Mhlg. iu derI. u. Glazarbeiter. ntag, 22. April er Alm(SonnenVersammlung Uhr bei N. Lenk. sch punkt## Der Ausflug sintin mt bei nicht schem Wetter statt de sowie passive der. mit ihren en sind freundingeladen. nde villkommen. der Vorstand. mein Lebenseschäft siche ich d ein braves rmädchen er Schulbildung. st Kumpmann, benanstr. 4. lentlassenes lädchen usarbeit für sosucht. pirt Heinrichs gen bet Barop. deres gentichen hte Arbeit sofort im 1. Mai gewechitt chtihte. ädchen nz= od. Halbtag jesucht. Eisenhuth, dinghausen 35. ntliches stmädeben n uchhäuser, brichstr. 71. isiger Schneider fort im Zentrum ein Prezimmer hn. und Arbeitseventuel 1. Stageen unter i K. die Geschäftsstelle für meinen aus chule entlassenen sroß und kräftig) chrstelle tüchtig. Schreinerzen in der Se816 Ner. Vortgane meptrasse 1201 Abrnerplagz. „Annener Zeitung“ erscheint jeden Diens. #ag, Donnerstag und Samstag. Anzeigegebühr für die einspaltige 1mm hohe und 36 mm Ergite Zeile füv Platzanzeigen im Verbreitungsbezirk 40,— K, auswärts 50 K. Reklamezeile 1 mm hoch u. 76 mm breit 140 K. Sizugspreis monatlich 2200 c.(Durch die Post bezogen vierteljährlich 6600.— 4 Oesstebele Bahobhestr.16. Seeten 15t. leue gut erhaltene K der im ganzen zu 2 fragen in der Geds. Btg. kostüm leichen zu verkaufen in der Geschäftsschwarger behrock Veste zu verigt die Geschäftsst. Ie Legebähner in hat abzugeben Kumpmann, ither auftr. 5. rauen #. Bodarisartikel Kranken-, Gebeite- u. Sedönbentspliege. lose Auskanft un i Wochentags—. Vonntage.-12 Uhr. Auskanft gegen ule. Profgch greile. verbunden mit der Annener„Volkszeitung“ Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Organ des Amtes Annen u. Landkreises Hörde, sowie der Gemeinden Stockum=Düren. Bnserats finden bol ber großen Auflages— „Annenev Zeitung“ weite u. billige Verbreitung — Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Koukursen kommt jeder Annonceurabatt in Wegfal. Für die Aufnahme der Anzeigen an vergeschviebenen Plätzen übernahmen wir Lolan Verantwortung. Redaktion, Drus und Verlag von Frit Rüching, Annen, Nr. 49. Dienstag, den 24. April 1923. 39. Jahrgang. Englands Ruhrpolitik. Curzon fordert deutsche Vorschläge. Lord Curzon hat am Freitag im Oberhause seine mit Spannung erwartete große politische Rede gehalten. Sie brachte in ihrem ersten Teil nicht viel Neues: Eine ausführliche Darstellung der bisherigen Entwicklung der Reparationsfrage und der Ruhrbesetzung sowie eine Verteidigung der bisherigen englischen Politik der Nichteinmischung in den Ruhrstreit. Er stellte fest, daß die Tatsachen der englischen Voraussage recht gegeben haben, daß die wirtschaftlichen Erfolge der französischen Ruhrpolitik nicht die ausgewandten Anstrengungen und Ausgaben lohnen würden.„Inzwischen sind",— so fuhr Curzon fort—„von beiden Seiten verschiedene Erklärungen gefolgt. Nach den Erklärungen der französischen Minister scheint Frankreich eine Haltung unbeugsamer Entschlossenheit wahren zu wollen; Deutschland dagegen hat unzweifelhaft kundgetan und gezeigt, daß es eines wirksamen Widerstandes fähig ist, was sowohl seine Gegner wie seine Freunde sehr überrascht hat. Die Okkupation hat nichtsdestoweniger die bedenklichen Folgen angenommen, die man von verschiedenen Seiten befürchtete. Deutschland habe den hartnäckigen Willen gezeigt, Verluste und Beraubungen zu erdulden. Die Lage ist ohne Zweifel für Deutschland sehr bedenklich geworden. In seinen Rohmaterialienbeständen sind große Lücken entstanden, die Kosten der Produktion erhöhen sich zusehends, und es hat keine Gelegenheit zu ausreichendem Export. Die Schwankungen im Devisenmarkt und die Unsicherheit der deutschen Mark sind allein schon vom finanziellen Standpunkt aus betrachtet ein Punkt, der mit den schwerwiegendsten Besorgnissen erfüllen muß.“ Curzon wies dann auf die letzten Reichstagsdebatten hin, die bewiesen hätten, daß die Regierung sich auf alle Parteien stütze, und daß der allgemeine Wille bestehe, den passiven Widerstand an der Ruhr fortzusetzen. Gegeneine Jstervention des Bölkerbundes Der von gewisser Seite gemachte Vorschlag, der Völkerbund möge intervenieren, muß mit der äußersten Besorgnis betrachtet werden. Das Reparationsproblem ist vertragsmäßig an bestimmte Mächte gebunden, seine Lösung dem Völkerbunde anheimgegeben, heißt diesen mit einer Aufgabe belasten, der er nicht gewachsen ist. Da sowohl Amerika wie Deutschland dem Völkerbunde nicht angehören, können sich die schwierigsten Komplikationen ergeben, die sogar zum Ende des Völkerbundes führen könnten. Ebenso fertigte Curzon die Vorschläge der englischen Arbeiter=Studien-Kommission ab. Was deren Vorschlag fordere, nämlich, mit beiden Seiten in Fühlung zu bleiben, um bei jeder neuen Entwicklung bei der Hand sein zu können,—das alles habe die englische Regierung ja bis heute bereits getan. Aber er habe von französischer Seite keine anderen Erklärungen erhalten, als die, die in den Reden Poincarés und anderer französischer Staatsmänner enthalten seien. Deutschland gegenüber jedoch könne er sich nicht des Gefühles erwehren, daß es einen bedeutsamen Schritt aus der Situation darstellen würde, wenn es ein Angebot mit der Versicherung seines Zahlungswillens mache, seine Zustimmung zu einer Festsetzung seiner Verpflichtungen durh dazu eigens beauftragte Autoritäten abgebe und bestimmte Garantieobjekte für seine weiteren Zahlungen namhaft mache. Frankreich habe mehr als einmal seine Bereitschaft bekannt gegeben, ein derartiges Anerbieten anzunehmen. Wir müssen früher oder später dazu kommen, und je früher desto besser! Das ist der Rat, den ich der deutschen Regierung gegeben habe, Curzon schloß mit der Bemerkung, wenn auch England noch auf seinem Zahlungsplan vom Januar beharre, doch nicht damit gesagt sei, daß es die Diskussion nicht noch einmal von vorn aufnehmen wolle. Er hoffe, daß eine Lösung nahe bevorstehe und glaube nicht, daß die Tür bereits ganz geschlossen sei. Die von Curzon erhobene Forderung eines deutschen Reparationsangebots kann nach den Kommentaren der englischen Presse zu der Rosenberg=Rede nicht mehr überraschen. Man hatte schon daraus erfahren, daß England ein bestimmdes Angebot— und zwar in Höhe von 40 Milliarden Goldmark— von der deutschen Regierung erwartet hatte, und daß der englische Botschafter Lord Alberdeen eine dahingehende Beeinflussung versucht hatte. Lord Curzon hat jetzt lediglich diesen englischen Wunsch amtlich von der Rednertribüne des Oberhauses ausgesprochen, allerdings ohne eine bestimmte Zahl zu nennen. Er ist damit aus der bisherigen Zurückhaltung herausgetreten, und hat damit zu erkennen gegeben, daß die bisherige englische Politik trotz der Verteidigung, die Lord Curzon ihr im ersten Teil seiner Rede widmete, doch nicht so ganz befriedigend war, oder aber daß England jetzt den psychologischen Moment gekommen glaubt, wo England als Makler auftreten kann. Ob als„ehrlicher", mag dahingestellt bleiben. England ist mit Frankreich doch noch zu eng verbunden, als daß man von ihm eine wirkliche Unparteilichkeit erwarten sollte. Es scheint seine Aufgabe vielmehr lediglich darin zu sehen, Deutschland zu überreden, sich doch unter das caudinische Joch Frankreichs zu beugen, indem es sich ohne jede positive Gegenleistung Frankreichs zu neuen unmöglichen Leistungen verpflichtet. Stresemann über Curzons Rede. Berlin, 23. April. Bei einer von der Deutschen Volkspartei am Sonntag in Berlin veranstalteten Kundgebung hielt Dr. Stresemann eine Rede, in der er. ausführte, die Rede Curzons schafft eine neue politische Lage. Wir ertennen mit Genugtuung an, daß Curzon anders von Deutschland spricht, als wir es von Fraukreich gewohnt sind. Was die Idee Curzons, dem Völkerbund einen bestimmenden Einfluß auf die Rheinlande zu geben, betrifft, so muß demgegenüber festgestellt werden, über die Frage der deutschen Reparationsleistungen wird man sich mit Deutschland verständigen können, aber über ein Aufgeben der Rheinlande gibt es für uns keine Verständigung. Es gibt keine„Rheinlandsfrage". Die Garanten des Versailler Vertrages, vor allem auch England, müßten sich