Tellsahme teuren Entgelag, und ank chmitz. Anden, Donnerstag größten u. , was sich cht. erte Schapet arand. Ilzist allorniechen Teil. int nte von K 12 Akte. #.„Annener Zeitung“ erscheint jeden Diens#####. Donnerstag und Samstag. Anzeigegebühr ## die einspaltige 1 mm hohe und 36 mm #oste Zeile für Platzanzeigen im Verbreitungsbezirk 1,50 Mt., auswärts.— Mk. Rekkamezeile 1 mm hoch u. 72 mm breit.— Mk. Bezugspreis monatlich 50,00 Mk.(Durch die Post bezogen vierteljährlich 150.— Mk.) sstellg: Bahnhofstr. 34. Telephon###. verbunden mit der Annener„Volkszeitung“ Anzeigeblatt für Anner und die benachbarten 14 Ortschaften. des Amtes Annen u. Landkreises sowie der Gemeinden Stockum=Düren. Bnserate finden bei der großen Auflage den „Annener Zeitung“ weite u. billige Verbreitung — Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Verantworkung. 1 Redaktion, Druck und Verlag von Fritz Küching, Annen, 112. Donnerstag, den 21. September 1922: 38. Jahrgang. De aller Art. son r Mann 14 Tage Beg. Kartoffeloder d. gl. u. A. 200 an tsstelle. rgabto gen in der Ge8t6 fehlen ist Zucker's zinal=Seife Wilesser. gegen Knötchen. Pusteln usw. Arzt Dr..“ Dazu Creme*(nicht tthaltig). In allen gerten. Parfümerieschäften erhältlich. ichen —12 Uhr sot. en in der Sefleißiges mädchen gesucht. mberg. hof Nord. Isbund sbeschädigten sterbliebenen. pe Annen. tung! gshinterblie den gebeten n Mittwoch, Mis. von : im Hotel ber betreffs baua bgabe Rummer iste und Höhe e ist anzuVorstond. nenhülfe tag, den 21. ichm. 3 Uhr inshaus Abs. Schwester Havensteins Erfolg. Nach der Rückkehr des Reichsbankpräsidenten Havenstein aus London sand Montag nachmittag eine Kabinettssitzung statt, in der die Frage der an Belgien auszustellenden Schatzwechsel behandelt wurde. Reichsbankppäsident Havenstein teilte mit, daß die Reichsbank nunmehr bereit ist, die sechsmonatigen Schatzwechsel, fällig vom 15. Februar bis 15. Juni 1923, mit ihrer Unterschrift zu versehen. Das Reichskabinett nahm diese Erklärung des Reichsbankppäsidanten entgegen und beschloß, der belgischen Regierung sofort entsprechende Mitteilungen zu machen. ** Die Reise des Reichsbankpräsidenten Havenstein nach London und seine Vayhandlungen mit der Bank von England sind also von Erfolg begleitet gewesen. Uober die Einzelheiten der Abmachungen Havinsteins wird styengstes Stillschweigen gewahrt, weil es sich hierbei um ein vein geschäftliches Abkommen zwaier autonomer Banken handelt, die ihre Geschäftsverträge wie stets ganz privat und unöffentlich behandelt sehen wollen. Die Bank von England wird sicherlich don Kredit der Reichsbank nicht garantiert haben, wenn ihr nicht genügend Sicherheiten geboten worden wäran. Es sei hierbei darauf aufmerksam gemacht, daß die Reichsbank bereits seit längerer Zeit als Grundlage für ihre Kreditoperationen ein größeres Golddepot bei der Bank von England zu biegen hat. Jednfalls ist es der Reichsregierung durch die Verhandlungen des Reichsbankpräsidanten möglich geworden, die Forderungen Belgiens zu erfüllen. Belgien wird wohl kaum die Garantie der Reichsbank zurückweisen können. Es bekommt die verlangte Zahlung und es kann den belgischen Regierung im einzelnen gleichgültig sein, wie die Reichsbank sich die Möglichkeiten hierzu verschafft hat. Einigung mit Belgien. Die Sechsmonatswechsel. Wie die Belgische Telegraphen=Agentur meldet, hat der deutsche Geschäftsträger Landsberg dem belgischen Minister des Auswärtigen Jaspar mitgeteilt, daß die Reichsbank nunmehr bereit sei, die Sechsmonatswechsel im Gesamtbetrag von 270 Millionen Mark, fällig vom 15. Frbruar bis 15. Itni 1923 unter Verzicht auf 12 und 18 Monate zu unterzeichnen. Unter diesen Umständen faßt die belgische Regierung eine gütliche Lösung der strittigen Frage ins Auge auf den Grundlagan, die die belgischen Delegierten in Beolin aufgestellt hatten. Belgien mit dem Abkommen zufrieden. Die belgische Regierung hat nach Berlin jetzt offiziell mitteilen lassen, daß sie sich durch die Zusagen der Reichsbank für befriedigt erklärt. Sie wird also die von Deutschland angebotenen Schatzwechsel annahmen, so daß für die Zeit bis 15. Januar unnsere Reparattionsverpflichtungen gedeckt sind. Wir haben dadurch einige Monate Ruhe. Vielleicht kommt bis dahin wirklich die internationale Finanzkonferenz zustande, die sich ennstlich an die Lösung des Reparationsproblems macht. Nach dem„B. Tgbl.“ hat auch der belgische Minister des Aeußern Jaspar dem deutschen Botschafter mitgeteilt, die belgische Regierung sei mit der Garanticleistung der dautschen Schatzwechfel durch die deutsche Reichsbank einverstanden. Damit ist das sechsmonatige Memorandum für die seit dem 15. August fälligen und noch nicht eingelösten Roparationsvaten von insgesamt 270 Millionen Goldmark bewilligt worden. Infolge des intennen Abkommens den Roichsbank mit der Bank vom England, die statt Belgiens die 18 monatige Prolongation der Wechsel auuf sich genommen hat, dünste die Reichsregierung in den nächsten Monaten nicht vor die Notwendigkeit gestellt werden, wie bisher Devisenkäufe auf dem Markte worgipnehmen Mitteilung an die Alliierten. Wie dem„Berl. Tagebl.“ aus Paris gemeldet wird, hat die belgische Regierung gestern vormittag bereits den Botschaftern Frankreichs und Englands Mitteilung von dem Ergebnis dev Verhandlungen mit Dautschland gemacht und wird nunmehr die Reparationskommission in Kanntnis setzen unter Beifügung dev Erklärung, daß die von der deutsschen Regierung gegebenen Garantien als ausreichend angesehen werden. Zu den Einzelheiten der Abmachung schraibt die„Vossische Zeitung": Die Nachricht über die Einzelheiten der Abmachung zwischen der deutschen Reichsbank und den Bank von England über die belgischen Schatzschräne wird allgemein als recht lückenhaft empfunden, denn die Oeffentlichkeit erfährt nichts weiter, als daß die Reichsbank sich bereit erklärt, die Schatzscheine für die vorige Wiedergutmachungsrate bis zum 31. Dezember zu unterzeichnen. Damit dürfte in der Tat der belgische Zwischenfall als erledigt gelten, denn die blgischen Unterhändler in Berlin haben sich hier bereits damit einverstanden erklärt, als Garantie für die sämtlichen fälligen Raten die Unterschrift der Reichsbank anzuerkennen, ohne darauf zu bestehen, daß besondere Golddepots im Auslande hinterllegt werdden. Die Verhandlungen wurden nur deshalb unterbrochen, weil Deutschland die Schascheine entwader glaubte, auf eine Lauuffrist con 18 Monaten auszustellen oder die Zusage zu erhalten wünschte, daß die auf 6 Monate ausgestellten Schatzscheine zweimal um die gleiche Frist verlängert werden dürften. Nachdem nunmahr die Reichsbank sich bereit erklärte, vorbehalllos die Stchatzscheine, die nach 6 Monaten fällig sein sollen, zu girieren, ist der formellen Forderung der Wiedergutmachungskommission Genüge geschehen und es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß damit auch jedes Bedenken Frankreichs fortfällt. Wie Deutschland sich das Geld beschafft, das es zun Zahlung nach 6 Monaten braucht, geht niemanden etwas an, besonders wenn dadurch keinerlei Aktivmassen vermindert werden, die der Entente verfallen sind. Wenn die Reichsregierung über das was nachher geschehen soll, nichts veröffentlicht, so liegt das nicht etwa daran, daß sie der öffentlichen Kenntnis irgend etwas vorzuenthalten hat, sondern es hat den Anschein, als ob die Reichsregienung über diese Einzelheiten selbst nicht unterrichtet ist. Reichsbankpräsident Ha venstein hat in der vorgestrigen Kabinettssitzung= wie in Bertiner potitischen Kreisen verlautet, der Reichsregierung lediglich die Versicherung gegeben, daß er vor Ablauf von 18 Monaten vom Reiche keine bare Bezahlung der Schatzwechsel verlangen wird, daß er aber auch gleichzeitig den Standpunct eimnehme, daß seine Vereinbauungen in London lediglich ein Privatabkommen zwischen der autonomen deutschen Reichsbank und der englischen Bank und Finanzwelt darstelle, so daß er niemanden Rechenschaft schuldig sei. Bei der vorsichtigen Natur des deutschen Reichsbankpräsidenten darf man wohl als sich annehmen, daß er gemügend Deckung nach kaufmännischen Grundsätzen für sein Versprechen gegenüber der Reichsregierung zu haben glaubt. Der griechisch=türkische Krieg. Englisch=französische Spannung. Die Bombe aus Parie. Der Befehl der französischen Regierung an General Pellet, innerhalb 24 Stunden mit der Ueberführung der französischen Truppen auf die europäische Seite der Daydanellen zu beginnen, erregt allgemeines Aufsehem.