Do„Annenes Zeitung“ erschemt jeden Bionstag, Donnerstag und Samstag. Anzeigegebühr für die einspaltige Loionelzeile oder deren Raum 20 Pfg. — Reklamezeile 60 Pfg.— lobt.„Sonntageblatt“ — monatlich 70 Pfg.— Seschäfisstelle: Bahnhofstraße 22. verbnüden mit der Annener Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Organ des Amtes Annen u. Landkreises Hörde. Inserate finden bei der großer Ruslage der Annener Zeitung weite und billige Berbreitung.— Bei gerichtliche: Beitreidung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Verantwortung. — Redaktion Druck und Verlag von Fritz Küching, Annen. Nr. 23 Dienstag, den 11. Februar 1919. 35. Jahrgang Die Nationalbersammtung. (Zweite Sitzung). Im Anschluß an unsern kurzen Bericht in der Samstag Nr betr. die Wahl des Herrn Dr. Davtd zum Präsidenten der deutschen Nattonalversammlung, bringen wir noch die nachfolgenden ergänzenden Ausführungen: Nachdem Dr. David erklärte, daß er die Wahl annehme und sein schweres verantwortungsvolles Amt gerecht und unparteiisch verwalten wolle, fuhr er fort: „Gewaltige Aufgaben harren unser. Der alte Bau ist zusammengestürzt. Wir sollen einen neuen errichten. An Stelle des früheren auf Vorrechte einzelner und der staatsbürgerlichen Bevorzugung einer Minderheit aufgebauten Systems soll eine auf voller staatsbürgerlicher Gleichberechtigung beruhende Demokratte treten. (Lebhafter Beifall). Nür das unerschütterliche Festhalten an diesen Grundsätzen kann die Ge fahren beschwören, die sonst uns drohen, die aus den inneren Gegensätzen und Kämpfen entspringen. Lassen Sie uns alle bestrebt sein, durch unsere Arbeit den Beweis zu liefern, daß Deutschland ein für die Demokratie reifes Land ist Nie wollen wir vergessen; daß die Augen der Millionen, die uns hierher gesandt haben, auch die Augen der ganzen Welt auf uns gerichtet sind und seien wir uns dessen bewußt, nicht Worte nur erwartet unser in Not und Qualen seufzendes Volk von uns, sondern Taten(Lebhafte Zustimmung). Nach der großen Aufgabe des Verfassungsneubaues müssen wir die noch schwierigere Aufgabe des wirtschaftlichen Wiederaufbaues in Angriff nehmen Ein neues hohes Ideal lebt in den Massen des werktätigen Volkes: Sozialismus! Nur durch Lösung dieses Problems kann der dauernde Friede im Innern unseres Volkes erreicht werden. Demokratte und soziale Gerechtigkeit vereint, werden das deutsche Gemeinschaftsgefühl der Idee zum deutschen Lande und zum deutschen Volke mächtig erstarken lassen. Dem deutschen Lande und Volke gehört bis zur Stunde auch Glsaf=Lothringen. Wir senden dem elsaß=lothringischen Volke unseren Gruß und werden nicht" aufhören zu fordern, daß auch ihm das Recht der Selbstbestimmung über seine nationale Angehörigkeit bewahrt wird, wie es in den Wilsonschen Grundsätzen ausgesprochen ist.(Lebhafter Beifall, Händeklatschen). Zum deutschen Lande und Volke gehört auch der deutschösterreichische Bruderstaat. Ich gebe mich der Hoffnung hin, die Vertreter Oesterreichs in nicht allzu ferner Zeit als Kollegen in unserer Mitte willkommen zu heißen".(Stürmischer Beifall, Händeklatschen). * „„ Die Rede Davids fesselte, so heißt es in der „Vossischen Zeitung", vom ersten Augenblick an ungemetn. Erfreulich war die starke nationale Note, die im zweiten Teil der Rede sich bemerkbar machte, und der Funke nationaler Begeisterung sprang aus seinen Worten auf die Versammlung über. Insbesondere löste es lauten Beifall aus, als er erklärte, daß Elsaß=Lothringen vorläufig deutsches Land sei. Laute Zustimmung erfolgte, als er die Hoffnung kundgav, bald die Brüder aus Deutsch Oesterreich begrüßen zu können Es kam zum Ausdruck, daß ein Präsident mit Empfindungen wie David, welcher Paktei er auch entsammt, immer der Präsident der gesamten Nationalversammlung sein wird. Dr Daoid ist am 11. Juni 1863 in Ediger an der Mosel geboren. Er besuchte die Gymnasien in Gi ßen und Bielefeld und studierte an der Universttät Gießen germanische Geschichte und Poilosophie. Von 1891—94 war er Lehrer am Gymnastum, ging dann zum Journalismus über, grundete die„Mitteldeutsche Sonntagszeitung“ und war später an der„Mainzer Volkszetrung" tätig Seit 1903 ist er Mitglied des Reichetages. Während des Krieges trat er verschiedentlich mit Veröffentlichungen über die Schuld am Ausbruch des Krieges hervor. Bei der Bildung des Kabtnetts des Prinzen Max von Baden kam er als Unterstaatssekretär in das Auswärtige Amt, auf welchem Posten er auch bei dem Umsturz am 9. November verblieb. Infolge einer längeren Krankheit konnte er aber erst vor kurzem seine Tätigkeit im Auswärtigen Amt aufnehmen. Dritte Sitzung. Sonnabend, den 8. Fedruar, nachmittags 3 Uhr. An den Tschen der Reichsregierung und der Vertreter der Einzelregierungen: Ebert, Landsberg, Wissell, Dr. Preuß, Dr. v. Krause, Erzberger, Schiffer, Hirsch u. a. Präsident Dr. David eröffnet die Sitzung um 3 Uhr 25 Minuten. Es ist eine Rei#e wetterer Glückwunschadressen und Telegramme an die Nationalversammlung eingelaufen. Die nationaldemokratische Partei Deutsch=Oesterreichs sendet unter dem Ausdruck ihres großen Bedauerns, noch nicht an der deutschen Nationalversammtung teilnehmen zu können, dem größeren Deutschland ihre Grüß=(lebhafter Beifall; die Angehörigen der republikanischen Soldatenwehr zu Lubeck, größtenteils altgediente Mannschaften, geben die Versicherung ab, daß sie mit dem Verhalten einiger Soldatenräte und mit sonstigen radtkalen Sirömungen nicht einverstatden sind. sondern treu zur Regierung stehen(Beifall); der Lissaer Arbeiter= und Soldatenrat entbietet der Nationalversammlung Gruß und Gluckwunsch und erwariet von ihr, daß ste sich des hartbedrängten Ostens annehme und der polnischen Flut einen Damm zu setzen helfen wird(Beifall); seinen Gruß entbietet der Versammlung „Joseph Weiterhahn in Frankfurt a M(stürmische Heite keit). Das Mitglied Maenner, gewählt im 25 Wahlkreise, hat das Mandat nieder elegt Hierauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein: Erste Beratung des Enswurfs eines Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt. Staatssekretär Dr. Preuß: Die Schaffung einer Verfassung für das Reich liegt Ihnen ob.: Der Beruf und die Vollmacht zur Schaffung dieser Verfassung liegt in der Souveränität der Nation Deutschland wird sein ein Reich, regiert vom Willen des Volkes unter der Mitwirkung aller seiner Glieder. Die Forderung der Einheit ist die Forderung der ganzen Nation; die Einheit will sie, die Einheit wird sie haben“ Mit diesen Worten begrüßte einst Heinrich von Gogern die erste verfassunguebende Nationalversammlung des deutschen Volkes in der