10. Jahrgang 1910 Münster, Dienstaa. 18. Oktober 1910 er Reise ück. Richters ialarzt darmkrankheiten AAuse 53. Auflagen mit einer Unterhaltungsbeilage für jeden Tag ell u. billigst rei Jos. Krick ghof 12a. on 1426.—.— Täglich 2 Blätter Morgen Anzeiger in einer Ausgabe, * nur Tags nach Sonn= und Feiertagen ein Blatt. Amtliches Kreisblatt für den Landkrets Münster. et in Münster monatlich 25 Pfg., mit Bringerlohn 30 Pfg., auswärts, 1 Anzeigen aus Münster und Münsterland 15 Pfg teljährlich 90 Pfg., durch die Post täglich ins Haus gebracht 42 Pfg. mehr. I Reklamen die Reklamezeile 50 Pfg. d Verlag von C. J. Fahle G. m. b. H. in Münster. 1 Vertretungen: A. Rolef und Central=Zeitung Alter Steinweg 5, gegenüber Lamberti=Kirchplatz. Fernsprech=Anschl. Nr. 313. 1 Haasenstein& Vogler, Rudolf Mosse in n jeden Montag Uhr nachmittags, Domplatz.( ausgebrochen, wobei es wiederholt zu sammenstößen kam. Die Lage ist kri wurde von mehreren Seiten ein weiterer Ausbau dieser Versicherungsart gewünscht, jedoch wurden schließlich die Vorschläge der Regierung unverändert angenommen. Steuerermäßigung bei längerer Die preuß sche Finanzso erklärt die„Nordd. Allg. den Grundsatz aufgestellt, daß bei länteuer auf Antrag ermäßigt wird. Als Richtschnur gilt allem Anschein nach ihren Grund in der Tatsache, daß nach der Sillon=Enzyklika und dem päpstlichen Schreiben an Prof. Docurtins gewisse katholische Kreise Deutschlands eine Kundgebung des Papstes befürchteten und auch diesbezügliche Vorstellungen in Rom gemacht wurden. Es heißt in den genannten Blättern, der Vatikan verlange vom Volksverein, daß dieser sich„lokal und diözesan konstituiere", wie dies der französische Sillon nach den römischen Weisungen getan hat. Zu einem solchen Verlangen hat aber der Vatikan keinen Anlaß mehr, denn der Volksverein hat sich bereits im vorigen Jahre in seiner Gesamtheit und auch diözesan dem Episkopat angeschlossen, wie Kardinal Kopp in der Volksvereinsversammlung des Breslauer Katholikentages mitteilte. Bekanntlich hat der Vatikan unlängst erklärt, er beabsichtige nichts gegen die Christlichen Gewerkschaften. Am wenigsten Verankassung hat der Vatikan zu einer Kundgebung betreffs des Zentrums. Man ist im Vatikan sehr gut unterrichtet über den Streit zwischen den Kreisen um Roeren=Bitter und der Kölner„Richtung Bachem“ bezüglich der Frage, ob das staatsrechtlich nichtkonfessionelle Zentrum auf dem Boden der katholischen oder einer allgemeinen christlichen Weltanschauung steht. Der Vatikan kennt diesen Charakter des Zentrums und er kann nur wünschen, daß das Zentrum so bleibe, wie es war und faktisch noch ist. Aust hat der Vatikan keine Kundgebung gegen gewisse Tendenzen innerhalb der Zentrumspartei beschlossen. Die diesbezüglichen Befürchtungen sind von Rom aus zerstreut worden.“ □ Innere Rolonisation. Der Wert der Aufteilung großer Güter, deren Bestellung oft durch den Mangel an Landarbeitern erschwert wird, wird jetzt an der Zerlegung eines pommerschen Gutes klargestellt, das jetzt schon zweimal mehr Bewohner aufweist als früher, die viel mehr Vieh züchten und Bodenprodukte erzeugen, als es früher bei dem Leutemangel möglich war. Der Mehrerlös allein aus dem Schweineverkauf beträgt vergleichsweise schon jetzt etwa 90000 Mark, und aus dem gesamten Viehverkauf etwa 100 000 bis 105000 Mark, abgesehen von den beträchtliechen Mehreinnahmen aus dem Verkauf von Milch und Butter, sowie dem Verkauf von Eiern, Geflügel und anderen landwirtschaftlichen Nebenprodukten. Obwohl die Gutsfläche gegen früher die dreifache Menschenzahl und einen viel bedeutenderen Pferde= und Viehbestand ernährt, wird trotzdem noch ein nicht unbelrächtlicher Ueberschuß der Bodenprodukte auf den Markt geworfen. Das sollte ein Wink von praktischem Wert sein. □ Wahlabkommen zwischen den bürgerlichen Parteien. Vom Rhein kommt eine überraschende Meldung. Danach ist in MülheimRhein zwischen Liberalen und Zentrum ein Wahlabkommen für die Stadtverordnetenversammlung getroffen worden. Die Liberalen sollen demzufolge ihren Einfluß auf die Wähler ihrer Partei in der dritten Klasse nach Möglichkeit dahin geltend machen, daß sie bei den Stadtratswahlen die Zentrumskandidaten wählen. Das Kollegium soll immer aus je 15 Liberalen und 15 Zentrumsvertretern bestehen, solange die Sozialdemokratie daraus ferngehalten werde. Später soll ein anderes Uebereinkommen getroffen werden.— Sofern diese Meldung den Tatsachen entspricht, wäre sie ein erfreuliches Zeichen wachsender Einsicht in den Kreisen der rheinischen Liberalen. Erstes Blatt. Dom Tage. Dom Generalstreik der Eisenbahner in Frankreich. Paris, 16. Okt. Der Verkehr ist anscheinend wieder normal, nur an einzelnen Orten ich der Ausstand noch nicht völlig beigelegt. Die Regierung ist der Ansicht, daß sie gegenwärtig nicht in Verhandlungen mit dem Nationalen Synditat der Eisenbahner und dem Verbande der Heizer treten könne, die sich urzeit im Konflitt mit den Militärgesetzen befänden. Uebrigens ist nach den Mitteilungen der Regierung der weitaus größte Teil der Eisenbahner der Einberufungsorder gefolgt. Nach offiziösen Meldungen hat die Regierung Beweise dafür in der Hand, dan die anläßlich des Eisenbahnerstreiks verübten verbrecherischen Anschläge von einem anarchistischen Ausschuß angestiftet seien, welcher beschlossen hatte, den Ausstand zu einem Gewaltstreich zu benutzen. Dieser anarchistische Ausschuß hat mit zahlreichen Arbeitersyndikaten Verbindungen unterhalten und den Plangefaßt, durch systematisch überall durchgeführte Sabolage, insbesondere durch Zerstörung der Telegraphen= und Telephonleitungen die Regierungsgewalt lahmzulegen, um auf diese Weise einen Augenblick Herr der Situation zu werden. Einer heute nacht vorgenommenen Verhaftung werden zweifellos bald andere sowohl in Paris wie in den Probinzen folgen. Auf der Westbahnlinie ist die Wiederaufnahme des Lokalverkehrs infolge zahlreicher Fälle von Sabotage sehr erschwert, namentlich auf den Strecken von Paris nach Versailles und St. Germain. Neuerdings sind zahlreiche Trähte durchschnitten und an vielen Stellen Balken über die Schienen gelegt worden, sodaß die Züge nur äußerst langsam fahren können. In einem Waggon der der Ostbahn gehörigen Bahnlinie von Vincennes wurde eine Bombe gefunden, deren Lunte bereits entzündet, jedoch von selbst erlöscht war. r Art, Steuerhen von 100 Mt. Antoninsstr. 2, ach Erledigung. Arbeitslosigkeit verwaltung hat, 3t6 gerer Arbei#slozigkeit die immer Auf Zeche„Shamrock“ bei Herne ereignete sich ein schweres Unglück bei der Leuteförderung. Ausschuß der österreichisch=ungarischen Delegationen sprachen die meisten Redner ihre Genugtuung über die feste Gestaltung der Allianzen mit Deutschland und Italien aus. Die französischen Eisenbahner sind der Einberufungsorder zum größten Teile gefolgt. * Die englische Regierung droht in Persien ernne Folgen an, wenn nicht die Schädigungen des Handels im Süden aufhörten. König Manuel und seine Mutter schifften sich nach England, Kön gin Maria Pia und der Herzog von Oporto nach Italien ein. daß die Behörde bei einer 10wöchigen Verringerung des Jandabei, Arbeitslosigkeit eine reseinkommens hat und demgemäß ein Fünftel Steuer weniger berechnen darf. Einen Rechtsan pruch haben die Steuerpflichtigen nicht auf diesen Steuererlaß. Das Sparkassenwesen leidet vielfach darunter, daß die Sparkassen auf allzuhohe Ueberschü se hinarbeiten, in der Absicht, damit öffentliche Steuern zu sparen. Diese Tendenz wird jetzt in Bayern gründlich belämpft werein teue, reich geschnitzte gene Truben usw. dorferstraßze 49. ster i. W., 6, 1 Treppe hoch, in Fragen soztaler Unfall=, Invalidencherung. Mietsrecht, 2c.) und fertigt tsätze an. Gebührer. äftsstelle nvereins Nünster Verspohl 6, unentgeltlich Beizu, Zablungen, Wobgen u. dgl. entgegen. Das s Verspohl Treppe hoch ntgeltlich Stellen jebern und Arbeitfl. und sonstigen Arkern, Dienstboten 2c.) Oesterreich=Ungarns auswärtige Politik. □ Wien, 16. Okt. Der Minister des Auswärtigen Graf Aehrenthal trat in den Telegationen dem Vorwurf entgegen, daß mit der Annektion Bosniens eine Rechtsverletzung begangen worden sei. Die Schwierigkeiten bei der Durchführung der Annektion wurden durch den Patriotismus der Bevölterung, die Bereitschaft der Truppen und die Zuverlässigkeit der Bundesgenossen überwunden. Er sagte:„Ein Redner nannte unser Bündnis mit Deutschland ein„überspieltes Klavier“. Wir haben diesem Instrument aber sehr kräftige Töne entlockt. Das Zusammengehen der beiden mitteleuropäischen Kaisermächte hat sich in der Praxis bewährt. Die Richtigkeit der vor 30 Jahren eingeleiteten Politik ist zum allgemeinen Bewußtsein gebracht worden. Unser Verhältnis zu Italien hat sich seither herzlich und vertrauensvoll gestaltet. Unsere Streitsachen liegen weniger auf dem Gebiete der großen Politik, als auf dem der kleineren nationalen Reibungen und Grenzfriktionen, doch liegt die Bürgschaft des Friedens im ganzen Charakter des Treibundes. Oesterreichs Beziehungen zu Rußland sind, einemWort des Zaren entsprechend, einwandfrei.“ Die meisten Redner billigten die Auslandspolitik und sprachen die Genugtuung über die feste Gestaltung der Allianzen mit Italien und die Haltung Deutschlands in der letzten Krise aus. Graf Aehrenthal betonte im Verlaufe der Debatte noch, für den Entschluß der Regierung, die Annektion durchzuführen, sei die Einführung der Konstitution in der Türkei und das zweifelhafte Vorhandensein einer auf die Lostrennung der Bahnprojekte der Monarchie gerichteten und vom Auslande genährten und unterstützten Bewegung gewesen. Die an diese beiden Tatsachen geknüpften Erwägungen hätten die Klärung der völkerrechtlichen fast allerorts verkauft. ine bar Geld! 000, 20 000, 000 1c. r Lose 3.60 Mk. Exzellenz Dr. Richard Koch F. Der frühere Präsident des Reichsbankdirektoriums. Am Morgen des 15. Oktober verschied, wie schon gemeldet, in Charlo#tenburg der frühere Reichsankprä ident Dr. Koch. Der um unsere Volkswirtschaft hochverdiente Mann kam am 15. September 1834 in Kottbus zur Welt. Er studierte Jura und war zuerst in Danzig, dann in Berlin als Richter Eätig. Da er sich während dieser Zeit durch die Veröffentlichung wichtiger juristischer Arbeiten ausgezeichnet hatte, wurde er im Oktober 1870 als Hilfsarbeiter in das preußische Hauptbankdirektorium berufen, dessen Mitglied und Justitiar er später wurde. Als dann die Deutsche Reichsbank gegründet wurde, trat Koch am 1. Januar 1876) in das Direktorium ein. Im Mai 1890 wurde er Präsident des Instituts und blieb bis zu seinem Rücktritt im Jahre 1907 in dieser Stellung. Die Verdienste, die sich dieser hervorragende Kenner aller Bankfragen, besonders um den Gicoverkehr und die Einführung der Goldwährung erworben hat, wurden durch eine reiche Fülle staatlicher Ehrungen anerkannt. er Lose 1 Mk., se 10 ME. 10 Lose n garantiert! Lose 