genheit des d. Allgem. Verfahrens orden. Za i Staatsltusminister zinisteriums Einschreiten , d a ß i n seiplinirung vie es die Schleswig hatten des Bischofs. sentreter ählt. Der seboren. 9n und war verlautet, e den Senat :„ M a t i n“ ischen Capiung gestellt. nach Ratidre“ meldet: jied, er habe em Cassaion Dupuys sein an den freiben vorreyeinet die e zur Geforderlichen Großfürst Begleitung nach dem erabschieden. bei der Auab sich der luswärtigen, Fahrt nach Regimenter rhalten, sich en, um die 28. Februar sen sich am te Amerikas der frauhanghai. In dem en Gemahlin u ist eine bereits mit Das Synversammelt: die Theilnstimmig für rung ist Einamm.) In ach, drangen lägerei, worlitten. Die Versammlung vobei einige zen wurden. Gegentandirden vorgeDen Blättern ner der Antilossen wurde, Resolutionen hinzu, daß selben bezügannt wurden. Der Bürgerzing mit dem Arm in Arm Christen und Die Festlichein, erstarrt in ? Seit den Bromsky theilGlas Punsch beruhigt.“ sünfelt verzagte lich sah er ihre ühren Verhältvischen meinem sind. Da für en, nicht existirt iches Schweigen de. In seinen nigster Wunsch, od ihn von der de. Dieses Ziel und erleichterte richter, daß es u schreiben, um ebenfalls auf U sie nie kennen ine überflüssige lleide die Stelle W. wird vermeinem Berufe Pir waren mit nach einer geiter aber haben aber zu Onkel em Süden aufnd. Die Aerzte ich aber fürchte. kgezogen in unr Feste aus den werde ich ganz er Sandra dem entrüstet, daß ihm von vornfnehmen müssen. verlangt nichts in geradezu zur al F. besuchen? sunt folg.) December 1893 * Verantwortlich für den ganzen Inhalt: H. Bringewald, Witten. Preis für die 1spaltige Petitzeile 10 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt. Größere Anzeigen können nur bis spätestens Abendo 5 Uhr angenommen werden, ganz dringende Inserate bis Morgens 8 Uhr. Geschäftsstelle: Witten, Hauptstraße 79. UerteTe Telephon=Auschluß 130. Centrums-Organ für das Ruhrthal. Telegramm=Adresse: Volkszeitung, Witten. Druck und Verlag von H. Bringewald Mitten. e Politische Wochenrundschau. Der Reichstag hat am Donnerstag voriger Koche die erste Lesung des Etats zu Ende geführt und dann sofort die Weihnachtsferien angetreten. ie Etatsdebatten sind bis zum Schluß suhiger verlausen, als man von einem neugewählten Reichs tage und bei den mancherlei Anlässen zur Nißstimmung hätte erwarten sollen. Der Reichsanzler hat sich an ihnen gar nicht betheiligt, ja im letzten Tage war er sogar zur Saujagd nach Springe abgereist. Als Bebel darauf hinwies, daß der einzige verantwortliche Vertreter der Rehierung die Saujagd der Theilnahme an wichtigen Vorlamentsverhandlungen vorziehe, fand er damit In Reichstage vielfachen Widerhall. Gewiß ist es für den deutschen Constitutionalismus bezeichnend, haß der einzige verantwortliche Staatsmann es nicht für nöthig hält, an solchen Tagen im Reichstage zu bscheinen. Allein Fürst Bismarck hat es besanntlich fertig gebracht, ganze Sessionen hindurch ur ein poar mal oder auch gar nicht zu kommen, #ud ob Fürst Hohenlohe anwesend ist oder nicht, das ist von viel geringerer Bedeutung, als es die Anwesenheit oder Abwesenheit des ersten Reichskanzlers war. Da er nicht reden kann, müssen ja doch die Staatssekretäre für ihn sprechen, und was sie zu reden pflegen, das können sie auch sagen, sohne sich vorher mit ihm darüber verständigt zu haben. An einem blos zuhörenden Reichskanzler aber kann dem Reichstage kaum allzuviel liegen. Ueberdies haben vielleicht Diejenigen Recht, die neinen, er sei bei der Hofjagd nöthiger gewesen, als im Reichstage. Denn bei Hofjagden hat sich nur zu oft allerlei Politisches angesponnen. In Springe waren nun auch noch der Fürst von Schaumburg und Prinz Adolf von Schaumburg anwesend; der Reichskanzler war also da vielleicht sehr am Platze. Wollte Gott, es wäre gelungen, dort die leidige und läppische lippesche Angelegenheit aus der Welt zu schaffen. Als der Kaiser aus dem Orient zurückkam, hieß es, in dieser Sache sei unn auch eine erfreuliche und befriedigende Wendung eingetreten. Man merkt jedoch bis jetzt nichts davon. Min hört nur immer von neuen Kleinlichkeiten und lächerlichen Lappalien, mit denen dieser Streit behandelt wird. Die verschiedenen Meldungen über die Art, wie der Bundesrath die Frage erledigen werde, haben sich nicht bestätigt. Der Bundesrath hat in der vorigen Woche zwar über eine Schaumburgische Vorlage verhandelt und sie an die Ausschüsse verwiesen; es hat sich aber, wie hinterher gemeldet wurde, nur um eine der Streitschriften oder Rechtsgutachten gehandelt, die von beiden Seiten immer von Neuem eingereicht werden. Die Aeußerungen des Abg. Fritzen über das deutsche Protektorat im Orient haben ihm heftige, zum Theil auf ungenauer Kenntniß seiner Worte beruhende Angriffe der römischen„Voce della Verita“ zugezogen. Diese Angriffe wies der Abg. Dr. Lieber in der Donnerstagssitzung scharf zurück. Darauf wandte sich das Blatt auch gegen ihn. Es lohnt sich nicht, den Streit noch fortzuführen. Die Sache liegt ungemein einfach und klar. Das deutsche Reich besitzt seit seiner Gründung kraft des Völkerrechts das Schutzrecht über alle seine Angehörigen im Auslande. Auch das Schutzrecht über die deutschen Katholiken im hl. Lande beansprucht es; der hl. Vater hat das anerkannt und die deutschen Katholiken, die sich bei dem deutschen Schutze recht sehr wohl befinden, sind ganz damit einverstanden. Das ist alles und daran ist nicht zu ändern. Wenn Franzosen oder Französlingen in Frankreich oder Rom das nicht gefällt, weil sie aus nationaler Eitelkeit und aus Haß gegen Deutschland für Frankreich größere Rechte in Anspruch nehmen möchten, als ihm zustehen und es durch sein kirchenfeindliches und kirchenschädliches Verhalten verdient hat, so ist das im Grunde höchst gleichgiltig. Mögen sie reden und die deutschen Katholiken, insbesondere die Centrumsredner soviel angreifen und verdächtigen, wie sie wollen, es bleibt doch genau so, wie es zu unserer Befriedigung ist. Daß im Vatikan die Stänkereien der Französlinge, die jedes Eintreten für das deutsche Recht und jede abfällige Aeußerung über Frankreich und seine Protektoratsansprüche als eine Unehrerbietigkeit gegen das Oberhaupt der Kirche hinstellen möchten, sehr unangenehm berühren, zeigt der im„Osservatore Romano“ ausgesprochene Wunsch, der zweck= und gegenstandlose Streit über die Protektoratsfrage möge endlich aufhören. Die im Reichstage u. a. auch von dem Abg. Fritzen scharf getadelte Ausweisungspolitik scheint der Stolz der preußischen Regierung zu sein. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ hat offieibs erklärt, die Regierung werde im preußischen Landtage das Vorgehen des Oberpräsidenten v. Köller, mit dem sie ganz übereinstimme, unbedingt in Schutz nehmen. Gegen den Berliner Professer Dr. Delbrück, der in den Preußischen Jahrbüchern die Ausweisungen aus Nord=Schleswig als himmelschreiend und brutal mit Entrüstung verurtheilt hatte, ist das Disciplinarverfahren eröffnet worden und das wurde sogar im„Reichsanzeiger“ bekannt gemacht. Also nicht einmal mehr die Kritik ihres Vorgehens kann die Regierung vertragen. Ein Beamter, der sich eine solche herausnimmt, macht sich der Achtung, des Ansehens und des Vertrauens unwürdig, das sein Beruf erfordert. Allein mag sie die Kritik unterdrücken, die Ausweisungspolitik wird dadurch nicht besser. Sie erscheint zum Schutze des deutschen Reiches und des Deutschthums unnöthig, ist in der von Herrn v. Köller beliebten Form ungerecht und hartherzig, bessert die Dänen u. s. w., die wir im Lande haben, nicht, ruft im Auslande, wo wir ohnehin nicht zu viel Sympathien genießen, Erbitterung hervor, schädigt unser wirthschaftliches Leben und droht unsere guten Beziehungen zu den Nachbarn zu trüben. In Oesterreich sehen wir die Wirkungen bereits. Um den durch die Rede des Grafen Thun herbeigeführten„Zwischenfall" beizulegen, ist sogar ein Briefwechsel des deutschen Kaisers mit dem Kaiser Franz Joseph geführt worden. Zeigt dieser Briefwechsel, daß man die alte Freundschaft erhalten will, so zeigt die Ursache des Briefwechsels, wie leicht sie getrübt werden kann. Der Abbruch der geschäftlichen Beziehungen dänischer Kaufleute zu deutschen Firmen, hat die Bremer Handelskammer bereits zu einer Eingabe an den Reichskanzler bestimmt, Beweis, daß die geschäftlichen Nachtheile der Ausweisungspolitik nicht unbedeutend sein müssen. Das für den Reichstag angekündigte Fleischschaugesetz, das nach der Versicherung des Staatssecretärs Grafen Posadowsky die Möglichkeit jedes Confliets und aller Reklamationen seitens Amerikas ausschließen soll, hat, noch ehe es ausgearbeitet und bekannt geworden ist, in den Vereinigten Staaten zur Avregung von Repressalien angereizt. Im Senat wurde eine Resolution eingebracht, wonach der Ackerbauausschuß sofort ein Gesetz vorlegen soll, durch das eine Untersuchung auf Zucker, Fleisch, Wein und andere aus Deutschland kommende Nahrungsmittel angeordnet wird, wenn in Deutschland ein Gesetz gemacht werde, das die Einfuhr amerikanischer Fleischwaaren verbiete. Inzwischen hat der Ackerbauausschuß im Repräsentantenhause bereits einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach gesundheitsgefährlich gehaltene Einfuhrartikel einer Untersuchung unterworfen und diejenigen Artikel von der Einfuhr ausgeschlossen werden können, die im Ausschußberichte als gefälscht oder sonstwie gesundheitsgefährlich bezeichnet sind. In diesem Entwurfe ist zwar nicht ausdrücklich von Deutschland die Rede; er richtet sich aber wohl in erster Linie gegen Deutschland. Staatssecretär von Bülow sagte im Reichstage, die handelspolitischen Verhandlungen mit Amerika würden wieder aufgenommen werden und er glaube, daß auf beiden Seiten der gute Wille bestehe, die freundschoftlichen Beziehungen auch auf dem Handelsgebiete festzuhalten. Nach dem Verhalten der Amerikaner scheint