" Obst. preise ste 1919. Obst hat tgesetzt: Pfund eitigen Vergenannten Gloß= und ialstelle Obst sofort o. sp. ucht. B. B. a. d. rourede der holäadischen Köntzin. In der Thronrede bei der Wiedereröffnung der Peneralstaaten sagte die Königin u..:„Der Gebanke, daß nach dem Weltkriege die Zukunft freundschaftlicher Beziehungen zu anderen Mächten bevorsteht, stimmt zur Dankbarkeit und Genugtuung. Bei der Regelung der Ergebnisse des Krieges wurbe unser Land in einen Prozeß verwickelt, der seien Einfluß auf unser Verhältnis zu Belgien gelend machte und in dem ich die Aufgabe hatte, für ie Rechte und Interessen des Staates und für seine Selbständigkeit mit Nachdruck einzutreten. In iniger Gemeinschaft mit meinem ganzen Volke gehen neine Gedanken nach Limburg und SeeländischFlandern, an deren Treue und Anhänglichkeit die Beschlossenheit und Kraft unserer nationalen Einheit unzweidentig zum Ausdruck gekommen ist. Sobald das Zustandekommen des Völkerbundes gesichert sein wird, wird der Beitritt der Niederlande Ihrer Beschlußfassung unterbreitet werden. Man barf darauf rechnen, daß für absehbare Zeit die Überseeische Zufuhr der notwendigsten Produkte gesichert ist. Inzwischen erfordert die Lebensmittelbersorgung im Zusammenhang mit der beträchtsichen Preissteigerung dauernd meine volle Auferksamkeit.“— Die Königin sprach alsdann von den Notstandsarbeiten und den in nächster Zukunft u treffenden finanziellen Maßnahmen. Nach Aufkählung der beabsichtigten Gesetzentwürfe fuhr die Königin fort:„Die Verteidigungsfrage genießt nach wie vor meine volle Aufmerksamkeit. An ihre Lösung kann erst dann geschritten werden, wenn über. die vom Völkerbund geplante internationale Regelung mehr Sicherheit bestehen wird.“ lark top Münzen, und Silber. Rünzen kaufe eisen. Kasse Essen W. PostscheckIn 31968. zuverlässig. chen lidder en waren). nleiden ng Reichsekt gratis. pot. Halle 14. hutz. VorberBerlin N. 20 10 tig. ingreis A Dis„Annener Zettung" erscheint jeden Dienstag Donnerstag und Samstag. Anzeigegedühr für die einspaltige zvonelzeile oder deren Raum 20 Pfe. — Reklamezeile 60 Pfg.= Dezugspreis monatlich 85 Pig veronnden un der Suserate siuben bei der großer lage der Annenes Zeitung wetto umd billige Verbreitung.— Bei gerichtliche Beitreibung oder bei Konkursen komm jeder Annoncenrabatt in Wegsall 4*„ Für die Aufnahme der Anzeigm## zeigeblau für Kunen und die benachbarten 14 Ortschaften. küine Veramworuug emzun nie Aunener Volkszeitung“. leine Verantwortung. Beschäftsstelle: Bahnhofstraße 23. Telephon=Nr. 334 Organ das Amtes Uhnen u. Landkreises Redaktion, Druck und Verlag vor Fritz Küching Annen Nr 115 Donnerst g. den 18. September 1919. 35. Juhr####g Zum Handstreich d Annunzios. Badoglio erließ einen Aufruf, worin er die in Fiume befindlichen italienischen Soldaten aufforherte, binnen fünf Tagen zu ihren Truppenteilen urückzukehren, widrigenfalls sie als Deserteure anbesehen würden. Zahlreiche Soldaten der„Brihade der Adria“ leisteten dem Befehl sofort Folge. Die amerikanischen Truppen haben Fiume verlasen, dagegen sind die französischen Truppen zurückheblieben. Die italienische Regierung hat die Verffentlichung aller Nachrichten über Finme verboen. Die bereits aufgehobene Zeitungszensur wurbe deshalb wieder eingeführt.„Corriere della Sera“. stellt fest, daß die Rede des Ministerpräsidenten Ritti keineswegs die Zustimmung des Landes gefunden habe. Ueber die Haltung der Verbündeten begenüber dem Vorfall von Fiume liegen verschiedene Nachrichten vor, die einander widersprechen. Der„Corriere della Sera“ sagt, die Verbündeten hätten nur Aufklärung verlangt, und es bleibe im übrigen Italien vollständig überlassen, selbst Ordung zu schaffen. Dagegen bemerkt der klerikale Corriere'Italia“, daß England und Frankreich nergisch Protest erhoben hätten, während Amerika sich stillschweigend verhalten habe. 'Annunzios flegreiche Heldeubrust. Zum Handstreich'Annunzios gegen Fiume wird noch gemeldet: Das Freiwilligenkorps unter Führung des Dichters zog in feldmäßiger Bewaffbung mit Maschinengewehren und Panzerautos in Fiume ein. Als sich ihm die Besatzung der Alliieren entgegenstellte, wies der Dichter auf seine mit den höchsten italienischen Auszeichnungen dekorierte prust, worauf sich die Besatzung zurückzog. Mißbehagen in Paris. Der vom Kabinett Nitti mit besonderen Vollnachten für Fiume versehene General Badoglio bird noch heute nach Rom berichten, ob er mit DAnnunzio eine Vereinbarung treffen konnte. Wann die nächste Sitzung des Ententerats stattfin#et, hängt von dem Eintreffen einer Entschuldiungsdepesche Nittis über das'Annunziosche Vorsehen ab. Die allgemeine Meinung ist in Paris, Naß nicht blos wegen des Zwischenfalls in Fiume, sondern auch wegen der wachsenden Balkanwirren #ind der polnisch=tschechischen Zwistigkeiten u. s. w. Die Festigkeit der Entente stark zu wünschen übrig VUcht. * Nach Oeuvre nehmen die Besprechungen über die Kereignisse in Fiume im Obersten Rat einen sehr bbewegten Verlauf.. Alle Mitglieder, auch Tittoni, lbaren dafür, daß die Soldaten'Annunzios mit ewalt gezwungen werden müßten, die Waffen niederzulegen. Die Errichtung der Blockade sei nicht In Aussicht genommen. Diese Frage werde heute lach der Abreise Lloyd Georges geprüft werden. Har Lage. Friede mit Frankreich im Oktober. Paris glaubt man, daß die Ratifizierung es Friedensvertrages in der Kammer, Ende der Voche erfolge. Der Senat werde dann am 27. September abstimmen, sodaß die Beendigung des Kriegszustandes zwischen Deutschland und FrankRteich in der ersten Oktoberwoche ausgesprochen rde. Die Friedenskonferenz. Die Friedenskonferenz wird ihre Sitzungen noch eine Woche oder 10 Tage fortsetzen. Hierauf wird sie sich vertagen. Die Eröffnung des Völkerbundes. Reuter meldet: Der Völkerbund wird erst dann wirklich bestehen, wenn die Ratifikation des Friedensvertrages vollständig ist. Die erste Sitzung wird nicht vor März 1920 stattfinden. Diese Versammlung, die in Washington abgehalten wird wird die allgemeine Eröffnung des Völkerbundes sein. Bisher ist der Friedensvertrag nur von Deutschland ratifiziert. Ein Rückzug des Verbandes vor Deutschland. Die französischen Blätter veröffentlichten erst am Montag nach der deutschen Presse den Wortlaut der zweiten Note des Obersten Rates an die deutsche Regierung wegen des Artikels 61 der deutschen Verfassung.„Echo de Paris" und„Matin" betonen übereinstimmend, die französische Regierung habe gut daran getan, die Note nicht sofort der Oeffentlichkeit vollinhaltlich zu unterbreiten, denn die Antwort der Alliierten sei ein offenkundiger Rückzug vor Deutschland und nicht dazu angetan, das Ansehen und die Autorität des Obersten Rates zu erhöhen. Der Kampf gegen Wilson. Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ schreibt: Senatox Johnson erklärte auf seiner Propagandareise gegen Wilson in St. Louis, er habe zwar von Völkern gehört, die sich in die Hände ihrer Gläubiger begeben, aber dies sei das erste Mal, daß er von einem Volke höre, das sich seinen eigenen Schuldnern ausliefere. Johnson wünschte England zu seinen Diplomaten Glück. Lloyd George an den Pranger. Der Geheimbericht Bullitts, der mit Sowjetrußland im Auftrage der Vereinigten Staaten Friedensverhandlungen angeknüpft hatte, wird als schwere Belastung Wilsons aufgefaßt. Ueber seine Verhandlungen in Rußland teilte Bullitt dem Ausschusse mit, daß Lloyd George sich einer gewaltigen Verdrehung der Wahrheit schuldig gemacht habe, als er im Unterhause sagte, daß die bolschewistische Regierung keine Friedensanträge gemacht habe. Als die Erklärungen Bullitts Lansing in dem Ausschusse vorgelesen wurden, sagte er, daß er nichts dagegen zu bemerken habe. 20000 Kriegsgefangene auf dem Heimweg. Eine Abteilung deutscher Kriegsgefangener von 20000 Mann befindet sich auf dem Rückwege nach Deutschland. Die britischen Militärbehörden haben der Stadtverwaltung der Grenzstadt Verviers mitgeteilt, daß die Kriegsgefangenen von dort aus den Weg zu Fuß zurücklegen sollen. Kurze Herrschaft der neuen Regierung Birkenfeld. Aus Birkenfeld wird der„Frankf. Ztg.“ gemeldet: Man ist davon überzeugt, daß die Herrschaft der neuen Regierung in wenigen Tagen ihr Ende erhalten wird. In Aufrufen der politischen Parteien in Birkenfeld wird die Bevölkerung aufgefordert, in Massen zu den großen Protestkundgebungen der nächsten Tage zu kommen, um Einspruch zu erheben gegen den Gewaltakt und Rechtsbruch einer kleinen Anzahl Dunkelmänner. Der Stimmungsumschlag für Deutschland in Nordschleswig. Bei einer eindrucksvollen Kundgebung für das Deutsch-Nordschleswig vereinigten sich im Hamburger Konventsgarten mehr als 2000 nordschleswigsche Männer und Frauen. Fiehler aus Flensburg rief die Versammelten auf, alle Kraft für die Deutscherhaltun g ihrer Gebiete einzusetzen. Die ursprüngliche Absicht der Deutschen, in der ersten Zone nicht abzustimmen, und sich mit einem scharfen Protest gegen die Art der Abstimmung zu begnügen, sei aufgegeben worden; es mache sich ein Stimmungsumschlag. für Deutschland bemerkbar. Neuer Putsch in Oberschlessen? Wie verlautet, besteht die Spannung in Oberschlesien noch weiter fort. Es sind Gerüchte im Umlauf, wonach für den 20. bis 25. September ein neuer Putsch geplant ist. Da aber dieselben Gerüchte schon für den 15. September umgingen und sich als falsch erwiesen haben, kann man hoffen, daß sie auch diesmal vielleicht einer tatsächlichen Grundlage entbehren. Zündstoff zu diesen Unruhen ist nach den uns zugegangenen Darstellungen aber immerhin vorhanden. Japan zur Rückgabe Schantungs bereit. Die japanische Regierung will einer Meldung aus London zufolge mit China Verhandlungen über die sosortige Rückgabe von Schantung anknüpfen, sobald China das Friedensabkommen unterzeichnet hat. Das neue Reichswappen. Bei der Reichsregierung ist eine Verfügung in .Vorbereitung zu dem Zweck, die monarchischen Bezeichnungen und Enbleme auf den Amtsschildern, den Dienstsiegeln und=Stempeln, den Briefbogen und Umschlägen der Reichsbehörden zu beseitigen. Als Reichswappen ist der einköpfige schwarze Adler von der Reichsregierung gewählt worden. Der Adler wird in einfacher heraldischer Form ohne jedes Beiwerk dargestellt., Die Bewehrung, d. h. Schnabel, Zunge und Fänge, ist von roter Farbe; der Grundton des Schildes, auf dem der Adler erscheint, ist goldgelb. — Die Entente=Kommission zur Ueberwachung der deutschen Abrüstung ist jetzt in Berlin eingetroffen und wird ihre Unterkommissionen in die wichtigsten deutschen Städte senden. Damit stehen wir also in unserm eigenen Lande unter fremder Kontrolle. Man hat den französischen Offizieren früher immer nachgesagt, daß sie Kavaliere, und den britischen, daß sie Gentlemen seien. In beiden Fällen müßte man erwarten, daß sie uns das Leben nicht saurer als nötig machen würden. — Erzbergers Rücktritt bevorstehend. Von hervorragend parlamentarischer Seite erhält das Essener„Freie Wort“ die Versicherung, das Kabinett sei sich darüber einig, daß der Rücktritt Erzbergers zu erfolgen habe. Es soll ihm nur noch eine kurze Anstandsfrist eingeräumt werden, um den Rücktritt nicht mit den Angriffen der jüngsten Zeit in Zusammenhang zu bringen. — Aufhebung eines Zeitungsverbotes. Die„Deutsche Zeitung" darf wieder erscheinen. Zurzeit finden in der Regierung Verhandlungen statt, die auf eine Erneuerung des im Herbst 1918 zwischen dem alten Reichstag und der damaligen Regierung über den Erlaß von Zeitungsverboten getroffenen Abkommens hinzielen. Damals war vereinbart worden, daß kein Zeitungsverbot länger als drei Tagie dauern soll. und daß vor jedem Verbot die Redaktion der betreffenden Zeitung vorher gehört werden sollte. Die jetzige Regierung hielt sich an diese Abmachung nicht ohne weiteres gebunden, weil die beiden vertragschließenden Parteien nicht mehr vorhanden sind. Die„Deutsche Zeitung“, die heute nach dem Verbot zum ersten Male wieder erscheint, teilt mit. daß sie die Klage auf Schadenersatz gegen den Reichsfiskus erhob, um darüber Klarheit zu schaffen, ob die Verfassung von Weimar zu recht besteht oder nicht. S 5 — Hindenburg Ehrenpräses des Kyffhäuser=Bundes. Generalfeldmarschall von Hindenburg hat das vom Kuffhäuser=Bunde der Deutschen Landes=Krieger=Verbände ihm angetragene Ehrenpräsidium angenommen und für diese Ehrung in einem Schreiben gedankt. — Sozialdemokratischer Stimmenrückgang in Braunschweig. Bei den in einer Reihe von größeren Braunschweiger Landgemeinden stattgefundenen Magistratswahlen ist ein starker Rückgang der sozialdemokratischen Stimmen zu verzeichnen. Die Unabhängigen und die Mehrheitssozialisten sind, von einigen kleinen Teilerfolgen abgesehen, den bürgerlichen Gegnern allgemein unterlegen. — Rückreise der Kronprinzessin. Die vormalige Kronprinzessin hat ihre Rückreise aus Holland, wo sie kurze Zeit zum Besuch ihres Gatten weilte, angetreten. England. Keine Selbständigkeit für Irland. „Daily News“ veröffentlicht ein Interview mit Lord French, in dem dieser erklärte, daß die irische Republik unter keinen Umständen anerkannt werden würde. Die Pläne„der englischen Regierung gingen in keinem Falle über eine gemäßigte Homerule ohne Abtrennung hinaus. Andrejew i Der bekannte russische Schriftsteller Lromid Andrejew ist Sonntag gestorben. Er hielt sich seit längerer Zeit in Finnland auf. Rumänien. Bratianus Rücktritt. „Temps meldet, daß der rumänische Gesandte in Paris in einem Telegramm aus Bukarest die Mitteilung erhalten hat, daß Bratianu zurückgetreten ist, da er den Friedensvertrag mit Oesterreich nicht unterzeichnen könne, der verschiedene Bestimmungen enthalte, die einen Eingriff in die Unabhängigkeit Rumäniens bedeuteten. Die Obstruktion der Rumänen. Die„Times“ melden aus Paris, daß die rumänischen Vertreter beim Rate der Alliierten Paris verlassen haben. Sie haben eine Note überreicht, die erneut die Unterzeichnung des Friedens mit Oesterreich ablehnt. Lokales. § Annen, 18. Septbr. Die neuen Postgebühren. Vom 1. Oktober ab gelten die folgenden Postgebühren: Briefsendungen: Fernbriefe bis 20 Gr. 20 Pfg., 21—250 Gr. 30 Pfg., Ortsbriefe bis 20 Gr. 15 Pfg., 21—250 Gr. 20 Pfg., Ortspostkarten 10 Pfg., Fernpostkarten 15 Pfg., Drucksachen bis 50 Gramm 5 Pfg., 51—100 Gr. 10 Pfg., 101—250 Gr. 20 Pf., 251—500 Gr. 30 Pfg., 501—1000 Gramm 40 Pfg., Geschäftspapiere bis 250 Gramm 20 Pfennig, 251—500 Gramm 30 Pfg., 501—1000 Gr. 40 Pfg. Warenproben bis 250 Gr. 20 Pfg., 251—500 Gr. 30 Pfg., Postanweisungen bis 5 Mark 20 Pfg., von 5,01—100 Mk. 40 Pfg., von 100,01—250 Mk. 60 Pfg., von 250,01—500 Mk. 80 Pfg., von 500,01—. 