Treseru, Beilagen:„Unterhaltungsblatt" und„Praktischer Ratgeber“. Abonwementspreis: 1 M. 25 Pig, durch den Postboten ius Haus gebracht 1 N. 67 Pfg, vieresjährlich; at„Ilustriertes sesehe bee ue eeing, ne Lun,„ uige mahr. Agagen boden i5 Die die Baitzele der dam Naun, Relann 4 Jali u Vie. Nr. 177. Hierzu der„Praktische Ratgeber“ ud zwei Ven. Bestellungen auf diese Zeitung für die Monate August und September werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern, unsern Agenten und Boten, sowie von der Expedition zu 2/3 am Kopfe vermerkten Preises entgegengenommen und die bereits erschienenen Nummern nachgeliefert. :] Die Abänderungsfähigkeit des Zolltarifs. Die Blicke unserer liberalen Presse sind hoffnungsvoll dem Zoltarif=Entwurfe sehr geitisch, verden. Die Vo, Kraz der Vaialion in di. Einelstag richtigste, die ganze Kraft der Agllalion in die Einzelstaaten zu verlegen, um die Regierungen aufzuklären und zu unterDem Entwurf biündlings nuutinmer, ier Pr-sepefe zunächst vorgelegt worden, damit sie ihn prüfen und gegebenenfalls Abänderungsvorschläge machen sollen. Zu dem Enc veranstalten sie auch Konferenzen und fordern Gutachten ein. Wenn der Reichskanzler vorzugsweise aus Rücksicht auf da gute Einvernehmen mit den Bundesregierungen und auf den bundesstaatlichen Charakter des Reiches ihnen den Entwurf hat zugehen lassen, so sind sie es auch schon sich selbst schuldig, gründlich zu prüfen und abweichende Meinungen gerszhringen. In einer so wichtigen Sache schweigen, hieße, sich selost fur überflüssig erklären, und auf bundesfreundliche Rücksichtnahme zu verzichten. Außerdem gebietet die Sache selbst den Bundesreoierungen, sich geltend zu machen. PPgrhutpnisßg je de ve. daß die Vorschläge des Entwurfs„unverbindlich und abDie Frage ist, ob die Abänderungsanträge, die von den Einzelregierungen noch zu erwarten sind, gerade in der Richtung gehen müssen, wie die liberalen Zollgegner sie wünschen. Wir vermögen einstweilen nicht abzusehen, daß die Haltung speziell der süddeutschen Regierungen dafür spricht. Wir sehen bis jetzt nur das Selbstverständliche, daß si Tarif nicht unbesehen annehmen wollen. Wenn die Liberalen glauben, sie durch Lärmen beeinflussen zu müssen, so spricht das nicht sehr dafür, das die liberalen Hoffnungen starke reelle Unterlagen haben. Verständige Regierungen werden wohl auch unterscheiden können, was künstlicher Lärm, was nicht recht glaubhaft erscheinen, daß die, Tgaige guserege der seine Wünsche einfach hinwegsetzen und nur dus Inleresse Industrie und des Großkapitats im Auge halten werde. Daß nach unserer Ueberzeugung trotz mancherlei Abänderungen der Zolltarif im Großen und Ganzen doch Anvon den„Handelsvertragsfreunden“ gewinschten Richtung, Wir machen einen autonomen Tarif, Bg,pe#leg.=ejgg vornherein vorausgesetzt wird, daß sie burch den von Handelsverträgen vielfach ermäßigt werden. Die Sätze des Tarifs sind somit garnicht unsere wirklichen Zollsätze der Unsere liberale Presse thut aber so, als ob es doch der Fall sei. Wenn sich behaupten ließe, dirie, Sitze machten den Abschluß von so hätte das Anstürmen dagegen ja einen Sinn. Aber selbst die National=Zeitung bekennt:„In deig., Säitig des autonomen Tarifs wird hierfür niemals ein Hindernis andert verden Wonnen,.Pux, Aisgterzisieten dens gest der von Verträgen gegen möglichst geringe Herabsetzung der Sätze Fir de der hauisächichten Gerederten gerige ist von vornherein in der Ermäßigung eine Schraute g# Wir wollen zugeben, daß das die Vertragsverhandlungen erschweren kann, ist besonders bei dem geringen Spannungsverhältnisse in dem Doppeltarif. Daß die lbergeu sich, wie die„Berl. N..“ hervorheben, eines Widerspruchs schuldig macht, wenn sie die Minimalsätze bekämpft aus den allgemeinen gegen den Doppeltarif geltend gemachten Gründen, und zugleich die Sätze des Einheitstarifes bekämpft, weil man nicht wissen könne, wieviel die Regierung bei Vertragsverhandlungen davon ablassen werde, wollen wir nur nebenbei erwähnen. Ob es nun im Gesetz steht oder nicht, bei den Getreidezöllen wird es auch bei künftigen Handelsverträgen eine höher als die jetzigen Vertragszölle liegende Grenze geben, unter die diese Zölle nicht herabgehen können und dürfen. Darin werden sich die anderen Staaten nun einmal secht e Gase Gearnce e bale ean u. is. bes Beir den vorgeschlagenen Sitzen von„Brotwucher“ u reden, ist einfach unehrlich. Daß sie den Abschluß von Handelsverträgen hindern werden, ist Schwarzmalerei von Leuten, die sich gleich bange machen lassen, wenn die ausalse S c. der neue densche Zoltarif den Aschluß eines Handelsper, trages nicht ausschließt. Das wird man auch noch anderswo einsehen. Tages=Ereignisse. une, ae e eeege ase be ce nach der Elbe an und erreicht am Donnerstag morgen gegen findet. nungeverhältnis in dem Getreidedopelarst. Das HauptPresse den grösten Wert. Wein nun der Tarif sie nicht unmöglich macht, so sehen wir nicht ein, wie jemand in Deutschland sich beklagen kann, wenn uns der Abschluß = Getrennte Herzen. (71. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) 23. Kapitel. Als Frau Weiß zu dem Konditor kam und Anna nicht mehr antraf, eilte sie in ihre Wohnung; die Gesuchte auch dort nicht findend, zweifelte sie nicht, daß deseigo, 5gen. Eeig nun doch ausgeführt habe, und schlug, auf beunruhigt, ebenfalls den Weg nach dem Lauterbachschen Hause ein, hatte ihn jedoch kaum zur Hälfte zurückgelegt, als sie ihre Kousine kommen sah, mit unsicheren, schwankenden Schritten, den Kopf weit zurückgebogen, die Augen seltsam ins Leere blickend. Der leichte schwarze Umhang, den sie trug, war ihr von der einen Schulter geglitten und schleppt im Staube. Die Vorübergehenden blieben stehen und sahen ihr neugierig nach. Auf manchem Gesicht war ein spöttischer Pauline näherte sich rasch der offenbar ganz, Foflangs, losen und geleitete sie, ohne zu frogen ggäggesdh der Fahrt einem in der Nähe stehenden Wogez, Gi,(hien auf das lehnte Anna regungslos in der Ecke. Ste. Ioyer, Gedanten Tiefste ergriffen und noch nicht imstande, ihren Gevunken eine bestimmte Richtung zu geben. Es wurde nichts gesprochen. Langsam, schleppenden Schrittes, als hänge eine unsichtbare Last an ihr, stieg sie, zu Hause angekommen, die Treppe empor. In dem Zimmer angelangt, blieb sie jedoch in de Mitte desselben stehen und nun verwandelte sich ihr muves Aussehen in ebenso seltsamer als unerwarteter Weise. Die farblosen Wangen begannen sich mit immer intensiverer Glut zu bedecken, die eben noch glanzlosen Augen Blitze zu schleudern, die schwache, stets etwas nach vorne gebeugte Gestalt wuchs förmlich, so hoch wurde sie aufgerichtet. „Bruno!— Pauline!— Hanna!—— Kommt her!“ „Was willst Du thun?“ sagte Frau Weiß erschrocken. „Bedenke, daß Dein Sohn noch ein halbes Kind ist. Schon zu viel weiß er leider und—“ den die Macscheltl Hhe. Phon: Dat Aier a. 91 Du kannst den Verewigten achten und lieben und seiner ge— so hab' ich ich ihn doch nicht wiedergesehen!“ Weinend drückte sie die Schürze an die Augen. Um der Ehrenrettung des Toten willen, mußte ich fuhr Anna in feierlichem Tone fort.„Jch zweifelte nie an ihm! Ich wußte, daß nur Trug und Lüge ihn einer schlechten That zeihen konnten. die Hocherregte mit Besorgnis betrachtend.„Fast scheint es „usgeulch uer Ausgnlich A. das ut des 9uih empörte Blut riget, ne List den Weg in des Haus der einsanen, sechiendie Aufregung. Mute Deinen Kräften nicht zu viel zu,“ warnte Pauline und winkte Bruno und Hanna sich zu en „Lasse mich sprechen! In mir glüht ein Bulkan!“ rief Anna, als sie allein waren. Im Zimmer auf und abschreitend schilderte sie die ganze Seene und erwähnte der letzten Drohung ihres Feindes. Mit bald unnatürlich lauter, bald in Schluchzen ersterbender Stimme herichtete sie übgr., die Wie Frau Weß vornutgiche, bonte be, ar eäise sase Leuchten der Großern Vger ger'ihe, Schoigez der eoeisteruye uzsagumenhängenden Stammeln, die Geschtsvioe versielen, die gow;= Verfoit., Miderrcde auf das Sosa Nun ließ sich die Erschöpfte ohne Wiverkror auf müssen uns hiten, den Meuschen zu rizen, Weiß zog die Vorhänge zu, schlich aus dem Zimmer, suchte Bruno auf, ermahnte ihn, recht ruhig zu se und seine Uebungen auf ein anderesmal zu verschieben und bs be u dur un Aumn erienz.P ien S Haune. der behauptete, Lauterbach habe Holzhausen bei ihm gewohnt", begann sie.„Wo fin „In Haidhausen. Dort hat er ein kleines !„ I c h m ö c h t e i h n s p r e c h e n u n d w e r d e d a h e r m i t d e m esch sesche e. vertrauen darf." Generalfeldmarschalls Grafen Waldersee entgegen. Darauf fährt die Hohenzollern, der ein Salondampfer mit dem Stabe des ehemaligen Oberkommandos in Ostasien folgt, nach Hamburg und ankert gegen 11 Uhr an der St. PauliLandungsbrücke. Am Freitag Vormittag verläßt die Kaiseryacht Hamburg und dampft in See. Am Montag, 12. August, morgens findet auf See die Begegnung mit dem 1. Geschwader statt, das durch die Chinadivision ergänzt ist. Der Kaiser läuft vormittags 11 Uhr mit Hochwasser, begleitet vom Geschwader, in Wilhelmshaven ein, wo mittags 1 Uhr der Stapellauf des Linienschiffes i erfolgt. Die Taufe vollzielt die Königin von Württemberg. Abeno## uhr wird der Kaiser, anläßlich der Rückkehr der Chinadivision, einer Einladung des Offizierkorps zum Essen in der OffizierSpeiseanstalt folgen. Gegen Mitternacht reist der Monarch mit Sonderzug nach der Hohensyburg ab. —„Endlich ein deutscher katholischer Erzbischof. Mit dieser Ueberschrift druckt die Köln. Ztg. aus der Gazeta Torunska eine lange Unterhaltung ab, die Herr Pfarrer Liß, als Herausgeber des Bochumer Wiarus Polski, vor Jahren mit Herrn Bischof Simar von Paderborn, dem heutigen Erzbischof von Köln, gehabt haben will. Danach soll letzterer u. a. gesagt haben:„Die Polen sind ein ganz verkommenes Volk, je eher sie sich germanisieren, desto besser für sie. Wir wissen nicht, so schreibt die„Köln. Vztg.“ ob das verbissen radikale Thorner Blatt so etwas gerade jetzt drucken läßt, um die polnischen Wähler des Wahlkreises Duisburg=Mülheim=Ruhrort zu verhindern, in der Stichwahl für den Centrumskandidaten einzutreten. Es ist ein aus merkwürdiges Zusammentreffen, daß dieser fette Bissen gerade am Tage der Stichwahl in der Köln. Ztg. präsentiert werden kann; man kann sich darauf verlassen, daß er, mit den entsprechenden Zuthaten, auch im Wahlkreise noch serviert worden ist, um die polnischen Wähler zu verhetzen. Zur Sache halten wir eine solche Aeußerung aus dem Munde des jetzigen Erzbischofs von Köln für ausgeschlossen. Sofortige Klarstellung war uns nicht möglich, da der Herr Erzbischof sich bekanntlich auf einer Firmungs— Auch die sächsische Regierung hat sich, wie die Deutsche Tagesztg. zu ihrer lebhaften Genugthuung erfährt, entschlossen, Konferenzen von Landwirten, Industriellen und Kaufleuten abzuhalten, auf denen diese ihre Wünsche und Bedenken bezüglich des veröffentlichten Zolltarifentwurfs äußern können. Die bayrische Regierung, die solche Besprechungen bereits abgehalten hat, hat neuerdings den wirtschaftlichen Interessenvertretungen anheim gestellt, unbeschadet der Besprechungen etwaige weitere Wünsche und Anträge thunlichst bis Mitte September vorzubringen. X Der Vorstand des Bundes der Landwirte war am Donnerstag in Berlin versammelt, um den Entwurf des Zolltarifs zu beraten. + Der Redakteur Martin Hildebrandt, der Herausgeber des„Rechtes der Feder“, bei dem kürzlich eine polizeiliche Haussuchung wegen des an die Londoner Finanz=Chronik verkauften Exemplars des deutschen Zolltarifs vorgenommen wurde, wendet sich in einer längeren Erklärung an den Vorwärts gegen den„Polizeioffiziosus" des„Berliner Lokalanzeiger“, der seinen Namen in der Zolltarifaffäre in die Oeffentlichkeit gebracht habe. Der„Lokal=Anzeiger" teilt nun mit, daß Herr Hildebrandt selbst ihm noch wenige Tage vor der Veröffentlichung der Londoner Depesche, worin gemeldet wurde, daß die Finanz=Chronik im Besitze des Tarifs sei, den Zolltarif für das Honorar von 1000 Mark zum ersten Abdruck angeboten habe. Herr Hildebrandt beanspruchte 250 M. von den geforderten 1000 M. für seine Person und erklärte, die restlichen 750 M. an seinen„Hintermann" abführen zu müssen. Die Historie von dem Hintermann gefiel dem„Lokal=Anzeiger“ nicht, und er verzichtete auf den Erwerb. Das sind ja nette Sachen! kreise X Soweit sich das Ergebnis der Stichwahl im Wahlise Duisburg=Mülheim=Ruhrort übersehen läßt, siegte Frau Weiß trat ihre Reise an, und es gelang ihr leicht. in dem kleinen Orte den betreffenden Laden zu finden. Schwendner erzähle:..„E ze mnst, Kmmee Von Ulm, wo ich Geschafte erlevigen mußle, kommend, traf ich in einem Kupee dritter Klasse einen Herrn, der krank zu sein schien. Er lehnte in der Ecke, hatte den Hut tief in die Stirn gedrückt, den Rockkragen heraufgezogen und trug überdies eine schwarzseidene Binde, welche die eine Hälfte des Gesichtes fast ganz verhüllte. Er war allein und ärgerte sich offenbar, als ich einstieg. Ich bin nun aber ein Mensch, der nicht lange sitzen kann, ohne den Mund zu öffnen, und so machte ich denn eine bedauernde Bemerkung darüben, daß es fatal sei, zu reisen, wenn man sich nicht ganz wohl befinde. Der Fremde nickte, murmelte einige Worte und sah mich von der Seite an. Ein paar Minuten später begann er aber selbst zu sprechen, teilte mir mit, daß ihn ein hartnäckiges Ohrenleiden zwinge, alle möglichen Vorsichtsmaßregeln gegen die Zugluft zu gebrauchen und fragte endlich, ob ich nach Augsburg führe. Nein, aber ich bin gut bekannt da, erwiderte ich und erzählte nun weiter von meinem Geschäft und daß ich die Absicht hätte, es aufzugeben, weil ich zu meinem Bruder nach Batavia reisen wolle. Da bleiben Sie also nicht lange mehr in Europa? erkundigte er sich. Höchstens noch ein halbes Jahr, sagte ich; denn so war es dawals besimmt. anhert In Grx Gcher. „Ich bin auch Kaumann und bewändert in der Leverbranche, bemerkte er nach einer Weile. Wahrscheinlich werde ich mich in München oder Augsburg etablieren, muß aber erst noch Erkundigungen einziehen, wo ich die meisten Chancen habe. So lange übrigens mein Ohrenleiden anhält— und es hat sich leider wieder versch ytert— kann ich gar nichts unternehmen und würde es vorziehen, ein paar Monate an inem stillen, einsamen Orte in der Nähe der beiden Städte u leben. Wie ist es denn in Haidhausen? Giebt es da einen anständigen Gastho“? Aber freilich die Unruhe kann ch gegenwärtig auch nicht vertragen— da wäre es schon besser, wenn ich in einem Privathaus ein Zimmer oder eine der Generalsekretär Dr. Beumer über den Kulturgerichtspräsidenten Rintelen mit etwa 3000 Stimmen. Centrum etwa 28000 und Liberale 32—33000 Stimmen. Es wurden etwa 2000 ungültige Stimmen abgegeben. □) Für„Flugblätter“ gegen den Brotwucher sind bei der sozialdemokratischen Parteikasse bis jetzt 5295 Mk. eingelaufen. Hatten die Genossen wirklich keine nützlichere Verwendung für ihre überflüssigen Groschen? — Gegen die Papierzölle wendet sich auch die Post. Sie fordert sogar als Antwort auf den