Fernsprech-Anschluss Nr. 126. Nr 21.— 1890. Samstag den 25. Januar. 62. Jahrgang. ererfr.* ##glich mit Ausnahme der Sanm. und Teimtrgg.„„„„„„„„„ Seicheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Vierteljsährlicher Abonnementsprets 2 c, #reinm Monat 67. 3, durch die Post bezog pro Quartal 2 440.4. Insertionspreis p## 7spalt. Petitzeile oder deren Raum 12 J. Reclamezeile 40 J. Bochumer Zeitung und Kreisblatt für den Stadt= und Landkreis Bochum. Ae bacier erie Ale. und Garter’,„Opiet und Speur. Pestst Phet et ms te, ug, uis uuni ie ais elee. gins am an.e cet ut. un. ez. Ticr. aa Erstes Blatt. Politische Tages-Uebersicht. Deutscges Reig. Berlin, 23. Jan. Der Kaiser empfing gestern Mittag den Generaladjutanten weiland Kaiser Friedrich III., Generalmajor v. Winterfeld, und beehrte denselben mit einer Einladung zur Mittagstafel. Später nahm der Kaiser wieder längeren Unterricht im Floretfechten. Morgen Vormittag werden die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften sich von hier nach Potsdam begeben, woselbst auf Befehl des Kaisers um 10 Uhr im Bronze=Saal des königlichen Stadtschlosses die Nagelung und Weihe der dim Regiment der Gardes du Corps verliehenen Standarte stattfindet.— Die Kaiserin besuchte gestern das Augusta=Hospital und verweilte später auch längere Zeit im Paul Gerhardt Stift. Fürst Günther von Schwarzburg=Rudolstadt hat zum Antritt seiner Regierung einen Amnestie. Erlaß vollzogen. Der erste Kranz, welcher auf der Leiche des Freiherrn v. Franck nstein niedergelegt wurde, war dargebracht von Kaiser Wilhelm. Parlamentarisches. Die dritte Lesung des Sozialistengesetzes soll am Sonnabend stattfinden. Zugleich erwartet man den Schluß des Reichstages an diesem Tage. Die Kohlentarif=Commission des Reichstags hat am Mittwoch Abend in ihrer Mehrheit beschlossen, den Antrag Richter Schrader abzulehnen. Gelchen. Charleroi, 23. Jan. Der Ausstand ist definitiv beendigt; es fehlen heute noch 2000 Arbeiter,“ welche morgen die Arbeit wieder aufnehmen. Italien Kom, 23. Jan. Die hiesige Bevölkerung bereitet eine großartige Kundgebung zu Ehren des Königs, der Königin und des Kronprinzen vor, welche am Samstag hierher zurückkehren. Portugal. Sämmtliche portugiesischen Behörden in Mozambique haben ihre Entlassung erbeten, weil sie die Bedingungen des englischen Ultimatums nicht ausführen wollen. Rußzland. Nach der„Polit. Corresp.“ stehen in RussischPolen neue zahlreiche Ausweisungen deutscher Industrieller und Grundbesitzer bevor. England. In einer in Chester abgehaltenen Wählerversammlung gab Gladstone se nem Bedauern über die 9. Ziehung der 4. Klasse 181. Bgl. Preuß. Lotterie. Kaun die Santuns Uden 210 Mark fnd den detessnden Rummurn in Rlammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 23. Januar 1890, nachmittags. SI.%. 217(1500 81 301 403 544 46(1500) 624 70 856 1219 350 445 840, 887. 89 29323 407 97 599 666 784 850 964 3003 100 22[300) 59 25 3 18,, 416 15 i0e 30(LMoi 56 845 9ri 9058 334 J2 70 76 1 Sie 89.10 Pps 23 Bs 2, 8 82 40 5el 1500) G 690 45 75 77 j1s3 67 Soi si. Lio Mi R s 88, lich) 18 91., dult 9 Nr 96 565 2##S 620 8öf oid 84. 8063 175 256 306 48 406 555 672 836(3000) 57 „ 1017s 314 im 45 7l. 647. 70 816 74 11133 69 444 e7 594 36 728 9 33. 15e) 12025(Mol 4.226 43 65 76 696 ri0 44 80), 92l 13170 Soof 1s03s dio Jor du. 13) 2. 90.38 Dl 380 b2 150) 412 518 975 Woens g Se c.. s Al 1edic fl GB 25 Li B6 45 398.998 N6 17162 88. 96 278 91 364 77 N7 457 943 19080 61 124 354 3000) 98 642 751 801 83 19261 300 37 40b 40 564 888 929 59 2000n J7 48 S74 482 580 709 N 800 943 21002 135 215 45 75 448 SB. B. 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Der bergbauliche Verein hat gleichzeitig wit seiner (schon mitgetheilten) Antwort an den Vorstand des Bergarbeiter=Verbandes ein Rundschreiben an die Vereinsvorstände ergehen lassen, in welchem er seinen Standpunkt gegenüber den(zurückgewiesenen) Forderungen folgendermaßen darlegt:„1. Eine allgemeines L ohnerhöhung von 50 Proz., beginnend mit dem 1. Jebruar d. I., ist ohne die schwerste Schädigung aller wirthschaftlichen Verhältnisse undenkbar. Es liegt in der Natur der Sache, daß bei der fortwährend steigenden Nachfrage nach Kohlen und dem dadurch gebotenen Anreiz, die Förderung durch Heranziehung neuer Arbeiter zu vermehren, die Löhne fortdaueend sich erhöhen werden und liegt es im wohlverstandenen Interesse der Zechen, mit dieser Lohnerhöhung von vornherein zu rechnen und sie rechtzeitig eintreten zu lassen. 2. Die Frage der Schichtdauer ist durch unsere Erklärung vom 18. Mai v. J. geregelt... Bei der Kürze der hierdurch festgesetzten Arbeitszeit(8stündige Normalschicht, Ein= wie Ausfahrt nicht mit eingerechnet) gegenüber anderen Bergbaubezirken und sämmtlichen anderen Gewerben einerseits und dem fortdauernden Mangel an Kohlen andererseits, liegt keine Veranlassung vor, von der erst vor kurzer Zeit getroffenen Vereinbarung abzuweichen. 3. Das Verlangen, den Beamten die bloße Aufforderung zu Ueberschichten zu verbieten, richtet sich in letzter Linie gegen den freien Willen des einzelnen Arbeiters, der in seinem eigenen Interesse Ueberschichten zu verfahren wünscht. Einen solchen ingriff in die freie Arbeitsthätigkeit des Einzelnen müssen wir entschieden zurückweisen. Im Uebrigen ist auch für diese Frage unsere Erklärung vom 18. Mai v. J. maßgebend, welche bestimmt:„Ueberschichten können ausnahmsweise stattfinden, wenn zur Sicherheit des Bergwerks oder zur Sicherung von Bergleuten dringliche und unausschiebbare Arbeit geboten ist. Soll in Fällen außerordentlicher Geschäftshäufung oder zum Ausgleich stattgehabter Betriebsstörung in Ueberschichten gearbeitet werden, so kann dies nur auf Grund einer vorherigen Verständigung zwischen den Grubenverwaltungen und den Bergleuten geschehen.“ 4. Da das Nihtanrech= nen von solchen Förderwagen, welche mit unreiner Kohle oder ungenügend gefüllt sind, das wirksamste Tisziplinarstrafmittel ist und der Zweck reinerer Förderung dadurch besser erreicht wird, als durch Geldstrafen, wie dies auch meistentheils von den Belegschaften anerkannt wird, so liegt kein Anlaß vor, von dem Gebrauch des Nullens abzugehen. 5. Zweimalige vollständige Abrechnung im Monat erscheint wegen 96039 81 294(1500) 508 692 95 851 82 943 71. 97052 169 72 82 86 208 47 401 517 619 718 877 98 200) 925 98010 105 21 48(1500 299 356 41s 502 614 571 99040(300) 187 385 420 634 1300) 700 100175 223 58 206 24 4is 5i4 89 Cis 780 o7 21 38 999 101006 22 53 445 66 522 827 901 102008 309 77 89 461 62 72 565 15001 6,0 86 79 810 De 103099 48 47 50 139 di 85(ad)) 236 228 62 107 30 15(3000) 39 66 521 780 99 801 44 99 960 104066 80 449 95 515 812 918 105011 389 6) 90 477 91 676 926 33 1500) 67 92 106206 54 348 64 472 529 32 99(3000) 604 949 107101 32 36(3900) 45 48 233 417 553 608 7o2 85s 103140 84 26 94 315 399 G72 796 150 vn 109110 292 405 11 62 1500) 510 92(3000) 742 842 967(15001 110003 117 50 831.431 541 648 710 34 15001 71 81 851 919 11103077 79 213 413 73 554 607 827 70 85 112026(3000) 81 138 b4 56 227 88 92 36 Go 9e 93o 112371 4f1 555 Cn 732 818(50i 352 114035 60 24 375 411 505 C4s(10000) 67 709 95s 115124 418(3000) 43 44 520 890 97 214 960(3001 79 116197 300 754 64 70 89(500) 961. 117162 208 389 480 98 b44 612 768 917 118070 149 30)(1500) 17 459 526 654 860 995 119141 302 23 520 82 641 67 78 704 50 877 966 12003s 118 208 93 332 409 510 603 997(300) 121040 151.225 616 122029 52 85 372 438 77 704(1500) 36 829 74 123044 62 117 38 49 M flkadl 6s. 310 4dp Jnd 6wd a 145 85(n0), do 953 56 80 u. 124052 73 239 387 517 610 37 782 816 904 20. 37(3000) 38 73 129006 117 212 303 22 39 46 48 551 670 723 186152 55 73 446 519 43 66 79 663 338 809 127021 24 29 95 175 284 1500) 376 79 425 32 43 660 86 709 82 959 94. 128992 185 220 57 444 623 62 74 731 52 71 80 98 916 129204 395 484(300) 698 730(500) 815 915 92 130144 232 34 356 57 404(5001 88 800 73 83 253 68 181334 98 407 96 592 692 767 9b1. 122062 210 89 315 756 816 836 132004 116 83 2 639 837 124189 420 42 570 674 811 76 189024 41 46 58 114 1500) 325 13 90 3. 6 1cand 15 Mr Se. g6 vit 6l i iil 4e#l ie ardi. 125 370 449 82 536 743 64 839 45 970 189018 89 117 48 50 226 543 77 422 60(3000) 81 758 72 955 189159 292 95 382 407 30 92 519 27 770 140192 262 93 523 45 771 84 819 45 991 141164 78 a78 563 681 333 300, S. 142009 46 220 380 479 541 899 910 149037 380 486 565 705 17(300) 985 144029 166 88 B84 502 27 602 78 944 82 145 150 147 51 396 f1 509 690 138&ap. 50. 146174 20 335 456 s500) 611 714 13 05 875 A4 147223 5s 15001 460 638(300) 57 763 149287 333 82 463 an 28 A ie 94. 31 S. 1461. 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Falls aber einzelne Belegschaften den Wunsch haben, in kürzerer Frist, als der bisherigen 1 4tägigen, Abschlagszahlungen zu erhalten, so wird dem nichts im Wege stehen, obwohl in wirthschaftlicher Beziehung für die Arbeiter selbst die Maßregel selbst nicht ganz unbedenklich ist.(Das Rundschreiben verweist sodann auf die in der Denkschrift über die Untersuchungen der Arbeiter= und Betriebsverhältnisse in den Steinkohlenberg= werken angeführte Thatsache, daß bereits im Monat Juli v. J. von der 106 504 Mann betragenden Belegschaft des Ober=Bergamtsbezirks Dortmund 26.916 Mann, gleich 25,3 Proz., 4 Mk. und darüber und weitere 21382, das ist 20,1 Proz., 3.50 an bis 4 Mk. in der Schicht verdient hatten und daß notorisch seit Juli v. J. die Löhne erheblich in die Höhe gegangen sind und schließt:) Wenn auch die vereinte friedliche Thätigkeit von Zechenverwaltungen und Bergleuten durch die in den letzten Monaten unablässig sich folgenden und in ihrer Begründung meistens der Wahrheit entbehrenden Agitationen in hohem Maße erschwert worden ist, so werden Sie doch mit uns der Ulberzeugung sein, daß dadurch in unseren Bestrebungen, das Wohl unserer Bergarbeiter zu heben, kein Stillstand eintreten darf, daß wir aber auch aus diesem Grunde alle unberechtigten Forderungen ruhig und entschieden ablehnen müssen.“ Eine Delegirtenversammlung der Bergleute des rheinisch=westf. Kohlenreviers findet hierselbst morgen, Sonntag, Vormittag 11 Uhr unter dem Vorsigz von Bunte im Schützenhof statt. Es wird in derselben die Antwort des bergbaulichen Vereins mitgetheilt und über eventuelle weiere Schritte berathen werden. Der Bergmann Schröder=Dortmund, der sogenannte Kaiserdeputirte, hat nunmehr auch den Augenblick für gekommen erachtet, um sich gleich seinen Kameraden Dieckmann, Brodam und Meyer offen und rückhaltlos zur Sozialdemokratie zu bekennen. In einer vorgestern in Dortmund abgehaltenen Wahlversammlung erklärte Schröder, der„D. Z.“ zufolge:„Das einzige Heil für den Bergmann komme von der bestgehaßten Partei, von der sozialdemokratischen, und da gelte es, Tag und Nacht zu wirken, um die Kameraden aufzuklären, damit auch Dortmund sozialdemokratisch wähle, wie die intelligente Bevölkerung der großen Städte...“ c' Einen Beweis von der— erst jüngst vom Verbands=Kassirer Meyer in Frage gestellten— kameradschaftlichen Opferwilligkeit legte dieser Tage die Belegschaft der Zeche„ver. Constantin der Große" ab; dieselbe veranstaltete nämlich mit Genehmigung des Herrn Grubendirectors Pieper eine Sammlung für den aus längerer Gefängnißhaft zurückgekehrten Bergmann Johann Weber. Herr Weber ertheilt hierüber eine Art Quittung, indem er in dem hiesigen ultramontanen Blatte Folgendes veröffentlicht:„Allen meinen lieben Kameraden ein herzliches Glück ). Jichung der 4. Klasse 181. Kgl. Preuß. Lotterie. Nur die Gewinne über 210 Mark sind den betreffenden Rummern in Klammern beigesügt.(Ohne Gewähr.) 23 Januar 1890, vormittags. 26 244 68 91 306 504 799 1179(3000) 242 38 11500) 87 422 514 706 79 80 94 758 93 2)44 142 2/7 519.88 863 81 98 924 3035 63 153 54 250 3000) 343 93 530 50 669 795 912 4033 44 338 49 568 819 911 47 5036 214 4 384(#ovo) 482 538 6bi 770 846 904(90v 3. ao5s 11275 86 238 348 89 447 696 805 66 941 64, 7000 2 60 108 20(3000) 33 45 211 562 676 719 864 918 75 3008 42 265 499 529 744 130001 89 800 37 996 9464 532 25(500) b1 89 622 729 833 1300) 39 59 945 10003(30001 79 135 248 463 563 672 772 11187(39001 94 335 41273 525 817 940 68 12119 310 45 411 35 886 13013 73 148 63 396 428 50 813(1500) 52 61 80 859 988(1500) 14037.59 276 336 411 542 6.3 37 80 726 813 15121 50 236 323 25 509 657 81 705 41 77 824 936 16034 152 59 226 430 538 96 680 754 912 17111 43 224 45 48 84[300) 331 33 450 50)) 95(3000) 502 44 81 610 32 962 18103 32 53 217 94 304 43 58 414(300) 63 513 79 759 69 837 998 19422 95 596 58(30001 603 43 79 92 810 942 15001 20006 230 57 425 48 58(15001 75 83·577(5001 661 79 81 88 732 36 840 A4 aicho int 222 323 Bchol 429 J4 925 825 929 bi d4 56 68 22010 45 57 74 131(1300) 296 493(3000) 530 40 63 737 45 92 802 965 231•3 323(2000) 505 624 63 78(1500) 84 737 24043(300) 50 97 388546 403 8 37 45 96 723 93 808 936(500) 52 25059 114 150)] 34 87 212 4.7 39 658 819 929 51 26191 214 312 29 82 433 504 86(300) 611 60 27013 12 1500) 50(300) 66 1300) 233 35 1500) 37: 94(30000) 469 504 729 67 801 43 921 57 58 29008 117 40 333 566 695 824 906 29063 174 85 382(1500) 411 47 500 17 47 661 93 834 964 71 30049 256 378 428 561 838 62 67 911 42 31326 540 604 867 93 969 32047 50pf da 20 420 50s 750 7a 8r9 da 33029 93 130 241 492 56 752 201 898 1500) 944 34008 96 214 74 325 418 68 605 798 805 30075 137 38 282 87 358 547 76 713 25 829 970(3001 89 3609s 104 18 36 61 239 92 353 443 79 705 15 37019 97 503 21 808 900 36 91 89030 43 103 283 548 629 53 721 980 39268 528 81 621 730 40285 Z45 78 6i1 19 38 104 sl4 935 89 41099 21s 352 820(901 88 Galdt e: Sbo 26) 86 328 455 68 997 420i6 105 262 436 943 1500 97s 44035 82 339 55 431 40 71 80 82 549 621 712 23 34(15001 878 939 49072 231 47 1.00l 301 7 456 721 47 955 40072 84 246 516 770 847 949 74 47119 22 279 88 361 1900) 423 594 717 43 958 49055 Ro) 278 93 402 6i 17 724 919 s3o) 85 93(20od) 4ocss da4(200) 385 484 501 77 91 626 726 94 800 45 969 88 50043 202(300) 334 446 57 79 80 583 751 31038 241 44 356 467 6n 15h) S2 768 86 92109 25 be 368 403 113 85 833 7o S04 da 93 S3526 33(50w 84 215 25 63 19 84 48 bot 6is 717 864 359 65 S4190 824 335 800bs 20 10 255 Sb 416 514 90 die 71 96 135 837, Salda 270 325 32 71 461 71. 678 97.000) 869 918 23 47 67050 380 476 552 852 91 Sis(1s00) 9205s 17 6l 204 661 Gi im 860 150) 921 33 3000) Bo314 402 20 27 36 55 b15 64 609 903 74 1500) 6o 43 47 62 85 356 78 421 55 67 820(150) 201 81003 167 219 39 842 50 55 gahte Jok 6wd Boi aalis 225 J4 237 412 12000, 83 Jst(30, 600 1 56 837 15001, 64071 199 210 16 358 94 96 498 667(90001 702 814 89049 bi 342 70 522 87 614 764 Pro 8903s 43 146 206 85 332 438 46 91 743 839 68 67005 12 1500) 97 23 328 523 616 hl 80 896 935 08470 740 838 934 69 97 Co127 78 245 900 42 500 89 20 63 20239 Jsl 54 6b 84; 966 70 71108 68 261 J14 25 52 425(2001 592 620 64 725 4i 79 T2127 ao nie 9 Wo lodl 4o 79 955 72075 70 855 63 928 74060 92 1500) 128 52 349 449 55 590 50 C81.801 908 94 75090 222 28 724 971 80 70050 87 361 416 99 531 617 706 17 31 77101 288 309 44 402 501 28 9) 652 9. 6 79039 147 48 80 250 321 47 71 25 531 649 738 41(300) 957 79271 307 425 40 bz7 77(1500) 676 85 766 822 47 90 06 87 301(5001 70 519 674 806 S1106 300 16 92 463 807 23 76 Ws Iama) 82299 462 52n 25 10d Hir 60 Bd 4s, 8.00 16 162 99 224 300) Au7 22 94 452 91 h77 648 84490 96 2is 235 44: 5o5 621 79, 810 997 A3 07 22 88 434 547 Aus 42 52 81(1500) 737 46 66 816 89076 152 2e5 62 394 515 46 h9 89 93 024 S.x 915 87114 99 449 7 604 872 900 26 b7 1.000) 97 89941 162 447 15 0) 6s 837 50(300) 89043 70 105 300 240 3·2 46 56 76 86 404(1:6.1 67 597 733 873(900) 939 90158 237 350 441 89 556 9 624 748 810 57 902 13 91000 85 113 W 453 bs 760 868 den u2dbn 1r1 91.26) 761 61 Ws 11 17 1150) 393 Gaics 22 lh I f1cn Wi=0 113 Jir 90 619 75 7i5 8io g0 84)i: 84 103 43 2.40 311 19 5bà(ad g) 70 g2i 5b 96 141 Bia Ans asone lis auf! Kampf den radicalen Elementen! Joh. Weber.