Geduld mit bin. Willst das jauchder Terrasse. enwand da verblühter dem Garten lte er zu u vor ihr t sehen, das näher und es eigenen * no folgt.) Er 100. ße Sonne gewardeder 100 der 72 ch verbunden Gendesämter dient, so seiden beige Reporekenntnisse ntik, für mein ganrrison heir gehabt, h jetzt für so galant. aufgegenir einen geduldig. Man soll iben kein hat man 00 jährige Ich habe rung„für nlichreiten. einander tige Symtige teilen itgerungen gte Junggescheite auch im Söhne n. au eme Seihung erschem somn Deut Donnerstag u. Samstag. Anzeigegebühr die einspaltige 1 mm hohe und 36 mm breite Zeile 30 Pig. ##lamezeile 1 mm hoch u. 76 mm breit 80 ##gspreis monatlich 2,50 Mk.(Durch dur Best bezogen vierteljährlich.00 Weschästsstelle: Bahnhofstr. 19. Telephon a34 Von Milliarden zu Bilionen. Die Summe von 226 Milliarden Goldmark, Ssosche Zahn Paris von uns fordern zu können noch nicht der volle Betrag, den wir leisten sollen, denn es kommen noch verschiedene Rehersachen binzu, die immer noch erheblich mehr # als die französische-M lliarden=Zahtung von 1871 betrug. 226 Milliarden Goldsind ungefähr 3000 Milliarden Papiermark, also 3 Billionen. Das bedeutet mehr als das ganze Reichs-, Staats- und Privatvermöcen Wenn dieser Riesenbetrag sichergestellt werden sollte, hätte aller Streit über Mein und Dein, über Hausbesitz und Sozialiserung ein Ende, denn uns gehörte gar nichts mehr. Wir brauchten uns über hohe n nicht mehr zu ärgern, denn das Geld, um dafur erwas zu kaufen, wäre alle, well die Gelegenheit und der Besitz fehlen, Geld zu verdienen. uns wäre, daß die Entente unter diesen Umständen auch keine Freude an dem Eigentum des ausgepfändeten Deutschland hätte, denn sie müßte z. B. bei der Eisenbahn viel Geld drauf legen, wenn sie nicht verrosten und zum alten Eisen werden sollte. Nachdem uns die Entente mit ihrer Reparations-Forverung glücklich das Hemd vom Leib gezogen hat, kommen unsere heute bereits bestehenden Schulden von etwa 300 Milliarden Papiermarkan die Reihe,„Das macht auf ein Doyf von 100 Einwohnern 600000 Mark Schulden. auf eine Stadt von 100000 Einwohnern kommen 50 Millionen Schulden. Nun kommen noch die Steuern für Venvaltung, Gehälter und sonstige Ausgaben, die, wie wir ja alle wissen, nicht gering sind. Tatsächlich ist also die Gesamtlage wie folgt: Die Forderung der Entente konfisziert alles EigenDeutschland, außerdem entfallen auf den Kopf noch 5000 Mark innere Schulden, und dann die Steuern von etwa 1000 Mark im Durchschnitt pro Kopf. Wenn's reicht! Es geht also nicht an, zu unterzeichnen, wir würden wenn wir das täten, von den Alliierten nicht bemitleldet, sondern ausgelacht werden. Ausgebeutelt wie ein nackter Spatz hätten wir auf keine Unterstützung zu rechnen. Wollen die Franzosen diese Tatsache nicht einsehen, so können wir ihnen nicht helfen. Sie selbst haben ja den Beweis erbracht, daß Deutschland nicht zahlen kann. Der Finanzminister Doumer in Paris sagte:„Frankreich gebraucht die deutschen Milliarden unbeeingt, zahlt Deutschland nicht, so ist Frankreich bankrott.“ Wenn das siegreiche Frankreich ohne dieseMilliarden nicht existieren zu können behauptet, so kann das besiegte und viel mehr verschuldete Deutschland dies Geld erst recht nicht entbehren, also auch nicht zahlen, zumal es nichts hat, als Schulden. Soll Deutschland bankrott werden und müßte dann Frankreich ebenfalls den Konkurs anmelden, so würden beide Staaten den gleichen dunklen Zukunftspfad wandern müssen. Dreimal haben wir uns zu schlimmen Unterschriften zwingen lassen. Jetzt heißt's Schluß! Wir müssen die Zeit nützen. Bis zur Konserenz in London, wo über die Sache weiter gesprochen werden soll, sind noch 4 Wochen Zeit, da läßt sich Aufklärung über die wirkkliche Lage Deutschlands schaffen. Der alte Spruch gilt:„Verloren ist nur, wer sich verloren gübt!“ verbunden mu der„Aunener Volkszeitung“ Anzeigeblalt für Auten kud die denachbarten 14 Ortschaften. Organ des Amtes Annen u. Landkreises Hörde. Dienstag, den 8. Februar 1921. „ Inserate finden bei der großen Auflage den „Annener Zeitung“ weite u. billige Verbreitung. #„gerichtlicher Bettreibung oder bei Konrursen rommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. „Für, die Aufnahme der Anzeigen an vog geschrievenen Plätzen übernehmen wix keine Veranttwordung. Redaktion, Druck und Verlag von Frit Küching, Annen. Die deutsche Industrie gegen die Pariser Beschlüsse. Der Eisen= und Stahlwarenindustriebund hielt am Donnerstag in Elberfeld eine erweiterte Ausschußsitzung ab, an der zahlreiche Vertreter fast aller Verbände der Eisen= und Stahlwarenindustrie aus allen Gauen Deutschlands teilnahmen. Ver Eintritt in die Tagesordnung wurde die Versammlung auf das neueste Pariser Diktat und seine Wirkungen auf das ganze deutsche Wirtschaftsleben und insbesondere auf die Eisen= und Stahlwarenindustrie eindrucksvoll hingewiesen. Die Versammlung beschloß darauf einmütig, der Reichsregierung die nachstehende Kundgebung zu übermitteln: Die heute in Elberfeld tagende Versammlung der gesamten deutschen Eisen= und Stahlwarenindustrie stellt sich ernst und freudig hinter den Entder deutschen Regierung, das neueste Paeiser Diktat abzulehnen, und bittet dringend, an diesem Beschluß unter allen Umständen festzuhalben. Sie erachtet die sofortige Einleitung einer umfassenden Propaganda in der Presse des In= u. Auslandes zur Aufhebung des von der Entente selbst gebrochenen Friedensvertrages für unumgänglich notwendig. Sie weist ferner ausdrücklich darauf hin, daß die Durchführung des uns ausgedrungenen Fredensvertrages nicht nur zur VernIAtung deg deutschen Industrie, gur Ueberantwortung eines großen Teils des deutschen Vokkes an den Hungertod, sondern auch zu Vernichtung des gesamten europäischen Wirtschaftsöcbens und zur Vomichtung der Kultur der gesamten Welt führen muß. Es ergeht daher an die deutsche Regierung der dringende Ruf, in ihrer Beantwortung des letzten Pariser Beschlusses erneut auf die Unausführbarkeit des Friedensvertrages hinzuweisen, u. weiter darauf hin, daß die Anarkennung eines Ansinnens, das in seinen unglaublichen Forderungen diesen Friedensvertrag noch übertrifft, überhaupt nicht in Frage kommen kann. Auch nur die Erörterung einer solchen Zumutung darf nicht in den Bereich der Möglichkeit gezogen werden. An die Arbeiter der Welt. Ein Aufruf des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Der allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund richtet an die Arbeiter der Welt folgenden Aufruf: „Die Sklaverei, die in Afrika abgeschafft wurde, soll in Europa wieder eingeführt europäischen Großmächte, die angeblich den Völkerbund errichten wollen, haben ihre Sirsfäichrung für ein halbes Jahrhundert beSchwarze Soldaten, die aus dem Innern Afrikas nach Europa gebracht werden, sollen dafür sorgen, daß die weißen Sklaven ihre Pflicht tun. Die Sklaverei wird eingeführt namens der Freiheit und Gerechtigkeit zur höheren Ehle Gottes und der Menschlichkeit. 