siederputz In es nach anderen wollenen lackartig sserdichten Göppingen der ein irt um huhofr. 19. 1 u Ms iu ligen 3 lager 5 25. 5 lgs Minmng n — Pertolro DU„Annener Zeitung“ erscheint jeden Banstag, Donnerstag und Samstag. Anzeigegebühr für die einspaltige Aslonachelle oder deren Raum 20 Pfg. = Rellamezeile 69 Pfg.— eis kubl.„Sonntagsblatt“ W wemetich a Blg. 1 Soschäslostelle: Bahnhofstraße##. Telephon=N. 384. ### ni der„Aunener Volkszeitung“. Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Organ des Amtes Annen u. Inserate finden bei der großen An ggs der Annener Zeitung weite billige Verbreitung.— Bei Bettreibung oder bei Kontuujeder Annoneanrabatt in Wenset Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir leine Verantwortung. #e Aut wette uch gerchzucht Redaktion, Druck und Verlag von Fritz Küching, Annen. Nr. 21 Donnerstag, den C. Jebruar 1919. 35. Jahrgung Die Tagung in Weinar. auswärtigen Mächten einzugehen, sowie sandte zu beglaubigen und zu empfangen. Kriegserklärungen und Friedensschluß en großen deutschen Geistesherden mit ihren Freun= Mißglückter Spartakisten=Putsch gegen den gewirkt, und wo sie in der Fürstengruft ihre Weimar. Vor 80 Jahren tagte die erste deutsche Na= letzte Ruhestätte gefunden haben. Weimar steht Die Gothaer Kommunisten haben am Mon= Kriegserklärung tionalversammlung in Frankfurt a.., deren obenan unter den deutschen Städten, die sich tag einen Putsch gegen Weimar versucht, um folgen durch Reichsgesetz. Sobald das Deutsch Miutglieder in feterlichem Zuge die dortige Pauls, einen ganz persönlichen und eigenartigen Cho= das Zusammentreten der Nationalversammlung Reich einem Völkerbund mit den Zielen de in welcher die Sitzungen stattfanden, be= rakter gesichert haben. Weimar ist weimarisch! in Weimar zu verhindern. Am Morgen bereits Ausschlusses aller Geheim Verträge beigetrete“ traten. Ganz Deutschland war hoffnungsfroh. Die elegante, aber doch in einzelnen stillen wurden Truppen und bewaffnete Arbeiter aufge= sein wird, bedürfen alle Verträge mit dem in Der Ausgang entsprach dem Beginn nicht, erst Winkeln an frühere Kleinstadtzeiten gemahnende, boten, der Putsch wurde verhindert, die Sparta= Völkerbund vereinigten Staaten der Zustim1871 ist verwirklicht, was damals erwartet vornehme Mittelstadt, zählt etwa 35 000 Ein= kisten kamen nur bis Erfurt. Anscheinend ist der mung der Nationalversammlung und des Staa wurde Diesmal ist die Stimmung nicht so ge= wohner, aufgeweckte und intelligente Menschen, Plan, das Zusammentreten der Nationalver= tenausschusses. hoben, Sorgen und Zweifel werden laut. Aber die die Bedeutung ihrer Stadt zu würdigen sammlung zu verhindern, noch nicht aufgegeben.]§ 7. Der Reichspräsident wird vor dem Nationaltheater in Weimar grüßen die wissen, leben froh und mit künstlerischem Sinn Am Gothaer Bahnhof befinden sich bewaffnete Nationalversammlung mit einfacher Stimmen Herolde deutschen Joeals Göthes und Schillers wie alle Thüringer. Die Stadt wirkt schon beim Arbeiter, die jeden Truppenzug aufhalten sollen. mehrheit gewählt. Das Amt dauert bis zur Standbilder die Erwählten der deutschen Ratiyn Betreten durch weite Plätze und schöre Anlagen, Die Telephonverbindung mit Weimar ist, Amtsantritt des neuen Reichspräsidenten, de Otansbilder die Erwählren der beutschen Natiyn, Berkeren durch und kein schönerer Gruß kana kang für ste sein, als historische Gebäude und Naturschönheiten wechseln wie die Reichskanzlei mitteilt, nicht durch spar= auf Grund der neuen Reichsverfassung gewähl das Schillerwort:„An's Vaterland, an's teure, ab. Herrlich ist der Schloßpark und die Land= takistische Umtriebe gestört worden. Nach der mu 0 sclies dich an, das halte fest mit deinem gan= schaft an der Ilm. Das großherzogliche Schloß Aussage der Postdirektion in Weimar sind die zen Herzen“. Und das andere:„Seid einig, ist ein wetter Bau, das neuerbaute Theater hat Telephonanlagen für den gesteigerten Verkehr etnig, einig“. Daß diese Einigkeit in allen Ein, wit Recht einen gnoßen Puf, Dse 9. § 8. Der Reichspräsident beruft für dis n mit Recht einen großen Ruf. Die Industrie ist vollkommen unzulänglich, es wird dauernd an rium, dem bt nur spärlich in Weimar vertreten, so daß das einer Verbesserung und Vergrößerung der Tele, Ogerste Heerasleitung unterstellt snd ein zelfragen andauern muß, ist menschlich nicht nur spärlich in Weimar vertreten, so daß das einer Verbesserung und Vergrößerung der Telemöglich und nicht notwendig, aber eine starke deven einen starten Zug von Behaglichkeit hat. phonanlagen gearbeitet. normaler TeleMehrheit der Nationalversammlung ist erforder Es ist eine Stadt, die Friede und Ruhe atmet, phonverkehr dürfte aber erst in 14 Tagen möglich, um uns die drei großen Güter zu sichern, und als solche wohl geeignet zur Besänftigung lich sein. die wir jetzt unbedingt haben müssen, wenn wir erregter politischer Nerven. nicht untergehen sollen, und die heißen: Friede, Arbeitssicherheit und Brot. Alles Erzberger in Weimar. Berlin, 5. Febr. Staatssekretär Erzberger Eine Reihe von verdächtigen Persönlichkeiten, die in Weimar ansässig oder in der Stadt einOberste Heeresleitung unterstellt sind, ein. Die Reichsminister bedürfen zu ihrer amt lichen Führung des Vertrauens der National, versammlung. § 9. Alle zivilen und militärischen An ordnungen und Verfügungen des Reichspräst ist Mittel, um diese ist gestern früh nach Weimar abgereist. Er führt getröffen sind, werden von den Behörden scharf denten bedürfen zu threr Güttigkett der Gegen dort neben der Ausübung seines Abgeordneteg= überwacht. Was Anschläge auf die Nationalver= zeichnung durch einen Reichsministen Di## U brige, so wichtig es ist, großen Ziele zu erreichen. os husere, Feinde, den Friedensglag g don neden der Ausübung setnes Abgerdneten, Aberwacht. Bas Anschlige auf die Natonalver Rlichgmsgesten snd fiür z. Tezuge. 2. lange hinausschieben, weil sie untereinander nicht mandates die Geschäfte als Vorsitzender der sammlung betrifft, so hat man Grund zu der##g sin,#ue die Führung ihrer Ge Bäuig einta und oder weil sie uns im g. deutschen Waffenstilstandskommision weiter In Annahme daß die Verliner Zentrallettung des Loctitr ver Rotionatoersammlung verantgontig des Tnaphet der Rebensmitel zwingen Felin wird er vertreten durch Kapin zu, Se Sparalustundes ihnen durchaus fenseht. Se der.#ttel zwingen Banselow. Die Leitung des Bureaus der Waf tragen vielmehe lokalen Charakter. Es sind naollen, blindlings ihre Frievensbedingungen an= senstillstandskommission führt Ministerialrat von mentlich die Gothaer radikalen Elemente, die sich Stockhammer. Die Auskunftserteilung der Waf= mit dem Plan der Störung des ruhigen Verfenstillsktandskowmission und der Pressedtenst laufes der Tagung dagen. Die Berliner Sparzunehmen, mag heute dahingestellt bleiben, sicher ist, daß wir auf den Frieden noch zu warten haben und demzufolge auch die fremden Truppen noch länger auf deutschem Boden behalten werden. Um so wichtiger ist es für die Nationalversammlung in Weimar, kräftig ihre Stimme für den Rechts= und Versöhnungsfrieden zu erheben, den Präsident Wilson proklamiert, um den sich aber seine Verbündeten wenig kümmern. während der Adwesenheit des Staatssekretärs Erz. berger geht nach wie vor von Berlin aus. Die Ankunft der Parlamentarier. Seit gestern abend macht sich eine vermehrte Ankunft der parlamentarischen Gäste in Weimar bemersdar. Namentlich sind süddeutsche AbgeEinen Rechts= und Versöhnungsfrieden setzten ordnete bereits in größerer Zahl anwesend, dawir in unserem Waffenstillstandsgesuch voraus, nicht einen Gewaltfrieden. Verfassung heißt Gehorsam gegen das Gesetz, wilchts die Bronurg nus Eingell im beutschen runter der frühere Reichstagspräsident Fhrenbach. Die Vorbereitungen im Theater, das in erstannlich kurzer Zeit in einen behaglichen eangrfeus umgewandill Böldenig, sias Weit taktnen haben eine Zweigstelle des Spartakus= bundes in Weimar eingerichtet. Der Verfassungsentwurf. Der Entwurf für die künftige Verfassung des Reiches ist von der Regierung fertiggestellt und wird der Nationalversammlung in Weimar in folgender Form vorgelegt werden: § 1. Die verfassunggebende deutsche Na= 10 Uhr in vollem Ge welches die Ordnung und Einheit im deutschen Sitzungssaal umgewandelt worden ist, sind weit tionalversammlung hat die Aufgabe, die künf= Division Gerstenberg gan Reiche vorschreibt und die Arbeit sichert. Andefortgeschritten, wenn auch noch nicht vollendet itige Reichsverfassung sowie auch sonstige drin= Anmarsch und auf s# nur die Produlte unserer Arbeit gewähren uns Der Einzug der zum Schutze der Rationalver= gende Reichsgesetze zu beschließen. finden Gefechte statt.!