aub., 89., in sich. pender. Stellg., entschied. ges., I. gleichges. Dame 84 J. k. 3. lern, aw. t. Off. mal., m. Bhot. ng, d. näh. Verk, vnt. 4823 a d..=A. Dtm. ul., 96., katb., häust. rtsch, gute Fia., jedoch Vermög, wünscht Besch., mit solid., eheldenm Herrn zw. Heirat. st. mit Bild unt. H. postlag. Gertbe.1 Wer tscheced II gesiunnter(6585 Hene nut zu werd, die mir vor1000 Mk. zur Fertigstell hoh. gewinnbring Erfinzur Verfüg. stellt.dann Ut ist. mit mir den Bund Leben einzugeben u. die chie mein, Schaffens mitnießen. Bin Maschinn. in den Vierzigern. chr. Ang. u. B. K. 4821a. ener.=Anz. Dortmund. Mann, 30., Handw. st. aut. Stell, wünscht sekanntsch, ein, ardentl. hens od. ig. Witwe zw. t. Verm. erw, ab. vicht ig. Schr. Ang.., K. K. a. d. Gen.=Anz. Dtm. r. 88, X. alt, eo, miü Mk. Eink. u. einigen M. Ersp, Ip. Vern, Pos., wünscht die Besch, ein, verm. Dame, e m. Kind nicht ausoss., zw. spät.„Heirat. fr. Ana. u. Gr. N. 4825 en Gen.=Anz. Dortmd. Streng eeell! cht., strebs., solid. Wirt, gen. Aeuß, aus ast 38., Witwer, m. 11. evgl., d. seit Jahren Näbe Framsturk a. N. Bahnhofsrestaur, inne scht zw. Wiederverheir. gesund., tücht., gen. iusl. erzog, Frl., aus Fam. z. Alter v. 26 8.., al. Konf., d. gr ist, i. e. Lokal einmuvi. Gemüt v. Liche mutterl, Kind bef. i. hr zu treten, Frl s Figur, w. I. Hanusk. ess. St. bekleid., bevore Vermög. n erfondered. sov., als e. Ausst, erwünscht. Diskretian sache. Schr. An, m unter„H. S. 4815 in Gen.=Anz, Dorfn. Reell! inst. Fräul., Modistin, Verm., sucht mit einen Herrn, Ende 20er, in v. 2a. treien zw, soch ., Diskretion EhrerSchr. Ang. u. J. 9, an Gen.=Anz. Dortm. sam, Geschäftsigbabe 2. 45 J. alt, Verm. Rf. sucht die Bekannteiner geschäftstättgen eventk. Wve., 1bef hre zur baldigen) leirat. r. Ang. u. A. L. 411 n Gen.=Anz. Dortm. it Kommunalbeamten evgl., 5000 Ml. Einl. rt. a. d. Ann.=Erge). b: Mosse, Köln a.), 8. A. 8952.. rats-Gesuch. Streng reeil! fmann, 25 J. Junli Eisenwarenhdl. nebs mergesch, Wert, bes st5 250ho, Mi., such kanntsch, eines häus. Mädchens zw. Heicet. ie Geschäft von den sann allein geführt w. lich Zeit, u, Gelegen zwecks. Bekanntschaft hofft selb, auf diesen! eine Lebensgefährin den. Schr. Ang. unter 4403, die gargntieg reng reell und diskre selt werden, sind an lng, in Dortmd, undVermögensverhältz ft), wenn möglich iu richten. 118000 Abennenten Nr. 204. 26. Jahrgang. Dortmund, Tonnabend, 26. Juli 1913. Abonnenten 118000 Erscheint wöchentlich fleben Mal. Bezugspreis; 70 Vsg, monatlich. Mit der Wochenbeilage „Dortw. Lustige Blätter“ nur 10 Pfg, mehr. Bei der Post mit den Beilagen: monatlich 80 Pig. Berliner Buxeau: Berlin 8W. Markgrafenstraße 19. Chefredakteur i..: August Suffrian, Dortmund. Für die Redaktion verantwortlich: Auaust Sufrian Hortmund; für Inserate u. Reklamen: Jul. Reitemeier, Horimmid. TelephonAnschlüsse:: 402 Geschäftstelle. stion, Gpped daktion Expedi und Druckerel. Mittags 12 bis 1 Abr: der Redattion:I.„abends. 6 bis 7 Uhr. Nchtsauskunft: Mittags 12 5is 1 Uhr; abends 5 bis 7 Uhr Sprechstunden) Mittags 1 der Redattion: I. Annen Nr. 483.(Gehr. Krampen). Aplerbeck Nr. 306(H. Kümperl. Castroo Nr.181.(Frauh Reinbard.) derne Nr. 124.(Joh. Vonhage. Aesihce esce Schwerte 144 Ph. Weisenbach) Anna Nr.444.(.Timmermann.) Wanne Nr. 1858.(E. Triebel.) Witten Nr. 744.(R. Hartung.) Resiche 25 Pig, die Kolonelzeile, für amtliche und auswärtige Inserate 30 Pig, Arbeitzmarkt 25 Pfg, Reklamen die Kolonelzeile 1 Mark. Erfüllungsort Dorimund. Deretwa gewährte Rabatt erlischt bei Konkursen. Zwangspergleichen und gerichtlichen Klagen Für die Aufbewahrung und Rücksendung unverlangt eingesandter„Manustripie. lewze für die Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen und Blätzen wird keine Garantie Abernaurmzen. für Worlmund und die* Provinz Westsaten. Größte und verbreitetste Zeitung im westfälischen Industriegebiet. Unparteiisches Organ für Jedermann. Druck und Verlag; „General=Anzeiger Dortmund“, S. m. ö. H. E S DORTPTUND Ein adssergewohmerrVingeser Nur solange Vorrat. OOTPOTT BGumror, PresuWrrrorar—-Ein Posten Kinder Waschblusen zu auffallend billigen Preisen! zum Aussuchen auf Tischen ausgelegt, tells Well untel der Kalfte des Togularen Wertes Serie Serie Seiie NoU Mark ATS Mark 50 Mark Sämtliche WaschKonfektion bis ** /0 unter Preis! Die Beschützerin der Entgleisten. Sie selbst ist durchaus nicht aus der Bahn geworfen oder unglücklich— nein, ein frisches, enerdisches Mädchen, immer tätig, lustig, zur Hilfe bereit. Zur Beschützerin der Entgleisten macht sie ihr Anpassungsvermögen, ihr feines Verständnis für das Leiden anderer. Sie erweist jedem Teilnahme, besonders aber Unglücklichen, und nichts ist ihr willommener, als wenn man ihre Hilfe in Anspruch nimmt. Natürlich wird sie oft betrogen. Sie versucht auch zuweilen, nach harten Erfahrungen sich zu ändern; allein sie vermag es nicht, sie kann eben nicht ihre Natur aufgeben. Jeder Mensch hat ein typisches Erlebnis; es kehrt immer wieder, Erfahrungen schützen ihn nicht davor, weil es dem innersten Grund seines Wesens'entspringt. Welches Erlebnis ist nun für Henriette Dusen charakteristisch! Was die Entgleisten, aus der Bahn Gerissenen, zu ihr zieht, ist gerade ihre Erische und Tüchtigkeit. Bei Henriette finden sie alles, was ihnen groß und selten erscheint, da es ihnen sehlt. Nichts Zerfahrenes, Unentschlossenes hat in der willensfrohen Natur dieses Mädchens Raum. Sie weiß immer, was sie zu tun hat, und handelt sofort und schnell! Und wenn ihr Tun auch zuweilen töricht— oder besser: romantisch— — mag sein; sie kann eben nicht anders. Gie führt ihrem Vater, dem Professor Dusen, die Wirtschaft. Er läßt sie frei schalten und walwenn sie ihn nur in seinen Studien nicht Sirt, uns das geschieht nicht, Henriette##t# Re urce bheich eite erce alten Papa von Herzen gut. Ihm zuliebe hat sie sich auch nicht verheiratet. Sie mag ihn nicht verlassen; und welcher Mann willigte in eine Ehe, bei der man einen Schwiegervater mit in den Kauf nehmen muß! Die Verlockungen zu einer Heirat sind auch nicht häufig, denn Henriette ist durchaus nicht hübsch. Sie sieht gesund und kräftig aus, aber ihr fehlt das, was den Mann zum Weibe hinzieht und was wir mit dem deutschen Worte scharme“ bezeichnen; sie paßt besser zur Kameradin als zur Geliebten und Gattin. Und reich ist sie ebenfalls nicht. Dusens haben genug und leben ganz behaglich, aber Ueberfluß, und Luxus sind nicht vorhanden. Daß Henriette immer noch für andere etwas erübrigt, kommt daher, weil sie praktisch und tüchtig ist, viel Dinge selbst tut und überall die Augen hat. So findet sie nicht allein Zeit und Geld zu einer gemütlichen Geselligkeit in ihrem Hause, sondern auch zu durchgreifendem Helfen. Sie selbst geht nie in Gesellschaft, sie mag ihr Väterchen nicht allein lassen, das so an sie gewöhnt ist. Aber zu ihr kommt viel Besuch, Menschen, denen sie dadurch eine Wohltat erweist, in ihrem altmodischen, friedlichen Heim verkehren zu dürfen. Jedes Stück, jeder Nagel, jedes Bild steht hier noch so, wie es vor fünfzig Jahren gestanden hat, als Professor Dusen heiratete; nichts ist umgesetzt und angeschafft worden. Unendliches Behagen mutete gerade diejenigen, welche das Leben in die Irre führte, in diesem ehrwürdigen Hause an, wo alles ungestört und unberührt blieb, wo alles geräuschlos, glatt seinen Gang geht wie bei einer gut geölten Maschine. Wie ein Hafen kommt dies Heim denen vor, die der Sturm des Lebens umherschleuderte Henriette ist in dieser Umgebung aufgewachsen und altert in ihr. Die Mutter, eine stille, kränkliche Frau, verlor sie vor Jahrzehnten; solange sie denken konnte, war sie Herrin des Hauses und ihres Väterchens. Er ist daran gewöhnt, diese Untertanenschaft mit anderen zu teilen. Fast bei jedem Mittagsmahl findet er an der sauber gedeckten Tafel zum Mitgenuß der tadellos zubereiteten Speisen einen Gast, irgend einen Mann, der in Henriette— ebenso wie er— den Inbegriff der Klugheit und Tüchtigkeit fieht. Wenigstens für einige Zeit. Ein Mann verzeiht es meist einer Frau nicht, wenn sie tüchtiger und klüger ist als er; ihre Hilfe, ihre Teilnahme und Freundschaft aimmt er nur solange in Anspruch, wie es ihm schlecht geht. Gelingt es ihm, sich in der Gesellschaft wieder emporzuarbeiten, dann ist ihm die Erinnerung an die Frau, welche ihm im Unglück beistand, unangenehm, er meidet, ja, er haßt sie. Und oftmals denkt ein solcher Mann, die Helferin sei an seinem Mißgeschick schuld— oder sie habe noch mehr tun können. Nur edle Naturen verstehen Wohltaten in der richtigen Weise anzunehmen. Die Art, wie ein Mensch die Güte anderer auffaßt, ist fast immer im höchsten Grade bezeichnend für ihn. Wo findet Fräulein Dusen aber ihre Entgleisten, für die sie so viel opfert und von denen sie so wenig Dank erntei! Außer der täglichen vertraulichen Geselligkeit in ihrem Hause hat Henriette noch ihre Empfangstage, zu denen trotz der Schlichtheit des Gelehrtenheims alle möglichen Menschen, Leute jeden Standes und Altersklassen, erscheinen. Jeder bringt mit, wen er will; alle sind willkommen. Inmitten dieser bunten Gesellschaft findet Henriette mit unglaublichem Spürsinn unter der Masse die Entgleisten heraus. Und es währt nicht lange, denn sind sie bei Ur Wesdeune e ecier uisr unr eurche die Sache in ähnlicher Weise. Im Anfang sind die neuen Freunde von Henviettens Verständnis entzückt, sie tragen ihr Verehrung und Dankbarkeit entgegen; der Friede des altmodischen Gelehrtenheims umfängt sie wie schmeichelnde Arme.„Aber dann, nach einer Weile, bedrückt sie eine Art mütterlicher Herrschaft, die über sie ausgeübt wird. Eine Herrschaft und eine Aufsicht. Henriette sucht die neuet Freunde auf der richtigen Bahn zu erhalten, sie nicht wieder abschweifen und ziellos umherirren zu lassen. Wenn sie ihre Fürsorge einem Armen zugewandt, ihm Arbeit und dadurch Existenzmittel verschafft hat, fühlt sie sich verpflichtet, darauf zu achten, daß er ihrer Empfehlung Ehre macht und bei der Arbeit bleibt. Merkt der Arme das, dann ist der erste Anlaß zum Bruch da. Noch kommt er ins Haus, noch nimmt er alle Güte an, allein sie drückt ihn schon, wie ein zu enges Kleid. Und irgend eine Aeußerung, die er im Anfang der Freundschaft vielleicht gern gehabt, die er rührend und fürsorglich gefunden hat, erscheint ihm nun anmaßend und als Einmischung. Und eines Tages kommt er nicht wieder. Vielleicht so lange, bis er von neuem ins Unglück gerät und sich plötzlich sehnend an Henriettens Sympathie, an ihr warmes Herg erinnert. Denn auch bei den Entgleisten ist ein Erlebnis typisch, nämlich ihr Ablenken aus der Bahn. Wieder und wieder tritt es ein, mögen auch noch so viele Erfahrungen sie davor warnen. Blieb Henriette hei all diesen Erlebnissen immer kühl, war sie es immer geblieben! Sie gehörte zu den Mädchen, deren Sinnlichkeit nie geweckt worden ist, bei denen dieser Springquell alles Tuns sich nicht zu dem Strom Liebe zusammengeschlossen hat, sondern in zahllosen kleinen Rinnsolen versichert, in Wohlwollen für die Menschheit, in einer allgemeinen Zärtlichkeit für alles Lebendige. Henriette hatte Frauen ebenso gern wie Männer— wohlgemerkt: wenn sie ihrer ebenso bedurften; aber bei Männern nahm ihre Freundschaft noch einen besonderen Zug von Innigkeit, an. Ein= oder zweimal war es auch vorgekommen, daß ein wärmeres Gefühl für die, denen sie half, in ihr Herz zog; ein= oder zweimal hatten junge Freunde sie auch heiraten wollen, aus mißverstandner Dankbarkeit, solange sie sich noch in den Flitterwochen der Freundschaft befanden. Doch Henriette war klug. Sie erkannte die Dankbarkeit und sah, daß es keine Liebe war. Und wurde sie einmal schwach, dann hatte sie ein unfehlbares Mittel. Sie guckte in den Spiegel. Was sie dort erblickte, das alternde, rote, robuste Gesicht, das sagte ihr: mag er mich jetzt alch gern, schon nach einem Jahre, ja nach einigen Monaten wird er sich einer schönen Frau zuwenden. Und sie war nicht nur Aug, sondern auch Folg: do“ wollte sie nicht. Diese Selbsterkenntnis hindert sie aber nicht, weiter zu jeder Hilfe bereit zu sein, weiter Freundschaft zu halten, obgleich sie erfahren hat. daß sie keinen Dank erntet. Sie vergißts von einem Mal zum andern. Jedesmal denkt sie: nun müsse es anders kommen, dauern zum ewigen Bunde. Und wenn sie auch versuchte, mißtrauisch und vorsichtig zu sein: sie vermöchte es nicht, denn es ist gegen ihre Natur. So wird sie weiter hinleben zwischen Hoffnung und Enttäuschung, bis der Tod ihre klugen und doch so törichten Angen schließt, bis der letzte Freund aller Menschen ihre hilfreiche Hand erkalten läßt. Orittes Blatt. Neue Kanonen für Frankreich. Die heutige Rummer enthält drei Ausgaben und das vierseitige Unterhaltungsblatt, zusammen 16 Seiten Paris, 26. Juli. Um auf die Einstellung der neuen deutschen Kanonen von 100 und 130 mm zu antworten, hat die französische Regierung nach langen Erwägungen beschlossen, ihre Armee mit neuen Kanonen von 105 mm zu versehen. Ueber die Konstruktion dieser Kanonen wird das größte Geheimnis bewahrt. Der„Exzelstor“ will nur wissen, daß die Granaten 40 Kilo wiegen und das die Tragfähigkeit 8000 Meter beträgt. Eigener „ Die Toten von Carolus Magnus. Geilenkirchen, 26. Juli. Bis nachts 3 Uhr waren sämtliche 13 Leichen der beim Einsturz des Schachtes Carolus Magnus verunglückten Bergleute geborgen. Da alle unverletzt sind, ist der Tod jedenfalls durch Ersticken eingetreten. des General-Anzeigers. Die Lage auf dem Balkan. Ein Wort des Königs Konstantin. Paris, 26. Juli. Der zur griechischen Armee entsandte Korrespondent des„Figaro" traf gestern Vormittag mit König Konstantin im Hauptquartier zusammen. Der erste Ausruf des über die Erfolge seiner Armee erfreuten Königs war:„Nicht wahr, auf derartiges war man in Europa nicht gefaßt.“ Der König sprach mit Begeisterung von seiner Armee, die eine ganz andere sei, als jene von 1898. Der König schloß:„Ich führe sie nach Sofia, wir werden nach Sofia gehen, wir müssen nach Sofia geben. Der Korrespondent erklärte zum Schluß, er habe die Ueberzeugung gewonnen, daß Griechenland nur auf bulgarischem Boden Frieden schließen werde. Die Türken auf bulgarischem Boden. F Wien, 26. Juli. Die türkischen Kolonnen haben auf ihrem Vormarsch bereits Kaibilex, einen tief im Innern Bulgariens liegenden Ort, besetzt. Wie die Blätter melden, sind alle Gebiete bis zur altbulgarischen Grenze von den Türken besetzt. Der Giftmörder Hopf. Frankfurt a.., 26. Juli. Dem Giftmörder Hopf war mitgeteilt worden, daß in der Asche der Leiche seiner Mutter Arsenik sich befunden habe. Hopf erklärt, das sei kein Wunder, er habe das Arsenik den Ascheresten zugemischt, damit sie sich länger konservierten. Nun wurde im Krematorium von Offenbach ein Hund verbrannt, dessen Asche Arsenik beigefügt wurde. Der Gerichtschemiker Dr. Popp wird diese Asche untersuchen, ob sie dieselben Merkmale enthält, wie die der Mutter Hopfs. Gemeinsames Vorgehen. Wien, 26. Juli. Wie man in hiesigen unterrichteten Kreisen vernimmt, haben die zwischen den Mächten gepflogenen Verhandlungen eine prinzipielle Einigung über die auf dem Balkan zwischen den einzelnen Staaten zu ziehende Grenzlinie ergeben. Es ist unrichtig anzunehmen, daß nur Rußland und Oesterreich Schritte in Athen unternommen hätten. Die gleichen Schritte haben auch England und Itolien getan. Aus dem Reich der Lüfte. Frankfurt a.., 26. Juli. Das Luftschiff Viktoria Luise, das heute früh um.40 Uhr in Potsdam aufgestiegen war, traf um 9,40 Uhr hier ein. Um 9,50 Uhr erfolgte die Landung und um 10,10 Uhr war das Luftschiff in der Halle geborgen. Das Luftschiff, dessen Führer Kapitän Blew war, hat in den 6 Stunden rund 75 Kilometer stündlich zurückgelegt. Flug über den St. Gotthardt. Zürich, 26. Juli. Der Schweizer Flieger Bider, der den kühnen Flug über das Jungfraumassiv nach Mailand ausgeführt hatte, vollbrachte heute den nicht minder schwierigen Flug über den St. Gotthardt. Er flog von Mailand um 4,50 Uhr ab, erreichte Biaska um 5,10 Uhr, überflog den Bierwaldstädtersee in der Richtung auf Luzern um 6,45 Uhr und beendete seinen Alpenflug mit einer glatten Landung auf dem Exerzierplatze bei Basel. Die Flughöhe betrug über 2500 Meter. Auch die Rumänen beanspruchen Biddin. Bukarest, 26. Juli. Hier gehen beunruhigende Nachrichten um, daß Serbien heabsichtige, den Donauhafen Biddin zu besetzen. In diesem Falle würde auch Rumänien in Bithin einrücken lassen. der Pforte an Europa. Pnstuntinoher, 2o. Jun. Ein Vg Konstautinopel, 26. Juli. Eiv offizielles Communique erinnert an die erste Erklärung Europas beim Beginn des Krieges der Türkei mit den Balkanstaaten, in welcher das Prinzip der Integrität der Türkei proklamiert worden sei. Man könne nicht glauben, daß Europa, das es ablehnte, in dem Konflikt zwischen den früheren Verbündeten zu intervenieren, die Türkei solle zwingen wollen, zu vergessen, daß Thracien muselmanisches Gebiet und Adrianopel seine ehemalige Hauptstadt sei. Die jetzigen Ereignisse hätten bereits eine zu große Rückwirkung auf die astatische Türkei ausgeübt, als daß man glauben könnte, Europa wolle die Kluft zwischen der muselmanischen und der christlichen Welt vergrößern. Berlin, 26. Juli. In hiesigen diplomatischen Kreisen bestreitet man die Meldung von erheblichen Mißhelligkeiten zwischen Rumänien auf der einen und Serbien und Griechenland auf der anderen Seite. Es ist aber doch Tatsache, daß der griechische Vormarsch in den letzten Tagen verlangsamt wurde, während die Serben in den letzten Tagen auf stärkeren bulgarischen Wider stand gestoßen und daher an Terrain nichts weiter gewonnen haben. Die ausländische Presse enthält auch heute eine Fülle von Kombinationen über die Absichten der Mächte gegen die Türkei. Am weitesten geht der Londoner„Daily Expreß“ mit einer Bersion, wonach Rußland von den Mächten ersucht worden sei, in Armenien einzumarschieren, um die Türken zum Rückzug aus Thrazien und Bulgarien zu zwingen. Nach einem Petersburger Telegramm der„London Financial News“ soll Rußland zunächst eine Flottendemonstration in türkischen Gewässern, die von Rußzland und England auszuführen wäre, befürwortet haben. Rußland würde sich auch einem finanziellen Druck, wie von Paris aus vorgeschlagen wäre, gern anschließen. Der Ostseeflug des Marinepiloten von Gorrissen. Arendsee, 26. Juli. Nach den glänzenden Leistungen unserer Landoffiziersflieger und Zivilpiloten hat jetzt auch ein Marineoffizier einen bemerkenswerten Flug über See ausgeführt. Leutnant z. S. von. Gorrissen ist heute morgen mit einem Agowasserdoppeldecker 100 PS Agomotor nach fast dreistündigem Ueberseeflug vom Kieler Hafen aus bei dem Ostseebade Arendsee unweit von Heiligendamm auf dem Spiegel der Ostsee niedergegangen. Leutnant z. S. von Gorrissen war mit der neuen Maschine um 4½ Uhr in Kiel gestartet. Da die Wolken sehr tief hingen, mußte der Offizier, den der Obermaschinistenmaat Buhr begleitete, auf 2000 Meter Höhe gehen. Unter sich hatten die Flieger ein undurchsichtiges Wolkenmeer, über dem sie sich kaum orientieren konnten und worüber sie zwei Stunden dahinflogen. Endlich setzte Leutnant von Gorissen zum Gleitfluge an und ließe sich auf das Meer hinunter. Da der Nebel bis auf das Wasser herabreichte, sah er erst jetzt, wo er sich befand. Endlich bemerkte er in unmittelbarer Nähe ein Seebad. Es war das Ostseebad Arendsee in Mecklenburg. Die Entfernung zwischen Kiel und Arendsee beträgt in der Luftlinie ca. 110 Kilometer. Da Leutnant von Gorrissen aber unter Vermeidung des Landes in weitem Bogen um Fehmarn herumflog, hatte er ungefähr 250 Kilometer hinter sich gebracht. Der Marineflieger will heute oder morgen nach Putzit weiterfliegen. Aus der Gratisanfau=auterstähuug des General=Anzeigers. Das Ringen um Schanghai. Peking, 26. Juli. Die Arsenale von Schanghai wurden gestern abermals von den Rebellen angegriffen. Der Kampf dauerte fast 10 Stunden und war der heftigfte seit Beginn der Feindseligkeiten. Es gelang den Regierungstruppen wieder die Oberhans zu behalten, doch mußten sie ihren Sieg mit erheblichen Verlusten erkaufen. In der Stadt selbst herrscht große Verwirrung. Parteigänger der Revolutionäre plündern, morden und ließen gestern die Insassen der Gefäugnisse in Freiheit. Viel bemerkt wird die Tatsache, daß das japanische Kriegsschiff„Shima“ bei seinem Eintreffen im Hafen von den chtnesischen Kriegsschiffen nicht wie üblich begrüßt wurde. Die Führer der revolutionären Truppen haben an Duangschikai ein Telegramm gerichtet, in dem sie den Wunsch ausgesprochen haben, mit ihm in Friedensverhandlungen einzutreten. Die tollen Weiber von London. London, 26. Juli. Im Hydepark findet heute die angekündigte Riesendemonstration der Suffragetten statt, die aus allen Teilen des Reiches auf die Hauptstadt losmarschiert sind. Jede Teilnehmerin hatte um ihren Fuß eine Muschel gebunden, wie sie im Mittelalter das Abzeichen des Jorusalompilge: waren. Im Hydepark werden heute 30 Rednerinnen von 20 Tribünen sprechen. Der Zustand von Frau Pankhurst, die am Dienstag verhaftet, aber am Mittwoch wieder freigelasen morhen war, gibs an Besorgnissen Anlaß. Berliner Börfe. Berlin, 26. Juli. Da die politische Lage trotz der immer wieder betonten Einmütigkeit der Großmächte noch keine Klärung erfahren hat, kennzeichnete sich die Stimmung an der heutigen Börse, trotz des festen Wiens, wiederum als lustlos und schwächer. Das Geschäft war sehr gering, sodaß sich meist nur Veränderungen um Bruchteile eines Prozentes ergaben. Nur für Montanwerte waren vereinzelt, infolge von Wochenschlußrealisierungen, Rückgänge um mehr als 1 Proz. zu verzeichnen. Der sehr günstige Abschluß des Bochumer Gußstahlvereins, ebense wie der nicht unbefriedigende Quartalsanswreis der Karpener Bergbangesellschaft ver1549. Unfall=Unterstützung. Bis jetzt ausbezahlt 628700 Mk. Unser Abonnent, der Agent Carl Schlitte hier, Mallinckrodtstraße 161, hat durch Sturz von der Treppe einen tödlichen Unfall erlitten. Wir haben der Frau des Verunglückten die Unfallunterstützung im Betrage von = 300 Mark— zigesandt. Der General=Anzeiger zahlt nicht nur seinen Abonnenten tödliche Unfälle aus, welche auf der Arbeitsstätte vorkommen, sondern auch alle anderen, gleichviel, ob sie auf dem Wege zur oder von der Arbeitsstätte oder zu Hause passiert sind. Laut unseren Statuten, welche in der Geschäftsstelle einzusehen sind, sind von der Unterstützung ausgeschlossen: Selbstverschulden, Selbstmord, Mord und Totschlag, Schlägereien, Schlag=, Krampf= und epileptische Anfälle usw. Bei Unfällen, wobei mehr als 8 Abonnenten zu Tode gehen, wird der Gesamtbetrag von 1000 Mark zur Verteilung gebracht. Unter denselben Bedingungen erhält auch jeder Abonnent des„Volksgartens“ 800 Mark. mochten keinen Einfluß auf die Kursgestaltung dieses Marktgebietes zu gewinnen, da die überwiegend unbefriedigenden Eisenmarktberichte und Meldungen über ein starkes Mindererträgnis im letzten Monat bei der Phönixgesellschaft ein Gegengewicht boten. Schiffahrtsaktien stellen sich bis 1 Prozent niedriger, hauptsächlich infolge von Wochenschlußrealisierungen. Auch Banken und Verkehrswerte, von letzteren speziell Kanada im Anschluß an Newyork, tendierten nach unten. Dagegen waren Elektrizitätsaktien fester gehalten und auch 3prozentige Reichsanleihe konnten sich um 0,20 erhöhen. Im freien Verkehr erhielt sich Interesse für deutsche Erdölaktien, die bei lebhaften Umsätzen weiter erheblich anziehen konnten. Im späteren Verlaufe änderten sich die Kurse im allgemeinen nur wenig. Vereinzelt kam es zu leichten Erholungen. Tägliches Geld 2½ Proz., Ultimo Geld 5 Prozent. Die Sätze der Seehandlung blieben unverändert. Der Werftarbeiterstreik. Bremerhaven, 26. Juli. Die Arbeiter des Norddeutschen Lloyds schließen sich dem Werftarbeiterstreik nicht an. In einer gestern Abend abgehaltenen Versammlung, die teilweise recht stürmisch verlief, stimmten 1049 Arbeiter für und 445 gegen den Streik. Da die erforderliche Stimmenmehrheit nicht erreicht wurde, ist der Streik als gescheitert zu betrachten. Bremen, 26. Juli. Die„Weserzeitung" berichtet: Auf den Atlaswerken legten gestern abend auch die Tischler und sonstigen Holzarbeiter die Arbeit nieder. Der Streik ist in Bremen, Begesack und Gestemünde noch nicht vollkommen. An der Weser sind annähernd 16 000 Personen am Streik beteiligt. Am 23. Februar käm es zu Tätlichkelten. Der „* Angeklagte schlug seine Frau ins Gesicht, warf sie zu Boden und trat sie in die Seite. Durch den Tritt wurden zwei Rippen gebrochen und mußte sich die Frau mehrere Wochen hindurch, in ärztliche Behandlung begeben. Das Gericht bewilligte dem Angeklagten mildernde Umstände und erkannte wegen gefährlicher Körperverletzung auf eine Geldstrafe von 100 Mk. Vom Staatsanwalt war eine Gefangnisstrafe von 8 Monaten beantragt worden. Ein Portemonnai mit 90 Mk. Inhalt soll am 21. Mai der Bergmann Fritz Kaltweier aus Brambauer seinem Kollegen Schewe aus der Tasche gestohlen haben. Sie hatten an dem Tage Lohntag gehabt und den ganzen Tag über schon Schnaps getrunken. Gegen Abend gingen sie in die Lohmann'sche Stehbierhalle, wo Selwe auf dem Schoße des Angeklagten liegend, einschlief. Vorher hatte er gerade noch eine Runde Bier bezahlt. Nach seinem Erwachen fehlte ihm die Börse, die niemand anders genommen haben konnte als Kaltweier, der auch einmal auf kurze Zeit das Lokal verlassen hatte. Verdächtig hatte sich der Angeklagte dadurch gemacht, daß er zu den anwesenden Gästen verschiedentlich äußerte, er müsse den Selwe beschützen, damit dessen Geld nicht gestohlen würde. Das Gericht hielt den Angeklagten für schuldig und erkannte wegen Diebstahl in widerholtem Rückfalle auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und 8 Monaten. Nachträgliches zum Böllerprozeß Sundern. In unserer Nummer vom 5. d. Mts. brachten wir einen Artikel über die Verwerfung der Revision im Böllerprozeß Sundern durch das Reichsgericht. In diesem Artikel war am Schlusse die Bemerkung enthalten, Herrn Amtmann Claesgens aus Sundern seien eigentümliche Spielgewohnheiten beim Skat nachgewiesen. Demgegenüber wird uns von anderer Seite mitgeteilt, daß der umfangreiche Versuch der Widersacher des Amtmanns diesen als Belastungszeugen unglaubwürdig zu machen, in der Verhandlung vor dem Landgericht in Arnsberg völlig gescheitert ist, indem der Gerichtshof in der auch s. Zt. von uns gebrachten Urteilsbegründung ausdrücklich feststellte, daß es zur Annahme einer Unredlichkeit des Amtmanns an jedem Anhalt fehle. Aus dem Gerichtssaal. 1. Ferienstrafkammer. Dortmund, 26. Juli. Wegen gefährlicher Körperverletzung hatte sich der Bergmann Johann Reith von hier zu verantworten. Mit einem Freunde war er am 2. März dieses Jahres nach Husen zu einem Maskenball gefahren, weil er dort durch seine frühere Tätigkeit gut bekannt war. Der Ball, der bei dem Wirt Schulte stattfand, endete, wie viele derartige Festlichkeiten, mit einer großen Keilerei, in deren Verlauf Reith den Bergmann Fritz Scheditz einen Stich in den rechten Arm versetzte, sodaß dieser eine Woche lang in ärztlicher Behandlung sein mußte. Er will den gefährlichen Stich nicht geführt haben, ist aber von Zeugen beobachtet worden, wie er die Hand, mit einem Messer bewaffnet, in der Richtung des Verletzten erhob. Auf Grund der Zeugenaussagen hielt das Gericht den Angeklagten für überführt und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten. Eine große Unvorsichtigkeit beging am 27. April dieses Jahres zu Schwieringhausen der Heizer August Dubbert. Er war Heizer auf der Maschinenziegelei von D. und K. Schulze und hatte nachts das Kesselhaus zu bewachen, Beleuchtet war dieses mit einer Sturmlaterne und einer Loffenen Petroleumlampe. Da kein Brennmaterial mehr auf den Lampen war, wandte er sich an eine Köchin und forderte Petroleum. Diese bemerkte ihm jedoch, daß sie kein Petroleum da habe. Wie die Lampe an zu schwalken fing und ausgehen wollte, ging Dubbert zur Benzolbude und holte in einer offenen Schüssel von diesem leichtentzündbaren Stoff, den er auf die noch brennende Lampe zu schütten versuchte. Dabei fing das Benzol Feuer und in seiner Angst ließ er die Schüssel fallen. Da er von der Bude aus etwas Benzol übergeschüttet hatte, sprangen die Flammen leicht auf diese über und wenige Augenblicke später explodierte das Faß mit Benzol. Das Feuer sprang auch auf das Kesselhaus und den Ziegelofen über. Beide Gebäude brannten bis auf den Grund nieder. Heute hatte sich Dubbert deshalb wegen fahrlässiger Brandstiftung zu verantworten und wurde zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. In äußerst unglücklicher Ehe lebten der Former Gustav Daugsch und dessen Ehefrau, Wilhelmine geb. Baumann. Am 27. November vorigen Jahres hatten sie geheiratet und schon nach 14 Tagen kam es zu Zunstigkeiten. An wem die Schuld lag, ließ sich nicht feststellen. Jeder schob sie auf den anderen. Die Frau gab an, ihr Mann sei jeden Abend spät nach Hause gekommen und das ganze Geld durchgebracht. An jedem Lohntage habe er ihr höchstens 30 Mk. Haushaltungsgeld gegeben. Er wiederum gab an, seine Frau simuliere und hätte nicht geduldet, daß er mit irgend jemand spräche.". Urteil des Reichsgerichts. Ein Kampf um eine technische Zeichnung. Eine für die gesamte Industrie nicht uninteressante Entscheidung hat jüngst der erste Zivilsenat des Reichsgerichts als letzte Instanz in folgendem Rechtsstreit gefällt. Der Ingenieur S. in Recklinghausen hatte gegen die Firma C. in Dortmund Klage erhoben auf Schadenersatz in Höhe von 20000 Mark indem er behauptete, die Firma C. habe im Jahre 1907 und 1908 auf der Zeche Friedrich der Große in Herne einen Kolonenapparat zur Destillakion von Benzol=Vorproduktion herstellen lassen auf Grund seiner Zeichnung die eine genaue Kopie einer von ihm dem Kläger gefertigten Zeichnung sei. Er nahm für seine Zeichnung den Schutz des Gesetzes betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst vom 19. Juni 1901 im Anspruch, indem er seine Schadensersatzforderung auf§ 36 dieses Gesetzes stützte. Das Landgericht Bochum wies den Kläger ab mit der Begründung, daß dessen Zeichnung nicht den Schutz des Urheberrechtes genieße, da ihr nicht das allgemeine Gepräge einer belehrenden Darstellung im Sinne des§ 1 Ziffer 3 des genannten Gesetzes innewohne. Vor dem Berufungsgerichte, dem Oberlandesgerichte Hamm machte der Kläger nur noch einen Anspruch auf 10000 Mark Schadensersatz geltend und stützte sich gleichzeitig auch auf § 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb vom 7. Juni 1909 und§ 826 B. G. B. Doch auch das Berufungsgericht hat den Kläger abgewiesen. Dieses Urteil focht schließlich noch der Kläger mit dem Rechtsmittel der Revision an, die jedoch vom Reichsgericht als unbegründet zurückgewiesen wurde, da die Feststellungen der Vorinstanz einwandsfrei und bindend seien, die dahin gingen, daß die Skizze der Beklagten keine Nachahmung sei, sondern, daß der Ingenieur C. sie auf Grund eigener Ideen und eigener Sachkunde gefertigt habe. Wenn eine Nachbildung nicht vorliege, so könne auch der Inhaber der beklagten Firma von ihr keine Kenntnis genommen haben. Dortmunder Rathauspläne. Dortmund, 26. Juli. Vor längerer Zeit schon ging durch die Presse eine Notiz, daß von den maßgebenden Stellen beabsichtigt werde, unser Rathaus mit einem Anbau zu versehen.— Wer die Geschichte der Entstehung unseres Stadthauses von Anfang an mit Interesse verfolgt hat, dem wird diese Entwickelung der Dinge nicht unerwartet kommen. Ist doch das Stadthaus wohl der allerunglücklichste Bau unserer Stadt, sowohl was seine innere und äußere Ausstattung als auch was seine Stellung im Stadtbilde betrifft. Während man jede Woche in den Kunstzeitschriften liest, daß irgend eine Stadt an hervorragender Stelle ihres Stadtbildes ein monumentales Rathaus als imponierenden Mittelpunkt ihres Häusermeeres errichtet habe, haben wir Dortmunder es glücklich fertig gebracht, ein Beispiel davon zu geben, wie und wo ein Rathaus nicht gebaut werden soll. Unsere Vorfahren hatten ein besseres Gefühl als wir für die Forderungen der Städtebaukunst. Bauten sie doch das Rathaus, den einzigen Profanbau des alten Dortmund, mit sicherem Verständnis so, daß er unbedingt von Bedeutung für das Stadtbild werden mußte: nämlich in schöner, freier Lage am Markt, dem einzigen größeren Platz in der Stadt. Für uns Nachkommen ist nun ja die Städtebaukunst ein überwundener Standpunkt; wir bauen unsere Monumentalbauten, wo gerade Platz ist und sei es auch an verborgenen Winkeln, die jedem Fremden unsichtbar bleiben. Weil die Stadt an der Ecke der Olpe und Betenstraße nun einmal ein größeres Verwaltungsgebäude besaß, deshalb mußte um jeden Preis das eine Gebäude daran geflickt werden. So haben wir denn nun ein Rathaus mit großen Kosten gebaut, das in jeder Beziehung einer Stadt wie Dortmund unwürdig ist. Um überhaupt bei der Enge der Betenstraße noch eine sichtbare Fassade zu erzielen, mußte eine schiefe Front gebaut werden, sodaß die ohnebin schon schmale Passage der Betenstraße jetzt, zural bei dem starken Straßenbahnverkehr nach Hörde und zur neuen Rennbahn, geradezu lebensgefährlich ist. Daß die scharfe Kurve dort nicht gerade dazu beiträgt, unseren an sich schon reichlich langsamen Straßenbahnverkehr zu fördern, ist ohne weiteres einleuchtend. Spätere werden ohns Zweifel diese mitten in die Straße Gereingebauke Fassabe zkrückschleben müssen. Da mit dem Wachsen der Stadt auch die Verwaltungsräame mehr Platz erfordern, soll nun wieder ein neues Stück an das Stadthaus angeflickt werden. Es ist ja zuzugeben, daß ein gewisser Mangel an Verwaltungsräumen herrscht, obwohl die ganze obere Betenstraße mit Verwaltungshäusern und=Häuschen angefüllt ist, und wenn erst... die neuen Stadtverordneten ihren Einzug in den Sitzungssaal halten werden, was gleich nach der Eingemeindung der Fall sein wird, dürfte auch wohl dieser Raum viel zu klein wenden. Neue Räume werden allerdings wohl geschaffen werden müssen, aber hoffentlich erleben wir es nicht, daß der Plan zur Wirklichkeit wird, die an der Ecke Olpe und Kleppingstraße gelegenen Grundstücke anzukaufen und zu dem Neubau zu verwenden. Es ist ja allerdings ein-genialer“ Gedanke das Stadthaus zu einem Viereck zusammenzuschließen, indessen werden für diese Grundstücke Preise gefordert, wie sie sonst kaum am Westenhellweg und Brückstraße üblich sind. Zudem wäre es außerordentlich zu bedauern, wenn man an eine Flickarbeit so viel Geld verwenden wollte, sieht doch das Stadthaus heute schon aus wie eine geflickte Hose, darüber vermag auch die protzige Sandsteinfront an der Ecke Beten= und Berswordtstraße nicht hinwegzutäuschen. Wayrend Essen sich anschickt mit einem Kostenaufwand von—10 Millionen an dem außerordentlich günstig gelegenen Burgplatze ein neues imponierendes Rathaus zu bauen, während Bochum soeben zu demselben Zweck ein Preisausschreiben veranstaltet hat und alle unsere kleinen Nachbarstädte sich anstrengen, um einen würdigen Rathausbau zu erhalten, wird bei uns wieder mal an einer engen Gasse an das ohnehin schon wenig berühmte Rathaus mit seiner spießbürgerlichen Renaissance ein weiteres Stück angeflickt werden. Gebaut muß in absehbarer Zeit etwas werden für städtische Zwecke, daran kann kein Zweifel sein. Der einzig in Betracht kommende Platz ist der jetzt vom Bezirkskommando und den städtischen Gebäuden an der Westseite der Betenstraße eingenommene Platz. Nur hier wird in zentraler und dabei freier Lage ein der Größe Dortmunds würdiges Rathaus erstehen können. Balthasar.“ Vermischtes. Bern, 25. Juli:(Zur Erschießung des Fremdenlegionärs Müller.) Nach zuverlässigen Mitteilungen hat die schweizerische Gesandtschaft in Paris dem Bundesrat einen Bericht über die Erschießung des Fremdenlegionärs Hans Müller eingesandt, aus dem hervorgeht, daß Müller nach den bestehenden Gesetzen rechtmäßig verurteilt und hingerichtet worden ist. Diese Gesetze sind keineswegs schärfer als in Deutschland oder anderswo. Man hatte also wirklich keinen Grund, sich besonders zu entrüsten. Paris, 25. Juli.(Die in der Angelegenheit des gestohlenen Perlenhalsbandes) von der hiesigen Polizei eingeleitete Untersuchung soll ergeben haben, daß der Diebstahl verübt worden sei, als das Paket sich nicht mehr unter der Ueberwachung der französischen Postbeamten befunden habe. Die Polizei beschloß, eine chemische Untersuchung des für die gefälschten Siegel benutzten Siegellacks vornehmen zu lassen, da diese vielleicht einen Anhalt für die Ermittelung des Diebes bieten könnte. Handel und Verkehr. Eisen= und Stahlwerk Hoesch,.=., in Dortmund. Unter Bezugnahme auf die in den letzten Tagen durch die Presse gegangenen Mitteilungen über die Höhe der Dividende des Eisen= und Stahlwerks Hoesch schreibt die Verwaltung dieses Unternehmens, daß irgendwelche Beschlüsse über die Höhe der Dividende noch nicht vorliegen und auch nicht gefaßt werden können, bevor der Jahresabschluß fertiggestellt ist. Harpener Bergbau=Aktien=Gesellschaft, Dortmund. Der Betriebsüberschuß des zweiten Vierteljahres 1913 betrug bei 75 Arbeitstagen 7885 700 Mk. einschließlich der Gewerkschaften Siebenplaneten und Viktoria=Lünen. Ein Vergleich mit den Ueberschüssen der Vorquartale und Vorjahre ergibt folgendes Bild: 1910/11 1911/12 1912/13 A A M 1. Vierteljahr. 4086000 3752000 6873000 2. Vierteljahr 4 490000 4 851000 5277000 3. Vierteljahr 4 806000 8906000 7008 700 4. Vierteljahr 8608000 6262000 7885 700 Insgesamt 16 435 000 18 891 000 26 044 400 Ohne Ub empfehle Sortn Hohen Verdier durch Versand v# Schonheitsmitteln. und Nebenerwerb. 9 unterstützung. Näh d. F. 33 Neukölln, dauptpost. Glänz. Berdienst, 1 Mk. monatl. erzielt Nebenerwerb Jed Verke LeibsigeCo Teipzig=Co. Mark 400 monatl. kann j. stre son, ganz gleich w. haft od. welch. Ber ernd verdien. Strei Sache, daher kein erforderlich. Nure zuverl. Leute wollkarte schreiben u. K a. Ann.=Exp. Daub Rbin. Konkurrenzlose R Leicht verkfl. klein haltsmaschine D. 9 u. D. R. P. ang., Herren in Vertrieb werden. Cotl. feste Postlagerkarte 93 per I. Für eine bestfund. Margarine welche nur Qualit Provenienz u. vor Geschmackes herste geeigneter Herr, de in Betracht kommer schaft, wie Kolon u. Buttergeschäfte und Konditoreien geführt ist und Er weisen kann, zur Uebernahme der Ver der bald gesucht. u. D. G. 9711 an veralstneeter: seis zersstscher Stadt auch die Verrfordern, soll num Stadtbaus angegeben, daß ein ariasräumen herrscht, straße mit„Verwalangefüllt ist, und prdneten saal halten werden, ndung der Fall sein Raum viel zu klein inas wohl geschaffen lich erleben wir es lichkeit wird, die an ße gelegenen GrundNeubau zu verwen„genialer“. Gedanke iereck zusammenzu. ir, diese Grundstücke kaum am Westensind. Zudem wäre wenn man an eine den wollte, fieht doch 1s wie eine geflickte brotzige Sandsteinderswordtstraße nicht t mit einem Kostenan dem außerordentate ein neues imn während Bochum n Preisausschreiben re kleinen Nachbarnen würdigen Ratei uns wieder mal ohnehin schon wenig er spießbürgerlichen flickt werden. Zeit etwas werden in kein Zweifel sein. ide Platz ist der jetzt n städtischen Gebäutraße eingenommene iler und dabei freier s würdiges Rathaus Balthafar.“ tes. rschießung des üller.) Nach zuie schweizerische Gedesrat einen Bericht ndenlegionärs Hans wvorgeht, daß Müller rechtmäßig verurteilt siese Gesetze sind keiland oder anderswo, Grund, sich besonin der Angelen VerlenhalsPolizei eingeleitete n, daß der Diebstahl aket sich nicht mehr rangösischen Postbesolizei beschloß, eine die gefälschten Sie. hmen zu lassen, da ür die Ermittelung lechehe. ch,.=., in Dortdie in den letzten renen Mitteilungen 8 Eisen= und Stahlaltung dieses Untereschlüsse über die vorliegen und auch evor der JahresabGesellschaft, Dortdes zweiten Viertelbeitstagen 7885 700 haften SiebenplaneVergleich mit den und Vorjahre ergibt 1911/12 1912/13 eschen arsien 4 851 000 5 277000 8 906 000 7008 700 6262 000 7 885 700 8881. 000 2804 40 konsequent täglich übt nach unseren nutnissen die denkWese 1 reichend) Mr..99. 5 440 uunr sterlandes wird (45324 nspektor pflicht gesacht. esen. . E. 4414 an Diese Worte ziehen immer weitere Kreise. Warum? Well Gebrüder Eppinghausen auf allen Gebleten der Wohnungskunst stets das Neueste bringen und die Firma In Bezug auf Auswahl und Leistungsränigkeit mit zu den ersten deutschen Unternenmungen zank. Der Erieig unserer WissjulngePrlssthung liegt in der beispiellos dastehenden Zusammenstellung nachstehender Wohnungs-Einrichtungen: 4 Zimmer 5 Zimmer 3 Zimmer 5 Zimmer Mk. Mk. Nik. MIk. Ohne Uberhebung dürfen wir die Behauptung aufstellen, mit dieser Offerte alle bisherigen Angebote welt übertroffen zu haben und empfehlen allen Verlobten, sich durch eine unverbindliche Besichtigung unserer Ausstellung über die neueste Stilrichtung zu orlentieren Im Interesse pünktlicher Lieferung ist es ratsam, mit den Herbstbestellungen nicht mehr lange zu zögern. Möbelfabrik K 1adurch Versand von Schönheitsmitteln. Haupt und Nebenerwerb Reklamezuterstützung,„Näheres u. d. F. 33 Neukölln, Berlin Saußtpok. Glänz. Berdienst, 150—300 Ml. monatl. erzielt auch im Rebenerwerb Jedexmany. Prospekte gratts. JuwelWerk. Leipzig=Co. 68030 Mark 400 monatl, kann i. strebs. Verson, ganz gleich wo wohnhaft od. welch. Beruf, dauernd verdien. Streng reelle Sache, daher kein Kapital erforderlich. Nur ehrl. und zuverl. Leute wollen,„Postkarte schreiben u. K. 2371 a. a Ann.