Fortbestand des deutschen Papiertarifs die Aufhebung und ist der Ansicht, daß auch die grundsätzlich schutzollfreundlichen Reichstagsabgeordneten in diesem Falle mit der geguerischen Minderheit stimmen müßten, denn es gelte nicht, die nationale Industrie zu schützen, sondern vielmehr die Fundamente eines ungesunden Monopols abzubrechen, das unsere Zeitungsindustrie, das Heer der Zeitungsleser und die gesamte inserierende Geschäftswelt ausbeuten will und dem Auslande Konzessionen macht, für die es sich auf dem heimischen Markte schadlos hält. Die Papierzölle des neuen Entwurfs entsprechen den Wünschen des Fabrikantenrings und geben zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß. Die Landgräfin von Hessen soll auf Schloß Adolfseck bei Fulda am Samstag zur katholischen Kirche übergetreten sein. Wenn sich diese Nachricht bestätigt, so kann es sich hier nur um die verwitwete Landgräfin von Hessen handeln, die Prinzessin Maria Anna Friederike von Preußen. Dieselbe ist eine Tochter des am 21. Jan. 1883 gestorbenen Prinzen Karl, Bruder des+ Kaisers Wilhelm., und wurde geboren zu Berlin am 17. Mai 1836. Sie vermählte sich zu Charlottenburg am 26. Mai 1853 mit dem Landgrafen Friedrich von Hessen, der am 14. Oktober 1884 starb. Daß der Uebertritt einer hochgestellten Dame, die mit dem deutschen Kaiser doppelt verwandt ist, in protestantischen Kreisen schmerzlich empfunden wird, verstehen wir. Auch wir würden es schmerzlich empfinden, wenn das Mitglied eines katholischen Fürstenhauses zum Protestantismus überträte. Man sollte aber doch wenigstens in dem vorliegenden Falle die Ueberzeugung soweit ehren, daß man sich in der Besprechung von Gehässigkeiten und Taktlosigkeiten fernhielte. Gehässig nennen wir es, wenn Voss. Ztg. und Reichsbote fragen, welche „römischen Einflusse“ da gespielt haben möchten, um die Fürstin zum Glaubenswechsel zu bewegen. Gerade ein Protestant sollte doch die freie Ueberzeugung in religiösen Dingen ehren. Gehässig ist es auch, wenn der Reichsb. der Fürstin Abfall von dem höherstehenden Glauben ihrer Väter" vorwirft. Taktlos ist es, wenn die Post hervorhebt, daß die Landgräfin„durch Geburt und ihre Verheiratung zwei Häusern, Preußen und Hessen angehört, die mit der Geschichte der Reformation und des Protestantismus auf das engste verknüpft sind, und wenn sie besonders auf„das bedeutendste Mitglied" des hessischen Gesamthauses, Philipp den„Großmütigen“ hinweist, der„nicht nur einer der eifrigsten Verteidiger der Reformation, sondern auch einer der zielbewußtesten Förderer der Einigkeitsbestrebungen unter den verschiedenen evangelischen Richtungen“ war. An„Philipp den Großmütigen sollte man unseres Erachtens bei dieser Gelegenheit klugerweise nicht gerade erinnern. Großbritannien. Die Kriegskosten werden für England immer enormer. Am Donnerstag bewilligte das Unterhaus mit 214 gegen 53 Stimmen eine Forderung von 6352000 Pfund Sterling= 127 Millionen Mark für militärische Verteidigungszwecke, Kasernen ähnliche Bauten. Im Laufe der Verhandlung über die Kriegsanleihebill führte Hicks Beach aus, er glaube, daß die vom Parlament angewiesene Summen für die Zwecke des Krieges wenigstens bis Januar genügen dürften und vielleicht,„wenn alles gut gehe, auch bis Ende des Finanzjahres. Das Haus nahm sodann mit 191 gegen 56 Stimmen einen Antrag an, welcher die Ermächtigung zur Aufwendung von 6157000 Pfund Sterling für Marine=Bauten enthält. Wenn nun aber„nicht alles gut geht?"— Das Oberhaus Wissen stimmte am Donnerstag der Vorlage betr. Gewährung eine Dotation an Lord Roberts zu.„Thu' Geld in Deiner Beutel, Britanni :] Der Krieg in Südafrika. Durban, 2. Aug. Am 29. Juli nachts wurde vor den britischen Truppen ein Burenlager in Jouberts Farn genommen. Sieben Buren fielen, eine Anzahl Pferde und Rinder wurden erbeutet. Aus Westfalen und Nachbarländern. Tortmund, 2. Aug. Die auch von uns gebrachte Nachricht, das über das Vermögen des Herrn Schulze=Dellwig der Konkurs angemeldet sei, soll sich nach einer Auslassung des Rechtsbeistandes desselben, des Herrn Rechtsanwalt Dr. jur. Wolfes, nicht bewahrheiten, vielmehr soll der augenblickliche Stand der Verhandlungen zu der Hoffnung auf ein gütliches Arrangen berechtigen.— Im vergangenen Jahre hatte der Fabrikant F. C. Ottoin Dortmund 50000 Mk. für die Zwecke der Ausrüstung einer Expedition zur Bekämpfung der Syphilis unter den Eingeborenen der deutschen Südseeinseln gespendet. Nachdem über das Vermögen des Herrn Otto der Konkurs eröffnet worden ist, hat das auswärtige Amt die Zurückzahlung der 50000 M. an die Ottosche Konkursmasse verfügt. Gutem Vernehmen nach war auf Grund dieser Zuwendung Herr Otto bereits für eine bei Gelegenheit der Enthüllung des Kaiser Wilhelm=Denkmals auf Hohensyburg zu erteilende Auszeichnung in Aussicht genommen. Bochum, 2. August. Ueber die Brandkatastrophe wird noch folgendes mitgeteilt: Der Ursprung des gewaltigen Feuers, welches gestern(Donnerstag) ganz Bochum und seine nächste Umgebung in die höchste Aufregung versetzte, soll in dem Harzraum der Christian Leye'schen Theerfabrik zu suchen sein; dort lagerten große Massen Harz; der Besitzer der Fabrik erhielt noch gerade in den letzten sagen einige Waggonladungen dieses so feuergefährlichen Stoffes. Wie dieser in Brand geriet, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden, da zur Zeit des Ausbruches des Feuers anscheinend sich niemand in dem betreffenden Raume befand. In der Stadt hatte man schon die aufsteigende Feuersäule und den sich sofort entwickelnden erstickenden Qualm bemerkt und der Feuerwehr Meldung erstattet, als in den Bureauräumen der Fabrik noch kein Mensch Ahnung von dem hereingebrochenen Unglück hatte. Unter dem Harzraume lagen die Benzinräume, neben demselben der Theerraum und etwas weiter entfernt der kolossale Kessel der Deutsch=Amerikanischen Petroleum=Gesellschaft. Es war von vornherein klar, daß der Harzraum nicht mehr zu retten sei und es lag daher der Feuerfeuer in erster Linie ob, die brennende Theerflut, welche sich immer näher an den Petroleumkessel heranwälzte, abzulenken. Die brennende Theer= masse ergoß sich immer näher auf den Petroleumkessel zu. Da rückten die Feuerwehren— die freiwillige Bochumer Wehr, die neueingerichtete Berufsfeuerwehr und die Wiemelhauser Feuerwehr dem Feuer mit wahren Wasserfluten zu Leibe. Bis 12 Uhr gelang es den vereinten Bemühungen, wenigstens diese Gefahr und damit eine Explosion, die namenloses Unglück bringen mußte, abzuwenden. Unterdessen hatte sich das Feuer an der entgegengesetzten Seite, wo eine große Anzahl Theer= und Benzinfässer lagerten, immer weiter ausgedehnt. Nunmehr richteten die Wehren hauptsächlich ihr Augenmerk auf diese Stelle. Doch bevor man dem Feuer zu Leibe rücken konnte, mußte eine dicke Mauer durchbrochen werden. Von den gefährlichen Fässern waren schon einige fortgeschaft, da flogen gegen 12 Uhr sieben derselben unter einer gewaltigen Detonation in die Luft. Damit schien die letzte Hoffnung, von der Theerfabrik noch etwas zu retten, vernichtet. Eine wahre Panik ergriff die in den nächstgelegenen Häusern wohnenden Familien— unbegreiflicher Weise liegen nämlich die sehr gefährlichen Fabrikanlagen in der Nähe bewohnter Häuser— in der Befürchtung einer noch größeren Benzinexplosion wurden die Häuser geräumt und auch die nächstliegenden Straßen abgesperrt. Gegen ½22 Uhr konnte man die berechtigte hoffnung hegen, das Feuer auf seinen Herd beschränkt zu haben. Die Feuerwehren rückten nunmehr dem Feuer näher zu Leibe. Da erfolgte plötzlich eine erneute Explosion, bei der leider 5 Feuerwehrmänner mehr oder minder schwer verletzt wurden, 2 davon lebensgefährlich. Die letzteren sowie ein Leichtverletzter wurden dem„Bergmannsheil“ überwiesen, ein Leichtverletzter in das evangelische Augusta=Hospital geschafft, während ein anderer Leichtverletzter zu Hause verpflegt wird. Drei der Verletzten gehören der Freiwilligen Feuerwehr an, zwei Leichtverletzte der Berufsfeuerwehr. Der Leiter der Berufsfeuerwehr, Polizeikommissar Aßmann, wurde durch die Explosion zu Boden geschleudert, glücklicherweise aber nur leicht verletzt. Die frühere Nachricht= daß Wehrmänner zu Tode gekommen seien, scheint sich— Gott Wie wir weiter erfahren, enthielt der Kolossalkessel der DeutschAmerikanischen Petroleum=Gesellschaft 2 Millionen Liter Petroleum. Die Brandstätte liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Suo, dessen Verbindungsgleise durch die gewaltige Feuersglut Zickzackform Ferner wird uns noch mitgeteilt, daß die Ursache des Brandes in der Explosion einer Harzdestillationsblase zu suchen ist. Ueber den Umfang der durch den Brand der chemisch=technischen Fabrik Leye Kammer fände. Große Ansprüche mache ich nicht. Sie vielleicht etwas Passendes für mich?“ „Eine hübsche Stube könnte ich Ihnen selbst ablassen, sagte ich, aber wie schon erwähnt, bleibe ich höchstens noch ein halbes Jahr.„Und das gegnügt vollständig. Möglicherweise halte ich mich gar nicht lange in Haidhausen auf,“ erwiderte er,„das hängt gänzlich von meinem Gesundheits. zustand ab". Wir trafen also das Abkommen und der Kaufmann Holzhausen zog bei mir ein. Er ging fast gar nicht an die Luft, weil er sich so leidend fühlte. Es lag ihm indes daran, möglichst viel über die geschäftlichen Verhältnisse in München und namentlich auch in Augsburg zu erfahren. Von letzterer Stadt verschaffte er sich einen Adreßkalender, schrieb eine Menge Namen heraus und bat mich, Erkundigungen einzuziehen. Ich war ihm natürlich sehr gern gefällig. Vieles wußte ich ohnedem und konnte es ihm selbstredend mitteilen.“..2 her S. 9. „Stellte er auch Fragen hinsichtlich der Frau Vorothea Lauterbach?“ forschte Frau Weiß. „Gesprochen haben wir natürlich von ihr. Alle Welt interessierte sich ja damals für den Aufruf. Ja, ich erinnere mich, daß er viel Anteil an der Sache nahm und die alte Dame recht bedauerte, als ich ihm erzälte, daß sie blind sei. Ob sie denn einen großen Bekanntenkreis habe und wer bei ihr aus= und eingehe, wollte er wissen. Wie es heißt, lebt sie in tiefster Zurückgezogenheit, sagte ich und fügte hinzu: Der Sohn wird wohl nicht wieder kommen. Er ist schon lange fort.— Er aber meinte, das könne man nicht so bestimmt behaupten, und es wäre ja immerhin möglich, daß sich irgend ein Angehöriger desselben melde. Mehrmals fragte er, ob ich nichts erfahren hätte, und was man sich denn eigentlich erzähle. Ich erkundigte mich auch eifrig bei meinen Bekannten, hörte aber stets, daß der Aufruf resultatlos geblieben. Endlich stand es sogar in der Zeitung. Ich brachte ihm das betreffende Blatt, und nun schien er auch überzeugt, daß Frau Lauterbach nicht mehr zu hoffen habe. Wir trennten uns dann. Ich hatte keinen Käufer für mein Geschäft gefunden, übergab es einstweilen einem zuverläßlichen Manne und reiste ab. Mein Mieter blieb ebenfalls nicht länger in Haidhausen. Er war uneutschlossen, wohin er sich wenden sollte, sagte mir aber, er ginge fürs erste nach München. In Batavia angelangt, traf ich meinen Bruder schwer krank. Er starb bald darauf, und nachdem die Erbschaftsangelegenheiten geregelt waren, kehrte ich nach Haidhausen zurück und übernahm wieder mein Geschäft. Von dem Kaufmann Holzhausen hörte und sah ich nichts mehr, bis ich ihm vor einigen Wochen in Augsburg begegnete, denn daß er's war, kann ich beschwören.“ „Vielleicht kommen Sie auch noch einmal in die Lage, es zu thun", erwiderte Pauline Abschied nehmend. Was Sie erfahren, bewies ja, daß der Betrüger vorsichtig zu Werke gegangen war und sich in jeder Hinsicht für seine Rolle vorbereitet hatte. Sie fuhr nun wieder nach Augsourg und ging unterwegs eifrig mit sich zu Rate, ob sie von den. Gehörten Anzeige erstatten solle. Als überzeugender Beweis gegen den Betrüger konnte es ja immerhin nicht gelten. Er, ein Meister in verstocktem Leugnen, würde sich schon herauszureden wissen. Annas Zeugnis entbehrte auch jeder Glaubwürdigkeit, weil sie ihre Behauptungen nicht zu verbürgen vermochte. Sie konnte sich höchstens selbst in große Unannehmlichkeiten verwickeln. Jede Möglichkeit energischen Vorgehens schien abgeschnitten. Sie traf ihre Kousine noch in demselben apatischen Zustande, welcher jedoch wich und regem Interesse Platz machte, als sie von dem Resultate der kleinen Reise hörte. 8— Alles das hilft uns nichts, schloß Pauiine ihren Bericht.„Wir wüssen weiter in die Vergangenheit zurückgreifen, um Anhaltspunkte zu finden. Insbesondere wäre festzustellen, wo sich eigentlich die letzte Spur Deines Gatten verlor, wohin er sich nach seiner Ankunft in Europa vesdete(Forlsetzung folgt,) 1. Beiblatt zur„Bielefelder Volkszeitung“,„Beckumer Volkszeitung“,„Glocke“ und .— vo.„Wiedenbrücker Zeitung due ede un A ealaia, aie e sähe Se uantäite de Cestun gelche a er. (Nachdruck verboten.) mo heute die gewerbthätige Vv der, Steye, wo vor achthundert Jahren ein regeres Leben ausbreitet, scheiut svon, naße Hberhof Mark dehnte seine Wiesenebericht zu bodsen, Der., aus, bs zu den Paskte, an welchen Sriuds zrschen. Abse und Lippe, der Ebelsäte budeten, sich verbeide Flüsse, die eine Oreuzschewe as Gebiet des Bistums Mänster eimigten, Denfe)s Zlhse dag der Zsenberger Grasen, die ihrem Bestz und senbeite er.rx, Wienhrsage einen Halt und Ansehen zu verdurch die stoitze burg ooten, Feste, welche sich unmittelbar an der schafen gesucht hatten, eine, hrotzend zum kaum eine halbe Stunde Mündung der Abse erbof hing, schaute. So lange dieser im Besitze senteg von Rübenberg en Machtschwerzugt meiz.rnag er Obten verzen logt fcheintr, friedliches Verhältns gewattet zu Osten und Siden log, scheint eingache an, alsz der Edelhof in den baben; anders aber sah,stch, aperging und diese fortan darnach beisg der Orosnene Eigentum auszudehnen. Freilich hielt sezmächt rachteten, deschaft mit den Isenbergern zurück, doch bald sollte sich on, ve zurick zud nrat eist hewer, eläahe bote ue FAülchtlag ic u. scherz, die Se sdhe ais sche dn den Gnbsoden Heichgernacht wosznr gaif Whalf säite Leras masde Wsche aomn Odatesf Mon.s her ds. 2s. Klr. Verwirung und Herrenlosgkeit und nun nahm Graf zgelf. sigen Vorteil wahr, rüickte von Oberhof Mor, viegeischt vorgebend, es gesette das Gebier der Iheuverzi, schüigen, besen Bischof der Bruder he beg uim es gegen Münster iu aufeseine nahe Verwandtschaft mit des Biörders vor, bonn ub zem. Zahre 1206 zu Köln gerädert wurde, dem, wofüchtichergrafe, er ite derr Graf seine Erungenschaften sich berafend. Imnerhin mn,: Heinrich von Limnburg, der für die bald darauf geog den Herscgh eintrat, verteidigen, was ihm nach Söhne seines Bessen Srveoferner verstand er es, den Bestz, der sich bvg erer Hexhof Mark anschloß, immer mehr zu erweitern und so auszudehnen, daß er sich fortan Graf von der Mark 9. In dem Wirfes,ung ngen cher vor der Zersdbrung ven Megud ier natse odertof maiste Kau. eutanden, denn be hohere bop; er adersedenfals nicht, sonst wäke anlocken, Gropß und befetiggrvor., Pienhrüigge gefallen und kein er genis erwähnt worden. Ais