Die„Annenev Zeitung“ erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Anzeigegebühr für die einspaltige 1 mm hohe und 36 mm breite Zeile für Platzanzeigen im Verbreitungsbezirk 3,— M, auswärts 4,— K. Reklamezeile 1 mm hoch u. 76 mm breit 15 K. Bezugspreis monatlich 120,— M.(Durch die Post bezogen vierteljährlich 360.— Mr. Beschäftsstelle: Bahnhofstr. 23. Telephon 334. Nr. 134. Die deutsche Autwortnote. Die deutsche Antwortnote, in der ergänzende Ausführungen zu den Denkschviften über die Markstabilisierung gemacht werden, ist am Mittwoch abend der Reparationskommission übergeben worden. Die Regierung erklärt erneut, daß sie die Festigung und Besserung des Markkurses als die augenblicklich dringendste und wichtigste Aufgabe ihrer Politik betrachtet. Es muß noch mal mit Nachdruck darauf hingewiesen werden, daß alles, was jetzt zur Stabilisierung der Mark vorgeschlagen wird, nur ein Aushilfsmittel ist, um das Vertrauen des deutschen und ausländischen Publikums in die Zukunft der deutschen Währung wieder herzustellem Ein dauernder Erfolg wird nur dann verbürgt sein, wenn eine endgültige Lösung des ganzen Reparationsproblems sofort in Angriff genommen und mit größter Beschleunigung zu Ende geführt wird. Zur vorläufigen Stützung der Mark empfiehlt die deutsche Regierung den Plan der internationalen Sachverständigen, deren Gutachten der Note als Anlagen beigefügt sind. Die deutsche Regierung macht sich insbesondere den Gedanken zu eigen, daß die Stützungsaktion durch ein internationales Banksyndikat sofort in Angriff genommen werde. Auch die Reichsbank ist von der außerordentlichen Bedeutung eines solchen Syndikates überzeugt und hat sich bereit erklärt, auch ihrerseits an der Stützungsaktion mitzuwirken und an der Aufbringung der Mittel zu. beteiligen. Auf dieser Grundlage hätte die Stützungsaktion in der Weise sich zu vollziehen, daß den Markkurs nach einheitlichen Gesichtspunrten durch den An= und Verkauf von Devisen reguliert wird. Ueber den Umfang der Beteiligung der Reichsbank wird noch eine Verständigung mit den fremden Geldgebern zu erzielen sein. Ferner würden noch die zu stellenden Sicherheiten zu vereinbaren sein. Die Reichsregierung bevont noch einmal ihre Bereitwilligktei, die Lieferungen für den Wiederaufbau auch während des Stabilisierungsprozesses zu übernehmen, soweit sie möglich sind, und ohne Vermehrung der schwebenden Schuld und soweit sie aus dem Budget zu bestreiten sind. Es wird schlließlich noch erklärt, daß das vorgeschlagene Unternehmen nicht nur die Rettung Deutschlands aus seiner Finanznot bezweckt, sondern auch Deutschland in den Stand setzen will, seine Verpflichtungen aus dem Pariser Vertrage zu erfüllen. Die neue Antwort der Donnerstag mittag traf in der Reichskanzlei ein Schreiben der Reparationskommission an den. Reichskanzler ein, in dem zunächst der Empfang der neuen deutschen Vorschläge bestätigt wird. Die Reparationskommission teilt dann der Reichsregierung mit, daß sie die neuen deutschen Vorschläge nach ihrer Rückkehr nach Paris, die Freitag erfolgte, einer Prüfung unterziehen will. Stabilisierung und Anleihefrage. Ohne Moratorium keine Anleihe. Außer dem schon bekannten Gutachten der Herren Brand, Cassel, Jenks und Keynes sind der deutschen Antwortnote noch die Gutachten des Präsidenten der Niederländischen Bank, Vissering, des Schweizer Bankiers Dubois und des Londoner Bankiers Brand zugrunde gelegt. In diesen Gu.achten äußern sich die Bankier=Sachverständigen über die banktechnischen Aussichten eines ausländisschen Bankkredites bezw. eines internationalen Syndikates zur Stützung der Mark. Sie schlagen die Oründung eines internationalen Syubihats vor, das zusammen mit der deutschen Regierung und der Reichsbank an der Stabilisierung der Reichsmark mitzuarbeiten hätte. Ohne den Beschlüssen vorgveifen zu wollen, halten die Sachverständigen es für zweckmäßig, ihre Ansicht auszusprechen, daß Deutschland während der Tätigkeit des Syndikates und bis zur vollständigen Rückzahlung der Vorschüsse von allen Reparationszahlungen befreit werde. Das Syndikat müßte mit einem Kapital von mindestens 500 Millionen Goldmark gegründet werden können. Der ausländische Bankkredit wäre aufzunehmen in der Form von Wechseln, die von der deutschen Finanzverwaltung ausgegeben und mit der Bürgschaft der Reichsbank ausgestattet werden. Die Laufzeit der Wochsel nüßte um zwei Jahre verlängert werden können. Reparationskommission müßte das Prioriunbrecht dieser Forderungen von allen Reparationszahlungen anerkennen. Die deutsche Regierung verbunden mit der Annener„Volkszeitung“. Arzeigeblatt kr Anner und die benachbarten 14 Ortschaften Organ des Amtes Annen u. Landkreises Hörde, sowie der Gemeinden Samstag. den 11. November 1922 Buserate finden bol bir großen Auflage den „Annener Zeitung“ weite u. billige Verbreitung gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfast. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorbeschriebenen Plätzen übernehmen wir keins Veendsortung Redaktion, Druck und Verlag von.:0 Seitz Aüchine, Annon. 38. Jahrgang. hätte als besondere Garantie für die Rückzahlung der Vorschüsse dem Ertrag der Ausfuhrzölle zuo Verfügung zu stellen. Neben den Leistungen des Syndikats hätte die Reichsbank sich zu verpflichten, in der Stützungsaktion mit einem Betrag von gleicher Höhe— also 500 Millionen Goldmark —teilzunehmen, indem sie unter der Verpfändung ihres Goldbestandes einen Bankkredit in gleicher Höhe aufnimmt. Der englische Sachverständige, der Bankier Brand von der Bank Lazar Brotch in London, hat noch ein besonderes Gutachten abgegeben über die Möglichkeit der Aufnahme des Bankkredites in England; er gelangt darin zu folgendem Ergebnis: Wenn ein vollständiges Moratomum auf einen gewissen Zeitraum eintreten würde,— etwa für zwei Jahre— und andere Staaten die Führung übernehmen würden, wäre es möglich, daß Londoner Bankleute in der Form von Akzepten sich mit einem Kredit von fünf Millionen Pfund Sterling beteiligen würden. Abschiedsbesuch der Sachverständigen beim Reichskanzler. Die von der deutschen Regierung zur Erstattung eines Gutachtens über die Stabilisierung der Mark nach Berlin berufene Kommission ausländischer Finanzsachverständiger hat ihre Arbeiten beendet. Nachdem Cassel und Keynes sich bereits Mittwoch verabschiedet hatten, hat der Reichskanzler Donnerstag mittag Brand Dubois, Pamenka, Jenks und Vissering zu einem Abschiedsbesuch empfangen. Der Reichskanzler hat den Herren den aufrichtigen und wärmsten Dank der Reichsregierung und des deutschen Volkes für die Bereitwilligkeit, mit der sie dem Rufe Folge leisteten und für die hingebende tiefe Bearbeitung der gestellten Fragen ausgedrückt. Die Reichsregierung erblicke in den überreichten Gutachten die Aeußerungen von freien Privatpersonen, die ihre Ueberzeugung frei von politischen Zielen ohne irgendwelche Bindung für ihre Länder und die Geschäftskreise, denen sie angehören, geäußert haben. Solche von ausdoritativen Namen gestützte Gutachten würden nicht nur in Deutschland, sondern auch im Auslande ernsteste Beachtung finden und zur Klärung der Frage beitragen. Der Reichskanzler dnückte die Hoffnung aus, daß die Arbeiten der Herren nicht nur zum Besten Deutschlands, sondern auch aller anderen Völker wirken mögen, die durch den Währungsverfall in Mitleidenschaft gezogen werden. Dubois über die Gutachten. Der Finanzsachverständige Dubois, Präsident des Schweizerischen Bankvereins, sagte einem Vertreter der Schweizerischen Depeschenagentur Weiß in einer Unterredung, die sich auf die nunmehr erfolgte Veröffentlichung der Gutachten der Finanzfachverständigen bezog, folgendes: Zunächst erklärte Dubois auf die Frage, weshalb nicht die Sachverständigen sich auf ein gemeinsames Gutachten geeinigt hätten, es beständen unter den Sachverständigen mit wenigen Ausnahmen keine grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten, aber die erstatteten Berichte seien von einander verschieden und zwar sowohl in