„Daily Expreß" bezeichnet diese Meldung als eine Bombe aus Paris. Es sei jetzt wahrschoinlich, daß die englischen Truppen allein die neutrale Zone verteidigen müßten. Das britische Reich sei bereit, zur Verteidigung der Freiheit der Meerengen allein zu handelm falls sich ein kemalistischer Angriff ontwickeln sollte. Die englische Regierung sehe diese Möglichkeit für so ernst an, daß sie alle möglichen Schritte tun werde, um die Freiheit der Meerengen nicht bedrohen zu lassem. Diese Ansicht soi vorgastann abend nach den beiden langen Kabinettskonserenzen ausgedrückt worden, in denen in der Hauptsache die Maßnahmn, die zu Lande, zur See und in der Luft getroffen werden müssen, erörtart worden seien. Verstärkungen dieser drei Waffengattungen seien in Bewegung. Es warden in England befindliche Truppenkväste vorbereitet, um sie amverzüglich nach dem nahen Osten zu entsanden. „Daily Expreß“ schreibt, seit Beendigung des Waltkriegas habe kein Ereignis von solchem Ennst die Politik Europas zurstört. Die plötzliche Aendenung der Politik der französischon Regierung habe die anglische Regierung vollkommen überrascht. Man müsse sich fragen, ob die Entente und die Allianz diesen neuen Schlag überleben könnten. Dias sei eine ernste Frags, die sich für alle und nicht zum mindesten fün Frankreich ergobe. Die Zurückziehung der französischen Tyuppan, die im geganwärtigen Auganblick so schlecht begnündet sei, führe eine Krisis herbei, die schwerer sei, als alle bisherigen. Das sei kein Akt der Freundschaft. Der diphomatische Berichtanstatter des„Daily Expreß“ schreibt, miemand wolle einen neuen Krieg, nicht einmal Komal Pascha. Das brittsche Reich habe jadoch das größte Interesse an der Freiheit der Meerengen. Dies sei ein Grundsatz, der ebenso unverrückbar sei wie der Felsen von Gibraltar. Die Garantie der Mächte, daß die Meerengen offen gelassen werden, genüge nicht. Es sei eine Kontvolle nötig. Energische Note Englands an Frankreich. Lord Curzon, der gestem. in Paris eingetrossen ist, wird eine energische Note übergeben. Er wird in einer persönlichen Aussprache mit Poincaré versuchen, die französische Regierung zu bewegen, ihre Truppen in Tschanak zu belassen und die schleunige Einberufung einer Konferenz zu vereinbaren. Die Lage wind allgemein als sehr ernst betrachtet. Mili ärische Vorbereitungen Englands. Eine lebhafte Tätigkeit logt man in Londoner militänischen Kreisen an den Tag. Wie der„Matin“ meldet, ist es für niemand ein Geheimnis, daß England sich darauf vorbereitet, die Trup pen, die unter dem Befehl des Ganerals Harrington in Konstantinopel stehen, zu verstärken. Es ist möglich, daß die neuen Verstärkungen aus dem Okkupationskorps von Aegypten gezogen werden, die unter dem Befehl des Marschalls Allenby stehhen. Bataillone der Garnisonen von Gibraltar und Malta sind bereits auf dem Transport nach Konstantmopel. Die Staaten der Kleinen Entente, besonders Rumänien und Südslawien, halten sich ganz auf Seiten Griechenlands und Englands. Auch sie haben das größte Interesse daran, ein Wiaderaufrichten türkischer Macht auf dem Balkan, das mit dem Wiedererstarken Bulgariens identisch wäre, unter allen Umständen zu verhindern. Auch sie rüsten und auch sie erklären dabei gleichzeitig, daß sie nur friedliche Absichten im Auge hätten. Wie der Genfer Berichterstatter des„Daily Herald" dazu aus besten Quelle erfahren haben will, ist die britische Regienung mit den Regierungen der kleinen Entente übereingekommen, sich der Rückerstatttung Konstantinopels an die Türken zu widersetzen. Dioser ernste Schritt könne nach Ansicht maßgebender Männer, wenn er nicht unverzüglich abgeändert werde, zu einem allgemeinen Balkankrieg führen. Die Geiseln im Orientkrieg. Nach einer Havas=Meldung aus Angora ist der kemalistischen Regierung mitgrteilt worden, daß Dschafer Tadschar Bey, Führer der nationalistischen Bewegung in Thrazian, der von den Griechen bei der Besetzung Thraziens gefangen genommen worden wan, nach der Insel Kreta verbracht worden ist. Die kemalistische Regierung hat darauf durch Vermittlung des Roten Kreuzes der griechischen Regierung mitteilen lassen, daß sie sich, wenn Dschafer Tadschar Bey und seine Genossen nicht bis Ende des Monats nicht wieder in ihre Heimat übergeführt würden, gezwungon sehen würde, den gefangenen griechischen hohen Offizieren gegenüber Vergeltungsmaßnahmen anzuwenden. Die griechischen Truppen meutern. Nach einer Blättermeldung des„Petit Parisien" aus Belgrad meuterten die griechischen Truppen in Thrazien und bemächtigten sich der Eisenbahnlinie, um in die Heimat zurückzufahren. Konstantin dankt nicht ab. Der Bruder des Königs Konstantin von Griechenland, Prinz Christoph, der sich gegenwärtig in Paris befindet, hat einem Ventreter der„Chicago Tribune“ erklärt, daß der König nicht daran denke, zuvückzutreten. Er wäre schuldlos an dem Zusammenbruch der griechischen Armee u. immer gegen den Wahnsinn eines Krieges gegen die Türkei gewesen. Bündnisangebot an Kemal Pascha. Es verlautet, daß der Führer des größten indischen Stammes Abdul Kerin Bey an Mustapha Kemal Pascha mit einem Bündnisangebot herangetreten sei. Kemal will Thrazien besetzen. Neuyork, 20. Sept. Die„Associated Preß“ meldet aus Konstantinopel: Mustafa, Kemal Pascha ersuchte heute die alliierten Bohörden. seiner Anmee zu gestatten, Thrazien zu besetzen. Er habe dabei nachdrücklich erklärt, daß die Frage der Dardanellen später erörtert werden müsse unter Teilnahme aller Staaten am Schwarzen Meer. Es sei notwendig, daß Thrazten von den nationalistischen Streitkräften besetzt werde, um die muselmanische Bevölkenung zu befreien. Anser täglich Brot. Erhöhung der Umlagepreise und Verteuerung des Drotes. Der Ernährungsausschuß des Reichstages hat sich bekanntlich für die Erhöhung der Preise für das erste Umlagedrittel ausgesprochen. Die Noiwendigkeit der Preiserhöhung wird amtlich zunächst mit dem ungeheuren Umschwung aller Preise begrändet, die seit der ersten Preisfestsetzung der Umlagepreise sich vollzogen hat. Die Ernte selbst ist schon in die Verteuerungsperiode hineingefallem. Dadurch sind die Erntekosten gestiegen. Es sei alsso recht und billig, wenn diese Kosten bei der Festsetzung des Preises Mitberücksichtigung finden. Das Reichsernährungsministerium wird jetzt eine Vorlage ausarbeiten und sie auf dem üblichen parlamentarischen Wege über Kabinett und Reichsrat zur Erledigung bringen lassen. Daß eine Erhöhung des Brotpreises eintreten wird, kann— wie hieran anschließend vom Reichsernährungsministerium betont wird— keine Frage sein, jedoch wird diese Erhöhung nicht etwa lediglich durch eine Erhöhung von den Preisen für Umlagegetreide abhängen. Der Brotpreis ist vielmehr abhängig von den Einkaufspreisen der Reichsgetreidestelle. Diese aber ist nicht allein auf inländisches Getreide eingestellt, sondern ist in erheblichem Maße auf den Ankauf ausländischen Getreides angewiesen. Fast die Hälfte(2 Millionen Tonnen) der für unsere Ernährung erforderlichen Getreidemengen kommt aus dem Ausland. Schon allein durch das Preisniveau des ausländischen Gotreides müßte der Brotpreis vom selbst in die Höhe gehen. Weiten kommt hinzu, daß in diesem Jahre die Möglischkeit, freies Getreide im Inlande zu kaufen, sehr gering ist. Deshalb müßte der Preis für das zweite und das dritte Drittel der Umlage sehr hoch angesetzt werden. Sozialdemokratischer Parteitag. Der diesjährige sozialdemokratische Parteitag wunde am Sonntag im Augsburger Stadthause eröffnet. Der Parteitag, der von vielen ausländischen Gästen besucht war, bildet bekanntlich mit dem gleichfalls dieser Tage beginnenden Parteitag der U. S. P. das Vorspiel zu der Wiedervereinigung der beiden deutschen sozialdemokratischen Parteien. In seiner Eröffnungsansprache wies der Parteivorsitzende Abg. Hermann Müller=Franken auf den Ernst unserer gegenwärtigen Wirtschaftslage hin. Wenn nicht noch in diesem Jahre mit dem System der ökonomischen Unterdrückung und der politischon Provosation aufgehört werde, dann müsse bald der Tag der Katastrophe über unser armes Volk hereinbrechem. Wir brauchen auch den Willen zur Selbstbehauptung im Innern. Wenn die bürgerlichen Parteien eine Notgemeinschaft des ganzenVolkes fordern, dann dürsen sie sich auch nicht weigern, dem Volke Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung zu stellen und die Zwangsmittel des Staates zur Milderung der Ausbeutung anzuwenden. Die Mitteilung des Redners von dem Ausschußbeschluß