Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Markaner. Wilms ommt nstag u. Sonntag nische Unikun. n ohne Ende. ntritt frei! Schneider. baonanr Bar 900 gechner nen otschein 1750 dto. markentrei 2500, sowie Pumperniche 1 ohne Marken. s Schwarzbret Mühle der Land. , 7 Pfd. schwer, 0 markenfrei zen-Blätenmenl . M. 1300. schlechmechenden e Mischung, Korn, ⅛ 1a. wanlzülge ind-Paket nur 00 empfiehlt Kirstein eld Wülhelmeten ädchen audarbeiten gegenh hn sofort gesucht N unt L S. 1180## schäftost. d. B. * Mann sucht Bezahlung eineg# lafstelle lich mit Mittag naeb. unter L. I. Beschäftsst. d. Bl. Banveisec ich, 70—80X50 en sofort. Kase gesucht. ink& Tweer, elefon 178. E halte morgen Samstag eine AusB. waht bei der. Oenneking. heute eine Sen# n* Oldente #sach Buschhausen otorte etch wyer': as Fühe 0 Schultten legenden Bate höntten Alben ehllichtun ederne chneiden Doren-lettes Ründer Kledens mbnben, boier Otte Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Der Preis beträgt monatlich 4500 Mk. spei Haus, und 4200 Mk. für Ahholer. Einzelnummer 200 Mk. Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Lüdenscheid. &a Amtlicher Anzeiger für den Kreis Altena.##&# Fernsprecher: 98.— Telegramm-Adrelle: Zeitung. Die 1 mm Zeile oder deren Raum kostet 80 Mk., Familien=Anzeigen und Stellengesuche 60 Mk. Behörden 120 Mk. Auswärtige 100 M. Reklamen 300 M. Jeder Radatt fällt bei Konkursen, gerichtlicher Beitreibung der Gebühren fort. Druck und Verlag von Karl Salle, Lüdenscheid, Friedrichstraße 91.— Verantwortlicher Redakteur: Otto Scaar, Lüdenscheid. Das Neueste vom Tage. die Zahl der insgesamt Ausgewiesenen stellte sich am 5. März auf 935 im altbesetzten Gebiet und hat inzwischen das erste Tausend bereits weit überschritten. Gummersbach wurde gestern von den Franzosen besetzt. Außerdem haben die Franzosen die Strecke SolingenElberfeld in die Hand bekommen. In Essen wurde ein Feuerwehrmann von den Franzosen erschossen, in Löttringhausen ein Mitglied des Eisenbahnaktionsausschusses. Die Schutzpolizeibeamten sind auch in Buer, Horst=Emscher, Westerholt, Gladbeck und Witten entwaffnet und abgeführt worden. Rit der Besetzung des Rheinauer Hafens ist das ganze Mannheimer Hafengebiet in die Hände der Franzosen gefallen. Die Kohlenzüge für Holland werden neuerdings von den französischen Blockadeposten aufgehalten. Der bevorstehenden Brüsseler Konferenz, an der Poincare persönlich teilnehmen wird, wird in diplomatischen Kreisen eine große Bedeutung beigemessen. Durch die Obstruktion der Sozialdemokraten wurde gestern im Reichstag die Weiterberatung des Gesetzentwurfes über die Berücksichtigung der Geldentwertung bei den Steuergesetzen unmöglich gemacht. Die Zahl der in Lothringen und Nordfrankreich unter Feuer befindlichen Hochöfen ist von 88 auf 46 gefallen, sodaß in ganz Frankreich nur noch 110 Hochöfen gegen 152 am 1. Januar in Betrieb sind. Heutige Dollarfrühnotierung 20700. Ruhig. Abgesang. Kluge Leute, die wenigstens von sich behaupten, daß sie das oras wachsen hören, haben in den letzten Tagen wiederholt angeleutet, daß die ganze Reichstags=Tagung nur ein Verlegenheitsmitt= gewesen sei, um die Reise des Kanzlers nach Süddeutschland zu verschieben, da man nämlich gefürchtet habe, daß Herr Dr. Cuno dort der Mittelpunkt nationalistischer Kundgebungen sein würde, vas für ihn gerade mit Rücksicht auf die Stimmung der Linkssatteien unter Umständen unbequem wäre. Die Herren sind wieder einmal zu klug gewesen. Herr Dr. Cuno ist schließlich Manns zenug, um sich derartigen Kundgebungen, soweit sie ihm peinlich vären, zu entziehen. Er selbst hat es jedenfalls schmetzlich empfunten, daß er die Fahrt nach München aufgeben mußte, auch die dyerische Regierung ist zunächst unangenehm davon berührt gebesen, inzwischen aber hat sich der bayerische Ministerpräsident avon überzeugt, daß eine Verschiebung unvermeidlich sei, er hat Ashalb die Einladung für einen späteren glücklicheren Zeitpunkt viederholt, aus dem Grunde, weil auch er einsah, daß die Regerung diesmal die Resonanz der Volksvertretung nicht entbehren bunte und daß, wenn schon einmal die Flucht in die Oeffentlichangetreten wurde, der Kanzler der Wortführer der Regierung mußte. Was der Kanzler mit seiner Rede vor dem Reichstag wollte, Aer ja selbst deutlich ausgesprochen. Wir haben Noten auf Noten # die Welt hinausgesschickt, sie sind alle unbeachtet geblieben, kein vensch hat für uns eine Hand gerührt; im Gegenteil, die Frantosen haben die Mittel ihrer Politik rücksichtslos verschärft. Daß kgendein deutscher Protest sie daran hindern kann, das zu glaueen, dazu sind wir allerdings nicht mehr naiv genug; aber, obwohl Lerall der unerschütterliche passive Widerstand der Bevölkerung karten Eindruck macht, scheint man doch außerhalb unserer Grenien zu glauben, daß das übrige Deutschland sich mit Resignation E. die Methodon dieser französischen Friedenspolitik eingefunden v.„Dem sollte entgegengewirkt werden und dem ist auch durch sanzlerrede und die nachfolgende Aussprachs der Parteien ent#ngewirkt worden. Wir haben im allzemeinen bei dem Versuch .# nationaler Kungebungen keine glückliche Hand, es fehlt uns Tartasfürf fehlt uns auch auf der äußersten Linken das nationale tem ein##deshalb konnte man nach allen früheren Erfahrungen ##. Eingriff des Reichstages ohne ein starkes Mißbehagen nicht etgegensehen. Ein Mißbehagen, das freilich diesmal sich als unbeFründet herausstellte. ersten Mal ist der gesamte Reichstag sich seiner Verantaustlschkeit voll bewußt gewesen, die Stimme des Reichstags fand ## dem Hause heraus das Echo, was sie finden mußte und auch .##inden durfte. Und wenn die Pariser Chauvinisten, wie sie zwischen den Zeilen zugeben, erwartet haben, daß ihnen h####gr, Reichstag heraus eine Unterstützung zuteil werden würde, #### ne schwer enttäuscht. Einzelne von ihnen haben sich sogar mer grersieen die Fracge aufzuwversen, wie weit denn das KaBenn va g3, on der Mehrheit des Parlaments getragen würdes ten de sch desdargn uen des deutschen Reichstages lesen, werstanzösischem unz überzeugen müssen, daß in der Ablehnung des on### Widerstandes von der äußersten Rechten bis zur äußerein###en keine Unterschiede bestehen. Es wirkte geradezu wie ir Sensation, daß Frau Klara Zeikin mit den denkbar schärfWorten die Brutalität des Potncarismus geißelte und im Ausgang ihrer Rede ein Gefühl deutscher Vaterlandstreue durchklingen ließ, wie man es von ihr bei ihrer eigenartig theoretischen Einstellung nicht erwartet hatte. Und als Gegenstück: Herr von Graefe, der sich stets etwas als das enfant terrible der äußersten Rechten fühlt, vermied alles, was auf der äußersten Linken hätte aufreizend wirken können. Das Endergebnis war das für unseren Parlamentarismus unglaubliche Zusammenspiel aller Parteien. Als der Vizepräsident Bell die Bilanz der sämtlichen Reden zog und dabei die Geschlossenheit des deutschen Widerstandes feststellte, wurde nirgends auch nur das leiseste Zeichen eines Widerspruches laut. Allein schon um dieser positiven Erfolge willen haben die beiden Tage im Reichstag sich gelohnt. Ob sie die außenpolitischen Absichten erreichen, die mit ihnen verbunden waren, müssen wir abwarten. Wir können sie freilich nur erreichen, wenn unsere diplomatische Propaganda sehr viel besser arbeitet als bisher. Ist es nicht eigentlich ungeheuerlich, daß nicht allein in England und Italien, sondern auch in Neutralien viele uns Wohlgesinnte widerspruchslos der französischen Propaganda verfallen sind und ehrlich glauben, daß Deutschland mit verstockter Böswilligkeit sich den Verpflichtungen des Versailler Vertrages bis in die letzte Zeit systematisch zu entziehen versucht habe? Man darf doch vielleicht einmal die bescheidene Frage aufwerfen, was mit den reichlichen Fonds, die dem Auswärtigen Amt zur Verfügung stehen, geschieht, wenn die Spuren des deutschen Aufklärungsdienstes sich so wenig bemerkbar machen? Es scheint, als wenn der amtliche Apparat sich damit begnügt hat, offizielle Depeschen an Wolff und Havas weiterzugeben, wo sie selbstverständlich in den Papierkorb geworfen worden sind. Auf die Engländer hat es wie eine Offenbarung gewirkt, als Dr. Stresemann im„Manchester Guardian“ einmal aufzählte, wan von unserer Seite gerade in den Zeiten des Kabinetts Cuno bisher schon geschehen ist. Er hat das im Reichstag wiederholt und damit die Angaben des Kanzlers wirkungsvoll ergänzt. Aber es sollte jetzt die Aufgabe des offiziösen Pressedienstes sein, täglich und stündlich die Welt darauf hinzuweisen, daß in den letzten acht Wochen, die dem Einbruch ins Ruhrgebiet vorangingen, nicht weniger als vier Versuche gemacht wurden, die Franzosen zufrieden zu stellen. Wir haben das Angebot gemacht von Verhandlungen zwischen den beiden Industrien, wir haben den Vorschlag des Gottesfriedens am Rhein unter amerikanischer Garantie gemacht, wir haben für die Londoner Konferenz Vorschläge ausgearbeitet, wir haben für die Pariser Beratungen einen sehr viel eingehenderen Vorschlag ausgearbeitet, der getragen war durch die Garantie der deutschen Wirtschaft und für die Franzosen wesentlich günstiger war als der englische Plan. Herr Poincare hat mit allen Mitteln juristischer Advokatenkünste verhindert, daß die deutsschen Vorschläge, die der französischen Gewaltpolitik gefährlich werden konnten, sich überhaupt auswirkin. Das können wir nicht ändern, aber was wir ändern können und müssen, ist, daß die Welt aus die französischen Propagandamethoden nicht mehr hereinfällt und endlich einmal einsehen lernt, daß die französische Politik gegen Deutschland nichts anderes ist als eine an Sadismus grenzende Brutalität, die im Zusammenleben mit Kulturnationen eigentlich keine Existenzberechtigung mehr hoben darf. Ausdehnung der Besetzung im Bergischen. Gummersbach besetzt. Münßter, 9. März.(wo.) In Bergisch=Land sind außer Kronenberg das nördlich gelegene Kronenfeld heute besetzt worden. Es handelt sich bei der Besetzung der beiden genannten Orte für die Franzosen augenscheinlich darum, die bisher noch freie Strecke Solingen=Elberfeld in die Hand zu bekommen. Weiter südlich wurde heute Gummersbach besetzt. Der Vormarsch im Bergischen Lande geht weiter in der Richtung Dieringhausen. Von hier gehen zwei Nebenbahnen ab, die am Ostrande der englischen Zone verlaufen und die scheinbar von den Franzosen als Nord=Südverbindung gedacht sind. Nach einer Mitteilung des Reichsverkehrsministeriums ist ein Kohlentransport auf diesen Nebenstrecken aber unmöglich. Durch die Besetzung der Wupperbrücke in Hückeswagen ist der Eisenbahnverkehr nach Radevormwald unterbrochen. Aus Kronenberg wird gemeldet: Ein französischer Hauptmann erschien Freitag mittag auf dem hiesigen Rathause und erklärte, den Auftrag zu haben, den Verkehr auf der Landstraße zwischen Elberfeld, Solingen und Remscheid zu überwachen, und zwar auf einem Knotenpunkt. Er verlangte für 80 Mann und zwei französische Zollbeamte Quartier. Der Bürgermeister erhob zunächst Einspruch gegen die Besetzung, wies ihnen aber danach in Kronenfeld einen Saal als Quartier an. * Ueber das Abschieben der Schupoleute ins unbesetzte Gebiet erfährt die„Dortm. Ztg.“ von einem Augenzeugen: Vorgestern nachmittag gegen 3½ Uhr marschierten hinter dem Bahnhof Lünen auf der Straße nach Bork zu etwa 100 entwaffnete Grüne aus Dortmund. In dem Zuge waren mehrere Abteilungen bewaffneter Franzosen verteilt, der Zug wurde auch von bewaffneten Franzosen' flankiert. Das Gepäck der Beamten fuhren vier Wagen voraus. Um 3¾ Uhr übergaben die französischen Offiziere den deutschen Offizieren das Kommando und zogen sich dann zurück. Die Schupobeamten stimmten nach ihrer Freigabe auf dem Marsche ins unbesetzte Gebiet sofort das Lied „O Deutschland hoch in Ehren!" an. Nach einer Blättermeldung aus Buer, sind die Schutzpolizeibeamten in Buer, Horst=Emscher und Westerholt entwaffnet und abgeführt, ebenso in Gladbeck und Witten. Die in Brakel aufgehobenen Schupomannschaften sind in Haltern abgasetzt worden. Die bisherigen Schupounterkünfte sind für die französischen Truppen als Kasernen eingerichtet worden. * Wie die Berliner Blätter aus Dortmund melden, hat dus dortige Besatzungsamt mitgeteilt, daß die Stadt heute früh regelrecht besetzt wird, und zwur mit 2 Bataillonen des Infanterieregiments 31. Der Direktor der Straßenbahn wurde von den Franzosen verhaftet, weil er sich weigerte, den Besatzungstruppen Freikerten audgistellen. Neue Morde. Essen, 10. März.(wb.) In der Nacht zum Freitag wurden in dem Stadtteil Altenessen friedliche Bürger, die zum Schutze ihrer Häuser in den Straßen patrouillierten, von vier französischen Soldaten mit aufgepflanztem Seitengewehr bedroht; es wurden ihnen die Knüppel abgenommen. Da die Einwohner glaubten, daß es sich um plündernde Truppen handele, riefen sie die freiwillige Feuerwehr zur Hilfe herbei. Die herbeieilende freiwillige Feuerwehr wurde von einem Franzosen angehalten. Als die Feuerwehrleute absprangen, um mit dem Franzosen zu verbandeln, schoß dieser auf den ihm zunächst stehenden Beamten Feuerwehrmann Böckmann sein Gewehr ab und tötete ihn durch einen Schuß in die Brust. Darauf verschwand er über die Brückenböschung in Richtung Borbeck. Ebenso machten es auch die übrigen französischen Soldaten, nachdem sie ihre Gewehre abgeschossen hatten. Der Getötete wurde in das Marienhospital eingeliefert. In Löttringhausen wurde in der Nacht zum 7. März ein Mitglied des Eisenbahnaktionsausschusses Dortmund=Land erschossen und ein in seiner Begleitung befindlicher Herr verhaftet: Von Marokkanern ermordet. In der Nacht zum 8. März wurde nach einer Meldung der „B..“ in Pirmasens der Kaufmann Eugen Rung mitten in der Stadt mit mehreren Messerstichen im Gesicht und seiner Uhr und Brieftasche beraubt, tot aufgefunden. Die angestellten Ermittlungen ergaben, daß zwei Marokkaner als Täter in Frage kommen. Bei einem der Marokkaner wurde die Uhrkette des Ermordeten vorgefunden. Beide wurden festgenommen und in dan Amtsgerichtsgefängnis gebracht. Unerhörte Strafen. Münster, 9. März.