“ das Geld für die Ewährung. Ohne Arbeitsleikung werden wir politisch minderwentig, wirtschaftlich und finanziel ohnmächtig, in der Volkskraft verkümmert. Unter der Fortdauer der Unteo=Ernährung schwindet die körperliche und zeißige Kraft. Arbeit auf dem Lande, damit wir Brot haben, Arbeit in der Stadt, damit es nicht an Gerät fehlt, das Land zu bestellen. Wer in der deutschen Republis ein Drohnenleben führen will, der will nicht wissen, daß die Republik allgemeines Volkswohl bedeutet, für dessen Förderung jeder an seinem Teil mitarbeiten muß. Zur Sicherung unserer Gronzen, innerhalb der wir arbeiten, gebrauchen wir die nötige bewaffnete Macht, die erträgliche Regelung von Einnahmen und Ausgaben in den Finanzen. Darüber wird die Natonalversammlung reden, und dann wird sie den Worten Taten folgen lassen müssen. Die Gesetze, die in Weimar sammlung bestimmten Tuppen vollzog sich beinahe unbemerkt. Jede für die Bevölkerung bedarf unbeschadet des Absatzes 4 der Zustimsuon dn Vrssan uum. uud der Kaslstade dtaf, antescheder des Adsezu 4 dur Zustian., ist auberanbentlich mung des Staatenausschusses. In dem Staatenausschuß hat jeder deutsche Freistaat mindestens ist anßerendentlich. Der Schutz der Nationalversammlung. eine Stimme. Auf die großen Freistaaten entDie Regierung läßt erklären, ste; sei Aber= Fallien, ammtlätlich bei einer Mikton Landes. einwohner eine Stimme, wobei ein Ueberschuß zuugt, daß die bisherigen unbedeutenden Sisrungen noch vor Zusammentritt der Nationalversammlung völlig unterdunden sein werden. Der Schutz des in Verracht kommenden Tharin= anzschug ger Landes sei derant gesichert, daß Widerstand wst##### aussichtslos erscheine. mitt 7, Sachsen der mindestens der Einwohnerzahl des kleinsten Frei Staates gleichkommt, einer Million gleichgerechnet wird Demgemäß sind im Staatenvertreten: Preußen mit 19, Bayern mit 5, Württemberg und Baden mit je 3. Hessen mit 2 Stimmen, und die übrigen „„„„ Luftpost Berlin—Weimar. Wie wir hören, wird entgegen den ursprünglichen Absichten nun doch das Flugzeug als Vev= regierung. kehrsmittel zwischen Berlin und Weimar wäh.] Wenn Deutsch=Oesterreich sich dem Deutschen Die Kämpfe um Bremen. Bremen, 5. Fedr. Wie Bösmanns Du) reau mitteilt, zogen Dienstag abend. 6 Uhr: die Rogierungstruppen nach hartnäckigen Kämp fen in Bremen ein. Ste besetzten don Markt, das Rathaus und die Birse. Die Arbeiter zie hen sich auf Gröpelingen zurück. Arbeiter und Regiirpugstruppen im Nampf.* Wie die„B. 2“ aus Tremen erfährt, snd die Kämpfe der Regierungseruppen mit de Bremer Arbeiterschaft. Dienstag vormittag Die Truppen der allen Seiten im huttten der Front ninven Gefechte statr.- starkes Artille riefeuer, namentlich Sndfront aus den Gegend von Verden, leb—) Maschinengewehrfeuer aus der Gegend##zhgen. Aus Berden wird mitgeteilt, daß vonillklin eine weiten Brigade Landesschötzen uns starke Minenwerfertruppen zur Unterstätzung der Division Gestenberg im Anmarsch find. In der letzten Nacht traf aus Hamburg und Bremerrhaven Verstärkung für die Bremer Arbeiter ein und zwar, kamen in Sptrazügen von Mann ein. Bremerhaves 2000 Kapitulation der Bremer Regierung. Bremen, 5. Febr. Gestern mittag um 1/ beschlassen werden, mäßsen als Grund= und Ecsammlung Vermendung Bad., getuiue Reich anschliast, mhält us das Recht der Teltpfeiler für den Wiederaufbau Deutschlands da= schen gus Verwendung sinden. Von der dend nahme am Staatenausschuß mit einer durch Durgfährung 12=.22/trichen P. sin unzt#l täglige Ver Reichsgesatz feszzulegenden Stimmenzahl. Bt gelangen, wr haven seit, Proklamterung der sicht genommen. Auck Briefe follen desändert mt u mit beratender Stimme teill. werden. stehen, und vorausfichtlich zur Durchführung schen Lustreadenet ist eine zweimal tägliche Verstehen, und vorguesichtlic zer,„ Durofthlung bindung zwischen Berlin und Weimar in AusLersahs eicle Raden und Grass achlisk, alel r4t.genonuet, Auh Bicse helmn besnent, die Parteigruppen zogen ihre eigenen Straßen. Und dieser Weg war mit Blut getränkt Fester Wille allein kann verhindern, daß solche Zustände hronisch werden. Das deutsche Reich darf nicht zu Parteizwecken und unerfüllvaten Hirngespinsten ausgeschlachtet werden Die von heute ab tagende Nationalversammlung hat alle Hoheitsrechte, außer der Befugnis eigenmächtig die Grenzen der deutschen Einzelstaaten zu ändern. Von diesen weitgehenden Rechten soll sie auch den richtigen Gebrauch machen, die Praxis über die Theorte flegen lassen. Heute haben wir noch keine allgemeine, interna§ 3. Die Mitglieder der Reichsregierung und des Staatenausschusses haben das Recht, an den Verhandlungen der Nationalversammlung teilzunehmen, und dort jederzeit das Wort zu ergreifen, damit sie Bundesstaaten mit je 1 Stimme. Den Porstz Uhr wurde hier folgende Bekanntmachung venim Staatenhaus führt ein Mitglied der Reichs= dreitet: „Die Regierung gibt hekannt, daß die Fortsetzung des Kampfes unmöglich ist. Sie gibt infolgedessen den Befehl, das Feuer sofort, nahme am Staatenausschus mit einer durch einzusteken und die Waffen im Rachause abReichsgesetz festzulegenden Stimmenzahl. Dis dügeven. Der Rat der Volksbeauftragten, der Kommandeur, geg. L1hp.“ Die Opfer der Nuruhen. Jie. Srdse, Prianatersematen u ergraisn, drnte se die dastchun hun nur Lodnen Kaninstson ds Leu uud ver, Die Deulsche Narionalversammlung tritt gierung vertreten.: Verwundete eingeliefert. Das Kampffeld wird heute, Donnerstag, 1 Uhr mittags, zusammen, g Die#änftigs Meichanerfallu. nuch wetteren Opfern abgesucht. Die Gesamt sie wird von dem Volkebeauftragten Ebert mit„.„ S.":: nastige Reichsverfassung wird zahl wird sich sicher noch bedeutend erhöhen. einer Ansprache göffnet werden, von da ab int gon der Nationalversammlung verabschiedet, es sie Herr ihrer eigenen Geschicke. kann jedoch der Gebietsbestand der Freistaaten Nach parlamentarischem Brauch wird zunschg nu mit ihrer Zustimmung geündert werden. ein Alterspläsident den Vorsit übernehmen und Im übrigen kommen Reichsgesetze durch ein vorläufiges Bureau bestimmen, inzwischen Uebereinstimmung zwischen der NationalverHeute haben wir noch keine allgemeine, interna= Lürfte auch schon aus den Fraktionen ein Aelte. sammlung und dem Staatenausschuß zustande. tionale Anerkennung der neuen deutschen Reichs. Kenausschuß gewählt sein, der in Verbindung Ist eine solche Uebereinstimnung nicht zu erregierung. Soviel Respelt muß die demsche Na= mit dem vorläufigen Präsisium die Tagesord= zielen, so hat der Reichspräsident die Entschettionalversammlung der Welt einslößen, daß nung bestimmen wird. Jedenfalls wird zunächst dung durch eine Volksabstimmung herbeizu zur Wahl des Präßdiums und der Schriftführer führen. geschritten werden, und dann dürfte die Regie= 8 5. diese erfolgt. Weimar. Die Hauptstadt des früheren Zur Lage. Ein Brief Gerhart Hauptmanns an die Alliierten. Gerhart Hauptmann ve öffentlicht im„Verliner Togeblatt“ einen ossenen Brief an den Kongretz der Alltierten in Paris, in dem er sagt: Durch die Zeitungen gingen Nachrichten über tung zu ieum Bechensdeltsbrichs das Mort##. Auf dir Rattendlogsammlung faden die Wiedereinfahrung der Sitass.