dessen bewußt sein, daß sie die Pflicht haben, dafür zu sorgen, daß der Versailler Vertrag gegenüber Deutschland loyal und gerecht durchgeführt wird. * Ueher den Eindruck der Rede Curzons in London schreibt der Korrespondent des„Echo de Paris“: In wohlunterrichteten Kreisen stellt man mit Befriedigung fest, daß das Problem der Sicherung Frankreichs in den letzten drei Monaten große Fortschritte gemacht habe und die politische Atmosphäre sich aufzuhellen scheine. Wenn der Außenminister sich nicht weiter über den Garantiepakt ausgesprochen habe, den England uns anbiete, so liege das daran, daß das englische Kabinett mit der Ausarbeitung eines Planes zur Sicherung Europas beschäftigt ist. Die meisten französischen Blätter haben die Rede Lord Curzons nicht schlecht ausgenommen, und zwar deshalb, weil sie den Beweis liefert, daß die Politik, die Loucheur betreiben will, die einzig richtige ist. Der Parlamentsberichterstatter der„Morningpost“ schreibt, die Bedeutung der Ruhrdebatte im Oberhause werde jedenfalls in einer Woche stärker zutagetreten, als sie es jetzt tue. Weshalb habe Lord Buckmastev, um Nachrichten über die neuesten Entwicklungen und um eine Erklärung der Regierungspolitik gebeten? Weshalb hat das Oberhaus am Freitag getagt? Weshalb habe Curzon unmittelbar nach seiner Ankunft aus Frankreich dessen Unnachgiebigkeit und die Notwendigkeit eines neuen deutschen Angebotes betont. Der„Daily Chroniele“ schreibt, Curzons Rede sei ersichtlich mehr an Frankreich und Deutschland gerichtet gewesen, als ans Oberhaus. Die„Times“ sagt, die wohlüberlegte Mäßigung in der Sprache des Außenministers könnte kritisiert werden, wenn es nicht klar wäre, daß er mit einem sehr praktischen Ziel vor Augen gesprochen habe. Als gemeinsamer Bericht über die Lage im Ruhrgebiet sei die Erklärung unbefriedigend, bewundernswert jedoch, wenn man sie als berechnete Anstrengung wertete, die Stellung Großbritanniens als Vermittler zu stärken. Curzon habe Deutschland den gesunden Rat gegeben, durch ein Angebot einen ersten Schritt zu machen. Rubr-Cbrovik. Gleichzeitig mit der Verordnung über den Kohlenverkehr ist eine französische Bestimmung über den Autoverkehr eingegangen, die, wenn sie von deutscher Seite beachtet würde, den ganzen Autoverkehr den Franzosen ausliefert. Es dürfen nach dieser Bestimmung von den französischen Posten beschlagnahmt werden alle Fahrzeuge außer großen Lastwagen, wenn sie nicht einen Passierschein von französischer Seite oder einen englischen, bei dem das Visum des Generalstabs der Rheinarmee oder der französischen Militärmission bei der britischen Armee nicht fehlt, aufzuweisen haben. Die beschlagnahmten Waren werden zu der zuständigen Beschlagnahmekommission gebracht, wo man endgültig über sie entscheidet. nach blutigem Kampfe befreit. Die Stadt Mülheim an der Ruhr ist Freitag abend nach einem Angriff der Mülheimer Kriminalpolizei, die durch Kriminalpolizei von Oberhausen und Duisburg verstärkt worden war, befreit worden. Die Kriminalisten griffen die Barrikaden an den Stadtausgängen an. Der Zusammenstoß war sehr heftig, da die Rotgardisten nach der Plünderung der Waffenläger gut bewaffnet waren. Auf beiden Seiten sind zusammen 8 Tote und viele Verletzte zu verzeichnen. Die Stadt wurde dann verhältnismäßig schnell von Rotgardisten gesäubert. Ungefähr 40 Führer wurden Freitag gefangen und in Haft gesetzt. Die Stadt war Samstag morgen wieder im Besitz der gesetzlichen Behörden. Es wird in allen Werken gearbeitet. In den äußeren Bezirken kreisen noch immer bewaffnete Banden umher, die Straßenpassanten anhalten und teilweise ausplündern. In einem Vorort haben Rotgardisten einen Gastwirt erschossen und seinen Sohn schwer verletzt. Die Lage im Ruhrgebiet ist nach wie vor bedrohlich, da bei der Entblößung der Polizei eine an sich geringfügige Anzahl von Elementen genügt, um wie es hier der Fall war, eine Stadt tagelang durch Terror zu beherrschen. Die Tatsache, daß 82 Kriminalbeamte als Verstärkung ausreichten, um die Ordnung in Mülheim vorläufig wieder herzustellen, genügt, um dies zu erklären. Da eine solche Verstärkung an einem bestimmten Punkte des Industriegebiets aber nur auf Kosten der an sich schon geringen Sicherheit der übrigen Industriemittelpunkte möglich ist, da ferner die ständige Alarmbereitschaft der Kriminalpolizeimannschaften auf die Dauer zermürbend auf diese einwirken muß, kann die Lage nach der jetzigen Entsetzung Mülheims nicht als gesichert angesehen werden. Auch in Düsseldorf Zusammenstöße. Auch in Düsseldorf ist es in den letzten Tagen zu Zusammenstößen zwischen Notstandsarbeitern und Erwerbslosen und der Polizei und zu einigen Verhaftungen bei Kundgebungen auf der Straße gekommen. Eine Abordnung der Notstandsarbeiter hatte bei der städtischen Verwaltung eine einmalige Wirtschaftsbeihülfe von 100 Tausend Mark, Bewilligung von Schuhen und Kleidern und Sicherstellung von Kartoffellieferungen gefordert. Nach Ablehnung der Forderung der Beihilfe und der Lieferung von Kleidern und Schuhen wurden Versammlungen einberufen; hier stritten sich Lommunisten und Syndikalisten um die Führung der Bewegung. Am Samstag hat ein Teil der Notstandsarbeiter die Arbeit niedergelegt.— Ein neuer Schießbefehl. Da am Bahnhof Ellev angeblich wiederholt aus dem Walde heraus auf französische Posten ge, schossen worden sein soll, hat die französische Militärbehörde die Posten angewiesen, auf jeden zu schießen, der sich nach Eintritt der Dunkelheit in der Nähe dev Bahnstrecke Eller=Opladen und in dem Waldstreifen Vennhauser Allee und Kickweg gelot. In Wetter wurde eine Bekanntmachung angeschlagen, nach welcher alle Werke, die Reparationslieferungen übernommen haben, der Besatzung hierüber bis zum 20. 4. Mitteilung machen müssen, damit die dortigen Vorräte an Metallen beschlagnahmt werden können. Gegen Nichtbefolgung sind hohe Gefängnis= und Geldstrafen vorgesehen. In Rauxel haben die Franzosen vorgestern drei Eisenbahnerfamilien aus ihren Wohnungen vertrieben. Weitere gleichellebergriffe stehen bevor. In Mengede wurde der Bahnhof von den Franzosen besetzt und der Bahnhofsvorsteher verhaftet. Die Bahnhöfe Ruhrort=Alt und RuhrortNeu wurden besetzt.— Die Franzosen haben die Zechen Adolf von Hansenkann bei Mengede, Altstaden bei Mülheim u. Viktoria bei Lünen besetzt. In Herne fuhr ein französisches Personenauto, bei dem anscheinend der Führer die Gewalt über das Steuer verloren hatte, in eine auf dem Bürgersteig stehende Menschenmenge. 5 Personen wurden schwer, 2 leicht verletzt. In Gladbeck wurden drei Kriminalbetriebsassistenten von den Franzosen festgenommen, davon zwei anscheinend auf Grund einer Denunziation, der dritte als Geisel zwecks Erlangung einer Liste der Polizeibeamten. Der Berliner Berichterstatter des Matin behauptet laut Köln. Ztg., aus unbedingt zuverläfsiger Quelle erfahren zu haben, daß der Koks, den sich auf den Halden im Ruhrgebiet befindet, durch ein chemisches Produkt für Hochöfen unverwendbar gemacht worden sei, man könne ihn höchstens zum Hausbrand verwenden. Neue Verhaftungen. In Osterfeld ist beim Auszahlen der Löhne für die Eisenbahnbediensteten der auszahlende Beamte, Werkmeister Voß, verhaftet worden. Dreißig Millionen Mark wurden beschlagnahmt. Eine Uebersicht über die aus Anlaß der Ruhraktion von der Besetzungsbehörde über Düsseldorfer Bürger verhängten Strafen, Ausweisungen u. Verhaftungen ergibt, daß bis einschließlich 9. April 1923 von den Maßregeln der Besetzungsbehörde 89 Beamte und 53 Privatpersonen betroffen wurden. Ein großer Teil dieser Bürger befindet sich noch in Untersuchungshaft, Verurteilungen. Der Kaufmann Höllmann aus Werdohl wurde, weil er unverzollte Eisenwaren ausführen wollte, mit zwei Monaten Gefängnis und 50 Millionen Mark Geldstrafe bestraft. Der Schlossen Heidemann aus Lünen erhielt wegen Sabotage eine Gefängnisstrafe von 3 Millionen Mark. Oberregierungsrat Uegemann aus Hattingen wurde wegen Befehlsverweigerung zu 3 Millionen Mark Geldstrafe verurteilt und Polizeibetriebsassistent Jung von der Anklage angeblichen Widerstanden freigesprochen. Die Postdirektoren Siebert und Gvotte wurden von dem belgischen Kriegsgericht in Duisburg zu je 3 Monaten Gefängnis und 1 Million Geldstrafe und der Postdirektor Kleinberg zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Der Chefredakteur der Dortmunder Zeitung, W. Hoerster, der vor etwa sechs Wochen von den Franzosen verhaftet u. nach Castrop gebracht worden ist, ist gestern von dem Kriegsgericht in Castrop wegen Abdrucks der durch WTB. verbreiteten unwahren Meldungen über Vorgänge in Buer zu 1 Jahr Gefängnis und 3 Millionen Mark Geldstvafe verurteilt worden. Das Arteil gegen Direktor VoulangerVor dem belgischen Kriegsgericht hatte sich Direktor Boulanger von den Thyssenwerken in Hamborn wegen seinerWeigerung, der Besatzungsbehörde bestimmte statistische Angaben aus dem Werkbetrieb zu machen, zu verantworten.