1 Mark se 10 Mk. Lose 3 Mark 100000 ärts Porto und 0 Pfg. extra). skollekte Münster i.W. 19 Markt 37. Aus Portugal verbannt. X Gibraltar, 17. Okt. Die Königin=Witwe von Portugal Maria Pia begab sich gestern nachmittag, begleitet vom Herzog von Oporto, an Bord des italienischen Kreuzers„Regina Elena“, der hierauf nach Italien in See ging. Die Königin=Witwe wird sich nach dem Schloß Rossore begeben, um dort den' König und die Königin vonr Italien zu treffen. Im Laufe des Nach mittags schifften sich auch Könia Manuel und die Königin=Mutter Amelia auf der englischen Königsyacht„Viktoria and Albert“ ein, die hierauf nach England in See ging. Die Gefühle, die den nunmehr aus Portugal verbannten König in den heimatlichen Gewässern beseelen, dürften nicht die angenehmsten sein. Ueber seine letzten Stunden in Lissabon schreibt jetzt ein italienisches Blatt auf Grund von zuverlässigen Mitteilungen aus dem Königspalast, daß der junge König weder tapfer, nochsorglos gewesen sei, sondern im hohen Maße um sein Leben gezittert habe. Immer wie der habe er gefragt, ob man ihn nicht töten werde. Er schlich sich aus dem Palast seiner Väter, in einen weiten Mantel gehüllt, und kletterte mit Hilfe einer Leiter über die Gartenmauer, auf deren Außenseite ein Automobil hielt. Die Lisnne der Mariensie. Hauptgewinn otterie, 2 Hauptr Roten Krenzauptgewinn der otterie, 2 HauptQuedlinburger auptgewinn der Lotterie, Hauptschlesisch. Lotterie, der Wetlarer dauptgewinne der otterie, HauptStettiner Lotterie, venigen Tagen 00 Mk. Domban=Lotterie. + Rom, das Zentrum und der Volksverein. Gegenüber den in der sozialdemokratischen Presse und auch in liberalen Blättern veröffentlichten Mitteilungen über eine kurz bevorstehende Kundgebung des Vatikans betreffs der christlichen Gewerkschaften, des Volksvereins und des Zentrums wird der Central=Auskunftsstelle der katholischen Presse aus Wien geschrieben, daß eine solche Kundgebung nicht bevorsteht und auch nicht beschlossen wurde. In der Zuschrift an die C. A. heißt es:„Die Gerüchte von einem päpstlichen Einschreiten haben Teheran, 17. Okt. Angesichts der Schädigungen: die der Handel infolge der fortgesetzten Ruhestörungen im Süden Persiens erleidet, richtete die englische Regierung eine energische Note an die persische Regierung und wies daß sich ernste Folgen erJ# Berlin, 17. Okt. Die Zusatzversicherung wurde am Sonnebind in der Reichsver icherungskommission beraten. Es ist dies eine Neuerung der Regierungsvorlage, die es den Versicherten (gedacht ist besonders an die Handwerker) ermöglicht, die Invalidenrente durch freiwillige Extrabei räge zu erhöhrn. Die Marlen kosten je eine Mark, und können beliebig zahlreich geklebt werden. Die Zusatzrente tritt erst bei darauf hin.„ geben würden, wenn die Wiederherstellung der Ordnung ungebührlich verzögert würde. * Neue Unruhen in Nicaragua. In Managua sind von neuem Unruhen Schriftleitung: ischen und lokalen Zous, für den Teil Conrad den Anzeigen- und Tarl Leifhelm, in Münster. aboner Berufs=Offiziere waren ihm alle reu, nur die aus der Truppe Avancierten standen auf Seiten der Republikaner. Die ersteren dürfen heute noch keinen Dienst tun, da man ihnen nicht traut. Die„Märtyrer der Revolution“. In Lissabon fand am Sonntag unter großer Beteiligung die Beisetzung des Admirals Reis und Dr. Bombardas statt. Unter den Klängen der portugiesischen Hymne setzte sich der Zug, worin sich viele Korporationen, Lehrer und Schüler, Angehörige der Armee und Marine und alle Freimaurerorden befanden, vom Praca de Commercio in Bewegung. Hinter dem Sarge des Admirals Reis gingen außer den Angehörigen der Armee und Marine auch Frauen, welcheam Kampfe teilgenommen haben, ferner Vertreter der Regierung und der Stadtverwaltung. An einem freien Platze hielten der Ministerpräsident und der Präsident der Munizipalität Gedächtnisreden für die beiden Toten, worauf der Trauerzug den Weg nach dem Friedhof fortetzte. Abberufung des päpstlichen Nunzius. Msgr. Tonti, päpstlicher Nunzius in Lissabon, ist telegraphisch zurückberufen worden. = Eine unblutige Revolution hat sich siegreich in dem SpielbankFürstentum Monaco vollzogen. Bisher gab die Spielbank im Jahre eine bestimmte Summe außer dem Gewinn=Anteil an den Fürsten für die Verwaltung ab, und französische Beamte besorgten alles Weitere. Steuern wurden nicht gezahlt. Die Monacoer wollten aber nicht blos steuerfrei sein, sondern auch ihre Verwaltung selbst führen. Darüber entstand wachsende Unruhe, und Fürst Albert hat nun nachgegeben. Die Stadt Monaco kann sich eine eigene Verwaltung wählen und ein Budget aufstellen. Sie bekommt einen festen Fonds aus den Spielbank=Ueberschüssen. Jetzt dürfte auch das sehr vernünftige Gesetz, welches nur am Geburtstage des Fürsten den Bewohnern des Fürstentums den Besuch der Spielbank gestattete, in Fortfall gelangen. Nach einer weiteren Meldung hat der Fürst sich mit dem Bezug einer Zivilliste im Prinzip einverstanden erklärt und kommunale Selbstverwaltung, sowie die Errichtung eines aus Monegassen bestehenden Regierungsrates bewilligt. Ferner wurde die Aufstellung eines Staatsbudgets zugestanden, das Einnahmequellen für die Stadt vorsieht und schließlich die Schaffung eines Nationalschatzes. Am Sonntag vormittag zogen die Monegassen vor das Schloß und bereiteten dem Fürsten freundliche Kundgebungen. Kleine Nachrichten aus dem Auslande. Feldmarschall Lord Kitschener ist zum Mitglied des englischen Reichsverteidigungsrats ernannt worden.— Die Republikaner haben am Sonntag in Maorid durch Straßenumzug die Einführung der republikanischen Staatsform in Portugal gefeiert. Ein republikanischer Deputierter forderte dazu auf, das Beispiel Portugals nachzuahmen.— Nach einer Versammlung der Kabylenstämme Beni Buyagi und Mtalza kam es zu Streitigkeiten, bei denen auch Flintenschüsse gewechselt wurden; vier Personen wurden getötet, sieben verwundet.— Die chilenischen Kammern sind wieder zusammengetreten. Die Präsidentschaftswahlen sind im ganzen Lande ohne Störung verlaufen. Kreistag des Landkreises Münster. Münster, 17. Okt. Auf dem heute abgehaltenen Kreistage des Landkreises Münster wurde Folgendes verhandelt: Aenderung der Schankkonzessionssteuer. Der§ 2 der Schankkonzessionssteuer=Ordnung vom 28. Dezember 1906 sah bisher folgenoe Steuerätze vor: Wenn der Gewerbetreibende a) wegen geringen Ertrages und Kapitals von der Gewerbesteuer frei ist 300 Mk., b) wenn er in der vierten Gewerbesteuerklasse veranlagt ist 500 Mk., c) wenn er in der dritten Gewerbesteuertlasse veranlagt ist 800 Mk., d) wenn er in der zweiten Gewerbesteuerklasse veranlagt ist 1200 Mk., e) wenn er in der ersten Gewerbesteuerklasse veranlagt ist 2000 Mk. Nach dem Vorschlage des Kreisausschusses werden diese Sätze nunmehr in der Weise aogestuft, daß für unbeschränkte, d. h. zum Ausschank aller geistigen Getränke berechtigte Gast= und Schankwirtschaften bei a) 400 Mk., b) 800, c) 1600, d) 2000 und e) 3000 Ml. Konzessionssteuer gezahlt werden müssen, für Gast= und Schankwirtschaften ohne Branntweinausschank a) 300, b) 500, c) 900, d), 1200 und e) 1800 Mk. und für Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus a) 200, b) 300, c) 400, d) 600 und e) 800 Mk. Auch für die Steuer für die Erlaubnis zur Erweiterung eines Betriebes sind entsprechend neue Sätze ausgestellt worden. Bisher war ein Satz von 25 Proz. der vorgenannten Sätze vorgesehen, während jetzt bei wesentlichen Aenderungen der Räumlichleiten je nach dem Umfang der Aenderung 5—20 Proz., bei Erweiterungen in Bezug auf den Umfang des Wirtschaftsbetriebes (Kleinhandels): a) bei Ausdehnung einer beschränkten Gast= oder Schankwirtschaft auf eine unbeschränkte Gast oder Schankwirtschaft 50 Proz., d) bei Ausdehnung der Erlaubnis zum Ausschank von Bier auf den Ausschank von Wein oder umgekehrt 20 Proz. der Sätze erhoben werden sollen. Bei geringeren räumlichen Erweiterungen kann der Kreisausschuß die Steuer unter 5 Proz. herabsetzen oder auch ganz erlassen. Diesen Vorschlägen wurde debattelos zugestimmt. Nachtrag zu den Satzungen der Kreissparkasse. Nachdem durch§ 2 des Scheckgesetzes vom 1. März 1908 die passive Scheckfähigkeit der öffentlichen Sparkassen festgestellt worden ist und der Herr Minister die diesbezüglichen Vorschriften erlassen hat, drängt die Entwickelung des Sparkassenwesens immer meyr auf den modernen bargeldlosen Verkehr. Dementsprechend wurde beschlossen, auch bei der Kreisspartasse den Scheckverkehr in Verbindung mit dem Depositen= und Kontskorrentverkehr einzuführen. Mit der dadurch notwendig werdenden Aenderung der Satzung wurden zugleich verschiedene weitere Aenderungen beschlossen, die nicht von so weittragender Bedeutung sind (Kursrücklagefonds, Uebertragbarkeitsverkehr, Form des Sparbuches pp.) Unter Beibehaltung der übrigen Bestimmungen der alten Satzung soll hiernach eine neue Satzung erlassen werden. Bahnbau Ascheberg=AppelhülsenCoesfeld. Darauf beschloß der Kreistag, sich an dem Bau der Kleinbahn Ascheberg=Appelhülsen=Coesfeld zu beteiligen. Die nach den Vereinbarungen mit Staat und Provinz auf den Kreis Münster entfallenden Baurosten zur Höhe von 234000 Mk.(der Kreis Lüdinghausen hat die Uebernahme von 405000 Mk. beschlossen, während die Beteiligung des Kreises Cocsfeld noch aussteht) sollen ohne Umlegung von Präzipualleistungen auf die interesierten Gemeinden, ganz auf den Kreis übernommen werden, jedoch mit der Maßgabe, daß die auf den Bezirk der Gemeinde Buldern entfallenden Kosten zur Hälfte vom Kreise Coesfeld getragen werden. Die Kosten des Grunderwerbs soll die Gemeinde Nottuln übernehmen, welche dazu: vom Kreise als Zuschuß ¼ der tatsächlich erwachsenden baren Auslagen erhält und zwar bis zur Höhe von 500 Mark für den Morgen. Außerdem foll Nottuln zur Deckung der Grunderwerbskosten in Buldern einen Zuschuß von 11000 Mark erhalten und für die Zukunft ⅛ des dem Kreise aus dem Betriebe der Bahn zufließenden jährlichen Ertrages. Oeton omierat Darup=Deiters bittet im Interesse Nottulns um Genehmigung der Vorlage. Nottuln bleibe, wenn es die Bahn nicht erhalte, für ewige Zeit vom Eisenbahnverkehr ausgeschlossen.— Graf Droste=Vischering hält es für zweifelhaft, daß der Kreis Coesfeld sich an dem Projekte beteiligen werde. Die Landgemeinde Coesseld habe das bereits ertlärt. Unter diesen Umständen wolle er als Mitglied des Kreistages Coesfeld sich nicht binden und enthalte sich daher der Abstimmung.