TTVTTTTTR S Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage.— Bezugspreis 14tägig mit Sonntagsblatt 1 RM.(einschl, Trägerlohn), ohne Sonntagsblatt 95 Pfg. Durch die Post be. verbunden mit der„Annener Volk zogen monatlich.25 RM. einschl. 25 Pfg. Postzeitungsgebühren, zuzügl. 36 Pfg. Bestellgeld. Tertzelle 1 mm doch und 2a mm breit am Big. Seua8 Bie. Anzeigenblatt für Witten-Annen Ermäßigte Grundpreise: Stellengesuche 3 Pfg., Vereinsanzeigen, die nicht der Wirtschafts=.## 51 Stedtteile werbung dienen, 4 Pfg. Die übrigen Bedingungen sind aus der Preisliste Nr. Hersichtlich. und die Stadtteile Stockum und Düren. Für die Aumahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Blüten udernehmen wir teine vewähr.— Bei Konkurs oder Zwangsvergleich erlischt jeder Nachlaßanspruch. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Fris Küching, Witten=Annen. Für Anzeigen verantwortlich: Wilhelm Schneider, Witten=Annen. Geschüftsstelle: Witten=Annen, Stockumer Straße 2. ussersessesersssenn nossesssssssenn Gernruf Nr. 3134 Amt Witten.— Postscheckonto Dortmund 19355 Notationsdruck und Verlag: Fritz Küching, Witten=Annen. seseeeesm Nr. 69 Samstae, den 21. Härz 1936 32. Jahrgang „ Inzenden Drei„Elappen?“ Problematische Verlegenheitslösung in London Der Führer der deutschen Abordnung für die Londoner Ratstagung, Botschafter von Ribbentrop, wurde am Freitag von König Eduard im Buckingham= Palast in halbstündiger Privataudienz empfangen. Bereits vorher hatte der deutsche Vertreter seine Besprechungen mit dem englischen Außenminister Eden fortgesetzt, nachdem ihm bereits in der Nacht das Dokument über die Vorschläge der vier Locarnomächte zur Kenntnisnahme überreicht worden war. Nach den Mitteilungen der engkischen Presse hat man „drei Etappen“, der Maßnahmen vorgesehen, die man nach der Wiederbesetzung des Rheinlandes-durch die deutschen Truppen für erforderlich hält: Die erste Etappe ist mit dem Beschluß des Rates, gegen den Botschafter von Ribbentrop sofort feierlich Verwahrung eingelegt hat, bereits abgeschlossen. Die zweite Etappe, die jetzt beginnt, betrifft den sogenannten„Zwischenzustand", der angeblich ausgefüllt werden soll mit der Anrusung des Hoager Gerichtshoses über die Frage, ob der Sowjetpakt mit dem Locarnovertrag vereinbar ist, und dem dann als dritte Etappe die große internationale Konserenz in Brüssel folgen soll. Die„Diplomaten haben in Londen weder Zeit noch Mühe geschent, um überhaupt etwas zustande zu bringen. Man hat ein ziemlich dickes Aktenstück angefertigt, mit dem in der Tasche der französische Außenminister Flandin sofort im Flugzeug nach Paris zurückgekehrt ist, und das dann im Unterhaus und in der französischen Kammer nach der Zustimmung der Kabinette bekanntgegeben worden ist. Ob nun die Verlegenheitslösung, die man in London zustande gebracht hat, lebensfähig ist, muß die Zukunft lehren. Schon heute kann aber gesagt werden, daß die Erwartungen nicht sonderlich groß sind. So haben denn auch selbst die französischen Zeitungen bezüglich der praktischen Auswirkungen dieses Abkommens kein großes Zutrauen. Angesichts der Erklärungen des Botschafters von Ribbentrop wurde in Paris sofort die Möglichkeit einer Ablehnung dieser Vorschläge durch Deutschland in Rechnung gestellt. Der„Petit Parisien" hebt dabei noch einmal hervor, daß es den französischen Unterhändiern nicht gelungen ist, Deutschland zur Räumung der ehemaligen entmilitarisierten Zone zu bestimmen. Einseitiger Zwischenzustand untragbar Die englische Presse verzeichnet übereinstimmend eine„wesentliche Entspannung“ der Gesamtlage. Das Hauptgewicht wird dabei auf den Plan einer Weltkonferenz gelegt, wobei man sich aber anscheinend darüber klar ist, daß dieser ganze Mlan durch die für den „Zwischenzustand“ erhobenen Forderungen recht probiematisch ist. Wenn bei diesen Forderungen z. B. daran gedacht werden sollte, einen Streifen rheinischen Gebietes— Havas spricht von zwanzig Kilometer Breite— von fremden Trunpen zu besetzen. so zeigt schon diese Forderung eine grobe Weltfremdheit und eine völlige Verkennung der Gründe, die zur Wiederherstellung der Souveränität am Rhein führten. Der 7. März würde seinen Sinn verlieren, wenn fremde Truppen. und sei es auch nur für eine gewisse Zeit, deutschen Boden besetzten. Das widerspricht dem Grundsatz der Gleichberechtigung und stellt einen Rückfall in die Versailler Sinnesart dar. Wir missen nicht, was fremde Truppen auf deutschem Boden sollen, denn wir haben keinerlei Angriffsabsichten und haben sie nie gehabt. Man ist zu diesem Vorschlag, vielleicht gekommen in Erinnerung an die Sgarbesetzung während der Abstimmungstage. Wenn der Führer und Reichskanzler sich damals entschlossen hat, die Besetzung der. Saar. durch neutrale Truppen zu akzentieren, so lag der Fall damals sanz anders als heute Die Abstimmung stand vor der Tür und die Anwesenheit fremder Truppen war von vornherein ganz kurz befristet. Was damals zugelassen wurde, ist heute unmöglich, selbst dann. wenn es nur als eine Geste gedacht ist. Eine solche Geste hat keinen saktischen Wert und keine materielle Grundlage. Gegen den Versuch einer Wiederbesetzung eines Teiles des Rheinlandes wendet sich selbst das Londoner Blatt „News Chroniele“, das es untragbar findet, eine derartige Zumutung an Deutschland zu stellen, dem man hierdurch wiederum die Gleichberechtigung nehme. Wenn weiterhin die französischen und englischen Generalstäbler sich jetzt während dieser Zwischenzeit zu einer Zusammenarbeit treffen werden, so können und wollen wir das nicht hindern. Die Angelegenheit berührt uns nicht, denn noch einmal: wir denken nicht daran, irgend jemand anzugreisen! Eins aber scheint wichtig zu sein, daß nämlich dieser Zwischenzustand ebenso schnell überwunden wird, als der Londoner Spruch des##terbundsrates überwunden worden ist. Wer einen wirktichen Frieden will, der hat nicht den geringsten .5 Ribbentrop sprach int Völkerbundsrat Der Dolmetscher übersetzt die Rede Ridbentrops ins Englische, rechts neben ihm Ministerialdirektor Dr. Dieckhoff und Botschafter v. Ribbentrop.(Weltbild,.) Grund, das Problem durch Prestigefragen zu erschweren. Wenn der französische Ministerpräsident allzu vorschnell sein Unannehmbar ausgesprochen hat, so muß er eben sehen, wie er von diesem Wort wieder herunterkommt. An einem Temperamentsausbruch darf der endgüitige Friede nicht scheitern. Wenn wirklich im Mai eine Weltkonferenz zustande kommen sollte, so werden wir mit uns reden lassen. Nur ist zu bezweifeln, ob das Riesenprogramm, das jetzt bekannt ist, Aussicht auf Erfölg bietet. Wir haben immer die Auffassung vertreten, daß es besser ist, den Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dache zu haben. Aus dieser Auffassung heraus wurde das deutsch=englische Flottenabkommen geschlossen, und nach dieser Methode wird es auch möglich sein, schrittweise einem wirklichen Frieden in Europa näher zu kommen. * Montagnachmittag Locarno=Aussprache vor dem Völkerbundsrat DR London, 20. März. Der Bölkerbundsrat, der am Freitagmittag in Anwesenheit der deutschen Delegierten zu einer nichtössentlichen Sitzung zusammentrat, hat beschlossen, die Aussprache über die Anträge der Locarnomächte am Montagnachmittag um 4 Uhr zu beginnen. Eine Reihe von Ratsmitgliedern hatte eine längere Pause verlangt, um die Weisungen ihrer Regierung einzuholen. Von verschiedenen Seiten wurde betont, daß die Vorschläge der Locarnomächte einer ausführlichen Erläuterung bedürften, um in ihrer vollen Tragweite beurteilt werden zu können. Der 13er=Ausschuß, der wegen Ueberlastung der Ratsmitglieder mit anderen Fragen und insbesondere auch aus Wunsch Edens wiederholt vertagt worden ist, soll nunmehr am Montagvormittag um 10,30 Uhr zusammentreten, um die neue Lage im italienisch=abessinischen Konslikt zu überprüsen. Am Dienstag aubenpostische Aussprache im Unterhaus DR London, 20. März. Am kommenden Dienstag findet im Unterhaus eine außenpolitische Aussprache statt. Wie verlautet, beabsichtigt auch Llond George, in die Aussprache einzugreifen, um an den Vorschlägen der Regierung, besonders an der Forderung nach Entsendung britischer Truppen nach Deutschland scharse Kritik zu üben. Für die Regierung werden u. a. Eden und Baldwin sprechen. * Ein römisches Dementi Rom, 20. März. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes dementiert offiziell die Berichte, daß Italien sich bereit erklärt habe, die Feindseligkeiten gegen Abessinen einzustellen, wenn die Sanktionen aufgehoben würden. Rein Sport am 29. März. Für den 29. März, den Tag der Reichstagswahl, wurde ein allgemeines Verbot zur Durchführung sportlicher Wettkämpfe erlassen. Jeder Deutsche hat an diesem Tage eine nationale Pflicht als Reichsbürger zu erfüllen, alle anderen Interessen werden zurückgestellt. Es ist nicht wichtig, daß an diesem bedeutungsvollen Seuntage Hunderttausende einige Stunden Leibesübungen treiben und Millionen als Zuschauer dabei sind. Wichtig ist, daß sich die Hunderttausende und die Millionen voll und ganz in den Dienst des Führers und damit des Volkes stellen. An die falsche Adresse Französischer Frontkämpferprotest zurückgewiesen. Zwischen dem Reichskriegsopferführer Oberlindober und dem Präsidenten der Union Fedérale in Paris, Pichot, hat ein Brieswechsel stattgefunden, der sich mit den Ereignissen des 7. März beschäftigt. Pichot schreibt unter Hinweis auf die, wie er sich ausdrückt,„einseitige Aufkündigung des Locarnopaktes durch die deutsche Regierung“, der Reichskriegsopferführer habe wiederholt im Namen aller deutschen Frontkämpfer gesagt, daß Deutschland die„freiwillig gegebenen Unterschriften respektieren“ wollte, und daß die Achtung vor den eingegangenen Verpflichtungen unerläßliche Voraussetzung für den Frieden sei. Die Haltung der deutschen Regierung stehe dazu in Widerspruch. Die Erklärungen des Reichskanzlers und die bereits vollzogenen Tatsachen seien der Beweggrund zu diesem Schreiben, das als einstimmiger Protest der Männer von der Union Fedérale gegen die augenblicklichen Zustände anzusehen sei. In der Antwort des Reichskriegsopferführers an Pichot heißt es u..:„Wenn Sie in Ihrem Brief auf meine Erklärung am 1. und 2. Juli abzielen, so muß ich Ihnen sagen, daß die französischen Kameraden eine einseitige Verpflichtung der deutschen Unterschrift unter ein Abkommen nicht fordern können, das###g: durch den Abschluß eines Militärbündnisses mit der Sowjetunion bereits von der anderen Seite verletzt und damit gekündigt worden ist. Aus diesent=Grunde vermag ich auch den einstimmigen Protest der Männer der Union Federale, den Sie mir, sehr geehrter Herr Präsident, übermitteln, als an die falsche Adresse gerichtet, nicht zu akzeptieren.“ Nach dem Hinweis auf das ehrenvolle Friedensangebot des Führers für volle 25 Jahre, dem das deutsche Volk am 29. März in dem aufrichtigen Wunsch nach aufrichtiger, vorbehaltloser Zusammenarbeit mit Frankreich seine einmütige Zustimmun geben werde, schließt der Reichskriegsopferführer: „Wir deutschen Frontkämpfer achten und ehren den Nationalstolz der französischen Frontkämpfer, wir erwarten aber auch, daß die französischen Kameraden das Ehrgefühl und das nationale Selbstbewußtsein der deutschen Kameraden achten werden, denn diese gegenseitige Achtung wird und muß der stärkste Friedenssaktor in den Beziehungen unserer beiden Völker sein.“ Beisetzung von Venizelos auf Kreta Paris, 20. März. Die sterbliche Hülle des griechischen Staatsmanns Venizelos wird am Sonnabend nach einem Trauergottesdienst in der griechischen Kirche zu Paris und nach einer militärischen Ehrenbezeugung am Bahnhof in einem Sonderwagen nach Brindisi gebracht werden. Dort wird ein Kreuzer den Sarg aufnehmen und ihn nach Athen bringen, wo die Trauerfeier stattfinden wird. Die Beisetzung erfolgt nach dem Wunsch des Verstorbenen auf Kreta. Der Jahtel in Hamte ur! DB Hamburg, 20. März. Auf dem Hauptbahnhof und den umliegenden Plätzen haben sich seit den Nachmittagsstunden unzählige Menschenmassen eingefunden. Die Fenster und Dächer der umliegenden Häuser sind dicht besetzt. Auf den Bahnsteigen drängt sich eine unübersehbare Menschenmenge. Starke Ehrenabteilungen der Politischen Leiter, der SA, SS, des RSKK, der HI und aller anderen Gliederungen der Bewegung rücken in ununterbrochenem Zuge an. Als die Dunkelheit anbricht, flammen in allen Fenstern lange Reihen von Lichtern auf und tauchen die Umgebung des Bahnhofes in eine Beleuchtung von eigenartiger Schönheit. Inzwischen sind Reichsstatthalter Ganleiter Kauffmann, Regierender Bürgermeister Krogmann, SS=Gruppenführer Lorenz, SA=Brigadeführer Fust, RSRK. Gruppenführer Inergensen und Landesstellenleiter Schmidt eingetroffen, um den Führer bei seiner Ankunft ge begrüßen. Bald nach 19 Uhr trifft der Führer mit seiner Begleitung in Hamburg ein, von tosenden Heilrufen der in der Bahnhofshalle versammelten Tausende empfangen. Reichsstatthalter Gauleiter Kauffmann und Regierender Bürgermeister Krogmann heißen den Führer in der Hansestadt aufs herzlichste willkommen. Bei den Massen, die draußen das Bahnhofsgebäude umlagern, ist die Spannung von Minute zu Minute gestiegen, bis dann Heilrufe aufbrausen und sich vom Bahnsteig durch die Bahnhofshalle nach draußen fortpflanzen. Der Badenweiler Marsch erklingt. Der Führer erscheint und wird von den begeisterten Hamburgern jubeind empfangen. In seiner Begleitung befinden sich der Reichsführer der SS, Himmler, der Korpsführer des RSKK, Hühnlein, SS=Obergruppenführer Sepp Dietrich. der Reichspressechef der NSDAP, SS=Gruppenführer Dr. Dietrich, SS=Brigadeführer Schaub und SS=Brigadeführer Schreck. Der Führer schreitet unter den Klängen des Badenweiler Marsches die Frout der in weitem Biereck aufmarschierten Chrenabteilungen ab. Schnurgerade ausgerichtet stehen die Reihen, stolz leuchten die Augen der politischen Soldaten des Führers, wenn er an ihnen vorüberschreitet. Unter den brausenden Jubelrufen der Zehntausende verläßt der Führer dann den Schauplatz, um sich in einer beispiellosen Triumphfahrt zur Hauseatenhalle zu begeben. Vor der Rede des Führers in Hamburg DRB Hamburg, 20. März. Das Bild, das heute die Hanseatenhalle zeigt, übertrumpft alles, was bisher dieser riesige Raum bei großen Ereignissen gesehen hat. Diese größte Versammlungsstätte Hamburgs bildet heute im Schmuck von Tannengrün und gewaltigen Hakenkreuz= fahnen ein einziges wogendes Menscheumeer. Alle Ränge sind dicht mit Menschen gefüllt und viele haben sogar die hohen Masten und Eisenträger erklettert, um sich einen bevorzugten Platz in lustiger Höhe zu sichern. Es ist immer wieder überwältigend, dieses Bild der Volkskundgebungen des Dritten Reiches, aber heute liegt eine besondere Weihe über diesem Riesenraum. Die Erwartung des Führers hat eine Hochstimmung geschaffen, die diese Menschen aus allen Schichten und aus den verschiedensten Berusen gleichermaßen beseelt. Die Freude, den Führer wieder einmal zu sehen und seine Worte zu hören, liegt auf allen Gesichtern. Flotte Marschweisen der Gaukapelle steigern die Stimmung der Vorfreude, der Erwartung, die immer mehr steigt, je näher der Zeitpunkt rückt, da der Führer erscheinen wird. Schlußbericht folgt Montag. *• Rürnberg ehrt Wilhelm Gustloff. In der Beratung mit den Ratsherren teilte Oberbürgermeister Liebel mit, er habe verfügt, daß die im Umbau begriffene Haller=Tor=Brücke nach ihrer Fertigstellung in Wizelm=Gustlosf=Brücke umzubenennen sei. Lotoles s Witten=Annen, 21. März. Dies und das... Es ist das Tröstliche an grauen Tagen und Wochen, daß wir ihre Unbeständigkeit kennen, und daß hinterher Licht und Sonne doppelt schön sind. Auf Regen und Schnee ist Sonnenschein gefolgt. Das nennt man paradox, wenn der Sonntag. lies Sonnentag, grau und trübe ist, und der traditionsgemäß graue und trübe Montag hell und sonnig. Aber man soll den Sonnenschein feiern, wie er fällt. Alle Türen und Fenster auf, hoppla, jetzt wird es Frühling! Sommermäntel und Kostüme werden aufgebügelt, die Kinderkleider verlängert, und— das ist am schönsten— manches neugekauft. Gummigaloschen gehen ins Sommerlager auf dem Kleiderschrank, Photoapparate seiern fröhliche Auferstehung. Platten oder Film, Groß= oder Kleinkamera, sie werden wieder zu köstlichen Liebhabereien in den Händen ihrer Besitzer. Mütter, Tanten, Freunde und Freundinnen(vor allen Dingen) müssen dem blinkenden Auge der Knipskiste standhalten. Stolze Väter konterfeien ihre wintergeborenen Söhne, die in diesen märzlichen Sonnentagen zum ersten Male das Licht der Außenwelt erblicken. Die Sonne bringt sie an den Tag! * Mit Siebenmeilenstiefeln geht es auf Ostern los. Unausgesprochen liegt ein Gefühl froher Erwartung im Menschen. Die ersten linden, milden Tage sind da, wo der Himmel wie frisch gestrichen aussieht, wo die Sonne lächelt und Bäume und Sträucher vor Freude kleine grüne Blättchen herausstrecken. Kein Wunder, wenn da im Menschen das dringende Bedürfnis erwacht, auch das eigene Heim sozusagen „auf neu“ herzurichten. Es soll alles blitzen und funkeln, es soll kein Stäubchen mehr zu finden sein, wenn wir zum erstenmal die Fenster auflassen können und der Frühlingswind hereinweht. Darum wird jetzt schon in vielen Häusern der Winter ausgefegt. Mit Besen und Schrubbern, mit Scheuerbürsten und Staubsaugern geht man ihm zu Leibe. Außerdem wittern die Hausfrauen Motten. Sie haben eine Art sechsten Sinn dafür, wenn die Motten mit ihrer Arbeit beginnen, und wenn sie die erste erlegt haben, ist es Zeit zum Hausputz. Eines Abends— jawohl abends— nimmt der Hausputz seinen Anfang mit der Aufforderung:„Ach, Hans. du könntest eigentlich gleich einmal die großen Bilder von der Wand nehmen.“ Welcher Mann wird eine solche Gelegenheit, seine Ueberlegenheit zu beweisen, vorübergehen lassen? Auf diese Weise hat er doch auch einen Anteil an dem großen Scheuerfest des Jahres. Am andern Morgen empfiehlt es sich allerdings, das Haus möglichst zeitig zu verlassen, denn in dem eigentlichen Kampf ist der Mann restlos im Wege. Er sieht, wenn er nach Hause kommt, nur den Erfolg. Es riecht nach Scheuerluft, es riecht unheimlich sauber, teils nach Bohnerwachs, teils nach Terpentin, nach Seife und Salmiakgeist. Die Fenster funkein, und blütenweiße Gardinen hängen davor. Die Wände scheinen heller, der ganze Raum größer. Und die Venus von Milo ist schneeig weiß und wirklich gerade dem Bade entstiegen. Alles blitzt, kurz, dem Einzug des Frühlings steht nun wirklich nichts mehr im Wege. In solchen Zeiten bewähren sich die Frauen, und selbst Männer, die sonst nichts zu lachen haben, sind vergnügt. Onkel Wilhelm ist nun eigentlich immer vergnügt, obwohl er nie etwas zu lachen hat, denn seine Frau ist ewig in Unruhe und immer am Knurren. Auch wenn nicht der geringste Grund vorlag, schimpfte sie und ärgerte sich, daß ihr Wilhelm alles auf die leichte Schulter nahm. Jahrelang hatte Frau Paula sich geärgert, weil sie keine Kuh hatte und die Milch jeden Tag holen mußte; als sie dann aber endlich eine Kuh hatte, ärgerte sie sich, weil das Tier den ganzen Tag brückte.