=Erd. Daube u. Co, Voln.(452465 Konkurrenzlose Neuheit. Leicht verkfl. kleine Haushaltsmaschine D. R. G. M. u. D. R. B ang., soll rühr. Herren in Vertrieb gegeben werden. Gptl. feiste Anstell. Postlagerkarte 95 Hanns; ver 1.(45334 Ganeanietes Enthonmen be 50 M. monalich für die neue konkurrenzlose Unfall= und Sterbekasse auch für Bergleute, welche u. 17. 1II. 1913 vom kaiserl. Aufschtsamt in Berlin konzessioniert wurde, werden(45311 General-Agenten, Inspektoren u. Vertreter gesucht. Größte Verdienstmöglichkett für das Industriegebiet: den Herren, welche daran gelegen ist, sich im Versich=Fach hoh steigendes Einkommen zu verschaffen, mögen sich melden. General=Agenten anderer Branchen kann Hauptvertretung übertragen werden, Auch Nichtfachleute werden berücksichtigt und während der Probezeit dementsprechend bezahlt. Gefl. Oferten befördert u. O. K. 316 Hausonstoin a Vogler,.-., Dortmund." bei der einschl. Kundsch. im Kohlenrevier, Grosso u. tail, bestens eingeführt, von bedeutender Schokoladen= und Bonbonfabrik gesucht. Es komrzt, nur erstkl. Verkäuter in Frage. Schr. Ang. u. C. W. 9706 an d. Gen.=Ang. Dtm. Große Lebensversicherungs=Gesellschaft mit allen Nebenbranchen sohne Volk) Unsall= und Hast pflicht hat eine Generalagentur Vr. Asertot,perder Kewissiäten Angenebmes durchons Zuschüssen etc, werden bewilligt. Angenehmes, durchaus selbständiges Mandat., Nur Verkehr mit Direktion dirokt. Auch Nichtfachleute wollen sich melden, werden eingeführt, Streng diskrete Verhandlungen. Angebote unter u. B. 1374 befbrdert Rudolf Mosse, Hannover. 68855 EilRassfeter von erstklass, Pers.=Akt.=Ges. mit allen Branchen u. sofort bei festem, steigenden Gehalt und Provision gesucht. Pensionsansprüche können erworben werden. Gesunde, kautionsfähige, strebs. u. unbestrafte Bewerber woll. ausführl, Offerten u. 711 an R. Hartung, Witten, einreichen. 7 Für eine bestfund. rheinische Margarine-Fabrik welche nur Qualitäten best. Propenienz u. vorzüglichen Geschmackes herstellt, wird geeigneter Herr, der bei der in Vetracht kommend. Kundschaft, wie KolonialwarenI. Buttergeschäfte, Bäcker und Konditoreien usw. eingeführt ist und Erfolg, nach; weisen kann, zur(65871 Uebernahme der Vertretung der bald gesucht. Schr. Ang. u. D. G. 9711 an den Gevraletnarter Wortmapd. Dortmunder Grossbrauerei sucht zum sofortigen Elntritt einen jungen Mann nicht unter 17 Jahren, emit guter elementarer Schulbildung und schöner Handschrift, für leichtere schriftliche Arbeiten in der Fasskontrolle. Selbstgeschriebene Angebote unt. W. 470 an die AnnoncenEroeüition von Kmil Neuhaus, Dorimund. 4609 gent eit Sgradent Dnr RGIII güt. ev. M. 300.— b. Mt. 9. Rergensen& Co., Hamburg 22. Vornchme Eriedenr! Solventer. tüchtiger Herr gesucht(Apotheker oder Drogikt beggnget, der, Bihsitzns einer ig. Wggrialen zu gründenden, selbständigen„Filiale, eines schon bestehenden Lahgratoxiums und Vertriebs=Bureau pharm. chem. und chem.=techn. Präparate übernimmt. Branchetenntnisse nicht unbedingt ersorderlich, da Stammhaus beteiligt bleibt und größtes Entgegenkommen zusichert. Ernstl. Reflekt, die nachweislich über—10 Mille Barkapital versügen und eine einwandfreie Vergangenheit, haben, wollen hre Ofert, richten unter F. St. 367 an Kudolf Mosse, Straseburg i. Ale. 44822 Jüngerer Reisender Lagerist 18—20 Jahren, mit guter H im Alter von 18—20 Jahren.— 1. Oktober für Kurzwaren=Engros=Geschäft gesucht. Schr. Angebote mit Gehaltsanspr. u. Zeugmisabschrirten unter O. N. 4819 an den Geneval=Angeiger Dortmund erbeten. Die Stadt Neheim sucht zum Eintritt am 15. August d. J. auf die Dauer von—4 Monaten zur Aushülfe einen tüchtigen Techniker welcher Praxis in der Prüfung und Abnahme elektrischer Hausinstallationen besitzt. Meldungen mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen sind zu richt. an Herrn Ingenieur Karl Iffland, Doxtmund, Arndtstraße 70. Tacht. Hobiel für dauernde Beschäftigung gegen hoben Lohn gosucht. 44350 Kalker Werkzeugmaschlnenfaer. Breuer. Schumacher& Co., Art.-Ges., Cbln-Kalk. Flotter Schreiber ges. Off. m. Gehaltsanspr. u. B. E. 97ö9 a..=A. Dortm. Guschrgbenke e Fritz Vonnhoff, Dortmunder Grossbrauerei sähige Flaschenblerfahrer möglichst mit Kundschaft, gaegen hohen Lohn u. Provision. Schriftl. Angebote unter B. R. 4345 an den Generalanzeiger, Dortmund. Sasstecher nüchtern und suverlässig, werden eingestellt Gaswerk Brackel k. Asthnund NahalungeV.. wird von Maschtnenfabrik eingestellt. Belbetgeschriebene Angebote mit Lebenslauf und tröhestem Eintrittstermin unter L. O. 4410 an den General-Anselger, Dortmund, erbeten. Aeltever, absolut selbständ. Elektromonteur mit—5000 M. bar. Kapital sof,. als Teilhaher eines gut eingeführten Installationsgeschäftes gesucht. Schr. Ang. u. M. T. 4826 an den Gen.=Anz. Dortmd. Anstreichergehüll. sucht. J. Göttig, Recklinghausen=Süd, König Ludwig, Schulstraße 108. Suche der sofort, einen Lohonotbsiührer füx Lokomotive 40 H. P, 600 mm Spurweite. Schr. Angebote mit Zeugnisabschriften u. Gebaltsansprüchen an Josef Nierhoff, Unternehmer. Waltrop. Mehrere tüchtige gesucht. Wenkerstraße 17. Wantroter gesucht für Bouillonwürfel Mt..60, Vertreter Fliegenfänger Mk. 23.90, Zigaretten Mk. .50, Bfesermünzrollen Me. 17 b. Tausend fr. Helmich, Hanburg 25. Amerikanisches Unternehmen welches eine Piliale in Berlin zwecks Binführung einer Amerikanischen Erfindung errichtet hat, vergibt Alleinverkauf für Besirke an Leute, fähig einen„von Haus au Haus Vertrieb“ au organieleren. Der Artikel wird nicht an Oeschäfte geliefert, Pamillen haufen 10—40, Hotel, Calde u a. w. 90—-300 Sata. Ueber 100 000 Sats werden täglich in Amerike verkauft. Durch eine neue Binführungsmethode sind Wert und Notwendighelt bostenlos in einer Minute an demonetrieren. Ungewöhnliche Gelegenbeit ein rentables Oeschäft schnell aufaubauen. Besiche werden ner an dächtige Organisstoren, sventl. mit einigen Handert Mark Kapltal für Waren vergeben. Absolst hein Rleike. Master und ausführliche Rchlarungen tret.(49262 Evergrip Caster Co., Abt. 27, Berlin, Potsdamerstr. 13. 2 intelligente junge Leute u. ein Pootograph sofort gesucht. Vorgustellen zwisch. 7 und 9. Uhr abends.„ 1 Bissenkamp 1, 4. Gtg. Aüleknnertreten für erstkl. gesepzl. geschützte Pfa. Welt=Konsum=Actitel für dort gesucht Riesenumsatz u. enormer( Für klein. Lager sind N. 80 erforderl. Off, erb. u. A. Z. 10, Greis f.., poktl.— Altren. Zigarren=Fadrik sucht tüchtige(65837 Vertreter für Dortmund und Umgegend sowie Essen=Ruhr und Hochum Schr. Ang. u, Z. S. 4822 an d..=Ang. 9. Tüchtige Reisende, spielend leichter Verdienst bis 100 4 möchentlich, gesucht. Melden Sonntag zwischen 10 u. 12, u. Wochentogs. p.—10 U. Bekanntmachung. Tüchtiger Baegehife für d. Baubüro der hiesig. Stadtverwaltung„sofort gesucht. Das penstonsfähige Gehalt bebrägt je nach den Leistungen 1200—1400 Mk. Bei besonderer Brauchbarkeit wird eine Pebenein; nahme bis zu 150 Mark jährlich in Aussicht gestellt. Die Stelle ist einem Militüranwärter vorbehalteg. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeuanisabschriften alsbald, spätestens bis 1. August dis Is. erbeten. Schwelm, 21. Juli 1913. Der Bürgermeister: Pranscheid. Junger Mann für Kontor u. Kolontalwar.= Gesch z 15. Aug. nach auswärts gesucht. Schriftl. Ana. mit Gehaltsanspr. bei freier Station unter W. B. 65780 16. Laden Llan den Gier Anz. Tüchtige Schlosser und Nieter für Eisenkonstruktion sucht sofort Eisenhüfte Westialla Bochum. Reler Schlosser Nietenwärmer aeresirgeusr. tagen sucht(45309 Hug. Klönne. 30—40 Arbeiter erbalt, sofort, Beschäftigung. Näher. Wirtschaft Schröder, Lin Baren, am Bahnhot. und für Akkordarbeit sof; gesucht. Grät u. Comp., Eickel i.., Waugrschtt. Sattler= und Polsterer=Gehülfe gesucht. Julins Weygand, 5 Witten, Oberstraße 23. Zwei tüchtige Schuhmacher=Gehülfen für dauernde Arbeit sofort gesucht. Wilberg. Hörde, Ehausseestraße 56. 7 Ordl. Schuhmacherlehrling. gesucht. Roßstraße 81.— 7 Rüng. Fräulein für„Schreibmaschine und sämtl. Büroarbeiten a. 15. August nach Barop gesucht. Zu erfragen in der Geschst. dieser Zeitung. 44886 Wetter. „ Kastellan (Frau od. Witwe nicht ausgeschlossen), Schriftl. Meld. unter Beifügung etwaiger Empfehlungen sind an den Vorstand der Gesellschaft zu richten. Füchtige Anstreicher f. Eisenkonstruktion. Meldungen Portier Westfalig=Hütte, Lünen a. L. 4 Tüchtige Butzkolonne gesucht. Kreisbauten in Marten, Baugeschäft Saamer in Derne. „Fer 1. August wird ein solider, tüchtiger Fahrmann gesucht Gute Zeugnisse erforderlich. G. Sträter, Aplerbeck, Kolonialwaren engros. Fuhrmann für Nachttubrwerk„gesucht. Lukaszewski& Richter. 7 Suche per sofort einen 6 Erdarbeiter mit 1 Vorarbeiter sofort gesucht,(45314 Magnus Bischof. Baugeschäft, Werdohl. Suche per sofort gegen hohen Lohn 20 bis 30 elbecheiten. Jos. Rierhoff. Unternehmer, Waltrop. m üiter on 1c. 1r Jachen der mit Pferden umgeben kann. 45256 Fuhrunternehm. Fr. Reddig Volmarstein. Orsl. Rutscher, der auch Spedition fahren muß, bei gutem Lohn auf sofort, gesucht, Heinr. Becker, Annen. Jugendliche Arbeiter finden Beschäftigung. Deerk& Pleuger, Annen. Maschiucd. schreiberin die Kott stenographert und allgem, kaufm. Kennin. besitzt. für Fabrikbureau per I. od. 15, Sept, gesucht. Ausführl. Off. nur mit Bild unt. Angabe der Gehaltsanspr. unt. N. F. 4409 a. d. Gen=Anzeig. Dortm. find. Berücksichtig. Suche für meine Kolonialwaren, u. Drogenhandlung per sofort oder später eine durchaus tücht., brauchekundige 44908 Verkünferin. Alter nicht unt. 20 Jahren. August Müller, Unna.80, Miaschensiengen welche auch plätten kann, sofort gesucht gug. 65572 Hotel Middendorf. Für Anfang September Vetisehmäiehten gesucht. Hotel Königshof, Dortmund, Königshof. 65. Einl. Fraufein für den Haushalt gesucht. Dasselbe muß auch zeitweise am Büfett tätig sein., Wirt 25: Müller, Geisenkichen, Essenerstraße 109. Erf. Mädchen, Rademescher (tüchtiger Masseur) gesucht. Schr. Ang. u. O. B. 4368 an den Gen.=Anz. Dortmd. Tehrling mit guter Schulbildung w. v. mittlever General=Agentur per sofort gesucht. Genanntem wird Gelegenheit geboten, sich technisch in der Haftpflicht;„u. UnSe e lfalbranche auszubilden: bei Steinschlager autem Einschlagen auch in Steinschläger“ der Feuer=Versicherungsbr. gegen hohen Lohn ader in Selbstgeschriehene BewerAklord für dauernde Beschaf, Echofzenguige erbeten. Schr. Ang. v A. G. 4385 an den Gen.=Anz. Dortmd. sche bche Sscehe a. Kaiser=Wilhelm=Allee 68. Sollder Arbeiter f. Anstreichergesch., dauernd ges. Hohensyburgstr. 78. 1 —5 geübte tigung gesucht. Tienken u. Kirchheiner, Baugeschäft, Lendringsen bei Renden. Neuer Tüchtiger model-Schreiner bei hohem Lohne und dauernder Beschäftigung sofort seluch. Ws. 5ss Fr. Grsppel Frauenberuf. Gute Existeng bietet alte, Aktien=Gesellsch, einer fleißig., geschäftstüchtig. Frau oder ält. Fräulein, im Außendienß. Selb. Beruf ist auch als Rebenbeschäftig. zu betr. Schr. Ana u. S. H. 9698 Tücht. zädchen bald für klein. Tamihse hoh. Lohn ges. Schrift Meld, an Frau Marie Riecke Bohwinkel. Bei Dienstantritt wird Reise vergütet. Ein tüchtiges, sauberes Mädchen welches kochen kann, zum 2. August gesucht. Wirt Schmitt, Vornstr 999 Peüihchen welches schon in Wirtschaft tätig war, zum sofortigen Pstarit sr16. Näheres in der Geschäfts. stelle dieser Zeita. 46289 Verlchene stehe nüchste Seitz, KK P GPEPPGPE Beachten Sie mein ausführl. Preis-Angebot in der Montags-Nummer dieser Zeitung. für den am 28. Juli beginnenden Verkauf von ca. 1UU0U Paar „„"— uner Socken (Restbestände und Lager-Posten erster Fabrikanten) Weit unter regulären Preisen. 1 1Verkaufenn für unsere grosse Abtellung Gardinen und Dekoration sofort gesucht. Nur Damen die den Artikel genau kennen, werden berücksichtigt. Photographie, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüche erbeten.— Leonh. Tietz.-e. Elberfeld. Auf August oder Sept. bess., i. Kochen erfahrenes Mädchen oder Köchin für Küche und Hausarbeit gesucht. Bei baldigem Eintritt könnte noch mit zum Sommeraufenthalt. Zweitmädchen vorhanden. Näheres Frau E. Duisberg. Barmen, Tölleturm. Prop. Mädchen f. alle Hausarb. auß. Wäsche von ausw. z. 1. Aug. gesucht. Wallvabestvaße.( Mädchen nach Metz f. sämtl. Hausarbeiten und etwas Kochen in kl. besseren westf. Haushalt ges. Reisevergütung nach einem Jahr. Schr. Ang. m. Zeugnisabschriften u. M. Z. 4820 an den Gen.=Anz. Dortm. Suche f. sof. o. spät. ein bess. Mädchen für Küche u. Hausarb. bei mmilienanschluß. Lohn nach Uebereinkunft. Frau H. Schwerter, Eichlinghofen bei Barop. Properes ev. Schulmädchen zu 2 Kindern, 7 u. 8 Jahre, u. für etwas Hausarb gesucht bei Familienanschluß. Kleidung frei. Frau Guts. besitzer Fr. Matzmann jr., Kessebüren bei Unna. Buchhalter, bilanzsich., erf., sucht sof o. sp. St. Ang. u. A. T. 9589 an den Gen.=A. Köchlenrmäuchen u. Hausmädchen s. Stell. i. Dortm.. Mitte Aug. oder 1. Sept. Off. u. E. H. 4816 an den Gen.=Anz. Dortm. Gebild. Fräul., 26., sehr gut empfohl., sucht f. einige Stund. ds Tag. Beschäftig. i. Haush. Schr. Ang. u. U. O. 9700 an Gen.=Anz. Dortm. In Marxion inmitten des Niederrheinischen Industrie=Gebiets ist in allerbester Geschäftslage Hauptverkehrsstraße, Laufseite, ein zufällig freigewordenes Aelt. selbständig. Mädchen sucht sofort Stelle. Große Heimstraße 64, pt. gese Badchiokal grossen Schaufenstern und chllessenden 2 Zimmern und Pr. Frau f. Vor= u. Nachm.= Putzstelle v. abends Büro z. reinig. Richandstr. 10a, II. I. mit 8 schönen, eventl. daran anschllessenden 2 Zimmern Lagerraum sofort oder später zu vermieten. Näheres durch die Expedition des„Hamborner General=Anzeiger“ in Marxloß. 44513 verheir dr. Mann gedient, m. g. Handschrift, sucht St. als Bote, Kassier., Lagerist od. dergl., auch würde er Filiale übernehm. Kaution vorhanden. Off. u. A. 380 a. d. Agent. d. Ztg. in Schwerte. Junger Mann 26 J. alt, gelernt. Maurer, als Polier tätia gew., der 3 Semester Kgl. Baugewerkschule besuchte, sucht z. 1 Sept. Beschäftigung auf Büro oder Baustelle. Schr. Ana. u. A. B. 850 a. d. Gen.=Ang, i. Hörde. Selbständiger Bäcker sucht Stell. bis Anfang Aug., am liebsten in Großbetrieb, auß. Kost u. Log., mögli. in Dortmund. Schr. Ang. u. P. T. 9699 an den Gen.=A. D. Ig. Mann, sucht Stell. als Rolgs Gesucht ein älteres Mädchen od. alleinsteh Frau, die melken kann: spät. Heirat nicht ausgeschlossen. Vorstellung Montag Ludwigstraße 12.( Monlag. Ludwigstraße 12. Schulentlassenes Mädchen für ganz ges. Frau Winter, Große Heimstraße 70. Mädch. ges. Oesterholzstr. 18 Morg.=M. Johannesst. 10% II. In einen Haush., wo die Frau fehlt, wird v. sof. eine füchtige Haushälterin aus d. Arbeiterstande ges., am l. Ww. ohne Anb. im Alter von 30—40 Jahren. Off. u. 845 an die Geschst. dies. Ztg. in Hörde. Per sofort schicke 4959 Bardamen und Rundtänzerinnen ges. Angebote mit Photogr. erb. Pavillon Mascotte Düsseldort. Schulfreies Mädchen Brötchentragen gesucht. Hobestraße 59½. Bolontär z. 1. Oktbr. in einem Bureau, hat Kenntn. in Buchführ., Stenographie und Englisch und Französ. Schr. Ang. u. B. V. 9659 an den Gen.=Anz. Dortm. Wirtssohn, 18 J.., sucht Stell. als Volontär in ein. Hotel=Restaur. Walter Koch, Bielefeld, Herforderstr. 78. Für einen 19 J. alt. jung. Mann wird eine Lehrstelle Mann wird eine Lehrstelle für sofort oder 1„Oktober in einer Eisen=, Holz= od. Kohlengroßhandl. ges. Berechtigungsschein z. Einj. Dienst sor5: Schr. Ang., u. F. C. 9710 a. d. Gen.=Anz. Dtm. 29j. katb. Beamten=Wwe. sicht Stelle g. uur Stelle z. Führung des Haush. in bess. ruh. Hause. Gefl. Off. u. H. M. postlagernd Gelsenkirchen. Köchin sucht Stellung in Hatel=Restaur Eintritt klein. Horei=Restaur. Eintritt 497•0 kann sof. od. 1. Aug. erfolg. Schriftl. Ang. u. D. V. 9614 an den Gen.=Anz. Dortm. 2 junge Mädchen such. Stell. als Servierfräul. oder ähnlichen Posten. Schr. Ang. u. M. H. 9692 an den Gen.=Ang. Dortm.) Lagerräume ed. Größe, abgeschl., im in jed. Zentr. der Näh. L hgeschl., im Stadt bill. z. om. Lukaszweski u. Richter Herrsch. 1. Etage 6 Zim., Küche, Bad, Diele, Balion, Mans. etc. im Zentrum, per Oktob. zu verm. Näh. Leipzigerst. 3, Tel. 1174 Ladenlokal mit oder ohne Wohnung zu vermieten. Näh. Hohestraße 75, 1. Et. Für Spezereigeschäft. Schöner Laden mit groß. Zimmer sof. preisw. zu vermieten. Näheres im Möbelgeschäft Gerberstraße 10. Dauenlekar mit od. ohne Wohnung, für jedes Geschäft passend, zu vermiet. Rheinischestr. 82. 4 2 moderne 36099 Ladenlokale Kaiserstr. 33, evtl. mit 3 Zim.=Wohn. zu vermieten. Winckler, Kaiserstraße 24. Mod. Ladenlokal am Westenhellweg 91=93, m. 100 Om. Grundfläche und gleich großem Lagerraum, sgfert oder später zu verm. Näheres im Hause. 15875 Tabentokal in bester Lage Annens, mit ca, 80 Quadratm Grundfl., mit oder ohne Wohnung z. 1. Januar 1914 billig zu vermiet. Näh. Ausk. erteilt Dietrich Köster jr. Architekt Annen i. 29. Seltche Geiegennelt. Ein Ladenlokal erstklassige Lage in Mengede als Spezialgeschäft der Lebensmittelbranche billig zu vermieten. Näheres Fritz Wienholt, Dortmund, Kronenstraße 39. Mittieres Ladenlokal Bess. Fräulein, in der Restaur.=Küche u. am Büfett bewand., sucht zum 15. Aug. Stellung, am liebst. am Büfett. Schr. Ang. u. L. v. 9695 a. d. Gen.=Ang. 2. in dem flott. Delikatessengeschäft betrieb.., mit oder ohne Wohnung sof. o. spät. zu verm. Auch für jed. and. Geschäft geeignet. Näheres Winkelmann, Rolandstr. 1, 3. Etage.— Hochheraschaft. Eige 6 Zimmer, Küche, Bad, Balkon, Winterg., 2 Mans. und sonst. Zubehör, per Lkt. d. J. zu vermieten. Leipzigerstr. 28 Kont. Pöbl. Zimmer, Klavier u. elektr. Licht, z. 1. 8. zu vm. 1. Kampftr. 38, 1. 2 H. k. 2 einz. einf. möbl. Zim, erh. Leopoldstr. 21,.( Möbl. Z. m. Herd u. Lschl. Bett z. vm. Alsenstr. 38. Frdl. mbl. Zezzm. g. Pens. a. s. z. om. sußzstraße 31, 1. Saub. Zim. mit 2 Betten zu verm. Friedrichstr. 51, 1. Frdl. möbl. Zimmer zu verm. Nikolaistr. 21, 1. Et. 2 anständ. prop. Leute erh. Schlafstelle. Schillerstraße 34, 3 Treppen Schlafst. fr. evtl. m. Kost. Scheffelstr. 93.., a. Hackländerplatz. 1 Schlafstelle frei. Träger, 1. Kampstr. 1, IV. Propere Schlafstelle frei. Langestraße 73, pt.( Schlfst. frei. Kielstr. 34, I. I. Schlfst. Baumstraße 40, III. V. Schlfst. Friedrichst. 12a..r. Schlfst. fr. Stolzestr. 17, pt. K. u. L. fr. Rheinischest. 578, I. Familie sucht per 1. Sept. eine Part.=Wohnung von 3 Zim., Küche evtl. wenn mögl. m Veranda i. Süd. o. Südosten. Off. u. V. B. 9705 g. d. Gen.=Ang. D. 3 Zimmer mit Veranda, geschl. abgeschl., von kl. anst. Fam. zum 1. Sept. zu mieten ges. Schr. Ang. u. G. L. 9691 an den Gen.=Anz. Dortmd.( Jg. kinderl. Ehev. sucht per 1. 10. cr. 3 Zimm.=Wohn. i. ruh.., Südstadt bevorz Gefl. Off. m. Preisang. erb. u. U. 404 a. Haasenstein u. Vogler,.=., Hannover. Rechtsburo B Billige schriftl. Aufhebu Brüderweg 31. je Bearbeitung sämtl. Sachen. Sofortige hehung von Pfändungen. Anfertigung v. Sicherungsverträgen. B. Boeckhorft. kaufm. u. gewerbi. PrivalFortbildungs-Schule 23-jähriges Bestehen Dortmund Burgwall 87— Aut dem Berge 25 P- Danenbart-k—=Zimmer=Wohn. im Süden od. Osten für bald gesucht. Schr. Angeb. mit Preisangabe u. R. V. 9701 an den Gen.=Anz. Dortm.) Saub. abg. 4 Zimm.=Wohn. Nähe Kaiserstr. z. 1. Sept. von ruh. Fam. ges. Ang. m. Pr. nach Stolzestr. 19, I..( Brautleute such. z. 1. Sept. 2 Zimmer-Wohnung, part. J. Schäfers, Robertstraße 31 Brautpaar sucht sof.=Zim.= Wohnung im südl. Stadtteil. Schr. Ang. u. R. M. 9605 an den Gen.=Anz. Dortmd.( Gul mobi. Zinllmher ruhig u. ungeniert wünscht uhig besserer, netter Herr vom 28. Juli bis 1. Sept., evtl. schles. Pension. Freundl. ausführl. schriftl. Angebote, auch mit Preis unt. B. R. 4818 a. d. Gen.=Anz. Dortm. 6r. Wohnung mit allen Bequemlichkeit., Nähe Westenhellweg, Süd= o. Ostviertel, an Straßenbahnlinie geleg., zu mieten gesucht. Offert. Postschließfach 311 Essen=Ruhr. 4 Gesucht wird zum 15. Sept. oder 1. Okt. möglichst im südl. Stadtteil moderne herrschaftliche Etage mit—7 Räumen, Küche, Bad u. reichlichem Zubehör klein. Einfamilienhaus. od. kein. Einsamil#enhaus. Schr. Ang. mit Preisang. unter O. P. 4814 an den General=Anzeiger Dortm. Eine Wohnung von 4 Zim. nebst Hofraum, Stallung u. Lager gesucht z. Septbr. oder Oktober. Schr. Ang. u. O K. 9694 an den Gen.=Anz. Dortmd.( Bess Handw. s. sep. möbl, Zimmer i. Norden. Schr. Ang. u. A. U. 9704 an den Gen.=Anz., Dortm.( Reisender sucht frdl. möbl. Logis, sep. Eing., in ruhig., kinderlos. Haushalt auf 1 Monat Offert. mit Preis an Schindler, Berlin=Friedenau Vornstraße 12. Plätterin nimmt bess. HerrenDamenwäsche an z. schen u. Glanzbügeln. Wunsch wird abgeholt. Feldherrnstr. 22..,.I und WaAuf Jackenkleid. u. Mäntel w. schick u. saub. u. Garant. v. 15 Mk. an, angef. P. Schröder Schüchtermannstr Anstreicher= u. Tapezierarb. werden übernommen in Pauschalsumme, auch nach auswärts. Schr. Ang. u. W. C. 9683 an Gen.=Ang. Dtm. Dam.= u. Kindergard. w. gt. u. bill. angef. Maria Oexmann, Westenhellweg 117.( sowie sämtl. Teintfehler beseitigt unter Garantie Frau Schurig Nachf., Ostenhellweg 28, 2 Et. Vorzüge Aastalt:4 1 Unterricht=Erteilung vom SchulVorsteher unter Mitwirkung #tüchtiger— behördl. g Fachlehrer, wodurch der Lernenden zweifellos 45074 schiedenartige Vorbildung berücksichtigt werden kann. me= 2) Die Durchnahme aller für eine gute Büro-Vorblldung erforderlichen Fächer, wie: Rechtschr., Schön=Schnellschr., kaufn. Rechnen, Kontor= u. Wechselkunde, Korresp., Buchführ.(einf., dopp. amerik.), Stenogr., Maschinenschr. 2c. ne- 3) Förderung der Lernenden durch regelmäßiges Aufgeben von häuslichen Uebungen, Klassenarbeiten, eingehendes Besprechen Dr. Ezitpiebe Inetstut dr Koreikturen u. I. v. Dr. Sziiiens Mstliuf##., 4) Berichterstattung an die Angehörigen minderjährign Schüler über Fleiß, Leistungen 2c. Nähere Auskunft und Anmeldungen im Schulhause Gründl. Buchführungsunterr. d. erf. Revisor. Schr. Ang. u. M 9.20 g(B M. Dtm. A. B. 9429 a..=A. Düsseldorf Uo bereitg. f. Sexta=, Prima=, ut Reife=, Prima=, Fähnrichs*= u. Einj.Prüf. Internat. Glänz Erfolge. Mäß. Preise, I. Ref ägr. Sachson. rechnikum Mittweida Direktor: Professor Holrt. Höheres technisches institut .Elektro-.Maschinentechnik. Sonderabteilung. f. Ingenieure, „Techniker u. Werkmeister. Lehrfabrik-Werkstätten. I Ilteste.besuchtoste Anstald Provramm eto. kostonlos .Sekrstariat. Jurist. Repelltertum in Dortmund. Ferienkurs u. d. gesamte Rechtsgebiet (Klausuren). Rechtz. Anmeld. erb. Postlagerkarte 174 Dtm. Kaufm. Ausbildung Damen und Herren jeden Standes welche für eine bessere Stellung im Bureau Interesse haben, erhalten in meinen Unterrichtsräumen eine erfolgreiche und bilanzsichere Ausbildung in dem gesamten 39496 .#ungswesen (oinfache, goppelte und auch amerikanische). Jede Schülerin und jeder Schüler wird durch Einzelunterricht derart herangebildet, daß ein Erfolg nicht ausbleiben kann. Auch wird der Unterricht nicht von Lehrern, sondern stett von dem Unterzeichneten selbst erteilt. Anmeldungen erbitte ich in meinem Büro Wissstrasse 38 I, Ecke Prinzen= u. Wißsr. Gerhard Sändker, Bücher-Revisor. Shadfeul-Schafs Enghsch. Beginn neuer Kurse pro Stunde 75 Pf. Probest, frei ohne Verbindlichk. Zari) s Sch00f Kalserstr. 10, II. Fernr. 1689 Diplom. Nationallehrer. Uebersetzung schnell u. billigst. Behördlich konzessionierte Dortmund, Andreasstr. 6 a. Tages-, Hbend- und Sonntags-Kurse unter Leitung von Fach=Ingenieuren. Grosse Werkstatt. Garage und Vulkanisier-Anstalt. Prospekte frei. Eintritt täglich. Vorkenntnisse nicht nötig. Chauffeurschule Electra Dortmund Steinstraße 18 Fernrul 3752 Bedeutendes Institut Deutschlands. Prima Referenzen. 14jährige Erfabrung. Prospekte gratist. TechnikumGera K.. Englisch Französisch Spanisch elc. Segründet 1883. Baugewerkschule. Reifeprüfung staatlich anerkannt. Beginn: 27. Oktoder 1913. Prospekte kostenlet lernt man schnell und gründlich in der Oktoder 1913. Prospekte Ingenleur- Akademie* Wismar, Ost309, Ignlasst, Soging. bssastz## ens Archltehten.—(Eisenbesonben und Kulfurtechnik.) Nene Ladorsiorien.—b) BerlitzSchool Ladenlokal Hansastrasse 30 icke Westonhellweg Telephon 1887. Westenhellweg, Brückstraße, Münsterstraße gesucht. Offerten unter W. K. 9542 an den GeneralAnzeiger Dortmund. 64661 In Dortmund, Hörde oder nächster Umgebung wird ein Ladenloka’ mit Einrichtung für Kolonialwarengeschäft zwecks Eröffnung einer Filiale gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unter E. L. 4401 an den General=Anzeiger, Dortmund. 45094 Probestunde gratis ine Verbindlichkeit. Uebersetzungen mödenAkadehnie h. Tahke. ewissenhaft, prompt nd billig in allen europäischen Sprachen. Zuschneide- Kurse für Directricen und Schneiderinnen Vorbereitungskurse für die Meisterprütung praktische Kurse für den Hausbedart beginnen wieder am 18. und 10. September. Persönliche Anmeldungen werden bis zum 4. August und vom 8. Septhr. ab ontgegengenommen, da in der Zwischenzeit geschlossen ist. 65805 Schriftl. Auskunft und Prospekte auf Wunsch jederzeit. Dortmund Holllgerweg 13, I. S 5E & Snss 9 E 8 5 8 555 S am FEHOEE I SSESSE g FSSSSASS S ES SCOTESRE ##8xE # G 5.5 ug .5 5 8 #nE 55 5 S SOEE Boseir ETUELS SS uSE S S 5 5 S8XRE 8 S 55 ..2“ W SgERL „.SSN .=05n SSSE EE S• 4 SSGSSS SEB • RS.SPGFE RPARSES B„ BES ###ESESEE S 0SE S 8SEE5 S:a S# S#gs#-#gg 8 3 -T: P 183.38 S25 20 15 m a 5510" 9950 9% S• 0 S 8555 Nans S 5S—8 fahrer, den sie borhin fahen. Die Tochter hielt nun die Türklinke in der Hand und ließ den Mann mit dem Rade an sich vorbei in das Haus fahren. Dieser stellte sein Rad im Flur an die Wand und Fiel, ohne ein Wort zu sagen, über das Mädchen her. Er schlug es mit den Fäusten auf den Kopf, so daß es zu Boden fiel, und versuchte ihm dann die Handtasche zu entreißen. Die Ueberfallene warf diese jedoch der Mutter zu, die vor Schreck in Ohnmacht gefallen war. Die Hilferufe der Tochter waren von einem im Hause wohnenden Zigarrenhändler gehört worden, der sofort hinzueilte. Jetzt ließ der Räuber von seinem Opfer ab, schwang sich wieder auf sein Rad und entkam in der Dunkelheit. Eine halbe Stunde später wollte die Witwe., die ebenfalls in dem Konzert war, ihre Wohnung aufsuchen. Als sie den Hausflur betreten hatte und die Tür von innen schließen wollte, wurde diese aufgerissen. Es war derselbe Räuber, der jetzt der alten Dame an die Kehle sprang, sie am Halse würgte und versuchte, ihr die Handtasche zu entreißen. Die Ueberfallene wehrte sich aber aus Leibeskräften, schlug auf den Räuber ein und muß ihn wohl auch verletzt haben. Ihre Hikferufe wurden ebenfalls gehört, doch entkam der Täter auch diesmal auf seinem Rade. Mit diesen nächtlichen. dreisten Ueberfällen beschäftigt sich jetzt die Neuköllner Kriminalpolizei. Es gelang jedoch bisher noch nicht eine Spur von dem Räuber zu finden. Den Sturz mit dem Rade hatte er ohne Zweifel nur inszeniert, damit Frau W. und ihre Tochter stehen bleiben. Da diese aber, ohne sich um ihn zu kümmern, in das Haus hineingingen, verfolgte er sie bis dahin. Der Räuber trug eine Postillonuniform mit Dienstmütze, während das Rad ein Privatrad war. Der Räuber ist ungefähr 1,70 Meter groß und hat blondes Haar und Schnurrhart. Er ist ungefähr 30 Jahre alt. Das Frau Auufter fagl. Geehrter Herr Redakteur! Vorige Woche habe ich einen furchtbaren Auftritt mit den Saufkumpanen meines Mannes gehabt. Wissen Sie, nebenan bei uns, im„Blauen Affen“, da hat er seinen Stammtisch und da hecken sie immer die tollsten Sachen aus. Ich will es nicht haben, daß er da hingeht; aber was kann eine schwache Frau gegen das Mannsvolk ausrichten? Wenn er fortgeht, um etwas zu besorgen, dann sage ich für ihn: Anton, daß Du mir nicht in den „Blauen Affen“ gehst, ich kucke aus dem Fenster Dir nach und wenn Du reingehst, so komme ich nach und hole Dich von Deinen Kumpanen weg, daß Dir Hören und Sehen vergeht!... Na, er schimpfte denn nun ein bißchen in sich hinein, aber er gehorchte doch, wenns ihm auch schwer fällt. Ich sah, wie's ihm ordentlich in den Beinen zuckte, als er an der Tür des„Blauen W Gestern Abend war er schon wieder lange Zeit: fort und ich kucke aus dem Fenster, um nach ihm zu sehen, da ruft unsere Nachbarin, Frau Müller, mir zu und sagt:„Frau Quaßlern, sehen Sie lieber mal nach ihrem Mann, der sitzt im„Blauen Affen“ und ist verrückt geworden!" Mein Gott, ich kriegte einen Schrecken, daß mir die Beine unterm Leib einknickten, aber dann riß ich meine Schürze ab und rein in den„Blauen Affen". Was müssen da meine Augen sehen? Mein Mann sitzt aufm Stuhl, den sie auf den Tisch gestellt haben, vor der Wanduhr, hat die beiden Zeigefinger in die Höhe gehoben, wipp wappt mit dem Kopf einmal nach rechts, einmal nach und sagt dabei:„Rechten Linken, Speck und Schinken“, je nachdem der Zeiger der Uhr nach rechts oder nach links geht. Anton, schreie ich, was soll dies und was heißt dies und will ihn anfassen. Aber er stößt mit den Beinen nach mir und will keinen an sich rankommen lassen. Seine Kumpane aber stehen alle um den Tisch rum und können sich vor Lachen gar nicht mehr halten. Da wars aber mit meiner Geduld aus. Ich nach dem Garderobenständer hin, den dicksten Stock herausgeholt und auf die ganze Gesellschaft losgeprügelt, daß sie aus der Hintertür flüchtete, wobei mein Mann im Gedränge auch was abkriegte, sodaß er vom Stuhl auf die Erde fiel. Während ich ihn aufrichtete und ihn schüttelte, sagte er:„So, nun sind die fünf Mark futsch und Du bist schuld. Nun kannst Du Dir gefälligst die Nase wischen. Fünf Minuten fehlten noch, dann hätte ich die Wette gewonnen gehabt!“ Was für ne Wette, Anton, frage ich, komm doch zu Dir! Denn ich glaubte wirklich, er sei verrückt geworden. Da kams denn nun raus, daß er gewettet hatte mit seinen zreunden, er könne nicht eine halbe Stunde dor der Wanduhr sitzen und sagen:„Rechten, Linken, Speck und Schinken!" Er dürfe sich aber nicht unterbrechen und nichts anderes dazwischenreden. Dann solle er fünf Mark haben. Als die Ultbrüder dann meinen Mann so weit gehabt hatten, daß er sich so zum Fatzke machte, hatten Sie zu mir rumgeschickt, denn sie wußten, wenn ich käme, würde es mit Antons„Rechten, Linken, Speck und Schinken“ ein schnelles Ende gehmen. Ich kochte vor Wut und konnte erst gar nichts rausbringen. Was war da auch viel zu reden, wenn man sich einmal zum Narren gemacht hat. Ich nahm also meinen Mann beim Arm, aber in der Tür sagte ich doch noch für den Wirt: Wissen Sie, Herr Wirt, was wir hier in Dortmund haben müßten? Und was ich im General=Anzeiger mal anregen werde? Suffragetten müssen wir haben, wie in London, die solche Kneipen, wo die Ehemänner erst bekneipt und dann verrückt gemacht werden, kurz und klein schlagen und den Wirt dazu. Und dieses stelle ich hiermit zur Diskussion und bin bereit, der Hauptmann zu werden von den Suffragetten und bitte um Zustimmung meiner Mitschwestern. Womit ich verbleibe Ihre geeh... Frau Quaßler. begangenen Verbrechen seien beispielsweise einzelne näher angeführt: Korporal S. Bogdanowitsch sagte aus, daß ihm auf Befehl eines bulgarischen Offiziers ein Ohr abgeschnitten wurde, um zur Aussage über die serbischen Truppen gezwungen zu werden. Die Soldaten Nikolitch und Kraintchinowitsch(vom 6. Inf.= Regt.) wurden„nachdem sie bereits verwundet waren, durch sieben bezw. neun Bajonettstiche schwer verletzt. Der Soldat S. Rokitch, der jetzt schwer verwundet darniederliegt, sagte aus, daß Oberstleutnant Tilow, Kommandeur des 12. bulgarischen Regiments, nachdem er bereits zusammengebrochen war, den Befehl gab, auf ihn noch zu schießen, wobei ihm eine Kugel durch den Mund drang. Bei Istip wurden Soldaten mit abgehauenen Köpfen gefunden; einzelne fand man mit abgezogener Gesichtshaut und ausgestochenen Augen; einzelnen wieder ist der Mund bis zu den Ohren aufgeschnitten, der Bauch aufgeschlitzt und die Eingeweide herausgenommen. Laut Berichten des Kommandeurs des 2. serb. Inf.=Regts. sind alle Verwundeten, die auf dem Schlachtfelde liegen geblieben sind, von den Bulgaren nachträglich massakriert; unter diesen befanden sich auch Offiziere, wie z. B. Oberleutnank Milan Ristowitsch, Feldwebel Raketitsch und Peschitsch und viele Soldaten, deren Namen ebenfalls festgestellt wurden. Bei der Position„Retki Buki“ wurden ebenfalls ein serbischer Offizier und 30 Soldaten gefunden, bei denen man feststellen konnte, daß sie anfangs minder oder schwerer verwundet waren und daß ihnen erst nachträglich die Schädel durch Axthiebe zertrümmert worden sind. Der Kommandeur des 2. serb. Inf.=Regts., der Kommandeur des Donau=Kavallerie=Regts. und der Kommandeur des 4. Bataillons des 2. Regiments berichten, daß sie einen serbischen Soldaten aufgefunden haben, der verbrannt worden ist, der blutige Verband neben der Leiche zeigt, daß der Betreffende ebenfalls verwundet gewesen sein muß. Außerdem wurden auf den von den serbischen Truppen wiedereroberten Positionen serbische Soldaten aufgefunden, denen als Verwundete die Augen ausgestochen, die Schienbeine zerschlagen, die Gesichtshaut abgezogen und die Kiefer zerschmettert worden sind. Ein Soldat sagte aus, daß ihm, als er bereits schwer verwundet war, die Hand seitens eines bulgarischen Offiziers gebrochen wurde. Auf dem mazedonischen Kriegsschauplatze haben nicht requläre bulgarische Truppen(Komitatschis) Dörfer und Saaten in Brand gesteckt, die Einwohner niedergemacht. Außerdem pflegten gerade die Komitatschis nach beendeten Kämpfen zwischen regulären Truppen, während die Verwundeten hilflos lagen, diese hinterrücks niederzumachen. Gelegentlich des Eindringens der bulgarischen Armee in das serbische Staatsgebiet wurden alle Dörfer, durch welche die bulgarischen Truppen zogen, geplündert, in Brand gesteckt und viele Einwohner getötet. Der Kreispräfekt von Timok berichtet, daß er über 40 Vergewaltigungen an Mädchen, unter denen sich auch Kinder im Alter von zwölf Jahren befanden, festgestellt hat, und selbst gegen Greisinnen richtete sich diese Roheit. Die Stadt Knjazewatz wurde gänzlich ausgeplündert und ein Teil derselben eingeäschert. Affen“ vorbeiging. Aber er ging weiter, nachdem er vorher noch ängstlich nach unserm Fenster geschielt hatte. Ich freute mich ja nun über Gehorsam; aber was ich armes Weib ja nicht ahnte, war, daß er von hinten über einen Nachbarshof in den„Blauen Affen" kletterte und dort stundenlang saß, während er mir nachher erzählte, die Gemüsefrau hätte ihm auf drei Mark nicht rausgeben können und er hätte so lange nach klein Geld laufen müssen oder irgend so ein Geschmuse. Die bulgarischen Grausamkeiten. Berlin, 25. Juli. Die serbische Gesandtschaft in Berlin gibt folgenden Bericht heraus: „Sowohl gelegentlich des bulgarischen Ueberfalls und bei den späteren Kämpfen auf dem mazedonischen Kriegsschauplatze, als auch beim Eindringen in das serbische Staatsgebiet haben bulgarische Soldaten Grausamkeiten schlimmster Art nicht nur an den wehrlosen Verwundeten, Greisen, Frauen und Kindern begangen, sondern sie haben auch in der gröblichsten Weise Hab und Gut der einzelnen vernichtet und ganze Ortschaften dem Boden gleich gemacht. Um diese Verbrechen festzustellen, bei die serbische Regierung sowohl einzelne Konsuln fremder Staaten in Uesküb als auch ausländische Aerzte und Journalisten ersucht, sich an Ort und Stelle zu begeben, um sich davon zu überzeugen. Von den vielen seitens der bulgarischen Soldaten Ein Buch für alle, die über die heute so wichtig gewordenen kolonialpolitischen Fragen mitreden wollen! Das neue Budalrika von Paul Samassa. Folgende Stichworte aus dem Inhalt mögen beweisen, wie interessant das stattliche und preiswerte Buch ist: Der Burenkrieg.— Rassenfragen.— Wirtschaftliche Zukunft.— Das Südafrikanische Deutschtum.— Das Afrikanertum.— Schul= wesen.— Sprachenfrage als Brotfrage.— Beurteilung englischer Macht.— Versäumte Gelegenheiten.— Die Debeerskompagnie.— Geschäft und Politik.— Diamantensteuer und Schutzzölle.— Der Gentlemen=Farmer.— Lord Milners Kindergarten.— Die kostbaren Gouverneure.— Technische Fortschritte.— Schwarze und weiße Angestellte.— Die Bastard=Bevölkerung am Kap.— Tätigkeit der Missionen.— Wahlrecht des Farbigen.— Besteuerung der Eingeborenen.— Maßregeln gegen die Kulis.— Russische Juden.— Erschwerung der Einwanderung.— Getreidebau. — Viehzucht.— Forstwirtschaft.— Klima.— Politik der Gewalt.— Verkehrssprache und Eingeborene.— Verhältnis zum deutschen Reich.— Rascher Wechsel der Konsule.— Deutscher Handel und deutsches Kapital.— Wir müssen wollen! usw. 416 Seiten Umfang! Remittenden=Preis statt .50 Mk. nur 45 Pfg. Elegant gebunden nur 95 Pfg. Krüger, G. m. b. H. Modernes Antiquariat, Dortmund, Krüger=Passage. Nach auswärts nur gegen Einsendung von 75 Pfg. resp..25 Mk. franko. K K R Tägliche Gratisbeilage zum Dortmunder General-Anzeiger. Nr. 204. Sonntag, 27. Juli 1913. Ruttensunger! 8 Roman von M. Kneschke=Schönau.(Nachdruck verboten.) Während Gotthard Steinhausen und Tante Malchen sich von der Aufregung dieser Szene zu erholen suchten, ertönte die elektrische Glocke der Gartenpforte und Schritte nahten sich der Veranda. Steinhausen sprang auf und ging der behäbigen Männergestalt entgegen, die auf dem breiten Kieswege daherkam. „Doktorchen, Sie kommen wie gerufen!“ rief er mit sichtlicher Freude und schüttelte dem Gaste die Hand.„Eben sprach ich davon, Sie einmal herzitieren zu wollen.“ „Nanu?“ rief der Doktor erstaunt und begrüßte den Hausherrn und die Tante.„Was ist denn los? Ist jemand krank?" „Erst setzen, Doktorchen!“ bat Steinhausen und drückte den alten Herrn in einen Sessel, holte den Zigarrenkasten herbei und schob das Feuerzeug in seine Nähe. Dann bat er die Tante, eine Flasche Rüdesheimer bringen zu lassen. Er wollte sichtlich gern allein mit dem Arzt verhandeln, doch Tante Malchen ließ sich nicht so leicht beiseite schieben. Zu was gab es denn elektrische Klingeln? So anhaltend sie jedoch auch auf den kleinen Elfenbeinknopf drückte, einen wahren Höllenlärm auf dem Korridor dadurch veranlassend, kein dienstbarer Geist ließ sich blicken. Das war doch über die Maßen ärgerlich! Mußte sie doch nun selbst gehen, um das Verlangte zu holen und nach den säumigen Dienstboten zu sehen und sich infolgedessen den Anfang der sie sehr interessierenden Unterhaltung entgehen lassen. Nach unglaublich kurzer Zeit kehrte sie zurück. Die gewünschte Flasche Wein, den Korkzieher und zwei Römer in den Händen, nahm sie sich nicht erst die Zeit, ein Präsentierbrett zu holen, sondern setzte alles einfach vor den beiden Herren auf den Tisch, es dem Neffen überlassend, die Flasche zu öffnen. Verwundert schaute dieser auf, doch als er sah, wie die Tante einen Sessel herbeizog, sich mit an den Tisch setzte und mit gespannter Miene von einem zum andern sah, da merkte er, was die Glocke geschlagen und daß keine Macht der Welt die wieder einmal nicht Neugierige von ihrem Platze vertreiben würde. Auch der Doktor schien dieselbe Bemerkung gemacht zu haben, er blinzelte pfiffig über sein Glas hinweg, als er mit Steinhausen anstieß. Mit Kennermiene schlürfte er in kleinen Absätzen den guten Tropfen, stieß mächtige Rauchwolken aus seiner Zigarre und strich sich gemächlich den langen Bart. Tante Malchen verging bald vor Ungeduld, daß er das unterbrochene Gespräch wieder aufnehmen sollte. „Hm, hm! Also so steht'!“ meinte er endlich nachdenklich.„Ja, lieber Freund, da wird Ihnen weiter nichts übrig bleiben, als das kleine Frauchen auf ein paar Wochen ins Bad zu schicken. Nach ... zum Beispiel da droben in den Alpen. Das hat schon Wunder an jungen Frauen getan. Sie wissen schon, was ich meine!“ setzte er, Steinhausen mit den Augen lustig zuzwinkernd, hinzu.„Dann hat alle Not auf einmal ein Ende! Nicht wahr, Fräulein Malchen?“ „Ich weiß ja nicht, wovon die Rede ist,“ gab sie ausweichend zurück. „Du hast es ja gehört, daß der Doktor MarieAgnes in ein Bad schicken möchte,“ meinte Steinhausen etwas ungeduldig.„Er hält einen Aufenthalt in schöner Bergluft für sehr vorteilhaft für ihren Zustand. „Ach so,“ lautete die spöttische Antwort.„Als ob wir hier auf dem Lande nicht die beste Luft hätten! Und an Bergen fehlt es auch nicht— da haben wir den Hutberg und den Kapellenberg—“ „Freilich, freilich!" unterbrach sie der Doktor lachend.„Aber darauf kommt es nicht an. Luftveränderung, Höhenluft— das ist's was dem kleinen Frauchen ihre frühere Frische zurückgeben kann. Und die Bäder und der eisenhaltige Brunnen in M... werden ihre wohltätige Wirkung bei ihr auch nicht verfehlen. Was meinen Sie, Fräulein Malchen, wie sehr sich gewisse Leute freuen würden, wenn es plötzlich einmal hieße: auf Steinhausen gibt's Kindtaufe!" „Ach Gott, Herr Doktor!“ schrie die Tante in hellem Entzücken auf, während ihr rundes Gesicht vor eitel Freude glänzte. Dieser Hinweis auf eine mögliche Erfüllung ihres Lieblingswunsches, den sie ihrem Neffen gegenüber niemals laut werden lassen durfte, genügte vollständig, um all ihren Groll zu besiegen und mit dem Gedanken an die geplante Badereise sich zu versöhnen. „Na, man sachte mit die jungen Pferde!" beschwichtigte Doktor Sommer die Aufgeregte.