— Oekonomierat Darup=Deit ers betont, daß doch gerade die Landgemeinde Coesfeld ein großes Interesse an der Bahn habe, da ja auch dort, sowie an der Abtei, eine Haltestelle errichtet werden solle. Die mit der Provinzialverwaltung abzuschließenden Vertrage(Gesellschaftsvertrag, Bauund Betriebsvertrag, Grunderwerbsvertrag) wurden genehmigt. Ausbau und Uebernahme der Chausseestrecke Hohenholte=Brocks= Tilbeck. Alsdann wurde der Gemeinde Havirbeck zum chausseemäßigen Ausbau der Chausseestrecke Hohenholte=Brocks=Tilbeck die übliche Beihülfe von 3.20 Mk. für das laufende Meter(zusammen 21 536 M“., bewilliat und beschlossen, die fertig ausgebaute Strecke in die Unterhaltung des Kreises zu übernehmen. Die neue Chaussee ist deswegen von besonderer Bedeutung, weil se die Zufuhrstraße zu dem projettierten Bahnhofe Tilbeck bildet. Frhr. v. Droste=Stapel unterstützte den Antrag der Gemeinde Havixbeck, da er einem dringenden Bedürfnis entspreche, sowohl im Interesse der Schulkinder, die oft grundlose Wege zu gehen hätten, als auch deshalb, weil die geplante Errichtung einer Haltestelle Tilbeck an der Bahnstrecke Münster=Coesseld von der Anlage einer Chaussee abhängig gemacht wird.— Ebenso trat Oekonomierat DarupDeiters für den Antrag ein, während Gutsbesitzer Raestruv die Notwendigkeit der Chaussee auch daraus begründete, daß die beteiligten Gemeinden dafür eine große Opferwilligkeit an den Tag gelegt hätten; 20.000 Mk. seien allein an freiwilligen Opfern dafür aufgebracht worden. Die Chau see bostet 100000 Mk. Für die Anlage des Bahnhofes in Tilbeck sind 6000 Mk. erforderlich. Ausbau der Horstmarer Landstraße. In gleicher Weise wurde der Gemeinde Nienberge zum Ausbau eines Teiles der Horstmarer Landstraße eine Beihülfe von 1000 Mk. gewährt; die Unterhaltung dieser Strecke soll aber der Gemeinde verb’eben. Gutsbesitzer Raestrup fragte in der Diskussion an, ob nicht das jetzt viel besprochene Bahnbauprojekt Münster=Horstmar eine Aenderung erwarten läßt, die den chausseemäßigen Ausbau hinfällig macht. Er hält allerdings den Bahnbau für aussichtslos.— Landrat Graf v. Westphalen nahm Veranlassung, über das genannte Bahnbauprojekt einige Ausführungen zu machen. Bis jetzt ist, so teilte, er u. a. mit, der Kreis formell noch nicht um seine Beteiligung an dem Projekt angegangen worden. Nach Darlegungen des Gutsbesitzers Schulze=Hobbeling ist das Projekt nicht so aussichtslos, wie Herr Raestrup meint. Die Eisenbahndirektion habe ihm die Einmündung der Bahn in den Hauptbahnhof Münster zugesichert. Der Herr Landrat ist der Ansicht, daß das alleinige Anlaufen des Neutors für die Rentabilität der Bahn nicht genüge, sondern der Einlauf in den Hauptbahnhof erforderlich ist. Der Eisenbahndirettionspräsident sieht die Möglichkeit dafür in dem Anschluß an die Bahn, die jetzt zum Schlachthof gebaut werde. Die Bahn an sich stehe mit dem Eisenbahnprojekt nicht in Kollision. Zuschüsse für landw. Winterschulen. Danach beschloß der Kreistag mit Rücksicht darauf, daß im Kreise Münster selbst landwirtschaftliche Winterschulen sich nicht befinden, den Schulen in Freckenhorst und Ascheberg aus den Zinsüberschüssen der Kreissparkasse widerrufliche laufende Unterstützungen in Höhe von 300 Mk. bezw. 200 Mk. zu gewähren. Gutsbesitzer Raestrup bat, im gegebenen Falle auch der Schule in Billerbeck einen Zuschuß zu gewähren. Uebernahme eines Fehlbetrages infolge Verlustes beim Verkauf von " Z u c h t s t u t e n. Der landw. Kreisverein hat wie in den Vorjahren zur Hebung der Pferdezucht aus anerkannt guten Zuchtbezirken gutes Stutenmaterial eingeführt, bei dessen Verkauf sich eine Mindereinnahme von 5611,14 Mk. ergab, von welcher 300 Mk. von der Stadt Münster erstattet wurden. Es wurde einstimmig beschlossen, den Rest dieses Fehlbetrages in voller Höhe auf den Kreis zu übernehmen und aus den Sparkassenüberschüssen zu decken. Nachdem der Kreistag dann die wirtschaftliche Zusammenlegung der an der Ladberger Chaussee in der Nähe des Torfes Greven belegenen Grundstücke, welche sich in vermengter Lage befinden, mit Rücksicht auf die davon zu erwartende erhebliche Verbeserung der Landeskultur für zulässig erklärt hatte, wurden einige Wahlen vorgenommen, u. a. wurde zum Abgeoroneten für den Westsälischen Provinzial=Landtag Gutsbesitzer Herold wiedergewählt, während anstelle des Gutsbesitzers Brede, welcher mit Rücksicht auf sein heh.s Alter gebeten hatte, von einer Wederwahl abzusehen, Oekonomierat DarupDeiters gewählt wurde. Zu Mitgliedern der Landwirtschaftskammer wurden die Herren Darup=Deiters, Herold und Frhr. von Kerckerinck=Borg gewählt. Hierauf fand eine geheime Sitzung statt. Heimatliches und Vermischtes. Münster, 18. Oktbr. + Bekämpfung der öffentlichen Unsittlichkeit. Als einmütige Kundgebung der in den letzten Tagen stattgehabten grundlegenden Versammlung des hiesigen Vereins zur Bekämpfung der öffentlichen Unsittlichkeit wird jetzt der erste Aufrur an die Bevölterung erlassen. Es gilt nunmehr, dem Verein, der dem mitten im Leben mit Mannesmut arbeitenden Verband in Köln uno damit der Internationalen Organisation zur Bekämpfung der Pornographie angehört, zur Verwirklichung seiner großen Ziele die nötigen Mitglieder zuzuführen und ihm dadurch Macht zu verleihen. Bürger Münsters: Euer Sinn ist darauf gerichtet, daß Euer von wohlbegründeten Anschauungen über deutsche Zucht und Sitte getragener Wille Geltung hat. Tretet daher ein in die Reihen der Männer, die für die Herzensunschuld unserer Kinder, die Würde unserer Frauen, die Wohlfahrt der Familien und damit für den Felsengrund unseres Kulturstaates kämpfen. Der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens beginnt seine üblichen Wintersitzungen am 20. d. M. Den Vortrag hat Herr Justizrat Dr. Bödiker gütigst übernommen. Das Thema lautet: „Geschichte und staatsrechtliche Stellung des Hauses Arenberg". Da der für den Sommer geplante Ausflug nach Nordki chen zu Wasser geworden ist, weil die Witterung gar zu ungünstig war, soll in der nächsten Sitzung noch beraten werden, ob bei dem heirlichen Herbstwetter es vielleicht nicht angebracht wäre, einen Besuch in der Nähe Münsters vor Eintritt des Winters auszuführen. Auch aus diesem Grunde werden die Mitglieder gebeten, sich am Donnerstag recht zahlreich einzufinden. p Von der Universität. Die am Samstag mittag noch nicht zur Einsicht offen liegenden Preisa usgaben der rechtsund staatswissenschaftlichen Fakultät sind soeben am Schwarzen Brett angeschlagen worden. Die rechts= und staatswissenschaftliche Fakultät stellt als Preisaufgaben für das Jahr 1911: 1. Aus dem Bürgerlichen Recht; Superficies solo cedit und B. G.=B.§ 95. Die Frage ist allseitig: rechtsgeschichtlich, dogmengeschichtlich und dogmatisch zu untersuchen unter besonderer Berücksichtigung der Streitfragen über das Erbbauhaus.— 2. Aus dem Völkerrecht: Staatliche Hoheitshandlungen auf fremdem Gebiet. Es sind die verschiedenen Arten der Betätigungen staatlichen Imperiums auf fremdem Staatsgebiet zu untersuchen und in ein System zu bringen. 3. Aus der Finanzwissenschaft: Die Lösung des Besitzsteuerproblems in Deutschland und in Frankreich. Bei allen Finanzreformen im deutschen Reich ist stets auf die Steuerverhältnisse in Frankreich, jüngst z. B. bei der Kotierungssteuer, hingewiesen worden. Die Fakultät wünscht eine Untersuchung in de Richtung, wie in Teutschland und Franz reich durch das System der Erwerbsbesten rung(Ertrags=, Eintommen=, Vermögenund Verkehrssteuern) und in welchen Steu. erformen der bewegliche und unbeweglig Besitz belastet wird. Eine Vergleichung## beiderseitigen Steuerrechts wird zugleig eine Vergleichung des Grades der Belastung in beiden Ländern darstellen. Die Ste# lung zweier weiterer Preisaufgaben wird v## behalten. 0 Der Ortsverein Münster des Ven bandes Kgl. Kanzleibeamten der Preußischen Monarchie feierte am Samstag in Hotel Moormann sein 10. Stiftungs. fest, wozu sich die Mitglieder mit ihren Angehörigen zahlreich eingefunden hatten Eingeleitet wurde die Feier durch einen von der aus Vereinsmitgliedern bestehenden Kapelle vorzüglich vorgetragenen Festmars# v. Blon und durch die Ouverture z. L# Stradella v. Flotow. Hierauf hieß der Vorsitzende des Vereins, Herr Buchs,#### Erschienenen herzlich willkommen. In seinem Rückblick auf die Tätigkeit des Verein in den 10 Jahren seines Bestehens hob Rezner besonders hervor, daß die Zahl der Mitglieder, die z. Zt. der Gründung 12 betrug sich jetzt bis zu 60 emporgeschwungen habund mahnte die Mitglieder, durch kräftig. Werbearbeit dem Verein noch zu weiteren Anwachsen zu verhelfen. Mit einem Toas## auf den Kaiser, wonach die Nationalhymne## folgte, schloß Redner seine Ansprache. Schu. mann's„Erstes Grün" und Meyerbeer## „Mailied“ wurde von einer Dame des Vereins sehr schön und eindrucksvoll zum Vortrag gebracht, wofür ihr reicher Beifall gezollt wurde. Ein ebenfalls von Vereinsmitgliedern gespieltes humoristisches Terzen sowie mehrere humoristische Vorträge un ein Ball vervollständigten das Programm * Warendorf, 16. Okt. Auszeichnung — Dem Arbeiter Bernhard Hörstel, der sen 33 Jahren bei der Firma A. und H. Otestadt beschäftigt ist, wurde das AllgemeinEhr enseichen überreicht. Sendenhorst, 16. Okt. Doppelfeter — Gestern, 15. Oktober, waren 25 Jahr verflossen, seitdem die hiesige Postagentu in ein Postamt umgewandelt wurde. Bi dieser Gelegenheit erfolgte damals auch die Ernennung des Postagenten Bonse zun Postverwalter. Die Postbeamten hatten sic anläßlich des Gedenktages bei ihrem Cha# zur Gratulation eingefunden. Die Kaiser liche Oberpostdirettion ließ dem Jubilar ihn Glückwünsche durch einen eigenen Vertreic# überbringen und ihm den Tank für sein verdienstvolle Tätigkeit aussprechen. Ins Auftrage des Bezirksvereins überbrachte Hen Postverwalter Haack aus Lengerich dessen Glückwünsche unter Ueberreichung eine kunstvoll gearbeiteten Sessels als Ehrengabe. Ostbevern, 17. Okt. Goldene Hol zein— Die Eheleute Nölle gent. Buschmann feierten in zieml icher Rüstigkeit das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Greven, 14. Ott.— Die Ge meindeverordneten von Gimbte genehmigten in ihrer Sitzung am 12. cr. die Jahresrechnung pro 1909 der Gemein## dekasse Gimbte. Diese wies auf in Einnahme 10 453,04, in Ausgabe 9342,35 M. Bestand: 1110,79 M. Zu den vorgekomme nen Etatsüberschreitungen wurde die Genehmigung erteilt, soweit dieses nicht bereite früher geschehen.— Dem Geflügelzuchtver ein Greven wird zur ersten in Greven stattfindenden Kreisverbands=GeflügelzuchtAusstellung eine Beihülfe bewilligt.— Ein von der Sprakeler Chaussee zum Besitztum Burs führende Weg soll in die Unterhaltung der Gemeinde übernommen und bald instand gesetzt werden.— Schulbau. Die neue(1kl. inkl. Schule in Bauerschaft Guntrup, Ge meinde Greven r. d. E., ist jetzt im Rohba## fertiggestellt und wird zu Östern nächsten Jahres in Benutzung genommen werden. ( Schüttorf, 16. Okt.— Völlig niedergebrannt ist gestern abend das Wohn wesen des Gastwirks Rittberger an der Chauss nach Bentheim. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. a Köln, 17. Okt.(Tel.) Verhaftung — Die Kriminalpolizei verhaftete gestern nachmittag einen Kaufmann, der einer Dresdeuer Firma nach und nach 90000 M. unterschlagen hatte. 