(wb.) Der Amtmann von Herten wurde zu zwei Monaten Gefängnis und 200000 Mark Geldstrafe verurteilt; der Oberbürgermeister von Buer wegen Verweigerung der Abgabe von Elektrizität, Gas, Wasser und Kohle zu 10 Millionen Mark Geldstrafe. Das Kriegsgericht in Werden verurteilte den Prinzen Friedrich Wilhelm zu Lippe zu 7 Millionen Mark Geldstrafe, weil er einen Totschläger in seinem Besitz hatte. Beigeordneter Dr. Brinkmann aus Essen wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er sich gemäß den Weisungen seiner vorgesetzten Behörde weigerte, Strom zu liefern. Zerstörungswut. Wie die Wilden haben die Franzosen in dem der sozialdemokratischen Partei in Herne gehörigen dortigen Volkshause gewütet. Dieses Versammlungshaus der sozialdemokratischen Arbeiterschaft war am 17. Januar von etwa 120 Franzosen besetzt worden, über den der„Vorwärts“ folgendes berichtet: Von dem im großen Saale befindlichen Inventar ist fast alles verschwunden. Auf Grund der Inventuraufnahme des städtischen Besatzungsamtes fehlen 62 große Saaltische, 431 Saalstühle, 24 Stühle mit Ledersitz und 138 andere Stühle. Weiter sind verschwunden 427 Bierkrüge und aus dem elektrischen Lichtkörper 26 Lichtbirnen. Der große Saal wurde mit Gas geheizt, und dn die Franzosen die Gasöfen Tag und Nacht brennen ließen, sind sie vollständig durchgebrannz und unbrauchbar geworden. Die Prüfung der Licht= und Gaszähler ergab einen Verbrauch von über fünf Millionen Mark an Gas und elektrischem Licht. Nach dem Verlassen des großen Saales durch die Franzosen bot dieser einen kaum vorstellbaren verschmutzten Eindruck. Den Stühlen, die man noch sah, waren die Armlehnen oder die Beine regelrecht abgesägt. Auch die Klappsitze der Galerieplätze hat man größtenteils zum Heizen gebraucht. Bei über 100 Klappsitzen ist der Sitz herausgebrochen. Der Bühnenraum des Volkshauses ist bis auf den großen Vorhang vollständig ausgeplündert. Alle Kulissen und sonstigen Utensilien sind verschwunden. Einen elekerregenden Anblick boten die Aborte und trotz der Wasserspülung herrschte eine verpestete Luft. Photographische Aufnahmen werden die Zerstörungsakte der Franzosen bildlich darstellen und zeigen, daß ein Zeitungsbericht den Vandalismus der französischen Truppen gar nicht wiedergeben kann. In der Fortbildungsschule zu Horst=Emscher haben die Franzosen wie die Räuber gehaust. Das gesamte Lehrmaterial wurde vernichtet. Die Franzosen scheuten sich nicht, sogar ein Kruzifix von der Wand zu reißen und zu zerschlagen. Dieser Vorfast hat in der gesamten katholischen Bevölkerung große Erbitterung und Empörung ausgelöst. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Drei Freitag=Sitzungen im Reichstag. Obstruktion der Sozialdemokraten. Im Reichstag kam es gestern bei der zweiten Lesung des Gesetzentwurfs über die Berücksichtigung der Geldentwertung des Steuergesetzes zu einer Obstruktion der Sozialdemokratie, die der Oeffentlichkeit zeigt, daß es der Linken lediglich um agitatorische Wertung zu tun ist. Nachdem die wichtigsten sozialdemokratischen Anträge zu dem Artikel 1 und 2 des Entwurfs, die von den Tarisen und den Bewertungsvorschriften handeln, von dem geschlossenen Bürgerblock abgelehnt worden waren, erhob sich plötzlich der Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion und gab folgende Erdänung ab: „Wie im Steuerausschuß, sind auh hier alle sozialdemokratischen Anträge zum Tarif und zur Wertung von Einkommen und Vermögen abgelehnt worden. Dadurch ist für den Sachbesitz eine so weitgehende steuerliche Entlastung, ja teilweise sogar vollkommene Steuerfreiheit beschlossen worden, daß die Sozialdemokratie die politische Verantwortung für diese Beschlüsse ablehnt. Sie muß dies um so mehr, als durch die Ablehnung der beiden letzten sozialdemokratischen Anträge ausländische Zahlungsmittel nur mit einem Bruchteil ihres Wertes besteuert werden. Das bedeutet eine Unterstützung der Devisenspckulation und eine Entwertung der Mark und damit eine schwere wirtschaftliche und politische Gefahr. Aus diesem Grunde bezweifle ich die Beschlußfähigkeit des Hauses für die nächste Abstimmung.“ Während dieser Erklärung verließen sämtliche Sozialdemokraten und Kommunisten den Saal. Durch Hammelsprung wurde festgestellt, ob das Haus beschlußfähig, d. h. ob die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sei. Von der gesamten Linken betrat nur der Abgeordnete Müller=Franken wieder den Saal. Präsident Loebe stellte fest, daß nur 170 Mitglieder im Hause anwesend waren. Das Haus war demnach beschlußunfähig, die Sitzung mußte abgebrochen werden. Indessen wurde die nächste Sitzung aus eine halba Stunde später auf 7 Uhr anberaumt. In der neuen Sitzung erhielt zunächst der Abg. Koehnen (Kom.) das Wort. Er erklärte, daß Abg. Müller=Franken eine politische Sprache geredet habe, die von größter Bedeutung werden könne.(Große Unruhe und Rufe rechts: Unerhört! Zur Geschäftsordnung!) Da das Steuergesetz nur die einheitliche Abwehrfront durchkreuzen könne, beantragte er Absetzung dieses Gesetzes von der Tagesordnung.(Unruhe rechts.) Abg. Helfferich(DN.): Meine Fraktion hat mich beauftragt, die Vertagung der Sitzung zu beantragen. Die Erklärungen des Abg. Müller=Franken beruhen auf einem Mißverständnis. Es sei gar keine Rede von einer Begünstigung der ausländischen Zählungsmittel gewosen(Unruhe links). Wir vertreten hier nicht die Interessen der Besitzer, sondern die des Reiches. Auf unseren Antrag soll die Vermägenssteuer und die Zwangsanleihe vervierfacht werden. Wir wollen draußen nicht den Eindruck machen, daß wir mit beiden Händen nach diesem Gesetz greifen. Wir beantragen die Vertagung der Sitzung(Beifall rechts). Für den Antrag Koehnen stimmen nur die Kommunisten. Der Antrag Helfferich wird angenommen. Ueber den Termin der nächsten Sitzung und ihrer Tagesordnung entwickelt sich eine lebhafte Geschästsordnungsdebatte. Ein Zentrumsantrag, die SonnabendSitzung ausfallen zu lassen, wird im Hammelsprung mit 148 gegen 104 Stimmen angenommen. Der Präsident beraumt eine dritte Sitzung an auf 7,40 Uhr. In dieser Sitzung wird in erster und zweiter Lesung der Initiativantrag aller großen Parteien debattenlos angenommen, der die Aktiengesellschaften verpflichtet, ihre Reserven in Dollarschatzanweisungen anzulegen. Die Vornahme der dritten Lesung stößt auf den Widerspruch der Kommunisten. Gegen 8 Uhr vertagt sich das Haus auf Montag. Messerede. Von unserm volkswirtschaftlichen Mitarbeiter Der Rede des Reichskanzlers und den Ausführungen der Parteien im deutschen Reichstage folgt auf dem Fuße fast das, was der Reichspräsident auf seinem Besuche der Leipziger Messe gesagt hat. Diese Leipziger Messe, mehr als ein Jahrmarkt, gewissermaßen die jährliche Heerschau der deutschen Wirtschaft, steht auch heute zweifellos unter den unwägbaren Einflüssen der politischen Situation; allen Stimmungsberichten ist zu entnehmen, daß zwar das Geschäft an und für sich fluktuiert, daß aber doch die sonst gewohnte Initiative nicht ganz sicher ist. Dies ist etwa nicht ein Symptom dafür, daß man in Deutschlands maßgebenden wirtschaftlichen Kreisen einen französischen Triumph in der Ruhraktion und damit ein weiteres Erliegen deutscher Wirtschaft fürchtet, sondern eher dafür, daß man geneigt ist, lieber noch einige Zeit abzuwarten, da der bevorstehende unzweifelhafte politische Mißerfolg Frankreichs im Ruhrgebiet gleichzeitig einen Sieg des deutschen Widerstandes und damit eine ganz neue Grundlage der kommerziellen Kalkulation bedeuten muß. Es herrschte also in Leipzig nicht etwa ein wirtschaftlicher Pessimismus,— eine Darstellung, der man in den Berichten der„Roten Fahne" begegnen kann, obwohl das Blatt auf der ersten Seite zu behaupten beliebt, der Kampf an der Ruhr sei der Arbeiterschaft durch ein gemeinsames Vorgehen des deutsch=französischen(!!) Kapitalismus aufgezwungen worden!— sondern eine vernünftige Reserve, die als ein weiteres Symptom dafür gelten mag, daß das gesamte deutsche Volk der seit dem Waffenstillstand über es verhängten Gewaltpolitik gegenüber endlich die einzig richtige Haltung gefunden und eingenommen hat, nicht zuletzt dank der durchaus sachlichen Politik des jetzigen Kabinetts Cuno. Der Reichspräsident hat daher auch in seiner Rede, die er als Gast des Zentralverbandes für die Interessen der Leipziger Mustermessen gehalten hat, die Grenzen dieser durch die Situation gebotenen Reserve nicht überschritten. Seine Rede paßt sich schon bshalb der im Reichstage von fast allen Parteien gutgeheißenen Rede des Reichskanzlers an, weil sie sich auf die Feststellung nackter Tatsachen beschränkt, der Tatsache, daß Frankreich, ganz gegen seine eigenen Lebensinteressen, durch die Ruhraktion die besten Werte deutscher Produktivität vernichtet, daß es damit der gesamten Weltwirtschaft unabsehbaren Schaden zufügt, und daß, allein schon um dieses höheren Gesichtspunktes willen, das deutsche Volk in allen seinen Schichten im nationalen Widerstande nicht erlahmen wird. Grade vor dem Forum, von dem der Reichspräsident gesprochen hat, mußte alles dies tiefer und nachhaltiger empfunden werden als irgendwo anders; und die deutsche Wirtschaft, die heute die größten Opfer bringt, zeigte durch ihren Beifall, daß auch sie ihr hervorragend Teil an diesem Widerstande bis zum hofkentlich bald eintretenden glücklichen Ende zu tragen beabsichtigt. Die englische Auffassung. Reuter meldet: England hat einen offiziellen Einspruch wegen der Schwierigkeiten im Handel im besetzten Gebiet nicht erhoben, aber es seien Anzeichen vorhanden, daß die französische Regierung die schwierige Lage des englischen Handels einsehe. Die englische Kleines Feuilleton. Ebert durch die Luft nach Leipzig. „Eindrücke eines Laien" nennt Erich Schwarzer seine Schilderung der Flugreise nach Leipzig, die er im „Tag“ veröffentlicht. Wir geben sie hier im Auszuze wieder: Um ¾8 Uhr begann die Fahrt auf dem Tempelhofer Feld. Landete um 9¼ Uhr in Leipzig. Stieg um ¾12 Uhr wieder in die Kabine und war um 1 Uhr in Berlin. Brauchte vom Tempelhofer Felde bis zu meiner Redaktion etwa die Hälfte der Flugzeit Leipzig—Berlin. Nur etwas hat mir nicht gefallen: die Ortschaften und Städte müßten verpflichtet werden, nach oben zu sagen, wie sie heißen. Man will doch wissen, wo man vorbeiflitzt. Da lob' ich mir die Eisenbahn. Da ist alles schön bureaukratisch hergerichtet, und du weißt immer, wo du bist. So eine Flugzeug=Kabine ist auch etwas eng. Raucher= und Nichtraucherkupees gibt es auch nicht, weil es nur ein Kupee ist. Dafür gibt es nur eine Betriebsvorschrift: 1.„Kabinentür während des Fluges nicht öffnen". Weil du sonst auf einen schönen Wald oder in eine Grube oder in einen Schornstein oder auf ein Dosch fallen würdest. Das wäre bei Gott kein weiches Bett. Und Nr. 2:„Bei Start und Landung anschnallen". Du gürtest dir im Polsterfessel einen Gurt um deine Lenden und fühlst dich wie in Abrahams Schoß. Wunderst dich über die vielen zasserchen da unten auf der Erde, über die Häuserchen in der Spielschachtel Walt. Oder du döst. Oder schaust in den wallenden Nebel. In dicken Schwaden zog er an mir vorüber. Unschwer konnte ich mir vorstellen es sei der Rauch aus der Lokomotive meiaes Zuzes. So vertreibt man sich geistreich die Zeit. Nur einmal eab's eine dolle Sensation. Ein Flugzeug, ein richtig gehendes anderes Flugzeug, wagte es, uns überholen zu wollen. GespenAuffassung sei nach wie vor die, daß die gegenwärtige französische Politik unfruchtbar sei. Der Sonderberichterstatter der„Information" im Ruhrgebiet meldet aus Essen: Die Kohlenzüge für Holland, die bis Ende Februar regelmäßig zusammengestellt waren, wurden heute von den Blockadeposten aufgehalten. Der Grund dafür sei wahrscheinlich der, daß weder Holland noch Deutschland die Kohlenabgabe, die in der vertraglichen Währung zu zahlen sei, an die Franzosen oder Belgier abgeführt hätten. Verhandlungen zwischen Paris und Brüssel einerseits und Holland andererseits seien im Gange Die Brüsseler Konferenz. Neuer Plan, neue Maßnahmen, neuer Druck. Paris, 9. März.(Bl.) Ein Vertreter des„Cablogramme“ erfuhr von einer Persönlichkeit, die in enger Beziehung zum Quai ’Orsay steht, folgendes: Die Staatsmänner sowie die französischen und belgischen Sachverständigen werden einen vollständigen und endgültigen Plan entwerfen, der die für die Verbündeten annehmbaren Mindestbedingungen enthalten soll, sofern der Reichskanzler sich zu Verhandlungen bereit erklärt. Vielleicht ist dieser Augenblick nicht sehr weit. Das hindert jedoch nicht, daß die Verbündeten zu gleicher Zeit neue Maßnahmen prüfen werden, die zur Ausübung eines weiteren Drucks auf Deutschland notwendig werden könnten. Somit ist das Programm der Beratungen stark belastet, und Poincare glaubt nicht, daß er vor Dienstagabend nach Paris zurück sein kann, das beweist auch schon die Tatsache, daß er den Ministerrat, der für Dienstag in Aussicht genommen war, auf Donnerstag verschob, um je nach dem Ausgang der Brüsseler Verhandlungen die nötige Zeit für die Abfassung eines Abkommens oder sonstiger diplomatischen Schriftstücke zu haben. Die Brüsseler Zusammenkunft wird also fast eine interalliierte Konferenz— vielleicht die wichtigste seit dem Abtreten Lloyd Georges von der politischen Bühne— sein. Es ist sogar anzunehmen, daß gegebenenfalls der italienische Botschafter in Brüssel gebeten werden wird, sich an den Besprechungen zu beteiligen. Allerlei vom Tage. Zum Schutz der Republik. Leipzig, 8. März.