“ — Also:„Immer noch derselbe—“, wie Schröder einmal mit Bezug auf Weber sich aussprach. = Gymnasialnenbau. Gewiß wird es viele unserer Leser interessiren, zu hören, daß nach einer soeben angekommenen privaten Mittheilung die Pläne des GymnasialNeubaues die Genehmigung der obersten Behörden gesunden haben und in wenigen Tagen hier eintreffen werden. Endlich ist damit also die begründete Hoffnung für den baldigen Anfang des Baues gegeben, da sicherlich die städtischen Behörden nicht nach Vorlage der ausgearbeiteten Pläne mit der im Großen und Ganzen gutgeheißenen Ausführung durch Bewilligung der Geldmittel zögern werden. Hoffen wir auch auf einen raschen Fortgang und eine glückliche Vollendung des Baues. Aus den Vereinen. Der Bürgerverein des 9. Stadtbezirks hält am Sonntag den 26. d. Mis. im Vereinslocale bei Wirth Maßmann, Moltkeplatz, eine Versammlung ab. Dieselbe beginnt des Abends um 8 Uhr mit Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten, Bibliothek, Zahlung der Beiträge 2c. Alsdann soll über die Reichstagswahl gesprochen werden, und sich hieran die Kaisersgeburtstagsfeier, bestehend in Ansprachen, Gesang u. s. w. anschließen.—„Sau're Wochen, frohe Feste," dieses Dichterwort, von jeher Losung des Gesangvereins Gemüthlichkeit, ließ auch für dessen diesjähriges 14. Stiftungsfest trot vielfacher Widerwärtigkeiten, als Krankheiten unter den Mitgliedern u. s. w., nur eine schöne Feier erwarten. Und sie gestaltete sich in der That mehr als je zu einer solchen. Die unter Leitung des Herrn Lehrer Hoffmann mustergültig durchgeführten Gesangsvorträge verfehlten auf die Samstag Abend im Saale der Witwe Schulte zahlreich erschienenen Festgenossen nicht ihre Wirkung, und es kargten die letzteren nicht mit ihrem Beifall. War die Stimmung daher von vornherein eine äußerst anheimelnde, so wurde sie zur ungezwungenen Heiterkeit bei der Aufführung zweier gut gewählten, und, was die Hauptsache war, von Mitgliedern exakt gespielten Theaterstücken und einiger humoristischen Sachen. Das sich anschließende Tanzkränzchen hielt die Festgemeinschaft noch lange zusammen, und es konnte die allseitige Betheiligung an dem am nächsten Tage folgenden Kaffeekränzchen dem Verein am Besten sagen, daß er mit Stolz auf sein Fest zurückblicken darf.— Der Lehrer= verein von Bochum und Umgegend wird am Samstag, 8. Febr., sein Stiftungsfest im Saale der Loge feiern. Das vorliegende Programm verspricht einen in jeder Beziehung genußreichen Abend. Einführungen sind gestattet. Des Kaisersgeburtstages wegen bleiben die Bureaux des hiesigen Amtsgerichte, sowie der sonstigen Königl. Behörden am Montag geschlossen. Die Dienstgeschäfte der Post finden nur in dem Umfange statt, wie an Sonn= und Feiertagen. 4S 91 13010) 443 76 578 82 854 55 61 954 96110 26 208 96 310 20 410 89 560 Ro7 957 97039 60 70 228 31 3ts 433 37 60(3000, 516 82 11510) 660 86 727 996 99211 442 510 887 902 66 99052 386 89 499 556 79 692 100193 217 52 321 91 405 G 13 40.80 707 889(300) 936 60(200) 71 101191 204(1500) 98(340) 363 597 650 709 984 102148 217 371 729 S14 975 1o38 lau 102 21 453 572 89 783 S 813 380 96 97 104019 182 244 48 4·6 68 98 571(1500) 772 823 928 83(300) 90 105030 93 160 205 J67 405.10 27 90 824 65 84 Sii 924(90) 24 7. 106 48 108 34 40 2 310 588 3 75 812 399 93 1070·9 85 30 144 230 410 84 1310) 564 70 614 861 925 29(3000), 108136 20b 37 56 441 71 84 553 89 95 1500) 636 792 93 993 109252 86 430 605 5500) 7 48 95 771 806 80 86 974 110022 151 250 84 332 402 79 549 655 747(3001 52 812 938 111144 s. 900 C8 4-9 558 646 65 755 Si6 964 98 112248 332 93 5r2 619 110 847 84 916 82 1500) 113015 255 447 685 910 75 114015 23 34 36 166 95 623 7üs S7 949 J4 116027 54 300 103 203 32 311 355 1900) Si 673 711 831 355 116069 180 237(3000) 68 363 441 69 503 650 724 30 822 973 300) 117041 109 238 379 84 408 78 755 69 77(15001 840 68 954 118081 130 38 234315 53 440 649 795 802 943 77. 119036 92 178 238 335 743 J1. 33 120059 77 101 97 325 429 72(15000) b4s 73 784 818 121084 107 100 i8 8. 30 28(Ho 442 694 7ch(0o) S 23 4 856 19 99 192098 8 9i 124 286 357 451 516 600 36 916 123096 119 201 302 446 622 47 769 555 59 vo1 194074(a0o 119(500) 237 328 463 66 71. 548 6r 623 68 74 125 00 S 41 h1 194 255(3001 78 311 411 40 Co7(300) 24 48 705 94 5o, 81d Looi 21 862 129089 26) 86 203 5i0 665 48 65 9is(1oN) 127056 159 61. 628 731(300) 845 128210 805 S4 129105 98 252 328 450 S8 300 805(0l 25 7e 905 unb 339983 149 55 91 372 94 481 565 73 896 131067 7 115 57 86 462 870 958 84[3000)., 182082 167. 367(300), 449 74 542 714 819 25 910 98 133104 30 249 466 35 91 537 66 97 648 853 69 134128 246 511 670 94 37 56 165 76 296 327 464 66 645 993 3543 demi Wis Ke ib id S is ih slis ad 2 53 312 15 31 1500] 47 69 80 512 93 615 44 64(500) 717 43 84 934 65 M 199054 108(Jw) Ja 325 b17 702 48 br 36e 929(300] 746 99 816 21 141017 70(200l 359 444 (1500) 88 638 85 704 16 142057 176 80 245 396 402 3 67 71 518 765 888 943(300], 143072 103 310 32 456 577 652(200) 72 785 832 82 986 253 333 485 521 8)2 905(500) 80 143039 217 412 32 1223=978 3P, 53, 870 A 146215 39 443 519 Ab 891 990 50) 43057. 273, 361 661.930 82. 14800] 9(1500), 214.69 B59 478. 581. 680 (1500) 711 1500) 21(200ol 80 Sib 18001 50 149039 41 62 64 72 116 65 2 87 807 47 50 62 s 115001 6g, 62 271 30n 4ss(15o0) sas 750 34 88 883 983 1839122 Fhss, 18 48 63 316 2 99 435 51, I30) 432 65 741 46 84 921 (150) 85 /390I, 152058 d 157 a. 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Dasselbe soll in der Klasse des Lehrers Herrn Hegenberg untergebracht werden, und es wird die Uebergabe des Bildes nächsten Montag, am Geburtstage Sr. Majestät, unter entsprechender Feierlichkeit stattfinden. Herne, 20. Jan. Vor längerei Zeit(im November) fand hier die Wahl von 10 Kirchenrepräsentanten der evangelischen Gemeinde statt. Die Wahl hatte einiges Interesst beansprucht, da man glaubt, daß eine anderweite Vertheilung der Kirchensteuer beabsichtigt wird. Das Resultat der Wahl wurde angefochten, weil bei derselben einige kleine Unregelmäßigkeiten vorgekommen sein sollen. Herr Superintendent König Witten erkannte den Protest als zu recht bestehend an, weil vor der Wahl die Wahllisten nicht offen lagen. Wie die D. Z. vernimmt, soll das Presbyterium nunmehr die Absicht haben, beim Consistorium vorstellig werden und dasselbe bitten zu wollen, die Wahl trotzdem als gültig anzuerkennen. Man ist auf den Ausgang der Angelegenheit einigermaßen gespannt. Dortmund, 21. Jan. Der frühere Gerichts. sekretär M., welcher bekanntlich vor einigen Wochen wegen Verdachts der Unterschlagung in Untersuchungshaft genommen wurde, soll im Gefängnisse ein derartiges Benehmen an den Tag legen, daß seine Ueberführung in eine Irrer zustalt behuss Beobachtung für ang zeigt erachtet wird. Zur Wahlbewegung. § Bochum, 24. Jan. Das Central=Wahlcomitee der Centrumspartei des Wahlkreises Bochum erläßt mit dem heutigen Tage einen Aufruf an die Arbeiter im Reichstagswahlkreise Bochum, in welchem u. A. gesagt wird: Der Thatsache Rechnung tragend, daß die Mehrzahl der Arbeiter sich gegen die Candidatur des Sozialdemokraten Lehmann ablehnend verhalte, dagegen in der Meinung beharre, ihre Interessen könnten am besten durch einen Standesgenossen vertreten werden, sei die Centrumspartei des Wahlkreises B. nicht abgeneigt, jenen Bergleuten, welche den Kampf gegen den politischen und sozialen Radikalismus auf ihre Fahne geschrieben hätten, nach besten Kräften zu Hülfe zu kommen. Demgemäß werde die Centrumspartei, wenn die christlich und patriotischgesinnten Bergleute sich über Einen aus ihrer Mitte einigten, und falls derselbe matellos dastehe und in seiner Vergangenheit die Bürgschaft biete, daß er die Arbeiterinteressen auf dem Boden des Christenthums und der Vaterlandsliebe verfechten werde, diesem Candidaten unter Verzichtleistung auf eine eigene Candidatur im Wahlkampfe die nachhaltigste Unterstützung angedeihen lassen. In diesem Sinne schiebe das Central=Wahlcomitee der Centrumspartei die Benennung des Centrumscandidaten vorläufig auf und gebe den Arbeitern anheim, sich über einen Candidaten aus ihrer Mitte schlüssig zu machen und denselben in Vorschlag zu bringen. — In der am Montag Abend hier im HotelRestaurant Kirchmeier abgehaltenen Versammlung von Deutschfreisinnigen wurde die Wiederbegründung eines deutschfreifinnigen Wahlvereins beschlossen und der Einberufer, Herr Agent Ignatz Piller, mit der vorläufigen Leitung der Vorstandsgeschäfte betraut. Als Bergarbeiterkandidat wurde am Sonntag in dem bisher durch den Centrumsabg. Haanen vertretenen Wahlkreise Saarlouis=Merzig=Saarburg der auch in Ottweiler=St. Wendel=Meisenheim gegen Frhrn. von Stumm aufgestellte Bergarbeiter Bachmann in Versammlungen an mehreren Orten des Kreises proclamirt. Industrie, Handel und Verkehr. Berlin, 24. Jan. Börse.] Bei ruhigem Gesch,äft zeigten sich die Preise der leitenden Bergwerks=, Hütten= und Bankactien meist gut erholt, da angeblich wieder Kaufaufträge aus der Provinz zu den geworsenen Preisen vorlagen. Höher stellten sich Bochumer Verein, Dortmunder Union, Gelsenkirchener, Harpener und Hibernia; dagegen litten einheimische Eisenbahnactien unter Angebot. Im weiteren Verlauf waren die Preise gut behauptet, nur deutsche Bahnen schwach. Köln, 23. Jan. Getreidemarti. Weizen hiesiger 19,50, fremder 22,00, November—.—, März 20,65. Roggen, vorr. hiesiger 18,00, fremder 20,00, November—.—, pro März 17,45 Hafer, vorr. hiesiger 16,50, fremder 17,50. Rüböl 74,00, per Oct.—.—, per Mai 66,70. Neueste Nachrichten. Berlin, 24. Jan. Der Kaiser wohnte heute Abend in der militärischen Gesellschaft dem Vortrage des Majors Rößler über„Die Angriffspläne Friedrichs des Großen in den beiden ersten schlesischen Kriegen“ bei. Berlin, 24. Jan. Der Reichskanzler ist heute Mittag hier eingetroffen. Nachmittags sollte unter dem Vorsitz des Kaisers ein Kronrath stattfinden, in welchem es sich allgemeiner Annahme zufolge um das Sozialistengesetz handelt. Der Reichstag erledigte gestern den Rest der dritten Lesung des Etats. Das Haus nahm mit großer Mehrheit das Ersuchen an die verbündeten Regierungen wegen des weiteren Ausbaues der Arbeiterschutzgesetzgebung insbesondere im Punkte der Sonnagsruhe und der Frauen= und Kinderarbeit an. Ebenso wurde ohne Debatte die bekannte Resolution wegen Erhöhug der Gehälter der mittleren und unteren Beamten angenommen. * Berlin, 25. Jan. Die sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten veröffentlichen eine Erklärung, in welcher sie davon abrathen, in den deutschen Bergwerken jetzt einen Streik ausbrechen zu lassen. Die„Nationalzeitung" beschwert sich über die Langsamkeit in der Ausführung des Dortmund= Ems=Kanals. Einflußreiche Personen suchten die Ausführung des Kanals überhaupt nach Möglichkeit zu erschweren. Verantwortlich für die Redaction: Dr. Paul Küppers in Bochum. GcAAT TOFAA!" in Mranufactur-, Modewaaren und Gentoireoirfberton zu Vrbrutend herarg.„„„ begann Sonntag den 19. Januar. 31 GOSPP APOROL 23 Hochstraße 23. BOCHUM, 23 Hochstraße 23. DIICTIT in großen Posten um zu Sc ae W bic Krieger= und Land,## wehr=Verein 2 in Eickel feiert den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und iß Königs am Sonntag, den 26. Januar 1890, im Saale des# Wirths Ad. Rendel nach folgendem PTograin m: Nachmittags 3½ Uhr: Antreten der Kameraden im 8 Von 5 Uhr ab: *.„ 9 * Großes 4 Instrumental= u. Vocal=Concert der Essener Capelle unter persönlicher Leitung des Herrn 2 Musik=Directors Langenbach(16 Mann) und des Gesang et, . Vereines„Niegedacht.“ 47 *" Si Canz=Unterricht im Saale der Frau Wwe. Schulte, Bochum, Wilhelmsstr. 9. Die erste Unterrichtsstunde ist Donnerstag den 30. Jannar, Abends 8 Uhr. Weitere Meldungen erbitten höflichst. 449 N. u. Franziska Boßhammer. Wohnungs=Gesuch. Eine ger. Wohnung von 4—6 Räumen pre 1. Mai in Bochum oder dessen Nähe von einer ruhigen Familie gesucht. Wenn möglich mit Garten. Gefl. Off. mit Preisangabe unter 455 an die Exp. d. Zig, erbeten. Bekanntmachung. Für die Zukunft sind die Bureaustunden des hiesigen Standesamtes wie folgt festgesetzt: 1. an den Wochentagen: Vormittags von 9½ bis 11½ Uhr, Nachmittags„ 4„ 5„ 2. an den Feiertagen: Vormittags von 8½ bis 9½ Uhr. An den Sonntagen ist das Standesamt geschlossen. 446 Herne, den 22. Januar 1890. Der Stanbeibeante Schüter. von 3—4 Zimmern und 1—2 Mansarden von einer kleinen Familie per Mai zu miethen gesucht. Fr.=Off. mit Preis unter Nr. 447 bef. d. Exped. d. Ztg. P:o„ a Herr Vereinslocale. Dann Gag ger. Festansprachen. Von 9 Uhr ab: III. Entrée für Herren 1 Mark, Damen frei. Festkarten zu 75 Pfg. sind im Vorverkauf bei den Herren Wirthen Eickels und den Vorstands=Mitgliedern des 25 arteger-Vezaius zu haben. +. vw Eintiittskarten sind sichtbar zu tragen. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht theilnehmen. Wir laden zu recht zahlreicher Betheiligung ergebenst ein und bitten unsere Mitbürger zu Ehreu des Tages die Häuser reichlich beflaggen zu wollen. Der Vorstand des Krieger= und Landwehrvereins. Vereinsmitglieder, welche sich ohne teiftige Entschuldigung vom Zuge fernhalten, zahlen nach§ 14 des Statuts 50 Pfg. Strafe. Ich theile hierdurch mit, dass ich bei dem Herrn Carl Fluegel Vlotorlastrasse 13, hier, eine Niederlage meiner MascheWwsne eingerichtet habe. Nach Vertrag liefere ich Herrn Carl Fluegel sämmtliche Weine und werden dieselben in der Niederlage zu gleichen Preisen, wie in meinem Geschäftshause, Rosenstrasse 6, verkauft. Flaschen werden per Stück mit 10 Pfg. berechnet und ebenso vergütet. Otto Fluegel, Weinhandlung, Rosenstrasse 6. (gegründet 1853). Bochum, den 15. Januar 1890. Bezugnehmend auf obige Mittheilung des Herrn Otto, Fluegel empfehle ich meine W oriederfagt Dienstag den 28. ds. wits., Vormittags 10 Uhr, läßt Schulte=Vieting in Hamme im Baumhof des Hauses Overdik: 20 Stämme Eschen von 1/8 bis 1½° stark, 16 Stämme Eichen von ½/8 bis 1! stark, 4 Stämme Linden von 1° bis 2“ stark, 2 Stämme Kastanien von 1° bis 1½° stark, 1 schwere Aklazie von 2“ stark, 1 schwerer Nußbaum, 2 Kirschbäume, sowie 33 schwere Birnbäume, mehrere Weiden und Pappeln, besonders für Schreiner, Stellmacher, Bau-, Gruben= und Nutzholz passend. öffentlich gegen Credit verkaufen. Versammlung an Ort und Stelle. Hamme, im Januar 1890. 426 C. Goßmann, Juctionator. um winnerch vene:: 13= Nochmittags 2 Uhr läßr sowie eine Vervante, Console, Kleiderständer und Spiegel in Nußbaum sind wegen Mangel an Raum billig abzugeben. Wo, sagt die Exped. d. Zig. unter Nr. 463 Per 1. Mai a Cobitnungeit von 4—5 oder ein Am Mittwoch den 29. Januar er., Nachmitlags 3 Uhr, läßt Herr Wilh. Höper in Hiltrop verziehungshalber sein ganzes Mobilar als: Glas= und Kleiderschränke, Tische, Stühle, Bettstellen und Sprungheerd, 1 thie Runkelrüben 2c. 2c. bis 3 Mark gegen Baar und höher gegen Credit öffentlich verkaufen. 450 W. Hegenberg. Bäckerei nebst und Stallung zu vermiethen. 454 Bochum, Hernerstr. Nr. 20. In Weitmar sind mehrere Ladenlocate mit großen Schaufenstern in bester Lage in der Nähe der ev. Kirche mit oder ohne Wohnung per 1. Mai zu vermiethen. 