1000 Mk. 100 Pfg., einschließl, Bestellgeld. Einschreibegebühr 30 Pfg. Wertsendungen wie Einschreibsendungen zuzüglich 20 Pfg. für je 1000 Mk. Wertangabe. Pakete bis 5 Kilo: Nahzone(bis 75 Klm.).75 Mk., Fernzone 1,25 Mk., bei 5,.—10 Kilo Nahzone 1,50 Mk., Fernzone 2,50 Mk., 10,5—15 Kilo Nahzone 3 Mk., Fernzone 5 Mk., 15,5—20 Kilo Meistgewicht Nahzone 4 Mk., Fernzone 6 Mk., einschließl. Bestellgeld. Vorzeigegebühr für Nachnahmesendungen 25 Pfg. Briefe mit Zustelungsurkund ndan: Porto:: 40 Pfg. Ortstelegramme: Wortgebühr 10 Pf., mindestens 100 Pfg.(Pressetelegramme die Hälfte.) Fernsprechgebühren(rund 66 zweidrittel Zuschl.) d..: Fernsprech=Pauschalgebühren in Netzen bis 50 Teilnehmern 160 Mk., von 51—100 200 Mk., von 101—200 240 Mk., von 201—500 250 Mk. u. s. w. Ferngespräche(3 Minuten) bis 25 Kilometer 30 Pfg., 26—50 Klm. 50 Pfg., 51—100 Klm. 100 Pfg. 101—500 Kilom. 200 Pfg., 501—1000 Kilometer 300 Pfg., mehr als 1000 Kilometer 400 Pfg., Vorortsgespräche bis 25 Kilometer 24 Pfg., 25—50 Klm. 30 Pfg., 50—100 Klm. 60 Pf., über 100 Klm. 120 Pfg. Die Gebühren für Vorortsgespräche, Nebenstellen, besondere Wecker u. dergl. werden durch Verordnung geregelt. „„* § Annen, 18. Sept.(Direktor Abe sen..) Gestern nacht verschied im Brüderhospital zu Dortmund im 80. Lebensjahre Herr Fabrikdirektor Richard Abésen. Ein heimtückisches Leiden hatte den noch so ungemein rüstigen Mann vor ungefähr sechs Wochen befallen. Und ihm sollte er erliegen. Ein freundliches Geschick ließ ihn in ungebrochener Körverkraft die Schwelle des biblischen Alters weit überschreiten. Alle diejenigen, die den Verstorbenen gekannt haben, stehen jetzt aufrichtig trauernd an seiner Bahre. Er wurde geboren am 15. August 1840 in Elberfeld und kam im Jahre 1872 nach Annen, um die Leitung des der Firma Stein u. Co. gehörenden Stahlwerkes zu übernehmen, das nach einigen Jahren in den Besitz der Firma F. Asthöwer u. Co. überging und im Jahre 1886 von der Firma Fried. Krupp.=G. in Essen erworben wurde. Vermöge der hohen Fähigkeiten und der reichen Kenntnisse des Verstorbenen auf all den vielseitigen Gebieten der fortschreitenden Technik nahm das Annener Werk einen schnellen und achtunggebietenden Aufschwung. Nach fast 35 jähriger erfolgreicher Tätigkeit ließ Direktor Abé am 1. November 1906 sich pensionieren, und die Direktion der Firma Krupp=Essen übertrug seinem Sohn nunmehr die technische Leitung des Werkes. Eine Reihe von Jahren war es dem Dahingeschiedenen vergönnt, sich des wohlverdienten Ruhestandes zu erfreuen. Sein Leben kannte nur Arbeit, getragen von unendlich großer Herzensgüte, hervorragenden Charaktereigenschaften und warmer Fürsorge für alle seine Mitarbeiter, die besonders sein biederes, leutseliges Wesen, seine kernige Lebensart und seinen goldenen Humor zu schätzen wußten. Lange Jahre war er Beigeordneter der hiesigen Amtsverwaltung und gehörte der Gemeindevertretung an, in der er stets eine besondere Stellung einnahm. Eins darf nicht vergessen werden: Er blieb allezeit der schlichte und dabei aufrechte, echt deutsche Mann. Seine gemeinnützige Wirksamkeit wird unvergessen bleiben. Er ruhe in Frieden! § Annen, 18. Sepbr.(Sitzung des Verbandes kaufmännischer Grubenbeamten.) Der Vorstand des Verbandes kaufmännischer Grubenbeamten, Essen, hatte am 13. 9. den Aufsichtsrat, die Bezirksvereins- und Ortsgruppenvorstände zu einer gemeinsamen Sitzung nach Bochum einberufen, um Bericht über einen Arbeitsabschnitt zu erstekten und einen allgemeinen Meinungsaustausch über jetzige und künftige Verbandsarbeit zu pflegen. Es fand eine rege Aussprache mit sehr zufriedenstellendem Ergebnis statt und wurden die von der Verbands — leitung unternommenen Schritte zur Bestallung des Kollegen H. Mellentin als kaufmännischer Angestellter für den Reichskohlenrat freudig begrüßt. Der Verbandsleitung wurde volles Vertrauen entgegengebracht. § Annen, 18. Septbr.(Fürsorge für die Bergarbeiterschaft.) Der Allgemeine Knappschaftsverein hat sich bereit erklärt, einer Rentenerhöhung zuzustimmen. Der Bergbauliche Verein ist bereit, die bisher gewährten Teuerungszulagen zu verdoppeln. Der Steigerungssatz für die Invalidenpensionen beträgt für ganz geleistete Monatsbeiträge drei Mark. Das ergibt nach 25 Dienstjahren 75 Mark Monatsrente gegen 36,90 Mark nach den jetzigen Sätzen. Die Witwenpensionen sollen 60 Prozent der Invalidenpensionen betragen. Vaterlose Kinder erhalten 6 Mark, elternlose 12 Mark. Das Sterbegeld wird von 75 auf 125 d erhöht. Eine weitere Fürsorge für die Bergarbeiterschaft tritt in diesen Tagen in Wirkung, die Beschaffung billiger Stoffe, die der Bergbauverein, und das Kohlensyndikat besorgt haben und die nur an Bergleute ausgegeben werden sollen, und zwar zur Verhütung von Schiebungen, in besondern Räumen der Geschäfte, welche den Verkauf übernommen haben, sowie mit andern Kontrollmaßnahmen. Auch die Verteilung von Kleidern ist in die Wege geleitet. —(Uebung det Feuerwehr.) Am Sonntag, den 21. 9. cr. vormittags 6 Uhr findet eine Uebung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Wie aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich, ist die Aufnahme neuer Mitglieder erwünscht. Im Interesse des guten Zweckes möchten wir den Eintritt in die Feuerwehr an dieser Stelle dringend empfehlen. § Annen, 18. Septbr.(Immer weiter dem Abgrund entgegen.) Das sinkende Vertrauen des Auslandes zur deutschen Volkswirtschaft kommt weiter in dem Schwinden des Markwertes zumAusdruck. An der Züricher und Berner Börse sank die Mark Sonnabend auf 19 Centimes(vor dem Kriege 120), der Wert des österreichischen Guldens fiel auf 6 einhalb Centimes. —(Einschränkung der Lebensmittel=Einfuhr.) Die Einfuhr von Lebensmitteln in das Reich ist infolge des Tiefstandes der Valuta erheblich eingeschränkt worden. Die Erlaubnis zur privaten Einfuhr soll in Zukunft und bis auf weiteres nur in besonderen Ausnahmefällen und nur für allgemein notwendige Lebensmittel erteilt werden. § Annen, 18. Septbr.(Der Urlaub der Bergleute.) Zwischen den Vertretern der vier großen Bergarbeiterorganisationen und dem Zechenverbande sind nach längeren Verhandlungen jetzt Richtlinien für die Erteilung von Urlaub an die Bergarbeiter festgelegt worden. Der Urlaub wird allen mindestens 18 Jahre alten Arbeitern gewährt und beträgt nach Erfüllung gewisser Voraussetzungen, zu deren Prüfung nähere Vereinbarungen getroffen werden sollen, bei einjähriger Beschäftigung drei Arbeitstage, bei zweijähriger Beschäftigung. 4 Arbeitstage, bei vierjähriger und längerer Beschaftigung sechs Arbeitstage, wobei jedoch die Beschäftigungszeit im Alter von weniger als 17 Jahren nicht mitzählt. Für die Urlaubsschichten erhält der Schichtlöhner ebenso wie der Gedingelöhner den Lohn bezahlt, den er pro Schicht verdienen würde, wenn er auf der Zeche bei gleicher Beschäftigung weiter gearbeitet hätte. Während des Urlaubs darf keine andere Lohnarbeit verrichtet werden. § Annen, 18. Septbr.