Paulskirche in Frankfurt. Und wenn Sie, meine Damen und Herren, heute diese Worte wieder hören, so zweifle ich nicht: Sie empfinden darin mit wunderbarer Wiederholung der Erschetnungen angedeutet die Aufgaben, vor denen die verfassunggebende Nation alversammlung in Weimar steht. Heute steht der Beruf dieser Versammlung, die auf demokratischer Grundlage aufgebaut, den Willen des souveränen Volkes vertritt, außer jedem Zweifel(Beifall und Zustimmung.) Damols ist, wie man annahm, namentlichLan dem Widerstand der dynastischen Kräfte in Deutschland das Weik der Nationalversammlung in Frankfurt gescheitert. Dieser Widerstand ist durch die Revolution beseitigt. Damals war das Reich bloß ein Traum, hute haben wir das Reich, haben es seit Jahrzehnten, und es ist durch die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit nicht aufgelöst, nicht beseitigt, nur seine staatsrechtliche Organisation bedarf der Erneuerung. Ein großer und mächtiger Drang in unserem Volke geht nach stä kerer Vereinheitlichung; ein Drang nicht nur des Geföhls. sondern der harten matertellen Notwendiskeit(Zustimmung.) WI Deutschland wieder aufsteigen unter den Nationen, so muß es mehr noch als bisher seine Einheit betonen und stärken. (Sehr richtig!! Aber der Gegensatz dazu lag keineswegs dloß in den Dynastien, es ist eine vielsach segensreiche und fruchtbare Eigenschaft unseres Volkee, daß es mit Herz und Seele an den Einrichtungen, an dem Leben engerer Gemeinschaft hängt Auch von dem gar nicht stark genug zu betonenden Standpunkt der Reichseinheit aus wäre es doch verfehlt, diesen Trieb und Drang lediglich bekän pfen zu wollen. (Sehr richtig, Aber einjügen mussn sich alle in die Bedingungen der Starke und Existenz unseres gesamten deutschen Vaterlandes.(Sehr richtig!] So weit es irgendwie möglich ist, soll jede Majorisierung zu vermeiden versucht werden Abe am letzten Ende darf die Lebensnot. wendigkeit der Gesamiheit keinen Schaden leiden. (Sehr richtig! Das ist aber ein schwieniges, zeitraubendes Werk. Dar auf zu warten, bis die Fülle der strittigen Fragen so oder so geschlich. tet sind, ist nicht mö lch,. wenn das Eiligste und Notwendigste geschehen soll, nämlich so schnell wie möglich eine rechtliche Ordnung zu gründen, die im Innern Deutschlands eine sank. Gegnern einen Frieden des Rechts erwartet, e tionierte Gewalt ausüben kann, und die dem Gefüdl tiefster Erbitterung. Für Deutschlank Auslande gegenüber über jeden Zweitel erhaben Ausschließung vom Kolontalbesitz liegt keinerl berechtigt ist, im Namen des ganzen deutschen Grund vor. Die Behandlung der Eingeborene Volkes zu sprechen und zu handeln.(Beifall.) auf die unsere Gegner sich gern berufen, war: Aus dieser Ertenutnis heraus ist der Entwurf den deutschen Kolonten zum mindesten nie der Festlegung einer vorläufigen Reichsgewalt schlechter, als in denen unserer Gegner, und### hervorgegangen.„(Befürchtung, Deutschland könne seinen Kolonia „ Er ist ein Kompromißentwurf, besitz zu.Booisstationen und Flottenstützpunkte er kann keinen Anspruch auf Vollständigreit genttzcht entvehrte jeder Begründung von des machen. Die schwiertasten Flagen, besonders dugenbiicke an, in dem die deutsche Volter die der Kompetenz zwischen Reichs= und Einzel; gierung sich offen und rückhaltlos zu dem 20t staaten mußten hier ausgeschaltet werden. Die sonschen Völterbunds= und Abrüstungsgedanke Rechtfertigung dafür war die Norwendigkeit,„Kan Herliner Pratestkundaebsofort beim Zusammentritt der Nationalver=##n einer großen Bertin:„evtesttunogebun sammlung ihr einen Ertwurf vorlegen zu kön= veren den Raub unserer Kolonten beton nen, von dem man sich vo her versichert hatte, Stgatssekretär Erzberger, daß daß er bei der weit überlegenen Mehrzahl der von der Lösung ner der Weltfriede aus der aufgebaut wird, oder ob er nur einem Waffer stillstande gleichkommt. Der französische Imp rialismus verlangt die Rheingrenze und### Zerstückelung Deutschlands Er will in seine Machtgier auch die deutschen Kolonien vei verständlich das Recht und die Pflicht, diese schlingen Es liegt die bestimmie Absicht vo Souveränttät selbst zu beschränken(Sehr richtig!) Deutschland von jedem Kolontalbesitz ausze zu beschränken(Sehr richtig!) schließen, obwohl es mehr als alle andere Der Redner begründet dann den Enzwuif Länder zur Erschließung fremder Erdteile beigbisherigen Einzelstaaten keinen entschiedenen Widerspruch erfahren würde Diese Nationalversammlung ist als Bertreterin des souveränen Volkes auch in ihrer Tätigkeit souverän Sie hat von sich aus mit niemand zu vereinbaren, sondern hat zu beschließen, aber sie hat selbsttragen hat. Um den Raub zu beschönigen, suck im Einzelnen und schließt: Wie es bei einem Kompromißvorschlag nicht anders sein kann, war man nach Scheingründen. Deutschland hat# das, was vorgeschlagen wird, weiten Tetlen nicht Recht auf kolonialen Besitz und koloniale Beti gefallen, dem einen zu viel, dem andern zu we nig gegeben. Das kann nicht anders sein, aber die Hoffnung möchte ich aussprechen dürfen, daß der Gedanke, der diesem Kompromißentwurf zu Grunde liegt: der Gedanke der Vereinbarung, der Gedanke, auf dem Wege des möglichst geringsten Widerstandes dem neuzuschaffenden deutschen Reiche so schnell wie möglich eine aneikannte Regierung zu geben, verwirklicht werden möge. * „„ Die Blochbildung in Weimar. In der Nationalversammlung sind sieben Ausschusse gebildet worden: 1. Haushaltungsausschuß(28 Mitglieder), 2. Wahlprüfungsausschuß(14 Mtglieder), 3 tigung. Herr Eisner macht sich lächerlich. Nach westschweizerischen Zeitungen hat di bayerische Ministerpräsigent Cisner ju ein## Unterredung mit dem Berner Vertreter vo „New York Times“ erklärt, das deutsche Bo habe keinerlei Interesse mehr a Kolonten, sondern wolle nur noch Brot ur Ruye Gegen diese ungeheuerliche Erktärung Ei ners muß schärfster Protest erhoben werde Eine deraitige Aeußerung ist geeignet, Deutse land um den letzten Rest von Kredit und#. sehen im Auslande zu bringen. Sie zeigt d. 4. 5 6 7 Geschäftsordnungsaueschuß(21 Mitglieder), ganze Verständnielosigkeit dieses Mannes#### Wirtschaftsausschuß(28 Mitglie er), Welt= und Außenpoluit gegenüber. SozialerAusschuß(18 Mitglieder), Rechnungsausschuß(14 Mitglieder), Perttionsausschuß(28 Mitglieder). Lage. Aus parlamentarischen Kreisen verlautet, Neue Verschärfung der Waffenstillstand: daß die Verhagdlungen der Parteten über eine bedingungen. Mehrheusbildung noch nicht zu enbe geführt Der Amsterdamer„Telegraaf“ meldet an Paris, daß der Rat der Zeyn sich am 7. Fed Ende worden sind. Ein gemeinsames Aktionspro= gramm ist noch nicht aufgestellt worden Indes gilt eine Mehrheitsbildung der Mehrheitssozialisten, Den okraten und des Zentiums als absolut sicher. Auch in der Frage der Kabineitsals Interalltierter Kriegsrat zur Besprechun der Erneuerung des Waffenstillstandes konstitt ierte. Wie das„Echo de Paris“ meldet, werde Wepe.