Ausgabe F Postverlagsort Oelde I. W. B E Z UOWPREIS bei der Post.40 RM. monatlich (einschl. 21 Rpf. Postgebühr), durch den Briefträger ins Haus gebracht auflerdem 42 Rpf. Postzustellgebühr: bei unseren Rotes u Geschüftestellen.98 RM einschl. Botenlohn. Erscheint wöchentlich siebenmal. Wöchentliche Beilage „Die Glockeam Soantag“.- Drahtanschriftt Gloche, Gelde, Postschech k Hannover 76076. im Falle höherer Gewalt oder Betriebsstörung erfolgt keine Nachlieferaag des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelte. Druck u. Verise: F. Holterdorf. Oelde. S UU Aoc Beokumer Zeitung 7 Wiedenbrücker Zeitung 7 Warendorfer Tageblatt! Gütersloher Volkszeitung Segründet 1680 Amtliches Kreisblatt Gegründet 1880 Brndh I. Votg I. Glliades. Amtliches Mitteilungsblatt des Gaues Westfalen-Nord der NSDAP, für die Kreise Beckum, Warendort Fernruf: Oelde 411. Ahlen 203. Beckum 3430, Warendorf 930, Cüterslob 3273, Wiedenbruck 3ne A MZEIGENPREIS 1 mm Höhe, 46 mm breit 10 Rpf., Vereins- und Viehmarktanzeigen Apf. fur jedes Wort. Textasseigen nur In 47 mm Breite mm Höhe 43 Rpf. Bellagen 12 RM fer das Tausend ennschl. Postgebühren. Platswünsche unverbindlich. Für feramündliche Hörfehler übernehmen wir keine Haltung. Nachlässe u. Geschüftsbedingungen It. Preisliste 8(Nachlaßstatfel). In Konkursfallen sowie bei Zwangsvergleich wird der bewilligte Nachlaß binfollig.— Einselnummer 10 Apf., Sonaabendnummer 20 Api und Wiedenbrück Nae 98 Sonntag, den 9. Mai 1943 In heftigen Nahkämpfen Sowjetangriffe am Kubanbrückenkopf abgeschlagen Bizerta nach Zerstörung der militärtschen Anlagen aufgegeben- Straßenkämpfe in Tunis Aus dem Jührexhauplquartier, 8. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannl:.. Wu8241, aan au 8 Der Feind dehnte seine Angriffe gestern auf die weiteren Abschnitte des Kubanbrückenkopses aus. In heftigen Nahkämpfen und durch erfolgreiche Gegenangriffe wurden die Sowjels zurückgeschlagen, dabei Gefangene eingebracht und 30 Panzer zerstört. gn# Am mistleren wonez, südlich Ores und westlich Welikise Luki fanden gestern lebhafte örtliche, für uns erfolgreiche Kämpfe statt. Jäger und Ilakartillerie der Lustwaffe vernichteten## Sowjetflugzeuge bei vier eigenen Verlusten. In Tunesien setzte der Jeind mit erdrückender Uebermacht seinen Großangriff fort. Deutsche und stalienische Truppen leislelen mit ungebroche: nem Kampfgeist erbitterten Widerstano, wiesen Einkreisungsversuche stacker Infanterie= und„Panzerkräfte ab und füglen dem Jeind hohe blutige und Materialverluste zu. Auch die eigenen Verluste sind empfindlich. Nach schweren Kämpfen drang der Jeind in die Städte Bizerta und Tunis ein. Bizer-ta wurde nach Ferstörung der militärischen Anlagen aufgegeben, in Tunis sind Straßenkämpfe im Gange. Jeindliche Vorstöße gegen den südlichen Abschnitt der kunestschen Front wurden abgewiesen. Schwere deutsche Kampfflugzeuge erzielten Mittelmeer bei einem nächtlichen Angriff Bombentreffer auf einem feindlichen Ferstörer. Ein Verband schneller deutscher Kampfflugzeuge führte einen übder englische Dampfer„Mansar“(7242 BRT.), auf der Fahrt von Indien nach Durban das amerikanische Motorschiff„John Drahton“(6800 BRT.) und der englische Tanker„Dorissa“(8078 BRT.). Die letztgenannten vier Dampfer wurden von Kapitänleutnant Gazzana mitten im Indischen Ozean versenkt. Gazzana wurde wegen Verdienst vor dem Feind zum Korvettenkapitän befördert. Tokio. Der Britische Hongkongdollar, die Währung dieser ehemals britischen Kronkolonie, wird demnächst durch eine neue sapanische Währung ersehzl. Melilla. Da in Nordafrika der Diebstahl von Heeresgut überhand genommen hat, sind durch ein von General Giraud erlassenes Gesetz die Strafen dafür bedeutend verschärft worden. vor dem Feind zum Korvettenkapi Abersehversachuber denkudunudgesataten Zahlreiche besetzte Landungsboote im Lagunengebiet des Asowschen Meeres versenkt en überraschenden Tagestiefonor“, Geggg Great Yarmoulh an der englischen rsachte durch Bombentresser und verursachte durch vombentreffer Zerstörug: gen und Brände. In der vergangenen Nach bombardierten deutsche Kampfflugzeuge kriegswichtige Ziele an der englischen Süd- und WestWie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist die am 5. Mai 1943 gemeldete Geleitzugschlacht abgeschlossen. In hartnäckiger Verfolgung des versprengten Geleitzugs haben unsere Unlerseeboote bei schlechtem Wetter und Nebel unter schweren Kämpfen wellere 13 Schiffe mit 74000 BRT. und eine Korvelte versenkl. Zwei weilere Schiffe wurden torpediert. Auf einer Jahrk 60 000 BRT. versenkt Erfolgreicher Italienischer-Boot-Kommandank Das unter dem Befehl von Kapitänleutnant Gazzana stehende italienische=Boot versenkte im Verlauf seines letzten Einsatzes insgesamt 60000 BRT. feindlichen Schiffsraums. Nach der Versenkung des großen egglischen leherleedampfers„Empreß of Canaba(21517 BNT.) versenkte das=Boot den englischen Dampfer „Lulworph Hill“(7628 BRT.). Weiter wurden versenkt der mit Munition beladene und auf der Fahrt von England nach Durban befindliche früher holländische Dampfer„Combilan“(6566 BRT.), Nach dem Scheitern aller Aufklärungsvorstöße gegen den Nordabschnitt des Kubanbrückenkopfes unternahm der Feind in der Nacht zum 6. einen größeren Uebersetzversuch über den Kuban Im Feuerschutz neu herangeführter Batterien stießen die Bolschewisten mit 18 Kähnen vom Ufer ab, während sie gleichzeitig an mehreren Stellen die Vorbereitungen zum Bau von Stegen und Brücken trafen Das Unternehmen wurde troßz der Dunkelheit rechtzeitig erkannt und mißlang vollkommen. Die Masse der feindlichen Truppen wurde vom Feuer unserer schweren Wuffen und Maschinengewehre schon auf dem Wasser zusammengeschossen. Schwächere feindliche Gruppen. denen es im Laufe der Nacht gelang, das diesseitige Ufer zu erreichen, wurden im Morgen: grauen von unsern Grenadieren im Nahkampf vernichtet. Im Lagunengebiet an der Küste des Asowschen Meeres beobachteten unsere Aufklärer, die zunehmende Ansammlung von Landungsbooten. In sofortigen Angriffen deutscher Kampf= und Sturzkampfflieger wurden bisher über 100 kleinere Kühne zerstört und zahlreiche mit Truppen besetzte Boote versenkt. Die auf den Inseln und Landbrücken festgestellten feindlichen Gruppen wurden durch Bomben und Bordwaffen zersprengt. Mehrere gewaltsame Erkundungsvorstöße der Bolschewisten in Stärke bis zu zwei Kompanien wehrten die Besatzungen unserer im Lagunengebiet angelegten Stützpunkte ebenfalls unter schweren Verlusten für den Feind ab. Durch das Feuer unserer Scharfschützen hatten die Sowjete besonders schwere Verluste in den Reihen ihrer Unterführer. „Da uderirost in uns! Das deutsche Volk nimmt Abschied vom Stabschef der Die letzte Fahrt deo Stabschefe der SA. von Berlin nach seiner westdeutschen Heimat Be: vergern wurde zu einem großen Treuebekenntnis für den Mann, der so Entscheidendes für den Nationalsozialismus und die deutsche Wehrerziehung geleistet hat. Es lag ganz im Sinne des Stabschefs, bevor er zur ewigen Ruhe in seine heimattiche Erde gebettet wird, nochmals mitten unter seinen SA.=Männern zu wellen. Die feierliche Trauerparade führte von der Reichskanzlei zum Großen Stern wo ein Ehrengeleit der Standarte Feldherrnhalle den Sarg mit den sterblichen Ueberresten Viktor Lutzes übernahm. Weithin sichtbar wehte die Standarte des Stabschefs über dem Sarg. Der Kranz des Führers schmückte ihn, und auf einer großen Hakenkreuzflagte lagen die Mütze und der Dolch des Toten. Zum letzten Male grüßte ihn die Berliner Dann führte die Fahrt hinaus ins weite deutsche Land. Ueberall umsäumten die Menschen den Beg des Ehrengeleits und bezeugten durch ihre einnahme die Vereyrung und Liebe zu einem kanne, den ein tragisches Geschia mitten aus nischen Flugzeugen bombardiert und Von amtlicher ikalienischer Seite wird eine 311; stellung feindlicher Angriffe auf italienische Lazarettschiffe herausgegeben, aus der, wie betont wied, deutlich hervorgeht, daßz diese Angrifte, nicht irrtümlich, sondern bewußt unternommen und Hand in Hand mit der von den USA.-Streitkräften eingeführten Jorm der Kriegführung gehen. Aus den letzten Wochen werden folgende Angriffe auf italienische Lazarettschiffe gemeldet: In den ersten Nachmittagsstunden des 26. April wurde das Lazarettschiff„Aquilen“, das von Bari nach Messina fuhr, von USA.=Flugzeugen bombardiert. Die Sichtverhältnisse waren so, daß das Lazarettschiff als solches klar erkannt werden mußte. Am 28. April gegen 18 Uhr bombardierten 28 USA.=Bomver das Lazarettschiff„Toocana“ in der Nähe von Kap=Bon, nachdem die Bomber das Schiff lange Zeit überflogen hatten. Am 29. April wurde dasselbe Lazarettschiff, das mit Verwundeten und Kranken an Bord aus Tunis kam, erneut von einem zahlenmäßig starken Verband von USA.= Flugzeugen mit Bomben und MG.=Feuer angegriffen, die das Schiff trafen und Verletzte, an Bord verursachten. Während des Angriffs gab das Schiff durch Funk seine Eigenschaft ale Lazarettschiff zu erkennen. Diese Funkübertragung von der Funkstation Malta aufgenommen, wurde den amerikanischen dieser Meldung setzten die USA.=Flieger ihre griffe fort. Am Morgen des 4. Mai wurde auf der Reede von La Goulette(Tunesien) das Lazarettschiff„Virgillio“ bei der Ausschiffung von Verwundeten trotz klarer Sicht angegriffen. Am 5. Mai vn 1 15 Uhr wurde das Lazarettschif „Principessa Glov una“, das mi###en und Verwundeten an Vord von Tunis##ch Sigil'en fuhr von ameritanumen zuungrprn zummcoert 10 mit MG.=Feuer belegt. Es gab Tote und Verwundete an Bord. Das Schiff selbst wurde beschädigt, und es entwickelte sich ein schwer einzuWie diese Alngrise zeigerg, kümmern sich die USA.-Flieger nicht im geringsten um die von der Wasßingloner Reglerung selerlich unterschziebegen internationalen Abkommen und schlagen, darüber hinaus, wie von amtlicher Seite abschließend bemerkt wird, jedem Grundsatz der Menschlichkeit ins Gesicht. Weg Teinahme die Manne, den ein tragisches. Geschick mitten aus seiner Schaffenskraft gerissen hat, doch der in seinem Werk weiterleben und wirken wird. Neben dem Arbetter stand der Bauer und der Soldat. Zu thnen gesellten sich die Jugend und viele deutsche Frauen. An den Straßen und Plätzen der Städte und Dörfer aber leuchteten die Fahnen der SA. Sie sind nicht gesenkt, sondern flattern stolz im Frühlingswind. der jugendlich über die Lande gekommen ist, und nach dem ewigen Gesetz des Stirb und Werde. dessen tiefen Sinn der Stabschef oft seinen Männern in seinen Reden und Ansprachen zu verstehen gab, das Leben in seiner Allgewalt vergegenwärtigt. Einen Augenblick verhielt das Geleit. Dann trat jeweils der Führer der angetretenen Einheit an den Sarg und meldete:„Stabechef, ich melde den SA.= Sturm angetreten Deinem Besehl gehorsam werden wir weitermarschieren als die Idealisten des Führers. Du aber lebst in uns!“ Obergruppenführer Kob, der Führer der SA.=Gruppe Elbe, machte sich zum Sprecher aller, die auf dem Domplatz in Magdeburg angetreten waren, indem er vor dem Sarg des Stabschefs gelobte:„Wie wollen Wahrer und Vollender deines Vermächtnissee sein, es intreuen Händen halten für den Führer und sein Werk, für ein ewiges nationalsozialistisches Großdeatschland!“ Als der Abend hereinsank, machte das Ehrengeleit in Helmstedt halt. Im Hofe des wurde der Stadochef aufgebahrt. Viele weilten in Ergeiffenheit und Ehrfurcht vor dem Toten, der in treuer Obhut seiner SA.