per rein 39000 Gesamtauflage. Nr. 351. 12. Jahrgang. Dortmund, Sonnabend, 23. Dezember 1899. Zahlende Abonnenten 38000 Kechsutmschgnuich sieben Mal. Bezugspreis; 50 Pfg, monatlich. Mit der Wochenbeilage „Dortm. Lustige Blätter“ nur 10 Vig. mebr. Bei der Post mit den Beilagen: Vierteljäbrlich 2 Mi. Postzeitungs=Nr. 2825. Fürdieklückendusgzigte drlangter Manuntspopte wird keine Verantwortung übernommen. Verantwortlicher Redakteur: Größte un Sascht. e. egrg Olgsc. 3sr; Haupt=Agentur Aolerbeck, Nr. 65. Anschlüsse: Haupt=Agentur Castroo Nr. 185. TelephonAnschlüsse: Pssster e 2. Haupt=Agentur Hörde Nr. 25. Haupt=Agentur Unna Nr. 9. fur Vorlmund und vie Provinz Westsaten. d verbreitetste Zeitung ir westfälischen Industriege biet. Anparteiisches Orgau für Jedermann. : Karl Richter, Dortmund. Rchation und Expedition: Dortmund. Reinoldistraße 19. Insertionspreis; Für den Lokalverkebr 20 Pig, im Uebrigen 25 Pfg, die Zeile. Reklamen die Zeile 60 Pfg. Für die Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenne Tagen wird keine Garantie übernommen. Druck und Verlag General=Anzeiger Rubfus u. Cie. Erste Sonntagsausgabe. Die heutige Nummer enthält vier Ausgaben und das vierseitige Unterhaltungsblatt, zusammen 20 Seiten. Vom südafrikanischen Kriegschauplatz, Die Schlacht am Tugela. Zur Ergänzung des bereits Mitgeteilten sei hier noch ein Telegramm der Daily News über das Treffen am Tugela vom 15. ds, wiedergegeben, das sich in den großen Zügen mit der Darstellung Bullers deckt. Es lautet: „Heute morgen brach unsere ganze Streitkraft aus dem Lager auf, um den Uebergang am Tugelaflusses zu erzwingen. Der Feind hatte eine außerordentlich starke Stellung inne, etwa 800 Meter vom Nordufer des Flusses entfernt. Sir Redvers Bullers Operationsplan war der folgende! General Harts Brigade als linker sollte den Tugela an einer Furtstelle, drei Naud aiet Ldgentdaner der dadet dage! und ihn, den Gesandten Transvaals, vom gegenseitigen Verkehr und somit auch vom Verkehr mit den europäischen Mächten abgeschnitten habe. Leyds sagt, er habe auf Ersuchen vieler Familien in Europa das englische Kriegsamt gebeten, Depeschen nach Pretoria behufs Erkundigung nach dem Schicksal von Angehörigen dieser Familien durchzulassen, die in den Reihen der Buren kämpfen. Selbst englische Familien hätten ihn um Auskunft über ihre vermißten Angehörigen ersucht. Das Kriegsamt habe versprochen, derartige Depeschen durchzulassen, ihn dann aber ohne wei. tere Nachricht gelassen. Leyds versichert, daß die burische Polizeitruppe den Schutz der Minen so lange verrichten werde, bis sie selbst etwa für den Krieg zur Verwendung kommen müsse. Große Gefahr erblickt Leyds darin, daß die südafrikanischen Schwarzen durch den Krieg und das Blutvergießen in einen gemeinsamen Aufstand gegen alle Europäer ohne Unterschied getrieben werden könnten. Das sei die Gefahr von morgen. Die Mordthat eines Magenkatarrh. unternehmuns W. Heimsch. 43951 Inproring Kilometer aufwärts Colenso überschreiten und dann, dem Nordufer des Flusses folgend, sich den Durchgang zur Brücke erzwingen. General hildyard sollte f ontal gegen die Brücke, die nach kolenso führt und noch unversehrt war, vorgehen und das Fort Wylie besetzen. General Barton sollte als rechte Flankendeckung mit der Kavallerie und der berittenen Insanterie blangwani halten, während General Littleton in Reserve bleiben sollte. Unsere Artillerie eröffnete das Feuer auf die feindlichen Schützengräben 20 Minuten vor 6 Uhr. General Harts Brigade machte einen energischen Versuch, den Fluß angeschts des lähmenden Artillerie= und Infanteriesuers der Buren zu überschreiten. Die Dubliner und die Inniskilling=Füsiliere, durch die Borderers und Connaughts unterstützt, gingen mit unerschütterlichem Mute vor und gewannen das jenseitige Ufer. Hier jedoch fanden sie, daß die Stellung anhaltbar sei, und die Verluste der Regimenter an Toten und Verwundeten waren furchtbar. Die Buren eröffneten das Feuer erst auf 700 Meter, indessen in dieser Entfernung so lebhaft und gleichzeitig mit Artillerie wie Insanterie, daß ein wahrer Hagel von Geschossen auf unsere Truppen niederprasselte, sodaß der einzige Ausweg der Rückzug blieb. Die Feldartillerie dieser Brigade wurde übel zugerichtet. Im Zentrum ging die Brigade Hildyard mit gleichem Mute vor. Ihre Aufgabe war ebenfalls schwierig, aber es gelang ihr schließlich, Colenso zu besetzen. Die 66. Batterie indessen wurde, als sie zur Unterstützung vorging, von den Nordenfeldts der Buren, die mit vorzüglicher Genauigkeit bedient waren, unter Feuer genommen. Unsere Bedienungsmannschaften zogen sich hierauf, unter Zurücklassung der Geschütze und Munitionswagen, in mörderischem Feuer zurück. Der Brigade Barton gelang es ebenfalls nicht, Stagerpani zu besepen. Unsere Verluste sind sehr Aus den Berichten der Times ist nachzutragen, daß nur einige wenige Leute der Dublin Füsiliere offenbar schwimmend das jenseitige Ufer erreichten und daß von diesen mehrere bei dem Versuch, auf das gechte User zurückzukehren ertranken, weil sich # das Wasser infolge eines von den Buren gezogenen Dammes an der Furt, gestaut hatte.066 Auch von diesem Manöver des Gegners, durch Abstanung des Wassers die Furt ungangbar zu machen, scheint die Oberleitug keine Ahnung gehabt zu baben. Die gestrigen Londoner Morgenblätter beziffern den Gesamtverlust an Toten, Verwundeten, Vermißten und Gefangenen in dem Kampf am Tugela auf 1110 Mann. Paris, 22. Dezbr. Nach der Veröffentlichung des Matin erklärte Dr. Leyds, er sei überzeugt, daß Präsident Krüger jederzeit geneigt sei, auf Verzüthgn Lepor sclüge einzugehen. Aber diese Vorschläge seien materiell unmöglich, da EngEin Preisausschreiben für ein deutsches Flottenlicd ist von der Firma Breitkopf und Härtel in Leipzig auf Anregung von Mitgliedern der Freien Vereinigung für Flottenvorträge erlassen. Ehrenpreis von insgesamt 1000 Mk. für Dichtung und Komposition wird verliehen in Gestalt von zwei Pokalen oder Geräten in Form eines fülbernen Schiffes. Für das Lied, dessen Einsendung bis zum 18. Januar 1900 erfolgen muß, find die Preisrichter Felix Dahn, Detlev von Lilieneron und Julius Lohmeyer. Ffür die Komposition, der auch ein anderer, t aus dem Preisausschreiben hervorgegangener Tert zu Grunde gelegt werden darf, läuft die Einlieferungsfrist am 15. März ab. Als Preisrichter für die Komposition fungieren Eugen'Albert, Felix Weingartner und Franz Wüllner. Der Reingewinn, der aus der Veröffentlichung des Preis liedes erzielt wird, wird von der Verlagshandlung dem deutschen Seemannsheim in Kiantschou überwiesen werden. Einer der Dichterkonkurrenten hat bereits durch unsere Vermittlung folgendes Preisgedicht an den Flottenverein gesandt: Peria 2 de Her einihgen Lagen wozüber die kriegsgerichtliche Aburteilung eines Offiziers der südwestafrikanischen Schutztruppe berichtet. Es handelt sich um den Leutnant Prinzen Prosper von Arenberg. Die Volkszeitung teilt auf Grund eines ihr aus Südwestafrika zugegangenen Brieses folgendes mit: „Die Szene spielte sich wie folgt ab: Nach einem Gespräch zwischen dem Herrn und dem Diener entfernte sich Cain(ein Eingeborener) im Schritt, ohne sich des geringsten Vergehens bewußt zu sein, als der Prinz, Distriktchef auf einer Station hinter Windhoek, dem Posten zurief, er solle auf Cain schießen. Der Soldat schoß in die Luft. Cain ging ruhig weiter.„Haben Sie nicht gehört, Sie sollen den Kerl erschießen!“ Der Posten schießt nochmals und trifft den Cain ins Bein. Darauf tritt Prinz=Alenberg hinzu, zieht seinen Revolver und schießt den Cain in den Leib. Als dieser den Prinzen flehentlich fragt, warum er ihn tbten wolle, er hätte ihm doch nichts gethan. schießt Prinz Arenberg noch mals. Diesmal trifft er Cain in den Kopf. Als er sieht, daß Cain noch nicht tot ist, nimmt er einen Gewehrstock, bohrt ihn in die Wunde und rührt das Gehirn so lange um bis Cain verscheidet.“ Wir müssen dem Berliner Blatt die Verantwortung für diese Darstellung überlassen. Der Priuz wird wohl in den nächsten Tagen in Europa eintressen. *„ Zur Angelegenheit des Prinzen v. Arenberg teilt die„Braunschw. Landesztg.“ noch folgenden Privatbrief mit:„Meine Lieben! Soeben komme ich von Tisch, will Euch aber sofort etwas über eine grauenvolle Geschichte berichten, die sich vor einigen Tagen in der Kolonie abgespielt hat. Der Prinz Prosper von Arenberg, der seit kurzer Zeit der hiesigen Schutztrupxe, angehört und ein Vater des gleichnamigen klerikalen Reichstagsabgeordneten ist, hat eine fast unglaubliche Blutthat begangen, deren Opfer der Bastard Willy Cain oder Keen, der Sohn eines Engländers und einer Bastardfreigewordenen, ist. Was zwischen beiden vorgefallen und zu der That Veranlassung gab, weiß man nicht näher. Der Prinz hat dem Keen Branntwein gegeben, um ihn betrunken zu machen, hat ihn dann in seinem Zimmer in Fesseln gelegt. ihn an die Decke gewunden und allerhand Grausamkeiten mit dem Wehrlosen begangen. Als Keen flehentlich bat, ihn nach seinem Pontok gehen zu lassen, gab Arenberg ihn zwar frei, befahl aber sofort dem Posten, hinter ihm drein zu feuern. da Keen über die Grenze auf englisches Gebiet fliehen wolle. Der Schuß traf den Unglücklichen ins Bein, worauf der Prinz noch weitere drei Geschosse hinter ihm hersandte, darauf den Zusammengesunkenen mit dem Seitengewehr durchstach und mit dem stählernen Ladestock in das schon von einer Kugel durchbohrte Genick stieß. Keen jammerte kläglich, man möge ihn doch leben lassen, wehrte aber seinen herbeieilenden Leuten, welche den Prinzen niederschießen wollten. Sie sollten nur nach Windhoek gehen und getreu Bericht über die Vorgänge erstatten. Dorthin brachte der Bursche von Maior Müller die erste Nachricht; er legte die große Strecke in drei Tagen zu Pferde zurück, was eine schöne Leistung ist. Ganz Windhoek stand auf dem Kopfe. Major Leutwein warnte den Burschen vor der Weiterverbreitung der Schilderung, er wisse doch, welche hohe Strafe auf jeder Abweichung von der thatsächlichen Wahrheit stehe. Aber Schröder(so heißt der Bursche) erwiderte, daß alles sich so verhalte, wie er erzählte. In der That haben 33 Zeugen unter Eid die Schilderung Schubders bestätigt. Als Leutwein einen Einblick in die Größe der That gewann, brach er in Thränen aus; das wird eine nette Geschichte werden und dem Herrn Prinzen übel bekommen. Für Deutsch=Südwest ist es freilich auch nicht angenehm, wie wird man in England über uns herziehen!“ Geschwindigkeitsmesser für Lokomotiven. Wer einmal das Bergnügen gehabt hat, an einem schönen Sommertag an der Spitze eines Schnellzuges auf der Lokomotive ins weite Land hinauszufahren, mit dem Bewußtsein, daß dieses polternde Zugtier von Stahl dem Willen des Führers auf jeden Druck der Hand gehorcht, der mag wohl bedauern, daß der eigenartige Hochgenuß einer solchen Fahrt nicht ebenso allgemein zugänglich ist, wie z. B. der, ein Boot zu lenken. Verlegen wir aber die Fahrt auf die Nachtzeit— da taucht oft aus der umgebenden Finsternis fern voraus eine Insel von Lichtern auf, die, kaum erkannt, seitwärts als blendende Lichtbänder durch das Gesichtsfeld huschen in verwirrender Fülle von Formen und Farben, wie sie ein vielseitiger Signaldienst geschaffen hat. Bis der Ungewohnte sich über das Gesehene Rechenschaft zu geben versucht, liegt der durchfahrene Bahnhof hinter uns und wir überlegen geängstigt, was wäre geschehen, wenn eine Weiche verkehrt gestellt, wenn eins der Signale falsch gewesen wäre? Dann kommt uns in ganzer Größe die grausame Gewalt zum Bewußtsein, die der bewaltige Koloß in seinem Donnergang birgt, und diese Gewalt wächst in wirklichkeit im quadratischen Verhältnis der Fahrgeschwindigkeit. So lernen wir, daß die l etztere ihre bestimmten Grenzen haben muß, die uns vor übertriebenen Gefahren sichern sollen. Für jede Strecke und für jeden Zug bestehen nun strenge, Vorschriften über die zulässigen Geschwindigkeiten, und für deren Durchführung ist allein der Führer der Lokomotive verantwortlich. Er hat durch Uebung ein seines Gefühl für die jeweilige Geschwindigkeit, und elektrische Kontrollvorrichtungen stehen wie Aufpasser am Weg und melden der Station, wann der Zug bestimmte Stellen passiert. Aber das Gefühl kann trügen und von der Thätigkeit der Kontrolle hat der Fahrende keinen Nutzen. Daher kommt es, daß sich auf den Lokomotiven mit den steigenden Ansprüchen an Fahrgeschwindigkeit und Betriebssicherheit immer mehr die sogenannten Geschwindigkeitsmesser einbürgern, die dem Führer in jedem Augenblick angeben, wie viel Kilometer der Zug pro Stunde zurücklegt. Es ist klar, daß ein zuverlässiger Apparat di ser Art dem Führer seine verantwortungsvolle Arbeit erleichtert. und daß hierdurch nicht nur die Sicherheit des Betriebs gesteigert, sondern auch die pünktliche Einhaltung der Fahrzeiten wesentlich gefördert wird. Zeichnet der Apparat seine Angaben gleichzeitig in fortlaufender Reihe auf so erfüllt er auch die Aufgabe der obengenannten Fernmelder. Dies trift auch zu bei dem in der„Frankf. Ztg.“ vor einiger Zeit erwähnten Geschwindigkeitsmesser Patent Haußhälter. Er ist von Bahntechnikern erfunden und ist in allen Einzelheiten in Hinsicht auf zwangläufiges, gegen die Stöße und Schwankungen der Maschine innempfindliches Arbeiten, auf Dauerhaftigkeit. sowie bequemes, übersichtliches Ablesen der augenblicklichen und der sortlaufenden Geschwindigkeitsangaben sorgfältig durchgearbeitet, sodaß er bei der Ueberprüfung der Konstruktion einen gewinnenden Eindruck macht. Dem entspricht die Thatsache, daß nach Angabe des Patentinhabers der von Seidel und Naumann hergestellte Apparat in 5000 Stück im Betrieb ist und nach Zeugnissen der beteiligten Bahnverwaltungen sich als zweckentsprechend und solid bewährt hat. Wir besitzen in derlei guten Geschwindigkeitsmessern ein weiteres Hilfsmittel, das die Eisenbahnen in Stand setzt, im Einklang mit den Erwartungen des Publikums schneller zu fahren, ohne Opfer an Betriebssicherheit zu bringen. Brandunglück in burg. Hamburg, 22. Dez. In dem aus Kellergeschoß, Erdgeschoß, zwei Obergeschossen, sowie einem Dachgeschoß bestehenden Hause Nr. 10 entstand in dem im Erdgeschoß befindlichen Laden künstlicher Blumen, sowie anderer künstlicher Pflanzendekorationen aus bisher unermittelter Ursache Feuer. Im Nu verbreiteten sich die Flammen, die an dem leicht brennbaren Ladeninhalt reiche Nahrung fanden. Nach wenigen Minuten sprang infolge der großen Hitze die Ladenscheibe, sodaß die Flammen hoch emporschlugen. Eine große Panik bemächtigte sich der Bewohner des Hauses, da die Unglücklichen sich plötzlich von Flammen umgeben sahen, wobei ihnen der Weg zur Flucht über die schmale Treppe durch Feuer und Rauch versperrt war. Bald brannte das ganze Haus im Innern von oben bis unten. Als die Feuerwehr kam, schlugen die hellen Flammen aus allen Fenstern des Hauses hervor. Angstvolle Rufe der in der Nähe der Brande stelle angesammelten Menschenmenge:„Es sind noch Menschen im Hause“ empfingen die Mannschaften. Ee gelang, durch Flammen und Rauch die fast ohnmächtig gewordenen Bewohner der beiden oberen Stockwerke ins Freie zu bringen, worauf die Feuerwehrleute weiter in das brennende Haus drangen. Aus mehreren Rohren wurden von verschiedenen Seiten Wassermassen in die Glut geschleudert. Als die Feuerwehrleute das Dach eingeschlagen hetteo und das Dachgeschoß betraten, in dem der Schneidermeister Wipke wwohnte, fanden sie zu ihrem Entsetzen in der Nähe der Treppe die Leiche von vier Personen. Es waren die Ehefrau Wipke, deren alte Mutter, sowie zwei kleine Töchter der Eheleute Wipke. Sie sind als sie der Treppe zueilten, in dem erstickenden Rauch zu Boden gesunken und dann von den Flammen vor Ankunft der Feuerwehr getötet worden. Die Bewohner der unteren Etagen wollen bemerkt hagen, daß die Angstrufe aus der Wipkeschen Wohnung bald nach dem Ausbruch des Feuers verstummten. Die Feuerwehrleute trugen die Leichen der Opfer in ein Nachbarhaus, von wo sie alsbald durch Mannschaften der Sanitätskolonne ins Kurhaus gebracht wurden. Lokale Nachrichten. Dortmund, 23. Dezember. Mitteilung des städt. statist. Amts. Die Zahl der Geburten im Monat November er. betrug 601, darunter 7 Zwillings= und 16 Totgeburten. Es wurden lebend geboren 256 Knaben, 236 Mädchen, zusammen 492 Kinder— gegen 471 im November 1898—, davon 196 evang., 192 kathol., 42 evang.kath., 41 kath.=evang. Eltern, sonstige 21. Die höchste Zahl der Lebendgeburten war 24 am 28, die niedrigste Zahl 9 am 16. November. Die berechnete Verhältniszahl der Geborenen auf 1000 Einwohner und auf 1 Jahr ist 41.3 gegen 17.9 zur Zahl der Sterbefälle. Der Ueberschuß der diesmal lebend geborenen Kinder über die Zahl der Sterbefälle beträgt 279, gegen 299 im Nov. 1898. Selbstversicherung. Nach dem neuen Invalidenversicherungsgesetze, welches am 1 Januar 1900 in Kraft tritt, erfolgt die freiwillige Versicherung— a) Selbversicherung, b) Weiterversicherung— nicht mehr durch die alten Zusatz= oder Doppelmarken à 28 Pfg., sondern durch Verwendung der auch für die Pflichtversicherung vorgeschriebenen gewöhnlichen Beitragsmarken. Die Doppelmarken des alten Gesetzes verlieren am 1. Januar 1900 ihre Gültigkeit, können aber bis zum 31. Dez. 1902 bei den Postanstalten gegen gültige Marken umgetauscht werden.— Berechtigt zum Eintritt in die Versicherung sind Betriebsbeamte. Inspektoren, Werkmeister, Techniker und Angestellte, welche noch nicht das 40. Lebensjahr vollendet haben und noch nicht Invalide sind wenn ihr Arbeitsverdienst über 2000 Mk., aber nicht über 3000 Mk. beträgt. Gewerbetreibende und Betriebsunternehmer, welche nicht recht regelmäßig mehr als zwei versicherungspflichtige Lohnarbeiter beschäftigen, und Hausgewerbetreibende— Hausgewerbetreibende der Tabak= und Textilindustrie- unterliegen der Versicherungspflicht: ferner Personen, welche nur gegen freien Unterhalt oder nur vorübergehend beschäftigt werden. Die Versicherung kann in jeder Lohnklasse erfolgen.— Sind Versicherungspflichtige und Versicherungsberechtigte aus dem ihre Versicherung begründenden Verhältnisse ausgeschieden, so ist die Fortsetzung und die Erneuerung des Versicherungsverhältnisses durch freiwillige Weiterleistung der Wochenbeiträge gestattet. Wechselstempelmarken„18". Die Frage wegen Weiterverwendung der den Jahreszahlausdruck.18“ tragenden Wechselstempelmarken liegt dem Bundesrat zur Entscheidung vor. Wie verlautet, sollen die vorhandenen Bestände zunächst aufgebraucht werden: es dürfte daher die gesetzliche Bestimmung, nach welcher auf den Marken keine Korrekturen oder Rasuren vorgenommen werden dürfen, dahin geändert werden, daß bei den alten Marken der Vordruck„18“ auszustreichen und die Jahreszahl 1900“ an die Stelle zu setzen ist. In der am Mittwoch stattgefundenen Gewerkenversammlung der Zeche ,Neu=Düsseldorf: wurde die vorliegende Kaufoffert von 300000 Mi. des Herrn Heinrich Ringelsiep einstimmig als viel zu niedrig abgelehnt, dagegen eine Kommission gewählt, welche das weitere betr. Verkauf des Grundeigentums und des Grubenfeldes veranlassen soll. Die Grundstücke sollen eventuell einzeln veräußert werden. Die übrigen Punkte der Tagesgrdnung, wurden ordnungsmäßig erledigt. Das Grundeigentum der Zeche ist 1 Hektar 91 Ar 35 Quadratmeter groß und wird nach dem Bebauungsplan der Stadt Dortmund von mehreren teils bestehenden, teils projertirten Straßen durchschnitten. Endlich. Die Genehmigung für den Betrieb der Straßenbahnstrecke Steinplatz=Hafen ist gestern von der Regierung eingetroffen. Heute oder morgen wird die Bahn wohl fahren. Gerichtsassessor Butz ist zum Amtsrichter ernannt worden und zwar beim Amtsgericht Haspe Die Sperrung des Emskanals sollte ursprünglich am 20. Dezember erfolgen. Der Termin ist jedoch aufgehoben, worden. Erst soll das Frostwetter vorbei sein. Jetzt würde die Ausbesserung der Dämme auch unmöglich sein. In Wirklichkeit ist der Kanal längst gesperrt, denn die Schiffahrt ruht schon einige Wochen. Aber daran ist die Kanalverwaltung unschuldig. Im epangelischen Bürgerhause wird am nächsten Sonntag Nachmittags 2½ Uhr evangel. Gottesdienst für Taubstumme abgehalten. Nach demselben findet im großen Vereinssaale die Weihnachtsfeier statt. Zu beiden Versammlungen wird freundlichst eingeladen. Das Dortmunder Adreßbuch für 1900 ist soeben erschienen. Der Herausgeber. Herr OberStadtsekretär Faehre, hat das Buch wieder mit großer Sorgfalt zusammengestellt und für diese Auflage ein etwas größeres und gefälligeres Format als früher gewählt. Der beigefügte lithographirte Stadtplan ist auf die Gegenwart berichtigt. Die frühzeitige Fertigstellung des wieder von einer hiesigen Buchdruckerei gedruckten und von derselben auch gebundenen Werkes wird von der Geschäftswell Tortmunds freudigst begrüßt werden. Gaunerei. Ein hier zugereister Holländer machte auf der Fahrt von Unna nach hier im Eisenbahnabteil die Bekanntschaft mehrerer Personen, man ließ auch dem Hollander Schnaps mittrinken. In Tortmund angelangt, stieg derselbe aus, kaum hatte er den Bahnhof verlassen, als er schon den Verlust seiner Geldbörse mit ca. 160 Die '. mein Volk mit neuen Sinnen! Blick in des Schicksals goldnes Buch, Lies aus den Sternen dir den Spruch: .— Du sollst die Welt gewinnen Erwach', mein Volk, heiß' deine Töchter spinnen! Wir brauchen wieder einmal deutsches Linnen Zu deutschem Segeltuch. Hinweg die feige Knechtsgeberde: Zerbrich der Heimat Schneckenhaus. Zieh mutig in die Welt hinaus Daß sie dein eigen werde! Du bist der Hirt der großen Völkerherde. Du bist das große Hoffnungsvolk der Erde, Drum wirf den Anker aus! War Hellas einst von beisrem Stamme. Als dus von bessrem Stamme Rom; Daß Hermann, dein geprieffner Ohm, Mein Volk, dich nicht verdamme— Hinaus ins Meer mit Kreuz und Oriflamme! Sei mündig und entlaufe deiner Amme, Wie seinem Quell dein Strom! Wohl ist sie dein, die schönste Flotte, Die je ein sterblich Aug' entzückt: Der Münster Schiffe, wie geschmückt Hast du sie deinem Gottel Du lächelst ob der Feinde schwachem Spotte, Wenn sie auf schwankem Brett, die freche Rotte, Die Frucht der Erde pflückt. sollst du ersiegen, Wenn erst das Salz dein Ruder netzt, Rad al die Stane die dch el Stolz über'm Haupt dir wiegen, Gleich schmucken Sklaven dir zu Füßen liegen; So zwischen zweien Himmeln hinzufliegen— Dies Ziel ist dir gesetzt! O blick' hinaus ins Schrankenlose Bestürmt dein Herz nicht hohe Lust. Wenn, wie an einer Mädchenbrust Die aufgeblühte, Rosg. Die Sonne zittert in des Meeres Schooße? Und rauschen nicht der Tiefe tausend Moose Dir zu: du mußtl du mußt!“ Gleicht nicht das heil'ge Meer dem weiten Friedhof der Welt, darüber hin Die Wogen Decken von Rubin Und grüne Hügel breiten? Um deiner Toten Asche mußt du streiten! Ha! schlummern nicht aus deiner Hansa Zeiten Auch deutsche Helden drin Wiegt sich nicht auf krystallnem Stuhle Im Meer der Nereiden Schar, Die sich ihr Schicksal Jahr um Jahr Abspinnt von goldner Spule? Lockt sie dich nicht, der Becher nicht von Thule, Das wilde Meer, der Freiheit Hohe Schule, Lockt dich nicht die Gefahr?— Das Meer wird uns vom Herzen spülen Den letzten Rest der Tyrannei, Sein Hauch die Ketten wehn entzwei Und unsre Wunden kühlen. O laßt den Sturm in euren Locken wühlen. Um frei wie Sturm und Wetter euch zu fühlen; Das Meer, das Meer macht frei Aie er e ece e e Rimmt der Gedanke dort den Lauf. Kühn blickt der Mann zum Mann hinauf, Den Rücken ungebogen. Noch schwebt der Geist des Schöpfers auf den Wogen, Und inden Furchen, die Columb gezogen, Geht Deutschlands Zukunft auf. Wie dich die Lande anerkennen. Soll auch das Meer dein Leben sein, Das alle Zungen benedein Und einen Purpur nennen. Er soll nicht mehr um Krämerschultern brennen Wer will den Purpur von dent Kaiser trennen! Ergreif ihn, er ist dein. Ergreif' ihn, und mit ihm das Steuer Der Weltgeschichte, fass es keck Ihr Schiff ist morsch, ihr Schiff ist leck, Sei Du der Welt Erneuer! Du bist des Herrn Erwählter und Getreuer: O sprich, wann lodern wieder deutsche Feuer Von jedes Schiffes Decks Hör' Deutschland, höre deine Barden: Dir blüht manch lustig Waldrevier— Erbaue selbst die Segler dir, Der Freiheit beste Gardgu, Mit eignen Flaggen, eigenen Zokarden; Bleib' nicht der Sklave jenes Leoparden Und seiner schnöden Gier! Wen bittrer Armut Not erfaßte, Und wer verbannt die See durchwallt, Dich dsche Schchasck lich ur ald Die Scele ihm belaste: Dem sei's beim Schwanken einst der deutschen ahb—-kumand und au K.. Maste, Als ob er träumend noch zu Hause raste Im kühlen Eichenwald. Es wird geschehn! sobald die Stunde Ersehnter Einheit für uns schlägt, Ein Fürst den deutschen Purpur trägt, „.„ind einem Herrschermunde Ein Volk gehorchet bis zum Sunde: Wenn keine Krämerwage mehr, wie Pfunde, Europa's Schicksal wägt. Schon schaut mein Geist das nie Geschaute, Mein Herz wird segelgleich geschwellt, Schon ist die Flotte ausgestelt, Die unser Volk erbaute; Schon lehn' ich selbst, ein deutscher Argonante, An einem Mast, und kämpfte mit der Laute Ums goldne Bließ der Welt. Wir zweifeln nicht, daß das Gedicht den ersten Preis erhält, vorausgesetzt, daß der Preisrichter sich nicht an einen kleinen Umstand stößt: Der Dichter ist schon lange tot und sein Gedicht entstand im Jahre 1840. Es war der große demokrakratische Freiheitsdichter Herwegh. Was der gute Mann wohl sagt, wenn er im Elysium die Floktenrede seines Jüngers Eugen Richter liest! Mark entdeckte. Der Holländer glaubt, daß kein anderer als einer dieser Personen der Dieb ist. Ans Westsalen und Ahriniand. Annen, 21. Dez.(Abgesaßt) wurde ein Mann, welcher in ganz gemeiner Weise seinen Ziehhund mißhandelte. Der Unmensch schlug wiederholt mit einer eisernen Kette auf das Tier los. sodaß solches vor Schmerzen laut schrie.— Ein hiesiger Bäckermeister hatte einen Knecht von der Herberge geholt und diesen, da er fast nichts am Leibe hatte, zu einem Kaufmann geschickt, nur damit sich der Mann ein wollenes Hemd auf seine Rechnung kaufen sollte. Als derselbe jedoch nach langer Zeit nicht wieder zurückkehrte, stellte sich heraus, daß derselbe nicht allein das Hemd geholt, sondern auch die Stiefel seines Meisters und außerdem noch 18 Mk. eines Gesellen. Der Spitzbube wurde auf dem Bahnhof in Witten abgefaßt. Annen, 22. Dezember.(In der Gemeinderatssitzung) wurde folgendes verhandelt: Zunächst wurde das Ergebnis der seitens der Revisionskommissicn vorgenommenen Revision der Gemeindekassenrei., nung pro 1898/99 vorgetragen und dem gestellten Antrage entsprechend dem Rendanten Entlastung erteilt. Im weitèren erhielt Vertretung Kenntnis von der Revision der Sparkassen= und Reservefonds=Rechnung pro 1898 und erteilte dem Antrage der Revisions=Kommission entsprechend dem Rendanten Entlastung. Der Reingewinn der Sparkasse betrug 49047 Mark und ist mit den eigenen Zinsen des Reservefonds im Betrage von 8765 Mark zur Gesamtsumme von 57812 Mark Schluffe des Jahres 1898 eine Höhe von 324824 Mark erreicht hat. Sodann genehmigte die Vertretung den Antrag der Sparkassenverwaltung, in Fällen ganz außerordentlichen Bedarfs Vorschüsse bei der Landesbank bis zur Höhe von 50 Prozent des Reservefonds zu entnehmen. Außer einer Gehaltserhöhnng für eine Lehrperson bewilligte die Vertretung als Entschädigung für die Teilnahme an auswärtigen Konferenzen die bisher gewährten Beträge für die katholischen Lehrpersonen. Herdecke, 22. Dez.(Ein großes Volksfest) soll hier im Juli nächsten Jahres gefeiert werden. Schon letzt beginnt man mit den Vorarbeiten. Kreseld, 22. Dez. Mehrere Großindustrielle aus Duisburg, Gelsenkirchen und Mülheim a. d. Ruhr, darunter Thyssen u. Co. in Mülheim, kauften bei Haiden, an der Bahnstrecke Krefeld=Willich, 175 Hektar Land zur Anlegung verschiedener großgewerklicher Unternehmungen. wirklicht hätten und beantragten die Absetzung dieses Punktes von der Tagesordnung bezw. die Anmeldung des Konkurses der Gesellschdft, welcher eventuell auch der Verwaltung unvermeidlich schien. Schließlich wurde jedoch die Sanierungs=Vorschläge der Verwaltung mit 704 gegen 83 Stimmen angenommen. Hiernach sollen die bisherigen Aktien durch Zuzahlung von 500 Mark pro Aktie 2 1000 Mark und 6 Prozent Zinsen ab 1. Juli er. in Vorzugsaktien umgewandelt werden. „Rh.=Westf. Ztg.“ Bermischies. —(Die Heiratsaussichten der Mädchen) in verschiedenen Lebensaltern hat neuerlich ein Pariser Statistiker festgestellt. Die allgemeine Annahme, daß ein Mädchen im Alter von 15—20 Jahren dem Manne am reizendsten erscheint, wird von diesem Statister über den Haufen geworfen; aus seinen Ziffern ergiebt sich vielmehr, daß von 100 Bräuten nur 13 in diesem Alter an den Traualtar gelangen, kaum viel mehr als in dem Alter von 3035 Jahren. Die meisten Mädchen schreiten im Alter von 20—25 Jahren zum Traualtar. nämlich 36 aus jedem Hundert. Bemerkenswert ist, daß das nicht nur auf Frankreich zutrifft, sondern auf fast jedes andere zivilisierte Land, daß das Heiraten fast durchweg in gereiftem Alter geschieht. Von 20 bis 25 Jahren sind, wie gesagt, die Aussichten am günstigsten; je weiter das Mädchen das 25. Jahr hinter sich läßt, desto geringer werden sie. Bis zu gens, Resspefzus zugeführt, welcher damit am künftigen“ die Hochzeitsglocken. Dann aber geht Wittener Stahlröhren. Werke in Witten. Auch das Geschäftsjahr 1898 99 hat mit einem Verluste von 152 735 Mark(im V. 252360 Mark) und einschließlich 70 456 Mark Abschreibungen (71594 Mark) mit einem solchen von 223 191 Mr. (323934 Mark) abgeschlossen, so daß sich die Unterbilanz von 199514 Mark am 80. Juni 1898(d. i. nach Abzug des 117 129 Mk. betragenden Reservejonds und des Gewinnvortrages aus 1895/97 von 7311 Mark) um 323 191 Mark auf 422 705 Mark per 30. Juni 1899 erhöhi hat bei 1½ Millionen Aktienkapital und 40000 Mark Hypothekenschuld außer in den letztjährigen neue erschienenen 500000 Mark Kautions=Hypotheken. Anschließend an diesen Geschäftsbericht betonte Herr Generaldirektor Schumann=Witten in der gestern in Mülheim abgehaltenen GeneralVersammlung die technischen Schwierigkeiten und die Unzulänglichkeit der Einrichtungen für die Herstellung der neu ausgenommenen Fabrikation von Siederöhren, sowie das Darniederliegen der bisher betriebenen Velo=Röhren=Fabrikation. Das vorhandene Walzwerk der Gesellschaft habi sich von vornherein als zu schwach für die neuen Zwecke erwiesen. Die wiederholten Versicherungen des bisherigen Vorstandes von zu erwartenden guten Erträgnissen und guten Aussichten haben sich bei näherer Beleuchtung und Feststellung als nicht zutreffend erwiesen. Inzwischen habe die Kaufmännische Leitung eine Aenderung erfahren, wodurch es ermöglicht ist, die Selbstkosten annähernd zu berechnen, während bisher die Situation unübersichtlich war. Wenn das Unternehmen lebensfähig erhalten bleiben soll, so sei eine gründliche Reorganisation des technischen Betriebes unerläßlich indem eben jetzt der Hauptzweig der Gesellschaft die Herstellung von Siederröhren sein muß. Hierauf wurde dem Aufsichtsrat gegen 83 und die Direktion gegen 33 Stimmen die Entlastung erteilt. Vertreten waren 788 Stimmen, wovn 366 Stimmen auf den Aufsichtsrat entfielen, welcher sich selbstverständiich der Abstimmung enthielt. t Rücksicht darauf daß noch M 1807 Mit Rücksichzt daraus, dug noch im November 1897, nachdem also bereits 5 Monate des Geschäftsjahres 1897=98 verflossen waren, verwattungsseitig die Dividende auf 10 Proz. geschätzt worden sei, während das Jahresresultat schließlich einen Verlust von 252955 Mk. ergab, welcher sich jetzt auf etwa 30 Proz. des Aktienkapitals erhöht hat, wurde aus der Versammlung der Antrag gestellt, eine Prüfungskommission einzusetzen zur Nachprüfung der beiden letzten Jahresabschlüsse, welcher jedoch gegen 83 Stimmen abgelehnt worden ist. Die Opponenten betonten die mangelnde Kontrole seitens der Verwaltung, welche den trügerischen Berichten der Direktion Glauben geschenkt habe, weil dieselben früher sich als richtig erwiesen haben, und gaben gegen sämtliche Beschlüsse ihren Widerspruch zu Protokoll. Hierauf wurde das ausscheidende Aufsichtsratsmitglied, Rechtsawalt Allendorf=Witten, durch Zuruf wiedergewählt und ebenso die bisherigen Rechnungsrevisoren Direktor Wilhelm Meyer und Alwin Hilger. Zu Punkt 6 der Tagesordnung betreffend die Reorganisation des Unternehmens machte das Aussichtsratsmitglied Direktor Willikens=Dortmund (Rote Erde), eingehende technische Mitteilungen. Er betonte die außerordentlichen Schwierigkeiten. welche sich infolge der Neuaufnahme der Fabrikation von Siederöhren ergeben haben, weil die vorhandenen Einrichtungen nur für Velo=Röhren= Fabrikation geeignet wären. Hierdurch seien vielfach Betriebsstörungen und sogar ein Stilllegen des Werkes hervorgerufen. Heute liegt das von einer erfahrenen Kraft ausgearbeitete Projekt vor, betreffend den Umbau der Anlage, wozu etwa 500000 Mark erforderlich seren. Er selbst habe das Projekt eingehend geprüft und außerdem noch ein Ingenieur des Wittener Gußstahlwerks. Eine Rentabilität sei alsdann in sicherer Aussicht zu nehmen, was der Urheber des Projektes, Ingenieur Stötin bestätigte, indem allein etwa 10000 Mark monatlich an Löhnen durch Anlage einer hydraulichen Presse 2c. zu ersparen seien. Die Opposition lehnte es ab, nochmals neue Mittel zu bewilligen, nachdem sich bisher die grustigen Erwartungen der Verwaltung nicht veres schnell abwärts. Von 30—35 heiraten nur 12 von 100; von 35—40 sechs von 100; von 40—45 fünf von 100. Im Alter von 45 bis zu 50 Jahren wird von 40„späten Mädchen“ nur eine„glückliche" Braut und Frau. Daß es auch für 60. jährige Jungfrauen noch einen Liebesfrühling giebt, beweist die Thatsache, daß in dem patriarchalischen Alter von 60—65 Jahren eine von 365 Jungfern unter die Haube kommt. Die größten Konkurrentinnen der Jungfrauen sind die Witwen. Auf fast jeder Altersstufe verheiraten sie sich bei gleicher Zahl„sicherer und flotter“, als die jungen Mädchen. Von je 1000 Heiraten werden 858 zwischen Personen geschlossen, die nie vorher verheiratet waren, 66 zwischen Witwern und Jungfrauen, 35 zwischen Junggesellen und Witwen und 41 zwischen Witwern und Witwen. Hieraus ergiebt sich, daß Fräulein, die schon das 20. Lebensjahr überschritten haben, nicht zu verzagen brauchen, daß diese vielmehr dann noch bis zu ihrem 26. Jahre die allerbesten Heiratsaussichten haben, bis zum vollendeten 30. Jahre noch bessere Aussichten als die Mädchen zwischen 15 und 20 Jahren, und selbst bis zum 36. Jahre fast noch ebenso gute wie die„Backfische“. Wie weit der französische Statistiker bei dieser Berechnung das Fallen und Steigen der Mitgift in Betracht gezogen hat, wird nicht gesagt. —(Ein Bärenspaß.) Aus Fulda wird berichtet: Gestern Morgen gegen 4 Uhr fanden die Nachtwächter auf dem Domplatze einen Bären, der an der Nordseite des Domes an das Gitter angekettet war und durch lautes Gebrüll sichbemerkbar machte. Es wurde sofort die Eolizei herbeigeholt. e durch Aufstellung zweier Posten dafür sorgte iß die Passanten und insbesondere die Besucher des Gotteshauses von dem wütend sich geberdenden Tiere nicht belästigt wurden. Nichtsdestoweniger entstand eine nicht geringe Aufregung und nach und nach ein ziemlicher Menschenauflauf. Von der Polizei wurde festgestellt, daß ein Trupt Bärenführer die Stadt passirt hat, von dem ein Teil nach Kohlhaus, ein anderer Teil nach Maberzell weitergezogen ist, während die übrigen auf dem Leipziger Hofe ihr Nachtquartier aufgeschlagen hatten. Zwei Gäste des Leipziger Hofes haben nun in der Nacht sich den höchst zweifelhaften „Spaß“ gemacht, den Bären loszubinden und nach der Stadt mitzunehmen, wo sie ihn auf dem Domplatze anketteten. Vormittags gegen 8 Uhr meldeten sich die aus Bosnien stammenden Eigentümer, um den verlorenen Meister Petz wieder in Empfang zu nehmen. Da das Tier weder einen Maulkorb noch einen Nasenring trug, hätte es sehr leicht großes Unheil anstiften können. Den nächtlichen Bärenführern aber dürfte der„Spaß“ teuer zu stehen kommen. Centigramm Strychnin.„In 20 Minuten werde ich nicht mehr leben,“ rief Portail aus,„ich schwöre, daß ich unschuldig bin.“ Das Publikum und der Gerichtshof gerieten in große Aufregung. Portail weigerte sich, die herbeigeschafften Gegenmittel zu nehmen und rief aus:„Lassen Sie mich sterben! Ich bin entehrt, ich bin unschuldig! Ich will nicht unter dem Drucke der Schande leben. Arme Frau! Teure Kinder!"— Der bald darauf beginnende Todeskamps war entsetzlich, wenige Minuten später hauchte er sein Leben aus. Man fand in seiner Tasche einen Brief an seine Frau, in dem er ihr die ihr bisher unbekannte Anklage gegen ihn mitteilte und seine Unschuld beteuerte. Das Publikum zeigte dem Belastungszeugen Campana gegenüber eine so drohende Haltung, daß dieser unter polizeilichem Schutze entfernt werden mußte. Eine Hinria. Hinrichtung in Spanien.) Gestern erfolgte in Cerpera, Provinz Logrono, die Hinrichtung des Raubmörders Lucio Alvarez und seiner Gehulfin Catalina Magnoz. Ueber tausend Menschen wohnten der Hinrichtung bei Haarsträubende Scenen spielten sich dabei ab und angesichts derselben fordert die gesamte Presse eine Aenderung der Gesetze, um eine Wiederholung solcher Vorgänge zu verhüten. Lucio Alvarez hatte sich ganz ruhig auf die Bank des Schafsots gesetzt und der zuschauenden Menge Lebewohl zugerufen, während seine Gefährtin Catalina noch im Karren saß, der sie auf den Richtplatz gebracht hatte. Als er an seinem it gel die Kälte des Würgeisens fühlte, sprang er wie ng ei rasend auf, zerriß seine Stricke und wollte fortlaufen. Der Henker und vier Gehilfen erfaßten ihn. Er setzte sich auf die für Catalina bestimmte Bank, blieb aber auch dort nicht ruhig. Er wälzte sich wütend. und 50 Minuten lang kämpften Henkersknechte mit ihm. Catalina in ihrem Karren verdeckte ihre Augen, um die Schauderszene nicht mitansehen zu müssen. Dann bestieg sie ergeben und mutig das Schaffot. —(Um die Ehre!) Aus Weyersheim im Elsaß wird der„Straßburger Post“ geschrieben: Ein bemerkenswerter Volksgebrauch, über dessen Wert sich freilich streiten läßt, wird in unserm Dorfe geübt. Wenn unsere Bauern, ob jung, ob alt, lustig aufgelegt sind, besonders in der fröhlichen Laune nach einem guten Essen oder nach einem tüchtigen Männertrunk, so spielen sie „Mummelis“. Dieses sonderbare Spiel besteht darin, daß sich je zwei Männer mit den Köpfen anrennen, seien es in der freien Stube. sei es auch über den Tisch hinüber, wobei nicht selten Gläser zerbrochen werden und Teller in Scherben gehen. Die Beteiligten suchen sich gegenseitig so übel als möglich zuzurichten und zielen nicht nur auf den — hier zu Lande immerhin harten— Schädel, sondern auch auf Lippen, Nase und Augen, so daß mancher aus dem Kampfe mit entstelltem Gesicht hervorgeht. Regeln giebt es bei diesem Kampfspiel nicht. Preise auch nicht; es gilt blos um die Ehre, den Gegner möglichst übel zuzurichten. Auch ist es verboten, dem Sieger böse zu sein, und trotz der erlittenen Beulen, Püffe und Stöße, muß man am Ende friedlich auseinandergehen. Dieser eigentämliche Sport, über dessen Entstehung nichts bekannt ist, steht, so viel wir wissen, im Elsaß ganz vereinzelt da. Der Name„Mummelis“ ist zusambringen mit dem mundartlichen„Mummel“ gleich Stier.“ Paris, 21. Dez. Im Justizpalaste spielte sich am Dienstag ein aufregendes Drama ab. Der 52jährige Rentner Portail hatte gegen eine ihn zu sechs Monaten Gefängnis wegen Verstoß gegen die öffentliche Sittlichkeit verurteilende Entscheidung des Zuchtpolizeigerichts, die auf die Bekundung eines Ueberwachungsagenten des großen Bazars„Au Bon Marche“ Namens Campana erfolgt war. Berufung eingelegt. Trotz einer ärztlichen Bekundigung, die eine der Behauptungen des einzigen Zeugen schlagend widerlegte, vermochte Portail nur eine Herabsetzung seiner Bestrafung auf drei Monate, nicht aber die von ihm mit Sicherheit erwartete Freisprechung zu erzielen. Während die Richter noch berieten, sagte der Unglückliche zu seinem Anwalt:„Wenn ich verurteilt werde, weiß ich, was mir zu thun übrig bleibt.“ Der Anwalt versuchte darauf einen letzten Schritt bei den Richtern und erklärte ihnen, er müsse fürchten, daß eine Bestätigung der Verurteilung seinen Klienten zu einer That der Verzweiflung treiben würde.