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Ims as überbrachte Heu Lengerich dessen eberreichung eine essels als EhrenGoldene Hol Nölle gent. Buschher Rüstigkeit das chzeit. — Die Ge 1 von Gimbte tzung am 12. cr. 1909 der Gemeinwies auf in Ein sgabe 9342,35 M. i den vorgekomme wurde die Genehleses nicht bereit i Geflügelzuchtver ersten in Greven inds=Geflügelzucht e bewilligt.— Ein see zum Besitztum n die Unterhaltung in und bald instand au. Die neue(1kl. saft Guntrup, Gest jetzt im Rohba### u Ostern nächsten nommen werden. - Völlig niederabend das Wohn ger an der Chausse Schaden ist durch ) V e r h a f t u n verhaftete gestern un, der einer lach 90 000 M. unhig, sind ode für Winter. i darin isen bei Nachf. sse 21. Zentrums=Wahl=Komitee Bezirk Herz=Jesu. Uhr abends 8 Zeichenblocks Wasserfarben kreidestifte Pastellstitte Mal-Geräte kollekte. Massen- Auflagen sowie alle Drucksachen liefert schnell u. billigst Buchdruckerei Jos. Krick Bispinghof 12a. — Telefon 1126.— H. erteilt Ternes& Tochter. Aumeld. erbeten Dorotheenstr. 34, I. 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In einer Reihe von Städten sind Vereine zur Bekämpfung der öffentlichen Unsittlicheit gegründet worden und diese Vereine haben sich zu einem einheitlichen Verbande zusammengeschlossen, der— das kann mit Zuversicht erhofft werden— über unser ganzes Vaterland sich in immer engeren Maschen verbreiten und zu einer mächtigen Kampfes-Organisation entfalten wird. Unsere Stadt, Westfalens Hauptstadt, darf bei Erfüllung einer so bedeutsamen Kulturaufgabe hinter ihren Schwesterstädten nicht zurückstehen. Von diesen Erwägungen geleitet hat eine grössere Hnzahl hiesiger Bürger einen Verein zu demselben Zweck gegründet. Wir wissen, dass unsere Mitbürger alles andere wollen, als den Verrat an Leib und Seele ihrer Kinder, ja, dass auch ihnen im„Jahrhundert des Kindes“ der Schutz der ugend und damit des gesamten Volkslebens gegen die moralische Verseuchung als heilige Pflicht am Herzen liegt. Deshalb hoffen wir auch, dass gerade dieser Verein und seine Bestrebungen allseitig tatkräftige Unterstützung finden werden. Wir rufen die Bevölkerung Münsters hiermit dringend auf, dem Verein in Scharen beizutreten. Als Vereinsbeitrag wird eine Mark jährlich— als Mindestsatz— erhoben. Beitrittserklärungen bitten wir an den Vereinsvorsitzenden, Herrn Regierungspräsidenten a. D von Gescher. Haus Mauritzhaide, oder an den Schriftführer Herrn kgl. Eisenbahnsekretär Kleinhans, Kanalstrasse 25 1 oder auch an einem der übrigen Unterzeichneten zu richten. Der genannte Herr Schriftführer wird auch auf Wunsch gern Druckstücke der einstweilen angenommenen Vereinssatzungen zusenden. Becker. Pfarrer: Camps. Arbeitersekretär: Culemann. Konsistorialrat: Dieckmann, Schlossermeister: Ehring. Kaufmann: Eickholt, Rentner; Dr. pnil, Erler. Universitätsprofessor, Geh. Regierungsrat; Dr. jur. Fahle, Rechtsanwalt; Dr. Fidler, Amtsgerichtsrat; Franke, Militäroberpfarrer, Konsistorialrat; Dr. Gaede. Direktor des Schillergymnasiums; von Gescher, Regierungspräsident a. D., Wirkl. Geh. Ober- Regierungsrat, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Rittergutsbesitzer; Grautmann. Domvikar: Hellracth, Justizrat, Rechtsanwalt; Dr. Hesse, Regierungsrat; Hövener, Geh. Regierungsrat: Holle. Arbeitersekretär; Dr. med. van Husen. Sanitätsrat, prakt. Arrzt; Dr. Killing, Universitätsprofessor, Geh. Regierungsrat; Kleinhans, Kgl. Eisenbahnsekretär: Kochmeyer, Pfarrer, päpstlicher Geheimkämmerer: Lauter. Postdirektor: Leggemann. Erster Staatsanwalt; Dr. Leineweber. Sanitätsrat, prakt. Arzt; Dr. Mansbach, Prediger der israelitischen Gemeinde: Müer. Stadtdechant: Müller, Major a. D.: Oberg. Rektor; Poggenburg. Präses des bischöflichen Gymnasialkonvikts; Reinke, Seminar-Oberlehrer: Scharf, Lehrschmiedemeister: Schenkel. Bäckermeister; Schilde, Ober-Postdirektor: Schlaeger, Regierungsrat: Schmedding. Landesrat, Geh. Regierungsrat, Mitglied des Abgeordnetenhauses; Schürholz. Schulrat Kreisschulinspektor; Schütz, Pfarrer: Anton Schultz, Kaufmann; simon Edmund, Kaufmann; Dr. Spanier, Dirigent des israelitischen Seminars: Stockmann. Hauptlehrer: Terrahe. Rechtsanwalt: Waltermann. Kaufmann; Warnecke, Chefredakteur, Stadtverordneter; Dr. Werra, Gymnasialdirektor; Dr. Widmann, Direktor des königlichen Gymnasiums: Zlmnmermann. Chefredakteur: Zons. Chefredakteur Millionen waschen sich nur mit der Steckenpferd=Teerschwefel=Seife v. Bergmann& Co., Radebeul Schutzmarke: Steckenpferd. denn es die deste Seise gegen alle Hautunreinigkeiten und Hautausschläge, wie Mitesser, Finnen, Flechten, Blütchen, Röte des Gesichts 2c. à St. 50 Pf. bei: A.§p; F. Hausmann, L. Wittkampf. Heinr. Bischof, H. Esch Carl Franke. Bücherbrett Sfert. une. 3 112 an die Expedition. Bunte Kernseife ist wieder angekommen, — Pfund nur 25 Pfg.— Toiletten-Elycerinseife Pfund nur 60 Pfg. Geschw. Ronge Ludgeristraße 32. Spezial=Seifen=Geschäft. Kaiser-Panorama Aegididilstraße 5. 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Zweites von Jenseit Roman von „Warte doch ab, nicht eine weitere diese morgen aben tue, wozu dein Her „Weshalb hat si nommen?“ rief er ängstigt. „Nun, wenn deil so werden wir doch Brief von Therese nator. „Meine Braut! deine Einwilligung Der alte Herr phäre heiper Ang gessen, daß er no# Piderspruch gedach !„Kann ich denn gerlich, um nicht g Als Hans ihn der Mutter zu bei Wanken an Ellen und eben dabei n schreiben, stand de lam geöffneten Fei men Hauch des Maiengrün, Maien war keine poetisch der Kuß, den Hal ##ar doch von Herz Aihm war der ko lliebere Sohn, zu enloses Vertrauer achtung, die an über dieser Hans zu blicken, zu spr sam, seit Jahren dies„täppische“ 3 lantreten lassen. N les kam mit dem #lanz der eigenen bellends weich zu Straße das flatt des aus melodise „Das B.ühen, — Nun, armes * Nun muß sie Es drang auch Botho, der im Se nem Stift Zahler Aber das Glas, nen Teil des Te es wie der Sch Ain sein erregtes iich alles, alles n Restbeständo in„Higg„Lover, mit Ueberschlag und reichem Besatz 475 früher bis 2.60 jetzt 0.—„ Decken mit breiter Spitze, Ziersaum Creione u. fertiger Lochstickerei, 115 60X60 cm 50- ∆ Crgtnang mit breiter Spitze, HohlCretonile saum u. breiten SpitzenDurchsätzen—„ Cretonne reich gestichse K 20 en 125, Nachttaschen Cretonne vanze Klappe... 45 3 Cretonne sigssum. 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Damals al saß er identisch Silva sei, von d Wir sind also Möller, der in Anzeichen qualvo immer noch, Haf Kaum das nöti doch kein Opfer scheut, um der A rommen. „Womit kann Denn ich glaube, es!“ sagte er, n seine Willfährig! „Nein, lieber Prückt, muß in a Aber dein gutes an andere. Ich weil dir ein gr derr Möller hat iögens seinen 2 kunter feid ihre EEs ist auch zu ein hübsches Sti ieber Junge, d befreit, für den eines Lebens g sinne leben kan „Sag' mal, st Möller, und sol in das flackernde „Vater wird! zahlen. Es sin in erledigen. sönlich herbitten Schwester zurs lassen. Es erl einmal. Doch 1910 Nr. 287. Zweites Blatt. Münstersche Zeitung Morgen=Anzeiger B General=Anzeiger. 40. Jahraana 1910. Dienstag, 18. Oktober. rte ide, it äumen ekt iner erre 120 t2 und 115 „ 180 ige ross" 953 hlag u. „„ Cöper, tc. Besatz 1•75 jetzt 112„ ersaum kerei, 115 Hohlitzen- 115 Unterhaltungs=Beilage zur Dienstags=Ausgabe. .. 4 5 Höppel- 65 *„ und 95 105 von Jenseits des Meeres. Roman von F. Arnefeld. (Nachdruck verboten.) (23 :„Warte doch ab, ob dir der heutige Tag nicht eine weitere Nachricht bringt. Ist diese morgen abend nicht gekommen, so me, wozu dein Herz dich treibt.“ Weshalb hat sie Therese nicht mitgenommen?“ rief er wieder, von Neuem be„Nun, wenn deine Braut nicht schreibt, so werden wir doch sicherlich morgen einen Brief von Therese haben,“ meinte der Se„Meine Braut! Vater, du gibst also deine Einwilligung?“ Der alte Herr hatte in dieser Atmophäre heißer Angst ganz und gar vergessen, daß er noch vor kurzer Zeit an Widerspruch gedacht. !„Kann ich denn anders,“ sagte er ärgerlich, um nicht gerührt zu scheinen. Als Hans ihn allein gelassen, um mit der Mutter zu beraten, die, wie er, ohne Kanken an Ellen und ihre Treue glaubte und eben dabei war, ihr ausführlich zu schreiben, stand der Senator noch lange im geöffneten Fenster und sog den warmen Hauch des Lenzes ein. Ueberall Maiengrün, Maienluft und Maienduft! Er war keine poetisch veranlagte Natur, aber der Kuß, den Hans ihm vorhin gegeben, war doch von Herzen zu Herzen gegangen. Ihm war der korrekte Botho sonst der liebere Sohn, zu diesem besaß er grenenloses Vertrauen, vor ihm eine Hochachtung, die an Bewunderung grenzte. über dieser Hans hatte doch eine Art Iu blicken, zu sprechen, zu küssen! Seltsam, seit Jahren hatte der alte Mann dies„täppische“ Zärteln nicht an sich herlantreten lassen. Nun stimmte es ihn weich; les kam mit dem Maienlicht wie der Abflanz der eigenen Jugend! Und um ihn bellends weich zu machen, tönte über die Straße das flatternde Ende eines Liedes aus melodischer Mädchenkehle: „Das Blühen, es will nicht enden; Nun, armes Herze, sei nicht bang', Nun muß sich alles wenden.“ Es drang auch durch die Scheiben zu Botho, der im Salon saß und mit silbernem Stift Zahlen um Zahlen berechnete. Aber das Glas, die Portieren fingen eiInen Teil des Textes auf, und so klang es wie der Schluß einer Leichenpredigt in sein erregtes Lauschen:„Nun muß sich alles, alles wenden!“ XVIII. 1 Nur wer die Qual der ungeduldigen Erwartung kennt, kann ermessen, wie die Sekunden sich zu Stunden dehnen, die Stunden endlos wie Tage erscheinen. ! W e d e r v o n E l l e n n o c h v o n T h e r e s e t r a f weitere Nachricht ein. Hans versuchte umsonst, durch Arbeit die Spannung zu lösen. Die Hand war ihm schwer wie Blei und die Augen trübe vom ewigen Hinausstarren in den lichten Tag. Endlich der zweite Abend brachte eine Abwechselung, den lieben Freund von Romas klassischem Boden. Es kam bald zu einer Aussprache. „Tu entsinnst dich, Möller, daß ich dich schon unter Marinas Ulmenbaum fragte, ob du einen Onkel in Brasilien gehabt hast. Damals ahnte ich allerdings nicht, naß er identisch mit meinem Onkel de Silva sei, von dem ich dir öfter erzählte. Wir sind also Verwandte!“ Möller, der in dem lieben Gesicht alle Anzeichen qualvoller Unruhe sah, glaubte immer noch, Hans bedürfe seiner Dienste. Kaum das nötiaste verdienend, hatte er ##aum das nötigste verdienend, hatte er doch kein Opfer an Zeit und Geld gecheut, um der Aufforderung sofort nachzuommen. „Womit kann ich dir dienen, Hans? Denn ich glaube, du bedarfst eines Freuns!“ sagte er, mit festem Händedruck diese ne Willfährigkeit besiegelnd. „Nein, lieber Möller! Was mich bedrückt, muß in anderer Weise klar werden. Aber dein gutes Herz denkt immer nur an andere. Ich bat dich, herzukommen, speil dir ein großes Glück widerfahren. perr Möller hat die eine Hälfte des Vermögens seinen Verwandten vermacht. Dakunter seid ihr ebensogut wie wir gemeint. EEs ist auch zu fünf Teilen immer noch in hübsches Stück Geld, groß genug, mein ieber Junge, daß du, von Alltagssorgen befrett, für den hoffentlich langen Rest eines Lebens ganz der Kunst im edelsten Sinne leben kannst.