jeden Dienstag. Donnerstag und Samstag S Die„Annener Zeitung“ erscheint geven Penstag, Tonnerstug und Surgzfug, aukAnzeigegebühr für die einspaltige 1 mm hohe u. 36 mm breite Zeile für Platz i verbunden mit der„Annener Volkszeitung“ Anzeigenblatt für Annen und die benachbarten Ortschaften. eschastostelle: Lahnhosftraßze 24.— Teleson Na. 31sl(Ami Birtenz Or San gus Amtes Annen u. Landbreises Hörde, Füe die Redaktion verantwortlich: Fritz Küching, Annen. sowie der Gemeinden Stockum=Düren. S ves Nr. 68 Donnerstag, den 9. Juni 1927. Inserate finden bei der großen Auflage der„Annener Zeitung“ weite und billige Verbreitung.— Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfau. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Gewähr. Rotationsdruck und Verlag von Fritz Küching, Annen. u Shunnvertaln in Gerlin gerendel. 43. Jahrgang. Titanenflug. Ueber dem Tempelhofer Feld in Berlin lag verhaltener, aufgespeicherter Jubel, als die unzählbaren Menschenmassen, die dem großen Ereignis der Atlantiküberquerung die Nachtruhe geopfert hatten, erfuhren, daß Chamberlain die deutsche Grenze uberflogen und sich über dem Dortmunder Flugplatz nach dem Wege nach Berlin erkundigt hatte. Als dann die Zeit herankam, da er der normalen Flugdauer entsprechend, in Berlin eintreffen mußle, er immer noch nicht kam, da machte sich in deutschen Worten der Aerger Luft. Lindbergh hat es ja, aus welchen Gründen soll hier nicht untersucht werden, vorgezogen, Berlin zu meiden. Kein Wunder, wenn der Juvel dem Argwohn Platz machte, daß auch Chamberlain einen Bogen um die Reichshauptstadt machen wolle. Wir stellen heute mit Befriedigung fest, daß, wenn die neuesten Berichte, den Tatsachen entsprechen, und daran darf kein Zweifel herrschen, die beiden Amerikaner tatsächlich die ernste Absicht gehabt haben, geradenwegs nach Berlin zu iliegen, und daß sie, so unglaublich das klingen mag, sich trotz ihres ernsten Willens verflogen haben.„Wir wären nicht heruntergegangen,“ so äußerte sich Chimberlain in Kottbus,„wenn wir nicht vollständig den Weg verloren hätten. Wir haben leider keins der Flugzeuge gesehen, die uns zum Flughafen Tempelhof geleiten wollten, und so ist es gekommen, daß wir nach unserer ersten Notlandung in Eisleben eine falsche Bahnstrecke geflogen sind, und wir völlig wirr waren. Es war viel leichter, sich über dem Ozean zu orientieren, als über Deutschland. . Diese Aeußerung muß uns genügen, und darum schließen wir uns aus ganzem Herzen voll den Glückwünschen an, die den beiden Fliegern aus allen Ecken der Welt zugeflattert sind und noch zufliegen, und wir begrüßen sie mit der gesamten Bevölkerung der Reichshauptstadt und des deutschen Vaterlandes aufrichtig. Was die beiden Flieger geleistet haben, ist ohne Zweifel weit mehr als das, was Lindbergh vollbracht hat. Der 35 jährige Chamberlain ist mit seinem Passagier, dem ersten in der Ozeanüberquerung, rund 44 Stunden in der Luft geblieben, hat einen größeren Weg als Lindbergh über den Wogen gewählt und hat mit den 6350 zurückgelegten Kilometern, die stellenweise in 7000 Meter Höhe geflogen wurden, einen neuen Rekord aufgestellt. Wenn auch diese gigantische Leistung vorläufig nur vom rein sportlichen Gesichtspunkt aus zu bewerten ist, so bietet sie immerhin einen Ausblick auf kommende Wahrscheinlichkeiten, die diesen Flug als Vorzeichen einer späteren wirtschaftlichen Ausnutzungstatsache erhoffen lassen. Die Freude, die Deutschland, die Amerika, die die ganze Welt mit den Fliegern teilt, ist daher wohl begründet, und sie spricht sich auch äußerlich in den vielen Ehrenbezeugungen aus, die ihnen zuteil geworden sind. In Kottbus sind Chamberlain und Levine in einer feierlichen Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung begrüßt und zu Ehrenbürgern der Stadt ernannt worden. Weitere Ehrungen folgten in der Reichshauptstadt und im Reich. Wie die Leistung der beiden Flieger bewertet wird, geht aus der großen Anzahl von Glückwunschtelegrammen hervor, die durch Drähte und Kabel gelauaefa#nd, von denen wir hier noch einige wiederoolidge sandte Chamberlain folbeglückwünsche Ihre wundervolle Leistung eines neuen Dauerflugrekordes in schen Volle seine Grüße.; Amerika sendet dem deutSesce uis elisle eich de Galtnr z. ge Dampfers„Berlin" des Norddeutschen Lloyd die Reise nach Deutschland angetreten haben, um mit ihren Gatten in Berlin zusammenzutreffen. Ferner hat der deutsche Botschafter von Maltzan an den amerikanischen Botschafter in Berlin Dr. Schurmann nachstehendes Telegramm gerichtet: „Ich bitte, meine freudigsten Glückwünsche und meine aufrichtige Bewunderung für den großen Sieg Ihrer tapferen Flieger Chamberlain und Levine zu empfangen und zu übermitteln, die im gleichen Geiste wie unser Eckener die Elemente Raum und Zeit zwischen unseren beiden Ländern überwanden. Ich bin glücklich darüber, daß diese vorwärtsstürmenden e eunsen Winmer die erielhraichten Unter. her unseres gemeinsamen diplomatischen Willens der Verständigung zwischen unseren beiden großen Nationen sind.“ Diese Auffassung und Bewertung des kühnen Titanensprungs von Newyork nach dem Herzen Deutscheinen warm. Möge die Zukunft sich in Wahthelt so gesalten.0 in der Reichshauptstadt. Chamberlain in Berlin. Landung auf dem Tempelhofer Feld. Das war ein wundervoller Anblick, der sich dem Auge bot, als gegen 5,30 Uhr am Nachmittag der Ozeanflieger, begleitet von 15 deutschen Fliegern, zunächst einen Flug über das Tempelhofer Feld und dann über die Stadt Berlin unternahm. Donnerndes Propellerbrausen tönte durch die wunderbar klare Luft, von der sich die Columbia“ von den deutschen Flugzeugen umschwirrt, deutlich abhob. Das Tempelhofer Feld hatte sich wieder in ein großes Heerlager verwandelt. Dicht gedrängt, Kopf an Kopf, umrahmte die Menge derer, die dem Ozeanbezwinger zujubelte, die weite Landungsfläche, über die hin und wieder Sirenenruf Signale gab. Um 6 Uhr landeten sämtliche Flugzeuge unter dem donnernden Jubel der begeisterten Zuschauer auf dem Tempelhofer Flugplatz, wo sie festlich begrüßt wurden. 23 Reichsverkehrsminister Dr. Koch ergriff als erster das Wort. Er hieß Chamberlain und Levine herzlichst willkommen und hob hervor, daß er nicht als Vertreter der Reichsregierung oder sonst einer Landesregierung spreche, sondern im Namen des ganzen deutschen Volkes. Im Anschluß an diese Ausführungen sprach Bürgermeister Scholz. Er gab seiner Freude über das Gelingen des kühnen Fluges beredten Ausdruck und hieß auch seinerseits die Ankömmlinge aufs wärmste willkommen. Berlin wünsche den Piloten eine Reihe von schönen Tagen in der Reichshauptstadt. Der Empfang durch die Volksmassen habe gezeigt, daß die Sympathie der Berliner den Fliegern hell entgegenschlage. Darauf begrüßte der amerikanische Botschafter Dr. Schurman seine Landsleute mit einer längeren Ansprache, worauf die Flieger in englischer Sprache dankten. Zum Schluß wurde den Fliegern ein großer Lorbeerkranz überreicht. Brausende Hurras durchzitterten die Luft, die nicht enden wollten. Die Flieger wurden auf die „Columbia“ gehoben und photographiert. Der feierliche Akt war damit zu Ende. Die Flieger wurden von den begeisterten Zuschauern auf den Schultern zu ihren Autos getragen, mit denen sie zur amerikanischen Botschaft fuhren, deren Gäste sie sind. Ueberall wurden ihnen von der dichtgedrängten Menge in den Straßen stürmische Ovationen bereitet. Programm der weiteren Feiern. Berlin, 8. Juni. Bisher ist folgendes Programm der Berliner Feierlichkeiten und Empfänge zu Ehren der amerikanischen Atlantikflieger bekannt. Am gestrigen Mittwoch fand mittags ein Empfang beim Reichspräsidenten und darauf beim Reichskanzler statt. Am Abend hat der amerikanische Botschafter Schurmann den beiden kühnen Fliegern ein Essen gegeben, nachdem bereits am Morgen desselben Tages ein Presseempfang in der amerikanischen Botschaft stattgefunden hat. Reichsaußenminister Dr. Stresemann wird am Donnerstag den beiden Fliegern ein Frühstück geben, während der Aero=Lloyd ebenfalls am Donnerstag zu Ehren der Flieger einen Tee veranstalten wird. Für Freitag mittag ist ein Empfang durch die Stadt Berlin vorgesehen, und für Freitag abend eine feierliche Veranstaltung des Reichsverkehrsministers. Am Sonnabend werden die beiden Atlantikflieger Gäste der Deutschen Lufthansa sein. Ein Telegramm Dr. Stresemanns nach Amerika. Baden=Baden, 8. Juni. Reichsaußenminister Dr. Stresemann richtete an die Hearstpresse in Amerika folgendes Telegramm: Geglückter Amerikaflug wird die Herzen aller Deutschen mit Freude, Anerkennung und Bewunderung erfüllen. In Zeiten der Materialisierung der Welt ist es besonders erfreulich, Bedeutung des Persönlichkeitswertes zu erleben, in einer Zeit, die zeigt, daß Blutwärme menschlicher Energie Grundlage jeden Erfolges ist. Dem Boten des einst so fernen Landes wird Deutschland umsomehr zujubeln, weil es in dem Erfolg äußerster Anspannung des Geistes und Körpers auch Sinnbild des eigenen Zukunftsschicksals erblickt. Glückwunsch Stresemanns an Schurmann. Baden=Baden, 8. Juni. Reichsaußenminister Dr. Stresemann richtete aus Anlaß der Ankunft der amerikanischen Flieger an den amerikanischen Botschafter Schurmann in Berlin folgendes Glückwunschtelegramm: Herzliche Glückwünsche zu dem gewaltigen Erfolg ihrer wagemutigen Landsleute. Möchte das zeitliche Näherkommen unserer Länder auch Grundlage äußerer geistiger und kultureller Annäherung sein. Nach Deutschland unterwegs. Newyork, 7. Juni. Frau Chamberlain und Frau Levine haben um Mitternacht an Bord des Hapagdamp= fers„Berlin" die Reise nach Deutschland angetreten. Sie werden am kommenden Montag in Bremen eintreffen. Auf Drängen des deutschen Generalkonsuls von Lewinski haben sie ihre ursprüngliche Absicht, die Ueberfahrt auf der„Berengaria“ zu machen, aufgegeben und die Einladung der deutschen Regierung und der deutschen Dampferlinie zur Fahrt auf der„Berlin“ angenommen. Chamberlain spricht mit seiner Mutter. Berlin, 7. Juni. Kurz vor 6 Uhr kam Chamberlain auf Umwegen in der Radiohalle an. Für 6 Uhr hatte man eine Telephonverbindung mit Ohama, dem Wohnsitz der Mutter Chamberlains, herstellen lassen. Man hatte der alten Frau sagen lassen, daß sie um diese Zeit ihr Sohn zu sprechen wünsche. Als dann der Augenblick kam, war es mäuschenstill in der Halle; Minister sah man auf den Fußspitzen schleichen, um ja nicht zu stören. Die Verständigung war anscheinend recht gut. Chamberlain hörte interessiert zu und sagte mit cuhiger Stimme:„Ich bin sehr gut angekommen, und ich bin überrascht von der Größe der Begeisterung, die mich umgibt. Ich bin sehr gut empfangen worden, es sind gute Menschen.“ Die Mutter Chamberlains muß ihren Sohn dann wohl gefragt haben, wann er wieder zurückkommen werde, denn er antwortete:„Ich kann es noch nicht sagen, ich habe augenblicklich noch gar keine Zeit, ich bin ein stark begehrter Mann.“ Damit war das Gespräch beendet. In dem Augenblick, als Chamberlain aus der Halle trat, die Verbindung aber noch nicht getrennt war, brach die Menge in brausende Hochrufe aus; seine Mutter wird sie in Amerika gehört haben. Das Gespräch dauerte über eine halbe Stunde. Die Ehrenbürgerschaft von Kottbus. Berlin, 7. Juni. Der Oberbürgermeister von Kottbus, Dr. Kreutz, hat an den Bürgermeister von Newyork, Walker, folgendes Telegramm gesandt:„Die Stadt Kottbus ehrt die heldenhaften Söhne des amerikanischen Volkes, Chamberlain und Levine, durch Verleihung der höchsten städtischen Würde, des Ehrenbürgerrechts. Sie begrüßt Herrn Walker und die Stadt Newyork als den glückhaften Ausgangspunkt des kühnen Ozeanfluges. 15 000 Dollar für Chamberlain. Newyork, 7. Juni. Die Brooklyner Handelskammer, die den Flug der„Columbia“ nach Paris finanziert hatte, ließ Frau Chamberlain 15,000 Dollar für ihren Gatten alsPreis zu dem gelungenen Flug Amerika—Deutsch= land überreichen. Chamberlain bekommt Pilsener! Berlin, 7. Juni. Der tschechoslowakische Botschafter in Berlin, hat heute Chamberlain 50 Flaschen echten Pilsener Bieres geschenkt. Die Begeisterung Amerikas. Newyork, 7. Juni. Das Interesse Amerikas an dem Rekordflug der„Columbia“ ist ungeheuer. Die Blätter berichten, daß ihre Telephone durch die dauernd erfolgenden Anrufe des Publikums geradezu blockiert waren und, daß sie selbst dadurch verhindert wurden, bei den Nachrichtenagenturen Erkundigungen einzuholen. Da gemeldet worden war, daß das Flugzeug in Deutschland in Nebel und Wind geraten war, herrschte wegen der Lundung eine gewisse Besorgnis. In einigen Kirchen wurden vorgestern abend Gebete für die beiden Flieger gesprochen. Die Zahl der vorgestern und gestern verkauften Zeitungen hat eine noch nicht dagewesene Höhe erreicht. Newyork, 8. Juni.