EA der deutschsprachigen Presse.M. —** * Amtliches Kreisblatt für. den Stadthreis Luuenlcheig. Die 1 mm Bels ober deren Naum ammigs unr tsit m tu&am S Hmtlichen Appaleas Eie dar Bigas: Wit: id 4cpsahin, Ausluchuan as K&am Hmtiicher Anzeiger fül den Kreis Hitena.**; 2ag, Seizekeung,„ Behggen u. Fiuaner 98.— Telegramm=Käresse: Zeitung Amtliches Kreisblalt für den Stadtkreis Lüdenscheid. K a Amttichel Anzeiger fül den Kreis Kitena. K Fernsprecher: 98.— Telegramm-Adresse: Zeitung. Druck und Verlag von Karl Salfe. Cüdenscheid. Friedrichstraße 91.— Verantwortlicher Redakteur: Wilh.=Lehder, Lüdenscheid. Die 1 mm Zeile oder deren Raum kostet IO Golopfentuge, gammtienrungligen, und Stellengesuche 6 Goldpsennige, Auswärtige 12 Geldpfeunig.,„ Lekörden u. Fianz 50% Aufschlag. keklamen 50 Goldpfennige Das Neueste vom Tage. Die Antwort Poincares auf die deutschen Vorschläge bewegt sich im Sinne der von ihm in seinen Sonntagsreden betonten Forderungen. In der Sitzung des Reichsverbandes der deutschen Presse hielt nach Marx auch Stresemann eine eindrucksvolle Rede. Aus Washington wird gemeldet, daß Präsident Coolidge zahlreiche Zegnadigungsgesuche der in Amerika inhaftierten deutschen : Kriegsgefangenen unterzeichnet hat. Der Gesandte von Uruguay in Berlin, Dr. Frederico Susviela Guarch, hat sich vom Reichspräsidenten und vom Reichsaußenminister sowie vom Staatssekretär des Auswärtigen Amverabschiedet, um zu. einem längeren Erholungsurlaub in sein Heimatland zurückzukehren. Die römischen Blätter geben ihrer Besorgnis über die deutschfranzösischen Sonderverhandlungen Ausdruck. So schreibt at sei, auich bei den stangzsischdeuschen Sonderverhand. lungen vertreten zu sein. Aus Lissabon wird gemeldet: Der Präsident der Republik beauftragte Baro Castro mit der Neubildung der Regierung. Das zurückgetretene Ministerium war gerade einen Monat im Amte. In der Versammlung der Zechenbesitzer in Essen am 15. ds. wurde der Beschluß gefaßt, eine starke Herabsetzung der Kohlenpreise vorsarchnen:,„der Preis für Gasförderlohle wird sich auf 23,50 Goldmark ermäßigen. * Eine bedeutsame Stresemannrede. Deutschlands Leiden. Berlin, 17. Dez. Im Mittelpunkt des gestrigen Reichstagssshissse ne das e Perliner Presse stand eine bedentsame politische Rede des deutschen Außenministers. Dr. Stresemann wies einleitend darauf hin, daß in allernächster Zeit die zweite Serie derjenigen Akten veröffentlicht werde, die von Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes herausgegeben worden sind, um Licht zu verbreiten über die deutsche Außenpolitik vergangener Zeiten. Wir können die Weltpropaganda nicht durch die ausländische Presse verbreiten, können nicht verlangen, daß sich die Welt für Deutschland einsetzt, wenn wir uns nicht selbst dafür einsetzen. Wir hätten zu erklären, daß wir auf uns nehmen und auf uns genommen haben, wie kein anderes Volk, Entbehrung und Kot, um die Pflichten des Versailler Vertrages zu erfüllen. Die Publikationen des Auswärtigen Amtes werden hoffentlich auch ein Beispiel geben für andere Staaten und Regierungen, ihre Archive zu öffnen und einen Einblick zu geben in alles, was vorgegangen ist, in der Welt zu vergangenen Zeiten. Dr. Stresemann fuhr dann fort: Heute ist fast ein halbes Jahrzehnt vergangen, seit der Weltkrieg zu Ende gegangen ist. muß man fragen: Ist denn in Deutschland Frieden? Wir sehen deutsches Land besetzt, auch solche deutsche Gebiete, für die Besetzungsgründe nicht im Versailler Vertrag stehen. Wir sehen deutsche Gefangene, die das Weihnachtsfest in der Gefangenschaft in fremdem Lande verleben müssen. Wir sehen auf deutschem Boden eine fremde Verwaltung. Wir sehen im besetzten Gebiet eine Unterdrückung der öffentlichen Meinung, wie sie ohne Beispiel in der Geschichte dasteht. Dazu sehen wir eine finanzielle I und wirtschaftliche Not so stark, daß man fragen muß, wie lange # sie überhaupt noch zu ertragen ist. Ist das Lebens, ist das FreiDabei möchte man uns auch hierfür die Schuld aufbürden. Dr. Stresemann führt dann eine chronologische Aufzählung aller der Versuche an, die er gemacht habe, eine Verständigung mit Frankreich zu finden. Sie seien alle vergeblich geblieben. Oft sei nicht einmal eine Antwort auf unsere Angebote gegeben worden. Wir hatten dann den Widerstand an der Ruhr beendet in der Annahme, daß dieser Entschluß die internationalen Verhandlungen herbeiführen werde. Auch das sei aber nicht erfolgt. Der gestrige Schritt der deutschen Regierung bei dem französischen Außenminister habe wieder zu einem Einwand geführt, der passive Widerstand sei immer noch nicht beendet, da die Militärkontrolle in Deutschland immer noch nicht eingeführt sei. Daß die deutsche Abrüstung in einem Maße durchgeführt worden ist, wie noch nie von irgend einem anderen Volke, daß wir weniger in der Lage uns gegen irgendeinen Feind zu wehren, als manches kleine Volk, das steht für jeden, der sehen will, über allem Zweifel fest. Venn wir uns gegen die Wiederaufnahme der Kontrolltätigkeit gewehrt haben, so geschah es deshalb, weil die Erregung in Deutschland so groß ist, daß wir die Verantwortung für Leben und SicherLeit derjenigen, die die Kontrolle vornehmen, heute nicht übernehmen können. Die Besonnenheit des deutschen Volkes nach den Vertstgungen sei geradezu bewundernswert. Wenn wir direkte Verhanolungen mit Frankreich eröffnet haben, so geschah es, weil dir uns dazu gegenüber den Volksgenossen an Rhein und Ruhr eerpflichtet fühlten. Unser Rechtsstandpunkt sei vollkommen klar: Wir haben niemals die Legalität des Ruhreinbruches anerkannt und können sie auch nicht anerkennen. Ich wiederhole, was ich schon als Reichskanzler gesagt habe: Unser ist das Land, unser ist der Boden, unser ist das Eigentum an dem Staatsbesitz, der sich dort befindet, unser ist das Recht auf eine deutsche Verwaltung im deutschen Land, und wer sich gegen die Gesetze vergangen hat, gehört vor ein deutsches Gericht. Dr. Stresemann versichert dann, daß die beiden von der Reparationskommission eingesetzten Ausschüsse seitens der deutschen Regierung jede Unterstützung finden würden für ihre Arbeiten, nicht an uns werde es also liegen, wenn die Arbeiten der Kommission nicht zum Erfolg führen sollten. Das beste Mittel, unsere Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, uns Brot und Nahrung zu geben, sei die Sicherheit von Ruhe und Frieden durch eine vernünftige Außenpolitik derjenigen, die uns bisher zu dieser Ruhe, diesem Frieden und dieser wirtschaftlichen Entwicklung nicht haben kommen lassen. Wenn man uns diese ruhige Entwicklung von außen garantierte, so würden wir auch im Innern ruhigeren Zeiten entgegengehen. Heute sind wir gewiß, daß wir ein krankes Glied am europäischen Körper sind. Heute sind wir so weit, daß unsere Kaufkraft im Mittelpunkt der Erörterung auch anderer Völker steht, weil sie davon mit betroffen sind. Heute sind wir so weit, daß wir die charitative Hilfe der ganzen Welt haben anrufen müssen, um Deutschlands Not zu steuern. Es sei ihm eine angenehme Aufgabe, fuhr der Außenminister fort, hier vor der großen Offentlichkeit den Dank auszusprechen für alles, was in der ganzen Welt sich regt in einem„Sicherinnern“. Dr. Stresemann schloß seine Ausführungen mit einem Appell an die Presse, in all' den schweren Zeiten, denen die Außenpolitik entgegengehe, der deutschen Regierung zur Seite zu stehen. Nachdem Deutschland das Schwert zerschlagen ist, sei Deutschland die geistige Waffe der öffentlichen Meinung geblieben. Wir müssen davon Anwendung machen, um unserer Zukunft willen.(Langanhaltender Beifall und Händeklatschen.) Vorsitzender Dr. Metzger gab dem Reichskanzler und dem Außenminister die Versicherung, daß von seiten der deutschen Presse alles geschehen solle dahin zu wirken, daß das deutsche Volk aus schwerer Gegenwart in eine bessere Zukunft gelange. Die Besprechung in Paris. Poincares Standpunkt.