“ Direktor Boulanger erklärte vor Gericht, zwei Jahre hindurch die in Frage kommenden Angaben gemacht zu haben, die deutsche Regierung habe jedoch nach dem Ruhreinbruch die Mitteilung derartiger Angaben an die Besatzungsbehörde unter Strafe gestellt, weil durch sie die Lage der Besatzungstruppen im Ruhrgebiet gestärkt werden müßte. Der Anklagevertreter beantragte drei Monate Gefängnis. Das Gericht ging noch erheblich über diesen Antrag hinaus und erkannte auf sechs Monate Gefängnis und 5000 c Geldstrafe bei sofortigen Verhaftung. * * Die Thyssen=Betriebsräte protestieren gegen die Verurteilung des Direktors Boulanger. Der Betriebsrat der August Thyssen-Hütte, Gewerkschaft Hamborn, erhebt in einem Schreiben an General Beaurain in Düsseldorf im Namen der gesamten Arbeiter= und Angestelltenschaft Protest wegen der Verurteilung des Direktors Paul Boulanger. Die Arbeiter. und Angestelltenschaft wünsche, friedlich ihrer Beschäftigung nachgehen zu können, anstatt fortgesetzt durch Verhaftungen gestört zu werden.— Zum Zeichen des einmütigen Zusammenhaltens der Angestellten= und Arbeiterschaft trat die ganze Belegschaft am Sonnabend in einen Proteststreik. Der Prozeß gegen die Kruppdtrektoren. Der Prozeß gegen die Krupp=Direktoren soll Ende dieser Woche stattfinden. Die Untersuchung sei abgeschlossen, doch erwarte man noch das Eintreffen des Genfer Anwalts Moriaux, der die Angefiggten verteichhgen wirh. ** * Neue Schandtat eines Marokkaners. Nach einer Meldung der„Frankfurter Ztg.“ aus Bingen überfiel ein Marokkaner des 17. Regiments im Walde eine in Heidesheim wohnende Frau, die mit ihrem vierzehnjährigen Sohn Holz sammelte, und vergewaltgte sie unter Drohungen. Auf die Anzeige des Ehemannes wurde der Täter festgenommen. Von der hessischen Regierung wurden die ersorderlichen Schritte veranlaßt. Die Mülheimer Krawalle im Reichstage. Im Haushaltsausschuß des Reichstages wurde am Freitag die Erwerbslosenfürsorge besproichen. Abg. Hoch(Soz.) wies auf die Vorgänge in Mülheim=Ruhr hin. Die Arbeitslosigkeit nehine zu. Es würden nicht genügend Mittel zur produkten Erwerbslosenfürsorge aufgebracht, um die Betriebe in Gang zu halten und die Unterstützungen der Erwerbslosenfürsorge auf das allergeringste Maß herabzusetzen. Abg. Thiel (D. Vp.) meinte, daß die Erwerbslosenkrawalle im besetzten Gebiete vom Auslande her unterstützt würden. Die Vorgänge seien mehr politischer als sozialer Natur. Das Reichsministerium des Innern müsse den Kommunisten ihre Aufmerksamkeit schenken. Redner wünschte sodann mehr Staatsmittel für die Arbeitsnachweise. Eine sozialdemokratische Entschließung fordert die Regierung auf, durch ein beschleunigtes Gesetz eine Ergänzung der Erwerbslosenverordnung in dem Sinne zu schaffen, daß den Kurzarbeitern die Ansprüche in Krankenversicherung nach ihrem vollen Wochenlohn gesichert würden. Die Mehrbeträge solle die Erwerbslosenfürsorge tragen. Minister Dr. Braun erklärte, daß fortwährend neue Gesetzentwüfe verlangt würden, zu deren Erledigung ev aber nicht genügend Mitarbeiter habe. In Mülheim insbesondere sei die Arbeitslosenunterstützung sehr groß gewesen. Die Tumulte wären grundlos gewesen. Vor drei Wochen habe es dort überhaupt noch keine Arbeitslosen gegeben. Sie wären von außen zugelaufen, um Krawalle zu machen. Deutscher Reichstag. Sitzung vom 20. April. Zur Weiterberatung steht auf der Tagesordnung der Haushalt für das Reichswirtschaftsministerium. Der Abg. Dr. Rießer von der Deutschen Volkspartei wendet sich scharf gegen die Konfiskationspolitik der Linken. Wenn das so weiter gehe, werde man in Deutschland bald keine„starken Schultern“ mehr haben. Die Folge wäre der Zusammenbruch. Der Redner bespricht dann die letzte Dollarhausse und verlangt strafrechtliche Maßnahmen gegen die Spekulation, die die Notlage des Vaterlandes zu gewinnsüchtigen Zwecken ausnutze. Eventuell müsse der Goldschatz der Reichsbank angegriffen werden. Der demokratische Abgeordnete Kleinath schildert unsere durch die großen Reparationskeistungen hervorgerufene schlechte wirtschaftliche Lage. Der Kommunist Heydemann bekämpft den Wirtschaftsminister, der nur ein Stinnesprogramm vertrete. Der Abg. Robert Schmidt(Soz.) gibt zu bedenken, daß die allgemeine ungünstige Geschäftslage auch auf den Ruhrkampf zurückwirken müsse. Sollen die Preiserhöhungen wieder weitergehen? Dann müssen Lohn= und Gehaltserhöhungen notwendigerweise folgen. Sitzung vom 21. April. Der Versammlungsschutz. Auf der Tagesordnung steht der Bericht des Rechtsausschusses über die Anträge auf Verschärfung der Strafen gegen die Sprengung von Versammlungen. Der Rechtsausschuß schlägt vor, dem Reichsstrafgesetzbuch einen neuen Paragraphen 107 einzufügen:„Wer nichtverbotene Versammlungen, Aufzüge oder Kundgebungen mit Gewalt oder durch Bedrohung mit einem Verbrechen verhindert oder sprengt oder in unmittelbarem Zusammenhange mit solchen Versammlungen, Aufzügen oder Kundgebungen Gewalttätigkeiten begeht, wird mit Gefängnis, neben dem auf Geldstrafe bis zu einer Million Mark erkannt werden kann, bestraft. Der Versuch ist strafbar.“ Abg. Eichhorn(Komm.) beantragt, über den Antrag zur Tagesordnung überzugehen. Abg. Leutheußer(D. Vp.) spricht sich gegen den Antrag Eichhorn aus. Als Vizepräsident Dittmann den Antrag Eichhorn zur Abstimmung stellt, bezweifelt Abg. Eichhorn(Komm.) die Beschlußfähigkeit des Hauses. Vizepräsident Dittmann machte von dem Rechte der Geschäftsordnung, die Entscheidung über diese Frage für einige Zeit auszusetzen, bis sich weitere Abgeordnete eingefunden haben, Gebrauch. Nach dieser Pause mußte er aber verkünden, daß das Büro einig sei, daß das Haus nicht beschlußfähig sei. Er erklärte, er würde eine neue Sitzung für eine halbe Stunde oder 1 Stunde später anberaumt haben, wenn Aussicht bestände, daß das Haus dann beschlußfähig sein würde. Nach Feststellung der Zentrale des Hauses seien aber nuv 127 Mitglieder im Hause, und es bestehe keinerlei Aussicht, die zur Beschkußfähigkeit notwendige Zahl von 230 zu erreichen. Unter diesen Umständen beraumte der Vizepräsident die nächste Sitzung auf Montag 2 Uhr an. Preußischer Landtag. Sitzung vom 20. April. Severings In Erwartung einer Aussprache über die Innenpolitik Severings zeigt das Haus heute das Gepräge eines„großen Tages". Die zahlreich erschienenen Tribünenbesucher müssen allerdings zunächst eine Reihe von Abstimmungen über sich ergehen lassen. Sie betreffen Hebung der Volksgesundheit, Abwehr der Seuchengefahr durch die Einwanderung aus dem Osten, Beförderung des Notbedarfs der Milch zu einem Drittel der bisherigen Frachtsätze und Steuerentlastung für diese Milch, Unterstellung sämtlicher preußischer Staatsbäder unter das Volkswohlfahrtsministerium, Bereitstellung von Mitteln für die Wohnungsneubautätigkeit und zahlreiche andere Fragen der Volkswohlfahrt. Die meisten Anträge werden angenommen. Abgelehnt werden ein kommunistischer Antrag auf Einstellung von Bauarbeitern als Baukontrolleure, ein sozialdemokratischer Antrag auf Vorlage einer Novelle zur Kleingartenordnung und ein sozialdemokratischer Antrag auf Sozialisierung der ärztlichen Heiltätigkeit. Dann tritt das Haus in die zweite Beratung des Haushalts des Ministeriums des Innern. Mit der Beratung verbunden wird der Haushalt