„Times“, die mitteilt, daß bei ihr über den Flug Chamberlains 13.000 telephonische“ Anfragen eingelaufen sind, gegenüber 10.000 bei dem Flug Lindberghs, schreibt im Leitartikel: Deutsche, die selbst große Transportleistungen in der Luft zu leiten haben, werden Chamberlain und Levine zu ehren wissen. „World" vergleicht den Ausruf Chamberlains„Nach Berlin“ mit der feindseligen Stimmung vor Neujahr. Heute wird, dem amerikanischen Flugzeug seitens eines befreundeten Volkes ein herzlicher Empfang bereitet, während Frankreich durch Lichtsignale dazu beigetragen habe, den Amerika=Fliegern den Weg nach Berlin zu erleichtern. Amerikas Begeisterung für Deutschland. Newyork, 7. Juni. Die Begeisterung über die Landung Chamberlains in Berlin wächst in Amerika von Stunde zu Stunde. Ueberall, und besonders an allen Zeitungsständen, verfolgt man in höchster Spannung den erliner Triumphzug der Ozeanflieger. Die Zeitungen veröffentlichen Großaufnahmen Hindenburgs, Schurmanns, deutscher Städte, des Tempelhofer Feldes, Bilder aus der Reichshauptstadt und natürlich Aufnahmen von den beiden erfolgreichen Fliegern. Präsident Coolidge richtete an den Reichspräsidenten von Hindenburg folgendes Kabeltelegramm:„Ich danke Ihnen für freundliche Botschaft über Flug Chamberlains und Levines. Sie bringen die besten Wünschen Amerikas an Deutschland mit. Ich freue mich, meine besten Wünsche an Sie und deutsches Volk anzufügen und Ihnen gleichzeitig für gütigen Empfang zu danken, der Amerikas Fliegern zuteil wurde.“ Coolidge an Chamberlain. 7. Juni. Chamberlain wurde auf dem Flughafen Tempelhof einige Minuten nach seiner Landung folgendes Telegramm Präsident Coolidges überreicht: Seicenrung. Ihren wundervollen Erfolg, den die ##g des neuen Streckenrekords Amerika—Deutschland varstellt und Grüße an das deutsche Volk. Calvin Coolidge.“ Levine an seine Frau. Newyork, 8. Juni. Levine, der Generaldirektor der Gesellschaft, die die„Columbia“ gebaut hat, hat seiner Frau telegraphiert:„Ich hoffe, du und die Kinder werden mir verzeihen, daß ich abgefahren bin, ohne euch etwas davon zu sagen. Ich wußte, daß ihr meine Abreise nicht billigen würdet. Die Reise war wundervoll. Frankreich enttäuscht über die Wahl Deutschlands als Ziel der Ozeanflieger! Paris, 8. Juni. Die französische Presse begleitet das Eintreffen Chamberlains in Deutschland mit wenig freundlichen Bemerkungen. Man hat das Gefühl, daß die Franzosen enttäuscht sind darüber, daß die amerikanischen Flieger Deutschland zur Landung auswählten anstatt Frankreich. Andererseits ist man auf die Amerikaner eifersüchtig, denen in der letztenZeit zwei Rekordflüge gelangen, während die französischen Flieger gerade bei dem letzten Versuch, den Distanzrekord in gerader Linie zu schlagen, scheiterten. Man hat das Gefühl, daß die Franzosen bei dieser Gelegenheit ziemlich kleinlich sind. Niemand sonst wäre es eingefallen, die französischen Erfolge im Flugsport zu verkleinern oder zu bestreiten. Daran lassen es aber die Pariser Zeitungen bei den Würdigungen der Leistung Chamberlains durchaus fehlen. Der „Matin“ sagt, der große Ruhm bleibe noch immer Lindbergh.„Echo de Paris“ geht beinahe so weit, zu bedauern, daß es den Amerikanern gelang, in Deutschland zu landen. Das Blatt fragt, ob die Amerikaner sich aumaßen wollten, die Männer des alten Frankreich zu überflügeln. Schließlich hätten die französischen Flieger denselben Wert wie Lindbergh und Chamberlain. Jubel über Jubel in der Reichshauptstadt. Ununterbrochen ist die amerikanische Botschaft in Berlin von Menschenmassen umlagert worden und wird noch umlagert. Wenn sich dann die beiden Flieger, den ungestümen Rufen der begeisterten Massen folgend, am Feuster zeigten, dann erschollen Hochrufe, daß der Wilhelmplatz erdröhnte. Die amerikanische Botschaft hatte am Tage nach der Ankunft Chamberlains und Levines die Vertreter der in= und ausländischen Presse eingeladen, um ihnen Gelegenheit zu geben, nähere Einzelheiten über den Ozeanflug zu erfahren. Es gab enttäuschte Gesichter, als Chamberlain erklärte, er könne keinen einheitlichen Bericht über seinen Flug geben, weil er sich verpflichtet habe, die ersten Berichte über seinen Flug nach Amerika zu geben. Die Flieger beim Reichspräsidenten. Um 11,30 Uhr erwartete der Reichspräsident die Flieger in seinem Palais in der Wilhelmstraße. Die nur kurze Fahrt war ein Triumphzug in des Wortes tiefster Bedeutung. Langsam, ganz langsam fuhr das Auto durch die dichtgestauten Menschenmassen, die immer wieder in tosende Hochrufe ausbrachen. Reichspräsident von Hindenburg ließ sich von den Fliegern, die durch den amerikanischen Botschafter eingeführt wurden, einige Einzelheiten über ihren Flug erzählen. Er beglückwünschte die beiden Herren herzlichst zu ihrer überragenden Leistung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die kühne Tat ein gutes Vorzeichen für die weitere Annäherung der beiden großen Völker sein werde. Als Andenken überreichte er ihnen sein Bild mit Unterschrift in üilbernem Rahmen. Die Rückfahrt war genau so wie die Hinfahrt eine einzige, donnernde Ovation. Tee beim Reichskanzler. Am Nachmittag hat der Reichskanzler den Fliegern zu Ehren einen Tee gegeben. In seiner Ansprache führte er aus, daß er es als ein großes Glück für die amerikanisch=deutsche Zusammenarbeit betrachte, daß die Flieger gegen die Elemente und alle Widrigkeiten ihren Willen durchgesetzt haben und nach Berlin gekommen sind. Er sprach ihnen die Glückwünsche der deutschen Reichsregierung und des deutschen Volkes aus. Dank und Freude in Telegrammen. „Präsident Coolidge hat folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten von Hindenburg gerichtet in Erwiderung auf dessen Glückwünsche: „Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Botschaft über den Flug Chamberlains und Levines, die gute Wünsche Amerikas für Deutschland mit sich führten. Ich freue mich, meine persönlichen guten Wünsche für Sie selbst und das deutsche Volk hinzufügen zu können und Ihnen gleichzeitig zu danken für den freundlichen Empfang, der den amerikanischen Fliegern bereitet wurde.“ Die Menge der hin= und hergesandten Glück= und Dankwünsche ist unübersehbar. Wir müssen uns daher mit der Wiedergabe dieser beiden Kabeltelegramme leider begnügen. Damit aber auch ein Kuriosum nicht fehlt, sei hier folgende Meldung eines halbamtlichen Bureaus wiedergegeben. Die amerikanische Postbehörde und der Transozeanslug. Wie verlautet, beabsichtigt die amerikanische Regierung, eine Untersuchung des Vorgehens des Postdirektors ver Serain#e# Lewyork in die Wege zu leiten, der bei den 200 nach weutschland bestimmten Briefen, die Levine auf dem Transozeanflug mitnahm, die Marken gestempelt hat. Als Begründung wird angegeben, daß Levine keine Berechtigung hat, Post zu kransportieren. Nach Aussagen von Sammlern besitzen die auf diese Weise gestempelten Marken als Erinnerungsstücke einen Wert von je 30 Dollar. 4 6 5 eles begeilserte Obhlberung über Kempeibel. i Barich, der englischen Prese. Sie bringt ausfähr. „ Erlügte über den Empfang Chamberlains in Berun, schildert begeistert die Anlagen des Dempelhofer Flughafens und sagt dann, daß im Gegensatz zu England in Deutschland alles getan werde, um die Handelsluftfahrt bequem und volkstümlich zu machen. Ehrung durch die Stadt Berlin. Der Magistrat Berlin hat sich in einer Sitzung mit der Frage einer Ehrung der Ozeanflieger durch die Stadt beschaftigt. Ein festlicher Empfang im Rathause findet auf jeden Fall statt. Außerdem kommt die Ernennung Chamberlains zum Ehrenbürger oder die Benennung einer Straße nach ihm in Frage. Zum Programm der amerikanischen Flieger. Die amerikanischen Flieger werden, wie die Blätter erfahren, bis Sonnabend in Berlin bleiben. Außer dem Diner beim Reichsaußenminister wird ein Essen beim Reichsverkehrsminister zu Ehren der Flieger stattfinden. Zum Freitag abend hat der amerikanische Klub Einlajungen ergehen lassen. Am Sonnabend nachmittag werden die Flieger auf Einladung der Luft=Hansa einen Ausflug in die Umgebung Berlins machen. Am Sonnabend werden sie für einige Zeit Berlin verlassen. Man nimmt aber an, daß sie nach Berlin zurückkehren, sobald ihre Frauen eingetroffen sind. Ueber die weiteren Reisedispositionen ist noch nichts bekannt. Eine Vergeitungstar. Warschau, 8. Juni. Der Attentäter Koworde, der, den hiesigen antibolschewistischen Kreisen angeerklärte nach seiner Verhaftung, daß er durch die Erschießung Wojkows Vergeltung üben wollte für den Terror, dem die Opposition gegen die Regierung in Rußland ausgesetzt sei. Eine russische Note an Polen. Moskau, 8. Juni. Die Sowjetregierung hat dem polnischen Gesandten in Moskau eine Note überin der sie darauf hinweist, daß sie die polnische Regierung wiederholt vor der Möglichkeit provokatorischer Verbrechen von Seiten russischer konterrevolutionärer Terrororganisationen gewarnt habe. Sie bringt zum Ausdruck, daß die polnische Regierung die Verantwortung für die Ermordung des russischen Gesandten in Warschäu nicht ablehnen könne, da sie es an den notwendigen Maßnahmen gegen solche verbrecherische Akte haben fehlen lassen. Gleichzeitig behält sie sich vor, nach Eintreffen erschöpfender Nachrichten auf diese Frage zurückgiommen. Fällen beraten ist, wenn es seinen Bedarf in irgendwelchen Artikeln durch diese Händlergruppen deckt. „Dem kaufenden Publikum kann daher wiederholt schlisichen v.. ale einschlägigen Artikel auser##„#eim ortsansäsigen Fachhandel zu beziehei, der anein reelle, pünktliche und zuverlässige Bedienung verbürgt und bei äußerster Preisstellung bemüht bleibt, sich durch Lieferung bester QualitätsFer aur erhelten Aunen, 9. Juni.(Der gesundheitliche Wert Lindberghs Glückwünsche. Newyork, 7. Juni. Lindbergh hat von Bord des Kreuzers„Memphis“, funkentelegraphische Glückwünsche an Shamberlain gerichtet. Der Konstrukteur des Flugzeugs„Columbia“ glaubt Leraussagen zu können, daß im kommenden Oktober mit einem einmotorigen Flugzeug der Flug Newyork—Rom unternommen werden wird. Die Einholung Lindberghs in Amerika. Paris, 8. Juni. Der Chicago Tribune wird aus Washington gemeldet, daß das Zeppelinluftschiff„Los kanschen Treuger a lrüch Kkarten wich, um den ameri. Vruerite vursiakechrt eng i aus dem Lindbergh nach Ace rid zurautchlt, Intgegenzufliegen. Es wird, sobald hn erreicht hat, einen Sack mit Tausenden von Brieter und Telegrammen für Lindbergh abwersen und das #n cann bis in den Hafen geleiten. Ein dritter Ozeanflug. Kommandeur Byrd, der Nordpolflieger, bereitet einen dritten transatlantischen Flug vor. Er prüft in Newseinen mit drei Motoren ausgerüsteten kereindecker. Starten will er jedoch erst, wenn Linde zurücgerehrt ist, und zwar wird er sich von einem Puoien und einem Monteur begleiten lassen. S Der Warschauer Bowjeigesandte ermordet. Der Täter verhaftet. Auf dem Warschauer Hauptbahnhof ist auf den russischen Gesandten in Warschau, Wojkow, der im Begriff war, nach Moskau zu reisen, ein RevolverAttentat verübt worden, an dessen Folgen der Gesandte nach dreiviertel Stunden im Krankenhause verstorben ist. Der Täter soll ein 19 jähriger Russe sein, der sofort verhaftet wurde. Der Mörder heißt Voris Koworde. dem Attentat wird noch gemeldet: Wojkow war auf dem Hauptbahnhof erschienen, um den russischen Geschäftsträger in London, Rosengolz, der auf der Reise nach Moskau in Warschau eingetroffen zu begleiten. An die beiden sowjetrussischen Diplomaten ist, während sie hin= und hergingen, ein junger Russe herangetreten, der dann einen Revolver zog, und acht Schüsse auf Wojkow abfeuerte. Wojkow wurde in die Brust getroffen und vor allem in der schwer verletzt. Aus dem bisherigen Verhör baß das Attentat aus politischen Gründer Gesandte Wosson Veue wid belanmt, daß Schutz in die lunse g“ als er bereits durch einen Benolnen ### zog und einen Schuß auf den Attentäter abgas, der indessen fehlging. Einzelheiten über die Ermordung. Warschau, 8. Juni. Ueber die Vorgänge bei der Ermordung Wojkows sind noch folgende Einzelheites. zu, berichten: Um.40 Uhr wollte Wojkow nach Moslau abreisen und promenierte vor Abgang des Zuges noch auf dem Bahnsteig. An ihn trat ein junger Mann in dunkelblauem Anzug heran und bemit ihm ei nGespräch, das mehrere Minuten dauerte und sehr lebhaft war. Wojkow machte eine ungeduldige Gebärde und wandte sich von ihm ab, vorauf der Jüngling einen Revolver zog u. Schüsse ibfeuerte. Wojkow drehte sich um, zog ebenfalls einen Revolver und gab vier Schüsse gegen den Täter Barkant Intstand ein regelrechtes Gefecht, in dessen un Baden#etroffen wurde und 1 sank. Er wurde sofort in ein Krankenhous er von Professor Sawicki operiert erschienen der AuFrunzmister, der Chef des diplomatischen Protokols und der Direktor der politischen DeparteParts Haritgalskt. Wostow starb um 10.45 Uhr. Der Schüler des Fowvorda ist zwanzig Jahre alt und tentat sonl Jomnanums in Wilna. Bei dem AtStrose für:“ gesagt haben:„Das ist die verdiente Veskandgnne uKland. Wir wolen Deutsches Beileid. " Im Auftrage des deutschen Gesandten erschien bald nach Bekanntwerden des Attentats auf den russischen Gesandten ein Legationssekretär der Gesandtschaft im Spital, um sich nach dem Befinden Wojkows zu erkundigen. Da aber der russische Gesandte inzwischen verschieden war, drückte der Legationsrat dem anwesenden russischen Geschäftsträger sein Beileid aus. Staatssekretär von Schubert hat der Berliner russischen Botschaft einen Beileidsbesuch abgestattet. Lokales § Annen, 9. Juni. SReuregelung der Reichspostgebühren. Gebührenherabsetzung gegenüber dem Verwaltungsentwurf. #„Der Arbeitsausschuß des Verwaltungsrates der Deutschen Reichspost führte die Beratungen über die Gebührenvorlage zu Ende. Er nahm eine Reihe von Herabsetzungen gegenüber dem Verwaltungsentwurf vor, die einen Ausfall von rund 45 Millionen Reichsmark zur Folge haben, und beschloß, der Vollversammlung des Verwaltungsrats u. a. folgende wichtigere Gebühren vorzuschlagen: Ortsbriefe bis 20 Gramm 8 Pfg., Fernbriefe bis 20 Gramm 15 Pfg., Ortspostkaren 9#., Fernpostkarten 8 Pfg., Drucksachen(bis 50 Gramm) 5 Pfg., Geschäftspapiere und Paxenproben(bis 250 Gramm) 15 Pfg., Päckchen (., Postanweisungen bis 10 Reichsmark. 