— Nach der Verlesung des Urteils fragte Portail mit angstbebender Stimme den Vorsitzenden:„Gewähren Sie mir die Wohlthat des Strafaufschubgesetzes?“—„Nein,“ erwiderte der Vorsitzende kurz. Schnell griff Portail in seinen Ueberrock, zog ein Fläschchen und leerte es mit einem Zuge, bevor ihn jemand daran zu verhindern vermochte. Das Fläschchen enthiekt 15 —(Die Leichtsinnige und ihr Gatte.) Aus Budapest wird geschrieben: Der Grundbesitzer Stefan Pekontyi hatte vor 1½ Jahren ein sehr armes aber sehr schönes Bauernmädchen, welches auf seinem Gute lebte, aus Liebe geheiratet. Aber wie viele andere schöne Ungarinnen betrog auch Frau Pekontyi ihren Gatten, machte aus ihren Liebesverhältnissen gar kein Hehl und verließ den Mann innerhalb kurzer Zeit nicht weniger als fünf Mal. Der geduldige Mann aber holte sie immer wieder zurück. Vor acht Tagen verließ sie ihn nun abermals. Vorgestern holte er sie wieder heim, und tagsdarauf machte das tolle Weib wieder Miene, davonzugehen. Da aber riß Pekontyi die Geduld. Er erfaßte eine geladene Flinte und streckte seine Frau mit einem Schuß nieder. Dann hob Pekontyi die Tote auf. legte sie ins Bett, deckte sie zu, darauf ging er in den Keller, öffnete sämtliche daselbst befindlichen Fässer und ließ den Wein, mehr als 200 Hektoliter, ausströmen. Vom Keller begab er sich in den Hof und zündete seine sämtlichen Scheunen und Wirtschaftsgebäude an, in denen Getreide und zahlreiches Vieh sich befanden, und als alles lichterloh brannte, kehrte er ins Schlafzimmer zurück, entkleidete sich, legte sich neben seine tote Frau und schoß sich eine Kugel in den Kopf. Man fand, als der Brand gelöscht war, die beiden Leichen halbverkohlt im Bette. Pekontyi hat in einem Brief an seinen Bruder genau angegeben, wie er mit seiner Frau zu sterben gedachte. — den Berliner AbendBerlin, 23. Dez. Die„Berliner Politischen Nachrichten" bestätigen, daß die erweiterte Kanalvorlage spätestens Ende Februar dem Abgeordnetenhause zugehe. Vorher sei der Abschluß der Vorbereitung einiger in der Vorlage neu aufzunehmender Unternehmungen unmöglich. In Parlamentskreiten wird angenommen, die erste Beratung erfolge erst nach Abschluß der Etatsberatung. Eigener nengruphischer Tienst des General=Anzeigers. Kriegeschauplatz. Winston Churchill. London, 23. Dez. Winston Churchill, der in die Gefangenschaft der Buren gefallene Kriegskorrespondent der„Morning Post“ der bekanntlich aus Pretoria entflohen war, ist wohlbehalten in Delagoabai angekommen. Vergnügte London, 23. Dezbr. Chamberlain reiste heute auf Weihnachtsferien nach Birmingham ab. Es erregt Befremden, daß dies am Tage vor Roberts Abreise nach Südafrika geschieht. Von Dr. Lloyds. Brüssel, 23. Dezbr. Seit dem letzten großen Siege der Buren über den General Buller wird die hiesige Transvaal=Gesandtschaft mit Beglückwünschungen, Anfragen, Beiträgen und Bitten um Anwerbung in einer Weise überschüttet, daß mit Hülfkräften Tag und Nacht gearbeitet werden muß, um auf alles zu antworten. Das Offizierkorps der deutschen, russischen und französischen Armee drücken telegraphisch ihre Freude über die Siege der Buren aus, leider fehlen auch nicht Dutzende von Sammelfexen, welche die Gesandtschaft um Beschaffung von Granatsplittern, Wassen und sonstigen Reliquien angehen. Was die unglaublich zahlreichen Gesuche um Einreihung in das Burenheer betrifft, so erbittet die Gesandtschaft von dem Berl. Lokalanz. in Rücksicht auf seine große Verbreitung nochmals daran zu erinnern, daß sie kein Werbebureau darstellt, sondern daß die Regierung von Pretoria vor Ausbruch des Krieges erklärt hat, ihr würden kriegstüchtige Freiwillige, die sich bei ihr an Ort und Stelle melden wollen, jederzeit willkommen sein. Dieser Brauch besteht auch heute noch, daher kann die Gesandtschaft weder für eine Beförderung, noch für die Schadloshaltung solcher Freiwilligen einstehen. Ein Grdkturz in Amalst. Salerno, 29. Dezember. Ein großer Erdsturz hat einen Teil der Stadt Amalsi verschüttet. Die Erdmasse wird auf 30000 Kubikmeter geschätzt. Bisser wurden zwei Tote und zehn Verwundete geborgen. Das Rettungswerk dauert fort. Rom, 23. Dez. Ueber die Katastrophe in Amalfi liegen bis jetzt keinerlei Details vor. Namentlich ist zur Zeit der Verlust an Menschenleben noch gar nicht zu bestimmen. Jedenfalls wurde auch größere Anzahl Fremder mit dem Hotel Capuccini verschüttet. Die Katastrophe erfolgte, indem über dem Hotel Capuccine sich eine Felsmasse loslöste und in die Tiefe stürzend das Hotel und mehrere Häuser begrub. Ein Teil der Felsmasse rollte ins Meer und zertrümmerte eine Anzahl Fischerbarken. Die Bevölkerung ist außer sich und irrt laut jammernd am Strande umher. Auch zahlreiche Fischer scheinen umgekommen zu sein. Von allen Seiten kommt inzwischen Hilfe. Aus Rom ging mittels Extrazuges eine Kompagnie Pioniere ab, um die Freilegung der verschütteten Häuser und die Rettung der etwa noch unter den Trümmern Lebenden zu bewerkstebig. Rom, 23. Dez. Soeben wird depeschirt, daß die größte der niedergefallenen Felsmasse dreißigtausend Kubikmeter beträgt. Das Hotel Capuccini wurde zur Hälfte, das Hotel Catharina gänzlich verschüttet. Die Bevölkerung kampirt trotz der großen Kälte im Freien, da sie neue Felsstürze befürchtet. 33 Kinder ertrunken. Brüssel, 28. Dez. Peuple meldet: Eine Kindermenge vergnügte sich gestern auf der Eisdecke des Lysflusses. In der französichen Grenzgemeinde Frelinghien brach das Eis plötzlich. Viele versanken. 33 Leichen geborgen. Christhindchen. Berlin, 23. Dez.„Lokalanzeiger“ meldet: Das die Bestätigung des Bürgermeisters Kirschner als Oberbürgermeister von Berlin betreffende Aktenstück ist dem Kaiser auf dessen Wunsch nochmals vorgelegt worden. An das Zivilkabinet ist dasselbe bisher noch nicht zurückgelangt. Crefeld wird Hafenstadt. Crefeld, 24. Dezbr. Die Stadtverordneten beschlossen die Anlegung eines Rheinhafens bei Linn für Industriezwecke. Der Kostenauswand beträgt 8200000 Mark. New=Dork, 22. Dezember.(Produkten=Börse.) Heute Gestern 81 Ku wolle 150 Baumwolle( do. New=Orleans) Mehl(Spring wheat clears)... Kaffee(Rio Nr. 7 spot) Terventin Petroleum standard white(Barrels) Petroleum(raff. in Cases) Petroleum(Crd. Balanc. at Oil City Iron(amerikan. Nr. 2 North) Stahlschienen inn kupser(Spot) Weizen Dezember do. März do. Mai Mais Dezember. do. März do. Mai Kaffee Oktober do. Dezember do. Februar Baumwolle Oktober do. Dezember do. Februar Zckuer Muscovados 7% 7½ .70 6 1 3/16 51.50 .90 11.00 166 21.50 35 25.00 16 1/% 72% 4% 74⅞ 38¼ 38½ .85 .00 .10 .04 .14 .24 %/ 7¼ .70 6 1 3/16 51½ .90 11.00 166 21.50 35 25.00 16¼.75 72½ 4% 75 39½ 39 .85 .00 .10 .03 12 .22 3 14/16 Chicago, 22. Dezember.(Produkten=Börse.) Weizen Dezember do. Mai Mais Dezember. Schmalz Oktober do. Dezember Ribs Oktober Pork Oktober Stück Schweine=Zufuhren im Westen.... 66000 74000 davon in Chicago 26000 30000 Heute 06½ 62% 33 .27½ .50 .90 Gestern 66½ 69¼ 33 .20 .45 .25 .80 Unsere werden in ihrem eigenen Interesse ersucht, das Abonnement auf den täglich erscheinenden„General= Anteiger! pro I. Quartal 1900 umgehend bei den betrefsenden Postämtern(PostZeitungsliste Nr. 2·26) erneuern zu wollen, damit am 1. Januar in der Zustellung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Letztere können wir bei dem Post=Zeitungs=Amt nicht verhindern, falls die Erneuerung des Abonnements nicht rechtzeitig erfolgt: Handel Gewerbe und Verkehr. Berlin, 22. Dez. An der heutigen Börse lag der Verkehr sehr darnieder, da die von London angebende Ermattung der grotzen westlichen Börsen die Haltung beeinflußte. Indessen war hier die Stimmung nicht gerade schwach, sondern sogar gut behauptet, wenn auch die Curse änfänglich fast durchweg Pretsabschläge verzeichneten, Die Die Abschwächung an den westlichen Börsen ist außer auf Ueberspeculation vor allem wohl auch auf Verkäufe für engliche Rechnung zu Geldbeschaffungszwecken zurückzuführen. Darauf deutet vor allem bin, daß die englischen Wechselkurse an den fremden Börsen sich so steif halten. Verstimmend hat auch die Pariser Diskonterböbung gewirkt. die anzeigt, daß die Bank von Frankreich ihrerseits nicht gewillt ist, den englischen Goldbedarf zu befriedigen. Die Schiebung wurde heute bereits merklich gefördert, wobei die Sätze für die einzelnen Papiere sich überwiegend etwas unter den für Schiebungsgeld gezablten Sätzen stellen. Eist angesichts der Geldmarktverdältnisse dervorzubeben, daß Geld für alle zu haber gewesen ist, und daß demnach die Abwicklung ohne Schwierigkeiten zu verkaufelt verspricht, während man befürchtet, daß in Paris und London die Abwicklung nichr so glatt verlaufen wird. (Fruchtmarkt.) Weizen la. 15.90, 1390. do. Ill. 18.25 Bo““;, Roggen la. 14.70. do dn Fohneise 53.50 Mi gerese) Hoser 1580, Rübsl 5400, do. faßweise u min vereinigtes Oel 55,00 Mk. für 100 Kilogramm. Heu.00 3,30 Mt Luzerner Heu 4,00 Mk. die 30 Kilogr. Preßkuchen 107 Mk. für 1000 Kilogramm. Kleien.40 Mt. für 50 Kilogramm. Raps la. 00,00. IIa 00.00 die 100 Kilogramm.45 Die verstorbenen Kaufn Isanc Rosenth. holzstraße 6, find 6 Uhr statt. Der Standesamt Vortmund. Geburten 1 Sohn““ Leember. Stablwertstraße 85. 3 Veromann Albert Macistewen, Scahuiwerkstratze 89. Bergmann Heinrich Rabe, Hahnenmurtenweg 57. Bahnarbeiter Wladislaus Marawski. Brüsselerstraße 16. Lokomotiv=Führer Gustav Flebbe, Lautstraße 16. Bergmann Ludwig Sichelschmidt, Blumenstraße 21. Kaufmann Theodor Fahnenstich, RheinischeScbs.s aSchlosser„Zug. Unterste=Wilms, Hagenstraße 18. Wilhelm Wenk, Leierweg 56. Fabrikarb. Gottfr. Brenkel, Rheinischestraße 76. Schreinermeister Albert Kall78. Manrerpolier Wilbelm Runge, Sölderstraße 29. Rangiermeister Wilbelm Klein=Tebbe, Mozartstraße 117. „ 1 Tochter: Telegrapbenarbeiter Heinrich Schürmann, vindenstraße 49. Schreiner Wilbelm Licht, Kronenstr. 21. Schneider Wilhelm Klammer, Vornstraße 54. Schreiner Heinr. Scheipers, Leopoldstraße 50. Brauer Georg Hauser, Hobensyburgstraße 78. Fabrikarbeiter Tbeddor Riederer, Krautstraße 37. Maschinist Aug. Dittmar, Uebelgönne 47. Metzger Isaab Eisenstein, Kirchenstraße 32. Metzger Heinr. Bisdorf, Westenhellweg 124. ahri### Sikorski, Oesterholzstraße 70. Lindenstraße 11(Zwilliunge). Beromann Jobann 4 Sunderweg.56. Wertführer Heinrich Wenzel, Altermühlenweg 1. Aufgebote Tagelöhner Stefan Qualkowski Bergmann Rudokf Wenzel Wilhelmine Hoowitz. Amalie Gamen. Ebeschließungen. Mechaniker Gustav Krenzlin und Anna Seidel. Monteur Georg Bebr und Anna Hattick. Bergmann Felix Sliwinski und Valeria Kamrowski. Fabrikarb. Wilhelm Witt und Alwine Driesdow. Sterbefälle. Maria Hibbeln, Papengarten 12, 1 M. Elisabeth Runge, Westwall 51, 6 M. Paul Hivv. Andregsstratze 5, 1 T. Martba Dürbusch, Schwanenstr. 68, 1 J. Witwe Schildheuer, Wilbelmine geb. Reher, Augustastraße 11, 58 J. Margarete Riederer Krautstr., ½/ Std., Witwe Schulte Lisette geb. Theele, Alsenstraße 18, 75 J. Auguste Vogt, Dürenerstr. 18, 1 M. Ebefrau Westerleicher, Wilhelmine geb. Wemböner, Friedrichstr. 79, 65 J. Friedr. Brendel. Rbeinischestr. 76, 18 Std. in G. Heerbeck, Ihr letzter Artitel, der wohl in der Not mehr gegen mich, als gegen die Fa. A. Krauß gerichtet war, muß beantwortet werden, obgieich uns der Kampf mit Ihnen deshalb jedoch zum Ekel ist, weil Sie keine ehrlichen Gegner sind und nicht mit Wahrheiten, sondern nur einzig und allein mit Unwahrheiten und Verläumdungen zu kämpfen belieben! Ersteus finde ich, daß Sie in Ihrem Artikel ganz und gar von der Hauptsache abweichen, da Sie vergessen, daß die von der Firma A. Krauß aunoncirten ArmlochServiteure in Piane, gstickt und eleganten Faltendessins, auch in anderen Geschäften zu haben sind! Zweitens sagt Ihr Vorsitzender die Unwahrheit, wenn er behauptet, ich hätte mich als Inhaber der Firma A. Krauß vorgestellt. Inbaber der Firma kann ich nicht sein, da ich noch an der Spitze eines anderen Unternehmens stebe. Als Bräutigam der Inhaberin bätte ich das Recht allerdings, mich Inbaber zu nennen! Also dieser mir gemachte Vorwurf ist unwahr und für Sie wohl der rettende Strohhalm der Notb! Daß die qu. 1000 Mark bei Wiscott& Co. in Auftrage der Firma A. Krauß von mir für dieselbe derggt. waren, kann ich dadurch beweisen, daß ich hiesige ebreihaft: Bürger als Zeugen aufrufen kann, die die Quittung geseden und geprüft haben, dieses ist also zweitens eine weitere Unwahrheit! 6 4 Gunst, die Drittenz sei bemerkt, daß uns durch###### uns von Seiten unserer werten Kundschaft erwie der Beweis erbracht ist, daß im Handschuh n artikel=Spezial=Geschäft A. Krauß, kein unlauterer Wettbewerb betrieben wird, wohl aber, wie oben legte, grobe Unwahrheiten beweisen, im Verein zur Wahrung geschaftlicher Interestetz jeder gebildst= und Ich erkläre daber öffentlich, daß ee= Monvere und anständige Kaufmann sich schämen sonlle, einem Vereine anzugehören, der solche Mittel benutzt, um zu kämpfen,#s ist ein Verein, der, wenn er überhaupt ernst genommen würde, einen Krebsschaden für die Geschäftswelt bedeutete! Ich habe mich nur nochmals mit Ihnen eingelassen, weil ich weiß, daß unsere Korrespondenz der Bevölkerung von Dortmund Vergnügen bereiiet.„„#### „Dem Nenomme der Firma A Krauß bar Jon Reibe unwahrer Bebauptungen großen Nutzen gebracht, denn dies kleine Geschäftchen macht Ibnen nur deshalb so zu schaffen, weil Jeder gern und viel dort kauft und das hat die Firma zum Teil Ihrer Reklame, die Sie durch Ihre lächerlichen Verläumdungen bewirkt haben, zu ver Mich, meine Herren. können Tie von deute ab nicht mehr beleidigen, ebensowenig, wie Sie dies der FirmA. Krauß tbun können, denn Leute, die nur mit Unwabr heiten umgeben und nicht bei der Sache bleiben, die si# für ehrliche Geschäftsleute moralisch tot! Sie haben sich wiederum blamiert und wiederum Unwahrbeit gesagt, folglich erledigt Nennen Sie Ihren Verein von jetzt ab: Verein zu Wahrung gehälsiger Interessenten! D. Elösser. Bekanntmal der gegen d Nachdem. v. Vorsiastr, Geue. ue. e der Breite der Vorn= und Orengeurg entbalte g Slat“, nbobeng 6 btskräftigen Beschluß Ausschusses zu Arnsbi September d. Js.- 1. zurückgewiesen ist, wird Plan auf Grund des letzes, gom 2. Juli 18 der Aranderung der e der Borsigstraße mit de hiermit förmlich festgeste selbe nochmals 14 Tag Tage der Veröffentl Bekanntmachung an dem Bureau des S Olpe 3. Zimmer 22, zu Einsicht ausgelegt ist. Dortmund, 12. De Der Magistrat: Fabrikaroeiter Johann Kutscher Heinrich Beher, Bergmann Jobann Haß, *0" Alte und und Belannima Standesamt Barop. Vom 1. bis 15. Dezember. Geburten. 1 Sohn: Bergm. Friedr. Stichs, Barop. Bergm. Hermann Schwoka, Persebeck. Bergmann Franz Berns, Eichlinghofen. Maurer Karl Rabe. Menglingbausen. Bergm. Friedr. Bartels, Eichlinghofen. Bergmann Franz Wandt, Barop. Bergm. Hermann Abt, Persebeck. Tagelöhner Franz Nowatzkt, Barop. Bergm. Hermann Ahrendt, Eichlinghofen. Bergm. Julius Ostholt, Persebeck. Bergm. Hermann Heuer, Eichlinghofen. Bergm. Wildelm Hoermann. Eichlinghofen. 1 Tochter: Hobler Heinrich Hüls, Barov. Berginvalide Heinrich Hofmeister, Persebeck. Rangirer Karl Schäfer, Menglingbausen. Hülfsweichensteller Georg Hermann, Menglinghausen. Bergm. Wilh. Gregel, Barop. Bergmann Friedrich Pohlmann, Barop. Monteur Gustav Herzog. Eichlingbosen. Aufgebote: Beram. Friedr. Heßmann, Salingen mit Lina Hippert, Stockum. Bergmann Johannes Maaß mit Frederike Fernau, b. Barov. Ebeschließungen: Bergmann August Mever mit Lina Kölling b. Barop. Bergmann Eduard Faehnrich, mit Wilbelmine Ostholt, b. Eichlingbofen. Bergm. Herm. Wasch mit Pauline Schaub. b. Eichlingbofen. Bergmann August Kublmann mit Emma Schwarze, b. Eichlinghofen. Vollziebungsbeamter Emil Junker. Annen mit Elfriede Holtschulze, Menglinghausen. Steiger Heinrich Köhling, Bickern mit Heuriette Schmidt, Barov. Bergmann Wild. Haase mit Frederike Thiekkiter, b. Barop. Sterbefälle: Josephine Tick, Persebeck, 6 Mon. Jobanna Guskowski, Barop. 1 Mon. Laura Ortmann, Eichlingbosen, 15 J. Ww Wemböver, Barbara geb. Hossmeister, Persebeck, 39 J. Kaufman Wildelm Tigges, Varop. 55 J. Friedrich Vollmer. Barop, 2 Mon. Albert Hüttemann, Barov. 2 Mon. Nachdem der gegen d der Breite der Weißen von der Ueberführung mund=Gronau=Enscheder ab bis zur Körnebac durchweg 20 m.— im plan Nr. 1 Blatt 5 e hobene Einspruch durchr Beschluß des Bezirks=A Arnsberg vom 23. Mai durch den Beschluß des rates vom 20. Oktober wiesen ist, wird der g auf Grund des§ 8 des 2. Juli 1875( üglich rung der Flu#inien burgerstraße mit der hiermit förmlich festgeste selbe nochmals 14 Tag Tage der Veröffentl Bekanntmachung an g dem Bureau des St Olpe 3. Zimmer 22, zu Einsicht ausgelegt ist. Dortmund, 12. DeDer Magistrat: Wir bringen hierdurc lichen Kenntnis, das au Sonntag, d. 31. und zwar nur in offener stellen ein erweiterter Geschäftsverkehr von mi 9½ Uhr und von 11¼ abends stattfinden darf. Während dieser Zeit bilfen, Lebrlinge und Ar offenen Verkaufsstellen werden. Dortmund, 16 Dez Die Polizei=Verw J..: Kienitz. Vol Belanntmal Bettvorlagen, wollene Deden, Keisedcaen reicher Auswahl. Die Besitzer von Erlau zur Benutzung von 4 Zugtiere werden aufge zum Zwecke der Verlät Erlaubnißscheine für da mit ihren Ziebbunden Wagen, welche benutzt Freitag, den 29. Deze Nachmittags 3 Uhr vor hause in Avlerbeck einzu Die Erlaubnißscheine bringen. Avlerbeck, d. 18. Dez Die Polizei=B. Gutjab Dortmund, Westenhellweg 56. Steabr Offener Brief an den Verein zür Wührung grschäftlicher Interessen! Gegen die Ehefrat Flege von Dortmun Andreasstraße 2 wohn sich verborgen hält, sol Urteil des Königlichen richts zu Dortmund vo 1898 erkannte Geldstraf event. 2 Tage Haft vollst Es wird um Strafvollf Benachrichtigung ersuch 4a, E 27298. □ Dortmund, 18. De Königliches Am 2. Zielungs für den Iügemeier ##f in Wi welcher im Ganzen ode zelnen Parzellen getei werden soll, findet am ven 27. d. Mts., 9 2 Uhr, im Lokale des Stievelmann statt. Wickede, 22. Tezem 431729) M1. Satep#e Schlußter Der 'schen Donne Nachmittag schaft von crackel. Schutn lauft man billigst“ dere 3 zu verkaufen. in der Geschäft: imsel verbricht. is und London die Weizen la. 15.90, gen la, 14.70, do .80. Rübsl 52.00. 55.00 Mk. für 100 erner Heu.00 Mt. 1000 Kilogramm. kaps la 00.00. 1Ia. mund. Albert Maciefewon, ich Rabe, Hahnenislaus Marawski. r Gustav Flebbe, belschmidt, Blumenenstich, Rheinischea3. Hagenstraße 18. Fabrikarb. Gottfr. meister Albert KallWilbelm Runge, belm Klein=Tebbe, inrich Schürmann, Licht, Kronenstr. 21. raße 54. Schreiner rauer Georg Hauser, Tbeddor Riederer, tar, Uebelgönne 47. 32. Metzger Heinr. karbeiter Johann r Heinrich Beher, ann Jobann Haß, h Wenzel, AlterQualkowski und udokf Wenzel und r Gustav Krenzlin Bebr und Anna und Valeria KamAlwine Triesdow. avengarten 12, 1 M. Paul Hivv. An), Schwanenstr. 68, geb. Reber, AugustaKrautstr., ½ Std., senstraße 18, 75 J. defrau Westerleicher, r. 79, 65 J. Friedr. rop. ber. edr. Stichs, Barop. Bergmann Franz #e. Menglingbausen. Bergmann Franz , Persebeck. TageHermann Abrendt, Persebeck. Bergm. n. Wildelm HoerBarov. BerginRangirer Karl ichensteller Georg ilb. Gregel, Barop. Monteur Gustav eßmann, Salingen n Johannes Maaß August Mever mit Eduard Faehnrich, en. Bergm. Herm. zbofen. Bergmann e. b. Eichlinghofen. nuen mit Elfriede Heinrich Köhling, Bergmann Wilb. pp. Persebeck, 6 Mon. Laura Ortmann, Barbara geb. Hoffelm Tiages, Barop. on. Albert Hütteen, Felle, vollene decken jahl. rtmund, uhellweg 56. in Herrin Mftlicher er Not mehr gegen chtet war, muß benpf mit Ihnen desje ehrlichen Gegner n nur einzig und erläumdungen zu Ihrem Artikel ganz da Sie vergessen. oncirten Armloch= leganten Faltenhaben sind! die Unwahrheit, Inhaber der Firma za kann ich nicht deren Unternehmens bätte ich das Recht llso dieser mir geür Sie wohl der Iscott& Co. in für dieselbe Berggt ich hiesige ie Quiturgeiteen itens eine wentere jeder gebildete und lte, einem Vereine um zu kämpfen. es ernst genommen häftswelt bedeutete! Ihnen eingelassen, u der Bevölkerung Krauß hat Ihn n Nutzen gebracht. en nur deshalb so dort kauft und das ne, die Sie durch ikt haben, zu vervon heute ab nicht ie dies der Firme nur mit Unwabr se bleiben, die sl# und wiederum## dt ab: Verein zm össer. — verstorbenen Reuigu Burg Isanc Rosenthaf, holzstraße 6, 6 Uhr statt. Der Vorstand. Bradumm gg. und Gronaustraße, auf 15 m thalten in dem bereits früher festgesetzten Bebauungsplan Nr. VI 2— erbobene Einspruch durch rechtskräftigen Beschlutz des BezirksAusschusses zu arnsberg von 13. September d. Js.-: B A12941— zurückgewiesen in, wird der gedachte Plan auf Grund des§ 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 bezüglich der Abänderung der Straßenbreite der Borsigstraße mit dem Bemerken hiermit förmlich festgestellt, daß derselbe nochmals 14 Tage lang, vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf dem Bureau des Stadtbauamts, Olpe 3. Zimmer 22, zu Jedermanns Einsicht ausgelegt ist. Tortmund, 12. Dezember 1899. Der Magistrat: Arnecke. Nachdem der gegen die Festsetzung der Breite der Weißenburgerstraße, von der Ueberführung der Dortmund=Gronau=Enscheder Eisenbahn ab bis zur Körnebachstraße, auf durchweg 20 m.— im Bebauungs= plan Nr. 1 Blatt 5 enthalten, erhobene Einspruch durch rechtskräftigen Beschluß des Bezirks=Ausschusses zu Arnsberg vom 23. Mai er. bestätigt durch den Beschluß des Provinzialrates vom 20. Oktober cr. zurückgewiesen ist, wird der gedachte Plan auf Grund des§ 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875( üglich der Abänderung der Flu# inien der Weißenburgerstraße mit dem Bemerken hiermit förmlich festgestellt, daß derselbe nochmals 14 Tage lang. vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf dem Bureau des Stadtbauamts, Olpe 3. Zimmer 22, zu Jedermanns Einsicht ausgelegt ist. Dortmund, 12. Dezember 1899. Der Magistrat: Arnecke. Benunurmüchung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, das auch am Sonntag, d. 31. d. und zwar nur in ossenen Verkaufsstellen ein erweiterter zehnstündiger Geschäftsverkehr von morgene 7 bis 9½ Uhr und von 11½ bis 7 Uhr abends stattfinden darf. Während dieser Zeit dürfen Gehilfen, Lebrlinge und Arbeiter in den offenen Verkaufsstellen beschäftigt werden. Dortmund, 16 Dezember 1899. Die Pollzei=Verwaltung: J..: Kienitz, Polizei=Assessor. #i..estm a a. 19.. 9“ Die Besitzer von Erlaubnißscheinen zur Benutzung von Hunden als Zugtiere werden aufgefordert, sich zum Zwecke der Verlängerung der Erlaubnißscheine für das Jahr 1900 mit ihren Ziebbunden sowie den Wagen, welche benutzt werden, am Freitag, den 29. Dezember 1900, Nachmittags 3 Uhr vor dem Amtshause in Avlerbeck einzufinden. Die Erlaubnißscheine sind mitzubringen. Aplerbeck, d. 18. Dezbr. 1899. Die Polizei=Verwaltung. Gutjahr, Sttarries. Gegen die Ehefrau Lo Flege von Dortmund, daselbst Andreasstraße 2 wohnhaft, welche sich verborgen hält soll eine durch Urteil des Königlichen Schöffeng:= richts zu Dortmund vom 1. April 1898 erkannte Geldstrafe von 10 M. event. 2 Tage Haft vollstreckt werden. Es wird um Strafvollstreckung und Benachrichtigung ersucht. 4a, E 27298. Dortmund, 18. Dezember 1899. Königliches Amtsgericht. Fe. Birlangsiremin für den Hügemeier’schen Hof in Wichede, welcher im Ganzen oder evtl. in einzelnen Parzellen geteilt, verpachtet werden soll, findet am Mittwoch, heu., 27. d. Mts., Nachmittags 2 uyr, im Lokale des Wirts. Fr. Sziegelmann statt. Wineve, 22. Tezember 1899. NI. Stiepelmann. Dr n.: 19 Psster: ## erkauf der D. Meiling Besitzung in Brackel findet Nachan... 23: d. M. schof von a 2 Uhr in der WirtBrag; rreier dierselbst statt. .. d. 20. Teabr. 1899. Honr Schutzwande Lauft man billigst Südwall 41. esiee erereer Alurg Fagwan.— Nordistr. Teitgendortmund. Borbeck. Camen. zeirechmete Aprmeseil ##er Pfund 85 Pfen: Verannrmachung. Invaliden-Versicherung. 1. Nach§ 135. Absatz 1, des am 1. Januar 1900 in Kraft tretenden Invalidenversicherungsgesetzes verlieren sammtliche Quittungskarten. alse auch die zur Zeit im Gebrauche befindlichen, ihre Guttigkeit, wenn sie nicht innerhalb zweier Jahre nach dem auf der###e verzeichneten Ausstellungstage zum Umtausch eingereicht worden sind. Der bisher auf den Karten vermerkte Zettpunkt, bis zu welchem zur Vermeidung der Ungültigkeit der Umtausch bewirkt werden mußte, ist also durch die neue Bestimmung außer Kraft gesetzt. Die Versicherten müssen daber jetzt schon darauf achten, daß ihre Karten rechtzeitig, das ist spätestens 2 Jahre nach der Ausstellung, umgetauscht werden. Die Inhaber der hiernach ungültig werdenden Karten werden desbalb in ihrem eigenen Interesse dringend ersucht, ihre Karten schleunigst zum Umtausch zu bringen.—.# 1 Umtanich Die erst nach Ablauf der zweijährigen Frin zum umtausch gelangenden und deshalb ungültig gewordenen Karten kann der Vorstand der Versicherungsanstalt auf den Antrag des Versicherten für fortdauernd gültig erklären. 2. Zur Vermeidung von Nachteilen wird ferner darauf aufmerksam gemacht, daß nach§ 146 des neuen Invalidenversicherungs= Gesetzes die Verwendung von rückständigen Marken höchstens für 2 Jahre rückwärts wirksam erfolgen kann. Alle Versicherungspflichtigen also, für welche fällige Beiträge nicht rechtzeitig oder in genügender Zabl entrichtet sind, werden in ibrem eigenen Interesse aufgefordert, die geschuldete Veitragsleistung spätestens bis Ende dieses Monats nachbolen zu lassen. Hierauf werden insbesondere die versicherungspflichtigen Hausgewerbetreibenden, nicht ständig beschäftigte Tagelöhner, Wäscherinnen, Näherinnen, Plätterinnen, Schneiderinnen und dergleichen aufmerksam gemacht. Diejenigen Personen, welche sich selbst versichern oder nach Ausscheiden aus der Versicherungspflicht die Versicherung freiwillig fortsetzen, wie selbständig gewordene Gehülfen, Gesellen u. s.., sowie Dienstmädchen, welche sich verbeiratet haben, werden darauf bingewiesen, daß freiwillige Beiträge für eine länger als ein Jahr zurückliegende Zeit nicht mehr entrichtet werden dürfen. 3. Endlich wird an die Arbeitgeber wie Versicherten das Ersuchen gerichtet. Quittungskarten, welche bis Ende des Jahres gefüllt sein würden. so viel als möglich noch im Monat Dezember d. Is. umtauschen zu lassen, und nicht damit bis nach Neujahr zu warten. Die für Dezember fälligen Marken können dann in die neue Karte geklebt werden. Dortmund, den 3. Dezember 1899. Der Magistrat. Schmieding. Eittereiro Genesterk Alle im Landkreise Dortmund sich aufhaltenden Militärpflichtigen des deutschen Reiches, welche im Jahre 1880 und früher— namentlich in den Jahren 1879, 1878 und 1841 2c.— geboren sind und ihrer Dienstpflicht im stebenden Heere noch nicht genügt haben, auch noch nicht gänzlich befreit sind, werden hiermit aufgefordert, sich in der Zeit vom 15. Jannar bis 1. Februar 1900 bei den betreffenden Ortebebörden behufs Aufnahme in die RekrutirungsStamm olle persönlich oder bei attestirter Krankbeit 2c. durch ihre Eltern, Vormünder, Verwandten oder Dienstberrschaften unter Vorzeigung ihres Geburts=Attestes bezw. des früher empfangenen Loosungsund Gestellungsscheines anzumelden. Etwaige Reklamationen gegen die Einstellung sind ebendaselbst anzubringen. Militärpflichtige welche die rechtzeitige Meldung unterlassen, werden mit Geldbuße bis zu 30 Mk. oder verhältnißmäßiger Haftstrafe belegt. Sie verlieren außerdem die Berechtigung, an der Loosung Teil zu nehmen, und den aus etwaigen Reklamationsgründen erwachsenen Anspruch auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienste und können vorweg zum Militärdienst b grangezogen werden. Der k. Landrat: v. Rynsch. Konkurs=Verfahren. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Bernhard Weyer zu Lünen ist heute Vormittag 11½ Uhr Konkurs eröffnet. Verwalter ist der Rechtsanwalt Ellerbeck zu Dortmund. Offener Arrest mit Anzeigepflicht bis zum 14. Jannar 1900. Konkursforderungen sind anzumelden bis zum 21. Februar 1900, Erste GläubigerVersammlung den 17. Januar 1900, vormittags 11 Uhr. Allgemeiner Prüfungstermin den 2. März 1900, vormtttags 11 Uhr, Zimmer Nr. 39. Dortmund, den 21. Dezember 1899. Billau, Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts. Industrie u. Gewerbe=Ausstellung für Rheinland, Westfalen und benachbarte Bezirke, verbunden mit einer Deutsch=nationalen Kunst=Ausstellung DUSSEIDORF 1902. Wegen Bemessung der Größe unserer Ausstellungsgebäude ist eine baldige Anmeldung dringend erwünscht. Anmeldebogen und Ausstellungs=Bestimmungen durch unser Bureau, Jakobistraße 14. 1041 Die Ausstellungsleitung. Ber iner Schhetder-KRademte Rudolf Maurer, GarréFür Barblere u. Friseure. Durch eine neue Verfügung bleiben sämtliche Barbier= und Friseurgeschäfte am Sonntag den 24. bis abends 8 Uhr und Sonntag den 31. Dezember bis Abends 7 Uhr offen. 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Ehren= und passive Mitglieder sind freundlichst eingeladen. Hofraum Puppen, früh. M..75, jetzt M. 2,80, do.„„.50,„„ 2,60, do.„„.20,„" 0,35, do.„„.00„„,0,45, Kafseeservice, früher M..10, jetzt M..80, do. früher M. 0,60, jetzt M. 0,45, Puppenmöbel, früher M..60, jetzt M. 0,45, do. früher M..40, jetzt M..30, Pferde, große, früher M..40, jetzt M. 2,50, do. früh. M..60,„„.45, do.„„.30,„„ 0,20, früher M..70, jetzt M. 0,45, Bankasten, fr..0,70, jetzt M..45. Kegelspiele,.60,„„.45, .60,„„.45, Kurhessch- Vorein Dortmund. Weihnachts=Feier Klaviere, mit aufstehenden Gebäulich= Trommeln,„„.60,„„ 0,45, keiten, dem Landwirt Eickelberg Trompeten,„.60,„„.45. gehörend, soll im Ganzen oder ge] Alle anderen Sachen ebenfalls teilt unter günstigen Bedingungen zu-billigst. verkauft werden. Nähere Auskunft erteilt 44690] Sonntag und beide Weihnachts.=Asseln, 22. Dezember 1899. tage bleiben meine Geschäfte ganz II. Stiepelmann.(geschlossen.(44646 Eine Parterre- Wohnung 5, 6. oder 7 Zimmer in der Nähe Dieselbe wird am 26. Dezember im Vereinslokal Börsensaal Nachmittags 4 Uhr abgehalten durch Anzunden eines Baumes, Bescheerung der Kinder, Verloosung u. Tanz. Angehörige der Mitglieder haben Zutritt.„„„)44658 Der Vorstand. Prima Feiertagsstollen sowie die 44595 feinsten Backwaaren empfiehlt die Bäckerei und Konditorei von Ernst Axnick, Lütgebrückstr 4. Sosc Dorstfeld. Ziegler's Wintergarten. (C. Briskorn.) Anbeiden Weihnachtsfeiertagen Grosse Fest-Konzerte der Kapelle Merkert unter Mitwirkung der Violin=Virtnosin Frl. Marie Weimershaus aus Köln. 6 Uhr Anzünden des Christbaumes unter Aufführung des Tongemäldes Fröhliche Weihnachten. Am zweiten Feiertage von 7½ Uhr ab: Grosser Festhall. Eintrittspreis: Zu den Konzerten 50 Pf. Zum Ball 50 Pf. 44639) Zu Konzert und Ball 75 Pf. Zehuerkarten mit Aufzahl. gültig. Ssoo 31. Dez.: Letzte Vorstellung. Neichshallen. Theater Job-Stadtfeld. Original=(44500 Plattköln. Sonntag, den 24. Dezember, Vormittags 11½—1 Uhr: Matinee Eutree 20 Pfg. Ein falscher Leutenant. Ansang punkt 3 Uhr: Kleine Preise. Zum letzten Male. Kölner Fährten Ansang 8 Uhr. Neu bearbeitet. Genovefa. Montag(.Weibnachtst.) 25. Dez., Vormittags 11¼—1 Uhr: Matinee. Eutree 20 Pfg. Er in Civil. Anfang punkt 3 Uhr: Kleine Preise, Zum letzten Male. Prosch eleillan. Anfang 8 Uhr. Zum 1. Male. Doktol Volbeuing Dienstag(.Weihnachst.), 26. Dez., Vormittag 11½-1 Uhr: Matinee. Entree 20 Pfg.(44600 Fsisterreicht. Fredenbaum. 8 Sonntag, den 24. Dezember 1899: Grosses Konzert# der Glesenkirchen'schen Kapelle. Anfang 3½ Uhr. Eintritt 30 Pig. Karten Fredenbaum u. Giesenkirchen haben Gültigkeit. Fredenbaum. Sonntag, den 24. Dezember und au beiden Weihnachtstagen: Spiegelglatte Eisbahn. Abends: Elektrische Beleuchtung der Eisfläche. Fredenbaum. 8 Alrbeiden Wennachtstagen Grösse-Ektra-Kenderte 39000 Pahrrader giebt billig ab, die .Benkhoff Comp., Rheinischestraße 67. Erscheint wöchentlich sieben Mal. 50 Dia, monatlich. Wochenbeilage sochenoi Lustige Mit der# Blätter“ nur 10 Pfg. mebr. Bei der Post mit den Beilagen; Vierteljährlich 2 Postzeitungs=Nr. 2826. Stauttheatel Fürdie Rücksendung unverlangter Mannskrivte wird keine Verantwor tung übernommen.. Verantwortlicher Redakteur: Dortmund. Sonnabend, den 23. Dezember: Nachmittags 4½ Uhr: Kinder=Vorstellung. Rothkappenen. Märchenspiel in 4 Bild. u. 1 Vorspiel Im Reiche der Feen. Größte u Erste Unsere Karo Sbeiteirhirun. der gesamten Giesenkirchen'schen Kapelle unter gefl. Mitwirkung der Konzert= u. Opernsängerin Frl. Therese Hedderich sowie des Herrn Paul Steinegg, erster Bariton vom Stadttheater in Essen. „Zur Aufführung kommt u..: Fröhliche Weihnachten. Großes Tongemälde von Ködel. Aufang 3½ Uhr. Eintritt 50 Pfg. Karten Fredenbaum u. Giesenkirchen haben bei Aufzahlung von 20 Pfg. Gültigkeit. Abends:= Anzünden eines prachtvollen Weihnachtsbaumes. KOO RRRRRRRRRRRRRRRRRRN Der Knappen=Verein Gure in Schüren feiert am 2. Weihnachtstage sein diesjähriges Anfang punkt 3 Uhr: Kleine Preise. Zum letzten Male, des Bahnbofs April od. Mai 1900 zu mieten gesucht. Offerten u. Km. 661 an die Exped. Rud. Mosse, Barmen.(44615 J. A. Noeling, Werne. per sofort gesucht)44620 Emil Rosenberg, Münsterstraße 49. Manufactur= und Modewaren.— Zu Ostern 1900 für ein Eisenwarengeschäft ein Lehrling gesucht. 42017 Näberes in der Geschäftsstelle. Haus hälterin, Möbliertes Zimmer in rubiger Gegend zu mieten gesucht. Schriftl. Off. unter Nr. 44465 an die Geschäftestelle d. Ztg.(44599 Ein heizb. möbl. Frout=Zimmer ist per 1. Jan. mit voller Pens. zu perm. Lütgebrückstr. 12, 1. Et. Einfach möbl. Zimmer bill. zu vermieten. Westwall 24, 1. Et. Möbl. Zimmer, Gerberstr. 17, 1. Möbl. Zimmer mit Frühstück zum 1. Jan. zu verm. Amalienstr. 33. 2 anst. Herren erb. sof. od. 1. Jan. möbl. Wohn= u. Schlafzimmer. Heiligegatlenstraße 37, 1. Etg. 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D der Kapelle Merkert, unter Mitwirkung der Piolin=Virtnosin Frl. Marie Weimershaus aus Köln. (Nach Mitteilungen Auf den Karolinen Flagge. Das deutsche R spanischen Inselgruppe deutscher Geist und deut nun ab dort das Szeptei Die Karolinen sind klimatischen Verhältnisse Ansiedler mit Aussicht könnten. Das Klima unserer afrikanischen KolFast alle 200 Inseln, haven, zeichnen sich mit Marianen durch üppige freies, gesundes Klima4 Jeden Abend erhebt brise, welche den ersch Beispielsweise erwies sick Inpompo auf Ponape# Forscher J. S. Kubary, Jahre wohnte, mit Erfo anpflanzte, abgesehen v Ponape angepflanzten Ki Ananas und Ylang=Yle diesem Namen bekannte Auch von Erdbeben, w hunderten sehr häufig n in den letzten Dezennie blieben. In Bezug auf die In Tiniad, welche einen Fla und 130 Quadratkilomet zuheben, daß dieselben bewohnt sind, während die zehnfache Einwohnerz Inseln mit ihren inner Jahre vortrefflichen Wei großartiger Viehstand sämtliche Karolineninseln kann. Der neue Bezirksamtn der sich auf feinen früher mit Rancherias(Farmh Weidepläßen für Viehy be Entwicklung dieses Zweig ganz besonderen Aufgabe deutsches Kapital den! Summen auf dem Ple Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. Eüstiges aus und 2 Zehnerkarten mit Aufzahlung gültig. Bergermang Konzertsaal. Eingang Münsterstr. u. Steinplatz An den 3 Weihnachtstagen, Sonntag. Montag, Dienstag: Grosse Künstler-.SpezialitätenVorstellung. Biedermeier Schnell begeistert bin i lber niemals noch so Griff ich in mein Sait Ein Jahrhundert ist es Daß von Schillers wur Diese Welt durch ihr Sammt dem Glockenlie Fei're ich den gänzliche Der mir früh das jun Wie dem Schlag der 9 Hab ich damals, mein Seiner Verse hohem S Täglich Kultreten von nur allerersten internationalen Kunstkräften. Welllüchtsiset-Verstollungent Sonntag 24. Dezember. Anfang 6 Uhr— Ende 9 Uhr. Montag, 25. u. Dienstag, 26 Dez. —6 Uhr: Kinder-Vorstellungen mit entsprechendem Programm zu halben Preisen. Abends von—11 Uhr: Grosse Vorstellungen. zu vollen Preisen. Kassenöffnung stets eine Stunde vor Beginn der Vorstellungen. Tageskasse 10—1 Uhr. 44617) Tessel* Trsth:...J des arten Nuthanser, in dessen oberem Saale ein großes dreiteiliges Gemülde der Schlacht bei Beaune Ia Rolande von Erich Mattschass ausgestellt ist, am 25. u. 26. Dezember er., von 11 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags, gegen ein Eintrittsgeld von 50 Pfg. am 27. Dezember frei. Der Reinertrag ist für einen Fonds zum Ankauf des Bildes für 16. Regiment bestimmt. Dortmund, den 21. Dezember 1899. Der Magistrat: Schmieding. Vollständig neues Personal. Nur Kräfte ersten Ranges#### Zwar, man sagt, von Doch von Gocthe stimi Abends 7 Uhr Anzünden der zwi prächtig geschmuckten Weihnachtsbäume mit 1000 Lichtern. Anf. der Vorstellung nachm. 3½ Uhr. Morgens von 11—1 Uhr: Musikal. Frühschoppen. Es ladet ergehenst ein 44652) Die Direktion. Und so stolz darauf, ei Für so manchen bravet Ist er oft auch— doch Geht dem Klügsten wiRestauration z. Soolbad, Fürst Hardenbers. Ging von Goethes Ist von Schiller doc Und des Volkes Her Jener ist der Göttli Dieser aber ist die Allbeliebte Dichterfü ertag findet Am 2. Weihnachtsseier“ bei wir 18ALL— statt. Entree 50 Pfg. Wozu freundl einladet Hagedorn, Lindenborst. ner Aiu Golt gan u zur„Stadt Dorrmund KONZFN und Anzangen eines gro# und#-Fhristonumes. Am 2. Feiertage: = B A I L Und noch eine Sann von Go Denn er nim: Denket nur, u Seine Hands auf dem Rück Teukt des Tagebuchs, Oder an die freie Aus Von Philine, die so lei An die„Brautnacht". Solches wirkt verletzent Auf ein mehr empfindl in aus von Und nur seltDoch von Se Stellt man Unbedenklich giebt billig ab, .Benkhof & Comp., Rheinischestraße 2 Jungfre Jeder Jüngli und ich selbe Haaröldusten Des von Sch Frei aus den 17 Ne 2 ader ab, die Instalt np., raße 67. und. 3. Tezember: Uor: ellung. pchen d. u. 1 Vorspiel er Feen. Krirn. nabend: latte Ihn. rische Be. Eisfläche. ∆ sarten eld. Dez. 1899: en lonzert. Uhr. 30 Pfg. 99 39000 Gesamtaustage. Nr. 351. 12. Jahrgang. Dortmund, Sonnabend 23. Dezember 1899. Zahlende Abonnenten 38000 Erscheintwöchentlich sieben Mal. 50 Dia, monatich. Mit der Wochenbalage „Dortm. Lustige Blätter“ nur 10 Pig, mebz. Bei der Post mit den -Crch Vierteljäbrich 2 Postzeitungs=Nr. 2826. Perianuaser Zeanustäibte wird keine Verantwor tung übernommen Verantwortlicher Redakteur: Karl Größte und Telephop. Redaktion und Expedition Dortmund Nr. 404. 97.=5c12g, Haupi=Agentur Avserbeck, Nr. 65. Auschlüsse: Haupi=Agentur Castrov Nr. 135. Telephon= Auschlüsse: Haupt=Agentur Herne Nr. 124. Haupt=Agentur Hörde Nr. 25. Haupt=Agentur Unna Nr. X. fAr Vortinno und Vie Provinz Westsaten. verbreitetste Zeitung in westfälischen Industriegebiet. Anparteiisches 1 Richter, Dortmund. Adation und Expedition: Tortmund. Reineldistraße 19. Apiertignspreitz Für, den Lokalversehr 20 Via, im Uebrigen 25 Vig, die Zeile. Reklamen die Zeile 60 Dig Für die Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen wird keine Garantie übernommen. Druck und Verlag General=Anzeiger Rubfus u. Cie. rgan für Jedermann. nlsehieh schtoleiertags ise 1000 Merkert, rtung der irtnosin eimershaus Iin ntritt 50 Pfg. ufzablung gültig. 9cce nann's ISaal. r. u. Steinplatz nachtstagen, 19, Dienstag: und ezaltäten llung. 8 Bersonal. ersten Ranges ünden der zwe chmückten tsbäume Lichtern. nachm. 3½ Uhr. 11—1 Uhr: ihschoppen. st ein ie Direktion. .Sosat. selisce. tsseigstas findet LL g. Wozu freundl Lindenborstl gale Dn Dortmund“ chtsleiertag: E RR T eines grotumes. ertage: L. Erste Sonntagsausgabe —— Unsere Aussichten auf den Karolinen. Nach Mitteilungen früherer Ansiedlex.) Auf den Karolinen weht jetzt die deutsche Pase,„Dos deusche Reich hat von der vorden ischer, Anselgruppe. Besitz genommen und deutscher Geist und deutsche Ordnung werden von nun ab dort das Szepter führen. Die Karolinen sind wegen ihrer angenehmen klimatischen Verhältnisse ein Land, wo sich deutsche Ansiedler mit Aussicht auf Erfolg niederlassen könnten. Das Klima ist gesünder als dassenige unserer afrikanischen Kolonien oder in Neu=Guinea. Fast alle 200 Inseln, welche wir neu erworben haben, zeichnen sich mit Ausnahme der nördlichen Marianen durch üppige Begetation und einwandfreies, gesundes Klima aus. „Jeden Abend erhebt sich eine angenehme Seebrise, welche den erschlafften Nerven wohlthut. Beispielsweise erwies sich der Boden der Pflanzung Inpompo auf Ponape als so vorzüglich, daß der Forscher J. S. Kubary, welcher daselbst fast zwölf Jahre wohnte, mit Erfolg Philippinen=Kafsee dort anpflanzte, abgesehen von den schon früher auf Ponape angepflanzten Kokospalmen, Elfenbeinnuß, Ananas und Ylang=Plang, woraus das unter diesem Namen bekannte Parfüm bereitet wird. Auch von Erdbeben, welche in früheren Jahrhunderten sehr häufig waren, sind die Karolinen in den letzten Dezennien gänzlich verschont geblieben. In Bezug auf die Inseln Saypan, Rota und Tiniad, welche einen Flächeninhalt von 185, 150 und 180 Quadratkilometern besitzen, ist hervorzuheben, daß dieselben von nur 1600 Menschen bewohnt sind, während sie vor langen Jahren die zehnfache Einwohnerzahl besaßen. Auf diesen Inseln mit ihren innerhalb der nächsten zehn Jahre vortrefflichen Weideplätzen wird sich ein großartiger Viehstand ansammeln lassen, der sämtliche Karolineninseln mit Fleisch versorgen kann. Der neue Bezirksamtmann. Herr Georg Fritz. der sich auf feinen früheren Reisen in Bolivia viel (8456 (44676 b, die Kustech Deutsche Schutztruppe auf den HerbertsInseln (Bismara=Archipet). 