fällen in der vorgeschriebenen Ladezeit die Schiffe beladen werden können.— Die Zahl der in Ladung liegenden Schiffe hat sich in der Steingegend in den letzten Wochen gehoben, auch der direkte Rhein-Seeverkehr hatte recht lebhaft eingesetzt. Man nimmt an, daß die Stockung im Neuwieder Becken im Laufe der Woche beseitigt sein und das Laden und Löschen wieder regelmällig vor sich gehen wird.— 3 Der gesunkene Raddampfer abgeschleppt Düsseldorf. 21. April.(Eig. Bericht.) Nachdem durch fortwährendes Pumpen bis zum Sonntagmorgen der havarierte Dampfer„Oekar Waldthausen“ einigermalen schwimmfähig gemacht werden konnte, wurde er im Laufe des Sonntags abgeschleppt. Das steigende Wasser des heins gatie am Samstagmorgen aie Lage des Schiffes noch verändert und es wäre zu erneuten Schwierigkeiten gekommen, wenn es nicht rechtzeitig gelungen wäre, eine erneg„Sicherung de. Schilles vorzunehme: Das steiW sser hatte das auf Grund sitzende Schiff ge hoben und ins Treiben gebracht. Um das Schiff, das unter der Neußer Brücke lag, abzuepgeg be,e man zwei Boote von der Ruhr beordert Der Raddampfer lag mit seinem Bergungsschiff zwischen den Brückenpfeilern an der Landseite. Es war also un möglich, das Schiff zu drehen, so daß man es gesichert brische die Besteiei, um higer der Nammer Eisenbahn. brucke die notwendige Drehung in der Schlepprichtung vorzuneu.. Erst dann konnte der beschädigte Dampfer nach der Duisburger Werft, die ihn instandsetzen wird — Ueber den Zusammenstoß und Prer ahworte mden Seeamtzenischeidung in Rekordverkehr der Dortmund-Ems-Kanalschiffahrt Im Verkehr von und nach Emden Im 1. Viertel 1936 Kanalschilfe mit 908 000 t Tragfähigkeit(in dar V.-# und 93aa erzan-Pe Kanalschille mit 393 000 f) kamen an und 1744 Kanalschiffe mit 926 000 k(738 Schiffe mit 364 000 f) lchkel beial, dad der Koanal un der Grenze Ee licte eceche e ececeiche usgeiene dtut ich zuch gen nschlells zul den Verichr sehr in Motorchilfen, auch Seemotorig“ Die Seeämter am Rhein bleiben bestehen kehraministers ist der Plan, nech dem die Seeämf, des es eemen Reicgen, die bislang ia Ahre Talskelt als Landes zuwandein. vortauf:#oril ig Reichsbehörden umzuwandein, vorläufig zurückgestellt worden Es ist auch zunächst davon abgesehen, die Zahl der Seeglel zu, verringern. Am Rhein gibt es in Duisburg Düsseldort und Köln Seeämter. sburs: Die deutsche Kupfererzeugung Im März 1936 Harli- 0 4— 11 p:„„„„„ Hamburger Cif-Notierungen für Getreide, Kleie und Saaten 80 ke hprif’soo, 4PEh: Rgale 79 ks April 5.30, Barusso 67.68 Ls Aoril 3.2- PPngs Donzu P.s5 ks Aoril 3.25, Plata ie 3./21, Maig, La ple a achr 2.97/.78 16 Aoril 30 Juni. Juli 3.00. Hafer: Plata Unclipped 46-47 kg April 3.60 Eate eigrrd eie uis dorl 3% Weizentleier Pollrds Plata 96 ½ Anri 7.70 Mat 27s plgri 7D1v. Leinsaat: L.1 „rn 7.70. Mai 7.75, Rizinussaat April-Mai 12/15 orihle Gige 10. Apru-Mal 1330, Rapssast „#Berlin, 22. Aprn.„Die deutsche Kupfer-Hüttenerzeugung Indust sschgernse u., dig Aertzschaltsgrppe LichleisenmetalIndustrie Rarlin auf Gruna ssnaltssruppe NichteisenmetallIndustrie. Berlin, auf Grund der Berechnungen des statistischen Büros der Metallgesellschaft AG., Frankfurt a. M mitteilt. um März 1936 auf 5703 To. gegen 4751 To. im Februa. De deutsche Kupfer-Raffinadeerzeugung(Raffigegen 18195 To. um Pebrggr, betrus im Mürz 1836 16.397 Rheinisch-Westfälische Börse zu Düsseldorf Der Zementabsatz im ersten Vierteljahr 1936 " Berlin, 22. April. Der Versand der gesamten deutschen Fehruar 496 000 pa.. 4 1 Monaten Januar 521000 To., Februar 496000 To. und März 972000 To. Davon entlielen u a a-e den, auswarngen Handel Februar 51 400 Ta. uu. 1. 7zen Januar 43 800 To. und Feprus„# To. I., Monat März, für welchen die amtZahlen noch nicht vorliegen, dürfte die Ausfuhr Konnie damir assngrst.. b#den: Die Ausfuhr konnte damit erfreulicherweise gehalten werden. Düsseldorf, 22. April. Bei ruhigem Verkehr gestaltete an der Rheinisch-Westfälischen Börse die Tendenz en. 4gch..1.— Vaukauftrüge des Pobikume Duisburg-Ruhrorter Schifferbörse " Dussburg-Runror:, 22. Aprn.(Frachtenmarkt.) Die Hlaue Geschäftstätigkeit an der Ruhrorter Schifferbörse hält un vermindert an. Fir die Bergfahrt ist es zu Abschlüssen Picht,„#.###en,„In der Fahrt nach Rotterdam bewegte Geschält in den Grenzen der Vortage mit Kanalvorlage bei weiter unveränderten Frachten. Bergfrachten fallen aus. T.Hrachtena Rhein-Zechen-Häfen nach Rotterdam 0.85 ab Rhein- und Ruhrhäfen nach Rotterdam 0.90, nach Ant 200 nu. b n nach Brüssel 1.40 und nach Latich # Rheit„Herne-Kanal nach Rotterdam 1.10, nach RA. einschlieblich Schleune nuch Lütich 220 Mannheim 0.80.Die Frage des holländischen Kommissars für die Rheinschiffahrt „In dieser Angelegenheit erfahren wir aus zuständiger holländischer Quelle, daß die Meldungen, die vor einigen Tagen in der deutschen und holländischen Presse erschienen seien, zuletzt Montag auch im„Handelsblad“, als verTrüht angesehen werden müllten. Die Angelegenheit ist lediglich in Beratung, und wenn u. a. der Name des früheren Ministers Verschuur genannt wurde, so ist dieser Bericht zum mindesten ebenfalls den Tatsachen vorausgeeilt. Ort Konstanz Rheinfelden Breisach Straßburg Kehl Maxau Mannheim Mainz Bingen Caub Koblenz Köln Düsseldort Duisburg Ruhrort Wesel Emmerich Nebenllüsse: Lohr(Main) Ems(Lahn) Trier(Mosel) Mülheim(Ruhr) 227 Ruhrschl. Duisb. 745 (Unterwasser) Pegelstand 319 Wetter Temperatur 271 180 292 298 483 452 213 322 389 436 517 453 395 422 420 504 + 9 + 2 + 6 +11 — 3 — 3 — 2 + 7 — 8 +24 +30 +47 +50 +59 +66 Südwest, bedeckt Südwest, Regen + 9 + 9 West, bedeckt Ost, bedeckt Ost, bedeckt West, Regen Südost, bedeckt Nordost, Regen Nordost, bedeckt Nordost, Regen Nordost, Regen Ost, bedeckt Ost, bedeck: Festverzinsliche Werte: Duisburg 1926 Duisburg 1928 Essen 1926, Ag. 19... Oberhausen 1927...... Rheinprov Ldsbk G. Pfdbr. 3 dto. Kom. A. 4 Dt. Kom. Sammelabl. Anl. R. 2 dto. ohne Auslosung Rh. Westf Bod. Cr. G. Hyp. R. 1 dto. R. 11 dto Kom. 1926 R. 4-6. Westd. Bod. Cr. G. 24-26 dto. Kom Em 4. 8. Ot. Schiffskr G. Pfdbr. R. 6 Aktien: Bösperde Walz „#nner Bergy, u. Hüttenverein Graunkotle Zukunft Dahlbusch dto. Porz... Dorstener Esseng....... Gerresheim Jlas...... Hallesche Sal. Köln Gummifäcen.... Königsbrauerei Duisburg Rheinische Energie Schlegel Scharpens. Ver Rumpuswerke Waggon Uerdingen Dortmunder Aktienbrauerei Dortmunder Ritterbrauerei Dortmunder Unionbrauerei 22. 4. 89¾ G 89¾ C 91½ 0 91¾ G. 96¾ G. 94⅝ G. 134¾6 G. 24½ G. 96½ G. 102 G 95 0 96 0 94 G. 95 116 1 125 B 133 R B B. 1171 95 G. 49 G. 116 G. 150 G. 110 C 139 B. 87 G. 166 G. 1025 21. 4. 90 G. 91¾ 91¾ G. 96¾ G. 94% G 134¼ G. 24 C 96½ G 101¾ G 95 G. 96 0 94 G. 95 Weizen frei Berlin Roggen frei Berlin Braugerste gute frei Berlin Wintergerste. zweizeilig krei Berlin Wintergerste, vierzeilig krei Berlin Hafer ab Station Weizenmehl PreisgebietV Roggenmehl PreisgebietV„ Weizenkleie Roggenkleie Vikte riaerbsen Kleine Speiseerbsen Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken, deutsche Lupinen blaue Lupinen gelbe Seradella, neue Leinkuchen Basis 37% Erdnußk Bas 50% ab Hbg Erdnußkuchenmehl deutsche Mahlung Trockenschnitzel Sojabohnenschrot 46% ab Hamburg Sojabohnenschrot 46% ab Stettin„ Kartoffelflocken, waggonfrei Stolp Kartoffelflocken. Parität Berlin 214.00 177.00 158.00 27.85 21.55 11.30 9.96 33—36 32—35 24—26 33½—36 21—23 30—31 1—18½ 29—31 44—48 17.30 16.90 18.10 9.26 15.50 15.90 19.00 20.20 21. 4. 214.00 177.00 156.00 27.35 21.55 11.30 9.95 32—36 24—26 33½—36 21—23 30—91 17—19½ 29—31 44—48 17.30 16.90 16.10 9.26 15.50 15.90 18—19 20.10 Berliner Metallmarkt 125 310 115 B 135 G. 94½ G. 117¼ + 8 + 6 + 5 + 5 + 4 + 2 + 3 + 3 + 3 + 1 + 3 116 G. 150 G. 106 ¾ 139 B. 67 G. 166 3/8 95½ G. (Eigener Bericht) " Berlin, 22. April. Auf Grund der KP. 130 waren die urr am. 1%, K#6. hr.ie u., 0.25 RM erhöht und für Blei 0.50 R, rniedrigt worden. Noch im Laufe des heu. Abends tritt eine neue Kurspreisfestsetzung mit Wirkung ab morgen in Kraft. Die Del-Notiz ertuhr eine Er höhung um 0.25 RM auf 53.— RM. Auch Feinsilber erfuhr eine Erhöhung um den gleichen Betrag auf 39.— bis minmarkt wurden die Preise #„ u n d B l e i g e m ä ß o b i g e r K P. g e ä n d e r t.— E i n e mr Haltung zeigte heute Kupfer am internatoShhräckei. er trage um, bei Kassakurs leicht abbröckelnd. Ein wenig anziehend lag Blei. Auf Grund der London Zinkverhandlungen scheinen sich die Preise eineun verstellen zu wollen. Anziehend aber ruhig lag Telegraphieche Auszahlung am 22. Auril 1936 231 205 237 +18 +11 —30 +73 +51 Südwest, Regen West, Regen + 4 + 7 Argentinien 1 Pap Peso Belgien 100 Belga Brasilien 1 Milreis Bulgarten 100 Leva Dänemarb 100 Kronen England 1 Pfund Finnland 100 finnl. M Frankreich 100 Frcs Weserwasserstände „P— Apri; Hann.-Müngen 2.45 47, Karlshafen +3. Hameln 3.03—6. Minden 3.80+2. Elbewasserstände „ Hamburg. 22. April. Dresden+1.39. Wittenberg+2.52, Magdeburg+1.70. Tangermünde+2,58. Oderwasserstände Seiiin 2. April.„Nogmalwasserstang 0.0s, PogelbaumHolland Island IAllen Japan Jugoslawten Lettland Norwegen 100 Gulden 100 lsl Kr. 100 Lire 1 Ven 100 Dinar 100 Latis 100 Kronen brücke 0.50 Oesterreich 100 Schilling Portugal 100 Escudo Schweden 100 Kronen Schweis 100 Franken Spanien 100 Peseten Tschechoslowakei 100 Kr Ungarn 100 Pengö V. St. v. Amerika 1 Dollar rig: Bri rlet 0.666 42.15 0.141 3.053 54.96 12.315 5.425 16.425 169.10 55.21 19.64 0.719 5.666 61.08 61.85 49.05 11.165 63.44 81.19 34.03 10.295 Del-Notis Elektrolytkupfer(wireb.) prompt cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam Berliner Metalle Orig. Hütten-Aluminium 98—99 in Blöcken, Walz- od. Drahtbarr. Orig Hütten-Aluminium In Walr- od. Drahtbarren Reinnickel 98—99% Antimon Regulus Silber in Barren ca. 900 f. ka.. Gold Freiverkehr per 10 g Platin Preiverkehr 1 g Preise für 100 kg Heutige 53 144 148 18 39—42 Verige 52¾ 144 148 269 38¾—4130 Amtl. Preisfestsetzung für Kupfer, Blei und Zink (Reichsmark per 100 kg) April Mal Juni Juli August September Mü Vier Woch Ueber den be das Glasdach ge sonne. Ferienstin In Dortmund auf der Glanz der Au klar. Zurufe un strecken sich au rahmen— ein Aufmunternd klin meinte W'unsch in derstecken vom Boden.„Hätt'’s“ ich jemand sagen lichkeit gefaßt, da lawine trifft. Als scharf an ihm vo Abteil herum: C rungsformular bei Bevor der Abri die bayerische Ls Wir haben keine einer Stadt, die s soll man die Klin wollte bei einer F München bei ung stigem Wetter ung der Stadt ins Gel Bekannte beim haben? Es müßt ihrer Tür anzuklo Schaustadt,„Haup deutscher Beschwi reitwillig und läßt alle ihre guten S Wenn es auch ware es doch fal Ein m H He Lee e te AF e der Meise BEILAGE ZUR WESTFRLISCHEN LANDESZEITUNGBROTE ERDEG München- Murkau- Mittenwatd Vier Wochen im deutschen Süden /# Eine Reisevorschlag mit 280 Mark Ueber den belebten Bahnsteig buscht durch das Glasdach gedämpft die warme Frühlingssonne. Ferienstimmung spiegelt sich schon hier in Dortmund auf den erwartungsfrohen Mienen, der Glanz der Augen erscheint zuversichtlich und klar. Zurufe und Abschiedsworte— Hände strecken sich aus den holzgefaßten Fensterrahmen— ein kräftiger Druck:„Gute Reise!“ Aufmunternd klingt auch mir der ehrlich gemeinte Wunsch in den Ohren, da fällt ein Wanderstecken vom Gepäcknetz geräuschvoll zu Boden.„Hätt’s'n bloß besser raufgelegt“, höre ich jemand sagen. Mein Freund trägt die Möglichkeit gefaßt, daß ihn schon die zweite Gepäcklawine trifft. Als diese aber doch noch einmal scharf an ihm vorbei geht, fragt er plötzlich im Abteil herum: Ob keiner ein Lebensversicherungsformular bei sich habe Bevor der Abruf in die Berge erfolgt, hält uns die bayerische Landesstadt für acht Tage fest. Wir haben keine Lust, uns zu widersetzen. Vor einer Stadt, die so bestimmt„Halt“ sagen kann, soll man die Klinge streichen. Ueberhaupt, wer wollte bei einer Fahrt in die deutschen Alpen in München bei ungünstigem oder selbst bei günstigem Wetter ungesäumt den Zug wechseln, ohne der Stadt ins Gesicht gesehen oder sie als alte Bekannte beim Umherschlendern begrüßt zu haben? Es müßte als Anstandspflicht gelten, an ihrer Tür anzuklopfen! Diese große Kunst- und Schaustadt,„Hauptstadt der Bewegung“ und süddeutscher Beschwingtheit, öffnet sich jedem bereitwillig und läßt unvergeßliche Einblicke tun in alle ihre guten Stuben und Winkel. Wenn es auch seine sehenswerte Seite hat, so wäre es doch falsch, die Stadt der deutschen Kunst nur im unveränderten Dunstkreis des Hofbräuhauses zu betrachten Freilich, ein Blick zwischen seine rauchgeschwärzten Mauern gehört nun einmal zu jedem Münchner Aufenthalt. Wer das Bavernland zum ersten Male betritt, bewahre sich davor, sich von der Mär des„Sau-Preiß’n“, Im Vorurteil beeinflussen zu lassen. Die bunten Postkarten der überpatriotischen Tendenz sind längst in die verblichenen Sammelalben gewandert und der Fremde hat nur noch am Abend Gelegenheit, sich über die in Kurzakter gekleideten traditionellen Witze eines Weiß Ferdl bei den Dachauern im„Platzl“ oder eines der zahlreichen anderen Münchner Humorkünstler in den ebenso zahlreichen Bierkellern zu belustigen. Im romantischen Isartal Die ersten Tage haben einem herzfüllenden Erleben weichen müssen. Selbst der vorbildlich angelegte Münchner Tierpark Hellabrunn mit dem Neubau der größten„Menschenaffenstation“ der Welt konnte sich vor unseren neugierigen Blicken nicht verbergen. Der nächste Morgen sieht uns im romantischen Isartal bei einer Flußwanderung wieder. Aber bald können wir es nicht mehr aushalten. Wohl hat die erste Woche in uns keine Minute Langeweile aufkommen lassen, aber die Gewißheit der nahen Bergwelt macht uns begehrlich. Was Wunder, wenn wir wieder fahren. Die Landschaft draußen bekommt einen saftigen, nahrhaften Ton. Die Hügel schwellen an, die Bäume recken sich und umsäumen das weite Grün. Man denkt, in diese Gegend würden Kühe gut hereinpassen, schön gelleckte Kühe, etwa weiß-braun, wie frischgeschälte Kastanien. Man träumt von Aluminiumkannen, von Bäuerinnen mit bunten Kopftüchern und allerhand Sauberem. Wir sind in der Tat schon im oberbayerischen Hochland, dem Land, wo Milch und— Wasser fließt, ja grau-grünes Wasser ist’s, und es trägt den deutschen Winter allmählich zu Tal. In weiter Ferne heben sich immer deutlicher ein paar weiß und blau schimmernde Felszacken vom hohen Horizont. Der Zug stampft, fährt und bremst, oft stehen wir. Die Namen werden immer verheißungsvoller: Starnberg— Tutzing— Weilhelm— Im Bannkreis der Berge Dann Murnau! Wer an diesen Ort nur mit der Bahn vorüberfährt, lernt die oberbayerischen Kleinstadt-Schönheiten nie verstehen und lieben. Es liegt auf einem Höhenzuge, der sich von Kohlgrub her bis gegen den Kochelsee erstreckt und namentlich von dem seitlich der Hauptstraße gelegenen Gelände eine herrliche Aussicht auf die nahe Bergwelt erschließt. Der Markt selbst hat nicht nur etwas Gemütliches, Behagliches, sondern vor allem auch sehr viel Malerisches im Motiv wie im Schmuck. Die Geschichte dieses alten Marktfleckens reicht bis in die ersten zehn Jahrhunderte zurück. Kein Wunder darum, wenn er heute noch immer Geschichte„atmet“. Jeder, der sich ein paar Tage seinem eigenartigen