428 Chr. Menninger. dem verehrlichen Publikum, wobei ich bemerke, dass ich nur Weine führe, welche aus der Weinhandlung Otto Fluegel bezogen sind. 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Damen=Unterjacken von 75 Pfg. an. von 25 Pfg. an. liche Artikel unserer bedeutenden Waarenläger sckließen sich diesen Preisen an. 8 MännergesangVerein Sonntag Morgen 11 Uhr: Probe im neuen Vereinslocal Stadttheater (R. Rose.) 468 Der Vorstand. Der Weitmarer Kriegeru. Landwehr=Verein feiert am Montag den 27. Januar er. den Geburkstag Sr. Majestätdes Kaisers in dem festlich decorirten Saale der Frau Wwe. Schlett durch Cöncert und Banl. = Vierwirthschaft bleibt geöffnet.— Entrée für Nichtmitglieder 75 Pf., im Vorverkauf 50 Pf. Plüsch-Schulterkragen für Damen, früher 125 Pfg., jetzt St. 25 Pfg Plüsch-Capotten und wollene Capotten für Damen, früher 2.50 bis 3.00 Mk., jetzt Stück 75 Pfg. WESS Handels=Register 3 des Königlichen Amtsgerichts zu Bochum. .. In unserm Gesellschofts=Register ist am 23. Januar 1890 unter Nr. 87 die Actiengesellschaft„Westfalische Stahlwerke zu Bochum“ und in Colonne 4 daselbst Folgendes eingetragen: Die Actien=Gesellschaft beruht auf dem Statut vom 12. December 1889. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Anlage und der Betrieb von Etablissements zur Herstellung und Bearbeitung von Stahl, Eisen und anderen Materialien zu fertigen Handelsartikeln, sowie deren Vertrieb. Die Anlage, der Erwerb und der Betrieb von Berg= und Hüttenwerken ist gestattet. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen im In= und Auslande zu errichten und sich sowohl im In= wie im Auslande bei bestehenden ####en zu errichtenden, ähnliche Zwecke verfolgenden Gesellschaften zu be.. Die Dauer der Gesellschaft ist eine unbestimmte. Das Grundcapital berragt 2 Millionen Mark und zerfällt in 2000 auf den Inhaber lautende Actien über je 1000 Mark. Sämmtliche Actien sind von den Gründern übernommen und 25% baar eingezahlt, welche sich im Besitze des Vorstandes befinden. Der Vorstand besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern nach der Bestimmung des Aufsichtsrathes, welche von letzterem ernannt werden. Derselbe vertritt die Gesellschaft nach Maßgabe der gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen; er bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrathes zu den im §. 11 unter Nr. 1 bis 10 des Statuts näher bezeichneten Geschäften, die Functionen des Vorstandes können durch vom Aufsichtsrathe erforderlichen Falls zu ernennende Stellvertreter ausgeübt werden. Zur Rechtsverbindlichkeit der Firmen=Zeichnung ist für den Fall, daß der Vorstand nur aus einem Mitgliede besteht, die Unterschrift dieses Mitgliedes bezw. des etwaigen Stellvertreters oder der Procuristen erforderlich. Besteht der Vorstand aus 2 oder mehreren Mitgliedern, so bedarf es der gemeinschaftlichen zweier Vorstandsmitglieder oder derjenigen eines Vorstandsmitgliedes in Verbindung mit derjenigen des etwaigen Stellvertreters oder der Zeichnung eines Vorstandsmitgliedes bezw. des Stellvertreters in Verbindung mit derjenigen eines Procuristen. Der Aufsichtsrath besteht aus 5, höchstens 7 in der ordentlichen Generalversammlung zu wählenden Mitgliedern und einem Stellvertreter. Beamte der Gesellschaft können nicht Mitglieder sein. Jährlich scheiden 2 Mitglieder aus. Wiederwahl ist statthaft. Bis zur Feststellung der Reihenfokge des ausscheidens entscheidet das Loos. Scheidet ein Mitglied während des Geschäftsjahres aus, so kann die erledigte Stelle bis zur nächsten GeneralVersammlung unbesetzt bleiben, so lange noch 3 Aufsichtsrathsmitglieder vorhanden sind, andernfalls ist baldmöglichst eine General=Versammlung zur Bernuahge Ier, Siasprahten zu bensen. ist beschlußfähig in Anwesenheit von mindestens 3 Mitgliedern. In dringenden Fällen kann schriftliche Abstimmung stattfinden. Die Berufung des Aussichtsraths muß erfolgen, wenn s seiner Mitglieder oder 1 Vorstandsmitglied dieselbe schriftlich beantragen. Die Beschlüsse werden nach absoluter Stimmenmehrheit gefaßt, bei Simmengleichheit entscheidet, ausgenommen bei Wahlen, die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrathes bezw. dessen Stelbvertreiters. Ergibt sich bei einer vom Aussichtsrathe vorzunehmenden Wahl keine absolute Stimmenmehrheit, so findet zwischen den Personen, welche die meisten Stimmen erhalten haben, die engere Wahl statt, und wird in diesem Falle die doppelte Zahl der zu Wählenden in die engere Wahl gebracht. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Loos. Alle Ausfertigungen des Aufsichtsrathes werden vom Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter oder von 2 Mitgliedern des Aussichtsraths unterzeichnet. .#„Alljährlich spätestens in den ersten 6 Monaten nach Ablauf des Geschattsjahres findet die ordentliche General=Versammlung statt und zwar an Hämmenden Sie e Die Berufung derselben hat im„Reichsanzeiger“ durch den Aufsichtsrath unter Angabe der Tages=Ordnung zu erfolgen. Zur Generalversammnung können die Actionäre nur zugelassen werden, wenn sie ihre Actien wenigstens 6 Tage vorher bei der Gesellschaft oder den durch den Aufsichtsrath bekannt zu gebenden Stellen deponiren und bis nach abgehaltener Generalversammlung dort deponirt lassen. Die Beschlüsse der Generalversammlung werden im Allgemeinen nach absoluter Stimmenmehrheit gefaßt, jedoch ist eine Mehrheit von drei Vierteln des in derselben vertretenen Grundcapitals §. 12 unter Nr. 6 bis incl. 9 des Statuts gedachten Beschlüssen erforderlich. Wahlen, welche in der Generalversammlung vorgenommen werden, erfordern absolute Stimmenmehrheit. ..„Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der jeweilige Vorsitzende des aufsichtsrathes oder dessen Stellvertreter. Die Generalversammlung beschließt, abgesehen von den im§. 15 sub 1 bis incl. 9 bezeichneten Gegenständen über die Genehmigung der Bilanz und üter die Verwendug des Reingenians. 0 Die Genehmigung der Bilanz gilt als Entlastung für den Vorstand. Außerordentliche General=Versammlungen beruft der Aussichtsrath, so oft es ihm erforderlich erscheint. Er ist dazu verpflichtet, wenn ein oder mehrere Actienäre, dessen, oder deren Actien zusammen mindestens den zwanzigsten Theil des Grundcapitals darstellen, dies nach Anleitung des Art. 237 H.=G.=B. verlangen. Die Generalversammlung ist alsdann binnen L. Rochen auf einen innerhalb weiterer 6 Wochen liegenden Termin zu mit ben 30. Junl 19g. Juni, das erste Geschäftzsahr # Gründer der Gesellschaft sind: 1. Bankier Moritz Beer zu Essen a. d. Ruhr, Fahrikhesizer Adalbert Colsmann zu Langenberg, 3. Civiingenieur Heinrich Köhler zu Bochum, Kaufmann Gustav Waldthausen zu Essen a. d. Ruhr, Rechtsanwalt Carl Eltzbacher zu Köln. Zum Vorstand ist bestellt: Der Civilingenieur Heinrich Köhler zu Bochum unter dem Titel Generaldirector. besteht aus den Herren: Rechtsanwalt Carl Eitzbacher zu Köln, Kaufmann Gustav Waldthausen zu Essen a. d. Ruhr, 3. Kaufmann Moritz Eltzbacher zu Vonn, 4. Fabrikbesitzer Adalbert Colsmann zu Laugenberg, 5. Bautier Moritz Beer zu Essen a. d. Ruhr. elschastergasen. adem beuresend us Ge. * Columbia“ Bochum. Sonntag den 26. Januar 1890, Nachmittags 5 Uhr: General=Versammlung im Restaurant Spieckermann. T.=O.: Ballotage, Rechnungslage, Vorstandswahl, Stellungnahme gegenüber den beim Dortmunder Zusammensein aufgestellten Maulkord=Paragraphen, Vertheilung der Fußringe, Ausloosung der Commissionen für 1890, Verschiedenes. D—. Alle Briestaubenliebhaber von Bochum, sofern sie auch der „Columbia“ noch nicht als Mitglied angehören, sind freundlichst eingeladen. 460 Der Vorstand. Der ostpreußische evangelische 0 zu Bochum feiert am Samstag den 25. ds. Mts., Nachm. 5 Uhr, ull, wozu freundlichst einladet 456 Der Vorstand. Der 5 Svang. Bergmanns X * Unterstützungs=Verein* „Hermania“ zu Bochum veranstaltet am Sonntag den 26. ds. Mts. im Locale des Herrn Philipp einen geschlossenen . Anfang 4 Uhr. Die Mitglieder erscheinen in Mütze und Abzeichen um 3 Uhr im Vereinslocale. 457 Der Vorstand. Sterbelade Am Montag den 27. d. Mts., Morgens 7½ Uhr Autreten im Vereinslocale zur Beerdigung des gestorbenen Kameraden(448 Becker. Pünktliches und zahreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. S Ne jeder Art und Größe, sowie alle Gravirungen fertigt billigst Carl Preuß, 199 ftialoetastaste 1. 4. 5. 1. 2. ** empfehlen billigst 409 Gebr. Bohlmann, Kortumstr. 23. Butter jetzt reichlicher die Preise in Folge dessen etwas gefallen sind, so bin ich in der Lage, von heute ab feinste Safttöuttee mild gesalzen, zum Preise von 90 Pf.. pr. P#fd. abzugeben; auch habe ich die anderen Buttersorten theilweise im Preise zurückgesetzt. 314 Th. 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Manufactur- und Modewaaren-Gtablissement. * Der diesjährige 8 H r.* Ausbelkau Seg amn-Sehntag den 1e. GS. Mzts. A es Nähere enthalten die zur Vertheilung gelangenden Preis= u. Waaren=Verzeichnisse. Wir bitten, genau auf Straße und Firma zu achten. Unsere Verkaufsräume befinden sich nur Ecke der Bongard- und Kortumstrasse. Tagllelr Eifiganfg 0 V Reste- und Manurastur waaren-Ausverkauf bis zum 2. Februar, Abends Bongardstrasse Nr. 3. Die in meinen seitherigen Geschäftslocalitäten sich noch befindlichen Reste in Kleiderstoffen, Bukskins, Cattunen, Blaudrucks, Schürzen und Bettzeugen, Leinen, Halbleinen u. Gebild, Gardinen, Möbel= und Teppichstoffen 2c., 3 sowie eine Partie Wintermäntel, Regenmäntel, Abendmäntel, Kindermäntel, Knaben=Anzüge und Paletots 2c. verkaufe ich daselbst— bis zum 2. Februar Abends— woich die Localeräume, zujeden annehmbaren Preise. Hôtel Cordes am Berg.=Märk. Bahnhof. Samstag den 25. und Sonntag den 26. Januar er.: Künstler= u. 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Mts. projectirte Zapfenstreich mit nachfolgendem Commerse wegen der Landestrauer um die bochselige Kaiserin Augusta nicht stattfindet. Dagegen ist die Hauptfeier am Sonntag programmmäßig genehmigt und an diesem Tage allen Vaterlandsfreunden der Gemeinde Eickel Gelegenheit geboten, ihre Treue und Anhänglichkeit an Kaiser und Reich bethätigen zu können. Eickel, 23. Januar 1890. Carl Landskröner, Vereins=Oberst. 440 Am Sonntag den 26. d. M., von Nachmittags ½5 Uhr, findet ein — gite tetrez— uConcerti des Musidtretgrs, Hgrxn. E. Berndt und des Clavierspielers Herrn Schulze stat. 451 Eutrée frei.— Hochachhungspoll Bernh. Rense. August Huckenheim Marktplatz u. Rosenstraße, empfiehlt in prima staubfreier Waare Ia Bettfedern per Pfd. zu 40 Pf., 50 Pf. 70 Pf., 1 M. und höher. Halbdaunen von 1.50 und höher. Dannen grau u. weiß in den hochfeinst. Qualitäten. Complette Betten nebst Bettlade von 28 Mark an, überhaupt billigste und beste Bezugsquelle für Betiwaaren jeder Art. 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Nro. 21. Zweites Blatt. Aus der Denkschrift über die Untersuchung der Arbeiter- und Betriebeverhältnisse in den Steinkohlen-Bezirken. Ueberschichten. (Fortsetzung.) Es bedarf keines Nachweises, daß die berechtigten Anprüche des Publikums an die Kohlenproduktion im Winter größer als im Sommer sind, und daß es ohne das Aushülfsmittel der Ueberschichten nothwendig werden würde, die Arbeiterzahl im Winteranfang nicht unerheblich zu vergrößern, dagegen die nicht mehr erforderliche Ueberzahl am Ende des Winters wieder zu entlassen. Ganz abgesehen davon, ob es auch immer möglich sein würde, die erforderlichen neuen Mannschaften zu beschaffen, so müßte dabei unter Umständen eine größere Menge mit dem Grubenbetriebe nicht hinreichend vertrauter Arbeiter in die bergmännische Thätigkeit hineingestellt und dadurch das Maß der mit dem Bergwerksbetriebe verbundenen Gefahren nicht nur für diese, sondern auch für ihre Mitarbeiter beträchtlich erhöht werden. Schließlich würde die Mehrzahl der für den Wintermehrbedarf vielleicht aus weiter Ferne herbeibezogenen Arbeiter im Frühjahr wieder außer Verdienst kommen, und soweit sich nicht zufällig Sommerarbeit sindet, einer für weite Kreise bedenklichen Arbeitslosigkeit verfallen. Zu welchen Folgen es aber führen kann, wenn die inländische Kohlenindustrie zur Deckung des Hausbrandbedarfs im Winter außer Stande ist, leuchtet ohne Weiteres ein. Erscheinen sonach die Ueberschichten, welche mitunter auch durch unwesentlichere Betriebsstörungen veranlaßt sein können, an sich nicht gänzlich zu vermeidbar, so fragt es sich andererseits, ob die Beschwerden der Arbeiter über die Zahl der Ueberschichten u. s. w. als begründet anzuerkennen sind. In denjenigen— nicht sehr häufigen— Fällen, wo in einzelnen Wochen 6 mehrstündige Ueberschichten vorgekommen sind, wird nicht allein der vielgerühmte Vorzug der kurzen Arbeitszeit im Ruhrkohlengebiet beseitigt und thatsächlich eine 10 bis 12stündige Schicht an Stelle der 8stündigen gesetzt, sondern es dürfte mit Rücksicht auf die im Verhältniß hohe Arbeitsleistung des westfälischen Arbeiters und die meist erheblichen Tiefen, in denen sich im Ruhrbezirk der Bergbau schon bewegt, damit zugleich dasjenige Maß überschritten sein, welches im Interesse der Gesundheit des Arbeiters eingehalten werden muß. Ob nicht auch dem Bergwerksbesitzer bei der der Ermüdung des Arbeiters entsprechenden geringeren Arbeitsleistung in den Ueberstunden ein Schaden erwächst, kann dabei unerörtert bleiben. Jedenfalls dürfte eine Anzahl von wöchentlich 2, höchstens 3 Ueberschichten von 2 bis höchstens 4 Stunden in den behufs Erhöhung der Förderung nicht zu vermeidenden Fällen die Grenze des Zulässigen bezeichnen, während selbstverständlich solche Ueberschichten, welche zur Ausführung nothwendiger und unaufschiebbarer Reparaturen, bei Rettungsarbeiten und dergleichen in der Regel nur von einem Theile der Belegschaft verfahren werden müssen, einer Einschränkung überhaupt nicht unterliegen können. Eine ein für alle Mal zutreffende Form läßt sich in dieser Hinsicht nach Lage der Sache nicht aufstellen, und es werden stets die besonderen Verhältnisse jedes einzelnen Bergwerks bei der Entscheidung über die zulässige Ueberstundenzahl in Betracht kommen müssen. Die Beschwerden über den Zwang zu Ueb erstunden entbehren einer gewissen BeDer Schwur am Sterbebette. Originalroman von Leopoldine Baronin Prochazka. 95) Nachdruck verboten. Gab es auch nur einen Hoffnungsstrahl, an dem sich die zu Tode getroffene Seele erwärmen konnte, nur eine Lichtseite, die es gestattete, auch nur dem leisesten Trost sich hinzugeben, daß in der letzten Stunde das gransige Geschick noch abgewandt werden könnte. Sie wagte es kaum mehr, die Berichte zu lesen, es fehlte ihr der Muth, aus den langen Spalten die Gewißheit zu gewinnen, daß die Geschworenen das entsetzliche Wort„Schuldig“ sprechen würden über ihn, den sie so heiß liebte und den sie unschuldig wußte. Am darauffolgenden Tage, an welchem Janos Norbert das Kreuz bei Gericht deponirte, brachten die Zeitungen die Nachricht unter der Aufschrift:„Die Legende des Kreuzes.