„Soweit sind wir noch lange nicht. Ich sagte nur: wenn!" „Ach, du Grundgütiger!“ seufzte Tante Malchen die Hände faltend und mit ihren blaßblauen Aeuglein den Himmel suchend.„Wenn ich das noch erleben dürfte!" Steinhausen war aufgestanden und an das Fenster getreten. Seine Finger trommelten nervös an die Scheiben. Dieses Thema behagte ihm ganz und gar nicht. Jetzt trat der Doktor zu ihm, legte die Hand auf seine Schulter und versuchte ihm in das finstere Gesicht zu sehen.„Na, Verehrtester, überlegen Sie sich einmal die Sache. Aber nicht zu lange, wenn ich bitten darf. Je eher, desto besser!" „Ich kann jetzt unmöglich abkommen, Doktor," sagte Steinhausen bekümmert.„Die neue Fördermaschine wird in nächster Zeit aufgestellt, da muß ich unbedingt dabei sein. Allein lasse ich aber Marie=Agnes unter keinen Umständen reisen.“ „Täte ich auch nicht, mein Lieber! Da muß eben Tante Malchen mitreisen.“ „Sie sind wohl nicht bei Troste, Herr Doktor!“ fuhr diese entrüstet auf.„Was sollte denn hier aus der Wirtschaft werden?" Der Doktor wollte sich totlachen über den Eifer, mit welchem sie abwinkte und die wütenden Blicke, welche sie ihm zuwarf. Er kannte sie ja so genau, hatte auch keine andere Antwort erwartet und freute sich nun diebisch, daß sie sich wieder einmal auf das Glatteis hatte führen lassen, trotzdem sie wußte, wie gerne er sich mit ihr neckte. Ein tiefer Seufzer Steinhausens ließ ihn wieder ernst werden.„Mensch, machen Sie doch nicht ein Gesicht, als ob Ihnen der Weizen verhagelt wäre. Ich weiß längst eine passende Reisegesellschaft für Ihre Jom.„..,. Seink mien Eäker# 4 Freudig überrascht trat Steinhausen naher. Auch Tante Malchen verließ ihren Schmollwinkel, in den sie bei der Neckerei des Doktors geflüchtet und schlich neugierig herbei. Jedoch so leicht gab der alte Schelm sein Geheimnis nicht preis. Er ließ sie raten, und erst nachdem sie eine stattliche Anzahl bekannter und verwandter Namen genannt, zitierte er lachend:„Warum in die Ferne schweifen? Seht, das Gute liegt so nah'!“ Er deutete dabei auf ein schlankes Türmchen, das sich über dem Tannenwäldchen im Süden erhob und das Landausche Schlößchen schmückte. „Landaus?" riefen Steinhausen und Tante Malchen wie aus einem Munde.„Nicht möglich! Die gehen ja in den nächsten Tagen nach Hamburg zu dem großen Frühjahrsrennen.“ „Herr von Landau allerdings!" bestätigte der Doktor. Aber Frau von Landau reist nach.. zu ihrem Vater, dem alten Baron von Normann, der schon seit voriger Woche zur Kur dort weilt. Uebrigens hat Frau von Landau sich bereits die erdenklichste Mühe gegeben, Ihre Gattin zum Mitreisen zu bewegen: Jedoch vergeblich; da muß halt der Ehemann sein Machtwort sprechen." „Ach, der!“ meinte Tante Malchen geringschätzig. „Oho!" rief der Doktor.„Steinhausen, das dürfen Sie nicht auf sich sitzen lassen! Nun zeigen Sie einmal, wer Herr im Hause ist!" Lachend verabschiedete er sich von der Tante. Steinhausen, dessen Miene sich merklich aufgeheitert hatte, begleitete ihn bis zur Gartenpforte. „Also Kopf hoch, alter Freund!" mahnte der Arzt, ihm herzhaft die Hand schüttelnd.„Mit den gefährlichen Symptomen werden wir schon fertig werden, verlassen Sie sich darauf! Das sind bekannte Leiden! Adjes! Und grüßen Sie mir Ihre schöne Hausehre!" (IIE.NE OIllb 4. Kahitel. Die Landausche Besitzung„Schöneichen", die hren Namen den herrlichen alten Steineichen verankte, die in großer Anzahl das alte Herrenhaus imgaben und die weiten, sammetartig geschorenen kasenflächen beschatteten, stand, was die Größe des lreals betraf, weit hinter der Steinhausenschen urück, jedoch an Vornehmheit der ganzen Anlage ind Eleganz der Einrichtung war sie jener bedeutend überlegen. Der Oekonomiehof lag, durch den großen Park getrennt, weit ab von dem Herrenhause, sodaß dessen Bewohner nicht im geringsten durch das geräuschvolle Treiben der Knechte und Mägde gestört wurden. Der im englischen Stil gehaltene Park, das imposante, turmgekrönte Schloß. die vielen im Park verstreuten Pavillons zeigten, daß hier Reichtum, mit gutem Geschmack gepaart, gewaltet, als man den Herrensitz erbaute. Ursprünglich der altadeligen Familie von Besserer gehörig, war er nach deren Aussterben in die Hände der verschiedensten Besitzer gelangt, und gehörig abgewirtschaftet worden. Kein Besitzer konnte sich lange darauf halten, und so erstand ihn Herr von Landau in der Subhastation um einen sehr annehmbaren Preis. Seine großen Mittel erlaubten es ihm, den früheren Zustand wieder herzustellen. Da er ein enragierter Sportsmann war, und für die Landwirtschaft nur ein oberflächliches Interesse bezeigte, so verpachtete er das Dominium und reservierte nur Schloß und Park für sich, ebenso eine an letzteren stoßende Waldwiese, auf der er eine Reitbahn anlegen und einen Musterpferdestall erbauen ließ, der Unsummen kostete, aber auch der Stolz seines Besitzers war. Das kostbare Pferdematerial, das in ihm sich befand, stand unter des Barons schärfster Kontrolle, und war der Gegenstand seiner unermüdlichen Fürsorge. Wehe dem Stallmeister, der während seiner Abwesenheit seine Vorschriften nicht bis aufs=Tüpfelchen befolgte! Er wurde ohne Gnade weggejagt. Da der Baron kein größeres Rennen, keine Parforcejagd, keine Tennisschlacht versäumte, war er verhältnismäßig wenig zu Hause, und seine, um ziemlich zwanzig Jahre jüngere Gattin behauptete stets, daß sie hätte ebensogut einen Reisenden heiraten können, denn mehr würde ein solcher auch nicht auf Reisen sein. Anfangs hatte er sie pflichtschuldigst ins Schlepptau genommen, aber sehr bald schon erklärt, daß das Reisen mit Damen doch recht unbequem sei. Frau Hella verzichtete auch willig auf das Mitreisen, die Hetztouren ihres Gatten waren durchaus nicht nach ihrem Geschmack. Viel lieber besuchte sie die Modebäder, wo sie ihren Toilettenreichtum entfalten und sich nach Herzenslust amüsieren konnte. Dagegen hatte der Baron nichts einzuwenden; er begleitete sie gewöhnlich auf der Hinreise und holte sie auch wieder ab. Dann verlebten sie einige Zeit in Schöneichen, um bei nächster Gelegenheit wieder auszufliegen. Herr von Normann, der Vater der Baronin, hatte anfänglich über diese Art von Ehe sich viel Kummer gemacht, beruhigte sich aber, als beide Teile erklärten, daß sie das glücklichste Ehrpaar der Welt seien, und gerade dieses Vagabundenleben einen eigenartigen Reiz besäße, der sie ewig in Flitterwochenstimmung erhalte. An dem Nachmittage, als auf Steinhausen die Badereise für Marie=Agnes geplant wurde, saß diese mit der Baronin Landau in einem kleinen maurischen Kiosk des Schöneichener Parkes am Teetisch. Den marmornen Mosaikboden deckte ein dicker Teppich, denn trotz der warmen Maiensonne war der Erdboden im Schatten der alten Eichen noch feucht und kühl. Allerhand wunderlich geform#e niedrige Sessel aus grellrot lackiertem Korbgeflecht standen zwanglos umher. Der Teetisch war einladend gedeckt. Das blaue Spiritusflämmchen unter dem silbernen Teekessel zuckte, vom Lufthauche bewegt, unruhig hin und her. Marie=Agnes, in einen der bequemen Sessel geschmiegt, die Hände lässig im Schoß gefaltet, starrte wie abwesend in das flackernde Flämmchen, während die Baronin einer runden Blechdose allerlei feine Kakes entnahm und auf einem Kristallteller estuc. Sie war der strikte Gegensatz von Marie=Agnes. Etwas kleiner und sehr zierlich von Figur, mit rötlich=blondem, wirrem Gelock, großen, grünlich schillernden und mutwillig blitzenden Schelmenaugen im runden frischen Antlitz, verfügte sie über ein überaus lebhaftes Temperament. Ein Sprühteufelchen vom reinsten Wasser, steckte ihr das Köpfchen stets voller Schnacken und Schnurren und wenn ihr einer ihrer losen Streiche gelang, so konnte sie trotz ihrer zweiundzwanzig Jahre sich freuen wie ein sechzehnjähriger Backsisch. Mit ihren raschen Bewegungen, dem fortwährend##### * aufschlag, und den oft recht extravaganten Toiletten, erinnerte sie weit eher an eine fesche Soubrette, als an die ehrbare Gattin eines Landjunkers. Die Herren ihrer Bekanntschaft waren entzückt von ihr, und umschwärmten sie sehr, der Gunst der Damen konnte sie sich weniger rühmen— es lag ihr auch nichts daran. Eine besondere Antipathie hegte Tante Malchen gegen sie. Sie nannte sie einen gefährlichen Irrwisch und suchte sie, wo immer sie konnte, bei Marie=Agnes herabzusetzen. Das gelang ihr aber nicht, denn wenn diese auch das oft ans Burschikose streifende Wesen der Freundin mißbilligte, so fand sie doch andererseits viel Gefallen an ihrem munleren Geplauder und witzigen Einfällen. Auch fühlte sie sich ihr zu Danke verpflichtet für die warme Freundschaft, die sie ihr bezeigte und die Mühe, die sie sich gab, sie aus ihren apathischen Stimmungen zu reißen. Auch heute hatte sie bereits alles Mögliche aufgeboten, um Marie=Agnes ein Lächeln zu entlocken, diese fühlte sich aber nicht wohl und war verstimmter denn je. Mit einem leisen Seufzer der Ungeduld hatte Hella endlich ihre Bemühungen aufgegeben und sich stillschweigend der Bereitung des Tees gewidmet. Jetzt füllte sie die großen Meißner Tassen mit dem goldfarbigen Trank, versah ihn mit Zucker und reichte die eine der Tassen Marie=Agnes hinüber. „So, Liebste, nun erquicke Dich!“ sagte sie freundlich und schob ihr den Konfektteller näher. „Rimmst Du ein paar Tropfen Arrak in den Tee? Du siehst so frostig aus!" „Danke, nein!“ entgegnete Marie=Agnes.„Ich vertrage ihn nicht. Der Tee wird mich auch so anregen und erwärmen. Verzeih', daß ich heute solch' besonders schlechte Gesellschaft für Dich bin, aber Du bist selbst schuld daran. Du hast mir mit Deinen Reiseplanen das Herz schwer gemacht und mich in einen argen Zwiespalt mit meinen Wünschen und meinen Pflichten gestürzt. Wie gerne folgte ich Deinen lockenden Vorschlägen! Und vor allem, wie graut mir vor der Oede, die nach Deiner Abreise bei mir eintreten wird.“ Hella erhob sich rasch, setzte ihre Teetasse beiseite und einen niedrigen Hocker heranziehend, ließ sie sich dicht bei Marie=Agnes nieder und stützte die Ellenbogen auf deren Kniee. „Darum nimm Vernunft an, lieb’ Herze und komm mit mir nach M...!“ bat sie eindringlich. „Bedenke, was Du meinem alten Vater und mir für eine Riesenfreude damit bereiten würdest!" Ich kann doch nicht, o quäle mich nicht länger!“ „Doch, ich quäle Dich so lange, bis Du nachgibst,“ beharrte Hella.„Was in aller Welt versäumst Du hier zu Hause? Dein Mann, dieser Fanatiker der Arbeit, hat, wie er selbst sagt, in den nächsten Wochen rasend zu tun. Für sein leibliches Wohl sorgt die Perle von Tante. Glaubst Du wirklich, daß er Dich so sehr vermissen würde?" „Aber Hella, welche Frage! Natürlich würde er mich vermissen. Auch bezweifle ich sehr, daß er mich allein reisen ließe. Und wenn er mitkäme——“, sie stockte und betrachtete eifrig den Ring mit der großen Perle am kleinen Finger ihrer Linken. „Die Perle ist unvergleichlich schön, mein Kind!" rief Hella neckend und zog ihre Hand herab. „Diese Tatsache ist oft genug konstatiert worden. Also fahre nur fort! Wie? Du willst nicht?— So werde ich es tun! Also: wenn er mitkommt— ist's die alte Leier! Von Amüsement und Erholung keine Spur! Das waren Deine Gedanken, leugne immerhin, ich weiß es besser.“ Marie Agnes errötete und wandte sich unmutig ab. Hella sah, wie sie die Unterlippe fest zwischen die weißen spitzen Zähne klemmte, wie die feingeschnittenen Nasenflügel wie in verhaltenem Schmerze vibrierten und ein feuchter Schimmer in die schönen dunklen Augen stieg. „Marie=Agnes, wie konntest Du nur diesen Bären heiraten!" entfuhr es unbedacht ihren Lippen. Sichtlich verletzt richtete sich die Gefragte auf, doch Hellas schmeichelnde Arme umschlangen sie so fest, daß sie sich nicht zu rühren vermochte und wohl oder übel den zärtlichen Worten derselben Gehör schenken mußte. „Liebling, vergib mir!“ bat sie mit weicher Stimme.„Meine Frage war furchtbar indiskret, aber ich kann mir nicht helfen— es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie gerade Ihr beide Euch gefunden! Er paßt zu Dir, verzeih den vulgären Vergleich, wie die Faust aufs Auge. Er mag ein kreuzbraver, seelenguter Mensch sein, aber eine Frau wie Dich glücklich zu machen, dazu fehlt ihm nachgerade alles. Er hätte in seiner Sphäre bleiben und ein Weib im Genre Tante Malchens freien sollen.— Eine solche hätte er beglückt und — wäre beglückt worden," wollte sie hinzufügen, verschwieg es aber, denn Marie=Agnes barg plötzlich das Gesicht in beider Händen und das Beben öhrer Schultern verriet, daß sie mit einem Schluchzen kämpfte. „Weine nicht, Liebling! Sprich Dich lieber aus. Habe Vertrauen zu mir! Hörst Du? Wenn Du mich lieb hast, so erzählst Du mir endlich einmal, wie Du auf die Idee verfielst, ihn zu heigaten. Marie=Agnes ließ die Hände sinken. Ein schmerzliches Zucken ging über das zarte Gesicht. „Ach, Hella, was ist da viel zu erzählen!“ sagte ie leise.„Auf welch traurige Art ich meinen Vater verlor, weißt Du?“ „Gewiß. Er stürzte mit dem Pferde, ich weiß!" nickte jene und strich liebkosend über der Freundin Hand. *„Ich weilte als Gast bei Baron von Iffingen Moderne Zennbiohothek. Katalog Preis 30 Pfennig. Nach auswärts für 40 Pfennig franko. T. Krüger, G. m. b.., Westenhellweg 9. Dortmund. Krüger=Passage. auf Nienstetten," nahm Marie=Agnes wieder das Wort,„er und seine Frau hatten mich so dringend eingeladen, meinen Vater, der dort im Quartier lag, zu begleiten. In der liebenswürdigsten Weise wurde ich aufgenommen und fühlte mich unendlich wohl in dem vornehmen Hause. Es war ein so lustiges, bewegtes Leben durch die vielen Offiziere, die ebenfalls dort einquartiert waren. Götz war auch dabei und— lächle nicht so ungläubig— in der Uniform machte er sich ganz prachtig.“ „Natürlich!" warf Hella ein.„Solch' blonde Riesen kleidet das bunte Tuch am allerbesten. Na weiter, Liebling.“ „Ich bemerkte sofort, daß ich einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht und da mir das noch nicht sehr oft passiert, übte er einen ganz eigenen Zauber auf mich aus. Er war so ganz anders als die anderen Offiziere, die mich mit Schmeicheleien förmlich traktierten und die doch nur nichtssagende Redensarten waren. Ganz besonders taten sich darin die Söhne des Hauses hervor. Sie belagerten mich derartig, daß es Götz kaum gelang, hin und wieder ein paar Worte mit mir zu wechseln. Desto deutlicher sprachen seine Augen. Immer, wenn ich aufblickte, fah ich sie auf mich gerichtet, bald zärtlich aufleuchtend, bald in ernster Frage und dann wieder so hoffnungslos traurig. Kurz— diese Augen schmeichelten sich mir ins Herz.— Da kam der Unglückstag, wo sie den Vater mit zerschmettertem Haupte heimbrachten. Ich weilte gerade zum Besuche im Pastorhause und als ich ins Schloß zurückkehrte, begegnete ich lauter verstörten Gesichtern. Keiner fand den Mut, mir das Entsetzliche zu verkünden. Götz übernahm es endlich——“ „Der Tausend!" rief Hella in ehrlichem Erstaunen.„Das hätte ich ihm nie und nimmer zugetrant. „Offen gestanden, ich auch nicht! Aber Du glaubst nicht, in welcher zarten schonenden Weise er mir die Unglücksbotschaft beibrachte. Ich war wie zerschmettert! Der Schmerz um den heißgeliebten Vater, der Zustand meiner trostlosen Verlassenheit raubten mir die Besinnung. Als ach wieder zu mir kam, fühlte ich mich von seinem starken Arm umschlungen, meinen Kopf an seiner Brust gebettet und seine liebe ernste Stimme sprach warme Trostesworte zu mir. Er bot wir eine Heimat an seinem Herzen und das Wort„Heimat" legte sich gleich linderndem Balsam auf die blutende Herzenswunde. Eine Antwort vermochte ich ihm in jenem Moment nicht zu geben, es stürmte zu vieles auf mich ein. Uebrigens verlangte er auch keine. Da kam die Baronin, um mich zu trösten, aber es gelang ihr nicht. Ihre Worte erschienen mir gezwungen, kalt und gefühllos und ich empfand so recht den Unterschied zwischen ihrer und Götzens inniger Teilnahme. Sie konnte den Verdruß über den traurigen Vorfall, dessen Konsequenzen in ihrem Hause sich nun abspielten, schlecht genug verhehlen. Vorsichtig sondierend, suchte sic sich Gewißheit über meine Zukunftspläne und meine Vermögensverhältnisse zu verschaffen und als sie erfuhr, daß letztere durchaus keine glänzenden waren, da wurde sie zusehends kühler zu mir und ihre Söhne, die mich erst gefeiert und umworben hatten, folgten ihrem Beispiel. Die mittellose Tochter ihres toten Obersten hatte jegliches Ineresse bei ihnen eingebüßt. Mit sichtbarer Erleichterung begrüßten sie das Anerbieten Götzens, für die Ueberführung der Leiche nach unserer Garnison zu sorgen. Mich baten sie sehr höflich, aber kühl, über die Gastfreundschaft in ihrem Hause zu verfügen, bis ich einen Entschluß für meine Zukunft gefaßt habe. — Meine nächste Zubunft! Was war sie anders als ein Kampf mit der Misere des Lebens! Die Zinsen meines mütterlichen Vermögens hatten mir bisher als Nadelgeld gedient und jetzt sollte ich davon leben! Mit vierzig Jahren winkte mir eine Stiftsstelle, doch bis dahin würde ich zehnmal das kleine Kapital verzehrt haben. Was dann?— In dieser trostlosen Lage erschien mir Götz wie ein rettender Engel und als er seinen Antrag wiederholte, da———“ „Schon gut, Liebchen!" unterbrach sie Hella. „Ich weiß genug. Aso doch eine Ueberrumpelung — ich dachte es mir.“ „Eine Ueberrumpelung!" wiederholte MarieAgnes, unangenehm berührt.„Nein, Hella, so darfst Du es nicht nennen! Vor allem nicht in diesem Tone! Eine solche hatte er nicht im Sinn. Aus edelster, bester Herzensneigung bot er der Verwaisten seine Hand——“ „Die sie nie und nimmer ergriffen hätte, wenn nicht die Lage der Verhältnisse sie dazu zwangen," warf Hella ein und stand erregt auf.„Kind, schüttle nicht so unmutig den Kopf! Es ist so, wie ich sage.“ „Nein, nein, gewiß nicht!“ protestierte MarieAgnes.„Und selbst wenn es so wäre— ich hätte keine Ursache, es zu bereuen! Ich habe den besten Mann, er trägt mich auf Händen——“ „Und kann Dich doch nicht glücklich machen!“ erklärte Hella mit großer Bestimmtheit. (Fortsetzung folgt.) Der Strat=wötiwer. Skizze von Georg. (Nachdruck verboten.) Sie hatte ihm jeden Tag schreiben wollen, wie er es tat, aber sie schrieb bald nur noch jeden zweiten und dritten Tag. Neulich hatte sie sogar vier Tage lang nichts von sich hören lassen. Er müsse schon entschuldigen, wenn sie ihn mal warten ließe. Mit Nichtigkeiten wolle sie ihn nicht langweilen und Mitteilenswertes passiere nicht. Schrieb sie seltener, möge er nur durchaus schließen, daß sie sich wohl befinde. Er sah es ja ein— woher sollte sie den Stoff zu täglichen Briefen nehmen! Eine Postkarte mit wenigen Zeilen würde ihm ja aber auch schon genügt haben. Das Alleinsein war kein Vergnügen, das konnte fie glauben. Im Geschäft fühlte er es nicht so, da waren Leute und er hatte seine Arbeit. Die Wohnung mochte er dagegen kaum betreten. Er betrat sie auch nur noch abends. Die Mahlzeiten nahm er im Restaurant ein. Auf den Möbeln lag fingerdick der Staub und überall roch es nach, Kampfer. Und diese beklemmende Stille! Nur seine Schritte hörte er, und da die Teppiche aufgerollt waren, schallte es, als ginge er in Nagelschuhen; er mochte sich nur noch auf den Fußspitzen bewegen. Schon einmal hatte er das durchgemacht, vor mehreren Jahren. Er hatte aus wichtigen geschäftlichen Gründen nicht mit in die Sommerfrische fahren können und sie hatte die Reise allein unternommen. Wie hatte er ihr damals zureden müssen! Sie wollte durchaus bei ihm bleiben. Und als er ihr nach acht Tagen schrieb, wie vereinsamt er sich vorkäme, wie ihm bereits das Wirtshausessen zuwider sei, die Wäscherin die Wäsche nicht pünktlich geliefert habe— war sie wie der Blitz wieder da gewesen. Diese Liebe und Uneigennützigkeit hatte ihn tief gerührt und er hatte sich Vorwürfe gemacht, daß er ihr seine kleinen Schmerzen nicht verschwiegen. Nie wieder wollte er so egoistisch sein. Und diesmal war er es nicht, er nahm sich zusommen. Er scheute sogar kleine Lügen nicht, damit sie nur nicht denken solle, ihm mangele etwas und er wünsche ihre vorzeitige Rückkehr. Es ginge alles wie am Schnürchen und sie möge sich nur nicht seinethalben beunruhigen, sondern lediglich an ihre Erholung denken. Leider könne nicht mehr davon die Rede sein, daß er auf ein paar Tage nachkäme. Die Vorbereitungen für den Vertrieb des neuen Artikels, mit dem man vor Herbstanfang losgehen wolle, da die Konkurrenz etwas Aehnliches auf den Markt zu werfen beabsichtige, duldeten keinen Aufschub, keine Unterbrechung. Als er diesen Brief abgeschickt hatte, bereute er schon, darin von seiner Arbeitslast so viele Worte gemacht zu haben. Sie würde ihn bedauern und sich mit dem Gedanken quälen, daß es nicht recht von ihr gewesen sei, ihn in einer so anstrengenden Zeit ohne die gewohnte häusliche Fürsorge und Behaglichkeit zu lassen. Ungefähr so lautete auch ihre Antwort. Aber sie fügte hinzu:„Hoffentlich erfüllen sich deine Erwartungen. Es wäre herrlich, wenn der neue Artilel recht einschlüge. Vielleicht wird doch noch etwas aus dem Landhause in der Waldkolonie. Und du wirst dann ja überhaupt sehr, sehr nobel wir gegenüber werden. War er nicht schon nobel ihr gegenüber? Er meinte, daß er es immer gewesen sei. Der Passus in dem Brief verstimmte ihn ein wenig. Dergleichen kann hundertmal gesagt werden, und man findet nichts darin, niedergeschrieben bekommt jedes Wort einen kleinen spitzen Widerhaken. Man war zehn Jahre verheiratet. Auch in der besten Ehe haben da die poetischen Empfindungen nicht viel Raum mehr, das Leben hat die realen Ansprüche und Anschauungen in den Vordergrund gerückt. Man muß sie aber nicht noch betonen und unterstreichen. Ein alter Geschäftsfreund, der ihn schon einige Male aufgefordert hatte, mit ihm zusammen abends ein Glas Bier zu trinken, bekam heute, als er ihn telephonisch wieder dazu einlud, keinen ablehnenden Bescheid. Warum sollte man nicht nach des Tages Last und Mühe harmlose Zerstreuung suchen? „Aus dem„Glase Bier“ wurde eine Bierreise. Man sand Anschluß an eine lustige Gesellschaft, fast ausnahmslos Strohwitwer, und niemand hatte es eilig, nach Hause zu gehen. Der Staub, der Kampfergeruch, die Stille— es war wohl bei jedem Leidensgefährten dasselbe, und darum zog es keinen heimwärts. Als er endlich in seiner Wohnung landete, war es schon hell geworden, und er konnte den letzten Brief der Gattin lesen— er hatte plötzlich das Verlangen, ihn noch einmal zu lesen— ohne deswegen Licht anzünden zu müssen. Bei der Stelle, die von dem Landhause handelte, wurde er elegisch. Wie fleißig war er immer gewesen, wie hatte er sich abgemüht, um jedes Sorgenwölkchen vom Haupte seiner Frau fernzuhalten, um ihre Wünsche möglichst zu erfüllen. Wurde seine Arbeitsamkeit, seine Aufopferung auch gewürdigt? Liebte sie ihn noch? So, wie er sie liebte?" Zweisel regten sich in ihm und er mußte an verschiedene der Aussprüche denken, die vorhin im Kreise der erfahrenen Männer über die Frau gefallen waren. Es waren zum Teil recht ketzerische Bemerkungen gewesen. Man war ja unter sich und brauchte kein Blatt vor den Mund zunehmen. 60 5 2 S S 5 „„rE E BTTBRS S 8# 4 5 O ## 8# . -SBZLSSLEGSEISE 9 85. S 8 5 Die erste Post brachte ihm eine Ansichtokarte. Von ihr! Aber mindestens zehn Personen hatten unterschrieben. Er kannte keinen der Namen. Seine Frau war also in Gesellschaft gewesen, und anscheinend auch in einer recht animierten! Der eine der Unterzeichner entbot ihm sogar ein fveundschaftliches„Profit!“ Und was schrieb sie!„Liebes Männchen! Wie stets, gedenke ich deiner und wünsche sehnlichst, du wärest hier. Ich habe in den letzten Tagen recht netten Familienverkehr gefunden. Wir feiern heute zusammen einen Geburtstag. Sei innigst gegrüßt und geküßt.“ Und am Rande entdeckte er noch folgende Sätze von ihrer Hand:„Weise mir, bitte, telegraphisch zweihundert Mark an. Näheres brieflich.“ „Sie hat offenbar noch mehr Geburtstage mit den netten Familien zu feiern und muß angemessene Geschenke spendieren“, brummte er.„Telegraphisch! Es pressiert! Ich bin in der Nacht nach Hause gegangen, um das Geld für die Drosch= ken zu sparen. So hin ich. Und sie?" An diesem Tage war nicht gut mit ihm Kirschen essen. Mit nichts war er zufrieden. Auf die höflichsten Fragen gab er schroffe Antworten. Einige Male schrieb er eine telegraphische Geldanweisung aus, zerriß sie aber jedesmal wieder. Und abends erklärte er, daß er vierundzwanzig Stunden verreisen müssen, dringend, geschäftlich, und traf die nötigen Anordnungen.— Aus einem Fenster des Schnellzuges, der am nächsten Morgen in die Station B. einfuhr, blickte ein Herr. Auf dem Bahnsteige stand eine Dame und winkte ihm zu und tat hocherfreut. Es war wohl eine Sinnestäuschung? Doch nein. Aber wie konnte sie ihn erwarten? Woher wußte sie——? Er stieg aus und sie küßten sich und und sie hing sich in seinen Arm und übernahm die Führung. Und ehe er noch zum Fragen kam, erklärte sie ihm schon, was ihm unerklärlich war. Als Du mir gestern das Geld nicht schicktest, um das ich Dich gebeten hatte, sagte ich wir gleich, er will es dir selbst bringen, und war bereits gestern abend auf dem Bahnhose. As heute früh dann noch keine Zeile von Dir eintraf, war es ja totsicher, daß Du kommen würdest und zwar heute vormittag mit dem Schnellzuge.“ Ja, das war ungeheuer einfach.„Aber Du hättest Dich doch irren können“, meinte er, und gab sich, wie er es sich vorgenommen, einigermaßen refernder: „Ich verließ mich auch auf meine letzte Ansichtskarte." „Du glaubst doch nicht etwa, daß Du mich eisersüchtig gemacht hast! Am Ende auf den Herrn, der mich mit seinem Profit beehrte?" „Wer seine Frau lieb hat, wird waunig, wenn er hört, daß sie ohne ihn fröhlich ist. So seid ihr Männer, und Du bist keine Ausnahme.“ Er wollte es doch sein, aber da merkte er schon wie warm ihm ums Herz wurde, daß er sie wieder hatte, und er war der Meinung, daß alle Strohwitwer ihn beneiden müßten. Die Beitdeutiche Binnenichilfahrt und der Ranalhafen Wanne-Herne. Die nach dem deutsch=französischen Kriege einsetzende großartige Entwicklung unserer westdeutschen Eisen= und Kohlen-Industrie brachte in dem Gebiet zwischen Ruhr und Emscher auch einen Sturm der Aufwärtsbewegung im Verkehr. Zur Regelung und normalen Verteilung der von Jahr zu Jahr wachsenden Warenbewegung forderte die Industrie in ureigenstem Interesse den Ausbau der Verkehrslinien,-Mittel und=Möglichkeiten. Man hatte hier längst mit weitschauendem Blicke erkannt, daß die Verkehrswege die Nervenfäden des Wirtschaftsleben waren und daß eine Blüte des Wirtschafts= und damit des gesamten deutschen Kulturlebens nur möglich sei, wenn die Entwickelung der Verkehrswege gleichen Schritt hielt mit dem Aufschwung der Industrie. Beide gehören zusammen; beide können nur in gemeinsamer Fortentwickelung Großes leisten. Neben der Sorge um den Ausbau des engmaschigen Eisenbahnnetzes in der weiten Gegend der Emscherniederung mit ihrer Staffage von amerikanischem Gepräge keimten darum die Bestrebungen um die Hebung des Binnenschiffahrtsverkehrs. Die Binnenschiffahrt sollte der überlasteteten Eisenbahn die so notwendige Entlastung bringen, sie sollte neue Zufahrtswege aus dem Kohlengebiet in den Großverkehr schaffen und den Kanalzechen das unentbehrliche Grubenholz aus den deutschen und russischen Ostseeprovinzen wie aus Schweden=Norwegens Wäldern zu billigeren Frachten besorgen. Die westdeutsche Binnenschiffahrt, dieser heute so überaus wichtige Wirtschafts= und Verkehrsfaktor ist noch recht jung. Aus den Anfangszeiten im 18. Jahrhundert, da im Mündungsgebiet der Ruhr in den Rhein die sogenannte alte„Ruhrschlenke“, eine kanalartige Ausbuchtung des Flusses, die in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts zum alten Ruhrorter Hafen ausgebaut wurde, die Kohlennachen aus dem begrenzten Bergwerksrevier des Ruhrlaufes aufnahm, ist die Binnenschiffahrt in ununterbrochener Auswärtsbewegung in der Ruhrort=Duisburger Gegend gewachsen. Aus der primitiv natürlichen Ladestelle der Ruhrschlenke sind hierselbst im Laufe der Entwickelung, namentlich lebten 3 Dezennien, 12 Hafenanlagen entstanden, die zusammen einschließlich die zugereiten riefigen Hafenbahnhöfe ungefähr 100 Mill. Mark Anlagewert repräsentieren und deren Güterumschlag den des Hamburger Hasens weit überflügeln. In diesen 12 Häfen und Ladestellen der RheinRuhr=Gegend, dem heute noch wichtigsten Gebiete des westlichen Binnenschiffahrtsverkehrs, zeigte das Barometer der Warenbewegung, der Rohstoff= und Verbrauchsgütertransporte, im Jahre 1903 bereits einen Güterumschlag von 19,1 Mill. Tonnen bei einem Werte von fast ½ Milliarde Mark, zu welchem noch der Umschlag des Dortmunder Hafens mit damals nur 305 520 Tonnen hinzuzuzählen ist, dessen Anlage und Betrieb im Jahre 1899 als Beginn der zweiten Etappe in der Entwickelungsgeschichte der westlichen Binnenschiffahrt angesehen werden kann. Nicht ganz 10 Jahre später, im Jahre 1912, wies der Binnenschiffahrtsverkehr der Rhein= und Ruhrhäfen schon einen Umschlag von 33,97 Mill. Tonnen, davon 13,4 Mill. Zufuhr und 20,6 Mill. Abfuhr, der des Dortmunder Hafens einen solchen von fast 2 Mill. Tonnen auf bei einem Gesamtwerte von fast 1½ Milliarden Mark. Diese Verkehrsleistung dürfte nach der Inbetriebnahme des Rhein=Herne=Kanals, der neuen gewaltigen Verkehrsader des Binnenwarentransportes, welche die 3. Etappe in der Entwickelung der westdeutschen Binnenschiffahrt bedeutet, noch wesentlich in die Höhe schnellen, wenn erst der Warenumschlagsverkehr der ungefähr 20 Hasenanlagen dieses Kanals sich in den Gesamtziffern des rheinisch=westfälischen Binnenschiffahrtsverkehrs äußert. Dem besonderen Leben der Gegend, durch die er gebaut wurde, ist der Kanal zu dienen berufen. Und aus dieser Zweckbestimmung sind den Gemeinwesen durch deren Gemarken das Silberband der Kanalader sich zieht, besondere Aufgaben erwachsen. Mit tatkräftigem Optimimus und Glauben an die Zukunft des Kanalgebietes, in jener zähen Großzügigkeit, die unser neudeutsches Industrieleben zu seiner machtgebietenden Höhe gebracht hat, und mit nicht zu beugender Energie und schöner Begeisterung sind dann auch einige kommunalen Verbände an die Erfüllung dieser neuen Aufgabe herangetreten. Frisch und mutig haben sie sich auf ein bis dahin unbekanntes Tätigkeitsgebiet gewagt und haben viele Millionen in hoffnungsfroher Zuversicht in ein Unternehmen gesteckt, das neben hoher kaufmännischer Begabung und technischer Erfahrung auch organisatorische Fähigkeiten voraussetzt. triebsgemeinschaft beider lichen Ruhrhafenverwaltur Pläne zurück bis zu dem für Hafenerweiterungen hingegen Ruhrort die Ber anlagen schuf, die diese St hafen der Welt machten. Die gleichen Vereinigungsprinzwien Form einer Betriebsgemeinschaft sollen dem Landkreis Gelsenkirchen bezw. Wann: der Stadt Herne obwalten. Nach reiflicher in der zwichen und BeraAls erster Kommunalverband, der aus dem Rhein=Herne=Kanal für seine spätere städtebauliche und finanzielle Entwickelung Gewinn zu ziehen hoffte, und darum großzügige Landankäufe für Hafenbauten und den Industrieansiedlungen tätigte, ist der Landkreis Gelsenkirchen und die Gemeinde Wanne auf den Plan getreten. Die von diesen beiden kommunalen Faktoren in der Vereinigung als Kanalhafengesellschaft Wanne geschaffene Kanalhafenanlage ist wohl die umfangreichste und größte im ganzen Kanalgebiet. Sie liegt fast vollständig innerhalb der Wanner Gemeindegrenzen. Diese Anlage, deren Uferlänge über 2½ Kilometer beträgt, enthält einen Kohlenhafen, der ungefähr 50 Meter westlich des Unterwassers der Cranger Schleuse beginnt und aus einer 415 Meter langen Kailadestelle, sowie aus einem Flügelhafen von 35000 Quadratmetern Wasserfläche besteht, sowie einem Südhafen, dessen Kaimaner 328 Meter lang ist und dessen flügelige Erbreiterung 650 X 70 Meter groß ist. Für Fabrikanlagen und Lagerplätze stehen 600000 Quadratmeter zur Verfügung. Der Größe dieses Hafens entsprechen auch die gewaltigen hohen Kosten, die seine Anlage und Bauausführung erfordern. Für den südlichen Oberhafen und Verbindung nach dem Bahnhof Wanne, sind 1796000 Mark ausgesetzt. Für den Kohlenhafen, die Kanalbrücke und Schleppbahn nach Bochum die Summe von 3121000 Mk. und für den nördlichen Oberhasen die Summe von 683000 Mk., sodaß sich die gesamten Aufwendungen für den gemeinsamen Hasen auf 5/6 Mill, Mark stellen werden. Dieser Wanner Hafenunternehmung drohte in der Hafenanlage der Stadt Herne, deren Plan bereits vom Minister genehmigt war, eine unliebsame Konkurrenz, insosern, als dieser Hasen die wertvolle Beteiligung großer und absatzfähiger Schwerindustrien des Bochumer Gebiets für sich gewinnen und so die Frage der Rentabilität des Wanner Hafens gefährden konnte. Letzterer war ursprünglich berechnet als Güterumschlagshafen der Industrie des Landkreises Gelsenkirchen. Aus Gründen der Rentabilität aber hatte man sich schon bald um die Beteiligung Bochums und seiner Industrien beworben. Durch die Anlage des Herner Hafens wurde diese Beteiligung in Frage gestellt. Da aber umgekehrt eben solche in der Wanner Konkurrenz beruhenden Rentabilitäts=Bedenken obwalteten, so fand der Vorsitzende der Kanalhafengesellschaft Wanne, Herr Landrat Dr. zur Nieden, in Herne recht bald einen günstigen Boden für ein gemeinsames Zusammenarbeiten in Form einer Interessengemeinschaft. Vorbildlich für beide Teile mag hierbei auch die in der Verganheit liegende Hafenentwickelung in Ruhrort und in Duisburg gewesen sein. Dem Ruhrorter Hafen war schon in den 2er Jahren des 19. Jahrhunderts in der Duisburger Hafenanlage eine Konkurrenz entstanden, die sich als wirkliche Konkurrenzgefahr allerdings erst dann für beide Häfen gegenseitig fühlbar machte, als die neueste industrielle Entwicklung beide Städte zu modernem Ausbau und zur Erweiterung der Hafenanlagen zwang. Beide Städte planten gewaltige Erweiterungsbauten von zusammen über 30 Mill. Mark. Hätten beide Städte ihre Pläne zu gleicher Zeit durchgeführt, so hätte die Konkurrenz der beitung ist am 1. November v. J. zwischen Wanne. und Herne eine Hasenbetriebsgemeinschaft gebildet worden Nach dem Vertrage dieser Gemeinschaft baut die Kanalhafengesellschaft Wanne den Hafen nach den ursprünglichen Plänen gleich betriebsfertig aus. Herne baut keinen eigenen Hafen, solange noch Raum zur Erweiterung im Wanner, Gebiet vorhanden ist. Heine begnügt sich mit der Zusicherung des Landkreises Gelsenkirchen und der Gemeinde Wanne, daß das östlich der Bahn Wanne=Münster auf Herner Gebiet gelegene Industriegelände durch eine Hafenbahn mit den Hafenanlagen von Wanne und den dazu gehörigen Bahnanlagen verbunden wird, daß ferner für die Tarise auf dieser Anschlußbahn die Meistbegünstigung eingeräumt und daß die Hälfte des Usergeldes solcher Güter an die Stadt Herue ausgezahlt wirh, welche über diese Auschlußbahn im Hafen Wanne zungeschiagen werden. Durch diese Beteiligung Hernes hat sich das Anschlußgebiet des Kanalbafens Wanne um große Industriekomplexe vergrößert. Es umfaßt alle Zechen und Werke, die sich im jetzigen Gebiet der Stadt Herne mit Ausnahme des Geländes nördlich der Köln=Mindener Bahn und östlich der Eisenbahn von Wanne nach Münster, der Gemeinde Herten, des Landkreises Gelsenkirchen, des Landkreises Bochum, und des westlich der Provinzialstraße Witten=Langendreer=Castrop=Rauxel gesegenen Teiles des Landkreises Dortmund befinden. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 20 000 Mark und zwar entfallen auf den Landkreis Gelsenkirchen 9800 Mark, auf die Stadt Herne Mark und auf die Gemeinde Wanne 4200 MarkDer Aufsichtsrat besteht aus 20 Personen, wovon der Landkreis 10(davon 2 aus Wanne), Herne# und Wanne 4 Vertreter zu wählen hat. Für die Ausführung und Ueberlassung von Kunstbauten wird die Kanalhafengesellschaft Wanne von der Hafenbetriebsgemeinschaft Wanne=Herne mit jäholich 4 ein Zehntel Prozent der buchmäßig nachweisbaren Erstehungskosten von 657059 Mark entschädigt. Die Hafenbetriebsgesellschaft befugt, sich jederzeit durch Abzahlung ganz oder teilweise ven dieser Verpflichtung zu befreien. Die Kanalhafengesellschaft ist verpflichtet, von ihrem Grundstücksbesitz nötigenfalls Grundflächen abzutreten. Als Höchstpreis wird 5000 Mark pro Morgen festgesetzt. gesetzt. Die Ausnutzung dieses Anschlußgebietes setzt naturgemäß einen größeren Ausbau des Eisenbahnanschlutznetzes voraus als ursprünglich geplant war. Das gesamte Anschlutznetz, das dem Güterverkehr zwischen dem Kanalhafen und dem im Hafengebiet liegenden industriellen Unternehmungen dienen soll, lehnt sich an die Eisenbahnverbindung zum Staatsbahnhof an. Die Anlage des eigentlichen Hafenbahnhofes ist mit 300 000 Mark veranschlagt, die verbindenden Gleisanlagen dieses Hafenbahnhofs mit dem Staatsbahnho## Wanne auf 1 150000 Mark. Für die Anschlußbahn nach Ewald sind 500000 Mark und für Betriebsmittel sind 750000 Mark angesetzt. Dazu kommt eine Schleppbahn nach Bochum, die ungefähr 840000 Mark betragen dürfte, die Hafenbahn nach Herne, die ½ Mill. Mark beanspruchen soll und schließlich eine Schleppbahn nach Wattenscheid. Einschließlich der Ausgaben für diese Bahnverbindungen, deren Genehmigung bereits erteilt ist, stellen sich die Anlagewerte des Kanalhafens Wanne=Herne auf rund 8 Millionen Mark. De man einen jährlichen Umschlag an Massengütern, Kohlen, Koks und Erz von etwa 2 Millionen Tonneu erhofft, eine Annahme, die sich durch die getätigten Abschlüsse bereits als sicher erwiesen hat, so dürfte die Rentabilität des Hasens und eine entsprechende Verzinsung der Anlagekapitalien wohl gegeben sein, umsomehr als neben den Einnahmen aus dem Güterumschlage vor allen Dingen aus der Verwertung des Grund und Bodens im Hafengebiet durch Ansiedlung von Industrien und Abgabe als Pachtgelände beträchtliche Nutzungen und Gewinne zu ziehen sind. Berlin, 25. Juli.(Ein Räuber in Postuniform.] In der Uniform eines Postillons verübte in der Nacht zu gestern ein unbekannter Mann in Neukölln zwei Raubanfälle. Als die Beamtenwitwe W. aus der Anzengruverstraße 12 mit ihrer 18 Jahre alten Tochter gegen 12½ Uhr nachts von einem Konzertbesuch heimkehrte, bemerkte sie, bevor sie ins Haus geben wollte, wie ein Radfahren in Postuniform die Berliner Straße heruntergerast kam und nicht weit von ihrer Wohnung entfernt hinschlug. Sie kümmerte sich nicht weiter darum, schloß das Haus auf und ging mit ihrer Tochter die Als sie der arsten Stock erreicht hatten, hörten sie, wie jemand an der Haustürklinke rüttelte, Weil nun ein Postbeamter in dem Hause wohnt, glaubten Mutter und Tochter, daß es ein Mitbewohner sei, der seine Schlüssel vergessen habe, Sie gingen wieder hinunter, und die Tochter schloß eine Tür auf. Draußen stand in der Tat der Rad Nr. 205.(1. Blatt). General=Anzeiger für Dortimund und die Provinz Westfalen. Montag, 28. Juli 1913 Greses-Hootbestchlr- SidechT aus meinem Sommer-Ausverkauf kommen in noch sehr grosser Auswahl ohne Rücksicht auf grosse Geldverluste, zu nie gekannten Preisen in den Verkauf. Sader-urtraseh-Vens Im Fenster auf Ständern ausgestellt. . Geide, Wone, fast ausschliesslich neueste Blusen. auch für stärkste Figuren Ständer jede Bluse * Preis sonst.75 Ständer V 650 jede Bluse Preis sonst bis 14.50 Ständer jede Bluse 2 50 Preis sonst bis.75 So lange Vorrat reicht 330 Ständer i 200 ese e. 2 Preis sonst.90 Ständer VI 950 jede Bluse Preis sonst bis 17.50 Ständer II 200 jede Bluse# Preis sonet bis.75 So lange Vorrat reicht 75 Ständer IlI 350 jede Bluse Preis sonst bis.50 Ständer VIIO75 jede Bluse Preis sonst bis 19.75 Ständer jede Bluse E Preis sonst bis 12.00 So lange Vorrat reicht 5 Ständer IV jede Bluse * Preis sonst bis.50 Ständer IV jede Bluse 75 Preis oonnt 19 80 So lange Vorrat reicht 730 Preie vomat Kar Preis vonst.75 Peeis oonst aur Preis sonnt 14.50 Täglenl Eingalig volr Hierbst-NeuffeitenHoäcken-Kostulllen, Seijdchente, gurmerte wleider, erigmr aietots, Röckell u. Biusen. Brückstrasse 18 T KAEOZL Onzerons OLLZZ Brückstrasse 18 R Zur Geschäftslage im rheinisch=westfälischen Industriebezirk. (Vom rheinisch=westfälischen Eisenmarkt.— Aus der Ruhrkohlenindustrie.) Der rheinisch=westfälische Eisenmarkt verharrt in seiner bisherigen lustlosen Stimmung. Das Geschäft in nahezu allen Zweigen der Eisenindustrie ist sehr ruhig. Händler und Verbraucher zeigen sich mit Neubestellungen äußerst zurückhaltend, in der Erwartung später billiger anzukommen. Man deckt nur den dringenden laugenblicklichen Bedarf, sodaß die meisten den Werken jetzt zugehenden, wenig umfangreichen Bestellungen ganz kurzbemessene Lieferfristen bedingen. Immer geringer wird unter solchen Verhältnissen der Auftragbestand bei den Werken. Bei manchen macht sich ein Arbeitsbedürfnis schon recht fühlbar.