(Ein Zentralverband der Angestellten.). Die zwischen dem Zentralverband der Handlungsgehilfen, dem Verbande der Bureauangestellten und dem Verbande der VerV Zum Handstreich Gabriele d' Annunzios. Oberes Bild: Ein Teil des Hafens der Stadt Fiume, in welche der bekannte italienische Dichter und„Freiheitsheld“'Annunzio an der Spitze einiger Abteilungen Grenadiere und Sturmtrupps, die mit Maschinengewehren und Panzerautomobilen ausgerüstet waren, eingezogen ist. In der Mitte: Gabriele'Annunzio, der in Fiume die Annexion der Stadt im Namen Italiens erklärte, den Gouverneur absetzte und sich als dessen Nachfolger ausrief. Unteres Bild: Der Korso von Fiume, die Hauptverkehrsstraße der Stadt. auf einer Tagung am 8. und 9. September in Weimar zur Vereinigung zum Zentralverband der Angestellten geführt. Damit ist die freigewerkschaftliche Einheitsorganisation für alle in Handel Verkehr, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft tätigen Handlungsgehülfen und Bureau=Angestellten sowie für die in der Sozial- und Privatversicherung, bei Behörden und Rechtsanwälten beschäftigten Angestellten geschaffen. Der neue Verband steht beschußzmäßig auf dem Boden strengster parteipolitischer Neutralität und ist mit über 350 Tausend Mitgliedern der größte Angestelltenverband der Welt. Marten, 18. Septbr.(Schwarze Pocken.) Wie im Kreise Meschede(siehe unter Arnsberg), so ist auch jetzt hier ein Fall von schwarzen Pocken vorgekommen. Das erkrankte Kind ist dem Luisenhospital in Dortmund zugeführt worden. Es handelt sich um eine Einschleppung aus Eversberg, wo die Großmutter des erkrankten Martener Kindes an Pocken gestorben ist. Die Mutter des kranken Kindes hat die Pocken aus Eversberg ohne Zweifel herübergeschleppt. Wie versichert wird, sind alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um eine Weiterverbreitung der gefäl verhindern. „vorlichen Krankheit zu Provinzielle Nachrichten. Hörde, 17. Sepbr.(Von der Straßenbahn beide Beine abgefahren.] Am Sonnabend nachm. wurden dem 7 Jahre(alten Schüler Willy Neugann Riettinchoterstraße shon der beide Beine abgefahren. Neumann, der hinter einem beladenen Kohlenwagen herlief, wurde anscheinend von einem in entgegengesetzter Richtung ankommenden Radfahrer angefahren und kam dadurch zu Fall. Dortmund, 17. Septbr.(Der Abschied des Landrat Overweg.) Der bisherige Landrat des Landkreises Dortmund richtete an die Mitglieder des Kreisausschusses folgenden Abschiedsbrief, in welchem er zugleich die Gründe seines Rücktritts mitteilt: Dortmund, den 9. Septbr. 1919. Sehr geehrte Herren! Als ich mich Mitte November 1918 den Revolutionsgewalten auf eine an mich gerichtete Anfrage hin zur Mitarbeit zur Verfügung stellte, tat ich das mit vielen anderen preußischen Beamten lediglich im Interesse der Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung und im Interesse der geregelten Fortsetzung der Nahrungsmittelversorgung im Landkreise Dortmund. Nachdem diese beiden Aufgaben wie wir im Interesse des uns allen gemeinsamen Vaterandes hoffen wollen, im Wesentlichen erfüllt sind, habe ich auf meinen Wunsch vom Minister des Innern einen längeren Urlaub bewilligt erhalten, nach dessen Ablauf ich aus freier Entschließung aus dem Staatsdienste auszuscheiden gedenke. Indem ich den Herren Mitgliedern des KreisAusschusses und des Kreistages hiervon Mitteilung mache, betone ich nachdrücklichst, daß es polische und auch persönliche Grunde sind, die mich zum Ausscheiden aus meiner landrätlichen Lo Dilidurn=Bottarn Roman von E. v. Reizenhofen. —(Nachdruck verboten. 1. Kapitel. Eine Millionenerbschaft. Die alte Wanduhr in der Advokatenkanzlei schlug sechs. Der blasse, j unge Schreiber, George Smit, der in der Ecke saß, stand auf, legte die Feder zur Seite und klappte mit einem Seufzer die Bücher zu. Er grüßte den alten Sollizitator und ging rasch zur Tür hinaus, erleichtert aufatmend, als er die Straße erreichte. Welch ein Leben führte er schon seit Jahren, seit seine Mutter die Augen geschlossen hatte! Er hatte nicht die Mittel zum Studium besessen, hatte froh sein müssen, daß er in seiner Vaterstadt Edinburgh eine Schreiberstelle erhielt. Verwandte besaß er daselbst keine, er wußte nur, daß seiner Mutter Bruder, als junger Bursche nach Amerika wanderte, und daß eine Schwester seinen Mutter in London in guten Verhältnissen lebte. Seine Mutter hatte manchmal von unbekannter Seite Geld erhalten; ob es ihre Geschwister gesandt hatten, wußte er nicht. So war er nahezu dreißig Jahre alt geworden frühzeitig verbittert und hadernd mit dem Schicksal. Was erwartete ihn jetzt daheim? Eine mürrische Zimmerfrau und eine unfreundliche Stube! Ein Weib nehmen konnte er ja mit seiner armseligen Besoldung nicht und auf sein hübsches Gesicht allein hätte er ja doch keinen Anspruch auf ein vermögendes Mädchen erheben können. Langsam stieg George Smit die düstere Treppe zu seiner Behausung empor. Er stannte. Da stand seine dicke Zimmerfrau heute schon an der Tür und winkte ihm ganz erregt und ungeduldig. „Geschwind, ein Brief aus Amerika ist hier für Sie, eingeschrieben! Und in ganz Edinburgh mußten sie von der Post nach Ihnen suchen, denn die Gasse ist nicht bezeichnet, sondern nur: George Smit, Sohn der Frau Anna Smit, gebor. Wither! Hier ist er!“ Siehielt ihm den Brief hin, Georg nahm ihn kopfschüttelnd. Hatte sich der Bruder seiner Mutter doch seiner erinnert? Wollte er ihm eine Stelle drüben anbieten?—— Mit Freuden würde er, der arme Schreiber, dieses Anerbieten annehmen, wenn er auch hinüber müßte übers Meer, er hatte ja niemand, der trauernd um ihn in der Heimat zurückbleiben würde. (Mit zitternden Händen öffnete er den Brief und los: „Neuyork, 24. April 18.. Herr Georg Smit in Edinburgh Sehr geehrter Herr! Vor acht Tagen starb hier der Fabrikbesitzer und Farmer Herr William Wither und hat Sie zum Universalerben seines mit" allen Liegenschaften zwanzig Millionen Dollars zählenden Vermögens, wenn Sie gepisse darin bestimmte Bedingungen erfüllen können, eingesetzt. Aber selbst in verneinendem Falle liegt für Sie ein Legat von einer halben Million bereit. Wenn Sie Reisegeld nötig haben, bitte an mich zu telegraphieren, ich sende es telegraphisch. Hochachtungsvoll Dr. John Severs, Advokat.“ Georg las gar' nicht bis zu Ende, er stürmte ein paarmal wie toll durchs Zimmer, griff sich mit beiden Händen an den Kopf und lachte unter Tränen, um gleich darauf laut aufzujauchzen und seiner, vor Schrecken über ssein Gebaren ganz starren Zimmerfrau um den Hals zu fallen. „Er ist verrückt!“ schrie diese und wollte davon laufen, aber Geora hielt sie lachend fest. „Nein— nein, ich hab' noch meinen Verstand!“ rief er fröhlich;„aber ich könnte ihn beinahe verlieren, über das große Glück! Ja so, Sie wissen von nichts!— Da—— da lesen Sie!“ Er hielt ihr den Prief hin. Sie las und schlug die Hände zusammen. „Das Glück—— das Glück!“ rief sie,„aber wer weiß, ob die Bedingungen nicht ganz entsetzliche sind!“ „Durch die Hölle gehe ich, wenn es sein müßte“ entgegnete Georg.