auf Erhöhung des Getreideumlagepreises wurde mit Entrüstungskundgebungen ausgenommen und seine Erklärung begrüßt, daß die Sozialdemokratie bei einer Zustimmung des Kabinetts zu diesem Baschluß die Verantwortung für die Folgen nicht tragen könne. Sie sei heute zun Verteidigung der Republik besser genüstet als je, weil die Einigung den beiden sozialdemokratischen Parteien nicht eineTat des Verborgenan bleiben werde. Der Parteitag wählte dann zu Vorsitzenden die Abgeordneten Wels(Berlin) und Simon (Augsbung). Die Verhandlungon auf dem sozialdamokratischen Parteitag in Augsbung leitete nach den Eröffnungs- und Begrüßungsreden umd der Vorstandswahl den Bonicht des Parteivorstandes ein, dan Abg. Du Adolf Braun erstattote. Er besprach in erster Linie Fragon der innoren Parteipolitik. Daran anschließend erstattete Abg. Barels den Kassenbericht, aus dem hervorgeht, daß die S. P. D. im letzten Jahre 47000 Mitglisder verloren hat. In der anschließenden Drbatte warrn besonders die Ausführungen des Abg. Sollmann=Köln bemerkenswert, die von Knack=Hamburg begrüßt wunden. Sollmann meinte, jeder müsse mohr produktive Arbeit leisten. Man solle nicht immer nur auf die Bauern schimpfen, die mohr abs andere produktive Arbeit leisten. Die deutschen Sozialdemokraten müßten levnen, die Worte„Deutschland" u.„Vaterland“ aus innerem Herzen herauszusprechen, dann sie seien die staatsorhaltende Partei. In der weiteren Debattte beschäftigten sich mehrere Redner mit der Frage Groß=Hamburg, zu der Ministerppäsident Otto Braun die Haltung der preußischon Regierung verteidigte.— Die Frage der Einigung soll erst am heutigen Donnerstag zur Debatte gestellt werden, zur gleichen Zeit, wenn sie auf dem Genger Parteitag der U S. P. besprochen wird. Deutsches Reich. Der Staatsgerichtshof. Beteiligung des Handwerks am Stinnesabkommen. Die Wirtschaftsorganisationen des deutschen Handwerks haben jetzt wegen Beteiligung an der Ausfühnung des Stinnes—de Lubersac=Vertrages Verhandlungen mit dem Stinneskonzern eingeleitet. Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik ist am Dienstag vormittag zur ersten öffentlichem Sitzung in Leipzig zusammengetreten. Der Vorsitzende, Senatspräsident Dr. Hagen, eröffnete die Sitzung, indem er die Hoffnung aussprach, daß die Arbeit des Staatsgerichtshofes dem deutschen Volke sund dem gesamten Vaterlande zum Segen gereichen und daß der Staatsgerichtshof sich das Vertrauen des deutschen Volkes erwerben werde. Was an den Mitgliedern liege, uum dieses Ziel zu erreichen, werde geschehen. Hierauf erfolgte die Vereidigung der Mitglieder des Staatsgerichtshöfes. Damit war die öffentliche Sitzung beendet. Sodann wurden in geheinner Sitzung Verwaltungssachen beraten. Der Zeitpunkt der nächsten öffentlichen Sitzung ist noch nicht festgesetzt. Verhaftungen durch die Belgier in Hamborn. Wie das„Berliner Tageblatt" aus Hamborn meldet, sind von der Staatsanwaltschaft der belgischen Besatzungsarmee Dienstag morgen in Hamborn acht Personen verhaftet worden, und zwar im Zusammenhang mit der schon längere Zeid zurückliegenden Ermordung des belgischen Leutnants Graf. Unter den Verhafteten befindet sich auch der Oberstwachtmeister Christen, der Leiter der Hambovner Schutzpolizen Der Oberbürgenmeister von Hamborn ist wegen dieser Verhaftung sofort bei der Besatzungsbehörde vorstellig geworden und hat erklärt, daß er keine Verandwortung für die Ruhe und Ordmung in der Bevölkerung sowie für die Sicherheit der Besatzungstruppen übernehmen könne, wenn ihm von der Besatzungsbehörde die leitende Persönlichkeit der Polizeiverwaltung verhaftet würde. Ueber die näheren Gründe, die die Besatzungsbehörde zu der Verhaftung veranlaßt haben, liegt bis zur Stunde noch keine Meldung — Hundertjahrseier Deutscher Naturforscher und Aerzte. Als Auftakt zu der Jahrhundertfeier der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Aerzte in Leipzig fand am Völkerschlachtdenkmal die feierliche Eröffnung der Ausstellung„Industrie und Wissenschaft" statt. Im stadtgeschichtlichen Museum im Alten Rathause findet eine historische Ausstellung statt, die einen Rückblick auf die Versammlungen von 1882— 1922 geben soll. Ferner wird die Ausstellung„Der Mensch“, des Dresdener Hygienie=Museums in Leipzig gezeigt werden. — Das Ende der„Täglichen Rundschau“ Die„Tägliche Rundschau“, die seit einigen Wochen in den Verlag der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" übergegangen ist und seitdem nur noch als Kopfblatt der„D. A..“ erschien, ist nunmehr nach 42 jährigem Bestehen endgültig eingegangen.— Auch die bekannte kritische Ausgabe der„Tag“, der sogenannte„vote Tag“, hat sein Erscheinen als selbständiges Blatt eingesiellt. — Die Wiederverheiratung des Kaisers. Der frühere Chef des Zivilkabinetts, jetzige Generalbevollmächtigte des königlichen Hauses, Exz. v. Berg, gibt offiziell bekamnt: „Seine Majestät der Kaiser haben sich entschlossen, eine neue Ehe einzugehen, und werden voraussichtlich im November dieses Jahres die verwitw. Prinzessin Hermine v. SchoenaichCarolath, geborene Prinzessin Reuß ältere Linie, alls Gaktin heimführen.“ Der Kaiser steht jetzt bekanntlich im 63. Lebensjahre. Seine geganwärtige Braut ist 35 Jahre alt. Sie war vermählt mit dem Prinzen Johann Georg Carolath=Bauthen, der am 7. April 1920 verstorben ist. Ihrer Ehe entsprangen drei Söhne und zwei Töchter im Alter von 4 bis 15 Jahren. Rols und gchörte zu den Herim Pharter Köhlen und Hprn und am Hofe eine große Rour und gehorie zu ven Herim Pfücker Kohn#n und Herrn Rektor KuhlVertrauten des Kaisers Wilhelm. Nach dem Aus- mann=Linden standen. Umrahmt bruche des Krieges zwischen Deutschland u. Ame= wurden diese Vortväge durch Lieder des evang rira haben sich seine Gefühle für Deutschland au= Männerchors und den vevei####ten#mischt sich seine Gefühle für Deutschland augenscheinlich sehr geändert. Er trat in die Propaganda für den Krieg mit allen Mitteln sehr kräftig ein und hat auch ein Buch verfaßt, das nur geeignet war, alle schon bestehenden Vorurteile gegen Deutschland noch zu verstärken. Das Buch war übrigens ganz dem Geschmack des amerikanischen Publikums angepaßt, indem es ungeheuer viel Klatsch- und Tratschgeschichten, namentlich über den Hof von Berlin, enthiell. Von anderer Seite wird der Tod Gerards dementiert; er soll nicht gestorben sein! Totales. B. Annen, 21. Septbr. Jum 21. September 1922. Heute sind es 400 Jahre, daß zum ersten Mal das Neue Testament, von D. Martin Luther überNussand vor. Einspruch der Regierung. Der deutsche Gesandte in Brüssel, Dr. Landsberg, ist von der Regierung beauftragt worden, bei der belgischen Regierung gegen die Verhaftung der Hamboyner Polizeibeamten Einspruch zu erheben und Aufklärung über die Gründe der Verhaftungen zu verlangen, da bisher von belgischer Seite hierüber den deutschen Stellen nichts mitgeteilt worden ist. Das württembergische Sachlieferungsabkommen. Zu der Meldung von einem Abschluß eines württembergischen Sachlieferungsabkommens erfahren wir ergänzend: Das Abkommen zwischen der württembergischen Rohstoff=Gesellschaft m. b. H. in Stuttgart und der französischen GallieniGruppe, hinter welcher die„Banque de Paris et des Pays=Bas" steht, war bereits vor dem Stinnes=Lubersac=Abkommen getroffen worden. Die Gallieni=Gruppe hat eine Reihe von Kooperationen abgeschlossen Bei den Lieferungen handelt es sich um sämtliche zum Hausbau notwendigen Matersalien in Höhe von mindestens 200 Millionen Franken. Die Bezahlung erfolgt in Sachlieferungsschecks auf Reparationskonto. Die Verhandlungen mit der Kommerz= und Privatbank in Stuttgart sind noch nicht abgeschlossen. Ungarn. Ungarns Aufnahme in den Bölherbund. Die Völkerbundsversammlung nahm in ihrer Montag=Vollsitzung einstimmig Ungarn in den Völkerbund auf, nachdem der tschechoslowakische Delegierte Osuski im Namen der gesamten Kleinen Entente noch einmal in einer längeren Rede allen Bedenken gegen die Aufnahme Ausdruck verliehen hatte. Frankreich. Der Kampf um den Achtstundentag. Am Montag ist es in Le Havre und Marseille zu Zwischenfällen gekommen Die Mannschaften der Schiffe lehnten es ab, länger als acht Stunden zu arbeiten. Die Abfahrt des Ueberseedampfers„Lasayotte" in Le Havre sowie verschiedener anderer Dampfer inMarseille wurde auf 24 Stunden hinausgeschoben. Nach einer„Matin"=Meldung aus Brüssel hat den Eisenbahnarbeiter=Verband beschlossen, sich mit den französischen Eisenbahnarbeitern solidarisch zu erklären, falls diesse für die Erhaltung des Achtstundentages streiken. Amerika. Botschafter Gerard gestorben. Der frühere Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlim, Gerard, ist im Alter von siebzig Jahren gestorben. Gerard galt, als er noch vor dem Kriege in Berlin war, als besonderer Freund Deutschlands. setzt hinausgegangen ist in die deutschen Lande. Damit wurde dem deutsschen Volke ein Geschenk allerersten Güte bereitet, es wurde ihm das liebe Gotteswort in verständlicher, deutscher Sprache in die Hände gegeben, so daß daraus die Schwachen Stärkung, die Traurigen Trost, die verzagten Herzen neuen Lebensmut, die schuldbeschwerten Gewissen Gewißheit der Vergebung schöpfen konnten. Es gab schon vorher Bibel=Uebersetzungen, aber sie waren so ungeschickt und hölzern, daß man nur schwer den Sinn faßte. Sie sind darum auch nicht ins Volk eingedrungen. Die Uebersetzung Luthers ist volkstümlich, denn er hat daMannerchors uid der vereinigten gemischren Chöre Annen=Rüdinghausen und nicht zuletzt durch die wundervollen Violinvortväge des Herrn Lehyer Höper=Witten, der sein großes Talent gern in den Dienst der guten Sache stellte. Und dann wieder den Vortrag von Pfarrer Köhler!