hr deutlich gemerkt. nen steisen Gegenello: Wenn Frau der einen ähnlichen ntel gehabt hätte. gemerkt haben? ich es auch bemerkt. Gewehrlauf damals ist haben, denn sie hinein. Sello: Sie sind sie alt? bekundet: Er habe arbeiten. Adameil Venn ich erst Besitzer hier alles anders zierauf gegen 10¾ vormittags 9 Uhr, es. der Dampfer„Bulg wohlbehalten in Der Mayor und mouth begaben sich überreichten dem ckwünschungsadresse, em Vorsitzenden der rsitzenden des KaufMeyer und Kapitän für die Ovationen bei Brunshausen erfolgen, während der Besatzung, wie bend Vormittag ria" bleibt für einige egen, weil das Schiff jes erst nach Löschung den Hasen kommen inschaft der„Bulder Dampfer„BlanUhr am Sonnabend Landungsbrücke einsagen über Vorsetzen. nd Altenwall nach wo sie vom Senate Begrüßung durch den chaft auf Einladung if die Gallerie der ich dem Ratskelle: ammer ein Mittagser hat seinem hohen „Bulgaria" erneuten außer dem königl. Gesandten und beerrn Grafen Wolff nspekteur der kaiserl. ster, und den komArmee=Korps, Herrn seiner Vertretung ber des Kaisers fahren dern der Verwaltung sowie einigen Depusten mit den Dampfern am Sonnabend um Landungsbrücke nach die gesagt, gemeinsam 1 Uhr daselbst wieder n den„Bruder ters Mariaberg erlung. welche heute gegen die Armenuud. Die würdige ge der fahrlässigen letzung. Sie hat kenhauses fortgesetzt U. A. rieb sie den bettlaken im Gesicht frau D. goß sie mit alter Freund, jetzt drei Eimer eiskalten rper, als diese im nnung des Anstaltsung den sofortigen haben können Als an Altersschwäche sucht wurde, fanden unterlaufene Stellen. st aller Energie einte Kunde von dem denn es besteht die Niemand geschlagen ht erkannte auf ein sich alle diese Tage gezeigt hatte: völlig war kurz, wie er es vieles Fragen zu bemeistens mit stiller ewahr ward, weil sie ossen hielt... ehen anschickte, beugte n Wunsch, Fräulein ber eindringlich. Sie mich sterben!“ e ihr Haar.„Fragen ehr sein Wille ist, daß Wärterin, die Krank laf haben und ver elches ihn erzwingen h seine Wirkung nicht: der Schlaf über die bernder, der ihr ängstnd sich selber sah sie lich zu seinen Füßen. wand. Sie war sein nicht als der Galte, als der strenge, dem ar geworden war. sagte er,„Du wußtest bergen?“ sie.„es war ja um nis!“ mich?“ rief er nun agt, mein Schicksal in d meinen Namen in ehen; aber das Wort wußte, daß er doch so ward es zu einem der nach außen bin eklungen war, wachte folgt.) Bezugspreis: 50 Pfg. monatlich. Mit der Wochenbeilage „Dortm. Lußige Blätter“ nur 10 Pfg mehr. Bei der Posi mit den Beilagen: Vierteljährlich 2 Mk. Postzeitungs=Nr. 2826Für die Rücksendungunverlangter Mannikrivte wird keine Verantwortung übernommen. Ar Toelmund und vie* Provinz Westsaten. Insertionspreis: Für den Lokalverkehr 20 Pfg. im Uebrigen 25 Pfg. die Zeile. Reklamen die Zeile 60 Pig. Für die Aufnabme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen wird keine Garantie übernommen. General=Anzeiger Rubfus u. EiJedermann. Erstes Blatt. Eigener telegraphischer Dienst des General=Anzeigers. Berlin, 1. April. Aus Amerika wird so eben eine neue Erfindung Edisons gemeldet. Er hat die dem elektrischen Licht entgegengesetzte elektrische Finsternis ersunden. Mittels eines einfachen Apparates rust er am hellen Tage in geschlossenen Räumen eine absolute, in offenen eine mehr oder weniger relative Verfinsterung hervor. Ueber die ungeheure Tragweite dieser Entdeckung mich auszusprechen, fühle ich mich nicht berufen. schließe aber diese meine Betrachtungen mit dem einfachen Ausdruck höchster Bewunderung. New=York, 1. April. Zur finanziellen Verwirklichung des Planes, die bekannte Käsefabrik des weiland Riesen Polyphemos in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, haben sich drei der hervorragendsten Sachverständigen nach Athen begeben, um die Vorfrage zu erledigen, ob das von Schiller gepriesene„Loos“, welches Achilles gezogen, eine Kredit=Aktie oder ein Prämienloos gewesen sei. Madrid, 1. April. Neue kriegerische Verwicklungen drohen zwischen Madrid und den vereinigten Staaten Spanien fühlt sich in seinen heiligsten nationalen Gefühlen aufs tiefste verletzt. Wie nämlich der spanische Gesandte in New=York in Erfahrung brachte, haben die Yankees bei der Ausgrabung der Gebeine des Kolumbus das berühmte Ei, durch welches der große Mann zur Entdeckung der neuen Welt veranlaßt worden ist, und welches sich in dem Sarge besand, unterschlagen und ins Museum nach Washington geschafft. Die Echtheit des Eies ist nicht zu bezweiseln, da noch jetzt deutlich die Stelle zu erkennen ist, an der es eingeknickt wurde. Die spanische Diplomatie hat sich bis jetzt vergeblich um die Herausgabe der wertvollen Reliquie bemüht. Die Lage ist kritisch. Aus dem Gerichtbfaale. (Strafkammer) Dortmund, 1. April. Vor der hiesigen Strafkammer stand dieser Tage der Weinwirt X. unter der schweren Anklage. unverfälschten Wein verzapst zu haben. Einige Herren aus den besseren Ständen, welche nichts ahnend mehrere Flaschen des ihnen vorgesetzten Naturweines geleert hatten, verspürten bald darauf die übelften Folgen. Fast völlig betäubt, hatten sie kaum noch die nötige Kraft, in schleunigst herbeigeholten Nachtdroschken ihre Wohnungen aufzusuchen, wo ihre Ankunst bei Gattinnen und Kindern nicht geringes Entsetzen erregte. Am andern Tage noch klagten sie über Appetitlosigkeit und Gehirndruck. Der Verteidiger des X. wandte ein, sein Klient hätte selbst keine Ahnung davon gehabt, daß der Wein. den er in dem betreffenden Falle vorsetzen ließ, noch nicht gemanscht sei; er würde sicher sonst seine Pflicht nicht versäumt haben. Trotz der sehr geschickt geführten Verteidigung wurde Verklagter wegen grober Fahrlässigkeit zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Möge diese strenge Lehre nicht ohne Nutzen für ihn sein! Gewissenhaftigkeit ist und bleibt im bürgerlichen Leben die Hauptsache. Lonair Rachrichten. Dortmund, 1. April. Zur Bahnhofsfrage. Die Eisenbahndirektion hat an unsern Magistrat ein Schreiben gesandt, dessen Inhalt eigentlich nicht überraschen kann, das aber doch mitgeteilt zu werden verdient. Es lautet: Einem wohllöblichen Magistrat wird es bereits zur Kenntnis gekommen sein, daß wir am Sunderwege eine Ueberführung über das Bahngeleise in Form einer hölzernen Fußgängerbrücke planen. Da es dem Fiskus unmöglich ist. Kosten und Unterhaltung deselben im Betrage von etwa 28000 Mark dauernd aus eigenen Mitteln zu bestreiten, so haben wir beschlossen, für den Uebergang eine Gebühr von 2 Pfg. pro Kopf zu erheben. Die Erhebung soll mittelst eines automatischen Trehkreuzes geschehen. Es bedarf wohl keines Hinweises, daß dieser kleine Zoll nicht entfernt die Wohlthaten auswiegt, welche der Bevölkerung durch die jederzeitige, ungehinderte Passage erwächst. Ew. Hochwohlgeboren Ergebeuste Eisenbahn=Direktion Essen. Der Magistrat hat sich, wie wir hören, mit der Maßnahme einverstanden erklärt und sich noch besonders dafür bedankt, daß nur der kleine Satz von 2 Pfg. erhoben werden soll. Arge Belästigungen. Wie wir hören, wird unser Oberbürgermeister in der letzten Zeit von zahlreichen Perionen heimgesucht, die ihn in unziemlicher Weise um die Vermittlung einer Dekoration bei Gelegenheit der Hafeneinweihung bitten. Der geschätzte Herr kann sich seiner Nachsteller kaum erwehren; gestern als er bei sorgsam verschlossenen Thüren und Fenstern in seinem Arbeitszimmer saß, erscholl ein furchtbares Gepolter im Kamin und aus der Ofenthür kroch ein Mann aus den besten Kreisen hervor, der, von seiner Rutschfahrt ganz schwarz geworden, in großer Erregung ausrief: Empfehlen Sie niemanden zum Kommerzienrat, bevor Sie meine Anwartschaft eingehend geprüft haben! Der Eindringling wurde hinausgebracht. Die vereinigten Viehmarktbuden=Besitzer haben beschlossen, der Johanneskirche 10 Proz. ihres Reingewinns vom 2. Ostertage für Zwecke der inneren Mission zu überweisen. Ein ebenso interessanter wie heftiger Streit ist noch in letzter Stunde innerhalb der Bismarck: Denkmals=Kommission ausgebrochen. Es handelt sich nämlich um die Aufschrift am Postament. Während man anfangs allgemein der Ansicht war. daß sie lauten müsse: Otto von Bismarck, haben sich jetzt mehrere Mitglieder für die Inschrift Bismarck von Otto ausgesprochen. Ein seltenes Jubiläum feierte gestern ein hiesiger Schneidermeister. Das Haus, in welchem er wohnt, ist nämlich seit Jahresfrist fünfmal verkauft worden und jeder neue Käufer hat ihn um 50 M. gesteigert. Eine seltene Attraktion wird sich nächstens in der Automatenausstellung zeigen. Es ist nämlich Direktor Lorenz, der uns schon so viel Schönes vorgeführt hat, gelungen, den ewigen Juden zu einer achttägigen Schaustellung in seinem Lokal zu gewinnen. Der ewige Jude ist bekanntlich zuletzt im Jahre 1542 in Hamburg, und darauf noch einmal im Dezember 1599 in Danzig gesehen worden. Nun trat er neuerdings wieder im Wintergarten zu Berlin auf, äußerte aber sogleich auch seine Absicht, sich sofort wieder nach Tunis, von woher ei kam, zurückzubegeben. Dort, sagte er, werden die Juden nicht mit Zeitungsartikeln und Broschüren angegriffen, sondern einsach totgeschlagen.„Da ich nun", fügte er mit seinem Lächeln hinzu,„von dieser letzteren Manipulation nichts zu fürchten habe, so muß mir natürlich der Aufenthalt in den totschlagenden Ländern weit angenehmer erscheinen.“ Uebrigens sah er für seine 3800 Semester noch recht gut aus. Seine Hosen, die 1542 in Hamburg an den Knieen durchgescheuert waren, hatte er seitdem flicken lassen. Seine Visitenkarte lautete:„Von Ahasver." Ein gefährlicher Patron. Vor kurzem kam in die Nische Restauration häufig ein schon älterer Herr von anständigem Aussehen Er sand sich gewöhnlich in den Abendstunden ein, verzehrte eine Portion Essen. trank mehrere Seidel, bezahlte und gab dem Kellner ein reichliches Trinkgild. Niemals aber sprach er mit einem der anderen Gäste. Nun ist es doch etwas Eigentümliches. daß in einem Bierlokal häufig ein Mensch verkehrt, von dem kein Mensch weiß, wie er heißt, und was er treibt. Was Wunder daß zuletzt einer der Stammgäste auf den Gedanken kam, der Fremde könne möglicherweiseise ein salscher Spieler sein! Man sand es allgemein wahrscheinlich, man sixierte den Fremden, man machte Anspielungen, die er auf sich beziehen mußte. Da verließ er eines Tages die'sche Restauration und kam nicht wieder. Sollte aber dieser gefährliche Patron in anderen Restaurationen sein unheimliches und verdächtiges Treiben fortsetzen, so werden wir nicht anstehen, seinen vollen Namen sowohl als auch seine vermutlich vorhandenen Vorbestrafungen(wir werden schon dahinter kommen!) an dieser Stelle unnachsichtlich dem Publikum mitzuteilen. Aus Westfalen und Kheinland. Huckarde, 1. April.(Unter großen Feierlichkeiten) ist hier gestern der Grundstein zu einem Lambert Lensing=Denkmal gelegt worden. Das Denkmal stellt den Freiheitsrecken hoch zu Roß in kömischem Costume dar. Es ist ein Kunstwerk, das man nur mit den Worten„Höchst gelungen“ bezeichnen kann. Ein solennes Festmahl, mit Toasten reich gewürzt, schloß die sicherlich allen Teilnehmern unvergeßliche Feier. Unna, 1. April.(Hier ist die offene Revolution ausgebrochen.) Die StadtverNun ruht die Welt in Osterstille, Es schweigt des Markts Gewühl und Streit, Und friedlich schmückt zur Lenz=Idylle Sich Wald und Flur mit farbgem Kleid. Im Mondlicht glänzt der Elfen=Reigen Beim süßen Sommervogelklang, Melodisch tönt von allen Zweigen Der Meistersänger Wettgesang. Der Blüten muntre Augen richten Erwacht vom Traume sich empor, Holztäubchen girren in den Fichten, Birkhuhn und Dommel girrt im Nohr. Ja, Lust entsacht und Liebesgluten In aller Herzen König Lenz. Eröffnet ist den Kampfgemuten Der Hof des Minneparlaments. Schaart Euch um seines Thrones Stufen Und was Euch quälet, das vergeßt! Die Glocken gehn im Thal und rusen: Ein frohes, frohes Osterfest! Eüstiges aus dim Engern und Wetlern. Er hat sein Leben ausgehaucht— Wie gut, daß er nicht zu lesen braucht, Was jetzt über ihn zusammengeschrieben! Wär sonst wohl gern am Leben geblieben. uns Frieden haben! Es ist ein Wort erklungen Ostwärts her Wohlangethan, ein müdes Herz zu laben. Ein Fremdling kommt's zu uns, von Sorge schwer; Das Wort heißt also:„Laßt uns Frieden haben!“ Wie lieblich klingt es! Wie der Vögel Lied Im grünen Wald, wie Laut vom Paradiese, Wie Windesflüstern das durchs Kornfeld zieht, Wie Heerdenglockenklang auf bunter Wiese! Doch nicht gilt uns die Friedenstaube, nicht Der alten Welt; eh'r glauben wir dem Raben, Wenn krächzend er von Krieg und Hunger spricht. Was gilt das Wort uns:„Laßt uns Frieden haben!“ Ja, spricht das Wort auch ein Gewalt'ger aus, Zum Schleier nimmt er's für sein schlecht Gelüsten; Der Kluge, der es hört, verwahrt sein Haus Und nimmt sich vor, noch eifriger zu rüsten. Fern über'm Meer mag wohl ein Mann vertrau'n Der Friedensbotschaft, ruhig mag er graben. Pflanzen und sä'n und sich sein Hüttchen bau'n, Dem Wort vertrauend:„Laßt uns Frieden haben!“ Wohl darf er hoffen, daß nicht harte Not Noch Tyrannei sein liebes Heim vernichtend. Ihn austreibt, daß er schutzlos sucht sein Brot, Ins Land Fremdredender als Bettler flüchtend. Thorheit wär' dies Vertrau'n in unsrer Welt Hier ist nur sicher Kampf und Streit und Fehde. Ja, die zu Friedensboten sind bestellt. Verwünschung. Groll und Haß ist ihre Rede. Gekommen ist das frohe Osterfest; Der Frühling naht sich sich schon mit duft'gen Gaben. Die Lerche baut in Halmen schon ihr Nest: So lang' das Fest währt, laßt uns Frieden haben! Kleine Geschenke für Kinder. Von Gustav Kühl. Der Findling. Steht ein hohler Weidenbaum Draußen im Wald, Sitzt ein Kindchen drin und weint: Ach wie ist es kalt! Die Krähen und die Dohlen Sie haben mich gestohlen, Der Fuchs im roten Kleide Der will mir was zu leide, Ich bin so hungrig und allein, Nun muß ich immer schrei'n. Da kam der alte Jörg vorbei: Was ist denn das hier für'n Geschrei? Er nahm klein Lieschen auf den Arm: Mutter, ist der Herd noch warm? Schnell den großen Suppentopf, Schnell die süße Milch gekocht, Kriegt das Kind die warme Brüh, Schläft's bis übermorgen Früh. Wurzelmann. War mal ein kleiner Wurzelmann, Wirr—warr—wurzelmann, War scheu wie eine Ratz. Da kam die kleine Blumenfrau, Bli—bla—blumenfrau Und gab ihm einen Schmatz. Da schlug er einen Purzelbaum, Pirr-parr—purzelbaum Und sagte: Komm! mein Schatz! * Storch und Frosch. Wer stelzt durchs Gras am Graben? Das ist Herr Adebar: Den Frosch den muß ich haben, Sind immer teuer dieses Jahr. Spring nur hopps, Du glatter Poch, Spring nur hopps, ich krieg Dich doch. Tunk! Ach nein, ich mag nicht sterben, Quakquakauak quark. Ich will erst setter werden, Quakquakquak quark. Ich bin ja noch so klein, Ich armes, armes Pogachen. Laß mich doch wieder frei! Ei grade drum, mein Fröschchen, Tunkitunk tunk. Du schmeckst uns grad am besten, Du bist noch zart und jung. Im Rauch auf meiner Katen Da wollen wir Dich braten. Da wollen wir Dich speisen. Dann kannst Du mit uns reisen: In Egypten an dem Nil Zeig' ich Dir das Krokodil, Das Nilpferd und das Dromedar, Den Josef und die Potiphar— Huiiililili! Die jungen Störche droben im Nest datten mal wieder ein seines Fest, Schnappten und klappten und schmalzten und stippten, Flogen noch lange nicht nach Egypten. (Jugend.) ordneten haben, an der Spitze der Bürgerschaft. das Rathaus gestürmt und Bürgermeister und Rat verjagt. Die allgemeine Angst und Verwirrung ist groß, zumal das Gerücht besteht, von Königsvorn her nahe ein starkes Heer zum Entsatz des Magistrats. Man tappte gestern Abend vollständig im Tunkel, da der Bürgermeister den Schlüssel zum Hauptgasrohr mitgenommen hat. Hagen, 1. April.(Eine sinnige Gabe) haben die hiesigen Genossen auf Auregung Auers dem Ex=Füh er Dr. Lütgenau verehrt, nämlich den Knüppel Tölckes. Der Beschenkte hat sich mit der Gabe sofort hinter Auer hergemacht, um ihm seinen Dank abzustatten. Koblenz. 1. April.(Der strenge Nachwinter und die Phyloxera.) Aus dem Ahrthal kommt die hocherfreuliche Nachrichl, daß nach der jüngsten strengen Kälte in den Weinbergen daselbst erfrorene Rebläuse gesunden worden. Alle Wiederbelebungsversuche, heißt es, erwiesen sich als ersolglos; die Tiere waren in der That erfroren und tot. Sie hatten ihre Thätigkeit, verlockt durch den milden Februar, offenbar zu früh begonnen. Welche Freude würde diese Meldung in den Herzen aller Weintrinker erwecken, wenn man nicht befürchten müßte, es werde das dicke Ende noch nachkommen in Gestalt der Nachricht, daß die Reben mit erfroren waren! Kunst und Wissenschaft. Berlin, 1. April. Das größte Aussehen auf der diesjährigen Kunstausstellung der modernen Berliner Schule hat entschieden das von unserem genialen S. Ch. Mierifax herrührende Bild„Das gebrauchte Schnupftuch“ erregt. Mit diesem Meisterwerk hat unsere hochrealistische Richtung entschieden den höchsten Trumpf ausgespielt. Der zweite Stich aber gehört unzweifelhaft dem von Professor Kreischer ausgestellten Gemälde, welches, eine einsach halb mit Zinober, halb mit Ultramarin überzogene Tasel darstellend, im Katalog bezeichnet ist als:„Gedanken eines vom Blitz Getroffenen." Beide Meisterwerke werden, wie wir hoffen, der Nationalgalerie einverleibt werden. Der berühmte Maler Spahn vollendet ein Bild, welches eine Dame ohne Haut darstellt. Sie hat die Haut ausgezogen und neben sich über einen Stuhl gelegt. Das Bild erregt sensationelle Bewunderung, welche es in der That auch verdient. Es ist nicht leicht zu sagen, was vorzüglicher gemalt ist, ob der wundervolle enthäutete Zum Streite Aner=Lütgenau. Haue nicht! Höre was die Weisheit spricht: Hau'n ist immer höchst unsittlich. Ueber Hauer unerbittlich Jeder seinen Richtstab bricht:— Haue nicht! Haue nicht! Wärst auch noch so sehr erpicht! Für der Rache Lust, der füßen, Mußt du lange Zeiten büßen Von der Presse Vehmgericht: Haue nicht! Haue nicht! Wenn ein Blatt dir nicht entspricht! Was gedruckt, scheint heute wichtig.— Morgen schon ist alles nichtig.— Und kein Mensch mehr drüber spricht:— Haue nicht! Haue nicht! Und ob auch der Sabul bricht! Nicht fällst du mit stärkstem Prügel, Dem Verhängnis in die Zügel: Weltgeschicht' bleibt Weltgericht: Haue nicht! „„ Aus der Philippika eines Antifeministen. „Den besten Beweis dafür, daß das weibliche Geschlecht von der Teilnahme am öffentlichen Leben ausgeschlossen bleiben muß, können Sie darin erblicken, daß man von einem Parteiführer getrost sagen kann:„Das ist mein Mann!" während es lächerlich wäre, in einem solchen Falle zu sagen:„Das ist meine Frau!“ Moderne Etiquettirung. Nicki: Sehen heute wieder äußerst patent aus, lieber Freund, und wie Sie dusten!" Mucki:„Ja, ich.soignire mich auch äußerst sorgfältig.„Jeden Morgen wasche ich mich komplet mit„Der Erfolg beweist“, dann träufle ich„Nie ohne Dieses“ auf den Kopf, reibe noch etwas„Das ist das Beste“ dazwischen und frottire die Haare mit Non plus ultra“. Ins Zahnwasser„Nimm nur Dies“, thue ich einige Tropsen„Duftest Du herrlich", worauf ich die Zahnbürste„Weich und zart“ in Bewegung setze. Vor Anlegung der Schnurrbartbinde„Was gemacht werden kann, wird gemacht" kommt etwas Haby=Crôme„Es ist erreicht“ in den Bart. Für die Nägel brauche ich die Pasta„Es ist ja nicht wie bei armen Leuten“ und das Polierpulver„Das gibt Glanz“. Alsdann kleide ich mich an, sprenge etwas„Unglaublich, aber wahr" über die Toilette, trinke ein Liqneurglas„Du ahnst es nicht", und— sertig bin ich!“ Frühling. Juchhei! Ein Jubelruf ist erklungen. Der Frühling ist über den Zaun gesprungen Mit beiden Armen voll buntem Tand. Von seinem schimmernd grünen Gewand Blieb hie und da ein Fetzen schon hangen. Ein Mägdlein ist vorübergegangen, Oder war's der Sonnenschein? Nun blüht's und leuchtet's in meinem Herzen Und stimmt in den hellen Jubel ein. Was mag da hängen geblieben sein? Abrper oder die über Brickend schöne Haut. dem Stuhl hangende bebewegkichen Beine hohl und im Innern mit zweif boste der 25 kleinen Motoren versehen sind, welche dem Träger rirte Noah: Historisches und Ethnologisches. (Von unserem konservativen Mitarbeiter.) Dortmund, 1. April. gestatten auf kurze Stiecken etwa bis 10 Kilo= meter, mit geradezu unheimlicher Geschwindigkeit auf die Pedale eines Rades zu wirken. Firsto ist daher im Stande, auf jedem Zweirade, dessen Uebersetzung so hoch sein mag, wie immer sie will, ohne irgendwelche körperliche Anstrengung— außer derjenigen des Lenkens— eine geradezu unheimliche Geschwindigkeit zu entwickeln. Man kann annehmen, daß es schon in Urzeiten einen alten und befestigten Pfahlbesitz gegeben hat. Adam wird nirgends von Adam genannt, scheint also bürgerlich gewesen zu sein. Auch würde er sonst wohl nicht die Erlaubnis bekommen haben. die dem niedern Bürgerstand angehörige und ganz mittellose Eva zu heiraten. Dagegen treffen wir in voradamitischen Zeiten das entschieden adliche weitverbreitete Geschlecht der Saurier, und möchten von diesem unsern heutigen Adel ableiten. Daß sich Ueberreste des Sauriergeschlechtes heutzutage in unteren Schichten vorfinden, scheint darauf hinzudeuten, daß auch früher schon gegen das Allgemeine Landrecht verstoßen wurde. Da Noah nach der Sündflut noch 350 Jahre lebte und sehr angesehen war, so ist es wahrscheinlich, daß er es nicht nur zu allen Klassen verschiedener Orden gebracht hat, sondern daß er auch von dem Fürsten von Armenien in den Adelstand erhoben wurde. Die Griechen verwandten keine ihrer zahlreichen Präpositionen zur Anlegung und Befestigung des Adels. Sie pflegten, wie auch die Römer, den Adel inwendig zu haben. So gilt auch noch heutzutage bei den Botokuden das einfältige Sprichwort: Edel ist, wer edel handelt. Die Buschmänner gehen noch weiter. Bei diesen wird sogar derjenige, welcher seine Schulden nicht bezahlt. von der Polizei zur Annahme des Adels genötigt. Bei den Hyperboräern gab es, wie uns Plinius überliefert, anfänglich keinen Adel. Da richten einige hohe Beamte an den König der Hyperboräer die Bitte, den Adel zu stiften. Der König erwiderte: Ja, ihr Hypervoräer sollt den Adel haben, aber alle. Die Byzantiner, welche den Geheimrat, die Oberhoschargen und den offiziösen Styl erfanden, hatten doch keinen rechten Begriff von dem Werte des„von“ Die Germanen dagegen führten schon bei der Völkerwanderung Adelsdiplome mit sich. Unter den bei pAldrianopel auf gothischer Seite Gefallenen wird in der offiziellen Verlustliste unter unzähligen Schultze's auch schon ein„von Schultze" genannt. Auffällig ist es, daß Hermann, der Sieger in der Varusschlacht, ebenso wie Gneisenau und Scharnhorst bürgerlicher Herkunft zu sein scheint. Der Name scheint übrigens darauf hinzudenten. —(Aus Leipzig wird uns folgende rührende Geschichte berichtet.) Einer unserer Freunde ging aus, um das gerade in Leipzig ausgestellte Rhinoceros zu sehen. Da begegnete ihm ein alter Bettler und sprach ihn um eine kleine Gabe an. Unser Freund. der nur das Eintrittsgeld zum Rhinoceros beigesteckt hatte, griff ohne Besinnen in die Tasche, zog sämtliche bei sich habenden fünf Neugroschen heraus, reichte sie dem Bettler und verschwand mit dem Bewußtsein, eine gute That verübt zu haben, in der Menge.