Weslsälische Bezugspreie mit Justellungsgebühr und Versandkosten 60 Ofennig für die Woche. Dost=Bezug monatlich 2,50 Mark einschl. 56 Ofennig Dostzeitungsgebühren. Hierzu 42 Ofennig Bestellgeld. Einzel=Stück 15 Ofennig, Sonntage 20 Osennig. Erscheint wöchentlich siebenmal. Täglich das bebilderte Unterhaltungsblatt und Sonntags die sechzehnseitige Beilage„WL3 am Sonntag“. Für unverlangt eingesandte Beiträge wird keine Gewähr übernommen. Druck u. Verlag: Westsälische Landeozeitung G.mb.H., Dortmund, Reinoldistr. 19. Fernruf 30441 Amtliches Blatt der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei eszeilüng Anzeigenpreie je Millimeter der Rleinspalte 36 0f. in der Gesamtauflage, für die Bezirksausgaben besondere Oreielisten. Ermäßigte Oreise: Für Jamilienanzeigen 12 Of., Stellenangebote 1S Of. Stellengesuche 12 Of., Gelegenheitsanzeigen nicht geschäftlicher Art in der Rubrik„Kleiner Anzeigenmarkt“ 15 Os. je Millimeter.— Für die Berechnung und Ausführung der Anzeigenaufträge sind die in der Oreieliste vorgesehenen Bedingungen maßgebend.— Erfüllungsort Dortmund.— Postscheckkonto Dortmund 450.— Anzeigen=Annahme für die Wochentags=Ausgabe bis 2 Uhr nachmittags, für die Sonntags=Ausgabe die Freitag abend 6 Uhr. Holland 18 Cente, Belglen 1.50 bire. Frankreich 1 Fr., Schweiz 20 Rappen Einzelstück 15 Dfg. Ueberreichung des deutschen Friedensplanes Ribbentrop in London Locarno=Konferenz noch vor Ostern? Wachsende Opposition in England gegen die Generalstabsbesprechungen Weitgehende deutsche Vorschläge (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 1. April. Botschafter von Ribbentrop hat sich im Laufe des gestrigen Nachmittags in einem Sonderflugzeug zur Ueberreichung der deut schen Antwortnote auf das bekannte Memorandum der Locarno=Mächte nach Lon don begeben. Es ist anzunehmen, daß eine Veröffentlichung der deutschen Note im Laufe des heutigen Vormittags erfolgt. Bei dem deutschen diplomatischen Schriftstück, das insgesamt 22 Schreibmaschinenseiten umfaßt, handelt es sich bekanntlich um die Stellung nahme Deutschlands zu der Haltung der Locarnomächte gegenüber den deutschen Entscheidungen vom 7. März, die in der ganzen internationalen Oeffentlichkeit, vor allem aber auf englischer Seite, mit Ungeduld und Span nung erwartet wurde. Diese gespannte Erwartung der ganzen internationalen Oeffentlichkeit war um so größer, als die deutsche Reichsregierung in der am 10. März übergebenen„vorläufigen Antwort“ tigen deutschen Wollens um eine ehrliche Verständigung vorliegt, hier neue gewichtige Handhaben bieten. Ueber die ursprünglich für Brüssel in Aussicht genommene Konferenz der Locarnomächte verlautet, daß sie nach Paris verlegt werden und jedenfalls noch vor Ostern stattfinden solle. Es scheint allerdings im Augenblick noch außerordentlich fraglich, ob sich die Anbahnung von Verhandlungen auf einer breiteren Basis unter dem Eindruck der deutschen Friedens initiative nicht doch als dringlicher heraus stellt. Der deutsche Ministerialdirektor Dieckhof kündigte gestern in einer Erklärung vor der Presse an, daß die deutsche Antwort heute vormittag Eden übergeben werden würde. Eine Zusammenkunft mit Eden sei bereits provisorisch auf 10 Uhr angesetzt worden.„Ich fort, kann bestätigen,“ so fuhr er „daß die Sitzung des Reichskabinetts Annahme des Reichshaushalts 1936 7 Rächste Sitzung nach Ostern Der Dank des Führers auf das Memorandum der Locarnomächte, mit einer eingehenden Stellungnahme zu den Beschlüssen in London, einen neuen deutschen worschlag zur Ueberwindung der europäischen Krise ankündigte. Inzwichen ist allerdings insofern bekanntlich eine leicht veränderte Situation entstanden, als sich England dazu bereit erklärt hat, während des sogenannten„Zwischenzustandes", also in der Zeit, in der die am 7. März angeblich entstandene„Lücke“ auf dem Wege internationaler Verhandlungen noch nicht überbrückt ist, Ceneralstabebesprechungen mit Frankre ich einzuleiten. In der eng lischen Oeffentlichkeit sind diese Militärverhandlungen schon auf stärksten Widerstand gestoßen und alle Anzeichen sprechen dafür, daß sich die Opposition gegen sie noch weiter verstärkt. Zweifellos sind diese Generalstabsbesprechungen, wie auch in der Londoner Oeffentlichkeit mit aller Deutlichkeit schon unterstrichen worden ist, ebenso unnötig wie ungeeignet, irgendeine Basis für allgemeine Verhand lungen zu schaffen. Es darf daher gerade im gegenwä Augenblick die Hoffnung ausgesprochen wer de. daß es gelingt, an die Stelle dieser militärischen Beratungen positive Verhandlungen mit dem fest umrissenen Hiel eines europäischen Ausglei ches treten zu lassen. Sicher wird die deutsche Antwort, die heute in London als ein neuer Beweis des aufrich X Berlin, 1. April. Das Reichskabinett beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Reichshaushalt 19##0. Vorbehaltlich einiger noch nicht definitiv feststehender Positionen wurden die Vorschläge des Reichsfinanzministers, wie sie sich auf Grund der Verhandlungen mit den einzelnen Ressorts ergeben haben, angenommen, gleichzeitig wurde der Nachtragshaushalt für 1935 genehmigt. Im Anschluß an diese Beratung gab der Führer und Reichskanzler eine kurze Darstellung der außenpolitischen Lage und gedachte ferner mit Worten tiefst gefühlten Dankes des überwältigenden Bekenntnisses des deutschen Volkes zur politischen Führung in Staat und Partei. Der Führer und Reichskanzler würdigte hierbei die einzigartige organisatorische Leistung des Parteiapparates und die unübertrefflsiche Arbeit der Reichswahlkampfleitung. Die nächste Kabinettssitzung findet nach den Osterfeiertagen statt. Dankerlaß Dr. Lobende Anerkennung der Wahldurchführung X Berlin, 1. April. Reichsinnenminister Dr. Frick veröffentlicht folgenden Erlaß: Die Reichstagswahl hat 45 Millionen deutscher Männer und Frauen an die Stimmurne geführt. Die Vorbereitung und Durchführung der Wahl, sowie die Feststellung ihres Endergebnisses haben an das Organisationsgeschick und die Arbeitskraft der Behörden in Stadt und Land, sowie an die Arbeitsfreudigkeit der Wahlvorstände, denen die Entgegennahme dieses geschichtlich einzigartigen Volksbekenntnisses oblag, besonders hohe Anforderungen ge stellt. Die glatte und einwandfreie Durchfüh rung der Reichstagswahl muß um so höher bewertet werden, als zwischen der Anordnung der Wahl und dem Wahltage eine außerordentlich kurze Zeitspanne lag. Den zahlreichen Volksgenossen und Volksgenossinnen, die in den Wahlvorständen und sonst bei Durchführung der Reichstagswahl ehrenamtlich tätig gewesen sind, spreche ich Dank und Anerkennung aus. In diesen Dank schließe ich neben sämtlichen beteiligten Reichs=, Landes= und Gemeindebehörden die Deutsche Reichspost, die Deutsche Reichsbahngesellschaft, die deutschen Schiffahrtsgesellschaften, wie alle übrigen Verkehrsunternehmungen ein, die zur Erleichterung der Stimmabgabe wesentlich beigetragen haben. Italienische Luftreserve aufgeboten Mehrere tausend Reservisten einberufen u. p. Rom, 1. April. Durch eine Verordnung sind mehrere tausend Reservisten der Luftstreitkräfte einverufen worden,„um die Wirkungskraft der italienischen Luftwaffe zu vervollkommnen". Zu den Einberufenen gehören u. a. Trainreserveoffiziere der Jahrgänge 02 bis 06 und Unteroffiziere und Mannschaften des Automobilkorps der Jahrgänge 11 und 12. deutsche Antwort neue Vorschläge enthält, die umfassend sind und Vorschläge für die Ueber gangsperiode in sich schließen.“ Seminar für die Deutsche Arbeitsfront Heute feierliche Eröffnung C Berlin. 1. April Am 1. April findet in der neuen Aula der Berliner Universität die feierliche Eröffnung eines Seminars für die DAF in der Deutschen Hochschule für Politik statt. Der Präsident der DHP, Regierungsrat Meyer=Bennicken stein, hält die Eröffnungsansprache. An schließend spricht Dr. A. Wagner, Haupt stellenleiter im Hauptschulungsamt der RSDAP. und DAF über„Politische Erziehung des deutschen Arbeiters". Tagesbesehl Lutzes an die 6A „Eine Schlacht ist geschlagen, der Kampf geht weiter!" O Berlin, 1. April. Stabschef Lutze erläßt folgenden Tagesbefehl an die SA: SA-Männer! Wieder liegt ein Wahlkampf hinter uns, ein Wahlkampf, dessen Ergebnis einzig in der Geschichte der Völker dasteht. Die Welt weiß heute, daß das deutsche Volk in allen Fragen wie ein Mann zum Führer steht und auch künftig stehen wird. In jahrelangem und opferreichem Kampf hat die nationalsozialistische Bewegung den Weg bereitet zu diesem Erfolg. Durch Kampf und Opfer wurde er errungen. Die SAals Stoßtrupp der Bewegung stand auch jetzt wieder in vorderster Front, einsatzbereit, opferwillig und treu wie in den Jahren des Kampfes ver der Machtübernahme. Aber wir wissen auch, daß dieser Wahlkampf für uns nicht Ende. sondern nur ein Teilabschnitt unerer Arbeit, unseres Kampfes war. Die Aufgaben, die der Bewegung vom Führer gestellt sind, werden die SA auch in künftigen Tagen und Wochen in Anspruch nehmen. Unseren schönsten Lohn sehen wir n der Möglichkeit, für den Führer kämpfen und opfern zu dürfen, unsere höchste Anerkennung ist der Erfolg! Eine Schlacht ist geschlagen— der Kampf geht weiter! Es lebe der Führer! „Hitler denkt für Generationen“ Von Woltdieter Langen, Rom Die italienische Kritik über die europäische Umwelt der Halbinsel leidet nicht an Minderwertigkeitskomplexen. Wenn man sich selbst ein junges, aufstrebendes Volk in dem„alten. geschwächten Europa“ nennt, wenn man den Aufstieg Italiens unter Mussolini beständig vor Augen hat, wenn man in Italien endlich generell von„europäischen Dekadenzerscheinungen“ redet, dann legt man seiner Kritik nicht allzu hemmende Zügel an und bespricht freimütig die Fehler der anderen. Es hat deshalb wahrlich nicht an kritischen Auseinandersetzungen mit dem neuen Deutschland in Italien gefehlt. Kritisch vor allem deshalb, weil zwischen romanischer und nordischer Gedankenwelt die stärksten Unterschiede liegen und das Widerspiel der beiden Geistesrichtungen die italienischen Intellektuellen immer wieder zu Auseinandersetzungen reizt, selbst bis zu dem Punkt, wo für das neue Deutschland der geistige Zentralpunkt liegt, für das neue Italien aber das Ringen um das Verständnis: der Mythos. Drei Phasen hat Italien in seiner Wertung des neuen Deutschlands durchlaufen, aber erst die letzte, die jüngste und noch andauernde ist der wirklich ernsthafte Versuch, das Reich jenseits der Alpen mit seinen Gedankentrömungen zu verstehen. Im Anfang, als das iberalistische Deutschland im Schatten der Geschichte verschwand und die ersten nationalsozialistischen Gesetze den neuen Geist— merklich auch für das Ausland— ausströmten, machte man sich in Italien Verstehen und Kritik leicht. Diese falsche Einstellung dauerte aber nur kurze Zeit. Wüste Erfolgreicher Vormarsch der Italiener ins Aussagebiet 7 Flugzeuge versorgen die Truppen mit Lebensmitteln und Wasser Aufnahme: Weltbild Der neue Wehrpaß Der Reichskriegsminister hat im Einvernehmen mit dem Reichsinnenminister den Wehrpaß eingeführt, in dem künftig für alle Wehrpflichtigen Angaben über den Arbeitsdienst und alle wehrmäßigen wichtigen Angaben eingetragen werden. (Vom Kriegsberichterstatter des DNB.) ∆ Asmara, 1. April. Nach einem wochenlangen Marsch durch die Dankali-Wüste besetzten italienische Truppen das ganze Sultanat Aussa, das etwa 350 Kilometer südwestlich von Assab liegt. Die Truppen wurden bei ihrem Marsch durch 25 Ilugzeuge verproviantiert und durch Flugzeuggeschwader gegen feindliche Angriffe geichert. Die Bevölkerung von Aussa ist größtenkeils islamisch und war dem Negus siets seindlich gesinnt. Das Gebiet, das 1896 ...###neur erobert worden war, ist etwa 250 Kilometer breit. Die Nachricht von der Einnahme des Aussagebietes hatte selbst hier in der italienischen Etappe hinter der nordabessinischen Front große Ueberraschung ausgelöst, da man von dem ganz im geheimen durchgeführten Wüstenmarsch der italienischen Truppen in das Aussareich nicht das geringste gewußt hatte. von den eritreaischen Häfen Assab und Beilul aus sind zwei Kolonnen in südwestlicher Richtung konzentrisch auf Sardos, der Residenzstadt des Sultans von Aussa, vorgestoßen und haben sich auf ihrem Vormarsch weder durch die abessinischen Kriegerbanden, noch durch die ungeheure Hitze, noch durch die rasenden Sandstürme der zu durchquerenden Wüstentiefländer beirren lassen. Die italienischen Truppen wurden von den Angehörigen der Aussastämme freundlich empfangen. Man brachte den italienischen Führern sogar Friedensgeschenke, bestehend aus Groß= und Kleinvieh, dar. Nur die vom Negus selbst zur Bekämpfung der Italiener ausgesandten Krie gerscharen leisteten Widerstand. Ihren Angrif fen wurde als erste Abwehrwaffe die 25 Flug zeuge der Expeditionskolonnen entgegengeschickt. Im übrigen hatten die Flugzeuge die Aufgabe, die marschierenden Truppen mit Lebensmitteln und Wasser zu versorgen, eine ufgave, die sie durch häufige Flüge zwischen der Küste und den jeweiligen Aufenthaltsorten der Kolonnen erfüllten. Sie nahmen zu diesem Zweck 79 Landungen in der Wüste, also auf vollia unvekanntem Terrain, vor. Als die weißen Soldaten und Askaris schließlich Sardos erreichten, waren sie völlig erschöpft von dem Wüstenmarsch am Tage und den Kämpfen der Nächte, die ihnen fast stets den Schlaf geraubt hatten. * ∆ Rom. 1. April. Der italienische Heeresbericht Nr. 169 hat folgenden Wortlaut: „Marschall Badoglio telegrafiert: Unsere Truppen, die von Assab und Beilul den Vormarsch angetreten haben, haben nach sinem. anstrengenden Marsa von 501 mete., der sich nicht nur durch die glühende Hitze, sondern auch durch das felsige Gelände und das vollkommene Fehlen aller Versorgungsmöglichkeiten streckenweise besonders schwierig gestaltete, die Stadt Sardos erreicht und besetzt, das in der Nähe des Flusses Auasr gelegene Herz des Aussa=Gebietes, Am 11. März wurde auf der Residenz des Sul tans von Aussa, Mohammed Jahio, unter Beteiligung der aufmarschierten Truppen und einer ganzen Anzahl von Fliegergeschwadern, die auf dem neuen Flugplatz aufgereiht standen, die Fahne gehißt. Die Bevölkerung des gesamten Gebietes hat die Besetzung, durch die die Beziehungen zwischen Italien und Aussa, die bereits durch den am 9. Dezember 1888 von Graf Antonelli in Adele Gubo abgeschlossenen Vertrag geregelt waren, aufs neue besiegelt werden, mit Freude ausgenom Im westlichen Abschnitt der Nordfront besetzten unsere Truppen am 28. März Adi Remoz. Andere Einheiten setzten den Vormarsch südlich von Debarek fort und erreichten Dacua. Die Luftwaffe führte an der gesamten Front Egdenabwurr= und Erkundigungsflüge Die Erkenntnis, daß man Aeußerlich“eiten überbewertete, an dem neuen geistigen Inhalt Deutschlands aber vorübergegangen war, führte in Kürze zu einer Krise der Einstellung gegenüber dem Reich und zur Ueberleitung in die zweite Phase der Kritik, die im wesentlichen in einem Mißverstehen betand. Volk, Rasse, Mythos, deut„er Lozialismus waren Begriffe, die sich einfach nicht mit dem romanischen Staatsbegriff, dem romanischen sozialen Denken im Faschismus und vor allem nicht ohne weiteres mit der klaren und kalten romanischen Vernunft vertrugen. Es ist dies die Zeit, wo man in Italien dem neuen Deutschland mit Unverständnis und Achselzucken begegnete, eine Zeit, die unter Einfluß politischer Konstellationen von der Kritik gegen Deutschland beherrscht wurde und schließlich nicht von ungefähr Italien zu dem Begriff der„lateinischen Schwesterschaft“ mit der anderen romanischen Nation führte. Zugleich aber liegt hier auch der Keim zu der unbewußten, in der Folgezeit immer wachsenden Erkenntnis, daß man die geistige Neugeburt des Reiches, mit dem man über Jahrhunderte lang in geistigen Auseinandersetzungen stand, dessen Ideen— Hegel wie — einen mitbestimmenden Einfluß auf Männer wie Croce und Mussolini gehabt hatten, nicht einfach unbeachtet lassen und den Grundsatz der geistigen Genügsamkeit mit seinen vier Wänden oder der reinen romanischen Welt zum Gesetz erheben konnte. So leitet sich die dritte Phase mit dem Bemühen ein, erst einmal die Dinge im neuen Deutschland genau zu untersuchen und auf Grund dieser Studien den Standpunkt über „die deutsche Nachahmung“ wie den Standpunkt der Uninteressiertheit gegenüber den neuen deutschen Dingen zu überprüfen. Es scheint, daß wir mitten in dieser Phase der deutsch=italienischen Auseinandersetzung stehen, die in einer um so einsichtigeren Art ge# als von vornherein fundamentale Unterschiede anerkannt werden, aber der Wille vorhanden ist, anzuerkennen und zu verstehen. Aeußerlich bestehen die Belege etwa in den Reisen italienischer Gelehrter und Schriftsteller nach Deutschland— darunter vor allem die Deutschland=Reise des Ministers Ricci— wie in den ohne Mißklang verlaufenden Zusammenkünften der deutsch=italienischen Kulturkreise in Rom und die Empfänge deutscher Gelehrter, Künstler und Austauschstudenten bei dem italienischen Staatschef. " Darux hinaus liegen schriftliche Veroffentlichungen vor, unter ihnen wieder die wichtigsten im italienischen Regierungsorgan„Giornale d'Italie“, die unter dem Titel„Gesicht, Kräfte und Probleme des neuen Deutschlands“ das italienische Bemühen um Erkenntnisse verraten. Der Sinn dieser Aufsätze ist nicht mehr auf billige Schlagworte wie:„Es lebe Deutschland! Es lebe Italien! Die beiden jungen Nationen Europas!“ abge stellt, die in der ersten Phase der deutsch italienischen Auseinandersetzung zu den späte ren Irrtümern und Verstimmungen führten. Der Sinn ist nur der, dem Italiener das neue Deutschland in seinen prägnantesten Zugen, im Arbeitsdienst, in der Erzeugungsschlacht, in der moralischen Wiedergenesung, in der Reichskulturkammer usw. vorzustellen. Es zeigt sich das Bemühen, in den Sinn der deutschen Volksgemeinschaft einzudringen, eine Gemeinschaft, die für Italien in diesem Sinne einfach eine Neuentdeckung ist; ist dem romanischen Menschen doch der Staat und nicht das Volk der grundlegende Begriff. Die Feststellungen in den Aufsätzen:„Den wirklichen Wert dieses Werkes(Arbeitsdienst) werden erst die Söhne und Großsöhne der jetzigen deutschen Bauern sehen, die Wohltat nämlich für spätere Generationen....„Man kann nicht daran zweifeln, daß der„Servizio del Lavoro“(Arbeitsdienst) in einigen Jahren Deutschland auf deutscher Erde eine neue rovinz so groß wie Ostpreußen erovert haben und die Produktivität Deutschlands um zwanzig Pro zent gehoben haben wird...“ oder hinsicht lich der Geburtenzunahme:„Bis 1933 hatte das Reich steigende Sterblichkeitsziffern und stärkeren Geburtenrückgang. Die Lebensbilanz des deutschen Volkes schloß von Jahr zu Jahr mit einem größeren Defizit. Bis Adolf Hitler die demografische Schlacht begann und auch hier fast sofort einen ersten Sieg erringen konnte.." laufen schließlich in dem einen Satz zusammen:„Das Werk hat eine große Zukunft. Hitler denkt für Generationen, so wie jeder große Staatsmann und guter Hirte denken muß.“ Dieses Urteil ist kein billiger Lobspruch. Ein Staatsmann, der„für Gene rationen denkt“, ist für den romanischen Men schen noch immer der Träger größter staats politischer Klugheit gewesen. Hier liegt für Italien die vielleicht wichtigste Erkenntnis, die nämlich, daß dieses neue Deutschland zu einem immer stärker zu beachtenden Faktor im euro päischen Völkerleben werden wird, ganz abgesehen davon, welch stärkere Position sich Deutschland in der so kurzen Spanne von drei Jahren bereits im Ausland eroberte. Es ist knapp gesagt die Tatsache: Die Welt muß mit Deutschland rechnen und sich mit diesem neuen Deutschland geistig auseinandersetzen. Die Welt, das heißt: auch Ita lien. Oder wie„Giornale d'Italia“ sagt: „Viel mehr zählt der Wille zum Leben, der sich im neuen Deutschland in so vielen, so kräftigen Zeichen ausdrückt. Durch diesen Willen zum Leben hat Deutschland die sicherste Garantie für die Zukunft!" unterwegs Gestern morgen startete„L'S Kindenburg“ 7 Ueberall Begeisterung, wo sich das Schiff sehen läßzt InlVeittäicht Erste Meldung unseres an der Südamerikafahrt teilnehmenden Sonderberichterstatters von Bord des Luftschiffes„Ez 129“; „Norddeich Radio. 24 Quote, 21 Uhr. Nach Ueberfliegen Hollands fahren Kanal. Aufläufse in Straßen Haags und Rotterdams deutlich sichtbar. Begeisterte Begrüßung durch Bevölkerung. Auf Ozean grüßen drei Ham burgfrachter und ausländische Schiffe deutsches Luftschiff. An Bord nach neunstündigem Flug prachtvolle Stimmung. Mittwoch früh voraussichtlich überfliegen Madeira.“ * An der ersten Südamerikafahrt des neuen deutschen Luftschiffes„Hindenburg“ nimmt der Berliner Vertreter der„WL3.— Rote Erde“, Parteigenosse Hans Graf Reischach, als Berichterstatter teil. Wir werden nach der Jahrt ausführlich über deren Verlauf berichten. Das Ausland voller Bewunderung X Friedrichshafen, 1. April. Das Luftschiff„Hindenburg" ist Dienstag früh 5,28 Uhr unter Führung von Kapitän Lehmann zu seiner ersten Südamerikafahrt gestartet. Um 3,15 Uhr lag das Luftschiff gerüstet für die große Fahrt in der Halle verankert. 55 Tonnen Betriebsstoff, ausreichend für 120 Flugstunden, 50 Kilogramm Post, 2½ Tonnen Proviant, 1500 Kilogramm Fracht, darunter ein schnittiger elfenbeinfarbiger Olympia=Opelwagen, der 500000., den die Opel=Werke bauten, waren im Laufe des Montag an Bord geschafft worden. Nach 4 Uhr trafen Besatzung und Fahrgäste in der Halle ein. Die Zollbeamten genügten ihrer Pflicht. 36 Fahrgäste erledigten die notwendigen For malitäten und bestiegen durch das Fallreep das Luftschiff. Es sind außer Presse= und Regie rungsvertretern Angehörige verschiedener Na tionen, Brasilianer, Holländer, Franzosen, Nordamerikaner und Oesterreicher an Bord. Professor Dr. Dickmann aus München, der Berater des Luftschiffbaues Zeppelin in Funk peilangelegenheiten, Direktor Wronsky voe der Lufthansa, Gräfin Waldeck. Baronin Leitner, Commander Peck von der ameri kanischen Marine, der schon verschiedene Fahr ten im neuen Luftschiff mitgemacht hat, nehmen an der Fahrt ebenfalls teil. Der Start des Luftriesen Nachdem die Fahrgäste das Luftschiff be stiegen hatten, wurde es aus seiner Veranke rung gelöst, und die Mannschaften nahmen ihre Plätze an den Tauen ein. Kapitän Leh mann empfing noch die letzten Wettermeldun gen und bestieg darauf die Führergondel. Der Kommandant des„Graf Zeppelin", Kapitän von Schiller, erschien ebenfalls, um Abschied zu nehmen und beim Start anwesend zu sein. Aus den Fenstern des Fahrgastdecks blickten vergnügt die Fahrgäste und wechselten letzte Abschiedsworte mit ihren Angehörigen. 5,20 Uhr gab Kommandant Samt von der Führergondel aus das Kommando zur Ausfahrt. Das Schiff verließ am Ankermast seine Halle durch das östliche Tor. Die Scheinwerfer beleuchteten den riesigen Silberleib des Schiffes. Es wurde in die Windrichtung gedreht und aus der Verankerung am Mast gelöst. Nach dem Kommando„Luftschiff hoch“ erhob sich 5,28 Uhr unter Hochrufen und „Anverbindliche“ Militärgespräche englische Oeffentlichkeit weiterhin gegen Generalstabsbesprechungen (Von unserem Londoner Vertreter) Nie wieder auf Deutsche schießen! Reden zweier englischer Sheriffs A London, 1. April. Der Sheriff von Norwich, Cozens Hardy, (der oberste Beamte der Grafschaft Norfolk), der Schwerkriegsverletzter ist, erklärte am Dienstag in einer Rede, er würde lieber von seinem Posten als Sheriff und seinen anderen Aemtern zurücktreten, als auch nur ein Kin dergewehr gegen einen Deutschen abzufeuern Nach seiner Ansicht glauben alle, daß Deutsch land nicht fair behandelt worden sei. Es sei an der Zeit, die englischen Freunde jenseits des Kanals(die Franzosen) wissen zu lassen, daß es einige Engländer gebe, die nicht nach der französischen Pfeife tanzen wollen. Der frühere Sheriff von Norwich, Hauptmann Rice, der anschließend sprach, betonte, er billige die Ausführungen seines Vorredners voll und ganz. Wie dieser habe auch er gegen die Deutschen gekämpft, und sie und die übrigen Kriegsteilnehmer wünschten, nie wieder auf Deutsche zu schießen. be London. 1. April. Der Gedanke von Generalstabsbesprechungen zwischen Paris und London wird von der englischen Oeffentlichkeit weiterhin lebhaft erörtert und derartige Gespräche ebenso lebhaft abgelehnt. Bereits am Montag hat sich das Kabinett ausführlich mit dieser Frage beschäftigt. Es wird Mittwoch nochmals zu diesem Problem Stellung nehmen, zumal es für die Regierung nicht leicht ist, zwischen den französischen Wünschen nach Generalstabsbesprechungen und dem Wunsch der englischen Oeffentlichkeit, derartige Militärgespräche fallen zu lassen, einen?Weg zu finden. Jedenfalls läßt sich feststellen, daß die Beunruhigung, die die englische Oeffentlichkeit im Hinblick auf Militärbesprechungen erfaßt hat, anoauert. Der Mann von der Straße ist nach wie vor davon überzeugt, daß derartige Gespräche nicht für die Entspannung der augenblicklichen Lage förderlich sind, ganz abgesehen davon, daß er fürchtet, das Paris versucht, neue englische Verpflichtungen auszuhandeln. Wie verlautet, wird die Regierung versuchen, dieser Stimmung der Oeffentlichkeit Rechnung zu tragen. Es dürfte heute feststehen, daß das Kabinett am Mittwoch beschließen wird, Generalstabsbesprechungen einzuleiten, und man spricht hier bereits von Paris und Brüssel als dem Ort, wo im Laufe der kommenden Woche die Fühlungnahme englischer und französischer Militärs stattfinden soll. Die Regie Invalidenversicherung meldet: Vermögenszuwachs von 220 Millionen Eine ersreuliche Folge des Wirtschaftsausschwunges Berlin, 31. März. Aus dem Geschäftsbericht des Reichsversicherungsamtes für 1935 ergeben sich bemerkenswerte Folgen des Wirtschaftsaufschwunges für unsere Sozialversicherung. Die Unfallversicherung erstreckte sich im Berichtsjahr auf über sechs Millionen Betriebe, in denen rund 26,5 Millionen Volksgenossen gegen Unfall versichert waren. Die Zahl der gemeldeten Unfälle beläuft sich auf 1366224 gegen 1 165 930 im Vorjahre; sie ist also höher geworden, eine leider unvermeidbare Folge der starken Mehreinstellungen bisher Erwerbsloser. Die Zahl der erstmalig entschädigten Unfälle erhöhte sich aus dem gleichen Grunde von 80 604 im Jahre 1934 auf 87619. An Entschädigungen wurden 273 103000 Mk. ausgezahlt. Für Kosten der Unfallverhütung wurden rund 7,7 Millionen Mark aufgewendet, für Verfahrenskosten rund 8,9 Millionen Mark. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben unter Einrechnung des Finanzdienstes und der Verwaltungskosten auf 328 309 500 Mark. Die Invalidenversicherung, die in der Krisenzeit vor der Machtübernahme in eine besonders elende Lage geraten war, so daß die Leistungen für unsere Arbeiter in ernster Gefahr waren, meldet einen hervorragenden Stand. Die Gesamtleistungen der Invalidenversicherung betrugen 1 184,6 Millionen Mark. Davon waren 1 109 Millionen Leistungen für Renten. Die Beitragseinnahmen des Jahres 1935 lassen eine starke Steigerung erkennen. Die Gesamtbeitragseinnahmen des Jahres 1935 betrugen 945 Millionen Mark und überstiegen damit die des Vorjahres um etwa 102 Millionen Mark. Aus der Gegenüberstellung der Ausgaben und Einnahmen, wie sie sich Ende Februar 1936 übersehen lassen, ergibt sich ein Zugang am Vermögen der Invalidenversicherung von etwa 220 Millionen Mark. Zum Staatssekretär ernannt Regierungspräsident Zschintzsch ins Reichserziehungsministerium berufen X Berlin, 1. April. Der Führer und Reichskanzler hat den preußischen Regierungspräsidenten Werner Ischintzsch zum Staatssekretär im Reichsund preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ernannt. Werner Zschintzsch wurde am 26. Januar 1888 in Roßla am Harz geboren. Er stu dierte an den Universitäten Lausanne, Mün chen, Berlin und Halle. Im Juli 1911 wurde Zschintzsch zum Regierungsreferendar in Merseburg ernannt. Nach dem Kriege, den Zschintzsch als Batterieführer mitmachte, wirkte er zunächst als Regierungsassessor und Landratsamtsverwalter im Landkreis Schwetz an der Weichsel, dann bei der Regierung in Marienwerder als Ueberleitungskommissar und später Dezernent(Regierungsrat). Im Januar 1925 wurde Zschintzsch in das preußische Ministerium des Innern berufen und dort zum Oberregierungsrat, später— 1. August 1926— zum Ministerialrat ernannt. Nach der Machtübernahme wurde Zschintzsch am 20. Februar 1933 zum kommissarischen Regierungspräsidenten in Wiesbaden und am 15. Juni 1933 endgültig ernannt. rung glaubt Frankreich den Wunsch nach derartigen Besprechungen erfüllen zu müssen, da es sich hier im Grunde genommen um denselben Wunsch handle, den Frankreich England erfüllt habe während der Spannung im Mittelmeer. Auch in der englischen Oeffentlichkeit wird dieses Argument nicht als stichhaltig angesehen. Man betont, daß es sich bei Frankreich um eine aus dem Völkerbundspakt hervorgegangene Pflicht gehandelt habe zu einer gemeinsamen Abwehr gegen einen Staat, der sich eines offenen Angriffes schuldig gemacht hätte. Es sei verfehlt, daraus eine Pflicht Englands ableiten zu wollen, jetzt mit Frankreich Generalstabsbesprechungen beginnen zu müssen. „News Chronicle“ schreibt, ein Teil der Minister sei für Aufschub der Besprechungen bis nach den französischen Wahlen. Die Unterhausabgeordneten würden von ihrer Wähler schaft mit Protestbriefen gegen militä rische Verhandlungen mit Frankreich über schwemmt. Das Rothermereblatt„Daily so weit, von der Gefahr einer Kabinetskrise infolge der Meinungsverschiedenheiten über die Stabsverhandlungen zu sprechen. Die weisten Minister seien der Ansicht, daß die militärischen Verhandlungen die Aussichten auf erfolgreiche Ver handlungen mit Deutschland schä digen würden. In Regierungskreisen bemüht man sich, zu beschwichtigen, und bezeichnet die Militär besprechungen als„unverbindlich". Es wird betont, daß den englischen Offizieren genau mitgeteilt würde, wie weit sie gehen dürften und daß ein Ueberschreiten dieser von London gezogenen Linie nicht geduldet werde, vor allem mürde dafür gesorgt daß keinerlei neue Verbindlichkeiten eingegangen würden, so daß es sich also bei den Generalstabsbesprechungen nur um technische Fragen hinsichtlich einer englisch=französischen Zusammenarbeit im Falle eines Locarno konflikts drehen würde. Unterschlagungen Untersuchung der Phönix-Angelegenheit ∆ Wien. 1. April. Die für Dienstag erwartete tschechoslowaki sche Abordnung zur Beratung der Lage der Prager Zweiganstalt der Versicherungsgesell schaft„Phonix“ ist bereits am Montagabend in Wien eingetroffen. Sie steht unter der Lei tung des Ministerialrates des tschechoslowakischen Innenministeriums, Czenski, dem das Versicherungswesen untersteht. Die Verhandlungen dürften mehrere Tage in Anspruch nehmen. Inzwischen setzt die österreichische Wirtschaftspolizei die Untersuchung mit Nachdruck fort. Die Hauptbücher des„Phönix“ wurden beschlagnahmt. Die Verhöre der Direktoren der Versicherungsgesellschaft wurden im Beisein des Polizeipräsidenten Skubl durchgeführt. Gegen Mitternacht ist eine weitere amtliche Verlautbarung über die Phönix=Angelegenheit erschienen, mit der offenbar beabsichtigt wird, den zahlreichen Gerüchten entgegenzutreten, die von großen Unterschlagungen und Bestechungen wissen wollen. Diese Verlautbarung führt die eingetretenen finanziellen Schwierigkeiten auf den übergroßen Ausdehnungsdrang und einen ungewöhnlichen Werbeaufwand der Gesellschaft zurück, wobei zugegeben wird, daß diese Umstände nicht die erforderliche Beachtung der Aufsichtsbehörde gefunden hatten. Tücherschwenken der Luftriese. Nach einer Rundfahrt über die Stadt verließ das Luftschiff in nördlicher Richtung das Gelände und zog stolz seine Bahn, um überall, wo Menschen leben, zu künden, daß Deutschland lebt und an solchen Werken des Friedens schafft. Das Luftschiff„Hindenburg" stattete am Dienstag 7 Uhr Stuttgart überraschend zum zweiten Male einen Besuch ab. Da das Luftschiff unangemeldet kam und ein Motoren geräusch kaum zu vernehmen war, wurde das Schiff nur von den Menschen, die zur Morgen stunde an ihre Arbeitsplätze eilten, bemerkt und freudig begrüßt. Das Luftschiff kam aus südlicher Richtung und flog sehr rasch nach Norden weiter. Auf seiner Südamerikafahrt erschien das Luftschiff„Hindenburg“, für die Bevölkerung völlig überraschend, um 9.53 über Köln. Nach kurzer Schleife um die Domtürme verschwand der Luftriese in nordwestlicher Richtung. Schnell hatten sich allenthalben auf den Straßen und auf den Dächern der Häuser freudigerregte Menschen eingefunden, die dem Luftschiff„Hindenburg“ einen begeisterten Gruß zujubelten. Das Luftschiff„Hindenburg“ wird seinen Weg über Holland, den Kanal und den Golf von Biscaya wählen, da bisher die französische Ueberfluggenehmigung nicht erteilt wurde. „L3 Hindenburg über dem Kanal Das deutsche Luftschiff„Hindenburg“ kam, nachdem es kurz nach 15 Uhr die englische Hafenstadt Folkestone überflogen hatte und um 15.15 Uhr von Dover aus gesichtet worden war, um 16.15 Uhr auf der Höhe von . svurne in Sicht. Schätzungsweise befand sich das Luftschiff in etwa 300 Meter Höhe. Ueberall eilten die Menschen zu Plätzen, von denen aus das Luftschiff gut zu bewundern war. "„roße Anerkennung zollt die„Birmingham al. Dienstag, anläßlich der ersten Atlantikreise des„L3 Hindenburg", dem deutchen Luftschiffbau. In seinem Leitartikel chreibt das Blatt, eine Nation nach der anderen habe den Bau von starren Luftschiffen aufgegeben. Deutschland allein habe niemals eschwankt; und es sei hierzu auch berechtigt. denn mit einer einem Uhrwerk vergleichbaren Regelmäßigkeit sei Jahr für Jahr der„Graf Zeppelin“ geflogen, und die Regelmäßigkeit cr### Leistung bedeute einen wirklichen ## genau 12stündiger Fahrt traf das Luftschiff zwischen der Insel Wight und Bourden KdF=Dampfer„Oceana“, der mit 600 Urlaubern von Madeira kam. Die Begegnung wurde auf beiden Seiten mit großer Begeisterung ausgenommen. Die KdF=Urlauber grüßten mit Tücherschwenken und Dippen der Fahnen, während vom Luftschiff mit Sirenen geantwortet wurde. Auf dem Funkwege tauschte man herzliche Grüße aus. Wie die Deutsche Seewarte mitteilt, stand das Luftschiff„LZ 129“(„Hindenburg") am Dienstag um 18.40 Uhr MEZ. etwa sieben Seemeilen nördlich der Insel Guernsey im westlichen Teil des englischen Kanals. Die niederländische Presse widmet der ersten Südamerikareise des Luftschiffes„LZ 129“ („Hindenburg") allergrößtes Interesse. Ein Teil der Blätter bringt ausführliche Sonderberichte. Besonders eingehend wird der Flug über das holländische Gebiet geschildert. In Rotterdam und im Haag sahen Zehntausende das Luftschiff, dessen Erscheinen unter der Bevölkerung größten Jubel auslöste. Sowjetarbeiter streiken! Die Sowjetpresse pflegt meist sehr offen über die unglaublichen Mißstände, die sich auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens in Sowjetrußland zeigen, zu berichten. Diese scheinbare Offenheit gehört aber zweifellos zu den besonderen Taktiken der sowjetrussischen Pressepolitik. Indem man einzelne ganz besonders krasse Fälle herausgreift und mit gespielter Entrüstung verurteilt, möchte man der Bevölkerung die angebliche Besorgnis der Spitzen des Streiks für die Besserung ihrer Lage in besonders eindringlicher Form vor Augen führen. Diese Propaganda läßt jedoch die Frage offen, wie sich der sowjetrussische Arbeiter und Bauer selbst zu der Vergewaltigung seiner primitivsten Lebensrechte stellt. In dieser Hinsicht hält die Sowjetpresse selbstverständlich dicht und über die wahre Situation kann sich die Außenwelt meist nur durch indirekte Schlußfolgerungen unterrichten. Aber auch hierüber sikert einiges durch. Vor kurzem berichtete die Sowjetpresse selbst entrüstet über den Widerstand, der von der Arbeiterschaft in vielen Fällen der Einführung des Stachanow=Systems entgegengesetzt wird. Nachträglich wird jedoch jetzt bekannt, daß es sich bei dieser ganz offensichtlichen Widerstandsbewegung gegen die Ausbeutungsmethoden der Sowjets, nicht nur um„Verzweiflungsaktionen“ einzelner handelte, sondern daß es sogar zu einem geschlossenen Vorgehen ganzer Belegschaften und selbst zu größeren Steikversuchen gekommen ist! Nach durchaus zuverlässigen Nachrichten kam es beispielsweise in Lugansk in der Sowjetukraine Anfang Januar zu einer allemeinen Auflehnung der Arbeiter, die einen heneralstreik sämtlicher Betriebe von Luganst vorbereiteten. Nach anderen Nachrichten wurden in den Werken von Lening.rad im Dezember Flugblätter, die ebenfalls zum allgemeinen Streik aufriefen, verteilt. Aus anderen Betrieben Sowjetrußlands werden jetzt ebenfalls größere Protestaktionen der Arbeiterschaft bekannt, die sich zum Teil auch gegen die hohen Lebensmittelpreise richten. Die Sowjetbehörden aber beantworten diese verzweifelte Abwehr der unterdrückten Arbeiterschaft mit drakonischen Maßnahmen. Hierüber wird allerdings in den Blättern wohlweislich nicht offen berichtet, aber wer die Sowjetpresse zu lesen versteht, findet, was er sucht: Unscheinbare Notizen über Massenverhaftungen, Vollstreckungen von Todesurtellen usw. Das aber genügt sicherlich vollauf! Englischer Minister zurückgetreten Lord Percy legt sein Amt nieder u. p. London, 1. April. Der englische Minister ohne Geschäftsbereich, Lord Eustace Percy, ist zurückgetreten. In einem Schreiben an Baldwin wies er darauf hin, daß sein Kabinettsposten von vornherein nicht als dauernd gedacht gewesen sei, und schrieb dann weiter:„Ich fürchte, daß es schwierig sein wird, seine Weiterführung im neuen Finanzjahr zu rechtfertigen und lege darum meinen Rücktritt in Ihre Hand. Indem ich das aber zu diesem Zeitpunkt tue, möchte ich gleichzeitig klarstellen, daß ich in voller Uebereinstimmung mit der Außenpolitik der Regierung bin.“ Ministerpräsident Baldwin hat Percys Rücktritt angenommen. Beginn des Einsturzprozesses Heute früh in Berlin7 Verhandlungsdauer mehrere Wochen (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 1. April. Vor der 11. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin wiro heute morgen um 9.30 Uhr im großen Schwurgerichtssaal des alten Kriminalgerichts in Moabit die Hauptverhandlung des Strafprozesses gegen Hoffmann und andere über das Einsturzunglück in der Herigann=Göring=Straße eröffnet. Unter Anklage stehen der Geschäftsführer und Direktor der Berlinischen Baugesell schaft, Dipl.=Ing. Hugo Hoffmann, und der Bauleiter dieser Firma Dipl.=Ing. Fritz Noth sowie der Reichsbahnrot Wilhelm Weyher dessen Bauwart Wilhel.n Schmidt und der Reichsbahnoberrat Kurt sellberg. Die Anklage wirft ihnen vor, durch Fahrlässigkeit den Tod von neunzehn Menschen unter Außerachtlassung der pflichtgemäßen Sorgfalt verursacht zu haben. Die vier erstgenannten Angeklagten befinden ich seit dem 5. September bzw. 16. Oktober 1935 in Untersuchungshaft. Der Angeklagte Kellberg wurde Ende November 1935 wegen Haftunfähigkeit unter Aufrechterhaltung des Haftbefehls aus der Untersuchungshaft entlassen. Vor den Schranken des Gerichts wird das Einsturzunglück, das sich am 20. August 1935 in der Hermann=Göring=Straße in Berlin ereignete, noch einmal abrollen. Noch ist in unser aller Erinnerung der Tag lebhaft, an dem die erschütternde Nachricht von dem Einsturz auf der Bahnstrecke der Nord=Süd=Bahn bekannt wurde. Trotzdem sofort Rettungsmannchaften und Bergarbeiter, die man mit dem Flugzeug herbeigeholt hatte, eingesetzt wurden und die Tag um Tag unter Einsatz ihrer letzten kräfte arbeiteten, konnten nur wenige der Verchütteten lebend geborgen werden. Neunzehn brave Arbeitskameraden hatten ihr Leben an der Stätte ihrer Arbeit lassen müssen. Die für die Bauleitung und Aufsicht Verantwortlichen stehen nunmehr vor ihren Richtern. Das der Anklage zugrunde gelegte Sachverständigengutachten wirft den Angeklagten die Nichtbeachtung mehrerer für die Ausführung eines solchen Tiefbaues erforderlichen technischen Maßnahmen vor. Da von der Lösung dieser vorwiegend technischen Fragen die Beantwortung der Schuldfrage wesentlich abhängig sein wird, werden zunächst die technischen Sachverständigen gehört werden müssen. Wegen der Schwierigkeiten der in diesem Zusammenhang zu erörternden Probleme wird mit einer Verhandlungsdauer von mehreren Wochen zu rechnen sein. Hlauptschriftleiter: Dr. Friedrich K Pfalferoit. Stellvertreiender Hauptschriftleiter: Ewald Löbbert. Verantwortlich: Für Innenpolitik Fritz Bormano. für Außlenpolllik Wilhelm Juna. Leiter der gesamten Lokalu#g. Fraringese., 6 5/10 Löddert verantwortlich die bereichneten Schriffleiter. erantwortlich für Wirtschaft Dr Helmut Borth Yort, für den Allgemeinen Teil tleinrich Elsenpeter. für Kunst und Unterhallung Kurt ZleseI für Schrifttum ad, II., maip#lit.# aniber Stève für Westialen Rheinand Hermann Thien, für Sport Ernei Schulle ell Berghard Stadte Anzeigenleiter Karl Kirschner samtlich in Dortmund Berliner Schriftleitung: Hans Graf Relecbach. Berlin. Chef vom Dienst: Heinrich Elscopeter. Dortmund. #Pruch ur1 Verlas: wealfälsche Landeszeitung Gmbli., D.-A. Februar 1936: über 180 000 Davon D. A 65 468. D A O A H Bezirksausgabe Ilauen: 18 183. D A A. Berirksausgabe Sauerland(Arnsberg): 14 687. 0 A G. Berirke14.300: D. A. g Pezirnasrsas.. Galsentirchen Rechlinshausent 112. n.4 T.# abtstssabe Hamm Soast und die Börde: : 333 n.* Bezirksausgabe Essen— Reichsausgabe: 300,„D.-A. I, Bezirksausgabe Lüdenscheid: Preisliste Nr. 5 gültig). D Bezirksausgabe Dortmund und Umgebung: B nezirksaussabe Rochum Willen: 23 11 425(u. 2. 