„Sonnanstrahlen" im Hause“, so lautete sein Thema. In setnen sesselnden Weise malte er uns einige ergreisende Kinderbilder vor Augen und zeigte an ihnen, wie wertvoll es ist, wann Eltern ihren Kindern eine sorgfältige, sonnige Erziehung geben, wie sie sich aber an ihren Kindern, ihrem höchsten Kleinod, versündigen, wenn sie ihnen ein falsches Leben vorleben.„Hab Sonne im Herzen, trag' Sonne ins Leben“, das war der Leitsatz seiner wunderbaren Rede. Herr Rektor Kuhlmann sprach in seinem tiefangelegten Vortrag: „Schule und Haus“ über die Notwendigkeit, Schwierigkeit und Herrlichkeit einer christlichen Erziehung.— So war der Schulgemeindetag ein wahrer Festtag, der noch allen lange in guter Erinnerung bleiben wird. § Annen, 21. Septbr.(Eine neue Lohnbewegung im Bergbau.) Wie die„Germania“ mitteilt, bereitet sich im deutsschen Kohlenbergbau gegenwärtig eine naue Lohnbewegung vor, die von den mitteldeutschen Braunkohlenrevieren ausgeht und jetzt auch von den Arbeitern in Rheinland und Westfalen ausgenommen ist. Der Fachgruppe Beygbau des Reichsverbandes der dautschen Industvie solle in den nächsten Tagen entsprechende Anträge unterbreitet werden. Die zemtralen Verhandlungen werden voraussichtlich JAnnen, 21. prechgebühren.) De brechgebühren win chöht. Den Teiln Fernsprecheinri is zum 30. Septbi 8 Annen, 21. #rsprünglich diese m eine Woche ver durch einen F ettet werden. Die Freunde und Gönn werden gebeten, zu Sonntag, den 24. der Aula dev hiesig ahlreich zu erschei arbietungen wird Ziel und den hen. Hoffentlich n Volkshochschule neu )-( Annen, 2. bestrige Viehmarkt herrschende Teueru: heren Märkte, die haft. Von 82 Schw Preise für 6 bis 12 bis 2800 Marl Tiere wurden 4000 Nonate und danb 7½ 000 Mark. (Einbruch.) dem Invalidem H. stücke und Geld gest bei, wie er es selbst ausgesprochen hat,„dem Volk wieder im Reichsanbeitsministerium geführt werauss Maul gesehen“, er hab es verstanden, den nach nichigd dohe der Fondevungen verlautet reichen Inhalt des Bibelbuches sozusagen in die Provinzie dautsche Sprache umzugießen. Wir hören mit den]—(Die Geldnot der deutschen Städte) zwingt vertrauten Klängen unserer Muttersprache die diese zu immer einschneidenderen Maßnahmen. Propheten reden, die Psalmisten singen, es tönt So sah der Berliner Magistrat u. ai sich zu foluns die Stimme des guten Hirten ins Hern, jeder genden Einschränbungsbeschlüssen gezwungen: EinMacheigkounegsbeschrussen gezwinligen: Coilinem Ernst und seiner Freude, mit seinem Trost heblich begonnen haben. 2. Eine sechswöchentliche und seinem Leben. Dieses Buch hat den Grund Unterbrechung des Schulunterrichts im Winter zur gelegt zu unserer Kirche, es ist auch der Grund=! Ersparnis der in dieser Zeit nötigem Heizungsstein der deutschen Schule geworden, es hat mit der einheitlichen hochdeutschen Sprache, die es geschaffen, den Antrieb gegeben zur Einigung der deutschen Stämme. Dieses Buch hat das deutsche Geistesleben so stark beeinflußt, die größten Geister seit der Reformation in ihrem Denken und Schaffen so sehr befruchtet, daß nur törichte Unkenntnis die umfassende geistige Bedeutung dieses Buches verkennen kann. Darum haben wir als Deutsche Anlaß, den 21. September festlich zu begehen. Am kommenden Sonntag wird die Bedeutung dieses Tages in der evangel. Kirche in besonderer Weise gewürdigt werden. Kehle wieder. § Annen, 21. Septhr.(Evangelische Schulgemeinde Annen.) Das war wieder einmal eine herrliche, wahrhaft erhebende Feier, die die evgl. Schulgemeinde am vergangenen Sonntag beging! Viele waren zum Festgottesdienst gekommen, um den Festprediger, Herr Pfarrer Köhler=Sölde, der bei uns Annenern von seinen packenden Evangelisationsvorträgen heu noch in guter Erinnerung steht, zu hören. Und auch diesmal wieder riß er alle Hörer mit fort. Es ist nicht möglich, seine ernste, herrliche, mit warmem Feuer gehaltene Predigt wiederzugeben. Eins ist jedenfalls gewiß, daß viele von denen, die ihn hörten, seine dringendeMahnung behenzigen, sich unsern Luther zum Wegweiser erwählen werden und sich durch diesen Wegweiser den allein rechten Weg, welcher Jesus Christus ist, führon lassen, um durch ihn wieder zu Gott zu gelangen,— am Nachmittag sand daun dime Nlachtpessampmtung iim stertitnte: mengen, dafür wenden die Herbstferien wegfallen. —(Ermäßigung der Kaffeezölle.) Der Verein der Kaffce-Gyoß=Röster und Händler(Sitz Hamburg) hat an die Ragierungsstellen und die parlamentarischen Körperschafften einen dringenden Antrag zur Herbeiführung einer Ermäßigung der Goldzollzuschläge auf den Kaffrezoll gerichtet, im Hinblick auf die katastrophalen Folgen für den Kaffeekonsum im Inlande. Er weist darauf hin, daß Kaffee nicht als Luxusgenuß, sondern als Nahrungs= und notwendiges Erfrischungsmittel für das arbeitende Volk anzusehen sei. —(Ein Ziegelstein 6 Mark.) Die Kohlenpreiserhöhung und die bevorstehende Neuregelung der Löhne der Ziegeleiarbeiter bedingt eine Erhöhung des Preises der Ziegelsteine auf etwa 6000 Mark pro Tausend. Ein Ziegelstein, der im Frieden 2 Pfennig kostete, wird dann 6 Mark kosten, das bedeutet das Dreihundertfache des Friedenspreises. Wie die Ziegelsteine stehen alle Baumaterialien gewaltig hoch im Preise. —(Vom praktisschen Arzt zum Bergarbeiter.) In einem westfälischen Industrieort(in der Umgegend von Herne) geht jetzt ein bisheriger praktischer Arzt als Bergmann zun Zeche, da es ihm unmöglich geworden ist, seine kinderreiche Familie durch Ausübung seiner bisherigen Berufstätigkeit zu ernähren. Ein Zeichen der Zeit! —(Zur Beachtung!) Die Verordnung über die öffentliche Brotversorgung, welche in der heutigen Nummer enthalten ist, wird der besonderen Poochbung umofohten Hedwig, Roman von O. Elster. (Nachdruck verboten.) Hedwig saß still am Schreibtisch und ordnete ihre Briefe. Sie war marmorblaß, aber ruhig und gefaßt; in langer, schlafloser Nacht hatte sie sich mit dem Opfer ihres Lebens, ihres Glückes abgesunden. Der kurze, selige Traum, den sie an Bord des Schisses„Kehre wieder“ geträumt, wan vorbeigeflogen, war ausgeträumt— er lebte nur noch als eine füße, sonnige Erinnerung in ihrer Seele— die Gegenwart machte ihre Ansprüche geltend, und Hedwig beugte sich dieser rauhen und harten Wirklichkeit. busen ihr Frau von Niehusen ging erregt im Zimmer auf sprechend. und ab. Sie war einerseits zufrieden mit dieser Lösung aller Schwierigkeiten, andersetts wäre ihr doch Graf Waldemar als Schwiegersohn willkommener gewesen. Was würde Ihre Exzellenz die Frau Oberhofmeisterin Gräfin Schlippenbach dazu sagen? Man erwartete ja in Hoskreisen schon seit langem die Verlobung Hedwigs mit dem Grasen Waldeman. Und nun diese plötzliche Verlobung mit Herrn Winkler!— Es Pescen ete e sce wollen Sie meine Gattin werden?“ Einen Moment herrschte lautlose Stille. Dann klang es laut und deutlich von den Lippen Hedwigs: „Ja, Herr Winkler...“ Ev ergriff ihre Hand, die eisig kalt war, und küßte sie mit zärtlicher Ehrerbietung. „Ich danke Ihnen, Hedwig, Sie sollen Ihr Wort nicht zu bereuen haben, das schwöre ich Ihnen zu!: Ihr Glück, Ihr Wohlergehen soll meine stete Sorge sein!