(wb.) Der süddeutsche Senat des Strafgerichtshofes zum Schutze der Republik trat heute unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Dr. Schmidt zu seiner ersten Sitzung zusammen. Verhandelt wurde zunächst gegen die Heidelberger Studenten Becherer und Gruhl, die im Juni 1922 bei einem Korpsausflug im Schwarzwald in Donaueschingen von einem zum Empfang des Erzbischofs errichteten Ehrenpfosten eine schwarz=rotgoldene Fahne herunterrissen und im Wirtshaus verbrannten. Sie wurden wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung zu je 100 000 Mark Geldstrafe verurteilt. Ferner verurteilte der Senat den Kaufmann Ehrenpfort und den Bäcker Stadler zu je 5 Wochen Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt angerechnet wurden, weil sie in Füssen in Niederbayern ein vom Archivar Laun verfertigtes Schmähgedicht auf den Reichspräsidenten hatten anschlagen helfen. Laun selbst entzog sich der Verantwortung durch die Flucht nach Tirol. sterhaft geisterte es durch das dunstige Land. Bis plötzlich da unten ein Feuerstrahl aufflammt. Und man sieht, wie der voreilige Partner in die Tiefe saust. Und fährt beruhigt weiter. Bis man plötzlich erkennt, daß der Feuerstrahl gar kein Feuerstrahl war. Sondern die Spiegelung der Morgensonne im Gewässer. Also ist der Partner nicht verbrannt(denkt man). Und schaut wieder aus, wo er geblieben. Ob er immer noch dreist die gleichen Pfade wandelt, ob er tiefer oder höher steht. Aber er bleibt verschwunden, dem Gesichtskreis entzogen, der in der Kabine ohnehin nicht groß ist. Erst in Leipzig hört man teilnahmsvoll, daß der freundliche Genosse eine Notlandung vorgenommen hat. Also war er doch vorhin die Tiefe gesaust. Vielleicht hatte er in dem dicken Nebel die Orientierung verloren. Vellecht auch war den Insassen die Seekrankheit angekommen. Wahrscheinlich sogar das letztere. Man lachte später viel, daß zwei der verwegenen Luftgondler es vorgezogen, lieber per Bahn nach Berlin zurückzukehren, als die Reise im Geschwader des Herrn Ebert fortzusetzen. Ja, so was ist peinlich. Wer in der Luft umherpendelt, muß wissen, daß sie keine Balken hat. Auch tut man gut, vorher gut zu frühstücken.... Aus diesen tiefen philosophischen Betrachtungen wird man durch ein kribbeliges Gefühl in der Magengegend gerissen. Etwa als ob man mit einem Fahrstuhl in die Tiefe fährt. Man glaubt, in nächsten Augenblick in den Wipfeln der Bäume aufgespießt zu sein oder tot auf einem Dache zu sitzen. Aber nichts davon. Mit einem eleganten Schwung landet der Vogel vor den erstaunten Augen einer Menschenmenge, die uns für den Reichspräsidenten hält. Die Musik der Leipziger Schupisten spielt die„Festouvertüre Sr. Majestät König Friedrich 2. und schon weiß man, daß selbst im Freistaate Sachsen des Herrn Lipinski und des Genossen Buck mit Wasser gekocht wird. Besagten Herrn Lipinski und besazten # erinnert, daß gauchen auf öffentli Dus böse Gewissen. Poincare hat in der Kammer geantwortet, wenn die französisc, Regierung es vorziehe, keine schwarzen Truppen(1) für dag####e non der Ruhrgebiet zu verwenden, so sei es nicht deshalb geschehen, wei###undamt: Zuge die Regierung den schwarzen Soldaten nichts zutraue, sondern wen## F0— gg-Feicht sie es für besser gehalten habe, einer gewissen Propaganda augen. blicklich keinen Vorschub zu leisten(!). ann.— Als obd Eine Eisenbahnräuberbande festgenommen. Kassel, 9. März. Der Ueberwachungsabteilung der Reiche. bahndirektion ist es gelungen, einer Eisenbahnräuberbande habhag zu werden, die eine Zeitlang zwischen Nordhausen und Kassel an die fahrenden Güterzüge sprang und die Waren abwarf, um z. nachher beiseite zu schaffen. Die Verbrecher sprangen an eine günstigen Stelle von den Zügen wieber ab. Sie stamman alle aus Bleicherode und waren in kurzer Zeit zu vielfachen Millionären geworden. Der Schaden der Reichsbahn beträgt über 100 Millionen Mark. Stadt und Land. „Lüdenscheid, 10. März. Die Ruhrhilfe der Landwirtschaft. Am 3. März fand in Minden, Westfalen, in der Zweigstele der Landwirtschaftskammer eine Besprechung über die Organisation der Verteilung der Ruhrhilfe, soweit es sich um Lebensmittel handelt, statt. Beteiligt waren der Reichsaus)huß der deutscher Landwirtschaft, die Landwirtschaftskammer Westfalen, ferner die Hauptverteilungsstelle in Essen, das Reichsverkehrsminist=rium und die Eisenbahndirektionen von Hannover=Elberfeld=Essen Allerseits wurde anerkannt, daß die Lebensmittelspenden der Landwir## schaft die höchsten Erwartungen weit übertroffen haben. Von 25. Februar bis 3. März sind etwa 340 Waggons mit Getreide, Kar. toffeln, Mehl, Speck, Wurst, Fleischwaren, Butter usw. zur Absendung gekommen. Insgesamt sind bis zum 3. März für das Ruhrzebiet verladen 1049 Waggons mit Lebensmitteln aller Art. Davon sind nachweislich in den Besitz der vorgesehenen Empfänger 123 Waggons gekommen; hierfür liegen die Empfangsbestätigunger bei der Zweigstelle Minden vor. Die auf den ersten Blick gerinze Zahl der Empfangsbestätigungen wird verständlich, wenn man bedenkt, wie lange die Waggons unterwegs sein müssen. Prämien für Wohnungseinschränkung. Wir machen auf die in dieser Nummer enthaltene Bekanntmachung des Magistratz über die Zahlung von Prämien für Wohnungseinschränkung aufmerksam. Infolge der erhöhten Mieten und der dauernden Steigerung der Lebensunterhaltungskosten wird manche Familie diese Prämie als willkommene Unterstützung für eine ins Auge zu fassende Wohnungseinschränkung ansehen. Anträge auf Zahlung einer Prämie müssen vor dem Umzug oder vor der Einschränkung gestellt werden. Keine Herabsetzung der Gütertarife. In einer Erklärung des Reichsverkehrsministeriums zur Frage der Gütertarife heißt es: Die Preise müssen ungefähr noch m ein volles Drittel heruntergehen, ehe sie mit der Durchschnittsfracht in Parität stehen. Ez kann an eine Herabsetzung der Gütertarife nicht gedacht werden. Wir können wohl den einen oder anderen Spezialtarif ermäßigen, aber eine Generalherabsetzung ist unmöglich.“ Diebstahlschronik. Ein Fuhrmann stahl aus dem Steinbruch in Hammerhaus, als er mit seinem Fuhrwerk vorbeifuhr, Feldbahngleise im Werte von 750000 Mark. Der Dieb wurde hier festzenommen. Von seiner Arbeitsstelle entwendete ein Arbeiter in fünf Fällen 50 kg Aluminium im Werte von 81000 Mark. Er ließ das Metall durch einen anderen Arbeiter einem Fabrikanten übergeben, der das Metall sofort einschmelzen ließ. Dieb und Hehler hatten sich vorher verständigt.— Ein Nachtwächter schleppte aus den Fabrikräumen, die ihm zugänglich waren, 18 kg Metall(Wert 35000 Mark) heraus und übergab das Metall 3 draußen wartenden Arbeitern. Das Metall wurde nach Iserlohn verkauft.— Zum zweitenmal wurden aus einer Fabrik Handwerkszeuge für Werkzeugschlosser und Werkzeugstahl im Werte von 100000 Man gestohlen. Es scheint sich hier um Fachdiebe zu handeln; wertvolles Metall, das ihnen zur Hand lag, rührten sie nicht an.— Aus einem eingefriedigten Fabrikhofraum wurde ein Handwagen im Werte von 120000 Mark gestohlen.— Aus der Bedürfnisanstalt am Grünewald wurde durch Einschlagen der Fensterscheibe ein Bleirohr entwendet. Aufgeklärte Schaufensterdiebstähle. Die in dem letzten Polizeibericht gemeldeten drei Schaufensterdiebstähle sind aufgeklärt. Der Dieb hat sich selbst der Polizei gestellt. Er gab an, daß er seit einigen Wochen— nach seiner Entlassung aus dem Gerichtsgefängnis— trotz seiner Bemühung keine Arbeit hätte finden können, der Hunger habe ihn zu den Diebstählen getrieben; um dem Hungerleben und den Diebereien ein Ende zu machen, habe er sich freiwillig gestellt. Er gestand, nach dem Zertrümmen der Fensterscheiben Wurs und Brot gestohlen zu haben. Jünglinge betraten einen Laden, um sich eine Mundharmonika zu kaufen. Während der eine aussuchte, ließ der andere eine Mundharmonika in seine Tasche verschwinden. Er wurde aber noch im Laden ertappt. Polizeiliches Allerlei. Wegen verbotenen Waffentragenwurde ein Jugendlicher angezeigt.— Ein Bettler wurde ein gesperrt.— Wegen unterlassener Straßenreinigung wurder fünf Personen angezeigt.— Wegen Verkaufs von verbotenes Arzneimitteln wurden vier Drogisten angezeigt.— Es win Herrn Buck konnte man alsbald nachher besehen. Auch er erschien wie eine Sendung aus dem Himmel mit einem Apparat der Jun kerswerke. Und dann noch andere. Prominente, unter denen sio Oswald Spengler befand, fuhren auf dem Gelände fest und schot kolportierte man den neuesten Platzwitz zu den Ohren des Herr Buck: dieses Flugzeug sei festgefahren wie die sächsische Rezie rung 1g... Mittlerweile kam Bewegung in die Massen, Fritz Ebert ka# angeflogen. Freundlich, wie immer, und würdevoll ohne PanneDie Leipziger Schupisten reagierten mit einem Tusch, und unwes davon ging etwas vorschnell eine schöne schwarz=weiß=rote Flatz#“ hoch. Ganz neu, nur mit einer kleinen Gösch versehen. Da Publikum staunte und stellte sich im Halbkreis um das oberhaupt. Vis==vis die Photographen.„Aber das geht dos nicht, meine Herren“, meinte zu ihnen gewandt das Leipziger oberhaupt. Aber der Film wurde schon gedreht und das Geme bild schon geknipst. Sonst allhier das Uebliche: Reden, Ansprachen, Deutschlan lied. Schluß. Alles sehr schön und schmerzlos. Und währen Herr Ebert und die Seinen zur Messe nach Leipzig fuhren, terte ich in mein Flugzeug, und schon ging's hinan und hinein die himmlischen Höhen— über die Felder, Städte und Bahnhof“ hinweg in sausender Fahrt mit dem Blick ins besonntg weite schon deutsche Land. Trinkt Bitterwasser. In der Straßenbahn älterer Mann und raucht gemütlich seine Pfeife. Der Schafft“ fragt ihn, ob er denn nicht lesen könne, hier stehe doch groß deutlich, daß das Rauchen verboten sei.„Du lieber Gott,“ der Mann,„man muß doch nicht alles tun, was da angeschrin C. stoht zum Reis.““ ginst Mitt. 4 steht. Du stehr zum Beisptel: Sie vielleicht Bitterwasser?“ „Trina Bilterwasser." #ecnch. Turnverein„Juhn ##schen den Vereinen Zahn=Lüdenscheid, der tag kommen sollte, ist worden. Es zeigt sich niedliche Wettkämpfe annehr in Kürze hier Theater=Verein abend im Saale des gie fleißige Arbeit des Lionella, das Löwe gekommen, wo gitags 12 Uhr bis abe schen ist. Was man b st nur der Kopf. Je enen eines Menschen a id wurde deshalb vor iten der Gegenwart ei Ubnormität der Gegen * Altena, 9. Mär ge aus Händlerkreisen treien die Mitteilunge #wurten ist, sodaß auch sise bis auf weiteres Westfal * Hagen, 9. März. el aus dem Zuge gewo wer die Franzosen gest git, daß sie künftig di Eenn diese nicht gefun wei Personen herausg * Barmen, 9. Mär, #ichte vorgestern vormitt ###nder Arbeitslose Netzgermeisters Busche des Zuges vorbeizukom #reiche Demonstranten d ##dern, während andere ###egleiter des Metzgers, #m Wagen heruntergen in zwei Schupobeamte nicht, noch einzelne Gew seld hat am gleichen Te gfunden. * Düsseldorf, 9. 2 Bochen ausgewiesenen sern ebenfalls den Au setzte Gebiet bis Sams : B o n n, 9. M ä r z. Direktor des dortigen Studienrat Tils, in Er * Gymnasium, Professor gewiesen in Meckenhei Fingerhut, in Oberkasse * Mainz. 9. März. Eonsenheim auf der C mit einem Zuge der E funzösischen Eisenbahn waren sofort tot, An Crsima Wagner in ners greise Witwe, eins entwertung jetzt, wo a Bagners ihr keine Ein haben sofort namhafte aus Wagner=Aufführun enntieme zu zahlen. Raubmordversuch i überfiel am Donnerstag beideter Passagier eine fihr. Der vermutliche zwehr auf den schlafe schwer. Dann versuchte Fahrkartenkontrolleur g Stehen, und diese Gele den. Er entkam une Raufmann wurde leben schafft. Ein Werber für 1 Essener Strafkammer h Rotthausen zu verantw I# besetzten Gebiet für ratte. Der Angeklagte Städten des besetzten hentlich zwei= bis drei Isenbahn nach Aachen vie jungen Leute sich Orten des besetzten Ge dann darauf aufmerk 505 der Einreihung i goßer Teil von ih ###erlagte, der die Leu veilsstätten und auf de Er auf der Fahrt oder e der verkehrten Seite b r uc One cn AllemgeScchgnn 10 70 ur 7e gegen sofo saufen gesuch Lösebrink#mp Telefon 1 Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 10 ür geschehen. sondern wenl (gande gigen. u. g der Reiche. bande habhaßt ind Kassel au bwarf, um sie igen an einer nman alle aus n Millionären 100 Millionen 10. März. der Zweigstelle die OrganisaLebensmittel der deutschen „, ferner die inisterium und Essen Allerder Landwir haben. Ve Getreide, Kar. w. zur Absenfür das Ruhrler Art. Doen Empfänger „sbestätigunger Blick gerinze wenn man beBir machen auf des Magistratz nkung aufmerkden Steigerung diese Prämie fassende Woheiner Prämie gestellt werden. Erklärung des rife heißt es: ittel herunterit stehen. Es edacht werden. rif ermäßigen, em Steinbruch uhr, Feldbahnde hier festzerbeiter in fünf kark. Er ließ brikanten übereb und Hehler schleppte aus Metall(Wert draußen warn verkauft.— werkszeuge für 100000 Man sandeln; wertnicht an.— n Handwagen er BedürfnisFensterscheibe in dem letzten sind aufgeklärt. ab an, daß er dem Gerichtsfinden können, m dem Hungerr sich freiwillig rscheiben Wurst ich eine Mundließ der andere Er wurde aber entragen er wurde einz umg wurden erbotenen 1.— Es wic uch er erschien arat der Juniter denen sich fest und schon en des Herrn schsische Rezie ohne Panne. 5, und unwest brote Flagg ersehen. das Reichtdas Anger 8 d das Genre Deutschland Und währen1 fuhren, kletund hinein in und Bahnhöft # weite schöne # erinnert, daß Jugendlichen bis zu 16 Jahren das Suchen auf öffentlichen Wegen und Plätzen verboten ist. Es ####en von der Polizei“ Anzeigen vorgelegt. “ gundamt: Zugelaufen sind 1 Jagdhund, 1 Spitz und 1 Do##cann.