des Staatsrats sowie die kommunistischen Interpellationen über das Verbot der„Roten Fahne“, die Belegung von Suhl mit Schutzpolizei, die Zeitungsverbote in Hannover. Ferner wird verboten die Interpellation der Deutschnationalen über das Verbot der Deutsch= völkischen Freiheitspartei, sowie über das Verbot des Saalschutzes bei Versammlungen. Zunächst erhält das Wort der Abg. Scholem (Komm.), um die Anfrage über das Verbot der „Roten Fahne" zu begründen. In dem Moment, so führt er aus, da die deutsche Regierung sich anschickte, sich mit dem französ. Kapitalismus zu verbünden, kam das Verbot: Man wollte die von der„Roten Fahne“ aufgedeckten Schweinereien nicht mehr haben. Zur Begründung der Interpellation der Deutschnationalen erhält Abg. Schlange das Wort. Er fragt den Minister Severing, ob er die Wirkung des Verbots der Freiheitspartei auf die Einheitsfront vorausgesehen hat? Hat er sie nicht vorausgesehen, so ist er nicht am Platze, wegen Mangels an staatsmännischen Qualitäten. Hat er sie vorausgesehen, so gehört er selber vor den Staatsgerichtshof. Man wollte eben auch hier den schwarzen Mann auf der Rechten an die Wand malen, ihn den Arbeitern vorspiegeln. In nationalen Verbänden sind doch gerade diejenkgen, die gekämpft haben für ihr Land, die mit heißem Herzen wünschen, daß unser Volk die Freiheit wieder erringt. Zum Schluß seiner längeren Ausführungen sagt Redner dann: Herr Severing möge endlich mit seinem„zentnerschweren Material“ Die verschwundene Frau. Eine abenteuerliche Geschichte von Max Dürr. (Nachdruck verboten.) Erstes Kapitel. Ah, hier ist gut sein, hier lasset uns Hütten bauen!“ Behaglich ließ sich der Sprecher an einem der kleinen, runden, weißgedeckten Tische nieder, die auf der Terrasse standen. „Das haben wir gut gemacht!“ sagte er äußerst zufrieden und nickte mit dem Kopfe.„Hier bleiben wir eine Weile!"— Verwundert sah der schwarzbefrackte Kellner mit dem glatten gescheitelten Haar um sich, denn er vermochte auf der ganzen Terrasse nirgends eine zweite Seele zu erblicken. Auch der Omnibus, der mit seinen zwei kleinen, müden Pferdchen langsam die Bergstraße heraufkroch, war leer, wie sein scharfes Auge schon längst erkannt hatte. Oben auf dem Verdeck des Wagens lag ein einziger, nicht eben großer Reisekorb, wohl das Gepäck des neuen Ankömmlings. Betrübt saß der ale Andreas, der Kutscher und Hausknecht zugleich war, auf dem Bocke und nickte halb im Schlafe mit dem grauen Kopfe, während die Peitsche mübig in der Halfter steckte, wie immer, wenn er mit leerem Fuhrwerk kam. * Nun ja, es war auch noch gar keine Zeit. Wenn erst die Saison anbrach, dann sah es anders aus! „Wunderbar, wunderbar, dieses Berchtesgaden!“ sagte der Fremde, der wieder aufgestanden war und sich über die Brüstung des von wilden Neben umrankten Geländers beugte. Staunend ließ er seinen Blick über die Landschaft gleiten, die in dem Sonnenglanz des ersten warmen Frühlingstages in paradiesischer Schönheit vor ihm lag. Auf den hohen, waldigen Hänpen stieg ein feiner blauer Nebel auf, tief unten schlängelte sich in dem Tale die weiße, saubere Gebirgsstraße, auf der die Holzfuhrwerke, eines hinter dem andern, wie winziges Kinderspielzeug, zum merdlich vorwärts kamen. Zur Rechten aber erhob der gewaltige Riese Watzmann sein schneebedecktes Haupt. „Sie wünschen, mein Herr!" unterbrach ihn die diskrete Stimme des Kellners hinter seinem Rücken. Der Fremde, ein junger Mann, drehte sich um. „Mensch!“ sagte er mit komischem Unwillen, „Mensch, stören Sie mich nicht! Empfinden Sie denn gar nicht die Erhabenheit dieser Natur!— Doch halt! Tun Sie, was Ihres Amtes ist! Stellen Sie Fragen, so viel Sie wollen!“ Mit einem Seufzer der Befriedigung ließ er sich wieder an dem Tischchen nieder, an dem er schon zuvor Platz genommen hatte. Er schien von der Reise ermüdet.„Also erste Frage: Was werden wir speisen? Zweite Frage: Können wir ein Zimmer haben mit Aussicht auf die Berge? Dritte Frage: Werden wir schönes Wetter behalten?“ Der Kellner lächelte höflich.„Hier die Speisekarte. Zimmer mit Aussicht sind noch genügend frei. Wünscht der Herr ein Zimmer mit zwei Betten?“ Mit einem erstaunten Ruck sah der Fremde auf. Seine Augen funkelten durchbohrend durch die blanken Brillengläser.„Mensch! Kellner! Sind Sie verrückt? Glauben Sie, daß ich in zwei Betten schlafen will?" „Nun, ich dachte, weil der Herr vorher von „wir“ gesprochen hat. Ich meinte, vielleicht käme Frau Gemahlin nachgereist." „Auch das noch! Nein, Gott sei Dank, ich bin ein freier Mann, ledig und ohne jeden jeglichen Anhang! Doch ich verzeihe Ihnen, Sie wissen ja nicht, mit wem Sie reden!... Ich reise stets allein, mein eigenes Ich ist mein bester Kamerad, und da ich ihm immer viel zu sagen habe, ist es mir zur Gewohnheit geworden, in Pluraris majestaticus zu sprechen. Das verstehen Sie wohl nicht? Ich nehme Ihnen auch das nicht übel! Also merken Sie sich nur das eine, bevor Sie mir ein Beefsteak mit Bratkartoffeln bringen, daß ich unbeweibt bin und auch in absehbarer Zeit nicht im Sinne habe, zu heiraten!: Wie ist der Wein? Gut, selbstverständlich!... Einen Schoppen Roten, aber flink!“ „Ah“, sagte der Fremde noch einmal sehr zu. gegen die Freiheitspartei herauskommen. Aber an seinem parteipolitisch gepanzerten Herzen prallt jeder Appell an das vaterländische Gefühl ab. Ein ungeheurer Hierauf erhebt sich ein ungeheurer Lärm auf der Linken, man ruft nach einem Ordnungsruf, sozialdemokratische Abgeordnete rufen drohend dem Redner zu: Gemeiner Lump! und stürmen auf ihn ein, Vizepräsident Dr. Porsch vermag nicht Ruhr zu schaffen, die Schlußworte des Abg. Schlange sind bei dem ungeheuren Lärm unverständlich. Minister Severing verläßt seinen Platz und versucht vergeblich zu vermitteln. Unter tosendem Lärm verläßt schließlich Abg. Schlange die Tribüne.(Bravorufe rechts. Pfiffe und stürmische Pfuirufe bei den Komm.) Als auf den Zuschauertribünen lautes Händeklatschen erscholl, stürmt Abg. Meyer=Berlin mit dem Rufe: Daen werde ich räumen! zu den Zuschauertribünen, ebenso andere Sozialdemokraten und von der rechten Seite Deutschnationale. Schließlich werden nach erregten Szenen einige der Zuschauer, die sich an der Beifallsbezeugung beteiligt haben, von den Tribünen entfernt. Der sozialdemokratische Abg. Hauschild wendet sich scharf gegen den Abgeordneten Schlange und den Präsidenten, daß er jenen nicht zur Ordnung gerufen habe. Vizepräsident Dr. Porsch bedauert die starken Ausfälle der Abgeordneten Schlange und Hauschild, die besser unterblieben wären. Der Redner des Zentrums Loenartz erklärt, die Rede des Abg. Schlange habe der französischen Propaganda einen ausgezeichneten Dienst erwiesen. Im übrigen müsse unsere Politik auf den Abwehrkampf an der Ruhr eingestellt sein. Schließlich vertagt das Haus die Weiterberatung auf Sonnabend. Sitzung vom 21. April. Severing verteidigt seine In der heute fortgesetzten Beratung des Haushalts des Innenministeriums kam als erster Redner Abg. v. Kardorff(D. Vp.) zu Wort, der zunächst sich gegen die gestrige Rede des Abg. Schlange wendet, mit der der Einheitsfront nicht gedient sei. Das Verbot der Deutschvölkischen Freiheitspartei hat in der Bevölkerung große Unruhe erregt. Ein solches Verbot fördert die Geheimbündelei. Mit diesem Verbot ist für die Deutschvölkische Freiheitspartei gewissermaßen Reklame gemacht worden. Wir glauben, daß das Verbot ohne genügende Fühlungnahme mit der Reichsregierung erlassen worden ist. Eine Divergenz zwischen der Politik des Reiches u. Preußens darf es nicht geben. Der Minister scheint dabei auch nicht die erforderliche Fühlung mit dem preußischen Staatsministerium genommen zu haben. Wir vermissen die Parität in der Behandlung rechtsradikaler und linksradikaler Bewegungen, wir wünschen, daß mit gleicher Schärfe gegen rechts und links vorgegangen wird. Wir können es nicht billigen, daß die„Frankfurter Nachrichten“ verboten wurden wegen eines einzigen Artikels, den ich übrigens von der ersten bis zur letzten Zeile preisgebe. Der Minister hat sich vielleicht durch seine Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie dazu führen lassen, die Gefahr von rechts höher einzuschätzen als die von links. Wir halten die radikalen Bestrebungen von rechts und links für gleichmäßig bedenklich. Der Grundsatz„Wer den Frieden will, rüste für den Krieg!