Die„Annener Zeitung“ erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag, Anzeigegebühr für die einspaltige 1 mm hohe u. 36 mm breite Zeile für Platzanzeigen im Verbreitungsbezirk 8 Pf., auswärtige, amtliche u. finanzielle 10 Pf. Reklamezeile 1 mm hoch und 76 mm breit 30 Pfg. Bezugspreis wöchentlich 30 Pfg.(Durch die Post bezogen monatlich 2,00 Mk.) Geschaftsstelle: Bahnhofstraße 23.— Teleson No. 3134(Amt Witten.) Für die Redaktion verantwortlich: Friz Küching. verbunden mit der„Annener Volkszeitung" Anzeigenblatt für Annen und die benachbarten Ortschaften. Organ des Amtes Annen u. Landkreises Nörde. sowie der Gemeinden Stockum=Düren. Inserate finden bei der großen Auflage der Annener Zeitung“ weite und billige Verbreitung.— Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Gewähr. Rotationsdruck und Verlag von Fritz Küching, Aunen. Nr. 54 Samstag, den 7. Hal 192.7. Die Genstr*** 0 Die Ursache der Wirtschaftskrise. In der zweiten Sitzung der Weltwirtschaftskonferenz am Mittwoch nachmittag begann eine allgemeine Aussprache über die Ursachen der seit dem Kriege bestehenden Wirtschaftskrise und die Mittel zu ihrer Ueberwindung. Sie wurde eröffnet durch einen langen wissenschaftlichen Vortrag des bekannten schwedischen Volkswirtschaftlers Professor Cassel, der u. a. wirtschaftliche Abrüstung durch Wiederherstellung des Freihandels und möglichst große Bewegungsfreiheit für das Kapital verlangte. Dabei behandelte er auch das Problem der Arbeitslosigkeit, unter der Deutschland und England hauptsächlich zu leiden haben. Wenn man erkläre, daß die Kaufkraft im Vergleich zur Produktionskraft heute zu klein ist, so müsse untersucht werden, wie dem abgeholfen werden könne, ob man die Produktion verringere, was entschieden eine weitere Verarmung Europas mit sich bringen würde, oder ob die Kaufkraft und gleichzeitig die Produktionskraft gesteigert werden sollen, wobei sich Professor Cassel sehr entschieden für die zweite These einsetzte. Es sei Aufgabe der Konferenz, die Mittel zu finden, um in erster Linie der Arbeitslosigkeit zu steuern, die im Grunde genommen, nichts anderes als eine Folge der Planlosigkeit in der Industrie sei. Als zweiter Redner erläuterte der italienische Desegierte Graf Bonin=Longare die Erwartungen, die Italien an die Weltwirtschaftskonferenz knüpft. Der italienische Delegierte unterstrich den engen Zusammenhang zwischen der politischen und der wirtschaftlichen Aktion des Völkerbundes. Die wirtschaftlichen Rivalitäten, so betonte er, stehen immer an der Wurzel der internativnalen Konflikte. Italien, arm an Rohstoffen und um so reicher an Arbeitskräften verlangt den Wiederaufbau seiner Wirtschaft. Der Vertreter der englischen Gruppe der Internationalen Handelskammer, Walter Runciman, legte kurz die Grundsätze der Internationalen Handelskammer dar, die eine Anzahl praktischer Vorschläge bezüglich der Behandlung der Ausländer, ferner in bezug auf die Verkehrshindernisse, die Ein= und Ausfuhrverbote, Beseitigung der finanziellen Schwierigkeiten und schließlich in bezug auf die internationale industrielle Verständigung und die Vereinheitlichung der Zolltarife gemacht hat. Runciman richtete an die Konferenz einen dringenden Appell, auf die Regierungen im Sinne der Herabsetzung der Zolltarife einzuwirken und verlangte außerdem eine möglichst weitgehende Verlängerung der Dauer der Handelsverträge. Als letzter Redner forderte der frühere polnische Handelsminister und jetzige Vizepräsident des Polnischen Hüttenverbandes den Schutz der nationalen Arbeit und der wirtschaftlichen Kräfte jedes einzelnen Landes im wesentlichen durch schutzzöllnerische Maßnahmen. An der Donnerstagssitzung, die um 10 Uhr vormittags begann, nahmen die Russen bereits teil, nachdem sie schon um 9 Uhr 15 Minuten dem Generalsekretär Sir Eric Drummond einen Besuch abgestattet hatten, der eine halbe Stunde dauerte. Es wurde ihnen dabei eine Berücksichtigung ihrer Wünsche bezüglich ihrer Ueberwachung zugesagt. * Eine In der Donnerstagssitzung kam als deutscher Vertreter der Präsident des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates, C. F. v. Siemens zu Wort, um u. a. auszuführen: Man hat nach dem Kriege zu sehr geglaubt, die Wirtschaft würde sich nach Ueberwindung mancher Uebergangsschwierigkeiten bald wieder den neuen Bedingungen anpassen. Man hat aber hierbei zwei Dinge übersehen: Erstens, daß Krieg und Inflation die Wirtschaft als solche zu sehr geschwächt und in ihrer Struktur verändert hatten, und zweitens, daß die Ereignisse von außen so starker Natur waren, daß die gesamten konstruktiven wirtschaftlichen Bedingungen verändert wurden. Seit dem Beginn des Krieges hat die Wirtschaft stoßweise plötzliche Aenderungen erlitten: Die Umstellung auf Kriegsmaterial, die Herstellung von bisherigen importierten notwendigen Waren, nach Beendigung des Krieges die Inflationserscheinungen hatten das Räderwerk der Wirtschaftsmaschine stark in Unordnung gebracht. Um die Gefahr völligen Versagens zu verhindern, sind gewaltsame Eingriffe— als Zwangswirtschaft bekannt — teilweise unvermeidlich gewesen. Häufig sind diese Eingriffe auch übertrieben gewesen und zu lange aufrecht erhalten worden. Auch haben politische Erwägungen hierbei eine Rolle gespielt. Jetzt ist diese Zwangswirtschaft meist aus der Erkenntnis, daß sie hemmend wirkt, eine Produktionsherabsetzung und eine Kostenerhöhung zur Folge hatte, aufgegeben worden. In Deutschland besteht noch freilich eine Zwangswirtschaft auf dem Gebiet der Mieten und der Löhne. Letztere werden von Beamten des Arbeitsministeriums mit gesetzlich bindender Kraft für den Unternehmer festgelegt. Die Zwangswirtschaft auf dem Gebiet der Mieten hat zur Folge gehabt, daß das Bauen in der Praxis 90 Proz. teurer geworden ist als vor dem Kriege, während die sonstige Warenteuerung etwa 35 Prozent über die Vorkriegszeit beträgt. Nachdem der Redner dann noch im einzelnen geschildert hatte, wie die Beeinflussung der Wirtschaft durch die Staatsleitungen nach dem Kriege viel größer geworden sei, kam er auf das Problem der Arbeitslosigkeit zu sprechen.. Er erklärte sie in der Hauptsache für eine Folge der Verteuerung der Arbeitskraft, die den Anstoß zur Rationalisierung gegeben habe. Dann ging Präsident v. Siemens zu der Frage der internationalen Verständigung zwischen gleichartigen Industrien über. Es sei ein sehr beachtenswerter Gedanke, der aber nur durchführbar sei, wenn zunächst nationale Verständigungen herbeigeführt wären. Weiter betonte er, daß es unbedingt notwendig sei, für den internationalen wirtschaftlichen Verkehr eine Definition der Begriffe zu schaffen. Zum Schlusse berührte v. Siemens die Frage, ob die bisherigen Wirtschaftsformen die einzig richtigen und möglichen wären. Er glaube, daß auch hier der Stein der Weisen noch nicht gefunden sei, und daß an ihrer Weiterbildung ernsthaft gearbeitet werden müsse. Die etwa dreiviertelstündigen, in deutscher Sprache gehaltenen Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Weiter sprachen in der Sitzung noch der holländische Delegierte Zimmermann und die Vorsitzende des Internationalen Konsum=Genossenschaftsverbandes Frau Freundlich(Oesterreich). * Landwirtschaft und Erklärungen von Dr. Hermes in Gens. Bei einem Pressempfang betonte der in Genf weilende frühere Reichsfinanzminister Dr. Hermes die Notwendigkeit, bei der Prüfung der Weltwirtschaftskrise auch die landwirtschaftlichen Probleme in Betracht zu ziehen, da die Landwirtschaft von der Krise nicht weniger betroffen werde, als die Industrie. Er verwies dabei auf die der Weltwirtschaftskonferenz unterbreitete deutsche Denkschrift und gab einige den Veröffentlichungen des Statistischen Reichsamts entnommene Zahlen, aus denen hervorgeht, daß z. B. im Jahre 1924 die Weltproduktion an Weizen 19,5 Milliarden Mark und an Reis 50 Milliarden Mark betrug, während im gleichen Jahre die Kohlenförderung nur einen Wert von 17 Milliarden und die Petroleumgewinnung von 6,4 Milliarden erreichte. Ein weiterer Vergleich zeigt, daß bei einem Gesamtwert des Welthandels von 241. Milliarden Mark im Jahre 1924 rund ein Drittel der gehandelten Waren auf landwirtschaftliche Produkte entfiel. Die Heilung der Weltwirtschaftskrise könne also nur durch Einbeziehung aller Produktionszweige erfolgen. Eine weitere deutsche Denkschrift behandelt die Möglichkeiten und Vorteile einer direkten Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Erzeugergenossenschaften u. Konsumgenossenschaften. Aus dieser Denkschrift geht hervor, daß die Groß=Einkaufs=Gesellschaft deutscher Konsumvereine in Hamburg im abgelaufenen Jahre über 60 Prozent an Butter und Hülsenfrüchten und fast ebensoviel Kartoffeln von landwirtschaftlichen Genossenschaften des In= und Auslandes direkt bezogen hat, wodurch der entbehrliche Zwischenhandel in hohem Grade ausgeschaltet wird und Preisvorteile für beide Teile entstehen. * Russenbesuch bei Dr. Trendelenburg. Gens, 6. Mai. Der Führer der russischen Delegation, Ossinski, und der Generalsekretär Boris Stein haben gestern vor Beginn der Vormittagssitzung Staatssekretär Dr. Trendelenburg einen Höflichkeitsbesuch abgestattet. * Die gestrigen Verhandlungen. Auf der Genfer Weltwirtschaftskonferenz kamen Donnerstag nachmittag nicht weniger als sechs Redner zu Wort, darunter der französische Gewerkschaftsführer Jonhaux, der eine internationale Konvention vorschlug, durch die den Zollerhöhungen ein Ende gemacht würde. Weiter brachte Jouhaux entsprechend den programmatischen Forderungen, die dieser Tage von den Vorstandsmitgliedern des Internationalen Gewerkschaftsverbandes in Amsterdam und der Sozialistischen Arbeiterinternationale in Zürich aufgestellt worden waren, einen Resolntionsentwurf ein, der zwecks dauernder Organisierung der Weltwirtschaft die Schaffung verschiedener neuer internationaler Körperschaften, vorsieht, nämlich: 1. Eine beratende Wirtschaftskonferenz, deren Mitglieder von den verschiedenen Regierungen aus dem Gebiete der Finanz, der Industrie, des Handels, der Landwirtschaft, der Arbeit und des Verbrauches ohne bindendes Mandat ernannt werden und die alle drei Jahre zusammentreten soll und ihre Empfehlungen und Beschlüsse weiterzuleiten hätte an den 2. internationalen Wirtschaftsrat, der aus 18, darunter 12 vom Völkerbundsrat und 6 vom Internationa= len Arbeitsamt ernannten Mitgliedern bestehen soll. 3. Dieser Wirtschaftsrat soll technische Wirtschaftsausschüsse mit der Ausarbeitung von Gutachten über Einzelfragen einberufen können, deren Mitglieder von ihren Regierungen zum Abschluß von Konventionen bevollmächtigt sein sollen. 4. Dem Wirtschaftsrat werde ein Bureau bezw. ein ständiges Sekretariat mit einem von ihm ernannten Direktor beigegeben, das in ständiger Fühlungnahme mit dem Internationalen Arbeitsamt und den in den einzelnen Staaten bestehenden Wirtschaftsräten arbeiten soll. Hatte schon am Donnerstag nachmittag die Debatte ihren Höhepunkt überschritten, so zeigten die gelichteten Reihen der Delegierten am Freitag vormittag, daß das Interesse mehr und mehr abflaut. Die Sitzung brachte neben Darlegungen eines portugiesischen Bankmannes, eines chilenischen Industriellen und des brasilianischen Handelsattachés in London die Ausführungen von Vertretern der englischen Handelsschiffahrt und der amerikanischen und schwedischen Bankwelt. Sir Norman Hill, der Leiter der Schiffahrtsabteilung des englischen Handelsministeriums, gab der Meinung Ausdruck, daß die Schiffahrtsgesellschaften durch Anpassung der Frachten insbesondere für industrielle und landwirtschaftliche Erzeugnisse bereits in erheblicher Weise zur Lösung der Weltwirtschaftskrise beigetragen haben, und verlangte nach einer Kritik an den schutzzöllnerischen, den internationalen Handel unterbindenden Tendenzen von Industrie, Landwirtschaft und Handel weitere Schritte zur Behebung der Wirtschaftskrise. Der Vertreter der amerikanischen Bankwelt, Henry Robinson, Mitglied des Daweskomitees, entwarf in langen Ausführungen ein Bild der in den Vereinigten Staaten eingeführten Rationalisierung, die, wie er darlegte, allerdings nur angesichts der durch großen Reichtum an Rohstoffen bevorzugten wirtschaftlichen Lage seines Landes zum erfolgreichen Wirtschaftssystem werden konnte, und nahm dann zu den wirtschaftlichen Problemen Europas Stellung, die man teilweise durch Kartellierung zu lösen versuche. Der schwedische Delegierte Riedbeck, erster Direktor der Skandinavischen Kreditanstalt, stellte in den Mittelpunkt seiner Rede die Bedeutung der Meistbegünstigungsklausel sowohl für den internationalen Handel als auch für die Weltwirtschaft, weshalb alle Versuche zur Beilegung der Weltwirtschaftskrise auf die Meistbegünstigungsklausel aufgebaut sein sollten. Die wirtschaftliche Gleichberechtigung aller Länder und die Stabilisierung der Zölle, die durch langfristige Handelsverträge gewährleistet werden müssen, sowie der Verzicht auf Kampfzölle und damit auf Zollkriege müsse, so betonte er mit Nachdruck, die eigentliche Grundlage für die Handelsfreiheit bilden, die unbedingt wiederhergestellt werden müsse. Als letzter Redner betonte der Vorsitzende des Verwaltungsrats des Internationalen Arbeitsamts Fontaine, daß wirtschaftlicher und sozialer Friede Hand in Hand gehen, und befürwortete zu ihrer Erreichung die teilweise Niederlegung der Zollmauern und vor allem die allgemeine Einführung und streng loyale Anwendung des Grundsatzes der Meistbegünstigung. Mit großer Spannung erwartet man in Genf die Ausführungen des russischen Delegierten Ossinski, der am heutigen Sonnabend zu Wort kommen soll. Hindenburg Gast der Generalsynode. Geselliges Beisammensein im Schöneberger Rathaus. Die Generalsynode der preußischen Landeskirche veranstaltete Donnerstag abend im Bürgersaale des Schöneberger Rathauses ein geselliges Beisammensein. Hierzu hatten sich als Gäste Reichspräsident von Hindenburg sowie die Reichsminister v. Keudell und Koch eingefunden. Auch die preußische Regierung, der evangelische Oberkirchenrat und das Konsistorium hatten Vertreter entsandt. Der Abend wurde eingeleitet durch einen kurzen Vortrag des Professors an der Berliner Unlversität Dr. Sellin, der über seine Ausgrabungen des alten Sichem berichtete. Dr. Sellin hat als erster deutscher Forscher nach dem Kriege in Palästina Ausgrabungen vorgenommen. Es ist ihm gelungen, den alten Tempel von Sichem auszugraben und mancherlei wertvolle Funde zu bergen. Im Anschluß an den Vortrag begrüßte der Präses der Generalsynode, Dr. Winckler, die Gäste. Ein geselliges Beisammensein schloß sich an. * Das Kirchengesetz zur Reform der Pfarrerbildung wurde von der Generalsynode in dritter Lesung verabschiedet. Das Gesetz über die Vikarin wurde nach lebhafter Aussprache mit großer Mehrheit in zweiter Lesung angenommen. Der Auftakt zum Stahlhelmtag. Eine Schulungstagung. Der Berliner Stahlhelmtag begann am Freitag mit einer Schulungstagung im Saale des Reichslandbundes, die unter Leitung von Exzellenz von der Lippe stand. Von den einzelnen Landesverbänden nahmen an dieser Tagung nur je vier Mitglieder teil. Nach kurzen Begrüßungsworten des Versammlungsleiters nahm Chafredakteur Kayser=Hamburg für den in letzter Stunde ver43. Jahreang. hinderten Landeshauptmann Dr. Scheidl das Wort zur Erläuterung des großdeutschen Gedankens und der Fragen des Nahen Ostens. Zur Anschlußfrage führte der Redner u. a. aus: Das Formalverbot der Entente wäre nicht allein ausschlaggebend gewesen für den verzögerten Anschluß Deutsch=Oesterreichs. Hätten beide Länder machtvoll und aktiv zueinander gewollt, so wäre der Zusammenschluß auch gelungen. Für den Stahlhelm ergebe sich als Zielrichtung, nicht nur die Bestrebungen der Anschlußfrage zu fördern, sondern die Mission einer Zusammenfassung aller Deutschen unter Wiedergewinnung aller uns entrissenen Gebiete. Bundesführer Seldte, der alsdann das Wort ergriff, führte u. a. aus: Der Stahlhelm habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Fühlung mit dem Auslanddeutschtum herzustellen. So habe er ein Kartell mit dem kommenden Mann in Oesterreich, mit Dr. Steidl=Innsbruck geschaffen, der der Führer der vaterländischen Bewegung in Tirol sei und mit seiner starken Persönlichkeit an Andreas Hofer erinnere. Die Zusammenarbeit gehe von Tirol nach Bayern und von dort nach Norddeutschland. Diese Tatsache beweise, daß man vorläufig noch bei dem föderativen Deutschland bleiben müsse, denn nur auf diese Weise würde es möglich sein, sich mit den Landesteilen südlich Bayerns zusammenzuschließen. Aufgabe der Jugend werde es sein, dereinst unter Umständen für den deutschen Einheitsstaat zu arbeiten. Im Laufe des Freitags sind schon zahlreiche Abteilungen des Stahlhelms in Berlin eingetroffen und in ihren Quartieren untergebracht worden. Zu Zwischenfällen ist es dabei im allgemeinen nicht gekommen. Nur in Schöneberg fand ein Trupp Svielleute des Stahlhelms, die aus der Priegnitz zugereist waren, das ihnen angewiesene Quartier in einer Gastwirtschaft von etwa 30 Kommunisten besetzt. Den Stahlhelmleuten wurde darauf ein anderes Quartier zugewiesen. Den Höhepunkt des Stahlhelmtages bildet der Frontsoldatenappell am Sonntag mittag im Lustgarten. Am Vorabend findet im Stadion ein großer Zapfenstreich statt. Lokales § Annen, 7. Mai. Zum Deutschen Muttertag am 8. Mai. Noch ward der Erde kein Denker und Dichter geschenkt, der fähig war, den Begriff der Mutter bis auf den Urgrund der Liebe und Treue auszuschöp. fen. Es gibt eben neben dem Gottesbegriff in der Sprache kein zweites Wort, das mehr Wunder und mehr Größe in sich schlösse als das einfache, liebe, traute Wort„Mutter“. Wir klagen in diesen Zeiten so viel darüber, daß wir arm geworden sind. So arm ward aber keiner in der Welt, daß er nicht empfunden hätte einer Mutter heilige Liebe, daß er nicht erfahren hätte einer Mutter heiliges Opfer. Die Mutter ist es, die in der Stille des Hauswesens Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr arbeitet und für die Familie sorgt. Wie oft verzichtet eine Mutter auf die Nachtruhe, um am Bette eines kranken Kindes zu wachen! Wie oft ; verzichtet die Mutter auf diese oder jene Freude, nur um sie dem Kinde zukommen zu lassen! Auch wenn die Kinder erwachsen sind, hört die Fürsorge einer Mutter nicht auf; sie erstreckt sich weiterhin auf die Kindeskinder mit unverminderter Liebe. Muttertag, Tag der Dankbarkeit! Töchter und Söhne! Euch ruft die Stunde zu heiligster Pflicht! Denkt daran, was ihr der Mutter schuldet, denkt daran, was sie seit eurer Kindheit Tagen trug und wie sie für euch sorgte. Habt ein liebes Wort für die Mutter. Noch weilt sie unter euch! Noch könnt ihr der Mutter zeigen, daß sie nicht danklos litt, nicht danklos für euch die Sorgennächte trug. Ihr aber, denen ein bitteres Geschick die Mutter nahm, haltet eine stille Erinnerungsstunde draußen an ihrem Grabe. Sprecht zu ihr, als ob sie noch unter euch weile. Und der Geist eurer Mutter wird um euch sein und euch segnen für eures Lebens fernere Tage. Mutterliebe wirkt über das Grab hinaus. Liebe deutsche Mutter! Oh, das bedeutet Schicksal für den Einzelmenschen und unser ganzes Volk!