- Oeit=gat„...,“ und die Kruppschen Fabriken desetz, werden sollen. Trübe Aussichten. Weimar, 9 Febr. Gestern erfolgte ein Besprechung der hier anwesenden einzelstaa lichen Finanzminister, bei der Minister Sud, kum präsidierte Er eröffnete für die Zukun sehr trübe Auesichten Er sprach sogar dire vom Staatsbankeroit, der bevorstehe. Es kanz so bemerkte er, dahin kommen, daß wir al Staat gede erfolgt. An der Verteilung der Sitze auf Mehrheitssozialisten, 4 Demokraten und 4 Ungebörtge der Zei trumspartet soll festgehalten werden, jedoch ist noch nicht sicher, welcher von diesen Parteien der Posten des Siaatssekretärs“ des Auswärtigen zugewiesen wer en soll Es wird in parlamensattschen Kreisen bestimmt an. genommen, daß die Leitung des Auswärtigen Amts in den Händen des bisherigen Staatssekretärs Grafen Brockdouff Rantzau bleiben wird Als Kandidaten für das Rechskolontalamt werden son odl Freiherr von Rechenberg wie unser Einkommen restlos dem auch Deryburg genannt Naturgemaß werden müssen. Dem einzelnen wird nur ein Teil de die gesamten Posten nach dem Stärkeverhältnis von zu seinem Leben zur Verfügung gestel der drei Mehrheitsparteten verteilt werden. Gegen den Raub der deutKolonten Eine Erklärung der deutschen werden nach Bedürfnis und Würoigkeit. Japan will die Blochade aufheben Bekanntlich hat Japan erklärt, daß es ei der Aufrechterhaliung dei Blockade gegen Deutsa land kein Interesse mehr Habe und beadsichtig im Apttl aus dem Blockadeverband aus zutreten. Wie dem Bureau„Europa Pretz“ nunmehr au Mailand gedrabtet wird, ist auch in ttalte nischen Handelskreisen ie Stimmun, Orttalung Ver Regterung. Die in den letzten Tauen in der ausländischen Piesse ge öffentlichten Nachrichten über die wegen der Fortdauer der Handel#olockade sed. Ertente Besch üsse hinsichtlich ner deutschen Kolo= erbitter: Besondert hat die Seicenindustr nien vergnlassen die deutsche Resterung in halbamtlicher Furm erneut darauf oinzuweisen, daß die Wiso schen Vorschlage zur Regelung der. ko lontalen Frage auch von den Alltierten ohne Einschräntung angesommen worden sind. Es heiti dann in der E klärung durch die Ausfuhrvernote stork zu letden E. eine Ein, abe der Matländer Handelekammer der Mnister Etusellt in seiner Antwort beion daß sich die R gierung bemühe, die vom Blockad regime abdängien Schwierigkeiten, hirsichtlich der Seide, zu mildern. Dies könr jedoch nur im Einverständnis mit den Alltterte Die Pläne, die da auf hinausgehen, Deutschland vom Besitz kolonialer G diete auszuschalten, geschehen. Wetter soll die Versorgung stehen nicht nur zu dem Wilsonschen Friedens= Mittelmächte durch die Entente ttalientscherse programm in krassem Geuensatz; sie erwecken durch Ausfuhr von Südfrüch überdies im deutschen Volke, das von feinen unterstützt werden, damit auch die Schwie auf dem italienischen Fruchtmarkt, der ährend des Krieges wegen des äußerst geringen esatzes seiner großen Ernte stark darniederlag, ieder behoben werden. *. Die Lage in Bremen. Wiederaufnahme der Arbeit. Bösmanns Telegraphenbureau meldet: Wie Ihn zuständiger Seite mitgeteilt wird, haben e Arbeiter der Hansa=Lloyd=Werke Lloyd-Dynaowerke und der Waggonfabrik in einer gestern orgen stattgefundenen Versammlung beschlossen, Arbeit am Montag wieder aufzunehmen. Plünderbanden in Bremen. In der vorletzten Nacht gegen 3 Uhr drangen gwaffnete Plündererhorden in die im Bürgerik gelegenen Billen ein und raubten und Künderten. Zwischen den Regierungstruppen ud den Banden entspann sich eine heftige schießerei. Gestern abend war aber alles ruhig. Die Verluste bei den Kämpfen. Boesmanns Büro meldet aus Bremen: Bisben die Regierungstruppen 10 schwere Ma hinengewehre, 9 leichte Maschinengewehre, eine eldkanone und eine Anzahl von Insanterteund Seitengewehren erbeutet. Die Verluste bei pr 3. Landesschützen=Brigade betragen 7 Tote d 27 Verwundete, bei der Matrosenbrigade Tote und 11 Verwundete, beim Freikorps #aspary 4 Tote und 19 Verwundete, im ganzen Tote und 57 Verwundete. Rücksichtslosigkeit aufgestachelt wird. So steht es jetzt in Posen, und die Lauheit der deutschen Regierung, die auf Verhandlungen- und Eintgungsmöglichkeiten rechnet, hat die Polen zu dieser fanatischen Stimmuug gebracht. Zeit, Menschen und Geld gehen verloren, die Ernährung und die Geschäfte leiden, und unser Ansehen wird verpufft. Wenn zwei Armeekorps unter den Waffen behalten und nach Posen gesandt wären, war der ganze Spuk ohne viel Schießerei in acht Tagen aus. Wir müssen unerbittlich zeigen, daß der Deutsche Herr in seinen Grenzen ist und niemand sonst. verstorbenen Königin Marte Therese statt. Grzbischof Dr. v. Faulhaber hielt die Trauerrede. Eine große Zahl prächtiger Kränze aus allen Kreisen von Städten, von Vereinen und Privatpersonen sind in Wildenwarth eingetroffen. In der Theatiner Hofkirche in München wurde die Seelenmesse für die verstorbene Königin gelesen Auch in der Sitzung des Gemeindekollegiums fand eine Trauerkundgebung statt. Belagerungszustand über Kiel. Kiel, 19. Febr. Samstag abend ist der #elagerungszustand verhängt worden. Der Bahnif wurde Freitag nachmittag wieder geschlossen. ste Hochbrücke über den Kaiser=Wilhelm=Kanal, le von Spartakisten besetzt war, ist wieder frei. Die Macht der Spartakisten scheint gebrochen zu in. Erfurt von Regierungstruppen besetzt. I Erfurt, 10. Februar. In der Nacht zum Konntag sind die Regierungstruppen angelangt, ie die Jägerkaserne bezogen haben. Seit gestern üh sind die öffentlichen und andere wichtige bebäude und der Bahnhof von RegierungsKuppen besetzt. In der Stadt ist nach wie vor Ues rußig. An die Bergarbeiter Deutschlands. Sagan, 10. Febr. Der.= und.