20 Pfg., über 10—25 Reichsmark 30 Pfg., usw., Postscheckverkehr: Einzahlungen bis zehn Reichsmark 10 Pfg., über 10 bis 25 Reichsmark 15 Pfg., usw. Ueberweisungen 5 Pf. Telegraphenverkehr: Wortgebühr für Ortstelegramme 8 Pfg., für Ferntelegramme 15 Pfg. Die Aenderung der Paket= und Zeitungsgebühren ist zurückgestellt worden, die Gebühren für Auslandssendungen bleiben unverändert. Die endgültige Beratung der Gebührenvorlage im Plenum des Verwaltungsrats der Deutschen Reichspost findet am 17. Juni statt. errc 5. Plsadskt und sämtliche Mitglieder der Gesandich(aben Kondolenzkarten in der russischen „aubtschaft abgegeben. Ferner verlautet, daß Voitow, keinen Schutz gehabt hatte, da er nie einen chen fur sich beansprucht hat. Die Regierung ist #r einer VBeratung zusammengetreten, um sich schläs# g- Urrden, vor welches Gericht der Täter gestellt Standgeriche zRedrscheinlich wird er von einem Stundgericht abgeurteilt werden. Ueberführung der Leiche Wojkows nach Moskau. 8. Juni. Die Leiche des ermordeten Sowjetgesandten Wojkow, die abends aus dem Spital in das Gebäude der Sowjetgesandtschaft gebracht wurde, wird am Donnerstag, 9. ds. Mts. nach Moslan übergeführt. Die Leitung der Sowjetgesandtschaft in Warschau übernimmt als Geschäftsträger ab interim Legationsrat Ulianom, Auswüchse des Hausierhandels. Aus der Geschäftswelt wird uns geschrieben: Der Hausierhandel in den verschiedensten Artikeln nimmt immer bedrohlichere und für den Käufer überaus nachteilige Formen an. In letzter Zeit machte sich besonders ein Bettelhandel bemerkbar, der nach einem bestimmten System von mehreren Personen gemeinschaftlich betrieben wird. Besonders wird hierbei versucht, unter Vorspiegelung falscher bezw. entstellter Tatsachen das Mitleid der Käuser zu erwecken und sie zum Kaufen zu veranlassen. Abgesehen davon, daß den Hausier= und Bettelhändlern meist jede Fachkenntnis mangelt, vor allem ihnen und augsitation gleichsleibender r„autticht ens#r Waren fehlt, haben die Käufer für Gute und Preiswürdigkeit nicht die geringste Gewähr. In manchen Fällen sind Preisübervorteilungen von mehr als 200 Prozent festgestellt worden. In besonderem Maße macht sich bieser Bcttelhandel im Bürobedarfsgewerbe bemerkbar. Die verschiedensten Artikel des einschlägigen Turobedarfs werden im Hausierhandel feilgeboten. In letzter Zeit ist wiederum, namentlich in Füllfederhaltern, ein großes Geschäft betrieben worden. man dabei die Beamten aufgesucht. Dem Publikum kann nicht genügend zur Vorsicht in derartigen Dingen geraten werden. Auf Grund der Erfahrung muß man vor diesem Bettel= und Hausierhandel jeden Käufer entschieden warnen. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls jeder den Versandhäusern zur Vorsicht Nachdem in den zurückliegenden Monaten das Puvicum mit einer Sendung von Zahn### ehne Bestellung überschwemmt worden ist, wird in jungster Zeit wiederum versucht, weitesten stücher ohne vorher „ 6ch; cher,. vorherige Bestellung ins Haus zu schiaen. Es bedarf keiner weiteren Begründung, daß diese Waren ost mit sehr hohen Aufvertrieben werden, da naturgemäß beim außergewöhnlich hohe Verluste enthne Besteiesenigeng Personen, die derartige Waren ohn Testtaung is Haus geschickt bekommen, seien esr erg e gmacht, daß sie weder verpflichnach se um: are burch Bezahlung abzunehmen, Ware nicht kaufen wich, Fals der Empfänger die hat er lediglich die VerFruc unde die Pare aufzubewahren. Die Versandv. Ware abholen, wenn sie wieder in ihren Besitz gelangen will. Falls die Versandfirma einen Zahlungsbefehl erläßt, soll der Empfänger der der Gerschsstang gug p. e seben und— kalls " a u n d u u s w ä r t s i s t— b e i E r h e b u n g d e r für Paie Versang deteen. Der Prozeh ist Empfänger keinerlei unkosten enttehen. sowohl wie der Versandgeschäfte können dem kaufenden Publikum nicht eindringlich genug vor Augen führen, wie schlecht es in den meisten der Gartenarbeit.) Stubenhocker und alle Menschen, #####e sitzende Lebensweise haben, sind nicht von Lester Gesundheit. Die Atmung wird allmählich imner oberflächlicher, dasHerz schwerer, der Blutkreiskun, lrager, der ganze Körper schlaff und schlapp. All diesen Menschen wird von den Aerzten immer wieder geraten: Sie müssen sich Bewegung machen. Durchgreifende Hilfe kann aber nur eines schaffen: auszuarbeiten durch körperliche Tätigkeit! Denn nur ein Schleicheneren hen, das in der Regel wie eine Aut cen gad eenen st, wirkt nur wie ennt Arr Veruhigungsmittel. Wann und wo Zihtz ss nun aber eine bessere und angenehmere Gele„rühen, sich rüchtig auszuarbeiten als im Garten? Da braucht man nicht erst Toilette zu machen. In leichter, lockerer Kleidung, die allen Muskeln freien gung gestatteit, gebe Perteilen ungehinderte BeneFe####, geh man zur Gartenarbeit, am besten eine Stunde frühmorgens vor der Berufsarbeit. Dann schmeckt auch das Frühstück noch einmal so #. Und abends verschafft man sich dann wieder durch Gartenarbeit einen gesunden Ausgleich zu der meist einseitigen Berufstätigkeit des Tages. Wohlig ermüdet legt sich dann selbst der Nervöse, Schlafzu erquickendem tiefen Schlaf ins Bett. Gartenarbeit bewirkt auch die beste und natürlichste Bauchmässuge. Sie weitet aber auch die Brust, bewirkt chaaus giebige Atmung, regt die Herztätigkeit an, schafft gesundes Llut und gute Säfte. Die Haut Sowie gegen Zie Jati, gemacht gegen Hitze und Kälte irie hegen vie Launen der Witterung. Ueberhaupt wird wetter= und seuchenfester. Es ist, statistisch bewiesen, daß der Gärtnerberuf in Begag uuf Gesundheit und Langlebigkeit die Angehörigen aller anderen Gewerbe übertrifft und auch am ezisnirg Perven= und Geisteskranken heimge## S5 Annen, 9.„Juni.(Drei helle Planeten am Aernohimmet.) am 9. ds. Mts. kann der Sternenfreund am westlichen Abendhimmel außer den beiden funkelnden Fixsternen in den Zwillingen, Kastor und Pollux drei helle Planeten bewundern, die Laufe aneinander vorbeieilen. Unter der Mars.“ Die größte scheinbare.—11 immernde um 7 Uhr aberds staet mar Anmäherung findet kreis fimteltd: gechts unten am Geschts. kur der am 22 761o nennächste Wandelstern Merabstand erreicht vinen größten scheinbaren Sonnenwat fang im s und deshalb etwa einen halben Monur lung in Juni zu beobachten ist. Die wirklichen Entfexnungen der Sterne von uns zählen natürlich nach Mitionen von Kilometern. Venus steht etwa ir. Sognenentfernung, 140 Mill. km weit von der Eite, Merkur ein wenig(!) weiter; Mars hat fast Abstand, während die beiden Zwillingssterne etwa in 3 Millionen Sonnenweiten Entrnung wie riesenhafte Leuchtfeuer aus dem dunklei, Arttenraume zu uns herüber strahlen. ser Firstern fast täglich gg Glut Dampf. u: s mit eitet großen Zahl von nen bedeckt der Staub auschleudernden Vulkanen vertal, eeren Ausbrüche auf unsrer kleinen Er## sich namentlich in Wetterstürzen bemerkbar maSonne leidlich häbsch Sonne leirlich hubsch, warm, sonnig und trocken. Mit, dem Beginn der Wirksamkeit der gegenwärtig grogten Fleckengruppe, N 99, die am 8. ds. Mts. Dien Seume emitte durchschnitt, verminderten sich Sonenschein, Wurme und Trockenheit. Schneewolken purden am 1. Pfingstage vor der Sonne beobachtet, se woarme sant un, herbstliche Grade, heftige böige gen ins Gescht, Die Fier uostage uns kalten Re„„.„ Die Witterungsstörung dürfte noch kurze Zeil anhalten, denn es scheint Ruhe auf dem Sonnenballe einzutreten. Neue Flecken sind bis heute an ihrem Ost=Rande nicht aufgegangen. findet, kommen neben vielen anderen größeren Treffern wieder 2 Hauptgewinne von je 100000 RM. zur Ausspielung. Die Erneuerung der Lose ur 3 Klasse muß sofort bei Verlust des Anrechts in der zrstäundigen Lotterie=Einnahme erfolgen. Es wird die nicht rechtzeitig erneuerten Lose bei der großen anderweit verfügt werden muß. ein..—(Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten,) hutt um kommenden Sonntag, 12. Juni, in Witten eiastenicienen enien undhn Pristadt. 91. Marktplatz gn. Hi...0 Uhr auf dem ine Jusur wer hält Oberstleutnant Düsterberg eine nsprache und schreitet die Front der Abteian. Daran anschließend Marsch durch die Stadt mil Vorbeimarsch vor dem Bundesführer am Amtsgericht Schillerstraße. Der Appell, an dem mehrere tausend alter Frontsoldaten aus dem InKonzert der Sahisouen schließt abends mit einen Die Straßen die aeimlapeste, Pelsenkirchen bei Boß. . Sttagen, vn der Stahlheimzug passiert, werden noch rechtzitig bekannt gegeben. mit den Pochum=Gelsenkirchener Strakey mit den Lrchum Gehsenrirchener Elraßenbähnen u. aesenschaft Fed.3 geselschaft Ruhr für die Autobus## Bochum=Herne=Witten ist ein Verkehrsbuch herausgegeben worden, welches sämtliche Fahrher den TahrysVerkehrsunternehmen enthält. AuFie den Führstanen sind kurze Texte der in Frage kommenden Städte und Gemeinden mit Bildern Von jeglicher Reilan lang des Versabrar e ist mit Rücksicht auf den Umjung des Verkehrsbuches abgesehen worden. Der beträgt 20 Pfg. für das Stück. Der Verkauf erfolgt durch die Verkehrs= und die Kartenverkaufsstellen. Die Westfälische Straßenbahn und durch di. Schaffnar eerkeauge= uur lasen sie auch darch dir Schäfsner Bertänsen. .d. Stockum, 8. Juni.(Kirchliches.) Von der großeren Gemeindevertretung wurde Herr Lehrer Hiese Pahl kann big; gewählt. Einspruch gegen tis schriftlich bei s zum 2. Sonntag nach Trinta#is schrifttich dei dem Vorsitzenden des Presbyterium 8 Uühr die Pfinasteier(vostag and früh statt. Kinderhände in Lindergottesdienst berh.## hatten den Altar mit den schönsten Blumen geschmückt.— Der Jünglingsverein den Pfingsttagen eine Wanderung ins Sauerland. Der Weg führte über Annen durchs durch Börde und Riggelberg Oesde und weiterbin In Erzscheid wurde sbherngck. dur Ennepetalperre. „ Opschrie warde abernachtet. Am 2. Pfingstfeiertag regnete es leider, aber trotzdem ging's frisch aus ötar zur Glörtalsperre und von Dahlerbrück aus über Pagen heimwärts. Juni.(Gründung einer SaniDesel und gran une beabsichtigt, für die Gemeinden Kleh und deren nähere Umgebung eine Ger- Geitungprs gn...... gründen. UnUr Ernlung ees Perrn Dr. med. Thiesbürger soll Ausbilhungslehrgang stattfinden. Die immt Se: Folgt kostenlos. Anmeldungen hierfür ggg Trer Fr. Konrad in Kley, Poststraße 11. ent—(Kiebitze im Salinger Felde.) Ende April sreh sne csrmen Vorkriegsstar da das Brutgeschäft. Wenn auch der kkrngrstund an Kiebitzen auf den weiten Fluren der Annener Mulde noch nicht wieder erreicht ist, so ist doch von Jahr zu Jahr eine erfreuliche Zuroshenendi saige mte harmlosen Sumpfvögel seste. „Neuen. Gegenwärtig nisten 4 Paare an ganz ver reand Lisgenden fast unzugänglichen Stellen. Wähen erbeben dige da sthockenden Jungen betrenmelnden Männchenu wundervollen Flügen tumschen ihr schrilles abei der Annäherung eines Men5 durch veschrer und versuchen, den StöPisplates— allerlei Künste aus der Nähe des linat. Ga ia enern was ihnen auch stets geBägeln bei ist eine große Freude, den prachtvollen Tegtin der ihren Flügen eine Weile zuzuschauen. k. Apnen, 9. Juni.(Inventur=Ausverkauf.) Nach Millettung der Regierung Arnsberg ist der Beginn diesjährigen Inventur=Ausverkaufs auf den träaf- se#gelst.„Die Dauer des Ausverkaufs be#.-- Luist: Wir machen darauf aufmerksam, endet sein piach. Juid Ausverkauf besich an irgend welche künstliche Schlafmittel meist zur Folge, daß er später doch nicht schlafen kann und eine immer größere Erhöhung der Dosis vornehmen muß. Da hilft man sich besser mit dem einen oder anderen alten Hausmittel. Empfohlen wird vor allem folgendes Mitel: 25 Gramm ErikaHitete Prhesiare gon als Tee warm in einem Viertelaut schlaten geaich einem anderen Rezept sol man voll Sopt; onnen, wenn man sich einige Hände = Gopsenblüten unter das Kopfkissen legt. der am ic und ig Klasenlaterie.) In Mai stattgefundenen Ziehung 2. winmne von 756) Lotterie find die beiden Hauptge„# je 100000 Reichsmark auf No. 243 890 in ven bewen Abteilungen 1 und 2 gefallen. In der 3. Klasse, deren Ziehung am 15. und 16. Juni stattgirchörbes far Heschs Jumi.(Der Gemeinderat aßte Erschluß über den Gemeindehaushalt. Währenv der vorige Etat eine Höhe von un gefähr 1,3 Millionen.