2. Blatt 7 Jolge 9 Westsälische Landeszeitung= Rote Erde Mittwoch, den 1. April 1936 Der Dalai Lama gefunden Fünf enttäuschte Mütter und eine Mutter, die ihren Sohn verlor Lhasa(Tibet), im März 1936. Nach zweijährigem Suchen wurde in Lhasa soeben der neue Dalai Lama vom Rat der Groß=Lamas auf den Thron gehoben. Der zweijährige Bauernsohn Srongdetsan ist der neue„lebende Gott“ von Tibet. Zwei Jahre lang sind die„sieben Weisen von Tibet“ von Stadt zu Stadt, von Bergsied lung zu Bergsiedlung gepilgert, ihre Gebetsmühlen drehend und den Himmel um Beistand anrufend; sind in 300 Häuser, über das ganze Land verstreut, gegangen, um den Dalai Lama, den lebenden Gott, in dessen Körper Buddha selbst wohnt, zu finden. Nun stehen die Menschen in den Dörfern auf den Straßen und neigen ehrfürchtig ihr Haupt, da in Lhasa der neue König von Tibet auf den Thron gesetzt wurde, um göttliche Verehrung zu genießen. Sechs Kandidaten haben die Weisen mitgebracht, aus denen in dem Märchenpalast, der sich hoch über Lhasa erhebt, vom Rat der Groß=Lamas der wahre Gott ausgesucht wurde. Ein Baby ist er fast noch, das mit seinen Patschhändchen nach den heiligen Insignien, der goldenen Gebetsmühle, dem goldenen Rosenkranz und dem juwelenbesäten Glöckchen, greift. Srongdetsan, der zweijährige Sohn einer armen Bauernfamilie aus dem Hochland, ist ausersehen worden, die ganze Macht des Landes liegt in seinen winzigen Kinderhänden, und Millionen knien vor seinem goldenen Thron. Sieben Greise suchen einen Gott Es waren zwei Jahre der Unruhe, die Tibet, das„Dach der Welt", erleben mußte, ehe es gelang, die„lebende Inkarnation Buddhas" zu finden. Als 1934 der letzte Dalai Lama starb, ist die in ihm wohnende unsterbliche göttliche Seele— so sagt es der Glaube— im selben Augenblick in den Körper eines eben geborenen Kindes gefahren. Aber es hatte den Anschein, als zürne der Gott mit Tibet, denn er gab kein Zeichen und kein Orakel, wo jenes göttliche Kind zu finden sei. Wohl weiß man, daß es untrügliche Merkmale gibt, an denen man den neuen Dalai Lama erkennt. Die Haut seines linken Beines muß tigerähnlich gefleckt sein, die Augenbrauen wölben sich in ungewöhnlich hohem Bogen und am rechten Vorderarm tritt ein besonderer Muskel deutlich hervor. Außerdem beschreibt der letzte Dalai Lama in seinem Testament das Haus, in dem sein Nachfolger geboren wird. Aber der Rat der Großlamas konnte diese Beschreibung nicht entziffern und der heilige See in Lhasa, auf dessen Spiegel man ebenfalls die Geburtsstätte des göttlichen Kindes erschauen kann, gab diesmal keine Antwort. So wurden sieben Greise aus dem Rat der Großlamas ausgewählt, die ins Land ziehen sollten, um den Dalai Lama zu finden. Als der letzte Dalai Lama starb, haben nicht weniger als 300 Familien aus allen Teilen Tibets die Geburt eines Babys gemeldet, das gerade am Todestag des göttlichen Herrschers geboren wurde. Nachdem sonst keine Anhaltspunkte vorhanden waren, blieb nichts anderes übrig, als alle 300 Kinder in ihren Geburtsorten aufzusuchen, um die richtige Auswahl zu treffen, und die Sechs, die den Bestimmungen am nächsten kamen, nach Lhasa zu bringen. Die sieben Greise wurden vor ihrer Abreise in den königlichen Palast geführt und durften sich in der Schatzkammer, die unermeßliche Reichtümer an Gold, Silber und Edelsteinen birgt, ihre Taschen füllen. Das ist keine Entschädigung für ihr verantwortungsvolles Amt, es soll nur die Gewähr für eine objektive, jedem Bestechungsversuch unzugängliche Auswahl bieten. Nur des Nachts durften die„Weisen von Tibet“ wandern, am Tage müssen sie sich— so will es der heilige Brauch— verborgen halten, um keinerlei äußerlichen Einflüssen ausgesetzt zu sein. Darum hat die Prüfung der 300 Bewerber volle zwei Jahre gedauert. Jedes einzelne Kind mußte genau untersucht werden, ob es die göttlichen Merkmale aufwies, weiterhin wurde die Stunde der Geburt mit der Sterbestunde des letzten Dalai Lamas verglichen. Eine Mutter verliert ihr Kind Höchste Aufregung herrschte in den Dörfern, in denen ein Kind geboren war, das den Bedingungen entsprach. Und es mag schon so sein, daß ehrgeizige Eltern die fehlenden gött lichen Merkmale auf künstlichem Wege anzu bringen suchten. Still und würdig veranstalteten die Weisen ihr Examen, bis sie vor vier Wochen in feierlichem Zuge die sechs Bewer ber in geschmückten Sänften nach Lhasa tru gen. Dann saßen sechs zweijährige Knaben auf goldenen Thronen im Prunksaal des Palastes, um die letzten Proben über sich ergehen zu lassen, die der Rat der Großlamas mit ihnen vornimmt. Wie Götter im Weihrauchdunst nahmen sich diese mächtigen Priester aus, die unbewegt die Wahl vornehmen. Doch sie vermochten sich diesmal nicht zu einigen. Die sechs Kandidaten waren ganz gleichwertig, so lange man auch ihr Benehmen beobachtete und so oft man auch zusah, welchen der heiligen Gegentände, die man ihnen vorlegte, sie auswählten. Alle sechs griffen sie nach dem juwelengeschmückten Glöckchen und jedes der Kinder hatte die gleiche Anzahl von Fürsprechern. So mußte man das Schicksal entscheiden lassen. In eine goldene Urne wurden Lose geworfen und man ließ jeden Knaben ein Los ziehen. Und dann wußte man, welcher von ihnen die wirkliche Inkarnation Gottes war. Srongdetsan, der Bauernsohn aus dem Hochgebirge, hatte das richtige Los gezogen. Vor diesem Spruch des Schicksals beugt sich nun die ganze tibetanische Welt. Sechs Mütter harrten im Nebensaal zitternd des Entscheidungsspruches. Fünf von ihnen traten mit ihren Kindern traurig die Heimreise an, Srongdetsans Mutter durfte noch bleiben, um von ihrem Sohn Abschied zu nehmen. Feierlich wird der neue Dalai Lama mit Wasser aus dem Indus geweiht und auf den Thron gesetzt, die hohen Lamas ziehen, ihr Haupt nei gend, an ihn vorüber und bringen ihm Geschenke. Dann wird die Mutter gerufen. Sie umarmt den Jungen ein letztes Mal; es ist ihr verboten, ihn je wieder zu sehen, während Srongdetsan niemals erfahren wird, wer seine Mutter war. Dafür wird sie mit verbundenen Augen in die Schazkammer geführt, wo sie soviel Gold und Edelsteine mitnehmen darf, wie sie tragen kann— als Entschädigung, daß sie dem Land einen Gott geboren hat. Und Tibet jubelt seinem göttlichen Kinde, dem neuen Dalai Lama, zu. Das aktuelle Bild Hauptmanns Gnadengesuch abgelehnt A Trenton(New Jersey), 31. März. Das Gnadengericht, das am Montag tagte, hat das Gnadengesuch Hauptmanns ab gelehnt. Der Gouverneur des Staates New Jersey, Hoffmann, hat bekanntgegeben, daß er Haupt mann keinen weiteren Strafaufschub gewäh ren würde. Es ist daher damit zu rechnen, daß die Hinrichtung Hauptmanns heute abend stattfinden wird. Internationale Rauschgifthändler Reichsgerichtsprozeß gegen einen Beteiligten Mit der am 30. November 1931 in Berlin, und zwar aus dem Simplon=Expreß heraus erfolgten Verhaftung des August Del Grazio hatte die Polizei einen guten Griff getan. Del Grazio war Mitglied einer weitverzweigten internationalen Rauschgifthändlerbande. Die anschließenden Ermittlungen im In= und Auslande ergaben die Beteiligung weiterer Personen. Die Rauschgifte waren unter unverfänglichen Deklarationen als Maschinenteile und Metallfarben aus Konstantinopel und Antwerpen nach Deutschland gelangt. Die Kisten konnten jedoch nicht mehr sichergestellt werden, sondern sind höchstwahrscheinlich nach Ostasien gegangen. Der Polizei fielen lediglich die Sendungen in die Hand, die von den Rauschgiftjändlern zur Tarnung ihres international verbotenen Treibens verwendet worden waren und wertlosen Plunder enthielten. Das Umpacken der Rauschgiftsendungen erfolgte im Freihafenlager eines Hamburger Drogisten. Es wurde in der Weise von unbekannten Ausländern vorgenommen, daß sie die in kleine Blechschachteln verpackten Rauschgifte in Büchsen mit dickflüssiger Oelfarbe steckten. Von den abgefaßten und je nach dem Umfang ihrer Beteiligung bestraften Angeklagten legte nur ein einziger Revision beim Reichsgericht ein. Es handelte sich um den Angeklagten David Gourievidis, den das Landgericht Hamburg am 14. November 1935 zu zwei Jahren Geängnis und 10000 Mark Geldstrafe verurteilte. Das Rechtsmittel erwies sich jedoch als söllig unbegründet, so daß das Hamburger Irteil vom erkennenden 3. Strafsenat des Reichsgerichts als rechtskräftig bestätigt wurde. Harrar von Bomben vernichtet Der seit langem erwartete Bombenangriff auf Harrar, dieser wichtigen Stadt auf dem südabessinischen Kriegsschauplatz ist nun am Sonntag mit einem dreistündigen Bombardement eines italienischen Bombengeschwaders erfolgt. Harrar ist völlig zertrümmert worden. Die Todesopfer werden auf über zweihundert geschätzt. Unser Bild zeigt einen Teil der Stadt Harrar. Aufnahmen: Weltbild Oelbrand Im amerikanischen Ueberschwemmungsgebiet In der vom Hochwasser völlig eingeschlossenen Stadt Pittsburgh(USA.) brach ein riesiger Oelbrand aus, von dessen Gewalt unser Bild einen Eindruck gibt. Ostern auf dem Balko Und zusehen müssen, wie die andern hinausfahren? Oder bestenfalls mitgenommen werden, dorthin fahren müssen, wohin die andern wollen? Jetzt sjas sagen- und Sie machen Ihre Osterfahrt im eigenen Wagen, wohin Sie wollen! Gleich sjac sagen- dann sind sogar die Einfahrkilometer schon überwunden! Sie haben keinen Grund, noch zu warten! rungsfrist? Die 1936er OPEL-Modelle sind schon zehnfausendfach bewährt. Lieferschwierigkeiten? Jedes Modell sient sororr zu Ihrer Verfügung. Am besten: Sie machen gleich eine Probefahrt und stellen selbst die vielen einzigartigen Vorzüge fest, die Sie sich beim Kauf Ihres OPEL sichern. OPE schon von RM 1650 an ab Werk Opel-Generalvertreter für Dortmund und Umgebung: Kraftfahrzeug-Gesellschaft Würth& Co., Dortmund, Kaiserstraße 182, Ruf 334 55·58, Ausstellungslokal Hansastraße der Entscheidung in Abessinien? J14 Hatsch4e S9ooe Mann nach Loben/ Neue Spannungen Rom=London/ Aufmarsch an der Sudangrenz SPesPerscect“ Aufnahme: Scherl Zum Reichsfilmdramaturgen ernannt Reichsminister Dr. Goebbels ernannte anstelle des in Zukunft als freier Künstler tätigen früheren Reichsfilmdramaturgen Krause Hans-lürgen Nierentz Reichsfilmdramaturgen. London, 31. März. Das Feld der europäischen Spannungen scheint sich auf verschiedenen Teilabschnitten wieder in zunehmendem Maße zu verstärken. Sowohl aus London wie aus Rom liegen Meldungen vor. die besagen, daß die latente Unruhe, die durch den italo=abessinischen Konflickt geschaffen wurde, noch keineswegs beseitigt ist und daß im Gegenteil die Gefahr unvermuteter Ueberraschungen nach wie vor zum mindesten in dem gleichen Ausmaß wie bisher besteht. Am stärksten wird diese Tatsache durch eine aus Rom stammende Meldung verdeutlicht, aus der in dürren Worten hervorgeht. daß Italien seinen sttategischen Aufmarsch an der Grenze zum Sudan und nach Aegypten hin in den letzten Wochen unter geradezu gewaltigen Kraftanstrengungen weiter vervollständigt hat. Sichere Informationen aus italienischer Quelle sprechen von 50000 Mann und mehr, die allein innerhalb der letzten Wochen von der Weltöffentlichkeit fast unbemerkt von (Eigener Bericht der WLZ.) Italien den Weg nach Lybien angetreten haben. Darüber hinaus wird bekannt, daß Italien inzwischen auch in Lybien die allgemeine Wehrpflicht überraschend eingeführt hat. Die Rekrutierung aus der Eingeborenenbevölkerung soll dabei in der letzten Zeit ein bisher nie dagewesenes Ausmaß angenommen haben. Neben diesen Tatsachen sind aber noch weitere Anzeichen vorhanden, die dafür sprechen, daß die Hauptsorgfalt des italienischen Generalstabes sich augenblicklich vornehmlich auf eine Verstärkung der militärischen Position Italiens an der Sudangrenze, also auf das Ausfallstor nach Aegypten hin richtet. Wie es heißt, soll die Zahl der Balbo zur Verfügung stehenden Frontflugzeuge in den letzten Wochen von 380 auf 450 erhöht worden sein. Die in Lybien eingetroffenen Verstärkungen sollen außerdem im wesentlichen aus motorisierten Einheiten der Heimatarmee bestehen. Alle diese aus italienischer Quelle und zum Teil von Ort und Stelle direkt stammenden zum Präsident des Reichsfremdenverkehrs. verbandes Staatsminister a. D. Esser ernannt X Berlin, 1. April. Auf Grund des Gesetzes über den Reichs Fremdenverkehrsverband vom 20. März 1936 hat der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda den Staatsminister a. D. Hermann Esser zum Präsidenten des Reichsfremdenverkehrsverbandes ernannt. Die Reichsrichtzahl für die Lebenshaltungskosten im März X Berlin, 1. April. Die Reichsrichtzahl für die Lebenshaltungskosten stellt sich für den Durchschnitt des Monats März 1936 auf 124,2(1913/14= 100;) sie hat sich gegenüber dem Vormonat(12.,3) kaum verändert. Die Richtzahl für Ernährung hat sich um 0.1 v. H. auf 122,2 ermäßigt. Ein Rückgang der Preise für Eier ist durch eine Erhöhung der Preise für Gemüse zum Teil ausgeglichen worden. Die Richtzahlen für die übrigen Bedarfsgruppen waren nahezu oder ganz unverändert; sie betrugen: für Bekleidung 118,7(plus 0.1 v. H.). Wohnung 121,3 (unverändert), Heizung und Beleuchtung 127,1 (unverändert) und für„Verschiedene“ 141,3 (unverändert). Geheime Zusammenarbeit Nanking-Moskau? Japan zu dem sowjetrussischen Militärbündnis mit der Außenmongolei ∆ Tokio. 1. April Die ganze japanische Presse bezeichnet den Abschluß des Militärbündnisses zwischen der Sowjetunion und der Außen mongolei als einen Vorgang von größter internationaler Bedeutung. Japan werde be sonders in Mandschukuo betroffen, das die eng sten Beziehungen zur Außenmongolei unterhalte. Besondere Beachtung findet das Verhalten Nankings, das anscheinend gegen die tatsächliche Besitzergreifung der Außen mongolei durch die Sowjets nichts einzuwen den habe. Nanking habe seinerzeit wegen Mandschukuo Klage beim Völkerbund einge reicht. Es habe Mandschukuo bis heute auch noch nicht anerkannt. Die Presse glaubt daraus schließen zu können, daß Nanking im geheimen im Einverständ nismit Mos kau handele und daß Nanking sich der Front gegen Japan angeschlossen habe. Mit wachsender Besorgnis werden ferner in japanischen Kreisen die beunruhigenden Rückwirkungen des französischsowjetrussischen Paktes auf die Lage im Fernen Osten verfolgt. Japanischen Nach richten zufolge hat die kommunistische Propa ganda in Ostasien und vor allem in Schanghai seit dem Abschluß dieses Paktes einen geradezu aufsehenerregenden Umfang angenommen. Den Nachrichten zufolge soll in der französi schen Niederlassung in Schanghai die Zen Cüterfernverkehrsgesetz trift in Kraft Problem Eisenbahn=Kraftwagen gelöst Kein Konkurrenzkampf zwischen Schiene und Landstraße (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) Berlin, 1. April. Das Gesetz über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen, das bereits im Juni des vorigen Jahres erlassen wurde, tritt am 1. April 1936 in Kraft. In diesem Gesetz war vorgesehen, daß die Deutsche Reichsbahn in Gemeinschaft mit dem Reichskraftwagen betriebsverband einen einheitlichen Tarif für die Güterbeförderung mit Kraftwagen festsetzen soll. Nach längeren und eingehenden Verhandlungen ist eine Einigung auf diesem Gebiete erzielt worden. Während in allen anderen Ländern der Welt ein heftiger und wirtschaftschädigender Konkurrenzkampf zwischen Schiene und Landstraße ausgetragen wird, ist es in Deutschland ohne jeglichen Zwang und ohne direkten Eingriff des Staates gelungen, Eisenbahn und Kraftwagen gemeinsam in den Dienst der Fortentwicklung des Verkehrs und damit der Gemeinschaft zu stellen. Damit ist die Gefahr einer Vergeudung wirtschaftlicher Kräfte im Verkehrswesen beseitigt. Beide Teile haben die eigenen Interessen zurückgestellt und sind übereingekommen, alle Kräfte für die ihnen gemeinsame Aufgabe einzusetzen. Durch das Güterfernverkehrsgesetz selbst soll hauptsächlich verhindert werden, daß ein privatwirtschaftlich geleiteter Güterverkehr mit Kraftfahrzeugen die Gefahr einer Erschütterung des sozialistischen Gefüges der Deutschen Reichsbahn aufkommen läßt. Die gesetzliche Regelung erstreckt sich daher lediglich auf die Abgrenzung der Aufgaben, während innerhalb des großen, vom Staate gegebenen Rahmens die beiden beteiligten Wirtschaftsgruppen nun selbst zu einer ersprießlichen Lösung der schwebenden Fragen gelangten. Es ist dadurch möglich geworden, das modernste und für die individu#elle Verkehrsbefriedigung geeignetste Verkehrsmittel in größtem Stil auszubauen, ohne dabei die großen staatlichen und volkswirtschaftlichen Aufgaben der Deutschen Reichsbahn im mindesten zu gefährden. Auch hier ist ein Erfolg der nationalsozialistischen Gemeinschaftserziehung zu erblicken, durch die sich in allen an der Gestaltung des deutschen Wirtschaftslebens beteiligten Kreise die Ueberzeugung durchgesetzt hat, daß das Gedeihen des Ganzen von dem Gedeihen der einzelnen Teile abhängig ist. Keine Sammelbestellungen in Betrieben Berlin, 1. April. Der Reichswirtschaftsminister hat auf Grund verschiedener Beschwerden über den wachsenden Umfang der Belieferung von Be triebsbelegschaften mit Einzelhandelswaren in einem Schreiben an die Reichsbetriebsgemein. schaft Handel, die Reichswirtschaftskammer, die Reichsgruppe Handel und die Zweckvereinigung Versandgeschäfte zu der Frage der Sam melbestellungen in Betrieben Stellung genom men. Der Minister geht davon aus, daß solche Sammellieferungen, besonders des täglichen Verbrauchs, an die gesamte Belegschaft auf die Dauer für die Gesamtwirtschaft in hohem Maße bedenklich sind, weil derartige Lieferungen in der Regel unmittelbar vom Erzeuger unter Ausschaltung des sonst für den Vertrieb dieser Waren unentbehrlichen Handels getätigt werden. Sie führen deshalb notwendiger weise zu einer gesamtwirtschaftlich unerwünschten Störung der Warenverteilung, die sich nur unkostenerhöhend und preissteigernd auswirken kann. Diese Sachlieferungen sind daher durchaus unerwünscht. Diese Bedenken können nur dann zurückgestellt werden, wenn es sich um Belegschaftslieferungen handelt, die seit vielen Jahren üblich sind. Der Kreis der Bezieher muß aber hierbei auf die enigen Gefolgschaftsmitglieder beschränkt blei ben, deren Einkommen eine monatliche Gehaltsgrenze von 200 Mark nicht übersteigt. trale der kommunistischen Aktivisten ihren Sitz haben. Man weist darauf hin, daß rote chinesische Elemente im Einvernehmen mit Sowjetagenten mehrere blutige Streiks und andere Kundgebungen angezettelt hätten. So sollen Unruhen, die sich kürzlich im Universitätsviertel ereigneten, wobei von seiten der Studenten ein Polizeihauptmann erschossen und zwei Polizisten verwundet wurden, auf kommunistische Machenschaften zurückzuführen sein. Anschlag auf Tschiangkaischek Die Verschwörer vor Gericht (Ostasiendienst des DNB) ∆ Schanghai, 1. April. Am Montagnachmittag begann in Nanking einer der größten politischen Prozesse, die jemals in China stattfanden. Angeklagt sind sechs Chinesen, die unter dem Verdacht stehen, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein, dem am 1. November 1935 der damalige Ministerpräsident und Außenminister Wangtschingwei zum Opfer fiel und der auch gegen Marschall Tschiangkaischek gerichtet war. Dank des scharfen Wachdienstes der Leibwache konnten die Verschwörer damals an der Ausführung ihrer Mordpläne gegen den Marschall verhindert werden. Aus den von den Angeklagten in der Voruntersuchung gemachten Aussagen ergab ..-5 General Tschengmingschu, der Leiter der Fukien=Revolte, der geistige Urheber des Komplotts war. Er hoffte, die durch den Mord entstehende Unruhe für seinen neuerlichen Versuch der Machtübernahme ausnützen zu können. Die Regierung der britischen Kolonie Hongkong hat inzwischen die Verhaftung von vier weiteren Chinesen mitgeteilt, die angeblich auch an dem Anschlag beteiligt gewesen sein sollen. Von seiten der chinesischen Regierung wurde ein Auslieferunas antrag gestellt. Japanisch=sowjetrussischer Zwischenfall Zwei Sowjetdampfer beschlagnahmt ∆ Moskau, 1. April. Nach einer Taß=Meldung aus Tokio ist es zwischen Sowjetrußland und Japan zu einem neuen ernsten Zwischenfall gekommen. Nach Moskauer Darstellung sind zwei sowjetrussische Dampfer, die mit 345 Fahrgästen von Petropawlowsk auf Kamtschatka nach Wladiwostok unterwegs waren, von den Japanern beschlagnahmt worden. Einer der beiden Dampfer war in schweren Sturm geraten. Er hatte einen so erheblichen Brennstoffverlust, daß auf seine Hilferufe ein zweiter Dampfer mit Kohlen entsandt wurde. Auf offener See sei jedoch das Kohlen unmöglich gewesen, deshalb habe man sich um die Genehmigung Japans zum Anlaufen eines japanischen Hafens bemüht. Diese sei angeblich auch vom japanischen Generalkonsul in Wladiwostok erteilt worden, jedoch seien dann die beiden Schiffe von den japanischen Behörden im Hafen Minmai unter der Anschuldigung beschlagnahmt worden, ihre Besatzungen hätten Svionage getrieben. Die Kapitäne der beiden Schiffe seien verhaftet und nach Aomori gebracht worden. Der sowjetrussische Botschafter in Tokio hat gegen die Beschlagnahme der Schiffe protestiert und ihre Freigabe verlangt. Von japanischer Seite wurde darauf hingewiesen, daß es sich bei Minmai um einen geschlossenen Hafen handle, daß die Sowjetrussen die Be stimmungen für die befestigten Zonen verletzt hätten und daß die Kapitäne, die Besatzung der Schiffe und die 345 Fahrgäste als verhaftet gelten. Der Zwischenfall hat sich bereits vor zehn Tagen abgespielt. Meldungen kassen natürlich nur den Schluß zu, Italien nach wie vor die Vorbereitungen für alle Eventualitäten fortzusetzen gewillt ist, und daß auf der anderen Seite keine Hoffnung besteht, daß die abessinische Frage noch einmal auf das Gebiet der diplomatischen Ausgleichsverhandlungen zurückgeführt werden könnte. Gerade was das letztere anbelangt, scheint sich auch in der englischen Oeffentlichkeit eine zunehmende Nervosität einzustellen, die ihre tieferen Gründe zweifellos schon in den oben geschilderten militärischen Maßnahmen Italiens haben könnte und die auch nicht so ganz außerhalb des Zusammenhanges mit ge wissen anderen Ereignissen auf dem abessini schen Kriegsschauplatz selbst stehen dürfte. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß Badoglio in den nächsten Tagen zur letzten entscheidenden Offensive übergehen dürfte. Schon die außergewöhnliche Tatsache der Bombardierung und Zerstörung Harrars durch italienische Geschwader zeigt, daß man auf italienischer Seite alle Rücksichten fallen zu lassen gewillt ist, und daß der Krieg von jetzt ab mit allen Mitteln weiter und vor allem zu Ende geführt werden soll. Maßgebende Lon doner Blätter sprechen schon jetzt offen die Ver mutung aus, daß das italienische Oberkommando niemals gewagt haben würde, die zur offenen Stadt erklärte Residenz Harrar mit samt ihres Europäerviertels in Schutt und Asche zu legen, wenn man in Rom nicht„an gesichts der verwickelten Verhältnisse in zu glauben scheine, daß man in Abessinien schon jetzt„freie Hand“ habe. Man befürchtet daher, daß Italien nun in Ostafrika ohne Rücksicht auf Genf ganze Arbeit tun werde und nur aus diesem Grunde die fieberhaften militärischen Maßnahmen in Ly bien zu erklären seien. Es darf nach den in London vorliegenden Meldungen nicht als ausgeschlossen gelten, daß diese zum Teil besorgniserregenden Umstände schon in Kürze zu stärkeren Reaktionen führen werden. Jubenjungen als rote Aufwiegler Gutenberg=Reichsausstellung Leipzig 1940. Zum Vorsitzenden des Arbeitsausschusses der„Gutenberg=Reichsausstellung, Presse, Funk und Film Leipzig 1940“ wurde der Leipziger Universitätsprofessor Dr. Hans A. Münster, Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität, ernannt. Eden bei Baldwin. Außenminister Eden hatte am Dienstagvormittag eine längere Aussprache mit dem Ministerpräsidenten Baldwin. Oesterreich motorisiert die Gendarmerie. Bei der österreichischen Gendarmerie sind augenblicklich starke Bestrebungen zur Motorisierung verschiedener Formationen zu verzeichnen. So werden Gendarmerieabteilungen mit Panzerwagen gebildet. Ferner wird jedes Abteilungskommando eine Anzahl von Schnell=Lastwagen erhalten. Den Bezirksgendarmerie=Kommanden und den wichtigsten Postenkommanden werden Beiwagen=Motorräder zur Verfügung gestellt. Montague Norman erneut als Gouverneur der Bank von England bestätigt. Der Gouverneur der Bank von England, Montague Norman, wurde am Dienstag für ein weiteres Jahr auf seinem Posten bestätigt. Das neue Dienstjahr, das er auf Grund dieser erneuten Bestätigung beginnt, ist sein 17. Dienstjahr. Der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes bei Mussolini. In der amtlichen italienischen Mitteilung über die bereits gemeldete Unterredung des Präsidenten des Internationalen Rote=Kreuz=Komitees, Prof. Max Huber, mit dem italienischen Regierungschef wird noch besonders darauf hingewiesen, daß Mussolini bei dieser Gelegenheit„den Willen der italienischen Regierung bekräftigt hat, den wirksamen Schutz des Roten Kreuzes zu gewährleisten". Deutsche Siegesglocken 34 jüdische Jugendliche verhaftet ∆ Budapest, 1. April. 19 jüdische Schüler und 15 Schülerinnen der Budapester jüdischen Bürgerschule und des jüdischen Mädchengymnasiums wurden am Dienstag wegen kommunistischer Umtriebe verhaftet. Das Verhör ergab, daß sie einer weitverzweigten Organisa tion der Jungkommunisten angehörten. Die Anführer, neun Schüler, wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Die übrigen werden sich vor dem Jugendgericht zu verantworten haben. Ein Anführer, der Sohn eines der Polizei bekannten jüdischen Kommunisten, hatte auf Anweisung aus Moskau die Budapester Jungkommunisten organisiert. In der letzten Zeit machten die jüdischen Schüler offen, besonders in den unteren Klassen, für die kommunistische Idee Propaganda. Zahlreiche aus Moskau stammende Propagandaschriften und Bücher wurden bei ihnen gefunden. Bei der Verneh mung zeigte sich, daß die Schüler, die der sionistischen Vereinigung„Somir“ angehören, hon gut mit der kommunistischen Weltanschau ung vertraut waren. läuten in Palästina ∆ Jerusalem, 1. April. Zur gleichen Stunde wie die Glocken in der Heimat, läuteten am Dienstag zur Feier des deutschen Wahlsieges auch die deutschen Kirchenglocken in Palästina. Von den Türmen der Erlöserkirche in Jerusalem, der Weihnachtskirche in Bethlehem, sowie von den Kapellen der Augusta=Viktoria=Stiftung auf dem Oelberg und des Syrischen Waisenhauses und anderer deutscher Gotteshäuser erklangen die Glocken und kündeten der Welt, daß das deutsche Volk— einig in seinem Wunsch nach Ehre und Frieden— sich mit einem überwältigenden Bekenntnis hinter seinen Führer Adolf Hitler gestellt hat. Der Amerika=Flug des„55 Kindenbure“ Französische Resignation ∆ Paris, 1. April. Der Start des neuen Luftschiffes„Hindenburg" nach Südamerika veranlaßt„Paris Midi“ zu der resignierten Feststellung, daß Deutschland in dem gleichen Augenblick, wo die französische Südamerikapost an Bord eines Postschiffes über den Atlantik schwimme, weil die französischen Linien nicht über das nötige Material verfügen— die neuen französischen viermotorigen Flugboote mußten wegen technischer Fehlerim Hafen zurückgehalten weruen— sein neues Riesenluftschiff nach Brasilien schicke. Nach dem„Graf Zeppelin“, der während der letzten Jahre ohne große Zwischenfälle den Südatlantik überflogen hat, führt der„Hindenburg“ nun eine Propagandaarbeit weiter, in der wir— die Franzosen— uns unserem Konkurrenten unterlegen zeigen. zerbricht sich den Kopf Vermutungen um die deutsche Antwort 7 Kritische Stimmen um Flandin (Von unserem Pariser Vertreter) —.— Paris, 1. April. Die französische Presse beschäftigt sich lebhaft mit der deutschen Antwort, die in Paris mit großer Spannung erwartet wird. Durch die Blätter geht eine Flut von Vermutungen Dabei ist auffallend, daß zahlreiche Blätter, vor allem der Rechten, in diesem Zusammenhang aoch einmal die Rundfunkrede Flandins vom Sonntag unter die Lupe nehmen und dabei zu dem Schluß kommen, daß die Tendenz dieser Rede zu negativ gewesen sei. Der ehemalige Ministerpräsident Caillaur setzt sich in der„Republique“ ebenfalls mit der Flandinrede auseir under und mahnt dazu, endlich die Vernunft zu Worte kommen zu lassen Einzelne Blätter, vor allem der„Le Jour", .en, duß man sich wundern dürfe, wenn die Worte Flandins ir Deutschland mißfallen hätten, und wenn unter ihrem Eindruck die Wünsche der französischen Politiker in Deutschland nicht gerade wohlwollend betrachtet werden würden. Die Vermutungen der französischen Presse gehen dahin, daß man glaubt, daß die endgültige deutsche Antwort sich vor allem noch einmal mit einer genauen Auseinandersetzung der deutschen Friedensvorschläge befassen werde. Verschiedentlich glaubt man hier auch, daß im Rahmen der deutschen Antwort vielleicht eine Einigung hinsichtlich der Frage der Befestigung des Rheinlands erzielt werden könnte und zwar so, daß solche Befestigungen erst nach und nach angelegt werden würden, so daß für Frankreich und Belgien kein Grund zu irgendwelchen Befürchtungen mehr vorhanden wäre. Ebenso gespannt wie die deutsche Antwort selbst, erwartet man hier den Eindruck, den diese in London machen wird, besonders da man glaubt, daß dieser auf die französisch=englichen Besprechungen nicht oone Einfluß sein Der Machtkampf in Spanien Die Rechtsparteien verlassen das Parlament ∆ Madrid, 1. April. Kurz nach der Eröffnung der ParlamentsS am Dienstag teilten die Fraktionen der Katholischen Volkspartei, der Erneuerungsbewegung(Monarchisten) und der Traditionalisten mit, daß sie sich bis auf weiteres von den Parlamentssitzungen zurückzieyen. Die Abgeordneten der Rechtsparteien verließen dann unter Hochrufen auf Spanien in Sitzungssaal. Der Grund für den Auszug aus dem Parlament ist in erster Linie die begbsichtigte und zum Teil bereits durchgefuhrte. Ungültigkeitserklärung der Landtagswahlen in den Wahlbezirken, in denen die Rechtsparteien erfolgreich waren. „.. Sevilla wurde ein spanischer n. einer Wirtschaft von mehreren Kommunisten überfallen und durch Pistog##lchusse nedergestreckt. Auch in Mad. zd wuroe auf ein Mitglied der Falange tenpartei) ein Anschlag verübt. Die Attentäter hatten sich dazu gewaltsam in den Besitz einer Kraftdroschke gesetzt, aus der sie auf den Faschisten schossen. Dieser wurte von zwei Kugeln getroffen mußte er ins Krankenhaus IEE EE ELE E Erprobtes, unschädliches Spezialmittel 4000 schriftliche Anerkennungen, darunter über 800 von Arzten. In Apotheken erhältlich zu RM. 1.43 und RM. 3.50. Steli I.TPhrz- aich Sre Druckschrit kostenlos durch Dr. Boether GmbH. München 16 A 89— H 89 darüber n den nicht Anschuldii stlosen S-NELT Westfälische Landeszeitung Rote Urde Kunderttausend Rubikmeter Mülk in jedem Jah Heute sind 25 Jahre der seit Einführung des Wechseltonnensystems verflossen Allmählich, wenn es auf Ostern zugeht, werden die Hausfrauen unruhig. Es ist etwas Geheimnisvolles in ihrem Treiben, als hätten sie eine große Ueberraschung in Vorbereitung, mit der sie die übrigen Familienangehörigen beglücken möchten. Und dann kommt auch eines Tages die Ueberraschung. Schon der Heute sind 25 Jahre seit Einführung des Wechseltonnensystems verflossen. Wer von uns hat sich eigentlich schon Gedanken darüber gemacht, wo der Abraum der Großstadt bleibt, wieviel davon überhaupt so im Laufe eines Jahres in die Mülltonnen wandert. Man sieht vielleicht hier und da mal einen der langgestreckten Müllwagen halten, leere Tonnen werden herabgeschwungen, gefüllte aus den Hauseingängen gerollt und hinaufgewuchtet, und das ist eine ganz selbstverständliche Sache, finden die Hausfrauen. Was dann aber weiter damit geschieht, wenn die elektrisch betriebenen Wagen mit den vollen Tonnen sich auf den Rückweg machen, das wissen die wenigsten. Nicht immer war das so bequem und selbstverständlich. Viele Leute wissen sich noch zu erinnern, was das mit dem Wegschaffen des Mülls früher für ein Umstand gewesen ist. In jener Zeit sah man vor den Häusern die buntscheckigsten Müllgefäße stehen. Nach Vorschrift sollten sie eigentlich mit einem gutschließenden Deckel versehen sein, aber den hatten die wenigsten. Alte Eimer, Körbe und sogar Hutschachteln standen da an den Abholtagen stundenlang auf dem Bürgersteig. Der Wind trieb sein Spiel mit der leichten Asche, Hunde stellten Untersuchungen des Inhalts an, und wenn Heute ist es gerade 25 Jahre her, daß diesen„Zuständen“ ein Ende gemacht wurde. Der Stadtbaumeister Ladwig hatte sich damals tüchtig dafür eingesetzt, daß Dortmund eine hygienische und einer Großstadt würdige Müllabfuhr bekam, die viel bewundert wurde. Das sogenannte Wechseltonnensystem ließ Müllgefäße ganz von der Straße verschwinden, kein stauberzeugendes Umschütten des Mülls gab es mehr in der Innenstadt. Seither hat es sich ausgezeichnet eingeburgert, daß die Müllmänner an bestimmten Tagen kommen, die gefüllten Tonnen aus den Kellern oder Höfen holen, und sauber ausgespülte Tonnen dafür hinstellen. Bis 1919 hatte man von Pferden gezogene Flachwagen für je 48 Mülltonnen zum Wegschaffen verwendet, aber dann wurden diese durch Elektrofahrzeuge ersetzt, die noch heute ihren Dienst versehen. 18 Elektrowagen mit 16 Anhängern rollen nun täglich von ihrer Aufladestation in der Bornstraße in die Stadtviertel, von dort bringen sie die gefüllten Müllgefäße zur Müllverlade= und Gefäßreinigungsanstalt in der Mallinckrodtstraße, wo sie durch sinnvolle Kippporrichtungen in Eisenbahnwagen der Hafenbahn entleert und zur Müllkivve in Deusen gefahren werden. Was eine Stadt wie Dortmund an Müll —. AATTTHIEIE- G M Ge. Zeichnung: Röscheisen Kaffeetisch hat ein ganz anderes Gesicht bekommen. Er steht wie eine Insel als einziger Punkt einer Art Ordnung inmitten eines Durcheinanders zusammengeschobener Möbel, aufgerollter Teppiche und verhängter Lampen. Es riecht nach den Vorboten der Reinlichkeit, nach Schmierseife, Seifenpulver und nach dem aufgewirbelten Staub des Winterhalbjahres. Einsam bleibt nach allgemeiner Flucht nur noch die Hausfrau zurück, die sich kampfeslustig in die Unordnung stürzt. So tobt eine Schlacht im Hause, dessen Luft sowieso schon wie vor einem Gewitter geladen ist. Da muß sich alles dem reinigenden Wirbelwind unterwerfen. Raus mit Teppichen und Chaiselongue an die Sonne. Raus mit den Federbetten, bis alles mit frischer Luft für ein halbes Jahr durchtränkt ist. Wenn sich allmählich die Wogen dieser aufregenden Tätigkeit glätten, kehren auch die Flüchtlinge zurück in die wiederhergestellte Gemütlichkeit, die auch nicht durch das Bewußtsein eines Hausputzes mehr gestört wird, denn der nächste Tag, an dem der Putzteufel regieren wird, liegt ja noch so weit. der von der Kippe in Deusen nach Stellen gebracht, wo Erdsenkungen sich bemerkb machen im Gebiet der Industriewerke. Man sieht, wir brauchen nicht zu befürchte im Müll unterzugehen. Vor 25 Jahren, man nach Einführung des Wechseltonne systems in Deusen draußen zu kippen 5 gann, da dachte man, das Gelände etwa zwai zig Jahre für diesen Zweck benutzen nen. Nun sind schon fünf Jahre mehr ins Land gegangen, und es ist noch viel Ple im Gelände dort vor der Stadt. Wir sind n unserem Wechseltonnensystem, das heute e 25jähriges Jubiläum feiert, ganz zufriede und es wird uns noch lange Jahre seine Diens tun, weil es allen Anforderungen entspricht. Vertrauensbruch? Grund zur Kündigung. aber nicht zur fristlosen Entlassung Ziemlich schwer wog die sich geger mehr ganz jungen Meister richtende gung, die Anlaß zu seiner fr ntlassung gegeben hatte. Es hieß, habe seine Vertrauensstellung mi braucht. Zu diesem Schluß war man ge kommen, als man in einem Spind eine größer Links: So sah es in früheren Zeiten aus— Rechts: Mit moderner Technik wurde auch hier Wandel geschaffen die in der Nähe wohnenden Kinder gut auf gelegt waren, dann flogen auch einmal einige der Müllgefäße um. Kamen endlich die Müllkutscher, dann gab es beim Einkippen in die Kastenwagen jedesmal riesige Staubwolken, trotz aller Schutzvorrichtungen. Ein neues Wanderjahr beginnt Jetzt schon die B3h-Ausweise besorgen Der Frühling hat kaum begonnen und gleich wird es in den Kreisen der jungen und alten Wanderer lebendig. Es gilt schon jetzt alle Vorbereitungen zu treffen, die alljährlich vor Beginn des Wanderbetriebes notwendig sind. Das Wichtigste ist der D JH.=Ausweis! Wer auch im neuen Jahre Jugendherbergen benutzen will, muß dafür sorgen, daß sein Ausweis die neue Jahresmarke für 1936 bekommt, denn ohne gültigen Ausweis, der vom DIH.=Ortsverband des Wohnortes ausgestellt sein muß, kann man sich nicht einmal in einer Jugendherberge aufhalten. DIH.=Ausweise für Jugendliche bis zu 20 Jahren kosten 50 Pfg. Auch Erwachsene können diese Herbergen der Jugend benutzen. Sie müssen allerdings vorher Mitglieder des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen werden. Wer jährlich einen Mitgliedsbeitrag von 4.— RM. zahlt, erwirbt damit das Recht die 2200 schönen und billigen Jugendherbergen zu benutzen und bekommt außerdem die vorzügliche Monatszeitschrift„Jugend und Heimat“ kostenlos zugestellt. Für Gemeinschaftswanderungen, für Familien und für Erwachsene in Berufsausbildung gibt es besondere Vergünstigungen, die man erfahren kann, wenn man zu der unten angegebenen DIH.=Auskunftsstelle geht. Es sei allen Wanderern empfohlen, die Ausweise schon jetzt und nicht erst am Tage der Abreise oder einen Tag vorher zu besorgen. Da man dazu doch wochenlang, ja monatelang vorher Zeit genug hat, dürfte es eigentlich nicht vorkommen, daß man morgens in aller Herrgottsfrühe mit gepacktem Affen den DIH.=Geschäftsführer herausklopft, um sich den unentbehrlichen Ausweis ausstellen zu lassen. Schließlich kann der D3H.=Mann doch nicht zu jeder Tages= und Nachtzeit bereitstehen, um den Säumigen noch zu einem Ausweis zu verhelfen. Wer seinen Ausweis erst in der letzten Minute besorgt, muß sich auf unangenehme Enttäuschungen gefaßt machen. Wenn die Geschäftsstelle schon nicht überfüllt oder bereits geschlossen ist, dann fehlen bestimmt die nötigen Unterlagen— amtlicher Personalausweis und Bild, um den Ausweis auch gleich beim ersten Versuch zu bekommen. Jetzt wird kaum einer lange warten müssen. Auch kann man sich jetzt in Ruhe beraten lassen, wann und wohin man am besten wan dert, wie man sich in Jugendherbergen zweck mäßig verpflegt, was eine Fahrt etwa kosten darf, wie die Wanderausrüstung sein soll und vieles andere mehr. Es sei auch darauf hingewiesen, daß in ver schiedenen D3H.=Geschäftsstellen allerlei prak tische Dinge für die Wanderausrüstung wie Schlafsäcke, Ausweisschutzhüllen, Doppel anmeldekarten usw. zu haben sind. Die DIH.=Mitglieder unseres Ortsverban des erleichtern und verbilligen die Jugendher bergsarbeit ganz bedeutend, wenn sie nicht auf das Abholen der Beiträge warten sondern von sich aus schon im Anfang des Jahres bar oder per Postscheck ihren Beitrag einzahlen. Durch dieses kleine Opfer werden Zeit und Unkosten gespart, die sich zur Werbung neuer Förderer entschieden günstiger auswerten lassen. Zu Beginn des neuen Wanderjahres wünscht der hiesige Ortsverband allen großen und kleinen Freunden und Förderern des Jugendherbergswerkes recht gute Fahrt. Ausweise und Auskunft gibt es in der DIn.=Geschäftsstelle Dortmund=Mitte, Reinoldistraße 7—9, Zimmer 53, Fernruf Nr. 356 00, täglich von 10.30—12.30 und von 16—19 Uhr, Samstags von 8—13 Uhr. Sprechstunden bei der Berufsberatung des Dortmunder Arbeitsamtes Ab 1. April d. J. werden die Sprechstunden bei der Berufsberatung des Dortmunder Arbeitsamts, Körnerhaus, neu festgesetzt, und zwar für männliche und weibliche Lehrstellensuchende Montags bis Freitags 8.30 bis 11, Dienstags 13.30 bis 15.30 Uhr. Während der übrigen Dienststunden bleiben die Büroräume für den öffentlichen Verkehr geschlossen. wird besonders daraf hingewiesen, daß Samstags und an den Nachmittagen, mit Ausnahme des Dienstags, keine Sprechstunden stattfinden. auswirft, davon gewinnt man erst dann einen Begriff, wenn man eine Weile dem Betrieb in der Mallinckrodtstraße zugesehen hat. Da rollen am Vormittag in schneller Folge die Müllwagen die Rampe empor. Die Tonnen werden von kräftigen Händen gefaßt und in die Müllschütter gekippt, durch deren Röhren der Inhalt in die bereitstehenden Waggons gleitet. Dabei sorgen eine Sauganlage und eine Berieselungsanlage dafür, daß die größte Staubentwicklung wirksam bekämpft wird. Dreißigtausend Mülltonnen werden in einer Woche ausgewechselt, gehen aus der Verladeanlage weiter in die Spülanlage. Dort spült ein kräftiger Wasserstrom hindurch, drehen sich säubernde Bürsten an den Wänden, und also gut gereinigt gehen die Tonnen dann wieder zurück in die Stadt. Zwölf Waggons von je dreihundert Zentner Tragfähigkeit werden durchschnittlich im Tag hier beladen. Hunderttausend Kubikmeter Müll macht das ungefähr im Jahr. Man stelle sich das nur einmal vor, das gibt einen gewaltigen Dreckhaufen aus Schutt und Asche und Abfällen, der tausend Meter lang und breit und hoch ist.„Nanu," wird mancher sagen, „dann müßte Dortmund ja in einigen Jahren unter dem Müll verschwunden sein, wenn das Zeug sich so anhäuft.“ Aber gemach, so schlimm ist das nicht. Einmal verrotten Papier und andere Bestandteile im Müll sehr bald und sinken in sich zusammen, dann brennen die Müllhalden im Sommer sehr oft durch Selbstentzündung im Innern und verzehren sich zum Teil. Verrottetes Müll gibt auch ein gutes Anschüttungsmaterial, und wird in langen Zügen wieMenge Altblei fand, das er für sein Eigentum ausgegeben und der Firma zum Kauf angeboten hatte, als man solches Material dringend benötigte und keins zur Stelle war. Man glaubte aber Grund zu der Annahme zu haben, daß das Blei von einem Abbruch herrührte und der Firma gehöre. Daraus war dann der Vertrauensbruch geworden, dem der Meister Aufnahmen: Schley Aanvolle Arbeit für die Sauberkeit der Stadt * 0 Ven der Meister“. Guna“lobnes zu Zeshersn nd: mehr hieb= und stichfeste Beweise herangebracht Mancherlei Begebenheiten die bausn— werden müssen, zum andern auch die Behaupum— zur Verfügung gehabt habe. Da oher kristgemäße. Es gab sodann auf Anraten einen Seseselr Kelsche Sae. eichen MRäsher uach ein Renaboehat eosien vom Stadthaus zum Spitthof Das Standesamt Dortmund-Mitte fand eine endgültige Unterkunft Es war eigentlich nur ein Katzensprung, den das Standesamt Dortmund= Mitte in diesen Tagen vom Stadthaus zum Spitthof 4 unternahm, in der Absicht, sich nunmehr in den früheren Räumen der Industrie= und Handelskammer für die nächste Zukunft niederzulassen. Trotzdem gab es vie Arbeit, bis die schweren Akten= und Urkun Das neue Quartier des Standesamtes Dortmund-Mitte Aufnahmer Bölling denschränke herübertransportiert und alle die vielen, bis zu zehn und noch mehr Pfund schweren Bücher und die zahlreichen„Papierchen“ und was sonst noch zu einem solchen Betrieb gehört, wieder jederzeit griffbereit eingeordnet waren. Wir haben einen schnellen Blick getan in die Räume am Spitthof, die nun das Standesamt Dortmund=Mitte beherbergen werden, dessen Bezirk über 250 000 Einwohner zählt. Vor dem Hause stehend, würde man wohl raum vermuten, daß da drinnen irgendeine Dienstbehörde waltet, daß hier genau Buch geführt wird über Trauungen, Geburten und sterbefälle. Oft hat das Standesamt in den letzten zwei Jahrzehnten seinen Sitz gewechselt. Aeltere Dortmunder werden sich gewiß noch oer Zeit entsinnen können, in der es in der Schwarze=Brüder= Straße untergebracht war. Von dort aus wechselte es herüber zur Betenstraße 35. Als die Franzosen im Jahre 1923 auch Dortmund besetzten, mußte das Haus geräumt werden. Nun fand das Standesamt zunächst im Hause Olve 3 und dann Olpe 7 eine Unterkunft. Der neue Teil des Stadthauses wurde gebaut und das Standesamt nun zur Luisenstraße 12 (heutige Mädchengewerbeschule) verlegt. Bald zing es zur Hansastraße in die zur heutigen Droste=Hülshoff=Mädchen=Mittelschule gehörende Baracke, schließlich zurück zum Stadthaus und nun zum Spitthof 4 das Standesamt Dortmund=Mitte wohl ur die nächste Zeit untergebracht bleiben wird. * Im Dienst des Roten Kreuzes Aus der Arbeit des Vaterländischen Frauenvereins Verpflichtung von 110 Samariterinnen Zu einer Feierstunde, in deren Mittelpunkt die Berichterstattung über die im letzten Jahre geleistete Arbeit und die Verpflichtung von 110 Samariterinnen stand, hatte der Vaterländische Frauenverein im Deutschen Roten Kreuz eingeladen. Der Festsaal im etzten Platz besetzt, als chneider herzliche prach und sagte, daß Kasino war bis auf den Frau Dr. Helene Brei Worte der Begrüßung überaus gute Besuch der beste Beweis da für sei, daß der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes heute wieder größte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Sie umriß im weiteren die dem Vaterländischen Frauenverein gestellten Aufgaben und gab dann einen Einblick in das weite Arbeitsfeld des Vereins. Sie betonte, daß rege Herzen und willige Hände jederzeit willkommen seien und dankte allen Mitarbeitern, insbesondere den Aerzten, für ihre unermüdliche Arbeit im Dienste des Deutschen Roten Kreuzes. Frau Dr. Bretschneider wies weiter darauf hin, daß der Vaterländische Frauenverein aus dem öffentlich=sozialen Dienst ausgeschieden sei, um den ihm gestellten großen Aufgaben gerecht werden zu können. Wenn man gerufen würde, werde man aber auch hier zur Stelle sein. Die Küchen und Kinderheime blieben bestehen. Große Zuschüsse durch den Verein hätte insbesondere die Küche erfordert, in der im letzten Jahre 316 750 Portionen Essen gekocht und verausgabt worden seien. Etwa 100 000 Essensportionen seien im Kinderheim ausgegeben worden. All dieses sei nur möglich gewesen dank der Hilfe der zahlreichen Freunde und Gönner des Vereins, denen sie hier noch einmal den herzlichsten Dank ausspreche. Ein Film„Aus der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes“ vermittelte einen ausgezeichneten Einblick in das Ausbildungswesen. Anschließend sagte Frau Dr. Bretschneider, daß Dienst im Roten Kreuz Ehrendienst am Vaterland ist und seine Erfüllung finde in der vollkommen selbstlosen Hingabe an diese Arbeit. Sie nahm sodann die Verpflichtung der 110 Samariterinnen vor und überreichte ihnen Brosche, Armbinde, Kopftuch und Aus weiskarte. Mit Gedichten in westfälischer Mundart, vorgetragen von Frau Schulte, Unna, klang die Feierstunde aus. „Tug der Meister“ Wie schon berichtet, bringt der Dortmun der Roll= und Schlittschuh=Club 1932 e. V. am kommenden Sonntag, dem 5. April, abends 8 Uhr, in der Eintrachthalle ein ganz großes Sportereignis unter dem Motto:„Tag der Meister“. Außer dem deutschen Kampfspielsieger, Jack Hübschmann, Nürnberg, gelang es, viele andere Meister und Könner des Rollschuhsports aus Wuppertal, Remscheid, Solingen usw. zu verpflichten. Eine besondere Note erhält der Abend dadurch, daß der Club die Arbeiter des Roll= und Eis=Stadions„Dan ziger Freiheit" als seine Ehrengäste eingela den hat. Dienststunden der HJ=Standortführung Groß=Dortmund während der Sommermonate Die Dienststunden der HI=Standortführung „ Groß=Dortmund liegen in der Zeit vom 1. April weil der Platz in Hörde für sie nicht mehr rentabel bis 1. Oktober 1986 wie folgt: Montag, Dienstag Alte Mar. us verkehrs= Donnerstag und Freitag von 8 bis 12.30 und 15 bis freigegeben worden. Die Folge war, daß der Rof, Uzer. Pitwan und Sonnadend von 8 bis 1830 den gerade die Hörder Kirmes überall genoß, verloren ging. Mit dem allgemeinen Wiederaufstieg Der Dienstanzug der 93 ging es nun auch im ambulanten Gewerbe wieder während der Sommermonate aufwärts. Man dachte daher auch wieder an eine! Alle Hitleriungen aus Vergrößerung der Hörder Frühjahrskirmes und Dortmund tragen in der Zeit vom 1. pril bis zum da der Alte Marit aus verkehrspolizelichen 1. Oktober 1936 den Sommerdienstanzug(turge Gründen nicht freigegeben wurde, den Wallrabe= Diensthose. Diensthemd) machten sich am Sonntag und Montag auf den Weg zur Heuerschen Kirmes und konnten hier, da Ausgezeichnetes geboten wurde, wirklich frohe Stunden verleben. Selten hat man in Hörde solch eine Frühjahrskirmes erleben können. Wenn der Besuch in den restlichen Kirmestagen gut bleibt, dann dürften wohl auch die Schausteller zufrieden gestellt sein das ist erforderlich, wenn die Hörder Frühjahrskirmes ihre alte große Bedeutung wiedergewin nen soll. Was ist im April in Dortmund los? Veranstaltungskalender des städtischen Verkehrs- und Wirtschaftsamtes Steuerkalender für den Monat April 1936 (Ausschneiden). 