ihrer Form, als auch in ihrer Methode. Insbesondere die Maßnahmen zur Herbeiführung einer provisorischen Stabilisierung sind#gehender in dem Bericht der Heiren Vissering. Dubois und Kamenka, als in dem Bericht der Herren Keynes und Brand behandelt. Zur internationalen Stützungsaktion für die deutsche Währung sprach sich Dubois folgendermaßen aus: Bis zur Stunde liegt kein bestimmtes Angebot von schweizerischer Seite oder von anderer ausländischer Seite vor. Unter gewissen Voraussetzungen bestehe Aussicht, daß eine wirksame ausländische Hilfe zur Aktion der Reichsbank hinzukommen wird, um die Mißtrauenskrise zu überwinden, die den letzten Marksturz verursacht habe. Da die beiden Gutachten nun abgegeben worden sind, können die Unterhandlungen über die ausländische Kreditaktion sobald als möglich gepflogen werden. angesichts der katastrophalen Entwicklung unseres Wirtschaftslebens für ihre Pflicht hielten, nochmals in letzter Stunde mit allem Nachdruck auf die wichtigsten Vorbedingungen aufmerksam zu machen, die für die Erhaltung der landwirtschaftlichen Produktion unerläßlich seien. Zu diesen Forderungen gehörten: Auf dem Gebiete der Getreidebewirtschaftung: 1. Angesichts der schlechten Getreideernte eine erhebliche Ermäßigung der Umlage. 2. Tunlichst sofortige Wiederherstellung der freien Wirtschaft oder aher mindestens eine sofortige bindende Erklärung der Reichsregierung, daß mit Ende des laufenden Wirtschaftsjahres jede Art der Getreidezwangsbewirtschaftung unter allen Umständen aufhört. Beschaffung der Betriebsmittel: Sicherstellung von auch zeitlich ausreichendem Kredit zur Beschaffung von Betriebsmitteln(Dünger, Futter usw.) Bei der Frachtpolitik und der Ausgestaltung des Verkehrswesens: 1. Bessere Wagengestellung durch Erhöhung der Arbeitsleistung und Verkürzung der Umlaufszeit. 2. Gewährung dauernder Ausnahmetarife mit einer Ermäßigung von 30 Prozent für Düngemittel, alle Futtermittel, einschließlich Heu, Stroh und Torfstreu. In der Aussprache wies der Vorsitzende des Reichsausschusses der Deutschen Landwirkschaft, Frhr. v. Wangenheim in Klein=Spiegel, darauf hin, daß durch die augenblickliche Methode staatlicher Bewirtschaftungspolitik die Landwirte zu Hasardeuren erzogen würden. Für das Hilfswerk hätten die staatlichen Stellen nur Redensarten gehabt. Die erste Notwendigkeit sei endlich ehrliche Aufklärung auch der Konsumentenmassen über die tatsächliche Wirtschafts= und Ernährungslage durch die Regierung. muß der Notlage der durch den Krieg und seine Folgen am schwersten geschädigten Verdrängten und damit zugleich zielbewußt und weitsichtig auch den Interessen der gesamtdeutschen Volkswirtschaft in erheblich höherem Maße als bisher und in beschleunigter Weise Rechnung tragen. Soweit der Entwurf des Reichsentlastungsgesetzes in Frage steht, wird mit allem Nachdruck erkllärt, daß den Verdrängten ein Rechtsanspruch auf volle Entschädigung zusteht. Weiter betont die Entschließung, daß sowohl die neuen Gesetze als auch die bereits erlassenen Gewaltschädengesetze in keinen Weise der eingetretenen Geldentwertung Rechnung tragen und ein Wirderaufbau daher unmöglich sei. Die Entschließung lehnt daher unzulängliche Entschädigungen nachdrücklichst ab und erhebt zusarmenfassend hinsichtlich aller Entschädigungsgesetze die Forderungen: 1. Entschädigungen müssen grundsätzlich steuerfrei bleiben; 2. anstelle des schwerfälligen ordentlichen Entschädigungsverfahrens muß grundsätzlich der freie Verwaltungsvergleich unter Mitwirkung der Interessenvertretungen treten; 3. die Auszahlung der Entschädigungen muß beschleunigt werden: 4. es dürfen die zugesprochenen Beträge nicht in Zahlungsmitteln gewährt werden, deren Verwertung die Geschädigten wieder um einen erheblichen Teil ihrer ohnehin unzureichenden Entschädigung bringt. Die derzeit gewährten Zahlungsmittel sind größtenteils unverwertbar. Deutsches Reich. Der Wiederzusammentritt des Die Not der Verdrängten. Protestkundgebung in Berlin. Am Sonntag vormittag fand in Berlin in Kongreß der Verdrängten statt. Der große, 3000 Personen fassende Saal der Scala, in der die Versammlung stattfand, war bis zum letzten Platz gefüllt. Alle Verbände und Vereinigungen der aus Uebersee, dem Ausland und den abgetretenen Gebieten vertriebenen Deutschen waren vertreten. Der Kongreß vertrat mehrere Millionen von Uebersee= und Auslandsdeutschen und stellte eine scharfe Protestkundgebung gegen die Behandlung der Auslandsdeutschen und Flüchtlinge in der Heimat dar. Man verlange keine volle Entschädigung für die erlittenen Verluste, aber man erwarte eine andere Behandlung als jene, die man Almosenempfängern zuteil werden ließe. Im Lause Die Abreise der Neparationskommissten. Berlin, 10. November. Die Mitglieder der Reparattonskommission haben heute nachmittag 3 Uhr mit dem fahrplanmäßigen=Zug, der mit erheblicher Verspätung aus Warschau eintraf, die Rückreise nach Paris angetreten. Die Forderungen der Landwirtschaft. Beseitigung der Zwangswirtschaft. Der Deutsche Landwirtschaftsrat nahm im weiteren Verlauf seiner Verhandlungen einen Antrag des Landrats a. D. von Helldorff an, in dem es heißt, daß die aus allen Teilen des Reiches zur Plenarversammlung des D. L. R. erschienenen gesetzlich berufenen Vertreter der Landwirtschaft es ipfängern zuteil werden ließe. Im Laufe der Versammlung wurden die neuen Zugeständnisse der Regierung bekanntgegeben. Der Barentschädigungshöchstsatz betrage in Zukunst eine Million Mark, für Hausratsverlustentschädigung 500000 Mark, und außerdem wurde das Zusatzdarlehen auf das vier= bis achtfache der Hälfte des Friodenswertes erhöht. Der Kongreß steigerte sich schließlich zu einer stürmischen Kundgebung gegen die Haltung der Behörden und der Oeffentlichkeit. Mit dem eingeschlagenen Verfahren sei alles verfahren. Von den politischen Parteien waren nur die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei vertreten und der Reichstag nur durch ein Mitglied der Deutschnationalen Partei, den Abgeordneten Lawerenz, während die übrigen anwesenden Parlamentarier Landtagsabgeordnete waren. Der Reichspräsident und die Verdrängten. Vertreter des Kongresses der Verdrängten(und der Auslandsdeutschen) wurden vom Reichsppäsidenten empfangen.: Nachdem Geheimrat v. Tilly und Herr Nußbaum die Wünsche der Vordrängten vorgetragen hatten, führte der Reichspräsident in feiner Erwiderung u. a. aus, er hoffe es zu erreichen, daß die Zwischennovelle zu dem Gewaltschädengesetze, durch die die Zuschlagsgrenze für Hausrat- usw. von 100000 auf 500000 Mark und die Barzahlungsgrenze auf eine Million Mark orhöht werden solle, auf einen Iniativantrag sämtlicher Parteien bereits am nächsten Montag zur Beratung gelange. Hinsichtlich des neuen Liquidationsschädengesetzes glaube er, daß es auch am nächsten Montag dem zuständigen Ausschuß überwiesen werden könne. Er werde seinen Einfluß dahin geltend machen, daß Veutreter der Verbände vor dem Ausschuß Gehör sänden. Die Entschädigung der Verdräugten. In der Gesamtentschließung des Kongresses der Verdrängten, die in der Schlußsitzung einstimmig gebilligt wurde, heißt es u. a. folgendermaßen: Die bisherige Entschädigungsgesetzgebung hat den verdnängten Deutschen keinen auch nur einigermaßen hinreichenden Ersatz für die erlittenen Verluste geboten. Die Entschädigungsgesetzhebung soll am 13. November erfolgen. Das ist das Ergebnis einer Besprechung der Parteiführer mit dem Reichskanzler. Am Montag(13. November) wird jedoch voraussichtlich nur eine kurze Sitzung stattfinden. Für Dienstag ist die Erklärung des Reichskanzlers über die Verhandlungen mit der Reparationskommission und über die Stabilisierung der Mark vorgesehen. An den darauf folgenden Tagen werden die Parteien ihre Auffassung vortragen. Eine vorläufige Aussprache über das gesamte Problem wird bereits vorher im Auswärtigen Ausschuß stattfinden. Der Verlauf des 9. November. Der 9. November ist sowohl in Berlin wie nach den bisher vorliegenden Meldungen auch im Reiche völlig ruhig