— Groß und ernst müssen wir das Erlebnis des deutschen Muttertages auffassen! Er soll nicht nur ein Tag von Hymnus und Preisung sein, sondern auch einer der tieferen Einkehr und wahren Besinnung! Ein Tag der Rechenschaft und zugleich der Andacht vor dem Schöpfer alles Seins!— Vor allem diene der Tag der Verinnigung der 4 6 6 8 9 lebendigen Beziehungen zwischen Mutter und Kind, dieses ewig neuen und ewig unausgeforschten Mysteriums! Knüpft gelockerte Fäden wieder fester, schaut einander wieder liebevoll ins Auge! Laßt vergessen sein, was vielleicht euer Verhältnis trübt! Seid die Alten wie einst! Und noch eins! Gegrüßt sei in deutschen Landen und fern den Grenzen jede mütterliche deutsche Seele! Denn sie lebt in jedem, was echtes, tiefes Weibstum ist! Sie lebt in vielen kinderlosen Frauen und vielen, vielen, die einsam gehen... Wir grüßen jede Mutterseele, auch die, die fern schon im Lichte sind... Es blüht die Blume„Unvergessen“ auf dem letzten Winkelgrab, da eine Mutter ruht.— Heiliger Tag, heilige uns in unserm Wollen und Empfinden, heilige alles, was Mutter heißt und Kind!— Klinge auf, du Wort voll Dank und Ehrfurcht: „Liebe, deutsche Mutter!“ * Unser Bahnhof Nord. Kein Leser wird bezweifeln, daß unser Bahnhof Annen=Nord von jeher das Stiefkind der Eisenbahn war. Wie oft ist an dieser Stelle auf den unsreundlichen Eindruck hingewiesen worden, den das Bahnhofsgebäude mit seinem Vorplatz macht. Der Verkehrsverein hat sich mit der Bahnhofsangelegenheit priederholt, befaßt, auch schon Anträge an die Eisenbahnoirektion gerichtet, aber bis jetzt stets die Feststellung machen müssen, daß seine Bemühungen nach dieser Richtung hin ergebnislos waren. Man urteilt ohne weiteres nach dem ersten Eindruck, den ri, macht. Die jüngere Generation kennt unseren Bahnhof nicht anders als in dem schmutzigen Kleide, denn der letzte Anstrich gehört bekanntlich noch dem vorigen Jahrhundert an. Wenn man bedenkt, was die Reichsbahn für andere Bahnhöfe tut — in Vorhalle wird sogar ein ganz neues Gebäude errichtet—, dann muß man der sehr weit und allgemein verbreiteten Ansicht Gehör verschaffen, daß unser Bahnhof außerordentlich stiefmütterlich behandelt wird. Wer als Fremder nach Annen kommt, wird wenig Neigung verspüren, sich weiter bei uns umzusehen. Man denke nur an die bevorstehenden Aufführungen der Freilichtbühne auf dem Hohenstein und an die vielen Fremden, die in Annen aussteigen werden, nach dem Hohenstein wandern und lieber nach hier zurückkehren würden, wenn der Bahnhof einen günstigeren Eindruck hinterlassen würde. Wir können nicht glauben, daß die Reichsbahn die Beschwerden systematisch unterdrückt, sondern hoffen, daß nun endlich die berechtigten Klagen an die zuständigen Stellen weiter geleitet und so bald wie möglich die durchaus berechtigten Wünsche im Interesse unserer Gemeinde erfüllt werden. * Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes im Stadt= und Landkreis Hörde! Die Lage des Arbeitsmarktes im Stadt= und Landkreis Hörde hat gegenüber der Vorwoche keine wesentlichen Aenderungen erfahren. Bei der Zahl der Arbeitsuchenden halten sich die Zu= und Abgänge in gleichem Verhältnis, sodaß zahlenmäßig keine großen Veränderungen in Erscheinung treten. Die Vermittlungstätigkeit ist in fast allen Berufsgruppen als durchaus rege zu bezeichnen, wenn sie auch zahlenmäßig nicht ganz die Ziffer der Vorwoche erreicht. Fre is 6 3 April 1927 waren im Stadt= und Landbei 153 000 Einwohnern vorhanden: Arbeitsuchende: 4985(4996); Unterstützungsempfänger der Erwerbslosenfürsorge 3163(3147); Unterstützungsempfänger der Krisen=Fürsorge: 1816 (1838); ferner 378 Notstandsarbeiter aus der Erwerbslosen=Fürsorge und 298 Notstandsarbeiter aus der Krisenfürsorge. Unterstützungsempfänger der Erwerbslosenfürsorge: Erwerbslose: Frauen: Kinder: Hörde=Stadt Annen Aplerbeck Barop Kirchhorde Wellinghofen Westhofen Schwerte mobilausstellung in Köln zu hören sind. Der 21. und 22. 5. bringt dann nachmittags jeweils eine halbe Stunde Besuch des Mikrophons auf dem Internationalen Reitturnier im Kölner Stadion. *** § Annen, 7. Mai.(Ihren 86. Geburtstag) begeht heute Frau Wwe. Caroline Reinkensmeier, wohnhaft Oststraße 10. Ein so hohes Alter ist zweifellos ein Gnadengeschenk, von dem man mit berechtigtem Stolze sprechen kann. Es ist eine Freude zu sehen, wie frisch, ja elastisch Körper und Geist der Frau Reinkensmeier geblieben sind. Sie hat es immer mit der philosophischen Ruhe gehalten und dadurch eine Ueberlegenheit über viele Mitmenschen und auch das Leben errungen. Ein gütiges Geschick schenke ihr auch ferner Gesundheit und Rüstigkeit. —(Silberhochzeit.) Am Montag, 9. Mai, begehen die Eheleute Otto Kirchhoff und Frau, Berta geb. Vesper, Freiligrathstraße wohnhaft, das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar die herzlichsten Glückwünsche. —(25 jähriges Priesterjubiläum.) Am morgigen Sonntag begeht die kath. Kirchengemeinde die Feier des 25 jährigen Priesterjubiläums des hochw. Herrn Pfarrer Berendes. Trotzdem der eigentliche Jubiläumstag bereits auf den 22. März fiel, hat man in Anbetracht des neu zu errichtenden Hochaltars, der erst jetzt fertiggestellt werden konnte, die eigentliche kirchliche und weltliche Feier bis zum morgigen Sonntag verschoben. Der Jubilar ist geboren am 18. Mai 1871 zu Warburg. Er besuchte das Gymnasium zu Brilon und beendete seine theologischen Studien in Paderborn und Breslau. Am 22. März 1902 im Dom zu Paderborn zum Priester geweiht, erhielt er seine erste Anstellung als Vikar zu Allagen bei Belecke. Bis zum Jahre 1905 wirkte er als junger Seelenhirt in dieser Gemeinde. Im Jahre 1905 kam er als Kaplan nach Dortmund, wo er 13 Jahre recht segensreich wirkte. Als Nachfolger des verstorbenen hochw. Herrn Pfarrer Hovestadt wurde ihm im Jahre 1918 von der bischöflichen Behörde die Pfarrstelle in unserer Gemeinde anvertraut. Neben seiner aufopfernden Liebe für das Seelenheil seiner Gemeinde hat es der Jubilar besonders verstanden, der Kirche sowie der Umgebung das Gepräge eines würdigen Gotteshauses zu geben. Anläßlich seiner 25 jährigen Priestertätigkeit war es dem Jubilar vergönnt, den prachtvollen neuen Hochaltar seiner Gemeinde zu übergeben. Wir hoffen und wünschen, daß Herr Pfarrer Berendes zum Wohle seiner Gemeinde noch recht lange Jahre in der Gemeinde wirken möge. — Grundvermögens= und Hauszinssteuer.) Wir weisen an dieser Stelle nochmals darauf hin, daß bis zur Zustellung der neuen Steuerzettel die Grundvermögens= und Hauszinssteuer vorläufig nach den bisherigen Sätzen unter Vorlage der alten Steuerzettel an die Gemeindekasse zu entrichten ist. —(Preußisch=Süddeutsche Klassenlotterie.) Die Lose zur 1. Klasse der neuen 29.(255.) Lotterie sind wieder so gut wie ausverkauft worden, sodaß bei vielen Staatl. Lotterie=Einnehmern kurz vor der Ziehung Lose nicht mehr vorhanden waren. Die Ziehung hat am 20. und 21. April stattgefunden, wobei die beiden Hauptgewinne von je 100000.M. auf No. 270 255 in den beiden Abteilungen 1 u. 2 gefallen sind.— Die 2. Classe, deren Ziehung am 18. und 19. Mai stattfindet, bringt neben anderen größeren Treffern wieder zwei Hauptgewinne von je 100000.=M. Die Erneuerung der Lose Classe muß planmäßig spätestens bis zum 11. Mai, abends 6 Uhr, bei Verlust des Anrechts in der zuständigen Lotterie=Einnahme erfolgen. Es wird dringend empfohlen, diese Frist nicht zu versäumen, da bei der großen Loseknappheit über die nicht rechtzeitig erneuerten Lose anderweit verfügt werden muß. * Annen, 7. Mai.(Die gefährliche Sprengkapsel.) Man schreibt uns: Hatte man dieser Tage auf einem hiesigen Werk eine gefährliche Sprengkapsel in dem Schrotthaufen gefunden, die vermutlich noch aus den Schreckensjahren 1914—1918 stammte. Zur Verhütung eines Unheils wurde diese Kapsel vorsichtig aufbewahrt, damit sie ja nicht in die Glut des Schmelzofens geriet. Um nun dieses gefährliche Material aus der Welt zu schaffen, entschloß man sich, die Kapsel zu sprengen. Man traf hierzu die nötigen Vorbereitungen: Die Polizei wurde verständigt und ein Schießmeister bestellt. In Begleitung dieser Personen, einiger Ingenieure u. Meister wurde der Fremdkörper unter Anwendung größter Vorsichtsmaßregeln zur Werksschlackenhalde gebracht. Um Unglücksfälle zu vermeiden, wurden die anliegenden Straßen gesperrt und zur Warnung auch noch rote Fahnen aufgestellt; darauf konnte man zur Tat schreiten. Die Kapsel wurde mit•2 Dynamitpatronen in Lehm eingepackt, das ganze vorsichtigerweise mit Erde überschüttet u. die Zündschnur angesteckt. Zur Vorsicht blies man noch drei Mal in das Horn, und der Dreckhaufen flog mit lautem Krach in die Luft. Man eilte zur Sprengstelle. Welche Enttäuschung aber erlebten die Anwesenden, als die gefährliche Sprengkapsel sich als ein harmloser Oelfarbentopf mit weißem Inhalt entpuppte.——— —(Der Vereinigte Landwehr= und Krieger=Verein) hält Sonntag, 8. Mai, nachm. 3,30 Uhr in der Talsperre Schießen ab. Außerdem findet am gleichen Tag der Vertretertag des Kreiskriegerverbandes Hörde mit Damen auf der Hohensyburg statt. Alles Nähcre besagt die Anzeige in der vor. Nr. —(Die Märkischen Glashütten) haben nach Wiederherstellung der Wanne am Mittwoch den trieb in vollem Umfange wieder aufgenommen. —(Stahlhelmtag in Berlin.) Die Abfahrt der Stahlhelmabteilungen Annen und Stockum zu dem heute und morgen in Berlin stattfindenden Stahlhelmtag erfolgte gestern abend 8 Uhr. —(Der.=.=V.„Westfalia“) veranstaltet am Sonntag, 8. Mai, nachm. 4 Uhr im Vereinslokal cine geschlossene Vereinsfeier. Siehe Inserat in voriger Nummer. —(Der Turnverein„Jahn“) hält Sonntag, 8. Mai, abends 6,30 Uhr im Lokale Lindemann eine Versammlung ab. Siehe Inserat. d. Stockum, 7. Mai.(Kirchliches.) Die Aufnahme der diesjährigen Konfirmandinnen in den evangelischen Jungmädchenverein Stockum=Düren fand in der alten Schule vor einigen Tagen statt. Tische waren gedeckt und in reizender Weise mit Blumen geschmückt. 16 Konfirmandinnen meldeten sich zur Aufnahme in den Verein. Konfirmation, Ostern und Frühling kamen in den Darbietungen, Gesängen und der Ansprache des Herrn Pastor Harney zum Ausdruck. Feierliche Stimmung lag über den festlichen Stunden und erfüllte die Gemüter. —(Kindertransport.) Am Donnerstag, 12. ds. M. geht ein Kindertransport nach dem KreiseDramburg ab. Die hiesigen Kinder müssen sich am genannten Tage nachmittags 4,30 Uhr am Bahnhof Langendreer pünktlich einfinden. Löttringhausen, 6. Mai.(Ueberfall.) Sonntag abend gegen 8 Uhr wurden zwei Damen— Mutter und Tochter— auf dem Wege von Kleinholthausen zum Blick von einem Mann angehalten und in unsittlicher Weise belästigt. Als andere Personen erschienen, flüchtete der Täter mit seinem Rade. Er wurde am nächsten Tage in der Person des Bergmanns H. aus Wambel verhaftet. Heute beginnen wir mit dem Abdruck eines neuen Romans Milch, Butter und Käse auf der Wanderausstellung. 7 Hörde=Stadt Annen Aplerbeck Barop Kirchhörde Wellinghosen Westhofen Schwerte Das aktuelle Westdeutsche Rundsunkprogramm! Hindenburg spricht.— Das Mikrophon im Flugzeug.— Deutsche Fußballmeisterschaft.— Internationale Automobilausstellung.— Internationales Kölner Reitturnier. Die kommenden Wochen geben dem Westdeutschen Rundfunk wieder reichlich Gelegenheit, zu beweisen, daß er der wesentlichen Forderung des Rundfunk=Programms, das Leben zu erfassen, immer mehr nachzukommen gewillt ist. Zunächst wird 5. 27, abends 8,10—8,30 Uhr eine Rede des Reichsprasidenten aus Oldenburg übertragen. Am 8. Mai bringt Dortmund 2 interessante lebendige Darbietungen. Anläßlich des Dortmunder Flugtages wird von 11,15 bis 12 Uhr von einem mit einem Telephoniesender ausgerüsteten JunkersFlugzeug eine Ansprache und ein Schallplattenkonzert während des Fluges gesendet, das die westdeutschen Sender weitergeben. Am Nachmittag des 8, Mai um 1,30 Uhr beginnt die Funkschilderung des Vorrundenspiels um die Deutsche Fußballmeisterschaft aus der Dortmunder Kampfbahn„Rote Erde“ zwischen F. C. Schalke und München 1860.— Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang schon kurz auf den 20. Mai, an dem morgens 10 Uhr die Eröffnungsfeierlichkeiten der Internationalen AutoAus der Käseschau Die Milch=, Butter= und Käseausstellung, die in altbewährter Weise auf der Wanderausstellung in besonderen Hallen untergebracht ist, weist eine Beschickung auf, die es mit den besten Ausstellungen der 40 Ausstellungsjahre aufnimmt. Alle deutschen Wirtschaftsgebiete sind vertreten, Nord= und Süddeutschland sind in gutem Verhältnis beteiligt, so daß der Wettbewerb ungemein interessant zu werden verspricht. Neben den eigentlichen Ausstellungshallen wird die stets willkommen geheißene Einrichtung der Molkereikosthalle, die gegen mäßigen Preis Kostproben bietet, die Besucherscharen anziehen.— Entsprechend der Bedeutung, die heutzutage der Milch, als einem der hervorragendsten Nährmittel, beigemessen wird, ist hier die Anmeldung mit 208 Proben recht gut ausgefallen. Die Klasseneinteilung in Rohmilch, in dauererhitzte Milch in kleinen und in großen Gefäßen, und endlich in hocherhitzte Milch trägt den Möglichkeiten der besten Verarbeitung Rechnung. Buttex mit nicht weniger als 1120 Proben bringt in bunter Reihe ungesalzene und gesalzene Ware. Die 824 Käseproben setzen sich aus allen Arten des Hart= und Weichkäses zusammen. Gesellschaftsfahrten. Für gemeinschaftliche Reisen größerer Gesellschaften von mindestens 20 Fahrkarten zu einer gemeinschaftlichen Fahrt gewährt die Reichsbahn in der 1. bis 4. Klasse eine Ermäßigung um ein Viertel des Fahrpreises, eine Vergünstigung, die sich viele Besucher der Dortmunder Wanderausstellung(24.—29. Mai) sowohl für die Hin= als auch für Rückfahrt zunutze machen können. Es kommt hinzu, daß die Teilnehmer derselben Gesellschaftsfahrt in verschiedenen Klassen fahren können. Das Freihalten von Plätzen erfolgt bei Benutzung von Eil- und Personenzügen kostenlos; bei Benutzung von=Zügen sind die tarifmäßigen Gebühren zu entrichten(2. Kl. je 1 Mark, 3. Kl. je 0,50 Mk.). Die Mindestentfernung für eine Fahrt beträgt 30 Tarifkilome= ter. Hin= und Rückfahrt gelten je als eine Fahrt. wird empfohlen, etwa geplante Gesellschaftsfahrten möglichst bald schriftlich anzumelden. Bei Anmeldung beim Verkehrsverein D der Wanderausstellung. Das Dorfkino auf der Dortmunder WanderAusstellung. Ebenso wie in den letzten Jahren errichtet die Deutsche Landwirtschafts=Gesellschaft im Verein mit dem Zentralausschuß für Landlichtspiele auf der Dortmunder Wandcrausstellung(24.—29. Mai) ein Dorfkino. Zum ersten Male werden Filme in einem Freilichtkino vorgeführt, und zwar werden die Bilder auf eine sogenannte Perlantino=Wand projiziert. Das bisher verwendete große Zelt fällt fort. Das ist für die Besucher der Ausstellung um deswillen besonders angenehm, als sie sozusagen beim Vorübergehen sich die Filme ansehen können. In erster Linie werden die Filme der großen Tier= und Saatzüchter vorgeführt, daneben aber auch in buntem Wechsel Filme der Dünger= und Maschinenindustrie. Die Bedeutung des landwirtschaftlichen Lehrfilms steht heute unbestritten fest, und es erübrigt sich, hier darauf näher einzugehen. rechtzeitiger Annttung deim Verlehrsverein Bortmund, Posthof, ist dieser bereit, die Bestellung von Sonderzügen und Gesellschaftsfahrten für Hin= und Rückfahrt zu übernehmen. Eintrittspreise für die Dortmunder WanderAusstellung. Trotz der gewaltigen Unkosten, die das Unternehmen erfordert, und die zumeist einen erheblichen Zuschuß notwendig gemacht haben, sind die Eintrittspreise so gehalten, daß sie es möglichst weiten Kreisen gestatten, den Besuch des Unternehmens durchzuführen. Der erste Tag freilich, der die Eröffnungsfeierlichkeit umfaßt, erfordert 5 Mark Eintrittsgeld und gibt so bei nicht zu starkem Besuch den Richtern Gelegenheit, die Beendigung ihres verantwortlichen Amtes unter nicht allzu großer Behinderung zu vollziehen. Am zweiten und dritten Tage kostet der Eintritt je 3 Mk., am vierten bis sechsten Tage je 2 Mk. Kinderkarten sind bedeutend ermäßigt. Eintrittskarten für Studenten und landwirtschaftliche Fachschüler sind auf eine Mk. ermäßigt. Den landwirtschaftlichen Arbeitern der Mitglieder der D. L. G. ist der Besuch der Ausstellung am Sonnabend und Sonntag zu einer Mark ermöglicht. Landwirtschaftliche und zweckverwandte Vereine beziehen Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen durch die westfälische, rheinische oder lippesche Landwirtschaftskammer. Die Mitglieder der Deutschen Landwirtschafts=Gesellschaft haben freien Zutritt. Das höne Lieu der Minne.... aus der Feder der beliebten Schriftstellerin Leontine von Winterfeld=Platen. Provinz=Nachrichten Kirchhörde, 6. Mai.