6. April: Anmeldung und Zahlung der Lohnsteuer für Eine neue Fernsprechzelle. Wir wiesen vor eini4) Ausstellungen, Tagungen und sonstige Veranstaltungen April: Gedächtnisausstellung„Wilhelm 5. April: Uhlmann=Bixterheide“, im Lesesaal der Stadt= und Landes bibliothek. 1. April: Arbeitstagung sämtlicher Amtsträger der Wirtschaftsgruppe Westfalen, um 15 Uhr im Hotel „Fürstenhof". Anf. April: Ausstellung„Siegespreise und 6. April: Ehrengaben“, veranstaltet anläßlich des Olympiajahres von der Reichskammer der bildenden Künste im Kunst= und Gewerbe 10., 12. und museum am Ostwall. 13. April: Ausstellung„Urgeschichtliche und germanische Kultur Westfalens" 16. April: im Lichthof des Kunst= und Gewerbemuseums am Ostwall. Gärtnerbörse, veranstaltet von der Kreisbauernschaft Westfalen im Kölnischen Hof. Anf. April: 2. April: die Zeit vom 16. bis 31. März oder für den Monat März bezw. für das 1. Vierteljahr 1936(für Kleinbetriebe mit nicht mehr als 5. April bis un in 5—. wusen vor ein= b Arbeitnehmern) an die Finanzkassen.1 6.5 Mazif, Ofessfaadtesn-— ger Zeit darauf hin, daß es angebracht erscheine, 11. April: Umsatzsteuer=Voranmeldung und=Voraus= Ende April: Ausstellung„Schaffende Juin dem großen Wohnbezirk an der Kluse eine Fern= zahlung für den Monat März für Monats=I gend“ im Haus der Kunst. ver 119. April: f hrung Dortmund, unter Mit= 20 Zeic, ersg in seon venuten zu erreichen ist.„Jett ist 11. Abelli: Absührung. den Siezgrsbzuez, von beschrän'. steuerpflichtigen Einkünften für das 1. Vierteljahr 1936 an die Finanzkassen. an der Kluse, in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Bahnübergang eine Telefonzelle aufgestellt Man hat bereits die notwendigen Anschlüsse gelegt, so daß dieser Fernsprecher jetzt zur Benutzung freigegeben wird. Die Bewohner der Kluse und der Märkischen Straße dürften mit Befriedigung die Erfüllung ihres Wunsches festgestellt Hörde Aus den südlichen Vororten Hörder Frühjahrskirmes, ganz groß Seit Sonntag steht Hörde im Zeichen der großen Frühjahrskirmes, die auf ein Bestehen von Jahrhunderten zurückblicken kann. In diesem Jahre waren die Vorbereitungen für diesen traditionellen Jahrmarkt besonders groß. Nach den Jahren des wirtschaftlichen Niederganges hatte nämlich auch der Betrieb auf der Heuerschen Frühjahrsmesse bedeutend nachgelassen. Die Schausteller blieben aus, Wie uns das Kreisamt der NS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" mitteilt, sind für Sonntag, den 5. Avril ds. Irs., vier Fahrten, darunter eine eintägige Fahrt zu den drei bekannten Talsperren des Sauerlandes, Hasper=, Ennever= und Glörtalsperre vorgesehen. Die Tagesfahrt nimmt ihren Anfang morgens um 9 Uhr sie führt durchs Volmetal über Hagen nach Radevormwald. Der Preis für diese Fahrt beträgt 2,80 Mark. Unsere Kaffeefahrten führen uns nach dem Kaisberg bei Vorhalle, womit gleichzeitig die Besichtigung des Hohensyburgdenkmals verbunden ist, Preis der Fahrt 1,15 Mark, nach Kappenberg und nach dem Hohenstein. Der Preis für diese Fahrten beträgt 1,— Mark. Die Abfahrt ist auf 14 Uhr ab Stadttheater festgelegt. Anmeldungen zu allen vier Fahrten werden ab heute im Kreisamt der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" entgegengenommen. Bei der riesigen Nachfrage zu diesen Fahrten ist eine recht baldige Anmeldung zu empfehlen. Deutsche Boxmeisterschaften wirkung des Verkehrs=, Wirtschafts= und Presseamtes der Stadt Dortmund. Großkundgebung der Hitler= 21. April: Jugend auf dem Kokereigelände des Dortmund=Hörder Hüttenvereins, Hörde, Hochofenstraße. Es spricht der Reichsjugendfüh 25. April: rer Baldur von Schirach. Eröffnung der Ausstellung „Schaffende Jugend" durch den Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Tagung der westfälischen Dentisten im„Lindenhof". Treffen aller Kameraden der 10. Batterie des ehem. ReserveFußartillerie=Regiments Nr. 7 um 14 Uhr im„Reinoldus“ Reinoldistraße. Oeffentliche Kundgebung mit 26. April: Schauvorführungen des Reichsluftschutzbundes, Bezirksgruppe vortage ves den Gewerbeirelbenden und 120—29. April:„Kriminal= Angebörigen der freien Beruse in der 20 29. April:„Kriminalpolizeiliche Fachausstellung" im„Lindenhof". 1. u. 4. April 11. April: Fälligkeit der vierten Rate der auf der 1# 9ani Steuerkarte angesorderten Bürgersteuer v. April für 1930. Zahlung an die städtische Steuerkasse. 11. April: Einreichung der Getränkenachweisung und Zahlung der Getränkesteuer für März an die städtische Steuerkasse. 15. April: Zahlung der Tilgungsraten für Ebestandsdarleben an die Finanzkassen. 1d. April: Staatliche Grundvermögensteuer, Staatszuschlag, Gemeindezuschlag zur staatlichen Grundvermögensteuer, Hauszinssteuer, städtische Entwässerungs=, Abortanschluß=, Strazenreinigungs= und Müllabfuhrgebühren für April. Zahlung an die städtische Steuerkasse. Bis zur Zustellung der Hebezettel für das Rechnungsjahr 1936 sind die Grundsteuern und Benutzungsgebühren unter Angabe der neuen Konto=Nummer fortzuentrichten. Die Höhe des Monatsbetrages richtet sich nach dem Veranlagungssoll für den„Monat März d. J. abzüglich der gewährten Ermäßigungen und Mieterstundungen. Bei Barzahlung sind Hebezettel für 117. April: 1935 und Postkarte(vorläufige Benachrichtigung) vorzulegen.4ch 5. April: 5. April: 5. April: 15. April: Zahlung der Gewerbelohnsummensteuer für März an die städtische Steuerkasse unter Vorlage des den Gewerbetreibenden Angehörigen der freien Berufe ersten Hälfte des Monats April noch zuvo läufigen Gewerbesteuerzettels 25. April: für 1936(dunkelgrüner Zettel). Die zur Abgabe einer Gewerbesteuer=Erklärung für das Rechnungsjahr 1936 verpflichteten bezw. aufgeforderten Gewerbetreibenden und Angehörigen der freien Beruse werden hiermit nochmals an Einreichung erinnert. Gleichzeitig werden die Gewerbetreibendarauf hingewiesen, daß ihnen in der ersten Hälfte des Monats April noch ein gültigen Gewerbelohnsummensteuererklärung 10. Mai: für die Zeit vom 1. 4. 1935 bis 31. 3. 1936 Boxmeisterschaften kurg vor 15. Aprill: Zahlung des Schulgelds für April an die Tür stehen und die Nachfrage nach Harten kak. städtische Steuerkasse. pril an die 20. April: Zahlung der Lohnsteuer für die Zeit vom wenn 25. April: Zahlung der Tagung der Kameradschaft ehemaliger Nachrichtentruppen für Westfalen und Bergischland im ge an„Schwarzen Raben“. 5. April: Ab 27. April: Ausstellung„Das wehrhafte Deutschland" im Hörsaal der 5. April: Stadt= und Landesbibliothek. 30. April bis Rhein=Ruhr=Gastwirtsmesse in der Westfalenhalle. der Tür stehen und die Nachfrage nach Karten sehr stark eingesetzt hat, ist es ratsam, sich schnell einen guten Platz zu sichern. Kurz Entschlossene haben den Vorteil. Karten sind für sämtliche Volksgenossen zu haben; Zigarrengeschäft Mensendieck, Ostenhellweg; Zigarrengeschäft Mensendieck, Hiltropwall(Grafenhof); Zigarrengeschäft Mensendieck, Körnerplatz; Zigarrengeschäft Mensendieck, Burgtor; Sporthaus Schmidt, Dortmund, Betenstraße 23, sowie im Kreisamt„Kraft durch Freude", Dortmund, Hansastr. 14, III., Fernruf 39588 und 39876 und bei sämtlichen Orts= und Betriebswarten der RSG„Kraft durch Freude". Abiturientenprüfung. Die an der hiesigen Oberrealschule abgehaltene Abiturientenprüfung für Extraneer bestanden M. Althoff und H. v. d. Gatben. Sie waren Schüler der Westfälischen Höheren Privatschule zu Dortmund. 3. April: B) Kunst und Wissenschaft 26. und Einmaliges Gastspiel der Thoma= 29. April: Bühne:„Der G’wissenswurm". von Ludwig Anzengruber um 20 Uhr im Stadttheater. I. Hauptkonzert des Deutschen Sängerkreises e. V.(Leitung: Musikdirektor Albert Lamberts) unter Mitwirkung des Mädchenchores der Landwehrschule(Leitung: Lehrer Fritz Bathe) und des Enzen=Quartetts um 20 Uhr in der Kronenburg. Kammerkonzert, veranstaltet von der Städtischen Musikdirektion im Festsaal des Alten Rathauses. „Parsival“ von Richard Wagner im Stadttheater. 20.15 Uhr im Capitol: Einmaliges Meisterkonzert in Westdeutschland: Benjamino Gigli, der Welt bester Tenor, singt italienische Arien— deutsche Opern— Arien— Lieder, veranstaltet von der Dortmunder Konzertdirektion. 11 Uhr Morgenfeier, Prof. Hans Pfitzner im Stadttheater. Sinfoniekonzert, Dirigent Prof. Hans Pfitzner, veranstaltet von der Städt. Musikdirektion im Stadttheater. Einmaliges Gastspiel Heinrich George in„Der Nobelpreis“ von Bergmann, um 20 Uhr im Stadttheater. 20.15 Uhr im Goldsaal der Westfalenhalle: Chor= und Orchesterkonzert der Südlichen Sängervereinigung e. V. Zur Aufführung gelangt:„Der Rose Pilgerfahrt" von Robert Schumann unter Mitwirkung von sechs Solisten des Männer=, Frauenund Gemischten Chores der Südlichen Sängervereinigung e. V. und des Dortmunder Sinfonieorchesters. Gesamtleitung: Musikdirektor Fritz Kern. Premiere„Das Herz“ von Prof. Hans Pfitzner unter persönlicher Leitung des Komponisten. C. Sport Frauenschauturnen, Turnen, Gymnastik, Tanz, veranstaltet vom Turnverein Eintracht, um 8.30 Uhr in der Eintrachthalle. Rollschuhgroßveranstaltung in der Eintrachthalle um 20 Uhr. Amateur=Boxkämpfe, veranstalvom Reichsbund für Leibesübungen— Fachamt Boxen— in Verbindung mit der NSGemeinde„Kraft durch Freude" in der Westfalenhalle. Pferderennen, veranstaltet vom Dortmunder Rennverein e. V. für der Fer Gemeindebiersteuer Februar unter gleichzeitiger Abgabe Anzeige an die städtische Steuerkasse Wenn, die Tteuern bis zum Ablauf des Fälligkeitstermins, spätestens jedoch bis zum Tage der öffentlichen Mahnung nicht gezahlt werden, dann ist ein einmaliger Säumniszuschlag von 2 v. H. zu entrichten. Glüs dem küllirellonBeben der-fadt Stadttheater Dortmund Heute westdeutsche Erstaufführung der Oper „Der verlorene Sohn“ von Robert Heger heutigen Tage vermittelt das Dortmunder Stadttheater den Freunden der Oper und Musik ein Theaterereignis von besonderer Prägung. Nachdem am gestrigen Abend im Dresdener Opernhaus, in dem in den letzten Jahrzehnten die bedeutendsten Opern aus der Taufe gehoben wurden, Robert Hegers neuestes Werk„Der verlorene Sohn“ uraufgeführt ist, wird unser Theater als erste Bühne hier in Westdeutschland ebenfalls den„verlorenen Sohn“ auf die Bühne bringen. Robert Heger weilt am heutigen Abend ebenfalls in Dortmund und wir sind überzeugt, daß sein Werk bei dem Ruf, den das Dortmunder Stadttbeater als Opernbühne bewies, auch hier einen vollen Erfolg erzielen wird. Der Komponist weilte in den letzten Tagen verschiedentlich in unserer Stadt, um persönlich an dem Fortgang der Proben teilzunehmen. Seine neue Oper stellt in musikalischer und technischer Hinsicht die allergrößten Anforderungen an eine Bühne. Die Verwandlung der Szenen erfolgt mit musikalischen Zwischenspielen, wodurch der Ablauf der Handlung an Einheitlichkeit und Abrundung gewinnt. Die acht Bilder sehen insgesamt nur eine Pause vor Neben vielen Theaterleitern aus dem westdeutschen Gebiet, Dirigenten und Sängern und der gesamten westdeutschen Presse werden wir heute abend viele Musikliebhaber in unserem Hause begrüßen dürfen Inszeniert wurde die Oper von Dr. Georg Hartmann, die musikalische Leitung hat Hans Trinius Bühnenbild Dr. Fritz Mahnke, Chöre Dr. Hans Paulig, Tänze Edith Judis. In den Hauptpartien sind beschäftigt die Damen: Specht, Doederlein. die Herren: Decker, v. Stenglin, Lex, Weiler, Schanzara usw. Auch dem Opernchor und dem Ballett werden große Aufgaben gestellt. Die Aufführung beginnt um 20 Uhr und ist für Serie 18. Nächsten Freitag einmaliges Gastspiel der Thoma=Bühne„G'wissenswurm“, Nächsten Montag in neuer Inszenierung„Die Kronprätendenten" von Ibsen. Inszenierung Karl Wessels. Städtische Kammerkonzerte. Das 4. und letzte Kammerkonzert dieser Spielzeit wird am Montag, dem 6. April, 20 Uhr, im Festsaale des alten Rathauses unter Wilhelm Siebens Leitung stattfinden Sämtliche vorgesehenen Werke gelangen hier zum ersten Male zur Aufführung und zwar: die Serenade für Streichorchester von A. Dvorak, Musik für acht Blasinstrumente von J. Haydn, Deutsche Tänze von 1824(für Orchester gesetzt von A. Webern) von F. Schubert und das Konzert für Streichquartett und Orchester von L. Spohr. Bei dem letzten Werk wirkt das hier in Dortmund bestens bekannte Enzen=Quartett und zwar die Herren Friedrich Enzen, Peter Klöcker, Max Schulz und Rudolf Evler mit. Karten zu 0,75 Mk. und 1,50 Mk. in den bekannten Vorverkaufsstellen. Städtisches Konservatorium. Die staatliche Musiklehrerprüfung, die unter dem Vorsitz des Oberschulrats Rauschenberger(Münster) am Städtischen Konservatorium Dortmund stattfand, haben bestanden: Germania Koerner(Dortmund), Hauptfach mit Auszeichnung; Lotte Weyer(DortmundHuckarde) und Heinrich Bonacker(Dortmund) Hauptfach mit Auszeichnung. Im Auftrage des Unterrichtsministers wohnte der Prüfung Professor Georg Schumann, Direktor der Akademie der Tonkunst in Berlin, bei.— Franz Josef Zimmerhof, Seminarschüler am Städtischen Konservatorium, hak die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik in Köln bestanden. Alles für die Frauen Modenschau im„Goldsaal“ Es sind sehr nette und dabei garnicht so ausgefallene Sachen, die Gerti Prengel als fachkundige Ansagerin der Modenschau im„Goldsaal“ 5000 Dortmunder zahlten mit Kundenscheck Befriedigende Entwicklung der Kundenkredit 6. m. b. H. in den ersten vier Monaten , Ben. Erezung, Vtentlichen Bergerises wrche Gruppe gechörende Kundenkredit Gmöh. Dort, Sperrkanta. in der Nacht zum Montag gegen 2.30 Uhr em mund, ihren ersten Geschäftshericht ong2= Buthaben erreichten am 31. DeFranz G. aus der Mallinckrodtstraße vorläufig feste der di. Zeit vor der(auze. una t s g.hte zember 1935 eine Gesamthöhe von 72334,60 genommen. In einem Hauseingang auf der Mün= im Sentamber 193.“. Instituts Mark. Daneben werden die aus dem laufenden sterstraße stebend, zeigte er sich vorübergehenden umiger 1935 bis zum 31. Dezember 1935 Geschäftsverkehr herrührenden Forderungen das Polizeigefängnis eingeliefert. Während des Berichtsabschnites den Dertmnder Feruten pesentert und der guate Pck. Bde. de= aen“ Cerde. dez.=Persck. emitskoptal von 100 Mork, Unter RüctelonSonmerleder auis beichten, Untgen Siofen sch verden, lich sch nach der huitzen Dauer deskredster“ usast. Schudver aus Kunden füir den Vormitag die geigmete Veledung, Sie Geschäftsbelriebes noch nicht ertennen. ud. gresien enthale, n Kreditgebühren 13 81005 tragen dem Frühling und dem kommenden Som= schreibungen auf dem Debitorenbestand sind i#art als, vnoch nicht fallige Gebühren“ zumer am besten Rechnung. Daß der snartliche daher per 31. 12. 1935 auch noch nicht vorge lammengesaßt. nommen worden. Der Rateneingang war zu mn Den Aufwendungen in Höhe von 40 220,46 friedenstellend, er betrug ohne Mahnung 9271 rr stehen Einnahmen aus Kreditgebühren Prozent, nach der ersten Mahnung 95 Prozent und Provisionen mit 24574,57 Mark und die nach der zweiten Mahnung 98 Prozent, vom von den Anschlußfirmen entrichteten Eintritts—ou, so daß nur für etwa 2 Prozent ein schär gelder mit 8.005,9“ Mark gegenüber. Der verferes Mahnverfahren in Anwendung kommen bleibende Verlust von 7641,92 ist auf neue wird. Rechnung vorgetragen. erufsschichten der Kundschaft] Im ganzen gesehen sind die Ergebnisse des nsr den„Dortnunder Verhältnis und Berichtsabschnites zufriedensteller“ Der ausstellt sich wie 1vig::...„. gewiesene Verlust von 7641,92 Mark war ozem, Freie Berufe 1 Pro= einerseits bedingt durch den voll abgen en 2. Prozent; Selbständige Ge=schriebenen, OrganisationsaufSonstige 2 Prazer ent: Beamte 7 Prozent; pand des Instituts und andererseits durch wet der####seh####. die kurze Dauer des Geschäftsbetriebes. Unter .. er Gr ndung des Instituts waren 21 Berücksichtigung der bisher erzielten Ergebnisse Einzelhandler als Anschlußfirmen be wird in Zukunft jedoch mit einer Erwirtschaf„Pa, ZePag ceschluß hat sch dese Zahistung der lausenden Kosten und mit einer in 91 Erhohl. ganzen befriedigenden Entwicklung des UnterS nz weist, als Barreserve den nehmens zu rechnen sein Kassenbestand und das Guthaben auf Postscheckkonto mit 1 525,31 Mark auf. Unter der BeForderungen un„ Marie=Reinders=Mittelschule.— Abschiedsfeier „„ 1 Mit dem 1. April scheidet die Mittelschulkonrektorin Kredit=Insitute, erscheint das Bankauthaben Prean. Elisabeih Cordes aus der oereusgebien Lrediten Ketztcit sea. Fer ein Menscenalter spnagterbtechen einschließlich der im voraus belasteten Ge. schiedsteier hatten aar geureien und schinen Abbschnüites 37070510 Mart. Für die Vetriebs= evszk. Restor Staves hob de Verdiense der und Geschäfts=Ausstattungen waren 15 098.83 scheidenden Konrektorin hervor. Mit Fräulein Cordes Posten 20 Drozen zur Ahschreibung, während Feaseig Kr uich Pridsiein Maris 145531 Mark in voler hähIst. Bankt, edi. bugden in Höhe von 120.750] V.2.— Mark beansprucht. Die von den angeschlossenen! Verantrortlich tar Groß=Vortmund und Umgeduag: #. VIefhaus in Dortmund. mer#n Wten Rechnung. Daß der sportliche Schnitt die Trägerin jugendlich erscheinen läßt, ist nur begrüßenswert. Auch zum Nachmittag wird diese vorteilhafte Note nur zu gern beibehalten Zwar werden die Kleider ein wenig länger und vollständiger, doch tut dies der jugendlichen Linie kaum Abbruch. Bei den Nachmittagskleidern werden natürlich, der heiteren Natur des Frühlings und des Sommers entsprechend, auch frische Farben verarbeitet, die dem Bild der Mode dieses Jahres ein farbenfrohes Gepräge geben. Der Stil des Abendkleides ist eigentlich nicht jahreszeitlich bedingt, doch werden zum Sommer auch hier die helleren Farben in geschmackvollen Modellen bevorzugt. So entfaltete sich, musikalisch unterm It ca#elle Claus, dem Hausorchester des Goldsaals“, ein buntes Bild, das vorerst noch Modenschau, bald aber die Straßen verschinern wird, wenn das Wetter erst einmal beständig ist Dortmunder Firmen steuerten allerlei sorgfältig ausgewählte modische Kleinigkeiten zu dieser Veranstaltung bei, die die Auswahl vervollkommneten. Wichtige Mitteilung für Mitglieder der Jugendbühne .„ um Freitag, dem 27. März, bereits die Schulferien begannen, stehen für die am kommenden nachmittags 5 Uhr, angesetze.##ornellung der Jugendbühne, hei... die weltberühmte Thoma=Bühne ein Gastspiel mit Anzengrubers„Der G’wissenswurm“ geben wird, noch einige Karten zur Verfügung Mitglieder der Jugendgruppe können Mar, 19 F„°Le4. ig der Geschäftstelle, Markt 12 I, zum üblichen Preise erhalten. Kleiner berichtsspiegel Angetrunkene Gäste bestohlen und betrogen Unna. Vor dem Unnaer Amtsgericht stand die Wilhelmine M. aus Unna, um sich wegen Betruges in zwei Fällen und Diebstahls in einem Falle zu verantworten. Es ging der Angeklagten, die in Unna einen Wirtschaftsbetrieb hatte, finanziell nicht gut. In solch mißlichen Verhältnissen wird jeder darauf bedacht sein, irgendwelche Geldmittel sich zu be schaffen. So wie es aber Frau M. anstellte geht es natürlich nicht. Sie ließ sich nach ihren eigenen Angaben von Gästen, die stark angetrunken waren, die Zeche mehrmals be zahlen. Dann vermißte am 20. Februar d. I ein Gast nach dem Besuch der Wirtschaft der M. seine Geldbörse mit etwa 60—65 Mark Inhalt. Frau M. sagte hierzu, daß der betreffende Gast die Geldbörse auf den Tisch gelegt hatte und sie habe sie an sich genommen, in dem Glauben, er habe ihr das Geld geschenkt, weil er des öfteren davon gesprochen habe, daß er ihr helfen wolle. Das Geld hat sie dann ihrer 15jährigen Tochter zugesteckt, die es im Keller versteckte. Bei der polizeilichen Durchsuchung wurde es gefunden, während die Börse von der M. verbrannt worden war. Der betreffende Gast sagte aber ganz anders aus. Er habe mit Bekannten zusammen an der Theke in der Wirtschaft der M. einige Schnäpse getrunken. Plötzlich sei es ihm un erklärlich übel geworden. Dann habe er die Toilette aufgesucht und er entsann sich später, verspürt zu haben, wie jemand nach seiner Gesäßtasche faßte, in der er seine Geldbörse trug. Er ist dann ins Lokal zurückgegangen und hat dann den Heimweg angetreten. Er ist einige Stunden noch eigenartig benommen gewesen und hat erst viel später auch seinen Verlust bemerkt. Die M. hatte später angegeben, die Geldbörse auf der Toilette gefunden zu haben und in ihrer wirtschaftlichen Not habe sie diese behalten. Heute widerrief sie diese erste Aussage und kam mit der Erzählung, daß der Gast ihr das Geld geschenkt und die Geldbörse auf den Tisch gelegt hatte. Sie habe sich seinerzeit nur geschämt, dies einzugestehen. Da waren aber noch zwei andere Zeugen, denen es auch nach einigem Alkoholgenuß in der Wirtschaft der Frau M. seltsam übel geworden war. Eine übergroße Müdigkeit und eine eigenartige Benommenheit machten sich auch bei ihnen bemerkbar, und während der eine der Zeugen am nächsten Morgen nach seinem Wirtschaftsbesuch feststellen mußte, daß er von seiner Barschaft von mehr als 47 Mark nunmehr nur noch 5 Mark besaß, hatte der zweite von seiner gesamten Löhnung von etwa 85 Mark, die er bei dem Wirtschaftsbesuch bei sich trug, am andern Morgen keinen Pfennig mehr. Zornentbrannt gingen beide zu der M. und sagten ihr auf den Kopf zu, sie seien von ihr bestohlen worden, was die M. jedoch mit Entrüstung von sich wies. Vor Gericht gab sie lediglich zu, was sie auch schon bei der polizeilichen Vernehmung ausgesagt hatte, daß sie sich von dem einen Zeugen zweimal und von dem andern dreimal die Zeche hat bezahlen lassen. Heute abend Fackelzug in Anna Ankreten Um auf 20 Uhr dem alten Mark! Unna. Anläßlich des gewaltigen Treuebekenntnisses des deutschen Volkes zu seinem Führer findet auch in Unna heute abend ein Jackelzug statt. Sämtliche Jormationen und Gliederungen der Partei, Verbände und Vereine treten um 20 Uhr am alten Markt an. wird gebeten, Fackeln mitzubringen. Es Castrop-Rauxel.(Konzert heimischer Kunstler.) Der Pianist und Musiklehrer en.„„„ Gustav Rinke veranstaltet am Donnerstag .. Janrlagevertreter beantragte für die 2. April um 20.15 Uhr im oberen Saale des beiden betrugsfälle je eine Woche und für den Kolpinghauses einen Klavier= und Liederabend. Diebstahl 2 Wochen Gefängnis, die zusammen Zur Mitwirkung wurden die jungen heimischen zuziehen seien auf drei Wochen Gefängnis. Künstler Emmi Zapka(Sopran) und Lutz Das Gericht erkannte antraggemäß. Jostmann(Bariton) gewonnen. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich. Fortgesetzter Getreidediebstahl Stiller Teilhaber eines Bauern Kamen. Wegen Diebstahls hatten sich der H. V. und D. aus Westick wegen Hehlerei vor dem Kamener Richter zu verantworten. Des Diebstahls mit angeklagt war ein T., dessen Strafverfahren aber abgezweigt ist. Seit Herbst 1935 bis Anfang dieses Jahres hatte V. fortgesetzt Korn und Gerste vom Boden des Bauern Middendorf in Westick gestohlen. Da er auch einmal durch ein Fenster eingestiegen sein sollte, kam Einsteigediebstahl in Frage. Die Beweisaufnahme ergab, daß V. insgesamt 10 bis 15 Zentner Gerste und Roggen gestohlen hatte. Diese Getreidemengen hatte er an den Mitangeklagten D. abgeliefert, der ihm das Diebesgut bezahlte und das Getreide dann nahlen ließ. Der Bauer hatte eines Tages estgestellt, daß er stille Teilhaber auf seinem Kornboden hatte, die Diebe aber nie fassen konnte. Eines Tages hörte er, daß dem D., der bei ihm auf dem Hofe wohnt, ein Karren unterwegs zusammengebrochen war, als er mit Mehl aus der Mühle zurückkehrte. Er schöpfte ofort Verdacht, ließ die Mahlbücher in der Mühle durchsehen und jetzt stellte sich heraus, daß D. die in Frage kommende Menge hatte nahlen lassen. In der Beweisaufnahme betritt der Dieb, daß er, entgegen seinen rüheren Darlegungen bei der Polizei, nicht durchs Fenster eingestiegen sei, sondern sich abends auf dem Kornboden habe einschließen Castrop-Rauxel.(Zu den Deutschen Boxmeisterschaften.) Die NSG„Kraft durch Freude“ veranstaltet am 2. April eine Fahrt zu den Deutschen Meisterschaften im Boxen zum Schützenhof in Bochum und am 5. April eine solche nach Dortmund zur Westfalenhalle. Der Fahrpreis beträgt nur eine Mark je Fahrt. Anmeldungen an das Kreisamt, Viktoriastraße 10. Castrop-Rauxel.(Impftermine.) Die diesjährigen Impftermine für die Erstimpfinge finden in der Zeit vom 27. April bis 7. Mai statt. Die Zugehörigkeit der einzelnen Straßen und Hausnummern zu den Impfbezirken ist aus dem im Verwaltungsgebäude(Ringstraße) und den Bezirken 2 und 3(Verwaltungsstellen) ausgehängten Plan zu ersehen. Privatimpfungen sind zulässig. Siedlungs- und Schulprojekte Sitzung der Ratsherren in Castrop-Kauxel Castrop-R.#el. Am letzten Ta, des Rech= tungen einschließlich der Ein=Mann=Haushalnungsjahres 1935/36 kamen die Ratsherren tungen und Krankenanstalten vorhanden geim Sitzungssaal des Rathauses zusammen. wesen sind. Vom 1. 7. 1933 bis zum 31. 12. Oberbürgermeister Parteigenosse Dr. Anton1 1935 wurden in unserer Stadt 1548 Ehen geeröffnete die Sitzung und würdigte den gewal= schlossen, so daß am 1. 1. 1936 die Zahl der igen historischen Sieg des Führers bei der Familienhaushaltungen 16 848 betragen hat. Wahl am 29. März, dem es gelungen sei, das Am 30. 6. 1933 waren 12 900 Wohnungen vorganze deutsche Volk willensmäßig zu einigen. handen. Bis zum 31. 12. 35 wurden 130 WohDie Ratsherren grüßten den Führer in dank= nungen neu erstellt, so daß die Zahl der vorbar=treuer Gefolgschaft.“ handenen Wohnungen auf 13.030 anstieg. Es Nach Eintritt in die Tagesordnung geneh= fehlen somit im Stadtgebiet 3115 Wohnungen Bae5 e shasesbene es egen Aschnlten umgosbanoortsoben. Die Vessalsche Heimn fur das Rechnungsjahr stätte plant an der Straße In der Wanne im berähete öiher Die enhasstsigg Geitzes.us Stadteil Ickern die Errichtung von 40 WohPeischente ostsche. Es woicd, Anpesest, Busten. Berden, mi. den bereie genchmigen liche Aenderungen vorgenommen, u. a. wurden die Ansätze der Einnahmen aus der Bier= und Bürgersteuer erhöht. Der neue Haushaltsplan schließt nunmehr ab in der Einnahme mit 4313001 Mk. und in der Ausgabe mit 6 260 801 Mk., so daß der ungedeckte Fehlbetrag sich auf 1 947·800 Mk. beläuft Stadtbaurat Schmitz berichtete alsdann über den Stand der diesjährigen Siedlungsbauvorhaben. Er beleuchtete die Lage auf dem Wohnungsmarkt im Stadtgebiet und stellte an Hand einiger Zahlen fes’, daß Reichsdarlehen für Volkswohnungen errichtet. Die Arbeiten werden in nächster Zeit in Angriff genommen. Das zweite Projekt sieht die Errichtung von 50 Wohnungen durch die Bergmannssiedlung Bochum, GmbH. Herne, an der Bahnhofstraße, vor. Diese 90 neuen Wohnungen beseitigen zwar nicht die Wohnungsnot, stellen jedoch einen Anfang zu deren Behebung dar. Anschließend sprach der Oberbürgermeister üver die Verwendung des Schulbaufonds. Im außerordentlichen Haushaltsplan für 1936 ist ein Betrag von 67·000 Mark Neues Leben im Tierpark Die Schwerter kierparkfreunde rüsten zum Frühling Schwerte. Die ersten Frühlingstage bringen auch in den Anlagen des Vereins der Tierparkfreunde e. V. Schwerte wieder neues Leben. Viele fleißige Hände regen sich um das begonnene Werk weiter auszubauen. Pound kommende ## eem#Unter dern Motto:„Um unserer Heimat zu die interessante Schau assen. Der Anklagevertreter beantragte gegen gedenke, wollen, wir, der Jugend Lehrstoffl. 1—.411.. B. wegen Diebstahls, wobei es gleich sei, on er schenken“ wird in diesem Jahre die Anlagel„ Lchwerk:.(Sprechtag,) eingestiegen sei oder in der Dunkelheit die Tatweiter ausgebaut. ausgeführt habe, vier Monate Gefängnis.]L1!9*“ Gegen D., der ebenso wie V. noch nicht vorbe Strauchern *—„, S E VerradUonT der Mangelan Wohnungen in Castrop=] für die Errichtung einer Turnhalle im StadtRauxel erschreckend groß ist. Er wies darauf teil Schwerin eingesetzt. Zur Verwirklichung yin, daß am 30. 6. 1933 hier 15 300 Haushal= dieses Projektes, das bereits einmal im Jahre 1928 geplant und genehmigt, dann aber wieder zurückgestellt worden ist, soll ein Betrag von 50000 Mark aus dem Schulbaufonds genommen werden. Bei dem Gedanken über die nützliche Verwendung dieses Betrages ist der Oberbürgermeister auf ein Projekt gekommen, das die Errichtung einer Turnhalle im Stadtteil Schwerin wie auch im Stadtteil Obercastrop, in dem eine Turnhalle noch notwendiger ist, nicht vorsieht, sondern einen zweckmäßigen Ausbau der Viktoriaschule in der betrifft. Der Ausbau, der eine bauliche Verbindung zwischen dem Schulgebäude und der Turnhalle vorsieht, bringt bedeu####n, e Voxteile mit sia, so u. a. die MögS##aren der Schaffung und Einrichtung eines Donnerstag Zeichensaales, der auch als Raum für den Gemodelle sowie die schwierigen Modelle„Wink ler=Junior",„Baby“ und das eine Flügel spannweite von ,65 Meter aufweisende Mo dell„Grunau". Baupläne und zur Verwendung kommende Werkzeuge vervollständigten .. Große Anpflan=uer im, Lgkale Kordeck, Kampstraße 20, von meinschaftsempfang dienen soll, ferner eines von immergrünen Bäumen und 45 bis 18 Uhr, ein kostenloser Sprechtag der Filmvorführungsraumes und die Schaffung sind bereits in Angriff genommen. Rreispandwexkerschaft Iserlohn fur die Hano= niper hygienischer Abortanlagen. Außerdem Wochen Gefängnis. Das Gericht blieb unter dem Antrag und erkannte gegen V. wegen Diebstahls auf 3 Monate und gegen D. auf Wochen Gefängnis. Kurz-lang-kurz,— Verstanden Leistungsprüfungen der Dimpfe in Unna traft ist, beantragte er wegen Hehlerei sechs Gehege werden bepflanzt, ausgebaut und 1##erweitert für den Nachwuchs. Es werden junge Wildschweine, Hirsche, Wölfe, Waschbären, Füchse und wieder ein Eselfohlen erwartet. Junge Sumpfbiber sind bereits wieder angekommen. Ein Teil der Tiere sind aus dem Winterquartier aus dem geheizten Saale wieder in der Anlage untergebracht. Auch die Affen bewohnen wieder ihre Käfige im Park. Zum weiteren Aufbau sind von einigen hochherzigen Gönnern schon größere Spenden eingegangen, einige Firmen spendeten Material. Hilfsschulwesens. Durch die Schaffung neuer Klassenräume können die drei Klassen der evangelischen Hilfsschule und die zwei Klassen der katholischen Hilfsschule, die sich jetzt schon in der Viktoriaschule befinden, unter voll ständiger Wahrung der konfessionellen Eigenart der beiden der Viktoriaschule zusam„„„„rrringung ehr- Pn.,-: werden. Wie Oberbürgermaniger Kriegsgefangen. r ntatt. die um 14 Uhr handest. Dr. unton a.sorücklich betonte, Tagung der ehemaligen Kriegsgefangenen am 17. Mai in Schwerte Schwerke. Am 17. Mai findet in Schwerte Schulen in die Bezirkstagung der Reichsvereinigung ehe-smengeleg! Unna. Es ist schon einige Zeit her, da sah man in allen Unnaer Straßen Pimpfe eifrig umherlaufen, die unter den Armen zusammengerollte, ausgediente Fahnen trugen. Pimpfe können ja bekanntlich alles gebrau chen, aber was sie mit den Fahnentüchern anfangen wollten, war doch etwas schleierhaft. Jetzt kam ich dahinter, als mein Weg mich am Heerener Holz vorbeiführte und ich vor mir plötzlich drei Pimpfe heftig mit einer kleinen Fahne gestikulieren sah. Etwa 150 Meter weiter an der Waldecke, standen bzw. lagen wieder drei Jungen, die gespannt die Flaggenbewegungen verfolgten, sich eifrig und wichtig dabei bäuchlings auf dem Boden liegend, Notizen auf einen kleinen Zettel machten. Hin und wieder auch Flaggenzeichen gaben und nach einiger Zeit aufsprangen, um nordwärts am anderen Waldsaum entlang Flaggenzeichen zu geben. Nun ging mir ein Licht auf. Die Pimpfe üibten hier mit Fleiß und Geschick die Kunst des Morsens und ihre Signalfähnchen waren entstanden aus den alten Fahnen, die sie mit so großem Eifer gesammelt hatten. Genau so war es, wie der Stammführer bestätigte, und zwar war diese Morseübung der Abschluß einer Leistungsprüfung, die der Stamm I/2/131 Unna durchführte. Aus allen 15 Jungzügen waren die 9 am besten im Morsen bewanderten Jungen angetreten. Es kam darauf an, in einer bestimmten, nicht zu reichlich bemessenen Zeit einen kurzen Satz, beispielsweise Aussprüche des Führers, wie„Hart wie Kruppstahl",„Zäh wie Leder",„Flink wie Windhunde“ usw. im rechten Winkel um die Waldecke zu morsen. Jedem Jungzug wurde in verschlossenem Briefumschlag der zu signalisierende Satz übermittelt und auf das Kommando spritzten sie los. Immer drei Jungen auf einen Posten. Und dann ging es flott ans Winken. Kurz=lang=kurz, Pause, kurz=kurz, Pause, lang, Pause, und so ging es weiter, bis das Schlußzeichen gegeben wurde. Selbstverständlich wurden noch Wortschluß auch besondere Zeichen gegeben, worauf dann die Empfänger signalisierten„Verstanden" und dann ging es weiter. Oder das Wort war nicht verstanden worden, was durch ein anderes Zeichen angedeutet wurde, und dann mußte es wiederholt werden. Hatte die Gruppe auf der Ecke die Meldung, dann hieß es fix diese weiter zur dritten und letzten Gruppe geben, denn wenn der Trillerpfiff des Stammführers ertönte, mußte die Meldun Der Eintrittspreis ist noch bis zur zu einer Führerbesprechung eingeleitet wird, handelt es. sich vier um eine aus schulischen ###, feett der Sienetelsssen mn—.. Ueberführung aller Tiere aus ihrem Winter=[Am 16 Uhr treten die einzelnen Verbände und P###e ftr.e Signalflaggen rote, runde Papp= quartier auf 10 Pfennig festgesetzt. Der so xameradschaften in der Beckestraße zu einem an Stöcken befestigt sind, im Aus= rege Besuch an den schönen Tagen beweist, daß Festumzug an. Nach einer Kranzniederlegung sehen, ähnlich den bekannten„Schaumlöffeln“ die Tierparkfreunde der guten Sache treu ge am Kriegerdenkmal soll die Fahne der ein Jahr blieben sind, auch viele auswärtige, besonders nach Beendigung des Krieges gegründeten Dortmunder Besucher, waren schon wieder da. Orisgruppe Schwerte geweiht werden. Auf der öffentlichen Veranstaltung im„Westfäli7 Hof“ wird die dänische Rot=Kreuz=Schwe. Schwerte.(Rechnungen einreichen!) ster Frau Dr. Schott einen Vortrag halten sehen, ähnlich den bekannten der Eisenbahnfahrdienstleiter. Dieser Morse=Abschlußprüfung war bereits ein underer Wettbewerb vorausgegangen, zunächst ein 12=Kilometer=Marsch. Das gemeinsame Ziel aller Jungzüge war der Sportplatz in der Alten Heide. Um zu sehen, ob auch alle Jungen noch frisch und leistungsfähig waren, folgte anschließend eine Viertelstunde Ordnungsübung und dann mußten alle Jungzüge Die Winterhilfe in Schwerte bittet alle Geschäftsleute, die noch Forderungen an die NSV Rechnungen bis spätestens zum e i Ammen aue Zungzüge§: April 1936 einzureichen. Im übrigen bleiben nacheinander auf dem Schulhof zum, Singen die Geschäftsräume der NSV an der Hagener antreten. Zwei Lieder mußten im Märsch und Staße wegen dringender Abschlußarbeiten bis bros um imsaun###n einschließlich 14. April 1936 geschlossen. Lediglich die Sprechstunde der Hilfsstelle„Mutter und Kind“ wird am 6. April von 15 bis 18 Uhr und technischen Gründen sehr zweckmäßige Maßnahme, wodurch die Klassenzahl der beiden Systeme auf vier verringert, eine Lehrkraft eingespart wird und durch das Freiodn d. Schu. dume in der Altstadtschule uch das Heimatmuseum einen weiteA„Zba#erfahren kann. Die Schulbeiräte haben mit einer Ausnahme dem Prokeine Bedenten. 1u4 die Ratsherren .„„„Beenl iin Bärsch und drei im Stand gesungen werden. Dazu kamen noch zwei Sprechchöre. Es ist allerhand, was von den Pimpfen erwartet und auch geleistet wird, und muß ihnen unbedingt und Achtung zollen. Selbstverständlich sind in diesem Wettbewerb des Stammes Unna des DI schöne Preise zu erringen. Landsknechtstrommeln man Anerkennung abgehalten. Schwerte.(Flugmodellschau.) Im Lutherhaus in der Hagener Straße veranstalMusterung 1936 in Castrop-Kauxel Bekanntgabe des Gestellungsaufrufs der Wehrpflichtigen Castrop-Rauxel. Auf Grund gesetzes vom 21. Mai 1935 und des Wehr des Reichs Bälle, tete anläßlich einer Schulentlassungsfeier die arbei., tenstgesetzes vom 26. Juni 1935 ist jeder Bismarcschule eine Flugmodellschau, bärigtait- 2012genose „##nnechtstrommeln, auf der mit großer Genauigkeit gearbeitete! telt weyrpfichtg. S##che, u,, Und d.; voch jeder Modelle aller Art zu sehen waren. Den Be an. om Jahre 1936 wergen alle männlichen ##g d besi.„ und jeder der Jungen ginn machten im Zeichenunterricht hergestellte zasg“, ehorigerz die in den Jahren 1913 und Frengtlich an und g. b. sein Bested. Ru., die Modellzeichnungen und im Werkunterricht ge 4.276 geboren sind, dur Musterung und AusPreisausgabe ist erst in einigen Tagen und arbeitete einfache Schwalben aus Pavier. g##ung herangezogen. Die Angehörigen dieser * 3 u Bück gann, werd., oit ga sehen, wem die Sieges: Weiter sah man Kinder=Uebergangs= und Anpalme zugefallen ist. l fängermodelle, dann in Steigerung Einheitsina durchgegeben sein, uno zwar richtig, wenn Wertungspunkte für den Jungzug herauskommen sollten. Und es war mehr als ein Jungzug, der es nicht schaffte, ein Zeichen, daß noch mehr geübt werden muß. Ein In Jahrgänge heißen„Dienstpflichtige“. Sie unter liegen der Gestellungspflicht. Hierzu gehören auch die bei früheren Musterungen zurückgestellten Dienstpflichtigen der Jahrgänge 1914 und 1915, deren Zurückstellungsfrist abgelaufen ist oder deren Zurückstellungsgründe weggefallen sind, sowie die Freiwilligen der Jahrgänge 1913 und 1916, die bereits ärztlich untersucht und gegebenenfalls angenommen sind. Die Musterungen finden in den Stadtbezir. ken während der Zeit vom 15. April bis 5. Jun Die gestellungspflichtigen Einwohner der Polizeireviere 22 und 23 werden in Castrop Rauxel gemustert. Dienstpflichtigen erhalten eine schriftliche Gestellungsaufforderung, aus der hervorgeht, zu welcher Musterungszeit und in welchem Musterungslokal sie sich zu melden haben. Dienstpflichtige in Castrop=Rauxel, die bis zum 30. Mai 1936 keine Gestellungsaufforderung erhalten haben, müssen sich trotzdem zur Musterung stellen. Meldung hat beim zuständigen Polizeirevier zu erfolgen. Ein Dienstpflichtiger, der durch Krankheit an der Gestellung zur Musterung oder Aushebung verhindert ist, hat hierüber ein Zeugnis des Amtsarztes oder ein mit dem Sichtvermerk des Amtsarztes versehenes Zeugnis eines anderen beamteten Arztes einzureichen— Anschrift: An den Herrn Polizeipräsidenten, Abteilung E., in Bochum Ein Dienstpflichtiger, der in der Zeit zwischen der. Erfal ne und der endgültigen Entscheidienst e de, Heranziehung zum aktiven WehrWohnsitz oder dauernden Aufentmeideherir: muß dies bei der polizeilichen Meldebehörde des Wegzugs= und des ZuzugsMehrmel.terung auch dem zuständigen Wehrmeldeamt innerhalb einer Woche persönlich oder schriftlich anmelden. Zur schs schchche sche sce schein als Freiwilliger in 42 a-:.. Annahmeeischliget ier: Lesträice ider ei Wsie bonr Ser (für Kraftfabrzeuge. Flauaze###g#.: Führerschein Erselgmis: Hellenträger: Bos Jeder z wei dos Vedauptungen üder Line Gaer. Denste eite eben orlage von usw. o der abzugeben. Der it mächef. Dier apsr.. andere Weise gkansdaf: Wer sich durch Rlschigesedlung Zurg u Pusterung. fernung, durch Selbstheschädtgn... unerlaubte Entschwere„Strafen zu erwarten“ Suamuiladen versucht dat Heiterer Abend mit„Kraft durch Freude Karl Napp und sein Ensemble gastierten in Lünen Lünen. Die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Kreisamt Lünen in der Deutschen Ar beitsfront, hatte für Montag abend den bekannten Humoristen Karl Napp mit seinem Ensemble nach Lünen verpflichtet. Lange vor Beginn der Veranstaltung war das Wichern haus bis auf den letzten Platz besetzt. Kreis wart Parteigenosse Grünewald hielt eine Begrüßungsansprache, in der er betonte, daß die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" es als ihre Hauptaufgabe betrachtet, den Volksgenossen durch derartige Veranstaltungen einige fröhliche und genußreiche Stunden zu vermitteln. Alsdann begann das Programm. Das Lachen wollte gar kein Ende nehmen während der bunten Programmfolge. Komisch wirkte die Verlosung, hatten doch die glücklichen Gewinner geglaubt, es handele sich auch hierbei um einen Scherz, so mußten sie angenehm „enttäuscht“ ihre Gewinne mit nach Hause nehmen. Die Szene mit dem Zirkusdirektor, „Das Duell“, die Szene vor dem Mikrofon als Ansager und alle anderen Darbietungen brachten Lachsalven auf Lachsalven. Die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ konnte wieder einmal für sich einen großen Erfolg verzeichnen, ein Beweis dafür, daß sie den richtigen Weg, Kraft durch Freude zu vermitteln, geht. An dieser Stelle sei schon auf die am Sonntag, 26. April, stattfindende Veranstaltung mit Claire Schlichting und ihrer Truppe hingewiesen. Lünen.(Der Dank des RSKK.) Das RSKK, Motorsturm 11/M 67, Trupp III/IV, Lünen, dankt allen Kraftfahrzeughaltern und Fahrern, die am Wahlsonntag durch Wagengestellung und Fahren zu dem grandiosen Erfolg beigetragen haben. Dank gebührt auch den Sanitätsmannschaften, die bei dem Transport der Kranken behilflich waren. Gleichzeitig wird auf den Korpsbefehl des Korpsführers Hühnlein hingewiesen, der auch denjenigen Volksgenossen, die zum Zeichen ihrer kameradschaftlichen Verbundenheit in ein engeres Ver hältnis zum Korps treten und seine Aufgaben ideell wie materiell nach Kräften unterstützen wollen, Gelegenheit gibt, dem RSKK als „Korpsangehörige“ beizutreten. Korpsangehöriger kann jeder deutsche Mann werden, der die Ziele und Aufgaben des RSKK fördern will und die politische Voraussetzung für eine spätere Aufnahme in die NSDAP erfüllt. Lünen.(Neue Kurse zur beruf lichen Fortbildung.) Die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, beabsichtigt bei genügender Beteiligung av 1. Mai 1936 im Stadtteil Brambauer neue Lehrgänge zur beruflichen Fortbildung durchzuführen, und zwar in Maschinenschreiben, Kurzschrift, Buchführung, jeweils für Anfänger und Fortgeschrittene, Plakatschrift, deutsch=französische Handelskorrespondenz, Herren= und Damenfrisieren. Ferner soll bei genügender Beteiligung eine Uebungsfirma für die Gruppen Lebensmittel, Back= und Konditorwaren gegründet werden. Anmeldungen nimmt die Deutsche Arbeitsfront, Geschäftsstelle Brambauer, Wittekindstraße 3, entgegen. Ausgabe der Stammabschnitte Die Termine in Lünen Lünen. Die von der Reichsregierung zur Verbilltrung ge frohteie m. 41tdie minderbemitielte Bevoltegung, gezroffer.. Maßnahmen werden für die Monate „Mai 0d Juni 1936 in dem bisherigen Umanss g#ig Ubrt. Die neuen Stammabschnitte werden a) an alle lausend in Fürsorge stehenden Sozialrenrnsr, gris an Kriegsbeschädigte, welche lausend Zubis 1„ uhr#sbeß, am Donnerstag, 2. April, von 15 „# 1. Ub.# Lu#en Stadt und Lünen=Süd im Zahllokal Baracke Kantstraße: b) an bezugsberechtigte Rentenempfänger, die nicht antensuntertutt, werden, am 3., 4. und 6. April im Wohlfahrtsamt. Zimmer Nr. 25; Lünen=Stadt und Lünen=Siß,u zwar ulsammen für am 3. 4. für die Buchstaben A—5 am 4. 4. für die Buchstaben J—L am 6. 4. für die Buchstaden M—R am 7. 4. für die Buchstaben S—T .. am 8. 4. für die Buchstaben U—8 von 8.30—12 Uhr und 15—17 Uhr(Mittwoch und Sonnabend nur vormittags) in der Zahlstelle Baracke Kantstraße. In den Stadtteilen Lünen=Brambauer und Lünen=Horstmar erfolgt die Ausgabe an alle Bezugsberechtigten(auch an Sozialrentner und Zusatzrentenempfänger) in der Zeit vom 2.—7. April von 8—12 Uhr und zwar: am 2. 4. für die Buchstaben am 3. 4. für die Buchstaben am 4. 4. für die Buchstaben am 6. 4. für die Buchstaben . am 4. 