4 Jahre huten dis Völker Europas unter dem Kriege gedur Serrschnste Jähre sollen Menschen, die unter dun i saft derer standen, denen die Gegner die Schund am Krege zuschieben. büßen. Kinder und Kindeskinder sollen verkommen und sterben. Sie selbst sollen wie Arbeitstiere am Leben gehalten werden, um für die Sieger zu Iollen sie nicht mehr au die Freuden des Lchenz soulen sie nichl nehr haben. Ungefähr ebensoviel wie das ganze deutsche Nationalvermögen vor dem Kriege ausmachte, soll im Lause von 42 Jahren von den deutschen Arbeitern erzeugt und an die Sieger abgeliefert werden, erzeugt in einem Lande, dem man schon die ungeheuerlichen Lasten auferlegte, seine Naturschatze zum großen Teil ggenommen und dem man den Absatz der Werke seiner Arbeit nach anderen Ländern unterbindet.. a Ddas deutsche Polk hat, sich dereiterklät, im brühlen der Mogrichreit ven angerichteten Schaden wieder gutzumachen. Es ist nicht bereit, zum Vorteil des önternationalen Kapitalismus zugrunde zu gehen. Haß und Erbitterung werden sich in die Herzen einfressen, auch in die Herzen derjenigen, die ihr ganzes Leben lang für internationale und für Völkerverbrüderung sämmsten. Arbeiter der Welt, Ihr habt das Diesem Aufruf schließen sich der allgemeine freie Angesteurenvund und der Beirat der freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale an. Die Erklärungen der Handelskammern. Gasce ene. hoer r. Die Vereinigung von Haweiskammern des niederrheinisch=westfälischen Industriehezichs und die Vereinigung südwestfälischer Hundelskammern haben eine Entschließung schrsen Protest, gegen dir Pariser Beschlüsse Schluß heißt: Sdchen und in der es aum Die Feinde wollen unser wehrloses Volk zugrunde richten. Diese Untat, die ohne Vorgang und ohnegleichen in der Geschichte, Generationen zu Sklaven macht, darf nicht mit Zustimmung deutscher Vertreter vor sich gehen. Asquiths scharfe Kritik. Ministerpräsident Asquith hielt in Wolwerhampton eine politische Rede, worin er erklärt die Pariser Beschlüsse hätten bei ihm einen höchst beunruhigenden Skeptizismus wachgerufen. Die Klarheit, mit der sich die Absichten erkennen ließen habe ihn geradezu überSie lasse einen hohen Grad von Leichtgläubigkeit und aufbauender Phantasie erkennen, der den gegenwärtigen Staatsmännern nicht zur reiche. Es sei sehr fraglich, ob die finanziellen Bestimmungen der Beschlüsse überhaupt ausführder sehen. Zuterveation Awerihas. In Washingtoner Kreisen, die infolge genauer Kenntnis der allgemeinm Lage und ihres anerkannten Weitblickes in Finanzangelegenheiten größte Beachtung verdienen, gewinnt die folgende Ansicht immer mehr an Boden. Im März wird man, sobald Harding den Kriegszustand zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland als beendigt erklären wird, versuchen, die Vereinigten Staaten wieder in direkten Kontakt mit Europa zu bringen. Inzwischen werden die Berhandlungen 37. Jahrgang. zwischen den Alliierten und Deutschland andauern, da man hier der Ansicht ist, daß die durch Lloyd Segsgs und Pgand, festeesetzte Entschädigung einschneßrich ver Zouavgaben lediglich als Basis für Unterhandlungen zu betrachten sei. In der dann folgender* Diskussion wird Amerikas Stimme gewaltiges Gewicht haben, schon wegen der außerordentlichen Summen, die Europaan Amerika schuldet. Hier wird dann Amarika seinen Standpunkt zu den deutschen Exportahgaben zur Geltung bringen. Es wird dagegen sein, weil unter dieser Steuer vor allem Amerika leiden müsse; denn der deutsche Export würde dadurch verringert, und auch die amerikanischen Baumwollpflanzer, die auf große LieferunEuropa gerechnet hatten, würden sich grcischt sehen. Es würde daher im Interesse S begen, eine Herabsetzung der deutschen Exporrzoue anzustreben. Man sagt mit positiver Sicherheit voraus, daß die Ansprüche der Alliüerten ermäßigt werden. Der„Fall van den Kerkboft“. Im Hauptausschuß des Reichstages gab der Finanzminister Dr. Wirth Donnerstag außerhalb der Tagesordnung Aufklärung über die angeblichen Steuerhinterziehungen des deutschnationalen Abgeordneten van den Karkhoff. Einer für den beschuldigten Abgeordneten abgegebenen Ehrenerklärung des Finanzamtes Vohwinkel steht ein Bericht des Landesfinanzamts Düsseldorf entgegen. Danach läßt sich zwar die Absicht der Steuerhinterziehung nicht nachweisen, es bestehen aber eine ganze Anzahl Unstimmigketen. Der Minister hat in der Nacht die Akten durchgeprüft. Es hat h ergeben, daß die Geheimbücher Kerkhoffs und andere Akten verschwunden sind. Karkhoff verweigert weiterhin die Auskunft über Geschäfte, bei denen er angeblich Verluste erlitten hat. Offenbei vielen Geschäften Schmiergelder bezahlt worden. Ferner hat Kerkhoff von seinem versiegelten Geldschrank die amtlichen Siegel entWenn auch die Angelegenheit noch nicht geist, so wurde doch von allen Parteien scharfe Verfolgung aller Schuldigen verlangt, und den Deutschnationalen Vorwürfe gemacht, weil sie ähnliche Angelegenheiten, z. B. den Fall Erzberger politisch ausbeuteten. Schließlich wurde der Minister ausgefordert sobald das Verfahren geym Ferkhoff abgeschlossen sei, dem Ausschuß weitne Nutenungen zu machen. Eine Erblärung der Deutschnationalen. In einer Erklärung der deutschen nationalen Volkspartei zum Fall Kerkhoff heißt es, daß der deutschnatonale Abgeordnete van den Kerkhaff der Fraktion sein Mandat zur Verfügung gestellt habe, daß sie aber von diesem Angebot keinen Gebrauch zu machen gedenke. Sie würde, falls das Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einem Antrag des Staatsanwalts an den seugstag führen werde, die Aufhebung Le s, Immunität beantragen. Kerkhoff ha### Einleitung eines Verfahrens gegen sich selost beantragt. Deutscher Sitzung vom 4. Februar. Vor den Wahlferien. Nach der heutigen Sitzung gedenkt der Reichstag sich zu vertagen, um seinen preußischen Mitgliedern Gelegenheit am Wahlkampf zu geben. Er hat infolgedessen eine große Anzahl von Vorlagen zu erledigen, was dann auch in dem an solchen Tagen leider üblichen Galopptempo besorgt wird. Zunächst liegt eine ganze Anzahl kleiner Anfragen vor. Dann folgt die Beratung eines Antrags aller Parteien mit Ausnahme der Unabhängigen und Kommunisten, der die Regierung ersucht, unverzüglich Schritte zu unternehmen, um für die Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen die Teuerungszulage mit Wirkung vom 1. Januav 1921 ab von 25 auf 35 Prozent zu erhöhen. Bei der Elternrente soll im§ 45 der Betrag von 1500 auf 3000 Mark erhöht werden, ferner sollen die Stufen des einkommensteuerpflichtigen Einkommms(§ 63) um je 2000 Mark erhöht werden. In der Dehatte fordern die Unabhängigen und Kommunisten höhere Sätze, der Antrag der Mehrhebsparteien wird nach kumer Aussprache angenonmen Dann wird eine Interpellation der Regierungsparteien über die Nottage des Mittelstandes besprochen. Abg. Lange=Hegermann(Ztr.) begründet die Interpellation und fordert statistische Erhebungen über die Lage des Handwerks, Kleinhandels und Kleingewerbes. Reichswirtschaftsmmister Dr. Scholz bevont, daß die Regienung es für ihre Pflicht erochtet, den Forderungen der Interpellaton nachzukommen. Notlage.