diese Auffassung etwas zu günstig za sein. In Württemberg ist die Verfossungsrevision, an der schon seit mehreren Jahren gearbeitet wird, gescheitert, und zwar hat das Cen trum sie zum Scheitern gebracht. Wie erinnerlich, verlangte es bei der ersten Abstimmung in der zweiten Kammer vergebens die Annahme von Anträgen, die den Katholiken die Freiheit auf dem Gebiete des Ordenswesens und der Schulen sichern sollten. Es mußte dies umsomehr verlangen, als die bisherige katholische Mehrheit der ersten Kammer beseitigt werden sollte. Die erste Kammer hat die Vorlagen durchberathen, ohne die Forderungen des Centrums zu erfüllen. Jetzt hatte die zweite Kammer sich wieder damit zu befassen. Das Centrum, das auch mit anderen Abänderungen der ersten Kammer nicht einverstanden war, lehnte ab, weil die verlangten verfassungsmäßigen Garantien verweigert wurden. Da zu der Revision eine Zweidrittel=Mehrheit erforderlich ist, kann es jede Verfassungsänderung, die den Katholiken nicht gerecht wird, verhindern. In Oesterreich ist der Reichsrath in die Weihnachtsferien gegangen, ohne daß die Ausgleichsvorlagen, die nur im Ausschusse angenommen worden sind, noch zur Verhandlung kamen. Was nach Weihnachten werden wird, ist noch ganz ungewiß. Die deutschen Oppositionsparreien, die vor einigen Wochen stark auseinandergingen, haben sich wieder genähert und die Opposition und das Scandalmachen ist schon ganz hübsch wieder im Gange. Andererseits werden in der tschechischen Presse Stimmen laut, die sich für eine Verständigung mit den Deutschen aussprechen.— In Ungarn ist der Kampf zwischen Bauffy und der Opposition noch imwer nicht ausgefochten. Bis jetzt ist es noch nicht einmol zur Wiederbesetzung der drei Präsidentenposten im Abgeordnetenhause gekommen. In Frankreich erschwert man dem Cassationshof fortgesetzt die vollständige Klarstellung der Dreyfus=Angelegenheit. Kriegsminister Freyeinet setzt in Uebereinstimmung mit dem Ministerpräsidenten Dupuy den Humbug mit dem famosen „geheimen Actenbündel“ fort, dessen Bekanntwerden die Sicherheit des Staates gefährden soll. In der Deputirtenkammec erklärte Freyeinet, er werde die Acten dem Cassationshofe nur mittheilen, wenn er durchaus sicher sei, daß sie der Oeffentlichkeit nicht übergeben würden; ein Actenstück werde er überhaupt nicht herausgeben. Die Gefährdung der Sicherheit des Staates ist fauler Zauber. Es wird sich um freche und plumpe Fälschungen handeln, mit denen die Regierung und der Generalstab sich höchstens blamiren können. Uebrigens machte bei der Debatte in der Deputirtenkammer Cavaignae die interessante Mittheilung, daß er als Kriegsminister dem Ministerpräsidenten Brisson und dem Justizminister Actenstücke vorenthalten habe, als es sich um die Prüfung der Acten handelte. So springt man mit der Gerechtigkeit um und bekennt das dann auch noch offen mit Stolz. Die Generalstabspartei triumphirt nun schon, daß, wenn der Cassationshof, ohne das„geheime Actenbündel" oder doch das eine ihm vorenthaltene Actenstück eingesehen zu haben, Dreyfus freisprechen, der Verdacht doch immer auf ihm haften bleiben und in der Bevölkerung die Ueberzeugung fortdauern werde, daß er nur freigesprochen worden sei, weil der eigentliche Schuldbeweis gegen ihn ohne Gefährdung der Sicherheit des Staates nicht vorgebracht werden konnte. Ob sich der Cassationshof auf die Comödie einlassen oder auf bedingungsloser Auslieferung aller Aetenstücke bestehen wird, muß abgewartet werden. Inzwischen regen die Franzosen sich schon wieder an einer neuen großen Spionage=Angelegenheit auf, hinter die man gekommen sein will, die sich aber als Schwindel von Polizeiagenten entpuppen zu sollen scheint.— Faschoda ist am Montag endgültig von den Franzosen geräumt worden. Marchand ist mit seinen Leuten nach Osten, nach den Bergen Abessiniens zu abgezogen. In England tat der Ausschuß der liberalen Partei auf einer Versammlung in Birmingham in einer Resolut'on sein Bedauern über den Rücktritt Harcourt? ausgesprochen, einen Antrag, ihn um Zurücknahme seines Entschlusses zu bitten, aber abgelehnt. Ehe das noch geschehen war, hatte Harcourt schon öffentlich unzweidentig erklärt, daß er abdanke, also nicht einen Druck auf die Partei ausüben wolle. Soweit hat die von Lord Roseberry vertretene „imperiale" Ridtung, die für die Welt stellung und Ausdehnungspolitik Englands eintritt, in der Opposition gesiegt. Es wird sich nun zeigen müssen, ob die Partei auf dieser Grundlage sich einigen und wiederemporkommen und bei den nächsten Wahlen den liberalen Ministern das Feld streitig machen kann. Vorläufig haben die Conservativen im Bunde mit den Unionisten eine sehr feste Stellung inne. In Spanten ist nach Abschluß der Pariser Friedensverhandlungen eine Ministerkrisis ausgebrochen. Sagast a will sein Amt niederlegen. Nach dem unglückseligen Ausgange des Krieges mit Amerika, der die unglaublich verlotterten Zustände Spaniens offenkundig gemacht hat, für den er aber nicht allein verantwortlich gemacht werden kann, ließ sich das erwarten. Sein Nachfolger wird auch nicht auf Rosen gebettet sein, zumal da die Karlistengefahr immer drobender wird. i, M.. Auf Creta ist am 21. d. wrs. Prinz Georg von Griechenland in Begleitung der Kriegsschiffe der vier Mächte eingetroffen und hat sein Amt als General=Commissar übernommen. Bis er Ruhe und Ordnung auf der Insel hergestellt hat, wird es wohl noch eine Weile dauern.— In Constantinopel ist der russische Großfürst Nicolaus zum Besuche des Sultans eingetroffen und mit vielen Ehren aufgenommen worden. Russen und Franzosen betrachten 22 Das Geheimniß der alten Kirche. Von M. Elton. Der Schweiß stand auf Dünfelts Stirne, die Arme fielen an ihm herunter, so stand er Minuten lang in der tiefen Fensternische. Er starrte auf die entlaubten Bäume des Parkes, wie sie mit dürren Armen im rasenden Sturm gegeneinander kämpften, er starrte in das dichte, vom Winde gepeitschte„Schneegestöber, das den Tag schon zur Dämmerung machte, Eund blieb bleich und unbeweglich, bis völlige Dunkelheit ihn umgad.—— 11. „Aber, Hildchen, liebstes Kind, wie lange habe ich Sie nicht mehr gesehen!" rief Frau Sanitätsrath Pauer, nach Hilde's Jacke greifeno, die ganz mit Schneeflocken bedeckt war. „Lange kann ich nicht bleiben, Onkel Weißenbach bleibt während meiner Abwesenheit bei Sandra, erklärte Hilde und ließ sich auf ihrem Lieblingsplätzchen, einer viedrigen Ottomane, nieder.# sch ihr mütt Die alte Dame blieb vor ihr stehen und sah ihr murterlich wohlwollend ins Gesicht. „Wie Sie sich verändert haben, Hildchen! einen halben Kopf sind Sie gewachsen, seit ich Sie kenne, nun gleichen Sie zum Verwechseln Ihrer Mama. Nur die Augen sind es nicht, das sind die treuen leuchtenden Augen unseres guten Doktors. Lassen Sie mich die tiefblauen Sterne küssen,“ sagte sie und beugte sch über Hilde. 1/.— Hamr. 4 4. Diese sah freundlich zu der alten Damur auf, und die Arme um deren Hals schlingend, zog fie sie neben sich auf die Ottomane... Wi, haf, I. Jaat, P. S 6. „Ich glaubte, Sie seien mir bose! fagte sie, Frau Pauer fragend ansehend. Eäuge im „Sie meinen wegen Ihrer Errktärung im Tageblatt? Das hätten Sie lassen sollen, Kind. Wer es gut mit Ihnen meint, muß Ihnen das sagen. Hat Herr Weißenbach es denn gebilligt?“ „Ich hatte ihn nicht gefragt,“ antwortete Hilde und senkte den Kopf.„ 44 eschrss „So war er edenfaus recht erschrocken, als er es gelosen dat?“. 6* „Es mußte doch sein, entgegnene sie leise.„Derr Amtsrichter Dünfelt durfte nicht wieder lächerlich gemacht „Ach geben Sie, Kind, er ist seit einem Jahre fort, was hätte ihm die unschuldige Aufführung geschadet? Sie aber sind dafür in aller Leute Munde. Meine Wäscherin schlug heute Morgen die Hände zusammen und rief schaudernd:„Eine Nacht in der Todtenkirche und noch in der Adventzeit? nun, die mag Schönes da gesehen haben! Daß ihr blondes Haar von der einen Nacht nicht schneeweiß geworden! Wo gestern und heute Zwei zusammenstanden, da sah man es den an, daß von Ihrem Abenteuer die Rede war.“ Hilde hob den Kopf, in ihren Augen blitzte es energisch auf:„Es ist gut so gewesen, ich bereue es nicht,“ sagte sie, nicht trotzig, sondern mit einem versöhnenden Lächeln auf den „Die allgemeine Annahme geht dabin, daß Ste ein warmes Interesse für Herrn Amtsrichter Dünfelt fühlen,“ meinte Frau Hide hob Holz den jugendlichen Kopf, die feinen Nasenflügel zitterten.„Das wäre eine boshafte, erbärmliche Auslegung.“ rief sie entrüstet,„und dennoch, es mußte sein!“ „Gerade wie ihre Mutter, so entschieden in Allem,“ dachte Frau Pauer.„Ob aber ein armes Mädchen weit kommen wird mit einer solchen Beharrlichkeit, das glaube ich nie und Etwas verletzt darüber, daß ihre mütterlichen Bemerkungen gar keinen Eindruck gemacht hetten, sagte sie bekümmert:„Der Herr Landrath hatte gestern Morgen beim Frühstück Ihre Erklärung im Tageblatt ganz übersehen, und als ich ihn darauf aufmerksam machte, sah ich, daß der Eindruck auf ihn ein entschieden unangenehmer war. Bei einem jungen Mädchen liebt er die Zurückhaltung, es ist ihm unangenehm, wenn es in den Kneipen zum Gegenstande der Discussion gemacht wird.“ Gut war es, daß Frau Pauer bei dieser wenig freundlichen Bemerkung die Augen fest auf ihren Schooß geheftet hielt, wo sie emsig in ihre schwarzseidene Schürze Fältchen zurecht Hüldes zart blühendes Gesicht war furchtbar bleich geworden, aber nur einen Augeablick, dann kam eine jähe Röthe wie eine Sturzwelle über sie.„Es ist sehr heiß hier,“ sagte sie aufstehend und griff nach ihrem Muffe. Erschrocken blickte Frau Pauer auf.„So war es nicht gemeint, mein liebes Kind; bitte, gehen Sie nicht, sonst glaube ich, daß ich Sie mit meinen so wohl gemeinten Worten beleidigt habe. Sehen Sie, mein liebes Hildchen, Sie haben keine Mutter: Niemand, der Ihnen einen mütterlichen Rath geben könnte. Ich habe Ihren Vater so hochgeschätzt und habe ein Töchterchen so innig lieb gewonnen, so war ich gewissermaßen verpflichtet, Ihnen von der Wirkung zu sprechen, die ein doch eigentlich unerhörtes Vorgehen bei einem jungen Mädchen hervorbringen mußte. Sie fragten mich ja selbst, ob ich Ihnen böse sei? Gewiß nicht, Hildchen, aber tief betrübt bin ich darüber.