verlaufen. In Berlin wurde in allen Betrieben wie an gewöhnlichen Wochentagen gearbeitot. Zu Straßenkundgebung.n ist es nirgends gekommen. Auch die kommunistischen Arbeiter erschienen in den Betrieben. Am Abend fanden Versammlungen der Sozialdemokraten u. der Kommunisten statt, in denen der 9. November als Revolutionstag gefeiert wurde. Auch diese Versammlungen verliesen ruhig. Dr. v. Kuillings Kadinett und Programm. In der vorgestrigen bayerischen Landtagssitzung teilte der neue Ministerpräsident Dr. von Knilling dem dichtbesetzten Hause mit, daß er die bisherigen Ressontminister auch in sein Kabinett übernommen habe und erklärte ferner, daß eine Besetzung des Handelsministeriums für die allernächste Zeit in Aussicht genommen sei. Widerspruch gegen die Vorschläge des Ministerpräsidenten erhob sich aus dem Hause nicht. Dr. v. Knilling erklärte dann, das Koalitionsprogramm, das der frühere Minister v. Kahr 1920 bekanntgegeben habe, bilde heute noch eine maßgebende Grundlage für die Führung der Geschäfte der Staatsregierung. Gegen jede Anzweislung der Reichstreue Bayerns müsse er Verwahrung einlegen. Bayern habe nie den Kampf mit dem Reich gesucht und werde ihn auch künftig nicht suchen. Der Ministerpräsident sieht das Heil Deutschlands in der Rückkohr zu der bewährten bundesstaatlichen Grundlage, jedoch nur auf gesetzlichem Wege. Sollte Bayern etwa neuerdings einen Eingriff in seinen eigensten Lebensbrreich, besonders in seine Justiz= und Polizeihoheit, abwehren müssen, so werde er jederzeit auf dem Plan sein, die bayerische Selbständigkeit zu verteidigen. Von der Reichsregierung fordert der Ministerpräsident den Kampf gegen die Kriegsschuldlüge, gegen unerfüllbare Wiedergutmachungslasten und gegen die unmenschliche Bedrückung durch die gegnerischen Besatzung. Zum Schluß seiner Rede rief Knilling auf zum Zusammenschluß zu einer Notgemeinschaft des deutschen Volkes:„Bekennen wir uns wie England zu dem Spruch, das Vaterland hat immer recht, und für mich möchte ich noch hinzufügen, ein starkes Bayern in einem starken Reich.“ * Unterzeichnung der deutsch=belgischen Grenzverträge. Im Regierungsgebäude zu Aachen fand, die Unterzeichnung der von der Grenzkommission festgesetzten Grenzbedin gungen und Grenzverträge durch die Bevollmächeigten der beiden Regierungen statt. Die deutschbelgischen Grenzverhandlungen können damit als abgeschlassen geiten. — Kulturkampfstimmung in Sach sen. Vor kurzem hat der sächsische unabhängige Kultusminister Fleißner eine Verordnung herausgegeben, nach der Schulkinder an kirchlichen, nicht staatlich anerkannten Feiertagen zum Besuch des Gottesdienstes vom Schulunterricht nicht befreit werden dürfen. Am 1. November, dem katholischen Feiertage Allerheiligen, haben aber die tatholischen Eltern ihre Kinder nicht zur Schule geschickt. Das bischöfliche Ordinariat hatte die katholischen Eltern aufgefordert, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken. Wie Kultusminister Fleißner nun durch die Staatskanzlei mitteilen läßt, wird er gegen das bischöfliche Ordinariat und gegen die Eltern ein Strafverfahren einleiten wegen offener Gesetrndrigteit. — Die Deutsche Volkspartei gegen Dr. Wirth. Im„Hamburger Korrespondenten" greift der von der demokratischen Partei zur Deutschen Volkspartei übergetretene Abg. Dr. Heckscher den Reichskanzler Dr. Wirth scharf an, indem er u. a. schreibt:„Man zeige mir in der Geschichte des deutschen Volkes außer Bethmann Hollweg eine Persönlichkeit, die so stets von Mißerfolg zu Mißerfolg geschritten ist wie Wirth. Besitzt der Reichskanzler nicht einen einzigen wahren Freund, der ihn beschwört, sein Amt niederzulegen? Das ei serne Gebot der allerletzten Minute ist: Neue Männer auf die Kommandobrücke.“ Ausland. Polen. Der neue polnische Seim. Die Stärke der Parteien. Die bisher festgestellten etwa 300 Mandate des spolnischen Seims vertteilen sich nach einer Warschauer Meldung folgendermaßen: Rechtsblock 125, Witos=Partei 45, Sozialisten 30, Thugutt=Partei 30. Minderheitsbllock 25, nationale Arbeiterpartei 12. galizische Zionisten 10, Skulski=Gruppe 5. Die noch ausstehenden etwa 70 Mandate dürfden vor allem dem Minderheitsblock und der Bauernpartei zufallen. Der Wahlerfolg der Minderheitsparteien wird von der Presse aller Parteien anerkannt. Die Blätter heben hervor, daß die Regierungsbildung schwierig sein wird. Das endgültige Wahlergebnis in Litauen. Nach den endgültigen Ergebnissen sind zum Seim gewählt worden: 38 chvistliche Demokraten, 19 Volksparteiler, 11 Sozialdemokraten, 5 Arbeiverparteiler und 8 Juden. Türkei. Neue Forderungen der Türken. Einer Blättermeldung zufolge verlautet, daß die Remalisten dem französisch. Oberkommissar in Konstantinopel, General Pellet, folgende Forderungen Überreicht haben: 1. Sofortige Räumung Konstantinopels. Die Alliierten können, falls sie es wünschen, in Tschataldscha, Skutari und Tschanak bleiben. 2. Aushebung der Kapitulationen. 3. Abhaltung einer Volksabstimmung in Westthrazien, um festzustellen, ob diese Gebiete nicht an die Türkri zurückgegeben werden sollen. 4. Rückgabe von Mossul an die Türken, Revision der Grenzen Syriens, Autonomie der Inseln gegenüber der kleinasiatischen Küste, 5. Völlige Unabhängigkeit der Türkei. 6. Entschädigungszahlung durch Griechenland in Höhe von 6 Milliarden Goldfranken. Die Kouselerz von Lausanse. Poincaré hatte vorgestern dem englischen Botschafter durch ein längeres Schreiben mitgeteilt, daß die Konferenz von Laufanne angesichts der Ereignisse in Konstantinopel spätestens am 20. November beginnen müßte. Auch Mussolini, der im übrigen selbst an der Konferenz teilnehmen wird, wünscht, an diesem Tage festzuhalten. Im übrigen lassen die in Paris vorliegenden Meldungen darauf schließen, daß sich in Konstantinopel und in ganz Anatolien ein besonders starker Fremdenhaß immer mehr ausbreitet. Amerika. Die Neppäsentantenhauswahlen in Amertka. Eine Havesmeldung aus Newyork besagt, daß die Demokraten in 11 Städten 28 Sitze gewonnen haben. Ihr Erfolg wird als eine Niederlage der Politick des Präsidenten Harding aufgefaßt. Die Anzahl der republikanischen Senatsmitglieder ist zurückgegangen, aber die republikanische Partei behält im Senat trotzdem die Mehrheit. Die wankende republikanische Mehrheit. Nach einer Reuterdepesche ist das Parteiverhältnis im amerikanischen Repräsentantenhause folendes: Republikanen 200 Demokraten 195, Sozialisten 1, Unabhängige 1. Die republikanische Mehrheit von 24 Stimmen im Senat ist auf 15 gesunken und wird wahrscheinlich noch weirer sinken. Torater § Annen, 9. Novbr. Kreistagssitzung in Hörde. Am Mittwoch vormittag 10 Uhr eröffnete bei Anwesenheit fast aller Vertreter der Landrat Hansmann im großen Sitzungssaale des Kreishauses in Hörde den einberufenen Kreistag. 11 Punkte standen zur Beratung und lösten zeitweilig eine sehr lebhafte Besprechung aus. 1. Zunächst galt es, eine Bürgschaft für 20 Millionen#### für das Wasser=Vers. und Elektr.=Werk(A..) Dortmund zu übernehmen. Landrat Hansmann begründete die Vorlage, die sich durch Verbesserung im Betrieb und zum Bau einer Leitung Krukel—Menden nötig macht. Bürgermeister Rohrmann Schwerte wünscht bei Uebernahme der Bürgschaft auch Erweiterung der Rechte, etwa Gewinnanteil oder dergleichen. Landrat Hansmann versichert, daß er sich ständig bemühe, hier etwas zu epreichen. Etwa Berechnung der Gewinne prozentual zur Abnahme von Licht und Kraft und nicht nach Aktienbesitz. Vielleicht ist noch etwas zu erreichen. Hierauf wird die Bürgschaft einstimmig übernommen. 2. Eine vorgelegte Ordnung zur Erhebung einer Jagdsteuer im Landkreis Hörde geht ebenfalls einstimmig ohne Debatte durch. Evrichtung einer etatsmäßigen Stelle als Kommunalarzt. 