eeeee oosossessesssssss Eemee, Aelanzele 1 mm boch und 2s uim brei aus Big.“ 14 tägig mit Sonntagsblatt.— Mk., ohne Sonntagsblatt 95 Pfg. (Durch die Post bezogen monatlich.25 Mk.) Geschäftsstelle: Stockumer Straße 23. Fernruf Nr. 3134.— Für die Redaktion verantwortlich: Kriz Küchina. verbunden mit der„Annener Volk szeitung“ Anzeigenblatt für Witten-Annen und die Stadtteile Stockum und Düren. Looseeneentsenserceretessomn wissunnzuemche Kosssssiss Lesssosensbesnet Interate finden bei der großen Auflage der„Annener Zeilung“ weite und billige Verbrettung.— Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegsau. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Gewähr. Rotationsdruck und Verlag von Fritz Küchina, Witten=Annen. — Nr. 72. Samstae, den 26. Härz 1932. 68. Jahrgang. Ostern in der Politik. Von Professor Martin Dibelius, Heidelberg. Die christlichen Feste stellen im Ablauf des politischen Geschehens kaum noch Pausen und schon gar nicht mehr wirkliche Ruhepunkte dar. Es hilft nicht, darüber zu klagen; es hilft vollends nichts, wenn wir an der Tatsache vorbeisehen. Es bleibt nur eines: die Lage zu begreifen und der Tatsache Rechnung zu tragen, daß wir Ostern feiern als Menschen, die zwischen zwei großen Wahlentscheidungen mit politischen Sorgen überreichlich beladen sind. Das bedeutet nicht, daß wir unsere Politik mit ein paar„christlichen“ Redewendungen verbrämen wollen, sondern daß wir österliche Gedanken hineinsagen in unsere mit Politik belastete Lage. Die christliche Gemeinde ist auf den Osterglauben gegründet worden, auf den Glauben an den Auferstandenen, auf den Glauben, daß der am Kreuz Gerichtete aller Schmach zum Trotz der Sieger sei. Und alles, was die Welt als christliche Kraft kennt. die Kraft der Bruderliebe wie die Kraft der Beharrung im Leiden, Betätigung in der Welt wie Ueberwindung der Welt, ist ursprünglich aus diesem Glauben erwachsen. Dieser Glaube selbst aber ist weder eine Meinung noch Weltanschauung, sondern ein bestimmtes Verständnis eines bestimmten Geschehens, des Schicksals Jesu, ein Verstehen dieses Schicksals als Gottes Fügung, eine Deutung dieses Schicksals als einer dem Menschen gestellten Aufgabe. Was die Christen zusammenschloß, was die christliche Bruderliebe zeitigte, war nicht irgendeine menschliche Sympathie oder irgend eine natürliche Verbindung des Stammes oder Blutes, sondern es war dies: daß eine Anzahl Menschen das Stück Geschichte, das ihnen gemeinsam widerfahren war. im selben Glauben bejahten und ihre Daseinspflichten danach verstanden. Es sollte nicht schwer sein, die Gedanken von diesem ichen Schieselsuauftkudnio#! Schiasalsverstanonis hinzuwenden zum Schicksal eines Volkes. Denn ein christliches Begreifen der Nation und ihrer Aufgaben ist nicht in erster Linie zu gewinnen vom Blutzusammenhang. sondern von der verbflichtenden Verbindung, die unser gemeinsames Schicksal zwischen uns geschaffen hat. Wenn in diesem Schicksal Gott zu uns gesprochen hat,— und das ist doch die Aussage des Glaubens— dann hat er gewaltig und mit nicht zu überhörender Stimme gesprochen. Wohl niemals, soweit unser Blick in die Vergangenheit reicht, war das Leben bis in die Verzweigungen des privaten Daseins hineln so vom gemeinsamen Schicksal bedingt. Wir brachten gemeinsam die Blutopfer des Krieges, wir saßen gemeinsam in dem Wirtschaftsgefängnis, in das uns die Blockade gebannt hatte, gemeinsam erlebten wir die Enttäuschung von 1918, gemeinsam das Auf und Ab der Jahre seit Versailles. Gewiß wurde bei all diesem von Menschen gehandelt, klug und töricht, kraftvoll und schwächlich, aber wer, der überhaupt an ein Schicksal glaubt, wollte sich vermessen, den Ablauf dieser Dinge aus einem Zusammenspiel menschlicher Kräfte abzuleiten? Wer mit dem Osterglauben an dieses Geschehen herantritt, hört aus ihm den Anspruch Gottes heraus und die Forderung, zu tragen, zu wirken und zu gestalten. Wir haben uns freilich immer mehr daran gewöhnt, diesen Anspruch durch geräuschvolle Anklagen zu übertönen. Auch diesenigen, die das Buch der jüngsten Geschichte nicht wie ein Schulheft mit roter Tinte behandeln, stellen sich doch oft zu dem Ablauf der Ereignisse wie der Staatsanwalt zu einer Verbrecherlaufbahn. Die ganz kurzfristigen Deuker blicken nur bis 1918 zurück und verklagen Scheidemann; andere denken an 1914 und beschulden Bethmann; im selben Ton geht es gegen Bülow und gegen den Kaiser. Solche Anklagen mögen vor dem Forum der Geschichte teilweise oder ganz anerkannt werden; als Deutungen unseres Schicksals gehen sie völlig in die Irre. Sie unterstützen die Einbildung, daß nur ein paar böse Menschen die Unheilstifter der Weltgeschichte wären. Menschliche Unzulänglichkeit ist gewiß ein Faktor des Geschehens, aber nicht der gestaltende. Es ist eine Anschauung ohne Glauben, die der Dummheit und der Bosheit die führende Stelle anweist. Und es ist eine Anschauung ohne Liebe, die menschliche Bedingtheit mit Schlechtigkeit verwechselt. Auch solche Bedingtheit ist schicksalhaft mit Erbgut und Erfahrung gegeben. Wer die Ehrfurcht vor unserem Schicksal nicht verlernt hat, wird es ablehnen, die eigene Stellung vom Haß gegen Volks= und Schicksalsgenossen bestimmen zu lassen. Es gehört zur Organisation eines politisch mündigen Volkes, daß die Gegner einander bekämpfen, aber ein Volk, das die Schicksalsgenossenschaft leugnet, die auch politische Gegner miteinander verbindet, das weigert sich dem Anspruch, den ein solches Schicksal an uns macht, dem Anspruch, der für den Gläubigen der Anspruch Gottes ist. Laßt fahren hin das Allzuflüchtige! Wer seine eigene Aufgabe innerhalb der Nation begreifen will, der besinne sich zu Ostern auf den christlichen Glauben, der dem paradoxesten Schicksal einen Sinn und eine Losung abgewann, weil er es von Gott bestimmt wußte. Die Deutung dessen, was auf uns liegt, gewinnen wir nicht, indem wir Klagen mit Anklagen beschwichtigen. Aber ein Volk, das die Schicksalsgenossenschaft nicht verleugnet, weil es den Anspruch Gottes in diesem Schicksal vernimmt, wird sein Geschick nicht nur deuten, sondern bewältigen. Roio* Die Klage vot dem Staatsgerichtskof. Leipzig, 25. März. In Leipzig hat die öffentliche Verhandlung des Staatsgerichtshofs für das Deutsche Reich in der Streitsache„NSDAP. gegen Preußen“ begonnen. Die Antragsteller sind: der Führer der NSDAP. in seiner Eigenschaft als Reichspräsidentschaftskandidat, Adolf Hitler in München; zweitens die NSDAP. selbst, drittens die nationalsozialistische Fraktion des Reichstages, viertens der preußische Landtagsabgeordnete Kube als Wahlleiter der NSDAP. für die Preußenwahlen, als Führer der preußischen Landtagsgruppe der NSDAP. und als NSDAP.= Gauleiter im Gau Ostmark=Frankfurt(Oder). Die Antragsteller werden vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Frank II, München, der Abgeordnete Kube außerdem auch durch den Rechtsanwalt Dr. Roland Freisler, Kassel. Antragsgegner sind der Freistaat Preußen und der preußische Innenminister Dr.=Ing. e. h. Karl Severing. Als Vertreter Preußens sind erschienen Ministerialdirektor Dr. Badt, Ministerialrat Schönner, Ministerialrat Janich und Regierungsassessor Dr. Oesterle. Der Vorsitzende erklärte, daß die Verhandlung unbedingt zum Abschluß gebracht werden müsse, da der nächste Tag Karfreitag sei. Die Oeffentlichkeit würde es nicht verstehen, wenn an diesem Tage der Staatsgerichtshof zusammentreten müsse. Die Antragsgegner, also die preußische Regierung, geben der RSDAP. und den ihr angeschlossenen Formationen, SA., SS., HI., RSKK., zu Händen der Gliederungen derselben, bei denen jemals Materjal aus Anlaß der Durchsuchungsmaßnahmen vom 17. März 1932 beschlagnahmt oder sichergestellt oder sonstwie in polizeiliche Verwahrung genommen wurde für die Zeit bis zur Beendigung des Wahlkampfes um die preußischen Landtagswahlen, also bis zum 24. April 1932 abends 6 Uhr, folgendes Aktenmaterial heraus:(es folgt eine genaue Aufstellung der beschlagnahmten Akten). In der Hauptsache handelt es sich bei dem Antrag darum: Die NSDAP. fordert erstens, daß die Anordnung des preußischen Innenministers vom 17. März als verfassungswidrig, und zwar gegen Artikel 124 und 125 der Reichsverfassung verstoßend bezeichnet wird. Zweitens sollen alle Maßregelungen der unmittelbaren und mittelbaren Staatsbeamten sowie der Kommunalbeamten in Preußen. soweit diese Maßregelungen auf Grund der Zugehörigkeit zur RSDAP. erfolgt sind, nach Artikel 130 II der Reichsverfassung unzulässig sein. Drittens soll erklärt werden, daß Anordnungen und Verfügungen dieser Art unverzüglich nach Zustellung des Urteils des Staatsgerichtshofes mit rückwirkender Kraft aufgehoben werden müssen. Alle Dienstentlassungen und alle eröffneten Dienststrafverfahren seien rückgängig zu machen. Im Verlauf der erregten Verhandlung verlas Ministerialdirektor Badt ein Schreiben des Reichswehrministers Dr. Groener am 8. März d. J. an die preußische Regierung, in dem erklärt wird, daß eine Persönlichkeit, die mit den Verhältnissen bei der NSDAP. und ganz besonders bei der SA. vertraut sei, Wahrnehmungen gemacht habe, die zu Besorgnissen Anlaß gäben. Der Gewährsmann habe über Maßnahmen der SA. berichtet, die über das bisherige Maß wesentlich hinausgegangen seien. In allen Teilen des Reiches, besonders aber in Schlesien, habe die SA. die Waffenlager der Reichswehr feststellen lassen, um diese durch Handstreich zu nehmen. Die Reichswehr habe wohl Gegenmaßnahmen getroffen, u. a. habe sie Gewehre und Gewehrschlösser gesondert gelagert, aber die SA. habe diese Schwierigkeiten bereits überwunden. Ueberall dort, wo die bisherigen SA.=Führer nicht ehemalige Offiziere gewesen seien, seien sie durch solche ersetzt worden. Mau habe davon gesprochen, daß Frick, Strasser, und Goebbels in der Reichspräsidentenwahl die letzte Chance zur legalen Uebernahme der Macht gesehen hätten. Wenn die Kandidatur Hitlers sich als aussichtslos erweisen sollte. so würde schon am Tage nach der Wahl die SA. losschlagen, um der RSDAP. die Macht zu sichern. Dr. Badt erklärte dann, der preußische Innenminister habe von dieser Sachlage Kenntnis genommen und erst nach sorgfältiger Prüfung der ihm durch den Reichsinnenminister gewordenen Mitteilungen sich zur Durchführung der Maßnahmen entschlossen in dem Augenblick, in dem nach dem Ausgang der Präsidentschaftswahl die Gefahr bestand, daß enttäuschte Unterführer der SA. zu illegalem Vorgehen schreiten könnten. Nach der Erklärung Dr. Badts, daß Minister Severing das Schreiben des Reichsinnenministers bisher nicht bekanntgegeben habe, um die Oeffentlichkeit nicht zu beunruhigen, wurde die Verhandlung unterbrochen. Vergleichsvorschlag des Präsidenten. Nach Wiedereröffnung der Sitzung gegen 16.25 Uhr gab der Vorsitzende, Reichsgerichtspräsident Dr. Bumke, folgende Erklärung ab:„Rechtsanwalt Frank II hat eine Acußerung getan, die dahin gedeutet werden konnte, als wolle er dem preußischen Innenminister den Vorwurf einer Täuschung der Oeffentlichkeit machen. Nach Erörterungen über diesen Punkt hat sich ergeben, daß Herrn Frank: diese Beschuldigung ferngelegen hat. Die Sache ist damit erledigt. Im übrigen habe ich mich auf Grund der Erklärungen, die im Lause der Verhandlungen gemacht sind, entschlossen, zu versuchen, den Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung durch einen Vergleichsvorschlag zu erledigen. Ueber den Inhalt dieses ges und die Aussicht des Zustandekommens vermag ich im Augenblick nichts zu sagen. Ich kann aber feitstellen, daß ich mit den beiden Streitteisen darin einig'n, daß es sich mit Rücksicht auf die schmebenden Vorhandlungen nicht empfiehlt. in dem jetzigen Streitverfahren über den Ersaß einer einstweiligen Verfügung fortzufahren. Ich habe daher jetzt nur die Sitzung zu schließen.“ Die Verhandlung war damit beendet. Brannschweiger Versammlung der Hitler=Jugend verboten. W2B. Braunschweig. 25. März. Wie die braunschweigische Polizei mitteilt, ist die im Rahmen der Führertagung der Hitlerjugend zum 1. Osterseiertag geplante Versammlung der Hitlerjugend in der Stadthalle nunmehr von Reichs wegen verhoten worden. * Jahrestag der faschistischen Kampfbünde. Rom, 25. März. Anläßlich des 13. Jahrestages der Gründung der ersten faschistischen Kampfbünde in Mailand im Jahre 1919 hatten alle Städte Italiens am Mittwoch geflaggt. In Rom brachten die faschistischen Verbände dem Duce vor dem Palazzo Venezia eine stürmische Kundgebung dar. Mussolini trat auf den Balkon hinaus und richtete einige Worte an die Menge. Der Winter, so sagte er u.., ist vorüber und damit die schwerste Zeit für alle. Im nächsten Winter werde es mehr Arbeit und mehr Unterstützung geben. Die Losung heiße heute: Durchhalten bis zum Siege d.., bis saschistische Italien keine höchste Kraft erreicht habe. Stegerwald erklärt: Die Frage der Tarifverträge nach dem 30. April 1932. Amtlich wird mitgeteilt: Zu der Notiz in einer großen Berliner Tageszeitung, wonach in Aussicht genommen sein soll, die Laufdauer der Lohntarifverträge für bestimmte Gewerbe durch Verordnung über den 30. April 1932 hinaus zu verlängern, weist das Reichsarbeitsministerium darauf hin, daß eine solche Maßnahme sich offenbar schon deshalb erübrigt, weil die Parteien, wie schon jetzt mit Sicherheit anzunehmen ist, von der Kündigungsbefugnis der Lohntarifverträge zum 30. April nur ausnahmsweise Gebrauch machen werden. Ein solches Verhalten entspricht auch der Auffassung des Reichsarbeitsministeriums. Nach der erheblichen Senkung der Löhne und Gehälter durch die vierte Notverordnung erscheint eine erneute allgemeine Herabsetzung nicht tragbar und bei der steigenden Bedeutung des Binnenmarktes für die deutsche Wirtschaft auch nicht wünschenswert. Berechtigt erscheint ledigtich in einzelnen Berufszweigen die Anpassung der bisher gegenüber dem allgemeinen Lohnstand noch überhöhten Löhne oder Gehälter. Bei der gegenwärtigen Lage Deutschlands sollte jede vermeidbare Beunruhigung durch Tarifkündigungen unterbleiben. Im übrigen sind in der letzten Zeit vereinzelt Zweisel geäußert worden, ob nicht Tarifverträge, die zu ihrem Ablauf der Kündigung bedürfen, auch wenn diese nicht erfolgt, gleichwohl auf Grund der Notverordnung vom 8. Dezember.1931 mit dem 30. April 1932 von selbst ablaufen. Diese Zweisel sind, wie das Reichsarbeitsministerium weiter mitteilt, nach Wortlaut und Zweck der fraglichen Vorschrift der Notverordnung nicht berecht'gt. Danach laufen Tarifverträge nur dann ohne Kündigung mit dem 30. April 1932 ab, wenn sie nicht auf längere Zeit abgeschlossen sind.„Auf längere Dauer“— nämlich für unbestimmte Zeit— sind aber auch solche Tarifverträge abgeschlossen, die nach ihrem Inhalt zum Ablauf der Kündigung bedürfen. Keine deutschen Waffenlieferungen Eine Anfrage im englischen Unterhaus. Im Unterhaus wurden verschiedene Fragen über die Ausfuhr von Waffen und anderem Kriegsmaterial nach Japan und China gestellt. Ein Arbeiterabgeordneter fragte, ob es der Regierung bekannt sei, daß die deutsche chemische Industrie in den letzten sechs Monaten große Mengen von Chemikalien nach Japan geliefert habe. Er wünsche Aufklärung über den Betrag dieser Ausfuhren und über die deutschen Lieferfirmen. Eine ähnliche Frage stellte derselbe Abgeordnete über die Ausfuhr von Waffen und Munition nach China und Japan. Der Außenminister Sir John Smon erklärte, daß er in keiner Weise über solche Lieferungen, wie sie der Abgeordnete anführte, unterrichtet sei.(D.., daß die Anfrage jeder Begründung entbehrt.) Waffenstillstandsbedingungen der japanischen Admiralität. Die japanische Admiralität hat beschlossen, die Regierung aufzufordern, von der chinesischen Regierung die Genehmigung für den Aufenthalt japanischer Truppen in Wusung zu verlangen. Auch die Eisenbahnlinie Wusung—Schanghai müsse in japanischen Händen’eiben. Ohne diese Bedingungen würden die Waffenstillstandsverhandlungen für Japan wertlos sein. Japaner beschießen chinesische Stellungen. Die Telegraphenagentur der Sowjetunion meldet, daß die chinesischen Stellungen bei Liutschö und Nandschau(?) von japanischer Artilietie beschossen werden. Die chinesischen Geschütze erwiderten das Feuer nicht. Die Lage sei weiterhin gespannt. Litauischer Schwindel. Kein Kriegszustand— aber„Gesetz zum Schutze der Republik“. Kowno, 25. März. Der litauische Innenminister erklärte in einer Presseunterredung, daß der Kriegszustand in ganz Litauen und auch im Memelgebiet demnächst aufgehoben werden würde. An die Stelle des Kriegszustandes wird aber ein „Gesetz zum Schutze der Republik“ gesetzt werden. Die Wahlen im Memellande sollen nicht mehr unter dem Kriegszustande stattfinden. Zu der Frage des neuen Seimwahlgesetzes erklärte der Innenminister ferner, daß diese Frage noch nicht spruchreif sei. Soweit bis jetzt bekannt wird, enthält das neue„Gesetz zum Schutze der Republik“ so scharfe Bestimmungen, daß nur dem Namen nach eine Abänderung des Kriegszustandes erfolgt. In Wirklichkeit gibt das Gesetz Möglichkeiten zu einer Knebelung, wie sie die Kriegszustandsbestimmungen in so scharfer Form bei weitem nicht aufweisen. Es würde sich also danach lediglich um eine Umgehung des Versprechens handeln, das der litanische Außenminister Zaunius in Genf den Unterzeichnermächten abgegeben hat. * * 4 9 4 7 Lokales Witten=Annen, 26. März. ist erstanden! Man muß das einmal gehört haben, wenn Goethes„Faust“ auf der Bühne aufgeführt wird. Wie da in dem dunklen Studierzimmer ein Menschengeist ringt und kämpft, um schließlich aus eigener Erkenntnis keine andere Lösung zu finden, als Gift. Schon hebt Faust die Schale mit dem„Auszug aller tödlich feinen Kräfte“. zum Munde, da ertönen in das Läuten der Österglocken die Chöre der Engel mit dem jubelnden, siegesgewissen:„Christ ist erstanden!