“ G.: Guszr Gis. Das Tascheutuch fuhr üder Frau Hauers Rlußen, Pilde reichte ihr versöhnt die Hand.„Ich muß gehen, Onkel geht mit Adeline aus, und ich will Sandra nicht allein lassen. „Das ist ein rechtes Schicksal. Das wunder schöne Mädchen. Wer, wie ich, die Schwindsucht in der Nähe beobachtet hat, der weiß, was Sie mitmachen, mein armes Kind.“ „Aber ich bitte Sie, Frau Pauer, Sandra hat doch keine Schwindsucht!“ rief Hilde auffahrend,„nach dem Ausspruch der Aerzte ist es nur eine Nervenabspannung mit etwas Bleich„Wir kennen das,“ siel Frau Pauer lebhaft ein,„es kommt so ein Bischen Husten dazu und so geht es langsom Guten Abend.“ Bestürzt, ganz fossungslos verließ Hilde das Haus. Sandra hatte in der That angefangen, ein wenig zu hüsteln. Die Gedanken und Entschlüsse überstürzten sich in dem schönen jugendlichen Köpfchen. Dünfelt hatte Sandra geliebt, warum aber war er gegangen? Darüber mußte sie Gewißheit haben, ob ihn die albernen boshaften Bemerkungen fortgetrieben hatten. Wenn das war, dann hatte sie die Veranlassung dazu gegeben. Sie griff sich verzweifelt in das sonnenlichte Haar und begab sich eiligst in ihr Zimmer. Das Tageblatt vom gestrigen Toge wurde ergriffen und ein Streifen Papier mit Dünfelts Adresse darüber geheftet. Sie schreute zusammen, nebenan in Sandra's Zimmer hörte sie das Hüsteln, dem sie bis jetzt gar keine Bedeutung beigelegt; dazwischen Weißenbachs Stimme, leise, schonend, wie es bei Kranken geschieht. Leise schlich Hilde hinunter, sich zur Post Abeline trat gerade in munterer Unterhaltung mit Frau Hauptmann von Lodke aus dem Salon in den Corridor. Zum Abschiede hörte Hilde, die nicht gesehen sein wollte und auf der Treppe stehen geblieben war, Frau von Lodke sagen: „Machen Sie es heute Abend gnädig, Fräulein Adeline, unsere jungen Herren haben bereits alle die Köpfe verloren, nun spannen sich auch noch die Ehemäuner an Ihren Siegeswagen, ich bitte um Erbarmen für den meinigen.“ Adeline lachte hell auf, als die kleine Frau mit bittend gefalteten Händen vor ihr stand. Mit einem Kuß auf ihrer neuen Freundin Wangen schlüpfte Frau von Lodke aus dem Hüde sepzte ihren Weg fort, Adeline sah sie vorübergehen. „Gi, das ist ja noch ein später Ausgang,“ rief sie ihr gereizt zu.„So soll Sandra wohl allein bleiben, während Du der Haushälterin des Landrathes Deine endlosen Besuche machst. Wählst wohl am liebsten diese Zeit,“ fuhr sie böhnend fort, „und hoffst Herrn von Blessen zu begegnen. Seit Du aber eine Lanze für Herrn Dünfelt gebrochen hast und Dein Name in aller Leute Munde ist, wird er kaum Dich noch Blick's würdigen und wohl seiner Haushälterin den Umgang Ein Bedienter durchkreuzte den Corridor und Hilde zog vir, stumm vorüber zu gehen. Wie bleich sie geworden war und wie unsicher sie nach dem Geländer tastete! Sie hatte ihr Wort gebrochen, ihm ihr gegebenes Wort nicht gehalten! Frau Pauer hatte ihr ja gesagt, wie entschieden unangenehm ihn die Erklärung im Tageblatt berührt habe. Um den fieberhaften Eifer zu verhindern, daß durch die Aufführung der Posse nicht jede Rückkehr dem Amtsrichter abgeschnitten werde, hatte sie schnell, unwiderruflich gehandelt. Nun mußte er ihr zürnen und die Wortbrüchige verachten. Zum ersten Male sank ihr Muth, sie fühlte sich traurig zum Sterben. Am Schalter standen viele Leute, warum hatte sie nicht unterwegs für eine Briefmarke gesorgt? Ganz betäubt stand die hobe schlanke Erscheinung etwas abseits und wartete. Eischrocken fuhr sie zusammen, als Affessor Moor sie an„Kann ich vielleicht etwas für Sie besorgen, Fräulein Vanerus? Der Schalter ist eben noch stark belagert.“ Stumm reichte sie ihm das Tageblatt unter Kreuzband. „Sie wollen das an Dünfelt schicken?" fragte er verwundert.„Hätten Sie vor einem Jahre den Thatbestand im Tageblatt veröffentlicht, heute hat es keinen rechten Zweck „Wie weinen Sie das! Warum wird der Zweck nicht mehr erreicht werden können, der voriges Jahr erreicht worden hat Dünfelt den Aufenthalt hier verleidet.„ „Wissen Sie das ganz bestimmt“ „Ganz bestimmt, er mied die Meuschen seitdem und ließ sich schleunigst versetzen, einerlei wohin. Der Platz dahinten in Polen war schon lange vacant, weil ihn Niemand begehrte. Sie können sich denken, wie sich Dünfel:, der so gerne hier in F. war, da gefällt. Mir hat die Geschichte mauch schlaflose Nacht beroit t, weil Dünfelt in mir den Verdreiter sehen Büs Hediesrns 140) ** — *, in f0 ie je 1s 18 e a 13 ie I. dse in * * 10 b v. r 0 r u * 1, r et r r e 9 n e 6 t ie t diesen Besuch als ein Gegenstück zum Besuche des deutschen Kaisers. o Politische Tagesübersicht. " Für das Disziplinarverfahren gegen Delbrück bringt die im Ministerium des Innern herausgegebene„Berliner Correspondenz“ einen„schneidigen“ Artikel; es heißt in demselben: Die Regierung werde sich durch den Widerspruch eines großen Theiles der Presse umso weniger beirren lassen, als derselbe im Wesentlichen auf einer Verkennung der Sach= und Rechtslage beruht.„Das eingeleitete Diszipl inarverfahren hat durchaus nicht den Zweck, einer sachlich gehaltenen, wenn auch noch so unrichtigen Beurtheilung von Regierungsverfügungen entgegenzutreten. Es handelt sich vielmehr um die Frage, ob ein königlicher Staatsbeamter, und noch dazu ein höherer Beamter, der den andern mit gutem Beispiele vorangehen müßte, nicht mit den Pflichten seiner Stellung(§ 2 Nr. 1 des Disziplinargesetzes vom 21. Juli 1852) in Widerspruch geräth, wenn er über Regierungsverfügungen in so maßloser, ja unerhörter Weise sich ausläßt, wie dies in den Preußischen Jahrbüchern geschehen ist. Diese Frage vor den gesetzlich geordneten Instanzen zum Austrage zu bringen, erscheint um so mehr geboten, als es in den weitesten Kreisen unseres bewährten Beamtenthums Befremden erregen würde und zu einer Schädigung der Staatsautorität führen könnte, wenn die Regierung über einen solchen Vorgang schweigend hinweggehen und viel mehr nicht auf disziplinarische Ahndung mit Entschiedenheit hinwirken wollte.“ Aus Vorstehendein ergibt sich zugächst, daß das Disziplinarverfahren eingeleitet werden soll, weil Delbrück nach§ 2 Nr. 1 die Pflichten verletzt hat, die ihm sein Amt auferlegt. Man hat es also nicht gewagt, das Disziplinarverfahren, wie bisher in der Presse übereinstimmend angenommen wurde, deshalb einzuleiten, weil Delbrück sich durch sein Verhalten außer dem Amt der Achtung, des Ansehens und des Vertrauens, die sein Beruf erfordern, unwürdig gezeigt hat(§ 2 Nr. 2.) Die Regierung wil nach Vorstehendem die Frage grundsätzlich zum Austrag bringen, ob ein höherer königlicher Staatsbeamter sich über Regierungsverfügungen in so maßloser ja unerhörter Weise auslassen darf, wie es in den „Preußischen Jahrbüchern“ geschehen ist Als ob zwischen Staatsbeamten und Staatsbeamten nicht ein Unterschied wäre. Das jenige, was unpassend sein würde bei politischen Exekutivbeamten, stellt darum noch keine Pflichtverletzung dar als Aeußerung akademischer Lehrer in den„Preußischen Jahrbüchern“. Das Maßlose und Unerhörte sucht man offenbar zu finden in den Ausdrücken Delbrücks, daß die Aus weisungen zum Himmel schreien, eine Brutalität, eine Verblendung, einen nationalen Fanatismus darstellen, der wild und verstockt glaube, die Gesetze der Menschlichkeit mit Füßen treten zu können. Seltsam muthet an die Betonung der„Berliner Corresp.“, daß die Frage grundsätzlich vor den gesetzlich geordneten Instanzen zum Austrag zu bringen sei. Was sind denn das für gesetzlich geordnete Instanzen? Die oberste Instanz dabei ist dasselbe Staatsministe,= rium, welches solche Artikel schreiben läßt und das Disziplinarverfahren veranlaßt hat. In erster Instanz entscheidet bekanntlich der Disziplinarhof für nichtrichterliche Beamte, und dieser besteht unter dem Vorsitz des Unterstaatsseeretärs Meinecke im Finanzwinisterium aus dem Ministerialdirec tor von Bartsch, den vortragenden Ministerialräthen Wechter, Holitgreven, Lindig, dem Senatspräsidenten des Kammergerichts Groschuff und den Kanmergerichtsräthen Peters, Thielmann und Stock. Es verdient übriges bemerkt zu werden, daß die englischen Blätter den Fall Delbrück besprechen unter der Uebersch ift „Deutsche Freiheit“. Die„Daily=News“ fügt hinzu:„Und unter solchen Umständen wundert man sich, daß Preußen in Süddeutschland nicht beliebt ist.“ Die Verstimmung zwischen Deutschland und Oesterreich wegen der Rede, die Gra Thun im österreichischen Reichsrath über die Ausweisungen aus Salesien gehalten hat, scheint trotz gegentheiliger Meldungen noch nicht behoben zu sein. Auch eine Audienz, die der österreichisch= ungarische Botschafter v. Szögyeny=Marich beim Kaiser hatte, soll dem Vernehmen nach keine endgiltige Beilegung des Zwischenfalles gebracht haben, der vielmehr bald einen Personenwechsel an einer leitenden Stelle Oesterreichs zur Folge haben dürfte. Die mit Vorliebe zu officiösen Mittheilungen benutzte„Köln. Ztg. bringt ferner sehr schorfe Auslassungen gegen den Grafen Thun. Es scheint ihr, daß Thun trotz aller parlamentarischen Schlappen, deren Folgen sich selbst in den Beziehungen Oesterreichs zum befreundeten Deutschland zeigten, fester denn je im Sattel sitze. Das sei in mehrfacher Hinsicht nicht erbaulich, die Anwesenheit Thuns an der Spitze der österreichischen Regierung bilde je länger je mehr eine Gefahr für die auswärtigen Beziehungen des Landes. Ob es Oesterreich erwünscht sein könne, eine Aenderung in diesen Beziehuogen eintreten zu lassen, sei eine Frage, die nicht nur die Deutsch=Oesterreicher, sondern auch der besonnene Theil der slavischen Oesterreicher, vor Allem aber Ungorn, in verneinendem Sinne beantworten werden.