=Rat Lagan richtete an die Vergleute Deutschlands #lgenden Aufruf: Arbeiter, Brüder in den Bergwerken! Hört zuf mit Euren Streiks! Fördert wieder Kohlen! tur Eure Arbeit verschafft uns Arbeit. Nur henn Ihr arbeitet, brauchen unsere Webstühle sicht ruhen, nur mit Euren Kohlen können wir uch Kleidung verschaffen. Gefährdet nicht die rrungenschaften der Revolution durch Erdrossesung der Volkswirtschaft Deutschlands. Nochtals: fahrt wieder ein und fördert Kohlen! hanz Deutschland wird es Euch danken! Es be die Volksrepublik. Die Lage im Osten Beendigung des oberschlesischen Bergarbeiterstreiks. Beuthen, 10. Fehr. Der Bergarbeiterstreik nunmehr endgültig als beendigt anzusehen. Ulle Betriebe haben die Arbeit wieder aufgesemmen. Volle Kraft gegen die Polen. Halbheiten nützen nichts gegen einen Gegner, er durch den Fanatismus zur leidenschaftlichen Poliische Rundschau. Die neue Kreditvorlage. Weimar, 10. Februr. Wie aus parlam. Kreisen verlautet, soll die neue Kreditvorlage noch im Laufe dieser Woche verabschiedet werden, und zwar unmittelbar nach der Erledigung des provisortschen Verfassungsgesetzes. Volksbeauftragter Scheidemann wird den Rechenschaftsbericht der Regierung vortragen und in diesem Zusammenhange auch auf die aktuellen Fragen der auswärtigen Politik eingehen. Nach einer Meldung der„Weimarischen Landeszeitung" handelt es sich bei der 25 Milliarden=Vorlage nicht restlos um eine Neuforderung; vielmehr sind 15 Milliarden bereits vom alten Reichetag erledigt worden, wovon ein erhevlicher Teil allerdings bereits zur Verausgabung gelangt ist. Zu den 25 Mlliarden kommen noch 300 Mllionen hinzu, die zur Deckung des laufenden Baukostenfonds bestimmt sind. — Namensänderung der Deutschen Volkspartei? Sofort nach Beendigung der ersten Sitzung der Nationalversammlung traten die Fraktionen wiederum zu Beratungen zusammen. Die Deutsche Volkspartei beabsichtigt, dem Vernehmen nach, eine Namensänderung, und zwar will sie sich fortan„Liberale deutsche Volkspartei“ nennen. — Eine Anfrage der Mehrheitssozia. listen an die Unabhängigen. Die Mehrheitssozialisten hatten an die Unabhängigen die Frage gerichtet, ob sie die neue Regierung bedingungslos anerkennen würden. Diese Anfrage ist von den Unabhängigen ablehnend beantwortet worden. Der Eintritt in die Regierung komme für sie solange nicht in Frage, bis die gegenwärtige Gewaltherrschaft beseitigt sei und bis die sämtlichen Mitglieder nicht nur das Bekenntnis ablegten, sondern auch den entschlossenen Willen betätigten, die demokratischen und sozialistischen Crrungenschaften der Revolution gegen die Bourgeoiste und gegen die militärtsche Autokratie sicher zu stellen. Der„Vorwärts“ sagt: Solche Sprache führen die Leute, die nicht ein Sterbenswörtlein gegen die wirkliche Gewaltherrschaft zu sagen hatten, die durch ihr Kokettieren mit der bolschewistischen Monarchte die demokratischen und sozialistischen Errungenschaften der Revolution gefährdeten und täglich neu gefährden. Ausland. England Soldatenkrawalle in London. In den letzten Tagen erfolgten in London Soldatenkrawalle. Das Presseamt des Kriegsministeriums gibt hierüber folgende Darstellung: In den beiden letzten Tagen erfoluten Soldatenkrawalle, an denen ungefähr 11 000„Urlauber und Soldaten teilnahmen, die sich infolge threr Dienstentlassung in London aufhielten. Die Soldaten konnten infolge des Ausstandes der Arbeiter der Untergrundbahn nicht weiter beför. dert werden. Eine Anzahl von ungefähr 250 Mann zog unter Drohungen nach der Wellingtonkaserne, 9 Anführer sind verhaftet worden Italien. Eine Enzyklika über den Völkerfrieden. einem Richtpreis von 40—50 Mark für—6 Wochen alte Tiere zu Leibe. Man hatte für Saugferkel jüngst 120—140 Mark gefordert und vereinzelt auch erhalten. 6 Annen, 11. Febr.(Wiedereinstellung der Kriegsteilnehmer) Vom Gewerkschaftsbund kaufmännischer Angestelltenverbände wird uns geschrieben, daß nach einer Verordnung der Reichsregierung vom 24. 1. 1919 alle vom dienst entlassenen Angestellten einen gesetzlichen Anspruch auf Wiedereinstellung bei threm frühern Arbeitgeber haven, wenn sie sich innerhalb 14 Tagen nach Inkrafttreten der Verordnung zur Verfügung stellen Der Gewerkschaftsbund fordert alle Angestellten auf, sich bei ihrem früheren Arbeitgeber zur Arbeitsaufnahme zu melden und sich an ihre' Berufsorganisation zu wenden, wenn ihnen irgendwelche Schwierigkeiten entstehen. 6 Annen, 11. Febr.(Ein Reichs=Kohlenhandelsmonopol?) Nachdem sich die Sozialisierung der einzelnen Bergwerke als vorläufig nicht durchführbar erwiesen hat. besteht jetzt nach den Mitteilungen des Staatssekretärs des Reichswirtschaftsamtes, Dr. August Müller, der Plan, nicht die Kohler produktion, sondern den Kohlenhandel zu verstaatlichen. Das von Dr Müller angetündigte Projekt scheint bereits feste Formen anzunehmen. Der Reichskommissar für KohlenDie römischen Blätter kündigen eine neue bewirtschaftung, Geheimrat Stotz, hat durch Enzyklika des Papstes über den Völkerfri den Vergrat Herbe einen Entwurf zur Zentralisierung an, die große soziale und politische Bedeutung des gesamten Kohlenvertriebs ausarbeiten lassen. haben werde. Danach soll die staatliche Kohlenverteilung nicht nur beibehalten, sondern auch der Großhandel und im weiteren Verfolge auch der gesamte — Das Zentrum will in die Regierung eintreten. Die Zentrumsfraktion beschloß in die Regierung einzutreten und diesen Entschluß den anderen Fraktionen mitzuteilen. — Die Beisetzung der Königin von Bayern. Aus München wird gemeldet: In der Hauskapelle von Wildenwarth fand in Anwesenheit der Kal.=Familie die Beisetzung der Kleinhandel ausgeschaltet werden. Und zwar 8 Annen, 11. Febr.(Gründung eines wird beabsichtigt, den Kodlenhandel für jeden Beamtenverbandes.) Am Samstag hatten sich einzelnen Platz der betreffenden Kommune zu die hiefigen Beamten der Eisenbahn und Post, Übertragen. die Gemeindebeamten und die Lehrerschaft ver s Annen, 11 Febr.(Postverkehr mit dem sammelt, um über die Gründung eines Beam= besetzten Gebtei) Nach der Rheinpfaz sind jetzt tenverbandes zu deraten. Die Gründung wurde auch Wertpakete mit Bargeld und Wertpavieren, einstimmig beschlossen, und es wurde ein Aus= nach der französischen Besatzungszone Postanschuß unter dem Borsitz des Mittelschulrektors weisungen zulässig— Nach den neuerdings von Wolter gewählt, welcher Satzungen ausarbeiten den Franzosen in der Nahe Straßburgs besetzten und einer demnächst einzuberufenden Versamm- Orten Kehl, Kork, Roeinbtschofsheim, Aue heim, lung zur Beschlußfassung vorlegen soll. Feiner Amt Kehl, Bodersweier, Diersheim, Segelhurst, wurde Stellung zu den Gemeinderatswahlen ge- Leutesheim, Linse, Marten, Sundsheimbaben, nommen Der neue Verband stellte die Herren Willstatt(Amt Kehl) und Altenheim(Amt HoffenPolizeikommissar Sondermann und Rektor Trapp= burg) werden Pakete nicht mehr angenommen. mann als Kandidater, auf und hat diese dem Aunen, 11. Febr.(Be== und Entladung auge#.#. de# dür Aufnahme in die gemein;, von Esenbahnwagen). Nach einer Entscheidung ame Vixe ver burgerlichen Partei vorgeschlagen, der Ohersten Reichsbehörde bleiben alle von den § Annen, 11. Febr.