(Der Krieger= und Landwehrverein Kirchhörde) hielt am Montag im Lokal Rentrop zu Löttringhausen eine gut besuchte Monatsversammlung ab. Zur Tagung des Kreis=Kriegerverbandes Hörde am 8. d. Mts. in der Burgwirtschaft Ulmer zu Hohensyburg wurden die Vertreter gewählt, desgleichen zum Vertretertag des Provinzial=Kriegerverbandes am 11. Juni in Münster. Weiter beschloß die Versammlung, an der Fahnenweihe des Artillerievereins Barop und Umgegend am 22. 5. teilzunehmen, desgleichen am 20. Juni an der Jubelfeier des Krieger= und Landwehrvereins Barop und am 7. August an der 60 jährigen Jubelfeier des Vereins Oespel. Den breitesten Raum nahmen die Besprechungen; über die 60 jährige Jubelfeier des Vereins am 16., 17. und 18. Juli ein. Ein Zelt von 1200 Quadratmeter Größe wird auf dem Grundstück des Landwirts O. Müller errichtet. Die Wirtschaft übernimmt H. Schnell aus Grüne bei Iserlohn. Die Verhandlungen darüber sind bereits abgeschlossen. Am 16. Juli findet ein Festkommers im Zelt statt, zu dem die Vereine des ländlichen Teiles des Amtes eingeladen werden. Zum 18. Juli werden die militärischen Vereine der Interessengemeinschaft Barop=Kirchhörde geladen, desgleichen der Kreiskriegerverband Hörde und einzelne Vereine der Umgegend. Mittags ist Festakt am Kriegerdenkmal, darauf Festzug durch Löttringhausen, Kirchhörde und Kleinholthausen. Daran schließt sich ein Parademarsch vor Exzellenz Generaloberst von Einem. Neun Kameraden sollen beritten gemacht werden und in fridcricianischer Tracht vorreiten, dahinter marschiert dann eine Gruppe Grenadiere in derselben Tracht. Abends soll noch ein Feuerwerk abgebrannt werden. Barop, 6. Mai.(Saal=Neubau.) Der Amtmann schreibt die Arbeiten für den Saal=Neubau mit Gasthaus der Gemeinde Barop aus. Brünninghausen, 6. Mai.(Ein folgenschwerer Automobilzusammenstoß) ereignete sich mittags auf der Herdeckerstraße. Zwei Automobile fuhren hintereinander mit Höchstgeschwindigkeit die Straße herauf. Der zweite Wagen fuhr auf einen aus entgegengesetzter Richtung kommenden Lieferwagen einer Dortmunder Firma auf. Der Zusammenstoß erfolgte mit solcher Gewalt, daß beide Automobile herumgeschleudert wurden und quer auf den Fahrdamm zu stehen kamen. Der Wagenführer des Luxusautos wurde von seinem Führersitz durch die Windschutzscheibe über den Kühler hinweg auf die Straße geschleudert, wo er mit einem doppelten Armbruch und einer schweren Kopfverletzung liegen blieb, während der Wagenführer des Lieferautos von seinem Sitz auf die Straße geschleudert wurde, aber unverletzt blieb. Beide Wagen wurden erheblich beschädigt. Herdecke, 6. Mai.(Aufgeregte Verfolgung.) Auf der Herdecker Kirmes versuchte ein Dieb einem Manne die goldene Uhr zu entwenden, wurde aber dabei überrascht. Um schneller fliehen zu können, warf er seinen Ueberzieher ab. Als er sich von seinen Verfolgern immer mehr bedrängt sah, sprang er in die Ruhr, die er durchschwamm. Auf dem gegenüberliegenden Ufer wurde er jedoch von einem Landjäger festgenommen. Aus dem Gerichtssaal Der Fall Erdmann.### * Vo mDüsseldorfer Gericht wurde nach dreiwöchiger Verhandlung im Falle Erdmann das Urteil gesprochen. Es handelte sich um 22 Angeklagte, die beschuldigt waxen, an einer politischen Schlägerei teilgenommen zu haben, bei der der Reichsbannermann Erdmann erstochen wurde. Dreizehn Angeklagte wurden freigesprochen. Vier Stahlhelmleute und fünf Angehörige von Linksverbäuden wurden wegen Beteiligung an einem Raufhandel, bei dem ein Mensch zu Tode kam, zu Gefängnisstrafen von einem Monat bis zu zwei Jahren verurteilt. Das Gericht nahm an, daß der Angriff von Angehörigen der Linksverbände ausgegangen sei. Wer Schuld an Erdmanns Tode trägt, sei nicht aufgeklärt worden. Keine der beiden Parteien dürfe der anderen diese Schuld beimessen. * Eine rumänische Fürstin wegen Betruges verurteilt. Die rumänische Fürstin Cantacuzena hatte sich unlängst vor dem Schöffengericht in Passau wegen Betruges zu verantworten. Sie hatte, ohne irgendwelche Dekkung zu besitzen, Wechsel in Höhe von etwa 13.000 Mark ausgestellt und sich damit in München einen Pelzmantel erschwindelt. Die Angeklagte war früher mit einem Schutzmann und dann mit einem Professor verheitatet. Im Jahre 1925 ging sie dann die Ehe mit dem rumänischen Fürsten Cantacuzena ein, der, krank und vermsgenslos, jetzt eine kleine Wohlfahrtsrente bezieht. Sie wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. verschiedenes Die ersten Maikäfer. Die Redaktionsmaikäfer zählen von Rechts wegen nicht, es sind Vorwitzige, die sich durch ein bißchen Sonne verleiten ließen, schon im März, und womöglich früher, ihre Puppe zu sprengen und sich an die Erdoberfläche zu krabbeln, wo sie sofort gesehen und als Frühlingsboten empfangen wurden. Unter den„ersten“, wollen wir die verstanden haben, die sich zur rechten Zeit einstellen, das ist zu der Zeit, wenn Bäume und Sträucher sich belauben. Dann kommen sie in Scharen aus dem Boden, um sich an dem zarten Grün gütlich zu tun, und sie entwickeln dabei einen derartigen Appetit, daß sie großen Schaden anrichten und systematisch verfolgt und vertilgt werden. Sie treten nicht immer gleichmäßig zahlreich auf, in manchen Jahren spärlich, in anderen dagegen wieder so massenhaft, daß man von einer Plage sprechen muß. In unseren Gegenden pflegt stets das vierte Jahr ein Maikäferjahr zu sein, denn vier Jahre braucht das Insekt zu seiner vollen Entwicklung, in südlicheren Gegenden nur drei. Die Lebensdauer des Käfers beträgt wenige Wochen. Aus den Eiern, die das Weibchen in die Erde legt, entstehen die Larven, die sich immer liefer in die Erde graben und als vom Landmann gefürchtete Engerlinge die Wurzeln benagen. Also schon im Larvenzustande ist der Maikäfer ein arger Schädling. Beliebt ist der rötlich braune, etwas schwerfällige Geselle nur bei der Jugend, die ihn sich von den Bäumen schüttelt und über die Ordnung im Maikäferstaatswesen so unterrichtet ist, daß sie sofort den König, den Schornsteinfeger, Müller usw. erkennt. Aber die Jugend hilft auch, wenn gegen das massenhaft auftretende Insekt Krieg geführt werden muß. * Krebsbehandlung mit Bleipräparaten Professor Bell soll es gelungen sein, in mehr als 4# von 227 behandelten, fast hoffnungslosen Krebsfällen ei ne erhebliche Besserung zu erzielen. Dreißig sind schein bar geheilt und gehen bei bestem Gesundheitsgefühl ihrer Berufstätigkeit nach. Professor Bell verwendet kolloidalet Blei, welches im Gegensatz zu Bleisalzen keinerlei Er scheinungen von Bleivergiftung hervorruft. Der Forscher ist zurzeit damit beschäftigt, ein dauernd unveränder bleibendes Kolloidblei herzustellen; wenn das gelunger ist, wird das Verfahreen der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Professor Bell verzichtet keineswegs auf die AnwenDie glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Carl Hehm und Frau Lene geb. Best. Annen, 7. 5. 1927. z. Zt. Bv. Diakonissenhaus Witten. Eimkäduug. zu der am Dienstag, den 10. Mai 1927 nachmittags 5 Uhr im Sitzungssaale des Amtshauses hierselbst stattfindenden Sitzung der Gemeindevertretung. Tagesordnung: Feitsetzung des Haushaltsplanes für 1927 und Beschlußfassung über die Deckung des Gemeindefehlbetrages für 1927. Annen, 3. Mai 1927. Der Amtmann i. V. Schlischo, Beigeordneter. Mehrere Sechziger gedüngtes Ackerland zu vermieten. Fritz Rose, Eggenneg. Phleitertrage vorrätig bei Fritz HKüching Beechhandlung. dung chirurgischer Hilfsmittel und auf die Röntgenstraßlen= und Radiumbehandlung; aber auch dann, wenn durch eine derartige Behandlung die Geschwulst teilweise oder anscheinend vollständig beseitigt ist, hält er die Anwendung von Bleteinspritzungen in die Blutgefäße für ratsam und nimmt sie nach Möglichkeit schon wenige Tage nach einem operativen Eingriff vor! Dr. H. E. * Das Ende der Wolkenkratzer? Während man in den europäischen Großstädten die ersten Versuche mit den Wolkenkratzern macht, und auch diese nicht über zehn Stockwerke hinausgehen, will man in Amerika, der Heimat jener monumentalen Geschäftsbauten, wieder davon abkommen. Der Hochbau wird verantwortlich gemacht für einen großen Teil Verkehrsanhäufung auf den Geschäftsstraßen. Als die amerikanischen Städte gebaut wurden, war die Breite der Straße durch die Aussicht bestimmt, daß sie von Gebäuden von 5 bis 6 Stockwerken eingefaßt würden. So lange, wie die Gebäude, besonders in den Geschäftsvierteln auf solche Höhen beschränkt blieben, konnte man von einer Anhäufung, wie wir es heute in Amerika beobachten, nicht reden. Da ist es interessant, daß bereits eine so populäre Zeitschrift wie„The Scientific American"(Newyork) sich durchaus gegen das System der Wolkenkratzer ausspricht. Die schreibt:„Als die Gebäude anfingen, in die Höhe zu machsen, und besonders nach der Einführung des Stahlgerippes bei Bauten, da machte sich die Massenanhäufung von Menschen bei Fußgängern und Fahrzeugen selbst unangenehm fühlbar. Heute sind in einer großen Anzahl von Straßen in den Geschäftstadtteilen die Häuser von einer Durchschnittshöhe von 5 bis 6 Stockwerken zu einer solchen von 15 bis 18 Stockwerken, ja sogar zu 25 und 30 Stockwerken emporgewachsen. Zwischen einem Fünfstockwerkhaus und einem 30=Stockwerkgebäude ist aber der Raum sechsmal größer geworden. Das heißt, während der Verkehrsstunden und um die Mittagszeit sind sechsmal soviel Menschen auf die Straße gelassen, als dort unter dem alten Bauregime waren. Wir wissen, daß es gleichsam Gotteslästerung ist, etwas gegen den modernen Hochbau zu sagen— so riesig ist er gepriesen worden auf Grund seines Eindrucks und seiner Schönheit. Daher bricht auch der Reisende vom Ausland, wenn er den ersten flüchtigen Eindruck vom unteren Ende von Manhattau empfängt, in laute Bewunderung aus. Das mag richtig sein, wenn man vom Newyorker Hafenviertel oder vom Michigansee aus zum Wolkenhimmel von Manhattan oder Chicago hinaussieht. Aber wenn der Reisende landet und sich selbst eingekeilt findet in eine Masse von Automobilen an einer Straßenecke, oder wenn er anrennt gegen einen Schwarm von Bureauarbeitern der City, dann beginnt er sich vorzustellen, daß es doch noch andere Fragen viel ernsterer Natur zu lösen gibt, als diese Bauwerke sind. Wir leiden an einem Höhenwahnsinn, der mit der übertriebenen Größe unserer Wolkenkratzer zusammenhängt. Wolkenkratzer brauchen eine größere Verbreiterung der Straßen. Wenn wir Hochbauten haben wollen, dann dürfen sie nur erlaubt sein, wenn sie sich der Straßenbreite des Cityviertels anpassen. Wir können nicht mit der uneingeschränkten Errichtung dieser Gebäude fortfahren, von denen jedes eine Bevölkerung von der respektablen Größe einer Stadt birgt.". Mf. Bleibe im Lande! Aus Windhuk schreibt ein Deutscher, der vor eineinhalb Jahren nach Südwestafrika auswanderte, u. a. folgendes:„Ich kann nur immer wieder vor Auswanderung nach hier warnen, es sei denn, die Leute haben Kapital zur Verfügung. Vielfach sind jetzt schon durch das riesige Angebot die Löhne unter dem Existenzminimum. Ich selbst bin 3½ Monate arbeitslos gewesen und habe mich durch alle möglichen Gelegenheitsarbeiten über Wasser gehalten. Auf den Farmen sind die Gehälter weit unter dem Existenzminimum. Den Bauhandwerkern, die bisher sehr gut beschäftigt waren, wird in Massen gekündigt. Die Diamantminen haben neuerdings 200 weißen Angestellten gekündigt; die wollen auch untergebracht sein, 200 Mann sind im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ein riesiger Prozentsatz. Eine Mine macht ganz zu, und die andere schränkt ihren Betrieb wesentlich ein.“ Empfehle mein reichhaltiges Lager in: Fischmehl Elweißbeikutter für Schweine —3 Pfund Zunahme pro Tag garantiert. Ovator Fleischfalerfutter Ztr. 15.50 Das erfolgreichste Gestügel= und Kücken=Trockenfutter. ARNENER MUAEL A. Gudorf, Ruf 3610. Friseurgeschäft W. Hedtmann Annen, Rathonaustrasse 43. Spezial-Haarschnitte Moderne Herrenfrisuren, Haarpfie#e. Steis schnelle Bedienung. Schönes Haar den Menschen ziert, besonders wenn es gut friesiert. .." Das verbotene Milchbad. Eine Pariser Tänzerin, die von den zahllosen Schönheitsmitteln der Neuzeit enttäuscht worden ist, hat offenbar nicht ohne Nutzen Kulturgeschichte studiert und bei dieser Gelegenheit von den günstigen Wirkungen der Milch Kenntnis bekommen. So entschloß sie sich, die Theorie in die Praxis umzusetzen; sie pflegte lange Zeit hindurch ihren Körper dur chtägliches Baden in frischer Milch. Durch irgendeine Indiskretion ist die Geschichte herausgekommen, u. die Pariser Blätter, deren Hauptgesprächsstoff das teure Leben bildet, haben sich über diese maßlose Verschwendung der Künstlerin gewaltig entrüstet. Die Sache nahm allmählich solche Dimensionen an, daß sich sogar die Polizei damit befaßte und der Tänzerin verboten hat, weiterhin in Milch zu baden. Ein merkwürdiger Braten. In früherer Zeit war es Brauch, daß sich die Köche vornehmer Häuser zu überbieten suchten im Erfinden der sonderbarsten Gerichte. Was bei dies e n„ E r f i n d u n g e n“ h e r a u s k a m, d a v o n g i b t e i n B r a ten, dessen Rezept von einem Koch Ludwigs XIV. stammt, einen charakteristischen Beweis. Um ihn zu bereiten, mußte man eine Olive in eine Beccafige— ein kleines Singvögelchen— stecken, die Beccafige sodann in eine Fettammer und diese wieder in eine Weindrossel. Diese bereits mit zwei Vögeln gefüllte Weindrossel wurde nunmehr in eine Wachtel gesteckt, die in ein Weinblatt eingehüllt war, worauf sie in einen mit Speckscheiben umbundenen Kiebitz, dieser dann aber in eine vergoldete Ente gestopft wurdé. Auch die Enie mußte noch in eine Hülle wandern, nämlich in einen Fasan, dieser in eine Truthenne, bis endlich eine große Gans oder eine Trappe die ineinandergeschachtelten Vögel aufnahm. Zuletzt wurde alles in einem fest verschlossenen Topf in einer gut gewürzten fetten Brühe 24 Stunden lang geschmort, worauf das Gericht fertig war. Das Sonderbarste an diesem Mischmaschbraten war zu alledem noch das, daß der Feinschmecker nur die— Olive davon genießen durfte. Neueste Nachrichten Zusammenstoß zwischen Polizei und Demonstranten. Berlin, 7. Mai. In der Grunewaldstraße kam es gestern abend zu Zusammenstößen zwischen Polizeibeamten u. Anhängern des Roten Frontkämpferbundes, die einen Polizeilastkraftwagen überfielen, weil ein Mitglied der K. P. D. zwangsgestellt worden war. Die Demonstranten wurden von den Polizeibeamten mit dem Gummiknüppel auseinandergetrieben. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Fünf Kommunisten konnten zwangsgestellt werden. Reibereien in Mannheim. Mannheim, 7. Mai. Aus Anlaß der gestern abend erfolgten Abreise von Angehörigen des Stahlhelmbundes nach Berlin demonstrierten Rote Frontkämpfer. Schon um 7 Uhr abends durchzogen verschiedene Truppen mit Trommeln und Signalhörnern die Stadt und forderten zur Beteiligung an der Demonstration und zur Verhinderung der Abreise der Stahlhelmleute auf. Einige dieser Aufforderer wurden in polizeiliches Gewahrsam bis nach Beendigung der Demonstration genommen. Vor dem Bahnhof kam es zu verkehrsstörenden Ansammlungen der Roten Frontkämpfer, die durch die Polizei, teilweise unter Anwendung von Gummiknüppeln, zerstreut wurden. Zwei Führer der Roten Frontkämpfer, die zu Gewalttätigkeiten und zum Widerstand gegen die Polizei aufforderten und die Mitglieder der Reichsregierung beleidigten, wurden festgenommen und einer von ihnen ins Gefängnis eingeliefert. * Sitzung des Verwaltungsrates der Reichspost. Köln, 7. Mai. Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost hielt hier unter dem Vorsitz des Reichspostministers Dr. Schätzel eine Sitzung ab. Der Verwaltungsrat besichtigte die verschiedenen Posteinrichtungen in Köln, ferner die Rundfunkeinrichtungen für das Rheinland, besonders den neuen Rheinlandsender in Langenberg. Für Sonnabend ist die Besichtigung von Post= und Fernsprecheinrichtungen in Düsseldorf, Aachen und Essen vorgesehen. Vernampf gegen die deutsche Schule in Oberschlesien Kattowitz, 7. Mai. Von der Schulabteilung der Woiewodschaft wurde in Kattowitz, wie schon vorher in Königshütte, sechs deutschen Lehrkräften im Lyzeum und im Gymnasium gekündigt. Eine Kirche beraubt. Mexiko, 7. Mai. In einer hiesigen Kathedrale ist aus einer Monstranz ein Juwel ausgebrochen worden. Der Stein, über dessen Verschwinden völliges Dunkel herrscht, soll einen Wert von etwa 500000 Peseten haben. Humoristische Ecke. — Außergewöhnliche Begabung.„Ihr Söhnchen ist so musikalisch, sagten Sie?“—„Ja, wir brauchen bloß eine Grammophonplatte zu nennen, da weiß er schon, was auf der andern Seite steht.“ — Vom Allerheiligenmarkt.„Schildkröten werden erstaunlich alt! Diese hier zählt dreihundert Jahre!" —„Wie stellen Sie das fest?"„Vor zwanzig Jahren habe ich sie erworben, und damals zählte sie gerade zweihundertachtzig!“ — Klatschbasen.„Es ist unglaublich, was ich über diese Person gehört habe!“—„O, erzählen Sie nur; ich glaub's schon!