er machung. 1. April 1926 ab Grundvermögenseinem Vomhunviermietebei nichtviermieteverts(ortsüblicher zeitig durchgeführt ern der hauszinsen nächsten Tagen lt werden, dessen der Friedensoder Gebäudetcile tümer selbst liegt. ach ihrer Abgabe dsteuerausschusses. cher. Voche #d„Aunener Zeitung“ erscheint jeden Dionstag und Samstag. Anzeigegebühr #n die einspaltige 1 um hohe u. 36 mm breite Zeile Platzanzeigen im Verbreitungsbezirk 8 Pfg., auswärtige, amtlichs und finanztelle 10 Pfg. Mamegeile 1 mm hoch und 76 mm breit 30 Pfe. wöchentlich 30 Pfg.(Durch die Pop bezogen monatlich 2,00 Mk.) ###tselle: Bahnhosstraße 33. Telephon Ne. 994 verbunden mit der„Annener Volkszeitung“ Anzeigenblatt für Annen und die benachbarten Ortschaften des Amtes Annen u. Landkreises Hörde, sowie der Gemeinden Stockum=Düren. Unserate finden bei der großen Auflage der„Annenes Zeitung“ weite und billige Verbreitung — Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen sommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Gewähr. Nr. 3 Die ungarischen Frankenfälschungen Aufsehenerregende Feststellungen. Monaten tauchten in Holland Eerschiedentlich ,kglsche franzosische Tausendfrankenscheine im Berkehr auf, ohne daß es gelang, der Banknotenfälscher habhaft zu werden. Mitte Dezember wurden endlich in einem Hotel im Haag galicghangarische Herren festgenommen, als sie einen sueschen Tausendfrankenschein in Zahlung gaben. Bei ihrer Vernehmung wurde festgestellt, daß einer von ihnen, der ungarische Husarenoberst Jankowitsch, mit einem Kurierpaß der ungarischen Regierung ausgerüstet war und in seinem Kuriergepäck 10 Mcillionen Franken falsche französische Banknoten mit sich führte. Die drei Herren gaben zu, daß die Noten gefälscht waren, und daß sie sie in Verkehr bringen wollten, sie behaupteten aber aus rein politischen Gründen gehandelt zu haben. Donnerstag, den 7. Januar 1926. Redaktion, Druck und Verlag von Fritz Küching, Annen. rons Peronyi, eines engen Freundes des ermordeten Grasen Tisza. Ferner wurde der Freund des Prinzen Windischgrätz und ehemalige Innenminirendes Material gegen den überaus kompromitievorliegt, festgenommen. Ferner verhörte die Budapester Polizei den früheren Ministerpräsidenten, den Grafen Paul Teleki. 52. Jahrgang. Frankreich verlangt Schadenersatz. Wie aus Wien verlautet, wird seitens der französischen Regierung die Forderung nach Schadensersatz für die Banknotenfälschungen an die ungarische Regierung geltend gemacht werden. varand sar französische Regierung entsandte # ort zwei Detektive und mehrere Beamte ##t von Frankreich nach Budapest, um die Sput der Bantnotenfalscher weiter zu verfolgen. Polizeibehörden, insbesondere der eramden#m# Landespolizei, Ladossy, unterstützten die scemben Zeamten nicht mit besonderem Eifer; gelang es schließlich, die ganze Banknoten=Fälschung restlos aufzullaren. SaninoBisher sind 45 Personen als Mitglieder der Fälscherbande festgestellt, die meist den höheren Gesellschaftskreisen angehören und zum Teil bereits berhaftet sind. Unter den Verhafteten befindet sich u. a. der Prinz Ludwig Windischgrätz, der im Kriege ungarischer Ernährungsminister war. Der Prinz gehört schon seit längerer Zeit den ungarischen Faschisten an, deren politisches Ziel die Errichtung der faschistischen Diktatur, mit dem Erzherzog Albrecht an der Spitze, ist. Die Budapester Polizei, hat neuerdings zahlreiche Haussuchungen gadikalen Politikern vorgenommen, von venen mehrere verhaftet und vom Untersuchungsrichter vernommen wurden. Es scheint bereits festzustehen, daß die Notenfälschungen einen politischen Hintergrund haben und sich hauptsächlich gegen vie gegenwärtige Regierung richten. Mit dem .. aus den Fälschungen sollten die Mittel far den geplanten Putsch beschafft werden. Neuerdings wurde von der Polizei festgestellt, als Maiorataßt Pi. Pindischgräß, der früher füate, infalge der über sehr große Ländereien verSpielschulden gänzlich verarmt ist. ## wird daher auch vermutet, daß materielle Beweggrunde fur die Fälschungen mit vorhanden Rückgang des Hochwassers. Allenthalben ungeheure Schäden. Die Wasserflut geht nunmehr überall zurück, doch läßt sich bereits jetzt feststellen, daß sie allenthalben ungeheure Verwüstungen anrichtete. Verwüstete Felder, ausgewühlte Wintersaaten, versandete und verschlammte Flächen, stark beschädigte Uferböschungen kennzeichnen die furchtbare Wirkung der Flut. Die Hochwasserschäden am Rhein. Ueber 30 Millionen Mark Gesamtschaden. Tausende von Familien obdachlos u. existenzlos. .. Nach dem allmählichen Rückgang des Hochwassers im Rhein= uno Moselgebiet wendet sich das Sozizint eu Feststellung und Vergütung der Wie der Oberpräsident der Rheinprovinz Fuchs bei einer Pressebesprechung im Koblenzer Oberpräsidium mitteilte, sind die Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe im gesamten Rheinland ganz ungeheuer. Tausende von Familien sind obdachlos und existenzlos geworden. Der Gesamtschaden wird schon jetzt von amtlicher Seite auf rund 30 Millionen Mark geschätzt gegenüber 18 Millionen Mark im Jahre 1924. und Farbenwerke in Oker(Harz) saten durch das Jognagser schweren Schaden ermin:„Eine große Zahl von elektrischen Motoren ist erfossen, großeworsvorräte sind von den Fluten weggespült worden. Vier Hochöfen mußten geloscht werden. Beim Clausthaler Bergwerk sind mitgenommen worden.— In Braunlage sind in mehreren Hotels bedeutende Lebensmittelvorräte weggespült oder vernichtet worMinister Severing im Rheinland. Amtliche Preußische Pressedienst mitteiltz nahr an der Sitzung des Provinzialausschufwinistereintro vinz in Düsseldorf der preußische ## des Innern Severing teil und beteiligte sich un der Beratung der Notstandsaktion für die paßm Pserbenwse geschädigte Bevölkerung. Er hie bei die Wünsche der gewählten Vertreter guprsächuich betroffenen Provinz entgegen. aumgsfabrt IStuns trat der Minister eine Besichtigungsfühlt burch das Hochwassergebiet an. ßen und Plätzen, das Tragen karnevalistischer Verkleidungen oder Abzeichen jeder Art, das Singen, Spielen und Vortragen karnevalistischer Lieder, Gedichte und Vorträge, sowie das Werfen von Luftschlangen, Konfetti und dergl. Oeffentliche karnevalistische Veranstaltungen, insbesondere Veranstaltungen öffentlicher karnevalistischer Aufführungen, öffentlicher karnevalistischer Vorträge und öffentlicher karnevalistischer Tanzlustbarkeiten können in geschlossenen Räumen zugelassen werden. Die karnevalistischen Veranstaltungen von geschlossenen Vereinen sind in dem bisherigen Umfange gestattet. 9. Am Schluß des Erlasses weist der Minister auf „#cotwendigkeit hin, daß sich die Karnevalsveranstaltungen allenthalben in angemessenen Grc#s geten, und gibt der Erwartung AusZeit bewußze 5, Vevölkerung sich des Ernstes der rüchaltung nicht 3 und leberschreitungen: laßt. Gegen Auswüche und Aeberschreitungen soll in aller Schärfe vorgegangen Baden. Shtaste unrge Lokales. Inzwischen hat der Prinz Windischgrätz ein teilweises Geständnis zu haben, im Fienste einer a schlich übernommen patriotischen Sache die Aktion des Obersten Jankowitsch zu fördern.“ Die „Pudert Hishsas sach bars ah die Grüschasten sür 5e sen dürsten. Die polizeiliche Untersuchung an. earisgreod ersestetr, Der lestere haut berits Pehadetf sch die größte Menge noch in Budapeft Eine furchtbare Katastrophe glücklich abgewendet. In der Nähe von Mehr im Kreise Rees(Rheinland) nördlich von Wesel war der Deich unter dem Druck der Wassermassen undicht geworden, und es bestand die große Gefahr, daß die Flut sich einen Weg in die niederrheinische Ebene bahnen werde. Etwa 70 blühende Gemeinden wären dann dem entfesselten Element zumOpfer gefallen. Am Abend des ersten Januar ließ der Deichgraf im ganzen Kreise die Glocken läuten, um auf das drohende Unheil hinzuweisen. In der größten Not wurde die technische Nothilfe mit 100 Mann eingesetzt, denen es nach unsäglichen Anstrengungen und ununterbrochener Arbeit bei Tag und Nacht durch Einrammen von Pfählen und Aufschütten von Erde gelungen ist, die gefährdete Stelle soweit zu befestigen, daß die Gefahr als behoben gelten kann. Haar auf trochencm sur, besonders kopf. irlich. Zu haben in seurgeschäften, Parothek. n. urück! Hilfe für die Hochwassergebiete. Der preußische Minister des Innern und der Finanzminister haben dem Regierungspräsidenten in Wiesbaden 150000 Mark, dem Oberpräsidenten Koblenz weitere 300000 Mark und dem Oberpräsidenten in Magdeburg 50000 Mark zur Linderung der ersten Not der Bevölkerung in den durch — Der preutzische Fante Gebieten überwiesen. — Der Preußische Innenminister hat zur Linderung der ersten Not der durch das Hochwasser im H3t3,Beschädigten 50000 Mark zur Verfügung Meienr nu. 7.)nu Das Hochwasser auf der böchsten Sland set am Dübeich das niedrige u d Deer 6on Der Budapester FälschungsSkandal. 6, Januar. Die BanknotenfälschungsHolland verhafteten Oberst aeu vor kurzem in im Autzenministeraln Lut und dessen Reisekofer opich dier geiähsched besen Loser führte denpurde erwiesen daß derntenscheine mit Prinzen Windischgrätz von dem bevorse bes Innern hak darautnu. von seinem Amte ens ziu dergaghan gspolizeiche Vbelmarinterschung engeleitet ie be infen“ Tsevenh vus mittig. Gelände auf dem Unten Ufer der Weser vor der Stadt weithin überschwemmt. Auch in den Schrebergartenbezirk ist das Wasser bereits eingedrungen, und man nimmt uze d###eses Gelände am Nachmittag völig überBremen mit eu tt9 in ebenso wie vom Unterwesergl der Veser wird schwemmungen berichtet, neue neber: Erschütternde Szenen in Kleve. 