“ „Sag' mal, sprichst du im Ernst?“ fragte Möller, und sah mit gelindem Mißtrauen in das flackernde Auge des Freundes. „Vater wird dir dein Erbteil sofort auszahlen. Es sind nur einige Formalitäten iu erledigen. Deshalb mußte ich dich persönlich herbitten. Du tust auch gut, deine Schwester zur sofortigen Herreise zu veranlassen. Es erledigt sich dann alles auf einmal. Doch du scheinst Zweifel in meine Worte zu setzen. Komm, ich werde dich zu meinen Eltern führen, die dir die gute Nachricht bestätigen sollen!“ Möller war wie betäubt. Nach jahrelangem Ringen, heißem Arbeiten und hartem Entbehren setzte das Schicksal ihn plötzlich auf die Liste derjenigen, die zum Genießen berechtigt sind. Wenn dieses Glück doch eine Spanne eher gekommen wäre, vor zwei Jahren, als seine kleine Schwester auf den schrecklichen Einfall gekommen, ihre individuelle Freiheit auf Kosten ihres Rufes zu suchen. Die hübsche Stimme, die reizende Erscheinung, genügten doch nicht für eine Künstlerlaufbahn. Sie widmete sich statt der Göttin der Musik dem Operettengötzen, dem heidnischen Kobold des Trikots und der parodistischen Einsälle. Ihre ersten Briefe beantwortete er nicht, so böse hatte der Wechsel ihrer Laufbahn ihn gemacht. Mit der Zeit aber, als er sich an den Gedanken gewöhnte, tat sie ihm leid, und er begriff, daß sie jedenfalls jetzt glücklicher sei, als unter der hochmütigen Laune einer vornehmen Herrin. Auch las er hin und wieder ihre Briefe, die sie ihm einst geschrieben. Aus allen drang ein leises Weinen, ein Sehnen nach Glück und Freiheit.„Armes Kind!“ seuszie er tief auf. Er wußte nicht, wo sie augenblicklich weilte. Doch schrieb er auf gutes Glück eine Karte in das kleine Städtchen, von wo er zuletzt Kunde erhalten. Hans stand träumend und doch wach am Fenster. Das Mondlicht lockte ihn, er bezwang sich nur mit Mühe, zu bleiben. Es riß ihn förmlich heraus in die stille, nächtliche Stunde. In sein Sinnen tönte das Rasseln eines Wagens. Mit einem Sprunge war Hans aus der Tür, aus dem Hause, vor welchem eine gepäckbeladene Droschke hielt. „Ellen, Ellen, meine Ellen!“ Er hatte den Schlag aufgerissen. Ja, sie war es! Und sie stog dirert in seine Arme. Aber sie begriff seine Tränen nicht. „Du weinst? Ist denn nun nicht alles gut— alles?“ fragte sie erstaunt. „Welche Qualen hast du mich leiden lassen!“ stöhnte er auf. Selbst jetzt löste sich der Schmerz, die Angst erst langsam von dem gefolterten Herzen. Mit wenigen Worten teilte er ihr alles mit. Aber sie fand keine Zeit zur Entgegnung. Da kamen sie ihr ja, wie sie ersehnt, nerhofft, in alter Liebe entgegen - ihte Herzensmutter! „Und auch du hast mir vergeben, mein guter Onkel?" Er zog ihren Blondkopf an seine Lippen, die noch warm von des Sohnes Kuß waren, und preßte den Mund auf die reine weiße Stirn. „Nur Onkel, du böses Kind?“ „Mein Vater!“ Möller, der Uneingeweihte, süchte sich diskret zurückzuziehen. Aber Hans holte ihn hervor und führte ihn zu Ellen:„Wir waren Freunde, ehe wir Verwandte wurden. Dies ist Möller, von dem ich dir soviel Gutes erzählte, Ellen, und dies, Möller, ist Ellen, die Tochter deines Onkels, also deine Cousine!“ Möller drückte ihr herzlich das hingehal tene Händchen. Sein Künstlerauge schwelgte in der Lieblichkeit der Züge und der Grazie der Gestalt. Nur rief er überwältigt aus, als Ellen den Hut vom Kopfe nahm und damit ihr Haar enthüllte: „Natürlich, du schwärmtest so lange für die Brünetten, bis blonde Schönheit dich bekehrte!“ „Ach“, meinte Hans,„es gibt nur eine einzige Haarfarbe, die vollendet schön ist, das ist diejenige, welche das Weib unseres Herzens zeigt, ob es nun blond, braun, schwarz oder— rot ist.“ „Aber sag', Ellen, wie kam es, daß dein Verschwinden uns solche Angst einflößen konnte?“ fragte Frau Senator, die trotz aller Freude oft einen Blick geheimer Angst nach der Tür warf. Denn sie fürchtete, jeden Augenblick könne Botho eintreten und die Familieneinigkeit durch böse Worte stören. Sie wußte, er war zu Hause. Aber er hatte den gemeinschaftlichen Salon noch nicht wieder betreten, seit der Vater ihm mitgeteilt, wer Ellen Möller sei. Wenn er damals, als er ihren kindlichen Betrug erfahren, gesagt hätte:„Ich liebe sie und ich lasse nicht von ihr!"— so wäre sie— und wenn zehnmal Hans dazwischengetreten— seine Braut geblieben. Aber er hatte sie statt dessen dem Bruder förmlich an den Hals geworfen:„Da, nimm sie! Was mir zu schlecht ist, bleibt gut genug für dich!“ Und nun war sie doch die„ehrbare Tochter des ehrbaren Vaters“, mit der er sich einstens verlobt, und dazu die Millionenerbin, des verhaßten Bruders Braut. O, dieses Geld! Wie es förmlich höhnisch durch alle Hüllen, die es umschlossen, zu ihm hineinolinkte, als wolle es sagen:„Da bin ich! Du Tor hast mich fortgeworfen! Nun streckst du umsonst die Hände nach mir aus, dem einzigen Anker, der Rettung verheißt!“ (Fortsetzung folgt.) Kunst und Wissenschaft. — Wenn Caruso singt. Für das bevorstehende Gastspiel des bekannten italienischen Tenoristen an der Berliner Oper, sind die Preise der Plätze, wie folgt, festgesetzt: Fremdenloge 40 Mk., Orchester#oge 35 Mk., 1. Rang Mittelbalton 30 Mk., 1. Rang Loge und Mittelpartett 30 Mk., Seitenparkett 20 Mk., Seitenbalkon 15 Mk., Tribüne 10 Mk., Stehplatz 5 Mk. Die Billet=Händler dürften das Doppelte und Dreisache daraus machen. Rudolf Lindau f. In Paris stard, 81 Jahre alt, der beliebte Novellist Rudolf Lindau, der um zehn Jahre ältere Bruder Paul Lindau's, des fruch baren Lustspieldichters und bekannten Theater=Direktors. Im bürgerlichen Leben war er bis 1892 Geheimrat im Auswärtigen Amt. — Von der Innerafrika=Expedition des Herzegs Adolf Friedrich zu Mecklenburg sind Nachrichten über Matadi(belgischer Kongo) eingetroffen. Die Exp.dition hatte sich kongrauswärts bis zum Aequator begeben und angeschickt, ihre Arbeiten— unter großer Hitze leidend, aber sonst wohlauf— im französischen Kongo aufzunehmen. Arzt leide an krankhaftec Allerlei. Wo sich Liebespaare zuerst trafen, davon erzählt eine englische Frauenzeitschrift ein paar hübsche Geschichten. Wie es billig ist, steht das englische Königspaar an der Spitze. Die heutige Königin Mary, die damalige Prinzessin May von Teck, ging eines Tages in Sheen Lane in Richmond auf das Haus des Herzogs von Fife zu, als ihr Vetter, der damalige Herzog von York ihr begegnete. Das war der erste Anfang ihrer Liebe, und wie es heißt, soll der Prinz bereits beim ersten Male der Prinzessin seine Liebe erklärt und auch Gehör gefunden haben. König Eduard und Königin Alexandra haben sich in Deutschland und zwar in irgend einer Kleinstadt, deren Name nicht genannt wird, kennen gelernt. Dem Prin en, der nur kurze Zeit zu Besuch war, fiel die Prinzessin durch ihr schönes Aeußere und ihre sanfte Stimme auf, so daß er sich erkundigte, wer sie sei, und sich schließlich ihr vorstellen ließ. Auf merkwürdige Weise hat Gladstone seine Gattin kennen gelernt. Eines Tages saß sie mit ihrem Bruder, Sir Stephen Glyn, auf einer niedrigen Mauer vor den Toren von Florenz, als zwei junge Leute vorüberkamen, die höflich grüßten. Sie fragte ihren Bruder, wer der eine von ihnen gewefen sei und erhielt zur Antwort:„Gladstone aus Christ Church." Viel später kamen Gladstone und seine nachmalige Gattin in einer Londoner Gesellschaft miteinander zusammen; beide erkannten einander sofort wieder und entsannen sich auch genau des Ortes und der Umstände ihrer ersten Begegnung. Drei Brüder he iraten an einem Tage drei Schwestern. Aus Elbing meldet die Ermländ. Ztg.: In dem Dorfe Luxethen wurde dieser Tage eine Hochzeit geseiert, die wohl zu den Seltenheiten gehört. Besitzer Friedrich Gehrmann verheiratete an ein und demselben Tage drei seiner Töchter an drei Brüder Heinrich, die aus der Umgegend von Alt=Dollstädt stammen und alle drei als Wachtmeister im Garde=Ulanenregiment zu Potsdam dienen. Aber auch drei Söhne des Herrn Gehrmann gehören augenblicklich demselben Regiment an, und Herr Gehrmann selbst hat einst die gleiche Uniform getragen. Aus diesem Grunde hatte das Regiment 25 Musiker der Regimentskapelle zur Hochzeit gesandt. Zu dem Bootsunfall des„Panther“ vor Kamerun, bei dem sechs Mann das Leben verloren, schreibt die„Tgl. Rundsch.“: Das Kentern des Bo###es muß den Brandungsve hältnis en vor dem Kamerunfluß zugerechnet werden, die allgemein bekannt sind. Im Gebrauch vor Kamerun sind besondere Brandungsboote, und die Eingeborenen haben eine erstaunliche Gewand heit in der Führung dieser Fah zeuge. Bootsunfälle vor dem Kamerun luß sind daher leicht erkärlich, wenn sie auch zu den Ausnahmen gehören. Ein näherer Bericht über den schweren Unfall wird weitere Aufllärung bringen. Die ertrunkenen Matrosen standen am Ende ihrer Stationierung in den westafrikanischen Gewässern und sollten im November wieder in die Heimat zurückkehren. — Das ist ein Geschäft! Das Berliner Metrovol=Theater. belannt durch s ine mehr wie pkan en Jahr s Revuen, virteilt für das letzte Geidät. jahr eine Dividende von 20 Prozent. Für den Geschmack des Publikums spricht das Bände! — Ein neuer Titel. Der Preußische Staatsanzeiger veröffentlicht die Verleihung des Präriats als königlicher„Hofbackssenbauer“ an einen Berliner Gewerbetreiben en. Da solb man über die Wiener Titelsucht nicht spötteln! — Bei dem Sturme an der Ostseeküste ist auf dem Fluß Aa eine Barke mit elf Arb itern gekentert: sechs von ihnen sind ertrunken. — Sammelwut. In Dresden ist ein angesehener Arzt wegen Diebstahls von wertvollen Wer en aus der Königlich.n Biblisthek de hastet worden. Die Verwandten behaupten, der sehr vermögende Sammelwut. — Ein fürchterliches Spielzeug. Ein Kind hatte im Stadtviertel Alsama in Lissabon eine Bombe gefunden und spielte mit ihr. Die Bombe platzte und verletzte sieben — Das Königsbild. Als König Manuel in Paris weilte, widmete er den Lcinistern aus Tankbarkeit für den freundlichen Empfang sein Bild mit Unterschrift. Einige Tage später konnte man die Züge des jungen Monarchen in Gold rahmen in den Ministerien an den Wänden prangen sehen. Da brach die Revolution aus. Am ersten Tage zweifelte man noch. Das Bild wurde, so schreibt die Frankf. Ztg., einfach hinter das Tintenfaß gestellt. Am folgenden Tage waren die Zweifel geschwunden, das Bild wanderte in eine finstere Ecke. In einer Woche wird es ganz verschwunden sein. — Ein seltener Fall. Der Apothekenbesitzer Janssen, jetzt in Leipzig, ist von der Strafkammer in Nordhausen wegen Betruges zu drei Monaten Gefängnis und 2000 M. Geldstrafe verurteilt. Janssen hatte seit Jahren in gewinnsüchtiger Absicht