=Männer ruhte, bis am Morgen die Fahrt weiterging. Die Ereignisse in Tallesten Die Ereignisse in Tunesien lassen sich nur im Rahmen der militärischen Gesamtlage verstehen. Der Duce hat am Mittwoch erklärt, Italien würde nach Afrika zurückkehren. Diese Rückkehr wird nicht durch die Verteidigung dieses oder jenes Stückes Bodens auf dem Schwarzen Erdteil entschieden, sondern durch den kämpferischen Geist, der die militärische Gesamtlage beherrscht. Als im November vorigen Jahres die Yankees und Briten in Algier und Marokko landeten. schrieen sie Triumph, denn mit dieser Landung deuchte ihnen die Beherrschung der ganzen nordafrikanischen Küste nur eine Frage von Tagen zu sein. Der deutsche Gegenschlag aber erfolgte sofort und hart. Wir besetzten die Südküste Frankreichs. Wir warfen Truppen nach Tunis und Biserta, schufen damit einen Brückenkopf, der zwar in seinen Nachschublinien gefährdet war, immerhin aber so lange hielt, bis die Klärung auf andern Fronten erreicht worden war Als wir den Sprung nach Tunis und Biserta unternahmen, war die Gesamtlage für uns, das können wir offen gestehen, kritisch, und sie wurde in den nächsten Monaten noch kritischer. denn die Horden der östlichen Steppe brachen gegen unsere Ostfront los. Sie versuchten in einer groß angelegten Offensine, die deutsche Ostfront von Süden und Norden her zu überflügeln und gewissermaßen die deutsche Mitte zusammenzupressen. Die Krisen, die wir dort zu überwinden hatten, sind dem deutschen Volk vertraut genug, als daß wir sie hier einzeln anzugeben brauchten. Es genüge festzustellen, daß in den entscheidenden Wochen von Mitte Februar bis Ende März vor allem im Süden der Ostfront die deutschen Heeresverbände eine fast übermenschliche Aufgabe zu lösen hatten Mitte Februar wurde Chakkow geräumt, einige Tage später waren die Sowjets südlich von Poltawa weiter vorgedrungen. Aber gerade in diesen Tagen kam die Wendung, die bis zum 18. März nicht nur alles wiederholte, was wir um Charkow verloren hatten, sondern der bolschewistischen Offenstve ein Ziel setzte. An und für sich wäre es nun richtig gewesen, wenn gleichzeitig mit der Bedrohung der deutschen Front im Osten die Gegner auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz zum Angriff geschritten„wären. Aber der eigentliche Angriff gegen die Marethlinie begann erst am 21. März, als die Entscheidung im Winterfeldzug im Osten längst zuungunsten der Bolschewisten umgeschlagen war. Zwar gelang es der Uebermacht an Material und Menschen hie und da in Tunesien vorzudringen und den Raum, auf dem die Achsenmächte sich verteidigten, zu verknappen, aber der so inbrünftig ersehnte schnelle Erfolg war ausgeblieben, die von den Strategen der Feinde geplante gleichzeitige Bekämpfung der Achsenmächte im Osten und in Nordafrika hatte sich nicht verwirklichen lassen. Monatelang zogen sich die Kämpfe hin, die Briten und Bankees und ihre Hilfsvölker erlitten ungeheure Verluste, aber mit jedem Monat wurde die strategische Gesamtlage klarer, wurden die Kräfte der Achsenmächte immer reifer für den totalen Krieg und damit entschwand für die Gegner endgültig das ersehnte Ziel der Ueberraschung. Wir hatten Zeit, und vorzubereiten und alle Kräfte zu Die Invasion ist kein Spaziergang Englischer Milltärkritiker warnk vor Unterschätzung des Aklantikwalls Mit der„Festung Europa“, worunter der bekannte englische, Mitihr= natterntische Za., Ellantikt. starke Küstenbefestigung, nachentuch den wall, versteht, beschäftigt er sich in einem von der Londoner Wochenzeitschrift„Illustrated u verösentlichten Arttes., Wegaugunige: News= verorsennuchen Artikel. Viel unsinzigez Zeug, so führt er u a. aus, sei im Laufe dieses Krieges über die Wertlosigkeit von Befestigungsanlagen gesprochen und geschrieben worden. Er wolle hier nur vor Unterschätzungen warnen. Die sb äaes che unr S. cice daß es sich dier nicht um gewöhnliche befestigte Stelrgen„sageng, vl.edern,,. bas I verteidigungsanagen, die nichts anderes als das offene Meer zum Vorfeld hätten. Ueber dieses Vorfeld müßte der Angriff erfolgen, wenn man eine Invasion plane. Was das heiße, könne sich ein jeder denken. So schnell lasse sich Europa nicht erobern. Außerdem gebe es in der„Festung Europa“ nicht nur befestigte Stellungen längs der Küste, sondern auch noch innerhald der Festung starke natürliche und künstliche Festungsringe. Für ihn, Cyrill Falls, stehe die Tatsache fest, daß eine Invasion immer eine für die Engländer und Amerikaner ungeheure gewaltige Aufgabe sei Schließlich kämpften die Deutschen auch nicht nur hinter ihren Festungsmauern, sondern noch mit sehr viel Erfolg auf hoher See. Hier bedrohten nach wie vor die=Boote die allierte Handelsschiffahrt und— im Falle einer Invasion— destimmt auch den gesamten Nachschud ihrer Feinde. mobilisieren. Nicht nur am Atlantikwall! Der General Zeit, den die Gegner so lange für sich in Anspruch nahmen, hatte ihre Fahnen verlassen. Die Nachschublinien nach Afrika wurden immer schwieriger, die an Menschen und Material unterlegenen Verbände der Achsenmächte aber haben sich gewehrt bis zum äußersten, und wenn jetzt der Vorposten Afrika aufgegeben werden sollte, dann hat der Gegner nichts erreicht, als daß zeitweilig ein Stück Land in seinen Besitz geraten ist, während ganz Europa in Waffen starrt und wir, im Vorteil des Kampfes auf der inneren Linie, den Zeitpunkt wählen können, um die Gegner, die uns auf der Peripherie anzugreifen drohen, dort zu schlagen, wo sie es am wenigsten erwarten. Zeit und Stunde aber dieses Kampfes bestimmt die Führung der Achsenmächte. Mit allen Mitteln gegen Esendahndiebe Drei Todesurkeile und schwere Juchthausstrafen gegen Rangierarbeiter Vor dem Sondergericht Magdeburg hatten sich acht Rangierarbeiter zu verantworten, die im Laufe des Jahres 1942 teils allein, teils gemein: schaftlich, umfangreiche Diebstähle uus Eisehbahngüterwagen ausführten... Sciugel Das Sondergericht verurteilte den 30jährigen Willi Henke, den 31jährigen Walter Abicht, beide aus Wolnirstedt und den 34jährigen Rudolf Bertram aus Vahlsdorf zum Tode, zwei weitere Angeklagte, Auguste Koch aus Meitzendorf und Georg Wallmann aus Loitsche wurden zu je 15 JahrenZuchthaus, die drei übrigen Angeklagten zu hausstrafen von vier bis acht Jahren verurteilt. In der Urtellsbegründung betonte das Gericht, daß die Sicherheit des Verkehrs und das Vertrauen der Bevölkerung zur Reichsbahn als dem größten Verkehrsunternehmen es erfordere, daß gegen Eisenbahndieve mit allen Mitteln vorgegangen werde. Das Urteil gegen Henke, Abicht und Bertram ist bereits vollstreckt. W 1 E Zwischen Hauerschichten und Alarmnächken— Bei den Bergmännern an der Ruhr Viktor Lutzes letzte Fahrt durch die Straßen der Reichshauptstadt Nach der Feier in der Reichskanzlei bewegte sich der Trauerzug durch die Straßen der Reichshauptstadt, die von einer nach vielen Tausenden zählenden Menschenmenge umsäumt waren. Scherl-Bilderdienst=Autoflex planen Raubzug gegen Martinique Einer amerikanischen Agenturmeldung zufolge erklären wohlunterrichtete, der USA.=Marineleitung nahestehende Kreise, daß sich in der Angelegenheit Martinique eine„plötzliche Wendung“ vollzogen habe. Eine Intervention der nordamerikanischen Marine sei jetzt so gut wie unvermeidlich. Aus der Hauptstadt von Martinique, Port de France, würden Unruhen unter der Bevölkerung gemeldet. Die innere Lage auf der Insel sei sehr gespannt und kritisch; man müsse damit rechnen, daß die amerikanische Marine zur Sicherung von Ruhe und Ordnung„herbeigerufen" werde. Die Meldung der amerikanischen Agentur trägt deutlich den Stempel der Raubabsichten der Vereinigten Staaten auf die französische Kolonie Martinique, die sich unter dem vichytreuen Gouverneur Admiral Robert den USA.=Plänen, die Insel für ihre militärisch=strategischen Pläne zu besetzen, widersetzt. Zunächst hatten die USA. gehofft, durch die Sperrung der Lebensmittelzufuhr ihre dunklen Absichten auf Martinique verwirklichen zu können. Nunmehr ist klar ersichtlich, daß man jetzt unter dem Deckmantel, auf der Insel für Sicherheit und Ordnung sorgen zu müssen, sich mit Gewalt Martiniques bemächtigen will. Vor einem Jahr wurde Corregidor im Sturm genommen Eine Erklärung des japanischen Oberbefehlshabers auf den Philippinen Zum Jahrestag des Falles von Corregidor hat der Oberbefehlshaber der sapanischen Streitkräfte auf den Philippinen, Tanaka, am Freitag folgende Erklärung abgegeben:„Gerade vor einem Jahr ist Corregidor, der letzte nordamerikanische Stützpunkt auf den Philippinen, von den todesmutigen Japanern im Sturm genommen worden. Mit dieser Tat trat die neue Ordnung in Ostasien in eine neue Phase ein. Es freut mich sehr, daß die Aufbauarbeit auf den Philippinen dank der Mitarbeit der eingeborenen Bevölkerung in diesem einen Jahr so auffällig günstige Fortschritte gemacht hat.“ Tokio. Ministerpräsident und Kriegsminister Tojo ist am 5. Mai zu einer Inspektion der Militärverwaltung, der Militärlage und zu Besprechungen mit dem Chef der Zivilverwaltung auf den Philippinen, Bargas, in Manila eingetroffen. 50 Aus dem Ruhrgebiet, 6. Mai.(Von unserem Sonderberichterstatter.) Es ist erwiesen, daß unseren Bergmännern entscheidendes Verdienst an der Durchführung des deutschen Kriegswirtschaftsprogramms zukommt, denn die gigantische Produktionssteigerung unserer Rüstungstndustrie wäre ohne eine genügenor nochlenförderung nicht möglich gewesen. Im Anschluß einiger Betriebsappelle hatten wir Gelegenheit, uns mit Arbeitskameraden aus dem „Pütt“.— Hauern, Lehrhauern und technischen Grubenbeamten— zu unterhalten. Ein Steiger sagte:„Klar, die tägliche harte Arbeitsanspannung und die vielen Alarmnächte spürt man schon. Aber wir sind ja keine Tangojünglinge und vertragen schon was.“ Und er erzählte voller Stolz von den Männern seines Reviers, die geschlossen ihre Sonntagsschichten verfahren und Ueberarbeit mit selbstverständlicher Bereitwilligkeit leisten. „Solange wir noch unsern Priem haben, fallen auch Kohlen", lachte uns ein Kohlenhauer an, der sich gerade ein Stück Kautavak abbiß. Als wir antworteten, daß die Kohlen sicher auch kommen würden, selbst wenn Mars den Priemtabak konfiszierte, nickte er nur:„Klar! Unsere Jungen an der Front haben manchmal nur ein Stück trockenen Karo, da werden wir doch hier nicht wegen so ner Kleinigkeit kneisen." Pflichterfüllung bis zum Aeußersten Ein junger, drahtiger Hauer, der, wie er erzählt, seit kurzem neben der schweren Arbeit unter Tage noch die Bergschute besucht, meinte resigniert, er habe sich nachdrücklich bemüht, den Bergmannskittel mit dem Soldatenrock zu vertauschen, aber es sei nichts zu machen. Unser Hinweis, die Arbeit im Berg sei genau so wichtig wie der Kampf des Soldaten, vermochte ihn nicht so recht zu überzeugen Es sei eben nur„Heimarbeit". Die wolle er dann aber auch auf jeden Fall voll und ganz erfüllen.„Früher“, fuhr er offenherzig fort,„habe ich ab und zu einmal blau gemacht. Das hat im Kriege aber aufgehört. Es wäre ja eine Biesterei, wenn unsereiner sich auf Kosten seiner Kameraden in dieser Zeit noch einen schönen Lenz machen wollte, nicht wahr?“ Einige ältere Hauer und Zimmerhauer schilderten uns den Angriff der Tommies auf ihre Bergmannssiedlung. Viel passiert sei nicht weil der Tommy nur die„Rollbahn“ getrofsen habe. Immerhin waren einige Zimmerdecken heruntergekommen, Fenster und Türen eingedrückt worden. Da hätten sich die Knappen mit einigen kernigen Füchen noch nachts an die Arbeit gemacht, den Schutt hinausgeschafft und die Behausungen wieder in wohnlichen Zustand gebracht. Als sie damit fertig waren, nahmen sie ihre Kaffeeflaschen und Stullenpäckchen und gingen zur Zeche. An dem Sonntag war Pflichtschicht zu verfahren. Und keiner dieser Bergmänner fehlte. Auf einer andern Schachtanlage sprachen wir mit dem Leiter und mit Männern des Rettungstruprguung# Grubenwehren haben aktive und für das Rettungswesen besonders ausgebildete Knappen als Mitglieder. Die Bergmänner erzählten uns, daß sie bereits mehrmals nach englischen Bombenangriffen zur Unterstützung des Sicherheitsdienstes eingesetzt worden seien. Brände wurden noch im Entstehen gelöscht, wertvoller Hausrat aus schwergetroffenen Wohnungen geborgen und zahlreiche Volksgenossen aus eingestürzten Häusern, wo sie verschüttet waren, befreit. Nerven, stabil wie Förderseile „Wir sind stets pünktlich zur Stelle, oftmals noch, ehe wir überhaupt angefordert werden. Das Zupacken sind wir alle gewohnt. Und gerade in solchen Fällen heißt die Parole: Wer schnell hilft, hülft doppelt. Wenn Churchill meint, durch den Nervenkrieg hier iin Kohlenpott etwas erben zu können, so muß er wissen, daß Bergmänner keine Nerven haben. Wenn aber einer sie hat, dann sind sie bestimmt so stabil wie ein Förderseil, und das hält bekanntlich schon eine Wucht aus. Diesen Geist können auch die schwersten englischen Fliegerbomben nicht zerschlagen. Die Front vor der Kohle steht. Der Ruhrbergmann ist nicht nur gewillt, seinen Beitrag für den Endsieg weiter zu leisten, sondern bestrebt, ihn noch nach Kräften zu steigern. Aus aller Well wuh. Berlin, 8. Mai. Leber= und Gallenleiden lindert Ackerraute— Ein heimisches Heilmittelgewächs. Ueberall auf Aeckern wächst der von Mai bis September rosa bis dunkelrot in aufrechten Trauben blühende, mit graugrünen doppelt und dreifach gefiederten Blättern und hohlen, saftigen, stark verzweigten Stengeln versehene, bis 40 cm hohe Erdrauch oder Ackerraute(Fumaria officinalis). Das blühende Kraut wird von Mai bis August gesammelt. Von einem Aufguß werden 10 Gramm auf eine Tasse gegeben und davon höchstens eine Tasse täglich schluckweise genommen bei Gallensteinen, Gallenblasenentzündung, Leberleiden, Hämorrhoiden, Wasseransammlungen, Verstopfung, bei Spulwürmern und äußerlich bei Hautausschlägen und Gesichtsfinnen. — Nizza, 8. Mai. Das Ende einer Spielhölle. Nach französischen Zeitungsmeldungen wird Nizzas berühmtes Kasino, das auf Pfählen ins Meer gebaut ist, abgerissen. Der Spielsaal war bereits seit Monaten geschlossen. Man hat festgestellt, daß in der Spielhölle etwa 80000 Franzosen, 75000 Engländer, 40000 Deutsche, 57000 Amerikaner, 30000 Russen, Schweden, Dänen, Norweger, 60000 Südamerikaner, 50000 Raliener 32.000 Spanier, 10 000 Portugiesen und 50000 Menschen aus Japan und China das Glück gesucht haben Viele von ihnen haben es gefunden, viele aber verspielten in verhängnisvollen Nächten wirtschaftliche Existenz, Reichtum, oft auch das Leben, stürzten sich und ihre Familie ins Unglück, brachten sich an den Bettelstav. Ungefähr 18.000 der Kasinobesucher nahmen sich das Leben, 3000 davon suchten den Tod im Meer. So berichtet eine private Statistik, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. In den 50 Jahren warden in den Spielsälen 479 Hochstapler und sonstige Verbrecher verhaftet, fast immer ohne Aufsehen, nur einmal widersetzte sich ein falscher Herzog der Festnahme und schoß auf die Kriminalbeamten. — Katania, 8. Mai. Ein Blitz auf komplizierten Wegen. Ein heftiges Unwetter ging kürzlich über Mineo nieder. Dabei schlug der Blitz in das Haus der Familie Campisi. Er fuhr durchs Fenster, riß einige Ziegel mit, entzündete die Wicklung des elektrischen Kabels, zertrümmerte eine Hängelampe und ließ den elektrischen Zähler explodieren. Dann kehrte er um und fuhr zum Nebenfenster hinaus. Durchs Dach schlug er dann in die benachbarte Sebastianskirche