— Das ist ein sehr deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl an den Kaiser Franz Joseph, seinen Minister schleunigst zu entlassen. Der Kaiser wird schließlich nachgeden gegenüber dem ungestümen Drängen. Nachrichten. Berlin, 23. Der. #. In der lippe'schen Angelegenheit wird, wie vie„Nat.=Lib.=Corr.“ hört, die Entscheidung des Bundesrathes Anfang Januar getroffen werden. In der Competenzfrage stehe schon jetzt fest, daß sich der Bundesrath fast einstimmig für die Zuständigkeit aussprechen wird, die Hondesrath gusägtig se. worach der bei Streitigkeiten nicht privatrechtlicher Natur zwischen zwei Bundesstaaten, auf Aurufung die Erledigung solcher Streitigkeiten herbeizuführen. Die letzten Berathungen darüber im Bundesrath waren, wie der„Nat.=Lib.=Corr.“ Sesätgt wird, durch ein Entachten hervorgernsen + Im Wahlkreise Schlochau=Konitz 1s. das Centrum zu eim Fit in Lendtage worden, indem mehrere Bündler sich entgegen der eingegangenen Verpflichtung ihrer Stimmabgabe enthielten. Ueber diesen Vorgang hat jetzt die westpreußische Provinzialversammlung des Bundes der Landwirthe zu Gericht gesessen und dahin geurtheilt, daß einige Bundeswahlmänner sich bedauerlicher Weise hätten verleiten lassen, ihr gegebenes Wort nicht zu halten. An diesen Vorgang anknüpfend, führt die Bundescorrespondenz aus, die Erklärung des Kreisvorsitzenden sei der beste Beweis dafür, daß der Bund keine confessionellen Unterschiede kenne und keine Vereinigung evangelischer Landwirthe sei. In der Theorie mag der Bund keine confessionelle Vereinigung sein, in der Praxis ist er es aber doch. * Der Vorsitzende des Bundes der Landwirthe, Frhr. v. Wangenheim, erklärte in einem Vortrage in Königsberg, daß er den Freisinn noch mehr hasse als die Socialdemokratie. Wäre es nach ihm gegangen, so hätten die Conservativen überall die Socialdemokraten unterstützt, wo diese mit dem Freisinn in der Stichwahl standen. Ferner äußerte er, wenn die Landwirthe immer zu ruinösen Preisen produciren sollten, dann könnten sie lieber den socialdemokratischen Zukunftsstaat wählen. Die „Kreuzztg." verwahrt den Redner dagegen, als sollte das eine Drohung sein,„unter die Social= demokraten zu gehen.“ Eine solche Drohung ist aber früher unzweidentig ausgesprochen worde. * Zu der Angelegenheit des Abgeordneten Ernst von dem, wie schon erwähnt, der Schneidemühler Bürgermeister Vertretungskosten verlangt, bemerkt die„Kreuzztg.“, der Abg. Dr. Kropat= den Jahren 1879—83, wo er städtischer Oberlehrer in Brandenburg war, monatlich 150 Mark für seine Vertretung zahlen müssen. Berlin, 24. Dec. Wie ein Berichterstatter meldet, habe der letzten Sitzung des Staatsministeriums auch der Kaiser eine Zeit lang Leigewohnt. * Aus Flensburg wird gemeldet, daß die Gemeinde=Vorsteher auf Alsen amtlich angewiesen seien, Vormünder für die unmündigen Kinder solcher dänischgesinnter preußischer Eltern vorzuschlagen, welche die Kinder von den Schulen in Dänemarck nicht zurückrufen. = Wie der„Conf.“ erfährt, werden die gesammten hiesigen größeren industriellen und gewerblichen Vereine demnächst über eine an die Staatsregierung zu erlassende Petition in Berathung treten, durch welche dieselbe auf die täglich stärker auftretenden Schäden, welche der deutsche Handel und die deutsche Industrie durch die Ausweisungen aus Schleswig=Holstein erleiden, aufmerksam gemacht und um Abhilfe gebeten wird. — Die Aufregung in Dänemark ist in der Zunahme begriffen. In Zeitungsinseraten heißt es bereits Kauft nicht bei Deutschen!“ G Die Absicht, die Wasserbauverwaltung dem Landwirthschaftsministerium zu übertragen, ist der„Nat.=Ztg.“ zufolge nicht fallen worden. Die Aenderung in den Ressortverhältnissen beschäftige das Staatsministerium nach wie vor, die Erledigung dieser Angelegenheit werde nicht mehr allzu lange hinausgeschoben werden. Ueber die voraussichtliche Entscheidung lasse sich allerdings noch nichts sagen, zumal da diese nicht vom Staatsministerium abhänge. * Die Abcommandirung von Burschen ist neuerlich wieder zur Sprache gekommen aus Anlaß der in der Militärvorlage enthaltenen Forderung. den Präsenzstand der Infanteriebataillone zu erhöhen. In Bezug auf dieses Burschenwesen spreibt .=Verl, Zig.“: Wozu muß denn jeder Offizter einen Barschen haben? Was hat z. B. der Barsche eines Lieutenants zu thun, der nach Berlin Kriegsakakemie kommandirt ist? Der „Kerl“ weckt früh seinen„Herrn" putzt ihm die Stiefel, kocht Kaffee und trägt dann eine kleine Mappe zur Kriegsakademie. Dert vor der Thür stehend, erwartet er seinen Herrn, um ihm besagte Mappe zu behändigen. Ebenso holt er sie nach Schluß des Unterrichts wieder ab. Würde es die Ehre des jungen Offiziers schädigen, wenn er besagte kleine Mappe selbst in der Hond trüge? Ist der Herr Lieutenant Besitzer eines Hundes oder verheirathet, so erwachsen dem Burschen allerdings andere ernste Pflichten; im ersteren Falle hat er den Köter spazieren zu führen, im anderen Falle hat er das Mädchen für Alles zu ersetzen resp. zu entlasten. Er führt das Söbnchen oder Töchterchen zur Schule und holt es wieder ab, holt vom Kaufmann Petroleum, Syrup und was sonst gebraucht wird, hilft bei der Wäsche, rollt sie 2c. Nachfolgendes Inserat aus dem„Daheim“ Nr. 6 vom 5. November 1898, das uns von einem Leser unseres Blattes eingesandt wird, ist recht bezeichnend: Ein nicht zu junges Fräulein, welches im Kochen durchaus sicher, im Haushalt und Schneidern nicht unerfahren ist, das Bügeln verheht und Liebe zu Kindern hat, wird dis Sluge der Hausfrau gesucht. Mädchen und Bursche Seisaongobe. arpitmann von E. Zur gestrigen Frühstückstafel bei dem Kaiserpaar war Oberpräsident Graf Zedlitz=Trütschler geladen. * Limburg(Lahn), 23. Dee. In Meran ist gestern Nachmittag Graf Wilderich von Balderdorff, Chef der in Nassan ansässigen Familie Waldervv#ff und Fideicommiß=Besitzer von Molsberg, im 68. Lebensjahre an einem Schlaganfalle verschieden. Die Leiche wird nach Molsberg übergeführt werden. * Pelplin, 22. Dec. Heute hat, wie wir in Kürze schon berichtet haben, die preußische Dibeese Culm einen neuen Oberhirten erhalten in der Person des Regens des Priesterseminars von Pelplin, Domeapitular Lie. Dr. Augustin Rosentreter. Der neugewählte Bischof von Culm, Domcapitular und Regens Dr. Augustin Rosentreter ist ein Sohn der Dibeese, zu deren Leitunger nunmehr berufen ist. Geboren am 13. Jonuar 1844 in Abrau bei Konitz in Westpreußen, besuchte er das Gymnasium letztgenannter Stadt und studirte dann an der Universität Bonn und an der Akademie zu Münster in Westf, woselbst er sich auch den Grad eines Licentiaten der Theologie erwarb. Zum Priester geweiht vom hochseligen Bischof v. d. Marwitz am 22. März 1870 war er zunächst als Kaplan in Neuenburg und Danzig in der Seelsorge thätig. Wegen seiner und hervorragenden Beföhigung wurde er aber bald als Professor der Exegese an das bischöfliche Priestersemiaar nach Pelplin berufen. Da brach der Culturkampf aus, und das bischöfliche Seminar wurde geschlossen. Lic. Dr. Rosentreter benutzte, da eine andere Seelsorgstelle ihm in Folge der Maigesetze nicht gegeben werden konnte, die unfreiwillige Muße dazu, seine Studien fortzusetzen. Zu diesem Zwecke verweilte er auch zwei Jahre in der Anima in Rom. Bei seiner Rückkehr in die Heimath im Jahre 1881 hatte er die Genugthuung, da des bischöfliche Priesterseminar noch geschlossen blieb, von der königlichen Staatsregierung den Vertrauensposten eines Directors des Lehrerseminars in Berent zu erhalten. Nach der Wiedereröffnung des Pelpliner Priesterseminars nahm er seine Lehrthätigkeit wieder auf. Am 22. August 1887 wurde er als Domherr an der Kathedrale zu Pelplin installirt und bei Gelegenheit seines 25jährigen Priesterjubiläums von der theologischen Facultät der Akademie zu Münster zum Doctor theologiae ernannt. Ein großer Theil der Geistlichen der Diöcese Culm hat von dem nun zim Bischof erwählten Regens und Lehrer des Priesterseminars seine theologische Ausbildung erhalten; getragen von der Liebe und Verehrung bes ganzen Clerus wird Dr. Augustin Rosentreter den bischöflichen Stuhl besteigen. Drer aun die polnische Sprache beherrscht und mit hohem Gerechtigkeitsgefühl auch stets den berechtigten Wünschen seiner polnischen Landsleute Rechnung getragen hat, wird mit dem Clerus auch die gesammte Diöcese die Wahl mit großer Freude begrüßen. * Würzburg, 21. Dec. Gestern früh 10 Uhr hielt in der dicht gefüllten großen Aula der neuen Universität Prinz Max von Sachsen, Kaplan aus Eichstätt, seine öffentliche Disputation behufs Erlangung der Doctorwürde an der theologischen Facultät. Anwesend waren u. A. der Rector der Universität, Geheimrath Prof. Dr. Schollmeyer, Bürgermeister Hofrath Dr. v. Steidl, das gesammte Domcapitel mit dem hochwürdigsten Herrn Bischof Dr. v. Schlör. Prinz Max vertheidigte die aufgestellten 25 Thesen sehr gewandt und sprach flüssig lateinisch. Sämmtliche Professoren der theologischen Facultät, die mit ihren. Decon Dr. Schell erschienen waren, opponirten.— Prinz Max reiste heute zum Besuche seines Vaters nach Dresden und hat dort im prinzlichen Palais, Zinzendorfstraße, Wohnung genommen. Wien, 22. Der. Der Czar dankte dem Kaiser Franz Joseph in einem sehr herzlich gehaltenen Telegramm für dessen durch den Botschafter Grafen Kapnist übermittelten persönlichen Namenstag=Glückwünsche. Wien, 22. Dec. Der Justizminister hat durch Erlaß an das Troppeuer Lan desgerichtspräsidium für die Gerichte in Schlesien in deutschen Gegenden mit tschechischer Bevörkerung Zweisprachigkeit, dort, wo auch Polen leben, Dreisprachigkeit des Geriatsverfahrens angeordnet, wodurch die Sprachenverordnungen auch in Schlesien eingeführt werden. * Pest, 22. Der. Das Abgeordnetenhaus beschloß mit 158 gegen 84 Stimmen, daß die Weihnachtsferten worcen beginnen und nur bis zum 27. d. M. Vormittags 11 Uhr dauern sollen.