Zauber hingibt und ins weitgedehnte Moos und zum ländlich stillen Staffelsee hinauswandert, wird das im Bannkreis der sichtbaren Berge begeistert bestätigen. Und weiter geht die Reise. Strahlende Sonne ist um uns, als wir auf der Partenkirchener Straße die große überraschende Kehre nach Südosten machen. Endlich— da stehen sie nun mit einem Male vor uns: Wörner, Tiefkar, Karwendel, schön, bestürzend in ihrer atemberaubenden Unmittelbarkeit. Tiefer, dunkler als an anderen Orten leuchtet das Grün der Wiesen zu ihren Füßen, an denen sich die ragenden GeAufnahme: Irl Das Geigenbauerdorf Mittenwald mit Karwendel Aufnahme: Süddeutscher Bilderdienst Ein mahnendes Kreuz in der Einsamkeit der Berge Aufnahme: Wolff Blick in das liebliche Isartal bei München stalten der Fichten scharen, um In endlosen Reihen ihren Pilgerzug anzutreten, empor zur Höhe. Dorthin geht auch unser Sehnen. Mittenwald— das Geigendorf Die Straße macht noch eine Wendung nach Süden und steigt dann hinab zu den Menschen. Da unten in einer makellosen Ebene liegt der höchste Kurort der deutschen Alpen, das weltberühmte Geigendorf Mittenwald. Mittenwald mit seinen merkwürdigen, unendlich malerisch gestaffelten Häuserreihen, mit der quellenden, leuchtenden Pracht der Bauernblumen an seinen Fenstern, der heiteren Frömmigkeit seiner gemalten Heiligen an den Hauswänden, dem schönen, bunten Barockturm, und seinen hallenden Glocken. Am Abend geht der Tag noch einmal auf— so scheint es— rosenroter Schein steigt aus den Wäldern empor zu den östlichen Bergen. Nicht mehr wuchtend jetzt, verklärt scheinen sie wie Götterburgen, über den Zinnen schwebt ein verschwimmendes Märchenblau. Doch von unten kam der Schein, wie ein flüchtiges Erinnern der Erde an vergangenes Glück. Der Tag ist dahin— unwiederbringlich. Schon bei unserer Einfahrt in Garmisch grüßte das Berghotel von hoher Warte, und blitzend ziehen sich die Drahtseile über dunkles Grün. Die Fahrt zur Höhe ist ein Schweben zwischen Himmel und Erde. Am Beginn unserer ersten Tage hatte ein Häuflein blaßgesichtiger Großstädter Mittenwald bevölkert. Die Gesichter hatten etwas Milchiges, erinnerten unweigerlich an jungen Teig. Gegen Mittag waren diese Teigwaren auf einmal nicht mehr sichtbar. Sie ölten. Am Abend dann— die Tage sind jetzt schon herrlich lang— marschierten braune, knusperige, pausbackige Naturkinder aus dem Backofen des Karwendel heraus. Und die Mienen sind fröhlich, beglänzt von stillem Stolz, und kostbar müde; denn die Luft allein schon„röstet“. In vier Wochen den deutschen Süden erlebt— Erholung, Gesundung, Kraft zur neuen Leistung —— was muß ich hören? Verfängliche Anspiegelung! Nun, wir haben in der Tat ein wenig über die Schnur gehauen, leider, leider. Die Hinfahrt im D-Zug über Frankfurt— Würzburg (ohne umsteigen) München— Mittenwald kostete 37 Mark und fünfzig Pfennige, zurück dasselbe, die Kreuzeckbahn hinauf und herunter 5 Mark, dazu kam noch Essen und Trinken und die Quartiere mit„fließendem und warmem Wasser“ — es läppert sich halt zusammen.. Immerhin, wir haben jetzt wenigstens einen lebhaften Begriff von Berge und Sonne, von der Zauberwelt der bayerischen Alpen— vom unvergleichlich schönen deutschen Süden—1 Wir glauben, das ist mehr wert, als ein verriegeltes Geldschränkchen. Nauheim Herz- und Kreislauferkrankungen— Rheuma Nervenleiden, Katarthe der Luttwege Der Ideale Kurort für alle Abnutzungskrankheiten der Großstadt Pauschalkuren gord Die boben Wert— und deren Wnf Zentner in jedem Bad! ELGTERS RNEUMA-VERZ-WERVEN · FRAUENLEIDEN * O M1 M Lee e te AF Re ickungen Koklensaure Sprudelbäde Se Stahl- undd Moorbäder SEE A CEETEE Wee NE W Site CICHT“ RHIELMA WIESRADEN Kurbad SinzigRhein Staatlich anerkannte. gemelnnützige Mineralquelle hollt Herz-, Zucker-, Gicht-, Nieren-, Biesen- und Frauenlolden.- Liegewiese. Pons. 5 Am.(IlIeß. Waster). Prospekte durch d.Verwalt. C. Baum Braubach a. Rhein. Erholungsuch. find. angen. Aufenth. u. gute Verpfl. Gart. m. gedeckt. Veranda. Aussicht a. d. Rhein. Pensionspr. M. 3.50 v. Tag. Frau Meta Heberle. Schloßst. 2. Wildbad ii Altberühmtes Ihermalbad(33—370) Im Schwarzwald Herrlicher Kurort, 430-750 m. Bergbahn Neue Trinkhalle, Kurthester, Strandbad Wildbad verlüngt Illustr. Prospekt d. d. 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Hinter all Dieten Städten und Oörfern stcht die ragende Mauer Der Aipenriefen und über ihnen Die Rrahlende Bobeniesionne. 6 Ferienplätze im deutschen Süden, jeder mit einer beionderen Note! Und so billig, schon von RM 4.- ab hann man volle DenNon haben 1 4 Orte, aber nur eine Reite, nur ein Reiteziel: ZUM FRUHLING AN DEN RODENSER! DER REISEFOHRER erscheint regelmäßig jeden Donnerstag inbrünstig in uns aufnehmen, wie es Menschen kraft nur irgend erlaubt; denn mit jedem Tax wird die Welt neu geboren. Ach, diese Menschen haben es gut. Sie sind eines Tages wieder zu Haus, die Sorgen sind wieder da, keine Woche vergeht, und die Sorgen kläffen wie früher. Es lohnt wahrhaftig nicht, sich zu ürgern. Aber man denkt dann so, wenn man mit der Straßenbahn zum Dienst fährt, und die Ameisen im Rücken kribbeln: Jetzt legt der Dampfer in Meersburg an, und drüben leuchtet der Säntis. Oder man denkt am Mittag: Jetzt K VTITI Ob das nun Reichenhall ist, Wiesbaden, Helgoland oder die weltferne Waldeinsamkeit eines Gasthauses im Harz:, Kein Bad, kein Städtchen, kein hübscher Platz im großen Deutschen Reich, zu dem nicht immer wieder dieselben Menschen kämen, um dort ihre Ferien zu haben. Der eine fährt schon dreißig Jahre in jedem Sommer nach Kreuznach; nach Kampen kam Juli für Juli ein alter hannoverscher Baron bis an sein seliges Ende; ich glaube, er war wohl fünfzigmal dort. Jeder wird ähnliche Fälle wissen, wenn er nicht gar von derselben ldee be herrscht wird. Sind diese Leute wirklich, wie man so gern sagt, komische Käuze? Ich glaube im Gegenteil, daß sie zu den ernsten und klugen Menschen ge hören. Menschen dieser Art haben weiter den leidenschaftlichen Wunsch, an ihren Lieblings stätten immer im gleichen Haus, und wenn irgend möglich, im gleichen Zimmer zu wohnen. Es brauchen nicht einmal Lieblingsstätten, es brauchen auch nicht allein Vergnügungsreisende zu sein: In den Kleinstädten weiß jeder Gastwirt wenn sich bei ihm alljährlich der gleiche Kaufmann meldet, um seine Kundschaft am Platz zu besuchen, daß er damit auch seinen. gleichen Tisch zum Frühstück und sein gleiches Bett haben will. Dies Verlangen ist viel mehr als Gewohnheit: Menschen dieser Art sind wie Hirsche und Rehe, die ihren eigenen Wechsel haben. Sie handeln auf einen Befehl der Natur. Sie sind wie Kinder, die unermüdlich immer die gleichen Märchen erzählt haben wollen. Man wird aber auch dies beobachten können: Jene, die aus unwiderstehlichem Drang immer den gleichen Kurort, dasselbe Bad oder Waldstädtchen besuchen, haben die Freude am Reisen im Blut. Sie sagen es nur der Einfachheit halber und aus einer bürgerlichen Verschämtheit, daß sie einen einzigen erkorenen Lieblingsplatz haben. Sie kennen viele andere solcher FeuerLEEEEIE SATENLEIRETE AHRIRENHHAAAEIT D En stätten, die sie sozusagen inkognito aufsuchen; sie wissen sehr gut um die Entdeckerfreude, sich von dem Liebreiz einer nie bisher gesehenen Ortschaft überraschen zu lassen. Für sie sind solche Erlebnisse Sache des Gewissens, und die Notwendigkeit des Wiedersehens mit einer liebgewonnenen Landschaft ist ihnen Verpflichtung. Sie kennen von Grund aus die seelische Wohltat des Reisens: Sie haben Sorgen wie andere Menschen auch und werden geplagt von ihren Sorgen, die Sorgen laufen hinter ihnen her: Doch sie sind schlau. Sitzt man erst eine Viertelstunde in der Bahn, so hat die Meute der Sorgen die Spur verloren, man atmet tief und lacht vor sich hin. Solche Menschen reisen nur auch im Notfall des Nachts. Sie lesen auch nicht unterwegs. Sie machen auch ungern Bekanntschaften. Es ist ihnen spannendes Erlebnis, stundenlang durch der Kranke in Bad Salsuflen Linderung und Heilung finden, damit er sich künftig wieder an der Welt freuen möge. Fünf Sol- und zwei Thermalquellen, die sich sowohl für Badeals auch zu Trinkkuren eignen, entspringen dem Erdschofl. Ihre Anwendung empfiehlt sich bei Herz- und Gefäßlerkrankungen, bei rheumatischen Erscheinungen im Nervensystem und Atmungswegen, bei Schwächezuständen und Frauenleiden. Die Heilkraft des fließfenden Bodenschatzes wird noch erhöht durch die ktimatische Gunst, deren sich Salzuflen erfreut. Milde, reine Luft, gesiebt vom Gitter waldiger Höhen, lichte Lage und erhebliche Sonnenscheindauer begünstigen jede Kur. Für leicht Erkrankte und Wandertüchtige finden sich „We.e durchs Lipperland, lohnende Streifzüge durch Feld und Wald, an freundlichen Siedlungen hinter blühendem Phlox vorüber: Viel Freunde findet auch das alte „tzurien, a., das sich die moderne Badestadt lügte. Hier locken malerische Plätze, verwinkelte Strebegassen, von alten Türmen überragt, umrahmt von Fachwerkhäusern, die von der reifen Kunst der Renaissance ein leben diges Zeugnis ablegen. Wie versteckt in Blühen und Grünen liegt das dörfliche lippische Bad Meinberg in „„„geln, die alles Laute der geschäftigen Welt abwehren und den Reiz der Stille hegen. Lahm und gebrechlich kommen die Heilungssuchenden her und— wenn sie die Moorwannen benutzen— können sie bald neubelebt den wundervoll gediehenen Park mit den alten Baumriesen genießlen und die nahe en der wonnensamen Kune des Biedermelere durchströmt wird. Im Bannkreis der ltppischen Rose, am Ursprung der Lippe, liegt Bad Lippspringe, das seine Entstehung nur einem Zufall verdankt, wurde doch bei der Umleitung der Quelle durch einen Abzugsgraben die warme Mineralquelle im alten Bachbett entdeckt. Das war 1832 und heute, nach hundert und einem Jahr, steht der Kurort mit seinen allen Anforderungen entsprechenden Einrichtungen keinem großes-Bade mehr nach. Besonders Lungenkranke suchen ihn auf und erzielen in der milden, fast nebelfreien Luft, gestützt auf die Heilkraft der Quelle und die inhalatorischen Anstalten Erfolge, die denen des Hochgebirges in„keiner Weise nachstehen. Unmittelbar an die Stadt schließt sich ein tausend Morgen großer Mischwald, dem schattige Buchen- und Tannenwege, lauschige Anhöhen und gepflegte Teiche einen eigen„ugen Reiz verleihen. Daß der Teutoburger Wald mit seinen Herrlichkeiten auf kurzen Wanderwegen bald zu erreichen ist, hat die Beliebtheit Lippspringes gefördert. Bäder im kleinen Ländchen der Rosel Segenspender der Menschheit in einer Landschaft, die bei aller Bodenkultur das Ursprüngliche wahrte. Wer Zeit, Muße und heile leuer hat, sollte es nicht versäumen, den Zauber in und um Lipperland zu erlauschen. kommt der Posthalter in den Krug, er bestellt seinen Maßkrug Herzogliches Hofbräu, und das Mariele bringt frische Blumen auf den Tisch. Oder er denkt am Abend: Wenn ich jetzt die Augen zumachen werde, wird die Zeder vor dem fernen Fenster duften. Viel erlebt zu haben, ist wichtiges Gut. Wich tiger noch ist, viel gesehen zu haben. Lieegerton das Fenster den Flug der Bilder zu sehen und den Reichtum ihres Wechsels. Dann kommen sie an: Am Tegernsee oder in Würzburg oder auf der Insel ihrer Träume. Vielleicht ist es zunächst die einfache Freude des Wiedersehens mit den Menschen dort, der stumme Gruß des altgewohnten Zimmers, der vertraute Blick aus dem Fenster: In Wahrheit ist diese Wiedersehensfreude tiefer. Es ist alles so, wie es früher war, und doch jedesmal ein bißchen anders. Ein noch so gut geschultes Gedächtnis behält beschämend wenig. Das fast Vergessene meldet sich:„Schäm“ dich, daß du an mich nicht gedacht hast.“ Und dann dies Gefühl: Das Altgewohnte ist funkelnd und schön, schöner denn je. Zum Haushalt unserer Gedanken und zum Wohl unserer Seele gehört, daß wir in der UnerschöpfHeilende Quellen als Segenspender Im Wappenschild des schonen Lipper Landes blüht die fünfblätterige wilde Rose es ist so, als sei sie von jeher für die Kennzeichnung des lebendigen, vielseitig gestalteten und urdeutschen Fleckchens ausersehen gewesen. Sie ist an den gelbroten Wegweisern zu finden und an den Meilensteinen, die der Wanderer abschreitet, sie sieht altersfrisch von o. Tur- und Torrahmen der Burgen, Schlösser Rathauser auf den Eintretenden herab und grüßt ihn auch, wenn er ein Gehöft in der lieblichen Landschaft aufsucht, denn der Bauer schnitzte sie dem Querbalken ein, der die breite Dielentür krönt. Beschaulich breiten sich die Berge des Teutoburger Waldes um einige Bäder, die besten Klang haben, und als Wanderstützpunkte Gelegenheit geben, das Land um Detmold mit dem Hermann und den Externsteinen gründlich kennen und lieben zu lernen. gnn die Sonnentage nahen, in denen sich die Blühpracht üppig entfaltet und die SchönKurz und bündig Notizen für das kleine Reisemerkbuch! Auf der Strandbahn am Hengsteysee bei Hagen wird die Reichsbahn in der Zeit vom 15. Mai bis 30. September wieder einen Triebwagen-Pendelverkehr einrichten. Der Wagen wird an allen Sonn- und Feiertagen in Abständen von 15 Minuten verkehren. Fahrpreis: 10 Rpf. für Erwachsene, 5 Rpf. für Kinder. Mit Beginn des Sommerfahrplans am 15. Mai werden im Bezirk der Reichsbahndirektion Oppeln eine Reihe von Bahnhofsnamen geändert. Brynnek wird Brunneck, Rudzinitz wird Rudgershagen, Tatischau wird Vatersbausen und Tworog wird Horneck.— Auch die Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn ändert ab 15. Mai den Namen ihrer Station RothehütteKönigshof in Königshütte(Harz). Umgebung mit den Fachwerkbauten betrachten, die ihn umrahmen. Das macht die Kraft der Schwefelschlammbäder und der radioaktiven kohlensauren Gasbäder, die als Hauptheilmittel neben kohlensauren Sprudelbädern in Meinberg geboten werden. Es ist kein Wunder, daß hier Gicht und Rheuma in allen Formen.„Ischias und Lähmungserscheinungen, neurasthenische und neuralgische Erkrankungen an der Wurzel gepackt werden und den Körper so schnell' wie nur möglich, verlassen. Wer sich dem Zauber Bad Meinbergs mit Leib und Seele genügend hingegeben hat, der kann umherschweifen und über das alte .." den Bauernhäusern aus dem 17. Jahrhundert hinausblicken in ein Ländchen, das ehp M W S Se AI-EUSE C ALEESSSSE Laucht öl en a. 4. Werra, bei Eisenach Prlv.-Pons. Frau Eekhardt, h. Wald, schön. sonn. Zim., II. w. u. kalt. Wass., Bad. We. I.H., Glasver., Gart. u. son. Liegew., dir. Fluß, Angeln, Baden, Rudern, elgn. Boot u. Auto. Volle vorz. 