num Abezxgdoiz mit der Befesigung Bidervpruch vu. t günsig zwischen wasserreichen Flüssen lag, gab eines Ortes, der se, Pagg v. z, vielleicht Dienstmangen des zerhm Mauern und Grüben, nohm, eine Sladt ,thom Hamm“. Der sörten Schloses auf und bieß die vteiu,„zu, izm geschlossene Veram 1. Mai 1249 vwiscen, bem Zamm ais Festung zu erhalten. Der trag erlaubte ihm aundrhcktisg,jöschen Deutung unterworfen gewesen, Name derselbez It, einer vieszichhaltig. Einige wollen unter ihm eue oder erschelnt). gnderts eine Miesensäche, die von Wasr venv, beisz vertehen doch s tscheinlich derselbe von„hemmenumgeben ist, verstegen,.,,f wozrsehzry henken kann oder an eine chouteten, wobst zvon uug on„Me zer. Die Zurückführung auf Vorichtung des Hemmens von Woytge, Feg, wie überhaupe die Hemmen entspricht ganz degx. Bedentung vr. Zeitz denn das SperrenRamengebung von ftarten Pläten in sener Venz(rotzenburg) und Eretrertenrang. Pezrenge barghuro), Trooeu— ursache von BurgGerschliebenwosen(Schuyse pon Hamm war im Mitelalter und soäter eindungen..5g dem und van dem Hamme. Die Kirche, deren mäch# Zurm noch heute aus der Mitte der Stadt hervorragt, war chon 1254 sot ,Verechigunsgen, tratk auch zur Kansa, doch bieb i5 stets eine grssiche, Stadt und nahm teil an den Kämpfen dum Boife hgasge de sene VF ase Kelch sane, ie barans, Cäzgse Rese ese echce s, oldenen oerden eintzgeul sceienhe Heice lie Cest elie. schaesten, Sas bontäcde ahs der Feskengs Mtasbeige eschäi, oe g ae Eistangsurtande sagt aus, daeß Gra, Ppell., Waik inr Eine Stiftungstarfungg sagt aus, daß Graf Adolf zu ai se e eace Keoshale blige este, e che alcse Urbs exstructa est, ubi Lod vig eiven aber seagte ihn eien Hinterhalt und nahanl ihn uecht 9 Galten die Grasen in Milnder im Vorden eiten Leiähtrüchen der Stadt Dortmund und im Osten und Süden im Erzbischof von der Stadt, Dormind und im Dden vopzsäadt zue Trogburg besatz, Köln, welcher, optere Iu, Hengratigen konnte, der Stadt Soestuiche en de oud e de Galg berziu zuterstand, Von folchen,gerich, i1 gebgrigzen, die ebenfals, Purto)y, zen zsich die Grosen auf iur jeites igen Widersachern umngeben, bht der Sammel= und Ausgangspunkt Hamm und es wurde bosselve vv, Half, war dasträftige, hochihrer Kriegszüge, Was ihnen vor au. u..., den entwuchs, wahre gewachsene Geschlecht, daß dem würfietg hereitern Im Jahre 1801 Hünengestalten und zum Sosschigopesaßt unter ihrem Hinold von Pletenberg, Vor= Zoetnund, un deu solgen Sin seier Liltge zu. demütigen, denn sie hatten ein Spottgedicht auf ihn gemacht, worin sestes ceschiceheschece c s der Aufführungen an Stelle der Rischen aufhzutp igv.„Sorpeitent so blöszlich abgebrochen hatte. Die wan Die Austehungoo die Zischen eingemauert hatte, sind Postaomente, die wo j, baß die Statnen in den Nischen keine UnteraP Cce s. eovden nven,„treut. Jusizrat:„... und denken Sie sich, Bei ie Bhare eine Statz oder ewr Wondutyerzienrätig, alle dese Pote— Stufenleiter. Ko graphien stellen meinen Gatten dar: Hier sehen Sie ihn dier als Momn und ver zädische Pari hat infolge der vielen Ueber! Zeitgemäße Betrachtungen. Zeitgenöz. gachend urdsan) „Ein Ueber=Lied.“ (Ein Stück modernster Lyrik.) es heißt: Hei let niet liggen of hangen an den Wänden, Hei doet tho den Vogel int Nest griepen, Fraget nit darna, of sie schreien of piepen. Ein Verrader iß hei im Grunde, Ein heilig Engel in dem Muuhe, In seinem Herten steckt idel Schelmerei Sin alde Hovet iß voll Büberei. en une Giod, Haus sHhieg er, Ve., MSpähst. c. Sbszeu 9a. Do. Gashtasg, els sclshelech seien albenscteicete der Lppe, von dier oder„Lhutg, den der wassereiche Fluß bot, zur locte, verbunden wit en, aus vorgeschichtlicher Zeit stammende Anlage von Burgen an;) ober, gnderzwo auf. Die Hoen=, MontenWalringe treten Vier wehr., der Wbesseite von Hamm, während und Bumonnsbuge egen au, Fer hin, zwei mächtige Walberinge nach Oten, nach Dolbers und Venuzapighrofese. Noch läuft die sch erbeben, die Vergehzeben am ufer der Lipe hin, eine Hersraße, Vermischtes. ein ver Zissidorf bei der Aluselung der bebez, Siatsen Die Neuzeit, wie man hört und sieht, Ist recht sezessionistisch, Drum sing ich ich jetzt ein UeberLied, Das ist charakteristisch. Ich hab grad etwas Ueber=Zeit Der lieben Ferien wegen, Da kann ich in Beschaulichkeit Das Thema überlegen. Der Uebermensch von Nietzsche hat Dem„über“ Bahn gebrochen, Nun wird es bis zum„über“satt Besungen und besprochen, Das Wörtchen„über steht in Flor, Erscheint uns etwas wichtig, Dann setzen wir ein„Ueber“ vor, Gleich ist die Sache richtig. Wer Mittel hat im Ueberfluß, Der kann sich vieles bieten; Vor übermäßigem Genuß Muß er indes sich hüten. Es trägt der Mensch den Ueberzieh'r Beim Zeiten=Uebergange, und selbst der Uebermensch, folgt Dem zeitgemäßen Drange. Wohlthätig ist die Uebermacht, Wenn wir sie selbst besitzen, Sie bannt den Feind und überwacht Das Land, um es zu schützen. Und wird sie weise überall Im Dienst des Friedens streben, Dann wird es keinen Ueberfall, Kein Ueberrumpeln geben. Wer stets mit Ueberzeugung spricht, Wird gute Bahnen wandeln, Den Ueberschuß verschmäht man nicht, Das gilt zumeist beim Handeln. Hat einer keine Uebersicht, Dann kommt er nicht vom Flecke, Er leuchtet nicht als Ueberlicht, Er dient bescheid'nem Zwecke. Viel Anklang jüngst gefunden hat Wohlzogens Ueberbrettl, Drum schüf ich gern ein ZeitungsGenannt das Ueberblättel; Doch leider geht dies jetzt nicht gut, Es fehlt an Ueber=Mitteln, Die lassen nicht wie Uebermut Sich aus dem Aermel schütteln. Recht zweifelhaft ist England Im übersee'schen Kriege, Weil man nicht übersehen kann, Ob Hiebe oder Siege; Dochwenn auch überwiegt der Sieg, Die Stimmung wird stets trüber, Old England führt den UeberKrieg, Es kriegt ihn selbst schon über! Zu lange währt was überlang, Und darum will ich lieber Beenden meinen Ueber=Sang, Es ist genug mit„über“; Wer übertreibt, ist überhaupt Der Vorschrift Ueberschreiter, Und solchen Uebergriff erlaubt Sich keinesfalls i Ernst peiter. die Expedition dieser Zeitung ein. Vn ruee Fög. ggrüche! Prima Hemdentuche in allen nur denkbaren Breiten. Bett-Dammaste. Pelzpiqués sowie Croisées zu Négligée-Zweck übertrifft alle Konkurrenz-Produkte, wenige Tropfen geben Suppen und Saucen überraschenden Wohlgeschmack. 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Um in dem Sommer den mancherlei Schädlichkeiten vorzubeugen, genügt es schon, wenn man dem Getränk (Trinkwasser, Soda 2c.) ein kleines Quantum Wurm's Magendoktor (conc. Kräuterlikör) zusetzt. Verlangen Sie gefl. überall „Wurm“, weil viele Nachahmungen existieren. Generalvertreter: Wilh. Heckmann, Gütersloh. Bettfedern garantirt neu und doppelt gereinigt, sehr füllkräftig, das Ofund 50 und 85 pf., Halbdaunen, das Ofund mk..25, .50 und.75, böhm. Rupf, das Ofund Nlf..—, Gänsehalbdaunen mIf..50, Ia.-Sorte, hellweiß,ulf..—,echt chines. Mandarinendaunen das Ofund mi..85, Gänsedaunen inf..50 und.50, anerkannt beste Füllung für Oberbetten. Diele Anerkennungsschreiben. Versandt geg. Nachnahme bei freier Verpackung. Heinrich Weißenberg. Böhmisches Bettfedern=Versandthaus e se schacht. P Prsteide und von gratenn Küchenschränke Kleiderschränke, 2thür., zum Auseinandernehmen. Kleiderschränke, 1thür., zum Auseinandernehmen. Bettladen, 2schläf., mit vollstänständigen Betten. 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Beiblatt zur„Vielefelder Volkszeitung“,„Beckumer Volkszeitung“,„Glocke“ und Nr. 177.— 1901.„Wiedenbrücker Zeitung“. Samstag, 3. August. + Die„Lumber“=Industrie in W- V Gachbudk ucholend Es giebt wenige Industriezweige in den Vereinigten Staaten, wo in den letzten 50 Jahren mehr Geld verdient wurde, oder einzelne Personen schneller reich geworden sind, als in der„Lumber“(Bauholz)= will das englische Wort„Lumber“ beibehalten, da man in Deutschland. Infolge dieser Bauart wird, de uin de Hozsodastie ia Amerie senten zu lernten, misz man 16 Salst euitandier Bicheche lese chsieschechiche Postal berscien., Bezehbetesde, Fchaehasclask lis iase seiche, iun Has aurden Acdacte K de, cz, schäist. en Mlic bersihed, Seis bongaise eige Garai doe Bic, easte die Paumstämme frausnartiert werden. Sobald das erste kglte Wetter die Baumstämme transportiert werden. Sobald das erste kalte Wet wird und meistens mehr wert ist, als das Holz. Eine große Arbeiter von den Städten, die mit Art und Säee agzegeßen herstehen, sowie auch Ansedler oder Farmerwerden nun rgger getzmberCamps gebracht, wo nie zu einem mit dem„rorrntant V. ogargoftgg vereinbarten Lohn— der meistens zwischen 20 Kost variiert— den ganzen Winter arbeiten. Der Lohn wird am ehce c eice hach elsge e e ese ee verschlingen würde. Leider ist es schon häufig vorgekommen, daß gewissenlose Schurken einen Kontrak: Abergehperz, pgs, Hols, schlagen und fortschaffen ließen und mit dem Gelde, verschnagben, ogne den armen Arbeitern einen Cent für ihre fünf bis sechs Monat harte Sowie in Amerika in jedem Geschäfte viel mehr von den Arbeitern verlangt wird wie in Deutschland, so ist es Gat,er igeghge, ellen. Die Arbeit ist eine harte, und es 9eöhrzggl'grag zinker Pull Mann dazu, der die Arbeit im Freien bei 20—30 Grad unter Null Fahrenheit und tiefem Schne thzun kann. Sie bestetzt ausz Pfrischem fach, ist in der Regel gut und nahrhaft. Sie besteht aus frischem und geräuchertem Schweinefleisch, Bohnen, Erbsen, Linsen, Reis, Gerste, Kartoffeln, Kaffee, Thee, Weißbrot usw. An Sonntagen giebt es zur Abwechselung manchmal frisches Rindfleisch oder Wildprett (Hirschfleisch). Die Lebensmittel werden von den großen Städten peBahn dorthin geschafft. Außer den Arbeitern, Vorleuten oder Aufsehern befinden sich mehrere Köche oder Bäcker in den Camps, die 30 Ein Camp besteht in der Regel aus einem oder mehreren großen Log=Häusern, die als Wohn= und Schlafräume benutzt werden, sowie aus einem Loghaus, worin sich die Küche mit ihren großen Koch= und Backöfen befindet; ferner aus einem Office=Gebäude, Stallungen für die Pferde und einem einfachen Keller oder Lagerraum für Eßwaren. Die Dächer sind von Bretter, welche mit Theerpapier überspannt sind. Die Lagerstätten sind sehr einfach. Die Bettstellen bilden rohe Bretter mit Heu oder Stroh darauf. Ein solches Lager ist gewöhnlich,eigen Fuß vom Boden, und ein zweites mehrere Fuß darüber, angebracht. Das Bett, welches aus einigen wollenen oder baumwollenen: besteht, muß der Arbeiter selbst mitbringen. Bier oder Schnaps wird in den Camps nicht erlaubt. Am Sonntag gehen die Leute gewöhnlich nach der nächsten Village und laben sich an einem Glas Bier oder Schnaps und vertreiben sich die Zeit mit Kartenspielen, vorausgesetzt, die fanatischen Temperenzler sind im Town nicht in der Majorität, sonst sind die Wirtschaften am Sonntag— dem einzigen Tag, wo der Arbeiter Zeit hat ein Glas Bier zu trinken— geschlossen. Andere bleiben im Camp und vertreiben sich die Zeit mit Spielen oder Geschichtenerzählen, und diejenigen, die etwas von Jag), verstehen und ein Gewehr haben, durchstreifen den Wald. Die sind besser als ihr Ruf; denn obgleich diese Arbeiter aus verschiedenen Nationen zusammengewürfelt sind, kommen doch selten Verbrechen in Es werden nur die schönsten Radelholzstämme geschlagen oder abgesägt, wobei man einen etwa 2 Fuß hohen Stumpen Die gefällten Bäume werden sofort in„Logs“(die Längen, woraus Bretter geschnitten werden) zerschnitten. Die oberen Teile, die für Logs nicht stark genug sind, sowie alle Aeste und andere Bäume, die durch die Fallenden mit niedergerissen werden, bleiben einfach liegen, da in den Holzrevieren keine Verwendung dafür ist. Nach den Städten kann davon nichts geliefert werden, da die Fracht mehr kostet, als man dafür erhalten würde. Auch ist in Amerika gar kein Markt für derartiges Fichten= oder Tannenholz für FeuerSieht schon ein solcher Schlag oder Hieb, bier„Slastzing“ genannt, einer schrecklichen Verwüstung gleich und für das deutsche Auge empörend aus, so folgt gewöhnlich im Sommer die vollständige Vernichtung der verschont gebliebenen Bäume durch Feuer. Haufen von trockenem Nadelholzreisig im Sommer wie Schwefel brennen, ist natürlich. Ein Funken aus einer Lokomotive oder ein brennendes Streichholz, weggeworfen von einem Jäger, Fischer oder Sommerausflügler, genügt, diesen leicht brennenden Stoff zu entzünden. Leider beschränkt sich das Feuer nicht auf seinen Herd, den„Slashings“, sondern es verwüstet oft große Strecken der schönsten wertvollsten Waldungen, viele, viele Meilen weit. Fast jeden Sommer wüten solche Waldfeuer Wochen, ja Monate lang, in kleinerem oder größerem Umfange, die oft den ganzen Staat in Rauch einhüllen. Da man diese Gefahr kennt, erließ man in Wisconsin ein Gesetz, welches dem Eigentümer zur Pflicht macht, solche Abfälle von Reisig unter Aufsicht selbst zu verbrennen. In vielen Fällen kümmern sich die Herren Holzbarone nicht um Gesetze, besonders nicht, wenn die Ausführung oder Beachtung derselben ihnen Kosten verursacht. Wird das Gesetz ausgeführt, so wird ein Arbeiter, höchstens zwei, bei günstigem Wind in den Wald geschickt, die diese Haufen von Reisig anbrennen. Da aber solche riesige Feuer mehrere Tage brennen, so kommt es oft vor, daß sich der Wind dreht und die angrenzenden Waldungen mit angesteckt werden, was selbstverständlich ein oder zwei Personen nicht vermeiden können. Bis jetzt ließ man die Waldfeuer gewöhnlich ruhig brennen, bis ein gütiger Regen sich erbarmte und sie löschte. Nun hat man im Staate Wisconsin eine Forst=Kommission eingesetzt und Feuer=Wardens ernannt. Da aber diese Beamten oder Angestellten kein Gehalt bekommen, so kümmern sie sich auch wenig um den Wald. Die Feuer=Warden bekommen 2 Dollar per Tag, wenn ein Feuer in ihrem Distrikt ausgebrochen ist und sie thatsächlich beim Löschen im Walde beschäftigt sind. Diese Leute haben also ein materielles Interesse daran, wenn es oft und lange brennt, sonst bekommen sie ja nichts. Bei der letzten Staatslegislatursitzung machte ich den Vörschlag, etwa 30 Staats=Wildhüter anzustellen, die zugleich die Stelle als Feuerwarden mitversehen sollten. Da auch erstere wenig oder ga keine Bezahlung erhielten, so ging mein Vorschlag dahin, daß ein Jäger einen Jagdschein lösen solle, wofür er etwa einen Dollar per Jahr zu zahlen hätte, womit die wild= und Feuer-Warden bezahlt werden sollten. Mein Vorschlag fand großen Beifall, wurde auch Gesetz soweit sich derselbe auf Anstellung und Bezahlung von Warden“(Wildhüter) usw. bezieht. Es ist Aussicht vorhanden, daß auch der andere Teil bei der nächsten Legislatursitzung zur Annahme gelangt. Die Einnahme von Jagscheinen betrug bei der Holzfällern. Die gefällten und einem Fluß gebracht gzd. fohgle, ige„ Frsibjahr#as. Sis. Oehl. demselben nach den Sägemühlen geflößt, oder sie werden bis zum veden boun, den werten Lesern eine Erlktung schaldig u sein. etc.) Holzdiebe nennt, wie ich oben erwähnte. ee) Poihor gehärten die Waldungen den Mark auf 41280 esche Sase ie.e sce e esete e Landwirtschaftliche Erzeugnisse und Handel mit denselben. Getreidehandel.