„Gott lohn's! rief ihm der Bettler nach, und ging selbst zum Rhinoceros. —(Ein unglaublicher Geizhalz.) Zu Dijon. Departement Côte’or starb dieser Tage das Urbild aller Geizhälse. Der Elende lebte die letzten 80 Jahre seines Lebens lediglich von Kresse. die er, so oft er hungrig war, auf seinen alten Filzhut säte. Er wartete dann ruhig, bis sie aufging, worauf er sie ohne Essig und Oel verspeiste. Seine Leiche wog mit dem Hausschlüssel in der Tasche nur 15 Pfund. Als man in seiner Wohnung nachsuchte, sand sich, im Strohsack versteckt, ein alter Strumpf. welcher zwei Millionen in blankgeputzten Fünffranken=Thalern enthielt. Beemischirs. Berlin, 1. April. —(Der Meisterfahrer der Zukunft.) Eine wahre Geschichte wird der„Radwelt" berichtet. Danach wird demnächst ein junger, erst 16 Jahre zählender Halbindianer aus den Alleghanybergen namens Firsto Fapril auf den Rennbahnen erscheinen, der durch ein Unglück beide Beine bis über die Kniegelenke verloren hat. dafür sich aber ein paar künstliche Beine anfertigen ließ, deren Konstruktion vorläusig noch Geheimnis ist; bekannt ist nur, daß die in den Kniegelenken war. #einh 's kommt'ne Paisse, eine mieße! Sprach's. und tiegte nasse Füße. Nicht nach, sondern vor uns die Sündflut— sagte er, die bevorstehende Wohnungsnot voraussehend. und baute einen Kasten. Welches Schicksal das spätere Konkurenzunternehmen, der Turmbauverein„Babel“ hatte, wissen Sie alle. Kommen nun die beiden Gründer Jakob und Esau. Meine Herren, ich bin weit davon entsernt, die Verdienste des Herrn Esau schmälern zu wollen. Wer aber im Stande ist, Erstgeburtsaktien al pari für eine Portion Linsen zu begeben, ein solcher Mann, meine Hernen, paßt in keinen Verwaltungsrat (Stürmisches Bravo.)„ Wer war nun der erste Gründen in Europa? Unzweifelhaft Rinaldini. Denn es heißt gleich im Anfang von ihm:„In des Waldes finstern Gründen“ 2c. 2c. Wer aber war der erste Nichtbeteiligte, der sich darüber beklagte? Hiob! Denn er beklagt sich darüber, daß er„nicht dabei war, als die Erde gegründet würde.“(Stürmische Heiterkeit.) Der Avend verlief in schönster Harmonie. günsiht. Der gerwäufchte Teint wich sch, un(geberd einstellen. Rosa Zmperlich in L. Eine gute Pomade können Sie in leichtester Weise herstellen. Sie sieden einen gemästeten Ochsen. unter Zusatz von ein wenig Gewürz und einer Messerspitze Salz in Rosenöl, seihen ihn durch durch ein Tuch, ziehen ihn auf Porzellanfäßchen— und die Pomade ist fertig. Gewerbe und — Wichtige Erfindung.) Bei Chambers= bury im Staate Pensylvania hat ein Farmer die Erfindung gemacht. Enten mit Eisenfeilspänen und gehacktem Fensterglas aufzufüttern. Sie werden von dieser Nahrung ungemein groß und seist und unermüdlich im Eierlegen.— Sollte nicht diese Nachricht, die— wenn wahr— allerdings von enormer Bedeutung wäre, auf eine kolossale Ente hinauslausen? Dortmund, 1. April. Der lebhafte Aufschwung unserer Industrie zeigt sich nicht nur durch zahlreiche Neugründungen, sondern auch durch Sanierung älterer Werke, die durch die Ungunst der Verhältnisse so lauge brach lagen. So hat sich jetzt ein Konsortium gebildet, um die verlassene Zeche Schwaben an der Kluse bei Hörde neu zu gründen. Man will 1000 Kuxe à 1000 Mark an die Börse bringen, was allgemein für einen sehr niedrigen Preis gilt. Bei einer kleinen Feier, welche sich an die erst die —(Künstliche Diamanten.) Endlich sind wirklich ächte künstliche Diamanten von Mr. Ballantine Hannay in London hergestellt worden. Auf einem Platinblech einer sehr großen Hitze ausgesetzt, verdampfen sie, wie natürliche Diamanten, vollständig, ohne daß der geringste Rest übrig bleibt. Wer Diamanten besitzt, benutze diesen Fingerzeig. um sich davon zu überzeugen. ob es natürliche oder wenigstens den natürlichen ebenbürtige Diamanten sind. Er versuche es, sie samf und sonders zur Verdampfung zu bringen. Gelingt es, so hat er das beruhigende Gefühl, daß es echte waren; gelingt es nicht, so ist der Schade auch nicht größer, als wenn es ächte gewesen wären. liner Bankier erfreute die Gesellschaft mit einigen reizenden Liedern, zu denen er sich selbst auf dem Klavier begleitete. Wir drucken als besonders gelungen,„Gründers Frühlingslied“ ab: Wohl ist der größter Gründer Die Sonne in der That, Schon ruft sie ihre Kinder In den Verwaltungsrat. Einen interessanten Vortrag über die der Gründer hielt Herr Direktor Zampa aus Fraudiawolau im Berliner Verein der Gründungsfreunde. Er führte ungefähr aus: Meine Herren! Wer war der erste Grunder? Schule und Religion belehren uns, daß ein gewisser Herr Adam zuerst die Stelle eines Verwaltungsrats bei„Eva“, Gesellschaft für Rippenbauverbindung, bekleidete. Nun, die Bekleidung war auch danach!(Großes Gelächter. Sehr gut!) Das Fallissement von Abel ist und bleibt eine Fabel, da dieses Haus von jeher das erste und drigen Preis gilt. Bei einer klein, gurr if, iche sich an die erste Komitésitzung schloß, her#### gehobenste Stimmung. Ein anwesender BerWie träumen rings die Saaten, Im Grün der Hoffnung heut, Gleich riesigen Plakaten Weit übers Land gestreut. Schon hat vom Lenzgeschmetter Ein junger Stamm gerührt Die erste Serie Blätter Al pari emittiert. Dann geht die Sonne Pleite. Setzt sich im West zur Ruh, Bringt all' ihr Gold bei Seite, Bersinkt und lacht dazu. Kutsei= und Spiel=Ecr. Zahlenpyramide. 1 1 2 4 6 5 9 10 6 7 4 7 2 5 8 5 8 2 7 3 6 1 7 6 5 S 8 6 Buchstabe, Fluß in Italien. Türtischer Titel. Deutsche Hasenstadt. Franzosische Stadt. Heldin einer Oper Wagners. Deutscher Fluß. 8 2 4 5 6 8 9 10 Polnischer König. 4 6 5 8 1 10 6 7 6, Art Vergleiche. 2 S 4 5 6 7 8 9 10 Deutscher General und Staatsmann. Briefkasten der Redaktion. Naturfreund in Dortmund. Sie wünschen Ihren Osterausflug nach einem Ort zu richten. wo es nicht„so surchtbar voll“ ist? Gehen Sie mit einem Ballon in die Lust; dort wird es in den Feiertagen verhältnismäßig leer sein. Wünschen Sie noch mehr unter sich zu sein, so geben wir Ihnen den Rat, einsach aus der Haut Kleiner Liebling. Ein Mittel zur Herstellung eines rosigen Teints! Sie thun in eine Flasche besten Jamaika=Rums 3 Loth Ingwer, 5 Muskatnüsse und eine Hand voll Gewürznelken, schütteln gut durch und nehmen stündlich einen Eßlössel von der Mischung, vor dem Schlasengehen einen Die Bartverordnung und die Leidtragenden. Trauer herrscht in Trojas Hallen.— Nein, in Kiel auf jedem Deck, Weil die Losung ist gefallen: Bloßer Schnurrbart, er muß weg. Scharfe Kritik. .:„Der Herr Assessor ist doch ein bildhübscher Mann!„ .:„L. der ist auch so elltt, daß er am liebsten Spiegeleier ißt!“ Entweder heißt's fortrasieren Auch der Oberlippe Pracht, Oder auch das Kinn soll zieren Uepp'ger Bart in voller Macht. Aber voller Bartbegierde, Vollbart wählt fast Jedermann; Auf des Schnurrbarts stolze Zierde Man nicht ganz verzichten kann. Nicht ganz richtig verstanden. Nachbar:„Na, ich glaubte, Sie seien krank, Herr Süfflmeier! Sie kommen mir aber vor, als ob Sie einen tüchtigen Schwips hätten!“ Süfflmeier(wankend):„Ja. wissen Se, da is mein Arzt’ran schuld; der sagte heute zu mir, ich solle hie und da eine Flasche Bayerisches trinken, und da hab' ich halt heut' hie und da eine getrunken!".(Fl. Bl.) Ein Kamerad:„Hast Du mit Deiner Köchin auch schon einen Romau erlebt?“ Dragoner: Und ob! Vorgestern erst hat sie mir vier Leberwürste auf einmal vorgesetzt.“ Schließlich freut man sich noch herzlich: Kein Rasieren ist Gewinn. Nur der Uebergang ist schmerzlich. Jener Stoppelwuchs am Kinn. Die Barbiere unverhohlen Klagen, daß sie ruiniert. Doch der Baiser hat befohlen Und da heißt es: still pariert. Eine dunkle Frage. „Lina, hat mein Mann schon Kaffee getrunken?“ —„Ich weiß es nicht, Prau Professor! „So frag' mal!"„ 6 —„Hab schon gefragt— der Herr Professor weiß es auch nicht!“ „Was haben Herr Kommerzienrat denn in jenem Riesengebäud= gy.. 66 W24 ich Millionär:„Was, Sie wissen noch nicht, daß ich gesunkene und wieder gehobene Seedampfer sammle?!“ Sächsischer Kalauer. Sachse sim Conpee):„Entschuldigen Sie gietigst, wo fahren Sie denn hin?“ Mitreisender:„Ich fahre nach Greiz, dort habe ich oft geschäftlich zu thun.“ Sachse:„Hören Se, da sind Sie ja so'ne Art Gottfried von Bouillon.“ Mitreisender:„Wieso denn?“ Sachse:„Na, der war doch ooch'n Greizfahrer.“.(Dorfb.) Berliner Sehenswürdigkeiten. Am Königsplatz. Fremder:„Von wem ist denn das Reichstagshaus erbaut? Doch wohl von Wallot?“ Einheimischer:„Nee, von dem is der Reichstag jrade nich erbaut!“ Krankheit. Gutsbesitzer:„Das ist drollig. Herr Nachbar, so oft ich Sie auch besuche, liegt der ganze Rasen voll nasser Wäsche.“ Nachbar:„Ja, das ist leider nicht zu ändern. meine Frau hat die„Bleich“sucht. Fremder:„Donnerwetter, das ist doch ein Bau für die Ewigkeit!“ Einheimischer:„Wer weeß. Reilich ist ba sojar schon der Stuck abgefallen!“ Viel vorgenommen. „Sie haben sich gewiß ein Prachtmädchen als Braut gewählt. Herr Leutnant?“ —„Na ob! Denken Sie sich, will das Mädel nicht nur meine Frau, sondern außerdem noch bessere Hälfte von mir werden!“ Neues Schimpfwort. „Du bist a rechts Kamel, Michel, und Dei' Weib grad so a Kamelia!“ Weibliche Begründung. Gatte(auf dem Wege zum Bahnhof, vorwurfsvoll):„Daß Du nun doch die teure Badereise machst, wo Du kerngesund bist?!“ Gattin:„Aber Männchen, mich schüttelt ja förmlich das Reisefieber.“ Aus dem Examen. Prosessor:„Was wissen Sie von den frauzösischen Kaisern!.„.un 12d 8. u. Kandidat:„Nur bie Namra, und vir sind mir augenblicklich entfallen.“ An! „Wie heißen. Sie mit Vornamen!“ —„Holomäus. „Nanu, den Namen gibts ja garnicht.“ —„Ja, wissen Sie, früher hieß ich Bartholomäus, aber ich habe mir neulich den Bart abnehmen lassen.“ Unerwarteter Erfolg. seiner auf Bef In der Königstraße. Fremder:„Das Rathaus habe ich mir doch schöner gedacht. Es sieht ja beinahe wie'n Bahnhof aus. Lumpenstolz. Intimus:„Dein letztrr Einbruch gab den Reportern aber was zu schreiben.“ Gauner:„Ja, wenn die Könige bauen, haben die Kärner Arbeit.“ Einheimischer:„Is ja ooch jetzt'n Wartesaal erster Klasse drin!“ Vor dem Polizeipräsidium. Fremder:„Und in diesem Gebäude wird Theatercensur ausgeübt?“ Einheimischer:„Jawoll! Jeh'n Se man nich so dichte'ran— et sind jewiß wieder'n paar Stellen frisch jestrichen!“ Ein Der Schulge hat doch unerhörtes Pech. Der ist gestern auf der Straße überradelt und im Avancement übergangen worden.“ (Jugend.) Schwiegersohn au„12. u. Eesuch weilen. den Schwiegermutter):„Hier, liebe Schwiegermama, habe ich heut noch etwas für Sie mitgebracht, was man in Ihrer kleinen Stadt wohl kaum bekommen dürfte— einen Abreißkalender!“ Schwiegermutter(aufs höchste entrüstet,: „Wie, das ist denn doch zu stark; also ich soll schon wieder fort, ich falle Ihnen schon nach drei Tagen zur Last; gut— ich werde abreisen.“ (Dorfb.) Gedanken. Das Gesicht mancher Frau zeigt steis auf Feiertag. Es ist immer rot angestrichen. * Moderne Zeche. Gakt:„Kellner, zahlen!“ Keilner:„Bitte?“ Gast:„Ein Glas Bier und 29 Ansichtskarten.“ Keilner:„Macht drei Mark fünf Psennig.“ (Meggd. Hum. Bl.) Im Friedrichshain. Einheimischer:„Hier is der Friedhof der Märzjefallenen. Treten Se man in!" Fremder:„Aber wo denn? Es in ja kein Portal da!“„ Einheimischer:„Deß Se gier ur historischen Boden steh'n, können Ge schon an de sehlende Inschrift merken!""(ulk.) Eine der reinsten Freuden ist das Wiederbekommen verborgter Bücher. Man nimmt bei uns Deutschen nur die Dichter ernst, denen noch nie was Komisches eingefallen ist. Auf unsern großen Bällen sieht man sehr viel unverschämte Arme. Osterrätsel. Es rauscht ein Lied von Engelschwingen Jetzt durch die festlich schöne Welt. Und Pfalmensingen. Glockenllingen Steigt fromm emvor zum Himmelszeit. Und wiederum das ewge. große Gebeimnis unser Herz erfüllt, Daß selbst noch aus des Todes Schoße Der Keim zu neuem Leben quillt. Was von uns ist in Nacht gegangen, Ist uns verloren nimmermehr. Dann auferstehen wird es mit Prangen. Wie einst der Heiland boch und behr.— Wie können wir die Lötung finden Zu dem, das doch verbüllt dein Geist?! Ich will es hier im Rätsel künden, Was uns die rechten Wege weist. Hell glänzts im Eins; die Lüfte wehen So drei; ich wandte früh zum Zwei, Wo eine Drei und Vier zu sehen. Hier sink' ich gern in Träumerei. So feire ich den Ostermorgen. Was lebt beseligend in mir? Was scheucht des Herzens bange Sorgen? Das ist Eins, kopflos Zwei, Drei, Vier. Auflösung der Rätsel und Spiele in vor. Nummer. Lösung des Wortspiels: a) Ampel, Nagel. Ulanen. Helm. Gaus Notar. Tonne. Enkel, Jota. Lama. Riege. b) Palme. Angel, Launen, Mehl. Sang, Ornat, Noten, Nelke. Tajo, Alma. Geier. Palmsonntag. Bösung des Kavselrätsets: Mehr zu hören, als zu reden. Solches lehrt schon die Natur: Die versah uns mit zwei Ohren, Doch mit einer Zunge nur. Lösung der Skat=Ansgabe: Kartenverteilung: V. M. Kreuz=Dame Kreuz=Bube Carreau=Bube Kreuz=Neun Pique=Bube Kreuz=Aß Kreuz=Acht Herz=Bube Kreuz=Zehn Kreuz=Sieben Pique=Zehn Herz=Zehn Pique=Aß Pique=Dame Herz Dame Pique=König Pique=Neun Herz=Neun Herz=Aß Pique=Acht Herz=Sieben. Herz=König Pique=Sieben Carreau=Zehn Carreau=Aß. Herz=Acht. Carreau=Dame Carreau=König Carreau=Acht Carreau=Sieben Im Skat: Kreuz=König und Carreau=Neun. Spiel: 1..: Kreuz=Sieben,.: Herz=Bube..: Kreuz=Aß 13 2..: Carreau=Acht,.: Carreau=Dame,.: CarreauKönig Schach=Aufgabe. Schwarz. abc d f g h in; 3..: Kreuz=Acht,.: Piaue=Bube,.: Kreuz=Zehn Die Ausfüb für die Erweiter werden.„ 645 Angeovtoeft gegen Erlegung vor Versiegelte schriebenen Aufschri 12. Api im Stadtbauamtsg zu welcher Zeit di Bieter erfolgen wir Dortmund 10) 4..: Herz=Acht..: Herz=Neuu..: Herz=König; 5..: Kreuz Neun,.: Kreuz=Bube,.: CarreauBube(—); 6..: Pique=Neun,.: Herz=Sieben,.: Piqueeing W König. Somit ist der dreisache Schnitt gelungen. Der Spieler nimmt sämtliche Stiche und die Gegner bleiden Schneider nisscht 3% (Mittelhand hatte ein unverlierbares Pique=Solo, nicht Kreuz=Solo, wie irrtümlich in der Aufgabe angegeben Lösung des Bilderrätsels: Spritzkuchen. abc d 1 g h Weiß. Weiß zieht an und setzt mit dem 3. Zuge Matt. Richtige Lösungen sandten ein: Des Wortspiels: Carl Rossignol jr. und Clemens Rossignol=Hörde. M. Hagedorn und W. v. Elmendorff. C. Lichterfeld=Courl. Des Kapselrätsels: M. Hagedorn und W. v. Elmendorff=Hamm. Carl Rossignol jr. und Clemens Rossignol=Hörde. C. LichterseldCourl. Der Skat=Ausgabe: Joh. Eckert=Dortmund. Des Vilderrätsels: C. Lichterfeld=Courl. Aktien-1 Reserv Wir vergü bei 3mona 6 22 Richtige Lösung des Gleichklang=Rätsels in der vorigen Nummer sandten ein: Theodor Wiegand u. H. Bildstein Dortm und. 22 Die näher bereit. Die Verzil lung bis zum T Ausserder Jederzeit ohr zinsung entgege Die Einseren Niederlas in Essen(Ru in Bochum, in Dortmi in Gelsenkir Dortmund Zum Abonnement# Köchherde auf Ueber Land und Meer, Moderne Kunst, Illustrirte Welt, Buch für Alle, Vom Fels zum Meer, Große Modenwelt, Bazar, sowie sonstige in= und ausländische Journale ladet ein. 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April d.., vormittags 11 Uhr, im Stadtbauamtsgebäude. Betenstr. Nr. 19. Zimmer Nr. 7, einzureichen zu welcher Zeit die Eröffnung in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter erfolgen wird. 10613 Dortmund, den 24. März 1899. Das Stadtbauamt: Essener Credit-Anstalt, Aktien-Kapital Mk. 30000000 Reservefonds Mk. 7000000 Wir vergüten zur Zeit für Geld-Einlagen bei 3monatl.Kündigung 3½% Zinsen „6„„ 4%„ Die näheren Bedingungen liegen an unseren Kassen bereit. Die Verzinsung geschieht vom Tage nach der Einzahlung bis zum Tage der Abhebung. Ausserdem nehmen wir im Check-Verkehr Gelder, Jederzeit ohne Kündigung rückzahlbar, zur Verzinsung entgegen. Die Ein- und Auszahlungen können erfolgen bei unseren Niederlassungen: in Essen(Ruhr), Akazien-Allee 2 in Bochum, Wilhelmstrasse 20 morgens—12 Uhr in Dortmund, Betenstr. 11( nachmitt.—5 Uhr in Gelsenkirchen, Friedrichstr. 4 Dortmund. Essener Credit-Anstalt. **** 11 kommt häufig zu sehr billigen Preisen in den Handel. 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Das Nachtläm oas im Zimmer uch die Gestalt, bestützten Händen, Uhr Wächter. Es war nicht „Vater!“ flüste ang zu jener Ges weshalb bist Tu auf den ganz leist Ereten war. „Isch hatte keit Wärterin hinaus lichs ausdenken, nur um zu beten, thäte!“ sagte er. Wäre es Dil Baters“ fragte si. „Marthal“ Zürnend und vorgestoßen aber. reichte sie ihm do „Leg' Dich jetz kannst es ohne u will mir auch Ri Als Doktor A schien, berichtete eine Veränderun wahrgenommen ihm Martha au besser. Diesmal bem aber sie hielt sein „Es ist aber iel; ein Wile sagte er. So sei es der sie ihm.„Helswerde!“ eseen diesem nelung Rascher als i für möglich gehe berregenständen i. Pr., sowie bier d. 6; h. Noack, auf ilokales. e Auswahl imseldeln u. Krügem pen len, Bebaern ete. nnbecher neichten von ortmund kannt tadelloser ig soeben wieder ngetrosfen. 34000 Gesamtauflage. Nr. 90. 12. Jahrgang. Dortmund, Sonnabend, 1. April 1899. Zählenbe Arennenten 33000 Söhne S Gbe (8673 6(Markt). JO be 48, raße 18. tschlands sellschaft, Grloekut wüchentlichk sieden Mal. Bezigsbreie; 50 Pa. monatlich. Mit de Wochenbeilage „Dortm. Lußtige Blätter“ nur 10 Pfg. mehr. Bei der Post mit den Beilagen; Bieteljährlich 2 Mk. Boszeitungs=Nr. 2826 Furdie Rücksendungun: serangter Mannstripte pied keine Verautworung übernommen. Dzuben Redaktion u. Expedition Dortmund Nr. 404. Telephon= Haupt=Agentur Aplerbeck Nr. 849. Anschlüsse: Haupt=Agentur Castrov Nr. 135. TelephonHaupi=Agentur Herne Nr. 124. Haupt=Agentur Hörde Nr. 870. Haupt=Agentur Unna Nr. 285. X1 für Dortmund und die ede de Aue ue A Shiet. Anparteiisches Graan für Größte und verbreitetste Zeitung im westsälischen Jkonsriegerirn ArarkriischerErnan für Prroinz Westsnten. Redaktion und Expedition: Dortmund, Reinoldistraße 19. Insertionspreiß Für den Lokalverkebe 20 Pfg. im Uebrigen 25 Pfg, die Zeile. Reklamen die Zeile 60 Pfa. Für die Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen wird keine Garantie über: nommen. Druck u. Verlag General=Anzeiger Ruhfus u. Ci. Jedermann. Zweites Blatt. Fürst Bismarck und der Aelkatholizismus. Prosessor v. Schulte in Bonn, einer der Führer ##oer Altkatholiken, veröffentlicht in der„Deutschen Mev.“ Aufzeichnungen über eine Unterredung, #die er am 2. Januar 1873 mit dem Fürsten Bismarck hatte. In dieser Unterredung äußerte Bismarck über den Altkatholizismus folgendern: an pro 100 Stück. Marktecke. Fernspr. 883. 8 à 70, 30 und siee per Pfd. ber Bd. per Pfd. 150—210 Pfg. ffee und k. per Pfd. 2 Mk. per Pfd. Pfg. per Pfd. 10 Pfg. per Pfd. 10579 * es e erue gemossen, zu dem ich so offen reden werde, als verkehrten wir schon seit zehn Jahren miteinander. Aach habe als Politiker mich früher um kirchliche Fragen nur bekümmert, wenn ein unmittelbares Bedürfnis dazu vorlag. Als das Vatikanum in Aussicht stand, habe ich mir gesagt: Wenn wir als Regierung eines evangelischen Monarchen bositiv eingreisen, kann das nur geschehen, da wir keine direkten Zwangsmittel haben, durch Erlärungen über das, was wir thun würden. Solche #ausen auf Drohungen hinaus und diese hätte nau als Beeinträchtigung der kirchlichen Freiheit ausgegeben. Ich habe geglaubt, die Majorität der deutschen Bischöse werde festhalten. Mir ist in der Geschichte nur ein Beispiel bekannt, die Uebertragung der absoluten Gewalt an den König in Dänemark, daß Personen ihre ganze Existenz einem andern selbst opfern. Die Bischöfe haben unsere Zusicherungen, daß wir in jeder Weise ihnen beistehen und sie halten würden, nicht beachtet, haben sich uns nicht angeschlossen. Auf Schultes Mitteilung des Benehmens einzelner Bischöse gebrauchte Bismarck das Wort .Hundssötte“ und sagte dann weiter: „Als diese Sachlage eintrat, mußte ich mir klar werden, jetzt haben wir nicht mehr die einzelnen Bischöse, sondern den Papst in jedem Bischose vor uns, ich kann also nicht mehr mit dem Erzbischof von Köln unterhandeln, sondern bin mir bewußt, daß dieser lediglich der Schatten des Papstes ist. Sollte der Staat nicht zu Grunde gehen, das Deutsche Reich gekräftigt werden, so mußte ich alles thun, um die Macht dieser seindlichen Elemente zu brechen. Nun kam ich zu der Einsicht, wie man den Boden unterwühlt hatte. Der Minister v. Mühler war ein persönlich unbedeutender, schwacher Mann, ein willenloses Werkzeug in den Händen seiner Frau. Das Medium der Einwirkung bildeten im Bunde mit ihr die Radziwill'schen Damen. Sie werden wissen, daß der Kaiser als junger Mann eine schwärmerische Reigung für die Schwester des verstorbenen Wilhelm und meines heute morgen verstorbenen Nachbars Voguslaw #hatte. Er mußte von einer Heirat aus staatsSechtlichen Gründen und weil sie Polin war, abtehen, aber die jugendliche Neigung hat bis sheute nachgehalten und den beiden Brüdern eine Bedeutung geliehen, die sie sonst nicht erlangt WVVer.