une führmn ?: fragt Gefragte. rde weiten al“„Vor nicht gus t will der igen.„Ein Verletzung er Zufall.“ derum deis (ärrweise zum „Det wor 475. seih. ihr. 45000 5900 Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. W „*„ Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Zeiertage. Der Bpeis beirägt monatlich Ml. 800.— foai Haus, und Mi. 750.— für Abhola. Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Lüdenscheid. K&a Amtlicher Anzeiger für den Kreis Altena.##&# Ferniprecher: 98.— Telegramm-Kdrelle: Zeitung.— Druck und Verlag von Karl Salfe, Eüdenscheid, Friedrichstraße 91.— Verantwortlicher Redakteur: Otto Scaar, Lüdenscheid. Anzeigen bis 8 Uhr erbeten. Die 1 mumn Zeile oder deren Raum kosta 25 Mk. Ausland 100 Mk. Reklamen 90 Mk. Jeder Rabatt fällt bei Konkursen, gerichtlicher Beitreibung der Gebühren fort. Nr. 15. Dienstag, 30. Januar 1923. Pchd. Jchunggng. Zt ht nmer rleer, evtl. okal, gegen zum Abechstunden. L. Z. 1158 Iftsst. d. Bl. Stauseh“ ung in der ristuskirche ere, gleichzu tauschen ffert. unter an die Geds. Bl. bestimmt Erdal? mich nie? mit dem Frosch # M die Verandes *8 poste leina Das Neueste vom Tage. Die Lage im Ruhrgebiet spitzt sich immer mehr zu. Das Vorgehen der Franzosen wird immer schroffer und gewalttätiger. Die französischen offiziellen militärischen Autoritäten haben bestimmt, daß aus dem besetzten Gebiet alle diejenigen Personen aus zuweisen sind, die es ablehnen, den Befehlen der französischen Besatzungsbehörde zu gehorchen. In Ossen wird angenommen, daß die Zollinie am 1. Februar in Kraft tritt. Man bringt dieses Datum in Zusammenhang mit der Forderung der Reparationskommission an Deutschland, am 1. Februar 500 Millionen Goldmark zu zahlen. Die Neuyorker Hearst=Presse veröffentlicht einen Appell des Senators Borah, in dem dieser erklärt, es sei Amerikas Pflicht, in die Ruhrkrise aktiv einzugreifen. Es gehe um die Vernichtung einer ganzen Nation. In Lausanne geht die allgemeine Ansicht dahin, daß die Türken den Friedensvertrag, der am Mittwoch ihrer Delegation überreicht werden soll, zurückweisen werden. Heutige Dollarfrühnotierung 39 19000. Unsicher. Die Ruhrzollgrenze. Die vollständige Abschnürung des Ruhrgebietes vom unbesetzden Deutschland mit Hilfe einer sogenannten Zollinie mag, noch nicht ganz zustande gekommen sein, daß sie aber über kurz oder lang zur Tatsache werden wird, daran darf nicht mehr gezweifelt werden. Die nach wie vor in das neubesetzte Gebiet in gewaltigen Mengen hereinflutenden Truppennachschübe beweisen, daß Frankreich in dieser Hinsicht seinen verbrecherischen Willen unbedingt durchsetzen wird. Es wäre grundsätzlich salsch, sich über die dadurch ganz wesentlich erhöhten Schwierigkeiten hinwegzutäuschen, im deutschen Widerstande unerschütterlich durchzuhalten. Denn diese pomphaft angekündigte Zollgrenze ist in Wahrheit gar keine Zollgrenze in eigentlichen Sinne, sondern ein bedauerlicher Weise höchst wirksames Instrument zur schärfsten militärischen Ueberwachung des besetzten Industriegebietes. Dieser dichte Truppenkordon hat zwar nebenbei auch seine zolltechnische Bedeutung, seine eigentliche und Hauptaufgabe wird indessen darin bestehen, jeglichen Güter= und Personenverkehr aus und nach dem Ruhrgebiet zu kontrollieren und nach Belieben zu regeln. Auf der einen Seite ermöglicht eine vollständige Abschnürung die Kohlenabfuhr ins unbesetzte Deutschland entgegen dem klaren Wortlaut des Versailler Diktates völlig zu unterbinden, auf der andern Seite wird Frankreich, sobald die Zollgrenze lückenlos geschlossen ist, die Regelung der Lebensmittelzufuhr nach dem Ruhrgebiet ganz in seiner Hand haben. Das bedeutet nichts weniger, als daß es die Bevölkerung je nach seinem Befinden weniger oder mehr hungern lassen kann. Und daß Frankreich die Zermürbung unserer Vorkämpfer durch Aushungerung ohne Rücksicht auf das grauenhafte Schicksal der hunderttausenden von Frauen und Kindern, von Greisen und Säuglingen versuchen wird, darüber, dürfen wir uns nach den furchtbaren Erfahrungen mit der unmenschlichen Hungerblockade während des Krieges keinerlei optimistischen Illusionen hingeben. Ueber die von deutscher Seite gegen die Errichtung der Zollinie zu ergreifenden Maßnahmen läßt sich im Augenblick aus begreiflichen Gründen noch nichts mitteilen. wahre Ziel. Einfranzösischer Geheimbericht. Nach einem Moskauer Bericht der„Ostpreußischen Zeitung" veröffentlicht die russische Regierung in der dortigen Presse sensationelle Auszüge aus einem Geheimbericht der im Auftrage Poincarees vor einiger Zeit durh französische Sachverständige zusammengestellt wurde. Der Bericht bildete nachgewiesenermaßen die Grundlage des endgültigen Entschlusses Poincares, den Raubzug ins Ruhrgebiet zu unternehmen. Mit empörendem Zynismus stellt der Bericht fest: 1. Die Reparationsforderungen an Deutschland sind überhaupt unbezahlbar und entbehren jeder vernünftigen Grundlage, 2. die Reparationsforderungen wurden erhoben in der Absicht, daß Deutschland als zahlungsunfähizer Schuldner vor der französischen Politik und der ganzen Welt erscheine, 3. der Zweck der phantastischen Reparationsforderungen ist die Herbeiführung des wirtschaftlichen Ruins des deutschen Volkes, 4. das Ziel der französischen Politik muß es sein, der deutschen Schwerindustrie sich zu bemächtigen und dadurch die Gegemonie Europas an sich zu reißen. Der russischen Regierung ist es gelungen, eine Abschrift dieses Dokuments zu erhalten. Es ist durch den Vertrauten Poinaarees Dariae redigiert. Die Ruhrfrage vor dem Bölkerkundsuc. Paris, 30. Januar.(TU.) Man nimmt an, daß bei der für die nächste Woche angesetzten Völkerbundssitzung unter Um###nden auch die Reparationsfrage und die Frage der Ruhrbesetzung zur Debatte gestellt wird. Der„Temps“ bemerkt dazu, wenn diese Oebatte vom Völkerbundsrat aufgenommen werde, soll die Gefahr nicht ausgeschlossen sein, daß es nach zu einem Druch im Völkerdund kommen werbe. Die Tage spitzt sich weiter zu. Verschärfter Belagerungszustand. Brutales Vorgehen gegen die Beamten Die Lage. Berlin, 30. Janurr.(Drahtmeldung) Wie die Blätter aus Essen melden spitzt sich die Lage im Ruhrgebiet immer mehr 8 u. Infolge der zahlreichen Ausschreitungen der Besatzungstruppen und des rücksichtslosen Eingreisens in den Eisenbahnbetrieb und Postbetrieb herrscht unter der Bevölkerung eine erbitterte Stimmung. Das Telegraphenamt in Düsseldorf wurde von den Franzosen mit aufgepflanztem Seitengewehr besetzt und die Beantinnen wurden von den französischen Offizieren mit der Reittzeitsche herausgetrieben. Der„V..=.“ meldet aus Koblenz, daß auf dem dortigen Bahnhof 13 Lokomotiven, die von den Franzosen weggeführt werden sollten, von den deutschen Eisenbahnbeamten in die Richtung auf das unbesetzte Gebiet in Fahrt gesetzt wurden. Auf dem Südbahnhof versuchten die Franzosen vergeblich, die mit.=Zugsgeschwindigkeit fahrenden Lokomotiven aufzuhalten. Die Maschinen konnten das unbesetzte Gebiet erreichen. Die Franzosen haben daraufhin die Eisenbahnstrecke in der Gegend von Dietz auf einer Strecke von 300 Meter aufgerissen, sodaß der Zugverkehr völlig still liegt. Nach einer Meldung der„DAZ.“ haben 25 der durch den französischen Eingriff in die Rheinschiffahrt betroffenen Rhein=Reedereien an den Chef der Ingenieurkommission ein Schreiden gerichtet, in dem sie gegen die Beschlagnahme von Schiffen rotestieren und erklären, daß sie nicht zur Teilnahme oder Mitwirkung an Handlungen teilnehmen können, die sich gegen die Interessen und Gesetze unseres Vaterlandes sowie gegen Ehre und Gewissen richten. Verschärfter Belagerungszustand im Ruhrgebiet. Essen, 29. Januar. Die Franzosen scheinen von heute an verschärfte Maßnahmen ergreifen zu wollen. Der Höchstkommandierende, General Degoutte, verhängt in einer neuen Verordnung den verschärften Belagerungszustand über das ganze von Franzosen und Belgiern besetzte Ruhrgebiet. Der Verkehr ist von 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens auf den Straßen verboten, mit Ausnahmen, die der Ortskommandant zu genehmigen hat. Diese Verordnung ist zur Stunde noch nicht veröffentlicht; das soll durch den Polizeipräsidenten geschehen. Die Besetzungsbehörde begründet den verschärften Belagerungszustand mit den„systematischen Hindernissen, die der Ingenieur= und Kontrollkommission durch die Reichsbeamten in den Weg gelegt werden". Gegen jeden Sabotageakt bei Post, Telegraph und Eisenbahn wird nach der Verordnung mit Waffengewalt vorgegangen werden. Alle Versammlungen ohne besondere Genehmigung sind verboten. Verboten sind auch alle Zeitungen, Zeitschriften, Breschüren und Flugblätter, die die Sicherheit der Besetzungsbehörden gefährden. Dasselbe gilz für Theater, Kino, Schauspiele usw. Als Strafe sind vorgesehen 5 Jahre Gefängnis oder 10 Millionen Mark oder beide Strafen zusammen, soweit das französische Gesetz nicht härtere Strafen vorsieht. * DiesHaltung der Bergarbeiter. „Gegen jeden Nutionalismus. Treue der deutschen Republik.“ Berlin, 30. Januar.