— Geringe Herr von Hoesch bei Poincare. Paris, 15. Dez. Der Besuch des deutschen Geschäftsträgers, Herrn von Hoesch, bei Poincare hat heute vormittag um 9½ Uhr stattgefunden und etwa ¾ Stunden in Anspruch genommen. Herr von Hoesch richtete an den französischen Ministerpräsidenten namens seiner Regierung die Anfrage, ob Frankreich mit der Wiederaufnahme direkter Verhandlungen, nun, da der passive Widerstand im Ruhrgebiet offiziell als beendet angesehen wird, einverstanden sei. Die Besprechungen sollen sich im wesentlichen auf die Ruhrfrage und ihre verschiedenen einzelnen Probleme, wie die Besatzungskosten, die Industrieverträge, Zollregelung usw. beziehen. Die Reparationsfrage wurde in der heutigen Aussprache kurz berührt, aber wieder fallen gelassen, da sie in den Wirkungsbereich der Reparationskommission gehört. Herr Poincare hörte die Ausführungen des Geschäftsträgers in durchaus entgegenkommender Haltung an. Er stellte Zwischenfragen, die ein Interesse an den deutschen Vorschlägen erkennnen ließen. Er wollte jedoch seine Entscheidung nicht sofort bekanntgeben, sondern er wünschte zunächst, daß der deutsche Vertreter seine Anregungen in schriftlicher Form vorlegen möge. Herr von Hoesch wird ein solches Schriftstück im Laufe des Tages noch überreichen lassen. Es ist wahrscheinlich, daß Poincare seine Antwort noch heute abend bekanntgeben wird. Es herrscht hier der Eindruck vor, daß diese Antwort die Annahme der deutschen Vorschläge bringen werde. Die Botschafterfrage ist, wie uns versichert wird, bisher noch nicht zur Sprache gekommen. Verabredung gleicher Beantwortung. Paris, 15. Dez. Aus Brüssel wird gemeldet, daß der deutsche Brüsseler Geschäftsträger gestern um eine Audienz bitten ließ. Jaspar erklärte sich bereit, ihn heute vormittag 11 Uhr zu empfangen. Seit gestern ist zwischen Paris und Brüssel ein lebhafter Meinungsaustausch im Gange. Poincare empfing gestern am Quai 'Orsay den belgischen Gesandten, während um dieselbe Zeit der französische Gesandte in Brüssel sich zum Außenminister Jaspar begab. Die französische und belgische Regierung beabsichtigen, die deutschen Vorschläge in allgemeinen Besprechungen die heute sowohl hier, wie in Brüssel erfolgen werden, in derselben Weise zu beantworten. Die Zwingherren. Paris, 15. Dez. In einem scheinbar offiziösen Artikel bespricht das„Echc de Paris“ den französischen Standpunkt in der Rhein= und Ruhrfrage. Darin wird gesagt, daß das Rhein= und Ruhrgebiet entsprechend den wiederholt abgegebenen französischen Versicherungen nach Maßgabe der deutschen Zahlungen geräumt werden solle, unter dem Vorbehalt, daß die französische Regierung das Druckmittelsostem weiter in der Hand behält. Auf die Wüniche der lokalen Bevölkerung und die der Reichsregierung könne Rücksicht genommer werden. Das System der direkten Abschlüsse mit d n Industriellen könne nicht verlassen werden, jedoch solle Deutschland ein Recht darauf haben, zu dem Inhalt der getätigten Verträge Bemerkungen zu machen und seine persönlichen Vorbehalte zu bezeichnen. Bezüglich des Rheinlandes sei darauf zu verweisn, daß der Versailler Vertrag Räumungsfristen vorschreibt, die an bestimmte Klauseln geknüpft sind. Die Interalliierte Rheinlandkommission würde auch fernerhin ihre Tätigkeit aufnehmen müssen. Die Besetzung des Rheinufers und des Brückenkopfes Kehl bedeutet ein n Karinalpunkt der französischen Sicherung und ein Druckmittel für die Erlangung der Reparationen. Frankreich muß schließlich ablehnen, mit Deutschland über das künftige politische Regime im besetzten Gebiet zu verhandeln. Die französische Antwort. Paris, 17. Dez. Die französische Regierung hat gestern abend um 8 Uhr Herrn von Hoesch die Antwort auf die Samstag abend erfolgte Mitteilung der Reichsregierung überreichen lassen. Das französische Dokument hat, wie ein Kommunique des Quai'Orsay mitteilt, folgenden zusammengefaßten Inhalt: Würdigung der deutschen Nachdem der passive Widerstand im Ruhrgebiet aufgehört zu haben scheint, erklärt Herr Poincare, daß er stets bereit sein werde, mit den offiziellen Vertretern der deutschen Regierung über sämtliche Fragen, mit denen diese Regierung ihn zu befassen wünscht, zu verhandeln, wobei er jedoch betont, daß die französische Regierung sich im Hinblick auf die Probleme, die auch die anderen Verbündeten interessieren, das Recht vorbehält, vor einer Antwort mit ihnen Fühlung zu nehmen.— Was die Reparationen anbelangt, so wird die französische Regierung nicht zugeben, daß die auf Grund des Versailler Vertrages begründete Reparationskommission abgesetzt wird, noch daß irgendeine Lösung, die nicht streng mit diesem Vertrag übereinstimmt, in Erwägung gezogen wird. Die Reparationskommission wird daher mit sämtlichen ihr übertragenen Machtbefugnissen in Funktion bleiben, ohne daß ihre Rechte dem Reiche gegenüber verringert werden könnten. Der von der deutschen Regierung vorgeschlagene Meinungsaustausch, den die französische Regierung nicht ablehnt, können daher nicht eine Beeinträchtigung der Vorrechte dieser Kommission oder direkte oder indirekte Anstalten, die eine Revision des Vertrages zum Ziele oder zum Ergebnis haben, bezwecken. Hinsichtlich der Frage von Rhein und Ruhr bleibt die französische Regierung bei dem Standpunkt, den sie wiederholt darlegte, daß sie in keine Absetzung der farnko=belgischen Regie im Ruhrgebiet, noch der Interalliierten Rheinlandkommission in den auderen Gebieten einwilligen kann. Was die Begründung eines modus vivendi in der einen oder anderen der beiden Gegenden anbelangt, so ist der französische Ministerpräsident stets bereit. einer Anregung der Berliner Regierung Gehör zu schenken und sie nötigenfalls mit einem Gutachten an die zuständigen Behörden weiterzugeben. Insbesondere erklärt er sich bereit auf sämtliche Verhandlungen einzugehen, die auf die Verlängerung der Abschlüsse mit den Industriellen, auf die Wiedererweckung des Wirtschaftslebens, sowie schließlich auf administrative Fragen Bezug haben, wobei sich natürlich die französische Regierung das Recht vorbehält, der Rückkehr ausgewiesener Personen nur nach Prüfung jedes einzelnen Falles zuzustimmen. Herr Poincare stellt zum Schluß fest, daß die Interalliierte Kontrollkommission noch immer ihre regelmäßige Tätigkeit nicht hat aufnehmen können, und er erklärt, daß, solange diese Tätigkeit nicht wieder begonnen habe, Deutschland nicht behaupten könne, daß es in soyaler Weise die Bestimmungen des Versailler Vertrages erfülle. Folgen der Regie für die Schweiz. Zürich, 18 Dezbr. Der Berner Korrespondent des Züricher Tagesanzeigers“ bespricht unter der Ueberschrift:„Die Schweiz als Leidtragende" die Rückwirkung der französischbelgischen Eisenbahnregie auf die Schweiz und gelangt zu der Schlußfolgerung, daß die Schweiz die hohen Frachtsätze der Regie zahlen müsse und damit aus ihrer Haut zum großen Teil die Gewinne zur Deckung der Wiederherstellungsschulden geschnitten würden oder daß sie für Einfuhr und Ausfuhr ausschließlich den französisch=belgischen Wegen ausgeliefert sei. Das schweizerische Interesse aber gehe dahin, möglichst viele Wege für die Ein= und Ausfuhr offen zu haben, die sich gegenseitig unterbieten. Was für die Eisenbahnen gelte, gelte erst recht für die Rheinschiffahrt. Wer die Eisenbahnzufahrtlinien zu den Rheinhäfen in der Hand habe, habe auch den Rhein selbst in der Hand. Die Schweiz wäre also mit ihrer gesamten Wirtschaft ohne wirksame Gegenmittel der französisch=rheinischn Verkehrs= und Tirifdiktatur ausgeliefert. Anders sei es aber, wenn die Bahnen des Rheinlandes in dem Gesamtnetze der deutschen Eisenbahnen bleiben würden. Sie müßten dann allerdings an den Wiederherstellungen mittragen. Aber gerade deshalb hätte die Reichsbahn ein In Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. fruchtbaren Zweig ihres Netzes einen recht starken Verkehr zu ziehen. Da ihr die Möglichkeit von Ausnahmeweun G. die Tarite desonen Verkehrs fehle, könne sie das nur, bewerd holländischer e geen Netes niedrig halte. Der Wet und deutscher Häfen gegen die belgisch=französischen Häfen würde einen neuen Anreiz erhalten. Den Nutzen die Schweiz, Holland und Italien ziehen. Im Faaue Peige wahiden Absichten des Wiederherstellungs. gichen B. das wohl bei einem Uebergewicht der franzi„#eiligung auch fur Antwerpen Befürchtungen hege, solle rlegen, daß die Einnahmen der ungeteilten deutschen Reichsbahn zugunsten der Wiederherstellung verpfändet würden. In gleicher gichtung dürften auch die schweizerischen Interessen gehen. Politische Rundschau. Die Sozialdemokraten verlangen den Rechtsausschuß. Berlin, 15. Dez. Im Auftrage der sozialdemokratischen Reichson hat der Abg. Dittman an den Reichstagspräsidenten schusse deg wieschetagesud um Einberufung des Rechtsaus. des Reichrtages gerichtet. In dem Schreiben wird die Versugung des Dresdener Militärbefehlshabers, die die Aufbartel der Deutschsltischenistischen Arbeiter. Partel, der Alle(chef Freiheitspartei, der Kommünstischen Agemeinen Arbeiterunion und der syndikalistischen Arbeiterföderalion, sowie des Bundes internationaler Kriegsopfer für die, läichlischen Gemeindewahlen untersagt, als eine Verletzung strafgesetzhr.: 1 Hereschene i ersalsgug, und des S 107 des Reichsstrafgesehbuchs bezeichner, ba die Verfügung die Freiheit der Wahlen für bestimmte Teile der Wählerschaft bei der dortigen Gemeindewahl aufhebe. Es sei Pflicht und Recht des Reichstages, dagegen Stellung zu nehmen. Amerika und deutsche Auslandsguthaben. 