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Es ging dabei in großen Gruppen zu den verschiedenen industriellen Großanlagen des Bezirks, um interessante Neuerungen bei der Kohle= und Koksverwertung zu besichtigen. Wir schlossen uns beispielsweise der Besichtigung der Duisburg=Ruhrorter Häfen und des Gasschleppers „Harpen“ an. Mittelpunkt der Energietagung ist ja das Bestreben, möglichst neue Wege für die Verwendung unserer heimischen Kohle zu finden, wodurch einmal mehr Arbeit im Inlande geschaffen, zum anderen auch Devisen für die ausländischen Treibstoffe gespart werden. Beim Gasschlepper„Harpen“ ist es gelungen, das Schiff mit dem an Ort und Stelle aus Koks gewonnenen Gas zu treiben, wobei eine außerordentliche Wirtschaftlichkeit erzielt wurde. Mehrere weitere Schlepper dieser Art sind infolgedessen bereits im Bau. Am frühen Nachmittag begannen im Essener Saalbau wieder die Tagungen, die diesmal zum Gegenstand, das Thema„Kohle und Technik“ hatten. Bergassessor Kellermann eröffnete und hieß dabei besonders Generalinspektor Dr. Todt willkommen, der von der großen Versammlung herzlichst begrüßt wurde. Oberbürgermeister Dr. Dillgardt (Duisburg=Hamborn), der Einberufer der Tagung, war inzwischen nach Berlin gerufen worden, so daß Prof. Tutzer seine Rede vorlas. Der Duisburger Oberbürgermeister gab dabei in großen und markanten Zügen eine Uebersicht über die drei Energietagungen, insbesondere über die letzte. Parteigenosse Saur, der Gauamtsleiter des Amtes für Technik der NSDAP., überreichte sodann dem Generalinspektor Dr. Todt eine eingebundene Sondernummer über die drei Energietagungen in einem prächtigen Band. „Kohle und Technik“ Im dritten und letzten Teil der Essener Kohletagung, der sich mit dem Verhältnis von„Kohle und Technik“ befaßte, hielt Obering. Dr. Wiedemann, Essen, den einleitenden Vortrag über „Die Steinkohle im Haushalt". In der Versorgung des Haushaltes mit Wärme teilten sich heute Steinkohle, Braupkohle und Torf als feste Brennstoffe mit Gas und Strom. An erster Stelle stehe mit rund 48 Prozent der Steinkohlenbergbau mit seinen verschiedenen Kohlen=, Brikett= und Kokssorten. Es folge mit rund 33 Prozent der Braunkohlenbergbau in der Hauptsache mit Braunkohlenbriketts, aber auch mit Rohkohlen und Schwelkoks, und danach das Holz mit rund 16 Prozent. Der Rest von 3 Prozent entfalle auf Torf, Gas und Strom. Die große Bedeutung des Hausbrandes für die Beschäftigung der Gefolgschaften des Steinkohlenbergbaues gehe daraus hervor, daß 1934 vom deutschen Steinkohlenverbrauch in Höhe von etwa 89 Millionen Tonnen rund 22,7 Millionen Tonnen oder 25,6 Prozent auf die Verbrauchergruppe„Hausbrand, Landwirtschaft, Platz= handel“ entfielen, und daß die Wirtschaftskrise der Jahre 1930—1938 auf diesen Absatz im Gegensatz zur Industrie keinen Einfluß hatte. Professor Dr.=Ina. Ubbelohde sprach anschließend über das Thema: „Die Steinkohle in der deutschen Treibstoffwirtschaft.“ Der Redner führte u. a. aus: Um aus Steinkohle Treibstoffe zu gewinnen, verwendet man folgende Verfahren: Die Verkokung, die Gas. Teer und Koks liefert; neben der alten Art der Verkokung bei höheren Temperaturen gibt es die Tieftemperaturverkokung oder Schwelung und die Mitteltemperaturverkokung die bei Temperaturen von 500 bzw. 600 bis 700 Grad arbeiten. Aus den dabei anfallenden Gasen kann man die sogenannten Reichgase abtrennen, die z. B. als Ruhrgasöl für Vergasermotoren verwendet werden. Der Redner verbreitete sich sodann ausführlich über diese drei Verfahren. Danach hielt Direktor Dr. Schulte, Essen, einen Vortrag über „Die Steinkohle als Energiequelle“. Der Redner ging davon aus, daß die deutschen Steinkohlenvorräte noch für rund 2000 Jahre, die Braunkohlenvorräte für etwa 400 Jahre reichen. Man sollte daher in Zeiten der Not diese Kohlenschätze ruhig in verstärktem Maße angreifen, insbesondere aber die Steinkohlenvorräte, und auf diesen letzteren vorzugsweise die Energieversorgung Deutschlands gründen. Die Energieversorgung lasse sich in zwei große Einsatzgebiete unterteilen. in Warme und Kraft. Den Hauptanteil habe hiervon die Wärme mit 63 Prozent der gesamten verbrauchten Energie, während der Kraftanteil nur 87 Prozent betrage. Der Redner gab sodann einen Ueberblick über den Kohlenverbrauch. Die größten Kohlenverbraucher seien Indüstrie und Hausbrand. Die Industrie verbrauche allein 47 Prozent der westdeutschen Kohlenmengen. Die Eisen= und Stahlerzeugung beanspruche den Löwenanteil; er habe vor dem Kriege 40 Prozent des Gesamtverbrauches betragen und sei in der Nachkriegszeit auf 80 Prozent gefallen. Das Ruhrgebiet verarbeite etwa ein Drittel seiner Gesamterzeugung oder etwa die Hälfte der Fettkohlenförderung auf Koks, der überwiegend an die Hüttenwerke geliefert werde. Nur in der Eisen= und Stahlerzeugung habe die Steinkohle die beherrschende Stellung; in anderen Industrien müsse sich die Steinkohle mit der Braunkohle in den Absatz teilen. Der drittgrößte Steinkohlenverbraucher sei der Verkehr mit 14 Prozent des Gesamtverbrauchs. Von den gefahrenen Lokomotivzugkilometern entfallen 92 Prozent auf Dampflokomotiven. Der Jahresbedarf der Schiffahrt betrage 6 Mill. Tonnen Steinkohle und 1,6 Mill. Tonnen Oel. Es führen heute 66 Prozent der Schiffe mit Kohle, während 19 Prozent auf Heizöl und 15 Prozent auf Dieselöl umgestellt seien. Der Kraftwagenverkehr sei fast ganz auf Oel eingestellt. Deutschland mache zur Zeit große Anstrengungen, um seinen Bedarf an Treibstoffen aus inländischen Brennstoffen zu decken. Raubmörder vor Gericht Die Hafsumer Bluttat wird in* Herlogenbosch verhandelt Goch. Vor der„Kammer vor Strafzaken“ der Arrondissements=Rechtsbank im Justizpalast zu s’Hertogenbosch begann am Dienstag die Verhandlung gegen den Kaufmann Matthias Vüllings aus Gennep(Holland), der unter dem Verdacht steht, den Raubmord an dem Spar= und Postkassenrendanten Heinrich Janssen in Hassum(Niederrhein) im Mai vorigen Jahres verübt zu haben. Es sind nicht weniger als 63 Zeugen und Sachverständige geladen, von denen die meisten aus Goch, Hassum und der näheren Umgebung stammen. Ferner sind Vertreter der Klever Staatsanwaltschaft und Beamte der Düsseldorfer Mordkommission geladen. Der Angeklagte wird des Vergehens gegen§ 228(vollendeter Raubmord) des holländischen Strafgesetzes beschuldigt. Der Rendant Janssen wurde am Morgen des 18. Mai vorigen Jahres in seinem Dienstraum ermordet aufgefunden. Der Tote lag, aus mehreren tiefen Kopfwunden, die ihm mit einem spitzen Gegenstand beigebracht worden waren, verblutet, vor dem Geldschrank. Alle Fächer des Schrankes waren in Ordnung. Der Täter mußte also ortskundig gewesen sein. Die Regierung in Düsseldorf setzte sofort 1000 Mark Belohnung auf die Ergreifung des Täters aus. Von den bei der Obduktion festgestellten zehn Hammerschlägen hatten mehrere die Schädeldecke zertrümmert, so daß eine Blutung ins Gehirn eintrat, die zum Tode führte. Fünf Tage nach der Tat tauchten starke Die Deutschlandfahrt mit heimischen Treibstoffen hat den Beweis erbracht, daß die Lastwagen nicht auf ausländische Treibstoffe angewiesen sind. Eine sofortige Umstellung der deutschen Lastwagen auf feste, heimische Brennstoffe: Kohle, Koks, Schwelkoks, Braunkohlenbriketts, Holzkohle und Holz, wäre durchaus möglich. Im allgemeinen könne man sagen, daß über Entfernungen von 100 Kilometer und mehr der Transport der Steinkohle je. Einheit billiger ist als der Transport von elektrischem Strom durch Leitungen. Die Einführung von elektrischem Strom aus süddeutschen und ausländischen Wasserkräften in das Industriegebiet sei daher unwirtschaftlich. Die großartige Verkehrsstraße des Rheins und der beiden parallel laufenden Eisenbahnen befördere die Energie so billig nach Süddeutschland, daß schon in Süddeutschland der Wasserstrom nicht wettbewerbsfähig sei„gegen süddeutsche SteinkohlenDampfkraftwerke. Die Zuführung großer Strommengen in das Industriegebiet von auswärts nehme dem Steinkohlenbergbau auch die Möglichkeit, seine Abfallprodukte und die nicht abbauwürdigen Flöze für die Stromerzeugung zu verwenden. Eine gesunde Verbundwirtschaft zwischen den aus anderen Gründen notwendigen Laufkraftwerken der Ruhr, den Steinkohlen= und Braunkohlenkraftwerken, den Kraftwerken benachbarter Versorgungsgebiete und den für die öffentliche Stromversorgung herangezogenen Industriekraftwerken sei durchaus wünschenswert. Eine Verbundwirtschaft, die uns abhängig vom Ausland, die Stromversorgung unsicher mache, den Strom durch hohe Kapitalanlagen verteuere, die Steinkohle aus der Erzeugung verdränge, auf volkswirtschaftliche und wehrpolitische Gesichtspunkte wenig Rücksicht nehme und unnatürliche langgestreckte Versorgungsgebiete schaffe, sei zum mindestens unerwünscht. Die Steinkohle habe im Kampf um die Ausfuhr ungeheure Opfer zu bringen, die durch günstigere geologische Verhältnisse der nächsten Nachbarn, Frachtvorsprung und Währungsverfall hervorgerufen seien. Trotzdem sei sie eine der wichtigsten Devisenbringer und Arbeitgeber. Mit vermehrtem Absatz würde eine große Menge Arbeitsloser von der Straße kommen. Man sollte daher die Steinkohle in Deutschland jede nur erdenkliche Unterstützung angedeihen lassen und ihren Verbrauch heben. Nach dem Rückblick von Oberbürgermeister Dillgardt dankte Gauamtsleiter Saur dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, für das durch sein Erscheinen bekundete persönliche Interesse an der Essener Energietagung. Dr. Todt setzte an den Anfang seiner Worte etwas, das er vor einigen Tagen in der„WLZ— Rote Erde“. gelesen habe, nämlich daß ein Bergwerk nicht dazu da sei, Dividende für die Aktionäre aufzubringen, sondern die Lebensgrundlage für viele tausend Volksgenossen zu bilden. Er beglückwünschte darauf in einer Ansprache die Veranstalter zu dem Erfolg der Tagungen und wandte sich gegen den während der Tagungen erhobenen Vorwurf, daß im Straßenbau zu wenig Teer verwendet werde. Seit Beginn seiner Tätigkeit habe sich die Abnahme von Teer für Straßenbauzwecke von Jahr zu Jahr um etwa 10—20 Prozent erhöht. Teer dürfe im Straßenbau nur dort verwendet werden, wo er am Platze sei; das seien die Nebenstraßen, die eine Gesamtlänge von nicht weniger als 220 000 Kilometer hätten. Hiervon mache die Kilometerzahl der jährlich fertig werdenden Autobahnen nur ½ Prozent aus. Mit dem Bestreben, die verschiedenen Baustoffe(Steine, Beton, Zement, Teer) technisch richtig anzuwenden, sei er auf dem richtigen Wege. Sich der Bedeutung der Energietagungen zuwendend, führte Dr. Todt dann aus, daß darüber gewacht werden müsse, daß die Technik nicht mehr wie früher in eine rein materielle Einstellung abgleite. Deshalb müsse sich der Nationalsozialismus um technische Dinge kümmern, die primär nichts mit Politik zu tun hätten. Nicht die Technik habe der Wirtschaft den derzeitigen Aufschwung verschafft, sondern die Polittk, die nun die Pflicht habe, dafür zu sorgen, daß die Gesinnung in der Technik nationalsozialistisch bleibe. Generaldirektor Dr. Kellermann schloß sodann die so erfolgreiche dritte Energietagung mit einem Dank an alle Beteiligten und verlas ein Telegramm an Oberbürgermeister Dillgardt, das diesem nach Berlin übermittelt wurde. Wirtschaftskundliche Studienfahrten Der Gan Westfalen=Süd setzt das begonnene Werk fort Verdachtsmomente auf, die den Holländer Vüllings stark belasteten. Auf Ersuchen der Düsseldorfer Mordkommission wurde er von der holländischen Gendarmerie in seinem Wohnort Gennep festgenommen. Eine Rolle spielte damals ein Telefongespräch zwischen Janssen und einem Unbekannten, das sieben Tage vor der Tat geführt worden war, wobei Janssen von dem Unbekannten gewarnt worden war, an eine bestimmte Person Geld zu verleihen. Wichtiger aber als diese wenig aussichtsreiche Spur war für die Untersuchungsbehörde die Feststellung, daß Vüllings vor der Lat nicht in der Lage war, eine in Hassum gemachte Zeche zu bezahlen, bald darauf aber, als der Mord schon geschehen sein mußte, einen großen Geldschein in Zahlung gab. Den eindeutigen Beweis eines Zusamimenhanges lieferten aber erst die an seinem Mantel entdeckten Blutspritzer, die zu derselben Blutgruppe gehören, die bei dem Ermordeten festgestellt wurde. Auf Grund dieser Indizien würde Jüllings dem Untersuchungsrichter von s' Hertogenbusch vorgeführt, der Haftbefehl gegen ihn erließ. Die Revision im Geschäftszimmer des Ermordeten ergab, daß der Täter keine Gelder oder nur ganz geringe Summen posteigener Einlagen erbeutet hatte, dagegen wurde einwandfrei festgestellt, daß dem Raubmörder etwa 4300 RM. Spargelder in die Hände gefallen waren. Die Zeugenvernehmung ergab die fast restlose Belastung des Angeklagten. NSG. Wie im Jahre 1935, so führt auch in diesem Jahr die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, Westfalen=Süd, in der Zeit vom 8. Juni bis 11. Juli„wirtschaftskundliche Studienfahrten“ durch. Die Fahrten sind der sichtbare Ausdruck des Leistungswillens aller schaffenden Deutschen. Sie führen die Volksgenossen aus allen Berufen in sechstägiger Fahrt zusammen, zum gemeinsamen Erleben der industriellen Vielgestaltigkeit und Größe unserer engen Heimat. Sie sind die Krönung des jährlichen Berufserziehungswerkes der Deutschen Arbeitsfront und die lebendige Form, dem deutschen Handund Kopfarbeiter den Blick zu weiten für die Größe deutschen Fleißes und deutscher Leistung auf allen Gebieten. Die wirtschaftskundlichen Studienfahrten vermitteln das Erlebnis des täglichen Kampfes an der harten Front der Arbeit und darüber hinaus die Erkenntnis, daß jeder einzelne Volksgenosse sich bemüht, ehrlich und gewissenhaft als Pionier der Arbeit für das Leben der Nation seine Pflicht zu tun. Sie wecken den Stolz, der alle Deutschen beseelt in dem Bewußtsein, Glieder dieses arbeitsamen Volkes zu sein, und geben gleichzeitig Ansporn zu neuer Tat und neuem Wagen. An alle Betriebe der Deutschen Arbeitsfront des Gaues Westfalen-Süd richtet daher die Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung die Bitte, recht vielen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, diese wirtschaftskundlichen Studienfahrten mirzumachen. Auskünfte geben alle Dienststellen der Deutschen Arbeitsront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung und alle Betriebsgemeinschaften. Drensteinfurt vom Hochwasser eingeschlossen Drensteinfurt. Werse und Erlbach führten in den letzten Tagen so große Wassermengen mit sich, wie man es in den letzten zehn Jahren in diesem Ausmaße noch nicht erlebt hat. Die ganze Umgebung Drensteinfurts glich einem See, aus dem der Ort wie eine einsame Insel hervorragte. Die Straßen nach Sendenhorst und Ahlen waren teilweise hoch überflutet, so daß sie nicht mehr passierbar waren und gesperrt werden mußten. Erst am Nachmittag zog sich das Wasser langsam zurück, so daß die Straßen am Abend für benutzt werden konnten. den Verkehr wieder Schnee- und Windbruchschäden Münster. Soweit es sich übersehen läßt, hat das Unwetter am 18. d. M. Schäden im ganzen Sauerland verursacht. Infolgedessen werden die Waldbesitzer genötigt sein, noch in diesem Jahre größere Mengen Holz zu verkaufen. Es besteht jedoch keine Befürchtung, daß dieses nicht zu angemessenen Preisen abgesetzt werden kann, solange sich nicht die Waldbesitzer zu Angstverkäufen hinreißen lassen. Vor diesen kann nicht dringend genug gewarnt werden. Jeder Waldbesitzer, der Holz aus Schneeund Windbruchschäden besitzt, wendet sich umgehend an das für ihn zuständige Bezirksforstamt der Landesbauernschaft. Westäli DARGESTELLT VON KARL WEHRHAN 4. Ber schwebende Fels auf den Externsteinen Auf einer Kante des vierten Felsens der Externsteine bei Horn in Lippe hängt ein gewaltiger Felsbrocken hoch oben wie freischwebend in der Luft und droht, jeden Augenblick herabzustürzen. Bevor er durch eiserne Klammern festgehalten wurde, bewegte er sich bei starkem Winde. Er soll vom Teufel dahingeschleudert sein, um noch einmal ein großes Aufnahme: Heta Unglück herbeizuführen und ein Mitglied des lippischen Grafenhauses, eine Hornsche Bürgerin oder eine in gesegneten Umständen sich befindliche Frau zu zerschmettern. * Das gewaltige Naturdenkmal der Erternsteine hat die Phantasie des Volkes in seiner Einzigartigkeit stark angeregt. Die turmhohen, senkrecht aufsteigenden Steinsäulen, der hängende Fels, ein auch sonst in der Natur vorkommender„Wackelstein“, die vorchristlichen Kulträume der Sommer= und Wintersonnenwende, alles das mußte dazu beitragen. Da wir durch die seit 1934 im Gange befindlichen Ausgrabungen wissen, daß es sich hier um eine weit über die karolingische Zeit hinausreichende Kulturstätte handelt, zeigt sich von neuem, wie gern und reich naturmerkwürdige und zugleich vorgeschichtlich bedeutsame Stätten mit dem belebenden Kranze der Sage umwunden werden. Mmmmm Reserve=Pionier=Kompante 43 Die ehemaligen Angehörigen der Reserve=Pionier= Kompanie 43(43. Reserve=Division, XXII. Res.