##:. Handwerk sei schon zur Selbsthilfe geschritten u. have sich organisiert. En Gesetz über die Organisation des Handwerks wird demnächst vorgelegt, ein Handwerkerbeirat beim Wirtschaftsmin sterium eingerichtet. Eine große Schwierigkeit biete die Frage der Kohlenversorgung infolge der Ententesorderungen, doch wird zwischen dem Reichskohlenrat und den Handwerkerverbänden eine bessere Verbindung geschaffen. Wir werden versuchen, dem Handwerk den Boden zu verschaffen, auf dem es wuhen und gedeihen kann. Abg. Hünlich(Soz.) bestreitet unter gropem Widerspruch rechts, daß die Sozialdemokratie Kandzoesterfeirchlsch, der Großkapitalismus sei der Feino des wertelstandes. Abg. Wienbeck(Dutl.): Das Handwerk ist gegen Sozialisierung und Kommunalisierung, er ist der festeste Damm gegen den Bolschew'smus. Kein Volk kann den gewerblichen Mittelstand entbeyren. Rohstoffe sind vorhanden, dem Handwerk fehlt nur Geld, und eine kaufkräftige Kundschaft. In der weiterm Debatte traten die Abgg. Havemann(D. Vp.) und Kniest(Dem.) für die Forderungen der Interpellation ein. Der Unabhängige Kersten nennt die Interpellatzion eine Wahlmache, er tritt für Vollsozialisierung des Handwerks ein. 96 Lexen vertagte sich der Rechstag bis zum — sehrnuar. Deutsches Reich. Die Einladung nach London. Am 1. März. Botschafter hat Freitag im Auftrage des Präsidenten der Pariser Konferenz anläßlich eines Besuches beim Rechsminister des 1 Mbärs Heutsche ei u ge##elegerte nach London zu entsenven. Der Minister hat sich die Antwort auf die Einladung vorbehalten. Dr. Simons bleibt fest. .“ zufolge erklärte Reichsminister Dr. Unterredung mt dem Berliner Hearstpresse Wiegand auf die Frage, ob die Regierung wirklich bei ihrem Nein bleiben werde: Ich kann nur sagen, wenn die deutsche Regierung auch nur ein Jota von der Erklärung abdie sich im Reichstage in ihrem Namen abgab, daß nämlich die Pariser Beschlüsse für uns Prans=hader And, dlebe ich nicht länger im AmG##e aus meinige dazu tun, daß mein Nachforger nur dieselbe Politik treiben kann wie ue. irut De. Fong; Wiegands, was geschehen würde, wenn die auerten Zwangsmaßnahmen ergreifen würden, erwiverte Simons: dann müssen wie eben für einige Zeit l eiden und Leid tragen. Reichsregierung schlägt in einer Denkschrift an die Reparationskommission vor, daß Teutschland ob 1. Februar 1,8 Millionen Tannen Kohlen liefern werde. Tumukte im württembergischen Landtag. Im württembergischen Landtag zu Stuttgart, wan, au. Samstag in die Beratung des Etate 5 rsae ums des Innern eintrat, führten ##ommuniston wieder in unerhörter Weise auf. Feoen einer sehe persönlich beleidigender den Minister des Innern gefielen der kommunist schen Partei in nur auf der Gasse hört. Der Landtagspräsident war zu zahlreichen fen genötigt und mußte einem kommunistschen abgeordneten sogar mit der Ausweisung aus dem Saal drohen. Im Verlaufe seiner Ausführungen versicherte der Minister Graf u. a. daß er alles daran setzen werde, um den Verwaltungsgerichtshof des Deutschen Reiches nach Stuttgart zu bringen. Gegen die Stimmen der Kommunisten wurden zwei Anträge angenommen, die sich mit der Bekämpfung der Verrohung der Jugendlichen und der strengen Durchführung des Kinoverbotes für jugendliche Personen befassen. i — 50. Geburtstag Eberts. Am Frei9 Schurtstgges. denk Ebert ist an Grippe erkrankt. Die für die nächsten Tage anberaumten Empfänge wurden abeeiggt. Friedrich von Baubissin j. In Charlottenburg starb im Alter von 69 Jahren der fruhere Chef des Admiralstabes Graf Friedrich von Baudissin nach schwerom Leiden. Er schlden die elie bosish, S esigeee Wie baherische Regietung beabsicht gt, beim Reichtgerichtshof Anfechtungskage zu erheben gegen das Besoldungsgesetz, das sie nicht anerkennen will, da ues Hanowerin. Das es der Reichsverfassung widerspreche. Ausland. Franbreich. Franbreichs Ueberfluß an Vieh und Kohlen. Wie das„Petit Journal“ schreibt, besteht in Frankreich zurzeit ein großer Ueberfluß an Vieh. Es gibt jetzt mehr Vieh als im Jahre 1914. Man kann die zahlreichen Diere nicht mehr in den Ställen halten und schickt sie auf die Märkte; dadurch ist der Preis für alle Fleschsorten erheblich zurückgegangen, sowohl in Paris als auch in bleinen Städten. Butter und Ger sind ebenfalls im Preise gesunken, ebenso Geflügel und Wild.— Auf der Delegiertenkonferenz des englischen Bergarbesterbundes erklärte der Präsident des Bergarbeiterbundes von Südwales, James Winston, daß Frankreich einen Teil der deutschen Kohlenlieferungen an Deutschland zurückverkaufe. Winston erklärte, er habe Informatonen, wonach beutsche Kohlen mit der Eisenbahn nach Frankreich gelangen u. dann nach Deutschland gurückverkauft werden, ohne den Waggon mi verlassen. Noch nicht genug. In der französischen Kammer wurde das Ergebnis der Pariser Konferenz von Tardieu angegriffen, weil es viel zu geringe Forderungen enthalte. Tardieu fordert u. a. die Verpfändung der gesamten Habe Deutschlands und die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Alliierten. Ganz wie bei ums. Ungefähr zwanzig Anarchisten erschienen am Donnerstag in der Redaktion der Pariser sozialistischen Zeitung„Humanite" und fragten den Direktor, weshalb eine von ihnen der Zeitung übersandte Note nicht veröffentlicht worden ist. Da sie keine befriedigende Antwort erhielten, zerschlugen sie die Stühle und Tische in den Redaktionsräuinen und zerschnitten die Telephondrähte. Dann fielen sie über die Redakteure hav und verprügelten sie. Die Anarchisten verließen die Redaktion mit dem Rufe:„Nieder mit der Diktatur!“ S Lokales. § Annen 8, Fehruar,(Erhöhung der Mehlration.) Die Presseabteilung der Reichsgetreidestelle teilt mit:„Das Direktorium der Reichsge#re#destelle liefert seit dem 1. November 1920 den Kommunalverbänden auf Antrag Kochmehl Eramm guf.0 ni.. un, den Kopf monatlich neben der Brotarte zur Verteilung gelangt. Auf Anordnung Reichsministers für Ernährung und Landwirtist diese Menge mit Wirkung vom 16. Jeuar d. Is. von 600 Gramm auf 800 Gramm eröht worden. Der den Kommunalverbänden von Reichsgetreidestelle berechnete Kilogrammpreis beträgt zurzeit 7,50 Mark. Das Mehl ist 75 protiges reines, aus amerikanischen Körnern im ande hergestelltes Weizenmehl, das zum Kound Backen sehr geeignet ist. Zahlreiche Hausfrauen machen von dieser Gelegenheit, vortreffliches, reines Weizenmehl für einen weit geringeren Preis zu erhalten als im Schleichhandel, keinen Gebrauch, da sie glauben, daß dieses Mehl von der Beschaffenheit des bekannten„Cerealien= mehl“ sei. Es ist wünschenswert, daß die Kom7— Die Nebelfrau. Roman ven Aunp[Wothe. (Dochdrus verholen.) 17 Die Augustsonne brannte heiß auf den weißen Dünensand, und über der Heide lag schon ein rosenroter Schimmer. Sie„blühte wohl bald. Dann kam der werbstl Sr. Der Park vom Gorlingshof träumte in träger Ruhe in dem flimmernden Sonnenlicht. Unweit des Schlosses lag ein freier, von hunVerzjährigen Eichen umstandener Platz. Dort weilte oft die alte Gräfin Lidwina in dem Schatten der hohen Bäume und lauschte, wie die Wellen des Meeres von sern auf den weißen Ufersand rollten, immer mit dem gleichen, schwepen Schlag, als wenn dumpf und grollend ein Herz hämmerte. Auch heute säß, die Blinde wieder in einem bequemen Lehnstuhl an ihren Lieblingsplatz. Ein gedeckter Kaffeetisch stand vor ihr. Das hohe Kelchglas nat einer Fülle blutroter Nelken, das den Eisch festlich schmückte, konnte die Greisin nicht sehen, aber den betäubenden Duft der Blumen atsie trohlig ein, während ihre alten Hände ein aus weißen Sternblumen für ihr Enwanden, dessen lustiges Lachen fern im verklang, ###Der Gräfin gegenüber wagen Fridrun u. UrUne mit leichten Handarbeiten beschäftigt. Du hast noch gar nicht erzählt, Undine, nahm Bräfin Lidwma das Wort, was Ebbo Klas eigentlich schreibt. Ich dächte, er hätte uns nur zu lange schort gemieden. Gräfin Fridrun lachte silberhell dazwischen. Er ust verstimmt, Mudding, unser Vormund. Undines übereilte Heirat scheint ihm etwas den Atein genommen zu haben. Nun schmollt er, der gute Ebbo. Undine warf ihrer Stiefmutter einen vernichkenden Blick zu, die Greifin aber entgegnete, sich höher in ihrem Lehnstuhl aufvichtend: Ich wünsche nicht, Fridrun, daß du von Ebbo Alas in diesem Tone sprichst. Er war meines Soqnes treuester„Freund, und oft schien es mir, als ob du auch seine Gesellschaft gern * Er ist ein Pedant. Unaufhörlich hofmeistert er oi mir herum. Wenn es nach ihm ginge, dann schickte er mich noch in die Kinderlehre. In der du vielleicht auch sehr gut aufgehoben würest, mein Kind. mag ihn nicht leiden, schmollte Fridrun, das langschleppende Kleid von dünnem Seidenkrept näher an sich ziehend und newös mit den Hänben an dem Gefältel zupfend. Er kut immer so selbstherrisch und geht mit uns Frauen um, als wären wir nur ein Spteigeng munalverbände die Haushaltungen durch die Verkaufsstellen oder auf andereWeise darauf aufmerksam machen, daß dieses Vorurteil in keiner Weise berechtigt ist.