15. Dez. Offiziell wird mitgeteilt, Präsident Coolidge stehe aus dem Standpunkt, daß die amerikanische Regierung außerstande sei, die Nachforschungen zur Ermittlung der veutschen Auslandsguthaben bei den Banken nach den Beschlüssen der Reparationskommission zu ermöglichen. Amerika lehnt Beschlagnahme deutscher Auslandsguthaben ab. ## London, 16, Dez. Aus Washington wird gemeldet, daß CooAoge, Olben Houng und Dawes als Sachverständige Amerikas im Untersuchungsausschuß ernannt hat. Coolidge hat ferner erktart, Amerika werde, falls die Sachverständigen des Unterhaben beschleßen würden. schlusses entschieden ablehnen. Jena, Auflösung des thüringischen Landtags. 9.14. Dez. Der thüringische Landtag hat heute nacht visten beschlossen uich gufeu d Burgerlichen und Kommunesien Reschlössen, sich aufzulösen. Ministerpräsident Frölich brachte zum Schluß den Wunsch zum Ausdruck, daß sich die Wahlen in den notwendigen Bahnen halten möchten. Die deutsche Levensmittolanleihe. Washington, 15. Dez. Es wird mitgeteilt, daß die amerikanische Regierung, ohne sich selbst an einer deutschen Anleihe in den Vereinigten Staaten zu beteiligen, gestatten werde, daß amerikanische Geldgeber Deutschland zur Hilfe kommen. Im Weißen Hause wurde jedoch von Präsident Coolidge erklärt, daß die Unterbringung einer deutschen Anleihe in den Vereinigten Staaten in Höhe von 70 Millionen Dollar, die zum Einkauf von Lebensmitteln zu dienen haben werde, von der vorherigen Genehmigung der verbündeten Regierungen und von der der Reparationskommission abhänge. Falls Deutschland sich diese Genehmigung zu verschaffen weiß, so will die amerikanische Regierung die Unterbringung der fraglichen Anleihe begünstigen. Anteihe Erganstigen. Folgen der spanisch=italienischen Verbindung. London, 15. Dezbr. Der diplomatische Berichterstatter des Daily Telegraph schreibt, die neue Mittelmeerentente zwischen Italien und Spanien sei dazu angetan, die Bande gemeinsamer Interessen zwischen Frankreich und Serbien zu stärken. Diese Tatsache könnte Frankreich sogar veranlassen, eine freundschaftlichere gegenüber Griechenland einzunehmen und eine serbischgriechische Allianz zu fördern. Wenn dann das adriatische Meer jetzt in ein Mare Klausum umgewandelt werden könnte, so sei es umso wesentlicher, daß Frankreich und Serbien zu jeder Zeit eine sichere Verbindung über Salonikt haben. Eine große Frage, die in dieser französisch=serbischen Erörterung eine große Rolle spiele, seien die zukünftigen Beziehungen zu Sowjetrußland. Die Tschechoslowakei sei der erste Staat der andere wrastische Pasen der in Moskau über wirtschaftliche und andere Prättische Vereinbarungen verhandelte. Auch Rumänien verhandele, wenn auch nur zögernd, über die Bedingungen, die zu einer rechtmäßigen Anerkennung der Sowjetregierung als Komparation für die Anerkennung der rumänischen Souveränität über Beßführen könnten. Sogar Griechenland habe Mission mit diplomatischen und wirtschaftlichen Befugnissen nlsch desen Hesandt. Jetzt sei Ferbien an der Reihe, denn Pastisch, bessen Russenfreundlichkeit immer noch bestehe, hat beschlossen, normale Beziehungen mit Moskau sobald wie möglich aufzuAus der deutschnationalen Partei. 14. Dez. Die Parteivertretung der Deutschnationalen Volkspartei fand am 14. Dezember vormittags ihre Eröffnung mit Gesgenten, herz, Parteivorsitzenden Hergt und des Abgeordneten „ Ge# uder die Haltung der Partei. In der darauf folgenden Aussprache kamen besonders die Vertreter der besetzten und Ruhr, der nationalen Arbeiterschaft und Sie ergab in ihrem Verlauf volle Zustimmung der Parteivertretung zu dem von der Fraktion und der Paraufgestelten Ziel der baldigen Herbeiführung von NeuReichstag bringen solen. Simung des Voltes Dr. von Knilling beim Stahlhelm. München. 15. Dez. Ministerpräsident Dr. von Knilling erschien gestern auf dem Weihnachtsfest des Bundes„Stahlhelm" und wies in einer Ansprache auf die schwere Not hin, die in den letzten Wochen über Dayern hinweggegangen sei. Der nationale Gedanke durch peor leoendig, gerden und mit Macht wieder erstehen. Die vie Not der letzten Zeit zerstreuten Kreise sollen wieder zu gemeinsamem Handeln geführt werden. Gerade im Stahlhelm sei diejenige Organisation zu sehen, die sich die geschlossene Verfechtung des nationalen Gedankens zur Aufgabe gemacht hat. Der Väinisterpräsident versicherte, daß er es als eine erste nationale Pflicht erachte, dem nationalen Gedanken Geltung zu verschaffen. Zum Aufstand in Mexiko. Berlin, 15. Dez. Aus dem Hauptquartier de la Huertas in Veracruz wird der Agencia Duems gemeldet, daß die Aufstänsen eine vorläufige Regierung unter de la Huerta als Präsiden" gebildet haben. Zum Minister des Auswärtigen wurde Lice. Manuel Alvarez del Castillo ernannt, der bis vor kurzem die biegierung Obregon in Berlin vertrat und seine Entlassung einum an der Seite de la Huertas den Kampf gegen die Regierung Ovregon aufzunehmen. Alvarez del Castillo hat an die Werishaischafte u Posulate im Ausland eine gerichtet, in der er die Gründe der Erhebung gegen die Regierung Obregons darlegt und die mexikanischen Auslandssich der Regierung anzuschließen. Die Stärke Frachen Prürd-C mit 25 00 Mann angegeben. Da das reguläre Dier sgische der nur rund 40.000 Mann zählt, so würden, wenn bewahrheitet, die Revolutionäre den regierungstreuen Truppen zahlenmäßig wesentlich überlegen sein. Paris, 15.„.— Indastrrr bestätigt, daß sprechungen zwischen veutschen und französischen Schwerinduhrief len im Gange sind. Es handelt sich nach dem Bericht um den Austausch von Erzen und Kohlen, sondern auch um: Einführung französischen Industrie= und Gewerbebetriebe im g“ gebiet in Form von Beteiligungen oder laufenden Kontrakten. Besprechung mit Aerzten und Kassen. 14. Dez. Das Reichsarbeitsministerium hat 17 ac. bände der Aerzte und Krankenkassen für Freitag, den 21. Dezzu einer Besprechung der Sachlage und zur Vorarbeit der Tagung des Abeitsausschusses eingeladen. Die Aerzte haben die Teilnahme an der Besprechung zugesagt.6 Französische Hilfe gegen die englische Arbeitslosigkeit. Paris, 14. Dez. Wie der„Matin“ mitteilt, wurde gesten zwischen dem französischen Arbeitsministerium und dem engli Ministerium für die öffentlichen Arbeiten ein Vertrag zur Bekämpfung der englischen Arbeitslosigkeit abgeschlossen. Die französische Regierung hat auf Grund dieses Vertrages die Arbeitgeber in den verwüsteten Gebieten Nordfrankreichs eingeladen, Mitteilungen über die von ihnen benötigten Arbeiter zu machen unter gleich zeitiger Angabe der Bedingungen. Diese Mitteilungen sollen an das englische Ministerium weitergegeben, werden, das die geforder ten Arbeiter nach Frankreich schicken wird. Pariser Presseskandal. Deutsche und französische Industrielle. Dez.„Journee Industrielle" Paris, 15. Dez. Die„Humanite" veröffentlicht einen neuen Brief aus dem Nachlaß des russischen Botschaftsrates Raffalo, witsch, in dem auf das angesehenste Organ der Pariser Presse an gespielt wird, und der daher das größte Aufsehen erregt. Die „Humanite“ zitiert unter anderem einen Brief, in dem Raffalo. witsch den„Temps“ als käufliches Blatt bezeichnet und sich auf eine Aeußerung des gegenwärtigen Direktors des„Pett Parisien" Ducki, beruft. Dieser behauptet vom„Temps“, er sei käuflich wie eine Dirne. Ein Erdbeben. Bogota, 16. Bez. Durch ein Erdbeben in Columbien wurden viele Menschen getötet und eine große Anzahl verletzt. Die Stadt Cumbal an der Grenze von Ecuador wurde zerstört. Aus der Trümmern der Stadt sind bis jetzt 85 Tote geborgen. Die vol Ausdehnung des Erdbebens ist noch nicht bekannt. Neue Kämpfe in Mexiko. Newyork, 15. Dez. Die mexikanischen Rebellen sollen nach den neuesten Nachrichten den Eisenbahnpunkt Oriental, 120 Meilen ...