“ Pferdesport. Dortmund. Am Mittwoch, den 11. und Sonntag, 15. Mai setzt der Dortmunder Rennverein seine diesjährigen Veranstaltungen fort und wartet mit einem Programm auf, das die Ställe veranlaßte, zahlreiche Nennungen abzugeben. So fanden 5 Flach= und 2 Hindernisrennen am 11. Mai 168 und 3 Ausgleiche am 19. Mai 37 Unterschriften. Zum ersten Male nach dem Kriege hat der Rennverein die früher auch hier so belie#tten Herrenreiten wieder in sein Programm aufgenommen, um das seinige zu tun, die Herrenreiten im Westen wieder aufleben zu lassen und ihrer alten Popularität wieder zuzuführen. So finden am Mittwoch, 11. Mai zwei Jagdrennen in Uniform statt, die sicherlich ihre Anziehungskraft auf das Publikum nicht verfehlen. Eine Reihe namhafter Reiter werden am Start erscheinen. Mit den allen Besuchern der Dortmunder Rennbahn aus der Vorkriegszeit bekannten Herren Braune, von Moßner, Frhr. von dem Bottlenberg, Frhr. von Lotzbeck werden die jüngeren Kräfte, wie die Herren von Borcke, Oblt. Schnitzer, Oblt. Viebig, Oblt. Frhr. von Imhof, Oblt. von Metzsch u. a. mehr, in Wettbewerb treten. Es steht den Besuchern somit ein großes sportliches Ereignis bevor, das sie an das prachtvolle gesellschaftliche Bild der Vorkriegszeit erinnert, in dem die bunten Uniformen vorherrschend waren. Die niedrigen Eintrittspreise zum Rennen ermöglichen es jedem, den Herrenreiten beizuwohnen. Kirchliche Nachrichten. Evangel. Kirche, Annen. Sonntag vorm. 9,30 Uhr Gottesdienst Pfr. Brasse. Erziehungsgottesdienst aus Anlaß der Aufnahme der Kinder in den kirchl. Unterricht. 11 Uhr Kindergottesdienst. 12 Uhr Kirchentaufen.— Dienstag nachm. 5 Uhr Bibelstunde im Bebbelsdorf.— Mittwoch abend 7,30 Uhr Bibelstunde im Vereinshause.— Freitag nachm. 6 Uhr B. K.(Bibelkreis). Evgl. Kirche Rüdinghausen. Sonntag vorm. 10 Uhr Gottesdienst, 11,15 Uhr Katechisation und Choralgesang. Um 4 Uhr Familienabend des Frauenvereins bei Reidt Auf dem Schnee.— Montag abend Geigenchor.— Dienstag abend 8 Uhr Frauenchor Rüdinghausen.— Mittwoch Kirchenchor.— Freitag Jungmädchenverein. Evangel. Kirche Stockum. Sonntag vorm. 9,30 Uhr Gottesdienst Vikar Soboll; 10,45 Uhr Taufen, 11 Uhr Kindergottesdienst.— 4 Uhr Konfirmandenfeier im Jünglingsverein. 8 Uhr Christl. Gemeinschaft.— Dienstag 8 Uhr Turnen im Jünglings= verein.— Mittwoch 8 Uhr Bibelbesprechstunde.— Donnerstag 8 Uhr Vorbereitung des Kindergottesdienstes(in der Alten Schule).— Freitag 8 Uhr Jungfrauenverein. — Sonnabend 8 Uhr Trommlerchor des Igl.=Vereins. Briefkasten. Herrn K. hier. Die nächstgelegene staatliche Oberförsterei befindet sich in Obereimer Bezirk Arnsberg. D. R. Torf und Futtermittel aller Art kauft man am besten bei P. F. Specht, Annen Fernruf 1075(Witten). Abgabe auch an Wiederverkäufer. Erbsreiser billig abzugeben Emil Wöstemeier Annen, Waldstraße 194. J 1 h ma Plage OR THONPSON’S SEIEENPULVER ist der Wunsch aller Hausfrauen.Wer mitcvo Scheguttwäscht, braucht sich nicht mehr abzuquälen. usemensmman Wollen Sie ein gutes Beit kaufen. Wollen Sie garant. teder diebt. Barebend kaufen, Wollen Sie garant. staudirete Federn u. Daunen kaufen, Wollen Sie streug reeil u. dillig bedient sein, Daan kommen Sie bei Bedarf zu mir. MattoizentOparaturen finden Sie beim Hausputz. Wollen Sie dieselben prompt gemacht haben, so wenden Sie sich nur an Fachleute. Sümtliche Polstermöbelreparaturen u. Neuanfertigungen bekommen Sie gut und zu niedrigsten Preisen gemacht. Fr. Volmerhaus, Polstermeister Annen, Bebelstr. 6(neben Löwenstein.) Anl Wunsc Zahlundserleichterung. Seldenmantel.mod. hübscher Musterung mit gezog. Kragen. sehr kleidsam Von außergewöhnl. Billigkeit ist dieser Qualltäts-Mantel aus prima Herrenstoft Sehr eleganter Shetland- Paletot, reinwollene Ware, ganz auf Crepe de chine 2 30 49. Reizendes Kleid aus prima Rohseide, mit aparter bunter Garnitur, in allen Größen vorrätig wie Abbildung 2 Entzückend ComposéKleid aus Waschseide, von hervorragender Preiswürdigkeit, in all. Farben wie Abbildung 95 Jugendliches Kleid aus gutem Voll-Voile, sehr kleidsam u. besonders preiswert 189 Sichi gute Tdahiktaten immer— selbst in den niedrigsten Preislagen! Blank Kundenkreis wächst täglich! Groß-Einkauf mit circa 70 führenden Geschäften Deutschlands. Durchgehend den ganzen Tag von 8½-7 Uhr geöffnet! Eleganter Frauen-5 Sehr kleidsam ist mantel aus bestem dieser Mantel aus Rips, halb auf Selde karr. Herrenstoff mit gefüttert Rückenpasse. Falten Fescher Rips-Mantel sehr aparte jugendliche Form, in prima Verarbeitung 43.- 19• 295 Jugendliches SheilandKostüm, auf Damassé gefüttert, enorm preiswert, wie Abbildung Elegantes Kostüm aus prima Schattenrips, apart, auf Seide gelültert, wie Abbildung Das moderne Kostüm aus bestemHerrenstoff, auf Seide gefütttert, wie Abbildung L0 497 38. Samstag, 7. Mai 1927. Annener Zeitung. die iehle Wöche. Nach der Österpause hat nunmehr die politische Tätigkeit wieder eingesetzt. Der Reichstag wird seine Vollversammlung zwar erst in der nächsten Woche wieder aufnehmen. Schon jetzt aber gab es in den Ausschüssen wichtige Erörterungen. So gab es insbesondere im Rechtsausschuß eine Auseinandersetzung über die Aufwertungsfrage. Der Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius und Reichsbankpräsident Dr. Schacht vereinigten ihre Bitten, an dem bestehenden Zustand nicht zu rütteln, da jede Aenderung der Aufwertungsgesetzgebung im Inund Auslande zu der Anschauung führen müsse, daß auch sie nichts Endgültiges bringe und neue Aenderungen zu erwarten seien. Dieser Zustand der Ungewißheit wäre aber für unsere Währung unerträglich. Dementsprechend wurden im Ausschuß alle Abänderungsanträge abgelehnt. * Dr. Schacht ging bei dieser Gelegenheit auch auf die Frage der alten braunen Tausend= markscheine ein. Dabei war seine Festellung von Interesse, daß von den 600000 Mark, die bis jetzt eingeklagt worden sind, nicht weniger als 500000 Mark erst nach dem Kriege ausgegeben worden sind. Mit anderen Worten: ihre Aufwertung auf Goldwert würde tatsächlich eine Bereicherung der Besitzer bedeuten, die diese Scheine zu einem weit geringeren Wert erworben haben. Wie hoch aber im einzelnen Fall dieser Wert war, das läßt sich heute natürlich nicht mehr feststellen, und darum ist auch eine wirklich gerechte Aufwertung gar nicht möglich, selbst wenn sie wirtschaftlich tragbar wäre. Der Preußische Landtag hat seine Haushaltsberatung wieder aufgenommen, die er noch vorPfingsten zu Ende führen will. Die Beratung des Berghaushalts gab dem Handelsminister Dr. Schreiber Veranlassung zu einer scharfen Verwahrung gegen den Einbruch der Franzosen in das Saarkohlengebiet von der lothringischen Grenze aus. Wenn auch während der Besatzungszeit den Franzosen die Saargruben zur Ausnutzung überlassen sind, und es während dieser Zeit nicht allzuviel ausmacht, ob die Saarkohlen im Saargebiet selbst oder von Lothringen aus gewonnen werden, so würde die Frage nach Räumung des Saargebiets und Rückkauf der Saargruben doch eine erhöhte Bedeutung erhalten. Schon jetzt aber bedeutet das Verfahren eine steuerliche Schädigung des Saargebiets. * Die Weltwirtschaftskonferenz in Genf hat am Mittwoch ihren Anfang genommen. Die russischen Delegierten, deren Erscheinen in Genf das große Ereignis dieser Konferenz ist, machten sich zunächst noch etwas rar. Sie trafen erst am Mittwoch abend ein und konnten somit weder der Eröffnungssitzung, noch der Nachmittagssitzung beiwohnen. Viel versäumt haben sie dabei allerdings nicht, da man in diesen Sitzungen über programmatische Erklärungen nicht hinausgekommen ist. Die Russen äußerten sich übrigens über ihre Aufnahme in der Schweiz sehr befriedigt. Man hat ihnen von Basel ab einen Salonwagen zur Verfügung gestellt. Beengt fühlen sie sich allerdings durch die zu ihrer Sicherheit getroffenen polizeilichen Maßnahmen, so daß sie bei ihrem offiziellen Antrittsbesuch bei dem Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric Drumond, am Donnerstag vormittag um deren Herabminderung ersuchten. Ueber Bestrebungen der ungarischen Monarchisten liefen in den letzten Tagen unkontrollierbare Gerüchte durch die Presse. Danach sollte die Exkaiserin Zita die Absicht haben, mit ihrem ältesten Sohne Otto nach Ungarn zu gehen, um dessen Erhebung zum König von Ungarn durchzusetzen. Anlaß zu diesem Gerücht gab eine Reise der Exkaiserin nach Luxemburg, deren wahrer Zweck aber nur gewesen sein soll, ihren ältesten Sohn auf dem dortigen Benediktinergymnasium unterzubringen, damit er auf dieser Anstalt die letzten zwei Jahrgänge absolviert. Diese letztere Darstellung dürfte wohl die richtige sein. Wenigstens erklärte auch Graf Albert Apponyi in den Wandelgängen des ungarischen Abgeordnetenhauses, er habe von der Reise nach Ungarn und den damit zusammenhängenden Plänen der Königin Zita weder direkt noch indtrekt Kenntnis und halte das Ganze für eine aus der Luft gegriffene Kombination. Ks Preußischer Landtag Sitzung vom 5. Mai. Das preußische Justizminister Dr. Schmidt zur Vertrauenskrise. Die zweite Lesung des Justizetats im Preußischen Landtag wurde heute von dem neuen preußischen Justizminister Dr. Schmidt durch eine großangelegte Programmrede eingeleitet, mit der er sich dem Hause vorNach einem Dank an seinen Amtsvorgänger Dr. Am Zehnhoff ging er gleich auf die Frage der Vertrauenskrise in der Justiz ein. Dabei gab der Minister zu, daß das Mißtrauen in unsere derzeitigen Justizverhältnisse leider noch in beachtlichem Umfange fortbestehe und daß es noch großer Anstrengungen bedürfen werde, um diesen Zustand endgültig zu beseitigen und das vielfach gesunkene, teilweise sogar geschwundene Vertrauen zu unserer Rechtspflege wieder herzustellen.(Sehr richtig! links.) sei aber auf diesem Gebiete in letzter Zeit keinesfalls schlechter geworden, und er habe die feste Zuversicht, daß es gelingen werde, dieser anserem ganzen Volksleben höchst abträglichen Erscheinung endgültig ein Ende zu bereiten. Unser Berufsrichtertum, dem er 25 Jahre zugehöre, und die ganze Justizbeamtenschaft sei in ihrer überwältigenden Mehrheit durchaus gesund, ehrlich, verfassungstreu und arbeitssam. Gegen unwürdige oder unfähige Beamte werde er mit allen zulässigen Mitteln vorgehen. An die Presse richtete der Minister die Bitte, uls Bundesgenosse Schulter an Schulter mit ihm den Kampf für die Justiz zu führen. Auch die Anwaltschaft müsse tatkräftige Mitarbeit bei Ueberwindung der Vertrauenskrise leisten. Der Minister wandte sich dann Einzelfragen zu und kündigte u. a. den weiteren Ausbau von Pressestellen bei der Justizverwaltung an. Ferner erwähnte er seine Anordnungen über eine höfliche Behandlung der Rechtssuchenden. Von 2,8 Millionen Aufwertungssachen seien bereits 2 504 000, also 89,43 Prozent, erledigt. Trotzdem sei aber die Belastung der Justizbehörden immer noch so ungewöhnlich stark, daß eine Verlängerung des Hilfsrichtergesetzes notwendig sei. Auf seine Anregung habe sich das Staatsministerium mit der Einführung der Oeffentlichkeit für Disziplinarverhandlungen richterlicher Art einverstanden erklärt. Der Minister bat um Verabschiedung der Vorlage über die Errichtung eines eigenen Oberlandesgerichts für Oberschlesien. Die sich mehrenden Angriffe auf Gerichtspersonen hätten die verstärkte Bewaffnung der Justizwachtmeister, insbesondere mit Gummiknüppeln, und die Ausbildung in der waffenlosen Kampfesweise„Jiu=Jitsu“ erforderlich gemacht. Entwürfe über die Ermäßigung der Gerichtskosten und der Gebühren würden demnächst dem Landtag zugehen. Besonderes Interesse wende er dem Strafvollzug zu. Im Gnadenwesen werde er die bewährte Praxis seines Amtsvorgängers fortsetzen. Das letzte Ziel aller Gerechtigkeit sei die Befriedung. Die allgemeine Aussprache eröffnete Abg. Heilmann(Soz.), der eine gewisse Besserung in der preußischen Justiz feststellte. Beim Reichsgericht ist leider das Gegenteil der Fall. Die Vertrauenskrise gegenüber der Justiz gründe sich auf die Tatsache, daß 99 Prozent der Richter den besitzenden Klassen entstammen und daß ihre Standesvorurteile sich in ihren Urteilen auswirken müßten. Nur zuverlässige, vertrauenstreue Männer gehörten in die Strafjustiz. Erfreulich sei, daß der Minister, der von den Sozialdemokraten mit vollem Vertrauen begrüßt werde, die bewährte Beamtenpolitik seines Vorgängers fortsetzen wolle. Abg. Dr. Deerberg(Dnatl.) erklärte, die Justiz könne ihrer Aufgabe nur voll gerecht werden, wenn sie von der richterlichen Berufsfreudigkeit erfüllt sei. Unerhört seien die ungerechtfertigten Vorwürfe gegen den Leiter der Schwurgerichts in Berlin, Marschner. Ebenso scharf kritisiert der Redner den Fall Jürgens. Trotz aller Beschwerden der Verteidigung sei der Haftbefehl ein volles Jahr aufrecht erhalten worden. Der Redner fragte den Minister, wie sich die neuerdings eingeführte Strafaussetzung bewährt habe und ob Preußen seine Justizhoheit behalten solle. Abg. Oppenhof(Ztr.) widerspricht der Behauptung des Abg. Heilmann, daß die Richter zu 99 Prozent den besitzenden Klassen entstammten. Bei der Auswahl der Geschworenen und Schöffen müsse man vorsichtiger vorgehen. Das Arbeitsgerichtsgesetz entspreche weder den Wünschen der Juristen noch denen der Arbeiter, die preußische Justizverwaltung müsse nun wenigstens die geeignetsten Richter ernennen. Abg. Eichhoff(D. Vp.) empfiehlt Umwandlung dauernder Hilfsarbeiterstellen in planmäßige Anwaltsstellen und begrüßt die Neubauten und Wiederinstandsetzung richterlicher Gebäude. Von der sogenannten Vertrauenskrise der Justiz solle man nicht so viel reden. Der Grundsatz der heutigen Ordnung, daß das Urteil als Gesamturteil von den gelehrten Richtern und den Laienrichtern gemeinsam gefunden werden muß, sollte erhalten bleiben. In der Aufwertungsrechtsprechung hätten die Richter eine große Leistung vollbracht. Man könne jedenfalls auf die preußische Rechtsprechung und Rechtspflege stolz sein. Eine Uebertragung der Justizverwaltung auf das Reich lehne die volksparteiliche Fraktion im Landtag ab. Abg. Dr. Grzimek(Dem.) führte das Mißtrauen der Bevölkerung gegen die Justiz auf die veralteten Arbeits= und Verhandlungsmethoden zurück. Hier müsse der Minister eingreifen. Der Redner macht zahlreiche Vorschläge zur Vereinfachung der Rechtspflege und sordert u. a. eine volkstümliche Ausdrucksweise in den Urteilen. Die alten Schwurgerichte müssen wieder eingeführt werden. Die preußische Justizverwaltung sollte sich das Verdienst erwerben, die Todesstrafe beseitigt zu haben. Die Verreichlichung der Justiz würde ein Schritt auf dem Wege zum deutschen Einheitsstaat sein. Abg. Dr. Körner(Völk.) erklärt, nachdem GrütteLehder seine Beschuldigungen gegen Wulle widerrufen habe, müsse sich der Justizminister gegenüber dem Abg. Wulle entschuldigen. Hierauf wird die Weiterberatung auf Freitag 12 Uhr vertagt. Sitzung vom 6. Mai. Die Kritik an der Justiz. In der heute fortgesetzten Beratung des Justizhaushalts ging Abg. Obuch(Komm.) in seiner Kritik besonders auf die Fememorde ein. Abg. Haase=Liegnitz (Wirtschp.) wies die Hetze gegen die Justiz zurück, erklärte aber, daß wegen der wirtschaftlichen Rechtsprechung eine Vertrauenskrise bestehe und ging dann auf das Aufwertungsproblem ein. Justizminister Dr. Schmidt wies die Behauptung des Abg. Heilmann als unrichtig zurück, daß 99 Prozent der Richter und Staatsanwälte aus den besitzenden Ständen hervorgingen. Da der Reichsrat sich für die Beibehaltung der Todesstrafe ausgesprochen habe, würde eine nochmalige Behandlung der Frage im preußischen Kabinett keinen Erfolg haben können. Da die schriftliche Begründung des Urteils im Prozeß gegen den Landgerichtsdirektor Jürgens noch nicht vorliege, könne er über diesen Fall augenblicklich noch nichts erklären. Unzutreffend sei die Annahme, daß der Oberstaatsanwalt Jordan zur Vertretung der Anklage vom Justizministerium„kommandiert“ worden sei und für die Hauptverhandlung besondere Instruktion erhalten habe. Der Minister erklärt, daß er als Chef der Justizverwaltung und auch als Mitglied der Zentrumsfraktion sich ganz entschieden gegen eine Verreichlichung des Justizwesens wehren müsse. Die Wiedereinführung der alten Senatsbesetzung mit fünf Richtern entspreche einem dringenden Wunsch der Justizverwaltung. Für 1927 seien bei den Schöffengerichten 26½ Prozent, bei den Strafkammern 23¼ Prozent und bei den Schwurgerichten 18 Prozent der ausgewählten Laienrichter dem Arbeiterstand entnommen worden. Die Arbeitervertreter in den Wahlausschüssen seien vielfach selbst gegen die Auswahl von Arbeitern für die Schwurgerichte gewesen. Der Entwurf zum neuen Strafgesetzbuch schaffe die Voraussetzunaen für eine Einschränkung der Zahl der Fälle, in denen nach den Prozeßordnungen Eide zu leisten sind. Unrichtig sei die Behauptung des Abg. Körner, daß im Mordprozeß Wilms die Angeklagten ihrem gesetzlichen Richter entzogen seien. Das Reichsgericht habe festgestellt, oaß gegen das Verhalten des Landgerichtsdirektors Marschner nicht die mindesten Bedenken zu erheben seien. Landgerichtsdirektor Weßlings Verhalten in Landsberg sei in einzelnen Punkten beanstandet worden. Der Justizminister habe jedoch in Uebereinstimmung mit dem Kammergerichtspräsidenten zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens keinen Anlaß gefunden. Nach einem Kampfruf des Abg. Bartels=Krefeld (Linkskomm.) gegen die Faschisten hob Abg. Kuttner (Soz.) die Verdienste der Presse und die Befreiung unschuldig Verfolgter hervor. Der Plauener Stresemannprozeß habe einen Sumpf des Spitzelwesens und der Aktendiebstähle sowie staatsanwaltschaftlicher Korruption bloßgelegt. Hier seien auch Beamte der preußischen Justiz in bedenklicher Weise verwickelt. Abg. Dr. Seelmann(Dnatl.) fragte, wie der Vorredner zu seinem Material gekommen sei. Da spiele doch auch das Spitzelwesen eine Rolle. Die Deutschnationalen seien niemals für Kußmann eingetreten. An dem Programm des neuen Justizministers sei vieles sympathisch. Abg. Dr. Wester(Ztr.) erklärte sich namens seiner Fraktion gegen die Verreichlichung der Justiz und ging dann auf das Disziplinarurteil gegen den Gefängnisarzt Dr. Thiele ein, das er zu unbefriedigend erklärte. „Abg. Frau Dr. Klausner(Dem.) setzte sich für menschliche Behandlung der Gefangenen ein. Nachdem dann noch der Kommunist Menzel=Halle schwere Angriffe gegen die Justiz gerichtet hatte, wurde die Weiterberatung auf morgen vertagt. Beutsches Die Stahlhelmführer beim Reichspräsidenten. Berlin, 6. Mai. Der Reichspräsident empfing gestern den Reichsaußenminister Dr. Stresemann zum Vortrag. Später empfing er die Vorstandsmitglieder des Auslandsinstitutes in