“ Wer überhaupt hat den Geist des Osterfestes besser erfaßt und zum Ausdruck gebracht als Goethe. In diesen Tagen wird überall in Stadt und Land das Andenken an diesen größten deutschen Dichter gefeiert. Hundert Jahre sind vergangen seit dem Tage, an dem er seine Augen für immer schloß, kurz nachdem er sein Lebenswerk„Faust" beendet hatte. Goethe, der Mensch, verging, sein Werk aber lebt und staunend stehen wir heutige Generation, die wir doch so gerne alles vor hundert Jahren Gewesene mit leiser Verachtung als„von Auno dazumal" bezeichnen, vor dem Geist jenes Mannes, dessen Werke heute noch unerreichbar, unnachahmbar sind, dessen Werke Wahrheiten und Weisheiten enthalten, wie sie kein Dichter der Jetztzeit treffender auf unsere Gegenwart prägen könnte. Goethe steht jenseits von Mode und Zeitrichtung, als Mensch, als Dichter und als Gelehrter. Doch nicht von Goethe wollte ich schreiben, sondern vom Osterfest. Frühzeitig und in aller Stille hat sich die friedlichste aller Demonstrationen vollzogen: Die Österhasen sind aufmarschiert und mit ihnen sind ungezählte gelbe Kücken in Annen eingefallen, die nach guter alter Sitte in Marzipan, Schokolade, Zucker, Seise, Watte oder Papiermaché den Hasen Konkurrenz machen. Zwar weht noch ein recht kühler Wind und so ganz traue ich auch der Sonne nicht, ob sie nicht doch zu Ostern einen Schneezauber zuläßt. Die Sonne ist— wenigstens bei uns im Deutschen— weiblich, und traue einer den Frauen. Gesichtsschleier werden ja wieder getragen, wer garantiert dafür, daß Frau Sonne nicht mal Wolkenschleier schön findet. Die Frauen überhaupt. Da hatte eine Bekannte von mir einen Mantel mit Kalbfell besetzt. Das war mal modern, und kurz war er, daß die Bembergknie schon von weitem hervorsahen. Mit einem Mal wurden die Kleider länger, erst kamen Zipfel, dann wehende Fahnen, schließlich wuchs das ganze Kleid unterm Mantel hervor. Also: Kalbfell runter und Persianer dran, unten ein breiter Streifen: und schon paßte der Mantel. Doch das Wachsen der Kleider ging bis an die Schuhe, und so machte man aus der Not der kurzen Mäntel die Tugend der Jacken. Radikal war die Arbeit: Alles, was über die Hüften hinausging, verschwand. Seitdem kann ich den Gedanken nicht los werden, daß alle Jäckchen eigentlich abgeschuittene Mäntel sind. Doch Mode ist Mode, und wenn's auch ein bißchen kühl in die Gegend weht, so ist doch der Mode und dem letzten Schick Genüge getan, und das ist die Hauptsache. Hoffentlich kommt der ganze Kleiderstaat auch zur Geltung. Wie's Wetter wird? Ja: Seh' ich hell die Sonne strahlen, Denk ich an den Frühling faktisch, Und ein Frühlingslied zu dichten, Wäre in der Tat ganz praktisch. Doch, wie oft ich Frühlingsanfang Voll Gefühl hab' angeleiert Jedesmal noch hat das Wetter Mich ganz schändlich angemeiert. nun Dies und das... Die Österglocken läuten wieder über die Reiche der Welt und künden von Auferstehung. Leuchtendes Frühlingssonnengold flutet herab vom Himmel, und wir heben die Augen empor zum Licht, an das wir mitten in tiefster Winternot glaubten, dem wir vertrauten, als noch die rauhen Stürme durchs Land brausten und alles Leben und alle Schönheit verloren schien. Wir fühlen es zu tiefst im Herzen, daß das Wunder der werdenden Natur vor der Tür steht, wir glauben an Auferstehung, weil wir mit sehenden Auges das Erwachen verfolgen können, das Schwellen der Knospen, das Höhersteigen der Sonne, das Längerwerden der Tage. Zwar fällt das Osterfest in diesem Jahre auf einen frühen Zeitpunkt, wir haben das große Treiben und Blühen noch vor uns. Aber Schneeglöckchen und Krokus künden es an, und wir fühlen und wissen, daß unser Ahnen, Sehnen und Wünschen durch den Frühling zu lachender Wirklichkeit werden wird, wenn erst Blütenschimmer und grünes Gezweig uns umgeben. Und nicht nur in der Natur da draußen. Der Menich fühlt dankbaren Herzens, daß das ewige Gesetz der Wiedergeburt auch ihm selber gilt, felsenfest ist die Zuversicht, die dem eigentlichen Frühlingsfest zugrunde liegt. Die christliche Vorstellung von der Auferstehung des Heilands ist mit den uralten Traditionen der Jahreszeiten verschmolzen, hat den Naturglauben verinnerlicht und vergeistigt. Der Heiland, der die Pforte des Grabes sprengt und die Natur. die aus der Winterstarrheit zu neuem Leben erwacht— beide sind der Sieg des Lebens über das Vergehen. Wir haben den Auferstehungsglauben heute besonders nötia. Wie einst der Gottessohn, so trägt auch unser Volk heute das Kreuz und muß den Leidensweg geben zum Hügel von Golgatha. Und wir sollten hoffen und glauben, wie wir mitten im Winter an den kommenden Frühling glauben, daß auch für uns ein deutsches Ostern werden wird. Noch ist über Deutschland die Sonne dieses Auferstehungstages nicht aufgegangen, doch sollten wir fest darauf bauen und danach streben, daß endlich wieder nach Not und Nacht der deutsche Frühling blüht und die Osterglocken läuten über unserem Vaterland. Christ ist erstanden Aus der Verwesung Schoß; Reißet von Banden Freudig Euch los. Sonntagsworte. Karfreitag und Ostern— dicht nebeneinander und doch so verschieden wie Tag und Nacht, wie Tod und Leben. Am Karfreitag jubeln die Feinde: nun ist es aus mit ihm, am Ostermorgen geht die Kunde von Mund zu Mund: er ist auferstanden, Jesus lebt! Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werk verkündigen— ahnungsvoll durchzieht das die Seele Jesu während seines ganzen Leidens, und am Östermorgen wird es zur frohen, aller Welt geoffenbarten Wahrheit in der Auferstehung: Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Ich werde nicht sterben, sondern leben— so weiß es von nun an im Glauben der Christ, der mit dem ewiglebenden Herrn sich zusammenschließt, und alle Schrecken des Grabes, alles Grauen des Todes, alle Angst des Herzens mit der frohen Osterbotschaft siegreich überwindet: Jesus. er, mein Heiland, lebt, ich werd' auch das Leben schauen! Ich werde nicht sterben, sondern leben— so erfährt es die christliche Gemeinde, von allen Seiten angefochten, von tausend Feinden umgeben, vom Zeitgeist als ohnmächtig verspottet, von der Welt schon oft als sterbende verhöhnt, und doch bei aller Schwachheit stark, bei aller Armseligkeit reich an unverwüstlichen Lebenskräften, geprüft und gezüchtigt, aber nicht ertötet, weil auf dem festen Grunde und Eckstein gegründet, der für die Ewigkeit hält und trägt, die Werke dessen verkündigend, der das Leben ist und Leben schafft. Darum klingt noch ein anderer Ton aus der Österbotschaft, an alle, die sie hören, fordernd, mahnend, aufrüttelnd, ein Gottesruf an unser besseres Selbst in allem Kampfe, in allen Prüfungen. in aller Dunkelheit und Vergänglichkeit unserer Zeit: Du sollst nicht sterben, und du darfst nicht sterben, du sollst leben! Aber alles, was sterblich an dir ist, was verweslich in dir ist, was dem Tode verfallen ist, das muß hinweg. Ostern, das heißt, zum Leben bist du gerufen, zum Leben mußt du hindurchdringen, und Ostern ist da. Ostern um dich und für dich, aber in dir soll es auch Ostern werden! Christus soll in dir leben und du in ihm! Man ist geneigt, in diesen Goethetagen die Osterverse Faustens herzusagen. Die Sonne liegt so blank auf Flur und Gassen, daß man die Strahlen einzeln möchte fassen. Die Drossel singt, und auf des Hauses Giebel schwatzt schon der Star aus seiner Frühlingsfibel. Und wenn dazu an Annens Straßenecken das Altpapier sich schamvoll möcht' verstecken, das wirkte dann— im Gegensatz zu neulich— am Ostersonntag wirklich recht erfreulich. Und neue Mäntel, frische bunte Mützen, sie könnten doppelt in die Augen blitzen. Denn längst schon sind die guten Östereier nicht rund nur noch wie bei der Osterfeier, die Großmama als Mädchen mitgemacht. Sie sind noch da in ihrer bunten Pracht; doch manches andre Ei kommt noch hinzu. Das heißt dann Kleid, Pralinen oder Schuh; und manchmal auch(nicht wahr, wie wundersam?) in heimlicher Erfüllung: Bräutigam. Was Häschen bringt, es sei auch, was es sei: Mög' gut bekommen Dir Dein Österei! Semper Idem. Deun der Frühling ist in Anneu Immer etwas problematisch, Darum will ich lieber schweigen: Dieses nennt man diplomatisch. Ein frohes und gesegnetes Osterfest wünsche ich allen meinen Lesern. Auf Wiederhören am nächsten Samstag. Hans Sperling. —— Raute: § Annen, 26. März.(Osterpost mit Wohlfahrtsbriesmarken.) Am 31. März hört der Verkauf der Wohlfahrtsbriefmarken dieses Winters auf. Jeder, der noch mit kleinen Beträgen den vielen Notleidenden helfen will und kann,, wird daher herzlich gebeten, sich jetzt einen Vorrat an Wohlfahrtsbriefmarten zu kaufen, die bis zum 31. August zur Frankierung aller Postsendungen gültig bleiben. In der Österwoche sollten möglichst viele Karten und Briese, besonders Oster= und Reisegrüße, mit Wohlfahrtsbriefmarken freigemacht werden. * SSSSSCSSSSSSSS § Annen, 26. März.(Ostersonnabend.) Am Morgen des Ostersonnabends erwacht die Hausfrau mit schweren Sorgen und mit großer Unruhe. Sie ist verantwortlich dafür, daß es während der Feiertage an den üblichen Genüssen nicht fehlt, daß die hungrigen Mäuler der Familie satt werden. Da gilt es, treppauf, treppab zu laufen, muß alles herangeschleppt werden, was zwei Tage lang morgens, mittags und abends verzehrt wird. Fleisch. Wurst, Butter und Brot, Kuchen und Kaffee, Eier und Käse. Aber das Heranschleppen ist es nicht allein. Es muß auch bezahlt werden, und das ist eben die größte Sorge der Hausfrau. Ihr Wirtschaftsgeld ist trotz Ostern und trotz der Feiertage nicht etwa mehr geworden, aber die Familie verlangt dennoch etwas Besonderes. Wie soll sie den Wünschen gerecht werden? Sie weiß es selbst nicht und beginnt auf einem weißen Zettel eine lange Rechnerei mit dem Erfolg, daß das Geld immer nicht reicht, daß aber immer noch Kleinigkeiten fehlen. Hier setzt die bewunderswerte Leistung der Hausfrau ein, die schließlich doch eine Basis findet, die feiertagsmäßig und im Preise gleichbleibend ist. Was soll an diesem Ostersonnabend nicht noch alles geschafft werden! Die Wohnung soll bis ins kleinste Winkelchen am Abend blendend sauber sein, schließlich möchte man auch zur eigenen Pflege kommen. Kurzum, es ist den ganzen Tag eine elende Hast. eine Aufregung, die so groß ist, daß die Männer am liebsten aus dem Hause rennen möchten, die mit der ganzen Sache nichts zu tun haben wollen, sondern lediglich Nutznießer der Vorbereitungen sein möchten. Eine undankbare Gesellschaft doch, diese Männer! Endlich, wenn die Abendstunden des Ostersonnabends beginnen, kehrt die Ruhe zurück. Dann ist's Osterheiligabend im trauten Familien= kreise, ein Vorgeschmack zweier schöner Feiertage! Die Mulstuck. Semmer umonst. lieber Kaffertrinker! Wer ½ Bohnenkaffee mit ½3 Kathreiner mischt, spart an einer einzigen Tasse fast soviel, als eine Semmel kostet.-Wenn esnoch keinen Kathreiner gäbr müßte er jetzt geschaffen werden. —(Zur großen Armee abgerufen) wurde nach kurzem Krankenlager im Alter von 86 Jahren der älteste Veteran von Annen, der Kamerad Josef Österholz. Der Verstorbene hat die Kriege 1870/71 mitgemacht und wurde, neben anderen Ehrenzeichen, auch mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Im Kreise der Kumeraden des Ver. Landwehr= und Krieger=Vereins erfreute er sich großer Beliebtheit und Wertschätzung. Er ruhe in Frieden! —(Falsche Gerüchte um die Einkommensteuer.) Gerüchtweise wird behauptet, die Reichsregierung wolle die Einkommensteuer für 1931 durch die geleisteten Vorauszahlungen abgelten und überzahlte Vorauszahlungen nicht erstatten. Weiter sei beabsichtigt, am 10. April 1932 eine weitere Vorauszahlung auf die Einkommensteuer zu erheben. Diese Gerüchte entsprechen nach Mitteilung des Reichsfinanzministeriums in keiner Weise den Tatsachen. Die Termine für die Einkommensteuervorauszahlungen sind durch die Notverordnung vom 7. Dezember 1931 und die Verordnung vom 5. März 1932 um je ein Monat vorverlegt worden. Die nächste Einkommensteuervorauszahlung ist also am 10. Juni 1932 fällig. Die Einkommensteuerveranlagung wird ordnungsmäßig durchgeführt werden. Ueberzahlte Vorauszahlungen werden nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften erstattet. —(Der Verkehrsverein) teilt uns folgendes mit: In der vor einigen Tagen veröffentlichten Bekanntmachung der Reichsbahndirektion Essen über neueingeführte Sonntagskarten war angegeben, daß von Witten=West nach Wanne=Eickel nur Festtagskarten ausgegehen werden würden, während von Witten=Ost nach Wanne Sonntagskarten zur Ausgabe gelangten. Auf Vorstellung des Verkehrsvereins ist die Nachricht eingegangen, daß vom 24. März ab auch von Witten West nach Wanne=Eickel Sonntagskarten zu haben sind. (Die Stadtbücherei in Witten,) Blücherstraße 12, ist Samstag, 26. d.., nur von—12 Uhr, geöffnet. —(Konzert.) Im Gasthaus des Herrn Borchert findet an beiden Ostertagen Konzert der beliebten Kapelle Werner statt. Wir verweisen auf die heutige Anzeige. (Platzmusik in Witten.) Ostersonntag um 11½ Uhr findet bei gutem Wetter Platzmusik des Städt. Orchesters auf dem Gemüsemarkt statt. (Aufnahmegebühr bei Schulwechsel.) Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung genehmigte im Einverständnis mit dem preußischen Finanzminister, daß an den staatlichen und den vom Staat und von anderen gemeinschaftlich unterhaltenen höheren Schulen von der Erhebung einer Aufnahmegebühr abgesehen wird, wenn der Schulwechsel infolge Abbaues einer Schule oder bestimmter Klassen notwendig ist. (Im Central=Theater) wird die berühmte Millöckeroperette„Der Bettelstudent“ als Tonfilm der AafaFilm=Gesellschaft gegeben. Der bekannte Opern=, Rundfunk= und Schallplattentenor Hans Heinz Bollmann spielt und singt in diesem Film die Hauptrolle. Seine gesanglich und schauspielerisch auf gleicher Höhe stehende Partnerin ist die bildhübsche Jarmila Novotna, Mitglied der Berliner Staatsoper. Die übrige gute Besetzung mi Fritz Schulz, Paul Westermeier und Hermann Picha werden dem lustigen Tonfilm auch hier in Annen einen schönen Erfolg bringen. Dazu ein großes Geiprogramm mit Wildwest= und Lustspielfilm. S. Ins. in dsr. Ausgabe. d. Stockum, 26. März.(Auszahlung von Renten.) Am Dienstag, dem 29. März, in der Zeit von—12 Uhr, findet im Postamt Stockum die Auszahlung der Militärrenten, Freitag, 1. April in derselben Zeit, die Auszahlung der Invaliden= und Unfallrenten statt.— Die Jahresbescheinigungen der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen müssen diesmal amtlich gestempelt werden, Pünktliche Abholung ist erforderlich. Somborn, 26. März.(Beim Fußballspiel verletzt.) Einen bedauerlichen Unfall zog sich am Mittwoch nachmittag der Landwirtschaftseleve O. R. auf der Sombornerstraße zu. R. kam auf der Straße daher und sah Kinder mit einem Fußball spielen. Dem Ball nachlaufen und treten war bei R. eins. Unglücklicherweise trat er aber nicht den Ball, sondern einen am Boden festsitzenden Stein. Die Folge war ein Verstauchen des rechten Fußes. Der hinzugezogene Arzt ordnete die Ueberführung in das Krankenhaus in Lütgendortmund an. Die dort vorgenommene Untersuchung ergab einen Bluterguß an mehreren Stellen.., der stellenlos ist und keiner Krankenkasse angehört, trifft dieser Unfall sehr schmerzlich, da hierbei selbst das Wohlfahrtsamt jede Unterstützung verweigert. Bekanntlich sind Landwirtschaftsangestellte von den Beträgen zur Erwerbslosenfürsorge befreit, haben dann aber auch bei Eintritt von Arbeitslosigkeit keinerlei Anrecht auf Unterstützung. Dieser Unfall zeigt wieder einmal deutlich, daß jeder Svort nicht auf der Straße, sondern auf den hierfür angelegten Plätzen ausgeübt werden soll. Witten, 26. März.(Verkehrsunfall.) Am Mittwoch, dem 23. März 1932, gegen 15 Uhr, lief der 3jährige Sohn Hans des Arbeiters Johannes Warnecke, Marienstraße 5 wohnend, auf der Crengeldanzstraße gegen einen mit Koks beladenen Lastkraftwagen, fiel vor* einke Hinterrad und wurde einige Meter mitgese.. Der Kraftfahrer nahm sich sofort des Kindes an und lieferte es in das Marienhospital ein. Das Kind wurde schwer verletzt, es ist in der Nacht zum 24. gestorben. Nach Aussage mehrerer Zeugen soll das Kind blindlings gegen den Wagen gelaufen sein und den Kraftfahrer keine Schuld treffen. —(Fahrrad gestohlen.) Am 23. ds. Mts., gegen 11.15 Uhr, wurde ein Damenfahrrad, Marke„Rixe", das vor dem Hause Bismarckstraße 8 stand, gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. —(Zurückgekehrt.) Der am 22. 3. als vermißt gemeldete Maurer Christian Weber,„In der Borbeck“ 59, ist zurückgekehrt. Witten, 25. März.(Feierlicher Abschied des Studiendirektors Kumpf.) Der bisherige Leiter des städt. Schillerlyzeums, Studienrat Kumpf, ist in den Ruhestand wegen Erreichung der Altersgrenze versetzt worden. Ueber 25 Jahre hat er die Anstalt mit großem Erfolg geleitet. Gestern veranstaltete das Schillerlyzeum unter Beteiligung der Behördenvertreter, der Elternschaft usw. dem scheidenden Direktor eine ehrende Abschiedsfeier, die gleichzeitig zu einer Feier für die Studienrätin Kromeyer anläßlich ihres 25jährigen Dienstjubiläums erweitert wurde. In der Reihe der Abschiedsredner trat auch Bürgermeister Laue auf, der dem verdienten Direktor anerkennende Dankesworte der Stadt widmete. Die Abschiedsfeier war umrahmt von Deklamationen und Musikvorträgen, die unter Leitung des Musiklehrers H. Schütze standen. Studiendirektor Kumpf verabschiedete sich mit einer Ansprache, in der er allen Mitarbeitern herzlich dankte. Witten, 26. März.(Einholung und Einführung des neuen Pfarrers des III. Pfarrbezirks.) Herr Pastor Lic. Werdermann, der neugewählte Pfarrer für den 3. Pfarrbezirk, trifft am 1. Ostertage nachmittags um 6,21 Uhr mit seiner Familie in Hagen ein, von wo er in freundlichst zur Verfügung gestellten Autos abgeholt wird. Ankunft in Witten unter Glockengeläut gegen 7 Uhr, wo im Gemeindehause eine kurze Begrüßung stattfindet, bei welcher die Konfirmanden und Katechumenen und der Frauenchor des 3. Bezirks mitwirken. Der Einführungsgottesdienst ist am 2. Ostertage um 10 Uhr in der Gedächtniskirche, an den sich ein gemeinsames Mittagessen im Gemeindehause um 12,30 Uhr anschließt. Die Begrüßungsfeier der Gemeinde ist am 2. Ostertage abends um 8 Uhr im Gemeindehause. (Abbau.) Infolge des durch die Notverordnung bedingten Beamtenabbaues sind mit Schluß des Schuljahres die Konrektoren Alef und Witzke aus dem Schuldienst ausgeschieden. Ersterer hat mehr als 40 Jahre im Dienst der Stadt Wetter gestanden. der Kornbrenner Münster, 26. März. Der Verband westfälischer Kornbrenner und die Kornbrenner des Münsterlandes hatten sich im„Kaiserhof“ zu einer außerordentlich stark besuchten Generalversammlung eingefunden, um unter dem Vorsitz des Verbandsvorsitzenden, Gutsbesitzers SchulzeAlthoff(Ostbevern), scharfen Protest einzulegen gegen die Nichtsenkung der Spritpreise. nachdem eine Senkung der Bierpreise angeordnet worden ist. Zunächst berichtete Reichstagsabg. Dr. Drees(Osnabrück) über die Verhandlungen des Monopolbeirats, der in einer Entschließung mit Bedauern festgelegt habe, daß trotz Zusage des Reichsfinanzministers die Verabschiedung der die Branntweinpreissenkung enthaltenden Notverordnung vertagt worden ist, sehr zum Schaden des Brennereigewerbes und der fiskalischen Interessen. Aber die Branntweinpreissenkung müsse kommen. Geschäftsführer Dr. Wild von der Vereinigung der deutschen Bauernvereine in Berlin zeichnete die geradezu katastrophale Lage der landwirtschaftlichen Kornbrennereien, die vor allem auf die überspannte Branntweinsteuer zurückzuführen ist. Er verwies auf die unbedingte Notwendigkeit der Neuregelung der Treibstoffwirtschaft. Eine hierzu einstimmig angenommene Entschließung begründete eingehend die Dringlichkeit des Erlasses einer die Senkung der Branntweinsteuer enthaltenden Notverordnung. In Verbindung damit ernannte die Versammlung drei Herren, die als Vertretct der westfälischen Kornbrenner gemeinsam mit den Vertretern des Reichsverbandes persönlich beim Reichskausler in den nächsten Tagen vorstellig werden und Senlung der Branntweinsteuer verlangen sollen. Geschäftsführee Dr. Montag vom Westf. Bauernverein behandelte dann die Einheitsbewertung nach dem Rothkegelschen System, und nachdem die Kassenangelegenheiten erledigt worden waren, wurden für die ausscheidenden Ausschutzmitglieder die Herren Hase(Dolberg), Köster(Hüsten), Roetering (Sendenhorst) und Willenbrink(Herzseld) wieder= oder neu in den Ausschuß gewählt. Blatt z Das Gehalt Gegen verleun In der Oeffentlicht über das Einkommen mit der Absicht der werden auch falsche## früheren Kassers ausg Angesichts dieser B Tatbestand festzustellen Wilhelm II. hatte kömmen, er bezog ab Kronrente von 17) Millionen jährlic vom Königshaus an Der erste Reichspräsid der Aufwandsentschäd 53 510 RM. Reichsprä hat 60000 RM. Gehal der Ministergehälter gekürzt wurde, also b betrug. Dazu kamen 120000 RM., so daß des Reichspräsidenten Vom 1. 1. 1932 ab ben den vorher genan zent gekürzt, das sin Somit bezieht er als 120 000 RM. Auswar Es ist noch zu be des Kaisers und König kommen des Reichspi Staatsbürgers steuerp Im gleichen Zusar hanntungen über das verbreitet. Auch hier zog als Reichskanzler Mark. Die späteren 9 Gehalt und 64000 R9 also 100000 RM. Das Gehalt d betrug 46 350 RM.(4 RM. örtlicher Sonde Prozent(20 Prozent Abstrich durch die 12978 RM.) erhielte haltssumme von 3337. Dienstaufwandsentschäl einkommen des Reichs Jahres 51 372 RM. be Vom 1. 1. 1932 ab den genannten 28 Pr kürzt, das sind zusam: mit bezieht er also ui RM. Dienstaufwands 47200 RM. Wenn Fraue Roman von J. .) Frau von Reckli Wangen und horchte welche die Treppe k rasch ineinander un Schringe“ die schemtt sich ihrer T den Knöcheln der Wangen. Ihre Züge Spannung, der sich e sich den Korridor hi nehmen ließen. Ihre Hände tastet glätteten ihn behutsa „Meine über alleFlammen schluger noch kalkige Gesicht. Herzen nach dem Ha nach den Schläfen sch vor sich hin. Dann schmeichelte, sang, lieb Kann ich denn noch l sich hinein. Jetzt nac ren? So lieben, wie „Ich kann es nock fubelte es in ihr. Sie fühlte die Hi Feuer in die Wangen Sie mußte sie auf di tisches legen, um ihne Alle Bedingunge und sie mußte ihm noch, die Frau des ihr schon als Mäd würde irgendwo ein zweinndzwanzig und „Ach was, laßt n junge Stimme durch herauf.