„von Meriko=City, nach heftigen Kämpfen eingenommen haStum wicklich spielen sich neue srampfe zwischen ihnen und den Streiltraften des Präsiventen Obregon bei San Marcos, einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt ab. Newyork, 15. Dez. Nach einer Meldung aus Los Angeles erklärt die mexikanische Regierung, daß sie alle Waren, welche unter fremder Flagge nach Bera Cruz gelangen, als Kriegskonterkande, betrachte, solange der Hafen in den Händen der Aufstänvom Tage. Keine selbständigen Devisennotierungen in Köln. #.# Köln, 15., Dez. Wie das„Kölner Tageblatt“ hört, ist die Arsicht, in Koln selbständig Devisen zu notieren, also evtl. auch andere Kurse festzusetzen als die von Berlin notierten, nach längeren Verhandlungen mit den zuständigen Berliner Stellen fallen gelassen worden. Es bleibt also bis auf weiteres bei dem inoffiziellen Freiverkehr. Verlorenes Paradies. Roman von B. Riedel=Ahrens. Amer. Copyright 1913 by Greiner u. Comp. Berlin W. 30. 29— Nachdruck verboten. Stadt und Land. Lüdenscheid, 17. Dezember. Nur 50 Pfennia! Das Ladenfräulein zuckt mit den Achseln, als eine ältere Dame über den Preis erstaunt ist, den die Kleinigkeit kosten sol, und ausruft: Fünfhundert Milliarden dafür? Das Fräulein antwortet sehr von oben: Ich bitte Sie, was sind 500 Milliarden! Es sind ja nur 50 Pfennig!„Die Dame ist für diese Belehrung sehr dankbar, sie lächelt seltsam und hat einen Augenblick Lus, dem jungen Menschenkind auch eine Belehrung zu erteilen. Aber sie unterläßt es schließlich und legt ihre 500 Milliarden, die nm 50 Pfennig sind, auf den Zahltisch. Ein Herr holt in einem Schuhwarengeschäft seine frisch besohlten Stiefel ab. Auch die Absätze sind erneuert. Man hat ihn bei der Bestellung gesagt, die Sache wird zwischen drei bis vier Billionen kosten. Jetzt soll er über sechs Billionen bezahlen und äußert sein Erstaunen über den hohen Preis. Während das Ladensräulein, das ihm die Stiefel einpackt, erklärt, die Preisberechnungen bei der Bestellung erfolgten„nur unter Vorbehalt“, schallt es auf einmal von der Kasse aus herüber: Die Sache ist doch nicht weiter aufregend, sechs Billionen sind ja nur sechs Mark! Diesmal schweigt der Käufer nicht, er sagt unter einer Verbeugung: Ich danke Ihnen sehr, mein Fräulein, für Ihre Ecklkrung, daß sechs Billionen sechs Mark sind. Vor zehn Jahrenkostete eine solche Reparatur viel weniger, und selbst angenommen, sie hätte ebenso viel gekostet, so bedeutete dieser Betrag bei dem damaligen Durchschnittseinkommen bei weitem nicht das, was er heute bedeutet.“ Oder bringt gerade Ihnen Ihre Tätigkeit an der Kasse so viele hundert Billionen ein, daß sechs Billionen dabel keine Rolle spielen?“ „Das nun gerade nicht,“ antwortet das Fräulein ziemlich ver legen. „Nun also.“ schallt es zurück,„aus welchem Grunde schließen Sie dann, daß sechs Billionen bei mir keine Rolle spielen, indem „Du sprichst in einer Weise, die mich kränken könnte,“ sagte Simona, betroffen von Annelieses zurückweisendem Ernste.„Habe getan? Sieh dir wenigstens unterdessen entzückenden Sachen an, die ich für euch kommen ließ— dort im nebenzimmer, auf dem Flügel.“ sans Vemabega wirklich keiner Stoffe, für mich hafst du dich umverdiene ich durch meine Arbeit.“ Simona lächelte versöhnend. „Meine, stolze Anneliese, du befindest dich in ausnehmend kriegerischer Stimmung, da muß ich wohl klein beigeben und mich zu # weiteren Scharmützeln mit dir zu stärken! Dort steht der schst, Fräalein gu Dingen gedekt, wenn du es also nicht vordeine Geselschaktsues und mich essen zu sehen, dann schenke uns e#Isch bin nicht zum Scherzen aufgelegt und gehe so lange in a. Sitest, fragte Simona gespannt, als das Mahl beendet und .. nn.„e aufgefordert hatte, mit ihr zu ungestörter Aussprache in ven Erlersaton gehen,„was hast du gegen mich?“ „Ich habe eine Bitte an dich; sie betrifft Maria.“ Simona zuckte bei dem Namen leicht zusammen. „Was könnte es für eine Bitte geben, die ich euch nicht erfüllte, wenn es in meiner Macht liegt?“ heikler Natur, und du siehst mich zu diesem Zwecke auch nur hier bei dir, nachdem ich wochenlang mit mir im was ich Sepesen;. tausend Gefühle sprachen für und wider das, wus ly za run im Begriff stand. „Sprich nur, Anneliese.“ diese nach längerer Pause mit st reich an allem, was das Herz sich wünschen kann, es gibt nichts, Wonuch du die Hand nicht strecken dürftest, um es nennen; und Maria ist arm; sie besitzt nichts— als das Glück ihrer Vereinigung mit Holger Storm.“ in„PPo., soll das hinaus?“ warf die junge Frau stirnrunzelnd ein, Wührend sie, den Kopf zurückgelehnt, in ihrer Diwanecke saß. der Taue bergr ihr nicht derweliese beiser und in beschwörendem Tone herdot,„ihl nicht bus einzige Gut, das sie besitzt, zu entziehen: die Liche ihres Verobdten: st. Auf dem Antlitz der jungen Frau zeigte sich der Ausdruck tiefverletzten Stolzes und ihre Augen flammten. uu bist sehr kühn, meine liebe Anneliese! Habe ich dir etwa schnldigen uu Lärkens „Nein, nicht mir; es handelt sich nur um Maria. an. Simona, und vergib mir meine ungeschickte Sprechweise— das Herz ist mir zum Zerspringen voll! Dort ist Maria, einfach und anspruchslos, und die sechs besten Jahre ihres Mädchenlebens opferte sie ihrem Bräutigam und hier bist du, jung und schön, eine Frau von Geist und Welt, mit dem Nimbus umgeben, den ein großer Besitz verleiht; wäre es da nicht sehr leicht möglich, daß ein Mann wie Holger Storm, geblendet von dem allen, Maria übersieht, um sich dir zuzuneigen?“ „Und wenn es geschähe, wäre es meine Schuld?“ „Ja,“ sagte Anneliese überzeugungsvoll,„es wäre deine Schuld. „Das ist ein Irrtum: die Liebe kommt und geht, ohne unser Zutun; sie schwebt wie das ewige Fatum über dem Menschen— eines Morgens erwacht man, und sie ist da.“ „Darin magst du recht haben, das will ich nicht bestreiten. Nehmen wir also einen Augenblick an, Holger würde von dieser Neigung zu dir erfaßt; aber er wird sie überwinden, Simona, wenn du ihn so in Schranken hälst, daß er sich nicht erdreistet, dich mit seiner Liebe zu behelligen. Vergib mir, daß ich dir so schruff entgegentrete, aber das kannst du, und das ist es, was ich im Namen Marias von dir erbitte, obgleich sie nicht ahnt, weshalb ich heute hierher gegangen bin. Willst du mich verantwortlich machen für die Gefühle Holger Storms?“ warf Simona, der diese Unterredung überaus peinlich war, zerstreut ein. ntm, Feichst mir aus, oder willst du mich nicht verstehen.“ enigegnete Anneliese lebhaft,„mag er empfinden, was er will, dir gegenüber und es mit sich selbst auskämpfen, er ist daran schuldlos, und ich will es zugeben, vielleicht du ebenfalls! Deine unsühnbare Schuld jedoch würde in dem Moment beginnen, wo er es wagt, sich dir zu erklären, denn in jedem halbwegs gebildeten Manne lebt eine heilige Scheu vor der Unantastbarkeit der reinen Frau: immer, ohne Ausnahme fast, wird er nur so weit gehen wie sie selbst es ihm gestattet. Mag ich sie auch nicht, so muß ich den Männern doch dies Zeugnis geben, das erfordert mein Gerechtigkeitsgefühl: Ihnen gab die Natur mehr körperliche Kraft, Beharrlichkeit und Konzentration, wir aber erhielten dafür die Waffen der List und Klugheit, denen er, unbeholfener und harmloser, nicht velruchsen ist. Und darin besteht nun meine dringende Bitte, Simona, den tragischen Konflikt, den ich herannahen sehe, dadurch zu vermeiden, daß du Holger Storm in angemessener Entfernung hältst.“ Höre mich G. gc zan blickte ein wenig spöttisch in das vor Eifer glübende .ach des jungen Mädchens. Und du glaubst wirklich, kluge Anneliese, daß dort, wo diese je zwischen Mann und Weib sich abspielt, immer nur sie als Schuldige hervorgeht?“ liese felsersch Ich bahe viel usesen derzeugung, sagte AnneRese feirklich.„Ich habe viel gelesen und nachgedacht und bin erfahrener, als du annimmst. Wir Frauen sollen doch die Hüterinnen der Sitte sein, und wenige Männer gibt es— das heißt, ich spreche von Männern und nicht von jugendlichen Leuten, die so verwahrlost sind, um uns als solche nicht anzuerkennen. Und darum sind wir im Stande, die Leidenschaft, die so häßlich ist, wenn sie mit ihren vernichtenden Konsequenzen auf uns niederfährt, im Zaum zu halten, und ihr die Grenzen anzuweisen, denen ein Mann sich fügen wird.