3. Längere Aussprachen brachte die Errichtung einer etatsmäßigen Stelle für Frl. Dv. med. Steinkopf als Kreiskommunalärztin. Frl. Du. Steinkopf amtiert schon seit Januar als Assistentin des Kreisarztes, soll nun aber nach Gruppe 11 fest und selbständig angestellt werden. Abg. Reiner=Schwerte möchte das Impfgeschäft den freipraktizierenden Aerzten abnehmen, um zu sparen. Bürgermeister Rohrmann ist dagegen, um einer Ueberlastung vorzubeugen. Die neue Stelle soll besonders der Fürsorge für die Lungengefährdeten Kinder gelten. Dev Kreisarzt ist die Aufsichtsperson über alle Aerzte. Deshalb soll die neue Stelle nur nach Gruppe 10 besoldet werden. Abg. Schlischo=Annen stimmt dem zu. Den Kindern muß rechtzeitig vorbeugend geholfen werden. Die Aerztin muß selbständig handeln, aber auch gewissenhaft vorgehen können. Landrat Hansmann verspricht Vermeidung aller Zwistigkeiten und läßt über den Punkt erstmals dahin abstimmen, ob die Stelle überhaupt errichtet werden soll, was einstimmig angenommen wird, und dann über die Gehaltsgruppe, wobei gegen 5 Stimmen der Rechten die Anstellung nach Gruppe 11 bewilligt wird. Die PunkteJahresrechnung der 4. Entlastung der Kreisobstbaukasse für 1920, 5. Entlastung der Jahresrechnung der landw. Winterschule und Hufbeschlaglehrschmiede für 1919 und 1920. 6. Entlastung der Jahresrechnung der Veteranenstiftungskasse für 1920. Entlastung der Jahresrechnung kaufmannsgerichtskasse für 1920. 8. Entlastung der Jahresrechnung gewerbegerichtsklasse für 1920 wird der Kreisder Kreisnach Rechdürch Entlastungserteiund KPD. auf nungsablage kurzerhand lung erledigt. 9. Der Antrag der SPD. Bewilligung von 500000 il für Errichtung von Luft= und Lichtbädern erweckt eine lebhafte Debatte. Abg. Lohmann=Westhofen begrüßt den schönen Antrag mit Freude, warnt aber vor zu großen Ausgaben und beantragt Vertagung. Der Leiter des Kreis=Wohlfahrtsamtes Küch begründet unter Hinweis auf die Nöte die Dringlichkeit der Vorlage. Luft= und Lichtbäder sind gute Vorbeugungsmittel. 500 Kinder konnten dies Jahr nach Binz, 300 Kinder in andere Solbäder zur Kun. Aber es geschieht noch zu wenig. Wo die Gemeinden nichts tun, muß der Kreis vorgegen. Abg. Reiner will zentrale Lage dieses Bades. Abg. Pillmann macht auf das Kinderheim Bievitzheide aufmerksam, das den Aemtern Barop und Wellinghofen gehört. Landrat Hansmann erbittet dies Heim für den Kreis. Er schildert Elendseindrücke. Von 22.000 Kindern zeigen 17000 Krankheitserscheinungen. Helfen wir, dann braucht uns für die Zukunft nicht bange zu werden. Es kommen bessere Zehten. Abg. Schlischo wünscht jedem Amt solch ein Bad. Bürgermeister Rohrmann sieht auch bessere Zeiten, aber erst dann, wenn den Feind uns nicht mehr drückt. Dennoch muß jede Gemeinde Gutes schaffen. Schwerte tut das. Er beantragt, dem Kreis die Möglichkeit zu geben, den bedürftigen Gemeinden zu helfen, ohne deren Selbständigkeit anzutasten. Abg. Lohmann=Westhofen Das Scheimnis des urzte.. Not der Gewerbetreibenden. Sie sind ebensogut Steuerzahler, wie Arbeiter und Beamte, sogar mit Steuern überlastet. Dennoch begrüßt er die Vorlage wieder. Nach weiterer erregter Debatte, besonders gegen Eingriffe in die Selbstverwaltung der Kommunen, wird der Antrag mit 14 gegen 9 Summen bei reichlicher Stimmenthaltung in der vorgelegten Fassung angenommen, wonach der Landrat verspricht, daß niemals diktatorisch vorgegangen werden, aber immer zum Besten geholfen werden soll. Zu Punkt 10. Antrag der SPD. und KPD. auf Bewilligung von 10 000 d für Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs wünscht Abg. Reermann=Annen Belehrung der Mütter den Kindern nie Alkohol zu geben. Abg. Küch schildert das Alkoholelend und gibt Einblicke in die Inren- und Idiotenanstalten, die entsetzliche Bilder in dieser Hinsicht aufzeigen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Bei Punkt 11. Beschlußfassung über Ausnahme einer 120 Millionen Anleihe zum Bau von Wohnhäusern usw. bemerkt Landwat Hansmann, daß der Kreis nicht stillegen, sondern bauen will. Es muß gebaut werden. Bürgermeister Rohrmann wünscht die Lasten von 120 Millionen nicht auf die Schultern der Städte gelegt, die selbst bauen wollen und müssen und dazu auch die Wohnungsbauabgabe brauchen. Landrat Hansmann hält gesetzmäßig an der Abgabe der Wohnungsbauabgabe an den Kreis fest. Sie soll zur Verzinsung der 120 Mill. dienen. 60 Millionen gibt die Landesbank zu billigem Zinsfuß dafür her. Die Mieten dienen ebenfalls zur Verzinsung. Der Kreis hat bereits gebaut und gebraucht das Geld, denn die Wohnungsbauabgabe muß verbaut werden. Abg. Reermann=Annen betont, daß die Erhaltung alter Bauten ebenso notwendig ist. Man soll auch hohe Häuser bauen. Abg. Reiner macht aufmerksam, daß 1941 die Wohnungsbauabgabe endigt und fragt: Was dann? Er ist gegen zu hohe Steuerbelastung der Mieter und Vermieter. Abg. Schlischo befürwortet, die Jugendlichen zu belasten. Bürgermeister Rohrmann mahnt zur Vorsicht und verlangt Sicherstellung der hohen Summe von 120 Millionem. Nach kurzen Schlußworten wird sodann auch der Antrag einstimmig angenommen und die 120 Millionen sind für Wohnungsbau bewilligt. Nach Erledigung der Tagesordnung wird noch über eine Eingabe der Stadt Schwerte verhandelt, die Einsparung von Kosten für z. T. unnötiges Reinigen von Schornsteinen beantragt. Obermeister Steinkühler gibt eine eingehinde Schilderung der Zustände im Schornsternsegergewerbe, warnt vor Sozialisierung desselben und verteidigt allerlei Angriffe, die gegen zu hohe Preisforderung und schlechte Arbeit der Gehilfen gemacht werden. Zu einer Abstimmung kommt es nicht. Interessand sind dann noch die Darlegungen des Abg. Kühl über die Getreideumlage, Mäschpreise und Kartoffelversorgung. Die Ruhe des Kreises ist verbürgt, wenn die Landwirte ihre Pflicht tun und gegen ungerechte Belastungen geschützt werden. Für Arme und Kranke wird gesor pro Zentner für Hörde ist festgesetz Bürgermeisten Srörterung über Stilleg Sti rügt den Verkauf stellt fest, daß die ren, wenn Bahne den. Die Sybur land. So verkauf muß aufgehalten Landrat Has Mitte Dezember der Direktion stat vorbereitet sein ur erhoffen. Nachm. 3,15 sc ten des Dankes an Roman von Franz Garai. Einzig autorisierte Uebersetzung v. Dr. Ad. Kohut (Nachdruck verboten.) An dem Meeresufer angelangt, hatte ich nicht übel Lust, mich ins Wasser zu stürzen, da ich mich so vergessen konnte. Ich verachtete mich selbst und wagte ihr nicht in die Augen zu sehen. Wie ein armer Sünden vor seinem Richter stand ich vor ihr. Zitternd und bebend suchte ich ihren Blick, aber sie nahm gar keine Notiz von mir, sondern suchte mit ihren Augen nur die Gondel, die uns wieder nach Venedig zurückführen sollte. Sie war noch nicht da, und wir mußten noch eine Stunde warten. Als ich auf der Erde ein mit Brillanten ausgelegtes goldenes Kreuz fand, d as sie verloren hatte, und es ihr übergab, blickte sie mich an und erhlache. „Ich habe dieses Kreuz von meiner Mutter abs Talismann erhalten,“ sagte sie.„Bitte, bewahren Sie es bei sich, bis wir nach Venedig kommen; denn ich könnte es verlieren wie mein Leben. ):„Wie Ihr Leben?“ „Ja, das Leben das mir zur Last ist.“ „Nicht doch! Sie müssen sich doch Ihres Daseins freuen, das unsere Liebe versüßen wird. Wir sind noch jung, und das Schicksal hat uns für einanden geschaffen. Alles, was bisher geschah, war für uns nur eine Prüfung und eine lange Reihe von Hindernissen, die uns das Verhängnis aber nur deshalb in den Weg gelegt, damit wir ums einander begegnen. „Wiv können uns nie angehören!“ „Warum nicht? Warum wollen Sie mit eigener Hand das niederreißen, was das Geschick gewollt? Warum wollen Sie den Faden unseres zukünftigen Glückes zerreißen, der uns doch schon aneinandergeknüpft hat? Sie müssen doch wissen und fühlen, wie sehr ich Sie liebe! Bis jetzt habe ich meine Gefühle vor Ihnen verborgen und vereimlicht. Aber ich kann nicht weiter schweigen. würde mich sonst an uns beiden versündigen. Liebenden kann man nicht befehlen. Wo das Gefühl stärker ist, da muß der Verstand schweigen. „Sie haben einen großen Fehler begangen,“ flüsterte sie letse,„daß Sie eine Wunde aufrissen, deren Schmerz nachzulassen begann und die fern von den Frenden des Lebens vielleicht vollständig geheilt worden wäro. Einmal täuschte ich mich. Ich war jung und mußte für meine Leichtgläubigkeit schwen büßen. Nun habe ich nichts mehr auf Erden zu suchen. „Es gibt keinen Schmerz, den man nicht heilen könnte. Derjenige begeht den größten Fehler, der sich mit der traurigen Resignation begnügt und allen Hoffnungen entsagt.