„Alles tut man, um reich zu werden, denn das Geld ist das Glück! Mag man reden wie man will, mag man tausendmal dagegen reden, ich preise den Reichtum! Dem Reichtum huldigt man, ihm erfüllt man alle seine Wünsche, alle Türen öffnen sich vor ihm!“ „Wenn aber am Ende zur Bedingung gemacht ist im Testament, daß Sie eine alte, häßliche Frau von 70 Jahren heiraten müssen,“ sagte die Zimmerfrau. „Ach, Unsinn,“ rief Georg lachend, um gleich darauf eine ernste Miene anzunehmen,„das wäre das dümmste, wenn eine Heirat damit verbunden wäre! Einstweilen mache ich mir keine solche Gedanken. Mein Weg ist jetzt rasch aufs Telegraphenamt, denn ich habe kein Geld zur Ueberfahrt!“ Mit einem Satz war er zur Türe draußen, und eilte auf die Straße. Die Vorübergehenden deuteten auf ihn und lachten, denn er kam ihnen vor wie ein Verrückter, er lachte vor sich hin und machte Sprünge wie ein Toller. Indessen sorgte seine Zimmerfrau, daß die Millionenerbschaft bekannt wurde, nicht nur im Hause des glücklichen Erben, sondern auch in der ganzen Straße, und wie ein Lauffeuer erfuhr es das ganze Stadtviertel, der arme Schreiber war plötzlich eine berühmte Persönlichkeit geworden, alle Welt sprach von ihm, jeder wollte sein Freund sein, jeder wollte ihn schon lange gekannt haben. Und schon am nächsten Tage flogen ihm ein paar Dutzend Bettelbriefe ins Haus, obgleich er gegenwärtig von den Millionen noch keinen Penny besaß. 2. Kapitel. Ein seltsames Testament. Dr. John Severs saß zehn Tage später in seiner Kanzlei, im vornehmen Viertel Neuyorks, dem glücklichen Erben Georg Smit gegenüber. „Es sind seltsame Wünsche, die der alte Herr in seinem Testament äußert, sagte er,„zwar durch aus ehrenhaft, aber schwer erfüllbar. Hören Sie selbst. „Ich, William Wither, bestimme hiermit, da ich ohne Leibeserben bin, meinen Neffen Georg Smit, den Sohn meiner Schwester Anna Smit in Edin burgh, zu meinem Universalerben, wenn er mir folgendes zu erfüllen binnen zwei Jahren imstande sein wird: besaß in meiner Jugend einen Ring von einem mir teuren Wesen, Alice Waterbury, der Tochter eines Antiquitätenhändlers in Edinburgh. Diesen Ring habe ich einst in der Not verpfändet mit anderen Sachen und kam einen Tag zu spät zur Einlösung. Den Ersteher desselben konnte ich trotz aller Mühe nicht erfahren, und Alice Water bury hat es mir nie verziehen, daß ich dieses Pfand ihrer geheimen Liebe zu mir so leichtsinnig verloren hatte. Sie löste jede Beziehung zu mir. Ich selbst ging nach Amerika. Hier gelang es mir, durch meine Vermählung mit einer reichen Farmerstochter, den ersten Grund zu meinem Reichtum zu legen. Als diese fünf Jahre später starb hatte ich durch Glück und Fleiß bereits vier Millionen Dollars erworben. Auch Alice konnte ich nicht vergessen, sie war meine einzige Liebe. Nur wenn ich ihr den Ring zurückbrächte, wollte sie mir verzeihen. Ich hatte erfahren, daß sie nach Deutschland geheiratet habe und nun Witwe sei. Alle meine Annäherungsversuche wies sie zurück. Alle meine Nachforschungen nach dem Ringe waren vergebens, ich gab Tausende dafür aus. Ich bin heute ein alter, gebrochener Mann. Einen Wunsch hätte ich, daß Alice und mich einst ein Grab umschließe, sie mir wenigstens im Tode verzeihe. Wenn daher mein Neffe Georg Smit den Ring binnen zwei Jahren zu finden vermag, sind alle meine Barmittel und Liegenschaften im Werte von 20 Millionen Dollars sein unantastbares Eigentum. Sollte ihm dies nicht möglich sein, so hat mein Testamentsvollstrecker, Dr. John Severs, ihm eine halbe Million Dollars an barem Gelde auszuzahlen und die gleiche Summe steht meinem Neffen Georg Smith während der zwei Jahre zur Verfügung.— Alles übrige verfiele dann zugunsten der Neuyorker Kranken= und Waisenhäuser.—— Neuyork, 24. Januar 18.. William Wither.“ „Es liegt noch ein zweiter Brief bei,“ sagte der Advokat.„Er ist versiegelt und an Sie gerichtet.“ Er reichte Georg den Brief. Dieser öffnete und las hastig: Mein lieber Neffe! Wenn dieser Brief in Deine Hände gelangt, weile ich nicht mehr unter den Lebenden. Ich hoffe, Du wirst die letzte Bitte eines dem Tode Geweihten erfüllen. Reise nach Deutschland und suche Frau Alice v. Silberberg geborene Waterbury auf. Ihren genauen Wohnort weiß ich nicht, es soll aber Tätigkeit veranlassen, und daß mein Entschluß nicht etwa durch die Befürchtung veranlaßt ist, mit den Kreistage in seiner jetzigen Zusammensetzung, ins. besondere auch mit den ihm angehörenden mehr. heitssozialistischen Mitgliedern positive Arbeit in Dienste des Kreises nicht leisten zu können. Indem ich den den bürgerlichen Parteien an. gehörenden Herren Mitgliedern des Kreis=Ausschusses und des Kreistages für das mir geschenkte Vertrauen meinen Dank ausspreche, bitte ich, mir ein freundliches Andenken zu bewahren. An die mehrheitssozialistischen Herren Kreisausschuß= und Kreistagsmitglieder, für deren Freude über meinen Weggang ich Verständnis habe, kann ich eine solche Bitte nicht rich ten, jedoch bitte ich sie, bei Beurteilung meiner amt lichen Tätigkeit zu berücksichtigen, daß unsere Ansichten über das, was unserem Volke und Vaterlande not tut, zwar weit auseinander gegangen sind daß ich aber in derselben Weise, wie die Sozialisten es für sich tun, für mich in Anspruch nehme, als preußischer Beamter des alten Schlages mein Pflicht erfüllt und dabei das Beste für die Kreiseingesessenen ohne Rücksicht des Standes und der Person gewollt zu haben. Wenn ich den Herren Mehrheitssozialisten für ihre Tätigkeit im öffentlichen Leben noch einen Rat geben darf, so geht dieser dahin, die Kunst des Re gierens und Verwaltens nicht darin zu erblicken aus mehr oder weniger parteipolitischen Gründen alle Wünsche zu erfüllen, es sich vielmehr angelegen sein zu lassen, im Rahmen des Möglichen, vor al lem aber im Rahmen der vorhandene Mittel und unter Rücksichtnahme auf die Steuer zahler— sowohl wie der großen wie der kleinen rein sachlich ihre Entscheidungen zu treffen und z. Wünschen und Anträgen Stellung zu nehmen. Möglich, daß die Herren diesen wohlgemeinte Rat nicht gerne hören— meine Wünsche gelten abe bis zuletzt dem mir anvertrauten Kreise, der, eben so wie seine Kommunen, in der Folgezeit Laste zu tragen haben wird von denen sich di Kreiseingesessenen in ihrer Mehrzahl heutewoh noch keinen Begriff machen. Ergebenst gez. Overweg, Landrat. Hamm, 17. Septbr.(Rücktritt des Ober bürgermeisters Matthaei.) Der seit 27 Jahren a der Spitze der Stadt stehende Oberbürgermeiste Richard Matthaei hat die städtischen Körperschafe um seine Versetzung in den Ruhestand zum 1. No vember gebeten. Oberbürgermeister Matthaei steh im 66. Lebensjahre. Um seine Nachfolgerscha dürfte ein schwerer Kampf entbrennen. Die Sozial demokraten treten für die Wahl des ehemal. Bürger meisters von Husum, des Dortmunder Rechtsan walts Dr. Schücking, ein, während auch das Zen trum als stärkste Partei den Anspruch auf de Oberbürgermeister erhebt. Da weder die Zen trumsfraktion mit 18(von 42), noch die Sozial demokraten mit 12 Stimmen über eine absolut Mehrheit verfügen, gibt die liberale Fraktion, di sich in sechs liberale und sechs demokratische Stadt verordnete, teilt, den Ausschlag. Münster 17. Septbref(Schwerer Diebstahl Aus der Kasse des Reichswehrregiments in der Ar tilleriekaserne, aus der erst kürzlich 130000 Mar gestohlen wurden, sind abermals 30000 Mark en wendet worden. Man fand den Posten im Kassen raume gefesselt vor. Es hat sich aber herausgestellt daß der Ueberfall vorgetäuscht und der Posten a dem Diebstahl beteiligt war. Paderborn, 17. September.