— Wie schon erwähnt, unterliegen die Stabeisenpreise dem stärkser, Druck, da diese ja durch keinen Verband geschützt werden. Zu dem Bestreben die am inländischen, wie am Weltmarkt eben erhältlichen Aufträge hereinzubekommen, unterbieten sich die Werke gegenseitig und machen sich das Geschäft dadurch noch schwieriger, als es so schon ist. Selbstverständlich bleibt die Schwäche des Stabeisenmarktes nicht ohne Rückwirkung auch auf andere Marktgebiete. — Die geringe private Bautätigkeit hat die Nachfrage in Trägern und Formeisen beträchtlich vermindert. Recht ungünstig liegt auch das Geschäft in Feinblechen. Für den Schiffbsau herrscht noch gute Nachfrage in Grobblechen, indessen drückt auch hier das vermehrte Angebot empfindlich auf die Preise.— Für die reinen Walzwerke, soweit diese nicht bevorzugte Spezialitäten herstellen, gestaktet sich das Geschäft schon recht schwierig, da die Verbände an den seitherigen Preisen für Roheisen und Halbzeug noch festhalten.— Die Maschinenfabriken, Konstruktionswerkstätten und Gießereien sind durchweg noch ausreichend beschäftigt, indessen nicht immer zu auskömmlichen Preisen. Bei manchen dieser Werke macht sich indessen auch schon ein Arbeitsbedürfnis geltend, was zu Preisunterbietungen führt.— Dem gesamten Markt dienen die den großen Stahlwerken noch vorliegenden umfangreichen Bestellungen der preußischen und der übrigen deutschen Staatsbahnen in schwerem Eisenbahnmaterial zur sehr willkommenen Stütze. Die Lokomotiv= und Waggonfabriken verfügen ebenfalls noch über Arbeitsmengen für die nächsten Monate. Die Kleineisenindustrie ist nicht gleichmäßig beschäftigt, die Preise für manche Erzeugnisse unterliegen empfindlichem Druck durch den starken Wettbewerb. Der Geschäftsgang in der Ruhrkohlenindustrie ist unverändert ruhig. Am wenigsten befriedigt das Geschäft in Industriekohlen= und Hochofenkoks. Günstiger Rheinwasserstand ermöglichte die regelmäßigen Kohlenverschiffungen nach Holland und Belgien, wie nach dem Oberrhein in seitherigem Umfange. Privatdiskont 4% Prozent. Pessehckerte Neubauten und Neuanlagen in Westdeutschland. In der Stadtverordnetensitzung von Iserlohn wurde beschlossen, das städtische Gaswerk zu erweitern, da das vor 14 Jahren umgebaute Werk R sten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf ca. 245000 Mark.— In Ahlen genehmigten die Stadtverordneten einstimmig den Bau einer vierzehnklassigen Volksschule. Die Kosten in Höhe von 180000 Mark wurden bewilligt.— Die Fahrendeller Hütte, Winterberg u. Jüres, Bochum, beabsichtigt auf ihrem Fabrikgrundstück in Bochum an der Präsidentstraße, einen Umbau und Neubau der Stahlgießerei vorzunehmen.— In der Stadtverordnetensitzung von Mülheim=Rhein wurde mitgeteilt, daß die Vorarbeiten zum Bau eines eigenen Wasserwerks so weit gediehen seien, daß nunmehr an die Geländekäufe und die Anfertigung der Pläne geschritten werden könne.— Die Stadtverordneten von Wald lehnten ebenso wie die Stadtverordneten von Ohligs die Verlängerung des Elektrizitätslieferungsvertrages mit dem Rheinisch-Westfälischen Elektvizitätswerk ab. Es wurde in Aussicht genommen, zusammen mit Ohligs ein eigenes Elektrizitätswerk zu errichten.— In Dülmen bewilligten die Stadtverordneten für den Kanalisationsplan von der Stadt bis zum Rieselfelde 68925 Mk— Die Firma Chamottefabrik .=G. Benrath, beabsichtigt eine Glashütte zu errichten.— In der Stadtverordnetensitzung von Köln wurden für die Erweiterung der Anlagen des Elektizitätswerkes 227000 Mk. bereitgestellt. Für den späteren Park auf dem Gelände der nächstjährigen Werksbund=Ausstellung wurden zu vorläu. figen Gartenanlagen 150000 Mk., sowie für die Niederlegung der letzten Reste der Festungswerke am Zülpicher Tor 100000 Mk. genehmigt.— In Borghorst i W. soll der Bau einer Ueberlandzentrale noch im Laufe dieses Herbstes in Angriff genommen werden.— In der Stadtverordnetensitzung von Herford wurde der Ausbau der Werrestraße beschlossen. Die hierzu erforderlichen Kosten in Höhe von Mt. 46 800 Mk. sollen aus Anleihemitteln genommen werden. Zur Erweiterung der Kanalisation wurden 146300 Mk. gefordert. Auerbach(Hessen) Mittel= und Glanzpunkt der Hessischen Bergstraße zw. Darmstadt—Oeidelberg. Hotel u. Penlion zur Krone; serverein Vension m. Zimmer 4½—5½ M. Hotelalbum mit Prospekt kostenlos durch die Hotelleitung. Von der Eis=Arena zum Keitpalast. (Berliner Brief.) Nicht nur Menschen, sondern auch Häuser haben ihre Schicksale. Da hatte sich vor Jahren ein findiger Grundstücksspekulant zu der Erkenntnis durchgerungen, daß Berlin, die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, einen Eispalast benötigt. So ein großzügig angelegtes, mondaines Institut im Genre des Pariser„Palais de Glace". Für die Welt, in der man sich nicht langweilt, und für jene Enthustasten, die nicht nur im Winter, sondern auch im sommer Schlittschuhlaufen wollen. Dieser Herr verstand, wie man zu sagen pflegt, seine Zeit, und der Eispalast, den er gründete, war ein Geschäft. Wenigstens zuerst. Nach ein, zwei Jahren erschienen jene Leute auf der Bildfläche, die der Ruhm anderer ehrgeizig macht, und taten das, was in diesem Falle das Nächstliegendste aber das Verkehrteste war; sie bauten auch Eispaläste. Die natürliche Folge war, daß die Reichshauptstadt in kaum einem halben Jahrzehnt nicht weniger als drei Eispaläste besaß. Wenn auch Berlin die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten ist, so etwas ist nicht möglich. Wenigstens nicht auf die Dauer. Und darum darf es nicht verwundern, daß alle drei dieser sonst so nützlichen Institute, wie man zu sagen pflegt, pleite gingen oder doch zum mindesten in imanzielle Schwierigkeiten gerieten. Nunmehr war guter Rat deuer, denn ein schlechtes Renommée zu tilgen, ist sicherlich noch schwerer als ein gutes zu erwerben. Die einst so hoffnungsfreudigen Aktionäre schüttelten bedenkkich ihre Köpfe, die sich diesmal so gründlich verkalkuliert hatten. Es war überall dieselbe Geschichte: Nachdem die Aktionäre diverse Male in ihren Geldbeutel hatte greifen müssen, diftelte man neue Erwerbsmöglichkeiten aus. Beim Sportpalast, dem größten und schönsten Bau, war alles vergeblich. Der Direktor steckte den schäbigen Kassarest in die eigene Tasche und unterzog sich einer gründlichen Luftveränderung. Und die alljährlich dort stattfindenden SechstageRennen waren trotz ihrer Beliebtheit nicht imstande das Defigit der übrigen 299 Tage zu decken. So wurde das Haus geschlossen und verfiel der Subhastation. Der Admiralspalast in der Friedrichstraße ist bis heute noch seiner ursprünglichen Mission treu geblieben. Ein Tanzsalon, ein Kientopp und eine Bar ernähren ihn mit Mühe und Not. Auch das älteste Institut, der Eispalast in der Lutherstraße, der das Opfer der beiden anderen wurde, existiert noch. Er hat schon eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich, da seine verurteilslosen Besitzer immer im entscheidenden Augenblick erkannten, daß zu einem Eisvalast nicht unbedingt Eis notwendig ist. Daraufhin machte sich im vorigen Sommer Herr S. Rachmann bemerkbar, der Impressario Sylvester Schaeffers und Direktor von Brünings Saalbau in Boounschweig und etablierte dort ein Varieté. Aber die Freunde Beinchen schwingender Soubretten und indiskreter Bauchredner waren gerade verreist, und zudem setzt sich der Berliner nicht in einem warmen Sommer ins Theater. Daher kam es, daß Herr Rachmann, um einige schlechte Erfahrungen reicher, nach Ablauf seines Vertrages den Eispalast seinem Schicksal wieder überließ. Dieses Schicksal hat sich nun in Gestalt einer „Luxusarena“ erfüllt. Von diesem Titel ist nur der zweite Bestandteil ernst zu nehmen. Eine Arena ist tatsächlich vorhanden. Der Luxus hingegen dokumentiert sich lediglich in einigen umliegenden Restaumationsräumen, die von einander durch weiß lakierte Holzspaliere abgeteilt sind. An den Holzspalieren wachsen rosarote Kunstblumen, durch die man dem Riesenraum so etwas wie Intimität zu verleihen glaubt. Und auf den Tischen stehen kleine Lämpchen mit buntfarbigen Schirmen, wie man sie heutzutage in jedem besseren Schlafzimmer findet. Ein weit größerer Luxus macht sich schon in der Ausstattung der sehr zahlreich anwesenden Huldinnen der Nacht bemerkbar, die die neue Reitbahn um ihrer Neuheit willen zum Stammsitz erkoren haben, und darüber selbst so liebgewohnte Stätten wie das„Palais“ und das„Tabarin“ zu vernachlässigen scheinen. Gegen elf Uhr abends findet man Bevlins halbe Welt vor. Die Tische sind vollbesetzt, und in den Gängen staut sich das jüngere Herrenpublikurm, das trotz 150 Mark Monatseinkommen Wert darauf legt, dabei zu sein. Von einer mit Glühbirnen umfriedeten Empore fällt ein starker Herr mit Vollbart auf, der eifrig den Stab schwingt. Es ist der ehemalige Musikmeister Offeney, der jetzt hier mit einer Lehrlingskapelle den ausgemergelten Tatterfallgäulen mit scharfem Rhythmaus den nötigen„Schmitz" beibringt. Im Ring selbst wacht ein songfältig frisierter Stallmeister mit zwei Burschen in knallroten Fracks über das Wohl und Wehe der ihm anvertrauten Gelegenheitsreiter. Auch hier sind es wieder zumeist Damen und Dämchen, die für fünfzig Pfg. für fünf Minuten die Sportlady markieren. Die meisten von ihnen sitzen im Herrensattel— im modernen engen Rock. Ueber interessante Details des Anblicks wird von der anwesenden Herrenwelt mit unverkembarer Dankbarkeit quittiert. Natürlich ist auch der Frauenliebling in full dreß anwesend, der um jeden Preis Eindruck schinden möchte, und in einer Verfassung auf seinem lendenlahmen Hengst hockt, als er im Begriff ist, ein Derby zu bestreiten. Mit einem sehr geräuschvollen Akkord setzt die Musik ein. Gemächlich trabt die Kavalkade ihre Runden ab. In einer Ecke am äußersten Ende des Saales winden sich etliche in hysterisch anmutenden Verzuckungen im Tango. Hier ist gegen Extraentrée Réunion, oder, wie es auf gut Deutsch offiziell hoißt: dause intime. Auch hier ist es sehr voll, und vielleicht noch amüsanter als auf dem knochigen Pferderücken. Denn in Berlin wird, wo es auch sei, gut und gern getanzt. Und darum wäre es sicherlich noch zweckmäßiger, wenn man zur Abwechselung einmal, aus dem Eispalast keinen Reitpalast, sondern einen Tanzplast machte. Zur bevorstebenden empfiehlt sich die 4 00 P REF Erstklassige Leistungen. Grösstes und leistungsfählgstes Geschäft am Platze. Mässige Preise. Telephon 901. esch Betenstrasse 29 Kalserstrasse 31½ Kuckeike 33 Norsigplats 6 Bornstrasse 78 Heroldstrasse 24 Münsterstrasse 149 Steinstrasse 14 Rheinischestrasse 4 Rheinischestrasse 90 Hohestrasse 18 Baroperstrasse 8 Ardeystrasse 71 Hörde: Chausscestr. 38 6. m. b. H. Dortmund, Brückstr. 26. Salten Rohlehlen Bostüme in blau und englisch, hübsche Macharten, auf Seide gefüttert Serie! 19.75 Serie u 29.73 Serie Iu 39.75 Wasch- und Voile-Blusen Sonstiger Verkaufspreis bis 18.00 Serie! Serie 1I Serie III Serie 17 .00.90.0 .00 Rieidersione Blusenstoll vine Wolle, moderne Stzrilen 78# Aieter 10 4f. Blusenstoll vine Wolle, mit Seiden=Piter 95 Pf. Ein Posten Kleiderstolle 90 cm breit, für Blusen u. Kinderkleider Meter 78 Pf. Rostümstoll 110 cm breit Meter 95 Kostümstalf 100 cm breit, enok, Gescheger.05 Waschstolfe Kleiderkattun bek und burst: Pr.-gieter 18 9l. mit und ohne Bordüre, Mousseline imit, neue Deffins: Meter 24#. Deime Latin für Kleider u. Blusen, hübsche#### PIlmnd Sand Streifen und Tupfen Meter u0 Pf. 5#. Reinm. Mousseline mit. vbne Pgzeter# Reing. Mousseline brima Ware, Ditr. 78 pf. Sonstiger Verkaufspreis bis.65 Mk. Stickerei-Stolle 120 em breit Serie! Serie 11 Serie 111 .45 .73 .25 Bauswasche Frotfierhandtuch 1 Mure lang.... 55 p. Meter lang Frottierhandtuch estra schwer..... 95 9. Badstuch Hoox100 an.........10 Badetuch 1ooxis0 en.........88 Radstuch 19038200 en......:.:.40 Frottierlappen......:: Stac 7#. Eine Muster-Rollektion Badewäsche bestehend aus Badeanzüge, Badekappen etc. 40% unter Preis. 1 Belkkrankheiten Krompfadern, veraltete Geschwüre, Haut-, GeschlechtsLeiden. Salvarsan 606. Nervöse Schwäche Sac Wieibobe Spezialarzt Dr. Jaenicke. Sprechstunden—8 Uhr, Sonntags—12 Uhr. Dortmund, Kleistr. 3 I, Sadnsterstr. Damen Wasche Vorderschluhhemd mit Barmer Bogen. 95 Di. Verderschlagneia aus lo. Hemdentuch m. Herzpasse .33 Schulterschlußhemd tuch mit Booen:. 93 Pf. Schälterschlugnemd mit gutem Fesion..45 Ca. 2500 Untertaillen in 4 verschiedenen Ausführungen mit Feston und Rückengarnierung 195 145 125 Fantasiehemd Feston und Panddurchug..35 Oosten und Dandburchzug Fantasiehemd mit gutem Feston u. Durchsat.60 Beinkleid Kniefasson mit breitem Feston.. 95 pi. Beinkleid 19. Chiffon mit breitem Festion..43 Nachthemd Ia. Hemdentuch mit Umlegekragen.45 Nachthemd Ausschnit.........95 Nachtjacke Grois mit Umlegekragen... 95 Pf. Nachtjacke Crois mit Feston und Umlegekrag..75 Ein großer Posten weiße Unterröcke mit eleganter Stickerei Serie 11 Serie 1 Serie 111 .95 .95 .50 Ainderwasche Mädchenhend Nr. 1 Länge 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 100 aus kräftigem Hemdentuch, mit Barmer Bogen Breis 25 32 39 40 54 62 70 80 88 95 104 12 120 123 P. Kinderhöschen breiter Sticerei Vemdentuch Lenge 30 35 40 45 50 55 65 70 Preis 78 85 95 105 U5 125 135 145 155 Pf. Rnabenhemdchen aus kräft. Demdentuch mit Bördchen u. Fältchen lange Aermel Länge 40 45 50 55 60 65 70 75 80, 85 90 95 100 Bris 48 54 50 70 85 90 98 120 128 35 145 155 155 pl. Bellwasche Rissenbezug aus kräftigem Hemdentuch mit 2g Miesenüczug Rosenbogen....... 09 Pf. Kissenbezug mit Feston=Einsat..... 95 vi. Bettbezug aus kräftigem Hemdentuch:...28 Bettbezug 2schläsig, aus Hemdentuch...78 Heute beginnt unsere Zur Kenntnis, daß ich bei Anwendung v. Obermeyer's Medizinal Herba=Seife geg. Haaraustal. 7 dieselbe großen Erfolg hatte und dieselbe nur empfehlen. k. So schreibt: Ph. Prinz, Roßdorf. Herba=Seife à St. 50 Pf. 30% verstärktes Präparat Mk.—. Zu haben in Apothek Droa. u. Grosse Unterpreisposten sind zu erstaunlich billigen Preisen ausgelegt. Weisswaren, Baumwollwaren Rönnessel cn. 75 cm breit, schwere Qualität 24 pf. Bettuchnessel 154 em breit, westf. Ware 46 Pf. Hemdentuch schwere Qualität..... 29 Bi. Hemdentuch I. jüddeutsche Ware.... 39 Pi. mit rotem Rand..... 21 Pf. rein Leinen, 50 cm breit 410 Pf. Ein Posten rein Leinen, kariert, gesäumt und gebändert 58X70...... ½ Dtzd. 95 Schürzendruck 1a un......“ 140 cm breit..... 78 Pf. Schürzensiamosen 188-140 em breit, 68 Pi. Bettkattun frische rosa Muster...:. 28 p. Kleidersiamosen hübsche Dessins... 52 Pi. schwere Qualität..... 29 Pf. Schurzen Blusenschürze aus gutem Siamosen.: 78 Pf. Blusenschürze blausweis getupst.. 85 Pf. Blusenschürze gestickter Biende..: 95 Pf. gestickter Blende aus Ia. Blusenschürze mit Knopfgarnitur Blusenschürze Machart bice.25 ..63 Kleiderschürzs garnier Tiamosen, 5übich 1. Rleiderschürze Vermet“ Siamdten, mit.25 aus Satin mit Aermel.45 aus Ia. E Machart Kinderschürzen a.“ Siamosen, bübsche Länge 45 50 55 60 65 70 cm Bris 75 85 95 105 115 125 p. Trihotagen Macco-Hemd kräftige Qualität.... Macco-Hemd Ia. Ware, in allen Größen Macco-Hemd mit hübschen Einsätzen.. Herren-Hose aus gutem Maco... Kerren-Hose aus Ia. Maco....: Herren-Jacke aus gutem Maco..: Herren-Jacks aus Ia. Mocco...: SDatGT mit viereck. Halsausschnitt SMeater kräft. Qualität, in allen Farben Speafer I2. Qualität, hübsche Fassons Speater-Anzüge in allen Größen.. : 95 v. .45 .93 95 p. .50 95 v. .35 68 B. 78 v. 95#. .33 Mouewaren Jahots in bübscher Anss1tggr1 Spachtelkragen 95, 78. 42 33 Pf. moderne Form ge. .50,.95,.25, 95, 12, 8 Pf. Salntgurtel.25, 95. 68. 39 Bf. bedertasche neueste Dessins.50,.25,.90, .75 Echpeizer u. lauener Stickereien Ein Posten in Längen von ca. 4½ Meter Serie: I II III IV V 48 38 78 95 145 Pf. Hoppelspitze und Burchsatz 96 rein Leinen, 5 Meter Coupons.. 10 .95.75,.20,.20, Pf. Tapisserie Millieux moderne Aufzeichnung..... 78 Pf. baufer 35X135, hübsche Zeichnung.:.. 85 Pf. Kissen mit Rücken vorgezeichnet..... 72 Pf. Kissen fertig gestickt...........55 Handschuhe— Strümpie Handschuhe in diversen Farben..:. 29 P. Handschung porss, mit 2 Drucknöpfen:: 48 B6. Handschuhe elegante Ausführung.... 78 P. Handschuhe Ia. Flor mit 2 Knöpfen..:.10 Damenstrumpf in schwarz und lederfarbig 35 Pf. Damenstrumpf in hellfarbig, Ia. Macco. 65 Pf. Damenstrumpf reine Wolle...... 78 p. Damenstrumpf durchbrochen, schwarzu. farb. 95 Pf. Kindersöckchen mit Wollrand Länge 1 2 S 4 5 6 7 8 Bris 29, 32, 35, 38, 41, 44, 47, 50 p. herschs KOTSSII mit Spiralfeder, aus Drell.... 95 P. KOrSSII aus Ia. Satindrell mit Strumpfhalter.95 KOTSGII aus folid. Orell, Frackfacon m. Halter.75 Korseit Marke Frauenstolz........95 KoTSEIt auberst solide, speziell für starke Damen.75 Schirme Damenschirm aus gutem Zauella.... Damenschirm schem Grig.. 54bDamenschirm reine Seide mit Futteral.. Damenschirh reine Seide, eleg. gearbeitet Herrenschirm reine Seide mit Futteral: Herrenschirm Ie. Seide mit mob. Griff .35 .95 .95 .25 .95 .75 86 Kranke erhalten Rat, sowie Massage. Bud, Karpinn. Meberst. 18. 1 Preussische Dienstauszeichnungen I. Klasse, II. Klasse, III. Klasse Preuss. Landwehr-Dienstauszeichnungen III. Klasse nach den neuen Bestimmungen vom 4 Juli 1913 Dortmunder Fahpepfabrik G. Umbach Ludwigstr. 19. Hanswacker-Kautabak z. Fabrikpreis 5 Pfd.=Kiste— 165 Rallen Mt. 12.50 Kouen Mt. 12.50 empfehlen Schulte& Bartels Dortmund, Bänferst: 35 an nsechresanbe 48 Pferde=Geschirre, neue und gebrauchte, sehr billig zu verk. Joh. Schulze, Wünsterstraße 35. 65794 Frischen S1 -beissquark Woiktorswsun und feinste Molkereibutter liefert täglich in 50 und 100 Pfund=Sendungen Milchzentrale Drensteinfurt in Westf. 43406 Damen f. liebev. Aufnahme b Fr. Hebamme Fettweis. Hilden bei Düsseldorf, be.—% 68385 Der Einbau von Steinschlag in den Gleisen Dortmunderfeld=Barop von Km, 25,715—25,925 Barop=Dort, munderfeld von Km. 25,900 bis 26,810 soll vergeben werden. Entwurfsstücke sind in unserem Geschäftsgebäude, Schwanenstraße 68, Zimmer 8 und bei der Bahnmeisterei 105 zu Barop einzusehen. Angebotsformulare können, solange Vorrat vorhanden, durch die Bureaukasse zum Preise r. 0,60 Mark in bar bezogen werden.„ 44797 Angebote sind verschlossen und mit entspr. Aufschrift bis zum Dienstag, den 5. August 1913, nachm. 5 Uhr, postfrei einzusenden. Zuschlagsfrist 21 Tage. Dortmund, d. 21. Juli 1913. Kal. Eisenb.=Betriebsamt 2. Bekanntmachung. Das Wohnhaus nebst Stallgebäude, Hertenerst. 45 in Wanne=Crange soll auf Abbruch verkauft werden. Die Bedingungen liegen im unterzeichneten Kanalbauamte auf und können dort eingesehen oder von dort bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprech. Aufschrift versehen bis zum 6. August vormittags 10 Uhr nach hier einzureichen. Zu dieser Zeit findet die Oeffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bieter statt. Zuschlagsfnist 2 Wochen. Herne, 24. Juli 1913. Königliches Kanalbau=Amt. sehr billig. R. Bich e cm. Balkenstrasse 36—38 beim Bezirks-Kommando Schützen Sie sich gegen Einbruch durch das Patent Sicherheitsschloß Haustreung mit 4 kl. Schrauben an jeder Tür, ohne Beschädigung derselben leicht anzubringen und abzunehmen. Preis lackiert Mark.00 mit 2 Schlüsseln, Preis vernickelt Mark.50 mit 2 Schlüsseln — bei 3 Stück franko.— Weitere Schlüssel 75 Pfg. Gegen Nachnahme oder Vor einsendung des Betrages (falls nicht gefällt, Betrag# zurück.) 41455 W. Albring, Herne. Kontrollkassen B. Eichhorn, Freiburg i. B. Zur Beseitigung ve Gesichts- u. Körperhaaren Dallenbart Schulllashe 1. Ast tatsächlich das beste Mittel der Welt „Subito“ well es die Haare sofort schmerzlon entfernt radikal mit Wurzel so dass ein Wiederwachsen dieser Haare ausgeschlossen ist. Keine Hautreizung und besser alsElektrolyse. Garantie absol, unschädl. zicherer Erfolg. Preis 5 A sicherer Erfolg, Preis 5 A Preisgekrönt gold. medallle. VieleDankschr## Versand diskret geg. Nachn. ed. Voreinend.(auch Briefm.)### Parfümerie E. Stehmann Brückstrasse 19, Dortmund, Kheuikatismuskranke erzielen durch eine Trinkkur im Hause mit Altbuchhorster Marksprudel Starkquello rasch Erleichterung und Hilfe. Die Gelenke werden von Schmerzen und Schwellungen befreit, der Körper von den Krankheitsstoffen entlastet u. die harnsauren Ablagerungen beseitigt. Von zahlreichen Professoren u. Aerzten glänzend begutachtet. Fl. 65 u. 95 Pfg. In sämtlichen Apotheken u. Drogerien erhaltlich. Bei Harnrödrenleiden sind STILI-UNION! 1, protetot gegent un! Kesischuhmatte) deshelb von solortiger Wirkung, well die Wunden dauernd desintleirt werden, ein Rückschlag kann nicht ertolgen. Der Heilungsprozess verlaun bei selbst alten Leiden genau wie bei Wunden, die mit einem Pllaster bedeckt sind. Preis 3 M. UNION, Fain. In Dortmund: EinhornOeathete. Mottt. -20 Mk. Ham, Kerdien Tumen u. Her jed. Standes Näh. J. Zeppen Attendorn i.., Promenade 2 Zum Herbst d. J. nock Zweijährig= Freiwillige (Sattler, Schreiner, Anstr cher, Schuster.) Meldung: chentags 9 Uhr vormitta 2. Vatterie 2. Westf. Fe Art. Regt. 22 Münster i. Kühr. Vertret für eine Groß=Destillati An gesucht. Schr. ung. u. R. A1 an den Gen.=Anz. Tüchtiger gesucht. Solche mit Erfrung und etwas eigenem pital erhalten den Vorz Offert. unter F. V. S. 2 an Rudolf Mosse in Do nund. 450 Zuverlässiger jüngerer Buchhalter, der selbständig arb. kar gesucht. Stenographie u Schreibmaschinenschr. 2 dingung. Offerten m: Zeu nisabschriften u. Gehal ansprüchen u. R. H. 50 hauptpostlagernd Dortmu erbeten.(453 Suche per 1. Okt. tücht. jungen Mann für Kontor und Reise: derselbe muß einfache Buchführung vollständ. beherrsch. Herren aus Agenturgeschäft. der Lebensmittelbranche bevorzugt.„Schriftl. Angeb. mit Gehaltsang. u. T. S. 4789 an den Generalanzeig. Monteure, die im Bau von Konden tionsanlagen, Rohrleitu ven und allgemein. Masc nenbau Erfahrungen besi der sofort gesucht. Bew bungen sind zunachst schri lich einzureichen. 448 Louis Schwarz u. Co.,.= Dortmund. Ein ordentlicher 449 Klempner u. Installaten auf sofort für dauernde A beit gesucht. August Krau Soeft, Bauklempnerei u Installationsgeschäft. Halbinvalide als Heizer esucht. Fr. Naabe u. Sok sheinischestraße 236. Tüchtige Schlosser und Nieter für Eisenkonstruktion fu sofort Elsenhüfte Westfalla Bochum. WeichenSchlosse nachweislich erfahren Bau von Rillenschiene Weichen, bei hohem Stu denlohn, bezw. einträgli Akkord, sofort nach Böhm Edarfswerse. Sat zwerke, Prag, Hyhnergasse 30. 400 Großes westfäli tenwerk sucht für Beschäftigung wogen Lohn mehrere Verkzeug schloll Schriftliche Meldungens# scneustens einzureichen u Df. Z. 10414 an Rud Posse, Düffeldorf. Nehrere tüchtige(658 Schlosser uuf Feineisen. Konstru s. dauernde Besch. gesuBestdeutsche Kunstschmie Verkstätten, Inh.: Hei Heffmann, Dortmund. Zi verstraße 30.(659 Tacht. Schilffer auf schwere Flanschen ei arbeitet sind, erhalten dauer und lohnende Beschäftigung. u. Kuntze, Röhrenue Bochum. Erfahrener, kräftiger huf= und Schmiedegese findet dauernde Stellung Georg Peiter, Huf= u. 2 #nschmiederei, Hagen i. Ernerstraße 81. 45 Tüchtige Wiete und Montage- Arbei sicht Monteur Maagh, tenhundem, Lennebrücke. kahrgeld wird vergüt Tüchtiger Modell- Schrein dei hohem Lohne einder Beschäftigt Fr. Gröx Neichgertahr!. Finbau von Steinden Gleisen Dorteld=Barop von Km, 25,925 Barop=Dorteld von Km. 25,900 10 soll vergeben rfsstücke sind in Geschaftsgebäude, nstraße 68, Zim. ind bei der Bahn105 zu Barop n. Angebotsformunen, solange Vorhanden, durch die isse zum Preise r. rk in bar bezogen 44797 ste sind verschlossen entspr. Aufschrift Dienstag, den 5. 913, nachm. 5 Uhr, einzusenden. Zust 21 Tage. d. d. 21. Juli 1913. ub.= Betriebsamt 2. kanntmachung. Wohnhaus nebst inde, Hertenerst. 45 ie-Crange soll auf verkauft werden. ingungen liegen im chneten Kanalbauf und können dort n oder von dort beerden. Die Angeverschlossen und itsprech. Aufschrift bis zum 6. August i8 10 Uhr nach hier hen. Zu dieser Zeit Oeffnung der Ann Gegenwart der nen Bieter statt. frist 2 Wochen. 24. Juli 1913. es Kanalbau=Amt. Peling. USS strasse 36—38 szirks-Kommando en Sie sich abruch durch das Sicherheitsschloß istreund Schrauben an jeder e Beschädigung dersicht anzubringen abzunehmen. kiert Mark.00 2 Schlüsseln, nickelt Mark.50 2 Schlüsseln Stück franko.— Schlüssel 75 Pfg. chnahme oder Vor g des Betrages# ht gefällt, Betrag zurück.) 41455 bring, Herns. rollkassen rn, Freiburg i. Beseitigung von -#u. Körperhaaren ehbaft ist tatsächlich das beste Mittel der Welt „Subito“ well es die Haare sofort schmerzlosf entfernt mit Murze Wiederwachsen e ausgeschlossen Hautreizung und lektrolyse. absol. unschädl. lolg. Preis 5 A d. Medaille. Vieledankschr. skret geg. Nachn.### nd.(auch Briefm.)### E. Stehmann asse 19, Dortmund, SEMT nke erzielen durch kkur im Hause mit rster Marksprudel o rasch ErleichteHilfe. Die Geden von SchmerSchwellungen beKörper von den sstoffen entlastet irnsauren Ablageseitigt. Von zahlrofessoren u. Aexznd begutachtet. Fl. Pfg. In sämtlichen u. Drogerien errurödrenleiden sind TILI-UNION 18, peotelnt gegent 8l Kautschukmasse) on solortiger Wirdie Wunden dauntieirt werden, ein kann nicht erfolgen. ungsprozess verlaun allen Leiden genau Inden, die mit einem leckt sind. Preis 3M. Faan. EUUn-Unerilh und: ainhoraIcke, Markt. orn.20wI, tägl. Verdienst f. •40 InN. Damen u. Herren jed. Standes Näh. J. Zeppenfeld Attendorn i.., Promenade 278. Zum Herbst d. J. noch 4 Zweijährig= Freiwillige ges. (Sattler, Schreiner, Anstreicher, Schuster.) Meldung wochentags 9 Uhr vormittags. 2. Vatterie 2. Westf. FeldArt. Regt. 22 Münster i. W. Rühr. Vertreter für eine Groß=Destillation gesucht. Schr. Ang. u. R. G. 4417 an den Gen.=Anz. D. Tüchtiger Schreismatenihen* 5 wird von Maschinenfabrik eingestellt. Belbetgeschriebene Angebote mit Lebenslaut und frühestem Bintrittstermin unter L. O. 4410 an den General-Anzelger, Dortmund, erbeten.( *** sucht. J. Gottig, Reckling= hausen=Süd, König Ludwig, Schulstraße 108. gesucht. Solche mit Erfahrung und etwas eigenem Kapital erhalten den Vorzug. Offert. unter F. V. S. 214 an Rudolf Mosse in Dortnund. 45014 Zuverlässiger jüngerer( Buchhalter, der selbständig arb kann, gesucht. Stenographie und Schreibmaschinenschr. Bedingung. Offerten m: Zeugnisabschriften u. Gehaltsansprüchen u. N. H. 5000 hauptpostlagernd Dortmund erbeten.(45366 Suche per 1. Okt. tücht. jungen Mann für Kontor und Reise; derselbe muß einfache Buchführung vollständ. beherrsch. Herren aus Agenturgeschäft. der Lebensmittelbranche bevorzugt. Schriftl. Angeb. mit Gehaltsang. u. T. S. 4789 an den Generalanzeig. Monteure, die im Bau von Kondensationsanlagen, Rohrleitunven und allgemein. Maschinenbau Erfahrungen besitz., der sofort gesucht. Bewerbungen sind zunächst schriftlich einzureichen. 44840 Louis Schwarz u. Co.,.=G. Dortmund. F Ein ordentlicher 44906 Klempner u. Installateur auf sofort für dauernde Arbeit gesucht. August Krause, Soeft, Bauklempnerei und Installationsgeschäft. Ein tüchtiger 44887 Schachtmeister mit Kolonne zum sofortigen Eintritt z. Setzen von Masten gesucht. Meldungen an Allgemeine Elektrizitäts Gesellschaft, Montageabteilung, Hamm, Bismarckstraße 7. Fußbodenleger für Akkordarbeit sof. gesucht. Grätz u. Comp., Eickel i.., Baugeschäft. Arbeiter gesucht Abbruch Ostwall 4. H. Paschen, Telef. 2048. Sollder Arbeiter f. Anstreichergesch. dauernd ges. Hohensyburgstr. 73. mit 1 Vorarbeiter sofort gesucht.(45314 Magnus Bischof. Baugeschäft, Werdohl. Ordentlicher Bäckergehülfe, der selbständig arbeit, kann, erhält gegen hohen Lohn dauernde Stellung. Keine Nacht= und Sonntagsarbeit. Elektr. Betrieb. Heinrich Huppe, Nette bei Mengede. Junger Bäcker- u. Konditorgehülfe auf sofort gesucht. Gustav Neu, Hordel bei Wanne, Dorfstraße. Rockarbeiter für dauernd gesucht. 44967 S. Ratajczak, Habinghorst, Germanenstraße 34. Halbinvanide als gesucht. Fr. Naabe u. Sohn, Rheinischestraße 236. Sattler= und Polsterer=Gehülfe gssucht. Julius Wengand, willen, Oberstraße 23. Bademeister und Masseur stets gesucht bei hohem Einkommen. Vorher. Ausbild. (Honorar nach Uebereink.) durch mich. Anfragen Rückp. Bademeister G. Herzog, Bad Lippspringe i. Westf. Tüchtige Schlosser und Nieter für Eisenkonstruktion sucht sofort Elsenhüftte Westfalla Bochum. weichenSchlosser nachweislich erfahren im Bau von Rillenschienen= Weichen, bei hohem Stundenlohn, bezw. einträglich. Akkord, sofort nach Böhmen Siachz„Ferrovia“, Bahnswerke, Prag, Hybernergasse 30. 45052 Großes westfälisches Hüttenwerk sucht für dauernde beschäftigung und gegen hohen Lohn mehrere Verkzeug ichlolfer Schriftliche Meldungen sind schneustens einzureichen unt. Df. Z. 10414 an Rudolf Posse, Düffeldorf. gesucht. Gediente unbestrafte Leute mit nur tadellosen Zeugnissen wollen sich melden. 41270 Wach- u. Schließgesellschaft Dortmund, Hakenst. 9. Mehrere tüchtige(65969 Schlosser Feineisen. Konstrukt. s. dauernde Besch. gesucht. Bestdeutsche KunstschmiedeVerkstätten, Inh.: Heinr. Hoffmann, Dortmund, Zimnerstraße 30.(65969 tdcht. Somede d auf schwere Flanschen eingearbeitet sind, erhalten dauernde und lohnende Beschäftigung. u. Kuntze, Röhrenwerk, Bochum. Erfahrener, kräftiger Huf= und Schmiedegeselle findet dauernde Stellung b. Beorg Peiter, Huf= u. Wa#nschmiederei, Hagen i. W. Ernerstraße 81. 45049 Tücitige Wietel und Montage- Arbeiter sucht Monteur Maagh, Al. tenhundem, Lennebrücke. kahrgeld wird vergütet. Tüchtiger Modell- Schreiner dei hohem Lohne und dautinder Beschäftigung sofort besucht. 45042 Fr. Grsppel Naschinentgbrik, Bochum 5. Suche per sofort einen Fuhrnnecht im Alter von 16—17 Jahren der mit Pferden umgehen ann. 45256 Fuhrunternehm. Fr. Reddig Volmarstein. Kochlehrfräulein unt. günst. Bedg. gesucht. Hotel Märkischer Hof, Schwelm. Per 1. August wird ein solider, tüchtiger Fuhrmann gesucht. Gute Zeugnisse erforderlich. W. Sträter, Aplerbeck, Kolonialwaren engros. Laufbursche, 14—15 J. alt, sof. gesucht. Adolf Schulte, Hansastr. 42 Jungen, 14—16 Jahre alt, sucht Aug. Kopfermann, Glückaufstraße 52. auf-kant. g9 auf soforr oder z. 1. august gesucht.(45352 Brumhard, Rechtsanwalt, Kaiserstraße 50. Lehrling mit guter Schulbildung für sofort oder später für ein kaufmännisches Büro gesucht. Selbstgeschrieb. Ang. mit Zeugnisabschriften erb. unter T. K. 4381 an den General=Anzeiger Dortmd. Sohn achtbarer= Eltern als Kochlehrling gesucht. Hotel Lünenschloß, Hagen. Zuverlässig. ordentl. LaufFür die Buchdruckerei wird Anlegerin ur Schnellpresse gesucht. Petsönliche Meldung von—10 Uhr vormittagWarenhaus Theodor Althoff. B Nur für abends bei Engels. Gnadenort 12, direkt a. Hptbhf. Oberhemden=Plätterin gesucht. Gerberstraße 17. Lehrmädchen f. Haushalt waren bei sofortig. Vergüt. gesucht. Rheinischestr. 96. 1 Jung. Witwer mit 1 Kind, evgl., sucht auf sofort Haushälterin von 25—30 J. Spätere Heirat nicht ausgeschl. Schriftl. Ang. u. A. W. 4388 an den Gen.=Anz. Dortm. Witwer, 49., mit erw.., s. anst. Frau v. 40.50 J. als Haushälterin. Off. u. W. T. 9726 a. d. Gen.=Anz. Dtm. Ges. Amme Küchen=, Haus= u. Zweitm., Köchinnen f. Restaurant u. Privat, Mädch. v. 15-16., Landmädch., Schweizer erh. Stellen. Wwe. Elise Sievers gewerbsmäßige Stellenvermittlerin, Weberstraße 18. Buchhalter und Korrespondent erste, jahrel. erprobte Kraft ges. Alt., mit jedem Buchführungs=System und=Abschlüssen praktisch vertraut, energisch, gewissenhaft und fleißig. Arbeiter, fixer Rechner, schöne Handschrift, sucht baldigst, spätestens zum 1. Oktober anderweitige, evtl. Lebensstellung. Referenzen erster Häuser und Ia. Zeugnisse. Gütige Angeb. unt. T. E. 4174 a..=A. Dtm. erbet. Ig. Mechaniker, 27 J. alt Meisterssohn, firm i. Fahrrad= u. Automobil=Repar., sich. Fahr., sucht v. sof. St., evtl. a. Filialleiter. Off. u. 150 postl. Coesfeld i. Westt Herren=Konfektion! Jüng. Verkäufer, der auch im Dekorieren u. Lackschrift bewandert ist, sucht per sof. od. bald Stell. la. Zeugnisse. Schriftl. Ang. u. U. Z. 9727 an den Gen.=Anz. Dortm.( Strebsam. Vorarbeiter aus d. Holzbranche sucht per sof. oder später Stellung als Platzmeister. in einer großeren Baumaterialien= u. Holzhandlung. Schriftl. Ang. u. T. C. 4831 an den Gen.=Anz. Dortm. Verh. Mann sucht Stell. als herrschaltl. Kutscher od. als Fuhrmann. Wilhelm Rüttger, Hagen i. Westf., Puppenbergstr..( Suche f. Sohn achtb. Eltern Lehrstelle als Koditor. Schr. Ang. u. O. L. 9718 an den Gen.=Anz. Dortmd. Jung. Fräul., welch. die Küche erl. hat, sucht Stelle als Stütze, evtl. am Büfett. Schriftl. Ang. u. E. V. 4827 an den Gen.=Anz. Dortm.( Umzüge nach allen Richtungen unt. fachm. Leitung w. ausgef. Balkenstraße 7. In bester verkehrsreichster Lage Bochums, Friedrich= straße, in der Nahe des Hauptbahnhofs, ist ein Lokal, gut geeignet für Café und Konditorei, per sofort oder August zu vermieten. Das. ist auch ein kleines Ladenlokal, geeignet f. Spezialgeschäfte, Confitüren, Buchhandlung, Musik=Utensilien etc., ebenfalls zu vermieten. Näher. bei Wilh. Bohlmann, Bochum, Alleestraße 47. Fernsprecher No. 124 u. 158 Ecke Kaiser= u. Holländischestraße 25297 Ladenlokale darunter ein schöner Eckladen mit 2 Eingangen, sehr preisw. zu verm. Günstige Lage für alle Branchen. L. Debbertin, Dresdenerstr. 48. Tel. 7133. Zauehiokal mit Wohnung, Rheinischestraße 27, sofort oder spat. zu verm. Nah. Rheinischestraße 25(Kontor). Die von mir seit langen Jahren innegehabte herrsch. Part.-Wonnung aus 5 Zimmern, Küche, 8 Mansard.=Räumen u. Zubehör nebst größ. Büro=Räumen, mit 2 separaten Eingängen u. kleinem Garten ist baldmöglichst oder per 1. Oktober preiswert zu verm. Carl Leue, Kaiserstraße 64. Auf Bahnhof Bodelschwinah sind mehrere Lagerplätze v. 1. Oktober d. J. ab anderweit. zu vermieten. Nähere Auskunft erteilt Station Bodelschwingh und Bahnmeisterei 88 in Huckarde. Angebote sind unter Angabe des Mietpreises bis z. 1. September d. J. an das unterzeichnete Amt einzureichen. Eisenbahn=Betriebsamt 1, Dortmund. In Dortmund, Hörde oder nächster Umgebung wird ein Ladenlokal mit Einrichtung für Kolonialwarengeschäft zwecks Eröffnung einer Filiale gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unter E. L. 4401 an den General=Anzeiger, Dortmund. 45094 Hochherrschaftl. Eiage 6 Zimmer, Küche, Bad, Balkon, Winterg., 2 Mans. und sonst: Zubehör, per 1. Okt, d. J. zu vermieten. Näh. Leipzigerstr. 28 Kont. 2. Etage, 4 kl. Zimm., 65861 1. Kampstraße 77. Ostpr. Mädchen, 22 Jahre, sucht Stellung als Zweitmädchen. Selb. kann nähen u. bügeln, sow, sämtliche Hausarbeit. Anna Cychi, Kley, Borussiastraße 42.( Prop. Waschfrau sucht Stellen. Düppelstr. 10, 2. Eta. Aelt. alleinst. Frau sucht Beschäft. f. ganze o. halbe Tage. Schr. Ang. u. H. E. 9712 a. d. Gen.=Anz. Omd. Ladenlokal zu vermieten. Schützenstraße 66. Abgeschl. wohnung, 4 Zimm. u. Küche, Mansarde u. Zubehör, elektr. Licht, Gas etc. in bess. ruh. Hause sofort od. später zu verm. Näheres Holländischestraße 6, 1. Et. Abg. Etage, 4 Zimm., Bad, Speisek., Arneckestr. 84, 1. Okt. z. v. N. Winkelstr. 14. =Zimmer=Wohnung zu vm. an kleine Familie. Münsterstraße 15a. Sch. abg. 3 od. 4 Mi.=Z. f. zu vm. Große Heimstr. 70. 2 Zimmer m. Zentralheiz., 2. Et., an einzelne Dame zu vermiet. Markhoff, Ostenhellweg 37. Schöne=Zim.=Wohnung versetzungsh. z. 15. Aug. zu vermieten. Ardeystr. 114. Schönes leeres Frontzimm. 1. Etg., an bess. Herrn per sof. oder später zu vermiet. Münsterstraße 42, 1. Eta. 2 sch. Mans. g. 1. Aug. od. spät. an nur ruh. Leute zu verm. Wilhelmstraße 84. 2 schöne Mans.=Zimmer per sofort zu vermieten. Kielstraße 27, 2. Etg. Lenldden Kalserstrasse 24, Ecke Saarbrückerstrasse. ist jetzt nur noch ohne Wohnung sofort oder später zu vermieten. Näheres Architekt Löwer, Kronenstraße 31. 44988 Jüng. Morgenmädchen sof. gesucht. Humboldtstr. 55, pt. Im Neubau Königswall 8 a. Ecke Gnadenort, ist per sofort oder später zu vermieten die vordere Hüllte der I. Etage, hervorra Möbl. Zimmer mit Pens. zu verm. Rheinischestr. 3, III. Schlafstelle a. 1 o. 2 Leute zu verm. Josefstr. 4, 1. Etg. Schlafstelle frei. Märkische. straße 32, II., H. Gärtner. .Schlfst. Friedrichst. 12a,.r. Schlfst. Baumstraße 40, III. Schlfst. z. v. Steinstr. 72, v. Schlfst. Brüderweg 23, III. k. K. u. L. Saarbrückerst. 52, I. Geschäftshaus. Geschäftshaus mit Schlachthausanlage, hart an einer Kolonie in bester Geschäftslage in einer aufblühenden Industrie=Gemeinde(Nähe Dortmunds) liegend, sofort zu vermieten. In demselben wurde seit Jahren ein gutgehendes Metzger= und Kolonialwarengeschäft betrieb. Schr. Ang. u. G. T. 4354 an den Gen.=Ang. Dortmd. für Geschäftsleute. Ein im Mittelpunkt ein. Industriestadt von 40000 Einwohnern gelegen. Wohnund Geschäftshaus ist von einer Konkursmasse günstig zu erwerben. Dasselbe eignet sich zu jedem Geschäftsbetriebe, ist nicht hoch belastet und kann also zu ein. günstigen Preise abgegeben werden. Schr. Anfrag. unt. I. W. 4395 an den Gener.= Anzeiger Dortmund erbet. um gefl. Beachtung morgigen meines ANZUPUTeT Dasselbe ist von ganz besonderer Wichtlgkeit Kleiner Kotten bei ger. Anz. zu. H. P s. zu verk. ev. z. vermieten..Mer, Annen Wittenerstr. o. Teleph. 972. Wirtichaftsverkauf Eine im Industriegebiet gel. kleine ländl. Wirtschaft mit Saal, schön. eingefried. Lust=, Obst= u. Gemüsegart., nebst ca. 4½ Morgen Ackerl., ist umständeh. f. 36.000 Mk. bei 10000 Mk. Anzahl. zu verk. Sehr günst. Gelegenh. für pens. Beamte, Handw. usw., auch für Bergleute, da Zech. in der Nähe. Vermittl. verbet. Schr. Ang. u. L. A. 4798 an Gen.=Anz. Dortmd. Das von dem verstorb. Arzt Dr. Demmer bisher bew. nöchherrschaftl. Haus Ritterstrasse 3 enth. großes Souterrain(evtl. f. Lagerräume geeignet), 16 Wohnraume, ferner Küche, Waschk., Badez., kl. Garten, mit allem erdenkl. Komfort ausgestattet, ist sof. zu verkaufen od. zu vermieten. Näh. durch H. Sander, Recklinghausen, Herzogswall 15, oder Dortmund, Winkelstr. 14. Gress. Restauranl in der mächtig aufblühenden Stadt Hamm i. W. gelegen, per sof. zu verk. Dasselbe eignet sich ganz besonders zu einem Café, da solches noch nicht vorhanden. 45066 Schr. Ang. u. R. M. 4398 an den Gen.=Anz. Dortmd. zu mieten gesucht. Junge tüchtige Leute suchen Wirtschaft zu pachten. —8000 Mark sind vorhand. Schr. Ang. u. T. H. 4386 an den Gen.=Anz. Dorrmd. Gesucht wird zum 15. Sept. oder 1. Okt. möglichst im südl. Stadtteil moderne herrschaftliche Etage mit—7 Räumen, Küche, Bad u. reichlichem Zubehor od. klein. Einfamilienhaus. Schr. Ang. mit Preisang. unter O. P. 4814 an den General=Anzeiger Dortm. Saub. 3 Zimm.=Wohn. evtl. kl. Haus v. ruh. Famil. zu miet. ges. Spät. Kauf n. ausgeschl. Schr Ang. u. K. K. 9714 a. d. Gen.=Anz. D. =Zimmer=Wohnung in der Nähe Mallinckrodtstr. für bald zu mieten gesucht. Schr. Ang. u. O. T. 9723 an den Gen.=Ang. Dortm. I. Ehep. m. 5jähr. Knaben sucht ab 1. 10. renovierte große 2 Zimmer=Wohnung. Schriftl. Ang. an Cellist, Königswall 39, II.( Sep. möbl. Zimm. Nähe Café Industrie sucht sof. o. 1. Aug. Kapellmeister Kainz Offerten erbeten Café Industrie. 65640 9 Ziagen-Geschäfte joder Ary, Kusstellungstokai, Zannarzi, Buros eie. Siegtried Friede, Königswall 8. für Herrschafft. Blagen Gonnungen von—7 Räumen, mit Heizgas, elektr. Licht=Anl., Zentralheizg., Personenaufzug etc., per sofort od. später zu vermieten. Burgwall 18. 44820 Dortmund, Brückstrasse 12—14 Erste Llage 185 qm groß, zu Geschäfts= und Bürozwecken geeignet, auch geteilt, zum 1. Oktober evtl. auch früher zu vermiet. Anfragen an H. Wellmann, Witten, Ruhrstr. 117, erbet. Landgrafenstr. 80. Tel. 1283 Bauplätze f. Einfamilienh. W ich bahe aiete 88 Käufer für Dortmunder Häuser und Grundstücke. L. Spiegel, Dortmund. Museumstrasse.„ Fernsprecher 1178. Klein. Einfamilienhaus mit Garten in Dortmund o. Umgeb. zu kaufen gesucht. Ausf. schr. Ang. u. O. N. 9720 a. d. Gen.=Anz. Dmd. Gobihheis-Besilzung zur Anlage einer Hühnerzucht zu kaufen ges. Ausf. schr. Ang. u. H. R.•21 an an den Gen.=Anz. Dortmd. Zuschlags-Termin einer Windmühle mit Motor=Betrieb. Am Dienstag, d. 29. Juli, mittags 1 Uhr, habe ich für Herrn Hermann van Dillen zu Darup Nr. 65 den Zuschlagstermin für das ganze Anwesen an Ort und Stelle anberaumt. Das Objekt hat außer der guten Windmühle mit Motorbetrieb, einstöckigem Wohnhause gut. Stallungen, 10 Morgen Land mit tragbaren Obstbäumen, Wiesen etr. Pachtland ist vorhanden. 45031 Die Mühle hat eine sehr gute Lage und bietet eine sichere Existenz. 45031 Wilhelm Bäumer, vereideter Auktionator, Coesfeld. Fernruf Nr. 100. Flott. Kolonialw. Geschäft sof gu verk. Erf. Kap. 5000 Mk. Schr. Ang. u. M. P. 9719 a. d. Gen.=Anz. Dmd. Gutgehendes Spez.-Fettwaren-Geschäft ist sofort od. später zu vermieten. Inventar ist käuflich zu übernehmen. Schr. Ang. u. G. D. 4829 an den Gen.=Anz. Dortm. Flottgeh. Zigarrengeschäft verb. m. Friseursalon sof. bill. z. vk. Schr. Ang. u. F. J. 9713 a. d..=A. Dmd. Gutes Friseurgeschäft wegen Ueberburd. billig zu verkauf. Schr. Ang. u. K. D. 9620 an den Gen.=Anz. Dortm. Gutgehendes Friseurgeschäft in Werdohl umständehalber sofort zu verkaufen. Off. u. K. Is. N. 163 an die Ann.= Expedition Rudolf Mosse, Iserlohn.(45258 Wie man mit Mk. 1000 im Jahre 1000 Mk. au vornehme, sichere Weise bei unbedingter Sicherstellung verdienen kann, erfahren ernstl. Reflekt. d. Anfr. unt. 9. M. 4804 a..=A. Dtm. Baugelder jed. Betrages sof. zu vergeb. C. A. Nahrhaft, Elberfeld. Telephon 1143. Herrliche Purie Bhluriak Bbkik in rhein.