„Nur keine Margret! Ich heire kannst ja——“ di lagen wollen, in das stei geblickt und dai Schulter verborgen. „Was kann ich d hausen ihre Zweitäl ihr immer ins Herz Täler des Leids geg „Du bleibst auf Wort wieder auf.„T raufen uns draußen dann müde und ver nach Hause und vers Frau von Recklit durch den Körper gel verebbte. Sie erhob gute Besetzung mi zermann Picha werAnnen einen schöBeiprogramm mit in dfr. Ausgabe. von Renten.) Am it von—12 Uhr, chlung der MilitärZeit, die Auszahstatt.— Die Jahen und Kriegerhingestempelt werden. ballspiel verletzt.) im Mittwoch nachauf der Sombor= jaher und sah Kinall nachlaufen und weise trat er aber Boden festsitzenden des rechten Fußes. berführung in das Die dort vorgeuterguß an mehrekeiner Krankenkasse ferzlich, da hierbei ützung verweigert. ellte von den Beeit, haben dann zkeit keinerlei Anzeigt wieder eincht auf der ingelegten Plätzen .) Am Mittwoch, lief der 3jährige Larnecke, Marienstraße gegen einen el vor*3 inke mitgese. Der s an und lieferte ind wurde schwer orben. Nach Ausblindlings gegen Kraftfahrer keine Mts., gegen 11.15 „Rixe“, das vor tohlen. Vor Ans vermißt gemelBorbeck“ 59, ist ied des Studienes städt. Schillern Ruhestand wet worden. Ueber Erfolg geleitet. n unter Beteilitschaft usw. dem chiedsfeier, die dienrätin Kronstjubiläums erhiedsredner trat erdienten Direkst widmete. Die lamationen und Musiklehrers H. f verabschiedete en Mitarbeitern Einführung des err Pastor Lic. rrer für den 3. tittags um 6,21 von wo er in utos abgeholt geläut gegen 7 egrüßung stattKatechumenen irken. Der Einum 10 Uhr in neinsames MitUhr anschließt. m 2. Ostertage Notverordnung luß des Schulius dem SchulS 40 Jahre im bestkalens tfälischer Kornerlandes hatten itlich stark beum unter dem sitzers Schulzelegen gegen die e Senkung der ichst berichtete r die VerhandEntschließung t Zusage des er die Branntdnung vertagt eigewerbes und anntweinpreisDr. Wild von eine in Berlin der landwirtauf die übert. Er verwies turegelung der angenommene ringlichkeit des deinstener entug damit erals Vertretce mit den Verm Reichskanzund Sentung Beschäftsführee handelte dann lichen System, ledigt worden schußzmitglieder ), Roetering wieder= oder Zweites Blatt zu Nr. 72. Annener Zeitung. Samstag, den 26. März 1932, — Das Gehalt des Reichspräsidenten. Gegen verleumderische Mundpropaganda. Berlin, 26. März. In der Oeffentlichkeit werden erneut haltlose Gerüchte über das Einkommen des Reichspräsidenten verbreitet mit der Absicht der persönlichen Verleumdung. Dabei werden auch falsche Behauptungen über die Bezüge des früheren Kassers aufgestellt. Angesichts dieser Behauptungen ist es notwendig, den Tatbestand festzustellen: Wilhelm II. hatte als deutscher Kaiser kein Diensteinkömmen, er bezog aber als König von Preußen eine Kronrente von 17½ Millionen Mark, einschließlich 7½ Millionen jährlich als Entschädigung für die 1820 vom Königshaus an den Staat abgetretenen Domänen. Der erste Reichspräsident Friedrich Ebert hatte, einschl. der Aufwandsentschädigung, ein Diensteinkommen von 53 510 RM. Reichspräsident von Hindenburg hat 60000 RM. Gehalt, das— entsprechend der Senkung der Ministergehälter— um 28 Prozent(16.800 RM.) gekürzt wurde, also bis zum 31. 12. 1931 43 200 RM. betrug. Dazu kamen Aufwandsgelder im Betrage von 120000 RM., so daß sich das gesamte Diensteinkommen des Reichspräsidenten auf 163 200 RM. belief. Vom 1. 1. 1932 ab werden dem Reichspräsidenten neben den vorher genannten 28 Proz. noch weitere 9 Prozent gekürzt, das sind insgesamt 22.000 RM. weniger. Somit bezieht er also nur 37800 RM. Gehalt und 120 000 RM. Aufwandsgelder, zusammen 157800 RM. Es ist noch zu berücksichtigen, daß das Einkommen des Kaisers und Königs steuerfrei war, während das Einkommen des Reichspräsidenten wie das eines jeden Staatsbürgers steuerpflichtig ist. Im gleichen Zusammenhang werden auch falsche Behanntungen über das Gehalt des Reichskanzlers Brüning verbreitet. Auch hier ist festzustellen: Fürst Bismarck bezog als Reichskanzler ein Diensteinkommen von 50 000 Mark. Die späteren Reichskanzler erhielten 36000 RM. Gehalt und 64000 RM. Repräsentationskosten, zusammen also 100000 RM. Das Gehalt des Reichskanzlers Brüning betrug 46 350 RM.(45000 RM. Grundgehalt und 1350 RM. örtlicher Sonderzuschlag.) Nach Abzug von 28 Prozent(20 Prozent freiwilliger Verzicht und 8 Prozent Abstrich durch die dritte Notverordnung, zusammen 12978 RM.) erhielt er bis zum 31. 12. 1931 eine Gehaltssumme von 33372 RM. Dazu kommen 18000 RM. Dienstaufwandsentschädigung, so daß das gesamte Diensteinkommen des Reichskanzlers am Ende des vergangenen Jahres 51 372 RM. betrug. Vom 1. 1. 1932 ab werden dem Reichskanzler neben den genannten 28 Prozent noch weitere 9 Prozent gekürzt, das sind zusammen 17149,50 RM. weniger. Somit bezieht er also nur 29 201 RM. Gehalt und 18 000 RM. Dienstaufwandsentschädigung, zusammen also 47200 RM. Reichselat 1932 balanciert Mit 8,5 Milliarden. Berlin, 26. März. Der Reichsetat für 1932, dessen Aufstellung unmittelbar vor dem Abschluß steht, wird in Einnahmen und Ausgaben mit etwa 85 Milliarden Mark balancieren. Es ist also gelungen, die Ausgaben noch einmal erheblich herabzudrücken. Der Reichshaushaltsplan für 1931 war mit rund 9,3 Milliarden angesetzt; der neue Haushaltsplan wird um 0,8 Milliarden niedriger bleiben. Schon in der Vergangenheit mußten ungeheure Anstrengungen gemacht werden, um den Reichsetat unter die Grenze von 10 Milliarden hinunterzubringen. Wesentliche Posten des Haushalts sind zwangsläufig, entzogen sich also von voruherein allen Bemühungen um eine Reduktion, andere erhöhten sich unter dem Druck der Krise und werden sich voraussichtlich weiter erhöhen. Für den Ausgleich, der trotz der rapide absinkenden Einnahmen erzielt werden mußte, stand nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Gesamtsumme zur Verfügung; nur unter Aufwendung der äußersten Härte ist es gelungen, diesen Rest jetzt noch einmal wesentlich zu kürzen. Sobald die Vorarbeiten abgeschlossen sind, werden die einzelnen Minister in einer Chefbesprechung noch einmal zu dem neuen Etat Stellung nehmen. Der Haushaltsplan wird dann unverzüglich dem Reichskabinett zugeleitet * Maismonopol bis 1934 verlängert. Der Reichsrat stimmte der Verordnung zu, durch die das Maisgesetz(Maismonopol) um 2 Jahre, bis 31. März 1934, verlängert wird. Der volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstages hatte seine Zustimmung bereits mittags gegeben. Die Verordnung kann also mit dem 1. April in Kraft treten. Von den Reichsratsausschüsse ist in der Vorlage nur das Konkursprivileg für die Ansprüche der Reichsmaisstelle gestrichen worden. Diese Aenderung hatte der volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstags bereits berücksichtigt. Die Ausschüsse des Reichsrats waren in ihrer überwiegenden Mehrheit der Auffassung, daß sowohl vom agrarpolitischen wie vom handelspolitischen Standpunkt an dem Maismonopol festzuhalten sei.— Die nächste Sitzung des Reichsrats soll am 14. April stattfinden. Weitere Einschränkung der Devisenzuteilung. Auslandsreisen weiter erschwert! Berlin, 25. März. Die anhaltende ernste Devisenlage hat die Reichsregierung veranlaßt, Maßnahmen zu erwägen, die die Erfassung der Devisen weiter verschärfen. Es ist damit zu rechnen, daß die Zuteilung von Devisen für entbehrliche Einfuhr noch mehr eingeschränkt wird. Außerdem wird geplant, die Devisenfreigrenze für Auslandsreisen von 200 auf 50 Mark herabzusetzen, was praktisch einer fast völligen Unterbindung der Auslandsreisen gleichkäme. Wenn Töchter Frauen werden Roman von J. Schneider=Foerstl. .)——— Frau von Recklinghausen saß mit verblaßten Wangen und horchte auf die Stimmen ihrer Töchter, welche die Treppe herabkamen, faltete den Bogen rasch ineinander und schob ihn unter den Stapel Zeitungen, die auf ihrem Schreibtisch lagen. Als scheitte sich ihrer Türe näherten, rieb sie sich mit den Knöcheln der Finger Farbe auf ihre schneeigen Wangen. Ihre Züge trugen den Ausdruck ängstlicher Spannung, der sich erst wieder verlor, als die Tritte sich den Korridor hinunter nach dem Garten vernehmen ließen. Ihre Hände tasteten wieder nach dem Bogen und glätteten ihn behutsam. „Meine über alles geliebte Elisabeth!“ Flammen schlugen ihr wie Fackeln in das eben noch kalkige Gesicht. Sie verspürte das Blut vom Herzen nach dem Halse jagen, und wie es von dort nach den Schläfen schoß. Sie sprach seinen Namen vor sich hin. Dann noch einmal. Ihre Stimme schmeichelte, sang, liebkoste, war ganz andachttrunken. Kann ich denn noch lieben? dachte sie und horchte in sich hinein. Jetzt nach all den langen, langen Jahren? So lieben, wie ich einmal den Toten geliebt? „Ich kann es noch! Alles, alles kann ich noch!“ fubelte es in ihr. Sie fühlte die Hitze ihres Blutes, das ihr wie Feuer in die Wangen brannte. Ihre Hände glühten. Sie mußte sie auf die polierte Platte des Schreibtisches legen, um ihnen Kühlung geben zu können. Alle Bedingungen sind erfüllt, schrieb Gradnitz, und sie mußte ihm recht geben. Was hinderte sie noch, die Frau des Mannes zu werden, dessen Liebe ihr schon als Mädchen gegolten hatte? Margret würde irgendwo eine Praxis ausüben. Lenore war zweinndzwanzig und sehr gereift. Nur Suse—— „Ach was, laßt mich in Ruhe!“ kam soeben deren unge Stimme durch das offene Fenster vom Garten serauf.„Nur keinen Mann! Ich halte es mit dir, Margret! Ich heirate nie! Und du, Lenore— du kannst ja——“ den Malnow nehmen, hatte Suse sagen wollen, in das stille schmale Gesicht der Schwester geblickt und dann beschämt den Kopf an deren Schulter verborgen. „Was kann ich denn?“ hörte Frau von Reckling= hausen ihre Zweitälteste fragen. Wie diese Stimme ihr immer ins Herz schnitt! Als ob sie durch alle Täler des Leids gegangen wäre. „Du bleibst auf Recklinghausen,“ nahm Suse das Wort wieder auf.„Wir beide, Margret und ich aber, raufen uns draußen durch die Welt. Und wenn wir dann müde und verekelt sind, kommen wir wieder nach Hause und verstecken uns bei dir!“ Frau von Recklinghausen fühlte eine kalte Welle durch den Körper gehen. Das Brausen ihres Blutes verebbte. Sie erhob sich und schritt nach dem Fenster. Von den Töchtern ungesehen, hing ihr Blick an deren Gesichtern. Wie ähnlich Margret dem Toten sah. Sie hatte genau dieselben scharfgeschnittenen Züge, welchen das kurze Haar eine männliche Note gab. Lenores einstmals sanft gerundete Wangen waren schmal, beinahe eckig geworden. All ihre Mutterliebe hatte die Tochter nicht vor der furchtbaren Enttäuschung zu bewahren vermocht, die sie hatte erfahren müssen. Und Suse? Sie glaubte einen ihr unbekannten Zug um deren Mund wahrzunehmen. Was war mit dem Kinde? Frau von Recklinghausen vernahm ein leises Klopfen und ging nach der Türe, um nachzusehen. „Kommen Sie nur herein, Herr Malnow, ermunterte sie diesen, als er zwischen Türe und Angel sprechen wollte.„Nein, Sie stören ganz gewiß nicht! Ich hin ganz allein!“ Er war in Schweiß gebadet. Das kühle Dämmern des großen Raumes umschmeichelte ihn wie ein laues Bad. Mit einer raschen Bewegung tupfte er sich die Tropfen von der Stirn und setzte zum Sprechen an.„Würden Sie mir von heute sieben Uhr bis morgen früh um sechs Uhr Urlaub gewähren können, gnädige Frau?“. Er sah ihren erstaunen Blick und setzte hastend bei:„Ich werde den Entgang an Arbeitszeit am nächsten Sonnabend wettzumachen versuchen und schon von zwei Uhr früh ab auf dem Felde sein!“ Die Erregung. mit der er das sagte, und die ganze Art seines Auftretens flößte ihr Mitleid mit ihm ein.„Selbstverständlich können Sie gehen." beschied sie freundlich.„Die Koffer meiner Tochter sind wohl noch an der Bahn?“ „Nein. gnädige Fran! Sie stehen bereits auf dem Zimmer des Fräulein Doktor!“ „Wer hat sie gebracht?“ „Ich selbst!— Während der Mittagspause!“ erklärte er.„Es war sonst niemand abkömmlich. Sie später zu holen, hätte Zeitverlust bedeutet.“ Da sie ihn nur ansah und ihm zunickte, hielt er dies für eine Entlassung, verneigte sich und drückte die Türe hinter sich zu. Sie blieb an den Schreibtisch gelehnt stehen und blickte noch immer nach der Richtung. in welcher er gestanden hatte. Komisch, daß sie heinabe etwas wie Liebe für diesen Mann empfand. Nicht Weibes=, aber Mutterliebe, so daß sich ihre Gedanken immer wieder daran verloren, wie glücklich sie wäre, wenn sein und Lenores Herz sich finden würde. Er war, wie er ihr selbst gesagt hatte, zwar völlig mittellos, aber hatte zwei nimmermüde Hände, die den Mangel an Geld reichlich wettzumachen vermochten. „Ich stehe vollkommen allein und besitze keinerlei Verwandte mehr.“ hatte er ihr auf eine diesbezügliche Frage geantwortet, ihr Erstaunen bemerkt und ein seines Rot auf die Wangen bekommen. Dann hatte er ihr, wenn auch zögernd. Einblick in seine Verhältnisse gegeben. Sein Vater war Prokurist eines kleinen Handelshauses in Hamburg gewesen und in dem Jahre gestorben. in welchem er sein Matur am Gymnasium abgelegt hatte. Er hatte dann vier Semester Medizin studiert und war, um der Rutter nicht länger zur Last zu fallen, an eine Wahlschiebung. „Arbeitslose, werdet Memeler!“ Die in Heydekrug erscheinende„Memelländische Rundschau“ gibt einen Aufruf wieder, der in dem litauischen Arbeiterorgan„Darbininku Balsar" erscheint. Darin heißt es: Litauische Arbeiter, beeilt Euch, die memelländische Bürgerschaft zu erwerben. Wenn nicht, so werdet Ihr nach den Wahlen Fremde im Memellande sein, und die Deutschen werden über Euch herrschen. Das litauische Blatt betont fernerhin, das neue Direktorium habe eine Paßverordnung erlassen, auf Grund deren alle großlitauischen Arbeiter und Angestellten ohne Verzögerung die memelländische Staatsbürgerschaft erwerben könnten. Das sei außerordentlich wichtig. So könnten sie auch u. a. Arbeitslosenunterstützung gleich den Einheimischen beziehen. Die„Memelländische Rundschau" bemerkt dazu. die Feststellung sei interessant, daß jetzt das litauische Blatt zugebe, daß eine entsprechende Verordnung von Simmat erlassen sei. wonach jeder Litauer jetzt sofort die memelländische Staatsbürgerschaft erwerben könne, während es bisher eines einjährigen Aufenthaltes im Gebiet bedurfte. Wahlterror im Memelgebie“ CRB. Berlin, 25. März.(Eig. Meldg.) Der Kommandant des Memelgebietes hat, wie die DAZ. aus Memel meldet, der Memelländischen Landwirtschaftspartei die Abhaltung von Versammlungen vorläufig verboten. Die Memelländische Landwirtschaftspartei ist die größte Partei des Memelgebietes und bildete zusammen mit der Volkspartei in allen Landtagen die Mehrheit. Diesem Verbot liegt ein„Zwischenfall“ in einer Versammlung der Landwirtschaftspartei zu Grunde. In dieser wurde ein großlitanischer Parteimann, der fortgesetzt sich in schwersten Beleidigungen von Mitgliedern der Landwirtschaftspartei erging, von den Versammelten trotz des Widerspruchs des Versammlungsleiters und des Parteivorsitzenden an die frische Luft befördert. Dieser Vorfall, an dem nur der größlitauische Parteianhänger die Schuld trägt, ist jetzt zum Anlaß genommen worden, um der Memelländischen Landwirtschaftspartei einen wichtigen Abschnitt der Zeit, die für die Vorbereitung der Neuwahl benutzt werden muß, fortzunehmen. Koum2en. 7 Unsere heutige Ausgabe umfaßt einschl. unserer Osterbeilage F 16 Seiten Japanischer Vizekonsul in Hamburg überfallen. Hamburg, 24. März. In der Nacht zum Dienstag wurde, wie erst jetzt bekannt wird, auf den hiesigen japanischen Vizekonsul ein Ueberfall verübt. Der Konsul besand sich in Begleitung einer Dame auf dem Heimwege, als plötzlich mehrere Männer über ihn herfielen und ihn mißhandelten. Er trug erhebliche Hiebverletzungen am Kopfe davon, konnte aber nach Anlegung eines Notverbandes auf der nächsten Polizeiwache in seine Wohnung entlassen werden. Die Täter konnten noch nicht ermittelt werden. Die näheren Umstände des Ueberfalles sind noch nicht geklärt. Es scheint sich um einen persönlichen Racheakt zu handeln. Bergarbeiterstreik in Böhmen. WTB. Brüx, 24. März. Die gestern auf dem Humboldt=Schacht der Nordböhmischen Kohlenbergwerksgesellschaft ausgesprochene Massenkündigung von Bergarbeitern hat heute zum Ausbruch eines Streiks auf dieser Grube geführt, dem sich bis zur Nachmittagsschicht vier andere Gruben der Gesellschaft anschlossen. Es streiken insgesamt 2540 Mann. Die streikenden Bergarbeiter haben auch die Sicherheits= und Erhaltungsmannschaften zurückgezogen. Durch Vermittlung von Abordnungen wurden Verhandlungen eingeleitet. Die gestern ausgesprochenen Kündigungen wurden bis zum 1. 4. zurückgezogen. Die befristete Zurücknahme der Kündigungen hat vorerst die Streikstimmung nicht abgeschwächt. 9 4 Karten große Auswahl, seine Ausführung ME-Naonnig landwirtschaftliche Hochschule gegangen. Seither hatte er immer mit kurzen Unterbrechungen auf verschiedenen Gütern Stellungen inne gehabt. Frau von Recklinghausen kam es erst in diesem Moment zum Bewußtsein, daß sie ihn gar nicht gefragt hatte, ob auch seine Mutter gestorben wäre. Jedenfalls, sonst würde er doch nicht gesagt haben, er stehe vollkommen allein. Als sie das Zimmer verließ, um nach der Küche zu gehen, sah sie ihn in dunklem Anzug über den Hof kommen und durch das Tor treten. Tessa, die Hündin, sprang an ihm hoch und empfing eine schmeichelnde Liebkosung. Dettermanns kleiner Neffe, der auf der Straße stand, reichte ihm das Händchen und ging mit ihm über die Wiesen, der Station zu. „Alles liebt ihn!“ dachte Frau von Reckling= hausen und verfolgte Malnows Gestalt. Es gab niemand, der ihm nicht zugetan war. Er war sicher ein guter Mensch und ein feinfühliger Charakter. Wenn Lenore nur einigermaßen guten Willen hatte und vergessen konnte, würde sie sehr glücklich mit ihm werden. Plötzlich rissen sich ihre Gedanken von Malnow los. Sie lief in ihr Zimmer zurück, wo Hans Jürgens Brief noch immer zwischen der übrigen Korresvondenz lag. Was würden ihre Kinder sagen, wenn sie einmal mit dieser Neuigkeit vor sie hintrat? Sie sah Lenores gütig verstehenden Blick. Hörte Suses Aufweinen und ihre Aelteste ein rasches, hartes Wort sprechen. Es hat ja noch Zeit. dachte sie. Er wird sicher nicht erwarten, daß ich ihm schon heute oder morgen Antwort gebe. Als sie in das Speisezimmer trat, hatten ihre Töchter sich dort bereits eingefunden. Mararet saß über eine Zeitung geneigt und nickte ihr flüchtig zu. Lenore ordnete noch etwas an den Gedocken, mährend Suse am Fenster stand und sich brüsk nach ihr umwandte: „Weißt du, daß Malnow schon vor sechs Uhr Feierabend gemacht hat?“ „Er hat um Urlaub gebeten bis morgen früh.“ sagte die Mutter erklärend. Er scheint Dringendes erledigen zu müssen. Den Entagna an Arbeitszeit will er nachholen, hat er mir gesagt.“ Margrets Gesicht hob sich über die Zeitung.„Du bist sehr leichtaläuhig, liebe Mama— wenigstens gegen diesen Malnom!“ „Nach Deinem Dafürhalten hätte ich also seiner Bitte nicht stattaeben sollen?“ „Das nun gerade nicht.“ kam es mit Ueberlegnna.„Aber ich hätte ihn geradewegs gefragt, was er eigentlich zu schaffen hat. Für gewöhnlich ist die Nacht nicht die geeignete Zeit, um Geschäfte abzuwickeln.“ Es kleibt ihm doch sonst keine andere Stunde zur Vershanna“ verteidigte Lenore. „Er hat doch seine Sonntage.“ warf Suse ein, errötete und senkte den Kanf vor dem vormurfsvollen Blick der Mutter. Sie erinnerte sich, daß er an jedem der letzten Feiertage bis in die Nacht geschafft hatte. Das Rädchen brachte die Suvve und Frau von Recklinghausen empfand es dankbar, daß ihre Aelteste sie jeder Konversation enthob, indem sie von heiteren Intermezzos aus ihrem Examen erzählte. Zwischenhinein flogen ihre Gedanken zu Hans Jürgens Brief, der jetzt in dem Geheimfach ihres Schreibtisches versperrt lag. So verschieden waren ihre Töchter geartet! So verschieden! Hans Jürgen hatte einen Trugschluß getan, als er glaubte, nun wären alle Bedingungen erfüllt, die ihr den Weg zu einem neuen Glück freigaben. Dieter Malnow saß in die Ecke eines drittklassigen Schnellzugwagens gedrückt und preßte den Kopf gegen das gelbgefaserte Holz der Wandung. Ihm gegenüber saßen drei Mitreisende mit übernächtigen Gesichtern und halb offenem, schnarchendem Munde. Nur eine Viertelstunde schlafen können, dachte er. Nur eine Viertelstunde. Er schloß die Augen und zwang seine Gedanken zur Ruhe. Es glückte kaum für den Bruchteil einer Minute, dann fielen sie wieder über ihn her, rissen ihm die Lider auf und machten, daß ihm der Schweiß über Brust und Rücken rann. „Wie soll das nun werden? Wie denn?" zer marterte er sein Gehirn. Die Nachricht, die er heute erhalten hatte, zerstörte alles, was er in den verflossenen Jahren mit Mühe aufgehaut, zerschlug alles, was er an Plänen mit sich herumgetragen hatte. „Ich kann sie nicht zu mir nehmen.