— Der Getreidehandel nahm im Berichtssahre einen Btesgh) grebsgtng, dem-Weltmarkte traten keine Erzur Folge, die jedoch nur für ausländisches Getreide teilweise lebzur Folge, die jedoch nur für ausländisches Getreide teilweise Die deutsche Ernte ist im Algemeinen eine recht gute gewesen, freilich mit nicht gleichem Ausfall in den einzelnen Landesteilen. Im Münsterlande kann die Ernte den besseren Jahren zugezählt Der Ertrag war, was die Menge anbetrifft, sehr befriedigend, die wurde für den Landwirt, weperausgegähen ascehlese scichsese e hlsce e ce e ch sicht auf eine gute Ernte in Rumänien führte aber bald wieder Ausgleich herbei. Eine spekulative Preissteigerung, welche im Juni von Amerika ausging und mit dem schlechten Stand der amerikaniHhrähst mite derindet wurde, wurde von dem ewarbehenfg,sgarte tinischen Weizenernte durch eine große australische Ernte reichlich Früher horten die Waldungen dem Gouverment oder dem Staat; und da die Aufsicht über diese enormen Waldungen eine sehr laxe war, so wurde sehr viel Holz gestohlen und heute geschieht es eoe e eoe adue. u a eu aen e Vor-tsetwa 50 Jahren wurde durch die oebens, se seten, und der vis, Gisetgehung ertassen heiten solte der dem Volke durch eine weise Gesetzgebung erhalten bleiben sollte, fiel diesen Waldräuhern für einen Spottpreis, bei den jetzigen hohen Ein anderes Beispiel: Als der Einfuhrzol das letzte Mal reguv Higsach von aln Seiten darauf hiugewizseg, Mae gen sehr Sut:.„Juigig, weirden, als früher in—6 Jahren. Die Woldungen verwütet worve=grstehen die Preise hoch zu halten und dungen vorhanden sind, daß sich ihr Geschäft lohnend betreiben läßt. s Aus dem Jahresbericht der Handelskammer für den Regierungsbezirk Münster. VIII. Ainischen Weizenernte dalch eine glope unstlalische Ernts=Teichlich beIn Roggen und Hafer war das ganze Jahr hindurch ein reoelpäehiger Geschäftsgang, bei wenisg paßz wpesentliche Lagerbestände port hielt Schritt mit dem Konsum, so daß wesentliche Lagerbestän von Mais on. Die Nachtage war das gage=Zeiz, Aistesch asbernt lebhaft. Da die amerikanischen Läger trotz der vorjährigen außerordentlich reichen Ernte den Ansprüchen der europäischen.#.###un genügen konnten, waren die Preise ständig steigend bis zum Schtusse haschestgn baet a e e e de. ie Sasl eiele e -Sstric uics deor herichnieher Bade Vun der lanshoite beiten und daher im Wettbewerb überlegen sind, verdrängt zu weroen, Fleischwaren. Die Fabrikation von Fleischwaren getestetz Ungebung angekauften Schweine waren von bester Beschafsenheit. w. rde noch möglichst viel Mare zur Verzollung zu bringen, so daß Im Kolonialwarenhandel konnte sich das Geschäft zur ZuGrößere Preisschwankungen traten uuter den zahtreichen “ Der Manufakturwarenhandel wurde durch die starken beinftlaßt, da die Unscherheit öher die Preisbewegung den Detaile handel zu großer Zurückhaltung veranlaßte und den Umsatz sehr Der Kleinhandel dieser beiden Geschäftszweige hatte im AlBanken eine höhere Umsatziffer als im eseschnez, tatistie.— Zur Einkommensteuer waren innerhalb des treibenden stieg um 5,4 pCt., der Steuerbetrag um 6,5 pEt. gegen Gewerhesteuer herangezogenen Betriebe seit 1893/94 von 5467 auf Gewerbesteuer herangezogenen Betriebe seit 1893/9 sasce de beatch, Aalcisie ensite elesche eieie, wurde, noch möglichst viel Ware zur Verzollung zu bringen,„so daß epiadich fütior wochen, Die, Bauhzsltgeit is im Berichschr sprechend it auch der Verzisge haben Hagegen wenig Veränderung erlitten, vielmehr sich ziemlich auf dem hohen Stand### ersten Monaten des neuen Jahres an den oisherigen hohen Steigerung, strmen, deren Leistungssähigkeit alerdings eacheunr ji. L guesr 8l. Glsche chopdischen Leonien Heisenloiset ersche eine Zu9ebonten, Oe veriangt worden. e Ree e ecescheche stilllegen oder einschränken zu müssen, eine gewisse Panik zeitigte. Diese kritische Situation wurde jedoch nach Beilegung der Arbeiterausstände und nachdem auch die englische Zufuhr wieder gewachsen war, bald überwunden. Er. Als in der zweiten Hälfte des Fayres ein Rückschlag in dem Gange der Industrie sich immer allgemeiner zeigte, wurde die Beurteilung der Lage des Kohlenmarktes eine ruhigere, wenn auch bis zum Schlusse des Jahres der Kohlenmarkt noch in einer gewissen Spannung verharrte, so daß noch zu dieser Zeit das westfälische Revier täglich 18000 Wageneinheiten beanspruchte.,..66 1 Gach Die Steinkohlenförderung ist infolge der levhaften Ruchfrage im Berichtsjahre gegen das Vorjahr wieder wesentlich gesteigert Im Königreich Preußen wurden im Jahre 1900 nach vorkäufigen Ermittelungen 101976014 Tonnen Kohlen gefördert gegen 94799499 Tonnen im Jahre 1899, mithin mehr 7,6 pCt. Strontianitbergbau. Der Strontianitbergbau unseres Bezirks beschäftigte durchschnittlich 75 Arbeiter. Gefördert und abgesetzt wurden 831 Tonnen Strontianit=Roherz. Die Nachfrage nach StrontianitRoherz wurde in der zweiten Hälfte des Jahres recht lebhaft und konnte, da sämtliche Vorräte erschöpft waren, zum Teil nicht befriedigt werden. Zwar wurden mehrere stillgelegte Betriebe wieder aufgenommen, konnten aber wegen der längere Zeit erforderlichen Aus= und Vorrichtung nicht mehr in Förderung kommen. Die Preise stiegen von 120—125 Mark auf 130—140 Mark pro Tonne Roherz. Auch die Löhne konnten eine weitere Steigerung erfahren und betrugen pro Mann und Jahr 814 Mark. Die für den Strontianitbergbau sehr hemmende Konkurrenz des künstlichen Strontians hat im Berichtsjahre nachgelassen. Die Fabrikation von künstlichem Strontian in England und in Aussig a. d. Elbe ist eingestellt worden und mit den beiden inländischen Strontianfabriken zu Roßlau a. d. Elbe und Hönningen a. Rh. wurden Verhandlungen wegen Uebereinkunft über einen Minimalverkaufspreis für Strontianit=Karbonat und Roherz eingeleitet. So sind die Aussichten für den Strontianitbergbau wieder bessere geworden, so daß eine Wiederausdehnung des in den letzten Jahren sehr eingeschränkten Betriebes zu erwarten steht. Nach den neueren Aufschlüssen würde das Vorkommen von Strontianit in unserm Bezirk bei einer durchschnittlichen jährlichen Förderung von 2200 Tonnen erst in 100 Jahren abgebaut sein.(Fortsetzung folgt.) :!: Die Post in der Türkei. Von Dr. P. L. Hirz. Schon oft ist die Türkei das Land volkswirtschaftlicher Disharmonien von europäischer Bedeutung gewesen und erst in den letzten Tagen hat sie von neuem den Beweis erbracht, daß sie nach wie vor bereit ist, das zivilisierte westliche Europa mit allerlei Artigkeiten zu überaschen. Der türkische Postkonflikt wird wohl noch in Jedermanns Erinnerung sein, denn selten wohl ist das Abendland in eine nervösere Gemütsverfassung geraten, als in den denkwürdigen Maitagen des laufenden Jahres, da durch ganz Europa die Kunde ging, daß türkische Behörden sich unterfangen hätten, an dem völkerrechtlich bestehenden Gesetz des Briefgeheimnisses zu rütteln. Um dieses Vorgehen der türkischen Postbeyorve in der richtigen Weise zu verstehen, ist es notwendig, sich ein wenig mit den postalischen Verhältnissen der europäischen Türkei bekannt zu machen. Es giebt in der verhältnismäßig doch nur ein kleines geographisches Gebiet einnehmenden europäischen Türkei nicht weniger als 84 fremde Postämter, die sich auf 31 Orte verteilen. Allen fremden Staaten voran geht Oesterreich, das bereits in den dreißiger Jahren eine Postagentur in Konstantinopel errichtet hatte. Namentlich ist es der rege Schiffsverkehr der österreichischen Lloyd, dem alle diese postalischen Einrichtungen in der Türkei und an der kleinasiatischen Küste in erster Linie zu danken sind. Hinter Oesterreich, das 30 Postagenturen in der Türkei besitzt, kommt Rußland mit 19 und Frankreich mit 18 Postämtern. Stellt man diesen Zahlen die Postanstaltszahl von Italien und England gegenüber, die nur je vier Postanstalten besitzen, so muß man sich namentlich über Rußland wundern, das mit einer feinen volkswirtschaftlichen Taktik, sein Netz nach allen Seiten ausspannt und überall und auf jede Weise Fühlung zu gewinnen versucht in Gegenden, die den Grenzen seinen eigenen Riesenreiches benachbart sind. Deutschland hat es gegenwärtig in der Türkei erst auf fünf Postanstalten gebracht. Das erste, in Konstantinopel befindliche deutsche Postamt, ist noch eine Agentur des Norddeutschen Bundes und datiert vom 1. März 1870 her. Deutschland brachte aber nach der Türkei verschiedene Neueinführungen auf dem Gebiete, so das Zeitungspostwesen und die Geldanweisung, die auch bald von den Filialen der anderen Länder acceptiert wurden. Bis dahin wurden anstatt der Postanweisungen die sogenannten„Groups,“ d. h. Beutel mit baarem Gelde, ähnlich den bei uns im Bankverkehr üblichen Geldrollen, die amtlich versiegelt waren, im Gebrauch. Der Postverkehr gestaltet sich in folgender Weise. Auf der bulgarisch=türkischen Grenzstation werden die mit dem Botschaftssiegel verschlossenen Postsäcke von den postalischen Vertretern der einzejnen Staaten in Empfang genommen. Bei Sendungen, die von der Türkei aus nach dem Auslande gehen, übernimmt an der Grenzstation die gut eingerichtete bulgarische Post die weitere Beförderung, die dann gewöhnlich ohne Hemmnisse und Schwierigkeiten von statten geht. Die beste Lösung der postalischen Frage wäre wohl diejenige, die Sendungen per Schiff vor sich gehen zu lassen, so daß bei dem Postverkehr nach Konstantinopel überhaupt gar nicht mehr türkisches Namentlich wäre von deutscher Seit eine etwas rapidere Reform des Postwesens in der Türkei zu befürworten, da sich gerade die deutsch=türkischen Handelsinteressen in letzter Zeit außerordentlich günstig gestaltet haben. Der Statistik nach ist z. B. der Postzeitungsverkehr folgendermaßen gestiegen: 1878: 688 Zeitungen mit 119296 Nummern. 1895: 1339„„ 247913„ 1900: 1500„„ 300000„ Aehnliche Erfolge sind bei den Postanweisungen, vom Briefund Kartenverkehr zu schweigen, erzielt worden. Hier liegen folgende Zahlen vor: 1990 Postanweisungen im Geldwert von 408029 Mk. 1892: Postanweisungen im Geldwert von 589399 Mk. 1900: Postanweisungen im Geldwert von etwa 1000000 Mk. Diese Zahlen dürften am besten für unsere postalischen Interessen in der Türkei sprechen. Der Aufschwung würde entschieden ein viel höherer sein, wenn das türkische Beamtenmaterial besser und zuverlässiger wäre, und namentlich Pünktlichkeit in allen öffentlichen Verkehrsangelegenheiten strenger und genauer eingehalten werden würde. Zieht man in Betracht, daß Eisenbahn= und Telegraphenverkehr (ersterer umfaßte 1895: 1447 Klm. letzterer im ganzen Reiche 32223 Klm.) für türkische Verhältnisse recht ausgedehnt sind, so muß man sich über die jüngsten Vorkommnisse entschieden wundern. Die türkische Post selbst zählte 1891: 1556 Postanstalten und hatte die recht hübsche Einnahme von 4717862 Frks., denen nur eine Ausgabe von 1625261 Frks. gegenüberstand. Eine Erhöhung dieser Einnahmeziffer läge in erster Linie entschieden im eigensten Interesse der Wenn aber in irgend einer Weise Reformen im türkischen Postwesen angestrebt werden sollen, so ist es namentlich die Pflicht der europäischen Handelskreise dahin zu wirken, daß die Türkei nicht nur nicht nominell, sondern auch in der Praxis dem Weltpostverein angehört, d. h. eine strenge Musterung in ihrem Beamtenpersonal vornimmt und vor allen Dingen auf Pünktlichkeit und Genauigkeit nach jeder Richtung hin ein strenges Augenmerk legt. Kleinasien und Syrien, die asiatischen Länder der Türkei, stehen durch den Bau großer Bahnen vor einer neuen wirtschaftlichen Blüte, die jedoch schon im Keime zerstört werden dürfte, wenn die Reformen auf dem postalischen Gebiete nicht sobald als möglich und so gründ9 Die Türkei bringt sich selbst um ein gut Teil Vertrauen, das man ihr, namentlich von deutscher Seite, in letzter einmal entgegengebracht hat. Durch den Verlust dieses Vertrauens und Entgegenkommens, die ihr ein volkswirtschaftliches Rückgrat geben könnten, dürfte auch ihr politisches Rückgrat gebrochen werden, eine Katastrophe, auf die der russische Bär anscheinend schon seit langem lauert. die ganze Erde zestreuten Klienten die Nachricht gelangen ließ, daß im Club privé ungehindert bis zum Winter gespielt werden kann, begannen sich die Hotels langsam, aber sicher zu füllen. zählt ein junges Ehepaar aus Wien zu den die höchsten Einsätze riskierenden Spielern. Während der Gatte, das grüne Nummerntuch mit Hunderten von 20 Franks=Stücken en plein belegt, nimmt seine Frau ebenso gelassen die in 1000 Franks=Piécen zur Auszahlung gelangenden Gewinnste in Empfang; bis zur Stunde ist nämlich das Spielglück dem Ehepaare unheimlich treu geblieben, es gewann von 5 bis 7 Uhr nachmittags 60000 Franks. Freilich können solche Spieler erst dann von einem Gewinne sprechen, wenn sie Ostende bereits den Rücken gekehrt haben. In eingeweihten Kreisen glaubt man, daß das Spielprivilegium für Ostende auch im nächsten Jahre bewilligt werden dürfte, da das von der Kammer votierte Gesetz Vermischtes. — Die Spielbank von Ostende. Während an der Spielbank von Ostende die Roulettekugel lustig über die roten und schwarzen Felder springt, führt man, wie dem Wr. Extrablatt von dort geschrieben wird, in den gesetzgebenden Körperschaften Belgiens anderes Spiel auf. Der Senat hat die Hazardspiele verboten, den Städten Ostende und Spa jedoch das Privilegium der Spielbanken belassen. Die Kammer hat jedoch kürzlich auch diese beiden Privilegien verworfen. Das Spiel ist aus! Der Ruf ging nach der Entscheidung der Kammer über Land und Meer und hätte beinahe die Ostender Saison gefährdet. Als jedoch die Bank an ihre über bewilligt werden dürfte, da das von der Kamme wieder an den Senat zurückgeleitet wird! Der Verfasser hat verschiedene Persönlichkeiten um ihre Meinung befragt, wie die Aufhebung der Spielbank auf die weitere Entwickelung von Ostende wirken werde. Er schreibt sodann:„Ich habe auch ein Mitglied des Spielpublikums interviewt und zwar die Otero, die spanische Tänzerin. Das Gespräch wickelte sich bei einem Trente et quaranteSpiele ab, zwischen Sätzen von je zehn= bis zwanzigtausend Francs, welche die Otero von Minnte zu Minute gewann oder verlor.„Ob ich auch sicher kommen würde, wenn das Spiel aufgehoben wird? Gewiß, denn ich liebe Ostende(der Croupier strich in diesem Momente ihren Einsatz ein) und nicht nur das Spiel. Ach, dieses Spiel! (Sie doublierte den verlorenen Einsatz.) Freilich ist es anregend und die Zeit vergeht so rasch, aber...(Sie hatte jetzt gewonnen und zog die Hälfte des Gewinnes ein.) Wie gesagt, das Spiel ist ja ganz angenehm, und wenn es eben geboten wird, so macht man es mit. (Sie verlor und legte neuen Einsatz auf den Tisch.) Aber man darf nicht glauben, daß ich nur für das Spiel lebe. Im Gegenteile, lebe jetzt nur der dramatischen Kunst.