für Rezepte höhere Gebühren erhoben, als die gesetzliche Taxe zuläßt, und hatte ferner minderwertige Medikamente geliefert und in Anrechnung gebracht. — Ein Operettenstoff. Eine junge Amerikanerin war unter der Bedingung zur Erbin eines erheblichen Vermögens eingesetzt, daß sie als verheiratete Frau das Geld üvernehme. Sie hat sich, da sie Männerfeindin ist, nun einen Mann gesucht, der sich wieder scheiden lassen muß, wenn sie die Erbschaft hat. Er bekommt dafür tausend Mark. Vielleicht ist der Mann froh, wenn er die wunderliche Miß mal umsonst los wird. — Die deutschen Kolonien bei Odessa mit einer Bevölkerung von 30000 eelen seierten soeben das hundertjährige Jubiläum ihres Bestehens. Sie bilden eine blühende Kulturoase in Südrußland. Kaisers Geburtstag— ein allgemeiner Feiertag? Das Reichsgericht hat sich kürzlich mit der Frage beschäftigt, ob der Geburtstag des Kaisers als ein allgemeiner Feiertag im rechtlichen Sinne anzusehen sei. Das höchste Gericht hat die Frage nach der D. Tagesztg. verneint. Ihr reges Interesse fur die deutsche Familie betätigt stets unsere Kaiserin. Zum Besten der Vereine für jäuglings=Fürsorge wünscht sie als Protektorin dieser Vereine eine Erweiterung der sogenannten Frankfurter Margueritentage. Dieselben werden in der Weise veranstaltet, daß durch den Straßenverkauf von künstlichen Margueriten durch Kinder Fonds für die Zwecke der Vereine gesammelt werden. — Den raffinierten Toiletten=Luxus römischer und byzantinischer Kaiserinnen ahmen jetzt die Frauen der amerikanischen Nabobs nach. Eine Dame in Newyork nimmt Bäder, die ein kleines Vermögen verschlingen, denn sie bestehen aus Seewasser, Milch und kastbarer Rosenessenz. Sie selbst führt so schreibt die„Köln. Ztg.“, die Aussicht, wenn das Bad in der geschnitzten Cichenwanne bereitet wird, und gnade der Zose, die bei der Mischung einen halben Liter Milch zu viel oder einen Tropfen Rosenessenz zu wenig in die Wanne laufen läßt. Rosenwasserbäder sind in den vornehmen amerikanischen Gesellschaftskreisen an der Tagesordnung. — Bombenattentat auf einen türkischen Eisenbahnzug. Der Güterzug Zibestscha=lleskub entgleiste infolge Explosion zweier Bomben. Sieben Wagen wurden zertrümmert. Ein Bremser wurde zerschmettert. Der Attentäter ist unerkannt entkommen. Welche europäischen Staaten waren schon onne Monarchen? Die Zahl der Staaten Europa's, die längere oder kürzere Zeit Republiken resp. ohne Herrscher waren, ist größer, als viele denken. England war schon R.publik unter Oliver Cromwell. Frankreich ist zum dritten Mal Republik, Holland hatte diese Staatsform zur Zeit seiner Losreißung von Spanien und Napoleon I., Belgien war ohne Herrscher vor der Wahl des eigenen Königs, Portugal ist Republik geworden, Spanien war das schon zweimal, Italien hat zahlreiche Republiken im Mittelalter gehabt und war dies zur Zeit Napoleons I.: auch Griechenland und Bulgarien waren schon ohne Herrscher, und die Schweiz war es stets. Ungarn war 1848 und 1849 Republik, Baden ebenfalls in der Revolu tionszeit. Teutschland hat heute noch die drei republikanischen Hansastädte: die vierte Republik, Frankfurt am Main, erlosch 1866. Die kleinsten europäischen Republiken sind Andorra in den Pyrenäen und San Marino in Italien. In Amerika gehört nur noch Kanada zur englischen Monarchie, alles andere ist Republik. Schwurgericht. 6. Tag. Münster, 16. Oktober. Angeklagt ist der Korbflechter Hermann Bovenkamp, z. Zt. in Untersuchungshaft, wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todeserfolg, begangen an der Ehefrau Kollenfeld in Lette. Der Angeklagte ist vorbestraft wegen Diebstahls und Sachbeschädigung. Die Verhandlung entrollte ein trauriges Bild des Alkoholunheils. Am 1. Januar d. Is. hatte der Angeklagte, der mit der Frau des Arbeiters Kollenfeld ein Verhältnis unterhielt, in einer Scheune, wo die 3 gehaust hatten, mit letzterem Streit bekommen. Vorher hatten B. und K. und die Frau des K. ein größeres Quantum Schnaps genossen. Im Verlaufe des Streites hat Bovenkamp, der in der Letter Gegend unter dem Namen„Jan der Düvel“ bekannt war, den Kollenfeld angegriffen; dieser will aber ausgewichen sein und nun hätte vermutlich die dahinter stehende Frau K. den Hieb oder Stoß erhalten. K. sei fortgelaufen weil B. ein Messer zog und habe nur noch gehört, vie seine Frau mehrmals gerufen habe: „Um Gottes Willen!" K. ist später zurückgekehrt und hat seine Frau mit einer großen Kopfwunde vorgefunden. Er will dann noch gesehen haben, wie seine Frau mit dem B. auf einer Leiter nach oben in die Scheune gestiegen sei und habe sich darauf in den naheliegenden Wald zurückgezogen. Erst am dritten Tage, als er sah, daß es mit seiner Frau zu Ende ging, hat er Hilfe herbeigeholt. Bovenkamp war nach der Tat verschwunden. Der als Gutachter vernommene Medizinalrat Dr. Wolvers=Coesfeld gab eine Beschreibung der Wunde und betonte, daß dieselbe von einem Beilhieb herrühren mußte, da ein größerer Knochenspalt vorhanden gewesen sei. Zu der Verwundung sei eine Gehirnentzündung hinzugetreten, welche den Tod zur Folge hatte. Das Beil fand sich in der Nähe des Tatortes. Medizinalrat Dr. Helming=Ahaus bestä tigt diese Angaben. Der Zeuge Peter Katschmareck, welcher z. Zt. eine Gefängnisstrafe wegen Diebstahl verbüßt, hatte kurze Zeit nach jenem Tage ein Schreiben an die Behörde gesandt, in welchem er behauptete, B. sei unschuldig. Die Verdächtigungen seien falsche Angaben eines Komplotts. Das Schreiben war unterzeichnet mit Jan der Düvel. Auch heute wiederholt der Zeuge seine Angaben. Ein gleichfalls wegen Diebstahl in Strafhaft befindlicher Zeuge Magaz macht sehr belastende Aussagen gegen Bovenkamp. Aus weiteren Zeugenaussagen ergibt sich, daß Kollenfeld seine Frau des öfteren mißhandelt hat. Polizeisergeant Gutmann hat auch sofort den Ehemann K. in Verdacht gehabt und diesen verhaftet, doch wurde er, als sich Bovenkamp verdächtig gemacht hatte, wieder freigegeben. Nach einigen weiteren unwesentlichen Zeugenaussagen richtete der Staatsanwalt Müller an die Geschworenen das Ersuchen, den Angeklagten schuldig zu sprechen, da kein Zweifel obwalten könne, daß dieser der Täter sei. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Koch, plädierte für Freisprechung, da nach seiner Ansicht nur der Ehemann selbst der Täter sei. Der Spruch der Geschworenen lautete auf schuldig der Körperverletzung mit tödlichem Ausgang und auf Verneinung der Frage nach mildernden Umständen. Auf Antrag des Staatsanwalts erkennt das Gericht auf eine Gefängnis= strafe von 4 Jahren, wovon 6 Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. langhaarige Teckelhündin des Herrn Lingmann den 3. Preis. Der Buxerrüde des Herrn§. Heilborn jr. erhielt den 3. Preis und Reservepreis, der Wollpudel des Herrn C. Egbring den 1. und 3. Preis. Das beste Material war der Ausstellung zugeführt, dieselbe war unter den besten Regeln der Delegierten=Kommission veranstaltet. Der Ballon„Münster“, welcher am Sonntag früh um 9 Uhr vom Hofe der Gasanstalt aufgestiegen war und dessen Führung Regierungsbaumeister Prager übernommen hatte, ist mittags nach 4½stünigder Fahrt bei Zwolle in Holland glatt gelandet. X Ein blühender Apfelbaum befindet sich in einem Garten an der Sentruperstraße. * V o n d e r S t r a ß e. G e s t e r n V o r m i t t a g um 9¾ Uhr stieß am Drubbel ein Straßenbahnwagen mit einem Wagen des Artillerieregiments zusammen. Beide Wagen wurden beschädigt; am Straßenbahnwagen zersplitterte eine große Scheibe.— In der Nacht zum Montag wurde ein vor einer Wirtschaft am Krummertimpen stehendes Fahrrad gestohlen. Am Sonntag nach mittag gegen 5¾ Uhr wurde in der Salzstraße eine ältere Dame von einem in übermäßig schnellen Tempo fahrenden Radler angefahren; beide kamen zu Fall, glücklicher Weise ohne erheblichen Schaden davonzutragen. X Hamm, 1. Okt. Messerhelden.— Am Samstag abend entstand auf der Oswaldstraße der Zechenkolonie in Hövel zwischen mehreren italienischen Bergleuten ein Streit, der schließlich in Tätlichkeiten ausartete. Erst warf man sich gegenseitig mit Steinen, dann griff man zum Messer, bis Heimatliches und Vermischtes. Münster, 18. Okt. X„Reichstagsnachwahlen und Reichstagsneuwahlen“ lautet das Thema des politischen Vortrags, den Herr Redakteur Dr. Contzen am Dienstag abend 8½ Uhr in der vom Zentrumswahlkomitee des Bezirks Herz Jesu in den großen Saal des Arbeitervereinshauses(Schillerstraße) einberufenen Zentrumswähler=Versammlung halten wird. Außerdem stehen die Stadtverordnetenwahlen auf der Tagesordnung dieser Versammlung. Beide Fragen dürften wohl ein Ansporn für alle Zentrumswähler, in erster Linie des Bezirks, sein, der Versammlung beizuwohnen. 8 Stadttheater. Aus dem Theaterbureau wird geschrieben: Die reizende japanische Operette„Die Geisha“ gelangt heute Dienstag zur Wiederholung. Morgen geht als Erstaufführung„Das Leben ein Traum“, dramatisches Gedicht in 5 Akten von Calderon de la Barca, in Scene. Das hervorragende Werk wurde vom Oberregisseur Jubelsky inszeniert und sind darin die Herren Gläser, Kalkum, Lothar, Mandel, die Damen Bardach und Dühren beschäftigt. Mit Rücksicht auf den großen Erfolg der Wagnerschen Oper„Lohengrin“, hat die Direktion das Werk auch für Donnerstag angesetzt. 9. Auf der Essener Hundeausstellung am letzten Sonntag, die mit über 950 Hunden aller Rassen beschickt war, erhielt die der Italiener Vigna mit einem tödlichen Stich in der Brust zusammenbrach. Vier * Hachenburg(Oberwesterwald), 15. Oktbr. Auf eine frivole Wette ist lt. Köln. Vztg. der gemeldete schwere Automobilunfall auf der Straße bei Oberhattert zurückzuführen. Der Autobesitzer Artur Heney aus Hachenburg, der im diesjährigen Prinz Heinrich=Rennen sich einen Preis erstritten, verpflichtete sich infolge einer Wette, zu nächtlicher Stunde in wenigen Minuten im Auto bis nach Altenkirchen und zurück zu fahren. Um 2 Uhr nachts wurde die Wette ausgetragen. Außer Heney bestiegen noch vier Personen das Fahrzeug, und fort ging's in vollster Rennergeschwindigkeit. Beim Ueberfahren der Geleise der Westerwaldbahn bei Hattert ereignete sich dann das grausige Unglück. Der Wagen überschlug sich. Aus den Trümmern wurden Kaufmann Thewald, Sohn des Lederfabrikanten Thewald von hier, und der Satiler Georg als Leichen hervorgezogen; Heney erlitt mehrere schwere Knochenbrüche, während zwei Fabrikarbeiter mit leichteren Verletzungen(Armbruch und Abschülfungen) davonkamen. der Hauptbeteiligten wurden festgenommen. Wer aber den tödlichen Stich geführt hat, ist noch nicht festgestellt. Der Getötete ist Ernährer einer zahlreichen Familie, die sich in Italien befindet. 4 Schüttorf, 16. Okt. Schwer angeschossen wurde am Donnerstag abend eine Frau Sch. in Ohne durch einen Schrotschuß in die Seite. Der Täter, ein dort wildernder Haussohn aus Ohne, gab an, die Frau für ein Reh angesehen zu haben. □ Gütersloh, 16. Okt.