4. fur die Buchstaben 2—5. Für die Ausgabe sind Familienbuch, letzte Lohnbeschet nigung, Rentenbescheide und Nummer=Ausweis mitzu bringen.— Die Buchstabenreihe in— nauestens einzuhalten. 9—8 2—5 R—St T—3. Pabietir Witke. ist unbedingt ge Lünen.(Die nächste Auszahlung) der Wohl fabrtsunterstützungen erfolgt für Lünen=Stadt am Mitt #och, 1. April 197,„Nr. 1—1200, Donnerstag, 2. April, 1201—Schluß, an beiden Tagen von 8.30—11 Uhr, in der Baracke Kantstraße; am Mittwoch, 1. April für Nr. 2501 bis 3200, Donnerstag, 2. April für Nr. 3201—Schluß, beiden Tagen von 9—11 Uhr, in der Pestalozzischule in Lünen=Süd, Mathias=Claudius=Str., "###r Jrambauer am Mittwoch, 1. April von 8.30 bis Kassennevensteßt der beraunten Reibenfolge bei der "#.„renmar und Beckinghausen am Mittwoch, von 9—10 Uhr in der bekannten Reibenfolge bei der Nebenstelle. Westhofen.(Eine Besprechung der Führer der Freiwilligen Feuerwehr.) Unter dem Vorsitz des Amtswehr= führers Brenzel hielten die Brandmeister der Löschbezirke Westhofen, Buchholz, Holzen, Garenfeld, Wandhofen, Geisecke, Lichtendorf und Villigst und der Werkfeuerwehr der Stahlwerke Brüninghaus eine Besprechung ab. Die Kassenprüfung war durch die Kameraden Kruse und Weichmann vorgenommen worden. Dem Kassierer, Kamerad Schulte=Höfinghoff, wurde Entlastung erteilt. Eine Besprechung über Ergänzungen und Verbesserungen der Geräte und Ausrüstungen der Feuerwehren schloß sich an. Castrop-Rauxel.(1400 beförderte das RSK K.) Die erfolgreiche Durchführung der Wahl am Sonntag, 29. März ist nicht iletzt auch dem hiesigen RSKK zu danken. er Motorsturm 18/ M 69 führte den Schleppdienst mit 117 Kraftwagen durch, die insgeamt 4000 Kilometer zurücklegten. Es wurden 1400 kranke und behinderte Wähler und Wählerinnen zu ihren Wahllokalen befördert. 50 Jahre Amtsbezirk Lütgendortmund Die Geschichte des ehemaligen Amtes Lütgeudortmund Der 1. April 1936, der Tag, an dem vor 50 Jahren der Sitz der Verwaltung des Amtes Lütgendort mund von Dorstfeld nach hier verlegt wurde, veranlaßt, der Geschichte der engeren Heimat einige Betrachtungen zu widmen. Damals wurde mit der Verwaltung des Amtsbezirkes Lütgendortmund im Ehrenamt der verstorbene Gutsbesitzer H. Westermann betraut, der die Geschäfte als Ehrenamtmann führte. Zu dieser Zeit war Lütgendortmund erst im Anfang seiner industriellen Entwicklung. Der ländliche Charakter der Gemeinde mit den einfachen Einrichtungen trat noch deutlich in Erscheinung. Der ganze Amtsbezirk, der die Gemeinden Lütgendortmund, Bövinghausen, Oespel, Kley, Kirchlinde, Dellwig=Holte und Westrich umfaßte, zählte nur 12000 Personen. Die fortschreitende Ausbreitung des Steinkohlenbergbaus bewirkte eine starke Zunahme der Bevölkerung, und heute hat der gleiche Bezirk etwa 40000 Einwohner. Nur fünf Beamte erledigten sämtliche Amtsgeschäfte, so daß die wenigen Räume des alten Amtshauses völlig zur Abwicklung der Geschäfte genügten. Nach den heutigen Begriffen boten heute vor 50 Jahren die Straßen und Gebäude der Gemeinden ein trostloses Bild. Nicht einmal ein Petroleumlämpchen zeigte 1886 dem Straßenbenutzer in der Dunkelheit die Richtung. Auch die Verkehrsverhältnisse ließen manchen Wunsch offen. Straßenbahnen gab es nicht, so daß zwischen den einzelnen Gemeinden gar keine Verbindung bestand. Wasserleitungen gab es auch nicht. Das Wasser mußte auf Umwegen geholt werden. Die Schulverhältnisse waren rückständig. An den wenigen, nur einige Klassen umfassenden Schulen unterrichteten im ganzen Amtsbezirk nur 23 Lehrkräfte. Es gab nur zwei Kirchen. Eine evangelische in Lütgendortmund und die katholische in Kirchlinde. Schauen wir nun zurück, was in den verflossenen 50 Jahren aus dem Amtsbezirk Lütgendortmund geworden ist, so können wir mit Stolz auf eine reiche Entwicklung auf allen Gebieten zurückblicken. Die Industrie blühte auf, die Bevölkerungszahl stieg, die Bautätigkeit nahm den ländlichen Charakter. Gewaltige Fördertürme und rauchende Schlote gaben dem Amtsbezirk ein neues Gesicht. Ein eigenes Elektrizitäts= und Wasserwerk entstand, ganze Straßenzüge wurden ausgebaut, Kanalisationen angelegt, Straßenbahnen sorgten für günstige Fahrtverbindungen. Volks=, Rektoratund Töchterschulen sowie Krankenhäuser wurden gebaut. Im Laufe der Zeit bekamen wir dann ein anderes Amtshaus, eine Sparkasse und Gewerbebank. Der Weltkrieg brachte bei uns wie überall Stillstand und Arbeitslosigkeit. Selbst die Eingemeindung nach Dortmund im Jahre 1928 vermochte dieses Chaos, aus dem es für die Gemeinden keinen Lichtblick mehr gab, zu ändern, und kein Gebiet hat so schwer gelitten, wie der Dortmunder Westen. Mit der Machtübernahme des Nationalsozialismus trat ein neuer Hoffnungsschimmer ein. Langsam, aber sicher merkte man eine Aufwärtsentwicklung. Die Werke machten ihre Tore auf, es blühte neues Leben aus den Ruinen. Gerade wir aus dem Dortmunder Westen, die doppelt schwer das Elend dieser unglücklichen Zeiten gespürt haben, begrüßen den allmählichen Aufschwung auf allen Gebieten. Mögen die Zeiten auch noch nicht ganz wie früher sein, so können wir doch wieder hoffnungsfreudig in die Zukunft blicken. Massenerheide.(Fahrraddieb geschnappt.) Einem Invaliden in der Massenerheide wurde vor einigen Tagen ein Fahrrad entwendet. Acht Tage später gelang es, den Landwirtschaftsgehilfen R. als Täter zu ermitteln. Er wurde dem Amtsgericht Unna zugeführt. TILK Ordnung für die Erhebung einer Getränkesteuer in der Stadtgemeinde Lünen. Auf Grund der§§ 13, 18. 69, 70 und 82 des Preußischen Kommunal= abgabengesetzes vom 14. Juli 1893 in seiner gegenwärtig gültigen Fassung wird nach der am 28. Februar 1936 erfolgten Anhörung der Ratsherren der Stadt Lünen folgende Steuerordnung erlassen: § 1. Die entgeltliche Abgabe von Wein, weinähnlichen und weinhalti gen Getränken, Schaumwein, schaum weinähnlichen Getränken, Trinkbranntwein, Mineralwässern, künst lich bereiteten Getränken sowie Kakao, Kaffee, Tee und anderen Auszügen aus pflanzlichen Stoffen zum Verzehr an Ort und Stelle, insbesondere in Gast= und Schankwirtschaften und an sonstigen Stätten, wo derartige Getränke entgeltlich verabreicht werden, unterliegt einer Steuer nach Maßgabe dieser Ordnung. § 2. Die Steuer beträgt 10 v. H des Entgelts(Kleinhandelspreis) für die in§ 1 bezeichneten Getränke Kleinhandelspreis ist das Entgelt, das dem Verbraucher für das Ge tränk ausschließlich der Gemeindegetränkesteuer in Rechnung gestellt wird. Ist in das Entgelt die Ge meindegetränkesteuer bereits einge rechnet, so ist der Versteuerung das Entgelt abzüglich der Gemeinde getränkesteuer zugrunde zu legen. § 3. Zur Entrichtung der Steuer ist verpflichtet, wer steuerpflichtige Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle entgeltlich abgibt.(Steuer pflichtiger.) § 4. Die Steuerschuld entsteht, wenn gemäß§ 1 steuerpflichtige Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden mit dem Zeitpunkt der Abgabe des Getränkes. § 5. Der Steuerpflichtige hat bis zum 10. Tage eines jeden Monats die Getränte, für die im vergange nen Monat eine Steuerschuld ent standen ist, bei der Steuerstelle nach Art, Menge und Kleinhandelspreisen anzumelden und die Steuer dafür zu entrichten. § 6. Wenn der Steuerpflichtige die ihm durch diese Steuerordnung auferlegten Pflichten nicht erfüllt, insbesondere die Meldung über die von ihm abgegebenen, steuerpflichtigen Getränke nicht rechtzeitig oder nicht vollständig erstattet, kann die Steuer schuld geschätzt werden. § 7. Die Vorschriften der§§ 160, 162, 166, 167, 168 Abs. 2, 171, 175 181, 188, 190, 193, 194 Abs. 1 u. 2, 195, 197, 204 bis 208, 210 Abs. 1 der Reichsabgabenordnung sind entsprechend anwendbar. § 8. Die Steuerstelle kann mit dem Steuerpflichtigen Vereinbarungen über die zu entrichtende Steuer (z. B. über ihre Berechnung, Fällig keit, Erhebung, Pauschalierung) trefsen, soweit diese die Besteuerung vereinfachen und das steuerliche Ergebnis bei dem Steuerpflichtigen nicht wesentlich verändern. § 9. Dem Steuerpflichtigen stehen gegen die Heranziehung zur Steuer die in den§§ 69 ff. des Kommunal abgabengesetzes angeordneten Rechts mittel zu. § 10. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Steuerordnung und die von dem Gemeindevorstand erlassenen Ausführungsbestimmungen werden mit Geldstrafe bis zu dem nach dem Kommunalabgabengesetz in Verbindung mit der Verordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924(RGBl. I S. 44) und etwaigen späteren Aenderungen zulässigen Höchstmaß bestraft, so fern nicht nach sonstigen Gesetzen eine höhere Geldstrafe oder Freiheitsstrafe verwirkt ist. § 11. Diese Steuerordnung tritt mit dem 1. April 1936 in Kraft. Lünen, den 28. Februar 1936. Der Oberbürgermeister: I. V.: Dr. Filbry. Genehmigt bis zum 31. März 1938. Arnsberg, den 20. März 1936. Der Regierungspräsident: 1 KI Nr. 607. Im Auftrage: gez. Dr. Martinius. Verössentlicht. Lünen, den 31. März 1936. Der Oberbürgermeister: I. V.: Dr. Fildry. HNEEEENEETEE E Damen-Strümpfe mit kräftiger Schle, aus künstl. Waschselde mit kleinen Fehlerchon Damen-Netzstrümpte fehlertrel, in medernen Farben.. Damen-Strümpfe künstliche Mattselde mit allen Verstärkungen, In hellen Frühjahrstarben, I. und II. Wahl Damen-Strümpfe II. Wahl, aus feinmasch., künstl. Waschselde, vornehm. Strumpf a. best. 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Februar 1936, an der teilgenommen haben: Amtsgerichtsrat Blumberg, als Amtsrichter, Gerichtsreferendar Schwermer, als Urkundsbeamter der schäftsstelle, für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen übler Nachrede, Vergehen nach§s 186, Str.G.B. zu einer Geldstrafe von 150 RM., an deren Stelle im Nichtbeitreibungsfalle für je 10 RM. ein Tag Gesängnis tritt, kostenpflichtig verurteilt. Dem Privatkläger wird die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils innerhalb 14 Tagen nach Rechtskraft einmal in der Westfälischen Landeszeitung auf Kosten des Verurteilten bekanntzumachen. gez. Blumberg. Auf die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Amtsrichters in Lünen vom 7. Februar 1936, hat die 4. Kleine Strafkammer des Landgerichts in Dortmund in der Sitzung vom 19. März 1936, an der teilgenommen haben: Landgerichtsrat Dr. Baedeker als Vorsitzender, Beramann Stiepermann, Kaufmann Gräve, als Schöffen, Justizsekretär Drewes, als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle, für Recht erkannt: Berujung des Angeklagten gegen Urteil, des Amtsgerichts Lünen . März 1936 wird mit der Maßgabe auf seine Kosten verworsen, daß die Geldstrafe auf 100 RM. ermäßigt wird. gez. Baedeker. „Im. Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuch von Dortmund, Band 140, Blatt Nr. 1926 nachstehend beschriebene Grundstück am 30. April 1936, 9 Uhr an der Gerichtsstelle, Gerichtsstraße werden. Nt. 74, versteigert ####d. Jr. 4. Gemartung Dortmund, FrungeNr. 7/#pcene Nr. 46, Grundsteuermutterrolle Nr. 2205 Gebäudesteuerrolle Nr. 123, a) Wohnund Geschäftshaus mit Zwischenbau Hofraum, b) Hintergebäude (Druckerei), Münsterstraße 112, Größe 2.91 qu., Einheitswert 62 300.— N. Mr. Versteigerungsvermerk ist am 22. November 1934 in das Grundbuch eingetragen. Als Eigentümer war damals der Kaufmann Fritz Gillessen in Dortmund als Alleineigentümer eingetragen. Interessenten wollen sich an den Zwangsverwalter, Kaufmann Ferdinand Seiler in Dortmund, telsbacherstraße 11, wenden. WitWaschmaschinen prima Qualität, enorm billig, bei Theod. Krein, Dortmund, Kapellenstr. 2/4 Herrenzimmer einige besonders schwere Stilzimmer, eigene Anfertigung, preiswert zu verkauf. Spezialwerkstatt Müller, Dortm., Uhlandstraße 27. Alles von Kleine anzeigen daben in der Westfättschen Landeszeitung Rote Erde Dortmund gröbten Erlolg BOSCH Sass EUGEN BOSS Königswall 82 I. Kampstr. 135 Rut 39754 /85 etr. Gebührenoronung für die städtischen Schlacht= und Viehhöfe und den Fleischgroßmarkt in Dortmund. Die Geltungsdauer der Gebührenordnungen wird bis zum Ablauf des 31. März 1937 verlängert. Dortmund, den 31. März 1936. Der Oberbürgermeister. dem Entschuldungsverfahren des Landwirts Friedrich Sträter, Ostenfeldmark b. Hamm i.W., Grenzweg„, wird der Entschuldungsplan Entschuldungsamts Unna vom 20. März 1936 bestätigt und das Verfahren aufgehoben. Entschuldungsamt Unna, den 20. März 1936. Rund um Lütgendortmund Lütgendortmund Jahreshauptversammlung des Vereins zur und Unterhaltung des Ehrenmals. Kürzlich fand im Gasthof Kersten die Jahreshauptver sammlung des Vereins zur Pflege und Unterhal tung des Kriegerehrenmals e. V. statt. Den Kassen bericht gab Eiden. An Beiträgen wurden eingenommen 661,— Mark, die Ausgaben betrugen 228,— Mark, so daß zur Tilgung der vorhandenen Schuld 433,— Mark zur Verfügung standen. Die Schuld hat sich somit auf 1836,— Mark verringert. Die Ausgabe der Fettverbilligungsscheine für die Monate April—Juni erfolgt an Nichtunterstützungsempfänger nach folgendem Mlan: Donnersta den 2. April, Buchstabe A. von 8—9 Uhr: Bu stabe B Nr. 1—100 von 9—10 Uhr. 101—200 von 10 bis 11 Uhr, 201—300 von 11 bis 12 Uhr, 301—400 von 12 bis 13 Uhr, 401—500 von 13 bis 14 Uhr. 501 bis Schluß von 14 bis 15 Uhr. Buchstabe C 14 bis 15 Uhr. Freitag, den 3. AprIl, Buchstabe D. Nr. 1 bis 100 von 8 bis 9 Uhr; 101 bis Schluß von 9 bis 10 Uhr. Buchstabe E 10—11 Uhr. Buchstabe F, 1—100. von 11 bis 12 Uhr: 101 bis Schluß von 12 bis 13 Uhr. Buchstabe G. 1—150. von 13 bis 14 Uhr: 151 bis Schluß von 14 bis 15 Uhr. Sonnabend. den 4. Avril. Buchstabe H. 1—100, von 8 bis 9 Uhr: 101—200 von 9 bis 10 Uhr: 201—300 von 10 bis 11 Uhr: 301 bis Schluß 11 bis 12 Uhr. Buchstabe I—I. 1 bis Schluß 12 bis 18 Uhr. Montag, den 6. AvriI, Buchstabe K. 1—100 von 8 bis 9 Uhr: 101—200 von 9 bis 10 Uhr: 201—300 von 10 bis 11 Uhr: 301—400 von 11—12 Uhr: 401—500 von 12 bis 13 Uhr: 501—600 von 13 bis 14 Uhr: 601 bis Schluß von 14 bis 15 Uhr. Mittwoch, den 8. April Buchstabe L, 1—100 von 8 bis 9 Uhr: 101—200 von 9 bis 10 Uhr: 201 bis Schluß von 10 bis 11 Uhr. Buchstabe M, 1—100 von 11 bis 12 Uhr; 101—200 von 12 bis 13 Uhr; 201—300 von 13 bis 14 Uhr; 301 bis Schluß von 14 bis 15 Uhr. Donnerstaa. den 9. Aprtl, Buchstabe N. von 8 bis 9 Uhr. Buchstabe O von 9 bis 10 Uhr. Buchstabe P, 1—100 von 10 bis 11 Uhr: 101 bis Schluß von 11 bis 12 Uhr. Buchstabe O von 11 bis 12 Uhr. Buchstabe R. 1—100 von 12 bis 13 Uhr: 101—200 von 13 bis 14 Uhr; 201 bis Schluß von 14 bis 15 Uhr. Mittwoch, den 15. Avril, Buchstabe Sch, 1—100 von 8 bis 9 Uhr; 101—200 von 9 bis 10 Uhr: 201—300 von 10 bis 11 Uhr: 301 bis Schluß von 11 bis 12 Uhr. Donnerstag, den 1 6. Avril., Buchstabe S. 1—100 von 8 bis 9 Uhr: 101.—200 von 9 bis 10 Uhr: 201 bis Schluß von 10 bis 11 Uhr. Buchstabe U und V von 13 bis 14 Uhr. Buchtabe X. O und 8 von 14 bis 15 Uhr. Freitag, den 17. April. Buchstabe W. 1—100 von 8 bis 9 Uhr: 101—200 von 9 bis 10 Uhr: 201—300 von 10 bis 11 Uhr; 301 bis Schluß von 11 bis 12 Uhr. Kirchlinde Abschlußprüfung der Bergjungleute. Auf der Schachtanlage„Zollern I/III“, Kiichlinde, fanden die Abschlußprütung der Bergjungleute statt. Der tbeoretische Teit der Prüfungen bebandelte den Bau einzelner Maschinenteile. Der praktische Teil umfaßte das Arbeiten an den Maschinenteilen, sowie das Fahrtenkletdern und den Umgang mit Grubenlampen. Außerdem mußten die jungen Bergknappen ihre Leistungen im Geräteturnen und Sanitätsdienst zeigen. Die Prüfungen slelen zufriedenstellend aus, und somie können sämtliche Bergjungleute des Jahrganges 1934 nach Ostern mit einer Anstellung unter Tage rechnen. Schützenwettkampf. Auf dem Schießstand in Kirchlinde traten drei Mannschaften aus Kirchlinde gegen drei aus Huckarde zu einem Schützenwettkampf an. Kirchlinde trug den Sieg davon. Es gelang den Kirchlindenern 1000 Ringe zu erzielen, wogegen Huckarde 961 Ringe erzielte. Beste Einzelschützen waren Heinrich Bors(89) und Paul Windhofer(85 Ringe). Schöner Erfolg eines Kirchlindeners. Lehrer Heiermann, der lange Jahre in Kirchlinde gewirkt hat, kann wieder einen schönen Erfolg buchen. In einem Hörspiel des Reichssenders Breslau „Aprilscherze im Trommelfeuer" kommen auch verschiedene seiner Kurzerzählungen zur Verlesung. Die Sendung ist am Mittwoch, dem 1. April, von 19.45 bis 20 Uhr. Die Paritätische Hilfsschule in Kirchlinde wurde mit Beendigung dieses Schuljahres aufgelöst. Die Auflösung erfolgte wegen Rückganges der Schülerzahl. Sozialismus der Kirchlindener Schuljugend. Die Mahnung am Schulbrett der Hathumarschule Butterbrotspende sei ohne Ende“ ist in den Herzen der Kirchlindener Schüler und Schülerinnen nicht verhallt. Die Schulkinder haben für ihre bedürftigen chulkameraden gut gesorgt. Nicht nur die Kirchlindener sind berücksichtigt worden, sondern auch die Schulkinder von Westrich, weil in der Stahlhaus siedlung viele bedürftige Familien wohnen. Die Kinder der Hathumarschule haben vom 1. Januar 1936 bis zum Ende dieses Monats ungefähr 1600 Butterbrote gesammelt. Davon entfallen un gefähr 1200 nach Westrich. Dieses ist das beste Ergebnis der Butterbrotspende von ganz Groß Dortmund. Marten Jahreshauptversammlung der Reisevereinigung Dortmund=West. Die Brieftaubenzüchtervereinigung Dortmund=West, Sitz Dortmund=Marten, zu der die Bezirke Dorstfeld, Lüt gendortmund, Marten, Kirchlinde, Bövinghausen, Oespel und Kley gehö ren, hatte im Lokal Otto Bramann in Mar ten ihre Jahreshauptversammlung. Die 87 angeschlossenen Vereine waren von 200 Züchtern ver treten, um den Bericht des abgelaufenen Jahres zu hören und die Vorarbeiten für das neue Reise jahr einzuleiten. Der Leiter der Vereinigung, Sportsfreund Hermann Menke aus Lütgendortmund gab den Jahres= und Kassenbericht. Für die geleistete Arbeit wurde Menke das Vertrauen ausgesprochen, ihm Entlastung erteilt. Er wurde mit der Leitung für die kommende Reisesaison betraut. Eine besonders angenehme Aufgabe für den Vorsitzenden war es, die zahlreichen in der letzten Saison errungenen Auszeichnungen zu verteilen. Es bekamen Heinrich Stein, Lütgendortmund, die höchste Auszeichnung, eine goldene Medaille mit goldener Nadel. Alfred Pettau, Marten, eine goldene Nadel. Wilhelm pringkämper, Lütgendortmund, ein silbernes Anhängsel. Eine silberne Medaille mit silberner Nadel errangen folgende Züchter: Heinrich Pohlmann, Heinrich Gröne, Wilhelm Lange, sämtlich aus Lütgendortmund und Anton Biermann aus Kirchlinde. Mehrere Züchter erhielten bronzene Medaillen und wertvolle Ehrenpreise. Ein schwerer Betriebsunfall traf den Bergmann elix Mustlack aus der„Froschlake". Er geriet auf der Zeche„Zollern I/III“, Kirchlinde, mit dem Arm in die Trommel einer Maschine und trug derart schwere Verletzungen davon, daß ihm der Arm abgenommen werden mußte. Stall aar dürch Treide KdJ-Sport für Mittwoch, den 1. April Allgemeine Körperschule: 20—22 Uhr Propsteiturnhalle, Schwarze=Brüderstraße; 20—22 Uhr; Moltkeschule, D.=Eving. Fröhliche Gymnasik und Spiele: 9,80—10,80 Uhr Gymnastikschule, Prinzenstr. 4; 17—19 Uhr Marie=Reinders=Mittelschule, Landgrafenstraße; 20—22 Uhr Turnhalle Prinzenstr.; 20—22 Uhr Lutherschule, Oesterholzstr.; 20—21,30 Uhr Gnei senauschule, D.=Derne; 20—22 Uhr Turnhalle Froschloch, D.=Hombruch; 20—22 Uhr: Gaststätte Lahr, D.=Husen; 20—22 Uhr Liborischule, D.=Körne. Gymnastik. 20—22 Uhr Nordsternhaus, Markt 6=8; 19,30—21,30 Gymnastikschule, Prinzenstr. 4. Reichssportabzeichen. 20—22 Uhr Marie=ReindersMittelschule, Landgrafenstraße. Rollschuh: 20—22 Uhr Falschule, Westerbleichstr. Boxen: 20—22 Uhr Boxschule, Weberstr. 4. Schwimmen: 18—19 Uhr Südbad, Göringstraße (Frauen); 21,15—22,30 Uhr Südbad, Göringstr. (Männer und Frauen); 17—18,15 Uhr Südbad, Göringstr.(Kinder); 17—18,15 Uhr Nordbad, Westerbleichstr.(Kinder). Reiten: 18,45—19,45 Uhr Tattersall, Leibnizstr. Kinderturnen: 16—17,30 Uhr Gneisenauschule, D.=Derne. Schach: 20—22 Uhr Rest.„Zum weißen Schwan", 1. Kampstraße. Sportärztl. Beratung: 19—20 Uhr Kleppingstr. 29 (Städt. Gesundheitsamt) kostenfrei. Castrop=Rauxel.(Unterstützungszahlungen.) Die Unterstützungszahltermine sind im Monat April 1936 voraussichtlich wie folgt: für den Süden am Samstag, 4., Dienstag, 14., Freitag, 24. April 1936; für die Buchstaben A—L von 8 bis 9,30 Uhr, M—Z von 9.30—11 Uhr; für den Norden am Montag, 6., Mittwoch, 15,, Samstag, 25. April 1936 in der Zeit von 8 bis 11 Uhr. Eine Buchstabeneinteilung besteht hier nicht. Mittwoch, den 1. Apri Kreis Dortmund NS-Frauenschaft Mitte. 20 Uhr: Zusammenkunft im Gewerbe-Verein. NS-Frauenschaft Schüren. Pflichtabend bei Weltecke. Kreis Unna NSDAP. Bergkamen, 19 Uhr: Besprechung der Block- und Zellenleiter im Stadion. Kreis Castrep-Rauxel NSDAP. Kreisleitung. 19.30 Uhr: Antreten der SA. NSKK, HJ. Führer des DJ, einschließlich Jungzugführer. Politischen Leiter ohne Zivilparteigenossen. NSBO und SS zum Fackelzug auf dem Altstadtmarkt. Teilnahme im großen Dienstanzug ist Pflicht. NS-Frauenschaft Kreisleitung. Die Kreiseitzung der Amtswalterinnen und des Deutschen Frauenwerkes fällt im Monat Anril aus. NSLB. 19.30 Uhr: Teilnahme der Bundesmitglieder an dem Fackelzug von der Altstadt nach Ickern. Kreis Lünen DAF, RBG 18, Kreisfachgruppe 1, Bauhandwerker. 17.30 Uhr: Arbeitstagung der Kreis- und Ortsfachgruppen- und Fachschaftswalter bei Hartmann. Donnerstag, den 2. April Kreis Dortmund NSDAP. Ortsgruppe Gartenstadt. 20.30 Uhr: Schulungsabend für sämtliche Politischen Leiter. sowie alle Walter und Walterinnen der Parteigliederungen im Wittekindshof. NS-Frauenschaft Kurfürst Uhland, York und Union-Vorstadt. 8 Uhr: Feierliche Verpflichtung der Mitglieder durch die Kreisleiterin. Frau Eilers. im Restaurant„Deutscher Hof“, Mallinckrodtstraße 277. NS-Frauenschaft Westen. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Berghoff. Körnerplatz. Kreis Unna NSDAP. Pelkum-Wiescherhöfen. 20 Uhr: Amtsleitersitzung in Wiescherhöfen in der Schule auf dem Geist. Kreis Lünen DAF Kreisjugendwaltung. Die bereits angesetzte Versammlung der Deutschen Uebungswirtschaft wird bis nach Ostern verlegt. Fleiters gute Stuben hören Sie ab heute wieder 2 Kapellen von Ruf Im Atelier zum täglichen 4-Uhr-Tanztee Gling-Liebmann In der Palette: Zur frohen Gastlichkeit am Abend das hervorragende Solistenduo Brendgen-Häupel S-el Heute bis einschl. Freitag Große FrühjahrsModenschau nachm. u. abends unter Mitwirkung erster Dortmunder Firmen Corso Des großen Ertolges wegen spleit cdwin Schäfter u. s. Kapelle auch im April Fetner hören Sle Heinz Wernike den Rundtunktenor Möbel Küche, kompl 174.- 210.Schlafzimmer m. Rahm. u.Stühlen 285.- 375. Wohnzimmer mit Tisch und 4 Polsterstühlen 210.- 240.Speisezimmer Einzelmöbel Polstermöbel Große Auswahl Bekannt billig! Zahlungserleicht. Dortmund Heiligegartenstraße 42 und Krimstraße 7 Annahme von Ehestandsdarleben und Kinderbeihilten. Sonntag geöftnet! Was Ist Sehusucht Das sagt ihnen am kommenden Freitag Marlene Dietrich In ihrer neuesten Filmschöpfung im CAPITOL S •T•LLLLTLT• Mittwoch, 1. Apfl Westdeutsche Erstautführung Der verlorene Sohn Serle 15, PreiseV 60 Pig. an Anlang 20, Ende gegen 23 Uhr Montag, 6. Aprll. 20 Uhr, Rathaussaal: Dirigent: Wilhelm Sieben. Programm: A. Dvorak: Serenade für Streichorchester J. Haydn: Musik für 8 Blasinstrumente F. Schubert: Deutsche Tänze von 1824 L. Spohr: Konzert für Streichquartett mit Orchester. Mitwirkende: Das Enzen-Quartett. Eintrittskarten Mk. 0.75 und Mk. 1.50 im Verkehrsverein, in den Buchhandlungen Krüger und Brügmann und an der Stadttheaterkasse. Donnerstag. 2. Aufll. 20 Uhr, Casino(Olpe) Konzert-Abend Eise Erlenwein-Olsch. Planistin Dse Crämer, Konzert-Altistin Max Schulz, Konzertmeister. Violine Karten zu 75 Pfg., 1.— und 1.50 Bei Krüger, Verkehrsverein und Abendkasse. Schreionude Märkischestraße 26. Glückauf=Haus Anfertig. modern. Lampenschirme Elektro=Brüser, Prinzenstr. 18. Ruf 27628. Zahnarzt Dr. Richter Weibenburgerstr. 29 u m m) EE AE LIRTITTH Von der Reise zurück Dr. Engelmann Chefatzt der städt. Frauen-Klinik (Dudenatift) Dortmund Verlege meine Praxis ab 1. 4. v. 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Apfl Schülerkurse 18 Uhr Dortmund, Hohestraße 109, Rut 24613. lusugen Millwoch-Abend im Weinkaus Tur Traube Dortmunder Weindort Winzerparadies Drauhausstraße hinter d. Rathaus Für Familienf eiern: a Rhein- und Moselweine von 65 Pfg. an. Spirituosen in großer Auswahl, billigst Albert Brügmann, Betenstraße 27, gegenüber Stadthaus. 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Deufschlands schönster Zwischen Wäldern auf einem Berghang IIE Am Ende des Weltkrieges stand einwand rei fest,— der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger, Göring, weist in einem Geleitwort zum Jahrbuch der deutschen erneut darauf hin—, daß die Luft waffe für die künftige Kriegsführung von entscheidender Bedeutung sein werde. Deshalb wurde sie Deutschland durch das Versailler Diktat verboten, dagegen in den anderen Staaten in einem Ausmaß wie keine andere Truppengattung immer weiter ausgebaut. Es wurde, neben Beschaffung möglichst zahlreicher Flugzeuge, als Hauptaufgabe angesehen: Vervollkommnung der Waffe nach den Gesichtspunkten neuzeitlicher Kriegsführung sowie taktischer und operativer Verwendung, ferner laufende technische Neuausrüstung mit modernstem Flugzeug= und Motorenmaterial. Groß war die Freude, als es mir vergönnt war, einen der neuen Fliegerstandorte zu be„higen und die Truppe bei iorem Dienst zu ee###m. betreten des Horstes kann ich die Luftwaffe auch auf die militärische Einzelausbildung einen ebenso großen Wert legt wie auf die technische; denn die Wache zeigt einen tadellosen Präsentiergriff; auch sonst machen die Mannschaften, denen man begegnet, einen ausgezeichneten militärischen Eindruck. Der Horst liegt derartig mitten im Walde eingebettet, daß man zunächst kaum auf den Gedanken kommt, daß es sich um Kasernen handelt, sondern weit eher um eine Stadtrandsiedlung, die anscheinend um ein mit „urm und Uhr versehenes Rathaus gruppiert ist. Dieser Eindruck kennzeichnet vielleicht am besten den großen Unterschied, der zwischen diesem Fliegerhorste und den Kasernenanlagen der Vorkriegszeit besteht. Dabei ist bei diesen der Landschaft außerordentlich geschickt angepaßten Baulichkeiten ebenso wie bei allen anderen Kasernen, Zweckmäßigkeit und Schlichtheit beachtet worden. In den Mannschaftsstuben wurde mit den einfachsten Mitteln eine ungemein behagliche Wohnlichkeit erreicht; dieses tritt auch bei den Wirtschaftsräumen zutage. Neben den Speisesälen befinden sich Aufenthaltsräume für Unteroffiziere und Mannschaften, die im Schmuck bunter Gardinen mit doch freundlich wirken; helle Schleiflackmöbel tragen daneben noch viel zur Wohnlichkeit der Räume bei. Auch für die zeistige Unterhaltung, die eine Erholung nach den Anstrengungen des Dienstes bringt, ist bestens gesorgt durch eine Bibliothek mit gediegenen Büchern und Zeitschriften; ferner gibt es noch eine Kegelbahn(im Keller) und ein in einem Dachzimmer aufgestelltes Tischtennis. Die riesige Küche mit ihren blitzenden Kesseln und ihrem großen freistehenden Herd, kann in jeder Beziehung als eine Musteranlage bezeichnet werden. Tritt man wieder ins Freie, so führt der Weg weiter am Lazarett und der Kommandantur vorbei, zwischen Tannen und Buchen hindurch, bis wir plötzlich ganz überrascht vor einem Schwimmbad im Freien stehen. Ursprünglich war diese Anlage nur als ein Feuerlöschbecken vorgesehen, wurde dann zu einem Schwimmbad ausgevaut, eine nicht zu unterschätzende Annehmlichkeit für die Soldaten. Nach einer weiteren kurzen Wegstrecke lichtet sich der Wald und wir haben einen herrlichen Blick auf das Fuldatal mit seinen schneebedeckten bewaldeten Hängen und im Hintergrund Hann.=Münden. Wir verstehen, daß der Reichskriegsminister v. Blomberg und der Staatssekretär Milch bei ihrer Besichtigung des Flughafens diesen als den schönstgelegenen Horst der deutschen Militärfliegerei bezeichneten. Inzwischen hat sich das Propellergeräusch, das wir schon mehrfach aus der Ferne hörten, verstärkt, und wir beeilen uns, zum Flugplatz zu gelangen, um rechtzeitig zum Landen der Flugzeuge dort einzutreffen. Wie weitgehend dort Vorsorge getroffen ist, zeigt ein Blick auf Feuerlöschwagen und Sanitätsauto, die stets bereitstehen, um bei einem eotl. Unglücksfall sofort zur Hand zu sein. Dieser Platz liegt fast an der Kante eines Hanges und die einzelnen Maschinen müssen bis dicht über die Bäume des davor gelegenen Abhanges niedergehen,— man meint, sie würden die Bäume berühren—, um so früh aufzusetzen, daß sie noch genug Platz zum Ausrollen haben. Alle Maschinen setzen sauber auf, brummen ihre Strecke, drehen bei und rollen heran, um an dem vorgeschriebenen Platz zum Halten zu kommen. Pilot und Beobachter entsteigen ihren Maschinen. Alle Flugzeuge hatten die ihnen für den Tag übertragene Aufgabe zur vollen Zufriedenheit des die Uebung leitenden Hauptmanns gelöst. Die folgende Unterredung mit ihm ergab, daß Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften in gleichem Maße bestrebt sind, voll Dienstfreudigkeit ihre umfangreichen Aufgaben zu erfüllen und daß die neue Waffe gemäß den Erlassen des Führers vom 14. März v. Is. an die ruhmreiche fliegerische Tradition der deutschen Luftwaffe im Weltkriege anknüpft. Laymann. Aufnahme: Das Wirtschaftsgebäude mit dem Uhrturm, der Mittelpunkt des Horstes. Behördenkrieg um Haupfmann Staatsanwalt und Gouverneur sagen sich Grobheiten Neuyork, 31. März Der Fall des Mörders des LindberghKindes, Hauptmann, will in Amerika nicht zur Ruhe kommen. Zur Zeit liegen wieder eine Reihe sehr heftiger Aeußerungen von Beamten der Strafvollzugsbehörde vor, die die Einleitung einer Gerichtsaktion und einer Anklage gegen den Gouverneur Harold G. Hoffmann androhen, falls er seine Absicht wahrmachen sollte, Hauptmann erneut einen Aufschub des für Anfang April angesetzten Hinrichtungstermins zu bewilligen. Gouverneur Hoffmann seinerseits beschuldigte den öffentlichen An kläger, daß er sich in Dinge mische, die ihn nichts angehen, und er wiederholte seine Zweifel über Hauptmanns Schuld. Seine Er klärungen lassen an Deutlichkeit nichts zu wün schen übrig. Es heißt darin u. a.: „Ich bin mehr denn je davon überzeugt, daß Hauptmann nicht ein Prozeßverfahren zuteil wurde, das sich auf der Linie bewegt, die wir als amerikanischen Gerechtigkeitsstandard be trachten. Der ganze Fall riecht so sehr nach Un den Eindruck, daß die Beweggründe des Gouverneurs rein politische sind.“ Darauf erwiderte nun wieder der Gouverneur sehr unliebenswürdig; er bezeichnete Hauck als so unfähig, daß er bei der weiteren Behandlung des Falles durch den Generalstaatsanwalt ersetzt werden müsse, für den er— man sieht, in dieser Auseinandersetzung erzeugt die Leidenschaftlichkeit seltsame Stilblüten— als „Botenjunge“ fungiert habe. Abenteuer im Kurzbericht Wo die Leopardenmenschen wüten Buhera: Alle Versicherungen, daß die Leopardenmenschen längst vom Erdboden verschwunden eien, und daß ihre grauenvollen Sitten friedlicheren Gepflogenheiten Platz gemacht hätten, werden leider durch die Tatsachen immer wiebilligkeit, Leidenschaftlichkeit und Vorurteil, daß der Nähe des Murihar Fluor sein junges Me der chen, Startbereit Aufnahme: Laymann Streifzug durch Natur und Forschung Heringe ersetzen im Winter das Gemüse Heringe sind nicht nur ein Mittel, um einen „Kater" nach durchzechter Nacht zu vertreiben, sondern sie sind auch eines der wichtigsten Nahrungsmittel für den menschlichen Körper überhaupt. Nach Feststellungen, die kürzlich die bekannten deutschen Vitaminforscher Prof. Scheunert und Dr. Schieblich gemacht haben, verfügt nämlich der Hering über große Mengen des Vitamins C, einem der wichtigsten ufbaustoffe für den menschlichen Körper. Dieses Vitamin, das sonst vor allem im frischen Gemüse auftritt, ist im Rogen und in der Milch des Herings enthalten; besonders stark vitaminhaltig sind die Weibchen. Es ist daher sehr zweckmäßig, besonders in der Zeit, in der frisches Gemüse— wie gerade im Winter— fehlt, Heringe zu essen. Bor ist lebenswichtig! Man weiß seit langem, daß in den meisten Pflanzen das Element Bor vorhanden ist, denn in den Aschebestandteilen läßt sich dieser Stoff leicht nachweisen. Die winzige Menge aber legte nicht gerade die Annahme einer lebenswichtigen Funktion des Bors nahe. Desto mehr überraschen Ergebnisse neuerer Untersuchungen, die, wie Dr. Meyer(Bonn), mitteilt, dem Bor gerade die Rolle eines„anorganischen Hormons“ zukommen lassen. Es hat sich nämlich gezeigt, daß die Pollen gewisser Pflanzen nur dann in der Narbenflüssigkeit keimen können, wenn diese Flüssigkeit Bor enthält. In gewöhnlicher Traubenzuckerlösung bleiben die Pollen unverändert, setzt man dieser aber Asche Diese Asche enthält nun etwa 1 Prozent Border Narbenflüssigkeit zu, so können sie keimen. säure. Es konnte weiterhin nachgewiesen werden, daß ein Zusatz von 0,0005 Milligramm(!) Borsäure zu der Traubenzuckerlösung genügt, um die Keimung der Pollenkörner zu veranlassen. Gerade wie bei den Hormonen und Vitaminen ist die Wirkung auch beim Bor selbst bei winzigster Menge möglich. Filzkohle als Heilmittel bei Verbrennungen „ Wi, D., Laqueur in der„Deutschen Zeitschrift für Chirurgie“ mitteilt, kann man mit Filzkohle ganz überraschende Ergebnisse bei Verbrennungen erzielen. Dieser Arzt hatte bei den Tadschiken des Pamirhochlandes, nördlich von Afghanistan beobachten können, wie kingeborenen= diese Einget bei Verbrennungen ein Stück Filz verkohlten, den grobkörnigen Rückstand zu feinstem Pulver zerrieben und dieses dann täglich auf die jeweiligen Brandwunden streuten. Tatsächlich vermochte sich Dr. Laqueur zu überzeugen, daß dieses Pulver in einem eigenen Falle eine ausgedehnte Verbrennung 2. u. J. Grades am Rumpf und den Oberschenkeln, die über zwei Monate erfolglos behandelt worden war, in wenigen Tagen so weit besserte, daß sich neue zarte Hautinseln bildeten und im Laufe von zwei Wochen eine vollkommende Heilung der Wunde eingetreten war! Der Patient konnte beschwerdefrei das Krankenhaus verlassen. Wie schnell kriecht eine Schnecke? Die Wissenschaftler, neugierig wie sie sind, haben sich kürzlich die Mühe genommen, das so viel zitierte„Schneckentempo“ einmal genauer zu untersuchen. Als schnellste der einheimischen Schnecken erwies sich eine graue Nacktschnecke, die in der Minute durchschnittlich 11 Zentimeter zurücklegt. Zu den trägsten Tieren dieser Art gehört die Bernsteinschnecke: sie leistet in der gleichen Zeit nur 2 Zentimeter. Im allgemei#e## ergab es sich, daß kleine Schnecken im Verhältnis zu ihrer Größe merklich„geschwinder" waren. Besonders„schnell“ vermögen sich merkwürdigerweise gerade jene Arten zu ergen, die eine vervorgene Lebensweise Wenn jemand länger als zwei oder drei Jahre in Australien weilt und ein wenig abseits von den üblichen Touristenstraßen das Land durchquert, dann hat er auch sein Schlangenabenteuer zu verzeichnen. Es braucht ja nicht ur jeden so früh zu kommen wie für den kleinen Fred Johnson, der schon im Alter von 4 Monaten mit einer der gefährlichsten Giftschlangen Australiens in unmittelbare Berührung kam "„ nich seine Mutter eines Mittags in ein Kinderzimmer trat, entdeckte sie, daß eine chwarze Viper auf der Wiege lag und keine Anstalten machte, sich von dort zu entfernen. lber diese Mutter war eine geistesgegenwärtige und mutige Frau. Sie zog sich langsam und ohne jede hastige Bewegung aus dem Zimmer zurück, holte eine Schüssel mit Milch und schob diese in den Raum hinein. Die Viper verließ tatsächlich die Wiege, machte sich an die Milch und verschwand. Gerät für Röntgen-Untersuchung Im Rahmen einer eingehenden Werkbesichtigung wurden von der Elektrizitätsgesellschaft Sanitas G. m. b. H. in Berlin einige neugeschaffene Apparate auf dem Gebiet der Elektromeoizin vorgeführt. Besonderes Interesse verdient ein neues Gerät für Röntgenuntersuchung innerer Organe, insbesondere der Lungen und des Herzens, das eine von Dr. Großmann und Professor Chaoul entwickelte Methode für den ärztlichen Gebrauch verwertbar macht. Bei der bisher üblichen Röntgenuntersuchung wurden alle im Strahlengang der Röntgenstrahlen liegenden Organe auf der Röntgenplatte übereinander und ineinander gezeichnet, so daß sich z. B. bei der Untersuchung des Brustkorbes die Rippen, die Wirbelsäule, das Herz und die Lunge überschneiden uno zum Teil verdecken, so daß die Erkennung krankhafter Befunde häufig erschwert ist. Bei dem neuen Apparat „Tomograph“ gelingt es nun durch eine sinnreiche Konstruktion, die Röntgenröhre und die Platte während der Aufnahme um den Kranken in eine koordinierte Pendelbewegung zu versetzen und dadurch nur eine gewünschte Körperschicht von etwa zwei Zentimeter Dicke zur scharfen Darstellung zu bringen, während die davor und dahinter liegenden Körpergewebe verwischt und dahinter nicht sichtbar werden. Mit diesem Apparat kann man daher mittels dreier Aufnahmen in verschiedenen Schichten über Herz und Lunge einen sehr genauen Ueberblick erhalten, ohne daß das Knochengerüst des Brustkorbes störend sichtbar wird. Rechtsanwälte eine öffentliche Bemängelung des Verfahrens herausgebracht hat. Ich glaube, andere Personen stehen mit dem Verbrechen in Verbindung und die Staatspolizei macht keine wirklichen Anstrengungen, um sie zu finden.“ In Erwiderung auf das an die öffentliche Strafvouzugsbehörde gerichtete Ersuchen Hauptmanns, ihm einen neuen Aufschub zu bewilligen, erklärte nun Anthony Hauck, der Staatsanwalt des Gerichtsbezirks, in dem Hauptmann verurteilt wurde, mit offenem Aerger:„Als Staatsanwalt fange ich an, krank und müde durch die fortwährenden Aktionen des Gouverneurs in diesem Falle zu werden. Wenn der Gouverneur fortwährend darauf besteht, daß der ganze Sachverhalt noch einmal durch eine Zeugnisaufnahme festgestellt werden soll, dann entsteht bei uns das Gefühl, daß wir überhaupt nicht länger mit ihm zusammenarbeiten sollten, weil sein Vorgehen nicht mehr unparteiisch ist. Es ist im höchsten Maße unbillig, daß er sich beständig mit der Verteidigung des Verurteilten verbündet und daß er uns bisher nichts von irgendwelcher Bedeutung mitteilte, was zu dem Glauben berechtigt, daß Hauptmann unschuldig ist oder daß andere in das Verbrechen mitverwickelt sind.“ Hauck verstieg sich sogar dazu, einen aus drücklichen Gerichtsbefehl zur Vornahme der Hinrichtung oder eine öffentliche Anklageerhebung gegen den Gouverneur anzudrohen: „Ich habe das Gefühl“, meint er,„daß die gesetzgebende Versammlung von dem Vorgehen des Gouverneurs um der öffentlichen Anständigkeit willen Kenntnis nehmen sollte. Niemand ist jemals bisher über den Mord eines Kindes politisch zum Erfolg geschritten. Ich habe aber Das Geheimnis der„Marie-Céleste“ Kapilän Orr gesforben St. John, 31. März. Wie aus Neu=Brunswick, aus BritischNordamerika, gemeldet wird, ist dort in diesen Tagen im Alter von 87 Jahren der Schiffskapi tän George Orr gestorben. Kapitän Orr hat vor vielen Jahrzehnten von sich reden gemacht, und zwar im Zusammenhang mit der berühmten Geschichte der „Marie=Céleste“, jener geheimnisvollen Brigg, di„ohne Besatzung im Atlantischen Ozean, zwischen Madeira und den Kanarischen Inseln, kreuzte, monate= und jahrelang, bis sie eben eines Tages von dem wackeren Kapitän Orr gesichtet und mit Beschlag gelegt wurde. Dies geschah im Jahre 1872. „Es war ein unheimlicher Anblick“, so erzählte Kapitän Orr später häufig,„als wir an Bord des Schiffes enterten, das allen Seeleuten, gleich dem fliegenden Holländer, so viel Grauen und Entsetzen eingejagt hatte. Wir fanden keine Seele an Bord. Auch keinen Toten, aus dessen Papieren oder Aufzeichnungen wir irgendeinen Anhaltspunkt hätten gewinnen können. Das einzige, was ich auf Deck fand, war ein Degen mit vergoldetem Knauf. Di. Klinge wies deutlich Blutspuren auf. Welches Geheimnis mochte dieses Schiff, das sonit in tadellosem Zustand war, wohl Das Rätsel um dieses Geisterschiff hat damals die ganze Welt in Atem und Spannung gehalten. Erst vor wenigen Jahren glaubt man, dem Geheimnis der„Marie=Céleste" auf die Spur gekommen zu sein— demnach hätte es ich um eine ganz raffiniert angelegte Prisenschiebung gehandelt. Aber Kapitän Orr wollte Zeit seines Lebens von solchen nüchternen Erklärungen nichts hören. Seiner Meinung nach handelte es sich um eine tragische oder romantische Affäre, die sich an Bord der Brigg abgespielt hatte, und bildete der blutige Degen den er auf der Kommandobrücke gefunden hatte, den Schlüssel zur Lösung des Rätsels. ständen ermordet, die auf das Wirken von Leopardenmenschen hindeuten. Als man einige Beamte der Spezialpolizei von Buhera in die Mordgegend beorderte, wiesen zwei Siedler jenes Gebietes sofort auf den Zauberer und afrikanischen Magier Chizuru hin. Dieser Chizuru machte bei seiner ersten Vereinen recht verdächtigen Eindruck, aber es war unmöglich, ihm etwas nachzuweisen. Den Drohungen der Beamten begegnete er mit unverhülltem Spott. Er warnte sogar den einen von ihnen, der im Mordgebiet zurückbleiben wollte, seine Ermittlungen fortzuDer Beamte blieb natürlich trotzdem. Er schlug sogar sein Zelt in der Nähe jenes Ortes auf, in dem Chizuru seine Hütte besaß. Schon in der ersten Nacht wurde der Beamte durch ein Geräusch vor dem Zelteingang wach. Er schwang sich in der Dunkelheit aus dem Bett und kauerte sich hinter das Schlafgestell, das er am Vortage aufgebaut hatte. Er hörte, daß jemand das Zelt betrat, er vernahm auch einen seltsamen Laut aie, penn man ein Messer in ein Stück Holz In diesem Augenblick schoß er in die Richtung der Geräusche. Mit einem Aufschrei stürzte ein Mensch vondannen. Als es Tag geworden u. geer Coizuru auf. In seiner Hand hielt er das Messer, das er in seinem Bettgestell am Kopfende gefunden hatte, und mit dem Chizuru II. Seamten zweifelsohne zu töten beabsichEr fand Chizuru mit einer schweren Schulterverletzung. Jetzt bedurfte es keines weiteren Beweises mehr. Chizuru wurde auf der nächsten Regierungsstelle abgeurteilt und arbeitet— da man iom den Mor, an dem jungen Mädchen nicht restlos nachweisen konnte— auf Lebensgauer in einem Zwangslager. Er ist bestimmt etzte Leopardenmensch, mit dem sich die Buschpolizei befassen muß. Selbst ist die Frau!