=M. hatte, weist der diesnige scharte eine Höke von.062000 RM. auf. Ei. Lommumisten ugag sode dwischen Zentrum und . en gub es wegen des imEtat vorgesehenen von jährlich 5000 Mark für das katholische Krankenhaus zu Hombruch. Die Kommunisten osies Plarseben lausendes jährliches zinsvon 5000 Mark, kündbar nach 20 ahreiie, Sie kamen mit ihrem Antrage nicht durch. vterung den Kar d Zuschuß.— Wegen der Pfla# Provinzialstraße in Renninghausen geht der Durchgangsverkehr über die Bahnhofstraße in sahr 1923 warhe daushaltsplan für das Rechnungsder Landwirte; gaden die Stimme des Vertreters ser erboß Einz nunssblock angenommen. Diefer erhod Emspruch gegen die beabsichtigte Erhöteuer von demeindezuschläge zur Grundvermögenssteurr von 250 auf 400 Prozent.— Die Vertretung stimmte dem Antrage der Amtsverwaltung auf Uebernahme einer Bürgschaft von 146000 Mark für hauen witigen zu, die der Spar= und Bauverein Humoristische Ecke. "— Humor im Wohnungsamt. Das„Neue Wiener Journal veröffentlicht aus den trockenen Amtsakten des Bohnungsamtes einige Proben unfreiwilligen Humdes und verbürgt deren Wortgetreuheit. „Ich bin seit 5 Monaten verheiratet und bewohne ein dunkles Kabinett. Meine Frau sieht täglich Mutterfreu„Ich werde in dieser Wohnung meinen Schnupfen samt meiner Frau nicht los: buupteg „Selbiger Herr bewohnt after das Zimmer allein, und ich habe Rheumatismus und ein Kind von 4 Jahren.“ „Ich habe eine Tochter und zwei männliche Söhne, und wir sind sehr beschränkt, wovon sich das löbliche Wohnungsamt kommissionell überzeugen kann.“ „Die Stiege ist mit Lebensgefahr verbunden.“ un eine Fran und ich haben leider eine Totgeburt er„ Söh ite um die Bewilligung, Wochenbettmädchen „Meine Füße sind weder zum Stehen noch zum Gehen geeignet, sie können nur sitzen oder liegen.“ 2. Der. Lipfel. Frau.: Ihr Mann scheint ein recht unz.stiebener Mensch zu sein! Frau.: Na, ich kann Ihnen sagen, wenn dem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, dann schimpft er noch, weil kein Salat dabei ist! — Der Vorsichtige. nen Kuß! Komm, Männi, du bekommst eiMach' mal erst deine beiden Hände auf! Aber warum denn? Du könntest eine Rechnung darin haben! E INS ENIEUR-SCHULE #roninaueirie 5 #fächiuere#r un Borrenete Wer amelgter-A blellungen ehrplane trei.## Verschsadenes Der Mann, der 145 Stunden hintereinander tanzte. 1861 Tänze, 1642 Partnerinnen, den eigenen Re5 kord geschlagen. a Ppgerige Vernande but in Au. ark in Berlin seinen vorjährigen Rekord um 15 nunden geschlagen. Er hat 145 Stunden getanzt. Er startete Donnerstag, den 26. Mai, abends um 9 Uhr, und vollendete seinen Tanz am 2. Juni, doppelte Leistrn###guns eines Sechs=TagePariner abgelst wirh, urch einen während Fernando seine schwierige Aufgabe allein erfüllen mußte. In der letzten Stunde bewies Fernando seine Frische dadurch, daß er Pirouetten in rasendem Tempo tanzte. Er hat innerhalb dieser 245 Stunden 1861 Tän= te ge d 1642 Partnerinnen bo 10 Minuten Par Wäschewechseln ustmu; gemährt, die er zum Essen, sich in den Pa. Auch rasieren ließ er noch selbst, Fzuen: Meistens rasierte er sich aber noch selost. Nach Beendigung seiner Leistung wurde Fernando von seinen„begeisterten Anhängern“ auf die Schultern gehoben und im Saale herumgetragen. Dann wurde er noch einmal massiert, badete und legte sich schlafen. Freitag vormittag schlief er noch. 1 Uhr wurde er jedoch geweckt und mußte ein paar Stunden wach bleiben und sich be##uskelerschlaffung eintritt. inr Biescs.5 eich, wieder zur Ruhe. Fernando hat Ei und mich Sunden fast nur geschabtes Fleisch, Aussicht.: zu sich genommen. Er tanzte unter Aussicht oreier Aerzte vom Reichsgesundheitsamt und einer Kommission des Reichsverbandes für Tapälger:. Die Aerzte erklärten, Fernando sei ein de Ferzer bündel. Das Herz funktionierte Louktion und auch nach beendetem ze ganz vorzüglich.— Irrsinn, du siegst! 5 00 Ein General von 100 Jahren. Der älteste englische General hat vor kurzem seinen hundertjährigen Geburtstag gefeiert, und zwar in voller körperlicher Frische. Es ist der Sir GeKrsnfriege. Er hassinson, ein Beteran aus dem chen gelebt. ar kegt uuter fünf englischen MonarZu seinen allesten, allerdings wohl etwas verschwommenen Erinnerungen zählt eine Begegnung, die er als etwa dreijähriger Knirps mit ##g Georg IV. in Windsor hatte. Mit dessen Nachfolger, König Wilhelm IV. hatte er aft Gelegenheit, in den Gärten von Kensington zu sprechen, und als er Zögling der Eton=College war, juvelte er der Königin Viktoria zu am Tage ihrer Hochzeit mit dem Prinzen Albert. Der General Higginson war militärischer Lehrgeister des Königs Eduard VII. Der gegenwärtige Konig von England spricht mit der Königin oft bei inr Goldernsergsra i seinem kleinen Hänschen Higginson vor kurzem einem Offiziersbankett beiwohnen wollte, lehnte er es ab, den Aufzug zu benutzen, um zu dem mehrere Etagen hoch gelegenen Speisesaal zu gelangen. Er erklärte, rach mueis gerade die Bewegung gu tue. Er arbeitet noch mehrre Stunden am Tage und hält auch noch bisweilen Vorträge. Mf. * Assen auf dem Kopfe. . London wartet mit einer neuen Modetorheit auf. Die Damenhüte der neuesten Mode weisen als Schmuc, eing eigenartige Verzierung auf, aus Stoff geurveitere Aeffchen, die an einem kleinen Kettchen getragen werden. Wie versichert wird, hat diese neue Modetorheit als„dernier cri“ der Hutmode bereits zahlreiche Anhängerinnen gefunden. Neueste Nachrichten Stresemann wieder in Berlin. Berlin, 9. Juni. Dr. Stresemann ist gestern vormittag wieder in Berlin eingetroffen. Tschitscherin wird voraussichtlich erst heute in Berlin einAm Freitag reist Dr. Stresemann wieder Berlin ab, um sich über Frankfurt nach Genf zu begehen.— Tschitscherin wird voraussichtlich noch bis Sonnabend in Berlin bleiben. Stresemann— Tschitscherin. s Ziga, 9. Juni. Wie aus Riga gemeldet wird, ##ichte,„ Sowietregierung mit den Ergebnissen der Tschilscherin=Stresemann=Unterredung zufrieden. In der Unterredung seien ganz verschiedene Fragen besprochen worden, das Schicksal der Arcos in Deutschland, die ostasiatischen Ereignisse und zwischenstaatliche Wirtschaftsfragen. Tschitscherin habe keine finanziellen Forderungen an Dr. Stresemann geBrand in einem Kurhotel. Berlin, 9. Juni. Wie der„Vossischen Zeitung" aus Kassel berichtet wird, brach vorgestern abend aus noch ungeklärter Ursache im Dachgeschoß des Hotels„Kaiserhof“ in Bad Salzschlirf Feuer aus, das sich rasch über das Gebäude ausbreitete. Der ganze Dachstuhl des Hotels wurde ein Raub der Flammen und 20 Zimmer brannten vollständig aus. Kurgäste und Hausangestellte konnten teilweise nur das nackte Leben retten. In den übrigen Stockwerken wurden durch die großen Wassermassen starke Beschädigungen angerichtet, so daß einige Kurgäste anderweitig untergebracht werden mußten. Erst gegen 5 Uhr morgens konnten die Feuerwehren abrücken. Der Schaden ist sehr groß. Ein Abgeordneter tödlich verunglückt. Heilbronn, 9. Juni. Der württembergische sozialdemokratische Landtagsabgeordnete August Hornugs, ist gesterg vormittag auf der Groß=Gartacherstruße, als er sein zweijähriges Enkelkind vor einem Auto in Sicherheit bringen wollte, von dem Wagen erfaßt, zu Boden geworfen und so schwer verletzt worden, daß er nachmittags im Krankenhaus verstarb. Auch das Kind wurde ernstlich, aber anscheinend nicht lebensgefährlich verletzt. Mord aus Nachsucht. Düsseldorf, 9. Juni. Gestern gegen 3 Uhr nachmittags hat der in der Römerstraße wohnende Invalide Blumberg seinen Schwiegersohn Heinr. Strerath, der mit seiner Frau ein Zimmer in der Wohnung des Blumberg bewohnte, nach kurzem Wortwechsel mit seinem Taschenmesser erstochen. Zwischen den beiden bestand schon seit einiger Zeit ein gespanntes Verhältnis, da Strerath seinen Schwiegervater wegen eines schweren Sittlichkeitsverbrechens angezeigt hatte. Der Täter wurde festgenommen. Der neue Präsident der Saar=Regierung. Der Präsident des Völkerbundsrates Dr. Stresemann hat den gewesenen englischen Generalkonsul um Frzoß Wilton zum Mitglied und gleichzeitg zum Prusiventen der Saarregierung mit der Amtsdauer bis 31. März 1928 ernannt. Deutscher Flottenbesuch in Sevilla. Berlin, 9. Juni. Die Kreuzer„Nymphe“ „Amazone“ sind in Sevilla eingetroffen. Ein Taucher ums Leben gekommen. Fiume, 9. Juni. Aus Versehen wurde bei Arbeiten in 5 Meter Tiefe, die er zur Hebung eines Torpedos in der Bucht von Fiume ausführen sollte, ein Taucher statt der zulässigen Höchstzahl von 15 Minuten, 37 Minuten unter Wasser gelassen. Die Aufholung, zu der nach den Vorschriften eine Stunde Zeit benötigt werden soll, wurde dann in 15 Minuten vorgenommen. Leider machte diese Maßnahme die Nachlässigkeit nicht wieder gut, denn der unglückliche Taucher erreichte sterbend die Oberfläche. Die Mannschaft des Begleitschiffes wurde verhaftet. Sammlungen für Nungesser und Coli. Newyork, 8. Juni. Unter dem Vorsitz des früheren Botschafters der Vereinigten Staaten in Berlin, Gerard, hat sich ein Ausschuß gebildet, der 150 000 Dollar für die Mütter Nungessers und Colis sammeln will. Bombenattentat in Leningrad. 8. Juni. Gestern in später Abendtunde betrat ein Unbekannter den Saal eines Klubhauses, in dem eine Sektion des Leningrader Diskussionsklubs der Kommunistischen Partei eine Mitgliederversammlung abhielt, und warf eine Bombe. Gleich darauf wurde von einem anderen Unbekannten eine zweite Bombe geworfen. Durch die Exzlosienerz purde der Raum zerstört und 26 Teilnehas:#ersammlung erheblich verwundet, so daß an#t# ins Krankenhaus gebracht werden mußbeiden Täter, Ziessb i einige Leichtverletzte. Die Rückzug mit nämlich an die ukrainische Garnison, an die baltische und die Schwarzmeerflotte veröffentlicht habe, in denen es heißt, daß die Rote Armee zum Kampfe bereit sei. Die Truppen der Roten Armee ständen in ihrer Ausbildung höher als diejenigen der zarischen Armee vor dem Kriege. Die Fliegertruppen seien auf der Höhe ihrer Leistungn und würden jeden Angriff auf die Sowjetunion zu verteidigen wissen, Die„Sepietregierung beabsichtige, die Rote Armee auf 800000 Mann zu verstärken. Es sollten 350 neue Flugzeuge gebaut werden. Für die Ausrüstung der technischen Truppenteile würden 8 neue Fabriken gebaut, die lediglich Kriegsmaterial herstellen sollen. gn mgigen, MuniGether Pudding. an eier Pchlnh ür ün berurrchimnte Jugend.- Oetker-Puddings eind blut##umnochenbildend. sie sind reich en wertVV vollen Nährseisen und well sie mit Milch zubereitet werden, doppelt nahnhaft. Sie haben daber die Gewibhelt, dab Sie mit Oetker-Puddinge sparsam wirtschaften. gen Bammtim, Fer Arsin den Dr. I. Oetker, Bielefeld Autensehantorreies: eiche- Gate. herise. eishe Pacher 4 P, Variae koadan ouirer enn die Dame reist Ua Sserticet Selsescet eleäice big: hellrot, madonnenblau, marine und schwarz. Sie erfüllen den gleichen Zweck und sehen bei einem plötzlichen Witterungsumschlag im Sonnenschein freundlich und elegant aus. Für einen unvermuteten Regenschauer sind die durchsichtigen Regenmäntel aus gummiertem Bakist oder Chinakrepp gedacht. Da sie sehr dünn und leicht sind, kann man sie bequem immer mit sich tragen. Wie wir dem Reiseheft der „Praktischen Berlinerin entnehmen, verwendet manfür Reise= u. Sportmäntel die wieder sehr beliebt gewordenen Shellandstosfe. Hietersauttvereil Annen. Sonntag, den 12. Juni morgens 9½ Uhr im Lokale Emil Günedler Monats-Versambitht Der Vorstand. Mictverträge vorrätig bei Fritz Küchlug, Annen Habe mehrere Legehühner und Klucken mit Kücken zu verkaufen. Waldstraße 224. Man trägt die Mäntel oft nur dreiviertellang in bequemen weite Schnittformen mit Passenärmeln und hochzuschließendem Kragen. Gürtel und eine kleine Garnitur aus Leder, Kalbfell oder Schlangenhaut gibt ihnen eine ausgesprochen moderne Note. Die Kostümjacken find in diese Sommer meist Gürteljacken mit Passe und Tollfalten, die man leicht selbst schneidern kann. Das Reisekostüm ist einfarbig oder kariert. Daneben erfreut sich die einfarbige Jacke zum karierten Rock oder kehrt, die dunklere Jacke zum hellen Rock großer Beliebtheit. Eine elegante Vervollständigung des Reiseanzuges ist das Cape. Es wird etwa Bederstragen der Jaste ahmehmnhan deudeiet und kamn unter den lich für Reise und Sport ist natürlich auch das Jumperkleid. Man veres she, die des er Kaodestour urch kutersente Resüerlungenode e. Se u gleichem Stoff garniert. Eine praktische Neuheit ist die wanstromoination aus Hemdbluse mit angeschnittenem Beinkleid. 6797 S D696 Flottes, prakt. Reisekostüm aus silberVagrteri.„ Sheilandstof. Gürteljacke mit Passe u. Reverskragen. Teilweise festgesteppte Tollfalten. Aufgesteppte TaGröße I, II, III, IV " vornitig, Preis 90 Pf. BRiiSS Gathfenbingtion, neue Form. Hemdbluse, geschlossen oder offen zu tragen, mit angearbeitetem Beinkkeid. Schrittschluß. An heißen Kostchm für Reise und Straße. Bazar=Schnitt Gr.-IV. Preis 65 Pf. K Don EnfacherNan. tel a. Wollstoff, für Reise und Sport geeignet. Kragen aus gestreiftem Schesctchre e interessante Neuheit sind die d. Gürtel angeschnittenen Taschen. Schnitt wr.