„Ick wait doch nich, wat dat mit use Kauh is, de bölket doch den ganzen Dag,“ schimpfte sie,„bi annere Lüe bölket se doch nich.“—„Vielleicht is use Kauh ganz zartbesaitet un et päßt ihr nicht bi die, meinte Onkel Wilhelm, aber er sagte es erst an der Tür, als ihn kein Löffel mehr erreichen konnte.„Willem, nu schaff de Kauh aff,“ sagte Frau Paula eines Tages sehr bestimmt. „ick kann't nich mehr outhaollen, se bölket mi den ganzen Dag üm den Kopp herüm. Onkel Wilhelm machte ein sehr nachdenkliches Gesicht und sagte dann:„So einfach is dat nich met dem Abschaffen. Du bölkest mi nu all twintig Jaohre um den Kopp herüm, un ick häff di doch nao nich affschafft.“ Ueber dieses Bekenntnis soll Paula einen Augenblick platt gewesen sein, aber das war nur die Ruhe vor dem Sturm. Es brach ein Unwetter los, daß die Nachbarn fast die Mordkommission gerufen hätten und Wilhelm fluchtartig das Lokal verließ. Auf Wiederhören am nächsten Samstag. Hans Sperling. * Sonntagsworte. Wir stehen in der Passionszeit. Sie ist die Leidenszeit Zesu Christi. Sie erinnert uns an den Heiland, der sich für uns an das Kreuz schlagen ließ. Und das Kreuz ist es, das in diesen Wochen vor Ostern eine besonders ernste und eindringliche Sprache zu uns spricht. Verstehen wir die Sprache des Kreuzes? Jesus sagt einmal:„Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ In diesen Worten liegt der Sinn des Kreuzes für uns beschlossen. Sich selbst verleugnen, sogt der Heiland, das ist die erste Voraussetzung des Kreuztragens. Und gerade das fällt uns so schwer. Weil wir allein immer nur auf den Menschen sehen und zu Ende sind, wenn des Menschen Leistungskraft aufhört, darum überkommt uns dann so oft die Verzagtheit, und wir finden nicht die Kraft, uns über unseren Kleinmut zu erheben. . Und doch bleibt für uns nichts anderet als die Anerkennung dieser unserer menschlichen Wirklichkeit, daß wir uns selbst verleugnen müssen, wenn wir als aufrechte, innerlich reiche und nicht hilflos verzagte Menschen durch dieses Leben gehen wollen. Diese Anerkennung bedeutet für den einzelnen von uns immer den Mut zur Entscheidung; es ist das Wagnis des Glaubens, das hier von ihm gefordert wird. Und es bedeutet das Verständnis des Kreuzes, zu wissen, daß es nichts Beschämendes ist, wenn man seine menschliche Unvollkommenheit anerkennt und sich den Vaterarmen Gottes anvertraut. Mit dem Kreuz ist es das Gleiche wie mit dem Tode. Ihm ausweichen wollen, hilft nichts: er kommt! Ihn mit menschlicher Kraftleistung überwinden wollen, hilft nichts: er kommk. Es bleibt nur der Weg des Glaubens, sich Gott anzuvertrauen in der Sicherheit und Ruhe, mit der es Jesus tat. Von hier allein auch ist die Ueberwindung des Kreuzes möglich: daß wir es in Gottes Namen wagen und unser Kreuz tragen. Und wenn Jesus sagt: Folge mir nach, so ist nur der dazu fähig, den Weg der Liebe wie er zu gehen, der sein Kreuz im Glauben trägt. Aus dem Kreuz kommt die Liebe als höchste Kraft, es weist uns den Weg zur Selbstüberwindung und Selbsthingabe. Wir sollen Kreuzträger sein und glaubensstarke Ueberwinder, Denkmal Drei Jahre sind ins Land gezogen seit jenem weihevollen Tag, als in der alten Garnisonstadt Patsdam das Glockenspiel mit lautem Schlag der deutschen Welt den Sieg verkündet des Frühlings über Winternacht, als sich der Feldmarschall verbündet mit Adolf Hitlers junger Macht. Was kaum ein Mensch zu hoffen wagte— der Führer schuf die deutsche Tat: ein freies Deutschland freier Menschen: und wieder stolze Ehr im Staat. Wer kann dem Glauben widerstehen, der neu gestärkt hat jedes Herz? Ein Tag soll Dank= und Denkmal werden: Der neunundzwanzigste im März. Mörker Merker. Und wieder ward es Tenz! Es ist immer wieder so! Eines Tages steht man auf und wundert sich über die Helligkeit des Zimmers. Es ist auf einmal' ganz anders als sonst, und uns ergreift eine selige Ungeduld, die uns das Zimmer zu eng werden läßt. Wir reißen die Fenster auf, atmen beseligt die würzige Märzlust, die uns entgegenströmt, lauschen dem hellen Jubel der Bögel und wissen nun, daß es Lenz geworden ist, und wenn ein solcher Tag so ungefähr mit dem kalendermäßigen Frühlingsbeginn zusammenfällt, wie in diesem Jahr, so ist man doppelt froh. Wie köstlich ist doch die Frühlingsseligkeit der Menschen! Man kann dicses Gefühl gar nicht in Worte fassen. Es überwältigt uns mit der Urkraft allen Lebens, es erneuert uns durch und durch. Wie könnte auch der Mensch eine Ausnahme machen, wenn in allen lebenden Wesen die Lenzeslust erwacht. Das wunderbare Werden und Wachsen, das farbentrunkene Blühen und Grünen, der lichte Himmel und die goldene Sonne, der Jubelchor der Vögel und der morgenfrische Duft der Erde bauen uns das Frühlingsglück. Da sprengt die Freude unsere Brust, und wir spüren den Jubel der Musik:„Die Winterstürme wichen dem Wonnemond.“ Wir empfinden aber auch, wie schön es ist, dieses Frühlingswunder im Frieden eines einigen Volkes zu erleben. Stolze deutsche Dampfer sind auf hoher See, befinden sich auf der Frühlingsreise deutscher Arbeiter, gen Süden. Das ist etwas, woran man an einem Frühlingstag vor vier oder fünf Jahren noch gar nicht zu denken gewagt hätte. Verdoppelt das nicht unsere Frühlingsfreude, zu wissen, daß auch unser Volk in seinen Frühling hineinwächst, daß wir überall ein Knospen und Blühen verspüren, wenn auch noch längst nicht alle Keime der winterharten Erde entsprungen sind? Das ganze Volk hat teil an seinem Frühling, das ist das große deutsche Wunder, und wir wissen, daß dieses selige Werden und Wachsen geschützt werden muß, daß kein Frost die Blüten brechen darf, denn sie können nur in der Sonne des Friedens zur Frucht reisen. Es ist etwas Köstliches um diese Frühlingsgewißheit des deutschen Volkes. Sie ist uns durch den Führer und seine Kämpferschar gegeben worden, und keiner wird abseits stehen wollen, wenn am Wahltag die Pflicht ruft und es gilt, den deutschen Frühling zu vollenden! P. Hennto.eg Und wieder wird es Frühling .) C Aunen, 21. März.(Kirmestrubel im Sonnenschein.) Seit gestern nachmittag locken vom Marktplatz her wieder die Orgeln, Glocken und Verkäuferangebote der Kirmes.“ Weithin schallt der Trubel durch die sonnendurchfluteten Straßen. Nachdem die Kirmestage des vergangenen Wochenends mehr oder weniger doch unter dem wenig einladenden Einfluß der nufreundlichen Witterung standen, ist jetzt in dieser Beziehung ja nichts zu bemängeln. So wird wohl auch der Besuchererfolg ein besserer sein. —(Lustschuz.) Wegen der Reichstagswahl und der Osterfeiertage fült die Ausbildung des Sicherheitsund Hilfsdienstes(behördlicher Luftschutz) vom 23. März bis 14. April 1936 aus. Die Ausbildung beginnt wieder am 15. Apcil 1936. Eine besondere Benachrichtigung der Angehörigen des Sicherheits= und Hilfsdienstes erfolgt nicht. —(Zum„Frohen Samstagnochmittag“ nach Köln.) Aus Anlaß der bevorstehenden Reichstagswahl fällt die seitens des Gauamtes der MS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" des Gaues Westsalen=Süd für den gleichen Tag vorgesehene Sonderfahrt„Zum Rundfunk=Nachmittog“ nach Köln aus. Die Karten behalten für die dächste Fahrt ihre Gültigkeit. Der Sonderzug startet nunmehr am 4. April und ist bereits restlos ausverkauft. Eine weitere Fahrt zum„Frohen Samstagnachmittag“ des Reichssenders Köln findet am 18. April bei einem Teilnehmerpreis von 2,50 RM. für Fahrt und Eintritt ab Hagen statt. Anmeldungen zu dieser zweiten Fahrt müssen sofort bei allen Kreisämtern sowie Orts= und Betriebswarten der RS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" des Gaues Westfalen=Süd erfolgen. (2) Annen, 21. März.(Sonnabend pünktlicher Ladenschluß!) Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Ortsgruppe Witten, weist darauf hin, daß mit Rücksicht auf die am Sonnabend in der Autohalle der Firma Rosenkranz stattfindende Wahlkundgebung, auf der Reichsredner Pg. Selzner sprechen wird, die Ladengeschäfte pünktlich um 19 Uhr geschlossen werden, um auch den Betriebsführern und Gefolgschaftsmitgliedern des Einzelhandels eine Teilnahme an dieser Veranstaltung zu ermöglichen. Unsere Hausfrauen werden daher dringend gebeten, an diesem Tage ihre Einkäufe möglichst in den frühen Nachmittagsstunden zu erledigen. —(Weibliche Arbeitskräfte gesucht.) Für die Spargelernte und für die Konservenindustrie im Bezirk Hannover und Braunschweig werden augenblicklich weibliche Arbeitskräfte von 18 Jahren an gesucht. Es wird Tariflohn gezahlt, außerdem wird volle Beröstigung sowie freie Wohnung in heuen, luftigen und gesunden Räumen, freie Feuerung und Licht gewahrt. Die Fahrt zum Arbeitsort ist frei. Nach Beenoigung der vereinbarten Arbeitsperiode haben die Arbeitskräfte Anspruch auf freie Rückreise. Auch die westfälische und außerwestfälische Landwirtschaft suchen weibliche Arbeitskräfte, gelernte und ungeternte. Als gelernte Kräfte kommen in erster Linie woyl die Mädel in Frage, die im vergangenen Jahre als Landhelserinnen tätig waren. Ein Teil der ehemaligen Landhelferinnen ist nicht mehr beim Arbeitsamt gemeldet, da sie keine Unterstützung beziehen oder hoffen, in der Industrie unterzukommen. —(Gesellenwandern— Anmeldungstermin verläugert.) Der Termin zur Anmeldung zum Gesellenwandern ist auf Anordnung der Deutschen Arbeitsfront, Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk, verlängert wvorden. Wer also noch am diesjährigen Wandern teilnehmen will, melde sich auf dem schnellsten Wege bei der Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront, Kreisbetriebsgemeinschaft Handwerk, oder wo dieses wegen den Ortsverhältnissen mit Schwierigkeiten verbunden ist, direkt an die Gauwaltung der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung Gesellenwandern und austausch, Bochum, Wiemelhauserstr. 38/42. NAFT + Annen, 21. März.(Von der Höheren Stadtschule.) Die Aufnahmeprüfung an der Höheren Stadtschule ist Dienstag, 24. März, und beginnt um 8 Uhr. Die Prüflinge versammeln sich um 7 Uhr 45 auf dem Schulhof. Mitzubringen sind Schreibunterlage, Federhalter, Bleistift. Die ministeriellen Bestimmungen über die Aufnahme in die Sexta lauten:„Die Aufnahme sindet auf Grund eines Gutachtens der Grundschuie und einer schriftlichen, mündlichen und körperlichen Eignungsprüfung statt. Ein Schüler kann von der mündlichen Prüfung befreit werden, wenn sein Grundschulzeugnis mindestens gut ist und das Ergebnis der schriftlichen Prüfung dem entspricht.— Die Prüfung ist bestanden, wenn das Gesamtresultat voll genügend usw.— Auf verschiedene Anfragen seit mitgeteilt, daß in Ausnahmefällen Anmeldungen noch berücksichtigt werden Iunen, wenn sie so rechtzeitig eingehen, daß das Urteil der Grundschule eingeholt werden kann. Selbstverständlich sind auch Anmeldungen für andere Klassen als für die Sexta möglich, wenn die vorgeschriebene Vorbildung nachgewiesen werden kann. Mittwoch, 25. März, veranstaltet die Höhere Stadtschule einen Schulgemeinschaftsabend als Abschlußfeier für die O III und zur Begrüßung der Neuaufgenommenen. In der am 20. 3. abgehaltenen Abschlußprüfung haben folgende Kinder die Reise für U II eines Reformrealgymnasiums bezw. eines Lyzeums zuerteilt bekommen: Karl Haibe, Wilh. Hemminghaus. Lothar Heß, Paul Knapmann, Werner Kuhn, Otto Lueg, Rolf Neugarten,.=Heinz Schäfer, Günter Scheibelhut, Helmut Schmitz, Ewald Schönnebeck, Werner Sporbeck. Heinr. Sträter, Rob. Bisarius, Alfred Wissuwa, Christa Ackermann, Else Hindahl, Josepha Schäsers. * Annen, 21. März.(Konsirmation.) Das Presbyterium hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, die auf den 29. März festgesetzte Konfirmation der Kinder aus dem südlichen Pfarrbezirk in Anbetracht der an diesem Tage stattfindenden Reichstagswahl auf den 5. April (Palmarum) zu verlegen. Die beiden Konfirmationen in unserer Gemeinde finden also an einem Tage statt, und zwar: Um 8 Uhr die Konfirmation der Kinder aus dem südlichen Bezirk(Pfarrer Bartelworth) und um 10.30 Uhr die Konfirmation der Kinder aus dem nördlichen Bezirk(Pfarrer Müller). Die Prüfungen und fiunden an den festgesetzten Tagen —(Der Polizeipräsident) teilt uns mit: Für das Buch des Opfers ist von den Beamten, Angestellten und Arbeitern des Volizeipräsidiums Bochum der Betrag von 1457.— RM. gespendet worden. —(Auch Du!) Frontkamerad, du mußt Mitglied der Nat.=Soz. Kriegs=Opser=Versorgung(RSROV.) werden, denn die im Felde gemeinsam mit den anderen Kameraden ertragenen Strapazen und Eriebnisse erfordern es. Es besteht eine irrige Auffassung, wenn geglaubt wird, in der RSKOB. seien nur Kriegsbeschädigte zusammengeschlossen. Nein, nach den Wünschen und nach dem Willen des Führers sollen alle Frontsoldaten, durch das Erlebnis draußen schon innerlich zusammengeschweißt, jetzt durch ihren Zusammenschluß in der einzigen Vereinigung der Frontsoldaten des Weltkrieges beweisen, daß auch das Heer der einstigen Feldgrauen geschlossen hinter dem Führer steht.In der großen Gemeinschaft der NEKOB. wird der alte Kameradschaftsgeist, wie er draußen herrschte, weiter gepflegt, sodaß man ruhig von einer Familie der Frontkameraden sprechen kann. Wer wollte sich selbst von dieser Gemeinschaft ausschließen. Jetzt ist noch die beste Gelegenheit, die Mitgliedschaft in der RSROB. zu erwerben, da für diesen Monat bis einschl. 30. 3. kein Eintrittsgeld erhoben wird. Anmeldungen nimmt jeder Amtswalter entgegen, ebenso können Anmeldungen Montags und Donnerstags von 6 bis 8,30 Uhr in der Beratungsstunde im Lesesaal des Amtshauses erfolgen. Auch werden dort Anträge auf Verleihung des Besitzzeugnisses für das Verwunde tenabzeichen entgegengenommen und weitergeleitet. Darum: Keiner darf mehr abseits stehen, alle Fronksoldaten hinein in die RSKOV. Ddaden hann man kein X für ein U Goamachen.... Als Wirtschafts-Walterin ihres Familienkreises prüft sie jede Einkaufs-Gelegenheit sorgsam, ob auch stets ihr und der ihren Vorteil richtig gewahrt wird. Hat sie einmal darüber Gewißheit, dann bleibt sie treu! Die große Zahl unserer' Stamm. kundinnen ist deshalb der stärkste Beweis für alle, die es hören wollen, dafür daß wir die Forderung aller Frauen restlos erfüllen, und es ist keine Uebertreibung, wenn wir sagen: Mit Recht haust man bei: Lang i Spennemann Witten-Ruhr, Kornmarkt 2 Das Haus für alle, die Textllwaren gut u. billig kaufen wollen —(RSG.„Krast durch Freude") Witten, Gerichtsstraße 38a. melden folgende Urlaubsfahrten: Vom 24. 4. 36— 2. 5. 36 nach Oberbayern, Teilnehmerpreis RM. 39.45; vom 26. 4. 36— 2. b. 36 nach Norwegen(Ssefahrt) Teilnehmerpreis RM. 50.10; vom 9. 5. 36— 17. 5. 36 nach der Mosel(Eller) Teilnehmerpreis RM. 28.95; vom 15. 5. 36— 23. 5. 36 zum Schwarzwald(Altensteig) Teilnehmerpreis RM. 33,35; vom 27. 5. 36— 4. 6. 36 zum Allgäu(Blaichach) Teilnehmervreis RM. 38.60: vom 22. 5. 36— 28. 5. 36 nach Norwegen(Dampfer Monte Sarmiento) Teilnehmerpreis 54, 95 RM. —(Zum frohen Samstagnachmittag) nach Köln am 18. 4. können sich jetzt schon Teilnehmer melden. Der Teilnehmerpreis(Fahrt und Eintritt) RM. 2,.50 wird ab Hagen berechnet. Am 21. April 36 findet im Städt. Saalban in Witten eine Groß=Varieté=Schau statt, ausgeführt von erstklassigen Künstlern. Zu erwähnen ist besonders die berühmte Humoristin Kläre Schlichting aus Berlin. An diesem Abend wird Witten eine noch nie dagewesene Sensation erleben. Die besten Akrobaten und Künstler Deutschlands werden ihr Bestes bieten. —(Werkskapellen bei Wahlkundgebungen! Parteiund Werkskapellen, die bei Kundgebungen und Aufmärschen der Parteiorganisationen und Betriebe anläßlich der Reichstagswahl vom 29. 3. 36 tätig sein wollen, sind für die Zeit vom 21. 3. bis 31. 3. 36 von der Meldepflicht der Reichsmusikkammer gegenüber befreit, wenn die Musikkeistung ohne Bezahlung erfolgt. —(Die staatlich anerkannte Haushaltungsschule der Stadt Witten) bietet den jungen Mädchen eine gründliche Ausbildung auf allen für die Haushaltführung erforderlichen Gebieten. Daß diese nicht ausschließlich dem rein praktischen Aufgabenkreis gewidmet sein darf, sondern sich auf alles erstrecken muß, was das Verständnis für die Familie und das Volksganze weckt und erhält. ist selbstverständlich. Mehr denn je erfordern die Zeitverhältnisse von der künftigen Hausfrau und Mutter eine eingehende Schulung. Aber auch, wenn das Mädel einen Beruf ergreisen will, ergeben sich aus der hauswirtschafttichen Ausbildung große Vorteile, da die erworbenen Kenntnisse immer wieder nutzbringend zu verwenden sind. So dient der erfolgreiche Besuch der Haushaltungsschule als Grundlage für die Ausbildung zur Haushaltspflegerin, ferner vermittelt er wertvolle Vorkenntnisse für die Berufe der Säuglings= und Kinderpflegerin, Kindergärtnerin. Krankenpflegerin und Diätschwestern.— Zu Ostern beginnt an der Haushaltungsschule ein neuer Jahreslehrgang. Anmeldungen werden in der Geschäftsstelle in Witten, Schulstraße 7, entgegengenommen. —(Platzmusik in Witten.) Bei gutem Wetter findet Sonntag, 22. März, 11.30 Uhr auf dem Adolf=Hitler= Platz Platzmusik der städt. Kapelle statt. :: Witten, 21. März.(Auszahlung der Heeresgebührnisse, der Unfall= und Juvalidenrenten für den Monat April 1936.) Die Heeresgebührnisse werden im Postamt Witten am Sonnabend, dem 28. d. Mts., in der Zeit von 8 bis 14 Uhr, die Unfall= und Juvalidenrenten im Saal des katholischen Vereinshauses, Herbederstraße 14, am Mittwoch, dem 1. April, in der Zeit von 8 bis 14 Uhr ausgezahlt. Bei der Postagentur Witten=Bommern werden die Renten an den genannten Tagen wie üblich in der Zeit von—11 Uhr ausgezahlt. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Empfangsscheine der Unfall= und Invalidenventen amtlich bescheinigt und gestempelt sein müssen. Ferner muß auf dem Empfangsschein der Vorname ausgeschrieben sein. Witwen müssen auch ihren Geburtsnamen angeben. Außerdem sind die Namen der rentenberechtigten Kinder unter Punkt 2 des Empfangsscheines aufzuführen. Eichlinghosen, 21. März.(Anstelle des bisherigen Schiedsmannes Ettelberg), dem die Niederlegung seines Amtes gestattet wurde, weil er in einen anderen Ortsteil verzogen ist, wurde der Kaufmann Heinrich Rese in Eichlinghosen, Stockumerstraße 439, zum Schiedsmann des 24. Bezirks der Stadt Dortmund berusen, und vom Amtsgericht in Dortmund verpflichtet. Dusmmüchn dentchststm grattiest. Bairmtund S- ge Pitienhe Bdaues Witten. Preislishe Drr. 8 gutig, Sreste 2r. Gnzigen emontwartilc libein Scneibel 9. 2, 11. 2, J zus und Verlag: Brit#hing, win — weschartenteute: Witten=Angen,„Sieckumer Straße: * Annen, 21. Marz.