## michen He s. wud al., In(dem Radziwill'schen Hause wurde alles gemacht. Als Aulike gestorben war, brachte man es fertig, daß Krätzig Direktor der katholischen AAbteilung wurde. Auf den Kaiser wirkte die Maiserin die seit Jahren ihre Aufgabe darin Fieht, den Ultramontanismus zu pflegen, und bei der Lebhaftigkeit und Energie ihres Geistes erfolgbeich wikte. WEI5-Lung Kuk in.e Ich kam nun zu der Entdeckung, daß in Posen nd Polnisch=Schlesien das polnische Element seit einem Tezennium die kolossalsten Fortschritte geDnacht habe., 544 — Zugleich wurde ich inne, daß die Macht des klerns eine maßlose geworden. Mir haben verschiedene streng katholische und zugleich patriotische Männer versichert, daß sie gegen ihre Ueberzeugung mitgehen müßten; wollten sie Front machen, so würden sie mit ihren Frauen und Töchtern und in dem Kreise. in dem sie sich bewegten, nicht mehr eristiren können. Als ich nun einsah, daß ich mit Mühler nichts machen könne, selbst aber in der unglückseligen Stellung eines preußischen Ministerpräsidenten wohl alle Verantwortlichkeit zu tragen, oder in den einzelnen Ressorts nichts zu sagen hatte, mußte ich entweder selbst gehen oder Mühler. Die Entlassung Mühlers und die Aufhebung der katholischen und evangelischen Abteilung, sowie die Zurückführung des natürlichen Zustandes, daß der Minister Minister ist, war die nächste Folge, während bis dabin als Skandal galt, wenn der Minister anderer Ansicht als seine katholische Abteilung war. Nun verband sich Alles, was reaktionär und ultramontan ist. Ein 75 jähriger Mann läßt nicht gern ab von den Gewohnheiten und ist nicht leicht zu radikalen Aeußerungen zu bewegen. Wäre der Kronprinz am Ruder, so würde es leicht sein, große organische Neuerungen zu machen. gn, 1, GrEchapt(eit akn Gohr Ich habe als Ministerpräsident seit zehn Jahren nichts zu thun gehabt, als den alten Herrn durch Deduktionen, Vorstellungen mürbe zu machen. Das wird man leid; wenn man nichts zu sagen hat in den einzelnen Ressorts und nur ewig seine Pläne durchkreuzen sieht, mußte ich mir sagen: es sei besser, daß andere, die dem Kaiser auch persönlich nahestehen und weniger Anhänglichkeit als ich haben, das undankbare Geschäft des Mürbemachens übernehmen.„ 4.„ iut mchSo habe ich ihm erklärt: ich will nicht mehr Ministerpräsident sein, und bin ein Amt los geworden, in dem Roon bald zur Einsicht kommen wird, daß er handeln muß, wie ich wollte, wenn's gut gehen soll.. gan;#ur Gkrig. 9c Mein Standpunkt ist ganz der Ihrige. Ich halte die Altkatholiken für die einzigen Katholiken, denen eigentlich alles gebührt. Wenn nun die Regierung diesen Standpunkt praktisch, zum Teil aus den hervorgehobenen Gründen, nicht durchgeführt und nicht gesagt hat, wir sehen die Millionen nicht mehr als Katholiken an, so hat sie ihn darum nicht aufgegeben. Ich habe bisher verhindert, daß das Geringste geschehen ist, wodurch diesem Standpunkte präjudizielt würde; man kann daher in jedem Augenblicke sich auf ihn stellen.,„.56 Ctrift fe bak, ich fofWas meine Ansicht betrifft, so habe ich sofort, als ich Ihr Memoire gelesen, prima facie mir gesagt und bleibe dabei: Wählen Sie einen Bischof, kommen Sie dann ein um die Anerkennung. Wir können diese nicht versagen, da wir zugeben müssen, daß mitsdem Vatikanum alles hinfällig geworden ist, und deshalb die Formen nicht mehr passen.“ Bismarck erklärte zum Schluß dem Professor Schulte nochmals, daß er aufs wärmste zu ihm stehe, persönlich in ihn das größte Vertrauen setze, da er niemals zurückweichen werde und alles thun werde, eine Sache zu fördern, von der er fest überzeugt sei, daß sie dem Staate und der Gesellschaft nütze. stand zu stoßen. Er fand ein Fort von 15 Fuß dicken Erdschanzen vor, das von den Insurgenten geräumt worden war. Dies erwies sich als kluge Strategie auf Seiten der Insurgenten. Unsere Truppen rückten zuversichtlich vor, das Regiment Oregon am linken Flügel, das 22. InsanterieRegiment im Zentrum und ein Bataillon des 23. Regiments am rechten Flügel. Plötzlich wurde vom Zentrum und rechten Flügel des Feindes ein heftiges Feuer auf sie eröffnet. Die Truppen setzten ihren Vormarsch kampfend fort, bis die 3. Artilleriebrigade und das Regiment Kansas mit zwei Geschützen der Utah=Artillerie, welche Truppen die Vorhut der Division Me. Arthur bildeten, am äußersten rechten Flügel ankamen und den Feind auf das Zentrum zurückwarsen. Gleickzeitig griffen die Oregoner und das 22. Regiment den Feind an, der völlig versprengt wurde und starke Verluste erlitt. Er zog sich auf Molat und Polo zurück. Letzterer Ort steht in Flammen. Die Truppen rasten in Malinta, nahmen aber später den Vorstoß wieder auf. Fühlung mit den Regimentern Montang und Philadelphia wurde hergestellt. Wahrscheinlich wird Polo heute Abend fallen. Oberst Egbert wurde tötlich verwundet, als er einen Angriff leitete. Eine rührende Todesszene spielte sich ab. General Wheaton beugte sich über die Bahre, auf welche der Oberst während des Kugelregens gelegt worden war und sagte:„Bravo, Egbert.“ Der sterbende Brigadier erwiderte:„Leben Sie wohl, General, mit mir ist es aus; ich bin Iu di.“„.. 8. ben, Sanzet Jenseits Malinta stießen General Wheatons Truppen auf einen unpassirbaren Fluß, dessen einzige Brücke von den Insurgenten zerstört worden war.„„„ 44. M Die neuesten Nachrichten aus Manila lauten dahin, daß General Mc. Arthurs Division ihren siegreichen Vormarsch längs der Eisenbahn fortsetze. tha, und er wurde zum Ehrenbürger von NewYork ernannt.„.5. Schwensen fuhr noch vier Jahre als Führer der„Hammonia“ aber es litt ihn keine Nacht mehr in der Kabine. Die Furcht vor einem Zusammenstoße ließ ihn nicht mehr los. Sein Leben war nach dem Schiffbruch der„Pommerania“ zwar gerettet, doch sein Schlaf hatte den Todesstoß empfangen. Er starb bald darauf. Seine Frau lebt noch, ist aber in sehr dürftigen Verhältnissen. Vielleicht erinnern die Hamburger sich auch ihrer in den bevorstehenden Jubeltagen. Ueber weitere Kämpfe bei Manila wird von dort unterm 26. d. M. aus dem amerikanischen Hauptquartier berichtet: „In verwichener Nacht zog sich das Gros des Feindes von Manila zurück, eine kleine Anzahl Truppen zurücklassend, welche uns mit einem leichten Feuer behelligten. Um Mittag rückte General Wheaton 700 Meter vor, ohne auf WiderHelden der See. Die Rückkehr der Bulgariamannschaft weckt die Erinnerung an den Hamburger Kapitän Schwensen. Einer der geschätztesten Offiziere der HamburgAmerika=Linie war Kapitän Schwensen, der Führer der„Pommerania“. Er hatte just die Feier seiner hundertsten Amerikafahrt hinter sich gebracht, als sein Schiff von einem englischen Segler angerannt wurde. Schwensen, der sich kurz vorher zur Ruhe begeben hatte, stürmte auf die Brücke. Zu spät, das Schiff war im Sinken, es galt nur mehr. Menschenleben zu retten. Der erste Offizier hielt mit dem gefüllten Rettungsboot an Seite des sinkenden Schiffes und ließ Schwensen sagen, daß er ihn erwarte, es sei zum Abstoßen die höchste Zeit. Schwensen aber antwortete, er wolle bei seinem Schiffe bleiben und mit ihm untergehen. Dem Worte folgte die That. Die Rettungsboote stießen ab, die„Pommerania“ holte über, reckte wie in einem letzten Atemzuge noch einmal den breiten Bug emvor und versank Schwensen auf der Kommandobrücke mit in die Tiese nehmend. Ein Wasserwirbel aber riß den Mann wieder nach oben. Neben ihm trieb eine Bank, er griff danach und hielt sie krampfhaft umklammert. Obwohl er mit Ueberlegung hatte sterben wollen zwang ihn der Instinkt, sich zu retten. Er trieb durch Stunden im Ozean umher, bis er von einem vorüberfahrenden Dampfer entdeckt und im Zustande völliger Bewußtlosigkeit aufgenommen wurde. Schwensen wurde damals— es war im Jahre 1878— von amerikanischen Blättern aufs Heftigste angegriffen, doch allmählich brach sich die Erkenntnis Bahn, daß er mehr als seine Pflicht geDie Not der österreichischen Weber. Wahrhaft erschreckende Zustände haben die Beratungen über die Notlage der Handweber, die unter dem Vorsitze des Handelsministers. Barons Dipauli, stattgefunden haben, und der Bericht der Wiener Handels= und Gewerbekammer über denselben Gegenstand zutage gefördert. Es ergiebt sich daraus die allerdings unabwendbare und deshalb von Einsichtigen vorausgesehene Thatsache, daß die Maschinenweberei allenthalben die primitive Handweberei vernichtet oder auf ein bescheidenes Maß herabgedrückt hat. Im niederösterreichischen Waldviertel hat der mechanische Webstuhl wahre Verheerungen in der Hausiadustrie angerichtet. Hungerlöhne sind es. die den Webern gezahlt werden Zehn Ellen (.8 Meter) Organdis(lockeres, seines und glattes Baumwollengewebe) werden mit 3½ Kreuzer (.9 Pfg.) Webelohn bezahlt, was bei normalem Arbeitsquantum 87½ Kreuzer(.49 Mk.) wöchentlich ausmacht. Die Frauen verdienen 5 Kreuzer (.5 Pfg.) für zehn Ellen: da sie es nur auf 13 Stück in der Woche bringen, beträgt ihr Webelohn kaum 65 Kreuzer(.10 Mk.) Ein Ehepaar verdient also gemeinsam 1 Gulden und 52 Kreuzer(.58 Mk.) wöchentlich, davon muß es jedoch die sogenannte Schlichte, die bieiartige Flüssigkeit durch welche die Kettenfäden glatt und widerstandsfähig gemacht werden, selbst bestreiten, allein eine Ausgabe von 34 Kreuzer(57.8 Pfg.) wöchentlich. Aber selbst dieser armselige Hungerlohn von 1 Gulden 18 Kreuzer(2 Mk.) für eine Familie ist sehr unsicher, da sehr oft Arbeitsnot eintrit.. Pute uptegrEisdten turchen Ech 9l.Durch fortgesetztes Unterbieten suchen sich überdies die Faktoven im Wettbewerb zu schlagen. So wurden für Roßhaarstoffe, die nur auf Handstählen angesertigt werden können, dem Faktor für 50 Meter früher 12 Gulden(20.40 Mt.) gezahlt: der Webelohn betrug 3 Gulden(.10 Mk.). Seither ist der Preis auf 6 Gulden(10.20 Mk.) gesunken urd der Webelohn auf 90 Kreuzer(1,53 Mk.) herabgedrückt worden. Besser, aber immer noch kärglich genug liegen die Verhältnisse bei der hausindustriellen Strumpfstrickerei. Der Lohn für ein Paar Strümpfe beträgt 4 Kreuzer(6,.8 Pfa). Bei der Sammetweberei beträgt der Lohn 30 Kreuzer(51 Pfg.) für das Meter, was einen Wochenverdienst von—4 Gulden(5,10—6,80 Mk.) ergiebt. Trotz dieser wirklich himmelschreiend niedrigen Lohnsätze würden die Weber weniger zu leiden haben, wenn die Beschäftigung wenigstens regelmäßig wäre. Geregelte Arbeit sordern sie daher heftiger als höheren Lohn. Daß die armen Leute in der mechanischen, fabrikmäßig betriebenen Weberei den eigentlichen Grund ihres Elendes sehen, ist nicht zu verwundern: sie sind des halb von einem blinden Hasse gegen die Fabriken erfüllt und stehen in einzelnen Gegenden in thörichtem Starrsinn der Begründung von Fabriken seindlich gegenüber. Gleichwohl ist der allgemeine Uebergang zur Fabriktechnik die einzige Rettung dieser bedauernswerten Geschöpfe, wenn man sie nicht auf ein anderes Arbeitsfeld überleiten will Hier wäre es Aufgabe der Regierung, helsend und beratend mit starker Hand einzugreisen. Die Einrichtung von Webkursen, die Ueberlassung von Einrichtungsgegenständen für Appreturanstalten, die Förderung und Gründung von Produktivgenossenschaften bleiben doch nur Palliativmittelchen, die der Handweberei wohl allenfalls ein kümmerliches Dasein sichern können, die aber den Stand-niemals wieder lebensfähig machen und den Menschen, die ihm angehören, Zufriedenheit und Lebensmut wiedergeben werden. von Hat ein großer griechischer Weiser Recht mit seiner Behauptung, daß die meisten Menschen Unrecht thun, wenn sie in der Lage sind, es zu können? Wir glauben, zu dieser schwarzseherischen Beurteilung unseres Geschlechts liegt ein wirklicher Anlaß nicht vor. Es lebt ein starkes sittliches Gefühl in der Gesellschaft, das sich mit Fug und Recht aufbäumt gegen eine abstoßende Verletzung des Sittengesetze, bestehe dieselbe unn in verbiecherischen Thaten oder in strafrechtlich nicht faßbaren Auschauungen und Gewohnheiten. Die jüngsten Tage welche die Blicke Tausender und Abertausender nach dem düsteren Drama im Königsberger Schwurgerichtssaale lenkten, haben von neuem die Stärke der gesunden Gegenwirkung der Volksseele dargethan gegen gesellschaftliche Erscheinungen so niedrigen und widrigen Gepräges, daß unwillkürlich ein Gefühl der Genugthuung diejenigen überwallt, die in einer reineten Atmoss häre wanden und athmen als die„seine Familie“ AdameitRosengart. Gewiß sind wir Sünder allzumal, und es wird mancherlei gesehlt in Stadt und Land. Aber es ist doch ein die Freudigkeit des Menschen gegenüber der Menschheit niederwuchtender Eindruck, den dieser Höllenbreughel von Messalinentum, schmeitzigster Habgier, roher Mißachtung der natärlichen sittlichen Gesetze, verderbtestem Familienleben hervorbringt. Und auch wer sich fernab führt von jeglichem Pharisäertum der kann schwer über den moralischen Ekel hinwegkommen, den dieses Schauergemälde ländlich=schändlicher Leidenschaften und Verirrungen erweckt. Als Emile Zola eines seiner Meisterwerke. „Mutter Erde“, veröffentlicht hatte, da war man in Deutschland einig, die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen über diese verderdten, sittlich verlotterten, im Schmutze einer maßlosen Habgier und einer rohen Sinnlichkeit watenden französischen Landleute, die uns der große Realist in unerbittlichee Wahrheitsstrenge vorführte Man sagte auch wohl da und dort:„Gott sei Dank, bei uns kann so etwas nicht vorkommen.“ Nun, wir sind weit entfernt, die Einzelerscheinung als Regel anzusehen; wir lehnen es aber ebenso ab, aus mißlichen Thatsachen nicht die Schlußfolgerungen zu ziehen, auch wenn sie sich nicht gerade rosig und lichtklar ausnehmen. Halten wir die in dem Königsberger Mordprozesse Rosengart=Adameit aufgehäufte Fülle von Nachtseiten der Menschennatur zusammen mit älteren Wahrnehmungen und neueren Erlebnissen. insbesondere auf dem Lande, so müssen wir doch sagen, daß man Unrecht thut, eine besonders krasse Unsittlichkeit des großstädtischrn Lebens zu behaupten und die guten Landbewohner im Strahlenglanze harmloser Waisenknaben erscheinen zu lassen. Man sündigt in allen Lagen und allen GesellFrader, ste Modelle, Ing, Dortrund reislisten gratis. Funkeuburg. terie te. vinne im Betrage von Mik. zug zahlbar. * B a n k Geschäft. 181. u te Auflage! off. auswärts frei 60 Mj. lisch=plattdeutscher Mundor urmüchhtenn dumm u band. 1689 Schwere Novelle von F. L. Reimar. (Nachdruck verboten.) Das Nachtlämpchen brannte und ließ sie alles. as im Zimmer war erkennen; so bemerkte sie uch die Gestalt, die dort am Tische saß mit auf#bestützten Händen, in denen der Kopf lag— als hr Wächter. Es war nicht ihre Wärterin. „Vater!" flüsterte sie, als sie einige Sekunden ang zu jener Gestalt hinübergesehen hatte, und: #.weshalb bist Du hier?“ setzte sie hinzu, als er lauf den ganz leisen Anruf hin sofort zu ihr ge###reten war. „Ich hatte keine Ruhe. Ich schickte daher die #Wärterin hinaus; hier an Ort und Stelle wollte Dich's ausdenken, ob ich noch an Gott halten könne, Anur um zu beten, wenn er mir das Schwerste anthäte!“ sagte er. „Wäre es Dir so schwer, wenn ich ginge, Bater?“ fragte sie. „Martha!“ Zürnend und rauh hatte er ihren Namen hervorgestoßen, aber, als wenn sie ihm danken wollte, reichte sie ihm doch ihre Hand hin. Leg' Dich jetzt nieder, Vater,“ sagte sie.„Du kannst es ohne Unruhe um mich. Ich fühle, Gott will mir auch Ruhe schenken.“ Als Doktor Wilberg am folgenden Tage erschien, berichtete ihm die Wärterin, sie glaube, eine Veränderung im Zustande der Kranken wahrgenommen zu habes, und dann sagte ihm Martha aus freien Stücken, sie fühle sich besser. Diesmal bemerkte sie es, daß er sie anschaute, aber sie hielt seinen Blick aus. „„Es ist aber zu allem, was wird und werden soll, ein Wille nötig— auch zum Leben!“ sagte er. „So sei es denn: ich will leben““ entgegnete ihm.„Helsen Sie mir, daß ich gesund sie werde Von Fnesung. . Rascher als ihre Umgebung und der Arzt es für möglich gehalten hatte, kehrten ihre Kräfte diesem Tage an datierte Marthas Gezurück und in kurzer Zeit bedurste es schon eines tiefer blickenden Auges. um zu erkennen, daß Martha nicht in jeder Beziehung wieder so geworden, wie sie bis zu ihrer Krankheit, oder doch bis zu den wenigen vorhergegangen Tagen gewesen sei. Wilberg freilich besaß ein solches Ange. und wie er dieses nicht von dem jungen Mädchen abzuwenden vermochte, so beschäftigten ihn auch fortwährend die Rätselfragen, die er sich ihretwegen vorlegte. Daß keinerlei Beziehungen zwischen ihr und Gerbing länger bestanden, war ihm gewiß geworden, was aber hatte jene Trennung herbeigeführt? und wichtiger als das: liebte Martha den jungen Mann trotz der Entfremdung nocht Ob es indessen nur allein das Interesse des Arztes, oder noch ein anderer Anteil war, wodurch jene Grübeleien hervorgerufen wurden, hätte wohl selbst der intimste Freund nicht zu entdecken vermocht.—.—. Zu genau kannte Martha das Wesen ihres Vaters, als daß sie sich dem Glauben hingegeben hätte, er werde sie sortan in jeder Hinsicht zu seiner Vertrauten machen, indem er sich die Erleichterung gönnte, sein belastetes Herz vor ihr auszuschütten, und so brachte ihr seine sast unverändert bleibende Verschlossenheit mindestens keine besondere Enttäuschung. War sie von einer Schranke umgeben, die sie von der Welt trennte, so bestand eine Scheidewand auch zwischen ihr und dem Vater. 8 2 Sie fühlte und wußte es; an seine That durste sie nicht rühren; jeder Zuspruch, jedes Trosteswort, jede Bitte, in der völligen Hingabe an die göttliche Barmherzigkeit Versöhnung mit sich selbst zu suchen, mußte sie in ihre Seele zurückorängen.„„ 45—##n Ark n. Sie hatte sich damit zu begnügen, daß sie still neben ihm dahinschritt, und daß sie wenigstens die kleinen Steine vor seinen Füßen hinwegräumte. da sie den Felsen von seiner Brust nicht abwälzen konnte. Dankle er ihr dafür mit einem gelegentlichen Wort, einem Blick nur, so gab ihr dies eine wehmütige Befriedigung: geschah es aber einmal, daß er sie zu sich rief und sie bat, bei ihm zu bleiben, weil ihm ihre Nähe wohlthäte, wobei er in der Regel nichts anderes that, als daß er nach ihrer Hand griff und diese eine Weile in der seinen festhielt, so konnte sie Gott mitthränenvollen Augen dafür danken, daß er sie am Leben erhalten hatte, damals, als es ihr Wunsch gewesen war, zu sterben. Die Freundlosigkeit dieses Lebens durfte dagegen nicht in Betracht kammen.— die ertrug sie schon, und um so eher, als sie das Schwesterchen, dem sie so herzlich eine freundlichere Ueberraschung wünschte, wohl aufgehoben wußte. Agnes hatte sich nämlich das Herz der Tante während der gemeinschaftlichen Reise so vollständig erobert, daß daß dieselbe nach ihrer Rückkehr von einer Trennung nichts hören mochte und die dringende Bitte aussprach, man möge ihr die Kleine vorläufig ganz überlassen,„ 2 Martha dankte dem Himmel im Stillen für die Fügung, und ohne viel Mühe gelang es ihr auch, den Vater für die Sache zu gewinnen; damit war es erreicht, daß der jungen Schwester die trübe Einförmigkeit des gegenwärtigen Lebens, ihr selbst aber die Qual, beständig eine Maske tragen zu müssen, erspart blieb. Da der Verkehr mit den Gerbingschen Damen hauptsächlich durch Agnes unterhalten worden war, so konnte es niemand auffallen, am wenigsten aber natürlich Martha selbst, daß er fortan von jener Seite nicht nachgesucht wur de, und weil sie es dazu im Gespräch mit anderen so viel als möglich vermied, daß der Familie und ihrer Verhältnisse gedacht ward, hörte sie auch setten etwas über Franz, Jum Giat n Die einzige Kunde von ihm blieb für längere Zeit diejenige, welche ihr durch einen noch aus der Schweiz an sie gerichteten Brief der Schwester geworden war, denn in ihm hatte gestanden, daß die beiden Reisenden im Berner Oberlande durch Zufall mit Julchens Bruder zusammengetroffen und darauf einen Tag in seiner Begleitung gewesen wären. N 21024:#r ar 1414 Agnes hatte dann hinzugefügt:„er war zuerst merkwürdig kühl und verschlossen, und ich selbst nannte ihn barum bei mir noch unausstehlich als die Tante schon angesangen hatte, ihn liebenswürdig zu finden. Hernach wurde er indessen belebter, und schließlich behauptete er sogar, esthäte ihm sehr leid, daß unsere Wege schon auseinandergingen, was sich aber nur auf die Tante be“ ziehen konnte, denn wir beide nämlich, er und ich hatten uns fast immer gezankt, wobei ich mich hauptsächlich über sein Lachen ärgern mußte, wenn ich im vollen Ernst und sogar im Zorn Martha hatte die Stelle oft gelesen und dann jedesmal bei sich gesagt:„Er hat Zerstreuung gesucht und gefunden— er ist wieder heiter geworden— er kann an Scherze und Neckereien denken! Aber es ist gut so, ich habe Gott dafür zu danken!