“ Er wollte sie in seine Arme ziehen, doch als er ihren Widerstand bemerkte, unterließer den Versuch und berührte nur mit flüchtigem Kuß ihre Stirn. Dann wandte en sich an Frau von Niehusen, ihr in höflicher Weise seinen Dank ausDann begab man sich in dem Speisesaal. erschienen, da er sich durch einen ausgiebigen Schlaf von den Mühseligkeiten der letzten Tage erholen wollte. Er sprang aber mit einem Satz aus dem Bette, als ihm sein Diener die große Neuigkeit mitteilte. „Mensch bist du verrückt geworden!" rief er, den Diener fassungslos anstierend. „Verzeihen, Herr Graf, aber es verhält sich in der Tat so. Soeben sind die Herrschaften nach dem Hasen gegangen, um die Segeljacht des Herrn Winklen zu besichtigen. Ein prächtiges Fahrzeug, Herr Graf!—“ „Hol' as den Teufel!— Gib mir meine Kleiden.. Es war in der Tat nicht leicht für den Grafen, sich in die neue Situation hineinzufinden, hatte er doch nur allzu deutlich gesehen, wie es zwischen Hedwig und Heinz Dammer stand. Und nun verlobte sie sich mit Herrn Alexander bitte Sie, mir die Ehre zu geben, Herr Graf, an dem kleinen Festessen als mein Gast teilzunehmen.“ Graf Waldemar verbeugts sich wortlos und nahm neben Jobst an dem festlich geschmückten Tisch Platz. „Was ist dies? Jobst?— Was bedeutet dies?“ flüsterte er ihm zu. „Sie sehen es ja— lieber Waldemar,“ entgegnete dieser mit den Achseln zuckend—„eine längeren Bemühunge Dortmund, 2 afengelände wurde seamten der Hafen irks in Kisten vergr gewehre und 1 Flie und beschlagnahmt. dig gebrauchsfähig. den von der sofort tei und den Hafenb nen. Die Waffen n untergebracht worde Nacht aus ihrem Ve stimmungsord zugeft Herne, 20. Bergmann Schwartz der Schicht in seine ausen zurückkehrte, dem Boden liegend Leiche lag die leere schreiende Kind. Na lizei liegt Mord vor. edigenheim der Zer de 24 jährige Ber ge, der flüchtig ist. Schwartze und u versprochen, 3 fand in der W Zeitungspapier vor, ser hat nach der Tat Ehemannes angezoge Tatort zurückgelassen folgende Beschreibun nkelblondes, fast so frisches Gesicht ohne hem, dunkelblaue Sc gene Schuhe. Mitte werden an die hiesig —(Wegen Miets benachbarten Holthau frühere Gärtner und im Streit wegen Mi mann von Borzetows schossen. Der Bergm bekannter weiterer Schrotschüsse schwer: haftet. Wanne, 20. Se schütten.) Auf der Zeck wurden zwei Bergleu steinsmassen verschütt ten konnte bald nach den, er war leicht ver kenhaus eingeliefert. Hedwig wandelte wie im Traum befangen an Winkler? den Seite ihres Verlobten, der ihr den Arm gebo„O Weiberl Weiber! Ihr seid unberechenbar tam hatte.(Fs war allos so einsach so imn henge, schrfzte Graf Maldemax alogish ten haule. Es war aues so einstuh, so in herge=ffeufzie Graf Waldemar elegisch. brachter Form gegangen, daß es ihr fast vorkam, als sei gar nichts Besonderes geschehen. Nur der Dann aber erfaßte ihn der Zonn. „Falsch sind sie— falsch und betrügerisch wie Druck, der ihr Herz beschwerte, wollte nicht wei die Katzen, wie die Schlangen!“ knirschte er zwiThrrechamacie Sermichene zich Gefühl, schen den Zähnen.„Nür hat sie Hoffnung geein wenig blamabel, aber was sollte man machens Ste atmete auf, als sie dem sonnentig mit dam Heinz Dammer hat sie gestirvor, eine rasche Röte flog über ihre Wangen, die dann wieder Marmorblässe bedeckte Auch Jobst erhob sich schwerfällig—Frau von Niehusen nahm ihre wündevöllste Haltung an. Der Kommerzienrat trat mit Herrn Winkler ein. „Liebe Frau fluteten freundlichen Speisesaal betrat und die Winklev?!— Natürlich, er hat ja die Millionen fröhlich plauderten und und eine elegante Segeljacht— Heinz Dammer lachten, um sich sah. ist nun ein armer Kapitän— und ich habe nur „Aber konnte es denn noch Sonnenlicht und ein wüstes Schloß— o Weiber! Weiber! Ich reise Fröhlichkeit in der Welt geben? Das Geplauder, das Lachen verstummte, als! Aber en kam nicht danin. Er wan doch zu neudas Paar den Speisesaal betrat. Aller Augen gierig, das neuverlobte Paar zu sehen, und so liebe Hedwig— hier bringe rüchteren sich auf Herrn Winkler und Hedwig. Man begab er sich zum Diner in das Hotel, wo er denn heute noch ab. Toher er dimid torihhd Schin. Ertoar doch zu neuich enich Heron Winkler...“ sagte er mit beben- kannte den Reichtum Winklers— man hatte seine der Stimme.„Er hat mich um deine Hand ge= prachtvolle Jacht bereits genügend bewundert— beten, Hedwig, wie ich div schon gestern aitgeteilt nkan hatte sich auch schon davon erzählt, daß Herr — und ich, das heißt, du hast ihm dein Jawort Winkler mit einer bestimmten Absicht nach Helgogegeben... wir— deine Mutter und ich— wir geben euch unseren Segen...“ Hedwig stand wie eine Statue da, blaß und regungslos, nur in ihren dumölen Augen glühte ein fast unheimliches Feuen Winkler twat auf sie zu ud verbeugte sich mit ehrerbietiger Höflichkeit. „Fräulein Hedwig.“ sprach er mit weicher Stimme,„ich bin Ihnen von ganzem Herzen dankbar— Ihr Jawort macht mich zu einem sehr glücklichen Menschen— aber ich möchte aus Ihland gekommen sei— und nun sah man des Rätsels Lösung, als er, Hedwig am Arm führend, in dem Saal trat. Einige Bekannte traten auf Niehusen zu. „Darf man Glück wünschen?" „Wir danken sehr— ja— unsere Tochter hat sich mit Herrn Alexander Winkler verlobt.“ Wie ein Lauffeuer ging diese Nachricht durch die Badegesellschaft und erregte überall Aufsehen. Kam sie doch fast allen überraschend. Grenzenlos war das Erstaunen des Grafen Waldemar. Er war nicht zum Frühstück im Hotel auch mit der Familie Nieshusen und Herrn Winklen zusammentvas. In leidlicher Haltung brachte Graf Ritzdorff seinen Glückwunsch an. Hedwig veichte ihm mit einom trüben Lächeln die Hand. „Ich danke Ihnen, lieber Graf. Nicht wahr, wer hätte das gedacht, als wir an Bord der „Kehre wioden" waven?“ Dev Graf wußte nichts zu erwidern. „Auch ich danke Ihnen, Herr Gas,“ sagte die schause Stimme Winclers.„Es fvaut mich, Sie noch hier zu treffen— ich möchte gern, etwas Geschäftlichas mit Ihnen besprechen.“ „Mit mir?“ „Ja— doch davon späten Vorläufig wollen win uns den Genüssen der Tafel hingeben— ich Verlobung Während des Males trugen Frau von Niehuson und Winkler fast allein die Kosten der Unterhaltung. Frau Cäcilie hatte sich bereits vollständig mit der neuen Gestaltung der Dinge abgesunden; sie war glücklich, daß die schwere Krisis so gut und vorteilhaft beseitigt war, der Reichtum ihres Schwiegersohnes warf bereits seinen Glany auch auf ihr Leben, der Gedanke, daß sie ohne diese Verlobung in verhältnismäßiger Armut hätte leben müssen, wan ihr entsetzlich, mit Entrüstung hatte sie den Vorschlag Jobsts, ihr persönliches Vermögen zu opfern, zurückgewiesen— an das Opfer, das Hedwig brachte, dachte sie nicht. Das war doch kein Opfer zu nennen, wenn man einem so glänzenden Leben entgegenging! „Ich bin neugierig Ihre Villa in Frankfurt Sspfag ie Wmlter,; sagte se „Wir werden diese Villa kaum bewohnen, Schwiegermama,“ entgegnete Winkler. „Wieso?— Weshalb nicht?“ „Sie bietet mir nicht Raum genug. Ich gehe schon lange mit dem Gedanken um, mir ein Schloß zu kaufen.“ ud Supup „Ah— vielleicht am Rhein?" „Vielleicht; aber ich dachte mir, wenn ich mich in Ihrer Nähe ankaufte, würde es Ihnen angenehm seim Was meinst du, Hedwig?“ „Oh— mir ist es einerlei.“ „Ich lege aber Wert darauf, daß unser Wohnsitz dir gefällt. Ich habe schon einen Plan. Dabei warf er dem Grafen einen lächelnden Blick zu, daß dieser ganz betrossen wurde. Was glaubte dieser Geldprotz?— Sollte er Absichten auf seine Besitzung haben?— Ah, dann würde er ihn schön ablaufon lassen! Nachdem die Damen sich zurückgezogen hatten. blieben die Herren bei einem Glas Champagner noch sitzen. Graf Waldemar hatte ziemlich stavk getrunken, er ärgerte sich über Winkler, der ihn mit spöttischer Ueberlegenheit behandolte. Gr konnte es nicht mehr ertragen und erhob sich plötzlich. schön tot. Gelsenkirchen der Zeit.) Als Sams fahrende Zug um 11 lassen hatte, fand ma noch lebendes, neugeb hofswache übergeben mittelungen setzten so Menden, 20. S Dieser Tage verhaftet gestellte“, als sie mit lassen wollte. Sie wa rückgeführt, woselbst gab, daß sie eine Anz lener Unter= und Ob gezogen hatte. Die 1 nach der Entlarpung leinchem Ahlen, 20. Sep schreitungen.) Hiev i schreitungen der Kom zahlreiche Menge zog sikkapelle vor dem R Stadtverordnete, Ma trollkommission u. Int und Verkäuserkreisen halb fünf Minuten eir kommumistisschen Arbe wurde mit den noch a: gezwungen, an der Sp Zuges zu marschieren. verordnete wurden so sie erklärten, alle komn bewilligen und(die St date niederzulegen. E lassen. Werl, 20. Septbr währung bezahlte ein Tage seinen Frisaur. zum Friedenspreise## Vorträge von Rektor Kuhlverschönt r des evang. en gemischten nicht zuletzt äge des Herrn s Talent gern be. Und dann Köhler!