“ erwog er. „Unmöglich! Ich muß sehen, daß ich sie irgendwo unterbringe, in einer Pension oder so.“ Obwohl ringsum kein Auge offenstand und alles in tiefem Schlafe laa, deckte er doch die Hände über das Gesicht, um die Tränen zu verbergen, die ihm haltlos über die Wangen kullerten. Er hatte geglaubt, er liebe sie nicht mehr, es gäbe keinerlei Band mehr zwischen ihnen. Sieben Jahre lang hatte er das geglaubt. Er hatte keinen ihrer Briefe beantwortet, nicht ein einziges Mal in dieser langen Zeit war eine Zeile von ihm zu ihr gewandert. Immer wieder hatte sie versucht, den Weg zu seinem Herzen zu finden, zu dem Herzen, das unter Groll und Unversöhnlichkeit verschüttet lag. Und nun kam ihr Brief mit der Mitteilung, daß ihr Mann, der Kunstmaler Reinkert, vlötzlich gestorben war. Und wieder, wie schon so viele Male, richtete sie die Frage an ihn: „Kommst du nun endlich zu deiner Mutter, mein Sohn?“ „Ja! Ich komme! Ich komme!“ dachte er, von Verzweiflung geschüttelt. Er stellte sich vor, wie er sie finden würde, die Frau, die für ihn der Inbegriff alles Heiligen gewesen war, bis zu dem Tage, da er vor ihr auf den Knien gelegen und sie beschworen hatte, keine zweite Ehe einzugehen, um seinet=, ihres einzigen Sohnes willen. (Fortsetzung feigt.) „Deutschland braucht Kredite“ Unterredung Sackett— Tardien. London, 23. März. Der Pariser Korrespondent der„Morningpost“ meldet, daß sich die Besprechungen zwischen Tardien und Sackett auf die deutsche Finanzlage und die kurzfristigen Kredite erstreckten. Sackett sei in letzter Zeit äußerst bestrebt gewesen, die Möglichkeit einer deutschen Zahlungsunfähigkeitserklärung abzuwenden. In diesem Zusammenhang sei jetzt auch in Paris die Frage einer finanziellen Beihilse für Deutschland erörtert worden. Der Berichterstatter meint hierzu, Frankreich sei zurzeit dasjenige Land in Europa, das zur Gewährung einer solchen finanziellen Unterstützung an Deutschland allein in der Lage sei. Eine kurzfristige Anleihe(?) würde es Deutschland gestatten, über die nächsten Monate hinwegzukommen und der Wallstreet neue Hoffnung auf die Wiedererlangung ihrer Kredite geben. Sackett erklärte einem Vertreter des„Temps“ auf die Frage, was er von der politischen und wirtschaftlichen Lage Deutschlands halte: „Ich glaube, daß Deutschland, wenn es die unerläßlichen Kredite findet, aus seiner gegenwärtigen Verlegenheit herauskommen kann. Deshalb bildet die deutsche Frage einen Teil der stehenden Fragen des europäischen Problems.“ Der Vertreter des„Temps“ stellte darauf die Frage, ob die Vereinigten Staaten dabei blieben, daß die europdischen Länder, bevor sie auf die amerikanische Unterstützung rechnen könnten, ihre Angelegenheiten selbst regeln müßten. Botschafter Sackett erklärte: „Das ist in der Tat der Standpunkt der Vereinigten Staaten.“ Sie treffen sich. Minderheisenkampf in Herbien. Heftiger Angriff auf das Deutschtum. Belgrad, 26. März. Im südslawischen Senat hielt der Vertreter der deutschen Minderheit, Sektionschef a. D. Dr. Graßl, eine Rede über die Minderheitenfragen, in der er erklärte, daß es das Ziel der Deutschen Südslawiens sei, von der Schicksalsgemeinschaft mit dem Mehrheitsvolke zur Arbeits= und Seelengemeinschaft zu gelangen. Damit dieses Ziel erreicht werden könne, ersuchte Dr. Graßl den Senat, dahin zu wirken, daß wenigstens die deutschen Volksschulen in ihrer Entwicklung nicht behindert würden. Er wies in diesem Zusammenhang auf das deutsche Volksschulwesen in Slawonien hin, wo bei den Einschreibungen Gendarmerie von Haus zu Haus gegangen sei, um die Eltern einzuschüchtern. Senator Hribar erwiderte in überaus heftiger Weise und erklärte, daß er das Vorgehen der Behörden vollkommen billige, denn die deutsche Minderheit schiele über die Grenzen, von wo aus Ansprüche auf südslawisches Gebiet erhoben würden. Dieser Vorwurf des Hochverrats hat bei der deutschen Minderheit größte Erbitterung hervorgerufen. Es wird darauf verwiesen, daß er vollständig unberechtigt sei, da nicht in einem einzigen Fall auch nur die Spur eines illoyalen Verhaltens der Deutschen festgestellt werden konnte. Noch größere Empörung löste jedoch aus, daß die Zensur die Rede Graßls auf die Hälfte zusammenstrich und verstümmelte, während die Antwortrede Hribars mit allen Beschuldigungen und Verdächtigungen ungekürzt erscheinen durfte. Neue Schuhe zu Ostern Damenschuhe neur eie Prühlchremodelle 680 890 10%0 1250 Herrenschuhe beste Ausführungen 890 1000 1250 1430 Kinderschuhe Feichhaltlecke kunwahl 1 300 500 790 Alsberg& Blank WINen Irland gegen Treueid. Schiedsgericht wegen des englisch=irischen Streits? London, 26. März. Die Presse beschäftigt sich in langen Ausführungen mit der englisch=irischen Frage, in der es jetzt infolge der amtlichen Mitteilung der irischen Regierung über die Abschaffung des Treueides zu einer starken Spannung gekommen ist. Die englische Regierung hält sich, wie verlautet, aufs strengste an die Bestimmungen des englisch=irischen Vertrages und die Sonderabmachungen über die irischen Entschädigungszahlungen an England. Der Minister für die Dominien, Thomas, wird in einer Erklärung darauf hinweisen, daß der Vertrag als durchaus bindende Abmachung und sein Bruch als ein Vorgehen betrachtet wird, das ernste Folgen nach sich ziehen könne. Wie der diplomatische Mitarbeiter der„Times“ meldet, wird das englische Kabinett jedoch keinerlei überstärzte Schritte tun. Sollte Irland auf seiner jetzigen Haltung bestehen, dann werde die englische Regierung voraussichtlich zu dem Schiedsgericht Zuflucht nehmen, das durch die Weltreichskonferenz im Jahre 1930 für den Fall von Unstimmigkeiten zwischen den Mitgliedern des Weltreiches vorgesehen wurde. Eine Konferenz aller Habsburger. Die zahlreichen Differenzen, die sich in den letzten Monaten und Jahren zwischen den einzelnen Zweigen des Habsburgischen Hauses aufgeworsen haben, sollen auf einer Generalkonferenz, an der alle Mitglieder des kaiserlichen Hauses teilnehmen, bereinigt werden. Als Konferenztag ist der 10. April festgesetzt worden. Ursprünglich hatte man die Woche vor Ostern im Auge für die Zusammenkunft, verlegte sie dann aber, als Erzherzog Otto ernstlich erkrankte. Diese Erkrankung geht nur langsam zurück, jedoch rechnet man damit, daß er gefahrlos an der Konferenz teilnehmen kann, die im Hause des Grafen Mensdorff in der Nähe von London stattfinden soll. An dieser Konferenz werden viele Mitglieder des Hauses Habsburg teilnehmen, die sich nie vorher gesehen haben. Allerdings bleibt dabei zu berücksichtigen, daß nur Habsburger aus dem Kaiserlichen Hause einberufen sind. Zu diesen gehören freilich auch Erzherzog Karl Stephan und Albert Joseph, ferner die Prinzen Czartorzfki und Radziwill. Die Tatsache, daß sich die Fürsten und Erzherzöge teilweise unter einander gar nicht kennen, erklärt sich daraus, daß zahlreiche Familienstreitigkeiten vorliegen, die oft über Jahrzehnte zurückreichen und zu einer vollkommenen Absonderung führten. Der Wunsch zu dieser Zusammenkunft ging nicht von Zita aus. Sie ist vielmehr sehr zurückhaltend mit derartigen Vorschlägen gewesen. Jedoch wollten die Fürsten und Erzherzöge und ungarischen Kron= und Thronprätendenten unbedingt in einer vertraulichen Konferenz sprechen. Zita hat die Gelegenheit dann gleich beim Schopf ergriffen und bereitet jetzt eine Aktion vor, die sich auf ein„Revirement“ in der Verteilung der Habsburger Einkünfte bezieht. Mehrere wenig eindeutige Mitglieder der habsburgischen Familie beziehen sehr gute Einkünfte, während andere, z. B. auch Erzherzog Otto so gut wie aar nichts erhalten und fast auf das Trockene geraten sind. Wirklich soll seit einigen Monaten im Hause Zita Schmalhans Küchenmeister sein. Ob es freilich Zita gelingt, jetzt eine Aenderung dieser Einkünfte durchzusetzen, muß stark bezweifelt werden. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß man einen neutralen regierenden Fürsten als Schiedsrichter anruft. Auch der Boden. auf dem man sich findet, ist ja neutral. Man entschied sich nämlich für England auf Grund der Tatjache, daß weder König Georg noch irgend ein Adels= oder sonstiges Mitglied der englischen Regierung oder des Königshauses mit den Habsburgern des kaiserlichen Hauses verwandt ist. Graf Mensdorff wird an den Verhandlungen selbst nicht teilnehmen, sogar abwesend sein, wenn alle Habsburger sich in seinem Schloß eingefunden haben. Man verspricht sich eine erhöhte Aktivität in der ganzen Hobsburger Frage— auch in politischer Hinsicht— von dem Ausgang dieser Konferenz. Deutsches Reich Brüning in Tübingen. Reichskanzler Dr. Brüning ist auf seiner Erholungsreise, die er von der Goethefeier in Weimar aus nach Süddeutschland angetreten hat, in Tübingen eingetroffen, wo er sich kurze Zeit bei dem ihm befreundeten Professor Dr. Simon aufhalten wird. Dr. Brüning wird entgegen der früheren Meldung nicht am., sondern am 5. April in Stuttgart zum erstenmal zur Reichspräsidentenwahl sprechen. Strafantrag Hitlers stattgegeben. Die Pressestelle der Reichsleitung der RSDAP. teilt mit:„Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat dem Rechtsbeistand Adolf Hitlers mitgeteilt, daß sie dem Strafantrag des Führers der NSDAP. in der Sache der Herabwürdigung seiner Frontsoldatenehre stattgegeben hat. Es wird in sämtlichen Fällen, in denen in gleicher oder ähnlicher Weise, wie dies vom„Hamburger Echo“ geschah, die Tätigkeit Adolf Hitlers als Frontsoldat verächtlich dargestellt wird, mit Verleumdungsklage vorgegangen werden.“ Keine Kürzung des Beamtenurlaubs. Wie aus unterrichteten Kreisen mitgeteilt wird, hat die württembergische Staatsregierung bei der Reichsregierung eine Kürzung des Erholungsurlaubs der Beamten beantragt. Dieser Antrag hat keinen Erfolg gehabt. Das Reich hat nicht die Absicht, an der bestehenden Urlaubsregelung Aenderungen vorzunehmen. Auch Preußen beabsichtigt keine Verschlechterungen. Es hat in Aussicht genommen, selbst den Beamten, die durch den Verlust von Zulagen nach der ersten preußischen Sparverordnung in eine niedrigere Urlaubsklasse einzureihen wären, den bisher bewilligten Urlaub auch in diesem Jahr zu gewähren. Neue Unruhen in Spanien. Brandstiftungen und Generalstreik. Spanien, 24. März. Zum Protest gegen den Beschluß der Regierung, den Eisenbahnbau Zamora—Coruna. der Tausenden Beschäftigung bot, einzustellen, ist in sämtlichen Orten der Provinz der Generalstreik erklärt worden. Die Stimmung der Bevölkerung, die sich mit der Arbeiterschaft solidarisch erklärt, ist sehr erregt. Es kam bereits zu zahlreichen Zusammenstößen mit der Polizei, bei denen 13 Personen schwer verwundet wurden. Mehrere Gemeinde= und Provinzialbehörden haben ihre Aemter niedergelegt. In der Provinz Toledo haben die Syndikalisten mehrfach Gutshöfe angezündet. In der Provinz Jaen wurde der Generalstreick erklärt. In verschiedenen Dörfern kam es zu Zusammenstößen zwischen Landarbeitern und Grundbesitzern, bei denen es mehrere Verwundete gab. Die Polizei hat einen von der portugiesischen Grenze kommenden, für spanische Kommunisten bestimmten Waffentransport beschlagnahmt. Mein jüngstes Kind Ich wanderte schon lange, Da kamest du daher; Nun gingen wir zusammen, Ich sah dich nie vorher. Noch eine kurze Strecke — Das Herz wird mir so schwer— Du hast noch weit zu gehen, Ich kann nicht weiter mehr. Shecben Otern Juniers in Röten. Die Junkers=Werke in Dessan haben, wie gemeldet, ihren Gläudigern mitgeteilt, daß im Interesse der Fortführung der Werke und zum Schutz der Gläubiger das gerichtliche Vergleichsverfahren beantragt und die Zahlungen eingestellt worden sind. So ernsthaft und erschreckend diese Nachricht klingen mag, so ist sie doch bei näherem Hinsehen nichts weiter als der Beweis des ehrlichen Willens, einen Ausweg aus einer schweren Krise zu finden und eine Lösung aller Widerwärtigkeiten anzustreben. Wer dieses Unternehmen im Lauf der letzten Jahrzehnte näher verfolgt hat, der wird nicht im Zweifel darüber sein, daß hier mit sauberen und anständigen Mitteln und in vollendeter Solidität gearbeitet wird. Sogar der Anschein eines Skandals wird nicht vermieden werden, um die Gesundung so bald wie möglich herbeizuführen. Pros. Dr. h. c. Hugo Junkers, der Gründer und Leiter der Unternehmungen des Junkers=Kouzerus, dem das deutsche Flugwesen entscheidende Anregungen verdankt. Während seiner Tätigkeit als Professor lag aber seine praktische Arbeit durchaus nicht brach. Im Gegenteil: Er konnte sogar den entscheidenden Schritt tun, der ihn von der Erde und aus dem Badezimmer in höhere Bereiche führte— in den Bereich der Lüfte. Im Jahre 1907 meldete er sein Patent des Doppelkolbenmotors an, das grundlegend für seine kommende Tätigkeit sein sollte. Drei Jahre später hatte er die Erfindung des schwanzlosen Nurflügelflugzeuges fertiggestellt, eine Erfindung, die ihrer Zeit weit voraus eilte und auch heute noch auf dem Marsch ist. Die Junkers=Maschinen, die die Dessauer Werke in den letzten Jahren experimentell herausbrachten, bedeuten eine mehr und mehr vollkommene Verwirklichung dieses Planes, der nunmehr 22 Jahre zurückliegt. Nun kamen die Patente Schlag auf Schlag. Zu Beginn des Krieges überraschte Junkers die ganze Welt mit dem I I, dem ersten Ganzmetallflugzeug, das heute im Deutschen Museum in München einen würdigen Platz gefunden hat. Kurz darauf wurde dieses Flugzeugmodell serienweise hergestellt, ihm folgte die Ausarbeitung einer Reihe von anderen, weitaus leistungsfähigeren Typen. Seit 1919 beliefert Junkers das deutsche Verkehrsflugwesen und darüber hinaus die Luftlinien vieler Länder mit seinen weltbekannten Maschinen. Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen, die starr an der Tradition ihrer ersten Erfindung festhalten, paßt sich die Dessauer Fabrik mit großer Beweglichkeit dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt an. In kurzer Zeit wird ein Junkersflugzeug wahrscheinlich sogar den Weg in die Stratosphäre finden. Kann man da in Anbetracht all dieser Tatsachen wirklich besorgt um das Schicksal einer Fabrik sein, die der Welt schon so viel gegeben hat? Der erstaunlich und zielbewußte Lebensweg des Leiters dieser Werke, der Weg des Professor Iunkers, bietet eine Garantie dafür, daß auf seiten dieser Werke das letzte Wort zu der Vervollkommnung des deutschen Flugzeugbaues noch nicht gesprochen worden ist. Seine Entwicklung von Gelehrten zum unbestrittenen Meister der Lufttechnik weist genügend Stationen auf, die diese Hoffnung auch in der gegenwärtigen schwierigen Lage als nicht zu optimistisch erscheinen lassen. Vierzig Jahre technische Erfahrung, zwanzig Jahre Dienst am Flugzeug der Gegenwart und der Zukunft sind nicht spurlos an der Geschichte der deutschen Industrie vorbeigegangen. Wenn wir uns dieses Leben genauer ansehen, dann wird die Kette der darin enthaltenen Leistungen und Erfindungen diese Behauptung bestätigen. 1889 war es, im Jahre der Pariser Weltausstellung— zu einer Zeit, als die moderne Technik noch halb ins Fabelreich gehörte—, daß Junkers zusammen mit anderen jungen Technikern eine Versuchsanstalt für Gaskraftmaschinen in Dessau einrichtete, die bald durch eine Reihe von Patenten von sich reden machte. Drei Jahre sväter wurde in seiner Versuchsanstalt die erste Gegenkolbenmaschine geboren. Sie bildete den Ausgangspunkt für die weitere Linie des Unternehmens. die zum Bau von Wärmeanstauschavparaten führte. Bald wanderten die Junkerschen Gasbadeösen in jede Wohnung, die etwas auf sich hielk. Mit dem Ban dieser Maschinen war die Grundlage zu einer weiteren Entwicklung des Unternehmens gegeben. Aber der Ruhm des jungen Konstrukteurs zwang ihn, seiner Erfinderlaufbahn für die nächsten fünfzehn Jahre zu entsagen. Die Wissenschaft brauchte seine theoretischen technischen Erfahrungen zur Auswertung an ihren Forschungsinstituten. Von 1897 bis 1912 wurde Junkers als ordentlicher Professor für Wärmetechnik an die Technische Hochschule Aachen berufen, deren Maschinenlaboratorium er selbständig leitete. * Vergleichsvorschlag der A. Borsig Gmbh. Der jetzt bekanntgegebene, der Gläubigerversammlung am 2. April vorzulegende Vergleichsvorschlag sieht vor, daß aus dem Erlös aus der Masseverwertung nach Befriedigung der nicht vom Verfahren betroffenen Gläubiger mit Forderungen bis 500 RM. voll befriedigt werden sollen. Danach erhalten die Spargläubiger 20 v. H. und anschließend Spar= und Warengläubiger je 30 v. H. Die volle Befriedigung der Svargläubiger solle ermöglicht werden. Alle übrigen Gläubiger werden durch den Verwertungserlös der Restmasse befriedigt. Dieser Vergleichsvorschlag ist nur bei Fortführung des Betriebes durchführbar. Die Bankglöubiger werden durch Uebereignung der gesamten Anlagen, die in die A. BorsigBetriebs=G. m. b. H. eingebracht werden, befriedigt. Bei Nichtannahme des Vorschlages müsse die Firma in Konkurs gehen, wobei man mit einer Quote von nur höchstens 5 v. H. rechnen müsse. Zurzeit werden etwa 1500 Arbeiter beschäftigt. Die Auftragsbestände bieten Arbeit für sechs bis sieben Monate. Bei Vergleichsaunahme könnten 500 Arbeiter neu eingestellt werden. Die Frage des Wiederaufbaues von Vorsig gehe weit über eine Interessenfrage der Angestellten oder der Stadt Berlin hinaus. Es handele sich hier um das Ansehen der gesamten deutschen Wirtschaft und ihrer Weltgeltung. Zu den Zahlungseinstellungenbei den Junkerswerken. Das technische Meisterstück der Junkerswerke, das Riesen=Passagier= und Frachtflugzeug D 2000. unterschreibt Schecks in Höhe von 83 Millionen Mark.— Andere Scheckunterzeichner. Der Hausdiener der Sklareks, Moritz Warschauer, der in der Berliner Verhandlung vernommen wude, erklärte auf Befragen des Vorsitzenden, daß er für 83 Millionen Mark Schecks unterschrieben habe. Das auf die Gefälligkeitsschecks von der Stadtbank abgehobene Geld habe er als Deckung zu den Banken gebracht, auf die die Schecks lauteten. Die von ihm unterschriebenen Schecks seien von Mar Sklarek giriert worden. Im Hause der Sklareks habe er einmal dem Angeklagten Stadtbankdirektor Hoffmann auf Anfrage erklärt, daß nicht er, sondern seine Frau die Schecks ausgestellt hätte. Hoffmann will sich aber an dieses Gespräch nicht mehr erinnern. Auch bestritt er die Behauptung, daß er mindestens zweimal in der Woche die Sklareks aufgesucht hätte. Leo Sklarek bestätigte die Aussagen des Zeugen Warschauer, daß Hoffmann bei ihnen gewesen sei und fügte hinzu:„Es war so gut, als wenn Hoffmann unser Kompagnon war“.— Vor dem Zeugen Warschauer waren der Delikatessenhändler Hennersdorf und der Tuchvertreter Wende vernommen worden. Hennersdorf hatte für 4¾ Millionen und der Tuchvertreter Wende für 65 Millionen RM. Schecks aus Gefälligkeit unterschrieben. Wende hatte aber dieser Gefälligkeit kein großes Gewicht beigelegt und anzenommen, daß nur Schecks in Höhe von enwa 300 000 Mark auf seinen Namen lausen würden. Brolat beurlaubt! Berlin, 25. März Im Sklarek=Prozeß wurde Stadtbankdirektor Zetzel vernommen, der über die Sklarek=Kredite nichts Wesentliches bekunden konnte. Er will aber bei der Schneiderfirma Keller u. Furch nach der Verhaftung der Sklareks offenstehende Rechnungen über den BVG.