(vezacs„Eva“ als Toufilm.) Wieder zeigt das Central=Theater in diesen Tagen eine verfilmte Lehar=Operette: Die reizende„Eva“ iu einer zeitgemäßen Fassung. Das alte Thema von dem armen Fabrikmadchen und dem reichen Juniorchef, die Verwechselungskomödie mit„happy end“ hat mit Magda Schneider, Hans Söhnker, Adele Sandrock, Hans Moser, Heinz Rühmann u. a. eine ausgezeichnete Besetzung erfahren, so daß aus der erfolgreichen Operette ein ebenso erfolgreiches Filmlusispiel geworden ist, das das Prädikat künstlerisch werwvoll“ durchaus verdient. Die moderne Form der Lehar=Verfilmung hat natürlich mancherlei Veränderungen erforderlich gemacht. Der einstige Pariser Elegant und Bonvivant Oktave Flaubert ist ein tollbühner Rennjahrer(Hans Söhnker) geworden, der sich nach einigem Widerstreben dem Wunsche der Großmutter Adele Sandrock) fügt und die Leitung der seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Porzellanfabrik übernimmt. Hier trifft er mit Eva zusammen, dem Liebling der ganzen Belegschaft(Magda Schneider), die er am Schluß des munteren, an Komik und Verwechselungen reichen Spiels, dem die Lehar'sche Musik eine ausgezeichnete Untermalung gibt, als seine Braut in die Arme schließen kann. Kuß— aus! —(Nur Auslandsdeutsche mit der deutschen Staatsangehörigkeit sind wahlberechtigt.) In der Oeffentlichkeit sind vielfach Zweisel darüber entstanden, ob sich am Wahlrecht der Auslandsreichsdeutschen für die bevorstehende Reichstagswahl gegenüber dem bisherigen Rechtszustand irgend etwas geändert hat. Die Frage ist zu verneinen. Lediglich die rassischen Anforderungen, die an den Auslandsdeutschen gestellt werden, sind die gleichen, wie sie an den Inlandsdeutschen zu stellen sind. Es hat sich nicht das geringste daran geändert, daß Auslandsdeutsche nur dann stimmberechtigt sind, wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. d. Stockum, 21. März.(Ein 74jähriger.) Heute vollendet der Berginvalide Adolf Krah, Hörder Straße 370 wohnhaft, sein 74. Lebensjahr in körperlicher und geistiger Frische. Somborn, 21. März.(Die evgl. Schule erhielt die Hitlerjugend=Fahne.) Am vergangenen Mittwoch wurde der evangelischen Schule an der Somborner Straße, deren Schüler und Schülerinnen jetzt restlos der Hitlerjugend, dem Jungvolk und dem Bund deutscher Mädel angehören, die Hitlerjugend=Fahne verliehen. In seierlicher Form wurde dieser festliche Akt aus dem Schulhof vorgenommen, auf dem sich u. a. der stellv. Ortsgruppenleiter der NSDAP, Pg. Bletgen, der Vertreter der Hitlerjugend und zahlreiche Eltern eingefunden hatten. Nach der Eröffnung der Feierstunde durch die Faufarenbläser des Jungvolks sprach Lehrer Pertz zu den Versammelten über Sinn und Bedeutung der Fahne. Dann trugen Schüler und Schülerinnen Sprechchöre und Lieder vor. Die offizielle Uebergabe der Fahne an die Schule nahm der Vertreter der HJ, Stammführer des 25 Jerd. Wattenberg, vor. Hauptlehrer Fischer, der Leiter der Schule, übernahm die Fahne und versprach im Romen aller Beteiligten den vollsten Einsatz für den Führer und sein großes Werk. Mit dem Treuebekenntnis und den beiden Nationalliedern schloß der festliche Akt. ###el=Kley, 21. März.(Ein hartnäckiger Selbstnör:.) Wir berichteten bereits von dem Lebensmüden. der in der Nähe der Zeche Germania seinem Leben durch Erhängen ein Ende machen wollte. Der Mann wurde von einem hinzukommenden Arbeiter noch rechtzeitig abgeschnitten, verschwand aber dann unter Mitnahme des Strickes. Einige Stunden später fand man diesen hartnäckigen Selbstmörder im Dorney erhängt vor. Wieder konne er noch rechtzeitig aus der unglücklichen Lage befreit werden. Von seinen Rettern wurde ihm dieses Mal ziemlich„handgreiflich“ das Verwerfliche seines Versuchs klargemacht. Hoffentlich hat es genützt. Brteck der Aenstangsteilung Polizeibericht Tödlicher Verkehrsunfall. Am 19. März, gegen 15,15 Uhr, fuhr an der Ecke Bahnhof= und Schulstraße in Castrop ein Radfahrer mit einer derartigen Wucht gegen einen Personenkraftwagen, daß er hierbei tödlich verunglückte. Er hat sich schwere Halsschnittverletzungen zugezogen. Außerdem wurde der Schädel vollständig zertrümmert. Wie die Feststellungen trgehen, trifft den Führer des Personenkraftwagens keine Schuld. Erhängt aufgesunden. Am 19. März, gegen 17,15 Uhr, wurde in dem Schlafzimmer ihrer Wohnung in einem Hause an der Hermannstraße in Herne eine Frau an der Türklinke erhängt aufgefunden. Wie die Feststellungen ergaben, liegt unzweifelhaft Freitod vor. Das Motiv der Tat dürfte in zerrütteten Familienverhältnißsen zu suchen ein. Provinz=Nachrichten Bochum=Werne, 20. März.(Sozialismus der Tat.) Die Erben Jungermann, die am Werner Hellweg einen 1 Morgen großen Platz besitzen, haben diesen Platz zwecks Errichtung einer Grünanlage der RSS kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit der Errichtung der Grünanlage wird schon in Kürze zu rechnen sein. Diese Grünanlage wird das Gesamtbild am Werner Hellweg wesentlich verschhnern. Datteln, 20. März.(Das Vertrauen in der gröbsten Weise mißbraucht, hat der Kassierer einer Datteiner Organisation. Er hat einen Teil der ihm in seiner Eigenschaft anvertrauten und zu verwaltenden Gelder und Belträge unterschlagen und für sich verbraucht Schon einmal hat der ungetrene Kassierer sich an Geldern, die ihm nicht gehörten, vergriffen. Er konnte aber diesen Fehlbetrag durch hilfreiches Einspringen seiner Verwandten dekken, sodaß seine Versehlungen nicht zur Kenntnis der Polizei gelangten. Umso verwerflicher ist die neue Tat des Mannes, der aus dem ersten Falle keine Lehren zog. Er begann nach und nach wieder Geldbeträge aus der Kasse zu entnehmen und verjubelte sie in leichtsinniger Gesellschaft. Eine vorläufige Prüfung der Kasse hat ergeben, daß etwa 875 Mark an barem Gelde und über 2000 Mark an Markenwerten fehlen. Essen, 19. März.(Tödlicher Verkehrsunfall.) Am Mittwochabend fuhr der Ofenmaurer Michael Melsa aus Essen in der Gladbeckerstraße in einer Kurve mit seinem Motorrad gegen den Bordstein. Bei dem Sturz erlitt M. eine Schädelverletzung und einen Kieserbruch. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er seinen Verletzungen erlag. Recklinghausen, 20. März.(Bei 127 Verkehrsunfällen 4 Tote und 79 Verletzte.) Im Februar 1936 ereigneten sich im Polizeipräsidialbezirk Recklinghausen insgesamt 127 Verkehrsunfälle, bei denen vier Personen getötet und 79 verletzt wurden. Werne a. d. Lippe, 20. März.(Tödlicher Grubenunfall.) In der Nachtschicht zum 19. d. Mts. wurde im Untertagebetrieb der Leche„Werne“ der Kohlenhauer Josef Waßmann aus Werne so schwer verletzt, daß er kurz nach der Einlieserung in das katholische Krankenhaus starb. Beim Vorziehen eines Förderwagens durch ein Grubenpferd wurde er zwischen Wagen und Zimmerung gequetscht. Frau und sechs unmündige Kinder beweinen den. Tod ihres Ernährers. Lippstadt, 20 März.(Scheune wurde ein Raub der Flammen.) Aus bisher unbekannten Gründen brach am Donnerstagmittag in der großen Scheune des Bauern Mattenklodt Feuer aus. Die zum großen Teit mit Stroh gefüllte Scheune brannte in kurzer Zeit vollkommen nieder. Auch eine Anzahl zum Teil neuer landwirtschaftlicher Maschinen wurde ein Raub der Flammen. Der Schaden wird auf schätzungsweise 10000 RM. beziffert. Der alsbald eingetroffenen Feuerwehr blieb nichts mehr zu tun übrig, als ein Uebergreifen des Feuers auf benachbarte Siedlungsbanten zu verhüten und das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Horn(Lippe), 20. März.(Todessturz von der Treppe.) In der benachbarten Bauernschaft Feldrom stürzte der Ziegler Tölle eine Treppe herunter. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, daß er kurze Leit nach seiner Einlieferung im Landeskrankenhaus in Detmold stard. Bentheim, 20. März.(Schieberpech.— 40000 RM. im=Zug baschlagnahmt.) In dem auf der Strecke Berlin—Amsterdam verkehrenden=Zug 174 konnten bei der Kontrolle in Bentheim von den Beamten 40 000 RM., die unter Heizungsrühren versteckt waren, aufgesunund und beschlagnahmt werden. Wesel, 20. März.(11000 RM. gesunden.) Einen wertvollen Fund machte in diesen Togen eine in einem =Zug Richtuna Holland bedienstete Aufwartefrau. Sie fand auf der Toilette sorgsam versteckt 11000 RM. deutsches Geld sowie 90 Gulden. die zweisellos nach Holland verschoben werden sollten. Das Geld wurde von der sofort benachrichtigten Zollbebörde beschlagnahmt. Der Besitzer des Geldes konnte leider nicht festgestellt werden. Das Urteil im Bonner Kommunistenprozeß 15 Jahre Zuchthaus für Krämer. Bonn, 20. März. Nach dreistündiger Beratung wurde im Krämer=Prozeß folgendes Urteil verkündet: Der Angeklagte wird wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 15 Jahren verurteilt. Gleichzeitig wird auf Stellung unter Poiizeiaussicht erkannt. Dem Angeklagten werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren abgesprochen. Im Falle des Nordes an Ciaus Clemens wird das Verfahren eingestellt, da der Hauptbelastungszeuge Könen keine beweiskräftigen Aussagen machen konnte, weil er selbst des Mordes an Claus Clemens bezichtigt wurde und durchaus unglaubwürdig ist. Bei der Urteilsbegründung kam der Vorsitzende auf die Vorfälle in der Nacht zum 17. Dezember 1930 in der Kommanderiestraße(wo der Angeklagte wohnte) zu sprechen. Einwandfrei sei ermiesen, daß Krämer zwei Schüsse aus einem Korabiner abeggeben habe. Er habe dies mit dem Vorsatz getan, jedesmal einen Nationalsozialisten zu töten, und dabei mit Ueberlegung gehandelt. Auch sei sich der Angeklagte der Folgen seines Tuns bewußt gewesen. Mit dem ersten Schuß wurde der SS.=Rann Martin verwundet. Daß der zweite Schuß nicht traf, sei nicht dem Angeklagten zugute zu halten. Der Tatwille sei auch beim zweiten Schuß vorhanden gewesen. Es sei asso der Tatbestand zweier voneinander unabhängiger Mordversuche gegeben. Im ersten Falle(Martin) habe das Gericht auf zehn Jahre Zuchthaus erkannt, im zweiten Falle auf acht Jahre. Die beiden Einzelstrasen wurden zu einer Gesamtstrase von 15 Jahren Zuchthaus zusammengezogen. Rückgang der Fluten Ueber 169 Tote im amerikanischen Hochwassergebiet. Newyork, 21. März. Das Hochwasser in den meisten nordamerikanischen Ueberschwemmungsgebieten geht langsam zurück, nachdem die Regengüsse infolge des Temperaturrückgangs in Schneefälle übergegangen sind. Die Zahl der Toten wird jetzt mit 163 angegeben. Der Schaden wird auf 250 Millionen Dollar geschätzt, von denen der größte Teil nicht durch Versicherung gedeckt ist. Lediglich die Flüsse in den Neuengland=Staaten steigen weiter. Zahlreiche Fabriken, deren Maschinen durch die Wasserfluten schwer beschädigt wurden, haben den Betrieb stillgelegt. Dadurch sind rund 75000 Arbeiter arbeitslos geworden. Als obdachlos werden 300000 Personen gezählt. Rund 100 Brücken und Dämme, darunter vier große Eisenbahnbrücken, wurden weggerissen. Außerdem wurde die Gas=, Elektrizitäts= und Wasserzufuhr abgeschnitten, da die Leitungen zerstört worden sind. Auch der Eisenbahnverkehr ruht völlig. Die Bundesregierung hat 50 000 Rotstandsarbeiter und den Küstenwachtdienst für den Rettungsdienst eingesetzt. Viele der überfluteten Städte auch in anderen Gebieten sind ohne Gas, ohne Licht. Gie sind ohne Trinkwasser. Die Gefahr des Ausbruchs von Seuchen ist groß. Der hartford=Damm gebrochen Ungeheure Wassermassen überschwemmen die Stadt. Hartsord, 39. März. In don frühen Morgenstunden ist hier der Hartsord=Damm, der die Stadt vor den Fluten des Connertieut=Fluses schützt, unter dem ungeheuren Druck der riesigen Wassermengen geborsten. Trotz aller Anstrengungen war es nicht möglich, den Damm durch Sandsäcke so stark zu machen, daß er Widerstand zu leisten vermochte. Mit unbeschreiblicher Gewalt stürzten aus den Lücken des Deiches Wasserwellen von 9 bis 10 m hervor in die niedrig gelegenen Stadtteile, in denen schätzungsweise 3000 Menschen leben. Die Polizeibehörden Hartfords können zur Zeit noch nicht angeben, wieviel Meuschen diesem Unglück zum Opfer gefallen sind. Der Geist des neuen Deutschland: Geist des Friedens! Hierl zu den ausscheidenden Arbeitsmännern Unter dem Titel„Unsere Spaten sind Waffen des Friedens" bringt der Deutschland=Sender am Sonntag 22. März, von 10—10.45 Uhr eine Morgenseler des Reichsarbeitsdienstes. Es spricht Reichsarbeitsführer zur Verabschiedung der ausscheidenden Arbeitsmänner. Die Sendung wird von allen Sendern mit Ausnahme des Reichssenders Berlin übernommen. Beginn der Donaukonierenz in Rom Am heutigen Sonnabend begianen in Rom die Verhandlungen zwischen Italien, Oesterreich und Ungarn. Von österreichischer Seite nehmen Bundeskanzler Dr Schuschnigg und Außenminister Berger=Waldenegg und von ungarischer Seite Ministerpräsident Gömbös und Außenminister Kanya an den Besprechungen mit Mussolini teil. Zweiter Start nach Madeira Begegnung mit drei Kreuzern der Kriegsmarine. Wenige Tage nach der Rückkehr der KdF=Flotte von ihrer ersten Atlantikfahrt nach Lissabon und Madeira werden die drei großen Dampser„St. Louis",„Der Deutsche" und„Sierra Cordoba“ am 2. April in Hamburg zur Wiederholung der ersten Fahrt auslaufen und weitere Tausende von deutschen Arbeitern in die Wunderwelt des Südens bringen. Der Dampfer„Oceana“, der langsamer fährt, tritt seine zweite Auslandsreise am 5. April in Hamburg an. Wieder wird der Start der R0F.=Madeira=Flotte am 2. April zu einem großen Ereignis für das schaffende Deutschland, und die Kriegsmarine wird auch diesmal ihrer engen Verbundenheit mit den Werktätigen Ausdruck geben. Drei Kreuzer, und zwar die Kreuzer„Nürnberg“,„Leipzig" und„Köln". werden auf hoher See die Urlauber am 16. April begrüßen und ihnen durch vorgeführte Manöver ein unvergeßliches Ereignis bereiten. Gerade die Atlantikreisen der RdF=Flotte erregen in diesen bewegten Wochen im In= und Auslande das größte Aufsehen, da sie bereits zu einer regelmäßigen Einrichtung des neuen Deutschland zu werden beginnen. Das ist die neue Sensation für die Welt, die auch nicht andeutungsweise etwas Aehnliches ausweisen kann, wie die KdF=Reisen, die der Führer für die deutschen Arbeiter geschaffen hat. Auflösung der Kammer Paris, 20. März. Flandin hat heute in der Abschiedssitzung der Kammer, die heute abend aufgelöst wird, Rechenschaft über die Arbeiten in London gegeben. In einer etwa 30 Minuten langen Rede hat er die französische Auslegung des offiziellen Textes des Kompromisses von London versucht. Er bezeichnete das Abkommen als einen Kompromiß, denn die Wiederherstellung des status quo ante erschien ihm unmöglich, nachdem sich gezeigt hatte, daß die englische Regierung und ihre öffentliche Meinung nicht die gleiche Aufassung von der Bedeutung des deutschen Einmarsches in das Rheinland habe wie die französische Regierung und die französische öffentliche Meinung. Er vermeidet es auch, von der Möglichkeit von Sanktionen zu sprechen, die gelegentlich von der französischen Delegation in die Debatte geworfen ist. Aber darüber hinaus ist natürlich Flandin bemüht, das Londoner Kompromiß als einen reinen Erfolg der französischen Diplomatie hinzustellen, denn, wie er sich ausdrückt,„bedeutet das englische Versprechen eines einseitigen Grenzschutzes der französischen und belgischen Grenze und das englische Versprechen einer Generalstabsabmachung mit Frankreich eine erstklassige Verbesserung der Bedingungen der französischen Sicherheitstoche! Ebenso sicht Flandin in der gewünschten entmilitarisierten Zone von 20 Klm. Breite(östlich der französischen und belgischen Grenze), also auf deutschem Gebiet, verbunden mit Munitions= und Truppennachschub und Befestigungsverbot, sowie mit einer internationalen Kontrolle und internationalen Besetzung einen neuen Beweis für die Sicherung des französischen Sicherheitsbedürfnisses. Schließlich erklärt er, daß die kommende Konferenz die Aufgabe hat, ein neues Rheinlandstatut auszuarbeiten und neue kollektive Sicherheitsfaktoren für ganz Europa auszuarbeiten. Flandin weigerte sich entschieden, eine entmilitarisierte Zone auf französischer Seite zu schaffen. Wörtlich sagte er:„Brauche ich hinzuzufügen, daß keine Rede davon sein kann, daß eine internationale Macht irgendeinen Teil des französischen oder des belgischen Gebiets besetzen könnte! Das wäre eine ungeheure Ungerechtigkeit gewesen für Frankreich.“ Neueste Nachrichten Die 1. Werkstättenfahrt des„Graf Zeppelin“ der Kommandant des Luftschiffes„Graf Zeppelin“, Kapitän von Schiller, mitteilt, wird das Luftschiff „Graf Zeppelin“ am nächsten Montag, 23. März, seine erste diesjährige Werkstättenfahrt ausführen. Von beiden Seiten des„Graf Zeppelin“ leuchten verheißungsvoll und symbolisch die fünf olympischen Ringe wie bei „23 129“. Bezahlter Gattenmord. Prag, 20. März. Nach einem ununterbrochenen Polizeiverhör von 24 Stunden wurde durch die Staatsanwaltschaft gegen eine junge Witwe aus Brünn die Anklage erhoben, einen Mann für 2500 Mark gedungen zu haben, ihren Gatten zu ermorden. Es handelt sich um eine Frau Marie Delgo im Aiter von 25 Jahren, deren 57jähriger Gatte Johann Delgo, ein hoher Gerichtsbeamter, den sie im Dezember des vergangenen Jahres geheiratet hatte, am Montagabend durch die Polizei in seinem Bade ertränkt ausgefunden wurde, nachdem er einen heftigen Kampf mit einem Einbrecher ausgefochten hatte. Frau Delgo, die die Polizei alarmierte, gab an, daß sie in Ohnmacht sank, als der Einbrecher ihren Mann überfiel. Auf Grund der polizeilichen Ermittlungen wurde der arbeitslose Metallarbeiter Wenzel Cerny verhaftet, der gestand, der Mörder zu sein und angab, daß Frau Deiaversprochen hat, ihm die zugesagte Geldsumme in mane“ lichen Raten innerhalb von acht Jahren auszuzahlen. Frau Delgo, die ein Kind erwartet, wird beschnidigt, ihren Galten mit anderen Männern hintergangen zu haben; ihr Mann wollte sich deswegen von ihr scheiden lassen. Die Polizei nimmt an, daß das Verbrechen begangen worden ist, um die Versicherungssumme für=hann Delgo zu erhalten.“ Der Mörder Cerny ist bekannt als gewohnheitsn äßiger Heiratsschwindler. Stadttheater Dort Sonntag, 22. März, 14 Uhr: Geschl. Vorstellung für die NS=Jugendbühne, Reihe 2:„Die Entführung aus dem Serail“.— 20 Uhr:„Krach im Hinterhaus“. Montag, 23. März(zugl. Wahlvorst, für die Mitgl. der RS=Kulturgem.):„Sprung aus dem Alltag“. Dienstag, 24. März:„Die Weiber von Redditz“(Lustspiel. Mittwoch, 25. März, 19.36 Uhr:„Lohengrin“. Donnerstag, 26. März:„Maria Stuart“(Trauerspiel). Freitag, 27. März:„Spiel oder Ernst" und„Der Samstag, 28. März:„Sprung aus dem Alltog“. Sonntag, 29. März, 14 Uhr: Geschl. Vorstellung für die RS=Jugendbühne, Reihe 2:„Die Weiber von Redoitz“. — 16.30 Uhr(Fredenbaum): 2. Chorkonzert Missa solemnis Dirigent Wilhelm Sieben.— 20 Uhr:„Drei ate Schachteiut. * Karten im Vorverkauf bei Gebr. Krampen. — Dem Theaterdirektor wurden von seiner Gattir. zum zweiten Male Zwillinge beschert.