“ Hieraus konnte man ersehen, daß der Aussage des Janos Norbert wenig Glauben beigemessen wurde. Schon im Abendblatt bestätigte sich dies. „Das Kreuz hat in der That nichts mit der Sache zu thun,“ hieß es. Frau Krügl, welche sofort einem Verhör unterzogen wurde, ob sie diesen Schmuckgegenstand jemals gesehen, verneinte es. Auf die direkte Frage antwortete sie ohne Zögern, daß ihres Wissens das Fräulein Clairville kein derlei Kreuz besaß. Selbst hier spielte der tückische Zufall mit. Sie pflegte es unter dem Kleide wie eine Reliquie zu tragen und daher blieb es unbeachtet. Nur Melanie kannte es und Karl Norbert. Diese Beiden waren aber nicht aufindbar, da sie unter fremdem Namen in einer kleinen Stadt in England lebten Juristisch war es einer der interessantesten Fülle und man war auf den Ausgang gespannt. Zwei hervorragende Männer des Barraus würden sich gegenüberstechen. Doctor Brandter als Vertheidiger des Moritz Dallstein, von dessen Unschuld er überzeugt ist und dennoch weiß, daß ihm ein harter Kampf bevorsteht, der alle seine gründung nicht. Die meisten Grubenverwaltungen haben bei angesagter Ueberschicht die Ausfahrt am Seile nur denjenigen Arbeitern gestattet, welche mit der ausdrücklichen Erklärung, die Ueberschicht nicht mitmachen zu wollen, einen Erlaubnißschein zur Ausfahrt vom Steiger erbeten und erhalten haben. Eine Verweigerung solcher Scheine ist nicht erwiesen, dagegen erscheint es durchaus glaubhaft, wenn die Arbeiter ihrer Scheu, die zur Gewährung solcher Erlaubniß erforderlichen Schritte zu thun, Ausdruck gegeben haben. Auf mehreren Gruben sind diejenign Arbeiter, welche öfters ohne Meldung Ueberschichten nicht mitmachten, von der Seilfahrt ausgeschlossen worden, auf einigen sind directe Zwangsmittel gegen die Arbeiter zur Anwendung gebracht worden.(Androhung von Geldstrafen, Verweigerung der Seilfahrt.) Die Angaben höherer Betriebsleiter, daß ihnen von dem Ver ahren selbst nichts bekannt gewesen sei, entlastet ebensowenig, wie die Berufung auf Vorschriften der Arbeitsordnungen, deren Inhalt insoweit dem§ 1 Abs. 2 der Seilfahrtsordnungen widerspricht, woselbst ausdrücklich bestimmt ist: „Dagegen ist die Seilfahrt bei Beginn und Schluß der regelmäßigen Schicht, auch wenn Ueberschichten verfahren werden, für diejenigen Arbeiter, welche an den Ueberschichten nicht theilnehmen, in Betrieb zu setzen.“ Eine Anzahl der diesen Punkt betreffenden Angaben der Werksverwaltungen und Gutachten der Commissionen ist im Anschlusse abschriftlich beigefügt. Freilich ist nicht zu verkennen, daß die Zechenverwaltungen gegenüber Weigerungen einzelner Arbeiter, an den Ueberschichten theilzunehmen, sich in übler Lage befinden, weil beim Fehlen einzelner Mitglieder der Kameradschaften(z. B. des oder der Schlepper) der Zweck der zur Erhöhung der Förderung eingelegten Ueberschicht nicht oder nur unvollkommen erreicht werden kann. Nach der früheren Gesetzgebung(z. B. Kap. XLIX.§ 3 der Cleve-Märkischen Bergordnung) stand dem Arbeiter kein Mittel zu Gebote, sich dem Geheiß des Geschworenen oder Steigers noch eine Nebenschicht zu machen, zu entziehen. Ebenso wird es für die Verwaltungen mitunter kaum möglich sein, schon Tags vorher mit Bestimmtheit zu entscheiden, ob es zur Einlegung einer Ueberschicht kommt. Betriebsstörungen lassen sich nicht vorhersehen. Was die Forderung betrifft, die Einlegung der Ueberschichten von der Zustimmung eines Arbe terausschusses abhängig zu machen, so kann dahingestellt bleiben, ob hierdurch für jeden einzelnen Arbeiter eine zufriedenstellende Regelung eintreten würde. Sofern die GrubenVerwaltungen nicht freiwillig Ausschüsse mit sol hen Befugnissen einrichten, bieten die geltenden Gesetze keine Handhabe zur Erfüllung dieser Wünsche. Die Auffassung der beiden Interessentenkreise bewegt sich in dieser Frage nicht minder wie in den meisten anderen auf entgegengesetzter Bahn. Von den Arbeitern wird die rein vertragliche Seite des Verhältnisses bewußt oder unbewußt unausgesetzt betont, wogegen im Kreise der Arbeit geber mehr die Auffassung vorwaltet, daß der Bergmann sich gewissermaßen in einem dienst lichen Abhängigkeitsverhältnisse befinde, in welchem bei Uneinigkeiten der Wille des Dienstherrn ausschlaggebend sei. Letztere Unterstellung beruht auf der Grundlage, daß es zur Leitung eines großartigen unterirdischen Bergwerksbetriebes schließlich des zielbewußten, auf Ande e nicht Rücksicht nehmenden Willens der Betriebsleitung sowie der Handhabung fester Disziplin bedarf. Da die Folgerungen letzterer Auffassung in der gegenwärtigen Gesetzgebung keinen Ausdruck finden, so dürfte eine Ausgleichung der beiden glänzenden Eigenschaften in das Feld führen würde— ohne Aussicht mit Erfolg. Doctor Klapp als Vertreter des Karl Norbirt, dem die doppelte Aufgabe zufällt, ihn von der Mitwissenschaft des Mordes zu entlasten und der Anklage der Bigamie entgegenzuarbeiten. Unter den ungünstigen Auspizien für den Angeklagten nahm die Verhandlung ihren Anfang. Der Saal war zum Erdücken voll, lautlose Stille herrschte, als die hohe, elegante Gestalt des Moritz Dallstein auf der Anklagebank Platz nahm. Aber wie geändert war der schöne Mann, wie schmerzbewegt die Züge des todtbleichen Antlitzes, aus welchem die eingefallenen Augen im Fieberglanze leuchteten. Ein leises Gemurmel begrüßte ihn. Das Mitleid flog ihm aus allen Herzen entgegen. „Der hat doch gar nicht das Gepräge eines Mörders." flüsterte man sich zu. Er warf einen einzigen, ängstlich forschenden Blick in die Reihen des Publicums. Es ist die bange Furcht, die ihn erfaßt, daß seine Josephine, die, überzeugt von keiner Unschuld, in ihrer Unerfahrenheit, nichts wissend von den Irrwegen der Justiz da, wo der Schein trügerisch die Schuld bezeugt, dennoch anwesend sein könnte, um auch keiner Sekunde verlustig zu sein, die ihr gestattet, dem freigesprochenen Gatten sich in die Arme zu werfen. In der gegenseitigen Großmuth ihrer Liebe hat jeder vor dem andern seine Angst verborgen und in dem kurzen Besuch, der ihr ver der Verhandlung gestattet war, sprach sie ihm Muth zu mit brechendem Herzen und erfüllt von dem Bewußtsein, daß er rettungslos verloren, schien sie seine Freisprechung mit einer Gewißheit zu erwarten, die ihn selbst täuschte. Er wußte daher nicht, daß sie, genau unterrichtet von der überwiegenden Last des Schuldbeweises gegen ihn, hoffnungslos daheim auf den Knieen lag und das Erbarmen des Allmächtigen anrief. Von alledem weßte er nichts, aber er fühlte nur, was er empfinden würde, wie er unter den Kreuz= und Querfragen bekennen mußte, doß er sich des Betruges schuldig gemocht, indem er die drohende Lage Karl Norverschiedenen Willensrichtungen nur davon zu erwarten sein, daß die näheren Umstände des Ueberschichtenverfahrens in den Arbeitsordnungen nach allen möglichen Richtungen hin und unter Vermeidung von Mißverständnissen festgelegt werden, und daß Arbeiter und Arbeitgeber den Inhalt der Arbeitsordnungen kennen und beachten. Die Fragen, ob Viertel= bezw. halbe Ueberschichten(sog. Nebenschichten) in geringerer, im Bedarfsfalle einzulegen sind, ob eintretenden Falls dieselben in der Mitte der Woche oder auf die Tage vor Sonn= und Festtagen fallen sollen, wird sich auf diesem Wege nach den verschiedenen Verhältnissen und Wünschen für jede Grube besonders am geeignetsten regeln lassen. Daß die Grubenleitungen in dieser Richtung den Wünschen der Belegschaften entgegen sein sollten, ist schwerlich zu erwarten. Daneben wird es weiterer Erwägung der zuständigen Bergpolizeibehörden überlassen bleiben, ob auf Grund der §§ 196 ff. des Allgeweinen Berggesetzes die Anzahl und Höchstdauer der Ueberschichten in gewissen abschnitten im Verordnungswege festgesetzt werden kann. Das Nullen der Förderwagen. Da dem Gedingeschluß bei der Kohlengewinnung der Inhalt der Förderwagen zu Grunde liegt, so ist es nothwendig, die Anzahl der von den Kameradschaften beladenen und demnächst zu Tage geförderten Wagen (Kasten) festzustellen. Zu diesem Zweck wird an jedem Wagen die Nummer der Kameradschaft, von welcher er herrührt, in Holztafeln oder Blechschildern befestigt. Ueber Tage befindet sich wohl auf allen Gruben eine die Nummern der einzelnen Kameradschaften enthaltende Tafel, auf welcher jeder während der Schicht zu Tage geförderte Wagen der Kameradschaft mit einem Kreidestrich gutgeschrieben wird. Voraussetzung der Gedingestellung nach Förderwagen ist nun aber naturgemäß, daß der Wagen das volle, der Gedingestellung zu Grunde liegende Maß an Kohlen enthält und außerdem nicht mit Gesteinsstücken oder mit sogenannten Schrammbergern(kohlenhaltige Schiefern) derart verunreinigt ist, daß die Verkäuflichkeit der Kohle darunter leidet. In beiden Fällen würde der Bergwerksbesitzer durch vorbehaltlose Annahme der ungenügend oder unrein beladenen Wagen sowie durch volle Bezahlung der auf die Förderung des Wagens verwendeten Arbeitskraft einen Nachtheil erleiden. Er sichert sich gegen denselben dadurch, daß seine Beamten solche Wagen nicht annehmen und dieselben auf der vorerwähnten, für die geförderte Wagenzahl maßgebenden Tafel nicht mit einem Striche, sondern mit einer Null bezeichnen, was zur Folge hat, daß die für die Gewinnung und Förderung des Wagen=Inhalts aufgewendete Arbeit nicht bezahlt wird. Bezüglich ungenügend gefüllter Wagen findet das Nullen übrigens nicht allgemein statt. Abgesehen von diesem rechtlich als Nichterfüllung wegen ungenügender Vorleistung zu bezeichn nden Verfahren herrscht mitunter der Gebrauch, daß die Kameradschaft wegen der ungenügenden Leistung einer Ordnungs=(Conventional=) Strafe verfällt. Hinsichtlich der weiteren Behandlung der in einem genullten Wagen enthaltenen Kohlen ist meist die Auffassung geltend, daß dieselben, wenn auch an sich dem Bergwerksbesitzer gehörig, wegen des Wegfalls der von diesem vertragsmäßig zu entrichtenden Gegenleistung(des Gedingebetrages für den Wagen) und trotz des demselben unter Umständen dadurch erwachsenden Schadens nicht oder nicht ausschließlich zum Vortheil des Bergwerksbesitzers verwendet werden dürfen. Uebrigens ist das Nullen der Förderwagen nicht etwa eine Eigenthümlichkeit des preußischen Steinkohlenbergbaues, sondern findet auch anderwärts statt bert's ausnützte, um Geld zu erpressen für das aus dem Leben geschiedene Fräulein Clairville. „Wenn ich nur das nicht gethan hätte!“ drang es aus der gepeinigten Seele empor des Nachts, wenn er schlaflos sich auf seinem Lager herunwälzte und laut stöhnte vor Uebermaß des Schmerzes. Er weiß es nur zu gut, daß weder das Gericht noch die Welt jenen Gefühlen Rechnung tragen, welche das Ver brechen veranlaßt haben und als„mildernde Umstände“ wie die Gerichtsformel lautet, gelten könnten; demnach konnte ihn nichts entlasten von der Anklage des Betruges. Ja, er hat ehrlos gehandelt und die Schmach, die er hierdurch auf sich geladen, würde weithin veröffentlicht werden. Coweit als die Grenzen der Monarchie reichen und darüber hinaus würde der Name Dallstein als der eines Betrüges genannt werden. Und er würde es nun niemals mehr wagen dürfen, den ehrenvollen Namen seines Vaters zu führen, um ihn der Schmach zu entziehen, die beide Namen verbindet. Ja, er würde verurtheilt werden. Er wußte es. Er schauderte zusammen. Mit grauenerregender Schärfe malte er sich das düstere Gepräge seiner letzten Augenblicke. Der Schweiß perlte auf seiner Stirn und er preßte krampshaft die abgemagerten Hände auf das wild pochende Herz, daß sich krümmte unter der überwältigenden Schande und dennoch nicht aufhören wollte, zu schlagen. Das drückende Bewußisein seiner Hülflosigkeit gegenüber dem Gewebe von überwieenden Schuldbeweisen, das er selbst um sich gesponnen, hatte ihn noch nie mit solcher Wucht erfaßt, als jetzt im Angesicht des Gerichtshofes und der Geschworenen, im A. gesicht des Publikums, das mitleidsvoll ihn betrachtete. Nachdem die üblichen Tormalitäten erfüllt waren, begann das Zeugenverhör. Die Aussage der Frau Krügel war vernichtend. Beseelt von dem Bestreben, sich von dem Verdacht der Mitwissenschaft zu befreien, entwarf sie ein überaus treues Bild der Sachlage. Bis in das kleinste Detail schmückte sie ihre Aussage mit allen Nebenumständen. Sie wiederholte jedes Wort, das er gesprochen, und schilderte mit erschütternder Klarheit sein zerstörtes Aussehen, als er ihr mittheilte,„daß Fräulein Clairville sich in die Donau stürzen wollte, daß er sie zwoer gerettet, aber sie sofort in und ist in England sogarausdrücklich im Gesetze vorgesehen. In Anlehnung an einen oder einige der vorstehend erörterten Gesichtspunkte bewegt sich das nach den angestellten Ermittelungen überaus mannigfaltige Verfahren auf den Steinkohlenbergwerken des Ruhrbezirks. Die Arbeitsordnungen enthalten meist nur den allgemeinen Grundsatz, daß„schlechtgefüllte und unrein geförderte Wagen gratis abgestürzt werden können" Ueber das weitere Schicksal des Wageninhalts und etwaige der gesammten Belegschaft zu Gute kommende Gegenleistungen des Bergwerksbesitzers finden sich nur in wenigen Arbeitsordnungen genauere Bestimmungen. In Wirklichkeit verfällt der Lohn für den genullten Wagen theils ganz, theils nur zum Theil (½, ½, ⅜), mitunter werden zur Strafe, besonders bei wiederholter unreiner Beladung durch dieselbe Kameradschaft, mehrere voll und rein beladene Wagen gestrichen, hin und wieder finden sich sogar Geldstrafen neben dem Nullen. Auf kleineren Zechen, deren Verhältnisse der für größere Anlagen erforderlichen Beschleunigung beim Verladen nicht bedürfen, wird es möglich, bei ungenügend beladenen Wagen einen entsprechenden Theil des Arbeitslohnes in abzug zu bringen. Weitere Unterschiede finden sich in der Verwendung des Wageninhalts vor. Oefters wird derselbe, soweit er überhaupt brauchbar ist, im alleinigen Vortheil des Bergwerksbesitzers zur Kesselheizung verwendet. In anderen Fällen dient er zum Auffüllen ungenügend gefüllter bezw. durch Zufall eines Theiles der Ladung verlustig gegangener Wagen oder wird auf die Halle gestürzt und den weiter unten zu besprechenden Füllkohlen zugerechnet, kommt also in letzteren beiden Fällen der gesammten Belegschaft wieder zu Gute. Auf manchen Gruben zahlt auch die Verwaltung den der Kameradschaft gestrichenen Arbeitslohn an eine auf der Zeche bestehende Unterstützungskasse oder entrichtet zu dieser einen festen Satz für jeden genullten Wagen, wodurch wiederum der Nachtheil der einzelnen Kameradschaft sich mit dem Vortheil sämmtlicher Gedingearbeiter mehr oder weniger ausgleicht. Gegen das Nullen an sich richten sich die Beschwerden der Arbeiter nur ausnahmsweise und es wird nahezu durchgängig von denselben anerkannt, daß Wagen mit unreiner Ladung nicht ohne Weiteres angenommen werden können, wenn ein absatzfä iges Product erzielt werden soll. Die in dieser Richtung bemerkenswerthen Aussagen der Delegirten Schröder und Siegel, welche unter den Arbeitern der Zechen „Westfalia" und„Zollern“ gehört worden sind, befinden sich bei den Anlagen 2 und 3(S. 51 u. 56). Die Arbeiter klagen vielmehr vornehmlich darüber: 1. daß zuviel genullt werde bezw. die Strafe für die unreine Ladung zu groß sei, 2. daß auf einzelnen Gruben idie genullten Wagen lediglich im Interesse des Arbeitgebers Verwendung finden, ohne daß derselbe die Arbeitsleistung bezahlt, 3) daß den Arbeitern jede Gelegenheit fehle, sich zu überzeugen, ob auch wirklich nur unreine Wagen genullt werden. Zu 1) muß entsprechend der Erklärung der Arbeitgeber anerkannt werden, daß die strenge Aussonderung unreiner Wagen— sofern das Nullen lediglich dem Zwecke dient, absatzfähige Kohlen zu erlangen— durchaus geboten ist. Natürlich setzt das Verfahren entsprechende Bestimmungen der Arbeitsordnung voraus; andernfalls liegt eine Willkür vor, welche den Unwillen der Betroffenen erregen muß. Nicht anders stellt sich die Sache auf solchen Gruben, welche besonders unreine Gesteinsmittel enthaltende Flötze bauen, und es darf angenommen werden, daß die betreffenden Schwierigkeiten für die Arbeiter solcher Gruben bei der Ge eine Irrenanstalt führen mußte, da sie plötzlich wahnsinnig geworden." „Sie müssen sehr leichtgläubiger Natur sein,“ bemerkte der Vorsitzende. Die glühenden Augen Dallstein's waren während der der ganzen Aussage auf das ängstliche Gesicht der Frau Krügel geheftet. Ja, sie hat die Wahrheit gesagt— so war es— Wort für Wort, mit staunenerregender Klarheit der Erinnerung hat sie den ganzen traurigen Verlauf wieder gegeben und doch, wie weit verschieden waren die Gefühle, welche diese Zerstörtheit hervorriefen zu jenen, die ihm unterlegt wurden. Befragt, ob er etwas darauf zu erwidern habe, antwortete er mit bewegter Stimme,„daß er nichts hinzuzufügen habe zu dem, was er in der Voruntersuchung gelagt: Mit beißendem Sarkasmus bemerkte der Staatsanwalt: „Sie halten also fest an dem Märchen der Nache, welche Sie weinten, an Herrn Karl Norbert ausüben zu müssen?