=westf. Großstadt, an Kreuzung von 6 Straßen gelegen, mit 1000 hl Bier, viel bessere Lito#l# und Zigarren usw. umständehalber zu verkaufen. Antritt kann sofort erfolgen. Gute 2. Hypothek oder Baugrundstück wird evtl. mit in Zahlung genommen. Die Besitzung hat heute schon ohne Konzession den vollen Wert des Kaufpreises, 220000 Mk.; dieser Wert steigt noch von Jahr zu Jahr. Wegen der äußerst günstigen zentralen Lage ist das Geschaft noch durch die Anlage eines modernen Cafés bedeutend zu erweitern, bietet deshalb tüchtigem energischen Fachmann große Ausbeute. 44187 Nur kapitalkräftige, schnell entschlossene Bewerber wollen sich melden. Schriftl. Angebote unter K. F. 4324 an den General=Anzeiger Dortmund. Weiteren Arbeits-, Wohnungsund Immobilien-Markt Stele ZrBiatt WTEE K ee n gch M S eg Ln Weich. reell. Möbelgeschätt liefert bei monatlicher Abstoß. v. 100 M. 2 Zimmer zs Kassadr.? Schr. Ang. u. M. J. 9716 a d..=Anz. D. Jackenkleid. u. Mäntel w. schick u. saub. u. Garant. v. 15 Mk. an, angef. P. Schröder, Schüchtermannstr 36. Pfg. das Pfund kostet Bettfedern-Reinigung, die Beseitigung von Motten, Milben durch Dampf-Wäsche nach besonderem Verfahren Reinigungszeit jeden Donnerstag, Telephon Anruf Nr. 1216. Abholen und Zurückbringen der Betten am gleichen Tage. 24546 N. Rosenthal * Anint Hen Ferfühlen* Spezial=Behandlung von alten und frischen Geschlechtsleiden aller Art Harnröhrenausflüsse, Hautausschläge, Juckreiz, Geschwüre, MännerSkrosel und Syphilis.(beste Erfelge), ohne Quegfsilber, schwäche,##e uh Tphilis(beste Erfolge), ohne Quecksilber, ohne Ehrlich=Hata, keine kanzweitige Kräuterkur, ohne jede Berufsstörung, unauffällig und bequem für jedermann, sowie sämtliche innere Krankheiten, Nervenleiden, Flechten, Entzündungen, Wunden, Rheumatismus, Beinschäden, Halsentzündungen und Mundausbrüche. Operationslose Methode, schnelle Hilfe, verschwieg. Behandlung. Dortmund nur Westerbleichstraße 2, Nühe Biehmarkt. Bei brieflichen Anfragen Rückporto 20 Pf. Sprechzeit täglich von—8 Uhr. Sonntags—1 Uhr. Pamiol Umen u Uhrketten sehr billig. DORTMUND Balkenstr. 36-38 beim Bezirks-Konnando An Lien& Semg. Der grosse Dortmund beginnt heute Montag. sind geradezu erstaunlich billig auf Extra-Tischen ausgelegt. SETNIT TA Corset Imperial Directoire Im Schnitt und Sitz unerreicht. Die elegante Dame folgt der heutigen Moderichtung und trägt Corset Imperial mit doppelter Rückenschnürung Die Fassons und Ausführungen bes Corsots imperial sind tonangebend, das Material erstklassig Ich bringe im Corser imperlal Wo gehen wir heute hin? In den 37932 Vergnügungspark„Predenbaum!“ Anfang.10. Theater. Fernspr. 1850. geöchter! 3REG. Aur doch Teue: Eine Spritztour nach Berlin. Vergnügungspark Fredenbaum (Lunapark.) Dienstag, den 29. Juli: Grosse Nachmittags- und AbendMilitär-Konzerte ausgeführt von dem Trompeterkorps des Ulanen=Regts.„Graf Haeseler“ 2. Branden„ burgisches Nr. 11. Leitung: Mustkmeister K. Kaiser. Eintritt: Erwachsene 20 Pfg. Kinder 10 Pfg. Familienkarten frei. Ach bringe im Goraat bparlal stets das Neueste u. Vorteilhafteste zu soliden Preisen. Zu haben von Mark.50 an. Corset Imperial Marke W.& C. Relene Thlele Dortmund: westenhellweg 29, Hanfa=Ee Man achte genau auf den Stempel Corset Imperial Marke W.& C. D. R. P. 223 106. Olympia-Tunnel. Bier-Cabaret Haselhoff Heute wieder vollständig neues Programm. Donnerstag, den 31. Juli: Venestz=Abschiedsabend 010 Maselhott. Das Sammeln der Zadenscheid Cabaret und Palais de Danse Dortmund, Krüger-Passage Täglich abends 9 Uhr: Vorträge u. Tanz erster Kräfte. Rinerira im Sauerland(am Ebbe 666 m) bevorzugtester Sommerausflugsort im westlichen — Sauerlande.— Sonntags-Sonderzüge (mit%% Preisermäßigung) am 4. Mal, 8. Juni, 6. Juli und 3, 10, 17., 24. und 31. August. Drucksachen u. Führer unentgeltlich durch den städtlschen Verkehraausschus Rathaus, Fernruf 5 und 6. mit der Vehmlinde bietet die allergrössten Vortelle weil ca. 700 Geschäfte aller Branchen dem Verein angeschlossen sind. 10744 Rabattmarken-Verein für Dortmund und Umgegend. Ausstellungslokal: Ludwigstr. 5. mit den bampfern des Rersdeuschen Lloyd Bremen Drucksachen, Ruskünste und Platzbelegungen Lostenlos durch Otto zur Hellen dortmund, Königehof; Das erstklassige Juli-Programm: Nur noch einige Tage verkaufe ich zu jedem annehmbaren Preise Solinger Stahlwaren u. Waffen. Ernst Grah, Rheinischestr.-6 Max Gbetne Klavierst. und Reparateur, Gerberstraße 12. Haushalt sehlen. Seit velen Jadren ikei mein Vetreben, in diesem Artiel nur die allrbeten Fabrikate zu führen. Meige Preise sind äußerst billig gestellt. Ich führe Waschmaschinen zu.- Iz.- 25.- 30.- 35.- 40.-45.- u. 50 M. Neu aufgenommen: Nassermotor-Naschmaschinen zu dem billigen Preise von 95.00 Mi. Man verlange Preisliste. Versand nach auswärts franko. — Tellzahlung gestattet.— Ottoßerthold, Dortmund Monsterstrasse-8. Telephon 3062. Ia. Referenzen. Erfolgreiche seelische Behandl. Bartsch, Taubenstr. 1, Telef. 5219. Körbe ReiseKofler — billig. a. Eick& Conp, Sigrid Hansen Camilla Sorenta Marcella Welly Mr. Hartmont La bella Leonora. „Hamburger Hof“ 66 Brückstrasse 66 Täglich Künstler-Konzert unter Leitung von = Béla Neumanovicz. Anfang nachmittags 4½ abends 8½ Uhr. Erstklassiger Kallee. Gute Küche. Nicolaistr. 5, Balkenstr. 36-38 beim Berirks.-Kommando nur beste Fabrikate, wie Göricke, Kalser, Stöwer, Dürkopp u. a. 5jährige schriftliche Garantie auf jede Maschine. Unterricht im Nähen u. Sticken gratis. Teilzahlung gestattet. Spottbillige Preise. Mache ferner auf meine sehenswerte Ausstellung fertiger Wohnungs-Einrichtungen, sowie Einzelmöbeln, Herden, Oeten, Haus. und Rüchengeräten, waschmaschinen, Fahrräder etc. aufmerksam. Grösste und vornehmste Ausstellung dieser Art im westfälischen Kohlenrevier, Besichtigung ohne Kaufzwang. en Schraitbe maschinen tadellos arbeitend, billigst abzugeben. Miete u. Ratenzablung gestattet. Offerte u. Vorführung durch: Stoswer-Schreibmaschinen-Vertrieb Dortmund, Prinzenstr. 17. „Reinoldushof“. Montag, den 28. Juli, nachmittags 4 Uhr: Preis-Vertellung des Männer-Gesang-Vereins„Concordia“ mit anschließendem Konzert.Tanz Inhaber von Passenartapte freien Zutitt. Eintritt 25 Pfennig. Musik: Kapelle Hubert unter pereönlicher Leitung. liefert erstklassiges Möbellager. Speisezimmer, Schlafzimmer, Küchen, Herde in größter Auswahl vom einfachsten, bis feinsten. Adressen aub S. P. 4175 an den Gen.=Anz. Drim. Für die Provinz Vertreter gesucht zum Verkauf uns. * Hautleiden mit Porzellan= und Leinenzugaben. Sehr lohnend als Nebenarsttel. 45010 Langeheine& Rüttgerodi, Hannover. liefert hiesiges besseres Möbelausstattungsgeschäft mit großer Auswahl zu reellen Preisen.(Kein Abzahlungsgeschäft. Schriftl. Angebote unter W. J. 20 an den General=Anzeiger, Dortmund. wurden mittels RedressionsApparat bei nichgrabseshcilng Berufsstörung erzielt. Der von mie auf Grund langjäbriger Erabrungen Lonhruiterte Apparat ist gesetzlich geschätt. Meine Apparate sind frotz präisester Ausführung bedentend billiger. Fachmänn. Auskunft obne Verbindlichkeit. Aerztliche Empsehlungen. Cari ahranfriod. Köln. Hauptgeschäft: Bahnhofstrasse 3a gigitr ir waussel. Fililale: Bahnhofstrasse 111,am Bahnhof. Telefon 918. sch is eichläie euueune Schroeter’s Heil-Institut, Dortmund nur Goegensghrgsfegss 99.— Bochum, Kalserstrasse 80 orschzen tsolsch, Songtags.-1 Uhr vormitags. □t 21:„Sen ahrentrieg, Keln, K 8W/ Laulerstrate 176, früher HosenGiheaiden a. Lur. Bauua., selhrnring amp;(435 werrenfang.andgen. Apparate geg. Läbmung, HüstgelenkGlieder.— Versinlich zu swprechen am 29. Juli in Dorimusd, Heiel„Stadt Dertgond“, Lützuebrücktraße, von moraens 10 Uhr bis abenss 7 Uhr. Gegründet 1899. elten* regen aunen, bettwaren, Möbel und Polsterwaren hutn im Warenhlaus A. EICK& Comp., Dortmund agatasse Nr. 205.(2. K Nationallibi Von Dr. A. Weber, D s. Kred Es war ein interessar ten Wochen zu sehen, wi denen Parteien und Pa den neuen großen Heer und die durch deren Anr politischen Situation abe freudige Zustimmung, u scharfe Kritik; denn selb Gesetze geben offen zu, daß manches hätte besse Die Heeresverstärkung Schlagfertigkeit unserer gutes Stück vorwärts; de im Reichstage über die den Beweis erbracht, da res auf vielen Gebieten welche dem modernen E lut widersprechen; und Vertreter der Armee in nicht einmal den Mut,i liche Auffassung der D sprechende Geschäftshanl Gs ist wirklich kein er preußischen Kriegsmini schen Reservegfiziere im Ffreie Selbstbestimmun bezirke“ verstecken anstatt offen und freim oben einfach nicht will; des Adels wird Sturm verwaltung bestreitet ei versteckt sich hin! die bei jedem bevorzug schwunden ist, wenn es an die Grenze versetzt Man hat in weiten zwar nicht in den schled ob keiner der leitenden ster den Mut fände, der ersten Stelle im R und zu betonen, daß a eines Fürstengeschlechtes ner wieder durchaus b Volkes mißachtet werd Ninisterien Keiner, da zwanzig Jahren eine? gangen ist, die ernsthaft dort oben den Mut offe Regierungsjubiläum un Hunderttausende grollend beiseit während beim alten# Volk mitfeierte und sein Bei der fortschreitenden am politischen Leben, b nenden Oeffentlichkeit, abspielen, setzt naturgen und da hilft kein Bese heißt es rücksichtslos m men und Verbesserung braucht nie die Disziplit den; im Gegenteil unse lich große Opfer aufe wahrsten Sinne ein Schichten der Bevölkerur im vollsten Sin ihm deshalb freudig un So im Heere, so auck seres öffentlichen Leben zen breiten Masse will schäfte des Reiches mitn Riemand auf. Da heif mernden guten Kräfte zu verwerten, nicht zu: in früheren Jahrhunde ten, sondern hineinzuge lung zu suchen, das 2 ihm zu wecken. Das ka zum Heile des Ganzen künstlich Standesunterse und noch dazu ganz klei Vorrechte gewährt, die ihnen n Das sollte ganz besond Rarine beachtet werden daß im Parlament die den, immer und immer alten Wunden zu legen Gunst der Regierung d penergischer dies gesa in liberalen Bürgertun die„Gnadenbeweise“ de legen, desto fester wird das zeigt die Entwicklu Kroten„Wahlen sind für; die Majorität der und sie wird weiter wac Fetgedrängt, und siee Verhalten in den verga biß bedauerlich, daß d katie so enorm anwäc ist es, diese fortschreite zu erklären, als durch d ler denen wir leben. Zukunft unseres Volkes Sus, hätte, daß er Nassen der deutschen Sgatswesen wieder zu zoh man sie als„Obse delt, daß man lediglich die gewiß gewissenlose Agitation vorwirft, son die Gründe für die 9 eegenüber der Soziald Und ist denn das bei den jüngsten Reich Hart zu verurteilen demokraten in manchen Liberalen geschmäht, al sozialen Steuergesetze deil man damals rüc Pr otlehnte.„Heute in Kraft befindlichen die Schecksteuer fällt, sallen und die Streid nehr lange leden; und Reichstage findet, den Besie im Reid es der konservativ Katisnautverate=Polin. Von Dr. A. Weber, Direktor der Mitteldeutschen 1. Kreditbank. Es war ein interessantes Schauspiel in den letzten Wochen zu sehen, wie die Blätter der verschiedenen Parteien und Parteischattierungen sich mit den neuen großen Heeres= und Deckungsvorlagen und die durch deren Annahme geschaffenen neuen politischen Situation abgefunden haben. Nirgends freudige Zustimmung, überall mehr oder minder scharfe Kritik; denn selbst die Schöpfer der großen Gesetze geben offen zu, daß manches hätte besser gemacht werden können. Die Heeresverstärkung bringt uns hinsichtlich Schlagfertigkeit unserer Landarmee gewiß ein gutes Stück vorwärts; der Verlauf der Beratungen im Reichstage über die Armeeforderungen hat aber den Beweis erbracht, daß in der Leitung des Heeres auf vielen Gebieten Anschauungen herrschen, welche dem modernen Empfinden des Volkes absolut widersprechen; und dabei hatten die berufenen Vertreter der Armee in den verschiedensten Fragen nicht einmal den Mut, ihre traditionelle gegensätzliche Auffassung der Dinge und ihre dementsprechende Geschäftshandhabung zuzugeben. Es ist wirklich kein erhebendes Schauspiel, einen preußischen Kriegsminister im Punkte der jüdischen Reserveoffiziere immer wieder sich hinter das freie Selbstbestimmungsrecht der Landwehrbezirke" verstecken zu sehen, anstatt offen und freimütig zuzugeben, daß man oben einfach nicht will; gegen die Bevorzugungen des Adels wird Sturm gelaufen und die Heeresverwaltung bestreitet einfach die Tatsache und versteckt sich hinter eine Tradition, die bei jedem bevorzugten Regiment sofort verschwunden ist, wenn es aus einer guten Garnison an die Grenze versetzt wird. Man hat in weiten Kreisen unseres Volkes und zwar nicht in den schlechtesten das Empfinden, als ob keiner der leitenden Staatsmänner und Minister den Mut fände, der ersten Stelle im Reiche rechte Aufklärung zu geben und zu betonen, daß auch die größte Popularität eines Fürstengeschlechtes Schaden leidet, wenn immer wieder durchaus berechtigte Forderungen des Volkes mißachtet werden. Sieht denn in den Ministerien Keiner, daß in den letzten fünfundzwanzig Jahren eine Wandlung im Volke vorgegangen ist, die ernsthaft zu denken gibt; hat keiner dort oben den Mut offen auszusprechen, daß beim Regierungsjubiläum unseres Kaisers leider viele Hunderttausende grollend beiseite gestanden haben, während beim alten Kaiser Wilhelm das ganze Volk mitfeierte und seiner Liebe Ausdruck verlieh? Bei der fortschreitenden Anteilnahme der Deutschen am politischen Leben, bei der immer mehr zunehmenden Oeffentlichkeit, in welchen sich alle Dinge abspielen, setzt naturgemäß auch stärkere Kraft ein, und da hilft kein Beschönigen und Zudecken, da heißt es rücksichtslos mit Ueberlebtem aufzuräumen und Verbesserungen einführen. Darunter braucht nie die Disziplin, nie die Autorität zu leiden; im Gegenteil unser Heer, das uns doch wahrlich große Opfer auferlegt, wird erst dann im wahrsten Sinne ein Volksheer, wenn sich alle Schichten der Bevölkerung, im vollsten Sinne gleichberechtigt, ihm deshalb freudig und gerne hingeben. So im Heere, so auch auf anderen Gebieten unseres öffentlichen Lebens. Das Volk in seiner ganzen breiten Masse will bei der Führung der Geschäfte des Reiches mitwirken, diese Bewegung hält Niemand auf. Da heißt es die im Volke schlummernden guten Kräfte zu wecken und nutzbringend zu verwerten, nicht zu regieren, wie es die Fürsten in früheren Jahrhunderten taten und tun konnten, sondern hineinzugehen in das Volk und Fühlung zu suchen, das Verantwortlichkeitsgefühl in ihm zu wecken. Das kann man aber wirksam und zum Heile des Ganzen nur dann, wenn man nicht künstlich Standesunterschiede schafft und einzelnen und noch dazu ganz kleinen Schichten Einflüsse und Vorrechte gewährt, die ihnen nicht zukommen. Das sollte ganz besonders im Heere und in der Marine beachtet werden und es bleibt zu wünschen, daß im Parlament die Liberalen nicht müde werden, immer und immer wieder den Finger in die alten Wunden zu legen und unbekümmert um die Gunst der Regierung das Wort zu erheben. Und st energischer dies geschieht, je weniger Wert wir im liberalen Bürgertum auf die„Gnadenbeweise“ der Regierung an Titeln und Orden legen, desto fester wird unsere Stellung im Staate; das zeigt die Entwicklung der letzten Jahre. Die tinotten Wahlen sind ein sichtbarer Beweis hierfur, die Majorität der Linken im Reichstage wächst und sie wird weiter wachsen; die Reaktion wird zuFicgedrängt, und sie erhält die Quittung für ihr verhalten in den vergangenen Jahren. Es ist gewiß bedauerlich, daß die Macht der Sozialdemonatie so enorm anwächst; aber ebenso bedauerlich i es, diese fortschreitende Unzufriedenheit anders zu erklären, als durch die großen Systemfehler, unter denen wir leben. Es hieße verzweifeln an der Zukunft unseres Volkes, wenn man nicht die HoffWuss, hätte, daß es gelingen muß, die großen massen der deutschen Arbeiter für unser heutiges Staatswesen wieder zu gewinnen. Nicht dadurch, daß man sie als„Objekt der Gesetzgebung" behandelt, daß man lediglich gegen sie kämpft und ihr die gewiß gewissenlose und übertriebene Art ihrer #gitation vorwirft, sondern dadurch, daß man ihr de Gründe für die Letztere nimmt, wird man gegenüber der Sozialdemokratie Erfolge erzielen. Und ist denn das Verhalten der Konservativen ## den jüngsten Reichstagsvorlagen nicht ebenso # zu verurteilen wie dasjenige der SozialImraten in manchen Fällen! Wie wurden die Giberalen geschmäht, als sie im Jahre 1909 die unsozialen Steuergesetze nicht mitschaffen wollten, veil man damals rücksichtslos jede Besitzbesteuekung ablehnte. Heute werden die erst drei Jahre in Kraft befindlichen Gesetze wieder aufgehoben; de Schecksteuer fällt, die Leuchtmittelsteuer wird fallen und die Streichholzsteuer wird auch nicht nehr lange leben; und weil sich eine Mehrheit im Reichstage findet, den Besitz im Reiche steuerlich zu erfassen, 24 der konfervative Führer nicht über sich gewinnen kann einzuschwenken und den von vielen, auch ersten Männern der konservativen Partei an ihn gerichteten Wünschen auf Verzicht auf seinen Starrsinn zu entsprechen, stellt sich die konservative Partei in den Schmollwinkel, noch dazu in einem Moment, in welchem es sich um die Sicherung des Reiches handelt. Die neuen Steuern sind nicht schön; sie sind in vielen Punkten anfechtbar und jeder vernünftige Politiker muß, wenn er nicht Scheuklappen trägt, zugeben, daß ein Ausschlag der Erbschaftssteuer die größeren Vorzüge gehabt hätte. Man hätte mit ihr nicht, und diesen Vorwand benutzen konservative Blätter zur Begründung der Stellungnahme ihrer Fraktion im Reichstage, in die finanzielle Selbständigkeit der Einzelstaaten eingegriffen; man würde weiter einer vollständigen Wiederannäherung aller bürgerlichen Parteien in wichtigen Fragen mit ihr die Wege geebnet haben, und würde allerdings auch der Großgrundbesitz, der unter den neuen Steuergesetzen frei ausgeht, bei der Erfassung der Erbschaften durch die Steuer belastet worden sein; nein, der konservative Führer verschließt sich allen an ihm herantretenden Forderungen seiner besten Freunde und vertieft den Riß, der ohnehin durch unser bürgerliches politisches Leben geht; und schiebt alsdann die Schuld allein der— auch nach unserer Ansicht— nicht gerade zielbewußten Haltung unserer Regierung in die Schuhe, die— das muß aber doch zugegeben werden—, am Ende die Steuer annehmen mußte, um das große Werk der Steuervorlage nicht zu gefährden.„Man wird es daher im Lande der konservativen Partei danken, daß sie die Gefahr des ersten Schrittes erkannt und feste Entschlußfähigkeit bewiesen hat.“(Konservative Korrespondenz vom 1. 7. 1913.) Wenn sie Dank ernten wollte. dann mußte sie eine andere Taktik einschlagen; sie allein trägt die Schuld, wenn eine Situation geschaffen ist, die ihr nicht behaat und, wenn unter Zustimmung der Liberalen Steuern entstanden sind, die nach mancher Richtung hin anfechtbar sind, die vor allem— und das ist das bedauerlichste an ihnen, den Handel, das Gewerbe, und die Industrie vorzugsweise und noch dazu in einem Stadium belasten, das nicht weniger als günstig und aussichtsreich für die großen Erwerbsstände ist. Das hätte vermieden werden können, wenn die Rechte im Reichstage dem Zentrum gefolgt wäre, das die Zeichen der Zeit besser erfaßt hat als seine bisherigen Kampfgenossen. Für die Liberalen gab es keinen anderen Ausweg: und daß im Kampfe der letzten Monate die beiden großen liberalen Gruppen zusammengewirkt haben, ist ein weiterer Gewinn. Leider gibt es immer noch rechtsstehende „Altliberale", welche die Stellungnahme der Konservativen beschönigen, die der Fortschrittler bekämpfen und ihnen Vorwürfe machen darüber, daß sie taktisch mit den Sozialdemokraten zusammengehen. Gewiß, auch die Nationalliberalen, die in den Sozialdemokraten ihre größten Gegner sehen und sie in ganz Deutschland weit mehr als die Konservativen die in ihren Stammsitzen im Osten Herr wären, bekämpfen, folgen dieser Taktik nicht; aber haben sich Konservative nicht schon oft genau so verhalten, hat das Zentrum nicht einen festen Pakt mit jener Partei im Jahre 1906=07 geschlossen? und wäre es von manchem rechtsstehenden„Altliberalen“ nicht richtiger, wenn er seinen Freunden auf der Rechten eine Vorlesung hielte anstatt den Libevalen in den Rücken zu fallen und das eigene Nest zu beschmutzen? Welcher Erfolg in der politischen Geschichte: einmütig nehmen alle bürgerlichen Parteien im Reichstage eine Hecresvorlage an, die dem Volbe Milliardenopfer auferlegte; die Sozialdemokraten stimmten für Steuergesetze im heutigen Staate! Liegt hier nicht eine Umwälzung der Verhältnisse vor, die richtig erfaßt und ausgenutzt die denkbar größten Vorteile für unser Vaterland haben kann und muß? An den Liberalen und vor allem an den Nationalliberalen liegt es, die Zeichen der Zeit richtig zu verstehen, und auf dem Wege der letzten Jahre weiter zu marschieren. Der Beweis ist erbracht, daß mit den Konservativen auf wichtigen Gebieten des politischen und wirtschaftlichen Lebens praktische Politik im Reiche nicht zu machen ist. 1909 hat jene Partei versagt und 1913 das Reich im Stiche gelassen. Jetzt werden auch die ärgsten Nörgler verstehen, daß es im Jahre 1909 unmöglich war, im Block zu verbleiben, wenn nicht die nationalliberale Partei sich selbst vernichten wollte. Im Südwesten des Reiches ist's ruhig geworden, das bissige Kampforgan gegen die jetzige Führung der Partei ist eingegangen, sang= und klanglos und auch die nördliche Abspaltung wird das Zeitliche segnen. Es ist gut so; wir gebrauchen feste, in sich geschlossene Parteigruppen unter einer Führung. Die nationallibevale Reichstagsfraktion hat der Partei zum zweiten Male in schwerem Kampfe ein gutes Beispiel gegeben. Hoffentlich wirkt das im Reiche nach: dann wird vieles besser werden und manches wird gut zu machen sein, was seither verdocben war. Der Leibensweg der Steuerreilamanten. Veranlagung und Berufung. Reich, Staat und Gemeinde sorgen in wohlgeregeltem Turnus dafür, daß der Staatsbürger aus dem Zahlen der Steuern nicht herauskommt. Diesmal war das Reich an der Reihe, und es hat, obwohl es zum ersten Mal eine direkte Steuer forderte, dem braven Steuerzahler gleich so viel aufgepackt, daß er ein paar Jährchen daran zu tragen hat. Da der preußische Adler bekanntlich ebenfalls ein gefräßiger Vogel ist, so hat er auch wieder nach Raub Ausschau gehalten. Das wurde selbst dem Dreiklassenparlament zu bunt, zumal mit der geplanten Verewigung der berüchtigten„Zuschläge" auch noch eine geradezu unerträgliche Steuerschnüffelet und Topfguckerei verquickt werden sollte, die, wenn sie Gesetz geworden wäre, so ziemlich jeden zweiten preußischen Staatsbürger zum Steuersträfling gestempelt haben würde. So etwas von Fußangeln und Selbstschüssen, wie in der unter den Tisch gefallenen Lente'schen Steuernovelle war selbst in Preußen, wo man doch an mancherlei gewöhnt ist, noch nicht da. Würden die Staaten mit so viel Weisheit gelenkt, wie uns die Staatslenker vom Regierungstische aus und vom Ehrenplatze bei Festmählern einzureden betüissen sind. so müßten dis Begierupgen alles daran setzen dem Volke die schweren, schier erdrückenden Lasten wenigstens so leicht wie möglich zu machen. Es ist aber ein Ausfluß insbesondere der preußischdeutschen Staatsweisheit den Staatsbürgern für die treue Erfüllung der ihnen auferlegten Pflichten ihre unveräußerlichen Rechte vorzuenthalten und, nicht genug damit, sie auch noch nach Kräften bei ihrer Pflichterfüllung zu drangsalieren. Zu den Behörden, mit denen besonders schlecht Kirschen zu essen ist, gehört in erster Linie der Steuerfiskus. Der Steuerzahler ist, unbeschadet der ihm zustehenden„Rechte" der Berufung und Beschwerde zunächst völlig machtlos, so bald die Veranlagungskommission aus irgend welchen Gründen seine Steuererklärung beanstandet. Nun haben die Beanstandungen an sich durchaus ihre Berechtigung. So lange es Steuerdrückeberger gibt, muß gerade im Interesse der Gerechtigkeit gefordert werden, daß diesen Leuten die Erinnerung an ihr Einkommen mit dem erforderlichen, durch Strafandrohungen verschärften Nachdruck ins Gedächtnis zurückgerufen wird; nur darf diese Schärfung des Gedächtnisses nicht zur Beunruhigung solcher Steuerzahler werden, die nicht aus Arglist, sondern aus Unkenntnis gegen die komplizierten, für die Einschätzung maßgebenden gesetzlichen Vorschriften verstoßen. Solche Belästigungen sind gewiß kein Ausfluß von Willkür der Beamten; es ist das System, dessen starr=bureaukratischer Geist und dessen Schwerfälligkeit schließlich auch dem geduldigsten Steuerzahler auf die Nerven fallen, wenn er immer wieder bei der geschäftlichen Behandlung gegen zu hohe Einschätzung den gleichen Einwänden begegnet, wiewohl er sie so und so oft überzeugend und dokumentarisch entkräftet zu haben glaubt. Zur Erklärung dieser unleidlichen Zustände muß man sich die verwaltungsrechtliche Organisation des in Frage kommenden behördlichen Apparats klarmachen. An der Spitze des gesamten Veranlagungsgeschäfts steht der Vorsitzende der Berufungskommission, der in Berlin mit dem Präsidenten der Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern identisch ist. Es ist gleichzeitig die höchste Instanz für die Veranlagungskommission von der etwaige Beanstandungen der Steuererklärung eines Zensiten ausgehen. Gegen deren Entscheidung kann der Zensit Beschwerde bei der Berufungskommission einlegen. Nun fungiert von den Leitern der beiden Abteilungen der Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern, zwei Oberregierungsräten, der eine als Vorsitzender der Veranlagungskommission, der andere als stellvertretender Vorsitzender der Berufungskommission. Und da natürlich beide in schwierigeren Fragen die Entscheidung ihres Chefs einholen werden, so beschwert sich der Steuerpflichtige letzten Endes über die Entscheidung des Präsidenten der direkten Steuern beim— Präsidenten der direkten Steuern! Allerdings ist, bei einem veranlagten Einkommen von mehr als 3000 Mark, gegen die Entscheidung der Berufungskommission noch Beschwerde an das Oberverwaltungsgericht möglich. Dieses entscheidet endgültig in nichtöffentlicher Sitzung, gewöhnlich ohne vorherige Anhörung des Steuerpflichtigen; es kann ihm freilich von Amts wegen oder auf Antrag Gelegenheit zur persönlichen Verhandlung über den Gegenstand der Beschwerde gewähren. Jedenfalls sind mit der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts die Rechtsmittel des Zensiten erschönf: eine Beschwerde beim Finanzminister gegen Entscheidungen der Veranlagungs= oder Berufungskommission ist instanzengemäß nicht zulässig. Nur, wenn der Steuerpflichtige sich persönlich durch die Behandlung seiner Angelegenheit benachteiligt glaubt, hat der Minister über Beschwerden gegen das Verfahren der Berufungskommission und ihres Vorsitzenden zu entscheiden. Bevor aber eine umfangreiche und komplizierte steuerliche Berufung durch Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts erledigt ist, können Jahre vergehen, während welcher Zeit der Zensit die zuviel beanspruchten Steuern Quartal für Quartal prompt zu entrichten hat. Sie müssen nach günstiger Entscheidung des obersten Verwaltungsgerichtshofes natürlich wieder erstattet werden; aber der unter Umständen außerordentlich hohe Betrag war jedenfalls für lange Zeit festgelegt und eine Zinsvergütung erfolgt nicht. Diese unbedingte Pflicht zur Vorausbezahlung veranlagter Steuerbeträge, ganz gleich, ob die höhere Veranlagung zu Recht erfolgt ist oder nicht, bildet— wie die„Berl. Morgenpost“ ausführt— eine der anfechtbarsten Bestimmungen der preußischen Steuergesetzgebung. Es kann wohl mit ziemlicher Gewißheit darauf gerechnet werden, daß dem neuen Abgeordnetenhause bald nach seinem Zusammentritt im kommenden Winter eine neue Steuervorlage vorgelegt werden wird. Die Linke sollte dann wenigstens versuchen, die Bestimmung durchzudrücken, daß zu Unrecht erhobene Steuerbeträge vom Fiskus verzinft werden. So würde ein sehr verständiger, vom Reichstag hinsichtlich der direkten Reichssteuern leider abgelehnter Antrag seine Auferstehung feiern, und grade in Preußen, wo die Kunst der direkten Besteuerung mit so großer Virtuosität geübt wird, würde der fiskalische Verzinsungszwang für zurückzuerstattende Steuerbetrage den Eifer mancher Veranlagungskommission sicherlich heilsam dämpfen. Ein schweres Eisenbahnungtaull Kopenhagen, 27. Juli. Eine schwere Eisenbahnkatastrophe, wie sie sich kaum je in Dänemark zugetragen hat, ereignete sich gestern nachmittag um ½4 Uhr auf Jütland. Der Expreßzug, der um 8 Uhr morgens von Kopenhagen über Fredericia auf Jütland nach Esbjerg fährt, um von dort den Anschluß an den Dampfer nach Parkstone in England zu erreichen, entgleiste bei der Station Seum zwischen Fredericia und Esbjerg. Der Zug, der aus zwei Lokomotiven und acht Waggons bestand, entgleiste wahrscheinlich infolge Lockerung einer Schienenschraube. Die erste Lokomotive stürzte die Böschung hinunter, die zweite Lokomotive entoleite, die togenden sieben Wagen stürzten gleichfalls die Böschung hinab, und nur der letzte Wagen blieb auf der Böschung liegen. Der Lokomotivführer und der Heizer der ersten Lokomotive konnten sich noch im letzten Augenblick durch Abspringen retten. Durch den Absturz des Zuges wurden sämtliche Telephon= und Telegraphenleitungen zerstört. Soweit bisher bekannt ist, wurden unter den Trümmern sechzehn Leichen hervorgezogen, die furchtbar verstümmelt sind. Weit über hundert Personen sind verletzt. Die Katastrophe ereignete sich ungefähr fünf Kilometer vor Esbjerg bei der Station Seum. Nach Ansicht der Bahnverwaltung liegt die Ursache in einer Schienenverwerfung, die durch die enorme Hitze der letzten Tage hervorgerufen worden ist. Nach den spat abends hier eingetroffenen Nachrichten sind bisher nur zwei Tote identifiziert, und zwar der sozialistische Abgeordnete Sabroe und Frau Professor Paulli aus Kopenhagen. Der Zug war meist von schwedischen und englischen Reisenden besetzt, die die Linie Kopenhagen—Esbjerg zur Fahrt nach England benutzten. In Esbjerg liegt ein Dampfer, der die Passagiere des Zuges nach Parkstone in England bringen sollte. Das Schiff hat erst gestern seine Probefahrten beendet und sollte heute nachmittag die erste Ausreise antreten. Die sechzehn getöteten Passagiere des verunglückten Zuges wurden nach der Station Bramminge gebracht, während die Verletzten nach Esbjerg geschafft wurden, wo ihnen die erste ärztliche Hilfe zuteil wurde. Sämtliche Wagen des Zuges sind zertrümmert mit Ausnahme des letzten Waggons, der auf dem Bahndamm stehen geblieben ist. Der Zug, der nur Wagen erster und zweiter Klasse fuhrte, hatte Lunderskow um 3½ Uhr verlassen und sollte um 4 Uhr 22 Minuten in Esbjerg eintreffen. Die Katastrophe hat auch einige Reichsdeutsche zum Opfer gefordert. Die Zahl der geborgenen Toten beträgt 17, die der Schwerverwundeten scheint glücklicherweise geringer zu sein, als bisher angenommen wurde. Im ganzen wurden 13 Schwerverletzte aus den Trümmern des abgestürzten Zuges hervorgezogen. Unter den Toten sind folgende Deutsche: 1. Arthur Wellner aus Berlin, 2. Opernsänger Barré aus Düsseldorf, 3. Otto Erbheimer, ein achtjähriger Knabe aus Nürnberg, 4 Frau Erbheimer aus Nürnberg, 5. Richard Wertner aus Dresden, 6. Martin Soenstrup aus Flensburg. Ein 16jähriger Knabe, ein Mann und drei Frauen, deren Leichen gleichfalls geborgen wurden, konnten bisher nicht identifiziert werden. Ferner wurden der bekannte dänische sozialdemokratische Abgeordnete Sabroe und eine Frau Professor Paulli aus Kopenhagen getötet. Unter den Schwerverletzten befinden sich: Frau Opernsänger Barré, Frau Wellnern aus Berlin, dann Frau Margarete Krause aus Berlin, deren Sohn, der leicht verwundet ist, und ihre Schwester Frieda Kohl aus Berlin, der beide Beine gebrochen wurden. Der Wohnort der gleichfalls schwerverwundeten Passagiere Eduard Philipp und Charles Ree konnte noch nicht festgestellt werden. Die Strecke, auf der der verunglückte Zug fuhr, hat viel unter den Unbilden der Witterung zu leiden. Neben der Bahn geht der Seumfluß, der im Sommer oft Hochwasser führt. Schon im vorigen Jahre war der Bahndamm durch das Hochwasser so unterwaschen worden, daß er vollständig ersetzt werden mußte. Die große Hitze der letzten Tage hat in Dänemark heute mehrere Eisenbahnunfälle im Gefolge gehabt, die aber zum Glück ohne Verluste an Menschenleben geblieben sind. Die große Zahl der verunglückten Deutschen erklärt sich aus dem Umstande, daß der Zug auch die Badegäste für das bekannte Bad Fanö mit sich führte, das besonders von Deutschen aufgesucht wird. In Esbjerg, wohin die Verletzten in drei Sonderzügen geschafft wurden, erwartete eine nach tausenden zählende Menschenmenge den traurigen Transport. Man glaubt, daß unter den Trümmern des Zuges sich noch mehr Tote befinden. Im ganzen schätzt man die Zahl der Getöteten auf 30, die der Schwerverletzten auf über 40. Ein sonderbarer Zufall wollte es, daß in einem Wagen, in dem sich dreizehn Engländer befanden, elf von ihnen unverletzt blieben, während die beiden anderen, Philipp und Ree, schwer verwundet wurden. Lotale Kachrichten. . D o r t m u n d, 2 8. J u l i. Unfallarten im Bergbau. IV. Allerhand Ursachen, Schießarbeit und Streckenförderung. Unter der Rubrik„Allerhand Ursachen“ werden gewiß manche Unfälle verbucht, die einer der in bereits besprochenen und noch zu besprechenden Unfallarten zuzurechnen sind. Nehmen wir einmal an, daß ein Kohlenhauer in einem dicken Flöze Kohlen haut und daß plötzlich ein großes Stück unterschrämte Kohle hereinbricht und den Hauer zu troffen droht. Dieser springt aber rechtzeitig zurück, rückwärts gehend, wobei er stolpert, nach hinten überfällt und beim Auffallen auf einem harten Gegenstand das Genick bricht. Seine Kameraden räumen die gefallenen Kohlen schnell fort und verbauen womöglich noch, wo dieses nötig war. So kommt es, daß bei einer Untersuchung dieses Unfalles vom„Kohlenfalle“, nichts gesehen und nichts verraten wird und der Unfall statt unter „Stein= und Kohlenfall" unter„allerhand Ursachen"" geschrieben wird. Dieser eine Fall wird genügen, um darzutun, daß gewiß manche Unfälle einer bestimmten Unfallart zuzuzählen sind, anstatt zu„alberhand Ursachen". Es ist ja menschlich, daß die Beteiligten eines Unfalles großes Interesse daran haben, bei einer etwaigen Uebertretung der Polizeiverschriften nicht noch mit dem Stvafrichter in Berührung zu kommen und so kommt es, daß mancher Unfallhergang in Dunkel gehüllt bleibt. In erschreckender Weise steigt in letzter Zeit die Unfallziffer der Schießarbeit. Man ist versucht, die Mehrzahl der Unfälle auf die Einführung der elektrischen Zündung der Schüsse zurückzuführen. Das ist jedoch vollständig falsch. An der Steigerung dieser Unfälle trägt in erster Linie die Sorglosigkeit und die Nichtbeachtung der für die Schießarbeit erlassenen Vorschriften die Hauptschuld. Vielfach ist es auch die Unkenntnis der schweren Gefahren und nicht zuletzt der Massenwechsel der Belegschaft, der die Schießunfälle herbeiführt. In seltensten Fällen kann es eine noch so eingehenbe Untersuchung feststellen, wie der Hergang des Unfalles war, wenn die Untallbeteiligten(die Ueberlebenden) die Spuren strafbarer Uebertretungen verwischen. Zweifellos werden den sogenannten„Versagern“ mehr Unfälle zugeschoben, als es in Wirklichkeit der Fall ist. Die Unfälle bei der Streckenförderung ähneln denen im Betriebe der Staatsbahn über Tage. Bedenkt man, daß über Tage in Staatsbetrieben der Eisenbahn keine Aktordarbeiter zum Rangieren (man sagt deutsch:„verschieben") genommen werden, so kann die hohe Unfallziffer bei der staatlichen „Verschiebearbeit"“ nicht auf das Konto der Sucht nach Mehrverdienst gesetzt werden, wobei bekanntlich die Vorschriften nicht immer beachtet werden. Die Gefährlichkeit des Betriebes an sich ist es, der man die Unfälle in erster Linie zuschreiben muß. Dieses ist natürlich in der Grube in den unterirdischen Streckenbetrieben in erhöhtem Maße der Fall. Sei es Benzollokomotiv=, Preßluft= oder elektrische Förderung, oder sei es Hand=, Seilbahn= oder Pferdeförderung, in den meist engen und niedrigen Grubenbauen ist und bleibt der Betrieb gefährlicher als über Tage bei hellem Sonnenlichte mit dem blauen Himmel zum Hangenden, das nicht bricht.— Allerhand Ursachen, Schießarbeit und Streckenförderung haben im Vorjahre im hiesigen Bergbau 150 Bergleuten den Tod gebracht. Eiserne Stempel. Ein Reviersteiger schreibt uns: In Nummer 204 Ihrer geschätzten Zeitung hat ein angeblicher Bergmann aus Altenessen die Feder geschwungen und Reklame zu machen versucht für— eiserne Stempel.— Danke! Haben die Nase voll davon! Wer damit zu tun gehabt hat mit diesem„Aergereisen" wird mir beipflichten müssen und zwar ganz gleich, ob Arbeiter oder Beamter. Ein„Steckenpferd“ ist der eiserne Stempel, weiter nichts. Die hohen Herren reiten es, die rren Reisenden verkaufen es und wir Armen, wir verwünschen es, nämlich dieses Steckenpferd. „Steiger Rollenrutscher, Sie bekommen morgen für Flöz Dickebank 20 eiserne Stempel. Bekümmern Sie sich darum, daß keiner davon verloren geht, sonst bezahlen Sie ihn!“— so begann das Hohelied vom besagten Steckenpferd, das der Heer Inspektor sang. Und ich rülpste die Hauer an: „Wenn Sie mir einen eisernen Stempel vermurksen, jage ich Sie zum Teufel(nur bildlich gemeint): denn ich habe keine Lust, 20 Mark für einen Stempel Euretwegen aus meinem Beutel zu zahlen!"— Am nächsten Tage aber saßen„nur 6“ solche teuren Eisenstempel unter dem zu Bruche gegangenen Streb. Um die 120 Mark zu retten, wurde der Bruch aufgebaut, was„nur“ 900 Mark an Arbeitslohn kostete, vom Förderausfall ganz abgesehen, der auch etliche Tausend Mark ausmachte. — Um es gleich zu sagen: ich mußte den Posten als Steiger an den Nagel hängen und da ich nichts passendes fand, so wurde ich Reisender in — eisernen Stempeln! Und ich pries die Güte und Zuverlässigkeit dieser modernen Errungenschaft in sieben Sprachen. Ich bewies es den Zechenleuten schwarz auf weiß, daß sie monatlich Hunderttausende am Holze sparen könnten, wenn sie die eisernen Stempel meiner Firma einführen würden. Aber ich verkaufte nichts, und da die Familie nach Brot schrie, so war ich froh, daß sich eine Gelegenheit fand und ich wieder Steiger werden konnte.— Der Altenessener„Bergmann“ sagt, daß vor jeder Arbeit ein Ortsältester ist, der die Arbeit versteht und seiner Sache sicher ist.— Ja, mein lieber Altenessener! Das steht nämlich auf dem Papier, was du sagst, und das sieht sich auf dem Papier genau so schön an, wie deine eisernen Stempel, die auf dem Prospektbogen nicht unter den Bruch geraten, ihrer Sache ganz sicher sind, wie— Druckerschwärze. Und dann die Statistik, daß von 100„Steinund Kohlenfällen" in 90 Fällen der Lehrhauer beim Laden des Wagens den Unfall erleidet, wo hast du den Zimmet her? Martin. Trinkgeld, Kopfblasen und— barbieren! Man schreibt uns: „Sehr geehrter Herr Redakteur! Sie meinten am Schlusse des Artikels in der Sonntagsnummer, daß wir mit dem Segen der Einsendungen aufhalten möchten. Sie haben aber ebenso viel Barbiere als Barbierte bis jetzt zu Worte kommen lassen und da es ohne Frage mehr Eingeseifte auf diesem Planeten gibt als Einseifer, so wäre es von Ihnen schreiendes Unrecht, wenn Sie nicht noch einem Kunden Ihre Spalten öffnen würden. Ich komme Ihnen aber insoweit entgegen, als ich das ewige Kapitel der Trinkgeldfrage nicht behandeln will. Denn wir ändern es ja doch nicht, und ich bin überzeugt, daß, wenn sich unsere Damen rasieren lassen müßten, diese noch viel mehr Trinkgeld geben würden, wie wir knickerigen Herren der Schöpfung. Was mich bedrückt, das ist etwas ganz anderes. Ich mag es nämlich gar nicht leiden, wenn mir beim Haarschneiden die Verschönerungsräte auf den Kopf blasen. Sie tun das, um die kleinen abgeschnittenen Härchen fortzublasen, aber ich habe dabei schon zu wiederholten Malen etwas Nasses auf den Kopf bekommen Da bin ich denn immer zu einem anderen Haarkünstler gegangen, und was meinen Sie? Alle bliesen mir auf den Kopf. Dortmund bin ich nun durch und nun möchte ich die umliegenden Dörfer besuchen, um mir außerhalb die Haare schneiden zu lassen, wenn mich nicht etwas weit schlimmeres davon abhielte. Es stand da nämlich vor einigen Jahren in den Tageszeitungen, daß ein Dortmunder sich hat außerhalb rasieren lassen. Als er im Stuhle saß mit einer vielsagenden Serviette um den Hals, fragte ihn der Fviseur, ob er „fein" oder„gewöhnlich“ rasiert werden wolle.„Natürlich fein!“, sagte der Dortmunder. Da spuckte der Meister in den— Seifennapf und schlug Schaum. Als er dann„sein" rasiert hatte, fragte ihn der Rasierte, wie denn das„gewöhnliche" Rasieren sich vom„seinen" unterscheide.„Jo, jo, do spigge eck nich eist in den Napp, sondern dem Kunden direkt in de Visage!