„Na je“, meinte der Kassierer,„er möchte wenigstens zu Hause ein volles Haus haben!" — Wie es kommen wird.„Ich bat Sie doch, mir hundert Mark zu borgen, und Sie geben mir bloß fünfzig?“—„Ja, so ist es gerecht verteilt: Sie verlieren fünfzig, und ich verliere fünfzig!“ .5 Milliarden Dollar für Arbeitsbeschaffung Washington, 20. März. In einer Sonderbotschaft hat Staatspräsident Roosevelt den Kongreß um die Bewilligung von 1,5 Milliarden Dollar für die Arbeitsbeschaffungsbehörde ersucht und zwar in dem am 1. Juli beginnenden Haushaltsjahr. Roosevelt erklärte: Die Wiedereinstellung von Arbeitslosen nehme zwar zu, sei aber doch noch immer unzulänglich. Er schlage deshalb vor, die Privatwirtschaft zu ersuchen, daß sie ihre Betriebe enweitert, um so eine größere Zahl von Erwerbslosen aufnehmen zu können. mir gern einen Anzug aneignen, und der muß ausgerechnet einem Weltmeister im Hürdenlauf gehören." Bitestaster K. Annen. Ein echter Fohlenmantel muß aus den Fellen von möglichst jungen Fohlen hergestellt sein, sonst ist er eben nicht echt. Es gibt natürlich auch Imitationen, die aus anderen Materialien hergestelt sind und nicht die Bezeichnung echte Fohlenmäntel“ aufweisen dürfen. D. R. Sonntagabend 20.30 Uhr spricht im Saale des„Westfälischen Hoses“. Pg. Heinz Meckel, Berlin über das „Deutschlands Kampf um Gleichberechtigung und Frieden“ Es ist die erste großse Wahlkundgebung der N. S. D. A.., Ortsgruppe Annen W K Neute, Samstag. Er. u. Sohntag, Te. Pfart UrUies Vohnelosc in Annen, auf dem Marktplatz! STATT KARTEN Die Verlobung ihrer Tochter Emmi mit Herrn Kaufmann Hugo Gerhardtz geben bekannt Oib Steften u. Fau Ottilie geb. Schmidt Eiliaks-Steiten Hugo Gerhardtz Verlobte Achtung! Achtung Wer kenntnichtMax Knop? Wer gründlich lachen und die Alltagssorgen vergessen will, der komme am Samstag u. Sonntag zum Hotel- Restaurant Borchert Es spielt die bekannte und beliebte Hauskapelle! Eintritt frei! Verlängerte Polizeistunde! Bekanntmachung. Für unser Strom=, Gasgeschäfte zugelassen: E. Beckmann Brünger W. Deppenwiese K. Elias G. Herberholz Kutsch W. Knoop A. Kreppke Mosebach Mogk W. Overhoff E. Rings und Wasser=Versorgungsgebiet sind solgende Installationsa) Stromversorgung Herbede, Hauptstraße 24 Witten, Hörderstraße 332 „ Wiesenstraße 27 „ Holzkampstraße 18 " Ardeystraße 133 „ Ruhrstraße 41 „ Bommerzelderstraße 25 „ Horst=Wessel=Straße 10b „ Bahnhofstraße 26 " Ardeystraße 153 „ Göringstraße 7 „ Göringstraße 22 „ Breitestraße 71 " Lutherstrae 4 „ Augustastraße 38 „ Poststraße 26 Witten-Annen 21. März 1936 Solingen-Merecheid Pen.„eenm der Stadt Witten Staatlich anerkannt. Der neue Lehrgang beginnt zu Ostern ds. Is. Unkertichtsfächer: Kochen, Backen, Einmachen, Ernährungslehre, Hausarbeit. Putzen, Waschen, Plätten, Wäschenähen, Ausbesserungsarbekten, Schneidern, Handarbeiten, Gesundheitslehre, Säuglings-, Kinderund Krankenpflege, Völkische Lebenskunde, Hauswirtschaftl. Buchführung, Arbeit im Kindergarten. Gartenarbeit. Wöchentlich etwa 30 Unterrichtsstunden. Jondetlehrgänge im Kochen, Wäschenähen und Schneidern beginnen wie üblich, unmittelbar nach Ostern. Anmeldungen im Geschäftszimmer der Gewerblichen Berutsschule, Schulstr. 7 Kchh See- T. Gemütlichkeit u. Frohsinn schweben über der täglichen Kaffeestunde mit dem seinen Aroma einer guten Tasse Kaiser's Kaffee * aus gezeichnet durch Ergiebigkeit. P. Sitykers Union Elektrizitätsgesellschaft R. Baupel„„ Fr. Willems„ b) Gas= und Wasserversorgung L. Albus Dämmer, Inh. Will H. Fleischhauer W. Füßmann H. Habermann A. Hagedorn A. Heedikamp G. Höpfner E. Krämer F. Kunkel K. Lübbert H. Pistorius F. Pohlmann H. Rau G. Reichenau F. Reunert G. Salzmann R. Schöneberg L. Stiöhler K. Wessel E. Siegmann E. Berger H Gerlach R. Robbert W. Kathagen H. Siebert W. 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Die Stadthauptkasse als Vollstreckungsbehörde. CaféBrennecken Am Sonntag findet in meinem Lokal Känsklor-Ronzeit- Pau Rosenkranz Wer fährt mit! Sonntag, den 22. März d. J. fahren meine Autobusse nachmittags.30 Uhr ab Humboldtsplatz„Ins Glaue“. Sonderpreis RM.— p. P. Vorherige Anmeldung erbeten „Die beliebte Hauskapeller N. gepflegte Weine und Getränke. Auto- und Möbeltransporte, Autobusjahrten, Kohlenhandlung Witten, Steinstr. 20 Ruf 3573/74 In diesen Tagen nationalen Stolzes- und deutscher Befreiung muß jeder Volksgenosse unseren Führer hören! Darum gehört noch heute ein Radiogerät in OeinHaus Radichören bringt Freude und verbindet Dich mit Deinem Volk!— Schon bei 10.— Mark Anzahlung liefern wir Ihnen eine hörfertige Radio- Anlage für Netzempfang. Bitte- gehen Siesofort zum Fachgeschäft Elektro-Haus Kulsch Witten, Regenüber der Sparkasse (Hlelen BTaubsaugerm. Lieferung durch die Fachgeschätte. Morgenmädchen geaueht. Werderstraße 3 gibt Blut, Kraft und starke Nerven. 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März .00: Bremer Hafenkonzert..00: Zeit, Wetter, Wasserstand. .05: Funk ins Blaue..15: Freuet Euch im Herrn Allewege..45: Sendepause. 10.00: Vom Deutschlandsender: Unsere Spaten sind Wassen des Friedens. Es spricht der Reichsarbeitsführer zur Verabschiedung der ausscheidenden Arbeitsmänner. 10.45: Der Pflug gebt wieder übers Land. Eine Frühlingsfeierstunde. 11.30: Aus Dortmund: Männerchorkonzert. 12.00: Berlin: Musik am Mittag. 13.00: Ein Wort an die Hörer. 13.10: Glückwünsche. 13.15: Schallplatten= konzert. 14.00: Was sich unsere Kinder wünschen. 14.30: Der lustige Rätselfunk. 15.00: Unser ist das Land. Von der bayerischen Ostmark in die Westmark der Eisel.— Dazwischen: Sauerländer Werktag. 16.00: Nette Sachen aus Köln. 18.00: Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten. 18.35: Aus dem deutschen Volksliederhort. 19.25: 1. Dortmund: Jubiläumsschwimmen. 2. Mülheim=Ruhr: Vorschkußrunde um den Handballpokal Niederrhein gegen Schlesien. 19.50: Svortvorbericht. 20.00: Unterhaltungskonzert. 22.00: Zeit, Wetter, Nachr. 22.30: München: Tanzmusik. Köln: Montag, 23. März .00: Stuttgart: Choral; anschl.: Leibesübungen..30: Frankfurt: Frühkonzert. Wacht auf— der Lenz ist da! .00: Nachr., Choral, Morgenruf; anschl.: Schallplattenkonzert..00: Ratschläge für den Küchenzettel der Woche. .10: Zeit, Wetter, Wasserstand..15: Frauenturnen. .30: Sendepause. 10.00: Zeit, Nachr., Wasserstand. 10.15: Leipzig: Der dumme Hans. Ein Mürchenspiel von Siebenbürgen. 10.45: Rich. Heinemeyer: Was brachte der Sportsonntag? 10.55: Sendepause. 11.50: Bauer merk auf! 12.00: Die Werkpause. 13.00: Meldungen, Glückwünsche. 13.15: Aus Hannover: Schloßkonzert. 14.00: Meldungen. 14.15: Kleine Musik. 14.45: Schlachtviehmarktberichte. 15.00: Sendepause. 15.45 Weirtschaftsmeldungen. 16.00: Köln, den 23. Lenzing.. Aus dem Funkhaus: zu den spielenden Kindern, in den Zoologischen Garten, allf die Landstraße und ins Dorf. 17.55: Gemüsenotierungen. 18.00: Stuttgart: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. 19.00: Schallplattenkonzert. 19.45: Kl. Musik. 20.00: Meldungen: anschl.: Montag=Abendausgabe. Und zwischendurch hört man die Westdeutsche Wochenschau. 22.00: Zeit, Wetter, Nachr. 22.20: Das Schatzkästlein. 23.00: Breslau: Musikalischer Stafettenlauf. Köln: Lienstag, 24. März .00: Stuttgart: Choral; anschl.: Leibesübungen..30: Früdkonzert. Dazw..00: Nachr. Choral, Morgenruf..00: Kalenderblatt; anschl.: Zeit, Wetter, Wasserstand..10: Frauenturnen..25: Sendepause. 10.00: Zeit, Nachr., Wasserstand. 10.15: Stuttgart: Rast am Gottscheer Herd. Nach Erzählungen von Gustav Verderbers. 10.45: Sendepause. 11.50: Hier spricht der Bauer. 12.00: Die Werkpause. 13.00: Melda., Glückwünsche. 13.15: Leipzig: Virtuose Unterhaltungsmusik. 14.00: Melda.=— 14.151 Das Kammerquintett spielt. 15.00: Gendepause. 15.45: Wirtschaftsmeldungen. 16.00: Alte und neue Stimmen der Kindheit. 18.00: München: Musik zum Feierabend. 19.00: Schallplattenkonzert. 19.45: Momentaufnahme. 20.00: Meldg. 20.10: Abendkonzert. Lig.: Heinr. Knapstein. 22.00: Zeit, Wetter, Nachr. 22.20: 10 Min. Sprechkunst. 22.30: Engl. Unterhaltung. 22.45: Granzösische Unterhaltung. 28. Junkstille. Wer Qualitätschätzt) nimmt M. Brockmanns Dorschlebertran=Emulsion Mischfutter„Osteosan“ Als vitaminstark bekannt. Dilft sicher bei Krampf, Lähme, fördert Aufzucht u. Mast. Erprobte Jutterzusammenstellungen enthält M. Beochmanns„Ratgeber“. Neue(.) Ausgabe kostenlos zu haben in den Verkaufsstellen od. von M. Brochmann Chem. Fabr., Leipzig=Entritzsch ORtesten“ibertanschstellen: .=Annen: Drog. O. Blumberg, Göringstr. Witten: Drog. Inhoffen, Ecke Adolf Hitlerpl.; H. Köster, Drogen, Bahnhofstraße; O. Albert, Kolonialw. Oberstraße. Stockum Gebr. Rosenthal. A Deuische Einheils. Mielverträge mlf Mossordnung und Cheittungen Frür Küching, Bnsthandlung Zweites Blatt zu Nr. 69 Samstag, den 21. März 1036 Herold für den Frieden Hitler bietet die Hand zur Versöhnung. Die Grundgedanken der Führerrede in der Königsberger Schlageterhalle fanden in folgenden Kernsätzen ihren Ausdruck: „Es ist unmöglich, einen Bund der Nationen aufzubauen auf dem Buchstaben eines Vertrages, der die Völker zerreißt in verschieden gewertete Klassen von Nationen. Was wir erstreben, ist die Ersetzung dieser aus Haß geborenen Völkerzerreißung durch eine höhere Vernunst der Völkervereinigung u. Völkerzusammenfügung.“ * „Ich würde mich pflichtvergessen an den Interessen der deutschen Nation versündigen, wenn ich nicht aus dem französisch=sowjetrussischen Pakt auch für Deutschland die einzig möglichen Konsequenzen gezogen haben würde.“ * „Deutschland hat keine Eroberungswünsche in Europa. Deutschland hat nicht die Absicht, irgend jemand in Europa etwas zu leide zu tun. Es hat daher auch nicht die Absicht, noch irgendein Leid in Zukunft zu erdulden!" * „Ich habe den Mut gehabt, die geschichtlich schwerste Aufgabe zu übernehmen, die einem Sterblichen in einem Volke gestellt werden kann, und erwarte nun von dir, deutsches Volk, daß du nun hinter mich trittst, nicht weil du mich stützen sollst, sondern weil du mich stark machen mußt für dich selbst. Ich glaube, dann wird es auch den anderen Völkern und ihren Staatsmännern, so Gott will, klar werden, daß ein Volk von solcher Einigkeit, von solcher Glaubenskraft und Zuversicht nicht weiterhin so behandelt werden kann, wie man das glaubte, 15 Jahre lang tun zu dürfen.“ * „Ich biete— und hinter mir steht dann geschlossen ein ganzes Volk— den anderen Völkern die Hand zur Versöhnung und zur Verständigung. Wer es vor seinem Gewissen verantworten kann, diese Hand, in der sich 68 Millionen Menschen vereinigen, zurückzustoßen, der soll dann die Verantwortung vor der Geschichte übernehmen!“ * „Drei Jahre lang, mein deutsches Volk, bin ich dein Herold gewesen. Heute bin ich wieder dein Herold für den Frieden Europas. Tritt jetzt wie ein Mann hinter mich und stärke mich in meinem Kampf, der der Kampf ist für dein Recht und für deine Freiheit!“ „Riesenhafte Arbeiterentlassungen“ wird die Uebernahme der Macht durch die Nationalsozialisten zur Folge haben—— so schrien die Sozialdemokraten im Jahre 1932. Ja, sie prophezeiten Bürgerkrieg und Hungerrevolten unter Hitler. In Wirklichkeit brachte das Dritte Reich nicht einen einzigen ehrlich Schaffenden um Lohn und Brot, dafür aber viereinhalb Millionen Arbeitsloser zurück auf den Arbeitsplatz. Statt Bürgerkrieg herrscht tiefer Friede bei uns.„ Hitlers Parole war stets eindeutig auf Ordnung, Sauberkeit, Brot und Freiheit gerichtet. Er regiert mit Taten, wo andere schwätzten. Noch nie ist soviel in Deutschland geleistet worden wie in den letzten drei Jahren. Die Zielsetzung also der Systemparteien war konsequent Mißtrauen und Hetze um jeden Preis. Damit haben sie den Kampf endgültig verloren. Das deutsche Volk weiß, wenn es am 29. März für Hitler stimmt, wählt es Arbeit und Brot! „Laßt uns einen neuen Anfang machen!“ Ein bemerkenswerter Artikel Lloyd Georges. DR London, 19. März. Einen außerordentlich bemerkenswerten Artikel, der die Fehler der internationalen, Politik schlaglichtartig beleuchtet, veröffentlicht am Donnerstag der„Evening Standard“ aus der Feder des ehemaligen englischenn Ministerpräsidenten und Mitunterzeichners von Versailles, Lloyd George. Unter der Ueberschrift:„Laßt uns einen neuen Anfang machen!"“ begrüßt der greise Staatsmann zunächst die Anwesenheit Ribbentrops, der das Vertrauen Hitlers besitze, in London und schreibt, das Unglück bestehe bis jetzt darin, daß die am Beratungstisch sitzenden Mächte bereit gewesen seien, mit einer einzigen Ausnahme über alles zu verhandeln, nut nicht über den Frieden. Die meisten Menschen seien an der juristischen Auslegung dunkelsinniger Klauseln von Pakten und Verträgen nicht interessiert. Niemand in England sei gewillt, die Entsendung deutscher Truppen in deutsches Gebiet als einen flagranten Angriff zu behandeln. Warum also, so fragt Lloyd George, setze man sich nicht sofort an den Verhandlungstisch, um über den Frieden zu sprechen? Die größten Vertragsverbrecher seien diejenigen, die jetzt in erster Linie die Entrüsteten über das Vorgehen Deutschlands spielten.„Wie steht es denn eigentlich mit der allgemeinen Abrüstungsklausel des Versailler Vertrages?“ Lloyd George zählt hierauf sämtliche Abrüstungsmaßnahmen Deutschlands und die übrigen Belastungen auf, die der Vertrag von Versailles dem Reich auserlegte und stellt fest, daß Deutschland jahrelang die siegreichen Nationen vergeblich an die Erfüllung ihres Abrüstungsversprechens erinnert habe. Das einzige Ergebnis des ebenso ausgedehnten wie kleinlichen Abrüstungsgeschwätzes in Genf sei eine stetige Vermehrung der Rüstungen der festländischen Versailles=Mächte unter Führung und Finanzierung Frankreichs gewesen. Frankreich habe kein moralisches Recht, Deutschland einer Verletzung von Versailles oder Locarno anzuklagen. Annener Zeitung Nationalsozialistische Ge denkfeier in Buenos Aires Wie viele andere Ortsgruppen der Auslandsorganisation der NSDAP. gedachten auch die Beutschen in der argentinischen Hauptstadt des Jahrestages der Machtergreifung durch den Führer in einer erhebenden Feier. ...(Weltbild,.) Nachmittagssitzung des London, 20. März. Der Völkerbundsrat hat am Donnerstagnachmittag in der öffentlichen Sitzung folgenden von Belgien und Frankreich eingebrachten Entschließungsentwurf über die Verletzung des Vertrages von Locarno bei Stimmenthaltung Chiles und in Abwesenheit Eeuadors sowie gegen die Stimme des deutschen Vertreters angenommen: „Auf Grund des am 8. März erfolgten Ersuchens Belgiens und Frankreichs befindet der Völkerbundsrat, daß die deutsche Regierung einen Bruch des Artikels 43 des Versailler Vertrags beging, indem sie am 7. März 1936 veranlaßte, daß militärische Streitkräfte in die demilitarisierte Zone einmarschierten und sich dort festsetzten, eine Maßnahme, auf die sich der Artikel 42 und die nachfolgenden Artikel des Versailler Vertrags und des Vertrags von Locarno beziehen. Der Völkerbundsrat beauftragt den Generalsekretär, unter Bezugnahme auf Artikel 4, Abs. 2 des Locarno=Vertrages, über diesen Befund des Völkerbundsrats ohne Verzögerung die Signatarmächte dieses Vertrages zu verständigen.“ enthielt sich der Stimme mit der Begründung, daß in der vorgelegten Entschließung eineenge Verdindung zwischen dem Vertrag von Versailles, dessen Verletzung Chile nicht anerkenne, und dem Locarno=Vertrag, dessen Verletzung bestritten sei, bestehe. Der Ratspräsident stellte fest, daß die Entschließung einstimmig mit einer Stimmenthaltung und einem Nein, das als Stimme einer von Locarno garantierten Macht nicht zähle, angenommen sei. Zu den Stimmen der Garanten und der Garantierten von Locarno wurde festgestellt, daß diese abgestimmt hätten, ihre Stimmen aber nicht zählten. Botschafter von Ribbentrop gab nach der Feststellung des Abstimmungsergebnisses folgende Erklärung ab: „Die deutsche Regierung lehnt die soehen beschlossene Resolution aus tiefinnerster Ueberzeugung ab und muß hiergegen in aller Form Verwahrung einlegen. Nicht Deutschland hat den Locarno=Vertrag zum Erlöschen gebracht, sondern Frankreich durch den Abschluß des französisch=russischen Militärbündnisses. Der deutsche Schritt vom 7. März— die Wiederherstellung der vollen Souveränität in seinem eigenen Gebiet, dieses primitivste Recht eines Volkes zur Verteidigung seiner Grenzen— war ausschließlich die Konsequenz dieser französischen Handlungsweise. Ich habe heute vormittag eingehend eine umfassende Darstellung des deutschen Rechts= und politischen Standpunkts gegeben, und ich denke, daß, wenn die Herren Ratsmitglieder mehr Zeit gehabt hätten, diese Darstellung zu würdigen, sie zweifellos zu einer anderen Entschließung gekommen wären. Die deutsche Reichsregierung und mit ihr das gesamte deutsche Volk haben die heilige Ueberzeugung, daß die soeben angenommene Ratsentschließung vor dem Urteil der Geschichte nicht bestehen wird.“ Dann gab der französische Außenminister Flandin eine kurze Erklärung ab, in der er sagte, daß das Recht nicht einseitig bestimmt werden könne und daß Frankreich von Anfang an bereit gewesen sei, die Angelegenheit dem Haager Gerichtshof zu unterbreiten.“ Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Der Rat hält heute nachmittag eine nichtöffentliche Sitzung ab und wird außerdem als Dreizehner=Ausschuß gleichfalls heute nachmittag den italienisch=abessinischen Streitfall prüfen. * Die Londoner Vorschläge vom französischen Ministerrat angenommen DNB Paris, 20. März. Ueber die Ergebnisse des Ministerrats am Donnerstagabend verlautet noch von zuständiger Stelle, daß die Vorschläge, die Außenminister Flandin aus London mitgebracht habe, vom Ministerrat einstimmig angenommen worden seien. A0oif Hilers Reichsaulobahnen Die schönsten, sichersten und modernsten Straßen. Wenn in diesen volksbewegenden Tagen vor der Reichstagswahl aus allen deutschen Versammlungslokalen das Hohelied nationalsozialistischer Leistung klingt, dann klingt aus den Akkorden der Taten und Zahlen ein Ton besonders eindringlich: Das Werk der Reichsautobahnen, das Adolf Hitler kurz nach der Machtübernahme in Gang brachte. Wir hören und erfahren mit Stolz und Dank heute überall, daß von den 7000 geplanten Kilometern des schönsten, sichersten und modernsten Straßennetzes der Welt heute bereits ein Viertel im Bau ist und die ersten 1000 Kilometer in diesem Jahre vollendet werden. Wir wissen auch um den gewaltigen Auftrieb der Motoriüierung. den Aufschwung der Industrie, den die Maßnahmen des Führers zur Folge hatten, können uns auch vorstellen, daß der Anteil von Straßenbau und Autoherstellung an der Arbeitsschlacht gewaltig sein muß. Staunend und überwältigt stehen wir vor diesem Werk nationalsozialistischer Tatkraft, das durch Jahrtausende von dem Geist unserer Jahre zeugen wird und heute von der ganzen Welt vorbildlich genannt wird. Durch den Bau der Autobahnen werden 120 000 Arbeiter unmittelbar auf den Baustellen beschäftigt und weitere 150000 Mann finden zusätzlich Arbeit und Brot in den Lieferindustrien, also in Steinbrüchen. Zementwerken, Stahl= und Brückenbauanstalten, Maschinenfabriken usw. Da mit dem Bau der Reichsautobahnen keineswegs der Ausbau und die Modernisierung des übrigen Straßennetzes vernachlässigt wird, findet bei dem Ausbau von 40 000 Kilometer Reichsstraßen weitere 150 000 Mann Arbeit, so daß durch das Gesamtprogramm unseres Straßenbaues über 400 000 Menschen wieder in geordnete Verhältnisse gekommen sind. Täglich ein Kilometer fertig Bis jetzt ist rund eine Milliarde Reichsmark durch den Autobahnbau in die Wirschaft geflossetz. Mit rund 2000 Kilometer ist heute etwa ein Viertel des ganzen Netes in vollem Bau. Der allgemeine Fortschritt des Werkes wird am besten dadurch charakterisiert, daß jetzt täglich durchschnittlich ein Kilometer fertiggestellt wird. Die geleistete Bodenbewegung hat bis jetzt 200 Millionen Kubikmeter erreicht. Für Brücken= und Stahlkonstruktionen sind schon über 100000 Tonnen Stahlkonstruktionen in Auftrag gegeben, 40000 Eisenbahnwaggons Zement sind von den deutschen Zementwerken bereits an die Baustellen für Betonarbeiten geliesert worden. 