— Als obdachlos meldeten sich 14 Personen. Turnverein„Juhn". Der Städtewettkampf im Geräteturnen schen den Vereinen Turngemeinde Bochum, Jahn=Hagen und Ein=Lüdenscheid, der am nächsten Sonntag in Bochum zum Aus#### kommen sollte, ist von der Besatzungsbehörde verboten ##rden. Es zeigt sich auch hier wieder, daß den Franzosen selbst ##dliche Wettkämpfe auf die Nerven fallen. Der Kampf findet ###mmehr in Kürze hier in Lüdenscheid statt. Theater=Verein Einigkeit. Der Verein veranstaltet morgen ohend im Saale des Herrn Zapp eine Vorstellung„Marie=Anne“. gie fleißige Arbeit des Vereins dürfte ihm ein gut besuchtes Haus rschaffen. Lionella, das Löwenweib, ist, wie man uns schreibt, nach Lü##nsheid gekommen, wo sie ab Donnerstag bis einschl. Montag von gittags 12 Uhr bis abends 10 Uhr im Restaurant„Jägerhof“ zu Vchen ist. Was man bei Lionella als menschlich bezeichnen kann, ## nur der Kopf. Jedoch sind die ganzen Lebensgewohnheiten #nen eines Menschen angepaßt. Lionella ist geistig hoch entwickelt #d wurde deshalb von den bedeutendsten medizinischen Kapizi####en der Gegenwart eingehend untersucht und als die bedeutendste #onormität der Gegenwart anerkannt. * Altena, 9. März. Keine Milchpreiserhöhung. #e aus Händlerkreisen mitgeteilt wird, haben sie von den Molteien die Mitteilung erhalten, da vorläufig kein Aufschlag zu er#warten ist, sodaß auch der Kleinverkaufspreis in der bisherigen ie bis auf weiteres bestehen bleibt. Westfalen und Rheinland. * Hagen, 9. März. In Hengstey sind vom Publikum ZetVel aus dem Zuge geworfen worden, auf denen ein deutsches Wort wer die Franzosen geschrieben stand. Die Besatzungsbehörde teilt nt, daß sie künftig diese Leute verhaften und bestrafen würde. #enn diese nicht gefunden würden, würden aus jedem Wagen je wei Personen herausgegriffen und wie Täter behandelt werden. '* Barmen, 9. März. Einige aufregende Minuten er#lchte vorgestern vormittag der Alte Markt. Ein Zug demonstrieender Arbeitsloser traf mit einem vollbeladenen Wagen des Netzgermeisters Busche zusammen, der versuchte, vor der Spitze des Zuges vorbeizukommen. In diesem Augenblick ergriffen zahl#reiche Demonstranten die Zügel des Pferdes, um das zu verhin##dern, während andere schon nach den Fleischstücken langten. Der ###egleiter des Metzgers, der sich mit diesem zur Wehr setzte, wurde #om Wagen heruntergerissen. Im entscheidenden Augenblick konn##ien zwei Schupobeamte das Schlimmste verhüten, vermoshten jedoch nicht, noch einzelne Gewaltätigkeiten zu verhindern. Auch in Elberseld hat am gleichen Tage eine Kundgebung der Arbeitslosen stattgfunden. * Düsseldorf, 9. März. Die Familie des vor etwa drei Bochen ausgewiesenen Regierungspräsidenten Grützner hat geern ebenfalls den Ausweisungsbefehl erhalten und muß das besetzte Gebiet bis Samstag verlassen haben. „* Bonn, 9. März. Die Franzosen haben in Rheinbach den Direktor des dortigen Gymnasiums, Dr. Niessen, sowie den Studienrat Tils, in Euskirchen den Religions= und Oberlehrer am Gymnasium, Professor Heinrichs, ausgewiesen. Ferner wurden ausgewiesen in Meckenheim Hauptlehrer Schlüter und Oberlehrerin Fingerhut, in Oberkassel bei Bonn der Hauptlehrer Bochinski. * Mainz. 9. März. Gestern nachmittag stieß in der Nähe von Eonsenheim auf der Chaussee ein von Kirn kommendes Lastauto mit einem Zuge der Strecke Mainz=Alzey zusammen, die jetzt von fuanzösischen Eisenbahnern betrieben wird. Zwei Autoinsassen waren sofort tot, mehrere schwer verwundet. Aus auer Ersima Wagner in Not.“# die Nachricht, daß Richard Wagners greise Witwe, einst Millionärin, infolge der unerhörten Geld#entwertung jetzt, wo auch aus den schutzfrei gewordenen Werken Vagners ihr keine Einnahmen mehr zufließen, in Not gerateu ist, haben sofort namhafte Künstler beschlossen, von den Einnahmen uus Wagner=Aufführungen der Witwe des Meisters eine Ehren###ntieme zu zahlen. Raubmordversuch im=Zug. Zwischen Küstrin und Berlin überfiel am Donnerstag früh ein mit einer Reichswehruniform be##leideter Passagier einen Kaufmann, der mit ihm allein im Abteil führ. Der vermutliche Reichswehrsoldat stach mit seinem Seitenzwehr auf den schlafenden Mitreisenden ein und verletzte ihn schwer. Dann versuchte er ihn zu berauben, wurde aber durch den fahrkartenkontrolleur gehindert. Dieser brachte den Zug zum und diese Gelegenheit benutzte der Soldat, um zu entflieden. Er entkam unerkannt im nahen Walde. Der überfallene Raufmann wurde lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus geshafft. Ein Werber für die Fremdenlegion vor Gericht. Vor der Iener Strafkammer hatte sich vor einiger Zeit ein Bäcker aus sothausen zu verantworten, weil er planmäßig junge Deutsche in besetzten Gebiet für die französische Fremdenlegion angeworben Der Angeklagte war von Eisenbahnbeamten in mehreren Städten des besetzten Gebietes beobachtet worden, wie er allwöEitlich zwei= bis dreimal Transporte junger Deutscher auf der di# Tbahn nach Aachen begleitete. Die Beamten stellten fest, daß s jungen Leute sich fast immer in dem Glauben besanden, an Onten des besetzten Gebietes lohnende Arbeit zu finden. Wenn n dann darauf aufmerksam gemacht wurden, daß ihnen das traurige a5 der Einreihung in die Fremdenlegion blühen werde, suchte em großer Teil von ihnen schleunigst den Zug zu verlassen. Der engeklagte, der die Leute unter allerhand Versprechungen auf Arbeitsstätten und auf der Straße angeworben hatte, verließ, wenn er auf der Fahrt oder auf der Station Gefahr witterte, den Zug u der verkehrten Seite und flüchtete sich in das Sonderabteil der K An unsere Postbezieher! Auch in diesem Monat müssem wir mit der Nachforderung eines Bezugspreises an Sie herantreten. Als wir am 1. Februar den Preis für den Monat März angeben mußten, konnten wir nicht voraussehen, daß bis zum 1. März ein 100°iger Lohnaufschlag neben den sonstigen Teurungen kommen würde. Der vorläufig gezahlte Bezugspreis von Mk. 3500,— deckt somit nicht einmal unsere Selbstkosten, und wir bitten unsere Postbezieher, den Restbetrag von Mk. 1000.— mittels der jedem Postbezieher in diesen Tagen zugestellten Zahlkarte umgehend auf unser Postscheckkonto Dortmund 3719 einzuzahlen. Verlag der Lüdenscheider Zeitung. Franzosen, wo er sicher war. Eines Tages wurde er, als er ohne Fahrkarte einen Zug benutzt hatte, verhaftet, später aber auf Veranlassung der Besatzungsbehörde freigelassen(!). Einige Monate darauf konnte er dingfest gemacht werden. Die Strafkammer verurteilte ihn unter Einbeziehung des Betruges zum Nachteil des Eisenbahnfiskus zu einer Gefängnisstrafe von 3 Jahren 6 Monaten und 5 Jahren Ehrverlust. Leider viel zu wenig für diesen ehrenwerten Mann! Literarisches. Von der nationalen Monatsschrift„Deutschlands Erneuerung", die jetzt schon im siebenten Jahrgang erscheint, ist das Märzheft herausgekommen.(I. F. Lehmann's Verlag, München, Einzelheft 600 Mark.) Eröffnet wird es durch eine sehr zeitgemäße geopolitische Betrachtung„Inselstaat und Kontinentalstaat" von Major a. D. Dr. Trautz, welche an Hand des Vergleiches Japan— China und England— Deutschland zu wichtigen neuartigen geschichtlichen Ergebnissen kommt, auf denen sich Forderungen für die Gegenwart aufbauen. Ebenso bedeutungsvoll und in seiner Wirkung aufrüttelnd ist der Aufsatz von Dr. K. Hoppmann=Elberfeld über den„Zweitausendjährigen Vorposten=Kampf des Elsaß", in dem einmal die unverbrüchliche Treue dieses Grenzlandes zu deutscher Geistesart und Kultur und seine Bedeutung für beide, auf der anderen Seite die nackte, brutale, vor keinem Treubruch und Verrat zurückschreckende Raubgier Frankreichs aufgedeckt wird, die sich durch die Jahrhunderte zieht und heute schamloser denn je auftritt. Dieser Aufsatz sollte wenigstens auszugsweise in jedem deutschen Lesebuch zu finden sein. Aus dem weiteren reichen Inhalt sei hervorgehoben, daß der Grazer Dichter Gottfried Nickl, der im vorigen Heft sein prachtvolles Gedicht„Essen" veröffentlichte, abermals mit einer gleichwertigen Schöpfung„Die Stimme der Gefallenen" vertreten ist. v. Thüngen kennzeichnet in einem Aufsatz „Was wir lernen sollten“ scharf das Undeutsche in unserer Erziehung. Oberstudienrat Reinhardt bringt uns das Wichtigste aus dem Lebenswerk des berühmten deutschen Denkers Eugen Dühring näher. Dr. Stieger=Muscherin deckt in der Arbeit„Wozu haben wir ein Ernährungsministerium“ ganz neue Wege auf, die deutsche Volksernährung billig zu sichern und die deutsche Valuta zu heben. Der Mitherausgeber und Schriftleiter Dr. E. Kühn endlich gibt ein Bild der Lage". Zu diesem Heft wirh jeder gern greifen, der in dieser Zeit der hilflosen deutschen Not Trost und Belehrung braucht. Eingesandt. Mehr deutsches Empfinden! Die Schupo, die den Gemeinheiten der Räuberhorden im Ruhrgebiet besonders ausgesetzt war, wurde von der Regierung zurückgezogen und im Vertrauen auf die deutsche Gastfreundschaft anderweitig vorläufig untergebracht. Auch Lüdenscheid bekam eine Abteilung, die gemäß einem Aufruf des Magistrats in freiwillig zu gestellenden Bürgerquartieren untergebracht werden sollte. Nun durfte man annehmen, daß die Zahl der vorläufigen Wohnungsangebote die Nachfrage überschreiten würden! Leider ist das nicht der Fall: noch immer muß eine Anzahl der besten deutschen Männer mit einem Quartier in einem kalten Schulraum fürlieb nehmen! Mehr Gastfreundschaft, Ihr Lüdenscheider Familien! Helft durch Bereitstellung von—8 Zimmern, daß die Vertriebenen unterkommen. Soll denn das schöne Wort von der„Notgemeinschaft“ eitel Rede sein? Helft schnell— so helft Ihr doppelt! Zeigt doch durch die Tat, daß Ihr ein Herz für die leidenden Brüder im Westen unseres Westfalenlandes habt! Weell. Der fehlende Nachwuchs gelernter Arbeiter Die„Köln. Ztg.“ schreibt: Unsere gegenwärtige Lohntarifpolitik birgt neben andern Schäden eine große Gefahr in sich, daß sie nämlich den Nachwuchs für die gelernte Arbeit so gut wie völlig unterbindet. Der Junge mit vierzehn Jahren, der früher in eine Lehre eintrat, um sich für ein Gewerbe tüchtig zu machen, wird heute Laufjunge und verdient als ungelernter Arbeiter bald mehr als sein ausgelernter Schulkamerad. Nach dem Schiedsspruch, den der Schlichtungsausschuß am 10. Februar für die Handelshilfsarbeiter gefällt hat, erhalten männliche Hilfsarbeiter von 14 bis 15 Jahren 18000 Mark monatlich, von 15 bis 16 Jahren 23.000, von 16 bis 18 Jahren 32.000, von 18 bis 20 Jahren 45000, von 20 bis 22 Jahren 58 000, über 22 Jahre 64000 Mark. Und ein gelernter Arbeiter in demselben Alter? Erstens gibt es gelernte Arbeiter unter 18 Jahren nicht allzuviele, und zum andern dürften sie sich in ihrer Entlöhnung von den ungelernten gleichen oder höhern Alters nur sehr wenig unterscheiden; in manchen Fällen stehen sie sogar erheblich hinter den ungelernten Hilfsarbeitern zurück. Welcher Junge wird unter solchen Umständen noch in die Lehre gehen wollen, sich durch eine lange Lehrzeit in eine Lage zu bringen, die ihn bei Beendigung der Lehre schlechter dastehen läßt, als den Altersgenossen, der als Ungelernter ins Leben geht? Die Folgen einer solchen Gleichmacherei zeigen sich denn auch schon in erschreckendem Umfang. Von allen Seiten werden die Klagen laut, daß Lehrlinge nit mehr zu bekommen sind, und was dann aus dem deutschen Gewerbe werden soll, das mögen sich die einmal reiflich überlegen, die die Dinge soweit haben treiben lassen. Was wir jetzt sehen, ist nichts anderes als eine Prämie auf das Richtskönnen und ein Vorschub zur Verwilderung der Jugend und ihre Gewöhnung an Bedürfnisse, die ihnen eine spätere Zeit sicher einmal wieder verwehren wird. Denn die Konjunktur für den ungelernten Arbeiter wird eines Tages zu Ende oehmn, und dann wird der Jammer über alle die hereinbrechen, die mit ungelernten Händen durchs Leben gehen müssen, und die dann einer Politik fluchen werden, die ihnen mit vierzehn Jahren das Zigarettenrauchen zu 60 Mark das Stück erlaubte. Auf ein umerikanisches Zeitalter aber können wir uns für die nächsten fünfzig Jahre nicht einrichten, denn Amerika kann sich seine gelernten Arbeiter von auswärts beziehen, wir aber müssen selbst für Nachwuchs sorgen. Wie das jedoch heute möglich sein soll, darauf wäre eine Antwort erwünscht. Werliner Aerthovter=Bürke Mitgeteilt vom Barmer Bank=Verein, Lüdenscheid. am 9. März 33100 19100 Hapag Nordd. Lloyd Barmer Bankverein Deutsche Bank Essener Kredit=Anstalt Adlerwerke Alexanderwerke Baroper Walz Berg Eveking Busch Lüdenscheid Daimler Motor Disch. Luxemburg Maschinen Essener Steink. Gelsenk. Berg Hackethal Draht Harpener Berg Lüdenscheider Metall Mülheimer Berg Schuckert El. Friedr. Thomée Westf. Kupfer 3100 18000 3500 10000 8100 30500 45000 21000 7500 56750 15000 50000 53000 8250 110000 10000 90000 33000 40000 am 7. März. 31000 16500 3400 20000 4000 8000 8000 31000 50000 25000 8020 52500 15000 58000 55500 10000 105000 12000 26500 36100 42000 28400 Devisenverkehr: Heute vormittag ea. 10 Uhr. Holland 8200, Amerika 20700 London 97000 Paris nicht not. Brüssel nicht not. Schweiz 3850 Tendenz: Ruhig. Die Dollarschatzanweisungen des Deutschen Reichs werden in einem Augenblick zur Zeichnung aufgelegt, der für Deutschlands Zukunft von höchster Bedeutung ist. Es gilt darum, die in der Privatwirtschaft vorhandenen, entbehrlichen fremden Zahlungsmittel zum besten der Gesamtheit zu konzentrieren und die Grundlagen der Aktion, mit denen einem weiteren Steigen der auswärtigen Wechselkurse Einhalt geboten und eine nachhaltige Beeinflussung der gesamten Preise ausgeübt werden kann, zu kräftigen. Entsprechend dem Verwendungszweck der Anleihe werden als Einzahlung nur Devisen angenommen, und zwar neben amerikanischen Dollars auch Pfund Sterling, holländische Gulden, schweizerische Franken, nordische Kronen, spanische Peseten, argentinische Pesos, japanische Yen. Der Zeichnungspreis berägt 100 Prozent, die Rückzahlung der Anleihe erfolgt nach 3 Jahren zu 120 Prozent. Das entspricht einer Verzinsung von über 6 Prozent. Die günstige Verzinsung im Verein mit der Beleihbarkeit der Schatzanweisungen bei den Dahrlehnskassen zu einem vergleichsweise günstigen Zinssatze gibt den Schatzanweisungen einen erheblichen Vorzug gegenüber dem Besitz an Devisen, da diese unverzinslich und unbeleihbar sind. Die Börsengängigkeit der Schatzanweisungen bürgt dafür, daß sie jederzeit verkauft werden können. Es verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß die Schatzanweisungen in derselben Währung, auf die sie lauten, auch zur Rückzahlung gelangen, nämlich in Cheks auf New York oder aber nach Wahl des Reichs in Gold. Die Sicherung ist im besonderen noch bewirkt durch die selbstschuldnerische Bürgschaft der Reichsbank. Die Zeichnung kann in der Zeit vom 12. bis 24. März erfolgen, und zwar bei der Reichsbank und allen ihren Zweiganstalten sowie bei einer großen Anzahl von Banken, und Bankiers, die den einzelnen Orten noch besonders bekanntgegeben werden. Bei der Zeichnung sind mindestens 40 Prozent einzuzahlen, der Rest ist spätestens bis zum 14. April zu erstatten. Für gezeichnete Beträge, die vor dem 14. April gezahlt werden, wird eine besondere Vergütung von 1 vom Tausend in Mark für jede volle Woche gewährt. Dies gilt auch für die bei der Zeichnung einzuzahlenden 40 Prozent, Alles Nähere ist aus der im Anzeigenteil enthaltenen Bekanntmachung ersichtlich. Hamburg, 9. März.