# nehmen, den, wie der„Vorwärtss meiher her die Artikel 91 Bis 38, 26—-33, der bisherigen Pet Eine der kritegführenden Mächt set ent den, wie der„Vorwärts“ weldet, der gauchgmrsag..““ schlossen, nach Uaterzeichnung des KriedensdoknGroßherzog= Vollsbeauftragte Scheidemann erstatten wird. ereichsverfassung entsprechend, Anwendung. tums Sachsen ist weltbekannt. Das hat die Ue Die erste große politische Aussprache dürfte de-§ 8. Die Geschüfte des Reiches werden berlieferung der Sbihe= und Schillerzeit bewirkt, mit am Sennabend ober am Anfang nächßer von einem Reichsprästdenten geführt. Der Zehntausende von Ausländern besuchen alljühr. Woche beginnen. lch die anmutige Stadt an der Ilm, in der die schloßen, nuch Anterzeichnung des Friebensostur mentes und Gründung des Oölkerdundes 300000 deutsche Briegsgefangene zurückzubehalten. Dieser noue Sklavevhalterstaat sei Frankreich. Wenn Reichspräsident hat das Reich völlerrechtlich zu man den Wiederaufdau französischer Städte durch vertieten, im Namen dis Reiches Verträge mu. keursche Lttaun in Eewögngg zögr, gleude er ch, daß im entscheidenden Augenblick sich die erfrieren! Ihr verurteilt sie zu einem elenden nsicht der Unausführbarkeit des Gedankens Tode Arbeitet! Denkt an unser Vaterland brechen müsse Die Franzosen dürften, ob und an unser Volk! rechter oder ungerechter Haß ihre Urteilskraft Schwere Ausschreitungen in Magdeburg. be, nicht vergessen, daß Lafayette 1489 bei der Magdebup 5 Febr. In der nzösischen Rationalversammlung den Antrag Nacht beging eine I Proklamierung allgemeiner Menschentechte waffnete Rotte. ann dähtende Ute und daß der erste Artikel dieser Deklara=sturg schwere Ausschreitungen ate Männer he. mu besage, daß der Mensch frei und gleich an freizen:.ceuuzen. Wie Manner beschten geboren sei und es bleibe. Man könne anarig u in Anzahl von Handgrangtenrum nicht glauben, daß Frankreich gesonnen das Gedäude auz 160 Gefangene, rausten durch ein neues Manifest grausamster Pha- Breiten Weg zahlreiche Läden nach Einsch] onenmoral Frondienst und Sklaverei zu ver=#.#, Schaufenster. Die Raube. eenenmexal Frondienst und Stlaveret Ju..(pe. Echaustnne:. Die nluuber waren mit gestohlener Munition versehen. Sie gaben zahlreiche Schreckschüsse ab, doch scheint niemand juden. auch die Bereinigten Staaten könnten es nicht zugeben. Zum Schlufse sagt Haupt. inn, daß es unstatthaft sei, Söhne eines begten Volkes zur Zwangsarbeit zu pressen. ückkehr deutscher Zivilinternierter aus England. Nach Verfügung der Regierung ist die Stadt verletzt worden zu sein. von Lettow=Vorbeck auf der Heimreise. Die Deutsche Waffenstillstandskommission teilt mit: Der Dampfer„Feldmarschall“ mit den Generälen von Lettow=Borbeck und Woehle, esel als Zentralsammelpunkt zur ersten Auf= dem Gouverneur Dr Schne# 24 O fizieren, 88 hme der aus England kommenden Zivilge= Militärpersonen, 19 Zivilisten, 106 Frauen und igenen bestimmt. Zur Unterbringung der Anmlinge ist die Kaserne zur Verfügung gestellt irden. Cin zweiter Transport von 600 Perien, Frauen und Kindern, ist eingetroffen. ich einer Meldung ans Rotterdam ging aus indon die Meldung ein, daß zurzeit die Einsiffung von 20—22000 deutschen Gefangenen folgt, die in allernächster Zeit in Deutschland sartet werden könnten. Die Linienkommanntur stellt Sonderzüge zum Abtransport der ikömmlinge in ihre Heimat. Neuer Uebergriff der Franzosen. Wie die Waffenstillstandskommission mitteilt, das gesamte Eigentum der Firma Gebrüder tumm in Neunkirchen an der Saar von den xanzosen unter Zwangsverwaltung gestellt brden. Es ist der erste Fall, daß die fransische Zwangsverwaltung über Elsaß Lothringen laus auf altdeutsches bezw. preußisches Gebiet bergriff. Die deutsche Waffenstillstandskommismn hat sofort den schärfsten Protest eingelegt gen diese neueste Anmaßung der französischen esatzungsbehörden. Wilson in der französischen Kammer. Paris, 5. Febr. Präsident Wilson in Beeitung von Poincaree, Deschanel, Clemenceau id Dobost wurde feierlich in der Kammer empsen. Deschanel hielt eine Lobrede auf Ameund Wilson und sagte u..: Dieser Krieg nicht wie andere gewesen, und auch der Friede sich von den anderen Friedensverträgen scheiden. Die Schuldigen müssen bestraft eden. Deutschland darf nicht mehr in der ige sein, Frankreich zu bedrohen. Wilson entgnete, daß er immer mehr die Freundschaft ffinde, die ihn mit dem französtschen Volbe binde. Die Zeit der Gefahr sei vorbet. Keine rohung sei mehr möglich, ohne daß die ganze sich erhebe. Ich kann nicht zugeben, fuhr son fort, daß die Gelttragödie sich wieder#lt. Die ganze Wiilt wird die Sicherit Frankreichsperbürgen. Wir id sein Freund, sein Wirkämpfer und sein Verzer und werden##st mitz Ihnen bleiben, dadie Welt in Freiheit gegesen kann. Verurteilte Spartabisten. Berlin, k. Heber Den Studeat der Rechte Nationalskonst####rmann Appelt, der zur stakusbesatzungd vssehauses gehört hatte, se von der Strll- Uster unter Anrechnung shaft zu einem Jahr Heizer Friedrich Obt∆ Besatzung gehörte, „Vorwärts“ und dem teingebände ne 1lt hatte, erhielt 9 MoGefängnis ue2? Aurechnung von 2 Wochen Intersuchungshaft. Brüder Felix und Alred Frick, beide russische Untertanen, die in der Spartakuswoche in die Eichhorngarde im Polietpräsidium Aufnahme fanden, erhielten 3 Modate bezw. 6 Wochen Gefängnis unter Anrech= ig von 2 Wochen Untersuchungshaft. Ein Notschrei an die Bergarbeiter! Kolberg, 3. Febr. Der Arbeiter= und Soldaten=Rat Kolberg erläßt folgenden Aufruf: Br#der, unsere Kinder, Kranken und Verwundeten 90 Kindern ist am 17. Januar von Dar es Salam über Südafrika nach Europa abgegangen. mittelversorgung ab 1. August wurde weiteren Vereinbarungen vorbehalten. — Gegen einen Nätehongreß. Der Vollzugsausschuß des Volks. und Soldatenrates Bielefeld Stadt und Land verwahrt sich einstimmig gegen eine erneute Berufung eines Kongresses der.= und S Räte Deutschlands. Ge vertritt einstimmig die Auffässung, daß die Regierung aller noch schwedenden Fragen nicht von einem Rätekongreß, sondern von der auf der Mehrheit des Volkes beruhenden Nationalversammlung zu erwarten ist. Admiral v. Schröder unter Mordanklage. In einem Schreiben an die Volksregierung verlangt der Zentralrat der Marine die sofortige Verhaftung des kommandierenden Admirals des Marinekorps v. Schröder. Admiral von Schröder soll eigenmächtig übereilt, und obwohl er vom großen Hauptquartier von dem Amnestieerlaß über politische Verbrechen Kenntnis haben mußte, die Erschießung zweier Matrosen dringend befohlen und mit allen Mitteln herbeigeführt haben. Ausland. Frankreich Von der Friedenskonferenz. Aus Paris wird gemeldet: Die verschiedenen Kommissionen in Parts sind in immer kürzeren Zwischenräumen an der Arbeit. Man beschleunigt den Fortschritt, so gut es geht. Besonders die Völkerbundkommisston findet große Schwierigkeiten vor. Nach der ersten begrenzten Freitagsitzung, in der die erste Diskussion über die Vorschläge von Smuts stattfand, hat Wilson der ersten Plenarsitzung am Montag präsidiert Wilson hofft zuversichtlich, daß die Hauptprinzipien desinitiv geregelt sein werden, wenn er Europa verläßt. Pariser Beschluß über die deutschen Kolonien. Das Pariser Komitee der zehn Vertreter der Großmächte befaßte sich in der DonnerstagSitzung mit der Prüfung der Kolonialfragen. Die ganze Erörterung bewegte sich auf der Grundlage der Wilsonschen Vorschläge, die Verwaltung der deutschen Kolonien dem Völkerbund zu übergeben, bezw Teile davon diesem oder jenem Staat unter Kontrolle der gesamten Mächte zu überlassen. Das englische Kriegskabinett hat sich der Wilsonschen Theorie angeschlossen, dagegen haben die Dominions energischen Protest kände so jammervoll bleibt. Die Gründe“ sind folgende: Man hat eine Reihe von Fahrzeugen, die früher im Dienst der Marine standen, für die Hochseeftsche###freigemacht. Ader anstatt mit ven Dampfern P# fischen, ist ein Teil der Matrosen auf den Fahrzeugen und macht Sozialisierungsexperimente. Das. Durchschnittsgehalt eines Mannes der Befahrung, die am Bruttogewinn beteiligt ist, berechnet sich nach diesen Forderungen im Monat auf 1 200 Mark, wozu noch freie Beköstigung und Wohnung kommt. Eine Sozialisierung der Hochseefischerei wäre wirtschaftlich undurchführbar. Einmäl kommt alles auf die individuelle Tätigkeit an, zum andern fehlen in der Hochseefischerei die großen Unternehmungen. —(Der Papiermangel) Eine Besserung in der Papierversoigung kann, wie wir von zuständiger Seite hören, unter keinen Umständen eintreten, solange nicht die Kohlenversorgung sich gebessert hat. Die Papierfrage ist eine Kohlenfrage. * Annen, 6. Febr.