— Der Abgeordnete der Unabbängigkeitspartei Wladislaus Ratvay hat bei dem Parteipräsidenten Kossuth für die nächste Parteiconferenz einen Antrag angemeldet, wonach die Unabhängigkeitspartei, um ihr Beitreben zu docum entiren, daß das Eintreten des außergesetzlichen Zu andes hinausgeschoten, oder falls hierzu Gelegenbeit gegeben wird, gänzlich vorhindert werde, ihrer Bereitwilligkeit Ausdruck gibt, der Regierung eine einmonatliche Indemnität, d. i. bis Ende Januar, zu bewilligen. E Paris, 22. Dec. Ministerpräsident Dupuy ist heute noch nicht vom Cassationshof verhört worden. Es bedarf dazu nämlich der Erlaubniß des Präsidenten Faure. Dieselbe wird heute Abend dem Präsidenten zur untersarift vorgelegt werden, und Faure dürfte dieselbe auch geben, da Dupuy seine Bereitwilligkeit, verkört zu werden, erklärt bet. Dupuy wird in seinem Cabinet von einigen delegirten Mitgriedern des Cassationshofes verhört werden.— Der heut ige Ministerrath hat den Beweis geliefert. daß der Cassationshof noch nicht, wie mehrere Blätter behaupteten, im Besitze des gebeimen Dossiers ist. Es wurde nämlich im Ministerrath er klärt, daß zur Zeit noch zwischen dem Kriegsminister und den Präsidenten des Cassationshofes Unterhandlungen stattfinden, um Mittel und Wege zu fin den, um eventuellen Indiscretionen von Seiten des Advocaten Mornard und der Madame Dreysus vorzubengen, da es nach dem Gesetz diesen Beiden gestattet ist, alle den Prozeß betreffenden Schriftstucke ei zusehen.— Wie der „Temps“ meldet, erklätte Kriegsminister Freyeinet dem Präsidenten der Criminalkammer des Cassations= hofes Loew, er könne dem Cassationshof das geheime Dossier nur übermitteln, wenn der Advocat Mornard absolute Bürgschaft für die Discretion der Frau Dreyfus übernehme, welcher als Urmünderin ihres Mannes die Acten gezeigt werden müssen. Mornard gab in dieser Beziehung die bindendsten Versicherungen ab. * Paris, 23. Dec. Jaures theilt in der Petite Repubtique“ mit, dos Mitglied des Institut de la France, Gabriel Mono, habe ihm vorgestern einen Brie geschrieben, in dem es heißt: Hanotaux sagte im Mai 1898 zu K. und mir: Sie kennen die abscheulichen Mittel, welche General Mereier anwandte, um die Schuld Dreyfus' darzuthun, welche vielleicht nichts anderes als ein entsetzlicher Roman ist. Jaures verlangt, der Cassat ionshof möge Hanotaux und Monod vernehmen. Es verlautet, die Abordnung des Cassationshofes, welche die Zeugenaussagen Dupuys entgegennehmen soll, werde aus dem Präsidenten Löw und den Räthen Accariars, Sevestre und Atthalin bestehen.— Die soctalistischen Blätter veranstalten Sammlungen für die aus ständischen Angestellten der Spezereihandlungen. * Rom, 23. Dee. Den Blättern zu Folge verpflichteten sich die Delegierten zur Antianarchisteneonferenz, welche gestern geschlossen wurde, auf Ehrenwort, nichts über die gefaßten Resolutionen verlauten zu lassen. Man weiß nur, daß das Hauptprolocoll zwei Arten von Maßregeln aufführt, nämlich neue Verfügungen auf polizeilichem Gebiet, welche int ernationalen Charakter haben, und Specialbestimmuugen für jedes Land, welche den Gesetzen der betreffenden Länder angepaßt sind. Die Blätter fügen hiungu, daß bei Schlutz der Conferen, alle auf die Conferenz bezüglichen Protokolle und Schriftstücke ver braunt wurden. Rom, 23. Tec. Der Papst empfing heute Mittag gleichzeitig die Cardinäle, zahlreiche Bischöfe und Prälaten, deren Weihnachts wünsche der Cardinal Parocchi ausdrückte. Der Papst erinnerte in seiner Erwiderung auf die Ansprache an die schmerzlichen Ereignisse des Jahres 1898 und fügte hinzu, daß es gerechtfertigt sei, wenn die Regierungen des civilisirten Europa's sich zusammenthun, den unerhörten barbarischen Ausrottungstrieben einen Damm entgegenzusetzen; daß dies aber nicht völlig erreichbar sei, so lange nicht in dem Bewußtsein der Völker und bei der Organisation der Staaten die Gottes. furcht wieder zur Geltung gelange, welche die Grundlage aller Moral ist. Bezüglich der Lage der Kirche in Italien äußerte der Papst die Ansicht, daß die Aussichten für das kommende Jahr keineswegs günstig seien. Es genüge den kirchenfeindlichen Mächten nicht, daß dem Papste harte Bedingungen aufersegt würden, welche mit seiner Würde und seinen Rechten in Widerspruch stehen, sondern man verdächtige außerdem in gehässiger Weise die Presse, welche mit größter Offenheit für die Vertheidigung der religiösen und moralischen Interessen eintrete. Man bedrohe die Geistlich keit mit neuen strengen Maßregeln, obglech es diejenige Gesellschaftsklasse sei, der aufrührerische Absichten am fernsten liegen. Der Gehorsam, den sie dem apostolischen Stuhle leiste, dessen Rechte sie vertheidige und dessen Absichten sie unterstütze, werde ihr als politische Vergehen angerechnet. Die Geistlichkeit jedoch, die ihre Mission und ihre Pflichten begreife, werde sich weder durch Schmeicheleien noch durch Drohungen beirren lassen. Ihre Festigkeit finde ein Echo bei zahlreichen Laien, bei denen die Liebe zum Papstthum tief eingewurzelt sei. Die gemeinsame Arbeit der Geistlichkeit und der Laienwelt werde den künfti en Generationen heilbringend sein.— Die Stimme des Papstes war kräftig, sein Aussehen vorzüglich. Canea, 23. Dec. Einige Christen, welche am Mittwoch auf dem Marktplatze Türken schmähten, wurden zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt. * Aeber die Schenkung der Dormition zu Jerusalem Seitens des Kaisers an die deutschen Katholiken ist eine Reihe gegnerischer Blätter sehr verschnupft und nach dem Vorgange der protestantischen„Kirchlichen Correspondenz“ bringen sie einen Artikel, der die Frage nach dem Sterbeorte der seligsten Jungfrau für Jerusalem in verneinender Weise lösen zu müssen glaubt. Es seien uns zu der Sache nachstehende Bemerkungen erlaubt: Die Gelehrten sind sich über die Frage, ob die Mutter des Welterlösers in Jerusalem oder in Ephesus ihre Lebenstage beschlossen habe, richt einig. Auch die katholische Kirche läßt in dieser Frage, die mit dem Dogma ja nichts zu thun hat, Jedermann die vollste Freiheit, und keinem katholischen Schriftsteller wird es einfallen, die Thatsache über die Ungewißheit bezüglich des Sterbeortes der Gottesmutter seinen Lesern absichtlich vorzuenthalten. So schreibt z. B. P. Vogel in seinen „Lebensbeschreibungen der Heiligen Gottes“ einem Buche, das in zahlreichen katholischen Familien mit Vorliebe gelesen wird, zu dem 15. August:„Als aber nach dem Tode des hl. Stephanus eine große Verfolgung der Gläubigen zu Jerusalem ausbrach, entfernte sich auch die seligste Jungfrau aus der Stadt und nahm zu Epbesus mehrere Jahre lang ihren Auf uthalt. Die Väter der allgemeinen, im Jahre 431 zu Ephesus abgehaltenen Kirchenversammlung priesen diese Stadt vor allen anderen glücklich, weil die Mutter Gottes und der heilige Evangelist Johannes in derselben gewohnt, und sagen:„Da wird der hl. Johannes und die Jungfrau Maria, die Gottesgebärerin, ganz besonders verehrt; dahin strömen die Gläubigen von allen Seiten mit der glühendsten Andacht.“ Einige Gelehrte, auf diese Stelle sich stützend, vermuthen, daß Maria zu Ephesus gestorben sei; doch die allgeweinere Meinung ist, sie habe sich aus göttlicher Eingedung vor ihrem Tode nach Jerusalem begeben, wo man vor Alters ihr Grab zu Gethsemane in einem Felsen gehauen zeigte.“ So P. Vogel. Die Frage ist also thatsächlich eine strittige; aber unter den Gründen für jene Meinung, die den Sterbeort der Gottesmutter nach Jerusalem verlegt, wird in Zukunft die vom Kaiser vollzogene Schenkung der„Dormition“ sicher nicht am leichtesten wiegen; denn diese hochherzige Schenkung stellt sich nicht etwa dar als ein augenblicklicher Stimmungsact, sondern sie ist das Ergebniß wochen= und vielleicht monatelanger Unterhandlungen zwischen dem Vertreter des Kaisers in Constantinopel und der türkischen Regierung. Daß aber bei diesen Verhandlungen auch die Glaubwürdigkeit der sich an das fragliche Grundstück koüpfenden Legende von berufenster und befähigtster Seite geprüft worden sei, das bedarf schon bei der ungeheuer großen Summe von 150000 Mark, welche für die immerhin nur verhältnißmäßig kieine Grundfläche gezahlt werden mußte, doch wohl keiner weiteren Erörterung. Wenn nun trotz aller Forschungen, die in alter und neuer Zeit über den Sterbeort der hl. Jungfrau angestellt worden sind, die Sache noch nicht zu allgeweiner Befriedigung geklärt worden ist, bann sind wir Katholiken mit dem Platze der Dormition in Jerusalem und mit der Marienkirche, die sich dennächst auf demselben erheben wird, wahrlich nicht übler daran, als ein Deutscher mit dem— Hermannsdenkmal auf der Grotenburg. Denn trotzdem die Gelehrten bis auf den heutigen Tag sich noch streiten um den Ort und die Gegend, wo der große Cherusker den Varus geschlagen, so haben wir dem Ersteren dennoch auf der Grotenburg ein großartiges Denkmal gesetzt. Wem es Zeit und Geld erlauben, der sucht jenes Denkmal auf, und unbeirrt durch die Streitigkeiten der Geschichtsgelehrten ergeht er sich in begeisterten Gedanken an jene große Zeit, die den deutschen Stämmen die Freiheit brachte, und wovon das Herz voll ist beim Anblick des großen Fürsten und der herrlichen Gegend, die er überschaut, davon geht sein Mund über in Wort und in Lied. So wird es auch sein mit der Dormition und dem dereinstigen Muttergotteskom in Jernsalem. Und da mag sich dann auch wohl wiederholen, was der uns Katholiken sonst so bitterböse Prof. Dr. Hase in seinem Handbuch der protestantische katholische Kirche, „Protestantischen Zeit lang entfremdet der göttliche Sohn halten sie werth in ib i rer künstlerischen Bildung, nicht der jungen Mädchen, selb wegsetzend, singen ger „O sanctissima, 0 Mater amata, inten „O, Du heilige, Du Ganz Unversehrte, all * Das Norr mmern, dess Gewerbekamn vollendet hat, ent die für weitere Kr zu den Handnerts Alle drei Jakre aus. Die Aussch treten der Kammer Amtsdauer bestima Wählbar sind nur eines Scöffen säl gelegt haben, im lestens drei Jahre und die Befugniß sitzen. Die Kamme Ehrenamt unent gel lagen ersetzt undf und Abtheilungs=S versäumniß gewähr einem Fünftel ih von Sachverständt Handwerkskammer werksinteressen ihr hören: 1. Die Re Durchführung und lingswesen geltende der Staats= und des Handwerks d Erstaltung von Gu über die Verhältni von Jahresberichte Handwerker in ih fungsausschüssen und 6. Bildung über Beschwerden Handwerks kammer interessen des Hon gehört werden. 