“ muß in der Innenpolitik unweigerlich zum Bürgerkrieg führen. Eine Räterepublik würde sich in Deutschland kaum acht Tage halten, und eine Regierung der Rechtsradikalen auch nicht länger. Innenminister Severing: Die Politik meines Ministeriums ist von dem Bestreben geleitet, die Situation im Abwehrkampf an der Ruhr so günstig wie möglich zu gestalten. Ich kann erklären, daß in diesen Fragen volle Eifrieden, nachdem sich der Kellner entfernt hatte, „hier ist es wunderbar! So köstlich hat mich bisher noch kein Fleckchen Erde angemutet!“ Er verlor sich in entzücktem Schauen, aus dem ihn erst das Nahen des Kellners wieder weckte. „Sind wohl noch wenig Gäste hier, Herr Oberkellner?" „Es ist noch keine Zeit! Ein Engländer mit Familie, ein älterer Herr aus Berlin mit Frau Gemahlin, eine einzelne Dame, ein Herr Major aus München. Das ist alles. Ist Ihnen das Zimmer Nummer 7 angenehm? Völlig ruhig und ungestört! Sie haben die gleiche Aussicht, wie hier auf der Terrasse." „Sehr angenehm! Geben Sie nur Ihr Buch her, Sie neugieriger Mensch! Sie wollen doch schon lange wissen, wer ich bin!“ Mit diesen Worten zog er ohne weiteres dem Angeredeten das Nachtbuch unter dem Arme hervor, öffnete es und trug mit schweren, steilen Buchstaben den Namen ein: Doktor Steiner, praktischer Arzt aus Killingen.„So,“ sagte er befriedigt,„wischen Sie es auch gleich aus, nicht wahr!" Der Kellner legte sorgfältig das Fließblatt auf die Seite und klappte lächelnd das Buch zusammen.„Ich danke Ihnen, Herr Doktor! Darf ich das Essen soford bringen?" Der Doktor warf einen langen Blick in die Ferne.„Ein schrecklicher Mensch! Wie prosaisch! Bringen Sie das Essen, aber sogleich, sonst habe ich doch keine Ruhe vor Ihnen!“ Doktor Steiner war heute vorzüglicher Laune. Endlich einmal ausgespannt, ein freier Mann! Keine Sprechstunde, kein Patientenbesuch, keine Nachtglocke! Wie das wohltuend wirkte auf die übermüdeten, überreizten Nerven, Er war übermütig, burschikos. Wenn ihn so seine Killinger sehen könnten! Nannten Sie ihn doch mit seinen dreiunddreißig Jahren einen alten, vertrockneten Junggesellen! Pflichteifrig und uneigennützig, als Arzt sehr brauchbar, so lautete die Diagnose, als Mensch, nun ja, ein guter Kerl, aber langweilig, schrecklich langweilig! Besonders die Damenwelt urteilte sehr scharf in dieser Beziehung, denn sie fühlte sich, nicht mit Unrecht, sehr vernachlässigt, nigkeit zwischen der preußischen und der Reichsregierung besteht auch über die Art der Führung des Kampfes. Gegen jede Ruhestörung von rechts oder links gehen wir mit größter Entschiedenheit gleichmäßig vor. Man kann aber nicht, um diese Parität sichtbar zu machen, gleichzeitig nach rechts und links schlagen, wenn die Gefahr auf der einen Seite sich vorübergehend als größer erweist. Wenn ich jetzt zu der Auffassung gelangt bin, daß die Gefahr von rechts vorübergehend größer ist, als die von links, so hat das nichts mit meiner parteipolitischen Auffassung zu tun. Ich muß auch entschieden der Annahme widersprechen, daß mein Material aus dunklen Quellen stamme. Ich leugne nicht, daß ein Selbstschutz noch notwendig ist. Bei Grenzeinfällen in Oberschlesien würde die Bevölkerung sich gemeinsam mit der Reichswehr und der Polizei zu wehren haben, aber dieser Selbstschutz darf nicht unabhängig von den Behörden sein, sonst wird er zur Keimzelle schwerer Gefahren. Ich habe keineswegs die Kommunisten als politische Kinder und als harmlos abgetan, sondern meine Acußerung von politischen Kindereien bezog sichauf ganz bestimmte Maßnahmen der Kommunisten. Bei den Exzessen in Mülheim sind die Hauptschuldigen auch nicht die Kommunisten und Syndikalisten, sondern die französischen Militärs und Poincaree. Wenn es in Mülheim einer Minderheit von Polizisten gelang, die Massen der Ruhestörer zur Ordnung zu bringen, so war das der Besonnenheit der Arbeiterschaft zu danken. Die Bildung proletarischer Hundertschaften darf unter keinen Umständen gestattet werden. Ich sehe meine vornehmste Aufgabe darin, die Staatsautorität zu stabilisieren. Ich soll die Parole haben: Der Feind steht rechts. Dabei habe ich 1919, 1920 und 1921 mit gleicher Energie den Kampf gegen links geführt. (Zuruf der Kommunisten: Er ist noch stolz darauf!) In den nationalen Organisationen gibt es auch Idealisten, das entscheidende ist aber, wer in ihnen die Führung hat: Das sind in erster Linie politische Abenteurer, Hochstabler und Spitzel. Die Grenze zwischen den sogenannten legalen und den illegalen Selbstschutzorganisationen ist besonders in Oberschlesien schwer zu ziehen. In der Deutschvölkischen Freiheitspartei sind Mitglieder der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei, des Schutz= und Trutzbundes, des Verbandes nationalgesinnter Soldaten und weiterer verbotener Organisationen. Man wirft mir vor, ich hätte die Auslösung verfügt, ohne mich vorher mit dem Staatsministerium zu verständigen. Eine Besprechung mit dem Ministerpräsidenten war nicht möglich, da er an dem betreffenden Tage im Reichstag war. In den Kampforganisationen der Deutschvölkischen Freiheitspartei bestand die Absicht, bis zum 31. Mai loszuschlagen. Zu einer von Roßbach nach Wannsee einberufenen Versammlung sind zwei Reichswehrkommandeure eingeladen worden. Es sollte über die Haltung der Reichswehr bei dem bevorstehenden Losschlagen der rechtsgerichteten Formationen Aufklärung geschaffen werden.(Lebh. Hört, hört!) Roßbach hat selbst erklärt, daß bis zum 31. März ein Schlag gegen links ausgerichtet werden sollte. Einige Tage später hatte Oberleutnant Müller geäußert, daß mindestens Anfang April große Auseinandersetzungen zwischen links und rechts kämen. Das Staatsinteresse verbietet mir Einzelheiten bekannt zu geben.(Lebh. Aha rechts.) Gerade mit Rücksicht auf das Ruhrgebiet mußten wir energisch zugreifen. An meiner Personalpolitik habe ich auch allerlei auszusetzen. Wer mit dem Präsentationsrecht der Kreise u. der Zustimmung des Kabinetts rechnen muß, der kennt die Schwierigkeiten. Es gibt fähige und unfähige Beamte auch unter den alten Beamten. Bei der Auswahl neuer Beamten achte ich darauf, daß sie auch in der harten Schule des Lebens etwas gelernt haben. Unter dem alten Regime wurden ja Sozialisten nicht für den kleinsten Beamtenposten zuDoktor Steiner entwickelte einen guten Appetit, die Reise hatte ihn hungrig gemacht. Jetzt lehnte er sich behaglich zurück in den breiten Armsessel aus Rohrgeflecht und überließ sich seinen wohligen Träumen. Wie schön! Wie prächtig! Diese Höhen, diese Täler, diese Wälder! Diese köstliche, sonnige Ruhe, die über der ganzen mannigfaltigen Gebirgslandschaft lag! Und die Bewohner dieses Paradieses! Kaum eine halbe Tagereise hatte er hinter sich und er fühlte sich wie in einer fremden Welt. Da und dort tauchten sie auf, stiegen sie aus dem Tal die Höhe herauf in ihrer volkstümlichen Tracht, die Burschen, die Männer mit ihren kurzen Lederhosen, mit bloßen Knieen, mit der offenen Lodenjoppe, mit den runden breiten Hornknöpfen, die kurze Pfeise zwischen den Zähnen, die Mädchen, die Frauen, mit seidenem Busentuch, mit den kleinen, runden grünen Hütchen. Ja, hier wollte er sich's wohl sein lassen, einmal vier Wochen lang nichts denken.... Potz Tausend! Das klang ja wie seine Nachtglocke, dieses schrille Geklingel! Der Teufel auch! War er denn nicht in Berchtesgaden, dem Lande der reinen, unverfälschten Natur!... Natürlich das Telephon.... Nun hastige Schritte in dem Vorsaal, gerade wie zu Hause, wenn man ihn holte.. Gott sei Dank, bloß der Kellner! Doch der steuerte ja gerade auf ihn zu, u. er schien sehr aufgeregt... Was ist denn los! Sollte das Gepäck verwechselt worden sein oder was gab es zum Kuckuck! „Herr Doktor werden entschuldigen,“ sagte der Kellner noch ganz außer Atem.