(Ueber Haussuchun= deutschen Kriegsministerten„Stellvertretenden gen nach verborgenen Lebensmitteln und Kohlene Generalkommandos“ ulw erlassenen Bekanntvorräten) ist aus verschiedenen Städten berichtet machungen über die Regelung kriegswirtschaftlicher worden, aber der Erfolg dieser„Nachforschungen Verhältnisse im Interesse der wirtschaftlichen Deist im Verhältnis zu der Mühe— auffallend mobilmachung zunächst noch in Kraft Demnach gering, wenigstens bei Privatpeisonen. Wo soll besteht auch die Verordnung des Stellbertr. Gedenn das Publikum noch große Vorräte herbei neralkommangos zu Münster vom S 4 17 zu kommen? Auch auf dem Lande finden„sehr Recht, welche besagt, daß jede männliche und energische Nachso schungen statt, aber es wird weibliche Person verpflichtet ist, auf Aufforderung nicht viel mehr gefunden, als was die Land= der zuständigen Behörde im Bezirk ihrer Wohnwirte selbst gebrauchen Bei den Kartoff ln hat sitz. und Nachbargemeinde gegen den jeweile am sich trotz aller Aufmerksamkeit ein beträchtlicher Orte üblichen Lohn eine ihren Käften und FäSchwund nicht verhüten lassen, Kartoffelkrank= higkeiten entsprechende land oder forstwirtschaftheiten zeigen sich überall. Das hindert schon liche Arbeit insoweit zu übernehmen, als es ohne längst die Viehzucht. Dabei sind die Preise sehr wesentliche Schädigung ihrer eigenen Verhältnisse hoch. Kleine Leute auf dem Lande, die ein geschehen kann. Dieselbe Verpflichtung besteht Schwein sich aufziehen wollen, müssen 100 Mk. zur Uebernahme solcher Arbeiten, welche zur für ein Ferkel bezahlen Und hundert Mark sind Vermeidung von Verzögerungen bei der Be= und in den bescheidenen Kreisen bei den hohen Kosten Entladung von Eisenbahnwagen und zur Befür alle Bedürfnisse nicht immer gleich übrig. schleuntgung des Wagenumlaufs notwen dig werk.(Phantasiepreise für Ferkel). Den hohen den. Die Aufforderung erfolgt durch die OrtsGaugferkelpreisen geht der Landrat in Bad Wil- polizeibehörde. Wer der Aufforderung ohne ausdungen mit einem Schweineausfuhrverbot und reichenden Grund nicht nachkommt, wird mit Gebrochener Roman von Alfred Sassen. 29. Nachdruck verboten. Die Komtesse kam auf ihrem Wege zur Tür an dem Tisch vorüber, auf dem der Roman des jungen Schriftstellers Heinz lag. Als ziehe das elegant gebundene Buch sie magnetisch an, griff sie danach und schlug es auf. Murmelnd las sie einige Zeilen. Dann warf sie den Band mit einer zuckenden Bewegung so heftig auf den Tisch zurück, daß er über die Kante fortglitt und zu Boden fiel. „Aber Klementine!" Lotte bückte sich nach dem Buch. „Ah, laß liegen!“ Lotte hatte jedoch das Buch schon aufgehoben und strich mit zärtlichen Händen zuruber hin, sehe sie es auf den Tisch zurücklegte.„ „Wie gefällt dir Axel diesmal?" fragte da die Komtesse jäh und unvermittelt, in herausforderndem Tone.„Ich finde, er macht eine vortreffliche Figur— und hat gefährlich hübsche Augen. Das seh' ich erst heute. Wenn er mich noch länger so feurig bittend anschaut—“ „Tu's nicht!“ stieß Lotte atemlos heraus. Sie war sehr blaß geworden.„Du bist auf einem verhängnisvollen Wege, Klementine. Versprich mir—“ „Ich verspreche dir nichts,“ erwiderte die Komtesse schneidend und wandte sich zur Tür. „Doch— daß ich mich heute abend gut amüsieren will— das versprech' ich dir!“ Lotte sandte der schlanken, stolzen Gestalt einen tieftraurigen Blick nach. Dann ging sie ebenfalls hinüber ins Eßzimmer, langsam, müde— aber auch um sich zu amüsieren, denn es war ja Weihnachtsabend heute!.. 9. Kapitel. Der Weihnachtsabend im Schulhaus war gutgespielte Komödie der kleinen Lucie. Sie tat, als sei die hilflose Verschüchterung des alten Lehrers, dem weder Essen noch Trinken Shmecte, die finstere Wortkargheit seines „Ehlles, der hinter zusammengebissenen Zähnen den entsetzlichen Sturm in seiner Seele niederhielt, gar nicht vorhanden. Sie spielte die ##rsorgliche kleine Hausfrau, zeigte sich zärtlich wie eine Tochter gegen den Lehrer, kehrte Heinz gegenüber, eine verschämte innige Liebe heraus. Sie deutete immer wieder an, wie tiefunglücklich sie in der Residenz gewesen, und welch beseligende Wonne es für sie sei, sich nun im Hafen geborgen zu sehen, an der Brust dessen, der ihr das Teuerste auf der Welt sei. Von Klementine sprach sie nur ganz flüchtig, in völlig unbefangenen Worten. Sie gab sich den Anschein, als ahne sie gar nicht, daß die Komtesse heute in das Schulhaus gekommen sei, um dem heimgekehrten Sohn des. selben in süß demütiger Liebe zuzurufen:„Da bin ich! Glaube wieder an mich! Ich bin dein!....“ Die verschmitzte kleine Person verlangte mit keiner Silbe, das Geschenk zu sehen, das Klementine in Heinzens Hand gelegt, obwohl sie vor Neugier fast verging nach dem Geheimnis, das die seidenpapierne Hülle umschloß. Als die Komtesse das Zimmer verlassen, hatte der junge Mann das Päckchen auf die Kommode geworfen, dann hatte er aber wieder rasch danach gegriffen und es in der Innentasche seines Rockes geborgen... Die alte Christiane war nicht die zum wenigsten Unglückliche im Schulhause. Sie hatte das erhebende Bewußtsein, daß ihr das spät erbeutete Karpfengericht vortrefflich gelungen war, und nun tat man ihr den Schmerz an, daß sie die Fische beinahe unberührt wieder abtragen mußte. Aber die alte treue Seele fühlte auch heraus, daß es auch um die Herzen ihrer Herrschaft anders bestellt war, als es an einem Weihnachtsabend doch sein mußte. Der Herr Lehrer sprach ja gar nicht, er sah nur immer mit großen, ängstlichen Augen au Heinz. Und nun gar der Herr Doktor! Au dessen Stirn lag es wie Gewitterwolken. Und er war doch so vergnügt angekommen! Was hatte es da nur gegeben? Die alte Christiane fand die Antwort. Nur vom Schloß das gnädige Fräulein, das einen Augenblich dagewesen, hatte die traurige Veränderung herbeigeführt. Nur die! Fräulein Lucie gewiß nicht. Die war ja so lieb und nett und bemühte sich, Vater und Sohn aufzuheitern, wenn es ihr auch nicht gelingen wollte... Die alte Christiane hatte das gnädige Fräulein jo schon immer nicht gemocht, nun aber beehrte sie die Komtesse mit ihrem ehrlichsten Zorn. So ein Weihnachtsabend, nein, so ein Weihnachtsabend! Das reiche Geldgeschenk, das sie vom Herrn Lehrer. der wunderschöne Stoff zu einem schwarzen Kleid, den sie von Heinz halten, vermochten sie nur unvollkommen in ihrem Schmerz zu trösten... In der Wohnstube hatte Heinz inzwischen den Entschluß gefaßt, der peinlichen Situation dieser gezwungenen Weihnachtsfeier ein Ende zu machen. Auf dem Tische dampfte in dey Gläsern roter Punsch, der Kuchen auf den Tellern sah lecker genug aus, der Duft von gebratenen Aepfeln durchzog den Raum, allein das wirklich aus dem Herzen kommende freundliche und gute Weihnachtswort blieb ungesprochen. Heinz erzählte von den mancherlei Anerkennungen, die ihm sein Buch eingebracht, allein er sprach nicht im Zusammenhang, sondern gequält, gesucht, und mitten in einem solch gekünstelten Satze stieg ihm der Ekel in die Kehle, er sprang auf, entschlossen, sich die erlösende Wohltat des Alleinseins zu verschaffen. „Ihr dürft mir nicht böse sein,“ sagte er, „aber ich fühle mich von der Reise erschöpft Ich denke, daß es dir, liebe Lucie, nicht anders geht, so tapfer du dich auch hältst. Sagen wir uns heute„Gute Nacht“. Die Feiertage kommen ja erst noch und werden uns genug Gelegenheit zum Plaudern bringen.