6. Januar. Das Hochwasser des Nieder= wurden auch zwei menschliche glehen, die nech uicht gebnen unden darnien. § Annen, 7. Januar. Schutz den Kultur= und naturgeschichtlichen Bodenaltertümern. 10. Nach dem Ausgrabungsgesetz vom 26. März 11# buls eine Grabung nach beweglichen oder unbeweglichen Gegenständen, die in einem Grundstück (auch in Gebäuden und Mauern) verborgen liegen oder vor der Entdeckung verborgen lagen, wenn sich der srgeschichte.sutu chichte einschließgeschichte der dichte ver denschen und für die Urtung fnd..i ader Pflanzenwelt von Bedengräcdente nur mit Genehmigung der RegierungsPrasibelllen unternommen werden. Dieser— in dringenden Fällen auch die Ortspolizeibehörde— ist befugt, einer ohne die erforderliche GenehmiBesshzisigonnenen Grabung Einhalt zu tun. Als Sebrauchegenanend Pegenstände seien Sscharntz winsevetstande, Gefäße, Waffen, Schmanstüle, Munzen, Siedlungsreste, Grabanlagrnt, menschliche, Skelette, versteinerte oder sonstige ## oder Abdrücke urgeschichtlicher Tiere und Brischsrsche a e sich unscheinbare Spuren oder solcher Gegenstände kommen in Betracht. Gelegenheitsfunde, d. h. Funde, die bei einer nicht auf die Auffindung oder Untersuchung verborgener Bodenaltertümer gerichteten Grabung gemacht werden, z. B. bei Erdarbeiten, Gewässerregulierungen, landwirtschaftlichen Arbeiten, Berg= und Brucharbeiten, Gebäudeabbrüchen, müssen der Ortspolizeibehörde angezeigt werden, falls sie von erheblicher Bedeutung sind. Anzeigepflichtig sind die Entdecker, der Eigentümer des Grundstuas sowie der Leiter der Arbeiten, bei denen der Die Anzeige der Verpflichteten befreit die übrigen. Die Anzeigepflichtigen entdeckten Gegenstand und die Entsoweit es ohne erheblichen Nachteil oder Aufwendung von Kosten geschehen kann. Für Bodenaltertümer besteht eine gesetzliche Anzeigepflicht nicht.— Der Staat, die Provzus, der kommunalistische Verband, der Kreis ######emeinde, in denen Bodenaltertümer entbear sino, konnen veren Ablieferung verlangen, wenn tatsächlich die Gefahr besteht, daß die gefundenen Gegenstände verschlechtert werden, oder Pöistenschaff eulege im Inlande oder der Ersatz des verloren ggerse., Als Entschädtgung ist leisten— Um haf der Durchführung Wristen.— um dei der Durchführung des Gesetzes eine sachgemäße Mitwirkung der hierzu geeigneten erouens zu ermöglichen, sind ehrenamtliche Ver„ismänner und Pfleger für kulturgeschichtliche Dovenalteriumer und solche für naturgeschichtliche Amites Arinen band. Fur den Bezirk des Pfleger ernannt worden. overprisidenten als Bericht über die Lage des Arbeitsmarktes im Stadt= und Landkreise Hörde. Im Stadt= und Landkreis Hörde über 18.000 Arbeitslose, also mehr als die Hälfte der Bevölkerung auf die Erwerbslosen=Unterstützung angewiesen. Die in der Vorwoche zum Ausdruck gebrachte Erwartung, daß Anfang Januar mit einem Rückgang der Erwerbslosenziffer zu rechnen sei, hat sich leider nicht bewahrheitet, da außer der„Phönix“. .=G. eine ganze Reihe von Klein= und Mittelbetrieben erneut Entlassungen und langfristige Werksbeurlaubungen vornehmen mußten. Infolgedessen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Stadi= uno Landkreis Hörde um 1200, also von 16 800 auf 18150 Personen und erreicht damit einen Stand, der zum Beispiel um mehr als 100 Prozent höher ist, als in der Nachbarstadt Dortmund und um rund 150 Proz. die Erwerbslosenziffer der 4 Millionen=Stadt Berlin übersteigt. Neben den gelernten und ungelernten Arbeitern aller Art sind wieder in stärkerem Umfange gelernie meiauarbeiter entlassen worden, ebenso stellen die Berufsgruppen des Baugewerbes, der Heizer und Maschinisten, des Bergbaus, sowie die kaufmännischen und Büroangestellten einen erheblichen Prozentsatz der sich erneut arbeitslos Meldenden dar. Eine Entlastung durch Notstandsarbeiten war bisher, nur im allerbeschränktesten Umfange möglich— in der letzten Zeit wurden bei Notstandsarbeiten nur 208 Mann beschäftigt— da die nun schon seit Anfang des Jahres 1923 der Steuereingänge beraubten Gemeinden nicht imstande sind, die anteiligen Mittel für die produktivenNotstandsarbeiten aufzubringen. Ob die von der Staatsund Reichsregierung in Aussicht gestellten Hilfsmaßnahmen eine wesentliche Aenderung bringen. muß abgewartet werden. Die Arbeitsvermittelung wies mit 96 Vermittelungen eine nicht unerhebliche Steigerung gegen die Vorwoche auf. Am 4. Januar 1926 waren im Stadt= und Landkreis Hörde einschließlich der Notstandsarbeiter vorhanden: Arbeitsuchende: 18 150(16.828); Unterstützungsempfänger 13 448(12 656). Karnevalsverbot in Preußen. Pressedienst zufolge hat der Preußische Minister des Innern in einem Erlaß angeordnet, daß die Bestimmungen des vorjährigen Erlasses hinsichtlich des Karnevals auch sinden.— Jahr 1926 entsprechende Anwendung länder.) Pr.“ Januar.(Die Tage werden wieder — Sin ist auch der Dreikönigstag vorüber und im Wachstum der Tage gibt es einen Ruck. Gerade zwei Monate, seit Martini, hatten wir mit dem trüben Himmel zu kämpfen, der uns viele bankle Stunden bescherte. In den etwa zehn Tagen strenger Kälte, die wir im Dezember hatten, war helles Wetter, aber dann umsing uns wieder die Dunkelheit, die wir in den folgenden Regensocen asehr denn„reichlich genosen haben. Jetzt geoi es übet, wie gesagt, einen Ruck nach oben, und wenn sich auch morgens das Licht noch Zeit nimmt, so haben wir doch am Nachmittage bald eine deutliche Zunahme der Tagesstunden zu bemerken. —(Fahrpreisermäßigungen zugunsten der Ingendpflege.) Die für das Kalenderjahr 1925 ausgestellten Bescheinigungen zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung behalten nach einer Mitteilung § Annen, 7. Januar.(Erdstöße im Rheinland und Westfalen.) In einer großen Zahl Städte des Rheinlandes und Westfalens haben mehr oder weniger heftige Erderschütterungen stattgefunden. So wurden Erdstöße in Koblenz, Euskirchen, Köln, Bonn, Aachen, Neuß, Düsseldorf, Elberfeld=Barmen, Ohligs, Mettmann und in Orten in der Nähe von Dortmund verspürt. Auf dem Fernsprechamt in Castrop fielen die Bücher aus den Bücherschränken. Auch in Annen wurde in der vergangenen Nacht kurz nach 12 Uhr eine Erderschütterung wahrgenommen, die mehrere Sekunden andauerte. § Annen, 7. Januar.(Stahlwerk Annen ausgelöst.) Die Verwaltung der Fried. Krupp Akt.=Ges. in Essen teilt mit: Mit dem 31. Dezember 1925 wurde die Verwaltung des Stahlwerks Annen aufgelöst. Die Rohstoffe und Halberzeugnisse wurden von der hiesigen Rohstoff=Verwaltung übernommen. Die Werkstätten mit Maschinen und Einrichtungen sind den Lagerwerkstätten bezw. dem technischen Büro, die Wohnungen und Grundstücke der Wohnungsverwaltung unterstellt. —(Inventurverkäuse) finden jetzt überall zu herabgesetzten Preisen in großen u. kleinen Städten statt. Vielen Leuten ist es noch nicht recht bekannt, was es mit dem Inventurverkauf eigentlich auf sich hat und sie machen sich dann ganz falsche Vorstellungen. Das Handelsgesetz schreibt allen eingetragenen Firmen eine Bilanz, die jährliche Feststellung des Vermögensstandes, vor, und zu diesem Zwecke muß auch eine Inventur aufgenommen, das heißt, der Wert des Warenlagers festgestellt werden. Dieses Warenlager kann nicht für immer liegen bleiben, sondern es muß an den Mann oder an die Frau gebracht werden, und damit dies schnell geschieht, werden die Preise ermäßigt. Die Waren sind nicht etwa unmodern oder minderwertig, sie sind voll zu verwenden, und ihr Erwerb empfiehlt sich daher restlos. —(Amtsfürsorge.) Die für Freitag, 8. Januar, festgesetzte Untersuchung erholungsbedürftiger Schul= und Kleinkinder muß aus technischen Gründen auf Freitag, 15. Januar, verschoben werden. R. Annen, 7. Januar.(Klavierabend Erwin Körver.) Im kleinen Saal des Hotel Voß in Witten gab Erwin Körver=München am vergangenen Montag einen Klavierabend, der eine, wenn auch nicht sehr große, so doch dankbare und andächtige Zuhörergemeinde sah. Der junge Künstler aus unserer Gemeinde hat sich, seit wir ihn bei uns zuletzt hörten, prächtig weiter gebildet. Das bewies der Vortrag von Bachs Chromatischer Fantasie u. Fuge und Brahms herrlicher=moll Sonate, die wir beide auch letzthin hörten. Die vorbildlich klaren Durchführungen des Bachschen Fugenthemas und die Ecksätze der Brahms=Sonate sind wohl kaum zu überbieten. In Beethovens Es=dur Sonate waren im ersten Satz die schwärmerische Innigkeit des Hauptthemas und das graziöse Geprage des Nebenthemas wunderbar getroffen. Aber auch die andern Sätze dieser herrlichen Sonate ließen wohl kaum einen Wunsch unerfüllt. Interessant waren die Variationen und Fuge des modernen Felix Petyrek. In weitausschreitenden Ganztonschritten setzt das Werk ein und bringt nach einer Reihe von Variationen eine kunstvolle Schlußfuge. Müssen wir an dem Werk auch vorläufig mehr die finnlichen Klangreize bewundern, mehr als den Gehalt und die Klarheit seiner Gedanken, so liegt das wohl an der Rückständigkeit unserer Ohren moderner Musik gegenüber. Besonders schwierig ist es, unsern leiblichen und seelischen Gehörsapparat so plötzlich von Beethoven nach Petyrek umzuschalten. Doch sind wir dem Künstler recht dankbar dafür, uns mit diesem zweifellos sehr interessanten Werk bekannt gemacht zu haben. Unserm Erwin Körver aber wünschen wir weitere Erfolge. Wir können stolz auf ihn sein. )4( Annen, 7. Januar.