(Gemeinderatswahl.) Wie wir hören, werden die Wahlen zur Gemeindevertretung hierselbst am Sonntag, 2. März abgehalten werden. 6 Annen, 6. Febr.(Kriegsgefangenenhilfe Hörde) Ueber den als„vermißt" gemeldeten Gust. Friedhoff(geb. 11. 9. 91) ist Mitteilung eigegangen; die Angehörigen, welche in Annen wohnen sollen, werden gebeten, sich in unserer Geschäftsstelle zu melden.(Hörde, Penningsk. 5 geöffnet von—7 Uhr nachm.) § Annen, 6.br.(Freigabe von roher Wolle). Wie verlautet, wird die Verwaltung der Reichsleitung einen Teil der noch vorhandenen Bestände an roher Wolle freigeben. Für die Zuweisung sollen jedoch nur solche Fabrikanten berücksichtigt werden, die vor dem Kriege ausschließlich Wollstoffe=fabrizierten. Infolgedessen käme zuerst Sachsen in Betracht mit der großen Fabrikation an Damen=Wollstoffen. Es eingelegt. Schließlich einigte man sich dahin, wäre mit Freuden zu begrüßen, wenn durch die daß, wenn in einem dieser Gebiete sich genügend Zuweisungen von Wolle die betreffenden Fabrikultivierte Eingeborene befinden, die ihren na- kanten wieder etwas fabrizieren könnten. * 8 Wochen Um ggrts derr der gleichfelis: den Verkohr Beginn der internationalen Sozialistenkonferenz. Eine offizielle Sitzung der Delegierten der internationalen Sozialtstenkonserehz in Vern fand am Freitag nachmittag unter dem Vorsitz Brantings statt. Die englische Delegation ist nunmehr vollzählig erschienen. Unter den Neuangekommenen ist zu erwähnen der argentinische Delegierte Dr. Justo. Es wurde beschlossen, die Konferenz während der ganzen Woche beisammen zu halten und am Samstag auseinander zu gehen, so daß die deutschen Delegierten an der Nationalversammlung teilnehmen können Es wurden drei Kommissionen ernannt, die Vorentwärfe für den Völlerbund, für die territorialen Fragen und die internationale Arbeiter. schutzgesetzgebung auszuarbeiten haben. Diese Delegationen treten morgen zusammen. Sie werden nach der Ankunft der gesamten franzb. sischen Delegation Bericht erstatten können. Die Konferenz beginnt Montäg vormittag 10 Uhr unter dem Vorsitz von Branting, der die Eröffnungsrede halten wird.— Die belgischen und amertkanischen Delegierten zur internationalen Gewerkschaftskonferenz lehnten es ab, mit den deutschen Delegierten in Fühlung zu treten und an der Derner Konferenz teilzunihmen. — Die Lebensmittelversorgung Deutschlands. Die„Morningpost“ meldet aus Paris: Die Lebensmittelversorgung Deutschlands wurde auf der Pariser Konferenz dahin festgesetzt, daß Deutschland vom 1. April einen 50 prozentigen, tionalen Wünschen Ausdruck verleihen können, und tatsächlich imstande sind, sich selbst zu regieren, der Völkerbund ihren Wünschen Rechnung tragen soll. In dieser Beziehung nannte man namentlich Arabien und Mesopotamien. Die Bevölkerung dieser Länder soll Gelegenheit erhalten, ihrem Willen Ausbruck zu verlethen, sie soll entscheiden, od sie unabhängig werden oder unter dem Protektorat einer Großmacht leben will. We die Völker nicht imstande sind, sich selbst zu regieren, soll der Völkerbund entscheiden, wer die Souveränität ausüben soll. Der Bölkerbund. „Temps“ meldet: Im Kammerausschuß teilte Pichon mit, daß der Völkerbund zum 1. Oktober vollzogen sein werde. Lokales. 6 Annen, 6. Febr.(Der Weltkurs der Mark) ist heute etwa 45 Pfg. Das zeigt für jeden, der sehen will, wie viel wir zu arbeiten haben, um zu verkaufen, und wie viel wir zu bezahlen haben, wenn wir aus dem Auslande 8 Annen, 6 Fehr.(Spart mit den Kartoffeln). Das Reichserdährungsamt hat vom 3. 2. ab die wöchentliche Kartoffelratton der Versorgungsberechtigten auf 5 Pfund und die Tagesration der Selbstbersorger auf 1 Pfund herabgesetzt. Wer also eingekellert hat oder Selbstversorger ist, muß mit seinen Vorräten entsprechend länger auskommen. Die durch den Minderverbrauch ersparten Mengen werden ihm auf seinen Bedarf angerechnet und die Versorgungszeit wird entsprechend verlängert. Hiernach wolle sich ein Jeder richten, da bei vorzeitigem Verbrauch ein Ersatz nicht gewährt werden kann. 6 Stockum, 6 Jedt.(Einbruchsdiebstahl.) In der Nacht vom 30. auf den 31. Januae wurde der Ziegenstall der Frau Wwe. Wagner Salingerstraße durch Eindrücken der Wand gewaltsam erbrochen und zwei wertvolle Milchziegen daraus entwendet. Hoffentlich gelingt es im Interesse der so schwer geschädigten Witwe, die Täter zu ermitteln. Kruckel, 6. Febr.(Einbruchsdiebstahl.) Beim Landwirt Kohring im benachbarten GroßHolthausen erbrachen Diebe in der Nacht zum 2. Februar den Stall, schlachteten ein Kalb ab Lebensmittel einkaufen. Die Tatsache zeigt auch, und verschwanden unerkannt mit ihrer Beute. wie sehr wir uns in unnützen Ausgaben einschränken und sparsam in allem sein müffen, was internationalen Wert hat. Darum ist die nützliche Verwendung aller Kraft dringend nötig. Wir sind zunächst nicht in der Lage, dem Auslande Preisé vorzuschretben, denn heute gebraucht uns das Ausland nicht Es wird uns kommen, wenn wir wertvolle Produkte abgeben können. Durch Warenerzeugung bessern wir den Marktkurs, durch Arbeitseinstellung drücken wir ihn immer tiefer. Den Weltkrieg haben wir verloren, den Feldzug um die Rehabilitierung der Reichsmark müssen wir gewinnen. 6 Annen, 6 Febr.(Warum bekommen wir keine Seefische?) Der Reichskommissar für vom 1. Juli einen 100 prozentigen Zuschuß zu die Fischversorgung hat einem Mitarbeiter der seinem noch festzusetzenben, aus eigenen Vorräten„Boss Ztg.“ auseinandergesetzt, weshalb unsere zu deckenden Mindestbedarf erhält. Die Lebens= Versorgunn mit Seefischen trotz reichlicher BeDortmund, 5. Februar.(Straßenbahnerstreik) Seit gestern morgen ruht der Dortmunder Straßenbahnbetrieb, weil die größte Zahl des Fahrpersonals nicht erschienen war. Es haben sich zwar nicht alle dem Streik angeschlossen, aber mit den wenigen, die die Arbeitsniederlegung offenbar nicht billigen, ließ sich ein geordneter Betrieb nicht aufrechterhalten In den Werkstätten des Straßenbahnbetriebes wird ohne Störung gearbeitet. —(Nur ein Gerücht.) In Dortmund lief gestern ein Gerücht um, wonach im Vortmunder Bezirkskommando sämtliche Soldaten den Dienst verweigert hütten. Wie der BezirksSoldatenrat erklärt, wurden durch ein MißverGebrochener Stolz. Roman von Alfred Sassen. 27 Nachdruck verbeten. Die Komtesse hatte sich von vornherein mit den Kindern beschäftigt. Sie konnte sich zu dem kleinen Volk niederbeugen und so einigermaßen die Züge ihres Gesichtes verbergen, in denen sich das wilde, schmerzhafte Zucken ihres Herzens widerspiegelte. Die mächtig anschwellenden Tonwellen des Weihnachtsliedes, in das, außer ihr und Lotte, alle klar und freudig einstimmten, brausten gegen sie heran wie erstickende Wasserfluten. Sie meinte vergehen zu müssen, kaum vermochte sie sich aufrechtzuerhalten. Ach, für sie war die Weihnachtsfeier ja ein Hohn, ein Schlag ins Gesicht!