1 mit Rancherias(Farmhäuser mit ausgedehnten Weidepläßen für Vieh, befaßt hat, wird sich der Entwicklung dieses Zweiges der Landwirtschaft zur ganz besonderen Aufgabe stellen, und wenn erst deutsches Kapital den Mut zeigt, mit großen Summen auf dem Plane der Marianen zu erTüftigrs uns dem Engern und Weitern. Biedermeier an v. Schiller. Schnell begeistert bin ich wie Sie wissen, Aber niemals noch so hingerissen Griff ich in mein Saitenspiel, wie heut: Ein Jahrhundert ist es— ich frohlocke!— Baß, von Schilers wundervolle„Glocke“ Diese Welt durch ihr Geläut erfreut! den Plockenlied mit Frezgentriller Der mir früh das junge Herz berauscht: der Nachtigal. gm Abend, Hab ich damals, mein Gemüt erlabend, Seiner Verse hohem Schwung gelauscht! Zwar, man sagt, von Goethe sei gescheiter, Doch von Goethe stimmt uns nie so heiter Und so stolz darauf, ein Mensch zu sein. Für so manchen braven Mann zu schwierig Ist er oft auch— doch von Schillers Lyrik beht dem Klügsten wie dem Dümmsten ein! Ging von Goethes Flug vielleicht auch höher, Ist von Schiller doch uns menschlich näher, Und des Volkes Herzen werden weit. Zener ist der Göttliche, der Hehre. Zieser aber ist die populäre Allbeliebte Dichterfürstlichkeit! Und noch eins: durch manche seiner Schriften Kann von Goethe leichtlich Unheil stiften, Denn er nimmts nicht immer sehr genau! Tenket nur was, während er gedichtet, Seine Hand skandirend angerichtet Auf dem Rücken einer schönen Frau! Zeutt des Tagebuchs, der Schweizerreise, die freie Ausdrucksweise Von Philine, die so leicht erglüht, An die„Brautnacht“, an das Lied der Christel, Felchss wirkt verletzend, wie die Distel, ein mehr empfindliches Gemüt! ausgewählten Editionen F# gt, von Goethe drum in weitre Zonen— 3 nur selten hat ihn wer komplett. Stesl. en Schillers sämtliche Gedichte Unbed.ang“ jeder Tochter, jeder Nichte bedenklich auf das Bücherbrett! Jede Jungfrau darf sie memoriren, Hrd 7a 41gling darf sie deflamiren Hagrösd. einst unverzagt, 8agröldustend im Primanerrocke Des von Schiller meisterhafte„Glocke“ Frei aus dem Gedächtnis aufgesagt! Sah nagn.... Der Behörde Spitzen Fah man festlich in der Aula sityzen— Festzder Bürgermeister sehlte nicht. Hofrat saßz in erster Reihe, Fin Direttor, der Pastoren zweie, ind ein Kranz von Damen, hold und licht! scheinen, so werden wir in absehbarer Zukunft nicht mehr nötig haben, unseren Fleischextrakt aus Fray Bentos oder aus anderen südamerikanischen Plätzen zu beziehen, sondern wir werden ihn aus zmseren eigenen deutschen Kolonien beschaffen. Im übrigen repräsentirt der ganze Distrikt von Saypan, so klein er auch ist, altes spanisches Kulturland. Der dem Bezirksamtmann Arno Senfft unterUnd mit großer tragischer Geberde Schrie ich:„Festgemauert in der Erde!“ Wie der Hirsch nach Wasserquellen schreit, Holz vom Fichtenstamme ließ ich nehmen Und den Jüngling sich errötend schämen In der grünen Liebe goldner Zeit! Von dem Gürtel sprach ich, von dem Schleier, Von der Hausfrau und dem Schadenfeuer, Das des Vaters frohen Blick erschreckt; Und das alte Stadtthor ließ ich knarren Und das Auge des Gesetzes harren. Wenn die Nacht den Bösen gräßlich weckt; Und ich zeigte dann, wie unersprießlich Oft es ist, wenn Ewigblinde schließlich Aus Verzeiflung werden explosiv, Wie Hyänen hausen die Zerstörer— H ich sah's am Angesicht der Hörer, Daß sie eine Gänsehaut belief! Als ich schloß, da war kein Auge trocken. Tante Klara wischte mit dem Socken, Dran sie strickte, sich den feuchten Blick. Der Herr Rektor trat heran, der Grimme, Und er wünschte mit bewegter Stimme Mir zu diesem, meinem Vortrag Glück Heut noch denk ich oft daran mit stiller Freube— und wem dank ich sie? Von Schiller, Und noch manchen anderen Genuß Durch Gedichte, Prosa oder Dramen, Also, daß ich in der Mitwelt Namen. Ihm in diesen Strophen danken muß Ihm, dem Aeltern ohne Ruhmbegierde Laß ich neidlos seine Lorbeerzierde— Fühl ich doch gar wohl in meinem Sinn Grade setzt bei dieser Glockenfeier, Daß auch ich, der alte Biedermeier, Sozusagen sein Kollege bin. (Biedermeier mit ei in der Jugend.) * Die neueste Niederlage der Engländer. (à la Klapphorn.) Zrei Generäle. Jule und White. Die wußten in Natal nicht recht Bescheid, Deshalb schickt man Sir Buller Da wurde es— noch„duller!“ * Zarter Lästiger Gast(zur Hausfrau):„Kann der Kleine wohl schon sprechen, gnädige Fraus“ Hausfrau:„Gewiß! Karlchen, sag mal schön:„adieu Herr Hubert“!“ ### Herr Hüber! Entsetzen. Tagtäglich hört man nur noch fragt jetzt: Ist Kimberley, in Ladysmith entsetzt? Natürlich sind sie Das! Jedoch mir scheint Richt in dem Sinne, wie so mancher meint; Denn nach den allerneuesten Massacres Der Truppen Methuen's und auch Gatacre's Muß man erst wieder den Entsatz entsetzen. Wie White und Rhodes sehen mit.— Entsetzen. Neuestes Reuter=Telegramm. uchiest Dr Pieansest—.—— über die Zudring. Boate Bscher ite der anr er echeren ist durch einen staunenswerten Reichtum an Kokospalmen ausgezeichnet. Noch weiter südlich liegen die viel Copra produzirenden Matelotas= und Andreas=Inseln bis hinunter nach Mapia(DavidInseln), von welcher heute noch Niemand weiß, ob über ihr das deutsche oder niederländische Banner einst wehen wird. Jedenfalls werden aus diesem Differenzpunkte Wier der bicer Gogech Leutnants von Versewitz. Zur Jahrhundertfeier der„Ilocke“. Jerne bei Feier!—„Jlocke“ mit Lust Quarta einst vorjetragen: Sämtliche Verse am Schnürchen jewußt— Alle Bewerber jeschlagen! Heute mir freilich schwerlich noch Jlänzend wie damals jelingen. Aber sehr Vieles behalten doch: Nich aus Jedächtnis zu bringen! Beispielsweis Strophe von jold'ner Zeit: „Auge sieht Himmelsleiter. Herze rein schwelgen in Seligkeit, Sehnsucht“— na, und so weiter—— Dann auch mir immer jefallen sehr Stelle vom„Ewig=Blinden!“ Dichter beschimpft'rum als reaktionär— Ich janz un jar nich finden. Friedenscharakter im Stoff mal drin. Lied bischen zahm'rum jeraten. Sonst aber Tichter von Mannessinn, Schneidig un kraftjeladen! Fest überzeugt auch, wenn Lebensjang Schillers so früh nich vernichtet, Hätte zu„Jlocke“ später Pendant: „Lied von Kanone“ jedichtet! War entschieden der Mann dafür! Darin als Mensch un Poete Janz erheblich sympathischer mir, Strammer, forscher als Joethe! Schade, daß unterblieben is! Immer riesig bedauert! Hätte der Suttner'n doch janz jewiß Friedensmilch jründlich versauert! Ileichviel! Um deutsche Manneskraft Ew'ges Verdienst sich errungen! Tankbar'rum Rlas heut voll Rebensaft Dichter der„Jlocke“ jeschwungen! Das Echo in der Kieler Bucht. Gereizt von einem Mitgliede des Kaiserlichen Dachtklubs. Wodurch konnte Schweinburg blos in den Klub reinkomm?— Einkommen! Haben nicht auch Minister bei ihm gespeist?— War er's nicht, auf den alle Blätter schauten?— Mler m eikt mnianste### Schauten! War er nicht Miquels Freund offenbarBar! Warum hat er Prügel wohl bekommen?— Wohl bekommen! Ja, was will er denn bei uns in Kiel holen?— Kielholen! Das Ganze ist ja eine gräßliche Blamage!..... (Hier wurde das überreizte Echo so heiser, daß man kaum noch zwei Silben vernehmen konnte.) keine ernstlichen Händel zwischen Deutschland und Holland entstehen, und im Gegenteil werden die treundschaftlichen Auseinandersetzungen über Mapia vielleicht das Gute nach sich ziehen, daß sich die deutsche Landmacht eng an die niederländische Kolonialmacht anschließt, mit der wir gute Nachbarschaft, wenn nicht gar ein Allianzverhältnis zu unterhalten haben. Sollte es sich nun bestätigen, daß auf den Palaos=Inseln Kohlenlager zu Tage gefördert werden können, so wäre hiermit ein belebendes Element geboten, um die Frage der Verkehrsverhältnisse unter den so weit auseinander liegenden Inseln lebhaft in Angriff zu nehmen, Tampferlinien und immer wieder neue Dampferlinien sind es, die unseren neuen Kolonieen in erster Linie notwendig sind. „ Durch den am 2. Dezember perfekt gewordenen Samoa=Vertnag hat die lang auseinander gezogene Inselkette der Karolinen, Marianen und Palaos ihr eigentliches Rückgrat erworben. Von dem Stützpunkte Samog als einer Operationsbasis ausgehend, müssen die Verbindungen in der gesamten Südsee auf das lebhafteste unterhalten werden. Schon jetzt wird an der Ausarbeitung von drei projekirten Lampserlinien eifrigst gearbeitet, den beiden des Norddeutschen Lloyd: 1. Singavore— Herbertshöhe—Sydney—Samoa, 2. Hongkong— Ponave—Herbertshöhe—Friedrich Wilhelm=Hafen— Sydney: ihnen soll si h) als dritte im Bunde die Linie der Jaluit=Gesellschaft Jaluit=Kusaie=PonapeMarianen=Yap=Palaos=Jaluit anschließen. Derartige Linien lassen sich nicht über Nacht aus dem Boden herausstampfen; aber das nächste Jahr wird sie uns zuverlässig bringen. Napoleon I. und Königin Louise. Der„Frankf. Ztg.“ wird geschrieben: Die Unterredung Napoleons 1. mit der Königin Luise in Tilsit am 6. Juli 1807 ist bisher niemals nach authentischen deutschen Quellen geschildert worden. Die beiden bekanntesten Anekdoten, die Bemerkung der Königin über den Ruhm des von Napoleon hochgeschätzten„Friedrich II., die den Kaiser zur Milde stimmen sollte, und die ausweichende Entgegnung der Königin, sie wollte Napoleon eine Rose gegen Wiedergabe der Festung Magdeburg überreichen, beruhen auf französischen Quellen. Die erstere wird von Tallehrand erzählt, die zweite von Napoleon selbst. Sie erscheinen in der Falle. Mitten drin iu Kimberley Sitzt jetzt Herr Cecil. Dieses Mal voll Persidie Wagte er zu viel. Ringsherum in dichtem Ring Steht der Buren Heer, Hoffnung ist für ihn gering, Er entflieht nicht mehr. Hätte selbst er reservirt Sich'nen Luftballon, Schwerlich er damit passirt Draußen den Kordon. Und die Kugeln, die man schießt Zu ihm in die Stadt. Ehamberlain, wie dies verdrießt, Selbst geliefert hat, Diesmal hat sein Gaukelspiel Sicherlich kein Glück, Diesmal dreht man Herrn Ceeil Selber einen Strick. eiper einen Strick. Julklapp. Bur. Bullern hast du nu ok unn'n, Dei Nachricht kümmt tau gander Stunn'in, Dat die gerechte Saak so steiht, Dat is'ne wahre Wihnachtsfreud. Wat Bätres, as John gand tau bieten. Kannst du uns nich in'n Julklapp smieten. uns nich in 8 Inslupp David und Goliath. Da flog he em in dat Breegenfatt, Denn hundert Düvel wo bullere dat! (Niederdeutsches Lied von 1646.) * Sonderbar. .: Wo ist denn Ihr Laufjunge .: Den hab ich laufen lassen. .: Warum denn .: Weil er nicht laufen konnte. aber Sie Soldatenliebe. Unteroffizier: Ich muß mir ausbitten, Musketier Schulze, daß immer so verliebt nach dem Schlachterladen hinübersehen, wo die Würste hängen. Im Dienst hat der Soldat seine Herzensgefühle zu unterdrücken! Verstanden? doch nicht Wortspiel. Der Dichter Schmierle warf sich in die Brust, er hatte einen großartigen Gedanken. Er warf den Gedanken aufs Papier und siehe da, es wurde ein Gedicht daraus. Dann steckte er das Manuskript in ein Kuvert, adresirte es an den Redakteur einer Zeitung und warf den Brief in den Brieskasten. Der Redakteur warf einen flüchtigen Blick auf das Manustript und warf es dann in den Papierkorb. „ Auf der Straße. .: Bei der Kälte laufen Sie im einfachen Rock auf der Straße, Sie wollen sich wohl den Tod holen .: Nee, meinen Winterrock will ich vom Pfandhaus holen. mir beide etwas effektvoll zugespitzt und wenig dem natürlichen Sinn der Königin entsprechend. Nun veröffentlicht in dem eben erschienenen 3. Bande des Hohenzollern=Jahrbuches der Histgriker Paul Baillen eine Skizze über die Königin Luise in Tilsit, in der er zwei deutsche Quellen benutzt, nämlich Aufzeichnungen der Königin selbst. die freilich kein Datum tragen und unvollstänbig sind, und einen aus der Zeit jenes Ereignisses stammenden Brief der Prinzessin Luise Radzivill. der Schwester des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen. Daraus geht hervor, daß die Königin nicht ven schlechten Eindruck von Napoleons Aussehen empfing, den der König ihr vorausgesagt hatte. Sie fand vielmehr seinen Kopf von schöner Form, hatte Gefallen an seinem lächelnden Mund und erkannte in seiner ganzen Erscheinung den Typus der Cäsaren. Ueber die Unterredung selbst läßt sich nach den autheutischen Quellen Folgendes feststellen: Die Königin begann: Der Kaiser habe sie angeklagt, sich in die Politik zu mischen: Napoleon unterbrach sie mit Beteuerungen. Gleichviel, sie wolle ihn aufklären: als Gattin, als Mutter empfahl sie ihm das Schicksal des Landes. Sie bat für die linkselbischen Lande, namentlich für Magdeburg, das ihnen besonders am Herzen liege. Napoleon wollte ablenken und kam auf Toilettenfragen zu sprechen. „Sie tragen da ein schönes Kleid“— unterbrach er die Königin—„wo ist es gearbeitet? In Breslaus Macht man Krepp in Ihren Fabriken“ „Sollen wir von Putz reden in solchem Augenblick?“ erwiderte die Königin und nahm nun wiederum die Führung des Gesprächs in ihre Hand. Sie rief sein Mitleid und seine Menschlichkeit an. er antwortete mit höflichen Worten: „Wir wollen sehen, ich werde daran denken.“ Beinahe eine Stunde hatte die Unterredung gewährt, da machte der Eintritt des Königs ihr ein Ende. Eine unmittelbare Wirkung hatte die Unterredung nicht, vielmehr waren die am folgenden Tage diktierten Friedensbedingungen dußerst drückend und daher die Stimmung bei dem Festmahle dieses Tages eine sehr traurige. Noch einmal nach Aufhebung der Tafel versuchte die Königin Napoleon günstig zu stimmen. Ihre Bitten wurden jedoch mit den Worten zurückgewiesen:„Wie können Sie mich noch zuguterletzt martern wollen?“ Einer der genannten Quellen, dem Briefe der Prinzessin Radziwill, sei noch folgende Anekdote über die Behandlung entnommen, die der Kaiser dem Könige zu Teil werden ließ. Bei einer der Weihnachtslied für England. Mel.: H Tannenbaum. Oh Chamberlain, oh Chamberlain, How many Britains are now slain: Wie veel sitt in Pretoria.— Schreest Du nu noch:„Viktoria““ „Oh. Ehamberlain, oh Chamberlain, Wie wird es Dir noch'mal ergeh'n Oh Cecil Rhodes, oh Cecil Rhodes, Vou thought pou'd kili the Boers like tondsDoch hest Du bannig Di blameert, De, Buxen kamt nu anmarscheert, Oh Cecil Rhodes, oh Cecil Rhodes, Wie heurt von Kimberley nix Good's. Ob Johnny Bull oh Johnny Bull, De Bur, de makt Datt gor to dull. Lord Methuen und der General White, Die sind, sagst Du. noch„quite allrigth!“ Ob Johnny Bull, oh Johnny Bull, De Bur haut jem den Puckel vull!“ Viktoria, Viktoria, You dreamt a dream of Gloria, Nu füht dat Dings ganz anners ut, Din' army kriegt wat an de Snut. Viktoria, Viktoria, Du büst blameert— hip, hip, hurrah! ecameree— hip, hip, hu * Der Zeilenschinder. Reporter(dem ein Blumentopf auf den Kopf fällt):„Gottlob, wenigstens das Mittagessen verdienti“.— venigsiens das Mittagessel * erreicht! gchlu, Theater-Verein„Grüne Schleise“ wird Scpugr,„Wallenstein“ ausgeführt. Den Wallenstein spielt ein Friseurgehilfe. Als er die Nacherhält, daß er seines Posten als Kaiserlicher Heueralisinus,. erthoben und durch Ottavio Piccolomini ersetzt ist. bricht er mit höchstem Pathos in die Worte aus:„Es ist erreicht, Oktavio!“ Junge Gattin eines Amtsrichters:„Ja, mein Mann hat jetzt schrecklich viel zu thun mit dem Studium des Neuen Gesetzbuches!.. Und denken Sie, kaum ist er mit dem Studium des Einführungsgesetzes fertig, da haben die Gesetzgeber schon wieder ein Ausführungsgesetz gemacht. Nun ist alle Arbeit umsonst gewesen!“ nhsonst gewesen!„ Ach so. Student Süffel hat die Angewohnheit, beim Betreten des Hörsaales sich in das eine Ohr etwas Watte zu, stecken. Sein Kollege Pumpmeier fragt ihn mal nach der Ursache dieser Manipulation „Ih“, antwortet Süffel:„Das geschieht nur, um zu verhindern, daß Das, was ich mit dem einem Ohre höre, gleich zum anderen hinausgeht.“ Die„Prüfung“. .: Du, ich habe Dich einem Lieferanten gegenüber als Referent aufgegeben. Du kennst ja meine Vermögenslage— .: Hm, so ganz genau doch nicht.— wärest .genz. d. 349e, mir augenblicklich 50 Mark Begegnungen strierte er ihn, besonders seine Hosen und fragte:„Sie sind verpflichtet, alle Tage diese Knöpfe zuzuknöpfen. Fangen Sie von oben oder von unten an?“ Aus der neuen deutschen Krchlsbronung Von Amtsgerichtsrat Nagel=Dortmund. II. Buch. Recht der Schuldverhältnisse. 1. Abschnitt. Inhalt der Schuldverhält nisse. II. Umfang der dem Schuldner aus dem Schuldverhaltnis obliegenden Verbindlichkeit — seiner Schuld.— b. Haftung wegen Vorsatzes und Fahrlässigkeit. Soferu nicht ein anderes bestimmt ist. (vgl. z. B.§ 300), hat der Schuldner Vorsatz und jede Fahrlässigkeit zu vertreten. Fahrlässig ham elt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht läßt. Hat der Schuldner nur für diejenige Sorgfalt einzustehen, welche er in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegt(vgl. b.§ 690), so ist er trotzdem von der Haftung wegen grober Fahrlässigkeit nicht befreit. Ein Verschulden seiner Vertreter (vgl. allgemeinen Teil III. Abschnitt unter V) hat er im gleichen Umfange, wie eigenes Verschulden zu vertreten. Diese Haftung kann ihm jedoch im Voraus unbeschränkt erlassen werden, ihm selbst nicht die wegen Vorsatzes. D. Nachträgliche Unmöglichkeit der Leistung. 1) Objektive Unmöglichkeit. a. Unter dieser— nach Entstehung des Schuldverhältnisses— eingetretenen Unmöglichkeit der Leistung wird nur die objektive(natürliche oder rechtliche) Unmöglichkeit in dem gegebenen Falle verstanden. Ihr steht das nur subje ktive Unvermögen des Schuldners gegenüber, wenn sein Vermögen nach träglich nicht hinreicht, die Erfüllung zu bewirken, mag sie in der Leistung von Geld oder andern Sachen oder Rechten oder in der Vornahme einer Handlung bestehen. Ein solches subjektives Unvermögen ist vor= wie nachher einflußlos auf die Verbindlichkeit des Schuldners. Wohl aber steht das subjektive Unvermögen der objektiven Unmöglichkeit gleich, wenn es bei der Leistung(z. B. bei der Herstellung eines Kunstwerks) auf die Person des Schuldners ankommt und er nachträglich außer Stande gesetzt wird, einen individuell d. i. in sich bestimmten Gegenstand zu leisten,(Motive I S. 45—55.) b. Durch den nachträglichen Eintritt der objektiven Unmöglichkeit wird der Schuldner von seiner Verpflichtung zur Leistung frei, insoweit als sie unmögsich geworden ist. Erlangt er infolge des Umstandes, der die Leistung unmöglich macht, für den geschuldeten Gegenstand einen Ersatz oder Ersatzanspruch, so kann der Gläubiger die Herausgabe des als Ersatz Empfangenen oder die Abtretung des Ersatzanspruches verlangen. c. Ist jedoch die nachträgliche Unmöglichkeit der Leistung auf einem von dem Schuldner zu vertretenden Umstand zurückzuführen, so hat er— soweit hierdurch die Leistung unmöglich wird— dem Gläubiger den durch die Nichterfüllung entSchaden(vgl. oben unter B) zu ersetzen. st der geschuldete Gegenstand nur der Gatlung nach bestimmt, so hat er, so lange die Leistung aus der Gattung möglich ist, sein Un Leistung aus der Gattung möglich ist, sein Unvermögen zur Leistung auch dann zu vertreten, wenn ihm ein Verschulden nicht zur Last fällt. d. Im Falle nur teilweiser Unmöglichkeit kann der Gläubiger unter Ablehnung des noch möglichen Teils der Leistung Schadenersatz wegen Richterfüllung der ganzen Schuld verlangen, wenn die teilweis Erfüllung für ihn kein Interesse hat. Dann finden die für das vertragsmäßig Rücktrittsrecht geltenden Vorschriften(vgl. unten II Abschnitt 8) entsprechende Anwendung. e) Hat der Gläubiger das unter b angegebene Verlangen gestellt, so mindert sich sein Schadensanspruch um den Wert jener Surrogate. 1) Wird von dem Schuldner die Unmöglichkeit der Leistung geltend gemacht, so hat er zu be weisen, daß sie nicht infolge eines von ihm zu vertretenden Umstands unmöglich geworden ist. 2. Fiktive Unmöglichkeit der Leistung. a) Wird die geschuldete Leistung nach rechtskräftiger Verurteilung des Schuldners nicht von ihm bewirkt, so kann der Gläubiger ihm hierzu eine angemessene Frist mit der Erklärung bestimmen, daß er nach ihrem Ablaufe die Annahme der Leistung ablehne. Ist diese Aufforderung erfolglos, so wird die nachträgliche Unmöglichkeit der Leistung angenommen und auf Grund dieser Annahme dem Gläubiger das Recht erteilt, statt der Erfüllung Schadensersatz wegen Nichterfüllung zu beanspruchen, vorausgesetzt, daß die Leistung nicht infolge eines von dem Schuldner nicht zu vertretenden Umstands unmöglich geworden ist. (Vgl. 1. b..). b) Wird die Leistung bis zum Ablaufe der nach zustellenden Frist nur teilweise nicht bewirkt, so gilt das unter 1d Gesagte. 3. Wirkung der Rechtshängigkeit eines Anspruchs auf Herausgabe einer Spezies bei Unmöglichkeit dieser Leistung. a) Hat der Schuldner einen bestimmten Gegenstand herauszugeben, so richtet sich von dem Eintritte der Rechtshängigkeit(vgl.§ 263 C. P..) der Anspruch des Gläubigers auf Schadensersatz wegen Verschlechterung, Untergangs oder eine aus einem anderen Grunde eintretender Unmöglichkeit der Herausgabe nach den Vorschriften, welche für das Verhältnis zwischen dem Eigentümer und dem Besitzer von dem Eintritte der Rechtshängigkeit des Eigentumsanspruchs an gelten(vgl.§8987 folgende), in soweit nicht aus dem Schuldverhältnisse oder aus dem Verzuge des Schuldners(vgl. E) sich zu Gunsten des Gläubigers etwas Anderes ergiebt. b) Das Gleiche gilt von dem Anspruche des Gläubigers auf Herausgabe oder Vergütung von Nutzungen,°) c) und von dem Anspruche des Schuldners auf Ersatz von Verwendungen. E. Leistungsverzug des Schulduers, seine Folgen und seine Beseitigung. 1. Dieser Verzug des Schuldners enthält eine teilweise Unmöglichkeit der Erfüllung der geschuldeten Leistung in AnAnm..) Nutzungen sind die Früchte einer Sache oder eines Rechts sowie Vorteile, welche der Gebrauch der Sache oder des Rechts gewährt.(§ 100). Zeit, zu der sie zu bewirken ist, Abmagerung. Immer sonderbarer werden die Versuche der Korpulenten, sich von ihrem überflüssigem Fett zu zu befreien. Am besten bewährt sich doch noch immer das Abärgern, das man auf verschiedene Weise erreichen kann: Sehr beliebt ist das Warten auf die Bestätigung. Das kann aber nicht jeder haben. Leichter zu bewerkstelligen ist der Besuch einer Weinauktion, auf welcher man nur einige Flaschen zu erstehen braucht, um daheim zu seinem dauernden Aerger erken daß man sein gutes Geld für u bemerten, duß man sem gates Gelb für Wasser zausgegeben hat. Wer Wer Sozialdemokrat ist, braucht nur ein wenig gegen die Parteihäupter zu polemisiren, um auf dem nächsten Parteitag vor ###, vor Wut vollständig abzumagern. Eine Radikalkur ist die Fahrt auf einer neu erfundenen Flugmaschinen. Man kommt eutweder gar nicht oder nur uher der da .“ kren un. zu einem Bruchteil eines fruheren Umfanges wieder herunter. Bestrafte Neugier. Gast(zum Piceolo):„Nun Kleiner, was thust Du denn mit den vielen Trinkgeldern, die Du kriegst?“ Piccolo: Die darf ich ja gar nicht behalten, die muß ich alle dem Kellner abgeben, und bei Ihnen muß ich noch fünf Pfennige zulegen, weil der Kellner mir nicht glauben will, daß Sie nur fünf Pfennige geben.“ 2 Knaben=Ideal. „Fritz, was willst Du denn einmal werden?“ „Schutzmann.“ „Warum denn?“ „Weil ich die andern Leute wenns wo was zu sehen giebt.“ wegjagen kann, Im gleichen Stil. Während der Gerichtsverhandlung tritt der Gerichtsdiener ein und flüstert dem Richter etwas zu. Richter: Zeuge Strauß, es soll Ihnen eine Familiennachricht mitgeteilt werden.— Sie sind zu Zwillingen verurteilt.“ Vor Deinem Hause Liegt Eis. Streu—'s ist kein Kunststück— M: Fleiß Asche darauf! Sonst purzeln Junge und Alte, Und warte, balde Sitzest Du auch Entgegenkommend. Freier:„Nun wollen wir von der Mitgift sprechen.“ Schwiegermutter: Glät it Ihren 7, higern Das hab' ich schon mit Ihren Cläuvigern geordnet.“ Wochenkalender des Kladderadatsch. Im alten fröhlichen Engelland Schallt herzbewegliche Klage, Nie het es gegeben am Nie halt es So traurige Thei gegeben am Themsestrand Weihnachtstage. Man zog in den Krieg so frisch und froh, Man dachte so leicht zu siegen, Nun meldet täglich Reuters Bureau Von schmählichem Unterliegen. Um die Wette blamieren sich im Feld Die Herren Generale, Noch niemals stand die stauende Welt Vor einem solchen Skandale. Bricht Kitchener nicht des Unglücks Bann, An wen soll man sich noch klammern? Uniformierte Hunde kann Das Schicksal Englands jammern! Ein jeder denkt in Sorgen schwer An des blutigen Kampfes Ende, Nur wenig Intresse hat man daher Für die frohe Jahrhundertwende. Dem neuen Säkulum versagt Man ganz die schuldige Ehrung, Man denkt an Weihnachen noch und klagt: „Nun haben wir die Bescherung!“ Erfolgreich. 4s0 JIgl Tachha Kundin:„Also Ihr Baby haben Sie auch mit diesem Kindermehl aufgepäppelt; hatten Sie denn guten Erfolg?“ .,Drogist:„Na, ich sage Ihnen; wegen des Bengels habe ich extra eine größere Wohnung uchnen massez. u6 Vollkommen. .:„Wie, Deine Frau kann reiten und radeln? auch .:„Ja, die wird allen Sätteln gerecht!“ Der verliebte Postadjunkt. „Wohin so eilig mit der Säge, Gevatter?“ „Zum Postamt; der Adjunkt hat eben einem nädchen, das vor dem Schalter stand, einen Kuß gehsnpolen, und da ist er im Fenster stecken gewie diese gleicher Weise bei einem Annahme verzuge des Gläubigers eintritt. Voraussetzung des Leistungsverzuges des Schuldners ist zunächst die Fälligkeit seiner Leistung. Weiter hinzutreten muß die Mahnung des Gläubigers, in sofern nicht eine solche zufolge der nach dem Kalender für die Leistung bestimmten Zeit überflüssig wird. Als Mahnung gilt die Zustellung der Klage oder eines Zahlungsbefehls. Der Schuldner kommt nicht in Verzug, so lange die Leistung infolge eines von ihm nich zu vertretenden Umstandes unterbleibt. 2. Kommt der Schuldner in Verzug so treten diese Nachteile für ihn ein: a) Er hat dem Gläubiger den durch den Verzug entstandenen Schaden zu ersetzen. Hat infolge desselben die Leistung für den Gläubiger kein Interesse, so kann dieser— unter Ablehnung der Leistung— Schadensersatz wegen Nichtersüllung verlangen. b) Er hat während des Verzugs jede Fahrlässigkeit und auch die durch Zufall eintretende Unmöglichkeit der Leistung zu vertreten, wenn nicht der Schaden auch bei rechtzeitiger Leistung eingetreten sein würde. c) Er hat eine Geldschuld während seines Verzugs mit 4 Prozent zu verzinsen, insoweit nicht aus einem anderen Grunde höhere Zinsen fortzuentrichten sind. Das Zinseszinsverbot(vgl. oben lt) gilt auch für Verzugszinsen. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens wird hierdurch nicht ausgeschlossen.— 0) Ist er zum Ersatze des Werts eines Gegenstandes verpflichtet, der während des Verzugs untergegangen oder aus einem damals eingetretenen Grunde nicht herausgegeben werden kann oder verschlechtert worden ist, so hat er auf Verlangen des Gläubigers dem zu ersetzenden Betrag von dem Zeitpunkte zu verzinsen, welcher jener Wertbestimmung zu Grunde gelegt wird. Der Verzug des Schuldners hört für die Zukunst mit dem Zeitpunkte auf, in welcher er das Versäumte nachgeholt hat. Tindlische Wöchen=Lenmolmi! Dortmund, 23. Dezember. Unser industrielles Leben stand in der verflossenen Woche unter dem Eindruck der Diskonterhöhung. In den großen Bewegungen solcher Art ist die ganze Welt sozusagen wie ein einziges Dorf, und der Wellenschlag, der geldliche und geschäftliche Interessen einer bedeutenden Handelscentrale wie Großbritannien aufwühlt, ist nicht in einem verhältnismäßig beschränkten Bassin einzuschließen, sondern er bricht sich an allen Ufern, nach welchen die Schiffahrt ihre Flaggen sendet". So müssen also auch wir empfindlich unter den leichtfertigen und frivolen Ausdehnungsgelüsten unserer angelsächsischen Vettern leiden; unsere gewerblichen und geschäftlichen Kreise müssen infolge der enormen Geldverteuerung Opfer bringen, die, falls sie, wie fast zu befürchten steht, längere Zeit fortdauern, die glänzende industrielle Konjunktur gefährden könnten, die noch auf Jahre hinaus gesichert schien. Denn die Unternehmungslust auf den verschiedensten Wirtschaftsgebieten, die unsere Industrie zur Zeit alimentiert, wie Bahnbauten, Errichtung von Elektrizitätswerken 2c., sie wird gedämpft werden müssen, wenn die Geldbeschaffung für diese kulturellen Zwecke mit Opfern verknüpft ist, deren Größe den Unternehmergewinn und die Rentabilität in Frage stellen. Wenn nun auch das Großgewerbe und Du bist der beste Bruder auch nicht Gar mancher der im Reichtum lebt, Vergißt die eig'nen Brüder, Und wenn sein Nachbar aufwärts strebt, So drückt er rasch ihn nieder. Doch sitzt er selbst in Pein und Qual, Macht mit dem Stock Bekanntschaft, Erinnert er sich auf einmal Der Freunde und Verwandtschaft. Dann steht sein liebes Herz in Flammen, Ruft:„Brüder seid ihr da? Wir halten fest und treu zusammen, Hipp hipp hurra!“ Dann kommt's wohl, daß der and're spricht: Nimm ruhig Deine Hiebe! Solch' großer Tolpatsch bin ich nicht, Ich kenne Deine Liebe! Ich gönne Dir die Prügeltracht Und mag nicht Hülfe bringen, Doch wenn es Dir Vergnügen macht, So will ich mit Dir singen: Die wir von einem Vater stammen, Sind Brüder ja beinah', Wir halten fest und treu zusamwen, Hipp hipp hurra!“ Du Bruder jenseits des Kanols, Du Räuber und Pirate, Du kriegtest niemals voll den Hals Und zeigtest keine Gnade, Du hast uns Deutsche oft gepufft Mit Deinen groben Knöcheln, Darum, wenn ausgeht Dir die Luft, Magst Du ein Weilchen röcheln! Du schwörest Liebe uns vor allen, Wir glaubeu es beinah', Wir halten fest und treu zusammen, Hipp hipp hurra! Ein Bruderbund geschlossen sei, Doch müssen wir erst fragen: Ist wirklich ein Geschäft dabei? Ist etwas rauszuschlagen? Wir kennen Dich zu gut dazu, Um für Dich einzuspringen Und sind voll Schläu' und Treu' wie Du, Wenn wir jetzt mit Dir singen: Weil wir von einem Vater stammen, So stehen wir nur nah', Wir halten fest und treu zusammen, Hipp hipp hurrah!“ Grenzen des Repertoirs. .: Sarah Bernhardt, die jetzt auf allen Bühnen als Hamlet auftritt, soll ja im Sinne haben, demnächst auch die Rolle des Kaufmanns von Venedig zu spielen. .: Unmöglich. .: Warum denn? .: Die Rolle kann bekanntlich blos von einer erson gegeben werden, die wenigstens„ein sund Fleisch“ am Leibe hat.(ust. Bl.) Gut pariert. Gatte:„Als ich Dich heiratete, glaubte ich, Du wärest ein Engel!“ Gattin:„O, das denkst Du jetzt gewiß auch och, und deshalb willst Du mir auch nie ein Kleid RR n00 kaufen Schlechte Erfahrung. „So, Sie haben also aufgehört mit Radfahren und reiten lieber?“ „Ja, sehen Sie, das Pferd geht wenigstens nicht jedesmal kaput.“ Erster Soldat:„Sieh, wie lieb mich meine Anna hat, die winkt schon mit dem Taschentuch!“ Zweiter Soldat:„Meine Jette hat mich noch lieber! Die winkt mit einer Wurst!“ reiche Bank= und Kaufmannsstand oher in der Lage ist, die Verluste zu tragen, welche ihm das knappe und teure Geld auferlegen, so gerät das Kleingewerbe und der Detaillist in eine sehr schwierige Lage. Die von ihnen beanspruchten Kredite würden teils abgeschnitten, teils stark beschränkt werden müssen, und die zu zahlenden Schuldzinsen drohen eine unerschwingliche Höhe für denjenigen zu erreichen, der nur mit kleinem Verdienst arbeitet. Nur eine rasche Beendigung des südafrikanischen Krieges könnte die drohenden Gefahren abwenden, die auch für unser Geschäftsleben am Horizonte erscheinen. Wird ein gedemütigtes England zum Friedensschlusse schreiten? Wir fürchten, nein! Aber wir fragen weiter: Kann sich Europa auf die Dauer die Fortsetzung eines Krieges gefallen lassen, durch welchen es seine wichtigsten materiellen Interessen bedroht sieht? Die Großmächte könnten vielleicht schon in Bälde vor die Beantwortung dieser Frage gestellt sein, und sie haben es in der Hand, dieselbe in einer Weise zu lösen, welche alle friedliebenden Kulturstaaten, wenn auch nicht England, vollauf befriedigen würde. Was die Diskonterhöhung für Dortmund besonders empfindlich macht, ist ihre lähmende Einwirkung auf das Baugewerbe. Wir haben schon jetzt Mangel an Wohnungen, und es kann damit leicht so schlimm werden, daß die städtische Verwaltung in irgend einer Weise eingreifen muß. Wie alles seine erfreuliche Seite hat, so auch die Diskonterhöhung. Sie wird wahrscheinlich dem geradezu schwindelhaften Emporschnellen der Grundstückspreise in etwa Einhalt thun. Nicht genug ist städtische Spar, dab unsere vorzüglich geleitete anzuertennen, cus. Achsere, verzüglich getenele „iche Erarfasse bei Beleihungen eher zu vorsichtig als zu freigebig war. Ob nicht manche Sparkasse der Umgegend bei dieser Spannung auf dem Geldmarkte schließlich Kopfschmerzen bekommt? Das liebliche Weihnachtsfest steht vor der Thür und in Palast und Hütte trifft man hierzu die Vorbereitungen. Giebts wohl ein schöneres Fest. als dieses weihevolle Fest des Friedens? Ob man es auch drüben in#dafrika feiert? Oder werden sich die Engländer## Buren auch während der Weihnachtstage streiten: Möglich ist es. Die Briten haben manche Scharte auszuwetzen und werden die erste beste Gelegenheit ergreisen, um sich an ihren Feinden zu rächen. Die Buren werden indessen auf ihrer Hut sein. Sie kämpfen für ihre Freiheit und ihr gutes Recht und darin werden sie von fast sämtlichen Nationen unterstätzt. Alle Welt ist empört über das Vorgehen Englands und in öffentlichen Versammlungen drückt man den Buren die vollste Sympathie aus. So geschah es am Dienstag auch in Dortmund. Der Gartensaal des Kölnischen Hofes“ war gedrückt voll und es herrschte die begeistertste Stimmung. Anhänger aller Parteien hatten sich eingefunden und spendeten dem Redner des Abends reichen Beifall. Der interessante Vortrag verdiente diesen in vollstem Maße und es war ganz gleichgültig. aus welchem Munde er kam. Die nachher veranstaltete Sammlung dürfte ein günstiges Resultat erzielt haben, denn es schloß sich sozusagen Niemand von den Anwesenden aus. Vielleicht hören wir noch, wieviel Gelder eingekommen sind. Was schon für den Theaterbaufonds gezeichnet ist bekannt. Es sollen 350000 Mark sein und die Stabt einspringen müßte, um die Fheaterfrage ihrer endlichen Lösung entgegenzu Daß der weiß, hat..“agstrat die Kunst zu würdigen wiesen weichr mit den beiden Subventionen be Wiesen, weiche die Stadtverordneten in ihrer letzten Stadt Lirig debatirt. den Viertischen, art a meiten natirich Am meisten besprochen wurde die Subventio. nirung des Kapellmeisters Hüttner mit 10000 Me Wir betrachten diese Sache ganz losgelöst von der Personenfrage. Für uns kommt es darauf an. daß die Stadt Dortmund dafür sorgt, daß hier starke und künstlerisch geschulte Musikkapelle vorhanden ist. Das ist die Stadt dem von hohen Steuern belasteten Mittelstande, besonders auch den tausenden von Privatbeamten schuldig. Es mangelt ja hier an mancherlei idealen Genüssen, die viel kleinere Städte haben. Können wir nun mit Ultnismäßig bescheidenen Summe von 10000 Mark hier wenigstens schöne Symphonie. und Volkskonzerte, ausgeführt von einer Kapelle von 40 tüchtigen Mutnern, schaffen, so sollte man es auch thun.„Wenns“ und„Aber“ giebts auch bei dieser Frage genug. Aber damit kommt man nicht weiter. Die Nörgler in Dortmund allerdings, die an allem etwas auszusetzen haben, sind auch diesmal wieder höchst entrüstet, daß das Geld der Steuerzahler so auf die Straße geworfen wird Diese Herren kann man nur zufriedenstellen, wenn man ihnen selbst die 10000 Mark auszahlt. Berechtigten Anlaß zum Moniren hätten sie, wenn es sich bestätigte, daß ein neuer Branddirektor angestellt werden soll. In diesem Falle würde das Geld thatsächlich auf die Straße geworfen. Dem weiteren Ausbau unseres Feuerlöschwesens haben wir stets das Wort geredet. Aber es muß auf die richtige Weise geschehen. Es ist entschieden verkehrt, aus unserer bescheidenen Brandwache mit einem Schlage eine BerufsFeuerwehr à la Hamburg zu machen. Man gehe Schritt für Schritt vorwärts. Zunächst vermehre man mal die Wachmannschaften, aber nicht höher, auf 20 bis 24 Mann. Auch schaffe man die noch erforderlichen Geräte, eine Dampfspritze 2c. an. Aber damit muß es aufhören. Die Anstellung eines Branddirektors wäre für unsere Verhältnisse der größte Unsinn des 19. Jahrhunderts. Der jetzige Brandmeister, der nebenbei bemerkt ein Gehalt von 1600 Mk. bezieht, hat seinen Posten mit großer Gewissenhaftigkeit versehen und es auch nicht an dem nötigen„Schneid“ fehlen lassen. Seitdem die Brandwache mit Pferden ausgerüstet ist, zeigt es sich auch, wie notwendig diese von ihm ist, irger der 1. und 2. Steuerklasse haben sich verpflichtet, im nächsten Jahre einen nochmaligen Beitrag zu zahlen. Wir kämen also mit dem Theaterbau langsam, aber sicher vorwärts. Wir befürchten jedoch, daß sich viele der Steuerzahler mit 10000 Mk. und mehr Einkommen zurückziehen werden. Unter ihnen befinden sich genug. die trotz ihrer„schweren" Einnahme Sorgen viel und Zeit zu wenig haben, um an den schon lange erstrebte Einrichtung war. Am Donnerstag wurde die Wache nach vier Brandstellen gerufen und jedesmal war sie so frühzeitig am Platze, daß das Feuer gelöscht werden konnte, ehe es weitere Ausdehnung der Branddirektor mit dem Offiziersrang ig gewonnen. Wofür nun dem Offiziersrang? Die Wtich Anstellung desselben würde besonders auch in gewissen Kreisen des Nordens Unzufriedenheit erregen. Wir meinen diejenigen, welche einen Verein gründen wollen, der die Interessen des Nordens schützen und fördern soll. Ueber den Norden ist in letzter Zeit in ernster und humoristischer Form viel geschrieben worden. Wir geben zu, daß der Norden früher vernachlässigt ist. Es sind dort viele Sackgassen und wenig vernünftige Straßen angelegt. Man kann also nur billigen, daß sich unsere nördlichen Mitbürger energisch rühren und sich in einen Verein zu sammenschließen. Man kann aber auch zu weit gehen. Wenn der Verein berechtigte Beschwerden geltend macht, so kann man ihn darin nur unterstützen, er soll sich aber hüten, Schreier hochkommen zu lassen, die alles bemängeln, aber dabei nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Im Uebrigen läßt sich nicht leugnen, daß für den Norden in letzter Zeit viel gethan worden ist. Weiblicher Stoßseufzer. dac meirsisch an Karl. Karl, Du bist " chon ganz auf den Hund gekommen, jeden Abend rommst Du mit einem Spitz nach Hause, und wenn ich Dir Vorwürfe darüber mache, dann stehst Du da wie ein begossener Pudel. Musikalisches Ballgespräch. Apropos, von wem sind doch gleich die „Lustigen Weiber“ komponiert? Nanu, doch von Windsor! Eine englische Bußlitanei. In Ladysmith sprach der General White: „Ich möchte gern raus, doch es geht nicht zur Zeit.“ „Sie schossen so grimmig,“ sprach Methuen, der Lord, „Da macht' ich zur rechten Zeit mich noch fort.“ „Goddam!“ sprach Gatacre,„auch ich hab' mein Teil, Drum such' ich jetzt hinter den Schanzen mein Heil.“ „Mein Plan,“ sprach Buller,„war etwas zu sein, Wo mögen jetzt meine Kanonen sein?“ So sprachen die Vier und sie seufzten dabei. Nun kennt ihr die britische Bußlitanei. Der Krämer und sein Lehrling. (Eine pfiffige Geschichte.) Es war mal ein Bursche, ein pfiiffiger Junge, Der liebte gern Süßes für Magen und Zunge, 'rum bei einem Krämer trat er in die Lehr', Doch schade! sein Meister vertraut ihm nicht sehr! Dem Krämer ward's sauer, es ist kein Vergnügen Von Morgens bis Abends nur Waaren zu wiegen, Ein Kilo, ein Halbes, ein Viertel, ein Lot, Und dann auch noch pumpen, o je, welche Not! Der Lehrling, der wußte sich besser zu hegen Und sich an Rosinen und Syrup zu pflegen, Und häufig schon ward er vom Herrn überrascht, Wenn still er im Keller vom Vorrat genascht Da setzte der Herr einen Damm dem Stibitzen. Um vor dem Vernaschen die Waren zu schützen; Er sann auf ein Mittelchen, pfiffig gar sehr, Und nahm sich den naschhaften Lehrling mal her. „Hör', Bursche!