-III. Preis 90 Pf. SD694 Jumperkleid a. maldenrosa Kasha mit interessanten Nahtteilungen. Die einzige Garnitur des Kleides sind große weiße Perlknöpfe. Erford. f. Gr. II: Eiwa 2,60 m Stoff 130 cm br. Bazar=Schnitt Größe I. II, uul. Oreis 90 Pl. 8 0450Speut. Jonverkleid aus seinem madonnenblauen Wolltrikot. Aufgesteppte BlenEr au glechem Stof. Gleichfardige Galalith= möpfe. Plissierter Rock Erf. Gr. II: Etwa 3 m Stoff 130 cm dr. Schnitt Ve.-I. Bris 90 9f. Räben Bindiatteuns imprägniertem Gabardin. Raglanform mit aufgesetzten Taschen u. gesteppten Doppelnähten. Verlängert auch als Mantel herzustellen. Erf. s. Gr. II: Etwa.25 m Hrl=Pemndr. Schmit Preis „—— A " Prunge Timluge mir Dampf- und elektrischem Betrieb. Das Vollendetste auf diesem Gebiete. Die Betten werden von uns abgeholt und Einzige Anlage in Annen u. Umgebung. am gleichen Tage von uns wietter zUgesiellt. Bekanntmachung. Wegen auszuführender Straßenbauarbeiten bleibt die hiesige Wullenerstraße von der Bochumerstraße bis zur Kreisstraße(Hellweg) bis auf Weiteres für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Annen, den 8. Juni 1927. Die Polizeiverwaltung: Boettcher, Amtmann. AummMm omhche # Im silbernen Schmuck steht Ihr am schönen Ziele, Blickt auf den Pfad des Früblings heut' zurück Verleih Euch noch der heitren „Jabre viele Voll Glück und Segen freundlich das Geschick. *• Vereinigter Landwehr- u. Kriener-Verein Annen. Monats-Versa mmlung am Sonnabend, 11. Juni 1827, abends 8 Uhr im Vereinslokal Radtke. Tagesordnung: I. Ersatzwahl für den verstorbenen Kameraden Trelle als Kassenführer.“ 2. Beschlußfassung betr. Beteiligung an Feiern auswärtiger Vereine. 3. Berichterstattung über den Vertretertag. 4. Besprechung u. evtl. Beschlußfassung über Beitritt zur Wohlfahrts=(Sterbe=) kasse des Westf. Prov. Krieger=Verbandes 5. Uebergabe von Kriegsdenkmünzen. 6. Aufnahme von Mitgliedern. 7. Verschiedenes. Der Vorstand. Notiz: Die Mitglieder des Vorstandes treten um 7½ Uhr zusammen. Sterbekasse Annen. KEINE HAUSFRAU sollte versäumen, ihre Betten von Zeit zu Zeit reinigen zu lassen. Die Bettiedern und Daunen werden in unserer Anlage nicht nur gereinigt, sonde Beiten bei uns vorsehmnen zu lassen. aus Keinguns der Während der nächsten Tage besonders billige Preise In eisernen Bettstellen, Auflege-Ilatratzen, Reform-Unterbetten, — Steppdecken, Bettbarchend, Bettfedern und Daunen. Sebi Rosehthaf, Amlen Unseren lieben Eltern, den Eheleuten Hch. Kuhlmann und Frau Lina geb. Pferdekämper zu ihrer am Samstag, den 11. Juni stattfindenden Silbern. Hochzeit unsere herzl. Glück= und Segenswünsche. Gewidmet von ihren dankbaren Kindern. M Sonntag, den 12. Juni d.., nachm. 3 Uhr im Vereinslokal Monats-Versammlung Zahlung der Belträge für beide Ablellungen. Es liegt im Interesse der Mitglieder, wenn sie ihren Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen, denn wer länger als 6 Monate mit den Beiträgen im Rückstande ist, hat keinen Anspruch mehr auf Sterbegeld. Vorstand. Arillerie-Verein Annen. Versammlung am Sonntag, dem 12. Juni 1927. nachm. 4 Uhr in der Talsperre. Schießen. Zahlreiche Beteiligung erwartet.—6 Der Vorstand. Schöne Ferker hat abzugeben h. Vester, Tielendort. Ae Für Wirte! Für die Einweihung des Steigerturms der Freiw. Feuerwehr auf dem Schnee am 28. Aug. soll die Zeltrestauration Sonntag, den 12. Juni, vorm. 9 Uhr im Lokale Raidt, Auf dem Schnee, öffentlich meistbietend versteigert werden. Der Vorstand. 5000 Plätze . Vor Jahrzehnten bei meiner Deutschlandtournee hatte ich Riesenerfolge, daher dürfte mein Name noch vielen in angenehmer Erinnerung sein. Da mich nun wieder meine Tournee durch Deutschland führt, so freut es mich, daß ich auch wieder in Witten Vorstellungen geben darf. Im Oktober 1926 gastierte ich in der Westfalenhalle mit einem Sensationserfolg, weshalb ich hoffe, daß auch in Witten meine Vorstellungen allgemeinen Beifall finden werden. Mit einem großen Material sowie Riesenmassen an Menschen und Tieren werde ich in Witten meinen Einzug halten und in einem Riesen==MastenZeltbau meine Vorstellungen geben. Mit 3 Unternehmen, Menagerie, Völkerschau und Circus werde ich dem Publikum von Witten und Umgebung aufwarten: mit einem riesigen Aufgebot an Menschen verschiedenster Abstamter wit seren Schlangensevu hinstücken, desu wou und ihren Zauberde a sen des geheimnisvollsten aller Erdteile, sonnendurchglühte Mulatten, kraftvolle Neger und Afrikaner, eer! D verkührer,.lebendlngen 14## Nasdbsek u. Wien Tares und der leinen Sitte Von Konstanze von Franken. 300 Seiten. 53. Auflage. Preis geb. Halbleinen.50, mit Porto.70 Der gute Ton von K. von Franken ist nach allgemeinem Urteil das beste, billigste und schönste ausgestattete Buch seiner Art. Selbst der Erwachsene, der gesellschaftlich Feingebildete wird vieles aus dem Buche lernen. Kein Alter, kein Stand, keine Lebenslage ist unberücksichtigt gelassen. Vorzügliches Geschenkwerk zu allen Gelegenheilen. Die Ausstattung ist mustergültig: holzfreies, blütenweißes Papier, geschmackvoller grüner Halbleinenband mit Echt=Golddruck. CA a e ae l1 te 0 0 0 LA0 KaDP-Ael CA i Paen A as e AC VII Vriteh 500 Angestellte Söhne des gewaltigen Reiches der Mitte, China, Japaner mit ihrer unnachahmlichen graziösen Geschmeidigkeit, in ihren heimischen Darbietungen, wie sie der Mikado zu seinen glänzenden Festen sich vorführen läßt, 50 TanzGirls, das Glanzvollste aller Circusballetts, in ihren fabelhaften Kostümen nach den Entwürfen erster Künstler, eine Fülle von Anmut und Schönheit, übergossen von einem Meer farbigen Lichts. Dazu mein großes Musikkorps von überragender Güte. Meine Riesenkarawane von Elefanten, Kamelen, Dromedaren, Zebras, Büffeln, Zebus, Lamas, Guanakos, Känguruhs, Löwen, Bären, Affen, Schlangen usw. bilden die moderne Arche Noah. Mein großer Marstall aller Pferderassen, meine Schar der besten Künstler aller Länder sowie Schulreiter, Jockeys, Clowns und Auguste ersten Ranges gewährleisten ein Programm mit gänzlich neuen Darbietungen, wie sie unter Garantie Witten nie gesehen hat. Millionen von Menschen aller Länder, in denen ich gastierte, waren bewundernde Zeugen meines Sensationsprogramms. Wo Wer Alsbergs Berte s kommt nach WITTEN. 300 Tere e me., Ta ür Kabit, Bichag, u ald Pradh anf- achhos her BrleitastenSchlüsse! verloren. Gefl. abzugeben auf dem Postamt. Annen, Bahnhofstraße 23, kauft, kauft für die Zukunft, denn er kauft aualltät. Oberbetten gute Inletts und Füllungen 130/200 Oberbetten gute Inletts und Füllungen 160/200 Kissen gute Inletts und Füllungen 80/80 Bettinletts 80 cm breit. nur Garantiequalitäten Bettinletts 130 em breit, nur Garantiequalitäten Bettinletts 160 em breit, nur Garantiequalitäten 38.00 25.00 18.50 42.00 28.00 22.50 10.60.50.90 .90.40.85 .25.75.30 ich spielte, gab es ausverkaufte Häuser und war der Wassenzustrom derart gewaltig, daß sich überall poltzeiliche Absperrungen notwendig machten, um Paniken zu verhüten. Die billigen Eintrittspreise, von 50 Pfg. für den Stehplatz, bis 4 Mk. für den besten Logensitz, ermöglichen jedermann den Besuch meines Weltunternehmens. Eröffnung: Donnerstag, d. 9. Juni, abends 8 Uhr. Folgende Tage täglich 8 Uhr. Sonntag, den 12. Juni, 2 Vorstellungen Nachm. 3 und abends 8 Uhr. Vorverkauf: Zigarrenhaus Ludwig, Witten, am Kartenverkauf hat begonnen. Mutter mit 2jähr. Kinde sucht per sofort oder später 2 beschlagnahmefreie Zimmer gleichviel wo. Gefl. Angebote mit Preis erbeten unter X. 500 an die Geschäftstelle ds. Blaties. .50.75.75 Bettsedern und Daunen nur erstklassigen Qualitäten zu bekannt billigen Preisen. Mhloberg, 1 Rtten Enangsveisteigerung. .) Freitag, 10. Juni, vorm. 11 Uhr werde ich im Versteigerungslokal Prünte in Annen 1 Waschkommode, 1 Klavier, 1 Spiegel, 1 Sofa 2. Sonnabend, den 11. Juni 1927, vormittags 9 Uhr Auf dem Schnee 1 Wagen öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Kauflustige zu 2 wollen sich in der Wirtschaft Böhle versammeln. Witten den 9. Juni 1927. Popitz Obergerichtan“eseher in Witten. gs-St. Emttatungen „Die Arzte empfehlen als Desinfektionsmittel für Verletzungen und gegen Entzündungen mit Vorliebe Chinosol, weil es, im Gegensatze zu der ätzenden essigsauren Tonerde und zu allen anderen Desinfektionsmitteln, trots seiner starken Wirkung, unbedenklich selbst Kindern in die Hand gegeben werden kann. Verlangen Sie in Apotheken und Drogerien Prospekt mit Anwendungsvorschriften. Versuchspackung nur 60 Pf. Zu haben in allen Apotheken und Drogerien, Sämtliche Packungen sind bestimmt vorrätig in der Adler Apotheke, Drogerie Karl Dinslage, Germania Drogerie O. Blumberg, Drogerie Th. Wilke. TINTEN verrütg bed Frur HUchlag seuis aier un unseinsse. Sisinisnn Aasgrage ue PPn... 1: Stcuaf!, #ie Lieferung...:: Steinstrasse 1. Donnerstag, 9. Juni 1927. Provinz=Nachrichten Langendreer, 8. Juni.(Ein gräßlicher Unglücksfall.) Auf der hiesigen Bahnhofsstation ereignete sich ein gräßlicher, Unglücksfall. Der Zugführer Dengler aus Frankfart fiel, während der Zug sich wieder in Bewegung setzen wollte, durch den plötzlichen Ruck so unglücklich, daß er Stelle tot war. Seine Leiche wurde in dem Lanktatsraum der Station untergebracht. vmd Relobnungz Dunt.(Sitlichteltsverbrechen! Kur. Velöhnung:) Am 1. Juni abends gegen 6 wurde eine Bürogehilfin von hier auf dem Wege### Woster dui der u. d Sandgrube des Land100 Uhr zum reischen Wiherstend energischen Eiberstand der Bürogehilfin ist es zu versanker, daß der Unhold nicht zu seinem Vorhaben kam. lat bas# der in der Richtung Dorf entkam, wird wie gbige beschcieben: Schlanke Person in Größe von 1,68 Kopfhaar, braune Augen, ca. 24 Jahre alt; bekleidet war er mit einer grünen Lodenjoppe und trug nimmt Besae en ge 8. Juni.(Ehrenmal für die Dortmunder is der Wunsch laut.0 Juni 1923) Wiederholt Abend des 10. Junien, den Dortmundern, die am anlaamts#es 10:, Juui 1923 schuldlos von den französischen Apenjagern hingeschlachtet wurden, einen Denkstein zu setzen, der gleichzeitig zum Zeugnis dafür dienen sollte, daß die französische Kultur trotz aller Großsprecherei auf Jahre dgrüber ins Land gegangen, scheint der Wunsch 8e si, dat umgesetzt zu werden. Wie man hört, de in Dartmund Beicsoost der vaterländischen Verbände in Torimund Leschlossen, den am 10. Juni 1923 von der, Franzosen hingemetelten sechs Dortmundern ein Pläne dafetr einen Wethe uur erlangung geioneter Bldhauern Architest verd unter den Dortnunder Plat, auf dem das. schreiben. Als den ist der Platz von den Eriagzichene nden wich, Auge gefaßt worh Kranlenansalten ius Dortmunder ue auf dem die Leichen der ermordeten Seiten:“ susammengeschleppt wurden und liegen ". zn mußten, bis diese von der Stadtverwaltung in Ob## Lenommen werden konnten. Jedenfalls begegnet die Ger## der Arbeitsgemeinschaft der vaterländischen Veralen Sreisem.— findet Billigung in „Dortmand, 8. Juni.(Die Reichsbahn beförderte wähgüste boben in den 2e.) Fahrgäte) 240000 Fahr. der Eisenbahn erreichen der Austellung Dortnund mit Der Eisenbahn errricht und wieder verlassen. Der Dortmunder Hauptbahnhof wurde allein von 330000 FahrDer ohgaeferigt Zen Sonder nide wurden in diesen Tosahrtstag. tum ag Sristen Verkehr hatte der Himmel#####lug, un dem 20 Sonderzüge und rund 88000 Fahrabgefertigt wurde. Der Südbahnhof wurde von hone Tieb der Minn. Ein deutscher Liebesroman von Leontine von Winterfeld (Nachdruck verboten.) Gottesdienst zu Ende war und die ger, Schagen aus den Portalen fluteten, brach Pater Iug-Sraits zusammen. Er hatte gesehen, tostranf geirg Ling. Er hat dann wochen. lshner nur vonzven. und in seinen Fieberträumen der kommenden Pest gesprochen. worengg das Zle zur Christmette im Städlein lag va, Burglein fast gänzlich ausgestorben und verlassen da. Nur ein alter, lahmer Knecht, halten sollte, und eine junge Magd, die so hatte, waren daheim geblieben. Alles übrige Gesinde war mit Frau Ermintrud und lag ales still und verlasen im... Die Straße von Gebweiler herauf kommt langam. ein Mann geschritten. Er stützt sich schwer auf " en Stab und kann das linke Bein nur mit Mühe nachschleppen. Hager und eingefallen ist sein Mangen großer, dunkler Bart umrahmt Kinn und Sungen. Auf der Stirn klafft blutrot eine Narbe, die sich weit hinabzieht bis über die Schläfe. So fremde Mann mühsam Schritt für Schrit, den, steinigen steilen Weg empor. Es ist das Burglein nicht wie andere Burgen von Wallgraben und Mauern umwehrt und beschirmt. Es ist viel bescheidener und wagt nicht, irgend einem Feinde zu beschirmen Haus del. Aber auch zend Stallungen vor bösem GesinWeibnacht weint es heute die heilige Amtes vergessen und ünd bres und Felder, armen Hasen und Reben halt im Bürglein. der treite Peiln, und unvergandt bingen seine Aungen an Verschuse Dächern. Zerrisen sind die groben Leoi# die seine wunden Füße kaum bedesen. grreissen Zuchwams und Kittel, durch die schneidend auf Herscsben pseist:. Denn es ist kalt hier halt und blät in garr Hände die den vuverstarrten, blaugefrorenen nen. Jeie hat kaum mehr fassen könatemschöpfend stil. Sag dem matten Mandlicht guend, gehen seine Augen in gwig:“ Monvrnz über Haus und Hof. Klastert er und se asae halten halt, Ermintend, Wegrand, st stag schwer auf einen Stein am rund 99000 Fahrgästen berührt, und hier wurden insgesamt 29 Sonderzüge abgefertigt. Interessant sind die Zahlen der Viehtransporte, die im Rahmen der Wanderausstellung mit Sonderzügen durchgeführt wurden. Insgesamt wurden 3714 Tiere an= bezw. abtransportiert. Diese Zahl setzt sich aus 291 Pferden, 71 Ochsen, 383 Kühen, 536 Schweinen, 133 Ziegen und 443 Schasen zusammen. —(Großfeuer.) Am ersten Feiertage gegen 1 Uhr mittags brach auf dem Fabrikgelände der Firma Jucho in Wambel im Hammerwerk, das in einem Holzbau untergebracht und mit Dachpappe abgedeckt ist, ein Feuer .. An der Dachpappe fand es schnell reichliche Nahkung. Durch den dichten schwarzen Qualm und durch den geringen Wasserdruck wurden die Löscharbeiten der Dortmunder Feuerwehr sehr erschwert. Die Hitze war so großg sh. die Träger, die die Transmissionen im Innern woes tragen, wie Strohhalme knickten. Nur günstiger Windrichtung ist es zu verdanken, daß das Feuer herrächrich Der Schaden ist „Hörde, 8. Juni.