30 große Brückenbauwerke und viele Hunderte von kleineren Ueberführungen sind bis jetzt im Bau bezw. schon fertiggestellt. Das Jahr der ersten 1000 Kilometer Von den Reichsautobahnen sind bereits einige Strekken fertig und dem Verkehr übergeben. Im Jahre 1936 werden die ersten 1000 Kilometer für den Verkehr frei sein. Es handelt sich in der Hauptsache um die Linien: Berlin—Stettin, Berlin—Hannover in Richtung RheinRuhrgebiet, Kassel—Frankfurt a. M.— Mannheim— Karlsruhe, München—Landesgrenze(Richtung Salzburg), Königsberg—Elbing und um größere Stücke der Linie Leipzig—Bayreuth—München. Auf den bisher dem Verkehr übergebenen Strecken Frankfurt—Mannheim—Heidelberg und München—Holzkirchen—Alpenland wurde ein Schnellomnibusverkehr eingerichtet. Ebenso schön wie verkehrssicher Es ist ein grundlegender Irrtum, zu glauben, daß diese Straßen endlose, öde Rennstrecken seien. Ueberall in deutschen Landen, wo an dem Werk der Straßen Adolf Hitlers gearbeitet wird, ist man bemüht, diese Riesenstraßen nicht nur mit dem Auge des reinen Konstrukteurs, sondern auch mit künstlerischem Empfinden und weitgehendem Einfühlungsvermögen in die Natur zu betrachten. Die tiefere geistige Bewegung der nationalsozialistischen Revolution, die eine kulturelle und seelische Erneuerung des deutschen Menschen bedeutet, sie spricht sich in diesem gewaltitzen Werke schon deutlich aus. Wir dürsen mit berechtigtem Stolz betonen, daß das gesetzte Ziel weitgehend erreicht worden ist und immer mehr erreicht werden wird, und daß die deutschen Autobahnen mit zu den schönsten Automobilstraßen der Welt gehören, daß sie die modernsten sind, die es überhaupt gitt. Wo der Wille ist, “ da ist der Erfolg Wir Nationalsozialisten wissen, daß ohne Können, ohne Fleiß und Ausdauer kein wirklich großer Erfolg in der Politik erzielt werden kann. Aber der Wille ist das lodernde Fanal, das elementare heroische und schlechthin unbedingte Element, das alle Lebensenergien erst emporreißt, und sie trägt. Wo dieser Wille ist, da ist der Erfolg. Wo er nicht ist, da ist der Kampf verloren, ehe wier angetreten sind. Dr. Dietrich, Februar 1934. hilfswerk Mutter und Kind Rund fünf Millionen Mütter und Kinder wurden 1935 betrent. 4 Die im Jahre 1934 begonnene Arbeit des Hilfswerkes z„Mutter und Kind der NSV. hat sich so erfreulich ent1 wickelt; daß bereits nach der doch verhältnismäßig kur zen Zeit schon mit stolzen Zahlen aufgewartet werden kann. * Die Zahl der hilfsbedürftigen Familien, die von der wirtschaftlichen Hilfe ersaßt wurden, betrug im Jahre 1935 1 023 034, die Zahl der betreuten Familienmitglieder 4 702 526. Es wurden weiterhin 460 329 werdende Mütter und Wöchnerinnen sowie 17108 ledige Mütter betreut. In 24 336 Fällen wurde Arbeitsplatzhilfe gewährt. Zur Erholung verschickt wurden allein 1935 65 676 Mütter; die Zahl der Erholungstage belief sich auf mehr als 1,8 Millionen. Die 23332 Hilfs= und Beratungsstellen wurden von 2,6 Millionen Besuchern aufgesucht. Wesentlich erhöht konnte die Zahl der Krippen= und der Dauerkindergärten werden; sie beträgt zur Zeit 1147. Dazu kommen noch 711 im Sommer 1935 eingerichtete Ernte=Kindergärten. Die Zahl der in den Kindertagesstätten der NSV. 1935 betreuten Kinder betrug 445170. Zur Durchführung all dieser Leistungen wurden mehr als 27 Millionen RM. ausgewendet, wovon auf die Müttererholung rund.8, auf die wirtschaftliche Hilfe einschließlich Bett= und Kinderwäsche, Ernährungsbeihilfe und Kleidung 10.8 und auf die Hilfe für werdende Mütter, Wöchnerinnen und ledige Mütter 1,7 Millionen RM. entfallen. Schließlich ist noch der Betrag von 4,6 Millionen RM. hervorzuheben, der für Kindertagesstätten und örtliche Erholungspflege aufgewendet worden ist. Die Schulung der Mütter Daiserslautern, 20. März. Auf einer Schulungstagung der Rote=Kreuz=Frauen der Pfalz in Kaiserslautern teilte die Reserentin beim Reichs=Mütterdienst, Schwester Klaffke, mit, daß diese Einrichtung sich die Schulung jeder deutschen Mutter zum ##Ziele gesetzt habe. Es werde ersträbt, in juen Siadt mit über 60000 Einwohnern Mütterschulen zu errichten. Die Kurse würden mindestens zwölf Abende umfassen und Unterricht vermitteln in Kochen, Gesundheitspflege und Haushaltsführung, häuslicher Krankenpfiege und Erziehung. Der preußische Staatshaushalt 1936 In Einnahme und Ausgabe ausgeglichen. Der preußische Ministerrat hat den Staatshaushaltsplan für das am 1. April beginnende Rechnungsjahr 1936 verabschiedet. Damit ist für die Finanzwirtschaft des größten deutschen Landes rechtzeitig die Grundlage für das kommende Rechnungsjahr geschaffen worden. Es handelt sich um den ersten Haushaltsplan eines deutschen Landes, der für 1936 zustande kommt. Der mit großer Sparsamkeit aufgestellte Staatshaushaltspkan für das Rechnungsjahr 1936 ist mit 1936 Millionen RM. in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen. Deutsches Reich — Der Kyfshäuserbund an die Soldaten der alten Armee. Der Bundesführer des Deutschen Reichskriegerbundes(Kyffhäuser), Reinhard, wendet sich erneut an die Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht in einem Wahlaufruf, der u. a. lautet:„Adols Hitler war im Kriege einer der Unseren! Auch heute bekennt er sich immer als unser Kamerad. Bezeugen wir ihm von unserer Seite unsere Kameradschaft! Am 29. März bezeugt jeder von uns dem Kameraden Adolf Hitler seine treue bedingungslose Gefolgschaft!“ —... der die deutsche Familie aus Hohn und Verachtung herausführte. An die deutschen Völksgenossen, die Kinder haben, wendet sich ein Aufruf des Reichsbundes der Kinderreichen, den für den Reichsbund Wilhelm Stüwe, für den Ehrenführerring der Kinderreichen der thüringische Gauleiter, Reichsstatthalter Sauckel, unterzeichnet hat. Im Namen der deutschen Vollfamilien werden alle Väter und Mütter im Volk aufgerusen, am 29. März dem Führer ihre Stimme zu geben. Außerhalb des roten Paradieses Es ist unbegreiflich, wie ein russischer Ar. bei einem Lohndurchschitt von 170 Rubel im Mozut angsichts der wahrhaft märchenhaft hohen Preise süe dir notigsten Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter, ein der hautlichen Verlauselsaden beispielsweise ein an esef. 15 20 Rubel, ein Llogramm Mehl .20—4,vo muden, ein Liter Milch 1,60 Rubel, 1 KiloRubel und Schweinefleisch sogar Dies uach eihernend de dun berien Mürhen Fund Kri. eleinrtehende Bruuen u. Wie ahr inr Gemitgrahant und un Matel ühren Scbenanterhalt und 90 Rubel Fen Leoenounterhalt bestreiten wollen, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Wenn das ein Leben in Schönheit und Würde ist, wie es unseren RoFührer uup daeshar rchit, dann Wunen wir wnferen # umntvur hein, daß er uns rechtzeitig vor heigu wend in feich einen„Borchleff wretet bet. Den Vater an den Bettelstab gebracht Berlin, 20. März. In der erdärmlichsten Weise hatte der 23jährige Albin R. die Gutraten belohnt, die sein alter Vater ihm angedeihen ließ. Er hatte es fertig gebracht, daß seine ganzen Angehörigen durch sein unverantwortliches Verhalten an den Bettelstab gekommen sind. Im vergangenen Jahre erklärte Albin., der sich vor dem Berliner Schnellschöffengericht verantworten mußte, seinem Vater, daß er als Abschluß seiner beruflichen Ausbildung an einem Kursus teilnehmen müsse. Der Vater war froh, daß sein Sohn nun bald aus dem Gröbsten heraus sein würde und bewilligte deshalb die erheblichen Kosten, obwohl er als Besitzer einer kleinen Bauernwirtschaft in Thüringen keineswegs über Reichtümer verfügt, zumal die Ausbildung seines Sohnes schon große Mittel verschlungen hatte. In der Folgezeit trat der Angeklagte nun immer wieder mit neuen Geldforderungen an seinen Vater heran. Angeblich sollten die beträchtlichen Summen, die sich der alte Mann schließlich zusammenborgen mußte, als Kaution dienen, die bei einem Rechtsanwalt sichergestellt sein sollte. In Wirklichkeit verjubelte der Angeklagte aber das Geld in leichtsinniger Gesellschaft. Vom April v. Is. bis Anfang 1936 hat er seinem Vater schließlich 10000 RM. abgegaunert. Des Gericht verurteilte den mißratenen Sohn zu einem Jayr und zehn Monaten Gefängnis. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren aberkannt. Das furchtbare Hochwasser in Amerika 38 000 Familien obdachles Heer und Marine leisten Hilfe. Newyork, 19. März. Der Umsang der nordamerikanischen Reberschwemmungskatastrophe läßt sich noch immer nicht übersehen, da aus den 15 betroffenen Staaten stündlich neue Verwüstungen gemeldet werden. Die Nachrichtenverbindung mit vielen Gegenden ist zudem völlig unterbrochen. Die Zahl der Toten steigt dauernd u. beträgt bisher schon über 100. Alle Flüsse, die aus dem Allighenie=Gebirge kommen und durch Pennsylvanien, Ohio und West=Virginia fließen, führen Hochwasser, wie es in der Geschichte dieser Staaten noch nicht zu verzeichnen war. Nur der Tatsache, daß noch eine Reihe von Dämmen dem Hochwasser standhält, ist es zu verdanken, daß die Einwohner an manchen Orten auf Hügeln und sonstige Erhöhungen flüchten konnten. Der Gouverneur von Pennsylvanien hat einen Aufruf erlassen, in dem er bittet, die Obdachlosen mit warmen Decken, Zelten, Medikamenten und Whisky zu versorgen. Das Weiße Haus bedroht In Washington sind 1560 Notstandsarbeiter aufgeboten worden, die zum Schutz der Regierungsgebäude aus 80000 Sandsäcken einen 6 Meter hohen Damm bauen. Das Weiße Haus liegt nur 400 Meter von dem Damm entfernt. Teile des Handels=, des Arbeits= und des Marineministeriums sind ebenfalls bedroht. Große Hilsaktion Präsident Roosevekt hat sämtliche Regierungsstellen, die Armee, die Marine, das Schatzamt, die dem Schatzamt unterstekkten Gefundheitsämter und das Rote Kreuz angewiesen, eine große Hilfsaktion für die Bevölierung der durch die Ueberschwemmungskatastrophe heimgesuchten Staaten einzuleiten. Das Kriegsamt hat die Kommandierenden Generale von sechs Armeekorns angewiesen, im Ueberschwemmungsgebiet zur Hilfeleistung zur Verfügung zu stehen. Das Marineamt hat dem Kommandanten der Marineluftstation in Lakehurst die Anweisung erteilt, alle Luftschiffe für Hilfeleistungen bereitzustellen. Sämtliche verfügbaren Aerzte, Krankenschwestern und =wärter aus den Krankenhäusern von Phi'adelphia und anderen, von den Fluten nicht betroffenen Städten begaben sich in Flugzeugen nach den Ueberschwemmungsgebieten. Das Rote Kreuz hat sich an das amerikanische Volk mit der Bitte gewandt, sofort mindestens 3 Mill. Dollar zu stiften da schon jetzt rund 38 000 obdachlose Familien zu versorgen seien. Schnelltriebwagen Köln—Berlin und zurück durch das Wuppertal Köln, 20. März. Nachdem das Ruhrgebiet bereits im vorigen Jahre eine Verbindung mit Schnelltriebwagen nach und von Berlin erhalten hat, wird mit dem Fahrplanwechsel— am 15. Mai— eine gleiche Verbindung durch das Wuppertal geschaffen. Der Schnelltriebwagen wird ais FDt. 17/18 ab Köln=Hbf. in folgendem Plane verkehren: Hinfahrt: FDt 17 Köln=Hbf. ab 7,20 Uhr, Wuppertal=Elberfeld 7,51/7,52 Uhr, Hagen Höf. 8,09/8.10, Hamm an.40 Uhr, Vereinigung mit FDt. 15, Hamm ab.45 Uhr, Hannover 10.06/10,07 Uhr, Berlin Fr.=Str. an 12,20 Uhr(wie bisher). Rückfahrt: FDt 16 Berlin Fr.=Str. ab 19,11 Uhr(wie bisher). Hannover 20,18/20,19 Uhr, Hamm an 22,41 Uhr. Weiter als FDt 18: Hamm ab 22,46 Uhr, Hagen Höf. 23,16/23, 17 Uhr,.=Elberseld 23,35/23,36 Uhr, Köln Höf. an.06 Uhr. Küchenzeitel für die Woche 23. bis 29. März 1936. Montag: Wurzeln und Kartoffeln als Eintopfgericht (Venvendung von Tunkenresten vom Sonntag). Dienstag: Gespickter Fischfilekbraten, Bechamellkartoffeln Endiviensalat. Mittwoch: Semmelsuppe— Schwarzwurzelgemüse mit Fleischklößchen, Kartoffeln. Donnerstag: Schweineschwanzsauer, Kartoffeln, Rote=Beetesalat. Greitag: Petersilienfuppe— Fischfrikadellen, Kartofeitalet. Sonnabend: Bohnensuppe. Sonntag: 1. Vorschlag: Frühlingssuppe— Gefüllte Schweinerippe, Kartofselklöße— Rhabarbergrütze mit Banilletunke.(Schweinerippchen mit Backpflaumen füllen, schon Sonnabends vorbraten.) 2. Vorschlag: Frische Suppe, als Eintopsgericht gekocht, mit Fleisch und Gemüse als Einlage— Schokoladen= griesflammerie mit Banilletunke. inz=Nachrichten Herford, 20. März.(1220 Erbhöse im Kreise Hersord.) Auf dem Kreisbauerntag Herford teilte Kreisbauernführer Haversieck mit, daß die Feststellungsverfahren der Anerbenbehörde jetzt abgeschlossen seien. Danach könne gesagt werden, daß der Kreis Hersord 1220 Erbhöse in einer Durchschnittsgröße von 20 Hektar habe. Die Zusammenarbeit mit den vier Anerbengerichten Bünde, Herford, Oeynhausen und Vloto war sehr gut: Nur in wenigen Fällen sei es erforderlich gewesen, die Entscheidung des Landeserbhofgerichtes Celle herbeizuführen; so in einer grundsätzlichen Frage, ob der Bauer von seinen Kindern den Anerben bestimmen kann. Da dies bisher im Kreise Herford üblich war, hat das Landeserbhofgericht die Frage bejaht. Oberwesel, 20. März.(Die Erhaltung der Oberweseler Stadtbefestigung.) Das Rheinstädtchen Oberwesel besitzt eine sehenswerte Stadtbefestigung aus dem 15. Jahrhundert, bestehend aus der alten Stadtmauer und 16 mehr oder minder gut erhaltenen Wehrtürmen. Naturgemäß hat der Zahn der Zeit seine Spuren in diese historischen Bauwerke eingegraben. Leider war es in der Vergangenheit nicht möglich, etwas Durchgreisendes zur Erhaltung dieser wertvollen Bauwerke zu tun. Meist scheiterten die Instandsetzungs= und Erhaltungsversuche an den Kosten. Nunmehr ist die Stadtverwaltung ernsthaft dabei, die Arbeiten zur Erhaltung dieser heimatlich wertvollen Bauwerke zu fördern und hat einen Kostenanschlag festgestellt, nach dem 45.000 RM. für die restlose Instandsetzung der alten Stadtbefestigung erforderlich sind. Es steht zu erwarten, daß die Finanzierung dieser wichtigen Arbeiten ermöglicht wird. Köln, 20. März.(Radfahrer tödsich verunglückt.) Durch tragische Umstände kam auf der Neußer Straße ein Radfahrer zu Tode. Der Radfahrer kam ans einer Nebenstraße und wollte in die Neußer Straße einbiegen. als plötzlich die Kette an seinem Rad absprang. Es gelang ihm, noch knapp an einem gerade herankommenden Lastkraftwagen vorbeizukommen, mußte aber dann, da aus entgegengesetzter Richtung andere Fahrzeuge kamen, wieder nach rechts abbiegen. Da der Radfahrer aber infolge der abgesprungenen Kette keine Gewalt mehr über sein Rad hatte, geriet der vor den Lastzug, von dem er überfahren wurde. Die Personakien des Getöteten sonnten noch nicht ermittelt werden. Koblenz, 20. März.(Störung der Moselschiffahrt.) Die Moselschiffahrt, die im vergangenen Jahre infolge geringen Wasserstandes und im Lause des Winters insolge Hochwassers mehrfach vollkommen jahmgelegt war, steht erneut vor erheblichen Schwierigkeiten, da das Waser seit einiger Zeit ständig im Fallen ist und nun einen Stand erreicht hat, daß durchweg nur noch auf einigen Strecken Leerkähne fahren können. Die Verfrachtung von Koblenz nach Trier ist wegen der geringen Tiefen an zahlreichen Stellen der Mosel kaum mehr möglich. Trier, 20. März.(Dem Morphium verfallen.) Ein ehemaliger Beamter der Kreiskasse in Taun hatte sich vor der Trierer Strafkammer wegen Unterschlagung von Amtsgeldern in Höhe von 10.000 Mark zu verantworten. Die Verhandlung entrollte ein trauriges Bild von der Zerrüttung eines dem Morphium verfallenen Menschenlebens. Der Angeklagte hatte kein Mittel gescheut, um das zur Beschaffung des Rauschgiftes notwendige Geld zu erlangen. Vor einem Jahre hatte sich der Angeklante wegen Verleitung zum Meineid zu verautworten. Er wurde damals zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Wähvend der Untersuchungshaft wurden dann auch die Unterschlagungen bei der Kreiskasse in Dann aufgedeckt. Vor Gericht sagte jetzt der Angeklagte aus, daß er 9000 Mark von dem unterschlagenen Geld für Morphium ausgegeben habe. Das Urteil lautete auf Zeinhalb Jahre Gefängnis. Aus aller Welt Zwrette BbF=Anslaudsfehrt. Berlin, 20. März. Wenige Tage nach der Rückkehr der RF=Flotte von ihrer ersten Atlantikfahrt nach Lissabon und Madeira werden die drei großen Dampfer„St. Louis",„Der Deutsche" und„Sierra Cordoba“ am 2. April, 10 Uhr, in Hamburg zur Wiederholung der ersten Fahrt auslaufen und weitere Tausende von deut“ schen Arbeitern in die Wunderwelt des Südens bringen. Der Dampfer„Oceana“, der langsamer fährt, tritt seine zweite Auslandsreise am 5. April in Hamburg an. Arbeitsveterauen bei Dr. Goebbels. Berlin, 20. März. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, hat vor einigen Wochen die ältesten Arbeiter der Berliner Betriebe zu einem Empfang im„Rheingold“ am Freitag, 20. März, 20 Uhr, eingeladen. Dieser Empfang findet trotz der Wahl statt. Es handelt sich hierbei um die jeweils ältesten Betriebsangehörigen, zum Teil Männer, die 30 Jahre und länger im gleichen Betrieb an ihrem Arbeitsplatz stehen. Der Minister wird hierbei seine Gäste zu einem volkstümlichen Essen bitten. Für tot erklärt und zurückgekehrt. Rogasen, 20. März. Die plötzliche Rückkehr des im Jahre 1916 an der Ostfront in russische Gefangenschaft geratenen Einwohners Dziabas ist das Tagesgespräch in weiter Umgegend. Nach der Gefangennahme wurde Dziabas von den Russen nach Sibirien transportiert und hatte lange Zeit hindurch kein Lebenszeichen von sich gegeben. Er wurde dann auf Betreiben seiner Frau für tot erklärt, worauf sie eine neue Ehe einging, aus der zwei Kinder entsprossen sind. Groß war das Erstaunen, als der Mann nach 20 Jahren plötzlich auftauchte und seine Frau in Odornik anssachte. Der Schnellzug Triest—Rom auf einen Güterzug gefahren. Der Schnellzug Triest—Rom fuhr in der Nähe des Bahnhofs Santa Maria Maddalena bei Ferrara auf einen Güterzug. Vier Wagen dieses Zuges wurden beschädigt, während die Lokomotive des Schnellzuges mit den Vorderrädern aus den Gleisen sprang. Mehrere Personen trugen Verletzungen davon. Bier Knaben beim Spielen ertrunken. Bern, 20. März. In Bivio(Kanton Graubünden) fielen beim Spielen vier Knaben von 4 bis 6 Jahren in eine mit Wasser gefüllte Zisterne. Sie ertranken, ehe ihnen Hilse gebracht werden konnte. Gömbös und Kanya nach Rom abgereist. DRB Budapest, 20. März. Ministerpräsiden: Gömbös und Außenminister Kanya haben sich heute mit einem Sonderzug zu der am Sonnabend beginnenden Dreimächtekonserenz nach Rom begeben. Von Wien ab werden mit dem gleichen Zuge noch Bundeskanzler Schnichnigg und Außenminister Berger=Waldenagg nach Rom wiler. Der rote Mob in Spauien tobt weiter. Die letzten Nachrichten über kommünistische Ausschreitungen kommen aus Polanco, wo von den Linksradikalen eine Kirche von großem historischen Wert niedergebrannt worden ist. In Villa Zopeque wurde bei einer Schießerei zwischen politischen Gegnern eine Person getötet: drei wurden schwer verletzt. Die eigene Mutter ermordet und zerstückelt. Reval, 20. März. In Dorpat wurden dieser Tage Teile der Leiche einer Frau gesunden, welche vor etwa einem Monat ermordet worden war. Der Kopf, die Füße und die Arme waren vom Körper getrennt und in einem Osen verbrannt worden. Gleich nach Aufdeckung der Tai gelang es der Polizei, den Mörder in der son des eigenen Sohnes der Ermordeten zu fassen. Es handelt sich um einen Raubmord, für den die Todesstrafe vorgesehen ist. Dem Mörder wird der Tod durch den Strang oder der Giftbecher zur Wahl gestellt werden. Neue Gangstermorde. Newyork, 20. März. Nach Schluß einer Theatervorstellung in der Newyorker Innenstadt erschien gestern abend plötzlich ein Auto mit vier Banditen, die zahlreiche Schüsse auf drei am Bürgersteig stehende Personen abgaben, wodurch diese getötet wurden. Den Banditen gelang es, mit ihrem Wagen zu flüchten. Der Vorfall ereignete sich so überraschend schnell, daß niemand aus der Menge sich rasch genug vom ersten Schrecken erholen konnte, um so oder so einzugreisen. Offenbar handeit es sich um einen typischen Gangstermord, dessen Motive jedoch noch unbekannt sind. Die Personalien der drei Ermordeten sind auch noch nicht mitgeteilt worden. Nachts nimmt man ab. Newyork, 20. März. Das amtliche Organ des amerikanischen Aerzteverbandes,„Journal of Medical Association"“ veröffentlicht einen Artikel, in dem festgestellt wird, daß das Liegen im Bett eine Gewichtsabnahme zur Folge habe. Wenn z. B. ein Mensch im Durchschuit:sgewicht aufstcht, dann ist er leichter als am Abend des vergangenen Tages. Diese Gewichtsabnahme ist auf das Verdunsten des Wassers durch die Haut und die Lunge zurückzuführen, doch wird diese Differenz durch die im Laufe des Tages aufgenommene Flüssigkeit wieder ausgecichen. Zeitgemäße Betrachtungen. (Nachdrut verboten.) Frühling! Nun haben wir den Frühling wieder, Der schnell den Winter überwand, Und neue Klänge, neue Lieder Begrüßen ihn in Stadt und Land. Er soll und wird dem Aufbau dienen, Er macht die Fluren wieder grün Und läßt uns wieder aus Ruinen Ein neues frisches Leben blüh'n.— Zwar hat in diesem Jahr der Winter Uns nicht besonders weh getan, Der Frühling war schon früh dahinter Und trat als Sieger in die Bahn, Nun ist er pünktlich eingezogen, Daß er uns Segen bringen mag, Die Hoffnung hat uns nicht getrogen, Die Welt wird schöner jeden Tag.— Der Frühling kam, ein lichter Morgen Führt uns in eine schön're Zeit Die von den letzten Wintersorgen Vom letzten Drucke uns befreit; So konnten wir in dieser Woche Den Tag der Wehrmacht froh beaeh'n, Der sie aus landem harten Joche Vor Jahresfrist ließ ausersteh'n.— Da fand in allen Garnisonen Ein Wecken statt, nebst Zavsenstreich, Pegeist'rung flammte durch Millionen Treudeutsche Herzen rings im Reich, Da klangen hell der Freiheit Lieder „Fest steht und treu die Wacht am Rhein“. „Sieg Heil“ dem Führer hallt es wieder, In Deutschland zog der Frühling ein!— In London wird man jetzt beraten, Auch Deutschland fährt zum Themfestrand, Die Gleichberecht'gung andver Staaten Ist uns ausdrücklich zuerkannt. Schwer ist der Weg zum Völkerfrieden, Nun ist der erste Schritt getan. Doch ist ihm nur Erfolg beschieden Stützt gleiches Recht den Friedensplan.— Der Frühling kam und sein Bestreben Ist, daß er Wald und Flur verschönt, Mög' er uns auch den Frieden geben, Pen sich die Welt so heiß ersehnt. halten ihm die Tore offen, Wir taten uns're Schuldigkeit. Nun wollen wir das Beste hoffen Und uns erfreu'n der Frühlingszeit!— Der Frühling drückt die Sorge nieder Und bringt uns Freuden mancher Art, Auch„Kraft durch Freude" hat sich wieder Gerüstet zur Madeirafahrt. Vier Schiffe zogen in die Weite Zur Frühlingsfahrt binaus auf's Meer Und Sonnenschein sei ihr Geleite Auf froher Fahrt! Franz Deiseler. Baptistengemeinde Mitten=Annen. Erlenschule. Sonntagvormittag. 11 Uhr. Sonntagsschule. Dienstagadend. 8 Uhr. Geberstunde Sport handball=berscher. 1. Mannsch. Wittener Turnverein— 1. Mannsch. Tus Deutsche Eiche Rüdinghausen. Die Pflichtspiele eben hinter sich, folgt der Tus morgen schon einer Einladung des Wittener Turnvereins zum Freundschaftsspiel. Beide Mannschaften sind sich so ziemlich gleichwertig, in den Pflichtspielen konnten sie wenig überzeugen. Der Zus wird morgen mit etwas veränderter Mannschaft auf den Plan treten, und wir sind gespannt, wie dieses Experiment verläuft. Wir lassen den Ausgang des Spiels offen. Anwurf: 11 Uhr. Sportplatz: Witten, Sichlung=Ost. 1. Jugend Wittener Turnverein— 1. Jugend Tus Deutsche Eiche Rüdinghausen. Zum letzten Pflichtspiel muß die Tusjugend- nach Witten, sich der 1. Jugend des Wittener Turnvereins zu stellen. Der Tusjugend ist der Gruppenmeistertitel nicht mehr zu nehmen, ungeschlagen thront sie an der Spitze der Tabelle, und sie wird auch morgen alles daransetzen, um den letzten Kampf für sich zu entscheiden. Od es gelingt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls werden sich diese beiden alten Rivalen einen spannenden Kampf liefern, der genau wie das erste Spiel(:0 für Rüdinghausen) knapp ausfallen dürfte. Anwurf: 10 Uhr. Sportplatz: Witten, Siedlung=Ost. Abmarschzeit ist im Aushang zu erichen. Handball. Wie schneidet Jahn 98 gegen Turnverein Bommern (Bezirksklasse) ab? Am letzten Sonntag mußte sich der WFC 92 dem Kreisklassenvertreter Jahn 98 beugen. Eine alte Rechnung wurde damit ausgeglichen. Erneut hat die rotweiße Elf für morgen eine Bezirksklassenmannschaft verpflichtet. Einmal ist dieses Aufeinandertreffen als Revanchekampf zu werten: die Jahner mußten im Hinspiel die Ueberlegenheit der Bezirksklasse anerkennen. Zum andern heißt es für die Annener Spieler,„interessierten Kreisen“ ihre Bezirksklassenreise zu belegen; denn wenn auch mit Jahn 98 die beste Mannschaft neden Wetter 10 die Spitze der hiesigen Kreisklassengruppe ziert, so kann es doch„Ereignisse“ geben, die an und für sich außerhalb des vernünftigen Denkens liegen, die aber doch stark genug sein könnten, einer Elf schriftlich zu beweisen, daß sie eben doch nicht in die Bezirksklasse gelangt. Deshalb wird und muß am Sonntag das Treffen gegen Bommern kar für die Jahner entschieden werden.: Eo. * 1. Mannsch. Rüdinghauser EC. 29— 1. Mannsch. Turugemeinde Dortmund. Zum vorletzten Meisterschaftsspiel hat Rüdinghausen am morgigen Sonntag die Fußballmannschaft der Dortmunder Turngemeinde zu Gast. Durch das Urteil des Gau=Rechtswartes über Fortuna Dorstfeld dürfte Dorstseld für die Spitze nicht mehr in Frage kommen; dagegen sind Borussia Höchsten, Eintracht und Rüdinghausen stark in den Vordergrund gerückt. So werden diese drei Vereine die Spitze der Gruppe bilden, jedoch ist Bedingung, daß kein Spiel verloren geht. Hierdurch hat das morgige Spiel für den RSC sehr viel zu bedeuten. Man muß bedenken, daß in Dortmund beim ersten Spiel ebenfalls ein Punkt verloren ging, und das müßte Veranlassung genug sein, den Gegner ernst zu nehmen. Anstoß.30 Uhr, Sportplatz Gronemann. 1. Jugend Sportfreunde Dortmund— 1. Jugend Rüdinghauser SC. Anstoß 11 Uhr in Dortmund. Abfahrt.30 Uhr mit dem Fahrrad ab Gronemann. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Kirche Annen Sonntag(Lätare).30 Uhr Gottesdienst, Pfr. Müller; 11 Uhr Kindergottesdienst; 12 Uhr Tausen nach vorheriger Anmeldung. Sonntag nachmittag 3 Uhr Prüfung der Konfirmanden des südlichen Pfarrbezirks, Pfr. Bartelworth. Die Eltern, Paten, die kirchl. Vertretungen sowie die Gemeindeglieder werden dazu eingeladen. Freitag, den 27. März, abends 8 Uhr, 5. Passionsgottesdienst, Pfr. Bartelworth. Sonntag abend 6 Uhr Monatsversammlung des Evgl. kirchl. Männerdienstes— Montag abend 7 Uhr Jugendbibelstunde für die männliche Jugend. 8 Uhr Bibelstunde für die Mädchen über 18 Jahre.— Donnerstag abend 8 Uhr Jugendbibelstunde für die weibliche Jugend, Pfr. Bartelworth.— Montag abend.15 Uhr Uebungsstunde des Kirchenchors.— Dienstag abend 8 Uhr Gesangstunde des Frauenchors.— Mittwoch abend 8 Uhr Bibelstunde im Männer= und Jünglingsverein.— Donnerstag nachmittag 3 Uhr Versammlung der Frauenhilfe..30 Uhr Posaunenstunde.— Samstag und Sonntag abend 8 Uhr Gemeinschaftsstunde. Bezirk Borbach: Dienstag abend 8 Uhr Vereinsstunde des Jungmännervereins.— Donnerstag nachmittag 3 Uhr Zusammenkunft der Frauenhilfe..30 Uhr Bibelarbeit und engl. Schulungsarbeit im Jungmädchendezein. Evangelische Kirche Rüdinghausen Sonntag(Lätare) 10 Uhr Gottesdienst, Konfirmation (Kirchenchor), Pfr. Einhoff.— Dienstag 19.30 Uhr Frauenchor Rüdinghausen.— Mittwoch 19.30 Uhr Passionsgottesdienst. Der Gottesdienst auf dem Schnee ist am Sonntag, dem 29. März, nachm. 4 Uhr. Evangelische Kirche Stockum Sonntag, 9,30 Uhr Hauptgottesdienst mit Prüfung der Konfirmanden. 11,15 Uhr Kindergottesdienst. 12,15 Uhr Taufen. 20,00 Uhr Christliche Gemeinschaft.— Montag und Freitag 19,30 Uhr Posaunenblasen.— Dienstag 20 Uhr Singen in der alten Schule.— Mittwoch 20 Uhr Passionsgottesdienst.— Donnerstag 16 Uhr Frauenhilfe, 20 Uhr Gemeinschaftsbibelstunde, 21 Uhr Vorbereitung des Kindergottesdienstes. Zur Chorstunde am Dienstagabend in der alten Schule wird eingeladen. St. Josefskirche Witten=Annen .30 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. Messe mit kirchlicher Entlassungsseier der Schulkinder, 10 Uhr Hochamt mit Predigt, 14.30 Uhr feierliche Dankandacht mit Te Deum und Segen.— Unsere Gemeindegeschichte berichtet:„Am 22. März 1896(Passionssonntag) wurde die Pfarrei Annen selbständig.“ Wir seiern also das 40jährige Bestehen unserer St. Josefspfarrgemeinde. Demnach fällt die diesjährige kirchliche Schulentlassungsfeier auf einen sehr dentwürdigen Tag. Die gesamte Elternschaft und Lehrerschaft ist zur Teilnahme herzlich eingeladen.— Mittwoch, 25. März, Fest der Verkündigung Mariä.— Freitag, 27. März, 20 Uhr, Fastenpredigt mit Segen. Vorbach(Waldstraße 6) 10 Uhr hl. Messe mit Predigt. Sonntags sind die hl. Messen wie gewöhnlich:.30 Uhr Frühmesse mit Predigt, 10.15 Uhr Hochamt mit Predigt, 14.30 Uhr Andacht mit Segen. Alt-katholische Pfarrei Witten Christuskirche. Körnerstraße. 17 Uhr Hl. Amt mit Fastenpredigt(Pfarver RoschIllustriertes Kreuzworträtsel. Waagerecht: Rohr, Auto, Aal, Kran, Maus. Genkrecht: Ohr, Kranz, Palme, Tau.— In dieser Reihenfolge sind die Wörter einzustellen. Die Lensoner Seromdurtg Memorandum der Toeurnomachte Das Memorandum der Locarnomächte hat folgenden Wortlaut: Die Vertreter von Belgien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland und von Italien sind zusammengekommen, um die Lage zu prüfen, die durch die ihren Regierungen seitens der deutschen Regierung am 7. März 1936 gemachte Mitteilung entstanden ist. 1. Sie nehmen Akt von dem im Namen Frankreichs und Belgiens dem Völkerbundsrat unterbreiteten EntschließungsEntwurf, worin die Tatsache des Bruches von Art. 43 des Versailler Vertrages durch Deutschland festgestellt wird zu dem Zweck, den Signatarmächten des Locarnovertrages davon Kenntnis zu geben. Sie nehmen weiter Akt von der Unterstützung, welche die Regierungen des Vereinigten Königreiches und Italiens diesem Entschließungsentwurf geben. n. In Ansehung, daß 1. gewissenhafte Erfüllung aller vertraglichen Pflichten ein Grundprinzip des internationalen Lebens ist und eine wesentliche Bedingung für die Aufrechterhaltung des Friedens, daß 2. es ein Grundprinzip des Völkerrechts ist, daß keine Macht sich von vertraglichen Verpflichtungen befreien oder die Bestimmungen solcher Verträge ändern kann, es sei denn mit Zustimmung der anderen vertragschließenden Teile, daß 3. der Bruch des Art. 43 des Versailler Vertrages und die einseitige Maßnahme der deutschen Regierung in Verletzung des Locarnovertrages und ohne Zuhilfenahme der im Locarnovertrag für die Schlichtung von Streitigkeiten vorgesehenen Prozedur im Widerspruch zu den vorgenannten Prinzipien stehen, sind sie der Ansicht, daß 1. die deutsche Regierung durch diese einseitige Maßnahme sich keine legalen Rechte erworben hat, und daß 2. diese einseitige Maßnahme durch die Hervorrufung eines neuen Unruheelements in den internationalen Beziehungen notwendigerweise als eine Bedrohung der europäischen Sicherheit erscheinen muß. III. Sie erklären, daß nichts, was vor oder seit dem genannten Bruch des Locarnovertrages geschehen ist, den Charakter einer Befreiung der Signatare dieses Vertrages von irgendeiner ihrer Verpflichtungen oder Garantien haben kann, daß vielmehr diese Pflichten und Garantien in ihrer Gesamtheit noch vorhanden sind, sie verpflichten sich, sogleich: ihre Generalstäbe anzuweisen, untereinander in, Verbindung zu treten, um zu vereinbaren, in welcher Art und Weise die ihnen obliegenden Verpflichtungen im Falle eines unprovozierten Angriffs technisch ausgeführt werden müßten. W. Sie beschließen, die Deutsche Regierung einzuladen, dem Ständigen Internationalen Gerichtshof im Haag die Argumente zu unterbreiten, die sie aus der Unvereinbarkeit des französisch=russischen Beistandspakts mit' dem Locarnovertrag herleiten will, und sich zu verpflichten, die Entscheidung des genannten Gerichts als endgültig anzuerkennen unter Vorbehalt der Bestimmungen des nachstehenden Abschnitts VII, Nr. 2. Die Französische Regierung erklärt, daß sie ihre Zustimmung zu der Befassung des genannten Gerichts mit der vorgenannten Frage bereits erteilt hat. V. Sie beschließen im Namen ihrer Regierungen, gemeinsam die Deutsche Regierung einzuladen, sich mit den nachstehenden vorläufigen Regelungen einverstanden zu erklären, die in Kraft bleiben sollen bis zum Abschluck der nachstehend in Abschnitt VII vorgesehenen Verhandlungen: 1. Jede Entsendung von Truppen oder Kriegsmaterial in die im Art. 42 des Versailler Vertrages bezeichnete Zone wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die dort vorhandenen Truppenstärken werden also ..... Bataillone und..... Batterien Artillerie nicht übersteigen.(Hier sind die von der Deutschen Regierung gegegebenen offiziellen Zahlen einrücken.) 2. Die militärähnlichen Verbände(SA., SS., Arbeitsdienst und andere Organisationen) in der bejagten Zone werden genau in demlelben Zustande belassen, in dem sie vor dem 7. März 1936 gewesen sind. Insbesondere dürfen sie keinesfalls in große Verbände zusammengefaßt werden oder direkt oder indirekt zur Verstärkung militärischer Verbände dienen. 3. Keinerlei Besestigungsarbeiten und keine Vorbereitung des Bodens darf in der besagten Zone vorgenommen werden. Flugplätze dürfen nicht angelegt, ausgestattet oder verbessert werden. Die Französische und die Belgische Regierung verpflichten sich ebenfalls, während dieser Zeit die Entsendung von Trupoen in die Zone an der Grenze zwischen ihren Ländern und Deutschland zu unterlassen. VI. Sie verpflichten sich ferner, für die gleiche Zeitdauer alle notwendigen Maßnahmen zu unternehmen, die geeignet sind: 1. Eine internationale Truppenmacht einschließlich von Detachements der Armeen der Garantiemächte zu schaffen, die mit Einverständnis der beteiligten Regierungen in der Zone stationiert werden soll, die begrenzt wird durch die belgisch=deutsche und die französisch-deutsche Grenze einerseits und auf der anderen Seite durch eine Linie, die östlich der genannten Grenzlinie im Abstand von ungefähr 20 Kilometern verläuft. Diese Zone darf nur von den genannten. internationalen Truppenteilen besetzt werden. 2. Eine Internationale Kommilsion zu schaffen, deren Aufgabe es sein soll, die Durchführung der Verpflichtungen zu überwachen, die einerseits die Mächte übernommen haben, welche die vorgenannten internationalen Truppenteile aufgestellt haben, wie auch andererseits die Verpflichtungen, die Belgien, Frankreich und Deutschlan) für die Durchführung der vorgenannten Abschnitte 5 und 6 (.) übernommen haben. VII. Unter Bezugnahme auf den im Deutschen Memorandum vom 7. März enthaltenen Vorschlag beschließen sie, sowelt sie selbst davon betroffen sind, der Deutschen Regierung, wenn diese Regierung die in Verfolg des vorstehenden Abschnittes an sie gerichtete Aufforderung ausdrücklich annimmt, vorzuschlagen, an Verhandlungen teilzunehmen, denen im einzelnen folgendes zugrunde liegen soll: 1. Prüfung der von der Deutschen Regierung im Memoranduim vom 7. März 1936 gemachten Vorschläge Nr. 2 bis 5. 