(Drahtmeldunz) Nach einer Meldung des„Vorwärts“ aus Hamm waren dort am Sonntng die Betriebsräte der Bergarbeiter versammelt, um zur gegenwärtigen Lage Stellung zu nehmen. Der Generalstreik wurde einmütig abgelehnt. Die bisher von den Gewerkschaften eingenommene Abwehrstellung soll in gleichem Maße beibehalten werden. Eine Entschließung spricht sich gegen jeden Nationalismus aus, lehnt die Einführung der Frankenwährung ab und gelobt Treue der deutschen Republik. In allen Stein= und Braunkohlengebieten Deutschlands außerhalb des Ruhrgebietes haben am Sonntag Konferenzen stattgefunden, in denen überall die Geneigtheit zutage trat, Ueberschichten zu verfahren, um einen etwa eintretenden Ausfall in Ruhrsteinkohlen auszugleichen. * Thyssens Dank. „Wir werden fest und treu bleiden!" Fritz Thyssen übersendet der Presse zur Veröffentlichung folgendes Dankschreiben:„Es sind von allen Seiten des In= und Auslandes so viel Briefe und Telegramme, die mich allerdings bisher zum allergrößten Teile infolge Eingreifens der französischen Zensur nicht erreichten, an mich gerichtet worden, daß ich leider nicht alle beantworten kann und daher auf diesem Wege meinen herzlichsten und aufrichtigen Dank dafür ausspreche. Meine Kameraden— Arbeiter, Beamte, Werksleiter— und ich stehen alle ein für unsere gemeinsame deutsche Sache und deutsche Art; wir wollen keine großen Worte machen, aber wir werden fest bleiben und treu.“ krotdem mußte der Pavillon geräumt werden. Des weitern der Wie sie kausen. Immer neue Verhaftungen und Ausweisungen. Dortmund, 29. Januar. Gestern vormittag 11 Uhr wurde ohne Angabe eines Grundes der Dortmunder Polipeizräsident Brandt, der Präsident der Oberpostdirektion Dortmund, Dr. Ernst, der Oberbahnhofsvorsteher Wlömer und der Hafenmeister Jatho, Oberpostrat Hüffell und Oberpostdirektor Kiesebach von der französischen Besatzungsbehörde verhaftet. Hörde, 29. Januar.(Drahtmeldung) Heute früh 4 Uhr ist der Postrat Tschlauder von der französischen Besatzungsbehörde verhaftet worden und in einem Automobil in unbekannter Richtung fortgeführt worden. Die Verhaftung erfolgte unter starkem militärischen Aufgebot. Eine Kompanie hatte das Postamt umstellt, Panzerwagen waren vorgefahren. Mehrere Franzosen drangen in die Wohnräume des Postrates ein und verhafteten ihn aus dem Bette heraus. Es wurde ihm verweigert, sich von seiner Familie zu verabschieden. Der Kastroper Bürgermeister Wynen und der Oberbürgermeister Nerz aus Mengede standen gestern vor einem Kriegsgericht in Dortmund. Wynen wurde ausgewiesen und Nerz zu 100000 Mark Geldstrafe und 30 Tagen Gefängnis verurteilt. Dem Oberbürgermeister Dr. Jarres in Duisburg wurde gestern mitgeteilt, daß er mit dem gleichen Tage aus dem Brückenkopfe Duisburg=Ruhrort wie aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen ist. In Recklinghausen wurde Oberbürgermeister Hamm wegen Verteidigung der Pressefreiheit ausgewiesen. Der Leiter des Finanzamtes Mühlheim=Ruhr Oberregierungsrat Dr. Nowag ist Montag vormittag von der französischen Besatzungsbehörde verhaftet worden. Er hatte von dem im Stadtteis Dumpen liegenden Divisionsstab den Befehl erhalten, sich dort zu melden. Bei seinem Eintreffen wurde ihm seine Verhaftung bekanntgegeben, ohne daß ihm hierfür ein Grund angegeben wurde. Mit ihm zugleich wurde der Leiter des Mühsheimer Zollamtes, Oberzollsekretär Schmidt verhaftet, ohne Angabe von Gründen. Der Präsident der 2. Abteilung des Landesfinanzamtes Düsseldorf, Finger, wurde Montag vormittag von der französischen Besatzungsbehörde aus seiner Wohnung verhaftet. Der Aufenthaltsort Dr. Fingers ist unbekannt. Französische Willküren in Bochum. Bochum, 29. Januar.(Bl.) Heute morzen wurde in seiner Wohnung der Kommandeur der Schutzpolizei Oberst Bethge aus dem Bette heraus verhaftet. Zur gleichen Zeit erschien ein großes militärisches Aufgebot und besetzte das Finanzamt Bochum und begab sich dann zur nahegelegenen Wohnung des Leiters des Finanzamtes, Oberregierungsrat Schmidt, der ebenfalls aus dem Bette heraus verhaftet wurde. Schmidt hat vor kurzem zwei schwere Operationen überstanden, unter deren Nachwirkungen er noch leidet. Sein Stellvertreter Regierungsat Grünewald begab sich zum Divisionskommandeur in Weitmar, um selbst gegen die Verhaftung zu protestieren. Der Beamtenausschuß wurde nicht vorgelassen, dagegen wurde Regierungsrat Grünewald gleichfalls verhaftet. Ferner wurde heute vormittag die Reichsbank besetzt und Reichsbankdirektor Blumhof verhaftet. Die übrigen Privatbanken in Bochum haben zum Protest ebenfalls geschlossen. Ferner wurde verhaftet der Leiter des Hauptzollamtes Bochum Zollrat Faust. Die Gefangenen sind alle im Weitmarer Pastorat untergebracht. Die französischen Truppen, die das Telegraphen= und das Postamt besetzt hielten, sind heute mittag abgerückt unter Mitnahme des Telegrapheninspektors Birke. Essen unter der Fremdherrschaft. Die Stadt Essen hat unter dem Zwang der Verhältnisse und zur Vermeidung schlimmerer Zustände bis heute schon einen Gesamtaufwand(ohne Quartierlasten) von 290 Millionen Mark für Anschaffungen und Requisitionen gehabt. Die städtische Verwaltung von Essen übte in ihrem Haushalt bisher größte Sparsamkeit. So mußten notwendigerweise Bauten eingestellt und Einschränkungen auf allen Gebieten vorgenommen werden. Wenn die Anschaffungen für die Besatzungstruppen im Ruhrgebiet so weitergehen wie bisher, werden die sowieso nicht günstig dastehenden Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets bald bankrott werden. Das von der Besetzungsbehörde beschlagnahmte Hotel Kaiserhof verlangt von der Stadt Essen allein täglich dreiviertel Million Mark als Entschädigung. Die Franzosen haben von den in den städtischen Krankenanstalten in Essen verfügbaren 1000 Betten 220 beschlagnahmt. Dazu kommen noch rund 70 Betten für die französische Bedienung, so daß die bisher vorhandene Bettenzahl um rund ein Drittel verringert ist. Außerdem werden noch mehrere Räume für Küchen usw. beansprucht. Die Franzosen haben auch ohne weiteres den Diphtheritis=Pavillon beschlagnahmt, obwohl man nicht weiß, wo die kranken Kinder untergebracht werden sollen. Der Pavillon, der an sich für die Essener Verhältnisse zu klein war, sollte gerade jetzt erweitert werden. Das Material war bereits angesahren. Aber * s1ou.A Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. langen die Franzosen die Hautklinik, was zur Folge hat, daß e dort untergebrachten geschlechtskranken Männer und Frauen entlassen werden müssen. Ferner muß die Station für Scharlach, Masern, Keuchhusten und Typhus geräumt werden. Von der Leitung der Krankenanstalten ist dem französischen Arzt erklärt worden, daß beim Auftreten einer Epidemie keine Hilfe mehr geleistet werden könne und daß sie deshalb jede Verantwortung ablehnen müßte. Montag nachmittag 2 Uhr hatte in Essen der französische Kommandeur des Telegraphenwesens die Gewerkschaftsvertreter der Beamtenschaft zu sich geladen, um sig zur Unterzeichnung eines Abkommens zu bewegen, in dem sie sich den französischen Anordnungen sollen. Dieses Ansinnen wurde abgelehnt. Dem Oberpostdirektor Jünger wurde erklärt, daß er sich zur Verfügung der französischen Behörden zu halten habe. Die Vertreter verkangten die sofortige Freilassung der verhafteten Beamten, anderenfalls sie die Arbeit niederlegen würden. Infolge dieses Vorgehens haben die Post= und Telegraphenbeamten beschlossen, die Arbeit um 8 Uhr niederzulegen. ## Die, Namen der festgenommenen Essener Postbeumten sind: Poswirettor Schwammbach, Oberpostdirektor Schellenberger, Oberpostsekretär Pfarr, Postsckretär Berger, Postsekretär Nehles, Postschaffner Blaßberg sowie Herr Wittich. Behandlung der Zechenleiter. Unwürdig und unerträglich. Von französischer Seite wurde es vielfach so dargestellt, als habe man die Wirtschaftsführer nach ihrer Verhaftung als„Gentlemen“ behandelt. Auf Grund von Besprechungen, die der Vertreter der Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung mit den in Frage kommenden Leitern der Ruhrzechen hatte, teilt dieses Blatt zu der Frage mit: Das Personal, das mit den Herren zu tun hatte, war zwar höflich, aber das System der Behandlung war kurz gesagt ununerträglich, obwohl viele Franzosen den Herren offen erklärteit daß jeder anständige Franzose seinem Vaterlande gegenüber hätte ebenso handeln müssen, wie die Deutschen gehandelt hatten. Bis Mainz ging es einigermaßen. Dort wurden die Herren im Lastauto abgeholt. Bei ihrer Einlieferung in das Militärgefängnis verkündete ihnen der Militärgefängnisdirektor, daß er auf Grund der ihm erteilten Befehle in der Lage sei, ihnen zwei Vergünstigungen zuzugestehen. Die eine bestehe darin, daß ihnen nicht die Haare abgeschnitten würden, die andere darin, daß man ihnen die Taschenuhren lasse. Darauf wurde jeder einzelne der Herren in eine besondere Zelle eingesperrt. In einigen Heuen waren die Fensterscheiben zerbrochen. Die Zellen wiesen nur die primitivste Einrichtung in Gestalt einer Pritsche mit einem auf. Sämtliche Herren waren in der vierten Etage untergebracht, in der sich auch Wasserklosette in genügender Menge behanden; dazu wurde ihnen deren Benutzung verboten. Nur der in der Zelle vorhandene Eimer stand ihnen zur Verfügung. In einem Falle war der Eimer eines früheren Strafgefangenen noch nicht geleert. Die Behandlung wurde später durch Gestattung kreier Beköstigung etwas gemildert, was wohl darauf zurückzuführen ist, daß am Montag der Kommandierende General das Gefängnis besuchte, und insbesondere darauf, daß ein ausländischer Irurnalist, versuchte festzustellen, ob die Gefanzenen auch menschenWbälbig vehundelt würden. Es wurden dann auch Matratzen und dünne Decken gestellt. 