(Sie wandte jetzt dem Spiele gar keine Aufmerksamkeit zu und wurde sehr lebhaft.) Sie staunen? Ja, ich habe mich der Schauspielkunst zugewendet. In Paris bin ich bereits sehr oft in einem Stücke aufgetreten. Ich fühle, daß ich Talent habe. Das hat mir auch wiederholt meine Freundin Helene Odilon geschrieben, wissen Sie, die in Wien die Madame Géne creirt hat." Der Croupier rief jetzt der Otero zu, daß sie zweimal gewonnen habe und ob der Satz stehen bleibe. Sie gab keine Antwort und erzählte eifrig weiter von ihren Erfolgen. Ich bat sie jedoch, den Gewinnst zu beheben, da ich den Vorwurf nicht ertragen könnte, daß ein Gespräch mit mir 40000 Fr. gekostet habe. So bequemte sich denn Madame Otero lachend, diese Summe an sich zu nehmen. Zwei Stunden später sah ich sie noch immer die Tausender auf den Spieltisch werfen. Und die soll wiederkommen, wenn nicht gespielt wird?“ — Theorie und Praxis. In der Frauenversammlung sprach Frautein Stark Worte von Feuer und Worte von Mark. Der Refrain ihrer ganzen Rede war der: „Wir brauchen fürwahr keine Männer mehr!“ Und von jubelndem Beifall, von stürmischem Applaus Der Damen erdröhnte das ganze Haus. Dann drängte man voll noch von Eifer und Lobe, Geschwind nach den Mänteln in die Garderobe, Und schob sich in langer schwatzender Zeile Hinaus in die Nacht mit geduldloser Eile. Dort forschten und suchten und riefen sie dann: „Albert, bist Du da?“—„Wo ist denn mein Mann?“ „Hier, Roderich, hier!"—„Lieber Eduard, gut' Nacht!“ Und manche hat leis sich zur Seite gemacht, Wo im Schatten der Ulmen das huschende Kind Ein Händedruck warm empfangen geschwind. So stapften sie alle vergnügt bald zu Zwei'n Hin über den Platz in die Nacht hinein. Nur die Rednerin stand noch im Portikus Und sah ihnen nach voll Zorn und Verdruß. „Nein“, murrte sie,„das ist doch ein Skandal: „Die Männer fort!“ schreit erst der ganze Saal: Dann laufen sie, kaum bei der Thüre heraus, Alle mitsammen per Mann nach Haus. Nur ich steh' allein da in Nacht und Kält'! Hätt' ich doch auch— meinen Friedrich bestellt!“ — Vom Regen in die Traufe. Gendarm:„Das Baden au dieser Stelle ist bei zwei Mark Strafe verboten, mein Herr!“ Herr „Das ist mir neu; ich bade ja schon seit vier Wochen jeden Tag hier!“ Gendarm schmunzelnd:„Seit vier Wochen? Ei, ei, das macht jo sechzig Mark; kommen Sie mal mit!“ Gutsbesitzer und Landwirte pp., welche zum Herbst d. Is. auf landwirtschaftliche Arbeiter reflektieren, werden hierdurch aufgefordert, durch ihre zuständige Ortsbehörde die etwa zum Herbst d. Is. bei ihnen frei werdenden landwirtschaftlichen Arbeitsstellen bis zum 5. August d. Is. hierher mitzuteilen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß von den im September d. Is. zur Entlassung kommenden Reservisten Nachfragen bezügl. Stellenvermittlung gehalten werden. Nähere Auskunft erteilt die zuständige Ortsbehörde. Bezirks=Kommando Münster. Bekanntmachung. Volksschullehrer und Kandidaten des Volksschulamts, welche ihre Befähigung für das Votksschulamt in vorschriftsmäßiger Prüfung nachgewiesen haben und vom 1. Oktober 1901 ab ihrer aktiven Dienstpflicht genügen wollen, werden hierdurch aufgefordert, sofern sie nicht schon beim Ober=ErsatzGeschäft ausgehoben worden sind, sich umgehend beim unterzeichneten Kommando unter Vorlage eines Geburts= oder Losungsscheines zu melden. Die außerterminliche Musterung wird Anfang August stattfinden. Bielefeld, den 16. Juli 1901. Königl. Bezirks=Kommando. ...„ Lose à 3 Mark hat abzugeben W. Grossegesse, Wiedenbrück. Viehmarkt. Zu vertaufen: Eine junge Ziege. Lelde, Kirchstraße 298. 2 prächtige Mutterkälber bei Stellmachermeister Spilkers, Liesbarn. 10 Stück 6 Wochen alte Ferkel bei J. Meier, Sünninghausen. Festsetzung der für die Gemeinden pp. des Regierungsbezirks Münster maßgebenden Tagelöhne für gewöhnliche Tagearbeiter.] Das in der Gemeinde EnnigerIn Gemäßheit des§ 8 des Krankenversicherungsgesetzes, in der Fassung vom 10. April 1892 wird hiermit nach Anhörung der Gemeindebehörden des Regierungsbezirks Münster der ortsübliche Tagelohn für den Umfang des Regierungsbezirks Münster mit der Maßgabe anderweit nachstehend festgesetzt, daß die neuen Sätze vom 1. Januar 1902 ab angewendet werden müssen und daß dieselben von diesem Zeitpunkte ab den Maßstab bilden, nach welchem bei der Gemeindekrankenversicherung§ 4(a. a..) das Krankengeld(§ 6) und die Versicherungsbeiträge(§ 9) und bei den eingeschriebenen und sonstigen Hülfskassen ohne Beitrittszwang(§ 75), wenn deren Mitglieder von der Gemeindekrankenversicherung und von der Verpflichtung einer nach Maßgabe der Vorschriften des Gesetzes errichteten Krankenkasse mit Ausnahme der Knappschaftskassen beizutreten, befreit sein sollen, das Krankengeld den in den Letreffenden Gemeinden beschäftigten Personen zu gewähren ist für den ganzen Kreis Beckum: für männliche Personen über 16 Jahre= 2,30 Mk. " weibliche " männliche " weibliche Münster, den 16"= 1,55 unter 16„= 1,40„ „ 16„= 1,05„ 4. April 1901. Der Regierungs=Präsident. gez. I. V. v. Briesen. Infolge der vorstehenden anderweiten Festsetzungen wird für die im§ 34 Abs. 2 zu 5 des Invalidenversicherungsgesetzes vom 13. Juli 1899 aufgeführten Personen, also für alle diejenigen Invalidenversicherungspflichtigen des Kreises, welche weder einer Orts=, Betriebs=, Bau=, Innungs= oder Knappschaftskasse angehören, noch zu den in der Land= und Forstwirtschaft beschäftigten Personen rechnen, vom 1. Januar 1902 ab der Jah verdienst für männliche Personen auf 300 X 2,30= 690 Mk. „ weibliche„„ 300 X 1,55= 465„ berechnet und müssen von diesem Zeitpunkte für erstere Marken der Lohnklasse III zu 24 Pfg., für letztere Marken der Lohnklasse 11 zu 20 Pfg. anstatt bisher Marken der Lohnklasse II bezw. I verwendet Die Personen unter 16 Jahren sind nicht invalidenversicherungspflichtig. Beckum, den 29. April 1901. Der Königl. Dr. Bahlmann. Spörgelsamen und Intarnalltec empfiehlt Aug. Franz Pott. Trägereisen empfiehlt Heinr. Linnemann, Ahlen. loh belegene Besitztum des Wirts B. Spetsmann, zur Größe von etwa 30 Morgen, mit großen, in gutem Zustande befindlichen Gebäulichkeiten, zum Betriebe der Schenkwirtschaft verbunden mit Landwirtschaft durchaus geeignet, soll unter günstigen Zahlungsbedingungen unter der Hand verkauft werden, und wollen sich Kaufliebhaber an mich wenden. Ebenso nehme ich Gebote auf den in der Gemeinde Kirchspiel Beckum belegenen Spelsmunn's Kotten, groß 151 Morgen, entgegen. Oelde, den 21. Juli 1901. Der Konkursverwalter: Middendorf, Jusigrat. Ein in Oelde äußerst frequent gtegene Näu Wohnhaus ###1A ist ganz oder zur Hälfte zu mieten. erteile Leide, im August 1901. Kemper, Auft. Garn in allen Preislagen. Frau Richard Spickermann, Lelde, Wilhelmstr. 68. erhielt eine Doppelladung hessischer Wintergerste zur Saat. Bei Verwendung von neuem Saatgut steigern sich die Erträge bekanntlich bedeutend. Ich offeriere hiervon die 200 Pfund zu 15½ Mk. Aug. Franz Pott, Oelde. mit flottem Kundengemahl mit Wohnhaus und 3 Morgen Garten u. Ackerland ist unterhändig zu kaufen. Antritt ev. sofort. Auskunft erteilt Oelde, im August 1901. Kemper, Aukt. Gras=Verkauf! Am Dienstag, den vormittags 10 Uhr, soll das Gras in der alten u. neuen Pötterickswiese, Küstersholland, Boßwiese und in der kleinen Eickenbrokswiese am Hohenkreuz an der Wohnung des Wiesenaufsehers Funko in Abteilungen meistbietend verkauft werden. Vornholz bei Ostenfelde, den 30. Juli 1901. Der Rentmeister: Trömpert. Grus=Verkauf. Am Samstag, den 10. August, nachmittags 4 Uhr, läßt Herr Oekonom Gresshoff zu Keitlinghausen, Kspl. Oelde, cirka 40 Morgen in den Wiesen bei Kirchweg und im Kuhkamp meistbietend gegen Kredit verkaufen. Anfang bei Kirchweg. Oelde, im Juli 1901. Kemper, Aukt. Das in Stromberg belegene, früher Nardenkötter’sche groß 4 Morgen, soll am tag, 6. August, nachmittag3 Uhr, beim Herrn Stanlein auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Oelde, im August 1901. Kemper, Aukt. Haser verkauf! Am nächsten Freitag, den 9. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, läßt der Landwirt Heinr. Steiling zu Rheda, auf dem Wienfelde: 6 Stuce öffentlich meistbietend gegen Kredit verkaufen. Rheda, den 1. August 1901. F. Hark. Handels-Nachrichten. Bericht über thatsächlich erzielte Getreidevreise in der Provinz Westfalen. Preis in Mark pro Dopvelzeutner oder 200 Cfund. Freitag, den 2. August 1901. Kreis Borken Roggen 15,10, Lüdinghausen Weizen 16,50, Roggen 14,00, Beckum Weizen 16,40, Lippstadt Weizen 16,50, Höxter Weizen 16,60, Bielefeld Roggen 15,60. Börsen=Nouerungen nach privaten Ermittelungen. Münster. Weizen 17,00 inl., 19,00 ausl., Roggen 14,60 inl., 1700 ausl., Gerste 16,00 inl., 19,00 ausl., Hafer 15,75 inl., 16,75 ausl. Padervorn.(Amtl.) Weizen 00,00, Korn 15.00, Roggen 14,50, Horimund.(Börse.) Weizen 17.30 inl., 1780 ausl., Roggen 14,50 inl., 15,10 ausl., Gerste 13,00 inl., Hafer 00,00 inl., 15,10 ausl. Essen.(Börse.) Weizen 16,75 inl., 18,00 ausl., Roggen 14,25 inl., 15,50 ausl., Gerste 14,00 inl., Hafer 15,75 ausl. Westfälischandpenet Apenerun un Urub Nr. Nn 4 Lippische Vereinsbank epereih uferun snur dtendeuner Ubunen Ar n. Aner r rn Aktien-Gesellschaft in Bielefeld. Zweigniederlassungen in Herford, Detmold, Lemgo. Vollgezahltes Aktienkapital: 5 Millionen Mark. Annahme von Bareinlagen: ohne Kündigung mit 3.% Zinsvergütung. bei einmonatl.„„ 3½%„ „ dreimonatl.„„ 3¾% Die Verzinsung geschieht vom Tage der Einzahlung bis zum Tage der Abhebung. Konto-Korrent-Verkehr. Eröffnung provisionsfreier Check-Konti.(Zinsverg.%) Diskontierung von Wechseln. Domizilierung von Wechsein an den Kassen der Bank. Ausstellung von Checks und Wechsein auf das Ausland. An- und Verkauf von Wertpapieren. Einlösung von Koupons, Dividendenscheinen, sowie ausgelosten Wertpapieren. Uebernahme von Wertpapieren zur Aufbewahrung und Verwaltung. Auslosungs-Versicherung. Kostenfreie VerlosungsKontrole auf Grund einzureichender Verzeichnisse. Vermietung von Schrankfächern(Safes) in feuer- und diebessicherer Stahlkammer. 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S 8 9 8 S 5 Ss ### Fr S 23 S91en S 675 ärter 124 Fäulnisbakterien im Sommer sehr schnell zersetzend ein und erzeugen höchst gefährliche Gifte, die sogenannte Ptomaine (Wurstgift, Fleischgift). Diese werden auch nicht durch Knochen oder Braten oder andere küchenmäßige Zubereitung zerstört. Am leichtesten werden davon betroffen: Krebse, Hummer, Fische, alle Fleisch=Büchsenkonserven, Sardinen in Oel, usw. Auch Fleischbrühe verdirbt leicht und wird sauer; man soll sie Daher stets an dem Tage verbrauchen, an welchem man sie bereitet. W Im Sommer kommt es bei schlecht versorgtem Freisch oft vor, daß Fliegen ihre Eier auf dasselbe legen, aus denen sich dann sehr schnell die Larven(Maden) entwickeln. Hauptattentäter hierbei sind die stahlblaue Schmeißfliege, die graue Fleischfliege und die Stubenfliege. Auch Pilzchen können sich an der Oberfläche von Fleisch ansetzen, wenn es an feuchten, schlecht gelüfteten Orten(Schränke, Keller) aufbewahrt wird. entsteht dann meist Verschimmelung; bisweilen bilden sich auch rote(„blutendes Fleisch") oder im Dunkeln leuchtende (phosphoreszierende) Flecken, je nach der Art der angesiedelten Mikroorganismen. Ist solches Fleisch gesundheitsschädlich? Das hängt von der sonstigen Beschaffenheit ab. Wenn nicht übler Geruch oder substantielle Veränderungen auf eine Zersetzung und Fäulnis des Fleisches hindeuten, so haben weder Fliegeneier noch jene(Schimmel)=Pilze etwas zu bedeuten. Man schneide einfach die Oberfläche ab. Butter sollte man im Sommer nicht zu reichlich vorrätig halten, zumal wenn man keine kühlen, luftigen Aufbewahrungsräume hat. Wärme befördert in der Butter die Entwicklung von Bakterien und Säuren und läßt so den ekligen ranzigen Geschmack entstehen. Man kann dem nur abhelfen durch wiederholtes tüchtiges Durchtneten in stets erneuertem Salzwasser und zuletzt in Salizylsäurewasser(2 Gr. Salizylsäure auf 1 Liter Wasser). Zum Braten kann ranzige Butter stets noch gebraucht werden. Was macht man nun mit verdorbenen Speiseresten?! Man ißt sie weder selbst, denn das ist lebensgefährlich, noch giebt man sie anderen, denn das ist gemein!„. Was Du nicht willst, daß man Dir thu, Das füg' auch keinem andern zu! Es zeugt von großer Herzlosigkeit, wenn man schlecht gewordene Speisereste, die man zu genießen sich nicht mehr getraut, um nicht sein teures Leben aufs Spiel zu setzen, nun armen Leuten, reisenden Handwerksburschen oder Bettlern giebt. Leider geschieht dies noch bisweilen. Nur fürs Vieh sind solche Nahrungsmittel zu verwerten, in Form des sog. Tranks. Dieser Trank ist bis zur Abholung(z. B. von der Milchfrau) in besonderen, nur dazu bestimmten Eimern aus verzinntem Eisenblech mit festen Deckeln aufzubewahren. Holzeimer verwende man nicht, weil sie leicht den üblen Geruch annehmen, auch faulen und schwer zu reinigen sind. Der Trankeimer darf nie in der Küche oder Speisekammer aufgestellt werden, weil der muffige, faule Geruch und die Fäulnisbakterien sehr rasch auf die frischen, guten Nahrungsmittel übergehen würden. Sein Platz ist im Hof oder höchstens im Keller. Jede Woche muß er gründlich gereinigt werden, was am besten durch Auswaschen mit heißer Sodalösung und wiederholtes Nachspülen mit reinem Wasser geschieht. = Mir ist etwas in's Auge geflogen. Von Dr. H. Werner. (Nachdruck verboten.) Wohl jeder hat schon beim Eisenbahnfahren, bei windigem Wetter oder in staubiger Luft diesen unangenehmen Zufall rlebt. Auch wenn nur ein ganz kleines Stückchen von Kohlen, Holz, Haaren, Asche, Staub oder dergleichen von außen in das Auge fliegt, treten sofort Schmerzen, heftige Lichtschen und Augenlidkrampf ein. Die erste und einzige Hilfe besteht natürlich darin, den Fremdkörper rechzt., zu ensernen, was aber, wenn irgend möglich, geis ein anderer thun soll und nicht der Betroffene selbst, weil dieser das Partikelchen nicht sehen kann und daher stets das ganze Auge unnötigerweise bearbeitet. Der Kranke setzt sich zunächst so, daß das Licht von der Seite, nicht blendend von vorn, einfällt; mit der Hand hält er das andere Auge fest geschlossen, weil er dann das verletzte viel leichter offen halten kann. Der Kopf ruhe womöglich fest auf der Stuhllehne. Zuerst zieht man das untere Lid tief abwärts, worauf der Verletzte nach oben und darauf schnell nach außen blicken soll. Dadurch übersieht man den ganzen unteren und inneren Augenteil. Man verfahre bei diesen und den folgenden Handgriffen zwar geschickt, aber nicht zaghaft; die Lider und äußeren Teile unseres Auges halten mehr aus, als man meist glaubt. Schon vorher hat man in die andere Hand ein reines leinenes Tuch genommen und streift nun mit einem Zipfel desselben den etwa vorhandenen Fremdkörper leicht ab. Hat man ihn aber im unteren Lide nicht erblickt, oder hat der Verletzte gleich angegeben, daß er den Schmerz im oberen Teil des Auges fühlt, so stülpe man das obere Lid um, wobei der Kranke nach unten und dann nach außen sehen soll, den Kopf muß er dabei stark nach hinten gebeugt auf die Stuhllehne legen, während.i der Operation am unteren Augenlide der Kof, an der Stuhllehne anliegend, sich eher ein wenig nach abwärts biegen muß. Der erkannte Fremdkörper wird wie vorhin mit dem Tuchzipfel entfernt. Gelingt die Umstülpung des oberen Lides nicht, so ziehe man es über das untere herab und lasse dann schnell los; nicht selten streifen die Wimpern des unteren Lides denselben ab. Nach glücklicher Entfernung des Eindringlings schwinden meist auch sofort Stechen, Reizung, Schmerz; nur die Lichtscheu hält noch eine Weile an. Jedoch kann man bei Kindern, namentlich wenn das Auge entzündet ist, lieber zur völligen Erholung derselben und zum Schutze gegen Staub und Zugluft einen kalten Umschlag vorbinden. Dauern die heftigen Schmerzen längere Zeit fort, so gehe der Kranke zum Angenarzt, auch wenn man wirklich schon ein Körperchen herausgeholt hat; denn entweder liegt noch mehr im Auge, oder es sind tiefer liegende Teile verletzt. Eile thut dann sehr not. Dasselbe gilt von allen schweren Verwundungen, z. B. mit Glas= oder Eisensplittern, sowie durch ätzende oder heiße Stoffe, wie Kalk(bei Maurern), Säure, kochendes Wasser oder heißes Fett(bei Köchinnen). Vernachlässigt man derartige Augenverletzungen, so können sehr schlimme Folgen, selbst Verlust des Augenlichtes eintreten. Spruch. Das Wasser ist der beste Trank, macht fürwahr Dein Leben lang, kühlt und reiniget Dein Blut Und giebt Dir frischen Lebensmut! Märkteverzeichnis. Monat August. Montag 5. Brilon Krm., Hagen Vm., Nienbog KrVm., DortDienstag 6. Münster Viehm, Minden, Recke KrVm., Lichtenau KrSchaf Hammelmarkt. Mittwoch 7. Meppen, Dortmund Zuchto Faselom. Donnerstag 8. Bottrop, Haltern, Lippstadt Vm. Freitag 9. Mettingen Krlm., Dortmund Schlachtom. Montag 12. Hagen Viehm., Ahaus, Heiden, Dinslaken(2.) Rindy Schwm., Dortmund Schlachtom., Soest VSchaf Hammelm. 