“ Simona stützte den Kopf in die Hand und antwortete lange nicht; in ihr ging Seltsames vor. Im Zimmer war es dämmerig geworden, draußen aber hing eine schwere, brütende Stille, die beängstigend, wie Trauer auf die Menschenseele fällt. Dann nahm sie plötzlich Annnelieses Hand und drückte sie, während über ihre todblassen Züge ein Gemisch von Schmerz und Rührung zog. „Du bist ein kluges, tapferes Mädchen, meine Anneliese, das ich. trotz deines Vorurteils gegen mich, schon längst hoch schätzttobgleich ich alles, was du mir da vorgebracht hast, sehr gut selbst weiß, ließ ich dich doch reden, nur um dir zuzuhören. Eigentlich müßte ich dir zürnen, daß du mich für so entartet hältst, unserer Maria ihren Holger zu rauben, wie du es nennst— wäre es nicht die innige Liebe zu ihr, die dir das eingab. Und nun will ic dir etwas sagen: merke wohl auf und behalte die Worte im Gedächtnis: Du kannst ruhig sein. Ich war mit deinem Bruder Hendrick vermählt, und er war ein Mensch, zu dem die Liebe in mit nie erlöschen kann; und ob er auch gestorben ist, so bleiben unsert Seelen doch verbunden, und einst— vielleicht sogar recht bald, wer weiß?— wird er sein Weib emporholen.— Und nun,“ fügke sie in verändertem Tone hinzu,„fort mit diesen düsteren Gedasken; Franzeska, bitte, zünde die Lampe am Altan und den Kron leuchter in der Säulenhalle an, ich will Licht um mich haben un lebenswarme Schönheit! Komm, Anneliese, wir gehen hinuntet, und Franzeska singt uns zur Harfe noch ein feuriges Liebeslied!“ „Ich habe keine Zeit mehr, Simona; ich will Vater durch mein spätes Kommen nicht Ursache geben, mir noch mehr zu zürnen auch sind feurige Liebeslieder mir ein Greuel.“ „Bleibe doch noch, Anneliese,“ schmeichelte Simona,„ich bin so allein; zuweilen packt mich jetzt die Sehnsucht nach Unterhaltung und Menschen fast unwiderstehlich! Ich weiß, du magst mich nicht, aber ich habe dich gern, weil dein Wesen herb und erfrischen“ ist. Und du bist auch ehrlich.“ Aber Anneliese trieb es fort, nach Hause und zu Maria; wollte wissen, ob Holger noch da war und ob er gut zu ihr wesen sei; es gelang ihr auch nicht. den Unwillen gegen Simon so schnell zu unterdrücken. und verstellen wollte sie sich nicht. Es war um neun Uhr. und draußen lag noch das Zwie'tz#, der nordischen Sommernacht, als die Brücke in der Pappelat:, vor ihr lag, wo sie unlängst auf so unliebenswürdige Weise“ von Fried Westermann getrennt hatte; sie dachte daran, wie Weie mich mit den## gark! Für mich i cheblicher Betrag, u isen Belehrungen u. #ren muß, endliche In der Tat kan ihre Angestellten auf sein Billioneneinkauf erssens haben die K zweitens wird der E leins aus der I. Eine Stadtvero Wirtschaft Woeste i worden, weil vor d auf dem Gaswerk st entes, Silberner Sonn leute wirklich„silber verhältnissen kam sch rege gewesen sein. hin recht flutend. Streikfolge. Mit Streik sind die Gen es mehrfach zu schal wie wir zuverlässig Gewerkschaften gekür arbeiterverbandes 1 Der Weihnacht Gebiet ist nunmehr, gelassen. Er ist zuge für Pakete im Gewi allgemeine Verkehr müssen die Aufschri die sonstigen Pakete und 10 Goldpfennig von der Sendungs Zigaretten, chemisch 27. Dezember ab, v kehr in Kraft treten Der Zunächst in Personenverkehr zt Hauptbahnhof und aufgenommen. Bis dem Hauptbahnhof die ersten beiden: Düsseldorf möglich senden im Besitze bei der Hinreise be führung weiterer P der Personenzüge a ferdreh und Barme ist in ein bis zwei letzten Tagen die fast nicht ausgeübt nung verbreitet, da nicht der Fall ist, b sogar sehr scharf ko Gruiten mitfuhren West Dortmund, 13. Die französische Be nachtsbäume zollft Elberfeld, 13. In einem hiesigen dem die Frau des Woche mehrere fal ganze Lager, luden der Besitzer auf ein mit der Nachlese mieren, was dieser von der Haydtgasse und flüchtete in ein kam. Doch wurde scheulich er von ih Veränderung; seit vielleicht wußte er wollte sich danach: Auf der andere ges daher, ein Lie „Nun Fritz, n gehend,„ist deine 2 „Mutter ist be kauft," berichtete d Groschen dafür gek und weinte; und do men und hat gefra Taler geschenkt, und „War es der „Nein, der we kenne ich, es war d sprach.“ „Blond, nicht „Jawohl! Und „Es ist gut, F. kannst du zu uns k „Das ist er gen Sonderbar; ta ein anderer kommen Als sie in Lit Maria aber ging no wucherten Beete au mittag von Holgers zu denken; obgleich seine Eltern die 2 vermögenslosen Mäl sie es doch bestimn stehende Heirat vero die Maria nicht üb gewissen Bestrebung sei ein so liebevoller nähre, sondern auch dicren und die Sch ihn recht schätzen un lenker Feder geschri Maria zwischen den der Holger mögliche über einzuschränken Frech. Gast Tropfen Bier mehr Ja, was is denn je Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. lätigt, das Schwerindustriel. richt nicht nur riehe in de m hat 17#. rbeit veit der ersten erzte haben die Wostafekt. wurde gestern dem englischen ag zur BekämDie französische eitgeber in den Mitteilungen i unter gleich ngen sollen an s die geforder. st einen neuen rates Raffaloiser Presse an erregt. Die dem Raffalo. bezeichnet und rs des„Pett Lemps“, er sei mbien wurden t. Die Stadt rt. Aus der en. Die voll Dezember. Is eine ältere leit kosten sol, Fräulein ant. 0 Milliarden! ese Belehrung ugenblick Lust, rteilen. Aber rden, die nm eine frisch beMan hat ihn drei bis vier bezahlen und rend das Lae Preisberech= behalt“, schall ist doch nicht Nark! er einer Ver: I h r e E c k l k- zehn Jahren: angenommen, trag bei dem das, was e# tigkeit an der llionen dabel ziemlich ver inde schließen vielen, indem soch die Hü— das heißt, Leuten, die ennen. Und häßlich ist, uns niederbeisen, denen vortete lange es dämmerig Stille, die drückte sie, Schmerz und ineliese, das soch schätts. ir gut selbs Eigentlich iltst, unserer äre es nicht iun will ich orte im GeJruder Heniebe in mir eiben unsere recht bald, nun,“ fügte und nein sie mich mit den Worten beruhigen wollen, es sind je nur sechs euark! Für mich ist es bei meinem Gesamteinkommen ein ganz „heblicher Betrag, und es wäre an der Zeit, wenn solche gedanken#sen Belehrungen und Zurechtweisungen, die man alle Augenblicke hiren muß, endlich einmal ein Ende nehmen würden.“ * In der Tat kann man nur wünschen, daß die Geschäftsinhaber hre Angestellten auffordern, keinem Käufer mehr klarzumachen, daß ein Billioneneinkauf nur ein paar lumpige Mark wert ist. Denn eesens haben die Käufer derartige Belehrungen nicht nötig und zweitens wird der Stein des Anstoßes, nämlich der unverhältnisnäßzige Preis, durch kein„nur“ eines noch so klugen Ladenfräuleins aus der Welt geschafft. Eine Stadtverordnetensitzung findet am Donnerstag in der Pirtschaft Woeste in Schafsbrücke statt. Das Lokal ist gewählt worden, weil vor der Sitzung eine Besichtigung der Neuanlage auf dem Gaswerk stattfindet. Die Tagesordnung steht im Anzeigrtell. Silberner Sonntag war gestern, ob er aber für die Geschäftsleute wirklich„silbern“ gewesen ist, steht dahin. Zu schlechten Geldverhältnissen kam schlechtes Wetter— da wird die Kauflust nicht rege gewesen sein. Das Leben in der Wilhelmstraße war immerhin recht flutend. Streikfolge. Mit der Haltung ihrer Führer in dem verflossenen Streik sind die Gewerkschaften nicht einverstanden gewesen, sodaß es mehrfach zu scharfen Auftritten gekommen ist. Nunmehr sind, wie wir zuverlässig hören, mehrere Gewerkschaftssekretäre von den Gewerkschaften gekündigt worden, sodaß die Leitung des Metallarbeiterverbandes wohl in radikalere Bahnen einschwenken wird. Der Weihnachtspaket=Verkehr von und nach dem unbesetzten Gebiet ist nunmehr, wie wir von der Oberpostdirektion hören, zugelassen. Er ist zugelassen für die Zeit bis 27. Dezember und zwar für Pakete im Gewicht bis zu 5 kg. Von diesem Tage ab soll der allgemeine Verkehr aufgenommen werden. Die Weihnachtspakete müssen die Aufschrift tragen: Weihnachtssendung. Für die sonstigen Pakete werden 20 Goldpfennig für die abgehenden und 10 Goldpfennig für die ankommenden erhoben. Ausgenommen von der Sendung sind Waren wie Edelmetalle, Tabak, Zigarren, Zigaretten, chemische Stoffe, Pelze, Elfenbein, Seide usw. Vom 27. Dezember ab, vielleicht schon vorher soll der allgemeine Verkehr in Kraft treten.1 Der Zugverkehr nach Düsseldorf. Zunächst in ganz beschränktem Umfange wird der Personenverkehr zwischen Düsseldorf=Gerresheim und DüsseldorfHauptbahnhof und zwischen Auermühle und Ratingen=West wieder aufgenommen. Bis zur Einrichtung des Fahrkartenverkaufs auf dem Hauptbahnhof Düsseldorf nach dem unbesetzten Gebiet ist für die ersten beiden Tage wahrscheinlich nur die Einreise nach Düsseldorf möglich und die Ausreise nur insoweit, als die Reisenden im Besitze von Rückfahrkarten sind. Es empfiehlt sich, bei der Hinreise bereits die Rückfahrkarte zu lösen. Die Durchführung weiterer Personenzüge wird erstrebt. Die Durchführung der Personenzüge auf den Strecken Vohwinkel=Nierenhof bis Kupferdreh und Barmen=Wichlinghausen—Bredenscheidt bis Hattingen ist in ein bis zwei Tagen ebenfalls zu erwarten. Nachdem in den letzten Tagen die Paßkontrolle in Vohwinkel von den Franzosen fast nicht ausgeübt wurde, hatte sich bei den Reisenden die Meinung verbreitet, daß die Paßkontrolle aufgehoben sei. Daß dies nicht der Fall ist, bewiesen heute morgen die Franzosen, die heute sogar sehr scharf kontrollierten und in Zügen von Vohwinkel bis Gruiten mitfuhren und unterwegs Leibesvisitationen vornahmen. Westfalen und Rheinland. Dortmund, 13. Dez.