“ Wochen und Monate vergingen dann wieder. und sie ersuhr nichts weiteres von seinem Thun und Treiben. Wäre die Erinnerung nicht gewesen, hätte er ihr sein können, als wäre er für ihr Leben gestorben.. g IIHarkaltungen Nr a2Aber auch die Unterhaltungen der Schwester, welche immerhin einige Farbe in das eintönige Grau ihrer Existenz brachtzen, hatte sie in letzter Zeit fast ganz entbehren müssen, denn statt der Briese mit anmutigen Plandereien über alle größeren und kleineren Erlebnisse, waren nur flüchtig hingeworfene oder rasch abgebrochene Episteln zu ihr gelangt. Wäre es ihr indessen vergönnt gewesen, heute das junge Mädchen zu sehen, wie, es mit hochgeröteten Wangen am Schreibtische saß, hätte sie wohl die sichere Erwartung haben dürfen, Agnes beabsichtige jenes Schweigen doppelt und dreifach gut zu machen, denn ein Blatt nach dem andern füllte sich unter ihrer fleißigen Hand. Daß er nach der Residenz gekommen war, brauchte mir nicht auszufallen, stand auf der ersten, noch nicht völlig beschriebenen Seite, da seine Schester ja hier ist, und nicht einmal durste es mich wundern, daß er die Tante aufsuchte, denn um die Erlaubnis hatte er schon gebeten, als wir in der Schweiz voneinander gingen. Und so war ich zuletzt auch ganz arglos und sprach auch so mit ihm. Dann aber ging die Tante einmal hinaus, weil sie der Köchin etwas zu befehlen hatte, und nun wollte er plötzlich wissen, ob ich noch so gern an unser damaliges Zusammensein zurückdächte, wie er selbst. Warum nicht, fragte ich dagegen wir hätten ja so vieles Schöne miteinander genossen, und da nannte ich ihm alle Berge und Thäler und Wasserfälle, die mir nur einfielen. Ich that das in einem Atem weg, aber ich fühlte doch— es war merkwürdig— daß ich ganz rot dabei wurde. Er aber lachte ein bißchen, obgleich er sonst ganz ernsthaft war und sagte, an die Berge und Wasserfälle habe er gar nicht gedacht, sondern nur an unsere Gespräche. Nun ward ich erst recht verlegen, und ich mußte es ihm geradezu sagen, daß ich mich gewist als ein ganz albernes Kind gezeigt habe, weil ich so ost von ihm ausgelacht worden sei. Er schüttelte den Kopf. „Als ein Kind nur,„das mir die Augen über eine große Täuschung geöffnet hat!“ „Was das heißen sollte, verstand ich natürlich nicht, aber dann, ja dann—“ Ein rascher Federstrich fuhr in diesem Augenblick durch die nun folgenden Worte, es wurden andere an ihre Stelle gesetzt, aber bald ebenso vertilgt, und endlich sprang die junge Briefstellerin von ihrem Sitze auf. „Ich kann's ihr nicht schreiben— ich muß es ihr sagen!“ Und in diesem Augenblick stand ihr Entschluß fest; sie wollte nach Hause zu Martha. Die Tante mußte sich die Erklärung des Hätschelkindes, daß ein plötzliches, unwiderstehliches Verlangen sie treibe, die Ihrigen auf kurze Zeit zu besuchen, schon gesallen lassen und durste sich nicht wundern, daß die Reise noch am nämlichen Tage angetreten werden sollte. Nahezu ein Jahr war vergangen, seitdem sie das elterliche Haus verlassen hatte, darum war diese Rückkehr auch bei ihr selbst von allerlei Gefühlen begleitet, die, in Gemeinschaft mit dem, was sie sonst noch bewegte, ihr Herz zum Ueberfließen brachten. Das zeigte sich znnächst in der stürmischen Zärtlichkeit, mit der sie die Schwester umarmte und küßte. Auch Marthas Augen leuchteten auf, als Agnes, die den Weg von der Station allein gemacht und. von niemand gesehen, das Haus erreicht hatte, sich ihr mit einem Jubelton in die Arme warf, und nur zu gern ließ sie die Behauptung der jungen Schwester gelten, daß sie vergangen sein würde, hätte sie Martha nicht für einen Tag, eine Stunde allermindestens, wiedersehen dürfen. G. k 44 N A 1125 Ae u un 1 f 97 Ar K IA A A 741 5 41.A Partm MRE A E A Wip schaftsschichten, und es gibt keine besondere land. liche Herzenseinfalt und Sittenreinheit. Immerhin aber geben— unbeschadet der nur allzu berechtigten tiefen Empörung über die skandalösen Zustände, von denen der Rosengartsche Prozeß den Schleier weggezogen— diese widerwärtigen Erfahrungen keinen Anlaß, die sittliche Höherführung der Menschheit eben und zunächst in bezug auf das platte Land zu sordern. Die Persönlichkeiten des großstädtischen Reserendars, der reichen Rittergutsbesitzersgattin und andererseits der kleinstädtischen ländlichen Leute. die in diesem Prozeß ein so markantes Bild psychologischer Art und Entartung liefern, berühren einander zu sehr, als daß man eine einseitige gesellschaftliche Be= und Verurteilung aussprechen könnte. Wennschon es überhaupt im allgemeinen wenige Tugend giebt, für die nicht ein Grad der Versuchung gefunden werden kann, so ist die sittliche Grundveranlagung der hauptsächlich handelnd und leidend in Betracht kommenden Personen dieses Gesellschaftsdramas eine solche, die das Straucheln und das Fallen als lediglich natürlich erscheinen lassen mußte. Die von den Furien der Sinneslust gepeitschte Frau, der von allerlei Leidenschaften durchrüttelte, von den Geboten der Rechtlichkeit und Reinlichkeit nicht eben beschwerte Bruder, die anderen erwachsenen Verwandten mit ihren verzerrten Moralbegriffen, ihrer unsauberen Tenkungsweise das gemütsarme und schmutzstarrende Familienleben im Hause Rosengart, dazu das wenig erfreuliche Charakterbild des Ermordeten und die nicht eben einwandsfreien, mindestens nicht geklärten Meinungen und Thaten des Hauptbeschützers der Angeklagten, dies alles stellt ein überaus düsteres. abstoßendes Nachtstück dar, das man wohl in atemloser Spannung, aber zugleich mit ständig sich häufendem Unwillen betrachtet, um befreit aufzuatmen, wenn der Richterspruch diese Dämonen wieder zurückscheucht aus dem Licht des Tages in in die Tiesen ihres dunklen Daseins. Fast wird man an die bekannte Klage gemahnt über jene Gesellschaft, die einem dem römischen Philosophen lediglich ein„Zusammenhausen wilder Bestien“ war. Aber wir haben doch keinen Grund. die Empfindungen zu teilen, die den Scharfblickenden überkamen, wenn er von den goldstarrenden Zinnen des Kapitols auf die kaiserliche Roma hinab= und hinaussah und durch Reichtum, Prunk und Glanz in eine große Schmutzstätte blickte. Wir dürfen uns vielmehr des gesunden Kerns in unserem Volke erfreuen und darauf vertrauen, daß die Kraft der sittlichen Empfindungen und Strebungen, von denen wir so oft vollgiltige, die Achtung der Welt herausfordernde Beweise gegeben, viel zu groß ist, als daß bösartige Auswüchse des gesellschaftlichen Lebens in der Zögershofer Art zu einem Maßstab und Kennzeichen gemacht werden dürften für den thatsächlichen Bestand an Gütern der Empfindung, Erkenntnis und Herzensbildung der Nation. Schließlich dürsen wir uns auch sagen, daß auf uns nicht, ganz sicher nicht zutrifft, was die Kulturhistoriker vom alten Rom behaupten, daß nämlich mit der wachsenden Civilisation die Demoralisation zugenommen. Im Gegenteil, je höher die Bildung der Nation aussteigt, um so mehr erweitert sich der Stand der Moralität. Und die urwüchsige Entrüstung mit der in allen Schichten der Bevöllerung die Entwicklung des Dramas von Zögershof begleitet worden ist und wird, ist auch ein Anzeichen für eine Gesundheit des sittlichen Urteils, das uns zuversichtlich stimmen muß. Berlin, 29. März. Mit bemerkenswerter Schärfe wenden sich die hiesigen„Neuesten Nachrichten“ gegen das politische Draufgängertum, das sich in einzelnen deutschen Blättern bei der Behandlung der Samoafrage breitmacht und es für angezeigt hält, dem Auswärtigen Amt Versumpfung der Frage, Mangel an Energie und zielbewußtem Willen vorzuwersen und das Verlangen nach einem „willensstarken Draufgehen im Bismarckschen Sinne“ auszusprechen: „Wer so redet,“ so führt das Blatt aus,„bekundet eben jenen Mangel an Augenmaß bei der Bewertung politischer Probleme, vor welchem Fürst Bismarck eindringlich gewarnt hat. Haben sich denn die Herren klar gemacht, ob Deutschland eine Politik des„Draufgehens“ gegen England und Amerika bis in die letzten Konsequenzen würde durchführen können? Charakteristisch für diese Art papierner Politik ist es, daß ihre Versechter sich jeder Andeutung darüber enthalten, in welcher Weise ihre„Politik“ in der Welt der Wirklichkeiten durchzusetzen wäre. Mit starken Worten läßt sich wohl gegenüber politisch unreifen Lesern und Zuhörern operiren, nicht aber gegenüber großen Staaten. Soll den Worten der nötige Nachdruck nicht fehlen, so müssen die reale Macht hinter sich haben. Wir hoffen unsererseits, daß es in Deutschland keine für das Wohl und Wehe des Volkes verantwortliche Stelle gibt, welche die Neigung hätte, wegen derartiger Fragen leichten Herzens ernste Verwickelungen heraufzubeschwören. Auch wir erwarten und verlangen von der Leitung unserer auswärtigen Politik eine thatkräftigere Wahrnehmung deutscher Interessenten auf Samoa, wir sind jedoch der Meinung, daß dies gerade auf dem Wege„friedfertiger Unterhandlungen“ und unter strenger Innehaltung der vertragsmäßigen Rechtslage zu geschehen hat. Die Berufung auf den Fürsten Bismarck in diesem Zusammenhange ist jedenfalls keineswegs nach dem Sinne des verewigten großen Staats mannes, der die Samoa=Frage ausdrücklich unter denjenigen Streitobjekten genannt hat, welche er selbst, wennzlauchs nicht ohne Widerstreben seiner persönlichen Empfindlichkeit behandelt habe. Die deutsche Staatskunst kann sich nur dadurch vor einer ungesunden Entwickelung hüten, daß sie sich streng auf dem Boden der realen Interessen hält und bei der Wahl der anzuwendenden Mittel lediglich durch die Größe dieser Interessen leiten läßt. Die enropäische Stellung des Reiches ist nicht für alle Zeiten vor Ansechtungen gesichert. Die Kraft des deutschen Volkes muß für die Abwehr unmittelbarer Gefahren erhalten bleiben und darf am allerwenigsten zu Gunsten einer phantasiemäßigen Behandlung überseeischer Probleme vergendet werden.“ Die Epistel schließt mit folgender an die amerikanische Adresse gerichtete Belehrung: „Es wird auch darüber Klage geführt, daß die Nachrichten über die Schritte des deutschen Botschafters in Washington„nach Bülow'scher Manier“ auf dem Umwege über England zu uns gelangen. Was hier in so geschmackvoller Weise als„Bülow'sche Manier" bezeichnet wird, beruht auf der guten Tradation der deutschen Politik. über schwebende Verhandlungen keine Mitteilungen in die Oefsentlichkeit zu bringen. Wenn in Washington andere Gewohnheiten herrschen, so läßt sich das von hier aus nicht ändern. Ein Grund zur Nachahmung solcher Gewohnheiten liegt nicht vor.“ Lonnir Rachrichten. Dortmund, 1. April. Zur Grundsteinlegung des Bismarck=Denkmals. Unter besonderer Feierlichkeit wird sich heute Morgen der Akt der Grundsteinlegung vollziehen. Die Feier beginnt um 12 Uhr am Standort des Denkmals, gegenüber dem Gymnasium. Die Hüttner'sche Kapelle wird den Akt durch ein Fansarengeschmetter eröffnen. Alsdann hält Herr Oberbürgermeister Schmieding die Weihrede, der sich der allgemeine Gesang:„Lobe den Herrn" anschließt. Hierauf übergibt der Stifter des Standbildes, Herr Stadtverordneter Otto. der Stadt Tortmund den Grundstein mit der Bitte, diesen bis zurVollendung des Denkmals in ihre Obhut zu nehmen. Es folgen sodann die Hammerschläge. Herr Oberbürgermeister Schmieding übernimmt den Grundstein und bringt hieran anschließend ein Hoch auf den Kaiser aus. Nach dem„Heil Dir im Siegerkranz“ erfolgt der Vorbeimarsch der teilnehmenden Vereine. und damit schließt die Feier. Als Nachfolger des Herrn Landrats von Rynsch will, wie schon mitgeteilt, der Kreistag unseres Landkreises den Regierungsassessor Kurt von Rynsch, den Nefsen des Herrn Landrats der Staatsregierung vorschlagen. Dieser Vorschlag wird zweisellos akzeptiert. Herr Regierungs= assessor von Rynsch ist der Sohn des Berghauptmanns Frhr. von Rynsch in Halle an der Saale, 30 Jahre alt und hier seit 2 Jahren auf dem Landratsamt thätig. Eine Ausstellung von Schülerinnen=Arbeiten der Frauenindustrie- und Kunstgewerbeschule von Frl. Alwine Neugebohrn, Ostwall 8 part., findet am 5. und 6. April von morgens 10 Uhr bis nachmittags 6 Uhr statt. Der Giebel am alten Rathause ist fertig Am Donnerstag ist der Schlußstein gelegt, ein mächtiger Block mit dem eingemeißelten Dort, munder Stadtwappen. Jetzt wird auch das Gerüst verschwinden. Die inneren Arbeiten schreiten rüstig vorwärts. Militärisches. Unsere Polizeibeamten sind augenblicklich damit beschäftigt, den Mannschaften des Beurlaubtenstandes ihre MobilmachungsDesignation, welche vom 1. April 1899 bis dahin 1900 gültig ist, zuzutragen. Obgleich auch schon früher den Offizieren und den zu besonderen Formationen desiguirten Unteroffizieren und Mannschaften ihre Mobilmachungsbestimmung bekanntgegeben wurde, ist diese allgemeine Venachrichtigung als eine Neuerung anzusehen. Dieselbe soll aber vorläufig nur zur Probe geschehen, falls sie sich bewährt, jedoch beibehalten werden. Außer der Angabe, wo und an welchem Mobilmachungs= tage sich der Designirte zu gestellen hat, enthält die Benachrichtigung die notwendigsten Verhaltungsmaßregeln für die Einberufenen. Diese Benachrichtigungen sind von den Mannschaften in die Militärpässe einzukleben, was bei den Kontrol= versammlungen kontrolirt werden wird. Selbstmörder. Der Pferdemakler Wilhelm Frieg von hier, welcher am Mittwoch vom Kal. Schöffengericht hier wegen Beleidigung eines Polizeibeamten mit 50 M. Geldstrafe belegt war und gegen den noch mehrere Fälle wegen Betrugs schweben, hat am Abend desselben Tages gegen 8 Uhr hinter dem Hause Münsterstraße 1 an einem Lattenzann durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Frieg stammt aus sehr guter Familie, war aber in letzter Zit total verkommen.— Um dieselbe Zeit am Mittwoch sand man den Bergmann August Wahring, bei seinem Schwager, dem Bergmann Wilhelm Benerkens. Zimmerstraße hiers. in Kost und Logis, auf dem Abort des benannten Hauses erhängt vor. W. war 24 Jahre alt und unverheiratet. Aus Wesisaien und Tchriinke. Lütgendortmund, 30. März.(Viehmarkt.) Der gestern hier abgehaltene Viehmarkt war recht zahlreich beschickt, denn es waren 689 Schweine inkl. Ferkel und 54 Pferde aufgetrieben. Der Handel war den hohen Preisen gegenüber recht lebhaft. Ein erheblicher Teil Schweine blieb un verkauft. Man zahlte für=Wochen=Ferkel.50 bis 3 Mk. pro Woche. für ¼ jährige Faselschweine 34—39 Mk., für ½jährige Schweine 45—50 Mk. Vereinnahmt wurde an Standgeld 49.05 Mk. Brambauer, 30. März.(Unsere Ortschaft zeigt seit der Inangriffnahme der Zeche„Minister Achenbach“ ein lebhaftes Aussehen. Da, wo früher dichte Waldungen waren, die nie ein Mensch be trat. ist jetzt alles urbar gemacht und als Zeichen regen Schaffens ragt weithin sichtbar ein ranchen der Schlot zum Himmel empor. Es ist der Schornder Zeche, deren Vollendung immer näher rückt. Es sind schon weit über 300 Meter abgeteuft und nur noch etwas tiefer und die Fürderung kann beginnen. Rastlos wird gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen. Dank der umsichtigen Leitung des Herr Betriebsführers Becker sind die AbtenfungsArbeiten ohne jeden Unfall von statten gegangen. Auch mit Wasserzuflüssen ist nicht zu kämpfen gewesen, so daß unentwegt weiter gearbeitet werden konnte. Der Zechenplatz selbst präsentirt sich als eine Stätte fleißiger Thätigkeit. Es sind zwar vorläufig nur provisorische Bauten errichtet, in welchen die Büraus, Steigerzimmer. Werkstätten u. s. w. untergebracht sind. Diese Gebäude werden ebenso, wie das Maschinenhaus, Schachtanlagen u. s. w. später durch praktische Neubanten ersetzt. Gegenwärtig werden auf der Zeche etwa 120 Arbeiter und Beamten beschäftigt. Nach erfolgter Inbetriebsetzung wird eine Belegschaft von annähernd 1000 Mann lohnenden Verdienst fin den. Geplant ist, eine Kolonie für die Bergleute zu bauen, um einen Stamm tüchtiger Arbeiter hier dauernd ansässig zu machen. Verschiedene Beamtenhäuser sind bereits fertig gestellt. Ihre Lage ist recht idyllisch, denn sie stehen mitten im Walde. Auch ein neues Gasthaus ist errichtet. Dasselbe steht hinter den Schachtanlagen auf dem Wege nach Menged Lünen, 29. März. Großfeuer) verkündeten heute Nachmittag um ½25 Uhr die Kirchenglocken und die Alarmsignale der freiwilligen Feuerwehr. Es brannte das Wohnhaus des Kupserschmiedemeisters Joh. Nolle am Christinenthor. Das Feuer hatte auf dem Boden welcher mit Heu und Stroh gefüllt war, seinen Anfang genommen und bei dem starken herrschenden Westwinde züngelten nach einigen Augenblicken die Flammen überall zum Dache hinaus. Die Feuerwehr war balv zur Stelle und griff kräftig ein. Durch den starken Wind war zu befürchten, daß die umliegenden meist alte Häuser, besonders dasjenige des Gelbgießers W. Nolle vom Feuer ergriffen wurden, weshalb diese kalt gehalten wurden. Nach zweistündiger angestrengter Thätigkeit war man des Feuers Herr Das Tach ist vollständig heruntergebrannt und die erste Elage durch die großen Wassermassen zerstört. Die Mobilien wurden ziemlich alle in Sicherheit gebracht. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt. Kumen, 29. März.(Schöffengericht. Bei dem Metzger Karl Schmelzer in der Kaiserau hatte der Polizeisergeant Overhage vom Amte Unna=Kamen dienstlich zu thun. Als der Beamte mit Sehmelzer Rücksprache nehmen wollte, wurde Letzterer frech und beleidigte den Beamten noch obendrein. Dieserhalb traf Schmelzer eine Geldstrase von 20 Mk.— Einen Hasen sollte der Fabrikarbeiter Josef Baukelmann in Oberaden im Juni v. J. von seiner Wohnung aus geschossen haben und war dieserhalb unter Anklage gestellt. Der Angeklagte bestreitet, sich des Jagdvergehens schuldig gemacht zu haben und wurde, da ihm die That nicht nachgewiesen werden konnte, kostenlos freigesprochen.— Am Pfingstmontag v. J. glaubte der Knecht Franz Popielsky des Landwirts Spielhoff in Niederaden seiner Lust nicht besser fröhnen zu können, als daß derselbe auf dem Hof und in dem Hause seiner Herrschaft herumtobte wie ein Wilder, die Frau auf das gröblichste beleidigte und Eßgeschirr kaput warf. Der Aufforderung seines Herrn, den Hof zu verlassen, kam er nicht nach machte vielmehr solange Radau, bis ein Polizeibeamter herbeigeholt wurde, der den Unhold festnahm und in das Polizeigewahrsam abführte. Der Radaubruder wurde wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Beleidigung mit 3 Wochen Gesängnis bestraft. Herdecke, 30. März.(Endlich.) Der Termin für die Stadtverordneten=Neuwahl ist nunmehr auf Freitag den 14. April, morgens von 8½ bis mittags 12½ Uhr festgesetzt. Hagen, 29. März.(Strafkammer.) Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wird gegen den Vergmann Heinrich Friedrich Hiddemann und die Ehefrau Bergmann Hermann von Schwerterhaide wegen Blutschande verhandelt. Die Frau Hermann ist die Stieftochter des Hiddemann. Durch die Zeugenaussagen sind beide Angeklagte überführt und wird Hiddemann mit 8 Monaten Gefängnis und die Hermann mit 2 Monaten Gefängnis bestraft, ersterer auch sofort verhaftet. eines führt den Namen„Zur Scheits in Köln Aus Köln, den 28. März, berichtet die„Köln. Volks=Ztg.“: Die Verwisch=Truppe welche in Castans Panop= tikum ihre Vorstellungen gibt, hatte die Reise von Assnan, der südlichen Stadt Aegyptens. über Kairo Triest nach Köln in genau 29 Tagen zurückgelegt. Bald nach der Ankunft der Truppe erkrankte der Scheik Mohammed Osman el Barndi. Der behandelnde Arzt stellte Bauchsellentzündung fest und ordnete die Ueberführung des Kranken zum Augustahospital an. Daselbst verschlimmerte sich sein Zustand so sehr, daß er am Sonnabend starb. Die letzte Nacht verbrachten drei Derwische bei ihm im Gebet. Die Veerdigung war auf Montag Morgen 10 Uhr festgesetzt. Eine Abordnung von 12 Derwischen unter Führung eines Verwandten des Verstorbenen brachten die Leiche aus dem Totenhause nach dem Sezirzimmer. Dort wurde dieselbe auf den Seziertisch gelegt und von Verwandten, die sich erst ihrer Fußbekleidung entledigten, mit Wasser und Seife gründlich gewaschen. Während dieser Waschung sprachen die übrigen Derwische monotone arabische Gebetformeln, den Oberkörper wie bei ihren sonstigen religiösen Zeremonien hin= und herwiegend. Ein Krieger des Scheiks ging während dieser drei Viertelstunden dauernden Handlung mit einem brennenden Kohlenbecken, auf welches Weihrasch gestreut war, umher. Nach beendeter Waschung wurden Mund. Nase und Ohren der Leiche mit Baumwolle vollständig zugestopft. Alsdann wurde der Leichnam der arabischen Sitte gemäß in verschiedene weiße Tücher einer Mumie gleich, eingewickelt und mit Baststricken fest verschnürt. Der älteste der Derwische ellte nun eine Kapsel vor den Leichnam, worin sich eine Familienreliquie befand und dann begannen die Totengesänge. Die Leiche wurde alsdann eingesargt und mittelst Leichenwagen nach Melaten gebracht. während die Leitragenden in mehreren Wagen folgten. In dem Heimatlande wird eine solche Leichenfeier mit größerem Pomp begangen, auch werden dort die Leichen ohne Sarg beerdigt, was natürlich hier nicht statthaft war. In Melaten hatte sich eine große Menge Zuschauer angesammelt. Die Trauerfeier am offenen Grabe war einfach. Ein Derwisch kniete nieder und belete laut zu seinem Gotte. Das Gebet wurde von den andern immer mit dem Ausspruche begleitet:„Allah il Allah.“ Hierauf hielt der betreffende Derwisch eine kurze Anrede an den Verstorbenen, die nach Mitteilung des Dolmetschers etwa folgenden Inhalt hatte: „Teuerer Scheik, du gehst jetz ein zu Mohammed und Allah; wenn du vor den beiden Richtern stehst, so sage ihnen, daß du dich stets gut und gläubig aufgeführt und tapfer gegen die Nichlgläubigen gekämpft hast, daß du getrost eingehen kannst in das Reich des großen Gottes. Allah il Allah. Empfehle auch uns, deine Verwandten und Freunde seiner Gnade. Allah il Allah“. Alsdann drehten die anwesenden Derwische eine kleine Menge Erde zu einem Kügelchen zwischen ihren Händen und warfen dasselbe in das offene Grab, worauf sie den Friedhof verließen. Zu Hause angekommen sand große Beratung und Wahl des neuen Scheiks statt. Zum Nachfolger wurde der Bruder des Verstorbenen. Mohammed Aiman Osman el Barndi. Eine religiöse Zeremonie, wie solche täglich im Panoptikum vorgeführt wird, schloß sich dieser Wahl an. Jäger Lialin, seine Aussage in allen Teilen aufrecht. In einem Briefe, den er nach St. Petersburg sandte, giebt er nähere Details an, wie das Gerücht über Andree entstand, und welchen Verlauf die Sache nahm. Der .B. L..