„Sonsein Thema. r uns einige und zeigte an Eltern ihren rziehung geidern, ihrem sie ihnen ein ane im Herwar der LeitRektor Kuhlgten Vortrag: Kotwendigkeit, e christlichen neindetag ein ige in guter neue Lohnberiania“ mitmbergbau gevor, die von eren ausgeht in Rheinmen ist. Der rbandes der chsten Tagen verden. Die oraussichtlich geführt weren verlautet Annen, 21. Septbr.(Die erhöhten Ternprechgebühren.) Der Teuerungszuschlag für Fernprechgebühren wind ab 1. Oktober auf 600 Proz. höht. Den Teilnehmern wird anheimgestellt, Fernsprecheinrichtungen vom 25. September is zum 30. Septbr. zu kündigen. s Annen, 21. Septhr.(Volkshochschule.) Die ersprünglich diese Woche beginnanden Kurse sind um eine Woche verschoben worden. Das Semester durch einen Festakt(Eröffnungsfeier) eingettet werden. Die Mitglieder sowie sämtlihe kreunde und Gönner der Volkshochschulbewegung verden gebeten, zu dieser Veranstaltung, die am sonntag, den 24. Septbr. vormittags 11 Uhr in der Aula der hiesigen Mittelschule stattfindet, recht ahlreich zu erscheinen. Außer den künstlerischen irbietungen wird Herr Direkto Dornheckter über Ziel und den Zweck der Volkshochschule sprehen. Hoffentlich wird diese Feier der hiesigen Jolkshochschule neue Freunde werben. )-( Annen, 21. Septbr.(Viehmarkt.) Den gestrige Viehmarkt war mit Rücksicht auf die herrschende Teuerung nicht so belebt wie die früheren Märkte, die Kauflust dagegen ziemlich lebhaft. Von 82 Schweinen wurden 51 verkauft. Die sreise für 6 bis 12 Wochen alte Tiere betrugen bis 2800 Mark; für drei bis 6 Monate alte Lieve wurden 4000 bis 6000 Mark gezahlt. Sechs Monate und darüber alte Tiere kosteten 6½ bis 000 Mark. -(Einbruch.) In der Wittenerstraße wurden dem Invalidem H. nachts sämtliche Kleidungsstücke und Geld gestohlen. wirt und überreichte dem Friseur zu dessen freudiger Ueberraschung— zwei Eien. Soest, 20. Septbr.(Zwei Leichen in der Möhnetalsperre.) Der Aufseher an der Möhnetalsperre bemerkte auf dem See zwei Leichen. Es gelang ihm, diese bald zu bergem. Wie verlautet, handelt es sich um eine 30 jährige Frau und einen 19 jährigen jungen Mann aus Dortmund. Schwelm, 20. Septbr.(Vom Zuge überfahren und getötet.) Hier wurde der mit Bahnarbeiten beschäftigte 52 jährige Arbeiter Henkel vom Zuge überfahren und auf der Stelle getötet. Kassel, 20. Sept.(Krisis in der Zigarrenindustrie.) Zahlreiche Tabakfabriken auf dem Eichsfeld und im Hessischen, vor allem alle Fabriken in Lispenhausen, haben den Betrieb eingestelle, da sie unter der jetzigen finanziellen Belastung des Tabakgewerbes nicht mehr arbeiten können. Wettere Stillegungen in der Zigarrenindustrie stehen bevor. ädte) zwingt Maßnahmen. sich zu foldungen: Eina der ganzen roch nicht erswöchentliche Winter zur n Heizungsn wegfallen. Der Verein (Sitz Hamind die pardringenden äßigung der gerichtet, im n f ü r d e n darauf hin, ondenn als chungsmittel Kohlenpreiszegelung der e Erhöhung 6000 Mark 1 Frieden 2 ten, das bedenspreises. materialien ergarbeiter.) in der Umeiger praktida es ihm che Familie rufstätigkeit dnung über in der heubesonderen r Graf, an zunehmen. rtlos und eschmückten utet dies?“ nor entage von Niehuder Unters vollstänse abgesunKrisis so Reichtum sen Glany e ohne dienut hätte Intrüstung ersönliches an das icht. Das an einem Frankfurt sagte sie beinohmern. Ich gehe in Schloß ich mich Lein 4904eer Wohnan... aicheindern rde. Was Absichten würde er hatten. unpagner ich stark der ihn Er konnplötzlich. Dortmund, 20. Septbr.(Waffenfund.) Im fengelände wurden Montag nachmittag von eamten der Hafenwachs und des 4. Polizeibeirks in Kisten vergrabene 5 komplette Maschinenewehre und 1 Fliegermaschinengewehr gefunden ind beschlagnahmt. Die Waffen waren vollstänig gebrauchsfähig. In der Angelegenheit wurden von der sofort benachrichtigten Kriminalpolisei und den Hafenbeamten 8 Arbeiter festgeneemten. Die Waffen waren von den Arbeitern dort untergebracht worden, sie sollten in vergangener Nacht aus ihrem Versteck geholt und einem Bestimmungsord zugeführt werden. Herne 20. Septbr(Mord.) Als der ergmann Schwartze vorgestern nachmittag von der Schicht in seine Wohnung im Stadtteil Horstsausen zurückkehrte, fand er seine Ehefrau auf dem Boden liegend erdrosselt vor. Neben der eiche lag die leere Brieftasche in den Wiege das schreiende Kind. Nach den Feststellungen der Poizei liegt Mord vor. Als Täter kommt der im Ledigenheim der Zeche Friedrich der Große wohe 24 jährige Bergmann Paul Müller in Frase, der flüchtig ist. Er verkehrte in der Familie des Schwartze und hatte am Abend vorher der versprochen, Zeitungspapier zu bringen; fand in der Wohnung der Ermoydeten auch Zeitungspapier vor, das von Müller stammt. Dieser hat nach der Tat den besten grauen Anzug des Ehemannes angezogen und seine alten Kleider am Tatort zurückgelassen. Von dem Mörder wird folgende Beschreibung gegeben: 1,70 Meter groß, dunkelblondes, fast schwarzes lockiges Haar, volles, frisches Gesicht ohne Bart, zigeunerhaftes Aussehem, dunkelblaue Schirmmütze, schwarze abgetragene Schuhe. Mitteilungen über den Flüchtigen werden an die hiesige Kriminalpolizei erbeten. —(Wegen Mietsstreitigkeiten erschossen.) Im benachbarten Holthausen, Amb Sodingen, hat der frühere Gärtner und jetzige Bergmann Amenda im Streib wegen Mietangelegenheiten den Bergmann von Borzetowski mit einem Jagdgewehr erschossen. Der Bergmann Kolopinski und ein unbekannter weiterer Bergmann wurden durch Schrotschüsse schwer verletzt. Amenda wurde verhaftet. Wanne, 20. Septbr.(Zwei Bergleute verschütten.) Auf der Zeche„Pluto, Schacht Wilhelm, wurden zwei Bergleute durch herabfallende Gesteinsmassen verschüttet. Einer der Verunglückten konnte bald nach dem Unfall geborgen werden, er war leicht verletzt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der zweite wurde erst nach längeren Bemühungen geborgen, er war leider schon tot. Gelsenkirchen, 20. Septbr.(Ein Zeichen der Zeit.) Als Samstag abend der nach Wanne fahrende Zug um 11,43 Uhr den Bahnhof verlassen hatte, fand man zwischen den Schienen ein noch lebendes, neugeborenes Kind, das der Bahnhofswache übergeben wurde. Die polizeilichen Ermittelungen setzten sofort ein. Menden, 20. Septbr.(Die dicke Dame.) Dieser Tage verhaftete die Polizei eine„Hausangestellte“, als sie mit der Eisenbahn Menden verlassen wollte. Sie wurde in ihre Dienststelle zurückgeführt, woselbst die Leibesuntersuchung ergab, daß sie eine Anzahl ihrer Herrschaft gestohlener Unter= und Oberkleiden übereinander angezogen hatte. Die unförmliche dicke Dame war nach der Entlarpung wieder ein schlankes Fräuleinchem Aus allen Welt. Den eigenen Bruder In Oberschösdorf(Schlesien) verließ der 15jährige Sohn des Arbeiters Grau, mit seinem dreijährigen Bruder die elterliche Wohnung, angeblich um einen Freund in nächster Nähe aufzusuchen. Seit der Zeit ihres Wegganges waren die beiden Knaben nicht mehr gesehen worden. Jetzt wurden die beiden Vermißten im Walde tot aufgefunden. Beide wiesen Schußwunden in der Schläfe auf. Man nimmt an, daß der älteve Knabe in einem Schwermutsanfall zunächst seinen Bruder und dann sich selbst erschossen hat. Für 900000 Mark Waren unterschlagen. In Dresden wurde einer Meldung zufolge ein 16 jähriger Laufbursche aus Zwickau verhaftet. Er hatte für 900000 Mark Waren unterschlagen, die er für seine Firma von der Post abholen sollte. Auch ein 22 jähriger Arbeiter, der die Waren an sich genommen hatte, konnte festgenommen werden, während ein dritter Komplice flüchtete. Der Geistliche als Nachtwächter. In Aachen wurde in einer Kivche von der Kanzel herab auf die schwere Not der Geistlichen hingewiesen. Der Geistliche teilte mit, das er, um sein Leben fristen zu können, versucht habe, nebenamtlich als Nachtwächter angestellt zu werden. Ein Luther=Deuhmal zerstört. Das im 300. Jubiläumsjahr der Reformation, 1817 errichtete Luther=Denkmal in Taucha ist von unbekannten Tätern vollständig zerstört worden. — Blutige Schießerei. Zu einer blutigen Schießerei kam es in Berlin=Reinickendorf. Dort war der Kutscher H. mit dem Pferdehändler, dem Zigeuner., in Streit geraten. Der Zigeuner verlangte von dem Kutscher ein ihm vor einigen Tagen käuflich überlassenes Pferd zurück. Die beiden ehemaligen Geschäftsfreunde gerieten nach kurzem Streit devartig in Wut, daß sie plötzlich beide ihre Waffen zogen und aufeinander losschossen. Dabei wurde der Pferdehändler in den Fuß getroffen. Er sank blutüberströmt bewußtlos