hinein. Dort zerstörte er den Hauptaltar, dessen Stufen er hinabkollern ließ, fuhr dann um die Bildsäule des hl. Sebastian herum, setzte auch hier die elektrische Anlage in Brand und fuhr durch die Sakristei hinaus, wobei er die Röhren der Wasserleitung platzen ließ die außen an der Kirchhofsmauer entlang gehen. Die Mitglieder der Familie Camvisi, die im Augenblick des Blitzeinschlags im Hause waren, blieben wie durch ein Wunder unverletzt. zb. Buenos Aires, 8. Mai. Der Schimpanse als Lebensretter. In der Umgebung von Santa Fé(Argentinien) war in einer aus Holz gebauten Fabriksiedlung ein Großfeuer ausgebrochen, dem die Einwohner zunächst machtlos gegenüberstanden. In wilder Panik rannten die Leute aus den brennenden Häusern und konnten nur mit knapper Not ihr nacktes Leben retten. In der allgemeinen Aufregung hatte niemand daran gedacht, die zwei kleinen Kinder eines gerade abwelenden Landmannes in Sicherheit zu bringen. Als die Feuerwehr eingriff, brannte das betreffende Haus bereits lichterloh, und man mußte die Kinder als verloren betrachten. Da kletterte ein Schimpanse Herzlicher Empfang Konrad Grebes in der Heimat nig) Der ganze Gau Westfalen=Nord, insbesondere aber die Bergmänner unseres Gaues sind stolz darauf, daß einer der Ihrigen, der Maschinenfahrsteiger Konrad Grebe, am 1. Mai zum„Pionier der Arbeit“ ernannt wurde. Die Heimatgemeinde bereitete dem„Pionier der Arbeit" bei seiner Rückkehr aus Berlin einen feierlichen Empfang. Eine große Menschenmenge war zum Bahnhof geeilt, um Konrad Grebe den Gruß der Heimat zu entbieten. Der Bahnhof war mit Fahnen und Maiengrün festlich geschmückt. Auf dem Bahnhofsvorplatz waren die Politischen Leiter, SA. und die anderen Formationen und Gliederungen der Partei, die Hitler=Jugend, Vereine und die Berufskameraden angetreten, um ihm den Willkommengruß zu entbieten. Zahlreiche Blumensträuße wurden ihm überreicht. BDM. und Jungmädel bildeten Spalier, während die Rufe „Heil dem Pionier der Arbeit“ aufklangen. Auf dem Bahnhofsvorplatz hieß der Kreisleiter den Pg. Grebe herzlich willkommen und betonte, daß die hohe Auszeichnung bei allen schaffenden deutschen Menschen ungeheure Freude ausgelöst habe. Besonders groß sei die Freude im engsten Kreise der Arbeitskameraden. Sie wüßten, mit welchem Fleiß und welcher Zähigkeit ihr Arbeitskamerad seit Jahren an der Konstruierung seiner Erfindung gearbeitet habe. Kameradschaftlich standen ihm seine engeren Mitarbeiter zur Verfügung und scheuten keine Stunde Freizeit, um ihm bei der Anfertigung der Modelle und der Maschine zu helfen. Der Kreisleiter wies auf die große wirtschaftliche und soziale Bedeutung der Erfindung hin, die nicht nur eine erhebliche Steigerung in der Kohlenförderung bringen werde, sondern auch die Arbeitskraft des Bergmannes schone. Die Leistungen des Pg. Grebe dürften für viele ein Ansporn sein. Seine Tat sei bahnbrechend geworden. Er sei für den schaffenden deutschen Menschen ein Vorbild. Er überbrachte ihm die Grüße des Gauleiters und stellv. Gauleiters und wünschte ihm weitere Gesundheit und vollen Erfolg für sein zukünftiges Schaffen. Der Amtsbürgermeister beglückwünschte den „Pionier der Arbeit" und überreichte ihm ein Oelgemälde des rheinischen Malers und Corneliuspreisträgers Karl Barth. Nachdem der Betriebsführer und der Betriebsobmann der DAF. Konrad Grebe beglückwünscht hatten, schritt er unter dem Jubel der Versammelten die Front der angetretenen Formationen ab. Die Begrüßungsfeier schloß mit dem Gruß an den Führer, der bei der Menge brausenden Widerhall fand. Im Rahmen einer Betriebsfeier, an der die engsten Mitarbeiter teilnahmen, hieß der Betriebsführer den Erfinder des Preußenhobels, den neunten Pionier der Arbeit, herzlich willkommen und sprach ihm Dank und Anerkennung aus. Der Fachabteilungsleiter Bergbau der DAF. überbrachte die Gluckwünsche des Gauobmanns und der gesamten nordwestfälischen Bergarbeiterschaft. Der jüngste Pionier der Arbeit schilderte dann in anschaulicher Weise, wie er mit Unterstützung seiner Arbeitskameraden seine Pläne verwirklichen konnte. Die Küsder von. Hlollingerlot Roman von Marte Schmidtsberg Urheber-Rechtaschutz Drei Quellen-Verlag. Konsgsbruck (Bezirk Dresden 31. Fortsetzung(Nachdruck verboten) „Mich müßt ihr man losschicken zum Postholen, ich bringe wenigstens ordentlich was mit. Hier vier Briese.“„ Hastig griff Lotte danach und say sie ourch. Sie enthielten nur gute Nachrichten. Heinz freute sich besonders, in einem von Gerds Briefen ein an ihn persönlich gerichtetes Schreiben zu finden. Ueber eine Stelle in Herberts Brief aber konnte er nur den Kopf schütteln.„. 9gs „Ich glaube, der Herbert hat mehr Angst um Lisa als um sein Leben“, meinte er.„In jedem Brief schreibt er— hier auch wieder—: Liebe Mutter, kümmerst Du Dich wohl ein wenig um Lisa, daß sie nicht zu schwer arbeitet und ja auf ihre Gesundheit achtet?!“ Lisa ist doch groß genug, die paßt schon auf sich selber auf, und dann ist doch auch Tante Katrine da.“ Hanne lächelte. Aber die Stunde war nicht günstig, um Heinz zu erklären, warum Herbert sich so um seine junge Frau sorgte, denn vor ihr saß Lotte mit hängenden Schultern, und in ihrem traurigen Gesicht spiegelte sich deutlich die große Enttäuschung darüber, daß wieder kein Brief für sie gekommen war. So schickte sie Heinz denn jetzt mit einem Auftrag hinaus. Als die Tür sich hinter ihm geschlossen hatte, hob Lotte die hoffnungslosen Augen zur Mutter „Wieder nichts für mich. Verstehst du das, Mutter?" 4 5149 Nein, Hanne verstand es auch nicht, aber sie suchte in ihrem Gerechtigkeitssinn doch nach Gründen.i, M Dmts „Es kann Hochmut sein, wie du vermutest“, sagte sie„Es kann aber auch etwas anderes sein.“ „Was meinst dur“..„ 4. Hanne faßte fest ihre Hand. Es hals ja alles nichts, Lotte mußte sich damit abfinden, daß Reinhard Lohse für immer aus ihrem Leben fortwar. Es würde kein Brief mehr kommen, weder von ihm noch von seinen Eltern, davon war sie jetzt überzeugt. Sie konnte nur noch eins tun: das Andenken an den Verlorenen reinwaschen von aller Bitterkeit. Und das wollte sie jetzt tun. Sie sagte: „Nehmen wir einmal an, daß es so ist, wie wir fürchten, daß Reinhard nicht mehr ist. Dann werden seine Eltern in ihrem Schmerz nicht an ein fremdes Mädchen schreiben, von dem sie wahrscheinlich nicht einmal wissen, was es ihrem Jungen bedeutete. Weil ihnen eben alles gleichgültig ist, weil alles vor ihrem eigenen Leid verblaßt, darum—“ „Und wenn sie mir nur eine gedruckte Todesanzeige geschickt hätten", unterbrach Lotte sie in leidenschaftlichem Aufbegehren.„Das wäre doch wohl nicht zuviel verlangt, und ich hätte dann doch Gewißheit. 8.### 55 „Du darfst in diesem Fau nicht mit ihnen rechten“, bat Hanne sanft„Sie wollen vielleicht nicht wieder in kaum vernarbten Wunden wühlen. es geht wohl über ihre Kraft. Kind, Lotte, ich bitte dich, suche dich mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß du ein schweres Opfer hast bringen müssen. Gräme dich nicht mehr so sehr. Hoffen wir, daß das Schicksal es dabei bewenden läßt, daß Gerd gesund wiederkehrt und Lisas Mann.“ Lotte nickte und suchte sich zu fassen und die rinnenden Tränen zu stillen. Hanne ging leise hinaus und ließ sie in der Küche allein. Es war wohl am besten so. Da saß sie nun, die Arme auf die Tischplatte gelegt und den Kopf darauf, mit zuckenden Schultern, und ließ ihren Schmerz verströmen. Sie sah ja ein, daß die Mutter recht hatte. Sie mußte einen Schlußstrich ziehen unter ihr Warten und Hoffen. Sie mußte— aber es wur ein unsagbar bitteres Muß!—„ Fremde Stimmen auf der Deele ließen sie plotzlich auffahren. Es schien semnand gekommen zu Hastig stand Lotte auf, strich die verwirrten Löckchen aus der Stirn und ging zur Pumpe, um ihr verweintes Gesicht zu kühlen. Dann lauschte sie. „Ja“, hörte sie Heinz' Stimme antworten.„Wir heißen Hollinger.“. aau vies Dann kam eine erneute Frage, die Lotte nicht verstand, und darauf Heinz Antwort: „Meine Mutter ist nicht da, aber meine Schwester:.,.. 4u. i K— 4 „Dann führe uns doch bilte zu ihr, bal eine dunkle Frauenstimme. Heinz schien sich auf seine Wohlerzogenheit zu besinnen..74s4 Bunt Lärt. Gat „Bitte“, sagte er, und gleich varauf horte Lötte ihn die vom Flur in die Wohnstube führende Tür öffnen.„Ich will meiner Schwester Bescheid sagen. Lotte hielt noch lauschend das Handtuch in der Hand, als Heinz hereinkam. Die Mutter hatte ihm vorhin ihren Kummer angedeutet und ihn gebeten, sie nicht zu stören. Daran dachte er nun aber schon nicht mehr. „Da sind zwei fremde Leute" berichtete er wichtig und so leise, daß die unerwarteten Gäste es in dem anstoßenden Zimmer nicht verstehen konnten!„Du möchtest zu ihnen kommen.“ „Wo ist denn die Mutter?“ „Zur Wiese zum Melken.“ Ach ja, daran hatte Lotte in ihrem Kummer nicht gedacht, es war ja Zeit für die Vieharbeit. Das Melken war sonst immer ihre Arbeit, nun hatte die Mutter es ihr stillschweigend abgenommen. Sie blickte ein bißchen ratlos. „Was sind es denn für Leute?“ „Ein Mann und eine Frau. Sie sind schon ein bißchen älter, aber sie sehen sein aus“, gab Heinz Auskunft. Dann riet er ihr noch altklug:„Die alte Schürze würde ich lieber abtun.“ Lotte sah unschlüssig an ihrer Küchenschürze herunter und streifte sie dann wirklich ab. Sie überprüfte noch rasch die Töpfe auf dem Herd: die Kartoffeln kochten noch nicht, die Brathähnchen brutzelten leise in der Bratpfanne, das war in Ordnung und konnte eine Weile unbeaufsichtigt bleiben. Also öffnete sie jetzt rasch entschlossen die Stubentür. Bei ihrem Eintritt erhoben sich eine stattliche, hochgewachsene Dame und ein beleibter, etwas kleinerer Herr von ihren Sitzen. aus dem Fenster, der dem Kolonisten gehörte und der Spielkamerad aller in der Siedlung wohnenden Kinder gewesen war. Er hielt eines der Kinder an sich gepreßt, während er sich mit den Beinen und dem noch freien Arm an einem Abflußrohr herunterließ. Auf der Erde angekommen, setzte das Tier seinen Spielkameraden sachte ab und nahm sofort wieder den gleichen Weg zurück zum Fenster. Nach wenigen Minuten wi=derholte sich die Szene. Der Affe brachte auch das zweite Kind glücklich aus dem brennenden Hause. Beide Kinder hatten keinen Schaden davongetragen, nur der Schimpanse wies einige Brandwunden auf. Verlagsleiter: Baul Holterdorf Oelde. Druck und Verlag E Holterdort Oelde Hauptschriftleiter: Josepb Holterdoxs. Oelde „Fräulein Lotte Hollinger?“ fragte die Dame und richtete ihre Augen aufmerksam, aber unauffällig prüfend auf das junge Mädchen. Genau so, wie sie vorher mit sicher abschätzendem Blick die schlichte, aber doch von einem gewissen Wohlstand zeugende Einrichtung des Zimmers gemustert hatte.„„ 2 1 „Sie ist reizend“, steute sie bei sich fest. Sie sah auch sofort die Tränenspuren auf dem jungen Gesicht und wunderte sich nicht darüber. „Ja, die bin ich“, antwortete Lotte und hatte dabei ein ihr selbst unerklärliches Gefühl der Befangenheit. Eine Ahnung drängte sich ihr auf, aber sie schob die Gedanken sofort weit von sich. Das war ja nicht möglich. „Sie haben mir einen Brief geschrieben“, sogte da die fremde Frau und hatte dabei den Anflug eines Lächelns um den Mund. Lottes Hände fuhren jäh zum Herzen. „Oh— Sie sind—“ „Ja, wir sind Reinhard Lohses Eltern, und wir kommen geradewegs von ihm.“ „Von ihm? So lebt er doch! Er lebt!“ Es kam wie ein Aufschrei der Erlösung aus Lottes Mund.A 95# Ein Zucken lief über die beyerrschten Zuge der Frau. Der Mann sah es. Er käusperte sich und nahm nun seinerseits das Wort. „Ja, Fräulein Hollinger, er lebt. Aber es hat viele Stunden gegeben, da war ihm dieses Leben nichts mehr wert.“ Wieder räusperte er sich. Mit großen, bang fragenden Augen sah Lotte ihn an. „Das war, als er meinte, daß er nun in ewiger Nacht werde leben müssen.“ „Die Augen?“ fragte das Mädchen mit versagender Stimme. „Ja, die Augen“, nickte Reinhard Lohses Vater schwer.„Aber wir wissen heute, daß das Augenlicht des linken Auges ihm erhalten bleiben wird. Das rechte ist freilich verloren. Und das ist nicht alles. Auch das rechte Bein—“ „Aber er lebt!“ sagte Lotte. Es klang wie ein Dankgebet und schob alles andere weit von sich. Ihre Augen leuchteten, und ihr Gesicht war hell und zuversichtlich.(Fortsetzung folgt) 1943 9. Mai Unterhaltungsblatt mit Beiträgen zur Heimat,Kultur=u. Sittengeschichte Im Maien Im Maien— da blühen die Gärten, da fahren mit sübernen Bärten Eier##sen durchs himmlische Blau. Sie schwinden nach Norden von dannen; hell grünen die Triebe der Tannen— o Nixe, goldhaarige Frau— zerbrechend das bannende Siegel, entschwebst du dem dämmernden Spiegel des Waldsees und lächelst gelind. Ich lausche verzückt deinem Sange, gelagert am blumigen Hange— ach, Liebe verweht wie der Wind. Und tief aus den Talgründen steigen hör' ich der Unmündigen Reigen— ich wollte, ich wär' wieder Kind... Anton Aulke Wolken über der Steppe Von Konrad Seiffert : Wer an einem Frühlingsmorgen auf dem Hochufer eines Steppenflusses, am Ufer des Dujestr, des südlichen Bug, des Dnsepr oder des Don. steht sieht dos Fluf stehr, steht vas Flußtal mit dichtem Nebel angefüllt, der langsam vom Meere aus stromaufwärts zieht. Und das ist das Eigenartige an diesem Nebel: Er überschreitet die Breite des Flußtals nicht. Er quillt nicht über die Hochebene der Steppe, sondern hält sich an die Ufer und zeichnet den Lauf des Flusses mit all seinen Windungen und Krümmungen in die Luft. Das Land rechts und links vom Fluß bleibt unberührt von diesem Auch die Wolken, die vom Wasser der großen Flüsse aufsteigen, hängen am Himmel genau an der Stelle, an der sich unter ihnen der Fluß dem Meer entgegenwälzt. Der Himmel über der Ebene aber bleib wolkenlos. Die Sonne geht groß und glühend über ihm hin.