(Entlassungen.) Ueber die vor einigen Tagen erfolgte Entlassung des beim Annener Gußstahlwerk beschäftigt gewesenen In genieurs Kluge werden hier die verschiedensten G rüchte verbreitet. Nach unseren Feststellungen haben die noch schwebenden Ermittelungen bestimmte. Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten zumNachteil des Werkes nicht ergeben. Kl. soll von einem Arbeiter Geldgeschenke angenommen haben, was zu seiner Entlassung führte.: Mit ihm wurden der betr. Arbeiter und noch ein anderer Angestellter sofort entlassen. 4—(Festnahme.) Ein auf dem Schnee wohnender, Bergmann, der in betrunkenem Zustande seine Fumilienangehörigen mit gefährlichen Waffen bedrohte, mußte von der Polizei vorläufig in Haft genommen werden. F Annen, 7. Januar.(Sterbekasse Annen.) Die auf Sonntag, 3. Januar, anberaumte 2. ordentli che Generalversammlung wurde um 3 Uhr vom 1 Vorsitzenden Herrn Amtsobersekretär Hugo Renkhoff eröffnet und geleitet. Bevor zur Tagesordnung geschritten wurde, gedachte der Vorsitzende der im Jahre 1925 verstorbenen Mitglieder; zur Ehrung derselben bat er die Anwesenden, sich von ihren Sitzen zu erheben. Nachdem der Schriftführer die Protokolle vom vergangenen Jahre zur Verlesung gebracht hatte, schritt man zur Tagesordnung. Wahl des Geschäftslokals: Das bisherige Lokal Richard Schwarze(früher Lindemann) Eggenweg No. 7 wurde einstimmig wiedergewählt. Dem Jahresbericht entnehmen wir folgende Zah len: 1. Januar 1925 An Kassenbestand Mk. 925,50, AnEinnahmen F. 1925 Mk. 16419,20 Mk. 17344,70 An Ausgaben p. 1925— Mk. 15802,93 Kassenbestand am 1. Januar 1926 Mk. 1541,77 Das Gesamtvermögen beträgt am 1. Januar 1926 Mk. 5658,04 Die Zahl der Mitglieder betrug am 1. Januar 1925 Im Jahre 1925 wurden aufgenommen 1875 67 1942 gestrichen durch Todesfall 19 gestrichen durch Verheiratung. 14 gestr. durch Nichtzahlung der Beiträge 268 301 Bestand d. Mitglieder am 1. Jan. 1926 1641. An Beiträgen werden für das Jahr 1926 er hoben a) für Verheiratete und Witwern je Mark 12,—; b) für Witwen und ledige Personen je Mk. Sh Bile abli an Sebegal at. für Tolge d) über 10 bis zu 18 Jahren Mk. 150,—; e) für Erwachsene Mk. 300,—. Dem Rendanten wurden für das Jahr 1926 vier Prozent von der Einnahme bewilligt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Emil Funke, Rich. Cohkamp, Hugo Berensmann und Wilh. Redtwitz wurden einstimmig wiedergewählt. Zu Rechnungsprüfern für das Jahr 1926 wurden die Herren Emil Muthmann, Fritz Schaub und Karl Hösche wiedergewählt. Es wurde den Mitgliedern vom Vorsitzenden dringend empfohlen, die Beiträge pünktlich zu zahlen, da sie bei einem Rüastand von mehr als 6 Monaten keinen Anspruch auf Sterbegeld haben. Hierauf wurde die General=Versammlung geschlossen, und man schritt zur Zahlung der Beiträge. f Rüdinghausen, 7. Januar.(Kirchliches.) Es wurden im Jahr 1925 getauft 26(39), konfirmiert 80(68), getraut 14(24), beerdigt 27(36). Am hl. Abendmahl nahmen 570(582) Personen teil. Die eingeklammerten Zahlen gelten für 1924. Stockum, 6. Januar.(Feierschichten.) Am vergangenen Mittwoch mußten die Zechen Neu=Iserlohn und Siebenplaneten eine Feierschicht einlegen. Der Grund für diese Feierschichten ist die letzte Hochwasserkatastrophe, da der Abtransport der Kohlen dadurch verhindert wird.— Wie sich noch nachträglich herausstellt, ist die Scheune des Gutsbesitzers V. von hier stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der obere Giebel derselben ist durch den Sturm vollständig eingedrückt. d. Stockum, 7. Januar.(Schlechte Straße.) In einem sehr schlechten Zustande befindet sich der Teil der Provinzialstraße, der von Stockum nach dem nahe gelegenen Eichlinghofen führt.— Zu empfehlen wäre es, wenn auch dieser Teil der Straße mit dem Kleinpflaster belegt würde, mit dem im vergangenen Jahre die Straße von Stockum nach dem Crengeldanz bepflastert wurde. Provinzielle Nachrichten. Dortmund, 7. Januar. Die Seele des Industriekindes. Lehrer Kautz=Hamborn sprach im Rahmen der Pädagogischen Woche über„Die Seele des Industriekindes". Da das Darniederliegen der Wirtschaft mit seinem Gefolge von Not und Entbehrungen heute mehr denn je die Gedanken der Gutgesinnten auf den Industriemenschen und seine Lage richtet, legte der Referent die Verhältnisse der Neuindustrie seinen Ausführungen zugrunde.— Bei Betrachtung der Psyche des Industriemenschen ist davon auszugehen, daß dieser unter den Gesetzen der allgemeinen Menschenpsyche steht. Diese hat durch die eigenartig gestalteten Industrieverhältnisse eine völlige Lebensumwertung erfahren, die gekennzeichnet wird durch eine große Stillosigkeit des Landschaftsbildes infolge der Großstadt=Entwicklung und der Naturverwüstung, Stillosigkeit der Stadtanlagen infolge Nebeneinanderbestehens heterogenster Dinge; Stillosigkeit des Volkstums, das aus den verschiedenartigsten Elementen zusammengewürfelt ist, Stillosigkeit der Lebensführung, herbeigeführt durch Uebermüdung, Wohnungsnot und mangelnden Gemeinsinn.— Zudem ist der Industriemensch, wie er heute unter uns lebt, ein Produkt des Industriemenschheitsproblems überhaupt. Dieses Problem wurde in den Ausführungen des Referenten von der historischen, der wirtschaftlichen, der politischen, der ethischen und der pädagogischen Seite beleuchtet. Es wirkt sich praktisch im Industriearbeiter so aus, daß er ganz in die Gewalt des kapitalistischen Vitaltypus gegeben ist, hineingerissen in den Weltwirtschaftsprozeß, sich bedroht und ausgebeutet glaubt vom Unternehmer, losgelöst ist von einem Sinn der Arbeit, von jeder sittlich=religiösen Berufsidee. Dieses Industriemenschheitsproblem spiegelt sich wieder in der Industriejugend, die körperlich im Wachstum und Gesundheitszustand hinter Kindern zurückbleibt, die unter besseren hygienischen Verhältnissen heranwachsen.— Eine Analyse des Gedankenkreises der Industriejugend gab ein sehr düsteres Bild: Verständnislosigkeit gegenüber Gedankenarbeit und geistigen Berufen; Interessenlosigkeit gegenüber Religion und Kunst; schärfste Kritik gegenüber Wirtschaft und Staat; Haß und Gleichgültigkeit gegenüber der Arbeit. Daß es bei einer derartigen Einstellung der Industriejugend nötig ist, Wege zu suchen, um ihr Hilfe zu bringen, wurde wohl allen Teilnehmern der Pädagogischen Woche, die dieses Referat hörten, klar; gewiß auch dies, daß noch sehr, sehr viel tyeoretische und praktische Arbeit geleistet werden muß, wenn auch nur auf einige der vielen Fragen, die aufgeworfen wurden, eine Lösung gefunden werden soll. ** * Witten, 6. Januar.(Kommerzienrat Th. Müllensiefen.) Kommerzienrat Th. Müllensiefen ist, 80 Jahre alt, am Montag gestorben. Wenn er auch kein eigentlicher Vertreter der rheinisch=westfälischen Montanindustrie war, so hat ihm diese doch sehr viel zu verdanken; denn seine Lebensarbeit galt der Förderung der Wirtschaft des gesamten Ruhrgebiets. Einen Begriff von der Wirksamkeit dieser Persönlichkeit geben die Jahre seiner Zugehörigkeit zur Bochumer Handelskammer. 51 Jahre lang war er Mitglied der Kammer, 15 Jahre lang ihr Vorsitzender und dann zuletzt, zur Anerkennung seiner Arbeit im Dienste der Wirtschaft, ihr Ehrenvorsitzender. Das Sondergebiet, das er als industrieller Pionier bahnbrechend pflegte, war die Glasindustrie. Wenn die Firma, der er angehörte, die Glasfabrik Gebr. Müllensiefen in Crengeldanz bei Witten, im letzten Jahre auf ihr hundertjähriges Bestehen zurückblicken konnte und auch jetzt, trotz der verheerenden Wirtschaftskrise, die das Ruhrgebiet abermals heimsucht, mit Zuversicht in die Zukunft blickt, so ist das zum größten Teile der zielbewußten aufbauenden und fortschreitenden Arbeit, dem wirtschaftlichen Weitblick und der kaufmännischen Organisationsaufgabe ihres Mitinhabers zu verdanken. Auch der Stadt Witten widmete Kommerzienrat Müllensiefen einen Teil seiner Lebensarbeit. Jahrelang war er Mitglied des Magistrats. Mit ihm ist wieder einer der immer weniger werdenden Düppelstürmer dahingegangen. Seine Tätigkeit auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege findet ihren besten Ausdruck in der Wittener Diakonissenanstalt, die er gegründet und bis zu seinem Tode als Vorsitzender leitete. Wie er in der Vergangenheit im öffentlichen und, wirtschaftlichen Leben herausragte, so perschloß er sich, wie die„Köln. Ztg. schreibt, uuers anbenbel such mouat Dortmund, 6. Januar.(Einbruch in die Pauluskirche.) In der Nacht zum Montag wurde ein wertvolles Fenster der Pauluskirche mit einem Pflasterstein eingeschlagen. Die Täter sind sodann in die Kirche eingestiegen, haben daselbst die auf dem Altar liegende grüne Altardecke zerschnitten und die wertvolle, von der früheren Kaiserin zur Eintbeihung der Kirche am 3. März 1894 gestiftete Bibel durch Messerschnitte stark beschädigt. Personen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, dem Krim.