6 und Fortbildung lingen zu errichten ihr die Veranstalt gültigen Kraft= un die Errichtung gen Bildung von Magazin=Gen Kammer sind st der einzelnen, de zu wählen. Fre tigung zur Bild unter den so werden. 1. Die mindestens fünfzeh mit gliedern beschä der letzten 2 Jahr Fachsckule besucht ausschusses müssen zur Hälfte aus sellenausschuß der sellenprüfung best den Geschäften d sellenaussch aus je zwölf Mit stehen, die zu e schüssen der Inn zum enderen Tt § 103a Abs. 3 wählt werden.# bestimmungsrecht die Regelung des Entachten über 2 nisse der Gesellen Beanstandung vor Der Handwerkska überlassen, den sellen auch in a Die Mitglieder d gemeinsamen Verandererseits der( kammer gleich den Locales a Witten, Schmuck ist un ein prachtvoll au hrenden H ##bar das Bild z gestellt. Es ist Seelsorger unsere •— Die ge Bürgerverei im posanten. Nack Kinder, verbi scheerung. 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Du heilige, Du jungftäuliche, Süße Mutter Maria. Ganz Unversehrte, allzeit geehrte, hilf uns, hilf uns, Maria!“ Sociales. * Das Normalstatut für HandwerksAAmmern, dessen Ausarbeitung die vom deutschen Gewerbekammertag eingesitzte Commission soeben vollendet hat, enthäl: u. A. folgende Bestimmungen, die für weitere Kreise von Interesse sind: Die Iahlen zu den Handwerkskammern erfolgen auf sechs Jahre. Alle drei Jakre scheidet die Hälfte der Mitglieder aus. Die Ausscheidenden werden beim Zusammentreten der Kammer durch das Loos, später durch die Amtsdauer bestimmt, doch ist eine Wiederwahl zulässig. Wählbar sind nur solche Personen, welche zum Amte eines Scöffen fähig sind, das 30. Lebensjahr zurückgelegt haben, im Bezirk der Handwerkskan mer minlestens drei Jahre ein Handwerk selbstständig betreiben und die Befugniß zur Anleitung von Lerlingen besitzen. Die Kammermitglieder verwalten ihr Amt als Ehrenamt unent geltlich, doch werden ihnen baare Auslagen ersetzt und für die Theilnahme an den Plenarund Abtheilungs=Sitzungen Entschädigungen für Zeitversäumniß gewährt. Die Kammer kann sich bis zu einem Fünftel ihrer Mitglieberzahl durch Zuwahl von Sachverständigen ergänzen. Di: Aufgabe der Handwerkskammer bildet die Vertretung der Handwerksinteressen ihres Bezirks. Zu ihren Pflichten gehören: 1. Die Regelung des Lehrlingswesens, 2. die Durchführung und Ueberwachung der für das Leirlingswesen geltenden Vorschriften, 3. die Unterstützung der Staats= und Gemeindebehörden in der Förderung des Handwerks durck thatsächliche Mittheilungen und Erstaatung von Gutachten, 4. Berathung von A. trägen über die Verhältnisse des Handwerks und Ausarbeitung von Jahresberichten über die Gestaltung der Lage der Handwerker in ihrem Bezirk, 5. Bildung von Prüfungsausschüssen zur Abnahme der Gesellenprüfung und 6. Bildung von Ausschüssen zur Entscheidung über Beschwerden gegen die Prüfungsausschüsse. Die Handwerks kammer soll in allen wichtigen, die Gesammtinteressen des Handwerks berührenden Angelegenheiten gehört werden. Sie ist befugt, Fachschulen für Ausund Fortbildung von Meistern, Gesellen und Lehrlingen zu errichten und zu unterstützen. Ebenso steht ihr die Verarstaltung ständiger Arsstellung von mustergültigen Kraft= und Arbeitsmaschinen und Werkzeugen, die Errichtung gewerblicher Auskunftsstellen, sowie die Bildung von Credit=Rohstoffwerk= und Magazin=Genossen schaften zu. Von der Kammer sind stöndige Ausschüsse zur Berathung der einzelnen, das Handwerk berührenden Fragen zu wählen. Freien Innungen kann die Ermächtigung zur Bildung von Prüfungsausschüssen nur unter den folgenden Vora ssetzungen ertheilt werden. 1. Die Zahl der Innungsmitglieder muß mindestens fünfzehn betragen, 2. die bei den Ianungsmit gliedern beschäftigten Lehrlinge müssen inner halb der letzten 2 Jahre regelmäßig die Fortbildungs= oder Fachsckule besucht haben, 3. die Beisitzer des Prüfunosausschusses müssen zur Hälste aus Innungsmitgliedern, zur Hälfte aus Gesellen bestehen, welche vom Gesellenausschuß der Innung gewählt sind und die Gesellenprüfung bestanden haben. Zur Mitwirkung bei den Geschäften der Handwerkskammer soll ein Gesellen ausschuß herangezogen werden. Er hat aus je zwölf Mitgl iedern und Ersatzmännern zu bestehen, die zu einem Theile von den Gesellenausschüssen der Junungen des Kammerbezirks delegirt, zum enderen Theil von den Mitgliedern der im § 103a Abs. 3 der G.=O. bezeichneten Vereine gewählt werden. Der Gesellenausschuß hat ein Mitbestimmungsrecht bei dem Erlaß von Vorschriften über die Regelung des Lehrlingswesens, bei Berichten und Eutachten über Angelegenheiten, welche die Verhältnisse der Gesellen und Lehrlinge betreffen, endlich bei Beanstandung von Beschlüssen der Prüfungsausschüsse. Der Handwerkskammer und deren Vorstand bleibt es überlassen, den Gesellenausschuß oder Vertreter dessel en auch in anderen Fragen zu Rarbe zu ziehen. Die Mitglieder des Gesellenausschusses haben bei den gemeinsamen Beratlungen volles Stimmrecht und sind andererseits der Geschäftsordnung für die Handwerkskammer gleich den Mitgliedern unterworfen. Locales und Witten, 27. Dec. Um einen herrlichen Schmuck ist unsere Marienkirche bereichert: ein prachtvoll ausgestattetes Bild von der immermährenden Hilfe. Am ersten Weihnachtstage #bar das Bild zum erstenmale zur Verehrung ausgestellt. Es ist ein Geschenk von einem früheren Seelsorger unserer Gemeinde. *— Die gestrige Feier im Katholischen Bürgerverein gestaltete sich zu einer wirklich im posanten. Nachmittags war die Feier für die Kinder, verbunden mit Krippenspielen und Bescheerung. Die Kleinen, etwa 400 an der Zahl, wurden mit den üblichen Gaben bebacht. In freudigster Stimmung und glückstrahlenden Auges hatten sie sich um den Weihnachtsbaum geschaart und sangen mit Froblocken die bekannten Weihnachtslieder. Abends gegen acht Uhr begann die Feier für die Erwachsenen, bestehend in Wethnachts=Spielen und Stellung von lebenden Bildern 2c. Die Theilnahme an der hübschen Feier war eine so zanlreiche, daß der Saal die Erschienenen nicht zu fassen vermochte. 5— Am hochhl. Weihnachtsabend wurden die Anwohner der Winkelstraße durch einen furchtbaren Seandal in Aufregung gesetzt. Derselbe war ausgebrochen in dem Haase Nr. 5 und in Sceue gesetzt worden von dem jüngsten Sohne der dort wohnenden Wittwe H., angeblich aus dem Grunde, weil der Herr Sohn glaubte, von seiner Mutter nicht genügend Toschengeld bekommen zu haden. Als Letztere sich weigerte, noch mehr wie schon geschehen, herauszurücken, wurde der Sohn wüthend und mißhandelte schließlich seine Mutter. Ein älterer Bruber des Wütherichs, sowie mehrere andere Personen kamen dann dazwischen und entspann sich hierauf eine große Schlägerei, so daß später die Blutspuren auf dem Fußboden der Wohnräume, sowie auf der Treppe und sogar auf dem Trottoir vor dem Hause sichtbar waren. Der wißgerathene Sohn wurde kurz nachher von unserer Polizei hinter die schwedischen Gardinen gebracht. Für ihn und die übrigen zwei jungen Leute G. und V., welche ebenfalls in die Schlägerei verwickelt waren, wird der Auftritt noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Bezüglich des Scandalstifters spricht man sogar von der Corrections=Anstalt Benninghausen als passendes Domicil, weil er durch ähnliche„Heldenthaten“ schon wiederholt von sich reden gemacht hat. — Auf der oberen Hauptstraße, wo so oft durch Radaubrüder die nächtliche Ruhe gestört wird, machten sich am 1. Weihnachtstage Abends eine Anzahl junger Burschen ein Vergnügen daraus, durch lautes Johlen und Lärmen sich bemerkbar zu machen. Dabei machten sie Musik auf einer Mundharmonika und störten dadurch die Ruhe noch mehr. Nette Christen das, die an einem so hohen Festtage sich nicht einmal onständig und gesittet betragen können.— Gestern Abend zwischen 11 und 12 Uhr ließen sich dort wieder Ruhestörer hören. Bezirks=Cäcilien=Verein des Decanats Bochum. Die Frist für den alljährlich von den Pfarr=Cäcilienvereinen einzureichenden Jahresbericht geht zu Ende. Die Formulare hierzu werden in der Hand eines jeden Dirigenten sein, und bieten die Weihnachtsferien jedenfalls Gelegenheit zur Fertigstellung. Die Bezirksvereine werden gebeten, den Jahresbericht bis zum 4. Jonuar 1899 an den Schriftführer des Decanats=Cäcilienvereins, Herrn L. Humborg, Bochuw, zur Weiterbeförderung einsenden zu wollen nebst dem an die Kaffe des Diöcesan=Cäcilienvereins abzuführenden Beitrage gemäß der Besprechung gelegentlich der letzten Generalversammlung in Witten. Die noch immer nicht angeschlossenen Vereine wollen doch nicht länger mehr aufschieben, sondern den Anschluß unter Beifügung eines Eintrittsgeldes von 50 Pfg. für jedes erwachseve Mitglied des Chores bethätigen. *— Am 27. December spät Abends ereignet sich eine Mondfirsterniß, die ihrem ganzen Verlauf nach in Asien, Europa, Afrika, in indischen und atlantischen Ocean gesehen werden kann. Bei seiner gegen Osten gerichteren Bewegung tritt der Mond in den Erdschatten ein um 10 Uhr 47,8 Minuten mittelenropäischer Zeit, die vollständige Verfinsterung beginnt 11 Uhr 57,4 Min. und endigt 1 Uhr 26.8 Min. Die Finsterniß überhaupt endigt am 28. December 2 Uhr 36,4 Min. früh. Währerd der vollständigen Verfinsterung verschwindet die Mon scheibe nicht für das Auge, sondern nimmt gewöhnlich ein düster kupferrot hes Aussehen an. 8— Das Amtsblatt des Reichspostamts veröffentlicht Verfügungen des