„Ein Unglücksfall! Und unser Doktor Holdenborn ist auswärts, wie soeben mitgeteilt wird, und wird vor einigen Stunden nicht zurückkommen! Da dachte ich, unser neuer Gast... Der Herr Doktor... „Nicht übel, nicht übel!“ murrte der Angeredete.„Fahren Sie nur fort! Was ist passiert?“ „Ein armer Holzhauer ist von einem fallenden Baume getroffen worden. Er soll ziemlich schwer verletzt sein! Er liegt droben in seiner Hütte!“ „Nicht übel! Also dazu geht man in Ferien, dazu bezahlt man seinen treuen Stellvertreter, dazu reist man nach Berchtesgaden! Ausgezeichnet, mein lieber Ganymed!“ gelassen, auch ten kaum. D Ausgleich gesAls hierat das Wort nit neten den Sa Mülheim ein strationen in Magistrat, diKreise Mülhe lich. Abg. Jar ge Rede des eignet, die: (Lebh. Zustim Abwehrkampf die national Ihre Auflösu muß aber au schaften aller vom Staate zige Fall, in ist die Bedrok Banden, eine des polnischer Hand zu weis Inzwischer ensantrag eir De Abschieds Der von Duldung Eng kommissar fü Abschiedsgruß lassen. Fürst thos in einfa sache seiner fernung mit 1 Dank für da en aus. d Den Regie sel ist eine No worden, in d. Reichskommis sten von Hat landkommissir Gagland u Die Ausn Meldung des schafterkonfere eign Office he schafter de S. zum Ausdruck Fürsten Hatfe geheißen worl ner Beseitigu: ebenfalls Sad — Das dur Braunschweig Staatsgericht! des Beschwerd treter des Re es rechtlich u Partei aufzu könnten davo einzelnen Abg Nach mehrst Staatsgericht: Oberpräsident 1922 sowie von Berlin 1 wird aufgehol thüringischen muß den Re Thüringen 1 neu anzubera „Es ist um liche Hilfe ist Doktor Ste ja schon!“ bru Hut und Stock es zu der Hüt „In zwei Doktort“ „Aber Men spannen lassen Der Kellne den Weg schon auf kommt kei Fußweg!“ setzt steil und ein! 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Gebiet mußten wir ik : Wer mit dem der Zustimmung ennt die Schwieunfähige Beamte Bei der Ausauf, daß sie auch etwas gelernt wurden ja Soeamtenposten zugelassen, auch Zentrumsanhänger und Demokraten kaum. Da ist es kein Wunder, daß jetzt der Ausgleich geschaffen werden muß. Als hierauf Abg. Schulz=Neukölln(Kom.) das Wort nimmt, verlassen die meisten Abgeordneten den Saal. Er geht auf die Vorgänge in Mülheim ein, nimmt die Arbeitslosen=Demonstrationen in Schutz und macht den Mülheimer Magistrat, die Schutzpolizei und die bürgerlichen Kreise Mülheims für die Vorgänge verantwortlich. Abg. Jansen=Solingen(Dem.): Die gestrige Rede des Abgeordneten Schlange ist nicht geeignet, die notwendige Einheitsfront zu stärken. (Lebh. Zustimmung links und in der Mitte.) Der Abwehrkampf wird erschwert und gefährdet durch die nationalistischen Selbstschutzorganisationen. Ihre Auflösung ist unbedingt notwendig. Das muß aber auch für die proletarischen Hundertschaften aller Parteien gelten. Der Schutz muß vom Staate selbst gehandhabt werden. Der einzige Fall, in dem ein Selbstschutz geboteh erscheint, ist die Bedrohung unserev örtlichen Grenzen durch Banden, eine Gefahr, die bei der Deutschenhetze des polnischen Ministerpräsidenten nicht von der Hand zu weisen ist. Inzwischen ist ein deutschnationaler Mißtrauensantrag eingegangen. Deutsches Keich. Der von den Franzosen und Belgiern, unter Duldung Englands, ausgewiesene deutsche Reichskommissar für das altbesetzte Gebiet hat einen Abschiedsgruß an die rheinische Bevölkerung erlassen. Fürst Hatfeld teilt darin ohne jeden thos in einfachen und schlichten Worten die Tatsache seiner und des Reichskommissariats Entfernung mit und spricht den Rheinländern seinen Dank für das ihm entgegengebrachte Vertrauen aus. Elnspruchsnete gegen die Arsweisung des Reichrkommissars. Den Regierungen in Paris, London und Brüssel ist eine Note der deutschen Regierung übergeben worden, in der diese gegen die Ausweisung des Reichskommissars für die besetzten Gebiete, Fürsten von Hatfeldt Wildenburg, durch die Rheinlandkommission Verwahrung einleg.. Gagland und die An-weisung Die Ausweisung Hatfelds wird nach einer Meldung des„Daily Telegraph" noch die Botschafterkonferenz beschäftigen. Das britische Foreign Office habe wiederholt dem französischen Botschafter de Saint Aulaire gegenüber nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, daß die Ernennung des Fürsten Hatzfeld von der Botschafterkonferenz gutgeheißen worden sei, und daß daher die Frage seiner Beseitigung und der Aufhebung seines Büros ebenfalls Sache dieser Körperschaft sei. — Das Verbot der Partei durch die Regierungen von Preußen, Braunschweig und Thüringen beschäfttate den Staatsgerichtshof. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers Kunze erklärte der Vertreter des Reichsministeriums des Iinern, daß es rechtlich wohl mö lich sei, eie politische Partei aufzuheben und zu verbi ten. Jedoch könnten davon die parlamentar schen Rchte der einzelnen Abgeordneten nicht berührt werden. Nach mehrstündiger Verhandlun fällte der Staatsgerichtehof das Urtetl: Das Verbot des Oberpräsidenten von Niederschlesten vom 1 Juli 1922 sowie das Verbot des Polrzeipräsidenten von Verlin vom 8. und 22. Dezember 1922 wird aufgehoben. Hinsichtlich der Verbote der thüringischen und braun chweigischen Regierung muß den Regierungen in Braunschwetg und Thüringen überlassen werden, bis zu einer neu anzuberaumenden Verhandlung das Beweismaterial bekanntzugeben, da das bisherige unzureichend ist. — Lindersdihale und Rechtsradikale. Im Haushaltsausschuß des bayerischen Lanktages teilte der demokratische Abgeordnete Dr. Dirr mit, daß die Reichsregierung Anstalten getroffen habe, um die Landesregierungen von Sachsen und Thüringen zu einem Einschreiten gegen die linksradtkalen Umtriebe in tesen Ländern zu veranlassen. Von der anderen Seite müßte dann auch, wie Dr. Dirr meinte, von der bayerischen Regierung gegen die rechtsradikalen Machenschaften in München vorgegangen werden. Lokales. § Annen, 24. April.(Die vorläufige Regelung der Gemeindewahlen.) Wie erinnerlich, wurde im Preußischen Landtag am 20 März d. J. das Gesetz über die vorläufize Regeiung der Gemeindewahlen verarschiedet, wonach die Gemeindevertretungen der Städte und Landgemeinden bis zum 30. November d. I an einem vom Landtag zu bestimmenden Wahltag zu wählen sind. Wie der Minister des Innern in einer Verfügung mitteilt, werden die Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetz erlassen werden, sobald sich übersehen läß;, welcher Zeitpunkt als Wayltag bestimmt werden wied Außer den für die Neuwahlen geltenden Vorschriften enthält das Gesetz eine Rethe von Bestimmungen, die das bisherige Gemeindeverfassungsrecht abändern. Die Stellen der besoldeten Bürgermeister, Magistrat mitglieder, Gemeindevorste er und Schöffen dürfen von den bisherigen Gemeindevertretungen nur besetzt werden, wenn die Wahl eine Mehrheit von mindestens zwei Drittel der tatsächlich vorhandenen Mitglieder zur Gemeiadevertretung ergeben hat Die Wahlen, auch der besoldeten Bürgermeister, Magistratsmitglieder usw. durch die Bürcerschaft haben in Zukunft geheim durch verdeckte Stimmzettel zu erfolgen. Soweit die im§ 12 Abs. 1 des Gesetzes genannten Personen bisher auf Lebenszeit gewählt werden können, wird nach § 14 die Wählbarkeit in Zukunft auf 12 Jahre beschränkt. Die Wirkung dieser Vorschrift ist, daß nach dem Inkrafttreten des Gesetzes vorgenommene Wahlen dieser Personen auf Lebenszet unwirksam sind, nicht bestätigt werden dü fen und, soweit eine Bestätigung nicht erforderlich ist, als gesetzwidrig zu beanstanden sind. —(Das Ende des Oberbürgermeisters.) Im verstärkten Geme ndeausschus des Preußischen Landtages wurde der Abschnitt„Stadtverord= netenversammlung“ in der neuen Städteordnung fertig beraten. Es wurde beschlossen, daß über die Gült gkeit von Wahlen, die die Stadtverordnetenorsammlung vorzunehmen hat, nach Antrag v. Eynern(D. Vo) die Beschlußbehörde entscheiden oll. Das soll auch gelten für Wahlen. die der.stätigung bedürfen. Damit ist die formelle Bestätigung der Wahlen der Aussichtsbedörde entzogen Auf Antrag der Deutsche Volksvartei und der Deutschnationalen wurden die Bestimmungen über die Strafgewalt des Stadtverordnetenvorstehers gegenüber der Vorlage wesentlich verschärft(Entziehung der Diären, Ausschluß von der Sitzung auf sieben Tage) Die amtliche Bezeichnung Oberbürgermeister für den Gemeindevorsteher wurde beseitigt. Es soll fortan nur noch Bürgermeister geben 6 Noues, 24. April.