“ § Annen, 8. Februar.(Liederabend.) Der von Heurn Max Graf im Saale des Herrn Weber veranstaltete Liederabend am Samstag abend erfreute sich eines guten Besuches. Es war ein rein klassischer Liederabend mit einem ausgewählten Programm. Zur Mitwirkung hatte der Veranstalter Herrn Fritz Wulff=Unna(Klavier) und Herrn Carl Höper=Witten(Violine) gewonnen. Herr Wulff spielte u. a. Sonate pathetique op. 13 von Beethoven, Es=Dur Rhapsodie von Brahms und gewann sich mit seiner ausgeglichenen, ein gutes technisches Können verratenden Klavierkunst starken Belfall. Herr Höper, den wir kürzlich hier noch zu hören Gelegenheit hatten ,zeigte anfänglich nicht die an ihm gewohnte Sicherheit, erst im zweiten Teil des Programms war seln Spiel frei von Härten u. Kanten. Beim Vortrag der Romanze in F. und Menuett in Es von Beethoven entwickelte er all die vorzüglichen Eigenschaften seines Könnens und fand lebhaften Beifall. Die Palme des Abends gebührt unstreitig Herrn Graf. Mit herrlicher, strahlender Stimme, in Schönheit und Weichheit getaucht, sang er u..:„O wüßt ich doch den Weg zurück“ von Brahms und„Ueber Nacht“ von Wolf. Der Höhepunkt seiner Leistung war der Vortrag„Abelaide“ von Beethoven. So recht lyrische Sangesweisen liegen ihm besonders gut. Als Zugabe sang er den Prolog aus dem„Bajazzo“ von Leoncavallo und erntete begeisterten Beifall. Am Klavier waltete Frl. Grete Ueckermann Witten ihres Amtes und begleitete die Vorträge in äußerst seinsinniger Weise. E(Gewerbetreibende, Handwerker und Kaufleute.) Man schreibt uns: Am Dienstag veranstalten der Verein der gewerbetreibenden Kaufleute und der Innungsausschuß Witten im Gasthof„Adler“ in Witten eine große Protestkundgebung gegen die drohende Kommunalisierung. Diese wird weite Kreise des selbständigen Mittelstandes Männer, Frauen und Kinder brotlos machen. Pflicht des Gewerbetreibenden ist es, mit seinen Angehörigen an dieser Versammlung teilzunehmen, demit der Wille des selbständigen Mittelstandes, seine Existenz gegen die Kommunalisierungsgelüste zu verteidigen, kraftvoll zum Ausdruck gebracht wird. Wir verweisen auf die Anzeige in der heutigen Ausgabe d. Bl. f Stockum, 8. Februar.(Kirchenwahl.) Die vorgestern von 12 bis 7 Uhr getätigte Kirchenwahl zeigte eine starke Beteiligung der Wähler. Von 832 Wahlberechtigten wählten 723. Auf Wahlvorschlag Beneke(alte christliche Richtung) entsielen 13712 Stimmen, auf Wahlvorschlag Retzlaff(freie ev. Volkskirche) entsielen 9124 Stimmen. Hiernach entfallen auf Wahlvorschlag B. 19 und auf Wahlvorschlag R. 13 Repräsentanten. —(Deutsche Volkspartei.) Eine öffentliche Wählerversammlung der Deutschen Volksparte# fand Sonntag im Lokale Blanke statt. Herr Handelskammer=Syndikus Dr. Ramin aus Essen hielt einen eingehenden Vortrag über die politische Lage. Nach längerer Aussprache erhielt das Schlußwort Herr Parteisekretär Verdelmann aus Witten. Die Versammlung war gut besucht, Provinzielle Nachrichten Nicht mit allen, warf Undine gleichmütig ein. Natürlich mit dir nicht. Dich behandelt er ja wie eine Königin. Denkst du vielleicht, ich weiß nicht, was dahinter steckt? Verliebt ist er in dich, jawohl, verliebt, und daß du so„fans facon" den Grafen Reimar zum Manne nahmst, hat seine Eitelkeit arg getrofsen. Ich begreise nicht, Fridrun, nahm Undine langsam das Wort, wie du bei einer solchen Auffassung der Verhältnisse so unglaublich mit Ebbo Klas kokettieren kannst, wie es geschehen ist, als er das letzte Mal hier war. Ich glaube, daß er aus diesem Grund nicht wieder gekommen ist, denn meines Vaters Geist, der hier noch durch alle Räume weht, müßte sich ja zürnend von ihm wenden, wenn er, alle Freundespflicht mißachtend, die Avancen sich gefallen ließ, die zu ihm machtet Ruhe, gebot die Greisin. Zu Fridruns Ehre will ich annehmen, daß du zu weit gehst, Undine. Deines Vaters, meines Sohnes zweite Frau, ist nun einmal nicht ernst zu nehmen. Ein spieleriges Ding ist sie immer gewesen, selbst in Marnars Todesstunde und auch da, als ihr Kind auf die Welt kam. Wo sollte sie wohl den Ernst hernehmen für ein rechtschaffenes Tun? Aber anstatt dir dankbar zu sein, daß du es ihr ermöglicht hast, in den alten Verhältnissen weiter zu leben, bemerke ich fortgesetzt, daß Fridrun unzufrieden mit dir ist und sich unausgesetzt bemüht, dich zu kränken und dir häßliche, taktlose Dinge zu sagen. Willst du mir nicht vertrauen, was Fridrun dazu veranlaßt? Du mußt sie selber fragen, Großmutter. Nein, mein Kind, du selbst wirst es mir sagen, denn Fridrun hat es nie so ganz genau mit der Wahrheit genommen. Mit blitzenden Augen stand die junge Witwe plötzlich vor dem Stuhl der Greisin. Wahrheit, lachte sie höhnisch. Nein, wahrhaftig, ich bin nie wahr gewesen. Warum sollte ich es denn auch sein? Um Euch zu gefallen? Ach, wenn Ihr wüßtet, wie ich es satt habe, die Komödie zu spielen, die Ihr mir aufgezwungen habt, Ihr würdet mir mitleidsvoll Eure milden Hände reichen. Aber ich will Euer Mitleid gar nicht. Frei sein will ich endlich mal, frei sein! Ei, ei, Gräfin fiel eine tiefe Stimme in die erregte Debatte, wer kann sich rühmen, je das erreicht zu haben, was Sie sich wünschen? Ebbo Klas, stammelte die junge Frau verwirrt und ein liebliches Erröten duschte reizvoll über ihr bewegliches Antlitz, und die langen, seidenglänzenden Wimpern legten sich scheu über die heißleuchtenden, blauen Augen. Herzlich willkommen, Herr Doktor, rief Gräfin Lidwina, dem Rechtsanwalt und Freund ihres verstorbenen Sohnes die dürre Hand zum Kusse reichend. Ich beklagte mich schon soeben bei Undine, daß Sie so seiten von der Stadt her den Weg zu uns herauffinden. Witten 7. Februar.(Vergiftung durch Haferflocken.) An der Ecke Stein= und Wiesenstraße fanden Kinder vor einem Geschäftshause in der Straßenrinne eine kleine Menge Haferflocken und aßen davon. Bei allen Kindern stellten sich kurze dorauf schwere Vergiftungserscheinungen ein. Ein Kind ist bereits gestorben. Wie die Kinder angeben, haben die Haferflocken einen süßlichen Geschmack gehabt. Man nimmt an, daß sie zur Vertilgung von Ungeziefer dienen sollten und zu dem Zweck mit Arsenik präparsert gewesen sind. Dortmund 7. Februar.(Ueber den Millionenbetrug auf der Union), über den wir kurz berichteten, erfährt der„G..