=Korps) veranstalten ihr II. Treffen nach dem Kriege in Görzke(Provinz Sachsen). Görzke war Ruhequartier der Kompanie im Frühjahr 1918. Auskunft erteilt Kamerad Otto Gothe, Apolda, Ludendorffstraße 125, und Kamerad Ad. Hartdegen, Heeßen in Westfalen. Ein Kumpel fuhr in Urlaub... Und emn Student arbeitete für ihn im Schacht Castrop-Rauxel. Im Kreis Castrop= Rauxel hatte ein junger Student sein Examen bestanden. Er ging nun nicht, wie das sonst der Fall war, und ertränkte seine Freude in Alkohol, sondern nach dem ersten Gefühl der Freude und des Stolzes suchte dieser 25jährige Student den stellvertretenden Kreisleiter und Betriebszellenobmann der Klöckner= Zeche „Ickern 1—2“ in Castrop=Rauxel auf und trug ihm sein Anliegen vor. Dieser hörte aufmerksam zu und— drückte dem jungen Mann dann nur still und anerkennend die Hand. Und dann begab sich folgendes: Eines Tages krat dieser junge Mann(der Name tut nichts zur Sache) mit den Kumpels der Morgenschicht am Schacht an und fuhr mit ein. Zusammen mit ihnen arbeitete er dann Tag für Tag im dunklen Schacht. Währenddessen fuhr ein Vater von drei Kindern, der erst seit Oktober 1935 nach mehrjähriger Erwerbslosigkeit auf„Ickern 1—2“ wieder Arbeit erhalten hatte, für 14 Tage zum Erholungsheim der DAF Westfalen-Süd nach Frönspert. Das war der Wunsch des Studenten. Aus Dankbarkeit darüber, daß er seine Studienjahre erfolgreich beendet hatte, wollte er 14 Tage als Bergmann arbeiten und für einen anderen Bergmann der Zeche „Ickern 1—2“, der eine Erholungszeit nötig hatte, arbeiten. Der Lohn, den er verdiente, erhielt der in Frönspert weilende Bergmann weitergezahlt. Außerdem gab der Student dem Kumpel noch ein Zehrgeld, und die Verwaltung der Klöckner=Zechen tat im übrigen noch einen Taschengeldbetrag dabei. So kam ein bedürftiger Knappe zu einem 14tägigen Urlaub, währenddessen ein anderer, gleich ihm nur ein chaffender deutscher Arbeiter, reiwillig und unentgeltlich seinen Arbeitsplatz n der Grube einnahm. Der Kumpel hat inzwischen seine Arbeit wieder aufgenommen. Er kam gestärkt und gestählt von Frönspert zurück. Sein Dank an den jungen Arbeitskameraden war ein fester Händedruck— und dieser Händedruck besiegelte, mehr als es Worte vermochten— die echte Kameradschaft zwischen dem Arbeiter der Faust und dem Arbeiter der Stirn. Was der junge Mann tat, war mehr als eine Geste— es war Sozialismus, wie ihn der Führer will! 64 Sie wollten doch etwas für Ihre Gesundheit fun- also: Auf KAFFEE HAG umstellen! Devisen unter der Schuhsohle Pech eines jüdischen Devisenschmugglers Gronau. Der in Deutschland geborene und In Holland wohnende Jude L. versuchte am 16. dieses Monats die grüne Grenze, bei der sogenannten Klosterbrücke in der Nähe von Glanerbrücke ohne gültige Ausweispapiere zu überschreiten, wurde aber von einem Beamten der Zollaufsichtsstelle Losserweg daran gehindert. Wenn L. nun glaubte, den Beamten auf seine Frage nach Zahlungsmitteln nur einige Pfennige und Cents vorzeigen zu können und weiter glaubhaft machen wollte, er habe sich nur verlaufen und wisse gar nicht, daß er in Deutschland sei, so hatte er sich gründlich getäuscht. Der Beamte, dem die Sache sehr verdächtig vorkam und in dem L. einen Devisenschieber witterte, nahm ihn mit zum Zollamt Losserweg, wo er eine gründliche Leibesvisitation vornahm, die zunächst erfolglos blieb. Da aber bei der Bekämpfung des Devisenschmuggels die Beamten vor keiner erlaubten Maßnahme zurückschrecken dürfen, forderte der Beamte den L. auf, noch die Schuhsohlen abzutrennen, wobei 350 Mark in sieben Fünfzigmarkscheinen zum Vorschein kamen. Das Geld, das verbotswidrig nach Holland gebracht werden sollte, wurde beschlagnahmt und L. dem Amtsgericht Gronau zugeführt, wo er seiner Bestrafung entgegensieht. * Soweit der Bericht des Hauptzollamtes in Gronau. Es ist uns leider noch nicht möglich, diesen hebräischen Schieber mit Namen anzuprangern, da vom besagten Zollamt keine Namensnennung zu erzielen war. Reiterkaserne, Abschied von dem im Dienst fürs Vaterland aus ihrer Mitte gerissenen Kameraden. Flachsspende der deutschen Bauern Bielefeld. Im Rahmen der Adolf=Hitler= Flachsspende der deutschen Bauern, die beim Erntedankfest 1936 auf dem Bückeberg dem Führer überreicht werden soll, bauen die Bauern des Stadt= und Landkreises Bielefeld zusätzlich 5 Morgen Flachs an.— Der zusätzliche Flachsanbau des Kreises Minden für die Adolf=Hitler=Spende beträgt 12 Morgen. Insgesamt dürfte die Bauernspende etwa 80 000 doppelzentner Strohflachs ergeben, die zur Herstellung von 3330 Kilometer Militärdrell und 2,5 Millionen reinleinene Handtücher reichen. Wirtschaftskundliche Fahrt durch das Ravensberger Land Herford. Allenthalben werden durch die DAF und zwar vom Amt für Arbeitsführung und Berufserziehung wirtschaftskundliche Fahrten durchgeführt. Ostwestfalen wird vor allem den Besuch der Angehörigen der RBG.„Holz" bekommen. Eine große wirtschaftskundliche Fahrt beginnt im Herzen des Möbellandes, in Herford. Neben Vorträgen, z. B. über Wachstum und Pflege des Waldes, werden Wanderungen und Besichtigungen die erworbenen Kenntnisse abrunden. Die Fahrt wird in die lippischen Wälder uno zum Hermanns=Denkmal gehen. Besichtigungen von Fabriken und Nebenindutriewerken schließen sich an. Jüdische Frechheit Gesängnis für Beschimpfung des Deutschen Gruhes Soefl. Der Soester Jude Verthold Roenberg, seines Zeichens Viehhändler, saf nach abgeschlossenem Handel mit Bauern un Berufskotlegen in der Wirtschaft und sprac fleißig dem Alkohol zu. Als er dann den Tele fonhörer abnahm, um angeblich seine Frau anzurufen, rief er plötzlich das Zitat aus Götz von Berlichingen und fügte hinzu:„Das ist der Deutsche Gruß!". Als man ihn wegen dieser Flegelei, die seine innere Einstellung zum Staat verriet, zur Rede stellte, wurde er noch ausfallender. Der Staatsanwalt betonte, daß der! klagte den Deutschen Gruß, der eine vom Füh rer für alle Deutschen geschaffene Einrichtung sei, gröblichst beschimpft habe. Gerade er als Juden habe alle Veranlassung, sich Zurückhaltung aufzuerlegen. Er müßte endlich lernen, daß sich der heutige Staat solche jüdischen An griffe nicht gefallen läßt. Der Antrag la auf 5 Monate Gefängnis. Das Sondergericht erkannte auf 4 Mo nate Gefängnis. Engländer schildern ihre Eindrücke Lobende Anerkennung für Oillerjugend und Arbeitsdienst eines betrunkenen Kraftfahrers Isselburg. In später Stunde befand sich der Arbeiter Bernh. Knockauf mit seiner Braut auf dem Heimweg von Isselburg nach Anholt. Unterwegs wurde er von einem Kraftwagen angefahren, zu Boden geschleudert und durch einen doppelten Schädelbruch auf der Stelle getötet. Seine Braut kam mit dem Schrecken davon. Der Kraftwagenführer ergriff die Flucht, konnte aber noch in derselben Nacht festgenommen werden. Bei seiner Festnahme wurde festgestellt, daß er sichtlich unter der Einwirkung des Alkoholgenusses stand. Die Ruhr um 2.60 Meter gemegen Geschafsführer veruntreute 17000 Mark Elion Die Ruhr erroichte herirnonstrooio am Essen. Die Ruhr erreichte bei Essen=Steele am Mittwochmorgen um 9.30 Uhr mit 2,60 Meter über normal ihren höchsten Stand. Seit dieser Zeit ist ein langsames Fallen der Wassermassen zu beobachten, das etwa zwei Zentimeter in der Stunde beträgt. Die Niederungen in Essen=Steele sind weithin überschwemmt. Die Pontonbrücke bei Altendorf mußte wegen Ueberflutung für den Verkehr gesperrt werden. Die Unterschleife beim Rheinisch-Westfälischen Milchwirtschaftsverband gefühnt Hattingen. Wir berichteten vor kurzem von dem Besuch zweier englischer Mitglieder der Englisch Deutschen Jugendbewegung, des Mr. Capel Morris und seines Sekretärs Mr. Andrews. im Ennepe=Ruhr=Kreis. Bekanntlich besuchten die englischen Gäste u. a. auch das Arbeitsdienstlager in Herzkamp und die Dienststelle des Bannes 99 Ruhr Ennepe in Hattingen. In der englischen Zeitung„Sussex Daily News“ schildert Mr. Capel Morris nun seine im Ennepe=Ruhr=Kreis gewonnenen Eindrücke von dem neuen Deutschland. In diesem Bericht heißt es u. a.:„Am Sonntag besichtigten wir die Hitler=Jugend und waren tie beeindruckt von der großen Anzahl begeisterter Jungen und Mädchen, die ihr angehören. 95 Prozent der gesamten deutschen Jugend gehören zu dieser Bewegung, die einzigartig ist.“ Vom Arbeiksdienst schrieb der Eng länder:„Dieser Arbeitsdienst ist allein dazu bestimmt, den allgemeinen Wohlstand des Landes zu fördern. Das Arbeitsdienstlager, das wir besichtigten, war Herzkamv 206/2 bei Hattingen. 159 junge Leute unter der Leitung des Führers Grabareck, alle im Alter von 17 Jahren und darüber, ob reich, ob arm, arbeiten dort zusammen für sechs Monate auf dem Land. Sie kultivieren 2500 Ar Land. Es war ein Vergnügen, die Fröh lichkeit und die gute körperliche Verfassung der Jungen zu sehen. Die Gebäude, in denen sie leben, sind geräumig und gesund, in jedem Tagesraum befindet sich ein Rundfunkgerät. Wir hatten Gelegenheit, mit diesen Jungen zu speisen, und ich muß sagen, das Essen war hervorragend.“ Ebenso begeistert berichtet der Engländer über den Besuch eines Hitler=Jugend=Lagers. Und wie könnte es anders sein, als daß jeder Ausländer, der unvoreingenommen dieses neue Deutschland erlebt, die Zustände in Deutschland so schildert, wie es dieser aufrichtige Engländer in seiner Heimat tat. Trauerfeier für einen verunglückten Paderborner Reiter Paderborn. Für die Garnison Neuhaus und für die Reiterkasernen in Paderborn und Wilhelmsberg sanken die Reichskriegsflaggen, die, am Montag noch so stolz geweht, am Dienstag in trauriger Erfüllung eines Regimentsbefehls auf halbmast: sie riefen dem vor einigen Tagen beim Ausreiten tödlich verunglückten Reiter Hunold des bekannten Reiterregiments 15 Paderborn ein letztes Lebewohl zu. In einer zu Herzen gehenden, überaus würdigen und vorbildlichen Trauerfeier nahmen die Truppen im Schloßhof zu Neuhaus, dieser prächtigen und stimmungsvollen M.-Gladbach. Im September 1935 wurde ein Beamter der Zentrale des Rheinisch=Westälischen Milchwirtschaftsverbandes in Essen zeauftragt, bei der Geschäftsstelle in M.=Gladbach eine Buchführungsmethode einzuführen. Er arbeitete im Zimmer des dortigen Gechäftsführers, des 32jährigen Bernhard Brüggen. Eines Tages hörte der Revisor, wie Brügen ein langes Gespräch mit einer Lübecker Bootswerft führte wegen einer ihm zu teuren Reparatur an seinem Motorboot. Der Kontrollbeamte wurde mißtrauisch, da die Anschaffung eines Motorbootes mit dem Einkommen des Brüggen nicht im Einklang stand. Er setzte sich mit der Essener Zentrale in Verbindung und wurde mit einer Kassenkontrolle beauftragt. Er stellte zunächst fest, daß das Kassenbuch seit zwei Monaten— Brüggen war erst vor drei Monaten von Neuß nach Gladbach versetzt worden— überhaupt nicht nachgetragen worden war. Die Revision ergab einen Fehlbetrag von 3000 Mark. Brüggen gab ohne weiteres zu, diese Summe für sich verwendet zu haben. Nun wurden auch die Bücher der Neußer Geschäftsstelle des Milchwirtschaftsverbandes geprüft, dessen Leitung Brüggen, früher Milchhändler in Neuß, von Februar 1934 bis Juni 1935 geführt hatte. Hier ergab sich ein noch schlimmeres Ergebnis: in der Kasse der Geschäftsstelle, die in dieser Zeit einen Umsatz von 450000 Mk. gehabt hatte, wurde ein Fehlbetrag von insgesamt 14000 Mark festgestellt! Brüggen hatte teils Zahlungen für Milch lieferungen nicht abgeführt, teils widerrecht lich Entnahme vom Scheckkonto der Geschäfts stelle bei der Neußer Kreissparkasse vorge nommen. Er hatte es verstanden, die Unter schleife bei mehreren Revisionen versteckt zu halten. Im Dezember 1935 wurde Brüggen in Haft genommen und jetzt unter der Anklage der erschwerten Untreue der Düsseldorfer Großen Strafkammer vorgeführt. Er wiederholte sein Geständnis, gab auch zu, von dem veruntreuten Gelde das Motorboot für 1200 Mark gekauft, mit Freunden Autofahrten an den Oberrhein, den Niederrhein und ins Sauerland unternommen und recht gut gelebt zu haben. Staatsanwalt und Gericht kamen zu der Ueberzeugung, daß trotz der absolut gesehenen hohen Summe ein erschwerter Fall nicht vorliege. Wegen einfacher Untreue wurde Brüggen zu einem Jahre Gefängnis und 1000 Geldstrafe verurteilt. Kameradschaft unter Frontsoldaten Reichssender Köln übermittelt Engländerin die letzten Grüße ihres Sohnes Köln. Durch die Vermittlung des Reichssenders Köln konnte in den letzten Tagen der Mutter eines im Jahre 1915 gefallenen jungen schottischen Soldaten der letzte Gruß ihres Sohnes übermittelt werden. Ein Hörer des Reichssenders Köln aus Düsseldorf mit Namen Peter Wewelinghofen hatte im Jahre 1915 in Flandern eine Maschinengewehrstellung gegen die Angriffe schottischer Truppen zu verteidigen. Bei einem Vorstoß der deutschen Soldaten fand man nun einen jungen schottischen Soldaten, der schwere Verletzungen erlitten hatte und im Sterben lag. Der Schwerverletzte überreichte Wewelinghofen kurz vor seinem Ableben einen Zeitungsausschnitt und eine Postkarte mit der Bitte, diese seiner Mutter mit der Nachricht seines Todes zu übermitteln. Trotz aller Bemühungen war es Wewelinghofen bisher nicht möglich, den letzten Wunsch des Sterbenden zu erfüllen. Die vom Reichssender Köln jetzt regelmäßig veranstaltete Sendefolge„Englische Unterhaltungsstunden" veranlaßten nun Wewelinghofen, an den Reichssender Köln unter Uebersendung des Zeitungsausschnitts und der Postkarte mit der Bitte heranzutreten, zu versuchen, im Rahmen dieser Sendung den Aufenthaltsort der Mutter zu erfahren. Bereits nach zwei Tagen, als der Text der Postkarte während der englischen Unterhaltung des Reichssenders Köln verlesen worden war, meldete sich die Schwester des gefallenen Schotten. Wie diese mitteilte, war ihr Bruder William Dowie Ulanenkorporal und bei seinem Tode 19 Jahre alt. Der Gefallene hatte sich freiwillig zum Heere gemeldet und die Heimatstadt ohne die Einwilligung seiner Eltern verlassen. Nach einigen Tagen erhielt der Reichssender Köln auch Nachricht von der noch lebenden Mutter des gefallenen Soldaten, die um die Adresse des deutschen Frontkameraden bat, in dessen Armen ihr Sohn gestorben ist. So konnte Wewelinghofen der alten Mutter den letzten Gruß ihres Sohnes übermitteln, die von einer tiefen Dankbarkeit erfüllt