(Die Steuereinschätz ung) Nur wenige Tage noch trennen uns von dem Termin der Einschätzung für Einkommen=, Vermögenssteuer und Zwangsanleihe. Das ist der 30. April. Wo die Enschätzungsformulare vom Finanzamt noch ncht eingegangen sind, müssen sie von diesem ab geholt werden. Diese Steuerarbeit ist keine angenehme Tätigkett, sie wird von einem großen Teil der Steuerpflichtigen bis zu den letzten Tagen vor dem Schlußt#rmin verschoben, aber wer irgendwie über die nötigen Stunden verfügt, sollte dieser Bürgerpflicht jetzt so bald wie möglich rachkommen. In der Eile laufen sonst Irrtümer mit unter. Das Finanzamt steht den Resultaten der Einschätzung diesmal wohl mit einiger Spannung entgegen, denn das Jahr 1922 war ein Jahr des Geldgewinne an der Börse, wie es in diesem Umfang wool noch nicht dagewesen ist. Da werden sich in zahlreichen Einschätzungen die Zahlen ändern Der Termin des Dollarsturzes fallt erst in den Februur 1923, der dann mancherlei unliebsame Wandlungen gebracht hat. —(Die Steuererklärungen für die Luxussteuer.) für die Anzei en-, Beherbergung= und Verwahrungssteuer für das 1. Viecteljahr 1923 müssen bis Ende April bei dem Umsatzsteueramt des Finanzamtes Witten abgegeben sein. Vordrucke sind daselbst zu haben. Provinzielle Witten, 23. April.(Wiederwahl des Oberbürgermeisters. Aufnahme einer Anleihe von 1 Milliarde.) In der letzten Stadtverordnetensitzung ist der bisherige Oberbürgermeister Laue einstimmig wiedergewählt worden. Um den Bau des Rathauses und die Arbeiten an den Wassergewinnungsanlagen in den Ruhrweiden fortzuführen, wurde die Aufnahme einer Obligationsanleihe von 1 Milliarde Mark beschlossen. Witten, 23. April.(Die Telephon zentrale Witten zur Hälfte außer Betrieb gesetzt.) Im Bereich der französischen 38. Diviston Stockum und Witten hat der kommandierende General dieser Division angeblich infolge Sabotagenkte an den militärischen Telephoaleitungen der Besatzungsdehörde in Witten und Stockum.schlossen, die Hälfte der abonnierten Linten de Telephon=Zentrale Witten von Montag, den 23 Apcil, mittags 12 Uhr, bis Montag, den 30. April, mittags 12 Uhr, außer Betrieb zu setzen. Dortmund, 23. April.(250 Millionen Falschgeld.) Der„.=.“ berichtet von hier: Dieser Tage lieferte die Buchdruckerei Friedr. Wilh. Ruhfus, die für die Reichsbank Banknoten druckt, 250 Millionen eben fertig gestellter 5000 Mark=Scheine ab. Da die Ablieferung kurz vor Bankschluß erfolgte, konnten die Scheine an dem Tage nicht mehr mit Kontrollnummern versehen werden. Der Sicherheit halber wurden die Scheine im Kohlenkeller des Reichsbankgebäudes untergebracht. Als die Summe am Tage darauf dem Keller entnommen werden sollte, stellte es sich heraus, daß der Keller erbrochen und die Scheine gestohlen waren. Die Diebe sind mit großer Frechheit vorgegangen. Schon kurz darauf erschienen die ersten gestohlenen Scheine im öffentlichen Verkehr. handelt sich um eine ganze Serie, die rechts den Buchstaben W. und links zwei Buchstaben.A. bis.Z. trägt. Ueber den Diebstahl bewahren die zuständigen Stellen, wie auswärtige Blätter zu berichten wissen, Stillschweigen. Bochum, 23. April.(Vier Personen durch Schüsse verletzt.) Jugendliche Zettelankleber gerieten auf der Ottostraße mit anderen Burschen in Streit, in dessen Verlauf ein Friseur und dessen Gehilfe durch Schüsse ins Gesicht verletzt wurden. Bevor die Feuerwehr den flüchtigen 17 jährigen Revolverhelden verhaften konnte, verletzte er noch zwei weitere Versonen durch Schüsse. Elberfeld, 2r. April.(Ausstand der Bauarbeiter in Elberfeld=Barmen.) Nachdem die Lohnforderungen der Bauarbeiter von Elberfeld und Barmen auch vom Reichsarbeitsamt abgelehnt worden sind, sind vergangenen Freitag die Bauarbeiter in beiden Städten in den Ausstand getreten. Aachen, 23. April.(Schlagende Wetter auf Zeche„Karl Alexander".) Auf der Zeche„Karl Alexander" bei Baksweiler im Kreise Geilenkirchen entwickelten sich Freitag nachmittag beim Schießen schlagende Wetter. 2 Tote und 7 Verletzte wurden im Laufe des Nachmittags als geborgen gemeldet. Von den bei der Explosion der schlagenden Wetter auf der Zeche„Karl Alexander" Verletzten ist einer gestorben, sodaß die Zahl der Todesopser insgesamt drei beträgt. Es wird angenommen. daß nicht Fahrlässigkeit, sondern höhere Gewalten das Unglück verursachten. Ein neuer Roman! Nachdem der schöne Roman„Die Tannmüller Vront“, der bei allen unsern Lesern ungeteilten Beifall fand, nunmehr zu Ende, erwarben wir aus dem Engelhorn'schen Verlage in Stuttgart einen neuen Roman von Max Dürr unter dem Titel: „Die verschwundene Frau“ Zur angenehmen Abwechselung in unserem tristen Dasein haben wir es hier mal mit einer ulkigen, an Abenteuern reichen Erzählung zu tun, deren Helden ein Avotheker und ein Arze sind Möchte auch dieser Roman unsern Lesern in den Stunden der Muße recht viele Freude beretten. Verlag der„Annener Soleipias der Vertbander Stadttealberz. Dienstag, 24. April. 7einhalb bis 10einhalb Uhr. Geschl. Vorstellung. Mittwoch, 25. April. 7 bis 10einhalb Uhr. Zum letzten Male.„Wilhelm Tell“. Donnerstag, 26. April. 7einhalb bis 10 Uhr, Sondervorstellung.„Tosca Freitag, 27. April. 7 bis 10einviertel Uhr.„Der Freischütz“. Samstag, 28. April. 6 bis 10dreiviertel Uhr. „Faust". Der Tragödie erster Teil von Wolfan keärem Tleisch spart □ dieerfahrene Haustrau u. verbessert S. ppen, Tunken und Gemüse beim Anrichten mit Maggi's Würze. C Die glückliche Geburt eines krättigen, gesunden Tau skeris zeigen hocherfreut an Wübelm Krenger jun. und Fras Lilly geb. Dreyer. ien guten Appegemacht. Jetzt den breiten Armließ sich seinen Wie prächtig! Wälder! Diese ser der ganzen lag! Und die aum eine halbe d er fühlte sich und dort tauchal die Höhe herst, die Burschen, erhosen, mit blonjoppe, mit den e kurze Pfeise en, die Frauen, kleinen, runden e er sich's wohl lang nichts denang ja wie seine gel! Der Teufel rchtesgaden, dem Natur!... Nahastige Schritte hause, wenn man loß der Kellner! n zu, u. er schien enn los? Sollte in oder was gab digen,“ sagte der „Ein Unglücksorn ist auswärts, wird vor einigen a dachte ich, unoktor te der Angeredeist passiert?“ einem fallenden I ziemlich schwer seiner Hüttel“ man in Ferien, Stellvertreter, daAusgezeichnet, „Es ist um Gotteslohn, Herr Doktor! Eine ärztliche Hilfe ist nirgends sonst zu finden!“ Doktor Steiner hatte sich erhoben.„Ich gehe ja schon!“ brummte er gutmütig, indem er nach Hut und Stock griff.„Sagen Sie mal, wie weit ist es zu der Hütte?" „In zwei Stündchen machen Sie es gut, Herr Doktor!" „Aber Mensch, ich denke doch, Sie werden einspannen lassen!“ Der Kellner lächelte.„Der Herr Doktor wird den Weg schon zu Fuß machen müssen! Dort hinauf kommt kein Wagen! Es ist aber ein schöner Fußweg!“ setzte er tröstend hinzu.„Ein bißchen steil und ein bißchen Geröst, aber sehr schön! Ein Führer ist schon unten, Herr Doktor!“ „Acht Stunden auf der Eisenbahn geschüttelt und gerädert! Man will ein bißchen aufschnausen, und nun zwei Stunden über Geröll klettern!“ jammerte Doktor Steiner.„Mensch“, sagte er plötzlich barsch,„was stehen Sie noch da! Warum holen Sie den Führer nicht! Vorwärts, die Sache ist eilig!“ Der Führer war ein kleiner, untersetzter blonder Junge von dreizehn bis vierzehn Jahren. Ein altes, abgegriffenes, fettiges Hütchen saß keck auf dem wirren Kraushaare. Seine Kleidung bestand aus einem zerrissenen bunten Wollhemd und einem Paar abgewetzter Lederhöschen, deren Farbe zu bestimmen vergebliches Bemühen gewesen wäre. Die nackten Füße aber steckten in groben genagelten Lederschuhen.