“ Eine beklommene Ruhe schien sich des Auditoriums bemächtigt zu haben. Man empfand es: Der Glaube an die Unschuld des Angeklagten war erschüttert. Brennende Röthe übergoß die bleichen Wangen des unglücklichen Dallstein, der ein wahres Märtyierthum bestand. Er las sein Schicksal in den ernsten Gesichtern, die ihn umgaben. Doctor Brandtner stellte zwar einige Fragen an Frau Krügel, aber ihre Beantwortung war ganz ohne Belang auf den Gang der Verhandlung. Bei der Aussage des Janos Norbert slammte wieder ein Hoffnungsstrahl auf in den aufgeregten Gemüthern. Das Publikum interessirte sich offenbar für Dallstein. Gleich der Edbe und Fluth am Meeresstrand stieg und sank die Hoffnung. „Die Legende des Kreuzes" bildete einen neuen Attrak= tionspunkt. Es war kein gewöhnliches Kreuz, sein gearbeitet, mit ausländischem Typus, es entsprach dem fremden Namen und konnte es nur erwiesen werden, daß das Kreuz der Ermordeten gehöre, dann konnte sie nicht todt sein.(V. f.) Wrnlige undgabe 8 Blatter dingstellung— durch geringere Veranschlagung der Leistung— hinreichend berücksichtigt werden. Allerdings bleibt trotz alledem der Prozentsatz der genullten Wagen, welcher auf einigen Zechen im Durchschnitt 25 auf Hundert betragen hat, auffallend hoch. Dagegen kann es nicht für zweckdienlich erachtet werden, wenn auf einzelnen Gruben für einen unreinen Wagen 4, 5 oder gar 6 vorschriftsmäßig beladene„zur Strafe" gestrichen, oder— abgesehen von öfterer, den Verdacht der Absichtlichkeit erregender unreiner Beladung von Wagen derselben Kameradschaft— neben dem Nullen noch regelmäßig Geldstrafen verhängt werden. Solche Maßnahmen werden auch beim Vorhandensein entsprechender Vorschriften in den Arbeitsordnungen der betreffenden Zechen nicht allgemeine Billigung finden können. Es ist allerdings nicht zu verkennen, daß die Grubenverwaltungen des Oefteren mit der größten Nachlässigkeit, mitunter auch wohl mit böswilliger Absicht der Arbeiter rechnen müssen. Das Verfahren, in einzelnen Fällen dafür durch Streichen mehrerer vorschriftmäßig beladener Wagen einzuschreiten, hat indeß die Erwägung gegen sich, daß in diesen Fällen der Arbeitgeber einen Theil der ihm obliegenden Verbindlichkeiten aus dem Arbeitsvertrage nicht erfüllt, was, wenn es auch schließlich dieselbe Wirkung wie eine Strafe hat, zu Mißverständnissen über die Tragweite der Maßregel führen kann. Es würde vorzuziehen sein, durch schärfere Beaussichtigung und Verhängung empfindlicher Geldstrafen bei nachgewiesener Absicht die Beseitigung des Mißstandes anzustreben. Zu 2) hat sich vielfach herausgestellt, daß den Arbeitern die Mußnahmen der Zechenverwaltungen, für genullte Wagen einen Theil des Gedingesatzes oder ein für allmal feststehende Beträge an die Unterstützungskassen zu entrichten, bezw. den Wageninhalt den Füllkohlen zuzurechnen, nicht bekannt gewesen sind. Wo nicht in dieser Weise verfahren wird, heben die Vertreter der Bergwerksbesitzer hervor, daß sie sich zur Verwen dung der Kohle im Nutzen der Zeche ohne Entrichtung einer Gegenleistung für berechtigt halten, einerseits, weil die Grubean dem Werthe eines zu Tage geförderten, mit Kohle beladenen Wagens durch Streckenförderkosten, Schachtförderkosten, Generalkosten u. s. w. in weit höherem Maße als der Arbeiter mit seinem Lohnsatze betheiligt sei, und andererseits, weil durch die Förderung unreiner Kohlen noch viele Nachtheile und Kosten(Anstellung des Personals zur Reinigung der geförderten Kohlen, Erschwerung des Absatzes, Verlust der Kundschaft u. a. m.) erwachsen. Eine Grubenverwaltung hat ausgesprochen, daß das Nullverfahren mangels des bei ihr nicht üblichen Füllkohlenabzuges unentbehrlich sei, um den Förderverlust von 6 pCt. zu decken. Diese Auffassung erscheint mit Rücksicht auf die oben erörterte Natur des Gedingevertrages rechtlich unzutreffend, und es kann nicht Wunder nehmen, daß gegenüber solchen Anschauungen der Arbeiter, welcher außer Stande ist, den Zusammenhang und die Gründe des Verfahrens vollständig zu übersehen, sich zu dem Verdachte hinneigt, daß die Grube ein nicht mit den gebotenen Rücksichten auf vollwichtige Förderung und den Verkauf reiner Kohlen zusammenhängendes Interesse habe, möglichst viele Wagen zum Nachtheile der Belegschaft zu nullen. Zu 3). Die Schwierigkeiten der gegenseitigen Verständigung sind nicht unerheblich. Den betroffenen Arbeitern würde die Ueberzeugung, daß die ihnen gestrichenen Wagen thatsächlich unreine Kohlen enthielten, am einfachsten auf dem Wege verschafft werden, wenn die genullten Wagen bei Seite gestellt, bis zur Beendigung der Schicht aufbewahrt und nachher mit den Nummern der Kameradschaft wieder vorgewiesen werden könnten. Zu diesem nur auf einigen Jeineren Zechen gebräuchlichen Verfahren fehlen auf vielen größeren Zechen der Platz und die Förderwagen. Außerdem kommt der Sachverhalt meist erst beim Umstürzen der Wagen und Aufgeben der Kohlen auf die Rättersiebe zu Tage. Es ist in dieser Richtung einige Male von den Belegschaften der Wunsch geäußert worden, daß an der Beurtheilung des Wageninhalts nicht nur ein von der Grubenverwaltung bestellter Aufseher, sondern auch ein Vertrauensmann der Arbeiter theilnehmen solle. Die Erfüllung dieses sich an die Bestimmungen des englischen Kohlenberg= werksgesetzes vom 16. Sept. 1887 anlehnenden Wunsches hängt mangels einschlägiger Gesetzesvorschriften von der Entschließung der Arbeitgeber ab. Ein durchgreifender Erfolg möchte von einer derartigen Einrichtung aber kaum zu erwarten sein, weil der Vertrauensmann der Arbeiter bei wirklicher Unparteilichkeit in kurzer Zeit des Vertrauens seiner Auftraggeber verlustig gehen würde. Nach Angabe einer Grubenverwaltung hat übrigens die betreffende Belegschaft, welcher schon vor dem Ausstande die Abordnung eines solchen Vertrauensmannes freigestellt war, von dieser Befugnis keinen Gebrauch gemacht. Abgesehen von den vorstehend besprochenen Beschwerdepunkten sind aus Anlaß der oben erwähnten Verschiedenheiten der Gebräuche mancherlei sonstige Beschwerden laut geworden, welche die auf den einzelnen Gruben bestehenden besonderen Gepflogenheiten beim Nullen betreffen. Wo Ordnungsstrafen statt des Nullens bestehen, wird dieses Verfahren gewünscht und umgekehrt, auf der einen Grube wird die Einführung einer Einrichtung erstrebt, über welche auf der anderen Klage geführt worden ist. (Fortsetzung folgt.) Frankfurt a. M., 19. Jan. Eine langwierige Klagesache ist gestern vor dem hiesigen Oberlandesgericht zum Abschluß gelangt. Auf dem Postamte zu Wiesbaden hatte seiner Zeit ein Herr T. aus Crefeld durch seinen Schwiegersohn einen Werthbrief nach Barcelona aufgeben lassen, welcher nach der Angabe 9000 Francs in Banknoten enthalten sollte, aber bei der Eröffnung am Bestimmungsorte nur Zeitungspapier enthielt. Die Möglichkeit einer Beraubung des Briefes während der Beförderung durch die Post erschien nach den angestellten Nachforschungen ausgeschlossen, und es entstand der Verdacht, der Ablieferer habe einen Brief mit falscher Werthangabe und werthlosem Inhalt zur Post gegeben. Gegen den Absender wurde deßhalb das Strafverfahren wegen Betrugs eingeleitet, die Verhandlung endete jedoch mangels genügender Beweise mit Freisprechung. Hierauf gestützt, strengte Herr gegen die deutsche Postverwaltung eine Civilklage auf Ersatz der Summe von 9000 Francs an und erstritt am 1. October 1888 ein obsiegendes Urtheil. Die Postverwaltung aber rief die Entscheidung des hiesigen Oberlandesgerichts an und erbot sich, den Nachweis zu führen, daß schon bei der Auflieferung die fragliche Summe gar nicht in dem Briefumschlag gewesen sein könne. Der Absender behauptete, in dem Briefe hätten sich 9 Scheine der Bank von Frankreich zu je 1000 Francs befunden. Der Brief wog bei der Auflieferung 24½ Gr. und dasselbe Gewicht wurde beim Nachwiegen in Paris festgestellt. Die Post erklärte nun, die Scheine hätten bei der gleichen Verpackung 1½—2 Gr. mehr wiegen müssen, und die vom Gerichte durch Berufung von Sachverständigen angestellte Untersuchung ergab die Richtigkeit der Angabe. Indeß der Kläger ließ jetzt den Einwand erheben, er habe ältere Scheine der Bank versandt und diese seien etwas leichter als die jetzigen. Abermals wurde ein Sachverständiger ernannt. dieser verschaffte sich mit vieler Mühe 9 von den ältern Scheinen, erschien mit ihnen und einer Goldwage vor dem zweiten Senat des Oberlandesgerichts, und siehe da, die Scheine wogen mit der Verpackung 25,9 Gr., also immer noch fast 1 ½/8 Gr. mehr als der fragliche Brief. Hiernach kam das Gericht zu der Ueberzeugung, daß die 9000 Francs bei der Auflieferung des Briefes sich nicht in demselben befunden haben, hob das Erkenntniß vom 1. October 1888 auf und legte dem Angeklagten die Kosten zur Last. Landwirthschaftliches. Eine Bekanntmachung der Deutschen Landwirth schafts=Gesellschaft erneuert die Aufforderung an die deutschen Landwirthe, sich des Gebrauchs der Thomasschlacke so lange zu enthalten, bis dieselbe zu einem sachgemäßen Preise, der jetzt 18 bis 19 Pfg. sein sollte, zu kaufen ist und die Convention eingesehen hat, daß sie nicht einseitig Preise und Verkaufsbedingungen festsetzen kann. 6· Wanne, 21. Jan. Der landwirthchaftliche Localverein von hier hielt am Sams. tag den 18. d. M. eine gut besuchte Generalversammlung im Vereinslocale ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung grdachte der Vorsitzende, Herr Gutsbesitzer Middeldorf=Eickel mit bewegten Worten der entschlafenen Kaiserin. Der vorgetragene Jahresbericht ergab ein erfreuliches Bild des Vereins. Aus kleinen Anfängen hervorgegangen, zählt der Verein jetzt nach sechsjährigem Bestehen 110 Mitglieder. In 10 Versaumlungen des vorigen Jahres wurde über 52 einzelne Gegenstände verhandelt; am 16. März hielt Herr Hüttenschullehrer Schulte von Bochum einen Vortrag über die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Wassers. An Düngemittel wurden im verflossenen Jahre bezogrn für annähernd 8200 Mk., an Futtermittel für 13500 Mk. und an Sämereien für 3100 Mk. Die lan=wirthschaftlichen Geräthe des Vereins: ein Trieur, eine Düngerstreumaschine, eine Brückenwage u. s. w. befinden sich noch in dem besten Zustande. Nach der für das Jahr 1889 gelegten Rechnung betrug die Einnahme 26 280 Mk. und die Ausgabe 25 785 Mk. somit hat der Verein einen Ueberschuß von 495 Ml. erzielt. Die gethätigte Wahl des Vorstandes und der einzelnen Commissionen ergab fast einstimmige Wiederwahl der Herren Middeldorf, 1. Vors.; H. Langebeckmann, 2. Vors.; Koch, Schriftführer; Rademacher, stellvertretender Schriftführer; und C. Langebeckmann, Kassirer. Neu aufgenommen wurde Herr Landwirth Gravenhoff von RöhlingTante. waren ihr von dem Gemahle die Zeitungen als ein Decernat zugewiesen, da der Kaiser nicht hatte, sich eingehend mit Zeitungslectüre zu befassen, und sich daher auf die Zeitungsausschnitte aus dem Ministerium beschränken mußte. Aber die las für den Gemahl die Zeitungen aller Parteistellungen, inländische wie ausländische, und machte ihn, wenn er Vormittags zu ihr kam, auf Wichtiges un Interessantes aufmerksam. Besondere Aufmerksamkeit widmete die Kaiserin den Berliner Localnachrichten. um sich über Alles, was in der Hauptstadt vorging, auf dem Laufenden zu erhalten. Besonders lag ihr das Asyl für Obdachlose am Herzen. Noch am Freitag Abend vor ihrem Tode ließ sie sich wieder den Localbericht vorlesen und fragte dann, ob keine Notiz über das Asyl und die Zahl derer, die dort Obdach gefunden, in der Zeitung stehe. Die Vorleserin suchte vergebens.„Schade", sagte die hohe Frau,„ich hin nicht zufrieden, wenn ich nicht weiß, daß dort recht viele ein Unterkommen gefunden haben. Es bedrückt mich förmlich.“—„Doch, doch, Ew. Majestät,“ sagte plötzlich die Vorleserin.„Hier finde ich die Notiz.“ Sie las diese. Die Zahl derer, die das Asyl angenommen hatte, war beträchtlich. Da athmete die Kaiserin erleichtert auf: über ihre Züge ging ein Ausdruck unendlicher Zufriedenheit, und von ihren Lippen kamen die Worte:„Wie gut ist das! werde ich auch diese Nacht ruhig schlafen!“ Nun (Die Enthüllung des Denkmals für Gabelsberger) in München wird im August dieses Jahres stattfinden. Zu gleicher Zeit wird dort der internationale Stenographen=Congreß abgehalten werden. (Fürst Sulkowski) hat nach dem„B. T. bei dem Gerichtshof von Arad die Enthebung seiner Gemahlin Ida Jaeger von der Verwaltung der Güter verlangt und zugleich die Scheidungsklage angestrengt. (Die Lösung der socialen Frage) beschäftigte dieser Tage das Gericht in Budapest. Ein hier vor zwei Jahren verstorbener Dr. Goldberger hatte eine letztwillige Anordnung hinterlassen, der zufolge sein ganzes Vermögen, eine Viertelmillion Gulden, so lange verzinst werden sollte, bis durch das angewachsene Capital sämmtliche Arme der Welt betheilt werden könnten. Dieses Testament wurde nun als unvernünftig und daher ungültig erklärt und der gesetzlichen Erbsolge Raum gewährt. (Welcheifrige Zeitungsleserin die Kaiser in Augusta) gewesen, dürfte vielleicht Wenigen bekannt sein. Zu Lebzeiten Kaiser Wilhelms Rechtspflege. Ausstän de der Kohlengrubenarbeiter sind nicht als ein Fallhöherer Gewalt zu vehandeln, und es können Bergwerke von der Erfüllung eingegangener Verpflichtungen deßhalb nicht entbunden werden, so soll das Handelsgericht in Brüssel entschieden haben. „Ich warne, meiner Frau etwas zu borgen. Fast täglich findet man in den Zeitungen Inserate, in denen irgend ein unglücklicher Ehemann, der von seiner Frau verlassen ist, einen Jeden warnt, derselben etwas zu borgen, da er für nichts aufkomme. Nun, es mag ja vorkommen, daß Mancher, der die betreffende Warnung gelesen hat und die betreffende Ehefrau kennt, sich dadurch abhalten läßt, ihr etwas auf Credit zu geben. Rechtlich aber sind solche Privatbekanntmachungen— selbst demjenigen gegenüber, der sie nachweislich gelesen hat— insofern bedeutungslos, als sie die Haftung des Mannes für Schulden der Ehefrau, die sich auf den Haushalt beziehen, nicht beseitigen. Hat die Frau trotz der Warnung zu gewöhnlichen Haushaltungsgeschäften oder Nothdurften Waaren oder Sachen auf Borg entnommen, so muß der Mann dergleichen Schuld als die seinige anerkennen. Will er sich dagegen wirksam schützen, so hat er die Hülfe des zuständigen Amtsgerichts in Anspruch zu nehmen, welches dann die bezügliche öffentliche Bekanntmachung zur Verhütung künftiger Schulden dieser Art erläßt. Fast die Hälfte der Menschheit ist von dem Uebel unseres Zeitalters, der Nervosität, ergriffen, eine Krankheit, die sehr oft zu betrübendem Abschlusse fuhrt. Unsere berühmtesten Mediziner und Universitäts=Professoren empfehlen in all den Fällen krankhaft nervöser Erregung, sei es durch allzugroße Reizbarkeit der Nerven oder Schwäche derselben, geistige Ueberanstrengung oder andere Ursachen bedingt, Frank's Avenacia zum täglichen Gebrauch als werthvollstes, zweckentsprechendes Mahl. Es übt auf die Kranken einen unglaublich wohlthätigen Einfluß, beruhigt die Nerven, schwächt die Erregung, stärkt und belebt, fördert die Verdauung und den Appetit und vermindert die Schlaflosigkeit. 