“— antwortete bieder und treu der Schaumrat. Jaköble. Pferderennen. Eine weitere Zuschrift: Ihrem Artikel in Nr. 208 betreffend„Pferderennen“ kann ich mich nur anschließen. Wir haben in Rheinland und Westfalen zuviel Rennplätze, aus welchem Grunde die den Ställen zur Verfügung stehenden Rennpferde nicht ausreichen, um die Rennen genügend zu beschicken. Es könnten daher ruhig die Rennen auf den kleineren Plätzen wegfallen, ohne daß dem Sport irgendwelcher Schaden oder Nachteil entstände, im Gegenteil würden die großen Rennvereine, die teure Plätze angelegt haben, devon profitieren, denn es würden von den gemeldeten Pferden mehr laufen, und dadurch das Interesse des Publikums gehoben werden, was sowohl durch den stärkeren Besuch als auch stärkere Wettlust zu Tage treten würde. Ein weiterer Uebelstand der vielen Rennplätze ist der, daß eft Renntage an—8 Plätzen zusammenfallen, was auch vermieden werden muß, da darunter der Besuch leidet; in diesem Punkte eine Einigung zu erzielen, würde den betreffenden Rennvereinen wohl leicht gelingen können, denn: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! : Nun zu einigen Uebelständen auf unserer neuen Dortmunder Bahn, und zwar 1. ist der Zuschauerraum(Stehplatz) viel zu klein, was an jedem Renntage bis jetzt erwiesen ist; was soll es noch werden, wenn mal wirklich schöne Tage sind, oder wenn ein besonderes sportliches Ereignis bevorsteht. Hat sich der Rennverein schon überlegt, welche Schritte zu tun sind, um diesem Uebelstande des allzubeschränkten Raumes abzuhelfen?— Die Lösung ist doch einfach; man versetze den Zaun 15—20 Meter nach den Ställen zu, was ja mit leichter Mühe gemacht ist. Wenn man noch ein weiteres tun will, dann vergrößere man das Toto=Gebäude auf diesem Platze, da die jetzigen Schalter dem Andrange nicht genügen. 2. Warum werden nicht in das vom Mittelgebäude links gelegene Totogebäude, das jetzt zum größten Teil geschlossen ist, 5 Mark=Sieg=Schalter eingerichtet? Das muß unbedingt geschehen, da die jetzt eingerichteten 5 Mark=Schalter den Andrang kaum bewältigen können, auch von diesen zu weit entfernt liegen. Es gibt eine große Menge Renn=Besucher, die gelegentlich mal 5 Mark anlegen, denen aber 10 Mark zuviel ist, weshalb man den Wünschen dieser Leute Rechnung tragen muß. Der Toto=Umsatz würde dabei sicher nicht kleiner werden. Ein alter Rennbahnbesucher. 25 jährige Gubelfeier und Fahnenweihe des Bückergesellen=Vereins„Vermania“ Dortmund. Der Bäckergesellenverein„Germania", der im Jahre 1888 von einigen Gesellen gegründet wurde, hat sich im Laufe der verflossenen 25 Jahre derartig entwickelt, daß er heute bei einer Mitgliederzahl von mehr als 100 sein silbernes VereinsJubiläum feiern kann. Endlich ist der Verein auch sowelt, daß er sich eine eigene Fahne zulegen kann. Die Weihe dieses Vereinssymbols ist mit dem Jubeltage verbunden worden. Das Fest begann schon früh morgens mit dem Empfang der auswärtigen Vereine, die in stattlicher Anzahl ankamen. Dann folate im Restaurant Kraft in der 1. Kampstvaße ein Frühkonzert, das sehr gut besucht war. Die Musik wurde in bewährter Weise ausgeführt von der Kapelle des Insanterie=Regiments Nr. 56 aus Wesel. Das Interessanteste der ganzen Feier war unstreitig der historische Festzug, der sich bei einer kolossalen Beteiligung, auf dem Königswall formierte. Von hier ging es durch die reichlich beflagaten Straßen unter den Klängen von 4 Kapellen über den Körnerplatz, Rheinische=, Wilhelm=, Beurhaus=, Hohestraße, Sudwall, Ostwall, Schwanenstraße, Burgwall und Münsterstraße zum Fredenbaum wo große Doppel=Konzerte stattfanden. An der Spitze des Zuges ritten drei Herolde in der alten Tracht, denen ein Trommler=Korps folgte. Sodann folgte die in großer Zahl erschienene freie Bäckerinnung. Hinter der Hubertschen Kapelle marschierten dann die vielen Bäckergesellenvereine Rheinlands und Westfalens, die sich in ihrer schmucken weißen Kleidung überaus schön ausnahmen. In verschiedenen Wagen fuhren hinter diesen her die Ehrendamen, denen wiederum eine Musikkapelle folgte. Darauf erschien der festgebende Verein mit der noch verhüllten neuen Fahne. Nun folgten die historischen und gewerblichen Gruppen und eine große Anzahl von geschmückten Wagen und Autos der verschiedensten Firmen. Den Unterschied von einst und jetzt konnte man so recht bei den beiden Bäckereien sehen, die gezeigt wurden, nämlich eine aus dem Jahre 1848 und die andere aus dem Jahre 2000. Einen starken Umfang hatte das 60 Pfennig=Brot aus der Zeit, wo der Sack Mehl noch 2 Taler 7 Groschen kostete. Den Zukunftsstaatsbretzel, der nicht weniger als.60 Meter lang und 1,60 Meter breit war. und der nur 10 Pfennig kosten sollte, hätte wohl mancher der Zuschauer gerne gehabt. Am Fredenbaum hielt nach mehreren guten Musitvorträgen der Kapelle und des Gesangvereins„Sanssouci“ der Vorsitzende des festgebenden Vereins, der Bäckergeselle Gladen, eine Begrüßungsansprache. Er wünschte im Verlaufe seiner Rede vergnügte Stunden und dankte den Meistern für das Zusammenhalten mit ihnen. Zum Schluß brachte er ein Hoch auf den Verein aus, in das alle Anwesenden gern mit einstimmten. Nachdem Fräulein Milly Maugh einen stimmungsvollen Prolog gesprochen und der GesangVerein Kreutzers„Das ist der Tag des Herrn" gesungen hatte, hielt der Syndikus der Dortmunder Handwerkskammer, Moritz, die Festrede und nahm daran anschließend die Weihe der Fahne vor. Er führte in kurzen Worten wiedergegeben ungefähr folgendes aus: „Der Bäckergesellenverein Germania" feiert heute ein. schönes und seltenes Fest. Zwei Momente sind es, die der heutigen Feier einen besonders anziehenden Rahmen verleihen: 1. daß die Brudervereine aus nah und fern in so stattlicher Anzahl erschienen sind und 2. daß die freie Bäcker=Innung es sich nicht nehmen ließ, an der Feier in corpore zu beteiligen. Sie feiern heute nicht nur das Silber=Jubiläum, nein, Ihr Verein soll auch in dem Gedächtnis an diesen Tag eine Fahne erhalten. Sie soll ein Wahrzeichen der Einigkeit, ein Ausdruck der Standesehre und ein Sinnbild der Treue sein. Die Weihe selbst nahm Herr Moritz mit folgenden Worten vor: „Du junge Fahne, sei geweiht dem Dienste des ehrsamen Handwerks! Du sollst den Bäckergesellenverein Germania geleiten auf allen seinen Wegen, sollst mit ihm teilen Freud und Leid! Sei ihm ein Zeichen der Einigkeit und ein Inbegriff der Standesehre! Sei ein Sinnbild der Handwerkstreue und der deutschen Treue.“ Dann übergab Herr Moritz die Fahne dem Vorsitzenden Gladen, der sie mit Worten des Dankes entgegennahm. In das schließlich noch ausgebrachte Kaiserhoch stimmten alle freudig mit ein. Von den Damen des Vereins wurde eine schöne Fahnenschleife gestiftet und Herr Bäckermeister Arens überreichte mit herzlichen Worten namens der freien Bäcker=Innung einen Fahnennagel. Außerdem stifteten noch die Brudervereine aus Iserlohn und Steele eine Schleife, und die Vereine aus Unna, Wanne, Gelsenkirchen, Herne und Wattenscheid je einen Fahnennagel. Der Vorsitzende Gladen dankte schließlich noch Herrn Moritz für die Uebernahme des Weiheaktes, der Bäckerinnung und den Brudervereinen für ihre Gaben und den Vereinsdamen für die von ihnen gestiftete Schleife. In das von ihm ausgebrachte Hoch auf das Bäckerhandwerk stimmte man freudig mit ein. Jetzt wechselten in bunter Reihenfolge Musikvorträge der verschiedenen Kapellen mit Liedervorträgen des Gesangvereins ab. Währenddessen amüsierten sich die Bäckergesellen, besonders aber die auswärtigen, im Vergnügungspark. Gegen Abend begann der Festball, der bis zum frühen Morgen dauerte. Geld. Wohin man kommt wird über Geldknappheit geklagt, mit wem man auch spricht, jeder redet von schlechtem Geschäftsgang, von bösen Zeiten, von Teuerung und Sorge, und ganz bedrückt von all den Klagen geht man als bescheidener Spaziergänger den Westfalendamm entlang zur Rennbahn. Das Rennen ist zu Ende und Tausende von Menschen streben der Stadt, oder sonst ihrem Bestimmunsort entgegen. Ja, sind denn die da rennen, lausen, fahren oder auteln alles reiche Leute? Wissen die alle nichts von schlechten Zeiten, oder spielt bei diesen Rennleuten Geld keine Rolle? Hier sieht man nichts von Geldknappheit, nichts von schlechten Zeiten, nichts von Sorgen. Hier wurde getippt und gewettet, dem Toto, als ob’s gar nichts wäre ¼ Million Mark geopfert,— und viel, viel Geld verloren. Und betrachten wir uns dieses Dortmunder Rennpublikum einmal genauer so finden wir zu unserem größten Staunen fünf Sechstel davon Kleingewerbetreibende, die sich das ganze Jahr tüchtig quälen und schinden und am Renntag eilen sie, ihr Geld los zu werden, zu tippen und zu wetten bis alles zum Teufel ist. Diese Metzger und Viehhändler, diese jungen Kommis und Kellner, diese Bureaugehilfen und Schreiber, sie kennen alle Pferde, die laufen und sie wissen alle bombensicher, daß ihr Gaul das Rennen macht. Und wenn sie dann ihr Geld verloren haben, dann sind sie nicht mutlos und geheilt von ihrer„Rennund Pferdekrankheit", nein im Gegenteil, dann warten sie mit fieberhafter Erregung auf das nächste Rennen, um dem schlechten Geld noch gutes nachzuwersen, ein Beweis, daß der Mensch für das was er gern will, was ihm Freude macht immer Geld hat. Es ist da, das gleißende Geld, es wird nur von denen, die's am nötigsten hätten, nicht fest genug gehalten, es wird verplempert und später fehlt es. Am Abend geht man zum Kientopp, um auch etwas am Sonntag drauf gehn zu lassen und kommt erst nach langem Warten an der Kasse hinein. Dasselbe Bild wie am Nachmittag! Kopf an Kopf die Menschen in drangvoller Fülle und nach der Vorstellung im Café——— kein Platz zu finden. Nach langem Suchen und Versuchen gehen wir in ein Restaurant, wo uns ein günstiger Zufall hilft, daß wir gerade ein Tischchen erwischen, das sochen von einer anderen Gesellschaft verlassen wird. Ueberall frohe, heitere Gesichter, überall Scherzen und Lachen, überall hübsche Toiletten Frohsinn, Heiterleit und——— Geld. Es will uns scheinen, als ob mitunter ganz beträchtliche Zechen gemacht worden wären, denn jeder will sein Sonntagsvergnügen auskosten, will genießen. Und doch ist das Klagen berechtigt, doch macht sich immer und immer wieder, ganz besonders beim Mittelstand der Geldmangel fühlbar. Das Geschäft des kleinen Mannes ist gehemmt, der Immobilienhandel gelähmt, jede Transaktion, sofern sie nicht gerade von der Großindustrie gemacht wird, zur Unmöglichteit geworden. Hypothekengelder sind selbst gegen hohe Zinsen nicht zu haben, und mancher kann seine Besitzung, wenn ihm jetzt eine Hypothek gekündigt wird, nicht halten, weil er sich eine Ersatzhypothek nicht beschaffen kann. Und doch ist ein Trotz im Volke, der es veranlaßt, es gehen zu lassen, wie es will. Sie verspielen und vertrinken den letzten Pfennig und fangen dann wieder von vorne an mit leichtem Galgenhumor, oder sie werden Philister und sparen und sorgen, und werden ihres Lebens nicht froh, und——— bringen es doch zu nichts. Meist behält die Lebensfreude, der leichte Sinn die Oberhand, man lebt gedankenlos in den Tag und denkt wozu habe ich mich geplagt und gequält, wenn ich es nicht ausgeben soll, das schöne, runde Geld. Clarinette.“ Zur Besichtigung des neuen Reichspostamtes wird der Staatssekretär des Reichspostamtes Kraetke hier heute erwartet. Unfall. Der Arbeiter August Weber, Tremoniastraße 22, geriet Sonntag morgen 4 Uhr auf dem Dortmunder Hochofenwerk am Leierweg unter eine mit Eisen beladene Transportlore und erlitt schwere Quetschverletzungen. Bluttat. Am Samstag Abend gegen 8 Uhr geriet der Bauhandlanger Johann Merkert mit seiner in der 1. Kampftraße 21 wohnenden 65 Jahre alten Schwiegermutter, der Witwe Therese Kriener, aus geringfügiger Ursache in Streit. In seiner Wut griff der Mann zum Beil und schlug die alte Frau damit auf den Kapf, sodaß sie eine schwere Verletzung erlitt und blutüberströmt zusammenbrach. Die Verletzte mußte dem Krankenhause zugeführt werden. Festgenommen wurde eine Stenotypistin der Firma August Klönne, weil sie angeblich Geschäftsgeheimnisse an eine Konkurrenzfirma verraten haben soll. Westfalen=Rheinland. Hörde, 27. Juli.(Die Eeträgnisse der .=G. Phönix) sollen, wie die„Frankf. Ztg." erfahren hat, in letzter Zeit zurückgegangen sein, da die Aufträge gegen früher erheblich nachgelassen haben sollen und die Preise sich nicht auf der bisherigen Höhe halten ließen. Kirchhörde, 26. Juli.(In der Sitzung der Gemeindevertretung) wurde Kenntnis genommen von dem getroffenen Abkommen mit der Deutsch=Luxemburgischen Bergwerks= und Hüttenaktiengesellschaft in Bochum, wonach die Gesellschaft von der Zahlung der Gemeinde=Einkommen= steuer so lange entbunden werden soll, bis die von der Gemeinde zurückerstattende Steuer getilgt ist. Weiter nahm Versammlung Kenntnis von dem Schreiben der vorgenannten Gesellschaft. Hiernach hat dieselbe der Gemeinde zu dem Jugendspielplatz (Kaiser Wilhelm=Park in Hombruch) eine weitere Fläche von ca. 1½ Morgen geschenkt, welches von der Vertretung dankend anerkannt wurde. Der Antrag des Vorstandes des Obdachlosen=Asyls zu Köln auf Zahlung eines Zuschusses wurde abgelehnt. Von den eingegangenen Anträgen auf Gewährung von Staatsbeihülfen für die Zwecke der Jugendpflege im Jahre 1913 nahm Versammlung Kenntnis und beschloß, 20 Prozent der geforderten Beihülfen zu übernehmen. Für die Anfertigung von Sockel=Nivellements für die öffentlichen Gebäude in der Gemeinde wurden 160 Mark bewilligt. Von der Verteilung des gemeindesteuerpflichtigen Einkommens des Konsum= und Sparvereinz Dortmund=Hamm für das Jahr 1913, wonach auf die Gemeinde 4 Mk. entfallen, wurde Kenntnis genommen. Desgleichen des Westfälischen VerbandsElektrizitätswerks zu Dortmund pro 1918. Hiernach entfällt auf die Gemeinde ein Einkommen von 49796 Mk. Desgleichen von der Entscheidung des Kreisausschusses zu Hattingen, beir. die Verteilung des gemeindesteuerpflichtigen Einkommens der Deutsch=Luxemburgischen Bergwerks= und Hüttenaktiengesellschaft in Bochum pro 1911. Höchsten, 26. Juli.(Schützenfest) feierten die treuen Untertanen des kleinen Königreichs Höchsten heute und morgen. Die stattlichen Schützen zogen heute mittag unter ihrem Oberst und den Hauptleuten zum Festplatz. Es begann ein heftiges Geknatter der Schützenflinten. Der Vogel hielt sich lange in luftiger Höhe, bis er gegen 4 Uhr vom Schützen Karl Paul durch einen wohlgezielten Schuß herunter geholt wurde. Jubel durchbrauste die Reihen des Regiments. Husen, 27. Juli.(Die Zeche Courk,) Harpener Bergbau=Aktien=Gesellschaft, erweitert ihre Arbeiterkolonie und zwar errichtet sie an der Husenerstraße 28 Zwei= und Vierfamilienhäuser, im ganzen Wohnungen für etwa 80 Familien. Die Arbeiten sind vergeben und es wird mit der Errichtung der Häuser in den nächsten Tagen begonnen werden. Ferner wird unsere Gemeinde eine bedeutende Vergrößerung durch die Eingemeindung des sogen. Wickederholzes erfahren. Eickel, 26. Juli.(Die Amts= und Gemeindevertretung) beschloß, einen Antrag an die Stadt Herne auf Grund des§ 53 des Kommunalabgabengesetzes auf Bewilligung eines angemessenen Betriebszuschusses zu stellen. In der Eickeler Kolonie„Julia" wohnen viele Arbeiter, die in der Stadt Herne beschäftigt sind und für die diese auch die Kopfsteuer von der Zeche erhält. Dem zwischen der Kommunalen Straßenbahngesellschaft und der Westfälischen Straßenbahn=G. m. b. H. in Gerthe vereinbarten Pacht= und Betriebs=Vertrage wurde zugestimmt. Nach diesem übernimmt die Westfälische Straßenbahn den Betrieb der Kommunalen vom 1. August dieses Jahres ab, zahlt eine jährliche Pacht von 26000 Mark, von der die Gemeinde Gickel jährlich 5760 Mark vom 1. April d. J. ab erhält, außerdem noch mindestens 25.000 Mk. jährlich in den Reserveschatz. An dem weiter erzielten Ueberschuß sind die Gemeinden der Kommunalen Straßenbahngesellschaft mit zwei Dritteln beteiligt. Ferner wird ohne Wagnis der Gemeindan eine Straßenverbindung von Dingebauer zum Bahnhof Wanne und von diesem zum Bahnhof Herne gebaut. Die Verbindung zum Bahnhof Höntrop und von Wattenscheid nach Leithe wird hergestellt. Die Gemeinde beschloß, sich mit einem Betrage bis zu 10000 Mark an der Westfälischen Straßenbahn zu beteiligen. Krieger-Verbandstag. Soeft, 28. Juli. Der 28. ordentliche Abgeordnetentag des Kreiskrieger=Verbandes Soest fand gestern, am 27. Juli im Dierkoschen Saale in Schwefe statt. Anwesend waren von 94 Vereinen 76 Abgeordnete, 1 Ehrenmitglied und 8 Vorstandsmitglieder. Drei Vereine waren nicht vertreten. Die Verhandlungen wurden in üblicher Weise mit einem Kaiserhoch eröffnet. Sanitätsrat Dr. Hawerkamp=Dinker berichtete über den am 21. Juni stattgefundenen Abgeordnetentag des Westf. Prov.=Verbandes in Bielefeld, der Vorsitzende über den des deutschen Kriegerbundes am 14. bis 16. Juli in Breslau, wo u. a. mit großer Mehrheit der westfälische Antrag auf Erhöhung der Beiträge von 30 auf 00 Pfg. angenommen worden ist. Diese erhöhte Abgabe bedingt eine höhere Beitragsleistung der einzelnen Vereine an den Kreisverband. Ein Dringlichkeitsantrag wurde angenommen und die Erhöhung der Beiträge vom 1. Januar 1914 ab von 50 auf 80 Pfg. einstimmig genehmigt. Den Vereinen wurde empfohlen, die Anträge auf Unterstützungen etwas einzuschränken und erst genau auf die Notständigkeit hin zu prüfen. Der Vorsitzende berichtete eingehend über den Stand der Vellinghauser Denkmals=Angelegenheit und über die Streitsache Kreisverband kontra Rechtsanwalt Aßmann=Berlin, der ja bekanntlich in Berbin eine Hilfssammelstelle für das Vellinghauser Denkmal einrichtete und insgesamt 2489,25 Mk. einnahm. Wegen der vom Kreiskriegerverband Soest geforderten Abrechnung kam es zu Prozessen und Dr. Aßmann wurde mit einer Gegenklage in beiden Instanzen abgewiesen. Eine Abrechnung wurde wegen der von Dr. A. geltend gemachten Abzüge für Selbstkosten, Schreibwerk, Abnutzung der Schreibmaschine und des Registratur=Materials usw. usw. nicht anerkannt. Diese Abstriche von den 2489,25 belaufen sich nach der Aufstellung Dr. A. auf etwa 1788 Mk. Außerdem verlangt Dr. A. die Zurückerstattung der Kosten der verlorenen Privatbeleidigungsklage in Höhe von 452,50 Mk. und außerdem für eine neue spezifizierte Aufstellung einen Vorschuß von 100 Mk. Um die Sache nun zu Ende zu bringen, hat der Vorstand des Kreiskriegerverbandes die Angelegenheit der Anwaltskammer übergeben und beabsichtigt ferner eine Klage auf Herausgabe der vereinnahmten Summe nach Abzug der anerkannten Unkosten. Wiehsben Sie diesen herrlichen Kuchen nurfertig gebracht? Sehrleicht meine Damen, mit Hilfe von m à-dem echten Sicherheits Bachpriver Schon wieder ein Hauptgewinn. In der Schleswig=Holsteiner Lotterie gewann ein Arbeiter für 1 Mark ein wertvolles Pferd in der so andauernd von Glück begünstigten Jülichers Glückskollekte, Hauptlotterie=Bank Dortmund, Münsterstraße 4, Daselbst bekommen Sie auch noch die letzten Glückslose der in nächster Woche stattfindenden großen Berliner Geldlotterie, das Los à.00 Mk. Achten Sie aber beim Einkauf nur genau auf die Hausnummer 4. Wertbewerd Beutscher Mannerchore. Zum 65jährigen Vereinsjubiläum der # Koneardie“. Dortmund, 26., 27. und 28. Juli. Zu den ältesten Männergesangvereinen der Stadt Dortmund gehört die durch den Rektor H. A. Petersmann am 24. September 1847 gegründete „Concoodia". Ihre Gründung fällt ungefähr mit der des Musikvereins, der zwei Jahre früher als Nachfolger der alten„Liebhaber=Konzertgesellschaft" ins Leben trat, zusammen. 65 Jahre hindurch hat der Verein bestanden und im Wechsel der Zeiten den deutschen Männergesang mit Eifer und schönem Erfolge gepflegt. Die Liebe zum herrlichen deut schen Liede, die den Gründer des Vereins bis in sein hohes Lebensalter erfüllte, ist auch im Verein stets lebendig und wirksam geblieben. Die eigentliche Entwicklung des Vereins beginnt mit dem Jahre 1849, wo ihm von der städtischen Behörde die Aula des alten Gymnastums als Uebungslokal überlassen und ein daselbst vorhandener neuer Flügel bereitwilligst zur Benutzung freigestellt wurde. Der Verein richtete von dieser Zeit alljährlich Abonnementskonzert ein, die sich eines sehr regen Besuches zu erfreuen hatten. Mit der gleichen Bereitwilligkei stellte sich die„Concovdia“ in den Dienst öffentlicher wie auch wohltätiger Veranstaltungen. Co beteiligte sie sich 1868 an der 50jährigen Jubelfeier der Völkerschlacht bei Leipzig, gab 1866 und 1870=71 mehrere Konzerte zum Besten der im Kriege Verwundeten, entsandte 1875 eine Deputation zur Enthüllung des Hermannsdenkmals nach Detmold, wirkte 1872 bei einer Feier in Dortmund mit, die aus Anlaß der goldenen Hochzait Kaiser Wilhelms 1. in Dortmund veranstaltet wurde, war 1888 bei der Fahnenweihe des hiesigen Kriegervereins zugegen, konzertierte zugunsten des evangelischen und katholischen Krankenhauses und dergl. mehr. Daß der Verein auch in der kunstgemäßen Pflege des Gesanges Schönes leistete, zeigt seine erfolgreiche Beteiligung an den Gesangwettstreiten in Hagen 1851, Düsseldorf 1852, Essen 1858, Solingen 1879, Köln 1880, Bochum 1889, Witten 1884 u. a. Noch manches ließe sich hier aus der Geschichte des Verams anführen; wer sich dafür interessiert, lese den betreffenden Artikel in dem zum Wettbewerbe herausgegebenen Festbuche. In diesem kurggefatzten, gutorsentierenden Rückblicke auf die Vereinschronik wird verdientermaßen auch zweier Männer gedacht, die mit Rücksicht auf ihre Begeisterung für den deutschen Männergesang und ihre treue Anhänglichkeit an den Verein eine besondere Stellung in der„Concordia“ einnehmen. des Sentors unter den Sängern Dortmunds, des 83jährigen Diedrich Tappe, der seit 1868 ununterbrochen als aktiver Sänger dem Verein angehörte, und des Kriegsveteranen Karl Wendler, der sich 85 Jahre hindurch treu zur Fahne der„Concordia" bekannte. Ihrer wurde bei der am Samstag abend im Reinoldushof stattgefundenen Jubelfeier in besonderer Weise gedacht, ebenso vier anderer Jubilare, der Herren H. Droop, H. Habbes, Rud. Klitsch und P. Beck. Die Jubelfeier eröffnete die Hubertsche Kapelle mit mehreren Instrumentalvorträgen. Der erste Vorsitzende des Vereins, Gustav Münstermann, hieß die Festteilnehmer, unter ihnen verschiedene Deputationen anderer Männergesangvereine, herzlich willkommen. Seine Begrüßungsansprache klang in ein Hoch auf den deutschen Männergesangverein aus. Im Anschluß hieran erfreute die„Concordia" unter ihrem trefflichen Dirigenten J. Kranzhoff durch den wirkungsvollen Vortrag einiger Männer= chöne; des„Minneliedes“ von Bünte,„Unterm Lindenbaum“ von Sturm und der großangelegten Ballade„Sturmerwachen" von M. Neumann. Das Kaiserhoch brachte einer der älteren Mitglieder der Concordia, der Inhaber des städtischen Reinoldushofes— des Vereinslokales— H. Droop, aus. Die Ehrung der Jubilare wurde durch einen von Frl. Gensheim mit gutem Ausdruck deklamierter Prolog eingeleitet. Herr Droop verlas darauf Glückwunschschreiben vom Oberbürgermeister Dr. Eichhoff für den Verein und die beiden Jubilare Tappe und Wendler. Während die Concordia das Niederländische Dankgebet„Wir treten zum Beten“ von Kremser anstimmte, geleiteten Ehrenjungfrauen die Jubilare zu dem Podium an der Breitseite des Saales, wo ihnen durch Frl. Wolf unter anerkennenden Worten für ihre Treue und Anhänglichkeit an die Concordia die zugedachten Auszeichnungen überreicht wurden. Der Sentor der Dortmunder Sänger Diedrich Tappe erhielt für seine 50jährige Zugehörigkeit zum Jubelverein einen goldenen Lorbeerkranz, der Kriegsveteran K. Wendler, der 85 Jahre Mitglied der Concordia ist, ein von den Damen des Vereins verfertigtes seidenes Kissen mit eingestickter Inschrift. Die ubrigen vier Ehrenmitglieder wurden durch die Ueberreichung einer goldenen Nadel mit der Inschrift 65 ausgezeichnet. Das auf die Jubilare ausgebrachte Hoch fand einen von Begeisterung getrogenen Widerhall in der großen Beitversammtung. Der Ehrung der Jubilare ging eine längere Ansprache voraus, in der Frau Wolf auf die ideale Seite der Männergesangvereinspflege hinwies, dabei hervorhebend, daß die Concordia diese Bahnen in den langen Jahren ihres Bestehens stets mit Eifer und Erfolg gewandelt sei. Die beiden Jubilare Tappe und Wendler statteten dem Verein ihren Dank durch Ueberreichung ihrer Bildnisse ab. Der Lehrergesangverein stiftete zur Erinnerung an die Jubelfeier der Coneordia eine eingerahmte Gravüre des liederfrohen Fr. Schubert, der speziell die Männerchorliteratur um so manch wertvolle Perle bereichert hat, verschiedene Glückwunschdepeschen kamen zur Verlesung. Um den musikalischen Teil der Jubelfeier machten sich außer der Concordia selbst noch die Damen Clara Hepting, Frau Herm. Zimmermann und die Herren Ewald Peitzker und August Ostendorf verdient. Die Feier schloß mit Griegs„Landerkennung" für Männerchor, Baritonsolo und Orchester und einem Orchestervortrag der Hubertschen Kapelle in durchaus harmonischer Weise lange nach Mitternacht. Gieht man von dem über Gebühr hinausgeschobenen Beginn ab, so bildete sie den gelungenen Auftakt zu der ganzen festlichen Veranstaltung, die ihre Fortsetzung am Montag mit dem Gesangwettstreite im Reinoldushose und Kölnischen Hofe fand. An dem Wettbewerb beteiligten sich nach Angabe des Festbuches 87 Vereine. In der Quartettklasse, deren Wettsingen morgens 11 Uhr im Reinoldushofe begann, sangen Schubert=DoppelquartettHerne, Doppelquartett Hohenkimburg, Hagener Solo=Quartett, Schubert=Quartett=Hohenlimburg, Colo=Quartett Melodia=Barmen und Solo=Quartett=Gelsenkirchen. Nachmittags gegen 8 Uhr begann das Wettsingen der Männergesangvereine im Reinoldushof und Kölnischen Hof, und zwar traten dort die Vereine der dritten und ersten Klasse, hier die der Conderklasse und der zweiten Klasse auf. Eingeleitet wurde das Singen der konkurvierenden Quartette und Vereine durch Vorträge der hiesigen Doppelquartette„Harmonta" und„Glocke" und der Soloquartette„Harmowie" und„SchumannQuartett". In der Quartetklafse wurde außer dem Wahlchor noch ein aufgegebener 4 Wochenchor (Ave verum von J. Kranzhoff), in der ersten Klasse außer dem selbstgewählten Chore ein 6 Wochenchor („Der Wundernitter“, Text von Fr. Wildt, Komposition von J. Kranzhoff) und in der zweiten und duitten Klasse wurden zwei Wahlchöre gesungen. Für das Haupt=Ehrenpreissingen war das Volkslieh„Es stehn zwei Freunde Hand in Hand“ in der Bearbeitung von J. Kraneboft bestimmt. Das Preisrichter=Kollegium setzte sich zusammen aus den Herren Musikdirektor May=Aachen, Musikdirektor Senff=Düsseldorf, Professor Janssen=Dortmund. Kgl. Gymnasialdirektor Dr. Preising= Dortmund, Komponist J. Schaaf=Lobberich, Musikdirektor Kern=Frankfurt a. M. Außer ansehnlichen Geldpreisen waren Ehrengaben gestiftet von dem Herzog von Arenberg, der Stadt Brakel bei Höxter, dem Ehrenvorsitzenden Droop, dem Weingroßhändler Hasenbrink, dem Kaufmann Niestendietrich, dem Gvangelischen.=.=., dem .=.=V.„Südlicher Sängerbund“, dem.=.=V. „Frohsinn", dem.=.=V.„Harmonie", der Gesangsabteilung der Fleischer=Innung, dem DoppelQuartett„Glocke“, dem Doppelquartett„Harmonia", dem Soloquartett„Schumann“, Herrn Alb. Nölle, dem Werkmeisterverein Dortmund II, den Damen des Vereins, dem Verein ehem. 187er, dem Verein ehem. 11er Husaren, dem Dortmunder Wirteverein und dem dramatischen Verein„Deutsche Bühne" in Dortmund. Von den sechs Soloquartetten, die morgens im Reinoldushof um die Palme stritten, wurden preisgekrönt.=O. Melodia=Barmen(1. Preis, 167 Punkte),.=O. Gelsenkirchen(2. Preis, 161½ Punkte),.=O. Schubert=Herne (8. Preis, 140 Punkte) und.=O. Hohenlimburg(4. Preis, 189 Punkte). In dem sich anschließenden Ehrenpreissingen der Quartettklasse errangen die beiden ersten Preise mit 77½ bezw. 74 Punkten.=O. Melodia und.=O. Gelsenkirchen. Die beiden übvigen preisgekrönten Doppelquartette erhielten die Berechtigung, am Haupt=Ehrenpreissingen teilzunehmen. Preise im ersten Wettbewerb erzielten folgende M.=Vereige: 1. Klasse. 1. Preis: Liederfreund=Hörde(178.) 2. Preis: Sängervereinigung= Herne (160.) 8. Preis: Hellweger Quartett= verein=Laer(156½.) Zugelassen zum Ehrenpreissingen wurde Loreley=Essen=Rütten. cheid. 2. Klasse. I. Preis: Diedertafel=Iserlohn 188½ .) 8. Preis:„Unter uns“=Barmen(184 .) 8. Preis: Melodia=Münster(189.) 4. Preis: Quartettverein=MülheimRuhr(179½.) 5. Preis: RheingoldEssen=West(174.) 6. Preis: Deutscher Kaiser=Dinslaken(172½.) 3. Klasse. 1. Preis: Glode= Barmen(101.) 8. Preis: Sängervereinigung=Viersen(149.) 8. Preis: Hilaria=Munster(186.) Zugelassen zum Ehrenpreissingen wurde Harmonie=Iserlohn. Sonder=Klasse. 1. Preis: Liederfreund=Welper(178½ .) 2. Preis: Liederkranz=Hochlarmark (170.) Zugelassen zum Ehrenpreissingen wurde Liederkranz=Unna. Die Resultate des Ehrenpreissingens der preisgekrönten.=.=Vereine gestalteten sich folgendermaßen: 1. Klasse: 1. Preis: Liederfreund=Hörde(103½ .), 2. Preis: Sängervereinigung=Herne (103.) 2. Klasse. 1 Preist Liedertafel=Iserlohn(103½ .), 8. Preis:„Unter uns“- Unterbarmen (101½.), 8. Preis: Melodia=Münster (101½.). 3. Klasse. 1. Preis: Glocke=Barmen(73½.),# Preis: Hilaria=Münster(58½.).(Hilarimußte mit der Sängervereinigung=Viersen um der 2. Preis losen.) Sonderklasse. 1. Preis: Liederkranz=Unna(95.) 8. Preis: Liederkranz=Hochlarmar (91½.). Am Hauptehrenpreissingen konnten alle Vereine teilnehmen, welche im erster. Wettbewerb prämiiert wurden. Aus diesem letzten Singen gingen als Sieger hervor in der Quartettklasse 1. Preis:.=Quart. Schubert=Herne Sonderpreis:.=Quart. Melodia=Barmen . In dem Singen sämtlicher übrigen Klassen 1. Preis: Liederfreund=Hörde(86¼ .), 2. Preis: Glocke=Barmen(80.),# Preis: Deutscher Kaiser=Dinslaken (79½.), 4. Preis: Lieder freund= Welper (68½.), 5. Preis: EängervereinigungHerne(54.) Die Preisverteilung findet am Montag nachmittag im Reinoldushofe statt. Damit hat dann die Jubelfeier der„Concordia“ ihr Ende gefunden, eine Feier, die in ihrem wohlgelungenen Verlaufe noch lange in der Erinnerung der Festteilnehmer fortleden wird. ( D i v i d e n d e n r ü c k g a t Wie aus Berlin! letzten Aufsichtsratss auf den Rückgang de Gesellschaft durch dieses Jahres erwach stellungen vorzunehn lung, die in der zw temoer stattfinden so beendete Geschäftsjah vorzuschlagen. Als wird am 1. Septembe werksverb###des Scha sem Rückgang der D sich die bisherigen B jährige Ergebnis als zum Teil auch die st vor einiger Zeit in eintraten und die r käufen zu begründen Hugo v. Hermersbei Hohenlohe, vorgenom wurde der Kursrück Geboren: Ein Gust. Nassau, Essen, Ingenieur Kurt Bochum. Mar Heyd Ein Mädchen: M lomon, Köln. „Verlobte: Maria Münster i W. mit Friedrich Brechmann Wilholmine Haakohe Dr. Ernst Hermsen Elly Kramm mit Eduard Wilde, Köln Baum mit Sally Gr Köln. Mina Juli Robert Hüffer, Maraarethe Mehner hausen mit Theod. Wien. Gestorben: Johan gen, Köln. Wilhelm Köln. Justizrat Dr. Bock, Köln. Wilh. Köln=Kalk. Ludwig Köln. Ramplgenossen Dortmund Zur Beerdigung meraden Franz Kul treten die Mitglie Vereins am Diens 29. Juli er., voum Uhr. im Schwamzen an. Mitgliedsnumm Von der Reise 2 Dr. Kiren Spzialarzt für Halsund Ohrenkrankhi Seisenkirchen, a bahnhof. Verrei Dr. Hellne Einrichtun laufm. Bücher Revi kaum. Bücher Sanle gußergericht Steuerübernimmt diskret prakt. erfahren. haster Buchhalter. Fe wärtige Ei und auswärtige Emp Schriftt. Anfr. un 5358 an d..=Anz. + Masseus Weidenburgeret * Massen Josefstr. 1, 8 Etg. a. EMasse Weißenbu: Gewan D von 81 Bäder 2c. Für Cherlo zu her Gust. Mast walsta Hlerm Entliche wran eder. Dvei Vereine rhandlungen wurden Kaiserhoch eröffnet. inker berichtete über ien Abgeordnetentag Bielefeld, der VorKriegerbundes am vo u. a. mit großer g auf Erhöhung der ingenommen worden nat eine höhere Beireine an den Kreisntrag wurde anger Beiträge vom 1. 80 Pfg. einstimmig irde empfohlen, die twas einzuschränken ständigkeit hin zu eingehend über den kmals=Angelegenheit reisverband kontra der ja bekanntlich in für das Bellinginsgesamt 2489.25 Kreiskriegerverband am es zu Prozessen iner Gegenklage in Eine Abrechnung geltend gemachten werk, Abnutzung der sgistratur=Materials Diese Abstriche von der Aufstellung Dr. em verlangt Dr. A. n d e r v e r l o r e n e n se von 452,50 dek. werifizierte AufDk. Um die Sache der Vorstand des elegenheit der Anbeabsichtigt ferner der vereinnahmten nnten Unkosten. Handel und Verkehr. diesen) uchen wacht! Damen, u. In der Schlesein Arbeiter für der so andauernd Glückskollekte, Münsterstraße 4, noch die letzten che stattfindenden 8 Los à.60 Mk. nur genau auf die ersen(149.) r(186.) Zuwurde HarWelder(178¼ =Hochlarmark preissingen wurde gestalteten sich = Hörde(103½ igung-Herne serlohn(103½ Unterbarmen bia= Münster n(73½.).* 8½.).(Silari=Viersen um der Unng(95.) Hochlarmar gen welche im erster. lus diesem letzten in der bert=Herne dia=Barmen tigen Klassen Hörde(86¼ nen(80.),# r= Dinslaten und= Welper ereinigungMontag nachmitit hat dann die de gefunden, eine en Verlaufe noch tteilnehmer fortF ( Dividendenrückgang bei den Hohenlohe=Werken. Wie aus Berlin berichtet wird, wurde in der letzten Aufsichtsratssitzung beschlossen, mit Rücksicht auf den Rückgang des Zinspreises und auf die der Gesellschaft durch den Arbeiterausstand im April dieses Jahres erwachsenen Schäden erhebliche Rückstellungen vorzunehmen und der Hauptversammlung, die in der zweiten Hälfte des Monats September stattfinden soll, für das am 81. März d. J. beendete Geschäftsjahr 8 Proz.(11 Proz.) Dividende vorzuschlagen. Als Vorsitzender des Vorstandes wird am 1. September 1913 der Direktor des Stahlverksverb###des Schaltenbrand eintreten. Mit diesem Rückgang der Dividende um 8 Proz. erweisen sich die bisherigen Verlautbarungen über das diesjährige Ergebnis als richtig. Es erklären sich damit zum Teil auch die starken Kursrückgänge, die schon vor einiger Zeit in den Aktien des Unternehmens eintraten und die man zunächst mit Zwangsverkäufen zu begründen versuchte, die für den Grafen Hugo v. Hermersberg, den Bruder des Fürsten Hohenlohe, vorgenommen worden seien. Allerdings wurde der Kursrückgang auch mit Dividendenschätzungen von 8 Proz. begründet. Dieser Schätzung wurde indes später von interessierter Seite widersprochen und versichert, daß die Dividende nicht unter 9 Proz. heruntergehen werde. Diese Erwartung bestand auch noch bis in die letzten Tage an der Börse, und daraufhin konnten sich die Aktien in den letzten Tagen erholen. Wie nun der Beschluß des Aufsichtsrats zeigt, ist diejenige Stelle, die für eine vorsichtigere Gewinnverteilung eingetreten ist, mit ihrem Willen durchgedrungen, die weitergehende Dividendenermäßigung ist allem Anschein nach auf den Einfluß der Deutschen Bank zurückzuführen Die vorstehende kurze Mitteilung der Verwaltung äußert sich nicht näher über die Höhe des diesjährigen Erträgnisses. Insbesondere läßt sie eine Angabe über den Betrag des Rohgewinns vermissen, aus dem die angekündigten erheblichen Rückstellungen vorgenommen werden sollen. Mit 8 Proz. sinkt der Dividendensatz der Hohenlohewerke wieder auf den Stand des Geschäftsjahres 1908=09 zurück. Von einem Kouflikt im Kohlensyndikat berichtet die„B..“: Während des ersten Halbjahres 1913 war die Förderung im rheinisch=westfälischen Kohlensyndikat für alle Mitglieder bis zu 106 Prozent der Beteiligung freigegeben worden. Nach den Statuten des Syndikats mußte nun den Zechen, die über ihre Beteiligung hinaus gefördert haben, eine dauernde Mehrbeteiligung zugewiesen werden. Da aber die Höhe der Mehrförderung bei den einzelnen Syndikatszechen sehr verschieden war, entstand die Streitfrage, ob den Zechen je nach der Höhe ihrer Mehrförderung eine entsprechende Mehrbeteiligung gewährt werden müsse oder ob die Mehrbeteiligung einheitlich gestaltet werden müßte. Der Vorstand des Syndikats hat, wie uns ein Privattelegramm meldet, jetzt seine Entscheidung dahin getroffen, daß allen Zechen, die während des ersten Halbjahres 1913 über ihre Beteiligung hinaus gefördert haben, ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer Mehrförderung eine Mehrbeteiligung von 7,4 Prozent zufallen soll. In dieser Höhe ist in dem betreffenden Zeitraum die Gesamtbeteiligung überschritten worden. Es ist anzunehmen, daß sich eine Reihe von Zechen, die weit über den Durchschnitt, zeitweise bis zu 40 Prozent mehr gefördert haben, dieser Entscheidung nicht fügen werden. Das Statut des Kohlensyndikats enthält über die Streitfrage keine in jeder Beziehung klaren Bestimmungen. Nach den Bestimmungen des Statuts haben sich diejenigen Zechenmitglieder, welche mit der Entscheidung des Vorstandes nicht einverstanden sind, an die Kommission C zu wenden. Gegen die Entscheidung der Kommission C steht den Mitgliedern alsdann die Berufung an den Beirat des Kohlensyndikats zu. Gewerkschaft ver. Constantin der Große zu Bochum. Im 2. Vierteljahr 1913 betrug die Kohlenförderung abzüglich Selbstverbrauch 672 502 T. (gegen 654 558 T. im Vorvierteljahr und 961 725 T. im 2. Vierteljahr 1912): Gegenüber 12 8234 04 (12 324 886 bezw. 6649 968) Mk. Einnahmen beliefen sich die Ausgaben auf 9667874(9379769 bezw. 5 068 467) Mk., sodaß sich ein Ueberschuß ergibt von 3 156 029(im Vorvierteljahre 2945 116) Mark. Stahlwerksverband,.=G. in Düffeldorf. Unter Bezugnahme auf den von uns hervorgehobenen Wiverspruch, der zwischen dem letzthin veröffentlichten Geschäftsbericht des Verbandes und einer am 8. April d. J. von der Verbandsleitung abgegebenen Erklärung besteht, schreibt uns jetzt der Verbandsvorstand, daß der im Vorjahre gefaßte Beschluß, das Geschäftsjahr des Stahlwerksverbandes auf die Zeit vom 1. Juli bis 80. Juni zu verlegen, für da Geschäftsjahr der Aktiengesellschaft? Stahlwertsverband nicht durchgeführt werden konnte, weil es nicht zulässig ist, das Geschäftsjahr einer Aktiengesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres zu ändern. Infolgedessen mußte es für die Aktiengesellschaft zunächst bei dem Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März verbleiben und ein Zwischengeschäftsjahr von drei Monaten(1. April bis 30. Juni) in diesem Kalenderjahr eingeführt werden. Dagegen konnte die Abrechnung des Stahlwerksverbands mit seinen Verbandsmitgliedern über die Lieferungen der Mitglieder schon im vorigen Jahr geändert werden, indem für die drei Monate April Mai und Juni 1912 eine besondere Abrechnung vorgenommen wurde, und die nächste Abrechnung für die Zeit vom 1. Juli 1912 bis 80. Juni aufgestellt wird. Vom 1. Juli d. J. ab fallen also die Abrechnungszeit des Stahlwerksverbandes und das Geschäftsjahr der Aktiengesellschaft wieder zusammen. Durch diese Mitteilungen ist der zwischen der Erklärung des Verbandes vom 8. April d. J. und dem Gesäftsbericht bestehende Widerspruch nunmehr genügend klargestellt. Geboren: Ein Sobn: Gust. Nassau, Essen. Dipl.= Ingenieur Kurt Müller, Bochum. Max Heydt, Köln. Ein Mädchen: Max Salomon, Köln. Verlobte: Maria Raave, Münster i W. mit Dr. fur. Friedrich Brechmann. Essen. Wilholmine Haakshorst mit Dr. Ernst Hermsen, Essen. Elly Kvamm mit Albert Eduard Wilde. Köln. Paula Baum mit Sally Grünberg, Köln. Mina Julien mit Robert Hüffer, Nachen. Maraarethe Mehner, Oberhausen mit Theod. Bastan, Wien. . Gestorben: Johann Austgen, Köln. Wilhelm Dewin, Köln. Justizrat Dr. Eugen Bock. Köln. Wilh. Forster, Köln=Kalk. Ludwia Ohm, Köln. Ramplgenossenverein Dortmund. Zur Beerdigung des Kameraden Franz Kuhne treten die Mitglieder des Vereins am Dienstag, den 29. Juli er., vormittags 9 Uhr. im Schwarzen Raben an. Mitgliedsnummer: 242. Der Karttant Von der Reise zurück! Dr. Klrönher Spzialarzt für Hals-, Nasenund Ohrenkrankheiten Oeisenkirchen, am Hauptbahnhof. Verreist! Dr. Hellhake. K ELgfung u. Fuhrung laufm. Bücher jeden Systemes, Revislonen kaum. Bücher und Bilanzen Sanierungen außergerichtliche Vergleiche. Sieuer-Erdlärungen übernimmt diskret Alterer, prakt. erfahren, gewissenhafter Buchhalter. Feinste hiesige und auswärtige Empfehlungen. Schriftl. Anfr. unter#. P. 5358 an d..=Anz. Dortmund + Masseuse-Welßenburgerstr. 61, pt. * Masseuse Josesstr. 1, 8 Etg., a. Hoberwall. PMasseuse # Arztlich geprüft. Weißenburgerstr. 17, 1. St. # Gewandte Massage## * von ausgebils, Darye.* Büber 2c. Könlgswall 25. Für Kostüme und Ein Posten Cherlot, Buckskin, Kammgarn, Tuch zu hervorragend billigen Preisen. Reste-Oeschäft Gust. Ansbacher, Westenhellweg 120. Die Beleihigung Fräul. Marie Rochwalska nehme ich zurück. kibert Jonder. Hiermit nehme ich die öfkentliche Beleidigung gegen Frans Raeder, Gustavstr. 10 #rüchk. Hoinr. Siefeler dr. Heute morgen 5 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden an den Folgen einer Operation unsere innigstgeliebte treusorgende Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine Wve. Wilhleimine-Kruhl geb. Loonhardt# im 59. Lebensjahre. Dies seigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Dortmund, Kamen, Hagen, Köln, Detmold, den 26. Juli 1913. Die Beerdisung findet am Dienstes, den 29. Juli, vormittags 9½ Uhr vom Sterbehause. Gutenbergstrasse 19 aus, statt. Hausandacht daselbst ½ Stunde vorher. Von Kodolenzbesuchen wolle man bitte Abstand nehmen. Heute nacht entschlief sanft infolge Schlagantalles unser innigstgeliebter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, der Kaufmann Wilhlelm Heuiger im Alter von 71 Jahren. Dortmund, Call 1. d. Eitel, Trier, Löwensen bei Pyrmont, Hagen i.., den 27. Juli 1918. Totch Aasverkaur Toge„ * Um mit meinem enormen Warenvorrate auch in der stillen Zeit zu räumen, habe ich mich entschlossen, und zwar nur in der Zeit vom 17. Juli bis einschl. 