(Ein Lastkraftwagen mit der Stragenbahn zusammengestoßen.) An einer Reichsbannertagung in Hagen beteiligte sich auch das Hörder Reichsbannsr##s seine Mitglieder mit einem Lastkraftwagen der Rückfahrt stieß ein Wagen mit einer Hagener Straßenbahn zusammen. Eine Seite des Lastgagans ist eingedrückt. Die Scheiben der Straßenbahn glasterit Trümmer. Mehrere Insasen wurden durch Ausspiltter verletzt. Eine Frau wurde mit ihrem Kinde so schwer verletzt, daß beide einem Krankenhaus zugeführt werden mußten. Höchsten, 8. Juni.(Mit dem Motorrad in eine Gruppe Ausflügler gefahren) ist ein Motorradfahrer, der allem Anscheine nach angetrunken war. Trotzdem die Ausflügler zur Seite gegangen waren, fuhr der Motorradfahrer dennoch in die Ausflüglergruppe, wobei mehrere Personen zu Boden riß. Zwei Ausflügler erlitten schwere Verletzungen, während noch drei Personen mit unbedeutenden Verletzungen davonkamen. „ Schpertez.5 cmi(Lebensmüde Frau.) Im Schwerter Ward wal, sich abends eine Frau in der Absicht, sich von einem Straßenbahnwagen der Hörder Kreisbahn berfahren zu lassen, auf die Schienen. Obwohl der Straßenbahnführer in seiner Geistesgegenwart sofort stark bremste, wurde die lebensmüde Frau von den Rädern erfaßt und verstümmelt. Die Frau, welche an Schwermut gelitten haben soll, wurde in das Krankenhaus gebracht. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. 8. Juni.(Die Leiche im Straßengraben.) Im benachbarten Loh wurde im Straßengraben die LeiVraie genteganu gefunden. Der herbeigerufene . srute Auvyolvergiftung fest. Wiederbelebungsver„ waren ohne Erfolg. Die Nachforschungen haben er# daß es sich um einen Mann aus Hörde handelt. Wellinghosen, 8. Juni.(Blutige Schlägerei.) Am vorgestrigen Nachmittag kam es in einem Gasthause auf der Wellinghoferheide zwischen Angehörigen eines Turnvereins von auswärts und anderen Gästen zu einer derart heftigen Schlägerei, daß mehrere Männer blutige Verletzungen erlitten und ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Lippstadt, 8. Juni.(Schweres Motorradunglück.) Der Kaufmann Fritz Koch aus Erwitte bei Lippstadt wurde von einem Motorradfahrer überfahren und erlitt einen doppelten Schädelbruch, der seinen alsbaldigen Tod zur Folge hatte. Auch der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen und liegt im Krankenhaus hoffnungslos darnieder. Bochum, 8. Juni.(Grubenunglück auf Zeche Moltke.) Im unterirdischen Betriebe der Zeche Moltke verunglückten durch herabfallendes Gestein zwei Hauer tödlich. Ein dritter Bergarbeiter wurde ebenfalls schwer verletzt. Essen, 8. Juni.(Geheimer Justizrat Dr. Schwering Mai der.Im ter von 74 Jahren verstarb am 30. einerststse Justizrat Dr. Schwering, ein Bruder des Schmering irr so“ Dr. Julius Schwering=Münster. Dr. auch als Rechtsanwalt uge a. Staatsanwalt und hum sechr bekannt. vor 30 Jahren in Esen und Bo. Duisburg, 8. Juni.(Zwei Opfer des Rheins.) Zwei Duisburger, die mit einem Faltboot eine Fahrt nach Köln unternommen hatten, kenterten kurz vor Köln und ertranken. er Der Rosztaler hert und verschönt hast du alles noch. auch oberall aut ein neues Dach, und die Mauer ist Säume hast du in das.. und oviel neue Obsewar und dbas Kreuz tragen wolte undter der berne nen. und zwei Linder hast du. Er stützt den Kopf in die Hand, und zwei schwexe., heiße Tränen rollen ihm die blassen Wangen ich euch alle unten wußte im GottesHersitie hem ich endlich heraufgekommen, um das wieAch. Ermintp # Pemnlrud, wie war deine Liebe so tief und dein Arm so weich, wenn du mich umfingst. Das Pirh riun nie, nie wiederkommen, denn ich bin ein was mastead dar nicht anders sein. Denn Einsam muß sch wieher — einsam und heimatlos. wie ich gekommen bin d um die 8bt ein Windstoß über die Felskuppe pol in seinen dartereuen ds Roßstalls. Der Krüpkröstelt Daun ie Lumpen fährt zusammen und „rostert. Tunn kann er es nicht mehr aushalten alie Waftshund ar de Tor. Der e cäce eenege in der Mitte des Hofes träumfrr h0ch. Und knurrt tie und unwillig. Er hat Scomerasseinen. weogebissen von der reckt die mächtigen g a sted langsam auf und sicht des gr Vlieder. Ueber das müde Angesicht n. remven geht ein Lächeln. Wenn ihm der Wolfshund jetzt an die Kehlen springt, so hätte er ein, schönes, schnellgz, Ende an den Pforten der Hei. Da hot, er hater sich Schritte den Berg herscommen. und yört Stimmen sprechen— näher und näyer. Frau Ermintrud kommt mit den Kindern und dem Gesinde von Gebweiler zurück. Aus dem hellen Mondlicht tritt der Fremde rasch zurück in den Schatten der Mauer. Aber der Hund läßt ihn nicht aus den Augen und knurrt weiter. Durch das Hoftor kommen raschen Ganges die pelzverFetmmten, Gestalten, denn die Nacht ist kalt, und sie Großmach ager. Die airt schuon mit den müden, schlastrunkenen Kindern eint schneu voraus. Die andern folgten ihr, in die brichsrter Hände hauchend. Sie sind alle so mit sich chuftig., daß keiner auf den alten Hund achtet. Nur Frau Ermintrud, die langsam hinter den anseißhe stehen onderbares Gebaren und „Nun, Esau, warum kommst du mir nicht entgedunkte Mauereckes=Karrst du so unverwandt in die ürglein und hinter den hohen, schmalen Fenstern blinken Lichter auf. Die Kinder werden in der wersanseit ier sehe Frau Ermintruds Auf. ###„ einzig auf den Hund gerichtet. vu ist etwas nicht in Ordnung. Und sie hat die Verantwortung für den Hof und muß der Sache guf den Grund gehen. Furcht kennt sie rich in das ui ihrer hellen Stimme hergeht mit ihm auf die Mauereche ulshand une Mann steht, mit schwarzem Bart und Haupthaar— leichenblatz. Wams und Schuhe sind ihm zerrissen, feine Bloße schimmert durch die Lumpen seines zerHermten, weisen Gesche. Frau Ermintrud stutzt. Zirkus Barum in Der bedeutende Zirkus Barum ist in Witten eingetroffen und beginnt heute abend mit seinen Vorstellungen, Die Hagener Zeitung schreibt: uis See, immer etwas ganz besonderes, wenn ein Zir#en Einzug in eine Stadt hält; und wenn das noch ein Zirkus von Rang und Namen ist, wie der in erse„e,#ekannte Zirkus Barum, dann ist das Die Tageszeitungen hatten ihre Leser schon vor Tagen auf die Ankunft des Zirkus Barum in Hagen aufmerlan gemacht. Und dann kamen am SamstagnachTaags# pielen Zirkuswagen an. Am Abend desselben Tages vereits war das große Zelt(4 Masten) auf dem Tattersall errichtet. Die Eröffnungsvorstellung Leider regnete es in Strömen. Dennoch Vornor grag gu de Vorsellung des Zirkus das Programn..d mannigfaltig st Hund los und sagt hart: Kein Wort antwortet der Fremde. Er stcht regungslos. Frau Ermintrud wird es nicht unheimlich, denn sie kennt keine Furcht. Nur müde ist sie Kammer der Knechte. hebt plöslich den Kopf und schnuppert. Und säingt Viesetag beag in umaerten ud iu beruter an ihm— leckt ihm Gesicht und , kriecht dann wieder schmeichelnd zu seinen Füßen unv wevelt mit dem Schwanz. Erstaunt sieht Frau Ermintrud dem allen zu. Es muß wohl ein alter Bekannter des Hundes sein Görbef. undse(eu sich also so geTon leid ist von vorhin. der barte Fremder hier. Denn Esau ist sonst sehr bissig. Sorrutzischnel hinein, daß wir Euch noch ein LaAber der andere schüttelt den Kopf— heftig— — drei Mal hintereinander. Und tastet sich an der Mauer entlang— immer im Schatten— humpelt dann, ohne ein Wort zu sagen, so. schnell es sein Krückstock erlaubt, wieder aus dem efinen Hoftor hinaus. Immer wieder springt der Gand hoch an ihm winselnd— heulend. Als wolle er ihn zurückhalten mit aller Gewalt. Frau Ermintrud steht erstaunt und schüttelt . den Kopf. Wer mag der Fremde gewesen Zweites Blatt zu Nr. 68. die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich lenkt. Ueberhaupt stehen Pferdesport und Pferdedressur im Mittelpunkt des ersten Teiles des Programmes. Es ist erstaunlich, was der Zirkus Barum auf dem Gebiete der Pferde= und Tierdressur leistet. Der Laie kann sich die rechte Vorstellung davon machen, mit wieviel Mühe und Ausdauer die Tierdressur verbunden ist, aber dennoch ist er im allgemeinen überrascht über die Dressurleistungen, die man ihm bietet. Für die Qualität der Leistungen des Altmeisters der Tierdressuren Viktor Riégo sprechen am deutlichsten seine hervorragenden Leistungen. Am interessantesten war„Das lebende Karussel“, wo man 40 Pferde(!) auf einmal in der Manege sah. Großen Anteil an dem Gelingen der großen Vorstellung hat das Ballett der Barum=Girls. Man sieht sie in verschiedenen Bildern, die alle phantasiereich und gekonnt sind. Man merkt das schon gleich bei der ersten Produktion„Hawai“; und als sich die Barum=Girls zum Schluß des ersten Teiles des Programms zeigen, klingt ihnen der lebhafte Beifall des Publikums entgegen. Und das geht so fort während der ganz enVorstellung. Denn noch oftmals hat man das Vergnügen, sich an den Darbietungen des hervorragenden Zirkusballets zu erfreuen. Es würde zu weit gehen, die einzelnen Bildern zu schildern, denn zu groß ist die Auswahl der Revuebilder. Am besten ist es, man steht sie sich gleich selber an. Aber hingewiesen sei doch noch auf Barums Revuebilder:„Der Kongreß der Völker", „Der Triumpf der Edelsteine über alle Völker u. Zeiten.“ Einen weiteren Höhepunkt erreicht das Programm bei dem„Fest der Hindu in Benares“ und„Im Lande der Kirschblüten“. Was hier indische Derwische, äthiopische Fakire, Zauberer, Gaukler, Schlangentänzerinnen, dann weiter japanische Hofartisten u. a. leisten, ist fabelhaft und begeisternd. Wirklich, was Zirkus Barum verspricht, wird durch diese Leistungen übertroffen. Groß ist der Beifall der Zuschauer, die den einzelnen Darbietungen mit größter Aufmerksamkeit und forciertem Herzklopsen folgen. Daß die Clowns im Rahmen eines Zirkusprogramms eine bedeutende Rolle spielen, weiß jeder, der schon einmal in einem Zirkus gewesen ist. Eine Zirkusvorstellung ohne den lustigen Teil, ohne Clowns und ohne den Herrn„Dullen August“ ist eben nicht denk.. und daß die Barum=Clowns— und Auguste ihre Rouen ausgezeichnet produzieren, ist nach dem bisher gesagten eigentlich selbstverständlich. Was soll man da an Einzelheiten noch aufzählen? Man gehe hin und— rache: wan müßte noch weitere Besonderheiten erwähnen, noch weitere Namen nennen, wie Frl. Alice reiser und Herrn Rudolf Hüttemann, ehe man von einer ausführlichen Besprechung des Zirkusprogramms reden könnte. Zusammenfassend sei aber zum Schluß noch einmal geiggtz daß das Programm de Zirkus Barum ganz vorgügrich in und jedermann empfohlen werden kann. SieInserat. machen— ans Licht zaubern, was schon schlief. Tor schlsehen. e Elau zurück, denn sie wil steht nunhd ich d dund kommt nicht. flehl nüchbentlich und weiß nicht, was sie Ist das ein Bettler oder das Sie tun Immer weiter hastet der Fremde. Ein dunkler Schatten im hellen Mondlicht. An seiner Seite trottet der Hund. „Da dreht Frau Ermintrud den gewaltigen Schrussel und wendet sich zum Gehen. enster ihrer Kinder. Ai aus dem Kammer, „. Sie steht noch auf der Mitte des Hofes, da bleibt sie jay stehen. Ganz starr.— Ganz still.— Und anscht in die Nacht hinaus.— Und lauscht— und gebäher har unscheinbarer, ferner Ton, den sie Gele diste Tiesen ladt He erzittern bis in der Gerte tiefste Tiesen. Den Ton kennt sie— und wenn sie ihn tausend Jahre nicht gehört hätte. ein Hasten nur ein leises, fernes Hüsteln— kaum r e zu nennen. Aber die Nacht war klar und talt und trug den Ton ungeschwächt herüber. und Kauschte nar leises Husten. immer auf des fremden Betlers Welt n. sa slein.“ Schwingungen in der und bergen doch für s grenzenlos unscheinbar— und bergen eoch für den, der sie kennt und versteht, so narzenlos viel. Irgend ein ferner, kaum hörfrer Ton kann in uns Erinnerungen wachrufen, Freuden und Leiden einstiger Zeiten wieder lebendig lange, lange „Frau Ermintrud zittern die Knie, und ihr Atem frucht. Sie reißt das Hoftor wieder auf und läuft dem Fremden nach. Und ist in wenigen Schritten neben ihm, der erschrocken zusammenfährt. Händen packt sie ihn an den Schullicht pos in sein Geschru del Mond#iche von in fem Besicht scheint. Und ob er auch ganz, ganz anders aussieht als vor sieben Jahren — ob auch der Gram und die Gefangenschaft sein se erkenet sihn dach Rücken gebeugt haben— aus den Hinden und ger segr“ am der Krüchtot Schulter.