„Friede auf Erden— und den Menschen ein Wohlgefallen!" Jedes Wort war für sie wie ein Kesserschnitt. Sie hätte fliehen mögen—hinaus Nacht und Schnee. Sie wußte auch: wohin. Der Teich am Waldrand stieg auf einmal vor ihrem in sich gekehrten Auge empor. Sie sah ihn so, wie er damals an dem verhängnisvollen Tage ihrer Kindheit sich gezeigt— mit dem zerborstenen Eise, aus dem schwarz und gurgelnd das Wasser emporquolt. Ach, hinein in dieses schwarze, unheimliche Wasser! In seiner Tiefe fand sie, was dieser Weihnachtsabend prahlerisch verhieß, ihr aber vie und nimmer geben konnte— Ruhe und Frieden! Zum zweiten Male sollte er, der Verräter, sie nicht retten, aber Mörder sollte er sich nennen müssen, denn er war's, der sie da hinabgestoßen. 2n. er.... in Ach, wenn sie ihn doch hätte quälen können, durch sein ganzes Leben hindurch mit bittersten Qualen verfolgen!... Aber nicht um jenen Preis. Er sollte ja gar nicht ahnen, wie es in ihr aussah, wie seine Untreue sie getroffen. Seine Untreue, jawohl! In ihrem verwundeten Herzen voll Zorn und Qual schob sie ihm alle Schuld zu. Sie wollte nicht daran denken, wie sie durch die Schranke, die sie in den letzten Jahren zwischen sich und ihm aufgerichtet, seinen Stolz gedemütigt, sein feuriges und doch so weiches Herz ins Innerste getroffen hatte. War es denn kokette Spielerei gewesen, die sie ferngehalten? Wahrhaftig nicht. Sie hatte mit einem wirklichen Feinde gerungen, mit den stolzen Instinkten ihres Blutes, mit den Vorurteilen ihrer Erziehung, ihrer Kreise. Und sie war als Siegerin aus dem Kampfe hervorgegangen. Geläutert und darum rein und wahrhaftig wie in den Tagen der Kindheit hatte sie ihm entgegentreten wollen— und da führte er den heimtückischen verröterischen Schlag!. O. er dachte klein und erbärmlich, sonst hätte er sich in ihr Denken und Fühlen hineinversetzt, hätte sie verstanden und entschuldigt, hätte vertraut und gewartet! Ein Dichter wollte er sein? Ein Stümper war er! Das Prophetenauge eines Dichters hätte erkannt, wie es um sie stand, und daß sie ihm diese Prüfung auferlegen mußte, weil sie nicht aus ihrer innersten Natur herauskonnte, weil es erst galt, sich ehrlich zu mutiger Klarheit durchzuringen. Aber er schritt auf der breiten Heerstraße dahin, selbstgefällig und urteilslos, verständlich waren ihm nur die Erscheinungen bieses uralten, hübsch festgetretenen Weges, wer ihm darauf entgegenkam, den grüßte er, und als eine dahertrippelte, die ihn zuerst grüßte, die ihm winkte, ihn an sich lockte, da tat er, was auf dieser lieben, breiten Heerstraße vor ihm Tausende und Abertausende getan— er ging in das Netz. Und er fühlte sich gewiß auch wohl darin. Er war im stillen froh und glücklich, daß sich seine enge, alltägliche Seele nicht an der Seite eines Adlers aufschwingen mußte in reine, klare Höhenluft! Nun, mochte er im Staube der Alltäglichkeit bleiben. Für sie war er tot, ausgetan wie ein Licht. Nicht einmal mit Haß und Zorn wollte sie ihn verfolgen, nein, mit lächelnder Gleichgültigkeit, die dem, den sie trifft, die Luft benimmt, die ihn im buchstäblichen Sinne hinunterdrückt in den Staub, daß er ihn auf der Zunge spürt und den widrigen Geschmack nicht mehr loszuwerden vermag. Diese Gleichgültigkeit sollte ihre Waffe sein... Und dann würde sie sich auch wiederfinden, würde frei werden von der Last, die sie jetzt noch auf Hirn und Herz fühlte. Nur ein wenig zielbewußter Mut gehörte dazu... Und als endlich die Leute gegangen waren und die Mamsell vorsichtig die Lichter dort am Baum verlöschte, warf die Komtesse in ihrer hochfahrenden Weise den Kopf in den Nacken, tat einen tiefen Atemzug und wandte sich mit einem entschlossenen Leuchten im Gesicht zur Mutter. „So, Mama, nun gehören wir uns an. Nun wollen wir fröhlich und guter Dinge sein— und morgen, wenn Axel da ist, erst recht.“ Sie sah, daß Lotte ihr bei diesen herausfordernden Worten einen raschen, erschrocken prüfenden Blick zuwarf, aber sie tat, als achte sie gar nicht darauf, sondern zog die Mutter mit sich fort in den kleinen, weißen Saal, wo sie sich unter verhüllenden Tüchern gegenseitig ihre Geschenke aufgebaut hatten. Auch hier brannte ein Weihnachtsbaum, und der Hauch des schönen Festes zog freundlich, feierlich durch den Raum. Lotte, die mitgekommen war, erhielt gleichfalls eine Menge reicher und nützlicher Geschenke, und es gab ein allgemeines Küssen und Händeschütteln des Dankes, in das plötzlich die Meldung des Dieners hineinfiel, daß Leutnant Axel von Belgern unvermute noch mit dem jetzten Zuge angekommen sei. Eine glühende Röte überzog jäh das Antlitz der Komtesse. Axel hatte sich also an diesem Tage, der das festeste Bindeglied zwischen Familienangehörigen ist, von den Seinen losgemacht, um hierher zu eilen. Die beiden Freundinnen sahen sich unwillkürlich an. In Klementinens Augen leuchtete es wie wilde, trotzige Genugtuung. Ja, Axel kam heute schon, weil Liebe und Sehnsucht nach der schönen Cousine, von der er sich eine Antwort zu holen hatte, sein Herz beherrschten. Diese Erkenntnis strahlte triumphierend aus dem Blic der Komtesse. Lotte konnte nicht anders, sie hob bittend die Hände und streckte sie Klementine ent gegen, die sich aber achselzuckend abwendete und an die Seite der Mutter trat. indnis der ausführende: mmer des Bezirkskom iter Bewachung gestel sachlage seien die Post zogen worden, auch ge unveränderter Weise Haspe, 5. Fedr. n Dienstag abend sich em Dürreschen Hamme ufen vergnügten, bra n. Während der 13 ermochte, geriet der 16 ecke und ertrank, Mülheim, 5. Fe külheim Ruhr.) Die ve utenschaft und die staatl aben am Dienstag ab er Besetzung des Bahn sofen durch Mitglieder ingswehr von Mittwoch dienst einzustellellen bez ulegen. Dadurch ruht Bahn, Post und Stadt. sicht erteilt Kein Zug Bahnhöfe passteren Köln,.“ Febr. Städtename Köln wird er städtischen Verwaltu schrieben. Köln, 5. Febr.( Sonnabend nachmittag seim Eislaufen auf einer Damm ein und geriete Eisdecke. Hierbei sind d Köln, 5. Febr.(9 atastrophe? Dem„Lo hemeldet: Die Stadtoel Stadtverordnetensitzung Nahrungsmittelmangel n bewirkt hat. Köln sei iner katastrophalen Hu die Entente nicht mit Ne Förderung der Milchmit Kraftfuttermitteln verwaltung wurde beau schrift an den englischen um baldigste Versorgung 2o Mark Solange der Albert So Provinzielle Nachrichten. Papier- Serrietter vorrätig bei Fritz Küching, Buchhdl. (Hemden, Bein — in besten ∆ A. Dont 13 160 cm Meter##4 (Fortsetzung folgt). FEGIGN Anzige, Ko Oostümr Albert Se #ndnis der ausführenden Organe die Geschäftsumer des Bezirkskommandos vorübergehend hter Bewachung gestellt. Nach Klärung der Bachlage seien die Posten jedoch sofort zurückzogen worden, auch gehe der Geschäftsdetrieb unveränderter Weise weiter. Haspe, 5. Febr.(Opfer des Eises.) Als in Dienstag abend sich mehrere Peisonen auf Im Dürreschen Hammerteich mit Schlittschuhufen vergnügten, brachen die Brüder Meckel n. Während der 13 jährige sich zu retten ermochte, geriet der 16 jährtge unter die Eisecke und ertrank, Mülheim, 5. Febr.(Beamtenstreik in Rülheim Ruhr.) Die vereinigte Mülheimer BeIntenschaft und die staatlichen Arbeiter Mülheims aben am Dienstag abend beschlossen, infolge er Besetzung des Bahnhofs Mülheim-Epping= sofen durch Mitglieder der Mülhetmer Sichermitteln zu bitten. Ferner wurde beschlossen, entsprechende Vorstellungen auch bei der Reichs. regierung zu erheben als der zunächst dafür zuständigen Stelle. Koblenz, 5. Fobr.(Amerikaner gegen deutsche Würdelosigkeit.) Die amerikanische Besatzungsbehörde macht bekannt, daß das Auslegen in den Schaufenstern und der Verkauf jeder Art von Schmuckgegenständen und Andenken, die die amerikanischen Farben tragen, auf das strengste veeboten ist, und drohen für Zuwiederhandelnde die schwersten Gefängnisstrafen an. n " Neues aus aller Der Selbstmord Albert Ballins. In den Anfangstagen der Revolution ist #ngswehr von Mittwoch früh 5 Uhr ab den bekanntlich der Generaldirektor der Hapag, Albert Dienst einzustellellen bezw. die Arbeit nieder- Ballin, plötzlich, angeblich am Schlaganfall, verulegen. Dadurch ruht der gesamte Dienst bei storben. Es gingea im Zusammenhang damit Bahn, Post und Stadt. Auch wird kein Unter= allerhand Gerüchte um, die wissen wollten, daß sicht erteilt Kein Zug wird die Mülheimer, dieser ebedem ohnmächtige Mann keines natür wäre es höchst unerfreulich, wenn plötzlich Privatbriefe des Kaisers und anderer höher Persönlichketten, mit denen der Tote in regem Briefwechsel stand, in der ausländischen Presse das Licht der Welt erblickten. ** ** — Nächtlicher Ueberfall auf einen Getstlichen. Einen Raubüberfall robester Art vollführten Unbekannte auf den 62 Jahre alten Pfarrer Ludwig Spohr in Alt Tarnowitz. Ein Mann rief den Pfarrer zu einem Kranken. Als er dem Rufe folgte, sah er noch, wie diesem einen Manne sich drei Komplizen anschlossen. Sie schlugen ihn nieder und verletzten ion schwer Sie drangen ins Haus und raubten mehrere tausend Mark. Von den Tätern hat man keine Spur. Bahnhöfe passteren Köln,.