Stuttgart, die ihm das erste Exemplar des von dem genannten Institut für Verdienste um das Auslandsdeutschtum geschaffenen Ringes überreichten, sowie vom Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, die beiden Bundesführer, Franz Seldte und Oberstleutnant a. D. Duesterberg, den Bundeskanzler, Generalmajor o. D. Czettritz, den Hauptschriftleiter Dr. Brauweiler und den Hauptmann a. D. Ausfeld, die dem Reichspräsidenten, der Ehrenmitglied des Bundes ist, das Treugelöbnis und die Grüße der Frontsoldaten überbrachten. Ein Aufruf an die Berliner Bevölkerung zum Stahlhelmtag. Der Berliner Polizeipräsident Zörgiebel richtet anläßlich des Stablhelmtages an die Berliner Bevölkerung einen längeren Aufruf, in dem es zum Schlusse heißt: An die Bevölkerung Berlins, soweit sie nicht an der Kundgebung des Stahlhelms beteiligt ist, richte ich, um der Polizei ihre schwere Arbeit zu erleichtern und um Zwischenfälle unter allen Umständen zu vermeiden, die dringende Bitte, der Demonstration fern zu bleiben. Alle ordnungsliebenden Bürger müssen mithelfen, daß der 7. und 8. Mai ruhig verlaufen, und daß Berlin vor dem Rufe bewahrt bleibt, eine Stätte von Ausschreitungen u. politischen Zusammenstößen zu sein. General Freiherr v. Gayl f. Stolp i. Pomm., 6. Mai. Dieser Tage starb hier nach kurzem Krankenlager der General a. D. Exzellenz Georg Freiherr v. Gayl, Ritter des Pour le mérite, im Alter von 78 Jahren. Freiherr v. Gayl bereiste von 1909 bis 1913 als Vizepräsident der Deutschen Kolonial=Gesellschaft die deutschen Kolonien. Kreuzer„Emden“ lotet die größte bisher bekannte Meerestiese. Berlin, 6. Mai. Die Marineleitung teilt mit: Auf dem Wege von Macassar(Celebes) nach Nagasaki hat Kreuzer„Emden“, wie er soeben funkentelegraphisch meldet, bei Nachprüfung des Planettiefs eine Tiefe von 10 430 Meter gelotet. Er hat damit die größte bisher bekannte Meerestiefe entdeckt. Bisher galt als größte Tiefe der Weltmeere eine Stelle im Planettief von 9788 Meter. Kunst und Wissenschaft. Geheimrat Adolf Miethe F. Die deutsche Wissenschaft hat einen schweren Verlust erlitten. Der ordentliche Professor an der Technischen Hochschule in Berlin, Geheimrat Dr. Adolf Miethe, ist nach einer kleinen Operation, der er sich unterziehen mußte, plötzlich u. unerwartet aus dem Leben geschieden. Adolf Miethe, der erst vor wenigen Wochen seinen 65. Geburtstag feiern konnte, wurde am 25. April 1862 in Polsdam geboren. Er wandte sich auf den Universitäten Berlin und Göttingen dem Studium der Physik, Astronomie und Mathematik zu. Während seiner Studienzeit in Berlin war er längere Zeit im Recheninstitut der dortigen Sternwarte tätig und arbeitete besonders über die Verwendbarkeit photographischer Aufnahmen zu astronomischen Zwecken. In Göttingen schloß er seine Studien ab und promovierte hier 1889 zum Dr. phil. 1899 erfolgte seine Berufung als ordentlicher Professor der Photochemie und Spektralanalyse und Vorstand des photochemischen Laboratoriums an die Technische Hochschule in Berlin. Seine Arbeiten auf dem Gebiete der Photochemie gelten als maßgebend. Es gelangen ihm auf dem Gebiete der Farbenphotographie Verbesserungen der farbenempfindlichen Platten(1902 die Aethylrotplatte), wodurch die Möglichkeit, farbengetreue Aufnahmen nach der Natur herzustellen, erheblich gefördert wurde. Ein großer Teil seiner Werke hat sich den Namen von Lehrbüchern ersten Ranges in der Fachliteratur erworben. Miethe hat sich bereits weit über die Grenzen Deutschlands einen Namen gemacht, als es ihm, zusammen mit seinem Assistenten Dr. Stammreich, gelang, im Juli 1924 auf chemischem Wege, d. h. durch Zertrümmerung von Quecksilberatomen, künstlich Gold zu erzeugen. * Dr. Franziska Tiburtius. f. Dr. Franziska Tiburkius, Deutschlands erste Aerztin, ist in der Frauenklinik weiblicher Aerzte in Berlin, zu der sie einst den Grundstein legte, 84 Jahre alt, plötzlich verschieden. Blatt zu Nr. 54 Nus aller Welt Betrugsversuch mit einer gesälschten Unterschrift des Reichspräsidenten. Ein großer Betrugsversuch ist durch die Aufmerksamkeit des Reichswehrministeriums glücklicherweise vereitelt worden. Der unlängst festgenommene, vielfach vorbestrafte„Kaufmann“ Max Levkowsky zeigte im obengenannten Ministerium ein Schreiben vor, in dem ein deutscher Botschafter das Ministerium anwies, dem Ueberbringer für verschiedene wichtige Dokumente den Betrag von 75000 Mark auszuzahlen. Das Schreiben trug einen Vermerk von Hindenburgs Hand und dessen Unterschrift. Außerdem trug das Schreiben den Stempel des Bureaus des Reichspräsidenten. Dem Ministerium kam die Sache indes verdächtig vor, und die Auszahlung unterblieb. Das Schreiben, der Vermerk, Unterschrift und Stempel waren gefälscht. Eine Pulverfabrik in die Luft geflogen. Nach einer aus Havanna eingetroffenen Meldung hat sich in der Pulverfabrik von Las Begas eine schwere Explosion zugetragen. 14 Arbeiter fanden dabei den Tod, 100 wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Die Verwüstungen im Mississippi=Gebiet. 250 000 Heimatlose.— 15000 Quadratmeilen unter Wasser. Die Wassermassen des Mississippi bewegen sich auf die fruchtbarsten, Baumwolle, Zucker und Reis erzeugenden Gebiete des Staates und auf die Hauptstadt zu. Das nordöstlich Louisiana ist in einer Arsdehnung von annähernd 4000 Quadratmeilen nahezu zerstört. Der Strom hat die Dämme an zwei weiteren Stellen zwischen Bicksburg und Natchez durchbrochen. Ein neues Heer von Flüchtlingen hat sich in Bewegung gesetzt, wodurch die Zahl der Heimatlosen auf 250000 steigt. Die schlammigen Gewässer bedecken jetzt nahezu schon 15 000 Quadratmeilen in Louisiana, Arkansas und Mississippi. Bild der Verwüstung ist furchtbar. Auf einer Strecke von Hunderten von Meilen in Arkansas und Louisiana längs des Mississippi sind nur einige Plätze nicht vom Wasser bedeckt. Der Mississippi fließt gleichsam durch einen großen See. Bei Bicksburg beträgt die Tiese des Flusses bis zu 18 Metern. * — Ein schweres Hagelunwetter hat die Umgegend von Koburg heimgesucht. Die Hagelkörner waren von Nußgröße und fielen in solchen Massen, daß in kurzer Zeit der Erdboden 20 Zentimeter hoch von ihnen bedeckt war. Der hierauf einsetzende wolkenbruchartige Regen richtete im Bezirk Oespau großen Schaden an. Die Baumblüte ist hier völlig vernichtet und die Frühjahrspflanzungen den Zerstörungen anheimgefallen. Die Höhe des Schadens läßt sich auch noch nicht annähernd feststellen. — Vor der Eröffnung des Großkraftwerkes Rummeisburg. Das Großkaftwerk Rummelsturg bei Berlin, dessen Herstellung bisher einen Kostenaufwand von über 80 Millionen erfordert hat, ist jetzt fertiggestellt und soll in den nächsten Tagen mit einer größeren Feier eröffnet werden. Zum Teil ist das Werk schon in Betrieb genommen worden. — Ein Gaunerstückchen. In der Familie eines Fabrikbesitzers in Berlin hatte sich unlängst eine junge Verwandte aus der Provinz zu Besuch angemeldet. Der Onkel begab sich zur verabredeten Zeit nach dem Bahnhof, um die junge achtzehnjährige Nichte, die er allerdings seit langem nicht gesehen hatte, in Empfang zu nehmen. Er brachte sie, die in Begleitung eines jungen Mannes sich befand, nach Hause, wo die beiden Gäste aufs freundlichste aufgenommen wurden. Bald entspann sich zwischen der Nichte und dem Sohne des Hauses eine aufrichtige Neigung, die schließlich zur Verlobung führte. Nach einigen Tagen erschien indes plötzlich eine junge Dame, die sich als die Nichte des Herrn vorstellte und nicht wenig erstaunt war, schon eine Nichte vorzufinden. Es stellte sich nunmehr heraus, daß die zuerst empfangene Dame gar keine Nichte des Fabrikbesitzers war. Die beiden Gäste waren ein stellungsloses Ehepaar, das auf dem Bahnhofe, als der Onkel in der jungen Dame seine = Nichte zu erkennen glaubte, alles stillschweigend hinnahm und froh war, Unterkunft und Gastfreundschaft zu finden. — Auf Schneeschuhen in den Tod. Bei Salzburg unternahmen vor einigen Tagen eine Anzahl Sportler eine Skitour auf den Hochkönig. Hierbei ist eine 25 jährige Advokaturbeamtin tödlich verunglückt. Sie fuhr bei der Abfahrt auf einem Steilabhang mit großer Wucht gegen einen Felsblock, daß sie sich einen Bruch der Wirbelsäule zuzog und auf dem Transport ins Krankenhaus starb. — Mit dem Flugzeug in die Zuschauermenge. polnisches Heeresflugzeug, das zu Propagandazwecken von Thorn nach Rypin flog, stieß beim Landen an einen Zaun und fuhr in die zuschauende Menge hinein. Dabei wurden sieben Personen verletzt; eine schwer. Das Flugzeug wurde stark beschädigt. — Steuer auf Bubenköpfe. Das griechische Finanz= ministerium will eine neue Verfügung erlassen, nach für das Schneiden des Bubenkopfes eine Steuer erhoben werden soll. Die Steuer muß gegen eine Quittung beim Friseur hinterlegt werden. Die meisten Frauen in den kleinen griechischen Städten und Dörfern, die noch langes Haar tragen, betrachten den Bubenkopf als Luxus.— Mütter, seid ihr im Zweisel, was eurem Kinde am besten bekommt, dann versucht es ruhig mit „Emmerlings=Kindernährzwieback“, ges. gesch. unter dem Wortzeichen„Emmerlinge". Derselbe ist äußerst nahrhaft, wohlschmeckend und dabei auch noch außerordentlich billig. Schon in Packungen zu 10 und 30 Pfg. in allen einschlägigen Geschäften erhältlich.(Siehe heutiges Inserat.) Die neue Hauszinssteuerregelung 00 K. 4. T4rt. „Das Grundeigentum“, das Organ des Preußischen Landesverbandes der Haus= und Grundbesitzervereine schreibt: Infolge der späten Beratungen in den Parlamenten ist der Zustand eingetreten, daß das Abänderungsgesetz nicht einmal bis zu dem Tage verössentlicht war, an dem die erste Zahlung nach dem Gesetz geleistet werden mußte. Es soll vicht Aufgabe dieser Zeilen sein, berechtigte Kritik an der Art unserer heutigen Gesetzesmacherei zu üben. Soweit eine höhere Steuer von dem Eigentümer entrichtet werden muß, werden von den nichtgezahlten Mehrbeträgen Verzugszinsen bis zum 15. 5. 1927 nicht erhoben. Der für den Monat April zu entrichtende Mehrbetrag an Steuer ist also mit der nächsten Rate am 15. 5. 1927 abzuführen. Die neue Hauszinssteuerregelung ist von parkamentarischen Vertretern als eine Veredelung der bisherigen Steuer hingestellt worden. Wie es damit steht, erhellt daraus, daß für einen Teil des Grundbesitzes die seitherige Steuerhöhe geblieben und für den anderen Teil die Steuer erhöht worden ist. In Wahrheit besteht die Veredelung darin, daß die früher mit dem Höchstsatz zur Steuer herangezogenen Grundstücke nicht samt und sonders an der Steuererhöhung teilnehmen, sondern durch Verschiebung der Belastungsgrenze auf 60 Prozent verschieden hoch zu dem Mehrertrag herangezogen sind. Aus dem neuen Gesetz und den dazu ergangenen, allerdings noch nicht veröffentlichten Durchführungsbestimmungen sei im nachfolgenden das Wesentliche wiedergegeben. Höhe der Steuer. Die Steuer beträgt vom 1. 4. 1927 ab 1200 v. H. der vorläufigen Steuer vom Grundvermögen, d. h. das Zwölffache der Grundvermögensteuer. In dieser Höhe ist die Steuer von den über 60 Prozent belasteten Grundstücken zu entrichten. Bei den geringer belasteten Grundstücken tritt auf Antrag eine Ermäßigung der Steuer ein, die nachfolgend besprochen wird: Anträge wegen geringer Belastung. Bei den bis 40 v. H. des Friedenswerts am 31. 12. 1918 belasteten Grundstücken tritt keine Aenderung ein. Die Steuer bleibt bezw. wird, wie bisher, auf Antrag derart herabgesetzt, daß für unbelastete Grundstücke 375 v.., für bis zu 10 v. H. des Friedenswerts belasteie Grundstücke 500 v.., für bis zu 20 v. H. des Friedenswerts belastete Grundstücke 625 v.., für bis zu 30 v. H. des Friedenswertes belastete Grundstücke 750 v. H. u. für bis zu 40 v. H. des Friedenswerts belastete Grundstücke 875 v. H. der Grundvermögenssteuer zu zahlen ist. Soweit auf Grund der Belastungsverhältnisse bis 40 v. H. des Friedenswertes ein Antrag gestellt und die Steuer auf einen der angegebenen Sätze ermäßigt worden ist, braucht kein neuer Antrag gestellt zu werden, da die gestellten Anträge und die darauf ergangenen Entscheidungen rechtswirksam sind. Anders, wenn hier trotz der gegebenen Voraussetzung der geringen Belastung am Stichtage bis jetzt noch kein Antrag gestellt worden ist. Im letzteren Falle muß unverzüglich die Ermäßigung der Steuer beantragt, werden(vergleiche den. Schluß). Das hohe Lied der Minne. Ein deutscher Liebesroman von Leontine von Winterfeld (Nachdruck verboten.) Jür die Aber 40 v. H. beldseten Grundstücke gilt solgende Neuerung: Eigentümer von Gründstücken, die bis zu 45 v. H. des Friedenswerts bolastet- sind, zahlen auf Autrag den bisherigen Steuersatz von 1000 v.., also das Zehnfache der Grundvermögensteuer, weiter. Alle höher belasteten Grundstücke nehmen an der Steigerung der Steuer auf 1200 v. H. der Grundvermögensteuer teil, und zwar derart, daß bei einer Belastung bis zu 50 v. H. des Friedenswerts 1050 v.., bei einer Belastung bis zu 55 v. H. 1100 v. H. und bei einer Belastung bis zu 60 v. H. 1150 v. H. der Grundvermögensteuer zu entrichten sind. Sind also Grundstücke mit 60 v. H. und weniger belastet, dann muß ein entsprechender Minderungsontrag beim Katasteramt gestellt werden. Bei den über 60 v. H. belasteten Grundstücken beträgt die Steuer das Zwölffache der Grundvermögensteuer. Die Steuer erhöht sich also zunächst ganz allgemein für die Grundstücke, die bisher mit 1000 v. H. der Grundvermögensteuer veranlagt waren um ein Fünftel des bisher gezahlten Betrags. Auf Antrag tritt dann, soweit solche Grundstücke bis zu 60 v. H. belastet sind, je nach der Höhe der Belastung im einzelnen Falle eine entsprechende Herabsetzung der Steuer ein. Eigenwohnungen und eigengenutzte gewerbliche Räume. In einem neuen Paragr. 4a trifft das Gesetz eine Sonderregelung für die Wohnung des Eigentümers sowie für die von ihm selbst genutzten gewerblichen Räume. Es handelt sich hier um eine geringfügige Teilverwirklichung der seit Jahren bei jeder Gelegenheit erhobenen Forderung der Organisation auf Freistellung dieser Räume von der Steuer. Soweit Grundstücke nach der neuen Steuerregelung mit einem höheren Satze als 1000 v. H. der Grundvermögensteuer veranlagt sind, das sind diejenigen Grundstücke, die über 45 v. H. des Friedenswerts belastet sind, wird die auf die betreffenden Räume im Verhältnis der Friedensmiete entfallende Steuer auf 1000 v. H. der Grundvermögensteuer herabgesetzt. Von dem Eigentümer muß hier ein entsprechender Antrag gestellt werden. Für Dienst= und Werkwohnungen, so auch für die Hauswartwohnung, soll die Erleichterung nicht in Betracht kommen. Die Bestimmung stellt auf die Wohnung im eigenen Hause ab, so daß diejenigen Eigentümer zweifellos ungerecht behandelt werden, die infolge der Zwangswirtschaft bisher keine Wohnung in ihrem Hause erlangen konnten. Recht und Billigkeit erfordern aber, daß die Bestimmung auch auf diese Eigentümer ausgedehnt wird. Die Organisation wird wegen Abstellung dieser Härte die erforderlichen Schritte in die Wege leiten. Einfamilienhäuser. Bezüglich der Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von nicht mehr als 90.=Mtr. ist die Freistellung von der Steuer wie bisher beibehalten, wenn die Belastung nicht mehr als 20 v. H. des Friedenswerts am 1. 7. 1918 ausmacht. Dagegen ist die Bestimmung über die Ermäßigung der Steuer bei höher belasteten Einfamilienhäusern weitgehender als bisher geregelt worden. Während die Steuer bisher um 250 v. H. der Grundvermögensteuer ermäßigt worden ist, wird sie auf Antrag jetzt je nach der Höhe der Belastung auf einen bestimmten ermäßigten Steuersatz festgesetzt. Die Steuer beträgt 500 v. H. der Grundvermögensteuer, wenn das Einfamilienhaus am 1. 7. 1918 bis zu einem Goldmarkbetrage von 30 v. H. des Friedenswerts belastet war. Spitzgiebelig und eng aneinandergeschmiegt standen die alten Häuser in Reih und Glied um den großen, breiten Marktplatz herum. Sie hatten sast alle die schweren, eichengeschnitzten Haustüren mit den blank gescheuerten Messingklopfern, die in der Sonne glänzten wie pures Gold. Und die schnurgeraden Fensterreihen darüber mit den kleinen, bleigefaßten Butzenscheiben, spiegelten auch wie helle, winkendeAugen das liebe Sonnenlicht wider, daß es um die Morgen= und Abendstunde ein seltsam schönes, feuerfarbenes Glühen rings um den verträumten Marktplatz gab. Gerade gegenüber dem gewichtigen Rathaus mit seinem breiten Laubengang, den schwere Steinsäulen gestützt, lag auf der anderen Seite des großen Marktplatzes das stattliche Haus des Bürgermeisters Erich Grantner. Breite Steinstufen führten zur Haustür empor, über der in bunter, verschnörkelter Schrift zwischen gemalten Rosenguirlanden und Engelsköpfchen der alte deutsche Hausspruch leuchtete: Schweig, meid, leid und vertrag, Deine Not allein Gotte klag. An Gott ja nicht verzag— Seine Hilf kommt alle Tag.