27 2| Französische Agenten in München? Poincares Plan zur Trennung Süddeutschlands vom Reiche. Die„Münchener Neuesten Nachrichten" erfahren aus zuverlässiger privater Quelle, daß Frankreich Agenten nach München geschickt hat, die die Münchener Bevölkerung zu Gewalttaten gegen französische Staatsangehörige provozieren sollen. Solche Gewalttaten sollen Frankreich den Schein des Rechts geben Bayern den Krieg zu erklären. Auf Grund des französischen Vorgehens geben die sehr zuverlässigen ausländischen Gewährsmänner des genannten Blattes an, daß Frankreich, überrascht durch das heldenmütigs Verhalten der Arbeiter, Beamten und Unternehmer am Rhein und an der Ruhr, jetzt seine Gewalttaten verstärken und vor allem Nord= und Süddeutschland trennen möchte. Frankreich will die Mainlinie besetzen. Es will aber diesen Gewaltakt nicht mit dem Versailler Vertrag begründen, weil es gesehen hat, daß Gealttaten, die sich auf das Versailler Diktat berufen, das Nades deutschen Volkes zusammenschweißen. Deshalb hat Poincaree folgenden Plan ausgesonnen: Die Besetzung von Franken soll als Strafe für Beleidigungen der französischen Nation erscheinen, die ihr in München zugefügt würden. Wegen solcher Beleidigungen will Poincaree an Bayern den Krieg erklären, um dann den unter der Besetzung lebenden Franken am Main immer wieder zu sagen:„Ihr leidet deshalb, weil Frankreich in SüdBlinder Roman von Alfred Sassen. Nachdruck verboten. Rena setzte sich wieder, und nach einem Schweigen, in dem nur Oskars scheues Verhalten quälend sprach, forderte sie geradezu:„Vor allem— auf welchem Wege erfuhrst du das Vorgefaltene—: Wer hat dir gesagt Da sah es aus, als weise er ihr die Zähne, so verzerrte sich sein Mund. Er beugte sich über den Tisch herüber zu ihr. Du möchtest mir also weismachen, er habe mich nicht im Einverständnis mit dir aufgesucht—?“ „Ich habe dir nichts weis zu machen,“ entgegnete sie unter rasendem Herzklopfen, in unsäglicher Spannung.„Mit meinem Einverständnis ist nichts geschehen, gar nichts. Ich hoffe, du wirst Nnin herin Glauben schenken.“ sief domit sssemn di, Iher örper von der Tischplate zurück und „Ar Rinis gegen die Lehne des Stuhles.„Gut— gut, murge chche.„Wenn er ohne, deinen Willen kam, dann ist ihm recht Geschchen—. Der aufdringluhe Narr! Wie durfte er es wagen, vor mich hinzutreten und das von mir zu fordern—!“ r Blutstropfen war aus dem Gesicht des jungen Mädchens Sischen Herschlag. wer süchlte sie jet ihren ehen nach so vergnschrain:# Dem Ersticken nahe, hätte sie aufspringen und Nulubschleien mogen:„Was ist ihm zeschehen—?! Was hast du ihm getan—?! Allein sie sagte nur mit unnatürlicher, starrer Ruhe:„Er Hermann Hüttich— war also bei dir in Davos, wie ich aus beinen abgerissenen Worten entnehmen muß—?“ „Und hat von dir verlangt—?“ breiten hat er gesprochen, schön und gefühlvoll, mit tausend Gründen suchte er mich zu überzeugen, daß ich verzichten müsse, denn dein Herz gehöre ihm, und er seit gewillt, mit allen Waffen um das kostbare Gut zu kämpfen—“ #—„Ein, füher, wormer Strom wollte Rena durchfluten. So sehr warde sie geriedt. Aber nein, nein, wie durfte sie jetzt einem anTenoste.“ Edem Sezeg geben, als derm der Angst, der fürchterlichen g—= Lunen war etwas geschehen, und noch hatte sie Whrenn Peiniger das Geständnis nicht entrissen, was es sei. „Weiten— weiter,“ drängte sie flehend. Duur zog sein seidenes Tuch und fuhr sich damit über die bayern beleidigt worden ist. Ihr leidet nicht wegen des Versailler Vertrages, sondern wegen besonderer Vergehen der Münchener Bevölkerung.“ So glaubt Poincaree das psychologische Mittel gefunden zu haben, Nord= und Südbayern gegeneinander zu verhetzen. Pariser Stimmung. London, 29. Januar.(wb.) Die„Times“ melden aus Paris: Wenn auch Anzeichen dafür bestehen, daß die Meinung der Geschäfts= und der Bankwelt in Frankreich über den zweifelhaften Charakter der Ruhrbesetzung beunruhigt sei, so scheine doch die politische und porlamentarische Stimmung entschlossen zu sein, das durchzuführen, was sie begonnen haben. Man glauben in französischen Kreisen nicht, daß der Völkerbund im gegenwärtigen Zeitpunkt zweckdienlich eingreifen könne. Branting habe sich noch nicht endgültig entschlossen, die Lage im Ruhrgebiet vor dem Völkerbund aufzurollen. Viviani verhält sich gegenüber der Ruhraktion ziemlich ablehnend. Der Sonderberichterstatter des„Daily Chronicle“ in Köln schreibt: Es bestehe Grund zu der Annahme, daß die französische Politik immer noch ungewiß und unentschlossen sei und die Franzosen immer noch durch die feste Aktion der deutschen Arbeiter aus der Fassung gebracht werden. Alles deuten darauf hin, daß die französischen Behörden nicht wüßten, woran sie sind. Allerlei vom Tage. Böswillige Gerüchte. Von vermutlich kommunistischer Seite werden Gerüchte verbreitet, das deutsche Volksopfer solle zur Unterstützung der Zechenbesitzer Verwendung finden. Obgleich es kaum einer Widerlegung dieser sinnlosen Behauptung bedarf, wird halbamtlich ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der unter dem Vorsitz des Reichskanzlers stehende Vertrauensausschuß, dem u. a. Vertreter des Reichsrats, der großen kommunalen und Wohlfahrtsverbände usw. angehören, hinlänglich Gewähr für eine gerechte und zweckentsprechende Verteilung der Spenden bietet. Daß sie nicht an die Zechenbesitzer gehen, ist selbstverständlich. Die in Münster verhafteten Franzosen freigelassen. Paris, 29. Januar. Nach einer Havasmeldung sind ein französischer Korporal und ein französischer Jäger, die sich über Koblenz ins besetzte Gebiet begeben wollten, im Zuge eingeschlafen und erst in Münster wieder aufgewacht, wo sie festgenommen und in eine Kaserne gebracht wurden und von Schupo bewacht wurden. Die französische Regierung intervenierte sofort bei der deutschen Regierung, um die Freilassung der beiden Soldaten zu veranlassen. Die deutsche Regierung hat dem Verlangen der französischen Regierung stattgegeben. Itlienische Arbeiter für das Ruhrgebiet. Paris, 30. Jakuar.(TU.) Zwischen der französischen und italienischen Regierung sind Verhandlungen wegen Einstellung von italienischen Arbeitern für das neubesetzte Gebiet im Gange. Es sollen 30 000 bis 35 000 Grubenarbeiter und einige Tausend Holzarbeiter abgegeben werden. Der Vampyr. Millionen deutscher Kinder haben keine Bettwäsche und kein Hemd auf dem Leibe— aber die Eltern dieser deutschen Kinder sind gezwungen worden, bis zum Sommer 1922 an die Ententebesatzung im Rheingebiet zu liefern: 450000 Bettücher, 680 000 Meter Bettuchstoff, 148000 fertige Kissenbezüge, 16000 Meter Stoff für Kissenbezüge, 66000 gefüllte Plumeaus, 83000 Deckbettbezüge, 11600 Kopfkissen, 11 800 Steppbecken, 1300 Gummibetteinlagen, 37000 Kilogramm Bettfedern. In 43 Großstädten Deutschlands sind 875 873 Kinder krank und stark unterernährt, aber die Eltern dieser deutschen Kinder haben für die Tafeln der Ententebesatzung im Rheingebiet bis zum Sommer 1922 liefern müssen: 50,000 Eßbestecke, 150 000 Servietten, 69000 Speiseservice, 89000 Kaffeservice, 36000 einzelne Kaffeetassen, 25000 Porzellanplatten, 72000 Weißweingläser, 51000 Rotweingläser, 15000 Portweingläser, 45000 Sektgläser, 58000 Likörgläser, 26 000 Biergläser, 9000 Weinkaraffen usw. usw. Tausende von jungen deutschen Männern und Frauen können keinen Hausstand gründen, weil es ihnen an der Einrichtung gebricht und viele alte und junge Ehepaare müssen Hab und Gut verkaufen, um nicht zu verhungern, aber sie sind gezwungen worden, bis zum Sommer 1922 an die Ententebesatzung zu liefsrn: 1400 Salons, 2600 Herrenzimmer, 5000 Speisezimmer, 2900 Klubsessel, „Korbmöhelgarnituren, 6300 Klubsessel, 2100 Polstermöbelgurnnuren, 1400 Polstersessel, 450000 Bettücher, 680000 Meter Stirn— kalter Schweiß mochte da hervorgebrochen sein. „Du kannst dir wohl die Antwort denken,“ fuhr er fort,„die ich dem Herrn gab. Ich habe auch lange gesprochen und viel, zugeschworen habe ich es ihm, die Hoffnung auf deinen Besitz sei der Lebensatem, der mich aufrecht erhalte—— dich— dich— dich und nichts sonst vermöge ich zu denken— nichts andere zu wollen! und wieder habe ich es ihm gesagt, bis ich erschöpft in einem Stuhl zusammenbrach... Da hat er sich mit den Worten, ich würde ruhiger werden und das Würdige von dem Unwürdigen in mir scheiden, zum Gehen gewantt— auf einmal sah ich seinen Fuß stocken. Er blieb vor meinem Schreibtisch stehen. Seine Augen waren auf einen halb herausgezogenen Kasten gefallen— darin lag mein Revolver—“ Rena zuckte von ihrem Sitz empor. Ihre Finger krampften sich um die Tischplatte, daß die Nägel brachen. in umfacharen 31 einem Revolben—.r löste es sich Entsetzen von ihren Lippen.„Ich weiß nichts davon, daß je einer in deinem Besitz war—“ „Weiter— weiter,“ flehte sie abermals. „Jener— Herr sah also den Revolver im Kasten. Der Himmel weiß, was er Menschenfreundliches denken mochte, er sah an a#, Verzweifelten in mir. Kurz, er meinte wahrscheinlich, er fti beiser, er neyme den Revolver an sich, und wollte das mit ein paar halb ernsten, halb scherzhaften Worten tun—— das gam„üür als ein lächerlicher Uebergriff, de mich zu hellem „##ie leige. Ich eilte hinzu, um dem Narren den Revolver wiede aich und ien— e gab ein kurzes Ringen— die Waffe endliuth !