“ Febr.(Köln mit„“.) Der Städtename Köln wird von jetzt an im Bereich er städtischen Verwaltung wieder mit„K“ geschrieben. Köln, 5. Fehr.(3 Personen ertrunken.) Sonnabend nachmittag brachen sechs Personen Seim Eislaufen auf einer Rheinbucht am Niebler Damm ein und gerieten zum Teil unter die Eisdecke. Hierbei sind drei Perfonen ertrunken. Köln, 5. Febr.(Köln vor einer Hungeratastrophe? Dem„Lok=Anz“ wird aus Köln emeldet: Die Stadtverwaltung legte in der Stadtverordnetensitzung dar, wie verheerend der Mahrungsmittelmangel während der Kriegsjahre Frist wurde ihm nicht gewährt, er wurde vielmehr ersucht, kein Stück Papier aus seinem Schreibtisch mitzunehmen und binnen fünf Minuten das Bureau zu räumen. Innerhalb dieser wenigen Minuten nahm Ballin Gift. Er wurde suchens, mit sogleich in das nächste Krankenhaus geschafft und pertz#ndeln ihm der Magen ausgepumpt. Er stard jedoch Neueste Abbau der feindlichen Besetzung. Köln, 5 Februar. Die„Köln Volkeztg.“ berichtet aus.Gladbach: Der belgische Zivilgeuverneur für die vierte Zone, Jackuard, ist her eingetroffen, um die Zioiloerwaltung rium des Innern folgendes Telegramm gerichtet: Oberbürgermeisterposten ungesetzlich besetzt. Stadtverordnetenversammlung gesprengt, daher Bildung des gesetzlich vorgeschriebenen Wahlausschusses nicht möglich. Was tun? * Generalstreik in Düsseldorf. Düsseldorf, 5. Febr. Der Generalstreit der vereinigten Beamten= und Berufsorganisationen Düsseldorfs hat heute vormittag 12 Uhr begonnen. Die telephonische und telegraphische Verbindung ist unterbrochen. besetzten Gevietes darauf vorzubereiten, daß von der Unterzeichnung des Vorfriedensaktes an der allmähliche staffelweise Abbau der militätischen Besetzung auf ein Mindestmaß erfolgen werde. „Die Anarchie in Düsseldorf. ewirkt hat. Köln sei in kürzester Zeit von unter den Händen des Arztes. iner katastrophalen Hungersnot bedroht, wenn kanzlei wird nunmehr bestätigt, daß der Sclosrlichen Todes gestorben sei. Letzt endlich ist eas Dunkel gelichtet worden. Als am 8 Novemder die Revolution in Hamburg gesiegt hatte, erschienen in den Direktionsräumen der Hapag Beauftragte des Arbeiter- und Soldatenrates und forderten Ballin auf, sein Bureau sofort zu verlassen. Ballin bat um eine Frist von einer Viertelstunde, damit er seine Papiere ordnen und das Wichtigste mitnehmen könne. Dieseferlassen fol schmen könne,##ttusen fbigende Bekanntmachung: Der Vollzugsausschuß des Arbeiterrates hat uns auf unser gestriges Schretben und die darin enthaltene Aufforderung eine Antwort nicht erteilt. Das bedeutet die Ablehnung unseres Eruns über unsere Forderungen zu Deshalb beginnt heute mittag um 12 Uhr der Generalstreik. Im Laufe des geE#t strigen Toges hat sich noch eine große Anzahl Mord und Aufruhr in Petersburg. Nach einer Meldung aus Stockdolm erfährt das Helsingforser Blatt Danomat über Wiborg von aus Petersburg angekommenen Flüchtlingen, daß unter den Petersburger Truppen Aufruhr ausgebrochen sei. In der Stadt sei Maschinen= gewehrfeuer vernehmbar. Von Kronstadt aus werde Petersburg durch Artillerie bombardiert. Die Petersburger Straßen seien mit Leichen bedeckt. Lenin sei bereit, gegen Amnestie für sich und seine Anhängär vor der Entente zu kapitudes lieren. Furchtbare Grausamkeiten der Serben. Budapest, 5. Febr. Wie dem Bureau „Europa Preß“ gemeldet wird, wurde von den Serben das Dorf Aderjan umzingelt, die BeDüsseldorf, 5. Februar. Die vereinigten wohner in die Häuser getrieben und dann das Beamten= und Berufsorganisationen Düsseldorfs ganze Dorf angezündet. Es dürften hierbei säntliche Einwohner zu Grunde gegangen sein. die Entente nicht mit Nahrungsmitteln und zur mord Ballins dem Chef der Reichsleitung seir on Behörden, Vereinigungen und Veirieben Förderung der Milch= und Fleischversorgung Wochen bereits bekannt sei. Warum man daraus gen veienttien Beamten und Verufsorganisanit Kraftfuttermitteln eingreife. Die Stadt= ein Geheimnts gemacht hat, ist nicht recht er= stionen Dusseldorfs angeschlossen. verwaltung wurde beauftragt, in einer Denk= findlich Nicht ohne Interesse wäre es, zu er= Ein Notschrei. schrift an den englischen Oderbefehlshaber diesen fahren, welche Paptere dem Arbeiter= und Sol Düsseldorf, 5. Febr. Das städtische Wahlim baldigste Versorgung Kölns mit Nahrungs= datenrate in die Hände gefallen sind Jedenfalls amt Düsseldorf hat an das preußtsche MinisteAus Szegedin wurden bisher Adorjan geschafft 200 Särge nach 20 Mark 5 Solange der Vorrat reicht. Albert Schreiber. Papier- Serrietser vorrätig bei Fritz Küching, Buchhdl. 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In der vorletzten anzöstschen Rationalversammlung den Antrag Nacht beging eine eiwa 89 Mann zählende deProklamterung allgemeiner Menschenrechte waffnete Rotte in Soldatenuniform in Magbe. lte und daß der erste Artikel dieser Deklara= burg schwere Ausschrettungen. Die Männer ben besage, daß der Mensch frei und gleich an freiten durch eine Anzahl von Handgrangtenschten geboren sei und es bleibe. Man könne angriffen im Justizpalast 160 Gefangene, raubten rum nicht glauben, daß Frankreich gesonnen dag Gebäude aus und plünderten dann auf dem durch ein neues Manifest grausamster Pha- Breiten Weg zahlreiche Läden nach Einschlagen onenmoral Frondienst und Sklaveret zu ver- der Schaufenster. Die Rauber waren mit geinden. Auch die Vereinigten Staaten könnten pohlener Munition versehen. Sie gaben zahles nicht zugeben. Zum Schlufse sagt Haupt. ann, daß es unstatthaft sei, Söhne eines begten Volkes zur Zwangsarbeit zu pressen. ückkehr deutscher Zivilinternierter aus England. Kohrentr Munirion versehen, Ei Burin„hl reiche Schreckschüsse ab, doch scheint niemand verletzt worden zu sein. von Lettow=Vorbeck auf der Heimreise. Die Deutsche Waffenstillstandskommission teilt mit: Der Dampfer„Feldmarschall“ mit England. steilt mit: Der Dampfer„Feldmarsch Nach Verfügung der Regierung ist die Stadt den Generälen von Lettow=Borbeck und Woehle, esel als Zentralsammelpunkt zur ersten Auf= dem Gouverneur Dr Schne# 24 O fizieren, 88 hme der aus England kommenden Zivilge= Militärpersonen, 19 Zivilisten, 106 Frauen und hgenen bestimmt. Zur Unterbringung der An= 90 Kindern ist am 17. Januar von Dar es mittelversorgung ab 1. August wurde weiteren Vereinbarungen vorbehalten. — Gegen einen Nätehongreß. Der Vollzugsausschuß des Volks- und Soldatenrates Bielefeld Stadt und Land verwahrt sich einstimmig gegen eine erneute Berusung eines Kongresses der.