(Zollfreie Weihnachtsbäume.) Die französische Besatzungsbehörde hat gestattet, daß 50000 Weihnachtsbäume zollfrei nach Dortmund eingeführt werden können. Elberfeld, 13. Dezbr.(Falsche Kriminalbeamte.) In einem hiesigen Engroslager von Zigarren und Zigaretten, in dem die Frau des Besitzers allein anwesend war, erschienen vorige Woche mehrere falsche Kriminalbeamte und beschlagnahmten das ganze Lager, luden es auf ein Automobil und fuhren davon. Als der Besitzer auf einmal erschien, war gerade noch ein„Beamter“ mit der Nachlese beschäftigt; er forderte ihn auf, sich zu legitimieren, was dieser auch versprach, indem er ihn einlud, mit zur von der Haydtgasse zu gehen; unterwegs aber nahm er Reißaus und flüchtete in eine Gasse auf der Großen Klotzbahn, wo er entkam. Doch wurde die ganze Bande(sechs Mann) bald ermittelt a,„ich bin Unterhalmagst mich erfrischend scheulich er von ihr behandelt worden, und an seine vorteilhafte Veränderung; seit kurzem freilich war er nicht mehr aufdringlich; vielleicht wußte er schon alles, weil er mit Schirmer verkehrte, und wollte sich danach von ihr zurückziehen. Auf der anderen Seite der Chaussee kam ein Junge des Weges daher, ein Lied vor sich hinträllernd; Anneliese kannte ihn. „Nun Fritz, wo kommst du her?" begann sie, auf ihn zugehend,„ist deine Mutter wieder gesund, du bist ja so vergnügt?“ „Mutter ist besser, ich hatte Kamillen gesammelt und verkauft," berichtete das Kind mit strahlenden Augen,„und zwei Groschen dafür gekriegt, und dann hatte ich das Geld verloren und weinte; und da ist einer von den Herren auf Axenstein gekommen und hat gefragt, was mir fehlt, und hat mir einen ganzen Taler geschenkt, und nun will ich ihn Mutter bringen!" „War es der Herr Baron, Fritz?“ „Nein, der war es nicht und auch nicht Herr Storm, den kenne ich, es war der große, lange Herr, der so freundlich zu mir brach „Blond, nicht wahr?“ „Jawohl! Und einen kleinen blonden Bart und rote Backen!" „Es ist gut, Fritz, geh' nur, und grüße deine Mutter, morgen kannst du zu uns kommen, dir ein paar Erdbeeren zu holen.“— „Das ist er gewesen,“ sagte sich Anneliese. Sonderbar; tauchte er nicht selbst vor ihr auf, dann mußte ein anderer kommen, ihr sein Loblied zu singen. Als sie in Lindenheim eintraf, war Holger nicht mehr da, Maria aber ging noch auf den schmalen Wegen der buchsbaumumwucherten Beete auf und ab. Ein Schreiben, das am Spätnachmittag von Holgers alter Mutter an sie eingelaufen war, gab ihr zu denken; obgleich sie, zartsinnig, nicht zugestehen wollte, daß seine Eltern die Verbindung ihres berühmten Sohnes mit den vermögenslosen Mädchen von Anfang an nicht gern gesehen, wußte sie es doch bestimmt. Nun schrieb die Frau, die nahe bevorstehende Heirat veranlasse sie zu ein paar vertrauensvollen Zeilen, die Maria nicht übel deuten möge; sie wolle ihr nur vorstellen, gewissen Bestrebungen des Sohnes nicht entgegen zu sein. Holger sei ein so liebevoller Sohn, der nicht allein seine alten Eltern ernähre, sondern auch den jüngeren Bruder auf seine Kosten studicren und die Schwester zur Musik ausbilden lasse. Sie möchte ihn recht schätzen und gut behandeln.— Das alles war mit ungelenker Feder geschrieben. wohlwollend zwar, aber doch so, daß Maria zwischen den Zeilen las, die Muttre fürchte ihren Einfluß, der Holger möglicherweise in seinem Handeln der Familie gegenüber einzuschränken heabsichtige. (Fortsetzung folgt.) * Frech. Gast: Hab' ich dir nicht gesagt, daß ich keinen Tropfen Bier mehr mag, und daß ich nach Hause muß? Pickolo: Ja, was is denn jetzt dös, i hab''moant, Sie san ledig! und verhaftetz auch die gestohlene Bane wurde in einem Hinterhause auf dem Höchsten entdeckt und dem Besitzer wieder zugestellt. Elberfeld, 15. Dez.(Uebergriffe der Franzosen.) Die französischen Besatzungstruppen der benachbarten Gemeinden lassen sich in der letzten Zeit wieder Uebergriffe zuschulden kommen. Die Besatzung von Neviges in Stärke von einer Kompagnie war am Mittwoch zu einer Felddienstübung ausgerückt. Die Truppen wurden zunächst am Dönberg beobachtet. Gegen 1 Uhr wurde festgestellt, daß sie bis zum Fuchspark eine Fernsprechleitung gelegt hatten. Auf Barmer Gebiet sind sie bis zur Chemischen Fabrik vorgedrungen, wo sie eine Flaggenstation errichteten. Kavallerievatrouillen wurden im Mirker Hain beobachtet. Abends gegen 6 Uhr kehrten die Tr####n wieder in ihre Garnison zurück, nachdem sie die Fernsprechan## abgebaut hatten. Kleve, 14. Dez.(Neue Glocken.) Die Besatzungsbehörden haben ausnahmsweise genehmigt, daß die Glocken für die Calcarer Nikolaikirche zollfrei vom unbesetzten ins besetzte Gebiet eingeführt werden dürfen. Danach ist zu hoffen, daß das altberühmte Städtchen Calcar sich bereits zu Weihnachten wieder an einem prächtigen, klangschönen Glockengeläut erfreuen kann. Köln, 14. Dez.(Glücksspieler.) In einem Hause der Neustadt wurde ein Roulette, bei dem große Summen umgesetzt wurden, überrascht. Die Spieler wechselten jeden Tag das Haus, um vor der Polizei sicher zu sein. Die Teilnehmer wurden teilweise unter den Betten und aus sonstigen Verstecken hervorgeholt und sämtlich verhaftet. Düren, 14. Dez.(Mord.) Anwohner der Bismarckstraße hörten am Mittwochmorgen gegen 5 Uhr kurz hintereinander zwei Schüsse fallen. Später wurde auf dem Bürgersteig ein Mann mit einem Schuß in die Schläfe aufgefunden, der nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab, und auf dem Transport zur Sanitätswache starb. Es handelt sich um einen 21jährigen, aus Saarburg stammenden Angestellten eines hiesigen Werkes, der sich die Nacht im Wartesaal auf dem Bahnhof aufgehalten hatte und von dort von dem Mörder verfolgt worden war. Der vermutliche Täter, ein bei der Eisenbahn beschäftigter Dolmetscher, ist flüchtig. Aus dem Reiche. Hanau, 13. Dezbr.(Verhaftete Falschmünzer.) Der Kriminalpolizei ist es gelungen, in Hanau eine Falschgeldwerkstätte auszuheben, die ihre Tätigkeit offenbar nach dem besetzten Gebiet hin ausgedehnt hatte, denn es wurden in Hanau gefunden je ein Klischee zur Herstellung von französischen Zehnfrankenscheinen sowie von Brotkarten für den Landkreis Trier, Abzüge von Notgeld der Stadt Trier, auf 5 Billionen lautend. Auch anderes belastendes Material ist gefunden worden. Bis jetzt sind sechs Personen festgestellt, die in die Sache verwickelt sind. Mannheim, 13. Dezbr.(Verbilligte Gaspreise.) Endlich beginnen die Städte auch mit der Senkung der Licht= und Gasgrundpreise. Der Gaspreis wird von 22 auf 20 Pfennig je Kubikmeter, der Lichtpreis von 65 auf 60 Pfennig je Kwh. ermäßigt. Die Herabsetzung wird damit begründet, daß die Hälfte des Kohlenbedarfs der Werke wieder in Ruhrkohle gedeckt werden kann. Hamburg, 13. Dez. Die Hamburger Bürgerschaft nahm eine Senatsvorlage betreffend Neureglung der hamburgischen Beamtengehälter nach Ablehnung der deutschnationalen und deutschvolksparteilichen Anträge an. Den Hamburger Beamten werden dadurch 17 Prozent mehr bewilligt als den Beamten im Reich. Hamburg, 13. Dez.