- auch im Urwald „ D stärker einsetzende Fremdenver## dritisch=Guayana wäre ohne Yvonne Turk nicht mehr zu denken. Sie ist jung und chön, ungeheuer geschäftstüchtig und hat einen Unternehmungsmut, der allerdings auch das einzige. Erbe war, das ihr erst die Eltern und später der Gatte hinterließen. Mit ihrem Mann war sie nach Britisch=Guayana gekommen. Sie hatten flußaufwärts eine Insel gepachtet und betätigten sich hier als Aufkäufer für die Produkte, die die Eingeborenen aus den Wäldern herbeibrachten. Als eines Tages der Gatte von einer Dschungelfahrt nicht wiederkam, räumte Yvonne Turk nicht etwa das Feld, sondern bereist seitdem mit einem Motorboot alle jene Eingeborenenstationen, die vorher auch ihr Gatte besuchte. Ferner organisiert sie Touristenfahrten bis tief nach Britisch=Guayana hinein. Wenn Yvonne Turk eine Expedition organisiert, dann haben die Behörden keine Bedenken. Ist sie da, da geschieht den Reisenden bestimmt nichts. Dafür bürgt Reisebüro Yvonne— Sitz Guayana. Westiälische Landeszeitung Rote Erde Was ist...? Schatzanweisung Die Finanzierung der Staatskonjunktur, die wir gegenwärtig bei uns in Deutschland ereben, geschieht zum überwiegenden Teil auf lem Wege der Schalzanweisung. Es ist dies eine besondere Art der Kapitalaufnahme der Mffentlichen Hand, die durch die jeweilige Lage des Kapitalmarktes und die voraussichtiche Dauer seiner Beanspruchung durch die Mffentliche Hand bestimmt wird. Beabsichtigt nämlich die öffentliche Hand, las sind der Staat, Gemeinden und die öffentichen Unternehmen(Bahn und Post), die finanzierung von längerwährenden Aufgaben, lie auf steuerpolitischem Wege und durch kurzfristige Inanspruchnahme des Bankkredits (und damit des Geldmarktes) wegen ihrer Höhe und Dauer nicht gut möglich, dessen Verweisung aber auf den längerfristigen Weg der Anleihebegebung aus den verschiedensten Gründen unerwünscht oder begrenzt ist, mit indern Worten bedarf sie eines mittelfristigen Kredits von 1 bis 5 Jahren, so benutzt man die sogenannten Schatzanweisungen. Mit ihrer Hilfe kann also der Staat jederzeit an den Kapitalmarkt heran und die zur Durchführung seiner größeren Aufgaben(Arbeitsbeschaffung, Rüstungsausgaben) benötigten Mittel der Volkswirtschaft entnehmen. Die Schatzanweisung wird bei der Zentralbank(Reichsbank) untergebracht und gelangt von da in die Banken und Sparkassen, die sie als gesichertes Anlagepapier schätzen. Die Schatzanweisung stellt also eine verzinsliche Schuldverpflichtung dar, die us„schwebende Schuld“ neben die hufenden ordentlichen Ausgaben tritt. Im Segensatz zu den Staatsmitteln aus Steuersingängen muß sie verzinst und gelilgt werien, beansprucht also zusätzliche Aufwendunzen, die in späteren Jahren aus Steuermitteln lbgedeckt werden. Damit bleibt sie vornehmich auf die Durchführung von Sonderaufgaben beschränkt, deren Dauer die Laufzeit eines Haushaltjahres überschreiten und deren Finantierung mit guten Gründen somit über mehrere Jahre verteilt werden. Letzten Endes stellt: such der bekannte Steuergutschein nichts anleres als eine besondere Form der Schatzinweisung dar. E. Dn. Mimmmmmmmmmmmmm Wirtschaftliche Nachrichten Neuordnung im Ziquretfenhandel Gleiche Verkaufspreise für Industrie und Großhandel = = 22 Daß die Marktordnung für die Zigarette, wie sie in der Form einer freiwilligen Vereinburung zwischen der Zigarettenindustrie und dem Zigarettenhandel(erstere vertreten durch die Wirtschaftliche Vereinigung der Zigarettenfabriken, letzterer vertreten durch den Zentralverein der Großhändler mit Tabakwaren und den Verband der Einzelhändler mit Tabakwaren) seit dem 1. April 1935 bestanden hatte, gänzlich unzulänglich war. ist seit langem bekannt. Schon daraus, daß am 1. April 1935 das Reichswirtschaftsministerium das bis zu diesem Datum in Kraft gewesene Zwangskartell nicht verlängerte, ging hervor, daß das Reichswirtschaftsministerium von der Notwendigkeit einer solchen Regelung nicht mehr überzeugt war. Das Zwangskartell wurde dann in fast unveränderter Form als freiwilliges Kartell fortgesetzt. Die Klagen darüber häuften sich jedoch in letzter Zeit so stark, daß man im Reichswirtschaftsministerium schon seit langem die Notwendigkeit einer Aenderung der Kartellbestimmungen erkannt hatte. Lediglich die Schwierigkeiten, zu einer Einigung des Handels zu gelangen, verhinderten das Zustandekommen einer neuen freiwilllgen Vereinbarung. Es muß dabei aber betont werden, daß die Gegensätze zwischen Groß-, Spezial-, Einzel- und Kleinhandel sowie zwischen den Gastwirten vielfach erst eine Folge der Kartellabmachungen waren, die oftmals den Eindruck machten, als hätten sie die Zersplitterung des Handels zum Ziel. Es ist denn auch in der Tat nicht gelungen, durch freiwillige Vereinbarung eine neue Marktregelung zu erzielen. Diese ist jetzt vielmehr durch eine Anordnung des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministers zustande gekommen, wonach der Großhandel in Zukunft berechtigt ist. a) Nicht-Fabrikbezugsberechtigten einen Rabatt bis zu 3 v. H. auf den Grundpreis zu gewähren. Für Nicht-Fabrikbezugsberechtigte in GroßBerlin und Groß-Hamburg bleibt die geltende Sonderregelung in Kraft; sie wird auf den Stadtkreis Potsdam ausgedehnt. Die Bestimmungen über die Gewährung von Skonti werden hierdurch nicht berührt. Japans Waffe im internationalen Wettkampf Technische Leistungsfählgkeit und niedrige Löhne Reis gegen Fleischnahrung Japans wirtschaftliche Aufrüstung hat in den letzten Jahren wiederholt den Blick der Welt auf sich gerichtet. Auch die letzten Ereignisse, die sich mit Niederschlagung des Militärputsches zwar wieder geglättet haben. sind ein deutlicher Beweis für das Vorhandensein bereits starker Spannungen, die sich aus der politischen Sphäre einer mit staatlichen Mitteln überzüchteten Rüstungswirtschaft unter Umständen einmal zu einer schweren Belastungsprobe für die Industriewirtschaft dieses Landes zusammenziehen können. Japans Industrie ist eine Rüstungsindustrie im wahrsten Sinne des Wortes: sie ist in dier Lage, im Kriegsfall allen Ansprüchenan modernem Kriegsgerät ohne weiteres nachzukommen. Eine solche Industrie, deren Aufbau in wenigen Jahren durchgeführt wurde, entfaltet naturgemäß eine gewaltige Leistungsfähigkeit, die jedoch anderseits einer Entspannung durch entsprechende Absatzmöglichkeiten bedarf, um nicht aus sich heraus Spannungen zu erzeugen Hierauf stützte sich im wesentlichen Japans Politik, als es sich mit China zur Erschließung des chinesischen Marktes als Absatzgebiet für japanische Waren einigte; hierauf beruht vor allem die gewaltige Ausfuhroffensive. wie sie Japan seit einigen Jahren auf den Weltmärkten immer weiter vorwärts treibt. Für Japans Vordringen auf den Weltmärkten ist jedoch seine technische Leistungsfähigkeit nicht allein entscheidend, vielmehr sind es in Verbindung hiermit die industriellen Löhne, wodurch Japan eine scharfe Waffe im internationalen Wettbewerb in der Hand hat. Ein unmittelbarer Vergleich zwischen japanischen und europäischen Löhnen ist zwar bei der andersartigen japanischen Lebensweise und auch den politischen sowie kulturellen Unterschieden nicht möglich, aber selbst unter Berücksichtigung dieser Momente bewegen sich die Lohnverhältnisse Japans auf einer Stufe, die auf europäische Länder übertragen überhaupt nicht denkbar ist. Das Statistische Reichsamt berichtete vor einiger Zeit, daß in Japan der durchschnittliche Tagesverdienst(einschließlich aller Sonderzahlungen) der gewerblichen Arbeiter 1.92 Yen beträgt, und zwar 2.49 Ten für Arbeiter und 0.73 Ten für Arbeiterinnen. Bei einem Stande des Yen von rund 71 Pf. in Berlin liegen also etwa die Durchschnittsverdienste der Arbeiter je Tag bei 1.75 RM. und die der Arbeiterinnen bei 30 Pf. Stellt man diesen Tagesverdiensten die entsprechenden deutschen Löhne gegenüber, so wird der ungeheure Unterschied im Lohnniveau zwischen alten Industrieländern und Japan deutlich. Der Tagesverdienst betrug auf Reichsmark umgerechnet, in Japan für Metalldreher 3.38 RM für Tischler 1.31 RM für Seidenweberin 0.89 RM für Baumwollweberin 0.52 RM Deutschland 6.24 RM 6,354 RM 4.79 RM 4.77 RM Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß der Arbeiter in Japan etwa 10 Stunden, in Deutschland dagegen etwa 8 Stunden arbeitet bei annähernd gleicher technischer Ausstattung. Solche Lohnunterschiede lassen es immerhin als verständlich erscheinen, daß die alten Industrieländer den Vorwurf des„Dumpings“ erhoben, der allerdings nur zu Recht bestehen würde, wenn in den letzten Jahren die Löhne auf Kosten der Lebenshaltung der Arbeiterschaft gesenkt worden wären. Tatsächlich sind die Lohnsätze der japanischen Arbeiter seit Anfang 1932 um mehr als 10 Prozent zurückgegangen, aber die Verringerung der Sätze wurde ausgeglichen durch höhere Arbeitszeit. Vor allem sind auch die Reallöhne, die von 1926 bis 1931 durch das Fallen der Lebenshaltungskosten um ein Viertel stiegen, seit der Abwertung des Ien ständig zurückgegangen, da die Preise stärker anzogen als die Verdienste; sie liegen Treilich auch jetzt noch höher als im Durchschnitt der Jahre 1926 bis 1929. Vor allem ist aber der große Unterschied in der nominellen Höhe der Löhne in die Augen springend, der zwischen Japan und den sonstigen Industrieländern besteht. Hier ist zunächst zu beachten, daß die weibliche Arbeiterschait zu einem großen Teil aus jugendlichen Kräften besteht, die nur einen geringen, z. T. an ihre Eltern fallenden Barlohn erhalten, daneben aber vom Betriebe Wohnung und Beköstigung und oft noch eine Reihe sonstiger Fürsorgeleistungen. Die niedrigen Löhne der männlichen Arbei ter mit eigenem Haushalt werden nur erkläraus der Billigkeit der Lebensverhältnisse. Nach einer amtlichen japanischen Erhebung über Haushaltsrechnungen aus dem Jahre 1932/33 beliefen sich die Ausgaben einer Haus haltung von 4.2 Köpfen im Monat auf etwa 75 1en(rund 53.— RM). Davon entfallen au Nahrungs- und Genußmittel rund 27 Yen, auf Miete. Ausstattung und Instandhaltung der Wohnung nur knapp 13 Yen. auf Kleidung nur 9 Yen und auf Heizung- und Beleuchtung 5.5 ten. Besonders im Wohnungsaufwand und in der Kleidung kommen auch die wohlhabenden Schichten mit einem sehr geringen Sachaufwand aus, der durch Klima und Tradition bestimmt ist. Der weitaus größte Teil der Ausgaben für Ernährung entfält auf Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs, insbesondere auf Reis, während tierische Produkte nur etwa 10 bis 20 Prozent des Verbrauchs ausmachen und in der Hauptsache aus Fischen bestehen. Die billigere und bescheidenere Ernährung durch Reis und billige, Fische gegenüber der europäischen Ernährungsweise mit Brot, Gemüse und Fleisch erklärt also zum größten Teil die erheblichen Lohnunterschiede zwischen Japan und den übrigen Industrieländern. Die Aufrechterhaltung der Lebenshaltung des japanischen Industriearbeiters in den letzten Jahren ist allerdings wohl zum großen Teil zu Lasten der Landwirtschaft und der rund 9 Millionen landwirtschaftlichen Arbeiter vor sich gegangen. Die Kaufkraft der Landwirtschaft ist in den letzten Jahren stark gesunken, der Wert der Ernte je Hektar bestellter Fläche ging von 1925 bis 1930 fast um die Hälfte zurück, und die Löhne der Landarbeiter liegen gegenwärtig 30 bis 40 Prozent unter denen von 1930 und fast 30 Prozent unter denen von 1926.—— b) Fabrikbezugsberechtigte zum Industriepreis vom Grundpreis abzüglich 5 v. H. Rabatt ab züglich 2 v. H. Rabatt und abzüglich etwaiger Skonti zu beliefern. Der Großhändler ist verpflichtet, vom Abnehmer den einwandfreien Nachweis des Direktbezugsrechtes zu fordern. Die Regelung ist mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten. Die übrigen Bedingungen für den Verkauf von Zigaretten sind unberührt geblieben, insbesondere die Bestimmungen über den Preis und Kostenschutz. Um die Bedeutung der Verordnung zu erkennen, muß man noch einmal kurz auf die bisherigen Zustände im Zigarettenhandel ein gehen. Sie bestanden darin(am Beispiel der 3½-Pf.-Zigarette durchgeführt), daß die In dustrie eine Reihe von Kunden, hauptsächlich den Spezialhandel, ferner große Gastwirtsbetriebe und andere Großkunden direkt belieferte, und zwar zum Preise von 14,45 RM. für das Paket mit 540 Stück. Der Großhandel mußte da gegen in Berlin und Hamburg für das gleiche Paket Zigaretten 14.75 RM. nehmen, in der Provinz sogar 15.52 RM. Aus dieser Preisgestaltung geht hervor, daß der Großhandel alle von der Industrie direkt Belieferten als Kunden verlor, da sie ja bei der Industrie bedeutend billiger kauften. Als Entgelt für diese Beschränkung seines Umsatzes wurde dem Großhandel von der Industrie ein Kundenschutz garantiert, der darin bestand, daß die Industrie sich verpflichtete, keine neuen Kunden zu werben, und daß sie weiter eine Reihe von bisher von ihr belieferten Kunden, die auf eine grüne Liste gesetzt wurden, nicht mehr belieferte. Dabei handelte es sich im wesentlichen um kleinere Abnehmer. Der Leidtragende bei dieser Regelung war einmal der Großhandel, der in seinem Absatz beschränkt wurde und Preise nehmen mußte, die ihm zwar eine hohe Gewinnspanne sicherten, aber auf die Dauer seine Kunden, d. n. den Klein- und Einzelhandel, ruinieren mußten. Der Klein- und Einzelhandel, insbesondere das Gastwirtsgewerbe, konnte mit der ihm verbleibenden Gewinnspanne, die nur um wen ges höher war als die Großhandelsspanne, in einzelnen Fällen sogar geringer, nicht auskommen, da sie in manchen Fällen nicht einmal die Unkosten deckte. Die Folge dieser unzulänglichen Maßregelung war die, daß Verstöße gegen die Preisvereinbarung an der Tagesordnung waren, daß hohe Strafen verhängt werden mußten und daß allmählich Zustände einrissen, die jedem Grundsatz von Treu und Glauben ins Gesicht schlugen. Dies ist durch das Urteil zweier deutscher Gerichte, des Amtsgerichts Neuruppin und des Amtsgerichts Bremen, ausdrücklich bestätigt worden. Uebereinstimmend bezeichnen diese Urteile die Kartell vereinbarung ais gegen die guten Sitten verstoßend. Die Erkenntnis von der Unhaltbarkeit der bisherigen Kartellregelung hat nun zu der oben er wähnten Anordnung des Reichswirtschaftsministeriums geführt. Nach dieser Anordnung wird einmal festgestellt, daß der Großhandel die bisher von der Industrie direkt belieferten Abnehmer ebenfalls beliefern kann, und zwar zum gleichen Preise wie die Industrie, d. h 14.45 RM. für ein Paket 3½-Pf.-Zigaretten. Damit ist der grundsätzlichen Forderung einer geordneten Marktregelung Genüge geschehen und die Sonderstellung der Industrie im Großhandel mit Zigaretten beseitigt. Die bisher nicht von der Industrie belieferten Kunden des Großhandels werden eben falls erheblich besser gestellt, da ihnen ein Rabatt bis zu 3 v. H. auf den Grundpreis gewährt werden darf. Das wirkt sich so aus, daß die Preise für einen Abnehmer in der Provinz sich von 15.52 RM. auf 15.05 RM. ermäßigen. Für Berlin und Hamburg bleibt es bei dem bisherigen Preise von 14.75 RM. Neu ist hier, daß in Zukunft auch Potsdam den Vorzugspreis von 14.75 RM. erhält. Diese Regelung dürfte den Klagen der Klein- und Kleinsthändler sowie der Gastwirte über eine ungenügende Verdienstspanne ein Ende machen. Ueber die jetzt Zeltenden Preise gibt die folgende Tabelle Auskunft. RM 14.45 RM 14.60 RM. 14,90 RM. welch ergegenüber Preise für ein Paket 3½-Pf.-Zigaretten: I. Für Nichtfabrikbezugsberechtigte a) Im Reich: bei sofortiger Barzahlung (3 v. H. Skonto) 15.05 bei Zahlung innerhalb 14 Tagen (2 v. H. Skonto) 15.21 RM. ohne Skonto 15.52 RM. b In Groß-Berlin, Hamburg und Potsdam: bei sofortiger Barzahlung (3 v. H. Skonto 14.75 RM. bei Zahlung innerhalb 14 Tagen (d. v. H. Skonto) 14.90 RM. ohne Skonto 15,20 RM. II. Für Fabrikbezugsberechtigte Im ganzen Reich ohne Unterschied: bei sofortiger Barzahlung bei Zahlung innerhalb 14 Tagen.. ohne Skonto Diese Zahlen lassen klar erkennen heblichen Fortschritt die Neuregelung der bisherigen bedeutet. Der wichtigste Fort schritt ist die grundsätzliche Anerkennung der Gleichberechtigung zwischen Großhandel und Industrie. Gerade der Großhandel hat unter der bisherigen Kartellvereinbarung am stärksten gelitten, da ihm durch Vertragsstrafen bei den geringsten Verstößen gegen die— von deutschen Gerichten als unsittlich bezeichneten und heute vom Reichswirtschaftsministerium als unhaltbar beseitigten— Bestimmungen des Preisschutzes seine Umsatzprämien und Funktionsrabatte, d. h. seine Verdienste genommen wurden. Diese Tatsache sollte bei den noch schwebenden Prozessen Beachtung finden. Eine gewisse Schwäche der Neuregelung liegt in der Bestimmung, daß der Großhandel beim Verkauf an Fabrikbezugsberechtigte verpflichtet ist, vom Abnehmer den einwandfreien Nachweis des Fabrikbezugsrechtes zu fordern. Aus dieser Bestimmung können sehr leicht wieder neue Streitigkeiten über die Einhaltung der Kartellbedingungen vor den Gerichten entstehen, ein Zustand, der keineswegs erwünscht sein kann. Eine weitere Frage ist die der grünen Listen. Wohin gehören in Zukunft die Bezieher, die früher von der Industrie beliefert wurden und dann auf die grünen Listen geseizt wurden, ohne gefragt zu werden? Die Rechtsgültigkeit dieser Maßnahme war zumindest mehr als fraglich. Und ein solcher Kunde konnte sehr wohl beim Kartellgericht die Auffassung vertreten, daß seine Nichtbelieferung durch die Industrie eine Warensperre darstelle. Auch hierüber müßte also noch eine Einigung erfolgen. Im großen ganzen aber schafft die neue Verordnung des Reichswirtschaftsministeriums doch die Grundlage für eine wirklich gerechte und darum auch Dauer versprechende Marktregelung. Bb. Folge 91 I. April 1936 Erhöhte Schlagkraft Wandelnde Wege der Wirtschaftspolitik, aber stets nur ein Ziel Das Institut für Konjunkturforschung befaßt sich in einer umfangreichen Sondernummer mit einer ausführlichen Darstellung des wirtschaftlichen Gesetzgebungswerkes des nationalsozialistischen Staates. Die hinter uns liegenden drei Jahre, so heißt es einleitend, werden in die Wirtschaftsgeschichte ohne Zweifel ais Jahre beispielloser wirtschaftlicher Aktivität eingehen. Zwei Gründe waren es vor allem, die die Reichsregierung nach der Machtübernahme geradezu dazu zwangen, auf fast allen wirtschaftlichen Gebieten mit kraftvoller Hand einzugreifen. An der Jahreswende 1932 33 befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Krise, die an Schärfe alle bisherigen Krisen übertraf. Die Arbeitslosig. keit als das deutlichste und erschreckenste Zeichen des wirtschaftlichen Verfalls hatte einen Umfang angenommen, den man bis dahin nicht für möglich gehallen hatte. Das Institut für Konjunkturforschung hatte damals feststellen müssen, daß aller Voraussicht nach mit einer längeren Dauer der Depression, also mit einer Horizontalbewegung der Produktion und der Beschäftigung auf dem damaligen Stand zu rechnen sein würde, wenn nicht umfassende wirtschaftspolitische Maßnahmen einsetzten. Diese Maßnahmen— das hatten nicht zuletzt die Versuche im Jahre 1932 gezeigt— mußten freilich weit über den Rahmen der üblichen Methoden der Wirtschaftspolitik hinausgehen, wenn sie Erfolg versprechen sollten. Sie setzten daher eine Staatsmacht voraus, die in höchster Verantwortlichkeit und mit starker Hand in die Wirtschaftsstruktur eingreifen konnte. Deutschland stand damals vor der Wahl, entweder den Gang der Dinge abzuwarten und den Selbstheilungskräften der Wirtschaft zu vertrauen, oder durch radikale Eingriffe der Entwicklung eine neue Wendung zu geben. Auf die Selbstheilungskräfte zu warten, hätte bei der Schwere der vorangegangenen Krise wahrscheinlich Jahre gedauert. Dies wäre bei den zerrütteten sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen gleichbedeutend mit nationalem Selbstmord gewesen. Vor allem aber stand die Regierung nach der Machtübernahme vor der Aufgabe, auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und sozialen Lebens die Grundsätze der nationalsozialistischen Staatsführung durchzusetzen. Gerade diese Wandlung hat wieder die eigentliche Konjunkturpolitik in ihrer Schlagkraft erhöht. Denn sie ermöglichte die Einheitlichkeit der Wirtschaftsführung, die allein gewährleisten konnte, daß alle Kräfte der Wirtschaft für ein einz ges Ziel: die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, ei gesetzt wurden. Neue Aufgaben und neue Schwierigkeiten sind im Laufe der Jahre aufgetaucht. Sie haben zwar die Wege der Wirtschaftspolitik gewandelt, nicht aber ihr Ziel. —.— Nationalsozialistische Wirtschaft Der Weg dazu ist beschritten: Das„deutsche Wunder“ Aufkommen an Reichssteuern Durch Steuerentlastung, öffentliche Zuschüsse, Darlehen und Aufträge hat die Reichsregierung seit Anfang 1933 bis heute für die Belebung der Wirtschaft und damit für die Erhöhung der Einkommen und des Verbrauchs so große Erfolge erzielt, daß auch die Einnahmen aus Reichssteuern, die in der Systemzeit trotz neu eingeführter Steuern und Erhöhung der Steuertarife von 9.2 Milliarden RM.(1929/30) auf 6.6 Milliarden RM (1932/33) zurückgegangen waren, im laufenden Rechnungsjahr 1935/36 wieder etwa die beträchtliche Höhe von 9.5 Miliiarden RM. beiragen werden. Das bedeutet ein Mehraufkommen an Reichssteuern gegenüber 1982/33 von fast 3 Milliarden RM. und erstmalig sogar etwas mehr als im Rechnungsjahr 1929/30, dem Hochkon Junkturjahr. Die größte Wahl der deutschen Geschichte ist vorüber. Das Volk hat sich bis auf einen verschwindend kleinen Rest zu Adolf Hitler bekannt Die Menschen, die gegen ihn gestimmt haben haben sich damit von selbst außerhalb der deut schen Volksgemeinschaft gestellt. Die„PfuiRufe“ der Menge bei der Verkündung der Wahlresultate mögen ihnen das Urteil ihres Volkes über sie in die Ohren gellen. Ungewollt haben sie aber doch etwas Gutes gewirkt, denn das Ausland konnte sich so überzeugen, daß die Wahl in Deutschland völlig frei und unbeeinflußt vor sich ging. Das gibt den Millionen, die sich für Adolf Hitler bekannten, ein doppeltes Gewicht. Deutschland ist einig unter einem Führer, das ist eine Tatsache, mit der das Ausland in Zukunft rechnen muß. Aber auch in Deutschland selbst er geben sich daraus neue Folgerungen und neue Möglichkeiten. Insbesondere auch für die deutsche Wirtschaft. Gerade mit Erfolgen wirt schaftlicher Art ist ja die Propaganda dieses Wahlkampfes geführt worden. Sie sind überzeugend, und ihrer Sprache hat sich kein deutsches Ohr verschließen können. Aber sie werden noch viel größer sein, wenn wir in Deutschland erst einmal die wirkliche nationalsozialistische Wirtschaft haben werden. Freilich gibt es viele Menschen, die der Ansicht sind, wir hätten sie schon. Aber das ist ein Irrtum. Wir haben zwar eine Wirtschaft unter nationalsozialistischer Führung, aber noch lange nicht die nationalsozialistische Wirtschaft. Warum das ein Unterschied ist? Weil bei der Auffassung einer vom Nationalsozialismus„kommandierten“, Wirtschaft der Nationalsozialismus außerhalb der Wirtschaft bleibt. Diejenigen, die einen solchen Zustand eifrig als die Endlösung empfehlen, verbergen hinter ihrem Eifer nur zu oft den Wunsch, die Wirtschaft, so wie sie bisher war, zu erhalten. Der Nationalsozialismus soll nur die Aufgaben stellen, die„Wirtschaft“ will sie dann nach ihren eigenen Gesetzen und Regeln durchführen, d. h. sie will sich in beschränkterem Raum den Charakter ihrer „Eigengesetzlichkeit“, erhalten, auf Grund dessen sie einst den Anspruch erhob:„Wirtschaft ist Schicksal“. Damit kann sich der Nationalsozialismus niemals abfinden. Beweis: der Wahlsonntag. Wenn nur an die Stelle einer der vielen Systemregierungen eine nationalsozialistische Regierung getreten wäre, dann hätten wir diesen Tag geschichtlicher Größe niemals erlebt. Nein, nicht nur eine neue Regierung ist in Deutschland ans Ruder gekommen, sondern eine Regierung, die aus dem Volke kam und ins Volk ging, die sich nicht begnügte, zu„regieren“, sondern die das Volk selbst verwandelt. Waren die Wähler nicht im großen ganzen dieselben Menschen, die noch 1932 47 verschiedenen Parteien ihre Stimme gaben? Jawohl, es waren dieselben, und doch nicht dieselben! Sie waren innerlich gewandelt worden durch Adolf Hitler und seine Lehre. Sie wählten nationalsozialistisch, weil sie selbst Nationalsozialisten geworden sind. Das ist das„deutsche Wunder“. Und dieses Wunder muß sich auch in der Wirtschaft vollziehen. Eine auf den Staat ausgerichtete, vom Staat kommandierte Wirtschaft ist keineswegs etwas grundsätzlich Neues. Sie gab es schon im Merkantilismus. Aber aus dem Merkantilismus ist die abstrakte,„eigengesetzliche“ Wirtschaft des Hoch- und Spätkapitalismus hervorgewachsen. Wer verbürgt uns, daß sich diese Entwicklung nicht nochmals wiederholt, wenn der Nationalsozialismus der Wirtschaft nur Aufgaben stellen soll. Es gibt nur eine Garantie: Die Umwandlung der Wirtschaft selbst zu einer nationalsozialistischen Wirtschaft, so wie die Umwandlung der Menschen zu Nationalsozialisten erst den politischen Erfolg des 29. März ermöglichte. Eine Wirtschaft, die in allen ihren Triebkräften, ihren Lebensäußerungen, ihren Formen und Ordnungen von nationalsozialistischem Geiste beseelt ist, die erst gibt uns die Garantie für alle Zukunft. Diese Wirtschaft gilt es jetzt zu schaffen. Sie kann nur geschafft werden, wenn die Träger der Wirtschaft Nationalsozialisten werden, wie es die Wähler geworden sind. Auch dieses Werk muß gelingen und es wird gelingen, weil der 29. März die Grundlage dafür geschaffen hat, die Einigkeit der Nation unter einem Führer. Baerbaum. Man deckt sich mit Zinn ein Der Weltzinnmarkt steht nach den Berichten des Internationalen Zinnforschungsinstituts im Zeichen steigenden Verbrauchs- und steigender Verbraucherbestände. Am stärksten gestiegen ist der Verbrauch in Amerika, nämlich um 45,1 H. innerhalb eines Jahres(gerechnet bis Ende Januar). Die nächststärkste Steigerung weist Italien mit einer Zunahme von 39.3 v. H. auf. Es folgen dann Sowjetrußland mit 29.9 v. H. und Deutschland mit 9.2 v. H. Nur in Frankreich hat der Verbrauch um 11,5 v. H. abgenommen. Die Läger der Verbraucher haben im gleichen Zeitraum um 4000 Tonnen zugenommen, während im Vorjahr eine Abnahme um 11 000 Tonnen zu verzeichnen war. Man ist also offensichtlich bemüht, sich mit Zinn einzudecken. Das mag einmal mit der früheren Restriktionspolitik des Zinnpools zusammenhängen, ohne Zweifel wird die Tendenz zur Vorratssteigerung aber auch durch die politische Lage und die Rüstungsbestrebungen verstärkt. Wohnungsfehlbedart als„Konjunkturreserve“ Wieviel Wohnungen jehlen? 7 Um die Beseitigung des Fehlbedaris den„Wohnungsmangel, d. h. hinsichtlich der Zahl der in Deutschland fehlenden Wohnungenen die Meinungen des öfteren weit auseinander. Aber auch die Frage, welche Aussichten hnungsoan für die weitere und künftige Arbeiteoescha.ung bieter, wird nicht immer — beantwortet.„Von besonderem Inzeresse gürkte daher eine Stellungnahme des Infür Konjunkturforschung zu diesen Fra gen sein, wobei auch die Entwicklung des Wohunterzogen wird. gab es keinen Wohnungsman##hrt da: Konjunkturinstitut u. a. aus. "„, während des Krieges reichten die durch Auflösung von Haushaltungen freiwerdenden Wohnungen aus, um den noch entstehenden ge1910 ui. sarungsbedat, zu decken. In den Jahren und Hauste aber„nahmen die Rheschließungen Haushaltsgründungen sprunghaft zu, wähgend###ch JSleichzeitig der Wohnungsbau infolge der Kapitalknappheit und der fortschreitenden Nährungsentwerrung, nicht entfalten konnte. #e un der Indation gab es schon mindeMillionen Haushaltungen ohne eigene " Erst in den Jahren 1927 bis 1930 konnte sich en aurarigkeit dank der weitgehenden staatlichen Hilfe so entfalten, daß der Zugang an Sennungen m. der Zunahme der Haushaltungen Schritt, hien eit dem Zusammenbruch der Bautätigkeit im Jahre 1931 blieb der Wohnungszugang wieder hiner dem Stande der Haushaltungen #gaite 1933, gab es in Deutschland bereits 1.1 Millionen mehr Haushaltungen als Wohnungen. Seitdem hat sich bis Ende 1935 der Fehlbedarf infolge der außerordentlichen Zunahme der Eheschließungen trotz steigender Bautätigkeit, weiter um 0.4 Million erhöht. Ende 1935 waren für 18,8 Millionen Haushaltungen nur etwa 17.3 Millionen Wohnungen verfügbar. Der Ueberschuß der Zahl der Haushaltungen über die Wohnungen betrug also rund 1.5 Millionen Wohnungen. Es fehlen mindestens ¾ Million Wohnungen und Siedlungen. Das Konjunkturinstitut betont mit Recht, daß nun nicht jede dieser Haushaltungen auch eine selbständige Wohnung wünscht und vor allem gleichzeitig in der Lage ist, die Miete für ein eigenes Heim aufzubringen. Die tatsächlich unge derkte Nachfrage, die sich gegenwärtig am Wohnungsmarkt geltend macht, ist niedriger, als der Gesamtzahl der Haushaltungen ohne eigene Wohnung entsprechen würde. Wie hoch diese„tatsächliche“. Nachfrage ist, läßt sich nicht genau sagen. Sie ist zunächst abhängig von der Höhe der Mieten im vergleich zum Einkommen. Dann schwankt die Wohnungsnachfrage ständig je nach der allgemeinen Wirtschaftslage. Nach der Mitte 1927 vom Reich durchgeführten „Feststellung der Wohnungssuchenden“, konnten nur etwa 56 bis 59 Prozent aller Familien und Haushaltungen ohne eigene Wohnung als„tat sächlich wohnungssuchend“ gelten, d. h. indem sie über ein entsprechendes Einkommen verfügten, um eine eigene Wohnung bezahlen zu können. Alle anderen Berechnungen des wirklichen“. Fehlbe darfs bringen die Kaufkraftverhältnisse der in fremder Wohnung wohnenden Haushaltungen und Familien nicht hinreichend zum Ausdruck. Unter vorsichtiger Abwägung aller in Betracht kommengen Faktoren kommt das Konjunkturinstitut zu rgehmis, daß gegenwärtig im Mindestfall die Hälfte, das sind also mindestens ¼ Millionen der in Untermiete lebenden Familien und Haushaltun gen, eine eigene Wohnung wünscht und gleichzei tig die Miete dafür aufbringen kann. Das Konjunkturinstitut läßt die Frage offen ob nur zunächst die kaufkräftige ungederkte Wohnungsnachfrage befriedigt werden soll, oder on von rornherem das, Ziel zu verfolgen ist, möglichst für e#mtliche 1.5 Millionen Haushaltungen und Familien ohne eigenes Heim neue Wohnungen und Siedlungen zu bauen. Jedenfalls zeigen beide Ziffern. was auf demn Gebiet des Wohnungsbaues und Siedlungsbaues noch nachzuholen ist, von den Aufgaben zur qualitativen Verbesserung der bereits gegebenen Wohnungsverhältnisse. z. B. Altstadtsanierung. Beseitigung der Notwohnungen usw., einmal ganz abzusehen. die Beseitigung des Wohnungsfehlbedarfs als„Konjunkturreserve“, eingesetzt werden kann #### en Fille von Fragen gelöst werden. nei d., heut„in Untermiete lebenden Familien. s0 wird in dem Bericht ausgeführt, handelt es sich zum überwiegenden Teil um Volkskreise mit äußerst niedrigem Einkommen. Es dürfen daher gurohnungen und Siedlungen einfachster Ausstattung und mit möglichst räumlicher Beschränkung gebaut werden, soweit es mit den Zielen der neuen Staatsführung zu vereinbaren ist Sonst können die Mieten und Lasten von den neuen „##ks##schten, für die„je Wohnungen bestimmt ung., nicht getragen werden. Ueberdies ist der Fehlbetrag von Landesteil zu Landesteil und von Stadt zu St., außerordentlich verschieden. Für d1e, 4ge. wo sollen die fehlenden Wohnungen gebaut werden, ergeben sich hieraus wichtige Fingerzeige. Schließlich müissen bei den hau- und wohven#% iisc un Katscheidungen nicht nur die gegenwärtigen Verhältnisse, sondern auch die künfEntwicklungstendenzen der wohnungsbedürftigen Bevölkerung und die wirtschaftlichen Entmoglichkeiten und Wirtschafteräume in Rechnung gestellt werden. E. B Ausfuhrerfolge der Fahrradindustrie Die Ausfuhr deutscher Fahrräder hat sich im vergangenen Jahr gegenüber 1934 erheblich gebessert. Im einzelnen geht die Entwicklung aus der beistehenden Uebersicht hervor, die die monatlichen Ausfuhrergebnisse von Januar 1934 bis Januar 1936 veranschaulicht. Insgesamt bein 1000 Stück AEG innerlich gebellert Sanlerungszeltpunkt noch nicht gekommen. 31. März. Die oGV der Allgemeinen Elektrizi* diese Neue Erfolge In der Zementausfuhr Holland als Bezleher an erster Stelle Die Erfolge der deutschen Zementindustrie im Ausfuhrgeschäft haben sich in den letzten Jahren ständig geausfuhr im Vergleich zum Jahre 1934 annähernd verdopausfuhr im Vergleich zum Jarhe 1934 annähernd verdonpeln. Die gesamte Zementausfuhr 1935 bezilferte sich auf 510 825 To. gegenüber 261 397 To. im Vorjahr. Bereits in den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres wurden neue Fortschritte erzielt. Die Zementausfuhr von Januar Februar 1936 belief sich, wie jetzt berichtet wird, auf 95 131 To. und lag damit um 11 Prozent höher als die in dem gleichen Zeitraum 1935. Diese Ausfuhrsteigerung ist um so bemerkenswerter, als die ersten Manate eines jeden Jahres infolge der jahreszeitlichen Einflüsse und der geringen Bautäligkeit besonders in Europa einen Rückgang des Zementverbrauchs hervorrufen. Unter den Bezieherländern von deutschem Zement stehen die Niederlande immer noch an erster Stelle. Die Zementausfuhr nach Holland betrug im abgelaufenen Jahr 146 756 To. gegen 143 833 To. im Jahre 1934 und 19 426 To. in den beiden ersten Monaten 1936 Hliernach kommt Brasilien, das von Deutschland im Jahre 1935 rund 82 145 To. Zement bezogen hat gegen 33 398 To. 1934. In den Monaten Januar-Februar wurden 9725 To. Zement nach Brasilien ausgeführt. Auch die Ausr nach Venezuela hat im vergangenen Jahr mit 32 774 (6760) eine erhebliche Zunahme erfahren. Im JanuarFebruar 1935 betrug die Zementausfuhr nach Venezuela bereits 6724 To und erreichte somit in diesen beiden Monaten die Höhe der Gesamtausfuhr von 1934. Ebenso hat sich die Zementausfuhr nach Britisch-Westafrika, die sich bereits im abgelaufenen Jahr auf 21 561(7265) stei gerte, in den beiden ersten Monaten 1936 weiter erhöht Von den euronäischen Bezugsländern ist lediglich die Steigerung der Zementausfuhr nach Irland erwähnenswert. die sich im Jahre 1935 auf 18 052(5825) To. erhöhen konnte. von sonstigen Bezugsländern sind noch Frankreich und Norwegen zu nennen. Starke Steigerungen der Zementausfuhr sind jedoch fast ausschließllich nach den südamerikanischen Staaten festzustellen Welchen starken Einfluß die Zementausfuhr auf der Aktivseite unserer Außenhandels- und Devisenbilanz ausübt, kommt darin zum Ausdruck, daß sich die Zementausim banre 1934 auf 3.9 Mill. RM ermälligte, sich dann 1935 jedoch auf 7.4 Millionen RM erhöhte und in den beiden ersten Monaten 1936 sich auf 1.3 Millionen RM trug die Ausfuhr von Fahrrädern im vorigen Jahre 25 987 Stück im Werte von 992000 RM. im Vergleich zu 10033 Stück und 471000 RM. im Jahre 1934. Das war ein Mehrabsatz um 15 954 Stück oder 159.0 v. H. bzw. um 521000 RM. oder 110.6 v. H. Im Januar dieses Jahres stieg die Fahrradausfuhr auf 3643 Stück im Werte von 126000 RM. gegenüber 853 Stück(38 000 RM.) im Januar 1935 und 477 Stück(20000 RM.) im Januar 1934. S. Berliner Wertpapiermärkte Zellstoffkonferenz in Stockholm Stockholm. 31. März. Das europäische Zellstoffkartell (Sulphite Pulp Suppliers) hielt in Stockholm eine Sitzung ab. an der Finnland, Norwegen, Schweden, die Tschechoslowakei. Oesterreich. Deutschland und Memel teilnahmen. Es wurde eine Anzahl von für die Organisation wichtigen Fragen, wie Marktlage und statistische Position, behandelt. Nach eingehender Prüfung wurde beschlossen. die Exvortmenge für 1936 auf 2 500 000 t festzusetzen. — In der Stockholmer Konferenz von Mitte Januar 1936 ist der Bedarf auf 2 350 000 t berechnet worden. AUS DER SCHIFFAHRT Die Rotterdamer Hafenpolitik Belgische und französische Ansichten über die Verständigungsmöglichkeiten Nachdem über die Lage in den Rotterdamer Häfen wiederholt Erörterungen im holländischen Parlament stattgefunden haben, ist die Hafenpolitik Rotterdams nunmehr auch in der belgischen Kammer besprochen worden. Der Abgeordnete Baelde, gleichzeilig Beigeordneter der Stadt Antwerpen, hat darauf hingewiesen, daß keineswegs die Devalvation und die belgischerseits gewährten Rneinfahrtprämien die Ursachen für den Rückgang des Güterverkehrs in Ratierdam seien, sondern vielmehr alles auf die einschränkenden Mallnahmen der holländischen Regierung zurückgeführt werden müsse. Kontingentierung. Einfuhrverbote, sowie die jetzt verordnele Landbaupolilik üblen einen ungünstigen Einfluß auf den Schiffahrtsverkehr in Hotterdam aus, denn in den Niederlanden werde nicht genügend berücksichtigt, daß Belgien weniger als Holland abhängig von dem deutschen Hinterlande, vornehmlich Kheinland und Westfalen, sel. Die erwähnten Verordnungen müllten sich gerade aber auch bei dem deutschen Güterverkehr ungünstig auswirken. Begreiflicherweise wünscht Rotterdam die belgischen Argumente zu widerlegen, und weist zum wiederholten Male darauf hin, daß es tatsächlich ungesunde und mehr oder weniger unfaire Konkurrenz sei, was Antwerpen den holländischen Häfen biete. Nichtsdestoweniger fühlt man sich in Rotterdam von der Regierung stiefmütterlich behandelt und gibt offen zu, daß die belgische Regierung m ur.„chör den Wünschen Antwerpens schenke als es hinsichtlich Rotterdams im Haag geschehe, denn in Belgien ziehe die Reglerung und die Gemeindeverwaltung von Gent an einem Strick, weil beide Instanzen rechtzeitig die Ueberzeugung gewonnen hätten, daß ein blühender Welthafen einen großen nationalen Besitz bedeute. Rotterdam dagegen sei nach wie vor zum Abwarten verpflichtet, während indessen andererseits der nationale Besitz, den der Rotterdamer Hafen für die Niederlande in einem noch gröleren Ausmaße als Antwerpen für Belgien darstelle, sich an Wert vermindere. Die Privatinitiative habe bisher nicht geschlt, und den Unternehmern sei nicht zuzumuten, aus ihrer Tasche nochmals Opfer zu bezahlen. Jede Woche bringe große Verluste, deshalb sei es notwendig, daß schnellstens eine Einigung zwischen der Regierung und der Hotterdamer Stadtverwaltung erzielt werde. " Die Materie ist inzwischen auch von großem Interesse für französische Schilfahrtskreise geworden, und diese belassen sich in erster Linie mit der wiederholt aufgeworfenen Frage, ob eine Verständigung In der Preispolitik zwischen Antwerpen und Rotterdam möglich sei. In Holland selbst hat man mit diesem Gedanken auch längere Zeit gespielt, und zum Teil ist sicherlich die Verzögerung, die heute viel Geld kostet, auf diesen Faktor zurückzuführen. Da inzwischen Antwerpen von Woche zu Woche mehr Gewinn bucht, so glaubt heute in Rotterdam niemand mehr an ein Entgegenkommen der belgischen Kreise. Französischerseits wird eindeutig festgestellt, daß eine Verständlgung ausgeschlossen sel, denn es werde nicht dazu kommen, dall jeder IIafen eine bestimmte Kategorie von Gütern abfertige. Es sicht zwar fest, daß Antwerpen gegenüber Rotterdam leistungsfähiger bei Stückgut ist. aber inzwischen hat der belgische Hafen es verslanden, ebenwengen Massengüter an sich zu ziehen. Im „ 1 bellet. der Seeverkehr in Antwerpen auf Tonnen, worunter elwas mehr als die Hlälfte bereits Massengüter, wie Getreide. Holz, Erz und nonien, wagen. Der, Transport von Steinkohlen. Erz beträgt 2ron., In demselben Jahre wurden in Rotterdam über 27 Millionen Tonnen abgefertigt, darunter 25 Prozent für andere Produkte als Massengüter. Der Transport ### p und Er, der ont als der belangreichste Teil für Rotterdam betrachtet wird, erreichte 13 700 000 Tonnen somit 50 Prozent. Auch französischerseils gelangte man #####nier Verwendung dieser Zilfern, dal rschäinlich keiner der beiden Hläfen mit einer bestimm. ten Elnteilung einverstanden sein wird eeren#t henem Eingeweihten bekannt, daß jeder gute Hafen den Reedern eine aus Produkten dieser beiden epcagre chas sorien„baztehence, Fracht andieten muß. die entsprechend der Ladungskapazität der Schilfe eine lohnende Einnahme versichert. Kein Hafen kann weder vollständig von Kohlen, noch von Erz Abstand nehmen, da sonst die Reedereien wegen der benötigten Ladung ihre Konsequenzen ziehen müllten. Im übrigen spielt natürlich der Wunsch der Verlader die ausschlaggebende Rolle bei den Dispositionen. Wenn bis hetzt Antwerpen Rotterdam Mengen abgewinnen konnte, dann ist dies nicht zuletzt in„ ger verbilligten Tarife zu erklären. Es wird daher Rotterdam, wenn es nicht noch mehr vom Gülerverkehr wossen a%.. f. a. jeres übrig bleiben, als sich anzupassen, d. h. ebenfalls die Preise zu ermäßigen, eine Meinung, die gegenwärlig in Holland allgemein durchgedrungen s. Nach den letzten Berichten aus dem Haag ist in dieser Ilinsicht in Kürze ein für Rotterdam günstiges Ergebnis # ewr,n. Es wird dann aber noch zunächst einen Kampf geben, um die verlorenen Mengen von Antwerpen wieder zurückzuerhalten, ein Kampf, der Rotterdam bei trüh r. Jureseführter Preisermäßigung wahrscheinlich erspart geblieben wäre. Berlin, 31. März. Die Berliner Börse kennzeichnete sich am Dienstag durch anhaltende Käufer sowohl von seiten der Bankenkundschaft als auch des berufsmäßigen Börsenhandels. Als Folge wurden die Schlußlkurse vom Vortag in den fortlaufenden Notierungen des Aktienmarktes weiter überboten. Verschiedentlich bewirkte Mangel an Ausgleichsmaterial erhebliche Befestigungen, was u. a. für die Aktien der Siemens A.-G., Chemische Herden, Berliner-Karlsruher, Orenstein und in Montanwerten zum Ausdruck kam. Eine bemerkenswerte Erhöhung brachten die Anteile der Reichsbank ein. Hier konnte jedoch der höchste Tageskurs nicht behauptet werden. I. G. Farben überschritten die Kursgrenze von 162. Weniger Beachtung fanden Linoleum-Aktien, dagegen standen Tarifwerte lehhaft im Markt. Eine gegenläufige Entwicklung verzeichneten Schiffahrtsaktien; die anlangs bereits niedriger liegenden Notierungen bröckelten im Verlaufe der Börse weiter ab. Kurseinbußen von 1 v. H. und mehr traten für Stolberger Zink, Aschaffenburger Zellstoff und Harpener in Erscheinung. Deutsche Kabel und Conti Gummi lagen durch Zufallsangebot gedrückt Der weilere Verlauf der Börse war uneinheitlich bei vorliegenden kleineren Rückgängen, die durch Glattstellungen hervorgerufen wurden. Sehr widerstandsfähig blieben dagegen Montanaktien, die last zu höchsten Tageskursen schlossen. Zunehmende Geschäftstätigkeit konnte man für festverzinsliche Wertpapiere bemerken. Die verstärkten Anlagekäufe waren darauf zurückzuführen, daß die sich aus dem Kupontermin des 1. April ergebenden Mittel fast restlos dem Rentenmarkt wieder zuzufließen scheinen. Die Anlagen erstreckten sich auf alle Rentengebiete, so daß allegemein die Kursgrundlage erhöht war. Reichsaltbesitzanleihe blieb mit 111½ unverändert, Reichsbahnvorzugsaktien zogen auf 123½ an. Länderanleihen und Provinzialverbände waren ebenfalls überwiegend freundlich. Ein durchaus festes Ausseheh hatten Reichsschuldbuchfordérungen. Mittlere Fälligheiten stellten sich fast% v. H höher, wobei der Jahrgang 1940 seit längerer Zeit wieder die Parigrenze erreichte. Die Gemeindeumschuldungsanleihe ermäßigte sich auf 86.95. Von Stadtanleihen beachtete man Düsseldorf und Essen. Rege Umsätze ergaben sich für Pfandbriefe, Mitteldeutsche Boden und Zentralboden zogen um 0.25 bis 0.30 an. Auch amtlich nicht notierte Werte wurden in die Aufwärtsbewegung mit einbezogen, desgleichen industrielle Schuldverschreibungen Am Geldmarkt trat gegenüber dem Vortag keine Aenderung der Verfassung ein. Der Bedarf hielt sich in #m Umlange. Die Sätze für Tagesgeld erfuhren jedoch eine weitere Erhöhung 3½ bis 3½ v. H. D—v Schus maunte;, Deutsche Anl. Ausl.-Sch. einschl. ½ Abl.Schuld 111½: Aku 49¼; AEG 36: BMW 123; I. P. Bem####., Brger 12218;, Berl. Maschinen 115½: Bu.us 26°8: Charl. Wasser 109½: Compania Ilispano 339½:; Conti Gummi 181; Daimler Benz 97%; Dessauer Gas 131¼; Deutsche Erdöl 116¾; Elektr. Licht u. Kraft 139½; EngelGesfürel 134“ Th. Gatg.#g Parnen 162: Feldmöhle 1234: ot 7# Garascmmidt 108½; Ilarpener Bersbau 4:: Hoesch Köln-Neuessen 92; Kali Aschersleben 126: Klöcknerwerke 85%; Kokswerke Chemie 125⅝; Laurahülle Oremsts smann 84%: Mansleld 135; Maschinenbau 85½; Orenstein u. Koppel 78%; Rheinstahl 117½; RWE 128½: ###% Fhe 124; Salzdetfurth 178½; Schubert u. Salzer Schuckert u. Co. 138¼; Schultheiß-Patzenhofer 102 3/8: Welcot 12414 pei: Ver. Stahlwerke 36: Zellsioli Waldhof 124½: Reichsbank 181½: AG für Verkehr 109: rach 7Jesd aorcg, Lgrd 1#: Olavi Minen 1976. Tägl. Geld 3½-3¾; Privat-Diskont 3; Reichsbank-Diskont „„Lombard-Diskogt 5: Steuerdurchschnitt 108.9; dito 1934 110.3: Gruppe II 1934 103½; dito 1935 107½: dito 1936 111¼.: dito 1937 111¾: dito 1938 111.1: Di. Anl. Ausl. 111⅛6; Sproz Int.„Young“ 102%; 6proz. Pr. Staatsanl. 1928 107.9: 6proz ach. nee ma ge, V##., Weziz. Prov.,„ Augl. 111/; Gpror. Berlin, 9.. Mull. Die CUt der A tAls-Gesellschaft(AEG) stand auch in diesem Jahre wieer im Zeichen einer angeregten Aussprache über die Lage Unternehmens und der Frage eines Kapitalschnitts „„ Aktional ente wurde ausgeführt, dall der ausgewiesene lohertrag nach Abzug der Aufwendungen für Roh-, Milfsund Betriebsstoffe mit 138.85 Mill. RM nur etwas mehr als rend, wie der au..:: Rut ausmache, wähna. W Aktionär als Vergleich anführte, bei den s.Sc. ckertwerk. der Rohertrag mit 229 Mill. Ro von 340 Mill. RM gegenübersiche. Aus die„#n folgerte der Redner, dall die AE(i hier durch #e. bchgge#f stille Reserve geschallen habe, mit St’äins##— des Umsalzes ausmachen dürtte. IlierVerer Form min*. ulgKuns des Kapitals in schärnicht in Finklang zu bringen " E. zweiler Aktignar unterstrich die erfolgreiche Arbeit Loirien u“ uns und wies an„Hland der Bilanzzahlen der d2 der bescllschalt eine erheb liche Schuldenlilgung gelungen ist. und zwar hätten die seit 1932 um insgesamt 140 Mill. RA abgenommen, ein Zeichen dafür, daß die AEG doch nicht ganz ##8rbeite, habe. Ein dritler Aktionär wies darauf hin, daß der im Gesamtumsalz enthaltene Auslandsz von 57 Mill. RM bezüglich der im einzelnen ergedru gten„reise nicht den Erwarlungen entsproGeserten ve. 2. S 11 horaguuze vel den errechnelen Heserven von 17 v. H. berücksichtigt werden. Im Anschluß hieran ergriff der Vorsitzende des VorGsheimrat Dr. Bücher, das Wort. Er müsse sicn eigenine,, so sagle er einleitend, für die Worte der bedanken. Aber er müsse doch einiges richtigstellen und den geäußerten Optimismus weit zurückdämThre ssenn, mat, die Bilanz der AEch der leizten(oni u d. ächer: gam sei es berechtigt zu sagen, hier sei erordentliches geschehen. Dies sei Jahre sat0wendig, gewesen, denn, wenn die Ak.G im anre 1931/32 nicht die Energie besessen hälle, in dem cing de. Eniss!