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Klocke, Wiemelhausen. Bergm. Wilh Hagemann, Wiemelhausen. Fobrikarb. Julius Sprengepiel, Wiemelhausen. Bergmann Cail Wilhelm Zeiger, Wiemelhausen. Ansgebete. Bergm. Val. Bodenstein u. Anna Louise Redlich, b. Laer. Bergmann Carl Heinr. Friedr. Hartmann, Laer, u Auguste Henriette Pauline Walter, Hordel. Kaufm. Friedr. Carl Ludw. Nagel, Emsdetten, u. Louise Amalie Klewinghaus, Wiemelhausen. Bergm. Joh. Poll, Laer, u. Elisabeth Altenberend, Bennighausen. Eheschließungen. Coaksarb. Friedrich Zielonka und Wilhelmine Gotliebe Stach, beide Alt nbochum. Bergm. Aug. Lagershausen, Laer, und Lina Hegenberg, Wiemelhausen. Bergm. Friedr. Wilh. Schmidthaus u. Ida Müser, beide Querenburg. Sterbefälle. Rudolf Frumann, 1 J. 11 M. 21 T., Laer. Küfer Ludw Heinr. Abbenhaus, 32 J. 10 M. 3 T., Laer. Hulda Martha Kötter, 1 J. 9 Querenburg. Bergm. August Wilh. Barmeier, 18 J. 9 M. 7 T., Alten bochum. Otto Fischer, 1 J. 3 M., Querenburg. Gustav Roslau, 2 J. 11 M. 10 T., Altenbochum. Berginv. Herm. Heinr. Meier, 46 J. 11 25 T., Laer. Corrector Theodor Theissen, 43 J. 1 M. 18 T., Wiemelhausen. Berginv Theodor Bischoff, 47 J. 7 M. 11 T., Altenbochum. Ehefrau Christine Schmidt geborene Wieg, 62 J. 5 M. 27 T., Laer. Berginval. Engelbert Knapp, 58 11 M. 27 T., Laer. Auguste Lindemam, 1 J. 9 M. 7 T., Altenbochn Bartlose! e u achiten Setrag aade. senden, venn deru. u Cauoe peht erief Gottesdienste der ev. Gemeinde Bocham. Sonntag den 26. Januar 1890. Christuskirche. Jugendgottesdienst Vormitt. 8 Uhr: Pastor Schmidt. Hauptgottesdienst Vormin. 9¼ Uhr: Pastor Poensgen. Kindergottesdienst Nachm. 2 Uhr. Abendgottesdienst Nachm. 5¼ Uhr: Pastor Sopp. Pauluskirche. Hauptgottesdienst Vormitt. 9¾ Uhr: Pastor Kleppel. Nachm. 3 Uhr: Taufstunde. Johanniskirche. Frühgottesdienst Vormittags 8 Uhr: Pastor Kleppel. Nachm. 3 Uhr Polnischer Gottesdienst: Pastor Bohle. Collecte für dürftige Theologie Studierende in Bonn. Die Beerdigungswoche vom 26. Januar bis 1. Februar hat Pastor Sopp Montag den 27. Januar, Vorm. 9% Uhr in der Christuskirche: Festgottesdienst zur Kaisergebutstagsfeier: Pastoi Schmidt. Mittwoch den 29. Januar, Abends 8 Uhr: Bibelstunde in der Kleinkinderschule(Rottstraße 85). Wittenerstraße 14. Sonntag den 26. Januar 1890. Vorm. 9¼ Uhr: Prediger Andresen. Nachmittags 3 Uhr: Derselbe. Mittwoch Abend 8 Uhr: Betstunde. Altkatholische Eemeinde. Sonntag den 26. Januar in der Johanniskirche punkt 11 Uhr Vorm. hl. m. Messe und Predtgt. Nr. 4. Gratisbeilage zum Märkischen Sprecher. 1890. Ein schwieriger Fall. Kriminal=Roman von Karl Keller. 4 VI. Werner's Daumen. Herr Kronau hatte mit dem PolizeiChemiker eine längere Unterredung. Er war seitens desselben auf einen Umstand aufmerksam gemacht worden, den er bis dahin übersehen hatte. Auf dem unter dem Kassenschrank aufgefundenen Brieffragmente befand sich an derselben Stelle, an welcher sich die verrätherischen Tabacksspuren zeigten, der Abdruck eines Daumens. Offenbar war die Tabacksspur auf dem Briefbegen in der Weise entstanden, daß derjenige, welcher sie zurückgelassen, das Papier, unmittelbar nachdem er eine Prise genommen, fest angepackt hatte. Augenscheinlich war dies in einer gewissen Erregung geschehen, so daß sich die Zeichnung des Daumens mit großer Deutlichkeit auf dem Papier abprägte. Der Chemiker hatte nun Herrn Kronau auf die Thatlache verwiesen, die im Orient bereits seit langer Zeit bekannt und rielfach verwerthet ist,— daß nämlich die Zeichnung des Daumens bei den verschiedenen Menschen fast niemals die gleiche ist. Gelänge es Herrn Kronau, den Abdruck des Daumens desjenigen zu erlangen, 2u, welchem sein Verdacht ruch, so würde es keine Schwierigkeit bereiten, festzustellen, ob dieser Verdacht begrundet sei oder nicht. Eine photographische Vergrößerung der zu vergleichenden Abdrücke wurde zweifellos zu einem sicheren Resultat führen. Die Untersuchung des Tabacks habe mit voller Sicherheit ergeben, daß derselve Stoff auf dem aufgefundenen Brieffragment vorhanden gewesen sei. Wenn es nun Herrn Kronau geglückt sei, sich dieses Beweismittels zu versichern, so werde es ihm wehl auch nicht zu schwer fallen, sich das wichtigere zu verschaffen. Die Kafseeschwesler. Von Pausa Monsé. Herr Kronan stellte sich die Lösung dieser Aufgabe allerdings nicht so leicht vor; es gehörte gerade nicht zu den Schwierigkeiten, Jemanden zur Hergabe einer Prise zu veranlassen; etwas umständlicher wärc es indeß wohl, diese Person zu bewegen, einen Abdruck ihres Daumens zu liefern. Jedoch zweifelte er nicht, daß er auch dieses erreichen würde. Er hatte in nicht allzu langer Frist seinen Plan gesaßt. Am Nachmittag desselben Tages besuchte er Reindorf, den Berichterstatter dei„Tagespost". Der junge Journalist war häufig genöthigt, die Gefälligkeit des Kriminalbeamten im Interesse seiner Zeitung in Anspruch zu nehmen, und andererseits hatte sich auch die Hilfe der Presse für die Zwecke des Beamten häufig als nutzbar erwiesen, so daß zwischen den Beiden sich ein geschäftsfreundliches Verhältniß herausgebildet hatte. „Ich komme heute, um Ihre Gefälligkeit in einer ganz eigenen Angelegenheit in Anspruch zu nehmen," redete der Kriminal= beamte den jungen Journalisten an. Reindorf zeigte sich erfreut, seinem Bekannten dienen zu können. „Sie wissen,“ fuhr Kronau fort,„in welcher Weise im Orient mitunter Dokumente unterzeichnet wurden. Es geschah durch den Abdruck des Daumens in eine Wachsunterlage. Reindorf blickte erstaunt auf: er verstand offenbar nicht, worauf sein Freund von der Polizei hinauszielte. „Es gehört zu meinen sehnlichsten Wünschen," sprach Kronau lächelnd,„einen solchen Daumenabdruck in meinen Besitz zu bekommen. Allerdings handelt es sich nicht um den erstbesten, sondern um den einer bestimmten Person...“ „Und zu diesem Zweck soll ich für Sie nach dem Orient reisen?" fragte Reindorf lachend. „Rein, jo weit gehen meine Ansprüche an Ihre Gefalligkeit nicht,“ entgegnete Kronau; die Person, um die es sich handelt, ist leicht zu erlangen; sie hat ihren Wohnsitz in hiesiger Stadt und ist Ihnen recht wohl bekannt.“ Reindorf wußte nicht, wie er sich die sonderbaren Aeußerungen seines Bekannten erklären sollte. Der Mann war viel zu ernst, um einen Scherz mit ihm zu treiben, und doch klang das, was er bis dahin gehört hatte, beinahe possenhaft. „Ganz ernsthaft gesprochen, es handelt sich um einen wichtigen Fall,“ sagte Kronau, da er bemerkte, daß der junge Mann geneigt schien, seinen Aeußerungen eine scherzhafte Deutung zu geben,„ich suche Ihre Unterstützung in einer Amtssache nach. Es ist allerdings ein ungewöhnlicher Weg, den ich einschlage, indeß wird er gewiß von Erfolg sein. Sie erinnern sich des Mordes im Hause des Kommerzienraths Niebold.“ Reindorf wurde durch diese Frage lebhaft interesirt. E.9: 4um: u. „Ob ich mich dieses Faues entsinne,“ rief er.„Ich verdanke Ihnen ja selbst werthvolle Nachrichten über diesen sensationellen Vorgang, der immer noch die allgemeine Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Außerdem hatte das Ereigniß für mich eine besondere Wichtigkeit durch den Umstand, daß mein bester Freund und künftiger Schwager bei Niebold die Stelle des ersten Korrespondenten bekleidet.“ „Sie meinen Hermann Lindner?“ fragte Kronau.“ „Allerdings.“ „Sie sind also mit Lindner befreundet?“ meinte Kronau, der diesem Umstand ein besonderes Interesse entgegenzubringen schien. „Wie ich Ihnen sagte.“ Kronau schwankte einen Moment; dann griff er den früheren Gegenstand des Gespräche wieder auf. „Für die Untersuchung bes eigenthümlichen Falles, mit dem Sie also genau vertraut sind, ist es von graßer Wichtigkeit, festzustellen, ob ein bestimmter Biiefbogen sich in der Hand des Prokunisten Werner befunden hat. Werner ist Ihnen doch genau bekannt?“ „Ein unangenehmer Patron,“ sagte Reindorf wegwerfend.„Meine persönliche Bekanntschaft mit diesem Manne ist allerdings erst von kurzer Dauer, aber sie genügte, um mir den Mann unsympathisch erscheinen zu lassen.“ „Ich theile diese Empfindung, aber Sie dürfen sich durch Ihre Abneigung nicht abhalten lassen, heute noch mit Werner eine gemüthliche Kneipstunde zu verbringen.“ „Ich mit Werner?“ rief Reindorf erschreckt,„ich glaube überhaupt nicht, daß der Mann gemüthlich sein kann.“ „Darum handelt es sich auch nicht und es soll uns vollkommen gleichgiltig sein, ob er sich in unserer Gesellschaft gemüthlich fühlt oder nicht,“ sagte Kronau lächelnd.„Wir haben ihn nur zu veranlassen, uns den Abdruck seines Daumens zu geben.“ Reindorf warf ihm wieder einen verwunderten Blick zu. „Es ist in der That für die Untersuchung von hohem Intcresse,“ sagte Kronau,„daß wir uns über die Zeichnung der inneren Daumenfläche des alten Werner ein getreues Bild verschaffen. Ich werde den Mann veranlassen, heute Abend ein Glas Münchener mit mir trinken zu gehen; und er wird dieser Einladung sicherlich nachkommen, wenn der Wirthsauch nicht zu seinen Gewohnheiten gebert. Wir werden die„Krone" besuchen. Ich hoffe, Sie um nenn Uhr dort zu treffen. Vielleicht bringen Sie noch einige Ihrer Herren Kollegen mit, denn die Unterhaltung wird in einer größeren Gesellschaft schnaller lebhaft, als in einer kleineren. Voraussichtlich wird sich das Gespräch auf den Orient und seine Eigenthümlichkeiten lenken. Es bleibt Ihnen unbenemmen, selbst mit dazu beizutragen. Im Laufe des Gespräches wird man auch der Thatsache Erwähnung thun, daß die Orientalen sich zur Unterzeichung von Dokumenten ihres Daumens bedienen, indem sie denselben mit Tusche beschwärzt, abdrücken. Mau wird versichern, daß kaum zwei Daumen von gleicher Zeichnung zu finden sind. Natürlich werden sich lebhafte Zweifel bezüglich der Richtigkeit dieser Anschanung erheben, und Sie selbst werden derjenize sein, der am eifrigsten widersgricht. Die gegnerische Seite wird nun eine Probe vorschlagen; man bringt Papier und Färbemittel, und jeder von uns drückt seinen Daumen auf die weiße Fläche ab. Herr Werner wird sich natütlich nicht ausschließen. Zweifelles wird man mir gern gestatten, die interessanten Beweisstücke zu sammeln und meinem Kuriositätenkabinet einzuverleiben. Sie sehen," schloß der Kriminalbeamte lächelnd,„daß die Aufgabe, die ich von Ihnen beanspruche, durchaus nicht so halsbrechender Natur ist.“ „Gewiß nicht,“ sagte Reindorf,„aber wäre es indiskret, zu fragen, in welcher Weise der Daumenabdruck des Herrn Werner auf die Spur der Thäter in dem Niebeld'schen Falle führen könnte?“ „Sie müssen mir gestatten, Ihnen auf diese Frage die Antwort schuldig zu bleiben,“ entgegnete der Kriminalbeamte.„Ich hoffe indeß, daß Sie in kurzer Zeit Ihren Lesern erzählen können, welch' sonderbarer Mittel sich die Kriminalpolizei heutzutage bedient, um den Spuren eines Verbrechens nachzuforschen.“ Reindorf wußte, daß jede weitere Frage vergeblich sein wird. Kronau erhob sich und reichte ihm zum Abschied die Hand. Noch an demselben Abend betrachtete Kronau in seinem Büreau, das er noch in später Stunde aufsuchte, mit großem Wohlgefallen eine seltsame Zeichnung, die in ihren merkwürdigen Linien den Gängen eines Irrgartens gleichkam. Das Bild sah keineswegs anheimelnd aus, aber trotzdem schien es dem Kriminal= beamten eine ganz besondere Freude zu bereiten. Sicherlich sah ein passionirter Gemäldeliebhaber ein Bild von Raphail nicht mit größerem Entzücken an, als Herr Kronau seine schmutzige Zeichnung, die nicht das mindeste mit der Farbenpracht und Komposition eines Gemäldes des großen Meisters gemein hatte. Am folgenden Vormittag wurde diese Zeichnung sowohl wie der Abdruck auf dem Brieffragment photographisch vergrößert, und ein Vergleich der beiden Lichtbilder ergab eine wunderbare Uebereinstimmung, die sich bis auf die feinsten Linien erstreckte. VII. Käthsel des Herzens. Werner befand sich in einer sehr unbehaglichen Stimmung. Allerdings konnte die Ausstattung seiner Behausung sehr wesentlich zur Erzeugung einer solchen beitragen, denn die Unordnung, die Unreinlichkeit in den Zimmern war ven so abschreckender Art, daß man sich zu einem längeren Verweilen in den dumpfen Räumen nicht ermuntert fühlte. Aber dieser Umstand konnte auf die Gemüthsstimmung des verdressenen Herrn wenig Einfluß haben. Seit Jahren hauste er in den unwohnlichen Gemächern, und er hatte sich in denselben stets so behaglich gefühlt, wie ein Mann seiner Art sich behaglich fühlen konnte. Es war bereits dunkel geworden, aber Werner hatte noch kein Licht angezündet. Er schritt in dem kleinen Zimmer in offenbarer Aufregung auf und ab, mitunter sprach er laut vor sich hin, und seine Hände machten lebhafte Bewegungen. „Dieser verwünschte Schurke," murmelte er ingrimmig vor sich hin,„die Arbeit langer Jahre, die Hoffnung meines Lebens hat er mir geraubt, und ich finde nicht wieder die Kraft, von Neuem zu beginnen... Während ich gearbeitet, den Plan bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet habe, trägt er den Lohn davon! Und welch' ein Lohn!.. O, daß ich so thöricht sein mußte, diesen Menschen in's Vertrauen zu ziehen! Was hielt mich ab, den entscheidenden Schlag selbst zu führen?... Meine Feigheit! Ja wohl, meine unbegründete, lächerliche Furcht!.. Niemals wäre der Verdacht auf mich gefallen. Wie wäre das auch möglich gewesen? Kennt man mich nicht als den gewissenhaften, pflichttreuen Mann, der nicht um eine Linie von dem Wege des Rechts Was habe ich nun davon,“ fuhr er nach einer Weile fort,„daß ich den Verdacht auf einen Anderen lenkte? Gewiß, ich verfolgte einen doppelten Zweck, aber wo bleibt das Gefühl der Befriedigung über die gelungene Nache? Und ist es denn überhaupt sicher, daß ich selbst diesen Zweck erreicht habe? Durchaus nicht. Noch ist Lindner unbehelligt geblieben, trotzdem man schon vor Tagen das verdächtige Papier entdeckt hat. Das Glück scheint dem Tugendbolde hold zu sein,— das Glück, nach dem ich verzeblich gestrebt habe, Und was soll nun gescheyen: Die Träume von einer großen, glückstrahlenden Zukunft, die ich dem einzigen, den ich liebe, bereiten wollte, sind verflogen, sie sind unwiederbringlich dahin O, wenn ich des Menschen habhaft werden könnte, der mich um den Erfolg meines Ringens, meiner bitteren Kämpfe gebracht hat! Aber was soll das Winseln und Klagen! Soll ich ihm kampflos die Beute überlassen, die mir gehört, mir allein?“ Er wurde in seinem Selbstgespräch durch ein Pochen an der Thür unterbrochen. Werner zündete schnell die Lampe an, dann schob er den Riegel an der Thür zurück. Der junge Mann, den wir schon einmal in diesen Räumen gesehen, trat in die Stube. Er sah mürrisch und verdrossen aus. „Ich denke, Du wolltest mich auf Reisen schicken!“ sagte er. 665 „Gewiß, Du wirst morgen nach ronoon abreisen,“ sagte Werner, und wie von einer plötzlichen Eingebung erregt, fügte er lebhaft „Dort kannst Du zeigen, was Du zu leisten im Stande ist.“.. g „Du hast also eine bestimmte aufgave für mich?“ fragte Albert mit Interesse. „Eine greße Aufgabe. Es gilt, ein Ver„Für mich?“ „Für wen denn Dein G.