(Abgestürzt Hauptmann Koenen von bier ist am Sonntag. das westliche Deutschland sein. Um den Ring leichter zu finden, lege ich Di eine Zeichnung desselben bei. Er stellt eine goldne Schlange vor, die sich in den Schwanz beißt, de Kopf ist mit einem ungeschliffenen Rubin geschmüc und in den Leib der Schlange sind in arabisch Sprache folgende Worte eingeritzt:„Meine Geliel te gleicht der Rose des Paradieses, bis übers Gra halte ich ihr die Treue!"— Diesen Ring gab mi einst Alice, er soll mit mir ins Grab. Ein besond res Kennzeichen ist noch, daß derselbe mit feine Abaresken, wie ich sie hier zeichne, verziert is Lasse Dich nicht betrügen, mache keine Aufrufe Zeitungen, sondernforsche geheim. Man hat m eine Unmasse Ringe vorgelegt, die Antiquitäten händler schickten mir fortwährend neue. Es wa vergebens. Vieleicht weiß Alice Auskunft. Vielleicht finde Du im Orient, was Du suchest. In Edinburg teilte man mir mit, däß ein englischer Antiquitä tenhändler, der viel nach dem Orient handle, ih gekauft habe. Ich bin ein alter, müder, gebrochener Many kann selbst nichts mehr erreichen. Gottes Segen über Dich. Nimm meine letzten Grüße. William Wither. Georg betrachtete lange die Zeichnung. „Ich werde wohl arabisch lernen müssen,“ sagtt er,„denn sonst könnte ich leicht getäuscht werden, fügte er lächelnd hinzu. „So meine ich auch,“ entgegnete der Advokat „Ich wünsche nur von Herzen, daß Sie den Rin finden! Ein seltsames Testament in der Tat, wil mir kein ähnliches in meiner langjährigen Lau bahn vorgekommen ist. Was gedenken Sie zu unternehmen in der nächsten Zeit?“ „Mein Weg führt mich" nach Europa, sagt Georg,„und zwar sofort nach Deutschland, wo ic Frau Alice zu finden hoffe. Ich werde wohl ir gendwohl auf meiner Durchreise durch England oder Frankreich einen arabischen Diener bekommen können, der mich seine Muttersprache lehrt und mic begleitet. Die Antiquitätenhändler und Juwelier werden in der nächsten Zeit von mir durchsucht wer den. Sie sollen von mir öfters Nachricht erhalten und in längstens zwei Jahren treffen wir un wieder!“—— (Fortsetzung folgt.) Eine halbe Million für eine Kuh. Ein Rekordpreis für eine Kuh wurde auf eine Versteigerung in dem englischen Ort Aylesbur# bezahlt. Es handelt sich um eine eingeführte sechs jährige Kuh friesischer Abstammung, die den Na men Ruth Juntie führt; sie wurde für 5000 Gu ineen verkauft, was ungefähr einem gegenwertigen deutschen Wert von 500000 a entspricht. Im Gan zen wurden 47 Stück Rindvieh friesischer Herkunft verkauft, die zusammen 23 420 Pfund brachten, als jedes Tier nach gegenwärtigem deutschen Wert in Durchschnitt etwa 50000 Jl.„ einem Ausfluge i Er konnte nur al Unglück geschah fo der des Abgestürz gegen Italien den Recklingho Beim Baden in de den Augen seines mann Josef Bau längerer Zeit nur scheinend hat eine Ziel gesetzt. Freudenbe aus Schlaraffenla bot sich hier den Ein Lebensmittel mußte nachts die telstunde lang un die Straße mit g Nu hatten die Pc auf die Beine Haare lose um d Straße u. mit Bi Schüsseln und Eir Eifer sich gegense den hatte die Stre zelnder Miene zo wohl jede 2 Pfun Arnsberg In Eversberg hal fer gefordert und Inzwischen sind a erkrankt. Die Ar berger Staatseise her einer Schutzi man sich mit den wegen Einschlepr auf den 21. Sep Katholikentag ist worden. Aus * Kohlen= un In der Betri des Ruhrreviers Anklagen gegen denen erhebliche moniak vorgewu die schlimmsten E gewisse Betriebs zu 150000 Kilog ben hätten. Ein daß auf den Zech die dazu bestimi nach auswärts Severing bemer Vorbereitung, u halt zu tun. G. A Die von den Volksernhrung gust 1918 betr. gen bestimmten zur Durchführu Danach ist pflichtet, die Zal zur Haushaltu Schlachtung in bis zum 28. Fel ist, bis zum 18 zuständigen Am zuzeigen. Zuwiderhan werden auf Gr über die Erricht die Versorgung und des§ 15 de versorgung vom Hörde, de Portemon verlore mit Inhalt vor nach Wittenen## Armer Wiederbringer gute Belohnung abzugeben in der stelle. * Entschluß nicht tist, mit dem ensetzung, ins. renden mehr. ive Arbeit in önnen. Parteien an. es Kreis=Ausmir geschenkte bitte ich, mir hren. An die ausschuß= und n F r e u d e Verständ. tte nicht rich g meiner amt aß unsere Anund Vaterlangegangen sind die Sozialisten h nehme, als hlages meine für die Kreis indes und der * sozialisten für noch einen Rat Kunst des Ren zu erblicken schen Gründen nehr angelegen lichen, vor al rhandenen uuf die Steuer der kleinen— treffen und zu u nehmen. wohlgemeinte che gelten abeeise, der, eben gezeit Laste denen sich di heutewoh n. at. tt des Ober 27 Jahren an rbürgermeiste Körperschafe nd zum 1. No Matthaei steh Lachfolgerschaf n. Die Sozial zemal. Bürgen der Rechtsan auch das Zen such auf der der die Zen och die Sozial eine absolut# Fraktion, di kratische Stadt rer Diebstahl ints in der An 130000 Mar 000 Mark ent ten im Kassen herausgestellt der Posten a# (Abgestürzt. Sonntag be S 1, lege ich D# ellt eine gold wanz beißt, de ubin geschmüch in arabisch „Meine Gelieh dis übers Gra Ring gab mi Ein besond be mit feine verziert is ine Aufrufe Man hat ini Antiquitäten eue. 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Anscheinend hat eine Herzlähmung seinem Leben ein Ziel gesetzt. Freudenberg, 1. Septbr.(Ein Stückchen aus Schlaraffenland.) Ein überraschendes Bild bot sich hier den Frühpassanten sauf der Hauptstr. Ein Lebensmittelauto aus dem besetzten Gebiet mußte nachts die Straße passiert haben. Eine Viertelstunde lang und einen halben Meter breit war die Straße mit gebranntem Kaffee bestreut. Im Nu hatten die Passanten ihre Frauen und Töchter auf die Beine gebracht. Halb angekleidet, die Haare lose um den Kopf stürzten diese auf die Straße u. mit Bürsten, Besen, Schaufeln, Tellern, Schüsseln und Eimern gings ran an die Arbeit, im Eifer sich gegenseitig überbietend. In zwei Stunden hatte die Straße ihr altes Bild und mit schmunzelnder Miene zogen die Glücklichen, von denen wohl jede 2 Pfund eingeheimst hatte, nach Hause. Arnsberg, 17. Septbr.