5. August, ganz enorme Preisermässigung eintreten zu lassen und zwar auf: Messing-Waren 23% Rabalt Versilberie u. vernickelte Waren 25% Marmortiguren 25% * * Broncetiguren etc. 25% Rab. Verracottatig. etc. 25%„ Bllouterien„ 23%„ Cristalle Val St. Lambert eic. 25% Bab. Japanwaren 25% Ratalt Schirme u. Stöcke 25% Rabalt Echt Kopenhagen u. Meissen, sowle alle übrigen felben Porzallone 25% Rabalt Schreibzeuge ete. 25% Rabatt Loderwaren, wie Damentaschen 20%„ Reisseftekten ets. 20%„ Elektrische Beleuchlungskörper 20% Rabatt Kleinmöbel.. 20%„ Bestecksachen 20%„ Ich bemerke noch, dass die Preisermässigung, mit fast ausschliesslich ¼ des Wertes, eine nie dagewesene Vergünstigung ist, und betone ausdrücklich, dass es sich nicht um sogenannte Ladenhüter, sondern um vollständig neue moderne Ware handelt. POTONZSTeTMaGSVI EMTRS Westenhellweg 13. Westenhellweg 13. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 30. Juli, morgens 10½ Uhr vom Trauerbause, Hansemannstrasse 7, aus statt. Man bittet, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. Samstag mittag 1 Uhr entschlief sankt und gottergeben unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Wwe. Hermann Maifud Marie geb. Wirtim Alter von 65 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Hulda Jäcker geb. Maituss, Anna Deuninchoff geb. Maifuss, Hermann Maituss und 5 Enkeikinder. Dortmund, Elberfeld, Vohwinkel und Gräfrath, den 96. Juli 1918. Die Beerdisung flndet am Mittwoch den 30. de. Mts., vormittags 10½ Uhr vom Sterbehause, Westerbleichstrasse 68, aus statt. Ich habe mich als Spezialarzt für Lungen- u. Halslelden In Essen(Ruhr), Bahnhofstr. 14, niedergelassen. Sprechstunden:-11 vorm.,-5 nachm. Telephon 8385. Prof. Dr. med. Ernst Melßen trüher leitender Arzt d. Hellanstalt Hohenhonnef. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Steuergemeinde Lortmund belegenen, im Grundbuche von Dortmund, Band 64 Artikel 5 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Restaurateurs Paul Westhosen zu Wollsdorf bei Siegburg. jetzt zu Dortmund, Papengarten 44, eingetragenen Grundstücke„ g 0 .) Flur 105 Nr 162, Papengarten Nr. 42. Hofraum mit a) Wohnhaus, 71 gm groß. Gebäudesteuernutzungswert 845 Mt. Grundsteuermutterrolle 473., Gebäudesteuerrolle 4015 .) Flux 105 No. 165. Rolandstraße, Hofraum m. b Waschküche, 1 ar 29 gm groß Gebäudesteuernutzungswert 12 Mk., Gebäudesteuerrolle 4010, vergl. auch Nr. 8„ u 87—4. .) Flur 105 Nr. 168, Papengarten Nr. 44 und Rolaussraße, Hofraum mit a) Wohnhaus(auch auf Nr. 2 und 4) 1 ar 62 gm groß, Gebäudesteuernutzungswert 1700 Mark, Grundsteuermutterrolle 473 N. Gebäudesteuerrolle 4016. .) Flur 105 Nr. 164, Rolandstraße, Gebäudefläche.5 gm groß, Gebäudesteuerrolle 4016 .) Flur 105 Nr. 167, Rolandstraße. Garten 9I am groß, Grundsteuerreinertrag.96 Tlr., Grundsteuermutterrolle 473., am 9. Oktober 1913, vormittags 10¼ Uhr durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Hollän= dischestraße 22. Zimmer Nr. 108, versteigert, werden Der Versteigerungsvermerk ist am 7. März, 3. April bezw. 8. Juli 1913 in das Grundbuch eingetragen. Dortmund, den 19. Juli 1918. Kalaikon! Im freiwilligen Auftrage verkaufe ich am Mittwoch, den 30. Juli er., nachmittags 3 Uhr. auf dem Lagerplatz der Firma Gedr. von Eupen hierselbst, Kreuzstraße Nr. 17: 1 elektrischer Motor, Zylindergebläse, 1 schwere Relfenblegmaschine, Lochstanzen, Bohrmaschinen, Blechschere, Schmirgelstein, Sügen, Ambosse, Follbünke, Schraubstöcke, Haudkarren Duplex, Riemschelben u. Transmiesionen, div. Schmiede- und Schlosserwerkseuge u. a. S. m. öffentlich meistbietend gegen gleich bare Zahlung. Es handelt sich um gebrauchte Gegenstände: Besichtigung 2 Stunden vorber. Recklisghausen, den 26. Juli 1913. August Verstege, Anktionator. ensprecher 474. Klappkamere, 9X12, neu, „„„ 0 in mehreren Qualitäten und Formen. — Verkauf nach Gewicht zu sehr billigen Preisen.— Gravieren der Namen sotort und gratis. A. Elck& Comp., Nikolaistr. 5 Dortmund Balkenstr. 36-38 beim Bezirks-Kommando. SeschischtsHaut-, Blasenleiden, nerv. Schwüche ste. Dr. med. Morvath, appr. a. d. Wiener-Universität nE- Ehrlich-tiats 606. Dartmund Brückstrasse 20, I. Etage Berimund,(Selteneingang). Von 10—1 und—8 abends. Sonntage 10—1. Vom 22 bis 81. Juli von 10.0 Uhr. Komme Sofert Zahle staunende Pretse„Für getr. Kleider. Schuhe, Mödel, Betten, Schränke, ganze Einrichtungen. Karte gen. J. Kraftlos, Vornstr. 39. Reelle hohe Preise für Mobel, Regale, Theken, Waren jeder Art, Pianos usw. zahlt Brangenberg, Nordstr. 15. Komme sofort, auch nach auswärts, u. zahle die höchsten Preise für getr. Herrenund Damenkleider, Schuhe. Karte genügt. Stattmann, P unstraße 52. Modernes Speisezimmer echt Eiche rund vorgeb. Sofa nach Wahl, jetzt für 400 Mk. zu verkaufen.(60012 Möbel=Lager Th. Schnieder Kalserstrasse 27a. vw- Kein Laden. Srnße Sunmahl.Nr! Vornstraße 52. 66010 Doppelte Preise zahle für getragene Kleider und Schuhe Bitte Karte. M. Müller Hellfgegartenstraße 18. Kontung! 500 Stühle, neu, für Wirte und Händler, bill. zu verk. ) Marohn, Sedanstraße 2. 2 Zimmer=Einrichtung. kompl., wegen Umzug bill. au perk. Stauffenstr. 65. II1 Neue und gebr. Mobel billig zu verkaufen: 40 Bettstellen m. u. g.., von 5 4 an, 20 Kleiderschränke, von 16 4 an, Eimerschränke, Küchenbüfettschränke von 10 A an, Lehnbänke, 20 Pertikows, Plsch=, Leder= u. Tuchsofas von 10# an, 500 Stühle, 10 Betten und Kissen, Küchen=, Sofa= u. Ausziehtische. Freie Hauslieferung. 2 Min. von der Bahn, Sedanstraße 2. Marohn. Kompl. Küche wie neu, m. feiner Topfgarnitur zusammen f. nur 95 Mark zu verkaufen. Baumstraße 12. Küche u. Schlafg. b. zu verl. F. A. Heyenbrock, #. 1. Nompitraße 45. Zum Blucher Münsterstrabe isglich abends bei freiem Eintritt Garten- Konzert. Schläfzs gkus. Votliat: mprage, m. echt Marm., m. Mess, Konsol., groß. Schrank, m. keiner Bergl., dazu eine wirkl. gute u. gern gekaufte Echt. pltsch-pine Küche kompl. m. 8 Stühlen wiamm. 385 MIk. Besichtigung erbeten. Th. Sohnieder Möbel-Läger Kaiserstr. 27 a. Kein Laden. Außergewöhnlich billig bis zum I. August. NF 98 Me 060095) Keark Wvertauter Zaumstraße 12. 2 neue g. Daunenbetten u. 4 Kissen à 28 Mk. zu verk. ) Betenstraße 40, 2. Stage. Neu: 20 Oberbett. m. weiß. Halbdaunen, Is., w. teils m. kl. Farbfehl., 18 u. 16 Mark. Humboldtstr. 68, 1. Sta. Sofas billig zu verkauf. 1 Westenhellweg 48, 2 Tr. Behse biüle zu verk. mehrere Anzüge für ganz starke Herren, einige dunkle Anzüge für ältere derren, diverse Anzüge engl. beschmack für junge Herren, keine Gehrockanzüge in Tuch und Kammgatn. Nur neue elegante Sachen. Burgwall 54, 1. Mischkowskz. Ladenelnrichtung pass. für Bäckerei, Konditobei und Koloniglyp., zu verk. Otte Funke, Wickede=Asseln 5. Dortmd., Pastorstr. 160. Einige gut erhaltene * R***** v. 80—35 Hl. dill. abgugeb. Ontmnuander Rens-Baare Aktien=Gesellschaft. Für Liebhaber. Altertüml. Koffer v. 1788, 125 Jahre alt, ausgeschnitzt. billig zu. verkaufen.(65976 Georg Philipps, Hombruch, Mühlstraße 240. Eine gebr., aut erhaltene Dlaphragma-Pumpe für Handbefrieb zu kaufen gesucht. Heinr. Bock, Klev, #tat, Lütgendortmund. 2 dopp. Auszug, umstdh. billig zu verk. Lütgebrückstr. 4, 1. Flotten Schimmelvony verk. B. Goldmann u. Co., Dortmund=Cörne. 8 Ein a. f. Pferd und 1 aut erhalt. Brotwagen zu verkaufen. Krautstraße 9.( Doppespony(Apfelschimmel), 3jährig, ca. 1,60 m, zu verkaufen. Hörde, Kipsburg 8. 9 8 hillre-Ollerten! Um einem issbrauch unveres Insoratentells vorzubeugen, schliessen wit alle Offerten, die von geworbemässig. Vermittlogn eingereicht werden, von der Weiterbeförderung aus Geschäftestelle des Gen.-Anzg. Sillige Berkumlaht (2tägige Tour). Ceuzteg, den 10. August er.: Extrazug ab Hauptbahnhof Münster. Abfahrt gegen 5 Uhr morgens. Ankunft in Borkum gegen 1I Uhr. ca. 6stündige herrliche Seefahrt auf Salondampser ab Emden=Hafen. Rückfahrt Montag Nachmittag. Ankunft in Münster gegen 10 Uhr abends. Preis III. Klasse inkl. erstklassiger Verpflegung lt. Prospekt Mk. 19.50 (11 Klasse entspr. Zuschlag). Anmeldung baldigst erbeten bei Verkehrsverein Doxtmund, sowie Reisebüro Bürk=Bendel Münster i. 10. woselbst ausführlicher Prospekt zu haben ist. Ewungsverstnlgerung. Am Dienstag, den 29. Juli d. M. wenge ½ in Werne d.., vorm. 9½ Ub e, Rüsin * 29. Uhr, straße c. Rüsingstraße.40: 1 Elektromoter, 5 PS mit Knetmaschine und Auspresse, Aussteller und Auslasser, 1 Backtrog, 1 Backtisch, 1 Teigwage, 1 Dezimalzage, Backbretter. Backtücher, Stutenkasten, 1 Ofen mit Kessel, 1 Bäckerwagen, 1 Pferdegeschirr, Backgeräte und andere Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. Langendreer, 28. Juli 1913. Metz, Gerichtsvollzieher. Zwangsversteigerung. Am Dienstag, den 29. Juli. nachmittags 5 Uhr, werde ich hier Buraholgstr., in der Wirtschaft Lanz: 1 komplettes zerlegbares Karussell öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Dortmund. 26. Juli 1913. Kuie. Gerichtsvollzieher. Sommerfrischler finden volle Pension mit bester Verpflegung und angenehmer Wohnung bei(45421 Frau Rendant Hoppe Meschede(Ruhr). Jugendheim Thieme, Norcseebad Tossens I. Oldenh. nimmt für die Ferien noch Schüler u. Schülerinnen auf. Pensionspr. 70—85 Mk. für 4 Wochen. Anmeld sofort an den Leiter Lohrer Möllenhoff Dortm., Lindenstrasse 41. Wähmaschinen L0 aller Systeme repariert Hoiur. Smde, Schützenstr.20, * Besseres Bichen Schlstzinmer mit 180 cm breitem 8 tür. Wäscheschr in echt Marmor ferner Echt plisch pine Küche m. Linoleum sauderes Fabrikat, zuf für Mk. 580 zu verkaufen(60011 Möbel-Lager Th. Schinleler Kaiserstr. 278. Kein Laden Lielesang krzt. W Klavierunterricht wird erteilt. 1, Kampstr. 127,., T, Unterricht im Wäschenähen wird ert. Hakenstr. 5, 1. Et. 100 MR. Lenrgeid wer am 1. u. 15. Aug. am Ausnahmekursus f. Damen u. Herren jeden Standes teilnimmt, einbegriffen ist Kost u. Wohnung. Ausbild. als Bademeister, Masseur u. Krankenpfleger. Fachlehrer Brinkmann. Paderborn, Inselbad. Obersek. erteilt Nachhilfest. Schriftl. Ang. u. u. B. 9728 an den Gen.=Anz. Dortm. Das schönste Bett: Oberbeit, Unterbeit ung a Kissen aus eleg. rot. Daunenköper mit 17 Eld, weicher Halbdaunenfüllung liefere ich 1½achläf. 30 Mk., 2 schläf. 35 Mk. Dasselbe mit Daunenoberbett in 1½schläf. 30 Mk., in Rschläf. 45 Mk. Preieliste u. Muster gratle u. franke. Viele Anerk.-Schreiben. Nichtgelall. Geld zurück. Betten-Baum, Dortmund 1. -Angebote Zwei junge unverheiratete intelligente Maschinen= schlosser als 45407 SrAschiilisten nach Norwegen nach Norwegen ge Soiche, die schon gesucht. „# schon mit Kältenmaschinen zu tun hatten, bevorzugt. Erfahrungen im elektrischen Betriebe erwünscht. Eintritt sofort. Offerten mit Lebenslauf und Gehaltsansprüchen an: Aktiengesellschaft Nordisk Fisk Export Co., Trondhiem. 45407 Tüchtige Schlosser und Vorarbeiter für schmiedeeiserne Fenster und Bronce=Schaufensteranlagen werden eingestellt. Feineisen: Industrie, G. m. b.., Bremerstr. 24. Ein tüchtiger 45418 90744—„ der mit aulogener Schweißund Brennarbeit aufs beste vertraut ist, in dauernde, gut bezahlte Stellung gesucht. Gebr. Eickhoff, Maschinenfabrik, Bochum. Statiker u. Eisenkonstrukteur für Krangerüste aller Art zum baldigen Eintritt gesucht. Bewerbungen mit Angaben über bisherige Tätigkeit, Eintrittstermin u. Gehaltsansprüchen an Eisenwerk und Maschinenbau-Aktiengesellschaft Düsseldort-Heerdt.(45403 Tücht. Tagschneider gesucht 65949) sof. ges. Walzwerkstr. Lagerarbeiter liastraße. Tüchtiger Schie ffer dauernd bei hoh. Lohn gesucht. Dortmunder Kettenfabrik, Münsterstraße 259. Tüchtiger WerkzeugDreher welcher an der Hinterdrehbank arbeiten kann, f. dauernde Arbeit gesucht. Maschinenfabrik Baum, Aktien=Ges., Herne i. W. Tüchtige Dreher und Hobler für dauernde Arbeit gesucht Maschinenfabrik Baum, Aktien=Ges., Herne i. W. Mehrere Hano- u. Maschinenformer gesucht. Babcockwerke, Oberhausen Rhid. Verwalter, Baumeister, Pferde= und Ackerknechte, Fuhrleute, einf. Kutscher, Milchkutscher, Schweizer, Tagelöhn., ldw. Arbeiter such Otto Göbler gewerdsmäßiger Helle Stellenvermittter Fuhr= und Ackerkn Schweizer, ält. Viehfü ält. Hausknecht u. z. burschen, Erntearb., Lai sucht Heinrich Maagh, werbsmäßiger Stellen Bäckerei, Wasch Obstgeschäft, Fu stillon, landw. ling, gewerbsmäßiger lenvermittler, Dortn Burgmundastraße 15. Henriete Blut gewerbsmäßige Tüchtige Einlegerin gesucht. Stempelboß, 45402 Westenhellweg 78. Bauunternehmer, Jungges., 88., sucht für Einrichtung eines eig. Haush. eine fesche Haushälterin. Off. w. mögl. m. Bild unt. A. M. 4833 an d..=A. D. gesucht. Westenhellweg 88. Konditorgesucht. H. Achenbach's Nachf., Jul. Goosses, Witten. Nieter für Kniehebelpresse sofort gessucht. Heinrich Behrend. Mehrere tüchtige 45353 Nietenwärmer und kräftiger Laufbursche für dauernd gesucht. Gust. Schade, Hohestr. 226. Tücht. Kesselschmiede Moter, Zuschläger Hülfsarbeiter für dauernde Arbeit auf sofort gesucht, Zu melden bei(45413 Monteur Wagemann z. Zt Städt. Elektrizitätswerk Dortmund, Weißenburgerstraße. Auf sofort 30 tüchtige Erdarbeiter nach der Avlerbecker Hütte gesucht. Zu melden daselbst beim Meister Hellfeier und Mork. Tief. u. Eisenbahnbaugesch. Fritz Leube, Hörde —5 Handlanger für auswärt. Baustellen alsucht. Büro Ardeystraße 78. für Eisenanstriche hier und auswärts gesucht. Es werden nur solche berücksichtigt, die langjährige Erfahrung in dieser Branche besitzen. Otto Malkus, Schillerstraße 79. Sg.Salltehseineider ou. tücht. Herrenschneider f. Damenschneiderei gesucht. H. Boswinkel, Recklinghausen, Breitestraße 9. Tacht. Verkäuferin gesucht per 1. Sept. ein Kurz= u. Wollwa lerkundsch. umgehen Schr. Ang. u. C. F. Mödes. 1. Arbeiterin. Suse Zündorf, Lüdenscheid. Tücht. Gehülfin f. Damenund Kinderkleider gesucht. Brunnenstr. 52, part. für sofort gesucht. Südwall 37. Westenschneider auf Werkstatt sucht J. Kolenda, Hohestraße 50. .„nachergesciie gesucht. Otto Brodt, Witten. Ja. Schuhmachergehülfe gesucht. Nordstraße 40. Auf sofort od. auch später ein verheirateter properer Bäcker und Konditor als Erstgehülfe ges. Nur solche wollen sich meld., die in all. Fächern bewandert sind und Referenzen angeben können. 44656 Schr. Ang. u. M. E. 4366 an den Gen.=Anz. Dortm. Nur für weibl. Personal. Köchin f. Restaur. u. Priv., Beiköchin, Stütze f. Priv. zu 2 Pers., Büfettfrl., Mädch. Bedien. d. Gäste, Kochlehrmädch., Mädch. zu ein Dame, Haus= u. Zimmermädchen f. Hotel, Kindermädchen, Landmädchen. Fr. Gertrud Maagh jewerbsmäßige StellenverGerberstraße 11. Telephon 196. Frau Helene Behrendt, „erhaus und Werkställen im Zentrum der Stadt, per sofort zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. S. V. 9725 an den General=Anzeiger Dortmund. Bursaurauffer Die bisher an die Architekten Stoinbach& Lutter vermieteten Bureauräume Poststrasse 14 sind sofort oder später ganz oder geteilt zu vermieten. 45389 Carl Wilms, Dortmund, Schliepstr. 12. dernrut 1324 Gesucht: Maujen. Erst., Zweit=, Alleinmädchen, Zimmermädchen, Kinderfräul. Mädchen f. Hotels, Wirtschaft, Geschäftshäuser, Krankenhaus, Sanator. usw. Honriete Göbler gewerbsmätzige Volle7 Stellenvermittlerin## Slte Telephon 1547. für Privat u. Restaurant für Land und mellen 4 Benmter der einige Jahre Ladsmokdl Rheinischestraße 104 für die Schuhwaren- oder Arbeiter- Garderoben Branche sehr geeignet, zu sofort oder später zu vermieten. Carl Wilms, Dortmund, Schliepstr. 12. Fernruf 1324. 4888 Schöner Frontladen mit Wohnung, in bester Verkaufslage, für jede Branche vassend, insbesondere für Damenputz, Kurz=, Weiß= und Wollwaren und Hut=Manusaktur, sicherste Existenz, per 1. Oklober zu vermieten. 450 Anton Jäker, Burop. Zu vermieten. Die bisher an Herrn Staatsanwalt Conzen vermietele Höchherrschäftfiche Rlage Poststraße 32, 8 Zimmer, Küche, Badezimmer und 2 Mansarden, mit Zentealheizung und allem Komfort ausgestattet, zum 1. Oktobet zu vermieten. Elektrischer Personen=Aufzug vorhanden. 45387 Carl Wilms, Dortmund, Schliepstr. 12. Fernruf 1324. Schon wieder ein Hauptgewinn! In der Schleswig Holsteiner Lotterie fiel schon wieder ein Hauptgewinn in meine Glückskollekte, der glückliche Gewinner ist ein Arbeiter. Nächste Woche Ziehung! Grosse Berliner Geld-Lotterie Los Nlk..60, Hauptgewinn Mk. 60 000. Gnesener Pferde-Lose 50 Pf., 11 Stück 5 M. Tilsiter Pferde- Lose 1., 11 Stück 10 M. Münster-Lose 50 Pl., 11 Stück 5 M. Jülicher's Gidckskeiekte Haupt-Lotterie-Bank, Dortmund Nur Münsterstrasse 4 Grösste Glückskollekte Dortmunds. Achten Sie genau auf die Hausnummer.— AUgeschn Liage von 4 Zimmern, Küche, Badezimmer, in meinem Hause Sounenstraße 154, Ecke Lindemannstr., zum 1. Oktober er. zu vermieken. Carl Wilms, Dortmund, Schliepstr. 12. 45386 Fernruf 1324. den zverhältnisse eingegang. sucht Stellung. Gute anisse. Off. u. 715 an Hartung, Witten. it tüchtig. Stamm Leute, cht sofort Stell. Schr. raeb. unter G. D. 9734 den Gen.=Ang. Dortm. 4 Zimmer, 4. Et., abgeschl., in herrsch. H. z. 1. Okt. zu vermieten. Näh. Redtenbacherstr. 8, II. Etage: Küche, 4 Zimmer, Wohndiele mit Sitzbank, Bad. Speisek., 2 Loggien, Balkon, zu vermieten. Junger tüchtiger dauernde Stelle in HandMaschinenbetr. Off. u. Wir suchen zum baldigen Eintritt eine durchaus branchekundige 1. Verhauterin für „ 4 bei hohem Gehalt in dauernde, angenehme Stellung.(45379 Ansführliche Angebote mit Bild, Zeugnis-Abschriften und Gehaltsansprüchen sind zu senden en Gebr. Kaufmann G. m. b. H. Modernes Spesial-Haus Aachen. "" Verhaufermnen für unser Manufakturwaren-Geschäft gesucht. Nur erste Kräfte wollen sich melden.(45325 Gebr. Bär, Brückstr. 7, I. Etags. Mödes! us Srtichtige I. Arbelterin gesucht. Offerten C. Leller, Hamm 1. Weltt. 1. oder 15. Langestv. 54. August. 1. Etg. erin. Spätere ausgeschlossen. unter O. M. se 44. ucht. ord. Mlladchen Waschen u. 8. Hoheft. 118 ärztlich untersucht Fernru.33. Stellung suchen: Köchin, Küchenmädchen, Haus=, Zweit= u. Kindermädchen, Alleinmädchen für Privat u. Restaur. mit guten Zeugnissen, Stützen, Kochlehrmädchen. Fr. Martha Sänger, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin Gerberstraße 6 Teleph. 1235. Wagenplätze zu vermieten. ) S c h w a n e n w a l l 3 2. Am Ralen Dortmund größ. Lagerplatz oder Lagerraum mit Gleisanschluß u. direkt. Wasserverbindung bill. zu vermiet. Ang. u. R. R. 410 an Fil.= Exp. Ruhfus, Sonnenstr. Geraumiger Lagerkeller per 1. Oktober zu vermiet. Näheres Reinshagen, Weiherstr. 6, II. Ladenlokal 4 Mtr. breit, 9 Mtr. lang, mit 8 Schaufenstern, in Lütgendortmund gelegen, Nähe einer Kolonie, an 2 verkehrsreichen Straßen, f. jedes Geschaft passend, baldigst zu vermieten. Lütgen. dortmund, Oespelerstr. 85. Part.=Wohnung 4 Zimmer, Küche u. Zubehör, 1. Oktober zu. vermiet. Saub. mbl. Zim. f.—2 P. sof. zu vm. Weiherstr. 54. Möbl. Zimmer zu vermiet. 1 R h e i n i s c h e s t r. 5 1 ½, I., I. Fein möbl. Frontz. in b. H. zu v. Schwanenstr. 66, II. B. Schlfst. 1. Kampstr. 41,III. Schlafft. fr. Kielstr. 34, 1. I. Pr. Schlfst. Bornstr. 27, I. Schlfst. fr. Hoherwall 10, 1. Strebs. junger Fachmann sucht ein kleineres Hotel eder Restaurant eventl. mit Bieraufschlag zu pachten. Alter ., evang. 3000 Mk. Kaution vorhanden. Offerte unt. T. R. 100 an die Hauptagentur des General-Anzeigers in Unna.(45383 Immobillenmarkt Kotten 5 Morgen Land, Hausgarten, Obsthof, Wohnhaus m. Stallung zu verkaufen.( Näheres Bommern, Provinzialstraße 18. Schlfst.z. v. Schwanenwalls2 2 P. Schlfst. Mittelstr. 4, II. Kost u. Loa. Sedanstr. 9 pt. Kost u. Log. Brückstr. 22, IV. Priv.=Mittag= u. Abendtisch erh. b. H. 1. Kampstr. 101. Zim. zu vm., ev. mit Pens. Nordstr. 30, III. diets-Gesuche Herrschäftliche Wohnung —7 Zimmer, Küche und Zubehör, Dampfheizung, elektr. Licht per 1. Okt. er. od. früher gesucht. Offert. mit Preisang. unt. P. A. 4378 an den General= Anzeiger Dortmund. Brautvaar sucht z. 1. Okt. 3 Zim.=Wohnung im West. od. Nordwest. Schr. Ang. u. L. S. 439 an die Fil.=Erp. Rheinischestraße 52. Zu vermieten Wirtschaft mit 12 Hl. Bier per Woche, viel Essen. Erford. 3000 M. Wirtschaft am Bahnhof, 10 Hl. Bier wöchentl., Erford. 2500 Mk. Wirtschaft mit 8 Hl. Bier. Erford. 2000 Mk. Wirtschaft mit 16 Hl. Bier pro Woche, Erf. 15000 M, u. mehrere kleine Geschäfte von 500—1500 Mk. erford. Konzessionssteuer nur 80 Nar. H. Triefenbach, Immobilien Prenkfer., Verschiedenes Billig! Billig! Rossischzandstel reines Roggenbrot, nahrh. und wohlschmeckend, v. Pfd. 11 Pf. Versand an Private durch d. Hessische Brotfabrik Helmarshausen 3, Cassel. Gelegenheit! Weg. vorger. Saison verk. äußerst bill. Gasherde mit u. o. Tisch 3 Eisschr., verz. Badewann., 1,70 m lang, 12,50 Mk., Kinderklappwag., Leiterwagen, Gebäckkästen, Reisekörbe, Reisetaschen, alle Lederwaren, Damenhandtaschen, Gießkannen, außerd. 1 groß. Posten Putzschränke v. 1,95 Mk. an, emaill. Kochherde, Waschmaschinen von 8,50 Mk. an, Wringmaschinen, 1 Posten Waschgarnituren u. Tonnengarnituren, braune Bunzl. Geschirre, Einmachgläser u. Töpfe. Grüne Rabattmarken nehme in Zahl. Otto Grundmann, Hohestr. 36—38. Auf Wunsch Teilzahlung. Ia. Naturbutter, tägl. frisch, vers. p. Postkolli ca. 9 Mk. netto Mk. 10,20 frei gegen Nachn. Garantie, Zurucknahme. Gerh. Kerns, Waxweiler C. mndonten, Fraurfürt a. Trierische Gasse 9. Mehrere gute(45428 Wirtschaften zu verkaufen u. zu vermiet. Alfr. Heyenbrock, beeidigter Auktionator und Taxator, Dortmund, 1. Kampstr. 45. Fernsprecher 2519(45428 gewährt erststelliges Hypotheken=Darlehn bis 100000 Mark gegen Uebernahme angesteigerter Objekte. Aug- unt. M. Z. 3561 an die unn.=Exd. B. Dickmann, Gelsenkirchen. 00 TU bes-Mark zur 1. Stelle auf prima Obgekt,„Sparkass.=Taxe 206 000 Marr, gesucht. Schr. Ang. u. O. P. 4416 an d..=A. D. 3O StTOFT gibt waggonweise und franko ab. Wiederverkäufer und Vertr. ges. Stroh kommt aus dem Kr. Soest. Beste Qualität. Schr. Anfr. u. S. W. 4834 a d Gen.=Anz.Dmd.) 1 Waggon Lisschrunke empfiehlt riesig billig Otto Berthold Münsterstr.-8. Teilzahlung gestattet. Ein Posten Brennholz bill, zu verk. 1. Kampstr. 96. Schirm=Reparaturen W. Schulte, Rheinischestr. 5. streicherarb. w. saub. u. b. ausgef. Hoher Wall 34, IV. Gesients“ Ausschlag, Pickel, Mitesser, Flechten verschwinden meist sehr schnell, wenn man den Schaum von Zucker's Patent-MedizinalSeite, à St. 50 Pf.(15% ig) u. 1,50 M.(35%ig, stärkste Form) abends eintrocknen laßt. Schaum erst morgens abwaschen und mit ZuckochCreme(à 50 Pf., 75 Pf. 2c.) nachstreichen. Großart Wirkung, v. Tausenden bestätigt. Erhaltlich in all. Apotheken Drogerien u. Parfümerien. Ig. Ehepaar sucht per sofort —3 Zim.=Wohn. Westen bevorz. Schr Ang. u. A. D. 9731 a. d. Gen.=Anz. Dtm. Für eine junge Dame treundl. möbliertes Zimmer mit Morgenk.(südl. Stadtteil als Alleinmieterin) z. 1. August gesucht. Schr. Angeb. unter E. B. 9732 an den Gen.=Anz., Dortm.( Gut möbliert. Zimmer, part. od. 1. Etage. Nahe Olympia ständig gesucht. Schr. Ang. u. U. R. 9724 an den Gen.=Anz. Dortm.( . Für ein neu zu errichtendes HerrenschneiderGeschart wird ein(45345 „beigletes-Lokür odel Haus (eventl. Einlamilienhaus) zu mieten oder zu kaufen gesucht. Genügend Räume für Werkstattbetrieb müssen vorhanden oder anzubringen sein. Offerten mit genauer Angabe der Lage, Größe und des Preises unt. N. E. 4415 a. d. Gen.=Anz., Dortmund. Weiteren Arbeits-, Wohnungsund Immobilien-Markt „ Siene PBlall Bei Kuckgratberhrammungen Pachsigna. sions=Apparat voralteren Füllen erzielt bei Erwachsenen und Rindern. Mein Apparat entspricht der Konstruktionsart des Haas'schen Sustems und gilt diesem gegenüber in Fachkreisen als vollständig gleichwertig. Trotz bester Durcharbeitung bedeutend geringere Anschaffungskosten. Mein verbessertes System ist gesetzlich enischließt. semand zu einem W. Steigers, früherer Vertreter des Haasschen Systems, Cöln, Hohenzollernring 65. Zu sptechen in Dortmund, Hotel Stadt Dortmund, am Mittwoch den 30. Juli, von vormittags 10 bis abends 6 Uhr. Aai DS Su Enorm billigs Angebot ersklassiger Fabrkate Küchen Speilsezimmer Schlatzimmer Herrenzimmer wie einzeine Möbelstücke u. Ia. Herde Mpi. Plischpine Ruche.. Ne 418 Schlatzimmer Marne, t Spiel Me 298 Speisezimmer Slestrgäßie:“. N. 286an Meine Riesenläger stehen dem geehrten Publikum onne Kaufzwang zur gest. Besichtigung frei. Möbel-Lager Paul Michaelis Mönehenwordt 8, an der Propsteikirche gegenüber Sternberg& Co. Kein Laden! Heiraten Witwe, Mitte d. 40er, gesund u. mit gut. Aussteuer, möchte mit bess. Herrn zw. Heirat in Verbindung treten. Schr. Ang. u. H. L. 9715 an den Gen.=Anz. Dortmd. Beamter in gut. Verhältn. wünscht mit ein. lebenslust, jungen Dame zwecks spät. Heirat bekannt zu werden. „„Hefl. Zuschrift. u. S. P. 9122 a. d. Gen.=Anz. Dmd. Witwer, Beamter, Mitte 30 ., sucht geb. Dame zweckl Heirat. Witwe ohne Kinder n. ausgeschl. Etw. Verm. erwünscht. Schr. Ang. u. A. B 4832 a. d. Gen.=Anz. Dtm. 87jähr. geb. achtb. Frau w. d. Bek. ein. ält. gutsit. Herrn in achtb. Pos. zw. so. Heirat. Vorn. fest. Char. Bed. Schr. Ang. u. C. Z. 9730 an den Gen.=Anz. D. Bergwerksbeamter, eval., 28 J. alt, w. Heirat mit gebild Dame v. hubsch. Fig. u. in Alt. v. 20—25 J. Diskr. Ehrensache. Ausf. Ang., mögl mit Bild unt. G. M. 4828 an den Gen.=Anz. Dortm. Jung. Mann wünscht di# Bek. mit anst. Mädchen zw. Heirat. Witwe mit 1 K. nicht ausgeschloss. Schr. Ang. u. W. B. 9729 an d..=Anz. D. Jg. Mann, Anf. 20er J. ucht die Bek. ein. jungen Mädchens zwecks Heirat. Angaben unter W. M. 300 postlagernd Witten.(65988 L. E. 8792. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. L. Portemonnate mit Inhal efunden.(65930 Läh. in der Geschst. d. Zta. Portemonnaie m. Inh. gef. Näh. Münsterstraße 1. terzähler verloren. Wiederbringer Belohnung. Hamsen, Wasch anstalt, Münsterstraße 51. Schäferhund, schwarzgelb abhanden gekommen. Geg. * Belohnung abzug. Lanstro# Lünerstraße 131. Nr. 205. Montag, 28. Juli 1913. Der Auttensungr!. Marie=Agnes fuhr empor und ein dunkles Rot stieg ihr in die Wangen. Aber ehe sie noch ein Wort erwidern konnte, saß Hella bereits wieder neben ihr und fuhr fort:„Liebstes Kind, gib Dir keine Mühe, mich zu bekehren! Für mich ist die Sachlage sonnenklar, Du liebst ihn nicht!" „Hella!“ klang es drohend aus dem Munde der verletzten jungen Frau.„Nicht weiter! Das kann und darf ich nicht anhören!“ „O bitte, nur noch zwei Worte!" beschwichtigte jene die Erregte.„Du weißt überhaupt noch nicht, was Liebe ist! Was Du jetzt fühlst, diese warme Zuneigung zu Deinem Gatten, ist ein ähnliches Gefühl, wie die Kindesliebe zu seinen Eltern. Du täuschest Dich, wenn Du sie für die Liebe hältst, und diese Täuschung wird so lange währen, bis Dein Stündlein einmal schlägt, und die echte Weibesliebe in Dir erwacht.“ „Weh mir, wenn es so wäre!" rief Marie=Agnes aufspringend, und, die Freundin ziemlich unsanft beiseite schiebend, fuhr sie in heftiger Erregung fort:„Du verkennst mich und das Verhältnis zu meinem Mann vollständig. Weil ich eine ruhige, kühle Natur und als solche nicht imstande bin, ihm alle Augenblicke um den Hals zu fallen, ihn zu küssen und zu kosen, glaubst Du und— andere, daß ich ihn nicht liebe. Aber ich wiederhole Dir, das ist eine grundfalsche Annahme! Ich liebe ihn treu und innig, aber eben auf meine Art, nicht mit jener vulgären Liebe, die nur aus Zärtlichkeiten besteht. Die meine ist reiner, poetischer, nicht nur ein Sinnenrausch!" „Aber Liebchen, das bestreite ich ja gar nicht! Doch— Hand aufs Herz— versteht er diese Liebe und ist die seinige ebenso beschaffen? Siehst Du— hier kommen wir zusammen. Poesie und Prosa! Diese beiden vertragen sich nun einmal nicht zusammen. Doch ich bin beruhigt, denn da Du sagst, Du stebst ihn treu und innig, so kann noch alles gut werden. So sind es nur äußere Einflüsse, die Euer Eheglück nicht zur richtigen Entfaltung kommen lassen und mit denen wollen wir schon fertig werden. Zwei davon kenne ich bereits. Der eine heißt„Tante Malchen" und der andere„Spießbürgertum"! Den letzteren halte ich für den gefährlicheren. Dort muß zuerst Wandel geschaffen werden. Du mußt Dich entschieden von Zeit zu Zeit einmal losreißen und einige Wochen Freiheit genießen. Sonst büßest Du Deine geistige Elastizität vollständig ein, versauerst in dem ewigen Alltagsleben Deiner Ehe und wirst entweder stumpfsinnig oder unglücklich. Sage selbst — wie verbringst Du Deine Tage?" Marie=Agnes hatte während Hellas Rede abgewandt an einer Säule des Kiosk gestanden mit dem rechten Arm sie umfassend und das Haupt daran lehnend. Jetzt wandte sie sich langsam der Sprecherm zu und sagte mit müder Stimme: „Ach, Hella, Du hast ja recht, aber ich kann es nicht ändern. Wenn Du wüßtest, wie ich gegen das Spießbürgertum angekämpft, wie sehr ich mich gemüht habe, diese beiden Menschen in geistiger Beziehung zu mir heraufzuziehen! Bei der Tante sah ich die Hoffnungslosigkeit meiner Bemühungen bald ein, bei Götz hoffte ich noch bis vor wenig Wochen. Er hat unstreitig Sinn für alle schönen Künste, aber dieser Sinn ist bei ihm nicht gepflegt worden, er ist erstickt unter der Arbeitslast, die er selbst sich aufbürdet und an dieser Arbeitswut— anders kann man es tatsächlich nicht nennen— scheitern meine Erziehungsversuche ebenso kläglich wie an der Tante beschränktem Sinn. Wie unendlich habe ich mich auf mein Heim gefreut nach dem jahrelangen Pensionsleben! Wie gern wollte ich mich unter der Tante Leitung zu einer tüchtigen Hausfrau heranbilden und meinem Gatten das Haus zu einer Stätte des Behagens machen. Was ist aus den guten Vorsätzen geworden? Das Regiment im Hause wurde mir von Anfang an versagt, schrittweise wurde ich aus meiner Hausfrauenstellung verdrängt und nun lebe ich gleich einer Einsiedlerin in meinen Räumen, tausendmal einsamer als damals in den Klostermauern. Daß ich in der Wirtschaft zur Null degradiert wurde, habe ich verwunden, aber daß es Roman von M. Kneschke=Schönau. mir nicht gelingen will, meinen Mann an meine eigensten vier Pfähle zu fesseln, ihm dort Behaglichkeit zu bereiten— das ist ein niederschmetterndes Bewußtsein für mich! Was habe ich nicht alles versucht, um ihn mir näher zu bringen! Er hatte einmal erwähnt, daß er ein großer Musikfreund sei, also fing ich an, ihn durch Musik zu fesseln. Ich gab mein Bestes, ich spielte ihm Wagner und Beethoven, sang Lieder von Schumann, Schubert und Brahms, doch mit seltsamen Erfolge. Galanterweise fand er alles riesig nett, fragte jedoch im selben Atem, ob ich nicht dies oder jenes Potpourri, den„Kußwalzer" oder den„Radetzky=Marsch“, spielen könne? Ich tat ihm den Gefallen und seine Seligkeit darüber ging soweit, daß er mich pfeifend akkompagnierte und mit Händen und Füßen den Takt dazu trommelte.“ „Das muß ja ein wunderbares Konzert gewesen sein!“ rief Hella laut auflachend. „Für ihn und Tante Malchen war es jedenfalls ein wirklicher, für mich aber ein recht zweifelhafter Genuß! Gute Musik, die ich so leidenschaftlich liebe, verstehen beide nicht, und das seichte Operettengedudel ist mir ein Greuel! Nun spiele und singe ich nur noch, wenn ich allein bin und auch dann nur noch ganz leise. Mit der Lektüre erging es mir kein Haar besser. In seiner Herzensgüte kauft er mir an Büchern, was immer ich begehre, aber einiges davon selbst zu lesen— dazu ist er nicht zu bringen. Ich versuchte es mit Vorlesen und wählte die Wolffschen Dichtungen. Ausgenommen, daß er einigemale darüber einschlief, und ein anderesmal während der Schilderung des Minnehofes im Tannhäuser eine Zinsberechnung auf seiner Manschette ausführte, konnte ich mich über mangelndes Interesse nicht gerade beklagen. Als ich jedoch nachher, wie ich es liebe, meine Gedanken über das Gelesene mit den seinen tauschen wollte, und meiner Schwärmerei für die poetische Gestalt des Ofterdinger Ausdruck lieh, wurde ich aus allen Himmeln gestürzt.„Was,“ fragte er entrüstet,„für diesen Windbeutel kannst Du schwärmen? Das ist Dein Ernst nicht! Du meinst „den Walther von der Vogelweide!"— Nun bitte ich Dich:„Tannhäuser ein Windbeutel!" Hella lachte Tränen und auch Marie=Agnes mußte lächeln. 12 u „Wir konnten uns nicht einigen und stritten her und hin. Um mir das Bild seines Helden verlockender zu gestalten, überraschte er mich eines Tages mit der schönen Kopie des Walther=Denkmals in Bozen, das uns auf unserer Hochzeitsreise so sehr entzückt hatte. Er hat sie extra bei einem Florentiner Meister für mich anfertigen lassen und Tante Malchen bekam bald Krämpfe vor Schreck über die Höhe der Deklarationssumme auf dem Frachtbriefe.“... Ju3 Gunien.5. „Du, das nenne ich aber eine sinnige Ueberraschung,“ meinte Hella nachdenklich.„Das ist heute bereits das zweitemal, daß ich über ihn frappiert bin. Ich glaube, er ist doch noch bildungsaO sicher,“ erwiderte Marie=Agnes lebhaft. „Aber er müßte eine andere Frau haben, die es besser verstände, ihn zu fesseln.“ „Ihn zu regieren, sage lieber. Ich meine, er brauchte nur eine etwas rücksichtslosere Frau, die es verstände, ihren Willen durchzusetzen, ganz gleich, ob im Guten oder Bösen. Die ihm klipp und klar sagte: Das paßt mir nicht, das wünsche ich so oder so zu haben! Dein resigniertes, geduldiges Hinnehmen aller häuslichen Widerwärtigkeiten versteht er nicht zu würdigen, er sieht es wahrscheinlich als Zufriedenheit mit Deinem Schicksal an und ist fest überzeugt davon, daß Du auch alle Ursache dazu hast. Raffe Dich auf, Marie=Agnes! Aeußere Deine Wünsche fest und entschieden, und sei versichert, daß er auf alle eingeht.“ „Auf alle? O nein! Er versteht es sehr gut, solche, die ihm nicht gefallen, zu überhören oder auch rundweg abzuschlagen. So wünsche ich mir zum Beispiel schon lange ein Pendant zum„Walther von der Vogelweide", den„Tannhäuser". Aber vergeblich! Er ist eine ihm unsympathische Gestalt, also will er auch nicht, daß ich Gefallen daran finde. Und so würde es mir mit anderen (Nachdruck verboten.) Wünschen, die sein Verständnis oder seine Billigung entbehrten, wohl auch ergehen. Deshalb wünsche ich nicht erst, sondern füge mich ins Unvermeidliche. Dabei wird wenigstens mein Stolz nicht verletzt.— Doch nun ist es hohe Zeit, an die Heimkehr zu denken. Bitte, willst Du den Wagen bestellen?" Hella, die während der Erzählung der Freundin nachdenklich vor sich hingesehen hatte, sprang sofort auf und rief durch ein Klingelzeichen den Diener herbei, um das Vorfahren des Wagens zu befehlen. Dann griff sie nach Hut und Handschuhen und erklärte, Marie=Agnes begleiten zu wollen. Während der Heimfahrt unterbrach sie plötzlich das zwischen ihnen herrschende Schweigen und sich weit vorbeugend, um in Marie=Agnes' Augen sehen zu können, fragte sie unvermittelt:„Ist es Dir angenehm, wenn ich heut über Abend bei Euch bleibe und Deinem Tyrannen mal ein bißchen auf den Zahn fühle?" Marie=Agnes sah überrascht und nicht gerade angenehm berührt auf. In ihrem Innern lehnte sich etwas über diese unerbetene Einmischung in ihre Angelegenheiten auf und doch fand sie den Mut nicht, sie kurzerhand zurückzuweisen. Ausweichend entgegnete sie:„Wie kannst Du nur fragen, als ob Dein Besuch nicht immer eine angenehme Unterbrechung unseres Alltagsdaseins wäre?“ Hella schwieg nach einem prüfenden Blick in das blasse, unbewegte Gesicht der Freundin. Mit einem leichten Kopfnicken lehnte sie sich wieder in die Kissen des Wagens zurück. Sie hatte verstanden! Es verstimmte sie, für ihr gutgemeintes Interesse eine so kühle Aufnahme zu finden und sie beschloß, zwar den Besuch noch zu machen, aber sich vollständig passiv dabei zu verhalten. Mochte die Freundin ihre resignierte Rolle, die doch eine gute Dosis Hochmut enthielt, weiter spielen. Litt sie darunter, nun so war es ihre eigene Schuld. Wer sich nicht raten läßt, dem ist auch nicht zu helfen.— Am Tannenwäldchen trafen sie mit Steinhausen zusammen, der langsam wandelnd seiner Frau entgegenkam. Er war sichtlich erfreut über den unverhofften Gast und ging, ganz gegen seine sonstige, etwas phlegmatische Art, auf den neckenden Ton der Baronin ein und rasch waren die beiden in ein so lebhaftes Gespräch geraten, daß Marie=Agnes, in der das unerquickliche Gesprächsstoffthema von vorhin nachwirkte, sich recht überflüssig vorkam. Teilnahmslos schaute sie ins Weite und bemerkte weder die besorgten, liebevollen Blicke des Gatten, noch die gespannte Aufmerksamkeit, mit der Hella das Ehepaar beobachtete. Erst beim Abendessen, das von Tante Malchen in bekannter geräuschvoller und spießbürgerlicher Weise serviert wurde, beteiligte sie sich wieder am Gespräch und suchte dem Uebereifer, mit dem die Tante dem Gaste die Speisen aufnötigte, Schranken zu setzen, freilich mit wenig Erfolg. Nachher, als man auf der Terrasse bei der dem Gaste zu Ehren angesetzten Waldmeisterbowle saß, brachte Steinhausen das Gespräch auf Landaus bevorstehende Reise, erkundigte sich nach dem Tage der Abreise und fragte plötzlich, ob sie seine kleine Frau nicht mit ins Schlepptau nehmen wollten? Hella, die gerade eine Zigarette zwischen die roten Lippen geschoben hatte und sie in Brand setzen wollte, ließ blitzschnell die Hand mit dem Streichholz sinken und sah überrascht zu Steinhausen hinüber, der mit gekreuzten Füßen behaglich an der Ballustrade lehnte und aufmerksam seine Frau ansah, um die Wirkung seiner Frage zu beobachten. Sie schien die erwünschte zu sein, denn Marie=Agnes, die apathisch im Schaukelstuhl gelegen, hatte sich hoch aufgerichtet und sah mit groß aufgeschlagenen Augen und halb geöffnetem Munde bald auf den Gatten, bald auf die Freundin. Der halb fragende, halb staunende Ausdruck ihres liebreizenden Gesichts war von bestrickender Anmut. Sie glich einem Kinde, dem von einer gütigen Fee ein erträumtes Märchenglück verheißen wird. Wie gebannt starrte Steinhausen auf sein holdes Weib und auch Hella vergaß auf die Antwort, so sehr frappierte sie dieser Anblick, der deutlich genug berriek, wie tief der Wunsch, aus der häussichen Enge einmal herauszukommen, in der Seele der jungen Frau wurzelte, wie sehnsüchtig sie nach neuer Lebensluft verlangte. „Mit tausend Freuden!“ ermannte sich die Baronin zu antworten und zu Steinhausen dicht herantretend, legte sie ihre feine, beringte Hand auf seinen Arm und sagte anerkennend:„Herr Steinhausen, Sie sind in der Tat eine Perle von einem Ehemann! Marie=Agnes hat es mir zwar schon immer versichert, aber heut sehe ich es mit eigenen Augen. Wissen Sie auch, daß mein heutiger Besuch lediglich in der Absicht geschah, Ihre Einwilligung zu dieser Reise, die Marie=Agnes so notwendig ist, wie ein Trunk Wasser einem Verschmachtenden, zu erbitten?" Steinhausen richtete sich straff auf; dieses Gleichnis im Verein mit Marie=Agnes seltsamen Gesichtsausdruck berührte ihn peinlich und erschien ihm übertrieben. Das klang ja beinahe, als ob sie bei ihm wie in einem Gefängnis lebe! Wie ein Blitz durchfuhr ihn der Gedanke, daß es keine gesundheitliche Störung wäre, die ihr verändertes Wesen verursache, daß andere Gründe vorlägen, daß sie, der er in heißer Liebe die Hände unter die Füße zu breiten bereit sei, daß sie sich unglücklich an seiner Seite fühlen könne. Die ganze Qual dieses Gedankens lag in dem Blick, den er jetzt zu ihr hinübersandte, der aber unbemerkt von ihr blieb, da sie eben, den Stuhl zurückschnellend, aufstand und auf ihn zugeschritten kam. Indessen fuhr Hella in ihrer lebhaften Weise fort:„Und Marie=Agnes ist nun überstimmt! Ihre Weigerung, mit uns zu kommen, ist hinfällig geworden, da Sie selbst aus eigener Initiative den Wunsch aussprechen.“ Steinhausen atmete bei diesen Worten sichtlich erleichtert auf:„Sie weigerte sich, mitzureisen?" fragte er in atemloser Spannung. „Natürlich! Und zwar sehr energisch!" lachte Hella.„Denken Sie, wie eingebildet der kleine Fratz ist: Sie erklärte, zu Ihrem Wohlbefinden so nötig zu sein, daß sie auch nicht eine Woche lang von Steinhausen abwesend sein dürfe. Sie nahm meine Einmischung beinahe übel und wollte ganz genau wissen, daß ich mit meiner Bitte bei Ihnen glänzend abfallen würde.“ Steinhausen hatte eigentlich eine andere Antwort erwartet, er hatte zu hören gehofft, daß sie eine Trennung von ihm nicht ertragen wurde. Das hätte seine Zweifel sofort zum Schweigen gebracht. Er sehnte sich nach dieser Beschwichtigung, und deshalb fragte er:„War das der alleinige Grund Deiner Weigerung, mein Lieb?“ Er zog sie dabei an sich, hob sanft das gesenkte Köpfchen, das ihm just gerade ans Kinn reichte, in die Höhe und als sie mit der Antwort zögerte, bat er innig:„Sei ehrlich, Marie=Agnes!" „Ich fürchtete, daß Du mit dieser Reise nicht ### einverstanden, mir den Wunsch abschlagen wür##dest,“ bekannte sie stockend und leise. „Also doch!