##### Das gleiche ist in kleinerem Maße bei den Balki, den durch Schmelz= und Regenwasser gebildeten Schluchten, der Fall. Sie zerreißen das Land als wirres Geäder. Auch sie schaffen Wettergegensätze, die für den Fremden überraschend sind. Wenn im Winter der Nordoststurm über die Ebene fährt und die Kälte aus Sibirien auf den hochgelegenen Steppen jedes Leben tötet, sind die Regenschluchten windstill und verhältnismäßig warm. Mensch und Tier suchen oft Zuflucht in Im Frühling erwärmt die Sonne Täler und Schluchten außerordentlich schnell. Während noch auf der Steppe der Wind schneidend kalt ist, zaubert die Sonne in den Regenrissen Grün und Blüten aus dem Boden hervor, der eben noch im Eis erstarrt oder im Strom des Schmelzwassers ertrunken wor. 61464 n B..s. An den Sommerabenden kühlt sich die Lufr in den Balki überraschend schnell ab. Sobald die Sonne sinkt, beginnt in ihnen Tau zu hall= P. nge kalt ist. Ueber der Steppe aber, hart gag, der Regenschluchten, bleibt es die ganze Nachr über fast so warm wie am Tage. Hoch über den Tälern und Regenrissen bildet die kalte oder die warme Luft Mauern, durch welche die einzelnen Flächen der Steppe scharf voneinander getrennt werden. Noch auffallender ist die Trennung zwischen warmen und kalten, zwischen trockenen und feuchten Luftschichten an der Küste des Schwarzen Meeres. Hier grenzt dieser Vorgang ans Phantastische. Die Hochebene der Steppe fällt auf weiten Strecken als Steilufer zum Meer ab. Sie liegt im Durchschnitt 40 bis 50 Meter über dem Meeresspiegel. Das Ufergebiet, ein oft nur sehr schmaler Streifen zerklüfteten und von Regenrissen zerfurchten Landes, ist die Grenze zwischen den Luftschichten über dem Meer und denen über dem Lande. Nur selten geschieht es, daß sie sich, schnel ausgleichen. Auch Stürme, selbst die heftigsten, verwischen diese Grenze nicht immer. Sie werden am Ufer zu Wirbelwinden, schlagen um, streichen an der Küste entlang, wagen sich nicht aufs Arrer hinaus oder nicht in die Steppe hinein. Dutzende von Gewittern stehen zuweilen, im Spätfrühling oder im Sommer über dem Hochplateau der Ebenen am Schwarzen Meer, und zwar scharf voneinander geschieden, mit drohenden, ungeheuren Wolkenmassen, aus denen kein Tropfen Regen fällt. Der heiße Atem der Steppe steigt senkrecht zu ihnen hoch, er hält sie schwebend und verwehrt ihnen das Verströmen zur verbrannten Steppe din. Großartig ist der Anblick des elektrischen Feuerwerks dieser Gewitter, besonders in der Nacht. Der Steppenbewohner, der Ackerbauer und der Viehzüchter erwarten mit Sehnsucht das Niederprasseln der großen Regenmassen. Er wartet vergeblich. Er schöpft seinen Brunnen leer und gießt das Wassek auf das dürre Land. Er hat Teiche angelegt. Er lockt damit die Feuchtigkeit der Wolken herbei, aber seine Bemühungen und seine Hoffnungen erweisen sich immer wieder als sinnlos. Nachdem die Gewitter oft tagelang über der Hochfläche gehangen haben, fahren sie wie mit plötzlichem Entschluß schlurfend und fauchend und in rasendem Tempo über den Steilhang der Küste und entleeren das Wasser ihrer Wolken ins Meer. Oft hängen Riesengewitter tagelang über dem Schwarzen Meer, dessen sonst blauer Spiegel dann grau und mit den Schaumkronen der kleinen gefürchteten Kreuzwellen bedeckt ist. Niemals gelangt eins dieser Gewitter über das Gebiet der Steppe. Die heißen Luftschichten, die vom Ufer aus in die Höhe steigen, wehren das Eindringen der feuchten und kühlen LuftschichWährend die Steppe mit Mensch, Tier und Pflanze in der unbarmherzigen Sonne des wolkenlosen Himmels fast verschmachtet, tosen die Gewitter über das Meer hin, in das sie ihre Wassermassen nutzlos ergießen. Von den Donaumündungen an über Odessa, Cherson, Perekop bis nach Taganrog, bis nach Rostow, bis zum Kuvan hin, in vielen Sommern ist es das gleiche Bild. ternd fielen die drei Schüppen Erde als letzter Langsam versießen site den Cottesacker und eingen wieder in„Ihr Leben". Hilde., W. Kleine Vörtellsels ut't Monstertattt Von Anton Aulke IV He lött sick nich twingen Vör fiftig, säßtig Jaohr wüssen de Buern un Küötters nao nich soviel van„Hygiene“ un gesundheitlicke Bauwies', äs vandage. Daomaols liäwde in’ne Buerschopp in't Mönsterland en Küötter, de har kin Hüsken— so'n Hüsken met'n Hiärtken in de Dör mein ick. Wenn em aorre siene Huslü wat Naidigs ankamm, dann göngen se ganß eenfach up'n Mestfall sitten un daihen jähr Behof. De Amtmann aowwer— de was dao gar nich met invörstaohn, de pruekelde un tiägerde un pießakte den Küötter so lang, bes dat de sick endlicks so'n Hüsken baude. Up’n gueden Dag geiht nu de Amtmann äs en bittken in't Kiärspel spazeeren un süht den Küötter in ne ganß natürlicke Stellung wier up sienen Mestfall sitten.„Nanu“, röpp he,„wat is dat dann? Ji hewt so'n schön nie Hüsken un sitt doch up'n Mestfall!“, un gaiht naiger. „Jä, Här Amtmann“, segg de Küötter,„Ji häwt mi jä wull twungen, dat Hüsken te bauen, mär dat ick drupgaoh, up dat Hüsken, dao könn Ji mi — Guott sie Dank— nich to twingen!“ Ihr Hören Sie mal, Frau Nachborin Sechensienbers ven Gelben Biehults Im allgemeinen sind die Leute sehr selten, die sich jetzt mit Eifer von ihren Vorräten trennen wollen und die Zeit gar nicht abwarten können, wo sie sie loswerden. Da macht Onkel Franz rühmlichste Ausnahme im ganzen Kreise Bekkum. Er hat nämlich ein schönes Sortiment heiratsfähiger Töchter und ist bange, daß er an den Mann bringen werde.„Se häfft alle fief so nette Bäckokes äs Padeisäppelkes, aower ick glaiwe, et söllt wull alle fief Wahräppelkes sien", stöhnt er zuweilen voll väterlicher Angst. „Jau, wenn et nao schöne Kiärmissen gäff odder Schützenfeste oder'ne Tierschau, wo'm de Wichter so'n bittken outstellen könn!“ philosophiert er sorgenvoll,„aower nu sitt ick hier met dat Sortiment, un kien Mensch wäit der wat von!“ Um so freudiger begrüßte er es, als seine zweitälteste Tochter Mariechen ihm pkötzlich einen seyr schneiund ganz reellen Bräutigam vorstellte, der schon Feldweber war und drei Orden und Ehrenzeichen trug. „Eegentlicks möß et se schön nag de Riege gaohn, un dann käm toerst use Lisebett vin.“ meinte Onkel Franz, aber er ließ es nicht recht laut werden, um diesen ersten Bewerber nicht koptMitten aus den besten Jahren und dem vollen Schaffen hatte der Tod jäh den Bauern Xaver Düchting herausgerissen. Und alle waren erschüttert im Dorf, als das Totenglöcklein wimmernd das Ableben des Bauern verkündete.„Pohl niemand hatte daran gedacht, und der allerwenigsten, als man vor einem halben Jahr die alte Uhlen=Mutter begrub, daß er wohl nächste sei. Uhlen=Mutter hatte mit ihren 90 Jahren und den blinden Augen auf den Tod gewartet, aber der Bauer hatte in der Kraft seines Lebens nicht an den Tod gedacht. Wenn er auch seiner Frau und den fünf Kindern, von denen ihm der Aelteste schon tüchtig zur Hand gegangen war, einen gut bestellten Hof hinterließ, so hätte seine Hand noch lange nicht fehlen dürfen. Und so trugen sie ihn am dritten Tag Morgenstunden hinaus, zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Dorffriedhof am Bergabhang. Wie jedem, der aus ihrer Mitte schied, gab die ganze Gemeinde das Geleit. Der Tote wurde von seinem Hof aus, der am Dorfende lag, von den Nachbarn getragen, feierlich, langsam trugen sie ihn zum letztenmal durch sein Dorf, seine Heimat, die er, wie sie alle, so von Herzen liebte. Vor dem Toten ging die Schuljugend, hinter ihm folgten seine Angehörigen, dann die Männer, Jungmänner, Frauen und Mädchen. Fast jede von den Frauen und Mädchen trug einen selbstgewundenen.unz aus Tannengrün, verziert mit weißen und roten Papierblumen. Mit dumpsem Klang begleitete die Totenglocke den Trauerzug. Auf dem Friedhof wurde der Sarg vor die Gruft gestellt, die sich neben der Ruhestätte der Uhlen=Mutter befand. Es gab bei ihnen keine Erbbegräbnisse; wie sie starden, wurden sie nebeneinander gebettet; wie im Leben, so waren sie auch im Tod eine große Gemeinschaft. Als sich der Sarg in das kühle, mit Tannengrün ausgeschmückte Grab senkte, stellte sich den Leidtragenden noch einmal das Lebensbild des Toten vor die Seele. Großes hatte er nicht geleistet, er hatte in stiller Arbeit treu seine Pflicht erfüllt, das war Leben, einfach und schlicht. Ja, das war ihr Leben, ging es ihnen durch ihren Sinn, und sie verschränkten die verarbeiteten, rissigen Hände und ließen ihre Blicke zu den umliegenden Feldern schweifen. Ja, sie schafften von morgene bis abends auf ihrer Scholle, die sie von den Vätern mit der heiligen Verpflichtung ererbt hatten, dem kommenden Geschlecht die Heimat zu erhalten. Leicht war ihre Arbeit nicht auf den steinigen Aeckern an den Hängen, aber sie schafften sie mit freudigem Herzen solange, bis auch sie der Tod aus ihrem Leben rufen würds.. Dann traten, sie an die Gruft, um für imme von einem der Ihrigen Abschied zu nehmen. Polscheu zu machen. Er bot ihm sogar eine Zigarre an und kredenzte ihm mit dreißig Minuten Zwischenpause zwei von seinen aufgesparten Österschnäpsen. Das war ohne Zweifel das Zeichen einer ungeheuren Wertschätzung. Nach dem Abendessen ließ er das Liebespärchen sogar ohne Aufsicht noch etwas im Garten. Es war ein herrlicher Frühlingsabend, und wenn auch ein kühler Wind scharf durch die Fliederbüsche blies, so merkten die beiden das vor lauter Liebe nicht. Onkel Franz schaute durch das Fenster und ärgerte sich, daß die Nachtigall in diesem Jahre so schlecht sang, nicht mal so gut wie der Er erinnerte sich, daß der alte Pfarrer Tümler in Vellern, der doch der beste Vogelkenner Westfalens gewesen war, gar nicht viel von den Nachtigallen gehalten hatte.„ Er hatte immer gesagt, diese für Liebesidyllen und Mondscheinpromenaden unentbehrlichen-Pieppögel wären ein schlagender Beweis für die Unzulänglichkeit alles Irdischen, denn unter hundert Nachtigallen könnten höchstens zwei wirklich gut singen, alle übriAls nun die Nachshall eine Kunstpause machte, hörte Onkel Franz in der Abendstille von den Fliederbüschen her, wo das Liebespaar auf der Bank saß, ein wohlbekanntes Geräusch, das ihn an manchen feuchtfröhlichen Abend erinnerte Ohne Zweifel hatte der Feldwebel da eine Flasche losgezogen. Man kannte das sa, diese bewährten Leute dachten an alles, die waren in jeder Siruution auf der Höhe. Und wenn auch nur die Mögichkeit bestand, daß sie selbst oder das vertraute Mädchen unter der Abendkühle zu leiden hätten, so nahmen sie schon zur Vorsicht einen wärmenden Doppelkorn mit, damit die LiebesEn Vördohsel De Räötin Pinnenküötter un Henrich wäören twaorens Naohbers, hären aower süß nich viel Vörmak metenanner, un dat was kin Wunner. Denn de Räötin was„gebildet"; de Räötin har ne schöne„Pension", un Henrich dagglaihnerde so herüm un liärwde van’ne Hand in'n Tant; de Räötin was en graut, statiös Mensk met raude Backen, swatte Haar un en Vullmonsgesicht, Henrich was en Scheefhack, klein, gries un vörschrumpelt; de Räötin har et Dag för Dag wahn druck met Kaffeekränßkes, met Hefelg Henrich aowwer was mehrstied an't Alschuwen kin Wunner, segg ick, dat de beiden nich viel Vörmak metenanner hären.„ Män tweemaol in Jaohr, dann kreegen de beiden doch wat metenanner te dohn, dat was, wenn de Räötin in'n Summer jähre Badereis' antratt un wenn se wierkamm; dann moß nämlic Henrich de Räötin jähren Kuffer nao de Bahn driägen un wierhalen, un dao kreeg he jedesmaol en Kaßmännken vör. Vör düsse beiden Kaßmännkes aowwer kaoff sick Henrich bi Rietküötters an'n Eck jedesmaol fief Hälfkes, we he so riegas wägg herunnerstaott, un dat was siene enßigste „Badeerholung“ in'n Summer, denn„Kraft durch Freude“ gaff et daomaols nao nich. Nu drog Henrich un'n gueden Dag äs wier den Kuffer van de Frau Räötin nao Hus— in sien aolle Alschuwenstüg, so äs he van de Arbeit kamm— un se stiewelde in stiewen Staot ächter Up eemnmaol trock Henrich sin Gesicht so verdüwelt in Krüsen: he har middags Fixebauhnengemös giätten un har nu eenen vör de Paote. de quiälde em so, dat he'n endlicks fleigen lait un dacht:„Biätter in de wiede Welt äs in'n engen Buk.“ Denn ick hew't jä all seggt: Henrich, was ungebidet::„ Eanshäter Smm De Räotin Pinnenruoner aowwer, de was „gebildet" un was nich wennig upgebracht üöwer Henrich sien Beniehmen. Se bleew staohen, keek Henrich Degels rächt ungnäödig up sienen griesen Wuorstebrautskopp un raip:„Nein, Herr Degel, so was ist mir aber doch noch niemals passiert!“ Dao dreihede Henrich sick so halw üm un sagg ganß drüg:„So, is jähr dat passeert, Frau Räötin? Dann is et jä nich so leige; ick dacht erst all, ick wäör dat west.“ Nao en Vördohsel Aolle Henrich Möllers was en flietigen un auk nöchternen Mensken. Denn dat he sick jeden Aobend üm fief Uhr van sienen Lährjungen en half Aörtken up siene Schreinerwiärkstiär halen lait, dat konn'’ nich riäken un was em auk wull te günnen. Daomet spölde he den Staoff lück harunner, we he üöwer Dag sluken moß. Den Staoff Anton von Werners 100. Geburtstag Am 9. Mai 1843 wurde der große deutsche Geschichtsmaler Anton von Werner in Frankfurt a. d. Oder geboren. 