auf die Straße nieder. Der Kutscher wurde festgenommen. — Vier Bergleute verschüttet. Auf der Grube Konkordia bei Dermbach ereignete sich ein schwerer Betriebsunfall. Fünf zusammengekoppelte Wagen kamen in der Grube ins Rollen und stürzten auf den Förderschacht, auf die beiden Förderkörbe, die durch die Gewalt des Aufpralles abgerissen wurden und bis auf die Sohle stürzten. Vier Bergleute wurden unter den Trümmern begraben. — Beraubung einer Verbandskasse. In Braunschweig wurden aus dem Büro des Fabrikarbeiterverbandes 80000 Mark bares Geld gestohlen. Unter dem Verdacht der Täterschaft hat man jetzt den Gewerkschaftsangestellten Rohde verhaftet, der in der Zeit nach der Revolution Kommandant der Roten Volkswehr und führendes Mitglied des Arbeiter= und Soldatenrates war. Reuefte Stinnes bei Lerchenfeld. Augsburg, 21. Septbr. Im bayerischen Staatsministerium für Handel, Gewerbe und Industrie fanden gestern wichtige Besprechungen statt zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten und Hugo Stinnes über die Durchführung des bekannten Wiederaufbauabkommens mit Frankreich. Ueber die Besprechung wird vorläufig Stillschweigen beobachtet. Es besteht jedoch kein Zweifel darüber, daß es sich dabei in erster Linte um die Beteiligung der bayerischen Industrie handelte. Hugo Stinnes soll übrigens in Hain und Mühlen einen großen Wald erworben haben, welchen er für seine Betriebe abholzen lassen will. Die ersten Urteile des Staatsgerichthofes. Leipzig, 21. Septbr. Der vorgestern zusammengetretene Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik hat die Verbote der„Hamburger Bürgerglocke", der„Roten Fahne", Berlin, der „Westsälischen Arbeiterzeitung", der„Gelsenkirchener Arbeiterzeitung" und der„Roten Tribüne", Hagen, aufgehoben, dagegen die Beschwende der „Rügener Zeitung" zurückzuweisen. Eröffnung des Parteitages der U. S. P. D. Gera, 21. Septbr. Gestern abend wurde in der Tonhalle der Parteitag der U. S. P. D. eröffnet. Redakteur Knauf=Gera begrüßte die Delegierten mit dem Wunsche, daß die bevorstehende Einigung nicht gefährdet werde. Darauf eröffnete Crispien den Parteitag. Schnee im Harz. Schierke, 21. Septbr. Im Harz ist Frost eingetreten und der erste Schnee gefallen. In der vorvergangenen Nacht herrschte eine Temperatur von— 1 Grad. Auf dem Brocken liegt eine Schneedecke von einem Zentimeter. Humoristische Ecke. — Das schlagfertige Bäuerlein. Ein biederes Bäuerlein steht auf der Plattform der Straßenbahn, die eben an der Irrenanstalt Feldhof bei Graz vorbeifährt. Wißbegierig, wie er ist, fragt er einen der Herren, der sich eifrig mit einer Dame unterhält:„Sie, Herr, was ist denn das für ein Gebäude?“—„Das ist das Narrenhaus für die Bauern, erwiderte der Gefragte unwillig ob der Störung.—„Ja, ja da hab“ ich mir glei denkt, für die Herrenleut wär“ dös viel zu kloan, entgegnete pvompt das Bäuerlein. — Ebbe und Flut.„Reist du dieses Jahr nicht ins Seebad?“ „Nein, das habe ich zu Hause bequemer; Ebbe habe ich in meinem Portemonnaie und eine Flut von unbezahlten Rechnungen in meinem Schreibtisch.“ — Nationalstolz.„Das war recht, daß Sie dem unverschämten Menschen ordentlich die Meinung sagtem Stolz lob ich mir den Spanier. „Nu nee, mei Gutster! Ich bin aus Sachsen. — Frage der Braut:„Noch immer keine Wohnung in der Zeitung?“— Er:„Nein, aber es gibt einen Hoffnungsschimmer, man will im nächsten Monat den Wiederaufbau Europas beginnen. - Die findigen Buchhändler. Kommt da kürzlich in eine Buchhandlung ein junger Mann, um für seinen Chef ein„Lohnbuch für Deptrin" zu kaufen. Allgemeines Kopfschütteln! Aber der früheren Findigkeit der Post stehen die Buchhändler nicht nach. Und bald konnte der Betreffende befriedigt den Laden verlassen. Er wollte das„Textbuch für Lohengrin“. Verordnung über die öffentliche Ctowersorgung. Vom 8. Septbr. 1922. Auf Grund des§ 31 Abs. 3 des Gesetzes über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus den Ernte 1922 vom 4. Juli 1922(Reichsgesetzblatt 1 S. 549) wird im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen und mit Zustimmung den Reichsrats verordnet: S 1. Versorgungsberechtigt sind nicht Personen, deran steuerpflichtiges Einkommen für das Kalenderjahr 1921 nach dem Einkommensteuerbescheide für 1921 oder, falls ein solcher bei Feststellung der Versorgungsberechtigung noch nicht zugestellt worden ist, nach ihrer Einkommensteuererklärung für die alleinstehende Person 30 000.— K, für den Haushaltungsvorstand 30 000,— 4, zuzüglich 15000,— M für jeden in dem gemeinsamen Haushalt verpflegten Haushaltsangehörigen überstiegen hat. Das Gleiche gilt für Personen, deren Einkommen, ohne daß eine inländische Einkommensteuerpflicht für das Kalenderjahr 1921 bestand, die obengenannte Sätze überstiegen hat. Wer nachweist, daß sein Einkommen im Wirkschaftsjahre 1922/23 das vierfache des Einkommens nach Abst. 1 nicht übersteigt, bleibt versorgungsberechtigt. Ahlen 20. Saptbr.(Kommunistische Ausschreitungen.) Hiev ist es zu unerhörten Ausschreitungen der Kommunisten gekommen. Eine zahlreiche Menge zog unter Vorantritt einer Musikkapelle vor dem Rathaussitzungssaal, in dem Stadtverordnete, Magistrat, Lebensmittelkontrollkommission u. Interessenten auts Verbraucherund Verkäuferkreisen tagten, und forderte innerhalb fünf Minuten eine Kontrollkommission aus kommumistisschen Arbeitern. Der Bürgermeister wurde mit den noch anwesenden Stadtverordnetem gezwungen, an der Spitze des sich fortbewegenden Zuges zu marschieren. Bürgermeister und Stadtverordnete wurden so lange bedroht, bis sie erklärten, alle kommunistischen Forderungen zu bewilligen und(die Stadtverordneten) ihre Mandate niederzulegen. Erst dann wurden sie entlassen.% Werl, 20. Septbr.(Eierwährung.) In Eierwährung bezahlte ein hiesiger Landwirt dieser Tage seinen Frisaur.„Heute müssen Sie mich mal zum Friedenspreise rasieren“, meinte der Land— Eine undankbare Tochter. Die Tochter eines Dreschmaschinenmeisters aus Haßloch hat ihre Ebterm um 600000 Mark bestohlen und ist dann mit ihrem Liebhaber auf und davon gegangen. — Zwei Mädchen verdrannt. In Pleinfeld in Mittelfranken sind die beiden 12= und 14 jährigen Töchter des Sicherheitskommissars Kramer beim Zugießen von Spiritus auf den brennenden und infolgedessen explodierenden Kocher derart verbrannt, daß sie bald darauf starben. — Hochwasserkatastrophe in der Oberpfalz. Ueber die Flußtäler der Sulz u. der Schwarzach in der Oberpfalz ist ein 12 Stunden anhaltender Platzregen niedergegangen, der ungeheueren Schaden angerichtet hat. Die gesamten Talgebiete der beiden Flüsse sind in Seen verwandelt worden Hunderte von kleinen Häusern und Heuschobern hat die Strömung mit sich gerissen. Die gesamte Grummeternte ist vernichtet. — Zum Untergang der„Hammonia“. Die von der portugiesischen Regierung über den Untergang des Dampfers„Hammonia“ angestellten amtlichen Untersuchungen haben ergeben, daß der Kapitän keinerlei Schuld am Untergange das Dampfers treffe. — Großer Brand in Tomsk. In Tomsk(Sibirien) ist die staatliche Lederfabrik niedergebrannt. Das Unternehmen war eins der größten in Sibirien. Ein unnütz Leben ist ein früher Tod. (Goethe, Iphigenie.) Nichts gräßlicheres gibt es für einen schaffensfrohen Mann, für eine arbeitsfreudige Mutter, als jenen Zustand ewiger, körperlicher Schwachheit, lähmender geistiger Ermüdung, wie er sich bei Ungezählten nach schweren Krankheiten, wie Grippe, überstandenen Operationen, bei Bleichsucht und Blutarmut, nach physischen oder psychischen Erregungen, Wochenbetten usw. einzustellen pflegt. Man sieht blühend aus, organisch ist alles in Ordnung, und doch kann man beim besten Willen nicht so, wie man möchte, und der Körper ist zu schwach, die Nerven streiken, man kommt sich wie eine unnütze Last vor. Dagegen gibt es nur ein Mittel: nervenstärkende Blutzufuhr. Nach vielen ärztlichen Gutachten und ungezählten Dankschreiben ist das von der chemischen Fabrik I. F. Neuhaus, Ottweiler= Saar, hergestellte Neoferrol ein Stärkungsmittel ersten Ranges. Sein anregender, likörartiger Geschmack macht es selbst dem empfindlichsten Patienten angenehm. Es ist so leicht verdaulich, daß selbst bei Magengeschwüren getrost gegeben werden kann, und vor allem, es hilft auch da. wo alle anderen Kuren versagt haben.