“ schrie Rena auf. Sag, nein, nein! eshen Am erfatt. z den Sprechenden eingebrungen und hatte seinen Arm ersig, ven sie mit verzweiflungsvoller Gebärde rüttelte. „Der Schuß traf ihn in die Brust—“ „Mörder!— Mörder!—“ sagte sie mit erlöschender Stimme. „Er ist nicht tot— „Schwöre, daß es so ist—“ „Gut denn— ich schwöre.“ „Und er wird am Leben bleiben?“ Jg.„Die Venvundung ist nicht lebensgefährlich“ loste sich die fürchterliche Erregung in dem jungen Mädin ein befreiendes Weinen auf. Sie lehnte die Stiry an die Bettuchstoff, 148000 fertige Kissenbezüge, 16000 Meter Stoff für Kissenbezüge, 66000 gefüllte Plumeaus, 83000 Bettdeckbezüze, 11000 gefüllte Kopfkissen, 11 800 Steppdecken, 1300 Gummibetteinlagen, 37000 Kilogramm Bettfedern, 800 Damenschreibtische, 500 Frisiertoiletten, 14000 Nachttischlampen, 10000 Tischlampen, 16000 Bügeleisen, 2600 Divandecken, 18000 Teppiche usw. usw. Und weshalb das alles? Weil ein Volk von 65 Millionen Menschen seine Waffen fortgeworfen und sein Heer verjagt hat. Stadt und Tand. Lüdenscheid, 30. Januar. Zur Linderung der Winternot ist auch in der Gemeinde Hülscheid eine Notgemeinschaft gegründet worden, die Geld, Lebensmittel und sonstige Gebrauchsgegenstände sammelt. Die in der Notgemeinschaft vereinigten Organisationen übernehmen die Sammeltätigkeit mittels der amtlich zur Verfügung gestellten Listen. Geld nimmt die Amtssparkasse auf Konto 2 Notgemeinschaft Hülscheid, alle andexen Spenden das Amtsbüro in Clagebach entgegen Der hiesige Arbeitgeber=Verein beschloß, für die Ruhrspende 2000 Mark pro Kopf der in den einzelnen Betrieben beschäftigten Arbeiter und Angestellten abzuführen. Mit dieser Millionenspende, zu der noch namhafte persönliche Zeichnungen kommen, gibt der Verein ein nachahmenswertes Beispiel der Opferbereitschaft für die bedrängten deutschen Brüder an der Ruhr. Die Bundesleitung des Westfälisch=Lippischen Handwerkerbun des fordert alle Handwerker und Handwerkerinnen in Westfalen und Lippe zu unbedingter Treue zu Volk und Reich, sowie zur Aufbietung aller Kräfte zur Verminderung der Not auf. Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern am 1. Februar Herr Gustav Güse und Frau, Albrechtstraße. Der Jubilar ist 86, die Jubilarin 80 Jahre alt; beide erfreuen sich noch einer großen Rüstigkeit. 1 An die deutsche Jugend. Der Ausschuß der deutschen Jugendverbände, in denen rund fünf Millionen deutscher junger Leute und junge Mädchen vereinigt sind, erläßt folgenden Aufruf: „Deutsche Jugend! Reichsregierung und Wirtschaftsverbände rufen das deutsche Volk auf zu Opfergaben für die Notleidenden an Ruhr und Rhein. Gib auch Du, so viel Du nur geben kannst! Hilf mit bei den Sammlungen„Deutsches Volksopfer" und„Ruhrhilfe“. Zeige jetzt in Deiner Lebensführung die Kraft der neuen Jugend. Der Ernst der Stunde gebietet Schlichtheit, Zurückhaltung, Besonnenheit. Laß Dich nicht hinreißen zu unbedachten Handlungen. Meide seichte Vergnügungen, meide Alkohol und Nikotin. Verzichte auf jeden Tand. Stärke durch Dein Vorbild Hoffnung, Glauben, Verkrauen und Standhaftigkeit bild Hoffnung. Glauben, Vertrauen und Standhaftigkeit. Hilf, wo Du Not siehst. Dein Gruß und Dank an alle Volksgenossen, die im Ruhrgebiet und am Rhein für uns kämpfen, sei das Gelöbnis, daß das junge Deutschland getreu zu Reich und Volk steht, im festen Willen, unser Recht vor der Welt zu behaupten.“ Der Wettlauf der Banknaten. Die Hauptmasse des deutschen Par iergeldes besteht jetzt in Tausendmarkscheinen. Es waren davon schon Ende Dezember über 585 Millionen Stück im Betrage. von ebensoviel Milliarden Mark im Umlauf. Der Schein zu 10 000 Mark hat den zweifelhaften Vorzug, den größten Teil unseres Geldes zu bilden, bereits abgeben müssen. Es waren davon am Ende des letzten Jahres etwas über 42½ Millionen Stück im Betrage von 426 Milliarden im Verkehr. An dritter Stelle stehen die Noten zu 500 Mark. Es gibt von ihnen 268 Millionen Stück im Betrage von 134 Milliarden. Es folgen die Hundertmarkscheine im Betrage von fast 72 Milliarden. Die Fünftausendmarkscheine haben es bereits auf 38½ Milliarden gebracht. Die Scheine zu 50 Mark machen 20½ Milliarden aus, die Zwanzigmarkscheine 3 ein Drittel Milliarden, die zu 10 Mark 1¾ Milliarden. Der Westfälische Lehrerverein tritt durch seinen geschäftsführenden Ausschuß mit einem Aufrus g. Die Oeffentlichkeit, in dem es heißt:„Zu dem Einspruch Teutschlanbs gesellen auch wir unsere Stimme, weil im Chor jeder einzelne mitsprechen muß, wenn ein Ausdruck des Gesamtwillens entstehen so. Als die berufene Vertretung des größten Lehrerverbandes der Provinz ist es uns eine selbstverständliche Pflicht, nach dem Vermögen unserer Kräfte die Gefahren abzuwehren, die unserer Jugend aus der widerrechtlichen Besetzung ihrer Heimaterde erwachsen. Durch inneren Beruf und durch amtliche Verpflichtung ihnen zu Hütern und Helfern bestellt, empfinden wir Lehrer die Not unserer Kinder in der tagtäglichen Nähe unserer Lebens= und Abeitsgemeinschaft. Und um der Not des deutschen Kindes, das mit hohlen Wangen und glanzlosen Augen vor und hockt, um seiner leiblichen und geistigen Nöte willen, rufen wir den Wand und schluchzte, als wolle sie in diesem Schluchzen hre Seele als Dank hinströmen für das teure gerettete Leben. Mit zusammengebissenen Zähnen stand ihr Vetter Oskar daneben. Die Qualen, die er litt, rüttelten und schüttelten seinen gebrechlichen Körper. Als die Schluchzende ein wenig stiller geworden war, fragte denkst du garnicht ein wenig daran, wie mir zu Mute sein muß bei deinem Anblick— wenn ich dich so weinen sehe— um jenen anderen— Sie fuhr auf.„Aber wie kommt es, daß du hier bist? Warum bist du nicht dort geblieben, um den Verwundeten zu pflegen? Ah, du bist geflohen! Man hat dich als den Schuldigen verhaften wollen—!“ Er wehrte erregt ab. „Sprich nicht von Schuld. Es müßte davon wohl ihm der größere, entscheidendere Teil zugesprochen werden... Ich bin auch nicht geflohen. Selbstverständlich lief ich unmittelbar nach dem traurigen Ereignis nach einem Arzt. Als ich zurückkam, war schon von anderer Seite einer erschienen. Ihm hatte der Verwundete Unglück selbst herbeigeführt— durch unvorsichtiges Handhaben der Waffe. In einem Augenblick des Alleinbeschwor er mich, seinen Worten zuzustimmen— aus Rücksicht für dich. Damit dein Name nicht in die Affäre hineingezogen würde. So schwieg ich—“ bns bunge Badchen. uit deinem Gewissen abmachen,“ riet gegenigene n„Aber nach einmadl— warum bist du fortslegen—. deine Wflicht wäre gewesen, den Verwumdeten zu „Ein solches Verlangen kannst du im Ernst an mich stellen?" brauste er auf. Auf ihre Stirn senkte sich ein Schimmer, der sich rasch über das ganze Gesicht verbreitete und dann auch an der schlanken Gestalt niederfloß— wie in Hoheit getaucht, stand sie da. anserem Entschhig:„Pflicht verschumt haft,; sprach sie in edlen. Apferen Entschluß, so ist es an mir, die meine ganz und voll zu erfüllen. Ich war die Veranlassung, daß Hermann Hüttich nach Davos ging und nun dort schwerverwundet daniederliegt— so muß ihn auf seinem einsamen Oskar Borowsky prallte zurück, als habe er einen betäubenden erhalten.„Was war das—?“ lallte er. „Was hast du da gesagt—f. Du willst—?“ guderr dle millitrtiche 161. Ein Friede, der illen Entbehrens die gsteigert., Nach dem ber die Daitärgewalt off das Maß des Elends Lige neute Teleruungen #sten und Schwächsten! und Gruft hinuntersin #der ihnen die Väter #ben, dessen Opfer sie ischen Kindes, de #nung und Sonnensche die seinen schmalen L und sein karzes Stück In gleicher Weis das Recht unseres# der Besatzungsbehörde Schon sind Schulen n om Eingang der Schu Wir bezweifeln, daß menten der Gewalt Friedensbereitschaft w der Eindruck der Ma desto eifriger wollen: sittliche Idee des Re sonnenheit und Entsc ohne bängliche Unter wachsenden Not mit Niemand kann u deutschen Jugend zu vaterländischer Not Bedürfnisse und Mack dern die Gesetze des Lehrer zu sein, sit Eingedenk der Verfas schen Volkstums von ihre Lebenswerte und sie bedroht und gefäl unbesetzten Gebiet! Hand, einig und ein Seele Deutschlands in diesem Falle nich * Plettenberg, 24 Schrotthändler G. H in der Elspe erwarb 2 370000 Mark. Die der hiesige Kaufman * Dortmund, 29 sident der Oberpostdir Hüffel aus dem bese von den Franzosen i * Gelsenkirchen, trank beim Posteng ein französischer Sold suchung ergab, daß! steiges verfehlte und * Lippstadt, 28. brot in Lippstadt und heit, daß die Bevöll Schweine verfüttert: lungen haben ergeben Burgmühle in Lippste den letzten Jahren in Sohn betrieben seit! sitze einer Großhande allein 800 Zentner W durch Büscher und Be und seines Buchhaltalso hinreichender V treide weit über 85 lende Getreide zu d Grund dieser Feststell mann sein Sohn Fra aus Geseke in Unter Düsseldorf, 30. J Düsseldorf stockt völli rungsrat Dambois ir nach Mainz ins Gefä Ich gehe nach Und sofort werde i Sie wandte sich Da aber kam er Ausgang.„Du bis Sonst hätte ein solSie vermochte war ein Lächeln vi „Deine Schmäh das zu tun, was ich etwas Außergewöhnl wird dadurch Geleger Allein diese Erwag Ich meine, in solch innerstes Herz hinei holen. Nun wohl, zu gehen—“ Mit aschfarbenen ihr.„Du vergißt, Verlobter, verbiete d Ich räume ein, Wort gegeben, bestim nicht in dieser Sache ich gehe, dieses Bu# einreden können, da „Wirf nicht mit ein, daß dich die S Seele zu weilen! 