1870/71 durfte er im Hauptquartier zu Versailles die Studien zu seinen späteren großen Geschichtsgemälden machen. Unter ihnen sind am bekanntesten die„Kaiserproklamation von Versailles“ und die„Schlacht von Sedan". Er starb im Alter von 71 Jahren am 4. Januar 1913. Scherl=Archiv=Autofler. van de ganße Wiärk aowwer— den spölde he Sunndags muorns harunner, un dat gründlick. Dann gong he alle Wärtshüser rund in't ganße Duorp— un dat moß he, äs he to siene Libbet sagg, wiägen sien Geschäft, wenn he't auk nich gärn daih. He kamm dann so tiegen een Uhr, half twee— hauge in'n Middag— nao Hus, alt wat un lagg sick in de Klapp. Wenn he dann so üm fief aorre half säß wier upstonn, was he so kuntant äs de Has' in'n Klaower. Eenmaol har he't bi düsse Geliägenheit so druck hat met sien Geschäft, dat he erst tiegen half drei nao Hus hen kamm. Siene Libbet schaffutterde, män dao gaff he nich viel üm, dat was he gewuehnt. He slog sick dat half kaolle Gemös harunner un gong dann nao'n Berr, aowwer au in'n Draum moß he nao wull wat met sien Ge schäft te wehren hat hewwen, denn äs he üm half sieben upstonn— et wäören de summerlangen Dag—, dao mennde he, et wäör Moondag muorns, unt rock siene Holsken un siene Wiärkdagsplueden an. Twaorens wünnerde he sick daorücwer, dat siene Libbet all up was un sogar jähr Berr all makt har, dacht aowwer wieders nich daorüöwer nao. He stellde sick dann in de Husdör, äs he jeden Muorn daih, un keek in't Wiär. Dao kümp— sunndagsfien— sien Terro Schräöders de Straot hendal un süht Mester Möllers in Wiärkdagstüg in de Husdör staohn. „Mario, Henrich“, segg de,„wat sall't wärden?“ „Wusof“ frädgg Henrich..gggtig an„Jä, Kärl, du hes sä Wiärtwagslug an“, segg „Mennst du denn, ick wull vandag blao maken?“ knuerde Henrich,„ick sin druck.“ „Kärl“, wünnerde sick Terro,„büs nich wies? Du kannst doch up'n Sunndag nich blao maken!“ „Up'n Sunndag?“. Henrich ritt de Augen ganß wiet laoß.„Up'n Sunndag? Et is doch MaonNe, et is Sunndag!“. 4u6 In u. 84 Dao dreiht Henrich sick üm un vaß in de Küek. Un dör de laosse Achterdör süht he siene Libbet in Sunndagstüg üöwer'n Hoff Eenmaol, tweemaol riff he sick dör de Augen, kick nao de Sunn un geiht dann fliepstjärts in de Slaopkammer, wao he sien Sunndagstüg wier As he'n annern Muorn wach wuor, lagg siene Libbet tiegen ein un snuorkede. En Augenslag dacht he nao, dann staott he se an un fraogg: „Libbet, is vandag Maondag?“ De riskede sick up. keek ei vörwünnert an un sagg:„Kinners, Kinners, man miärkt doch, dat he äöller wärd, nu vörkümp he all in de dag!":(Fortsetzung folgt) Heteres — Zwillinge.„Woher wissen Sie eigentlich, welcher von Ihren Zwillingen Emil und welcher Erich ist?“—„Ach, das ist ganz einfach. Ich stecke den Finger in Emils Mund, und wenn er beißt, dann ist es Erich.“ n zukünftigen Schwieres verzeihen konnte. stunde nur ja nicht mit einer Erkältung oder einer vermaledeiten Grippe endete. Was Onkel Franz aber dem gersohn nicht so ohne weiteres verzeihen konnte das war der Umstand, daß dieser umsichtige Feldwebel ihm nachmittags den letzten Rest leines sorgsam behüteten Kontingente weggetrunken hatte, obgleich er doch für die kühlen Abendstunden eine ganze Flosche bei sich hatte. Das wurmte den Onkel Franz so sehr, daß er in den Garten ging und keise hinter die Fliederbüsche schlich. Vielleicht bekam er einen mit. Hei!— da knallte es schon wieder! Aber leider arbeitete der Mann nicht mit dem Korkzieher, sondern mit dem Mund. Gerade jetzt küßte er das Mariechen so stürmisch auf die frischen lippen, daß es genau so knallte, als wenn der Kellner beim Tierschaufest eine friedensmäßig gerkorkte Weinflasche mit kurzem Ruck losziehr. Onkel Franz zog sich belämmert zurück; davon wollte er nichts mithaben. Solche Enttäuschungen dienen gerade nicht zur Verschönerung des Daseins und heben auch die Stimmung nicht. Onkel Bernhard in Herzebrock erlebte sie zu seinem Kummer in der Woche vor Ostern und hat sich bis heute noch nicht davon erholt. Ab und zu bekommt er Streit mit seiner Frau und bei diesen Differenzen handelt es sich immer um die sogenannte Fleischeslust. Der sonst so brave Onkel ist nämlich ein ausgesprochener Fleischesser, und gerade, wenn es nichts gibt, dann hat er den besten Heißhunger darauf. Schon in friedlichen Zeiten waren ihm die Freitage deshalb verpönt, sein Magen knurrte sehr rebellisch, wenn es an diesen Abstmenztagen nach Pfannkuchen roch oder wenn das Mädchen Heringe aus dem Dorf holte. Er versuchte sich daher heimlich mit einer netten kleinen Mettwurst zu versorgen, die er unter Ausschluß der Oeffentlichkeit dann verzehrte. Wenn sich gar keine günstige Gelegenheit bot, zog er sich sogar auf das Häuschen zurück und aß im Schutze der mit einem Herzchen verzierten Tür die geklaute Wurst. Seine Frau Sofie, die aus Delde gebürtig ist und schon aus diesem Grunde viel schlauer ist als andere, hatte das bald heraus und schon mittwochs den Schlüssel zur FleischkamJetzt, während des Krieges, ist es natürlich noch viel schwieriger, unter den geringen Beständen der Wurstbühne etwas Passendes unbemerkt zu entwenden Und dann schädigt man ja auch durch solche Spargitzen alle übrigen Familienmitglieder. In der Karwoche aber wurde Onkel Bernhards Fleischeslust allzu groß, das Verbotene reizte ihn doppelt, und als die Gelegenheit günstig war, stibitzte er ein nettes, handliches Mettwürstchen und schob es in die Rocktasche. Unten in der Stube stand die Mutter mit den Kindern und machte ein Paket fertig. Sie suchten in allen Schubladen nach Bindfaden. Plötzlich schrie der kleine Hein!:„Papa hät je'n Packsband in de Taske!" Der Junge zog den vermeintlichen Bindfaden heraus, und da hing die geklaute Wurst dran. Der Vater bekam einen roten Kopf, die Mutter wurde blaß, die Kinder sperrten vor Erstaunen den Mund auf. Ich habe noch zu meinem Mann gesagt:„Hetnerich“, hab ich gesagt, „in den Gesichtern der Kinder wird er es gelesen haben, wie scheußlich es ist, wenn man sich heutzutage auf Kosten der Allgemeinheit eine Extrawurst leisten will!“ 16. Jahrgang] Nr. 19 Die Glocke am Sonntag 9. Mai 1943 Frage Nr. 29 Ich bitte um Rat(R.., Hamm). Wer von den werten Lesern oder Leserinnen kann mir den rechten Weg in meiner Herzensnot zeigen? Sieben Jahre bin ich glücklich verheiratet und habe ein Kind von sechs Jahren. Mein Mann ist Soldat, ganz in meiner Nähe, so daß er mich alle vierzehn, auch wohl alle acht Tage besuchen kann. Nun erfahre ich, teils von meinem Mann selber, daß er eine innige Liebschaft mit einer Frau hat. Diese Frau liegt in Scheidung(schuldlos) und will bald zum zweitenmal heiraten. Ich leide furchtbar unter dieser Enttäuschung und bin ganz geknickt. Was soll ich tun? Soll ich mich scheiden lassen? Als ich meinem Mann diese Absicht kundtat, schien es ihm sehr leid zu tun. Er gab mir recht und sagte anscheinend ganz zerknirscht, ja, er verdiene die Strafe, er sei meiner nicht wert. Oder soll ich sein Ehrenwort annehmen, daß er diese Frau meiden werde, obwohl ich weiß, daß er sehr darunter leidet? Oder soll ich gegen die Frau angehen, die genau weiß, daß er ein guter Familienvater ist. Bin ich gezwungen, dieses Opfer zu tragen? Mein Mann hat fruher immer“ gesagt, er gönnte mich keinem andern, aber für diese Frau gibt er mich preis, obwohl er behauptet, er liebte sie nicht. Spielt das Temperament in der Ehe eine so große Rolle? Ich bin so unerfahren und habe mir immer eingebildet, meinem Mann alles gegeben zu haben. Kann noch mal alles wieder so werden wie einst? Gibt es einen Weg zu mir zurück? Hilft es vielleicht, daß ich ihn eifersüchtig mache? Es war früher immer seine schwache Seite. Ich habe hier keine nahen Verwandten oder intime Bekannte, die ich in meinen Kummer einweihen möchte. Ich wähle daher diesen anonymen Weg und wäre so dankbar, einen guten Rat zu erhalten. Im voraus meinen Dank. Frage Nr. 30 Doppelkinn(H..,., Krs. Wiedenbrück). Wie beseitige ich ein Unterkinn bzw. Doppelkinn? Kann man es durch Massage entfernen? Für eine Antwort im voraus besten Dank. Antworten auf Frage Nr. 26 Die Kunst, zu plaudern(I..,., Krs. Bekkum). 1. Während der Östertage hatte ich über Ihre Frage nachzudenken. Einige in unserer Familie lachten über den„schüchternen Jüngling". Ich sehe aber tiefer und habe für Ihre innere Befangenheit wohl Verständnis. Anscheinend waren Sie immer ein allzu korrekter Sohn und haben die sogenannten Flegeljahre nicht genügend durchmachen dürfen. Die gute Seite dieser Entwicklungsperiode ist nämlich, daß sich die Jungen, dann innerhalb der Kameradschaft „durchsetzen" und redegewandt werden. Die Behauptungen der angehenden jungen Männer sind ja meist noch mehr oder weniger unreif und Se Arbeitserleichterungen für die verufstälige Hausfrau Der totale Einsatz der Arbeitskraft stellt auch an die Frau, die er aus ihrer Haushaltung herausholt und in einen zweiten Beruf hineinstellt, einen solchen Leistungsanspruch, daß es notwendig wird, einmal ihre Arbeitsweise im Haushalt zu überprüfen, ob sich nicht Erleichterungen oder Verbesserungen schaffen lassen. Beispielgebend können da vor allem die Frauen sein, die schon vor dem Kriege in einer doppelten Belastung standen und möglich machten, was Außenstehende nur staunend anerkennen konnten. Gehen wir einmal der Reihe nach die einzelnen in einem Haushalt anfallenden Arbeiten durch, wobei bewußt von jeder durch Kinder verursachten Arbeit Rat und Hitfe braucht als jene, da sie noch nicht bereit ist, letzte Reserven aus sich herauszuholen. (Auf den wahrhaft heldischen Einsatz kinderreicher berufstätiger Frauen ohne Hilfe soll an anderer Stelle hingewiesen werden.) Oberstes Gesetz für die reibungslose Abwicklung einer geregelten Haushaltsführung auch in Notzeiten ist eiserner Ordnungswille, der allgemein als in Deutschland sehr verbreitet vorausgesetzt werden kann. Mehr als früher gilt heute: Jedes— auch kleinste Ding bis zur Stecknadel, dem noch brauchbaren herumliegenden Fadenrest, der Flaschenkapsel als Altmaterial— sofort auf seinen Platz, was bei richtig durchgeführter KonseEin Kleid mit vielen Verwandlungen Der tiefere Sinn des Verwandlungskleides ist es, mit wenig Mitteln ein Kleid für viele Gelegenheiten zu schaffen, wie es die berufstätige Frau braucht. Es ist nicht nötig, das Grundkleid K 1521 neu zu arbeiten, denn auf jedem belieb##en einfachen Kleid können die verschiedenen Verwandlungsteile getragen werden. Kleine Stoffreste oder alte, nicht mehr tragbare Kleider und Blusen finden dafür Verwendung, ohne die Kleiderkarte zu belasten. Jeder gemusterte oder einfarbige Stoff ist geeignet, wenn er farblich mit dem Grundkleid übereinstimmt. „schnodderig“, aber das verliert sich Eine Zurechtweisung wird noch nicht tragisch genommen, aber oft großfpurig und erhaben abgelehnt; im stillen jedoch zieht mancher Junge eine Lehre daraus. Sie brauchen diese Flegeljahre nun ja nicht mehr nachzuholen, aber Sie müssen sich bemühen, aus Ihrer alten Haut herauszukommen. Sie sollten versuchen, auf irgendeinem Gebiet etwas Tüchtiges zu leisten, das allgemein anerkannt wird. Diese Anerkennung macht stolz und froh, und Sie können schon mal über dieses Thema sicher und gewandt reden. Und diese Sicherheit und Gewandtheit überträgt sich dann langsam auch auf andere Unterhaltungsgebiete. Informieren Sie sich mal genau über alte und neue Geschehnisse in Ihrer Heimat, da wird es Ihnen nie an Gesprächsstoff mangeln, und wenn Sie über irgend etwas genau unterrichtet sind, wird Sie auch niemand„hineinlegen“ und auslachen können. Sie bekommen Vergnügen an einer ernsten oder heiteren Unterhaltung und werden lebhaft, so daß niemand Sie mehr einen „Träumer“ nennen wird. Die muntere Unterhaltung, wahrscheinlich mit jungen Mädchen, ist sicher der wundeste Punkt. Da rate ich Ihnen, prägen Sie sich einige gute Witze und kurze, zugkräftige Anekdoten fest ein, und die erzählen Sie bei passender Gelegenheit, wenn die Reihe an Ihnen ist, die Gesellschaft zu unterhalten. Am besten wirkt es immer, wenn Sie Witze und Anekdoten durch geschickte Gedankenverbindung der jeweiligen Situation anpassen. Wenn Sie immer gute Scherze„auf Lager“ haben, wird jeder Ihre Gesellschaft suchen und gern mit Ihnen zusammen sein, vor allem die jungen Mädel. Es ist erfreulich, daß an dieser Stelle auch mal ein anderes Thema behandelt wird als nur Kochrezepte, über die doch nicht mehr viel. Neues gesagt werden kann. Die Leserinnen helfen sich Gndess Unbegreiflich Theo Lingen, der vielseitige Filmschauspieler, war schon als Schuljunge ein kleiner Eulenspiegel, wie er ja heute auch noch ein kleines bißchen mit ihm verwandt ist. Einmal kam er etwas bedrückt von der Schule nach Hause. Dem Vater fiel das sofort auf, und er erkundigte sich:„Na, was hat es in der Schule gegeben?" Theo druckste:„Der Lehrer will mal mit dir sprechen, Vater; was er eigentlich will, weiß ich natürlich nicht, denn ich kann doch nicht annehmen, daß er es übelgenommen hat, daß ich ihm einen kleinen Igel in den Schwammkasten legte, und er in seiner Kurzsichtigkeit versuchte, damit die Tafel abzuwischen. Schöne Frage Mein Gott, wie unduldsam sind doch die Menschen geworden! In einem überfüllten Eisenbahnabteil widerfuhr mir das Mißgeschick, beim Hinauflegen meines Koffers an eine Aktentasche anzustoßen, die ihrerseits wieder einen Mantel bewegte, und der in Bewegung geratene Mantel streifte sacht eine Dame.„Pardon!