“ erhält darüber folgende Mitteilungen aus: St. Petersburg, 27. März. Heute ist ein interessanter Brief des Jägers Ljalin bei der Nowoja Wremja“ eingetroffen, in dem Lialin angiebt, daß die bekannte Nachricht der Tungusen ihm positiv erzählt worden sei. Die Tungusen wollten ihn sogar zu der betreffenden Stelle begleiten, unter der Bedingung, daß er nichts der Behörde verraten solle, da sie Scherereien befürchteten. Drei Leichen, die nicht russisch gekleidet waren und besondere Zeugschuhe trugen, waren zu sehen; nebenbei lagen ein umgestürzter Ballon und geflochtene mit Stoff überzogene Emballage und außerdem Instrumente, die, wie die Tungusen vermuten, zum Einfangen wilder Tiere dienen sollten. Lialin sagt:„Ich wollte sofort dorthin die 200 Werst auf Schneeschuhen zurücklegen hatte aber leider kein Proviant und keine Dokumente und es wai gefährlich, allein vorzugehen. Ich beschloß, deshalb nach Krassnojark zu gehen, um den Gouverneur von Jenisseisk um Unterstützung zu bitten. Vorher schrieb ich an den Redakteur des„Sibirski“, Herrn Preismann, mit der Bitte, mir das Feld vorzubereiten. Allerdings habe ich nicht erwartet, daß mein Privatbrief in der Zeitung veröffentlicht werde. Bei meiner Ankunft in Krassnojarsk fuhr ich sofort zum Gonverneur, der aber leider nicht anwesend war. Ich erfuhr aber, daß das Andreegerücht bereits bekannt sei. Ich fuhr darauf nach Tomsk, wo die Zeitung„Jeuissei“ bereits das Gerücht über Andree referirt hatte. Ich beabsichtigte darauf, mich für eigene Rechnung auf die Suche zu begeben. Falls ich wirklich etwas Interessantes finde, werde ich sofort die Universität Tomsk in Kenntnis setzen. Ich kann nur im Voraus nicht bestimmen, ob es sich saktisch um Andree handelt. Während meiner Vorbereitungen hat der Gouverneur von Jenissetsk depeschirt, daß der Gouverneur von Tomsk das Gerücht über Andree als erlogen bezeichnet, die Nachricht sei als grober Spaß aufzunehmen, da Lialin keine Glaubwürdigkeit verdiene. Der Herr Gonverneur kennt mich nicht Ich wohne bereits 11 Jahre in Tomsk und bin persönlich vom dortigen Gouverneur gekannt und geschätzt, wie auch von vielen Bewohnern von Tomsk. Angesichts dessen, daß die genannte Depesche offiziellen Charakter trägt, aber ursprünglich einen Privatbrief als Basis hatte, kann man sie kaum als letztes Wort betrachten. Schade daß die Zeit vergeht, die bequem für Schneeschuhlauf war. Ich wollte auf eigene Gefahr und eigenes Risiko dorthin gehen, zum Glück aber ist meine Absicht mißlungen. A. Ljalin. Zeche Minister Achenbach.“ Ja. unsere Ortschaft macht sich, es wird nicht mehr lange dauern und wir werden den Nachbargemeinden an Bewohnern weit überlegen sein. Der Gewertschaft„Minister Achenbach“ wünschen wir, daß ihr Unternehmen baldmöglichst dem Betriebe übergeben werden und auf der neuen Zeche stets reicher möge. Glück auf! Ueber Andrec. Der Glaube, daß Andree doch nach Sibirien gelangt sei, gewinnt jetzt an Grundlage. Wie egen ruhen aus St. Petersburg gemeldet wird, hält der Mann, von dem das Gerücht über Andree ausging, der diesem Tage auf die Straße geht", bebeupteten andere.„Aber vielleicht ist es gar nicht wahr, daß ein solcher Frost kommen wird", wagtm einige wenige Skeptiker einzuwerfen.„Ja, wi denn? Hat doch in Jelez in der Kirche der„Baljuschka“ (Priester) selbst vom Frost geredet.“ Nin war jeder Zweifel ausgeschlossen. Die Bauern fingen an, mächtig die Oesen zu heizen, zogen reine Wäsche an und bereiteten sich auf den Tod vor.— Endlich war der verhängnisvolle 18. Februar da aber das Thermometer wollte an diesem Tage nicht mehr als 3 Grad Kälte zeigen.„Ja, was ist denn das eigentlich? Ein zuverlässiger Mann, dei alte Jurodiwy, hat doch Frost prophezeit und nin ist es ganz warm“, sprach man mit Kopfschütteln. „Ach, liebe Leute", erklärte ein altes Mütterlein, „der Frost ist an uns vorübergegangen, der liebe Gott hat es nicht zugelassen, daß seinen Bauern ein Unglück zustieß.—„Licht, mehr Licht in diese undurchdringliche Finsternis des Reiches der Unwissenheit!“ rust das Blatt aus. —(Zeit ist Leben.) Man schreibt aus Dresden: Mit dem folgenden an seiner Baubude angeschlagenen Erguß wehrt ein Dresdener Bauunter nehmer Namens August Knothe die nach Arbeit fragenden Leute ab: Zeit ist Geld, das will nichts sagen. Zeit ist Leben! Wer ein Weilchen mir geraubt, Hat ein Teilchen meines Lebens totgeschlagen. Achtung! Ein Strafgesetz thut uns noch fehlen Für Leute, die die Zeit uns stehlen! Theater. Am Sonntag, 1. Feiertag, Nachmittags 4 Uhr, wird im Stadttheater hierselbst die Gesellschaft, welche im Herbst vorigen Jahres im Kölnischen Hof die Sensations=Novität„Dreysus“ bei ausverkauften Häusern mit großem Beifall wiederholt gegeben, eine nochmalige Aufführung des Stückes folgen lassen und zwar wie damals unter der Leitung des Direktors Timm, ehemaliger Herzogl. Meining. Hofschauspieler. Es hat sich in allen Kreisen des Publikums ein so lebhaftes Interesse für die Wiederholung des Stückes kund gegeben, daß sich die Direktion entschlossen hat, den Wünschen Folge zu leisten. Am Abend gelangt denn auch vom selben Verfasser, Albin Werzner, eine große Novität„Die letzte Schicht“ zur Aufführung. Dies Stück dürfte gerade für Westfalen großen Anklang finden, da das Motiv dem Bergmannsleben entlehnt ist und Szenen von packendster Wirkung enthält. Herr Direktor Timm hat für ganz Westfalen das alleinige Aufführungsrecht erworben. c Berlin, 25. März. Die Entlarvung eines Falschspielers im Turfklub war von einem Berliner Blatte gemeldet worden. Der Vorstand des Klubs erläßt nun eine Berichtigung dahin, daß die Entlarvung eines Falschspielers nicht im Turfklub selbst erfolgte. Der Betreffende hatte sich zur Aufnahme im Turfklub gemeldet der nichts im Wege stand, da er Regierungsassessor. Reserveoffizier und alter Herr eines sehr fendalen Korps war. Bis zur Erledigung der Aufnahmeformalitäten nahm dieser Herr als Verkehrsgast am Spiel im Klub teil Seine Aufnahme als Mitglied unterblieb, da inzwischen die Entlarvung als Falschspieler dem Turfklub bekannt geworden war. Das Blatt, welchem die Berichtigung zugegangen ist, erwähnt bei dieser Gelegenheit, daß ein Fall, indem ein Falschspieler im Turfklub selbst abgesaßt wurde, sich dort vor nicht langer Zeit ereignete. Es handelte sich um einen sehr angesehenen Mitinhaber einer großen Firma, der beim Spiel, wenn er sah, das er gewann, seinen Einsatz durch unbemerktes Zuwerfen von Jetons(Spielmarken) vergrößerte, und wenn er sah, daß er im Begriff war zu verlieren, heimlich seinen Einsatz verkleinerte. Es schlossen sich damals zahlreiche polizeiliche Vernehmungen an die Angelegenheit. Chicago. 15. März. Ein Deutscher, namens August Becker hat am 27. Januar seine Gattin Therese ermordet und dann eine andere Dame. Ida Sutterlin, geheiratet. Becker hat schon seine That eingestanden, deren Einzelheiten das Verbrechen des Wurstfabrikanten Luetgert noch an Scheußlichkeiten zu übertreffen scheinen. Mann und Frau gerieten oft in Streit, und so war es auch am 27. Fanuar, als beide beim„Lunch in der Küche“ in einen Wortwechsel gerieten.„Sie gab mir Schimpsworte," erzählt Becker, und ich erwiderte dieselben. Auf einmal sprang sie auf. ergriff einen Teller und warf mir denselben an den Kopf. In der Aufregung und in der Wut griff ich nach einem Beile und drang damit auf sie ein. Ich traf sie auf den Kopf und bald nachher war sie tot. Zuerst wollte ich zu den Nachbarn laufen und ihnen mitteilen, was ich gethan; dann aber regte sich der Selbsterhaltungstrieb. Ich wurde mir bewußt, daß ich am Galgen sterben müsse, wenn meine That ruchbar würde, und ich beschloß. alle Spuren des Verbrechens so gut als möglich zu verwischen. Ohne mich lange zu besirnen. machte ich mich daran, die Leiche in Stücke zu zerschneiden. Auch machte ich ein Feuer unter einem großen Kessel an; denn mein Entschluß war gefaßt— ich wollte die Leiche kochen und dann die Teile im Ofen verbrennen. Ich bin Schlächter von Beruf und wußte, wie man die einzelnen Teile abtrennen müßte. Ich that dieselben, nachdem ich die Thüren des Hauses verschlossen hatte, in den Kessel und schürte das Feuer mehrere Stunden lang. Als ich glaubte, das Fleisch habe lange geuug gekocht, that ich die einzelnen Stücke in den Ofen, wo sie verbrannten. Die Knochen wollten nicht in den Flammen auf gehen, und ich vergrub dieselben während der folgenden Nacht auf der Prairie. Noch einmal wiederhole ich, daß ich die That nicht mit Vorsatz beging." Becker erzählte auch genau, wie er der Leiche die Ringe und Ohrringe abnahm und sie dann zu einem Juwelier brachte, der sie revarirte und putzte, und wie er sie dann seiner Geliebten Ida schenkte. Er scheint auch nur deshalb seine erste Frau umgebracht haben, um Frl. Sutterlin heiraten zu können. —(Hundert Grad Kälte!) Wir lesen in der„St. Petersb. Zeitung": Furcht und Schrecken. schreibt der„Orlowski Wiestnik“, herrschten im Kreise Jelez(Gouvernement Orel) überhaupt und im Dorsé Malaja Sslepuka insbesondere. In diesem Dorse hatte sich das hartnäckige Gerücht verbreitet, daß am 18. Februar ein Frost von 100 Grad eintreten werde. Infolge dessen Thränen und Vorbereitungen auf den Tod im ganzen Dorse. „Zuverlässige Leute versichern, daß in der Türkei alles erfroren ist; nur zwei Türkinnen sind übrig geblieben!“— so ging die Rede unter den ausgeregten Bauern.„In Sadonsk sollen Bekanntmachungen angeschlagen sein, damit niemand an Einen freundlichen Anfenthaltsort bietet die neueröffnete Weinstube„Im Treppchen“ am Burgwall. Der Besitzer, Herr Egen, hat das Lokal geschmackvoll ausgestattet und legt das allergrößte Gewicht darauf, seine Gäste zufriedenzustellen. Als Buffetier steht ihm zur Seite der frühere langjährige Oberkellner der Reichskapelle, Herr Karl Müller. In diesem hat er einen trefflichen Repräsentanten gefunden. Da im„Treppchen" nur reiner Rebensaft kredenzt wird und tadellose Fruchtweine zum Ausschank kommen, so wird man das freundliche Lokal immer wieder gern besuchen. Im großen Kühnschen Saale findet am 2. Östertage das Gaurerbandsfest des Dortmunder dramatischen Vereinen statt, welches in Konzert. Theater und Ball besteht. Da im#### nächsten Jahre das Verbandsfest der Prirat= Theater=Vereine Deutschlands hier stattfindet, so ist von einer Gesamtaufführung bei diesem Feste Abstand genommen, sondern jeder beteiligte Verein, wie Einigkeit, Nördlicher Dilettanten=BundDortmund, Nordstern. Fidelio, Preziosa, Harmonie und Undine, führt ein selbständiges Stück auf. Am Festtage, morgens 10 Uhr, findet im Haussaale der Witwe Kühn der erste Gautag der Vereine Westfalens statt. Auf demselben werden geeignete Vorträge die Zwecke und Ziele des westfälischen Gaues darlegen. Wetter. Herr Gemeinde=Vorsteher Rüping ist augenblicklich damit beschäftigt, seinen etwa 35 Morgen großen Wald abholzen zu lassen. Da jedoch der„Sauerländische GebirgsVerein“ schon längst mit dem Gedanken umgeht. diesen Wald käuflich zu erwerben, um von der Wetterbergstraße bis zum oben gelegenen Waldweg(zum Harkortdenkmal führend) hier im Kleff, einen Zickzackweg, die schönste Verbindung herzustellen, so giebt dies hoffentlich nichts. Nicht nur allein, ein Verbindungsweg würde geschaffen, sondern für unsere Waldfreunde. namentlich den„Sauerl. Gebirgs=Verein“, würde auch noch ein großartiger Spazierweg offen gelegt, wenn man bedenkt, daß sich gerade hier in der Rüping'schen Waldung hundertjährige Eichen, Buchen 2c. befinden und somit einen überaus schattigen Waldweg für unsere Spaziergänger freigelegt würde. Hoffentlich wird der„Sauerländische GebirgsVeren“ und ebenfalls der hiesige VerschönerungsVerein es nicht verfehlen, die Rüping'sche Waldung für diesen Zweck zu erwerben, bevor die Abholzung dieses alten Holzbestandes weiter vor sich geht. Herne, 1. April. Die Repelener LehmkurHeilmethode nimmt täglich größere Dimensionen an. Das sieht man, wenn man einen Spaziergang nach Hilbig macht. Eine Gesellschaft, dem auch ein hiesiger Herr angehören soll, beabsichtigt in der uberen Hernermark eine Lehmkur=Heilanstal im größeren Stiele und mit großen Parkanlagen zu bauen. Große Sommerrestaurants sollen damit verbunden werden, und den Bewohnern von hier und Umgebung nach einem Spaziergang zur Erholung zu dienen; größere Waldkomplere sind schon angekauft und durch Fähnchen gezeichnet. Die Arbeit wird in den nächsten Tagen in Angriff genommen. Ebenfalls wird sich hier in der Stadt ein Verschönerungsverein bilden, der es sich zur Aufgabe macht, durch freiwillige Sammlungen die Umgebung von Herne, namentlich die in Giesenberg Hiltrop und Bergen liegenden Wege den Spaziergängern zugänglich zu machen. Das Hauptangen: merk soll auf die sogen Hiltroper Schweiz gelegt werden, welche der schönste romantische Platz der ganzen Umgebung ist. Da nun in nächster Zeit die elektrische Straßenbahn Bochum=Harpen=Castrop gebaut wird, so ist es ein leichtes, eine Abzweigung nach Herne an den benannten Anlagen und den schönen Ausfluchtsort„Waldeslust“ vorbei nach Heine zu erhalten. Es wird dann mit einem Schlage ein Wunsch erfüllt, den schon seit langer Zeit die Gemüter erregt, es braucht dann aus dem Stadtsäckel kein Park mehr gebaut zu werden. Wir wünschen dem Unternehmen recht viel Glück und noch dann erst recht, wenn die leidende Bevölkerung hier noch mit einer Kies=Lehme heilung bedacht wird. Scherrer'sches Nettungsfenster. Die letzten Dezennien sind reich an großen Brandkatastrophen, bei denen hunderte von Menschen den Flammen= tod fanden und als deren Ursache einerseits ein sträflicher Mangel an vorbeugenden Maßnahmen, andererseits das Fehlen der Rettungsmöglichkeit, wo es sich um Bergung von größeren Menschenmassen handelte, anzusehen ist. Wir wollen nur an die beiden entsetzsichen Brandfälle: den Ringtheaterbrand in Wien und die Einäscherung eines Wohlthätigkeits=Bazars in Paris erinnern, die geradezu historische Bedeutung erlangten. In beiden Fällen sind hunderte von Perfonen aus den verschiedensten Gesellschaftskreisen elend zu Grunde gegangen und haben weitere Tausende in Trauer und materielle Not und Bedrängnis versetzt. Erst der neueste große Brand in der Metzerstraße in Berlin hat wieder gezeigt, wie unzulänglich noch auf dem Gebiete des Feuerlösch- und Rettungswesens die Dinge sind und wie verschwindend gering namentlich die Rettungsmöglichkeit ist, wenn das flammende Element starkbevölkerte Wohnstätten erfaßt hat. In dem letzten Falle waren es die Retter, von denen einer seinen Berufseifer mit dem Leben, mehrere andere mit schweren Verletzungen bezahlen mußten. Wird es auch niemals gelingen, das Entstehen von Feuerbränden zu verhindern, so lange Nachlässigkeit und verbrecherische Böswilligkeit nicht aus der Welt zu schaffen sind, so ist doch schon viel gewonnen, wenn es den berufenen Fachleuten gelingt, die Rettungsmöglichkeiten zu vermehren und dadurch den Untergang von Menschenleben immer mehr zu verhindern. Eine solche Rettungsmöglichkeit im besten und weitesten Sinne ist jetzt durch das Scherrersche Rettungsfenster gegeben. Nach jahrelanger, mühevoller Arbeit ist es dem Erfinder Architekt Franz Scherrer aus Dortmund gelungen, in dem Rettungsfenster ein Rettungsmittel für Brandkatastrophen herzustellen, das die Vernichtung von Menschenleben nahezu unmöglich macht. Das Scherrersche Rettungssenster bezweckt nicht allein bei plötzlichem Ausbruch von Feuer aus den bedrohten Räumen einen möglichst schnellen Ausgang herzustellen, sondern auch der Feuerwehr einen sofortigen sicheren Angriffsweg zu verschaffen und zwar hauptsächlich dort, wo es nicht möglich sein wird, schnell mechanische Leitern, Hakenleitern 2c. zur beschleunigten Rettung von Menschen herbeizuschaffen. Die Scherrerschen Rettungsfenster beruhen auf dem höchst einfachen Prinzip, daß sämtliche übereinanderliegende Fenster durch eine durchgehende Stange, welche auf einem Kugellager ruht, verbunden sind. An dieser Stange befindet sich in jedem Stockwerke ein Hebelgriff, welcher ermöglicht, durch einfaches Anziehen in wenigen Sekunden sämtliche übereinanderliegende Fenster bis unter 90 Grad zur Gebäudeflucht zu öffnen und sestzustellen. Ist letzteres erfolgt, so löst sich ein an jedem Fenster im Innern angebrachter Leiterteil selbstthätig aus, gleitet bis zu dem darunter befindlichen Fenster herab und bildet so in Verbindung mit einer an jedem Fensterflügel angebrachten festen Leiter eine vom Boden bis zum Dache reichende feststehende und gefahrlos zu besteigende Feuerleiter. Besanders hervorzuheben ist, daß diese Feuerbezw. Rettungsleiter aus jedem Stockwerke in wenigen Sekunden hergestellt werden kann und daß die Rettungsfenster so eingerichtet sind, daß sie von außen von anderen Fenstern merklich nicht zu unterscheiden sind. Diese Feuster werden sowohl als Fabrik= wie auch als Privatsenster in jeder Konstruktion ausgeführt und lassen sich an jedem Gebäude ohne irgendwelche bauliche Veränderungen anbringen. Auf Veranlassung der Garnisonverwaltung II in Berlin fand am vergangenen Samstag an einer Hoffront des Kasernements des 2. GardeRegiments zu Fuß in der Friedrichsstraße ein Vorführung des Scherrerschen Rettungsfensters statt. Schon im Vorjahre wurde das RettungsRettungsfensteranlage ausgeführt an der Kaserne des II. Garde-Regiments zu Fuss. fester auf dem 15. deutschen Feuerwehrtage zu Charlottenburg dem Vertreter des Kaisers. Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, vom Erfinder gezeigt, welch ersterer sich sehr lobend darüber aussprach. Bei der Vorführung am letzten Samstag war der Oberst Frhr. v. Seckendorf mit dem ganzen Offiziercorps des 2. Garde=Regiments erschienen, außerdem ließ sich das Königl. PolizeiPräsidium durch die Regierungs= und Bauräte Dr. v. Ritgen und Krause vertreten, auch die Berliner Feuerwehren und die Presse hatten ihre Vertreter entsandt. Mannschaften der 1. Kompagnie des 2. Garderegiments übten während dieser Vorführung an den durch vier Etagen angebrachten Rettungsfenstern. Die Versuche gelangen tadellos. Auf ein gegebenes Zeichen-- als wäre im Erdgeschoß, dann bei weiteren Versuchen in den oberen Stockwerken Feuer ausgebrochen— hob ein Soldat den Hebelgriff und in nicht ganz 2½ Sekunden öffneten sich gleichzeitig in allen Geschossen die angeschlossenen übereinander liegenden Fenster und mit einem kurzen Fall stellte sich selbstthätig die Leiter her, auf der nun beliebig viel Mannschaften hintereinander herabstiegen. Durch die Hebung des Hebels wurde zugleich ein elektrisches Alarmsiqnal ausgelöst, das anzeigte, in welchem Stockwerk das Fenster geöffnet, also der Brand bemerkt war. Dieses Alarmzeichen vertritt zugleich den Wächter über unbefugtes oder böswilliges Oeffnen der Rettungssenster, die sich sonst auch wie jedes andere Fenster beliebig öffnen lässen. Das Einrichten und Schließen der Fenster dauerte etwas länger, was ja aber nicht ins Gewicht fällt. Der starke und sichere Bau der Fenster und Fensterleitern aus Schmiedeeisen widersteht auch hoher Inanspruchnahme. Jedenfalls verdient deshalb das Scherrersche Rettungsfenster als eine hervorragende Maßnahme zum Schutze gegen Feuersgefahr volle Beachtung. Die Vorzüge wurden denn auch von den Herren des PolizeiPräsidiums gebührend gewürdigt und anerkannt. Für Fabriken, Gasthöse. Institute usw. dürfen sich diese Rettungssenster ganz besonders empfehlen; ihre Konstruktion ermöglicht auch für die ungeübteste Persönlichkeit ohne weiteres die Benutzung, da ja wohl jedermann eine Leiter ohne Vorübung hinabsteigen kann! Die Vorführung nahm einen derart glänzenden Verlauf, daß die Garnisonverwaltung für die Kasernements des 2. Garderegiments die Fenster sofort dem Erfinder in Auftrag gab, außerdem auch noch mehrere größere Hotels. Abonnent A. L. in Werne. Zu 1: Wenn Sie den bis zum 1. Mai 1900 lautenden Mietsvertrag unterschrieben haben, ist er für Sie bindend und Sie können einseitig, also ohne Einverständnis des Vermieters nicht davon zurücktreten. In diesem Falle ist, da das Objekt 150 Mark beträgt, auch die mündliche Vereinbarung gültig. Zu 2: Den Betrag von 2 Mark 40 Pfg. können Sie von der Miete in Abzug bringen, da Ihnen die Wohnung erst am 6. Februar zur Verfügung gestellt wurde, dahingegen sind Sie nicht befugt, den Betrag von 2 Marl 60 Pfg. für die Reinigung der Wohnung abzuhalten, da diese nicht dem Vermieter sondern dem bisherigen Inhaber der Wohnung oblag. Abonnent W. H. in Essen. Der Charfreitag ist nicht allgemein, d. h. nicht in der ganzen preußischen Monarchie, ein gesetzlicher Feiertag. sondern nur in einzelnen Landesteilen. Innerhalb der Provinz Westfalen ist er es nach der Polizeiverordnung des Oberpräsidenten vom 24. Juli 1897 nur im Gebiete der Grafschaften Mark, Ravensberg. Lingen und Tecklenburg, im Fürstentum Minden, sowie in den Kreisen Siegen und Wittgenstein. In allen übrigen Teilen von West falen ist er kein gesetzlicher Feiertag. Ein dem Abgeordnetenhause zur Zeit vorliegender Gesetzentwurf soll diesen Zwiespalt allgemein regeln. Abonnent., Soest. Uerdingen hat 5000 Einwohner, Amtsgericht, eine höhere Realschule (Einjährigen=Examen), viel Mühlen= und EisenIndustrie und lebhafte Schiffahrt. Abonnentin F. K. in Dortmund. Sie brauchen für das alte, völlig wertlose Verdeck keinen Ersatz zu leisten. Abonnent H. D. Nr. 5 in Bochum. Die im Reichstage sowohl als auch im Amtgeordnetenhause angestellten Stenographen beziehen je nach ihrem Dienstalter ein jährliches Gehalt von 3006 bis 6000 Mark. Abonnent J. H. Nr. 37 in Dortmund 1. Wenn Ihnen die bezeichnete Erbportion bereits im Jahre 1882 zustand, dann können Sie auch seit jener Zeit entsprechende Zinsen beanspruchen. 