— Das Schönste am Grantnerhause war aber der hölzerne Laubengang hinten nach der Gartenseite zu. Um den lief eine holzgeschnitzte Galerie, auf der in sauberen Töpfen allerlei bunte Blumen blühten und mit ihrem Gerank das Holzwerk schier verdeckten: feuerrote Geranien und blaue Campanula, duftender Goldlack, weißgelbe Margaretenblumen. Hier oben hinter ihrem Blumengarten sah man wohl alle Tage die dunkelhaarige Edula Grantner sitzen, des gestrengen Herrn Bürgermeisters einzige Tochter. Sie hatte einen schönen, stillen Blick von hier oben und liebte diesen Sitzplatz über dem Laubengang darum ganz besonders. Ueber ihre Blumen hinweg sah sie in den langen, schmalen Garten, wo schnurgerade, buchsbaumgefaßte Wege die sauberen Gemüsebeete einfriedigten und ehrliche uralte Apfelbäume im Hintergrund ihre Zweige wölbten und sich in dem kleinen Flüßchen spiegelten, das jenseits der Hecke zwischen Buschwerk und grünen Wiesen dahinträumte. Ganz in der Ferne sah man Wälder und blaue Berge schimmern, die das Städtchen wie mit einem Kranz umgaben. Es war am Spätnachmittag eines stillen, klaren Junitages. Goldenes Sonnenlicht fiel schräg durch die Baumzweige auf Rasen und Beete des Gärtchens. Schwalben schossen schrill jauchzend durch die goldklare Luft oder atzten ihre zirpenden Jungen oben unterm Dachsirst. Edula Grantner schien all die Schönheit um sie her gar nicht zu sehen. Sie saß tief gebeugt über ihre Näharbeit und die Nadel flog unermüdlich durch das weiße Linnen. Süß duftete der Goldlack vor ihr auf der Galerie, und verträumt zwitscherten die jungen Schwälblein über ihr in den Nestern. Edula Grantner hatte ein seines Profil, und die dunklen Zöpfe, die schwer über dem schlichten Hauskleide niedersielen, umrahmten die weiße Haut wie Ebenholz. Sie hatte den feinen schmalen Mund ein wenig eng zusammengepreßt beimArbeiten, das gab ihrem ganzen Gesicht etwas Kühles und Herbes. Die Augenlider waren gesenkt, daß man nur die Wimpern sah, die dicht und dunkel waren wie die feingewölbten Brauen. Die hölzerne Treppe vom Garten herauf kam ein schwerer, hastiger Schritt geknarrt. Und auf die Galerie trat keuchend ein altes, behäbiges Weiblein mit weißer knatternder Haube und großer sauberer Schürze. Sie schlug die Hände zusammen und stemmte sie dann in die Seiten. „Aber, Jungfrau Edula. Hier sitzt ihr in aller Weltabgeschiedenheit und achtet der Dinge nimmer, die draußen im Städtlein vor sich gehen. Ei, wie sie mit bunten Fähnlein und Blumenguirlanden die Gassen und den Marktplatz schmücken. Wenn die Glocken von der Klosterkirche läuten, soll der Herzog seinen Einzug halten. Es soll fürstlich hergehen heut abend beim Bankett im Rathause.“ Edula Grantner hatte ruhig weiter genäht, ohne auch nur einmal die Augen zu heben. Jetzt netzte sie den neuen Faden mit den Lippen und suchte ihn einzufädeln. „Wollet Euch ein wenig auf die Bank setzen, Base Schröpflin. Ihr seid ja ganz außer Atem.“ Die grauhaarige Alte sank pustend auf die weiße Birkenbank. Sonne steht schon tief, Jungfrau Edula. Müßt Ihr Euch nicht umkleiden zum Bankett? Euer festliches Gewand hätte ich gern bewundert. Drum kam ich eigentlich her.“ Jetzt zog etwas wie ein Lächeln über Edula Grantners ernstes Gesicht. „Ihr sollt es sehen, Base Schröpflin. Es ist wohl bald Zeit zum Ankleiden. Ich warte nur auf den Vater.“ Die Base glättete ihre steife Schürze mit den runzligen Händen. „Wo man vom Wolf spricht," lächelte sie und blinzelte verstohlen, ohne den Satz zu vollenden. Vom Hause her durch eine schmalen Gartentür trat zu den beiden Frauen auf den Altan der Bürgermeister Eiring Grantner. Er war ein großer, hagerer Mann mit dem scharfen, harten Gesicht eines hungrigen Raubvogels. Sein dunkler, pelzverbrämter Hausrock hing in schweren Falten um die langen, knochigen Glieder. Ein dünner, schneeweißer Bart reichte fast bis zum ledernen Leibgurt. Die kleinen dunklen Augen hatten etwas Stechendes—— fast Lauerndes. Er ging unruhig hin und her auf dem Altan, die Hände auf dem Rücken. „Nichts wie Aerger und Aufregung hat man von diesem unguten Narrenfest. Die Bürger machen einen Lärm um den jungen Herzog, als käme der deutsche Kaiser selber geritten. Daß du dich schön machst zum Bankett, Edula. Denn ich will Ehre einlegen mit dir. Der Josef Hainzinger hat schon die ersten Rosen hergeschickt aus seinem Garten, daß du dich damit schmücken sollst.“ Edula hatte ihren Nähkram zusammengepackt und stand jetzt langsam auf. Sie hatte eine große und stattliche Gestalt und trug den Kopf wie eine Königin. Bei den letzten Worten des Vaters zog sich ihre weiße Stirn in Falten. „Was geht es den Josef Hainzinger an, was ich für Blumen trage zum Fest? Die Rosen hätte er daheim lassen sollen in seinem Garten. Ich nehme sie nimmer.“ Bei einer Belastung bis zu 49 v. H. dös Fbiedenswense beträgt sie 625 v. H. der Grundvormögen#euer und## einer Belastung über 40 v. H. des Friedenswerts 750 v. H. der Grundvermögensteuer. In der gesetzlichen Bestimmung des Paragr. 5 Abs. 2 ist eine Ergänzung insofern eingetreten, als die Freistellung oder Ermäßigung hier auch dann gewährt wird, wenn einzelne Räume vom Eigentümer für seine gewerblichen Zwecke genutzt werden. Nach einem Erlaß waren die Steuerbehörden bisher bereits angewiesen, für solche Einfamikienhäuser die Freistellung bezw. Ermäßigung zu bewilligen. Es empfiehlt sich natürlich, trotzdem diese Antragsmöglichkeit im Einzelfalle nachzuprüfen. Anrechnung der Zinsen aus Hypothekendarlehen für Reparaturzwecke. Die seit langem von der Organisation mit allem Nachdruck erhobene Forderung, daß die Zinsen für Hypotheken zum Zwecke der Instandsetzung des Altwohnraums auf die Hauszinssteuer in Anrechnung zu bringen sind, ist endlich Gesetz geworden. In einem neuen Absatz ha des Paragr. 9 wird bestimmt, daß die Steuer um den Betrag zu ermäßigen ist, den der Eigentümer als Verzinsung und Tilgung für den Betrag aufwendet, den er als Hypotheken für notwendig gewordene Reparaturen(Reparaturhypotheken) ausgenommen hat. Nach den Ausführungsbestimmungen gilt bezüglich der Anwendung dieser Bestimmung folgendes: Soweit der Steuerpflichtige aus einer Hypothek, die er auf dem freien Kapitalmarkt seit dem 1. 4. 1927 ausgenommen hat, Zinsen entrichten muß und er das aufgenommene Darlehn nachweislich für notwendig gewordene große Instandsetzungsarbeiten verwendet hat, kann er einen Antrag auf Niederschlagung der Steuer um einen bestimmten Betrag stellen. In Betracht kommen demnach erst die seit dem 1. 4. 1927 zur Ausführung großer Instandsetzungsarbeiten ausgenommenen Hypotheken. Was unter großen Instandsetzungsarbeiten zu verstehen ist, regelt Paragr. 5 des Reichsmietengesetzes. Es gehören hierher die vollständige Erneuerung der Dachrinnen und Ableitungsrohre, das Umdecken des Daches, der Abputz oder Anstrich des Hauses im Aeußeren, der neue Anstrich des ganzen Treppenhauses im Innern, die Erneuerung der Heizanlage bei Sammelheizung und Warmwasserversorgung. Die laufenden Instandsetzungsarbeiten, darunter insbesondere die Schönheitsreparaturen, scheiden aus. Die Kosten für die laufenden Instandsetzungsarbeiten müssen aus der Miete bestritten werden. Die Zins= und Tilgungsbeträge für die Reparaturhypotheken werden nicht in vollem Umfange auf die Steuer angerechnet. Diese Beträge sind zunächst aus der Miete zu entrichten, und zwar sind hierfür 6 v. H. der Friedensmiete in Ansatz gebracht. Soweit dieser in der Miete enthaltene Betrag für die Verzinsung und Tilgung des Hypothekendarlehns nicht ausreicht, wird ein entsprechender Betrag der Steuer niedergeschlagen. Die Grenze für die Höhe der Zins= und Tilgungssätze bilden die ortsüblichen Sätze für Amortisationshypothe= ken; diese dürfen also nicht überschritten werden. Wer einen solchen Antrag stellt, hat die Aufnahme der Hopothek durch einen Grundbuchauszug, die Verwendung des Hypothekendarlehns für große Instandsetzungsarbeiten, z. B. durch dt Abschlußrechnungen der Handwerker, nachzuweisen. Beträgt die Reparaturhypothek mehr als 3000 Reichsmark, dann ist der Nachweis über die VerSie warf den Kopf in den Nacken und wollte an den Alten vorüber aus der Tür. Der vertrat ihr den Weg und zwang sie so, stehenzubleiben. „Ei, Edula, mein Töchterchen, warum solch böses Gesicht? Du weißt wohl, daß ich viel halte von dem Josef Hainzinger. Und mein einziges Kind soll freundlich mit ihm sein, weil ich es so will.“ Edula zuckte die Achseln. „Und warum wollt Ihr es, Herr Vater? Meint Ihr, ich wüßte nicht, daß es nur die reichen Aecker und Weinberge sind, die Euch so wohlgefallen? Und das große Kaufhaus in Nürnberg und die schweren Beutel Goldes?“ Der Alte rieb sich die knöchernen Hände, und ein wohlgefälliges Lächeln ging über sein mageres Gesicht. „Und ist dir das alles noch nicht genug, mein stolzes Kind? Willst du noch höher hinaus mit deinem eigenwilligen Köpfchen? Es soll wohl gar ein Fürst oder Herzog sein, dem Edula Grantner einst die Rechte reicht?“ Er lachte spöttisch auf und gab ihr den Weg frei. Sie sah an ihm vorüber in den gründämmrigen Garten im Abendgold. In ihren dunklen Augen lag eine stille Trauer. „Es ist nimmer so, wie Ihr sagt, Herr Vater. Es braucht kein Fürst zu sein und kein Herzog. Nur ein Mann muß es sein, zu dem ich aufschauen kann mit Liebe und Achtung. Ihr wißt selber, was die Leute reden über Josef Hainzinger. Daß er den Wein und die Frauen mehr liebt, als gut und recht ist. Nun Ihr mir das gesagt habt von den Rosen, käm ich am liebsten nimmer zu dem Fest.“ Eiring Grantner stampfte mit dem Fuß auf die Erde. „Schwatz nicht so törichtes Zeug, Kind. Wo du dem Herzog den Ehrentrunk kredenzen sollst vor der Rathaustreppe. Diewcil du meine Tochter bist, und erste Jungfrau der Stadt. Es wird die andern bosen, die mir das Amt des Bürgermeisters neiden schon seit lange.“ Und er rieb sich schmunzelnd die knöchernen Hände. Langsam ging Edula in die Tür, das stolze, dunkle Haupt ein wenig gebeugt. Es war kein rechtes Verstehen zwischen ihr und dem Vater. Darunter litt sie schon seit langem. Rathaussaal standen die Fenster weit geöffnet. Die Fackeln lohten und sandten ihren Qualm hinaus in die linde Juninacht. Vor dem Thronsessel des jungen Herzogs traten die Paare zum Reigen an. Aber Herzog Heinrichs Augen blitzten vor Jugendlust und Uebermut. „Was soll ich hier auf den purpurnen Samtpolstern sitzen wie ein müder Greis, indes die schönsten Frauen und Mägdlein Gebweilers antreten zum Reigen und die Fiedeln locken in der linden Juninacht.“ Und er schob die Goldkette zurecht, die breit über seinem blausamtnen Festgewand hing, und stieg die purpurbelegten Stufen zum Saal hinab. Sekundenlang flogen seine blauen Augen über das Festgewoge im Fackelschein. Dann trat er auf Edula Grantner zu, des Bürgermeisters gertenschlanke Tochter. Ritterlich neigte er sich vor ihr, die Hand am edelsteinbesetzten Knauf seines Schwertes. Blicke flogen hin und her durch den Saal. Man steckte die Köpfe zusammen und tuschelte. So etwas war noch nie dades Darkolus z. W. burch die Bescheinigurng enes vöreidigten Beizlochvorständigen, eines Pausamts#### der Sporlaßse zu führen. Abschkußrechnung bezw. Ar. scheinigung sollen folgenden Vermerk des Ausstelers enshalten:„Mir ist bekannt, daß die Abschlußrechnung#### chetnigung) die Unterkage für einen Antrag auf Niederschlugung der Hauszinssteuer bilden soll und falsche Agaben strafbar sind.“ Diese Anträge, die jederzeit gestel werden können, sind an das Katasteramt zu richten. Die Anrechnung der Beträge auf die Steuer soll mit Wirkung vom 1. dieses Monats erfolgen, in dem der Antrag gestellt ist. Antragsfristen und Rückwirkung der Anträge. Die im vorstehenden besprochenen Anträge hinsichtlich geringerer als 60 prozentiger Belastung des Grundstücks, einer Belastung von 20 bis 40 v. H. des Einfamilienhauses und der Eigenwohnungen bezw eigengenutzten gewerblichen Räume in Grundstücken mit höherer als 40 prozentiger Belastung können bis zum 1. Oktober 1927 gestellt werden. Es empfiehlt sich, daß jeder Eigentümer die Verhältnisse seines Grundstücks an Hand der Gesetzesvorschriften sofort prüft und, falls die Voraussetzungen für einen Ermäßigungsantrag gegeben sind, diesen beim Katasteramt baldmöglichst stellt. Was die Anträge anlangt, die auf Grund der Hauszinssteuerverordnung vom 2. 7. 1926 hätten gestellt werden können, so ist zu bemerken, daß eine Verlängerung der Fristen auf den 1. 7. 1927 verordnet ist. Es können also auch weiterhin die im Gesetz gegebenen, unverändert gebliebenen Steuererleichterungen, wie Berechnung der Steuer von der 4 prozentigen Miete bei geringerer als 6 prozentiger Verzinsung des Grundstücks, Berechnung der Steuer vom Gebäudesteuernutzungswert bei gewerblichen Räumen usw., beansprucht werden. Von Wichtigkeit aber ist bei dieser Fristverlängerung, daß es der Organisation gelungen ist, zu erreichen, daß alle diese Anträge, soweit die Stellung bisher versäumt worden ist, vom 1. 7. 1926 ab wirken. Die einfache Verlängerung der Fristen, wie sie von anderer Seite gefordert worden ist, hätte nicht bedeutet, daß eine Anrechnung der im abgelaufenen Rechnungsjahre zuviel gezahlten Steuern auf die zukünftigen Steuerzahlungen erfolgt wäre. Jedem Eigentümer, der es versäumt hat, z. B. einen Antrag wegen geringerer als 40 prozentiger Belastung des Grundstücks zu stellen, ist dringend anzuraten, es sofort zu tun. Wir verweisen hierbei auf die unlängst besprochenen zahlreichen Zweifelsfälle, deren Klarstellung zur Beseitigung verschiedener Härten des Gesetzes geführt hat. Die näheren Einzelheiten sind auf Seite 394 unserer Zeitschrift dargelegt. Vor allem sind die dort angeführten Fälle genau nachzuprüfen, damit entsprechende Minderungsanträge rechtzeitig gestellt werden können. Die Anträge sind an den Vorsitzenden des zuständigen Grundsteuerausschusses(Katasteramt) spätestens bis zum 30. 6. 1927 zu richten. Gachel Gals HAFERPLOCKEN Für Ihre Familie. gewesen, so lon##e das Städtlein stand. Ein Herzogssohn mit einer Fürgerstochter. Eiring Grantner rieb sich die Hände im Hintergrund. Er schmunzelte über das ganze hagere Gesicht. Ei, das war gut für seine Macht und sein Ansehen in der Stadt. Das konnte er just brauchen. Denn er hatte manchen Feind im Rat und unter den Gilden, um seines Starrsinnes und Hochmutes willen. Heute war der stolzeste Tag seines Lebens. Sein Kind ging Hand in Hand mit Herzog Heinrich. Lauter schmetterten die Fanfarenklänge durch den Saal. Sie hatten sich zierlich an den Fingerspitzen gefaßt und schritten langsam und gemessen unter den duftenden Tannenguirlanden, die die rauchgeschwärzten Deckenbalken und die getäfelten Wände schmückten. Paar folgte auf Paar, es war ein langer, bunter Zug. Aber die den Reigen anführten, waren die Schönsten von allen. Edula Grantners Festkleid war aus glatter, schneeweißer Seide. Das floß in großen, weichen Falten an ihrer schlanken Gestalt hernieder. Ihre schwarzen Haare waren aufgelöst und lagen wie ein seidiger Mantel über Schultern und Rücken. Ein Goldnetz hielt sie oben auf dem Haupte und über der Stirn zusammen. Ihr sonst so weißes Gesicht war sanft gerötet vom Widerschein der Fackeln und von der Wärme im Saal. Sie hatte ihr Haupt ein wenig gebeugt und sah weder rechts noch links. Die roten Rosen an ihrer Brust, die Josef Hainzinger ihr geschickt, und die sie auf Befehl ihres Vaters hatte anlegen müssen, hingen welk ihre Köpfe über den weißen Seidenfalten. Und beim langsamen Schreiten fiel müde und welk manch Rosenblättlein zu Boden, ohne daß Edula Grantner es merkte. Der junge Herzog suchte ihr in die Augen zu sehen und meinte lächelnd: „Ihr seid so schweigsam, vielschöne Jungfrau. Ist meine Nähe Euch nicht angenehm, oder was macht Euch so verstimmt?“ „Es ist wohl die Hitze, daß mein Kopf so schmerzt“, sagte sie leise. Da brach das Fanfarengeschmetter ab, und der Reigen hatte ein Ende. Herzog Heinrich führte sie an eines der offenen Fenster, durch das die linde Abendluft wohltuend wehte. Dort stand schon ein schwarzer, schlanker Jüngling, der auf sie gewartet zu haben schien. Alte Ratsherren zogen den Herzog in ein Gespräch, so daß die Jungfrau allein blieb am Fenster. Der Schwarze war mit einem Schritte neben ihr, und seine dunklen Augen flammten. „Ihr habt Euch mit meinen Rosen geschmückt, Jungfrau Edula. Das danke ich Euch von Herzen.“ Sie strich sich mit ihrer weißen Hand ein wenig müde über die Stirn. „Es war meines Vaters Wunsch, daß ich die Rosen nahm. Ich hätte sie lieber daheim gelassen.“ Er krauste die Stirn. „Was seid Ihr immer so hart zu mir, Jungfrau Edula? Und wisset doch wohl, wie weh es mir tut. Die purpurnen Rosen hatten Euch viel zu sagen von wir! Sie sah an ihm vorüber aus dem Fenster. „Ihr solltet Euch nimmer so viel Mühe machen, Josef Hainzinger. Wo es doch Mägdlein genug in der Stadt gibt, die Euch besser gewogen sind denn 1ch:—— (Fortsetzung folgt.) guebcuähunzeuummennmmummmmdmnnnmmmue! Handelshof Stockum Mhaber Ang. Blanke. Morgen Sonntag, 8 Mai Konzert und Ball Anlang 8 Uhr. Bimtritt frei. Ortginet Jeansdopelle. Es ladet freundlichst ein Der Wirt. Minmmmmmmmmmmm Sonntag ab 6 Uhr KOnden unter Mitwirkung des bekannten Kapellmeisters Welter vom Dortmunder Rundfunk. Carl Rose, Kantstrasse Restaurant Borgmann, Wilten. Sonntag abend ab 8 Uhr K„* in den ninteren kaumen. # Schau einmal her Neule das grosse Däspptinns 95 * # Restaurant A. Brune, Witten. 4 Winkelstraße. ## P: Polizeistunde bis 4 Uhr morgens.::# Heute das grosse Nandsts-TüurW □ Wüster u. Gomp. DORTMUND NOROSTERNHAUS MARKT.8 Vornehme Herren-Kleidung nach Mass Knruf 91 S Garnelen Hühnerfutler gleischiafe: Köckenweichtuller Sprant Kücken Kornfutter Fischmehl Nagut Camphorin-Nesteler Vogelfutter Rübsamen Spitzsamen Negersamen Hantsamen Mohnsamen Weichtutter, Weichfuller in Oel Vogelzuchlutensillen S Fallabona Fuder Durch Trockenbehandlung in—8 Minuten die echönste Frieur(keine Naßwaschung). Reinigt und entfettet.- Die Haarwellen bleiben erhalten. Für Tanz und Sport unentbehrlich. Besondere geeignet für Bubikopf. Millionentach erprobt. Weisen Gie Nachahmungen zurück. Zu haben in Streu- u. Runddosen von M..— an in Priseurgeschäften, Porüneren, Orogertes und bgetbchen. LSDer zu herabgesetzten Dreisen in niebagewesener Billigkeit. Hächen von 235 Mk. an Schlafzimmer„ 475 Uk.„ Bellstallen. Matralden. Neiderschrinke. küchenbüllfete Flurgarderoben, Kinderwagen. Chelaelongiies Plüschsofas, Ledertuchsofas, Korbmöbel, Auszlehtische, Tische, Stühle, Herde und Oelen. Teilzahlung gestattet. Tuchercrgramer Witten, Hauptstraße 6. S echeenne? In allen guten, einschlägigen Geschäften erhältlich. Nacheichung der Meßund Wiegegerate. Die Nacheichung der Meß= und Wiegegeräte findet in diesem Jahre in folgenden Lokalen statt: 1. Bei dem Wirt Konrad Weber am., 10, 11., 12., 13., 14., 16., 17., 18., 19., und 20. Mai 1927 für den Bezirk Annen. 