= und S Räte Deutschlands. Ge vertritt einstimmig die Auffässung, daß die Regierung aller noch schwedenden Fragen nicht von einem Rätekongreß, sondern von der auf der Mehrheit des Volkes beruyenden Nationalversammlung zu erwarten ist. Mereempur mnemnaee mmlinge ist die Kaserne zur Verfügung gestellt ##rden. Cin zweiter Transport von 600 wen, Frauen und Kindern, ist eingetroffen. saich einer Meldung ans Rotterdam ging aus indon die Meldung ein, daß zurzeit die Einstffung von 20—22000 deutschen Gefangenen folgt, die in allernächster Zeit in Deutschland wartet werden könnten. Die Linienkommanntur stellt Sonderzüge zum Abtransport der sikömmlinge in ihre Heimat. Neuer Uebergriff der Franzosen. Wie die Waffenstillstandskommission mitteilt, das gesamte Eigentum der Firma Gebrüder tumm in Neunkirchen an der Saar von den kanzosen unter Zwangsverwaltung gestellt prden. Es ist der erste Fall, daß die fransische Zwangsverwaltung über Elsaß Lothringen maus auf altdeutsches bezw. preußisches Gebiet bergriff. Die deutsche Waffenstillstandskommishu hat sofort den schärfsten Protest eingelegt igen diese neueste Anmatung der französischen esatzungsbehörden. Wilson in der französischen Kammer. Paris, 5. Febr. Präsident Wilson in Beeitung von Poincaree, Deschauel, Clemenceau id Dobost wurde feierlich in der Kammer empzen. Deschanel hielt eine Lobrede auf Amen und Wilson und sagte u..: Dieser Krieg nicht wie andere gewesen, und auch der Friede zuß sich von den anderen Friedensverträgen aterscheiden. Die Schuldigen müssen bestraft serden. Deutschland darf nicht mehr in der age sein, Frankreich zu bedrohen. Wilson entegnete, daß er immer mehr die Freundschaft pfinde, die ihn mit dem französtschen Volbe #rbinde. Die Zeit der Gefahr sei vorbei. Keine #edrohung sei mehr möglich, ohne daß die ganze Pelt sich erhebe. Ich kann nicht zugeben, fuhr Rilson fort, daß die(elttragödie sich wieder. olt. Die ganze Wiilt wird die Sichereit Frankreichs verbürgen. Wir #nd sein Freund, sein Witkämpfer und sein Ver#diger und werden##### mitz Ihnen bleiben, da#it die Welt in Freieit genesen kann. Verurteiste Spartabisten. Berlin, 5. Heber Dev Studeat der Rechte Nationalskonen####mann Appelt, der zur ntakusbesatzungd„ Fssehauses gehört hatte, se von der Strül. Ester unter Aurechnung 8 Wochen Um shaft zu einem Jahr ignis vern+ Heizer Friedrich Bbtder gleichfalis: 1 Besatzung gehörte, den Verkohr u„Vorwärts“ und dem teingebäude ve Uiit hatte, erhielt### Gefängnis uelr! Aurechnung von 2 Wochen Intersuchungshaft. Brüder Felix und AlFrick, beide russische Untertanen, die in der partakuswoche in die Eichhorngarde im Polipräsidium Aufnahme fanden, erhielten 3 Mobezw. 6 Wochen Gefängnis unter Anrech= ug von 2 Wochen Untersuchungshaft. Ein Rotschrei an die Bergarbeiter! Kolberg, 3. Jebr. Der Arbeiter= und boldaten=Rat Kolberg erlüßt folgenden Aufruf: der, unsere Kinder, Kranken und Verwundeten Salam über Südafrika nach Europa abgegangen. Admiral v. Schröder unter Mordanklage. In einem Schreiben an die Volksregierung verlangt der Zentralrat der Marine die sofortige Verhaftung des kommandierenden Admirals des Marinekorps v. Schröder. Admiral von Schröder soll eigenmächtig übereilt, und obwohl er vom großen Hauptquartier von dem Amnestieerlaß über politische Verbrechen Kenntnis haben mußte, die Erschießung zweier Matrosen dringend befohlen und mit allen Mitteln herbeigeführt haben. Frankreich Von der Friedenskonferenz. Aus Paris wird gemeldet: Die verschiedenen Kommissionen in Parts sind in immer kürzeren Zwischenräumen an der Arbeit. Man beschleunigt den Fortschritt, so gut es geht. Besenders die Völkerbundkommission findet große Schwierig. keiten vor. Nach der ersten begrenzten Freitagsitzung, in der die erste Diskussion über die Vorschläge von Smuts stattfand, hat Wilson der ersten Plenarsitzung am Montag präsidiert Wilson hefft zuversichtlich, daß die Hauptprinzipien definitiv geregelt sein werden, wenn er Europa verläßt. Pariser Beschluß über die deutschen Kolonien. Das Pariser Komitee der zehn Vertreter der Großmächte befaßte sich in der DonnerstagSitzung mit der Prüfung der Kolonialfragen. Die ganze Erörterung bewegte sich auf der Grundlage der Wilsonschen Vorschläge, die Verwaltung der deutschen Kolonien dem Völkerbund zu übergeben, bezw Teile davon diesem oder jenem Staat unter Kontrolle der gesamten Mächte kände so jammervoll bleibt. Die Gründe“ sind folgende: Man hat eine Reihe von Fahrzeugen, die früher im Dienst der Marine standen, für die Hochseeftscheu##freigemacht. Aber anstatt mit ven Dampfern P fischen, ist ein Teil der Matrosen auf den Fahrzeugen und macht Sozialisterungsexperimente. Das. Durchschnittsgehalt eines Mannes der Befahrung, die am Bruttogewinn beteiligt ist, berechnet sich nach diesen Forderungen im Monat auf 1 200 Mark, wozu noch freie Beköstigung und Wohnung kommt. Eine Sozialisierung der Hochseefischerei wäre wirtschaftlich undurchführbar. Einmäl kommt alles auf die individuelle Tätigkeit an, zum andern fehlen in der Hochseefischerei die großen Unternehmungen. —(Der Papiermangel) Eine Besserung in der Papierversorgung kann, wie wir von zuständiger Seite hören, unter keinen Umständen eintreten, solange nicht die Kohlenversorgung sich gebessert hat. Die Papierfrage ist eine Kohlenfrage. Annen, 6. Febr.(Gemeinderatswahl.) Wie wir hören, werden die Wahlen zur Gemeindevertretung hierselbst am Sonntag, 2. März abgehalten werden. § Annen, 6. Febr.(Kriegsgefangenenhilfe Hörde) Ueber den als„vermißt“ gemeldeten Gust. Friedhoff(geb. 11. 9. 91) ist Mitteilung eigegangen; die Angehörigen, welche in Annen wohnen sollen, werden gebeten, sich in unserer Geschäftsstelle zu melden.(Hörde, Penningsk. 5 geöffnet von—7 Uhr nachm.) § Annen, 6.br.(Freigabe von roher Wolle). Wie verlautet, wird die Verwaltung der Reichsleitung einen Teil der noch vorhandenen Bestände an roher Wolle freigeben. Für die Zuweisung sollen jedoch nur solche Fabvikanten berücksichtigt werden, die vor dem Kriege Politische Rundschau. Beginn der internationalen Sozialistenkonferenz. Eine offizielle Sitzung der Delegierten der internationalen Sozialtstenkonferehz in Vern fand am Freitag nachmittag unter dem Vorsitz Brantings statt. Die englische Delegation ist nunmehr vollzählig erschienen. Unter den Neuangekommenen ist zu erwähnen der argentinische Delegierte Dr. Justo. Es wurde beschlossen, die Konferenz während der ganzen Woche beisammen zu halten und am Samstag auseinander zu gehen, so daß die deutschen Delegierten an der Nationalversammlung teilnehmen können Es wurden drei Kommissionen ernannt, die Vorentwürfe für den Böllerbund, für die territorialen Fragen und die internationale Arbeiterschutzgesetzgebung auszuarbeiten haben. Diese Delegationen treten morgen zusammen. Sie werden nach der Ankunft der gesamten franzb. sischen Delegation Bericht erstatten können. Die Konferenz beginnt Montäg vormittag 10 Uhr unter dem Vorsitz von Branting, der die Eröffnungsrede halten wird.— Die belgischen und amertkanischen Delegierten zur internationalen Gewerkschaftskonferenz lehnten es ab, mit den deutschen Delegierten in Fühlung zu treten und an der Derner Konferenz teilzunihmen. — Die Lebensmittelversorgung Deutschlands. Die„Morningpost“ meldet aus Paris: Die Lebensmittelversorgung Deutschlands wurde auf der Pariser Konferenz dahin festgesetzt, daß Deutschland vom 1. April einen 50 prozentigen, vom 1. Juli einen 100 prozentigen Zuschuß zu seinem noch festzusetzenben, aus eigenen Vorräten zu deckenden Mindestbedarf erhält. Die Lebensjenem Staat unter Kontrolle der gesamten um kanten berücksichtigt werden, die vor dem Kriege zu überlassen. Das englische Kriegskabinett hat ausschließlich Wollstoffe=fabrizierten. Infolgesich der Wilsonschen Theorie angeschlossen, da= dessen käme zuerst Sachsen in Betracht mit der gegen haben die Dominions energischen Protest großen Fabrikation an Damen=Wollstoffen. Es eingelegt. Schließlich einigte man sich dahin, wäre mit Freuden zu begrüßen, wenn durch die daß, wenn in einem dieser Gebiete sich genügend Zuweisungen von Wolle die betreffenden Fabrikultivierte Eingeborene befinden, die ihren na- kanten wieder etwas fabrizieren könnten. tionalen Wünschen Ausdruck verleihen können,# Annen, 6 Fehr:(Spart mit den Karund tatsächlich imstande sind, sich selbst zu re-toffeln). Das Reichsernährungsamt hat vom 3. gieren, der Völkerbund ihren Wünschen Rechnung 2. ab die wöchentliche Kartoffelratton der Vergieren, der Völkel=#nscheen Ganschen biechnung tragen soll. In dieser Beziehung nannte man namentlich Arabien und Mesopotamien. Die Bevölkerung dieser Länder soll Gelegenheit erhalten, ihrem Willen Ausdruck zu verlethen, sie soll entscheiden, ob sie unabhängig werden oder unter dem Protektorat einer Großmacht leben will. Wo die Völker nicht imstande sind, sich selbst zu regieren, soll der Völkerbund entscheiden, wer die Souveränität ausüben soll. Der Bölkerbund. „Temps“ meldet: Im Kammerausschuß teilte Pichon mit, daß der Völkerbund zum 1. Oktober vollzogen sein werde. Lokales. § Annen, 6. Febr.