=Direktor Brolat bezahlt haben. * Direktor Brolat beurlaubt. Der Aussichtsrat der Berliner Verkehrsgesellschaft beschäftigte sich mit der durch die Vernehmung seines Direktors Brolat im Sklarek=Prozeß geschaffenen Lage. Ueber das Ergebnis der Besprechung im Aufsichtsrat wurde folgende Mitteilung ausgegeben: Der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrs=Gesellschaft hat von dem Urlaubsgesuch des Direkters Brolat Kenntnis genommen. Direkter Brokat ist unter angemessener Aüczung seiner Vezüge bis zur gerichtlichen Klürung deurDortmund, 26. Stadttheater.) Am theater Dortmund und beliebten Fil semble statt. Zi „Madame Sans=C (von 1,— Mark a jetzt entgegengeno Dortmund, 25. Karussells.) Auf 1 Münsterstraße in kirmes gerüstet. D sohnstraße 10 klette russell, das der Der Junge stürz schenkelbruch. Castrop=Rauxel schlagen.) Der 25 Rauxel angestellte ist seit Freitag vir Geldbetrages in verschwunden. A. um dort angeblich auktion zu besuche zurückgekehrt. Von Gesele, 26. Mä Gewicht.) Der schw in hiesiger Gegend gestern hier von R Feldmann zum S hatte das überaus 12 Pfund. Quakenbrück, 2 ken.) Als in einem wirt B. in Berne chen wollte und d hatte, lief plötzlich gewordene Haushi B. seine Herrin m noch im gleichen A da der Mann sich benutzen, um aus um Hilfe zu rufen. wie toll gebärdende schließlich überwält in eine Irrenanstal Bladbach=Abend Fehlbetrag in Glad haltsplanes der S nungsjahr 1932 sch von 7,5 Millionen werden auf 45,1 men jedoch auf 26 kommen von 19,1 bisher schon die St erhoben worden sit dieser Fehlbetrag von Reich und Sta wird anderweitige genommen werden entfallen auf den sorge, der erstmali etat abgetrennt wo so daß sich ohne die geben würde. Duisburg=Hambzweier Knaben.) Au renden Bahnstrecke, kehr herrscht, wurd sach Züge zum Halt ren veranlaßt. Das diese falsche Signal obachtete, daß zwei Signalen zu schaffe Schaden durch das standen. Düsseldorf, 26. 30000 Mark geschät gen Konkursverbrech ster Johann Ziehe, Schneider wegen Be des Ziehe und sein insgesamt über 30 0 Köln, 25. März. der Nacht wurden i und seine Frau in den. Hausbewohner Krankenhaus. Die F den, während die Agenden Mann durch Rechtsanwalt den G Köln, 26. März. ner Universität.) Studierenden der betracht der Erhöhr streik zu treten. Di einer Erklärung zu der die als ungeeignetes M der Erklärung wird Zahlungsstreik schw. den zur Folge habe Universität nötigen Liste der Studieren der zuversichtlichen Gebühren baldigst übrigen ist man der Gewährung von 100000 werden hie Einzelfällen wurde Aus der Eisel, 23. Die grenzenlose Ver bevölkerung bringt e drängender Gläubige samten lebenden und kommen. Es wäre der Bauern die Eisel so, daß die zunehmen licher Anwesen, die Jahrhunderte an ihr Kopf zusammenschläg nen Dorse in der Vul tar eines Landwirts Bieh einen Gesamter ein Betrag, der bei Wert eines derartiger nen, die starr an thalten, paßt sich ichkeit dem techan. In kurzer inlich segar den Kann man da ich besorgt um Welt schon so nsweg des Leisor Innkers, en dieser Werke ig des deutschen eden ist. Seine ittenen Meister auf, die diese hwierigen Lage Vierzig Jahre ist am Flugzeug spurlos an der segangen. Wenn dann wird die nd Erfindungen ltausstellung— noch halb ins immen mit anstalt für Gasete, die bald reden machte. uchsanstalt die ildete den Austernehmens, die führte. Bald in jede WohBan dieser Maen Entwicklung hm des jungen rlaufbahn für : Die Wissenm Erfahrungen nstituten. Von licher Professor chschule Aachen er selbständig a Gmbh. erversammlung hlag sieht vor, tung nach Bezoffenen Gläubefriedigt werbiger 20 v. H. er je 30 v. H. r solle ermögden durch den Dieser Verdes Betriebes durch Ueberie A. Borsigbefriedigt. Bei irma in Konvon nur höchetwa 1500 bieten Arbeit leichsaunahme 1. Die Frage über eine Inst Berlin hinder geamten Provinz=Nachrichten Westfälischer Säugertag in Bielefeld. Dorimund. 2i Wörz stenng Vorten in Hertrurhter. 0. Andere 5. März irektor Zetzel ichts Wesenter Schneider= der Sklareks direktor Bro= esellschaft beig seines Diiffenen Lage. Aufschtsrat eeilchett bei let Seuntuis wsfenen Aie Uürung buueDortmund, 26. März.(Henny Porten im Dortmunder Stadttheater.) Am Sonntag, 3. April, findet im Stadttheater Dortmund ein einmaliges Gastspiel der bekannten und beliebten Filmschauspielerin Henny Porten mit Ensemble statt. Zur Aufführung gelangt das Lustspiel „Madame Sans=Gene“ von Sardou. Keine Sonderpreise! (von 1,— Mark an). Kartenvorbestellungen werden schon jetzt entgegengenommen. Dortmund, 25. März.(Unglücksfall beim Aufbau eines Karussells.) Auf dem sogenannten Lortzingplatz an der Münsterstraße in Dortmund wird zurzeit für die Osterkirmes gerüstet. Der 4jährige Gerd K. aus der Mendelssohnstraße 10 kletterte auf ein im Aufbau befindliches Karussell, das der Besitzer für kurze Zeit verlassen hatte. Der Junge stürzte herunter und erlitt einen Unterschenkelbruch. Castrop=Rauxel, 25. März.(Ueber 8000 Mark unterschlagen.) Der 25 Jahre alte bei der Molkerei Castrop= Rauxel angestellte Geschäftsführer Karl T. aus Dortmund ist seit Freitag voriger Woche unter Mitnahme eines Geldbetrages in Höhe von etwa 8000 bis 9000 Mark verschwunden. A. beabsichtigte, nach Hamburg zu fahren, um dort angeblich im Auftrage der Molkerei die Butterauktion zu besuchen. Von dieser Reise ist T. noch nicht zurückgekehrt. Von dem Flüchtigen fehlt bisher jede Spur. Gesele, 26. März.(Ein Bulle von mehr als 25 Ztr. Gewicht.) Der schwerste Bulle, der in den letzten Jahren in hiesiger Gegend gezüchtet wurde,„Siegfried“, wurde gestern hier von Rittergut Erpernburg an Metzgermeister Feldmann zum Schlachten verkauft. Der 6jährige Bulle hatte das überaus seltene Gewicht von 25 Zentnern und 12 Pfund. Quakenbrück, 25. März.(Bluttat eines Geisteskranken.) Als in einem Anfall von Geistesschwäche der Landwirt B. in Berne seine Ehefrau mit dem Messer erdolchen wollte und die Unglückliche bereits schwer verietzt hatte, lief plötzlich der durch das Röcheln aufmerksam gewordene Haushund in das Wohnzimmer, sah den B. seine Herrin mit dem Messer bearbeiten und biß ihn noch im gleichen Augenblick in das Bein. Den Augenblick, da der Mann sich des Hundes erwehrte, konnte die Frau benutzen, um aus der Wohnung zu fliehen und draußen um Hilfe zu rufen. Der rasende und sich mit dem Messer wie toll gebärdende B. konnte von mehreren Landjägern schließlich überwältigt werden. Der Geisteskranke wurde in eine Irrenanstalt gebracht. Gladbach=Rheydt, 26. März.(7,5 Millionen Mark Fehlbetrag in Gladbach=Rheydt.) Der Entwurf des Haushaltsplanes der Stadt Gladbach=Rheydt für das Rechnungsjahr 1932 schließt mit einem ungedeckten Fehlbetrag von 7,5 Millionen Mark ab. Die gesamten Ausgaben werden auf 45,1 Millionen Mark beziffert, die Einnahmen jedoch auf 26 Millionen Mark, so daß ein Steueraufkommen von 19,1 Millionen Mark erforderlich wird. Da bisher schon die Steuern in dem höchst zulässigen Maße erhoben worden sind, glaubt die Verwaltung nicht, daß dieser Fehlbetrag aus den Steuern und Ueberweisungen von Reich und Staat aufgebracht werden kann, vielmehr wird anderweitige Hilfe in erhöhtem Maße in Anspruch genommen werden müssen. Von den gesamten Ausgaben entfallen auf den Haushaltsplan der Erwerbslosenfürsorge, der erstmalig von dem allgemeinen Wohlfahrtsetat abgetrennt worden ist, etwa.5 Millionen Mark, so daß sich ohne diese Summe ein völliger Ausgleich ergeben würde. Duisburg=Hamborn, 26. März.(Gefährliches Spiel zweier Knaben.) Auf der durch den Duisburger Wald führenden Bahnstrecke, auf der fast ausschließlich Güterverkehr herrscht, wurden durch falsche Signalzeichen mehrsach Züge zum Halten oder entgegengesetzt zum Durchfahren veranlaßt. Das Eisenbahnpersonal konnte sich anfangs diese falsche Signalstellung nicht erklären, bis man beobachtete, daß zwei 10 Jahre alte Knaben sich an den Signalen zu schaffen machten. Glücklicherweise ist kein Schaden durch das leichtsinnige Spiel der Kinder entstanden. Düsseldorf, 26. April.(Tuchgroßhandlung um über 30000 Mark geschädigt.) Die Kriminalpolizei nahm wegen Konkursverbrecheus und Betruges den Schneidermeister Johann Ziehe, sowie einen Kaufmann und einen Schneider wegen Beihilfe fest. Durch die Machenschaften des Ziehe und seiner Helfer sind Stofflieferanten um insgesamt über 30000 Mark geschädigt worden. Köln, 25. März.(Rechtsanwalt sucht den Freitod.) In der Nacht wurden in Köln-Braunsfeld ein Rechtsanwalt und seine Frau in ihrer Wohnung bewußtlos aufgefunden. Hausbewohner sorgten für die Ueberführung ins Krankenhaus. Die Frau konnte nicht mehr gerettet werden, während die Aerzte hoffen, den mit dem Tode ringenden Mann durchzubringen. Wie verlautet, soll der Rechtsanwalt den Gashahn geöffnet haben. Köln, 26. März.(Vor dem Zahlungsstreik an der Kölner Universität.) Wie wir erfahren, besteht unter den Studierenden der Universität Köln der Plan, in Anbetracht der Erhöhung der Gebühren in einen Zahlungsstreik zu treten. Die Verwaltung der Universität hat in einer Erklärung zu diesem Plan Stellung genommen, in der die Clhöhung zwar bektagt, ein Zahlungsstreit aber als ungeeignetes Mittel der Abwehr bezeichnet wird. In der Erklärung wird darauf aufmerksam gemacht, daß ein Zahlungsstreik schwerwiegende Folgen für die Studierenden zur Folge haben kann, und daß die Verwaltung der Universität nötigenfalls sogar zur Streichung aus der Liste der Studierenden schreiten müsse. Schließlich wird der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Gebühren baldigst wieder eine Senkung erfahren. Im übrigen ist man der Gebührenerhöhung durch weitgehende Gewährung von Gebührenerlaß entgegengekommen. 100 000 werden hierfür jährlich ausgeworfen. In 700 Einzelfällen wurde bisher Erlaß der Gebühren gewährt. Aus der Eisel, 23. März.(48 Stück Vieh für 810 Mk.) Die grenzenlose Verarmung weitester Kreise der Eifelbevölkerung bringt es mit sich, daß zur Befriedigung drängender Gläubiger ländliche Anwesen mit dem gesamten lebenden und toten Inventar unter den Hammer kommen. Es wäre ein müßiges Beginnen, die Sorge der Bauern die Eifel zu detaillieren. Es ist in der Tat so, daß die zunehmende Verschuldung den Besitzern ländlicher Anwesen, die Generationen oder gar vielleicht Jahrhunderte an ihrer Scholle arbeiten, nun über dem Kopf zusammenschlägt. Dieser Tage stand in einem kleinen Dorse in der Bulkaneisel das gesamte lebende Inventar eines Landwirts zum Verkauf an, der für 48 Stück Bieh einen Gesamterlös von etwa 810 Mark erzielte, ein Betrag, der bei weitem nicht an den tatsächlichen Wert eines derartigen Viehbestandes heranreicht. Im festlich geschmückten Kyffhäusersaal zu Bielefeld versammelten sich am Sonntag, 20. März nachmittags 3 Uhr die Vertreter westfälischer und lippischer Gesangvereine zu ernster Beratung. Die Leitung lag in den bewährten Händen des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Eichhoff, Dortmund. Nach kurzen Begrüßungen durch einen Vertreter der Bielefelder Sänger und den Gauvertreter des Gaues Nordostwestsalen wurden die Verhandlungen aufgenommen. Der Geschäftsführer, Herr Konsek, Herne, erstattete den Jahresbericht, der Kunde gab über alle wichtigen Ereignisse unserer Vereine. Es dürfte interessieren, zu wissen, daß der Westfälische Sängerbund mit 30000 Sängern und rund 1000 Vereinen an der Spitze des Deutschen Sängerbundes marschiert. Herr Sparkassendirektor Saure, Lünen, gab genauen Bericht über die Kassenverhältnisse, die als durchaus gut bezeichnet werden können. Ein= und Ausgaben zeigten die Summe von 24 787,95 Mk. Der vorsichtig aufgestellte Voranschlag für 1932 soll bei äußerster Sparsamkeit mit 14 500.— Mk. balaneieren. Der Jahresbeitrag für jeden Sänger blieb wie bisher 0,80 Mk. pro Jahr. Mit Nachdruck soll versucht werden, die vielen Sängern zu hoch erscheinenden Tonsetzergebühren durch Verhandlungen zu verringer; doch wurde es mit großer Mehrheit abgelehnt, durch Kündigung des noch bestehenden Vertrages einen vertragslosen Zustand herbeizuführen. Herr Musikdirektor Hoffmann, Bochum, berichtete über den Stand des Frankfurter Sängerfestes. Man kam zu der Ansicht, keinen Beschluß für oder gegen Abhaltung des Festes zu fassen, sondern die Entschließung des am 3. und 4. April ds. Is. in Mainz tagenden Deutschen Säugertages abzuwarten. Weiter wurde beschlossen. Vorbereitungen für die Abhaltung des westfälischen Sängerbundesfestes aus Anlaß des 25jährigen Besiehens des Bundes zu treffen. Das Fest soll einen Rahmen bekommen, der für unseren Bund keinerlei geldliche Belastung bringt. Der Vortrag des Herrn Musitdirektors Fr. Plantenberg mußte leider ausfallen. An seiner Stelle sprach Herr Lehrer Schauerte Geseke über Beobachtungen aus dem Leben unserer Vereine. Der mit viel Humor gewürzte Vortrag fand großen Beifall. Es soll versucht werden, den Vortrag durch Druck weiteren Kreisen zu übermitteln. Dem mit dem Staatspreis bedachten Musikdirektor und Komponisten Georg Nellius, Neheim, wurden vom Sängertag herzliche Glückwünsche ausgesprochen. Nachdem Herr Wohlers, Dortmund dem Leiter der Tagung sowie dem Gesamtausschuß für die hingebende Arbeit im letzten Jahr gedankt hatte, wurde der Sängertag mit zuversichtlichem Ausblick auf bessere Zeiten geschlossen. Der Gesamtausschuß hatte schon am Morgen vorbereitende Arbeit geleistet und mußte sogar nach Schluß des Sängertages zur Erledigung einiger Eingänge noch zusammen bleiben. Der Tag war ein schönes Bekenntnis zum deutschen Lied. Drum Freunde laßt uns weiter singen, trotz Not und Sorge zu eigener Freude und Erhebung. Wendung in Meyer jun. will erst die Leiche zerstückelt haben. Paderborn, 24. März. Zu dem sensationellen Mädchenmord in Paderborn kann heute gemeldet werden, daß der in Haft genommene jüngere Meyer unter dem Druck des fast lückenlosen Belastungsmaterials ein Geständnis abgelegt hat. In vollem Umfange ist er geständig hinsichtlich der Art und Weise, wie er das Mädchen zerstückelt hat. Die Fleischstücke hat er, um einer Entdeckung zu entgehen, mit Absicht an verschiedenen Stellen verborgen.(Bekanntlich aber hat gerade dieser Umstand zur schnellen Entdeckung geführt.) Die Knochen hat er gleichfalls in gleiche Stücke gehauen und ebenso verstreut. Kopf und Rumpf will er in die Lippe geworfen haben. Die Lippe wird seit Mittag abgefischt; ohne daß bis zum Abend die gesuchten Teile gefunden worden sind; immerhin jedoch hat man auch hier Fleischteile gesunden. Außerdem wurde in der unmittelbaren Nähe des Restaurants Wilhelmsberg ein Armstück gesunden. Nach der Darstellung Meyers jun. war das Mädchen in Umständen. Meyer will nun selbst eine Abtreibung vorgenommen haben, bei welcher die Ermordete gestorben sei. Um der Entdeckung zu entgehen, habe er die Tote zerstückelt. Die Polizei steht dieser Darstellung sehr skeptisch gegenüber und hält sie für erfunden. Nach einwandfreien Zeugenaussagen wurde das Mädchen zuletzt am Freitagmorgen um 9 Uhr im Hause Meyer gesehen. Meyer will jedoch bereits zum 10,30 Uhr morgens die Kaspar zerstückelt und teilweise schon verborgen haben. In der Zwischenzeit also müßte der Eingriff und und Tod des Mädchens erfolgt sein. Eine Annahme, die sehr wenig Wayrscheinliches hat. Die Polizei ist vielmehr überzeugt, daß Meyer das Mädchen ermordete. Ein sicherer Beweis wird sich erst führen lassen, wenn das Herz und weitere innere Organe gefunden sind. Der Vater des Meyer, der gleichfalls noch in Haft ist, leugnet bisher, von der Tat zu wissen oder an ihr Anteil zu haben. Es steht jedoch fest, daß auch er zu dem Mädchen Beziehungen unterhalten hat. Eine restlose Klärung des scheußlichen Verbrechens scheint nach Lage der Dinge nahe bevorzustehen. Beim Kabeldienst überrascht. Ein Bergmann aus Bochum=Werne wurde am 22. 3. 1932 auf dem Zechenplatz der Zeche Amalia von einem Zechenbeamten bei einem Kabeldiebstahl überrascht und gestellt. Der Mittäter, ebenfalls aus Bochum=Werne, ergriff die Flucht. Gefährliche Körperverletzung. In den Abendstunden des 22. 3. 1932 entstand in einer Wirtschaft in der Rottstraße in Bochum zwischen der Wirtin und einigen Gästen eine Auseinandersetzung wegen Bezahlung verabfolgter Getränke. Die Wirtin wurde von den Gästen angegriffen, wobei Stühle und Gläser zertrümmert wurden. Als der Sohn der Wirtin sich bedroht fühlte, gab er aus einer Pistole einen Schreckschuß ab. Hierdurch wurde ein unbereiligter Gast, der des Streites wegen das Lokal verlassen wollte, durch einen Schuß in die linke Schulter und einen weiteren Schuß, der die Backe und Unterlippe durchschlug, verletzt. Der Verletzte konnte sich ohne fremde Hilfe zum Arzt begeben. Selbstmordversuch. Am 23. 3. 1932, gegen 12 Uhr, unternahm ein 27 Jahre alter Monteur im kath. Gesellenhaus in Herne einen Selbstmordversuch, indem er eine größere Anzahl Tabletten einnahm. Er wurde dem kath. Krankenhaus zugeführt. Das Motiv zu der Tat ist noch nicht bekannt. Diebische Hausiererin. Am. 22. 3. 1932, gegen 12,30 Uhr, wurde einer Ehefrau aus ihrer Wohnung in der Glück=Aus=Straße in Wanne, als sie diese einen Augenblick ohne Aufsicht gelassen hatte, ein 50=Markschein gestohlen. In dem Verdacht, den Diebstahl ausgeführt zu haben, stand eine Hausiererin, die vorher in dem genannten Hause Herdputzmittel verkauft hatte. Durch die sofort angestellten Nachforschungen konnte die Haufiererin noch in den Abendstunden des 22. 3. 1932 ermittelt und festgenommen werden. Der 50 Markschein war noch in ihrem Besitz und wurde der Geschädigten zurückgegeben. Bei der Täterin handelt es sich um ein 22jähriges Mädchen aus Recklinghausen=Herten. Beim Ladendiebstahl ertappt. Am 23. 3. 1932, gegen 13,10 Uhr, wurde im Kaufhause Woolworth in Castrop ein Mann beobachtet, der verschiedene Waren von den Auslagetischen an sich nahm und damit verschwinden wollte. Er konnte gestellt und der Polizei übergeben werden. Ein zweiter Mann wurde ebenfalls gestellt, der vermutlich Schmiere stand, oder mit dem Haupttäter unter einer Decke steckte. Wieder ein Zug mit Steinen beworsen. Am 21. 3. 1932, gegen 12,45 Uhr, wurde ein Eisenbahnzug zwischen den Stationen Meugede und Rauxel vom alten westfälischen Damm aus von drei Knaben mit Steinen beworfen. Verletzt wurde niemand, auch ist kein Sachschaden entstanden. Vor der Wohnung überfallen. Am 23 3. 1932, gegen 22,30 Uhr, wurde ein Schichtmeister in der Nähe seiner Wohnung„Am Kerling“ in Castrop ohne besonderen Grund plötzlich von drei jüngeren Burschen angegriffen. Einer der Täter versuchte, ihn mit einem Messer zu stechen, wobei nur der Mantel beschädigt wurde. Auf die Hilferufe des Betroffenen ergriffen die Tüter die Flucht und sind anerkannt entkommen. Ingenieurschule Technikum Lage in Lippe. Bei der Wahl des Studienortes werden für die angehenden Ingenieure, Architekten und Techniker immer zwei Dinge ausschlaggebend sein, die bisher viele Studierende der Ingenieurschule Technikum Lage zugeführt haben. Erstens das Interesse an einer gediegenen Fachausbildung und zweitens der Wunsch, die Studienzeit in einer solchen Stadt zu verbringen, die alle Reize einer Studentenstadt in sich birgt. Die Gewähr für eine gediegene Berufsausbildung bieten der Ruf und die hervorragenden Einrichtungen des Technikums Lage mit seinen umfangreichen Laboratorien für Automobil= und Flugzeugbau, Maschinenbau, Dampf= und Verbrennungskraftmaschinen, Heizungstechnik, Startstrom=, Wechselstrom= und Radiotechnik, Elektromaschinenbau, Baustoffprüfung und Baukeramik. Diese Einrichtungen ermöglichen eine ganz moderne, lückenlose Ingenieurausbildung für alle Spezialeinrichtungen, wobei die Theorie durch die praktischen Untersuchungen in den Laboratorien wirksam unterstützt wird. Die schöne landschaftliche Umgebung des Studienortes am Teutoburger Walde mit den weltbekannten Badeorten Salzuflen, Pyrmont, Oeynhausen und Meinberg und den vielen Luftkurorten des Teutoburger Waldes bieten neben dem Studium an der Ingenieurschule Lage in Lippe eine gute, schöne Abwechslung. Das Sommersemester beginnt am 26. April 1932. S Eine niederschlesische Kleinnadt in Konnurs. Das Rathaus der Kleinstadt Köben(Kreis Steinau. Niederschlesien), die infolge ihrer hohen Verschuldung Konkurs anmelden mußte. Die Verbindlichkeiten der Stadt betragen 400000 Mark. K Zeitgemabe Betrachtungen. Ostertrieden. Ein neues Licht ist uns gesandt Im heißen Daseins=Ringen, Die Osterbotschaft tönt durch's Land, Die Österglocken klingen, Aus Sturmesnot und Winternacht Zieht uns empor des Lichtes Macht, Nun wird des Frühlings Walten Die Welt uns neu gestalten.