“ernchmen am, allerschlechtesten .. den Enischluß zu fassen, mit der Schuldenrückzah####u, 2unen, und die auf dem internalionalen Markt hatte das Cniernch szunutzen, dann das Unternehmen im Jahre 1932 vor dem Registerichter erscheinen müssen, da es mehr als die Ilälfie des ren 136 Mil. Rut Sch...i den leizten Jah 40 Mi. Bos, P##, So##licden feizist und aullerdem noch Ni. des Bilanzverlustes ausgeglichen werden gewezen. Jie habgi osten für die Firma möslich ####n. Sie habe dafür einen Tell der Liquidilät aufbringen mussen. Dadurch sei dem Unternehmen aber die pasis w. dergegeben worgen, auf der es allmählich zu einem im Dorchlschmist der sing„Caipichtunsterbeiten aeien gegeben worden. d. letsten Jahre 4 bis 7 Mill. Ru Aus4 Bücher wandte sich dann zur Frage des Beschäftisungsgrades. Das Auslandsseschäft Prozent der 1152“ trait.. nur ewischen 50 und 60 nicht vo“ beschäftist, Zur Frage des a. durcnau Sicheipret Pygenn ∆40 #rgehme, nich, gleichzeilig neue Mittel zugcführt wörGeldgeber ab. weilarn. 1 erentuellen neuen ae Per. den Varieche Ih u, grnchmisat, vonach ale Millionen Rüf weiter vorgetragen wird on ru. 9 reitere epfreuliche Absatssteiserung Die weitere Entwicklung lasse sich noch nicht überblicken, zumal da auch die Frase einer Aenderung der Bierbesteuerung noch ungeklärt gal. Warenmärkte Hamburger Warenmarkt Hamburg, 31. März. Reis: Hier blieb es bei nom. . F o r d e r u n g e n w e i l e r s t i l l. V o n d e n f e r n ö s t l i c h e n Märkten trafen stetige Meldungen ein. Baumwolle: Stelig, unv. a f f e e: A m„ L o k o m a r k t b l i e b d a s G e s c h ä f t w e i t e r Oflerien von Uch. e ur und nicht zu verreichnen. „chmalz: Stenlg, unv. Feltwaren: unv. Nachtrage fest##hs: linsen liegen bei lebhalterer M 728e Chile-Linsen extra large wurden zu 33½ RM fag. zu 32 RM Cif-Basis für 100 kg unverzollt gehansich#####scsutn„ Auch am Lokomarkt entwickelte sen und porr höheren Preisen lebhalteres Gieschält. Erben und Bohnen unv. ruhig. Chile-Linsen fag neue Ernte enerinderi. u eue Ernie 22 Rü per 30 bg. Uebriges r und Fette: Für holl. Leindl zeigte sich zur prompe„Lieferung verstärktes Kaufinteresse. Kokos- und Heimien e P; eder ernas freunglicher. Am 1838. Mai.duni 19:# 4“ Lage unv. Holl. Leindl prompt rse- bneien... Aus. 19¼ hil per 100 kg. Uebriges Gewürze: Stelig. Preise unv. Rohkakao: Ruhig. unv Gaatblabrikate: Gute Nachfrage, Preise Rauhfutter: Ruhig, unv. #F Mu M g, aneet loko 77/16. Aprü-Mal 178. mai-Juni 741/18 Fence per lbs. Zucker: Der Effektivmarkt zeigte eine festere Halsung bei durchweg erhöhlen Forderungen. Der Termin####rk, verlief auf feste Auslandsmärkte gut behauptet sge er-April 68%, Brilich üine Marz=Apri Magdeburger Zucker-Notierungen F31-85: Aori 31. 90 4.3 Gemahl. Mehlis Närz 31.7h „ April 31.90 32. Tendenz: stelig.— Notierungen Bu 10 S g Weillzucker(einschl. RM 0.50 für Sack und RM, 10,50„Verbrauchssteuer) brutto für netto an Fabrikund Umgebung, bei Mengen von Magdeburger Zucker-Terminnotierungen Magdeburg. 31. März.(Erste Ziffer Brief, zweite Geld.) 10° 490 v. Ai 3.90, 3.70; Aug. 4.00, 3.90: Okt, 4.00, z. 4.2., 2.15. Tendenz: stetig.— Notierunür 10 kg Weillzucker netto, einschl. Sack, frei Seeschilfseite Hamburg. Getreidemärkte Goldenes Jubiläum Direktor Ewald Weise bei den Chr. Host mann-Steinbergschen Farbenfabriken, Gmblf., Celle, diesen Altesten und führenden Druckfarbenfabriken des Konlinents, begeht am 1. April d. J. den Tag seiner ununterbrochenen 50jährigen Tätigkeit in dieser Firma wrde nach voraufgegangener sorgfältiger un durch vi zeilige Schulung und darauffolgende ernste,„und, Strenge Lenre gleicher Branche, in seiner Firme Thr. vip.. a April 1885 von der damaligen balterz und Korrasuudan... 4i Stelle eines Buchnalters und Korrespondenten berufen. Durch seine Kenntnisse, sein unentwegtes Streben und seinen regen Fleiß und Ausdauer errang er sich schon frühzeitig das Ver trauen und die Wertschätzung der Inhaber der Firma Chr be.ss aee.00 nanm zu dem Aulbdau der Fima leonatten am.... Den immer zahlreicher und umfassender werdenden Mitarbeilern stand Direktor Weise Jahre hin du.„ zunzenst als Lontarchef, vor, wurde darauf von der „Gr Hostma, g.ggeinpgrss ge Farbenfabriken geänder. ten rirma zum Prokuristen berufen und im Jahre 1008 zum Direm ger Firma ernannt. Eine 50jährige ununter Aachener RM 29 91: Sproz. Düsseld. RM 26 92½; Sproz Pr„ Nr. R.4 97: dito 13-15 97; dito 17418 97; dito „„ 9 2.10 Nt: dito R 21 97: dito R 22 97½: dito Kom R 18 94¾: dito Kom. R20 94¾; dito Kom R K 041.. a93%; dito Gold 1+2 95: 6proz. Westf. Hausgrund RI 95½: Gprer- Wesi.,„ Ldsch. Gold 94½; 4proz. D ch. Zir. Bod dice 3ola. asu: 0 02. Pr. 247,Bou. 24 P5#: dito 28 95: Dortmunder Union-Brauerei „ Die GV., in der 180 Aktionäre ein AK. von 9.50 Mill n den Wmimn F.#e auf die Stammaktien, wovon 47 Persaher caoes Trsen Ttaste u Prateperie, radae er Rheinisch-Westfälische Börse zu Düsseldorf opimistischen Beurtelung der Westwirtschalte durch erzehbaigre, ien. Bohilaum zu Jerrodu sugeg geher Ge. reit.,„Im allgemeinen hatten die Kurse Besserungen von weiler Börsenverlauf an und die Ru Aufwärtsbewegung fort. Dar x dir bj73e seizten ihre ruhigen Verlauf Rorzenschlud: soaratr nachm Kölner Produktenbörse Koh 31. März. Notierungen in RM für 100 kg. FrachtS.410. 8.80. Bog. augn.. 8.00: Luzerneklecheu lose 1½##880; Rosgenstroh gepr. ab rhein. Station 2.60—2.80; Gerstenstrot## 20#. n. Statioff 2.60—2.80; Haler- und Gerstenstroh gepr. ab rhein. Station 2.40—2,60. Hamburger Cif-Notierungen für Getreide, Kleie und Saaten " Hamburg. 31. März. Weizen: Manitoba I April 5.35; Rosafé 79 kg April 10.55; Barusso 80 kg April 5.45.— terste: Donau 64-65 kg April 3.25; Plata 67-68 kg April „— Roggen: La Plata 71-73 kg April 3.30.— Mais: La Plata schw. 2,97½—3.00; März 2,97½; April(alte Ernte) Hter: Bi 1.-izacn 3½%3. Juni(neue Ernte) 2.97½.— .. ½ a Lnclipped 46-47 kg April 3.66; Plata clipped uri gol er 3.75.— Weizenkleie: Pollards schw. 900; Plata Aoril r• 5- 816: April 81/6.— Leinsast: I „ala April. 7.15; Mai 7,77½; Rizinussaat April-Mai 12/15/0: 4%„gcinsaat April-Mai 13141, Rapssaat Toria AprilBerliner Produktenbericht (Eigener Bericht) Bernn, 31. März. Roggen fand am Berliner Platz heute nicht mehr so leicht Käufer wie in der letzten Zeit. Es wurde nur eine Ausgleichsgebühr von 4.— RM geboten während vom Großhandel 5—6 RM gefordert wurden. Die Sanhitlsch für alle“ getn.... 4. 1. 4 treien bekanntlich für alle Getreidearten um 2.— RMhöhere über Redart im uu. sa“, In Weuen varen de Zuiuhrea uner Bedark im Markte, da die Berliner als nicch die Provinzmühlen geringe Kauflust bekundeten Fänigermaßen bemerkenswert waren Lieferungen per zweite Ilälfte Mai Jun.,„„dgnen jedoch Ware nur in den sellensten Garisgesch aft Futtarba. n Nehl halte laufendes Beartsgeschäft. Futterhafer konnte abgesetzt werden. Industriehafer wurde kaum besehrt. Futtergerste stand ###s zur Verfügung und wurde zu kaufen gesucht. Braugerste wurde in eiweillarmen Sorten vereinzelt anfgenomam Fultermitlelmarkt war keine, Veränderung ,fest833. Pjau.3.310, Kom. 2623 9piz; Bleprot Pr. Cir. Rotterdamer Frachtenmarkt "-berrhein. Der Wasserstand war Montag fallend. Die Nachfrage nach Leerraum war mäßlig bei geringem Kahnraumangebot. Die Stimmung war im großen und ganzen unverändert bei stetiger Preistendenz. Eine einheitliche Frachtnotierung kam bis Börsenschluß nicht zuslande, aber durchschnittlich galt als Verhandlungsbasis eine Fracht von ca., 52½ Cts. pro To. nach Mannheim mit den entsprechenden Zuschlägen nach Karlsruhe, Straßburg und nach den Mainstationen bis Aschaffenburg. Die Gülerzufuhr war mittelmäßig. „ N.,e, errhein. Der Wasserstand war fallend Die Nachfrage nach Leerraum war etwas besser, so daß die Tendenz stetig blieb bei ruhiger Stimmung. Kahnraum „uTGgge###.„ angebeien, worunter auch große Kähne von 2000, To, Tragfähigkeit und mehr, die aber in der größten Anzahl seitens der Reedereien an den freien Markt gebracht wurgen. Für Erz nach den Ruhrhäfen bezahlte a. G. 7„Ts, pro To, hei 4 brd. 8 Löschlagen, mit " C t s. Z u s c h l a g n a c h M ü l h e i m- R u h r u n d 5 C i s. n a c h „„ Rhein-Ile„ne-Kanal. Die Gôterzufuhr war mittel mällig, ebenso die Erzzufuhr. Fünf Getreidedampfer waren in Rotterdam eingetroffen, hauptsächlich beladen mit deutschem Ggreid, aus Rostoca, Steitin und Königsberg, eine Ladung Getreide aus Vancouver. Erzmengen hatten abzufertigen: die Gutehoffnungshütte Walsum aus Salta Lechhng aus Uesinz- prindisl und die N. V. Viking eine Der Schlenplonn war bei kaum veränderter Geschäftslage 2½ Cts. höher und wurde somit für beladene Schiffe nach dem 22½-Cts.-Tarif notiert. Für leere Kähne verlangten die Agenten ungefähr den 20-Cts.-Tarif. J. G. K Duisburg-Ruhrorter Schifferbörse Pier gechshesisce Kolterioem ver Puu mit Kanalvorlage und unveränderten Frachten Herne.V..— vich nolisert. Auhrhhten und ab RheinB. T--H-Rhein, ur dr.. 1½) nach Rotterdam 0.85 m. ab Rhein- und Ruhrhäfen nach Rotterdam 0.90. nach Autwerpen-Gent 1.20, nach Brüsel 1.40 und nach Lättich ## chten a. Rhein-Herne-Kanal nach Rotterdam 1.10 nach Antwerpen-Gent 1.40, nach Brüssel 1.80 und-.al Lätich 2.20 RA einschließlich Schleppen. Schlepplöhne ab Rhein- und Ruhrhäfen nach St Goar beim a.30.- a.38 Pai. Susierburg Orb-Oe nach Nann. Wetter Temperatur Die Schiffahrtsbewegung Im Nieuwen Waterweg und Rotterdam „„Rährern„g versangenen Woche sind im Nieuwen Walerweg 236 Seedampfer eingetroften. Hierunter befanden sich 72 deutsche, 51 holländische, 38 englische. 16 gorrgsische, 15 senwecische. 12 kranzösische, 7 griechische 3 italienische, 2 amerikanische. 2 ja waren 187 für Rotterdam bestimmt. Welerwen“####oene des Jahres 1835 kamen im Nieuwen bestimmt weren—. er an, worunter 191 für Rotterdam Seit dem 1. Januar sind angekommen: Seedampfer Netto-Reg.-Tonnen Nieuwe Waterweg Rotterdam Ort Konstanz Rheinfelden Breisach Straßburg Kehl Marau Mannheim Mainz Bingen Caub Koblenz Köln Düsseldorf Duisburg Ruhrort Wesel Emmerich Nebenflüsse Lohr(Main) Ems(Lahn) Trier(Mosel) Mülheim(Ruhr) 127 Ruhrschl. Dsbg. 318 Pegelstand 289 Festverzinsliche Werte: Duisburg 1926 Duisburg 1928 Essen 1926. As. 19. Oberhausen 1927 Rheinprov Ldsbk G Pfdbr. 3 dio Kom A. 4 Dt Kom Sammelabl Anl. R 2 d.o ohne Auslosung Rh. Westf Bod Cr G. Ilyp R. 1 dto R. 11 .440 Kom. 1926 R. 4-6 Westd Bod Cr. G. 24-26 dto. Kom Em 4. 8. Dt Schiffskr G. Pidbr. R. 6 Aktien: Bösperde Walz 0 ner Bergw. u. Hlüttenverein Braunkohle Zukun!! Dahlbusch dio Vorz Dorstener Eiseng. Gerresheim Glas Hallesche Salz....... Köln Gummiläden.... Königsbrauerei Duisburg Rheinische Energie Schlegel Scharpens. ver Rumpuswerke Waggon Uerdingen Dortmunder Aktienbrauerei Dortmunder Ritterbrauerei Dortmunder Unionbrauerei 31. 3 69⅞ 0 89¾ G 91½ G 91¼ G 96½ G 94% G 134¾ G 24 01 96½ G 101½ G 94½ G. 94 C 94½ 100¼ G 129 G 132½ 110 C 132 G 90¼ G 116¼ G 45¼ G 110 G. 106 C 139 B 66 C 96 214 105 75 202 355 254 51 163 173 185 150 * —24 1 -25 102 144 123 62 +13 + 4 — 3 + 1 — 6 — 2 + 3 + 4 + 5 + 2 — 1 — 8 — 7 — 3 — 1 — 1 + 3 + 5 — 6 30. 3. 893, G 89% G 91⅝ G 96¾ G. 947 G. 1141 24 G 96½ G. 101 ¾ G 941 G. 96 94 98 C 100( 130 D 131½( 110½ G 132 01 116 ¼ 45¼ G. 110 G. 105¼ G 139 B. 66(1 1665 96¾ G. 197•0 Weizen frei Berhin Roggen frei Berlin Braugerste gute frei Berlin Wintergerste. zweizeilig trei Berlin Wintergerste. vierzeilig frei Berlin tafer ab Station Weizenmehl PreisgebreiV Rosgenniehl PreisgebreiV Weizenkleie Roggenkleie Vikte riaerbsen Kleine Speiseerbsen Futlererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken, deutsche Lupinen blaue Lupinen gelbe Seradella, neue Leinkuchen Basis 37% Erdnußk Bas 50% ab bg Erdnußikuchenmehl deutsche Mahlung Trockenschnitzel Sojabohnenschrot 46% ab Hamburg Sojabohnenschrot 46% ab Stettin Kartolfelflocken. waggonfrei Stolp Kartoffelflocken Parität Berlin 31. 3. 30. 3 212.00 175.00 27.25 21.55 11.30 9.95 17. 18½ 16½ 18 12 13 7½- 18½ 10¾ 11¾ 15 15½ 8½4 9½ 14¼ 15¼ 22 23½ 8.65 8.45 9.05 4.57 7.75 7.95 9.25 9.90 212.00 175.00 27.25 21.55 11.30 9.95 17—19½ 16½- 18 12—13 17½ 16½ 10¾-11¼ 15 15½ 6½-9½ 14½ 15½ 21½-22½ 8.65 8.45 9.05 4.57 7.75 7.85 9.25 9.90 Berliner Metallmarkt (Eigener Bericht) Berinn, 31. März. Am deutschen Markt war die Lase gegen gestern unverändert. Für heute wird noch wartet Umteränder ldgaie morgen in Kralt irit, er. Z i n k. B e i k l e i n e n P r e i s ä n d e r u n g e n w a r S i l b e r Südwest, bedeckt Südwest, bedeckt Südwest, bedeckt Südwest, bedeckt West, bedeckt Südwest, bedeckt Südost, bedeckt Südwest. Regen Süd, bedeckt Südwest, bedeckt Südwest, bedeckt Südwest, bedeckt Südwest, bedeckt Nordwest, bedeckt West, bedeckt +10 +8 +10 +8 +11 +9 +8 +10 +12 +11 +11 +8 +10 +9 +11 Tolegraphische Auszahlung am 31. März 1936 Arsentinien 1 Pap Peso "„Weserwasserstände 2.40 k3; Rameln: 1.73 u.; Lingan.. 9..— Kerichaten: „ E l b e w a s s e r s t ä n d e Hamburg. 31. März. Dresden+1.51; Wittenbera+2.46 Magdeburs 41.67; Tangermönde 42.54. Belglen Brasillen Bulgarlen Dänemark England Finnland Frankreich Holland Island Italien Japan Jugoelawien Lettland Norwegen Oesterreich Portugn! Schweden Schweis Spanien 100 Belga 1 Milreis 100 Leva 100 Kronen 1 Pfund 100 finnl. M 100 Frcs 100 Gulden 100 isl Kr 100 Lire 1 Ven 100 Dinar 100 Latis 100 Kronen 100 Schilling 100 Escudo 100 Kronen 100 Franken 100 Peseten PERIET Tschechoslowakei 100 Kr Ungarn 100 Pengö V St. v. Ameriks 1 Dollar Del-Notis Elektrolytkupfer(wireb.) prompt cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam Berliner Metalle Oris, tIôtten-Aluminium 98—99% in Blöcken. Walz- od. Drahtbarr Orig Hütten Aluminium In Walz- od Drahtbarren Reinnickel 98—99% Antimon Regulus Silber in Barren cs 900 f. ka Gold Freiverkehr per 10 g Platin Freiverkehr 1 Preise für 100 kg Vorige Heutige 51½ 144 148 269 37¾—40¾ 51½ 144 148 ∆ 405 37½- 40½ Amtl. Preisfestsetzung für Kupfer, Blei und Zink (Reichsmark per 100 kg) März. April Mai Juni Juli August Kopfer Blei Zink PIhanbanzeg Westsälische Landeszeltunge Rote Erde Jolge 91 e 1. April 1936 Wirtschaftskundliche Fahrten 1936 Westfalen=Süd veranstaltet vier Jahrten durch die nähere und weitere Heimat Die Wirtschaft ist nicht unser Schicksal, wohl aber ein wichtiges Instrument der Politik, so wichtig, daß es sich schon lohnt, sie richtig kennenzulernen. Aber wenn es dem deutschen Arbeitsmann vergönnt wäre, sich von seiner Arbeit mal auf einige Zeit frei zu machen und in kameradschaftlicher Gemeinschaft, unter fachkundiger Führung, sich einmal in der deutschen Wirtschaft umzusehen, das wäre etwas, was den Gesichtskreis weitete, was zur Abrundung des eigenen Berufswissens, und was zum wirklichen Kennenlernen der Wirtschaft führen würde. ..„per gibt'; denn das? Ja natürlich! Hier schafft das Amt für Arbeitsführung und Be rufserziehung in der DAF ausgezeichnete Mög lichkeiten in seinen wirtschaftskundlichen Stu dienfahrten. Diese Fahrten sollen ernster Ar beit dienen, allerdings in einem Geiste, wie ihn nur die nationalsozialistische Zeit mit sich brachte, im Geiste echter Volksgemeinschaft und Kameradschaft. Es handelt sich also um keine Vergnügungs= oder Erholungsreisen, die ur eigenstes Gebiet der RSG„kasr durch Freude“ sind. Das soll natürlich nicht bedeu ten, daß diese Fahrten gar keine Rücksicht nehmen auf den durchaus verständlichen Wunsch auswärtiger Volksgenossen, Land und Leute kennenzulernen. Das ist ja gerade die besondere Note dieser wirtschaftskundlichen Studienfahrten, daß dem Teilnehmer die deutsche Wirtschaft mit ihren manigfaltigen Industriezweigen und unzähligen Betrieben dadurch nähergebracht wird, indem sie ihm gezeigt wird in der dazugehörigen Landschaft mit deren Menschen. Dann wird es dem Teilnehmer klar werden, warum bestimmte Industrien nur in bestimmten Gegenden vorhanden sind, dann wird er innere Zusammenhänge klarer erkennen können. Und wenn er einmal herauskommt aus dem eigenen Betriebe, die Arbeitsstätten seiner Volksgenossen kennenlernt, dann wird er Vergleiche anstellen können, Unterschiede entdecken, sein Gesichtskreis wird sich weiten, und seine Einstellung zu seiner eigenen Arbeit und seiner Wirkungsstätte wird besser werden. Und wie erzieherisch wird es sich auswirken, wenn z. B. der reisende Kaufmann einer Kohlengroßhandlung tief unten im Schoß der Erde den Bergmann seinem gefahrvollen Beruf nachgehen sieht. Oder wie muß der Organisator des Betriebes an Achtung bei dem Arbeiter der Faust gewinnen, wenn dieser jenen bei seiner verantwortungsreichen Arbeit beobach ten kann, wenn er gar Einblick bekommt in das komplizierte Tageswerk eines Arbeiters der Stirn. Achtung werden sie beide voreinander bekommen, wenn sie sich und ihre Arbeit auf diese Art kennenlernen. Im Gau Westfalen=Süd, dessen Fahrten sich schon im vergangenen Jahre dank ihrer guten Organisation und der tatkräftigen Unterstützung einsichtiger Gefolgschaftsführer eines ebhaften Zuspruches erfreuten, werden in diesem Jahre vier Fahrten durchgeführt, die unter folgenden Stichworten laufen: 1. Westfalen, die Stahlschmiede Deutschlands, 2. Durch das Ruhrgebiet, 3. Durch die Industrie des Sieger= und Sauerlandes, 4. Zwischen Ruhr und Lippe. Diese vier Fahrten führen durch Deutschlands bedeutendste Industriegegenden, berühren z. T. das schöne Rheinland, zeigen zum anderen Teil die Erzgruben des Siegerlandes, führen die Teilnehmer durch die Spezialindustriezweige des Lipperlandes und bieten ausreichende Gelegenheit, deutsche Heimat und deutsches Volk bei der Arbeit kennenzulernen. Ob es sich dabei um die Großstädte Dortmund, Bochum, Essen oder Düsseldorf handeln wird oder um die stillen und verträumten Gassen der alten Hansestadt Soest, überall wird deutches Wesen und deutsche Arbeit den aufmerksamen Beschauer begeistern. Jeder Volksgenosse, der über 21 Jahre alt st, kann sich an einer solchen Fahrt beteiligen Die Fahrtgebühr beträgt je Fahrt, einschließlich Uebernachtung und Verpflegung für alle sechs Tage je Teilnehmer 30 RM. Auskünfte über die Fahrten, deren erste am 8. Juni startet, erteilen alle Dienststellen der DAF. Besondere Auskünfte gibt aber auch die Gauwaltung Westfalen=Süd der DAF., Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, Bochum, Wiemelhauserstraße 38=42. Jüdischer Rasseschänder erhängt sich Hamm. Ende Januar wurde, worüber wir Zt. berichteten, der Vollblutjude Pau Meyer von Hamm wegen fortgesetz ter Rassenschande durch die Staats solizei in Haft genommen. Meyer sah im Untersuchungsgefängnis in Dortmund seiner Aburteilung entgegen, der er sich dadurch ent zog, daß er durch Erhänggen in der Zelle sei nem Leben ein Ende machte. Bevölkerungszahlen westdeutscher Städte Essen. Nach der für die Arbeitsgemein schaft der statistischen Aemter westdeutscher Städte vom Statistischen Amt der Stadt Essen herausgegebenen Uebersicht betrug Ende Januar 1936 die Einwohnerzahl der Stadt Köln 761 912, die der Stadt Essen 661 635, der Stadt Dortmund 541 997, der Stadt Düsseldorf 510 170, der Stadt Duisburg 439 768, der Stadt Wuppertal 410 594, der Stadt Gelsenkirchen 329.810, der Stadt Bochum 317195, der Stadt Oberhausen 195382, der Stadt Hagen 147 932, der Stadt Mülheim=Ruhr 135 137, der Stadt Herne 98 243, der Stadt Wanne=Eickel 91 418, der Stadt Recklinghausen 87519, der Stadt Bottrop 87893, der Stadt Witten 73317, der Stadt Wattenscheid 62 522, der Stadt Castrop=Rauxel 58 192, der Stadt Gladbeck 61 657, der Stadt Hamm 54 190 und der Stadt Lünen 45 537. Kam ein Brieferl geflogen *** Lippstadt. Wie jetzt bekannt wird, wurde am Sonntagmorgen in Lippstadt ein Brief gefunden, der vom„LZ 129“ aus abgeworfen worden war. Der Brief stammt von Oberregierungsrat Dr. Küke, einem geborenen Lippstädter, der an der Deutschlandfahrt des Luftschiffes als Beamter des Reichspropagandaministeriums teilnahm, und war an die in Lippstadt wohnenden Angehörigen des Absenders gerichtet. Es gab eine freudige Ueberraschung, als der aufgefundene Brief unverzüglich an seine Anschrift bestellt wurde. Westfalens Pferdezucht auf der in Bochum Tagung der Kommision für die Prüfung „. der Warm= und Kaltblutpferde Hamm. Von dem Hochstand der westfälischen Pferdezucht konnte man sich auf der am Dienstag in Hamm abgehaltenen Tagung der Kommission für die Prüfung der Warm= und Kaltblutpferde in Westfalen ein Bild machen, die einen großen Zuspruch aus allen Teilen der Provinz gefunden hatte. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden Bauer Lange, Billmerich, gab dieser die Zusammensetzung der Prüfungskommission bekannt, der nunmehr auch ein Vertreter der Wehrmacht und der Schutzpolizei angehören. Der Leistungsstand offenbarte sich aus dem Jahresbericht des stellvertretenden Geschäftsführers, Dr. Schulte=Sienbeck, Münster, in deutlicher Weise. Wir entnehmen folgendes: Die Zahl der Leistungsprüfungen hat sich von 37 auf 43 erhöht, eine Steigerung erfuhren auch die Veranstaltungstage von ·63 auf 70. Die Zahl der Prüfungen hat sich von 429 auf 562 erhöht. An Geldpreisen wurden 68 351 Reichsmark ausgeworfen, das sind 13038 Reichsmark mehr als im Jahre 1934. 1791 Ehrenpreise kamen zur Verteilung. Die Züchterprämien stehen mit 4944 Reichsmark im Etat. Die Zahl der Veranstaltungstage gliedert sich in 56 Turniertage, 7 Renntage, 6 gemeinsame Veranstaltungen mit vorherrschendem Turnier=Charakter und eine gemeinsame Veranstaltung mit vorherrschendem RennCharakter. Straßenraub um 2,65 Markt Jolgenschwere Tat eines bisher unbescholtenen Menschen Weiterhin ist aus dem Bericht bemerkenswert, daß zur Erlangung des Silbernen Reiterabzeichens die öffentlichen Veranstaltungen die maßgeblichen Prüfungsstellen sind. Im westfälischen Reit= und Turniersport sind auch im letzten Jahr schöne Erfolge zu verzeichnen gewesen, die stellenweise in Leistungen gipfeln, wie man sie im ganzen Reich selten oder überhaupt nicht antrifft. Wir nennen hier an erster Stelle den glänzenden Erfolg des Reiterregiments 15 Paderborn, wo Oberleutnant Menke den Wanderehrenpreis für den besten Dressurreiter des Heeres zum ersten Male in das Land der Roten Erde brachte. Dieser Erfolg steht nicht allein. Mit 71 Siegen eroberte SS=Untersturmführer Andreas, Hagen, als erfolgreichster Dressurreiter Deutschlands den Championat=Titel. Die rege Veranstaltungstätigkeit stellt Westfalen mit 35 öffentlichen Veranstaltungen vor Ostpreußen und Hannover an die Spitze. Als erfolgreichstes Pferd ist„Erlkönia II“ (Maffey, Hilbeck) zu nennen, das dem Besitzer über 10000 Reichsmark bei Siegen innerhalb und außerhalb der Provinzrennen einbrachte. Der Versammlung lagen die beantragten, aber noch nicht genehmigten Termine für 1936 vor, die erneut eine äußerst rege Veranstaltungsentfaltung aufwiesen. Die Wahl des Austragungsortes für das Provinzialturnier ist auf Bochum gefallen, wo es am 4. und 5. Juli abgehalten wird. Mit der Kombinationszange erschlagen Fünfzehn gegen einen! Drei Täter erbielten ihre Strafe Bielefeld. Ein Streit um geringfügige Ur sache hat schon oft ein bitterböses Ende ge nommen und unsägliches Leid über die Be teiligten oder ihre Familien gebracht. Das zeigt wieder einmal die letzte Verhandlung der 2. diesjährigen Schwurgerichtsperiode in Bielefeln, die sich gegen drei junge Leute, Hermann Johannimloy aus Bornholte, Hubert Brnktrine aus Liemke und Ferdinand Krieling aus Verl, wegen Körperverletzung mit Todeserfolg richtet. Die Vorgänge passierten am 25. Januar dieses Jahres. Die Angeklagten Johannimloh und Krieling wollen nach ihrer Darstellung in der Hauptverhandlung weniger beteiligt und jedenfalls an der tödlichen Verletzung des Eikenbusch unschuldig sein. Dagegen erklärt sich der Angeklagte Brinktrine schuldig und gibt auch eine glaubwürdige Schilderung des Streites. Danach hat er mit seinen Freunden in einer Wirtschaft geweilt. Als er nach draußen ging, sah er, daß der Eikenbusch vor dem Motorrade des Mitangeklagten Johannimloh kniete. Er hat geglaubt, dieser mache sich da in unguter Absicht zu schaffen, und hat seinen Freund J. aus der Wirtschaft gerufen. Johannimloh hat dem Eikenbusch dann mit den Worten:„Was machst Du bei meiner Maschine“ einen Stoß gegeben. Sekunden später war die Keilerei im Gange, Brinktine holte aus der Wirtschaft„Verstärkung", so daß schließlich etwa 15 Mann gegen den Eikenbusch standen und ihn bedrängten. E. flüchtete, wurde verfolgt, lief aber in der Dunkelheit gegen einen Drahtzaun, mußte umkehren und lief der feindlichen Meute direkt ins Gesicht. Er kam dann zu Fall, und auf den am Boden Liegenden schlug der Angeklagte Brinktrine mit einer Kombinationszange ein Der verletzte Eikenbusch hat erst drei Tage nach dem Vorfall einen Arzt aufgesucht, der dann die Ueberführung in ein Krankenhaus anordnete. Dr. Stöcker vom Landeshospital Padervorn sagt auf Befragen, daß nach seiner Erfahrung die Verletzung auch dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tode geführt hätte, wenn sofort ärztliche Hilfe in Anspruch ge nommen worden wäre. Der Staatsanwalt beantragte gegen Brinktrine 3 Jahre Gefängnis, gegen Krieling Gefängnis und gegen Johannimloh 10 Monate Gefängnis. Das Schwurgericht erkannte Brinktrine der Körperverletzung mit Todeserfolg und alle Angeklagten der gemeinschaftlichen Körperverletzung in Tateinheit mit Raufhandel nach§ 227 schuldig und verhängte gegen Brinktrine drei Jahre, gegen Krieling 10 Monate und gegen Johannimloh 6 Monate Ge„nanis. Das Gericht hielt für erwiesen, daß Brinktrine mit der Zange den tödlichen Schlag geführt hat; es besteht aber kein Zweifel, daß auch die anderen Angeklagten geschlagen haben.6 Mörder hingerichtet M.-Gladbach. Der Pressedezernent des Landgerichts M.=Gladbach teilt mit: Am 31. März 1936 ist in M.=Gladbach der am 12. April 1988 geborene Josef Weuffen aus Titz bei Jülich hingerichtet worden, der vom Schwurgericht M.=Gladbach wegen Mordes und Sittlichkeitsverbrechens zum Tode verurteilt wurde. Weuffen, der sich als Landstreicher umhertrieb, hatte am 25. September 1935 eine sechsjährige Schülerin in den Wald gelockt, sich unzüchtig an ihr vergangen und sie ermordet. Zwei Tote bei einem Motorradunfall Körbecke. Auf der Möhnestraße geriet der Fahrer H. Herbers aus Völlinghausen mit einem Motorrad ins Schleudern. Herbers wurde gegen einen Baum geschleudert und war auf der Stelle tot. Der Mitfahrer W. Fromme aus Völlinghausen erlitt so schwere Verletzungen, denen er gestern noch Stadtkrankenhaus in Körbecke erlag. im Essen. Es gibt Menschen, die für wenig Geld einen Straßenraub ausführen, selbst wenn sie wissen, daß bei dem Ueberfallenen nicht viel zu holen ist. Warum nun auch Karl L. unter die Straßenräuber gegangen ist, der bisher straffrei durchs Leben ging, erscheint ziemlich unverständlich. Vielleicht ist der Alkohol daran schuld, dem er an diesem Abend reichlich zugesprochen hatte. Am 5. Februar 1936 unternahm L. mit einem Freunde eine ausgedehnte Bierreise, die ausschließlich von dem Begleiter bestritten wurde. L. selbst hatte nicht einen einzigen Pfennig in der Tasche, während der Freund bei jeder Gelegenheit mit seinem Gelde direkt aufreizend klimperte. Etwa gegen 24 Uhr verabschiedeten sich die eisernen Zecher, und jeder ging seinen eigenen Weg. Als Karl L. den Pferdemarkt in Essen überquerte, sah er, wie ein anderer, ihm unbekannter Straßenpassant sein Geld zählte. Blitzschnell hatte er einen Gedanken gefaßt, der noch im gleichen Augenblick ausgeführt wurde. Wie ein Wilder kam er herangestürzt, faßte den friedlichen Erdenbürger hinten beim Kragen und warf ihn zu Boden. Dabei verlor der Ueberfallene sein Geld, das der Räuber, während er auf seinem Opfer kniete, zum größten Teil zusammenscharte und in seine Tasche steckte. Zu der späten Nachtstunde passierten nun noch zahlreiche Menschen diese Stelle. Sie liefen sofort zur Polizeiwache, die nur wenige Häuser entfernt lag. Gleich kam die Wache und verhaftete zunächst beide Beteiligten. Was nun geschah, läßt die Vermutung zu, daß L. mit voller Ueberlegung die Tat ausführte und kaum unter dem Einfluß allzustarken Alkoholgenusses gestanden hat. Er stellte die ganze Geschichte auf den Kopf und behauptete, er habe dem Ueberfallenen zu Hilfe eilen wollen, als er diesen schreien hörte. Weil aber der Ueberallene immer wieder betonte, L. habe ihm ein Geld genommen, ordnete der Polizeibeamte eine Leibesvisitation an. Zuvor hatte er jedoch den anderen gefragt, wieviel Geld er bei sich gehabt habe. Die unerwartete Untersuchung brachte aber das überraschende Ergebnis, daß Karl L. gerade soviel Bargeld besaß, wie dem anderen fehlte, nämlich 2.65 Mark. Der Staatsanwalt forderte für diesen gemeinen Ueberfall selbst unter der Vorausetzung des bisherigen straffreien Lebenswandels eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. L. kam aber mit einem Jahr und drei Monaten Gefängnis davon. kunft schleierhaft ist. Er sollte einem gewissen Dikolitsch gehören. In Enger(Kreis Herford) konnte jetzt der steckbrieflich gesuchte Zigeunerbandenführer Tosche Dikolitsch verhaftet werden. Gleichzeitig scheint das Geheimnis des Reichtums dieses Zigeuners gelöst zu sein. Dikolitsch war der Anführer einer größeren Zigennerbande, deren Mitglieder bettelnd(und vermutlich auch stehlend) durchs Land zogen und die Hälfte ihrer Beute regelmäßig an den Anführer abliefern mußten. Wie sehr sich dieses „Geschäft“ gelohnt hat, erhellt aus der Tatsache, daß Dikolitsch Eigentümer eines Mietshauses in Eschweiler(Rheinland) ist, und daß er unlängst bei einer Festnahme 10000 Mark Kaution stellen konnte. 30 Stück Großvieh verbrannt Cloppenburg. Aus bisher nicht ermittelter Ursache gerieten die Stallgebäude des Bauern A. Klänelschen in Bethen in Brand. Das Feuer griff mit großer Geschwindigkeit um sich, so daß, obwohl sofort Hilfe zur Stelle war, 24 Kühe und 3 Pferde verbrannten. Es gelang nur noch, die Schweine und 6 Kühe ins Freie zu treiben; drei Kühe waren jedoch schon so schwer verletzt, daß sie notgeschlachtet werden mußten. Mit dem Auto gegen einen Baum Ein Toter, vier Verletzte Lüdinghausen. Auf der Straße Selm— Lüdinghausen in der Bauernschaft Ermen ereignete sich ein folgenschweres Autounglück. Ein mit mehreren jungen Leuten besetzter Personenwagen aus Lüdinghausen fuhr gegen einen Baum, überschlug sich und wurde vollständig zertrümmert. Hierbei wurde der Drogist Bäuerlein auf der Stelle getötet, während die drei anderen Mitfahrer mehr oder minder schwere Verletzungen davontrugen. Ein Straßenpassant wurde bei dem Anprall angefahren und im Gesicht schwer verletzt. Siegerländer Basaltindustrie gut beschästigt Siegen. Die Frühjahrsbelebung in der Siegerländer Basaltindustrie ist in diesem Jahre schon zu einem früheren Zeitpunkt als in den vorangegangenen Jahren eingetreten. Während man mit etwa gleichbleibender Abnahme der Reichsbahn an Oberbaumaterialien rechnet, hofft man auf eine kleine Bedarfssteigerung in Straßenbaumaterialien. Weniger zufriedenstellend ist die Nachfrage nach Schottermaterial. Die Eiserfelder Steinwerke haben in dem Steinbruchbetrieb Storch u. Schönenberg bei Lützeln die Arbeit vor kurzem wieder aufgenommen. Die Ziegelindustrie berichtet von einem flotten Absatz, und auch die Chamotteindustrie des Siegerlandes verzeichnet durch die anhaltend gute Beschäftigung der Hüttenindustrie Vollbeschäftigung. Reimat und Reich Wir durchblättern die neue Folge Der Goldschatz des Zigeuners Tosche Dikolitsch verhaftet Enger. Wie vor einigen Tagen berichtet wurde, fand die Polizei in Rinteln bei der Durchsuchung eines Zigeunerwagens einen Goldschatz von etwa 11 500 RM., dessen HerDas Märzheft der Zeitschrift„Heimat und Reich" stellt diesmal den Werktag, die täg des westfälischen Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtung. So plaudert Josef Bergenthal von den flinken, sehnigen Bauern der Bergtäler des Sauerlandes, die im Winter mit ihren Pferden oder der Axt in den Wald gehen, um die nicht allzu üppigen Erträge des Bodens zu mehren. Er erzählt von den Zeiten, da man an manchen Orten Gold und Silber schürfte und von sagenhaften Gewinnen träumte, von den Anfängen und der gewaltigen Entwicklung der Kleineisenindustrie an den Ufern der Volme, Lenne und Hönne, die sich trotz aller Fortschritte der Technik ihre Stellung erhalten konnte und— nicht zuletzt — von den Sauerländer Handelsmännern, die bekanntlich, wer wagt daran zu zweifeln,„schon vor Columbus im Lande der Indianer ihren Geschäften nachgingen“. Eine Eigentümlichkeit des bäuerlichen Lebens im Tecklenburger Land, das Heuerlingswesen, versucht Friedrich Leiwe zu deuten und bezeichnet es überall dort, wo es echt ist, als eine ideale Lebensgemeinschaft im nationalsozialistischen Sinne, in der der eine dem anderen dient und hilft. Neben Aufsätzen über„Das Bauernhaus des märkischen Sauerlandes“ von Sämer und„Lebendige Tracht aus dem Delbrücker Land" von Blanke ist besonders noch das interessant, was Hermann Böttger„Von alten und neuen Wegen im Siegerland“ berichtet. Das Siegerland als„Exportland“ von Eisenerzen knüpfte schon sehr früh Handelsbeziehungen zu der näheren und weiteren Umgebung an. Es ist nun reizvoll, feststellen zu können, daß die vorgeschichtlichen Siegerländer Eisenwege zum Teil mit beliebten Wanderstrecken des SGV zusammenfallen. Die Reihe der Aufsätze beschließt eine Würdigung des zu Unrecht vergessenen westfälischen Dichters Gustav Sack, dessen Werke erst nach seinem Tode— er fiel 1916 auf dem Vormarsch gegen Bukaren— veröffentlicht wurden, und eine Skizze von Walter Vollmer„Vorfrühling“, in der er meisterhaft die eigenartige Stimmung der Zeit zwischen dem Abzug des Winters und dem Erwachen der Natur zu neuem Leben erfaßt. Aufgelockert wird die Folge durch prächtiges Bildmaterial und Gedichte.—f ein Quafitätsbeori. SSSCETSSE Guserfesenen Jabaken gearbeitet!1 W.-ELBERFELD— Alte Freiheit 2— Ruf 25514 Visren? 30 STCR. 20 5.20•25 30 F Be 30 PF. HISTEN Z. 25 SNCN. Eegerre! LEIPZIG A KSTER 2.30 10.12.15•20 —.ALUSTD S zu 0O-L-15·20•50 Pf. NEUE ALUSTR, PREISLISTE HOSTENFRC! Eins eistung die kür. Goonichs wicht unsere Polizei! Größere Geldspende als würdiger Abschluß des Winterhilfswerks 1935/36 Runst Essen. Die Essener Polizei unter ihrem ruhrigen Präsidenten, SS=Brigadeführer Le#, hat in diesem Winter wieder einmal Vorbildliches für das WHW geleistet. Wie groß ihre gesamten Aufwendungen waren, wird noch ausgerechnet, doch dürfte es ungefähr 100 000 Mark sein, wobei die Kinderspeisungen und vieles andere nicht einmal mitgerechnet ist. Gestern war nun Abschlußtag des Winterhilfswerks 1935 36. Dies hatte die Essener Volizei zum Anlaß genommen, noch einmal durch die Tat ihre große Volksverbundenheit unter Beweis zu stellen. In gemeinsamem Marsch ging es durch die Innenstadt zur Spendenhalle am Hauptbahnhof, wo Polizeipräsident Zech eine kurze Ansprache hielt. Er verwies dabei auf die Wahl des letzten Sonntags, die in ihrem alle Erwartungen übertreffenden Ergebnis die zur Tatsache gewordene echte Volksgemeinschaft aller Deutschen unter Beweis gestellt habe. Es freue ihn daher ganz besonders daß zum Abschluß des WHW die ihm unterstellten Beamten noch einmal 5000,— Mark gesammelt hätten. Sein Wunsch sei. raß, dies am Schlußtage eines jeden Winterhilfswerkes nunmehr eine ständige Einrichtung werde. Nachdem der Polizeipräsident diesen Betrag mit den sechs Urkunden der ihm unterstellten Polizeigliederungen übergeben hatte, sprach Kreisamtsleiter Frick von der NSV herzliche Worte des Dankes. Noch einige schneidige Märsche des Musikzuges, und dann marschierten Polizei, Feuerwehr und die anderen Gliederungen wieder zu ihren Standorten. hängt hatte. Er war wegen Anstiftung zum schweren Diebstahl im Rückfalle zu vier Jahren Zuchthaus, sechs Jahren Ehrenrechtsverlust, Stellung unter Volzeiaufsicht uno zu Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Jülich hatte seine Tatgenossen, alte Bekannte aus der Strafanstalt Siegburg, zu dem genannken Einbruch angestiftet und am Tage nach dessen Geingen seinen Anteil an der Beute bean sprucht. Vor dem Reichsgericht behauptete der Angerlagte, er hätte lediglich Schweigegeld erhalten und dürfe daher nur wegen Hehlerei bewerden. Dieser Einwand stellte sich jedoch als unbegründet heraus. Das Reichsged##e die Revision, womit das Urteil Rechtskraft erlangt hat. „Die englischen Komödianten“ im Lande Maria Stuart/ Ländliche Werbung in Duisburg 46 „Gewinnanteil“, kein Schweigegeld Bensberg. Am 22. Februar 1934 wurde mit Bohrmaschinen der Geldschrank der Gemeinde Bensberg(Rheinland) aufgebrochen und 10000 Mark erbeutet. Die vier Einbrecher, durchweg schwere Jungen, konnten bald gefaßt werden und erhielten exemplarische Strafen, die mittlerweile rechtskräftig geworden sind. Lediglich der 47jährige Johann Jülich konnte sich mit dem Urteil nicht abfinden, das die Kölner Strafkammer gegen ihn verFünf Kühe durch Starkstrom getötet dem Bauern Honvehlmann=Roin Ges. er=Büren wurden am Montag rüh fünf Kühe durch Erdschluß in der elektrischen Leitung getötet. Die Tiere waren nicht der Reihe nach getötet, sondern einzelne von ihnen, die gut mit Stroh bedacht waren, hatte der Strom überschlagen. Der Schaden dürfte sich auf etwa 1500 Mark stellen. 4800 Mark erschwindelt Düsseldorf. Von der Polizei wurde ein Mann wegen Darlehnsbetrugs festgenommen, der einem Düsseldorfer Kaufmann vorspiegelte, daß er von der italienischen Regierung einen Auftrag zur Lieferung von 500000 Paar Stiefeln erhalten, und daß er den Auftrag bereits an eine Schuhfabrik in Straelen weitergeleitet habe. Unter der Angabe, weitere Verhandlungen mit der italienischen Regierung führen zu müssen, lieh sich der Festgenommene von dem Kaufmann 3800 Mark und später von einem Geschäftsführer weitere 1000 Mark. Nachdem er das Geld erhalten hatte, ließ sich der Betrüger nicht mehr sehen. Er wurde dem Richter vorgeführt, der Haftbefehl erlassen hat. Die englischen Schauspieler setzten mit diesen beiden Stücken, das eine von John Drintwater das andere von G. B. Shaw, einen psychologischen wie schauspielerischen Kontrast von großer Schärfe. In dieser englischen„Mary Stuart“ wird in der kurzen Folge von zwei Akten die unglückliche Königin der Schotten als grandiose, als der Welt tragischste Liebende dargestellt. Mit einer dichterischen Beschränkung von unerhörter Zucht läßt Drinkwater in selisch geballten Szenen auf Holyvood Castle die tiefe Einsamkeit und unermüdliche Liebesfähigkeit dieser verhängnisvoll schönen Frau „ an einem irren Gatten gebunden, mit unerträglicher Ausdauer, deren nur die Eisersucht fähig ist, zerquält wird und die wie schlafwandlerisch von Liebhaber zu Liebhaber taumelt, als eine in dunkelstes Moll getränkte Ballade vorüberziehn. Sie spricht einmal diese Worte zu ihrem italienischen Sekretär, dem minnesingenden charakterschwachen Riccio:„Mary Stuart war eine Königin der Liebe aber sie hatte keine Untertanen. Sie war Dienerin Lsede, aver sie vatte keinen Herrn. Das ist De. deutsche Theaterbesucher muß ganz von Schillers klassischem Pathos, ganz von seinem historischen Wohlwollen hinwegdenken, um diese englische Mary Drinkwaters verstehen zu können. Wo bei Schiller edles, jambenerhabenes Pathos ist, ist bei Drinkwater realistischer Wahrheitsdrang, der zu weher Selbstquälerei der Hauptperson treibt, der dichterische Antrieb. Wo bei Schiller der moralische Sieg Marias seine Fahnen über die äußere Siegerin Elisabeth wehen läßt, da ist bei Drinkwater oer konsequente, aus der tragischen Liebesbestimmung dieser geschichtlichen Magdalena bedingte schmerzende Ausklang mit dem Wissen: auch dies neue Abenteuer mit Bothwell wird nur eine kurze Haltestation vor dem endgültigen Untergang sein — Hier ist nichts von großer Szene, keine Begegnung der beiden Königinnen, keine Staatsratsutung, kein großes Sterben, nur Mary steht im Mittelpunkt, umgeben von drei Männern, von denen jeder auf seine Weise durch seine Art der Liebe sie quält, in einem Lande, das von grauenhafter Einsamkelt für sie ist, in einem Schloß, in dem nie die suße Silberglocke eines frohen Lachens von den dunklen Wänden widerhallte. Diese Atmosphäre des Tragischen wurde durch die English Ulavers ganz eingefangen und in wundervoll beherrschtem Spiel wiedergegeben. Besonders Margaret Vaughan als Mary Stuart war von einer Strenge der Darstellung, von einer Phrasenlosigkeit der Geste, die erschütternd wirkte und die die tiefere Idee des chronicle play: #e Liebe ist niemals letztes und größtes Ziel des Lebens“(„We are but parts of life“) bei einer vorbildlichen Kunst der Aussprache ganz zur Wirkung kommen ließ. Aber auch die übrigen Mitpielenden zeigten hohe Darstellungskunst: Richard Williams als der von den Furien der Eifersucht gepeitschte, arme König Darnley, der wie ein unerlöster Geist jede Szene mit seinem Jammer zerriß, Edward Stirling als leidenschaftlich werbenden Bothwell, John Wyndham als liedersingender und bei aller„Marienverehrung" bänglich um sein Leben zitternder Riccio. Aler Finlayson als englischer Botschafter, Monica Forbes als treue Dienerin. malenden Lustspiels in das Reich der an das Tragische rührenden Komödie. Der Kampf einer wirklichen, einer ganzen Frau, einer Frau mit der großen Liebeskraft des echten weiblichen Herzens um den trotz aller Fehler und Schwächen immer n„ zeliebten Mann tritt jetzt in den Mittelpunkt des Geschehens. Und dieser Kampf wird nicht entschieden durch die Kraft dieses weiblichen Herzens sondern durch etwas Fremdes, etwas Außenstehendes. durch den Brief eines toten Freundes. Diese in vi.#gen herangetragen, kommt nicht aus den Menschen selbst, aus der Kraft ihrer Herzen. Sie zwingt uns nicht mit der Kraft des echten . gewachsene.„Lebens. Und so fehlt leider dem neuen Werk Lauckners die letzte formale Geschlosseneit und die letzte menschliche Ueberzeugungskraft. Dannecker. Neben dieser eindringlichen, großangelegten seelischer., Stzid##rite des, superklugen Gedanken...„ v. Shaw:„Ländliche Wervung“ (diese Uebersetzung gibt den Sinn des englischen Titels„The Village Wooing“ direkter wieder als die auf dem Programmzettel angekündigte„Liebe im Dorf") nur als eine geschwätzige ZweiSzenenfolge, deren angriffiger Wortwitz zwar von den beiden Darstellern Edward Stirlina und Margret Vaughan gut herausgestellt wurde. die aber in ihrem literarischen Wert in die heute vorsorglich festabgeriegelte Schublade„Part vour l'art“ gehört. Das erfreulich gut besetzte Haus spendete den englischen Gästen herzhaften Beifall, dem sich die Presse gern und besonders da überzeugt anschließt, wo dem deutschen Theaterpublikum wertvolle englische Dichtung übermittelt wird Dr. B. Uraufführungen im Reich Uraufführung in Braunschweig Edzard von Rheden: Coligny Edzard von Rheden will seinem eigenen Bekenntnis nach mit seinem Drama in zwölf Bildern „Sotigny“, das im Braunschweigischen Landestheater zur Uraufführung gelangte, am Beispiel der französischen Geschichte Deutschland vor Bruderkampf und innerer Zerrissenheit warnen. Der oft dramatisierte Stoff der blutigen Glaubenskämpfe Frankreichs im 16. Jahrhundert ist zu einem solchen Unternehmen in der Tat geeignet. Anders als seine Vorgänger beschränkt sich aber Rheden nicht auf die wegen ihrer starken Effekte für die Bühne besonders geeigneten Vorgänge der Bartholomäusnacht er 6r; weiter aus und sucht aus dem Rassischen und Weltanschaulichen heraus die Gründe für den Kampf der Hugenotten darzustellen. Rheden hält ., an ein paar immer Jahre auseinanderliegende anstatt sich umgekehrt an seine Menschen zu halten und aus ihnen heraus(vielleicht in einem Zeitraum von nur 24 Stunden) zu enter sagen wollte. So zeigt er wohl die Schrecken eines Bürgerkrieges, aber er gestaltet kein Clauheus= und Religionsdrama, geschweige denn Braunschweigische Landestheater hatte .