“ sagte ich in der Hitze des Gefechts schnell zu der bitterböse gufschauenden Dame. In der Küche essen? Warum nicht! Wenn sie wie diese zweckmähig mit einem gemütlich-praktischen Sitzplatz ausgeslattet ist, kann sie als wohnlicher Raum der überbürdeten Haustrau viel Zeit und Kraft ersparen..(Deike M) Entwurt: Amt Schönh. d. Arbeit; Foto Daue oder Berücksichtigung abgesehen wird, da in manchen Bezirken vorläufig nur die kleinkinderlosen Frauen der Meldepflicht unterstehen und an deren Entlastung gedacht werden soll. Das Reinemachen: Gegenüber der berufstätigen Hausfrau mit Kindern kann sich die berufstätige Hausfrau ohne Kinder auch heute noch ein ausreichendes Maß von Sorgfalt für die Pflege ihrer Wohnung leisten, auch wenn sie sie erst in den Abendstunden nach Berufsschluß ausüben kann. Da sie jedoch gegenüber jener auch nicht in einem so überwältigenden Ansturm von seelischer wie praktischer Belastung steht, so hat die Erfahrung gezeigt, daß die arbeitsmäßig gesehen bevorzugte kinderlose Frau tatsächlich mehr heute nicht nur in praktischen, sondern auch in seelischen Nöten gern gegenseitig mit Rat. Die Beschäftigung mit dem Fragekasten ist mir selbst in unserm Großstadtbetrieb immer eine besondere Freude gewesen. Hoffentlich kann Ihnen der Rat einer alten Frau etwas nutzen! M. R. 2. Wenn Sie Ihre„Zuteilung" bekommen haben, gießen Sie sich ab und zu mal„einen auf die Lampe". Das löst die Zunge, macht gesprächig und nimmt Ihnen die Befangenheit. Rheinländer haben das nicht nötig, aber dem Temperament der sturen Westfalen fehlt im allgemeinen eine halbe Flasche Sekt. Ausnahmen bestätigen auch da nur die Regel. J. H. 3. Humor hilft über alles hinweg, auch über Ihre Hemmungen. Anscheinend sind Sie zu ernst veranlagt. Lernen Sie mal den ganzen Wilhelm Busch auswendig! Es sind köstliche Humorperlen darin enthalten, die auf jede Lebenslage, die ernste und die heitere, passen. Zitiexen Sie laut oder leise jeweils dort, wo es Ihnen angebracht erscheint, einen Pers, Sie müssen dann selbst lachen und bringen auch andere zum Lachen. Und das ist der größte Erfolg, den ein Mensch auf dem Gebiet der gesellschaftlichen Unterhaltungskunst erreichen kann. C. H. Fünfzehn Minuten später— so lange dauerte die Rede der in Erregung geratenen Dame— wußte ich, daß ich ein Volksschädling übelster Sorte sei, für den die Grenzpfähle noch zu schade wären, ihn daran aufzuhängen, und daß unsere Soldaten sofort den Kampf einstellen würden, wüßten sie, daß einer heute noch im Hinterland „Pardon!“ statt des schönen deutschen Worts Verzeihung sagte. Nun gut, ich saß zerknirscht in meiner Ecke und kam mir höchst verwerflich vor. Mir gegenüber saß ein junger Feldwebel der in Nürnberg Anstalten traf, auszusteigen. Bevor er jedoch das Abteil verließ, wendete er sich höflich an die Dame im Pelz. „Gestatten Sie mir eine Frage, gnädige Frau?“ „Gern, Herr Feldwebel, sehr gern!“ „Sagen Sie nun für gewöhnlich Sch.. haus oder Toilette?“ Ungeeigneter Vorgänger Klobig erkundigt sich bei Siebert:„Sie haben doch den verstorbenen Radloff gut gekannt. Was war das für ein Mensch?“ „Ein ausgezeichneter Mann, ein liebenswürdiger Charakter.“ „Soso. Sehr solide?“ „Außerordentlich. Er sagte immer, der schönste sei der am häuslichen Herd.“ wehl“ Klovig zeigt ein verdrossenes Gequenz ein Schaffen fester Plätze bei einer ganzen Reihe von Gegenständen zur Folge haben wird, für die noch kein praktischer Platz vorhanden ist. Wenn die ganze Wohnung mit ihrem gesamten Inventar einmal bis ins kleinste festgelegt ist, ist die Hauptarbeit des Ordnungmachens getan.(Es empfiehlt sich, in jeder Wohnung eine Vorordnungsstelle(kleine Schale oder Körbchen], aber wirklich nur eine, zu schaffen. In jeder Wohnung wirbeln Gegenstände umher, die uns im Wege sind, kleine Eisenwaren, Nähutensilien, Toilettenoder Schmuckbestandteile wie Haarklemmen, kleine cken.) Da „A *0 zum glegen einer Wäscheklammer nicht erst auf den Boden gerannt werden kann, wo der Klammerbeutel hängt, ist der Vorordnungsplatz notwendig, der natürlich zuliebe unseres„eisernen Ordnungswillens“ regelmäßig ausgeräumt werden muß. Die zweitwichtigste Forderung ist: das Respektieren der einmal eingeführten Ordnung. Wer nicht imstande ist, aus seinen oberhemdenmäßig gestapelten Blusen auch bei größter Eile(mit jener bekannten„gedämpften Hast" des bewußt arbeitenden und sich zwingenden Menschen) eine zum Gebrauch behutsam herauszuziehen, wird gezwungen sein, am Abend, wenn er müde nach Hause kommt, den durchwühlten Haufen bei Zeitverlust von mindestens einer Viertelstunde neu zu schichten. Entschuldigt ist hier nur die kinderreiche berufstätige Mutter, die für manche ahnungslosen Gemüter wirklich unvorstellbare Leistungen bei einem vielfältigen Anspruch an ihre Kraft zu jeder Minute und Tageszeit vollbringt Sie allein kann mitunter genial auch noch zu einem Haufen Unordnung in ihrem Wäscheschrank lächeln, weil über allem steht:„Lieb bleiben!“ Saugen, moppen, aufwischen sind Tätigkeiten, die sich bei berufstätigen Hausfrauen sehr einschränken lassen, da die Wohnung weniger benutzt wird. Vorsichtige Benutzung der Räume beugt Verschmutzung vor.(Die Schuhbürste im Treppenflur, das„Entkrümeln“ des Teppichs unter dem sicht.„Hat er einen ordentlichen Trunk geschätzt?“ „Er war äußerst mäßig. Mal ein Töppchen Bier, mal ein Gläschen Wein, aber immer in bescheidenen Grenzen. „Au verflucht!“ Klobig schneidet eine Grimasse. „War er Raucher?" „Nein, das hatte er sich schon seit Jahren abgewöhnt.“ „Himmeldonnerwetter!“ flucht Klobig. Siebert versteht das nicht.„Aber warum ärgert Sie das? Es kann Ihnen doch vollkommen gleichgültig sein, wie Radloff gelebt hat.“ und gar nicht! Ich wollte nämlich die Witwe heiraten.“ Aus All-München Am Aschermittwoch— in tiefsten Friedenszeiten— saß die Vorstandschaft einer Münchener Künstlervereinigung mit dicken Köpfen beisammen. „Was habt's denn?“ fragte eintretend der dicke Bildhauer G. „A Defizit hamma!“ „Dös macht doch nix— bös vasauf ma!" Wiener Erlebnis Heute genügt oft ein Glaserl Wein auf nüchternen Magen. Wir hatten vier getrunken und gingen über den Stephansplatz. Vor dem Stock im Bever=Modell K 1521(für 88 und 96 cm Oberweite). Die Anfertigung des Kleides mit glattem ZewebarP Peinfach, und leicht blusigem Leibchen it kann nach dem Schnitt auch mit langen Aermeln gearbeitet werden. Der tiefe Vorderschlitz ist je nach Art der Verwandlung offen Bons 38h an T ait tragen. Erfordexlich etwa.15 m und der weißg 90 cm breit. Der lange Schoß und Vel weiße Kragen(a) ergänzen das Kleid zu Schopsofs. Tforderlich etwa 95 em breit, und ein Stück Kragenstoff 10/80 cm groß. Dura den Gürtel mit bunter Applika####, nach dem Beyer=Muster Nr. 12185/0 und den uchZusschnitt(b) wirkt das Kleid festlich. Die Ueverzieyweste(c) hat Rückenschluß. Erforderlich etwa 45 cm mittelfarbiger und je 20 cm beller und dunkler Stoff. je 90 cm breit. Für den kleinen Matrosenrragen mit Anhängetaschen(#) sind 85 cm Pikee von 80 cm Breite erforderlich. Diese Verwandlung werden vor allem junge Mädchen wäßlen. sper,Modell B 1523(für 88 und 96 cm Oberweiren. wur die reifere Frau ist dieser Schulterkragen(a) bestimmt, für den ein Stück Stoff von 45/90 cm Größe benötigt wird. Das aus jedam beliebigen Material berzustellende Bolerojäckchen gibt eine kleidsame, straßenähnliche Ergänzung. Erforderlich etwa.30 m Stoff. 90 cm breit. Zeichnung: Maria Reitb. isch nach jeder Mahlzeit, Türgriffe benutzen, um die Tür selbst nicht zu verschmutzen, keine Ueberschwemmungen beim Blumenbegießen, Aschbecher aus Porzellan“ gegenüber solchen aus Messing, Kampf dem Nippesgegenstand.) Das Kochen und die Abwäsche: Regelnd wirkt sich hier der heutige bescheidene Küchenzettel aus. Man kocht für mehrere Mahlzeiten. Ein Vorrat an Pellkartoffeln ist immer vorhanden. Vorratswirtschaft an Tees, getrockneten Kräutern, Suppenwürzen und=würfeln in Marmeladengläsern(Kampf der Tüte). Gemüse nie auf dem Tisch, sondern über Zeitungspapier, das mit einem Griff weggeräumt wird, putzen. Zeitungspapier und Wasser als ideales kostenloses Reinigungsmittel. Niemals Abwäsche auf den nächsten Tag verschieben, angetrocknete Speisereste brauchen mehr Zeit zur Reinigung. Warmwasserbereitung durch Turmkochen während „Speisenbereitung. Das scharfe Küchenmesser (Wetstahli), die Wurst= und Brotsäge, Zwiebelund Petersilienschneider. Die Fußbank als Unterleibsentlastung bei sitzendem Gemüseputzen.„Geordnete Unordnung während des Kochens, sofortiges Wegstellen aller Zutaten nach Gebrauch, das hübsche Vorrichten des Abwaschs, der faubere Herd bei voller Betriebsamkeit(Zeitungspapier). „ Nicht zu vergessen sei aber auch der seelische Anteil und Ansporn, den die Frau ihrer Arbeit gibt durch hohe Zielsetzung, durch Ueberwindung ihres Egoismus und durch Entwicklung eines Frontgeistes, der unserer Soldaten würdig ist. Ilse Deike Eisen blieb mein Freund stehen, gab mir seinen Mantel zum Halten, trat zum Postkasterl, warf zehn Pfennig hinein und schaute auf die Turmuhr und seufzte: „Jessas! Jessas! Schon wieder zwei Kilo abgenommen!". 9949 80 Bassetns Anst, gnädige Frau, ich war deim Aus Stadt und Amt Allten Unser Wochenspruch „Wenn man bei einem großen Entschluß nicht etwas übers Anie bricht, nicht einige Rücksichlen unberücksichtigt läßt, so kommt man in diesem Leben nun und nimmer zu etwas.“ Molike. * Der große Entschluß nst. Wenn es um die ganze Entscheidung geht, muß man auch den Mut zum Wagnis und die Kraft zu außerordentlichen Taten haben. Die Entscheidung des Alltags kann sich sehr wohl in den ausgefahrenen Bahnen des Alltags bewegen, wahrhaftig große Entscheidungen aber sprengen die gewohnten Bahnen, und es kommt nicht darauf an, daß einige Vorbehalte über den Haufen geworfen und einige Rücksichten unberücksichtigt bleiben, sondern nur darauf, daß das große Ziel erreicht wird! Alles andere richtet sich spater wieder ganz von selbst ein. Das ist die Haltung, die der totale Krieg von uns verlangt, im persönlichen Lebensbereich wie in der großen nationalen Pflichterfüllung. Wenn es um die große und unausweichliche, die totale Entscheidung über Leben und Tod geht, wäre es nicht nur eine Schwäche, sondern ganz einfach ein Verbrechen gegen das Gesetz des Krieges, auf privaten Vorbehalten und Vorrechten zu beharren und persönliche Rücksichten zu nehmen. Es geht in diesem Krieg um unser ganzes völkisches Schicksal schlechthin und damit im wörtlichen Sinn um das private Schicksal und das Leben jedes Deutschen! Hier aber gibt es keine Vorbehalte und Rücksichten mehr, sondern es gibt nur noch, um das allgemeine Leben und die Zukunft zu retten, das eine: die große Verpflichtung einer großen und außerordentlichen Zeit mit Mut und Kraft in jedem Augenblick so zu erfüllen, wie die große Stunde es fordert! Denn wir haben nur den einen einzigen großen Entschluß, dem wir aber auch alles unterordnen, nämlich: diesen Krieg zu gewinnen! An die Rundfunkhörer Die bisher um 20.15 Uhr vorzunehmende Umschaltung der Empfangsgeräte auf den Deutschlandsender bzw. die Reichssender Breslau, Wien oder Köln hat ab 8. Mai erst um 22.15 Uhr zu erfolgen. Der Rundfunk wird seine Hörer täglich um 22.15 Uhr auf diese neue Schaltung durch den üblichen Hinweis aufmerksam machen. Offizierlaufbahnen der Wehrmacht und der WaffenDas Oberkommando der Wehrmacht veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Offizierlaufbahnen aller Wehrmachtteile einschließlich Waffen=, auf die besonders hingewiesen wird. :: Ahlen, 8. Mai. Warum erhalte ich keinen Heimalbrief? So fragen uns manche Soldaten, und die Portei hat doch bis jetzt noch immer an alle Soldaten aus dem Kreise Beckum, soweit die Adressen von den Angehörigen abgegeben wurden, einen Heimatbrief gesandt. Aber jedesmal, wenn Heimatbriefe in das Feld geschickt wurden, kam ein ganzer Stoß über kurz oder lang zurück: unbestellbar, weil die Anschrift nicht mehr stimmte. Wir wissen, wie gern der Soldat eine Nachricht aus der Heimat hat. Es ergeht daher an alle Angehörigen der Soldaten, deren Anschrift sich geändert hat, die Bitte, die neuerichtige Anschrift zu melden, und zwar bei den Zellenoder Blockleitern der Partei. Dann erhalten die Soldaten auch pünktlich den Heimatbrief. In den nächsten Tagen geht eine neue Folge des Heimatbriefs hinaus. Darum meldet Aenderungen in der Feldpostadresse bei der Partei. es Ahlen, 8. Mai. Beiträge zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Auf die Bekanntmachung des Amtes Ahlen im Anzeigenteil betr. Beiträge zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft wird hingewiesen. 1( Ahlen, 8. Mai.„Der Kampf als Lebensgesetz.“ Vor den Politischen Leitern' dec vier hiesigen Ortsgruppen der NSDAP. hat Ortsgruppenleiter Dollinger bisher drei Vorträge im Rahmen der Reichsschulungsstunden gehalten. Sie fanden an den Sonntagmorgen des 4. und 11. April sowie am 2. Mai im Zeichensaal der Oberschule für Jungen statt. Im ersten Vortrag ging Pg. Dollinger vom Kampf als Prinzip der ganzen Entwicklung, als Naturgesetz im Weltenraum aus. Er sprach von der Entstehung unserer Erde, von der Formung der Erdrinde in Jahrmillionen, zeigte sodann das Werden der höher entwickelten Pflanzen aus den niederen, der heutigen Tierwelt aus kleinsten Anfängen und kennzeichnete die allmähliche Entwicklung des Menschengeschlechtes von seinem Urzustand zum Kulturmenschen des 20. Jahrhunderts. Immer und überall herrschte und gibt es noch Kampf, im Weltenraum mit seinem unendlichen Ausmaß, im Pflanzen= und Tierreich gegeneinander, auch für den Menschen als solchen mit der Pflanzen= und Tierwelt bis zum Ende der Tage; Kampf bedeutet Fortschritt, ist naturnotwendig.