“ Inzwischen war unsere Gondel angelangt. Wir gingen zur Holzbrücke, wo der Gondoliere bereits auf uns wartete. Dieser zeigte nach dem Himmel, an dem sich dunkle Wolken auftürmten. „Eilen wir,“ sagte der Gondoliere,„damit uns das Gewitter nicht unterwegs überrascht. Meine Gondel ist zwar stark, und auch meine Arme sino sicher. Aber mit den Elementen ist nicht zu spaßen!“ „Wollen wir nicht so lange warten, bis sich der Sturm gelegt hat?“ meinte ich. Aber meine Gefährtin wollte nichts davon wissen. Kaum waren wir zehn Minuten unterwegs, da erhob sich schon ein mächtigen Sturm, der unsere Gondel vorwärts trieb, so daß sie sich zur Seite neigte. Wir hatten es nur dem Zufall zu vendanken, daß sie nicht umschlug. Rücken Sie bitte zusammen!“ hat der Führer der Gondel, der mit aller Kraft arbeitete. Wir schmiegten uns aneinander. Aengstlich hielt sie sich an mir fest, während ihr ganzer Körper bebte. Ich fürchte für Sie, mein Freund, der Sie sich jetzt wirden einmal um meinetwillen in Lebensgefahr befinden. Ich umfaßte sie und zog sie an mich. „Steybe ich auch, so sterbe ich mit dir, meine Liebe. Und das tröstet mich!" Schon glaubten wir uns verloren, abs ein Passagierdampfer sich uns näherte. Der Kapitän desselben bemerkte uns und erkannte die Gefahr, n der wir uns befanden. Er kam uns zu Hilfe. Mit großer Mühe gelang es endlich zwei Matrosen, ums an Bord zu bringen. Nachdem wir unseren Lebensrettern gedankt hattem, verbargen wir uis in einer kleinen Kajüte vor den Augen der Neugierigen und umarmten uns aufjubelnd. Du meine Geliebte!“ sagte sich glückselig.„Unsere Rettung ist des Schicksals Stimme, die uns aufs neue mahnt, daß wir einander lieben und angehören müssen. Das Geheimnis der Vorsehung ist zwar unerforschlich,“ erwiderte sie.„Und wenn wir auch das Kommende zu ahnen glauben, so müssen wir doch oft, wie dev Erfolg lehrt, später unseren Irrtum einsehen. „In unserer Liebe können wir uns aber nicht irren; denn ich fühle und weiß es hier in meinem Herzen, daß auch dumich liebst, und daß du nur zu stolz bist, es einzugestehen.“ Sie schwieg, barg ihren Kopf an meiner Brust und begann zu schluchzen. Unser Dampfer landete inzwischen in Venedig. Wir eilten Hand in Hand zur Verbindungsbrücke, wo unser Gondoliere und die beiden tapferen Matrosen schon auf uns warteten. Nachdem wir sie reichlich beschenkt hatten, kehrten wir nach unserem Hotel zurück. Der Himmel klärte sich bald auf, die Sonne strahlte wieder in ihrem alten Glanze sanft sich im Meere spiegelnd. „Ich bin müde,“ sagte Röschen,„ich will mich zur Ruhe begeben. Der Weg und die Aufregungen der letzten Stunden lasten zentnerschwer auf mir. Nicht wahr, Sie zünnen mir nicht, wenn ich Sie bitte, daß Sie mich bis morgen allein lassen? Dann sehen wir uns wieder, dann—“ „Gut; aber dann mußt du mit mir zur Oberin gehen und ihr sagen, daß du dir die Sache überlegt hast und dich von der Welt noch nicht zurückziehen willst. Denn wir verlassen uns dann nie mehr!" „Gehen Sie, entfernen Sie sich, mein Freund! Erholen Sie sich ein wenig, während ich mich auch zuv Ruhe begeben will.“ Sie trat an mich heran, nahm meinen Kopf in ihre Hände u drückte einen langen, leidenschaftlichen Kuß auf meine Lippen. Als auch ich ihren Mund mit heißen Küssen bedeckt hatte, zog sie sich in ihr Zimmer zurück, während ich mich ins Freie begab, wo mir die Welt heute besonders sonnig und glückstrahlend erschien. Auf dem Markusplatz spielte Musik, und die Promenierenden wogten hin und hey. Auf allen Lippen strahlte ein freundliches Lächeln in allen Augen Seligkeit und Zufriedenheit. Aber was wollte das alles gegen meinen Seelenzustand beagen? Ich hätte die ganze Menschheit umarmen und in die Welt hinausnufen mögen, daß das schönste Weib der Erde mir angehören würde, daß sie mich liebe, und daß auch ich sie unendlich iebe. Am Nachmittag besuchte ich den Polizeipräsidenten, der mich auch diesmal wie immer sehr reundlich empfing. Er sah es mir wohl auf dem Gesicht an, daß mit mir etwas Außerordentliches vorgegangen sein mußte; denn eo fragte mich sofort„Nun Herr Doktor, Sie bringen wohl eine gute Nachricht, nicht wahr?“ Ja, Herr Präsident, ich bin sehr glücklich, ich bin der glücklichste Mensch von Venedig. Wieso das?“ Sie wird die Meinige werden, sie liebt mich; und wenn sie erst, was hoffentlich bald der Fall ist, frei sein wird, heiraten wir uns. Wir werdon sich meine Eltern freuen, wenn ich ihnen all mein Glück berichten werde. Allerdings hat meine Mutter ein anderes Mädchen für mich bestimmt aber das einemal werde ich kein gehorsamer Sohn sein Bisher hatte ich nicht gewußt, was wahre Liebe ist, jetzt in der Fremde habe ich erst mein Ideal gefunden. „Ich nehme herzlichen Anteil an Ihrer Freude, obschon ich nie ein Freund von so raschen Entschlüssen war. Aber wenn Sie davon überzeugt sind, daß Ihre Gefühle ständig sind und daß diese Frau dieselben erwidert, handeln Sie ganz recht, wenn Sie sie zur Gattin wählen. Was in meinen Kräften steht, dazu beizutragen, daß die Ehescheidung raschestens vollzogen wird, werde ich gewiß tun.“ Als ich mich von dem Polizeichef verabschiedete, brannten in den Straßen Venedigs schon die Lampen, in zauberhaftem Glanz erstrahlend. In der belebtesten Straße der Lagunenstadt sah ich mir die Schaufenster an. Am liebsten hätte ich alles, was mir gefiel, gekauft, Geschmeide, Porzellan und Nippsachen. In einem Juwelierladen kaufte ich endlich einen mit Brillanten besetzten Spiegel. Das wird mein erstes Geschenk für sie sein, dachte ich bei mir, worüber sie sich gewiß freuen wird. In eine Osteria, aus der heitere Musik, Gesang und der Klang eines Tamburins zu mir drang, eintretend, ließ ich mir einen feurigen italienischen Wein bringen. Ich leerte eine Flasche nach der andern. Lustige und ausgelassene Sänger und Sängerinnen, Tänzer und Tänzerinnen produzierten sich mir zu Ehren, denn der Wein für sie loß in Strömen. Die feurigen schwarzäugigen Mädchen tanzten mit Leidenschaft die Tarantella. Die Stickluft in der Osteria, der Wein, der Geang und mein Glücksgefühl übten auf mich eine geradezu betäubende Wirkung aus. Aber mitten in der höchsten Erregung bemächtigte sich meiner ein unerklärliches Gefühl. Plötzlich wunde es ganz dunkel vor mir, mein ganzer Körper bebte, meine Augen traten aus ihren Höhlen, ich blickte in das Nichts, wo eine entsetzliche Szene sich vor mir abspielte. Was sah ich? Ich sah Röschen, wie ihre zitternde Hand nach einer Waffe griff. Ich sah die Pistole, als sie sie ans Herz drückte, ich hörte den Knall derselben, ihr verzweiflungsvolles Schreien, ihren dunpfen Sturz und sah das aus ihrem Körper strömende Blut, das den Fußboden tränkte. (Fortsetzung folgt.) § Annen, 11 ist auch hierorts in erlitten keinerlei angesichts unserer der Arbeit zu: Republik hatt ih am 9. November hältnissen gefeiert. Verhandlungen m aus Paris in Ber Mark und die Ern he hat die unerfr# rung und für die Welchen Verlauf d muß sich bald zei daß Poincaré er sich auch schon hat. Er will aus herausschlagen, als um den deuts nicht die Mark reich wird aber a Wirtschaft nicht un einen Anprall gebe bringen muß. 8 Annen, 1 Kaffeebohnen macht und verschie im Scherz, als im enormen Preis des zu verkaufen. Bei von Naumburg dur bekannten Volkslied Hunger quälte und auf siebzehn Pfenn aus Sachsen rechne 1 Bohnen, aber das Tatsache ist jedenfa Kaffee ebenso stark daß viele Leute nie Pfund kaufen könn also doch einmal da —(Das Indust Was die große Ma schon längst wußte lich die großen Stä den allerteuersten ren, hat jetzt auch in gefunden. Der Reic den von der Regien für die Gewährung die Beamten, Angest ders teuere Orte. 2 10 Prozent des Gru die besondere wirtsc besonders teure Ort Frage kommen, wer dere die große Rheinland=We Vororten genannt, Dortmund und GFrankfurt a.., Lu burg und Berlin in gen die Stimmen B mens, Lübecks und! men worden. —(Dreimark=St reits über 10 Millic bracht worden— al behalten; die Wenig bekommen. f Annen, 10. Unter dem Vorsitze scho hielt die hiesig wieder eine Sitzung gewählten Mitgliede verpflichtet wurden. 