(Die offene Gasleitung.) Infolge einer defekten Gasleitung starben an Gasvergiftung zwei 15= und 16jährige Lehrmädchen, die in einem Geschäft in Oberhausen beschäftigt waren. Die defekte Gasleitung war dadurch entstanden, daß beim Anlegen von elektrischen Leitungen die Gasleitung nicht verschlossen wurde. Wohltätigkeitsfeste. Von Freiherrn von Lersner. Mit blutendem Herzen fühlen und sehen wir täglich die surchtbaren Folgen der Armut und Not Deutschlands an unserem Volke. Immer weitere Schichten fallen der Verelendung und dem Hunger anheim. Jeder Deutsche soll und muß mit aller Kraft kämpfen gegen dies ungeheure Elend. Aber die Not unseres Volkes ist zu gr ß, um sie als Anlaß zu Wohltätigkeitsbällen und Thes dansants zu benutzen. Vor wenig Tagen haben die ausländischen Botschafterinnen und Gesandtinnen ein Wohltätigkeitsfest veranstaltet. Wir sind ihnen dankbar, daß sie sich unserer Armen annehmen. Aber wirk„Kunst,]Wissenschaft und Leben. Nachricht von Amundsens Schiff. Als Amundsen am 28. Juli 1922 sein Schiff„Mund“ bei Point Barrow, dem nördlichsten Punkt von Alaska, verließ, um den Versuch zu machen, nach dem Nordpol zu fliegen, wurde dem Schiff selbst die Aufgabe gestellt, sich durch das Polarmeer treiben zu lassen. Amundsen hat seitdem seinen Flugplan aufgegeben und befindet sich jetzt in Norwegen, wo er einen neuen Flugversuch nach dem Nordpol verbereitet. Das Schiff aber verfolgt unter Kapitän Wisting seinen Weg. Bisher waren zwei drahtlose Mitteilungen von der„Mund“ zu uns gekommen, eine vom Dezember 1922, in der mitgeteilt wird, daß das Schiff 7½ Grad 2 Min. nördlicher Breite erreicht habe, und eine andere Mittcilung vom März 1923, in der Kapitän Wisting erklärte, die Treibfahrt sei ziemlich enttäuschend, aber abes befinde sich wohl. Nun wird aus Christinaia gemeldet, daß ein drittes drahtloses Telegramm von der„Maud“ über Spitzbergen eingetroffen ist. in dem der Tod des Ingenieurs Syvertsen nach einer Krankheit von einem Monat am 10. Juli gemeldet wird. Ueber den gegenwärtigen Aufenthalt der„Maud“ ist darin nichts gesagt. Zwischen dem Atlantischen und Stillen Ozean geht die Lincolnstraße ihrer Vollendung entgegen. Es handelt sich em eine transkontinent ise Automobilstraße in der Länge von 5288 Lilometern von Newyork nach San Francisco. Die e ist 30 Meter breit, für vier Verkehrslinien angelegt, so, daß zwei innere Linien für schnellfahrende Fahrzeuge, zwei äußere für den Lastenverkehr bestimmt sind. Zwanzig Zentimeter dicke Zementpflasterung, die Stahl als Bindemittel aufweist, soll dem:rrechneten Höchstverkehr von 15000 Personenwagen(55 Kilometer Geschwindigkeit) und 5000 Lastenwagen(15 Kilometer Geschwindigkeit) genügen. Die Idealstraße weist keine Kurve unter 300 Kilemeter Radius auf. Für die Beleuchtung der Lincolnstraße wird ein eigens erfundenes Lichtsystem angewendet, die das Licht auf die Straße konzentriert und nicht wie bei Stadtbeleuchtung das Licht auf die angrenzenden Gelände zerstreut. Hundert Jahre Eisenbeton. Es sind jetzt 100 Jahre her, daß der Eisenbeton, das Baumaterial unserer Zeit, durch Zufall erfunden wurde. Ter Erfinder, ein schlichter Gärtner in St. Quentin, namens Monier, suchte nach einem Mittel, um die durch die Witterungsunbilden zerfallenen Kübel seiner Gartenpflanzen zu ersetzen. Er goß Kübelformen aus Stahldraht mit einer Zementmasse aus und erhielt sehr stabile Steinformen, die ihn auf die Idee brachten, seine neue Erfindung als„Eisenbeton" dem Baumarkt zuzufüh.en. Um die Jahreswende 1823=24 wurden die ersten „Wände aus Eisenbeton“, hergestellt. Umbauunz des Ulmer Münsters. Der Ulmer Gemeinderat hat neulich wieder einmal sich mit einer Frage beschäftigten müssen, die schon oft die kunstfreundlichen Kreise ganz Deutschlands lich von Herzen dankbar würden wir ihnen sein, wenn sie den Hauptgrund unserer Not erkennen und die Axt an die Wurzel des Uebels legen wollten, indem sie ihre Ehegatten dauernd auf das himmelschreiende Unrecht an Ruhr und Rhein hinweisen würden. Ich weiß, in wie hochherziger Weise viele der Berliner Diplimaten und ihre Damen immer wieder persönlich große Geldsummen für unsere Armen opfern, aber tatkräftig können sie uns nur helfen, wenn sie die Ententeregierungen veranlassen, den ungeheuerlichen Bruch des Versailler Friedens durch Frankreich und Belgien wieder gutzumachen. Unseren deutschen Damen möchte ich sagen dürfen, daß es mir unfaßlich ist, zugunsten unserer Armut in großer Toilette die halbe Nacht durchzutanzen. Ungehörig ist es vor Augen oder gar mit den Hauptschuldigen an unserem Elend, mit Angehörigen der Entente, solche Feste zu feiern, besonders, wenn es wahr sein sollte, daß auch Franzosen und Belgier anwesend waren. Wenn die Würde der Frau das nicht schon verbietet, so doch die Furchtbarkeit und Heiligkeit unseres Elends. Gerichtszeitung. Der Posträuber im Die Schuld der Beamtenräte. Wie ein Nahe hat der Postassistent Paul Hahn gestohlen, der sich jetzt mit seiner Braut, der Arbeiterin Tumm, vor der Strafkammer des Landgerichts 1 Berlin wegen Unterschlagung im Amte zu verantworten hatte. Hahn war unsprünglich Arbeiter gewesen, dann in den Postdienst übergetreten und hatte sich durch seine Tüchtigkeit allmählich bis zum Postassistenten heraufgearbeitet. Das Vertrauen, das ihm seine Behörde schenkte, hatte er aber in schnöder Weise mißbraucht. Bei einer Haussuchung wurde in der Wohnung seiner Braut ein ganzes Warenlager aus beraubten Paketen gefunden. Hahn fuhr auf der Strecke Berlin—Frankfurt a. Main in der Bahnpost des=Zuges. Auf jeder Fahrt brachte er heimlich verschiedene Postsendungen in den Waschraum, entfernte die Hüllen und verpackte den Inhalt in seinen Rucksack oder in die Handtasche Frau Tumm trieb mit den gestohlenen Gegenständen einen schwunghaften Handel. In ihrem ganzen Bekanntenkreis war es bekannt, daß man von ihr alles Mögliche sehr billig bekommen könne. So kam es, daß noch 8 weitere Personen, verwiegend Frauen aus allen Berufsständen, wegen Hehlerei mit auf der Anklagebank Platz nehmen mußten. Auf eine Frage des Landgerichtsdirektors Schimmack, weshalb die Postbehörde nicht eine Untersuchun; der Beamten beim Verlassen des Bahnhofs vorgenommen habe, so daß die Diebereien nicht diesen Umfang hätten annehmen können, erklärte zum allgemeinen Erstaunen Postdirektor Müller von der Oberpostdirektion, daß die Beamtenräte nach der Revolution gegen die Durchsuchung Einspruch erhoben hütten. Das Gericht sprach sämtliche der Hehlerei angeklagte Frauen frei. Hahn erhielt 2½ Jahre Gefängnis, Minna Tumm 1 Jahr B8666. Spiel und Sport. Das geplante Elberfelder Stadion. Wie kurz bereits berichtet wurde, hat die Stadtverordnetenversammlung in nicht öffentlicher Sitzung der Errichtung eines Stadions zugestimmt, ein Beschluß, der im Interesse Elberfelds, vor allem der Elberfelder Turn= und Sportbewegung sehr zu begrüßen ist. Die Anlage, wie sie geplant ist, bietet gute Hoffnungen. In technischer Hinsicht sind folgende Anlagen vorgesehen: ein großer Turnier=Fußballplatz, ein Fußball=Uebungsplatz, eine 400=Meter=Laufbahn, eine 100 Meter=Laufbahn, eine Radrennbahn von 500 Meter Länge, Sitz= und Stehplätze für 40000 Personen, eine große Tribüne mit Nebenräumen. Für später ist auch der Bau eines roßen Verwaltungs= und Restaurationsgebäudes vorgesehen, Pläne, die sich zurzeit lediglich aus finanziellen Gründen noch nicht durchführen lassen. Die finanzielle Seite ist folgendermaßen geregelt: Das Kapital wird aufgebracht durch ein Kölner Konsortium einerseits und die Stadt Elberfeld und den Spiel= und Sportvereinen Elberfeld andererseits. Als Gesellschaftsform ist die Aktien=Gesellschaft vorgesehen. Das der Stadt Elberfeld gehörende Grundstück wird in Erbbaupacht an die Gesellschaft vergeben. Verkehrstechnisch und landschaftlich wurde das Problem in geradezu idealer Weise gelöst. Das Stadion wird errichtet in dem Gelände, umgrenzt von der Wupper, der Hubertusallee und dem Böttingerweg. Der Platz liegt unmittelbar an der Schwebebahnhaltestelle Zoologischer Garten und der gleichen Haltestelle der Talbahn, in nächster Nähe der Haltestellen Zoologischer Garten und Sonnborn bewegt hat: die Aenderung des Zustandes, in dem sich heute das Münster, das Meisterwerk der Ensinger und Böblinger, bietet. Wie der Osterhase auf einen Pappendeckel steht es heute da, nachdem man ihm seinen geschlossenen Friedhof nebenan entrissen und die Barfüßerkirche