— Und wird den Himmel uns befrei'n Von allen Nebelschleiern, Wir aber wollen dankbar sein Und friedlich Ostern feiern, Laßt ab zu festlich stiller Zeit Von allem Kampf und Widerstreit, Dann wird der Welt beschieden Der rechte Osterfrieden.— Zu stärken uns zu neuem Tun In heil'ger Festtagsstille Und von den Sorgen auszuruh'n Ist unser Wunsch und Wille, Gern gibt der Mensch mit heiterm Sinn Sich auch den Festesfreuden hin, Lebt er auch sonst bescheiden Heut mag er sie nicht meiden.— Zwar jeder Hausherr muß und soll Sich nach der Decke strecken, Doch wird die Gattin liebevoll Ihm schon sein Tischlein decken Und was die Frau aus Liebe tut, Das schmeckt dem Mann noch mal so gut, Drum wird er gern versuchen Den selbstgeback'nen Kuchen.— Vor'm Feste gab's viel Last und Müh'n, Denn mit dem Lenz=Erwachen Kann keine Hausfrau sich entzieh'n Dem großen Reinemachen. Doch nun ist alles blitz und blank, Vom Kleider= bis zum Küchenschrank, Vom Topfe bis zum Teller, Vom Boden bis zum Keller.— Ja, aufgekramt sind vor dem Fest, Die alt=ehrwürd'gen Truhen, Doch nach getaner Arbeit läßt Sich's nunmehr trefflich ruhen; Nur einer hat es heut noch schwer Der Osterhase springt umher Und legt zur Osterfeier Die bunten Ostereier.— Wo eines fehlt, da bringt er's noch, Begehrt sind seine Gaben, Die lieben„Kleinen" wollen doch Auch ihre Freude haben. So möge denn für Groß und Klein Das Osterfest gesegnet sein Und Frieden sei der Leiter, Der Sonne bringt! Ernst Heiter. Die Universität Würzburg 350 Jahre alt. Blick auf das Hauptgebände der Fürst=Bischof Julius Echter von Mespelbrunn, Würzburger Universität. der Begründer der Universität. Der Ausstellungspalast für Verkehr und Triusport, ein 330 jähriges Bestehen zurückblicken. Insbesondere die medizinische Fakultät der altberühmten bayrischen Universitär genießt ihren Ruf weit über die deutschen Grenzen hinaus. Aus aller Welt Der„Volksfreund“ darf wieder erscheinen. WTB. Braunschweig, 25. März. Der Verlag des „Volkfreund“, erhielt vom Reichsinnenminister die telegraphische Nachricht, daß das vom braunschweigischen Innenminister ausgesprochene vierwöchige Verbot soweit abgekürzt worden ist, daß die Zeitung mit den Kopfblättern wieder erscheinen kann. Ausländischer Diplomat überfallen. Berlin, 25. März. In der Nacht zum Donnerstag wurde ein ausländischer Diplomat am Viktoria=Luisein Schöneberg von vier jungen Burschen überfallen. Die Burschen hatten ihn angebettelt. Als sie ihn an der Sprache als Ausländer erkannten, schlugen sie ihn zu Boden und mißhandelten ihn. Von einer Polizeistreife konnten drei der Burschen sofort ergriffen werden. Der vierte wurde einige Stunden später gefaßt. Die Täter wurden dem Raubdezernat zugeführt. Weitere Angaben werden im Interesse der Untersuchung noch nicht gemacht. Die„Rote Fahne" verboten. CNB. Berlin, 24. März. Der Polizeipräsident hat die kommunistische„Rote Fahne“ auf die Dauer von fünf Tagen verboten. Drei Rauschgifthändler verhaftet. Hamburg, 25. März. Die Polizei.verhaftete auf St. Pauli drei Rauschgifthändler. Eine Frau, die von diesen Händlern Rauschgift erworben hatte, ist schwer erkrankt und liegt in besorgniserregendem Zustand im Krankenhaus danieder. Das Ende zweier Trinker. CNB. Oppeln, 25. März. In einer Baracke am hiesigen Getreidemarkt wurden heute vormittag der Invalide Cimbollik aus Oppeln und der Pole Kostorz, zwei stadtbekannte Trinker, tot aufgefunden. Neben den beiden Leichen stand noch eine halbgefüllte Flasche mit Brennspiritus. Die Kleider hingen an den Toten herunter und einer von ihnen hatte eine Wunde am Kopf. Sie hatten gestern abend gezecht, dann auch noch den Brennspiritus getrunken und sind dabei wahrschelnlich in Streit geraten. Wahrscheinlich sind sie nachts im Rausch in der ungeheizten Baracke erfroren. Unsall in der Kriegsmarine. Paris, 25. März. Bei der Uebergabe des Kommandos eines französischen Torpedobootzerstörers im Hafen von Toulon ereignete sich am Mittwoch ein Unglücksfall, der einem Zerstörerkommandanten und einem Marineingenieur das Leben kostete. Der bisherige Kommandant des Zerstörers war in Begleitung eines Telegraphisten in einem Boot an Land gegangen, um den neuen Kommandanten und einen Marineingenieur an Bord zu hoien. Bei der Rückkehr gerieten sie in einen heftigen Sturm, der das Boot zum Kentern brachte. Einem sofort herbeigeeilten Rettungsboot gelang es, die beiden Kommandanten und den Telegraphisten zu retten, während der Marineingenieur nicht wieder aufgefunden werden konnte. Der neue Kommandant war jedoch so erschöpft, daß er bereits wenige Minuten später starb Drei Skifahrer tot aufgesunden. Innsbruck, 25. März. Im Großglocknergebiet wurden gestern zwischen dem Riffltor und der Oberwalder=Hütte von einem Knecht der genannten Hütte zwei Männer und eine Dame. die sich bei Nebel und Schneetreiben in diesem unübersichtlichen Gletschergebiet verirrt hatten. tot aufgefunden. Ein vierter Teilnehmer der Partie gab noch Lebenszeichen und wurde in die OberwalderHütte gebracht, wo an ihm schwere Erfrierungen festgestellt wurden. Es handelt sich vermutlich um reichsdeutsche Skifahrer. Risher konnte nur der Name eines in der Nähe von München wohnenden Touristen festgestellt werden. Vom Großglocknerhaus wird heute eine Expedition abgehen, um die drei Toten zu bergen und den Schwerverletzten zu Tal zu bringen. Seltsame Friedhofstragödie. CRB. Budapest, 25. März. Auf dem Friedhof der Dorfgemeinde Diosd im Pester Komitat hat sich gestern ein Vorfall abgespielt, der wohl einzig dasteht. Eine Frau begab sich mit ihrem Schwiegersohn auf den Friedhof, um das Grab ihrer Tochter zu besuchen. Beide verrichtelen am Grabe eine kurze Andacht. Plötzlich zog der Witwer einen Revolver und jagte sich eine Kugel ins Herz. Das Geschoß blieb aber nicht im Körper des Selbstmörders stecken, sondern drang der Schwiegermutter zwischen der zweiten und dritten linksseitigen Rippe, in den Körper. Die Frau wurde nach Budapest gebracht, wo sie jetzt im Krankenhaus mit dem Tod ringt. In einer Scheune verbrannt. Reval, 24. März. Bei dem Brand einer Scheune, die von Obdachlosen als Nachtquartier benutzt wurden, kamen neun Menschen in den Flammen um. Es ist möglich, daß unter den Trümmern noch mehr Leichen gefunden werden. Leichte Beschädigung des„Graf Zeppelin“. 25. März.„Graf Zeppelin“ erlitt eine leichte Beschädigung, als er kurz nach der Landung am Ankermast festgemacht wurde. Ein heftiger Windstoß riß die Anlegetreppe um, die im Stürzen die Kabinentür des Luftschiffes einstieß. Ein Mörder zu lebenslänglichem Gesängnis verurteilt. Globe(Arizona), 24. März. Der wegen Ermordung eines weißen Mädchens angeklagte junge Apache Golney Seymour, wurde heute zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Die Ermordete war eine Studentin an der Columbia=Universität namens Henrietta Schmerler. Sie hatte in einem Wigwam allein unter den Indianern gelebt, deren Sitten und Gebräuche sie erforschen wollte. Der von Messerstichen zersetzte Körper wurde im Juli vorigen Jahres in einer Schlucht der Apachenreservation aufgefunden. Kinder predigen. Einen Einblick in eine der interessantesten Kirchen: in die Children=Church in London, gibt die Münchner Illustrierte in ihrer neuesten Nummer(Nr. 13). Die Children=Church wird von Kindern unterhalten und verwaltet und Erwachsene können nur als Gäste auf besondere Einladung am Gottesdienst teilnehmen. Der Prediger ist ein Knabe, er wird von der Kirchen=Gemeinde gewählt und bleibt drei Monate im Amt. Nach Ablauf dieser Zeit wird der Posten neu besetzt. Von der Liebe und dem Ernst, mit dem die Kinder hier ihres Amtes walten und sich in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Gott zu gemeinsamer Andacht zusammenfinden, geben die Bilder ein schönes und ergreisendes Bild. Ssiern im Ostersprüche und Osterworte. Ueberalt dort, wo man Ostern das uralte Jahreszeitfest, mit seinen uralten Bräuchen feiert, hat auch die Sprache ihre eigenen Osterworte gebildet: ernste und heitere Sprichwörter, vom Volksmund geprägt. Regeln, die jedem Sonnenstrahl, jedem Regentropfen und Windhauch während der Östertage eine eigene Bedeutung zumessen, zahlreiche Begriffe, die im volkstümlichen Österbrauch wurzeln. So mannigfaltig alle diese Österworte nun auch sind, etwas haben sie aber doch gemeinsam: sie sind Jahrhunderte alt, haben sich überall von Vorfahren auf den Nachkommen vererbt und leben heute noch genau so im Sprachgebrauch wie einst, als irgendein Nachdenklicher sie zum erstenmal dachte und aussprach. Wenn in Holland jemand ein Geschäft beginnt, von dem nichts mehr zu erhoffen ist, weil ihm schon andere zuvor gekommen sind, sagt man:„Er ist eben am Österabend Fischhändler geworden“, das heißt, erst am Abend, wo keiner mehr einen Fisch kauft, weil die Fasten vorbei sind. Ein altes deutsches Wort, das aber auch die Holländer und Franzosen anwenden, gibt den guten Rat, man solle die Östereier nicht schon am Karfreitag essen“, womit man sagen will, daß eine Freude, die vorweg genossen wird, doch nicht recht schmeckt. Wer auf Sardinien ein Gesicht macht, aus dem helle Freude strahlt, der hat ein„Osterfestgesicht“— eine„faccia de Pascha“, sagt der Volksmund.„Ehe man Ostern feiern kann. muß man sein Geschirr scheuern“, fordert ein anderer alter Spruch und bezieht sich damit auf die Notwendigkeit der Österbeichte; beichtet einer aber nur einmal im Jahr und läßt sich auch nur dieses eine Mal in der Kirche sehen, so ist er ein„Osterchrist“, denn Ostern ist auch alle Jähre nur einmal. Das Osterfest kann nur in den März oder in den April fallen. Niemals früher als auf den 22. März, was aber erst im Jahre 2285 wieder eintreffen wird, und nie später als auf den 25. April; würde es einmal später fallen, so müßte in diesem Jahre die Welt untergehen, verkündet der Volksglaube und hat damit denn auch wohl nicht ganz unrecht, denn es würde bedeuten, daß sich der Lauf der Gestirne geändert hätte. Es heißt also im Sprichwort:„Kommt Ostern noch so spät, als es vill, so kommt es doch noch im April“, allein Aprilostern ist nicht so beliebt wie die Märzostern, weil diese ein besonderes gutes Brotjahr verheißen. Ob am Osterfesttag die Sonne vom blauen Himmel strahlt, oder ob ihn trübe schwere Wolken decken, ob es wie aus Kübeln schüttet, und aus welcher Richtung der Wind herbläst, alles das hat viele Jahrhunderte alte Bauernerfahrung in feste Regeln gestaltet. Es gibt Tage im Jahr, an denen es regnen soll, so am Karfreitag oder am Philipp= und Jakobstag. aber Österregen bringt niemals Gutes.„Regen an Östern regnet Bettelsäck, und nimmt ein Drittel der Winterfrucht weg" und„Den Regen auf den Östertag, kein schönes Wetter trösten mag, auch wird das Futter auf die Wiesen, das arme Vieh wenig genießen“, heißt es. Dagegen bringt die Ostersonne allen Segen. den die Natur braucht. Sie fördert die Blühkraft der Obstbäume, ihr wunderwirkender Zauber lockt das junge Grün aus der Erde und allen Menschen und Tieren schenkt sie frische Kraft.„Hat Ostern keinen Sounenschein, so kommt das Heu nie trocken ein.“ Im Mittelpunkt aller Österworte steht als meistgenanntes und überall bekanntes und beliebtes Wort das „Osterei“, dessen Ursprung aber genau so ungeklärt ist wie der des Österhasen, der es legen soll. Das Österei kennt die deutsche Sprache allerdings schon seit vielen Jahrhunderten, aber in einer völlig anderen Bedeutung, weil das Ei einst zu den Dingen gehörte, die vom Bauern dem Gutsherrn zu Ostern„Gezinst" werden mußten und daher auch nur in diesem Sinne„Östereier" waren. Das„Ostergeld" besaß die gleiche Bedeutung und stellte den Geldzins dar, der alljährlich am Österdienstag fällig war, weshalb man diesen Tag auch den„Zinstag“ nannte. Auch eine„Östersuppe“ kennt der deutsche Sprachschatz schon seit alter Zeit. So hieß und heißt auch heute noch in manchen Gegenden Mitteldeutschlands eine gelbe mit Kräutern gewürzte Eierbrühe, von der schon Hans Sachs und sein Zeitgenosse Johann Fischart erzählen. Österstimmung am Alpensee. „ Wrelr und Opiel : Spiel=Aenderung. Der BfB. Annen weist an dieser Stelle darauf hin, daß Bövinghausen in letzter Stunde abgesagt hat, so daß das Spiel Bövinghausen— Annen nicht stattfinden kann. Nun hat sich Union Heven in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, für Bövinghausen einzuspringen, so daß das Spiel Heven— Annen am 2. Ostertag, nachm..30 Uhr im Stadion ausgetragen wird. Heven stellt eine spielstarke Mannschaft, so daß mit einem interessanten Treffen zu rechnen ist. Deutsche Jugendkraft Blauweiß Annen. 1. Mannsch. Blauweiß Annen— 1. Mannsch. Jahn Annen Das große Lokalspiel obiger Mannschaften findet am 2. Ostertag auf dem Sportplatz an der Wittenerstraße statt. Mit dem erstmaligen Zusammentreffen dieser beiden Ortsgegner dürfte manchem Anhänger des Handballsports ein besonderer Wunsch in Erfüllung gehen. Die junge aufstrebende Mannschaft des Turnvereins Jahn konnte in letzter Zeit erhebliche Fortschritte machen. Nach harten Kämpfen gelangte die Elf am vergangenen Sonntag durch einen klaren:=Sieg über die Mannschaft des Wittener Turnvereins zur Bezirksmeisterschaft. Sämtliche Mannschaftsteile befinden sich augenblicklich in hervorragender Verfassung. Es dürfte mit Bestimmtheit anzunehmen sein, daß der D..=Vertreter die Blauweißen zur Hergabe ihres ganzen Könnens zwingen wird. Hoffentlich sind beide Mannschaften bemüht, ein schönes Spiel vorzuführen und die Grenzen des Erlaubten nicht zu überschreiten. Dann dürfte den Zuschauern am 2. Ostertag bestimmt ein spannendes Spiel vorgeführt werden, in dem beide Mannschaften unter Einsatz ihres ganzen Könnens um den Sieg streiten werden. 2. Mannschaft Blauweiß Annen— 2. Mannschaft Jahn Annen. 1. Jugendmannschaft Blauweiß Annen— 1. Jugendmannschaft Eintracht Annen. Anwurf der 1. Mannschaft.30 Uhr, der 2. Mannschaft 2,30 Uhr, der 1. Jugendmannschaft 4,30 Uhr. Sportplatz Wittenerstraße. Sport=Club 29 Rüdinghausen. Vorschau. 1. Mannschaft RSC 29— 1. Mannschaft Spielvereinigung Kaiserau. Für den 1. Ostertag hat sich der RSC. die Spiel= und Sportvereinigung Kaiserau verpflichtet. Diese gehören der 1. Bezirksklasse an und nehmen den zweiten Tabellenplatz in der dortigen Gruppe ein. Da die Blauweißen gegen klassenhöhere Gegner stets ein gutes Spiel zeigen, kann mit einem spannenden Kampf gerechnet werden, und ist daher jedem Sports=Anhänger der Besuch zu empfehlen. Anstoß 3,30 Uhr. 2. Mannschaft RSC.— 2. Mannschaft Spielvereinigung Kaiserau. Die 2. Mannschaft hat sich die gleiche von Kaiserau verpflichtet. Es wird auch hier ein schönes Spiel vorgeführt werden, zumal Rüdinghausen in stärkster Aufstellung antreten wird. Anstoß 1,45 Uhr. 1. Jugend=Mannschaft Viktoria 08 Dortmund'— 1. Jugend RSC 29, Anstoß 11 Uhr in Dortmund. 2. Jugend Viktoria 08 Dortmund— 2. Jugend RSC 29. Anstoß 10 Uhr in Dortmund. 1. Schüler Viktoria 08 Dortmund— 1. Schüler RSC 29. 1. Mannsch. Blauweiß Annen— 1. Mannsch. B/L. Stockum. Auch am 1. Ostertag wartet die Deutsche Jugendkraft mit einer sehr interessanten Begegnung auf. Die über eine beachtliche Spielstärke verfügende 1. Mannschaft des Vereins für Leichtathletik Stockum wellt zum Freundschaftsspiel in Annen. Man darf mit Recht auf den Ausgang dieses Treffens gespannt sein, denn die Stockumer Elf gilt als eine der besten Wittener Handballmannschaften, die mit aller Macht versuchen wird, den Blauweißen den Sieg streitig zu machen. 2. Mannsch. Annen— 2. Mannsch. Stockum. 1. Jugend Annen— 1. Jugend Stockum. Anwurf der 1. Mannschaft 3 Uhr, der 2. Mannschaft 2 Uhr, der 1. Jugend 4 Uhr. Sportplatz Wittenerstraße. 1. Mannschaft RSC 29— 1. Mannschaft Spielvg. Vittoria Somborn. Am 2. Ostertag empfängt der RSC die in derseiben Klasse spielende Spielvereinigung Viktoria Somborn, die in ihrer Gruppe ungefähr denselben Tabellenplatz wie Rüdinghausen einnimmt, und es wird interessant sein, wie sich die Spielstärke der beiden Gruppen zueinander verhält. Anstoß 4 Uhr. 2. Mannschaft RSC— 2. Mannschaft Viktoria Somborn. Anstoß 2,30 Uhr. 1. Jugend RSC— 1. Jugend Spielvereinigung Viktoria Somborn. Anstoß 11 Uhr, Sportplatz Gronemann. 2. Jugend RSC— 2. Jugend Spielvereinigung Viktoria Somborn. Anstoß 10 Uhr, Sportplatz Gronemann. Wetterbericht der Wetterwarte Essen. (Nachdruck verboten.) Mitteleuropa steht noch immer unter dem Einfluß zusammensinkender Luftmassen. Infolgedessen melden die deutschen Stationen heiteren bis wolkenlosen Himmel. In der Nacht konnten die Temperaturen wieder einige Grade unter den Gefrierpunkt sinken, werden aber tagsüber rasch ansteigen. Vom Ozean her dringen z. Zt. kräftige Störungen gegen Mitteleuropa vor und veranlassen über dem westlichen England und besonders über Irland stärkere Bewölkung und bereits Regen. Die Temperaturen sind hier unter dem Einfluß der warmen Ozeanluft auf 7 bis 9 Grad angestiegen. Das Schlechtwettergebiet wird langsam gegen Mitteleuropa vordringen. Vorhersage für Samstag: Zunächst noch heiter, später aber Bewölkungszunahme von Westen her. Temperaturen nachts wieder einige Grade unter dem Gefrierpunkt, tagsüber mild. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Auf Süd drehende Winde und dabei wechselnde, aber stärkere Bewölkung. In den Morgenstunden stellenweise dunstig bis neblig. Tagsüber aufkommende Niederschlagsneigung. Temperaturen ansteigend. Kirchliche Nachrichten Annen. 1. Ostertag morgens 6 Uhr Festgeläute und Posaunenblasen von der Halde der ehem. Zeche Hamburg. 9,30 Uhr Festgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors Pfr. Müller. 11 Uhr Österfeier im Kindergöttesdienst. 2. Ostertag morgens.30 Uhr Festgottesdienst(unter Mitwirkung des Gemischten Chors). Pfr. Bartelworth. 11,45 Uhr Kirchentaufen. 1. Ostertag morgens 10 Uhr Gottesdienst im Borbachheim mit anschließendem Kindergottesdienst. Pfr. Bartelworth. Dienstagabend.15 Uhr Uebungsstunde des Kirchenchors. Mittwochabend 8 Uhr Gesangstunde des Gemischten Chors. Bezirk Borbach: Dienstagabend 8 Uhr Jungmännerabteilung. Donnerstagabend 7,30 Uhr Jungmädchenverein. Evangelische Kirche Rüdinghausen. Am Ostersonntag um 10 Uhr Gottesdienst mit musikalischer Darbietung.— Am Ostermontag um 10 Uhr Gottesdienst, nachmittags um 4 Uhr Gottesdienst in der Kapelle Auf dem Schnee. Die Versammlung des Männervereins Auf dem Schnee fällt wegen des Osterfestes aus.— Dienstag um 8 Uhr Frauenchor in Rüding= hausen.“ Von diesem Tage an findet die Uebungsstunde des Frauenchors anstatt um 4 Uhr immer um 8 Uhr abends statt.— Mittwoch Kirchenchor.— Freitag um 8 Uhr ist Versammlung des Jungmädchenvereins im Pfarrhaus. Evangelische Kirche Stockum. 1. Osterfeiertag:.30 Uhr Gottesdienst, Pastor Harney; 11 Uhr Kindergottesdienst, 12 Uhr Taufen, 20 Uhr Christliche Gemeinschaft. 2. Ofterseiertag: 9,30 Uhr Gottesdienst, Pastor Bovermann aus Oespel. Dienstag, 20 20 Uhr Bibelstunde und Christliche Gemeinschaft in der alten Schule. Donnerstag, 16 Uhr Frauenverein, 20 Uhr Posaunenblasen, 20,30 Uhr Vorbereitung des Kindergottesdienstes im Pfarrhause. Freitag, 20 Uhr Jungmädchenverein. Samstag, 20,30 Uhr Jünglingsverein. Baptistengemeinde Witten=Annen Erlenschule. Holzkampstraße. Sonntagvormittag, 10.30 Uhr Sonntagsschule. Dienstag 8 Uhr Bibelstunde. Neu=Apostolische Gemeinde Witten=Annen. Annen: Holzkampstcaße, Erlenschute(Zeichensaal). In Witten: Sonntag vormittag.30 Uhr; nachm. Uhr. Mittwoch abend 8 Uhr. — Die Sorte bleibt sich immer gleich. Ein Berliner tritt in München an einen Polizisten mit der Frage heran:„Wo ist hier die Ludwigstraße?“ Der Polizist beschreibt ihm den Weg. Der Berliner schüttelt den Kopf und sagt:„Da findet sich ja kein Schwein zurecht.“ Der Polizist beschreibt den Weg noch einmal und fügt dann hinzu:„Sie könnten auch ein bißchen höflicher fragen.“ „Nee,“ antwortete der Berliner,„lieber valoofe ick mir.