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November statt: Sonntag vorm nen“ in der Freiligra —7 Uhr„Nähkursu beinhalb Uhr„Volks Uhr„Einübung vor abends 6einhalb Uhr abends 7 Uhr„Astro 8 Uhr„Grundzüge d Soundzüge des deit## nerstag, abends 6ei d eberiggzt mie, sogar nüßt er die stonders gez der Kom9 Summen vorgelegten indrat verOge! lfen werden auf Bewilzbrauchs Belehrung zu geben. nd und gibt stalten, die fzeigen. ig angelionen rkt Landwat stillegen, gerden. ünscht die Schultern sollen und achinalngale tzmäßig an auabgafinsung der sie LandesDie Mieten Kreis hat denn die den. daß die ig ist. Man daß 1941 agt: Was astung der ugendt zur Vorihen SumLußworten nig angeür Wohwird noch gerhamde: uwähges Ane eingechornsteindesselben m zu hohe r Gehilfen 0 kommt triegtungen e und wenn die ungenechse rine und Wir werich ihnen ings hat mich beHhoramen ußt, was de ich erst rer Freuo raschen von überind, und deln Sie wählen. izutragen, zen wird, bschiedete, die LamIn der ich mir ich alles, ellon 1100 ndlich eisie sein, iß freuen Kranke wird gesorgt. Ein Höchstpreis von 650 K pro Zentner für Kartoffeln(ab Feld) im Kreis Hörde ist festgesetzt. Bürgermeistev Rohrmann wünscht noch Srörterung über die Stillegung der Kreis= und Straßenbahnen rügt den Verkauf des rollenden Materials und stellt fest, daß die Schienen den Gemeinden gehören, wenn Bahnen widerrechtlich stillgelegt werden. Die Syburgbahn fährt jetzt z. B. in Finnland. So verkauft man alles ans Ausland, das muß aufgehalten werden. Landrat Hansmann gibt bekannt, daß Mitte Dezember endgültige Verhandlungen mit der Direktion stattfindem Bis dahin wird alles vorbereitet sein und ist ein günstiges Resultat zu erhoffen. Nachm. 3,15 schließt er den Kreistag mit Worten des Dankes an alle Erschienenen. r. mein aus iheine enthre zitsah die h hörte ggewolles das aus gshoben Agt.) § Annen, 11. Nov.(Der 9. November) ist auch hierorts in Ruhe verlaufen. Die Betriebe erlitten keinerlei Störungen, da man es angesichts unserer trostlosen Zeit vorzog, bei der Arbeit zu verharren. Die junge deutsche Republik hat ihren vierten Geburtstag am 9. November eben nicht unter günstigen Verhältnissen geseiert. Dev bisherige Verlauf der Verhandlungen mit der Reparationskommission aus Paris in Berlin über die Stabilisierung der Mark und die Ermöglichung einer Auslandsanleihe hat die unerfreuliche Wendung für die Währ rung und für die Lebensmittelpreise herbeigeführt. Welchen Verlauf das Drama weiter nehmen wird, muß sich bald zeigen. Es ist nicht anzunehmen, daß Poincaré„va banque“ spielen will, wenn er sich auch schon wieder zu Drohungen verstiegen hat. Er will aus der deutschen Reichskasse so viel herausschlagen, als ihm nur irgendwie möglich ist, um den deutschen Niedergang, aber nicht die Mark zu stabilisieren. Frankreich wird aber an dieser scharfen Kante der Wirtschaft nicht unversehrt herumkommen, es wird einen Anprall geben, der es bald zur Besinnung bringen muß. § Annen, 11. November.(Abgezählte Kaffeebohnen.) Es ist der Vorschlag gemacht und verschiedentlich, wenn auch wohl mehr im Scherz, als im Ernst verwirklicht, bei dem enormen Preis des Kassees, die Bohnen abgezählt zu verkaufen. Bei der sagenhaften Belagerung von Naumburg durch die Hussiten, kam nach dem bekannten Volkslied das Lot Kaffee, obwohl der Hunger quälte und der Durst weh tat, zwar nur auf siebzehn Pfennige, und Leberecht Bliemchen aus Sachsen rechnete auf die Tasse Mokka fünf Bohnen, aber das sind schließlich Ausnahmen. Tatsache ist jedenfalls, daß die Nachfrage nach Kaffee ebenso stark ist, wie die nach Butter, nur daß viele Leute nicht einmal ein halbes Viertel Pfund kaufen können. Möglicherweise führt man also doch einmal das Abzählen der Bohnen ein. —(Das Industriegebiet die teuerste Gegend.) Was die große Masse der kleinen Konsumenten schon längst wußte und bitter empfand, daß näm lich die großen Städte des Industriegebietes zu den allerteuersten im deutschen Vaterlande gehören, hat jetzt auch im Reichsrate seine Bestätigung gefunden. Der Reichsrat beschäftigte sich u. a. mit den von der Regierung aufgestellten Grundsätzen für die Gewährung örtlicher Sonderzuschläge für die Beamten, Angestellten und Arbeiter für besonders teuere Orte. Die Teuerungszuschläge sollen 10 Prozent des Grundgehaltes betragen, während die besondere wirtschaftliche Beihilfe fortfällt. Als befonders teure Orte, die für diese Zuschläge in Frage kommen, werden in der Vorlage insbesondere die großen Industriestädte in Rheinland=Westfalen mitsamt ihren Vororten genannt, namentlich Essen, Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen; ferner kommen Frankfurt a.., Ludwigshafen, Mannheim, Hamburg und Berlin in Betracht. Die Vorlage ist gegen die Stimmen Bayerns, Hessen, Anhalts, Bremens, Lübecks und Mecklenburg=Strelitz angenommen worden. —(Dreimark=Stücke aus Aluminium) sind bereits über 10 Millionen in den„Verkehr" gebracht worden— aber sie werden überall zurückbehalten; die Wenigsten haben sie jemals zu sehen bekommen. f Annen 10. Novbr.(Preisprüfungsstelle.) Unter dem Vorsitze des Amtsbeigeordneten Schlischo hielt die hiesige Preisprüfungsstelle gestern wieder eine Sitzung ab, in der zunächst die neugewählten Mitglieder in ihr Amt eingeführt und verpflichtet wurden. Wegen der allwöchentlichen Festsetzung von Richtpreisen wunde eine besondere Konussion gewählt, die erstmalig in der kommenden Woche tagen wird. In der Aussprache wurde wieder darauf hingewiesen, daß die Anordnung wegen Anbringung von Preisschildern immer noch nicht genügend beachtet würde. Zuwiderhandlungen gegen die von dem Herrn Landrat Hörde für den ganzen Landkreis Hörde erlassene neue Preisschilderverordnung sollen unnachsichtlich zur Anzeige gebracht werden. Weiter sind bei dem Brotverkauf wiederholt ganz erhebliche Mindergewichte festgestellt worden. Es wird darauf hingewiesen, auf die genauen Brotgewichte zu achten und bei eventl. Fehlgewichten die Zugabe einer entsprechenden Menge Brot zu verlangen. Da verschiedentlich vorgekommen ist, daß für Säuglinge keine Milch abgegeben worden ist, wird darauf huchgerrsam gemacht, daß zunächst die Milchkarteno###t Milch zu versorgen sind.(Säuglinge, dimmen, Kranke usw.) Zuwiderhandelnde Händler, Landwirte sollen zur Anzeige gebracht werden. —(Volkshochschule Annen.) In der Woche vom 12.—18. November finden folgende Lehrgänge statt: Sonntag vorm. 10 Uhr„Bürgerliches Rechnen“ in der Freiligrathschule,— Montag, nachm. —7 Uhr„Nähkursus in der Vorbach“, abends beinhalb Uhr„Volkswirtschaft", abends 7einhalb Uhr„Einübung von Volksliedern".— Dienstag, Leinhalb Uhr„Englisch für Anfänger übends 7 Uhr„Astronomie.— Mittwoch abends 8 Uhr„Grundzüge des Bürgerlichen Rechts und Grundzüge des deutschen Strafrechts":— Donverstag, abends 6einhalb Uhr„Literatur“,— Freitag, abends seinhalb Uhr„Englisch für Fortgeschrittene". Sonntag, den 12. November, nachmittags 5 Uhr Lichtbildervortrag über:„Eine Reise durch den Weltenraum“ in der Aula der Mittelschule. § Annen, 11. Novbr.(Vortrag LangeHegermann.) Wir verfehlen nicht, nochmal auf den Vortrag des Herrn Reichstagsabgeordneten Lange=Hegermann aus Bottrop, der morgen vormittag 10 Uhr auf Veranlassung des Westfälisch=Lippischen Hndwerkerbundes im Reinoldushof—Dortmund stattfindet, hinzuweisen. Wenn nur eben möglich, darf kein Mitglied der hiesigen Ortsgruppe des Kreishandwerkerbundes fehlen. )-( Annen, 11. Novbr.(Fahrraddiebstähle.) Vor einigen Nächten wurde in der Brunebeck ein Fahrrad gestohlen. Fernev wurde auf dem Wartenberge dem Dreschmaschinenbesitzer Schilling vom Schnee tagsüber sein Fahrrad entwendet. In vorvergangener Nacht wurde an der Königsholzstraße ebenfalls ein Fahrrad aus einem Stall gestahsen. —(Weitere Diebstähle.) Einem Milchhändler wurde auf der Fahrt Witten—Annen—Stockum eine Kiste Margarine im Werte von 40000 K vom Wagen entwendet.