(Schwarze Pocken.) In Eversberg haben die schwarzen Pocken fünf Opfer gefordert und über 40 Erkrankungen liegen vor. Inzwischen sind auch in Meschede mehrere Personen erkrankt. Die Arbeiter und Angestellten der Arnsberger Staatseisenbahnwerkstätte mußten sich daher einer Schutzimpfung unerziehen. Auch trägt man sich mit dem Plan, auswärtige Arbeitskräfte wegen Einschleppungsgefahr zurückzuhalten. Der auf den 21. September festgelegte sauerländische Katholikentag ist aus diesen Gründen verschoben worden. mit dem Vertreter des Reichs=Kohlenkommissars meldet, daß die Regierung Beweise dafür besitzt, gehabt, der mit ihm überlegt habe, wie man den daß eine große Verschwörung von Anarchisten und Schleichhandel mit Kohlen unterbinden könne. Man Arbeitern in England besteht mit dem Zweck, revosei dabei zu der Ueberzeugung gekommen, daß das lutionäre Streiks zu organisieren, Gewaltmethoden Uebel nur durch Anwendung der allerschärfsten durchzuführen, alle Personen, die öffentliche Aemter Kontrolle beseitigt werden könne. Zu diesem Zweck bekleiden, zu ermorden und die Herrschaft in die eisollen fliegende Revisionskontrollen eingerichtet gene Hand zu nehmen. Die Förderation der Mawerden, die ihren Dienst hauptsächlich auf der Landstraße tun sollen, da der Verdacht besteht, daß ein großer Teil der Kohlen nicht auf den Zecher. selbst, sondern erst nach dem Verlassen des Zechenplatzes auf den Landstraßen verhökert wird. An der Kontrolle auf den Zechen sollen sich vor allem auch die Betriebsräte beteiligen. Schon morgen werde eine neue Verordnung erlassen werden, die den Landabsatz von Kohlen regele. 25 Oeltanks explodiert. Aus Neuyork wird berichtet: Am Montag brach bei der Standard Oil=Comp. ein Brand aus. Es explodierten 25 Oeltanks. Mehr als 300 Feuerwehrleute wurden verletzt. Der das Feuer inspizierende Bürgermeister entrann mit knapper Not dem Tode. — 200 Zentner Butter gestohlen. Die Diebstähle auf den Berliner Güter=Bahnhöfen nehmen immer größeren Umfang an. Jetzt ist es einer Gaunerbande, die ohne Zweifel mit Eisenbahnbeamten unter einer Decke steckt, gelungen, einen ganzen Wagen mit etwa 200 Zentner Butter zu stehlen. Der Wagen stand auf dem Güterbahnhof Rummelsburg und war von einem Beamten bewacht. Dieser wurde von einem Mann, der eine Eisenbahnermütze, sonst aber Zivilkleidung, trug, zu dem Leiter des Güterbahnhofes gerufen. Als er hier gar nicht erwartet wurde, begab er sich schleunigst auf seinen Posten zurück. Inzwischen hatte eine Gütermaschine den Wagen angehängt und war mit ihm weggefahren. Wohin war nicht festzustellen. Der Schaden beträgt rund 200000 M In Ispahan und Täbris kam es zu blutiVerein für Bewegungsspiele. Raummangels halber erscheint der Bericht in der Samstag=Nr. Aus aller Welt. * Kohlen= und Ammoniakschiebungen. In der Betriebsräte=Konferenz für die Zechen des Ruhrreviers in Bochum wurden schwerwiegende Anklagen gegen leitende Zechenbeamte erhoben, denen erhebliche Schiebungen mit Kohlen und Ammoniak vorgewurfen wurden. Ein Redner sagte, die schlimmsten Schieber seien während des Krieges gewisse Betriebsleiter von Zechen gewesen, die bis zu 150000 Kilogr. Ammoniak an Bauern verschoben hätten. Ein anderer Redner wies darauf hin, daß auf den Zechen zahllose Lastautomobile ständen, die dazu bestimmt seien, verbotenerweise Kohlen nach auswärts zu schaffen. Reichskommissar v. Severing bemerkte dazu, es seien Maßnahmen in Vorbereitung, um dem geschilderten Treiben Einhalt zu tun. Gestern habe er eine Unterredung Neueste Nachrichten. Eine Million Zentner Heringe für Deutschland. Kopenhagen 18. Septbr. Nach Blättermeldungen sind zwischen Vertretern der deutschen und der norwegischen Regierung Verhandlungen eingeleitet worden über die Ausfuhr von einer Million Zentner Heringe nach Deutschland. Die Verhandlungen nehmen einen günstigen Verlauf. Die Preise und Lieferungsbedingungen sollen für Deutschland außerordentlich günstig sein. Große Anarchisten=Berschwörung in England. Amsterdam, 18. Septbr. Der Londoner Korrespondent des„Amsterdamer Handelsblad“ 845 rinearbeiter, wozu auch mehrere Gruppen der Hafenarbeiter gehören, wurde von der Polizei verboten, weil sie den Mittelpunkt der Verschwörung bildete. Uuruhen in Persien. Konstantinopel, 18. Septbr. Nachrichten aus Persien zufolge haben die Unruhen in Persien einen beunruhigenden Umfang angenommen. Ueber Teheran ist der Belagerungszustand verhängt worden; die Stadt ist von englisch=indischen Truppen besetzt. Die persischen Truppen wurden entwaffnet. In gen Unruhen. Die Furcht vor dem Deutschtum im Baltikum. Eine neue Note Fochs? Paris, 18. Septbr. Nach der Chicago Tribune wurde Foch beauftragt, an Deutschland eine Note mit dem Charakter eines Ultimatums zu senden, durch welche es aufgefordert werden soll, die nötigen Maßnahmen gegen die deutschen Truppen in Litauen zu treffen, für die es verantwortlich gemacht wird, und die es unverzüglich zurücknehmen müsse. Mackensen in Saloniki. Basel, 18. Septbr. Feldmarschall Mackensen ist in Begleitung von zwei Generälen, einigen Offizieren und 38 Mann von Belgrad in Saloniki eingetroffen. Er wurde von den französischen Behörden in einer außerhalb der Stadt gelegenen Villa interniert. Auslieferung Kaiser Wilhelms? Genf, 18. Septbr. Dem„Berl. Lok.=Anz.“ wird berichtet, daß nach dem Pariser Journal Lloyd George in Paris eine Aufforderung der Entente an Holland zur Auslieferung des Kaisers durchgesetzt hat. Metz unter verschärftem Belagerungszustand. Metz, 18. September. Der verschärfte Belagerungszustand ist nach der„Voss. Ztg.“ über Metz verhängt worden. Der Bahnhof sowie die öffentlichen Gebäude sind militärisch besetzt. Die Postund Straßenbahnbeamten haben den SympathieStreik erklrt. gae geng September er. vormittags 11 Uhr, werde ich im Pfandlokale bei Wirt Prünte in Annen 1 Bettstelle mit Natratze, 1 Vertikow, Langwagen, 1 Karre, 4 Hühner und Schwein öffentlich meistbietend gegen Bar versteigern. Witten, den 17. Septhr 1919. Julemann, Gerichtsvollzieher. Augubastr. 30. Eine eserne Bettstelle mit Matratze und gebr. Kinderklappstuhl zu verkaufen. Kirchstr. 12. 83 . Kleiner schwarzer pil auf den Namen„Bubi“ hörend, entlaufen. Dem Wied=rbringer gute welohnung. Anton Lönne, Bahnhof Süd. Semen Hotto schwere Ware, statt Wollstoff f. Kleider Blusen u. Röcke in 15 vornehmen Modefarben Meter 14.75 MI. Blank, Witten a. Markt. 1 Halbtagsmädchen und eine Flickfrau gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle Putzfrau für Mittwochs und Samstags vormittags gesucht. 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August 1918 betr. Anmeldung der zu Hausschlachtungen bestimmten Schweine, ist auch für dieses Jahr zur Durchführung zu bringen. Danach ist jeder Haushaltungsvorstand verpflichtet, die Zahl der in seinem Besitze befindlichen, zur Haushaltung bestimmten Schweine, deren Schlachtung in der Zeit vom 15. September 1919 bis zum 28. Februar 1920 in Aussicht, genommen ist, bis zum 18. September 1919 bei dem zuständigen Amt bezw. Magistrat in Schwerte anauzeigen. 44.5 Mas Zuwiderhandlungen gegen viese Bestimmung werden auf Grund des§ 17 der Bekanntmachung über die Errichtung von Preisprüfungsstellen und die Versorgungsregelung vom 25. Septemog-315 und des§ 15 der Bekanntmachung über die Fleischversorgung vom 27. März 1916 bestraft. Hörde, den 12. September 1919. Der Kreisausschuß. „Die Sterne lügen nicht.“ Lebensschicksalezuerforschen ist mein Ziel. Gegen Einsendung von 5 Mark und Geburtsdatum Tag Monat, Jahr,) sowie ob jed. oder verh ausf Horoskop. Dankschreiden. Georg Lorenz. 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Mannschatt Sportverein os Bommern Spielbeginn 4 Uhr. auf dem Sortplatz Johannisberg. Spielbeginn 4 Uhr. Die Angehörigen der 1. Mannschaft haben sich pünktlich 2 Uhr nachm. am Bahnhof Annen=Nord einzufinden, damit ein rechtzeitiges Eintreffen in Bommern gesichert ist Die oberste Spielleitung. STATT KARTEN. 