“ folgende Einzelheiten: Die Firma van den Oord u. vom Kothen hat in der ersten Etage der Nationalbank am Hansaplatz ein Büro in Industriematerialien eröffnet. Die Firma stand auch mit dem Eisenwerk Union in Verbindung. Van den Oord verstand es nun, Mitte vorigen Jahres mehrere junge Beamte des Wagenbaurechnungsbüros für einen groß angelegten Betrug zu gewinnen. Er überredete die jungen Leute, Rechnungen für angeblich der Union gelieferte Wagenbauteile der Firma mit gefälschten Unterschu ften zu versehen, die dann an der Kasse der Union einkassiert wurden. Um die Sache möglichst unaufsällig zu machen, wurden in mehreren Städten des Bezirks Zweiggeschäfte gegründet und von hier aus die sbeträge eingezogen. Auf diese Weise gelangte van den Oord direkt unter Umgehung der eigenen Firma in den Besitz von über 2 Millionen Mark. Vor etwa 14 Tagen lief wieder eine derartige salsche Rechnung bei der Union ein. Einem Beamten des Rechnungsbüros fiel es bei der Prüfung der Rechnung auf, daß die Zahlung verlangende Firma garnicht mit der Unlon in Geschästsverbindung stand. Die Zahlung der Rechnung wurde daher verweigert. Man prüfte daraufhin die andern schon bezahlten Rechnungen, wobei die Betrügereien ans Tageslicht kamen. Auf die geschilderte Weise sollten in der nächsten Zeit wertere 5 Millionen Mark erhoben werden. Dieser Plan der in ganz raffinierter Weise ausgklügelt war, ist aber zunichte geworden. Van den Oord, der überhaupt die Seele des Ganzen war, hatte sich schon vor Weihnachten einen holländischen Paß verschafft, den er, da er Holländer ist, ohne große Schwierigkeiten bekam. Er wurde vor einigen Tagen in Essen bei dem Versuch, wieder einen größeren Betrag einzukassieren, festgenommen. Der Teilhaber der Firma, vom Kothen dagegen, befindet sich auf freiem Fuße; er bestreitet, um die Betrügereien van den Oords gewußt zu haben.“ Die Angelegenheit hat noch weitere Kreise gezogen; 6 junge Beamte des Rechnungsbüros, die in die Millionenbetrügereien verwickelt sind, sind von der Polizei verhaftet worden. Einer von ihnen hat sich die Sache so zu Herzen genommen, daß er Sonntag morgen Selbstmord durch Erhängen verübte. Bochum, 7. Februar.(Eigenmächtige Einführung der Sechsstundenschicht.) Auf der Zeche „Teutoburgia“, dem Bochumer Verein gehörig, hat die Belegschaft, syndikalistischen Einflüssen nachgebend, eigenmächtig die Sechsstundenschicht eingeführt. Im allgemeinen ist jedoch festzustellen, daß sich die Bergarbeiterschaft des Ruhrrviers den Sie hätten sich ja mit Undine in der Konditorei von Fedderson am Marktplatz treffen können, lachte Fridrun malitiös auf. Ein staunender Blick aus den großen, lichtblauen Augen des blondbärtigen Riesen ließ Fridrun verstummen. Der Mensch war doch eigentlich unglaublich arrogant und sie, Fridrun, schüttelte sich innerlich vor Lachen über sich selbst, sie fürchtete sich wohl noch gar vor ihm? Wie geht es meinem Patenkinde? fragte Ebbo Klas, die Garderobe ablegend und dankend die gefüllte Kaffeetasse ausUndines Händen entgegennehmend. Es jubiliert wie eine Heidelerche, lächelte Undine. Ach, da kommt es ja selbst angesprungen. Mit ausgebreiteten Armen flog die kleine Lorl auf den Doktor zu. Hast du mir was mitgebracht, Onkel? fragte sie strahlend, während sie sich anschickte, seine weiten Taschen zu untersuchen. Lou, quäle den Onkel nicht, mahnte Undine. Aber Lorl hatte schon triumphierend ein Bilderbuch und eine kleine, allerliebste Puppe aus der großen Versenkung hervorgezogen. Alles mein, beteuerte sie, mit beiden Armen ihre Schätze, die sie auf den Tisch gelegt hatte, umspannend, alles A. gehört Lork, Lorl braucht alles Wie glich das Kind in seinem Begehren jetzt seiner selbstsüchtigen, ichtfertigen Mutter. Mit angstzitternder Hand strich Undine über das blutnenhaft zarte Kindergesichtchen. Lächelnd drückte sie dann den weißen Sternblumenkranz, den die Großmutter gewunden, auf die blonden Locken. Nur nicht werden wie die Mutter, bebte es heiß durch Undines Seele, nur das nicht. Eines Tages begab sich Undine zur Wiedingharde, um sich wieder nach dem Befinden ihres Schwagers Timm, desSchiffbrüchigen, zu erkundigen. Sie kam diesmal nicht allein.— Vor ihr her trat ihr Gatte in die niedere Stube. Wie geht es dir, Timm? fragte er, rasch zu dem Bruder tretend und ihm herzlich die Hand reichend. Ich sehe, Schön=Dorret hat dich brav gepflegt, aber ich hoffe, du erfüllst nun auch unser aller Wunsch, und kommst zu uns in den Gorlingshof. Nein, gab Timm zurück. Niemals! Laß das, Reimar. Warum wollen wir die alten Geschichten aufrühren? Unsere Wege führen abseits voneinander. Undine wor zu dem Kranken geweten, als müsse sie ihn vor den Zornesblicken ihres Gatten schützen, die flammend über ihn hinloderten. Ihre Hände umklammerten Timms Rechte. Da aber geschah etwos Unerwartetes. Graf Reinor stürzte auf die beiden zu. Prohend hob Treibereien linksradikaler Kreise gegenüber ablehnend verhält. Mörs, 7. Fbruar.(Lohngelderraub.) Heute früh überfielen auf Schacht 4 der Zeche„Rheinpreußen“ 2 Männer den Beamten mit der Löhnung. Sie warfen ihm Pfeffer in die Augen und entkamen mit 370000 Mark. Kreseld, 7. Februar.(Zwei Raubmörder zum Tod verurteilt.) Das Schwurgericht verurteilte die Gemüsehändler Martin Krämers und Jakob Schloßmacher aus Krefeld-Oppum, die am Silvesterabend in KrefeleLinz bei einem Raubüberfall die 78 Jahre alte Witwe Kirchers ermordeten und ihren Sohn durch 2 Revolverschüsse schwer verletzt hatten, zum Tode, außerdem zu je 12 Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Krefeld, 7. Februar.(Massenvergiftung.) 50 Personen erkrankten nach dem Genuß von Pferdefleisch; de Krankheitserscheinung ist sehr heftiger Natur. Nach den Feststellungen handelt es sich um Infektion durch Bazillen. Bocholt, 7. Febr.(52 Personen wegen Pferdeschmuggels verhaftet.) In den letzten Tagen sind hier und in der Umgegend nicht weniger als 52 Personen unter dem Verdacht des Pferdeschmuggels in Haft genommen worden. Rinteln, 7. Februar.(Unter dem Verdacht des Gattenmordes.) Am Sonntag vormittag war im Walde be Möllenbeck die Ehefrau des Zieglers Wilhelm Potthast erhängt aufgefunden worden. Jetzt ist der Ehegatte der Toten unter dem Verdacht des Mordes an seiner Frau verhaftet worden. Wipperfürth 7. Februar.(Schrecklicher Tod.) Der 17jährige Sohn des Landwirts Förster aus Trostberg geriet mit dem Oberkörper in eine Kreissäge. Gräßlich verletzt starb der junge Mann bald. Kreistag des Landkreises Hörde. Eine Sozialisierungs-Debatte. Unter dem Vorsitz des Herrn Landrat Hansmann tagte Freitag vormittag im Kreishause zu Hörde der Kreistag des Landkreises. Var Eintritt in die Verhandlungen widmete der Vorsitzende dem kürzlich verstorbenen Kreistagsabgeordneten Luttmann=Schüren einen ehrenden Nachruf. Als Mitgl eder für den Ausschuß beim Finanzamt Hörde wurden gewählt die Herren SchluckSchwerte, Burgemeister=Schwerte, Dimnieck=Aplerbeck, Schildmann=Schüren, Voerste=Wichlmghosen, Rost=Barop. Gegen die neuen Satzungen des Gewerbe=Gerichts für den Landkreis Hörde wurden keinerlei Enwendungen erhoben, desgleichen nicht gegen die Anstellung des Sekretärs beim öffentlichen Untersuchungsamt für die Kreise Dortmund= Hörde als Beamter. Die am 8. Septemben 1920 beschlossene Bei soldungsordnung für Beamte und Angestellte des Kreises hat in der Fassung nicht die Genehmigung der Regierung gefunden, die einige Abänderung verlangt. Der Kreistag beschloß demgemäß. Der folgende Punkt behandelte eine Vorlage auf Enhöhung der Kreissteuern für 1920 um 9 Prozent Zuschlag zu den Realsteuern. er die Hand, und hart und zornig klang seine Stimme, als er keuchend sprach: Ich will