war, da sie bisher von dem Schicksal ihres als vermißt gemeldeten Sohnes nichts in Erfahrung hatte bringen können. Der Reichsinnungsmeister der Tischler in Herford Herford. Am kommenden Sonnabend werden der Reichsinnungsmeister der Tischler, Kaiser, Stuttgart, und die Bezirksobmänner von Berlin und Süddeutschland in Herford weilen. Die Veranstaltung steht unter der Leitung des Herforder Obermeisters Jürgenliemk, der der Fachuntergruppe„Möbelherteller für Wiederverkäufer“ vorsteht. Wichtige Fragen dieser Fachuntergruppe sollen behandelt werden. In einer Festversammlung am Abend wird der Reichsinnungsmeister die neue Lade weihen. SDH Die Teilstörung über dem mittleren Norddeutsch= land ist heute über dem Eingang zum Bottenbusen zu finden. Die westliche Störung liegt mit mehreren Einzelkernen über den Ardennen, der Eisel und dem Odenwald. Die Zugrichtung bleibt östlich. Ueber der Nordsee und den Britischen Inseln sammelt sich neue kalte Meeresluft an und wird mit stürmischen Winden nach dem westlichen Mittelmeer geführt, wo sich neue Störungen bilden werden. Dadurch wird ein neuer Warmluftvorstoß vom Mittelmeer ausgelöst werden. In dem Drucksteiggebiet wird es bei uns kalt, aber im ganzen etwas freundlicher sein. für Donnerstag: Bölge Nordostbis Nordwestwinde, wechselnd bewölkt, einselne Schauer, zum Teil als Schnee, naßkalt. In den Berglagen leichter Frost. Bei nächtlichem Aufklaren Bodenfrostgefahr. Me ee Gassichten: Fortdauer des veränderlichen Kuuust und Wissenschäft Was will die„Westfront 1936“? Reichskultursenator Kelter umreißt die Aufgaben der großen Kunstausstellung Bekanntlich findet eine der größten dutschen Kunstausstellungen dieses Jahres, die„Westfront 1936“, vom August bis Oktober in Essen statt. Gestern umriß in Essen Reichskultursenator Kelter vor der Presse Nordwestdeutschlands nochmals die Aufgaben dieser Ausstellung. die ein großes Gebiet des deutschen Westens und Nordens erfassen soll. Zur Vermeidung von Mißverständnissen wurde klargestellt, daß die Bezeichnung„Westfront“ keinerlei Beziehung herstellen soll zur militärischen Front des Weltkrieges. Sie ist die Front der lebendigen Kräfte gegen Reaktion und Ueberfremdung. Sie schließt gerade wegen ihres Einsatzes für das gesunde Gegenwärtige an das Gesunde im Alten an und nimmt ohne Aengstlichkeit auch Anregungen von außen an. Sie will jedoch das Charaktervolle und ist deshalb Gegner jeder Vermanschung. Die Aufgaben der„Westfront 1936“ sind folgendermaßen präzisiert: 1. Die Weckung eines allgemeineren Verständnisses für den künstlerischen Willen der Jugend. Das ist ein Ewigkeitsprogramm, denn Verständnislosigkeit wird es immer geben. Erreichbar aber ist eine Vergrößerung des für die Kunst wichtigen Teils der Bevölkerung, der an der Kunst Anteil nimmt. Damit würde auch die wirtschaftliche Lage der Künstlerschaft eine Besserung erfahren. 2. Freiheit und Verantwortungsbewußtsein— deshalb keine Bindungen an Tagesmeinungen in der Kunst oder an subalterne Modeerscheinungen. Weil wir nur fordern, daß die Leistungen wahrhaft stark und überzeugend im Ausdruck seien, findet man in der„Westfront" alt und jung vereint. Kunst kommt nicht nur von Können, sondern auch von Künden. Der Künstler muß nicht nur etwas sagen konnen, sondern er muß auch etwas Wesentliches zu sagen haben. 3. Freiheit in der großen Bindung an die geheimen Kräfte unseres Blutes. — Sie Ausstellung„Westfront 1936“ wird den künstlerischen Willen und das Verantwortungsbewußtsein der deutschen Künstlerschaft aufzeigen, die nicht nur in unserer engeren Heimat, sondern in unserem ganzen Volke wirksam sind. Sie erfaßt das Gebiet zwischen der Westgrenze und der Linie Saar—Main—Kassel—Hannover— Hamburg und damit neun Landesbereiche der Reichskammer der bildenden Künste. Zur wirklichen Erfassung aller wesentlichen Kräfte sind am Sitz jedes Landesleiters Sammelstellen der Ausstellung eingerichtet. Hier findet gemeinsam mit einem Vertreter der Landesleitung eine erste Durchsicht des eingegangenen Materials statt. Ueber die endgültige Aufnahme in die Ausstellung entscheidet die Jury die aus folgenden Persönlichkeiten besteht: Oberbürgermeister Dr. Reismann= Grone, Maler Win Kelter(Duisburg), Maler Albert Mankopf(Essen), Maler Kocks(Düsseldorf), Maler Jorzig(Küsfeldorf), Maler Schreiber(Dü#eldorf), Bildbauer Hagemeister(Bielefeld), Bildhauer Waldoff(Münster), Maler Oppenberg(Düsseldorf), Museumsdirektor Graf von Baudissin(Essen), Museumsdirektor Dr. (Duisburg). Gegenüber der im Jacge 3938,„erstmalig veranstalteten„Westfront Mscen u: Generalappell für die diesjährige Ausstellung gedacht wird, wird die Zahl der ausgestellten Kunstwerke bebeutend vergrößert; man schafft Raum für etwa 400 bis 500 Werke. H. B. Oper im Westen: sssssss „Der Barbier von Sevilla“ in Bochum Gelegentlich der Erstaufführung in Köln haben wir bereits die Inszenierung des„Barbier von Sevilla“ von Rossini einer eingehenden Würdigung unterzogen. Wir stellten gestern in der Bochumer Wiederholung von neuem die herzhafte Publikumswirkung dieser urwüchsigen opera buffa fest. In nahezu golgonischer Improvisationskunst rollte das lebendige szenische Spiel ab, dauernd begleitet vom schmunzelnd=behaglichen Lachen der Zuschauer oder von ihrer hellen Freude am szenischen oder musikalischen Einfall. Erich Riedes musi kalische Leitung, Erich Bormanns Inszenierung. dazu der von Siegfried Anheißer von allen Schlacken verstaubter Uebersetzer=Oberflächlichkeit gereinigte Text, zusammen mit der gefälligen Spiel= und gepflegten Gesangskunst der Hauptdarsteller(Felix unäpper als Figaro, August Griebel als Dr. Bartolo, Wilhelm Witte als Basilio, Else Veith als Rosina, Heinrich Bensing als Graf Almaviva) gebührt der Dank für diese erfolgreiche Aufführung, die so beglückendes viel befreiendes Lachen in den grauen Industrie alltag brachte. Dr. B. Sckauspiek im Wosten: Shakespeares„Was Ihr wollt“ in Hagen Wenn es überhaupt möglich war, daß die Rotheschen„Uebersetzungen“ Shakespeares, die doch zum guten Teil die Shakespegreschen nur als Vorwurf für völlig neue Stücke(Umstellungen und Zutaten usw.) nahmen, ernsthafte Verteidiger fanden, so war der Grund dazu darin zu suchen, daß man bestrebt war, Shakespeare und seine Dramen wieder mehr von der Bühne her zu verstehen, als es bislang geschah. Denn in den früheren Jahr zehnten stand das dichterische Element seiner Stücke vielzusehr im Vordergrund, als daß sich noch eine unmittelbare Theaterwirkung überall hätte erhalten können. Wenn Rothe in seinen Arbeiten bei dieser Absicht viel zu weit übers Ziel schoß, so kann man doch den Kern der Absichten seiner Anhänger nicht ohne weiteres schlecht heißen. Besonders bei den Lustspielen des großen englischen Dichters ist es sogar notwendig, daß man sie in erster Linie vom Theater her, vom Komödiantischen, erfaßt. In dieser Hinsicht stand die Hagener Aufführung, die von Horst Hoffmann geleitet wurde, von vornherein unter einem guten Vorzeichen. Währen man nämlich die stilleren Szenen um den Herzog Orsino ganz vom Wort und der Stimmung her wirken ließ, ging man an die Komödie um den Ritter Tobias, die mit dem ernsten und lyrischen Verwechslungsspiel gleichzeitig abläuft, mit solcher Spielfreudigkeit heran, daß sie allein schon einen Besuch des Abends gelohnt hätte. Martin Knavfel bot da eine ergötzliche Darstellung des Ritter von Rülp. Und es war gut, diese Rolle allein von der plumpen Seite her aufzufassen. Anders der Ritter von Bleichenwang, mit dem der Dichter eine bissige Satire geben will. Hier wäre wohl mehr„Naturalismus“ am Platze gewesen, statt der reichlich albernen Wiedergabe Hans Looses. Der dritte im Bunde, der Narr, vollends unterscheidet sich von diesen dadurch, daß er einen lebensweisen Humor verkündet und darum jenen beiden Spaßvögeln seelisch und geistig weit überlegen ist. So schön sich Peter Blanck in dieses Triumvirat auch einpaßte, eben jenes Höhere ließ er leider sehr vermissen. Unfreiwillig wirkt auch der Haushofmeister in diesem Spiel der Erheiterung mit. Wir haben immer betont, daß Carl Wilcke gerade für Rollen, wie dieser Malvolio eine ist, das Zeug hat, zumal hier ein Sartasmus am Platze ist, der sich, in entgegengesetzter Hinsicht wie der Narr, von den beiden„losen Rittern“ unterscheidet. Wie sehr man aber nun um des Effektes willen den— notwendigerweise— plumpen Spaß allein gelten ließ, zeigte sich in der ansonsten so feinsinnigen Szene, als Malvolio den erfundenen Liebesbrief liest. Das Publikum lachte zwar auch hier herzlich, aber leider nicht— wie es der Dichter will— über den Malvolio, sondern über die an dieser Stelle unpäßlichen Spässe jener drei. So kam Carl Wilcke kaum zur Wirkung. Die zu dem ernsten Teile des Spieles überleitende Persen, Maria, wurde von Hedda Braams mik einer unbekümmerten Fröhlichkeit ausgestattet, die recht ansprach. Ihre Herrin, die Gräfin Olivia, wurde von Dorothea Constanz mit schöner Verinnerlichung dargestellt. Walter Sealer, als ihr ungeliebter Liebhaber, stand ihr darin nichts nach, so daß diese beiden Hauptrollen des Stückes den bleibenden Eindruck ener drei Spaßvögel sehr wohl aufwogen; damit aber erreicht erst das Spiel seine ganze Wirkung Die beiden Geschwister Sebastian(Karl Supper) und Viola(Erika Zweigert) waren zudem gleichermaßen von einer jugendlichen Anmut in ihrem Spiel, die gefangen nahm. Lediglich von Erika Zweigert möchte man wünschen, daß sie nicht gar zu sehr m iorer Sprachgestaltung ständig auf hohem Kothurn daherschreitet. Das verwischt die schönsten Wirkungen des Textes, dessen eindringlichere Erfassung für sie sehr notwendig wäre.(Z. B enes impulsive„Ick bin.... als sie nahe daran 1., vor dem geliebten Orsino sich zu erkennen zu geven!) Daß man trotz dieser im einzelnen nicht immer ansprechenden Leistungen von dem Abend doch köstich unterhalten und gleichermaßen menschlich angesprochen wird, soll hier keineswegs verkannt werden und darum auch nachdrücklichst beiont werden, daß moglichst starken Besuch dieser Shakespeare=Aufführung nur wünschen kann. Stöve. Musikzeitschriften im April Die Musik.(Max=Hesse=Verlag, Berlin), Amtliches Organ der NS=Kulturgemeinde. Die Aprilnummer bringt neben einer Reihe zeitwichtiger Themen eine„Heerschau der deutschen Dirigenten“ von Fr. W. Herzog, der sich die Uebersicht Dr. Litterscheids„Dirigenten im deutschen Westen“ ergänzend anschließt. Richtunggebend in dieser umfassenden, das deutsche Musikleben kritisch von einem Dirigenten her belichtenden Aufgabe war, wie Fr. W Herzog einleitend sagt, nicht wahllos aufzuzählen, sondern„Können und Charakter in gleicher Weise“ zu berücksichtigen. Dr. Litterscheid erfaßt den deutschen Westen, wie wir es gelegentlich auch formulierten, als geschlossenen Kulturraum und stellt die Köpfe seiner maßgeblichen musikalischen Führer plastisch und in ihrem Wesentlichen scharf belichtet, heraus. Zeitschrift für Musik.(Gustav=BosseVerlag, Regensburg.) Gegründet von Robert Schumann, 103. Jahrgang. Der einleitende Artikel von Wilhelm Matthes über das Schaffen Karl Höllers stempelt diese Aprilnummer zum KarlHöller=Heft. Die sachliche Haltung, die das noch Unfertige im Schaffen des jungen Komponisten neben das Positive stellt, das zum Glauben an sein Können zwingt, ist an dieser Auseinandersetzung besonders erfreulich. Von weittragender kulturpolitischer Bedeutung ist der Artikel„Gefahren“ und im Anschluß an ihn der folgende„HitlerJugend und Musik“. beide von Reinhold Zimmermann, Aachen, beide von einem tiefen und einer ehrlichen Haltung als Warnrufe diktier. von gleich einschneidender Bedeutung für das Musikleben der Gegenwart ist die„Denkschrift über die Bedeutung des Chorwesens für die städtische Musikkulzur“ vim Leiter des Amtes für Chorwesen und Volksmusik innerhalb der Reichsmusikkammer. Prof. Fritz Stein, Berlin. Die Musikwoche.(Verlag Parrhysius, Ber...„je wöchentlich erscheinende, sich erfreulich entwickelnde Fachzeitschrift für Orchester=Musiker, Musik=Erzieher und Unterhaltungs=Musiker ist in ihren sämtlichen vier Aprilnummern(14 bis 18) wieder außerordentlich rege am Musikleben der Gegenwart beteiligt. Wir möchten sie ganz besonders für den heranwachsenden Nachwuchs auf Musikschulen und Seminaren empfehlen, da hier manche Fragen geklärt werden, die in den oben genannten Zeitschriften bereits als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Bisher erfuhren besonders die jungen Pianisten reiche Anregungen und Hilfsmittel zum tieferen Eindringen in die Werke unserer ausgedehnten Klavier=Literatur. Dr. B. Lei zug etc. fal eterstünde Pflasterer 111111155 Don Uikolaus Schwarzkopf Se 8rces hetise lsce lieien ceshnice elilisenen vericauent din un. esre 9l2=SsosteseAlese Lelite setnag vior shend.u— zwischen eiugersaseten Oedenlang die Wissenschaft noch nicht zu bestätigen. Ich sternen, Kreisen und ma srinuetten brdens stelle ihr die Preisaufgaber ob die schönen. brei, schena d.. Vurseim plöhlich ein Men ten Straßen, wie Bibel und Sprichmart iagen lchenherz. Das hat mein Vater engeschmuggelt, Ich besitze ten Straßen, wie Bibel und Sprichwort sagen, gla sch unternene zur Höle führen. War das Paradies ue in umterweas war auf die Erde. Ich besitze auch nur um Feil gerstante.a“—. das Parades ein Bild aus sener Gasse: da steht mein Vater as mit sechs Arbeitsbrüdern von einem Bürgersteig zum andern aufrecht mit dem Stößer zwichen den Schuhen und guckt munter in die Böse nichtumiau eepflastert, dann ist möchte, auf Schleiae un Rauben machen wan#### Schleichwegen in die Welt gekomder er bar vom lieben Gott im Weltenplan von Anbeginn vorgesehen. wezse#n, Valr war Pflasterer, und ich hätte Pflasterer werden sollen. Das ist ein sauberes n menschenfreundliches Handwerk: ausgetretene Wege ein für allemal mit schweren Steigend eftr griper,#####ensch und Tier trockenen schan#uae per hinschreiten können, das ist schon was! Immer in der frischen Luft arbei ten können, mit der Schinno saft d## ie hen Lürnhers sah ich neutic drei Pflasterer stehen, die stößerten elektrisch. Da trug jeder Setö Fer eime Zabe chnur, die ihm mit dem fernen Kraftwerk verband. Der Pflasterer drückte Bamonhie ein Knöpschen, der Rammhle, fu rte unter heimlichem Geratter Zac und,##mtiie h#r unheimlichem Geratter den Dickkopf nieder. Mensch und ten Lännen Prst Per Seit frischen Lust arbei boch u. ,„Ltempte unter unbeimlichem Geratter lelseee Bie der Schopz, solt den Kindern dg viekorfneder Nenich und Tier soben vor Siel inen dschen Pesiaben.oteren Sand schiagt, lolchem Lärm und hielten sich die Obren dem Hamme., der aus der Schippe herauswächst, oben drauf schlagen, daß Stein und Hammer zu klingen anheben: wie schön ist das! m. Sand beaersi Pflasterer nebeneinander im Sand hocken, und wenn die sieben Hämmer eg#gr.3 Töne in sich bergen, die alle Musi Dieg####e ausmachen, dann hat, was ein rechter Pflasterer ist und ein Mensch voller Lieder Sträße gensfgsr...i draucht. Und wenn die Straße gepflastert ist, und wenn die HammerHhiegen, beseit sliegen, wenn die schweren Sishhff schet werden und zwischen die Schuhe gestellt werden, um nun auf die dicken Köpfe niederzurammen, dann knallts in allen Ecken und die Fenster gehen auf und die Herzen. Danz