“ so sprach er zur Feierabendstunde Und that einen Pfiff dann mit höhnischem Munde: „So oft Du im Keller bist, Naschbengel Du! So pfeifst Du! Verstanden? Und pfeifst immerzu!“ Beim Examen. Professor(der Medizin):„Herr Kandidar, woran erkennen Sie, daß Sie einem ernsten Fall gegenüberstehen?" Kandidat:„Wenn der Patient daran stirbt, Herr Professor!“ Höchste Devotion. Kanzleirat Rückenbeuger bestellt sich soeben ein warmes Bad—„neunundzwanzig Grad, wie immer“— als Se. Exzellenz der Herr Präsident ebenfalls erscheint.„Die große Wanne, mein Lieber — acht undzwanzig Grad!" ruft Se. Exzellenz dem Badediener.—„Für mich“, bemerkt Rückenbeuger mit vor Demut ersterbender Stimme,„dann natürlich nur siebenundzwanzig!“ Otto Sommerstorff als Humorist. Vorbei ist das Naschen, vorbei ist das Nippen, Nun muß er zum Pfeifen stets spitzen die Lippen; So pfeift er, der Arme, und pfeift ohne Ruh', Der pfiffige Krämer freut sich dazu. Im neuen Jahrhundert. Mutter(im Januar 1900): Aber Du wolltest Dich doch im neuen Jahrhundert bessern! Sohn: Allerdings; nur bitte ich Dich, zu beachten, daß ich das neue Jahrhundert nach Adam Riese erst vom 1. Januar 1901 an datire. Kühner Vergleich. Unteroffizier:„Müller, Sie werden auch alle Tag' magerer! Sie schauen bald aus wie ein geiste 5##.# mästeler Vinosaven! Fauler Zauber. Sie: Willst Du nicht einen Apfel essen, Männe? Er: Nee, danke. Du möchtest mir wohl vorzaubern, wir lebten noch im Paradiese! Der vornehmste Heldenspieler, der warmherzige Künstler mit dem edlen Feuer, ist in seinen Mußestunden ein leichter, tändelnder, boshafter Humorist. Er ist der„Storff“ der Fliegenden Blätter, jener Verskünstler, der mit Laune und Gemüt von den Bergen und Menschen seiner Heimat singt, aber auch die Geißel des Spottes schwingt und mit dem Gewande des Parodistischen manche bittere Wahrheit umkleidet. Er hat jetzt seine„Scherzgedichte“ im Hofmann'schen Verlage erscheinen lassen, und fast jede dieser Anspruchslosigkeiten zeigt den gewaltigen Unterschied zwischen der Individualität des ernsten Schauspielers und der des Schriftstellers, der mit Leid und Freud tändelt. In„Des Sohnes Brief“ schildert er die Mutter, die mit Bangen des Sohnes spät und früh denkt und den alten Wangen sich manche Thräne wischiehunz wie läßt Sommerstorff das Sehnen, die der Mutter ausklingen?—„Ein Brief! schreibt das teure Kind?“. Sie liest. Blicke— zuckt's wie ein leises Weh:„Geliebte Mutter! Schicke mir eiligst Geld! Adien!“— In seiner harmlosen Bosheit empfiehlt er folgende Lebensweisheit: „Für den Fall, daß Du keine Worte hast, lerne schweigen, Für den Fall, daß Du kein Pianosorte hast, lerne geigen.“ Er hat sich auch den„Zeitmenschen“ konstruiert: „Er wälzt#un, in Idealen, sichi Er watet in Poesie, Er kann musizieren, kann malen, Er kann seine Schulden nicht zahlen: Das ist ein wahres Genie!“ Kein Geringerer als Peter Rosegger charakterihischen Wei siert in seinem„autobiograpgisu Werke„Mein Weltleben“ den Humoristen Otto Sommerstorff in folgender Weise:„In diesem jungen Manne hatte sich der naive Idealismus seltsamerweise verein mit der Ironie und der Neigung zur Parod“ Gedichte und Scherze, die man nachmalig von in den Fliegenden Blättern fand, geben davon beredtes Zeugnis.“ Der edle, ritterliche Olte Sommerstorff kann, wie seine in seiner steyrische Heimat wurzelnden„Dialektgedichte“ beweisen, au0 gemütvoll und innig sein, und das paßt unseren idealen Otto wirklich vortrefflich. Dr wollen nur an m Kostenaufwand #st. Zwar bringt er Grundstücke sind doch ngestiegen. legt worden, die 700 lerinnern wir an die Nordmarkt, an die Hafen führende ation und an vie Zummen ausgegebei dieses alles erwägt. alse angeht 6e 6 Aber das alles ka siel größerem Maße. beehab richuig, das danen und es mit be katten. Auch für die zilhafter, denn geger Hospitale, welches mitteln versehen ist Aerzte steht, fällt dor einige Verunglückten ehr ins Gewicht. Viel angebrachter kweiten Realschule ste Vereins, die nördlich wäre praktisches Ma anderen Fragen u an der ja ooch ändern ist. Wenn die Nördl die Hälfte der Einwo gemäß von 48 Stad Forderung denn doc hat jetzt 7 zum Teil für die berechtigten übrigen sind die Ste Stadtteil, sondern f Die Gegner könnten weiter entgegenhalte matisch genommen, ordnete beanspruche den 7. Teil der Stei Aber das beste is zahlenmäßige, oberfl garnicht einläßt, so #mögen sie wohnen, Wie sehr sich der ##wie sehr die HausZeit zufrieden sind, kannter Wirt am E stadt, welcher vor vi 125000 Mark gekauf Angebot von 200000 es fiel ihm garnicht verkaufen. Das ist von der Entwickelun rein agitatorischem kann. Vielen der S Grundwerte allerdi meinen, wenn sie ir oder anderswo, vor 80 Mark die Rute 0 schon die Rute 800! Wunsch ist nicht leich seits wünschen, daß diges und fröhliches Wir wünschen ferner Armen und Hilfsbel zu teil wird. Der h dieser Tage 800 Ma Kriegsinvaliden. D zur Nachahmung em d (Ein Kapitel a Signor Saltarin sich der Artisten=Fach hat die Litteratur neues Werk bereiche Eduard Lintz in Dil Artist in den Ausha verrucl vom 22 N FEn Amsterdan *** Skandianv. Plätse Lesdes:: Madrid Neu Tert Paste 677•1• .semn Ceos Anl F8 müßte, um die bsung entgegenzu. unst zu würdigen Subventionen beleten in ihrer letzten hat darüber in der iston natürlich an de die Subventio. ner mit 10000 Me. z losgelöst von der it es darauf an. sorgt, daß hier eine Musikkapelle vordem von hohen besonders auch den chuldig. Es manlen Genüssen, die unen wir nun mit nen Summe von chöne Symphonie. von einer Kapelle ffen, so sollte man Aber“ giebts auch damit kommt man irtmund allerdings, haben, sind auch daß das Geld der geworfen wird. riedenstellen, wenn rk auszahlt. mniren hätten sie. euer Branddirektoe iesem Falle würde Straße geworfen. Feuerlöschwesens geredet. Aber es geschehen. Es ist serer bescheidenen age eine Berufsnachen. Man gehe Zunächst vermehre aber nicht höher, schaffe man die e Dampfspritze 2c. n. Die Anstellung insere Verhältnisse ihrhunderts. Der übei bemerkt ein hat seinen Posten sehen und es auch d“ fehlen lassen. ferden ausgerüstet ndig diese von ihm tung war. Am nach vier Brandir sie so frühzeitig cht werden konnte, inen. Wofür nun ffiziersrang? Die inders auch in geriedenheit erregen. se einen Verein ssen des Nordens ter Zeit in ernster schrieben worden. iher vernachlässigt n und wenig verin kann also nur lichen Mitbürger einen Verein zu aber auch zu weit tigte Beschwerden darin nur untern. Schreier hochingeln, aber dabei ilgen. eugnen, daß für ethan worden ist. K „Herr Kandidar, nem ernsten Fall tient daran stirbt, on. llt sich soeben ein inzig Grad, wie r Herr Präsident anne, mein Lieber Se. Exzellenz dem erkt Rückenbeuger ime,„dann na!“ Humorist. der warmherzige in seinen Mußeshafter Humorist. en Blätter, jener Gemilt von den imat singt, aber nat und mit dem che bittere Wahr„Scherzgedichte“ inen lassen, und en zeigt den geer Individualität der des Schriftändelt. In„Des Mutter, die mit ih denkt und von räne wischt, len, die Wehmut in Brief? Was liest. In ihrem Weh:„Geliebte Adien!“— In ehlt er folgende Worte hast, wweigen, janosorte hast, igen.“ den“ konstruiert: Dir wallen nur an den Hasen erinnern, der mit einem Kostenaufwande von 4 Millionen gebaut F. Zwar bringt er noch wenig Leben, aber die Zstücke sind doch in seiner Umgebung mächtig Rron Ferner ist die Mallinkrodtstraße angeworden, die 700000 Mk. gekostet hat. worden, bie Hrachtvolle Nordstro Dann nalen, ht zahlen: KOrus ggeltlegen. wir an die.g, gaße, an den an die nördliche Badeanstalt, an die Word hafen juhrende Straßenbahn, an die KanaliCtion und an vieles andere, wofür ungeheure Summen ausgegeben worden sind. Wenn man bieses alles erwägt, dann muß man doch sagen die Hebung des Nordens viel geschehen ust. Was die Forderung des konfessionellen KrankenPhauses angeht, so sollte man doch bedenken, daß dieses eine Privatsache ist. Wir sind Gegner eines kolchen Krankenhauses, namentlich deshalb, weil wir daß ein konfessionelles Krankenhaus die Mittel besitzt, um neuen Erfordernissen der Medizin und Chirurgie zu entsprechen und auch der Lage ist, berühmte Aerzte anzustellen. das alles kann ein Centralkrankenhaus in größerem Maße. Unserer Anficht nach ist es ###b richtig, das städtische Krankenhaus auszuHasten und es mit bedeutenden Chirurgen auszukatten. Auch für die kranken Arbeiter ist dies vorhilhafter, denn gegenüber der Heilpflege in einem hdospitale, welches mit allen medizinischen Hülfsmitteln versehen ist und unter Leitung tüchtiger erzte steht, fällt doch der etwas weitere Weg, den einige Verunglückten zurücklegen müssen, nicht zu ehr ins Gewicht. Viel angebrachter ist die Frage, wie's mit der weiten Realschule steht, und da wäre es Sache des Vereins, die nördliche Schülerzahl festzustellen. Das wäre praktisches Material und nützlicher, als alle anderen Fragen wie z. B. die Bahnhofsfrage, an der ja doch nun einmal nichts mehr zu Rndern ist.„ 6. 6, 6sc Wenn die Nörorichen nun sagen, sie oubeten sn Gmstr„„nd berlung.in bem% hneten 24, so ist diese Norte jetzt zum Teil tüchtige Stadtverordnete, die gfur die berechtigten Interessen schon eintreten. Im wübrigen sind die Stadtverordneten nicht für einen Stadtteil, sondern für die gesamte Stadt gewählt. Die Gegner könnten aber auch den Nördlichen noch weiter entgegenhalten, daß der Norden rein mathematisch genommen, noch nicht einmal 7 Stadtverkordnete beanspruchen könnte, da er nicht einmal den 7. Teil der Steuern aufbringe. Aber das beste ist, weun man sich auf solche ##zahlenmäßige, oberflächliche und öde Erörterungen garnicht einläßt, sondern tüchtige Leute wählt. #mögen sie wohnen, wo sie wollen. Wie sehr sich der Norden entwickelt hat und wie sehr die Haus= und Grundbesitzer in neuerer Zeit zufrieden sind, zeigt ein Beispiel: Einem bekannter Wirt am Eingange der nördlichen Vorstadt, welcher vor vier Jahren seine Besitzung für 125 000 Mark gekaust hat, wurde unlängst ein Angebot von 200000 Mark gemacht. Er sagt aber. es siel ihm garnicht ein; unter 225000 Mark zu verkaufen. Das ist doch ein treffender Beweis von der Entwickelung des Nordens, daß man mit rein agitatorischem Gerede nicht tot machen kann. Vielen der Schreier geht das Steigen der Grundwerte allerdings nicht hoch genug. Sie meinen, wenn sie irgendwo draußen, am Burgweg oder anderswo, vor 14 Tagen ein Grundstück zu 80 Mark die Rute gekauft hätten, dann müsse heute schon die Rute 800 Mark wert sein. Ein solcher Wunsch ist nicht leicht erfüllbar! Wir unsererseits wünschen, daß allen unseren Lesern ein freudiges und fröhliches Christfest beschieden sein möge. Wir wünschen ferner aber noch, daß auch den Armen und Hilfsbedürftigen eine gleiche Frende zu teil wird. Der hiesige Offiziersverein sammelte dieser Tage 800 Mark für alle hülfsbedürftigen Kriegsinvaliden. Dieses Vorgehen möchten wir zur Nachahmung empfehlen. ie Hälfte der Einwohnerzahl und verlangte Sgemäß von 48 Stadtverordneten 24, t 0 Forderung denn doch zu weitgehend. Der „ jetzt; zum Teil tüchtige Stadtverordne Glückliche Unglückliche. (Ein Kapitel aus dem Artistenleben.) Signor Saltarino, ein Pseudonym, hinter dem sich der Artisten=Fachschriftsteller H. W. Otto birgt. hat die Litteratur des fahrenden Volkes um ein neues Werk bereichert, das uns von dem Verlage Eduard Lintz in Düsseldorf(Verlag des Fachblattes Artist in den Aushängebogen freundlichst zur Vergestellt wurde. Ge behandelt die normitäten“, also jene Menschen, die aus merkwürdig geformten Körperbau Kapital schlagen und sich für Geld in Museen, Panoptiken, auf Jahrmärkten usw. ausstellen lassen. Vor nicht vielen Jahren noch nannte man diese Art Künstler einfach„Mißgeburten“— heute rangiert man sie unter die medizinischen Kuriositäten und veröffentlicht über ihre Mißbildungen oder körperlichen Defekte gelehrte Abhandlungen. Eine der ersten Abnormitäten, die sich der Aufmerksamkeit ärztlicher Kreise erfreute, war der Fußkünstler Gottfried Dietze, der, ohne Arme gevoren, sich Ende der fünfziger Jahre unter den allerbescheidensten Verhältnissen in einer Bude auf den sächsischen Schützenfesten sehen ließ. Selbstredend hat es schon lange vor ihm ähnliche „Künstler“ gegeben, die aus der Not eine Tugend zu machen verstanden. Bei Valentini, im dritten Teile seiner„Schau Bühne frembder Naturalien im Rüst= und ZeugHauß der Natur oder musei muserum“ finden wir Beschreibungen von einem„Barbier ohne Hände und Füße, der im Jahre 1711 seine Künste zeigte; von der Engländerin Elisabeth Simson. die im Jahre 1620 sich als armlose Person anstaunen ließ, wie von dem Breslauer Rumpfkünstler Mathias Bilchinger, der um das Jahr 1712 in Breslau lebte. Doch schon im Jahre 1556 wurde von einer armlosen Fußkünstlerin Namens Magdalena Einohne. die aus dem ostfriesischen Dorfe Engerhave stammte. berichtet, der um das Jahr 1612 in der Schwedin Magdalene Rudolphs Thuinbuc eine scharfe Konkurrentin erstand. 67.„ Der hervorragendste Fußrunstter alterer Zeit aber war ohne Zweifel Thomas Schweicker. Die Litteratur des 16., 17. und 18. Jahrhunderts geht oft auf seine Leistungen ein und auch die bildende Kunst jener Zeit hat sich mit ihm befaßt. Er wurde 1540 zu Schwäbisch=Hall geboren, als Sohn eines angesehenen„Ratfreundes"(wohl Beigeordneter?) Trotzdem er ohne Arme auf die Welt gekommen war, besuchte er doch die Schule und widmete sich— der Schreibkunst. Als 15jähriger Knabe verfaßte er bereits Gedichte auf sich selbst und brachte dann als„Abnormität“— so weit. daß man ihn nicht nur in Kupferstichen, sondern auch auf Medaillen verewigte. Am 7. Oktober 1602 ist er als 61jähriger Mann gestorben und wurde unter dem Chor der Hauptkirche zu St. Michael in Schwäbisch=Hall beigesetzt. Von den lebenden Fußkünstlern ist in erster Reihe C. H. Unthan zu nennen, der als Artist sich eines Weltrufes erfreut. Er ist am 5. April 1850 in Königsberg geboren und will schon als vierjähriges Kind seine Füße so geschickt zu brauchen verstanden haben, wie ein anderer Sterblicher seine Hände. Sein Vater, der Schullehrer war, bestimmte ihn zunächst für den gelehrten Beruf und so besuchte der junge Unthan das Gymmnasium bis zur Obersekunda, die er als sechszehnjähriger junger Mann verließ, um in Leipzig Musik zu betreiben. Er widmete sich hier dem Violinspiel. das er bei Ferdinand David so gut erlernte, daß er späler im Theater und in den Konzertsälen sich öffentlich produzierte. Vom Jahre 1869 führten ihn seine Kunstreisen nach England und Amerika. Meriko bereiste er als ausgezeichneter Reiter zu Pferde. Als Pendant zu Unthan muß der Rumpfkünstler Kobelkoff registriert werden, den die Natur noch stiefmütterlicher als Unthan behandelt hatte: denn sie gab ihm nur einen Rumpf ohne Arme und Beine. Er ist deshalb ein überaus seltenes Phänomen. Man glaube aber nicht, daß Kobelkoff sich unglücklich fühle; er ist im Gegenteil ein recht lebenelustiger, stets heiterer Herr und freut sich seines Daseins. Seit 24 Jahren verheiratet, ist er Vater von elf Kindern, von denen ihm fünf wohlgebaute Knaben und ein hübsches Mädchen geblieben sind. Kobelkoff ist ein strenger Temperenzler und begnügt sich mit einer etwa 40 Zentimeter hohen Wiege als Bett. Neben diesen Fuß= und Rumpfkünstlern sind auch die Zwerge und Riesen als Abnormitäten anzusehen. Alle die berühmtesten„großen Männer alter Zeit sind bekannt, die Riesen Walther Passous. der Portier bei König Jakob I. war. und Maximilian Müller, der noch im 55. Lebensjahre gewachsen sein soll. Ersterer war 7 Fuß 6 Zoll, der Zweite 8 Fuß hoch. Sie wurden aber beide von dem Irländer Patrik O Orsen 8 Fuß 7 Zoll Höhe erreichte. Aus unserer Zeit werden gewiß sehr vielen noch die Riesen Chong=Yu=Sing, der 1897 in Bornemouth starb, Drasal, der den 2 Meter 86 Zentimeter langen Chinesen um 4½ Zoll noch überragte, sowie de. Oesterreicher Franz Winkelmeier(8 Fuß 9 Zo“, in Erinnerung sein. Von Riesendam. muß ale allereste die bekannte Marian(Maria Wedde), geboren am 31. Januar 1866 zu Benkendorf bei Halle a.., gestorben Anfang 4885 in Paris), genannt werden, die das respektable Maß von.65 Metern erreicht hatte. Von den Zwergen war der berühmteste der General" Tom Pome, der mit wirklichem Namen Charles S. Stratton hieß. Er wurde am 11. Jan. 1832 in Bridgeport, Connectient. geboren. Sein Auftreten als Sehenswürdigkeit machte riesige Sensation und als seine Popularität im Zenith stand(1847), da belief sich sein Jahreseinkommen auf 300000 Mark. Am 10. Februar 1863 verheiratete ihn Barnum mit Lavinia Warren aus Middleboro. Mrs. Stratton war bei ihrer Hochzeit 32 Zoll hoch und wog 29 Pfund. der General dagegen war 85 Zoll hoch und wog 28 Pfund. Neben diesen„natürlichen“ Abnormitäten bietet uns Saltarinos hübsch ausgestattetes Buch noch eine ganzes Lexion„unnatürlicher“ Abnormitäten. sodaß man in Verlegenheit gerät, welcher die Palme zuzuerkennen sei. Da wird uns in Wort und Bild über ein zweiköpfiges Baby berichtet, bald über eine Skelettriesin, da präsentiert sich uns Clarence Dale,„der Knabe mit dem Riesenkopfe“ und da der durchsichtig verknöcherte Connt Ivan Orloff. So geht es fort mit der Grazie in diesem Sammelwerk, in dem Barney Baldwin, der Mann mit dem gebrochenen Genick, entschieden als eine der intereffantesten Persönlichkeiten erscheint. Er ist 45 Jahre alt und lebt in Amerika. Bei einem Bahn=Unglück hatte er die Wirbelsäule des Halses gebrochen; da aber das Rückenmark unverletzt blieb, wurde er gerettet, indem die Aerzte zur Unterstützung des gebrochenen Genicks ein eigenartiges Korsett aus Eisenblech konstruirten. das er nun Tag und Nacht tragen muß. Entfernt er die Vorrichtung, dann fällt sein Kopf wie leblos über die Brust, und Baldwin verliert die Besinnung, während sein ganzer Körper in einen starrkrampfartigen Zustand verfällt; wird der Kopf aufgehoben, kehren Besinnung und die Beweglichkeit der Glieder sofort zurück. Recht interessant sind auch die„siamesischen Zwillinge" Radico und Doodica, die im Jahre 1888 in Orissa in Indien zur Welt kamen. Sie sind beide gut entwickelte und gesunde Mädchen. die durch eine Verwachsung der vorderen Rumpfteile mit einander verbunden sind. Gleichfalls zusammengewachsene Mädchen sind Rosa, und Josepha Blaczek(geboren 1878 in Streychow in Böhmen). Eine recht merkwürdige Abnormität ist der Verliner Knabe Hermann, der heute im elften Lebensjahre steht. Im Sommer 1895 war er in Caitans Panoptikum zu sehen, und da wurde er auch von vielen Aerzten untersucht. Bei ihm hat sich die Natur den grausamen Scherz gemacht, ihm statt eines rechten Arms bloß vier Finger zu schenken. die ihm direkt aus dem Schultergelenk herauswachsen. Fremtschii s. ra w Oest überkrossen, der horizontaler Lage aneinanderreihen und wie durch einen Riesendruck in eine solide Masse gepreßt erscheinen. Das Lager ist von 8 Meter Erde überdeckt. nach deren Wegräumung mit Dynamit gesprengt wird, wodurch große Teile losgerissen werden. Das bis jetzt ausgeschlossene Erz beträgt 35 Millionen Tonnen. Die Förderkosten betragen Mt. pro 1 Tonne Erz. Vorläufig hat die kangdische Regierung eine Prämie von Mk. 8 auf die Tonne im Lande erzeugten Roheisens und Mk. 20 auf die Tonne Stahl ausgesetzt, die wohl nach einiger Zeit großer Erzeugung wegfallen dürfte. Er werden 400 Koksöfen, Stahl= und Walzwerke errichtet und die in der Nähe befindlichen Kohlengruben und Kalksteinbrüche vorgerichtet, sodaß in einigen Jahren der Betrieb im Großen im Gange sein wird. Man hofft sogar infolge der günstigen Bedingungen Absatz der Produkte nach Europa zu finden. Kopenhagen, 19. Dez. Wie seinerzeit gemeldet, werden die durch das Vermächtnis Alfred Nobels gestifteten fünf jährlichen Ehrenpreise a 200000 Kronen demnächst zum erstenmal verteilt werden. Die eine dieser Prämien wird von einem permanenten Ausschuß des norwegischen Storthings demjenigen zuerkannt werden, der zum Besten der Friedenssache etwas ganz Hervorragendes geleistet hat. Unter den Bewerbern dieser Prämie befindet sich der russische Schlachtenmaler Wasili Wereschtschagin. In einem an einen seiner skandinavischen Freunde gerichteten längeren Schreiben weist er darauf hin, daß er mit großer Gefahr für sein Leben an vielen Schlachten teilgenommen und daß er dadurch imstande gewesen ist, den Krieg, so wie er thatsächlich ist, in seinen zahlreichen Gemälden darzustellen. Diese Gemälde hätten die Reise um die Welt gemacht, seien in allen größeren Städten ausgestellt gewesen, wo sie von Millionen gesehen wurden.„Ich wage es zu behaupten, daß meine Bilder einen gewaltigen Eindruck hervorgerufen, und daß man, überall, wo sie ausgestellt gewesen. nicht so bald wieder gewagt hat den Krieg zu glorifizieren. Ich füge hinzu“, schließt Wereschtschagin.„daß es in Berlin den Soldaten verboten wurde, meine Ausstellung zu besuchen— die beste Anerkennung meiner Kunst.“ Die„Frkf. Ztg.“. der diese Meldung zugeht, knünft daran die zutreffende Bemerkung, daß von einem solchen Verbot nichts bekannt geworden sei; der Künstler habe da zu seinen Gunsten etwas vorgebracht, was er kaum werde beweisen können. —(Moderne Hochzeits=Toiletten.) Dichte Menschenmassen drängten sich oieser Tage vor dem Portal der St. Margarets=Kirche in London, um die junge Lady Cromartie, eine der bekanntesten Aristokratinnen Englands, für einen flüchtigen Moment als Braut zu erblicken.„Little Lady Cromatie“, wie man die auffallend zierliche, junge Dame allgemein nennt, ist eine Nichte des Herzogs und der Herzogin von Sutherland. Sie reichte einem bedeutend älteren Manne, dem lange Zeit in Indien stationiert gewesenen Major Munt. aus Liebe die Hand zum Lebensbunde. Die Toilette der Braut erregte in ihrer eigenartigen Schönheit einiges Aufsehen. Das weiße Atta kleid zierten Silberstickereien und wertvolle alte Honitonspitze. Die transparenten Aermel und der Taillensattel von krausgezogenen weißen Chiffon waren gleichfalts leicht mit Silber bestickt. Eine wundervolle Wirkung hatte die von einem Spitzentnoten zwischen den Schultern herabwallende lange Kourschleune aus Silberbrokat. aen#g. Pracht der darüber gelegte Cheit Der duftige Tüllschleier wurde dem Tagebuch eines ankf. Ztg.“ aus London tter hat einmal die kluge Malers, der gewiß ein nicht im Stande war, das tägliche Brot zu „Heute Zeitung" entnimmt der Oesterreichischen Zeitschrift für Berg= und Hüttenwesen folgende Mitteilungen Seit 1815 ist bekannt, daß auf Bell=Island (New=Foundland) Eisen vorkommt, aber erst seit 1892 beginnt die Ausbeutung. 1893 kaufte die Forrona Steel Compay die Grube für 480000.M. um sie dieses Frühjahr für 4 Millionen Mark an das Whitney=Syndikat zu verkaufen. Eingehende Untersuchungen der Erzlager haben eine ganz ungewöhnliche Ausdehnung derselben festgestellt. Es werden jetzt täglich 2500 Tonnen Erz gefördert. die Produktion soll aber später weiter gesteigert werden. Nach amtlichen Berichten ist der Ausbiß von Eisenerz 90 Meter breit und zirka 3 englische Meilen lang. Die Lagerstätte besteht aus unzähligen rechteckigen Erzblöcken, die sich in fast den schimmernde n etwas dampfte. von DiamantenOrnamenten gehalten, die ebenso wie die zwei Reihen herrlicher Perlen das Geschenk des Bräutigams bildeten. Zwei kleine Mädchen von kaum fünf Jahren, ganz in weiße Seide und Spitzen gehüllt, trugen die Schleppe, indem sie sehr geschickt den schweren Stoff mit einer Hand faßten, während sie in der andern einen Korb mit Rosen hielten. Einen reizenden Anblick boten die acht Brautjungiern in ihren vollkommen gleich gearbeiteten Toiletten. Die in Prinzeßform gehaltenen Ueberkleider von dem neu in Mode gekommenen AtlasMonsseline ließen den mit dichten Fabeln aus Seidengaze besetzten unteren Rock fast bis zur Kniehöhe frei. Das Corsage jeder Robe war mit einem schneeigen Chiffonsichu und einer graziösen Ranke gelber Rosen geschmückt. Ein breitrandiger weißer Felbehnt, mit lang herabwallenden Straußenjedern und Theerosen garniert, vervollständigte den Anzug. Man schreibt der„ Thomas Carlyle's Mut#. Bemerkung gemacht, daß ein Mann von Genie ein ungemein schlechter Lebensgefährte sei. Diese Worte fallen Einem unwillkürlich ein beim Durchlesen der Tagebuch=Aufzeichnungen dei genialen Malers Mador Bronn, dessen Bilder vor zwei Jahren in London ausgenellt wurden. Brown's älteste Tochter wurde die Gattin des W. M. Rosseti und vermutlich sind durch ihre Vermittlung diese seltsamen Aufzeichnungen in den Besitz ihres Mannes gekommen, der sie kürzlich nebst den Verhandlungen der präraphaelitischen Brüderschaft und sonstigen Schriftstücken aus jener merkwürdigen Kunstepoche veröffentlicht hat. Madox Browns Aufzeichnungen lassen an Offenheit nichts zu wünschen übrig. Sie geben einen genauen Einblick in die ärmlichen, ja bedrängten Verhältnisse des Genie, aber trotzdem oft für seine kleine Familie erwerben. Unterm 14. Oktober 1854 liest man: ein Tag fürchterlicher Faulheit, Selbsternie und Ekels. Emma stand auf; ich ging hinab mit ihr zum Frühstuck, ungewaschen und nur halb gekleidet. Meine Absicht war, an dem Nock zu arbeiten, dann nach Hampstead hinüberzugehen und Flanell für Emma und Kinderkleider zu kaufen. Ich setzte mich hin, um an Gabriel ein paar Zeilen über seine Wade zu richten und Esel, der ich bin, mußte ich Verse schreiben, schlecht gereimt. So gings bis ein Uhr. Dann aß ich, noch ungewaschen; dann las ich die Zeitungen, immer noch nicht gewaschen, bis halb fünf. Ohl daß es so sein muß! Dann kleidete ich mich an und führte Katty spazieren; dann las ich die Zeitung Emma vor; mein Schatz ist unwohl und nervös. Das ist die genaue und wahre Geschichte eines Tages und es ist eine elende Geschichte." Diese Emma war Mador Brown's zweite Frau; kein Wuinder, daß sie kränklich und nervös war an der Seite dies 3 ungewaschenen Genies. Den halben Winter hindurch mußte sie sich ohne ihren Shawt behelfen; denn ihr genialer Mann hat ihn nötig, um damit das im Hofraum stehende Modell zu drapieren, wenn er ihn nicht verpfändet hatte.“ Sie soll mit 15 Schilling wöchentlich auskommen, und wenn sie mehr ausgiebt, wird sie von ihrem Genie gescholten, der selbst die Kinderkleider einkaufen geht. Einmal bringt er ihr drei Lämmer nach Hause, die alle Blumen im kleinen Gärtchen auffressen und sich auch sonst noch schlecht aufführen. Und inmitten all dieser Verlegenheiten muß noch ein kleiner Weltbürger seinen unwillkommenen Einzug in das Jammerthal halten. Ein andermal am 21. September 1854 vergendet das Genie volle zwei Stunden in der Ueberprüfung der Wochenrechnung, in der er einen Fehler von 6 Pence entdeckt hat; Emma hilft ihm getreulich und endlich kommt man dem Sixpence auf die Spur. Zwei Monate später entdeckt das Genie in einer Schublade Silberstücke im Betrag von zwei Schilling nebst einigen Kupfermünzen, die seine Emma dorthin gelegt und vergessen hat. Viele dieser Aufzeichnunge., sind schrecklich trivial und können ebenso gut in Großsmith's= „Tagebuch eines nohadly“ stehen, wie in dem des genialen Malers Madox Brown der mit den Krämern seilscht, selbst Gemüse einkauft, eine Morchel zum Nachtmahl ißt, und mit einem heißen Umschlag über seinem Karbunkel zu Bette geht. Aber das Pathos dieser Aufzeichnungen liegt in dem Umstande, das Madox Brown uns die reine Wahrheit berichtet, wenn er uns unter dem Datum des 30. Dezember erzählt, wie er nach dreistündiger Arbeit seinen schwarzen Anzug nebst einem seidenen Ueberwurf und einer Brosche seiner Frau in eine Tasche einpackte und ins Leihhaus, trug; denn auch das Genie muß essen, um zu leben, und dann waren noch die Frau und Kinder zu ernähren. Seit dem Erscheinen des Tagebuchs, der Marie Baschkirtschew hat man nichts so, Packendes gelesen wie diese trivialen TagebuchAufzeichnungen. Der der Berse Dezember 1890. theinprovins-Oblig. * Ber. 14 „" 11 Provins-Anl. besrüre. Pfandbriefe andsch. Centr.-Pidb. *„* fer u. Neum. aeue etpreussleche ennereche osensche-10 " Ber. C. * seüondleche •4. 95.70 Sovervigae 20 Fres. Stüche Doliate mperiale Amerikasssche Neten glRUnE Feas“: Hollendieche Wreieh. ####terbe Baseisen. Zolleonpoue 20.506 16•24 420156 .19 80.80 453 81.05 169.306 169.150 210.000 32..80 Umrechnunge- Satze Frane er. Geis-Gelden— E4.a. 1 Jeld. detert. W.= 1. 70. 40 W—.70..1 6914 Dollas—.20 Stert.— 410..T Kit. —.15 M Wse Destsche Aggts Ableinen. Cena Anl. Steate Bame Mleielelder Porthunder Lasstee# 9o. Prer. 06lig. Aliauchemer Sch. V Stac Aulern. 1 97.000 97.30 87•9. 97.00 97.10 87.9. 99.754 97.106 93.00 Schlesische alte " A. C. b. Schlesw.-Heiet. Restfällsche * Wesipr. rittech. I. ** llenobv. 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Gold-Konte PapterSilber-* Credit-* Imder Loese vase ortagla Staate-Anl. Namanische Anl. * 69 sond. cons. Aul. 80 Oe d. 64 Stealarente Prämien-Anl. 64 * 6 001 ypeis. 1904 Serb. O1d-Pidbr. Nert. 84 Spaaier Ter bische Administr. 6 400 Fr..ooR Uegarieche Goldrent. Kreuenrent. Wedtssenie 16 * 82.0) 69.6) 22.40 92.0 74.4) 40.60 100.50 103.25 95.756 80.70 64.40 38.206 46.40 3746 92 406 67,1 99.806 99.40 97.60 97.706 346.50 139.50 34.00 93.30 82.75 99.10 97.30 98.40 91.100 60.25 90.006 129.30 96.80 93.90 83. 10 Pr. Otr.-.-PI. * 1·48 " Com. Pr. Hyp.-.-B. Pr. Pfbr-Rt Ro. Hyp.-Pft. West l. B Scheische schles. 11oden schwbg. H1gv. Stetc R. Ay Tasta 84.-0. 13. 54 114.90 99.10 92.006 101.906 94.016 100.09 93.10 93. 06 100.0 99.30 94.510 99.20 06 100.696 100.206 Hypothek.- Pfandbriefe. Anbell-Dessse. 4 wrech.-Houn.-18, 1 8 „ 14# * 16. 17 14 " ank. 1900 1M. *" 1910 M0 Dt. Gr. Cr. Pr. Ptdbr. 1/8# Pfandbr. Dt. Grundscheld-Obl. DDt. Hyp.-.-Plander.# * Hambarg..- Pfddr.## „ 4119 anndverech. Röserd. 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Sie waren noch# Gerda Selden, das rei welches alle Herren und Kuno Trews, der Mathematik, für desser augen“ sich sämtliche geisterten— nein, abdaß sie es in Bälde se zu werden gedachten! Und wenn man war auch sicherlich, denn— ohne Feuere Rauch!— Wirklich, man hatt und Kuno interessiert spröde Mannesnatur, 1 schaft der holden Weil sich nicht länger gegen mit seiner süßen Unrul und auch Gerdas willig der Macht der So standen die Dir des Jahres 1899 der und Kuno am Vormit selben Stunde in ei Höhenstraße ahnungsli Gerda, von einem kommend, war an den Konditorei vorbeigeg nicht widerstehen könn eine Tasse Chokolade, nießen. Professor Trews so gerade in der Nähe d gefallen war, daß er vergessen hatte, seinem streng darauf hielt, schreiben. Das sollte nun ei# Ansicht wieder reguli vergaß. Dazu mußte in dem Café, aber ei schließlich schon ohne genehmigen, Behaglich lehnte T nachdem er die Karte Zeitung, legte sie abe ließ dann seine Geda Wo mochte Gerd mochte sie treiben un gedachte? Und siehe da— di hätten seine Gedanker trat Gerda Selden ul „Eine Tasse Choke zu und schritt dann hinein. Kuno fuhr empor ihr mit einer tiefen V und ehrfurchtsvollen Die Büffetière lä all ihren füßen guter „Ah. Herr Profess sagte Gerda. Ein jähes Rot wschossen, ihr Fuß halten und ferner an einem andern Tische Doch da sagte K Ihnen hier diesen P gut, und der Zug de nicht!“ Eifrig rückte Stuhl. Gerda nickte ja auch recht albern dort gesessen hätte, waren und harmlos gegneten. Da saßzen sie nur aber doch voll heiml beisammen, als gehö und nett das war! „Wie geht es Ihl „Danke, sehr gut, „Und da wollten — durch eine schön da ist sie schon!“ sag „Als ehrlich ver Kommissionen die K dücher für Fritz, fa Seife. Pfeffer Salz. bücher für Fritz, fü Seifc, Pfeffer, Salz, mich Handschuhe un mit Sie einem Böse Seitenb Mensche Ehr oones vongr“ Das wird aue Herrn Geheim Oft schon hat Nach Berlin Doch ist sein Heimlich über 9000 Gesamtaustage. Nr. 351. 12. Jahrgang. Dortmund, Sonnabend 2o. Dezember u..)u1z, de a1vonttt. aedhenr an eer r ecen Unna Nr. a. iren. Aktenpapler, pier in scheintwöchentlich sieben Mal. Bezugspreißz, 50 Pig, monatlich. Mit der Wochenbeilage „Dortm. Lustige Blätter“ nur 10 Pfg, mehr. Bei der Post mit den Beilagen: Bierteljährlich 2 Mk. Jostzeitungs=Nr. 2826. ziehen. In den sie schon recht e Gründerinnen diese Weise die es großen Teils enthoben wird. gesehen von dem die Kräfte der ldchen am Ende in kann, ohne zu sagen, Sich irch ein Lurückchützen, ist nicht auf Seite des pt das Einweiblichen ArSache ist, denn Instanz, das nach Einleitung er zahlen, wenn spazieren will. Frankf. Ztg.) besanges. ichten. nen Seraph= vingen ich wär, ar ich singen komm ich her Mutter Knie en verkannte, schen sandte— eet nie! Brüder, sachtsbaum— imer wieder— ihm naht der ins Heimatein kleiner selbe Stube, stand. sie, Eltern, zur Stelli. haut er wieder der Kerzen ar zum Lesen, gewesen— frav und gut! Kunde, Himmelszelt, g' die Runde, er Welts“ nt von Gottes Locken WeihnachtsMaubach. dieser Grundin den letzten is, Hand in enschaft nach illen Zweigen icht an letzter ndustrie und die deutsche Maxime auf sich das allHerzen der dir mit einer belche sowohl des billigen arkeit wegen im eigentnit Maggi's Kakao=Frühverschiedener ial, sorgt für irtionen vor'8 Gemüsenuten lassen eren Zusatz. uppe hergeliebtesten Sp beliebteste lienne=, Gefrägt jedem zwei Tassen P% zwei Tassen nit Maggi's tionen des erter Form Uz enthält. siedendem der glückdie sich präsentiren, (ELAnR .) zu haben. und in den iusterstraße 9. Au. Schültzen 7390 Telephon= Redaktion und Expedition Dortmund Nr. 404. Telephon= Haupt=Agentur Avlerbeck Nr. 65. Auschlüsse: Haupi= Agentur Castrov Nr. 135. Mürdie Rücksendungun##langter Ranustrivte ##nd keine Verantwor ung übernommen. Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Dortmund. TelephonAnschlüsse: W Satetr Veriher Haupt=Agentur! Redaktion und Expedition: Dortmund. Reineldistraße 19. Insertionspreitz. Für den Lokalverkebr 20 Pig., im Uebrigen 25 Dig, die Zeile, Reklamen die Zeile 60 Dle. Für die Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen wird keine Garantie übernommen. #erantwortlicher Redakten Größte und verbreite für Vorrmnnd und vie Provinz Westsaten. Lunk und Verlag General=Ameiger Rubfus u. Cie. e Zeitung im westfälischen Industriegebiet. Unvarteiisches Orgau für Jedermann. Dommzer enthält unserer innerpolitischen Verhältnisse, dann mi heutige Nummer Ent#####er unseres Erachtens in erster Reihe seine wei Ausgaben und das vierseitige richten gegen die Konservativen. Interhaltungsblatt, ihrer Amtspflicht seiner Ehrenrechte entwurde, worauf denn die Verfallserklärung Bezug auf sein Mandat eine selbstverständliche meint die„Kreuzztg.“, die Kur„eine einfache und und in keiner Weise zu umgehende Formarirat gewenig eingreisende sein, reshrend, spüter bielicht wosiegrigeng mischt sich in die Selenruhe, mit ene bevaliye, wobtg, vin 4 pizig ie zur Helung weicher de öfentiche Meinung diesen Zwischegiel in erter Reihe seine Aur Trena, zuaz Bosstreckung gelangen werde, man zählt auf die bewährte Schlaffheit der regierenden #. Kur zur„Gesundung“ unserer inneren politischen übung Iwette Son gpt.#. Houmi diser„erkz, Paur Lal egle e uns ling ie. Erstes Blaut. meint die„Kreuzitg.“ die Kur„eine einfache und und in ist hier für uns noch ungünstiger, und für uns noch ungünstiger, als es in Burenrepubliken war, und hierin liegt immerhin eine große Gefahr, die noch größer wird, wenn die Buren weiter nach Süden vordringen und wir nicht genügende Kräfte zur Verfügung haben, denselben„Halt“ zu gebieten und dadurch die dem Aufstand zuneigenden Kapholländer in Schach zu halten vermögen. Mehrere Schlappen in Natal können für uns nicht annähernd 10 Seiten. Kreuzzeitungs=Politik, Paris, 21. Dezember, Seit der Windmühlenattacke des scharffinnigen Junkers von der Mancha war wohl von Republikaner, um eine bald eintretende Begnadigung zu erhoffen. Man nimmt den Nache. barden schon längst nicht ernst, aber seine Richter — auch nicht. nzige auf Kawasb)et, schen Verluste bei lls ich, dann auf die„englischen Verluste bei Gleneoe usw. zu sprechen kam, meinte der General, er müsse offen zugestehen, daß er auf große Waffenerfolge während des Anfangsstadiums des Krieges icht erechnet habe. Abgesehen davon, daß die Eine Unterredung mit General Buler. General Buller, der bisherige Oberkomeschche, besihse eale oeshel ee ste esce cer ce e cie auch eine„Jahren Honserwatioe Douah, biohte den Reihskanser und das geschab Kinenwegs insoige einei Wort=siabst ei. an seine Leute Ansprachen zu eichten. in gab es keinen„Vater aler, Hinder wechsels mit dem Prühhegrng, Kalsizrs oder mit welchen dann und wann auch Vorwürse gegen die bise— Preaßen io wie beute, den aue Hoptoten Eegzimsansalt wpar guicht die Folgeleidenschaflicher Herreiverwaltung mit unterausen. Ueber ein Uhr Mißtrauen aussprech v. wit, nicht trauen, Auseinandersetzungen, er bildete nicht den Parorhs= solche Ansprache undeine Unterredung des Generals n er ober unentbehrlich st. bis seihren Plan, mus einer almählich gesteigerten Hefiekeit, sondern mit einem angesehenen deutschen KausReichskanzler einen Nachseiger zu geben, er brach in die bis dahn ruhig,und sachlich Eezmann in Durban wird Folgendes geschrieben: e hechge bcd de un iae Sehalse ee hige ise u Kund odn- hichsse Vison angeniesen.: Lüle der konsernativen Opvo.,.eder Witraden 2oo iur Vreazzen grinmige Feide an. Hinderane daß er sch inmiten des furchtboren sich Baller zu den von Celernsg, nach, Viet de hon zur Scgaober goesgagd er mitz biektender Sebbe= ich aster gu deit von Glans uach stermaste 25r45, der Pump;tezge den er entfeselte, nicht aufgeregt burg zurückgezogenen Truppe. Nach er den Nach er erklärt hatte, Deskaonservoahrgse Geigrnie 5ich Pehrsie= Brch #ühle, in der der Reichskanzler sich vefindet, und ihnen die Flottenpläne so Überaus erwünscht #nen, um ihre, durch die und sch auch eineswreags audsberiser Verbostcht Her Büichug auf Rietersigeshurg set aus tatischen lassen sondern daß sein ganzes Auftreten vorher Gründax rfolgt, würde aber, in wenigen Tagen ci=, Owich fug. pubeohergt paz sein ganzes Austreten F Gründen erfolgt, würde ndet und lasen, enhern, lant ein vehog wrscheigens zur mit den herangesegenen, „E7Pünscht Hberlegt unde ger tm, andals wieder einwe=k aus ber einen kräftigen Vorstoß wieder gusgegliche position er=Inszenirung dieses Skandals wieder einmat au) dex General auf die ihm zu Ohren gekommenen Kragen über ungenügende und obendrein noch würde aber in wenigen Tagen sen Verstärkungenen durch wieder ausgeglichen, kam wen, um Istr, Juxg, De Konalospehzilitieren, Anklagebank eingefunden habe. der Generak auf die ihm zu Ohren gelommenen hchskonse die Friadernbebingungen dileren wis aufichig, Votst, vor den elatigerschlisoet. schlälte Verprosantsrung zu sprechen.—9 en, Ger ehadoer dur Sischalsgen eiheustel (üeberaus bezeichnend kommen die Hofnungez rühtijca,n Fräher fu Hent meisten Fällen, wo ers; Prseospehmt, wenn Ihr mal Eure Ratonen siche m galten Abend zumn Ausbeuck. Dad Ihreode, riotenmertings oder vorianentorichz er sersgz. Se hz.ices sos mil kich, Vers Klagen cder dder sse isenrkenaibt das Vlat die Floten] Zu seinen.hgund hatz hons haher; basd er schloise Aeseranten hoden edensalt mit sckrasten bonn Hhut das konsematvoe Harteborge grodg, erg erzilseiscte vicl ziu berkg. 6e. hrsermative Kriegserilhrung hpötich, als haobe waha, aber mit der Zet bohcgiger der Picz liseke euch loder daß besechuste mitele Schätse Reichekanzer die Konlerpatben um Ver)schohgse Kealen Matzverhälhaisse getrübt wurde in Strafe genommen werden, inzwischen heist hart gerde eine Stat pe pmitke, Wag er sch Szentlich, gedesterh.egz= er Lezrcst Euch se gut Ihr ibnnt ch, tribt es aber nicht zu. wo doe eaue Peras ezshunthede-Keriut, socden nag das dlächtboertaisfg berealeniohtgenset, e vieteumeichene Punen basten 68 soviel böse Folgen haben, als eine einzige auf Kapgehiet. als ich de gicht gerechnet habe. Ahgesehen davon, daß Buren geborene Scharfschützen seien, müsse man auch die vorzügliche Beschaffenheit ihrer Waffen in Betracht ziehen. Das deutsche 8 MillimetMausergewehr sei dem englischen Lee=Metford=Gewehr bedeutend überlegen und in noch höherem Maße die schweren Geschüße. g.