nicht, daß du den Trotzigen bittest. Laß ihn, wenn er nicht will. Und jetzt komm nach Hause.: Undine sah ihren Mann groß an. Eisesstarte breitete sich über ihr junges Gesicht. Du vergißt, daß ich gewohnt bin, meinen eigenen Weg zu gehen! Aber ich wünsche diese Besuche in der Wiedingharde nicht, gab Reimar mühsam beherrscht zu rück. Wenn Timm unser Haus meidet, so schickt es sich wohl, daß meine Gattin wenigstens die äußerliche Rücksicht nimmt, nicht ohne meinen Willen hier einen fremden Mann zu besuchen, der sich selbst von allen verwandtschaftlichen Rücksichten losgelöst hat. Timm machte eine Bewegung, als wollte se aufspringen, aber schon stand Dorret an seiner Seite und drückte ihn energisch in den Sessel zurück. Nicht doch, Herr, verwies sie ihn herb, was Graf Randolt spricht, kann weder Euch noch Undine kränken. Er ist eben gewohnt, unbedingt zu herrschen. Und wo er Widerstand findet, wird er zornig und maßlos. Verzeiht, Herr, wandte sie sich mit einem v ornehmen Neigen des blonden Köpschens an Graf Reimar, die harten Worte, venn Ihr seid hier dieses Hauses Gast, aber höher als Euer Herrschergefühl steht mir Undines Menschenwürde, die Ihr in den Staub tratet. Dorret, bat Undine flehend. Ach, laß mich, whrte das Mädchen leidenschaftlich. Einmal wenigstens laß mich es sagen, daß ich nicht ruhig mit ansehen will, wie Graf Reimar alles, was ihm in den Weg kommt, beherrschen und knechten.ll. Mit Geld, und weil er wollte, weil eine Laune ihn dazu trieb, legte er dir die eisernen Ketten einer unwürdigen Ehe au, trotzdem er wußte, daß du nur der bitteren Rot gehorchtest. Und nun, da er seinen Willen erreicht, seine augenblickliche Laune befriedigt hat, nun gebietet er über dich, wie er einst über dem Bruder die harte Hand gehalten, die ihm alle Jugendlust und Freude nahm. So wie ihn, so zerbricht i auch dich 2 Leidenschaftlich camen die Worte aus Dorrets Munde, die, jetzt über sich selbst erschrocken, heiß schluchzend in Undines Arme sank. Diese streichelte den blonden Kopf zärtlich, sah aber doch voll Sorge zu Graf Reimar hinüber, dessen Antkitz unter Dorrets Worten ganz fahl geworden wanl! Seine herrischen, braunen Augen blickten elnen Moment wie erloschen, dann aber wandte er sich zu Timm und frägte mit gepreßter Stimme: Ist das wahr, Timm“. Har dieses Mädchen recht! Vernichtete ich deine Jugend? Und mein Leben, gab Timm mit einem Büick auf Undine#rück. Geh jetzt,: Reimar, Kraft ist erschöpft. 10„tryun Erhöhung wird 5 (Provinzialsteuern err Bürgermelste hierzu aus: die Notwendigkeit Herrn Vorsitzend Mitglied des Krei Verhandlungen 5 erzuschläge eine we un Kreissteuer bed , daß für das Jo 102 Prozent 5 erung der Gemei (Hauptsteuerquellen berechtigt, daß ni uß gemacht wrd ten muß, mit den hmmen. In den erstehen. sorwendung der§ man immer wiel iun würden nicht des Kreises ver für die außer egswirtschaftskasse. ste ich den Herrn bitten, ob die K ssen oder Zuschüsse verwendet werden derr Landrat Ha ab, daß der Zusc Erhöhung der Pr sei. Er könne sich es die letzte Erhö in das Reich seine verüberweisung an nachkomme, wäre Höhe der Kreisster en würde. Die issteuer wird dann ber die Entlastun Kreiskomm1 ert Harr Menze. 2 im Ordinarium 3 trium 5612009 M von 1738 148 be hen. Hieran sa rrechung über die Kriegswir zu der AAntrag rmann=Schwe ing der Rechnung men und Ausgabe gen Unterlagen ge über die Bewirtsch irfsmittel nicht ge Landrat Hans ordentliche und ar Kreiswirtschaftskas werde. Das M kein Aufschluß eden worden ist, w igslegung erfolge. r die Wirtschaftska Nachweisung nicht einzelnen Geschäft schbuß des Etatsjah eisung erfolgen. r Rohrmam nnen des Landrat ealen Einrichtunger itung und Herstell b. Ziegeleien Steim eigenen Betrieb zu rung vonblr #ister Rohrman nsche und Befürcht er Stadt zugegang e Pflicht, deses bi Er führte u. a. ½ nalisiert und zentr #ut#swird die sgedant. Die im Reich geht n #de, der sogar Zieg ift. Wo sollen wir ter geht? Wir sollen #uerkraft songen. I ten Befürchtungen tung#ichte ich an d ge, ob die Beabsicht seiankäufe auf Tatse wo das Gesetz kei schreibt könnte sie en werden. r Landrat Hal seine desbezüglich nung der Minister hbeit. en Verka ingsbranche habe er chr.mt ansehen kon lich die Einschiebur sücherern zwischen ann um mehr als #tteuert werden. De käufe habe ermöglic Kreises billigere nnten, als in ingen leutschlands. Von ih ##er die Bergleute 3 das sei aber nur n sere u. billigere Leb ert werde. Stendrückh eis nur betreiben, w liebe stillegen, da sie * Der Kreis müsse bhnungsnot lindern sres *. AuN er abseh.) Heute „Rheinder Löhigen 1nd ddmürder verurKräer aus Krefelehre alte Sohn ten, zum aus und hie auf giftung.) uß von ist sehr handelt en PferTagen tiger als PferdeVerdacht ttag war Zieglers worden. m Perworden. precklicher Förster in eine ge Miunn eises itte. Hanshause zu widmete Kreisi ehrenFinanz= Schlucknieck=Apichlt maßhoverbesshekeinerlei gegen die n Unterhörde als ne Bei tellte des Gagen auderuung äß. Vorlage rin für alltenenn. ng seine ir bittest. mm nach isesstarte einen err Biedang ischt zuso schickt ens die meinen ichen, der tücksichten vollte ee seiner en Sessel rb, was noch Undingt zu wird er ndte sie blonden Worte. wder hönir Unm Stauh denschaffte sen, daß sraf Reibeherrweil er legte er Ehe ak, ren Not erreicht, nun geBruder agenbiutt. richt ee Vorreth en, heiß se Preiaber doch m Antlitz wan Wler wardte gebrehter Bübce en Buic Erhöhung wird bedingt durch eine Erhöhung Provinzialsteuern von 35 auf 44 Proz. err Bürgermeister Rohrmann=Schwerte hierzu aus: die Notwendigkeit der weiteren Erhöhung ist Herrn Vorsitzenden ausreichend begründet. Mitglied des Kreisausschusses ist mr auch aus Verhandlungen bekannt, daß die Provinzialrzuschläge eine weitere Erhöhung der Zuschläun Kreissteuer bedingen. Wenn aber erwogen daß für das Jahr 1920° die Kreissteuerzu 102 Prozent betragen, dann ist wohl die serung der Gemeinden, die nach dem Verlust Hauptsteuerquellen bis zumAeußersten belastet berechtigt, daß nunmehr mit den Erhöhungen luß gemacht wird und daß der Kreis sich einen muß, mit den vorhandenen Mitteln ausimmen. In den Fragen, die wiederholt über erwendung der Kreissteuern gestellt werden, man immer wieder die Meinung, die Kreisiun würden nicht allein für die laufenden Ausdes Kreises verwendet, sondern besonders für die außerordentlichen Ausgaben der egswirtschaftskasse. Mit Rücksicht hierauf hte ich den Herrn Vorsitzenden um eine Erkläbitten, ob die Kreissteuern etwa zu Vorssen oder Zuschüssen für die Kregswirtschaftsverwendet werden. err Landrat Hansmann gab die Erkläg ab, daß der Zuschlag von 9 Prozent nur auf Erhöhung der Provinzialsteuern zurückzusüh. sei. Er könne sich jedoch nicht darauf festlegen, es die letzte Erhöhung der Kreissteuern sei, in das Reich seinen Verpflichtungen bezgl. der erüberweisung an die Gemeinden nicht pünktnachkomme, wäre es nicht ausgeschlossen, daß Höhe der Kreissteuer eventuell 150 Proz. erin würde. Die beantragte Erhöhung de: issteuer wird dann genehmigt. r die Entlastung der Jahresrechnung Kreiskommunalkasse für 1918 re= ert Herr Menze. Danach betrugen die Einnahim Ordinarium 3189 526 Mark, im Extraorrium 5612009 Mark, denen Ausgaben in von 1738 148 bezw. 7104 808 Mark gegenrstehen. Hieran schloß sich eine ausgedehnt. rechung über die Einrichtung des Kriegswirtschaftsamtes, zu der'Antrag des Herrn Bürgermeister hrmann Schwarte Anlaß