9 Statt jeder besonderen Anzeige Heute nacht 11% Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unser innigstgeliebter Vater, Großvater und Schwiegervater, Herr Fabrikdirektor a D. Rienlard AUe Sei. im 80. Lebensjahre. ANNEN, den 17. September 1919. Die trauernden Hinterbliebenen: Richard abé ir Emilie Wess geb. Abé Johanna Günther.b. Abé. Else Abé geb. Frieg. Dr. Ernst Günther, Richald Abé, Liesel Weiss. Karl Schreyger Johannd Schreygen geb. Eberhardt Vermählte Annen, 18. Septbr. 1919. Wiedex eingetroffen Reichsware STATT KARTEN Die Beerdigung findet am Samstag, den 20 Septbr. nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause, Steinstrasse 27, aus stalt. Trauerfeier eine halbe Stund vorhe: Ida Schulte Derne Emil Greue Verlobte Kinderkleider Kindersweater Turnerhosen gestrickte Herren=Unterjacken Gebr. Rosenthal, Annen. Ladenlokal nebst 2 Lagerräumen und Keller, in bester Geschäftslage Wittens, Hauptstraße 10 zum 1. Oktober zu vermieten Hostedde, Rüdinghausen, im Septbr. 1919. In dem Lokal wurde seit 50 Iihren ein flottes Kolonialwarengeschäft betrieben W. Maisch. Witten, Hruptstraße 81 I. Etage. Spummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmtem * Der Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Bin nebst meiner Tochier Emmi (meine 1. Assistentin) von der Reise zurück! A. Reinecke, Witten, Bismarckstr. 22. Jahn=Praxis. Fernspr 1395. Stummmmmmmmmmmmmanmmmmmmmmm 2. S .-.-V. begeht am Sonntag. den 21. Sepibr. im Saale der Wwe. Storck sein aojahr. Subllaum Von der Reise zurück. Am 17. September 1919 entschlief sanft nach kurzem, schweren Leiden Nachruf! durch ein grosses Konzert. s Ansang 4 Uhr nachmittags. S S Nach dem Konzerr Großer Ball. "„„ p Karten im Vorverk 1 M. a. d. Kasse 150 M San.=Kat Dr. Kieviti.### 68 tadet höft. ein..# s per Vorstand m Sm Herr Direktor a. D. Kienard Abevell. Gestern abend entschlief nach kurzem schweren Leiden im fast vollendeten 80 Lebensjahre Katholischer Jänglingsverein, Annen Herr Fabrikdirektor a. D. Richard Abé. Am Sonntao, den 21. Septbr. findet in den Sälen des Westf. Hofes "(Oito Helle) ein im Alter von 70 Jahren. Ueber ein Vierteljahrhundert hat der Verstorbene bis zu seinem am 1. November 1006 erfolgten Uebertritt in den RRuhestand als technischer Leiter des Stahlwerks sein reiches Wissen in unermüdlicher Arbeit, rastlosem, eisernen Fleiss und vorbildlicher, treuer Pflichterfüllung in den Dienst der Firma gestellt. Das Andenken des Entschlafenen werden wir in hohen Ehren halten. Annen, den 18. Septbr. 1919. Fried. Krupp.-G. Stahlwerk Annen. An dem Heingegangenen verliert die Gemeinde Annen einen um die Entwicklung der Gemeinde hochverdienten Mann. Seit 1872 in Annen wohnhaft, ist er 33 Jahre lang ununterbrochen Mitglied der Gemeinde-Vertretung und 9 Jahre Amtsbeigeordneter gewesen und hat sein Wissen und seine langjährige Erfahrung alle Zeit gern in den Dienst der Gemeinde gestellt Seine Biederkeit, Freundlichkeit und die Lauterkeit seiner Gesinnung sichern ihm ein bleibendes Andenken in den weitesten Kseisen. Aunen, den 18. Sept. 1919. Hamens des Amtes und der Gemeinde großer Theaterabend statt zum Beste; unserer Kriegsgefangenen. Zur Aufführung gelangt: C. Der Freischug Tehadeurg Witten, Nuhrstraße. Unser Programm spricht für sich Menschen und Masken 1. Teil. Romantisches Schauspiel mit Gesang in 5 Akten. Kassenöffnung 5 Uhr. Ansang punkt 6 Uhr. Eintrittspreis im Vorverkauf.25., an der Kasse.75 M. Karten im Vorveikauf: Buchhandlung Krimmelbein, Wirt Otto Helle, sowie bei sämtlichen Mitgliedern. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. ue Haupta. Seilwerzens der Der spannendste Detektivschlager Gegenwart in 3 Akten. Die Aufsehen erregende Aushebung einer Apuchen= und Falschmünzer=Bande Ichkennein der Vorstadt ein kl.Hotel Da Kinder unter 14 Jahren am Sonntag Abend keinen Zutzitt haben, findet eine Seusteusk, beran6 für Kinder Sonnadrno, ven 2. September nachm. 4 Uhr 4ei Spriungase unr 39 Bia 1 Ein reizendes Lustspiel in 2 Abteilungen. Munmmmm für Tür Seld Beetieber Amtmann. Schlische Gemeindevorstcher. Die noch vorhandene Sommer=Damenkonsektion wie Kleider, Blusen, Röcke und Sommer=Kinderkleider Ein Roman aus dem Leben in 5 Akten, bearbeitet nach dem alten Schlagwort: Greift nur hinein jos volle Nenschenleben Und wo ihr's packt, da ist es interessan.“. uundm gelangen von heute ab zu nochmals ganz bedeutend herabgesetzten Preisen zum Verkauf. BLAMK, Witten, am Markt. Etwas für junge und„große“ Mädchen. Eine heitere Pensionatsgeschichte nach der gleichnamigen Opperette v. Mesthae in 5 Akten. Dis„Annener Zeitun Dienstag Donnerstag Anzeigegebühr für #o onelzeile oder dere — Reklamezeile Seangspreis mona Geschäftsstelle: Ba Telephon=A Nr. 116 Der Regierung Die Regierung verst In Stand der Valuta der Erfolg ihrer Ma en. Neu geplante Sch essere Wirkung, jedoch es ganzen Volkes. Der erste Grund für das Fehlen ausreicher eiches. Die neuen St elündigte Prämienanle en Verbindlichkeiten de seldumlauf eindämmen, m einen Erfolg zu err sebung der prod roße Passivität unserer eberwiegen der Einfuh bichtiger Grund für 1 dabei spielt das Loch in die Entente respektiert: 's werden von ihr alle ntentekaufleute mit gu hollen. In letzter Zeit hößter Energie Schritt ung dieses Zustandes n ere Zollgrenzen wieder hit der Ratifizierung d n diese wieder gelten. Bei unserer Warenat #n Kreise auch besser wi hre Preise dem schlech Nark angepaßt sind; es usland verkauft. Gegen die Kapita lie auch ein Grund der Nationalversammlung e# inanzminister wird in n Vollmacht Gebrauch en Verordnungen erlaf sigung kommen, die je ledroht, die durch Anzei apitalflucht begünstige htion in Valuten steht bll den Kreisen im Re beruntersetzen des Mai sandwerk verleidet werd hausse, d. h. auf das St blieren. Der Fall Rein Die Angelegenheit d surch die Ausführungen ind des Reichswehrmini schte Bedeutung erhalte mmtlicher Ermittelungen endes Ergebnis hatten: si den Truppen keine: ketrieben, 2. die Angal lie angebliche Aeußerun ind nach Form und Inh stzterer niemals durch hen der jetzigen Regier Amtlich wird ferner en Neuendorfs äußerst en müssen, da dieser m it, z. B. wegen Urkund ruchs usw. Neuendor befälschten Militärpapie den Truppen zu erschein ierstellvertreter beförd er noch nicht festgestellt sachte Offizierstellvert bestrigen Versammlung #undes in Berlin unter kilung, daß er den gan kont mitgemacht habe taft sei. Der Oberst eit selbst in seinen Paf ihr gut“ eingeschrieben. Ein Vertrauens Rei Berlin, 17. Septl bird mitgeteilt: Die Ve keinhard haben gestern se Erklärung abgegeber bestehen der Brigade n bublik oder gegen die kropaganda betriebenh im Gegenteil stets sel Albst unbedingt hinter ind die gleiche Haltung #en verlange, da er eine sie Voraussetzung dafür dieder zu geordneten Z kertrauensleute waren enn einzelne der den korwurf gemachten Aeu r Reichsregierung wir chernicht in einer öffen Kruppen geschehen sei. Ainn nur als menschlich benblicklichen Unmutes sicht geeignet sein, das hhalen Haltung des L n. Seine unbedingte