=Komm. 2, Rathenauallee 1, Zimmer 114, Mitteilung zu machen. Schwerte, 5. Januar.(Das Hochwassergebiet) war in ausgedehntem Maße das Ziel von ganz Schwerte und Umgebung. Alles pilgerte zum Brückentor, um sich an Ort und Stelle, die„Greuel der Verwüstung" anzusehen. Jetzt wo sich die Wasser allmählich verlaufen, sieht man erst, welche Verwüstungen das entfesselte Element angerichtet hat. Da das Wasser überall in die Kellerräume. und Parterrewohnungen eingedrungen ist, sind große Vorräte an Kartoffeln und anderen Lebensmitteln verdorben, zahlreiches Kleinvieh ist ertrunken und fortgeschwemmt, die Wohnräume und Einrichtungsgegenstände schwer beschädigt usw. Die im Ueberschwemmungsgebiet liegenden Gärten und Wege bieten ein trostloses Bild der Verwüstung; der vom„Reiche des Wassers" am Strang vorbeiführende Weg zur Mühle ist in zwei Teile gerissen, die Gärten selbst fußhoch mit Steinen und Geröll bedeckt. Schwer mitgenommen ist auch die Provinzialstraße bis zur Brücke. An verschiedenen Stellen ist das erst vor Jahresfrist angelegte Pflaster von den Wogen herausgerissen und es wird großer Arbeit bedürfen, die Straße wieder instand zu setzen. Hagen, 5. Januar.(Die rasende Volme.) Das Hochwasser hat im Hagener Bezirk ganz erheblichen Schaden angerichtet. In sehr vielen Kellern hat das aufsteigende Grundwasser die Wintervorräte vernichtet.— In Hagen hat sich die Brücke an der Badstraße etwas gesenkt. Das Dessauer Gaswerk mußte in der Neujahrsnacht den Betrieb einstellen, weil Grundwasser in die Gasentwicklungsöfen eindrang.— In Priorei hat die starke Strömung das Haus eines Anstreichermeisters mit dem gesamten Mobiliar weggespült.— In Wetter war ebenso wie in Herdecke die Trinkwasserversorgung unterbunden, weil die Pumpanlagen an der Ruhr unter Wasser lagen. Sie sind inzwischen wieder in Betrieb gekommen. Das Hochwasser hat gezeigt, daß die Talsperren noch einer starken Ergänzung bedürfen. Es sind bereits Schritte eingeleitet worden, im Niederschlagsgebiet der Vu#me eine große etwa 100 Millionen Kubikmeter fassende Sperre anzulegen. Die beiden vorhandenen Sperren an Jubach und Glör mit etwa 10 Millionen Kbm. Fassungsvermögen haben sich als völlig unzureichend erwiesen. Der durch das Hochwasser der Volme angerichtete Schaden ist so groß, daß er den Baukosten für eine große Talsperre nahekommen dürfte.— An der oberen Ruhr wird in diesem Frühjahr mit der großen Sorpesperre begonnen. Hagen, 5. Januar.(Familientragödie.) In der Göbenstraße ermordete der frühere Gastwirt Zeits seine Ehefrau und machte dann durch Erhängen seinem Leben ein Ende. Zeits hat die Tat zweifellos in einem Anfall geistiger Umnachtung vollbracht. Gladbeck, 5. Januar.(Die Peitsche des Kommandanten.) Ein hiesiger Wirt überwies dem Gladbecker Heimatmuseum eine interessante Erinnerung an die Besatzungszeit, die Reitpeitsche des belgischen Obersten Modlin, der in der schlimmsten Periode der Besatzungszeit#n grausigesSchreckensregiment in Gladbeck ausübte und mit dieser Peitsche zahlreiche friedliche Bürger persönlich mißhandelt hatte. Er hatte die Peitsche gelegentlich ei# nes schweren Rausches in einer Gladbecker Wirtschaft liegen gelassen. Geilenkirchen, 5. Januar.(In die Flut gestürzt und ertrunken.) In einem Nachbarort wurde die Leiche einer alten Frau gefunden, die in der überschwemmten Wurm in Geilenkirchen ertrunken war. Die Frau war blind und ist wahrscheinlich über das Geländer der Wurm gefallen. Duisburg, 6. Januar.(Sinkendes Land am Rhein.) In der Nähe von Duisburg ist das Rheinufer seit kurzer Zeit im Sinken begriffen. An mehreren Stellen ist das Ufergelände um fast einen Meter gesunken, so daß in aller Eile Dämme aufgeschüttet werden müssen, um Ueberflutungen zu verhüten. Die am stärksten gefährdete Stelle liegt zwischen Duisburg und Neuenkamp; sie hat eine Länge von etwa 700 Metern. Köln, 6. Januar.(Starke Erderschütterung im Rheinland.) Wie die Kölner Morgenblätter mitteilen, wurde heute nacht gegen 12,40 Uhr eine starke Erderschütterung verspürt. Auch aus der näheren und weiteren Umgebung, so aus Remagen, Barmen, Neuß, München=Gladbach und Krefeld liegen bis jetzt Meldungen vor, daß auch dort eine starke Erderschütterung wahrgenommen wurde. Nach Meldungen aus Hamburg und Frankfurt a. Main ist dort die Erschütterung ebenfalls verspürt worden. Köln, 5. Januar.(Mutter und Kind unter den Rädern des Schnellzuges.) Heute morgen warf sich hier eine Frau mit ihrem Kinde vor einen in vol ler Fahrt befindlichen Schnellzug der Rhein=UferBahn. Beide wurden sofort getötet. Köln, 6. Januax.(Der Kölner Dom in Gefahr.) Unter diesem Titel hat die Kölnische Volkszeitung eine achtseitige illustrierte Sondernummer herausgegeben, in der unter eindringlichem Hinweis auf die fortschreitenden Verwittexungserscheinungen an der Außenseite des Doms die gegenwärtige Gene ration an ihre Pflicht gemahnt wird, das monumentale Wahrzeichen deutscher Einheit zu erhalten und es der Nachwelt so zu uberliefern, wie sie es von ihren Vätern übernommen hat. Koblenz, 6. Januar.(Genergl Guillamat beim Reichskommissar.) Der kommandierende General der Rheinarmee, Guillamat, hat gestern vormittag dem Reichskommissar für die besetzten Gebiete einen Dortmunder Auftrieb am 4. Januar: 424 Stück Großvieh, 335 Kälber, 77 Schafe, 1970 Schweine. Bezuhlt wurden für 100 Pfund Lebendgewicht“ 1. Rinder. A. Ochsen: a. 58—60, b. 53—57, c. 47—52, d. 40—46; B. Bullen: a. 54—57, b. 43—53, c. 30 bis 42; C. Färsen und Kühe: a. 58—60, b. 53—57, c. 45—52, d. 33—44, e. 20—32.— 2. Kälber: a. —. b. 92—95, c. 85—91, d. 65—84, e. 40—64.— 3. Weidemastschafe: a. 45—50, b. 25—44. — 4. Schweine: a. 92—93, c. 90—91, d. 88 bis 89, e. 85—87. Marktverlauf: Großvieh und Kälber gut, sonst mittel. In den Preisen sind enthalten die Unkosten an Fracht, Viehhofgebühren, Umsatzsteuer und Händlergewinn. wirtschaft und handel. 11 000 Konkurse im vergangenen Jahre. 55 Geschäftsaufsichten je Dezembei Berlin, 6. Januar. Die seit dem Dezember## Is. zu beachtende starke Zunahme der Konkunseröffnungen geht in erschreckendem Maße weiter„Mit 1083 neuen Fällen haben die Konkurse im Dezember eine Rekordziffer aufgestellt. Im ganzen Jahre 1925 sind 10 933 Konkurse eröffnet worden gegenüber 5929 im Jahre vorher und nur 249 Konkursen im Jahre 1923. Auch die Geschäftsaufsichten haben in allerstärkstem Maßstabe weiter zugenommen und zwar von 632 im Oktober und 967 im November auf 1397 im Dezember. Während Anfang Dezember täglich 35 bis 40 Konkurse festgestellt wurden, stieg diese Zahl gegen Ende Dezember auf über 55 je Tag. Vor dem Kriege wurden jährlich durchschnittlich 10000 Konkurse eröffnet. Demnach erscheint der Unterschied zwischen einst und heute noch besonders groß, aber man muß nicht außer acht lassen, daß auch die Geschäftsaufsichten zu den Konkursen gerechnet werden müssen. Demnach kann man gut mit einer Verdoppelung für das Gesamtjahr rechnen. Ein Monatsvergleich würde dagegen sicher im Dezember eine Verdreifachung gegenüber den Vorkriegszahlen ergeben. * 100 000 stellenlose kaufmännische Angestellte. Die Lage für kaufmännische Angestellte hat sich im Dezember 1925 weiter verschlechtert. Im Deutschen Reiche befanden sich Ende Oktober bereits 53000 männliche und 24000 weibliche Handlungsgehilfen ohne Stellung. Diese Zahl dürfte inzwischen durch die Entlassungen zum 31. Dezember auf über annähernd 100000 gestiegen sein. Verschiedenes. Kupferplomben für schlechte Zähne. Nach langjährigen Versuchen hat man an der kanadischen Universität in Toronto für hohle und sonstige schadhafte Zähne ein Heilmittel entdeckt, das man als den größten Fortschritt der Zahnheit# kunde im Laufe des Jahrhunderts ansehen zu dürt fen glaubt. Das Mittel besteht darin, daß man esne Kupfermischung anwendet, um die Wurzelkanäle der Zähne damit zu plombieren. Wie versichert wird, besitzt das Heilmittel eine keimtötende Kraft und unbegrenzte Zeitdauer und ist ein Schutzmittel gegen neue Erkrankungen der Zähne. □ 13 Die größte Farm der Welt. Sir Sidney Kidman, ein australischer Viehkönig, ist Eigentümer der größten Farm der Welt. Seine Besitzung ist so groß wie ganz England. Als Viehbesitzer dagegen muß er den ersten Platz Don Luis Terraza in Mexiko überlassen, denn gegen seine 100 0000 Pferde und Rinder besitzt Don Luis eine Million Stück Rindvieh, 700 000 Schafe und 100 Tausend Pferde. Der Dritte in dex Reihe ist wahrscheinlich ein gewisser King in den Vereinigten Staaten, der auf seinem mit einem 300 englische Meilen langen Stacheldrahtzaun umgebenen Besitz 200000 Rinder neben gewaltigen Schafherden hält. 6 f * „Teure Frauen“ in Kamernn. Die männlichen Eingeborenen in Kamerun leiden beträchtlich unter den teuren Zeiten. Es wird ihnen immer schwerer, eine Frau zu finden bezw. zu kaufen, denn die Preise bewegen sich von 2 bis 5000 Franken und haben Neigung, weiter zu steigen. Die französische Verwaltung sinnt nach Abhilfemaßnahmen, um den Heiratsmarkt zu beleben. Neueste Nachrichren. Rede Stresemanns in München. München, 7. Januar. Reichsaußenmin### Stresemann wird hier bei einer Reichsgrünnungsfeier, die die Deutsche Volkspartei am 17. veranstaltet, die Festrede halten. * Mord und Selbstmord. Fürstenberg, 6. Januar. Der„Kreisan#eig meldet: Der 32 Jahre alte Buchdrucker##i Franz Swoboda, der hier seit kurzer Zeit eine#### Zeitung herausgibt, hat sich in der letzten Nächt mit seiner Braut infolge finanzieller Schwierigkeiten im Redaktionszimmer erschossen. ** In die Luft gesprengt. Berlin, 6. Januar. In Avesta in Schweden sprengte in der letzten Nacht ein Vorarbeiter sich, eine Frau und vier Kinder durch Dynamit in die### Luft, das er in die Betten gelegt hatte. Sämtliche Familienmitglieder wurden durch die Explosion auf den Hof hinausgeschleudert. Die Frau und ein Kind sind bereits gestorben. Am wenigsten verletzt wurde der Mann selbst. Er versuchte nach der Tat sich zu erhängen, wurde aber daran gehindert. gerncmbunden sind alle Hautunreinigkeiten u. Hautausschläge, wie Milesser, Pickein, Blütchen usw. durch tägl. Gebrauch d. allein echten Rechmpferd-Seeischwefel=Jeite von Bergmann& Co., Radebeal. Oberall au haben. stehmarkt. Stück Großvieh, wetne. Bezuhlt gee 1. Binder. c. 47—52, d. —53, c. 30 bis 00, b. 53—57, c. Kälber: a. 4. e. 40—64.