— Ein famoser Bursche und flink wie ein Affe! Schon eine Stunde stiegen sie jetzt bergan, und während ihm, dem kräftigen Manne, die Knie fast den Dienst versagten, große Schweißperlen über die Stirne rannen trotz der frühen Jahreszeit, stieg dieses Kerlchen in seinen viel zu großen Schuhen so muter und frisch voran, als gingen sie auf ebenem Sandboden. Nein, das ist eine Rasse! Das ist ein Schlag! dachte der Arzt, indem er mit stiller Bekümmernis emporsah, ob sie nicht bald an Ort und Stelle wären. Durch die dünnen Sohlen seiner seinen Stiefel spürte er jeden Stein, jede Kante. Jetzt endlich hielt der Bursche an und lächelte. dieser Tropf! Ich geniere mich geradezu, sagte sich Doktor Steiner. Dann erklärte der Krauskopf etwas und wies in die Höhe. Die Sprache war zwar nicht verständlich, ein solches Kauderwelsch, das wav nicht mehr Deutsch, das klang eher wie Türkisch. Aber das Zeichen verstand Steiner sehr gut. Dort oben lag sie endlich vor seinen Augen, die Hütte. Keuchend setzte er den Weg fort. Noch eine gute halbe Stunde ging es so weiter den engen gewundenen Pfad, dev in großen Zickzacklinien bergan stieg, unter hohen Eichen mit knorrigen Stämmen und weitverzweigtem Geäste und schlanken geraden Buchen mit glatter grauer Rinde. Ab und zu überquerten den Weg tiefe Rinnen, auf deren Grunde frische Quellen sprudelnd bergabschossen. Einige kunstlos zusammengefügte, schlecht behauene Stämme bildeten die Brücke. Endlich eine Lichtung. Eine schöne grüne, mäßig große Fläche unterhalb einer steilabfallenden Wand und, mit dem Rücken an diese Wand angeklebt, eine einfache niedere Blockhütte aus wettergedunkelten Balken, deren flaches Dach aus großen Rindenstücken gebildet war. Welch idyllischer Aufenthalt! Doktor Steiner blieb stehen und sah tiefatmend um sich. Welch entzückender Ausblick durch die Lücke des Bergwaldes, unten zu seinen Füßen das tiefe Tal, über ihm die steile Wand, deren Gipfel dunkler. Tannenwald krönte, während über dem Rücken des jenseitigen Bergwaldes sich die schimmernde weiße Kappe des alten Watzmann erhob! Wie friedlich mußten die Menschen hier wohnen. Ja, hier wohnte das Glück. Und doch, wie dumm! Fast hätte er über all dieser Schönheit der Erde vergessen, zu welchem Zwecke ev emporgestiegen war. Menschliches Elend auch hier in dieser köstlichen Verborgenheit der Natur! Vielleicht jammerte jetzt schon ein Weib und die unmündigen Kinder an der Bahre des Ernährers. Rasch sich wendend überschritt er die Lichtung und betrat die Hütte durch die niedere Tür. Nur schwer gewöhnte sich das Auge an das Dunkel, die schmalen Oeffnungen dev erblindeten Fenster ließen kaum ein wenig Licht in das Innere fallen. Dort in der Ecke, auf einer ärmlichen Bettstelle, ruhte etwas, das einer menschlichen Gestalt ähnlich sah. Vor dem Krankenlager saß auf einem schweren selbstgezimmerten Stuhl ein alter Mann in der malerischen Tracht des Landes und rauchte, unbekümmert um das, was um ihn her vorging, schweigend seine Pfeife.— Also wohl ein einsamer, alleinstehender Holzhauer ohne Familie! Steiner trat näher, doch vollStaunen hielt er inne. Kunstgerecht verbunden und geschient! Seine Hilfe war unnötig, ein anderer hatte schon alles besorgt!„Ach,“ fragte er,„der Arzt war schon da?“ Der Alte schüttelte den Kopf. Er nahm die kurze Pfeife aus den Zähnen und wies mit einem seltsamen Ausdruck in dem alten, wetterharten Gesichte über die Schulter. Dann, als ob er hiermit alles gesagt hätte, paffte er ruhig weiter, und die schweren graublauen Wölkchen zogen schnell verschwindend durch das Loch einer zerbrochenen Fensterscheibe. Doktor Steiner glaubte hinter seinem Rücken ein leises Lachen zu vernehmen. Ei der Tausend! Eine Dame! Höflich nahm er den Hut ab. Bei seinem Eintritt hatte er sie in dem Halbdunkel gar nicht erkannt. Sie stand in der Ecke vov dem zerbrochenen Spiegel und war soeben im Begriff, den Hut auf dem üppigen gekrausten Haare festzustecken. Dabei hatte sie sich halb dem Eingetretenen zugekehrt und zeigte ihm ihr seines kassisches Profil. Ein modisches silbergraues Gewand umschloß ens ihre schlanke Gestalt. Eine Bergfee ... eine schöne Bergfee, aber seltsam modern! „Doktor Steiner“, sagte dev Träger dieses Namens, sich höflich vorstellend.„Ich wurde zu einem Unglücksfalle gerufen und finde alles getan, was zu tun ist!“ Die Dame verneigte sich leicht und lächelte. „Sind Sie zufrieden mit meiner Kunst! Der Mann ist völlig außer Gefahr. Verbandzeug war zur Stelle. Diese Holzhauer sind vorsorgliche Leute, denn bei ihrem Geschäfte mag dergleichen ab und zu vorkommen. Ich war zufällig in der Nähe, als dev Unfall passierte. Doktor Steiner starrte das feltsame weibliche Wesen mit großen Augen an, sein Gesicht war in diesem Augenblick nicht gerade geistreich zu nennen.„Und das haben Sie gemacht! Das aben Sie fertig gebracht!“ Nun lachte sie hell auf.„Wunderbar, nicht wahr, daß ein weibliches Wesen etwas von einer Kunst versteht, die die Herren der Schöpfung als ihr eigenstes Territorium betrachten! Doch bevor Sie loben, sollten Sie sich doch überzeugen, ob Ihr Lob auch angebracht ist. Doktor Steiner fühlte die Richtigkeit dieser Bemerkung, und er wandte sich dem Verletzten zu. der die Augen aufgeschlagen hatte und mit einem schwachen Blick voll Dankbarkeit dieser Erscheinung zuwarf, die er wohl noch nie zuvor im seiner ärmlichen Hütte gesehen hatte. „Jetzt ist es mir klar geworden,“ sagte Steiner, nachdem er seine sorgfältige Untersuchung beendigt hatte.,„ich habe die Ehre, eine Kollegin vor mir zu sehen!" Wieder zeigte sie die Ueinen weißen Zähnchen. Fräulein Doctor medicinge Johanna Degen!“ sagte sie mit graziösem Neigen des Kopfes.„Da Sie nun aber zur Stelle sind, Herr Kollega— sie sprach das Wort absichtlich breit und mit. komischer Würde—„will ich weichen und dem berufenen Vertreter der Heilkunst Platz machen!" Dann trat sie an das Krankenlager und ergriff mit ihren zarten schmalen Fingern die braune knochige Rechte des Holzhauers. „Jetzt, mein Freund“, sagte sie mit klarer, vertrauenerweckender Stimme,„muß ich Sie verlassen. Haben Sie Mut, diesmal sind Sie noch ordentlich davongekommen. Sie werden wieder gesund werden und ihrev Arbeit wieder nachkommen können. Aber halten Sie sich gut!“ Und mit leichtem Schritt war sie im Rahmen der offenen Türe, durch welche die köstliche Bergluft hereinströmte, verschwunden. Doktor Steiner trat schnell unter die Türe. „Aber bitte, warten Sie doch, gnädiges Fräuleint Mein Führer steht Ihnen zuv Verfügung!“ Doch sie hatte sich schon entfernt. Ihre schlaube feine Gestalt zeigte sich in der Lichtung des Haselgebüsches auf dem um die Felswand herum nach oben führenden Pfade.„Ich danke, mein Herr! Es ist eine Eigenheit von mir, stets allein zu sein, ohne Führer!“ Mit einer leichten stolzen Verbeugang ging sie, ohne umzusehen, ihres Wegs.—(Fortsetzung folgt.)# * an BORTRUNBGTTENHELLWEG Tar den Spent, aus Bars, für Her und bringe ich zweokentsprechende, praktische Manchester-, Loden- u. Leinenkleidung nur in den besten Qualitäten! 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Sonntag morgen 5½ Uhr hat es Gott gefallen, meine liebe Tochter, unsere liebe gute stets hilfsbereite unvergeßliche Schwester, Schwägerin Tante und Cousine Alma Luthe nach langem schweren mit Geduld ertragenem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nohmen, im blühenden Alter von 34½ Jahren. Dieses zeigen anmit der Bitte um stille Teilnahme: Fran Nu. Lnibe nebst Angehörlgen. Rüdinghausen, Barop, Hagen, Schnee, Weidenau Linden(Ruhr), den 23. April 1923. Die Beerdigung findet Dornerstag, den 26. ds. Mts. nack.4¼ Uhr vom Trauerhause Nr. 41 a ausstatt. Sollte jemand keine besondere Nachricht erhalten, so diene dieses als solche. Für die vielen Beweisellherzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer treusorgenden Mutter sagen wir allen unseren Witten. herzlichsten Dank. Damen-Mäntel und m Egner nebst Kindern. Jackenkleider in grösster Auswahl zu besonders günstigen Preisen. Papierabläne . sowie Bücher, Zeitungen, Kartons u. Pappabfälle kauft jedes Quantum zu hohen Preisen In1. 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Radio meldet wissen, daß der G gen Zeit zwischen findet, fortdauert. ner bekannten den nach London. All nach der Rückkehr ner Kabinett den men, von dem geste de sich an die gan kerten mit Reparat Berliner Korrespoi Huptet, daß der Sachsxeherung ge Kabinett Cuno eir PAle. Diese Auf Note in Paris ger