2. Abänderung des Rheinland=Statuts, 3. Entwurf gegenseitiger Beistandspakte, die allen Signatarmächten von Locarno offenstehen und dazu bestimmt sind, ihre Sicherheit zu verstärken. Mit Bezug auf die vier in London vertretenen Mächte wird die hier vorgesehene Verstärkung ihrer Sicherheit besondere Verpflichtungen gegenseitigen Beistandes zwischen Belgien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Italien oder einzelnen von ihnen enthalten, einschließlich geeigneter Vorkehrungen für die Sicherstellung sofortigen Handelns der Unterzeichnermächte, falls erforderlich, und technischer Abreden für die Vorbereitung derjenigen Maßnahmen, die die praktische Durchführung der übernommenen Verpflichtungen sicherstellen sollen. Die vier Mächte erklären weiter, daß sie übereingekommen sind, im Laufe der Verhandlungen für die Annahme von Maßnahmen einzutreten, die dazu bestimmt sind, die zukünftige Anlage von Befestigungen in einer noch zu bestimmenden Zone zu verbieten oder zu beschränken. VIII. In der Erwägung, daß die Erhaltung des Friedens und die Organisation der kollektiven Sicherheit nir durch die Achtung der Verträge und die Begrenzung der Rüs stungen sichergestellt werden kann, daß ferner die Wiederherstellung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Nationen auf einer gesunden Basis für den Fortschritt des Wiederaufbaues ebenso notwendig ist, erklären sie sich bereit: die Vorlage von Entschließungen vor dem Völkerbundsrat zu unterstützen, die eine Einladung aller beteiligten Nationen zu einer internationalen Konferenz zum Gegenstand haben, auf der im einzelnen geprüft werden würden: 1. Abkommen für die Organisation des Systems der kollektiven Sicherheit auf einer genau bestimmten und praktisch wirksamen Basis unter besonderer Berücksichtigung der Formulierung der Bedingungen, unter denen Artikel 16 des Völkerbundspaktes angewandt werden sollte, 2. Abkommen zum Zweck der tatsächlichen Beschränkung der Rüstungen, 3. internationale Vereinbarungen zum Zweck der Erweiterung der Wirtschaftsbeziehungen und der Aufrichtung des Handels zwischen den Nationen, 4. die im Deutschen Memorandum vom 7. März gemachten Vorschläge 6 und 7 sowie die später mit Bezug auf Oesterreich und die Tschechoslowakei gemachten Anregungen. IX. Eingedenk der Tatsache, daß die aus Art. 7 des Locarnovertrages ihren Regierungen obliegende Verpflichtung in keiner Weise die Pflicht des Völkerbundes ei schränkt, jede zum Schutze des Weltfriedens klug und nützlich erscheinende Maßnahme zu treffen, sowie unter Bezugnahme auf die Resolution des Völkerbundsrates vom 17. April 1935 betreffend den von den Mitgliedern des Völkerbundes einzuschlagenden Weg im Falle einer einseitigen Aufkündigung von Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Sicherheit der Völker und der Aufrechterhaltung des europäischen Friedens beschließen sie 1. gemäß Art. 11 des Paktes, dem Völkerbundsrat von der einseitigen Maßnahme Deutschlands, die als Gefahr für die europäische Sicherheit und als Bedrohung des Friedens erscheint, Kenntnis zu geben und demzufolge dem Völkerbundsrat die angeschlossenen Resolutionen vorzuschlagen, wobei der Deutschen Regierung vorbehalten bleibt, ihre Bemerkungen zu diesen Vorschlägen zu machen. Der Entschließungsentwurf für den Rat In dem Entschließungsentwurf, den die Locarnomächte dem Völkerbundsrat vorlegen werden, wird 1.„in Erwägung dessen, daß die Deutsche Regierung durch diese einseitige Handlung sich keine legalen Rechte erworben hat, 2. daß diese einseitige Handlung notwendigerweise als eine Bedrohung der europäischen Sicherheit erscheinen muß“, ein Komitee beauftragt mit der Aufgabe, dem Rat Vorschläge hinsichtlich der den Völkerbundsmitgliedern zu empfehlenden praktischen Maßnahmen zu machen. Ferner fordert der Rat in der Entschließung die Deutsche Regierung auf, die Frage über die Vereinbarkeit des Sowjetpaktes mit dem LocarnoVertrag dem Ständigen Internationalen Gerichtshof vorzulegen, wobei als ausgemacht gilt, daß die Parteien sich sofort der Entscheidung des Gerichtshofes unterwerfen werden. In der dritten Entschließung nimmt der Rat Kenntnis 1. von der Erklärung, die im Namen der vier Locarno=Mächte abgegeben worden ist, hinsichtlich des Inkraftbleibens der Rechte und Verpflichtungen aus dem Locarno=Vertrag, soweit diese vier Mächte in Frage kommen, 2. von der Mitteilung, die ihm von den Locarnomächten über die Maßnahmen gemacht worden ist, die im Hanblick auf die Lage, die durch die Verletzung der in Art. 42 des Versailler Vertrages definierten Zone entstanden ist, erwogen werden. Die Aussprache über diesen Entschließungsentwurf soll am Montagnachmittag im Völkerbundsrat stattfinden. Das Schreiben der Garantiemächte Die Carantiemächte des Locarno=Abkommens, England und Italien, beabsichtigen, ein Schreiben an Frankreich und Belgien zu richten, in dem den beiden Ländern die Zusicherung gegeben wird, daß die Garantie=Mächte, wenn die Bemühung zur Versöhnung mißlingen sollte, 1. sogleich die Schritte erwägen werden, um der neuen so geschafzenen Situation zu begegnen, 2. Frankreich und Belgien unverzuglich zu Hille kommen werden, hinsichtlich jeder Maßnahme, die gemeinsam beschlossen werde, 3. alle praktischen Maßnahmen ergreifen werden, um die Sicherheit der beiden Locarnomächte gegen einen nicht provozierten Angriff zu gewährleisten, 4. zu diesem Zwecke die in der Vereinbarung vorgesehene Zusammenarbeit zwischen den Generalstäben herstellen bzw. fortsetzen werden. Bei dem Exposé der Locarno=Mächte handelt es sich um drei umfangreiche Dokumente, von denen man nicht behaupten kann, daß sie den Geist atmen, wie er aus dem Friedensangebot Adolf Hitlers spricht. Bevor deutscherseits zu diesen Dokumenten im einzelnen Stellung genommen werden kann, müssen sie einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden, um sich vor allem auch durch das Labyrinth des komplizierten Verfahrenganges hindurchzufinden, der darin festgelegt wurde. Was von deutscher Seite zu dem Schiedsverfahren zu sagen ist, ist bereits festgestellt worden. Die Locarno=Mächte versuchen, eine Entscheidung, sich bestätigen zu lassen, die, wie auch aus dem Exposé hervorgeht, von ihnen bereits getroffen wurde. Bezeichnend ist jedenfalls, daß die Mächte über die Gründe hinweggehen, die Deutschland veranlassen mußten, deutsche Truppen in das Rheinland zu verlegen. Deutschland hat die Hand zur Verjöhnung geboten. Das in London aufgestellte Papier hinterläßt nicht den Eindruck, daß man gewillt ist, diese Hand zu ergreifen. Jedenfalls sucht man nach dem Willen zir Gewährung voller Gleichberechtigung an Deutschland vergevlich. Englands Standpunkt Außenminister Eden vor dem Unterhaus. Vor dem englischen Unterhaus gab Außenminister Eden eine längere außenpolitische Erklärung ab. Er könne mitteilen, daß zwischen den Vertretern Frankreichs, Belgiens, Italiens und Englands Einigung über die Vorschläge erzielt worden sei, die den Regierungen unterbreitet wurden. Nach einem kurzen Hinweis auf die Ratstagung, die wahrscheinlich am Montag fortgesetzt werden würde, berichtete Eden über die Besprechungen unter den LocarnoMächten, die ebenso ausgedehnt wie verwickelt gewesen seien. Von Ansang an sei es klar gewesen, daß die Bejetzung der entmilitarisierten Zone durch deutsche Truppen eine vollendete Tatsache geschaffen habe. die die Eröffnung von Verhandlungen mit Deutschland sehr schwierig machte. Es sei deutlich die Ansicht vertreten worden, daß die Verhandlungen erst beginnen könnten, nachdem dieser Bruch des internationalen Rechts bis zu einem gewissen Gradew jedergutgemacht worden sei. Die Hauptschwierigkeit habe darin bestanden, die Zeit zu überbrücken, um imstande zu sein, in wirkungsvoller Weise Verhandlungen über die Wiedereinrichtung eines Sicherheitssystems zu führen und zum Abschluß zu bringen. Die Vorkehrungen, die für die Zeit der Verhandlungen ein Gefühl der Sicherheit schaffen würden, seien fair und vernünftig und legten Zeugnis ab von dem Geist, in dem die französische und belgische Regierung an diese Fragen herangegangen seien. Deutschland sei gebeten, gewisse Beiträge zu leisten, und angesichts der durch die deutsche Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone geschaffenen Lage sei er überzeugt, daß das Unterhaus es für sehr vernünftig halten werde, Deutschland zur Leistung von Beiträgen zu bitten und dies insbesondere im Lichte der wesentlichen Beiträge, die sich aus der Zurückhaltung und der Mäßigung seitens der französischen und der belgischen Regierung ergäben. Soweit es sich um die englische Regierung handele, sei sie bereit, diese Vorschläge anzunehmen, und es sei Englands ernsteste Hoffnung, daß auch die Deutsche Regierung diese Vorschläge in diesem Lichte ansehen werde. Die Deutsche Regierung, so fuhr Eden fort, habe deutlich ihren Wunsch nach einer Erleichterung der Spannung betont. Es sei jetzt Sache der Deutschen Regierung zu zeigen, welchen Beitrag sie zu diesem Ziele zu leisten bereit sei. Aus dem Gerichtssaal Eine Wettschwindlerbande unschädlich gemacht. Die Große Strafkammer Frankfurt a. M. verurteilte nach einmonatiger Verhandlung 19 Angeklagte, die in der Hauptsache des Betruges, des Vergehens gegen das Lotterieund Rennwettgesetz, teils auch der Bestechung beschuldigt waren. Von den Angeklagten erhielt einer zweieinhalb Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, weitere Angeklagte wurden zu Gefängnisstrafen von zwei Monaten bis zweieinhalb Jahren und Geldstrafen von 200 bis 300 RM verurteilt, drei Angeklagte erhielten Geldstrafen von 500 bis 1000 RM, ein Angeklagter wurde freigesprochen. Die Angeklagten hatten, ohne konzessionierte Buchmacher zu sein, ein Geschäft daraus gemacht, Leute aus dem ganzen Reich ausfindig zu machen, denen sie gegen hohes Entgelt sogenannte todsichere Tips für in= und ausländische Pferderennen gaben, die sich dann als völlig wertlos herausstellten. Aus der Verhandlung ging hervor, daß allein von einem Ehepaar nicht weniger als 30 000 RM auf ein Pferd gesetzt worden waren, die verlorengingen. Zahlreiche Opfer wurden, da man sie ständig zum Wetten anzuspornen verstand, an den Rand des Ruins gebracht. Wiederum andere wurden durch hohe Verluste verleitet, sich an ihnen nicht gehörenden Geldern zu vergreifen. So wurden von einigen Beträge von 19 000 RM bis 335 000 RM unterschlagen und veruntreut. * „—nein. Gott bewahre. Allerdings— hm— wäre ja möglich, daß er#as würde. Aber ich glaub's doch nicht. Nein! Wirklich nicht!“ „So stolz stell“ ich mir auch den Baron vor. And eine solche Frau würde ich ihm gönnen. Die würde schon dafür sorgen, daß das viele Geld rollt, das er verdient. Es ist unser Geld dabei—“ „Wie? Euer—“ Evas Stimme wurde leiser. „Ja— denn Vater hat recht wenig zu tun jetzt. Alles — geht nach drüben. Weißt du übrigens, daß der Notar. der Rechtsbeistand des alten Barons, uns ein neues Anerbieten gemacht hat?“ „—nein!“ Viktor wußte nichts davon. Der Notar mochte vielleicht auf eigene Faust, im Interesse der Werke, gehandelt haben, oder der Auftrag lag lange zurück. „Vater hat das Schreiben, kaum gelesen, ins Feuer geworfen. Man glaubt drüben, wir wären schon so weit’. Aber das ist Täuschung. „Eva— still davon. Der Abend ist zu schön für solche Gespräche und ich habe dich zu lange entbehrt.“ Nun lehnte sie den Kopf an seine Schulter. „Viktor, mir ist auch heute so froh ums Herz. Alle trüben, törichten Gedanken sind fort, da du wieder bei mir bist.“ „Goldmädel— du!“ Stürmisch riß er sie an sich und küßte sie heiß. Sie erschauerte unter seinen Küssen.— Als Viktor an diesem Abend spät nach Hause kam und durch den Garten schritt, ahnte er nicht, daß hinter einem der dunklen Fenster der Villa Wilbrandt Verena stand und auf sein Kommen gewartet hatte. In ihm war klingende Seligkeit. Verena aber ballte die Fäuste und murmelte in stiller, ohnmächtiger Wut: „Von ihr kommt er, der Heuchler! Sie hat er geküßt! Ihr will er seine Millionen zu Füßen legen. Aber so weit darf es nicht kommen! Hüte dich, Viktor— ich weiß mehr als du ahnst.“ Sie glitt vom Fenster zurück. Viktor hatte das Vestibül betreten. Verena hörte in dem stillen, schlafenden Haus seine Schritte— sie verloren sich auf der Treppe des Seitenflügels. Verena entkleidete sich. Aber ihre Gedanken dachten noch nicht an Ruhe. Sie fühlte, es war Zeit, ernstlich gegen die lästige Konkurrentin vorzugehen. Nun war sie schon drei Wochen hier und trotz aller Aufmerksamkeiten, die Viktor ihr bezeigte, fühlte sie sich noch immer weit von ihrem Ziel entfernt. Es mußte gehandelt werden!— Am nachsten Tage hatte sie mit Kurt, der sich nun schon intensiv in dem Betrieb eingearbeitet hatte, eine heimliche Unterredung. Sie fand in ihrem Zimmer statt. „Ich muß schneller zum Ziel kommen, Kurt. So geht es nicht weiter. Dieses blonde Kind aus dem Bruch muß erschüttert werden in ihrem Glauben an Viktor. Anders — geht es nicht. Sie muß sich von ihm lösen—“ „Hm— ich dachte, du hättest da schon etwas unternommen. „Wie denn? Soll ich—“ Sie brach ab. Es funkelte böse in ihren Augen. „Soll ich etwa zu ihr hingehen und sagen—“ „Nein, nein— das wäre zu deutlich! Das wäre ja— Denunziation. Dann würde er erfahren, daß ich dir alles erzählt habe— oder würde es doch ahnen. Das wäre fatal. Die schöne Stellung hier—“ „Nun also—“ „Es müßte durch Zufall—“ "„Ja—, unterbrach sie ihn eifrig:„So dachte ich auch! Der Zufall müßte ihn so halb und halb verraten! Der Zufall ist ja doch ein böser Geselle. Und ich— spiele dann die Rolle der Trösterin. Oh— ich weiß schon, wie sich das entwickeln muß, ich habe die ganze Nacht darüber nachgedacht, bis ich endlich den richtigen Weg fand.“ „Dann geniere dich nicht, Schwesterherz. „Tu' ich auch nicht. Wir verstehen uns ja gut genug, nicht wahr?“ Er lächelte zynisch. „Ich dächte wohl! Was also hast du ausgeheckt?“ Sie dämpfte die Stimme. Kurt von Ruhland hörte gelassen zu. Er pafste dabei eine Zigarette nach der andern. Manchmal lachte er leise auf. Dann sagte er: der Fwendolingnn; gehen. Du rechnest mit— dem Haß beghachear.i Witbrandtmühle. Schön. Du=hast macht, Vereng. neine Anerkennung! Also gut. Getischem Lachen einschlug. e mit „Gemacht, Kurt.“— Zwei Tage später war am späten Nachmittag Viktor hate mit scharsem Blick Herrgottemühle gefahren. Verena und ihr Instint sagte ihr worder seine Unruthe bemert Gite ihn wohl zurügr zin ihn seine Sehnlucht trieb. Sie gumn iyn tuh zurückhalten können— aber das tag 12. Fortsetzung diesmal nicht in ihrem Plan. Und so glaubte Viktor, unbemerkt verschwinden zu können. Er wußte nicht, daß Verena ihn vom Hause aus mit dem Fernglas verfolgte und sah, wie er mit dem Boot an dem jenseitigen Ufer anlegte, um dann eilig den Uferweg entlang dem Mühlenberg zuzuschreiten. Bald darauf ging sie nach unten, um Kurt zu rufen. Sie fand ihn im Garten im Gespräch mit dem alten Baron. „Wieder allein, Gräfin? Wo steckt denn Viktor?“ „Er ist wohl drüben. Ich wollte mit Kurt nachfahren. Es soll da in einem der Dorfer Jahrmarkt sein. So was muß man sich ooch eigentlich ansehen.“ „Ah— ja, natürlich. Aber dann will ich Sie auch keine Minute länger aufhalten, Gräfin. Bitte— Herr Graf, mein Auto steht Ihnen natürlich zur Verfügung. Das ist entschieden bequemer. Da hätte doch aber Viktor warten können—“ „Er wollte wohl noch jemanden treffen.". „So, so. Nun— dann viel Vergnügen—“ „Das klappte ja besser, als ich dachte,“ sagte Kurt von Ruhland nachher, als er mit Verena zur Fähre fuhr, um sich übersetzen zu lassen. „Nun werden wir ja weiter sehen.“ Sie erreichten das jenseitige Afer. Kurt von Ruhland steuerte den Wagen selbst. Der Chauffeur hatte also nicht mitzukommen Brauchen. Vor dem Mühlenberg stoppte er. Verena stieg aus. „Hoffentlich ist er da—.“ flüsterte Kurt. Verena ging voraus. Kurt von Ruhland folgte. Er fühlte eine leise Unruhe in sich. Es war ein schöner Spätnachmittag, der schon von den Schatten des beginnenden Abends leise überhaucht wurde.— Viktor saß mit Eva am Hügelrand. Hand in Hand saßen sie. Da wandte er den Kopf. „Ab—“ Er sah— Verena. Sie lachte hell auf. „Das nenn ich aber eine Ueberraschung, Viktor. Ich glaubte Sie auf dem Jahrmarkt im nächsten Dorf, Kurt auch—“ Der tauchte hinter ihr auf. „Wollte nur noch einmal schnell im Vorbeifahren von hier Umschau halten. Es hat mir damals so gut gefallen. Ah— das Fräulein Gwendolin—“ Sie grüßte freundlich. Eva war verwirrt aufgestanden. Viktor warf Kurt einen gebieterischen Blick zu. Was für ein fataler Zufall! „Na— wirklich— famose Ueberraschung,“ sagte Kurt. „Wir sind im Auto gekommen. Bitte, willst du mich—“ Ein halb fragender Blick. „Verzeih'— du bist in Gesellschaft—“ Viktor reckte sich straff. „Herr Baron von Wilbrandt— Fräulein Gwendolin—“ Eva fühlte ihr Herz schlagen. Nun— sah sie ihn endlich! Sie neigte kaum merklich den Kopf. Stolz straffte sie ihre schlanke Gestalt. Verena heuchelte Verwunderung. „Aber Viktor— Sie sind doch—“ Er gab ihr ein leises Zeichen, nicht weiterzusprechen. Alle Nerven in ihm waren gespannt. Kurt verneigte sich leicht. „Sehr erfreut, gnädiges Fräulein, Sie kennenzulernen.“ Eva antwortete nichts. Sie hatte die Lippen herbe geschlossen. „Kommst du mit, Viktor?“ „Ja— gewiß— das heißt—,“ die Gegenwart Verenas war ihm maßlos peinlich. Was würde sie denken? Und dennoch— ja, es war besser, er verabschiedete sich Eva. Diese Spannung jetzt war kaum zu ertragen. „Aber gewiß, Viktor— wenn der Herr Baron dich bittet,“ sagte Eva leise. „So kommen Sie doch mit, Fräulein Gwendolin,“ sagte Verena,„es wird sehr lustig werden. Sie kennen ja unsern Viktor sehr gut— er wird sich freuen—“ „Sehr liebenswürdig— aber— ich danke. Wirklich.“ Sie blickte Kurt von Ruhland stolz an. Reichte Viktor die Hand. Er hätte sie am liebsten an sich gerissen und in diesem Augenblick alles bekannt! Aber der Blick, mit dem sie über Kurt hinwegsah, nahm ihm den Mut. Verenas Nähe bedrückte ihn zudem und nahm ihm die Sicherheit „Geh' nur, Viktor— und— viel Vergnügen. Sie neigte den Kopf— und wandte sich ab. „Donnerwetter!“ murmelte der Graf.„Das ist ein Mädel!“ „So kommt schon,“ rief Verena laut.„Das Auto wartet.“ Sie ärgerte sich ein wenig. Denn eigentlich hatte sie schon bei dieser Gelegenheit— die Wahrheit verraten wollen, angeblich verwundert über die eigenmächtige Namensänderung, die Viktor ihrem Bruder zukommen ließ. Aber etwas war immerhin erreicht: Viktor hatte ihren Bruder in ihrer Gegenwart seiner Geliebten falsch vorgestellt. Nun mußt; sich alles folgerichtig entwickeln. Sie ahnte noch nicht, wie schnell sie ihre Karten würde ausspielen können.— Dreizehntes Kapitel. Auf dem Jahrmarkt herrschte buntes, ausgelassenes Leben und Treiben. Da gab es Würfelbuden, Karussells, Schießstände, Brezelbäckereien, Ringelspiele— alles, was eine amüsierlustige Dorfjugend erfreuen kann. Und natürlich einen Tanzboden im Freien! Hier drängte sich das junge Volk, und die Musik spielte, wenn auch nicht klangschön, so doch laut und unermüdlich. Ueberall brannten die bunten Lampen, die man aufgehängt hatte, und von weitem bot der weite Markt ein romantisch=lebendiges Bild. Viktor hatte, da er im Auto mit Kurt und Verena weiterfuhr, die Spannung der Nerven überwunden. Er war eine viel zu ehrliche Natur, als daß das plötzliche Auftauchen der jungen Gräfin und ihres Bruders auf dem Mühlenberg Argwohn in ihm hätte wecken können. Und als Verena unterwegs fragte: „Aber Viktor— Sie waren ja so konfus! Wie konnten Sie Kurt als— Herrn von Wilbrandt ausgeben, der Sie doch selber sind?“— da blickte er Kurt schnell und bedeutungsvoll an und meinte: „Ja— es war wirklich sehr konfus!“ „Na— ich danke!“ Konnte er denn Verena die Wahrheit sagen? Gerade jetzt? Er mußte doch wohl mit Kurt noch einmal alles durchsprechen— mochte er seiner Schwester dann klaren Wein einschenken. Verena ging nun auch nicht länger auf die Sache ein— denn aus der Ferne tönte schon das Stimmengewirr, die Musik, das Geschrei der Ausrufer vom Jahrmarkt her.