— Der zwei Vortrag des gleichen Redners behandelte das Grundgesetz des Kampfes in der Geschichte und Entwicklung der germanischen Volksstämme. Im Bereich ihrer ursprünglichen Wohnsitze, dem Ostseeraum, herrsch= ten in keiner Weise paradiesische Zustände. In ständigem Kampf vollzog sich ihre Volkswerdung, bildeten sich ihre hervorstechendsten Eigenschaften: Mut, Tapferkeit, Einsatzbereitschaft, Kameradschaft u. a. aus. Die Berührung mit den Römern, die Weltrevolution des Christentums, die erste Reichsgründung unter Heinrich., der Dreißigjährige Krieg, der Siebenjährige Krieg, die Herrscherzeit Napoleons, die Errichtung des Zweiten Reiches durch Bismarck und der Weltkrieg 1914—1918 waren Etappen, in denen sich der deutsche Mensch im Kampf behauptet hat, so daß er noch jetzt ungebrochen dasteht und als Volk in seiner Gesamtheit unüberwindlich ist.— Die dritte Reichsschulungsstunde am vorigen Sonntag brachte Ausführungen des Ortsgruppenleiters Dollinger über die Kämpfe des Einzelmenschen schon in seiner frühen Jugend, in der Schule, im Elternhaus, im Berufsleben, gegen sich selbst. Das ständige und natürliche Verlangen nach Kampf wird im neuzeitlichen Sportbetrieb besonders berücksichtigt. 5J., Arbeitsdienst bringen die kämpferischen Tugenden weiter zur Entwicklung, bis der Einsatz des herangereiften Kämpfers um Ehre und Freiheit des Vaterlandes an der Front den soldatischen deutschen Menschen in seiner ganzen Größe zeigt. Außer an dem heroischen Beispiel des Grafen Zeppelin bewies der Redner in ausführlicher Weise, daß unser Führer Adolf Hitler in den bisherigen Abschnitten seines Lebens(im Elternhaus, im Berufsleben, an der Front 1914—1918, von 1918—1933) eine der größten Kampfnaturen unter den Männern der deutschen Geschichte ist.— Der vierte und letzte Schulungsvortrag findet am morgigen Sonntag, 10.30 Uhr, gleichfalls in der Oberschule statt. :: Ahlen, 8. Mai. Einen Bunten Abend bereite: die NSG.„Kraft durch Freude" den Ahlenern am Samstag, 15. Mai, in einer Nachmittags=(16 Uhr) und einer Abendvorstellung(19.30 Uhr) im Deutschen Haus mit dem bekannten rheinischen Trompeter Wilhelm Neugebauer vom Reichssender Köln und andern namhaften rheinischen Künstlern. :: Ahlen, 8. Mai. Der Wochenmarkt am Samstagmorgen in der Stadt war mit Gemüse der Zeit entsprechend, mit Blumen und Pflanzen schwach beschickt. Es kosteten: Wirsing 23, Radieschen 10 bis 13, Kopfsalat 12—20, Schnittsalat 40—50, Stielmus 20, Melde 10, Suppengrün 10—11, Spinat 12—14, Petersilie 5 und 10, Schnittlauch —7, Rote Bete 10—12, Porree 20—24, Rhabarber 14—18, Wurzeln 10—13, Johanniszwiebeln 10—20, Narzissen—10, Schnittblumen 20 bis 30, Salatpflanzen 15, Rote=Bete=Pflanzen 20, Blumenzwiebeln—8, Blumenpflanzen—6 Rpf. tieben,##., die Au Hanne ahlen und Gemeinde :: Heessen, 8. Mai. Opferfreudigkeit der Schuljugend. Bei der letzten Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge wurden in den Heessener Schulen erfreuliche Summen eingebracht. Die Schule 1 im Dorf konnte 363 RM., die Schule 2 in der neuen Kolonie 246 RM. und die Schule 4 am Bockelweg 166 RM. für diese schöne Aufgabe dem Bezirksverband zuführen. Vom heimischen Sport Um Staffel- und Gebietsmeisterschaft Der kommende Sonntag steht im heimischen Bezirk im Zeichen zweier wichtiger Entscheidungskämpfe. In Heessen tritt die VfR=Elf zum ersten Spiel um die Staffelmeisterschaft an. Ihr Gegner ist der Meister der Unterstaffel Minden. der Union Herford. Das zweite Entscheidungstreffen steigt auf der Ablener Westfalenkampfbahn. Hier swablmannschafter und Minden gegenuver. Vork fen sich die Banne 260 und 252 um die meisterschaft im Frauenbandball. BfR. Heessen— Union Herford Um den Bezirksmeistertitel des Bezirks Minden gebt, diese Begegnung, und wieder einmal sind die Heessener Rasensporter dabei im Rennen. Viel hängt von diesem Spiel und dem Rückspiel am 16. Maj in Herford ab, ist doch der Sieger nicht nur Bezirksmeister, sondern er darf auch an den Aufstiegspielen zur Gauliga teilnehmen. Als Kriegsspielgemeinschaft konnten die Herforder in den letzten Kriegsjahren, obwohl sie fast ständig den Stafselsieger stellten. nicht an den Aufstieasvielen teilnehmen. Diese Bestimmungen sind nunmehr aufgehoben: die Gäste haben inzwischen auch den alten Namen„Union“ wieder angenommen, und wenn man die Resultate der letzten Punktespiele verfolgt, muß man sie unbedingt als Faporiten, ansprechen. In ihrem Angriff steht der Nationalsvieler Urban auf dem linken Verbindungsposten. Außer diesem Schalker Spieler soll moch Burdenski das Uniontrikot tragen. Die Herforder Mannschaft stützt sich, wie auch die Heessener Elf. insbesondere auf autes Gastspielermaterial. Heessens. Angriff ist. im Vergleich zu den letzten Spieten, recht stark gemucht worden. Bei der sicheren Hintermannschaft erwartet man, daß den Herfordern das Toreschießen nicht leicht gemacht wird. Jede Mannschaft weiß, daß der Einsatz sich lohnt, und deshalb wird man mit einem recht flotten Sviel auf dem Platz an der „Sachsenburg“ zu rechnen haben. Bann Ahlen(260)— Bann Minden(15) Da die zweite Serie der Viererrunde nicht zum Austrag kommt, ergibt sich für die Ahlener Auswahl schon in diesem Spiel die günstige Gelegenheit, den Titel des Gebietsmeisters von WestfalenNord zu erkämpfen. Da die übrigen Mannschaften schon zwei und mehr Minuspunkte auf ihrem Konto haben, genügt für die 260er schon ein Unentschieden. In der Auswahlelf des Bannes 15 aber haben sie einen Gegner. der nicht unterschätzt werden darf. Denn daß die Mindener über ein solides Können verfügen, bewiesen sie noch im Spiel gegen Bi##; feld. Nur knapp mit:2 siegten die Bieleselder. Die Ahlener treten in der gleichen Aufstellung wie im letzten Spiel an. Bei den Gästen stellt die Aufbauschule Stadtbagen den größten Teil der Spieler. Das Frauenhandballspiel Bann Ahlen gegen Bann Recklinghausen, das für Sonntag. 9. Mai angesetzt war, muß aus besonderen Gründen ausfallen und ist auf einen sväteren Termin verlegt worden. Pokalturnier in Sendenhorst rendorf. Die Spielzeit beträgt zweimal 20 Minuten, der Verlierer scheidet aus. Amandus Schmiemann gefallen Auch die Svielvereinigung Beckum traf die traurige Nachricht vom Heldentode ihres überragenden Sportkameraden Amandus Schiemann aufs schwerste. Ueber ein Jahrzehnt stand er als Stammspieler in den Reihen seines Vereins, und manche Sportplätze Westfalens und darüber hinaus sahen ihn als großen Könner seines Fachs. Am 18. Oktober 1942 trug er zum letztenmal als Beesen“ schwarzweiße Lrikot den BiR dem:=Fleg den größten Anteil. Lieber Sportals Toldat und so bist du von uns geschieden und gabst dein Leben für unser Vaterland. Dein Opfertod wird uns ein leuchtendes Beispiel sein. AATLICHE BEKAMNTAACHUNGER— Olfizierlaufbahnen der Wehrmacht einschl. Waflen-H. Bewerber des Geburtsjahrganges 1926 für die aktiven Offizierlaufbahnen aller Wehrmachtteile einschl. Waffen-11— für Kriegsmarine und Waffen-f auch der offfzierlaufbahnen— müssen ihr Gesuch bald, möglichst bis 30. Juni 1943. einreichen, damit der Ablauf der Schulbildung oder Lehre und die Ableistung der Arbeitsdienstpflicht planvoll geregelt werden können. Auch Angehörige des Geburtsjahrganges 1927 können sich bereits jetzt bewerben. Bewerbungen sind zu richten a) für das Heer: an die dem Wohnort des Bewerbers nächstgelegene„Annahmestelle für Offizierbewerber des Heeres“ oder an das zuständige Wehrbezirkskommando: b) für die briegsmartne: an das den Wohnort des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando: c) für die Luftwaffe: an die dem Wohnort des Bewei bers zuständige„Annahmestelle für Otfizierbewerber der Luftwaffe“; d) für die Waften-1f: an die für den jeweiligen Wehrkreis zuständige# Ergänzungsstelle sowie an alle Dienststellen der allgemeinen 1 und Pollzei. Oberkonnande der Wehrmacht. Kreis Wiedenbrück. Verteilung von Gemüsekonserven in den Aemtern Avenwedde, Herzebrock, Reckenberg, Rietberg und Verl. Die mit meiner Bekanntmachung vom 14. April 1943 in Aussicht gestellte Verteilung von Gemüsekonserven in den Amtsbezirken Avenwedde, Herzebrock, Recker berg. Rietberg und Verl kann nunmehr erfolgen. Die Ausgebe der Gemüsekonserven erfolgt an alle Nichtselbstversorger, also an alle Verbraucher die Im Besitz der’rose Nährmittelkarte sind, und zwar auf den Abschnitt N 29 der rose Nährmittelkarte der 49. Zuteilungsperiode. Die Einzelhandelsgeschäfte haben den Abschnitt N 29 der 49. Zutellungsperiode bei der Ausgabe der Gemüsekonserven von den Karten abzutrennen, auf Bogen aufzukleben und den Kartenstellen spätestens bis zum 10. Juni 1943 zur Verrechnung einzureichen. Jeder Abschnitt berechtigt zum Bezuge von 1 Dose Gemusekonserven, Ich weise nochmals darauf hin, daß die Gemüsekonserven nur an solche Verbraucher abgegeben werden dürfen, die in den Im Aosatz 1 genannten Amtsbezirken wohnen. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende Anordnung werden nach der Verbrauchsregelungsstrafverordnung bestraft. Wiedenbrück, den 6. Mai 1943, Der Landrat. Ernährungsamt Abt. B. Haushaltssatzung des Kreises Wiedenbrück für des Rechnungsjahr 1943. Auf Grund des# 6 des Gemeindefinahzgesetzes vom 15. Dezember 1933 (GS. 442) wird folgende Haushaltssatzung festgestellt: 1. Der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1943 wird im ordentlichen Haushalt, in den Ausgaben auf 12 673 600 RM., im außerordentlichen Hausualt in den Ausgaben auf 24000 RM. festgesetzt. 2. Die Kreisumlage wird von den Gemeinden des Kreises wie folgt er hoben: 24 Prozent der Steuerkraftzahlen der Grundsteuer A, 24 Prozent der Steuerkraftzahlen der Grundsteuer B, 24 Prozent der Steuerkraftzahlen der Gewerbesteuer der Stadt Gütersloh, 28 Prozent der Steuerkraftzahlen der Gewerbesteuer der übrigen Gemeinden des Kreises, 24 Prozent der Steuerkraftzahlen der Bürgersteuer, 24 Prozent der Schlüsselzuweisungen der Getriebes der Kreiskommunalkasse in Anspruch genommen werden dürfen, wiedenbrück, dan 1. Aprl 1o43. Der Landrat des Kreises Wiedenbrück. ersch pira diermit gemis 4 9 deun Cemeindeinansgenelten mit dem der : Tangtgemacht, daß der Herr Regierungsprheident, gegen den Entwurf der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes keine Einwendungen erhoben hat. Wiedenbrück, den 3. Mai 1943. Der Landrst des Kreises Wiedenbrück. Klein. Wir stellen welbl. Arbeitskräfte für ganze oder halbe Tage ein. Genehmigung des Arbeitsamtes liegt vor. Niemöller u. Lütgert, Gütersloh. Hohenzollernstr. 47a. Lebensmittelgeschäft in Ahlen 1. W. sucht zum baldigen Eintritt tücht Verkäuferin In Vertrauensstellung. evtl. mit Kost und Logis 1. Hause Zuschr. unt. E 196 an„Die Glocke“ in Oelde. Tüchtiges Halbtagemädchen, nicht zu jung. für sofort gesucht. Genehmigung vom Arbeitsamt liegt vor Näh in den Geschäftsstellen. Tüchtiges Mädchen, nicht unter 18 Jahren, für Hausarbeit, möglichst mit etwas Kochkenntnissen, gesucht Nah. in den Geschäftsstellen. Tüchtige Hausgehilfin für mittleren Bauernhof für sofort gesucht. Näh. in den Gesch. Fleißiges Mädchen, nicht unter 17 Jahren, von kinderr. Familie in Rheda sofort gesucht. Näh. in den Geschäftsstellen. Pflichtjahrmädchen für landw. Haus halt für sofort oder später gesucht Näh. in den Gesch. Jg. Mädchen für Haus und kleine Landwirtschaft gesucht. Näh. In den Geschäftsstellen. Tüchtige Landwirtstochter als Haushälterin gesucht. Bei gegenseitigen Gefallen Heirat nicht ausgeschlos. sen. Schriftl. Angeb. unter 225 on „Die Glocke“ in Oelde. Kreis Beckum. Das Altkleiderlager des Kreiswirtschaftsamtes in ist vom 10. Mei bis 15. Juni 1943 geschlossen. Altkleider werden erst wieder ab 13. Juni 1943 ausgegeben. Beckum, 7. Mai 1943. Der Landrat. Wirtschaftsamt. Amt Ahlen. In der Gemeinde Neuahlen ist ein Jagdhund zugelaufen Der Besitzer wolle sich zur Geltendmachung seiner Ansprüche binnen zwei Wochen im Amtshaus, Zimmer 4, melden. Der Amtsbürgermeister I.. Bickenscheidt. emischn dunsigen Nehme ein Rind auf gute Weide. Näb. in den Gesch. (Schundam Todioren) Brauner Lederkoffer mit Inhalt Dienstag. 4. Mai, im Zuge BeckumLippstadt um 19.40 Uhr im Wagen abhanden gekommen. Zehle dem Wiederbringer bzw. für Angaben der Täterin hohe Belohnung. Näh. in den Geschäftsst. 1 STELLENANGEBOTE Junges Mädchen, zuverlässig, für sof. für meinen Geschäftshaushalt ges. Kochen kann erlernt werden. Theod Northoff, Beckum, Ad.-SchürmannStr. 31, Tel. 3111. Genehmigung des Arbeitsamtes llegt vor. 