1 ginnen— nichts so „Laß uns zu E worten. Darum gib Wirklich riß er Schwelle und eilte d .„Ich werde de Schulter zurück.„S wicht ihres Einflusse dich in die Arme Rena war regun bastenden durch die ihm sein rohes Sche binreißen lassen, weil versichert— damals sehr weh! Stoff für ddechezüge mmibetteinbtische, 500 ischlampen, usw. usw. er verjagt A199 emeinde die Geld, t. Die in kehmen die stellten Lizemeinschaft gebech ente Ruhr= etrieben bedieser Milungen komder OpferRuhr. dwerkerbans. 1 Westfalen sowie zur 62 am 1. er Jubilar noch einer * * itschen Juinger Leute en Aufruf: ände rufen idenden an ben kannst! ind„RuhrKraft der eit, Zurückunbedachten lkohol und in Vorstigkeit keit. Hilf, lksgenossen, das GelöbVolk steht, ken: s deutschen waren dam Betrage. zu 10000 iseres Geli am Ende m Betrage en die NoStück im markscheine markscheine Scheine zu marrscheine n. n em Aufrus pruch ganz Chor jeder amtwillens Lehrerverflicht, nach 1, die unHeimaterde rpflichtung Lehrer die bens= und en Kinvor und rufen wir hre Seeite Opttar daen seinen ar, fragte wie mir so weinen ? Warum gen?... n verhafihm der Ich bin nach dem var schon amndete ch unvor8 Allein= nmen— färe hinen,“ riet du fortdeten zu stelen?“ isch über n Gestalt edlem, voll zu tich nach so muß Ainsamen luthenden gübe er. wider alle militärische Gewalt das bessere Gefühl der Menschlichkeit Ein Friede, der kein Friede ist, hat durch vier Jahre leid. wollen Entbehrens die Not unserer Jugend ins Unermeßliche gesteigert. Nach dem vorbereitenden Werk des Hungers greift nun die Militärgewalt offen zu ihren alten und letzten Methoden, um das Maß des Elends vollzumachen. Infolge der Besetzung flutet eine neue Teuerungswelle gegen Deutschland heran, und die Kleinsten und Schwächsten des Volkes werden am ersten in ihr zu Grund sund Gruft hinuntersinken. Sie sind weder schuldig an dem Kriege, der ihnen die Väter genommen, noch verantwortlich für den Frieden, dessen Opfer sie selber werden. Im Namen des deutschen Kindes des einzigen Kindes in der Welt ohne Hoffnung und Sonnenschein, wenden wir uns gegen die Militärgewalt, die seinen schmalen Lebensspielraum noch um ein weiteres verengt und sein karzes Stück Brot auf die Hälfte verkleinert. In gleicher Weise und mit demselben Nachdruck vertreten wir das Recht unseres Kindes auf Bildung, das durch Maßnahmen der Besatzungsbehörde schon wesentlich beeinträchtigt worden ist. Schon sind Schulen mit Truppen belegt, und Militärposten halten am Eingang der Schulhöfe mit aufgepflanztem Seitengewehr Wache Wir bezweifeln, daß dieser Anschauungsunterricht mit den Instrumenten der Gewalt in der Richtung von Völkerversöhnung und Friedensbereitschaft wirken wird. Aber je stärker und bedenklicher der Eindruck der Machtpolitik auf die kindliche Seele sein wird, desto eifriger wollen wir bestrebt sein, in ihr den Glauben an die sittliche Idee des Rechts zu pflanzen und zu festigen. In Besonnenheit und Entschlossenheit, ohne Herausforderung, aber auch ohne bängliche Unterwürfigkeit wollen wir unser Werk tun, der wachsenden Not mit gesteigerter Kraft begegnend. Niemand kann und wird uns hindern, unsere Pflicht an der deutschen Jugend zu erfüllen, wie sie unser Gewissen in der Zeit vaterländischer Not besonders eindringlich empfindet. Nicht die Bedürfnisse und Machtansprüche einer fremden Militärgewalt, sondern die Gesetze des Landes und das Bewußtsein, deutsche Lehrer zu sein, sind Maß und Richtschnur unseres Handelns. Eingedenk der Verfassung, die eine Erziehung im Geiste des deutschen Volkstums von uns verlangt, sollen Volk und Vaterland, ihre Lebenswerte und Kulturkräfte uns umso teurer sein, je mehr sie bedroht und gefährdet sind. Berufsgenossen im besetzten und unbesetzten Gebiet! Hinüber und herüber reichen wir uns die Hand, einig und einmütig in dem Gelöbnis, der Sachs und der Seele Deutschlands treu zu bleiben; denn das Leben gilt auch in diesem Falle nichts ohne die Treue. Westfalen und Rheinland. * Plettenberg, 29. Januar. Bei dem Verkaufe der bisher dem Schrotthändler G. Herzhoff in Eiringhausen gehörenden Wiese in der Elspe erwarb diese Kaufmann Erwin Heese zum Preise von 2370000 Mark. Die Weide an der Halle in Eiringhausen erstand der hiesige Kaufmann E. Niederstebruch für 325,000 Mark. * Dortmund, 29. Jan. Wie wir erfahren, wurden der Präsident der Oberpostdirektion Dortmund, Dr. Ernst, und Oberpostrat Hüffel aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen. Sie wurden von den Franzosen in Olfen im Münsterlande ausgesetzt. * Gelsenkirchen, 29. Jan. In einer der letzten Nächte ertrank beim Postengehen an der Schleuse in der Nähe von Heßler ein französischer Soldat. Die Leiche wurde geborgen. Die Untersuchung ergab, daß der französische Soldat den Weg eines steiges verfehlte und in das Wasserbassin gefallen war. * Lippstadt, 28. Jan. Seit längerer Zeit war das Markenbrot in Lippstadt und Umgebung von einer so schlechten Beschaffenheit, daß die Bevölkerung das Brot verweigerte, sodaß es an Schweine verfüttert werden mußte. Die ausgenommenen Ermittelungen haben ergeben, daß das schlechte Brotmehl aus der Burgmühle in Lippstadt stammte. Der Besitzer dieser Mühle ist in den letzten Jahren in schwer reicher Mann geworden. Er und sein Sohn betrieben seit längerer Zeit einen Großhandel, ohne im Besitze einer Großhandelserlaubnis zu sein. Im Dezember 1922 sind allein 800 Zentner Weizen verschoben worden, deren Einlauf weder durch Bücher und Belege noch durch Angaben des Mühlenbesitzers und seines Buchhalters nachgewiesen werden konnte. Es besteht also hinreichender Verdacht, daß der Mühlenbesitzer das Brotgetreide weit über 85 Prozent ausgemahlen und das dadurch anfallende Getreide zu den hohen Börsenpreisen verkauft hat. Auf Grund dieser Feststellung sind der Mühlerbesitzer Ferdinand Reismann sein Sohn Franz in Lippstadt, ferner der Buchhalter Apfel aus Geseke in Untersuchungshaft genommen worden. Die Lage in Düsseldorf. Düsseldorf, 30. Januar.(Drahtmeldung) Die Milchzufuhr in Düsseldorf stockt völlig. Regierungsrat Bötticher und der Regierungsrat Dambois in Kreuznach, Landrat Karosin in Daum sind nach Mainz ins Gefängnis gebracht worden. Auf der linksrheiniIch gehe nach Davos, um dort Hermann Hüttich zu pflegen. Und sofort werde ich meine Vorbereitungen zur Abreise treffen.“ Sie wandte sich der Tür zu. Da aber kam er ihr mit einem Sprung zuvor und deckte den Ausgang.„Du bist wahnsinnig,“ rief er,„jawohl, wahnsinnig! Sonst hätte ein solcher Gedanke in dir nicht entstehen können.“ Sie vermochte jetzt sogar ein klein wenig zu lächeln— es war ein Lächeln voll stiller Vornehmheit. „Deine Schmähreden,“ sagte sie,„sollen mich nicht abhalten, das zu tun, was ich für das Rechte halte... Ich weiß, es ist etwas Außergewöhnliches, was ich vorhabe— die urteilslose Welt wird dadurch Gelegenheit bekommen, den Stab über mich zu brechen. Allein diese Erwägung kann meinen Entschluß nicht umstimmen. Ich meine, in solch außerordentlichen Fällen muß man in sein innerstes Herz hinein horchen und sich von dort die Entscheidung holen. Nun wohl, eben mein Herz treibt mich an, diesen Weg zu gehen—“ Mit aschfarbenem, entsetzlich aufgewühltem Gesicht stand er vor ihr.„Du vergißt, daß du meine Braut bist! Ich, als dein Verlobter, verbiete dir, diesen wahnsinnigen Schritt auszuführen!" Ich räume ein, daß du das Recht hast, eben weil ich dir mein Wort gegeben, bestimmend in meine Entschlüsse einzugreifen. Aber nicht in dieser Sache. Da ist um meinetwillen Blut geflossen, und ich gehe, dieses Blut zu stillen. Niemand in der Welt wird mir einreden können, das sei ein falsches und schlechtes Tun.“ „Wirf nicht mit so hohen Worten um dich! Gesteh' es lieber ein, daß dich die Sehnsucht antreibt, bei dem Geliebten deiner Seele zu weilen! Treulosigkeit, abscheulicher Verrat ist dein Beginnen— nichts sonst!" „Laß uns zu Ende kommen. Ich werde dir nicht mehr antworten. Darum gib die Tür frei—“ Wirklich riß er jetzt die Tür auf, aber er trat zuerst über die Schwelle und eilte die Steintreppe hinan. „„Ich werde der Mutter alles berichten,“ rief er über die Schulter zurück.