“ Lucie stand sofort gehorsam und freundlich auf. Sie reichte ihm den Mund zum Kusse hin und sagte:„Ja, du hast recht, lieber Heinz. Ruhe dich gut aus, und morgen soll es wirklich Feiertag werden.“ Heinz vermochte es nicht über sich, den kleinen, roten Mund zu küssen. Er streifte nur flüchtig mit den Lippen des Mädchens Wange und drückte ihr ebenso die Hand. Dann wandte er sich mit weicher Stimme und dem Anflug eines Lächelns zum Vater:„Komm, lieber Alter, begleite mich hinauf. Denk', ich sei noch dein kleiner Gymnasiast, der in die Ferien kommt. Da warst du einen Tag an der Reihe, einen Tag die Mutter.“ Sein Blick flog hinüber zum Bild über der Kommode. Er fühlte es heiß in seinen Augen aufsteigen, darum schlang er rasch den Arm um die Schultern des Vaters und zog ihn mit sich hinaus in den Flur, wo sie nach Christiane riefen, die ihnen Licht bringen sollte. Als Heinz der Alten den goldblanken Leuchter abnahm, sah er ihr an, daß auch sie wohl kaum Weihnachtsabend gefeiert hatte. Er schalt sie, weil sie draußen in der Küche geblieben war, streichelte ihr die runzlige Wange und versuchte „zu scherzen:„Morgen wollen wir um so lustiger sein.“ Droben in seinem Stübchen zog er den Vater an die Brust. Der gute Alte tat ihm so unsäglich leid. Das verstörte Gesicht desselben hatte ihn vorhin bei Tisch kaum weniger gequält als) sein eigenes, großes Weihnachtsleid. Nun hätte ser dem Vater gern ein paar unbefangen tröstende Worte gesagt, aber er fühlte deutlich, daß er bei längerem Sprechen den letzten Rest seiner Selbstbeherrschung verlieren, daß er weinen und schluchzen würde wie ein Kind, das sich in der Nacht verirrt hat und keinen Ausweg findet, deshalb küßte er den Vater nur rasch, murmelte:„Schlaf wohl, es wird noch alles gut!“ und schob ihn sanft aus der Tür, die er wider seine Gewohnheit verriegelte. Er mußte ganz allein sein, sicher vor jedem beobachtenden Blick, abgetrennt von dem draußen. Er ließ sich in einen Stuhl fallen, ver! schränkte die Arme auf der Tischplatte und legte den Kopf darauf. Erst ausruhen von der schrecklichen Qual der Verstellung!— Nachdem Heinz mehrere Minuten wie in dumpfer Bewußtlosigkeit geruht, fuhr er jäh empor. Er rückte das Licht näher, dann zog er das unselige Päckchen aus der Tasche und mühte sich, es zu entfalten. Die Finger zitterten ihm so nervös, daß er das verhüllende Seidenpapier in lauter kleine Fetzen zerriß. Endlich! Der Inhalt war ein Täschchen aus feinstem Leder, die Vorderseite zeigte in hübscher Seidenstickerei ein kleines Landschaftsbild— den Teich am Waldrand! Das war alles. Und doch, war es nicht unendlich viel, mehr, als Worte sagen konnten? Der Teich am Waldrand! Es war ein Zeichen — ein Zeichen! Die Komtesse knüpfte da wieder an, wo ihre holden Kindererinnerungen begannen. Der Teich am Waldrand! Er starrte au das Bildchen nieder. Vor seinen Augen war in schnellem Wechsel Finsternis und wildes Flimmern. Als habe man ihm ein Messer ins Her; gestoßen, röchelte Heinz. Ja, er hätte leben können, jenes wundervolle, heißersehnte Leben seiner Träume, und nun mußte er sterben, veraehen in der Oede eines liebeleeren Daseins. Gorichung felgl). sefängnis bis zu einem ildernder Umstände mit s zu 1 500 Mk bestraft Ind angewiesen worden, sachsichtlich zur Anzeige uskunft erteilt das Fuh mtshause, Zimmer Nr. 6 Annen, 11. F. Verein„Fidelio") hat! er 80 jährigen Mitaliel vielleiters Herrn März einen Ehrenabend han uns mitteili, soll roße Operettenposse„2 Mannstädt zur Aufführt ritt in dem Stück, das Besangsposse ist und a In Berlin über hundert e ee e. pird demnächst noch bek —(Die Vereinigu hatte Sonntag ihre za hren Angehörigen zu abend im Saale des He Der Annener Männer= drucksvolle Lieder vor, u klamatorische Vorträge g sehr abwechslungsreich schloß den gut verlaufen —(Das Operettei morgen abend im Saa Operette„Die Czardass Stehe Inserat. Schanze, 11. Febi wesen—!) Die Feuerr Februar beim Wirt un der Schanze im Anklan burtetagsfeiern einen r mit hochfeinem Kucheng glieder- konnten eingefüt alles möglichst geheim aber des Lebens ung Irdischen zuteil, der Avon der Sache Wind k nahmte 8 Platten! G eines Mitgliedes zog di mit Musik vor das Lok um dessen Herz zu eiw gebens gewesen sein. wird berichtet: Was wi Kirchhörde, 11. meindewahlen) erfahren 24 und in Barop 18 C werden sollen. Barop, 10. Febr. jubiläum) beging dieser sekretär Krüger vom A wünsche wurden dem Beamten der Am sverr Geschenk überreicht. Dortmund, 10. Dortmunder Straßenba Dienstag, den 4. Febri Beabsichtt 15. Febru Otto He Tanz= und zu eröffnen. Tanzstunden tag abends von—10 Uh der Wirt entgegen. Mein Tanzzirkel befaß 1. Berolina 2. Fliggentanz 3. Schmetterlingtanz 4. Kotillon 5. Menue6. Die Mühle int Schwarzwald 7. Pas de quatre 8 Polka(schottisch) 9. Polka=Mazurka 10. Kreuz=volka 11. Rheinländer=Polka Hugo S. für den Wir übernehme Damei nach neusten Fort diese Arbeiten bal u Abteilung: Dam Witten, Bah Kartssserschaten efängnis bis zu einem Jahre, beim Vorliegen ildernder Umstände mit Haft= oder Geldstrafe 8 zu 1 500 Mk bestraft„Die Polizeibehörden nd angewiesen worden, Uebertretungsfälle unsachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Nähere uskunft erteilt das Fuhrankt, welches sich im mtshause, Zimmer Nr. 9, befindet. 6 Annen, 11. Febr.