“(Reclams Universum.) Zeitgemäße Additions=Aufgabe. Lehrer:„Was gibt 25 und 50 und 75?“ Der kleine Moritz:„Ein Geschäft mit Einheitspreis, Herr Lehrer!“ Hoffnungen.„Ihr Erbonkol soll so schwer krank sein. Wie geht es ihm?“ „Besser. Aber wir haben noch nicht alle Hoffnungen aufgegeben.“ — Die Null.„Meine Kusine hat Heiratsannoncen aufgegeben. Der Erfolg war gleich Null!“ „Einen Mann hat sie aber doch gekriegt.“ „Ja, der ist die Null!“ — Gemütlich.„Ich hatte doch Kalbskotelett bestellt Ober, und Sie bringen Schweinskotelett!“ „Macht nichts! Der Preis ist derselbe, mein Herr!“ — Der Papagei.„Ist es denn möglich, Karl, du hast dem Papaget lauter Flüche beigebracht?!“ „Aber nein, Mutti. Ich habe ihm nur gesagt, was er nicht sagen darf.“ Nach Rüdinghausen. Wir raten Ihnen dringend davon ab, nach Holland zu ziehen, bevor Sie dort eine Arbeitsstelle haben. Es erscheint uns sehr zweifelhaft, ob Sie dort überhaupt Arbeit bekommen. Auch Holland ist von der Wirtschaftskrise nicht verschont geblieben. D. R. Der richtige Wog zur Erlangung schöner weißer Zähne unter gleichzeitiger Beseitigung des häßlich gesärbten Zahnbelages ist folgender: Drücken Sie einen Strang Chlorodont= Zahnpaste auf die trockene Chlorodont=Zahnbürste(Spezialbürste mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Sie Ihr Gebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst jegzt die Bürste in Wasser und spülen Sie mit Chlorodont=Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Ersolg wird Sie Aberraschen! Der mißfarbene Zahnbelag 2 ommerProssen werden unter esrantie durch VENUS Sücke beseillet..60..75 Geten Dickel Mitesser Stärke Annen: Oermania-Drog Blumberg. Provin Dortmund, 26. Beraubung von Gi Schwerte wurden h Rudi Schmitt und e sowie deren Vater haben nur Bier gest Zuge herauswarfen. sie Trinkgelage ine strecke ab. War d so daß sie es mit so vergruben sie das der Strecke fahren Diebe sie leicht beste Unna, 25. März. Schreck gestorben.) Knickenberg die Me alten Sohnes überb einen Herzschlag, dei Gelsenkirchen, 26 kirchen.) In Auswi Ait=Gersenkirchen du vier evangelische und und den Nachbarsy Aenderung tritt ab Recklinghausen, 25 Am 17. März verke markt ein Mann an hausen ein Pferd zur Wechsel, fällig am 1 kaufte das Tier soft händler aus Herne n ersten Verkäufer kan Nachfrage nach dem T. mittellos und Wo Das Pferd wurde sich Bielefeld, 25. Mi haus.) Zur Schlicht Streitigkeiten zwische und einem älteren B der am 1. April au meister Dr. Stapenh. sprache in sein Die Unterhaltung erhob würfe gegen die am des Stadtrates Bind anlaßten,„Sie sind setzte den alten Bean ben Stadtrat eindrat abreichte. Eine Schl Folge. Erst durch da meisters wurden die Clarholz, 26. Mä Einen schweren Ung des Herrn Müllers 2 Riegelpfählen kame nahe, daß ihm vier ten wurden. Essen, 26. März. Der zunächst geheimn straße 9, wo man die geklärt worden. Ma dacht standen, die F men. Sie wurden entgegen einem erster getretenen Herzbeschn Düsseldorf, 25. 2 Dienstag kenterte obe vom Ufer ein mit; Einer der beiden In trank. der zweite In ans Ufer retten. Düsseldorf, 26 M Der Düsseldorfer Rei diesjährigen Mitglied 10 Renntage bestimn wird am 24. Aprils Aus Weite Franksurt a.., die„Frankfurter Pos boten. Wenn man Franksurt, 25. Leichtsinn eines nei vor einigen Tagen das durch die Frankf wurde. In Untergut gut, Eigentum der H Scheuen, wobei Stallg ein gefüllter Schuppe Opfer fielen. Nach lä 19 jährigen Zögling überführen, daß er je ständnis abgelegt hat. tun, und trotz des a geraucht, die er leicht Plötzlich schoß eine he nicht mehr ersticken k. Feuer zu kümmern, a an, floh er aus dem S entdeckt wurde, selbst? der Kriminalpolizei Ein Totel durch Exp Berlin, 25. März. I en u. Co. im Nordo behälter, der zur Pri sollte. Der 37jährige wurde von dem hinat ters tödlich getroffen. wesender Schlossermeist gen, und ein 17jährig letzungen davon. Seitman= Lisaben, 25. März korbenen Kodak=König in Lissabon ein. Von um Mussolini einen überreichen. Diesen 2 liardär der italienisch macht, mit der Bestim für junge Faschisten 1 e 4 Rommuntstische WMüklereien. Provinz=Nachrichten Dortmund, 26. März.(Nur Bier gestohlen.) Wegen Beraubung von Güterzügen auf der Strecke Hörde— Schwerte wurden heute die Arbeiter Wilhelm Bödeker, Rudi Schmitt und Gebrüder Fritz und Erich Möhlmann sowie deren Vater festgenommen. Die Festgenommenen haben nur Bier gestohlen, indem sie die Fässer aus dem Zuge herauswarfen. Mit dem gestohlenen Bier hielten sie Trinkgelage in einer Laube in der Nähe der Bahnstrecke ab. War der Inhalt eines Fasses zu groß, so daß sie es mit einem Male nicht leeren konnten, so vergruben sie das Faß bis zum nächsten Morgen. Auf der Strecke fahren die Züge recht langsam, so daß die Diebe sie leicht besteigen konnten. Unna, 25. März.(Bei der Todeskunde vom Sohne vor Schreck gestorben.) Als der hochbetagten Frau Franz Knickenberg die Meldung vom Tode ihres 39 Jahre alten Sohnes überbracht wurde, erlitt sie vor Schreck einen Herzschlag, dem sie auf der Stelle erlag. Gelsenkirchen, 26„März.(Schulabbau in Gelsenkirchen.) In Auswirkung der Sparmaßnahmen sind in Ait=Gersenkirchen durch eine Verfügung der Regierung vier evangelische und vier katholische Schulen aufgehoben und den Nachbarsystemen angegliedert worden. Die Aenderung tritt ab 1. April in die Erscheinung. Recklinghausen, 25. März.(Betrug beim Pferdehandel.) Am 17. März verkaufte auf dem Dortmunder Pferdemarkt ein Mann an einen Paul Teubert aus Reckling= hausen ein Pferd zum Preise von 320 RM., worüber ein Wechsel, fällig am 15. April, ausgestellt wurde. T. verkaufte das Tier sofort für 130 RM. an einen Pferdehändler aus Herne weiter, der sofort bar bezahlte. Dem ersten Verkäufer kamen später Bedenken, und auf seine Nachfrage nach dem Käufer teilte die Polizei mit, daß T. mittellos und Wohlfahrtsunterstützungsempfänger war. Das Pferd wurde sichergestellt. Bielefeld, 25. März.(Ohrfeigen im Bielefelder Rathaus.) Zur Schlichtung seit langen Jahren schwebender Streitigkeiten zwischen dem Bielefelder Stadtrat Binder und einem älteren Beamten des mittleren Dienstes hatte der am 1. April aus dem Amte scheidende Oberbürgermeister Dr. Stapenhorst die beiden Herren zu einer Aussprache in sein Dienstzimmer geladen. Im Laufe der Unterhaltung erhob der Beamte schwerwiegende Vorwürfe gegen die amtliche und außerberufliche Tätigkeit des Stadtrates Binder, die diesen zu dem Ausruf veranlaßten,„Sie sind ein Lügner". Diese Aeußerung versetzte den alten Beamten in solche Erregung, daß er auf den Stadtrat eindrang und ihm mehrere Ohrfeigen verabreichte. Eine Schlägerei der beiden Gegner war die Folge. Erst durch das Dazwischentreten des Oberbürgermeisters wurden die beiden getrennt. Clarholz, 26. März.(Die Finger in der Kreissäge.) Einen schweren Unglücksfall erlitt der 25jährige Sohn des Herrn Müllers Mense von hier. Beim Anspitzen von Riegelpfählen kam er mit seiner Hand der Kreissäge so nahe, daß ihm vier Finger bis an die Knöchel abgeschnitten wurden. Essen, 26. März.(Aufklärung des Falles Langer.) Der zunächst geheimnisvolle Todesfall im Hause Mevissenstraße 9, wo man die Ehefrau Langer tot auffand, ist aufgeklärt worden. Man hatte drei Personen, die im Verdacht standen, die Frau ermordet zu haben, festgenommen. Sie wurden wieder entlassen. Frau Langer ist entgegen einem ersten ärztlichen Befund an plötzlich aufgetretenen Herzbeschwerden gestorben. Düsseldorf, 25. März.(Beim Paddeln ertrunken.) Dienstag kenterte oberhalb der Lausward etwa 50 Meler vom Ufer ein mit zwei Personen besetztes Pabdelboot. Einer der beiden Insassen, ein 19jähriger Zeichner, ertrank. der zweite Insasse konnte sich durch Schwimmen ans Ufer retten. Düsseldorf, 26 März.(10 Renntage in Düsseldorf.) Der Düsseldorfer Reiter= und Rennverein hat auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung für das Jahr 1932 10 Renntage bestimmt. Das erste Düsseldorfer Rennen wird am 24. April stattfinden. Aus aller Welt Weitere Zeitungsverbote. Franksurt a.., 26. März. Der Oberpräsident hat die„Frankfurter Post" bis einschließlich 31. März verboten. Wenn man auf dem Heuboden raucht. Franksurt, 25. März. Durch den grenzenlosen Leichtsinn eines neunzehnjährigen Zöglings kam es vor einigen Tagen zu einem schweren Brandunglück, das durch die Frankfurter Kriminalpolizei jetzt geklärt wurde. In Untergutenau bei Nassau brannte ein Hofgut, Eigentum der Heilerziehungs= und Pflegeanstalt Scheuen, wobei Stallgebäude— einige Scheunen— und ein gefüllter Schuppen den Flammen vollständig zum Opfer fielen. Nach längeren Fahndungen gelang es, den 19 jährigen Zögling Heinold der Täterschaft derart zu überführen, daß er jetzt nach längerem Leugnen ein Geständnis abgelegt hat. Heinold hatte im Heuschuppen zu tun, und trotz des ausdrücklichen Verbots seine Pseife geraucht, die er leichtsinnig auf den Boden ausklopfte. Plötzlich schoß eine hohe Stichflamme hoch, die Heinold nicht mehr ersticken konnte. Ohne sich weiter um das Feuer zu kümmern, als ginge ihn die Sache gar nichts an, floh er aus dem Schuppen und spielte, als der Brand entdeckt wurde, selbst den Ueberraschten. Er ist jetzt von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Ein Toter, zwei Schwerverletzte durch Explosion eines Luftkessels. Berlin, 25. März. In der Gasapparatefabrik Max Besein u. Co. im Nordosten Berlins explodierte ein Luftbehälter, der zur Prüfung von Gasdruckreglern dienen sollte. Der 37jährige Sohn des Inhabers der Fabrik wurde von dem hinausgeschleuderten Boden des Behälters tödlich getroffen. Ein gleichfalls in dem Raum anwesender Schlossermeister erlitt schwere innere Verletzungen, und ein 17jähriger Lehrling trug schwere Kopfverletzungen davon. Gastman=Stiftung für Mussolini. Lissaben, 25. März. Der Sekretär des kürzlich verkorbenen Kodak=Königs Georg Eastman traf Mittwoch in Lissabon ein. Von dort will er sich nach Rom begeben, um Mussolini einen Scheck über 1 Million Dollar zu überreichen. Diesen Betrag hat der amerikanische Milliardär der italienischen Regierung testamentarisch vermacht, mit der Bestimmung, daß sie dafür ein Hospital für junge Faschisten errichten möge. Nleuterer auf einem Bremer Schill schwer bestraft. Bremen, 24. März. Wegen Meuterei standen in Bremen 14 Seeleute, darunter zwei Offiziersanwärter, unter Anklage. Am Neujahrstage verweigerten diese Seeleute vom Dampfer Bockenheim der Unterweser=Reederei im Newyorker Hafen die Arbeit, nachdem sie von einem Abgesandten des Roten Einheitsverbandes aufgehetzt worden waren. Die Angeklagten erklärten, daß die Arbeitsverweigerung wegen des auf Grund der Notverordnung vorgenommenen Heuerabzuges erfolgt sei. Die beiden Offiziersanwärter gaben an, unter einem Druck gestanden zu haben. Ihnen sei gedroht, daß, falls jemand von der Besatzung nicht mitmache, diesem die Knochen entzwei geschlagen würden. Der Dampfer hat infolge der Arbeitsniederlegung erst zwei Tage später den Hafen verlassen können. Das Gericht verkündete das Urteil, daß die Berufung der Angeklagten zu verwerfen sei und es bei dem Strafmaß der ersten Instanz sein Bewenden haben müsse. Ein Angeklagter erhielt drei Monate, zehn Angeklagte je 6 Wochen und vier jüngere einen Monat Gefängnis. * Hetze in der Reichsmarine. Kiel, 25. März. Für die Betroffenen völlig überraschend hat die Kieler Polizei am Mittwoch morgen in Wieder ein Schülerselbstmord. Meiningen, 24. März. Nach beendetem Schulschluß hat sich am heutigen Gründonnerstag der 16jährige Untersekundaner am hiesigen Reformrealgymnasium, Kummer, durch einen Revolverschuß getötet. Kummer war nicht versetzt worden. Polnische Torpedoboote im Danziger Hafen. Die beiden polnischen Torpedoboote„Podhalanin“ und„Krakowiak“ liefen in den Danziger Hafen ein und machten mitten in der Stadt, und zwar am Kai in der Nähe der städtischen Gasanstalt, fest. Das Aussuchen dieses Anlegeplatzes inmitten einer belebten Danziger Gegend ist als eine absichtliche Demonstration aufzufassen. Dazu kommt das besonders provokatorische Verhalten der Mannschaft. Polnische Matrosen der Torpedoboote exerzierten an Land, während an Bord unter den Augen der Danziger Bevölkerung an den Geschützen Uebungen gemacht wurden. Studentische Ausschreitungen in Bukarest. Ein vor einigen Tagen in Bukarest ausgebrochener Streik der Juristenstudenten, der sich gegen einschränkende Studiumsbestimmungen richtete, hat auf alle übrigen Fakultäten übergegriffen und zu schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und Studenten geführt. Etwa 300 Studenten versuchten, die Hauptpolizeiwache zu stürmen, um dort verhaftete Genossen zu befreien. Sie wurden aber von der Polizei mit Tränengasbomben zurückgetrieben. Bei der sich entwickelnden Prügelei wurden mehrere Polizisten und Studenten schwer verletzt. Die Universität wurde vorläufig auf 48 Stunden geschlossen. Ausbruch von Aussätzigen. Madrid, 25. März. In dem Lepra=Krankenheim von Fontilles bei Denia am Cap de la Nao an der mittleren Ostküste Spaniens kam es zu einem Aufruhr der Aussätzigen. Die Kranken überwältigten die das Heim leitenden Nonnen und entflohen. Allen Menschen, die ihnen begegneten, fielen sie um den Hals und küßten sie. Erst mit vieler Mühe gelang es, die Flüchtlinge wieder einzufangen. 329 Todesopfer. Newyork, 25. März. Die Gesamtzahl der Personen, die infolge des Tornados in den fünf Südstaaten ums Leben gekommen sind, ist auf 359 gestiegen. Verletzt wurden 2500 Personen, 7000 sind obdachlos. Der Sachschaden beträgt mehrere Millionen Dollar. Furchlbare Fomilientragödie. Sieben Menschen getötet. Jena, 25. März. In einem Hause der Westendstraße spielte sich in der vergangenen Nacht ein Familiendrama ab, das sieben Menschen das Leben gekostet hat. Der Oberlandesgerichtsrat Dr. Wilhelm Meurer, der mit seiner Frau in Scheidung lebte, hat diese, seine beiden noch nicht schulpflichtigen Kinder, seine bei ihm wohnenden Eltern, eine in der Wohnung anwesende Bekannte und sich selbst erschossen. Sechs Personen waren sofort tot, die siebente starb im Laufe der Nacht. Unglückliche Jamilienverhältnisse und die bevorstehende Trennung der Familie sollen den Oberlandesgerichtsrat zu dieser Tat veranlaßt haben. Jena, 25. März. Zu dem furchtbaren Familiendrama in der Karfreitagnacht verlautet von der Justizpressestelle des Thüringer Oberlandesgerichts u..:„Die Familien der Oberlandesgerichtsräte Meurer und R. standen in freundschaftlichem Verkehr miteinander. Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus nahe Beziehungen zwischen Meurer und Frau., die den Bestand beider Ehen gefährdeten. Beide Ehepaare beschlossen, in Frieden auseinanderzugehen und die Ehen zu lösen. Das Landgericht in Weimar schied im Februar d. Is. beide Ehen. Meurer wurde an das Amtsgericht in Altenburg versetzt, wo er am 1. April seinen Dienst antreten sollte. Er beabsichtigte, in nächster Zeit Frau R. zu heiraten. Seine geschiedene Frau wollte Anfang April beim Umzug den Eltern ihres Mannes helfen, die mit ihm in einem Hause wohnten. Dann wollte sie mit ihren beiden Jungen nach Rudolstadt ziehen. Die verschiedenen Umzüge waren bereits in die Wege geleitet. Die Unterhaltungsfragen waren geregelt. Was Meurer unter diesen Umständen zu seiner unseligen Tat getrieben hat, ist unerklärlich.“ Zu dem Verlauf der Tat ist ergänzend zu melden: Im Wohnzimmer waren gegen Mitternacht mit Meurer die drei Frauen anwesend, die er zuerst tötete, ehe er dann in den anderen Räumen sein blutiges Werk vollendete und sich selbst tötete. Die beiden Kinder lagen bereits in ihren Betten, als der Vater die Waffe gegen sie richtete. Bei allen Personen ist der Tod durch Kopfschüsse eingetreten. Die beiden jüngeren Frauen standen in den 30er Jahren. Meurer war 36 Jahre, seine beiden Kinder 5 und 7 Jahre alt. Die Eltern stammen, wie wir erfahren, aus Gotha, wohin sie nach Auflösung des Haushaltes ihres Sohnes zurückkehren wollten. aller Frühe in verschiedenen Stadtvierteln gleichzeitig eine Aktion gegen eine Anzahl Mitglieder der Kommunistischen Partei unternommen. Die meisten, die zur Vernehmung dem Polizeipräsidium zugeführt und teilweise in Haft behalten wurden, stehen auf Grund der bei ihnen vorgenommenen Haussuchungen in dringendem Verdacht, eine Aufhetzung und Zersetzung der Reichsmarine durch Flugschriften geplant zu haben. * an Arbeitern, die arbeiten Sollten. Chemnitz, 24. März. Aus Rache über einen von Kommunisten inszenierten, aber mißglückten Streik bei einer Textilfirma in Oberlungwitz überfiel am Mittwoch abend auf der Staatsstraße ein Trupp von 25 Kommunisten sieben auf dem Heimwege befindliche Arbeiter, die der Streikparole nicht gefolgt waren und bei der bestreikten Firma weitergearbeitet hatten. Die Kommunisten, die sich in einem Steinbruch versteckt gehalten hatten, schlugen auf die ahnungslosen Arbeiter mit Stahlruten, Zaunlatten, Totschlägern, Knüppeln und Steinen ein, bis sie besinnungslus auf der Straße liegen blieben. Zwei überfallene Arbeiter sind lebensgefährlich verletzt, die anderen fünf sehr schwer. Sie mußten ins Krantenhaus transportiert werden. Einer Polizeirazzia gelang es noch in der Nacht, einige Täter zu ermitteln und zu verhaften. Wieder völlig einig! Paris, London und die Tributfrage. London, 24. März. Der Untersuchungsausschuß des Kabinetts, der sich mit den Tributen und Kriegsschulden zu befassen hat, hielt am Mittwoch eine Sitzung ab, bei der festgestellt wurde, daß die Arbeiten des Ausschusses gute Fortschritte gemacht hätten und völlige Einigkeit über die von England auf der Lausanner Konferenz zu verfolgende Politik bestehe. Den Ministern erscheine die engste Zusammenarbeit zwischen England und Frankreich wünschenswert. Sie sind sich, wie„News Chroniele“ meldet, darüber einig, daß eine Zusammenkunft zwischen Macdonald und Tardien beiden Seiten zur Befriedigung gereichen werde. Zinszahlungen befriedigend. WTB. Newyork, 25. März. Newyorker Bankkreise erklären, daß die deutschen Leistungen unter dem neuen Stillhalteabkommen befriedigend seien. Deutschland habe nicht nur alle Zinszahlungen pünktlich geleistet, sondern auch kleinere Beträge amortisiert, was von den Vertretern der amerikanischen Stillhaltegruppe mit Befriedigung festgestellt worden sei. Der verfeinerte Zahlungsmechanismus des neuen Stillhalteabkommens gebe der deutschen Finanz und Industrie mehr Zeit, die schwere Aufgabe der Auftauung der eingefrorenen Anleihen durchzuführen. Diese Aufgabe werde allerdings durch die Schwierigkeiten am Devisenmarkt besonders kompliziert. Man ist der Ansicht, Deutschland könne seine ausländischen Privatschulden verhältnismäßig leicht liquidieren, wenn die ausländischen Gläubiger Zahlungen in Reichsmark akzeptierten. Brasilien kauft Ruhrkohle. WTB. Paris, 25. März. Nach einer Havasmeldung aus Rio de Janeiro gibt der Nationalrat für Kaffeeproduktion bekannt, daß am 10. März der Zuschlag für Lieferung von 75000 Tonnen Kohle den Ruhrbergwerken erteilt wurde, da deren Angebot vorteilhafter gewesen sei, als die englischen Vorschläge. Russischer Auftrag über 50 Mill. Mark. WTB. Essen, 25. März. Die schon seit einiger Zeit zwischen Vertretern Rußlands und dem Stahlwerkverband geführten Verhandlungen haben jetzt zu einer Einigung geführt. Es kam ein Abschluß zustande, der die Lieferung von 300000 Tonnen Walzdrahtprodukte nach Rußland vorsieht und den Russen eine Option bei Bezug von weiteren 200000 Tonnen einräumt. Außerdem wurden 30000 Tonnen Röhrenerzeugnisse bestellt. Der Gesamtwert der Lieferungen dürfte sich auf 50 Millionen Mark belaufen. Die Frage der Finanzierung der Garantiebelieferung ist jedoch noch offen. Man hofft, die durch die Zahlung von noch lausenden Russenwechseln freiwerdende Garantie wieder benutzen zu können. Ob es möglich sein wird, auf Grund der neuen Bestellungen in der westdeutschen Montanindustrie wieder neue Arbeitskräfte einzustellen, wird im wesentlichen davon abhängen, wie die Spezifikationen eingehen. Zunächst wird sich die Mehrbeschäftigung für die Werke wohl dahin auswirken, daß weniger Feierschichten eingelegt werden müssen. AnLIn--Mm....