— 50, b. 25—44. —91, d. 88 bis : Großvieh und Preisen sind entLiehhofgebühren, wbeck nen Jahre. ezembe Dezember der Konk## laße weiter„Mit kurse im Dezemm ganzen Jacte worden gegenfur 249 Konkursen in allerstärkund zwar von ber auf 1397 im mber täglich 35 stieg diese Zahl je Tag. h durchschnittlich ch erscheint der ute noch besonußer acht lassen, 1 den Konkursen. h kann man gut Gesamtjahr rechdagegen sicher gegenüber den e Angestellte. ngestellte hat sich htert. Im DeutOktober bereits Handlungshl dürfte inzwin 31. Dezember sen sein. es. Zähne. at man an der o für hohle und ilmittel entdeckt, itt der Zahnheile. ansehen zu dür rin, daß man### die Wurzelkanäle Wie versichert imtötende Kraft ein Schutzmittel ne. air Welt. lischer Viehkönig, der Welt. Seine gland. Als ViehPlatz Don Luis inn gegen seine Don Luis eine Schafe und 100 „Reihe ist wahrden Vereinigten em 300 englische umgebenen Beigen Schafherden nerun. in Kamerun leiZeiten. Es wird zu finden bezw. n sich von 2 bis 3, weiter zu steisinnt nach Abnarkt zu beleben. sichren. ünchen. ubenminr Reichsgründktichsam 17. rd. „Kreisateig uchdrucker###i er Zeit einen## der letzten Nächt ller SchwierigkeiN. ta in Schweden Vorarbeiter sch, Dynamik in die hatte. Sämtliche die Explosion die Frau und ein wenigsten verletzt# chte nach der Tath n gehindert. bunden Mläge, vie Mitesser. uch d. allein echten befel=Jeife I. Aberallen haben. ** PoreMeUhaaoh ist die Parole unseres diesjährigen Unventur-Ausverkaufs. * Unter jeder Bedingung müssen wir unsere großen Läger räumen. Wir haben deshalb die Preise rücksichtslos herabgesetzt. Unsere 7 großen Schaufenster zeigen ihnen die spottbilligsten Preise. Ecke Weberstrasse * Det Mkäner Z RestelminnegD .—16. Januar Asentar-Nasverkauf! 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Schreibmaschine, 2 SchreibPlse, 4 Sosas, 1 Küchenschrank, 1 Eredenz, 1 Ssurz. 4 Sessel, 1 Warenschrank, 1 Spiegel, 1 Theke, 1 Pult, 3 Kanarienvögel u. a..“ öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Witten, den 6. Januar 1926. Obergerichtsvollzieher in Witten. Sonntag, den 10. Jan nachm. 5 Uhr findet im Vereinslokale Radike die diesjährige Jaufesbaupfversammlune statt. Tagesordnung: 1. Kassen= u. Geschäftsbericht. 2. Vorstandswahl, 8. Sterbekasse 4. Aufnahme neuer Mitgl. 5. Verschiedenes. Unbedingtes Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist erforderlich. De Goctand! Zwangsversteigerung. Freitag, den 8. de Mta I— 8. Freitag, den 8. ds. Mts vorm, 11 Uhr werde ich im Versteigerungslokal beim Wirt Prünte in Annen 6 Stühle, 1 rund. Tisch, 1 Schuhmachermaschine, 2 Theken mit Glasanssatz, 1 gr. Teppich, 1 Ausziehtisch, 1 Korbmöbel=Gar. nitur, 1 Laden=Regal, 1 Aufschnitt=Maschine, 1 Balken=Waage, 1 Anzug öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Lückermann, Obergerichtevollzieder in Witten. Krinlerte-Verein Annen. Jahresversamglang am Sonntag, den 10. Jan. 6 Uhr nachm. im Vereinslokal. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Vorstandswahl. 4. Aufnahme neuer Mitgl. 5. Verschiedenes. Es ist Eyrenpflicht eines jeden Kameraden, in der ersten Hauptversammlung nach der Franzosenzeit zu erscheinen. Der Vorstand. VWGENTOR-AUSVERNAUT 'raus mit der Ware um jeden Preis! dernste m bieten Vel uir grundeltelch nienle Vereslen lauel aus mit dher Weretl Br beiauter alanh uur be unseres Willens, unsere Kundsehgie, irner Ab Donnerstag große Extra-Aulagen Stölfe, Gardinen zu fabelhaft billigen Preisen. Am glle 10% auf alle Damen. D# Waren u. Kinderkleidung 40 jeußer bien geneichnete) Modenhaus RABATT! metel Nen Werr * * Die R Auch Ed Was hatten Warum gön Ahnte er, ihr kreisten? Und wei Wer anders Prosper dur durch um wollte? 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Sollte sie nicht nur auf Herzensglück, sondern auch auf die bisherigen Annehmlichkeiten ihrer äußeren Stellung verzichten? Wäre alles geblieben, wie es war, nie hätte sie sich gestattet, an Eigenglück auch nur zu denken. Der Ehrgeiz, Achim zu einem würdigen Nachfolger seines Großvaters zu erziehen, hätte sie für alles schadlos gehalten, was ihr Frauenherz entbehren mußte. Aber so—— Als Edeltrud die Halle vom Park aus betrat, tat sich gleichzeitig die schwere eichengeschnitzte Tür auf, die von der Rampe her den Eingang bildete. Prosper, auf Dr. Markhof gestützt, trat herein. Er war blaß und trug den linken Arm in der Binde. Als er Edeltrud sah, die erschrocken auf ihn zueilte, ließ er Markhofs Arm los und sagte lächelnd: „Du brauchst nicht zu erschrecken, Edel.— Ich hatte nur einen kleinen Unfall auf der Jagd. Ein Streifschuß, der lediglich den Oberarm traf u. ein bißchen Blut kostete.“ „Mein Gott, aber wie geschah das denn? Wer hat dich denn angeschossen!“ stammelte sie, immer noch sehr erschrocken. „Ich mich selbst. Ich hatte den Stecher aufgezogen, rutschte aus, fiel und das Gewehr ging los. Aber es hat gar nichts auf sich—“ „Wirklich nicht? Sage mir die Wahrheit, Prosper!" „Wirklich nicht!“ Auch Markhof beruhigte sie. „Es ist in der Tat nur ein leichter Streifschuß. Bir waren bereits beim Arzt. Er sagt, in ein paar Tagen sei alles wieder gut.“ Der Herzog wurde leichenblaß, als man ihm den Unfall mitteilte.„Der Schuß hätte auch in die Brust gehen können!“ stammelie er verstört.„Und dann—“ er wandte sich ab. Kaltes Grausen lief ihm über den Rücken. Nein, er wollte es gar nicht ausdenken!“ Am Nachmittag kam die Gräfin Wilderich angefahren. Aus dem Sack großer und kleiner Neuigleiten, die sie auskramte, erregte eine besonders #deltruds Interesse. zeitig auf die Pürsch gefahren, mit dem Gewehr gestürzt und habe einen Schuß in die rechte Brustseite davongetragen. Sein Arzt meine, die Verletzung sei schwer und lebensgefährlich, denn die Lunge wäre verletzt. Jedenfalls würde er, wenn er überhaupt davonkäme, jahrelang mit der Sache zu tun haben. Edeltrud und der Herzog sahen sich einander sekundenlang bestürzt an— auf das peinlichste berührt. Sie wußten nun, was es mit Prospers Streifschuß für eine Bewandtnis habe. Aber sie begriffen absolut nicht, welche Veranlassung er zu einem Duell mit Graf Heider gehabt haben konnte. Prosper selbst und Markhof blieben natürlich unerschütterlich dabei, daß es sich um einen Jagdunfall handele. 21. Kapitel. In Hagernbach pochten zwei junge Herzen von Tag zu Tag unruhiger. Amaranth konnte nicht begreifen, warum Dr. Markhof sich plötzlich so unsichtbar vor ihr machte. Er besuchte weder seine Kusine auf Hagernbach, noch botanisierte er mit Achim im Forst, obwohl das Wetter so he#lich war und die arme Amaranth fast täglich alle Wege und Stege dort ablief. Auch auf Dreisenstein war er nicht anzutreffen. Amaranth hatte mehrmals Edeltrud besucht und diese Besuche bis an die Grenze der Möglichkeit ausgedehnt— aber Markhof war nie sichtbar gewesen. Des Nachts lag sie wach im Bett und weinte. Sie schämte sich so, daß sie einem Mann heimlich nachlief, und schwor sich immer wieder zu, es von nun an nicht mehr zu tun. Aber wenn dann der Morgen kam, dann stellte sich auch unfehlbar die qualvoll drängende Sehnsucht ein und trieb sie hinaus in den Wald. Tinti weinte nicht, aber sie platzte beinahe vor Aerger. Vierzehn Tage und darüber waren vergangen, seit sie Prosper zum letztenmal gesehen. Es tröstete sie absolut nicht, daß Kurtchen Dolling dafür fast täglich nach Hagernbach geritten kam, daß der Herzog ihr a conio ihres Geburtstages ein Reitpferd geschenkt hatte und Edeltrud seit dem Ball ihr wieder viel liebenswürdiger entgegenkam. Gerade das kam ihr verdächtig vor. Auch sprach Edeltrud auffallend viel von Dolling, fand ihn„so nett“ und neckte Tinti sogar mit ihm. Wo war Prosper? Warum kam er nicht? Edeltrud sagte, er mache sich jetzt viel in der Oekonomic auf Klein=Dreisenstein zu tun. Auch nach Dansberg sei er oft gefahren und mit Herrn v. Knude habe er sich sehr angefreundet, so dak ein recht lebhaftes Hinüber und Herüber zwischen Dreisenstein und Lerchenau herrsche. Dann kam der „Jagdunfall“. Natürlich fuhr Tinti, als die Kunde davon zwei Tage später nach Hagernbach gelangte, sofort zu Edeltrud, um näheres darüber zu erfahren. Amaranth hatte sie begleitet. Aber dieser Besuch nahm einen merkwürdigen Verlauk, der Tinti ernstlich beunruhigte. Zwar am folgenden Tage ohne Binde tragen konnte: Aber Prosper selbst ließ sich nicht blicken und die Prinzessin machte auch keine Anstalten, ihn von dem Besuche seiner Basen in Kenntnis zu setzen. Der Herzog war nicht daheim. Sein Prozeß, der nun in der letzten Instanz war, hatte eine persönliche Besprechung mit dem Minister nötig gemacht, zu der er sich gestern nach Wien begeben hatte. Tinti saß wie auf Nadeln. „Prosper ist wohl gas nicht daheim?