2. bei dem Wirt Fritz Eckardt Annen=Rüdinghausen für den Bezirk Rüdinghausen=Schnee am 28. und 30. Mai 1927. Annen, den 3. Mai 1927. Polizeiverwaltung: I. V. Schlischo Beigeordneter. Wer Billig Kaufen.. In braucht deswegen nicht schlecht zu kaufen. Sogern wir billig sein wollen, s0 sehr achten wir als renommierte Firma darauf“ keine minderwertige Ware ins Haus zu nehmen. Wenn Sie also bei uns billig kaufen, so kaufen Sie dennoch gut. * r h! Tursvereis„Jahs“ Aosen Gegr. 1898. Deutsche Turnerschaft Sonntag, den 8. Mai abds. 6½ Uhr findet im Lokale Lindemann, Egge Versammlung statt. Tagesordnung wird bekannt gegeben. Der Vorstand. Deutscher Herold Begräbnis- und Versicherungs-Vereln, Unsern verehrten Mitgliedern und Interessenten nochmals zur Kenntnis, daß sich unsere Geschäftsstelle Angen, Bergstr. 25 befindet. Bürostunden—10½ Uhr vorm. u.—7 Uhr nachm. Tüchtige Vertreter Heeucht. Leinö (doppelt gekochtes) Lir.-90-.80 Farben, Lacke, Pinsel billigst Droverie--Th. Wille Annen. Schilf: Ordentliches Mädchen nicht unter 18 Jahren bei gutem Lohn und guter Behandlung gesucht. Wo, sagt die Geschäftsstelle dieser Ztg. (Dr will aunde Schreiben Sie um Auskunst u. Ratunter N. B. 20 an Ala Haasenstein u. Vogler. Hamburg. ms strn!) Ein ehrliches und fleißiges Krabchen für kleinen Haushalt gesucht. Zu erfr. in d. Geschäftsstelle dieser Ztg. Eine Truthenne zu verkaufen. Auf dem Schnee, Kohlenstraße 1266. gutes Gummi. haltbare Qualitäten .50—.80 Drogerie-P- Th. Wihe Annen. aller Art, welches über langjährige Empfehlungen verfügt, kann gut bezahlte Stellungen in städtischen Haushalten und in der Landwirtschaft erhalten durch Vermittlung der weibl. Abteilung des Arbeitsnachweises in Hörde, Penningskamp12 Fernruf 78 u. 79 Hörde. u. Elderfettkäse 20% 9 Pfd.—Mk.80 franko. Dampfküsefabrik Rendsburg. Bunke Wäschesfücke niernals neiben! Venn De Tersil nehmerl-und das ist der beole in jedem Falle- brauchen Se ohnehin nicht zu reiden! Die schöne weiche Versillguge 15## den Schmutz von selbst. Tarbige Sachen!“ wäscht mon kurze Zeit in kaller Versillouge durc leichtes Stguchen und Drücken. Dem Spülwas ser gibt mon zum Beleden der farden etwas Nüchenessig bei. wäscht alles, DER vos waschbarist! K In Friedensqualität! Zu Friedenspreisen! Bestimmt erhältlich: Otte Blumberg. Cermania-Drogerie, Theoder Wilke, Carl Steuber, Annen. KENNEN MITTWOCH, DEN 11. MAI SONNTAG, DEN 15.MAI NACHN. 3 UNR. K WORD MITTWOCH: 2 HERRENREITEN(IN UNIFORM! 9 Ratskeller“ Neues Rathaus- Inh. H. Förster- Ruf 2160. Feines Wein- und Bierrestaurant Witten. Mittagessen um Sonntag, den 8. Hul 1927. Gedeck: Mk..40 Suppe Henriot Sauerbraten mit Maccaront und Kompot Russische Charlotte. Gedech: Mk..80 Suppe Henriot gebackene Kalbsleber Tiroler Art. Russische Charlotte. Gedeck: Mk..00 Suppe Henriot Flußhecht mit zerl. Butter Rumsteak Aida Russische Charlotte. Im Abonnement Preisermässigung. St- a4L##ch- Empiehlemichbelvorkommenden Festlichkeiten Staurküdte. zur Lielerund vollständider Essen. Seit 50 Jahren Spezialität des Hauses. Bettfedern Daumen Inlets Erprobte beste Qualitaten! Billigste Preise! Größte Guswahl! Für jedes Bett wird garantiert Das führende Haus BEAANK, am Markt Wonten-Tinktel Erfolg garantiert. Unschädlich für Wäsche und Möbel Nlasche.90 Drogerie--Ih. Mile Annen. Cufé Brennecken beden Sonntack Vondert. Mitmmmmmmammmn Zur Erfrischung Citronen-Most nur mit Wasser zu verdünnen Pidk..16 Drogerie-PAnnen. Sünze Wohnungs Eirfaltungen souie aller ürt Binnelmöbet. Poisterwaren, Herde, Kinderwagen u. fertige Ratten erhalten Sie in tadelloser Ausführung zu billigen Preisen bei günstigster Zahlungsweise. Preie Lieferung. Oebr. Scharf, Witten 1 12 4 9 12 * 1 1 Steinstrasse 1. Eine besondere Leistung in Bezug auf Preisstellung und Qualität! S Mialeieshesgeibe 1 4 50 Malie-keaus ealr. 1930 as seitliche Biesengarnitur 4 Wolle, fesche Form 10 Kleid Pepeline, reine „Wolle, jngendl Form 1250 Meid XL mit reize Ripo, reine Wolle, reigender Stickerel Hostüm Sberlanc, entzückende Machart 2000 Hostäm 00 fescher Sac Shetland, Sacco ES Mautel dambis reine 2A 50 Mantel kütsche 8a. 2 ∆ 50 Wolle, imprägniert..# schengarnitur.### Mautel Wole zperte 2.50 Mautel reine Woll, 2.50 S Machart, mit Falten###0 Ringgürtel 40 8 Satol Rats Eleganter Frühjahrshut kombiniert aus Strohborde und Band Flotte aufgeschlagene Form gekordelter Rand mit Ziernadel Kleid reine woll, achone Spontkorn 9950 Kleid EE Litzenbe Jugendlicher Damennut Seidenrand, Blumengarnitur Vornehmer Damenhut Bordenkopf, Taftrand, Ziernadel Rips, reine Wolle, aparte Litzenbesetzung ∆ Herrenstoft mod. Karo auf riner P— Ptur 510) uun Mastech- Paurchger Al.1 00 S auf reiner Beidegerugr GO am nunen. Autornoer TXU S Pinerbnereinnnitnn g auf der Illustrierte Brder der“Doche Bild links: Sturmnot und Hochwasser in Norddeutschland. Wieder ist, wie im vorigen Jahr, das Gebiet der Elbe und Havel von schwerem Hochwasser heimgesucht.—— Die Landbevölkerungerrichtet Schutzwälle gegen das weitere Vordringen des Wassers. Photothek Auch in Königsberg und Pillau entstanden Sturmschäden. Einkat meinde! thollscher Missionarin Pinang(Hinterindien besucht seine Geneinem Auto, das in eine Kirche umgemandelt werden kann. Kutschut Bild unten links: In Stralsord on Avon, dem Geburtsort Shakespeares(1564=1616), wird sein Geburtstag(23. April) alljährlich festlich begangen.— Vertreter der Behörden und ausländische Besucher am Eingang zu dem Hause, das als Geburtshaus des großen Meisters angesehen wird. Kutschuk OT Copyright by Gutenbei Neue Regelung des Autoverkehrs in Amerika. Aelan#le g des Autoverkehrs in Amerika. Aelan# Um die Straßen von dem ständig wachsenden Autoverkehr zu entlasten, hat die Stadt Chicago große Tunnels am Chicago River bauen lassen, die ausschließlich dem arastwagenverkehr dienen sollen. Der Bau dieser Tunnels dauerte über vier Jahre.— Einfahit der Kraftwagen in den Tunnel. Bildsunten rechts: Eistunnel zur Erschließung neuen Skigeländes. Am Jungfraujoch(Schweiz) haben begeisterte Sportfreunde einen Durchgang durch die Gletschermassen gehauen, um sich große, bie her schwer zugängliche Skigebiete zu erschließen. Sennecke Trauer eures Lei ihr mich verworfe Anja schloß d „Der Henker mich tötet und de den ihr ein Verb Gesetze geht!“ Damit lief sie allein. Dimitri a Er torkelte zurück befahl ihnen, das Ställe zu beziehen sagte:„Wer nicht wer nicht arbeitet, weder Brot noch nicht sättigen!“ Da hub denn einsam für die er Kommende, das e friedlich halten, di keit zähmt. Er er verheißen könne, Heil der neuen ge hin einen Trümi sollte. Ja, Dimit er rechnete jetzt d Schulden hatte, d AAAA SSKT KURS IOR O OMO An einem t Schöningen an u er unterwegs sei. aus. Endlich wi nach Wochen der wähnten sie. Mai und verdüstert wi die Kalesche und Weg nach dem Be in den Seelen di wieder nach einen befehlenden Wor nach einer kluge Stimme, die ord nete, regierte, sorgt und zu beraten ver stand. Es warenj der Dinge täglich viele, die man zu fro gen und zu regel hatte, denn besitze allein ist kein Glüc ein Gut zu erha ten verstehn, daser erfüllt und mach reich. Die Köchi GCOO #080 05000 er Doche links: nd Hochwasser eutschland. i vorigen Jahr, das Havel von schwerem ucht.—— Die LandSchutzwällegegen das des Wassers. Photothek rg und Pillau entturmschäden. Tere Roman von Heinz Steguweit Copyright by Qutenberg-Druckerei und Verlag O. m. b. H. Alle Rechte, insbesondere die der Uebersetzung und Dramatisierung oder Versilmung, vom Verfasser vorbehalten rika. Atiantie ie Stadt Chicago große nverkehr dienen sollen. vagen in den Tunnel. indes. ng durch die Gleischererschließen. Sennecke (Neunte nja fragte:„Wer konnte dich wandeln, Dimitri? Aus einem Mörder scheint ein Lamm geworden? Geh', ich glaube dir nicht!“—„Herrin, der Geist Anja Petrijys und Fedors, ihres letzten Dieners, hat mich gewandelt; ich erkenne, daß ihr gerecht seid, eure Waffen sind unsichtbar, ihr habt mich wehrlos gemacht mit einem einzigen Orgellied dieser Heimat, mit der Trauer eures Leibes, mit der Hoheit eurer Verzweiflung, als ihr mich verworfen habt!“ Anja schloß die Augen: „Der Henker seines Landes lügt; geh’, ich erwarte, daß ihr mich tötet und den Besitz verbrennt, den Reichtum vernichtet, den ihr ein Verbrechen heißt, der wider eure ungeschriebenen Gesetze geht!“ Damit lief sie in ihre Kammer und ließ den großen Narren allein. Dimitri aber hatte seinen Plan gefaßt in dieser Stunde. Er torkelte zurück in den Park, rief die Wartenden um sich und befahl ihnen, das Korn auf den Tennen zu dreschen, die letzten Ställe zu beziehen. Keiner murrte, zumal der Gouverneur ihnen sagte:„Wer nicht arbeitet, hat keinen Anspruch auf das Leben; wer nicht arbeitet, muß des Hungers sterben, denn im Hause ist weder Brot noch Fleisch, und das Gold der Leuchter kann euch nicht sättigen!“ Da hub denn die Arbeit an auf Milzyk, und Dimitri blieb einsam für die ersten Tage, da er sich sammeln mußte für das Kommende, das er erahnte. Zunächst wollte er die Murrenden friedlich halten, die Arbeit sollte sie müde machen, und Müdigkeit zähmt. Er erkannte immer mehr, daß ein Chaos kein Glück verheißen könne, daß die guten Geister der alten Zeit für das Heil der neuen gerettet werden müßten, falls man nicht fürderhin einen Trümmerhaufen die Heimat der Befreiten nennen sollte. Ja, Dimitri war ein Mörder und Revolutionär, aber er rechnete jetzt die Summe seiner Taten aus und fand, daß er Schulden hatte, die nicht mehr zu tilgen waren. XV. An einem trüben Aprilmorgen kam Werner Helms in Schöningen an und telegraphierte den Frauen des Gutes, daß er unterwegs sei. Das löste Freude und unverhofftes Jubeln aus. Endlich wieder eine Mannesseele, ein heiteres Gesicht nach Wochen der Trauer und inneren Armut. So glaubten und wähnten sie. Man wußte ja nicht, wie der Jungherr gewandelt und verdüstert war. Die Hofmeisterin spannte zwei Gäule vor die Kalesche und konnte nicht flink genug über den regenweichen Weg nach dem Bahnhof klappern. Es ward ein Tanz begonnen in den Seelen dieser dienstbaren Geister, sie alle sehnten sich wieder nach einem befehlenden Wort, nach einer klugen Stimme, die ordnete, regierte, sorgte und zu beraten verstand. Es waren ja der Dinge täglich so gen und zu regeln eche Kilcie chice. ein Gut zu erhalerfüllt und macht rtsetzung.)(Erstdruck.)(Nachdruck verboten. hob einen braunen Schinken aus dem Rauch, den letzten, einzigen, den man für die Heimkehrer und Urlauber gespart hatte, denn alles andere mußte abgeliefert werden. Die Mägde striegelten die Pferde blank, scheuerten die Ställe, buken zwei Weizenbrote mehr und pflanzten eine lodernde Fahne auf den Mast. Die Hunde wurden von der Kette gelassen, der Mist sauber zusammengeballt, und auf die Gräber von Werners Eltern kam ein frisch gewundener Kiefernstrauß mit frühen Gänseblumen und Veilchen vom Bach. Das Schlafzimmer Werners säuberte die Hofmeisterin selbst, auch auf Thies Zumbuschs Stube wurde das Bett frisch bezogen und der Teppich geklopft Die Ahnungslosen! Nur Frauen waren heuer im Haus, alles andere stand vor dem Feind. Werner wartete am Bahnhof auf das Gefährt. Die Hofmeisterin kam, sprang vom Bock und umarmte den Jungen, den sie von Kind auf kannte. Und sie bewunderte ihn: „Groß biste geworden, Werner, aber siehst nit gesund aus, wo fehlt es? An der Leber? An der Lunge?" Werner konnte nicht lächeln. „Am Herzen fehlt's, Frau Ann!“— „Und die Uniform?“— „Ausgezogen, Frau Ann!“— „Und der Thies?“— „Tot!“— Stille.— Die Meisterin fragte noch einmal, als habe sie nicht verstanden: „Und der Thies?“— „Tot, Frau Ann, tot!“— Dann sprachen sie kein Wort mehr. Sie rollten davon, schwermütig und mit verhängten Zügeln. Auf dem Gutshaus flatterte jubelnd die Fahne. Werner bat, sie auf Halbmast zu setzen. So fuhren sie hinein in das eiserne Hoftor, wo ein buntes Dutzend frischbackiger Mägde in roten und blauen Kattunkleidern Spalier stand und weiße Kopftücher schwenkte. Neben und zwischen ihnen gackerten die Hühner, alles erging sich in lauten Gesprächen: Die Enten, die Hunde, die Pfauen und gurrenden Tauben. Dazwischen blökte die Herde dickwolliger Schafe. Werner sprang ab. Allc die lieben Hände hatte er zu drücken. Aber alle sahen es dem Heimkehrer und auch der stillen Meisterin an, daß etwas Trauriges geschehen war. Es geschah ja so viel Trauriges in dieser Zeit. Jeden konnte es treffen, jeder fror, schüttelte sich und duckte scheu den Kopf. Die älteste Stallmagd fragte zuerst:„Junger Herr, und der Thies?“ „Ist tot,“ sprach Werner und ging ins Haus. Hinter ihm hub ein Murmeln an, dann ein Weinen, und endlich gingen alle wieder ihrer Arbeit nach. Sie hatten sich umsonst gefreut. Der Thies war tot, und der gehörte doch zu ihnen, er fehlte ihnen doch. Auf dem Tach zog die Hofmeisterin die Flagge nieder, Werner aber durchlief das düstre Haus, darin er nicht mehr zu Hause war. Jede Ecke, jeder Sessel, jeder bleiche Erntekranz an der Treppe fragte ihn: „Und der Thies?“ S Dann begann er zu rauchen. Eine dünne Zigarette. Sie schmeckte widerlich. Er sah aus dem Fenster. Da führte jemand Thies' Reitpferd frisch beschlagen aus der Hufschmiede. Wofür jetzt?— Der Gaul bockte, stand still und drehte den biegsamen Hals nach dem Fenster. Diese „Wenn schwarzen Pferdeaugen fragten: „Und der Thies?“ Die Hunde bellten:„Mörder!“— Da hielt es der Junge nicht länger aus. Er rannte aus dem Gebäude, den alten Pfarrer aufzusuchen. Mitten auf dem Pflaster der Straße kam der Windmüller; der schwenkte die weiß bestäubte Mütze: „Der Daus, Werner Helms? Der Jungherr? Grüß Gott! So ohne Uniform? Ist sie beim Schneider? Was schafft der Thies?“— Hundert Kinder wollten ihm die Hand drücken. Er gab sie nicht her, sie roch ja nach Schuld. Dann läutete er am Pfarrhaus. Das weiße Porzellankreuz am Klingelzug war ihm vertraut, er wollte es streicheln und schauderte wieder zurück mit der sündigen Hand. Der alte Priester öffnete, hob glücklich die Hände, segnete den Heimkehrer: „Der Werner, Gott— der Werner! Auf Urlaub? Wie lange? Komm herein, erzähle, ist Thies mitgekommen?"— Werner schwieg. Er folgte dem Alten müden, gehetzten Schreitens nach, ließ sich in einen krachenden Pastorensessel fallen. Stierte. Nagte an den Lippen. Der Pfarrer stand ihm gegenüber, legte beide Hände auf seine Schultern: „Bist traurig, Werner?— Ja, Vater und Mutter leben nicht mehr! Warst schon draußen am Grab? Hast du den Stein gesehen mit dem Engel darauf?“ Werner regte sich nicht. „Junge, sag' was!“— „Thies ist tot, Herr Pfarrer!“— Dann schluchzte er wild und preßte die Hand gegen das zuckende Gesicht. Endlich wieder Tränen.— Nach einer Stunde hatte er alles gebeichtet. Kein Licht brannte im Zimmer, draußen kämmte der Abendwind die Köpfe mächtiger Kastanien. „Das ist eine Bürde fürs Leben,“ sagte der Priester, stöhnte jetzt selber unter dieser Last, die zur eigenen geworden war. Ratlos lief er her und hin in der Stube. „Wie soll ich dir tragen helfen, Werner? Dein Bündel ist schwer!“— Werner fand sich nicht zurecht. „Soll ich den Tod suchen gehen? Es wäre das Beste. Im Mühlteich? Oder in Flandern? Ich melde mich wieder, Herr Pfarrer!“— Der Greis wehrte erregt ab. „Alles nicht das Rechte, Junge, warum die Schuld vermehren?“ „Oder Mönch werden, Herr Pfarrer? Bruder in einem Kloster, und Hilflose trösten?“— Der Alte wehrte wieder ab: „Dafür bist du nicht geschaffen; warum fliehen? Warum nicht bekennen, tragen, büßen, auskosten, durchfechten bis zum Ende?“— „Wo ist das Ende, Herr Pfarrer?“ stern da ist, Junge. Auferstehen auch in deiner #eele!"— ##Ich glaube nicht daran; jeder Stein auf der Straße verftücht mich, die Bäume kichern es sich zu, die Hofhunde springen heulend davon, wenn ich komme und Frieden suche; kennen Sie Rußland, Herr Pfarrer? Es ist furchtbar; die Flüsse liegen wie schwarze Särge in ihren Rinnen, wer dort drüben ist, wird selber zum Wolf und beginnt zu töten!“— Lange saßen sie nebeneinander bis in die tiefe Nacht. Draußen fiel ein dünner Frühjahrsregen. Und sie kamen überein, als Werner endlich wieder Hoffnung fand: „Irgendeine gute Tat muß mich erlösen, irgendein Opfer. Den Thies bringt keiner wieder, aber Thies hat mir verziehen. Ich muß eine Sühne finden, muß einen Segen verdienen, der mir sagt: Werner Helms, du kannst dir selber verzeihen, du hast geirrt, aber nicht gemordet; dieses Wort ist das Schlimmste 147 er Priester nickte mild: „Versuche es, Werner, überlege, irren kann ein Mann, aber fliehen, gar sich fürchten, darf er nicht.“— Werner ging heim. Er schlief nicht, obwohl er müde und schwach war wie ein Sterbender. Am Morgen hat er das Gesinde um sich versammelt. Hat allen von Thies erzählt, alles bekannte er, nichts vergaß er, alle Geister gingen um: Anja „„ g.. 8. Leister gingen um: Anja Der Leierrastenmann Ietrisy, Feoor, die Richter von Lamschau, Von Otto Voettger=Seni ver alte General und Thies arme BruderEin Wonarchist2— Fi schay 641e.— Ein Monalihst— Ei schall, laßt einmal sehen ach so,— mein Gott,— ein armer, alter Mann, nennt er sich wirklich selbst so— Monarchist? Und wenn,— ob er wohl weiß, was das heut ist?——— Schwarzweiß— verblaßt— ein Stückchen altes Band, ein Veteran, der noch nicht Ruhe sand, ein Veteran von 70— lieber Gett!— Dreht seine Orgel wohl schon fünfzig Jahr— ob er noch weiß, wie's vordem bei ihm war— wie er ein Bursch und noch kein Kinderspott?— Dacht ich's mir nicht,— wie könnt' es anders sein— jetzt stellt er wirklich eine Walze ein! Hier, lieber Mann,'s ist gut, schenkt euch den Tanz. 's ist gut, habt Dank.——— Heil Dir im Siegerkranz. Der Alte dreht die Orgel, dreht und dreht. sein dünnes Silberhaar im kalten Winde weht. Er sieht die Menschen nicht, ihr Spötteln nicht. Fern abgewendet steinern sein Gesicht steht wie ein Marmorbild vergangner Zeit. In seine Augen, weit geöffnet, weit, als faßten sie ein Bild voll altem Glanz, ein leises Lächeln tritt—— Heil Dir im Siegerkranz. Ein Lächeln?