— In flüssiger oder Pillenform in Apotheken und Drogerien zu haben oder direkt von der Chemischen Fabrik J. J. Neuhaus, Ottweiler Saar. Preis 150,— K pro Flasche. Niederlagen: O. Blumberg, GermaniaDrogerie; K. Dinslage Neue=Drogerie, Hermann Wilke Central=Drogerie. Apbsstetenbessern Ongertenerrölte entuud Birdacr tbhobfläbee Germania-Drogerie, Otto Blumberg. Freie Santtatskolduue Aunen. Sonntag, 24. September findet hier Kolonnentag des Bezirksverbandes der Sanitätskolonnen Dortmund=Hörde statt. 2½ Uhr Verbandstagung im Deutschen Hause. Uhr Uebung und Besichtigung auf Zeche„Hambarg“ Nach der Uebung Festveranstaltung unter Mitwirkung des Quartetts„Die Acht“. humortstische und theatralische Aufführungen und Tany Eintritt 15 Mark (wird zu Wohlfahrtszwecken verwendet). Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein nröneis#ar 1 Der Vorstand. Die Kommunalverbände haben vorbehaltlich der Vorschrift im§ 40 des Gesetzes über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 gemäß§ 35 daselbst die Maßnahmen zur Durchführung des Ausschlusses der nach§ 1 nicht Versorgungsberechtigten aus der öffentlichen Brosversorgung so zu treffen, daß der Ausschluß am 16. Oktober 1922 wirksam wird. Sie können bestimmen, daß die öffentliche Brotversorgung nun auf Antrag eintritt, und daß diejenigen, welche die öffentliche Brotversorgung beanspruchen, den Nachweis für das Vorliegen der Voraussetzungen nach§ 1 erbringen. Der Reichsgetreidestelle ist auf Erfordern Auskunft über die nach Absatz 1 getroffenen Maßnahmen zu erteilen und zum Zwecke der Kürzung des Bedaufsanteils die Zahl der aus der öffentlichen Brotversorgung Ausgeschlossenen anzuzeigen. Berlin, den 8. September 1922. Den Reichsministen für Ernährung und Landwirkschaft gez.: Fehr. — Auf Grund des§ 2 vorstehender Anordnung wird für den Landkreis Hörde angeordnet: 1. 2 a) die zur Zeit im Verkehr befindlichen Brotscheine von Nr. 42 an(Woche vom 15. bis 21. 10. 22) werden für ungültig erklärt. Brot darf auf diese Marken nicht mehr verabfolgt werden. b) Jeder Einwohner des Kreises, der Anspruch auf die öffentliche Brotversorgung erhebt, hat dieses bis zum 30. 9. 1922 bei der zuständigen Ortsbehörde(Bürgenmeister, Amtmann) zu beantragen. Die Ortsbehörden sind berechtigt, einen Nachweis für das Vorliegen der Vonaussetzungen des§ 1 obiger Veroydnung zu fordern. Nicht fristzeitige Anmeldung zieht den Verlust des Anrechtes auf die öffentliche Brotversorgung nach sich. c) für die unter die öffentliche Brotverforgung fallenden Einwohner werden in der Woche vom 9. bis 14. 10. 1922 neue Brotscheine ausgegeben. Ueber Ausgabetage und Zeiten erfolgt von den Ortsbehörden nähere Bekanntmachung. 2. Gemäß§ 49 Zisser 3 des Gesetzes über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 vom 4. 7. 1922(R. G. Bl. S. 537 ff) wir# mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu fünshunderttausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestvast, sofern nicht nach anderen Strafvorschriften eine schwerere Strafe verwirkt ist, wer ohne versorgungsberechtigt zu sein, die Versorgung in Anspruch nimmt oder den vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft zu§ 31 Abst 3 erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt. Hörde den 18. Septemben 1922. Der Kreisausschuß des Landkreises Hörde. Un die Landwirte! Die Unzulänglichkeit der inländischen Getreideernte, die allgemeine wirtschaftliche Lage, insbesondere die fortschreitende Verschlechterung der deutschen Valuta, sowie der Ruf nach einer geregelten Brotversorgung zu erträglichen Preisen haben für das laufende Wirtschaftsjahr nochmals die Ausschreibung einer Getreideumlage zur unungänglichen Notwendigkeit gemacht. Den Ländern liegt die unverkürzte Erfassung der reichsgesetzlich vorgeschriebenen Umlage ob. Da die Bevölkerung zum wesentlichen Teil auf die Ernährung mit Getreide angewiesen ist, so erwarte ich von den Getreideerzeugern, daß sie die Behörden in der Aufbringung der Umlage nicht im Stiche lassen. sondern tatkräftig unterstützen werden. Selbst soweit stichhaltige, Gründe für die Ermäßigung des Umlagesolls vorhanden sind, liegt es im wohlverstandenen Interesse der Pflichtigen, mit der Lieferung in den Grenzen der Möglichkeit zu beginnen, um dem Verdacht der mangelnden Bereitwilligkeit zu entgehem. Sollte en gleichwohl nicht gelingen, einzelne Teile der Landwirtschaft zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Lieserpflicht zu bewegen, so müßte gegen diese sowohl in Interesse der ihre Lieferpflicht erfüllenden Landwirte als auch im unabweisbaren Interesse der gesamten verbrauchenden Bevölkerung mit allen gesetzlich zu Gebote stehenden Mitteln unnachsichtlich vorgegangen werden. Arnsberg, den 14. Septbr. 1922. g! Der Regierungs=Präsident: g2: Abnig 4½# WITTEN Pstertaye Halser bleiben unsere Geschäfte am Samstag, den 23. Sept. bleiben unsere Gesebäkte Feiertags halber " Schssren Sonnabend, den 23. Sept. vormittags geschlossen. Für den Verkauf wieder geöffnet 2½ Uhr nachmittags. Gebr. Alsberg, Georg Blank, A. Loppel& Co. Nachlig., Korseitbaus Eisenberg, A. Grünebaum, Max Hocbbeimer. Hebenstreit, Jos. Herzstein, Kalser-Bazar, Gebr. Kaufmann, Rosenberg, Schubbaus, Gebr. Rosenbaum, L. Schartenberg, Schweizer Blumenkobl. Augemeine Ortsarannennasse für die=Gemeinde Aunen Gemüß Verordnung vom 15. September 1922 wird der Grundlohn wie folgt erhöht: Auf die jetzigen 10 Lohnstufen werden aufgebaut: Die 11. Stuse mit Tagesverdienst von 110—149 99 Grundlohn 140 Mk. Wochenbeitrag 63— 12.„„„„ 150—179.99„ 170„„ 76.50 " 13.„„„„ 180—209.99„ 200„„ 90 00 14. über 209.99 240 108.— Die Aenderung tritt mit dem 18. September in Kraft. Aunen, 18. September 1922. Fr. Danke rt Vorsitzender. Bilnige Billig! Eingetroffen Ladung Zeutner nur 370 Mark. Priearraran, Bismarckstraße 19. Elngetrotten In feinster Ware ein Waggon Thaumen, Birhen und Hoptel zu besonders billigen Preisen. Leichärd Stenen, nur Wittenerstr. 75 und Mittelstr. 1. Rebtung! Aebtung! Empfehle diese Woche prima frisches Rindfleisch das Pfund 110 Mark, sowie sämtliche Fleisch- und Wurstwaren au billigsten Preisen. Rind= und Schweinemetzgerei Hanas Kodene aum, Wnten Schennieslraße 16. Stolze Schrey, Annen. Samstag,.23. Sept. abends 8 Uhr im Vereinslokal. Da die Tagesordnung sehr wichtige Punkte umfaßt, ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder dringend erforderlich. Der Vorstand. Turnverein„Jahn“ Annon. Am Sonntag, den 24. Septbr. nachm. 3 Uhr findet im Vereins. lokal unsere statt. Um rege Be teiligung bittet Der Vorstand. Freiwilige reuerwehr Annen. Sonnabend, den 23. Septbr. er., abends 8 Uhr im Wachtlokal Weber Versammlung Das Kommando. Oscar Loewenstein, Albert-Sehreiber! in Eving-Dortmund gegen gleichwertige in Annen zu vertauschen. Auskunft erteilt Archttekt B. D. A. Dietr. Köster, Friedrichstr. 25. Wieder eingetroffen: Railiabast Osphlan Häusepatronen Bernh. Klöcker Rüdinghausen. Sonkabend, 2s. u. Miis. sind unsere Geschäfte für den Verkauf Wer gibt einem jung. Ehepaar mit einem Kind ein bis 8 Un geschlsssen. Von 5 bis 1. 7 Ubr geötfnet. mökl od. Jeeres Zimmer mitKochgelegenheit von sofort ab. Angeb. u Z. 900 an die Grschäftost d. 31g. Pelzkragen zu verkaufen. Bergsr. 49 2 Etg. Gebrader-Reventkaf, ANNEN. Voteltagshatder Ist mein Geschäft Samstag, 20. Sept. Central=Theater, Aunen, Wittenerstr. 32. Freitag, Samstag, Sonntag u. Montag geschlossen. E. Nedgarten, bringen wir wieder einen der grössten amerikanischen Sensationa-Bross-Filma wie Annen und Umgegend noch nicht gesehen hat. Voliständig neu. I. Tell. die Gehelmdokumente. I. Episode in 6 Akten. II. Tell. Rüdinghausen. bis Tampfre V. Nod Teix Volkshochschule Annen. Anläßlich des in der folgenden Woche ertolgenden Wiederbeginns der Volkshochschule findet am Sonntag, den 24. Septhr. er., vormittags 11 Uhr in der Aula der hiesigen Mittelschule eine Die Marderhöhle. II. Episede in 6 Akten. Die Gurosen sind eine brasilianische Marderart, die wegen ihrer Raubgier und Wildheit allgemein gefürchtet ist, deren Oberhaupt Frank Woed, genaunt der„Bucklige“ ist. Kommen! Sehen! Staunen! Papierabfälle aller Int sowie Erenhung stetel bestehend aus statt. Freunde und Gönner der Volkshochschule werden hierdurch eingeladen.— Eintritt frei! Bücher, Zeitungen, Kartons u. Pappabfälle kauft jedes Quantum zu hohen Preisen Buehdrucherei Adolf Brocke, Annen Versammtaug am Sonntag, 24. Sept. in der evang. Volksschule morgens 10 Uhr Vortrag des Herrn Hauptlehrers Hegedorn über: Düngung und Herbstpflege im Obstbau. Auch Nichtmitglieder haben freien Zutritt. Der Vorstand. Haub. Haub: Hurta! Auch wir eind wieder da. 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