Staatssecretärs des Reichspostamts betreffend Aenderungen der Postordnung vom 11. Juni 1892. Danach wird u. A. das Meistgewicht einer Waarenprobe von 250 auf 350 Gramm erhäht, ferner wird der Meistbetrag einer Postanweisung von 400 auf 800 Mark erröht, ebenso der Meistbetrag einer Postnachnahme und die Werthgrenze, bis zu der Sendungen mit Werthangabe den Landbrief= trägern auf Bestellgängen übergeben werden dürfen. Die Postanweisungsgebühr für Beträge bis zu 5 Mork wird auf 10 Pfg. herabgesetzt. * Nicht mit feuchten Händen am Telephoa hantiren! Zu der schon oft empfohlenen Vorsicht beim Gebrauch des Telephons mahnt wieder einmal ein vor kurzer Zeit vorgekommener Fall von Erkrankung. Für den Gebrauch zu Privatzwecken sind bei den Telephonen vielfach die sogenannten Umschalter angebracht, die den Strom nach einem entfernter gelegenen Läuteapparat leiten. Einen solchen Umschalter benutzte ein Dienstmädchen, als es plötzlich einen heftigen elektrischen Schlag erhielt und bewußtlos niedersank. Der Apparat besaß nur einen kleinen isolirten Handgriff, wie das ja vielfach vorkommt, und diesen Handgriff erfaßte das Mädchen mit der noch vom Scheuern feuchten Hand, während beim Abklingeln ein Strom durch den upparat ging. In Folge der Feuchtigkeit der Hand wurde der elektrische Strom durch den Körper des Mädchens geleitet, und es traten in diesem Falle recht bedenkliche Folgen ein. Das Dienstmädchen erlitt eine halbseitige Lähmung, die im Verlaufe von vier Wochen noch nicht gehoben werden konnte. Der rechte Arm und das rechte Bein konnten abwechselnd nicht bewegt werden, und das Hören, Sehen, Riechen und Schmecken mit den rechten Hälften der entsprechenden Sinnesorgane war sehr beeinträchtigt, ja auch die Hautempfindlichkeit war auf der rechten Seite für alle Eindrücke, außer für die Wärme, so gut wie aufgehoben. Es ist also wiederholt davor zu warnen, Umschalter mit feuchten Händen zu berühren, und namentlich Kinder, Dienstboten und andere mit der Technik des Telephons weniger Erfahrene sollen hierauf aufmerksam gemacht werden. * Hagen, 23. Dec. Die nächstjährige GeneralVersammlung des Westföl. Provinzialvereins des „Katholischen Lehrer=Verbandes“, die in Hagen stattfindet und anfänglich für Ostern geplant war, ist nun endgültig auf Pfingsten festgesetzt worden. Für diese Verlegung waren hauptsächlich die Wünsche der Lehrervereine des Münsterlandes maßgebend. * Dortmund, 23. Dec. Die amtliche Untersuchung der Explosion auf der „Borussia“, am 4. November d. I., durch die sechs Bergleute zu Tode gekommen sind und ein Steiger bei den Rettungsarbeiten verunglückt ist, hat ergeben, daß es sich nicht um eine Schlagwetter=, sondern wahrscheinlich ausschließlich um eine Kohlenstaubexplosion gehandelt hat. Ueber die Untersuchung meldet der„Reichsanzeiger": „Als Ursache der Explosion ist mit ziemlicher Sicherheit ein Sprengschuß ermittelt worden, den der Ortsälteste und Schießmeister auf Ort Nr. 4 des Flötzes über der VI. Tiefbausohle verbotswidrig in der Kohle mit Dynamit geladen und weggethan hat, wahrscheinlich auch, ohne die vorgeschriebene Sicherheitspatrone anzuwenden. Da der Schießmeister selbst ebenso wie die übrigen in der Nähe arbeitenden Bergleute verunglückt sind, so fehlt es an Augenzeugen über den Vorfall. Vermuthlich hat der Schuß, welcher theilweise ausgeblasen hat, auf der Sohle des Verbindungsortes von Nr. 4 Kohlenstaub aufgewirbelt und zur Entzündung gebracht, wenigstens deuten die hier gefundenen Coaksspuren darauf hin. Eine Spritzwasserleitung zur Beseitigung des Kohlenstaubes in dem sehr staubreichen Flötze war vorhanden, es scheint aber, daß gerade dieser Ort garnicht oder wenigstens nicht hinreichend beeuchtet worden war. Die Explosion pflanzte sich durch die Aufhauen bis nach der Grundstrecke in der VI. Tiefbausoble auf etwa 50 m Entfernung ort, und es wurden die Bergleute, welche in den von derselben berührten Betrieben arbeiteten, mehr oder minder stark verbrannt. Die Mehrzahl derselben ist aber nicht unmittelbar durch die Verbrennung, sondern erst nachträglich in Folge des Einathmens von Nachschwaden gestorben. Durch die Explosion war nämlich ein Beuch in der Wetterstrecke in der V. Tiefbausohle entstanden, welcher diese zuschüttete und somit den ganzen Wetterzug abschnitt. In Folge dessen füllten sich sogleich die gonzen oberen Baue mit Nachschwaden, und es war äußerst schwierig und gefährlich, in dos Explosionsfeld vorzudringen. Bei dem Versuch, den letzten in demselben noch befindlichen, damals noch lebenden Bergmann zu retten, fand der Abtheilungssteiger Carl Zobel den Tod. Er wurde nach vielen Anstrengungen durch immer wieder von Neuem in Thätigkeit tretende Rettungsmannschaften bewußtlos neben der Leihe des erwähnten Beramannes gefunden: die sogleich vorgenommenen künstlichen Athmungsversuche hatten keinen Erfolg mehr, während der gleichzeitig mit ihm vorgedrungene Hauer Hockmeister wieder ins Leben zurückgerufen wurde. Erst in der Nacht vom 9. auf den 10. November war der Bruch in der Wetterstrecke soweit gewältigt, daß der Wetterzug wieder hergestellt war und die Explosionsstelle zugänglich wurde. Indessen machte sich sofort Brandgeruch bemerklich, und es zeigte sich, daß auf dem Verbindungsort Nr. 3, die auf der Sohle liegende Kohle, angefacht durch den lebhaften Wetterzug, in hellen Flammen stand. Nur mit Mühe gelang es, unter Benutzung der in der Nähe liegenden Spritzwasserleitung das Feuer noch rechtzeitig zu löschen und weiterem Unheil vorzubeugen.— Gestern weilte Oberpräsident Studt aus Münster hier und besichtigte mit Mitgliedern des Magistrats verschiedene städtische Anlagen und Bauten. Die Anwefenheit des Oberpräsidenten hängt auch zusammen mit dem voraussichtlichen Besuche des Kaisers bei der Einweibung des Dortmund=Emseanals im Mai 1899. Seit Friedrich Wilhelm IV. in den 40er Jahren hot kein Mitglied des königlichen Hauses als Gast in unserer Stadt geweilt. * Dortmund, 23. Dec. Der Antrag des Magistrates, sich mit der Lippe=Canalisirung von Wesel bis zum Dortmund=Ems=Canal als Provincial=Unternehmen einverstanden zu erklären mit der Maßgabe, daß die Stadtgemei ide Dortmund sich verpflichtet, sich an der Garantieleistung zu den Anlagen des Betriebes und den Unterhaltungskosten mit 18½ Theilen zu betheiligen, wurde in der gestrigen Stadtverdneten=Sitzung einstimmig genehmigt. * Dortmund, 23. Dec. Bezüglich des Selbstmordes des protestantischen Hilfspredigers Rohkohl aus Hiesfeld bei Sterkrade wird als Ursache angegeben, daß ihm seine vorgesetzte Behörde Schwierigkeiten bei seiner beabsichtigten Verheirathung machte. &a Grumme, 23. Der. Die Verwaltung der Gewerkschaft„Vereinigte Constantin der Große" stellte dem hiesigen St. Vincenz=Verein“ (Lidorius=Conferenz) 100 Centner Kohlen für die Armen des Vincenz=Vereins gratis zur Verfügung. Für diese schöne Weihnachtsgabe sei auch an dieser Stelle der Verwaltung herzlich Dank gesagt. 0 Herne, 24. Dec. Die Bescheerung der Nothdürftigen in unserer Stadt hat in diesen Tagen stattgefunden und den Beweis geliefert, wie sehr man die Wohlthätigkeit in unserer Gegend fördert. Der„Verein der hl. Elisabeth“ spendete in stiller Weise am Donnerstag weit über 100 Familien Kleidungsstücke jeglicher Art, desgleichen auch Lebensmittel. Der„Verein gegen Bettelei und Verarmung“ war im gleichen Sinne am Freitag Nachmittag thätig. Bei hellglänzendem Weihnachtsbaum wurden viele Familien mit Gaben bedacht; auch Kohlenvorräthe, die gütigst die Zechen zur Verfügung gestellt hatten, sird den armen Familien zugebracht worden. Möge ihnen Allen ein glückseliges Christfest beschieden sein! X Herne, 24. Dec. Am Donnerstag Abend starb durch Vergiftung mit Arsenik, das er in selbstmörderischer Weise zu sich genommen, der Agent M. hierselbst. Den Giftschein hatte er selbst auf dem Polizei=Commissariat gelöst unter der Angabe, Ratten vergiften zu wollen. Die Leiche wurde der Leichenhalle des Krankenhauses zugeführt. * Eickel, 22. Dec. Von dem Präsidenten der hiesigen Vincenz=Conferenz war vor kurzer Zeit an die Verwaltung der Zeche„Shamrock“ III. und IV.(Bergwerksgesellschaft Hibernia) die Bitte gerichtet worden, dem Vincenzverein zum Besten der Armen zu Weihnachten eine Gabe in Kohlen zu überlassen. Gestern traf bei dem Antragsteller die Antwort ein, daß die Gesellschaft Hibernia dem Vincenzverein 100 Centner Kohlen, weiche auf der Zeche„Shamrock“ III. und IV. in Empfang z: nehmen sind, für die Armen zur Verfügung stelle. Dieses edle Werk verdient um so größere Anerkennung, als die genannte Gesellschaft auch für die Armen, welche aus Gemeindemitteln unterstützt werden, der Armencommission schon ein bedeutendes Quantum Kohlen überwiesen hat. * Bruch, 23. Dec. In Folge des starken Nebels stieß am Mittwoch Abend der mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer fahrende sogen. Hamburger Fischzug bei der Station Bruch auf einen auf offener Strecke haltenden Güterzug. Der Zusammenstoß war so heftig, daß mehrere Wagen sich hoch aufthürmten. Leider sind bei dem Unfall auch zwei Bremser lebensgefährlich verletzt worden. 0 Gelsenkirchen, 23. Dec. Der Einnahme=Ueberschuß der Gelsenkirchener Bergwerks=Actiengesellschaft betrug im Monat November dss. Irs. 789.556 M. gegen 758,196 M. im Monat October 1898 und 557,018 M. im November des Jahres 1897. * Gelsenkirchen, 28. Der. Auf eine schreckliche Art kam das vierjährige Töchterchen des Fubrikarbeiters B. von hier ums Leben. Die Mutter hatte — ein Waschsaß mit kochendem Wasser auf den Fußboden gestellt, während das Kind neben demselben stand und mit dem Hund spielte. als der Hund dem Kinde ein Butterbrod wegnehmen wollte, spcang das Kind in die Höhe, stolperte aber und fiel rückwärts in dos Faß mit kochendem Wasser. Obschon die Mutter sofort zu Hülfe kam, hatte das Kind doch so schreckliche Brandwunden davongetragen, daß der Tod unter großen Schmerzen beid eintrat.. 