lechted##, Pflasterer, der lang genv im San) gehockt, der sich Sonn und Regen auf den # hat prasseln lassen, aufrecht da und reckt sich und stemmt die Zentnerlast des Stößers hoch, um sie mit Wucht niederfallen zu lassen auf den Stein. Da kann der Erdmesser mit der Bersfgessnsehe ren.... d Herr Feldwebel kommen, ob auf seinem Kasernerbef de Kopfe auch so gleichmäßig gezeilt ind. Dg,„an das Tiefbauamt seinen schwersten Wagen schicken, ob das Pflaster der neuen Zeit eei 9 S#chsen sei: es gibt keinen Druck und reinen Stoß nach, es hält an die fünfzig Jahr E5, rimmt lächelno den Wetbewerd auf mit bolkenen Stroßengemass uiem uommen deKalstraße genfahtart z. Shauldausen die Rheinß man, wie gern sie bei einer Schar altmodischer Pflasterer stehen bleiben. Daß mir ausgerechnet in Nürnberg widerfahren mußte, will mir nicht gefallen. plasters. Jau ar. di.. Erbseneck gepflastert, das ist die kleine dörfliche Gasse, wo ich guswi. s. va stecken die dickköpfigen Steine wahllos nebeneinander, klein, groß, blau. aelb „(G.. avex das Gäßlein ist fest. Da sah ich ihn, der schon lang gestorben ist, oft auf dem einheinigen, Stuhl sitzen. Es ist schön, solch ein ####epflastertes heimisches Sträßlein zu . Plastersteine, sagt das weise Sprichwort ind die letzten Gründe des Volkes! Ein anderes sagt nicht minder weise: Gut Pflaster führt zum Laster Daz erste solle uns weise machen. Das zweue scheint m ine Preisaufgabe im besahenden Sinne zu beantworten, denn das Laster begann bekanntlich im Paradies, als Eva nach dem Apfel griff, der ihr nicht gehörte... Grauer Morgen stand über der See. Noch zerrte der Win, der in der Nacht die Stürme Gicesesschisch zin Fischerhütten. Ueber den Hügeln schlich die matte Sonne herauf. Am Hafen ankerten nur wenige Kutter. Bei Dämmerung waren die Fischer des Dorfes in See gegangen. Kein Boot blinkte am Horizont „ater Be.no stand am Strand, ordnete ge.2seße u5., legte sie sorgsam in seinen Kutter. Lange schaute er übers brodelnde Meer. es Sltene. Die serne Tpial der. au berechenden schwanger Stürme. Die ferne Insel ragte gespenstisch Brandung. In Scharen kreisten dort die Fische um die Felsen. Sie luden die armen Fischer zum reichen Beutetisch. In drei Stungen, fuhr Vater Bernd mit dem Kutter zur e und brausende Wogen trieben die ifische zusammen und segneten den An solchen Tagen fuhr Vater Bernd gern mit seinem Sohne zur Insel. Vierzehn Jahre war er heute alt, sein kleiner, mutiger FischerGien dom gale dr. Kem unweter schien ihm gefahrvoll genug, er sang sein Hände. Schon kniete er tief im Wasser, zog bad Seie eu die pritzenden Wogen geulre es fest an den Kutte.. Silbergrau am Strande. Düster verhüllten Wolkenfetzen die Felder, zerstäubten den Nebel über den Aeckern. Dumpf brummte sich unde Kuttgr. Sie stießen an, setzten sich und begannen die Netze zu legen. Mit lange. Zugen umfuhren sie die Bucht. Dröh schwanger. gewalttanig und sturm Hahlihose der Schwarzwaldbahn gepflastert: das Pflaster hält länger als die Schienen, es hält so lang als der Dom. es wird erst mit den stolzen Bürgerhäusern Dinhüihiz untersehen. Nur die reichen Schweizer Beofig ans.. Sceschausen, rein aus rer“ Dart in Hzugers, um Asphalt hinzuschmie. ren. Dort in Dinkelsbühl, in der Neckarstraße, wurde die Fahrt. Der Kutter kam nur schwer vorwärts. Ungeheuer weit „Fen iznen eute die Insel. Die Felsen tauchgen in der Brandung auf und nieder. Viele Fischer kämpften draußen auf hoher See Vater Bernd murmelte sein Gebet in den Singsang der Wogen. Am Horizont schichteten 6h,, ene Pallen. Nag Stunden endich rückten die zackigen Umrisse der Insel näher. Si steuerten zum Westrand, denn der Wind Prast er sand uod.: Iigoe sühste keine ur V bsitzenden Augeg, de Jau verläßlich Sesemger. des. Kutter, vom Meere auf und e.,„Vater zu. Sent. Unterwegs, wenn mi, Jest fuof be.— ee, vom Meere auf und sie die Netze auswarfen und die Fischernte in Pedergeworfen, den Strand der Insel an. Der en Ruderbooten bargen, erzählte Vater Potor, verstummte. Vater Bernd zog die niscen dn wree Soeren Sang mit den Has, ux. Bun bera, der de Shclen Tücken des Meres. Solch Erzählen wird den ad riß sich das Ruderboot los, eine meterhobe Jungen weise machen, aopfer, muig und start. Naps Vot. g idber den Kunr, derschlug die aes lo. gr on den Sranzuag berunen KAese. D0 Seit, Dan Bor, dax Baui gelaufen, zudig, winkte und rieb sich die taue, die Vater Bernd über Plank g C 84=8 Jumbo beim Morgengang inmitten seiner Herde Aufnahme: Dr. Dietz . ig, euie Bldle und dis 16 de. au, De Laikr Barcd sider di. Pontau gr. Heisen un K eiskt eunl geählise I elslden S. ur lib slhe Narter ics der Ssane 11I T.4" L..(schadr sarcheu prchzul Uchung, Bes uor, huse Lonsasz. Sozen, Lengenstisch und sete daute en die Kute. u. worfen hatte. Der Kutter schwankte führeros.,„ Der Wind heulte über die Se. mit der Reitung Vrcans ins Met, vertraut das ste erte den Bo pr durch Ke.en: Sein Junge mmer wieder umblickend, sah er den Vater sest ae e risßest„Endich lag der Kuter Bater Bernde Kräiste ermatte aus misin gronen Sturm, der Land und Mer Felsen, und es wor ihm nach, dle ob er seines Menge war still geworden. Sie blickte auf den Führer des Abwehrtrupps. Die ersten ### chaten fielen über die Stadt. Es herrschte eine feierliche, bange Stille, in die hinein plötzlich wieder das Läuten der Glocken von den Türmen der Stadt zu hören war. Der Lärm vorher hatte sie fast übertönt. „Wider alles Recht und Gesetz haben sich die Separatisten zu den Herren des Landes gemacht. uno sich Befehls= und Regierungszngemast. i freien Bürger der Pfalz m Taut klang die Stimme Wendts über die .„Dieses Land ist deutsch und will deutsch bleiben. Wir wollen keine separatistische Republik, wir wollen bei Deutschland bleiben, das unser aller Vaterland ist.“ Tosender Beifall antwortete den Worten Wendts. Rufe wie:„Nieder mit den Separatisten!“„Fort mit den Blutsaugern! Nieder mit Bretschneider!" wurden laut. Wendt winkte ab, sprach mit aller Energie und Entschlossenheit weiter: Nam. de„Bürgerschaft fordern wir deshalb sofortigen Abzug der separatistischen Truppen. Die Stadt ist sofort zu räumen. Die alte, rechtmäßige Gewalt muß wieder eingesetzt wergen. Die vernafteten Bürger sind augenicklich freizu, sen. Wir stellen für die Räumung eine Frist von zwölf Stunden. Sind die Separatisten bereit, unsere Forderungen zu Stadt mit allen ihren Truppen zu verlas sichern wir ihnen freien Abzug zu. Heitegeschiegre, defür forgen, daß I Fausgider Veifall war jedem der Sätze dern Befeblshoß mu erhobener Stimme dem. Befehlshaber der Separatisten zugerufen „Weigern Sie sich aber“— Wendt sah nun Bretschneider voll an und machte eine bedeutungsvolle Pause—„weigern Sie sich, dieser Tort un zu entsprechen und die Stadt zu verlassen, so werden wir, und mit uns die ganze Stadt mit Waffengewalt Sie aus diesem Haus, in dem Sie sich unter Bruch aller Gesetze mit angemaßter Gewalt eingenistet haben, enteit. Preischpeiden aus dude Stunde Bedenk812.„Fretschneide.,„oo Sie Ihrem deutschen w en), trat zu seinen Leuten zurück. Die Menge tobte und rief:„Bravo, bravo, nieder mut. den Separatisten! Schluß mit den VerSie umdrängten Wendt und die Männer die in unerschütterlicher Haltung auf die Entcheidung warteten, die Kampf oder Sieg für Augendich, Breischneider wartete nur einen Augenblick, bis sich die tobende Menge ein em Feichen ded. 0 er die Hand zum Zeichen, daß er sprechen wollte. Langsam Vaters Stimme hörte. Er verfolgte die Wellen ühers Maetrnsclas an die Küste. Er blickte .. de, lag fern im Dunkel das Fischerd.v). Er lief den Strand auf und ab, schr und weinte. über nur das dumpfe Echo der aufrollenden Wasserwogen antwortete. Vor Nachteinbruch spülte das Meer die Leiche seines Vaters an die Küste. Der Junge schleppte den Körper an Land, barg ihn zwischen den Felsen und Dünen. Er legte sich neben die Leiche, klammerte sich fest ans tote tapfere Vaterherz, bewachte es die lange, kalte. remde Nacht hindurch. Am frühen Morgen Spohen Silche an de Insel. Sie fanden den Knaben schlafend an der Leiche des Vaters Es war ein stiller Morgen und der Himmel schneider spricht! . 2. etschneider musterte die Menge, ließ esden de eee, über den Sturmtrupp anr anen wosl und g, segen seine Festung ##.: ut, Sie sollen meine Antwort gleich an und der Für staget Separatisten, die hinter ihm T#. Far standen, Sie traten vor zur Rampe rechts und links von ihm auf tschneider sprach ein paar Sekunden leise mit. den Separatisten, schaute dann über die er mit einem a endt, mit dem Instinkt des alten Front„Achtung! Alles zurück!“ Wenors Leute sprangen zurück, die Menge u röi. Sie###“ aber es war schon Vtrm erbaben.i ie eaise Bi.b 2 c. ersen ai eluen a ut Canaten. Eine Sekunde später war die Straße ein einziges Chaos. In die Explosion der Handangieg., Tlichzte, sich der tausendsimmige Schrei, des Entsetzens von Männern, Frauen noet:. Verwundete schrien. Menschen flüchteten. Eine Panik entstand. Frauen wurDurcheinarzenden furchtbares Man sah nicht, was eigentlich geschehen war. Die Menschen weiter zurück hatten nur • Die DT die Explosion gehört und das Schreien der Wämnen rotenr erit, lUchteten nach allen Seiten. ronnte nad einb a. Mon über: Berfech Frauen schrien, lagen auf dem Boden. Man trat sie, stieg über sie hindann war Stutz trachte— mieder einer— *„*0* Kommanbos. Die 14 wurt Kampf bringen, erbitterten Kampf ##ven Türmen dröhnten die Glocken zum „Jetzt, sah man auch, welchen Schaden die Sran s#ardgranaten angerichtet hatten. Eine Einer Ro“ por de Arm autgeris, Boden anderer hatte einen Splitter in der Schülte Brze gerufen. Baa=.uden laut nach einem gerufen. Als er kam, war es zu spät. Die epa vone das Bewußtsein noch einmal erlangt, zu haver, verschieden. Der Tag der hate seim erstee Opfer wandelt. Sie standen unter einem unsichtbaren Kommando. Es fiel kaum ein Wort. Jede Bewegung hatte Sinn und Bedeutung. Der oi S me dens a Wendts wurde Wirklichkelt. Gruppe war plötzlich, niemand hatte bemerkt wie, bewaffnet. In der den schaßbereiten Revolver bezogen die einzelnen Gruppen ihre vorgeschriebenen Posten In kaum zehn Minuten meldete Berg m# u. Kröger daß das Bezirksamt völlig umkreist wax. Steiner hatte die Straße vor gem Sezirk sagt abt, egeln lassen, die Menschenund Czurück mick sefut an hatte und nicht vor und zurück wich, war bis auf etwa fünfzig Meter ober= und unterhalb des Gebäudes zurückgedrängt. Wenn die ersten Schüsse fielen gurgen sie ohnedies wieder laufen wie die Berg hatte das gegenüberliegende Gebäude Die Stras.n Leute an die Fenster verteilt. Straße rückwärts vom Bezirksamt wurde 9# abgeriegelt. Daß ihm keiner nach hinten entwischen sollte, dafür wollte er mit „.e#geut, schon einstehen. Vom Garten Schuszlinie, Sgallten gande steile Rückfront in Se Puchen dura sie nur bier auszukneisen versuchen, durch kam hier keiner. Wendt hatte in dem Garten. der hinter einer hohen Mauer etwa fünf Meter über der Sesecheten. dich el. eschehie eit Verhinbung Hast. Leuten Berge oder. Seitzt paar Minuten lang geschahen von beiden Seiten keine weiteren Kampfhandlungen Nhwehrleute und Separatisten, jeder war mit ich beschäftigt, jeder bereitete sich auf den Kampf der nächsten Stunde vor. Es war die Ruhe ger dem Sturn, das Atemholen des Schäcklo., die gro., Stille der Entscheidung. e„II. bis auf die Jungen: Dahlmann und Jürgen, sie kannten diese Stille vor dem Sprung aus dem Graben, diese angespannte Stille, in der die Nerven zu zerreißen drohen, in denen alles auf den Angriff wartet auf die Leuchtrakete oder auf den Befehl: Ar' uf, marsch, marsch! Die Jungen freilich, die waren ungeduldig und über die Ruhe enttäuscht. Die warteten auf den Ausbruch des Kampfes un wußten nicht, daß diese Stille die letzte Sammlung war, die ihnen in diesem Ringen noch beschieden war. X. Die Separatisten in dem Gebäude hatten nach dem Erscheinen der Abwehrleute vor dem Bezirksamt sofort alle Tore geschlossen und mit und Stühlen verbarrikadiert. Dann ließ Bretschneider seine Leute antreten und Waffen und Munition an sie verteilen. Den Schneive, Phil, den langen Schulz und den Heiner, der immer das große Wort führte wenn von den Heldentaten der separatistischen Armee die Rede war, hieß er auf sein Zimmer Hesgreg, um mit hnen die Kampshandung u (Fortsetzung folgt.) 0 Zeichnungen: Schikaneder „Gut... wenn ich etwas mehr Boden unter den Füßen habe, will ich Sie wieder rufen. Haben Sie aber Neuigkeiten, dann melden Sie sich bei mir. Ich bin für Sie jederzeit zu sprechen... jederzeit!“ Er streckte Peter die Hand hin; in diesem Augenblick läutete das Telefon. Er griff zum Hörer. „Verdammtes Geklingel! Ja!“ er horchte aufmerksamer,„jawohl, Herr Präsident!" Flak bedeutete Peter, der eben zur Tür gehen wollte, hierzubleiben.„Aha! Ja... ist hier... kann sofort zu mir kommen... kenne ich... ohl Zehntausend! Große Sache, bitte sehr! Natürlich!“ Er legte den Hörer auf und wandte sich schnell an Peter,„Sie müssen noch hier bleiben. Ihr Dienst beginnt schneller, als ich dachte!" „Was ist denn los?“ „London schickt Inspektor Peek vom Secret Service, dem englischen Geheimdienst. Wissen Sie, wieviel England Ergreiferprämie ausgesetzt hat?“ „Nun?“ „Nicht mehr und nicht weniger als zehntausend Pfund!“ „Donnerwetter!“ „Ja, das sage ich auch. Aber England hat sa jetzt, nachdem Lermontows Flugblätter in London eine Panik hervorgerufen haben, einiges Interesse an der Affäre. Und es wäre doch gelacht, wenn zwei so tüchtige Detektive wie Peek und Flak diesen Herrn Lermontow nicht mit vereinten Kräften fangen könnten. 10000 Pfund verdienen nämlich auch wir gern“, lachte der Kommissar. 17. Kapitel. „Zwanzigsten Berlin!" „Einundzwanzigsten Brünn!“ „Dreiundzwanzigsten Budapest!" „Dreiundzwanzigsten Budapest!" wiederholte Kommissar Flak und steckte ein Fähnchen auf die große Karte, die vor ihm auf dem Tische lag... „Sechsundzwanzigsten Paris! Orleans!“ „Sechsundzwanzigsten weiterhin Rouen!“ .. Rouen... Moment... so, es kann weitergehen, Ackermann!" „Am, siebenundzwangzigsten Roubaix, Brüssel, Lüttich...“ .. Lüttich...“ „... dann kommt eine Pause bis zehnten. An diesem Tage werden Proklamationen gefunden in Mailand, Verona, Venedig...“ „Also am zehnten, nicht, Ackermann?“ Peter sah auf die Liste, die vor ihm lag. „Jawohl! Am zehnten... weiter...“ Inspektor Peek, ein schlanker, hagerer Mann mit einem scharfgeschnittenen Gesicht, hob den Kopf von der Karte auf, die er ernst betrachtet hatte. „O, hat man gesehen in diesen Städten das Auto, das soll Lermontow benützen... sind keine Meldungen darüber eingelaufen?“ „Man spricht von einem grünen Tourenwagen. Das meinen Sie doch, Peek nicht?“ „Des, das meine ich.“ „Hm, wissen Sie, an diesen Wagen glaube ich nicht! Lermontow ist sicher kein Idiot. Aber wenn er einen so auffallenden Wagen benützen würde, dann wäre er einer!“ „Aber diese Meldungen?“ Flak wehrte ab. „Täuschungen oder Irreführungen, Peek! In Prag will man einen gelben, in Paris einen roten und in Budapest einen blauen Rennwagen gesehen haben. Ich bin sehr skeptisch... gehen wir lieber weiter...“ Peek ließ nicht locker. „Des, Sie können recht haben, Flak, aber einen Wagen muß der Mann haben.