— In der Grube der Zeche Hamburg ist einem Bergmann eine Taschenuhr gestohlem worden. :: Annen, 11. Novbr.(Im Central=Theater) geht der Film vom Deutschen Turn= und Sportfest in Leipzig über die Leinwand. Leider konnte der Film am Dienstag dieser Woche nicht vorgeführt werden, da die Freie Turnerschaft Mainz denselben wegen zu großen Andranges noch 3 Tage länger für sich in Anspruch nahm. Ab heute bis einschl. Montag findet die Vorführung jedoch bestimmt statt.— Außerdem der Sensationsfilm„Lola, die Apachenbraut“ (1. Teil) und für den humor. Teil sorgt„Er“. Siehe Inserat in vor. Nr. —(Der Hessische Unterstützungs=Verein) veranstaltet morgen bei Weber sein Herbstfest durch Konzert, Theater und Ball. Siehe Inserat in der vorigen Nummer. —(Die Gesangabteilung der Glasarbeiter) veranstaltet morgen nachmittag im Saale des Herrn Wösthoff eine gemütliche Unterhaltung verbunden mit Fahnenweihe, Konzert usw. Näheres siehe Inserat in vor: Nr. § Annen, 11. Novbr.(Vom Devisenmarkt.) Der Dollar, der infolge der günstigeren Aussichten der Markstabilisierung noch am vorgestrigen Tage auf 7000 stand, erlebte an der gestrigen Börse wieder eine Aufwärtsbewegung. Er wurde mit 7675 notiert. )-( Stockum, 11. Novbv.(Gestohlene Eisenbahnschienen.) Einem hiesigen Althändler wurden Eisenbahnschienen, die nicht rechtmäßig erworben sein sollen, von der Polizei beschlagnahmt Stockum, 10. Novbr.(In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung) wurde das Nachstehende verhandelt und beschlossen: Zunächst gelangt ein Schreiben der Gelsenürchener Bergwerks=Aktengesellschaft zur Verlesung, wonach die Gesellschaft ihre Klage beim Kreisausschuß gegen die Veran lagung zur besonderen Gemeindegewerbesteuer pro 1920—21 zurückgezogen hat.— Der Aufnahme einer Anleihe von 600000 M zwecks Ankauf von Aktien des Elektrizitätswerks Westfalen wurde zugestimmt. Die Anleihe soll bei der Sparkasse der Aemter Langendreer=Werne zu einem Zinsfuß von 7 Proz. und einer Abschlußgebühr von 1 Prz. sowie jährliche Tilgung von mundestens 1 Prozent aufgenommen werden.— Von einem Schreiben des Kreisausschusses betr. Bau einer Straßen bahn von Dorstfeld über Stockum nach Crengeldanz nahm Versammlung Kenntnis. Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage ist die Ausführung des Projektes in absehbarer Zeit nicht möglich.— Auf den Einspruch der Gemeinde, des Hausbesitzer= und des Gewerbevereins bezüglich den zweiten Postbestellung nach Stockum hat die Oberpostdirektion Dortmund den Bescheid erteilt, daß sie nicht in der Lage sei, bei der mißlichen Finanzlage des Reiches die zweite Postverbindung wieder einzuführen. Gegen diesen Bescheid sollen weitere Schritte unternommen werden.— Dem Antrag des Vereins„Gemischter Chor“ auf Ermäßigung der Lustbarkeitssteuer für ein gegebenes Konzert wunde dahin stattgegeben, daß die Hälfte ermäßigt wird.— Die Aemter Langendreer und Werne beabsichtigen eine Automobil=Feuerspritze anzuschaffen, die 1 Million kosten und auf einem größeren Werk untergebracht werden soll. Vertretung lehnte eine Beteiligung der Gemeinde an den Anschaffungskosten ab.— Dem Westf. Blindenverein wurde eine Beihilse von 1000 c bewilligt.— Die Entschädigung für Ablesung der Wassermesser u. Einziehung der Gelder wurde auf monatlich 1300 Mark, der Zuschuß für die Gemeindeschwester auf 1000 Mark, das Einkommen der Badewärterin auf 1200 bezw. 1500 Mark, der Bürodienevin auf 1000 Mark erhöht. Der Antrag des Totengräbers auf Erhöhung seiner Bezüge für Anfertigung der Gräber und Instandhaltung des Friedhofes wurde zurückgestellt. Es foll zunächst die mitbeteiligte Gemeinde Düren sowie die Friedhofskommission gehört werden.— Der Antrag auf Erhöhung der Entschädigung für Bereitstellung von Räumen für die Zahl- und Steuertermine wurde ebenfalls zurückgestellt. Herne 10. Novbr.(Raubmord. 10000 M Belohnung.) Am 18. September d. Is. wurde in Herne die Frau des Bergarbeiter Schwarzer durch Erdrosselung mit einer Wäscheleine ermordet. Der Täter ist ein Mann, der als Paul Müller in Herne polizeilich gemeldet war, aber zweifellos anders heißt. Es ist zu vermuten, daß er bereits wegen anderer strafbarer Handlungen verfolgt wird. Bisher waren die Nachforschungen nach ihm erfolglos. Gelsenkirchen, 10. Nov.(Scharse Schüsse auf einen Zug.) Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Rotthausen wurde dieser Tage zweimal auf den von Essen kommenden Personenzug 541 geschossen. Eine Kugel durchschlug ein Abteilfenster. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Auf die Ermittlung der Täter ist eine Belohnung von 3000 Mark ausgesetzt. Heeßen bei Hamm, 10. Novbr.(Ein aufregendes Bild) bot sich den Einwohnern der alten Kolonie. Ein jugendlicher Anstreicher, der damit beschäftigt war, die Leitungsmasten zu streichen, gröff versehentlich an den Draht der Starkstromleitung. Er erhielt einen elektrischen Schlag und hing nun etwa 40 Minuten hilflos an einem Seitenarm an der Spitze des Mastes; den Kopf nach unten, schien er jeden Augenblick herunter zu fallen. Dem Unglücklichen waren beide Arme verbrannt und er starb nach der Einlieferung ins Krankenhaus, Dinslaken 10. Novhr.(Eine Minen=Explosion) ereignete sich vorgestern nachmittag im Hause des Bergmanns Helmann, das umstürzte und die Familie unter den Trümmern begrub. Helmann wurde getötet, seine beiden Kinder schwev verletzt. Die Mine soll von den Kämpfen der Roten Armee hervühren. Herbesthal, 10. Novbr.(Ein alter Grenzstein.) In der Nähe von Herbesthal befindet sich auf dem Gute Stöck in einer Hecke ein uralter Grenzstein. Er gibt die Scheidelinie zwischen den Gemeinden Vaelen und Wallhorn an. Auf den beiden Seiten des Steines ist der Name des entsprechenden Bannkreises eingemeißelt. Da eine Urkunde vom 13. Juni 888 Wallhorn und Vaelen als Königsgüter aufzählt, so hat dieser Bannstein mehr als 1000 Winter über sich hinweggehen lassen. Es ist ein glücklicher Einfall der Natur, ihn in einer Hecke zu verstecken. Dadurch ist er vor vielen Einflüssen und vor allem von dem menschlichen Zerstörungstrieb bewahrt worden und kann jetzt als Denkmal aus karolingischer Zeit freigelegt werden. Aus aller Kesselexplosion auf einem Dampfer. Hamburg, 10. Novbr. Gestern vormittag erfolgte an Bord des Hamburger Dampfers„Leopold David“ in Cuxhaven eine Kesselexplo sion, die so schweren Schaden anrichtete, daß das Schiff innerhalb einer halben Stunde sank. Wie es heißt, sind sämtliche Mannschaften außer dem Maschinenpersonal gerettet. Wie aus Cuxhaven weiter gemeldet wird ereignete sich die Explosion an Bord des von Rotterdam mit einer Benzinladung kommenden Hamburger Tankdampfers auf der Reede querab Österhoest. Von der 17 Mann starken Besatzung sind nach den bisherigen Feststellungen 11 Mann gerettet. Die Explosion war so stark, daß von dem Vorderschiff sämtliche Planken weggerissen wurden, so daß das Vorderschiff nur noch aus einer Reihe von Sparren bestand. Das ganze Hinterschiff war alsbald in Flammen gehüllt. Nach kurzer Zeit sank das Schiff. Die Rettungsarbeiten, an denen sich mehrere Dampfer beteiligten, wurden durch die auf dem Meere schwimmenden brennenden Benzinmengen sehr erschwert. Denkmalsschändung. Hamburg, 10. November. Das Hamburger Kaiser=Wilhelm=Denkmal ist in der vorvergangenen Nacht erneut beschädigt worden. Die wieder ausgebesserten Stellen, Säbelspitzen, Helmzier usw. wurden wiederum abgebrochen. Die Täter, drei junge Burschon im Alter von 15 bis 17 Jahven, konnten von der Rathauswache festgenommen werden. Der Tat liegen, wie das Verhör ergab, keine politischen Motive zugrunde 75 Todesopfer in Peussylvanten. Wie der„Newyork Herald“ meldet, sind bei dem großen Bergwerksunglück in Pennsylvanien nach den letzten Meldungen 75 Bergleute getötet worden. Fünf werden vermißt, vier wurden tödlich