#o Burgers Regie für das Werk eher Bi als 3, wenig getan. Zwischen den einzelnen Bildern wie vormals im Stummfilm auf die Leinwand geworfene Erklärungen und eine von Kalheinz Gutheim beigesteuerte Zwischenaktsmusik hätte man gerne vermißt. Zu schauspielerischen Leistungen gab das rollenreiche Stück wenig Mögu#r###tuch Christign Lennbach vermochte in. der Tite„olle miast, für die Gestalt des Hugenottenführers zu erwarmen. Dr. W. Seit acht Tagen spurlos verschwunden Suche nach einem achtjährigen Jungen 7 500 Mark Beohnung für die Auffindung Lage. Die Bevölkerung der lippischen Stadt Lage befindet sich seit Tagen in großer Erregung. Seit dem 24. März wird der acht Jahre alte Reinhold Gaus aus Lage, Werrestraße 10, vermißt. Inzwischen ist eine volle Woche vergangen, in der man Tag für Tag umfangreiche Suchaktionen durchgeführt hat, ohne auch nur die geringste Spur von dem verschwundenen Knaben zu entdecken. Ein starkes Polizeiaufgebot hat gemeinsam mit den Lehrern und Schülern der umliegenden Schulen alle Waldungen und Gestrüppe der Umgegend abgesucht. Zu dem gleichen Zweck wurde eine Abteilung von etwa 250 SA=Männern eingesetzt. Auch der nahe Werrefluß wurde eingehend abgesucht. Alles war vergebens. Es haben sich zwar inzwischen Personen gemeldet, di am 26. März einen weinenden Jungen, auf den die Personalbeschreibung des Vermißen paßte, am Bahnhof Detmold gesehen haben wollen, doch steht noch nicht fest, ob es sich wirklich um Reinhold Gaus handelte. Am Montag hat die Lippische Landespolizei einen Aufruf um Mitwirkung der Bevölkerung bei der Aufklärung des rätselhaften Falles erlassen. Es wird darin der dringende Verdacht ausgesprochen, daß der Junge einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Für Angaben, die zur Auffindung des Kindes führen, wird eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt. Reinhold Gaus wird wie folgt beschrieben: 8 ¼ Jahre alt, 1,10 Meter groß, blaue Augen, auf fallend hellblondes Haar. Bekleidung: dunkel blaue Manchesterhose, graublau=melierter Pullover, helle Wadenstrümpfe, hohe, schwarze Schnürschuhe, keine Kopfbedeckung.(Mitteilungen sind an die Landeskriminalpolizeistelle Detmold oder die nächste Polizeistelle zu rich ten.) tige Wetteraussichten für Mittwoch, den 1. April: schwache bis mäßige Winde aus Süd bis Südwest bewölkt, morgens Dunst oder Nebel, geringe Niederschläge, mild. Weitere Aussichten: Wolkiges, etwas kälteres Wetter mit leichten Schauern. Max Peters:„Sohn der Sonne“ Opern-Uraufführung in Hannover Jenen von Ingo Kraus in seiner Dichtung behandelten religionsgeschichtlichen Stoff von der um 1500 v. Chr. in Aegypten durch Amenophis IV vorübergehend geschaffenen Aenderung des Frömmigkeitsideals, indem er gegen die Amonpriesterschaft kämpfte, die Verehrung eines einzigen Gottes in der Gestalt der Sonnenscheibe einführte und sich selbst„Glanz der Sonnenscheibe“ nannte, hat Mar Peters in seiner ersten tragischen Oper„Sohn der Sonne“ frei nachgestaltet und theatermäßig wirksam verdichtet. Bringt das Werk schon durch seine geistige Grundhaltung idealen, einsatzbereiten Kämpfertumes und jugendlicher Begeisterungsfähigleit und Hingabe, in seiner Abweichung von der vorwiegend aus Liebesdramen gegründeten Opernliteratur etwas Neues, so auch kompositionstechnischmusikalisch. Der Komponist hat nach seinen eigenen Worten bewußt einen Reformversuch angestrebt, der als gelungen bezeichnet werden darf, weil die Hauptziele nach bestmöglicher Textverständlichkeit und einem Ueberwiegen der Gesangstimme gegenüber dem hier auf große Strecken hin nur begleitend oder untermalend gehaltenen Orchester denkbar glücklich verwirklicht sind, wobei im besonderen ein Fruchtbarwerden der Händel=Renaissance bemerkbar wird ..r Komponist einen entscheidenden Antrieb für dieses Werk zuschreibt. Die überaus gekonnte und echte Gesangsoper erfuhr im Städtischen Opernhaus Hannover eine hochachtbare, tadellose Wiedergabe. Prof. Krasselt erreichte mit seinem Orchester klangschönes, differenziertes Musizieren, im besonderen aber imponierten die gesanglichen hochwertigen und nahezu letztdenkbar kultivierten gesanglichen Leistungen von Karl Hauß in der Titelpartie sowie der anderen Joseph Correcks, Maria Engels und Grete Kraiger=Kärtners. msk. Kurs-Feuil leton „Der Hakim weil es“ Stuttgarter Uraufführung einer Komödie von Rolf Lauckner In Stuttgart sind die meisten Werke von Rolf Lauckner über die Bühne gegangen. Zuletzt vor zwei Jahren sein großes geschichtliches und doch ganz unmittelbar unserer Zeit nahes Drama „Bernhard von Weimar". Jetzt brachten die Württ. Staatstheater in Anwesenheit des Dichters in ihrem Kleinen Haus unter der Spielleitung von Erich Alexander Winds seine neue Arbeit, die Komödie„Der Hakim weißes“ zur herzlich aufgenommenen Uraufführung Geheimnisvoll klingt dieser Titel. Er klingt nach der für uns märchenbunten Welt des Orients. Doch des Ostpreußen Lauckners Komödie ist in seiner Heimat angesiedelt. Sie spielt in einer kleinen ostpreußischen Hafenstadt. Und herrlich echt und voller Liebe zeichnet Lauckner in seinen behaglich breiten von Stimmung dichten Szenen die kleine Welt eines kleinen ostpreußischen Städtchens. Die Menschen sind echt gesehen und fest und klar umrissen. Die Dialoge sitzen, machen wirklich das Wesen der Sprechenden sichtbar. Doch auch der Zauber und der Reiz der Ferne ist da. Denn der Dr. Hans Hasso Hartung, um den ja das ganze Spiel geht war in seinem Leben überall, überall in der ganzen weiten bunten Welt. Und dieser Reiz schwebt höchst anziehend, ja magisch bannend um ihn. Lauckner führt sein ursprüngliches und sehr reizvolles Thema: was ist dieser Dr. Hartung eigentlich für ein Kerl, jedoch nicht durch. Unversehens und unvermittelt tritt er aus der Welt des heiter Beethovenfest in Bonn 1936 1938 wpie““ eine unache laus Seeivovenstadt Bonn auch Selalch Pieshet zu. seigaulichlchen Freiguie eisen .. Vonn als voltsumiche Musikwoche ausezogen Nep“ rio nas Prasz. Solisten vervilichtet: das EllvZwischen die ammermusire ansialtungen und Ss ssescesschce easesähe en el. 33 2 d egeie Prosesor Mar Strub und „Fridericus“ wird verfilmt i##ach dem Fridertcus=Roman von Walter von Aussaslune den menschlich und poitisch Ein deutscher Uebersee-Preis von Westermanns Monatsbeften setzte u n. SPP, Marreure„für eine schriftsiellerische Arbeit ein deutsches Schicksal oder ein deutsches Lebensbild in Uebersee gestaltet wurde. Die Arbeit darf noch nicht veröffentlicht worden sein. Sie kann die Form eines Romanes, einer Erzählung oder eines Tatsachenberichtes aufweisen. 2Büro-Prazisräume sof od. später zu verm.; herabges Preis. Südwall 35. I.( F. 21 720 Dortd. CE In allen Apotheken Schachtel 1.26 RM. u. 0.54 RIA. Kleiner Anzeigenmarkt. Gelegneh- isanzeigen nient de schäftlicher Art nle Kaufangelnte, Kau gesuche, Vermietungen. 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Vvette a .unuch S Arnos en Chaegg 2ach d Aud eiene in der Bet Free Jeder Nationalsozialist est die Wesisalische Landeszeitung Deütscher Volkssnart Mittwoch, den 1. April 1936 Westfälische Landeszeitung Rote Erde Olympia-Kandidaten im Ring Die Deutschen Boxmeisterschaften werden heute in Hagen, Gelsenkirchen und Duisburg fortgesetzt Nenueu ud ua a........ e Aufnahme: Günther Der Schwergewichtler Schnarre-Recklinghausen boxt heute in Gelsenkirchen gegen Schedler-Heilbronn Nachdem gestern die Vorrunden der Deutschen Amateur=Boxmeisterschaften in Hamm, Bielefeld und Münster vor ausverkauften Häusern begonnen haben, setzen heute abend um 8 Uhr die Städte Hagen, Gelsenkirchen und Duisburg den Reigen fort. Heute in Hagen Die Stadthalle in Hagen, der Schauplatz schon vieler großer Amateurboxkämpfe, bietet den geeigneten Rahmen für diese größte deutsche Turnierveranstaltung. Die Hagener Boxgemeinde selbst wird auch durch dieses reichhaltige Programm nicht enttäuscht werden. Der Fliegengewichtskampf bringt den Dortmunder Sandhoff mit dem Saarbrücker Heß zusammen. Heß, der bereits einmal in Dortmund startete, hat sich stark entwickelt und schaltete in glatter Weise einen so guten Mann wie den süddeutschen Meister Bamberger aus. Sandhoff. für seine Klasse außerordentlich stark, dürfte sich einen Gewinn ausrechnen können, wenn er sich auf die Rechtsauslage von Heß einstellen kann. Im Bantamgewicht trifft Rappsilber=Frankfurt auf Günther=Lüben. Der schlesische Meister verfügt über ausgezeichnete Luftverhältnisse und Rappsilber, als der technisch voraussichtlich bessere, muß sein ganzes Können zeigen, wenn er Günther ausschalten will. Im zweiten Bantam=Kampf begegnen sich der Essener Bartels und Baier=Planitz. Bartels ist in Westfalen bekannt und es ist damit zu rechnen, daß er Baier schlagen wird, der den Durchschnitt nicht überragt. Im Leichtgewicht erhält Hagen einen Kampf vorgesetzt, der alles das halten wird, was er verspricht. Schmedes=Dortmund gibt mit diesem Kampf Biemer=Köln die Gelegenheit zur Revanche für die vor einem halben Jahre erlittene Niederlage im gleichen Ring anläßlich der Olympia=Prüfungskämpfe. Wer bei jenem letzten Kampfe gesehen hat, wie schwer Schmedes von dem starken Kölner angeschlagen wurde und wer dann den ungeheuer schwer erkämpften Sieg des Dortmunders mit erlebte, wird bei diesem Kampf nicht fehlen wollen. In einem weiteren Leichtgewichtskampf wird Büttner I-Breslau, der über ein gutes Können verfügt, in der Lage sein, Paul=Kassel zu schlagen. Herchenbach=Elberfeld setzt sich dann ebenfalls im Leichtgewicht mit Seifert=Dresden auseinander. Herchenbach ist durch seinen glatten Sieg über Kartz bekannt geworden, seine gute technische Veranlagung wird auch unter Umständen genügen, Seifert zu schlagen. Für den erkrankten Blum Altena ist Stratmann=Herne eingeschoben, der sich mit dem Bayer Knödl=Straubing messen wird. Knödl ist schlecht einzurangieren. Stratmann wird sich alle Mühe geben, seine Aufgabe gut zu erfüllen. Eine weitere Mittelgewichtsbegegnung fin det statt zwischen Schmittinger=Würzburg und KoßDanzig. Schmittingers große auch internationale Erfahrung wird hier ausreichen, um den Danziger zu schlagen. In der schwersten Klasse stellen sich als erstes Paar Leis=Kaiserslautern und Orth manns=Köln vor. Leis, bekannt durch seine schnel len Angriffe, wird versuchen, mit einem k. o. die Angelegenheit zu erledigen. Für den Kölner gibt es nur eins, auf Distanz bleiben. Den Schlußkamp bestreiten der aus dem Sauerland gebürtige Kyfuß Wünsdorf und Siepmann=Wilhelmshaven. Kyfus steht hier vor einer außerordentlich schweren Auf gabe. Wie er mit dem starken Angriffsboxer Siep mann fertig wird, ist schlecht zu sagen. Heute in Duisburg Hier findet die sechste Vorrundenveranstaltung statt. Die drei ersten Kämpfe gibt es im Bantamgewicht. Schmitz=Dortmund wird sich voraussichtlich gegen Bird=Karlsruhe durchsetzen, da er schneller im Schlag ist. Westhoff=Elberfeld muß sich Schmidt=Stuttgart auf jeden Fall vom Leibe halten, da es sonst eine Ueberraschung geben kann. Gelingt ihm dies, sollte er gewinnen können. Färber=Augsburg hat sich mit Vir nich=Köln auseinanderzusetzen. Virnichs Ehrgeiz und Kampfwillen sind groß genug, um einem Mann wie Färber gefährlich zu werden. Das Leicht gewicht wartet mit zwei Treffen auf. Der tech nisch gute Berliner Bieselt wird für Köhler Mannheim ein schwerer Prüfstein sein. Ueber das Ergebnis läßt sich voraus nichts sagen. Fluß Köln wird sich mit Hemauer=München viel Ar beit machen müssen, denn der Bayer ist außerordentlich stark. Dann folgen drei Mittelgewichtstreffen. Stein=Bonn ist mit viel Vernichtungswillen ausgestattet, und wir glauben, daß dieser Wille auch bei dem Magdeburger Utsch genügen wird, um zu gewinnen. Held=Stuttgart und Rennard=Duisburg werden sich einen aus geglichenen Kampf liefern. Hornemann=Berlin wird es mit seiner Technik fertigbringen, den zwar hart schlagenden Stiegler=Ludwigshafen auszuschalten. Der Abend wird beschlossen durch drei Schwergewichtspaarungen, wobei sich als erste Runge=Elberfeld und Schäfer=Magdeburg vorstellen. Der technisch erheblich bessere Runge dürfte auch dieses Jahr wiederum seinen Gegner vom vorigen Jahr schlagen. Holtz=Berlin konnte Kyfus schlagen und besitzt genug Vertrauen zu ich, um auch Schön=Essen, der wohl hart ist, aber zu unerfahren, aus der Partie zu bringen. Im Schlußkampf werden Fischer=Nürnberg und Kleinholdermann=Homberg für einen guten Abschluß sorgen, wobei sich Fischer vor der Jugend des Rheinländers hüten muß. Heute in Gelsenkirchen Hier werden allein in elf Kämpfen sechs Westalen aus der näheren Umgebung Gelsenkirchens tarten, womit die Veranstaltung ein besonderes Gepräge erhält. Wilke=Hannover, Angehöriger der Kernmannschaft, wird hier gegen den guten sfeifer=Erfurt seine Boxkunst zeigen. Der Erurter wird nicht stark und ausdauernd genug sein, um das Stehvermögen des Hannoveraners zu erchüttern. Wir erwarten Wilke vorn. StaschKassel, ein alter Westfale, muß sich mit KaschaHamburg schlagen. Wir kennen Stasch von seinen zahlreichen Kämpfen hier in Westfalen zur Genüge, um zu wissen, daß er alles aufbietet, um zu gewinnen. Einen interessanten Kampf werden die Leichtgewichtler K. Kästner=Erfurt und Zülchner=Hamburg zeigen. Kästner, ausgestattet mit guten technischen Fähigkeiten, rangiert mit dem Hamburger auf einer Stufe. Da nur der Sieger in die Zwischenrunde kommt, wird es einen harten Kampf geben, dessen Ausgang offen ist. Jakubowski=Bochum kämpft gegen Lukat=Hildesheim im Leichtgewicht. Der große Erfolg des Bochumers gegen Schmedes bei den letzten Gaumeisterschaften läßt erwarten, daß Lukat von dem ehrgeizigen Bochumer ausgeschaltet wird. Durch den ungeheuren Angriffswillen des Bochumers wird dieser Kampf jene Farbe bekommen, die das Sportpublikum besonders liebt. Murach=Schalke im Weltergewicht gegen Thormann I=Kassel wird einen Sieg für den Schalker bringen, denn wir glauben nicht, daß sich der allerdings hart schlagende Kasselaner auf die Rechtsauslage Murachs einstellen kann. Drei Mittelgewichtspaarungen sind vorgesehen und jede von ihnen ist ausgezeichnet. Rust=Bremerhaven wird sich mit BauerKassel messen. Wir tippen auf Rust. PriesWanne=Eickel, der den Internationalen Blum einwandfrei schlagen konnte, wird Loibl=Ulm boxen. Loibl ist Rechtsausleger und schlecht zu boxen. Der Kampf wird also nicht sehr einfach sein. Mit Baumgarten=Hamburg und Mayer=Mannheim stellen sich zwei im Geben wie im Nehmen harte Kämpfer vor. Der Ausgang dieses Kampfes ist offen. Zum Schluß kommen noch drei Schwergewichtskämpfe. Babski=Castrop trifft auf Otte=Hamburg. Bei dem Ehrgeiz von Babski ist mit einem erbitterten Kampf zu rechnen da Otte gut genug ist, jeden wirklich guten Mann zu stoppen. Knorr=Gladbeck und HusserKarlsruhe, beide Nachwuchsboxer, werden sich anstrengen, um in die Zwischenrunde zu gelangen. Schnarre=Recklinghausen kommt gleich in die Zwischenrunde, da sein vorgesehener Gegner, Schedler, plötzlich schwer erkrankt ist. In einem Einlagekampf wird Schnarre gegen Dörper=Hamm boxen. 29 bereits ausgeschieden Die ersten vorrundenkämpfe zur Deutschen Bokmeisterschaft Die Deutschen Amateur=Boxmeisterschaften, die letzte große Vorprüfung vor den Olympischen Spielen in Berlin, begannen am Dienstagabend mit dem ersten Teil der Vorrunde in den Städten Münster, Bielefeld und Hamm. Burgers hoher Sieg Die Vorrundenkämpfe in Münster In Münster hatten sich in der Münsterland Halle etwa 1000 Zuschauer eingefunden. Das einleitende Treffen im Fliegengewicht zwischen Graaf (Hamburg) und Kaiser(Aachen) war ein wenig schöner Kampf. Es gab nur eine wilde Schlägerei, aus der Graaf als der genauere als verdienter Punktsieger hervorging. Der zweite Kampf in der gleichen Gewichtsklasse zwischen Kaiser(Glad beck) und Häußler(Stuttgart) endete mit einem verdienten Siege des Gladbeckers, der technisch vor züglich zu gefallen wußte und in allen drei Run den leichte Vorteile hatte. Burger=Münster und Wendel-Stuttgart tanden sich im Federgewicht gegenüber. Burgers Stil war flüssiger und sauberer, Wendel mußte in den beiden ersten Runden viel einstecken. Auf Distanz traf Burger genauer. Sein Sieg stand nie in Frage. Einen technischen k.=o.=Sieg kandete der Frankfurter Schönberger in der dritten Runde über Wrona=Hamburg. Die erste Runde war vollkommen offen, Wrona hatte in der zweiten Runde leichte Vorteile. Die dritte Runde brachte heftigen Schlagwechsel. Wrona mußte schwere Geichtstreffer hinnehmen, taumelte und wurde vom Ringrichter in seine Ecke geschickt, der daraufhin das Treffen zu Gunsten von Schönberger entschied. Einen schönen und schnellen Kampf gab es im Federgewicht zwischen Ostländer=Aachen und Studenroth=Kassel. Durch die größere Reichweite gestaltete Ostländer die erste Runde klar für sich. Auch die beiden nächsten Runden sahen den Aachener klar überlegen. Sein Punktsieg war verdient. Ulderich= Köln schlug Lupar=Allenstein im Bantamgewicht nach Punkten. Ulderich erwies sich als der technisch bessere Boxer und konnte die zweite und dritte Runde klar für sich entscheiden. Lupar war ziemlich ungenau mit seinen Schlägen. Im Halbschwergewicht holte sich Vogt=Hamburg einen k.o.=Sieg über Thill=Kassel. Vom Gongschlag an hatte der Kasseler gegen Vogt nichts zu bestellen. Vogt nutzte die größere Reichweite aus und schlug Thill in der ersten Runde k.o. JaspersStettin schlug Kellner=Mannheim nach Punkten. Der Stettiner war seinem Gegner in jeder Weise überlegen und auch genauer im Schlage. Jaspers erhielt nach Ablauf der Runden einen hohen Punktsieg zugesprochen. Den letzten Kampf des Abends bestritten Krumm=Köln und Lenzen=Göttingen. In der ersten Runde legte Lenzen ein scharfes Tempo vor, aber schon bald setzte sich die bessere Technik von Krumm durch. Der Göttinger wehrte sich zwar tapfer, kam aber zum Schluß mit dem Kölner nicht mehr ganz mit. Der Punktsieg von Krumm war durchaus verdient. Meister Büttner geschlagen Die Vorrundenkämpfe in Bielefeld Die 3000 Zuschauer in der Bielefelder Ausstellungshalle erlebten eine Enttäuschung insofern, als Radomski=Schalke, der vom Militär freigegeben war, nicht antrat und ebenfalls Weise=Chemnitz aus unbekannten Gründen fehlte. Büttner II=Breslau, der Titelverteidiger im Federgewicht, war nicht in bester Form und unterlag dem Kölner Exmeister Rustemeier knapp nach Punkten. Der technisch schöne Kampf im Fliegengewicht zwischen Mertens=Köln und Riedel=Magdeburg endete mit einem Punktsiege des Rheinländers. Riedel war im Angriff sehr stark und auch der bessere Techniker, so daß er sich klare Vorteile herauspunkten konnte. In der zweiten Runde klammerten beide Gegner sehr viel und in der dritten Runde stellte Mertens durch einen fabelhaften Endspurt seinen knappen Punktsieg sicher. Priesnitz=Breslau und Scheid=Duisburg hieß die zweite Paarung in der Fliegengewichtsklasse. Gute Beinarbeit und bessere Gewandtheit brachten Vorteile für den Breslauer, der Scheid in der dritten Runde arg in Gefahr brachte. Priesnitz wurde glatter Punktsieger. Die erste Runde im Federgewicht zwischen dem Titelverteidiger Büttner II=Breslau und Rutemeier=Köln war wenig temporeich, der Kölner mußte gleich wegen Haltens eine Verwarnung hinnehmen. Rustemeier wußte aber seine Linke in den folgenden Runden gut anzubringen und schaffte sich dadurch einen knappen Punktsieg. Im Weltergewicht schlug Knoth=Düsseldorf den Kölner Neu nach Punkten. Knoth war der ständige Angreifer. Trotzdem verliefen die beiden ersten Runden ausgeglichen. In der dritten Runde sah man einen schönen Schlagwechsel, der die Entscheidung zu Gunsten Knoths brachte. Rosenkranz=Barmen schlug BrunkowWeißensee im Halbschwergewicht nach Punkten. Es gab einen schlagwechselreichen Kampf, in dem Rosenkranz elastischer wirkte und stets im Angriff lag. Einen k. o.=Sieg landete Strahl=Danzig über Friedrich=Spremberg im Fliegengewicht. Der Danziger ging gleich zu Beginn forsch ins Gefecht und auf zwei rechte Haken hin mußte der Spremberger zu Boden und das Aus über sich ergehen lassen. Miner=Breslau bezwang Kastl=Landshut im Federgewicht nach Punkten. In diesem Kampf hatte der Breslauer ohne Zweifel technische Vorteile und gefiel durch sein glänzendes Täuschungsmanöver. Kastl kämpfte viel zu unsauber, so daß er seinem Gegner den Punktsieg überlassen mußte. Einen weiteren Punktsieg errang Bialas=Hannover über den Leipziger Gaunitz. Der erfahrene Bialas traf hier auf den Leipziger Gaunitz. Erst in der dritten Runde leistete der Leipziger ernsthaften Widerstand, konnte aber dem Hannoveraner den Sieg nicht mehr entreißen. Pietsch=Leipzig entschied das Halbschwergewichtstreffen gegen Kaufmann=Magdeburg zu seinen Gunsten. Es gab einen flotten Kampf, in dem Kaufmann sich zunächst ängstlich zeigte, Pietsch hingegen seine sehr harte Rechte immer wieder durchbrachte. Während die beiden ersten Runden ausgeglichen verliefen, hatte der Leipziger in der letzten Runde Vorteile, die zu einem knappen Punktsieg ausreichten. dixkes siegreich Die Vorrundenkämpfe in Hamm Der Hammer Westen=Schützenhof wies einen hervorragenden Besuch auf. Für Brofazi=Hannover, der Uebergewicht hatte, trat sein Landsmann Schubert an. Durch den gebotenen vorzüglichen Sport wurden die Zuschauer gleich von Anfang an in die richtige Stimmung versetzt. Im Fliegengewicht schlug Schild=München den Kölner Schlöpker nach Punkten. Schild, der in Rechtsauslage boxte, hatte in den ersten beiden Runden klare Vorteile. Schlöpker kam in. der dritten Runde auf, doch konnte er den Punktvorsprung des Müncheners nicht mehr aufholen Stättler=Mannheim schlug SchubertHannover nach Punkten. Es gab einen verbissenen Kampf, in dem Schubert in der zweiten Runde stark angeschlagen wurde. Stättler war auch in der letzten Runde besser und holte sich damit einen verdienten Sieg heraus. Der Halbschwergewichtskampf zwischen Fels (Viersen) und Sikora(Hannover) nahm ein schnelles Ende. Bereits in der ersten Runde mußte der Ringrichter das Treffen zugunsten von Fels abbrechen, da Sikora nach 1½ Minuten einen Tiefschlag landete. Der Hammer Wagener besiegte im Bantamgewicht den Berliner Schiller nach Punkten. Der fast pausenlos schlagende Westfale hatte in allen Runden Vorteile. Im Federgewicht errang der Berliner Arenz über den Mannheimer Hoffmann einen verdienten Punktsieg. Der Berliner lag in den beiden ersten Runden leicht im Angriff. Durch technisch besseres Boxen hatte er Vorteile, die seinen Sieg sicherstellten. Völker(Berlin) blieb über Schäfer II(Magdeburg) knapper Punktsieger. Völker traf seinen Gegner öfter und korrekter und stellte damit seinen Sieg her. Einen verdienten Punktsieg erhielt Dirkes (Hamm) über Liebelt(Forst) im Leichtgewicht zugesprochen. Der betagte Forster hielt sich zwar recht tapfer. Nachdem die beiden ersten Runden ziemlich ausgeglichen verlaufen waren, konnte sich WAAHANEHLEN T Hnberibrebec. findet ihre Bestätiguns in der Qualität des Objekts. 30000 kkrmn ADLER Trumapef-Junior-Dauerfahrt Tag und Nacht durch die verkehrsreichen Straßen Berlins mit einem lerienmäßigen Wagen unter offizieller Überwachung ergaben folgende Resultate: Treibstoffverbrauch auf 100 km nur 7,5 Ltr. Gemisch, Olverbrauch auf 100 km 0,20Ltr ca. 80 Millionen Motorumdrehungen, 3549s Schaltungen, 53657 Bremlungen, 40949 Kupplungen erforderten bis zu 30000 km Fahrtdauer 0,67 RM für 100 hm an — Reparaturen, Kundendienst und Reifenverschleiß. Die Fahrt wird fortgesetzt! Das ist Wirtschaftlichkeit und Qualität! Preis ab Werkr ER 2950.— ADLER TRUMTE-JUNIOR 1 Liter Cabrio=Limouline und Limouline Ein Wagen großer Leistungen. e ESESEETE EN ## # Stt#(Saarbrücken) wurde Punktsieger Hrsaenn c(Lundenburg) im Veltergewich. Zwischen beiden entspann sich ein wenig schöner Kampf, der mnn einem knanven Sieg des Saarbrückeners endete. Beide Boxer erhielten wegen unsauberen Boxens eine Verwarnung. In der gleichen Gewichtsklasse standen sich Lennert(Manngegenüber. Nach i mäßigen Runden wurde der Kampf zum ens harte Schlaar, so daß Duod zwennat zu Boden Im Halbschwergewicht konnte Moser(Münunzel(Berlin) einen verdienten zul##r„Rechtsauslage von Moser nicht einstellen. schneller und gut in der Deckung. „ n letzte. Kampf des Abends standen sich im Richte(Herne) und Jost (Frankfurt) gegenüber. Die reifere Schlagtechnik gab de., Ausschlag für den verdienten Kunstsies des stärter und varierter boxenden SüdRonsse-— Lemoine- Metze- Möller Samstag in der Deutschlandhalle Die Deutschlandhalle in Berlin bringt am kommenden Samstag Rennen, die wieder ganz hervorragend besetzt sein werden. In internationalen Steherrennen wird sich den Berlinern zum ersten Male der Belgier Reorges Ronssee vorstellen, zweifacher Sieger der Straßenweltmeisterschaft, der belgischen Stehermeisterschaft und der Fernfahrt Paris—Roubaix, Sieger im Großen Preis der UCI 1936. Lemoine und die Exweltmeister Metze und Möller werden seine Gegner sein. Sehr gerne hätte man Lohmann im Rennen gesehen, aber der Bochumer kann nicht fahren, da er sich eben erst einer Nasenoperation unterzogen und am Montag das Kranrenhaus verlassen hat. Dazu kommen noch Amateurrennen, ein Radballspiel und die Vorstellung der Berlin—Cottbus—Berlin=Fahrer die in ihren bunten Renntrikots einige Ehrenrunden fahren werden. Um den Aufstieg zur Gauklasse Streitzug durch die westtälische Bezirksklasse Noch sind die Meisterschaftsspiele in den einzelnen Klassen und Gruppen nicht ganz beendet, noch ist erst ein kleiner Teil der Meister und Aufstiegsanwärter ermittelt, so beginnt bereits das große Rätselraten um den Aufstieg zur Gauklasse. Am 17. April will der Fußball=Fachwart bereits die ersten Aufstiegsspiele starten lassen, wir wollen hoffen und wünschen, daß es ihm bis dahin gelingt, wenn nicht alle, so aber doch den größten Teil von den sechs Bezirksklassen=Gruppen=Siegern zu ermitteln. Halten wir jedoch zunächst ein wenig Rückschau auf das, war im vergangenen Jahre war und stellen gier zunächst einmal fest, daß aus der Gauklasse Viktoria Recklinghausen und DSC. Hagen absteigen mußten. Die beiden in der Gauklasse freigewordenen Plätze übernahmen nach harten und aufregenden Kämpfen in den Aufstiegsrunden die damaligen Bezirksklassen=Gruppensieger der Grup pen Bochum und Gelsenkirchen, und zwar Tus. Bochum und Erle 08. Stellen wir weiter fest, daß es beiden Mannschaften schwer gefallen ist, sich in diesem Jahre in dieser neuen Gesellschaft der Gauklasse zu behaupten. Sie haben es aber geschafft und in diesem Jahre sind es wieder ein Reckling häuser Verein, Union Recklinghausen, und außerdem einer der ältesten Fußballpioniere des Westens, Preußen Münster, die absteigen müssen. Rechnen wir bezirksweise, so ergibt sich, daß der Ruhrbezirk sich im vergangenen Jahre um zwei Mannschaften in der Gauklasse verstärkte, und zwar zum Nachteil des übrigen Westfalens, und auch in diesem Jahre wieder bereits die beiden Abstiegskandidaten der Bezirk Münster stellt. Damit hat der Ruhrbezirk die im Vorjahr erkämpfte stärkere Vertretung in der Gauklasse nicht nur behauptet, sondern die große Chance, sich auch in den kommenden Aufstiegsspielen mindestens mit einem Vertreter wieder durchzusetzen, womit sich das Schwergewicht west fälischen Fußballkönnens noch weiter zum Ruhr bezirk verlagern würde. Betrachten wir einmal die derzeitige Lage in den sechs Gruppen der westfälischen Bezirksklasse. In der Gruppe Dortmund, die die zahlenmäßig stärkste Gruppe des Gaues ist und insgesamt 13 Mannschaften umfaßt, ist man naturgemäß mit der Durchführung der Meisterschaftsspiele noch am stärksten im Rückstand. Augenblicklich führt TuB. Mengede mit einem Punkt vor den Dortmunder Borussen. Nach ihnen folgt mit weiteren drei Punkten Abstand der BV. Brambauer, aber dieser dürfte wohl schon nicht mehr für die Meisterschaft in Frage kommen, von Arminia Marten und dem Erligisten DSC. Hagen ganz abgesehen, die noch ungünstiger stehen. Mengede hat noch vier und die Dortmunder Borussen sogar noch fünf Spiele auszutragen, so daß der Dortmunder Gruppensieger wohl mit etwas Verspätung in die Aufstiegspiele eingreisen wird, wenn nicht überraschend eine Wendung im Laufe der Ereignisse eintreten sollte. Mengede sowohl als Borussia stellen zwei spielstarke Marrschaften. Mengede hat unbedingt den Borussen gegenüber die größere Beständigkeit voraus. Borussia ist allerdings in der Lage, ihre bisherigen Leistungen noch zu steigern. Oder sollte es den Borussen auch in diesem Jahre wieder so ergehen wie im Vorjahre, wo sie um Nasenlänge hinter den Alemannen blieben? Aehnlich liegen die Dinge in der Gruppe Gelsenkirchen, wo sich die diesjährige Meisterschaft in der zweiten Serie fast ausschließlich zu einem Neu zwischen dem Castroper SV. 02 und SV. Rotthausen 12 gestaltete. Hier steht Rotthausen relativ um einen Punkt günstiger als Castrop, nachdem die Spiel gegen Buer, das sie auf eigenem itze, mit, 0:1 verloren, eine vielleicht nie wiederkehrende Gelegenheit verpaßt haben. Castrop hat jetzt noch das letzte Punktespiel in Gelsenkirchen gegen Union auszutragen, eine sehr schwere Sache ur die Castroper, wogegen die Rotthauser noch mit zwei Spielen im Rückstand sind, und zwar müssen sie noch zu dem Tabellenletzten nach Horst und haben auf eigenem Platze noch gegen den VfB. Bottrop zu könnte Rotthausen in einem der Spi., schon einen Punkt einbüßen, so daß penteb ic go eines Sieges in Gelsenkirchen eich kommen und dann das bessere Torvermen sein. Sie führen mit drei Punkten vor Wattenscheid und habe, ebenso wie Wattenscheid noch piele auszutragen. Damit ist theoretisch Wattenscheid wohl noch in der Lage, die Preußen zu erreichen, aber die Praxis läßt ihnen keinerlei Hoffnung; immerhin eine ganz hervorragende Leistung des Wattenscheider Neulings .„ In ger Gruppe Minden gibt es auch in diedane Sieft p“## bereits traditionell gewordene Duell der beiden Bielefelder Altmeister Arnis, un b. Nachdem sich Arminia gegen die Bielefelder Spielvereinler durch ein UnentschieFührt den sehf-wichtiggn Punktverlust erlaubte, führt der vorjährige Gruppensieger VfB. wieder vor Arminia, wobei wichtig ist, daß die BfBer jetzt nur noch ein Spiel auszutragen haben, uno zwar gegen Beckum, allerdings für die ver imm noch eine recht heitle Angelegenheit. Arminia muß aber noch zwei Spiele austragen gegen Borussia Lippstadt und Westfalia Brackwede auf eigenem Platze, die die Arminen auch erst noch gerinnen mi gen. Wir gl.uven., daß auch in diesem Jahre der VfB. wieder als knapper Sieger durchs Ziel gehen wird. Münster ist die Lage ebenfalls fast vollständig klar. Der vorjährige GruppenSuS. 13 Recklinghausen führt mit drei Punkten vor Rheine 09 und hat nur noch zwei Spiele auszutragen, dürfte also wohl nicht mehr zu erreichen sein, denn auch Rheine hat noch zwei Spiele Zuxchzuführe und notfauls zu gewinnen. Cus. 13 Recklinghausen hat die Meisterschaft prakisch aber bereits sicher. Sie hätten noch vor der schweren Prüfung in Hüls gestanden, aber hier fallen ihnen die Punkte infolge Disqualifikation on„##ls kampfos zu, so daß Recklinghausen prartisch also bereits Meister der Gruppe Münster ist. Neben dem BfB. Bielefeld würde also auch Recklinghausens„alter Bekannter“ in der diesjährigen Aufstiegsrunde sein. In der Gruppe Arnsberg ist die diesjährige Meisterschaft ebenfalls eine Siegener Lokal=Angelegenheit geworden. Relativ stehen BC. 07 Siegen und die Siegener Sportfreunde, die wider Erwarten in den letzten Wochen stark abgefallen waren, punktgleich. BC. 07 hat ein Spiel mehr ausgetragen und führt mit zwei Gewinnpunkten hat also auch nur noch ein Spiel auszutragen, wogegen die Sportfreunde noch zwei Treffen durchzuführen haben. BC. 07 muß noch nach Weidenau und die Sportfreunde haben auf eigenem Platze noch gegen Olpe und Klafeld zu spielen. Angenommen, daß beide Mannschaften keine Punkte mehr einbüßen, was beim BC. eher als bei den Sportfreunden erwartet werden kann, dann würde das bessere Torverhältnis entscheiden, und da stehen die Sportfreunde ein wenig günstiger als der BC. Allerdings werden die Ergebnisse der noch ausstehenden Spiele von erheblicher Bedeutung sein. Der erzielte zweistellige Sieg der BCer über Werdohl hat in dieser Beziehung allergrößte Bedeutung und den Rückstand der BCer gegenüber den Sportfreunden fast ausgeglichen. Voraussichtlich werden die sechs Gruppen also in den kommenden Aufstiegsspielen wie folgt vertreten sein: Gruppe Dortmund: TuB. Mengede— Borussia Dortmund, Gruppe Gelsenkirchen: SV. Rotthausen— Castrop 02, Gruppe Bochum: Preußen Bochum Grup,e Minden: VfB. Bielefeld— Arminia Bielefeld, Gruppe Münster: SuS. 13 Recklinghausen Gruppe Arnsberg: Sportfreunde— BC. 07 Siegen. #rschauen wir zum Schluß nun noch kurz in den sechs Gruppen das jeweilige Tabellenende In der Gruppe Dortmund steigen von den 13 Mannschaften bekanntlich 8 Mannschaften ab. Fest steht hier bisher allein der VfL. Kamen, ein Neuling, der sich nicht behaupten konnte. Für die „eiv weiteren Platze kommen noch eine Anzahl Mannschaften in Frage, und zwar Alemannia Dortmund, Wetter 10, Hörder SC. und DortTortmund 95 steht relativ einen Punkt als Horoe und Were., wogegen Alemannia praktisch bereits als gesichert betrachtet werden kann. Wetter, Hörde und Dortmunder SC. 95 haben müssen ins Gras beigzen. Bwei von Bochum steht Witten 07 als erster Abstiegskandidat bereits fest. Als weitere Anwärtel auf den zweiten Platz kommen in Frage pattingen 04. STV. Werne und Altenvoerde; aber Westfalia Bochum ist noch nicht restlos in . Hattingen 04 wird wohl hier aller Voraussicht nach der Partner von Witten 07 werden „In per Gri de Gelsenkirchen ist die Lage G## etussen Horst=Emscher und Westfalia Buer den Abstieg in die Kreisklasse antreten. 1.„In der Gruvbe Minden ist ebenfalls keine Ueberraschung mehr möglich, denn VfL. Salzuflen und der alte Kämpe SVg. 03=04 Hamm sind hier die beiden Leidtragenden. .. der Gruppe Münster ist ebenfalls alles „in Ordnung", denn hier haben sich Schwarz=Weiß u d Boaum=Hövel in diesem Jahre nicht behaupten können und müssen sich im nächsten Jahre in der Kreisklasse versuchen. In der Grupve Arnsberg steht als erster Abstiegskandidat der Neuling BfR. Siegen bereits udgültig fest. Der zweite Neuling, BV. Netphen teht nach dem BfR. Siegen relativ am Kölner Eröffnungsrennen Heute auf der Bahn In Köln-Merheim Nach Mülheim=Duisburg setzt Köln den Reigen der Rennen auf den westdeutschen Kartellbahnen forr. Die Eröffnungs=Veranstaltung mußte wegen der Wahl vom Sonntag auf den heutigen Mittwoch verlegt werden, so daß das Auftakt=Meeting nur einen Tag umfaßt. Das Programm ist recht geschickt zusammengestellt und hat als Mittelpunkt das Herold=Rennen aufzuweisen. 1. ubin=Hürdenrennen über ### Meter hat zwar eine zahlenmäßig geringe, aber dafür qualitativ gute Besetzung aufzuweisen. Famasino und Schwede versuchen sich zum ersten Male über Hindernisse, so daß man Wolkenflug und Voltaire II den Vorzug geben muß. Im 2. Lampos=Rennen über 1400 Meter sind sieglose Dreijährige unter sich. Nach Abstammung wird man die Entscheidung zwischen Meister, Ostgote, Freiherr und Manoli zu suchen haben. Im 8. Lupus=Rennen über 1200 Meter kommen bessere Vertreter des Derby=Jahrganges an den Start. Nach vorjähriger Form sind Asti, Chorherr, Seydlitz und Bekassine in die engere Wahl zu nehmen. Heidefalke, Nuri und Imperator könnten aber überraschen. Im 4. Herold=Rennen über 1400 Meter verbündete Paar des Stalles Dilthey rafin Mariza und Die Lupine, stark zu beachten sein. Missouri vertritt die beste Klasse in diesem Feld, hat aber viel Gewicht zu tragen. Vom Rest sind dann noch Sextus, Paramour und Windsor nennen.—0 Im 5. Silesia=Jagdrennen über 8000 Meter könnte Laudandus zum Siege kommen. Der Sechsjährige ist billig in den Ausgleich hineingekommen. Zu schlagen hat der Wallach in erster Linie Gangani, Utamaro, Rosenrot und Birgit. Im 6. Ferro=Rennen über 1600 Meter mußte Freihafen der erste Anwärter sein. Gegen Renate, Rückwechsel, Ventre a terre, Paulchen und Charolus wird der alte Wallach aber keinen leichten Stand haben. Sonst verdienen noch der alte Kämpe Hagestolz, Hanshein und Finor einen Hinweis. #m I., Mellitzus=Rennen über 2000 Meter sollt# Dreilauser trotz seiner 66 Kilogramm seinen Gegnern überlegen zeigen, wenn er seine beste orer, auslaurt. Für die Platze kommen dann mencgssin ien Prie.. s und BluTrabrennen in Gelsenkirchen Dreijährige mit älteren Pferden zusammen. Wir glauben, daß die Dreijährigen die Oberhand behalten werden. Von diesen sind in erster Linie Bell Guy, David Bingen, Karl L. und Diabolo zu nennen. Im 7. Preis von Düsseldorf könnte Brauner David zu einem neuen Erfolg kommen. schlagen hat der gute Hengst in erster Linie Vogel, Peter Breit und Erna Bacon. Unsere Voraussagen steht nach dem VfR. Siegen ber hrirte Neuling dieser Gruppe, Menden 09. sowohl als auch der alte Kämpe Jahn Werdohl haben noch„recht gute Aussichten"; theoretisch kommen sogar auch noch Olpe und Weidenau in Zims=Küster zurückgefallen Das Amsterdamer Sechstagerennen Stand beim Amsterdamer Sechstagerennen hat sich bis zum Dienstagnachmittag wesentlich geandert. An die Spitze haben sich piet van KempenPijnenburg gesetzt, während den zweiten Platz jetzt Wals=Rausch einnehmen. Dienstag 17 Uhr waren 1937,666 Kilometer zurückgelegt und der Stand folgender: 1. P. v. Kempen=Pijnenburg 269, 2. Wals=Rausch 71 Punkte: 2 Runden zurück: 3. Billiet=Deneef 162, 4. AertsBuysse 135, 5. Slaats=Charlier 110, 6. DiotIgnat 95, 7. Jan van Kempen=Pellenaers 92 „. Schön=Hürtgen 71 Punkte; 8 Runden zurück: 9. Zims=Küster 80 Punkte; 9 Runden zurück: 10. Gebr. Vroomen 78 Punkte. Das Paar van der Heyden=Schotman wurde am Dienstagnachmittag aus dem Rennen genommen. Die ursprünglich für den 29. März vorgesehenen Trahrennen in Gelsenkierchen sind wegen der S##### den heutigen Mittwoch verlegt worden. Die Besitzer und 2 ainer haben alles getan, um den Wochenrenntag interessant zu gestalten. Für ean lisherig#urungen sind die Rennungen abgegeben worven, so daß mit starken Feldern und interessantem Sport zu rechnen ist. Im 1. Preis von Mülheim treffen sich Gie Fer Gährige sieelose Pferon, zin dieser mäßigen Gesellschaft könnte der 5jährige Brillant einen Sieg erringen. Marsilius W., Miß Morgan und Bar# commen ebenfalls für die Entscheidung in Der 2. Preis von Mainz ist den Amateurfahrern vorbehalten. Mallorca, die in diesem Jahre ####.#rfolgrezch war, hat auch hier wieder gute Aussichten. Allerdings hat die Stute es gegen Alpha, Phädra und Adda nicht leicht. Im 3. Preis von Aachen treffen sich gute Dreijährige. Diese Prüfung verspricht einen äußerst spannenden Verlauf zu nehmen und die Wahl zwischen David Bingen, Diskont, Morgen## Irma W., Adolf Lee und Hera Dd. ist nicht Im 4. Preis von Koblenz sind die Amaerrfayrer wieder unter sich. Lotte D., Tuja Guy, Patschuli und Abenteurer werden das Ende unter sich ausmachen. Die Internationalen treffen sich im 5. Preis der Wehrfreiheit. Diesmal ist die Besetzung sowohl quantitativ wie qualitativ eine besan den ersten Sonntagen. Wenn Mina Todd schon weit genug gefördert ist, geht sie mit den ersten Chancen an den Start. Duck, Salvator, Virginius und Heide sind aber starke Gegner, die sich einen interessanten Kampf liefern werden. Ein starkes Feld wird im 6. Preis von Köln an den Ablauf kommen. Hier treffen gute Heute in Köln „„„: Wolkenflug— Voltaire II— Famasino 2. R.: Meister— Manoli— Ostgote 8. R.: Chorherr— Seydlitz— Asti R.: Stall Dilthey— Missouri— Sextus 5. R.: Laudandus— Utamaro— Gangani Freihafen— Ventre a terra— Hagestolz 7. R.: Dreiläufer— Griffon—. Sisikon Heute in Strausberg 1. R.: Lebensweg— Glücksstern 2. R.: Frontkämpfer— Falieri 8. R.: Veilchen— Lorenz 4. R.: Metternich— Lova 5. R.: Liedervater— Oceanus 6. R.: Gnade— Lordmajor 7. R.: Chartreuse— Samson Heute in Le Tremblay 1. R.: Casier— Mountain 2. R.: Formosus— Culotte de Soie 8. R.: Jarnac— Talisman 4. R.: La Palestina— Dorinda 5. R.: Ambrose Light— L'Amiral 6. R.: Prince Domino— C'est sa Soeur 7. R.: Turbotin— Organdi Heute in Gelsenkirchen .#: Brillant—.Marsilius W.— Miß Morgan 2. R.: Alpha— Mallorca— Phädra — Adolf Lee— Morgenfried 4. R.: Lottie D.— Tuja Guy— Abenteuer 5. R.: Mina Todd— Duck— Salvator 6. R.: Bell Guy— David Bingen— Peter 7. R.: Brauner David— Vogel— Peter Breit Rennen in Enghien am 31. März Ricotjage(G. Davaze), 2. Attacus, 3. liesen: Luckey, Caro, Mademoiselle 195. Pl.““, 28 Sea, Dar, Hallsel, Evlau, Tot.: art Militaire(R. Sirvain), 2. Touwa II, Ferner liefen: Figeac, Normalien, Dark de Montsort. Toi.: 10. Bl.: 17 17. m„R.: 1. Zirconium(E. Mantelet), 2. Mahama. 3 Simein Ferner liesen: Lépy, Roval Conde, Monsieur Gimblette, Kitali, Rot Pausole, Tot.: 50. Pl.: 14. Baruso, Pario.: 74. Bl.: 21. 14. Je. Bonaventure), 2. BriganFerner liefen: Espoir 5, Parmelan Böße““ mubigen gmrpite a. Partinieo, La Louviere. Tc 6% ½ Gran,, val, Daunca, Elair Matin 2. R.: 1. Emissaire(H. Haes), 2. Azais 3, 3. JonaFerner liefen: Feu Sacre w P### Pins, Moochool, Cornac. Tot.: 76, 1. Histoire de Rire 7(F. Devreese). 