“ „Richtig, aber einen, der nicht auffällt. Ich möchte wetten, daß er ganz schwarz ist; ganz gewöhnlich schwarz... „O, ich will wetten mit Ihnen, daß er nicht schwarz ist, sondern grün! Wollen wir wetten um eine Flasche Whisky... wollen Sie?“ „Gemacht! Ein guter Whisky ist nicht zu verachten. Und nun wollen wir weitergehen. Ackermann wird schon ungeduldig.“ „Das weniger, aber ich frage mich nur, wie lange uns Lermontow noch foppen wird! Man sieht auf uns und beginnt. schon zu lächeln. Sogar unser Freund Sorge wird bereits anzüglich...“ „Lassen Sie nur. Ackermann.“ Flak steckte das Fähnchen Mailand, das umgefallen war, fest,„das geht bed diesem Geschäft nicht anders! Kritisieren ist immer leichter als jemanden fangen. Kenne ich schon... Sehen Sie,“ er zündete sich eine Zigarette an und sah nun aus wie ein Buchhalter, der im Büro eine nette kleine Geschichte erzählt,„als ich vor vier Jahren den Raubmörder Pott jagte... vielleicht erinnern Sie sich an den Fall... er erschlug den Bankier Stahl und „Jetzt müssen wir ihn fassen! Sofort, Flak! Jede Stunde ist kostbar!“ raubte einen mächtigen Happen Geld, da hatte ich nichts in der Hand, als einen etwas altertümlichen, aber sonst ganz gewöhnlichen kleinen gelben Beinknopf. So groß wie ein Fingernagel war er. Und keine winzige Spur von einem Täter. Ich tat zwei Monate nichts anderes als Knöpfe suchen... hundert, tausend, zehntausend... Ich wurde ein ganz ausgezeichneter Knopffachmann. Im dritten Monat legte man dann dem Präsidenten nahe, so einen ausgekochten Idioten wie diesen Flak schnellstens hinauszufeuern. Bis ich eines Tages den Rock fand, zu dem der Knopf gehörte— und in dem Rock den Mann, der Stahl erschlagen hatte...“ „Ich erinnere mich, es war eine geniale Sache, Flak!“ O nein, gar nicht, Ackermann, es war nur Fleiß! Methodik und Ausdauer! Sonst gar nichts!“ „Und Sie glauben...?“ „... daß wir diesen Lermontow genau so fangen...“ „Vielleicht haben Sie recht. Ich verstehe davon ja nichts und weiß nur eines: Daß jeder Tag, den Lermontow frei ist, der Welt einige hundert Millionen Mark kostet... Vorausgesetzt natürlich, daß er es tatsächlich ist, der Brand= und Rostpilze verbreitet. Nach den Untersuchungen von Doktor Stacks ist das allerdings so gut wie sicher...“ „O, hes, ist sicher!“ „Ich glaube es unbedingt, mir hat die Sache schon in Kanada nicht gefallen. Und in Ungarn war ich überzeugt, daß hier jemand die Hand im Spiele hat.“ „Das ist ja alles klar, meine Herren!“ Kommissar Flak klopfte auf die Karte,„darüber sind die Akten so gut wie geschlossen. Fraglich ist nur noch, warum... aber das geht uns jetzt nichts an. Das Motiv wird noch aufgeklärt werden. Wir haben weiter nichts zu tun, als den Mann zu fangen... und dazu müssen wir methodisch vorgehen.“ Peter wurde ein bißchen ungeduldig, denn während Flak den Fall mehr von der kriminalistischen Seite sah, betrachtete er ihn vom Standpunkt der Ernährung, der gesamten Getreidewirtschaft, die durch diesen Lermontow auf das schwerste bedroht war... „Ich zweifle nicht daran,“ fuhr Flak fort, „daß wir auf Grund unseres Systems, das wir hier ausgearbeitet haben, eine gewisse regelmäßige Route dieses Lermontow werden feststellen können. Sind wir so weit, dann wird es uns vielleicht gelingen, das Netz um ihn zu schließen.“ „Wenn es dann nicht zu spät ist? Wenn er nämlich einmal die gesamte Ernte vernichtet hat, dann nützt es uns nicht mehr viel. Jetzt müssen wir ihn fassen! Sosort. Fak! Jede Stunde ist kostbar!“ * Hedda schenkte die Tasse voll und fragte Peter, der sich eben gesetzt hatte, nochmals und mit einem Unterton von Ungeduld.„Nichts, gar nichts?“ „Nein!“ Er trank und setzte die Tasse hin, daß sie aufklirrte.„Ich sagte dir doch schon, nichts!“ „Aber Peter!“ Hedda nahm seinen Kopf zwischen ihre Hände und küßte ihn,„was ist denn los?“ Er zog sie an sich, strich etwas nervös und einer nur ratlos, scheinbar zerstreut durch ihr Haar und hielt sie dann mit beiden Händen fest: „Ja, sieh mal, Hedda, es ist eben nichts los! Wir kommen nicht weiter, wir stehen dort, wo wir standen, als Peek kam... Seit ei Woche drehen wir uns im Kreise einer arbeitet...“ „Und wer ist das?“ Peter ballte die Hände zu Fäusten und Hedda, die ihn noch nie so gesehen hatte, erschrak fast über den Ausdruck seines Gesichts. „Wer? Alexander Lermontow! Dieser verdammte... entschuldige, Hedda, aber...“ Hedda zog Peter auf die Couch und rückte dann eine Lampe, die ihr etwas zu grell schien, zur Seite. „Du mußt dich beruhigen, Liebling! Weißt du, daß du elend aussiehst?“ Sie drehte sein Gesicht zu sich, schüttelte den Kopf und lächelte. „Wenn es so weiter geht, ist von dir bald gar nichts mehr da!“ Er mußte lachen. „Du übertreibst aber mächtig, Hedda!“ „Nein! Nein! Ich begreife ja, daß dich die Sache beunruhigt, aber du mußt zuerst auf dich sehen...“ Peter hob den Kopf. Nein, ich muß nicht zuerst auf mich sehen. Verstehe doch: Wenn dieses Ungeheuer, dieser Lermontow, auch nur noch ein paar Tage lang in seiner Tätigkeit, die Ernten zu vernichten, fortfährt, dann ist der Umfang der dadurch entstehenden Katastrophe überhaupt nicht mehr abzusehen. Und es wäre doch eine Schande, wollte ich angesichts dieser tatsächlich der ganzen Menschheit drohenden Gefahr meine privaten Interessen in den Vordergrund stellen. Ich werde und darf nicht eher ruhen, als bis Alexander Lermontow unschädlich gemacht worden ist.“ „Ja, du hast recht, Peter... Ich sehe dich schon als großen Detektiv, der diesen Herrn Lermontow fängt.“ Peter Ackermann nahm Hedda in seine Arme. „Mach dich nur lustig, Kind... aber vielleicht habe ich Flak doch auf die richtige Spur gebracht. Wir müssen den Mann fassen, Hedda... du ahnst nicht, wie es aussieht: die amerikanischen, englischen und französischen Zeitungen schreiben nur die Hälfte der Wahrheit. Aber wenn die Ernte eingebracht ist, wird man alles wissen, und wenn wir bis dahin Lermontow noch nicht haben, dann kann es ganz bös werden...“ „Moment!“ Hedda machte sich langsam los und ging zum Telefon.„Wer will mich denn jetzt noch sprechen... Hallo, Hedda Poschendorff! Wie? Kommissar Flak? Guten Abend ... Ja, einen Moment... gewiß...„Peter, Herr Flak will dich sprechen!" (Fortsetzung folgt.) Iiimmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmammmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Die chinesische Taterne Eine Geschichte von Karin Maria Wilde In der krummen, mit dem spitzen Katzenkopfpflaster übersäten Straße, die zum Meer hinabführte, stand ein Haus, hochgieblig, vornehm, wie ein altes Patrizierhaus zu sein pflegt, mit immer geschlossenen Fenstern und zugezogenen Vorhängen, das mir in der seltamen, aber schönen alten Stadt Reval am onderbarsten erschien. Einmal, da die Sonne o besonders frühlingssüß nach dem langen, trengen russischen Winter alles überflutete, nahm ich den großen Wolfshund Rasboika am Halsband und ging mit ihm, ein 15jähriges, blondes Mädchen, die buckelige, vom Regen blau und glänzend gewaschene Straße langsam hinab...“ Und siehe, während ich alles ernsthaft und eingehend betrachtete, blieb ich jäh stehen. Rasboika knurrte und stieß seinen dicken, zotteligen Kopf böse an mich. Er roch den feuchten, salzigen Meerwind—— und dort— hinter der leichten Krümmung der Gasse, tauchte es ja auch schon auf, das im Sonnenlicht wie ein metallener Spiegel weit, weit hinaus erblinkende Meer, mit den flinken, schaumgekrönten Wellchen, die an heiteren Tagen wie spielerisch gegen den Strand anliefen. Und Rasboika wollte im Wasser toben und dann faul in der Sonne liegen, um sein nasses, struppiges, in der Wärme dampfendes Fell zu trocknen, nachdem er sich wild in dem weichen, mehligen Dünensand gewälzt hatte.— Aber obwohl er immer wieder seine Schnauze an meiner Hand rieb, saulte, gähnte, und die gelben Wolfszähne wies, stand ich wie festgewurzelt vor dem alten, feierlichen Haus, das mit seinem hohen, spitzen Giebel finster in all der hellen Sonne die Reihe der übrigen, meist kleineren Häuser unterbrach. Und doch machte es einen anderen, ganz anderen Eindruck wie sonst! Denn ein Fenster stand offen, mit den, wie in Reval üblich, sich nach der Straßenseite öffnenden Fensterflügeln. Grüne, schwerseidene Vorhänge blähten sich im Windzug, und im Fensterrahmen hing, was meine Blicke und Sinne wunderlich erregte und festhielt: eine entzückend bemalte, in allen Farben schillernde Laterne in lackschwarzer Fassung, mit schwarz getuschten, chinesischen Figürchen auf dem pastellfarbenen Grund, eine chinesische Laterne! Sie schaukelte leicht auf und ab in dem steifen Seewind. Auf der mir zugewandten Seite tranken zwei zierliche Geishas im Kimono und mit der hochgebauschten Haarkrone Tee, sie kauerten vor einem Tischchen, und die eine schenkte mit anmutiger Handhaltung Tee in die Täßchen. Die andere hielt ein dreieckiges Instrument im Arm, sie sah lächelnd zu der Teeeinschenkerin auf und spielte und sang, ich hörte, wohl in meiner Einbildung, die dünne, leise Stimme und das helle, zarte Zirpen des Saitenspiels dazu... Die Laterne schwankte auf und ab, schimmernd in ihrer gläsernen Herrlichkeit und mit den schwarz getuschten Figürchen, ganz deutlich erklang dazu die zarte, süße Musik, ich glaubte sie wirklich zu vernehmen, hörte sie ganz nahe... Und aus der Tiefe des Zimmers, hinter den schweren, dunkelgrünen Vorhängen drangen in der Tat diese feinen, zärtlichen Töne. Ich lauschte, hatte meine kleine Hand fest in Rasboikas Fell vergraben, sah die bunte Laterne an und rührte mich nicht von der Stelle. Nun war das alte, graue, unheimliche Haus doch verzaubert wie im Märchen, wie ich es mir immer hinter seinen fest verschlossenen Fenstern ausgemalt hatte, wenn ich auf dem Katzenkopfpflaster in die enge Straße zum Meer hinablief.— Der Hund knurrte plötzlich. Seine grauen Rückenhaare sträubten sich, er war ein scharfer, böser Kerl, mit dem ich aber von Anfang an gut Freund war, wie es Kindern oft mit sonst unzulänglichen bissigen Tieren ergeht.— Ich zog seinen schweren, grauen Kopf am Halsband zu mir heran und beugte mich herab: „Aber Rasboikc, es ist doch nichts, dummer Kerl, du fürchtest dich wohl schon am hellen Tag vor dem alten Haus da, schäme dich, mein Alter!". Aber weil er die braunen Augen drohend auf das Fenster richtete, hob auch ich wieder den Kopf. Sanft schaukelnd hing die chinesische Laterne im Fensterrahmen, ein leiser, bitterer Geruch nach russischem Juchten und starkem Tabak strich jetzt aus dem Zimmer, ein dunkler, angenehmer Geruch, den ich nie mehr vergessen habe, und aus dem Schatten in der Zimmer# tiefe trat ein Mann ans Fenster, der mich wohl schon eine ganze Weile beobachtet hatte und nun lächelte und blitzend weiße Zähne in seinem dunklen Gesicht zeigte. Ich erschrak. „O, verzeihen Sie bitte“, sprach ich ihn in der estnischen Sprache an,„ich war nicht neugierig, nur die Laterne hier, die wunderbare Laterne.. Der Mann, der eine kurze, englische Pfeise rauchte, schlug den Pfeifenkopf jetzt auf dem Fenstersims aus, dann sah er mich voll an mit seinen blauen Augen, die grell und abenteuerlich unter dem breiten, wirren, schwarzen Bogen der Brauen standen. Er sagte noch immer nichts, sah mich nur immer so an mit seinem merkwürdigen Blick, und weil er noch immer lächelte und ich nicht klug wurde aus diesem leicht spöttischen Lächeln, senkte ich verwirrt den Kopf. „Nun, das ist doch nichts Schlimmes, wenn du neugierig bist, kleines Mädchen!“ Er antwortete deutsch, aber mit dem rollenden R der Russen in seiner weichen, tiefen Stimme. Ich warf den Kopf zurück und funkelte ihn zorni an:„Ich war nicht neugierig, mein Herr, ie habe mir wirklich nur die chinesische Laterne angesehen und der Musik zugehört!“ Er lachte: „Warte ein Weilchen!“ Und er nahm die Laterne vom Haken und kam dann durch den kleinen Vorgarten zu mir auf die Straße hinaus, die Laterne in der Hand haltend und unter dem Arm einen kleinen Kofferapparat. „Du gehst wohl die Straße zum Meer hinab“, meinte er näherkommend. Ich nickte nur und sah ein wenig ängstlich auf Rasboika, der aber zu meiner Verwunderung gar. nicht mehr böse war, sondern im Gegenteil seinen dicken 83 Wenn die W8 a R Scha Schwalben MR 1344 14 188 n w e i t e r R e i s e e r s c h ö p f t i n u n s e r e r H e i m a t w i e d e r d i e a l t e n Plätze aufsuchen, dann sehen wir sie vorerst wie auf diesem Bilde auf Leitungsdrähten lustig zwitschernd pausieren. Aufnahme: Bologna Kopf an den Fremden drängte, wie er es sonst nie tat. Langsam gingen wir zusammen die gewundene Straße hinab. Der Nachbar, vor seinem winzigen Laden stehend, grüßte respektvoll und ich hatte mit einem Mal alle Scheu und Angst vor dem Fremden verloren. Rasboika tobte in langen Sätzen voraus. Wie wir zum Strande kamen, stürzte er uns schon triefend naß entgegen. Eine ganze Weile stand der Fremde neben mir und blickte auf das Meer hinaus... Dann wandte er sich lächelnd nach mir um:„Ich heiße Wladimir, willst du mich so nennen?“ Und weil er so freundlich mich dazu ansah, schlug ich in die hingehaltene, breite Hand ein:„Ja, gern!“ Er fuhr mir leicht durch das Haar:„Du gehst wohl gar hier bei uns zur Schule?“„Nein, ich bin nur bei meinen Verwandten zu Besuch in Reval.“„So, aber nun will ich dir etwas zeigen, weil es dir so viel Spaß zu machen scheint.“ Er hatte die Laterne inzwischen in den Sand gestellt und ich mußte voll Mühe den neugierigen Rasboika davon abhalten, sie aufzufressen oder als willkommenes Spielzeug in das Meer zu schleppen, wie er es sonst mit Holz und Steinen tat.„Geh weg, Rasboika!“ schrie ich ihn an in meiner Aufregung, und drohte ihm, bis er sich endlich trollte und schnaufend und prustend in den Sand einwühlte... Wladimir öffnete den kleinen, schwarzen Kofferapparat und legte eine Platte auf!„Nun schau mal!