2. Da die Witwe die Erbschaft Ihres Bruders angetreten hat, so muß sie auch die darauf lastenden Verpflichtungen anerkennen. 3. Sie können unseres Erachtens den Klageweg mit Erfolg betreten. G. K. in Dortmund. Nach den Bestimmungen im§ 56 Ziffer 11 der Reichs=GewerbeOrdnung sind Schmucksachen pp. vom Gewerbeim Umherzieben ausgeschlossen.— Die verriede en imitirten Türken haben in der Regel segeganntan der gewerbeschein, sondern handeln Hohestraße 3. Geschäftsführer Hermann Schulte, Holländischestraße 14, Lademeister Herm. Struck, Uhlandtstraße 5. Büreaugehülfe Wilhelm Wittemeher, Heroldstr. 12. Feilenhauer Hugo Zieren, Heinrichstr. 21. Fabrikarb. August Job. Alteradstraße 6. Fabrikarb. Johannes Ziemer, Hermannstraße 17. Fabrikarb. Andreas Krupa, Emscher= straße 23. Büreau=Assistent Wilhelm Gau, Hüttemannstr. 17. Eheschließungen. Lehrer Wilhelm Kämper mit Wilhelmine Starke. Anstreicher Heinrich Bergmann mit Witwe Cramme, Julie geb. Wemhöner. Sterbefälle: Postpackmeister Heinrich Nordhues, Humboldstr. 18, 57 J. Witwe Liesenhoff. Wilhelmine geb. Schulte, Leopoldstr. 50, 46 J. Tagelöhner Ferdinand Bronot, Leopoldstr. 63, 62 J. Gustav Abhöh. Kielstr. 4, 64 J. Fabrikarbeiter Ludwig Zepp, Blumenstr. 18. 36 H. Helene Dreves, Papengarten 62, 6 T. Hermann Dettmar, Kesselstr. 20, 2 J. Ehefrau Menke, Karo line geb. Hofflanghoff. Schützenstr. 81, 70 J. Helene Rothemann, Johannesstr. 23, 7 M. Fabrikarbeiter Heinrich Jütten. Rheinischestr. 9, 64 J. Veramann Vinzens Rothz, Kirchderne. 24 9. auf Grund eines stehenden Gewerbes, sogenannten Stadtgewerbes. Z. Nr. 100. 1. Nach unserem Dafürhalten waren Sie nicht verpflichtet, die Zumanerung der fraglichen Oeffnung baupolizeilich anzumelden, das beweist auch, daß Sie auf Beschwerde beim Landrat von der Strafe befreit sind. 2. Die Sache ist im übrigen längst verjährt; der§ 69 des ReichsStrafgesetzbuches findet auf den vorliegenden Fall keine Anwendung. Abonnenten zur Restauration Germania. Lassen Sie sich doch nicht solche Dummheiten aufbinden; die im Feldzuge von 1870.71 gefangenen Franzosen sind nach dem Friedensschlusse sämtlich in ihre Heimat zurückgeleitet worden. Alter Abonnent der Unionbrauerei. Um Regierungs=Baumeister zu werden, muß man das Abiturienten=Examen gemacht, sodann eine Hochchule(Polytechnikum. Akademie pp.) besucht und das Staateramen als Regierungs=Bauführer und als Regierungs=Baumeister abgelegt haben. Abonnent H. F. D. in Dortmund. Die Zahl der zu den Steuer=Voreinschätzungs=Kommissionen gehörenden Personen ist eine sehr große und ist es uns daher nicht gut möglich, die Namen derselben sämtlich in unserer Zeitung zum Abdruck zu bringen. Wenden Sie sich an Oberstadtsekretär Fähre, Stadthaus Zimmer Nr. 126, der teilt Ihnen gewiß die Namen mit. A. Nr. 50 in Dortmund. Sie müssen Ihren bisherigen Arbeitgeber beim hiesigen Gewerbegericht verklagen. Zwei Wettende in Holzwickede. Das ist schwer zu sagen, weil jenen Vorzug sehr viele Städte für sich beanspruchen. Das Konversations= Lexikon gibt wohl die sicherste Auskunft. Kirchliche Nachrichten. St Reinoldi. Morgens 10 Uhr: Pastor Wiebe — Morgens 11½ Uhr: Kinderfeier.— Abends 6 Uhr Hilfsprediger Sasenberg.„m.10 M6, Mastar 8uc Johanneskirche. Morgens 10 Uhr. Pastbr Julho. — Nachmittags 4 Uhr: Vorträge des Posaunen= und Kinderchores mit Ansprachen von Pastor Donsbach, Jucho und Sassenberg. Die Jünglinge und Jungfrauen der Gemeinde sind besonders berzlich eingeladen. St. Petri=Nikolai. Morgens 8 Uhr: Pastor Umlke. Morgens 10 Uhr: Pastor Steinhoss.— Morgens 11½ Uhr: Kinderfeier.— Abends 8 Uhr: Abendandacht. Pauluskirche. Morgens 8 Uhr: Hilfsprediger König.— Morgens 10 Uhr: Hilfsprediger Wewer.— Morgens 11½ Uhr: Kinderfeier.„„ St. Marien. Morgens 10 Uhr: Pastor Schnapp. — Abends 6 Uhr: Kandidat Große=Oettringhaus. 2. Ostertag. St. Reinoldi. Morgens 10 Uhr: Paster Daub.— Abends 6 Uhr: Pastor Fluhme.....„„ Johannes kirche. Morgens 8 Uhr: Pastor Tonsbach.— Morgens 10 Uhr: Hilfsprediger Severmannn.— Morgens 11½ Uhr: Kinderfeier.(Entlassung der Konfir manden.)„„„„ St. Petri=Autolai. Morgens 8 Uhr: Hilfsprediger Bosselmann.— Morgens 10 Uhr: Pastor Brockhaus. Amtswoche im Stadtbezirk. Taufen und Trauungen in der Kirche: Pastor Brockhaus. Pauluskirche. Morgens 8 Uhr: Pastor Goldberg.— Morgens 10 Uhr: Hilfsprediger Bosselmann. Nachmittags 1½ Uhr: Masurischer Gottesdienst St. Marien. Morgens 10 Uhr: Pastor Schnapp Nachmittags 3 Uhr: Prüsung der Konfirmanden. Pastor Hornung Apostolische Gemeinde. Kirchen Lokal Wißstraße No. 22„Hinterhaus“. Jeden Sonntag früh 10 Uhr und nachmittags 4 Uhr: Gottesdienst. Jedermann herzlich willkommen. Evangelische Gemeinschaft. Friedenkirche(Holzhosstr.) Sonntag vormittags 10 Uhr und nachmittags 6 Uhr: Predigt.— Mittwoch und Freitag abend 8½ Uhr: Bibelstunde. Evangelischer Gottesdienst Hörde. 1. Ostertag. Morgens 8 Uhr: Pastor Vartels. — Morgens 10 Uhr: Pastor Vohwinkel.(Heiliges Abendmahl.)— Nachmittags ½2 Uhr: Kindergottesdienst. 2. Ostertag. Morgens 8 Uhr: Hilfsprediger Landgrebe.— Morgens 10 Uhr: Pastor Vartels Huckarde. 1. Ostertag. Morgens 9 Uhr: Gottesdienst.— Nachmittags 2 Uhr Kindergottesdienst. 2. Ostertag. Morgens 9 Uhr: Gottesdienst. Sombruch. Ostersonntag 9 Uhr: Gottesdienst mit Abendmahlausteilung. Ostermontag 10 Uhr: Gottesdienst.— 11¼ Uhr: Kindergottesdienst. Stadt jeder besonderen Anzeige! Versammlungen. Frauenverein in der Wilhelmsschule. Versammlung am Mittwoch, den 5. April, nachmittags 3 Uhr. Frauenverein von St. Marien: Die nächste Versammlung findet am Donnerstag. den 6. April. nachmittags 3 Uhr im Gemeindehause bei der Marienkirche statt. Jungfrauenverein des Johanneskirchenbezirks: Jeden Dienstag, abends 8 Uhr. in der Kinderschule (Heroldstraße.) Jungfrauen=Missions=Verein. in der Kleinkinderschule an der Kuckelke. Donnerstag abend 8 Uhr: Versammlung...#. 9144 Frauen= und Jungfrauen=Missions=Verein VerriNikolai..146 Mittwoch Abend—9 Uhr Versammtung im Tuiverhause. Zions=Verein. Dienstag abends 8 Uhr im Gemeindehause an der Marienkirche. Jugendverein„Samuel“. Vereinslokal: 2. Kampstraße 10. Am 1. Ostertage vormittags 11½ Uhr: Vorsteher= und Helferversammlung. Nachmittags 4 Uhr: Vereinsstunde. — Am 2. Ostertage Nachmittags 1 Uhr: Vereinsstunde. Evangelisches Vereinshaus. Niemengasse 9. 1. Ostern morgens 7 Uhr Gebetstunde. nachmittags 4 Uhr Bibelstunde, abends 1½ Uhr: Jungfrauen=Verein. Ostern abends 6 Uhr Familienfest mit Kaffeetrinken 60 Vfa.) Bihglfunge Die and Dienstag. abends 812 Uhr: Bibelstande. Die andern Stunden wie gewöhnlich. Mätzigkeitsverein„Blaues Kreuz“. Sonntag. morgens 9 Uhr: Gebetstunde.— Abends Uhr und Donnerstag. abends 8½ Uhr: Versammlung in der alten Reinoldischule am Friedhof. Jedermann hat freien Zutritt. Standesamt Dortmund. Vom 30. März. Geburten. 1 Sohn: Klempner Alfred Schlüter. Grünstraße 16. Fabrikarbeiter August Harwardt, Hermannstraße 35. Maschinist Karl Königer, Märkifchestraße 24. Lehrer Wilh. Kenkmann, Humboldstraße 68. Kaufmann Ernst Osthues, Kaiserstraße 109. Bautechniker Jürgen Vorderg. Hüttemannstraße 21. Former Herm. Lange, 2. Kampstraße 57. Bauinspektor Friedrich v. Lemmers=Tanfort, Hakenstraße 11. Bäckermeister Heinr. Windmöller, Altmühlenweg 1. Stellmacher Andreas Sinsilewoli, Sunderweg 27. Vergmann Johann Möller, Zimmerstraße 10. 1 Tochter: Hülfsbahnwärter Wilhelm Micus, Die heutige Nummer enthält drei Ausgaben, zusammen 12 Seiten. Warnung vor Fälschung! verlange ausdrücklich Dr. Hommel’'s Haematogen (Schutzmarke: süngende Löwin) und weise Nachahmungen zurück. L. 31 echten Pauama=Holz Wasch=Er Grumer a Arntratt terwende, wer seine Wasche hn haben und erbalten will. L. chemisch reine Salmiak Terven Grumer&a Aru tin Kernseise ist die beste Seise für seine Wische L. 21 bewährte Palmin=Toiletteseise Grumer s. g4.# gebrauche, wer empfindliche Haut Ueberall erhältlich.*8 hat. 038 Hülfe bei Ousten, Heiserkeit, Halsleiden, Verschleimung der Atmungsorgane, chronichem Katarrh des Lunge und Lustrohren, Pronchial=Katarrh, LungenAfsektionen 2c. durch die ervrobte Pflanze Ilera pol gonum(Audlerich). 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Jedes Stück trägt den Preis in dentlich lesbaren Zahlen, daher Uebertenerungen ausgeschlossen. In unser Firmenregister ist unter Nr. 1881 die Firma Viotor Capell zu Laer mit einer Zu eigniederlassung in Tornfeld und als deren Inhaber der Kaufmann Victor Capell zu Laer heute einge““ Dortmund, den 25. März 1899. Königliches In unser Firmenregister ist bei Nr. 1750, die Firma Mumscheld& Jeenicke zu Dortmund betreffend, heute Folgendes eingetragen woxden:.. Das Geschaft ist nach Tüsseldorf verlegt. Dortmund, den 25. März 1899. Konigliches Auf Antrag des Verwalters im Konkursverfahren über das Vermögen des Bauunternehmers Adam Bücker zu Altenderne soll das zur Konkursmasse gehörige, im Grundbuche von Altenderne. Band 2 Artikel 29 auf den Namen des Genannten eingetragene Grundstück Flur 3 Nr. 790/189 Katastergemeinde Altenderne, sowie das im Grundbuche von Hostedde. Band 2 Artikel 1 auf den Namen ebendesselben eingetragene Grundstück Flur 5 Nr. 791/125 Katastergemeinde Hostedde 2. Juni 1899, vormittags 10¼ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht— an Gerichtsstelle— Zimmer Nr. 39 zwangsweise versteigert werden. 200. gug Vehieres mit Ersteres Grundstück ist mit 620 Mr., tetzieres mr 240 Mk. Nutzungswert zur Gebäudesteuer veranlagt.„ Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte abschrift des Grundbuchartikels, etwaige Abschätzungen und andere die Grundstücke betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingun sen können in der Gerichtsschreiberei 3. Zimmer Nr. 40, eingesehen werden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 3. Juni 1899, vormittags 11 an Gerichtsstelle verkündet werden..— Dortmund, den 18. März 1899.(40774 Königliches Amtsgericht. Strassendann. Am 1. April cr. beginnt der regelmäßige Betrieb auf allen Linien um 6½ Uhr morgens und endet 11 Uhr abends. Die letzten Wagen von jedem Endpunkte fahren nur bis zum Depot.(10760 Die Direktion. Die Freiherrlich von Böselager'sche NeuteiVerwaltung zu Hölling. bei Voßwinkel(Kreis Arusberg wird mit dem 10. April er. nach Heeßen in Westfalen verlegt. Alle für dieselbe oder den Unterzeichneten bestimmten Sendungen rc. sind also vom 10. April an nach Heeßen zu richten. Höllinghofen, 1. April 1899. Der Freiherrlich von Böselager'sche Rentmeister Uagener. Sledbrief. Gegen den unten beschriebenen Fabrikarbeiter August Nolte. geb am 25. November 1876 zu Dortmund, zuletzt im Gefängnis in Vechta, welcher sich verborgen hält. ist die Untersuchungshaft wegen Vergehens gegen§ 242 St.=.=B. verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste GerichtsGefängnis abzuliefern. Dortmund, den 21. März 1899. Königl. Amtsgericht. Beschreibung: Alter 22., Größe.65 m, Statur schlank. Haare aschblond, Stirn boch. Augen brauen dunkel. Nase länglich spitz. Mund groß. Kinn spitz, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe blaß. Bauplätze und Häuser „ Brunstraße 43, 1. Ginge. 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Verantwortlicher Redakten Größte Dritte Busch's en nte ern ang ere ge en ver“ abe Im erg ierjen legt der sind im Grunzw'schen Bänden erschienen. sind die Aeußerungen partei, die Fürst Bis seinem Amanuensis ie Die Fortschrittspart de Einheit und das Schon 1848 und im n gute Stellung Preußzer daraus die elende Ma hernach das Kanossa i Ministern der neuen haberei und mit ihrer liche Armeeorganisatic Ministerium Bismarck liebsten ein bloße Mil große Pläne gegen det im Schilde führte. S ihrem stinkenden Aten Das ist nicht von Shakespeare, der Ate die Luft verpestete, al in die Höhe warfen erbannten. Und dan lles Böse gegen uns Schafott. Immer wars nur zu stürzen und an se den Staat, an Deutsch und Fimmer haben die Zwecke der aus s je waren für Oester eich war, und umgel eich in die Hände, wi Nayer und Sonnema zösische Beamte anzus Armee. keine Flotte, wollten die Herrschaft In der schleswiggegen meinen Plan— Groschen“— obwohl besonders stolz zu sein viel wie in Scribe sie sagten, des gen in Schleswigchaffen werden, der leußen gestimmt hä er Hauptsitze, von „Ja, Hänel— sagt inister des Herzogs ##en Preußen anbä Mommsen, der dama einer von diesem gelo schrittlern die Sache aber nichts, sie bliebe Recht: „Mommsen?“ sag und vorzüglich jetzt g Politik mengt. Und Lauenburgs handelte gegen, und als der## Thüre war, wollte machtskitzel austreibe Volksversammlungen Bruderkrieg faßten. ganz unverkennbar gewünscht und gehof Ihre Gedanken w Abgeordneten, der he gegen Preußen hetzte. gleich?— der mit di „Frese?“ riet ich „Ja, den meinte wir das gewußt, sag ärgerte sie unser Sie die Einheit zu thun, sie ihre Partei wollt st. In allen gro • Haß gegen mich agen widerstrebte: Reiches. Erst waren dann beim Sozialist ich zuletzt mit bekämpften sie den Mittel gegen die Re Ihr Bedürfnis ist 1 P“ nselement und di' nis opfern sie a der Zölle und Steue in er Handhabung gasangs auch gewest ichsgeschichte ist bcatus Diaboli n es nur Spril Die verbittert d helm II. wa März 1890 her## Fürst die für rredung mit de von 1852 hatt m 15. März 18 en; er führte ist s standen da m nter auch ein tößerer Schral zeräumt.„Ich beim Packen. N denn wenn sie * mir am Ende ens hier nicht indelt sich um #; aber ich 6 Aushalten. I 1 Papiere abse ten bis auf w vin, so kommen wir zusammen.“ Er kam alsdann eine Kiste packen 34000 Gesamtauflage. Nr. 90. 12. Jahrgang. Dortmund, Sonnabend, 1. April 1899. Zahlende Abonnenten 3330000 S42 arche### Geichekut wöchentlich sieben Mal. Bezugspreis: 50 Psg, monatlich. Mit der Wochenbeilage „Dortm. Lußtige Blätter“ nur 10 Pfg, mehr. Vei der Post mit den Beilagen: Vierteljährlich 2 Mi. 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Juni 1881 zu seinem Amanuensis gethan hat. bezw. gethan haben soll. Da heißt es: Die Fortschrittspartei thut jetzt, als ob wir ihr die Einheit und das Reich zu danken hätten. Schon 1848 und im nächsten Jahre, wo sie die gute Stellung Preußens soweit verdarben, daß daraus die elende Manteuffelei wurde, Olmütz und Husst, das Kanosa in Paris. Dann unter den tern der neuen Aera, wo sie mit ihrer Rechthaberei und mit ihrer Opposition gegen die Königliche Armeeorganisation schuld waren, daß ein Ministerium Bismarck kam. Da hätten sie am liebsten ein bloße Miliz gehabt, während sie doch große Pläne gegen den Bundestag und Oesterreich im Schilde führte. Sie dachten ihn wohl mit ihrem stinkenden Atem umzublasen. Das ist nicht vzon mir, der Atem, sondern von Shakespeare, der Atem der Knoblauchfresser, der die Lust verpestete, als sie die schweißigen Mützen in die Höhe warfen und Coriolau mit Geschrei erbannten. Und dann mir gegenüber, wo sie Ues Böse gegen uns im Sinne hatten, bis zum Schafott. Immer wars nur ihre Lust, das Ministerium zu stürzen und an seine Stelle zu kommen. An Staat, an Deutschland haben sie nie gedacht, den und simmer haben sie mit ihrem Auftreten ##die Zwecke der auswärtigen Gegner gefördert. I ie waren für Oesterreich, wenn ich gegen Oester# eich war, und umgekehrt. Sie arbeiteten FrankAeich in die Hände, wie ihre Gesinnungsverwandten Nayer und Sonnemann, die geradezu als französische Beamte anzusehen sind. Sie wollten keine Armee, keine Flotte, kein starkes Preußen, sie wollten die Herrschaft der Demokratie * In der schleswig=holsteinschen Sache waren sie gegen meinen Plan—„diesem Ministerium keinen Groschen“—. obwohl ich Ursache habe, aus ihrer besonders stolz zu sein; denn es war ein Intriquenviel wie in Seribes„Glas Wasser“. Es sollte, ; sie sagten, des Rechtes der Augustenburger gen in Schleswig=Holstein ein neuer Mittelstagt chaffen werden, der bei jeder Gelegenheit gegen leußen gestimmt hätte. Noch jetzt ist Kiel einer er Hauptsitze, von wo sie dirigiert werden. „Ja, Hänel— sagte ich— der damalige Justizinister des Herzogs Friedrich, der mit Napoleon #sen Preußen anbändeln wollte. Ich habe bei (Mommsen, der damals vernünftig werden wollte, einer von diesem geladenen Gesellschaft von Fortschrittlern die Sache auseinandergesetzt; es half aber nichts, sie blieben davei, es wäre wider das Rtecht.: „Mommsen?“ sagte der Chef.„Der ist immer und vorzüglich jetzt ganz einfältig, wenn er sich in Politit mengt. Und als es sich um die Erwerbung Lauenburgs handelte, da waren sie wieder dagegen, und als der König mit Oesterreich vor der Thüre war, wollten sie„Preußen den Großmachtskitzel austreiben" und organisirten überall Volksversammlungen, die Resolutionen gegen den Bruderkrieg faßten. Sie haben in dieser Zeit ganz unverkennbar den Sieg der Feinde herbeigewünscht und gehofft, landesverräterisch. Ihre Gedanken waren am dentlichsten von dem Abgeordneten, der hernach in Wien in der Presse gegen Preußen hetzte, repräsentiert— wie hieß er gleich?— der mit dem breiten glatten Gesichte?“ „Frese?“ riet ich „Ja, den meinte ich,“ erwiderte er.„Hätten wir das gewußt, sagten sie hinterher Im Grunde ärgerte sie unser Sieg. Es war ihnen nicht um die Einheit zu thun, sondern um die Freiheit, wie # sie ihre Partei wollte, um die radikale, ihre Herrst. In allen großen Angelegenheiten bestimmte Haß gegen mich ihre Parteinahme. In allen # gagen widerstrebten sie der Konsolidation des Reiches. Erst waren sie Gegner der Sozialisten, # dann beim Sozialistengesetz halsen sie ihnen, und # als ich zuletzt mit dem Staatssozialismus kam, bekämpsten sie den aufs äußerste, weil er ein Mittel gegen die Revolution ist, die sie wollen. Ihr Bedürfnis ist Unzufriedenheit, das ist ihr L' nselement und ihr Fahrwasser. Diesem Bedi nis opfern sie alles. So war es in der Frage der Zölle und Steuern, in der wegen Milderung in der Handhabung der Maigesetze, gegen die sie gusangs auch gewesen waren. In der ganzen ichsgeschichte ist die Fortschrittspartei der scatus Diaboli gewesen. Glücklicherweise aber nes nur Sprühtensel.“ Die verbittert das Verhältnis zu Kaiser helm II, war, gehl aus Aeußerungen vom März 1890 hervor, demselben Tage, an dem Fürst die für seine Entlassung entscheidende rredung mit dem Kaiser über die Kabinetsvon 1852 hatte: m 15. März 1890 wurde Busch zu Bismarck en; er führte ihn nach der größeren Hinter8 standen da mehrere Kisten mit Schriftstücken, ater auch ein großer Koffer mit solchen, und rößerer Schrank mit Aktenstößen war halb seräumt.„Ich gehe,“ sagte der Fürst, ich bin 1 beim Packen. Meine Papiere sollen gleich II denn wenn sie noch lange hier bleiben, legt * mir am Ende Beschlag darauf. Es ist meines ens hier nicht mehr und se eher, je lieber, andelt sich um drei Tage, vielleicht um drei gen; aber ich gehe bestimmt, es ist nicht mehr Aushalten. Ich möchte, daß Sie die wich1 Papiere abschreiben ließen und Abschriften ten bis auf weileres. Wenn ich in Friedrichs### ein, so kommen Sie hin, und dann arbeiten wir zusammen.“ Er kam alsdann, während ich ihm Papiere in eine Kiste packen half, auf die Erlasse zu reden und erklärte:„Das ist nur Unkenntnis der Dinge, und daraus kann gar nichts werden, aber er glaubt es nicht, daß es blos verwirrt und schadet.“ (Der Kaiser sagte damals zum Fürsten, er wolle nicht bis an die Knöchel im Blute waten. „Wenn Ew. Majestät jetzt nachgeben,“ bemerkte der Kanzler,„werden Sie noch viel tiefer hinein Isch berichtete, daß der Artikel über den Einfluß der Erlasse auf die Wahlen gemacht und abgesandt, von dem Daily Telegraph aber nicht abgedruckt worden sei. Er:„Er ist aber richtig, denn von allen Seiten gingen Berichte ein über die schlechte Wirkung der Erlasse auf die Wähler.“ Grust Schweninger über Bismaras letzte Lebenstage. Im Folgenden veröffentlichen wir eine Reihe von hochinteressanten Mitteilungen Schweningers, welche die nächste Nummer der„Zukunft" bringen wird: „Am 30. Juli 1898, nachtß elf Uhr, beendete eine rasch verlaufende Lungenlähmung(akutes Lungenödem) das an Arbeit, Mühen und Erfolgen einzige, leider aber auch an Körper= und Seelendrangsal überreiche Leben Seiner Durchlaucht des Fürsten Otto von Bismarck. Der Verewigte hatte ein Alter von 83 Jahren und vier Monaten erreicht. Ein Abschluß, wie ihn die Lungenlähmung herbeiführte, war von dem behandelnden Arzt schon seit längerer Zeit in den Bereich der Möglichkeiten gezogen und befürchtet worden. Nachdem ungewöhnlich starke Atembeschwerden, Ringen nach Luft und sehr schmerzhafte Auftreibungen die Eristenz in den dem Ende vorhergehenden Stunden — der Morgen hatte, nach einer wenig ruhigen Nacht, leidlich begonnen— sehr qualvoll gestaltet hatten, erfolgte das Ende relativ sanft und ruhig. Es war den ärztlichen Bemühungen gelungen, die Schmerzerscheinungen mit Hilfe einer Morphiuminjektion und heißer Schwämme, die auf Hals und Brust gelegt wurden, allmählich zu lindern und so etwas Ruhe zu schaffen, die noch erhöht wurde, als es schließlich möglich geworden war Atmungshindernisse durch mechanischen Eingriff zu entfernen und so etwas freiere Bahn durch die Respiration zu gewinnen. . Nachdem in den Sommermonaten des Jahres 1897 wiederholt Schmerzaufälle in Zehen, Hacken und am Spann des linken Fußes als Vorerscheinung und Mahnung gekommen und wieder verschwunden waren, meldete sich am 17. Oktober (1897), gewissermaßen unmotivirt in seinem plötzlichen Auftreten und seiner furchtbaren Stärke, im linken Bein und Fuß ein überaus heftiger Schmerz, der in mannigfachen Schattierungen Ruareierungen und Kombinationen von nun an bis zum Lebensende währte und das Dasein oft mehr als qualvoll, ja, mitunter geradezu unerträglich wachte..J. Grscheintngen us:— 2. Leider mußten diese Erscheinungen bei der Lage der Sache sofort als beginnender Greisenbrand aufgesaßt werden: Eine Diagnose— wie oft hatte der Arzt im Lause der folgenden Mooate den Wunsch, sie möge sich in diesem Falle als ein Irrtum herausstellen!