* 4 Auulau um Salzburg, 25. März. Das Touristenunglück am Großglockner hat sich, wie aus Kaprun gemeldet wird, folgendermaßen abgespielt: In der Nähe des Beerenkopfes stürzte einer der fünf Touristen in eine Gletscherspalte. Die übrigen vier Personen wollten von der Oberwalder Hütte Hilfe holen, verirrten sich jedoch infolge Einbruchs der Dunkelheit und mußten im Freien übernachten. Dabei sind, wie bereits gemeldet, drei Personen erfroren, und zwar der 23jährige Willy Rapp aus München, der Ortskrankenkassenassistent Franz Haberlander aus Traunstein und eine Dame, die bisher noch nicht erkannt werden konnte. Der vierte Tourist, der am nächsten Tager mit erfrorenen Händen und Füßen nach der Oberwalder Hütte gebracht wurde, der Hilssassistent Haus Kagerer vom Amtsgericht Traunstein. ist gestern nachmittag gleichfalls gestorben. Ein fünfter Teilnehmer, der in eine Gletscherspalte gestürzt war, ist mittlerweile von zwei Touristen, die auf dem Wege zum Moserboden waren, gesunden und aus der Gletscherspalte befreit worden, in der er sich 45 Stunden befunden hatte. Er hatte nur eine leichte Verletzung am Fuß und konnte den Weg zum Moserboden auf Skiern zurücklegen. Er heißt Hermaur Leobacher und int aus Trannstein in Bayern. Die zur Bergung der drei Erfrorenen aufgebrochene Rettungserpedition war bis heute vormittag.30 Uhr noch nicht nach Heiligenblut zurückgekehrt, da sie einen nicht zur verunglückten Gruppe gehörenden Alleingänger, der in eine Gletscherspalte am Johannisberg gesallen war, zunächst bergen mußte. Gerhart Haupimann in Sremen. CNB. Bremen, 24. März.(Eig. Meldg.) Nach seiner Rückkehr aus Amerika wurde Gerhart Hauptmann heute nachmittag vom Senat im Rathaus zum Tee empfangen. Der Dichter trug sich in das Goldene Buch der Stadt Bremen ein. Am Abend fand eine Festversammlung im Bremer Schauspielhaus statt. Alfred Kerr=Berlin hieß Hauptmann auf deutschem Boden willkommen und würdigte sein Schaffen. Generalkonsul Dr. Roselius übermittelte dem Dichter den Dank aller derer, die über den Wert der Dichtungen Hauptmann hinaus erkennen, was er der leidenden und duldenden Menschheit gebracht hat. Der Redner erinnerte daran, daß Hauptmann gerade vor zehn Jahren an der gleichen Stelle weilte und Zeuge war, wie der damalige Reichspräsident Ebert in Bremen verkündete, daß das alte Deutschland=Lied auch das Lied des neuen Deutschlands sein solle. Das Werk Gerhart Hauptmanns werde dazu beitragen, daß ein großes, starkes und einiges Deutschland wiedererstehe. Der Dichter dankte für den festlichen Empfang in der Heimat. Trotz aller Wirren, die uns umgeben, so sagte er, schlage jedem Deutschen das Herz höher, wenn er die Heimat wiedersehe, die uns eine treue Mutter sei. Möchten wir uns in der Not unserer Zeit als ihre verträglichen Kinder erweisen und das Wort aus„Florian Geyer“ wahr machen:„Der deutschen Zwietracht mitten ins Herz!“ Der Abend fand seinen Abschluß mit der Aufführung von Hauptmanns„Vor Sonnenuntergang“ mit Otto Gebühr und Toni van Eyck als Gästen in den Hauptrollen. Theaterstreik in Fran'reich Paris, 25. März. Die Direktoren der Pariser Theater und Kinos haben in später Nachtstunde beschlossen, ein heitlich vorzugehen und ein Streikkomitee einzusetzen. Sie erklärten, daß die Einigung sich nicht nur auf die Diret toren der Theater und Kinos von Paris, sondern auch auf die in der Provinz und in den Kolonien erstrecke, um den Kampf gegen die hohen Steuern zu Ende zu führen. Soethe- Rarten K12 Soothe. Sedenktag in ähsung vortätig bei Ititr Rüching, Buetkandlung Die Schließung aller Theater, Kinos und Varietés bleibt auf den 29. März festgesetzt. Ein Ersuchen der Regie rung, die Schließung noch um drei Tage zu verschieben, wurde abgelehnt. Aus der Tatsache, daß der Direktor der Großen Oper, Rouché, seinen für Ende dieses Monats angesetzten Rücktritt zwar nicht zurückgenommen, sich aber dem Unterrichtsminister gegenüber bereit erklärt hat, bis zum 10. April im Amte zu bleiben, wird gefolgert, daß die Große Oper nicht schließen wird. Tardien rechnet mit dem Theaterstreit. Paris, 25. März. Ministerpräsident Tardieu hat an den Arbeitsminister Laval ein Schreiben gerichtet, in dem er auf die Notwendigkeit hinweist, bereits jetzt Maßnahmen zu treffen, um das Gesetz über die Arbeitslosigkeit auf die Theater= und Kinotheaterangestellten auszudehnen, falls diese Betriebe tatsächlich geschlossen werden sollten. Aus dem Fernen Osten. Kanton, 25. März. Bei der Vorführung eines Films, der den Einmarsch der japanischen Truppen in Tschapei zeigt, entstand in einem Lichtspielhaus in Kanton ein großer Tumult. Chinesen stürmten die Bühne und zerschnitten die Leinwand. Drei Japaner wurden verletzt. Der Direktor des Hauses wurde aus einem Fenster des zweiten Stockwerks auf die Straße geworfen, wo er tot liegen blieb. Zwei chinesische Angestellte wurden gleichfalls getötet. Zur Wiederherstellung der Ruhe mußte Militär herangezogen werden. Die Telegraphen=Agentur der Sowjetunion teilt mit, daß die japanische Admiralität beschlossen habe, in den nächsten Tagen Kanton zu besetzen. Japanische Marinestreitkräfte hätten Befehl erhalten, sich vor Kanton zu sammeln, um später eine Landung vorzunehmen. In Kanton sei von den chinesischen Behörden der Kleine Belagerungszustand verhängt worden. Außerdem wurden Befestigungen errichtet. Die Söhne des ehem. spanischen Diktalbts Primo de Rivera vor dem Kriegsgericht. José Antonio und Miguel Primo de Rivera(sitzend und stehend rechts), die Söhne des ehemaligen Diktators, stehen jetzt vor dem Kriegsgericht, weil sie in einem Café=Haus öffentlich die Republik geschmäht haben sollen. Simmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm M Neueste Nachrichten Aenderung der Wahlquotienten in Preußen. Berlin, 25. März. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, wird in Nr. 18 der Preußischen Gesetzessammlung eine Verordnung des preußischen Staatsministeriums zur Aenderung des Landeswahlgesetzes veröffentlicht, die folgenden Wortlaut hat: § 1. Das Gesetz über die Wahlen zum preußischen Landtag(Landeswahlgesetz) in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Oktober 1924(Gesetzessammlung S. 671) und des Gesetzes zur Aenderung des Landeswahlgesetzes vom 11. April 1928(Gesetzessammlung S. 55) wird wie folgt geändert: In den§§ 30, 31 und 32 wird die Zahl„40000“ durch die Zahl„50000“ und im§ 32 die Zahl„20000“ durch„25000“ ersetzt. § 2. Die Verordnung tritt mit dem Tage in Kraft, an dem die nächsten Hauptwahlen zum preußischen Landtag bestimmt werden. Wahnsinnstat einer Schwangeren. enb.Berlin, 26. März. Im Norden Berlins ist gestern morgen eine grauenhafte Tat entdeckt worden. In der Bergstraße wurden die 33 jährige unverheiratete Klara Engwicht und ihre drei Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren an den Pfosten ihrer Betten erhängt aufgesunden. Die Mordkommission stellte fest, daß Klara Engwicht, die im achten Monat schwanger war, offenbar in einem Anfall seelischer Depression diese Wahnsinnstat begangen hat. Die so tragisch aus dem Leben Geschiedene ist bis vor kurzem Reinmachefrau bei einer Möbelfirma gewesen. Sie mußte diese Stellung jedoch wegen ihres Zustandes aufgeben und bezog seither für sich und ihre drei Kinder Wohlfahrtsunterstützung. Raubmord an einer 70jährigen. wühlt. Auch das Spartassenbuch— die Ermordete foll sich in ihrer früheren Stellung etwa 3000 Mark erspart haben— sehlte. Die Tat ist schon vor etwa 14 Tagen verübt worden. Das Verschwinden der Greisin war nicht aufgefallen, da man glaubte, daß sie zu ihren Verwandten nach auswärts gefahren sei. Von den Tätern fehlt bis jede Spur. Großfeuer in Bremen. Bremen, 26. März. In der Nacht zum Karfreitag gegen 2 Uhr brach in dem der Speditionsfirma Bielefeld u. Sohn gehörigen Lagerhaus ein Großfeuer aus, welches das angrenzende Bremer Schauspielhaus sehr geführdete. Die Feuerwehr griff mit zahlreichen Motorspritzen und mechanischen Leitern ein und konnte nach mehrstündiger Tätigkeit das Uebergreifen des Brandes auf das Schauspielhaus verhüten. Das Lagerhaus brannte in 3 Stockwerken aus. Möbel, Autoreifen und eine Anzahl Bühneuzubehörteile, die dort vom Schauspielhaus lagerten, wurden vernichtet. Ein Neunjähriger wirft vier Kinder ins Wasser. Zwei Todesopfer. Troppar, 24. März. In dem Dorf Kauthen Im Huttschiner Ländchen wollen vier Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren, drei Knaben und ein Mädchen, am Ufer eines Baches Weidenkätzchen schneiden, als ein neunjähriger Schüler hinzukam und alle vier Kinder ins Wasser stieß, worauf er davonlief. Während ein sechsjähriger Junge sich und seinen Bruder retten konnte, wurden die beiden anderen Kinder von der Strömung fortgerissen und ertranken. Fünf Opfer einer Bluttat. Ein salsches Lindbergh=Baby. wtb. Nativor, 26. März. Die 70 Jahre alte unverehelichte frühere Köchin Josepha Trulley wurde in ihrer Wohnung in Ratibor erwürgt aufgesunden. Sämtliche Behältnisse in der Wohnstube waren erbrochen und durchOlmütz, 26. März. Die Suche nach dem LindberghBaby hat heute in Olmütz große Aufregung hervorgerufen, da sich hier das Gerücht verbreitete, daß sich das Kind Lindberghs in einem nach Olmütz fahrenden Zug befinde. Die Passagiere eines von Mährisch=Schönberg nach Olmütz fahrenden Zuges wollten erkannt haben, daß ein etwa 2jähriges Kind, das sich in Begleitung eines angeblich verdächtigen Mannes befand, dem Kinde Lindberghs außerordentlich ähnlich sehe. Die Reisenden alarmierten vom Zuge aus die Polizei, die auch sofort eingriff und die nötigen Vorkehrungen traf, um den Mann mit dem Kind bei seiner Ankunft in Olmütz festzuhalten. In Olmütz hatte das Gerücht rasch Verbreitung gefunden und große Aufregung hervorgerufen. Zahlreiche Neugierige umlagerten das Bahnhofsgebäude, so daß die Polizei genötigt war, zur Aufrechterhaltung der Ordnung Verstärkungen heranzuziehen. Schließlich wurde festgestellt, daß der verdächtige Mann ein Professor aus Mährisch=Schönberg war, der sein krankes Kind in eine Heilanstalt brachte. Kowno, 26. März. In dem Städtchen Seredziai spielte sich in der Nacht auf Freitag ein blutiges Familiendrama ab, das fünf Menschenleben forderte. Der Ortsbriefträger, dessen junge Frau wegen dauernder Mißhandlungen Donnerstag abend zu ihren Eltern geflüchtet war, begab sich in später Nachtstunde mit zwei Revolvern bwaffnet, zu den Eltern seiner Braut. Im Verlaufe der Auseinandersetzungen tötete der Rasende seine Frau, seinen Schwiegervater, den Kutscher, mit dem er zu der Familie gekommen war, und einen Nachbarn des Hauses. Seine Schwiegermutter, vor deren Augen sich die Tat abspielte, starb an einem Herzschlag. Bei der Verhaftung verletzte sich der Täter durch einen Kopfschuß schwer. Zugzusammenstoß in Holland. W2B. Amsterdam, 25. März. Wie die Blätter berichten, stieß gestern nachmittag der aus Deutschland kommende fahrplanmäßige Schuellzug Berlin—Amsterdam in der Nähe der Stadt Zwolle mit einem dort haltenden Personenzug zusammen. Dabei wurden von den Insassen des Personenzuges mehrere Leute leicht verletzt, während eine Frau schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Der angerichtete Sachschaden ist nicht erheblich. Der Zugverkehr erlitt nur eine kurze Unterbrechung. Der Zusammenstoß wird auf das Versagen der Bremsen des Schnellzuges zurückgeführt. „Graf Zeppelin“ zur Rückfahrt aufgestiegen. wtb. Pernambuco, 26. März.„Graf Zeppelin“ ist heute nacht 12,58 Uhr zur Rückfahrt nach Friedrichshafen aufgestiegen. Flugzeugunglück in Frankreich. WTB. Paris, 25. März. Bei Istres(Südfrankreich) stießen heute zwei Flugzeuge zusamemn. Beim Absturz fanden beide Piloten den Tod. Posen, 25. März. Die Polizei hat hier einen großen Sittlichkeitsskandal aufgedeckt, der zur Verhaftung von vier angesehenen polnischen Bürgern führte. Unter den Wüstlingen befindet sich der ehemalige Stadtkommandant Przykucki. Die Verhafteten werden beschuldigt, minderjährige Mädchen mißbraucht zu haben. Drei Wohnungsinhaberinnen, welche die armen, zum Teil arbeitslosen Familien angehörigen Kinder herbeigeschafft haben, wurden ebenfalls festgenommen. An den Ausschweifungen sollen noch andere polnische Persönlichkeiten beteiligt sein, die in der Oeffentlichkeit eine Rolle gespielt haben. Stadttheater Dortmund. Ostersonntag, 27. März. Preise von 80 Pfg. an. Anfang 19.30 Uhr. Ende gegen 22.30 Uhr.„Das Veilchen vom Montmartre". Operette in 3 Akten von Emmerich Kalman. Ostermontag, 28. März. Preise von 80 Pfg. an. Anfang 15 Uhr. Ende gegen 18 Uhr,„Die Blume von Hawai“. Operette in 3 Akten von Paul Abraham.— Anfang 19.30 Uhr. Ende gegen 22.30 Uhr.„Der Zigeunerbaron“. Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Vorverkauf bei Gedr. Krampen. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse getallen, heute abend 7 Uhr unsern innigstgeliebten guten Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Herrn Soserosternoll nach kurzem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, wohlvorbereitet durch den Emplang der hl. Sterbesakramente, im Aller von fast 86 jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der traueinden Hinterbliebenen: Familie O. Fischer. Annen, den 25. März 1932. Die Beerdigung findet am Dienstag, 29. März, nachmittags 3½ Uhr vom Trauerhause, In der Mark 182 aus statt. Das feierliche Seelenamt findet am Dienstag morgen 7¼ Uhr in der hiesigen Pfarrkirche statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres teuren Entschlatenen spreche ich hiermit im Namen der traueinden Hinterbliebenen Verein, Grüne Liche“ Ardey. Am 22. März starb unser langjahriges Mitglied Ernst Küper im Alter von 86 Jahren. Wir werden dem Verstorbenen ein treues Andenken bewahrn Der VorstandZur Telnahme an der Beerdigung und vorherigen Probe versammeln sich die Mitglieder Samstag um 3 Uhr im Vereinslokal Eugen Lindemann. Hotel-Restaur amt Fau. Borcher! An beiden Ostertagen ab 3 Uhr AOHEOFL der beliebten Kapelle Werner, Witten Verlängerte Polizeistunde! Eintritt krei! Junges, kinderloses Ehepaar sucht per sofort oder später -3 TimmerWonnung. 12 Jarkhaus Rohenskein Wel 15 12 An beiden Geterlagen große Festkonreite des stäckt. Orchesters 1920 Offenlegung der Jahresrechnungen für 1930. Kaite vorhanden. Offerten unter St. 924 an die Geschäftestelle ds. Ztg. Gelesenhellskäufe .Von Hillionären To Arzten Anwät + un ken wenig Getragene Garderobe siefgefühlten Dank aus. Wilhlelmine Reermann geb. Kloster mann. Witten-Annen, im März 1932. Bin auch zur 00 Oristrantenkse uiten 8 zuzelassen. Dr. Diechmannp Zahnarzt. Sc Hauswäsche bei Natur-Rasenbleiche fast schrankiertig 18 Plund.75 Kragen von 10 Pig. an Ansug reinigen.— Mdk. Neißmangel Std..60 Waschanstek und Fücerei R. Schiffmann Rut 3375 Amt Witten. wie loppen-, Smoking-, Frack-, Gebrock-, Cutaway-Anzüge, Mäntel, einz. Hosen, Joppen u. Lederlacken, für jede Fisur passend, sowie Bauchanzüge kaufen Sie billig bei uns. Achten Sie bitte genau auf die Adresse Im Hause Konsumy. Dortmd.-Hamm, Vertellungsst. 1. Münsterstraße 36, eine Tr., Verlelh. von Gesellschaftsanzügen Ausschneiden. Aufbewahren. Bekleidungsges. „Hansa“. Dortmund, Münsterstr. 56. Hettographentinte. Glanzpapter. Kreppamtere. Löschpapiere, Neißzeuge. Rottzblods. Durchschreibpapiere. Frachtbriefe. Garderovennummern, Briefkörbe Radteraummt. Briefklammern. Hektographenblätter Schnelheiter. Mietkontrakte, Kontoblicher, Bonbücher Bestell zettelbücher, Vaketadressen, Rotenpapier. Quittungen. Kommissiansbücher, Ausgabenheite. Rutterbrotpapier. Rechnunasior mulare, Prozekvoll machten, Ausziehtusche. Geldhrtefanschläge. Die durch Gemeindebeschluß festgestellten Stadtkassenrechnungen für das Rechnungsjahr 1930 liegen nach§ 69 der Westf. Städteordnung vom 26. März 1932 ab 14 Tage lang im städtischen Prüsungsamt. Rathaus. Nebeneingang 1 zur Einsicht der Bürger offen. Der Magistrat. 5 Süchslsche ettfedernFabrik Paul Hoyer Delltzsch 43 Drov. Sachsen, Angerstraße 4 sendet ihnen nur allerbeste, stteng reelle Qualitäten Betriedern bedeutend billiger zu Fabrikpreisen. Ferner prima BETT-INLETT Drüten Sie selbst und verlanden Sie Proben und Dreis iefe umeonet und Chemikatien Zeufetzen sich! Ohne nennenswerte äußere Veränderung kann ein Heilmittel zum schweren Gift werden, wenn es unsachgemäß aufbewahrt wird. Um die Untersuchungsmethoden zu beherrschen, die solche verhängnisvollen Erscheinungen an Arzneien und Arznei-Grundstoffen rechtZeitig erkennen lassen, bedart es großen Wissens, langjähriger Erfahrung u komplizierter Laboratoriumsgeräte. Allein der Apotheker verfügr übersie. Deshalb: Kauft Lleitmitte uu in der Apotheke! Uer seid es kurer Gesundkeit schilldlig! &a Central-Theater.N Annen Das unübertreilbare Öster-Festprogramm! Samstag- I. und II. Ostertag- Dienstag Pür Nucinng, Buchhendlung. Jum Soethejahr! Die billigst. Ausgabe von Ooethes Werken, 2 starke Leinenbände, Umfang 1870 Seiten, enthaltend ale wesent ichen Werke mit Einführung von O. Hauptmann. 2 Bände zusammen nur 570 Dasselbe in 2 herrlichen roten Ganziederbänden mit Goldschnitt nur 950 Die hervorragende (Joetbeblogreghte Lhamborlain: Soetke Frühere Ausgabe Mark 12.— gon Jetzt ungekürzt, Leinen- Aoy band nur Suchltalklung Friür Ruching CARL MILLöCKER B REGIE:VICTOR JANSON Haus tkeine Boktmanne Jarmila Aowmct Jruus van Rakten Fritz Lclükn Verrmame Rela Jauf Westenneite Messsi Prustandt as Tau#f Sieusfäldt Die unsterblichen Bettelstudentenweisen erklingen aufs neue in einem Tonfilm, der nach der wetherühmten Millöc er-Opereite gedreht worden ist.— Beste gesangliche und schauspielerische Kräfte sind die Mitwirkenden, eine Fülle lustigster Szenen erregten stürmische Heiterkeit. Auberdem das bekannt gute Beiorogramm Wild-West-Film, Lustsplel und Lehrillm. Wer an den Ostertagen ein paar vergnügte Stunden verleben will, der komme zum Central-Theater Scseeeieeiie ereiek Oster Raften empfichlt die Bachhahdlung Mir-Kudling. Erscheint täg Anzeigegebühr für anzeigen im Verbre Rei! Bezugspreis 14 tägig (Durch die Post bezo Fernruf Nr. Nr. 73. Der Wortla De Von amtlicher preußi „Die Verhandlung vo zig am 24. März hat KSDAP. auf Erlaß gegen die Preußische e preußischen Minister des fenen Anordnungen und war. Die Parteienvertre Vorsitzenden des Staatsg formulierten Feststellung haben von dem Wortla kriminalpolizeiamtes Ber Anordnung des preußisch 22. März 1932, auf die Innenministers an Recht sen ist, heute(also am 2 „Sie gehen hiernach dat diese Anordnungen hine wahrsam befindliche Mat der NSDAP., bei dener gegeben wird.“ „Die Antragsgegner des preußischen Minister vor Zustellung der Kla worden war; sie stellen Anordnung nur war, au der Verfügung des L Grenzen noch einmal hin Es folgt dann die Schriftstücken. „Die Beteiligten sind durch diese Erklärungen Einstweiligen Verfügung Beide Teile behalten sick Hauptsache ihre rechtlich bringen und auch nach! weiterem Material zu be Zum Eine Mittei Die Pressestelle der R mit: In der Verhandlung das Deutsche Reich wegen fügung in der Sache der Preußische Staatsregieru: vering hat der Präsiden Verhandlung zur Sache einen Vergleichsvorschlag zische Regierung verpflich RSDAP. in ihrem Antro Verfügung gesorderte Vergleichsvorschlag wurde ministerium angenommen Die Reichsleitung der daß das Preußische Staat Aufrechterhaltung der Or al, wie es in dem Antrag Verfügung aufgezählt ist, Der Antrag auf Erlaß wird selbstverständlich vo werden, wenn dieses Mat Hiller-Jugendfül Interne Die Stadt zeigte an gewohnte Bild. Da die al Tagung der Hitler=Jugen einer größeren Kundgebu auf den Österburgfrieden konnte, fand nur eine int der Hitler=Jugend statt, Oeffentlichkeit und der P programmäßig und in vol ler, der bei der beabsichtig ist nicht nach Braunschwe derer Art haben sich nicht Absturz eines Zwei Verletzte, 1 Ein dem Akademischen hörendes Flamingo=Spot Flugplatz Schwerin=Görrie führende Jungflieger wur aus Schwerin schwer verlTrümmer. Das Unglück ist dadur kurz nach dem Start aus nunmehr, statt im Gleitflu in die Kurve. Dies wurk Maschine rutschte ab und zu Boden.