— Im Dienste verunglückt ist vorgestern nacht der 45jährige Eisenbahnschaffner Fritzenkötter von hier. Als das Fahrtpersonal sich anschickte, den hier nachts ½3 Uhr von Hamm einlaufenden Güterzug zu verlassen, fand man den F. zwischen dem Geleise als furchtbar verstümmelte Leiche vor. Wahrscheinlich ist der Verunglückte zu früh abgesprungen und hat einen Fehltritt getan. Er galt als gewissenhafter und solider Beamter und Familienvater und hinterläßt eine Witwe mit 6 Kindern. * Paderborn, 1.. Okt. Jüdischer Proren.— In seiner Festpredigt am Versöhnungstage legte der Prediger der hiesigen Synagogengemeinde, Hr. Weiler, sehr entschiedene Verwahrung ein gegen die Beschimpfungen des Katholizismus und des Papsttums durch den jüdischen Bürgermeister Nathan von Rom. Er hob hervor, die ihrer Religion treu ergebenen Juden verlangten Achtung vor ihrer religiösen Ueberzeugung, in gleicher Weise achteten sie aber auch die Ueberzeugung anderer und insbesondere der Katholiken, auf das schärfste verurteile das religiöse Judentum solche Angriffe und weise sie mit Entrüstung zurück. □ Dortmund, 17. Okt.(Privattel.) Der neue Oberbürgermeister.— Zum Nachfolger des verstorbenen Oberbürgermeisters Geheimrat Dr. Schmieding wählten heute die Stadtverordneten einstimmig den bisherigen zweiten Bürgermeister Dr. fur. Ernst Eichhoff. Der neue Oberbürgermeister wurde 1873 in Essen geboren und war seit dem 1. Jan. 1907 zweiter Bürgermeister. . Elberfeld, 1. Okt. Die königliche Eisenbahnd irektion Elber feld feierte am 15. ds. Mts. ihr 60jähriges Bestehen. Im Verwaltungsgebäude fand aus diesem Anlaß ein Festakt statt. Der Präsident Hoest wies darauf hin, daß die Eisenbahndirektion Elberfeld die älteste in Preußen sei, auch seien die Gedanken des Eisenbahnbaues in Preußen von Elberfeld und Barmen ausgegangen. Anschließend an den Festakt fand ein Festmahl statt. d Koln, 11. Okt. Protestversammlung— In einer gestern nachmittag stattgehabten, sehr zahlreich besuchten Protestversammlung, der auch der Erzbischof Kardinal Dr. Fischer beiwohnte, wies der Redner die schweren Beleidigungen und Schmähungen gegen den Papst zurück und zeigte die Grundlosigkeit der Angriffe gegen das Papsttum an der Hand der Weltgeschichte. Kardinal Dr. Fischer forderte die Versammlung auf, festzustehen zum Heiligen Stuhl. Nur eines habe der Bürgermeister von Rom mit seiner Rede erreicht, nämlich, daß die Katholiken noch fester zusammenständen in der Liebs und Anhänglichkeit zum Papst. Zum Schlusse fand eine Resolution einstimmige Annahme, in der es u. a. heißt, daß die Katholiken Kölns gegen die unerhörten Beleidigungen und Beschimpfungen des Heiligen Stuhles energisch Protest erheben, und dem Heiligen Vater das Gelöbnis unwandelbarer Treue zu Füßen legen. Der Erzbischof spendete zum Schluß der nach Tausenden zählenden Versammlung den bischöflichen Segen. — Ter Bär ist los! Das 10 jährige Töchterchen eines im Zoologischen Garten zu Halle beschästigten Malers stand in der Nähe des Bärenzwingers, als plötzlich der Eisbärbastard durch das den Zwinger abschließende Trahtgitter ausbrach und sich auf das Kind stürzte. Das Kind entfloh, wurde aber von dem Bären eingeholt und schwer verletzt. Ein Wärter eilte zu Hilfe, der Bär stürzte sich nun auf diesen, der in ein Elefantenhaus flüchtete, wohin ihm der Bär folgte. Er und ein Futtermeister wurden ebenfalls schwer verletzt. Der Bär wurde schließlich von einem Kellner mit einer Büchse erschossen. — Eisenbahnunglück. Die Lokomotive des Budapest=Lemberger Zuges entgleiste heute infolge falscher Weichenstellung bei Scerenes, wobei ein Wagen umstürzte. Ein Oberkondukteur wurde getötet, einer wurde lebensgefährlich verletzt. Die Passagiere blieben unverletzt. Schweres Grubenunglück in Herne. I Herue, 17. Okt. Heute mittag 1.20 Uhr riß auf der Zeche Shamrock, Schacht 1, das Seil für die Leuteförderung. Die beiden Körbe waren vollbesetzt. Der eine in die Tiefe gehende Korb mit etwa 30—35 Bergleuten dürfte zweifellos in der Tiefe im Sumpf stecken. Ueber das Schicksal dieser Bergleute läßt sich zurzeit nichts Genaues feststellen. Der andere Korb schnellte unter die Seilscheibe. Sämtliche Bergleute sind mit mehr oder weniger schweren Verletzungen davon gekommen. Man bringt soeben die ersten Opfer der Katastrophe in die Sanitätswache der Zeche. Wie die Hibernia=Gesellschaft mitteilt, waren um 4 Uhr nachmittags 3 Tote, 10 bis 12 Schwerverletzte, sowie eine große Anzahl Leichtverletzter geborgen. Man glaubt, daß nunmehr alle Verunglückten hinausgeschafft sind. Von den Schwerverletzten werden wohl noch einige sterben. Die Betriebsleitung der Zeche Shamrock befindet sich in der Grube um genaue Feststellungen wegen der in den Sumpf gestürzten Bergleute zu treffen. Nach einer weiteren Mitteilung wurden insgesamt 3 Tote, 9 Schwerverletzte und 44 Leichtverletzte geborgen. Die im unteren Korb Eingeschlossenen wurden durch Schacht 2 ans Tageslicht befördert. A Magdeburg, 16. Okt.— Ein Bunz der deutschen Werkvereine ist hier gegründet worden, nachdem eine Aus p ache die völlige grundsätzliche Uebereinstimmung c# Vertreter von 60000 Wertvereinsmitglied##n aus dem ganzen Reiche grzeigt hatte. er Nüruberg, 1.. Okt.(Tel.) Schweres Automobilungluck.— Auf der Staatsstraße Eichstätt=Ingolstadt rannte gestern vormittag bei Pietenfeld ein Automobil infolge Achsenbruches die steile Straße hinunter und überschlug sich. Die 6 Ju, sassen aus Nürnberg wurden unter Trümmern des Kraftwagens begraben Der Buchhalter Naumann war sofort tot Der Wäschereibesitzer Scholl, dessen Frau und Tochter wurden sehr schwer verletzt Der Chauffeur erlitt Hautabschürfungen Der Sohn Scholls blieb unverletzt. O Homburg, 17. Okt.(Tel.) Ineinen Juwelierladen an der Bergstraße wurden letzte Nacht durch Einbruch für rund 100000 M. Juwelen gestohlen. A Wien, 11. Okt.(Tel.) Königstreu — Der„Politische Korrespondenz" zufolge erklärte der hiesige portugiesische Gesandte, er werde demissionieren, da er sich nicht in der Lage fühle, der republikanischen Regierung zu dienen. A London, 11. Okt.(Tel.) Der König und die Königin beabsichtigen am nächsten Samstag den König Manuel und seine Mutter in Woodnorton zu besuchen. ) Konstantenopel, 11. Okt.(Tel.)— Meinungsverschiedenheiten sind dem Ikdam zuso'ge im Ministerium ausgebroch Ein Minister erklärte, demisssonieren zu wullen, einige andere wollen sich mit ihm soliderisch erklären. Der Minister des Innern u mit Vermittlungsversuchen beauftragt. 4t Mutden, 1I. Okt.(Tel.) Ein Streitfall.— Der Generalgouverneur lehnte die vom japanischen Generalkonsul in Taofu geforderte Entschädigung der don vor einiger Zeit verhafteten Japaner ab, ebenso die Absetzung des dortigen Prä. fekten. Der Generalgouverneur erblickt in der Verhaftung der Japaner eine Mas nahme seitens des Präfekten und besteh auf die Entfernung der Japaner aus Taofu. Im Lenkballon über den Ozean. 00 New York, 16. Okt. Letzte Nachrichten. Pserdesport. Wellmanns Luftschiff befindet sich in drahtloser Verbindung mit dem Kontinent und hält auf diesem Wege die Welt in Kenntnis von dem Schicksal der wagemutigen Luftschiffer. Das Luftschifs folgte dem Wege der transatlantischen Schiffe mit etwa 25 Knoten Geschwindigkeit. Wind und Wetter sind augenblicklich günstig. In einer Mitteilung sagt Wellmann, daß er, den Motor habe abstellen müssen, doch folgte bald darauf eine weitere Meloung, die besagt:„alles geht gut. Wir haben eine nördliche Richtung eingeschlagen, um auf die Route der Transatlantischen Dampfer zu kommen. Wir müssen 300 bis 800 Meilen von der Küste entfernt sein. Unsere genaue Position kennen wir nicht.“ Das Luftschiff„America“, auf dem der Amerikaner die Fahrt über den Ozean angetreten hat, ist 258 Fuß lang, und der Turchmesser beträgt im umfangreichen Teile 59 Fuß. Die„America“ wird übrigens von einem erfahrenen Seemann, nämlich von Murray Simons, dem früheren leitenden Offizier der„Oceanic“ geführt. In der Gondel befinden sich außer diesem und Wellman noch der Chefingenieur Melvin Vaniman, der Funkentelegraphist Irwin und die Assistenzingenieure Albert Louid und John Aubert. ∆ Berlin, 1.. Okt.(Tel.) Polizeipräsident v. Jagow ist zum Studium des englischen Verkehrswesen nach London abgereist. X Der Große Preis von Karlshorf, das bedeutendste Hindernisrennen im Werte von 40000 Mark, welches alljährlich gegen Schlu der Saison auf der hübschen Bahn des Vereins für Hindernisrennen gelausen wird, ta. am Sonntag bei gutem Wetter und zahlrei# chen Besuch zum Austrag. Durch das Fern bleiben des Ste##pler önigs Calvello hatt#### Rennen zwar an Interesse etwas eingebi allein auch ohne Calvelbe gestaltete sich Prüfung zu einem spannenden Kampf. Wi zu erwarten war, lag das Rennen nur zui schen den Favoriten, von denen nur Turand### nicht mit in den Endkampf eingriff. Siege wurde der alte Forefather des Leutnants um Sydow, welcher unter Rittmeister von Rosen# berg sein bestes Rennen in diesem Jahre le Nicht weit vom Sieger endete Gestüt Gürsenich's Florham unter Leutnant Graf Hold# dem Major von Wuthenau's Electricity II alDritte vor Lt. Wiedesheim=Paul's Bramptn Laß folgte. Tot. 46:10. X Der Preis des Winterfavori ten, die letzte große Zweijährigen Prüfunz welche alljährlich auf der Kölner Bahn zum Austrag gelangt, endete am Sonntag mit dem Siege des Graditzers Malteser, welcher den Weinberg'schen Moenus verhältnismäßig leich schlug. Tritter wurde Herrn Patheiser's King Tot. 17:10. Rudersport. ( An dem mit Fahnen und bunten Wimpeln reich geschmückten Bootshause am Dert## mund=Ems=Kanal fand am Sonntag Nachmittag die Taufe zweier Ruderbost# statt, die für die am Paulinum und SchillerGymnasium best hinden Rudervereine bestimn sind. Zu der Feier waren neben den Profess## ren der beiden Anstalten auch zahlreiche Mit glieder des Arademischen Rudervereins und der Rudervereins Münster erschienen. Die Tauf des für das Schillergymnasium bestimmte# Einers vollzog der Direktor der Anstalt, Pre## Dr. Gaede, der mit dem Zerschellen des Seltglases das Boot auf den Namen„Fram taufte. In seiner kurzen Ansprache gedachte der# Herr Direktor der großen Bedeutung des Rudersportes für die körperliche und geistige Frische unserer deutschen Jugend. Sport und Studium in der richtigen Weise betrieben. würden unserem Volke ein gesundes und wis senschaftlich hochstehendes Geschlecht erhalten. Das für die Pauliner bestimmte Vierer=Ben erhielt den Namen„Königin Luise". In Vertretung des Herrn Direktors Dr. Widmann vollzog Gymnasialoberlehrer Prof. Böke die Taufe, der in seiner Ansprache der hervorrs# genden Eigenschaften von Preußens großer Königin gedachte, auf deren Namen er das Boot getauft. An die Bootstaufe schloß sich eine Ruverregatta, die von den Ruder mannschaften des Paulinums und des Schil lergymnasiums bestritten wurde. Die zurück zulegende Wegesstrecke betrug in