—— ir tegt sein Haupt an ihre Nun weiß er, daß er geborgen ist für alle Zeit. klammert— unlösbar. eus an das andere de„Ermintrud, ich bin ein Krüppel.“ Sie lächelt. tut das mir? Du bist mein Kunrad, auf den da gemarget habe sieben lange, bange Jahre.“ 66., 5#, pat. nahe bei dir, da unten im Siechenhaus, und wußte, daß du wartetest auf mich.“ an. zUgd, kamst nicht zu mir, böser Mannk Ach, aues, aues mußt du mir erzählen. Aber nun komm eianen Berd-elein, daß du wieder warm wirk am und sie halten sich an den Händen und gehen .. condlicht den Weg hinauf, wo ihre Kinder schlafen. Ueber ea###t den Wäldern des Wasgaus graut ein seuige Leihnachtsmorgen.— aut em se *** Es war im Hornung. Und auf den Höhen, wo die Sonne mit ihrer ganzen Kraft zu scheinen vermochte, begann bereits und Schusez" schmelzen und in kleinen Bächlein ... Iansalen zu Tal zu rieseln. Krähenschwärme strichen schreiend über den Wäldern, durch die der Tauwind mit gewaltigen Akkorden fuhr. Im Bürgein scholl Frau Ermintruds Gesang von früh bis Lul. Sie war noch jünger und blühender geworden, Bogensense. Dreibig nimmer an. Am hohen gtuct in der saß Herr Kunrad im weichen Lehngehüllt. Denn er war ein janker Mann, der unheilbares Siechtum aus dem Morgenland mit heimgebracht. Aber Frau ErminGeh—che u ei mit nimmermüder zihr wurde kein Gang zu viel und keine ermädlich ectig ang die sie für ihn tum durste. Unermabtich tutig war sie von früh bis spät— war in Feld und Garten oder in Haus und Hof. Aber die schönsten und liebsten Stunden waren für beide, Seite am Fenster F. vinnrad an Herrn Kunrads ihre Blice ühen das ten konnte. Dann schweiften ihre Blille über vus weite, beschneite Land und die fernen Höhenzüge des Gebirges. Und von unten, Besden Kinderu... Jubeln und Sitngen der genug freuen konnte, der Lunrad sch gar nicht abermannen worden wart eumn er spürte, wie gebrechlich er ge(Fortsetzung folgt.) A 19 0 die Jugend. Lehrer= und Lehrerinnentagungen. Jahr für Jahr um das Pfingstfest tagen in den verschiedensten Städten des deutschen Reiches Vereine und Verbände von Lehrern und Lehrerinnen, um über Beruss= und Schulfragen zu beraten. Während im Herrenhause in Berlin die katholischen Lehrer tagen, sind in Allenstein die katholischen Lehrerinnen versammelt. In Düsseldorf hielt der Deutsche Lehrerverein seine 35. Vertreterversammlung ab, wohingegen in Stettin die Jahresversammlung des Allgemeinen Deutschen LehrerinnenVereins stattfand. Die Lehrertagung in Düsseldorf beschäftigte sich in der Hauptsache mit den beiden Themen„Jugendwohlfahrt" und„Selbstverwaltung", die als Entwicklung und Entbindung aller Kräfte zum Dienste an der Gesamtheit aufzufassen seien im Geiste Pestalozzis. Das Kind habe ein Recht an den Staat, zu fordern, daß dieser der Familie die Entfaltung ihrer bildenden Kräfte sichert und die Familie dort ergänzt, wo sie versagt. Es wurde die„Pädagogisierung des Staates“ gefordert, der sich seiner Kulturaufgabe noch mehr bewußt sein müsse. In einer Entschließung sprach sich der Lehrerverband gegen den Abschluß von Konkordaten und kirchlichen Verträgen aus, da diese mit der staatlichen Schulhoheit unvereinbar seien. Bezüglich des Reichsschulgesetzes wurde gefordert,„daß die im Gesetz anerkannte Gemeinschaftsschule unter allen Umständen ihre durch die Verfassung gegebene Stellung behalte, und daß in dem Gebiete des Reiches, in dem ein nach Bekenntnis getrenntes Schulsystem nicht besteht, eine Aenderung nur durch Landesgesetz erfolgen darf.“ Die zugelassene Bekenntnisschule und die weltliche Schule sind, nach einer Entschließung, nur auf Antrag von Erziehungsberechtigten zu errichten. Vertreten waren u. a. der Reichsminister des Innern und der preußische Innenminister. Die Lehrerinnentagung in Stettin. Freibadanlage der Gemeinde Kirchhörde. Eröffnung des Licht=, Luft= u. Schwimmbades am 19. Juni 1927. Im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Allgemeinen deutschen Lehrerinnenvereins stand ein Vortrag von Frau Dr. Rosa Kempf, über die„Berufserziehung durch die Schule.“ Rednerin stellte fest, daß die heutige Eingliederung der Frau auch in das außerhäusliche Erwerbsleben neben ihrer Verpflichtung zur häuslichen Sachgüterbeschaffung der durch die Zeit bedingten Umwandlung der Wirtschaftsformen entspreche. Der Erfolg der Erziehung zur in= und außerhäuslichen Arbeit beruhe der Geist der Erziehung in Schule u. Haus, die Mitarbeit der Frau an dieser Sachgüterbeschaffung auch vom ethischen und kulturellen Gesichtspunkt anerkannt werde. Auch mit dem Thema„Berufsschule" beschäftigte man sich auf der Tagung. Dr. Haehnle schilderte die Aufgaben der höheren Schule in diesem Zusammenhang. Wirth provoziert die deutschnationalen Reichsminister aufs Neue. Hagen, 8. Juni. Anläßlich einer Kundgebung des Reichshanners„Vestliches Westfalen hielt Reichskanzler u. T. Dr. Wirlh Sonntag abend in Hagen, von lebhaftem Beifall begrüßt, eine Rede, in der er nach Dankesworten für die ihm zuteilgewordene herzliche Begrüßung u. a. ausführte: Wir spaßen nicht, wir machen Ernst. Wenn man mich in der Zentrumspartei nicht haben will, dann soll man mir das sagen. Dann nehme ich Hut und Wanderstab und gehe an die Stelle, wohin mich die Pflicht ruft. Die Zentrumspartei ist ängstlich, weil ich gegen die Reaktion kämpfe, die im Interesse den sozialen Aufbau verhindert und nach außen, daß wir mit den anderen Völkern zum Frieden kommen. Man wirft Hörsing und mir vor, wir wollten eine neue Partei gründen. Ich denke gar nicht daran, weil wir schon vielzuviel Parteien haben. Was er wolle, sei die Vertiefung des republikanischen Gedankens, und es wäre einmal notwendig, daß man neben demMitgliedsbuch des Reichsbanners das Mitgliedsbuch der Gewerkschaften, aber auch das einer politischen Partei in der Tasche haben muß. Er halte es für seine höchste Pflicht, den Kampf gegen die Reaktion zu führen. Bezüglich des deutschnationalen Wunsches, man möchte Wirth vor den Staatsgerichtshof bringen, erklärte der Redner, er möchte gern vor den Staatsgerichtshof kommen, denn dann würde er in aller Oeffentlichkeit den Beweis erbringen, daß die deutschnationalen Minister nicht die Republikaner seien, für die sie sich ausgeben. In diesem Zusammenhang betonte Dr. Wirth nachdrücklichst, wir legen unsere Worte nicht auf die Goldwage, denn wer immer wägt und wägt, der wagt : Die Rede wurde von der Versammlung mit stürmischem Beifall aufgenommen. *** — Stresemanns Zusammenkunft mit Tschitscherin. Der Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten der Union der sozialistischen Sowjet=Republiken, Herr Tschitscherin, folgte in Baden=Baden einer Einladung des Reichsaußenministers zu einem Frühstück und hatte im Anschluß hieran mit ihm eine längere Aussprache. Der Reichsaußenminister nahm hierbei auch Gelegenheit, Herrn Tschitscherin die Teilnahme der deutschen Reichsan dem Tode des Gesandten der Sowjet=Republik in Warschau, Wojkow, zum Ausdruck zu bringen. Dr. Stresemann ist am Mittwoch wieder in Berlin eingetroffen. — Der deutsche Flottenbesuch in Portugal. Der Staatspräsident von Portugal hat dem zur Zeit vor Lissabon liegenden deutschen Linienschiff„Schleswig= Hol. einen Besuch abgestattet. Er sprach dem Flottenches, Lizeadmiral Mommsen, seine Anerkennung und Befriedigung über das Gesehene aus. An Bord des Kreuwurde ein Tee gegeben. Im Verlauf der Festlichkeit gab Admiral Mommsen bekannt, daß ein portugiesischer Flieger mit seinem Apparat in den Tajo gestürzt und dabei ums Leben gekommen sei. Die deutauf Halbmast Kuuft und Wissenschaft. = Die Sonnenfinsternis am 29. Juni. Zwecks Beobachtung der am 29. Juni stattfindenden totalen Sonnenfinsternis entsandte die Hamburger Sternwarte eine astronomische Expedition nach Nordschweden. Als Stationsort ist das Lappendorf Jokkmokk am Kleinen Lulea Elf in Aussicht genommen. Die Expedition, die eine umfangreiche Ausrüstung an Instrumenten mit sich führt, beabsichtigt, während der 41 Stunden dauernden Totalität besonders photographische Aufnahmen der Corona und Spektralaufnahmen der Sonnenatmosphäre zu machen. Mitte Juli wird die Expedition voraussichtlich wieder in Hamburg eintreffen. Man schreibt uns: Das neue Freibad der Gemeinde Kirchhörde gehl seiner Fertigstellung entgegen und wird mitsamt der neuen Turnhalle in kurzer Zeit dem Verkehr übergeben werden. Es verlohnt sich darum, sich heute eingehend mit dieser großzügigen Anlage zu beschäftigen, hoffen wir doch, daß die an beide Objekte geknüpften Erwartungen voll und ganz sich erfüllen mögen. Mit seltener Einmütigkeit hat die Gemeinde Kirchhörde seiner Zeit diese Anlage beschlossen und die nicht geringen Lasten auf sich genommen. Wenn auch seitens des Reiches und des Staates namhafte Mittel teils als Zuschüsse, teils als niedrig verzinste Darlehen bewilligt, worden sind, so muß doch die Gemeinde als Trägerin des Unternehmens die Hauptlast tragen. Aber das Verantwortungsgefühl der berufenen Vertreter der Gemeinde gegenüber dem Gros der Einwohnerschaft war stark genug, um selbst in dieser schweren Zeit ein solches Werk zu beginnen und fertigzustellen. Wir wollen nicht verhehlen, daß mancher schwer um seine Existenz ringende Mann, namentlich der Gewerbetreibende und der Haus= un dGrundbesitzer, den Kopf zu diesem seiner Ansicht nach unnötigen Projekt geschüttelt und am Biertisch oder sonstwo seinem Herzen in mehr oder weniger kräftigen Ausdrücken Luft gemacht hat. Aber wozu jetzt, nachdem die Anlage fertig ist und die Ernte beginnen soll, sich den Kopf zerbrechen? Sehen wir lieber, was geleistet und geschaffen ist. Zunächst das Turnhallengebäude, das sowhl von der Mühlenstraße wie vom Großholthauserwege aus schon jetzt, ohne den Außenanstrich, einen imponierenden Eindruck auf den Beschauer macht. Die Baumassen sind gut verteilt, das Ganze sieht aus wie aus einem Guß. Wie siehts nun innen aus? Das Gebäude zerfällt in drei Abteilungen: den Eingangsflügel, die eigentliche Turnhalle mit dem Geräteraum und den Wohlfahrtsflügel. Der Eingangsflügel an der Ostseite gelegen, birgt, wie schon die Bezeichnung sagt, den Eingang zu der Halle. Links und rechts vom Zugangsflur im Erdgeschoß liegen die Umkleideräume, nach Geschlechtern getrennt, mit den Brausebädern, Waschräumen und Aborten. Im Obergeschoß befinden sich 2 Räume für Vereinsversammlungen, Vorstandssitzungen der Turnerschaft, für Veranstaltungen der Jugendpflege usw. Beide Räume sind durch eine Flügeltür verbunden, können also je nach Bedarf zusammen oder einzeln benutzt werden. Auch die Wohnung des Hauswartes, der bereits eingezogen ist und zur Uebernahme seines Amtes bereit steht, befindet sich in diesem Flügel. Sie besteht aus Küche, 2 Zimmern und Speisekammer hinter abgeschlossenem Flur. Das Kellergeschoß birgt 5 sauber mit weißen Platten ausgelegte Zellen für Wannenbäder, die demjenigen Teil der Einwohnerschaft, der zu Hause keine Badegelegenheit hat, die Wohltat eines Körper und Geist erfrischenden Wannenbades zuteil werden lassen. Im Kellergeschoß liegen auch noch die Kessel für die Zentralheizung und der Warmwasserbereiter. Die Turnhalle selbst, etwa 23 Meter lang und 13 Meter breit, sieht in seinem geschmackvollen Anstrich, mit seinen hohen Fenstern ansprechend und einladend aus. Möge die Halle, die sowohl den Schulen wie den hiesigen Turnvereinen eine Stätte ernster Arbeit sein soll, um Körper und Geist für den harten Kampf des Daseins vorzubereiten, zu härten und zu stählen, fleißig gebraucht werden und seinen Zweck erfüllen. Es ist ein Raum, der mit seiner vorbildlichen Ausstattung allen Anforderungen gerecht wird. Der Wohlfahrtsflügel, eine Stiftung des Landkreises Hörde und auf dessen Wunsch der Halle nach Westen zu angegliedert, hat besonderen Eingang und steht mit dem übrigen Teil der Anlage nicht in Verbindung. Er birgt im Erdgeschoß, für die Zwecke der Mutterberatung wie der Lungenfürsorge getrennt, helle, luftige und geräumige Warte= und Sprechzimmer und im Obergeschoß zwei 3 Zimmerwohnungen für unsere Gemeindeschwestern (Fürsorgerinnen.) Das ganze Gebäude wird durch eine Warmwasserbecken erwärmt und ist mit elektrischem Licht ausgestattet; für die Wohnungen ist Kochgasvorrichtung eingebaut. Wenden wir uns nun dem übrigen Teil der Anlage, dem Freibade zu. Ein 80 cm tiefes Wasserbecken von ca 2000 am Fläche in dem langgestreckten stattlichen Eingangsgebäude vorgelagert und trennt das eigentliche Badegelände von dem Lärm der Straße. Dieser kleine See hat außer seinem dekorativen Wert den Zweck, das dem Kirchhörder Bach entnommene Wasser vorzuwärmen, bevor es durch die Kläranlage dem eigentlichen Badebassin zugeführt wird. Im Eingangsgebäude, das