2 G. 3. Inter II. Ferner liefen: Ile de France 7 * Handball=Pokalendspiel in Augsburg „Endspiel um den Handball=Pokal, für das sich die Mannschaften der Gaue Südwest und Nieger##e in an. onntag durch Siege über Baden bzw. Schlesien qualifiziert haben, kommt am 5. April in Augsburg zum austt# Augsburg stand bereits einW„Zeichen einer besonderen Veranstaltung des Handhallsparts; sie gab den würdigen Rahmen für Schweiz im Mai 1332 swischen Die Reise nach Meseritz Der letzte Gang zum Grabe des Daters:: Von Willi Steinborn Als Fernant, am Brunnen einer kleinen Station hinter Reppen hockend, vernahm, daß der heranschnaufende Zug nach Meseritz liefe, fiel ein gelindes Fieber in seine Glieder: er war noch niemals mit der Bahn gefahren, er, der lebenslängliche Knecht; und nun er achtundsechzig Jahre alt, klapprig, verbraucht, dicht am Ende war, mußte er es doch noch unternehmen. Torkelnd näherte er sich einem Wagen, kroch zur Plattform empor, die Tür wurde hilfreich geöffnet, und setzte sich in eine leere Ecke. Es ging nämlich nicht anders, wollte er nach Meseritz gelangen. Acht Tage war er bereits zu Fuß unterwegs, Schritt um Schritt, so bringt auch der Langsame genug hinter sich, aber die Rastpausen waren immer länger und häufiger geworden; in den letzten beiden Tagen war er schon beim Aufstehen wieder zum Hinsinken matt gewesen, und so hatte er denn, da die Straßen sich nicht mehr überwinden ließen, besorgten, unruhigen Herzens die Eisenbahn in Betracht ziehen müssen. Der Schaffner fand sich genötigt, eine kleine Ansprache zu halten, um seine Fahrkarte los zu werden, die er gewissenhaft ausgeschrieben hatte, und also mußte sie auch verkauft werden gegen das nötige Geld, weil niemand in dieser Welt umsonst befördert werden konnte. Fernant nickte schließlich dazu und knotete seinen Tabaksbeutel auf, in dem die Münzen steckten, seit die Vorderzähne ausgefallen waren und keine Pfeife fernerhin im Munde bleiben wollte. Und dann hatte Fernant Ruhe, der Schaffner mußte Drossen, Kirschbaum, Zielenzig und die sonstigen Dörfer anmelden. An seiner letzten Stelle war Fernant fünfzehn Jahre gewesen. Neujahr wären es gar deren sechzehn geworden, und so fort, siebzehn, achtzehn, immer ein Neujahr weiter, wer weiß wie lange! Der Herr hatte gesagt: Fernant, wenn es mal hapern sollte am erforderlichen Schmalz in Armen, Beinen und dem Kreuz, mit der Luft, Asthma, Rheuma und so— du bleibst trotzdem, denn das Armenhaus am Schluß, das ist nichts, wenn du willst. Natürlich hatte er gewollt. Wenn nichts mehr klappte, auf Gänse, Schafe, Kühe konnte man schon noch aufpassen, und vor dem Tor sitzen, Sonntags, und sagen:„Sie sind alle fort“, wo alle da waren, nur daß sie schliefen nach dem Essen für die neue Woche, die brennende, zur Erntezeit, und die Zigarre paffen als Lohn für die Wacht, ich danke auch schön. So also hatte einmal die Voraussicht auf sein restliches Leben ausgesehen, hatte, sie war nun verschwunden. Sie luden gerade eine Fuhre Gras, der junge Knecht gabelte das Gras in den Wagen und Fernant harkte, da geschah es zum ersten Male, daß er von dem Wort Meseritz angesprochen wurde, von der Erinnerung Meseritz, von der Heimat Meseritz, denn Fernant war in jener östlichen Stadt zu Hause. Es drang so heftig auf ihn ein, daß er schwankte und sich am Harkenstiel wie an einer Stütze halten mußte. Sein Genosse bemerkte es, wunderte sich, fragte: Nanu? Fernant antwortete aber nicht; er brauchte alle Kraft, seinen Stand zu bewahren. Dabei blickte er starren Auges über das gesamte Dasein um ihn hinweg. Er begriff nicht. Was wollte Meseritz von ihm? Gewiß, er war dort geboren, seine Schule stand dort, der Vater lag dort im Grabe, Mutter und Geschwister hatte er dort zum letzten Male gesehen, ehe sie auswanderten, aber was konnte das schon heißen? Mehr als ein halbes Jahrhundert war inzwischen über die Erde gekommen, und außerdem besaß er keine Gefühle wie Sehnsucht und Wehmut. Seine Gefühle richteten sich von jeher auf das gewöhnliche Tägliche. Diesmal faßte er eben nichts, außer der Fülle, der Schwere und Dringlichkeit des Wortes Meseritz, der Erinnerung Meseritz, ach, der Heimat Meseritz, was sollte er denn tun? Er harkte einstweilen weiter, damit das Vieh rechtzeitig sein Futter bekam. Dennoch wurde ihm nicht gewährt, das Ereignis auf dem Felde zu vergessen; es umlauerte ihn, selbst ein ungewöhnlicher, zermürbender Fleiß, dazu Brennspiritus als Trunk, retteten ihn nicht. Es blieb ihm nichts übrig, als den Stummel seines Zimmermannsbleistiftes aus der Truhe hervorzusuchen und das Kalenderblatt, morgen war es erst fällig, abzureißen. Die stahlgefaßte Brille schief aufgespießt, setzte er sich zittrig und erregt auf den Schemel. Der Herbstabend behauchte das Fenster mit seiner Kühle, im Stalle nebenan knurbsten die Pferde ihren Hafer, sonst war nichts, worauf sich sein Sinn lenken konnte, ablenken, hinlenken, festfahren, alle Sinne, ledig der Bedrängnis dann! Und so schrieb er, und das hieß, wenn wirs übersetzen: Da ich nach Meseritz muß, kann ich nicht länger hierbleiben. Vorname. Zuname. Punkt. Es ist doch klar, daß er es nicht anders einrichten konnte, als mit einer nächtlichen Abwanderung; wie hätte sich das unsinnig und zum Lachen ausgenommen: Fernant will Urlaub, um nach Meseritz zu reisen! Bist nicht bei Trost, Kerl,— ist der Kornboden verschlossen, Häcksel genug im Kasten? Nachdem der Zug oft und oft gehalten hatte, und immer wurde der erwartete Name nicht genannt von der eifrigen Stimme, die ganze Wagenreihe entlang, bremste er endlich doch überraschend, und er war in Meseritz. Fernant erhob sich eilig, stolperte hinaus, hoppla, langsam, Augen auf, die üblichen Behinderungen noch, Anstehen, Karte abliefern, und dann durfte er sich wenden, wohin er wollte. Er wandte sich auch unverzüglich, witternd, Umschau haltend nach allen Himmelsgegenden, mit dem Kopf, dem gesamten Leibe, den Füßen dazu, rundum, aber wohin danach? Er fand sich nicht zurecht. Meseritz? Nun gut, es war so angesagt worden, also mußte es die Wahrheit sein, auch wenn er sie nicht bestätigen konnte. In ihm war kein Bild, das diesem vor ihm glich. Es war um die Vesperstunde; ihn hungerte; auf seinem Hof würden sie jetzt zum Brot gerufen werden. Jedoch, er war nicht zum Essen nach Meseritz gerollt, er überwand das Gefühl. Dort lag der Markt. Mochte sein, daß Kirche und Markt es waren, annähernd, die von damals; Schaubuden, Bilder von Moritaten, hatte er nicht einst die Hand des Vaters verloren, vor einer Räuberbraut, die sich zu ertränken trachtete, Vater, ich will zu meinem Vater, und ihn auf der Kirchenschwelle sitzend wiedergefunden? Das alte Haus war nicht zu entdecken, die Straßen waren fremd, die Gassen waren remd, die Steige waren fremd, die Gärten, ein kleiner Garten war davor gewesen, ein winziger, von dem Mauersockel konnte man beinahe über den Zaun springen. Vor einer Schenke ließ sich ein kauender Fuhrmann einen Schnaps reichen. Eine rockene Begierde machte sich bei dem Anblick n Fernants Halse bemerkbar, aber es war nicht Durst, was ihn reizte, auch nicht Hunger mehr, die Würste im Schaufenster des nächsten Ladens ekelten ihn an. Das Umherirren erHört ihr den Marsch der Kolonnen? Von Herybert Menze! Hört Ihr den Marsch der Kolonnen? Hört Ihr die Rufe der Zeit? Uns hat der Kampf erst begonnen, Denn unser Weg ist noch welt. Ob wir das Zlel auch erst ahnen, Keiner, der Müdigkeit spürt, Wir sehen nur auf die Fahnen, Die uns zum Sieg geführt. Wir als des Führers Soldaten Wollen nicht Rast und nicht Ruh, Denn unser Führer braucht Taten, Und nur der Spießer sicht zu. Ob wir das Ziel auch erst ahnen, Keiner, der Müdigkeit spürt, Wir sehen nur auf die Fahnen, Die uns zum Sieg geführt. Alle die toten Kameraden Richten auf uns Ihren Blick, Wir sind mit Opfern beladen, Wir können nie mehr zurück. Ob wir das Ziel auch erst ahnen, Keiner, der Müdlgkeit spürt, Wir sehen nur auf die Fahnen, Die uns zum Sieg geführt. Anbrach das große Jahrhundert, Und nur der Feige, der Tor Sicht auf die Kämpfer verwundert, Wir aber, wir stürmen vor. Ob wir das Ziel auch erst ahnen, Keiner, der Müdigkeit spürt, Wir sehen nur auf die Fahnen, Die uns zum Sieg geführt. Hört Ihr den Marsch der Kolonnen? Hört ihr die Rufe der Zeit? Uns hat der Kampf erst begonnen, Denn unser Weg ist noch welt. Ob wir das Ziel auch erst ahnen, Keiner, der Müdigkeit spürt, Wir sehen nur auf die Fahnen, Die uns zum Sieg geführt! müdete sehr, und die Sonne ging schon unter. Da stieß er auf den Friedhof. Eine Frau kehrte Blätter zusammen und raffte sie in ihre Schürze. Wo liegt er denn, erkundigte sich Fernant nach seinem Vater. Die Frau sah auf seine krummen Knie und auf seinen offenen Mund, weiß nicht, sagte ie und machte sich davon. Er suchte zwischen den Gräberreihen hin und her, blieb stehen, machte ein paar Schritte; die Brille hatte er mit den übrigen Sachen zurückgelassen, er entzifferte nichts. Und der Abend zog mit schweren Dämmerungen herauf. Die Nacht würde vielleicht etwas Frost bringen. Sie werden die Rübenhaufen mit Blättern zudecken müssen; das war meist seine Arbeit gewesen. Die Schwäche ließ sich nicht länger niederhalten. Fernant mußte ausruhen. Er kauerte ich auf einen Grabhügel; sein Rücken nahm das Steinkreuz als Lehne. So blieb er. Für immer ist er auf dem Friedhof zu Meseritz geblieben. Bevor es auf den großen Marsch geht, wird der Pimpf vom Onkel Doktor sorgfältig untersucht. Aufnahme: Weller S ! Die beiden Posten salutierten und wandten: Sie alle erfuhren es erst durch die Verhän=iton in Saim und Inkrin###### Roman von Robert * Oberhaus Verlegt bei Duncker-Verlag. Berlin. Seit jenem Tag hatten sich die beiden Männer nicht mehr gegenübergestanden. Wendt wußte, daß er von Bretschneider keine Schonung erwarten durfte. Aber er kannte keine Frucht. Er stand aufrecht und stolz vor ihm, während ihn Bretschneider lauernd beobachtete. Da der Separatistenführer abwartend schwieg, begann Fritz Wendt zu sprechen. Mit starker Stimme und mit allet Entschiedenheit verwahrte er sich gegen die völlig unbegründete Verhaftung und die würdelose Behandlung, die er während der Haft erfahren hatte. „Ich streite nicht ab, mit Hans Berg in Beziehung gestanden zu haben, aber unsere Bekanntschaft ist eine zufällige und hat nichts mit dem Sabotageakt zu tun. Sie stammt noch aus dem Krieg. Wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Ein paar gelegentliche Kartengrüße waren alles, was wir voneinander hörten.“ Bretschneider, der Wendt ruhig sprechen ließ und ihm aufmerksam zuhörte, machte hier eine wegwerfende Handbewegung, trat einen Schritt auf Fritz Wendt zu und sagte mit gespielter Gutmütigkeit:„Aber es ist ja alles längst erledigt, Wendt. War nur ein Irrtum unsererseits, der vor wenigen Minuten aufgeklärt worden ist. Sie können nach Hause gehen. Der junge Lothar Beier hat ja vorhin eingestanden, daß er das Attentat zusammen mit Hans Berg vorbereitet und allein, ohne jede Mithilfe, ausgeführt hat. Die Geständnisse sind bereits unterschrieben, die Urteile werden noch heute Nacht ausgefertigt. Beide werden auf Anweisung von Speyer noch heute Nacht erschossen werden. Fritz Wendt war kalkweiß geworden. Er zitterte am ganzen Körper. Hier geschah entsetzliches Unrecht. Lothar Beier war unschulvig, war niemals mit Verg zusammengekominen. Das halten sie geldgen, die Hunde. Wenn Beier das unterschrieben hatte, dann hatten sie ihm diese tödliche Lüge während der Folter erpreßt. „Die Urteilsbestätigung aus Speyer erwarten wir stündlich.“ Bretschneider wandte sich in gespielter Erregung zum Telefon, das in diesem Augenblick klingelte.„Hallo, hallo, Fräulein! Ist dort Speyer? Ja, hier Bretschneider. Jawohl, ja.“ Einen Augenblick war Stille, dann wechselte die Haltung Bretschneiders. Seine Stimme wurde unterwürfig.„Jawohl, hier Bretschneider. Gewiß, Herr Präsident, gewiß. Die Geständnisse? Sind unterschrieben und gesiegelt. Jawohl Herr Präsident. Noch heute Nacht? Um fünf Uhr früh? Gewiß, Herr Präsident, wird pünktlich erledigt. Wird wirken, hoffe ich. Gewiß, ist unbedingt nötig. Jawohl Herr Präsident. Danke, Herr Präsident. Gute Nacht, Herr Präsident". Bretschneider wandte sich vom Apparat zu den beiden wachhabenden Separatisten:„Die Gefangenen sind in das kleine Zimmer im Hof zu bringen. Die Wache soll 15 Minuten vor 5 Uhr antreten. Man soll mich sofor: verständigen. Verstanden?“ Die beiden Posten salutierten und wandten sich zur Tür, als ein Schrei sie zu Wend schauen ließ. „Halt, halt, hierbleiben! Hier geschieht Unrecht!" Wendt war zu Bretschneider gesprungen, faßte ihn am Rock und schrie ihm hastig und bebend das Geheimnis, auf das Bretschneider es abgesehen hatte, ins Gesicht.„Beier ist unschuldig! Er war nicht am Bahndamm. Er hat nicht gesprengt. Ich war mit Berg, ich habe die Bahn in die Luft gesprengt. Beier ist unschuldig. Er hat gelogen, um mich zu retten. Er ist unschuldig, hören Sie!" Bretschneider hatte ein triumphierendes Lächeln auf den Lippen, als er zu Wendt sagte:„Sie mal an, Herr Wendt, also doch! Ja, mein Lieber, da sind Sie leider in die Falle gegangen. Beier hat nicht gestanden, das Gespräch war fingiert. Sie also haben Berg zu dem Attentat angestiftet. Sie sind der heimtückische Feind gegen unsere Regierung. Endlich haben wir das Uebel an der Wurzel gepackt. Wir danken Ihnen, Herr Wendt, für die freundliche Auskunft. Führen Sie den Gefangenen ab, Schaller. Aber gut bewachen, Sie bürgen mir für den Burschen.“ Wendt folgte stumm den Separatisten, ohne den Versuch zu machen, sich noch einmal an Bretschneider zu wenden. Hier war jedes Wort vergebens. Er war in die Falle gegangen. Zurücknehmen konnte er nichts mehr. Stunde um Stunde verrann, in der Fritz Wendt in seiner Zelle auf und ab ging. Er hatte sich für Lothar Beier geopfert. Er hatte geglaubt, er müßte das Entsetzliche verhindern, das dieser achtzehnjährige Mensch, der einer der treuesten Kameraden gewesen war, hingerichtet würde für eine Sache, bei der er ganzlich unbeteiligt war. Berg allein hatte die Tat ausgeführt. Er ganz allein war am Bahndamm gewesen. Sie hatten ihm zuerst seinen Plan ausgeredet, weil er ihnen zu gefahrvoll erschien. Berg aber hörte nicht auf ihre Warnungen. Er sprach zwar nicht mehr davon, aber in der Stille bereitete er das Attentat, das er für notwendig hielt, auf das Sorgfältigste vor, und eines Tages war's dann geschehen. Sie alle erfuhren es erst durch die Verhän gung des Belagerungszustandes. Berg war dabei erwischt worden. Er wollte ihn befreien, und nun saß er selbst fest, rettungslos fest. Sein Eifer, mit dem er für den Gefangenen Beier eingetreten war, hatte ihn verraten. Um Lothar Beier zu retten, hatte er gelogen, aber diese Lüge hatte ihn die Freiheit gekostet. Er wollte einspringen für einen Kameraden und war dabei in die Falle gegangen. Da half alles Grübeln nichts. Er war in der Hand der Separatisten, daran war nichts mehr zu deuteln. Seine Hoffnung waren die Kameraden, er war felsenfest davon überzeugt, daß sie alles daran setzen würden, ihn und Berg zu befreien. Wenn es nicht gelingen würde, nun, er würde sein Leben verteidigen so gut es ging. Feige war er nie gewesen, und heulen und jammern sollten sie ihn nicht sehen. Mußte gestorben sein, gut, dann wollte er sterben wie ein Mann. Er hatte in den letzten Jahren dem Tod zu oft ins Auge gesehen, als daß er vor ihm zitterte. Er wollte so sterben, daß auch sein Tod noch eine Tat im Dienste des Vaterlandes war. Bretschneider sollte ihn nicht demütigen. In dieser Nacht, in der er ruhelos immer und immer wieder die kargen Meter in seiner Zelle auf und ab schritt, reute es ihn zum ersten Male, daß er Maria geheiratet hatte. Sie würde weinen um ihn, tagelang, wochenlang. Sie würde furchtbar darunter leiden. Ein Mann wie er durfte nicht heiraten. In Zeiten, da Verräter das Vaterland verwürfelten und verspielten, da Verbrecher regierten und die Heimat dem Feinde verrieten, waren sie Soldaten des sterbenden Reiches, die mit ihrem Blute das Erbe weiterzugeben hatten, das sie in vier Jahren Hölle und Grabenschlacht empfangen hatten. Da mußten sie Mann für Mann heran, ein Befehl war gekommen, niemand hatte gefragt, woher, niemand hatte gefragt wofür und wozu. Sie waren dem Ruf gefolgt, der sie traf, den einen bei der Arbeit, den anderen auf der Landstraße, den Dritten in einer Baracke, den Vierten in Heim und Zufriedenheit. Da gab es kein Sträuben und Fliehen. Sie mußten Schritt fassen zu dem großen Marsch nach einem Ziel, das nur wenige von ihnen erreichen würden. Wer zu ihnen stieß auf diesem Marsch, war Weggenosse und Kamerad zu Deutschlands Zukunft. Ein Händedruck, und er war eingereiht in die große Gemeinschaft. Viele blieben auf dem Weg, viele fielen bei dem Sturm auf einen neuen Graben. Ihr Blut wurde Saat für neues Opfer. Sie fragten nicht nach Dank und Ehre. Man griff sie wie Landstreicher, höhnte und schlug sie. Sie blieben hart. Wo einer fiel, da standen zehn andere auf. Sie fragten nicht: Kamerad wo bist du, wo kommst du her? Bist du links oder rechts, Katholik oder Protestant? Das zählte nicht, wo Männer sich bewähren mußten. Ihre Frage und Gegenfrage war anders.„Kamerad, ich halte mit!“ und„Kamerad, tritt ein ins Glied!“ Wenn einer fiel; Helm ab und gebetet, rauh und kurz, wie Männer beten. Man weiß nicht, war es Fluch oder Gebet. Fluch für die Feinde und Gebet für den Freund. Wir rächen dich, Kamerad, ruhe still, viele müssen folgen, aber einst, einst marschiert ihr wieder mit uns, wenn der Sieg neben uns schreitet, und die Schmach, der Verrat und die Toten gerächt sind, wenn wir einmarschieren in die deutsche Gemeinschaft, wenn das Reich wieder steht. Tränen abgewischt und weitermarschiert! Hart bleiben, Kamerad, und näher gerückt! Die Lücken geschlossen! Weitergekämpft! So waren sie den Weg zu Deutschland gegangen, durch Revolution und Verrat. Tausende waren geblieben im Kapp=Putsch, im Siebengebirge, an der Feldherrnhalle. Tausende würden noch bleiben im Kampf gegen den eigenen Bruder, gegen Separatismus und Feindeswüten. Aber der Claube an die Wiederkehr des Reiches, an den Sieg ihrer Opfer. war unerschütterlich. Mochten sie jetzt auch einen foltern, quälen. mochten sie ihn töten, die Kameraden marchierten weiter zum Sieg. (Fortsetzung folgt) * 0 omanp. 11 Zeichnungen: Schikaneder 1. Kapitel Paul Ackermann legte den Hörer auf die Gabel, trocknete sich die Stirn, nahm eine Zigrre und lächelte dann sein Gegenüber an Peritzky, das war schon wieder ein Angebot in Weizen. Weizen und wieder Weizen.. und Sie, Sohn eines begabten Vaters, wollen mir einreden, daß Weizen in diesem Jahre knapp werden wird!“ Er hob die Augen brauen und machte ein Gesicht, als sei er un angenehm berührt.„Ich staune, Peritzky, ich staune“, dann beugte er sich aber nieder und schlug dem Händler, dessen dickes Gesicht etwas schlaff geworden war, leicht und schmerzlos auf Hon 8 Wiese„77a, was ist losk Sorgen? Josef Peritzky hatte die Hände auf dem umfangreichen Bauch gefaltet, es sah aus, als lagen sie dort wie auf einem breiten Kissen. „Ja, mein lieber Ackermann, Sorgen, ungewöhnlich dicke Sorgen! Ihnen kann ich das sagen. Die Geschäfte sind flau, flau und wieder flau! ##### A#ckermann stand auf.„Ja, mein lieber Peritzky, die Zeiten, von denen Sie träumen, sind vorbei! Diese dicken Geschäftnetten, kleinen Spekulationen, Hausse und Baisse, die um diese Zeit so sicher einsetzten wie die Sonne schien, sind vorbei..“ Er wurde ernst.„Sehen Sie, man kann gewiß sagen, daß Paul Ackermann gegen das Verdienen nichts einzuwenden hat...“ Josef Peritzky hob den schweren Kopf. „Das kann man sagen...“ „Jut... das ist mal so... Mein alter gerr, fuhr Ackermann fort und sah auf ein Bild, das über dem Schreibtisch hing und einen klugen, energischen Männerkopf aus den achtziger Jahren zeigte,„mein alter Herr war Laufjunge bei Cramer in Essen, Peritzky, das wissen Sie so gut wie alle anderen, die mich kennen, und auch er hat gerne und gut ver9ei::: seyr gut sogar, aber sehen Sie, es ist etwas anderes, ob man an Eisen verdient oder an Weizen, Gerste, Roggen... an Brot eben, Peritzky.“ Der alte Händler sah den Mann, dessen Vater sein Freund gewesen war, einige Sekunden stumm an. Dann schüttelte er den Kopf.„Es ist wohl doch eine andere Zeit heute, Herr Ackermann, eine ganz andere Zeit..., warum soll man nicht mehr an Getreide verdienen?“ „Ehrlich verdienen, lieber Peritzky, ehrlich verdienen kann man auch heute noch daran. Sie wissen selbst, wie oft bis in die letzte Zeit gewissenlose Schufte die Weizenpreise in Chicago hinaufgetrieben haben. Erinnern Sie sich nicht an den gigantischen Raubzug— den größten aller Zeiten auf diesem Gebiete— den der alte, geheimnisvolle Hutchinson in den achtziger Jahren am Weizenpitt von Chicaao ausführte? Mein Vater hat mir diese Geschichte hundertmal erzählt... Wissen Sie nicht, daß dieser alte Hutch, wie man ihn nannte, innerhalb von acht Tagen den Weizenpreis von einundneunzig Cent... sowieso chon ein sehr anständiger Preis— auf zwei Dollar hinauftrieb?! Und wissen Sie, Peritzky, was die Folge war?... Hunger, Veritzky, verdammter Hunger! Bei jedem Cent, den der alte Kornwucherer verdiente, wurde das Brot teure, der Hunger schärfer... siebzehn Millionen Dollar soll der Mann damals verdient haben... verdient durch Wucher am Brot der Armen! Natürlich kam auch für ihn er Tag, wo der Pitt, der Weizenpitt von Chicago, den er beherrschte, zu lange beherrschte, ihn niederschlug, wo ihn der Weizen der so goldgelb wie die Dollars ist, begrub aber sehen Sie, Peritzky, diese Geschichte des alten Hutch, dieses Haifisches, habe ich nicht vergesen.= und ich will und werde sie nicht sassen wir das, schon der Gedanre Peritzky nickte.„Sie haben recht mein=: mir wie eine Herausforderung des haben recht.. meine Schicksals vor, wie eine Lästerung...es gibt Firma hat damalz dreißigtausend Taler per: Dinge, von denen man nicht spricht.. dere Zeiten... Und dann loren, und der alte Hutch hätte uns bald um die Ecke gebracht.. wie so viele andere: Sie haben recht... so war es einmal... und das war nicht nur der alte Hutch...“ „Ja, so war es einmal, und das darf nicht wiederkommen... und kann— Gott sei Dank — auch nicht wiederkommen! Jetzt gibt es soviel Weizen in der Welt, daß niemand daran denken kann, ihn zu kontrollieren und Höhe zu treiben... keine Macht der Erde hat Geld genug, um das zu die Nahrung der Armen, ist kein Objekt der Spekulation mehr!" „Es ist wohl doch eine andere Zeit heute, Herr Ackermann, eine ganz andere Zeit warum soll man nicht mehr an Getreide verdienen?“ Peritzky hob den runden Kopf:„Und wenn wir eine Mißernte kriegen, Herr Ackermann — was dann?“ „Das ist doch lächerlich, Peritzky! Sie wissen doch selbst, daß eine Mißernte in allen Weizenzonen unmöglich ist! Fällt, sagen wir,1„Argenrin Kanada aus, ist Argentinien da... klappt es argentinischen „Bitte, Herr Ackermann, lassen wir es ein...“ Peritzky versuchte zu lächeln,„und sprechen wir von Geschäften...“ ich rate Ihnen nochmals, mein Angebot zu prüfen Sie wissen, daß ich sonst nicht dränge, aber mir ist, als müßten Sie kaufen... ungarischen hochprima Weizen... oder Barletta, MaAckermann winkte etwas ungeduldig ab. Pfund, keinen Halm, Peritzky Wirklich nicht... ich bin eingedeckt bis zum Rande“, er lächelt,.und bin davon über zeugt, daß es ungünstig ist, jetzt zu kaufen.“ „Dann auf Wiedersehen, Herr Acker mann... ein andermal vielleicht...“ Sicher, Peritzky, es wäre bei Gott nicht das erste Geschäft, das wir zusammen ma chen...“— Bei der Tür blieb der Händler stehen „Und wo steckt der junge Herr?“ Ueber Ackermanns Gesicht, das in den letzten Minuten nachdenklich, ja ernst gewor den wag, gief ein Leuchten.„Peter ist in Ka nada! Alberta, Saskatschewan, Manitoba..“ „Im, feine Gegend für uns, Herr Acker mann... Weizen, nichts als Weizen!“ „Ja, der Junge soll das Geschäft gründlich und sich die Gegend, die uns mit Weizen überschwemmt, mal selbst anman bekommt dann ein besseres auee S##b ich deliben war, ist schon eine lange Zeit her...“ „Kanada!“. Der alte Händler nickte versonnen.„Die Weizenprovinzen... ein goldenes Land, Herr Ackermann... Ich habe mir leider nie Zeit genommen... jetzt geht es nicht mehr... man wird alt... Nimmt er die Staaten auch mit?“ „Selbstverständlich! Den ganzen Kontinent! Bis hinunter nach Argentinien...“ er hob die eine Hand,„Sie wissen, daß ich jetzt stark mit den La-Plata=Staaten arbeite... Die sind schnell aufgekommen, und wenn es so weitergeht, drücken sie Kanada bald an die Wand unerhörtes Land...“ Peritzky nickte schwer. Argentinien! Wer hat sich früher um Weizen gekümmert... kein „ geneintten ba., RaborEr— dort nicht, haben wir Indien, Rumänien, Un Mensch, Herr Ackermann... und jetzt schreit eeren, dir mich auen Hurch, vieses Haifisches, habe ich nichr unsichtbare Gefahr abmehre. 19.. Santa Fee, Entre Rios, Buenos pesche nieder. ece ke. —.— Ackermann lächelte. „Möglich, Peritzky! Darüber müssen Sie den Jungen fragen... er ist der Bräutigam. und er muß bestimmen, wann es sein soll!“ Als Peritzky gegangen war, blieb Ackermann vor seinem Schreibtisch stehen und sah ..##lch über die lange Reihe von Gläsern, die Weizenproben der ganzen Welt enthielten. Red Spring Wheat, Marquis, die neue Sorte Garnet, Kitchener, Ruby,— alles hochgezüchteter Edelweizen aus Kanada, dann Barletta, die beste argentinische Sorte, Weizen aus der ungarischen Tiefebene, dem Wiener Boden, vom Marchfeld, Weizen von den fruchtbaren Lößböden von Schensie und Szetschwan in China... hervorragender Weizen aus Daro##, Kansas, Nebraska und— ein Blick flog jetzt voll Zärtlichkeit über den Weizen aus heimatlichem Boden, den Weiaus der Kölner und westfälischen Bucht, der Magdeburger Börde, der Oberryeinischen Tiefebene, der Wetterau... das war die Heimat! Brot aus eigener Erde! Da war Weizen, so weit das Auge sehen konnte, und nur ein Narr konnte inmitten dieser ungeheuren Mengen, dieser gigantischen Vorräte an Not denken, an eine Mißernte! Ackermann setzte sich wieder und arbeitete ruhig, sicher und gutgelaunt wie immer die Post durch. Dann sah er auf die Uhr Dieser Peritzky hatte ihn mächtig lange in Anspruch genommen, und jetzt war es bald Zeit, zur Sitzung zu gehen. Als er die Hand nach der Klingel austreckte, um seine Sekretärin zu rufen, stand sie bereits vor ihm und hielt ihm ein Radiogramm entgegen. Ackermann öffnete es. Die Depesche war chiffrier.,##ermann entnahm dem GeheimSchlussel, übersetzte das Telegramm, chrie. den Text nieder und überlas ihn dann nochmals. Wort für Wort. Winnipeg via Atlantic=Radio stelle fest, daß offizieller bericht des board of grains com. statsachen nicht entspricht stop saat durch fröste schwer geschädigt stop wetter gegenwärtig äußerst trocken stop grane schätzt ausfall bis jetzt dreißig prozent stop fliege heute alberta stop preissituation ganz leicht ansteigend stop vorsicht notwendig supele. vesches riezer, sah schweigend auf die De(Fortsetzung folgt.) Einjahrsblumen in Kleingae Aussaat und Behandlung dieser dankbaren Blüher Welcher Kleingärtner hat nicht das Bestreben, seinem Garten durch einige Blumenbeete oder Rabatten ein freundliches Aussehen zu verleihen. Besonders die Frauen legen Wert darauf, daß außer Gemüse und Obst auch einige Blumen im Garten finden, damit für den nötigen Schmuck der Wohnung gesorgt werden kann. Hier sind es die Einjahrsblumen, auch Sommerblumen genannt, die uns die Sträuße für unsere Vasen liefern. Infolge ihrer Anspruchslosigkeit, ihrer billigen Anschaffung und ihres großen Blütenreichtums verdienen die Einjahrsblumen eine weit größere Beachtung und sollten in keinem Garten fehlen. Die Aussaat In überwiegendem Maße erfolgt die Anzucht der Einjahrsblumen durch Aussaat. Die Samenbildung ist bei allen Arten reich und ihre Keimfähigkeit gut. Die Nachkommenschaft gibt in den meisten Fällen die Eigenschaften der Mutterpflanze getreulich wieder. Bei gewissen Gattungen ist die Aussaat ins freie Land direkt an Ort und Stelle geboten, es sind das solche Arten, die ihrer eigenartigen Wurzelbildung halber ein Verpflanzen nicht oder nicht gut vertragen. Als Beispiele hierfür können Rittersporn und Mohn gelten. Andere Arten können wir an Ort und Stelle aussäen, sie lassen sich aber gut verpflanzen. Man wird hier selbstverständlich die Aussaat an Ort und Stelle vorziehen. Viele Gattungen der Einjahrsblumen verlangen aber eine sorgliche Anzucht. Ihre Aussaat muß im Frühbeet oder Gewächshaus vorgenommen werden. Dies gilt in erster Linie für einige feinsamige Gattungen, die als junge Pflänzchen langsam wachsen, wie etwa Lobelien und Petunien. Astern, Levkojen, Zinnien, Balsaminen, Chrysanthemumsegetum und viele andere sät man in nur mäßig warme bis kühle Frühbeetskästen. Für den Kleingärtner sind die Einjahrsblumen am wertvollsten, die sofort an Ort und Stelle gesät werden können. Astern, Löwenmaul, Zinnien und ähnliche kaufen wir uns als Pflanzen und setzen sie auf unsere Blumenbeete. Die Aussaat ins Freie erfordert allerdings eine Reihe Vorarbeiten. Vorbedingung ist eine sorgsame Bodenbearbeitung. Wenn bei einigen Beeten eine Zuführung von Nährstoffen nötig ist, so ist nur gutverrotteter Dünger, der bereits erdig wird. oder auch alter, nahrhafter Kompost, am Platze. Kompost kann noch im gleichen Frühjahr untergebracht werden, er soll aber von Unkrautsamen frei sein. Verrotteten Dünger soll man aber bereits im Herbst unterbringen. Die Aussaat der Sommerblumen darf erst vorgenommen werden, wenn die Erde bereits abgetrocknet ist und sich gut bearbeiten läßt. Je lockerer und mürber die obere Erdschicht ist, desto leichter läßt sich die Aussaat ausführen und um so schneller und besser laufen die Saaten auf. Nasser Boden ist zur Aussaat ungeeignet, deshalb kann man in leichten, sandigen Böden stets früher mit der Aussaat beginnen als in bindigen, schweren Böden. Bei der Aussaat ist auf die Pflanzenart Rücksicht zu nehmen, je nach der Blütezeit, die in einer bestimmten Zeitspanne nach der Aussaat einsetzt, kann man diese früher oder später verlegen beziehungsweise durch Folgesaaten verlängern. Letzteres gilt zum Beispiel für Gilia, Godetia Iberis, Nemesia und andere. Delphinium, Papaver, auch Calendula sat man vorteilhaft schon im Herbst an Ort und Stelle: zur Verlängerung des Flors werden noch Frühjahrssaaten durchgeführt. Bei Rittersporn ist auf alle Fälle die Herbstaussaat anzuraten. Im allgemeinen werden Sommerblumen zu dicht ausgesät, besonders wenn gutes, hochkeimfähiges Saatgut vorliegt. Man täuscht sich dabei allzu leicht und nicht selten stehen später 10—15 Pflanzen dort wo eine einzige genügen würde. Zur Aussaat sind der frühe Vormittag oder der späte Nachmittag vorzuziehen, weil um diese Zeit die Luftbewegung am schwächsten zu sein pflegt. In leichteren Böden müssen besonders im späteren Frühjahr die Aussaa ten festgeklopft werden. Ein Anfeuchten der Sämevon Zeit zu Zeit erfolgen, wenn kein Regenwetter eintritt. Empfehlenswerte Einjahrsblumen zur Aussaat direkt an Ort und Stelle. die noch wenig bekannt sind und in den Gärten mehr Eingang verdienen: Asperula, Aussaat April, Höhe 25 Zentimeter. Alyssum, Aussactt April, Höhe 15 Zentimeter ech eu# emus, aus aat Mai, Höhe 1—2 Meter(se brachxcome, aussaat Mai(guter, leichter Bo80 Zentimeter. 40 Zentmeter. Zentmeter— NävAprk, Höhe 40—-60 Coreopsis, Aussaat März=April, Höhe 15—60 Zentimeter(je nach Art) Dimorphoteca, Aussaat April—Mai. Höhe 40 Zentimeter. Eschscholtzia, Aussaat März—April, Höhe 40 bis 50 Zentimeter. Godetia, Aussaat März, Höhe 85—40 Zentimeter. lberis, Aussaat März, Höhe 20—30 Zentimeter. Linum, Aussaat April—Mai, Höhe 30 Zentimeter. Malope, Aussaat März—April, Höhe 60 bis 100 Zentimeter(je nach Art). . Phlox Drummondi, Aussaat April, Höhe 10 bis 50 Zentimeter. Salpiglossis, Aussaat März=April, Höhe 80 und 100 Zentimeter. Die Schorskrankheit unserer Obstbäume Wirksame Bekämpfung im Frühjahr Die Schorfkrankheit befällt vorwiegend die Blätter und Früchte unserer Apfel= und Birnensorten. An der Oberseite der Blätter zeigen sich rundliche, zunächst schwarzgrüne, später braune Flecken. Bei stärkerem Befall werfen die Bäume ihre Blätter vorzeitig ab, so daß oft Ende August schon kahle Obst bäume anzutreffen sind. Durch wiederholten Befall werden die Bäume in ihrer Entwicklung und Fruchtbarkeit stark gestört. Aber auch an den Früch ten bemerkt man oft dasselbe Krankheitsbild. Aus bildung, Aussehen und Haltbarkeit der Früchte werden durch den Schorf sehr beeinträchtigt. Der Schorf tritt in drei Stadien in Erscheinung. Der„Sommerschorf", entsteht während der Wachstumsperiode der F##ht. Die entstandenen Flecke heilen meist durch Bildung einer Korkschicht aus; die Früchte bleiben aber klein, krüppelig und minderwertig. Wir unterscheiden dann noch den„Spät= oder Herbstschorf“ und den sogenannten„Lagerschorf" nach der Zeit ihres Auftretens. Der Erreger der Krankheit ist ein Pilz(Fusicladium denthiticum); er verbreitet sich mit Hilfe von Sporen, die sich auf den Flecken entwickeln. Warmes und feuchtes Wetter begünstigt sein Auftreten. In den abgefallenen Blättern und Früchten entwickeln sich wieder Sporen, die den Pilz durch den Wind im Frühjahr auf die Bäume bringen. Die Bekämpfung wird mit Kupferkalkmitteln durchgeführt. Sie sollen aber vorbeugend angewendet werden. Die erste Spritzung müssen wir bereits vor der Blüte anwenden. Die zweite Spritzung erfolgt unmittelVon Wichtigkeit ist auch die Wahl der Obstsorte, da je nach Klima und Boden einige Sorten anfälliger sind. Sorten die trotz richtiger Bekämpfung weiter unter Schorf leiden sollte man zweckmäßig umveredeln. Praktische Winke für die Kleintierzucht Vorteilhafte Frühjahrszulassung der Ziegen ehanid zu zerstören. Ködern kann man die Ameisen mut„Schrämmen oder Lappen, die mit Zucker= oder Honigwasser getränkt sind. Gifte können als Streumittel oder flüssige Köder benutzt werden, jedoch ist bei ihrer Anwendung Vorsicht geboten. Man streut Mischungen von Zucker und Borax, Uraniagrün oder Pyrethrum=Pulver. Recht gut bewährt hat sich der Ameisenfreßlack. Vertreiben lassen sich die Imeisen mu naptdalm, Tabakstaub, Kalk oder Kaini..— 3. Zur Bekämpfung der Kellermücke ist es zweckmäßig, an den Fenstern Gazerahmen ## gene. Eine regelmäßige Generalsäuberung mit anschließendem Kälken wird die ernere„yme wesentlich unterstützen. Da die Larven der Kellermücke in faulenden Kartoffeln lebt enehermut geser teuce, uih beie aus den Helen M Aufnahme: Meyer Alyssum Benthamil compactum(Steinkraut) als Einfassung Im Kleingarten. Im allgemeinen bevorzugt man bei der Ziegen zucht die Frühjahrslammung. Diese hat insofern große Vorteile, als die Lämmer schon bald nach der Geburt auf die Weide kommen können. Das frische, zarte Grün der Frühjahrsweide ist aber besonders nahrhaft und fördert ein flottes Wachstum der Lämmer. Dem steht entgegen, daß man bei der Frühjahrslammung im Herbste und Winter keine frischmelkenden Ziegen hat. Gerade in dieser Zeit ist aber der Bedarf an Milch in vielen Haushaltungen besonders groß. Manchmal ist die Frühjahrszulassung der Ziegen ohne weiteres gegeben. Dies ist der Fall, wenn die Tiere im Herbste nicht aufgenommen haben, oder zur Zulassung damals noch zu jung waren. Der Nachteil der Herbstlammung liegt darin, daß die Aufzucht der Lämmer im Winter weit größere Schwierigkeiten bereitet als im Frühjahr und Sommer. In vielen Fällen werden sich die Jungtiere nicht so günstig entwickeln. Dem kann man aber dadurch begegnen, daß die Herbstlämmer nicht zur Aufzucht benutzt, sondern geschlachtet werden. Fällt aber einmal im Herbste ein besonders schönes oder durch die Abstammung wertvolles Lamm, so wird man es auch durch gute . g e u n d s a c h g e m ä ß e H a l t u n g z u e i n e m g u t e n Zuchttiere heranziehen können. Vor allem muß dann der Stall recht gesund, d. h. hell, luftig und Außerdem erhält das Lamm möglichst viel Bewegung. Diese kann es zum Teil unangebunden im geräumigen Stall haben, außerdem aber bei ungünstiger Witterung in einem größeren, geschlossenen Raume, wie einer Scheune, einem Laufstall für Großvieh usw. Ist das Lamm aber erst al., so kommt es nach vorsichtiger Abhärtung bei einigermaßen günstigem Wetter taglich einige Zeit ins Freie. Bei einer derartigen Haltung, allergings erwas mehr Arbeir erfordert als di gucht der Frühjahrslämmer, wird man sogar sehr widerstandsfähige Tiere erhalten. Die Fütterung muß sehr nährsal=k.vti...—. maß an ig muß sehr nährsalzhaltig sein. Ein UeberEiweiß ist unbedingt zu vermeiden. Bestes, mineralstoffhaltiges Heu und Hafer als Schrot und Flocken stehen im Vordergrund. Gute Hackfrüchte und Keimhafer liefern die für die Aufzucht so nötigen Vitamine. Kleine Gaben von Lebertrau sind fur die Herbstlämmer angebracht. Wo dies alles eSe bereitet, die gelegentliche Aufzucht eines besonders wertvollen Lammes keine SchwierigUnser Fragekasten Frage: W. B., Bohum. 1. In meinem Blumengarten gehen seit Jahren die Astern ein. Nachdem die Pflanzen gut angewachsen sind, sterben sie später ab, oft erst nach dem Ansetzen der Blüten. Was kann ich dagegen tun? 2. Welche Mittel eignen sich zur Bekämpfung von Ameisen? 3. Wie sind Kellermücken zu beseitigen? Sie uns kein naveres Krankheitsbild geschildert haben, nehmen wir an, daß Ihre Astern durch die sogenannte Fußkrankheit zugrundegehen. Die Krankheit ist dadurch erkenntlich d., ee befallenen Pflanzen von unten anfangen abzusterben. Wenn die oberen Blätter noch grün sind, werden die unteren welk und bald darauf braun. Zwischen den ersten Anzeichen der Krankheit nd de volligen Absterben liegt ein Zeitraum von burch wasse Giade— peutzuigt wird die Krankheit durch nasse Böden und durch zu engen Stand der Pflanzen. Eine übermäßige Stickstoffdüngung ist beit tritt am Vargeuen aus nachteilig. Die Krankal. stärksten an beschädigten Pflanzen auf und wird unterstützt durch die Bodenmüdigkeit. Es int zweckmäßig, den Standort für die Astern öfters zu wechseln und die Pflanzen bzw. den Samen zu Heier aranseuste Felcgn el hat sich ebenfals ger'n — 2. Die Ameisen lassen sich entweder vertreiben oder abtöten. Vor allem Wasser Scurguu ur burch Eingießen von heißem „ Schwefelkohlenstoff(feuergefährlich), oder Aurch#e mit Aetzkalk oder Chlorkalt und nachfolgendes Gießen mit Wasser oder CalciumSilbenrätsel Aus den Silben: ba bert de de der e fan gar Bedeutung der Wörte:: 4 : Edles Metall, 3. 5. Männername, 6. Seitengewehr, 7. Teil des ootes, 8. Dienstunfähiger, 9. Stadt, 10. Leibwache. (Lösung in der morgigen Folge) e Lösung aus der gestrigen Folge Doppelpyramide T RIES T S TI’E R S 1 R E EI S E I E L E A L E L EN A P L AN E N E A PE L We tonangebend im Westen Hunderttausenden täglicher Neuigkeitsmittler— unterhaltend durch Reichhaltigkeit— wichtig für alle, die den Kunden im Westen suchen. Die schönsten edlen, winterharten Blumenstauden f. Schnltt- od. Steingärten. Kräftige, dieses Jahr blühende Pflanz vare Reklame-Sortimente Früh-bis Spätblüher: 20 Sl. in 10 Jort. 240 3.40 40 St. in 15 Sort. 4 5. 60 frei Haus! Bel 10 Stck. in 5 Sort. 1.75 Porto extra. Steudenliste gratls. Herm. Mollnau Restenberg(Thür. 115 Für jeden Garten l„„Wwas Besonderes er. nis euntsiune gunsltune, Luie. Katalog kostentrei! Billige Preise Baumschulen moiters& Co., Lenhausen I. Westfl CTETE E Arlsche Hopfenhandlung sucht Vertreter mit besten Beziehungen zu Dreuerelen. Ang. unt. 36157 an Ale Anzoigen AG., Hannover. 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Suche sofort od. später tüchtiges Suche per sofort..„ Mädchen Die Aksionäre werden zur diesjährigen ordentlichen Generalyersammlung auf Montag, den 20. April 1936. 11 Uhr 30 vormittage, im Geschäftshause der Gesellschaft. Berlin SW 11. Askanischer Platz 3. eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes über die Geschäfte der Gesellschaft und Rechnungsablage über das Geschäftsjahr 1935. Bericht des Aufsichtsrates und des Bilansprüfers. 2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz, die Gewinnverteilung und Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. 3. Wahl von Mitgli dern des Aufsichtsrates. 4. Bestellung des Bilanzprilfers. Zur Ausübung des Stimmrechtes und zur Stellung von Anträgen in der Generalversammlung sind nach S 19 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, welche spätestens am dritten Werktage vor der Generalversammlung während der üblichen Geschäftsst unden ihre Aktien oder die darüber ausgestellten Hinterlegungsscheine einer deutschen Effekten-Girobank oder einen mit Angabe der Aktiennummern versehenen Hinterlegungsschein eines deutschen Notars bei der Hauptkasse der Gesellschaft. Berlin SW 11. Askanischer Platz 3. bei einer deutschen Effekten-Girobank oder bei einem der nachstehenden Bankhäuser hinterlegen: Berliner Handels-Gesellschaft. Berlin Commerz- und Privat-Bank A.-G.. Berlin Delbrück. Schickler& Co., Berlin Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft. Berlin und deren Filialen in Frankfurt a. M. und Hagen i. W. Dresdner Bank. Berlin Sponholz& Co., Kommandit-Gesellschaft, Berlin Gebrüder Sulzbach. Frankfurt a. M. Lei###er Hinterlegungstag ist Donnerstag, der 16 April 1936. Der Geschäftsbericht liegt vom 2. April 1936 ab im Geschäftshause der Gesellschaft zur Einsicht der Aktionäre aus und kann auch von dort bezogen werden. Berlin, den 28. März 1936. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Dr. Günther Quandt. I. Haushalt und Wirtschaftsbetr. Nordhorn i. Hann. Adolf=Hitlerstr.72 Aelt. Frau ohne Anh. für Haush. ges. Ang. u. L. 1480 WL3 Dtm. In allen Hausarbeiten erfahr. Mädchen sofort gesucht. Dortmund, Schützenstr. 23, Wirtschaft. Suche f. meinen Geschäftshaushalt ein fleißig., evgl. Mädchen Selbig, muß sich auch im Geschäft betätigen. Frau Weyerstall, Lebensmittelgesch. W. Elberfeld, Malzstraße 24. Für Arzthaushalt ält., selbst., evgl. Mädchen aus gut Familie vom Lande ges. =Schriftl. Angeb. G. 1498 an d. WLZ. Dortm. oder Tel. 36062. Perfektes Küchenmädchen f. Geschäftshaus halt gesucht. Hilfe vorh. Metzgerei Commer, Düsseldorf, Wetekamstr. 61 Tänzerinnen s. Ballett sof. ge sucht. Offert. m Bild, Größe und äuß. 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Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren. Dortmund, den 31. März 1936. Führer und Gefolgschaft der Dortmunder Drahtsellwerke Wohlfahrt& Liesenhoff G. m. b. H. Am Sonntag, dem 29. März 1936. verschied nach längerer Krankheit unser Blockleiter Parteigenosse Georg Hölling Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Kreisleitung der NSDAP. gez. Hesseldiek. Kreisleiter Ortsgruppe Dortmund-Hombruch der NSDAP. gez. Storck, kom. Ortsgruppenleiter. Nachruf Am 29. März verschied unerwartet im jugendlichen Alter von 28 Jahren der Gemeinderat der Gemeinde Altenbüren Ferdinand Nieder Wir verlieren in ihm einen treuen Mitarbeiter, der sein ganzes Können in den Dienst seiner Heimatgemeinde stellte. Stets werden wir seiner in Ehren gedenken. Altenbüren, den 30. März 1936. Der Bürgermeister gez. Schwermer. Nachruf! Am Freitag, dem 27. 3. 36. verschied in Medelon der SA-Mann Franz Kaiser Sturm 35 R 220 Wir verlieren in ihm einen treuen und pflichtbewußten Kameraden. Auch über das Grab hinaus werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Der Führer d. Standarte R 220 m. d. F. b. ger. E. Hasse. Sturmbannführer Der Führer des Sturmbanns 4/R 220 m. d. F. b. gez. Keuker, Obertruppführer Der Führer des Sturmes 35 /R 229 m. d. P. b. gez. A. Papenheim Obertruppführer. Trainer für Tennis 39 J., ledig, für diese Saison frei Ang. u. T. 1487 a. WLZ., Dtm.( Tadellos nähende Schneiderin im Osten wohn., von berufstätiger Dame gesucht. Gefl. Angeb. unt. S. F. 7508 a. d. WLZ., Dortm. ss. Wurstwaren vers. zu günstig. Preis. g. Nachn. W. Denecke, Schlachtermstr., Gandersheim am Harz. Freiwillige für die Luftwaffe Zum Eintritt am 1. Oktober 1936 werden noch Freiwillige, die sich für 4½ Jahre verpflichten, von der Flieger=Annahmestelle„Detmold“ angenommen. Bevorzugt werden diejenigen, welche durch ihre Vorbildung für die Luftwafse besonders wertvoll sind, z. B. Schlosser, Metallarbeiter. 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Der Führer des Sturmbannes III/220 ges. Kloke. Obersturmführer Der Führer des Sturmes 9/220 ges. Hillebrand. Obertruppführer NSDAP. Ortsgruppe Brilon gez. Hartmann. Ortsgruppenleiter NSDAP. Stützpunkt Altenbüren gez. Dierks, Stützpunktleiter. Nachruf! Am Sonntag, dem siegreichen Wahltag des Führers, entriß uns der unerbittliche Tod durch einen jähen Unglücksfall den Partelgenossen, SA-Schafführer Heinrich Herbers Trauernd stehen wir an der Bahre dieses aufrichtigen Kämpfers. Sein Andenken wird bei uns stets in Ehren gehalten. Körbecke, den 29. März 1936. Der Führer der Standarte 219 „„ m. d. F. b. gez. I. V. Naujokat, Obersturmbannführer Der Führer des Sturmbannes II/219 m. d. F. b. ger. Preiss, Sturmbannführer Der Führer des Sturmes 7/219 m. d. F. b. gez. Verhoeven, Oberscharführer. Stülzpunkt der NSDAP Körbecke gez. Borries, Stützpunktleiter. Wir danken herzlichst für die uns beim Heimgange unseres unvergeßlichen Entschlafenen zum Ausdruck gebrachten Beweise ehrenden Gedenkens und herzlicher Teilnahme. Dortmund, Im März 1936. Frau Franz Weber Assessor Heinz Weber Thea Weber Eine Knospe war ich kaum— ach, da sah man mich schon welken: Meiner Eltern schönster Traum— ward wie abgeschnittene Nelken. Ausgelöst aus dieser Zeit— leb ich nun in ewiger Freud'. Im zarten Alter von 10 Jahren verschied am Dienstag 13.45 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber, kleiner, süßler und unvergeßlicher RUGOIf Wer ihn kannte, weiß was wir leiden. Wir bitten um stille Teilnahme. In tiefem Schmerz: Julius Becker Frau Else Becker geb. Geveler Benno Becker Dortmund(Westfalendamm 67), Hamm i. W Mülheim(Ruhr), Ahlen i. W., München, Gütersloh, Recklinghausen, Oberhausen, Essen, 31. März 1936. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag. dem 2. April 1936, 13½ Uhr von der Haupttrauerhalle des Hauptfriedhofes aus. Autobus Wehram 12.45 Uhr ab Hauptbahnhof. „on Kranzspenden und Beileidsbesuchen bitte höflichst abzusehen. Nach langem, schwerem Leiden ging gestern abend meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Großmutter und Schwiegermutter Karoline Mecke verw. Frazze geb. Glade im Alter von 65 Jahren von uns. Ihr Leben war nur Sorge und Liebe für die Ihren. In tiefer Trauer: Herm. Mecke Eina Winkler geb. Frazze Walter Frazze Fritz Frazze Willy Winkler Reimar Elshoff Dortmund, den 31. März 1936. Nordstraße 1. Die Trauerfeier zur Einäscherung findet am Freitag, dem 3. April. 9½ Uhr, in der großen Trauerhalle des Hauptfriedhofes statt. Nachruf! In der Nacht zum Sonntag, den 29. März, verloren wir durch einen Unglücksfall das Gefolgschaftsmitglied unserer Zeche Königsgrube, den Kohlenhauer Nlichael Kostuy im Alter von 31 Jahren. Wir bedauern den Verlust dieses Arbeitskameraden, der in treuer Pflichterfüllung den Bergmannstod erlitten hat. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken allezeit bewahren. Führer und Sefolgschaft der Deutschen Erdöl-Aktiengesellschaft Zechen Sraf Bismarck und Königsgrube Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, von dem Ableben unseres Prokuristen Herrn August Sumpf Kenntnis zu geben. Der Entschlafene war seit 33 Jahren in unserer Firma tätig. Durch äußerste Pflichterfüllung, verbunden mit hervorragenden kaufmännischen Fähigkeiten hat er an der Entwicklung unseres Unternehmens besonderen Anteil. Wir verlieren in ihm einen bewährten Mitarbeiter, geschätzten Kollegen und Freund, dessen ehrendes Andenken in unserm Kreise fortleben wird. Hamm-Westf., den 31. März 1936. R. Hundhausen, Stärkefabrik G. m. b.H. und Gefolgschaft Nachruf! Am 30. März 1936 starb nach kurzer Krankheit der Polizel-Hauptwachtmeister Fritz Rüterkamp Der Verstorbene stand seit dem Jahre 1909 im Dienste der Stadtverwaltung Dortmund und hat die ihm obliegenden Aufgaben stets gewissenhaft zur vollen Zufriedenheit ausgeführt. 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