“ Er hob die Laterne auf und nun sah ich durch das herrlich bemalte, im Sonnenlicht glitzernde Glas auf das silberspiegelnde Meer, das unruhig in kleinen Wellen an den Strand anlief. Hinter dem bunten Glas funkelte alles strahlend auf, auch die schwarz getuschten Figürchen schienen sich anmutig zu bewegen, und dazu tönte eine sehr helle, dünne Melodie aus lauter gläsernen Glöckchen, die der Seewind schmeichelnd aufnahm und auf das gleißende Meer entführte, das fern am Horizont mit dem blauen Himmelsstrich verschmolz. Ich war wie verzaubert. Die zärtliche Frühlingssonne, der weite, blaue Himmel, der gelbe Strand mit dem im Wind knisternden, trockendürren Strandhafer, Rasboika dort und neben mir Wladimir mit seiner bunten Märchenlaterne im farbig sich brechenden Spiel der Sonnenstrahlen, von der dünnen, fremden Melodie aus dem fernen Osten begleitet, dazu Wladimirs eigentümlicher Geruch nach russischem Juchten und starkem Tabak, der bei jeder Bewegung von ihm ausging, von seinen Händen, seinen Kleidern, und der sanfte und fröhliche Blick seiner starken, blauen Augen, dieses alles erfüllte mich festlich und geheimnisvoll. Und ich glaube, es war der glücklichste Tag meines Lebens, dieser Tag mit Wladimirs Freundschaft und dem bißchen Kinderglück einer bunten Laterne... Oft gingen wir die krumme, katzenkopfgepflasterte Straße zum Meer hinab, mit Rasboika am Halsband. Lautlos rollte dann und wann eine der hohen Kutschen auf ihren Gummirädern an uns vorbei, wie gut griffen die Pferde auf dem für sie wie geschaffenen, holprigen Pflaster aus. Und der Nachbar, der kleine, dicke Kolonialwarenhändler in der cattuse pappi stand meistens vor seinem Lädchen und grüßte freundlich, hielt die rosigen Händchen über seiner weißen Schürze gefaltet und sah uns wohlwollend nach. Oder wir saßen in dem mit alter Pracht ausgestatteten Gemach von Wladimirs Tante Cornelia, bei der er zu Besuch weilte. Dort lehnte man in den steifen, geschnitzten Stühlen um den Eichentisch. Im silbernen Dreifuß brannte das Holzkohlenfeuerchen unter dem Samovar, der matt blinkte in der Dämmerung des düsteren Raumes. Die alte Dame war taub, aber sie nickte mir ab und zu freundlich zu, wenn sie nicht gerade in ein Buch vertieft war... Es gab immer wunderbar mürbes, russisches Buttergebäck und Pastetchen, mit Fleisch oder Gemüse gefüllt... Später reiste Wladimir wieder nach Hongkong ab, wo er in einer russischen Firma tätig war. Und wenn ich die chinesische Laterne ansehe, denke ich daran, daß jene enge, gewundene Straße auch heute noch zum Meer hinabführt und die Luft genau wie damals nach salzigem Seewind und Fischen schmeckt, daß aber am Ausgang der Straße kein Wladimir mehr heftig drohend über mein Zuspätkommen die Laterne schwenkt und Rasboika ihn nicht mehr freudig bellend anspringt. Und doch glaube ich, würde ich den starken Geruch spüren, wenn ich wieder dorthin zurückkäme, den starken, bitteren Geruch nach Juchten und Tabak, der die Erinnerung an diese halbe Kinderfreundschaft wieder ganz wachrufen würde in mir, mit ein wenig nachdenklicher Traurigkeit gewürzt. Silbenrätsel Aus den Silben: de do dolfee en flu gli hal 1l Im in ka lend lie lu lut me me men mo mo na nar nau on ren ru sa tat ti ti ul za zi zwin sind 13 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Wort von Adolf Hitler ergeben. Bedeutung der Wörter: 1. Stadt in Thüringen, 2. Sinnestäuschung, 3. Männername, 4. Ehrengruß, 5. Ort im Harz, 6. Biene, 7. Donnergott, 8. Zerstören, 9. Grippe, 10. Haushallplan, 11. Reformator, 12. Der letzte Monatstag, 13. Stadt in Westfalen. (Lösung in der morgigen Folge) Lösung aus der gestrigen Folge Der Künstler und sein Werk * a a S 0 P 2 E D L A ME G H O L BE IN * 1•" 6 n „ 1 e 1 a** Holbeln— Gemälde. Strandgüter des Tempos Das Fundbüro für Kraftfahrer München, 22. April. Der DDAC gibt in Zusammenarbeit mit allen deutschen Polizeibehörden allmonatlich eine Fundliste heraus, die alle Gegenstände umfaßt, die Kraftfahrer auf der Straße verloren haben. Auch der schönste Sonntagsausflug kann einem Automobilisten arg verleidet werden, wenn er, zu Hause glücklich angekommen, die betrübliche Feststellung machen muß, daß der teuere Ersatzreifen irgendwo auf der Strecke geblieben ist. Und der Motorradfahrer argert sich nicht wenig darüber, daß sich auf seiner Spritzfahrt das Nummerschild vom Schutzblech gelöst hat und nun am Straßenrand auf den ehrlichen Finder wartet. Ja, Dutzende von wichtigen Dingen, die den Kraftfahrer auf seinen Touren begleiten, gehen täglich zu Verlust und es sind wirklich keine geringen Werte, die da überall auf dem deutschen Straßennetz verstreut, herrenlos im Staube liegen. Der Gemeinschaftsgeist, der die„Ritter vom Steuer" alle verbindet, führte nun zu einer einzigartigen Einrichtung im Kraftfahrwesen, die als Vorbild für alle anderen Staaten gelten kann. Es ist das Fundbüro für Kraftfahrer, in dem alle Gegenstände registriert werden, die als„Strandgüter des Tempos“ täglich auf den Straßen gefunden werden. Alle deutschen Polizeibehörden, Gendarmeriestationen und Bürgermeisterämter sind angewiesen, Fundsachen, die irgendwie mit einem Motorfahrzeug in Beziehung stehen, der Hauptverwaltung des Deutschen Automobil=Clubs in München anzuzeigen, die wiederum allmonatlich eine Verluftliste an sämtliche Geschäftsstellen des Clubs sendet, wo sie von allen Kraftfahrern eingesehen werhen kann. Es ist der Steckbrief, den die herrenlos ewordenen Autohupen und Reisedecken, eserveräder und Frostschutzscheiben, Scheinwerfer und Wagenheber, Werkzeugkästen, Oeldruckspritzen, Soziussitze und Autobrillen nach ihren Besitzern aussenden. Bis zu 200 Gegenstände im Monat führt so eine Liste auf, unter denen Werkzeuge und Reserveräder weitaus an der Spitze marschieren. Aber auch Kühlerfiguren, Schlußlichtlampen und Nummernschilder werden häufig angeführt. Merkwürdig auch, daß selbst ganze Reisekoffer von Autound Motorrabjahrern verloren und von nachkommenden Kraftfahrern getreulich abgeliefert werden. Am häufigsten geschehen die Verluste auf schlechten Landstraßen und holprigen Gebirgswegen. Das ist verständlich, denn die Schrauben und Schräubchen vertragen das viele Stoßen und Schütteln der Wagen nicht immer. Aber auch auf den bisher fertiggestellten Teilstrecken der Reichsautobahnen gehen viele Zubehörteile verloren, die bei den hohen Geschwindigkeiten durch den Luftdruck von den Fahrzeugen„über Bord gespült“ werden. CTTEEE EUNE Leistungsfähige Fabrik für Lampenzüge, Nachttischlampen, Armaturen eic. aus Kunstharz, sucht für Westfalen tüchtigen Vertreter mit prima Detaillistenkundschaft, Schriftl. Angeb. unt. B. E. 8688 an die WLZ. Dovtmund Für den Verkauf von Leicht= und Schwerlastkraftwagen gewandter Verkäufer gegen Gehalt und Provision zum sofortigen Eintritt gesucht Schriftl. Angebote u. L. P. 8683 an die WLZ. Dortmund. Nicht am grün. Tisch, sondern in der Praxis beweisen wir anständigen Damen u. 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KUMBRUCH GEBEN IHRE VERMAHLUNG BEKANNT HAGEN I. WESTF., HUMBOLDTSTRASSE9 23. APRIL 1936 Am 20. d. M. verschied unerwartet nach kurzer Krankheit unser Angestellter Karl Klostermann Der so jäh von seiner Familie und Arbeit Abberufene stand 47 Jahre in unsern Dieneten bzw. denjenigen unserer früheren Geschäftsstellenleiter und hat sich durch seine Pflichttreue, seinen Fleiß und seinen ruhigen, aufrechten Charakter unsere und die Wertschätzung seiner Berufskameraden erworben. Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Colonia Kölnische Feueru. Kölnische Unfall-VersicherungsAktiengesellschaft Nachruf! Am 20. April 1936 starb nach langer, schwerer Krankheit unser Arbeitskamerad Herr Otto Thowesten im 52. Lebensjahre. Wir werden das Andenken des Verstorbenen, der uns 30 Jahre seine treuen Dienste gewidmet hat. in Ehren halten. Führer und Gefolgschaft der Accumulatoren-Fabrik Akt.-Ges. Werk Hagen. Für die überaus vielen Beweise inniger Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes und treusorgenden Vaters sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank aus. Bochum. Im April 1936. Frau Christian Volmer. und Kinder. Heute abend 10½ Uhr. entschlief nach langem, schwerem Leiden meine liebe Mutter und Schwiegermutter, meine herzensgute Großmutter. Schwägerin und Tante Witwe Cornelia Kraushaar geb. Neese im Alter von 80 Jahren. Erich Blerhals und Frau Margarethe geb. Kraushaar Erich Bierhals eis Enkel Dortmund, den 21. Aoril 1936. Hohestraße 75. Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet Sonnabend, den 25. April 1936. um 9½ Uhr. in der Trauerhalle des Südwestfriedhofes statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Der Herr über Leben und Tod nahm in seinen unerforschlichen Ratschlüssen uns plötzlich und unerwartet meinen arbeitsfrohen Mann, unsern stets treusorgenden, herzensguten Vater. Bruder, Onkel und Schwager Clemens Gutermann im besten Mannesalter von 55 Jahren. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten diese Nachricht mit der Bitte, der Seele des so plötzlich Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Alma Gutermann und Kinder Dortmund(Kaiserstraße 82), Bonn, Arnsberg. den 22. April 1936. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 25. April 1936, 14.30 Uhr, von der Haupttrauerhalle des Hauptfriedhofes aus statt. Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage morgens 8¼ Uhr in der Franziskanerkirche. Am 22. April 1936 ist nach kurzer Krankheit, und für uns unerwartet, unser langjähriger Reisevertreter und Mitarbeiter Herr Clerens Gutermann verschieden. In vorbildlicher Pflichttreue hat er seine Schaffenskraft in den Dienst unserer Brauerei gestellt und sich in den Kreisen unserer Kundschaft höchste Wertschätzung erworben. Wir werden seiner stets in Treue und Dankbarkeit gedenken. Dortmund, den 23. April 1936. Führung und Gefolgschaft der Dortmunder Actien-Brauerei Nachruf! Heute morgen entschlief unser Seniorchef Herr Fabrikant Paul Brockhaus Oesterau. In tiefstem Herzen bewegt stehen wir trauernd an der Bahre des Heimgegangenen. Er war uns nicht nur Chef, sondern auch in allen Lebenslagen ein stets hilfsbereiter Freund und väterlicher Berater, so dall in guten und bösen Zeiten eine selten schöne Arbeitsgemeinschaft bestand. In unseren Herzen wird er fortleben, in Liebe und Dankbarkeit werden wir seiner gedenken. Oesterau, den 20. April 1936. Führer und Gefolgschaft der Firma Brockhaus Söhne Oesterau Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah. Plötzlich und unerwartet infolge Gehirnschlages entriß mir der unerbittliche Tod meinen innigstgeliebten Gatten, den lieben Vater meiner beiden Kinder, unseren guten, treuen Sohn, meinen lieben Bruder. Schwager. Onkel, Neffe und Vetter, den Metzgermeister im besten Mannesalter von 40 Jahren. Um stille Teilnahme bitten im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Herta Oberwinter geb. Bondong Hannelore. Gustav-Adolf als Kinder Familie Adolf Oberwinter sen. nebst Anverwandten. Dortmund(Nordstraße 38). Herne. Soest, Bielefeld, Menden, 21. April 1936. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 24. April 1936, mittags 1½ Uhr. vom Trauerhause aus zum Nordfriedhof statt. Haus-Andacht ½ Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen bittet man höflichst Abstand zu nehmen. Sollte jemand aus Versehen keine Anzeige erhalten, so diene diese als solche. Tretet her ihr meine Lieben, nehmet Abschied, weint nicht mehr. Heilung konnt ich nicht mehr finden, meine Leiden waren zu schwer. Dienstag morgen 2½ Uhr starb plötzlich und unerwartet nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann. unser guter Vater. Sohn. Bruder. Schwager und Onkel. der Schwerkrlegsbeschädigte Johann Tolksdorf im Alter von 46 Jahren. In tiefer Trauer: Wilhelmine Tolksdolt geb. Stiens und Kinder Heinz. Grete, Annelise, Hans und Günter Hagen(Sonnenlandstr. 13). W.-Elberfeld, den 21. April 1936. Die Trauerfeier findet Freitag, den 25. April 1936, nachmittags 3 Uhr. in der Andachtshalle des Altenhagener Friedhofes statt. Anschließend Beerdigung. Nach kurzer schwerer Krankheit verschied heute abend 10½ Uhr meine innigstgeliebte Frau, meine liebe gute Mutter, meine liebe Tochter, unsere Schwester. Schwägerin und Tante Frau Therese Boerger geb. Hllehenbach im 52. Lebensjahre. versehen mit den Tröstungen der hl. Kirche. In tiefer Trauer: Joseph Boeiger Grete Boerger and med. Grevenbrück u. Bonn, den 20. 4. 1936. Die Beerdigung mit nachfolgendem Seelenamt findet statt am Freitag, dem 24. April, morgens 8½ Uhr.— Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Am 20. April wurde unser lieber Parteigenosse und SS-Scharführer Walter Emanuel im Alter von 22 Jahren unerwartet durch den Tod abberufen. Ein alter Kämpfer und guter Kamerad ging von uns. Wir werden seiner stets in Ehren gedenken Ortsgruppe Altenbögge der NSDAP. Bohne. Ortsgruppenleiter. Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute um 14¼ Uhr nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater. unser lieber guter Opa, Schwiegervater. Bruder. Schwager und Onkel Friedrich Zeiger im Alter von 65½ Jahren, versehen mit den hl. Sterbesakramenten. In tiefer Trauer: Frau Gertrud Zeiger geb. wertenberg nebst Angehörigen Dortmund, den 21. April 1936. Münsterstraße 103. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 25. April 1936, um 13 Uhr. von der großen Trauerhalle des Hauptfriedhofes aus statt. Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage der Beerdigung, morgens 8 Uhr. in der Pfarrkirche St. Josef. Omnibusfahrgelegenheit ab Trauerhaus und Sängerheim(Ostwall) pünktlich 12 Uhr. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Sollte jemand aus Versehen keine Nachricht erhalten haben, so diene diese als solche. Nachruf! Infolge Unglücksfall verschied am Montag, dem 20. April. mittags gegen 11¾ Uhr der SA-Rottenführer August Heierhoff vom Reservesturm 17/R 131. Ein treuer und unentwegter Streiter für Deutschland ist von uns gegangen. Wir ehren ihn, weil er uns in seiner unwandelbaren Treue zum Führer und in seiner Wahrhaftigkeit Vorbild war. Er wird es immer sein. Letmathe, den 22 April 1936. ". Der Führer der Standarte R 131 m. d. F. b. gez. Schnepper, Obersturmbannführer Der Führer des Sturmbannes IIIR 131 m. d. F. b. gez. Brüser, Sturmbannführer Der Führer des Sturmes 17/R 131 m. d. F. b. gez. Leonhardt, Obertruppführer. Statt jeder besonderen Anzeigel Nach Gottes heiligem Willen ist heute morgen 9 Uhr mein lieber Mann, unser über alles geliebter Vater. unser Schwiegervater und Großvater, unser Schwager, Onkel. Vetter und Neffe Theodor Heimbrock im 64. Lebensjahre sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Martha Heimbrock geb. Panne Alfred Heimbrock Emmy Heimbrock Anny Heimbrock Paula Heimbrock geb. RöttgerFred-Jürgen, Joschim und Helmut als Enkel. Lüdenscheid, Fredeburg. Altena, den 22. April 1936. Die Beerdigung findet am Samstagnachmittag 4 Uhr vom Trauerhause. Hochstraße 35. aus statt. Trauerfeier daselbst um 3.30 Uhr. Beileidsbesuche dankend verbeten. Nachruf Am 20. d. M. verschied hochbetagt der Fabrikbesitzer, Herr Paul Brockhaus d. k. aus Oesterau Der letzte Gründer der Brockhaus'schen Fabrikunternehmen im Orstertal ist mit ihm dahingegangen. Im ruhigen Aufbau erweiterte der Verewigte seine Werksgründungen und wurde damit bester Förderer der Wohlfahrt in diesem Teile der Gemeinde. Unvergänsliche Werte für unsere Heimat schuf er durch die Oestertalsperre. Sie war sein Plan, sie wurde seine Tat. Durch sie wird sein Name unvergessen bleiben. Ueber das Oestertal hinaus wirkte Herr Brockhaus in industriellen Verbänden und der öffentlichen Verwaltung unermüdlich und treu. Seiner Gemeinde und dem Amte diente er von 1901 bis 1919. also fast zwei Jahrzehnte, als Gemeinde- und Amisverordneter Der gute Rat des erfahrenen Mannes, sein abgeklärtes Urteil galten viel. Die edlen persönlichen Eigenschaften des Verewigten verbanden ihn in Hochachtung und Verehrung mit allen, die ihn kannten. Ehre seinem Andenken. Plettenberz, den 22. April 1936. Namens der Amts- u. Gemeindeverwaltung Plettenberg Wahle, Amtsbürgermeister. Gedenken Am 22. April 1936 ist aus unserer Ortsgruppe Parteigenosse verstorben. Wir wollen stolz sein, daß er zu uns gehörte. Ein Mann aufrechter Art und stets stiller, vornehmer Bescheidenheit. Das sichert stetes Gedenken. NSDAP. Ortsgruppe Lüdenscheid-Ost Sarodnik. Ortsgruppenleiter. Kleiner Anzeigenmarkt. Gelegenhr sanzeigen nicht ge schäftlicher An aleKaufangebote, Kaufgesuche, Vermietungen. 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