## Trotz dieser Thatsachen könne er(Buller) aber aber auf eine sehr baldige Wendung des„Friegsglücks“ schwören. Durch die kleinen(7) Niederlagen seien die im Feuer gestandenen englischen Soldaten gewitzigt und würden ihre Kampfesweise schnell der von den Buren beliebten anpassen, und dann seien diese geliefert. Zu seinen Txpepen habe er das größte Vertrauen, der zweite mongt des neuen Jahrhunderts würde die Buren nicht mehr in Natal zu sehen bekommen, und im Falle ihn die Proviantverwaltung nicht im Stiche ließ, müsse im Mai der Frieden in Pretoria diktiert werden G. g Durch einen Zufall habe ich wenige Stunden nach der Unterredung von einer Aeußerung Bullers Kenntnis erhalten, daß er die Niederlagen der englischen Truppen ihrer mangelhaften, auf einen Krieg mit Weißen gar nicht zugeschnittenen Ausbildung zuschreibt. In der Hauptsache seien jedoch auch die Führer daran Schuld. Diese haben ihre Leute viel zu sehr exponirt, allerdings sich auch selbst, wie die Verlustlisten bewiesen.“ Soweit General Buller, der die vorliegenden Aeußerungen gethan hat vor der für ihn so verreichen Niederlage am Tugelaflusse, und dessen Taktik in der Schlacht bewiesen hat, daß er genau die Fehler begangen hat, die er bei den andern Führern so schön zu kritifiren versteht. Mann folgenden, in der„Chemnitzer Allg. Ztg.“ neuerdings abgedruckten, Brief empfing: Lindau bei Leipzig, am Teich Nr. 15. den 22. Juli 1889. Mon Prince! Ihre in mehreren Blättern erschienene Ankündigung veranlaßt mich zu diesem Briefe, da ich Seine Hoheit den Herrn Herzog von Reichstadt gekannt, von seinen Liebschaften, ja sogar von einer von ihm eingegangenen Ehe, welche aber seinen baldigen Tod verursacht. Kunde habe, ebenso mit mehreren der ungarischen Grafensamilien in innigster Verbindung gestanden..... e. insirss ae. Von den zwei Damen, welche ein intimes Verhältnis mit dem Sohn Napoleons des Großen unterhielten, war die eine, eine ungarische Gräfin, sehr schön und hat den Herzog von Reichstadt in die Geheimnisse der Liebe eingeweiht, ohne die Geheimnisse der Liebe eingeweiht, ohne zemals den Titel einer Herzogin von Reichstadt zu führen, sie war eine geborene Komtesse—gyi, später heiratete sie den ehemaligen Leutnant bei der ungarisch adeligen Leibgarde, Baron Ferdinand von—ky, mit dem sie aber nicht lange in guter Harmonie geblieben und sich von ihm trennte. Diese könnte allenfalls Ihre Mutter sein. Wenn es es Ihnen daran liegt, etwas Gewisses über ihren Aufenthaltsort zu erfahren, dann werden Sie auf dem Wege, den Sie eingeschlagen, niemals zum Ziele kommen. Wenn irgend jemand, so bin ich es, der Ihnen zur Begründung„Pers Ansprüche verhelfen könnke, wenigstens weise ich auf die Mittel dazu hin, wenn Sie sich mit mir in briefliche Verbindung setzen wollen; sowohl mein Name, als der Beruf, den ich mir gewählt, und die in diesem ausgesprochene Tendenz mögen Ihnen als Bürgen für mich dienen, da ich seit einem Jahre als Schriftsteller mir in Deutschland einigen Ruf Ehe ich schieße will ich nicht unterlassen, Sie an das Schicksal Caspar Hausers zu erinnern. Genehmigen Sie die Versicherung meiner Hochachtung und des Anerbietens meiner Dienste, mich zeichnend E76211 Euer Hoheit unterthänigster Diener Daniel von Kaszony, ehemaliger Honved=Hauptmann. Ein„Napolconide“ in Ehemnuitz. it finden. Im unmittel, Was er sich eigentlich, gedacht, und was er bezweckt Srch, so uu A. gerpaoh eege, n, ein, amaebich Hobackter ein ungelbser„preieritget.„Ozges. Die Petzrmariherrgofezien Feiden Lskrseri sh. Aauel liebevol, in Schutz, oegen, ene„angebsch Feobachter, ein ungervsgen, Preisräütsel. Uhe venn auchgehosen, sereauiriren beiden Bürgern so agen ihn berichene„Heße: Daß de Kreuzutg“ Zweisek schimpste er zum Feniter Hinaus,„G dei pelshelss=Zaik biese Genpungen bes- Wein be de Behauptung, die Konservativen trieben eine Reinung, unten auf der Eichenden Thaten zu: nicht verbungern wolen, die verdorbenen Arme. Heze, gegen Hohenloebe, als ingyal zuräckpeit, ihn verobternde Volk zu rüchenden—.—..— stonserven zu verzehren. Beschwerden bei dem ad Achtag Budtg, de, de. Voschahy) hnun aus dur State un den Apzenbang, scharsgegen sie ieag ie Ie geiche Suraue Wesch ade uohd n. ds aus alie. goishgunshgesbonnse Die Kbandung dr Mlshzgas) Zin u vezegutgsk ch s cholshe 36 Srtichiche Beschte dus Be, aP L ie:.sch. duen beia wochian, dach den Vorziagensoetosenlen Kmopen gleich uach Kalial gwperten ur Hersteluns geordneter Zustände bewayer 1peowoven zsagl, des Statigerichtshoses frähte l wärden um die Buren mit einer gewoltigen Ueber wdge so Dial wie mbglich uch. Jahn und al die Abendslater die Sespet.) uch aus der Kalonte ertrikeniztrzs eprelte nocgen“ e u lose Slandalzene der Kenntaisz dei Vonlevard= sEgggral mit der Antwort urg,esgliger tei Diese vier Artikel spiegeln schon durch Sohnungen der Konser= ringste Aufr Offenheit wieder. Zu=] Man zucrre die Achseln und ordnung die Wünsche und vativen mit dankenswerter *-epe, Stoe po rluster die gei„(mächt aus der Kolonie pertreiben zu tönnen ,wollte Gebrauch kein Hayn und als die Abendblätter die beispiel= macht aus der Kolonie vertreiber lose,„Skandaltene, der Kenntzig, des, Roztevaxr, Schließlisch meinte er, nach den Ereigninsen bei ühre n. publikums vermittelten, äußerte sich nicht De 9e. Slenege und Ladufmnith häte man ansehmen sie He, engten bucke de Acieln und lächelte aber de missen, datz die Buren zezulcgezgie, 5sc Kaute sie ae estee,#s ode, Au„uiste erientr“, 5 does gs, eulant teridie bans benzghigt und dazurg ene Ausangung dse Kanaloppostion wenn nicht u une uisg geueste Opentrhit.de von der strengen Verur=sengischer Truppen unmögich gemacht gaben #boch ur-Pergebung brn de 92-5 dle Teicht, inspol die Prt.—L Zuptline ermochte Un= würden.„. 5 war keir Swichn, Adie, Kanalovpostion wenn nichtz sum Vergessen, so Licht eingal die Kunde von. oex frengen Verzre engische Adch zur Vergebung bringen. Dann darf auch derstellung des Petriotenhäuptlings vermect, hie) o sber, auc andere und zwar sehr gewichtige Vservativen rechnen, wenn er ihnenet de den Kon: willen oder Pitteizungt geifigten, daß mit der Faktoren für Konzentrierung einer größeren Vierretven rechnen, wennerihnen ein gutes Wort: Zeitungen die Vemerkung, vernugen, daßz mit der Faroren für„Ddie, Zoszegriertzigeg Fiase, srözeren gibt ober Miquel ols Liebling der Götter und zweijährigen Gefängnisstrafe der Verlust Faktoren für die Konzentrierung einer Viexrativen rechnen, wenn er ihnen ein„gutes Wort: Zeitungen die Vemertzune be g#x Verlust aller Truppenmacht, im Kapland, müssen maßgehend ge: gror, aber Meigurt, ald Vrronigg, der Sotter aegchn##polit. Rechte wesen, meniastens ging Das aus der Agrarier darf nicht aus dem Kabinett Hohensohe hürgexlichen und politischen Kechte, der wesen, wenigstens nach dem Scheiden Hohen= Verlust des Kammermandats und der Bullers auf meine Agrarier Harf nicht, aus dem Kahrnert, Hohenlohe kürgexl ichen und politischen Rechig. #ohege“ bis endlich tichlicher Voraussicht nicht Verlust ver= der Kaphol # lohes,„ was nach menschlicher Vorgtgsßehg, maz Vexlußt, des Ehrenlegionskreuzes ver=.#x General wurk ging Das aus der Antwort der! Bullers auf meine Frage, was er von der Haltung der Kapholländer denke, hervor. nach menschlicher, Vorgueg,%g, mung Verlust, des Ehrenlegionskreuzes ver=]: Der General wurde hierbei ordentlich warm Aveir lange ausbleiten kann, der„Karke Mann=(bunden ber., I. Ttat. Dam Hemmerpräidium und führte u. a. solgendes aus: Das prozentuale # nach dem Herzen der Konservativen kommt,—] So ist es in der Tyar, Dem aamme xhältnis des Buren= und englischen Elements Fleisch von ihrem Flezsch, und Genz, ven ihrem].„Hegy“ Haß Staatzgerichtshofz, bereits anggzeng:] Ver apland ist.1. etwa 380000 Buren stehen Heist. kein kuger Mann, aber ein Mann mit worbergro her Heischimgpl Teroulede wegez, Anz.(IN, 130000 Engländer gegenüber, das Verhältnis Nerden bis zum Neußersten, der dann die große licher grober Beschimpfung von Richtern in Aus= nur 130000 Engländer gegenüber, das Verhältnis Vor wenigen Tagen hat, wie der Telegraph meldete, der Dichter Rostand in Paris Sarah Bernhardt und ihren Schauspielern sein neuestes Werk„'higlon“ vorgelesen, dessen Hauptgestalt der von der großen Komödiantin zu verkörpernde Duc de Reichstadt ist, der einzige legitime Sohn Napoleons 1...— i nichts das Ger Dieser junge Mann, der in nichts das Genie seines Vaters beriet, lebte nach der Verbannung des großen Corsen in Schönbrunn bei Wien und starb, erschöpft von den Folgen zahlreicher galanter Abenteuer an Schwindsucht am 22. Juli 1832. Noch kennt das Publikum den Inhalt des neuesten Stückes des Verfassers von„Cyrano de Bergerae“ nicht; aber es ist anzunehmen, daß er vielleicht manche interessante Auregung für sein Werk empfangen hätte, daß in Deutschland, und zwar in der guten Stadt Chemnitz noch heute ein Mann wohnt, der sich für den richtigen und legitimen Sohn des Herzogs von Reichstadt, also für den Enkel Napoleons. hält und schon alle möglichen Versuche zur Anerkennung seiner Ansprüche In der Familie des Schneidermeisters Ludwig in Wurzen lebte nämlich um das Jahr 1843 ein an Kindesstatt angenommener Knabe unbekannter, angeblich hoher Herkunft, der ein seltsames Muttermal in der Gestalt einer vernarbten Stichwunde in der Herzgegend besaß. Dieser Knabe erlernte das Schneiderhandwerk und zog nach Chemnitz, wo er eines Tages von einem ihm unbekannten Woher Herr Ludwig die erste Anregung von der Identität seiner Person mit einem angeblichen Sohne des, wie man annimmt, niemals verheiratet gewesenen Herzogs von Reichstadt empfing, weiß er selbst nicht mehr. Unter seinen Papieren findet sich die Kopie eines im Original nicht mehr vorhandenen Briefes folgenden Wortlauts:###6 Mein lieber Coußien! Endlich ist es uns gelungen. Sie als unseren langersehnten Anverwandten zu ermitteln, durch ein langjähriges Bemühen und Forschen sind wir nun damit belohnt, daß wir endlich wissen, wo unser vielgeliebter Anverwandter existirt: der Schleier des Schicksals hat Sie uns lange entzogen und wir wollen uns dann glücklich schätzen, wenn wir Sie in dem Kreis unserer Mitte haben. Innerhalb eines halben Jahres hoffe ich mit Gott bei Ihnen zu sein, Sie einer besseren Zukunft entgegenführen zu können. Es ist für die Familie Bonaparte unerhört, zu wissen, daß sich ein Glied derselben unter den niederen Schichten eines fremzden Volkes bewegt und An niederen Schichten Singe., iherhehta eligg, bewet und daß ihm die gebuhrende achrung, auf welche Ansprüche zu machen er die vollste Berechtigung hätte, ent igen wird. Doch Sie haben bis jetzt ein hartes Los geteilt, harren Sie aus, bis ich bei Ihnen bin, indessen tausend Grüße von Ihrem Leipzig 1867. Jerome Napoleon. Der Schreiber dieses Briefes ist angeblich der sogen.„rote Prinz“. Ludwig soll im Jahre 1867 zur Durchsetzung seiner Ansprüche in Paris gewesen, aber vom Kaiser Napoleon III. nicht empfangen worden sein. Er setzte sich dann mit dem oben genannten ungarischen Hauptmann in Verbindung, und das Ergebnis war ein 1870 erschienenes Buch:„Die neuesten Geheimnisse der Tuilerien“(Leipzig, A. Fritsch). in dem bezüglich des Todes des Herzogs von Reichstadt eine von aller historischen Ueberlieferung abweichende Erzählung vorgetragen wurde nach der der Sohn Navoleons, mit einer ungarischen Gräfin heimlich verheiratet, den Häschern Metternichs entflohen, Spazirkgungt rines Horimandrr Lokalreporters. eine Phantasie und Wirklichkeit. Schmerzlich haben wir geklagt Ob der Bahnzustände, Wann, so haben wir gefragt, Nimmt die Not ein Ende? Keinem von den hohen Herrn Sind wir sehr sympathisch. Helfen möchten sie uns gern, Aber büreaukratisch. Drum war jüngst die Freude groß. Als es hieß: Ihr Leute, Sehr erfreuliches ist los Auf Köln=Minden heute. Endlich mal ein hoher Freund Ist's, den wir dort fanden, Hat's stets gut mit uns gemeint. Doch bli b unverstanden. Und er kam so flott in Zug, Daß er rot erglühte— Alles, was er bei sich trug, Funkenreich versprühte. Alles, was er schwer genug Jahrlang hat getragen, Wollt er noch in einem Zug Dies Jahrhundert sagen: Stand als Hort fiskalschen Sinns Lange schon bewundert... Ragt auch staatserhaltend ins Künftige Jahrhundert. Ja, ein Rampenbahnprojekt Möchten sie hier babeln, Um von ihrer Kunst beim Sekt Festlich dann zu fabeln. Ach, der Rampenstieg fürwahr Ist doch kein Genie=Ding! Das wird auch allmählich klat Herrn Geheimrat Schmieding. Oft schon hat er früh und spat Nach Berlin gedrahtet, Doch ist sein geheimer Rat Heimlich überratet. Unbestritten gilt sein Wort Immer auf Köln=Minden, Hat geseh'n am Burgthor dort Viel siekal'sche Süuden. Doch man schalt ihn vornehm kalt, Wie die meisten Spitzen, Dennoch hat er viel Gehalt Tief im Innern sitzen. Endlich sein Inkognito Hat er heut gebrochen, Hat auf einmal lichterlich Kräftig dreingesprochen. Daß es oft ihm war zu dumm, Wenn seit alten Zeiten Stets er mußt' dem Publikum Schrankenschluß bereiten— Daß den düstern Norden er Von der Stadt geschieden, Und gestört von Alters her Den lokalen Frieden— Ja, es war manch hohem Herrn Peinlich die Belehrung; Und er sprach:„Man hat nicht gern Diese Art Bescheerung!“ Und es legten heimlich los Viele alte Knaben: Wie darf ein Fiskal'scher blos So viel Feuer haben? Wo die Räte weit und breit Still in Pelzen wohnen, Giebt es hier zur Winterzeit Solche Eruptionen? Nach Berlin drauf schrieb man b5s, Daß hier Jemand„hell“ sei, Ob sein Vorgehn offizibs Oder offiziell sei! Ja, hätt er sich nicht geniert Auf dem hohen Söller. Hött' er längst fraternisiert Offen mit Franz Möller!— Wie dem Bahnbeamtenheer Gar so schrecklich graute, Als es ganz von ungefähr Diesen Ausbruch schaute! Doch der Herr Minister schalt: „Beides nicht ein Bittchen; Stellt den alten Ekel kalt, Kriegt ihn beim Schlafittchen!“ Und die Rotte eilt herzu Mit den Feuerhaken; „Alter Kerl, giebt dich zur Ruh, Willst du gleich„taumaken“!“ Und nun dringt man auf ihn ein, Wie er sich auch sträube, Neißt den hellen Feuerschein Flugs ihm aus dem Leibe. Wirft das große Feuerherz Mit zufriednen Mienen, Gleich, als gält es einen Scherz, Auf die kalten Schienen. Und da liegt es rauchend noch In der Nacht, der klaren, Hinterwärts ein großes Loch Zeugt von den Barbaren. Durch den Bahnhof klingt es leis: Merkt Euchs, alte Knaben, Nie darf ein fiskalscher Greis Zu viel Feuer haben! Andern Tags im Blatte stand Nüchtern dies zu lesen: Im Signalturm ist ein Brand Des Kamins gewesen. aber bei Wurzen eingeholt und durch einen Suich in die Herzgegend getötet worden sei. Die Witwe habe dann in einer einsamen Villa bei Teplitz einem Knaben das Leben gegeben. Wie man sieht, schwebt die ganze Geschichte in der Luft, denn irgend welche Dokumente über diese geheimnisvolle Geburt existiren nicht. Allerdings findet sich unter den Papieren Ludwigs eine seltsame Urkunde, welche folgendermaßen lautet: Prinz Eugen Joseph Napoleon Bonaparte wurde von H. Stadtpfarrer Zimmerle den 1. Jan. 1872 nach vorhergegangenem Unterricht und eingeholte Erlaubnis der katholischen Kirche einverleibt. Diesen Eintritt in die katholische Kirche bezeugt, Stuttgart, 27. September 1872. (L..) Kthl. Satdtpfarramt Vik. Berger, A. V. Die Person des Konvertiten soll identisch sein mit der des Prätendenten. Wie aber der Stuttgarter Pfarrer dazu kam, den Schneidermeister Ludwig aus Wurzen ohne weiteres als Prinzen Bonaparte ein utragen, ist nicht aufgeklärt. Jedenfalls sind die Asprüche des wackeren Schneiders. der trotz seiner dunklen Herkunft ein sehr arbeitssamer und ehrenwerter Mann sein soll, so wenig nar und beweisbar, daß er auf den Rat verständiger Personen vorgezogen hat, von ihrer Verfolgung nunmehr abzusehen. Er denkt sich: Liever ein unbekannter Handwerker, als ein bestrittener Prinz. Politische Uebersicht Deutsches Reich. — Das Urteil in dem Essener Grubenprozeß. Die„Köln. Volksztg.“ schreibt: Man wird dasselbe zweifellos, namenlich in den Arbeiterkreisen, sehr milde finden, und mit Recht. 50, 30 und 30 Mark Geldstrafe wegen Uebertretung von Vorschriften der Reichsgewerbeordnung— das ist sehr wenig. und zwei Wochen bezw. eine Woche Gefängnis wegen Urkundenfälschung erst recht. Man muß sich zu dem ersten Punkt erinnern, daß der Staatsanwalt es als „einen geradezu erschreckenden Zustand" bezeichnete, wenn Arbeiter unter sechszehn Jahren von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts ununterbrochen arbeiteten, um gegen 6 Uhr morgens wieder anzusangen. Das sind einfach menschenunwürdige Zustände; diejenigen, welche das anordnen oder dulden, müssen den Menschen als eine Maschine auffassen. Das Gericht erwog strafmildernd,„daß die Zwangslage des Lebens oft entschuldbar erscheinen läßt, daß Vorschriften übertreten werden". Wie oft können Arbeiter bei Verstößen gegen die Gewerbeordnung das zeltend machen, und wie schwer werden doch häufig erstöße gegen diese Bestimmungen geahndet! Es kann nicht ausbleiben, daß dieses Urteil wieder von der sozialdemokratischen Presse kräftig ausgenutzt wird; es bietet Stoff dazu. Einstweilen bemerkt der Vorwärts, noch ehe das Urteil ergangen ist:„Von außerordentlicher Bedeutung ist der Prozeß in sozialpolitischer Beziehung. Fest steht, daß die Verwaltung nach Bekanntwerden der Uebertretungen durch die Revierbeamten erst noch verwarnt wurde. Weiter ist durch feststehende Thatsachen erwiesen, wie schutzlos die Arbeiter trotz geietzlicher Bestimmungen und troßz der heutigen luht dem Unternehmer gegenüberstehen. Ferner beweisen die Thatsachen, wie hochnotwenvig die von den Arbeitern geforderte Verbesserung der Gewerbeaussicht und die Kontrolle durch die Arbeiter=Organisation ist. 65 Vom südafrikanischen Wie es bei dem Einmarsch der Oranjer in Colesberg zuging, berichtet ein Vertreter der Daily Mail als Augenzeuge in den nachstehenden Mitteilungen aus Naauwpoort:„Eines schönen Morgens im Laufe dieser Woche umzingelte eine Abteilung von 600 tapfern Männern die wehrlose Stadt Colesberg. und während die friedlichen Bewohner noch ihren Morgenschlummer genossen, waren die rebellischen Bewohner früh auf und beschäftigt, dem Feinde Kaffee zu kochen. Die Stadt wurde einverleibt, der Richter. Herr Wrench, erhielt Befehl, die Schlüssel seiner Amtsräume abzuliefern, und die Flagge des Freistaates wurde an Stelle des Union Jack aufgezogen. Es ging das alles ohne Kundgebung und Lärm von statten. Die Engländer schauten in mürrischem Schweigen zu und der Feind sprach bei den Vorgängen kein Wort. Den ganzen Tag wimmelte es in der Stadt von Buren. Sie ritten hin und her, zeigten ihre Reiterkünste und schnauzen die Farbigen an, wenn diese nicht vor ihnen den Hut abzogen. Tags darauf sammelte sich auf dem Marke eine beträchtliche Volksmenge, um die Proklamation verlesen zu hören. Um 11 Uhr sprengte eine Vorhut die Straße herauf, eine buntgewürfelte Schar, äußerlich in der größten Maunigfaltigkeit aufgetakelt, und machte den Weg frei für die Hauptabteilung. Auch sie unterhielt sich damit, farbige Männer, Weiber und Kinder, die sich in der Nähe zeigten, umherzujagen, und zwang alle farbigen Männer, die zum Vorschein kamen, die Häupter zu entblößen. Kurz darauf kam dann auch die Hauptabteilung heran, augenscheinlich bemüht. Eindruck zu machen. Allesamt waren sie beritten und bewaffnet, in der Bekleidung aber herrschte die bunteste Verschiedenheit. Sie ritten zu zwei, zu vier oder zu sechs vorüber, ganz wie es ihnen paßte. Jeder war sein eigener Herr, sie zählten etwa 500 Mann. Man hätte sie aber in Bausch und Bogen ganz gut auf 800 schötzen können. Augenscheinlich eine entschlossene Art Männer, ebenso bereit, das Pferd des einzelnen zu requirieren, als eine offene, unverteidigte Stadt zu erobern. Als die Kriegerschar vorbeimarschiert war, sammelte sich die Menge an der Ecke des Marktes um einige Packkisten, wo der Kommandant Grobler sich anschickte, eine Rede zu halten. Er erinnerte seine Zuhörer zunächst daran, daß Colesberg und umgegend nunmehr zum Oranje=Freistaat gehörten und richtete dann einen Aufruf an alle Afrikander. sich den Eroberern, ihren Blutsverwandten, in diesem Kampfe gegen England anzuschließen. Er that es im Namen der großen Afrikandernation, die England unter die Füße zu treten suche. Unsere Waffen, rief er, sind allerwegen siegreich. Mafeking und Kimberley sind gefallen, und auch Ladysmith ist in unsern Händen. Wir haben einen großen Teil der Kapkolonie einverleibt. Wo ist heute die gerühmte Macht Englands! Er schloß mit einem stürmischen Aufruf. Flehte den Segen des Himmels auf die Waffen der Buren herab und forderte abermals diejenigen, die der Gerechtigkeit und Freiheit ergeben seien auf, sich im Gerichtshause einzufinden und unter dem Banner des Vereinigten Südafrika zu sammeln. Es war eine gute Rede für die, an die sich der Redner hier wandte. Jene rauhe Einfachheit und die Unmittelbarkeit ihrer Sprache fesselte die Gemüter und nahm ihre Aufmerksamkeit gesangen. Grobler warf mit Bibeltexten nur so um sich und schwang sich zu kühnen Flügen der Beredsamkeit auf, die eine mächtige Wirkung auf die Zuhörer üben. Wenn man nicht gewußt hätte, daß alles von Anfang bis zu Ende zusammengelogen war. hätte man den Mann bewundern müssen. Da er aber den wirklichen Sachverhalt, jedenfalls was Maseking und Kimberley antraf, keinen mußte, so konnte man sich nur sagen, daß er ein lästerlicher Schwindler sei. der eine Anzahl unwisiender Leute mit Vorbedacht zu bethören suchte Kommandant Grobler ist ein gereister Mann. Er hat mit einer Sendung seiner Regierung die Vereinigten Staaten bereist und dort Gelegenheit gehabt, alles Mögliche zu sehen. Er ist auch ein gescheiter Mann und ein geborner Redner, der es versteht, Thatsachen zu entwickeln und sie mit seltener Gewalt als Wahrheiten in die Gemüter zu senken. Englisch spricht er mit großer Geläufigkeit. Kommandant Schoeman einer von den Führern aus Transvaal, war der nächste Redner. Er wandte sich an die Frauen und forderte sie auf. die nationale Sache mit ihrem Gebete zu unterstützen. Seine Worte rührten die Weiber. Sie waren am Schlusse alle in Thränen. Ueberhaupt war die Bevölkerung nachgrade zur höchsten Begeisterung hinaufgearbeitet worden, und nun verlas der Se'retär die Bekanntmachung, die später gedruckt und verteilt wurde. Darauf ging alles auseinander. Die Anhänger der Regierung waren den Rest des Tages über beschäftigt die Lage zu erörtern. Die holländischen Afrikander hielten sich von den Engländern sern, grrßten sie nicht mehr auf der Straße und erklärten sich offen zu Gunsten des Feindes. Am nächsten Morgen stellten sich die Feldcornets, ungeachtet der Beteuerung des Kommandanten, daß urr gegen Zahlung Gegenstände entnommen würden, in den Geschäften ein und requirierten Kleider. Stiefel. Sättel und sonst alle möglichen Dinge. Als Zahlung wurde dafür einfach eine Quittung ausgestellt, die schwerlich mehr Wert hat als das Papier, auf das sie geschrieben ist. Ehe ich die Stadt verließ, waren auf diese Weise für fünfzehnhundert L. Waren entnommen worden. Es wurde bald jedermann klar, daß die Verheißungen des Kommandaten kein Verlaß sei, und die Mehrzahl der englischen Bewohner traf daher Anstalten, die Stadt zu verlassen. In diesem kritischen Augenblicke überbrachte ein treugebliebener Holländer namen Geldenhuis eine Proklamation. worin alle treuen englischen Unterthanen gemahnt wurden, bei ihrer Staatsangehörigkeit zu bleiben. Ferner wurde die sogenannte Einverleibung von Kolonialgebiet als null und nichtig erklärt und für allen wirklichen Schaden Entschädigung zugesagt. Abschriften wurden von diesem Aktenstück genommen und verteilt, ehe der Kommandant von der Sache Kenntnis erhielt. Sobald er davon vernahm, wurde die Proklamation sofort mit Beschlag belegt und Geldenhuis verhaftet. Die Wirkung der Proklamation wurde übrigens sofort ersichtlich. Die Engländer entschlossen sich, zu bleiben und ihre Interessen zu verteidigen. Die treuen Holländer weigerten sich. dem Eeinde beizutreten. Die Aufsässigen fürchteten sich nachgerade, überzutreten, und es gewann den Anschein, als ob die verheißene Unterstützung in Rauch aufgehen sollte. Doch Kommandant Grobler erhob sich zu den Anforderungen der Lage. Die Feldcornets von Colesberg wurden zu einer Beratung entboten und gezwungen, die Bürgerliste auszuhändigen. Gewisse Namen wurden angestrichen, und die Feldcornets erhielten Befehl, diese Persönlichkeiten auszubilden. Das geschah brieflich mit Unterschrift der Feldkornets in folgendem Wortlaut: Im Namen der Regierung des Oranje=Freistaates werden Sie(Name) hiermit aufgefordert. sich im Lager zu Colesberg am nächsten Dienstag mit Pferd. Sattel und Zaum, Büchse, fünfzig Patronen und Mundvorrat für sieben Tage einzufinden. gez. der Felkornet X. Dieses Stück Burenschlauheit war vollständig erfolgreich. Fast alle, die in solcher Weise aufgeboten wurden, stellten sich. Einige machten sich in Verkleidung aus dem Staube. Andere weigerten sich offen, dem Rufe Folge zu leisten, und verlangten Pässe, um abzureisen. Diese wurden ihnen thatsächlich ausgestellt und zeigten den der Regierung Treugebliebenen, wie fadenscheinig der ganze Kniff war. Mir gab man Samstag Nachmittag zu verstehen, ich würde wohlthun, mir einen Passierschein ausstellen zu lassen und meiner Wege zu gehen. Die Passagierwagen des Masonic=Hotels waren infolge der von Gelderhuis überbrachten Proklamation durch den Kommandanten eingestellt worden und ein Wagen für Geld noch gute Worte mehr aufzutreiben. Schließlich borgte ich mir ein Zweirad und fuhr am Nachmittag davon. Als es Abend wurde, war ich noch zwölf Kilometer von Naauwpoort entfernt. Ich trug mein Zweirad ins Gebüsch, legte mich hinter einen Strauch und schlief den Schlaf der Erschöpfung bis zum Tagesanbruch, wo ich durch einige farbige Flüchtlinge geweckt wurde. Dann setzte ich meinen Weg fort. Die Buren führten sich bis zu meiner Abreise von Colesberg sehr gut auf. Sie belästigten niemanden und waren ganz höflich. Die meisten von ihnen sprachen gutes Englisch und machten sich ganz angenehm. Ein Vorfall, der sich im Schenkraum des Masonic= Hotels zutrug, möge als Beispiel dienen. Zwei Buren traten in besagten Schenkraum und forderten die anwesende, aus Engländern bestehende Gesellschaft auf, mit ihnen einen Trunk zu nehmen. Als alle bedient waren, sagte der stimmführende Bur:„Meine Herren. Sie brauchen unsere Gesundheit nicht zu trinken, wenn es Ihnen nicht zusagt, aber ich schlage einen Toast vor— auf das Vereinigte Südafrika unter republikanischer Flagge!" Darauf thaten die Briten keinen Bescheid, und der freundliche Feind hob, als er sah, daß dieser Trinkspruch keinen Anklang fand, aufs neue an und brachte nun die Gesundheit der Königin aus „nicht als Königin, sondern als Dame“.„Ich trinke auf die großartigste alte Dame, die jemals auf Erden gewandelt ist, eine Frau, die jeder Mann bewundern kann. Hut ab vor der Königin!" Es ist kaum nötig, zu versichern, daß dieser Tonst mit Begeisterung ausgenommen und getrunken wurde. Am meisten zu fürchten waren die Holländer vom platten Lande. Tausendmal bitterer als die Buren machten sie den Treugebliebenen das Leben sauer, und viele von den letztern zegen aus Furcht vor ihnen ab. Wenn der Tag kommt, steht ihnen eine schwere Abrechnung bevor. Obschon unter der britischen Flagge geboren und ausgewachsen und in Genusse aller Vortelle der freisinnigsten und großmütigsten Regierung nuter Sonne, haben sie den bewaffneten Feind ins Land grrusen, der das Land geplündert hat unter dem Verwande, sie unter seine Flagge zu nehmen. Möge ihnen ihr Recht werden! Großmut wurde nur mißverstanden. Lokale Nachrichten. Dortmund, 23. Dezember. Weihnachtsverkehr auf der Eisenbahn. Viel in Anspruch genommen werden vor den Feiertagen die Eisenbahnen. Auf den Bahnhösen herrscht ein kolossales Gedränge. Die Personenzüge sind nicht allein besetzt, sondern in des Wortes wahrster Bedeutung vollgepfropft. Insbesondere die VierteKlasse=Wagen. Fast vor jeden Zug sind zwei Lokomotiven gespannt, die ihre Last keuchend fortbewegen. Die eingelegten Sonderzüge kommen der Eisenbahn wie auch dem reisenden Publikum gut zu statten. Unter dem gewaleigen Personenverkehr muß der Güterverkehr naturgemäß leiden. Der Transport der Güter erfährt erhebliche Verzögerungen. Ein Beweis dafür ist, daß sich im städtischen Hasenbahnhos eine Anzahl Wagen befinden, welche schon über eine Woche zum Versandt fertig stehen, aber nicht abgeholt werden. Weihnachten im Hafen. Oed und leer siehts im Hasengelände aus. Die mächtige Eisdecke versperrt den Schiffern den Weg und kein Fahrzeug vermag vorwärts noch rückwärts zu kommen. Die vor Anker liegenden Schiffe ruhen tief eingefroren im Eise. Die Dampfer haben die Feuerung in Thätigkeit gesetzt, um die Maschinen vor dem Frost zu schützen. Mit den Schiffemannschaften ist auch das Hafenpersonal zum größten Teil brach gelegt. Namentlich die Angestellten des Lagerhauses, die bei dem besten Willen wenig auerichten können. Was sollen sie auch machen, wo der Versandt vollständig ruht? Wäre das Frostwetter nicht eingetreten, dann wäre es noch zu hübschen Abschlüssen gekommen. Denn es waren größere Ladungen unterwegs. Die Schifffahrts=Gesellschaft„Unterweser“ wollte 120000 Sack russisches Getreide herüberschicken. Auch hat sie Abschlüsse mit schwedischen Erzgruben gemacht, die ihre Erze nach dem rheinisch= westfälischen Industriebezirk versenden. Ueberhaupt dürfte der Schiffahrtsverkehr im nächsten Frühjahr einen bedeutenden Umfang annehmen. Die dreimonatliche Sperre wird dem Kanal indirekt wieder von Nutzen sein, denn diese Zeit wird von den Interessenten in jeder Weise ausgenutzt. Mehrere Schiffe sind schon wieder in Bestellung gegeben. Inzwischen wird unsere Hasenverwaltung auch die 12 kaufmännischen Bureaus, welche vermietet werden, fertiggestellt und die Firma Lehnkering ihren neuen Ladeschuppen errichtet haben. Ja, für unsern Hafen, über dem augenblicklich die weihnachtliche Stille ruht, werden auch wieder bessere Zeiten blühen. Straßenbahn. Die seit einigen Wochen für den ganzen Regierungsbezirk Arnsberg in Gellung befindliche Polizeiverordnung über den Betrieb der elektrischen Straßenbahnen zeigt gegen die bisher geltende Polizeiverordnung verschiedene Veränderungen. Bisher war es nämlich bei Strafe verboten. die Straßenbahnwagen an anderen Punkten als an den vorgeschriebenen Haltestellen halten zu lassen. Die neue Verordnung verbietet das nicht, es steht aber zu erwarten, daß die Straßenbahnverwaltung dieses fehlende Verbot ergänzt. Ferner war es früher nur verboten, die in der Fahrt begriffenen Straßenbahnwagen vom Vorderperron zu verlassen; die neue Verordnung verbietet es überhaupt, einen in Bewegung befindlichen Wagen zr besteigen oder zu verlassen. „Neu Düsseldorfs“ Ende. Wer kennt nicht die Ruinen der Zeche„Neu Düsseldorf". Sie könnten als Wachtturm des Ostentotenhofes gelten. Eine Reiche von Jahren sind verflossen, als in ihren Anlagen Leben herrschte und der Bergmann vergebens hinabstieg in den Schacht, um tief unter der Erde die schwarzen Diamanten zu suchen. Tausende und Abertausende wurden gezeichnet, um die neue Zeche, auf die so große Hoffnungen gesetzt wurden, betriebsfähig zu machen. Wie viel Thränen mögen nachher geflossen sein, als das Schicksal über das Unternehmen hereinbrach? Da wurden mit einem Schlage alle Hoffnungen zu Schanden und gar mancher Gewerke verlor sein Vermögen. Um die Betriebskosten zu sparen, ließ man die Zeche einfach ersaufen— und das ungeheuere Kapital war dahin. Die mit allen technischen Neueinrichtungen ausgestatteten Anlagen wurden der Schlupfwinkel allerlei Gesindels und Raben und Spatzen wählten sich die schmucken Zechengebäude zu ihren Nistplätzen. Später vermietete man einen Teil der Räumlichkeiten, damit wenigsteus nicht alles ruiniert wurde. Den Versuch, die verlassene Betriebsstätte zu irgend einem Zwecke nutzbar zu machen, hat man nie unternommen, und so ist der Name„Neu Düsseldorf" immer mehr der Vergessenheit anheimgefallen. Nur einmal tauchte der Name wieder auf und zwar war dies im Jahre 1889, zur Zeit des großen Bergarbeiterstreiks. Ein findiger Berichterstatter hatte damals in alle Welt telegraphiert:„Auch die Belegschaft der Zeche„Neu Düsseldorf" bei Dortmund ist in den Ausstand getreten.“ Das war bittere Ironie, und überall scherzte man über die Nachricht. Seitdem sind wieder 10 Jahre ine Land gegangen. Wie wir nun heute Morgen schon mitteilten, hat gestern eine Gewerkenversammlung stattgefunden, die sich mit dem Verkauf des Zecheneigentums beschäftigte. Nach der vorliegenden Kaufofferte wurden für die gesamten Anlagen ganze 300000 Mark geboten. Dieses Angebot wurde von den Anwesenden zurückgewiesen, weil es viel zu niedrig sei. Man war jedoch der Ansicht, die Zeche sobald wie möglich loszuschlagen, wenn nur ein einigermaßen annehmbares Gebot erfolgt. Es wurde eine Kommission gewählt, welche den Verkauf regeln soll. Im Ruhrrevier arbeiteten im Jahre 1899 rund 204 800 Bergleute. Einschließlich der auf den Zechen Verunglückten starben 1801 Knappen. Die meisten Unfälle passirten an den Dienstagen. nämlich ungefähr 17 Prozent und die wenigsten an den Mittwochen(15.62 Prozent). Von der Wurmkrankheit wurden 108 Bergleute befallen, aber meistens schon nach—14 Tagen geheilt. Schlimmer stebts mit der Lungentuberkulose. Es sind im Jahre 1898 hundert neue Erkrankungsfälle hinzugekommen und von den überhaupt vorhandenen Tuberkulosen 299 gestorben. 857 Arbeiter erkrankten an der Lungenentzündung, daran sollen 285 gestorben sein. Der Knappschaftsverein hatte im Jahre 1898 für 11825 Witwen zu sorgen. Davon war die jüngste 21 Jahre und die Aelteste 94 Jahre alt. Die übrigen standen im Alter von 80—40 Jahren. 200 Witwen haben im Laufe des Jahres wieder geheiratet. Das Adreßbuch für den Landkreis Dortmund, bearbeitet von Friedrich Weiberg zu Dortmund, ist soweit fertig gestellt, daß die Ausgabe in den ersten Tagen des Januar erfolgen wird. Musikalisches. Für die Weihnachts=Konzerte in Zieglers Wintergarten und im Lindenhof hat Herr Kapellmeister Merkert die Violin=Virtnosin Fräulein Marie Weimershaus aus Köln engagiert. Die Künstlerin wird.moll=Konzert von Bruch. Ballade und Polonaise von Vieuxtemps. Legende von Wieniawsky und„Vöglein im Baum“ von Hauser zum Vortrag bringen. Zur Aufführung kommt auch das Tongemälde„Fröhliche Weihnachten“ von Rödel. Aufer altes Rathaus wird in don Festragen der Anziehungspunkt vieler Tausender sein. Der Besuch ist aber auch außerordentlich lohnend. Der herrliche, in reichem Licht erstrahlende Feusaal, in dem jetzt grade ein interessantes Gemalde der Schlacht von Beaune la Rolande dargestellt ist, die Dortmunder Schatzkammer mit en Prunkgeräten und das unter Herrn Baum'e Aufsicht stehende außerordentlich reichhaltige Museum mit der prächtigen alten westfälischen Küche, alten Münzen und seltenen Ausgrabungen.. dies bietet stundenlang hohen Genuß dar. Wer 50 Pfg. von seinen Weihnachtsgroschen übrig hat, der gehe an den ersten Tagen, denn an dem Gratistage wird der Ansturm der Besucher vermutlich kolossal werden. Städt. Verwaltung. Das Bureau für Steuern(Burcau V) wird vom 1. Januar n. Is. in zwei Bureaus geteilt und zwar in ein Staatssteuer=Bureau und ein Gemeindesteuer=Bureau. Dem Staatssteuer=Bureau welches dem Oberstadtsekretär Faehre untersteht, sind die StaatsEinkommen= und Ergänzungssteuersachen zugewiesen, während dem Gemeindesteuer=Bureau die sämtlichen Gemeindesteuersachen, ferner die mit Gewerbesteuer im Zusammenhang stehenden Arbeiten betr. die Betriebssteuer, Wandergewerbescheine und Legitimativurkarten, sowie Schulsteuersachen zugewiesen sind. Die Führung des Gemeindesteuer= Bureaus ist dem Oberstadtsekretär Wetzel übertragen, welchem auch das Steuer=Meldebureau untersteht. Die Frontsenster des Treppenhauses im alten Rathause sind jetzt umgemalt worden. Die Phantasieköpfe der Innungsmeister sind entfernt worden und haben denen jetzt lebender, verdienter Meister Platz gemacht. Stadtrat Jucho stellt einen Schmiedemeister dar und Stadtrat Strunck einen Krämer. Beide Köpfe sind sehr ähnlich. Beurlaubte Soldaten der deutschen Schutztruppe fallen in Dortmund auf den Straßen auf. Ein Bäuerlein fragte einen Ladenbesitzer: „Wat sind dat vör wekke?"„Dat sind Buren, de englische Gefangene nah hier gebracht hewwt!“„Ah“, meinte der Bauer befriedigt, „dat sind wahne Kiärls!“—„Wo sind denn de Gefangenen?“—„De sind, im ollen Rothuse und werd Wihnachten uthstellt!“ „Denn Dunnerkil, dann komme ek auk Christdeg her, se bieten doch nich?“—„Ne, se hewet ehr de Täin uttrocken!“—„Jo, seker, is seker; denn adjüs ok!“ # Allen Freunden und Gönnern des „General=Anzeigers“ wünscht ein hefegnetrs Wethnachtssest Die Redaktion. Berlin, 23. Dez. Die Stadtverordnetenversammlung befaßte sich mit dem Submissionsverfahren bei städtischen Verwaltungen. Von linksliberaler und sozialdemokratischer Seite waren im Ausschuß Anträge eingebracht, welche einerseits auf Beseitigung der Schmutzkonkurrenz (die Unternehmer sollten verpflichtet werden, bei Submissionen den ortsüblichen Lohn zu zahlen) hinausgingen, anderseits in erster Linie eine Beschäftigung der ortsansässigen Arbeiter verlangen. Im Ausschusse stellte sich die Mehrheit auf den Standpunkt, daß die Stadtgemeinde es grundsätzlich vermeiden müsse, sich in die Verhältnisse der Unternehmer und ihrer Arbeiter einzumischen oder durch irgendwelche Bestimmungen in das freie Verfügungsrecht einzugreifen. Als vor einiger Zeit die Unternehmer beantragten, die Ausstandsklausel in den Submissionsbedingungen zu streichen und den Ausstand als höhere Gewalt anzusehen, habe der Magistrat sich auf den vorgedachten Standpunkt gestellt und die Forderung rundweg abgelehnt. Dieser Standpunkt sei, so wurde hervorgehoben, der allein richtige und dürfe nicht verlassen werden. Man müsse jedermann die Freiheit lassen, wie er seine Ware verkaufe und mit welchem Gebot er sich an der Submission beteiligen wolle. Es erscheine nicht zulässig, für die Arbeiterschaft eine einseitige Begünstigung zu statuieren. Im übrigen bedürfe sie auch keines besonderen Schutzes, da sie sich selbst zu helfen und zu schützen verstehe. Es sei. so wurde weiter bemerkt, eine schreiende Ungerechtigkeit den Unternehmern gegenüber, wenn sie verpflichtet sein sollten, Löhne zu entrichten, deren Höhe ihnen bei dem Abschlusse des Submissions= vertrages noch nicht bekannt sein konnte. Konstantinopel, 21. Dez. Der Sultan scheint jede weitere Verfolgung seines flüchtigen Schwagers Mahmud Pascha aufzugeben, weil dieselbe voraussichtlich nutzlos wäre. Der Versuch, die beiden mit ihrem Vater geflüchteten Prinzen als minderjährig herauszubekommen, ist gescheitert, da von französischer Seite festgestellt wrden ist, daß der älteste Prinz 24 Jahre zählt und bereits verheiratet ist, während der jüngere 21 Jahre alt ist. Auf alle Fälle hat die Untersuchung ergeben, daß die Prinzessin Seniha vollkommen mit der Flucht ihres Mannes einverstanden war und daß dieselbe mit ihrer Hilfe vorbereitet worden ist. Mahmud besitzt keine Pässe und ist von Marseille, wie von dort gemeldet wird, nach Paris abgereist.— Die französische Botschaft hier fordert dafür, daß der Dampfer„Kongo“, auf dem man die Flüchtlinge vermutete, in den Dardanellen festgehalten wurde. einen Schadenersatz im Betrage von 3000 Frcs. —(Nur einmal im Leben steigt man in die rote Sänfte.) Die chinesischen Mädchen aus guter Familie, so lesen wir in der Allg. Ztg.“. werden, wie bekannt, schon in zarter Jugend verlobt. Dabei spielen Familienrücksichten und pekuniäre Erwägungen die Hauptrolle, ja die ausschließliche Rolle— die Liebe hat gar kein Wort mitzureden. Auch ist die Braut für den Bräutigam bis ium Hochzeitstage geradezu unnahbar. Erst wenn sie das Elternhaus mit dem des künftigen Gatten vertauscht, tritt sie aus ihrer nonnenhaften Abgeschossenheit heraus, und die junge Frau zieht die Aufmerksamkeit aller auf sich. Es ist für sie ein Tag des Triumphs: in einer Säufte, die mit Purpur ausgeschlagen und mit roten Guirlanden geschmückt ist, empfängt sie die Huldigung der Vorübergehenden, die bei ihrem Erscheinen stehen bleiben und sich vor ihr verneigen. Sie hat an en höchsten Rang, selbst vor den Mandarinen mit dem Krystallknopfe. Aber nie mehr im Leben wird der jungen Frau solche Huldigung dargeman unterläßt sie Witwen gegenüber, die sich wieder verheiraten; sie sind in den Augen der Chinesen solcher Ehrung unwürdig. Daher lautet ein chinesisches Sprichwort:„Nur einmal im Leben steigt man in die rote Sänfte.