verletzt, und dreißig Mann sind bis jetzt gerettet wonden. — Zwei deutsche Dampfer verloren. Die deutschen Dampser Herbert Sauber u. Hermann Sauber, von denen der erstere am Mittwoch, der letztere am Montag vergangener Woche von England nach Hamburg abgegangen ist, haben ihren Bestimmungsort nicht erreicht. Die Schifse, jedes mit 29 Mann Besatzung und drahtloser Telegraphie an Bord, dürften im schweren Sturm in der Nordsee untergegangen sein. Die Entscheidung der Reparations= kommission Mitte nächster Woche. Die Mitglieder der Reparationskommission haben Freitag mittag Berlin verlassen, nachdem sie vormittags die üblichen Abschiedsbesuche gemacht hatten. Das Schreiben der Reparationskommission, das als Antwort auf die letzten deutschen Vorschläge anzusehen ist, umsaßt nur wenige Zeilen. Es wird darauf hingewiesen, daß die Reise nach Berlin nur informatorischen Charakter trage und daher die Prüfung der Vorschläge erst in Paris erfolgen werde. Bereits am Montag soll die Reparationskommission in Paris zusammentreten, um sich mit dem Verlauf der Berliner Verhandlungen und den deutschen Vorschlägen zu befassen. Es ist anzunehmen, daß Mitte der nächsten Woche die Entscheidung in Paris fallen woirh Barthon„befeiedigt“. Wie die Entscheidung ausfallen wird, darüber läßt sich heute natürlich noch nichts Bestimmtes sagen. Den unverbindlichen Aeußerungen einzelnev Mitglieder der Reparationskommission, die sie noch vor ihrer Abreise machten, darf man jedenfalls keine besondere Bedeutung beimessen, umso weniger, als sie recht allgemein gehalten sind. So hat Barthou den französischen Pressevertretern in Berlin erklärt, die Mitglieder der Reparationskommission seien von der Reise befriedigt. Sie hätten zufriedenstellende Ergebnisse in der Frage der Kontrolle der deutschen Finanzen und des Budgets erzielt. Der Schiedespruch für den Kohlenbergbau. Berlin, 11. November. Der zur Lohnregelung für den Kohlenbergbau mit Wirkung ab 1. November gefällte Schiedsspruch wurde vom Reichsarbeitsministerium für die Zeit vom.—15. November für verbindlich erklärt. Am 10. Novbr. begannen im Reichsarbeitsministerium die Verhandlungen über die im Kohlenbergbau ab 15. November zu gewährenden Lohnerhöhungen. auf der Hamburger Vorortbahn. Hamburg, 11. Novemker. In Hamburg fuhr gestern früh in dichtem Nebel ein Triebwagenzug der Vorortbahn auf einen auf dem Bahnhof Wandsbecker Chaussee halrenden Dampfzug auf. Vier Wagen des Damnfzuges entgleisten. Fünf Personen, von denen zwei ins Krankenhaus überführt werden mußten, wurden schwer, 25 leichten verletzt. Briefkasten. Die„Westsälische Allgemeine Volks=Zeitung" (Arbeiter=Zeitung) Dortmund strotzt in ihrer Nummer 265 vom 11. November mal wieder von maßlosen Augriffen und Beleidigungen gegen uns. Wir haben gegen die„Westsälische Allgemeine VolksZeitung“ wie schon vor kurzem Klage erhoben. Die Redaktion. Nachschrift. Desgleichen erhoben wir Anklage gegen Herrn Wollrab wegen seiner beleidigenden Bemerkung am Schluffe seines Artikels in No. 88 der„Lokalen Nachrichten“. D. R. Kirchliche Sonntag vorm. 9einhalb Uhr Gottesdienst Pfr. Müllev. 11 Uhr Kindergottesdienst. 12 Uhr Taufen. Nachmittags 5 Uhr Gottesdienst Pfr. Brasse. Jugendpredigt zum Jugendwerbetag. Im Anschluß Beichte und Feier des hl. Abendmahls für die Mitglieder des Jugendvereins. Jungfrauenvereins, Jungmännerbund und d. — Tenanutmachuag. — Ein Anschlag auf das Leipzigen Volkshaus. Im Leipziger Volkshaus, dem Sitz der Leipziger sozialdemokratischen Partei, entstand nachts eine Explosion, durch die nur geringer Sachschaden angerichtet wurde. Am Tore des Haupteinganges wurden die Ueberreste einer ofsenbar mit Schwarzpulver gefüllten Ladung vorgefunden. Die Täter sind noch nicht ermittelt. Das Leipziger Volkshaus war bekanntlich während des Kapp-Putsches durch eine Blandgranate zerstört und erst in der letzten Zeit neu errichtet worden. Der von der Gemeinde-Veutretung am 5. September 1922 beschlossene Nachtrag zur Schankkonzessionssteuerordnung der Gemainde Annen ist vom dem Kreisausschuß in Hörde am 15. 9. 1922 genehmigt und am 17. 10. 1922 von dem Herrn Regierungspräsidenten zugestimmt worden. Der Nachtrag kann im Amtshause, Zimmer 9. eingesehen werden. Annen, den 10. November 1922. Dev Amtmann: J..: Schlischo, Beigeordneter. Provinzielle Nachrichten Wellinghoferheide 10. Novbr.(Der Kaiser=Friedrich=Hain für 2 Millionen Mark verkauft.) Die Besitzung der Erben Beisner, KaiserFriedrich=Hain, soll freihändig an einige Dortmunder Herren für 2 Millionen Mark veräußert sein. Hagen, 10. Novbr.(Die Margarine als Wegweiser.) Am Hauptbahnhof wurde ein weinendes fünfjähriges Mädchen angetroffen, das seine Wohnung nicht mehr wiederfinden konnte. Ein hinzukommenden Mann hatte einen guten Einfall. Er fragte, bei wem die Mutter ihre Margarine zu kaufen pflege. Sofort nannte das Kind den Namen des Händlers. Nun konnte man das verirrte Mädchen bald seinen Eltern wieder zuführen. — Ein Gutsbesitzer erschlagen und beraubt. Dev 76 jährige Gutsbesitzer Zille in Runstedt bei Halle wurde vorgestern abend in der Nähe der Grube„Michel" bei der Heimkehr vom Felde auf seinem Wagen erschlagen und beraubt. Der Mörder bot das mit zwei Kühen bespannte Geschirr am Abend in Merseburg einem Fleischermeister für 50000 Mark an. Der Meister, dem der enorm billige Preis verdächtig vorkam, ließ den Geschirrführer verhaftem Es ist der 28 jährige Leopold Stoll aus Altenheim in Baden. Di Leiche des Ermordeten sand man unter Kartoffelkraut versteckt in der Feldflur auf. — Zwei Frauen vom Zuge überfahren. Dienstag abend wurden beim Bahnübergang am Bahnhof Hennersdorf zwei in den zwanziger Jahren stehende Frauen, die trotz geschlossener Schranke die Geleise überschritten, von reinem=Zuge überfahren und getötet. Die Personalten sind bisher noch nicht ermittelt. Verkäufe Miontag am Hababor Annen-Ktord einen Waggon farSpetr.. Kuftorrei Ainton=Baumsehann. Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, mus scheiden. Heute nacht 2 Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden unser lieber Sohn, guter Bruder, Noffe und Vetter Eromn=Ehsemas im Alter von 11 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Hich. Thomas und Frau Eltriede geb.Kötter Wilh. Thomas, Friedr. Thomas, Wilholmine Thomas, Margarete Thomas. Die Beerdigung findet Montag, den 13 November nachm. 3¼ Uhr vem Sterbehause, Eggenweg 30, aus statt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten, so diene diese als solche. Brescher Bah Hauptsitz: Berlin-Dresden und über 100 Niederlassungen Eigenkapital rund 950 Millionen. Anpen 1. W. Witten Langendreer Wittenerstrasse 22 Fernsprecher: Amt Witten 1312 Postscheckkonto: wie Witten Bismarckstrasse 15 Fernsprecher: 169 und 170 Postscheckkonto: Cöln 26 481 und Dortmund 10925 Sedanstrasse 5 Pernsprecher: Amt Witten 87 Postscheckkonto: Essen 1145 Sorgfältige Ausführung aller bankmässigen Geschäfte Bereitwilligste Beratung in allen Geldangelegenheiten. Die„Annener 3 tag, Donnerstag für die einspaltig breite Zeile für9 bezirk.— Reklamezeile 1 m Bezugspreis mor Post bezogen Am Mittwoch abend 6¼ Uhr starb nach langem schweren Leiden unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, mein lieber Bräutigem Sonntag, 12. Nov. Augemeine Eraurannennasse für die Gemeinde Anden. Der Ausschuß hat mit Wirkung vom 13. November 1922 an eine Grhöhung der Grundlöhne beschlossen. Auf die bisherigen Lohnstufen werden aufgebaut: als 13. Stufe für Arbeitsverdienst von 210—305 Mk. mit Grundlohn 300 M. u. Wochenbeitrag 135 M. „ 14.„„„ bis 405„„„ 400„„ 15. „„„ über 405„ Annen, den 9. November 1922. 180 500 225 unnige! 11 Miimmin Hotel zum Adler Miten. Fr. Dankert, Vorsitzender. Täglich von 5 Uhr: Gr. Könsterkonzert Erstklassige Künstler: Schönbeoen. MIiihnikuggit Curt Brinktrie Wanderung im Alter von 24 Jahren. Erika Weyland als Braut. Annen, Linke, Schloß Holte und Sende, den 8. November 1922. nach Wittich-Johannesberg. 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