1 Dienstag 13. Bielefeld, Buer(Kr. Recklinghausen), Delbrück, Laggenbeck, Werne, Coesfeld, Jöllenbeck, Wiedenbrück VSchafm. Mittwoch 14. Bocholt, Gladbeck, Gronau i. W. Vm. Donnerstag 15. Dorsten, Halle, Paderborn Viehmarkt, Geseke o Freitag 16. Mhaden Vm., Burgsteinfurt Krsornöpfm., Dortmund Schlachtom. Samstag 17. Steinhagen Krum. Montag 19. Wessum Krm., Hagen, Winterberg KrVm., DortDienstag 20. Glandorf, Gütersloh, Lünen, Dülmen, Rheine. Aerantmorticher Redaktem: F. Anippschid, Jede.— Drnuck und Verlag, E. Helterdart, Jade. S# SOSASRG i Azag SS##ng S SEgag SF3TDST zur Bielefelder Volkszeitung, Beckumer Volkszeitung, Glocke und Wiedenbrücker Zeitung. Nr. 31. Samstag, 3. August. 1901. Lanbrrittsch. Eichzucht. □ Zur Futterfrage. Von Direktor Armbrustmacher, Stromberg. Bei den Grasverkäufen in diesem Jahre hat gezeigt, daß das Futter knapp vorhanden ist, da die Preise allenthalben erheblich höher waren, wie früher. In der That sehen die Weiden und Futterfelder durchweg verödet aus. Das Vieh findet auf vielen Weiden gar kein Futter oder doch nicht seinen Bedarf. Und da auch der zweite Schnitt der Futterfelder kärglich ausfällt, so füttert man schon jetzt von dem Heuvorrat des ersten Schnittes. Im nächsten Winter steht daher wahrscheinlich sehr viel weniger Heu zur Verfügung, wie in früheren Jahren. Es erscheint aus diesem Grunde zweckmäßig, daß der Landwirt frühzeitig Umschau hält, wie er sich gegen Futternot am besten schützt. Zunächst erscheint die Lage noch nicht bedenklich. Wenn das Getreide, namentlich auch Hafer und Gerste, gut hereinkommt, so kann, bei der guten Qualität des Heues, ohne Nachteil mehr Stroh verfüttert werden. Allerdings wird man dann in vielen Wirtschaften daran sparen oder Ersatz dafür schaffen müssen. Auch kann ein ergiebiger Regen in der nächsten Zeit noch sehr viel zur Vermehrung des Sommer= und Herbstfutters beitragen. Die Weiden würden dann wieder genügend Futter liefern und die Hackfrüchte könnten sich gut entwickeln. Es könnten auch noch Neusaaten zur Gewinnung von Herbstfutter stattfinden. Dadurch würde das Heu mehr für den Winter erhalten werden.„„ m520 Tritt aber in nächster Zeit rein Regen ein, oann wird die Lage schlimmer. Es fragt sich nun, wie man sich einzurichten hat, um möglichst gut aus der schwierigen Lage zu kommen und genügend Futter für den Winter zu gewinnen. Hierbei werden zweierlei Verfahren einzuschlagen sein: 1. Sparen mit dem gewonnenen Futter, 2. Beschaffung neuer Futterquellen auf dem Felde, soweit dies möglich ist. ad 1. In Jahren mit reichlichen Futtervorräten wird meistens flott damit gewirtschaftet. Es kommt den Landwirten nicht so darauf an, ob ein Teil derselben zertreten wird und direkt in den Dünger gelangt. In diesem Jahre muß man frühzeitig dieses zu verhindern suchen. Das Vieh zieht häufig das lang vorgelegte Heu oder Grünfutter aus den Raufen oder Futtergängen und wirft es zum Teil seitwärts über den Körper, um sich die Fliegen vom Leibe zu verscheuchen. Dadurch geht ein Teil des Futters verloren. Man beugt diesem Uebelstand am besten dadurch vor, daß Häcksel geschnitten wird. Wo die Heuvorräte gering sind, kann das vorhandene Grünfutter dabei mit Stroh oder Heu oder Heu und Stroh vermischt werden. Wahrscheinlich wird in letzterem Falle bei guten Milchkühen auch eine Verabreichung von Mehl bald erforderlich werden. Doch enthält das in diesem trockenen Jahre gewachsene Futter sehr viel Nährstoffe und füttert daher gut. Wo das Häckselschneiden aus irgend einem Grunde nicht gut möglich ist, muß der Verschleuderung des Futters dadurch vorgebeugt werden, daß stets nur mäßige Gaben dem Vieh vorgelegt werden. Stanein au ad 2. Die Beschaffung von neuen Futkerqueuen auf dem Felde kann bezwecken eine Futtergewinnung im Herbst oder früh im nächsten Frühjahr. Als Herbstfutterpflanzen kommen in Betracht: Herbstrüben, Wickengemenge, weißer Senf, Mais und dazu für leichten Boden: Spörgel oder Mischfutter von Senf und Buchweizen. Man rechnet vom reinen Seuf auf den Morgen 10 Pfd. Saatgut, im Gemisch 20 Pfd. Buchweizen, 7 Pfd. Senf. Es wird hierzu gut gepflügt, mit der Egge das Land geebnet und das Saatgut eingedrillt oder breitwürfig gesäet und mit der Egge untergebracht. Dungkräftiges Land ist hierzu erwünscht, andernfalls ist Jauchezufuhr oder Düngung mit 1 Ctr. Ammoniaksuperphosphat sehr erwünscht. Diese Saat liefert in acht Wochen einen Schnitt. Dieses Futter muß vor der Blüte oder mit beginnender Blüte verfüttert werden, am besten derart, daß etwas Stroh dazwischen geschnitten wird. Sehr empfehlen möchten wir noch den Mais. Er wächst rasch, wird sehr gern gefressen und ist ein gutes Milchfutter. Die Vorbereitung des Bodens geschieht wie zum Senf. Auch bezüglich der Düngung stellt er ähnliche Ansprüche. Der Mais wird am besten gedrillt. Was die Futtersaaten für das zeitige Frühjahr anbelangt, so kommt neben Futterroggen hauptsächlich Inkarnatklee entweder rein oder im Gemisch mit italienischem Raygras in Betracht. Zottige Wicke mit Johannisroggen stellt sich für diejenigen, welche sie kaufen sollen, zu teuer,(1 Pfund 42 Mk.). Nach der Unterbringung des Samens, wozu das Land auch gepflügt werden sollte, muß ordentlich gewalzt werden, weil er festen Boden liebt. Mangelhafte Rotklee= oder Kleegrassaaten erhalten bei einjähriger Dauer zweckmäßig ein Gemisch von Inkarnatklee, Hopfenklee, schwedischem Klee, vielleicht auch etwas Rotklee mit italienischem Raygras, welches unterzueggen und anzuwalzen ist. Bei mehrjähriger Dauer der Anlage ist dasselbe Gemisch empfehlenswert und Weglassung des Inkarnatklees und unter Zusatz der sonst gebräuch hen Grasarten. + Die Futterwicke und die Die Futterwicke kann als Sommerwicke bezw. als Stoppelfrucht zur Herbstnutzung gesäet werden. Sie bildet eine vorzügliche Vorfrucht für Hackfrüchte, besonders für Kartoffeln, da sie das Feld in einem mürben, ziemlich feuchten, unkrautfreien und als Stickstoffsammlerin in nährstoffreichem Zustand hinterläßt. Ueberhaupt gedeihen nach Wicken alle Pflanzen. Eine angemessene Düngung mit Phosphorsäure und Kali ist für ein gutes Gedeihen der Wicke notwendig. Sobald das Getreide eingeheimst ist, werden die Stoppeln mit dem Pfluge gestürzt. Die Dreischarpflüge leisten zu diesem Zwecke vorzügliche Arbeit. Das Stürzen der Stoppeln muß jedoch sofort geschehen, bevor der Boden ausgetrocknet ist, man muß thalsächlich den„Pflug an den Erntewagen hängen". Nach dem Pflügen folgt die Saat des Düngers, welcher sofort eingeeggt wird, und dann die Saat der Wicken. Nach der Saat der Wicken muß die Oberfläche durch starkes geebnet werden, um späterhin das Abmähen der Grünwicken zu erleichtern. Das Walzen verfolgt noch den ferneren Zweck, die Kapillarität— d. h. das Emporsteigen des Wassers aus den unteren Bodenschichten an die Oberfläche— zu erhöhen, damit die zum Keimen sehr viel Wasser notwendig habenden Wickensamen eher quellen und keimen. Hat man sehr große Flächen anzusäen, so wird man zweckmäßig die Saat in zwei Zeitabständen von je—10 Tagen ausführen, um stets junges Grünfutter zur Verfügung zu haben. Die Pflege der 122 Wicken bezieht sich auf das Brechen der Kruste, falls durch einen Platzregen sich eine solche gebildet hat, bevor die Wicken vollständig aufgegangen sind; dasselbe kann durch Aufeggen oder Ringelwalzen geschehen. Auch bei starkem Auftreten von Unkraut kann das Aufeggen von Nutzen sein. Da die Wicke als Rankelpflanze keinen festen Stengel besitzt, so muß sie vor dem Niederliegen geschnitten werden, weil sonst die unteren Partien der Pflanzen gelb und vom Vieh deshalb nicht mehr gern gefressen werden. Die Wicke liefert große Quantitäten eines guten Futters für Milchvieh. Die Zottelwicke ist eine Winterwicke und widersteht der Winterkälte ausgezeichnet. Die Pflanze mit 0,80—1,40 Meter hohen Stengel ist zottig oder spärlich behaart. Inbezug auf den Boden macht die zottige Wicke sehr geringe Ansprüche und bevorzugt mehr die leichteren, trockneren Bodenarten, hat jedoch ein großes Bedürfnis an Kalk. Die Zottelwicke läßt sich behufs Erzielung von frühem Grünfutter im Herbst im Gemenge mit Winterroggen anbauen. Man erhält dadurch ein sehr frühes und reichliches Grünfutter, welches zwei gute Schnitte liefert. Bedingung ist allerdings eine zeitige Aussaat, möglichst schon anfangs September und selbst noch früher. Die Sandwicke ist jedenfalls eine Pflanze, welche die vollste Beachtung der Landwirte, welche mit leichtem Boden gesegnet sind, verdient und welche wohl geeignet ist, die auf diesen Bodenarten herrschende Futternot zu beseitigen. □ Keimproben. Auf das Aussehen der Samen kann man sich durchaus nicht verlassen, wenn man sich über ihre Keimfähigkeit vergewissern will; der unansehnliche Samen ist zuweilen viel besser als der prächtig aussehende. Wenn der Landwirt bei der selbstgezogenen Saatfrucht glaubt, aus dem Verlauf der Saat, des Wachstums überhaupt und der Ernte schließen zu können, ob und wie seine Frucht zur Saat sich eigne, es sei deshalb die umständliche Keimprobe nicht nötig, so ist demgegenüber zu bemerken, daß man sich auch hierin täuschen kann und dies dann zum großen Nachteil der ganzen Ernte. Eine Keimproben=Abweichung von—8 pCt. desselben Saatguts auf demselben Boden ist ganz gewöhnlich. Die Keimprobe macht aber die Entscheidung darüber, was und wieviel man aussäen muß, wesentlich leichter und ermöglicht, nur preiswürdige Ware zu kaufen, verhindert aber unnötige Geldausgaben. Notwendig ist aber, die Keimprobe früh genug vor der Aussaat auszuführen, um bei der Entscheidung noch nach allen Seiten freie Hand zu haben. Sodann soll man nicht etwa nur die Keimfähigkeit der Kleesaat rc. prüfen, sondern selbstverständlich ebenfalls diejenige des Getreides, der Hülsenfrüchte usw. Die Keimprobe wird in der Weise ausgeführt, daß man 100 Körner des betreffenden Saatguts abzählt, sie auf einen Teller zwischen mäßig feucht gehaltene Lappen oder Lagen von Fließpapier oder noch besser in feucht gehaltenen Sand legt und den Teller dann an einen warmen Ort stellt. In—5 Tagen keimen die Körner, soweit sie gut sind; die keimenden Körner werden nun täglich entfernt, ihre Zahl notiert und addiert. Man hat auch besondere Keimapparate konstruiert; das vorstehend beschriebene Verfahren genügt aber vollkommen, sodaß dem Landwirt durch die Keimproben besondere Kosten nicht erwachsen; letzteres ist ein Grund mehr, die Proben nun auch wirklich vorzunehmen. = Wie oft soll gemolken werden? Bei zweimaligem Melken am Tage erhält man bekanntlich zur Zeit mehr, aber eine fettärmere Milch, bei dreimaligem Melken zur Zeit weniger, auf 1 Tag aber mehr und eine fettreichere Milch. Ja der dänische Meiereibesitzer Hegelund will angeblich sogar, wie die„Deutsche Milchwirtschaftliche Zeitung" berichtet, Kühe, die nach dem Kalben wenig Milch gaben, dadurch zu befriedigendem Ertrage gebracht haben, daß er sie während längerer Zeit(bis 3 Wochen) täglich 7 bis 8 mal melken ließ. Eine Kuh, die z. B. 3 Wochen nach dem Kalben bloß 3½2 Kilo Milch pro Tag gab, soll bei dem genannten Verfahren auf das tägliche Milchquantum von—10 Kilo gebracht worden sein. Ob es nun vorteilhafter ist, 2 oder 3 mal täglich zu melken, hängt von den besonderen wirtschaftlichen Verhältnissen ab; jedenfalls müssen aber dieselben Zwischenzeiten immer von gleichmäßiger Länge eingehalten werden, denn die Kuh ist zu allermeist Gewohnheitstier, und ihre Milchproduktion will eine gleichmäßige sein. Es sollte auch jedesmal dieselbe Person dieselbe Kuh in derselben Reihenfolge melken. Wenn das Melken zu spät beginnt, wird der Kuh unbehaglich, und die Spannung des Euters verursucht ihr Schmerz— beides aber hat eine Verminderung der Milch zur Folge. Soll eine Kuh nicht weiter gemolken werden, so ist es das beste, weniger oft zu melken, einmal am Tage, jeden dritten Tag und noch seltener, bis die Kuh so wenig Milch giebt, daß man mit dem Melken ganz aufhören kann. Also der Gewöhnung muß auch hier Rechnung getragen werden. Vor allen Dingen achte man aber darauf,— ob nun 2 oder 3 mal am Tage gemolken wird—, daß jedesmal ein reines Ausmelken stattfindet, weil sowohl die letzte im Euter enthaltene Milch die fettreichste ist, als auch der Milchertrag an sich durch Nichtreinausmelken vermindert, wie die Milchsekretion überhaupt geschädigt wird. Für Haus und Garten. = Der Obstgarten. Im Obstgarten sollte man alle frischgepfropften Bäume durchmustern und alle Wasserschosse, die nicht 10—15 cm. von der Pfropfstelle entfernt sind, wegschneiden. Damit erreicht man ein viel besseres und kräftigeres Wachsium der Edelreiser; es reifen dieselben besser aus und werden so widerstandsfähiger gegen die Winterkälte.— Bäume, welche sehr stark treiben und aus diesem Grunde keine Früchte ansetzen, sind jetzt zu beschneiden, und zwar ziemlich kurz, sie werden dadurch geschwächt und zum Fruchtansatz genötigt. Selbstverständlich fällt im Herbste, resp. Frühjahre das Beschneiden solcher Bäume weg.— Die Spalier= und Formobstbäume werden pinciert, wodurch eine reichliche Bildung von Fruchttrieben und ein leichterer Frühjahrsschnitt erzielt wird. Aus dem Wurzelhals der Bäume ausschlagende wilde Triebe werden am besten um diese Zeit, durch öfters wiederholtes tiefes Abhacken, zurückgehalten.