“ —(Ein Selbst mörder im Petersdom.) Einen eigenartigen Platz suchte sich ein Selbst. mörder aus, ein armer Teufel, der keinen Freund auf der Welt hatte, und arbeitslos und ohne Geld seinem schauerlich traurigen Dasein ein Ende machen wollte. Er hing sich an einem Gitter auf hinter der Konfession von St. Peter gegenüber der Statue Pauls III. der ihm segnend seine Hand ent gegenzustrecken schien. Als die Gläubigen des Morgens die Kirche betraten, starrte ihnen von dem Altar das entsetzlich verzerrte Gesicht des Todten entgegen. Der Dom wurde sofort geschlossen und nachdem er geweiht war, um 2 Uhr den Gläubigen wieder geöffnet, Unsere Post=Abonnenten werden in ihrem eigenen Interesse ersucht, das Abonnement auf den täglich erscheinenden„General= Anzeiger“ pro I. Quartal 1900 umgehend bei den betreffenden Postämtern(PostZeitungsliste Nr. 2·26) erneuern zu wollen, damit am 1. Januar in der Zustellung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Letztere können wir bei dem Post=Zeitungs=Amt nicht verhindern, falls die Erneuerung des Abonnements nicht rechtzeitig erfolgt Todes-Anzeige. Ee hat Gott dem Allmächtigen gefallen. heute nacht 12 Uhr meinen lieben Mann, unsern guten Vater. Bruder. Schwager und Onkel, den Stuckateurmeister Wilhlelln Bresemunn im Alter von 41 Jahren, nach langjährigem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. Dies reigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Dortmund, den 23. Dezember 1899. Die Beerdigung findet am 2. Weihnachtstage, morgens 9 Uhr. vom Trauerhause. Leopoldstrasse 51, aus statt.(44709 Staäuttheatel Bortmand. Sonntag den 24. Dezember 1899: Nachmittags 4½ Uhr: Rothkäppchen. Märchenspiel in 4 Akten und 1 Vorspiel Im Reiche der Feen. Montag den 25. Dez.(Im Abonnement) Anfang 7% Ubr;„ Mansel und Gretel. Oper in 3 Akten von Humperdink. Dienstag den 26. Dezember: Nachmittag 3½ Uhr: Rothküppchen, Märchen in 4 Akten u. 1 Vorspiel:„Im Reiche der Feen“. Abende 7½ Uhr(Im Abonnement) BoeoaeeIs Operette in 3 Akten von Suppé. Mittwoch, d. 27. Dezbr.(Im Abonnemen) Abends 8 Uhr Walzerkönig. Briefkasten der Redaktion. Alter Abonnent E. in Annen. Bei der Einschätzung zur Staatseinkommensteuer sind nur abzugsfäbig Versicherungsprämien, welche für Versicherung des Steuer pfichtigen auf den Todes= oder Lebensfall gezahlt wer den, soweit sie nicht den Betrag von fechshundert Mart jährlich übersteigen. Was Sie also für die Versicherung Ihrer Söhne oder Töchter bezw. Ehefrau aufwenden, ist nicht abzugsfäbig. Abonuent H. R. in Lünen. Nach Ihrer Darstellung besitzen Sie unzweifelhaft die amerikanische Staatsangehörigkeit durch Abstammung, weil Ihre Eltern als amerikanische Bürger starben. Demnach brauchen Sie in Preußen nicht der Militärpflicht zu genügen, wenn Sie sich nicht inzwischen wieder naturalistren lassen. Wir raten Ihnen zu letzterem, da Sie sonst fürchten müssen, beim Eintritt in das militärpflichtige Alter weil öffentliches Aergernis erregend— ausgewiesen zu werden. Abonnent C. Nr. 100 in Wickede=Asseln. Das kommt ganz darauf an, welche Vereinbarungen er bezüglich der Zahlungsleistung mit dem Besteller getroffen hat. Jedenfalls kann er, wenn nichts besonderes verabredet ist, eine Abschlagszahlung in angemessener Höhe für bereits ausgeführte Arbeiten beanspruchen und event. von deren Gewährung die Fortsetzung der Arbeiten abhängig machen. Handel. Gewerbe und Verkehr. Harpener Bergbau=Aktien=Gesellschaft. Die Gesellschaft hat im November 1899(in 24 Arbeitstagen) einen Ueberschuß von 807500 Mark erzielt gegen 803 900 Mark im Vormonat(in 26 Arbeitstagen). Gewerkschaft König Ludwig. Im Novbr. er. wurden auf Schacht 1 und 2 43982 Tonnen(im Vormonat 46038 Tonnen) gefördert und davon 21 890 Tonnen zur eigenen Kokerei abgesetzt, welche 16298 Tonnen Koks(17571 Tonnen) produzirte. Der reine Betriebsgewinn beziffert sich auf 65663 Mark(82798 Mark), nach Abzug von 11023 Mark für Neuanlagen einschließlich 5505 Mark für Ausrichtung, des Henrichenburger Feldes verbleiben 54640 Mark und zuzüglich(1279 Mark. Bestand am 30. Nov. cr. 125919 Mark, wovon 100000 Mk. gleich 100 Mk. pro Kux als Ausbeute pro viertes Quartal er. zur Verteilung gelangen. den Mandarinen den Mandarinen e mehr im Leben buldigung darge. en gegenüber, die in den Augen der ig. Daher lautet einmal im Leben n Betersdom.) sich ein Selbstder keinen Freund es und ohne Geld dasein ein Ende einem Gitter auf ter gegenüber der d seine Hand ent Gläubigen des tarrte ihnen von zerrte Gesicht des esofort geschlossen um 2 Uhr den Adele Rüggeberg Ernst Buddemann edaktion. ten. Bei der Einind nur abzugsfäbig berung des Steuer deusfall gezahlt, wer n fechshundert Mark für die Versicherung frau aufwenden, ist Nach Ihrer Darmerikanische Staatsil Ihre Eltern als ich brauchen Sie in genügen, wenn Sie n lassen. Wirraten rchten müssen, beim weil öffentliches werden. slede=Asseln. Das arungen er bezüglich eller getrosfen vat. deres verabredet ist. r Höhe für bereits nd event. von deren en abbängig machen. d Verkehr. Besellschaft. Die 99(in 24 Arbeits500 Mark erzielt it(in 26 ArbeitsIm Novbr. er. 3982 Tonnen(im dert und davon i abgesetzt, welche inen) produzirte. ert sich auf 65663 von 11028 Mark 5 Mark für Ausfeldes verbleiben Mark. Bestand sovon 100000 Mk. beute pro viertes gen. nenten icht, das Abonen„General= 1900 sämtern(Postwollen, damit Blattes keine en wir bei dem falls die Erbtzeitig erfolgt ige. tigen gefallen. lieben Mann, Schwager und Maln langjährigem. die Ewigkeit bliebenen. mber 1899. „WeihnachtsTrauerhause, (44709 Timand. nber 1899: he: hen. 1 Vorspiel * Feen. m Abonnement) Kretel. worhtnt. ezember: *: hen. Reiche der Feen'. onnement) 91O Saapph Im Adonnement) inig. Ottille Lohre Ferdinand Tenckhoft 9 Verlobte. Barop. Dortmund. Weihnachten 1899. Ostatt besonderer Anzeige. Die Verlobung unserer #Tochter Hermine mit dem 1 Kaufmann Herrn Wilhelm 2 nalster aus Dortmund V zeigen hiermit ergebenst an Wengern a. d. Ruhr. im Dezember 1899. Heinrich Steffen u. Frau, Emma geb. Brinkmann. 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Kitchener wies dart Truppen speziell auf K körpern mit Eingebore niert seien, deren Bes Fällen eine sehr primi schien Lord Kitchener fassung des englischen unterschätzenden Gegne doch schließlich gelang, bei Omduaman zu ver dadurch seine Erklärn des Mahdi keine mo päischen Sinne darstel der Engländer, namen selben, der feindlichen davon, daß der Mahl Kitchener denn doch Die obigen Erkläru ist, ein Urteil Rächener asrisenisch, uicht üdafrikanischen Krieg englischen Soldaten. zu sechten, kann vielle bisher von den englis solgte Taktik gelten, di an einen Punkt zu zer Da man aber, eber dem bekannten Eibe Handfläche hervorzaub aus dem Boden zu on heute mit ziemli werden, daß auch Feinde wie es die Vu Erfolge erzielen wird. General Buller er Rann notwendig seier vertreiben und weiter Kavland gegen die Or e4lse 8. dovon, daß e diese Truppen aufzubr Erscheintwöchentlich sieben Mal. Bezugspreitz 50 Pfg, monatlich. Ws der Wochenheilage Portm. Lustige Bätter. nur 10 Big,„4e5 Bei der Post mit den Beilagen; Vierteljäbrich 2 Ml. Postzeitungs=Nr. 2826. Mtelche Peaniche eisd-eernacne. Verantwortlicher Redakteur: Größte un für Tortmund und die* Provinz Westfalen. d verbreitetste Zeitung im westfälischen Industriege biet. Unparteiisches Organ für Jedermann. Insertionspreit; Für den Lokalverkehr 20 Pfg., im Uebrigen 25 Pfg, die Zeile. Reklamen die Zeile 60 Pfg. Für die Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenne Tagen wird keine Garantie übernommen. Druck und Verlag General=Anzeiger Ruhsus u. Cie. en. vache laschen u. billigkeit, Liter. 46 öln a. Rh. ed“. gelleg, k. Zo, haben is des Beine pard a. Ab. Tleinquartband ain Achageret Zweites Blatt. K Lord Kitchener über die Schwächen der englischen Armee. Nachdruck verboten.) Wie der Telegraph aus Kairo meldet, ist der Sieger von Omdurmann, Lord Kitchener, dort einhetroffen und mit Extrazug sofort nach Alexandrien weiter gereist, um von dort die Ueberfahrt nach Südafrika anzutreten. In Kitcheners Hand ruhi Es also augenblicklich, ob England Weltmacht bleibt bder nicht denn würde auch der Verlust seiner südafrikanischen Besitzungen Englands Weltmachtstellung nicht unmittelbar erschüttern, so hätte er doch den Verlust seines Prestiges zur Folge, der unabsehbare Konsequenzen haben könnte. Da also im gegenwärtigen Augenblick sich aller Augen nicht nur in England, sondern in der ganzen civilisierten Welt, auf den Helden von Omdurman richten, muß es von besonderem Interesse sein, zu erfahren, ###wie Lord Kitchener selbst über die Leistungsfähigeit der englischen Truppen denkt. * Lord Kitchener hat sich über den Wert der engischen Truppen gelegentlich des Sudanfeldzuges Inmittelbar vor der Schlacht bei Omdurman begeüber, dem Militärattachee einer Europäischen Großmacht ziemlich freimütig beäußert und seine damaligen Aeußerungen beweisen nicht nur, daß sein Urteil durchaus nicht von Patriotismus angekränkelt ist, sie erlauben leichzeitig Rückschlüsse darauf, nach welcher Richktung hin Kitchener als Oberbefehlshaber in Südafrika sein Hauptaugenmerk richten wird, und sie erlauben gleichzeitig den Rückschluß, daß Kitchener #keineswegs allzu hoffnungsvoll den Oberbefehl über die Südafrika weilenden Truppen übernimmt. In seiner Ratlosigkeit hat England Kitchener berufen und damit jedenfalls auf die„öffentliche Meinung“, die breiten Schichten der Bevölkerung Englands, eine günstige Wirkung ausgeülbt, denn das Volk, das nur zu gerne generalisirt, findet es ganz selbstverständlich, daß Kitchener, der einen so glänzenden Sieg über die Mahdi davongetragen hat, in derselben Weise auch die Buren abfertigen wird. Wie naiv es jedoch ist, eine Parallele zwischen den Mahdisten und den Buren zu ziehen, dessen ist sich im Augenblick wohl niemand mehr als Lord Kitchener selber bewußt, der einer ebenso schwierigen wie undankbaren Aufgabe entgegengeht; denn die englische Regierung mutet ihm zu, die Fehler, die sie seit Menschenaltern in der Organisation des englischen Heeres gemacht hat, durch sein Talent wett zu machen und die öffentliche Meinung, die in Kitchener heute noch den Nationalhelden feiert, wird ihn schon morgen erbarmungslos mit den Gataere, Buller und Methuen verdammen, wenn es ihm nicht gelingt, diese Aufgabe zu erfüllen. Und das ist nach der heutigen Lage der Verhältnisse in Südafrika fast ausgeschlassen, Als der Eingangs erwähnte Attaché im Sudanfeldzuge im Lager des Lord Kitschener eintraf, da erklärte dieser dem Attachee, er dürfe nicht einen Krieg in dem Sinne erwarten, in dem er als Vertreter einer der angehensten Großmächte, einen Krieg aufzufassen gewohnt, sei. Er habe, so erklärte Kitchener weiter, 25000 Mann vereinigt, dies sei die größte englische Armee, welche in den letzten 70 Jahren vereinigt gewesen sei. Die Thatsache, so erklärte Küchener, nacht sich aber auch in der unangenehmsten Weise fühlbar. Die englischen Truppen seien nicht gewohnt, in so großen Truppenkörpern zu fechten und die englischen Offizieren nicht fähig, größere Truppenkörper zu befehligen. Dem Heere sehle ferner das, was in dem modernen Kriege immer wichtiger erkannt wird, eine vernüftige Organilation des Vorbereitungsdienstes, des Vorpostendienstes, des Studiums der Terrainverhältnisse, kurz alles dessen, was der militärische Vorberei# tungsdienst im modernen Sinne dieses Wortes in 5ch hegreift. # gchener wies darauf hin, daß die englischen * Truppen speziell auf Kämpfe in kleineren Truppen## körpern mit Eingeborenen fremder Erdteilen trainiert seien, deren Beschaffung in den allermeisten Fällen eine sehr primitive sei. Schon den Mahdi schien Lord Kitchener in Rücksicht auf die Verfassung des englischen Heeres als einen nicht zu unterschätzenden Gegner anzusehen. Wenn es ihm doch schließlich gelang, die Streitmacht des Mahdi bei Omduaman zu vernichten, so findet dies leicht dadurch seine Erklärung, daß auch die Scharen des Mahdi keine moderne Streitmacht im europäischen Sinne darstellten und daß die Ausrüstung der Engländer, namentlich aber die Artillerie derselben, der feindlichen überlegen war, abgesehen davon, daß der Mahdi einen Gegner wie Lord Kitchener denn doch nicht gewachsen gewesen ist, gradie,#bigen Erklärungen Kitcheners, der wohl engtischer's ein Urteil über die Leistungsfähigkeit Truppen abzugeben, lassen vermuten, sudafrichener.t sehr hoffnungsfreudig in den znatischer Krieg zieht. Die Unfähigkeit des zu ch Soldaten, in größeren Truppenkörpern sten, kann vielleicht als Erklärung für die ##her von den englischen Oberbefehlshabern befolgte Taktik gelten, die englische Kriegsmacht nicht an einen Punkt zu zentralssiren. „„La man aber, ebense wenig wie man nach dem bekannten Bibelworte Saatfelder auf der Handfläche hervorzaubern kann, geschulte Truppen aus dem Boden zu stampfen bermag, so kann bess, heute mit ziemlicher Sicherheit vorauegesagt Feinde„. auch Kitchener gegenüber einem Feinde wie es die Buren sind, kelne nennenswerte Erfolge erzielen wird. General Buller erklärt bereits, daß 100000 Rann notwendig seien, die Buren aus Natal zu und weitere 100.000, um das nördliche gesehen dasgen die Oranse=Buren zu schützen. Abgeschen davon, daß England keine Möglichkeit hat, sese Truppen aufzubringen, wenn es sich nicht zu dem mehr als gewagten Schritte entschließen will, seine Zuflucht zu den indischen Garnisonen zu nehmen, wäre nach dem eigenen Urteil Kischeners auch durch eine derartige Streitmacht nicht bedingungslos der endgiltige Sieg Englands gesichert. Diesen großen Truppenmassen würde jene Beweglichkeit und Schulung fehlen, ohne die selbst der genialste Führer in einem modernen Kriege keine Erfolge mehr erzielen kann. Englands gesamtes Heer— wenn von einem solchen überhaupt die Rede sein kann— ist, wie aus Kitcheners eigenen Worten hervorgeht, noch heute im Großen und Ganzen nur auf derartige Kolonialkriege zugeschnitten, wie Großbritannien sie zu Anfang dieses Jahrhunderts geführt hat: einem Feinde wie den Buren, die abgesehen von ihrer zweisellosen taktischen Begabung und ihrer vorzüglichen Artillerie, durch die genaue Kenn der Terrainverhältnisse im Vorteil sind, ist England nicht gerwvachlen,g.mustung g— Ensland, durch Es ist eine harte Zumurung an Englano, ourch die Initiative zu einem Friedensabschluß dies zuzugestehn, aber es ist vielleicht klug, heute den Krieg zu Ende zu bringen, wo England darauf hinweisen kann, daß es noch so und so viele Hilfsquellen hätte, um den Krieg weiter zu führen, daß es jedoch in Rücksicht auf die schweren wirtschaftlichen Schäden, welche der Krieg für den englischen Handel zur Folge hat, darauf verzichtet, die Kampagne weiter fortzusetzen. Heute kann Englund dieses Wort noch gebrauchen, führt es den Krieg weiter, erschöpft seine Hilfsquellen gänzlich— dann ist sein Prestige, für alle Mal vernichtet, seine Weltmachtstellung erschüttert.„#### mn. k. an P 2n8. England spielt mit der Weiterführung des südafrikanischen Krieges ein va banqus.Spiel, möchten die einsichtsvollen Elemente in England dies im Interesse ihres Vaterlandes noch rechtzeitig erkennen. Wir Deutsche haben, abgesehen von dem sittlichen Momente, kein Interesse daran, daß England sich dieser Gefahr nicht aussetzt. Ganz im Gegenteil! Deutschland ist in den letzten zwei Jahrzehnten ein ebenbürtiger Konkurrent Englands auf dem Weltmarkte geworden, es hat England an vielen Orten bereits mit Erfolg verdrängt. Es kann uns darum nur willkommen sein, wenn England, unser Konkurrent, d. h. wirtschaftlich unser Gegner, sich durch die Fortsetzung des Krieges weiter schwächt, zum Nutzen der weiteren Ausdehnung des deutschen Handels Aus Westfalen und Rheinland. Sölde, 22. Dez.(Traurige Weihnachten.) Durch Hereinbrechen der Kohle verunglückte gestern in der Frühschicht auf Zeche„Schleewig“ des Hörder Kohlenwerks der Bergmann Friedr. Briecke von hier. B. hinterläßt Frau und 4 kleine Kinder, welche einem überaus traurigen Weihnachten entgegensehen. Wir zweifeln nicht, daß unsere Einwohner bei ihrer Mildthätigkeit sich der armen Verlassenen annehmen und ihnen beweisen werden, daß die Liebe, welche allen anderen zuteil wird, auch ihnen nicht verloren ist. Annen, 23. Dez.(Die Revision der Qutttungskarten) im Amte Annen wird bis zum 3. Januar k. Is. ausgesetzt. Von dieser Zeit an werden die Quittungskarten, Aufrechnungsbescheinigungen und Dienst bezw. Arbeitsbücher wieder bereit zu halten sein. Schwerte, 22 Dez.(Schöffengericht.) Des Diebstahls von Kohlen haben sich der Handlanger Peter Bohn und der Fabrikarbeiter Aug. Tillmann auf dem hiesigen Bahnhofe schuldig gemacht, wofür jedem eine Gesängnisstrafe von 1 Tag trifft. Die Ehefrau Tillmann ist in derselben Sache der Hehlerei angeklagt und wird zu der gleichen Strafe verurteilt.— Altes Eisen hat der jugendliche Fabrikarbeiter Simon Giehl von Wandhofen von der Schlackenhalde der„Eisenindustrie entwendet und versucht, einen eisernen Grenzpfahl aus der Erde zu entfernen, wobei er vom Generaldirektor Berkemper ertappt wurde. Wegen Diebstahls wird auf 2 Tagen Gefängnis erkannt.— Der Schleifer Karl Timmermann, z. Z. im Gefängnis in Nachen in Haft, ist geständig, sich auf dem Rickelwalzwerk Nickelgegenstände widerrechtlich angeeignet zu haben und dem Barbier Paul um 18.60 Mark Kostgeld betrogen zu haben. Das Urteil lautet auf 1 Woche Gefängnis, die durch Untersuchung verbüßt ist. Unter der Anklage, die Ehefrau Schreiner Fr. Schneider am 3. Mai beleidigt und vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben, steht der Arbeiter Fr. Hölken von Westhofen. Wegen der Beleidigung wird der Angeklagte für straffrei erklärt, dagegen wegen der Mißhandlung, eine hinterrücks verabreichte Ohrfeige, zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt.— Tief in seinen Geldbeutel muß der Flaschenbierhändler Heinrich Schneider von hier greifen, der wegen Beleidigung des Meygers Fr. Schulte vor Gericht steht. Am 6. September d. J. kam Schulle in die Börsinghaus'sche Wirtschaft, wo der Beklagte Schneider sich mit anderen Personen im Disput befand. Als letzterer einem der Anwesenden in dem Wortwechsel vorhielt, derselbe habe rote Haare und könne nicht zahlen, bezog Schulte den Ausdruck rote Haare“ auf sich und mischte sich in den Streit. Im Lause der Reibereien zog Schneider schließlich seinen gespickten Geldbeutel aus der Tasche, schlug damit auf den Tisch, daß der Beutel platzte und das Geld umherflog. Dies gab dem Schulte Veranlassung zu äußern:„Lot Du män dien Geld sitten, dat sind ja doch Austermann siene Pännige“, worauf sich Schneider zu der beleidigenden Neußerung in Bezug auf Schulte verstieg: „Du bist ja nicht eidesfähig. Du bist 9. gewesen ich habe noch kein falsches Geld gemacht.“ Als Schulte erwiderte, er würde ihn dieser Beleidigungen wegen belangen, bekam er zur Antwort, wenn er das thue, bekomme er einen Thaler. den Neuherungen des Schneider gegenüber dem Schulte findet das Gericht schwere Beleidigungen, während es die Worte Schulte's, Schneider arbeite mit Ostermann's Geld nicht als beleidigend ansieht, da es viele Wirte gebe, die mit anderer Leute Geld arbeiteten, ohne, daß denselben daraus irgend welcher Vorwur) zu machen fol. Daß Schneider durch die Worte des Schulte vielleicht erregt geworden wäre, sei lediglich der Grund gewesen, daß das Gericht von einer Gesängniestrafe obsehe und auf eine Geldstrafe erkenne, die aber unter Berücksichtigung der Schwere der Beleidigung keine geringe sein dürse, Dementsprechend lautet das Urteil auf 1150 M. Geldstrafe uud Befugnis das Urteil durch den„General=Anzeiger“ zu Dortmund, die„Schwerter Zeitung“ bekannt zu geben. Camen, 23. Dez.(Als Schöffen) haben pro 1900 beim hiesigen Amtsgericht folgende Herren zu fungiren: Kaufmann Fritz Meyer=Camen, Landwirt August Bautmann=Methler, Obersteiger E. Schlüter=Heeren, Kaufmann Fr. Hofius=Camen. Buchbinder Karl Holtmann=Camen. Landwirt H. Schnepper=Heeren, Schlosser H. Frieling=Camen, Landwirt E. Osthaus=Oberraden, Landwvirt W. Schulze=Boeing=Derne. Landwirt C. LippmannHeil, Steiger H. Funder=Camen, Bautechniker F. Rumpff=Wassercourl. Die Sitzungstage, an welchen sie ihr Amt auszuüben haben, werden den Herren noch bekannt gegeben. Niedermassen, 22. Dezbr.(Ausstellung.) Der Kanarienverein hierselbst veranstaltet in diesen Tagen im Lokal der Wirtin Cromberg die dritte Ausstellung in Kanarienzucht 2c. 2c. und verbindet damit gleichzeitig eine Verloosung. Wer die Ausstellung in den vorbergegangenen Jahren besucht hat, wird auch diesmal nicht verfehlen, dort hinzugeben. Hamm, 22. Dezbr.(Ein räuberischer Ueberfall) Der Fabrikarbeiter Ebel, welcher gerade auf der Fabrik seine Weibnachtsprämie in Empfang genommen batte, wurde auf dem Nachbausewege von einem Unbekannten überfallen und seines Lohnes beraubt. Daß die Unsicherbeit in biesiger Stadt wächst, beweist auch ein in diesen Tagen vorgekommener anderer Fall. Der Flaschenbierhändler Sch. wurde an der Eisenbahn=Unterführung angerempelt und dann mißbandelt. Die Thäter, zwei Eisenbahnarbeiter und zwei Rangierer kamen in Haft, während man in ersterwähntem Falle den Wegelagerer noch nicht gefaßt hat. Witten, 28. Dezbr.(Ihr 50jähriges Geschäftsjubiläum) beging gestern die Maschinenfabrik von Gustav Brinkmann u. Co. hierselbst. Aus diesem Anlaß hat die Firma ein Kapital in Höhe von 10000 Mt. zu einem Unterstützungsfonds für ihre Arbeiter gestiftet. Außerdem ist den sämtlichen Beamten und Arbeitern durch eine Jubiläumsgabe eine Weihnachtsfreude bereitet worden. Gegründet wurde das Werk im Jahre 1849 von Herrn Gustav Brinkmann sen., der jepzt noch im Geschäfte thätig ist, und dem bereits im Jahre 1888 verstorbenen Herrn Friedrich Steinhoff. Essen, 20. Dez.(Etat des Stadttheaters und des städl. Orchesters.) Aus den städtischen Spezial=Etats teilen wir den Etat des Stadttheaters und des städt. Orchesters mit, da dieser von allgemeinem Interesse sein dürste: Der Zuschuß beträgt wie im Vorjahre beim Theater 18.950 Mark. In Einnahme stehen 10000 Mk. Subvention von Geheimrat Krupp und Ausgabe 6000 Mk. aus dieser Subvention zahlbar an den Theaterdirektor. Der Etat des Orchesters erfordert einen Zuschuß von 7500 Mi aus der Stadtkasse. Die Einnahmen des Orchesters haben im Sommerhalbjahre des laufenden Etatsjahres(22. April 1899 bis I. Oktober 1899) 2003) Mark 30 Pfennige und bis I. Dezember 1899 21 769.90 Mk. betragen. Gottlieb Bartuszewitz, Bebringbausen. Bergman Josef Knappe, Giesenb.=Sod. Hülschweichensteller Herm. Vickenäcker, Sesche eclse haelice Brune, Rauxel. Landwirt Gie B. an. Doxst, Gasewekl, Holtbausen. Gastrov. Beram, Friedrich Beu Wilhelm Thabe. Obercastrov., Aufgebote: Bergm. Jopann Kaja mit Eleonore Staskiewicz, Castrov. Ebeschlietzungen: Schreiner Hermann Meyer mit Leisette Flaßzbarib. Obercastrop. Beram. Lorenz Dudka, mit Tienstmagd Anastasia Kmieciak, Rauxel. Bergin. Heinrich Terböner mit Witwe Friederike Steinmann, geb. Schracke, Gastrov. Bergm. Friedr. Bartlick, Hercastrov mit Oenriette Schwittav, Gertbe, Sterbefälle: Wilbelmine Risse geb. Hartmann. Castrov, 33 J. Anna Sonnenborn. Gastrov. 2 M. Ernst Zich, Giesenb.=Sod, 27 Hermann Küver, Froblinde 5 M. Bergm. Josef Bartsch, Herne. 2) J. Rosalie Sotie Hähner, Habingborst, 2 J. Erna Mankel. Obercastrov. 7 Std. Berginpalide Wilb. Brinkmann, Habingborst, 56 J. Frieda Risse, Castrov, 2 J. Fuhrm. Heinrich Hülsmann, Castrov. 40 J. Josef Giezczak, Castrov, 1 J. Bergm. Wilbelm Breitenkamp, Rauxel, 66 J. Therese Gärtner, Castrov 23 J. Tagearbeites Philipo Wagner, Rauxel. 57 J. Hermann Siager, Castrop, 2 T. Heinrich Jacob, Börnig, 1 J. Emil Dierburg, Bövingbausen. 4. Jahre alt. Für die Stadtabonneuten liegt der heutigen Rummer der Kalender für 1900 bei. U IllegeDein- Roor täglie. mit VIWOL Weste für die CCaare. Jr. Ol..-. Deppetfk. OlCk..50. Hirsch'sche Schneider=Akademie. Berlin., Rothes Schloss 8. 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Bereits in zehn Prüfungen haben je all seine Kandidlaten und im ganzen seit 1877 von 598 Geprülten 490 ihr Ziel erreicht.— Rofer, im Prospekt. Eintritt jederzeit. 826 Sßehre Prief un drn Prrein zur Wahrung geschäftlicher Ihr letzter Artikel, der wohl in der Not mehr gegen mich, als gegen die Fa. A. Krauß gerichtet war, muß beantwortet werden, obgieich uns der Kampf mit Ihnen deshalb jedoch zum Ekel ist, weil Sie keine ebrlichen Gegner sind und nicht mit Wahrbeiten, sondern nur einzig und allein mit Unwahrheiten und Verläumdungen zu lämpien belieben... 28— Artikel Erstens finde ich, daß Sie in Iorem Artikrt ganund gar von der Hauptsache abweichen, da Sie veraessen. den Beweis zu führen, daß die von der Firma A. Krauß annoncirten Armloch=Serviteurs in Piaus, gestickt und eleganten Faltendessins, auch in anderen Geschäften zu baben sind!### af. uamabröcft Zweitens sagt Ihr Vorsitzender die Unwahrheit. wenn er bebauptet, ich hätte mich als Inhaber der Firma A. Krauß vorgestellt. Inhaber der Firma kann ich nicht sein, da ich noch an der Spitze eines anderen Unternebmens siebe. Als Bräutigam der Inbaberin bätte ich das Recht allerdings, mich Inbaber zu nennen! Also dieser mir gemachte Vorwurf ist unwahr und für Sie wohl der rettende Strohhalm der Noth Taß die qu. 1000 Mark bei Wiscott& Co. im Auftrage der Firma A. Krauß von mir für dieselbe devonirt waren, kann ich dadurch beweisen, daß ich biesige ehrenhafte Bürger als Zeugen aufrufen kann, die die Quittung geseben und geprüft haben, dieses ist also zweitens eine weitere ünwahrbeit! n 4. 44 fl. a. Tritteus sei bemerkt, daß uns durch die Gunst, die uns von Seiten unserer werten Kundschaft erwiesen wird, der Reweis erbracht ist, daß im Haudschuh= und Herrenartikel=Spezial=Geschäft A. Krauß, kein unlauterer Wettbewerb getrieben wird, wobl aber, wie oben widerlegte, grobe Unwahrheiten beweisen, im Verein zur Wahruug geschäftlicher Interessen. Ich erkläre daber öffentlich, daß jeder gebildete und anständige Kaufmann sich schämen sollte, einem Vereine anzugebören, der solche Mittel benutzt, um zu kämpfen, es ist ein Verein, der, wenn er überhaupt erust genommen würde, einen Krebsschaden für die Geschaftswelt bedeutete! Ich habe mich nur nochmals mit Ibnen eingelassen, weil ich weiß, daß unsere Korrespondenz der Bevölkerung von Lortmund Veranügen bereitet. Dem Renomme der Firma A. Krauß bat Ihre Reibe unwahrer Bebasptungen großen Nutzen gebracht, denn dies kleine Geschäfichen macht Ihnen nur desbalb so zu schaffen, weil Jeder gerg und viel dort kauft und das hat die Firma zum Teil Ihrer Reklame, die Sie durch Ihre lächerlichen Verläumdungen bewirkt haben, zu verdanken. Mich, meine Herren. können Sie von beute ab nicht mehr beleidigen, ebensowenig, wie Sie dies der Firma A. Krauß tbun können, denn Leute, die nur mit Unwabrbeiten umgeben und nicht bei der Sache bleiben, die sind für ehrliche Geschäftsleute moralisch totl Sie haben sich wiederum blamiert und wiederum die Unwahrbeit gesagt, folglich erledigt Nennen Sie Ihren Verein von jetzt ab: Verein zur Wahrung gehässiger Interessenten! Elösser. Es find unter Berücksichtigung dieser Zahlen die Einnahmen des Orchesters für das nächste Jahr auf 25000 Mt, aus Konzerten und 5000 Mk. aus Musikaufführungen für Vereine und Private geschätzt, außerdem zahle der Musikverein 4000 Mk., das Theater 16000 Mk. und Geheimrat Krupp eine Subvention von 22000 Mk. Die Gesamtausgaben für das Orchester betragen 77500 Mk. darunter 67890 Mk. Besoldungen. Das Orchester zählt 1 Musikdirektor, 1 Kapellmeister und 42 Musiker. rikStanderant Herde. Vom 10 bis 16. Dezember 1899. Geburten: 1 Sohn: Treher Heinrich Zeppenfeld. Fabrikarbeiter C. Jung. Magistrats=Sekretär G. Kalbbenn. Fabrikarb. Jul. Schulz. Flaschenmeister Franz Vornweg. Maler Fr. Leifert sr. Klempner Gust. Schneider. Fabrikarbeiter Wilb, Jung„Fahrikgrbeiter Paulus Hofmann. 1 Tochter: Gärtner Joh. Tenner. Fabrikarbeiter Jos. Sapmanskl. Maschinis Ed. Klews. Kaufm Eug, Grügelsieve. Hochefenarbeiter Heinr. Eigenbrod. Maurer Ignatz Münster. Fabrikarb. Jos. Schröter. Hochofenard. Franz Erdtmann. Aufgebote: Eisenbabn=Telegraphist Heinrich Hobelmann, Wittwer von Maria geb. Kuschmann und Lise Teigeler, Hörde und Soeft., Ebeschlietungen. Kaufmann Jobann Rockenfeller. Wittwer von Henriette Caroline Wilbelmine geb. Joergens mit Wilbelmine Maria Zoergens. Hüttenbeamte Heinrich Carl Aug. Rump mit Hilda Tieckerboff, Hörde und Holtbrügge. Fabrikarb. Heinrich Weber mit Friederike Augüste Bräker. Kaufmann Friedr. Wilbelm Fuchs mit Sopbia Laura Heinemann, Schalle und Hörde. Sterbefäsle. Ehefrau Auguste Lenzner, 49 Jahre. Wittwur Maria Beter 74 J. Carl Josef Liesen, 1 Monat, Julius Schneider, 11 Stunden. 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Antenbrink, Dortmund ∆ Loose=Verkaufsstelle aller genehmigten Lotterien. .— wurde seit, 8 Jahren von wurde seit, 8 Jahren von furchtbaren nervösen Kopfschmerzen (Migräne) gequält u. wandte mich nach vielen vergeblichen Heilversuchen im Juni 1896 brieflich an Hrn. Rosenthal, der mich in wenigen Wochen vollkommen davon befreite, und bin jetzt, nachdem schon über 3 Jahre ber sind, daß ich diese Kur gebrauchte und mich seitber wie neugeboren fühle, aus Dankbarkeit eifrigst bemüht, brieflicht Bebandlungsweise des Hrn. C. B. F. Rosenthal, die München, Bavariaring 33, welcher man nicht selbst zu Her Rosenthal reisen muß, al Leidenden bestens zu empfeblen. Wer nervenleidend ist, dem gebe den aufrichtig gemeinten Rat. Lasien mitctele Gaskenbausen 4. Novbr. 99. Frau O. Schr bezeugen, spez. Behandlung geholfen. spreche nun Ibnen nächst G meinen tausendfachen Dank aus. habe Sie schon empfoblen u. we Geork Schuck, Bildhauer. 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Plätter„ nur 10 Pfg. Bei der Post mit den Veitageg Vierteljährinh. Postzeitungs=Nr. 2826. * verlangter Mannitrider Tägliche Verantwortlich Karl Richter Vor Th Eine Sylvestergeschich Sie stand schon fix: Wie reizend sah sie aus mit den hellen Blüten „Mutter, beeile Dic rief sie ungeduldig ir Mutter noch bei der T Nur ein schmerzliches „Um Gottes willen, sie entsetzt und stand in der Kranken, die sich kat auf dem Sessel, in den „Meine Herzkrämpfe heraus,-vor Schmerzen Schnell brachte Else ihr von der Medi zin, w Fälle verordnet hatte. selben nicht mehr bed beängstigenden Zuf älle 1 gottlob. schon ging es! Traurig blickte die *"* Kind,“ sagte sie,„geher daß sie Dich mit nimm nicht um jedes Vergnü mir ja viel besser zu M Ruhe ist für mich das „Ach, Mutter“ err enrst Tu Mutter,“ ern denkst Du nur hin? J denn glauben, ich hätte Minute, nur eine einzig ich Dich zu Hause kran bleibe gern daheim, ich „Vielleicht wenn ich kann ich dann doch ni Mutter;„laß mich ver Elsa ging ins Wohn noch einen zärtlichen K gedrückt. Die Stirn g stand sie am Fenster ur ohne Neid und doch wenig betrübt, hinur Straße, die auffallent dinnen waren nun scht ach, und sie hatte sich diesen Ball gefreut sinden, dem sie so inni ihr Wohlgefallen gefur Ob er sie wohl ver Ihre Freundinnen abe denn keine gönnte ihr so auszeichnete. Mit wohl den Kotillon tan heben sollen für den würde, gleich zu Begir Wie würde Toni B strahlen— sie hatte Stunde anvertraut, d nur aus diesem Grun Kopfweh und Schwind bekommen. Doktor Steinwald Stadt; vor einem Jal niedergelassen, weil an Rheumatismus litt mehr besorgen konnte. Lange stand Else doch Thränen in ihre ein trauriges Sylveste so einsam gefühlt. An kleid gleich wieder au war es ja doch vor wieder wohler würde. Als sie eben die B wollte, rief sie ein Ges Die Mutter schien hef brachte nur mühsam „Elsa,“ sagte sie, wie heute; es ist wr Arzt. Aber schnell, Ki schrecklich zu Mute!“ „Ach. Du arme M ihr liebkoseno das Ha ihr über die Wungen zuswartung für einig gleich selbst zum Heri F. geht am Abend ni Dich auf jeden Fall seufzte die bringe ihn her, mir i Dich soviel Du kanns gab der Aufn noß im. Hause war, ### eilte, nachdem zogen, mit raschen des alten Arztes. Aber die alte Ha des heill Heute feierli Ter 20 Feie ntattfand. 39000 Wrege! els scher Blätter. nur 10 Pig, mebg., Bei der Post mit den Berigig Vierteljäbrlich 2 Mt. Poszeitungs=Nr 22865. verlangter Manuskripte Gesamtauflage. Nr. 352. 12. Jahrgang. Dortmund, Mittwoch, 27. Dezember 1899. Zahlende Abonnenten 38000 Haupt=Agentur Avlerbeck, Nr. 65. Haupt=Agentur Castrov Nr. 185. Achatbon und Grpeichen Zergant Nr 04. TelephonAnschlüsse: Haupt=Agentur Herne Nr. 124. Haupt=Agentur Hörde Nr. 25. Haupt=Agentur Unna Nr. 3. D0 Tägliche Gratis-Beilage zum Dortmunder General=Anzeiger. Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter in Dortmund. Nr. 150. Sunug, 1d. Angnter 190. Dndk und Vertag: General=Anzeiger Rubfus u. Eie, Dortmund. Vor Thorschluß. Eine Sylvestergeschichte von M. Gehrhart. (Nachdruck verboten.) es sei dem Herrn Rat absolut unmöglich, auszugehen, da er einen schlimmen Anfall seines Leidens habe und zu Bett liege; sie möge sich doch an Herrn Dr. Steinwald wenden, der gewiß gern kme. Geriemn eing Eig Picdhe EoSie stand schon fix und fertig im Ballkleide da.! Mit schwerem Herzen ging Else wieder heimWie reizend sah sie aus im dunkeln Gewande und wärts. Was sollte sie thun? Die Mutter brauchte mit den hellen Blüten im dunkeln Haar!„.. unter allen Umständen einen Arzt, denn ihr ZuMutter, beeile Dich, es ist die höchste Zeit!“ stand war im höchsten Grade beängstzigerd.„estiech rief sie ungeduldig ins Schlafzimmer, wo die Gott, wenn ihr doch nur Jemand#y Mutter noch bei der Toilette war. mögen! Sie konnte doch Doktor Steinwald Nur ein schmerzliches Stöhn en war die Antwort. vom Balle wegholen! Endlich entschloß sie sich „Um Gottes willen, Mutter was ist Dir““ rief wenigstens einmal an seiner Wohnung vorbessie entsetzt und stand in der nächsten Sekunde neben zugehen; vielleicht fügte es ein glücklicher Zufall, der Kranken, die sich kaum aufrecht erhalten konnte daß er noch daheim war. auf dem Sessel, in den sie,gesunken war. Sie eilte nach der Gartenstrapes, Pg ier-gachz „Meine Herzkrämpfe, Else!“ stieß sie mühsam und wirklich!— er hatte noch heues Lichr. Hoch heraus, vor Schmerzen kaum imstande zu reden. erfreut und doch gar beklommenen Herzens flog, Schnell brachte Else die Kranke zu Bett und gab sie die breite Treppe hinauf und stand im nächsten ihr von der Medi zin, welche der Arzt für derartige Augenblick atemlos vor der Thür des SprechFälle verordnet hatte. Lange Zeit hatte sie der= zimmers. selben nicht mehr bedurft; da kehrten heute die Eben wollte sie die Klingel ziehen, da ging die beängstigenden Zufälle um so heftiger wieder. Aber Thüre auf und er trat, ballmäßig gekleidet und in gottlob. schon ging es wieder etwas besser! den Pelz gehüllt, heraus. Sie war im höchsten Traurig blickte die Mutter auf Else:„armes Grade erschrocken und verlegen, und auch er trat Kind,“ sagte sie,„geheruhig hin! Bitte Marianna, verwundert einen Schritt zurück. daß sie Dich mitnimmt; Du sollst meinetwegen]„Fräulein Else,“ rief er,„Sie hier. und um nicht um jedes Vergnügen kommen— schon ist diese Stunde?! Ich glaubte Sie längst auf dem mir ja viel besser zu Mute, und Du weißt es ja: Balle und war deshalb recht ungehalten über die Ruhe ist für mich das Bests.“„ neue Abhaltung. Um Gottes willen, es ist doch „Ach, Mutter.“ erwiderte Else liebevoll,„wo hoffentlich nichts Schlimmes, was Sie herführts enkst Du nur hin? Ich und gehen! Kannst Du Doch bitte, treten Sie vor allen, Dingen näher!“ denn glauben, ich hätte auch nur eine einzige frohe Nein. Herr Doktor,“ sprach Else verlegen.„ach. Minute, nur eine einzige ruhige Sekunde, während ich komme Ihnen gewiß recht störend!„Aber der ich Dich zu Hause krank weiß) Nein, Mutter, ich Herr Sanitätsrat ist krank, und meine Mutter bebleibe gern daheim, ich kann ja etwas lesen.“ darf dringend ärztlicher Hilfe; sie ist plötzlich ernst Bielleicht wenn ich mich eine Stunde ausruhe, lerkranktl“ g 44——cüm ei. kann ich dann doch noch mitgehen.“ tröstete die„Bitte. Fräulein Else,“ bat er.„wollen Sie nur Mutter;„laß mich versuchen, zu schlafen.“ einen Augenblick eintreten! Natürlich komme ich Eisa ging ins Wohnzimmer zurück, nachdem sie gleich mit 9,Felzi. u6.— eiuer us maet. noch einen zärtlichen Kuß auf die Stirn der Mutter Elsa saß schüchtern auf dem Diwan und wagte gedrückt. Die Stirn gegen die Scheiben drückend, kaum aufzusehen. Sie erzählte ihm mit kurzen stand sie am Fenster und blickte in ernstem Sinnen. Worten von den wichtigsten Symptomen: bohrender ohne Neid und doch im tiefsten Herzen ein klein Schmerz von der Herzgegend bis nach der linken wenig betrübt, hinunter auf die hellerleuchtete Schulter, Angst und Beklemmung, kalte Hände und Straße, die auffallend leer war. Ihre Freun= Füße und Schweiß—„., 8e dinnen waren nun schon alle dort auf dem Balle:„Also Herzkrampf“, unterbrach er sie;„lassen ach, und sie hatte sich so unsagbar gerade auf Sie uns aufbrechen!“ Er bot ihr unterwegs den diesen Ball gefreut! Sie hoffte ja, ihn dort zu Arm, und sie legten den kurzen Weg schweigend finden, dem sie so innig gut war, wie auch er an zurück.. ggg 6— Aen die Naekmärterin ihr Wohlgefallen gefunden zu haben schien. Schon im Hausflur kam ihnen die Aufwärterin Ob er sie wohl vermissen würde? Ganz gewißl lentgegen und meldete mit unheilverkündenden Ihre Freundinnen aber würden sich gewiß freuen, Miene, daß es sehr schlimm stehe.„..24 denn keine gönnte ihr den jungen Doktor, der sie Doktor Steinwald machte ein ernstes Gesicht. so auszeichnete. Mit welcher von ihnen würde er Er traf die nötigen Anordnungen bezüglich der wohl den Kotillon tanzen, den sie ihm hatte auf= Lagerung und äußeren Behandlung der Kranken heben sollen für den Fall, daß er abgehalten und Else eilte gleichdarauf mit dem Rezept nach würde, gleich zu Beginn des Balles zu erscheinen? nach der nahen Apotheke. Wie würde Toni Baumann, die reiche Erbin.]„Ist es sehr schlimm. Herr Doktor!“ fragte sie strahlen— sie hatte es ihr ja in einer schwachen bestürzt, als sie atemlos zurückkam und das ernste Stunde anvertraut, daß sie ihn liebte und hatte Gesicht des Arztes erblickte. nur aus diesem Grunde schon verschiedene Male„Beruhigen Sie sich, Fräulein Else“, flüsterte Kopfweh und Schwindel und andere kleine Leiden er ihr zu:„wenn der Ansall sich nicht wiederholt bekommen...(bringen wir sie durch. Ich denke, das Schlimmste Doktor Steinwald war noch nicht lange in der ist bereits vorbei.“ Stadt; vor einem Jahre erst hatte er sich im Orte So standen sie Beide an der Mutter Bett. Die niedergelassen, weil der alte Sanitätsrat Brandt Kranke atmete wieder ruhiger, und endlich verfiel an Rheumatismus litt und die Landpraxis nicht sie in einen sanften, ruhigen Schlummer. mehr besorgen konnte.„„Gottlob, Fräulein Else“, sagte er,„die Gefahr Lange stand Else am Fenster; endlich traten ist vorläuffg vorüber.“ doch Thränen in ihre Augen— war das heute Sie tralen in das Wohnzimmer zurück. Beein trauriges Sylvester! Noch nie hatte sie sich troffen blickte sie Doktor Steinwald an. als sie nun auch Die Kranke atmete ruhig und gleichmäßig, und er trat mit heiteremn Lächeln ins Zimmer zurück. „Die Gefahr ist nun vorüber“, sagte er;„vor einer halben Stunde stand es schlimm.“ „Ach, Herr Doktor“, rief sie mit glücklichem Lächeln,„nie werde ich es Ihnen vergessen, wie liebreich Sie sich meiner Not in dieser Stunde angenommen haben„„. 6 Damit reichte sie ihm abermals die Hand. Er hielt sie fest. „Das sollst Du auch nicht, Else!“ rief er,„und weil ich weiß, daß Du meiner nie dergessen wirst, sondern Dein Herz mir ebenso treu gehört, wie Dir das meine, so will ich auch das alte Jahr nicht erst zu Ende gehen lassen, ohne Dich gn mein Herz zu nehmen. Komm, Elsa, sei mein!“ „Paul! Paul! Ach, ich lieb' Dich schon so lange!“ rief sie jauchzend und lag stillselig in seinen Armen. Das schöne Ballkleid kam dabei zu Schaden; aber er tröstete sie:„Else. Du bekommst dafür ein anderes, auch weiß, aber statt mit Camelienblüten schön mit Myrtenzweigen garniert!“ und wieder schloß er sie in die Arme. „Ach.