—, die der weitere, langwierige und unerbittlich schmerzhafte Verlauf nur zu traurig bestätigen sollte. Und so begann denn unter Umständen, die Liebe. Treue und Anhänglichkeit an den großen Kranken und ihr humanes Empfinden auch für Aerzte(Schweninger und Chrysander) zu wahrhaft tragischen machten, mit allen Mitteln, die nur irgend im Bereich der Wissenschaft und Kunst zur Verfügung standen, der schweigend geführte Kampf gegen das furchtbare Uebel... Es wurde erreicht: 1. Der Schmerz, der oft ungewöhnliche Steigerungen erfuhr und anfangs selbst die Bettlage— „das Bett, mein bester Freund, will mich nicht mehr“, klagte S. D.— unerträglich machte, wurde in reiativ erträgliche Bahnen gelenkt und im Lause der Zeit mehr und mehr auf die nicht zu vermeidenden Momente der Reizung durch Bewegen und Auftreten beschränkt. 2. Der Schlaf war ohne daß wir mit Morphium und anderen Mitteln zu viel nachhelfen, deren Wirkung durch Mißbrauch abschwächen oder den Organismus dadurch schädigen mußten, in gute Verhältnisse gebracht. Selbst in den leidlich gute Verbältnisse gebracht.„Selbst in den letzten Tagen wurde noch eine Schlafdauer von zehn bis zwölf Stunden durchschnittlich erreicht. Die Ernährung war gut und genügend. Die Bewegung auch mit dem kranken Bein war bis zuletzt nicht völlig aufgehoben; und der durch die Zeitungsberichte bistorisch gewordene Rollstuhl galt weniger einem absoluten Bedürfnis als der Erleichterung des Verkehrs im Hause, den Gästen gegenüber, der Bewegung im Freien und der Ersparung unnnötiger Schmerzen. 4. Die geistige Kraft und Schaffensbewußtsein blieb bis zuletzt vollständtg ungebrochen 5. Der Brand blieb bis zum letzten Tage ein trockener(gangraena sicca) und hatte selbst nach zehnmonatigem, in subjektiver und objektiver Beziehung vielen Schwankungen unterworfenen Verlauf sich nicht weiter als handdreit über den Fußrücken und Spann, sowie etwa enteneigroß über den Hacken ausgebreitet. Und obwohl zeitweise über Abgestorbenheit, Kältegefühl, Stumpfsein geklagt wurde, obwohl Blutarmut und teigige Schwellungen, mitunter recht starke, vorhanden waren, obwohl komplizirende, vielleicht in ihrer Wirkung— Hemmung des Blutrückenflusses und dadurch größerer Blutreichtum— nicht immer ungünstige, interkurrente Venenentzündungen austraten und oft weit über das Knie züngelten, war doch zuletzt eine Abgrenzung(Temarcation) unterhalb der Knöchel erreicht, die den örtlichen Prozeß zu günstigerem Abschluß zu führen versprach, als andere, allgemeine Erscheinungen auftraten, die diese Hoffnung leider jäh zerstörten. 6. Das Ende wurde nicht durch den brandigen Prozeß und seine Folgen, sondern durch Erschöpfung: Herz= und Lungenschwäche mit konsekutivem Lungenödem und Herzparalyse, be7. Das Geheimnis wurde der Außenwelt und dem Kranken gegenüber streng gewahrt. Es war nicht ganz leicht, die lauschende Welt auf eine im Befinden des Fürsten eingetretene Wandlung in harmloser Weise vorzubereiten, ohne dabei die eigentliche Art und Intensität des Leidens durchschimmern zu lassen; man mußte verhüten, daß er das Wesen seines Zustandes aus den Zeitungen erfuhr oder durch zahllose oft wohlgemeinte, aber doch innpportune Anfragen und ungewollte Ratschläge aufmerksam gemacht und beunrubigt wurde..Ww en gfl. B. Dank dem treuen Zusammenwirken aller Beteiligten wurde dieses Ziel, wie bemerkt, trotzdem erreicht. und es blieb dem tapferen Helden erspart, sich über die eigentliche Natur seines Leidens Rechenschaft geben oder volle Klarheit verschaffen zu müssen. Allerdings—: Er legte auch kein allzugroßes Gewicht darauf. Er berichtete mit großer Klarheit und mit gewohnter genialer Originalität, über die Art seiner Schmerzen—„man müßte“, bemerkte er z. B. einmal,„die Schmerzen wie Farben unterscheiden können“— und wünschte, das„Heute“ weniger unangenehm zu verleben, ohne sich um das „Morgen" besonderen Kummer zu machen. Er war in dieser Beziehung ganz ruhig und erklärte, als er sich mehr an den Rollstuhl gefesselt sah. scherzend:„Ich bin doch wirklich nun lange genug Diplomat gewesen, um mir die Diplomatenkrankheit par excellence(Podagra) auch einmal etwas ausgiebiger gestatten zu können..“ Er erwartete nichts„Eigentliches“ mehr, erklärte sich wiederholt für„vollständig abgefunden im Leben“, sprach einmal sinnend:„Nicht„Euphorie“ wünsche ich mehr, sondern Euthanasie“ und sah dem Kommenden mit schöner Ruhe entgegen. Aber sein Geist, sein Humor, sein Interesse, seine Frische blieben intakt bis in die letzten Tage. Immer noch war sein Gespräch bei und nach den Mahlzeiten die Freude der Seinen... Das Neujahrsfest= die gerade damals durch eine Agentur verbreitete und ihm durch die Zeitung natürlich bekannt gewordene Todesnachricht erheiterte ihn nur— und seinen Geburtstag feierte er in alter Weise. Noch im Laufe des Frühjahrs machte er mit Familienmitgliedern, Freunden oder dem Arzte Spazierfahrten— darunter sehr lange und heitere — in seinen Wald; noch im Juli wollte er damals hinaus, die Freuden des Landmanns und Eigners an dem, wie ihm gemeldet war, prächtig stehenden Roggen zu genießen, und schon war ein Apparat konstruirt, um ihm bei dieser beabsichtigten Ausfahrt das Einsteigen in den Wagen unter Verhütung von Schmerzen zu gestatten. Und als er um dieselbe Zeit zum letzten Male im Rollstuhl den Park und die Terrasse besuchte, da war es ein Strauch wundervoller, eben erblühter La France-Rosen, der ihm Freude bereitete und ein Lächeln entlockte. So hatte selbst für den schwer Kranken das Leben, hatte die geliebte Natur noch immer Freuden. Erst in den letzten Tagen vor dem Ende kamen hier und da leichte Abirrungen des Bewußtseins, Phantasien, die auf ein Uebergreisen des Allgemeinprozesses auch auf diese Gebiete schließen ließen, vor. Aber auch hier blieb er gewissermaßen noch Herr über das Leiden. Er sprach darüber, erkannte, daß etwas Fremdes vorgegangen war, und faßte das einmal in die bezeichnenden Worte zusammen:„Heute Nachmittag war ich teilweise etwas außerhalb; jetzt habe ich mich wieder mit mir zusammengefunden.“ Solche Störungen waren indessen nur selten; und so erschien er denn zwei Tage vor dem Ende, nach langen, ziemlich ungünstigen Stunden, wie durch ein Wunder noch einmal erstanden, als sei nichts verändert, zur abendlichen Tafel im Kreise der Seinen... Noch einmal sah man in voller Frische sein klasisches von Hunderttausenden seiner Volksgenossen im Herzen getragenes und in den fernsten Ländern wohlgekanntes Antlitz, noch einmal entzückte er alle durch seine graziöse blitzende geistessprühende, hinreißende Rede, noch einmal trank er wie verjüngt, mit frohem Behagen den bevorzugten Schaumwein: noch einmal saß er nach aufgehobener Tafel in alter Weise die Pfeise rauchend an dem gewohnten historischen Platz— und so steht er denn frisch und kräftig, selbst im letzten Schimmer des schon herabsinkenden Lebenstages noch einmal Sieger vor allen denen, die das Glück und den Schmerz erlebt haben, Zeugen seiner leßzten Lebenszeit zu sein. Was menschliche Fürsorge zu erreichen vermochte, war erreicht worden: Das furchtbare Leiden hatte trotz zehnmonatiger Tauer seine geliebte Gestalt gewissermaßen nur mit mahnendem Finger berühren dürfen... So traf ihn den Tod und nahm ihn den trotz alledem unversehrt und aufrecht Gedliebenen, ein erlösender Freund nach schwerem aber nur kurzem Kampfe aus unserer Mitte.“ sammen und umstellten die Stadt. Der englische Kreuzer„Royalist“ brachte die Anhänger Malietoa Tanus, welche in dem Kampfe vom 1. Januar gefangen genommen und fortgeschickt worden waren, von den anderen Inseln zurück. Die Amerikaner befestigten Mulinun und 2000 zu Tanu haltende Eingeborene flüchteten dorthin. Matasaas Leute verbarrikadirten nun die Straßen und nahmen die englischen Häuser in Besitz. Dann wurde durch ein Uktimatum Bombardement angedroht, wenn Mataafas Leute die Munizipalität nicht bis zum 15. März 1 Uhr Mittags verlassen würden. Diese kümmerten sich aber nicht um diese Drohung und griffen Tanus Leuten an. Auf Anweisung des amerikanischen und britischen Konsuls eröffneten die Philadelphia“, der „Royalist“ und die„Porpoise" das Feuer eine halbe Stunde vor dem festgesetzten Beginn der Beschießung, zunächst auf einige entsernte Dörser, die bald brannten. Das Bombardement wurde langsam acht Tage fortgesetzt. Viele Einwohner der Stadt flüchteten an Bord des„Royalist“, der überfüllt ist, viele andere verlassen Samog., Mbisc helfutigs grale Eine Granate von der„Philadelphia“ explodierte beim amerikanischen Konsulate und verletzte einem Marinesoldaten das Bein. Bei einem Nachtangriffe tbteten die„Mataasaleute drei englische Matrosen.„Einem englischen Soldaten wurde von einer englischen Schildwache in die Beine geschossen. Ein Stück einer Granate von der„Philadelphia“ flog durch das deutsche Konsulat und zertrümmerte ein Küchengeschirr. Die Deutschen begaben sich an Bord des„Falke.“ Ein heftiges Feuer wurde auf die Dschungeln gerichtet, es ist aber unmöglich zu sagen, wie viele Personen getötet worden sind. Die Erbitterung gegen die Deutschen ist sehr groß. Ein Engländer und ein Deutscher sind als Spione verhaftet worden.— Das englische Kriegsschiff„Tauranga“, das, wie es heißt unterwegs war, um Tonga zu annektiren, ist bei Fisi aufgehalten worden.— Nach einer Meldung des Bureau Dalziel hatte der Kampf noch nicht aufgehört, als die Post Apia In einem Telegramm der„Times“ aus Sydney heißt es, daß die Deutschen an den Operationen nicht teilgenommen haben. Berlin, 30. März. Ueber die neuesten Vorfälle in Samog liegt bis jetzt hier folgendes amtliche Telegramm vor: Apia. 20. März. Das Bombardement dauert fort. Auf militärische Anordnung sind viele Wohnungen von den Weißen geräumt worden. Die auf andere Insel verbannt gewesenen Häuptlinge der Tann=Partei sind nach Upolu zurückgebracht worden. Den Anhängern Tanu's wurden die ihnen am 2 Januar abgenommenen Handseuerwaffen nebst Munition zurückgegeben Die unerwartete Beschießung der samoanischen Dörser durch ein englisches und ein amerikanisches Kriegsschiff ist geeignet, die diplomatischen Verhandlungen, welche auf eine Besserung der Lage in Samog abzielten und bisher zwischen den drei beteiligten Regierungen einen freundschaftlichen Verlauf genommen hatten, aufs empfindlichste zu stören und ihren Fortgang zu erschweren. Das eigenmächtige Vorgehen der beiden Kriegsschiffe muß notwendig die deutsche öffentliche Meinung aufs tiefste verletzen, da die englischen und amerikanischen Konsuln und Kommandauten auch nach der bisherigen englischen Darstellung über den Widerspruch des deutschen Konsuls ohne jede Rechtsgrundlage einsach zur Tagesordnung übergegangen sind. Dennoch wird man in Teutschland gut thun, zunächst eine weitere Aufklärung des ganzen Sachverhalts abzuwarten, der eine solche bedauerliche Verschärfung der Lage zur Folge gehabt hat. Landon, 30. März. Nach Telegrammen aus Washington glaubt die dortige Regierung nicht an ernste iniernationale Verwickelungen wegn Samoa. Die wahre Krisis sei in der vorigen Woche eingetreten, als die Möglichkeit des gegenwärtigen Konflikts zwischen den drei Mächten im vornhinein verhandelt wurde.. Trotz der gespannten Beziehungen wurde eine Verständigung hergestellt, welche, wie man meint, einen Bruch zwischen Deutschland und Amerika so wie England verhindern wird. Offiziell wird erklärt, Deutschland habe thalsächlich dem Kapitän der „Falke" befohlen, sich aller aktiven Bewegungen zu enthalten. Man glaubt, daß Deutschland mehr und mehr geneigt sei, seinen Konsul Dr. Rose für die Zwistigkeit verantwortlich zu machen. Mehrere deutsche Blätter verlangen, daß Deutschland einen kriegerischen Ton gegen England und Amerika anschlage. Die„Rhein=Westf. Ztg.“ bedauert den Niedergang des deutschen Ansehens im Auslande. Unsere Politik der Freundschaft zu England sei gauz falsch. Die agrarische„Deutsche Tagesztg.“ meint, wir seien noch nicht auf die Stuse von Spanien herabgesunken und sollten England mit einem deutsch=russischen Bündnis drohen. Drachen aus Blech, ebenso förmliche Schmucktruhen aus Aluminium. Am 24. d. M. wird in Monte Carlo sogar eine Preiskonkurrenz für elegante Wagen stattfinden, die von Nizza aus über die Bergstraße fahren müssen. Da werden nun die weiblichen Chauffeurs paradiren, welche zur Zeit von ihren Verehrern statt des sonst üblichen Angebindes an Schmuck oder Equipage ein mit Glassenstern versehenes Automobil nebst Maschinisten als Liebesbeweis und zum Geschenk erhalten.„ Gestern fand von Nizza aus ein PreisWettdampfen statt, das ähnliche Resultate lieferte wie die Fahrt Paris=Amsterdam. 130 Wagen gingen um ½8 Uhr vom Centenaire=Denkmale ab, von denen ein Teil nur auf der Strecke bis Besubie konkurrirte, während der andere bis Castellane fuhr und mit dem Umwege über PugetTennier zurückkehrte. Von den Ersteren,„Touristen“ genannt. kam das Triehele des Herrn Geo um 10.11 Min. als erstes zurück; es hatte die Strecke von 85 Kilometern in 2 Stunden 21 Minuten bewältigt. Als Zweiter kam Herr Mercedes auf der deutschen Daimler=Maschine. Als Dritter Baron A. Rothschild, als Vierter Graf Voß, welchen dann die Herren Motocadre Buissot, Clerissy, Lacroix 2c. in kurzen Intervallen folgten; sie alle hielten die Durchschnitts=Schnelligkeit von 38½ Kilometer pro Stunde ein. Einzelne von den„Touristen" waren noch zurückgekehrt und schon kündigen Pistolenschüsse und Flaggensignale die Ankunft der großen „Chaufseurs“ an. Punkt.20 traf Herr Lemaitre auf seiner Peugeot=Maschine ein. Er heimste die die größten Ehren ein, denn er hatte einundvierzig Kilometer pro Stunde verschlungen, 8. 7 Wmarle Daß die Herren an diesem atemverlegenen Sausen Gefallen finden, ist begreiflich, weniger aber, daß Damen— Tänzerinnen, Sängerinnen und reiche Damen, denen es an Beschäftigung mangelt— sich daran beteiligen! Fünf Stunden lang nur mit kurzer Eßpause im Wind und Staub dahinsausen, oben kalt und unten heiß zu haben, kann wohl kein Bergnügen sein. Oder doch? Es ist etwas neues und man hat dann soviel mit Baden, Kopfwaschen, Kleideranschaffen zu thun, daß die Mühe als befriedigende Thätigkeit angesehen wird.— Eine Beschießung Apia's. London, 30. März. Dem Bureau Reuter wird aus Apia(Samoa) vom 23. März gemeldet: Admiral Kautz(der Kommandant des amerikanischen Kreuzers„Piladelphia“) hatte eine Konferenz mit den Konsuln und ältesten Marineoffizieren an Bord der„Philadelphia“, da Mataasa und seine Häuptlinge fortfuhren, im Widerspruch mit dem Verliner Vertrage zu handeln. Es wurde beschlossen, die provisorische Regierung zu enttasen,„amitef ie e n m. Der Admiral erließ alsdann eine Proklamation, die Mataasas Häuptlinge aufforderte, in ihre Wohnstätten zurückzukehren. Mataafa räumte darauf Mulinun und zog landeinwärts. Der deutsche Konsul erließ eine Proklamation, durch welche die provisorische Regierung aufrecht erhalten wurde. Maiaafas Leute rotteten sich nun zuMotorwagen an der Rivierg. Man schreibt der„Franksurter Zeitung" aus Nirza vom 22. v. Mts.: Können Sie sich etwas Unharmonischeres denken, als ein Blumenfest, bei welchem die Teilnehmer auf Motorwagen kutschiren? In den sützen Blumenduft der Beilchen, Nelken und Reseden mischt sich der Benzin= und Petroleumdunst, der von den geheizten Motoren ausgeht, und das zischende„Gruttgrutt“ der Maschine übertönt das fröhliche Lachen der Insassen. 160 solcher Behikel, über und über mit Blumengewinden geziert, nahmen an einer kurzen Auf= und Abdampferei teil. Wir haben hier schon alle erdenklichen Formen dieser Fahrzeuge; es agiebt Schwäne und Eigener telegraphischer Tienst des General=Anzeigers. Großes Schiffsunglück. London, 31. März. Der Southamptoner Vergnügungsdampfer„Stella", mit 185 Reisenden und 25 Mann Bemannung, Danaeuag Rachnlag in den Mianten, achem er auf der Cagartchen strtüich her Kanalinsel Guernsey im Nebel aufgefahren, unter. Etwa hundert Personen, darunter sämtliche Frauen und Kinder sind in Booten gerettet. Man befürchtet, daß alle Uebrigen asnmnten Fand. London, 1. April. Der Untergang des Dampfers Dampfers„Stella“ bei Geuernsey erfolgte Donnerstag nach einer Kesselexplosion. Die Zahl der Reisenden betrug zirka 130 und die der Besatzung 42 Mann. Gerettet sind 74 Passagiere und 19 Mannschaften. Vermißt werden 89, darunter der Kapitän und fast alle Offiziere. Während des Schiffsuntergangs spielten sich furchtbare Szenen ab. Bei der Rettung stürzten mehrere Boote um und die Insassen fielen ing Wasser. Die vermißten Seelente müssen bei der Explosion über Bord geschleudert sein. Berlin, 1. April. In dem zwischen haumour und Steadal lgenden Raitenen asante oesten Vornitag an setrtlche esartahbungak. Dent saund in dien Gaise en Zag als in anderen ein Persenen= zug heranbrauste. Die zwischen den Gleisen schenden Bostagen wunden aich und dn Postbeamter sowie ein Rangierer sofort geactz, witgend diuem andern Banten dn Bein abgefahren wurde. Die anderen zwischen den Gleisen beschäftigten Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Einige Packet tarren wurden arg beschädigt. Beide Bahngleise liegen dicht zusammen. Bahn und Post arbeiten öfters in gefährlicher Stellung auf dem dortigen Bahnhofe, bis jetzt das vorerwähnte Unglück entstand. An einigen Personenwagen bemerkte man nachher noch das Blut der Verunglückten. Berlin. 1. April. Nachdem die christenseindlichen Unruhen in Südschantung neuerdings das Leben der deutschen Missionare und Ingenieure ernstlich bedrohen, ging am 29. März auf Anordnung der Reichsregierung zum Schutze der Deutschen eine vom Bord der„Gefion" entnommene Militärexpedition nach der Aufruhrgegend ab. Berlin, 1: April. Ein Telegramm aus Tsintau vom 31. März meldet: Ein aus Licum ausgesandtes deutsches Detachement erreichte die Befreiung des leichtverletzten Provikars Freinade, welchen die Chinesen kürzlich unweit Tsimo gefangen genommen hatten. Die Bestrafung der Schnldigen ist eingeleitet. Halle a. d.., 1. April. Heute tritt hier der Kongreß deutscher Berg= und Hüttenarbeiter zusammen. Zahlreiche Delegierte sind schon eingetroffen. Der Verband giebt seine Mitgliederzahl auf 24000 an. Sein Vermögen ist von 14000 auf 9000 Mark zurückgegangen. 1. April. Dupuy ordnete den Blättern zufolge eine Untersuchung an, um zu ermitteln, wie der„Figaro“ in den Besitz der heute von ihm veröffentlichten Untersuchungsakten in der Dreysus=Angelegenheit gelangte. Tsintan, 1. April. Eingeborene griffen bei Itschau den deutschen Offizier Hannemann, den Dolmetscher Moritz und den Ingenieur Vorschulte an. Es folgte ein Kampf; mehrere Chinesen wurden getötet und verwundet. Die Deutschen blieben unversehrt. London, 1. April. Der Untergang des Vergnügungsdampfers„Stella“ erfolgte bei ruhiger See. Die Rettungsboote wurden sofort hinabgelassen und Frauen und Kinder konnten gerettet werden. Alsdann gab der Kapitän das Geheiß:„Rette sich wer kann!" für explodirten die Kessel die Männer. Kurz darau und das Schiss ging unter. London, 31. März. Die„Times“ schreibt: Die Nachricht, daß in Samoa Engländer getötet sind. ist schmerzlich; aber wir werden bereit und bestrebt sein, gemeinsam mit den anderen Mächten Maßnahmen zur Klärung der dortigen Situation zu erwägen. Glücklicherweise liegt kein Grund zu der Annahme vor, daß die Ansichten der amerikanischen oder der deutschen Regierung und die unsrigen ganz wesentlich auseinander gehen. Den drei Regierungen gebührt die vollste Anerkennung für den weisen und versöhnlichen Geist, den sie angesichts der Unruhen bethätigt haben. Wir werden uns aufrichtig freuen, wenn alle drei Mächte aus gleich freundschaftlichem Fuße stehen werden. Die Freisprechung der Frau Kosengart. Königsberg, 29. März. Wie durch ein Telegramm unseres Königsberger Korrespondenten bereits mitteilen konnten, ist das Resultat des sechstägigen, spannungsvollen Königsberger Prozesses die Freisprechung der wegen Anstiftung zum Gattenmord angeklagten Frau Rosengart gewesen. Nachdem in der heutigen Nacht um 3 Uhr die Geschworenen alle Schuldfragen verneint hatten, wurde die Angeklagte sofort in Freiheit gesetzt. Ihre Tochter überreichte ihr einen Blumenstrauß. Frau Rosengart nahm darauf lächelnd und mit geröteten Wangen die Glückwünsche entgegen. Das anwesende Publikum begrüßte das Urteil mit lebhaftem Beifall entgegen. Justizrat Sello begann sein Plaidoyer mit der Bemerkung, es sei sonst seine Gewohnheit, sich eng an die Ausführungen der Anklagebehörde zu halten. Diesmal müsse er von der Form zu seinem größten Bedauern abweichen und eigene Wege gehen, da er nicht der kühnen Phantasie des Ersten Staatsanwalts folgen könne. Es widerstrebt mir im Augenblicke, die Behauptungen des Staatsanwalts zu. widerlegen, die Frau, die hier hinter mir sitzt in banger Erwartung des Urteils über Leben und Tod, habe Komödie gespielt vor der Leiche ihres erschossenen Mannes; als sie in Ohnmacht gesallen, habe sie die Ohnmacht, geheuchelt; eher falle eine Schwadron Dragoner in Ohnmacht als sie. Ich will eigne Wege wandeln und mich streng an die Verhandlung halten. Ist denn die Schuld des verstorbenen Inspektors Rieß mit einer Silbe bewiesen? Zeugen haben bewiesen, daß Rieß der That nicht fähig war. Hatte er einen Beweggrund zu der That? Der verstorbene Rosengart hatte Rieß sehr lieb. Auch nicht ein Zeuge hatte einen Beweis für die Behauptung anführen können, daß Frau Rosengart und Rieß ein Verhältnis gehabt haben. Selbst die kleine Olga, die erst das Zeugnis verweigern wollte, dann von den lieben Verwandten veranlaßt, es doch ablegte, hat nichts Belastendes bekundet. Sie hat Rieß und ihre Mutter nur einmal allein gesehen, und nur auf kurze Zeit. Alles, das Verhältnis zwischen Rieß und #irt gesagt ist, ist nur Geklatsch und Gemunkel aus dem Kuhstall, Geklatsch der Dienstboten und der„zärtlichen Verwandten". Nicht ein Kuß, ein Wort, ein Händedruck ist nachgewiesen.