gab, die Entung der Rechnung der außerordentlichen hmen und Ausgaben zu vertagen, bis die gen Unterlagen geschaffen, da die Abrechnunüber die Bewirtschaftung der Lebens= und darfsmittel nicht genugend übersichtlich seien. ir Landrat Hansmann bemerkt dazu, daß ordentliche und außerordentliche Etat sowiKreiswirtschaftskasse jede für sich gesondert gewerde. Das Mißtrauen rühre daher, weil er kein Rufschluß über diesre swirtschaftskasse eben worden ist, während jetzt öffentliche Rechngslegung erfolge. Herr Küch führt aus, daß er die Wirtschaftskafse für die Jahre 1914—18 Nachwelsung nicht möglich sei; jetzt aber seien einzelnen Geschäftszweige getrennt und nach schluß des Etatsjahres würde die gewünschte schweisung erfolgen. Herr Rohrmann bezeichnete sodann das #nnen des Landrats, zu den schon bestehenden ktralen Einrichtungen der Wurst- und Fleischverbeitung und Herstellung von Konsektion auch Ih Ziegeleien, Steinbrüche usw. aufzukaufen u. reigenen Betrieb zu nehmen, als Sozialirung von hünten herum. Bürgerister Rohrmann# betonte, daß ohm nsche und Befürchtungen aus Bürgerkreisen er Stadt zugegangen seien. Er halte es für de Pflicht, deses hier zum Ausdruck zu brinEr führte u. a. aus: Es wirh jetzt alles komnalisiert und zentralisiert. Statt abgelut##wird die Zwangswirtschaft sgedaut. Die Kommunalisierungskommisim Reich geht nicht so weit als der Kreis de, der sogar Ziegeleien u. Steinbrüche aufft. Wo sollen wir hinkommen, wenn das so ter geht? Wir sollen doch für die Stärkung der euerkraft sorgen. In Anbetracht der mir geäuten Befürchtungen einzelner Kreise der Bevölung#ichte ich an den Herrn Landrat die Anbe, ob die Beabsichtigten Steinbruch= und Zieziankäufe auf Tatsachen beruhen. Ich denke, wo das Gesetz keine Zwangswirtschaft mehr schreibt könnte sie auch vom Kreis fallen geen werden. (HertLandrat Hansmann führt dazu aus, seine desbezüglichen Maßnahmen die Anermung der Minister Hermes und Scholz gefunm hberk. Den Verkauf von Artikeln der Beklei#ngsbranche habe er eingerichtet, well er es nicht chr mit ansehen konnte, daß diese Gegenstände lich die Einschiebung von Schiebern und sücherern zwischen Faby kant und Kaufann um mehr als hundert Prozent unnötig teuert werden. Der Abschluß großer Kartofkäufe habe ermöglicht, daß den Einwohnern Kreises billigere Kartoffeln geliesert werden nnten, als in singend einem anderen Kreise leutschlands. Von ihm verlange die Regierung, ##er die Bergleute zu Ueberschichten willg madas sei aber nur möglich, wenn ihnen eine ssere u. billigere Lebensmittelversorgung garanert werde. Stendrüche und Ziegeleien wolle der keis nur betreiben, weil Die Unternehmer die Bejebe stillegen, da sie das Risiko nicht tragen wol* D e r K r e i s m ü s s e a b e r b e s t r e b t s e i n, d i e ohnungsnot lindern zu helfen, und das gehe durch die Aufrechterhaltung sollher Betriebe Baumatetziakien In Bezpo#auf#e Beib=#l: g des Verkaufes von Lebensmittern durch das iswirtschaftsamt weist er darauf hin, daß im in halben Jahre für über 30 Millionen an solWaren umgesetzt worden sind, wobei die Konenten-26 Millionen weniger aufzuwenden lchten, als wenn sie ihren Bedarf anderwe tig eckt hätten. Die Beibehaltung dieser Art der sorgung liege nur im Interesse der BevölkeAber auch die Erhaltung des Mttelstandes er Landwirtschaft kasse er sich angelegen##n gegen die Interessen der 120 000 Kreisengenen müßten die Interessen von 500. Landwer= zurücktreten.0u irte aus, doß die Maßnahmen erichtet Herr Schlischo=Annen bemerkte mit allem Nachtnruck, daß man unter keinen Umständen dulden würde, daß die Bevölkerung weiter unterWucher und Schleichhandel zu leiden hätte. Damit schließt die Aussprache und der Haushaltsplan wird verabschedet mit der Maßgabe, duß die Abrechnung der Wirtschaftskasse noch nachträglich vorgesegt wird. Dem pensionierten Kresboten Leonhard, der 35 Jahre am Kreishause tätig gewesen ist, wird neben seiner staatlichen Pension ein Zuschuß von 2000 Mark auf Widerruf bewilligt. Der folgende Punkt betraf die Anstellung des Leters des Wirtschafts= und Wohlfahrtsamtes Küch als Beamter auf Lebenszeit, Herr Bürgermeister Rohrmann sprach sich mit Rücksicht auf die Finanzlage des Kreises gegen de Vorlage aus. Er ist der Ansicht, daß die Stelle überhaupt nicht nötig ist, denn die Kriogswirtschaft ist im Abbau begriffen, da bedarf es doch keines Vorsitzenden. Das damit verbundene Wohlfahrtsamt ist seither von älteren Beamten geleitet, das könne doch auch in Zukunft geschehen. Herr Schlischo=Annen ist dagegen der Aufsassung, daß das Wirtschaftsamt doch nicht so leicht engehen werde, das Wohlfahrtsamt müsse dagegen im Gegenteil noch weiter ausgebaut werden. Die Anstellung des Herrn Küch wurde dann mit 14 gegen 7 Stimmen beschlossen. K Aus aller Welt. Eisenbahnunglück bei Wien. Wien, 7. Februar. Einer Zeitungskorrespondenz zufolge stießen gestern früh in Felipdorf an der Südbahn 2 Züge zusammen. Mehrere Wagen wurden zertrümmert. 5 Reisende sind getötet, 16 schwer und eine größere Anzahl leicht verletzt worden. Riesenhafte Uuterschlagungen. In der Landesirrenanstalt Blankenhain in Thünngen ist min riesenhaften Unterschlagungen auf die Spur gekommen. An der Spitze der Betrügereien steht die seit 30 Jahren im Dienste der Anstalt wirkende Oberwärterin Schatschabl. Wie in' einem Warenhause türmen sich, so wird dem „Beol. Lok.=Anz. berichtet, die veruntreuten Gegenstände auf. Schatschabl und eine andere Wärterin sollen versucht haben sich mit Sublimat zu vergiften. Von einer Wärterin heißt es, daß sie an den Folgen der Vergiftung bedenklich darniederliegt, während die Oberin verhaftet wurde. — Der Mord an dem Inder Shiv Del Singh aus der Leibnizstraße in Charlottenburg ist jetzt völlig ausgeklärt. Frau Singh hat ihren Geliebten Arnold zu bestricken gewußt, daß er auf ihre wiederholten Bitten sich bereit erklärte, den verhaßten Ehemann zu ekschlagen. Sie hat ihm auch die Türschlüssel besorgt und Ratschläge für die Ausführung der Bluttat gegeben. Es ist ein Rohrpostbvief aufgefunden worden, den sie Arnold am Tage vor dem Morde schickte, und in dem sie ihn u. a. noch ganz besonders ermahnte, bei der Durchsuchung des Schlafzmmers ihres Mannes auf keinen Fall die 35 Pfund Zucker liegen zu lassen, die sich in einem Koffer im Schrank beänden. Frau Singh leugnet trotz aller Beweise sehr Schalld — Mutter und Tochter vom D= Zuge zermalmt. Zwei Frauen aus Offenbach am Mäin, Mutter und Tochter, waren in der Absicht, Lebensmittel einzukaufen, in der Richtung nach Gelnhausen gefahren. Als ihr Zug auf freier Strecke helt, um den aus der entgegengesetzten Rchtung kommenden=Zug durchzulassen, stiegen die Frauen aus in dem Glauben, bereits am Ziel ihrer Nese zu sein. In besem Augenblick kam der =Zug heranzebraust, erfaßte Mutter u. Tochter, und zermalmte sie. — Ein Ferkel mit zwei Köpfen. Im Stalle des Besitzers H. Frehe in Bockraden warf ein Mutterschwein ein Ferkel, das zwei Köpfe mit zwei Schnäuzchen und zwei Paar Augen hatte Das Tiet ging einige Stunden nach der Geburt ein.