“ flästerte sie ihm selig ins Ohr,„hätte ich das vor einer Stunde ahnen sollen, was für ein glückseligee Sylvester ich heute feiern würde! Wie wird die gute Mutter sich freuen, wenn sie morgen Alles hört!“ Als Doktor Steinwald gegen Mitternacht noch ins Kasino ging, da ihn sein Glück nicht ruhen ließ, fand er sich alsbald von Elses Freundinnen umschwärmt.„Nein, Herr Doktor“, riefen sie ihm schmollend zu,„wie unrecht von Ihnen, so spät erst zu kommen! Wo in aller Welt haben Sie nur den ganzen Abend gesteckt!“ „Ja, meine Damen,“ antwortete er lachend, „Sie müssen mich schon entschuldigen; ich hatte absolut keine Zeit, früher zu kommen. Erstlich hatte ich noch einen Patienten, der dringend meiner Hilfe bedurfte, um gesund aus dem alten ins neue Jahr hinüberzukommen, und dann, ja dann hatte ich das Junggesellenleben satt und habe mich darum noch schnell vor Thorschluß verlobt! Morgen erfahren Sie das Nähere!“ Eise stand unterdes an der Mutter Bett, die ruhig schlief. Vom Turm tönte der NeujahrsChoral: Nun danket Alle Gott! Im Geist stimmte sie tiefbewegt mit ein.„Ach,“ dachte sie„wenn es doch nur erst morgen wäre!“ Gründe vielfactz, rserechterterz gebsicgen end„Seine se einsam gefühlt. Am liebsten hätte sie das Ball= auch den Mantel ablegte, und im Ballkleide vor####### Parzntar guch kleid gleich wieder ausgezogen, denn mit dem Balle ihm stand. Sie erzählte ihm nun erst ausführlich, keit verfolgen, wenn dem Verfasser auch die letzten war es ja doch vorbei, auch wenn die Mutter wie Alles so schnell gekommen war, und ihm die wieder wohler würde. Hand reichend, sagte sie ihm mit innigen Worten Als sie eben die Blume aus dem Haare nehmen Tank für seine schnelle Hilfe.„Ach. Herr Doktor“, wollte, rief sie ein Geräusch wieder in die Kammer, rief sie,„wenn ich Sie nun nicht getroffen hätte, Die Mutter schien heftige Schmerzen zu haben und— was wäre nur geworden? O, wie soll ich Ihnen brachte nur mühsam ein Wort hervor.„ nur danken!“ „Elsa,“ sagte sie,„so war es mir noch nicht.„Nun, Fräulein Else“ exwiderte er,„den Dank wie heute; es ist wohl am besten. Du holst den hole ich mir vielleicht noch.“ Mit innigem WohlArzt. Aber schnell, Kind, beeile Dich, mir ist ganz schrecklich zu Mute!“ „Ach. Du arme Mutter!“ rief Else und streichelte ihr liebkoseno das Haar, während heiße Thräuen ihr über die Wangen rannen.„Ich schicke Dir die Aufwartung für einige Minuten herein und laufe gleich selbst zum Herrn Sanitätsrat: Du weißt ja, er geht am Abend nicht gern aus, und er muß Dich auf jeden Fall sehen. seufzte die Mutter. geh schnell und ge ihn her, mir ist zum Sterben elend; beeile Dich soviel Du kannst, Else!“ noch im 85 der Aufwärterin, die glücklicherweise und eit, dause war, schnell einige Anweisungen nachdem sie Mantel und Mütze angealten.schen Schritten nach der Wohnung Aber die alte Haushälterin desselben erklärte, heiligen Gert..#i„ Rom, 24. Dez. Heute Vormittag um 11 Uhr eröffnete der Papst feierlicher Weise das heilige Jahr mit der ErIinung des heiligen Thores der Kirche zu St. Peter. Feierlichkeit, welche im Bestibül der Kirche statfand, wohnten zahlreiche Gäste, darunter das gefallen ruhten seine dunklen Augen auf der reizenden Erscheinung, deren Wangen in der Aufregung der Freude wie Rosen blühten und heiß erglühten, als sie seinen Blick so bewundernd auf sich ruhen fühlte. Er erzählte ihr, wie er eben im Beariff gewesen sei, zum Balle zu gehen, als sie kam. Er habe sich auf der Landpraxis verspätet und darum nicht früher abkommen können. „Ach. und nun haben wir Sie um das Vergnügen gebracht, Herr Doktor!“ rief sie bedauernd. „Ist das wirklich Ihre Meinung, Fräulein Else!“ fragte er lächelnd.„Sie wissen es doch ganz gewiß, was mich hauptsächlich zu dem Ball hinzog— die Hoffnung, Sie da zu sehen, und sonst weiter nichts. Wäre ich hingegangen und hätte Sie nicht gefunden— der ganze Ball wäre mir verleidet gewesen.“ Leise schlich er noch einmal in die Kammer. Mtgute dur Tt g:ksn Hummee dir Pforte der St. Pauskirche. Der Andrang bei der Ceremonie, die einen glänzenden Verlauf nahm, war ein gewaltiger. Der Papst selbst schien davon sehr befriedigt zu sein, denn ein heiteres Lächeln umspielte seine Lippen; sein Aussehen war blaß; auch seine Stimme war leiser als sonst, indessen waren die Was die Berliner Sreadeiten lesen. Berlin. 20. Dez. Ein Mitglied der„Akademischen Lesehalle“, mit der zugleich eine belletristische Leihbibliothek für die Studenten vorhanden ist, hat interessante Beobachtungen über die Lektüre der Berliner Studenten in einer eben erschienenen Brochüre“) vereinigt. Der Verfasser, seines Zeichens Jurist, verschließt sich der Erkenntnis nicht, daß Willkür und Unsicherheit das Schicksal einer eden statistischen Untersuchung sind, die über die Sphäre der Geburtenfrequenz und escesehese b ce cheche und gewertet sei wollen, vergißt aber im Laufe der Darstellung allzu oft, sich eines zurückhaltenden Urteils zu befleißigen. Trotzdem wird man die Fälle bemerkenswerter Thatsachen mit AufmerkBeobachtungen erstreckten sich über den viel zu knapp beinessenen Zeitraum von zwei Monaten; im Ganzen sind 6828 Buchtitel berücksichtigt. Von den 5000 Berliner Studenten des letzten Sommersemesters haben nur 335 die Leihbibliothek benutzt, obwohl der Semesterbeitrag von 75 Pfg. gewiß für niemanden ein pekuniäres Opfer ist. Diese auffallend niedrige Ziffer beweist, dem Verfasser ein ganz außerordentlich geringes litterarisches Interesse, das auf Kosten des Korporationswesens gesetzt wird,„dessen kulturfeindlicher Einfluß nicht zuletzt in der Geringschätzung aller geistigen Genüsse zutage tritt“. Welche Nahrung behagt= nun dieser litterarischen Elite am meisten? Natürlich überwiegt die moderne bei weitem. Während aber die modernen Werke nur 34.8 pCt. der vorhandenen Bücher ausmachen, sind von den Bestellungen 71.2pCt. auf sie gefallen. Während ein Werk der Alten im Durchschnitt nur .7 mal verlangt wurde, wurde jeder Junge durch*) Ergebnisse einer in der Akademischen Lesehalle veranstalteten Zählung. Von Hermann Kantorowicz, cand. hur., Berlin, Leonhard Simion. 1900. Faten. Redaktion und Expedition: Dortmund, Reinoldistraße 19. Insertionspreis: Für den Lokalverte 20 Pfa., im Uebrighr 25 Vig, die Zeilen Reklamen die Zeile 00 Vig. Für die Aufnahme vo n Inseraten an besti mmt vorgeschriebenen Tagen wird keine Garantie übernommen. Druck und Verlag General=Anzeiger Rubfus u. Cie. parteiisches Orgau für Jedermann. 9 erschossen, selbe zu retten, wurde Hauptmann Schreiber getötet und Leutnant Grolls verwundet. Das ganze Unglück war dadurch entstanden, daß Oberst Long seine Batterien auf 700 Meter an den Fluß herangebracht hatte, 1230 Meter von seinem Ziel entfernt, einem Hügel jenseits des Forts Wylie. Die Bedienungsmannschaften und die Pferde der Batterien fielen schnell nacheinander unter dem tödlichen Feuer, allein trotzdem rückten die englischen Geschütze weiter vor und unterhielten 1½ Stunden lang das Feuer auf die Buren, bis ihnen— die Munition ausging und so viele Leute gefallen waren, daß die Geschütze nicht mehr wirksam bedient werden konnten. Da von der Kolonne mit der Munitions=Reserve nichts zu sehen war, zog die Abteilung sich nach einem trockenen Flußdette(Dunga) zurück, wobei 20 Wagen die Verwundeten aufnahmen. Die englischen Soldaten blieben stundenlang in der Donga unter brennender Sonne, wenn auch geschützt gegen das Feuer der Buren. Es gelang dem Obersten Bullock mit 2 Kompagnien Devonshires und einigen Scots=Füsilieren die Donga zu erteichen, aber er konnte keine Hülfe bringen, da das Feuer des Feindes zu heftig war. Spät am Nuchmittag erschien eine starke Abteijung Buren, welche über den Tugela gesetzt waren. Das Feuer wurde eingestellt und die, Buren umringten die Geschütze, welche ebenfalls nach der Donga geschleppt worden waren und eroberten alle Geschütze mit Ausnahme von zweien, welche durch den Hauptmann Schofield gerettet worden waren. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Leutnant Roberts, der Sohn des Feldmarschalls getötet. Oberst Bullock weigerte sich anfangs, sich zu ergeben, obgleich ihm erklärt wurde, daß beim geringsten Widerstande alle niedergeschossen würden. Trotzdem glückte es einigen Soldaten, in der Verwirrung zu entkommen. Die Obersten Bullock und Hunt(der letztere leicht verwundet) sowie Major Walter und Hauptmann Goddwyn von den Devons wurden nebst zwei Kompagnien ScotsFüsiliere zu Gefangenen gemacht. Den verwundeten Engländern gaben die Buren Wasser und andere Erfrischungen und ließen sie, nachdem sie ihnen die Waffen, Munition und Feldstecher abgenommen hatten, nach den englischen Ambulanzen zurückkehren. Unter den in der Schlacht leicht verwundeten befindet sich auch ein Sohn des Generals Gataere, der in der Kapkolonie kommandiert und bei Stormberg geschlagen wurde. Auf englischer Seite behauptet man, daß die Lydditgeschosse, auf 3700 Meter abgefeuert, in den Verschanzungen der Buren große Verwüstungen angerichtet haben. Ein einziges Geschoß habe das eine Ende des Fort Wylie in einen Schutthaufen verwandelt. Die Engländer schätzen den Verlust der Buren auf 2000 Mann, doch geben sie selbst zu, daß diese Schätzung eine sehr willkürliche sei. Die Verluste der Engländer sind 146 Tote, 746 Verwundete und 227 Vermißte. Aus Delagoa Bay wird amtlich gemeldet, daß Winston Churchiil, der Kerespondent der„Morning Post“, welcher von den Buren gefangen genommen und dann aus Pretoria geflüchtet war, am 21. Dezember in der Delagoa Lay eingetroffen ist.„„ Bg Der„Straßburger Post“ wird as Karlsruhe und bei einem tapferen Versuche, diea8 Städtchen in sonniger Schöndliche Teil des Städtchens, wo das langgestreckte Hotel Capmaliges Kloster— sehen, ist in t, und wo sonft friedsame und ge Menschen wohnten, starrt jetzt regelloser Trümmerhaufen entselchem zerschmetterte Menschen mische Regierung macht alle Anweiterem Unglück vorzubeugen. ie Arbeiten von Erfolg gekrönt. jeg nicht gewollt und sie ist es ch darin gefällt, ihn zu versinem ehrenvollen Frieden wird nd seine Rechte wiederfinden, um lich, je kürzer die Dauer des rd. Im Falle einer Invasion urch die englischen Truppen kann nichts bürgen. Denn hätten die ideres zu thun, als vor den n Wache zu stehen. Niemand ihren des Krieges die Verantnen. wimmelt von Erzählungen über hen und Ruinen, die die Folgen che find. Die Interessenten der denen der Unverletzbarkeit des vorgehen. Werden die in ihrem verfolgten Buren das Interesse der City vergessen? Ich hoffe it„Sicherheit vermag ich es 1 anderer Anlaß für ernste Benden. Mit dem Kriege ist eine und wird immer gewaltiger er Krieg sich noch lange hinlich die schwarze Gefahr. Für welche mit vollem Rechte, als sind„giebt es weder Buren noch Afrikander, sondern nur gleicher Weise Feinde sind. Man ympathie der Eingeborenen für andere der kriegführenden ParArtikel über den„Loyalismus“ die„edlen Gefühle" der Zulus, der Kaffern oder der Matabeles das für ein dummer Scherz! uch, Sir Alfred Milner verteile unter die Schwarzen, damit sie fen. Das wäre ein wirkliches : die Civilisation. Die Weißen in Südafrika den Negern das Schauspiel. Sie sehen ihre r einander hinmorden und diese ichen ihnen eine grausame Freude ien gefährliche Hoffnungen. Sie nseitigen Vernichtung der weißen en. Sie sind wie wilde Tiere, s Blutes in Wut bringt. Sie jezähmt und jeßt schlagen sich die in der Menagerie. Die Stunde entfernt, da diese Neger, wieder , s i c h i n d e n K a m p f s t ü r z e n er und Besiegte zusammen niederänder sind sich dieser Gefahr beinen es wenigstens vermeiden hwarzen in den Kampf hinein vermogen unsere ponizeikruppen nur über das Eigentum zu wachen. Wenn der Krieg sich in die Länge zieht, muß auch die Arbeitsstockung mit ihren unheilvollen Folgen weiter fortdauern. Es ist völlig unnötig, lang auszuführen, was aus den nicht im Betrieb erhaltenen und unbearbeiteten Minen werden muß. Dagegen kann unsere Regierung nichts thun; Weitere Berichte über die Schlacht bei Colenso am 15. Dezember lassen nun erkennen, wie eine Anzahl englischer Soldaten von den Buren gefangen genommen worden ist. Nach einer Meldung des„Standard“ fielen die ganze 66. Batterie(6 Geschütze) und 4 Geschüße von der 14. Batterie dem Feinde in die Hände. Der 7. Batterie wurden alle Ver Leute und Pferde geschrieben, daß sicheren Nachrichten zufolge der ehemalige Leutnant von Brüsewitz sogleich nach seiner Ankunft in Transvaal zum Führer einer Batterie ernannt worden ist. Bis zum Freitag betrug der Gesamtverlust der Engländer in dem Kriege gegen die Buren: Offiziere getötet 69. verwundet 250, vermißt 93. Unteroffiziere und Mannschaften getötet 670, verwundet 3204, vermißt 1830, zusammen 6116. Rechnet man zu diesen 319 Vermißte von Nicholson Nek und 57. die an Krankheiten gestorben sind, so ergiebt sich ein Gesamtverlust von 6492. Dazu kommen noch die Verluste in den von den Buren belagerten Orten, für welche genaue Ziffern nicht vorliegen. Lourenco Marques, 18. Dezbr. Eine amtliche Depesche aus Pretoria besagt, die Buren hätten in der Schlacht am Tugela dreißig Tote und Verwundets gehabt. Lourenco Marques, 18. Dezbr. Eine aus dem Hauptquartier der Buren in Colenso vom 16. d. M. datierte amtliche Depesche besagt: Gestern früh bei Tagesanbruch traf das seit langer Zeit Erwartete ein. Der Artillerie=Offizier Pretorius meldete uus, daß die Kolonne des Generals Buller im Anmarsch gegen unsere Stellungen am Tugela set. Das feindliche Zentrum bestand aus einer sehr großen Masse Infanterie, während auf den Flanken je zwei Vatterien vorgingen. Starke Abteilungen Kavallerie dienten als Denung. Unsere Artillerie beobachtete absolutes Schweigen, um nicht ihre Stellungen zu verraten. Als zwei Batterien der Engländer bis auf Gewehrschußweite herangekommen waren, nahmen die Unsrigen das Feuer mit niederschmetternder Wirkung auf. Dann griff auch unsere Artillerie ein und brachte augenscheinlich den Feind, welcher in dem Glauben gelassen war, daß er die Brücke über den Tugela zur Passage benutzen könne, in Verwirrung. Inzwischen hatte der rechte feindliche Flügel unsere am weitesten nach Süden vorgeschobene Position angegriffen, aber das Feuer unserer Mausergewehre wirkte so furchtbar, daß der Angriff sich wie eine Welle brach, welche ihre Kraft erschöpft hat. Reihenweise Tote und Sterbende zurücklassend, drangen die Engländer von neuem vor, wurden aber wiederum zum Rückzuge gezwungen, wobei sich neue Berge von Leichen aufhäuften. Die reitende Artillerie der Engländer drang bis zu dem Uferrande des Flusses vor, wo das Kommando von Ermelo stand.—.„ Dieses eröffnete aber ein so mörderisches Feuer, daß die beiden Batterien von den Engländern im Stiche gelassen werden mußten. Zweimal versuchten die Engländer. Pferde heranzubringen, um die Kanonen fortzuschaffen, es glückts Empfehle Separaten Zimmer beim Einkauf von erstlings- Wäsche Heinr. Oppenheimer, Wäsche= und Aussteuer=Geschäft, Dortmund, Westenhellweg 62. 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Rosenthal, der mich in wenigen Wochen vollkommen davon befreite, und bin jetzt, nachdem schon über 3 Jahre her sind, daß ich diese Kur gebrauchte und mich seither wie neugeboren fühle, aus Dankbarkeit eifrigst bemüht, die vorzügliche briefliche Behandlungsweise des Hrn. C. B. F. Rosenthal, Spezialbehandlung nervöser Leiden, München, Bavariaring 33, bei welcher man nicht selbst zu Herrn Rosenthal reisen muß, allen Leidenden bestens zu empfeblen. Wer nervenleidend ist, dem gebe ich den aufrichtig gemeinten Rat, in einem Briese dem Hrn. Rosenthal sein Leiden mitzuteilen. Ochsenhausen, 4. Novbr. 99. Frau O. Schuck. Auch ich bezeuge und kann eidlich bezeugen, daß Sie meiner Frau von ihrem furchtbaren Leiden durch Ihre spez. Behandlung gebolfen.„Ich spreche nun Ibnen nächst Gott meinen tausendfachen Dank aus. Ich habe Sie schon empfohlen u. werde Sie siets überall in Stadt und Land Straßen-Beleuchtungs-Kaler pro Monat Januar 1900. Terimand, Siaberngase 4. WZ 1 1 -1 frisch gebrannt, von kräftigem Geschmack und Aroma, kaufen Sie sehr gut und preiswürdig bei: Ernst Buse vorm. Ed. Metzkes, Dortmund. Westenhellweg 39. Fernsprech=Anschluß Nr. 128. Der Magistrat: gu. Schmieding schnittlich 8,2 mal verlangt. Und während ganze 40 pEt. aller nichtmodernen Werke der Vergessenheit anheimgefallen sind, ist dies bei den Neueren nur für 12.2 pCt. der Fall gewesen. „Diese Zahlen predigen laut und deutlich die Thatsache: Die Kunstanschauungen Ibsens, des „Verrückten", Zola, des„Pornographen“, und Hauptmanns, des tif Sozialdemokraten, sind auch die der akademischen Jugend.“ Das ist einer der voreiligen Schlüsse des Verfassers; er korrigiert sich selbst später, wenn er erzählt. Iosen werde kaum beachtet. Die Vorliebe für das Moderne äußert sich am stärksten auf dramatischem Gebiet. Hauptmann steht mit 280 Bestellungen an erster Stelle. Unmittelbar auf dem Fuße folgt ihm Sudermann, dessen Dramen 249 mal verlangt wurden. In weitem Abstand folgt„diesen beiden Beherrschern der Bühne von zweifelhafter Ebenbürtigkeit Halbe mit 135 Bestellungen, dann bezeichnenderweise Maeterlink. Wie aber steht es mit den Klassikern? Shakespeare, Goethe. Schiller, Lessing, Kleist wurden insgesamt siebenmal bestellt—„und das in Goethes Jubeljahre!" Herr Kantorowicz fahndet nach dem Grund dieser unerquicklichen Erscheinung; er weist die Vermutung ab, jeder Student habe seinen Goethe seinen Schiller zu Haus, denn wer Studentenbuden kennt, weiß, daß dort allerei Schönes zu finden ist, ein Klassiker aber so selten wie ein Goldstück am Zisten“. Im Allgemeinen habe ich diese Thatsachen für die Herren Juristen bestätigt gefunden; da steht der Ternburg, das B. G. B. und einige hellorange überzogene Bändchen in sehr handlichem Format. Jener sächsische Staatsanwalt dem der Name Hebbel noch in seiner irdischen Laufbahn begegnet war, ist noch in aller Erinnerung. Aber es darf mit Genugthuung festgestellt werden, daß man bei Medizinern sehr häufig den „Faust“ und den„Hamlet“ antrifft. Schiller ist dagegen auf Studentenbuden ein seltener Gast. Ferner barf nicht vergessen werden, daß die Klassiker bei Reklam erschienen sind und jedes Drama für zwanzig deutsche Reichspfennig in jeder Buchhandlung zu haben ist. Herr Kantorowicz sieht den wahren Grund darin, daß die Klassiker dem Schüler auf dem Gymnasium„gründlich verekelt" werden.„Wo das Gymnasium einmal seine Hand hinlegt, da wächst kein Gras mehr.“ Das ist so übertrieben, daß es keine ernsthafte Diskussion lohnt. Auf dem Geviete der Lyrik liegen die Verhältnisse anders. Hier sind die Modernen keineswegs auf der ganzen Linie Sieger. Die älteren Lyriker werden sast ebenso häufig gelesen wie die jungen: .0 Prozent aller Bestellungen fallen auf jene..8 Prozent auf diese. Liliencron und Dehmel sind die bevorzugtesten Modernen. Von den älteren Lyrikern thront Julius Wolff hoch oben. Der Roman ist natürlich auch das Lieblingssutter der Studenten, 68.4 Prozent aller Bestellungen gehören ihm; so wird es wohl in allen Leihbibliotheken sein. Die Aelteren sind sehr zurückgrlich worden. Heyse„i beispielewese nur spärlich vertreten. Auch Freytag ist sehr abgekommen. Spielhagen dagegen zeugt als einzige Säule von entschwundener Pracht; 212 mal sind seine Werke verlangt worden,„Problematische Naturen“ allein 79 mal. Trotzdem kann er sich mit Sudermann nicht messen, dieser marschirt mit 300! Bestellungen an der Spitze. Von je 9 Roman= bestellungen entfällt stets eine aus ein Sudermannsches Werk“ Nur schießt der Verfasser auch hier wieder über das Ziel, wenn er behauptet. Sudermann verkörpere dem Menschensohn den Inbegriff des Modernen. Ihm schließt sich Fontane mit 257 Bestellungen an, in beträchtlichem Abstand folgt Bierbaum. Ob hier nicht der Zufall im Spiel ist? Es rächt sich, daß die Untersuchungen nur über eine so kurze Zeitipanne ausgedehnt wurden. Die ausgesprochene Bevorzugung des Modernen wird mit Recht auf die Vorliebe der Studenten für erotische Stoffe zurückgeführt. Hier eine überwältigende, niederschmetternde Thatsache; von allen Büchern am dfteiten verlangt wurde— Prévost’s, De. wi-vierges“. In dieses Kapitel gehört es, daß obskure Werke mit anrüchigem Titel verschlungen werden. Andererseits darf nicht verschwiegen werden, daß sich harmlose Jünglinge recht oft an Natalie Eschstruth erbauen, ja selbst die Marlitt und Clementine Helm finden noch vereinzelte Liebhaber. Prevost's Ausnahmestellung ist auch insofern lehrreich, als er, der Einzige von Allen, in der Originalsprache gelesen wird. Sonst leisten sich nur die sprachgewandten russischen Studenten diesen Lurus. Engländer werden nie im Original gelesen. Wenn der Verfasser hier das Sündenkonto des Gymnasiums belastet, kann ihm Niemand widersprechen. Ueberhaupt wird die ausländische Literatur sehr stiefmütterlich behandelt. Zola, Maupassant und Knut Hamsun ausgenommen. Toch kommt diese Vernachlässigung aus der Pflege deutscher Eigenart nur in bedingten Maße zu gute: Gottfried Keller. Vischer. Riehl. Reuter, Storm, Raabe scheinen für den Berliner Studenten kaum zu existiren. In diesem Zusammenhang wird betont, daß die deutsch=nationale Bewegung für dae Groß der Studentenschaft nur eine Modesache war. Auch der Bismarck=Kultus, von und in dem der„Verein deutscher Studenten“ lebt. scheint nicht sonderlich tief gegangen zu sein. Die gesamte, 19 Rummern umfassende Bismarck=Literatur ist nur 20 mal verlangt worden. Zwei andere in der Studentenschaft verbreitete Strömungen, der AntiEmitiemus und der Zionismus, haben sich der Beovachtung entzogen. Sehr schmeichelba Sehr schmeich=lhaft ist dieses auf Grund der Destuch fraantr. Cognac-Brennerei A. G. München. Lektüre entworfene Bild nicht. Vielleicht beutet es die Wahrheit der Lebensregel:„Sage mir, mit wein Du umgehst, und ich sage Dir, wer Du bist“ allzu einseitig aus.(Frankf. Ztg.) Die Luftscheu und die Frauen.) Von Dr. med. Anna Fischer=Dückelmann (in Zürich promovirt). Dresden. Nirgends scheut man mehr kalte Luft oder einen frischen Luftzug als in weiblischen Kreisen! Nirgends hat man weniger Verständnis für Ventilation, Reinlichkeit der Luft, nicht greifbare Bedürfnisse unseres Körpers, als im Familienkreis, wo die Hausfrau für alles sorgt; ja, das geht so weit, daß abgehärtete Männer, die vorher in einem anstrengenden Berufsleben nie zu viel frische Luft haben konnten, unter„Mutters“ Regime allmählich an die dickste Zimmerluft im traulichen Heim sich gewöhnen lernen. In Eisenbahnen, bei öffentlichen Versammlungen usw. find es immer die„Damen“, die keinen„Zug" vertragen und andere Personen dadurch verdammen, heiße oder verdorbene Luft einzuatmen. Das ist leider wahr und es thut mir leid, meinem Geschlecht dies sagen zu müssen, aber ich kann auch erklären, warum es so ist. Jeder Fehler, jeder Mißbrauch erscheint uns in einem anderen Licht, sobald wir die Ursachen ihrer Entstehung erkannt haben. Die Frauen haben Vieles, auch in diesem Falle, zu ihrer Entschuldigung vorzubringen, was zwar ihre Weichlichkeit und Unwissenheit nicht gerade erhaltenswert erscheinen läßt, wohl aber ihre Verantwortlichkeit dafür vermindert. Da ist in erster Linie ihr empfindsamer, zart gebauter Organismus, der sie schutzbedürftiger gegen äußere Unbill macht, als den Mann, und in zweiter Linie ihre heute im Großen und Ganzen noch mangelhafte Erziehung, welche die vorhandene Empfindlichkeit zu einer Schwäche steigerte und es dabei auch an ernster, geistiger Dressur fehlen läßt, so daß die Frauen wohl Spielball von Empfindungen, Sklaven alter Gewohnheiten bleiben, nicht aber im Dienste voll erfaßter Prinzipien stehen, oder gleich dem gebildeten Mann von wissenschaftlicher Erkenntnis sich leiten lassen. Gebannt ferner in den engen häuslichen Kreis, stets nur erfüllt von den kleinen alltäglichen Sorgen, die sich um Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse und Erhaltung der äußerlichen Ordnung und Reinlichkeit drehen, ist es gar nicht anders möglich, als daß die Frauen das, was sie nicht sehen und greifen können, auch geistig nicht zu fassen vermögen und infolge dessen geistig enge werden und unter der Herrschaft von Vorurteilen stehen. Es ist daher unter Frauen häufig zu beobachten, daß sie über einen mangelhaft gescheuerten Fußschemel oder eine zerdrückte Schleife am Sofakissen oder eine nicht tadellos gebügelte weiße Schürze in Aufregung geraten, während sie die ekelhaft riechende Luft im Wohnzimmer nicht bemerken, den eigentümlich dumpfen Geruch von Kleidungsstücken, die in Schränken und ungelüfteten Stuben ausbewahrt wurden. nicht empfinden, die Ausdünstung mehrerer Menschen, die Gerüche verschiedener Speisen, den Qualm der Lampen usw., wenn sie nicht unerträgliches Maß erreichen, für die Lunge und die Blutzusammensetzung für unwesentlich erachten. Daß reine Lust, reichlicher Sauerstoff zur Erhaltung unserer Gesundheit viel wesentlichere Dinge find, als äußere Ordnung und sichtbare Reinlichkeit, wissen sie eben nicht! Ich komme als Aerztin sehr häufig in Krankenzimmer, wo es nach allem Möglichen riecht, nur nicht nach reiner, frischer Luft. obwohl gerade Kranke so viel Lufterneuerung bedürfen, ich komme in Schlafzimmer, aus welchen der Windelgeruch niemals weicht, weil ein Säugling die Betten mit Hyrn durchtränkte, diese aber niemals der Luft ausgesetzt werden und das Schlafzimmer nicht täglich bis in die letzten Winkel durchlüftet wird: ich komme in elegant eingerichtete Wohnzimmer, wo es an Decken, Möbel und schönem Zierrat nicht fehlt, aber die Doppelfenster sind fest verschlossen und die Luft in dem schönen Raume ist so dumpf. daß man sich über die Angemie der Frauen, die ganze Tage darin zubringen, nicht verwundern darf. Dies würde Alles anders werden, wenn die Frauen das richtige Verständnis für jene höhere Reinlichkeit fänden, welche mit sichtbarem Schmutz nichts zu thun hat, wenn sie von Jugend an gewöhnt werden, persönliche Abhärtung zu üben und in Bezug auf Luftreinlichkeit niemals üble Gerüche zu ertragen, sondern die Nase so zu erziehen, daß sie sofort angiebt, wo etwas nicht„in Ordnung“ ist. Uebelriechende Lust ist schmutzige" Luft, d. h. sie ist mit unbrauchbaren Abfallstoffen angefüllt, die zumeist eine direkt vergistende Wirkung haben auf alle Diejenigen, welche sie wiederholt einatmen. Daß wir durch Haut und Lungen Gase abgeben, die der Organiemus auswirft, ist ja wohl bekannt(vor Allem Kohlensäure!), sie sollen sich nirgends ansammeln, am allerwenigsten in Schlafräumen, und sollen niemals von Anderen wieder eingeatmet werden. Beides findet statt, wenn wir die Luft unserer Wohnräume nicht täglich wiederholt erneuern. Ich rate daher für Jung und Alt, bei offenen *) Entnommen dem„Praktischen Wegweiser“, Würzburg. Man abonniert diese vielseitige Familienzeitschrift für 30 Pfg. pro Quartal bei allen Postanstalten Kecahe 50 Die weneligh. 50 Pfg, monatl Mit der Wochenbeilage Hortm. Lustige Blätter nur 10 Pfg. mehr. Bei der Post mit den Veilaugg Vierteljährlich 2 Postzeitungs=Nr. 2826. hersarater Manuskrivte Fenstern zu schlafen, erstens damit unsere Aus. wurfstoffe ungehinderten Abzug finden, zweitens damit wir im Schlafe nicht durch Sauerstoffmangel leiden. Um nicht durch kalten Luftzug getroffen zu werden, stelle man einen Luftschirm vor das geöffnete Fenster oder spanne vor dem geöffneten Oberfenster einen Vorhang vor und Anderes mehr. Bei kleinen Zimmern ist es auch sehr vorteilhaft, im Neberzimmer zu öffnen und die Verbindungsthür weit zu öffnen. Wie schläft es sich gut in solcher reinen Luft! Kein übler Luftgeruch kann sich in solchen Wohnräumen entwickeln und der in so vielen Wohnungen für feine Nasen fühlbare„Familiengeruch“ ist dann kaum noch aufzufinden. Für große Winterkälte finden wir in der englischen Sitte den idealsten Zustand verkörpert: nämlich bei Tag und Nacht einen Wärme spendenden Füllofen und steten Zutritt der Außenluft durch entsprechende Ventilationsvorrichtungen. Eine Ansammlung von üblen Gerüchen, die an Kleidern. Möbeln, Tapeten haften bleiben, ist unter solchen Umständen unmöglich, aber auch ein künstliches Lüften ist überflüssig. Leider sind wir in Deutschland noch nicht so weil! Wohnzimmer lüfte man daher nach jeder Mahlzeit, ebenso auch, wenn mehrere Personen sich gleichzeitig in denselben aufgehalten haben, und wenn die Kälte im Winter nicht zu groß ist, lassen man Nachts eine Fensterspalte offen.„Dumpfes Luft“ kann sich dann gar nicht entwickeln und Kinder und Frauen werden dann kein fahles und blasses Aussehen bekommen. Um aber die Hausfrauen zur selbständigen Handhabung dieser häuslichen Verhältnisse zu be fähigen, müssen wir schon die jungen Mädchen i anderem Geiste erziehen. Sie müssen. zu„Lushunger" erzogen werden, zu kräftigerer Bethätigung ihrer Muskel, damit keine Weichlichkeit, keine Stumpfheit der Sinne entstehen kann. Dann wird auch die Luftscheu unter den Frauen weichen! Ein heiteres Konzert mit Ginvernissen. das dortige Extrablatt Aus Wien berichtet vom 21. d. Mts.: Im Festsaale des Kaufmännischen Vereines fand gestern eine höchst amüsante, durch heitere Intermezzi gewürzte Musikaufführung statt. Ein Herr Eugen Felling hatte ein Kompositions=Konzert mit Orchester angekündigt, zu dem sich ungefähr 80 Personen aus dem Bekanntenkreise des jungen Mannes rechtzeitig einfanden. Dieses kleine Auditorium, das den bevorstehenden Kunstgenüssen mit Spannung entgegensah, bekam nun als erste Nummer anstatt der im Programm verzeichneten Ouverture zum„Kätchen von Heilbronn“ eine ganz andere, sehr originelle Introduktion zu hören: Es erschien der Sekretär des kaufmännischen Vereinshauses und ersuchte das Publikum, den Saal zu verlassen, da der Konzertgeber wohl alle Orchester und Singstimmen mitgebracht, aber auch die nicht minder wichtigen Noten, nämlich die Banknoten zur Bezahlung der Saalmiete, vergessen habe und das Konzert daher nicht abgehalten werden dürfe. Während des Tumults, der nach dieser Erklärung entstand, wurden Verhandlungen mit dem Sekretär gepflogen, als deren greifbares Re sultat zwei Zehner zum Vorscheine kamen, die eine Anverwandte des Komponisten als Anzahlung für die Miete erlegte. Jetzt kam aber ein zweites Hindernis. Das Neue philharmonische Orchester, welches von Herrn Felling engagirt worden war, weigerte sich blos um die Ehre“ zu spielen, und verlangte die vor herige Begleichung des vereinbarten Honorares Herr Felling sah sich im ganzen Saale nach einer anderen kunstsinnigen Tante oder Koufine um die ihm auch hier aus Ider Patsche geholfen hätte, da jedoch keine aufzufinden war, bestieg er endlich das Podium und kündigte mit lächelndem Munde an:„Mangels des Orchesters entfällt die Quverture.“ Aber auch die Auffühung der angekündigte Chornummern war in Frage gestellt, da der aus ganzen 6 Damen und 2 Herren bestehende Chor ebenfalls streiken wollte, wenn nicht der für secht Proben bedungene Betrag von 8 fl. per Person erlegt wird. Glücklicher Weise hatte der erfindungsreiche Komponist den guten Einfall, den singenden Hertschaften den(dem kaufmännischen Verein gehörenden) Erlös der Garderobe zu versprechen. So bekam man endlich einen Chor aus der uer „Das Käthchen von Heilbronn“ mit Klavierbegleitung zu hören. Darauf versuchte der Bassist Herr Lamberti das stark zusammengeschmolzene Publikum durch ein Solo zum Mitleid mit den stimmen, indem er das Märtyrer=Komponisten zu stimmer, awer„: Lein nicht im Programme stehende Lied„Wer nie sein Brod mit Thränen aß“ sang.„n Hallelusahl“ Die dritte Rummer bildete Pertig ingestimmt in welches die Zuhörerschaft gewiß haben würde, wenn sie gewußt hätte, daß dieses kuriose Konzert damit sein Ende findet. Es kam nämlich wieder eine Anrede. des Inhaltes, daß die Hofopernsängerin Frau Elizza„aus gewissen Rücksichten“ nicht zu singen bereit ist. Das war wohl sehr begreiflich, denn die Künstlerin hätte sonst dem Pensionsfonds der Hosoper den vorgeschriebenen Betrag aus ihrer eigenen Tasche zahlen müssen. Eine größere Anzahl Orchestermitglieder und die Damen vom die mittlerweile erfuhren, daß sie zum„Vergnü gesungen hatten, blieben noch ungefahr eine in Originalflaschen von Mk. 2,— an per Flasche erhältlich bei: Heinrich Köhler, Markt. W. Hummrich Nachf., Ostenbellmes. F. Jenan, Lütgebrückstr. 1. artihel zn Weihnne tem. mit den darugeberigen Laschen, 44554 Baumst. 37. Bolzen und Nägeln,(zu befahren mit 60 mm Muldenkippern) Eine gut erhaltene Wasserpumpe „öhren wird zu kansen gesz 44501 mit Röhren wird zu kausen gesucht. ashn Sscshstele Bler zu kaufen gesucht. Angebote, entbaltend Länge, Schwere. Obbe u. Preis r.S= Hug an die Ringofenziegelen Brzz# verf. Anweisung z. Rettung v. Trunksucht mit und ohne Vorwissen. Kein Gebeimmittel.— M. Falkenberg, Berlin, Steinmetzstr. 29. Ueber tausend, auch gerichtlich geprüfte, Anerkennungsschreiben, sowie eidlich erhärtete Zeugnisse bezgugen die Wiederlehe bed bänsliche Glückes. 349 Stunde im Saale anw dem Konzertgeber ihre Dieser entzog sich aber vollen Ovationen, indem einschloß. Der Vorschl Kollekte zu veranstalten, Nachtmahl als Zeichen zuschicken, erregte allge jedoch nicht zur Ausfüh Manni —(Ueber den P# bahn der Stadt Be zeitung": Die Untergr schlossene Sache. Magist sind dahin schlüssig gew demnächst ein Unterg zwei Ringbahnen und Die Onerbahnen werk Richtung von Nord na durchschneiden. Die Vo fertig und wird in wei verordnetenkollegium generelle Plan vorgele der Forderung, die Pr scheinlich, zu bewillige dung von allergrößter lung des Berliner Ver unabhängig von den der Straße im Nivea ganz anderen Betrie wird er derartig einger gang zum Schnellfern möglicht wird. Wenn sammlung die Vorlag dem Bau begonnen wi auf eine sehr schnelle wurde der Bau der Ur beschlossen, anfangs 189 Da hier nicht größe winden sein werden wi Jahren die Untergrun öffnet werden. Das! Besitzerin der Bahn. gehmer zwar den Bar den Betrieb leiten lasse aber die Bahn wird gebaut und verbleibt i —(In drei Jahr der„Franks. Ztg.“ an Frau Dresdens, die A 104. Lebensjahre steht. man mußte bei so hoh daß sie das neue Jahr würde. Sie fieberte, p# Erscheinungen einer eben das Schlimmste plötzlich änderte sich di einmal sammelten sich Greifin aller Vorausfihundert, das dritte, w schreiten wird. —(Die Poesie Berlin wird der„F den mittleren und u giebt es eine nicht klei lagter Männer. Ja, fühlen, zu behaupten, und Subsub=alternbea untergeordneten Eisen von Avoll begnadet u Reißzähnen zum Kam sind. Wieso wir zu d kommen? Nun, der Preisausschreibens für geplanten Liederbuch Eisenbahnbeamten hal schreiben ist auf Anre derzeitigen Redakteurt Firma Horrwitz Nach winnung brauchbare vorstehern. Affistenten bremsern, Bahnwärte arbeiter zu verzeichne Liederbuch dürfte ei Litteraturgeschichte n ein Charakteristikum Eisenbahnleben im## kunst zeigt. Mit der Büchelchen dürfte ei Eisenbahnpoesie gehol fühlt wird, aber noch gebracht worden ist. —(Der Mädch Verhaftung aus H schäftigt auch die B# ist eine in ist eine in Berlin nie und seine Künstlertri „Die 7 Libellen“ in war, hatte stets her In- und Auslande. aus hübschen. jungen deutscher Abkunft.“ verbrecherischen Trei ksein Pflege und bil bühne aus, so daß Livellen“, stets bei Keisen durch Rußla Holland trieb erm schäste; er kaufte Mädchen auf, die sic # wurden dann khres und andere transportirt. Der geborener Holländer, noch länger treiben heilig Heute zu. eierlich Efnung d Feier stattfand, unsere Aus. en, zweitens erstoffmangel offen zu wer. das geöffnete n Oberfenster e. Bei kleinn im Neber igsthür weit reinen Luft! lchen Wohnen Wohnun, engerzuch“. ist roße Winterte den idealaa und Nacht id steten ZuVentilations. m üblen Geapeten haften unmöglich überflüssig. sicht so weil! h jeder Mahsl. Bersonen sich haben, und roß ist, lassen „Dumpfe itwickeln und kein fahles selbständigen tnisse zu be Mädchen i zu„LustBethätigung ichkeit, keine inn. Dann uen weichen! rt mit e Extrablatt en Vereines urch heitere rung n Kompoangekündzgt aus dem Be, htzeitig eins den bevor8 antgegenistatt der im um„Kätchen hr originelle fmännischen blikum, den er wohl alle st. aber auch nämlich die ete, vergessen ehalten werr nach dieser Aungen mit zeifbares Re nen, die eine zahlung für dernis. Das s von Hgrn ste sich blos igte die vor Honorares se nach einet koufine um holfen hätte, eg er endlich dem Munde t die Quver ngekündigte da der aus ehende Chof der für secht per Person nbungsraht senden HerrVerein geversprechen. us der Oper iit Klaviere der Bassist geschmolzene 5 mit den dem er das Wer nie sein Hallelzjoh, eingestimmt daß diesei t. Es kan haltes, das us gewissen v. Trunkwissen.— 9135 chtlich aer ber, Jowie bezeugen n A 39000 Gesamtauflage. Nr. 352. 12. Jahrgang. Dortmund, Mittwoch, 27. Dezember 1899. Zahlende Abonnenten 38000 Krecen e! giäter. nur 10 Pfg, mebr. Bei der Post mit den Berligp Vierteljäbrlich 2 Aot. Postzeitungs=Nr. 2826. FürdieRücksendusg garlonater Manuskripte Stunde im Saale anwesend, wahrscheinlich um zu dem Konzertgeber ihre Huldigung darzubringen. B Dieser entzog sich aber bescheiden allen geräuschvollen Ovationen, indem er sich im Künstlerzimmer einschloß. Der Vorschlag einer Sängerin, eine Kollekte zu veranstalten, um Herrn Felling ein Nachtmahl als Zeichen ihrer Verehrung hineinzuschicken, erregte allgemneine Heiterkeit, gelangte jedoch nicht zur Ausführung. Kteastene Asche euie chohgene : X, Haupt=Agentur Avlerbeck Nr. 65. Anschlüsse: Haupt=Agentur Castrop Nr. 135. TelephonAnschlüsse: Han=Lggatur darne Nr. 98. Haupt=Agentur Hörde Nr. 25. Haupt=Agentur Unna Nr. 3. taten. Redaktion und Expedition: Dortmund, Reinoldistraße 19. Insertionspreis: Für den Lokalverke Pfa., im Uebrighr 25 Vig, die Zeilen Reklamen die Zeile 60 Pig. Für die Aufnahme vo n Inseraten an besti mmt vorgeschriebenen Tagen wird keine Garontie übernommen. Druck und Verlag General=Anzeiger Rubfus u. Cie. Mannigfaltiges. der Entlarvung des Burschen geführt hätte. Vor einiger Zeit, als sich B. mit seiner Truppe in Hamburg befand, verlor er dort ein„Stück Waare“. Ein junges Mädchen, das schon längere Zeit bei ihm gelebt, war entflohen, und so mußte er ohne sie die Hansastadt verlassen. Das Mädchen nahm dort Stellung als Kellnerin an, und als Beith jetzt wieder in Hamburg weilte, um Waare zu exportiren, bemerkte ihn seine frühere Augestellte auf der Straße und veranlaßte seine Verhaftung. Das Mädchen, das B. nach Brasilien schicken wollte, ist eine Russin, die er für 1000 Mk. von der Mutter gekauft hatte. —(Ueber den Plan der Untergrundbahn der Stadt Berlin) berichtet die„Volkszeitung“: Die Untergrundbahn ist für Berlin beschlossene Sache. Magistrat und Verkehrsdeputation sind dahin schlüffig geworden, daß die Stadt Berlin demnächst ein Untergrundbahnnetz erhält, das zwei Ringbahnen und zwei Ouerbahnen umfaßt. Die Onerbahnen werden die Stadt in gerader Kichtung von Nord nach Süd und Ost nach West durchschneiden. Die Vorlage ist bereits so gut wie fertig und wird in wenigen Wochen an das Stadtverordnetenkollegium gelangen. Diesem wird der generelle Plan vorgelegt werden gleichzeitig mit der Forderung, die Probestrecke, Nord=Süd wahrscheinlich, zu berwilligen. Damit ist eine Entscheidung von allergrößter Bedeutung für die Entwickelung des Berliner Verkehrs getroffen. Dieser wird unabhängig von den Zufälligkeiten und Stbrungen der Straße im Riveau und kann infolgedessen zu ganz anderen Betriebezeiten fortschreiten, auch wird er derartig eingerichtet, daß überall ein Uebergang zum Schnellfernverkehr der Eisenbahnen ermöglicht wird. Wenn die Stadtverordnetenversammlung die Vorlage genehmigt, soll sofort mit dem Bau begonnen werden. Man rechnet alsdann auf eine sehr schnelle Fertigstellung. In Budapest wurde der Bau der Untergrundbahn im Juni 1894 beschlossen, ansangs 1896 wurde sie bereits eröffnet. Da hier nicht größere Schwierigkeiten zu überwinden sein werden wie dort, kann innerhalb zwei Jahren die Untergrundbahn der Stadt Berlin eröffnet werden. Das heißt also, die Stadt bleibt Besitzerin der Bahn. Sie will die Privatunternehmer zwar den Bau ausführen, vielleicht auch den Betrieb leiten lassen, indem sie ihn verpachtet. aber die Bahn wird als Bahn der Stadt Berlin gebaut und verbleibt in ihrem Besitz. —(In drei Jahrhunderten.) Man schreibt der„Frankf. Ztg.