(wb.) Der Verbraucherpreis für gerösteten Kaffee wird vom Verein der Kaffee=Großhändler und Röster, Sitz Hamburg, heute offiziell mit Mark 11 500 bis 14000 für ein Pfund je nach Qualität notiert. # in alter bewährter Güte! Sinige, Ene dosmüzler: BSeignet für alle Arten von Wäsche. in önlesinalsackung: Allerdice Merwroller: NEIKRL& CIL., DU3SELDORE, Such der albewänrien„NGHKO“(Henkafs Wasch- und Bloich- Socia) E M. Bandeisen, ###k weich, 70—802850 R kusen gefuche. & Tweer, Telefon 178. Solider Mann sucht geg gute Bezahlung eine Schlafstelle wenn möglch mit Mittagtisch. Angeb. unter L. Z. 1179 a. b. Geschäftsst. ö. Bl. Gilce Mädchen für alle Hausarbeiten gegen hohen Lohn sofort gesucht Angebot unt. L S. 1180 an die Geschäftsst. 5 Bi Suche zum 1. Mai für meinen kleinen Haushalt (3 Pers) ein kinderliebes Mädchen. Frau Fritz Bochmann, Tüdenscheid, Bahnhofstraße 70. Dienstmädchen bei höchstem Lohn und bester Verpflegung gesucht. Frau Rechtsanwalt Fischer in Hagen(Westf.) Mittelstr. 22. prompt und billig. Freitag& Co., Oipe I. W. Motto: Die Hälfte des Lebens verbringt der Kaufmann in seinem Büro, drum soll er es sich heimisch gestalten. Buröehmienltungen, moderne Briefablagen, Privatbüros liefert preiswert Papierhaus Sasse Wilhelmstr. 20. Fernruf 1185. Fachmännische Vorschläge unverbindlich. 21InA Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. In das Handelsregister B No. 122 ist heute die Inma Heinrich Eklöh, Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Lüdenscheid eingetragen worden Der Gesellschaftsvertrag ist vom 12. Februar 1923. Gegen stand des Unternehmens ist der Vertrieb und die Anfertigung von kunstgewerdlichen Artikeln, Sportausrüstungen, und der An und Verkauf von Waren aller Art, und Grunbstücke. Das Stammkapttal beträgt 500000 M Geschäftsführer sind: 1. Kaufmann Heinrich Eklöh in Lüdenscheid, 2. Kaufmann Alfred Pielhau in Lüdenscheid. Die Gesellschaft kann mehrere Geschäftsführer bestellen, von denen jeder für sich ollein berechtigt ist, die Gesellschaft zu vertreten. Die Zeichnung erfolgt in der Weise, daß der Zeichnende zu der geschriebenen ober auf mechantschem Wege hergestellten Firma seine Namensunterschrift beifügt. Der Ehefrau Kaufmann Heinrich Eklöh, Else geb. Kettling zu Lüdenscheid ist Prokura erteilt. Oeffentliche Bekannt= machungen der Gesellschaft erfolgen nur durch den Deutschen Reichsanzeiger. Lübenschelb, 8. März 1923. Das Amtsgericht. En das Hanbelsregster A No. 807 ist heute die Firma Fritz Godas, Lüdenscheid und als Inhaber der Kaufmann Friz Gobas in Lübenscheid eingetragen. Lübenscheib, 7. März 1923 Das Aimtsgericht T. hur Schagauteisungen des Leullschen Keiches Ia. Cervelat-, Plockwurst, Salami, schnitfeste Ware, Braunschu. Mott-, Toswurst, verschled. Sorten Loberwurst, Thürlag, Zungen-v. Rotwurst, Spechwurst, Dellk. Sülze, gekochten Schinken, Halberstädter Würstchen, zarte Lachsschinken, Rollschinken, gut geräuchert, Ia. mageren geräuchert Spock, Schlakenspeck, Inlandsware. F. V. Funke Wve. Malbeiten am 15. April 1926 mit 120% rückzahlbar. des Deutschen Reiches, rückzahlbar nach 8 Jahren zu 120% ohne jeden Abzug, zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Für diese Schatzanweisungen hat die Reichsbank die selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen. ven den Zeichnern iu berderen. Die Schatzanweisungen sind durch die Darlehnskassen des Reiches beleihbar. Die Zulassung zum Börsenhandel wird schnellstens in die Wege geleitet werden. in Berlin C 2, Breite stehenden Mitgliedern des Übernahmekonsortiums und beren Zweignieberlassungen entgegengenommen. Die Zeichnungen können und ihren sämtlichen Zweigniederlassungen erfolgen. Früherer Sinteilung, Sinlösung der Schatzanweisungen. Die Schazanweisungen sind ausgefertigt in Stücken zu 5, 10, 29, 50 und 100 Dollar. Schesk us New Gork ober in Golh, den Doller u 13040 g Jeingod geechne. Mad der Nechet un Zeichnungspreis. Einzahlung. Der Zeichnungspreis beträgt 100%. Die Einzahlung kann nur in Devisen(Noten, Schecks, Ausschlungen ertegen au smar in amerkanschen Dolar, Pfund Sterlung, bolländschen Gulben, schweizerschen Franken, norbschen Seschmem un wogen,(eien, argeninschen Pesot, sepanschen Ven. Die Kosten der Einzehung der Scheckt stnd von den Sofern anbere Währungen als Dollar in Zahlung gegeben werben, werben zur Zeit berechnet: 25,3166, Schweiz. Frs. 53,3606, Norw. Kr. 54,6402, Schwed. Kr. 37,7860, Däuische Kr. 52,0800, Spanische Pes. 64,2736, Argentin. Pes. 26,8849, Japau. Den 20,9036 Währungen untereinander größere Verschiebungen eintreten, bleibt Anberung Spitzen werden zum Tagesmittelkurse für„Auszahlung" der eingereichten Devisen in Mark bar vergütet. le Einzahlung hat bei der Zeichnungsstelle, die die Zeichnung entgegengenommen hat, für Rechnung der Reichsbank zu erfolgen. ee S, S. ie Wge.eg der Jeichnung, der Rest spätestens bis 14. Gpel d. Bs. zu zahlen. ae####.# Ss. in Roten ober telegrapblschen Auszahlungen gezahlte Beträge wied eine Vergütung von 1% in Mearr für jeoe voue Woche der Vorauszahlung gewährt: bei Schecks und brieflichen Auszahlungen auf europäische Plätze wird bei der Berechnung der Vergütung eine volle Woche in Abzug gebracht. Bei Bezahlung mit Schecks und brieflichen Auszahlungen auf überseeische Länder kommt die Vergütung für Vorauszahlungen nicht in Betracht. Die Berechnung der Vergütung erfolgt unter Zugrundelegung des Mittelkurses für Auszahlung New Vork vom 10. März d. Is. erhält seine Pittellung, in welcher Höhe seine Zeichnung angenommen worden Is. Zur Ebnahme der zugetellten e# i gtet. Vor der Zutellung volbezahlte Zeichnungen werden voll berücksichtigt. Wünsche wegen der Stücke tung sind in dem vafur vorgesehenen Raum auf der Vorderseite des Zeichnungsscheins anzugeben. Werden berartige Wünsche ute äaen mui Grosr Sereng der erenicge zantrugen auf dbänberung der Stuckelung kann nicht stattgegeben werden. Die Ausgabe der Schatzanweisungen erfolgt mit möglichster Beschleunigung, voraussichtlich bis Ende April Ist die Zahlung mir Scheck ober Auszahlung erfolgt, so werden die Stücke erst nach Werteingang geliefert. Reichsbank=Direktorium. Berliner Handels=Gesellschaft. S. Bleichröder. Commerz- und Privatbank. Darmchot, iie Tatte wingnt: u. a. U. Delbrück, Schickler& Co. Deusche Bank. Direction der Disconto=GesellBeeson. vr. J. Dreyfuß& Co. Hardy& Co. G. m. b. H. Mendelssohn& Co. Mitteldeutsche Creditbank. webrüder urnhold. Bayerische Vereinsbank. L. Behrens& Söhne. Simon Hirschland. A. Levy. Lincoln Menny Oppenheimer. Sal. Oppenheim jr.& Cie. Lazard Speyer=Ellissen. Straus& Co. M. M. Warburg& Co. Stahlmatratzen, Kinderbetten dir. an Priv., Katal. 99 H fre Eisenmöbelfabrik Sahl(Tbür.) Eaite Perserteppichte per sofort gesucht. Zahle für Brücken von 100000 Mark bis 1 Million pei Stück, für Zimmerteppiche von 1000000 bis 4000000 per Stück Offerten unter L. S 1171 an die Ge schäftestelle 5e. Bl. (Staatsmedaille geles Nusstollunggprtes) uudangusssliuunsn Flügel Harmoniums Verkauf an Private. Roth& Junius Zei-Hians- und Flügellabrik Hagen I. W. Bahnhofstaße 29. Filiale Berlin Hardenbergstr. 14. NB: Eintausch u. Ankauf von gebrauchten Instramenten. Stimmungen und Reperntaren. Lose, kreisrunde Einzelblätter in allen Durchmessern garantiert nahtfreie Nare in erstklassiger unübertroffener Ausführung liefert prompt ab Lager Carl Spelsberg, Lüdenscheid, Kölnerstr. N9 2 UleinVerkauf der ersten. Special.-Fabrik9 K. Stern Goldwerte sind geschützte Ertindungen. Erwirkung durch Patentbüro Köchling, Hagen I. W. Concordiastr. 7 Fernsprecher 3436. Achtung! Kaufe jeben Posten ausrangierte und zerbrochene MiuminiumHaus= und Rüchengerik Zahle hohe Prei, Gießerei Paul Metzen, Weidohlerstraße 119. Teleson 1236. Barmer Bank-Verein, Lüdenscheid. Erledigung aller bankmäßigen Geschäfte. Besondere Abteilung für den An- und Verkauf von Aktien, — Kuxen und Obligationen.— Devisen-Abteilung Fernsprecher Nr. 1360 bis 1363. Lüdenscheider Treibriemen-Fabrik Ferd. Turck Lüdenscheid Fernruf 532 liefert als Spezialität: a. Kernieder Zum ersten Male hier im Restaurant jägerhof. Sonntag letzter Tag! Ab 12 Uhr mittags bis abends 10 Uhr lebend zu sehen Europas größtes Weltwunder! Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergeb. ein Alb. Rixen, Restaurateur. Restaurant„Zum Vollmond“ Sonntag, den 11. März ab 5 Uhr: Konzert unter Mitwirkung des beliebten rhein. Komikers Paul Gräwe aus Barmen, genannt das Bergische Unikum. Die Prämien für Wohnungseinschränkung sind verdoppelt worden. Es werden jetzt gezahlt: a) bei Aufgabe einer Wohnung von 2 Räumen bis zu 16000 M „ 3„„„ 24000 " 4„„„ 32000 M 5) bei Einschränkung infolge Wohnungstausch(Umzug burch den eine wohnungssuchende Familie untergebracht wird bis zu 12000 M c) bei Einschränkung ohne Wohnungstausch(ohne Umzug), 5 h. im Hause, bis zu.. 8000 M Im übrigen gelten die früheren Bestimmungen# mit der Maßgabe, daß Anträge auf Bewilligung von Prämien vor der Einschränkung gestellt werden müssen. Gründstucks-Verkauf für Messing, Kupfer, Zinn, Blei, Aluminium, Eisen, sowie sämtliche Altmetalle, Lumpen und Altpapier zahlen stets Wagner& Co., Altmetalle, Honselerweg. Am Donnerstag, den 15. März, nachm. 5 Uhr im Vereinshaus setzen wir unser Grundstück Altenaerstr., Flur 60 Nr. 2173/53 und 2172/53 geteilt und im ganzen zum öffenlichen Verkauf aus. Auf das Grundstück kann mit und ohne Tauschgrundstück geboten werden Interessenken meihen dazu eingeladen. Das Presbykerium##### sich die Entscheidung über noc den Zuschlag vor der eogl. Kirchengemeinbe Fichten=Schleifholz Stammholz Grubenholz Zahle die höchsten Preise für sämtliche Felle, sowie Lumpen, Alteisen und sämtliche Altmetalle, Altpapier, Geschäftsbüchet und Atten unter Garantie des sofortigen Einstampfens. Auf Wunsch wird abgeholt. Heinrich Herscheiderlandstraße 15 Telefon 1379. in jeder Menge ab Wald oder frei Waggon sowie hierzu geeignete Waldbestände kaufen zu höchsten Tagespreisen. Achenbach& Vorn, Holzgroßhölg. Telef. 1647 Siegen i. W. Telef. 1647. Wir kaufen und zahlen die höchsten Tagespreise für Ziegenfelle, Fuchstelle, Zickelfelle, Mardertellé, Kaninfelle, Ihtisfelle, — Hasenfelle, Katzenfelle usw.— sowie All-Papier, Lumpen, Flaschen, Alteisen und Altmetalle. Max Zeughauser& Co., Telefon 1372. Herzogstr. 9. Telefon 1372. Eilentrop& Holthaus Lüdenscheid I. Westf. Teleion Nr. 274 u. 1340. Treibriemen, Rundschnur, Nordeklemen. Neu- und Mitmetalle, Metall-Rückstände, HRluminlum, Hluminium-Legierungen, Phosphorkupfer. 8 4 Drucksachen aller Art liefert preiswert Karl Sasse, Lüdenscheid. aarT Marke Rolfrosch- Schuhposte Werner 8 Morts.-G. Moint Nr. 59. 9 Uhr vormitt gerichtes im besetzte Der Gerichtshe von denen der älte sitzende Richter fun ber— erscheinen. Kriegsgericht mitwir Gerichtssaal aufgeste tieren beim Erschei ten werden als wohlweislisch nicht v# die französische Ger digen deutschen Bea französische Volk üb Völkerrechtes di Der Vorsitzende sischen Republik für nach diesen Eröffnur die er in vielen Fäll aufgefordert, sich da gestellt werden, fühlt hinter der sich nur m nur eine schöne Ge der Vorsitzende dem seiner Verteidigung und daß er in seiner Warum sollte a teidigung beschränker sprochen, ehe der noch zu Worte gekon eine Farce, durch di cher Unparteilichkeit ker“ an die Behand Schluß der Verhand zer Beratung gefällt sichem Kriegsgerichte daß der Gerichtshof kommt, mag er schult ger, wir sind die He staatsanwalt des fran mit Stentorstimmee Die Aussagen d Die Franzosen die„ungenügenden den zerstörten Gebie Frankreich hat 46 bis jetzt an Barzahl: erhalten. Die Rech anders. Die französ ges vergessen, einig man die Verluste rund 100 Milliarde Wir wollen nu In der französischen beispielsweise die S besitz übergegangen französischen Berechn Rücklaßgüter Werte von 1,9 Mil dahnmaterial kraftwagen, die Deu liefern mußte, ist ni auf 2 23 Milliarden derechnung fehlen au flotte, die Seesch anlagen und Flußsch ist höher, als die vr schen Leistungen zu die Drutschland für 45 Milliarden Godd satzungsmächten selbs nirgends etwas erwi 22 „Frau ken wollte Feite guge hierher,“— warum alte Freund bet und ob Ihrem Leb kust und er „Erle sätte ich .obung Erstaunen Kan ooff ncht „Das nünftig, chen: We 125 engigkei ch sein, vollen Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Der dies igerhof. Tag ands 10 Uhr #tes Nr. 59. zweies vaut. Lüdenscheider Zeitung. Samstag. 10. Mötz 1923. det ergeb. ein Zestaurateur. Glllond 5 Uhr: APt rhein. Komiker genannt das kumn. Leinschräatinjetzt gezahlt: bis zu 16000 M "„ 24000 M „" 32000 M igstausch(Umzug de Familie unter# . 12000 M ungstausch sohn 8000 in Sestimmunges auf Bewilligung 1g gestellt werden Kauf. März, nachm. r unser Grund2173/53 und en zum öffen brundstück kann jeboten werden geladen. Dass tscheidung über hterium ngemeinde. fholz 9 5 oder frei eignete e espreisen. großhölg. Lelef. 1647. reis das hie Maß! einen Fall Ir Qualität uf Erdal! Wie die Franzosen deutsche Beamte verurteilen. 