„Sie wird es wohl verstehen, dich mit dem Gewicht ihres Einflusses von der Schamlosigkeit abzuhalten, der du. dich in die Arme werfen willst!" Rena war regungslos stehen geblieben und hatte dem Davonhastenden durch die offen gebliebene Tür nachgesehen. Sie vergab ihm sein rohes Schelten. Schließlich hatte er sich doch nur dazu Hinreißen lassen, weil er sie liebte— über alles liebte, wie er ihr versichert— damals und heute! Und sie mußte ihm ja weh tun, sehr weh! schen Seite ruht der Eisenbahnverkehr, während rechtsrheinisch die Züge weiter verkehren. In Gelsenkirchen und Dortmund wurden kommunistische Frugblätter in deutscher und französischer Sprache verteilt, die zur Verbrüderung aufforderten. haben es satt, Sklavenzzu sein! Brief aus dem Rheinland. Wenn je die Reichstagsabgeordneten, die Vertreter des ganzen deutschen Volkes, das was sie zu sogen hatten, unter dem für jeden spürbaren Eindruck getan haben, daß ihre jetzige Haltung entscheidend für das ganze deutsche Reich, für die deutsche Republik, für das deutsche Volk in seiner Gesamtheit ist, so war es in der Sitzung am 26. Januar dieses Jahres. Keine große nach außen sichtbare Geste kennzeichnets das Bedeutungsvolle dieser Beratung der Volksvertreter. Einzig und allein der tiefe Ernst und der von den sich innerpolitisch scharf gegenüberstehenden Parteien von den Deutschnationalen bis zu den Sozialdemokraten in jeder Rede zum Ausdruck gebrachte Gedanke: es geht nicht um den einen oder den anderen Teil des deutschen Volkes, nicht der eine oder andere Teil des deutschen Volkes kann jetzt in der Not, die ihm von den französischen Machthabern droht, für sich allein in der Abwehr stehen, sondern alle, ob sie wollen oder nicht, müssen sich Schulter an Schulter reihen. Sonst ist das deutsche Volk verloren. Verloren ist seine Freiheit, verloren sein Staat, verloren seine Kultur. Und mit ihm verloren Freiheit und Kultur der übrigen Völker, verloren mit ihm Europa. In tiefster Bewegung lauschte das Haus dem rheinischen Al#geordneten, der in das Haus die Stimme jener Deutschen trug, die schon seit vier Jahren die Fremdherrschaft erdulden. Die tagtäglich fühlen, was es heißt, das politische und moralische Recht der Selbstbestimmung verloren zu haben. All den Auselnandersetzungen gegenüber, die sich im Kreise des ordnenden Verstandes und der Vernunft bewegten, erinnerte er an jene inneren Kräfte, die in der Seele eines jeden Menschen noch außerdem ruhen, die nur dann hervorbrechen und um Ausdruck ringen, wenn das verletzt wird, was Menschenwürde heißt. Diese Menschenwürde wird tegtäglich in jenen unglücklichen Millionen Deutschen, die schon seit vier Jahren den Fluch des französischen Militarismus tragen und die Millionen Deutsche, die jetzt unter diese Geisel geraten sind, sie werden tagtäglich in ihrer Würde als Menschen verletzt, weil ihre tiefsten naturgeborenen Rechte mit Füßen getreten werden. Das macht sich jetzt, aufgeweckt durch die Haltung der Deutschen an der Ruhr mit einem Male Luft:„Wir haben es satt, Sklaven zu sein.“ Und noch eines weiß der Rheinländer: Was jetzt am Rhein, an der Ruhr, in der Pfalz geschieht, ist keine militärische Tat zu irgend einem akut gesetzten Zweck, sondern es ist jene Politik an der Arbeit, die schon seit Jahrhunderten vom Westen das deutsche Rheinland, das deutsche Reich bedroht. Die Politik jener Franzosen, die kein einiges Deutschland wollen, das ihren Hegemonieplänen einen Damm entgegensetzt. Jene Politik französischer Staatsmänner, die seit dem 16. Jahrhundert den Rhein als Frankreichs Grenze erstreben und die Auflösung des Reiches. Und wir dürfen hinzusetzen, daß die Mittel der heutigen französischen Machthaber genau dieselben sind wie die jener Staatsmänner der französischen Könige. Wie der französische katholische König die protestantischen deutschen Fürsten gegen ihren katholischen Kaiser unterstützte unter der Vorgabe, ihre„Liberalität" zu schützen und zu erhalten, in Wirklischkeit aber, um sich die westlichen Teile des Reiches anzueignen und die Macht des deutschen Reiches zu schwächen, so verkünden heute die rein kapitalistischen Machthaber Frankreichs, sie wollten die sozialistischen Arbeiter Deutschlands gegen die deutschen Kapitalisten unterstützen, in Wirklichkeit aber wollen sie nichts, als jetzt wie damals eine Zwietracht im deutschen Volke, um dem Reiche weitere erlesene Gebiete im Westen zu entreißen, sich botmäßig zu machen und das neue Reich, die deutsche Republik zu zerstören. Das ist was uns droht. Der deutsche Arbeiter wird sich nicht täuschen lassen, wie die deutschen protestantischen Fürsten, die damals das Elsaß dem Reiche verloren gehen ließen. Und die deutschen Volksvertreter wissen und müssen es wissen, daß wenn die neuesten Pläne der französischen Machthaber zum Ziele führen, das Reich verloren ist. Es brennt dann nicht nur das Haus des Reiches ab, sondern auch das Haus der deutschen Republik. Dann gibt es keine deutschen Volksvertreter mehr keinen Reichstag mehr. Oder er führt ein solch erbärmliches Dasein, wie jener deutsche Reichstag nach dem Gelingen der Pläne Frankreichs im Westfälischen Frieden. No einmal wird in Westfalen um Deutschland gerungen. Aber das junge deutsche Volk ringt um seinen jungen deutschen Staat. Es wird ihn nicht untergehen lassen. Daß sie auch seiner Mutter, der armen Blinden, sehr weh tun mußte, schuf ihr ein unsäglich bitteres Schmerzgefühl. So groß war es, daß sie einen Augenblick schwankte, ehe sie sich der Treppe zuwandte, um oben in ihrem Stübchen das Notwendige zur Reise zusammenzupacken. Aber das Zögern währte in der Tat nur einen Augenblick— dann schritt sie hinaus und die Treppe e06. Ihr war plötzlich, als sei aus weiter, weiter Ferne ein Schmerzensruf zu ihr hergedrungen— er gab ihr die Richtung an, die sie zu gehen hatte! Als Rena nach eine Viertelstunde etwa im dunklen Reisemantel, ein Köfferchen in der Hand, aus ihrem Zimmer wieder heraus auf den Flur trat, der bei ihrem Heraufkommen noch im Dunkeln gelegen, fand sie ihn jetzt hell erleuchtet Augenscheinlich auf sie wartend, stand Vetter Oskar unter der Lampe. Er öffnete nun eine Tür. Seine Stimme und sein Aussehen waren viel ruhiger, als drunten in der Wohnstube. Er fragte:„Du wirst doch nicht das Haus verlassen wollen, bevor du meine Mutter noch einmal gesehen—?“ Ohne ihr Köfferchen aus der Hand zu geben, schritt Rena schweigend an dem jungen Mann vorbei über die Schwelle der geöffneten Tür. Die Blinde war wieder aufgestanden. In ihrem weißen, schleppenden Nachtgewande, die Binde noch über der Stirn, die Reng ihr selbst zur Milderung des Kopfschmerzes angelegt, stand sie aufrecht neben dem Bett, gleich ihrem Sohn harrend auf diejenige, die zur nächtlichen Stunde aus dem Hause fortgehen wollte, um an das Krankenbett eines Mannes zu eilen, der ihr vor kurzem noch ein völlig Fremder gewesen. Das junge Mädchen durchrieselte ein Schauer bei dem Anblick der Blinden. Nie zuvor hatte der machtvolle Eindruck der ehrfurchtgebietenden Erscheinung so tief auf sie gewirkt. „Tante," begann Rena zazhaft,„ich—“ Die Blinde unterbrach sie:„Ich weiß alles. Es scheint, die mir bestimmten Peufungen sind noch lange nicht erschöpft. Aber ich will nicht klagen, sondern versuchen, dem neuandrängenden Strom des Unglücks einen Damm zu bauen Mein Sohn hat in vielem, was er in der Angelegenheit getan und dir gesagt, mein Kind, unrecht. Aber das soll und darf dich nicht bestimmen, gleichfalls unrecht zu handeln. Dein Platz ist hier im Hause— trotz alledem an der Seite Oskars, der heimgekehrt ist zu uns. Du kannst nicht im Ernst daran denken, die abenteuerliche Reise anzutreten—“ 44 Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Die Gefahren der Goldankaufsstellen Grabstätten des Mittelstandes. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht„Die Zeit“ einen Artikel, der zwar aus Berliner Verhältnisse zugeschnitten ist, in den Grundzügen aber ganz allgemein angewandt werden kann. Wir geben ihn hier auszugsweise wieder. Wenn heute irgendwo ein neuer Laden aufgemacht wird, so ist es nicht sehr schwer, schon in der Zeit der Vorbereitungen zu erraten, was für ein Goschäft da hineinkommt. Wenn schon zwölf Feinkostgeschäfte in den umliegenden sechs Häusern vorhanden sind, so darf man auf ein Geschäft kunstgewerblicher Erzeugnisse, auf ein Jumpergeschäft oder auf ein aus diesen beiden kombiniertes rechnen. Auch eine Wohnungsvermittlung ist nicht sehr unwahrscheinlich. In der Hälfte aller Fälle aber kann man vermuten, daß— um einem Bedürfnis abzuhelfen— eine Edelmetallankaufsstelle die Umwohner aus Not und Elend zu befreien beabsichtigt. Die Ankaufsstellen werden selten aufgesucht, um kurzfristigen Geldmangel zu beheben. Ein sehr, sehr großer Teil ihrer Kundschaft wird von den weiten Kreisen der Festbesoldeten gestellt, die den erzielten Erlös für ihre„großen Anschaffungen" verwenden wollen. Zu diesen großen Anschaffungen rechnen sie nicht etwa den Kauf einer neuen Herrenzimmereinrichtung oder auch nur eines Klaviers. Stiefel, Anzüge und überhaupt größere Kleidungsstücke sind in den Kreis der Dinge getreten, zu deren Anschaffung eine größere Kraftanstrengung notwendig ist. So kann man damit rechnen, daß die von den Ankaufsstellen ausgezahlten Gelder zum größren Teil sofort in Nützlichkeiten umgesetzt werden. Den Res der Kunden stellen die Legionen der Rentner und auf deren erschütterndes Elend in letzter Zeit so häufig in den Zeitungen hingewiesen werden mußte. Sie erkaufen sich mit den letzten Ring, dem letzten Schmuckgegenstand einige kleine Vorräte, einige warme Mahlzeiten und grübeln auf den Heimweg schon wieder darüber nach, ob nicht noch in den hundert Mal durchwühlten Kästen ein vergessenes Kettchen oder ein zerbrochener Löffel zu finden sei. Wir wollen aber nicht vergessen, die„Kavaliere" zu nennen, die das Ergebnis ihrer mühevollen nächtlichen Arbeit in den über soziale Unterschiede gnädig hinwegsehenden Ankaufsstellen„verschärfen". 8 Denn hier werden die Ankaufsstellen tatsächlich zu eine schweren sozialen Gefahr. Daß die durch nichts qualifizierten Händler am Preis und am Gewicht sich bereichern, wäre vielleicht noch zu ertragen, denn man wird nicht verhindern können, daß sie irgendwie ihr Schäschen ins Trockene bringen; aber der von allen Häusern laut und grell lockende Anreiz, der in der leichten Veräußerlichkeit unrechtmäßig erworbenen Gutes liegt, birgt die schwersten Gefahren für die öffentliche Sicherheit. Gegenstände, die früher nur der gewerbsmäßige Verbrecher bei verborgenen Hehlenn absetzen konnte, sind heute im Verlaufe weniger Tage im Tieges unkenntlich gemacht und verhindern die Entdeckung des Täters. Gelegenheit macht Diebe und Ankaufsstellen machen Gelegenheit.