—— Eva Gwendolin war nicht ins Haus gegangen. Sie saß in der Laube und ihre Gedanken waren aufgerührt. Die böse Beklemmung, die sie schon einmal empfunden hatte, da Viktor mit der jungen Gräfin auf dem Mühlenberg gewesen war, hatte sie von neuem ergriffen. Warum war Viktor so schnell gegangen? Gewiß, sie hatte ihn selbst aufgefordert— aber dennoch! Es war so seltsam gewesen. Schämte er sich ihrer vor seinen Freunden? Vor dieser jungen Gräfin? Daß seine Stimme so spröde klang und ihre Herzlichkeit verlor? Oh— diese dumme Angst! Hätte er nicht— die Einladung des Barons doch ablehnen können? Wie vertraut die Gräfin zu ihm gesprochen hatte! Und der Baron— sie mußten sehr eng befreundet sein miteinander.— Sie barg das Gesicht in die Hände. Warum war ihr nur so bang zumute! Wie toll ihr Herz schlug! „Viktor— Viktor!“ flüsterte sie gepreßt.„Ist dir die Gesellschaft dieser jungen schönen Gräfin mehr wert als ich?“ Und sie dachte dumpf: „Er war anders— bevor jene hier war. Da hatte er Zeit und Ruhe für mich. Seitdem dieser Besuch drüben ist, ist er voll Unruhe und kommt seltener. Oh, ich fühle das ja. War nur sein Künstlerblut von mir berauscht, da er sonst kein weibliches Wesen um sich hatte? Künstler sind leichtsinnig, sorglos. Und die Gräfin ist schön und elegant. Ach, wohin verirren sich da meine Gedanken? Es ist ja Unsinn— er liebt doch mich allein— wie oft hat er mir's gesagt— er kann doch nicht gespielt haben mit meinem Herzen, nein, nein! Viktor— wärst du doch bei mir!" So stritten sich Zweifel und Glaube in ihrer Seele. Sie dachte nicht daran, ins Haus zu zehen und sich zur Ruhe zu begeben. Plötzlich stand sie auf. Ein entschlossener Zug war in ihrem Gesicht. Der Jahrmarkt. Sie wollte hin! Irgend etwas Fremdes. Geheimnisvolles in ihr hatte ihr diesen Gedanken eingegeben. Sie wollte— mußte sehen, was Viktor dort trieb. Die Röte schoß ihr ins Gesicht. Eifersucht? Sie schämte sich dieser Regung— und dennoch— sie mußte hin. Die Unruhe, diese dumpfe, peinigende Unruhe hier hielt sie nicht mehr aus. Vielleicht vertrieb die Lust des Jahrmarkttrubels diese Dumpfheit. Nun erst ging sie ins Haus. Sagte ihrem Vater Bescheid, was sie vorhatte. „Du siehst so erregt aus, Mädel—“ Forschend ruhte sein Blick auf ihr. „Ist Viktor schon fort?“ „Er ist vorausgegangen—“ „Ah so— daher also,“ lächelte er.„Dann geh' nur, Kind— und lache und tanze—“ Sie ging.— Viktor und Verena hatten sämtliche Karussels„mitgenommen“. Ironisch schmunzelnd hatte Kurt von Ruhland zugesehen. Die allgemeine Jahrmarktsluft begann jeden mitzureißen in den heiteren Jubel. Viktor zeigte eine ausgelassene Fröhlichkeit— Verenas sinnliche, kokette Nähe erregte ihn.— Fortsetzung folgt. W Deutschland Zum zweiten Male traten deutsche Arbeiter auf KoF Schiffen die Seeach Madeira al eise von Hamburg — Dr. Ley spricht zu den Fahrgästen eines der vier nach Madeira auslaufenden KdF=Schiffe Aufn.: Weltbild Rechts: Aus mehreren spanischen Provinzstädten liefen Nachrichten über schwere Spanten politische Ausschreitungen ein, bei denen es Tote und mehrere ahlreich Verletzte gegeben u.— In Puente de Valecas zündeten Kommunisten auf der Straße das Auto eines Faschisten an Aufn.: Presse=Photo 8 hymnen unter Leitung seines Dirigenten, Regentropfen, die an dein Fenster klopfen.... Vielleicht hat iese junge Dame an den Schlager gedacht, als sie sich den durchsichtiger egsamen Windschutz für ihren Regenschirm baute. Ob diese„Mod sich wohl durchsetzen wird? Aufn.: Presse=Photo Rechts: Neue Wege der Kriminalpolizei. Die Dresdner Krininalpolizei hat neue Wege beschritten, indem sie ein naturgetreue kodell eines am 14. Februar d. J. spurlos verschwundenen dreijährige Kindes im Schaufenster einer Hauptgeschäftsstraße in Dresden aus ellt, um somit das Publikum an der Auffindung des Kindes zu inter essieren. Das Schaufenster ist ständig von vielen Personen umlagert Aufn.: Presse=Photo G Links: Die erste und einzige Deutsche Reichskochschule soll eine Fortbildungsstätte für alle befähigten Kräfte des Kochstandes sein.— Um die Hunderttausende von Ausländern, die im Olympia=Jahr Deutschland besuchen, auch gastronomisch zufriedenstellen zu können, wurde ein Olympia=Lehrgang eingerichtet, um die Köche auch im richtigen Zubereiten und Servieren ausländischer Speisen zu unterrichten Aufnahmen: Jürgen Rauch (Shrüder Links: Die am Vormittag erprobten Rezepte werden aufgeschrieben. Auch Servierkunde, kaufmännische Küchenverwaltung, Sprachen und weitere Fächer werden studiert für das Srahaf Gaststätieng=Oriol KE OI Links: Nicht nur der Gaumen, sondern auch das Auge ist ein Organ des Feinschmeckers. Die„Kunst des Anrichtens“ ist deshalb eins der wichtigsten Fächer im Lehrplan Rechts: Die hauptsächlichsten chinesischen und japanischen Gewürze und Zutaten sind vorhanden, um auch die unbekanntesten Gerichte zubereiten zu können Unten: Ausländische Speisekarten werden eingehend studiert, um aus ihnen Anregungen für das Zusammenstellen olympischer Menus zu schöpfen. Im Hintergrund die Kartei enthält fast alle Speisen der Welt und Verzeichnisse der besonderen Koch= und Eßgewohnheiten der verschiedenen Nationen 48 Nationen ihre Ver von der Wehrmacht fü us Döberitz die 48 Nati Tumforde, im Lager Di ten: Die Reichskochschule ist nach dem Muster eines nationalsozialistischen Kameradschaftshauses organisiert A O K ## Zur Pflege des Pferdes gehört auch das Auswaschen der Augen Unten: Vor dem Ausritt ertellt die Reitlehrerin(im Vordergrund) ihren jungen Reitschülerinnen einige Ratschläge. auf den Hof des Schloßgutes Monsheim B1te GESRSI CHonsneim von Ein schönes Spiel haben die Amazonen von Monsheim erfunden:„Das Ballspiel zu Pferde“. Die Reitlehrerin nimmt das Pferd an die Longe und die Reiterin wirft, während das Pferd die Lehrerin umkreist, einen Ball in die Luft und fängt ihn wieder auf Sieben lustige Stalldurschen beim Reinigen des„Geschirrs“. Die Leiterin der Reitschule, vorne auf der Bank, spielt den Rhpthmus zur Arbeit Olitten in der Weingegend 4 c c von Dürkheim, Nierstein und Oppenheim, eine Viertelstunde Bahnfahrt von der alten Kaiserstadt Worms entfernt, liegt das kleine rheinhessische Dörfchen Monsheim. Außer seinem guten Wein hat Monsheim noch eine Besonderheit aufzuweisen, nämlich die erste und einzige Mädelreitschule in Deutschland. Sommer und Winter herrscht hier froher Betried. Die Leitung und Ausbildung hat eine staatlich geprüfte Reitlehrerin, die den Mädels während eines zehnwöchigen Aufenthalts auf dem Schloßgut Monsheim das Reiter=Abe beibringt. Nach der Beendigung eines jeden Kursus können die sungen Reiterinnen die Prüfung für das deutsche Reitabzeichen ablegen und sind nun„in allen Sattein gerecht! Das Striegeln und Putzen der Pferde gehört auch schülerinnen von Mons zum Pensum der jungen Reit115 Die Reitlehrerin zeigt einer Abe=Schützin des Reitsports das Umwickeln der Fesseln eines Pferdes Aufa.: Presse=Bild=Zentrale he um kommti der Sruhli ung in Kreuzworträtsel Oenn der Märzwind oüberdas Land braust, dann ist der Frühling nicht mehr weit.— Seitdem ist keine Ruhe mehe über den braunen Ackern. Vom ersten Morgenlicht geht der Pflug darüber und reißt den mütterlichen Boden auf. Nun rumpelt schon. mit Säcken beladen, der Wagen mit dem Saatgut den Feldweg hinein. Der Bauer knüpft sich das Saattuch über die Schulter und geht mit festen Schritten über das Feld. Mit ausholendem Schwunge wirft er die Körner in die frühlingsjunge Erde. Aufn.: Göbel, Löhrich S Bilderrätsel Zu wenig Waagerecht: 1. Stadt an der Saale, 6. Hunnenkönig, 10. Mineral, 12. Waldtier, 18. Stadt in Nordfrankreich, 14. Sonnendach, 15. Teil des Auges, 16. Ausschank, 19. Stadt am Bodensee, 20. seltsame Erzählung. Genkrecht: 2. Gestalt aus der Ribelungensage, 3. Tischspiel, 4. Stadt an der Donau, 5. bekannter Landschaftsmaler im vorigen Jahrhundert, 7. Stadt in Mecklenburg, 8. Gestein, 9. Kurort am Vierwaldstätter See, 11. holländischbelgische Landschaft, 17. Stadt in Südamerika, 18. Beleuchtungsmittel. 7 Der Gerichtsvollzieher kam, um zu pfänden. Er blickte in der leeren Wohnung umher:„Was besitzen Sie?“— Seufzte Notter:„Höchstens etwas Rheuma!“ 28 Ratschläge Kommst du zu Erstem, mög' es dir gelingen, Eser chhdte# Lach in hrungen. Dich unbeschadigt wieder hoch zu Daß du das Zweite mir ja nie vergißt, Besonders auch, wenn du Professor bist! Das Ganze ist so wichtig nicht; indessen Als Flieger solltest du es nie vergessen. 243 „Höre mal, wenn Herr Ridol kommt und nach dir fragt, sollte ich ihm sagen, daß du um sechs Uhr zurück bist. Wenn er nun aber nicht kommt, was soll ich ihm dann sagen?“ 95 Zeichnung: Stange Der Unterricht Auch vom Fasching geht man einmal nach Hause.— Oft führt der Weg im Zickzack.— Bruno schwankt heim.— Bruno kommt an einem Haus vorüber, nachts drei Uhr.— Vor dem Haus hängt ein Schild:„Unterricht in fremden Speachen.“— Bruno bleibt stehen.— Bruno beguckt das Schild.—„Komisch“, sagt er dann und schüttelt den Kopf.„— jetzt— nachts— um die Zeit?“ 67 Tugendlehre Wenn alle Blätter sind verdorrt, Ist's mit dem Sommer erstes Wort. Nicht darf man, nur um zu genießen, Ein zweites mit dem Bösen schließen. Man muß nicht grade, nur zum Schein, Ein Ganzes aller Tugend sein. 55 nicht! Jetzt ißzt du sie erst recht!“ Und dann muß Kaspar den Teler end nach enerdganzen Teuer uno nogh einen dazu zur Strafe essen.— Kaspar merrt sich das. Heute strahlt er seine Suppe an:„Suppe esse ich schrecklich gern, Mama!“ Die Mutter nickt:„Recht so! Dann ißt du gleich zwei Teller!“ Kaspar sitzt starr. Die Tränen kommen. „Aber, Mama“, schluckt er,„was muß ich denn sagen, damit ich keine Suppe zu essen brauche?“ 269 Auflösungen aus voriger Nummer: Bilderrätsel: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht— und wenn er auch die Wahrheit spricht. Gefahren der Großstadt: Obacht. Silbenrätsel: 1. Waage, 2. Ignoranz, 3. Rechtsanwalt, 4. Standarte, 5. Impromptu, 6. Nahum, 7. Demosthenes, 8. Dorothea, 9. Eisbahn, 10. Rousseau, 11. Katarakt, 12. Neujahr, 13. Othello, 14. Pfalzgraf, 15. Falstaff, 16. Nassau, 17. Influenza, 18. Chronist.— Wir sind der Knopf nicht auf Fortunas Muetze. 17. Bortsedzung Thy liegt und blickt dur Schon seit Stu für sie. Nach wenigstens ihn Sie hatte ihm beteiligt ist, un gemeinsam auf war der Franz dem Kreuzeckha Wege getroffen hatte vier= ode ein Telephonge Polizei verstänt beobachten, bis Mit müde hingelegt. Eine Wint sein kann. Da Leise, um Fenster. Unter Er schnaut eben blick im Skirau Hütte. Thy ist von auf der Holztre. mers zu. Jetzt muß sich Thy an un in Turnschuhen raum, um dort lange, bis er ko klumpen. Sein aufmachen muß Der Hütten flasche heißen Brote zurechtge schmelzende Eis Manchmal küßt ihren warmen will, wehrt sieh „Erst essen Bitte nicht sp erzählen. Sie zieht ih Bank und hullt „Du bist fi Ihre Augen ganz brat gend den Rest „War es sel die Kerls gesehe „Nein, ich nicht. Aber ich „Ich weiß, Uebrigens, Fran sagen, um ihm! habe aber nichts du dich nicht ver Heino wille auf der Treppe, Rahmen der Tre wenig ruhiger zu sam kommt er n beiden steht. Ein unheim spricht ein Wort, und Antworten. Sepp wartet Aber die sagenn Besonders Thy , u m z u p f ä n d e n. sung umher:„Was Rotter:„Höchstens 28 scht man einmal nach eg im Zickzack.— no kommt an einem Uhr.— Vor dem terricht in fremden stehen.— Bruno isch“, sagt er dann setzt— nachts— 67 zer Nummer: Il lügt, dem glaubt auch die Wahrheit t: Obacht. ge, 2. Ignoranz, te, 5. Impromptu, Dorothea, 9. Eistrakt, 12. Neujahr, Falstaff, 16. Nassau, Wir sind der Knopf R OMAN VON HERMANE.ZIEGLER 17. Bortsetzung Thy liegt in ihrem Bett. Sie liegt mit offenen Augen und blickt durch die Fensterscheiben hinaus in die Nacht. Schon seit Stunden liegt sie so. Es war ein furchtbarer Abend für sie. Nach dem Essen hatte sie Franzl alles gesagt, um wenigstens ihn über Heinos plötzliches Weggehen zu beruhigen. Sie hatte ihm nur verschwiegen, daß der Sepp selbst an allem beteiligt ist, und hatte erzählt, Sepp und Heino seien jedenfalls gemeinsam auf die Suche nach den Schiebern gegangen. Da war der Franzl einigermaßen beruhigt. Dann war sie oben auf dem Kreuzeckhaus bei Koch gewesen. Sie hatte ihn auf halbem Wege getroffen, als er gerade zur Hütte kommen wollte. Koch hatte vier= oder fünfmal telephoniert. Und als aus Garmisch ein Telephongespräch von Heino kam, hat er die Garmischer Polizei verständigt und gebeten, unauffällig das Bauernhaus zu beobachten, bis am nächsten Morgen seine Leute da seien. Mit müden, schweren Gliedern hatte Thy sich schließlich hingelegt. Eine Winternacht zieht auf, so traumhaft schön, wie sie nur sein kann. Da wird Thy allmählich ruhiger. Leise, um Mücke nicht zu wecken, steht sie auf und geht ans Fenster. Unten auf dem Platz vor der Hütte steht der Sepp. Er schnallt eben seine Skier ab, verschwindet dann einen Augenblick im Skiraum, kehrt gleich wieder zurück und geht in die Hütte. Thy ist vom Fenster zurückgetreten. Sie hört Sepps Tritte auf der Holztreppe, und gleich darauf geht die Tür seines Zimmers zu. Jetzt muß Heino auch bald da sein. Im Dunkeln kleidet sich Thy an und schleicht, als alles wieder ruhig geworden ist, in Turnschuhen und Trainingsanzug hinunter in den Hüttenraum, um dort auf Heino zu warten. Es dauert nicht mehr lange, bis er kommt. Aber er sieht aus wie ein einziger Eisklumpen. Seine Hände sind so steif, daß Thy ihm die Bindung aufmachen muß; wie tot sind seine Glieder vor Kälte. Der Hüttenofen ist noch warm. Thy hat in einer Thermosflasche heißen Tee vom Abendbrot aufgehoben und ein paar Brote zurechtgemacht. Mit einem Handtuch trocknet sie das schmelzende Eis auf seinen Haaren, während er ißt und trinkt. Manchmal küßt sie ihn leise auf die kalte Stirne und hält mit ihren warmen Händen sein eisiges Gesicht. Als er sprechen will, wehrt sie heftig ab. „Erst essen und trinken und warm werden, lieber Heino. Bitte nicht sprechen jetzt. Du kannst mir alles nachher erzählen.“ Sie zieht ihm seine Skistiefel aus, legt seine Beine auf die Bank und hüllt sie in eine warme Decke. „Du bist furchtbar lieb, Thylein!“ ae du slech fil en, mein Zugek“ hre Augen sind sehr böse und werden erst wieder hell, als ganz brav an die warmen Kacheln schmiegt und schweigend den Rest seines Brotes ißt. „War es sehr schlimm, Heino“, fragte sie dann.„Hast du die Kerls gesehen?“ „Nein, ich weiß nur, wo sie wohnen. Sehen konnte ich sie nicht. Aber ich habe sofort mit Koch telephoniert.. „Ich weiß, ich war gerade um diese Zeit oben bei ihm.— Uebrigens, Franzl weiß von der Sache. Ich mußte ihm etwas sagen, um ihm dein plötzliches Verschwinden zu erklären. Ich habe aber nichts Näheres über den Sepp gesagt. Nur damit du dich nicht versprichst, wenn er mit dir darüber reden will.“ Heino will eben etwas erwidern, da hören sie leise Schritte auf der Treppe, und eine Sekunde später steht der Sepp im Rahmen der Treppentür. Er sieht verstört aus und scheint nur wenig ruhiger zu werden beim Anblick Thys und Heinos. Langsam kommt er näher:„Ach, ihr seid'!“ sagt er, als er vor den beiden steht. Dann setzt er sich neben Heino auf die Ofenbank. " Ein unheimliches Schweigen folgt. Keiner von ihnen spricht ein Wort, und doch scheint diese Stille ein stetes Fragen und Antworten. Wort von den anderen. issen, was sie sagen sollen. Wunsch, jetzt über alles mit Sepp zu sprechen, doch sie bringt keine Silbe Lippen. Aber Sepp deutet das Schweigen anders. iehr mit ihm sprechen. Gr. 8. sti über die Lippen, Aber Sepp deutet das Schweigen anders. Er denkt, die wollen nicht mehr mit ihm sprechen. Er braucht nicht mehr zu fragen, ob Thy den Brief geholt hat. Er weiß es ganz bestimmt. Und er weiß auch, daß ihn Heino beobachtet hat. Er weiß alles, nur nicht, warum sie ihm nachgespürt haben. Seine Zigarette ist zu Ende. Er steht auf. „Nun wißt ihr ja, daß ich ein Lump bin. Gute Nacht. Ich will nicht länger stören.“ Seine Stimme klingt hart und bitter. Er will an Thy vorbei, aber da hält sie ihn fest am Arm.„Bleib, Sepp!“.— Sie sieht ihn fest an.„Wir haben mit dir zu sprechen.“ Aber er faßt ihre Hand und nimmt sie leicht von seinem Arm.„Laß nur, Thy, mit mir gibt's nichts mehr zu sprechen. Ihr wißt ja, was los ist. Ich auch— seit heute. Gute Nacht!“ „Sepp, wo ist das Geld?“ Heino hat sich halb auf seiner Bank aufgerichtet, sein von der Kälte gerötetes Gesicht wird noch dunkler vor Erregung, und in seinen Augen steht ein zorniges Funkeln. „Beruhige dich nur, Heino. Das Geld bringe ich morgen selbst zur Polizei. Ich weiß schon, was ich mir schuldig bin.“ Die Spannung in Heinos Gesicht läßt nach. Er ist ruhiger, als er antwortet: „Glaubst du denn, ich bin dir heute nachgefahren, um dich anzuzeigen— oder vielleicht haben wir aus Witz heute früh den Brief von der Post abgeholt, bloß, um dir einen Streich zu spielen?!—Mensch, Sepp, helfen wollten wir dir, dich aus der ganzen Suppe wieder herauszuziehen. Das war’s. So, und nun kannst du zur Polizei gehen, wenn du willst...“ Jetzt steht offenes, fast unglaubiges Erstaunen in Sepps Zügen. Er hat sich wieder umgewandt, sieht die beiden an, aber er bringt kein Wort heraus. „Setz' dich wieder, Sepp, wird sind noch lange nicht fertig", sagt Thy ruhig, um die Spannung nach Heinos Worten zu lösen. Sie erzählt dem Sepp alles, was nötig ist, und schließt: „... denk an deine Mutter und an deine Zukunft. Wenn du morgen zur Polizei gehst, wird man dich verhaften und verurteilen. Vielleicht weniger als die anderen, aber das ist ja letzten Endes egal.— Wenn du aber morgen früh zuerst mit hinauf zu Koch gehst, dann kann alles noch gut werden. Wenn der keinen Ausweg mehr weiß, dann ist's immer noch Zeit, zur Polizei zu gehen. Sepp, der sich wieder gesetzt hat, hält beide Ellbogen auf die Knie gestützt und den Kopf tief gesenkt. Es gibt gewiß keinen, der ihm eine Feigheit vorwerfen könnte, er hat hier oben in den Bergen mehr als einmal bewiesen, daß er keine Angst hat, nicht einmal vor dem Tod. Aber jetzt kommt er sich vor wie die jämmerlichste Memme, wie ein Weibsbild, das vor die Keseale Kalte schantsie eogen de esisent bes mnr Gnrike anbietet, nur wegen dieser lächerlichen Kameradschaft. Das versteht er nicht, das ist eine von den städtischen Sitten. Kameradschaft gibt es nur mit Fäusten. Los, Heino, jetzt aber endlich raus, es ist höchste Zeit!— Franzl ist's, der den Heino an beiden Schultern gepackt hat und auf seiner Matratze hin und her schüttelt, daß ihm Hören und Sehen vergehen. „Ja, ich steh schon auf. Wieviel Uhr ist es denn?" Neun Uhr!" Da ist Heino mit einem Satz aus dem Bett.„Herrgott, warum habt ihr mich denn so lange schlafen lassen!“ Sein verschlafenes Gesicht sieht vorwurfsvoll aus den wirren Haarsträhnen hervor. „ Schon ist er draußen. Drunten in Bärbls Waschküche hängt er seinen Kopf in das Wasser, das so kalt ist, daß er das Gefühl hat, als verbrühe er sich mit zischendem Dampf. Aber jetzt ist er wach. Am Frühstückstisch trifft er nur noch Franzl und die Müllerin. Heino schlingt sein Frühstück hinunter und geht in die Skikammer, um seine Abfahrtsbretter zu wachsen. Sie stehen nicht