(Der dramatische serein„Fidelio") hat beschlossen, aus. Anlaß er 80 jährigen Mitgliedschaft des bewährten pielleiters Herrn Fiitz Horstmann am 23. Närz einen Ehrenabend zu veranstalten. W nan uns mitteili, soll an diesem Abend die roße Operettenposse„Die wilde Katze" von Nannstädt zur Aufführung gelangen. Herr H ritt in dem Stück, das eine urkomische Berliner besangsposse ist und am Adolf Ernst Theater n Berlin über hundert Mal aufgeführt wurde, Pls., Voltsanwalt Cäsar Papke auf. Näheres sicd demnächst noch bekannt gemacht. —(Die Vereinigung Kriegsbeschädigter) hatte Sonntag ihre zahlreichen Mitglieder mit hren Angehörigen zu einem Unterhaltungsabend im Saale des Herrn Wibelitz eingela#en. Der Annener Männer=Gesangverein trug eindrucksvolle Lieder vor, und musikalische und deklamatorische Vorträge gestalteten das Programm sehr abwechslungsrech Ein Tanzkränzchen beschloß den gut verlaufenen Abend —(Das Operettentheater Witten) bringt morgen abend im Saale des Herrn Helle die Operette„Die Czardasfürstin" zur Aufführung Stehe Inserat. Schanze, 11. Fehr(Es wärs so schön gewesen—!) Die Feuerwehr wollte sich am 1 Februar beim Wirt und Bäcker Walkenhorst auf der Schanze im Anklang an frühere Kaisergeburte tagsfeiern einen recht gemütlichen Abend mit hochseinem Kuchengenuß leisten. Nichtmitglieder= konnten eingeführt werden, es wurde aber alles möglichst geheim gehalten. Leider wird aber des Lebens ungemischte Freude keinem Irdischen zuteil, der A- und.=Rat Ende hatte von der Sache Wind bekomnen und beseylagnahmte 8 Platten! Gelegentlich der Beerdigung eines Mitgliedes zog die Feuerwehr am Sonntag mit Musik vor das Lokal des.= und S Rats, um dessen Herz zu eiweichen Es soll aber vergebens gewesen sein. Nun bleibt die Frage, so wird berichtet: Was wird mit den acht Kuchen? 11. Febr.(Zu den neuen Gemeindewahlen) erfahren wir, daß in Kirchhörde 24 und in Barop 18 Gemeindevertreter gewählt werden sollen. Barop, 10. Febr.(Sein 25 jähriges Amtsjubiläum) beging dieser Tage der zweite Amts sekretär Krüger vom AmteBBarop. Reiche Glückwünsche wurden dem Jubilar tuteil. Von den Beamten der Am sverwaltung wurde ihm ein Geschenk überreicht. Dortmund, 10. Febr.(Das Ende des Dortmunder Siraßenbahnerstreiks.) Nachdem seit Dienstag, den 4. Februar, die biesigen Straßenbahner im Ausstande waren, wurde gestern morgen in einer stark besuchten Versammlung die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen, so daß ab heute morgen der Betrieb wieder voll ständig aufgenommen wird. Die bestehenden Differenzen wurden durch Verhandlungen zwischen der Stadtverwaltung, Betriebsleitung und Streiklettung beigelegt. Bochum, 8 Fehr(100000 Mark Lohngelder geraubt.) Durch einen verwegenen Raubanschlag ist die Gewerkschaft Lothringen um 100000 Mt geschädigt worden. Als heute morgen drei Lohn beamte der Gewerkschaft vom Hauptbüro die Löhnung in Höhe von 100000 Mark in einem Wagen zur Entlöhnungestelle bringen wollten, wurde an einer einsamen Wegstelle das Fuhrwerk von sechs Männern zum Halten gezwungen. Die Räuber, drei Soldaten mit Karabinern und drei Zioilisten mit Revolvern und Dolchen, riefen: „Die Kasse wird beschlagnahmt; heute wird gestreikt!“ Die verdutzten Lohnbeamten, die einsahen, daß jeder Widerstand zwecklos war, händigten das Geld aus und wurden dann mit dem Wagen zum Hauptbüro zurückgeschickt, während sich die Räuber mit ihrer Beute aus dem S aube machten. Essen, 9. Febr.(4 Kinder verbrannt.) Im Hause Marhigestraße 23 entstand in der Wohnung der Eheleute Mäctuch in Abwesenhenheit der Eltern ein Brand, bei dem per Kinder im Alter von 6, 4 3 und 1 Jahr dn Tod sanden Die Entstehungsursache des Brandes ist noch unbekannt. Mülheim=Nuhr, 10. Febr.(Spartakus in Mülheim Rahr.) Gestern fanden hier die Wahlen zum Arbeiterrat statt. Die vereinigt Liste der Kommunisten, der freien Vereinigung und der unabhängigen Sozialdemok aten erhielt 4289 Stimmen. Auf die vereinigte Liste der Mehrheitssozialisten und der freien Gewerkschaften entfielen 2252 Stimmen. Demnach erhalten die Kommunisten und die mit ihnen vereinigten Verbände 39 Sitze, die Mehrheitssozialisten 21 Sitze — 10. Febr. Der Soldatenrat ließ gestern alle Lokale der Stadt durch Bewuffnete äbsuchen und sämtlich: Oftiere, die angetroffen wurden, festnehmen Mülheim=Nuhr, 9 Febr.(Wie mit dem Heeresgut umgegangen wird), davon hat man leider fast täglich Beweise. So wurden hier dem 159 Infanterte Regiment 6. Zuupferde gestohlen. Mit Bettwäsche, Betrüberzüge usw sag man vor wenigen Tagen vielfach Soldaten über die Um zäunung kletternd die Kaserne verlassen. Am Werdenerweg liegt seit Wochen ein infolge eines Motordefektes niedergegangenes Flugzeug, das von demolierungslustigen Menschen völlig zerstört wird. Düsseldorf, 10 Febr.(Die Lage in Düsseldorf.) Düsseldorf ist noch immer vom Fernsprechverkehr nach auswärts abgeschnttten. Die Volkswehr hält das Telegraphenamt weiter besetzt Ebenso sind die vom Arbeiterrat dort eingestellten Hilfskräfte tättg. Aus diesem Grunde weigern sich die auswärtigen Fernsprechämter, Verbindungen mit Düsseldorf herzustellen. Düsseldorf, 10. Febr.(Völliges Fiasko der Spartakisten) Die Arbeiter und Beamten der Post=, Eisenbahn=, der Telegraphen= und städtischen Betriebe haben, nachdem erfolgversprechende Verhandlungen in die Wege geleitet sind, die Arbeitz wieder ausgenommen. Die Versuche der Spartakisten, durch Streikbrechertrupps die Betriebe in Tätigkeit zu setzen, erlitten ein völliges Frasko. Der einzige Erfolg ist, daß in den verschiedenen Betrieben Reparaturen vorgenommen werden müssen. So mußten die Spartakisten klein beigeben. Düsseldorf, 10 Febr.(Große Falschmünzerwerkstatt entdeckt.) Der Kriminalpoltzei ist es endlich gelungen, die Falschmünzer zu verhaften, die sett langem falsche 20=Markscheine der Stadt Düsseldorf und 100 Markscheine der Provinzialverwaltung hergestellt und in Umlauf gesetzt hatten. Die Scheine wurden in der Cor nel usd uckerei hergestellt, deren Inhaber festgenommen wurden Es konnten noch für 400000 Mt falsche Hundert= und für 40000 Mk. falsche 20 Markscheine beschlagnahmt werden. Außerdem wurde eine Anzahl Personen verhaftet, die das Geld vertrieben hatten, so ein Kaufmann, bei dem für 70000 Mark falsche 100 Markscheine vorgefunden wurden. Hervest=Dorsten, 10. Febr.(Unter der Bezeichnung„Kultur=Fortschritte“) schreibt man uns aus Heivest=Dorsten:„Heute morgen erschten in der Augusta=Schule in Hervest Dorsten ein Mitglied des Arbeiter Rates, ohrfeigte eine dort angestellte Lehrerin und trat sie mtt Füßen, wil ste sein Kind bestraft haben sollte Ein Lehrer, der die Lehrerin schützen wollte, wurde von dem„Rat“ mit einer Schußwaffe und mit Totschießen bedroht“ Anfang März nach Berlin einzuberufen. die Nationalversammlung der übrigen Bundesstaaten sollen im März zusammentreten. Zuspitzung der Lage in Spaa. Die Verhandlungen der Waffenstillstandskommission in Spaa über die Ablieferung von Maschinen und Eisenbahnmaterial scheinen sich erheblich zugespitzt zu haben, da die Forderungen des Verbandes wesentlich erweitert sind. Rücktritt der Sozialisierungskommission. Weimar, 10. Febr. Wie glaubhaft verlautet, hat die Sozialisierungskommission ihre Mandate der Regierung zur Verfügung gestellt. Zivilverwaltung im besetzten Gebiet. Die Engländer richten, wie dem„Lokalanzeiger“ aus Essen berichtet wird, in dem von ihnen besetzten rheinischen Gebiet Zivilverwaltung ein. Eichhorn in Braunschweig. Berlin, 11. Febr. Wie die„B. Z a..