# Die mangelnde Entschlußfähigkeit der zuständigen Stellen hat sich in allerlei halben Maßregeln versucht. So hat man in vielen Städten, wie z. B. in Leipzig, angeordnet, daß die Preisnotierungen nicht außen sichtbar angebracht werden dürfen. Die Wirkung ist, daß jede Preiskontrolle fehlt und unzählige ehrliche Verkäufen ihre Objekte weit unter dem Wert abgegeben haben. Besonder## sind alte Damen, die über die schnell wechselnde Marktlage gar nicht orientiert sind und denen jedes Mittel fehlt, sich darüber zu orientieren, vielfach privaten Aufkäufern in die Hände gefallen, die unter der Vorzabe, mehr zu zahlen als die Ladengeschäfte, den Betreffenden den peinlichen Gang zu ersparen schienen. Um so begrüßenswerter ist es, daß die offizielle Vereinigung der Goldschmiede den Beschluß gefaßt hat, daß alle ihre Mitglieder in ihren Geschäften durch Schilder bekannt geben sollen, daß auch sie Edelmetalle ankaufen. So bedauerlich der Massenverkauf von Wertgegenständen auch ist, hier geht er wenigstens in geordneten und anständigen Bahnen vor sich. Kunst und Wissenschaft. Erlaß gegen die Mißstände im Theaterwesen. Der preußische Minister des Innern hat an die Polizeibehörden folgende Verfügung gerichtet: Es gewinnt immer mehr den Anschein, als wenn gewisse Theaterunternehmungen sich nur noch darauf einstellten, unter Preisgabe ihrer künstlerischen Aufgaben in erster Linie der Befriedigung niedriger Instinkte einer sensationslüsternen Bevölkerungsschicht zu dienen. Die„Vorzensur“ ist durch die Reichsverfassung allerdings beseitigt. Im übrigen darf heute weniger denn je die Polizei sich der Aufgabe entziehen, alle Maßnahmen zu treffen, die zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe. Sicherheit und Ordnung erforderlich sind. Vor allem wird bei Stücken, die schon Mit aller äußeren Ruhe, deren Rena in dieser qualvollen Entscheidungsstunde fähig war erklärte sie:„Ach Tante, wenn die ermessen könntest, wie namenlos ich leide unter dem Bewußtsein, dir weh tun— zu müssen! Denn ich gehe den Weg, den du eine abenteuerliche Reise nennst. Mir ist er etwas anderes... Ich habe Hermann Hüttich nicht nach Davos gesandt— aber er ging doch um meinetwillen—, und nun liegt er dort mit einer schweren Wunde in der Brust. Er kann gesund werden— der Arzt erhofst es, wie mir Oskar gesagt hat. Aber wir wissen ja, wie es um die menschliche Voraussicht in solchen Dingen bestellt ist— die Möglichkeit, daß in dem Befinden des Verwundeten eine Wendung zum Schlimmen, zum Schlimmsten eintritt, ist nicht ausgeschlossen. Und um dieser Möglichkeit willen muß ich hin zu ihm. Ich darf ihm nicht schreiben— ich muß selbst an sein Schmerzenslager treten.“ Ein unbegreiflich zartes Rot stieg in ihrem Gesicht auf, während sie mit verklärter Stimme hinzufügte:„Ich muß das, weil ich unverrückbar in meinem Herzen fühle, daß ich ihm mit meinem Kommen eine Freude bereiten werde— eine Freude, so groß, daß sie ihm selbst den letzten dunklen Weg zu erhellen imstande wäre! Gottes Barmherzigkeit wird gewiß dies Aeußerste verhüten—— aber begreifst du nun, Tante, daß ich zu ihm gehen muß?“ Das junge Mädchen war dicht an die alte Frau herangetreten und hatte mit besschwörender Gebärde ihre Rechte ergriffen. Allein mit einem Ruck machte sich die Blinde los.„Ich habe kein Verständnis für deine Phantastereien. Du bleibst hier," rief sie. „Ich kann nicht—“ „Auch wenn ich dir bedeute, daß ich deine Handlungsweise als eine Lossagung von uns betrachten werde—?“ „Nein, Mutter,“ fiel jetzt Oskar ein,„nicht so! Ich habe ihr schon gesagt, daß ich sie niemals frei gebe— nie und nimmermehr!“ Rena kehrte ihm das blasse, entschlossene Gesicht zu. „Ich habe mein Wort ja noch nicht von dir zurückgeforderk. Es steht bei dir, mich daran zu halten. Aber ich wiederhole, in dieser einen Sache hast du über meinen Willen keine Gewalt— Sie sprach nun wieder zu der Blinden:„Tante, glb mir nicht die Drohung mit auf den Weg, dein Haus werde mir in Zukunfst verschlossen'eiben! Tu es nicht! Um meiner Mutter willen, die deine Schwester war!“ (Fortsetzung folgt## L„ krommareni der deutschsprachigen Presse.V. iseepenstandes oder die Art und Wickmz ihrer teuchlsertiger, frivoler oder abstoßender Weise die umeeemme## Empfindungen aller anständig denkenden Volkskreise Andentenndar herausfordern und verletzen müssen, in der jetzigen Geschr eine unmitelharen a. als bieher au brisen, ahb nicht die sefahr einer unnnewburen Sicrung der öffentlichen Ruhe, Sichereit und Ordnung zu befürchten ist. Werden diese Voraussetzungen rungen mit Nachdruck eptzegerute, nu bedienen, umn diesen Sthiwich, daß dien. Wenn auch nicht verkannt Zweiseln Anlatz gehen g de Vomaussetzungen manchnat zu licher Smst.— am und wenn auch die Interessen wicknicht dazu führen, die Dinge sch permger, du sen, io kam dies doch echnen d seen. Lir, Fiserschaft, Kunst und Vollsbildung sämtliche Polizeibehöo. Sue aller Welt. Eine Lohntüte als Verräter eines Mörders. In einem Gehölz bei. Bösingfeld im lippischen Norden wurde während einer Treib## die fünchtbar zugerichtete Leiche eines jungen Mannes gefundort ermordet worden war. Der Tote wurde als der Wanderarbeiter Joseoh Dörenkamp aus dem Bergischen ermittelt. Er war in Begleitung und wahrscheinlich zu #.# eines Arbeitskollegen mamens Reinecke von den im Nuhlgrvier gelegenen Aitendorfer Steinwerken nach Lippe gekommen. Auf einem Fußweg hat Reinecke mit einem Militärseitengewehr seinen Begleiter niedergestochen und seinem Opfer auch noch die Kehle durchschnitten. Nach der Tat plünderte der Mörder den Toten aus. Während Dörenkamp aber das Geld in der Brusttasche verwahrte, hatte er die leere Lohndüte achtlos in die Tasche gesteckt, wo sie von dem Mörder bei der Beraubung nicht gefunden da er sie sonst wohl ohne Zweifel vernichtet hätte. So führte der Firmenaufdruck auf der Tüte die Behörden auf die richtige Sour. Die Polizeibeamten schritten sofort zur Verhaftung des m wrie. Er leugnet die entsetzliche Tat zwar noch, da aber bei "#rrschiedene dem Toten gehörende Gegenstände entdeckt wurden, so ist an seiner Schuld nicht zu zweifeln. Jugend. Dem Berliner Lokal=Anzeiger wird von einem Leser der folgende Vorfall berichtet, der wegen seiner symptomatischen Bedeutung mitgeteilt sei:„An einem unserer als besonders gut betrachteten Vorortgymnasien wollte sich ein Sekundaner im Sepgrber, um seiner Mauter einen großen Kummer zu Ersparen, in seines Vaters auf kurze Zeit 1000 Mark leihen und 1000 Mark— gegen Hinterlegung seines Taussilbers Bedimmungen(Schasgeanu det amen Primaner gegen folgende ):„Hiermitz bestätige ich, daß ich von .1000 Park, d. i.(vein nurs 1 Dollar gleich 1500 un heutigen Tage erhalten habe und verpflichte 67 Cent(siei) in deutscher Währung zum Mittazskurs vom 16. 12. d. J. am Sonnwend, dem 16. 12. 22 wiederzuerstatten, We Panch hohe s 8 Hundertstel, 25 Cent. umerscheint hooe io ein silbernes Beseck hinterlegt. 16. 9. 22. inerschrift des Schuldners.“ Auf die Einwendung des Sekundaners, er brauche das Geld nur ganz kurze Zeit und wolle es baldmöglichst zurückgeben, erwiderte der betriebsame Primaner, darauf tieße er sich nicht ein, sonst würde er sein Geld„natürlich an einem Ilmesling wolie sticht miebrig stünde“. also nicht nur von seinem ####nen möglichst hohen Valutagewinn herausschlagen, sondern von virsem Valutagewinn auch noch 10 Prozent Zinsen haben. Bekanntmachung. Auf Grund der Ausführungsbestimmungen zum Ausgrabungsgesetz sind berusen worden: a) Zu Vertrauensmännern für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer t. im Bereich der Kreise Hamm Stadt und Land, Soest und Lippstadt der Studienrat Barezart in Soest, Vertreter Museumsdirektor Lübke in Hammi.W. 2. im Bereich der Kreise Dortmund Stadt und Land, Gelsenkirchen Stadt und Land, Bochum Stadt und Land, Hörde Stadt und Land, Hagen Stadt und Land, der Stadtkreise Herne, Büdenscheid und Witten und der Landkreise Hattingen, Schwelm und Iserlohn der Pastor Prein in Hohenlimburg, Vertreter Rektor Esser in Hohenlimburg=Elsey, 3. im Bereiche der Kreise Altena, Arnsberg, Meschede, Olpe, Siegen, Wittgenstein und Brilon der Landrat Geheimer Regierungsrat Thomée in Altena i.., 9) Zu Vertrauensmännern für naturgeschichtliche Bodenaltertümer 1. im Bereich der Kreise Siegen, Wittgenstein, Meschede, Arnsberg, Olpe, Altena u. Brilon, Vergrat von Königslöw in Siegen, Vertreter Geologe Dr. Herke in Siegen, 2. im Bereich der Stadtkreise Hamm, Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum, Hörde, Hagen Herne, Lüdenscheid und Witten, sowie der Landkreise Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Hörde, Hagen, Hamm, Soest und Lippstadt den Leiter der geologischen Abteilung der Berggewerksschaftskasse, Vergassessor Dr. Kuckuck in Bochum. Vertreter Bergassessor Dr. Trümpelmann in Bochum. Arnsberg, den 16. Januar 1923. Der Regierungs-Präsident. J..: gez. Dr. Schlemmer. Prozent für 3 Monate von 67 Cents!) Der Primaner hat geliehenen 1000 Mark von seinem Mitschüler eine Sesei.... Mark ausbedungen, also für drei Monate —." Jlusen und Kursgewinn beansprucht. Der Vater dieses Jünglings fand das Vorgehen seines Sohnes ganz korrekt und erklärte, Leinen Einfluß auf die Entschlüsse seines Sohnes ausüben „a kömeen: Die Mutter###u sich wenigstens zu der Erkenntnis belehren lassen, daß die„2½ Prozent“ Zinsen nicht gerechtfertizt wären; den Kursgewinn beansprucht sie auch!" Berliner Wertpapier=Börse Mitgeteilt vom Barmer Bank=Verein, Lüdenscheid. am 29. Jannar 47500 31900 7 000 26000 Hapag Nordd. Lloyd Barmer Bankverein Deutsche Bank Essener Kredit=Anstalt Adlerwerke Alexanderwerke Baroper Walz Berg Eveking Busch Lüdenscheid Daimler Motor Disch. Luxemburg Dtsch. Maschinen Essener Steink. Gelsenk. Berg Hackethal Draht Harpener Berg Lüdenscheider Metall Mülheimer Berg Schuckert El. Friedr. Thomée Westf. Kupfer 20000 14500 40000 50000 29000 33000 99000 24000 84000 90500 15000 165000 22000 100000 59950 53000 30000 am 26. Janner. 