dem ersten Rennen, an dem je ein Vierer des Paulinums und des Schillergymnasiums teilnahmen, 1500 Meter. Als Sieger aus dem Kampfe ging mit mehreren Bootslängen die Mannschaft des Schillergymnasiums hervor. In dem folgen den Einer Rennen, bei einer Wegesstreeke von 1000 Metern, siegte ebenfalls das Schiller gymnasium mit mehreren Längen. Das letzte Rennen bei derzelben Wegestrecke, besteitten von je einem 0 ten, mußte zundt keit aufgegeben! richter angeordn wiederum das P lergymnasiums dem Wettrudern, eine Menge Sch Preisvertei Aviati Ein Dop Die beiden Be schen Aeroklub Preis für den Wynmalen 1 Zwischenlandunge Sonnlag Nachmi Etterbeck bei Br det. Wynmalen die Richtung ur landen, um sich nahm eine Zwis vor. Er hielt Höhe von 1200! chen von 500—1 je einem Beglei Strecke, die in beträgt, in 4 St malen in 5 Sti litten sehr unte die Rückreise nach 2 Uhr an, Leg flug am Monte Uhr von St. O. 12,13 Uhr in Ill hat somit für d Brüssel und Minuten 26 Konk aus dem vom 7. O (Das erste Datum das zweite den E ritte den Tag di vierte den 2 Bielefeld, Klei 2. Nov., 29. Okt., Dortmund, Fi b. H., 7. Okt., 1. Velbert(Meine 4. Okt., 19. Okt., Münster, Kauf 15. Nov., 28. Okt. Gelsenkirchen, Schöttler, 7. Okt., Soest, Wirt u. 25. Okt., 4. Nov., Hörter, Hotell 7. Dez., 29. Okt. Caternberg(C m. b. H., 10. Okt. K. Schutzn Ergän des Regulativs 1 betreffend die der Bezir (Sonderbeilag vom vom Jahre 1 vom Jahre 19 Das Regulativ vom hentigen T ergänzt: Im§ 30 tritta Bestimmung hinz d) die Anstellut mit den Vor lativs erfolgt Münster, den 2 Der Regier Vorstehende Ergä mit zur öffentlich Eingesessenen des! kreises gebracht. Münster, den 11. Der des Landkreis Der Oberbü Das rohe und einer mit Tuberkr wesenen Kuh wird 19. ds. Mits., vo ab, zu 45 bezw. 3 städt. Schlachthof Guter schwarzKüchenschrank, Küch kommoden, Tische, r# billig zu haben. Zeines Herrengefahren, Torpedozu verk. Weselen Gelegeuh Mehrere modern zungen werden zu je Preis abgegeben. Kl. Damenrad, Fede Verloren Knopf Wiederdr. erhält Be Garantiert gutget 30 Mk. zu verkaufe Schoner Küchenso Zichener Küchentisch Diepenbrockstr. — Ein Bund ereine ist hier ine Aus p ache die reinstimmung der vereinsmitgliedern eigt hatte. (Tel.) Schweück.— Auf der b.stadt rannre ge. nfeld ein Autoes die steile Straße sich. Die 6 3 irden unter den igens begraben i war sofort tot soll, dessen Frau r schwer ver#### autabschürfungen inverletzt. Tel.) Ineinen der Bergstraße ech Einbruch für len gestohlen. Königstreu spondenz“ zufolge ortugiesische Genieren, da er sich der republikaniien. Tel.) Der Kö. in beabsichtige den König Main Woodnorton kt.(Tel.)— Meiten sind den rium ausgebrochn. iissionieren zu wulsich mit ihm solidater des Innern uu beauftragt. 4l.) Ein Streit jouverneur lehntel Heneralkonsul in idigung der dort eten Japaner ab, es dortigen Präerneur erblickt in saner eine Mas ekten und besteh er Japaner aus richten. von Karlshor ennen im Werte von ihrlich gegen Schlus hen Bahn des Ver gelausen wird, tan Wetter und zahlreiDurch das FernCalvello hatt###### se etwas eingehiln 1gestaltete sichen ienden Kampf. Wie 's Rennen nur zwi denen nur Turand.# ipf eingriff. des Leutnants om tmeister von Rosen n diesem Jahre le ndete Gestüt Gürze utnant Graf Hold ''s Electricity II al. m=Paul's Bramptn Winterfavori veijährigen Prüfung Kölner Bahn zum im Sonntag mit dem alteser, welcher den erhältnismäßig leicht n Patheiser's King! und bunten Wim #tshause am Dort Sonntag NachmitRuderbo#t num und Schillerervereine bestimn teben den Profess uch zahlreiche Mit dervereins und der sienen. Die Tauf nium bestimmten der Anstalt, Prei m Zerschellen des en Namen„Fram“ sprache gedachte der# Bedeutung des erliche und geistise ugend. Sport und Weise betrieben. gesundes und wis beschlecht erhalten. immte Vierer=Beni n Luise". In Vei #rs Dr. Widmann Prof. Böke die rache der hervorrd Preußens gro#### en Namen er das otstaufe schloß sich se von den Ruder as und des Schil #urde. Die zurückug in dem ersten rer des Paulinums s teilnahmen, 1500 1 Kampfe ging mit Mannschaft des In dem folgen r Wegesstreike von alls das Schiller längen. Das letzte gestrecke, besteitten von je einem Einer=Boot der beiden Anstalten, mußte zunächst wegen einer Unregelmäßigkeit aufgegeben werden. Bei der vom Schiedsrichter angeordneten wiede holten Fahrt mußte wiederum das Paulinum zu Gunsten des Schillergymnasiums auf den Sieg verzichten. Nach dem Wettrudern, dem an den Kanalböschungen eine Menge Schaulustiger beiwohnte, sand die Preisverteilung für die Sieger statt. Aviatik. Ein Doppelflug Paris=Brüssel. Die beiden Bewerber um den vom französischen Aeroklub ausgesetzten 100000=Frcs.= Preis für den Ueberlandflug Paris=Brüffel, Wynmalen und Legagneux, sind nach Zwischenlandungen auf französischem Boden am Sonnlag Nachmittag auf dem Exerzierplatz Etterbeck bei Brüsel ohne Zwischenfall gelandet. Wynmalen verlor unweit St. Quentin die Richtung und mußte bei Pont a Celles landen, um sich zurechtzufinden. Legagneux nahm eine Zwischenlandung bei St. Quentin vor. Er hielt sich in einer durchschnittlichen öhe von 1200 Mtr., Wynmalen in einer solchen von 500—1000 Mtr. Beide flogen mit je einem Begleitflieger. Legagneux legte die Strecke, die in der Luftlinie etwa 250 Km. beträgt, in 4 Stunden 58 Min. zurück, Wynmalen in 5 Stunden 21 Min. Beide Flieger litten sehr unter der Kälte. Wynmalen trat die Rückreise nach einstündigem Aufen halt um 2 Uhr an, Legagneux beabsichtigt den Rückflug am Montag. Wynmalen, der um 6,40 Uhr von St. Quentin abgeflogen ist, ist um 12,13 Uhr in Illy=les=Moulineaux gelandet und hat somit für den Flug vyn Paris nach Brüssel uno zurück 27 Stunden 50 Minuten 26 Sekunden gebraucht. Konkurs=Nachrichten aus dem O.=L.=G.=Bezirk Hamm vom 7. Oktober dis 16. Oktober. (Das erste Datum bedeutet den Tag der Eröffnung, das zweite den Endtermin der Anmeldefrist, das ritte den Tag der 1. Gläubigerversammlung, das vierte den Tag des Prüfungstermins.) Bielefeld, Kleinhändler Gustav Elbracht, 5. Okt., 2. Nov., 29. Okt., 12. Nov. 1910. Dortmund, Firma C. Gerritzen u. Co., G. m. b. H., 7. Okt., 1. Nan., 4. Nov., 18. Nov. 1910. Velbert(Meinerzhagen), Kaufmann Richard Nölle, 4. Okt., 19. Okt., 28. Okt., 28. Okt. 1910. Münster, Kaufmann Clemens Kaltenbach, 6. Okt., 15. Nov., 28. Okt., 29. Nov. 1910. Gelsenkirchen, Schuhmachermeister Johann Schöttler, 7. Okt., 7. Nov., 3. Nov., 17. Nov. 1910. Soest, Wirt u. Kaufmann Anton Heese, 8. Okt., 25. Okt., 4. Nov., 4. Nov. 1910. Höxter, Hotelbesitzer Gustav Thomae, 6. Okt., 7. Dez., 29. Okt. 1910, 8. Febr. 1911. Caternberg(Essen), Firma Grewer u. Cie., G. m. b. H., 10. Okt., 18. Nov., 5. Nov., 25. Nov. 1910. Dortmund. Rechtsanwalt u. Notar Carl Ellerbeck, 11. Okt., 2. Nov., 3. Nov., 9. Nov. 1910. Bochum, Möbelhändler Karl Herrmann, Schlußtermin 21. Okt. 1910. Aplerbeck(Hörde), Aplerbecker Dampfmühle, Sträter u. Kempken, Vergleichstermin 28. Okt. 1910. Standesamts=Nachrichten. Standesamt Münster. Geburten: 10. Okt. S. des knechts Heinr. Röwekamp.— S. des Gütervorsteners werm. Hülsmann.— 11. Okt. S.d es Lokomotiv=Heizers Karl Busch.— T. des Tischlers Joh. Greive.— 12. Okt. S. des Schneiders Kusp. Dullo.— 13. Okt. T. des Zimmermanns Theodor Schumacher.— 14. Okt. S. des Geschäftsreisenden Ad. Neumann.— T. des Handlungsgehülfen Georg Frantenstein.— 15. Okt. T. des Kutschers Karl Abraham.— S. des Sattlermeisters Karl Schräder. Aufgebote: 17. Okt. Drogist Pet. Müller und Kath. Gottschalk b. h.— Depotarbeiter Bernh. Küpers v. h. und Agnes Ackermann v. Everswinkel.— Schriftsetzer Franz Dierks von Soest und Elis. Schwarte v. h.— Lagerarbeiter Bernh. Bödeker und Elis. Feldmann b. h.— Proviantamtsarbeiter Joh. Macke und Anna Johannink b. h. Heiraten: 17. Okt. StraßenbahnSchaffner Otto Zeßel und Marg. Mittendorf b. h.— Friseur Gerh. Nagel und Klara Grünenberg b. h.— Kassenbote Heinr. Kauling v. Gelsenkirchen und Kath. Schattenberg v. h.— Kaufmann Bernh. Lübbert und Klara Kloft b. h.— Sergeant Karl Stephan und Klara Terwege b. h. — Lagerarbeiter Aug. Otte und Gertr. Wolff b. h. Sterveralle: 15. Okt. Witwe Theresia Scheller geb. Frese 64 J.— Privatier Heinrich Epkenhaus 67 I.— 16. Okt. S. des Zimmermanns Hubert Schürbesmann 5 Mon.— Rentnerin Johanna Bispinck 43 J.— 17. Okt. S. des Güterbodenarbeiters Mathins Rosemann 5 Mon. — S. des Bahnarbeiters Heinrich Eßelmann 9 Mon. 48.#* A W F 8 F 8 m Restaurant 55 „Zum Nordpol Guter bürgerlicher Mittagstisch und reichhaltige Abendkarte. Kartoffeln, schöne Speiseware wie bekannt à. Centner 3.20 M. ab Keller. srei Hans 3.50 Mk., sowie schöne rote Raubschalen u. Magnumbonum zum Einkellern a Centner 3.50 Mk., siei Haus 3.80 Mk. Bestellungen werden bis zum 20. d. M. entgegengenommen. Spater tenerer. A. 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Vorstehende Ergänzung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis der Eingesessenen des Land= und Stadtkreises gebracht. Münster, den 11. Oktober 1910. Der Landrat des Landkreises Münster. Der Oberbürgermeister. Freibank. Das rohe und sterilisierte Fleisch einer mit Tuberkulose behaftet gewesenen Kuh wird Mittwoch, den 19. ds. Wits., von morgens 9 Uhr ab, zu 45 bezw. 35 Pfg. auf dem städt. Schlachthofe ausgehauen. Guter schwarz=emaill. Herd, Küchenschrank, Küchenschrank. Waschkommoden, Tische, rote P luschdeckensw. billig zu haben. Ferdinandstr. 8. Zeines Herren=Fahrrad, einmal gefahren, Torpedo=Freilauf, sehr billig zu verk. Weselerstraße 350 oben. Gelegenheitskauf! Mehrere moderne Küchen=Einrich= jungen werden zu jedem annehmbaren Preis avgegeben. Grünegasse 8. Kl. Damenrad, Federbandw. z. v. N. E. Verloren Knovt v. Remontoiruhr. Wiederdr. erhält Belohn. Nah. Erpo. Garantiert gutgeb. Nähmaschine für 30 M1, zu verraufen. Ewaldistr. 25. 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Bei einzelt nende Haltun entschieden, daß janze Vorlage d sind dies im Punkte: Der Bes walt in der Vorur Recht haben soll, teres zu vernehme mittlung des Rie rung des Rechts an die Abgeordnet Strafvollstreckung rischen Tagung u rechtskräftigem u bei Beginn der Te Asylrechtes, das Parlamentsgebäu von Papieren in lizei= und Gerich nehmigung des P Parlaments abhä setzung der Beru der Amtsgerichte Instanz mit drei während sie nac ausschließlich aus det werden sollen lage in ihrer Ges züge und beach ein endgültiges6 Zukunft unserer bedauern wäre. Recht der Zeugn teure, die Beteili der Voruntersuch dere. Es ist sch Regierung angesi ben sollte, vielm der zweiten Lesun zwischen der Regi parteien angebah = Eine ben hielt Kardina scher gelegentli lung der Kölner a. aus: „In den letzter eigenen Lage entstanden. Schad Presse aufgegriffer Spaltung der der Man hat sich ni siehung allerh ten, insbesondere die Persondes Man hat versucht, dinäle gegen: len, als ob sie sprach von einer bevorstehe, nach solle sie sogar protestiere m