gegenüber und die anschließenden Häußer niedergelegt hat. Daß das ein Fehler war, sieht man nun auch in Ulm ein. Und der Gemeinderat war einstimmig der Meinung, daß der Platz auf die Dauer nicht so bleiben kann. Mit 34 gegen 7 Stimmen wurden dohin die vom Stadtbauamt vorgelegten Richtlinien angenommen. Schon 1906 hat Dr. Albert Hofmann in seiner „Deutschen Bauzeitung“ einen Vorschlag für Wiedererrichtung einer solchen Baugruppe veröffentlicht, um dem Münster einem der ehrwürdigsten Bauwerke der Erde, die verlorene Harmonie im Stadtbilde wiederzugeben. Nun besteht der Wille, hier bessernd einzugreifen. Tie Ulwer Stadtverwaltung darf dabei der Zustimmung aller Freunve des schönen Ulm sicher sein. Im Kampfe mit einem Tintenfisch. Bei den unterseeischen Arbeiten an dem auf dem Meere ruhenden Wrack des Panzerschiffes „Liberte“ im Hafen von Toulouse ist ein Taucher von einem großen Tintenfisch angegriffen worden. Die Fangarme des Tieres hielten den Mann fest, der nur mit großer Mühe das Alarmzeichen geben konnte. Taucher und Tintenfisch wurden in fester Umklammerung zur Oberfläche gezogen, wo das Ungeheuer in Stücke zerhackt werden konnte. Das Tier wog zwanzig Kilogramm. Farbige Straßen. Nicht um der Natur ins Handwerk zu pfuschen— es gilt dem praktischen Problem einer technischen Idee zur Schaffung zeitgemäßer Straßen für den Schnellverkehr. In England werden zurzeit Versuche unternommen, dem Beton als Straßenbelagematerial in der Mischmaschine Farben beizumischen, die dem Auge bekömmlicher sind als die besonders im grellen Sonnenlicht weiß gefärbten Straßen. Helles Grün wurde als praktischste Farbe festgestellt, weist aber den Nachteil auf, in der Nacht die Konturen zu verwischen. Für die Nacht hat sich blau bewährt. Es wird wohl nicht schwer sein, aus diesem Ergebnis eine entsprechende Schattierung der Praxis zu geben. Großes Interesse für farbige Straßen findet sich bei der— Polizeibehörde, die nichts Geringeres vorhat, als die Farben der Straßen mit denen der Kartographie in Uebereinstimmung zu bringen, und durch Färbung der Hauptstraßen in grün und blau Erstrangigkeit und durch Färben der Straßen mit Rot und Orange Zweitrangigkeit zu bekunden, womit sich ohne weiteres ein Geschwindigkeitsmaß verknüpfen ließe. Unrecht Gut...“ Nach dem Kriege, als Deutschland seiner gesamten Flotte beraubt wurde,„übernahm“ Portugal einige deutsche Dampfer, mit denen der Staat den Schiffahrtsbetrieb aufnahm. Es zeigte sich, daß auch Portugal keine staatliche Schiffahrt mit Gewinn betreiben kann. Die Verluste belaufen sich auf 4,2 Mill. Pesos. Man hat sich jetzt für den Verkauf der Schiffe entschlossen. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. mitel in wenigen Minuten beauen Bürste die Anlage nach ihrer Ferigiehn Sschetlch wenn im Hintergrunde das Grüin ze lung dbreideichen luchen, niederblickt. Das Gelände ha uug, daß es sch gangz naturgensh d nung der Pläße für die Zuschauer eignet. Mi esche eaic er cesicen de s e. ter aller Welt. geraten, als schsechten Zahler gerichtsnatorsch festgen den. Er kann jenzt Käufe nur gegen Bargeld arztve gerade daran sehlt es ihm. Er wurde ei. aedren. iter Gelbdschnied auf Zchlung von 250000 Taels d“ von einen 1 9 Sas bas Pe e sce eicl echeaech es de Dier 6enr alen nchts zahlenz denn die Repablk, die Ga uden uid dor Keande geblieben, der sch auf 40 Mlonen Mark ausgesummt habe. schmieds an die chinestsche Regierung pater dem Hiene de GoltbeKaiser zahlungsunsähig geworden sei er von der Regserung nicht geleistet werde eiue Uinterhaltsunne minister, der erlärte, daß ihn die Angeleoe betrübe. Aber auch er habe nicht die Mittel, den Gold beler Prateadgershorest heische segrenten Benschnen. Die dlese des weiblchn Geschlectes aufnersanz als bese das Case verEimieret. Da entpupte sich die Ziaarenraushenhe, a. eist pensionlerter Generalaud die Alcatutugenoe„vene als Ktase verurtelt..a m einer höhern 6. 2. Ses teiche sich seichte in. Segen Bakeriage lesct, der en die Aufmerssamkeit weiterer Kreise auf sich zu lenken, indem er an dss, Universität Straßburg Vorlejungen hielt über das„Venie un denflichen nachzuweisen versuchte, daß das Rheinland seit undenklichen Zeiten geistig und kultrrell zu Frankreich gehört. Aber An der Hochzest nahnen 9000 Neger teil. Die Feier wur eine weise viel daran gelegen dieses Mastan deger ist begreiflicher da Frau Robinson ein wirsames acden. Sse kaite ic bese ecde Bbiae eien de eursen. die Hochgelt gefelert wordens. Iu dieser Villa i dann aud nicht gerade synpathisch berüihrt hat. Teoverter Oessentichtelt alles erzählen konnte, so setzte man sich wohl auch auf eine#Stets aber tauchte plötzlich ein junger Mann auf, der in den Herrn zur Rede stellte, wie er dazu komme, mit seinen Vrstrict natsrlsch geeuen nar ein „##enzngurth ehr peinlich, sie empfahlen sich und entdeakten in der Regel erst später, daß Lydia ihnen die 1ur mit Kette, oder auch die Brieftasche gestohlen hatte. Merkten sie. vor dem Avschied und sagten sie Lydia den Diebstahl auf den Koue zue 2. bekargen sie es mit ihrem Bräutigam zu tun. Das Pärchen Hobenschsnbausen ungellude Gersen uon hau Pe s außer einer „#en Uhr mit Kette, noch 50 Schweizer Franken und eine Anzahl reigische und französische Roten, aus Diebstählen oder Belohnune se e e se Seic ie Peische beste dessen beantwortete er mit mißmutiger Abweißung, und erst als dier, Fardeiergnge bör gen, denen das Wörtchen„Krebs“ zugefläHlst is hschehnes dun dih ae Sehlahe Kehen. 2l5 Großstadtpflanzen. Siergarten stsg unwesen frieh, spurde— deit im Verliuer es sc e ece e sece e meist Hilsbereischaft. Wenn Lodia auf den Spazierzange nicht Auswärige TheaterFundhüenzerte. Schauspielhaus bagen i. W. W und 3.„Die Dienstag, 18. Dez.: geschlossen. Zaubersiste. 118 üh. Donnerstag, 20. Dez.: Freie Volksbühne,„Rotkäppchen“, 3 Uhr. „Der arme Heinrich“, 7½ Uhr. Freitag, 21. Dez.: Freie Volksbühne,„Rotkäppchen“, 3 Uhr. Miete B,„Die Rose von Stambul“, 7½ Uhr. it Samstag, 22. Dez.: Freie Volksbühne Gruppe O und P, Zauberflöte", 7½ Uhr. Sonztag,., Liz;„Rotkäppchen“, 3 Uhr.„Die Rose von Stam. Vom Büchermarkt. für das Deutsche Reich auf das Schaltjah# 1924, herausgegeben von der Daheim=Schriftleitung. Goldmar .50„(Verlag von Velhagen u. Klasing, Bielefeld u. Leipzig.] — Rechrzeitig zu Weihnachten ist der in Buchform erschienene Da. für das Jahr 1924 herausgekommen. Sein reichen Inhalt„sichert iym neben alten Freunden auch in diesem Jahn neue Kaufer. Aus dem wertvollen erzählenden Teil erwähnen wir nur die Arbeiten von Agnes Harder„Das Auge Gottes", Johannes Jegerlehner„Die märkische Schweizerziege“ und die pa#kende Erzählung aus der Geschichte Tirols„Graf Albrecht vom geschichetschen. de inrich von Schullern. Außer fesselnden Aufsähzen geschig####r, naturwissenschaftlicher und praktischer Art— en wahnt seien nur„Vom Nähdorn zur Nähmaschine" und„Unsere Giehöchte 7g— ster D Matbigg immungsvol. Gebichte(P. Schluter, 2o. murthius, Frieda Schanz u..) von hohem künstlerischen Wert zur Geltung. Ein besonderes Wort gebührt dem Buchschmuck. Neben 12 farbigen Einschaltbildern nach Gemälden erster Künstler ziehen sich zahlreiche Illustrationen durch den Kol, darig, plenetentafel. Die zu einem Kalender gehörenan:-ralenbarto,„Klanetentafel, Genealogie der Fürstenhäuser, Preisrätsel usw. ronnen nicht unerwähnt bleiben. Fornapracher Poch-Solkl. Halbzeug: Stab-Form-Band-Eisen Walzdraht: Bleche u. s. w. liefern ab Werk und Lager WEDEKIND& CO., Eisengroßhandlung, HAGEN Westf. Zweighäuser: Berlin SW. II. StadtverordnetenVersammlung am 20. d. Mts., nachm. 4 Uhr im Lokal von Woeste, Schafsbrücke. Grunderwerb, Wahlen, Arbeitsnachweis, Jahresrechnung, Grunderwerbssteuer, Voranschläge, Wohnungsmarkt. 3½ Uhr Besichtigung des Gaswerks. Lübenscheid, 14. 12. 1923. Der StadtverordnetenVorsteher. M. ErZ. Bei günstiger Witterung können wie in nächster Zeit noch jedes Quantum Speisekartoffeln (Waggon u. Zentnerweise) Peizig###ber, Inis-, Kunla-, Pr· eiogone und Giegenselle Lager mit Cielsanschliuß: Kreis Schwelm 1. Westf. Die Gewerbesteuerrollen der Gemeinde Lübenscheid Land und Hülscheib liegen vom 18. b. Mts. im Amisgebäude Konkordiastr 17— Steueramt— und im Amtsbüro in Clageboch eine Woche zur Einsicht offen. Lübenscheib, 18. 12. 1923. 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