96 8 * Ehringhausen bei Gesete, 22. Dee. Von dem hier um 5½ Uhr Nachmittags durchfahrenden Schnellzuge Holzminden=Köln ist gestern die zehnjährige Tochter des Gastwirths Herrn Alex Thiemann von hier überfahren und sofort getödtet worden. Das Kind hat sich im Wartesaale aufgehalten und nach dem auf der andern Seite der Bahn stehenden elterlichen Hause begeben wollen, ist hierbei aber direct unter den heranbrausenden Schnellzug gelaufen, der denn auch sein Vernichtungswerk in geradezu entsetzlicher Weise verrichtet hat. Das unglückliche Kind ist gänzlich zerstückelt worden. * Brilon, 23. Dec. Die Entwürfe für das Denkmal des ersten Vorsitzenden für die Commission des Bürgerlichen Gesetzbuches, Geheimrath Dr. Pape (eines geborenen Briloners), sind von dem Baurath Gerlach in Köln(ebenfalls Briloner) eingegangen. Die Commission wird sich darüber entscheiden, ob der Entwurf in Ganz= oder Halb=Figur zur Ausführung gelangen soll. Die Kosten des Dentmals werden rund 27000 Mk. betragen. Als Standort ist der Marktplatz in Brilon bestimmt. * Essen, 23. Dec. Der am dichtesten bevölkerte Kreis im Ruhrbezirk ist der Landkreis Essen, der nach der neuesten Personenstands=Aufnahme 239,879 Seelen zählt. Von den 21 Landgemeinden dieses Kreises haben drei über 20,000 Einwohner, nämlich Altendorf mit 51.530, Borbeck mit 40,476 und Altenessen mit 23,749 Seelen. Die Bevölkerung der zu dem Kreise gehörenden drei Städte ist bedeutend geringer. Steele zählt nämlich nur 11,173, Werden 10,291 und Kettwig gar nur 6234 Einwohner. Am dichtesten ist die Bevölkerung im Norden des Kreises, in dew auch der jährliche Zuwachs in Folge des starken Zuzuges von außen am größten ist. Auch liegen hier die bedeutendsten Steinkohlenzechen des Kreises, unter denen„Zollverein“ mit sechs Förderschächten die größte ist. Außer den Eisenhütten der Gesellschaft„Phönix" bei Borbeck und Kupferdreh hot der Kreis hervorragende Eisen= und Stahlwerke nicht aufzuweisen. Um so bedeutender ist dagegen der Steinkohlenbergbau mit einer töglichen Production von rund 30,000 Tonnen Mager=, Fettund Gaskohlen. Zudem ist der Kreis der einzige im ganzen Ruhrbezirk, in dem Anthracitkohlen und zwar in vorzüglicher Qualität gewonnen werden. Von der gesammten Bevölkerung des Kreises gehören 157,779 Einwohner der katholischen und 80,815 der evangelischen Confession an. Die Zahl der Juden beträgt 555, die der Dissidenten 725. * Essen, 23. Dec. Bei der gestrigen Stadtverordneten= Stichwahl zwischen den Herren H. W. Müller und B. Fehrenberg, trug letzterer den Sieg davon. Der vom Centrum aufgestellte Herr Fehrenberg wurde mit etwa 150 Stimmen Mehrheit gewählt. * Barmen, 22. Dec. In große Unruhe ist die hiesige Bürgerschaft durch folgende Bekannt machung des Oberbürgermeisteramtes versetzt worden: Bei der jüngsten bacteriologischen Untersuchung des Barmer Leitungswassers(dasselbe stammt aus der Ruhr) sind in demselben zahlreiche Bacterien gefunden worden, darunter auch solche, welche als Krankheits=Erzeuger bekannt! sind. Vor dem Genusse des rohen Wassers der Leitung muß zur Zeit gewarnt werden, während es unbedenklich erscheint, das Wasser in gekochtem Zustande zu genießen. Die Unter suchungen werden fort gesetzt, und es wird unverzüglich mitgetheilt werden, sobald die Verunr einigung beseitigt ist. * Bonn, 22. Dec. Wie der„Deutschen Reichszeitung“ mitgetheilt wird, ist Herr Dr. Fechtrup, außerordentlicher Professor der katholisch=theologischen Facultät an hiesiger Universität, zu Nervi an der Riviera, wo er Heilung von seinem Lungenleiden suchte, gestorben. Fechtrup war geboren zu Münster i. W. am 23. März 1844 und wurde zum Priester geweiht am 31. Juli 1869. Ein Mann von reichem Wissen und großer Begabung, ein edeler Priester und Lehrer, der von allen, die ihn kannten, hochgeschätzt wurde, ist in ihm dahingeschieden. R. i. p. * Aachen, 22. Dec. Der Eisenbahnbremser Hubert Sch. aus Merzenich hatte sich am 21. August zu einem Turnfest nach Niederan begeben und sich an einem Tanze betheiligt. Da er sich weigerte, die Tanzgebühr zu entrichten, wurde er wiederholt ziemlich unsanft aus dem Saale gebracht. Beim zweiten Male zog er ein großes Dolchmesser und stach blindlings um sich, wobei er vier Personen leicht verletzte und den Fabrikarbeiter R. aus Drove, der der gewaltsamen Entfernung des Sch. nur als Zuschauer beiwahnte, durch einen Stich in den Unterleib tödtete. In der Verhandlung vor dem Schwurgericht bekundeten einige Zeugen, der Angeklagte sei zur Zeit der That stark angetrunken gewesen, während andere seine Zurechnungsfähigkeit betonten. Der Staatsanwalt beantragte, den Sch. ohne Zubilligung misdernder Umstände für schuldig zu erklären. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage, worauf die Freisprechung des Sch. erfolgen mußte! Vermischtes. * London, 23. Der. Lord Joeagh, Chef der Brauerei von Guinneß in Dublin, stiftete dem Jenner=Institute 250,000 Pfund(5,000,000 Mark), um dasselbe in Stand zu setzen und die Forschungen in der Bacteriologie und anderen Gebieten der Biologie im Hinblick auf die Verhütung von Krankheiten zu erweitern. Desgleichen hat sich Joeagh erboten, 250,000 Pfund herzugeben zur Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse in ungesunden Gegenden im Centrum Dublins. * New=York, 22. Dee. Bei Colonie(Newjersey) rannte am Donuerstag Morgen ein Schnellzug, der von Washingtog nach New=York fuhr, in den Schlafwagen eines auf der Station stillestehenden Personenzuges. Es wurden 19 Personen sofort getödtet; die übrigen Insassen des Personenzuges wurden mehr oder minder verletzt. Ratschsuh at es in seinem unerforschlichen gefallen, gestern Morgen 7½ Uhr meine liebe Frau, unsere gute Multer, Tante und Schwägerin, die Ehefrau Nüchlas-Avermann Na. . Anna geb. Speicher nach kurzem, schweren Leiden, versehen mit den Sterbesakranechmen. kuthz. Lirche, im Alter von 65 Jahren zu s4h u Um ein Gebetsalmosen für die Verstorbene birten Witten, den 27. Dezember 1898 Die trauernden Hinterbliebenen. Pacnwanseh Kaften Zum Sanrestrechber in reichhaltiger Auswahl. „Die Beerdiaung finde: am Donnerstag den 29. er., nachmietugs 4 Uhr, vom Sterbehause, Hauptstr. 69, aus statt. Gbaltüdrr. Regensburger MarienKalender, Maria-Hilf-Kalender, Bonifacius-Kalender, St. Michaels-Kalender, sowie alle anderen Kalender für das Jahr 1899 sind zu haben in der Buchhandlung von H. Bringewald, — Hauptstraße 79,— gegenüber der kath. Volksschule. Magrutrivende! Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs- u. Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuterwein Dieser Kräuterwein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt und belebt den VerdauungsVorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt Störungen in den Blutgefätzen, reinigt das Bint von verdorbenen, krankmachenden Stoffen und wirkt forvernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuterweines werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen. ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßzen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen(veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Koltschmerzen a uirig Fogen, vie Veklemmung, Kontschmer zen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem (Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuterwein rasch und gelind beseitigt. Kräuterwein behebt Unverdaulichkeit, ver'eiht dem Verdauungsiystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung sind meist die Folgen schlechter Verdauung, mangelhafter Zlutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemüthsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuterwein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Imp. ls. Kräuterwein steiaert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuterwein ist zu haben in Flaschen à Mk. 1,25 und in den Apotheken von Witten, Wetter, Herbede, Wengern, Herdecke, Annen, AltenbochumLaer, Laugendreer, Barop, Oespel bei Marten, Lütgendortmund, Harpen, Bochum, Dortmund usw. sowie in ganz Deutschland in den Apotheken. Auchversendet die Firma„Hubert Ullrich, Leipzig, Weststraße 82“, 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound kistefrei. 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We werke gar nicht unter Wie mancher auf man ihn um seinen Raiffeisenschen Darl Bauernverein oder e bittet mit dem Hinw und höchst einflußreich liebe und echter Mei durch schon geholfen diese Mittel viele Fan Niedergange und der weit nützlicher und später den Verarmten in dem sie es doch n hältnissen bringen. Verlländnich. Wie viele Handi fern, durch die so genosse über Wasser es sind oft dieselber sache ansehen, thätige zu sein. Geht man aber u Unterstützung, um Schriften und Flug unseres Volkes verde Zeit, denen der Soci zuwirken, dann fehlt bei Gebildeten, an S auch an diesem guten Spricht man ab schaftliche Niedergang Erwerbsständen, da Mittelstandes, daß d liche Verelendung Arbeiterinnen infolg mäßiger Arbeitszeit, noth, infolge der von Arbeiterfamilien und Mutter, dringer Meinung für die C Das 20 Als hätte sie einen Hilde da. Sie also wa glück zerstört war, daß weiter Ferne hörte sie heute Abend nicht bein rus? Geht es denn n Sandra?“ Sie schüttelte den Ausgang begleitet, das Der Zustand war flüchten, daß es ihr e Schmerz, ihrer Verzwei Trotz der dichten schwarz machten, nahm Stadtpark. Ihr Ather hallten im Schneegestöb ihrem Schmerz. Im ra Schrecken erinnerte sie rosige Gesicht feucht vo die nächste Straße. In einem Herrn, der betro „Sie, Fräulein“ kommen aus dem Sta Wetter?“ fragte er in „Ja, Herr Landr samkeit,“ antwortete H Ihr Ton mißfiel sind gewöhllt, Ihren gestern aus dem Ta sollte jedoch ihre zärtli woger „Dos wollen Eie habe Ihnen mein Wor jetzt gethan und vorige „Freilich, Sie spr daß Herr Dünfelt wegenommen habe. Ver heit gegeben. Eigent hätte doch etwas über mein Fräulein.“