“ mitteilt, hält sich Eichhorn z Zi. in Braunschweig auf. Wie es heißt, soll er im großherzoglichen Schloß mohnen. Der Aufenthalt Eichhorns wurde dadurch verraten, daß er beim Wahlkommissar aus dem Wahlkrets Berlin seine Annahmeerklärung des Mandats zur Nationalversammlung von Braunschweig aus eingereicht hat. Die Hinrichtung der Großfürsten. Der„Times“ wird aus Helsingfors gemeldet, daß die Hinrichtung der vier russischen Großfürsten am 28. Januar auf dem inneren Hof des Gefängnisses von Deriabinsk, einer Vorstadt von Petersburg, stattfand. Mit den Großfürsten wurden noch 172 andere Personen erschossen. und zwar 144 Männer und 28 Frauen, die von den Bolschewisten beschuldigt wurden, an der sogenannten„englisch=französischen Organisation teilgenommen zu haben. Neues aus aller Explosion eines Munitionslagers. Brüssel, 10. Febr. An der belgisch=französischen Grenze bei Albange flog wiederum ein großes Munitionslager in die Luft. 19 Deutsche und 2 Franzosen wurden abei getötet. * — Selbstmord eines dienstentlassenen Majors. In Limburg, hat sich Major Fischer von einem auswärtigen Bataillon, der aus Karls uhe stammte, durch Erschießen das Leben genommen. Die Ursache der unseligen Tat ist in Exsstenzfragen zu suchen. Major Fischer war aktiver Offizter und infolge der Neuordnung aus dem Dienste entlassen worden. Die preußische Nationalversammlung. Berlin, 10 Febr. Wie eine hiesige Korrespondenz meldet, beabsicht die preußische Regierung, dies Nationalversammlung für Preußen Ebert provisorischer Reichspräsident. Weimar, ss. Febr. Nationalversammlung wählte mit 277 von 370 abgegebenen Stimmen bei 51 Stimmenthaltungen Ebert zum provisorischen Reichspräsidenten. Ebert erklärte, die Wahl anzunehmen. Herrn—b. hier. Von Ihrem Eingesandt können wir, da rein persönlicher Natur, leider keinen Gebrauch machen. D. R. Lanzschute! Beabsichtige am Samstag, den 15. Februar im Lokale des Herrn Otto Helle einen Tanz= und Anstandskursus zu eröffnen. Tanzstunden jeden Mittwoch und Sams tag abends von—10 Uhr Uhr. Anmeldungen nimmt der Wirt entgegen. Mein Tanzzirkel befaßt 1. Berolina 2. Fliggentanz 3. Schmetterlingtanz 4. Kotillon 5. Menue6. Die Mühle im Schwarzwald 7. Pas de quatre 8 Polka(schottisch) 9. Polka=Mazurka 10. Kreuz=volka 11. Rheinländer=Polka sich mit folgenden Tänze: 12. Trotzköpfchen Polka 13. Polonaise 14. Quadrille francaise oder 15. Quadrille à la cour Lancier) 16. Schlittschuhläufer 17. Tyrolienne 18 Walzer 19 Frühlingsboten=Walzer 20. Riss. Walzer 21. Two step 22. Oue step. fesser prakt. vierarel. Witten Flassleichle 5. Telephon 1096. Sessmmmr Hugo Schaup, Tanzlehrer. für den Sommer. Wir übernehmen das Umpressen von Damen-Huten nach neusten Formen, und bitten uns diese Arbeiten baldigst zu überweisen. • Abteilung: Damen- und Kinderhütte Mitten, Bahphotstrasse 9. Koßschrachterni.. Oberstraße 26. Täglich: Warme u. kalte Speisen. Tanzschatt. Eröffne Samstag, den 15. Febr. 1919, abends 7½ Uhr im Saale der Ww Storck Große Borbach einen Preis für Herren 15 M „„ Damen 12„ Die Liste zum Einzeichnen liegt im Lokal Storck auf Tanzlehrer Robert Gerblich. Sehr gut erhaltene zu verkaufen. Bergstr. 12, 1. Etg. Kurlosserschaten werden abgeholt.. Pfand. vostkarte(Größe 25. werden abgeholt. 3 Pg. Gef- Sesemt en genügt). M Alteoh, hallberg 13. Verhaufe ein paar (Elbge 20f. 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Annen, den 11, Februar 19 9 Der Arbeiter= und Soldatenrat: I..: Gückel. Der Amtmann: Boettcher. Böccker& Co., Wilten Bahnhostraße 19. Terannrmachung. Alle ehemaligen Jungmannen der Jugendkompagnie, sowie Führer werden hiermit gebeten, die noch im Besitz habenden Gesenstände aller Arten, sowie Aebungsbücher. Felddienstordnungen. Entfernungsschätzbücher und Rucksäcke möglichst umgehend bei dem Letter Heirn Maaßen abzugeben, da genannte Artikel an das Bekleidungsamt des 7. Armeekorps sofort abgeliefert werden müssen Die Leiter— der ehemaligen Jugendkompagnie Annen. habe meine Praxiswieder aufgenommen Kinderorzi Br. Slargarutel Hagen I.., Südstr. 7 I. Sprechst.-11 u.-5 Uhr. Pernruf 1803. Grundstücksverkauf. der Herdecker1 Bekanntmachung. Eingetroffen: Damen-Strümpfe Kinder= Strümpfe in allen Größen sehr billig. Wer Nachrichten= gerät der Heeresverwaltung in Besitz oder Verwahr ha wird unter Hinw=is auf die Strafvo schrift— Albert Schreiber. Ein zu Annen, an Provinzialstraße belegenes Ziegeleigrundstück mit Ringofen, Maschinen und Wohnhau groß.57 Hectar, ist unter günstigen Bedingu gen zu.erkaufen. Nähere Auskunft erteilt Justizrat Fautsch in Witte Staunntmachung. über unbefugten Besitz von Waffen u Heeresgut vom 14 Dezember 1918 R G. Bl S. 1425 hierdurch aufgeRh Operetten=Theater Annen Otto Helle.) 2. Parteisekretär Franz Klupsch in Dortmung# aur htsäche S— H Bei der Wahl zur verfassunggebende preußischen Landesversammlung für 18 Wahlkreis am 26 Januar 1919 sin nach der amtlichen Feststellung durch Wahlausschuß insgesamt 1079712 giltig Stimmen abgegeben worden. Hiervon entfalle auf den Wahlvorschlaa Hue 441779, Crüg100338, Ludwig 50 124 und auf die verbund nen Wahlvorschläge Gronowski=Tegeder 487 47 Stimmen. Gewählt sind: 1 Redakteur Otto Hue in Essen=Rüttenscheid, Hochachtend! E. O. Pohlig. AAnSobeastche Witten. Morgen nachmittag Konsert. Danksagung. Suche zu sofort oder zum 1. März ein Für die Beweise herz icher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden beim Hinscheiden n eines lieb n Mannes, unseres treusorgerden Vaters und Schwiegervaters sagen wir Allen unsern herzlichsten Dank. an die nächste Sammelstelle abzugeben Unter Nachrichtengerät ist zu verstehen: „Fernsprech= und Telegrophenapparate, Leitunge material, isolierter### und blanker Draht, Baugerät, Funkerappa rate, Blinkgeräte, Leuchtmittel, Schallmittel. Ausrünungs gegenstände für Brieftauben und Meldehunde einschl. der dazu gehörigen Fahrzeuge und Geschirre“. Hörde, den 6. Februar 1919. : Der Landrat: gez. Luckhaus. tüchtiges Kiensinädchen, alle Hausarbeit versiest Zu erfragen in der Geschästostelle d. e: Frau Wwe. Ludwig Brodt nebst Kindern. Stoffe für Knabenanzüge, Mäntel, Konümröcke .0 140 en breit Mtr. 25 u. 35 Mk. Blank, Witten, a. Markt. Mittwoch, Arn 12. Februar, abends 7½ Uhr Gastspiel des Wittener Opereiten Theaters rdasfürstin“ Glänzende Ausstattung! 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