ück, Deine Der junge Man „Bis jetzt habe sagte er spöttisch. „Weil Du undal wir das jetzt, wir h uns gegenseitig Ver „Du sprichst so bung eines Vermög lich sein, mir zu er fangen hat, um ein „Das sollst Du „Und wie steht Werner nahm d anstoßende Schlafkal uuten kam er mit zurück, die er ausge Sie enthielt eine trächtlicher Höhe. Alberts Augen er seine Hand nach „Nimm nur, d thum,“ sagte Werne (Hor Eine Reise=Epi Nacht wollte es rother Feuergluthhall ment, gewaltige Sch Salzsandgefilde hinwe in das Wüstenmeer schwindigkeit wurden entledigt und die Lag hergerichtet. In wi erschlafften Körper die Wasser= und A lechzenden Lippen gef anderen Speisevorrät Dann ward es Nac schnell, daß fast die schläuche sicher zu be weiter, weiter Ferne über die Wüstensande das widerliche Gekräd aler niemanden stö 1 ruhten still und käu ließz eines der Thiere erschallen, einen Lau lichen Ruhe. In eine Wolke Schawis gehüllt ruh Antlitz ich freilich no wir schon tagelang nebe lang nebeneinandere großen, unergründlich Seele herausleuchtete, eines Weibes wohner betung zwingt. Und die Bewegungen dei übermäßigen Hüllen, war jede Biegung ih auf dem Kameele v wenn sie stand, ihre und Adel. So hat seitdem wir in der waren und— ich so stehen— die stolze Reisestrapazen ertrug, welchem sie litt unter Himmel im brennen in sich zu einem dumpfen Räumen onnte auf die Gesenen Herrn wenig u hauste er in den nd er hatte sich in gefühlt, wie ein zlich fühlen konnte. I geworden, aber cht angezündet. Er mer in offenbarer nitunter sprach er ne Hände machten Schurke,“ murmelte „die Arbeit langer ies Lebens hat er de nicht wieder die innen.... Wähin bis in alle Einzelträgt er den Lohn hn!.. O, daß ich esen Menschen in's s hielt mich ab, den st zu führen?... meine unbegründete, mals wäre der VerWie wäre das auch man mich nicht als sttreuen Mann, der sem Wege des Rechts avon,“ fuhr er nach ch den Verdacht auf Bewiß, ich verfolgte iber wo bleibt das über die gelungene haupt sicher, daß ich cht habe? Durchaus unbehelligt geblieben, Tagen das verdächtige s Glück scheint dem 1,— das Glück, nach st habe. schehen? 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Wirst Du so freundlich sein, mir zu erklären, wie man es anzufangen hat, um ein Vermögen zu erwerben?" „Das sollst Du erfahren.“ „Und wie steht es mit dem Reisegeld?“ Werner nahm die Lampe und ging in das ansteßende Schlafkabinet. Nach wenigen Miuuten kam er mit einer ledernen Brieftasche zurück, die er ausgebreitet auf den Tisch legte. Sie enthielt eine Anzahl Banknoten in beträchtlicher Höhe. Alberts Augen funkelten. Zögernd streckte er seine Hand nach dem Schatze aus. „Nimm nur, das Geld ist Dein Eigenthum,“ sagte Werner. (Fortsetzung folgt.) Wüstendrama! Eine Reise=Episode von Carl Rode. (Nachdruck verboten.) Nacht wollte es werden. Wie ein riesiger, rother Feuergluthball stand die Sonne am Firmament, gewaltige Schatten über die grauweißen Salzsandgefilde hinwerfend, und langsam tauchte sie in das Wüstenmeer hinab. Mit offenartiger Geschwindigkeit wurden die Kameele ihrer Bürden entledigt und die Lager für Menschen und Thiere hergerichtet. In wenigen Minuten ruhten die erschlafften Körper auf dem heißen Sande, die Wasser= und Weinschläuche wurden an die lechzenden Lippen geführt und die Datteln nebst anderen Speisevorräthen zur Hand, genommen. Dann ward es Nacht, tiefe schwarze Nacht, so schnell, daß fast die Zeit mangelte, die Wasserschläuche sicher zu bergen. Und nun drang aus weiter, weiter Ferne der heisere Ruf des Schakals über die Wüstensande her und aus der Höhe herab das widerliche Gekrächz des beutebungrigen Geiers; aber niemanden störte dies, selbst die Kameele ruhten still und käuten wieder, nur ab und zu ließ eines der Thiere einen leisen gurgeluden Laut erschallen, einen Laut des Behagens ob der endlichen Ruhe. In eine Wolke von seidenen Mänteln und Schawis gehüllt ruhte ein junges Weib, dessen Antlitz ich freilich noch nicht gesehen hatte, trotzdem wir schon tagelang neben einander herritten und nächtelang nebeneinander campirt hatten, aber aus dessen grotzen, unergründlich tiefen, schwarzen Augen eine Seele herausleuchtete, wie sie nur in dem Körper eines Weibes wohnen kann, das Männer zur Anbetung zwingt. Und dieser Seele entsprachen auch die Bewegungen des jungen Weibes: Trotz der übermäßigen Hüllen, welche ihre Gestalt bedeckt n, war jede Biegung ihres Leibes edel, ihre Haltung auf dem Kameele von wunderbarer Grazie, und wenn sie stand, ihre ganze Erscheinung voll Hoheit und Adel. So hatte ich sie gesehen tagtäglich, seitdem wir in der entsetzlichen Einöde Gefährten waren und— ich schäme mich nicht, es zu gestehen— die stolze Ruhe, mit welcher sie die Reisestrapazen ertrug, das erhabene Schweigen, mit welchem sie litt unter dem glühenden, stimmernden Himmel im brennenden Wüstensande, hatte auch — 33— mich die Qualen des Durstes und der Sonnengluth leichter ertragen lassen. Rings um mich her saß die Schaar meiner schwatzenden Gefährten, handelnde Araber, in ihrer blumenreichen Sprache von früheren Reisen sich erzählend. Ich kannte ihre Art zu berichten schon, Phantasien, wie die Einöde sie erzeugt, Erlebnisse, die nur mit dem Tode bezahlt werden und die der Lebende nur lügt, wenn er von ihnen berichtet; deshalb verschloß ich mein Ohr ihrem Geschwätz. Meine Gedanken weilten bei der schönen Fremden und meine Blicke suchten das nächtliche Dunkel zu durchdringen, das uns von einander trennte. Da vernahm mein Ohr von dem Lager des schönen Weibes her ein leises Flüstern. „Zaira, süßes Mädchen, hab' ich Dich endlich gefunden!“ „Eginhardt—.—.— Du?“ Es war ein leiser Ruf des seligsten Jubels, der den Lippen des jungen Weibes entfloh, dann trat jene heilig süße Pause ein, in welcher Lippen sich einander finden. „Zaira— ich lasse Dich nicht wieder, nun nimmermehr! O, wie ich nach Dir geforscht habe, bis ich endlich hier Dich fand.“ „Und wie, Geliebter, als Sklavin eines Mannes, der Dich tödten wird, sobald er Dich entdeckt; o, fliehe, Lieber, rette Dein Leben und überlaß mich meinem traurigen Geschick. Du bist verloren in den Händen dieser Leute und ich werde glücklich sein, wenn ich Dich in Sicherheit weiß.“ „Nimmermehr, Zaira, und wenn ich die ganze Gesellschaft in den Hades spediren soll, ich lasse nicht von Dir... „O, Eginhardt, mein Eginhardt, wie glücklich bin ich, daß ich Dich noch einmal sehen darf!“ „Ehem, ehem!“ rief ich plötzlich laut. Von dem Haufen der schwatzenden Araber hatte sich ein Mann losgerissen und leise nach dem Lager der Liebenden bewegt. Offenbar hatte auch er das Flüstern derselben vernommen und effenbar war er Zaira's„Herr“. Mein lautes„Ehem“ sollte die Lebenden aufmerksam machen und des Arabers Absichten scheitern lassen. Es war zu spät!— Es war zu spät, oder Eginhardt hatte die Begegnung mit dem Muselmann gewollt. „Verfluchter Giaur!". Der Araber stürzte sich auf Eginhardt, und noch ehe dieser eine Waffe ziehen konnte, war er von seinem Gegner und noch einigen anderen Moslemin gefesselt. In diesem Augenblick ging der Mond am Himmel voll und majestätisch auf, seine blasse Scheibe schwamm mit der im Süden bekannten Schnelligkeit am Firmament hinan und beleuchtete, hinfluthend in silbernem Lichte, die graue Einöde der Wüste. Eine empfindlich kalte Luft strich über den Sand. Ich blickte von dem Haufen Araber, welcher den an der Erde gefesselt liegenden Eginhardt umstand und lebhaft gestikulirend den Tod desselben beschloß, zu Zaira hinüber. Das stolze, schöne Weib saß tief verhüllt in ihren Mäntein, nicht eine Bewegung ihres Leibes ließ ahnen, welche entsetzlichen Qualen ihre Seele erduldete, und selbst ihr schwarzes Auge blickte kalt und theilnahmelos in den Mondenglanz hinein. „Stehe auf, Zaira!“ „Befiehlst Du es, Mustapha=Bei, oder bittest Du darum?!“ Zaira fragte es stolz und kalt und blickte ebenso kalt und stolz zu Mustapha empor. „Ich bitte Dich darum!“ Mustapha senkte die Augen vor diesem Blick. Zaira erhob sich. „Hebt den Giaur hoch!“ gebot Mustapha seinen Leuten. In wenigen Sekunden stand Eginhardt auf seinen Füßen, seine blitzenden Blicke auf seine Feinde gerichtet. „Tritt näher, Zaira, ich bitte Dich!“ Zaira trat hinzu, Eginhardt wandte seine Augen jetzt auf die Geliebte; aber auch jetzt noch blieb Zaira stolz und kalt; nicht das leifeste Leuchten ihres dunklen Auges verrieth ihr Interesse für den Gefesselten. Mustapha nahm Zaira's Arm, und schweigend felgte das schöne Mädchen dem Muselmanne. Eginhardt wurde von zwei Arabern dem Paare nachgeführt. In wenigen Minuten kehrten diese zurück und nach einer langen Viertelstunde auch Mustapha mit Zaira. Ein leises Frösteln überkam mich, ich richtete mich hoch, als beide an mir vorübergingen, da traf mich ein Blick Zaira's, ein Blick, den ich nimmer vergessen werde, voll höchster Seeligkeit und tiefsten Wehes. In Rufesferne von unserm Lager fluthete des Mendes Silberlicht auf ein blasses, junges Männerantlitz hin, dessen Auge gebrochen und ressen Mund für ewig verstummt war. Zaira selbst hatte dem Geliebten den Dolch in das Herz soßen müssen, das so heiß für sie schlug, um ihm größere Martern zu ersparen. Hatte doch Mustapha gedroht, er welle den Unglücklichen lebendig, gefesselt an Händen und Fützen, in der Wüste liegen lassen, wenn Zaira ihn nicht tödten wolle. Ein Lächeln lag am Morgen auf Eginhardt's Lippen, dasselbe Lächeln, mit dem er der Geliebten die Brust zum Todesstoße geboten hatte. Aber auch Mustapha=Bei sollte sich des Besitzes seiner schönen Sklavin nimmer freuen. In den reichen, seidenen Mänteln derselben fand er nach dem Morgengebet Zaira's Leiche. Derselbe Dolch, den sie in Eginbardt's Brust gesenkt, hatte auch ihr Herzblut getrunken, getrunken, vielleicht noch warm von dem Blute des Geliebten. Und jetzt sah ich zum ersten Male das unverhüllte Antlitz des jungen Weibes in seiner ganzen zauberischen Schönheit, noch im Tode viel schöner, als ich die Lebende geträumt hatte. „Glücklicher Eginhardt,“ murmelte ich still, „eine solche Liebe ist eines solchen Todes werth.“ War es Besheit oder eine edle Regung des Herzens, daß Mustapha=Bei Zaira's schöne Leiche an Eginhardt's Seite niederlegte? Wollte er die, welche er im Leben so rauh getrennt hatte und die sich selbst im Tode vermählt, nun auch im Tode bei einander lassen, oder wollte er ihre jungen, schönen Leiber den Geiern zum Fraße schenken? Wer weiß es! Die Sonne begann ihre Tagesreise am Firmament,„Allah il allah!“ schrieen die Moslemin und warfen sich gegen das aufgehende Gestirn zur Erde; dann wurden die Kameele beladen und weiter ging es durch Sonnenglanz und Wüstengluth dem erwünschten Ziele zu. Alle meine Gedanken flohen noch oft zurück zu Eginharet und Zaira, und jedesmal sah ich das süße, bleiche Antlitz des schönen Mädchens neben dem friedlich lächelnden Gesicht ihres Geliebten in meiner Erinnerung auftauchen, und aus dem großen, dunklen Auge Zairas jenen unergründlichen letzten Blick auf mich gerichtet, den sie mir nach der schwersten Stunde ihres jungen Lebens zugesandt hatte. Mögen sie im Tode gefunden haben, was ihnen im Leben versagt war: Der Liebe seligen Frieden. Ein deutsches Reisebüreau. (Zu dem Bilde auf der 5. Seite.) Die modernen Gesellschaftsreisen entsprechen nicht nur einem Bedürfnisse unserer Zeit, sondern auch einer Eigenthümlichkeit der menschlichen Natur. In der That lehrt die Erfahrung, daß die meisten Menschen es vorziehen, ruhig daheim zu bleiben, wenn es gilt, alle Schritte selbst zu thun, um aus eigener Auschauung fremde Länder und Völker kennen zu lernen, während sie sehr wohl damit zufrieden sind, die Welt zu sehen, wenn ihnen Gelegenheit geboten wird, billig, bequem und unter kundiger Führung zu reisen. Speziell für Deutschland hat diese charakteristische Einrichtung der Gegenwart das Gute, daß dadurch auch im Binnenlande Weltkenntnisse verbreitet werden, wie man sie sonst nur in großen Hafenstädten findet, wo jeder intelli 34 gente Geschäftsmann mindestens einmal eine überseeische Reise zu machen pflegt. Das Verdienst, die Einrichtung und Vervollkommnung der Gesellschaftsreisen, wie sie jetzt von Deutschland aus nach allen Ländern der Erde ausgeführt werden, zuerst in die Hand genommen zu haben, gebührt dem Stangen'schen Reise=Büreau in Berlin, dessen Unternehmungen in mehrfacher Beziehung selbst denjenigen der englischen Firma Thos. Cook& Son vorausgegangen sind. Der geistige Urheber dieser eigenartigen Schöpfung war Louis Stangen, der Bruder des jetzigen Geschäftsinhabers, derselbe, welcher in verschiedenen Städten Deutschlands die ersten Dienstmanns=Institute und in Schlesien das erste Annoncen= Büreau in's Leben rief, zwei Einrichtungen, die in ihrer gegenwärtigen außerordentlichen Erweiterung mit dem modernen Kulturleben fest verbunden erscheinen. Im Jahre 1862 legte der Genannte den Grund zu den Stangen'schen Reise=Unternehmungen, indem er Extrazüge von Breslau nach Dresden, Wien, Graz u. s. w. veranlaßte; aber erst Karl Stangen(damals Vorsteher einer Post=Expedition in Schlesien) war es beschieden, die Ausgestaltung dieser grundlegenden Ideen im größten Maßstabe fortzuführen. Nachdem beide Brüder in den Jahren 1861 und 1862 in Neiße, Glogau, Lemberg und an anderen Orten Dienstmanns=Institute errichtet, reisten sie im letztgenannten Jahre in gleicher Angelegenheit nach Krakau. Auf einem Ausfluge, seinem Bruder als treuer und tüchtiger Beistand zur Seite. Schon im nächsten Jahre erkannten es die beiden Brüder als nothwendig, den Mittelpunkt der Geschäftsthätigkeit nach Berlin zu verlegen, und gleichzeitig mit dieser Veränderung erfolgte eine Antonius von Thoma, Erzbischof von München. den siel zweite, indem das Geschäft die Firma„Karl Stangen's Reise=Büreau" annahm. S# entstand des arste in von dieser Stadt aus nach Wieliczka unternahmen, Teisees,.