““ Der Schmiedemeister Johannes Becker in Brenken erhielt von eimer Zuchtsau ein Fersel mit zwei vollständig ausgebildeten Hinterteilen. Das Tierchen, das jetzt 14 Tge alt ist, erfreut sich des besten Wohlseins. # Verschiedenes. Wae vicht jeddemann weiß. Vor hundert Jahren hatten Essen und Dortmund nur 3000—4000 Einwohner. Die größten Eutfernungen im Weltenraume werden jetzt in Deutschland auf 20 Millionen Lichtjahre geschätzt. Die Wiederbenützung der Kohlenschlacken wird das trocken=magnettische Verfahren nach dem Patent Krupp bedeutend gefördert, welches auch das seinste noch brennbaue Gut aus den Schlacken descheie. Von 1913—1918 hat sich der Preis des Pertoleums um mehr als das dreißigfache, des Gases um das elffache, der Elektrizität um das 5 fache erhöht. Die elektrische Beleuchtung ist also immer noch die Uilligste geblieben. Buterböß. Der Berl'ner Witz hat sich der neuen Oberbüngermeisterwahl in drastischer Weise bemächtigt. Der neue Stadtregent heißt Poeß, sein Vorgänger heß Warmuth, und Wermuth ist bitter. Darum heißt es jetzt in Berlin:„Wir haben's bitterböß!“ Und das stimmt. . Die aufgehobene Verlobung. In einer Stadt des besetzten Geviets brachte kurz vor Weihnachten das Ortsblatt diese Ankündigung: Als Verlobte empfehlen sich: : Erna Pflanz, Direktrice. Sottfried Ebersbacher, städt'scher Beamter. An diese Verlohung nahm niemand Anstoß. Auch die Standesbezeichnung störte niemand. Warum stättischer Beamter nicht eine Direktriee städtischen Beamten verroden: Kurz 4n nach Neujahr schien aber Zwist im Lager der Verlobten ausgebrochen zu sein; dieselbe Zeitung brachte folgende Entlobung: Meine Vorlobung mit der Ladnerin Erna Pflanz erbläre ich für aufgehoben, Gottfried Ebersbacher, städtischer Beamter. Und unmittelbar darunter: Meine Verlobung mit dem Latrinenreiniger Gottfried Ebersbacher habe ich gelöst. Erna Pflanz, Direktrice. Neueste Nachrichten. Differenzen zwischen Franbreich und England. Rotterdam, 8. Februar. Einer der Vertreter des„Nieuwe Rotterdamschen Courant“ erklärt, daß zwischen Frankreich und England erheoliche Differenzen eingetreten seien. Die Pariser Beschlüsse wären noch nicht endgültig, weil man die Deutschen zur Konferenz nach London geladen habe, wo die Beschlüsse nochmals von Grund auf besprochen werden sollen. Auch das Kohlenabkommen, das am 31. März abgelausen sei, soll auf der Konferenz seitens Englands eine Umänderung erfahren. Der Pariser Vertreter sagt weiter, daß die Diferenzen zwischen Franbreich und England bezüglich der Pauiser Projebte Deutschland verwirren, und zwar zu ungunsten Frankreichs. Drüssel erst nach London. Paris, 8. Februar. Es steht jetzt fest, daß die Konferenz der Finanzsachverständigen in Brüssel erst nach den Londoner Berätungen stattfinden wird. Die alliierten Sachverständigen haben ihre Arbeiten eingestellt. Streik in der Konfektion. In der Berliner Blusenkonfektion ist Sennabend vormittag ein Streik der Zwischmmeister ausgebrochen, nachdem die sitt längerer Zeit repflogenen Tarifverhandlungen mit dem Blusenverband ergebnislos verlaufen sind Die Zwischenmester erklären, sie würden sofort iore Blusenarbeiterinnen entlassen. Berlin, 8. Febr. Ein Streik in der Herrenkonfekton, der nach den Angaben des Arburnehmerverbandes im ganzen schon 30—32000 Albeiter und Arbeiterinnen umfaßt, hat gestern morgen eingesetzt. Die Maßschn#iderei wied von dem Streik nicht betroffen. Die Ankunft der ersten amerikanischen Milchkühe. Der Dampfer„West-Arrow“ mit den ersten amerikan schen Milchkühen an Bord ist Sonnta,, abend in Bremerhaven eingetroffen. Da der Wasserstand der Weser die Weserfahrt erlaubt, ist der Dampfer flußauswärts gefahren und Montag früh in Bremen eingetrofsen; wo der Transport ausgeladen wurde. Es handelt sich um rund 740 Kühe. zur Polizeiverordnung, betr. die Arbeiterfürsorge auf Bauten. Ders 9 der Kreispoltzoiverordnung vom 17. März 1913 erhält mit Zustimmunn des Kreisausschusses und nach Anhörung der Rheinisch=Westsälischen Baugewerks=Berufszenossenschaften Sektion 2 in Dortmund und der Tiefbau=Berufsgenossenchaft in Berlin=Wilmersdorf folgande Fassung: S 9. Vom 1. Oktober bis 1. April dürfen, wenn die Außentemperatur unter+ 5“ Celsino herunterstabt Stuckateur-, Maler=, Putzer= Schreiner= u. dergl. Arbeiten in Bauten nur dann ausgeffihrt werden, wenn die Räume, in denen gearbeitet wird, durch Türen und Fenster oder auch in anderer Weise ausreichend verschlossen sind. Die nur vorläufige Anbyngung derartiger Verschlüsse ist für genügend zu erachten. Hörde, den 13. Dezember 1920. Der Landrat. Wird hiermit veröffentlicht. Annen, den 4. Februar 1921. Die Doettcher, Amtmann. Beaau 127 Die Wählersiste der##emände Rüdinghausen für die am 27. d. pets. stattfindende Neuwahl von Mitgliedern der Landwrtschaftskammern liegen vom 5. bis einschl. 13. d. Mts., vormittags von 9's 11 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr in der Wohnung des Unterzeichneten zu Iedermanns Einsicht bssen. Einsprüche gegen die Wäblerliste sind in gleicher Frist doselbst zu erheben. Wahlberschtigte, die infolge Betriebswechsels oder Verlegung des Wohnsitzes bis zum Wahltag in emei andern Stimmbezitk oder einem andern Wahlbezirke stimmberechtigt werden, haben eine entsprechende Umschreibung in denWählorlisten zu beantragen. Rü dino#ufen; den 4 Bebe. 1921. Der Gemeindevorsteher: Bösebeck. Spieipian des Vertmander Stadtibeatert. Sonnabend, den 12. Februar.—10einhalb Uhr. „Walküre“.— 961 840 Sonntag den 18. Februar.—5einhalb Uhr. „Simson“. Abends Zeinhalb dis 1036 Uhr„Der Gemeinderatssitzungs=Bericht in der nächsten Nummer. D. R. DresdnerBank Zweigstelle Winer Zsl. u. Ne. 199120g Biemanshotr. is. un. Aüss:„Osdarsent, Stündige Vertretung an eämtlichen denischen Börgapibtsen Wir eind unter Vorbehalt für Adler Alle Hasse Blankenburg Constantin d. G. Bwald Gotlesnggen Grof Schwor Rolenen Amale: Alerandershel Bernsdort Burbach Burggrat Carishall Einigkeit Felsenfest 4. Friedrichroda Fürstenhall Gebra Glückauf-Sond. Gr. Wilh. Ernst. Günthershall Hanse Silberb. Heiligenroda Hohenfele Hüpstedt irmgard Johannashall Neustassturt Ransbach Reichskrone Richard Bbeslng-Zornten! 12400 17100 240000 1890m0 20000 162000 124000 6990 60C 61500 48000 14500 26000 17300 9600 13500 33500 63540 1400 16500 Leage) 17000 56000 17000 65000 14000 18306) 13600 18500 lohann Beim. König Ludwig 18200 20 1770 1200 Leifer: 260000 Langenbrahm Jogen e9 b0 700 64500 15599 26500 17600 11010 140 35000 6150 15000 18400 Rothenberg leelamände Schwerzburg eeetet! Gtesen Thüringen Volkenroda Walbech Walter Wilhelmshall Puterrhall uuncc 29000 17700 8 000 175 677 143 Vell-Mauter Adur R... ##o. Vorz. Hallesche Kallu ustun Krügershall and. Tertenle 1O00onner 300h uans 178000 46000 25##0 14000 71096) 20000 72000 1 21000 10.200 31500 23000 75000 14500 245000 270 90 241 330 20 Amtliche 19200 Oevisen-Kurse. 35000 182000 49000 270000 14100 1196 766e3 21000 10500 32300 23500 gren 20d 845 346 Erles Gans 169. F 112 50 112 05 112.20 An 42 Gekandtauchuug. Amtsbezirk Kiechdörde. In der Woche vom 6. Februar bis 12. Februar 1921 gelangen an Hand der Kundenliste zur Ausgabe: 125 Gramm Teigwaren pro Kopf Mk..—, außerdem für Kranke gegen Vorlage des Attestes: 200 Gramm Butter pro Kopf Mk. 9,60. Die Ausgabe, der Waren an auswärtige Geschäfte erfolgt am Denstag, den 8. ds. Mts. Die Krankenattefte sind von den Geschästen bei dem Empfang der Butter vorzulegen. Für Hombruch werden Teigwaren und Butter nur gegen Vorlage der Lebensmittelkarte u. des Krankenattestes am Mittwoch und Donnerstag dußgegeben. Hombruch, den 5. Februar 1921. Der Amtmann. Zekunft Charakter, Eheleben, Reichtum Glück, wi.d nach Astrologie, Sterndeutung) berechnet. 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