“ aus Dresden: Die dlteste Frau Dresdens, die Witwe Abrahamsohn, die im 104. Lebensjahre steht, erkrankte dieser Tage, und man mußte bei so hohem Alter wohl befürchten, daß sie das neue Jahrhundert nicht mehr erleben würde. Sie fieberte, phantasierte und zeigte andere Erscheinungen einer heftigen Unpäßlichkeit, die eben das Schlimmste befürchten ließen. Da aber plötzlich änderte sich der Zustand wieder und noch einmal sammelten sich ihre Lebenskräfte, sodaß die Greifin aller Voraussicht nach in das neue Jahrhundert, das dritte, welches sie dann erleben darf, schreiten wird. —(Die Poesie der Eisenbahn.) Aus Berlin wird der„Frankf. Ztg.“ berichtet: Unter den mittleren und unteren Eisenbahnbediensteten giebt es eine richt kleine Anzahl poetisch veranlagter Männer. Ja, man möchte sich versucht fühlen, zu behaupten, daß diese bescheidenen Subund Subsub=alternbeamten eben deshalb zu den untergeordneten Eisenbahnern gehören, weil sie von Apoll begnadet und nicht mit den nötigen Reißzähnen zum Kampf ums Dasein ausgestattet sind. Wieso wir zu diesen kühnen Behauptungen kommen! Nun, der Erfolg eines bescheidenen Preisausschreibens für gute Liederbeiträge zu einem geplanten Liederbuch für Eisenbahnbeamte von Eisenbahnbeamten hat es gelehrt. Das Preisaus—(Die Rolle des Windes in der Geologie.) Richt nur beim Transport des Dänensandes und durch das Abschleifsn von Felswänden spielt der Wind eine geologische Rolle, wie wir Spemanns Wochenschrift„Mutter Erde“ entnehmen, sondern auch als die wahrscheinliche Ursache der Lößablagerungen, die z. B. im Rheinund Donauthal, ganz besonders aber in China am Huangho=Fluß 2c.(gelbe Erde der Chinesen) in bis zu 600 Meter mächtigen, meist senkrecht zerklufteten Bildungen austreten. Der Löß ist ein kalthaltiger hellgrau bis ockergelb gefärbter, sehr poröser Lehm, der keine horizontale Schichtung zeigt, und in dem sich seine, mit kohlensaurem Kalk überrindete und wie Graswurzeln verzweigte Röhrchen finden. Am bekanntesten ist er in seinen Gebieten durch die sogenannten Lößmännchen oder Lößkindel, Mergelkonkretion von unregelmäßiger, bisweilen entfernt menschlichen Figuren ähnlicher Form. Zwei Theorien suchen die Entstehung der Lößbildungen erklären; nach der einen sind sie als Ablagerungen aus schlammigen Gewässen aufzufassen. nach der anderen, deren Hauptvetreter F. v. Richthofen ist, ist der Lötz ein durch die Thätigkeit von Staub führenden Winden erzeugter Niederschlag, so daß er eine Anhäufung der durch Winde herbeigeschleppten Verwitterungsprodukte benachbarter Gebirge darstellte. In den Steppen Innerasiens find ähnliche Ablagerungen der dort gewöhnlichen Staubwinde noch jeßt konstatirt worden. Diese sogenannte äolische Theorie hat sich infolge allmälig zu Lage geförderter wichtiger Aufschlüsse, die hier nicht erörtert werden können, mehr und mehr auf Kosten der fluviatilen Theorie in Geologie befestigt. Einen nach jeder Hinsicht befriedigenden Abschluß scheint dieser wissenschaftliche Streit jedoch bis jetzt noch nicht gefunden zu haben. schreiben ist auf Anregung des Herrn Dr. Biedenderzeitigen Redakteure des„Flügelrad“, von der Firma Horrwitz Nachf, ergangen und hat die Gewinnung brauchbarer Beiträge von Stationsvorstehern, Affistenten, Diätaren, Gehülsen, Hülfsbremsern, Bahnwärtern und sogar einem Stationsarbeiter zu verzeichnen. Das daraus entstehende Liederbuch dürfte ein interessanter Beitrag zur Litteraturgeschichte werden, als Volkspoesie, die ein Charakteristikum der modernen Kultur, das Eisenbahnleben im verklärenden Spiegel der Dichtkunst zeigt. Mit dem im Januar erscheinenden Büchelchen dürfte ein Stück jenes Schatzes von Eisenbahnpoefie gehoben sein, die von vielen gefühlt wird, aber noch von wenigen zum Ausdruck gebracht worden ist. —(Der Mädchenhändler Veith), dessen Verhaftung aus Hamburg gemeldet ist, beschäftigt auch die Berliner Polizeibehörde. Veith ist eine in Berlin nicht unbekannte Persönlichkeit, und seine Künstlertruppe, die unter dem Namen „Die 7 Libellen“ in Artistenkreisen sehr bekannt war, hatte stets hervorragende Engagements im In- und Auslande. Seine Truppe bestand stets aus hübschen jungen Mädchen, fast ausschließlich deutscher Abkunft. Sie bildeten die Opfer seines verbrecherischen Treibens. Er kaufte Kinder, nahm ks. in Pflege und bildete sie für die Spezialitätenbühne aus, so daß er seinen Skamm,„die sieben Aibellen:, stets beisammen hatte. Bei seinen Keisen durch Rußzlaud. Oesterreich, Italien und Holland trieb er mit seiner lebenden Waare Gechüste; er kaufte auch hier Kinder und funge Mädchen auf, die sich für die Bühne nicht eigneten: Fe wurden dann ohne Weiteres nach BuenosKhres und anderen südamerikanischen Staaten kansportirt. Der 61 Jahre alte Veith, ein gedorener Holländer, hätte sein Unwesen vieleicht koch länger treiben können, wenn nicht ein Zusall —(Das Mausergewehr.) mit welchem die Buren bewaffnet sind, ist, so schreibt ein Berichterstatter der„Times“ unter dem 1. November aus Ladyfmith, die bessere Waffe und hat eine größere Schußzweite. Mit einem guten Doppelfernrohr und einem Mauser kann man leidlich gut auf 3000 Meter schießen. Keine britische Infanterie ist auf solche Entfernung eingeschossen. Unsere Leute wissen nichts von Gläsern, aber der Farmersoldat, unser Feind, würde nicht daran denken, ins Feld zu ziehen, wenn nicht einer von vier Mann ein gutes Binoele besitzt. Bei dem Schießen auf 3000 Meter Entfernung kann es sich natürlich nur um größere Objekte handeln. Das Kaliber beträgt 7 Millimeter, und ist also etwas kleiner, als dasjenige des deutschen Gewehres(.9 Millim.). Das Visier reicht bis auf 2000 Meter, dagegen die höchste Schußweite bis 3000 Meter. Das Patronenmagazin liegt im Mittelschaft und ist unsichtbar. Die Patronen lagern im Zickzack. Das Geschoß enthält einen Hartbleikern mit nickelplattiertem Stahlmantel. Das Pulver ist rauchschwaches Blättchenpulver. Die Feuergeschwindigkeit, stellt sich auf 25 gezielte Schüsse in der Minute, ungezielte Schüsse können 50 in der Minute abgegeben werden. Ein hölzerner Handschutz, der von der Hülse bis zum Unterring reicht, läßt das Gewehr auch bei der Lauferhitzung im Gebrauch behalten. (Seit 20 Jahren veranstaltet der radikale Abgeordnete Labouchere namens seiner Wochenschrift„Truth“ eine große Weihnachtsausstellung) von Spielwaren, die, von kinderfreundlicher Hand gespendet, zur Verteilung an die Kinder in den Londoner Spitälern gelangen sollen. 28.000 Kinder fallen in das Gebiet dieser großen Weihnachtsbescheerung, und für jedes ist ein Spielzeug beschafft. In allen Kreisen der Gesellschaft und der mittleren Stände beteiligen sich die Damen daran, Puppen anzukleiden und durch Veranstaltung einer Preisbewerbung ist die höchste Kunst der Puppenausstattung hier in einer großartigen Sammlung vereinigt, wie sie wohl noch nie ein Spielwarenmagazin zur Verfügung hatte. In der Albert Hall sind dieses Jahr troß aller Sammlungen für Verwundete und Soldaten=Witwen und Waisen über 4000 Puppen gesammelt worden, die von der Riesenpuppe von Menschengröße bis zum kleinsten Püppchen herabreichen, das für das kleinste Kind noch handlich ist. Alle Figuren aus den Kindermärchen, Aschenbrödel, Rotkäppchen, dann der Struwelpeter, sind in zahlreichen Exemplaren vorhanden. Selbstverständlich sind Soldaten aller Waffengattungen zu finden; eine Tame hat eine Gruppe von 40 Kriegern, die von ihren Freunden Abschied nehmen, eingesandt. Alle Nationalkostüme, rumänische, savoyische, schwarzwälder Bauern, dann allegorische Figuren, von der Britannia bis zur Columbia, Figuren aus den populärsten Tagesoperetten haben ihre Vertreter. Eine besondere Abteilung enthält„Spielsachen, die von den Einsendern selbst verfertigt worden sind. und auch hier ist viel Geschmack und Kunstsinn vereinigt. Die in England besonders beliebten Bilderbücher mit Ausschnitten aus Zeitungen, Photographien und allerlei kleinem Bildwerk wielen ebenfals eine große, Foll, und Ferdeg den Kin Glaskaften sind 11000 neugemünzte halbe Schillinge aufgestellt, die zur Verteilung an die Kinder in den Armenschulen der Metropole gelangen sollen. 1883 wurden zum ersten Male diese 11 000 Sixpence von einem anonymen Wohlthäter geschenkt und seitdem hat er sich alljährlich wieder mit dieser Gabe eingefunden, ohne seinen Namen zu verraten. Ein großer Knallballonfabrikant hat 25000 Stück seiner Produkte geschenkt und so hat alle Welt dazu beigetragen, daß die ärmsten der armen Kinder trotz aller Anforderungen an die Börse der Wohlthätigen auch in diesem Jahre ihr Weihnachtsgeschenk erhalten. Die Ausstellung bleibt zwei Tage geöffnet und wird von Tausenden von Kinderfreunden besucht. (Von der Pest in Südamerika) wird der„Köln. Ztg.“ aus Rio Grande, 14. Novbr., gemeldet: Die schreckliche Krankheit ist in Santos. wie man sagt, auf einem portugiesischen Schiffe, eingeschleppt worden Sie tritt zum Glück sehr milde auf. Am 17. Okt. wurde ihr Vorhandensein amtlich erklärt, und bis zum 11. November sind erst etwa zwanzig Erkrankungen vorgekommen, Von diesen Kranken sind acht oder neun gestorben. Das ungebildete Volk in Santos ist aber gegen die Aerzte aufgebracht, und man hat sogar einmal den Leiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes auf der Straße angegriffen. Sechs Leute wurden deshalb verhaftet. Der Hafen wurde sofort für geschlossen erklärt. Eine wahre Panik ergriß die Bevölkerung von Santos. Die Züge der Eisenbahn von St. Paulo waren in den ersten Tagen mit Flüchtlingen überfüllt. Dadurch lag die Gefahr der Verschleppung nahe. Trotzdem ist nur ein einziger Fall vorgekommen. Der betreffende Kranke befindet sich schon in der Besserung. Es ist ein Glück daß in St. Paulo ausnahmsweise streng und gewissenhaft von den Behörden für die öffentliche Gesundheit gesorgt wird. In allen Städten Brasiliens hat die Schreckensnachricht vom Auftreten der Pest in Santos eine heilsame Thätigkeit hervorgerufen. Häuser, die sonst nie einen Scheuerbesen gesehen, werden gereinigt, Höfe ausgeräumt. die Sümpfe in den Straßen mit Sand oder Erde ausgefüllt, überall werden Luftreinigungsmittel angewandt, und die Apotheker machen bei doppelten Preisen gute Geschäfte. Die Reisenden, auch wenn sie aus Rio kommen, werden in den Hafenstädten mit Fomalin bespritzt. In Paris sind von unserer Bundes=Regierung und auch von einigen Staaten große Bestellung auf Pestserum gemacht worden, und sobald eine Sendung davon angekommen sein wird, soll mit dem Impfen begonnen werden. Jedoch erheben schon manche Aerzte gewichtige Bedenken gegen dieses Impfen. In Rio Grande gab es einen Zwiespalt zwischen den Staatsbehörden und dem Bundes=Hasenarzte. Letzterer ließ einen Dampfer mit 68 Flüchtlingen aus Santos ruhig einlaufen und die Reisenden an das Land kommen, obwohl er schon von der Pest erfahren hatte. Er entschuldigte sich damit, daß noch keine amtliche Erklärung gekommen war. Die Staatsregierung erklärte deshalb die Stadt Rio Grande, wo die Reisenden sich befanden, für tüufzehn Tage als verdächtig und ließ keinen Dampfer von hier nach der Hauptstadt fahren. Schließlich gab man zu. nachdem einige Tage vergangen waren, daß die Schifffahrt wieder beginne, jedoch wurden Reisende. Gepäck und Schiffsladung mit Formalin bespritzt. Leider spielt auch in dieser Sache, wo es sich um das Leben von vielen Tausenden handelt, nicht das Interesse der Wissenschaft, sondern die Politik die erste Rolle Der Hasenarzt ist nämlich ein politischer Gegner der herrschenden Partei. Jetzt dürsen ausländische Dampfer aus allen brasilischen Häfen Lebensmittel und Fracht nach Santos bringen, sie müssen aber von hier nach dem Auslande gehen. So is schon der deutsche Dampfer„Pathria“ als erster nach Santos gegangen, und andere werden folgen. Die Dampfer nehmen für diese Fahrt doppelte Fracht. —(Ueber das jüngste der australischen Goldfelder) erhält die Berliner„Zeitschrift für praktische Geologie“ eine briefliche Mitteilung, die in verschiedener Hinsicht den neuen Fund als besonders wertvoll erscheinen läßt. Ansang Juni Kindern noch viel Freude machen. In einem I. wurden von zwei Goldsuchern, die die Gegend zwischen dem Torrens= und Eyre=See im nördlichen Südaustralien nach Kupfer durchforscht hatten und dabei bis in die Gegend östlich der Flinden=Berge gekommen waren, mehrere Klumpen eines Erzes nach der Hauptstadt Adelaide gesandt, damit dort das darin enthaltene weißliche metallische Mineral untersucht würde. Die Stücke waren von einer seit 30 Jahren verlassenen Schafweide aufgelesen, die von den Eingeborenen den Namen Worturpa erhielt. Der Platz ist durch einen Reitweg von etwa 85 Kilometer Länge mit einer Haltestelle der Eisenbahn OodnadattaAdelaide verbunden. Die Analyse der erwähnten Erzprobe stellte zunächst fest, daß darin durchschnittlich 21—25 Unzen reines Gold, auf die Tonne berechnet, enthalten wären, außerdem aber ein hoher Gehalt von Tellur, der dem Erz seinen weißlichen Glanz verlieh, ferner wurde der Rickelgehalt auf etwa 21/0 des Gesamtgewichts bestimmt. Runmehr war die Aufmerksamkeit der Regierung auf das Erzvorkommen gerichtet, und sie entsandte einige ihrer Geologen nach Worturpa, wo das thatsächliche Vorkommen des Erzes in größeren Mengen festgestellt wurde. Das Gerücht von der Entdeckung eines neues Goldfeldes verbreitete sich rasch, es begann ein reger Zuzug, und heute, also erst wenige Monate nach dem ersten Fund, ist schon eine kleine Stadt dadurch entstanden. Im Laufe der letzten Wochen sind dann noch weitere Analysen von Proben desselben Erzes gemacht parteiisches Orgau für G erschossen, ur selbe zu retten, wurde Hauptmann Schreiber getötet und Leutnant Grolls verwundet. Das ganze Unglück war dadurch entstanden, daß Oberst Long seine Batterien auf 700 Meter an den Fluß herangebracht hatte, 1230 Meter von seinem Ziel entfernt, einem Hügel jenseits des Forts Wylie. Die Bedienungsmannschaften und die Pferde der Batterien fielen schnell nacheinander unter dem tödlichen Feuer, allein trotzdem rückten die englischen Geschütze weiter vor und unterhielten 1½ Stunden lang das Feuer auf die Buren, bis ihnen— die Munition ausging und so viele Leute gefallen waren, daß die Geschütze nicht mehr wirksam bedient werden konnten. Da von der Kolonne mit der Munitions=Reserve nichts zu sehen war, zog die Abteilung sich nach einem trockenen Flußdette(Dunga) zurück, wobei 20 Wagen die Verwundeten aufnahmen. Die englischen Soldaten blieben stundenlang in der Donga unter brennender Sonne, wenn auch geschützt gegen das Feuer der Buren. Es gelang dem Obersten Bullock mit 2 Kompagnien Devonshires und einigen Scots=Füsilieren die Donga zu erteichen, aber er konnte keine Hülfe bringen, da das Feuer des Feindes zu heftig war. Spät am Nuchmittag erschien eine starke Abteijung Buren, welche über den Tugela gesetzt waren. Das Feuer wurde eingestellt und die Buren umringten die Geschütze, welche ebenfalls nach der Donga geschleppt worden waren und eroberten alle Geschütze mit Ausnahme von zweien, welche durch den Hauptmann Schofield gerettet worden waren. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Leutnant Roberts, der Sohn des Feldmarschalls getötet. Oberst Bullock weigerte sich anfangs, sich zu ergeben, ohgleich ihm erklärt wurde, daß beim geringsten Widerstande alle niedergeschossen würden. Trotzdem glückte es einigen Soldaten, in der Verwirrung zu entkommen. Die Obersten Bullock und Hunt(der letztere leicht verwundet) sowie Major Walter und Hauptmann Goddwyn von den Devons wurden nebst zwei Kompagnien Scots. Füsiliere zu Gefangenen gemacht. Den verwundeten Engländern gaben die Buren Wasser und andere Erfrischungen und ließen sie, nachdem sie ihnen die Waffen, Munition und Feldstecher abgenommen hatten, nach den englischen Ambulanzen zurückkehren. Unter den in der Schlacht leicht verwundeten befindet sich auch ein Sohn des Generals Gatacre, der in der Kapkolonie kommandiert und bei Stormberg geschlagen wurde. Auf englischer Seite behauptet man, daß die Lydditgeschosse, auf 3700 Meter abgefeuert, in den Verschanzungen der Buren große Verwüstungen angerichtet haben. Ein einziges Geschoß habe, das eine Ende des Fort Wylie in einen Schutthausen verwandelt. Die Engländer schätzen den Verlust der Buren auf 2000 Mann, doch geben sie selbst zu, daß diese Schätzung eine sehr willkürliche sei. Die Verluste der Engländer sind 146 Tote, 746 Verwundete und 227 Vermißte. Aus Delagoa Bay wird amtlich gemeldet. daß Winston Churchiil, der Kerespondent der„Morning Post“, welcher von den Buren gefangen genommen und dann aus Pretoria geflüchtet war, am 21. Dezember in der Delagoa Nay eingetroffen ist. Der„Straßburger Post“ wird as Karlsruhe geschrieben, daß sicheren Nachrichten zufolge der ehemalige Leutnant von Brüsewitz sogleich nach seiner Ankunft in Transvaal zum Führer einer Batterie ernannt worden ist. Bis zum Freitag betrug der Gesamtverlust der Engländer in dem Kriege gegen die Buren: Offiziere getötet 69. verwundet 250, vermißt 93. Unteroffiziere und Mannschaften getbtet 670, verwundet, 3204, vermißt 1830, zusammen 6116. Rechnet man zu diesen 319 Vermißte von Nicholson Nek und 57. die an Krankheiten gestorben sind, so ergiebt sich ein Gesamtverlust von 6492. Dazu kommen noch die Verluste in den von den Buren belagerten Orten, für welche genaue Ziffern nicht vorliegen. das Städtchen in sonniger Schönüdliche Teil des Städtchens, wvo se das langgestreckte Hotel Capsemaliges Kloster— sehen, ist in zt, und wo sonst friedsame und ige Menschen wohnten, starrt jetzt in regelloser Trümmerhaufen entwelchem zerschmetterte Menschen ienische Regierung macht alle Anweiterem Unglück vorzubeugen. die Arbeiten von Erfolg gekrönt. rieg nicht gewollt, und sie ist es sich darin gefällt, ihn zu vereinem ehrenvollen Frieden wird und seine Rechte wiederfinden, um irlich, je kürzer die Dauer des ird. Im Falle einer Invasion durch die englischen Truppen kann nichts bürgen. Denn hätten die inderes zu thun. als vor den en Wache zu stehen. Niemand fahren des Krieges die Verantmen. wimmelt von Erzählungen über phen und Ruinen, die die Folgen üche sind. Die Interessenten der 1 denen der Unverletzbarkeit des vorgehen. Werden die in ihrem verfolgten Buren das Interesse der City vergessen? Ich hoffe nit„Sicherheit vermag ich es in anderer Anlaß für ernste Besanden. Mit dem Kriege ist eine in und wird immer gewaltiger der Krieg sich noch lange hinnlich die schwarze Gefahr. Für i, welche mit vollem Rechte als in sind„giebt es weder Buren noch Afrikander, sondern nur n gleicher Weise Feinde sind. Man Sympathie der Eingeborenen für andere der kriegführenden ParArtikel über den„Loyalismus“ er die edlen Gefühle" der Zulus, der Kaffern oder der Matabeles das für ein dummer Scherz! auch. Sir Alfred Milner verteile 7 unter die Schwarzen, damit sie sen. Das wäre ein wirkliches in die Civilisation. Die Weißen in Südafrika den Negern das e Schauspiel. Sie sehen ihre zer einander hinmorden und diese sachen ihnen eine grausame Freude mnen gefährliche Hoffnungen. Sie enseitigen Vernichtung der weißen nen. Sie sind wie wilde Tiere, des Blutes in Wut bringt. Sie gezähmt und jeßt schlagen sich die in der Menagerie. Die Stunde entfernt, da diese Neger, wieder 1. sich in den Kampf stürzen zer und Besiegte zusammen niedersländer sind sich dieser Gefahr beeinen es wenigstens vermeiden schwarzen in den Kampf hinein heitigen Thores. Heute.—— 3u.... Rom, 24. Dez. in keierf„Vermittag um 11 Uhr eröffnete der Papst feierlicher Weise, das heilige Jahr mit der ErOffnung des heiligen Thores der Kirche zu St. Peter. Feierlichkeit, welche im Bestibül der Kirche ttfand, wohnten zahlreiche Gäste, darunter das „.ren Hanimes die heinige Pforte der St. Pauskirche. Der Andrang bei der Ceremonie, die einen glänzenden Verlauf nahm, war ein gewaltiger. Der Papst selbst schien davon sehr befriedigt zu sein, denn ein heiteres Lächeln umspielte seine Lippen; sein Aussehen war blaß; auch seine Stimme war leiser als sonst, indessen waren die vermogen unsere Polizeitruppen nur über das Eigentum zu wachen. Wenn der Krieg sich in die Länge zieht, muß auch die Arbeitsstockung mit ihren unheilvollen Folgen weiter fortdauern. Es ist völlig unnötig, lang auszuführen, was aus den nicht im Betrieb erhaltenen und unbearbeiteten Minen werden muß. Dagegen kann unsere Regierung nichts thun; Weitere Berichte über die Schlacht bei Colenso am 15. Dezember lassen nun erkennen, wie eine Anzahl englischer Soldaten von den Buren gefangen genommen worden ist. Nach einer Meldung des„Standard“ fielen die ganze 66. Batterie(6 Geschültze) und 4 Geschütze von der 14. Batterie dem Feinde in die Hände. Der 7. Batterie wurden alle Leute und Pferde Lourenco Marques, 18. Dezbr. Eine amtliche Depesche aus Pretoria besagt, die Buren hätten in der Schlacht am Tugela dreißig Tote und Verwundets gehabt. Lourenco Marques, 18. Dezbr. Eine aus dem Hauptauartier der Buren in Colenso vom 16. d. M. datierte amtliche Depesche besagt: Gestern früh bei Tagesanbruch traf das seit langer Zeit Erwartete ein. Der Artillerie=Ofizier Pretorius meldete uus, daß die Kolonne des Generals Buller im Anmarsch gegen unsere Stellungen am Tugela set. Das feindliche Zentrum bestand aus einer sehr großen Masse Infanterie, während auf den Flanken je zwei Batterien vorgingen, Starke Abteilungen Kavallerie dienten als Denung. Unsere Artillerie beobachtete absolutes Schweigen, um nicht ihre Stellungen zu verraten. Als zwei Batterien der Engländer bis auf Gewehrschußweite herangekommen waren, nahmen die Unfrigen das Feuer mit niederschmetternder Wirkung auf. Dann griff auch unsere Artillerie ein und brachte augenscheinlich den Feind, welcher in dem Glauben gelassen war, daß er die Brücke über den Tugela zur Passage benutzen könne, in Verwirrung. Inzwischen hatte der rechte feindliche Flügel unsere am weitesten nach Süden vorgeschobene Position angegriffen, aber das Feuer unserer Mausergewehre wirkte so furchtbar, daß der Angriff sich wie eine Welle brach, welche ihre Kraft erschöpft hat. Reihenweise Tote und Sterbende zurücklassend, drangen die Engländer von neuem vor, wurden aber wiederum zum Rückzuge gezwungen, wobei sich neue Berge von Leichen aufhäuften. Die reitende Artillerie der Engländer drang bis zu dem Uferrande des Flusses vor, wo das Kommando von Ermelo stand. Dieses eröffnete aber ein so mörderisches Feuer, daß die beiden Batterien von den Engländern im Stiche gelassen werden mußten. Zweimal versuchten die Engländer, Pferde heranzubringen, um die Kanonen fortzuschaffen, es glückts Empfehle Separaten Zimmer beim Einkauf von erstlings- Wäsche Heinr. Oppenheimer, 2 Wäsche= und„ Aussteuer=Geschäft, Dortmund, 8 Westenhellweg 62. 8 stets frisch gebrannt, von kräftigem Geschmack und Aromg, kaufen Sie sehr gut und preiswürdig bei: Ernst Buse vorm. Ed. Metzkes, Dortmund, Westenhellweg 39. 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Novbr. 99. Frau O. Schuck. Auch ich bezeuge und kann eidlich bezeugen, daß Sie meiner Frau von ihrem furchtbaren Leiden durch Ihre spez. Bebandlung gebolfen. Ich spreche nun Ibnen nächst Gott meinen tausendfachen Dank aus. Ich habe Sie schon empfohlen u. werde Sie stets überall in Stadt und Land 13 1 39000 Tropon hat den fünffachen Nährwerth von Fleisch. K ** Echte Porscr. ** in grosser Auswahl. NOSU GU Straßen-Beleuchtungs-Kalen pro Monat Jannar 1900. wenig gebraucht, billig zu verkaufen. Tortmund Stubengass 4. Lorrmuno, Stuvengane 4. 241½ 206% lagistrat: guz. Schmieding. Gechhse! 50 Big, monatlisht,. Mit der Wochenbeilage### „Dortm. Lustige worden, die die erste Untersuchung insofern bestätigt haben, als der Gehalt des Erzes an Tellur auf etwa 3/4 und an Nickes auf 1/5 des Gesamtgewicht zu veranschlagen ist. Der Goldgehalt schwankt zwischen 5 und 107 Unzen per Tonne, in jedem Falle handelt es sich um ein sehr goldreiches Metall. Der Hauptfundort liegt an einem Hügel. der aus Tonschiefern, krystallinem Kalkstein und Eisensteingänge besteht und dem geologischen Alter nach wahrscheinlich zum Kambrium zu rechnen ist. Das umgebende Gebiet ist bereits auf viele Meilen im Umkreis abgesteckt und an Unternehmer vergeben worden, das Klima wird als ein fehr gesundes und zuträgliches bezeichnet. Wasser ist reichlich vorhanden. Die Regierung hat das Gebiet bereits als öffentliches Goldfeld erklärt. Dies alles wird gleich den Hartngen in ganz feine Würfel geschnitten. Wünscht man den Salat besonders fein zu haben, so lasse man die Kartoffeln weg und setze eine halbe Tasse Kapern, sowie einige in Stücke zerteilte Neunaugen hinzu. Dann würde dies alles mit einer gut gerührten, ganz reichlichen Sauce’wozu auch die Milch von 2 Häringen, mit (Das vergrabene Vermögen.) Ein bedeutender Fund ist dieser Tage auf der Feld mark von Estaimbourg gemacht worden. Als der Bauerngutsbesitzer Deketelle am Sonntag in der Frühe damit beschäftigt war, in der Nähe seines Wohnhauses einen Graben auszuwerfen, stieß er mit dem Spaten auf etwas Hartes und förderte alsbald einen schon völlig mit Rost überzogenen eisernen Kasten zu Tage. Wie groß war sein staunen, als er beim Oeffnen dem unscheinbaren Behälter die Summe von 45000 Franken in belgischen Staats= und anderen coursfähigen Wertpapieren entnehmen konnte! Der Landbauer zögerte nicht, von seinem gefundenen Schatze der Behörde zu Tournai Anzeige zu erstatten, die, dank einigen„ap porteur“ lautenden Titeln, deren rechtmäßigen Besitzer ohne Schwierigkeit zu eruiren vermochte. Das mit den langjährigen Zinsen zu einem ansehnlichen Vermögen herangewachsene Kapital gehörte thatsächlich einer Familie Clairbaux, in deren Besitze sich einst das jetzt von Deketelle bewirtschaftete Gut befunden hatte. Der älteste Sohn des Clairbauxschen Hauses, dem die Eltern die Verwaltung ihres Vermögens anvertraut gehabt, war vor Jahren durch Selbstmord aus dem Leben geschieden. Durch Zwistigkeiten mit seinen Angehörigen zu diesem Schritte angestachelt, hatte er das nur ihm bekannte Geheimnis des vergrabenen Schatzes mit ins Grab genommen. Die in nicht gerade glänzenden Verhältnissen lebenden Familie Clairbaux wird die Liedererlangung ihres Eigentums eine willkommene Weihnachtsüberraschung sein. —(Wie die jungen Mädchen über die Reform der Fraenbekleidung denken.) Die„Reform pour les jeunes flles“ hatte unter ihren Leserinnen eine Umfrage veranstaltet, ob die Reform des weiblichen Kostüms ihnen nützlich und leicht erscheine. Die zahlreich eingelaufenen Antworten erkläres sich einstimmig dagegen, besonders aber wünschen sie die Beibehaltung des Kleiderrockes. Einige der markantesten Antworten seien hier wiedergegeben:„Wenn das Beinkleid eingeführt wird, würde nicht blos die halbe Menschheit schrecklich sein, sondern die ganze. Denn nach dem Beinkleid käme der kurze Herrenrock,— der nichts mehr von den Formen wiedergiebt,— mit der unveränderlichen Rückseite und den Knopflöchern, die nicht knöpfen. Oh nein, nein!“— Wenn man unter Reform eine Veränderung unseres Kostüms versteht, sodaß dasselbe der Männerkleidung ähnlich wäre, so will ich nichts davan wissen. Es hieße das für uns, unsere Anmut und Schönheit verlieren. Die Natur hat uns mit körperlichen Reizen besser ausgestattet als die Männer und diesen natürlichen Vorteil sollte man nicht vernachlässigen! Im Gegenteil!“ „Es ist schon unangenehm genug, daß Männer aller Klassen und jeden Alters sich gleichmäßig schwarz, grau oder braun kleiden, und alle nach emselben Schnitt. Deshalb sollte man den künftigen Generationen nicht auch das Schauspiel gewähren, daß die Frauen„vernunftgemäß" gekleidet gehen, wie manche Engländerinnen immer sagen!“ —„Ich fühle mich immer etwas geniert, wenn ich auf dem Trottoir eine Radlerin in Beinkleidern und Jacke ohne das Rad treffe, das allein diesen Anzug rechtfertigt. Was würde daraus, wenn wir alle uns so kleideten! Ich verwerfe die Pumphosen nicht nur deshalb, weil sie mich choquieren, sondern weil sie für die Frauen unästhetisch sind!" Die Umfrage ergiebt eine einstimmige Verwerfung der vernunftgemäßen“ Kleidung, aber eine Empfehlung des„costum tuilleur“. Nur über die Länge des Rockes herrschen Meinungsverschiedenheiten. Einige verlangen ihn so lang, daß er aufstößt, und finden das hübscher und weiblicher. andere wollen den Ruck kürzer, weil es bequemer ist. Besonders beklagen sich aber die Schreiber= innen beweglich über den zu großen Luxus der Toiletten; diese wären sehr teuer, schafften in der Welt streng geschiedene Kasten und erforderten unverhältnismäßig viel Zeit. Essig zerrührt und durch ein Sieb gegeben) vermengt, damit der Salat recht saftig werde. Hierzu gehört seines Provenceöl, Weinessig, etwas Rotwein, Pfeffer und wenig Senf. Falls man den Salat am Tage vor dem Gebrauch macht, wodurch derselbe gewinnt, so lasse man ihn über Nacht in einem vorzellanenen Geschirr stehen, rühre ihn einige Stunden vor dem Gebrauch nochmals durch. richte ihn an und verziere ihn etwa auf folgende Weise: Es werden grüne, eingemachte Gurken oder Petersilie, Rotebeete, das Gelbe von 2 hartgekochten Eiern, sowie auch das Weiße derselben, jedoch jedes einzeln, ganz fein gehackt, dann streiche man den Salat in der Schüssel glatt, zeichen mit einem Messerrücken eine Figur darauf, etwa einen Stern, und lege mit einem Theelöffel in jedes Feld eine andere Farbe, indem man mit der linken Hand ein Messer an die Scheidelinie hält, damit man von allen Seiten in der Grenze bleibe. Da das Schneiden der verschiedenen Teile zum Heringssalat, was übrigens jedenfalls den Vorzug verdient, viel Zeit erfordert, so geht eine Hausfrau häufig zum Hacken über. Hierbei sei bemerkt, daß es in diesem Falle am besten ist, jedes allein und nicht zu fein zu hacken, damit der Salat nicht breiig erscheine. Gäs die Kälte leichter leitet und bedeutend empfind. licher macht, als trockenes. Die Kälte also, die sich der Schweißdunstschicht mitteilt, wird durch diese nicht wie durch Lust ferngehalten, sondern weiter auf den flüssigen Schweiß übertragen, wo sie in direkte Berührung mit dem Fuße kommt. Trockene Strümpfe und öftere Fußbäder, deren Temperatur sich nach der Abhärtung des Einzelnen richten muß, sind all Mittel gegen kalte Schweißfüße anzugeben. Drittens mag die Ursache für kalte Füße, trotz ganzer„Körper zu langsam, Brr*„Körper zu langsam, und dann hilft nur tiefes Einatmen, oder der Blutumlauf ist in den Füßen unzureichend, was seinen Grund meistens im falschen Gange hat. Der natürliche Gang des Menschen ist folgender: er bewegt erst aus dem Hüftgelenk das Bein in gestreckter Haltung nach vorn, läßt den Unterschenkel ein wenig sinken, daß er mit dem Oberschenkel einen Winlel bildet, setzt den Fuß leicht mit der ganzen Sohle auf den Boden, so aber, daß die Hauptlast des Körpers nicht durch die Ferse, sondern durch das Sprungbein und die Zehen gestützt wird, und gibt mit dem Sprungbein dem Körper den zur Fortbe rper den zur Fortvewegung nötigen Schwung. Der Gang ist falsch, wenn die HauptHanswirtschaftlichts. Häringssalat. Von sechs Stück guten Häringen kann eine Schüssel für 12 Personen gemicht werden. Die Häringe werden ausgenummen, ge paschen und eine Nacht, wo nötig noch länger, am besten in Milch, in Ermanglung derselben in Wa,ser gelegt, welches letztere einmal gewechselt wich Gerst.welches lester einmd. Dann werden sie von Haut und Gräten gereinigt und in ganz seine Würfel geschnitten. Dazu nehme man in mäßiger Menge Kartoffeln, die mit der Schale gekocht, abgeschält und kalt geworden sind, reichlich Kalbsbraten, eingemachte Gurken, Kotelette, reichlich gute saure Aepfei. —6 hirtgekochte Eier von denen man 2 Stück gum Verzieren zurücklegt und einige Zwiebeln. Mittel gegen Holzwürmer. Nicht blos Möbel, sondern auch das Gebälk in Häusern werden häufig durch Holzwürmer beschädigt; das Holz zeigt kleine runde Löcher und feines Holzmehl findet sich vor. Zum Schutz werden Bauund andere Hölzer, die nicht im Freien Verwendung finden, mit einer Quecksilberchlorid=, Kupfervitriol=, Zinkvitriol= oder Zinkchloridlösung getränkt. Quecksilberchlorid wird am häufigsten benutzt; bedeutend billiger und ebenso wirksam ist Zinkchlorid. Man läßt die Hölzer gut austrocknen und streicht sie wiederholt mit Zinklösung an. Aus Möbeln werden die Holzwürmer mit Benzin vertrieben. Die Löcher werden mit Benzin getränkt; es sterben dann nicht nur die Insekten, sondern auch die Larven und Eier gehen zu Grunde. Das Benzin ist aber äußerst fenergefährlich; die betr. Versuche dürfen nur bei Tage ausgeführt und der Raum erst dann mit Licht betreten werden, wenn der Benzingeruch verschwunden ist. Eine gute Frostsalbe ist die sogenannte flüssige Bierhefe. Man kocht sie recht dick ein und streicht sie dann so lange sie noch lauwarm ist, auf die erfrorenen Stellen, legt Watte darüber und verbindet mit Leinwand. Es ist ganz einerlei, welcher Art die Froststellen sind, ob alt, ob neu, wund oder geschlossen. Man kann das Verfahren öfters wiederholen. Rasche Hülfe gegen Bräune. Man erhitze schnell etwas Wasser über einer Spirituslampe, tauche einen Streifen Flanell hinein wickle ihn fest um die Brust des Kindes. Dann lege man gekochte Zwiebeln in heißem Zustande auf die Fußsohlen und gebe endlich wenige Tropfen Syrup, so daß das Kind die Krankheitsstoffe ausbricht. Innerhalb einer halben Stunde ist das Kind ganz gesund. Falls das Kind jedoch einen schweren Anfall hat, so gebe man auch einen Theelöffel voll Alaun und Zucker zu gleichen Teilen vermischt, und es endet alle Not. last des Körpers auf der Ferse ruht, und das Sprungbein und die Zehen beim Gehen nicht beteiligt sind. Sobald nun die Bewegung der Zehen und damit der Gebrauch des Sprungbeines eingestellt wird, geht die Blutzirkulation langsamer vor sich, und wie beim ersten Fall, erklärt sich auch hier die Erscheinung der kalten Füße. Wer also falsch geht und dadurch kalte Füße bekommt, muß sich eines natürlichen Ganges befleißigen, besonders weil ihm damit noch andere Vorteile geboten werden. Er sieht nicht mehr aus wie ein Rückenmarkleidender, was oft bei falschgehenden Personen der Fall ist, und er kann, hat er erst einmal die alte Gewohnheit abgelegt, viel weitere Fußmärsche machen. Nach diesen Ausführungen wird es jedem, der an kalten Füßen leidet, die Ursachen dafür zu finden und Mittel zur Beseitigung des Uebels zu treffen. W..r. Auf Flügela des Gesauges. Erinnerung. Ihr kurzen, flüchtigen Minuten, So heiter mir die Sonne schien, Schnell zogt ihr hin wie Sturmesfluten, Doch spurlos zogt ihr nicht dahin. Noch denk' ich jedes flücht'gen Glückes, Das dieses glüh'nde Herz gewann, Und jedes sel'gen Augenblickes, Har golden mi die Parze Den goiden mir die Parze spann. Dankbar gedenk' ich jeder Stelle, Wo ich gehalten süße Rast, Und jeder leisen Murmelquelle, Daran ich trank als müder Gast, Und jeder Blume, draus in Düften Ein Gruß mir in die Seele dran, Und jedes Bögleins, das in Lüften Mir Trost und Lenzesfreude sang. Um Lederzeug an Wagen und Pferdegeschirren dauerhaft zu machen, nehme man fünf Teile Fischthran und einen Teil Tannenzapfenöl. Diese Mischung wird eine Viertelstunde gekocht; da die Masse aber zum Steigen geneigt ist, so muß das Kochen sehr langsam geschehen. Erkaltet, wird das Leder damit eingerieben, wodurch es neben längerer Dauerhaftigkeit auch einen schönen Glanz erhält. Kalte Füße. Viele Personen leiden bei Frost= und Schneewetter, auch wenn sie gute und dichte Schuhe haben und weitere Wege zurücklegen, beständig an kalten Füßen. Diese Erscheinung findet ihre Erklärung hauptsächlich in drei Ursachen. Erstens können kalte Füße eine Folge zu enger Schuhe sein. Wenn der Schuh den Fuß fest anschließend umhüllt, kann sich zwischen Fuß und Schuh keine Luftschicht befinden. Dieser Umstand ist von großem Nachteil, weil Luft ein schlechter Leiter für Wärme und Kälte ist, und deshalb bei ihrem Fehlen dem Fuß einen wirksamen Schutz gegen die Kälte entzieht. Ein durch den Schuh zusammengepreßter Fuß hindert sodann das Blut, mit normaler Schnelligkeit die Fußadern zu durchströmen, da ihm diese in ihrer unnatürlichen Enge zu großen Widerstand entgegensetzen. Mit dem Blute nun, das auf diese Weise dem Fuße entzogen wird, geht auch dessen Wärme verloren. Daher kommt es, daß der Fuß, da ihm nur ein Bruchteil der Wärme zugeführt wird, die ihm ein normaler Blutumlauf mitteilen würde, bald kalt wird.— Zweitens können kalte Füße durch zu starke Schweißaussonderung veranlaßt werden. Schweißfüße hat man sowohl im Sommer wie im Winter; in beiden Jahreszeiten wird gleichviel Schweiß abgesondert. Er scheidet sich als Flüssigkeit auf der Haut ab und umgiebt diese mit einer Dunstschicht. Nun ist es eine bekannte Thatsache, daß feuchtes Dankbar gedenk ich jedes Mundes, Der traut und milde zu mir sprach, Und jedes lichten Augengrundes, Draus mir ein Strahl der Liebe brach. So laß ich ewig in mir leben, Was mich mit holdem Reiz gegrüßt Und still mich im Vorüberschweben Mit flücht'gem Liebeshauch geküßt. Von allem Sehnen, allem Lieben Blieb meiner Brust ein teurer Hort, Gleichwie ins tiefste Herz geschrieben Mit Flammenschrist ein Liebeswort. Und keine Zunge kann sie schildern. Die Zauberwelk, die mich umschwebt. Wenn von den tausend süßen Bildern Die stille Nacht den Schleier hebt. Da zieh'n sie lockend mir vorüber, Berühren mich so mild und weich, Und meine Seele schwebt hinüber In der Erinn'rung Himmelreich. Da freu' ich still mich jedes Glückes, Das einst mein glühend Herz gewann, Und jedes sel'gen Augenblickes, Den golden mir die Parze spann. Robe Robert Hamerling. Lustiges Anzüglich. „Diese Nacht erschien mir, natürlich im Traum, ein Geist! „Den hätte ich an Deiner Stelle dauernd engagiert! Immer Fremder(zu einem Einheimischen): Können Sie mir nicht ein Zündholz geben? Ich will meine Eigarre anzünden!##0 recht—:# A. Einheimischer:#recht gerne!(Nachdem der Fremde seinen Glimmstengel in Brand gesetzt hatte). Jetzt muß ich Sie um zwei Mark bitten, das Rauchen ist hier in der Nähe von dem Strohdepot verboten, und ich bin der Feuerwächter! Deshuch Fraunko.— Cognac-Brennerei A. G. München. in Originalflaschen von Mk. 2,— an per Flasche erhältlich bei: Heinrich Köhler, Markt. W. Hummrich Nachf., Oflenbellmes. F. Jeman, Lütgebrückstr. 1. artikel za Weihnse ten. 44554 Baumst. 37. mit den dazugebörigen Laschen, nd Bägeln, Zeitung. Eine gut erbaltene 44501 NE Gereumhe nit Röhren wird zu kansen gesucht. Wo sagt die Geschäftsstelle dieser Volzen und Nägeln,(zu befahren K4S11 mit 60 mm Muldenkippern) zu kaufen gesucht. Angebote, entbaltend Länge. Schwere. Oöbe u. Preis der Schienen an die Ringosenziegelet Bahnhof ebeinen— uun vers. Anweisung z. Rettung v. Trunksucht mit und ohne Vorwissen.— Kein Gebeizmmittel.— M. Falkenberg, Berlin, Steinmetzstr. 29. Ueber tausend, auch gerichtlich geprüfte, Anerkennungsschreiben, sowie eidlich erhärtete Zeugnisse bezeugen die Wiederkehr des häuslich Glückas. Blätter“ nur 10 Vitg,. web g. Bei der Post mit Veilagen: Vierteljährlich 2 Postzeitungs=2er. Fürdieslücsghungunverlangter Panuskrivte wird keine Verantwortung übernommen. Verantwortlicher Redakten Größte: heutige zwei Ausgaben 10 Die Bestälign Gorron Berlin hat wiederu Der im Juni 1898 ge Kirschner ist nune Der Kaiser hat ihm d hüllung des Denkm Wilhelm in der Si ihn auch herzlich begli weiter mit ihm sprach daß der berühmte Str den Friedhof de Grund einer so selt stätigung des Gewähl Person und politische der vom Kaiser selbst immer sehr freundlich nachdem der Streit un den Spruch des Ober war, ist nun die Bestä Es heißt, daß der Herr vnn Rheinbaben. Herr von Bethmann=H haben. Man kann es der Denkmalsfeier a Bülow, Herr von M herrn Kirschner so wo Sie sind höchst wahrs diese der Regierung ur erledigt ist. Der Kaiser hat heut über die Friedhossfrag zegen eine Ausschmücku sofs, nichts dagegen, d vollen parkartigen Auf der dort begrabenen Nur das Po Portal des Denkmal der den langen ein anderes lungen vor schwer gewe heute gesagt daß, nachden Groll hege, die Umgestal kennen, daß Erinnerungs das Gedächt die Vorgäng haben, äuße sich früher pie, wvir zur burchaus n die Revoluti man das Ge gur geglaub Portals un herrlichung sei, bei dene traurige Rol Wilh Luchelm, Schwarzenbe ist, waren beider Män Prinz Schu Fichischen 2 Kaiser einig fahren. Die des heilt Heute zu feierlicht Einung de Ter Feierl stattfand,