— In der Baumschule sind die Verbände an den Frühjahrsveredlungen zu entfernen. Sog. Räuber(Wurzeltriebe, welche aus dem Wurzelhals oft in Menge hervorkommen) und bleistiftdicke Verstärkungstriebe sind an ihrer Entstehungsstelle zu entfernen, schwächere Verstärkungstriebe müssen, falls sie Spannlänge erreicht haben, pinciert werden.— Die Bäumchen sind fleißig mit Kupfervitriol zu bespritzen. Ferner sind sie bezüglich ihres Wuchses gut nachzusehen, um krummwachsende, bereits veredelte Bäumchen durch Binden an kleine Pfähle rechtzeitig gerade richten zu können. Der Boden muß stets frei von Unkraut und von Verkrustung gehalten werden.— Die Saatbeete sollte man jetzt entsprechend vorbereiten, um den von den Kirschen, Aprikosen und Frühpfirsichen gewonnenen Samen, sofort nach dessen Gewinnung aufnehmen zu können. Die Entfernung der Reihen beträgt 20 cm. und die des Samens in der Reihe ca. Handbreite. Die Tiefe ist abhängig von der Samengröße. Die Saatbeete müssen stets feucht gehalten werden und sind zum Ersparen des Gießens mit verrottetem Dünger, Spreu, Moos und dgl. zu bedecken. □ Reinhefe zur Bereitung von Obstweinen. Zur Herstellung eines guten Obstweines ist die Benutzung von Reinhefe unbedingt erforderlich. Insbesondere erzielt man dadurch folgende Vorteile: 1. Die Vergärung geht schneller vor sich und wird infolgedessen auch früher beendet, d. h. die Weine sind eher fertig. 2. Die Weine klären sich besser und schneller und sind dadurch viele Unannehmlichkeiten vermieden, welche bei den oft lange trübbleibenden Obst= und Beerenweinen sich einstellen. 3. Die mit Reinhefe vergorenen Obst= und Beerenweine sind haltbarer. d. b. sie sind KrankEEDE 123 heiten, Rahmigwerden, Essigstich usw. nicht so leicht ausgesetzt. 4. Solche reingegorene Weine sind nicht nur reiner, sondern auch besser im Geschmack, da eben die reinen Weinhefen bei ihrer Thätigkeit in den Obst= und Beerensäften angenehme, direkt an Traubenwein erinnernde, Geruch= und Geschmackstoffe erzeugen und den betreffeuden Weinen mitteilen. 5. Derartige Obst= und Beerenweine werden von der Praxis daher ganz allgemein als im Geruch und Geschmack„traubenähnlich“ erkannt und bezeichnet. 6. Die Art und Weise der Anwendung von reinen Weinhefen bei der Obst= u. Beerenweinbereitung ist eine außerordentlich einfache, sodaß jedermann in der Lage ist, sich die großen Vorteile, welche die Reinhefen bieten, für seine Obst= und Beerenweine zu nutze zu machen. Wegen Bezugs der erwähnten Reinhefe wende man sich an die Hefereinzucht=Station der Königlichen Lehranstalt Geisenheim a. Rh., von welcher das Fläschchen Reinhefe zum Preis von 5., ausschließlich Porto und Verpackung(etwa 1.) abgegeben wird. Der Sendung liegt eine gedruckte Anweisung über die Verwendung der Reinhefe bei der Beerenweinbereitung von dem Dirigenten der Station Prof. Dr. Wortmann, bei. Ist dem einzelnen der Bezug der Reinhefe zu teuer, so empfiehlt sich gemeinsamer Bezug seitens der Vereine usw. Man kann die Hefe weiterzüchten und davon abgeben. — Erdöl zum Wegeban. Der Gebrauch von Petroleum zur Staubverhütung auf Bahngleisen ist in Nordamerika schon länger üblich. In letzter Zeit ist man nun dort auch dazu übergegangen, das Erdöl beim Wegebau zu verwenden. Im letztjährigen Band von„Maryland Geologikal Survey“ erörtert Arthur NewhalJohnson die Anlage und Instandhaltung der Verkehrswege und erwähnt dabei auch die Erfolge, die man mit der Anwendung des Petroleums beim Wegebau erzielt hat. Petroleumbegießung ist besonders angebracht, wenn bereits eine Staubschicht zum Binden vorhanden ist und zwar muß die ganze Staubschicht mit Oel durchtränkt werden. Für Macadamwege hat es sich bewährt, eine Mischung von hwerem Rohöl und Erdpech, in parallelem, etwa 15 Ctm. von einander entfernten Streifen in hinreichender Menge über die Wegfläche zu gießen, die Staubmasse kräftig durchzuharken, mi. Wasser zu besprengen und glatt zu walzen. Bei einer ungefähr 12 Millimeter hohen Staublage genügen zur Bearbeitung von 10 Ar Wegfläche rund 35 Liter Erdöl. Der so gewonnene Weg ist glatt, staubfrei, bietet dem Auge mit seiner dunklen Farbe einen wohlthuenden Anblick und läßt bei einer hinreichenden Wölbung das Wasser abfließen. Zudem ist er haltbarer, da die Niederschläge nicht in ihn eindringen und ihn lockern können.— Auch für Straßenpflaster wird Oelaufguß gelobt, weil er den lockeren Staub in den Fugen festhält und die Steine dadurch vor dem Losewerden schützt. □ Legenot der Hühner. Es kommt nicht selten vor, daß ein Huhn ein Ei nicht legen kann, entweder, weil das Ei zu groß ist, oder quer im Hohlraum des Eierleiters liegt, oder weil die Schleimhant des letztgenannten Körperteils entzündet und geschwollen ist. Als das beste Mittel gegen Legenot führt Dr. Baldamus mit Recht an, den Patienten heißen Wasserdämpfen auszusetzen. Ein sog. Durchschlag wird in einen mit heißem, dampfenden Wasser zur Hälfte gefüllten Topf gehängt, sodaß der Boden des Durchschlages noch einige Centimeter von dem heißen Wasser entfernt bleibt; über denselben wird ganz locker ein ziemlich engmaschiges Netz gespannt, das bis nahe an den Boden des Durchschlages hinabgedrückt wird, und darüber wieder ein ähnliches straff angezogen. Zwischen beide Netze wird der Patient gesetzt, der Topfrand und das Nest bis auf eine kleine Oeffnung, welche jene' zum Atmen braucht und aufsucht, mit einem Tuche bedeckt, und so der Vogel sich selbst überlassen. Wird das Ei bis abends nicht gelegi, so wird der Topf in eine nicht zu warme Ofenröhre auf den Ofen oder sonst wo warm gestellt, und mit sehr seltenen Ausnahmen ist der halbtot eingesetzte Vogel am Morgen frisch und munter, während das gelegte Ei unverletzt auf dem Boden des Durchschlages sich befindet. Der verstorbene Professor Zürn empfahl Einströmenlassen lauer Wasserdämpfe in den After und Eierleiter, oder Einhüllen der an Legenot leidenden Hühner in stark erwärmte, wollene Tücher, besonders ein Erwärmen des Unterleibes soll zuweilen schon genügen. Außerdem sind die Tiere einige Zeit an einem warmen Orte unterzubringen. In hartnäckigen Fällen findet folgendes Verfahren Anwendung: Man legt das Huhn auf den Rücken, wo es von einem Gehülfen festgehalten wird, ölt und fettet den Legedarm mit dem Finger gut ein und versucht durch Schieben und Drücken von außen das Ei herauszupressen. Ist das Ei in einer in die Eileiterschleimhaut gedrückten Vertiefung festgeklemmt, aber von außen sichtbar, so schiebt man eine lange, reine Haarnadel dicht über und unter dem Ei mit den Schlingenrändern nach aufwärts in den Eileiter und versucht durch vorsichtiges Drücken das Ei über diese Schlitten ans Tageslicht zu fördern. §is§ Ameisen und Blattläuse. Ein Gartenbesitzer bat uns gelegentlich um ein Mittel gegen Ameisen und Blattläuse. Dazu ist zunächst zu bemerken, daß die Ameisen eine sekundäre Erscheinung sind. Wo Blattläuse sind, da stellen sich gewöhnlich auch die Ameisen ein. Die Blattläuse geben einen süßlichen Saft von sich, welcher den Ameisen eine Delikatesse ist. Wo sich auf Bäumen Blattläuse in Massen finden, sind unter solchen Bäumen die Pflanzen oft ganz wie mit dickem Zuckerwasser überzogen, sodaß viele die unrichtige Aisicht haben, es handle sich um Honigtau. Es sind jedoch Ausschwitzungen der Blattläuse, oder sagen wir Exkremente. Das einfachste und wirksamste Mittel, die Blattläuse zu vertilgen, ist Tabakabsud mit Schmierseife. In 20 Liter Wasser werden 250 Gramm Rauchtabak gekocht und 250 Gramm Schmierseife beigemischt. Mit dieser Brühe werden die Bäume zwei= bis dreimal stark überspritzt. Alle Läuse sind dem Tode verfallen; die Ameisen suchen das Weite. Nach einigen Regentagen verschwinden die Blattläuse oft ganz. Nasse Witterung sagt ihnen gar nicht zu. Die ärgsten Vertilger der Blattläuse sind die Marienkäferchen. Sie setzen ihre Brut oft mitten unter den Blattläusen an, und die jungen Tierchen puppen sich daselbst ein. Man schone diese möglichst. Gesundheitspflege. X Giftige Speisereste im Sommer. Von Dr. Hans Fröhlich. Wie wenig haltbar die meisten Speisen im Sommer sich erweisen, davon wissen die Hausfrauen ein Klagelied zu singen. Ein einziger heißer Tag genügt oft, um Gärung und Fäulnis hervorzurufen. Besonders rasch verderben alle mit Fleisch, Milch oder Eiern bereitete Speisen, sowie nur wenig gewürzte. Deshalb sollen derartige Reste, die vom Mittag übrig geblieben sind, noch am Abend desselben Tages verzehrt werden. Bis zum Verbrauch hebe man sie in vorzellanen oder irdenen Geschirren auf, aber nie in solchen von Metall. Je enger das Gefäß oben ist, um so besser; denn je größer die Oberfläche der Speise, desto größer auch die Fläche zur Ansiedelung von Fäulnispilzen. Schon wegen der Bestaubung und Austrocknung der Reste sollte man die Gefäße stets zudecken. Der Aufbewahrungsort sei kühl und recht luftig, nicht feucht oder sonnig. Speisereste, die verdächtig aussehen oder gar übeln Geruch haben,— wenn auch nur eine ganz geringe Spur davon,— sind sofort zu vernichten. Lieber nichts essen al Gift essen! In der That bilden sich bei der Zersetzung der Nahrungsmittel Gifte, welche nicht nur bedenkliche Verdauungsstörungen und schwere Erkrankungen, sondern sogar den Tod verursachen können. Namentlich auf Fleischspeisen wirken Vo. v ain der ge perbeigstuzeist: Die Harzproduktenabteilung val ue der Frma ungeuge. a durch den Brand gelitten; ein erheblicher Bestand an Noyprodukten ist Hutsburg, 1. Aug, Dieinteressanteste Wahlversammlung der ganzen Wahlkampagne war unstreitig die, welche am Juli, in der„Schützenburg“ hierselbst tagte. Da Vienstog, e klar hervorgeht, wer von den beiden Parteien eigentlich vor den Sozialdemokraten Verbeugungen gemacht hat, sei hier der Bericht der„Rhein= und Ruhrztg.“— wohlgemerkt eines nationalliberalen Blattes— über dieselbe wiedergegeben. In dieser Versammlung, welche unter dem Vorsiße des Frabrikbesitzers Richard tagte, sprach zunächst der Professor am altkatholischtheologischen Seminar in Bonn Dr. Goetz= Bonn über die Frage: Kann ein Sozialdemokrat ultramontan wählen?“ welche Frage er natürlich, in die Seele der Sozialdemokratie sich hineindenkend, verneinte, da der„Klerikalismus“ eine„Kultur der Knechtschaft“ sei. Dann kam der Redakteur Düwell(mit dessen Person und litterarischer Thätigkeit wir uns demnächst noch näher beschäftigen werden), von „Weckruf", dem sozialdemokratischen Organ der Wahlkren# Ess# der Großindustrie, denen„das eigene Taschengeld“ die Hauptsache sei; aber die Hauptsache des Redners, das, worauf es in der Verdater dem katbolischer Arsieg Peaege,gfenz herpen utronontanen „Rhein= und Ruhrztg.“ wie folgt:„Herr Rich. Curtius dankte dem Redner dafür, daß er rein sachlich(!!) gesprochen habe. Auf die einzelnen Fragen werde Herr Dr. Beumer demnächst hier eingehen. Ferner gab Redner seiner Freude darüber Ausdruck, daß es möglich gewesen sei, in der Versammlung derartige Punkte ohne Erregung der Parteileidenschaften zu erörtern. Trennten die nationalen Parteien von den Sozialdemokraten in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht manche Punkte, in rein kultureller Hinsicht trenne sie nichts. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. In rein kultureller Hinsicht trennt die nationalen Parteien von den Sozialdemokraten nichts: im Zeichen dieses Curtius'schen Ausspruches soll sich die Stichwahl am 2. Aug. vollziehen. Dieser Ausspruch ist das Iteressanteste, was die Wahlbewegung in Duisburg=Mülheim zu Tage gefördert hat; es wird sich noch oft Gelegenheit finden, darauf zurückzukommen. — Auch in Mülheim fand eine gemeinsame Versammlung der Nationaliberalen und Sozielbemokroten githerzelg und Redakteur „Genossen" Reichstagsabg. Harm aus Elbersel. und Redakteur Düwell, welche beide strikte Wahlenthaltung proklamierten. Ihnen trat Amtsgerichtsrat Oertmann energisch entgegen, welcher sich darnach sehnte, mirsamt seinen Freunden eng verbunden mit den Sozialdemokraten zur Wahlurne zu schreiten. Ob es dem Hesten## gerichtsrat nach der Wahl angenehm sein wird, an die Fre.### den den„Genossen“ erinnert zu werden, wissen wir nicht.— Wie Dr. Beumer selbst sich in den ersten Tagen seiner Kandidatur als einen Kulturkämpfer niedrigster Art erwiesen hat, so auch jetzt tags vor der Stichwahl; er will seine Geschichtsklittereien über die Jesuiten nicht in Vergessenheit geraten lassen und veröffentlicht eine„Rechtfertigung seiner öffentlich bezweifelten Erklärung, die Jesuiten lehrten den Probabilismus und die reservatio mentalis“. Er führt einige Stellen aus jesuitischen Autoren an und erklärt sich am Schluß„aus Gründen des konfessionellen Friedens“ gegen die Zurückberufung der Jesuiten. Ob Herr Beumer durch diese Befürwortung eines Ausnahmegesetzes Sozialdemokraten einfangen will? Mit dem Historiker Beumer werden wir uns übrigens noch zu beschäftigen haben. Elberfeld, 1. Aug. Der wegen Ermordung seiner Frau im Jahr 1884 zum Tode verurteilte, später aber zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigte Barbier Albert Zieten ist gestern nachmittag im Zuchthause zu Werden an Lungenentzündung gestorben. Zieten hat bekanntlich seine Schuld stets geleugnet. Er erreichte ein Alter von 56 Jahren. Bis in die neueste Zeit hinein sind von den verschiedensten Seiten erfolglose Versuche gemacht, die Unschurd Zietens zu beweisen. Ueber seinen„Fall“ existiert eine ganze Litteratur. Neuß, 2. Aug. Kaum sind die letzten Flammen des Thywissenschen Brandes erloschen, und schon wieder haben wir ein zu melden. Gegen 10 Uhr stand plötzlich die städtische Tonhalle in lichten Flammen. Früher Vergnügungszwecken dienend, wurde dieselbe seit einigen Monaten als Lageraum benutzt. In kürzester Zei brannte das meist mit Oelsaaten gefüllte Lager nieder, ebenso ging ein anliegendes kleines Haus, eine Scheigäztische, Mafferturn von 28 Morgen barg, in Flammen auf. Der stäbtisch. Wassekiali, der nebenan liegt, war in großer Gefahr, es brannte bereits die de hohe Bassin umgebende Gallerie und Holzbekleidung. An der schönen städtischen Promenade ist ebenfalls großer Schaden angerichtet. hätte, die Auskunft, daß die Preise zu niedrig seien und daß eine Erhöhung beabsichtigt sei. Auch bei der jetzigen bew. 2 Mk. für Zeitkarten, die zum Teil auch durch die Erweiterungen der Linie durch die Strecke nach Schildesche begründet ist, bleibt Bielefeld immer noch hinter den übrigen Straßenbahnunter= nehmen, hei denen gleiche Verhältnisse vorliegen, erheblich zurück. Insbesondere bietet die Einrichtung bezüglich der Arbeiterkarten ganz bedeutend größere Vorteile, als sie bei irgend einem anderen Unternehmen geboten werden; bei einer großen Anzahl bestehen überhaupt keine besonderen Vergünstigungen für die Arbeiter. Bei der bisherigen Einrichtung war infolge der niedrigen Preise bereits ein starkes Mißverhältnis bezüglich der Benutzung von Fahrscheinen und Abonnementskarten eingetreten, dessen nachteilige Wirkung auf das Unternehmen bereits aus der Statistik nachweisbar war. Außerdem erforderten die oben angedeuteten bestimmungswidrigen Benutzungen und die schwierige Kontrolle eine