“ Der Verteidiger ging mit scharfen Worten dem Hauptbelastungszeugen Adameit zu Leibe, dessen Egoismus aus allen seinen Handlungen hervorleuchte. Auch die Einwände der übrigen Belastungszeugen wurden zurückgewiesen. Redner schloß nach drei Stunden seine Rede mit den Worten: „Wir erwarten Ihren Spruch mit vollem Vertrauen, möge er ausfallen, wie er wolle; fern sei es uns, ihn von vornherein als Fehlspruch zu bezeichnen".(Lebhaftes Bravo im Zuhörerraum.) Es kam dann noch zu einer heftigen Kontroverse zwischen dem Verteidiger und dem Ersten Staatsanwalt. Die Angeklagte sagte auf Befragen ruhig, wie sie sich bisher verhalten hatte:„Ich bin unschutdig.“ Darauf folgten die Geschworenenberatung und die Freisprechung. Der Wagen am Gerichtseingang, der Frau Rosengart nach Zögershof brachte, war vom Publikum dicht umlagert. 9 —(Mark Twain in der Sonntagsschule.) Am Sonnabend hat Mark Twain einen Vortrag gehalten, wobei er unter anderem erzählte, daß er einmal in einer Sonntagsschule einen Vortrag halten mußte. Er hatte dies nie zuvor gethan, erinnerte sich aber aus seiner Kinderzeit, daß die Sonntagsschulvorträge immer eine ganz besondere Form hatten. Der Redner nimmt eine Episode aus seinem Leben, welche für die Zuhörer von Interesse sein kann— gewöhnlich etwas Schlechtes, was er einmal gethan hat—. knüpft einige Bemerkungen an sie und leitet zum Schluß die Moral ab, daß seine Zuhörer nie so etwas thun sollen. So kann er nach und nach das ganze Register von Sünden durchnehmen. Nur desto reichlicher und herzlicher werden sich Liebe und Verehrung dem Gedächtnis des Mannes zuwenden, der nach ruhm= und mühevollem Leben jetzt im lauenburgischen Sachsenwald den letzten Schlaf schläst. Dortmund, die Hauptstadt des wichtigsten deutschen Industriegebietes, ehrt ihn und sich selbst, indem es dem Kanzler des neuen deutschen Reiches in seinen Mauern ein Denkmal errichtet. Mehr als mancher anderen deutschen und preußischen Stadt kommt gerade ihm dieser Schmuck zu. Nicht nur, daß Bismarck unser Ehrenbürger und durch dieses Band auch äußerlich mit uns verknüpft war— nein, er hat auch mit gewaltiger, segenspendender Hand gerade in unsere gewerblichen Verhältnisse eingegriffen. Wie er einerseits durch seiner Wirtschaftspolitik den Weg röffnete zum ungeahnten Aufschwunge unserer Kohlen= und Eisenindustrie, so hat er anderseits durch seine Sozialpolitik das Los des krankes und invaliden Arbeiters freundlicher gestaltet: Grade aus diesem Gedanken heraus hätten wir gewünscht, daß ihm hier ein Denkmal erstehen würde, nicht von einem einzelnen gestiftet, sondern aus freiwilligen Beiträgen, aus dem Thaler des Fabrikanten wie aus dem Groschen des Arbeiters Daß dieser unser Wunsch unerfüllt geblieben ist hindert uns natürlich nicht, auchldie Erstehung des heute begonnenen Denkmals mit herzlicher Freude zu begrüßen und der guten Absicht des Stifters aufrichtigen Dank zu zollen. Wir können das um so mehr thun, als es uns gelungen ist, durch unsere abfällige Kritik des mit dem ersten Preise bedachten Modells den Stifter und seine Ratgeber zu bestimmen, das Modell ganz wesentlich umformen zu lassen. Dortmunds ninigeg von Ennden barchnehmen. Nun Bunger dürson sich alsa Haffdachte Mark Twain, er habe ja ebenfalls solche Dtiger onisen sich also der Hofinung hingeben, Erinnerungen, die er verwerten kann, und er be= daß vor dem Eymi gann: Als ich das erste Mal gestohlen habe— stahl ich eine Wassermelone. Ob es das erste Mal war, weiß ich eigentlich nicht mehr genau Es war ein herrlicher Sommertag am Missisippi, einer jener Tage, welche uns gewissermaßen ermahnen, nicht zu stehlen und uns gut zu betragen Ich stahl also eine Wassermelone, trug sie fort und öffnete sie insgeheim. Aber, o weh, die Wassermelone war noch ganz grün, die grünste Wassermelone, die ich je gesehen habe. Als ich dies sah, bedauerte ich, was ich gethan hatte, und ich begann Betrachtungen anzustellen. Denn wer eine Sünde begeht und keine Betrachtungen anstellt, dem geht der Nutzen der Sünde verloren. Nun denkt also nach, was ein edelgesinnter Knabe oder ein edelgesinntes Mädchen thun müßte, wenn es eine grüne Wassermelone gestohlen hat?. Was würde z. B. Georg Washington in diesem Falle gethau haben, der als Knabe nie log?(Der einzige Amerikaner, der nie gelogen hat.) Ich wußte, was ich thun mußte: die grüne Melone ihrem Eigentümer zurücktragen. Als ich diesen Entschluß faßte, hatte ich ein gewisses erhebendes Gefühl und ich trug die Melone zurück. Der Eigentümer sagte mir, ich solle mich schämen, daß ich eine grüne Wassermelone gestohlen habe. Ich nahm mir seine Lehre zu Herzen und wurde denn auch glücklich. Dies war die Rede, welche Mark Twain in der Sonntagsschule hielt. Vom 1. März. " Ziemlich kühles, windiges, zeitweise heiteres, vorwiegend woltiges bis trübes Wetter mit Niederschlägen. Vom 3. März. Abwechselnd heiteres und wolkiges, kühles Wetter mit unerheblichen Niederschlägen. Nachtfrost und Reif. Vom 4. März. Zunächst heiter mit Nachtfrost und Reif, später erneute Trübung und Erwärmung, zuletzt etwas Regen. daß vor dem Wymnasium ein würdiges Denkmal des großen Toten erstehen wird. Möge sein erhebendes Antlitz bald auf uns herniederblicken! Ein Bismarckbuch mit heiteren und ernsten Gedichten in platt= und hochdeutscher Mundart hat H. Westhoff=Dorstseld erscheinen lassen. In der Einleitung heißt es: Paß op! Dem dütschen Magen kömmt geliägen, En Piäpper=Potthast, quett gerohn, Doch wä so'n Kost nich kann verdriägen, Lor sik en röm'sch Pastetken brohn.— Dem dütschen Manne kömmt geliägen En Wort op Bismarck jeder Tiet, Doch wä ank dat nich kann verdriägen. Dä leg düet Bauk man flink op Siet. Wir empfehlen dieses Büchlein allen Verehrern Bismarcks. der Höhe der Saarbrückerstraße der Straßenbahnwagen Nr. 58 mit einem einspännigen Federwagen. Der Kutscher des letzteren hatte die Leitung des Pferdes einem jungen Burschen überlassen. Bei dem Zusammenprall stürzte der Wagen, auf dem Hausgeräte standen. total um, das Pferd wurde vom Straßenbahnwagen zu Boden geschleudert und erlitt nicht unerhebliche Kopfverletzungen, es wurde bald wieder auf die Beine gebracht. Der Kutscher erlitt gleichfalls Verletzungen beim Wagenumsturz. Den Straßenbahnwagenführer trifft keinerlei Verschulden. er gab sich im Gegenteil die ordentlichste Mühe, durch schnelles Bremsen den Zusammenstoß zu mildern, was ihm auch gelang. trifft, so erscheint uns die Bezeichnung, so lange die Stadt noch kein eigenes besitzt, zum Unterschied der Varieté=Theater nicht so unberechtigt zu sein Jedenfalls hat die Bezelchnung„Stadttheater größere Berechtigung als wenn der Herr Schnei dermeister Möller seine Schneiderwerkstatt als Akademie bezeichnet. H. v. S. Aus Westfalen und Rheinland. Hörde, 30. März.(Eine wüste Szene) spielte sich gestern Abend in der Familie des Arbeiters B. in der Goldstraße ab. Der Mann kam gegen 10 Uhr nach Hause und fand die Thür verschlossen. Als man nach längerem Klopfen ihm die Thür öffnete, wurde er sofort beim Betreten des Zimmers von seinen Kostgängern erfaßt, worauf dann seine Ehehälfte ein großes Brodmesser vom Tische nahm und einen wuchtigen Stoß nach der Stirn ihres Mannes führte. Wäre das Messer nicht an der Stirn abgeprallt, das Weib hätte ihren Mann zweifellos erstochen. Er erhielt eine große klaffende Fleischwunde und mußte sofort ärztliche Hülse in Anspruch nehmen. Als die That geschehen wurde dem Manne das Geld aus der Tasche geholt, er hatte grade Lohntag gehabt, und dann verduftete die würdige Ehehälfte mit ihren Kostgängern noch in der späten Nacht. Anzeige hat der Mann natürlich erstattet. Hörde, 30. März.(Lebensmüde.) Heute Morgen bemerkten Passanten im Brunnenkamp, wie der Invalide St. in den dort befindlichen Teich sprang. Einer der Passanten sprang sofort nach und rettete den alten Mann vom Ertrinken. Derselbe wurde in das Krankenhaus Bethanien gebracht. Was denselben veranlaßte, die unselige That auszuführen, weiß man nicht. sodingen. 28. März.(Die Zeche MontCenis) förderte im Monat Februar 43287 Tonnen Kohlen, hiervon wurden per Eisenbahn und im Landdebit 41 107 Tonnen abgesetzt; der Selbstverbrauch betrug 1632,5 Tonnen. Für verkaufte Kohlen wurden Mk. 353256,13 vereinnahmt die sonstigen Einnahmen betrugen 759128 Dr. Ludwig Müller, der neulich mit seine Liederabend einen so großen künstlerischen Erfolg davongetragen hat, will am 20. April unsere Stadt wieder besuchen, dieses Mal als Recitaton Der interessante Künstler ist ja bekanntlich von einer bewundernswerten Vielseitigkeit. Er begann als Dozent der deutschen Sprache in Münster# ging dann zum Theater und wurde in Meiningen Hosschauspieler, später errang er sich durch Veran staltung von Recitations=Abenden Ehre und Ruhmz Am 10. April findet, nun endlich der oft verschobene Liederaben d von Karl Mayen# statt. Der beliebte Sänger hat sich an der Revierg ganz von der Influenza erholt, die ihn zwang diesen Winter alle Konzerte abzusagen. Ueber Karl Mayer=Abende liegen bereits mehrere Recensionen aus den letzten Tagen vor. Karl Mayer hat überall durch seinen herzlichen frischen Vortrag überrascht und größeren Erfolg wie je davon getragen. So steht uns noch am Schlusse der Saison ein außerordentlicher Genuß bevor. Berbotene Früchte. Am ersten Wie sollten heut wir nicht gedenken besten und des treusten Manns, Nicht wieder unser Herz ihm schenken, Ihm bringen den gewohnten Kranz? Dies ist der Tag, an dem wir boten Dem Lebenden des Dankes Zoll, Und nun gehört der Tag dem Toten, Den Deutschland nie vergessen soll. Es soll und wird ihn nie vergessen, Der Macht und Eintracht uns gewann. Mit größrem Maß noch wird es messen In spätrer Zeit den großen Mann. Dem Frühling fehlt es an dem Glanze Der Blumen noch, die sonst schon blühn; Wir aber wählen uns zum Kranze Des Tannenbaumes schlichtes Grün. Das giebt sein eignes Wesen wieder Und paßt zu seiner Schlichtheit gut. Den Kranz, den legen schweigend nieder Wir an der Stätte, wo er ruht. So bringen wir nach alter Sitte Den Dank, der unserm Helden gilt, Und dankbar auch in niedrer Hütte Umkränzt heut deutsche Hand sein Bild. Lokale Nachrichten. Dortmund, 1. April. Zu Bismarcks Geburtstag. Heute wird in unserer Stadt der Grundstein zu dem Denkmal des Mannes gelegt, der vor 84 Jahren in dem altmärkischen Schönhausen das Licht der Welt erblickt hat. Zum ersten Male seitdem wird ihn dieser Gedenktag nicht unter den Lebenden finden. Abschiedsseier. Am gestrigen Tage hat der bisherige Vorstand der Kgl. Eisenbahn=BetriebsInspektion I hierselbst, Herr Regierungs= und Baurat Buchholtz, nach zweijähriger Amtsthätigkeit die hiesige Stadt verlassen, um einem Ruse als Mitglied der Königlichen Eisenbahndirektion Kassel zu folgen. Der Nachfolger, Herr Eisenbahn= bau= und Betriebs=Inspektor Schepp, bislang im Ministerium der öffentlichen Arbeiten beschäftigt gewesen, hat mit gleichem Tage die Amtsgeschäfte übernommen. Dem Herrn Regierungs= und Baurat Buchholtz, einem Sohne der Stadt Dortmund, waren schon von früher her die mißlichen Verhältnisse unseres Bahnhofes nicht unbekannt. Mit klarem Blicke, mit unermüdlichem Schaffungstriebe hat er, soweit es die Verhältnisse vor dem bevorstehenden Umbau des Bahnhofes gestatteten, dort helfend und verbessernd eingegriffen, wo eben noch etwas zu machen war. Herr Regierungsrat Buchholz hatte es wohl erfaßt, daß alle baulichen Veränderungen nur der Verbesserung des Betriebes gelten mußten und so war auch sein Hauptaugenmerk auf die Entlastung des hiesigen Bahnhoses gerichtet, um Einrichtungen zur möglichst prompten Abfertigung des Personen= und Güterverkehrs zu tressen. Die Erweiterung an den hiesigen Personenschaltern, die Entlastung der letzteren durch Aufstellung von automatischen Drehkrenzen, die bauliche Ausdehnung der Güterschuppen, die Anlage einer Freiladestelle auf dem alten Westfalia=Gelände, die Verbesserung der Geleisanlagen zu den Anschlußwerken sind das Werk seiner hiesigen kurzen Thätigkeit. Herr Regierungsrat Buchholtz erfreute sich in den Beamten= und sonstigen bürgerlichen Gesellschaftskreisen einer einer sgroßen Beliebtheit. Ein großer Kreis der Beamten seines Ressorts und Beamten anderer Eisenbahnbehörden brachten ihm am letzten Mittwoch im schön dekorirten Saale der Königshalle hierselbst den letzten Abschiedsgruß. Herr Stations= vorsteher 1. Kl. Colignon toastete zunächst in trefflichen Worten auf Se. Majestät unseren hochverehrten Kaiser; Herr Eisenbahnsekretär Peus richtete warme von Herzen kommende und zu Herzen gehende Worte an den scheidenden Chef. Herr Eisenbahndirektor Othegraven gedachte in schöner Rede der Frau Gemahlin des Herrn Regierungsrats. Dieser dankte nun in bewegten Worten für die ihm dargebrachte Ovation. Küche und Keller des Herrn Restaurateurs Führing waren vorzüglich. Erst in früher Morgenstunde trennten sich die Festteilnehmer. Eine Stadtverordnetensitzung findet nächsten Donnerstag statt. Außer dem Rest des Etats steht die Bewilligung von 590000 Mark für Um= und Neubau des städtischen Krankenhauses zur Beratung. Das goldene Buch im Rathause. Wie wir hören, hat sich Herr Reichstagsabgeordneter Hilbck erboten, das sogenannte„Goldene Buch“ für das alte Rathaus zum Zwecke der Eintragung höherer Persönlichkeiten aus eigenen Mitteln zu stiften.— Der Kostenpreis für dieses Prachtbuch dürfte sich auf einige tausend Mark stellen. und 2c. An Gehälter gezahlt Für Materialien verausgabt Für Knappschaftsgefälle u. Unfallversicherung Die Verwaltungs= kosten betrugen Sa. Mr. 860847,41 Löhne wurden Mk. 216 833,87 51 530,31 7136.62 3996,52 279497·32 Mithin Ueberschuß Mi. Hiervon Zinsen der Anleihe und Steuern 81 35009 11 333.30 Der Netto=Ueberschuß beträgt somit Mr. 70016.30 Auf Neuanlagen wurden verbucht. Mi. 6860.52 Wetter a. Ruhr, 30. März.(Großes Feuer) leuchtete gestern Abend gegen 11 Uhr unserer Ortschaft und der weiten Umgegend. Auf dem Harkortberg waren auf Kosten des Herrn Commerzienrat Vorsteher 25 Fuhren Holz zusammengebracht. um am Geburtstage des verstorbenen Fürsten von Bismarck abgebrannt zu werden. Böswillige Hände hatten nun gestern Abend schon Feuer angelegt, dabei die Gefahr verursachend, daß bei dem heftigen Winde ein Waldbrand entstand. Thatkräftiger Hülfe war es zu danken, das das Feuer auf seinen Herd glücklicherweise beschränkt blieb und um 12 Uhr gelöscht war. Der Thäter glaubt man habhaft zu werden. So mancher, welcher seinem Gaumen etwas Gutz gönnen möchte, muß oft mit Bedauern gerade die besten Sachen liegen lassen. Es sind für ihn verbotene Früchte. Er weiß, daß sie zwar süß schmecken, ihm aber unerträgliche Schmerzen verursachen werden, da seine hohlen Zähne es nicht vertragen können. Und doch hätte er es so leicht, seine Zähne gegen Hohlwerden zu versichern, wenn er täglich morgens und besonders auch abends das# neue desinfizierende Mund= und Zahnwasser„Kosmini gebrauchen würde, welches infolge seiner gesetzlich geschützten Eigenart im Stande ist, die Zähne vor allen schädlicha Einflüssen zu schützen. Durch seine conservierende Wirkun und den überaus erfrischenden Wohlgeschmack wird„Kosmin-Mundwasser“ schon nach kurzem Gebrauch für jeden, der Wert auf schöne und gesunde Zähne legt unentbehrlich. Flacon Mark 1,50 mehrere Monate auf reichend. Käuflich in allen besseren Drogerien, Parfümeria. auch Apotheken. Elegante Herren-Garderobe nach Maass liefert sehr preiswerth eerbeck Dortmund, Westenhellweg 56. 10653 Fernsprecher 763. G. H Handel, Gewerbe und Verkehr. wuf einige kansens Mar Besitzwechsel. Ein in der Ardeystraße belegenes Grundstück von 48 Geviertruten Größe, bisher der Firma Lorenz u. Co. gehörend, ist durch Kaus in den Besitz des Bauunternehmers Oberthür übergegangen und zwar zum Preise von 450 Mark die Geviertrute.— Das Grundstück liegt an drei Straßen. Im„Kaiserkrug“ zu Brünninghausen ist die Bockbier=Saison eröffnet und bietet allen Osterspaziergängern einen schönen Aufenthalt und gute Verpflegung. Volkskonzert. Im„Kölnischen Hofe“, finden an beiden Östertagen Abends große Volkskonzerte des ganzen Philharmonischen Orchesters(42 Musiker) statt, außerdem giebt dasselbe Orchester daselbst am zweiten Feiertage morgens 11½—1 Uhr ein großes Volkskonzert bei freiem Entree. Zusammenstoß. Donnerstag Mittag gegen 3½ Uhr karambolierte auf der Kaiserstrraße in Dortmund, 30. März.(Bericht über den Kurenmarkt.) Tendenz fest. Wir notieren: Altendorf——. Br..—., Alte Haase 600 Br., —., Baaker Mulde 2750 Br., 2675., Vickefeld— Br., 1325., Blankenburg 2300 Br., 2250., Bommerbänker 1300 Br., 1250 G. Vorussia 1300 Br.,—., Coroline—— Br., 1625., Carolinenglück 8300 Br., 8000 G. Centrum—— Br..—., Charlotte 750 Br.,—. G. Crone 525 Br.,—., DahlhauserTiefbau 1650 Br.,——., Dorstfeld—.— Br., 7600., Eiberg 4050 Br.,——.. Cwald 21500 Br.,—., Freie Vogel und Unverhofft 1500 Br.,—.., Friedrich, d. Gr.—— Br., 9500., General Blumenthal—.— Br.. 15500., Gottessegen——. Br.,.00 G. Graf Bismarck 34600 Br.—., Graf Moltke 9100 Br.,— G. Graf Schwerin:—.— Br. 7000., Ver. Hamburg und Franziska 4500 Br.,——., Hannibal 7050 Br. (950 G. Johann Deimelsberg 3800 Br.,——., Julius Philipp—— Br., 2925., Kaiser Friedrich 4600 Br.,——., König Ludwig—— Vr., 11000., Königin Elisabeth 15400 Br., 14900., Langenbrahm 12000 Br., 11800., Lothringen 10900 Br. 10650 ., Mont Cenis—.— Br., 11150., Schlägel und Eisen — Br.——., Schürbank und Charlottenburg 1020 Br.—., Siebenplaneten 3325 Br.,——., Trappe 2550 Br., 2600., Tremonia.25 Br., 2800., Unser Fritz.„. Br. 17000., Vorwärts—— Br. 2550 G. Wenfalia 13000 Br.s 12850., Wiesche— Vr.,—— G. Constantin der Große—— Br., 133650 G. Eintracht Tiefbau— Br..(550 G. Franziska Tiefbau—— Br., G. Fröhliche Morgenkonne—— Br., 7850., General 1225 Br.—— G. Steingatt 1500 Br. 1450 G. Mtnister Achenbach—.— Br., 4550 G. Dortmund, 29. März.(Städt. Viebhof.) Zum heutigen Zucht= und Faselviehmark waren aufgetrieben: 246 Stück Hornvieh. 524 Schweine inel. Ferkel und 20 Pferde. Der Handel im Hornvieh war trotz des geringen Auftriebs langsam, die Preise gedrückt, der Absatz blieb gering. Tagegen war das Geschäft am Schweinemarkt lebhaft, wenig Schweine blieben überständig. Man zahlte für 8 Wochen Ferkel.60—.75 Mk. pro Woche, für ¼ jähr. Faselschweine 37—38 Mk., für ½jähr. 48—54 Mk. pro Stück. Pferdehandel still. Nächster Markt am Mittwoch. 12 April cr. nächste scheint am Dienstag früh. er# An den Östertagen: Ausschank von Ia. Bock=Bier der Union=Brauerei. F. Rellensmann, * Märkischestr. 8. Ecke Töllnerstr. Haltestelle der elektrischen Bahn Dortmund nach Hörde. ( la. DoppelSler. Gleichzeitig bringe meine(10803 Sprechsaal. Zufällig bekamen wir die Zeitung in die Hand. welcher über die letzte Stadtverordnetensitzung berichtet wurde. Aus derselben sahen wir, daß bei der Frage über die Unterstützung des Stadttheaters Herr Schneidermeister Franz Möller sich gegen die Aufwendung von ganzer 3000 Mark in ostentativer Weise erklärte und gesagt haben soll, das sei überhaupt kein Theater. Wir glauben nicht, daß Herr Möller in diesem Winter das Theater besucht hat, denn sonst würde er gesunden haben, daß Direktor Pollak Kostüme besetzt(auf diese würde sich in der Hauptsache nur die Kritik des Herrn Möller stützen können), die seine Be Was Jewunderung hervorgerufen haben würden. nun die Bezeichnung„Stadttheater“ anbe* Gesellschaftszimmer in empfehlende Erinnerung. * Aug. Meissner. „ Märkischestr. 34. Zum Hertingerther! Dort findet die beiden Ostertage Kroße Trinsbrinstigung statt. Dort ist aufgestellt: mechanischen Schießhalle, 1 Schiffschankel nebst einer wozu freundlichst einladet Der Besitzer. Immobilien=Verkauf Westhofen. 3u zu Das der Wwe. Friedrich Schmiemann Westhofen a. d. Ruhr gelegene gehörende (10•90 „esitztum, bestehend aus Haupthaus mit Hofraum und Garten, Pebennehägdeg e 40) MD am...—.. 45 cn. 40 Morgen Wolzung. ca. und cn. 34 Morgen Wiesen= und zum 1. Jnni er. zusammen oder geteilt Nevengebanden, Morgen Acker Ruhrweiden, ist zu kaufen. 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Ich se da steht er auf sei sam, nicht just ver hocherfreut über Kram eben nur so auf ihn zu, er Brummbär Die? es ist ein Bewillk Ende. Man durchwai akkurat und san schweren Verwüs Das Hauptinteres den Bulgarialeute struirte Steuerrud zimmerten Notbeh Admiral Koest Offizieren scharf selbst die Erklärut Dann geht es des Fahrzeugs. i Menge, dort soll ein Akt, der in d keines deutschen S gefunden hat. T und Wappen deko flankirt von Blat Kopf drängen sich stellt sich im Halb Zunächst nimn liche Hamburgs. Senior Behr. He gedachte des arme als einziges Opser Freudenruf ging daß das Schiff ge Seefahren ist nöti Seemannspflicht!“ die Ansprache. Admiral Köste ordengeschmückt v stät des Kaisers beim Einlausen kommen. Mit seierte der Redner Der kommandiren v. Massow schloß den Glückwünsche Der Gesandte seinsinnigen Wort Interesse für die folgte die Dekori# unter Namensauf Kapitän Schil des Hausordens Offizier und de Adlerorden 4. Kle den Kronenorden. Ehrenzeichen bezu Nach diesem seier das Wort. um d der Gesellschaft dankte und sa Hurrah auf den Kaiser. Direktor Ball