“ fragte sie kendlich ungeduldig.„Das tut mir sehr leid. habe eine Menge Fragen wegen unserer Jagd an ihn zu richten.“ „Doch. ich glaube schon, daß er daheim ist,“ antwortete Edeltrud ruhig.„Wenigstens war er noch da, kurz bevor ihr kamt. Uebrigens erwähnte er neulich, du hättest ihm wegen der Jagd geschrieben und er habe dir geantwortet. Ich glaube, er wies auch Bender an, sich persönlich mit dir über alles ins Einvernehmen zu setzen.“ „O ja, das tat er schon, aber ich hätte doch gern über manches persönlich mit ihm gesprochen und es ist nur noch eine Woche bis zur Jagd.“ „Soll ich ihn holen lassen?“ „Ich wäre dir sehr verbunden. Wahrscheinlich weiß er noch gar nicht, daß wir da sind.“ Die Prinzessin klingelte und gab Auftrag, Prosper zu verständigen, daß die Komtessen aus Hagernbach da seien. Nach fünf Minuten kehrte der Diener mit der Meldung zurück, Se. Durchlaucht lassen um Entschuldigung bitten, aber sein Arm schmerze ihn plötzlich so sehr, daß er momentan außerstande sei, zu erscheinen. Tinti blickte Edeltrud erschrocken an.„Die Wunde ist also doch schlimmer, als du annimmst.“ Edeltrud zuckte die Achseln. „Das begreife ich wirklich nicht. Bisher hat er überhaupt nicht über Schmerzen geklagt, sondern nur über die„Schramme“, wie er es nannte, gelacht.“ „Willst du nicht selbst einmal nach ihm sehen?" „Gern, wenn es dich beruhigt.“ Die Prinzessin erhob sich. Beim Hinausgehen wandte sie sich an Amaranth, die bisher kaum den Mund aufgetan hatte.„Liebe Amy, da ich deine Schwärmerei für Blumen kenne, wird es dich vielleicht interessieren, daß wir momentan zwei seltene Spezialitäten inden Treibhäusern haben, die du dir inzwischen ansehen könntest. Eine blaue Rosenart und eine erst kürzlch aus England importierte Calathea.“ „Wo stehen sie?“ fragte Amaranth, die froh war, einen Vorwand zu haben, um hinauszukommen. Vielleicht war es draußen eher möglich, Markhof zu sehen und ihn endlich zu fragen, was er gegen sie habe. „In der großen Galerie ist die Calathea, im anstoßenden Pavillon sind die Rosen.“ Amaranth schlug nicht den direkten Weg nach dort ein. Sie ging langsam den breiten Korridor entlang, an dessen Ende, wie sie wußte, Achims und Dr. Markhofs Zimmer lagen. Es war ja möglich, an Auch im Kark, den F, I Nichtungen spähend durchschritt, war niemand zu sehen. In der großen Galerie arbeiteten ein paar Gärtnerburschen. Ein betäubender Duft von blühender Vanille und seltenen Nelkenarten erfüllten den feuchtwarmen Raum. Kleine Fontänen plätscherten zwischen diesem Blütenmeer von unerhörter Farbenpracht. Hier standen fleischfressende Rephentes mit Kannen von ungewöhnlicher Größe. Dort rubinrot leuchtende Kugeln verschiedener Begoniearten. Hormen hoch und üppig bis in die Wölbung des domartigen Glasdaches. Amaranth schritt langsam weiter durch die lauschige dufterfüllte Stille. Richtig, dort stand auch die neue Calathea. Aber Amaranths Augen schweifen gleichgültig darüber hin. Dann zog sich ihr kleines Herzchen plötzlich in schmerzhafter Enttäuschung zusammen: draußen auf einem Rasenfleck sah sie durch eines der halbaufgezogenen Fenster Archim mit Mundy und Fräulein Müller Federball spielen. Dr. Markhof war nicht dabei. Wahrscheinlich war er gar nicht daheim. Von diesem Moment an interessierten Amaranth die Blumen schon gar nicht mehr. Sie hatte nur noch den einen Wunsch, sich in einen verstickten Winkel zu flüchten und ihre Enttäuschung auszuweinen. Mechanisch betrat sie den Rosenpavillon, zu dem ein schmaler, grottenartiger, von Schlinggewächsen verkleideter Durchgang führte. Hier aber stockte ihr Fuß plötzlich und ihre Augen leuchteten. Auf einer der Gartenbänke, die halbversteckt zwischen diesem Rosenmeer angebracht waren, saß Dr. Markhof und las in einem Buch. „Endlich finde ich Sie!“ rang es sich mit einem so tiefen Seufzer der Erleichterung von Amaranths Lippen, daß Markhof wie elektrisiert aufsprang. Auch seine Augen leuchteten wie Sterne, während ein jähes Rot seine Wangen überzog und beide Hände sich Amaranth in warmem Impuls entgegenstreckten. Aber schon in der nächsten Sekunde erlosch alles und die Hände sanken schlaff herab. „Sie haben mich gesucht, Komtesse?“ kan mesen von seinen Lippen. „Ja— immer! Ueberall!“ antwortete sie halb trotzig, halb freudig.„Weil ich Sie fragen muß, Dr. Markhof, warum Sie mir ausweichen! Habe ich Sie mit irgend etwas gekränkt? Schon damals auf dem Ball hatten Sie kein Wort, keinen Blick für mich! Und ich hatte mich so auf den Abend gefreut! Bin ich denn nicht mehr Ihre kleine Schülerin, deren Augen Sie geöffnet haben für eine neue schöne Welt und die Ihnen dafür so dankbar ist, Herr Doktor,... so dankbar, daß Worte es gar nicht ausdrücken können!" Weich, in kindlicher Unschuld strömten die letzten Worte von ihren Lippen und doch zitterte darin ein Ton mit, der tief aus dem Herzen eines liebenkom es ge Amerika und die Abrüstungsnole. Ene Botschaft Coolidges an den Kongreß. In einer Botschaft an den Kongreß tritt der Präsident der Vereinigten Staaten Coolidge für eine Beteiligung Amerikas an den Genfer Vorbesprechungen für eine allgemeine Abrüstungskonferenz ein, gleichzeitig hebt er jedoch ausdrücklich hervor, daß die Teilnahme der amerikanischen Regierung an den Arbeiten des vorbereitenden Ausschusses nicht dazu verpflichtet, auch an der endgültigen Konferenz teilzunehmen. Es heißt dann wörtlich in der Botschaft: „Es ist meine Ueberzeugung, daß soweit Vorbesprechungen in Frage kommen, wir unsere Hilfe und Mitarbeit nicht versagen dürfen. Ich bin ferner der Ansicht, daß das Wettrüsten der wichtigste Faktor für den Ausbruch von Kriegen ist, was sich jetzt offensichtlicher denn je zeigt. Die Notwendigkeit, die Steuern zu ermäßigen, wird in allen Ländern immer dringender, was jedoch nur dann möglich ist, wenn die Rüstungen beschränkt werden.“ Dem Kongreß ist ferner eine Sonderbotschaft Coolidges zugegangen, in der die Bewilligung von 50000 Dollar zur Deckung der Unkosten erbeten wird, die durch die Teilnahme an der vorbereitenden Abrüstungskonferenz in Genf entstehen. Damit wird gleichzeitig die Genehmigung zur Entsendung einer Delegation nach Genf nachgesucht. Jahrt nicht nach Italien. nastie Obrenowitsch, und sein Vater Georg KaraGeorgewitsch war ein König ohne Land. Außerdem war er der jüngere, und sein Bruder Georg hatte vor ihm die Anwartschaft auf die Nachfolge des Vaters, als dieser durch die Ermordung des Königs Alexander und seiner Gemahlin Draga auf den Thron kam. Aber Prinz Georg machte sich als Kronprinz bald unmöglich. Der offenbar geisteskranke junge Mann machte dauernd auf die unliebsamste Weise von sich reden. Er zettelte in der Oeffentlichkeit Skandale an, prügelte Diener zu Tode, trat andere zu Krüppeln, und als er in der Annexionskrise auch noch anfing, öffentlich in der maßlosesten Weise gegen Oesterreich=Ungarn zu hetzen, wurde er schließlich auf energische Forderung Oesterreichs hin vom König seines Thronfolgerechts für verlustig erklärt. Georg ging nach Paris, meldete sich aber bei Kriegsausbruch wieder als Offizier und kämpfte an der Drina. Allmählich wurde es aber immer schlimmer mit ihm, und es blieb endlich nichts anderes übrig, als ihn auf die Dauer festzusetzen. Ein Kronrat stieß ihn im Juni 1925 aus der Familie aus und internierte ihn, da er offenbar gemeingefährlich geisteskrank geworden war. Er bewegte sich in schlechter Gesellschaft und liebte es, an öffentlichen Orten die Regierung, den König und das ganze heutige System öffentlich zu beschimpfen. So brachte man Georg nach Bellye, dem beschlagnahmten Gute des früheren österreichischen Erzherzogs Friedrich, wo er seitdem unter Bewachung lebt. Berlin, 6. Januar. Die Nationalliberale Korrespondenz veröffentlicht einen Hilferuf aus Südtirol gegen die kulturelle, geistige und wirtschaftliche Knechtung, der in dem Ruf ausklingt:„Fahrt nicht nach Italien!" Jede Reise nach Italien sei im gegenwärtigen Augenblick ein Verrat am Deutschtum, ein Verrat an Südtirol. Zu diesem Hilferuf erklärt die„Tägl. Rundschau“, daß im vergangenen Jahre 186000 Reichsdeutsche als Vergnügungsreisende in Italien geweilt haben. Wenn es gelänge, nur die Hälfte im Jahre 1926 abzulenken, so entstehe der italienischen Wirtschaft erheblicher Schaden. Diese Ziffern allein bestätigen die Angaben in dem Hilferuf, daß Italien aus dem deutschen Reiseverkehr ganz außerordentlich profitiert und auf die Dauer nicht auf die Goldmillionen der deutschen Reisenden verzichten kann, wenn nicht die italienische Volkswirtschaft aufs schwerste benachteiligt Italien. Landestrauer in Italien. Wie der„Berliner Lokalanzeiger“ aus Rom