9 Uhr vormittags, in dem Saal eines französischen Kriegsgerichtes im besetzten Gebiet. Der Gerichtshof, 5 französische Offiziere in großer Uniform, von denen der älteste als Präsident, die vier anderen als heisitzende Richter fungieren, und der Greffier— der Gerichtsschreider— erscheinen. Ein Jurist, wie er früher bei dem deutschm Kriegsgericht mitwirkte, gehört dem Gerichtshof nicht an. Die im Gerichtssaal aufgestellten 5 schwarzen oder farbigen Pisten prasentieren beim Erscheinen des Gerichtes. Weiße französische Soldaten werden als Posten in den französischen Kriegsgerichtssülen wohlweislich nicht verwendet, damit sie sich kein eigenes Urteil über die französische Gerichtspflege gegenüber pflichtgetreuen, unschuldigen deutschen Beamten machen können und damit sie nühr das französische Volk über die brutale Verletzung jeden Rechtes luch des Völkerrechtes durch Frankreich aufklären können. Der Vorsitzende erklärt die Sitzung im Namen der französischen Republik für eröffnet. Der angeklagte deutsche Beamte wird nach diesen Eröffnungformalitäten mit der Anklage bekanntgemacht, die er in vielen Fällen erst jetzt erfährt, und wird vom Vorsitzenden aufgefordert, sich dazu zu äußern. Bei den Fragen, die höflich gestellt werden, fühlt man die Kälte dieser übertünchten Höflichkeit, hinter der sich nur mühsam die brutale Gewalt verbirg. Es ist auch nur eine schöne Geste, für den äußeren Eindruck bestimmt, wenn der Vorsitzende dem Angeklagten eröffnet, daß er alles, was er zu seiner Verteidigung vortragen zu sollen glaubt, vorbeingen könne und daß er in seiner Verteidigung in keiner Weise beschrünkt werde. Warum sollte auch der Gerichtshof dem Angeklagten die Verteidigung beschränken! Das Urteil ist ja bereits gesprochen, ehe der Angeklagte und sein Verteidiger überhaupt noch zu Worte gekommen sind. Die ganze Verhandlung ist daher eine Farce, durch die der Welt vorgetäuscht werden soll, mit welcher Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit französische„Richker“ an die Behandlung der Anklagesache herangehen. Das am Schluß der Verhandlung gesprochene Urteil, das nach äußerst kurzer Beratung gefällt wird, zeigt, daß die Rechtspflege der fuanzösichem Kriegsgerichte nur äußere Form und äußerer Schein ist, daß der Gerichtshof stets zu einer Verurteilung des Angeklagten kommt, mag er schuldig sein oder nicht; denn:„Wir sind die Sieger, wir sind die Herren, wir diktieren“, wie kürzlich der Militärstaatsanwalt des französischen Kriegsgerchts in Landau in der Pfalz mit Stentorstimme erklärte. I Die Aussagen der Zeugen werden dem Angeklagten von einem Die richtige Rechnung. Die Franzosen machen vor der Welt eine Rechnung auf über die„ungenügenden Leistungen" Deutschlands. Die Schaden in den zerstörten Gebieten belaufen sich auf 102 Milliarden Francs. Frankreich hat 46 Milliarden vorgesschossen, von Deutschland aber bis jetzt an Barzahlungen und Lieferungen nur 4 Milliardin Frcs. erhalten. Die Rechnung, die wir aufmachen, lautat ganz, ganz anders. Die französischen Rechenkünstler und Minister haben(iniges vergessen, einige 50 Milliarden Goldmark: rechnet nan die Verluste Deuttschlands durch den Friedensvertrag hinzu, rund 100 Milliarden Goldmark. Wir wollen nur einige nackte Zahlen in Erinnerung rufen. In der französischen Rechnung der deutschen Leistungen fehlen beispielsweise die Saargruben, die in französischen Staatsbesitz übergegangen sind. Wert: über 1 Milliarde Go dmark. Die französischen Berechnungen verschweigen auch die nichtmilitärischen Rücklaßgüter in den geräumten Gebieten der Westfront im Werte von 1,9 Milliardem Goldmark. Auch von em Eisenbahnmaterial einschließlich der Fahrzeugersatzteile und Lastktaftwagen, die Deutschland gemäß dem Waffenstillstandsabkommen liefern mußte, ist nirgends etwas erwähnt. Ihr Wert beläuft sich auf 2 23 Milliarden Go dmark. In der französischmm Leistungsberechnung fehlen auch die abgelieferte deutsche Handelsflotte, die Seeschiffe, die Fischdampfer, Binnenschiffe, Haf.nanlagen und Flußschiffe. Ihr Wert allein, mit über 6 Milliarden, ist höher, als die von Frankreich und England bereihneten deutichen Leistungen zusammen. Von den 8611 Millionen Goldmark, die Drutschland für innere Besatzungskosten(ausschließlich der 45 Milliarden Go dmark für äußere. d. h. für die von den Besatzungsmächten selbst bestrittenen Ausgaben) zahlen mußte, wird girgends etwas erwähnt. Und dann die Kosten der eparaDilmetscher ins Deutsche übersetzt, oft aber in einer für den Angeklagten ungünstigen Weise. Zur Wahrung dei Form vers##cht dann der Vorsitzende die Momente aufzuk.ärm, die strafmildernd für den Angeklagten in Betracht kommen könnten. Aber auch das ist vur eine Gest:, die der französische Militärstaatsanwalt sofort dadurch enthüllt, daß er in seinem Pla.dcyer den Richtern, wie bei der Verhandlung igen den pälzischen Bürgermeister Nagel und Frics und den Gemeindesekretär Enzenberger, empfiehlt:„Sprechen Sie die allerhöchsten Strafen aus; es muß ein Exempel stotuiert werden. Später kann ja auf dem Wege der Gnade die Strafe gemildert oder erlassen werden.“ Das Plaidoyer des Militärstaatsanwalts beginnt stets mit Darlegungen, die die Ruhraktion Frankreichs zu rechtfertigen und den Rechtsstandpunkt der deutschen Regierung zu widerlegen suchen. Das ist Klischeearbeit, die auf genaue Richtlinien der kranzösischen Regierung schließen läßt. Nesch Beendigung der Ank agerede wich der Verteidiger eingeladen, die Interessen seines Klientam zu vertreten. Die Verteidigungsrede ist jedoch für das Urteil vollständig gleichgültig. Alle Nachweise, daß der Angeklagte als Deutscher nicht anders handeln konnte, daß der Angeklagte auf Grund des Völkerrechts der Haagen Konvention und auch des französischen Rechts freizuspreten ist, sind für das französisttze Kriegsgericht nicht maßgebend. Das Urteil ist gemacht und fällt mit drakonischer, Härte aus. Urteile von 4 bis 5 Jahren Gefängnis gegen Bürgermeister, die weiter nichts getan haben, als sich weigirten, die Plakate der französischen Besatzungsbehörde anschlagen zu lassen und damit den Beschluß ihres Stadtrates ausführten, lassen nur dis eine Auffassung zu, daß der Zweck der französischen Kriegsgerichtsurteile nitt der ist, Recht zu sprechen, sondern lediglich politischem Ideen zum Durchbruch zu verhelfen, die Beamten zu zwingen, den französischen Befehlen willfährig zu sein oder aber sie zur Niederlegung ihrer Aemter zu bewegen und die Verwaltungen des besetzten Gebietes derart in Verwirrung zu bringen, daß zuletzt Deutschland doch gezwungen werde, sich Frankreichs Reschtsbruch zu unterwerfen. Wenn man aber sicht, mit welch männlicher Haltung die deutschen Beamten den brutalen Richterspruch aufnehmen, dann verläßt man den Gerichtssaal mit dem festen Bewußtsein, daß Frankreichs Ruhraktion an dem festen passiven Widerstand aller Bevölkerungskassen des besetztm Gebietes scheitern wird und muß, mag auch Frankreichs Politik, das höchste Kulturgut der Völker, die Rechtspflege und das Recht, zur feilen Metze erniedrigen. tionskommission und der übrigen zahlreithen interalliieerten Kommissionen. Sie haben bis jetzt über 1 Milliarde verschlungen. Von den abgelieferten Kriegsschiffen, ohne die bei Scapa Flow versenkten, wollen wir nicht reden, obwohl ihr Wert fast 1½ Goldmilliarden erraicht. Aber auf eine besondere Art der deutschen Leistungen sei hier noch hingewiesen: auf die von der Entente befoglene militärische und industrielle Abrüstung, wenn man will: Zerstörung. Sie hat Deutschland den Verlust von Werten von über 9 Milliarden Goldmark verursacht. Außerdem hat der Friedensvertrag in verschiedenen Grenzgebieten Adstimmungen erzwungm. Die Kosten dieser Abstimmung, der Grenzregulierung, der Ueberleitung, der Flüchtlingsfürsorge und alles, was damit zusammenhängt, belaufen sich schätzungsweise auf ½ Milliarde Goldmark. Dazu kommt noch der Wert des nichtmilitärischen Rück asses der deutschen Truppen an der Ostfront mit über 1 Milliarde Goldmark. Alles in allem muß Drutschland auf dieses Konto der Abrüstung und Verluste 10.482 Milliarden Goldmark verbuchen. Den Wert Elsaß=Lothringens nimmt Frankreich natürlich in die Berechnung der deutschen Leistungen nicht auf, nicht einmal das deutsche Staatseigentum, obwohl der Wert Elsaß=Lothringens nach amerikanischer Berechnung 20 Milliarden Goldmark übersteigt. Dig deutschen Kolonien sind in den Rechnungen der Alliierten ebensowenig aufgeführt. Es genügt nicht, daß wir diese Zahlen der deutschen Leistungen und Verluste kennen. Der Welt müssen sie bekannt werden, damit die Lüge von den„ungenügenden Leistungen“ und dem„bösen Willen“ Deutschlands endl'ch zerstört wird, damit die Gewaltpolitik Frankreichs an Rhein und Ruhr's das erkannt wird was sie ist, als eine gemeine Raub= und Vernichtungspolitik. Gegen eine vernünftige Regelung der Reparationen wehren wir uns nicht, wohl aber gegen die uns drohende Vernichtung. Deutscher dankenswerte Antrag der Deutschen Volkspartei über die Kündigung von Hypotheken, der zugunsten des Gläubigers eine vierjährige Sperrfrist einführen will, wurde am Beginn der Donnerstagsitzung, dem Rechtsausschuß überwiesen. Hoffentlich ändert die Regierung ihren seitherigen ablehnenden Standpunkt, hier überhaupt gesetzgeberisch einzugreifen. Dem Sozialpolitischen Ausschuß überwies man dann den Gesetzentwurf zur Erhaltung leistungsKrankenkassen. Eine sehr schwierige Materie stand im Mittelpunkt der Tagesordnung: die Vorlage über die Berücksichtigung der Geldentwertung in den Steuergesetzen. Hier galt es die zweite Lesung, der der Steuerausschuß in komplizierten Verhandlungen vorgearbeitet hat. Seine Beschlüsse stellm indessen, wie der Berichterstatter Abg. Keinath(Dem.) erklätte, nur einen unbefriedigenden Notbehelf dar. Aber in einer Entschließung fordert er zu einem baldigen grundsätzlichen Umbau der Einkommensteuer auf. Die Regierung hat sich in ihrem Entwurf darauf beschränkt, nur die nötigsten Aenderungen in Anpassung an den gegenwärtigen Geldwert vorzunehmen und eine raschere Zahlung durch Vorverlegung der Fälligkeitstermine und durch hohe Verzugszinsen seitens des säumigen Steuerzahlers zu erzwingen. Bekanntlich bedingt die Veranlagung zur Einkommen= und Vermögensteuer wie zur Zwangsanleihe äußerste Eile. Die Hauptbestimmungen des Gesetzes sind zeitlich befristet worden, im übrigen wird eine Vereinfachung des komplizierten Veranlagungs= und Steuereinzugsverfahrms angestrebt u. a. durch einstweilige Aufhebung des Kapitalertragssteuergesetzes. Neu eingeführt sind Bestimmungen über die Wertbemessung für die Vermögensstuuer und die Zwangsanleihe. Für die Kapitalrentner und den städtischen Hausbesitz treten Erleichterungen ein. Auch den Angehörigen freier Berufe hat man eine gewisse Berücksichtigung angedeihen lassen. In der Reichstagsdebatte vertraten die Wortführer der bürgerlichen Fraktionen, die Abgg. Dr. Helfferich(dnl.), Dr. Moldenhauer (DVP.) und Herold(Ztr.) die Auffassung, daß das Grsetz rasch erledigt werden müßte, um einen mög'ichst zeitigen Veranlagungstermin zu ermöglichen. Der Deutschvolksparteiler meinte aus der Wirtschaft heraus möge sich eine zweite Notwährung herauskristallisieren, mit der Go'danleihe als Wertmesser. Die Beseitigung des Depotzwanges und die Wiederherstellung des Bankgeheimnisses begrüßte er. Die Sozialdemokraten ließen demg genüber durch den Abg. Bernstein Aenderungsanträge im Sinne der Steuerverschärfung, der Ausdrhnung des Lohnsteuersystems usw. ankündigen. Der Kommunist Koehnen behauptete sogar, die Anpassung an die Geldentwertung werde durch die Vorlage nur zugunsten der Besitzenden durchgeführt. Dieses Gesetz erhebe die Steuerdrückebergerei zum Prinzip der demokratischen deutschen Republik. Eine Kritik an Horneffers Schrift. Unter den ebenso zahlreichen wie verschiedenartigen Mitteln, die zur Lösung der sozialen Frage empfohlen werden, haben besonders Gewinnbeteiligung und Altersversorgung praktische Anwendung gefunden. Die Ergebnisse im Sinne eines Ausgleichs sozialer Gegensätze werden von Geheimrat Prof. Dr. Duisberg auf Grund umfassender praktischer Erfahrungen in den Werken der ihm nahestehenden chemischen Großindustrie wenig günstig beurteilt. Eine„Auswirkung des kapitalistischen Charakters des Arbeiters", auf dem Prof. Horneffer in seinem Buch:„Die große Wunde“ eite geseitete Gemeinschaft zwischen Unternehmern und Arbeitern a. srauen zu können meint, kann nicht in Gewährung von Kleinaktien, auch nischt im Mitwirkungsrecht an dei Verwaltung liegen. So erklärt Geheimrat Duisburg im„Arbeitgeber“ in einer kritischen Beleuchtung der Hornefferchen Schrift. Aber auch von der A tersversorgung, muß er zugestehen, daß„ein Erfolg im Sinne der Milderung des Klassenkampfes nie eingetreten“ ist. Im Gegenteil, vermehrter Unfriede wäre die unausbleibliche Folge, wenn keine Unternehmer sich außer stande sehen, solche Versorgung zu gewähren, oder wenn alte Arbeiter, die in eine andere Stellung übertreten, ihrer verlustig gehen. . Eine Lösung der sozialen Fraue durch Gesetz kann nicht in Frage kommen. Das hat sich beim Betriebsrätegesetz gezeigt, wenn es auch, wie Geheimrat Duisburg anerkannt,„trotz vielen Mängeln beträcht lich dazu beigetragen hat, in den vergangenen wild bewegten Jahren die bis aufs äuerste geschärften Gezensätze und Kämpfe in Grenzen zu halten“. Auch eine berufsgenossmschaftliche Altersversicherung würde sich ebenso wie die staatliche Sozialversicherung 92 uhgene Meina Lebenskrisen. Roman von H. Teichert. — Nachdruck „Frau Kora,“ sagte er bittend und ergriff ihre Hände,„kränlen wollte ich Sie nicht, aber ist es Ihnen denn so schwer, sich in keine augenblick iche Gemütsverfassung hineinzudenken? Ich kam #ierher,— er unterbrach sich, denn es fiel ihm jetzt erst wieder ein, warum er eigentlich hergekommen—„ich kam hierher, auf die alte Freund chaft bauend, die uns nun seit Jahr und Tag verbinbet und ohne zu ahnen, daß ein so gewaltiger Umschwung in Ihrem Leben bevorsteht, der uns doch nolens volens entfremden gruß; ich kam, die Brust geschwellt von Ferien= und Freiheitskust und erfahre nun durch Zufall...“ „Erlauben Sie, für den Zufall kann ich nicht, selbstverständlich eitte ich Ihnen noch heute alles mitgeteilt.“ „Ihr Wort in Ehren. Tatsache bleibt aber, daß ich von Ihrer Verlobung ohne Ihr Zutun erfuhr und daß sie mich mehr als in Erstaunen setzt...? „Kann ich eigentlich nicht begreifen, Doktor! Daß mir Subanicht gleichgültig war, haben Sie ja schon in Berlin gemerkt.