Abänderung nach bewährten Mustern, um zu verhindern, daß auf die Dauer das Straßenpersonal den Fahrgästen mißtrauisch gegenübertritt und das Unternehmen dadurch Schaden leidet. + Bielefeld, 2. August. Zum vierten und letzten Maie gelangte heute Ludw. Fulda's Lustspiel„Die Zwillingsschwester“ zur Aufführung. Die Hauptrollen Giuditta und Orlando de la Torre wurden von Frl. Osten und Herrn Pusta sehr gut interpretiert. Eine sehr gute Leistung war der Graf Parabosco des Herrn Martini=Basch, in dessen bewährten Händen auch die Regie ruhte. Herr Schwelb als Valca gab sich sehr große Mühe, nur glauben wir dem Herrn den Rat geben zu dürfen, daß der Leutnantston, welcher in Sudermanns „Ehre“ sehr gut paßte, hier nicht angebracht war. An derselben Ueberstürzung krankte nach unserer Ansicht der Lelio des Herrn Dentert. Mit gewohnter Routine wurde Frl. Schlüter als Line ihrer Rolle gerecht. Die kleine Rolle der Renata wurde von Frl. Rudow decent dargestellt. Als Verwalter gab Herr Küfer die rechte Unterwürfigkeit und doch wieder Vertraulichkeit vorzüglich. Den rechten Ton der gottbegnadeten Dämlichkeit wußle Herr Robert als Beppo zu finden. Die Rollen der Zofen lagen in Händen der Damen Westphal, Barth und Behn; besonders fiel Frl. Barth durch nette Toilette und richtiges Benehmen auf. Herr Schlichting fügte sich als Diener sehr gut dem Ganzen ein. Leider war der Besuch recht schlecht. weisen wir noch darauf hin, daß am Sonntag den 4. d. M. Madame Sans=Géne mit Frl. Osten in der Titelrolle und Herrn Hans Knapp als Napoleon l. in Szene geht. Wiedenbrück, 2. Aug. Zu der heutigen Portiunkulafeier in der Franziskanerkirche hatte sich von nah und fern, besonders aus dem benachbarten Münsterlande, eine große Volksmenge eingefunden. Den ganzen Tag hindurch war das Gotteshaus mit Gläubigen gefüllt, um der gespendeten Gnaden teilhaftig zu werden. Die Festpredigt hielt der Herr Pfarrer Hagemann von Rheda. + Wiedenbrück, 2. Aug. Die Roggenernte wurde hier in kurzer Zeit beendet, denn die Witterung war günstig, und vier Dampfdreschmaschinen standen bereit, um die rasch hintereinander eintreffenden Fuhren sofort abzudreschen. In hiesiger Gegend hat die Roggenernte einen mittelmäßigen Ertrag an Stroh, dahingegen einen vollen Ertrag an Körnern ergeben. brauchen Sie doch den Kopf nicht hängen zu tassen! Wer recht hat. muß sich doch bald aus der Sektion ergeben!“ Wetteraussichten. Am 4. August: Abwechselnd heiter und wolkig, etwas kühler, Am 5. August: Trocken, ziemlich heiter, Nacht kühl, Tag mäßig warm. Verantwortlich für den lokalen Teil: Franz Quadflieg in Bielefeld, für den übrigen Inhalt: F. Knippschild in Oelde.— Rotationsdruck und Verlag von E. Holterdorf in Bielefeld und Oelde.— Expedition: Bieleseld, Kionterstraße 1 Katholischer Kirchen=Kulender für Bielefeld. Sonntag, ö. 4. August. Fest der hl. Anna. 7 Uhr stille hl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 9½ Uhr Hochamt mit Predigt. 11¼ Uhr stille hl. Messe mit Predigt. 2½ Uhr Andacht. Bommerihrnirt Bielefeld Jedermann zeichner! 10 lustige Ansichtskarten mit künstlerischen Umrissen zur eigenen Ausführung nebst Gebrauchsanweisung. Preis per Serie nur 60 Pfg. Zu haben bei: 8. Holterdorf, Zielefeld, Klosterstraße 1. (Rademacher's Etablissement) Direktion: Hans Knapp. Sonntag: Nur einmalige Aufführung! „Madame Sans-Gene.“ Lustspiel in 4 Akten von Victorien Sardon. Montag: Mit gänzlich neuer Ausstattung an Dekorationen u. Kostümen. Unter Mitwirkung des gesamten städtischen Orchesters(Königl. Musitdirektor Ochs). „Ein Sommernachtstraum“ Romantisches Schauspiel in 5 Akten von W. Shakespeare. Musik von Felix MendelssohnBartholdy. Neu! Neu! 10 Führkarkt, wenig gebraucht, billig zu verkaufen. Wilh. Stratemann, Gütersloh, Bahnhofstr. 628. Aus dem Münsterlande. Beckum, 2. August. Auf den hiesigen Cementfabriken ist der Betrieb bedeutend eingeschränkt worden. Die wenigen noch vorhandenen Arbeiter werden vorläufig auf halbe Tage beschäftigt. Wahrscheinlich werden die Betriebe für den Winter vollständig eingestellt. □ Ostbevern, 2. Aug. Ein feingekleideter fremder Herr in den 30er Jahren, welcher sich als Klavierlehrer ausgab, machte sich hier durch sein Benehmen verdächtig. Als ihn unser Gendarm Gudes nach seinen Personalien befragte, verweigerte er jede Auskunft, benahm sich aber so verdächtig, daß Herr Gudes Veranlassung fand, den Menschen der Polizeibehörde vorzuführen. Die dort von dem Fremden gemachten Angaben stellten sich auf telegraphische Anfrage als erlogen heraus. Das Benehmen des sehr elegant getleideten Menschen, welcher ganz ohne Geldmittel war, begründete nunmehr den dringenden Verdacht, daß man es mit einem Menschen zu thun hat, dessen Gewissen durch eine noch ungesühnte schwere Strafthat belastet ist. Derselbe wurde heute nachmittag vorsichtig geschlossen in das Gerichtsgefängnis nach Warendorf transportiert. Auch dort hüllte er sich bei seiner Vernehmung in beharrliches Schweigen. Aus dem Regbz. Minden. + Bielefeld, 3. August. In der am Mittwoch stattgefundenen Sitzung des Elektrizitätswerks=Ausschusses wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die Beschaffung eines Sprengwagens, um der Anwohner an den Außenstrecken der Straßenbahn durch Staub zu beseitigen. 2. Die Beschaffung zweier weiterer Motorwagen als Reserve, da beabsichtigt wird, an Sonn= und Feiertagen zeitweise auch auf den Außenstrecken 7½ Minutenverkehr einzuführen und für diesen Fall die vorhandenen und bestellten Wagen, nicht ausreichen. 3. Der nabau von je zwei Weichen in die Außenstrecken zwecks Ermöglichung des 7½ Minutenverkehrs. 4. Die Beschaffung von Reserveteilen und Werkzeugen für die Unterhaltung und den Bau der Gleisund Leitungsanlage. 5. Der Bau einer Wartehalle an der Ecke der Gütersloher= und Kaiserstraße, für welche seitens der Gemeinde Brackwede der erforderliche Platz kostenlos der Stadt zur Verfügung gestellt wird. 6. Ferner wurden bezüglich der Verausgabung von Zeit=, Schüler= und Arbeiterkarten folgende Aenderungen beschlossen, da sich die bisherige Einrichtung in mancher Hinsicht nicht bewährte und ihren Zweck nicht erfüllte. Der Preis der Zeitkarten soll für die Strecken: 1. Zastrowstraße bis Fohrmann, 2. Brackwede bis Markt, 3. Schildesche bis Markt 5 Mark für den Monat, 14,50 Mk. das Vierteljahr, für die ganze Strecke Brackwede bis Schildische 7 Mk., für den Monat 20,50 Mk. für das Vierteljahr betragen. Die Inhaber von Zeitkarten müssen, um mißbräuchliche Benutzung, die bisher verschiedentlich vorkam, auszuschließen, eine Photographie der Karte beifügen. Für die Schülerkarten bleibt die bisherige Einrich= tung bestehen. An Stelle der bisherigen Arbeiterkarten, die keine Empfehlen unsere selbstgekelterten Ahr-Rotweine, garantirt rein von 90 Pfg. an pr. Liter, in Gebinden von 17 Liter an und erklären uns bereit, folls die Ware nicht zur größten Zufriedenheit ausfallen sollte, dieselbe auf unsere Kosten zurückzunehmen. Proden gratis u. franso. Gebr. Both, Ahrweiler Nr. 188 Klänge von der Sparrenburg. Marsch von J. Adler. Preis für Klavier 1 Mark. Vorrätig bei: E. Rolterdorf, Zielefeld, Klosterstrasse 1. Tüchtiges kath. Zweitmädchen gesucht, welches auch im Laden mit angelernt wird. Offerten unter Z. H. 4907 besorgt A. Rolef, Münster i. W. Rnecht gesucht! Zum sofortigen Eintritt wird ein durchaus solider jüngerer Kuecht — guter Pferdepfleger— bei hohem Lohn und angenehmer Stellung gesucht. Offerten unter X. an die Exped. der„Glocke“, Oelde. tung bestehen. An Stelle der bisherigen Arbeiterkarten, genügende Kontrolle ermöglichten und auch hausig entgegen ven Bestimmungen des Tarifs benutzt wurden, sollen Nummerkarten mit 20 stimmungen des Tarifs benutzt wurden, sollen 2...0 gpx g. Nummern eingeführt werden, zum Preise von 1,20 und 1,40 Ml. daß die Fahrt, welche bisher im Einzelnen 15 oder 20 Pfg. kostet, auf 6 Pfg. kommt. Diese Karten gewähren ferner den Vorteil, daß sie nur entwertet werden, wenn wirklich der Inhaber fährt, während die bisherigen Karten nach Ablauf einer Woche oder eines Monats unabhängig von der Benutzung entwertet waren. Ferner soll für diese Karten die Benutzung auch auf die Wagen, welche zwischen 12 und 2 Uhr mittags verkehren, ausgedehnt werden, während die bisherigen Larten nur für die Arbeiterzüge Morgens früh und die Züge von 5 bis 9 Uhr Abends Giltigkeit hatten, Diese Neueinrichtungen sind auf Grund der Auskünfte, welche die Direktion von 17 Straßen bahnverwaltungen über die bezüglichen dortigen Einrichtungen, sich einholte, ausgearbeitet. Es zeigte sich, daß außer bei einem Unternehmen überall die Preise der Zeit,=Schüler= und Arbeiterkarten, ins besondere der ersteren ganz erheblich höher waren als in Bielefeld; und die erwähnte Verwaltung, welche mit Bielefels ungefähr gleiche Preise hatte, gab auf die Frage, ob sich die Einrichtung bewährt Vermischtes. — Berlin, 2. Aug. Der Sohn Liebknechts, Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht(früher als Referendar längere Zeit in Paderborn), ist nach dem„Vorwärts“ in einer sozialdemokratischen Parteikonferenz als sozialdemokratischer Kandidat für die nächste Reichstagswahl im Wahlkreise Potsdam=Osthavelland nominiert worden. — Ein zweiter„Fall Krosigk“ hat sich, wie bereits mitgeteilt, in Karlowitz(Kroatien) ereignet. Das 70. Infanterie=Regiment hält derzeit in der Nähe von Karlowitz seine Regimentsübungen ab. Am vorigen Freitag morgen rückte das Regiment besonders zeitig auf das Uebungsfeld aus. Zur Lösung der Kriegsaufgabe standen sich je zwei Bataillone gegenüber. Der Hauptmann Marzerics befand sich mit dem 4. Bataillon als Vorhut an marschierte mit seinem Bataillon ruhig vorwärts, als dieses plötzlich vom Feinde mit Feuer empfangen wurde. Das Bataillon löste sich sofort in Schützenlinien auf, und das Kriegsspiel begann, als inmitten des Platzpatronenfeuers auch scharfe Schüsse gehört wurden. Der Hauptmann, die Gefahr wahrnehmend, gab augenblicklich Befehl, die Einstellung des Feuers zu signalisieren, da traf ihn ein Scharfschuß in die Brust, und der Hauptmann fiel schwer getroffen vom Pferde. Nach Befolgung des Hornsignals stürzten Offiziere und Unteroffiziere zu vem Gefallenen hin, der aber bereits eine Leiche war. Der beegimentskommandeur ließ die Uebung sofort abbrechen und ordnete die strenge Visitation der Waffen an. Thatsächlich fanden sich auch in den Gewehren der Infanteristen Croanko und Niaesevics scharfe Patronen, und der Lauf ihrer Gewehre verriet, daß die scharfen Schüsse von den genannten Soldaten herrührten. Sie wurden unter Bedeckung nach der Festung Peterwardein gebracht und dem Garni sonsgerichte eingeliefert. Für das Schicksal des unglücklichen Haupt. manns giebt sich allgemeine Teilnahme kund. — Wie ein Bäuerlein die 45tägige Giltigkeitsdauer der Rückfahrkarten auffaßte, davon wird aus Pommern folgendes Geschichtchen erzählt: Ein Bauer aus der Umgegend von Kolberg hatte sich in voriger Woche auf dem dortigen Bahnhof eine Rückfahrkarte gelöst, um einige Tage auf Reisen zu gehen. Als er bei seiner Rückkunft die Banhofskontrolle passierte, nahm der diensthabende Bahnsteigschaffner ihm die Fahrkarte ab. Verdutzt blieb der Bauer stehen und sah den Beamten verwundert an. Damit der Verkehr am Ausgang nicht gehemmt würde, forderte der Schaffner den Landmann auf, weiter zu gehen.„Ja,“ entgegnete dieser,„ich muß aber erst meine Karte wieder haben.“ Als der Schaffner ihm bedeutete, daß die Fahrkarte nicht wieder herausgegeben würde, erwiderte der Bauer:„Die Fahrkarte hat jetzt doch 45 Tage Giltigkeit, und sie ist bisher noch nicht eine volle Woche in meinen Händen, ich will sie noch weiter benutzen.“ Der Schaffner vermochte den biederen Landmann nicht darüber zu belehren, daß die Fahrkarte bereits ausgenützt sei und eine neue Reise damit nicht unternommen werden dürfe. Kopfschüttelnd entfernte sich der Bauer schließlich, indem er sagte:„Das ist doch aber ganz — Ein historisches Roß. Frankreich ist in Trauer. Man höre. Unter der Ueberschrift„Der Tod Cherbourgs" teilt das„Echo de Paris“ mit:„Cherbourg“, ein historisches Pferd, eins von denen, die an die Galakutsche gespannt waren, deren sich das russische Kaiserpaar während seines Pariser Aufenthalts bediente, ist in den Stallungen der Präsidentschaft in der vergangenen Nacht gestorden. Wie die Autopsie ergeben hat, ist die Todesursache in einer fellentzündung zu suchen.“ Man vermißt nur die Angabe des Beisetzungstermins und die Bitte um stille Teilnahme. — Angenehme Aussicht.„Ach, die Aerzte wissen selber nicht, was mir fehlt. Der Dr. Plump meint, ich leide an der Milz, Dr. Thomas glaubt, meine Lunge sei angegriffen, und Professor Lauter hält wieder mein Herz für den Sitz meines Leidens.“—„Deshalb Me ecene Baclerei und Wirtschaft. Eine gutgehende Bäckerei, verbunden mit Schenk= und Gartenwirtschaft ist unterhändig zu pachten. Antritt ev. sofort. Oelde, im August 1901. Kemper Autt. Statt besonderer Anzeige. Maria Recker Ae4dtet aht. Verloßte. Die Verlobung unserer Tochter Mariamit dem Herrn Seminarlehrer Anton Lückmann in Vechta, z. Zt. in Werl, beehren wir uns ergebenst anzuzeigen. Oelde, den 4. August 1901. Wilhelm Recker und Frau Maria geb. Gerwin Oelde Werl 4. August 1901. Handels=Nachrichten. Neuß, 2. Aug. Fruchtmarkt. Weizen 1. Sorte Mk. 00,00, 2. 00,00, 3. 00,00, Roggen neuer 1. Sorte 18,50, 2. 18,00, 3. 00,00, 58,25, faßweise 59,75, gereinigtes 61,25 Mk. die 100 Kil. Preßkuchen 99 Mk. für 1000 Kil. Kleien 5,10 Mk. die 50 Kil. Raps la. 26,00, la. 25,00 Mt., Aveel 24.50 Mk. die 100 Kll. Berliner Börse vom 2. August. (Nach amtlichen Notterungen. Preutzische und Deutsche Fonds. Industrie=Aktien. bu Raichsanteitz er. ui, 101 2009., 216, 5, 6..=Prier 3½ 101,4006 Guano=Welle bto. dio. s 91.900 Hagener Gusst. c. v. Preuß. kons. Sti.=Anl. ov.3½ 101, 400G Hark. Berg St.=P. dto. dto. 3½ 101,4006 Harven Bergd. dto. dto. Westf. Prov. Anl. 1I. bto. bto. II. III. dto. dto. III. Westfäl. landsch. Pfanddr. dto. dto. bio. dto. Rhein=Westf. Rentenbriefen Dto. dto. Cöln=Md.=Präm. Anl. Banten. Berg=Märk. Bank Dortm. Bankv. Essener Essener Kred. Anst. Osnabrucker Bank Reichsbank Westfältsche Bank Allg. Elektr. Annen Avlerd. Steink. Barover Walzw. Berl. Elektr. Werke Bieles. Masch. Durkopp Bochumer Gußstahl Caroline Consoltdat.=Bergw. Dannenvaum 9½ 146.2506 S 112,00b6 s 110,250 8½ 136,000 B 7½ 127,250 %/ 152 90b0 6(113,750 15 10 6 15 10 16 107 14 30 frc. 173,250 G 82.2550 76.100 166,250G 159,50 06 163,755 155.00 G 272,005 Fun Hou 4444½ Deutsche Gasglüblicht.=G. 33 315, 00000 dortm. Unton C Sto. Union=Brauerei Gelsenk. Bergw. 47,000 293,000 155,2500 Hasper Eisenw. Hengstend. Msch. Hibernta Hörder Bergw. gösch 8. St.=pr. I. A. 830 htn hörter Cement Hoffmann Starkef. Isendeck Braueret Königsvorn Bergw. Louise Tiefd. „" St.=Pr. Massener Bergw. Nähmasch. Koch u. Co. Norod. Llond Nordstern Steink. Phonix Beraw. Ravensd. Spinneret Rhein.=Westf. Industr. „„ Kaltw. Schalker Gruben Schuckert Elektr. 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