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Lippstadt, 9. Mai 1043. Unsere drei Kinder bekamen heute ein Brüderchen Kalf. Wir freuen und mit ihnen. Hlidegard Westermann geb. Grochtmann, Ernst Wester mann. Duisburg. Mülheimer Str. 173 5. Mai 1943, z. Z. Langenberg i.., Kr. Wiedenbrück, Antoniuskrenken haus. Danheagugg., Für die vielen weise herzlicher Tellnahme, vielen Bedie uns beim Tode meines geliebten Sohnes und unseres guten Bruders anges wir heerwiesen wurden, danken wir herslich. Familie Wwe. Praas Wienströer Oelde. im Mai 1943. Des Sechswochenseelenamt ist Dienstag. den 11. Mai,.13 Uhr, woru freundlich bingeladen wird. Statt Karten. Danksagung. Wir danken aufe herzlichste allen Preunden und Bekannten für die zahlreichen Beweise liebevoller Antellnahme beim Hinscheiden meines geliebten Mannes, unsera# guten Vatere, Bruders, Schwagers und Onkels Gerhard Schomacker Im Namen aller Angehörigen: Frau und KinFür Glückwünsche und Autmerksam. keiten zur Verlobung danken: Hildegard Veristeffen, Heinz Jürgens Aventredde u. Dortmund-Richlinghofen 9 M Marie Ruschkowsky, Willi Höckelmann. Oelde und Stromberg. Für Glückwünsche und Aufmerksam. keiten zur Vermühlung danken: Heini Berheide und Frau Therese geb Freßmann, Neubeckum. Karl Aschhoff. Gerda Aschhoff geb Galeskl. Beckum, Stromberger Str. Gerd May und Frau Annellese geb. Nienkemper, Neubeckum. Käthe Schomacker und Kinder. Beckum, Im Mai 1943. Sechewochenscelenamt Montag, den 10. Mai,.30 Uhr, in der Liebfrauenkirche. Rat Kadon Allcd. die uns in den Tagen tlefsten Schmerzes beim Heldentod unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders, des Unteroffiziers Laurenz Rasche, In Wort und Schrift ihre Teilnahme erwiesen, danken wir von ganzem Herzen. Familie Bernhard Rasche. Stromberg. Oelde und im Felde, Im Mai 1943. 3Otägiges Seelenamt Donnerstag, 13. Mai..13 Uhr, in der Pfarrkirche zu Stromvas— Danksagung. Für die uns erwiesene Tellnahme beim Hinscheiden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter sprechen wir allen unsern innigsten Dank aus. Pamille Heinrich Berghaus. Stromberg. im Mai 1943. 30tägiges Seelenamt am Dienstag 11. Mal,.15 Uhr, in der Pfarrkirche. Pür Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zur Geburt des Kindes danken: Dr. Sütfeld und Frau. Beckum. Franz Hickstein, irmgard Hickstein. Gütärsloh. Gott, der Lenker aller Schlachten, forderte von uns ein schweres Opfer. ür nahm uns unsern lieben, hoffnungsvollen Sohn, unsern herzeusguten, lebensfrohen Bruder, Schwager, Netfen, Vetter und Onkel Bruno unttenbrink Soldat in einer Heeres-Fla.-Abtig. ür opferte sein junges Leben am 6. April 1943 Im Alter von fast 20 Jahren. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren haben. Möge Gott ihm für seinen Opfertod den ewigen Frieden geben. In tiefem Herzeleid: Bernhard Wittenbrink und Frau Gertrud geb. Kröger, Obergefreiter Josef Poppenborg u. Frau Marie geb. Wittenbrink; Obergefreiter Arnold Wittenbrink und Frau Gertrud geb. Dopheide; Unteroffizier Heinz Schmelter und Frau Anny geb. Wittenbrink: Gertrud Wittenbrink: Hedwig Wittenbrink, Alfred Wittenbrink. Gütersloh und im Felde, den 28. April 1943. Das feierliche Seelenamt findet statt am 14. Mai. 8 Uhr. in der Pfarrkirche zu Güterslch Statt besonderer Anzeige G ee! schlief heute abend 19.13 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager, Neite und Onkel Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Holdentodes meines unvergeßlichen Mannes, meines lieben Vaters, Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkele, Neffen und Vetters sprechen wir allen unsern tiefempfundenen Dank aus. Im Namen aller Angehörigen Familie Wwe. Holtkötter. Wedersloh, im Mai 1943. Sechswochensselenamt Dienstag den 11. Mal,.13 Uhr, in der Pfarrkirche zu Wadersloh. Danksagung. Für die vielen Beweige heralicher Tellnahme, die uns durch Wort und Schrift anläßlich des Heldentodes unseres lieben, unvergeßlichen Bohnes, unseres guten Druders u. Schwagere Pranz in den Tagen tiefster Treuer erwiesen wurden, sagen wir unsern tiefempfundenen. Denk. Be ist uns ein Trost, au wissen, des so viele an unserm tiefen Schmerz innigen Antell nahmen. Femilte Mertin Schwarze. Wiedenbrdek, im Mei 1943. Das SOtägige Seelenamt ist am Dienstag. 11. Mei, 6 Uhr, in der Pfarrkirche zu Wiedenbrück, wozu wir freundlichst einladen. Danksagung. Für die uns erwiesene Tellnahme beim Hinschelden unserèr lieben Mutter sagen wir allen unsern herzlichsten Denk Geschwister Schwipp. Gütersloh, im Miei 1943 30tägiges Seelenumt am Diensteg. 11. Mai, 7 Uhr, in der Pfarrkirche. weise herzlicher Tellnahme, die uns durch Wort und Schrift in unserm groden Schmerz beim Tode meiner innigstgeliebten Frau, unsefer herzensguten Mutter, in den Tagen tleister Trauer erwiesen wurden, sagen wir allen unsern #herzlichen Dank. Familie Bernhard Timmerkamp. D Bokel, Im Mei 1943. 30tägiges * Seelenamt Mittwoch, 12. Mai,.15 Uhr, in der Kirche zu Bokel. Danksagung. Für die vielen Bewoise aufrichtiger Tellnahme in Wort und Schrift beim Tode meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sprechen wir hierdurch unsern tiefempfungengn, Dank Aus. Kinder S t. VIt, im Mai 1943. S0tägiges Seelenamt Montag, 10. Mei,.20 Uhr. Danksagung. Für die vielen Beweise berzlicher Tellnehme beim Heldentod meines lieben, unvergeßlichen, einzigen Sohnes, unseree guten, lebenstrohen Druders Schwagers und Onkels, Peldwebel Priedrich Garthof, denken wir heralich. Frau Wwe. Garthon und Angebörige Das Sechewochensselenamt ist am Dienstag, 11. Mel..30 Uhr, in der Pferrkirche au Beelen. Danksagung. Für die vielen Beherzlich weise herzlicher Tellnahme, die uns in unserm überaus schweren Schmerz anläßlich des Heldentodes unseres lieben, unvergeslichen Sohnes und guten Druders Märtin zutell wurden, sagen wir allen unsern tiefempfundenen Dank. Das allseitige Mitempfinden war uns Trost in unserm schweren Leid. Familie Joseph Rübbelke. Lengenberg. im Mai 1943. Das Sechswochenseelenamt findet statt am Donnerstag, 13. Mel, um 118 10bs. kornt, Aut 993.„ Aquarium, mit eder ohne Pische, zu I keufen gesucht. Otto Diestelkamp. Gütereich, Gartenstz. 2, Tel. 3260. Gabr., Ansget, Schresh„iaualkang grchl, Zogmerer# urndaltenn Güterelch, Fernr. 2251/32.— Guterh. Damenfahrred zu keufen ges. Biete Herren- oder Damenschuhe.! Herren-Lederjache oder Küchenschrank. Näh. in den Gesch. Oaterb. Kinderwagen zu keufen ges. Bleue Wildiederschuhe können mit In Zahlung gegeben werden. Näh to ded Gezch. Kutschwegen su kaufen gesucht Nih. in den Gesch. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns durch Wort und Schrift bei dem schmerzlichen Verluste durch den Heldentod meines lieben Sohnes, unseres guten Bruders und Schwagere Pranz entgegengebracht wurden, sprechen wir allen unsergn tiefempfundenen Bank aus. Femile k. Oethus. Hersebreck, im Mai 1043. 3Otägiges Seelenamt am Dienstag. 11. Mai. f. 18 Uhr, in der Pfarrkirche. 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Mai,.10 Uhr, in der Josefskirche zu Ahlen, wozu freundlich eingeladen wird. Krättiger, 15jähr. Junge(Landjahr gemecht) sucht Lehrstelle in einer Stellmacherei, Kost und Wohnung beim Meister. Joh. Hansmeler, Sudhägerbruch üb. Paderborn. Landwirtstochter, 40 J. elt, Stelle als Haushälterin zum 18. Mai. Zuschr. unt. B 193 an„Die Glocke in Oelde. Suche sum 18. Mai oder später Steilin Geschäftshaushalt, verbunden m kl. Landwirtschaft, wo ich mich weiter in der Küche ausbilden kann. Zuschr. unt. M 203 an„Die Glocke“ in Oelde. Größere Posten Gemüsepflanzen, nur beste Sorten, empfichlt Theodor Ohlmeyer, Obet- und Gemüsebau, Ostenfelde, Ruf Ennigerioh 80. Lutischutzspritsen erneut eingotroffen. Schleifsteine, Mähmeschinenschleifsteine in sehr großer Gödde vorm. H. Orkamp, Nezbeckum. Auflegematratzen in guter Ausführung und Auswahl, 100X200 cmn vorrätig. Potthoff u. Scholl, Warendort. Rüstiger, Alterer Mann, verheirstet. der alle landw. 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Tröstungen der Kirche, Im Al19 Jahren zuu Sendenhorst. den. iröstungen der Kirche, Im A ter von 30 Jahren zu Sendennetet. In tiefer Trauer: Frau Blisabeth Dirichs geb. Grovel und Kinder## lechtbild und Leopeld Beckum, Ahlener Str. 38, Bottrop, Siegen, Hoetmar, Braunschweig. Kunzendorf(Sudetengau) .-Gladbach, Recklinghausen, Lippstadt, Paderborn, 6. Mai 1943, Beerdigung ist in Beckum Dienstag. 11. Mai,.45 Uhr, vom Trauerhause aus, anschließend das feierliche Seelenamt. Auch wir trauern um unsern Arbeitskameraden. Betriebsführer und Gelolgschaft der Firma H. Westu. Söhne. Hatungog. weise inniger Tellnahme beim Heldentode unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Neffen und Vetters, meines lieben Bräutigams, des Obergefreiten Hermann Neuhaus, sagen wir allen unsern herz##lichen Dank. Familie Anton Neu#haus, Anni Rittscher als Braut. Ahlen, Fridericusstraße 48, Im Mai 1943. Sechswochenseelenamt Mittwoch, 12. Mai,.10 Uhr, in der Marienkirche zu Ahlen, wozu Pfreundlich eingeladen wird. 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Dr.-Ley-Siedlung wüien uud heute mittag 12 Uhr unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante, die Jungtrau maria Löppenberg Sie starb nach längerem Leiden, jedoch unerwartet Im Alter von 54# Jahren, verschen mit den Sterbe##sakramenten. Um ein andöchtiges Gebet für die liebe Verstorbene bitten die trauernden Angehörigen Wedersloh, New Hampton (Nordamerika), Neubeckum, Wiedenbrück, Waldliesborn, 6. Mai 1943. Die Beerdigung ist Dienstag. 11. Mai, 9 Uhr, vom Krankenhaus aus, anschließend das feierliche Seelenamt, wozu freundlichst einweioden pies. Datagung, F.— weise herzlicher Tellnahme, die uns durch Wort und Schrift bei dem so schmerzlichen Verlust durch den Heldentod meines innigstgeliebten Mannes und guten Vaters, des Obergefreiten Wilhelm Brieler, entgegengebracht wurden. sprechen wir allen unsern tiefem. fundenen Dank aus. Frau Marthaf Drieler geb. Nakleiski und Töchterchen Annette. WOHAUHGEK 144. Osnabrücker Zuchtvich-Absatzveranstaltung em Freiteg. 21. 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Danksagung. Für die vielen Baweise inniger Teilnahme, die uns beim plötzlichen Heimgange mei nes innigstgeliebten, unvergeßlichen Mannes, unseres guten Veters, Schwagers und Veiters antgegengebracht wurden, sprechen wir allen unsern tefempfundenen Dank aus. Im Namen aller Angehörigen Frau Theresie Trostheide und Kinder. Rhed a, im Mai 1943 Das Sechswochenseelenamt ist Manstag, 11. Mai,.13 Uhr, in der Pfärrkirche zu Rhede, wozo wir herrlich einladen. —-Zimmer-Wohnung, möbl. oder unmöbliert, in Gütersloh oder Umg baldigst gesucht, Zuchr. unter G 198 an„Die Glocke“ in Oelde Abgeschl. Wohnung im östlichen Münsterland bzw. Sauerland ger Tauschwohnung von 5 Zimmern mit Küche usw. In Münster vorhanden. Zuschr. unt. I. 202 an„Die Glocke“ in Oelde Für die Dauer des Krieges suchen wir mit unseren beiden Kindern im Alter von 3 und 9 Jehren—) passende Zimmer In ruhiger land licher Gegend. Zuschr. unt. Z 212 „Die Glochs“ I Runkein het abzugeben Anton Mersmann, Dönninghausen dlb. 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Ihr Leben war stets Liebe und Sorge für die Ihrigen. Um stüle Tellnahme und ein andachtiges Geber für die liebe Ver# storbene bitten: Gerherd Eggersmann, z. Z. im Felde, und Prau ####ris geb. Haveit, Bernhard Eggeismann, z. Z. im Felde, August Schröder, z. 2. im Feide, u. Pran# Aenne geb. Aggersmann. Grelfen, Im Felde, 7. Mai 1943.. Die Beerdigung findet statt #am Mittwoch, 12. Mai. 9 Uhr, von der Kirche aus, anschließend des Vielerliche Seelenamt, wozu freundlichst eingeladen wird Sollte jemand aus Verschen keine besondere Anzeige erhalten haben, bit##ten wir, diese als solche anzusehen. Denksagung. Für die Beweise# herzlicher und aufrichtiger Tellnahme beim Tode meines lieben Mannes und meines guten Vaters Heinrich Heimann sprechen wir hiermit unsern herzlichsten Dank aus. Frau Marie Heimann u. Kind Marianne. Warendor!, Im Mai 1943. Sechswochenseelenamt Donnerstag, 10. Otod. 1 UUhr in der btertenkirche Danksagung. Allen, die durch innige Teilnahme beim Heldentode meines lIaben Sohnes 4 guten Beuders und Schwagers Josef tröllocke in Oelde. M0bl. Wohn- u. Schlafzimmer(zwei Betten) mit Kochgelegenheit oder Küchenbenutzung, in gutem Hause in Rheda oder Umg.(Wiedenbrück! zu mieten gesucht. Zuschr. unter Nr. 707 an„Die Glocke“ in Oelde Wohnung für einen unserenbleitenden Angestellten für beld, evtl. such möbliert, gesucht. Gustav Wilm king GmbH., Gütersloh, Tel. 244# Leer. ed. möbl. Zimmer in Oelde od. Umg. von berufst. Dame gesucht Zuschr. unt. G 219 an„Die Glocke“ in Oelde. Wiedenbrück. Herr in leitender Stei lung sucht möbl. oder unmöbl. Zimmer. Angebote erb. unt. Kennzifter 9 C 1108 an Ale, Bssen, Jullusetr. Hamm(Westt.), Tel. 802. Zweischlätige Beitlade, eichen, Altertum, mit Stahldrahtmatratze, für 70 RM. zu verk. Näh. I. d. Geschäftsst Gebr. Herd für 75 RM. zu verkaufen in St. Vtt. Nih. in den Gesch. Guterh. Kinderwegen, mit Wachstuch ausgeschlagen, für 26 AM. zu verkaufen. Näh. in den Gesch. 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Die eigenen tiger Abwehr feind Verluste oder Beschäl In Tunesien. deutsch-italienischen T mit weit überlegenen heldenhaften Widerst Im Raum südlich Kampfgruppen ihre Pflichterfüllung bis schweren Straßenkän kämpfenden Truppei gen südöstlich der S Starke feindliche Stellungen und den Front scheiterten a der deutschen und it reiche Panzer wui Jeind empfindliche 1 Bei der Sicherung schossen deutsche und artillerie 27 feindlich Jagdflugzeuge ginge Deutsche Kampfflu stunden des 8. Mai Ziele in Südostengl Die schweren Im tunesischen K und Nordamerikaner gewaltige Massieru und Flugzeugen au der erbittert kär Truppen am Medien zu durchstoßen und zubrechen. Hunderte von sei durch die Einbruchs tung auf Tunis. schnellen, von keine hemmten Vormarsch fenden Verbände u südlich der Straße? den Kräfte. Trotz h der Feind an einer greifenden Panzern fangener verlor, ge Sie wurden jedoch und nördlich der gehalten, bis unser der Lage notwendiCpank. 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