“ .„Das wohl— aber offen gestanden, hielt ich Sie für zu verkünftig, als daß Sie damit Ernst machen würden." #.—„Sie werden es an sich auch nochmal ausprobieren. Doktor33: Wo die'ebe anfängt, hört die Vernunft uuf. Und die zzche hat mih nun mal fest, unabänderlich fest. Freiheit, Unab###gigkeit, alles ist leerer Schall für mich geworden, ein Weib will cch sein, wie alle andern...“ „Und die Kunst über Bord gehen lassen?“ ##n„ Im Gegentei', die bleibt der Grund, auf dem wir unsere .##e bauen. Die Liebe zu ihr hat uns zusammengeführt, und socugs heilig bleiben ihm wie mir. denken Sie am Westtheaker weiter zu wirken?“ „Vorläuf'g weiß'ch garnichts Bestimmtes; wenn er hirr ist, ollen, wir das besprrchen.“ #e erwarten Ihren Verlobten? Herslat“ ion fröhl'sch an.„Morgen— übermorgen“... zwirbeste seinen Schnurrbart. „Da heißt es asso für mich, sich schleunigst wi der drücken.“ hammen d hre, warum denns Recht fröhlich vollen wir alle zufäug:. Ln Onkel Lenz kommt auch noch dazu, wir machen Ausin die Umgegend, amüsieren uns überhaupt nach Kräften—.“ Ci lächeste wieder spöttisch. „Ob ich dazu Lust haben werde, werde ich mir doch noch überlegen.“ „Meinetwegen,“ rief Kora lachend,„es wird Ihnen allein schon langweilig werden. Schon die Höflichkeit gegen Helmi legt Ihnen übrigens Kavalierpflichten auf.“ Sie erhoben sich und traten an die Brüstung der Terrasse Vom Garten her kam ein frischer Lufthauch, der der Sonne Un teraehen verkündete. „Mit der vorgeschriebenen Höflichkeit nehme ich es nicht so genau das wissen Sie, Frau Kora, aber Fräusein Helmi ist mir wert genug, daß ich ihr mit Vergnügen auch ohne Zwang widme.“ Kora sah erstaunt aus. „Nun sehen Sie, Doktor! Und um die Unterhaltung unserer Güste brauschen Sie sich nicht zu sorgen. Meine Mi ist ein so kluges liebes Mädchen, ich wünschte nur, daß jeder sie nach ihrem ganzen Wert schäßzen lernte. Wenn Sit einmal ein solches Mädchen zur Frau bekämen, dann wären Sie gesichert, Toktor" Schließlich wird man ja doch Umschau danach halten müssen,“ antwortete er leichthin.„Sie haben es für gut befunden, mir alle Hoffnungen zu nehmen und am Ende wäre es doch schade, einsam zu vertrocknen.“ Sie gingen die breite Treppe hinunter und folgten den Windungen des Pfades, der sich aufsteigend im dichten Grün.'or. Helmi warf einen schnellen Blick nach— jetzt war sie sicher; sie kehrten wohl nicht so bald wieder zurück. Sie war, kurz nachdem Kora sie vergeblich gesucht, in ihr Zim mer getreten, hatte Behrens Stimme erkannt und war dem Zufall dankbar gewesen, der ihr gestattete, sich in Herbects Anwesenheit zu finden, ohne von ihm gesehen zu werden. Ein Entrinnen gab es ja jetzt nicht mehr; je früher sie ihre Scheu ihm zu begegnen erwand, desto besser für sie. Das wußte sie, aber das Herzklopfen mußt; doch erst vergehen und das'ut ruhig werden, das ihr beim ersten Ton seiner Stimme in die Stien gestiegen war und dort hämmerte und pochte. Ob er seines letzten Zusammenseins mit ihr gedachte? Ob ihn der Gedanke't ihr zusammen zu kommen, nicht doch veinlich berührte? Seine Stimme flang so ruhig, so tief und voll, wie immer, er scherzte mit dem Kinde, das auf seinem Knie schaukelte, und dachte an sie wohl mit keinem Gedanken. Sie huschte hinter dn geb’ümten Kretonvorhang und ohne zu vollen hörte sie das Gespräch der beiden auf der Terrasse. Anfangs klang es gedämpft — zu ihr, dann sprach Behrens lauter, seine Stimme hatte einen gereizten Ton angenommen. Koras Verlobung erregte ihn sichtlich— er hatte sie doch wohl geliebt und sich Hoffnung auf ihren Besitz gemacht. Seinen ganzen Sarkasmus goß er über sie aus und sie achte ihr helles melodisches Lachen. Was fragte sie nach seiner Entrüstung! Ihr Glück konnte er ihr doch nicht schmälern, so sehr er eiferte; sie war geborgen in treuer Hut! Helmi trat aus ihrem Zimmer auf die Terasse. Ta wanderten die beiden ii schönster Eintracht dahin. der Friede war ja steis schnell zwischen ihnen hergestellt; sie blieben nach wie vor Freunde, und wenn er Umschau gehalten, um doch nicht einsam zu vertrocknen, dann brachte er seine Erwählte wohl in Koras Haus, und ihre Freundschaft wurde dadurch nur desto fester... Sie raffte sich gewaltsam auf und ging in den Garten, eine Handvoll Blumen für den Abendt'sch zu pflücken. Kora liebte das, und es lag ihr sehr daran, daß der Tisch leute dem Gast zu Ehren noch sorgfätiger als sonst hergerichtet war. Sie gab ihre Anweisungen, legte auch selbst K and mit an und dabei wurde sie seltsam ruhig, daß sie es vermochte, Kora und Herbert entgegen zu gehen. „Schön gesucht haben wir dich, Mi,“ rief ihr die Schwester zu, „alle deine Verstecke aufgestöbert, ohne deine Spur zu sinden— wo in aller Welt hast du denn gesteckt?“ „Ich war die ganze Zeit im Hause, Kora.“ „Und kamst nicht zum Vorschein, du Unart?“ Helmi zuckte'e Achseln und sächelte. „Hausfrauenpflichten, aber wie du siehst, Leeile ich mich, unsern Gast von dessen Ankunft mir Franzl berschtete, zu begrüßen.“ Das klang so kühl, so gelassen, und die kleine Hand lag ohne Druck in Herberts ausgestreckter Rechten— da es den gewiegten W ltmann wie Verlegenheit überkom. Das war ein anderer Empfang als der, den ihm Kora hatte zuteil werden lassen, hier sch'en sein Thermometer auf dem Gefrierpunkt angekommen zu sein! Die Begrüßung, die er so sorgfästig überlegt. blieb ihm in der Kehla stecken; er verbeugte sich tiefer als nötig, hielt die kleine Hand länger als nötig in der seinen und fand nicht ein einziges armseliges Wort, selbst dann noch nicht, als Helmi sich an Koras Arm gehangen und'ese, um die Verlegenheitspause zu überbrükken, nach Vrenerl und dem Tectisch fragte. Herbert kniff die Lippen auseinander und folgte den Schwestern. Er war mit sich selbst sehr unzufrieden. Wie lächerlich er sich benommen hatte! 8 191.A Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. ein Fehlshlag enwveisen, weil in beiden Fällen das persönliche Roment ausgeschlossen wird. Hierin erblickt Geheimrat Duisberg dus Ausschlaggebendste für die Lösung der sozialen Fraga: „Mit den Arbeitern, denen das Unternehmen Lebensunterhalt gewährt, sich beschäsligen, ihrer Eigenart gerecht werden, soweit e trgendwie mögl sch ihnen das Gesshl geben, daß sie durch eigene fleißige Arbeit sich ein sorgenfre.es Liben im Alter schaffen können, ihnen so bewelsen, daß sie in gleicher Weise wie der Unternehmer am Werk interessiert sind— so im kleinen Kreise zu wirken, das ist Pficht des einzelnen Arbeitgebers, eine Pflcht, die in ihrer Auswirkung einen Schritt weiter dem großen Endziel entgegen bedeutet.“ Um zu diesem Ziele, zur Arbeitsgemeinschaft zwischen Kapital und Arbeit zu kommen, will Geheimrat Du sberg, der daran erinnert, daß im Osten das bolschewistische Rußland steht, diesen Weg ohne Verzug gegangen wissen,„soll nicht eine zweite Revolution, unend ich furchtbarer und niederreißender, der ersten folgen... Wie in der auswärtigen Politik, so auch in der Soz alpolltik hat es für uns bis zum Zusammenbruch steis ein„Zu pät“ gegeben. Wir haben stets zu spät die Verhältnisse erkannt, zu spät manches Richtige getan, das naturgemäß wel zu spät, wirkungslos bleiben mußte. Ein abermaliges„Zu spät“ darf es für uns nicht geben.“ * Münster, 8. März. Am Montag vollbrachte ein Obersekundaner des Staatlichen Schillergymnasiums E.., der jüngst im Hilfsdienste die Prüfung als Motorfahrer mit Auszeichnung bestanden hatte, eine kühne Rettungstat. Als ihm auf dem Domplatze zwischen dem Bischöflichen Muscum und dem Spiegelturm in flotter Fahrt ein Motorfahrer entgegenkam, der, laut um Hilfe rusend, die Gewalt über die Maschine verloren hatte, schwang sich der Schü er rasch ent'chlossen hinten auf die Maschine, drückte den Fahrer nach vorn auf den Benzinkasten, stellte mit einem Griff die Gaszufuhr ab brachte die Bremsen zur Wirkung und gerade noch zirka 70 Zentimeter vor dem gegenüberliegenden Gebäude brachte er die Maschine zum Stehen und rettete so den Fahrer. * Elberfeld, 9. März. Einer Elberfelder Bürgerin war vor einiger Zeit im=Zug Hannover—Köln aus ihrer Handtasche ein Betrag von 220000 Mark sowie ein Blankoscheck gestohlen worden. Die Täter sind jetzt von der Kriminalpolizei ermittelt worden, und zwar's zwei Arbeiter aus Witten. Sie haben die Tat eingestanden. Das erbeutete Geld haben sie bereits zum größten Teile verausgabt, während ihnen die Einlösung des Blankoschecks nicht gelang. * Köln, 8. März. Der Raubmord in der Herwarthstraße ist aufgeklärt. Die drei Täter sind ermittelt worden und haben ein Geständnis abgelegt. Das Dienstmädchen steckte mit den drei Mördern unter einer Decke und hat den Burschen auch die Schlüssil ausgeliefert. Des geraubte Gut wurde bei einer Frau gefunden, die dafür 20000 Mark erhalten hatte, und konnte den Geschädigten wieder zurückgegeben werden. Die Frau wurde ebenfalls festgenommen. Eine Million Mark Geldstrafe wegen Wuchers beim Viehhandel. * Elberfeld, 9. März. Das Wuchergericht verhandelte gezen den Viehhändler Ad. Breimann aus Rietberg im Kreise Wiedenbrück, der am 22. Januar d. Is. auf dem hiesigen städtischen Schlacht= und Viehhofe durch unverschämt hohe Preisforderung für eine Kuh ganz mittelmäßiger Güte bei den nachfragenden Metzgern so große Empörung hervorrief, daß er wahrscheinlüh fürchterliche Hiebe bekommen hätte, wenn nicht einige Beamte eingegrifsen und ihm dadurch Gelegenheit zur schleunigen Flucht gegeben hätten. Er ließ vierzehn Stück Großvieh, mit denm er auf dem Markt erschienen war, im Stich und entging dadurch den ihm drohenden Prügeln. Das Vieh wurde von der hinzugerufenen Wucherpolizei beschlagnahmt, es wurde geschlachtet, und das Fleisch turde auf der Freibank verkauft. Der Erlös belief sich auf 6 oder 6½ Millionen Mark. B. wurde wegen Preiswuhers unter Anklage gestellt und am 16. Februar hatte er sich zum ersten Male vor dem Wuchergericht in Elberfeld zu verantworten. Zu einem Urteil kam das Gericht damals noch nicht, denn B. behauptete, daß er für die eine Kuh, um die es sich in der Hauptsache handilte, selber eine Million Mark habe zahlen müssen, und ein Sachverständiger gab sein Gutachten dahin ab, daß B. unter solchen Umständen bei Berücksichtigung der Transport= und sonstigen Unkosten, der zu zahlenden Provision für den Verkaufsvermittler, eines ihm selber zustehenden Händlergewinnes und einer Risikoprämie 1400, vielleicht auch 1500 Mark für das Pfund Lebendgewicht wohl habe fordern dürfen. Und 1500 Märk hatte er gefordert. Auf Grund neses Gutachtens wurde die Sache dann vertagt und B. aufgegeben, den Nachweis zu erbringen, daß er tatsächlich eine Million für das Tier habe zahlen müssen. Auffällig war, daß er am Es war ein heißer Tag gewesen, noch lagerte es chwül unter den breitwipfligen Baumkronen, und aus dem Garten schlug ihnen eine Ueberfülle von Blumendüften entgegen. Der Gärtner war gerade beschäftigt, den erschlafften Kindern Floras den lang entKorten Regen zu ersetzen, sprühende Wassergarben schossen auf die Rundells und den kurzgeschorenen Rasen, wie ein Erlösungsatem gings es durch die armen Blumenleiber und neubelebt hoben de die gesenkten Köpfchen. „Ist's nicht ein Stückchen Paradies hier?" bemerkte Kora und wandte den Kopf fragend nach Herbert um. „Ja, Frau Kora, ein Stückchen Paradies.“ Ganz in Gedaulen hatte er die Worte nachgesprochen. Hatte es der Blumenduft verschuldet, daß ein Gefühl, das er bisher noch zu unterdrücken gestrebt, für das schlanke Mädchen von ihm auf einmal so übermächtig in ihm emporloderte? Konnte das Liebe sein, dieser brennende Wunsch, sie an sich zu reißen und die taufrischen Lippen zu küssen, glühend, verlangend, so wie damals und noch anders? War das die Liebe, von der der Dichter Augt, oder war's nur des erhitzten Blutes plötzlöhes Bezehren? Die sie so vor ihm herschritt in dem weißen, schlicht gearbeiteten Kleide, an dem nur das schwarze Band, das die feine Taille umgürtete, noch an die Trauer gemahnte— so blütenfrisch und unberührt wie des Rosenstrauchs erste Maienknospe, so unnahbar in ihrer herben Mädchenhaftigkeit und doch so unsagbar lieblich mit dem blassen, edlen Gesicht und dem stolz getragenen Kopf mit der Last der goldbraunen Hoare, stieg es heiß in ihm auf. Da wußte er auf einmal, daß er sie liebte mit der reinen Liebe des Mannes, em ein Weib Herz und Sinne erfüllt. Es war in dem oberflächlichen Herbert etwas vorgegangen, wovon er sich selbst kaum rechenschaft ablegen konnte— das bessere Ich war endlich erund der Vorsatz, dieses den weichen Mädchenhänden zu Aberlassen, damit sie es veredelten, wurde zum festen Entschluß. And mit diesem Entschluß zugleich kam die alte Spannkraft wieder Eber ihn, er strich über die Stirn, als hätte dort ein Schatten gelagert, es war ein Jubeln in ihm, wie er es nie gespürt, er machte ihn liebenswürdig und hinreißend den ganzen Abend hindurch, sodaß die beiden Frauen sich erstaunt ansahen. Was war Aber ihn gekommen! Die frohe Zuversicht auf das„morgen“ war'... Ihm hatte doch noch keine widerstanden, wenn er ernstlich wollte. XVIII. Eine nervöse Unruhe hatte Herbert kaum schlafen jassen. Mitten in der Nacht war er einmal aufgestonden und hatte ale Fenster 22. Januar bei seiner Vernehmung durch die Polizei gesagt hatte. das Tier stamme aus seinem eigenen Stalle. In der jetzigen Verhandlung brachte er den früheren Eigentümer der Kuh als Zeugen mit, und der beschwor, daß er die auf 1000 Pfund Lebendgewicht taxierte Kuh und ein dazugehöriges Rind von etwa 200 Psund Gewicht dem B. für 1 200 000 Mark verkauft habe. Es sei nach dortigen Begriffen eine„prima dicke fette Kuh“ gewesen. Nch hiesigen Begriffen war es keineswegs prima Ware, sondern nur mittelmäßige, und der Wert war von einem Sachverständigen auf nur 900 Mark je Pfund Lebendgewicht taxiert wordmn. Für die allerbesten Tiere wurden am 22. Januar nur 1200—1250 Mark das Pfund gesordert. B. suchte sich damit