„ahm: Eo entstant eub eiste in faßten sie den Gedanken, die Wunder des dortigen Deutschlane regrundete Reise=Büreau, noch heut Salzbergwerks ihren Breslauer Mitbürgern durch hier das größte, ja das einzige seiner Art, dessen Veranstaltung eines Extrazuges zugänglich zu machen. Betrieb, seitdem in ein festes System gebracht, Wirklich fand die Fahrt Anklang, indem sich an derselben 680 Personen betheiligten. Aus diesem immmerhin relativ unbedeutenden Anfang ging das nachmals so umfangreiche Geschäft hervor; denn von da an unternahm Louis Stangen sogen. Vergnügungszüge nach Wien, Triest, Venedig, Hamburg, Schleswig=Holstein u. s. w., welche stets zahlreiche Betheiligung fanden. Die Vergnügungszüge entwickelten sich naturgemäß zu größeren Gesellschaftsreisen, deren Ausdehnung und Bedeutung immer mehr zunahm. Im November 1864 wurde eine solche nach Egypten(die erste Gesellschaftsreise überhaupt, deren Ziel der Orient war) von Breslau aus angetreten, welche über Wien, Triest, Korfu, Alexandrien, Kairo, Suez und zurück den gewöhnlichen Weg aller Orientreisenden einschlug. Außergewöhnlich sollte schon die im folgenden Frühjahre unternommene zweite Reise nach dem Orient werden, an welcher sich Louis Stangen persönlich betheiligte. Auf dieser Reise führte er eine größere Gesellschaft außer nach Egypten auch nach Jaffa, Jerusalem, Beirut, Smyrna und Konstantinopel. Aus jener Zeit datirt die kleine Schrift„Eine Gesellschaftsreise nach dem Orient“, welche, von einem Mitgliede der betreffenden Gesellschaft verfaßt, von Louis Stangen herausgegeben wurde. Im Winter 1865—66 wurden Hörnerschlitten= fahrten im Schlesischen Gebirge ausgeführt. Im folgenden Frühjahre arrangirte Louis Stangen wiederum eine Orient=Reise, welche diesmal auch Athen einschloß, und im Winter desselben Jahres die erste Gesellschaftsreise bis zum ersten Nil=Katarakt(Assuan). Von 1867 an, in welchem Jahre der Besuch der Pariser Weltausstellung zu Gesellschaftsreisen nach diesem Ziele Anlaß gab, trat Karl Stangen, Eine Neberraschung. nach allen Seiten schnell an Ausbreitung gewonnen hat. Noch in demselben Jahre fand eine Reise nach Dänemark und Schweden, sowie eine und#hernahm das Bere#### nach dem Orient statt, und übernahm das Burrau den Billetverkauf für die Berlin=Görlitzer Eisenbahn, für die Dampfer des Norddeutschen Lloyd u. s. w. In diesem und dem folgenden Jahre wurden auch durch Stangen die ersten Rundreise=Billets bis Venedig für Deutschland geschaffen. Im Frühjahr 1869 war es dem Stangen'schen Büreau möglich, sogar drei Orient=Reisen zu unternehmen, an deren einer sich der bekannte Reiseschriftsteller und Zeichner Ludwig Pietsch betheiligte. Letzterer Umstand sollte für die Stangen'schen Unternehmungen von besonderem Vortheil werden, denn die von diesem Schriftsteller in der „Vossischen Zeitung" unter dem Titel einer „Stangen'schen Orient=Fahrt" veröffentlichten Feuilletons sowie sein Werk„Von Athen nach Byzanz“ ließen dieselben weiten Kreisen nach ihrem wirklichen, nicht nur praktischen, sondern auch idealen Werthe erscheinen. Gleichfalls im Jahre 1869 arrangirte Karl Stangen die erste Gesellschaftsreise bis Neapel sowie die ersten Extrazüge nach Frankfurt a. M. und nach der Schweiz, und im Herbst dieses Jahres führten beide Brüder vereint 60 Personen nach Egypten zur Eröffnung des SuezKanals. Im Jahre 1870 hemmte der Ausbruch des deutsch=französischen Krieges eine Zeit lang alle von dem Stangen'schen Büreau geplanken Unternehmungen. Infolge dessen begab sich Louis Stangen als Delegirter des Zentral=Vereins für freiwillige Krankenpflege auf den Kriegsschauplatz, wofür er mehrere Ordensauszeichnungen erhielt. Während dessen führte Karl stangen unter äußerst schwierigen Verhältnissen vom Oktober bis Januar eine Reise nach Konstantinopel, Athen, Smyrna, Beirut, Jerusalem und Kairo aus, über welche Franz Wallner sein interessantes Werk„Von fernen Ufern“ schrieb. Im Jahre 1871, bald nachdem beide Brüder in Paris dem Einzuge der ersten deutschen Truppen beigewohnt, traten bei dem älteren die Anzeichen der Krankheit auf, welche für immer seine Arbeitskraft lähmte und den Keim zu seinem im Juli 1876 erfolgten Tode legte. Einer um so größeren Energie bedurfte es von nun an auf Seiten des überlebenden Bruders, um das Ansehen, dessen sich die Firma erfreute, zu erhalten und zu mehren. Bereits 1862 ging die erste Stangen'sche Reisegesellschaft nach Nordamerika. Im Orient erstreckten sich die Reisen der Folgezeit auch auf die schwer zugänglichen Gegenden und ebenso wurden die Grenzen für die Reisen nach Italien, Frankreich, England, Schweden und Norwegen erweitert, und zwar wurden diese Unternehmungen, zu welchen seit 1876 die ersten Gesellschaftsreisen nach Spanien hinzukamen, zum größten Theil, namentlich diejenigen nach dem Orient, von Karl Stangen persönlich geleitet. 6 Im Jahre 1877 erreichte Stangen's Unternehmung insofern ihren Höhepunkt, als er sich dazu aufschwang, zu einer Reise um die Erde einzuladen, welche acht Monate dauern sollte. Bedenkt man, daß eine Reise von Berlin um die Erde und zurück 12 500 M. kostete und daß sie, um überhaupt ausführbar zu sein, eine bestimmte Anzahl von Theilnehmern voraussetzte, so darf man sie schon als ein kühnes, für Deutschland unerhörtes Wagniß bezeichnen. Dennoch glückte sie und selbst ein Arzt und ein Naturforscher begleiteten die Gesellschaft. Die Beschreibung dieser Expedition wurde von dem Unternehmer unter dem Titel„Eine Reise um die Erde 1878—79“(im Jahre 1880 bei Alfred Krüger in Leipzig erschienen) heraus den Lloyd u. s. w. fahre wurden auch dreise=Billets bis en. dem Stangen'schen drei Orient=Reisen eren einer sich der ller und Zeichner gte. Letzterer Umtangen'schen Unterem Vortheil werden, Schriftsteller in der iter dem Titel einer =Fahrt“ veröffentle sein Werk„Von ßen dieselben weiten irklichen, nicht nur uch idealen Werthe im Jahre 1869 en die erste Gesellsowie die ersten urt a. M. und nach Herbst dieses Jahres vereint 60 Personen ööffnung des Suezsemmte der Ausbruch en Krieges eine Zeit stangen'schen Büreau ngen. 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Auch ein Sohn von Louis Stangen fand seit 1883 Gelegenheit, als Führer von Reisegesellschaften für das Bureau erfolgreich zu sein. Um die Erfahrungen Stangen's und seiner Reiseführer zum Gemeingut zu machen, wurde 1884 von dem Inhaber der Firma das Organ„Der Tourist“, jetzt in Verlag von P. Gisbert übergegangen, begründet, eine Zeitung, die Rath und Auskunft über Reiseeinrichtungen fremder Länder, über klimatische Verhältnisse, Vegetation, kurz über alles, was für den Reisenden von Nutzen oder von Interesse sein kann, ertheilt. Der gleiche praktische Sinn charakterisitt alle Stangen'schen Schriften, von denen hier noch„Palästina und Syrien“(Berlin, Theodor Grieben, 1877) und „Aegypten“(Leipzig, Schmidt& Günther, 1882) genannt seien. Nach der Verstaatlichung der preußischen Eisenbahnen sind die vom Stangen'schen Reise=Bureau in's Dasein gerufenen Extrazüge nach Frankfurt 9. M. und der Schweiz in eigener Regie der Königl. Eisenbahn=Verwaltung unternommen worden und gute Einnahmequellen der letzteren geblieben. Eine Uebersicht der Thätigkeit des Stangen'schen Reise=Instituts während seines siebenundzwanzigjährigen Bestehens ergiebt, daß dasselbe, abgesehen von der Veranstaltung zahlreicher Extrazüge nach den verschiedensten Punkten und Erlangung mannigfacher Verkehrserleichterungen, bis zum Oktober 1889 339 größere Reisen nach dem Auslande auszeführt hat, nämlich: 91 nach dem Orient, 77 nach Italien, 86 nach Belgien und Frankreich, 11 nach Spanien, 19 nach England, 45 nach Schweden, Nerwegen und Dänemark, 1 nach Rußland einschließlich des Kaukasus, 2 nach Nordamerika, 3 nach Ostindien, 3 um die Erde. Unser Bild stellt eine Szene aus einer Stangen'schen. Orientreise dar, und zwar die Ankunft einer Reisegesellschaft am See Genezareth. München, Antonius von Steichele, ist am 1. März 1829 als Sohn eines Königlichen Leibjägers in Nymphenburg bei München geboren; seine beiden Eltern verlor er schon in frühester Jugend. Sein geweckter Geist, sein liebenswürdiges, nobles Wesen und sein würdiger Ernst führten ihn dem Studium zu, für das er durch sorgsame Gymnasialbildung den Grund legte. 19 Jahre alt, bezog er 1848 als Zögling des Georgianums in München die dortige Universität, um in den folgenden 4 Jahren Philosophie und Theologie zu hören. Die nächste praktisch=theolegische Ausbildung erhielt er 1852—53 in dem erzbischöflichen Klerikalseminar zu Freisinz, wo er auch am 29. Juni 1853 durch den berühmten Erzbischof Karl August Grafen von Reischach, den nachmaligen Kardinal, in welchem Kenner der Verhältnisse einen eventuellen Nachfolger Pius' IX. sehen wellten, zum Priester geweiht wurde. Nach verschiedenen Verwendungen in der Seelsorge wurde Thoma 1867 Pfarrer von St. Zeno bei Reichenhall. Hier, wo er 12 Jahre der Seelsorge treu oblag und nebenbei das Erziehungsinstitut und Kloster der„englischen Fräulein“ mit seltenem Geschick, Takt und Erfolg leitete, lenkte er die Aufmersankkeit weiterer Kreise auf sich. Und so kam es, daß er 1879 nach München berufen wurde, wo Der Dritte: Nicht Schönheit, nicht Reichthum sei mein. Ein Mädchenherz wünsch ich nur, treu, lieb und rein. Halli, hallo, hussa! Da kam bald ein Mägdlein, ein jugendlich Blut, Trug Blumen am Busen und Bänder am Hut. Halli, halle, hussa! Bist treulieb und rein Du, bist reich Du, bist schön? Das Mägdelein lachte und ließ die Drei steh'n. Halli, hallo, hussa! Ein Vierter griff zu bald und küßte sie schnell, Dem lohnte die herzigste Liebe zur Stell. Halli, hallo, hussa! Nun steh'n auf der Aue nach immer die Drei, Sind alt schon und grämlich geworden dabei. Halli, hallo, hussa! Carl Rode. Vier Jahre später wur als solcher übernahm Die Kaffeeschwester. (Zu dem Bilde auf der 1. Seite.) Welche glückselige Behaglichkeit die gute Alte lei ihrem Schälchen Kaffee empfindet! Jeder Zug in ihrem alten Gesicht spiegelt die innere Befriedigung wieder, die ihr Gemüth erfüllt. Mag man sie nur immer Kaffeeschwester neunen— was thut es! So lange sie noch in Ruhe ihren braunen Trank genießen kann, ist sie über die Anfechtungen der bösen Welt erhaben. Wie sehr täuschte sich Friedrich II., als er zlaubte, durch Regierungsmaßregeln den Kaffeegenuß dem Volke verleiden zu können. Er ließ Staatskaffeebrennereien errichten, in welchen der Kaffee sechsmal theurer bezahlt werden mußte als beim Kaufmann. Nur der Adel, die Geistlichen und die höheren Beamten bekamen sogenannte Brennscheine, urch welche sie berechtigt wurden, den Kaffee selbst zu brennen. Alle diese Maßregeln erwiesen sich als nutzlos, er Kaffee eroberte sich das ganze Volk und unsere gute Kaffeeschwester kann sich heute in aller Gemüthssuhe an dem kestlichen Getränk laben. Geist präsentirt hatte. er Domkapitular, und bald darauf das beschwerliche und vielseitige Amt des Dompfarrers an der Münchener Metropolitankirche. Am 13. März 1889 starb Bischof Weckert von Passau, und zu seinem Nachfol wurde Thoma ernannt. Er hatte das neue Amt kaum angetreten, kam der Ruf nach München und damit die Erzbischofswürde an ihn. Fast gleichzeitig erfolgte die Verleihung des bayerischen Kronenordens und damit des persönlichen Adels. Rösselsprung. Eine Aeberraschung. (Zu dem Bilde auf der 4. Seite.) Antonius von Thoma, von Rünchen Freising. (Zu dem Portrait auf der 4. Seite.) Antonius von Thoma, der Nachfolger des am 1. Oktober v. Is. verstorbenen Erzbischoft von Elsa saß in spannungsvoller Erwartung hinter ihrer Stickerei. Sie wußte ganz genau, daß ihr Papa heute Vormittag den Besuch eines jungen Herrn zu erwarten habe— eines sehr angenehmen und hülschen jungen Herrn, der lebhaft mit der Absicht umging, sich einen eigenen Hausstand zu gründen. Und just, um diese Alsicht zu verwirklichen, wollte er heute den Papa besuchen. Er hatte nämlich den Vorsatz, um Elsa's Hand anzuhalten. Um elf Uhr wollte er kommen. Soeben hatte die Pendule diese Stunde angezeigt, als die elektrische Klingel eitönte. Elsa wurde roth bis an die Haarwurzeln. Schnell erhob sie sich, um selbst zu öffnen. Ein Blick aus ihren Augen würde den Geliebten sicherlich ermuthigen. Flüchtigen Schrittes durcheilte sie den Korridor, mit zitternder Hand ergriff sie die Thürglocke und——— „Gnädiges Fräulein entschuldigen, haben Sie ebbes zu verkaufen, alte Kleider, Schuhe, Hüte.. Vorstehender Rösselsprung, dem wir(um weniger Geübten die Lösung zu erleichtern) die Interpunktionen hinzufügten, ist dem ausgezeichneten Werke„Mucmosyne und Caissa“, die Kunst, das Merken im Schachspiel zu erleichtern, von C. W. Fischer in Hagen in Westfalen, entnommen, und empfehlen wir das Buch allen denen angelegentlichst, welche dem Schachspiel ein größeres Interesse entgegenbringen, als gewöhnliche Alltagsspieler. Arithmetische Aufgabe. Die drei Bursche. Die Uhr zeigt die Zeit von 4 Uhr 4 Minuten an. Wann wird der Minutenzeiger mit dem Stundenzeiger zusammentreffen, und wann wird er auf dem Zifserblatt so weit über den Stundenzeiger hinaus gegangen sein, als er jetzt(4 Uhr 4 Minuten) hinter diesem zurücksteht? Es zogen drei Bursche hinaus auf die Au, Wollt' jeder erjagen sich schnell eine Frau. Halli, hallo, hussa! Der Erste: Den Mädeln allein bin ich hold, Die Reichthum mir bringen an Silber und Gold. Halli, halle, hussa! Der Zweite: Der Schönheit nur geb'ich den Preis, Wie Rosen so glühend und Lilen so weiß. hallo, hussa! Auflösung der Schachaufgabe Nr. 3. Da dem weissen König beim nächsten Zuge Matt droht, ausserdem einer seiner Thürme en prise steht, so bleibt Weiss nichts anderes übrig. als mit dem Thurm nach h5 zu gehen. Jetzt muss Schwarz, um beim nächsten Zuge nicht matt zu werden, den Thurm nehmen, hierauf 2. Ta7-a6f, I 4. hleht dum e. Shuaize g nimmt Th5 und nehmen, hierauf 2. Ta7-a6f, mn S. 1a0—40f, 5. K sieht, 4. Tab Auflösung der Aufgabe in Nr. 3: Reliefpfeiler. 8: Auflösung des Logogryph in Nr. Besatz, Versatz, Absatz, Umsatz, Einsatz, Vorsatz, Ersatz, Ansatz, Aufsag, Zwischensatz, Rebensatz, Nachsatz, Zusatz. IIII Die 7 IIIII E Aus der Gesch dieser glorreiche Fürst vater, was wissen Primaner:„Sein liebevoller Landesonk Eigenthümliche alter Freund, Sie und Rechenexemxel."— B geht so vollständig in übrig geblieben ist.“ Aus der Kase Einjährig=Freiwilligen Berli KE Bahnhof Friedr. 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Carl Rode. zung. Aus der Geschichtsstunde. Lehrer:„Ja, dieser glorreiche Fürst war ein liebevoller Landesvater, was wissen Sie von seinem Bruder?"— Primaner:„Sein Bruder— das war ein ebenso liebevoller Landesonkel.“ Eigenthümlicher Vergleich. A:„Hören Sie, alter Freund, Sie und Ihre Frau sind wie ein gutes Rechenexemxel.“— B:„Wieso denn?"— A:„Sie geht so vollständig in Ihnen auf, daß nur eine Null übrig geblieben ist.“ Aus der Kaserne. Unteroffizier(zu den Einjährig=Freiwilligen):„... Außer den eben genannten Lokalen giebt es noch eine Reihe anderer, die Sie als anständige Leute nicht besuchen dürfen, z. B. der Tingeltangel im Café Lizel. Denn erstens ist es dort unanständig und zweitens gehen die Herren Ossiziere immer in Civil dorthin.“ Entschuldigung.„Das war recht garstig von Dir, lieber Mann, daß Du während meiner Abwesenheit keinen Ehering getragen hast. Die Mutter hat es mir schon erzählt!“—„Aber, liebes Kind, bei der Hitze!!“ Standesgemäß. Kanzlist:„Der Herr Geheime Ober=Regierungsrath beabsichtigen nach Italien zu reisen! Werden der Herr Geheime Roth Unteritalien oder Oberitalien beehren?"— Geheimer Ober=Regierungsrath:„Selbstverständlich Ober= italien!“ Schwer wiederzufinden. Prinzipal:„Wenn Sie noch einmal wagen, Sie Knips, sich über mich lustig zu machen, so nehme ich Sie, lege Sie in's Hauptbuch und klappe zu.— Lehrling:„Da vergessen Sie aber um Gotteswillen nicht das Folio!“ Kasernenhofblüthen. Sergeant(zu Meier, während einer Turn=Uebung):„ Kerl, ich sag' Dir, een Elephant ist een Clown gegen Dir!“ Korporal:„Warum hat der Soldat vorne acht Knöpfe?“— Gemeiner:„Damit kein Knopfloch zu viel oder zu wenig ist.“ Renommage. A:„Du, wo willst De denn hin?"— B:„In's Leihhaus, was versetzen!"— A:„Daß De doch das Renommiren nicht lassen kannst!" Aus der Kaserne. Unteroffizier:„G'ötel, was thun Sie, wenn Ihnen ein direkt Vorgeetzter begegnet und Sie fallen hin?"— Gsödel:„Da bleib i' halt mit„Stillg'standen“ liegen, Herr Unteroffizier!“ dem wir(um weniger rn) die Interpunktionen meten Werke„Mucmoas Merken im Schach3. Fischer in Hagen in upfehlen wir das Buch welche dem Schachspiel abringen, als gewöhnAufgabe. von 4 Uhr 4 Minuten seiger mit dem Stund wann wird er auf Stundenzeiger hinaus lyr 4 Minuten) hinter aufgabe Nr. 3. seim nächsten Zuge seiner Thürme en nichts anderes übrig. 1 g e h e n. J e t z t m u s s Zuge nicht matt zu hierauf 2. Ta7-a6f. 3. K sieht, 4. Tab be in Nr. 3: ph in Nr. 3: satz, Einsatz, Vorsatz, satz, Nebensatz, NachBerlin # 5 Höfel 4010T Bännher Prieurieh-Strasse. Hôtel ersten Ranges mit renommirt. Restaurant und feinster französischer Küche. Alle Räume electrisch beleuchtet. — 2 Lifts.—(36 — Rossmanith& Schaurté.— Einträglicher Nebenverdienst, für jeden Stand passend, bietet sich durch den provisionsw. 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