— Noch heut? Und ich?—— Er?— die Hofmeisterin weinte bitterlich, die Mägde aber murtten und erzählten es im Dorf, daß ihr Herr seinen Diener getötet habe. Da brannte der Aufruhr los.— Obwohl alle Werner Helms verehrten: Den Toten liebten sie jetzt glühender, weil er nicht mehr wiederkam. Und wenn ein Dorf brennt, ist es so flink nicht zu löschen. Am Abend war die Belagerung des Hofes vollendet. Sensen, Gewehre, Handgranaten, Messer umdrohten das Haus. Die Kanaille der Rache war unter die Sanften gefahren. Werner blieb in seinem Schlafzimmer. Mochte das Ende kommen. Er fürchtete sich nicht und wollte weder fliehen noch sich wehren, er wußte, daß er das alles verdient und he aufbeschworen hatte. Von der Straße her schrien und gröhlten die Bauern, immer zahlreicher, immer dichter und wütender, denn die Botschaft hatte sich herumgesprochen bis nach Königsberg und Insterburg. Alle waren sich einig und duldeten heute sogar finstre Kreaturen in ihrer Mitte, die sie sonst verachtet hatten, Arbeitsscheue, Deserteure, Säufer, Schmuggler und verrufene Weiber. Da schtillte ein Pfiff. Parole:„Mörder!“. Und der Hof wurde gestürmt. Ob wohl auch ich einmal nach fünfzig Jahren in der Erinnerung an Zeiten, die einst waren, wie jener gute Alte lächeln lann?—— Ach, dummes Zeug—— ein müder Orgeldreher! Und ich tu grad, als wäre er ein Seher und ist doch nur ein Leierkastenmann.—— Werner verschloß die Tür seiner Kammer nicht. Er erwartete das Gericht, das er selber verschuldet hatte. Er suchte die Rache derer, die er liebte. Aber mitten in das Klirren der Fensterscheiben, in das Kläffen der Gewehre und das Beisten auf der Holztreppe polterten die Stimmen einiger Polizisten und Gendarmen. (Fortsetzung folgt.) in Von He Es ist ein son ter Irrtum, da genlandes ein t visches Leben hi einfach verfügt Recht. Dies ist Die Frau und hochgeehrt, wie der„Veda“ herv 1. Die Frauen handelt werden, Gatten sowie au ten sollen sie n wenn dieselben in ihrem Leben 2. Wenn man Gottheit zufried verachte, sind alle 3. Wenn in ei Kummer und S ten, Väter oder milie bald unter Gattin und Mu sich die Familie 4. Erweist mi ter in einem H Achtung und Gü verfluchen, in d machte. Durch Haus dem Unte ein böser Zaube 5. Die Männ Reichtum trachte auch ihren Frau und alle Rücksich frommt ihnen? sie gehen am B Sie sollen den Kleider und aus sollen sich ihrer 6. In jedem Frau und die G gefällt, ist das und sie werden in einem and wiederlieben. Ausdrücklich sagen, daß das zwar für unauf die Frau den wenn er ein 2 die Achtung der der an Aussatz V * TÖC0 auch in deiner der Straße verhunde springen mme und FrieRußland, Herr ar; die Flüsse in ihren Rinvird selber zum 1— neinander bis n fiel ein dünid sie kamen h wieder Hoffmuß mich er1 Thies bringt hat mir verSühne finden, der mir sagt: dir selber veriicht gemordet; nste!“ d: iberlege, irren hen, gar sich r schlief nicht, h war wie ein sat er das GeHat allen von ite er, nichts en um: Anja von Lamschau, arme Brudernte bitterlich, und erzählten seinen Diener der Aufruhr r Helms vere jetzt glühenderkam. Und so flink nicht lagerung des wehre, Handdas Haus. ar unter die lieb in seinem nde kommen. wollte weder wußte, daß uufbeschworen schrien und r zahlreicher, er, denn die sprochen bis rburg. Alle 1 heute sogar e, die sie sonst Deserteure, ifene Weiber. irole:„Mörjestürmt. Tür seiner das Gericht, Er suchte Aber mitten iben, in das das Beisten ie Stimmen rmen. ertsetzung folgt.) R SS □MOOC Die Frau und Mutter in Von Hertha Fricke. Es ist ein sonderbarer, weitverbreiteter Irrtum, daß die Frauen des Morgenlandes ein trübes, armseliges, sklavisches Leben hätten, und daß über sie einfach verfügt werde, ohne Gesetz und Recht. Dies ist durchaus nicht der Fall. Die Frau und Mutter ist in Indien hochgeehrt, wie aus nachfolgenden Sätzen der„Veda“ hervorgeht: 1. Die Frauen sollen mit Achtung behandelt werden, und ihre Väter, Brüder, Gatten sowie auch die Brüder des Gatten sollen sie mit Geschenken bedenken, wenn dieselben wünschen, daß es ihnen in ihrem Leben wohl ergehe. 2. Wenn man die Frauen ehrt, ist die Gottheit zufrieden. Wenn man sie aber rerachte;, sind alle guten Taten nichts wert. 3. Wenn in einer Familie die Frauen Kummer und Sorgen haben über Gatten, Väter oder Brüder, wird die Familie bald untergehen. Ist die Frau, die Gattin und Mutter aber froh, so mehrt sich die Familie und ihr Reichtum. 4. Erweist man der Frau und Mutter in einem Hause nicht die schuldige Achtung und Güte, so wird sie das Haus verfluchen, in dem man sie unglücklich machte. Durch diesen Fluch geht das Haus dem Untergang entgegen, als ob ein böser Zauber es sicher zerstöre. 5. Die Männer sollen nicht nur nach Reichtum trachten, sondern sie sollen sich auch ihren Frauen und Kindern widmen und alle Rücksicht auf sie nehmen, sonst frommt ihnen der Reichtum nicht, und sie gehen am Besten im Leben vorüber. Sie sollen den Frauen Schmuck, schöne Kleider und ausgewählte Speisen geben, sollen sich ihrer freuen und sie ehren. 6. In jedem Hause, wo der Gatte der Frau und die Gattin dem Manne wohlgefällt, ist das Glück auf ewig gesichert, und sie werden sich nach diesem Leben in einem andern wiederfinden und wiederlieben. Ausdrücklich möchte ich doch noch sagen, daß das indische Gesetz die Ehe zwar für unauflöslich erklärt, daß aber die Frau den Mann„verlassen darf, wenn er ein Verbrecher geworden ist, die Achtung der Ehrlichen verloren hat eder an Aussatz leidet“. Die Zerstörung der Wartburgfresken Schwinds. Großes Aufs hen und Bedauern erregt die Nachricht, daß der herrliche Schmuck der Wartburg, die Fresken von Moritz von Schwind, von der völligen Zerstörung bedroht sind. Jeuchtigkeit und Frost zeifressen die Farben, zumal in der ElisabethGalerie. Als letzter Versuch sollen nun Heizungsanlagen eingebaut werden, um eine gleichmäßige Wärme zu erzielen und so den scädlichen Einflüssen der Witterung zu begegnen. Da aber auch hierdurch die Zerstörung wohl verzögert, jedoch kaum völlig aussehalten werden kann, werden Kopien der Iresken bergestellt, um.ese Meistet werke deutscher Malerei wenigstens in solcher Form der Nachwelt zu erhalten. Obiges Bild stellt den Auszug des Landarafen Ludwig, des Gemah.s der heiligen Elisabeth, zum Kreuzzug dar. Heinrich Eisen, Eisenuch Unten links: Von der Ausstellung„Europäisches Kunst: gewerbe“, die kürz ich in Leipzig eröf nit nurde und bis zum Lktober dauert. Löhrich Unten rechts: Selma Lagerlös, die berühmte schwedische Schriftstellerin(„Cösta Berling",„Jerusal“,„Christuslegenden“ usw.), im Gartenikres weltabgeschiedenen Gutes Märbacka in Wärmland.(Rechts im Bilde eine Sonnenuhr) Gross Hat die Frau ihren Gatten aber verlassen um eines andern Mannes willen, so darf ihr rechtlicher Mann ihre Mitgift behalten und kann die Frau jederzeit von der Schwelle weisen. „Das Familienoberhaupt hat seine Frau, seine Kinder und seine Sklaven in gleicher Gewalt als Herr. Es steht aber, daß er ein weiser und gütiger Herr sei, der für die Seinen sorgt, und daß die Gattin Anspruch hat, daß er sich mit ihr berate.“ Das junge Mädchen wird freilich noch als halbes Kind dem künftigen Gatten geschenkt. Das bedeutet die Verlobung. Sie bleibt aber noch in ihrer Familic. Es werden nur Geschenke gewechselt und ein kleines Mahl gehalten. Später, wenn sie erwachsen ist, sendet der Vater dem Bräutigam einen Boten, daß er nun seine junge Frau abholen dürfe. Die darauffolgende Ueberführung der jungen Gattin ins Haus des Gemahls ist die eigentliche Hochzeit, die mit Gesang und Feier stattfindet. Auch hierfür sind genaue Vorschriften gegeben. Zwischen der Schenkung(Verlobung) und der Abholung(Hochzeit) liegen stets mehrere Jahre. Bei sehr jungen Bräuten oft vier bis sechs Jahre. Der Vater aber, der seine Tochter einem andern Mann gibt, als dem sie versprochen war, gilt als ehrlos. Interessant ist es noch, daß die Verheiratungen unter Verwandten bis ins sechste Glied streng verboten sind. Vielleicht trägt dieses Gesetz dazu bei, daß in Indien Hasenscharten und andere Mißbildungen bei neugeborenen ehelichen Kindern niemals vorkommen. In dem Gesetzbuch steht aber auch, daß die beiden Gatten sich dazu zu äußern haben, ob ihnen der andere gefällt. Die Witwenverbrennung ist ein freiwillig gewählter Tod der Witwe. Nur die Wiederverheiratung ist ihr verboten, wenn sie Kinder hat. Sie soll dann diesen„zum Gedächtnisse des Gatten“ leben. Hat der Gatte aber kein Kind hinterlassen, so ist es eine Verpflichtung der Witwe, sich wieder zu verheiraten. Wird ihr aber ein Kind aus zweiter Ehe geboren, so trägt das sonderbarerweise den Namen des ersten Gatten seiner Mutter und gilt als sein Kind. Es muß auf seinem Grabe die heiligen Totenopfer bringen, erbt aber auch sein ganzes Vermögen. Feste auf Bali sonderbericht für unsere Beilage von Lola Kreutzberg. Heiß brütet die Sonne über Bali. Sie vergoldet den rauchenden Gipfel des Batur, sie gleitet herab über seine zerfurchten, verwitterten Lawafelder und taucht in die Kühle der dichten Urwälder. Sie ruht wohlig auf den riesigen Spiegeln der bewässerten Reisterrassen und hüpft mit munteren Quellen, die tausendfältig ihr Bild widerstrahlen, zu Tal. Am liebsten aber verweilt sie bei den Siedlungen der Menschen, denn es sind oft gar seltsame Dinge, die sie da zu sehen bekommt. Schöne braune Menschen bewegen sich da zwischen palmstrohgedeckten Hütten und prächtigen Tempeln, auf deren Fassaden die üppigsten Steinornamente blühen. Es sind Festtage auf Bali, und Tempelhöfe und Straßen zeigen deshalb ein noch bunteres Bild als sonst: Hier schreiten in feierlichem Umzug heilige Fabeltiere unter goldenen Schirmen. Unter ihnen der heilige Eber, der sich besonderer Verehrung erfreut, weil er die bösen Träume der Menschen verschlingt(Bild). In einem anderen Ort wandeln die ehrwürdigen Tempelpuppen, fast drei Meter hohe Riesengestalten, die von Kindern geführt und betreut werden(Bild). Einige von ihnen tragen die weißen Masken der Fürsten, andere verkörpern wohl deren Gefolge oder Dämonen. Im Topeng=Tanz bewegen sich mit würdigen, abgemessenen Bewegungen drei Fürstensöhne, während in ihrem Gefolge der Affenkönig mit seiner Dienerschaft sich in grotesken Sprüngen gefällt(Bild). Die Tanzmasken dieser Affentrabanten sind erlesene Kunstwerke aus Gold und Leder, die in unübertrefflicher Weise eine Uebersetzung der lebendigen Form ins Ornament bilden. Kein Festtag auf Bali ohne Hahnengefechte! Die Kampfhähne bilden das beliebte Spielzeug der Männer, die nicht müde werden, die Hähne zu massieren, zu pflegen, zu baden und in jeder Weise auf die große Stunde des Kampfes vorzubereiten. Den zeitlebens in 1. Lola Kreutzberg, die Verfassecin unseres Aussatzts, die erste deutsche Frau, die allein eine Jilmexpedition nach Niederländisch=Indien unternommen hat. Bild lints: 2. Hütte von Eingeborenen auf Bali (der westlichsten der Kl. Sundainseln) in einem Waringianbaum Körben gehaltenen Tieren wird für den Kampf ein kleiner haarscharfer Dolch an den Fuß gebunden. Die Duellanten geraten beim Anblick des Gegners in so blinde Wut, daß sie kaum zurückzuhalten sind. Man führt sie vor dem Kampf den Zuschauern vor(Bild), wie man es sonst mit Rennpferden tut,— und die Spielleidenschaft treibt die Balinesen zu hohen Wetteinsätzen. Die Sonnenstrahlen neigen sich, und ihr warmer Glanz ruht auf einer Gruppe reichgeschmückter schöner Frauen, die, in bald schwebendem, bald schüttelndem Rhythmus tanzend, wie prächtige Vögel anzusehen sind, die ihr Gefieder in der Sonne trocknen. Voll anmutiger Hoheit tragen sie die schweren 8. Ausbieten der Hähne vor dem Hahnenkampf. Auf die einzelnen Hähne werden hohe Wetten abgeschlossen. Es ist von der Regierung verboten, findet aber doch im Geheimen statt. 4. Hölzerne Särge in Tierform, in deren hohlen Körper die Leichen gelegt werden. Die Särge werden mit verbrannt. 6 KCRCHODMCCCO goldenen Kronen, auf denen weiße Blüten schaukeln,— mit den kleinen Füßen werfen sie die schmale goldene Schleppe von einer Seite auf die andere(siehe Titelbild). Ihre Körper sind schlank und zart und von wunderbarem Ebenmaß. Die Gesichter, von großen, dunklen Augen beseelt, sind auch für europäische Begriffe schön zu uennen. Manchmal aber wird die Sonne verfinstert von den dichten Rauchschwaden vieler Scheiterhaufen. Das geschieht, wenn ein Großer des Landes gestorben ist. Ihm baut man einen hohen Turm aus leicht brennbarem Stoff. Phantastische Flügel und allerlei bunter Zierat schmücken den schwankenden Bau, in dem die Leiche den Flammen übergeben wird. Aber ein Fürst geht nicht allein auf dem Rauch des heiligen Feuers ein zu den Göttern. Viele Stammesgenossen, die zum Teil schon jahrelang in der Erde auf den großen Tag der Verbrennung gewartet haben, geben ihm das Geleite. Ihre sterblichen Reste werden in hölzernen Tierkörpern, die die Särge vertreten, zugleich mit ihm verbrannt(Bild). Die Asche streut man dann ins Meer.— Bunte Geschichten Der gefaßte Dieb. Saindo, ein berühmter Kriminalist von Paris, ging eines Tages über die Boulevards, als er eine Menschenansammlung bemerkte. Er trat näher und erblickte in einer Gruppe einen Mann, der silberne Uhren für 5 Fr. das Stück verkaufte. Saindo erstand selbst eine, und da er sich überzeugte, daß die Uhr echt war, so kam er zu dem ganz natürlichen Schluß, sie müsse gestohlen sein. Der Verkäufer war ein riesengroßer Kerl, während Saindo klein war. Außerdem war der Kriminalist der Ansicht, daß das Publikum ihm Schwierigkeiten in den Weg legen würde. Er ließ sich jedoch nicht abschrecken und entwarf einen Plan. 5. Ein heiliges Fabeltier, von dem man annimmt, daß es die bösen Träume frißt. Zwei Menschen bewegen sich unter dem Tiere im Tanzschritt. Bild links: 6. Masken der Tänzer aus dem Affentanz. Ste stellen das Gefolge des Affenkönigs dar.(Nach einer alten Sage, daß die Affen sich zusammengetan haben, um einen König zu schützen.) Er erklärte dem Manne, er wolle noch eine Uhr kaufen, bat ihn aber, zum Zwecke des Abschlusses mit ihm in ein Restaurant zu gehen und ein Glas Wein zu trinken. Das Anerbieten wurde angenommen. Der Verkäufer holte eine zweite Uhr hervor, die Saindo auf merksam prüfte. Plötzlich aber sprang er auf, lief der Tür zu und eilte hinaus. Der Verkaufer rannte ihm nach und schrie:„Haltet den Dieb!“ Saindo lief aber immer weiter, bis zur Polizeiwache. Hier jedoch wandte er sich plötzlich um, packte seinen Verfolger am Kragen und schleppte ihn zur Verwunderung des Publikums in das Haus. 7. Heilige Riesenpuppen. Zu jedem Tempelparadies gehören ein paar dieser Puppen, die an hohen Feiertagen in Rundtänzen durch den Tempel geführt werden. : K i n d e r l o g i k. Eines Tages saß Wilhelm Grimm in seinem Arbeitszimmer, als plötzlich heftig an der Klingel gezogen wurde und ein kleines Mädchen mit den Worten hereintrat:„Sind Sie der Herr Grimm, der die hübschen Geschichten schreibt?“—„Ja, mein Kind, der bin ich, ich und mein Bruder.“—„Haben Sie auch die von dem Schneider geschrieben, der die Prinzessin geheiratet hat?“—„Ja, mein Kind.“— „Schön,“ sagte die Kleine, ein Buch aus der Tasche ziehend,„Sie sagen darin, jeder, der es nicht glaubt, müsse einen Taler bezahlen. Na, ich glaube nicht, daß eine Prinzessin je einen Schneider geheiratet hat. Einen Taler habe ich nicht, aber hier ist ein Groschen, und den Rest werde ich Ihnen nach und nach bezahlen.“ In diesem Augenblick trat Jakob Grimm ins Zimmer, und die Brüder unterhielten sich noch längere Zeit mit der kleinen Dame, konnten sie aber nicht bewegen, den Groschen wiederzunehmen, den sie auf die Tischkante gelegt hatte. R. Gründer, Eythra b. Leipzig. DEAMETTEUDEHAFE ELE #r Eaurn andssre##re ch ## i 2 18 — LuERRDnsere Ersetz=Aufgabe An o ora Stadt in Kleinasien 9o oal soviel wie gänzlich Un ogon Land oto Gestalt aus den Nibelungen eim Gebäudeteil Ino#en Land in Asien Roco Turngerät Looch Frühstück oaourn Gestirn Die Punkte sind durch Buchstaben so zu ersetzen, daß sich Wötter von nebenstehender Bedeutung ergeben. Bei richtiger Lösung ergeben die eingesetzten Buchstaben von oben nach unten einen Handwerksgruß. 4. Fl. Zahlenrätsel fl. k. 6 7 2 Gebirge Blütenstand männlich. Vorname bekannter Roman Körperteil Gebirge belgische Stadt Bilderrätsel 6 1 264 2 1 72 8 B 5672 4 6 4 6 6 2 8 4 2 8 4 1 8 5 B 4 6 4 6 8 Geliebte des Zeus Silbenrätsel Aus den Silben:—bild—borg— cir— den— den- di—e——en el—gergra- hel— im— in— in—kan—kan—kand—le- lau—li — ma— mant— mar— me— ne——pite- rik .5½-—sas—ter—tod- tol ion-weich sino 20 Worter zu bilden, deren Anfangs= und Endbuchstaben, von oben nach unten gelesen, eine Lebenswahrheit ergeben. Bedeutung der Wörter: ., Seltein, 2. Figur aus einem Gustav=Freylog=Roman, 3. Schulstadt in England, 4. Stadtgebief, 5 zuusekt, 6. Komponist, 7. Staat in u. tensraier Haupstadt, 9 Insek# ger. 10. Moltenart, 11 Ende des Soldatenmss, 12: Gefäß, 18. tierischer Körperteil, 14. Marchenname, 15. Frisur, 16. asiatiste Stadt, 17. Stadt in Italien, 18. altrömische Zeitbestim19. nord. Männername, 20. GemütsstimAuflösungen aus voriger Rummer: Silbenrättel: 1. Elegie, 2. Inrentar, 3. Nora, 4. Moral, 5. Atlas, 6. Liegnitz 7. Seller#e, 8. Eisenach, Halluzination, 10. Cmbl. m. 11. Nirwana, 12. Joel, 13. Schwabach, 14 Toledo, 15. Banane, 16. Elzevter, ale zebumi! Hören.. Siuma seben iun besser So und so: Hörner. Hörnchen. Zablenrätsel: 1. Rheingold, 2. Heine, 3. Engel, Zudien, 5. Reger, 6. Gregor, 7. Ergel, 8. Besuchskarten=Rätsel: Prokurist. Versteckrätse!: Besser allein, als in böser Gemein. Zuviel des Guten: tranken— Trinken— trunken. Frosch, 2. Hagel, 3. Lido, 4. Gotha, 5. Irland= Helgoland. Quadraträtsel: Selb, Esau, Lahr, Burg. Früblingsgefühle: Grünschnabel. Besuchstarten=Raisel: Finanzminister. Senderzeichnung für unsere.tlage von B. M. Herko Truck und Verlag der Gutenber1927—19