“ murmelte er bitter vor sich hin, um dann laut mit etwas gezwungen klingendem Tone hinzuzusetzen:„Du haft Dich wohl auch über versagte Wunsche zu beklagen?" Die Szene drohte peinlich zu werden, zumal Tante Malchen, die bisher stockstill bei ihrer Strickerei gesessen, sich wieder einmal in geladenem Zustande zu fühlen begann und sichtlich Miene machte, demselben Worte zu leihen. Um ein Zusammenprallen der erregten Gemüter zu vermeiden, legte Hella sich ins Mittel und rief, scherzhaft mit dem Finger drohend:„Oho, Herr Steinhausen, geben Sie sich nur ja nicht den Anschein, als ob Sie ihr noch nie einen Wunsch abgeschlagen! Denken Sie nur an die versagte Statue des„Windbeutels"!" Steinhausen stutzte, während Marie=Agnes mit glutrotem Gesicht eine heftige Bewegung machte, als wolle sie die Hand auf der Freundin losen Spöttermund legen. Tante Malchen, die den Sinn von Hellas Worten nicht verstanden, rief gereizt dazwischen:„Was, Windbeutel? Die kommen mindestens zweimal in der Woche auf den Tisch, einmal mit Schlagsahne und einmal mit——“ Ein schallendes Gelächter ließ sie verstummen und verständnislos schaute sie bald ihren Neffen, bald die beiden Damen an, die alle drei sich vor Lachen über den unplazierten Einwurf schüttelten. Die Situation war gerettet! Marie=Agnes schmiegte sich zärtlich an den Gatten und suchte mit Verzeihung flehenden Augen die seinen. Sie fühlte sich schuldig, der Freundin von dem einen unerfüllten Wunsche gesprochen zu haben und die Güte des Gatten war ihr nie so zum Bewußtsein gekommen, als in dem Moment, wo Hella ihm einen, wenn auch nur scherzhaften Vorwurf aus dem versagten Wunsche machen wollte. Steinhausen, sofort der Bittgewalt dieser geliebten Augen unterliegend, zog sein Weib innig an seine breite Brust und über ihr dunkles Köpfchen hinweg antwortete er der Baronin:„Sie haben recht, gnädige Frau, diesen Wunsch habe ich ihr allerdings versagt. Er erschien mir gefährlich, die Schwärmerei meiner kleinen Frau für diesen „Windbeutel" durch seine idealisierte Statue noch zu erhöhen. Aber ich habe es mir überlegt, sie soll ihn haben, ihren Minnehelden. Es war töricht von mir, eine Phantasiegestalt für gefährlich zu halten, um so törichter, als ich Marie=Agnes ohne mich auf Reisen schicken will, ohne eine Gefahr zu fürchten, die ihr schließlich in Gestalt eines lebenden „Windbeutels“ in den Weg treten könnte. Nicht wahr, mein Weib, ich kann Dir vertrauen?“ Statt einer Antwort schlang Marie=Agnes ihre Arme um seinen Hals und verbarg ihr Gesicht in Davials-Kochsden. Ca. 400 Seiten stark, elegant gebunden, mit etwa 500 Original=Illustrationen. Nur 75 Pfg. (Nach auswärts nur gegen Einsendung von.05 7s.) L. Krüger, G. m. b. H. Dortmund, Westenhellweg 9,(Krüger=Passage.) seinem langen, blonden Barte. Hella blickte halb spöttisch, halb gerührt auf das Ehepaar, während Tante Malchen geärgert die Terrasse verließ. Sie fand dieses Getue im höchsten Grade albern. „Aber nun zur Sache!" rief Hella.„Also am 18. reisen wir. Ein Aufschub ist unmöglich. Mein Mann muß am 21. in Homburg sein. Wir haben also nur noch fünf Tage vor uns. Marie=Agnes, wirst Du mit Deinen Reisevorbereitungen bis dahin fertig werden können?“.„. „O gewiß!" lachte Marie=Agnes.„Sie sind nicht so großartiger Natur. Aber“— ein reizender Schelmenzug überflog ihr Gesicht—„vorläufig habe ich meine Einwilligung zu der Reise noch gar nicht gegeben. „Ich glaube gar, Du willft noch fußfällig darum gebeten sein?" lachte Hella. „Götz, willst Du mich wirklich und wahrhaftig los sein!" fragte Marie=Agnes und zupfte ihn neckend am Barte. „Jawohl, wirklich und durchaus!" bestätigte er ertteh a „So will ich es tun, aber ich freue eine Bedingung!" erklärte sie bestimmt. „Oho! Und welche wäre das?" „Daß Du, böser Tyrann, bald, recht bald nachkommst und noch eine kleine Reise mit mir unternimmst. Wirst Du diese Bedingung erfüllen?“ „Das war bei dem Tyrannen schon beschlossene Sache, ehe Du die Bedingung nanntest,“ erwiderte er fröhlich.„Aber mit dem„bald, recht bald“ mein Kind, da wird es hapern. Meine Abreise ist von der Aufstellung der neuen Fördermaschine abhängig. Ehe die nicht im Gange, kann ich nicht kommen. Also habe Geduld, mein Lieb, erhole Dich inzwischen recht, amüsiere Dich nach Kräften und laß mich Dich frisch und fröhlich wiederfinden, so— wie Du früher warst.“ Er hatte so herzlich gesprochen und die letzten Worte verrieten durch das Schwanken der Stimme so deutlich seine innere Bewegung, seine Besorgnis um das Wohl des geliebten Weibes, daß Hella gerührt sein offenes, ehrliches Antlitz mit den treuen, blauen Augen sah und ihm im stillen den „Bären“ abbat, den sie ihn wiederholt genannt. (Fortsetzung folgt.) Am Morgen der Schlacht. Montenegrinische Novelle von Savo Vuletitsch. Uebertragen von M. Laumen. Es war in jenem Jahre, als der albanische Bund sich hatte aufhetzen lassen und uns nicht eingel das wenige ließ, das die empfindungslosen kanner des Berliner Kongresses uns für unser in Strömen vergossenes Blut„gewährt" hatten. Und man kämpfte von neuem, ohne doch eigentlich im Kriege zu sein. Kaum waren wir aus den Schlupfwinkeln zurückgekehrt, in die wir geflüchtet. Unkraut wuchs auf den Stätten der Feuersbrunst, die unsere schöne Ebene verunzierten, wie häßliche Wunden ein schönes Weib. Unsere Armee schlug einen Angviff des Feindes nach dem anderen zurück, und die sich nicht verteidigen konnten, kauerten zitternd im Gebüsch und harrten der furchtbaren Stunde. Die Hoffnung lebte heimllich in diesen Seelen, daß auch über diesen Teil Zetas die Freiheit leuchten würde, der sie noch heute vergeblich erwartet und fürchtet, daß die Montenegriner nicht in ihre Berge zurückkehren würden, ohne die mitzuschleppen, die von der Folter des glühenden Eisens verschont gebürrben. Auch Skutam hoffte, daß die montenegrinische Flagge auf seinen Türmen flattern würde, und Podgoritza fürchtete sie wieder zu verlieren, noch bevor sie sich des Besitzes hätte freuen können. Die ersten Strahlen des Morgens schimmerten am Horizont, als ich jäh aus meinem tiefen Kindesschlase gerissen wurde von dem Knattern des Gewehrfeuers. Ich fuhr im Bett empor, dessen halbverbranntes Holz auf einem Haufen zertrümmerter Ziegelsteine ruhte— es war das einzige Stück Möbel, das noch inmirten der geschwärzten Mauer unseres Hauses stand. Ich tastete mit den Händen nach rechts und links und suchte meine Mutter, an deren Seite ich am Abend eingeschlummert war— sie war nicht mehr da. Kaum vermochten meine Augen die fahle Dämmerung zu durchdringen. Dies einzige Geräusch, das ich vernahm, jagte wir Entsetzen ein. Und ich war allein....! un dem klaren Himmel glängten noch einige Sterne wie schlummermüde Augen, die sich noch nicht öffnen wollen. Dunkle Nacht lag noch immer auf den Ruinen um mich her. Und noch immer knatterte das Gewehrfeuer ohne Authören— ganz in meiner Nähe. Die eisige Morgenkuft machle uich schift, völlig wach. Ich war halbnackt, zitterte vor n, und begann verzweifelt zu weinen. Da eitte un— Mutter von draußen herbei und wollte mich trösten. Allein sie sah so seltsam aus, ihre Stimme hatte einen so fwemden Klang, daß sich mein Entsetzen verdoppelte. Wer sollte nun glauben, daß einem nach so langen Jahren noch solche Erinnerungen kämen! Und doch sehe ich meine Mutter noch vor mir und höre noch ihre Stimme, doch weiß ich nicht, womit ich sie anders vergleichen soll als mit einem armen Vogel, dem nur noch ein Kleines geblieben ist und der es um jeden Preis retten will, während er über den Verlust der anderen klagt. „Sie kämpfen noch, Liebling,“ sagte sie.„Deine Brüder und alle Männer sind da. Leg Dich wieder hin, mein Schätzchen. Schlafe, damkt Du groß wirst für die Mutter.“ Sie sprach mit abgerissenen Worten, während sie mein Bett machte. Und plötzlich wollte sie ersticken, wendete sich ab und ging fort, woher sie gekommen. Ich verhielt mich still, und unter den Decken folgte ich ihrer Gestalt mit den Augen. Hin und wieder übertönten Schreie das Gewehrfeuer und schienen sich zu nähern. Da hielt ich es nicht mehr länger aus. Ich streifte die Hosen an und sprang mit nackten Beinen aus dem Hause. Meine Mutter hatte sich mit einigen Nachbarinnen hinter dem Brunnen versteckt— sie bemerkte mich. „Wohin willst Du? Bück Dich, Unglückskind!“ rief sie, stürzte auf mich zu und schloß mich in die Arme— im gleichen Augenblick bohrte sich eine Kugel in den Türrahmen, zwei Finger breit neben ihrem Kopfe. Schreiend stoben die Frauen davon. Ich weiß nicht, wie ich plötzlich hinter Brunnen gekommen war, wo man mir ganz überflüssigerweise einschärfte, mich nicht aufzurichten, denn die Kugeln pfiffen unaufhörlich über uns hinweg und zwangen mich schon, mich zu ducken. Endlich ließ das Gewehrfeuer nach und hörte dann ganz auf. Es war nun heller Tag und im Osten schimmerte es schon rosig. Dicker Rauch kroch über die Felder vor uns, und dumpfe Detonationen hallten aus der Ferne herüber. Auf der Landstraße gingen Frauen mit Wasser und Lebensmitteln. Auch meine Mutter nahm einen Sack und ein Fäßchen auf den Rücken und befahl mir, liegen zu bleiben. Ich ließ ste ein Stück Weges gehen und lief dann aufs Geratewohl fort.„„„ 14* Kaum war ich zum Dorse hinaus, als ich den aus der Schlacht Zurückkehrenden begegnete. Sie kamen in keinen Gruppen, der eine an den andern gelehnt— diese Häuflein menschlicher Wesen schienen vom großen Kampfe abgetrieben zu sein. Mit Bangigkeit dachte ich an meine Brüder. Ich fragte die fremden Männer nach ihnen, doch bekam ich keine Antwort. Das Herz bedrückt von Furcht und Traurigkeir, folgte ich der von so vielen Füßen zerstampften Landstraße und horchte, ohne doch recht zu wissen. was ich eigentlich hören wollte. Zuweilen blieb ich stehen und warf erschrockene Blicke um mich. Dann wieder eilte ich aus Leibeskräften vorwärts. In diesem wilden Laufe rannte ich plötzlich mit dem Fuße gegen einen Stein— der Schmerz bannte mich auf der Stelle. Ich setzte mich, nahm den Fuß in die Hände und blies auf die Wunde Tränen umschleierten wir den Blick. Ich wischte mür die Augen, und da gewahrte ich, daß meine Hände blutig waren. Ich blickte um mich und sah, daß große Blutlachen mich umgaben. Die Sonne stieg hinter dem verfluchten Berge empor und ihre ersten Strahlen erhellten die Ebene— an den Grashalmen zitterten Bkuttropfen und funkelten wie Rubine.... Ich begriff dies alles. Vor Entsetzen schauderte ich. Nicht weit von mir ruhten sich die Männer der letzten Gruppe aus, die an mir vorübergewankt waren. Ich lief zu ihnen. Doch noch bevor ich sie erreichte, standen sie auf und entfernten sich. Es gelang mir, sie einzuholen. Da gewahrte ich zwischen ihren gespreizten Beinen einen kopflosen Körper, der nach dem Takt ihrer Schritte schaukelte. Ich mußte an den Hals eines geköpften Hahnes denken. Mehr tot als lebendig blieb ich stehen, und einen Augenblick fielen mir alle die ähnlichen Trupps ein, denen ich am Morgen begepnet war.„., Und der Gedanke kam mir, daß sie neueicht einen der Meinen forttrügen, und wer mochte gar nissen, ob dieser Körper ohne Kopf nicht.... Schweren Herzens folgte ich den Trägern von fern. Bald erreichten wir die Kirche, die mitten im Dorfe lag. Der Tote wurde unter einer Ulme auf den Rasen gelegt, wo schon andere Leichname ruhten, von denen auch bei einigen der Kopf fehlte. Ringsumher saßen Männer. Unter einer anderen Ulme waren die Verwundeten hingebettet, die ruhig dalagen, als wäre ihnen nichts geschehen. Nur ein junger Mensch schien gräßlich zu leiden. Bekümmert betrachtete ihn ein Mann in reiferem Alter. Der Verletzte wand und krümmte sich wie ein Wurm und stieß jammervolle Schreie aus. Und bei jeder Bewegung kam Blut aus einer großen Wunde auf seiner Brust. Verwundert starrten ihn die anderen an. „Weine nicht, mein Sohn, meine Taube, weine nicht. Das wird schon vergehen. Gedulde Dich nur ein wenig....“ wiederholte sanft der Vater. Und kopfschüttelnd fügte er hinzu:„Er entehrt mich. Unseren Toten und Lebenden gereicht er zur Schande. Ich vergesse darüber, daß ich ihn schon bald nicht mehr habe, meinen Sohn... Der junge Mensch sträubte sich und wollte sich Zu e nicht, Philippt“ uek enin fot gereig, Mannigfaltiges. Tone.„Rie hattest Du so wenig Mutl Ist, 447, 82 8. s das schöne Beispiel, das man Dir gegeben?]—(Ein neues wasserauro. aus Boein wenig. Du Unglücklicher!.. ston wird berichtet: Die ungewöhnlichen Leistungen, er ist nur ein Knabe von sechzehn Jahren, er die ein neues von Albert Hickman erbautes Hydrokann noch nichts vertragen,“ fügte er hinzu, als plan bei seinen jüngsten Probefahrten erreichte, bund er versfuchg veg De undh Bagst, daß wan ab die beim Laufe eines Hodwplans zu beiden Sei— mit so großer Sur)uhy Etarbende würde in ten so mächtig aufschäumenden Wassermassen nicht Lammern Gekeimnis verraten. für die Fortbewegung des Bootes selbst wiederum ein gur, Vamtpter, er vergehen, mein Kind. nutzbar gemacht werden Kunten. Wenn es gehätte glauben mögen, der Stetwriche würde in inem Jammern ein Seheimit.„, Iud martzba Aues wen Höre doch, Du bist ja schon länge einen Teil dieses Wasserdruckes aufzufangen groß. Du willft doch nicht, daß die jungen Burschen und unter das Boot zu leiten, mußten naturgeBedenke doch, aus mäß die Widerstände verringert werden. Die neue Lerobe u. er bese Wopte Blig war fe Feit. wünde so anlegt, daß diese Räppen gewissermaßzen en„Mund, schrecklich und einen als Lustfänger wirken, den Lustdruck auffangen, setv, ourp jeggg sich schreittt,.—#, modurch der Bootskörper in die Höhe gehoben wird seh, bvtung er„ie aus Steim. Daum vo Awuun, Drt. Buur..; in die Höhe gehoben wird inen seine Glieder zu zittern, er seufzte einige und gleichsam auf Luftkissen über das Wasser gleiverschied. ltet. Das Flach des Bootsrumpfes liegt tiefer im die tief auf„ zanegn... J4. uuch Wasser als die Kiellinie, die erst am hinteren Teile Der botzg; gats ihn tang auf de Ev,—. deg Numpfes über den Boden vinauswacht. Die „Sagte:; daß alles vorübergehen würdes Rippen sind so angelegt, daß sie in ihrer Fonm mein lieber Sohn, daß Dein Vater nebeneinanderliegenden großen römischen V ähneln, recht hatte? Ach, wie er leiden mußte, der arme sie sind am Bug am größten und werden gegen vel mun— ist— erlöst.“ das Heck zu immer keiner. Die Prapis beichtigt Vuro Zieploste er die Stirn des Toten. die Richtigkeit der Idee, das Boot macht muhel## Dann wendete er sich mit größerer Ruhe zur 30 englische Meilen in der Stunde. Kirchtür, wo mehrere Männer ein Massengrab]—(Eine Waffensammlung als Geschaufelten für die Toten des Morgens.sschenk für das Brüsseler Museum.) Im „Grabt es ein wenig breiter!“ sagte er zu ihnen. Brüsseler Einquantenaire=Museum hat eine präch„Macht auch Platz für meinen armen Philipp.“ tige Waffensammlung Aufstellung gefunden, die Sie warfen ihm einen langen Blick zu und Georges Titeca als Geschenk hinterlassen hat. Die fuhren schweigend in ihrer Arbeit fort. l umfangreiche Kollektion, die von dem Sammler in a**„ 20jähriger Arbeit zusammengebracht wurde, entim Felde unter Waffen standen, schienen hält nach einem Bericht des Cicerone nicht weni„Warum muß denn der Unglückdmense, do wiche Helmplatten, Kürasse, Fahnen, Langen und Musikinstrumente, die alle aus der Zeit des Ancien régime, der französischen und belgischen Revolution gerade jetzt kommen!“ „Heute sollte er seinen Sohn im Felde ablösen, und nun muß er sehen, wie sie ihn begraben.“ „Bei einem solchen Unglück findet man wahrhaftig kein Wort des Trostes.....“ „Wie soll man einen Greis trösten, der eben eine ganze Welt verlor? Es war sein jüngster Sohn, riesigste Perlkuriosität anzusprechen ist. Wenn es wahr ist, daß die Perlfärbung von der Gesundheit der Auster abhängt, dürfte das Muscheltier, dem diese in allen Farben spielende Perle zu danken ist, nicht geringe Umstände gehabt haben. Sie mißt in der Länge 5 Zentimeter und hat die Gestalt einer breitrückigen Schlange. Die Auster, der die zwischen schwarzen, grünen und blauen Schatten rosaschimmernde Perle entstammt, wurde bei Ceylon gefunden. Neben den Perlkuriositäten sieht man auf der Londoner Ausstellung den größten Beryll der Welt in transparenten grünen Farbtönen. Er ist in kreisrunder Form geschnitten, wiegt 1365 Karat und kostet etwa 20000 Mt. „Tothringen.“ und des zweiten Kaiserreiches stammen. Die Aufstellung ist nach den einzelnen Perioden erfolgt. —(Mascagni, der Prozeßhansel.) Nach dem durchschlagenden Erfolge der„Cavalleria nzige Kind, das ihm noch geblieben.....“rusticana“ hat sich bekanntlich Mascagni seinem „Den Verlust der älteren ertrug er noch, doch Verleger Sonzegno gegenüber verpflichtet, für ihn dies war sein Augapfel, der Trost seiner alten eine gewisse Zahl von Opern zu schreiben. Er kam dies war sehr Angepfel, der Trost keiner Alt., Liesem Vertrage auch puntlich nach und lieferte und der beste von allen...: bgeristeg uung„Rantzaus,„Preund“ vov, I,gigtturg doch übertraf ihn schon niemand mehr im ganzen wohl keinem dieser Werke ein nachhaltiger BühBataillon. Seit den ersten Attacken der Janit= nenerfolg beschieden war, stiegen Mascagni doch in Samtiton. Seit den ersten vy Gewechr nicht letzter Zeit Bedenken auf, daß der verlag das Inscharen in Veroey gelegt, und nie ist er aus einem teresse des Verlegers mehr berücksichtige als sein mehr aus der Hom ghng mehrere Feinde hinge, eigenes, und so entschloß er sich denn, gegen SonKampfe heimgelehrt, oyzie meyu#te grtte V# zogno die Klage auf Aufhebung des Vertrages ansrreckt zu Paden. Ausig W2gn##.##äßte die zustrengen. Das Mailänder Gericht hat jetzt diese Inzwischen kam der Greis nayer. er grübtr vr. Klage zurückgewiesen und den streitsuchtigen Männer, die seinen Gruß stumm erwiderten, Ohne Magstro in die Kosten des Verfahrens verurteilt. daß sie es wagten, ihn anzublicken.g „Sind denn viele gefallen heute?“ fragte er, sich]—(Christian Leoens Eskimoexpeauf einen Stein setzend— zwischen zwei Tote. sdition.) Die kanadische Regierung hat den be„Ja, Mitschun, ziemlich viele von uns, doch der kannten Polarforscher Christian Leden beauftragt, Zeind hat noch größere Verluste." eine Forschungsreise, die sich über eine Dauer von „Was bedeuten denn alle diese Toten ohne 10 Jahren erstrecken soll, zu den Eskimostämmen der Hudson Bay zu unternehmen. Der Haupt„Man hat unsern Posten überrascht. Lebend zweck der Forschungsreise liegt auf ethnograwollten sie die Verschanzung nicht übergeben und phischem Gebiete. Daneben wird jedoch auch andie Hilfe kam nicht schnell genug.“ deren Disziplinen weitgehendste Beachtung geDer alte Mitschun verharrte in sinnendem schenkt werden. So soll die primitive Musik der Schweigen. Dann warf er einen flüchtigen Blick Eskimos, von der mancherlei bekannt geworden ist, um sich her:. eingehend studiert und möglichst auch photo„Wo mag denn wohl mein armer Milija sein?" graphisch festgehalten werden. Auf seiner Reise Niemand gab ihm Antwort. Da ahnte der wird der Forscher auch eine umfassende SammlerGreis sein Unglück— er erblaßte und wendete tätigkeit fur das Nationalmuseum zu Ottawa entseine Augen fragend von einem zum andern. falten. Die Berufung Ledens hat in Kanada große „Stefan!“ schrie er jäh auf, als er den Gesuchten Ueberraschungen hervorgerufen. Ist der Polarforscher doch der erste Ausländer, der mit einer solch nationalen Aufgabe betraut wird. Christian Leden hat seine Forschungsreise schon vor einigen Tagen angetreten, und zwar hat er den Weg nach der Hudson Bay über Labrador genommen. —(Perlenkurtositäten.) BuddhaPerlen, d. h. Perlen, die das Bildnis Buddhas zeigen, werden von der englischen Herbstmode besonders begünstigt. Das bezeugt zur Genüge die Juwelier= und Goldschmiedeausstellung in der erblickte,„Unglückseliger, was haft Du mit Milija gemacht? Hattest Du den Mut, ihn vom Schlachtfeld fortzuschleppen, ehe sie ihm den Kopf abschlugen?“ „Ja, ich habe ihn fortgetragen,“ antwortete der junge Soldat mit leiser Stimme. „Wo ist er denn?" „Da, neben Dir.“ „Hier unter der Struka?“"(Breiter Wollschal.) „„„*„ welier= und Goldschmiedeausstellung in der Mitschun beuge sich nach rechts, gov den Saum„Agricultural Hall“, zu der nur wenige Auserder„Struka“, entblößte das Antlitz des Sohnes und wählte Zutritt haben und deren kostbare Schätze starrte ihn einen Augenblick an— seine Lippen ver. Tag und Nacht streng bewacht werden. Das Verzogen sich wie zu einem Lächeln.., fahren, die Auster zur Produgierung eines Pütijal; rief er plötzlich aus mit jenem furoy.- Buddhabildes zu ewingen, stammt von den Jabaren Schrei des Entsetzens, vor dem man in die panern. Zu dem Zweck werden dünne EisenplättHölle fliehen möchte, um ihn nicht mehr du Wurz, chen, denen das Bild eingeätzt ist, zwischen die es Lachen, das alle Verachtung des Lebens Schale und die Auster geklemmt. Das Plättchen selbst die Wolken zerreißt. Das war alles. Mitschun bedeckte das Gesicht des Toten wieder, zog eine kurze Pfeise aus dem Ledergürtel, blies leicht hinein, um sie zu säubern, und bat um Tabak. Diensteifrig sprang ein junger Mann herbei, stopfte ihm die Pfeife und steckte sie dann an, und Mitschun begann zu rauchen. Als man die Toten forttrug, folgte er dem Zuge, und als sie ins Grab gelegt wurden, beugte er sich darüber und suchte seinen Sohn mit den Augen. Er entdeckte ihn, nahm eine Handvoll Erde und warf sie auf die sterblichen Reste. Dann wendete er sich jäh ab und ging fort. Er war ohne Kopfbedeckung. Der Wind spielte mit den Strähnen seines weißen Haares und kühlte ihm das gebräunte, hagere Antlitz, in dem kein Muskel bebte..... das keine Träne kannte. aus Perlmutterlösung und Wachs bestehenden Mischung abgeformt. Die kleine Buddhafigur ist dann fertig und braucht nur gefaßt zu werden. Perlen stehen zurzeit übrigens wieder in hoher Gunst, und da vollkommene Exemplare schwer aufzutreiben sind, behaupten die Preise ihren hohen Stand. Man sieht in der Londoner Ausstellung eine ganze Reihe von in allen Farben schillernden Kuriositäten, die zumeist aus Ceylon stammen. Sehenswert ist aber vor allem ein 89 Gran (1 Gran gleich 50 Milligramm) wiegendes Perlenungetüm von den Südseeinseln in Form eines Bootes, das mit rosa, blauen, grünen und roten Farbtönen eher wie ein dunkelfarbiger Opal aussieht. Diese Absonderlichkeit einer kuriosen Bildung wird aber noch in den Schatten gestellt durch eine 1700 Gran wiegende Narität, die wohl als die Ein Stimmungsbild zum Jahrestage der Toten von„Lothringen“ am 8. August. Gewöhnlich wie sonst, eilte ich an jenem ver#hängnisvollen Donnerstag morgen durch üppige Wiesen und fruchtbare Felder, auf denen schwerbehangene Fruchtgarben ihrerEinfuhr harrten, meiner Arbeitsstätte in Gerthe zu. Vor mir lag die mächtige Anlage der Gewerkschaft„Lothringen“ Schacht 1 und 2, aus deren weithin sichtbaren Riesenschornsteinen gewaltige Rauchmassen entströmten. Ein altgewohntes Bild. Zählt doch die Belegschaft der Gewerkschaft ca. 3000 Mann, die auf 4 nahe beieinanderliegenden Schächten—2, 3 und 4 tief unter der Erde die schwarzen Diamanten Hauen! Gerthe als Landgemeinde, etwa eine Stunde von der Großstadt Bochum entfernt, und mittels Straßenbahn von hier, Herne und Caftrop bequemt erreichbar, mit seinen 9000 Einwohnern, macht auft den Besucher den Eindruck eines wohlgepflegten Landstädtchens. Breite Straßenzüge mit ihrem großen Geschäftshäusern durchziehen, zu beidem zeiten mit Bäumen bepflanzt, den Ort. Die erft, vor zwei Jahren im romanischen Stile gebautet evangelische Kirche, sowie das großartig angelegteAmtshaus der Gemeinde Gerthe und Harpen an der Heinrichstraße rechtfertigen den Eindruck des Landstädtchens. Peinlich saubere Kolonien, neuerdings gebaut, mit ihren schmucken Häuschen, anf denen die Fenster mit Blumen geziert sind, werden. von einem biederen zufriedenen Bergmannsvolke bewohnt. Diese großzügigen Anlagen verdanken ihr Entstehen der Gewerkschaft„Lothringen", wie auch das ganze Gemeinwesen seinen Aufschwung dieser modernen Funke'schen Anlage verdankt. Es ist zehn Uhr morgens. Kindergruppen, die der Schule enteilen, stehen auf den Straßen und deuten mit dem Finger heftig gestikulierend nach dem in der Nähe liegenden Doppetschacht 1 und 2, Erwachsene, Männer und Frauen eilen hastig dert Zeche zu. Eine Mutter mit ihrem etwa 1jährigen Blondkopf flieht in fiebernder Hast, ab und zu mit der Schürze sich die Augen trocknend, die Straße hinab..... Vor dem, bereits durch Schutzleute und Gendarmen abgesperrten Hauptportal der Zecher eine dielhundertköpfige aufgeregte Menge mit stierem Blick nach dem Schachte, auf dem die Seitscheiben(Räder, auf denen das Drahtseil den Förderkorb hält) sich langsam und schleppend drehenWorte wie Explosion, großes Unglück, der Schacht brennt, dringen an mein Ohr. Auf dem Zechenplatze 6, 8, 10, 12 und mehr Krankenwagen und Ambulanzautos mit dem erforderlichen Sanitätspersonal. Einem angekommenen Auto entspringt die Rettungsmannschaft der Hibernia=Courierres, steht noch in aller Erinnerung mit ihren Rettungsgeräten..... Auf einer Bahre mit wollenem Decken behangen, tragen Männer vom Roten Kreuz das erste an den Tag gebrachte Opfer der nahen Leichenhalle zu. Ein entsetzlicher Aufschrei, ein Wehklagen entrinnt der vor dem Tore harrenden; wohl mehrtausendköpfigen Menge. Ist's der Vater? Der Bruder, der Ernährer einer bejahrtem Mutter?.... Vor dem Schachte in fieberhafter: Spannung stehen die Aerzte mit Männern vom Roten Kreuz.—8 Tragbahren stehen fertig zur Aufnahme der Unglücklichen. Da dröhnt aus den Tiefe der dreimalige Glockenschlag„Langsam auf", Das unendlich schemende Förderseil senkt sich langsam in den gähnenden Schlund um entgegengesetztz den Förderkorb zu Tage zu bringen. Der Korb ist oben. In einem Kohlenwagen auf wolleneen Dekken gebettet ein blondlochiger junger Mann mit schwarzem Gesicht, verbrannt an Brust und Hänz den, mit versengtem Kopfhaar, wird auf die Bahre gelegt. Ein älterer Mann, der Vater, beugt sich über seinen hoffnungsvollen Aeltesten und küßt heiß dem, dem Tode Entronnenen die stummem Lippen. Aerzte bemühen sich um den Unglücklichen in der zu einem Verbandsplatze eingerichteten Steigerstube. Der Sauerstoffapparat tritt in Tätigkeitfrische Milch flößt man dem noch so jungen Leben ein und nachdem dieses erste Werk der Menschenliebe getan, geht's in eilender Fahrt dem„Bergmannsheile in Bochum zu. Gerettet!...... Körbe mit Mineralwasser, Gefäße mit Milch nehinen Rettungsleute mit in die Tiefe um die mit dem Tode Ringenden noch zu laben, ihnen die trokkene vom Kohlenstaub bedeckte Zunge noch benetzen zu können. Dann und wann bringt der Förderkorb einen, zwei Verwundete ans Tageslicht, die vor Schmerzent sich krümmen und entsetzliche Schreie ausstoßen. So sind bis gegen 2½ Uhr 3 Tote und 10 Verletzbe sin Wsn an uhe 8 aus dem grausigen Schachte geholt. Ein Bekannten antwortet auf mein Befragen, daß man wohl mit 100 Menschenleben zu rechnen habe. Dieses sollte M nar gar bald zur kraurigen Gewißheit werden. Es ist Schichtwechsel. Dem Korbe entsteigen Männer ber Arbeit, die brennende Grubenlampe in der Hand. Mit einem wehmütig klingendem„Glück auf“ werden sie begrüßt. Sie scheinen keine Ahnung von dem Schrecklichen zu haben was sich über oder unter ihnen in der Grube abgespielt hat. Derselbe Korb bringt Tote oder Verwundete mit. Eine traurige Seilfahrt. Die Zahl der Opfer steigt beträchtlich 10, 20, 24, 30 Tote. Gegen Abend ist die Zahl bereits etwa auf 60 gestiegen. Immer neue Mannschaften lösen die unter schweren Umständen, mit Feuer und giftigen, atemberaubenden Gasen kämpfenden tapferen Retter ab. So geht es die ganze Nacht hindurch bis zum folgenden Tag. Die Menge vor dem Tore harrt noch immer. Hier eine junge Mutter die mit ihrem Säugling schon von morgens an bis in die 10. Stunde auf den Gatten, auf den Vater wartet— vergebens. Ein altes Mütterchen bittet mich flehend, mich nach dem Verbleibe ihres Sohnes, des einzigen Ernährers zu erkundigen. Da,— bei meiner Ankunft am Schachte bettet man einen gräßlich verstümmelten und verbrannten Leichnam. Es ist der Gesuchte. Arme Mutter. Ich mußte ihr die Antwort schuldig bloiben. .... In drei großen, zu Trauerhallen umgewandelten Räumen, schwarz behangen, mit Blattpfianzen geschmückt, stehen die Opfer des gräßlichen Unglücks in schöne Tannensärge gebettet. Einige von ihnen mit friedlichen Zügen als Beweis, daß sie nur schnell vom Tode überrascht, andere mit verzerrten Gesichtszügen, denen man den erbitterten verzweifelnden Todeskampf ablesen kann. Auf jedem Sarge nennt ein weißes Schildchen den Namen des so jäh Verunglückten. Es ist Freitag Mittag gegen 2 Uhr. Vor dem Tore harrt eine unübersehbare Menschenmenge. Der Kaiser soll kommen, ging es hier und da durch die Reihen. Bestimmtes ließ sich jedoch nicht vernehmen; doch das inzwischen sehr verstärkte Polizeiaufgebot ließ den Besuch des Kaisers möglich erscheinen. Nun wurde es zur Gewißheit. Der Kaisser kommt gegen 4 Uhr. Er will sich selbst von dem Schrecklichen überzeugen. Will selbst den Ort des Unglücks kennen lernen und der schwer geprüften Bevölkerung seine persönliche Teilnahme bezeugen. Wie eine lebendige Mauer stehen an der Hauptzufahrtstraße die Menschen zum größten Teil in Trauerkleidung. An den meisten Häusern eine lange schwarze Trauerfahne, als Zeichen, daß der Tod auch hier rücksichtslos durch die Reihen geschritden ist.— Essen=Gerthe welcher Kontrast.— Da um 4,40 Uhr saust den Weg zeigend das erste Auto mit dem Polizeipräsidenten, Landrat Gerstein durch das Hauptportal der Zeche. In größeren Abstand dahinter, langsam sich fortbewegend bringt das zweite Automobil den Kaiser, der von seinen getreuen Westfalen mit tausend und abermals tausend Blicken angesehen und stumm begrüßt wird. Der Kaiser unter seinen Bergleuten. Eng war die Gasse, die das Automobil nahm. Das Volk wünschte es und man kam diesem Wunsche nach. Auf dem Zechenplatze werden dem Kaiser vom Polizeipräsidenten die zum Empfange anwesenden Herren vorgestellt. Allen reicht der Kaiser teiln ahmsvoll die Hand. Prinz Heinrich, der Reichskanzler sind ebenfalls gekommen an die Stätte des Unglücks der Trauer. Es wirkte wohltuend, tröstend dieses Erscheinen der Höchsten des Reiches. Nach etwa einem Aufenthalte von 20 Minuten, bei welchem im Verwaltungsgebäude der Zeche alle Einzelhetten des Unglücks vorgetragen wurden, schritt der Kaiser mit seinem Gefolge über den weiten Zechenplatz den vielen hundert Bergleuten entgegen, die auf ihren Landesvater warteten. Es war ein rührendes Bild zu sehen und zu hören wie S. M. einzelne Arbeiter im kohlenbestaubten, zerrissenen Grubenkleide mit der brennenden Grubenlampe in der Hand über die Einzelheiten der Katastrophe ins Gespräch zog. So stand er ernsten Antlitzes mitten unter ihnen, nahm innigen Anteil an dem herben Geschick, das ihre braven Kameraden und deren Familien so jäh getroffen. Der Kaiser mitten unter seinen Bergleuten— ein schöner Zug landesväterlicher Güte und Huld. Und wie alle seinen Worten lauschten, ihm ungezwungen Rede und Antwort standen. Kam er doch zu ihnen als Mensch, Freund, Tröster und Helfer. Als der Kaiser Abschied nahm, brauste nicht endenwollender Jubel weithin über die Stätte des Unglücks, sich fortpflanzend über die Straßen, die der Kaiser zur Bahn zurücklegte. *** Draußen nicht allzuweit von der Stätte ihrer Arbeit, auf dem kommunalen Friedhof der Gemeinde Gerthe, der durch einen Hauptweg in die rechte evangelische und linke katholische Halfte geteilt wird, verfahren 107 brave Knappen die letzte Schicht. Zwei gewaltige Massengräber, nebeneinander an der Ostseite des Totenhofes, von 20 x 4 und 30 x 4 Quadratmeter Größe, bergen die unglücklichen Opfer von Lothringen, von denen 83 verheiratet gewesen sins. Wieviel Not, wieniel Schmerzen und Wunden diese Katastrophe geschlagen, ist nur dem Heimischen bekannt. Aber auch manch junges Blut, hoffnungsvolle Menschenleben, vom 16. Lebensjahre an, zählen zu den Dahingerafften. Drüben auf Schacht 1 und 8 drehen sich die Seilscheiben wie vordem. Die Trauerfahne, die in diesen Tagen vom Schachtgerüst geweht, ist längst wieder verschwunden. Mächtige Rauchmassen entsteigen den Schornsteinen.— Das altgewohnte Bild.— Das Leben verlangt seine Rechte. Im Kampfe ums Dasein haut der Bergmann wie Amerika, das Land der Jeuersbranste. Wiederum vemmt aus Amerika die unheilvolle Kunde, daß eine große Anzahl von Menschenleben der Macht des Feuers zum Opfer gefallen ist. An zwei Stellen zu gleicher Zeit hat das Element Tod und Verderben gebracht, und wenn diesmal auch keine der beiden Katastrophen einen derartigen Umfang angenommen hat, wie es sonst in Amerika, dem Land der Rekorde, der Fall ist, so sind doch immerhin an die 70 Menschenleben zu beklagen. Zweifelles haben die Amerikaner viele Rekorde, um die sie von anderen Völkern mit Recht beneidet werden können. Aber um den Rekord der Feuersbrünste wird ihnen wohl niemand gram sein. Denn fast der dritte Teil aller Feuerschäden der gesamten zivilisierten Welt entfällt auf die Vereinigten Staaten. Nicht weniger als an die 900 Millionen Mark verliert das Nationalvermögen der nordamerikanischen Union jährlich durch Brände, und Statistiker haben ausgerechnet, daß diese Summe genau den Zolleinkünften entspricht, die wegen der hohen Zollschutzmauer in Amerika wahrlich nicht gering sind. Aber diese Summe bezieht sich nur auf Normaljahre. Sie ist der Durchschnitt eines ganzen Jahrzehnts. In den letzten Jahren aber haben die Feuersbrünste noch in weit erschreckenderem Maße überhand genommen. Einer der bekanntesten Architekten der Vereinigten Staaten, F. D. Fitzparrick, hat im Jahre 1909 den jährlichen Verlust Kanadas und der Vereinigten Staaten durch Hausbrände auf die kolossale Summe von 600 Millionen Dollars geschätzt. Das sind etwa 2½ Milliarden Mark in unserem Gelde. Allerdings muß hier eingeschaltet werden, daß dieser Betrag sowohl die Prämien, die von den Versicherungsgesellschaften an die Abgebrannten, gezahlt werden mußten, als auch die Ausgaben, die durch Wasserverbrauch, Unterhaltung der Feuerwehr usw. verursacht worden sind, umfaßt. Aber die unmittelbaren Verluste durch Feuersbrünste schätzt er immerhin noch auf rund 1 Milliarde Mark. Das macht auf den Kopf der Bevölkerung ungefähr 12 Mark, während in Europa auf jeden Kopf der Bevölkerung nur ein Verlust von 1,50 Mark durch Feuersbrünste entfällt. In einer anderen vor kurzem veröffentlichten Statistik, die eine amerikanische Zeitschrift beibrachte, wurde auf die interessante Tatsache hingewiesen, daß in den Vereinigten Staaten wöchentlich drei Theater, zwei Gefängnisse, zwölf Schulen, zwei Krankenhäuser, zwei Irrenhäuser, drei Konzertsäle, sechs Mietskasernen, zwölf Kirchen, sechsundzwanzig Gasthöfe, einhundertundvierzig Arbeiterhäuser und sechszehnhundert kleinere Bauten verbrennen. Man bedenke: in einer einzigen Woche! Weit mehr aber noch als diese Verluste an Geld sind die großen Opfer an Menschenleben zu beklagen, welche Amerika alljährlich der unerbittlichen Feuersmacht bringt. Die Zahlen sind so erschreckend hoch, daß sie keinem auf den ersten Blick einleuchten wollen. Und doch ist es Tatsache, daß in den Vereinigten Staaten jährlich etwa 7000 Menschen bei lebendigem Leibe verbrennen und mehr als 15000 sich schwere Verletzungen bei Bränden zuziehen. Im Durchschnitt sterben so täglich 20 Menschen des qualvollsten Todes. Noch auf eine andere interessante Tatsache mag hingewiesen werden. Im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl erleiden die amerikantschen Städte fünfmal so viel Brände wie die europäischen, und in gleichem Verhältnis stehen auch die Kosten für den Unterhalt der Feuerwehren. So kostet die Newyorker Feuerwehr jährlich etwa 28 Millionen Mark, d.., um einen Vergleich auszuführen, das Doppelte, was sämtliche Großfeuer in ganz Großbritannien im Durchschnitt jährlich verschbingen. Von den riesenhaften Brandkatastrophen, von denen die Vereinigten Staaten im letzten Jahrzehnt heimgesucht worden sind, seien nur einige ins Gedächtnis zurückgerufen. Bei einer NachmittagsVorstellung am 30. Dezember 1903 ereignete sich jener entsetzliche, in der Weltchronik unvergleichlich dastehende Brand des Iroquis=Theaters in Chicago, wobei 581 Menschen ums Leben kamen. Nicht minder tragisch war die Brandkatastrophe auf dem Dampfer„General Slocum“, der fast ausschließlich Frauen und Kinder zum Opfer fielen. 590 Personen— ein nicht gevinger Teil von ihnen war deutschen Ursprungs— verbrannten angesichts der Menschenmassen, die zu beiden Ufern des Gast=River dem nervenerschütternden Schauspiel machtlos zusehen mußten. Dann mögen noch die BaltimoreKatastrophe und auch die Feuersbrunst des Equitable=Palastes angeführt werden, wobei ebenfalls eine große Anzahl von Menschenleben dem so segensreichen und zu gleicher Zeit Verderben bringenden Elemente zum Opfer sielen. Natürlich hat man im wohlweisen Amerika auch des längeren und breiteren nach den Gründen geforscht, die diese Massenfeuersbrünste im Gefolge haben. Aber während sonst die Amerikaner an praktischer Findigkeit von kaum einem anderen Volke übertroffen werden, haben sie es bislang noch nicht über sich zu bringen vermocht, hier energisch vorzugehen. So erscheint es uns Westeuropäern kaum glaublich, daß inmitten der amerikanischen Großstädte an Orten, die geradezu als klassische Puniefür die Entfaltung verheerender Feuersbrünste bezeichnet werden können, leicht entzündliche Holzbauten sich erheben, womöglich sogar mit Schindeln gedeckt, webei Holz und Schindeln vielleicht nicht einmal imprägniert sind. Wenn man dazu noch in Erwägung zieht, daß die Amerikaner mit Recht als das fahrlässigste Volk der Erde angesehen werden. deren Unvorsichtigkeit gekabezu sprichwörtlich ist, so wird man diese viesenhaften Brandkatastrophen, an denen Euröpa Got#sei. Dank verschwindend arm ist, begreifen können. Baupolizeiliche Vorschriften gibt es im„freien“ Amerika überhaupt nicht, und sind wirklich in einer Stadt welche vorhanden, so werden sie nur höchst ungenügend bei der„angeborenen Freiheitsliebe", die aber hier durchaus nicht am Platze ist, befolgt. Erst unlängst brachten ferner amerikanische Blätter die sensationelle Nachricht, daß ein Brandstiftertrust, dessen Fäden in fast alle Städte Amerikas reichten, von der Polizei aufgedeckt worden sei. Nicht genug wußten die Zeitungen davon zu berichten, auf welch' geniale Weise diese menschlichen Teufel zuwege gingen, um die hohen Prämien zu ergattern. Menschenleben zählten dabei nicht. Da mietete man in einem großen Wohnhause eine Wohnung, und das Mobiliar, das in Wirklichkeit gar nicht vorhanden war, wurde hoch versichert. Darauf zündete man die Wohnung an— besonders beliebt hierfür waren die explodierenden mit Schießbaumwolle gefüllten „Würste", und gelangte fast immer zum Ziele. Wieviel Menschenleben dabei umkamen, war gleichgültig. Der Brandstiftertrust arbeitete übrigens auch auf Bestellung, und mit welchem Erfolge er tätig war, mag daraus ersehen werden, daß in den letzten beiden Jahren an die 80 Prozent aller amerikanischen Versicherungsgesellschaften mit Verlust arbeiteten, und nur die restlichen 20 Prozent einen geringen Ueberschuß brachten. Briefkasten der Redaktion. C.., Wetter 33. 2 Jahre. W. S. 200. Müssen 3 Jahre dienen. T. R. 100. Chronische, objektiv nachweisbare Unterleibsleiden, ohne wesentliche Beeinträchtigung des allgemeinen Körperzustandes. „Einjähriger Annen“. Ein sogenannter hohler Rücken, bei dem die Wirbelsäule von den oberen Wirbeln an zu stark nach hinten abweicht, während ihr unterer Teil zu stark nach vorne eingebogen ist. T.., Ahlen. Sie brauchen nur in Garnison zu bleiben und keine Manöver, Felddienstübungen etc. mitzumachen. A. O. 23. 1. Krankheiten oder Verletzungen des Rumpfes.— Formveränderung der Füße, sofern dadurch der Dienst bei den Fußtruppen erschwert wird. 2. Leichter Grad von Kropf, wenn die Geschwulst auch bei leichtem Druck keine Atembeschwerde verursacht.— Krankheiten des Herzens oder der großen Gefäße. 8. Starke Krümmung der kleinen Finger im 2. oder 3. Gelenk bei vorhandener Beweglichkeit des Fingers im 1. Gelenk. 4. Nicht zu entziffern. „Rußland". Geringe Erweiterung der Blutadern an den Beinen. F. Ha. 107. Ohren und Augen normal.— Auffallende Schiefheit des Halses mit Störung der Bewegungsfähigkeit. Dauernd untauglich. W.., 15. Das hängt ganz von der Entscheidung der Ober=Ersatz=Kommission ab. Sie wenden sich auch am besten an den betr. Truppenteil selbst. R. R. R. 1. Das wissen wir nicht. 2. Es feiert erst am 8. Oktober 1915 sein 100jähriges Bestehen. O.., 333. Am 1. April und 1. Oktober für Gezagene. R. Dorstfeld. Wenden Sie sich an die Oberersatz=Kommission, davon hängt die Entscheidung ab. Literarisches. (Untenstehende Werke sind in der Buch= und Musikalienhandlung von C. L. Krüger, G. m. b. zu haben.) Neuer Glückauf=Kalender. Jahrbuch für Bergund Hüttenleute 1914. Herausgegeben unter Mitarbeit von Fachschriftstellern und Erzählern. Verlag von Fredebeul& Koenen, Essen(Ruhr). Quartformat. 120 Seiten. Preis 50 Pfg. Dieser Kalender ist den Berg= und Hüttenleuten gewidmet. Er bringt Interessantes aus allen Gebieten des Bergbaues und der Hüttenindustrie, und zwar leichtverständliche Fachartikel, aber auch viel Unterhaltendes, Erzählungen aus den verschiedenen Industrierevieren, Sagen, Gedichte usw., kurz allerlei, was die Leser in den Mußestunden zu fesseln vermag. „Ein Buch, wie es noch nie geschrieben wurde!" Aus eines Mannes Mädchenjahren. Von R. O. Body. Mit mehrfarb. Titel von Lucian Bernhard. Vorwort von Rud. Presber. Nachwort von De. med. Magn. Hirschfeld. Das„Leipziger Tageblatt" schreibt:„Dies hochinteressante Buch schildert die unter dem Schleier seines Geheimnisses halberstickte Jugend eines Hermophroditen, dessen männliche Natur aber schließlich zum Durchbruch kam, als die Liebe in sein Leben trat.“ — Remittenden.— Soweit Vorrat reicht, früher.30 Mk. jetzt nur 85 Pfg. Nach auswärts gegen Einsendung von.05 Mk. franko. C. L. Krüger, G. m. b. H. — Modernes Antiqnariat.— Westenhellweg 9. Dortmund. Krüger=Passage, 13 u