meldet, sind aus Anlaß des Todes der Königinmutter in ganz Itallen die Schulen, Theater und Gerichte geschlossen. Mussolini richtete eine Botschaft an die Nation, in der die Verdienste der Verstorbenen um das Volk hervorgehoben werden. Die Beisetzung im Pantheon wird am Sonnabend erfolgen. Beisetzungsfeierlichkeiten für Königin Margherita. Die offzielle Bestattungsfeier für die KöniginMutter=Margherita wird in Rom stattfinden, wohin die Leiche überführt wird, um nachher wahrscheinlich im Mausoleum des Hauses Savoyen in Turin, also nicht neben ihrem Gatten im Pantheon, beigesetzt„zu werden. Der Papst wird in der Weise offiziell an der Feierlichkeit telnehmen, daß er die Audienzen einstellt und sich zum Gebet in seine Kapelle zurückzieht. Er hatte die Königin als Kardinal persönlich gekannt und ihr, wie die Tribuna“ berichtet, auf dem Sterbebett den apostolischen Segen erteilt. Die faszistische Partei wird feierlich mit den Volksdirektoren an der Beerdigung teilnehmen und läßt der Leiche durch alle Faszisten des Landes den römischen Gruß entbieten. Rußland. Tschitscherin läßt dementieren. Die Telegraphen=Agentur der Sowjetunion ist ermächtigt, zu erklären daß die in der deutschen und ausländischen Presse verbreiteten Gerüchte über Trinksprüche bei dem Frühstück, resleitung, Generaloberst.. Seeckt, in Berlin zu Ehren des Volkskommissars Tschitscherin gab, in keiner Weise den Tatsachen entsprechen. Das Frühstad krug einen privaten Charatter und es wurden politischer Zusammenstoß trug eine große Anzahl Personen erhebliche Verletzungen davon. — Lösung der Berliner Opernhauskrise. Zwischen dem preußischen Kultusminister und dem Oberbürgermeister der Stadt Berlin schweben zurzeit Verhandlungen über eine Vereinigung der Staatsoper und der Stadtoper. Die künstlerische Leitung der beiden Opern soll dem Intendanten der Städtischen Oper in Charlottenburg, Tietjen übertragen werden. Finanziell soll die Selbständigkeit der beiden Institute noch gewahrt bleiben. — Die alte Unsitte, Kinder zum Erschrecken zu bringen hat wieder einmal ein Opfer gefordert. Die erwachsenen Kinder einer Kriegerwitwe in BerlinLichtenrade hatten sich verkleidet, um ihr elfjähriges Schwesterchen zu schrecken. Als sie nun so ins Zimmer stürmten, erschrak das kleine Mädchen derart, daß es zusammenbrach und, noch bevor der Arzt herbeigeholt werden konnte, starb. — Eine wahre Selbstmordepidemie scheint in der sächsischen Hauptstadt ausgebrochen zu sein. In den ersten Tagen des neuen Jahres machten in Dresden nicht weniger denn elf Personen Selbstmordversuche. Zwei von ihnen verliefen tödlich. Wirtschaftliche Sorgen und Liebeskummer waren in der Hauptsache die Beweggründe. Die=Bootfahrer in Bremen. Unter der Leitung des Korvettenkapitäns Fürst und im Beisein Die Verlassenen. Der Verzicht des rumänischen Kronprinzen Karl auf seine Thronansprüche dürfte vielleicht in Mailand ein Nachspiel haben. Kronprinz Karl traf in Mailand am 15. Dezember ein und stieg im ersten stück trug einen privaten Charakter un Hotel der Stadt unter seinem richtigen Namen ab. weder Trinksprüche noch Aeußerungen Die ganze Angelegenheit wird nun dadurch ver= Art gewechselt. wickelter, daß gleichzeitig mit Karl eine rumänischesr gewechset. Dame, unter dem Decknamen einer Prinzessin Lupescu, abstieg. Nach ihrem Eintreffen blieb Kronprinz Karl in seinen Zimmern und verzichtete auf jeden Ausgang. In der Dame, die unter dem Namen der Prinzessin Lupescu abstieg, vermutet man Karls erste(morganatische) Gattin Zissy Lambrino. Nun erfährt man, daß sich im gleichen Hotel Nun erfährt man, daß sich im gleichen Hotel eine zweite Dame inkognito angemeldet hat, die nächste Woche in Mailand eintreffen soll. Diese Dame soll niemand anders als die jetzige Gattin Karls, Prinwerden soll. Italien wird also wenn diese Kraft=(Zesin Helena von Griechenland, sein. Dadurch ist quelle nicht versiegen soll, seine Terrokpolitik Rinasinnen gages Zusammenstoßes der in Südtirol endlich aufgeben müssen.(sidutmnen begeven, Griechenland. Die Verfassung in Griechenland aufgehoben. Die Pariser Ausgabe der Daily Mail meldet aus Athen, daß außer dem Artikel 1, der bestimmt, daß Griechenland eine Republik ist, alle übrigen Artikel der Verfassung aufgehoben worden sind. esce ie Secstes cae Sehseee. gefallenen=Boot=Kameraden. Nicht heimgekehrt sind zwei Fischer aus Boltenhagen(Ostsee). Sie fuhren am Tage vor dem Weihnachtsabend zum Aussetzen ihrer Netze auf die See hinaus und sind von dieser Fahrt nicht wieder zurückgekehrt. Das Boot wurde jetzt bei der Insel Walfisch angetrieben, von den Fischern aber fehlt jede Spur. eine richten“ Südtirols Knebelung. Der Thronverzicht Carols genehmigt. Innsbruck, 6. Januar. Die„Innsbrucker Nach=] Das rumänische Parlament hat den Gesetzentmelden, daß vorgestern die„Meraner Zei= wurf über den Thronverzicht des bisherigen Krontung“ mit der Begründung beschlagnahmt worden sei, das Blatt verletze durch seine Schreibweise das Wesen des italienischen Volkstums. Der Thronverzicht aus Liebe. Die Liebesangelegenheit des Kronprinzen Karl von Rumänien, der, wie berichtet, auf seine Thronfolgerechte um einer Liebe willen verzichtete, spielt schon längere Zeit. Von London aus, wo der Prinz als Vertreter des Königs an der Beisetzung der Königin Alexandra teilgenommen hatte, reiste er mit seiner Geliebten, der Witwe des rumänischen Majors Tampeanu, die sehr schön sein soll, nach Paris und Venedig. * Ueberall zeigte sich das Paar öffentlich zusammen. Das wurde nach Bukarest berichtet, der Pariser Botschafter mußte den Prinzen offiziell warnen, und die Folge war, daß Prinz Karl nach Bukarest schrieb, er wolle auf den Thron verzichten, sich scheiden lassen und die Geliebte heiraten. Da aber hierdurch das„monarchische Prinzip“ in Gefahr geriet, beschloß ein Kronrat, den Hofmarschall zum Prinzen nach Venedig zu senden, um ihn von seinem Entschluß abzubringen. Die Mission des Hofbeamten war erfolglos: er brachte nur den endgültigen Thronverzicht Karls nach Bukarest zurück. prinzen Carol und die Proklamierung des Prinzen Michael zum Thronfolger angenommen. Für den Fall des Ablebens des Königs wird an Stelle des minderjährigen Prinzen ein Regentschaftsrat die Regierungsgeschäfte führen. Nach dem Gesetzentwurf werden Mitglieder des Regentschaftsrates sein: Prinz Nikolaus, der Patriarch Cristea Miron und der Präsident des Kassationshofes. Der rumänische Exkronprinz. Mailand, 6. Januar. Der rumänische Kronprinz Carol hält sich mit Frau Lupescu noch immer in Mailand auf. Er lebt sehr zurückgezogen. Die Mailänder Journalisten bemächtigen sich dieses Falles in breiter Ausführlichkeit und beschäftigen sich mit dem Privatleben des Prinzen, der ausschließlich unter dem Einfluß der Frau Lupescu stehe. burg ein Schuhmachermeister Grau mit schnittener Kehle ermordet aufgefunden. Der erste Befund ließ auf einen Unglücksfall oder Selbstmord schließen. Nunmehr ist es der Kriminalpolizei jedoch gelungen, den Täter ausfindig zu machen und zu verhaften. Es ist ein arbeitsloser, 23 Jahre alter Anstreicher mit Namen Schreiber. Die Kriminalpolizei hatte festgestellt, daß ein bei der Leiche vorgesundenes Rasiermesser, das als Mordwaffe benutzt worden war, den Namen Schreiber trug, und ein Mann dieses Namens an einer Silvesterfeier teilgenommen hatte, die Grau mit einem Bekannten vereinigte. Bei seinem Aufbruch von dieser Silvesterfeier hatte Schreiber in der Trunkenheit das Rasiermesser gezogen und erklärt, er werde jedem den Hals abschneiden, der ihm in den Weg trete. Wie es nun zu der Tat gekommen, ist ganz unerklärlich. Ob Schreiber in der Dunkelheit geglaubt hat, in Grau den von ihm Gesuchten zu erkennen, oder ob er mit dem Schuhmacher in einen Streit geraten ist, war bisher nicht festzustellen. Jedenfalls nahm das Zusammentreffen der beiden das verhängnisvolle Ende. Wegen Preistreiberei vor Gericht. Gegen Anzahl Schlächtermeister in Frankfurt(.) wurde vor kurzem wegen Preistreiberei straftrechtlich eingeschritten. Einer der ersten Angeklagten wurde jetzt vom Gericht zu 100 Mark Geldstrafe und Tragung der Kosten verurteilt, weil er das Pfund Schinken mit 4 Mark verkauft hatte. Deutsche Schisse vom Eise eingeschlossen. Auf Aus aller Welt. Mord in Charlottenburg. In der Neujahrsnacht wurde in Charlottendurch= der Fahrt von Petersburg sind die deutschen Schiffe Klara Kunstmann, Undine und Phila an der estnischen Küste imEise steckengeblieben. Die Besatzung ist ohne Kohlen und Lebensmittel. Ein Eisbrecher wurde zur Hilfeleistung von Reval aus entsandt. Bis zur Stunde sind jedoch noch keine Nachrichten über den Erfolg der Aktion eingelaufen. — In Konstantinopel verhaftet wurde ein vor eingen Wochen nach umfangreichen Unterschlagungen von Greifswald in Pommern flüchtig gewordener Universitätsobersekretär. Allen Schriftleitern und Verlegern, die die Deutsche Turnerschaft im abgelaufenen Jahre in so überaus entgegenkommender Weise unterstützt haben, erlaubt sich der Unterzeichnete herzlichen Dank zu sagen und gleichzeitig die höfliche Bitte zu übermitteln, daß das gute Verhältnis zwischen Presse und Deutsche Turnerschaft, das sich angebahnt hat, auch im neuen Jahre fortdauern möge! Die deutsche Presse erfüllt eine hohe volkserzieheriAuch bisher schon hat das Leben Karls nicht dem Bilde entsprochen, das man sich von einem künftigen König macht. Seine Erziehung war die im Hohenzollernhause übliche. Denn er ist ein Mitglied der Familie Hohenzollern. Sein Vater Ferdinand, als Prinz von Hohenzollern=Sigmaringen aus der Vermittlungsversuche im rumänischen Kronprinzenkonflikt. Die Königin Maria von Rumänien ist zur Teilnahme an der Trauerfeier für die verstorbene Königin=Mutter Margherita von Italien in Rom eingetroffen. Wie verlautet, wird sich die rumänische Königin im Anschluß an die Trauerfeierlichkeiten nach Mailand begeben, um in der Scheidungsangelegenheit ihres Sohnes, des bisherigen Kronprinzen Carol, vermittelnd einzugreifen. Dem Vernehmen nach ist die Gattin Carols, die Kronprinzassin Elona von Rumänien in Mailand Einführung der Zugtelephonie auf der Strecke Verlin=Hamburg.