die Ostseite des Grundstücks in ganzer Länge abschließt, sind im ganzen 76 Auskleidezellen und zwei größere Massenauskleideräume, ferner die Kassen=, Wäsche= und Aborträume, 6 Brausebadzellen sowie der Erfrischungsraum untergebracht, dazu im Obergeschoß des kräftig betonten Eingangs die Bademeisterwohnung. Alle Räume sind gut belichtet, hell und freundlich im Anstrich, geräumig und wenn auch einfach, so doch zweckentsprechend ausgestattet. Wir durchschreiten die Mittelpartie des Gebäudes und sehen, ins Freie tretend, das eigentliche Badegelände vor uns. Das aus Eisenbeton hergestellte Badebassin ist 73 Meter lang und 20 Meter breit, für Schwimmer und Nichtschwimmer durch eine verschiebbare Startbrücke getrennt. Die Wassertiefe beträgt im Schwimmerabteil 1,40 bis 3 Meter, im Nichtschwimmerabteil 0,70 bis 1,40 Mtr. Der Badende muß, bevor er ins Bassin steigt, seinen Körper unter den Warmwasserbrausen reinigen, eine Maßnahme, die im hygienischen Interesse dringend geboten ist. Ein Sprunggerüst von 3 Meter Höhe gibt dem erfahrenen Schwimmer Gelegenheit, seine Geschicklichkeit im Springen zu zeigen. Vorrichtungen zum Erlernen des Schwimmens sind ebenfalls vorhanden. Ein Planschbecken mit 30 cm tiefem Wasser und ein Sandkasten bieten auch unseren Kleinsten ein sicher sehr gern aufgesuchtes Betätigungsfeld. Ein großer Platz für Zuschauer, der zum Teil mit Tischen und Stühlen ausgestattet werden soll und auf dem auch Erfrischungen aller Art, mit Ausnahme von alkohokhaltigen Getränken, zu haben sein werden, liegt südlich des mittels einer Barriere abgetrennten Badebassins. Wenden wir uns nach Norden, und überqueren den die Anlage von Osten und Westen durchziehenden Kirchhörder Bach, so befinden wir uns im Licht= und Luftbad. Hier soll sich Alt und Jung, dem nassen Element entstiegen, nach Herzenslust tummeln können, sei es im sauberen Flußsand, im Grase oder auf dem mit Turngeräten versehenen Sportplatz. Hier soll die Sonne ihr Werk vollbringen, um dem im grauem Alltag ermüdeten Körspannkraft und Lebensmut zurückzubringen. Wie schon erwähnt, geht die gesamte Anlage ihrer Fertigstellung, die etwa in 14 Tagen zu erwarten ist, entgegen. Viele fleißige Hände müssen sich noch regen, feier stattfinden lassen zu können. Wenn nicht unvorhergesehene Fälle einen Strich durch die Rechnung machen, kann die fertige Anlage am genannten Tage übergeben werden. Nur das Grün fehlt noch; Bäume und Sträucher, Rasenflächen und Blumenbeete werden mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Jahreszeit wohl größtenteils erst diesen Herbst angelegt werden können, um dann im kommenden Sommer dem wohlgelungenen Bilde den passenden Rahmen zu geben. Es ist eine Anlage geschaffen worden, die sich sehen lassen kann und um die uns manche größere Gemeinde der näheren und weiteren Umgebung beneiden wird. Sie möge ein Jungborn sein für Einheimische und Auswärtige. Jeder ist willkommen, der sich der unbedingt notwendigen Ordnung zu fügen weiß. Zeugnis aber von dem ungebeugten Lebenswillen, dem Aufwärtsstreben des Deutschen Volkes legt auch dieses Werk ab. Aus aller Welt Schlesien in Sturm und Ungewitter. Zwei Todesopfer.— Eine große Anzahl Häuser eingeäschert. Die schweren, vor einigen Tagen über Schlesien niedergegangenen Unwetter haben besonders stark die Ortschaft Zülzendorf im Kreise Schweidnitz mitgenommen. Dort schlug der Blitz in die Dominialschmiede ein. Das Gebäude, wie die danebenstehende Scheune brannten gänzlich nieder. Mehrere Bewohner des Hauses vermochten sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster zu retten. Zwei hochbetagte Frauen konnten nur als völlig verkohlte Leichen geborgen werden. In Schweidnitz erschrak eine Frau, die im Begriff stand, ihr Kind zu stillen, durch einen Blitzschlag derarsig hetig, gaß sie die Sprache verlor. In Lichtenberg im Altise Grotkau äscherte ein Blitzstrahl ein Sägewerk ein. Schwer heimgesucht wurden weiter die Neuroder Gebirgskessel und das Waldenburger Gebiet. Dort fielen bei einem Hagelwetter Schloßen von der Größe eines Taubeneies nieder. In gleicher Weise wurden die Kreise Läpenberg und Lauban und die sächsische und preußische ## ttung betroffen., Allenthalben ist der angerichtete Schaden sehr erheblich. Zu den Unwettermeldungen in Süddentschland, Vielfach übertriebene Nachrichten sind über die Unwetter im Oberrheingebiet und am Bodensee durch die Zeitungen gegangen. In ganz Oberbaden hat es über die Feiertage nicht mehr geregnet als anderswo. Fernrscheitzugen, ind nicht gestört. Im ganzen Bezirk der Overpostvirektion Konstanz ist eine einzige Störung eingetreten. Der Bodensee ist nicht über seine Ufer getreen, wenn auch ein langsames Steigen des Wasserstandes unverkennbar ist. Das ist aber in der Hauptsache auf die Schneschwelie, ezrüchzuführen und in jedem Frühsahr ublich. Richlig ist, vaß bei mehreren Gewittern voriger Woche einige Blitzschläge und Brände erfolgten. Hilfe des Reichspräsidenten. Der Reichspräsident hat für die durch den Wirbelsturm geschadigten preußischen und oldenburgischen Ortschaften den Betrag von 200 000 Mark aus seinem Dispositionssonvs zur Verfügung gestellt. Hindenburgs Beileid für Lingen. Hindenburg empfing eine Abordnung des durch den Wirvelsturm besonders schwer geschädigten Kreises Lingen, die dem Reichspräsidenten nähere Einzelheiten der Katastrophe mitteilte. Der Reichspräsiporcd festab der Whorzzung sein tiefstes Mitgefühl aus und fügle materielle Hilfe zu. während der Besitzer und seine Gattin sowie eine Hausangestellte unter das Auto gerieten. Der Chauffeur, Herr Flinsch und eine Hausangestellte kamen mit dem Schrekken davon, während Frau Flinsch ernste Verletzungen erlitt. Der Motorradfahrer erlitt nur Hautabschürfungen. — Dreißig Fahrgäste bei einem Autobusunfal zu Schaden gekommen. Ein mit Ausflüglern voll besetzter Autobus, der sich auf der Heimfahrt von Redlitz nach Potsdam befand, fuhr kurz hinter Nedlitz gegen einen Baum. Dabei wurden sämtliche Fensterscheiben des Wagens zertrümmert und dreißig Fahrgäste erheblich verletzt. Der Autobus, der schwere Beschädigungen davongetragen hatte, mußte abgeschleppt werden.“ — Einen surchtbaren Tod fand in Allenstein ein vierjähriges Kind. Es hatte sich in einer Rollkammer versteckt. Als man die Rolle andrehte, ertönte ein furchtbarer Schrei. Hinter der Rolle fand man das von dem schweren Rollkasten an die Wand gedrückte und buchstäblich zerquetschte Kind vor. 6 frischer Tat betroffen. In Hindenburg(Oberschlesien) wurden bei einer unvermuteten Revision im Kassenraum der Oberschlesischen Kokswerke mehrere Banditen überrascht, als sie gerade im Begriff standen, einen Geldschrank aufzuknacken. Dabei entwickelte sich eine Schießerei, bei der der Botenmeister der Kokswerke den Tod fand. Die Einbrecher entkamen unerkannt durch das Fenster. — Russisches Bluturteil. Vom Bezirksgericht in Odessa wurden acht Mitglieder einer monarchistischen Organisation, unter ihnen ein ehemaliger zaristischer Staatsanwalt wegen Spionage zugunsten Rumäniens zum Tode durch Erschießen verurteilt. Drei von ihnen sind zu zehnjähriger Zuchthausstrafe begnadigt worden. Aus dem Gerichtssaal Ein äußerst interessanter Strasprozeß fand in diesen Tagen vor dem Schöffengericht in Heidelberg statt. Angeklagt war der Chemiker Dr. Franz Meyer, der bis Ende 1925 in seiner Eigenschaft als Mitglied des Direktoriums der T. H. Goldschmidt.=G. Essen das Mannheimer Zweiggeschäft der Firma leitete. Er soll zugunsten einer amerikanischen Farbenfirma, deren deutsche Interessen er wahrnahm, gegen die I. G. Farbenindustrie Wirtschaftsspionage getrieben haben. Dr. Meyer hatte in amerikanischem Auftrage versucht, Geheimpreise der J. G. Farbenindustrie in Erfahrung zu bringen. Nach mehrtägigen Verhandlungen, denen zahlreiche, namhafte deutsche Wirtschaftler und Chemiker als Zeugen und Sachverständige beiwohnten, wurde der Angeklagte, der jede Schuld bestritt, zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten und einer Geldstrafe von 2000 Mark bezw. weiteren 100 Tagen Gefängnis verurteilt. Der Verurteilte legte sofort Revision ein. Schweres Eisenbahnunglück. Kattowitz, 8. Juni. Am Pfingstsonnabend entgleiste auf der Strecke Stahlhammer—Podzamce infolge eines Dammrutsches ein Güterzug mit 40 vollbeladenen Kohlenwagen. Die Lokomotive und sämtliche Waggons wurden zertrümmert. Zwei Eisenbahner sind getötet und mehrere andere schwer verletzt worden. vollständig gesperrt. Die Strecke ist um die auf den 19. ds. Mis. vorgesehene Einweihungs5 Naphtagruben in Flammen.— 17 Personen verbrannt. Bukarest, 8. Juni. Gestern nacht gerieten im rumänischen Petroleumgebiet bei Moreni für Naphtagruben in Brand. 17 Personen verbrannten. Das Feuer dauert noch an, der Schaden ist groß. Tödtlich verunglückt bei einem Probeflug. Bei einem Rundflug in Warnemünde stürzte der Flugzeugführer Heft mit seinem Begleiter tödlich ab. während die Maschine in Flammen aufging. Folgenschweres Unglück beim Wettfliegen. a Pincstage(Tusland) ereignete sich bei den am unsall, Bet a katszeundenen Wetflügen ein schwerer nfau. Dei dem ersten Fluge stießen zwei Flugzeuge aneinander, fielen zur Erde und gingen in Flammen auf. Stelle tot und ein anderer Flieger starb an den erliter Schwerer Juwelenraub. „Wie aus Newyork berichtet wird, ist der Landsitz des vizeprasidenten der Chase Nationalbank, Schmidlapp, in Fesneck auf Lang Ieland beraubt worden. Dem Räuber sliten Juldeten im Werte von 800000 Mark in die Hän*** ..— Gemeinsam den Tod gesucht hat in Berlin ein unberanntes Paar, das in einem kleinen Hotel abgestiegen war und, sch als Bautechniker Paul Geiger aus Berlin und Germ Treher aus Lübbenwalde in das Fremdenbuch Sas vereie Span— Schwerer Zusammenstoß auf der Avus. Der KraftFaher nach Leipeig gus Führt nuch Teipzeg au, der Autorennbahn in Berlinat ber u. Mowbtchefagtet airtgrium Enver beWie die Europa=Meisterschaft Schmeling=Delarge ausgetragen wird. die am 19. in der„Westfalenhalle“ steigende Europa=Meisterschaft im Halbschwergewicht sind die Regeln der Internationalen Box=Union(J. B..) maßgebend, in deren Ressort auch die Beaussichtigung und Kontrolle derartiger Veranstaltungen fällt. Sie ist die der Boxsport=Behörde Deutschlands(B. B..) übergeordnete Instanz. Sie stellt auch das Kampfgericht zusammen. Und zwar kann nach den Regeln bei Europameisterschaften nur ein Schiedsrichter aus einem„neutralen“. Land, d. h. also nicht aus Belgien oder Deutschland genommen werden. Es ist damit zu rechnen, daß die J. B. U. den bekannten Pariser Schiedsrichter Henri Bernstein, den sie bis jetzt bei den meisten derartigen Gelegenheiten ernannt hat, nach hier schicken wird. Als Piriktrichter wird ein deutscher, belgischer und ein dritter neutraler ebenfaus von der J. B. U ernannt. Als Kampfgewicht müssen die Kämpfer, die 8 Stunden vor dem Kampf unter Aussicht der J. B. U. gewogen werden, 79,378 kg auf die Wage bringen. Es ist dies die festgesetzte internationale Gewichtsgrenze für Halbschwergewichte. * Pferdesport. Dortmund. Der Preis von Westfalen, die klassische und alljährlich im Juli=Programm des Dortmundest Rennvereins wiederkehrende Prüfung am 13. Juli hat in diesem Jahre mit 59 Unterschriften ein ganz glänzendes Nennungsergebnis gehabt. Sämtliche größeren Ställe der Zentrale Gestüt Altefeld, Blumenfeld u. Samson, Friedheim, G. Hackebeil, R. Haniel, W. Kaufmann, I. Zühn,., Jegig,#. Lindenstaedt, Gest. Mydlinghoven, v. Oper, Hrhr. S. A. v. Oppenheim, M. J. Oppenheimer, Gestüt Weil, A. u. C. v. Weinberg haben neben unseren westdeutschen Besitzern ihr großes Interesse für dieses Rennen bekundet. Auch die Klasse ist recht gut, das beweisen u. a. Namen wie: Olympier, Fockenbach, Mitra, Orgel, Fürstenbrauch, Geldnot, Baba, Wanderer, Formosus, Impressionist, Capriva, Staffelstab, Eisenkanzler, Punkt und Forno. Eine Bücherei für jedermann. Mit einem überraschenden Unternehmen, das sich volksbildend auswirken dürfte, tritt jetzt die Waldorf=Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart an die Oeffentlichkeit. Sie legt jeder Packung ihrer gangbarsten Marke ein kleines nett ausgestattetes Heft mit 16 Seiten Lesestoff bei; je 8 Büchlein bilden eine Serie und bringen in bunter Abwechslung Unterhaltendes, Belehrendes, Erheiterndes, sowie wertvolle literazische, Ausschnitte der Vergangenheit und GegenwartGeschichtliche Hinweise und Notizen über Leben und Werke des Verfassers, die sich in jedem Heftchen befinden, regen zum weiteren Lesen an und vermitteln Wissenswertes.— Geistige Größen unserer Nation wie Thomas Mann, Hermann Hesse, Reichskunstwart Redslob, Staatspräsident a. D. Hellpach u. a. spendeten der„Oberst"=Bücherei bereits ihren Beifall und beweisen damit die kulturelle Bedeutung dieser Methode zur Verbreitung volkstümlicher Literatur. einen Motorradfahrer überholen. Dahei gerier das auto ins Schleudern und überschlug sich mehrere Male. Der Chauffeur flog in weitem Bogen heraus, * 4 sind stets vorrätig in der Düehnandlung FPr. kuching.