herauszuredin, daß er im Ernste nicht 1500 Mark habe bezahlt haben wollen, den Preis vielmehr nur gefordert habe, weil man es gewohnt sei, daß die Metzger gern handeln und einige Hundert Mark abziehen wollen. Er habe auch nicht für alle 14 Kühe einen so hohen Preis sordern wollen, sondern nur für die beiden besten. Der Staatsanwalt war überzeugt, daß B. nicht nur für das eine Tier den hohm Preis genommen hätte, wenn es überhaupt zum Verkauf gekommen wäre, sondern für alle vierzehn, die er mitgebracht hatte, und heantragte gegen den Angekagten die Strafe, die er schon in der vorigen Verhandlung beantragt hätte, nämlich 9 Monate Gefängnis bei sofortiger Verhaftung sowie 200000 Mark Geldstrafe, endlish die Einziehung des bei dem Verkauf des Fleisches erziesten Erlöses. Die beiden Verteidiger, die sich der Angeklagte gestellt hatte, suchten darzutun, daß auf Freisprechung erkannt werden müsse. Nach langer Beratung verkündete das Gericht, es habe niht für nachgewiesen angesehen, daß B. für alle seine auf den Markt gebrachten Tiere den übermäßigen Preis gefordert habe oder habe fordern wollen, es habe vielmehr nur in einem Falle Preiswucher als erwiesen angenommen und dafür auf eine Geldstrafe von 1000 000 Mark erkannt. Gerichtszeitung. * Hagen, 9. März. Vor dem Schwurgericht stand der jugendliche Schlosser Heinrich Schütrumpf aus Bochum. Sch. unterhielt ein Liebesverhältnis, das erkaltete, als das Mädchen nach Herscheid in Stellung kam. Sch. war über die Treulosigkeit des Mädchens sehr erregt. Am 1. September suchte er eine Aussprache, in deren Verlauf er dem Mädchen einen Messerstich in die Schulter beibrachte. Er bereute seine Tat tief, suchte die Verzeihung der Eltern des Mädchens zu erlangen und stellte sich dann der Polizei. Die Geschworenen verneinten die auf versuchte Tötung gestellten Schuldfragen, worauf das Gericht auf Freisprechung erkannte. * Köln, 9. März. In einen großen Prozeß, der vier Wochen lang die 3. Strafkammer des hiesigen Landgerichts beschäftigte und in dem as sich um die Beraubung von Güterzügen auf den Strecken Köln—Aachen und Neuß—Aachen handelte, waren 67 Angeklagte verwickelt, gegen die heute das Urteil gesprochen wurde: 28 Angeklagte wurde freigesprochen, die übrigen zu Zuchthaus und Gefängnis verurteilt wegen schweren Diebstahls, Hehlerei, Nötigung oder Begünstigung. Im ganzen wurden verhängt 42 Jahre Zuchthaus und 23 Jahre Gefängnis. Schwere Strafen für Lebensmittelschmuggler. Vor der Aachener Strafkammer und dem Wuchergericht hatton sich in den letzten Tagen wiederum Eierschmuggler in größerer Anzahl zu verantworten. Die Angeklagten stammen aus der Umgebung von Aachen, aus Köln, Düsseldorf, Vohwinkel und aus Orten, die mehr im Innern Deutschlands gelegen sind. Erschreckend groß ist die Zahl der Jugendlichen, die sich dem Schmuggel und besonders dem Eierschmuggel widmen. Die Angeklagten wurdm in verschiedenen Fällen zu einem Jahr Zuchthaus, 100000 Mark Geldstrafe, Stellung unter Polizeiaussicht und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. 0 Die Sieger von Dorstfeld. Habt ihr schon von dem neuesten Siege der Franzosen gebört? Dieser gewaltigen victoire zu Dorstfeld im Einmarschgebiet? Toit hat ein Hund einen Offizier gebissen, meldet das Telegramm ein deutscher Hund einen französischen Offizier, oh bedenkt doch die Bocherie... und darum, um ein Exempel zu statuieren ... und um das Uebel im Keim zu ersticken und gleicherweise als Siegermaßnahme und als Sanktion hat der Herr Kommandant über die Dorstfelder Hunde die... Maulkorbsperre verhängt... Und die Hunde zu Dorstfeld müssen nun Maulkörbe tragen ... und an der Leine gehen, wenn ein Bedürfnis sie aus führt ... und das Mort de ma vie! und Vive la France! ist doch ein Sieg. Endlich mal einer. Das sieht doch ein Blinder und sieht auch: dies ist der erste Erfolg des Einfalls ins Ruhrgebiet. Und kann man's verdenken?... Wie werden die Sieger entzückt sein denen der Sieg passierte, der Dorstfelder Hundesieg seines Zimmers aufgerissen. War es wirklich so schwül, oder sochte ihm das Blut in den Adern? Die kühle Nachtluft trug ihm auf ihren Schwingen köstlich stärkenden Harzduft zu, er atmete ihn mit Wollust ein und streckte sich wieder auf sein Lager.— Roch dunkelte es um ihn, die Sommernacht umfing die Welt mit lautloser Ruhe— nichts regte sich als des Nachtwindes Flüstern, und aus dem dichten Laubgeäste des Burgberges ertönten die melancholischen Weisen einer Nachtigall. Ob sie der Liebsten galten? Herbert wurde es weich ums Herz. Der Liebsten! Morgen um diese Zeit wußte er, wie sich's schläft, wenn einen die Herzliebste zur Gutenacht geküßt... „Und sprechen will und muß ich sie heute,“ nahm er sich vor, „irgendwo wird sie schon zu finden sein.“ Er langweite sich ein paar Stunden auf gründlichste. Zu nichts hatte er Lust, nichts behagte ihm, und das Interessanteste war ihm anscheinend seine Uhr, deren Zifferblatt er immer wieder studierte. Wie lanosam die Zeiger krochen! Noch immer nicht acht! Das war noch zu früh, Vrenerl schlief noch nicht, und auch sonst fand sich wohl noch Arbeit für die Stellvertreterin der Hausfrau. Aber hier war's unerträglich, eine kurze Wanderung in die würzige Abendluft würde das ungestüme Blut besänftigen! Er nahm Hut und Stock und wanderte dem nahen Bergwald zu— überall viel Menschen! Wär's nicht zu weit gewesen, so wäre er lieber den großen Burgberg hinaufgestiegen, eber eine Promenade dorthin hätte ihm der Möglichkeit beraubt, heute noch seinen Weg nach Canossa zu gehen, den Bußgang, den er seinem eitlem Ich auferlegen mußte, wenn er zum Ziel gelangen wollte. Nun war es endlich bald neun geworden, und er konnte den Versuch wagen, Helmi zu treffen. Da er die Gartenpforts nicht verschlossen fand, trat er ungehindert ein, ging um das Haus und machte vor der Türe Halt. Sie war leer, in Haus und Garten herrschte Stille. „Wieder ein Ueberfall,“ sagte er sich und stand einan Augenblick unschlüssig, dann wanderte er auf gut Glück weiter, denselben Weg. den er gestern mit Frau Kora gegangen.„Dies ist Mi's Arbeitszimmer“, hatte sie ihm gesagt und auf eine Gruxpe von Lindenbäumen gezeigt, die zu einer Naturlaube verschlungen waren, „hier finde ich sia unter zehn masen neun mal, wenn ich sie suche.“ Dichtes Unterholz verhinderte den Einblick, Herbert's scharfem Auge entging aber der Schimmer des weißen Kleidi# nicht. Er hatte richtig kalkuliert, da saß sie. Nun mutig vorwärts, um die Gunst des Augenblicks auszunützem! Wahrhaft entsetzt sahen ihn ihre großen Augen an, als er die und sie werden sich in die Arme fallen und sich grakulieren... und nach Paris berichten an ihre stolze Famitie... und, versteht sich auch an die Nation... Und die Nation, das ist Poincate der wird sofort eine große Rede verfassin... eine Siegesrede die beifallrasende Kammer... und die französistten Chauvinisten werden... ach, was werden die französischen Chauvinsten nicht alles... Aber das ist ganz ezal, jedenfalls uns, den Herrchen, dic wir doch in jenen Hunden besiegt sind... vernichtet, ause Haupt geschlagen, uns geht das wirklich nichts an... und wir haben nur ein Intcresse, das ist festzustellen, wie die für uns so unglücklich verlaufene Bataille gewesen sein kan... Da ists vielleicht morgens. Und so recht ausgeschlafen nach der durchzechten Nacht... geht ein Siegeroffizier durch die Straßen von Dorstfeld... Die Brust geschmückt mit dem Kreuder Ehrenlegion... und ganz ohne böse Gedanken und ahnungslos... aber da, von Laterne und Prellstein und von Prellstein Laterne, da kommt von der anderen Seite die deutsche Bestie ge# laufen. Der Ruhestörer, ein winziger Affenpinscher... und wie er gerade am Offizier ist und bei einer Laterne denkt euch, da salutiert er nicht etwa durch Männchenmachen, sondern, wos Hunde so an Laternen zu tun gewohnt sind.. das tur er, in Gegenwart eines französischen Offiziers... Nehmt ihrs ihm übel, daß dem da das Herz ergrimmte wenn man Sieger ist, dazu gaschmückt mit dem Kreuze der Ehrenlegion. und ein Affenpintscher nicht salutiert, sondern ganz gegen den Anstand Und er ergrimmt darum auch und hat schon die Reitpeit che rausgezogen, die bekanntlich jeder Franzose iin Busen grad unter dem Kreuze der Ehrenlegion stecken hat... Aber der Hund, der versteht den Spaß falsch... und, oh, deutsche Kanaille, da hat er den Offizier in die Wade gebissen.. De. Offizier schreit:„Wache! Man arretiere den Hund!“ Und die zweite Szene foln., die ist das Kriegs erich:. Sechs Richter mit düstern Gesichtern. Vorsitz führt der Kommandant. Links der Kläger und rechts, von Soldaten flonkiert, der verhaftete Hund. Das Gericht beginnt. Der Konurandant spricht zum Hunde: Gestehen Sie? Und der Hund schweigt. Der Kommandant läßt es deutsch durch den Dolmetscher wiederholen: Gestehen Sie? Erstens: nicht salutiert. Zweitens: dem Offizier nach dem Leben getrachtet? Aber der Hund schweigt. Taktiert nur ganz lustig mit seinem Stummelschwänzchen. Der Kommandant kehrt sich den Richtern zu: „Meine Herren, das nennt man verstockt. Sehen Sie, wie köhnisch er uns noch mit seinem Stummelschwänzchen verlacht. Aber der Fall ist erwiesen. Delinquent überführt. Nichtsalutieren: zwei Jahre Zuchthaus. Attentat auf das Leben eines französischen Offiziers: zehn Jahre Zuchthaus. Im ganzen 12 Jahre Zuchthaus. Jetzt aber, sofort die Sanktionen.“ Und der Kommandant erläßt jenen Befehl von der Hundesperre und dann tritt er zum Fenster und winkt... und das ist das Zeichen für den Siegessalut... Ihr aber, Dorstse der Brüder, seht es doch ein, richtet, wenn ihr selbst nicht grüßen wollt, eure Hunde ab, die maulkorbbehängten, beim Anmarsch eines französischen Offiziers Front zu machen... Das Bild des salutierenden Hundes würde in diesen Feldzug passen, denn, abgesehen von eurem erschütternden Leide,### die Campagne der Ruhr längst eine Campagne du Rire geworden... Eulanspiegel in der„Zeit. Das praktische Mädchenkleid. Wenig Stoff, wenig Zeit, sind das nicht in die Augen springende Vorteile, wenn es an die Herstellung eines neuen Kleides geht? Wenn Mutter Schere und Nadel nimmt und das kleine Wunder in kurzer Zeit fix und fertig ist? Unser nettes Mädchenkleid(es braucht 1,70 Mtr. Stoff bei 1 Mtr. Breite) läßt sich mühelos in wenigen Stunden herstellen, denn es ist ein Schlupfkleid mit angeschnittenen Aermeln und angesetztem Röckchen, dessen seitliche Teile in Plisseefalten gelegt sind. Besatz von schwarzer Tresse auf dunkelblauem Wollstoff. FavoritSchnitt 15345(E) der Internationalen Schnittmanufaktur, DresdenN. 8, in 60, 64, 68, 72 cm Oberweite erhältlich. Zweige auseinanderbog und seiner guten Abend so harmlos wie möglich in den kühlen Raum hineinrief. Wie gebannt blieb das Mädchen sitzen, sie hob die Hand nicht einmal zum Gruß, er schreckend bleich erschien ihr Gesicht in dem grünen Dimmerlicht. „Ich habe Sie erschreckt, Fräulein Helmi," versuchte er i# scherzen und blieb, den Hut in der Hand, vor der Laube stihen „Haus und Garten sind wie ausgestorben, auf der Suche nach Menschen führte mich mein Glückstern hierher— ist's dem Irrenden erlaubt, hier einen Augenblick zu rasten?“ Sie nahm sich gewaltsam zusammen und trat ihm entgegen. „Kora ruht, und die Mädchen sind jedenfalls in der Küche Kann ich Ihnen mit irgend etwas dienen, Herr Behrens?“. Sie versuchte vergeblich ihrer Stimme Festigkeit zu geben; es klanz tonlos, als würde sie von Herzklopfen erstickt. Er trat mit naschen Entschluß näher. „Ja, Fräulein Helmi, Sie, gerade Sie können mir helfen.“ „Und womit?“ „Indem Sie mir einen Moment Gehör schenken!" Sie nickte mechanisch.„So gehen wir auf die Terrasse!" „Lassen Sie uns hier bleiben, wir stören dort nur,“ dat und griff nach ihrer Hand, die merklich zitternd auf der Steie platte des Tisches ruhte.1% Sie entzog sie ihm und setzte sich nieder— er sollte glauben, daß sie Furcht habe, mit ihm allein zu sein; was kommer sollte, kam doch, warum versuchen, es hinauszuschieben? Nun saßen sie sich gegenüber zwischen ihnen nur des Breite und doch eine gähnende Kluft, wie sie tiefer nicht gedachwerden konnte. „Ich will Ihnen eine Beichte ablegen, Fräulein gann Behrens, aus dessen Stimme die satyrische Färbung wie wer gewischt war,„und zugleich Abbitte tun! Das Schuldbewußtsel Ihnen gegenüber hat mir die Ruhe meiner Nächte geraubt zum Teil meine Arbeitskraft gelähmt, aber es hat auch läuternte gewirkt und meinen inneren Menschen aufgerüttelt und von den Schlacken befreit, die dort lagerten. Was ich früher hohnlachen verspottet, der Glaube an echte Weiblichkeit, an die zwinzenMacht, die sie auf uns Männern ausübt, das ist mir in diese letzten beiden Monaten erstanden, es hat mich bezwungen und“ einem andern Menschen gemacht, und als solcher stehe ich unwürd#e vor Ihnen und bitte Sie, mir zu verzeihen, daß ich unwürdig Ihnen gehandelt, daß ich Ihnen frech geraubt, was mir nicht“ kam. Erscheint 15 Sor Der Preis bei frei Haus, un Ginge Nr. ∆ Reichsminister minister a. M. üb General Deg mittags 5 dortigen In Hambor gewaltsan leitung: diesen Ei In Recklingha1 haftet: In Buer wu sische 0 französ Der Düsseldor daß die von Ess also ganz ausgespro Eine Pariser9 reise de Ruhrgebimund bes Die britische englischen nutzung Zone de Heutige 2 G (Fortsetzung folzt Auf Ein deut in der Weltge Ruhrgebiet, zu haben, fruchte Bonar Law in blicke keine I Die Politik d tische geheime ineinanderver tanzen kann. von Hoffnung Initiative zur sunder politisc wird, so ist e maßgebenden Uebels entdec ihre sofortige Daß ma nur der ener Köln gegen d Selbstsucht de — sondern wonach eine schrift über d tionsfrage m nach denen be einer Art vor daß Deutschla Schlüssel an britannien se Staaten dann streichen soller was ihm dur erleichtert wei die Ostgrenze trag, aber 1 Frankreich sic einmarsch ein Es ist n den Geburts wichtig ist es durch die Not aus auf= und , die Arbeitneh G an den bemuht siche Not ausfindig und belgischen alle diese Fr. Wohl der ein erst auf der des heutigen vom deutschen