(sche Aufgabe, wenn sie der Deute Die Zugtelephonie soll nach einer Mitteilung die Förderung und zwistheit die sie auf Grund ihrer Arbeit und Größe vert katholischen, süddeutschen Linie, geboren, folgte sei= gessen Etena von Rumunten, in Mailand eingetrosnem kinderlos verstorbenen Onkel, Köng Karl, auf den Thron von Rumänien. Prinz Karl trat in das 1. Garderegiment in Potsdam ein, genoß hier seine militärische Erziehung und kehrte erst bei Ausbruch des Weltkrieges nach Rumänien zurück. Es dauerte nicht lange, so machte er durch eine Liebesaffäre von sich reden. Im Jahre 1918, als Bukarest noch von deutschen Truppen besetzt war und das Königshaus in Jassy residierte, verließ er heimlich die Stadt und ließ sich in Odessa heimfen, um ebenfalls den Versuch einer Aussöhnung mit ihrem Gatten zu unternehmen. Die Prinzessin soll es entschieden abgelehnt haben, sich scheiden zu lassen. der Reichsbahn=Direktion Altona in den zwischer Hamburg—Altona— Berlin verkehrenden EilDienstzügen ab 7. Januar dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Heute soll den Vertretern der Presse Gelegenheit gegeben werden, vom fahrenden Zug aus Ferngespräche zu führen. Folgen eines Ehestreits. Zwischen zwei Eheleuten in Spandau bei Berlin paren Zwistigkeiten ausgebrochen, die schließlich in Tatlichreiten ausarteten und in deren Verlauf die Frau hrem Manne verschiedene Messerstiche am Kopfe beibrachte. Der Verletzte erstattete hierauf bei der Polizei Anzeige. Währenddessen versuchte die„zärtliche“ Ehefrau durch Einatmen von LeuchtSalbstmord f Gennd chrer Arben und Große verdient. Gut Heil zum neuen Jahre! Der Pressewart der Deutschen Turnerschaft, F. P. Wiedemann. Die Leistungen der Junkers=Flugzeuge. X Von Januar bis einschließlich November 1925 haben die Junkers=Flugzeuge in Mitteleuropa in 30.000 Flügen 80000 Passagiere, 370 Tonnen Fracht und Gepäck sowie 250 Tonnen Post befördert. Hierbei wurden nahezu viereinhalb Millionen Flugkilometer zurückgelegt. Wenngleich die endgültige Jahresstatistik erst Mitte Januar vorliegen wird, so ist doch bereits jetzt ersichtlich, Weich. gas Selbstmord zu verüben. Zu diesem Zwecke öfnet. Als ein Kriminalbeamter zur Feststelung Vorsohre methe als Herdovelt heat, nas Spende des Reichspräsidenten für die Opfer des Hochwassers. rumänischen Offiziers, morganatisch trauen. damals verzichtete er auf den Thron und Prinzentitel, da das rumänische Gesetz nicht erlaubt, daß der Herrscher eine Rumänin heiratet, um nicht in das politische Parteigetriebe hineingezogen zu werden. 90 gewiesen. Der Abbau der Militärkontrollkommission. In einem Brief des französischen Generals Walch an den deutschen Entwaffnungskommissar General von Pawel wird die Mitteilung gemacht, daß alle noch vorhandenen Kontrollzwischenstellen der Militärkontroll=Kommission vom 1. Jan. 1926 an aufgehoben worden sind. Die Kontrollbefugnisse —: geg, aubfuglich die Berliner Zentrale der Damals sperrte man ihn ein. Er wurde— wegen Entfernung von der Truppe— mit 75. Tagen Arrest bestraft, und inzwischen erklärte das Gericht die Ehe für ungültig. Dann wurde Karl auf die übliche Weltreise ge hat jetzt ausschließli und nach seiner Rückkehr 1921 mit der Prin=Kontrollkommission. Helene von Griechenland, einer Tochter der! Exösf=ur#=:.. von Bundseenke igin Sophie und daher Nichte Wilhelms., ver= Eröfsnung des padagogischen Rundfunks. heiratet. Die Ehe war, obgleich ihr sehr bald ein] Wie der Amtliche Preußische Pressedienst Sohn, der jetzt vierjährige Prinz Michael, ent= Berlin mitteilt, findet am Donnerstag, den sproßz, unglücklich. Diese Fessel will also Karl jetzt Januar ds. Is., mittags 12 Uhr, die Eröffnung gewaltsam zerreißen, um als einfacher Karl von pädagogischen Rundfunks durch anspeuchen Hohenzollern— oder auch unter bürgerlichem Na= Preußischen Kultusministers, men— ohne Aussicht auf einen Königsthron, aber das Staatssakrotärs Or In glücklich zu leben. Eine Schwester Karls, Elisabeth, ist die Gattin des letzten Königs von Griechenland, Georgs., eine andere, Maria, ist mit König Alexander von Serbien vermählt. In dieser seiner nächsten Verwandtschaft hat übrigens Prinz Karl ebenfalls ein Beispiel von Thronverzicht, der allerdings nicht so freiwillig war wie sein eigener. Seinem Schwager Alexander war es nicht an der Wiege gesungen worden, daß er den Serbenthron besteigen würde. Als er wußtlos auf. Durch schnelles Eingreifen vermochte man indes sie wieder ins Leben zurückzurufen. Einen tragischen Tod suchte und fand ein bisher auf einem Rittergut in Schlesien beschäftigt gewesener Inspektor. Er wollte in der Frankensteiner Gegend ein Gut kaufen. Die Verhandlungen standen bereits vor dem Abschluß. Trotz aller Bemühungen wollte es indes dem kurz vor der Hochzeit stehenden Manne nicht gelingen, das für den Gutskauf nötige Geld aufzutreiben. Das nahm er sich so zu Herzen, daß er sich vor einigen Tagen erschoß. Theaterelend in Schlesien. Die Lage der schlesischen Theater wird mit jeTag trostloser. Während das Hirschberger Ausbreitung des Flugnetzes, sondern vor allem dem Einsatz der Dreischrauben=Großflugzeuge zu verdanken ist, die sich trefflich bewährt haben. Das größte Interesse dürfte aber die Tatsache verdienen, daß die Unfallstatistik des regelmäßigen Verkehrs nur einen tödlich=, einen schwer= und fünf leichtverletzte Passagiere verzeichnet. Eine besondere Leistung der Junkers=Luftverkehr=.=G. in diesem Jahre stellte der siebenmonatige Nachtluftverkehr über die Östsee dar, der von Berlin aus in den ersten Monaten nach Stockholm und später auch nach Kopenhagen durchgeführt wurde. Er arbeitete in den letzten vier Monaten mit 100prozentiger Regelmäßigkeit— eine Leistung, wie sie bisher im Weltluftverkehr noch nicht erreicht worden ist. dem aus Stadttheater schon seit langem um seine Existenz kämpft, wird jetzt auch aus Glogau gemeldet, daß der Besuch der Vorstellungen selbst an den Festdes 5, Professor Dr. Becker, des Staatssekretars Dr.=Ing. Bredow und des Leiters des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht Geh. Ober=Regierungsrat Dr. Pallat statt. Daheim, 62. Jahrgang, Nr. 14. Mit diesem Heft, das mit einem besonders schönen, wirkungsvollen Umschlag geziert und eine farbenprächtige Kunstbeilage aufweist, begiant das Daheim ein Donnerstag, den.] tagen so schwach gewesen sei, daß ernsthaft an eine„Hallington“ der Baronin Ada Fircks sind die erUhr, die Eröffnung des Schließung desTheaters gedacht wird. In Schweid= sten Fortsetzungen in kurzer Inhaltsangabe zusamdurch Ansprachen des nitz wurde unlängst zum zweiten Male eine Vor=mengefaßt, sodaß neue Leser sich auskennen. Zwei stellung, wegen ungenügender Beteiligung abge= Payollan— Wet# Kritz Müß sagt. Auch in Sorau(Brandenburg) mußte eine Vorstellung ausfallen, weil nur zwei Plätze verkauft waren. Ausland. Schweden. Die schwedische Königin erkrankt. Das Befinden der Königin von Schweden, seit längerer Zeit an einem chronischen Luftröhrendie Herabsetzung des Bierpreises in Bayern. Die bayerische Regierung hat eine Aktion zum Abbau des Bierpreises eingeleitet. Sie verlangt, daß der Preis für das Einfachbier um 2 Mark je Hektoliter ermäßigt werde. Die Brauer und Gastwirte sollen zu gleichen Teilen an der Ermäßigung mitwirken. Eisenbahnunglück in Amerika. Novellen—„Gedenten“ von Fritz Müller=Partenkirchen und„Der zerbrochene Tabakskopf“ von Kurt Schumann— rahmen eine Reihe famoser Aufsätze ein: H. von Schrötter=Firnhaber spricht von der Kulturgeschichte des Frauenschuhes, Bilder von der Sandale der Römerin bis zum modernen Stöckelschuh begleiten die Abhandlung; Paul Friedrich, der bekannte Grabbe=Forscher, kommt über das Thema„Faust und Don Juan“ zu Wort, Graf Rehbinder erzählt vom Markgrafen Christian Ernst, dem Weltreisenden aus dem Hause Hohensgelen..4 Das Frauendaheim und dis einspalt zubwirtige. glamagelle 1 bez enttasteller N. 1 Parieten Kochs In der L nokratischen krat der dem der vor Weih Kabinett der hen, erneut f dieser Grund Hauptsache d warnte, sich Der Parl Koch aus, da teien die Re handele sich Frage: nämli die Sozialden die Front der der Republik ob sie als Kl rade in unser Minderheiten werden. Die arbeit bekenn eine Notlösun genötigt sein, oder aber mit lage eines hei Solch heimlic Uebel. 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