98300 20000 6000 20000 6450 12000 10100 36000 22000 10000 76100 20000 58000 70000 12000 130000 17000 80000 49000 50000 99000 Devisenverkehr: Heute vormittag ca. 10 Uhr. Holland 15600, Amerika 39000 London 185000 Paris nicht not. Brüssel nicht not. Schweiz 7200 Tendenz: Unsicher. ##mmungsbad der Börse. Mit Rücksicht auf die politischen Verhältnisse herrschte heute vormittag für Devisen starke Nachfrage, die nur zum kleinen Teil unter allseitiger Zurückhaltung und nur zu gewaltig gestiegenen Preisen befriedigt werden konnte. Im Mittagsverkehr setzte sich die Aufwärtsbewegung nach vorübergehender leichter Abschwächung fort, womare Fni 34000 auf 32000 zurückzing, Un salg“ usänh“ zuter Kürmischen alseligem Kauftrang—40 bei vol stantigem Mange. an Angeboten die katastrophate Hss# in gewaltigen srurssprüngen fort. Schwere Montanwerte erzielten Erhohungen bis 20000 Prozent, Harpener sogar 50000 Prozent. Steigerungen um 10 000 bis 20000 Prozent bildeten für andere Gruppen der Industriepapiere keine Seltenheit. Einzelne verdoppelten ihren Wert, so Gebr. Körting, die von 14000 auf 30000 Prozent stiegen und Daimler, die von 11000 auf 23.000 Proz. stie10 000, Aslenperte stegen Sudustuic erzielte eine Vesserung un von 14000 auf 25000 Prozent. Auch g. Schiffahrtsmarkt sind gewaltige Kurserhöhungen zu verzeichnen. uer S5 8d ftegen von 20500 auf 34000 Proz., Rolandslint Nachtrage berichetich ho Auch Vantkaktien wurden bei reger ertachtlah hoyer bezahlt. Die Bank für elektr. erreichten einen Stand von 42000 gegen 30 000 Proz. am Freitag, Naturgemäß paßten sich Valutapapiere der Devisen=Hausse an. En ergaben sich für diese Werte entsprechende Steigerungen. Auch Horsag gescheinen fest. Nur für Preuß. des tehlenden mäbihe Rückgänge. Die Umsätze waren wegen ... in Angebots eng begrenzt. Die nur zu Einheitskursen gehanbelten Papiere waren ebenfalls stürmisch begehrt und entsprechend höher bewertet. Marktberichte. Berlin, 29. Januar. Produktenmarkt. Der erneut scharf anziehende Dollar trieb auch die Getreidepreise weiter sprunghast auswärts. Das Angebot blieb sehr klein, die Preise waren unregelmäßig und weit auseinandergehend. Weizen von Mühlen gesucht. Roggen knapp; die Mühlen verkaufen ihre Vorräte an die.=G. und vermahlen das Material fmür diese. Gerste war zu Umlagezwecken begehrt. Hafer zog scharf an; bayrischer Hafer war mehr angeboten und gehandelt. Weizen 50—53000 Mark, Roggen 46—48000 Mark, Hafer 36—38000 Mark. Rauhsutter.(Großhandelspreise für 50 kg. ab Station) Drayigepr. Getreidestroh 14 500—15 000 Mark, bindfadengepr. Roggen= und Weizenstroh 14—14 500 Mark, Roggenlangstroh 14 400 bis 14 700 Mark, loses und gebünd. Krummstroh 12 500—13 000 Mark, Häcksel 15—15 500 Mark, handelsübl. Heu 13500—14000 Mark, gutes Heu 14500—15 000 Mark.— Raps 62—68 000 Mark, Rapskuchen 32—34000 Mark. Zuchtviehmarkt Dortmund vom 29 Januar. Aufgetrieben waren 484 Stück Großviel, 303 Kälber, 80 Schafe, 771 Schweine Ochsen: a) 135000, 5) 125—135000, c) 100—125 000, d) 75—100000; Bullen: 130—135000, 110—130000, 95—110000; Färsen und Kühe: 135 000, 180—135000, 110—125000, 85—110000, 60—85000; Jungvieh gestrichen; Kälber: a) gestrichen, 150—160000, 130—150000, 105—130000, 90. bis 105 000: Schafe, Stallmastschafe gestrichen, Weidemastschafe 90—105000, 40—90000; Schweine: 220000, 200—220000, 180—200000, 160 bis 180000, 130—160000, 130—180 000. Bei Großvieh und guten Schweinen kott, sonst mittelmäßig. In obigen Preisen sind enthalten die Kosten für Fracht, Gewichtverlust, Viehhofgebühren, Umsatzsteuer und Händlergewinn. Wetterstation Tüdenscheid Realgymnasium (Specht, Hochstr. 71) * Effektenund bei# hausse in Vempenater höchste niedrigste Viehseuchenpolizeiliche Bekanntmachung. Nachdem die Maul= und Klauenseuche unter dem Viehbestande des Landwirts Ernst Hohage zu Kehrsiepen, Amtsbezirk Büdenscheid, erloschen in, hebe ich die durch meine viehseuchenpolizeiliche Anordnung vom 2. Dezember 1922— A 5304— über das Gehöft(Kotten) des Landwirts Ernst Hohage zu Kehesiepen verhängte Sperre auf. Altena, den 26. Januar 1923. Der Landrat: Thomée. Spären Sie sich die teuere Versicherung der Postpakete Durch Kauf der Paket-Adressen der Rheinischen Assecuranz-Versicherung sind Ihre Pakete versichert. Zu haben im Papierhaus Sasse, Wilhelmstr. 20. gimmmmmmmm DbsLionipsens CURPCRLEEVET W W Barmer Bank-Verein, Lüdenscheid. Erledigung aller bankmäßigen Geschäfte. Besondere Abteilung für den An- und Verkauf von Aktien, — Kuxen und Obligationen.— Devisen-Abteilung Fernsprecher Nr. 1360 bis 1363. Praufachen auet un. nsen Kurt Gafst. Konzertsal„Erholung Sonntag, den 4. Februar, abends KURZER von Elisabeth Boecker-Ewald, Gesang Steftl Koschate-Thomä, Violine unter Mitwirkung von Willi Jinkerts, Köln, Klavier. Lieder von Delius, Ramrath, Straus, Stöhr; Grieg. Sonate Cmoll; Lalo, Span, Symphonie; Stücke von Kreisler, Sarasate. Karten au 400 Mk. und 100 Mk. Steuer bei Dalichew Nachf.(linke Seite) und Papierhaus Saase(rechte Beite) — ibsch-Rügel. Achtung! Achtung! Soale aues Wiverstehen, ders Gad nchr unlergehen! Meiner werten Kundschaft zur gefl Kenntnis, daß ich zwei mal wöchentlch große Sendung ff. Margarine(Marken erster Firmen), a. Schmalz— Speisefett— Kokosfett— dicken fetten Speck— dicke frische Landeier, Mainzerkäse und Räucherwaren erhalte und selbige kunter Konkurrenz=Preisen abgebe Walter Derx, Kluserstr. 3. KUENZ für elektrische Leitungen nebst Zubehör Metallindustrie G. m. b. H.— vorm. Becker& Sturm Lüdenscheid I. Westf. Telefen 242— Telegr.-Adr.: Metallindustrie, Wir kaufen und zahlen die höchsten Tagespreise für Ziegenfelle, Fuchstelle, Zickeltelle, Mardertelle. Kaninfelle, Ihisfelle, — Hasenfelle, Katzenfelle und.— sonte Alt-Papier, Lumpen, Flaschen, Alteisen und Allmetalle. Max Zeughauser& Co., Telefon 1372. Herzogstr. 9. Teleion 1372. Die Gewerbesteuerrolle der Stabt Lübenscheid für 1922 liegt vom 5. Februae 1923 ab eine Woche lang im Steueramt(Schillerstr. 2) zur Einsicht der Steuerpflichtigen des Stabtbezirkes offen. Der Magistrat. In das Genossenschaftsregister Nr. 11 ist bei der Konsum= und Produktiv= genossenschaft Einigkeit eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Hastpflicht in Lüdenscheib heute eingetragen: Die Haftsumme ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 21. Januar 1923 auf 10000 Mt. erhöht. Lüdenscheid. den 24. Januar 1923. Das Amtsgericht. Lusiunstaille gldens Lusstollmggpretss) ebsbennnnonongnn Plügel Hermoniams Verkauf an Private. Roth& Junius Jof-Hass- und Plägelfabrik Hagen I. W. Bahnhofstaße 29. Flliale Berlin Hardenbergstr. 14. NB: Eintausch u. Ankauf von gebrauchten Instrumenten. Stimmungen und Repersiaren. Bandeisen 28 0,90—1 mm stark, kaufen gesucht. Jul. Dinnebler Nacht. Lungenkranke trinkt Apotheker v. Eühmanns Lungenheiltee. Seit Jahrhunderten bew. Hausmittel, in neuester Zeit von erst. med. Autorität erprobt und warr empf. Wirkung wunderbas. Bazillen schwinden im wurf, Appetit, Gewicht, Bo finden beden sich. In Paketen und in Pillen(Doppeldosis) zu haben in der ReichsadterAreibehe. Sricheint töglich Sonn= Der Preis beträgt frei Haus, und Mi Nr 20 Franzosen und B Eisenbah buurch Die Verhastun bei gehen die In Aachen kam zischen P In Dortmund zustand ve Der Eisenbah übrigen West immer grö Die Englände aus, franz zu leiten, vo derung übern Heutige Dol Die Alle Anzeiche zu einer kritischen satzungsbehörde ve in der Richtung, allen Zweigen der tisch und in größte ist klar. Die auf von Angehörigen der separatistischen stellend in französ einem unmittelbar rheinischen R eine offene Frage. menbrechen, und der Rücksichtslosigke altbesetzten Gebiet auch ohne die Zu reichen. Die ganz sie einen entscheid Sie warten damit Rüstungen für die stalten wollen, vor Absperrung des R nicht völlig durche verspricht man sich besetzten Gebiet u übrigen Deutschlan geschlossen sind, mit matums der de die Androhung vr Wand gemalte Bi Willen zu entschl. Stärke der Abweh durch die Enthüllu in allen ihren Sd und Gewaltaktione Willen, für die 2 des Rechtes auch Probe, die über a Tagen zu erwarte land eine entschlos Irankne „Der Krieg Frankreich ha land mit einem? mit ungezählten V weisungen, mit der es hat, nachdem d es noch immer nich Aktion eine„fried Wartet die A die neutrale, die Welt, wartet die vr lands täglich bestü zielle Frankreich si Krieg mit Deutsch offizielle Ausland, angelsächsischen Mi nus, dem schuldlos zewähren, die sie d nicht gezögert hab solche Erklärung