(Der Weltkurs der Mark) ist heute etwa 45 Pfg. Das zeigt für jeden, der sehen will, wie viel wir zu arbeiten haben, um zu verkaufen, und wie viel wir zu bezahlen haben, wenn wir aus dem Auslande sorgungsberechtigten auf 5 Pfund und die Tagesration der Selbstbersorger auf 1 Pfund herabgesetzt. Wer also eingekellert hat oder Selbstversorger ist, muß mit seinen Vorräten entsprechend länger auskommen. Die durch den Minderverbrauch ersparten Mengen werden ihm auf seinen Bedarf angerechnet und die Versorgungszeit wird entsprechend verlängert. Hiernach wolle sich ein Jeder richten, da bei vorzeitigem Verbrauch ein Ersatz nicht gewährt werden kann. 6 Stockum, 8 Jedt.(Einbruchsdiebstahl.) In der Nacht vom 30. auf den 31. Januat wurde der Ziegenstall der Frau Wwe. Wagner Salingerstraße durch Eindrücken der Wand gewaltsam erbrochen und zwei wertvolle Milchziegen daraus entwendet. Hoffentlich gelingt es im Interesse der so schwer geschädigten Witwe, die Täter zu ermitteln. Kruckel, 6. Febr.(Einbruchsdiebstahl.) Beim Landwirt Kohring im benachbarten GroßHolthausen erbrachen Diebe in der Nacht zum 2. Februar den Stall, schlachteten ein Kalb ab Lebensmittel einkaufen. Die Tatsache zeigt auch, und verschwanden unerkannt mit ihrer Beute. wie sehr wir uns in unnützen Ausgaben einschränken und sparsam in allem sein müffen, was internationalen Wert hat. Darum ist die nützliche Verwendung aller Kraft dringend nötig. Wir sind zunächst nicht in der Lage, dem Auslande Preisé vorzuschreiben, denn heute gebraucht uns das Ausland nicht Es wird uns kommen, wenn wir wertvolle Produkte abgeben können. Durch Warenerzeugung bessern wir den Marktkurs, durch Arbeitseinstellung drücken wir ihn immer tiefer. Den Weltkrieg haben wir verloren, den Feldzug um die Rehabilitierung der Reichsmark müssen wir gewinnen. 6 Annen, 6. Febr.(Warum bekommen wir keine Seefische?) Der Reichskommissar für die Fischversorgung hat einem Mitarbeiter der Frovinzielle Nachrichten. Dortmund, 5. Februar.(Straßenbahnerstreik) Seit gestern morgen ruht der Dortmunder Straßenbahnbetrieb, weil die größte Zahl des Fahrpersonals nicht erschienen war. Es haben sich zwar nicht alle dem Streik angeschlossen, aber mit den wenigen, die die Arbeitsniederlegung offenbar nicht billigen, ließ sich ein geordneter Betrieb nicht aufrechterhalten In den Werkstätten des Straßenbahnbetriebes wird ohne Störung gearbeitet. —(Nur ein Gerücht.) In Dortmund lief gestern ein Gerücht um, wonach im Vortmunder ezirkskommando sämtliche Soldaten die Fischversorgung hat einem Mitarbeiter der Bezirkskommando sämtlich „Boss Ztg.“ auseinandergesetzt, weshalb unsere den Dienst verweigert hütten. Wie der BezirksVersorgung mit Seefischen trotz reichlicher Be= Soldatenrat erklärt, wurden durch ein MißverGebrochener Stolz. Roman von Alfred Sassen. 27 Nachdruck verboten. Die Komtesse hatte sich von vornherein mit den Kindern beschäftigt. Sie konnte sich zu dem kleinen Volk niederbeugen und so einigermaßen die Züge ihres Gesichtes verbergen, in denen sich das wilde, schmerzhafte Zucken ihres Herzens widerspiegelte. Die mächtig anschwellenden Tonwellen des Weihnachtsliedes, in das, außer ihr und Lotte, alle klar und freudig einstimmten, brausten gegen sie heran wie erstickende Wasserfluten. Sie meinte vergehen zu müssen, kaum vermochte sie sich aufrechtzuerhalten. Ach, für sie war die Weihnachtsfeier ja ein Hohn, ein Schlag ins Gesicht!„Friede auf Erden— und den Menschen ein Wohlgefallen!“ Jedes Wort war für sie wie ein Resserschnitt. Sie hätte fliehen mögen—hinaus in Nacht und Schnee. Sie wußte auch: wohin. Der Teich am Waldrand stieg auf einmal vor ihrem in sich gekehrten Auge empor. Sie sah ihn so, wie er damals an dem verhängnisvollen Tage ihrer Kindheit sich gezeigt— mit dem zerborstenen Eise, aus dem schwarz und gurgelnd das Wasser emporquoll. Ach, hinein in dieses schwarze, unheimliche Wasser! In seiner Tiefe fand sie, was dieser Weihnachtsabend prahlerisch verhieß, ihr aber vie und nimmer geben konnte— Ruhe und Frieden! Zum zweiten Male sollte er, der Verräter, sie nicht retten, aber Mörder sollte er sich nennen müssen, denn er war's, der sie da hinabgestoßen. Jn. er!... Ach, wenn sie ihn doch hätte quälen können, durch sein ganzes Leben hindurch mit bittersten Qualen verfolgen!... Aber nicht um jenen Preis. Er sollte ja gar nicht ahnen, wie es in ihr aussah, wie seine Untreue sie getroffen. Seine Untreue, jawohl! In ihrem verwundeten Herzen voll Zorn und Qual schob sie ihm alle Schuld zu. Sie wollte nicht daran denken, wie sie durch die Schranke, die sie in den letzten Jahren zwischen sich und ihm aufgerichtet, seinen Stolz gedemütigt, sein feuriges und doch so weiches Herz ins Innerste getroffen hatte. War es denn kokette Spielerei gewesen, die sie ferngehalten? Wahrhaftig nicht. Sie hatte mit einem wirklichen Feinde gerungen, mit den stolzen Instinkten ihres Blutes, mit den Vorurteilen ihrer Erziehung, ihrer Kreise. Und sie war als Siegerin aus dem Kampfe hervorgegangen. Geläutert und darum rein und wahrhaftig wie in den Tagen der Kindheit hatte sie ihm entgegentreten wollen— und da führte er den heimtückischen verröterischen Schlag!. O. er dachte klein und erbärmlich, sonst hätte er sich in ihr Denken und Fühlen hineinversetzt, hätte sie verstanden und entschuldigt, hätte vertraut und gewartet! Ein Dichter wollte er sein? Ein Stümper war er! Das Prophetenauge eines Dichters hätte erkannt, wie es um sie stand, und daß sie ihm diese Prüfung auferlegen mußte, weil sie nicht aus ihrer innersten Natur herauskonnte, weil es erst galt, sich ehrlich zu mutiger Klarheit durchsuringen..... Hur hraiten Gesräust. Aber er schritt auf der breiten Heerstraße dabin, selbstgefällig und urteilslos, verständlich waren ihm nur die Erscheinungen bieses uralten, hübsch festgetretenen Weges, wer ihm darauf entgegenkam, den grüßte er, und als eine dahertrippelte, die ihn zuerst grüßte, die ihm winkte, ihn an sich lockte, da tat er, was auf dieser lieben, breiten Heerstraße vor ihm Tausende und Abertausende getan— er ging in das Nev.,###. 11c mahl Bari Und er fuhlte sich gewiß auch wohl barin. Er war im stillen froh und glücklich, daß sich seine enge, alltägliche Seele nicht an der Seite eines Adlers aufschwingen mußte in reine, klare Höhenluft! Nun, mochte er im Staube der Alltäglichkeit bleiben. Für sie war er tot, ausgetan wie ein Licht. Nicht einmal mit Haß und Zorn wollte sie ihn verfolgen, nein, mit lächelnder Gleichgültigkeit, die dem, den sie trifft, die Luft benimmt, die ihn im buchstäblichen Sinne hinunterdrückt in den Staub, daß er ihn auf der Zunge spürt und den widrigen Geschmack nicht mehr loszuwerden vermag. Diese Gleichgültigkeit sollte ihre Waffe sein... Und dann würde sie sich auch wiederfinden, würde frei werden von der Last, die sie jetzt noch auf Hirn und Herz fühlte. Nur ein wenig zielbewußter Mut gehörte dazu... Und als endlich die Leute gegangen waren und die Mamsell vorsichtig die Lichter dort am Baum verlöschte, warf die Komtesse in ihrer hochfahrenden Weise den Kopf in den Nacken, tat einen tiefen Atemzug und wandte sich mit einem entschlossenen Leuchten im Gesicht zur Mutter. „So, Mama, nun gehören wir uns an. Nun wollen wir fröhlich und guter Dinge sein— und morgen, wenn Axel da ist, erst recht.“ Sie sah, daß Lotte ihr bei diesen herausfordernden Worten einen raschen, erschrocken prüfenden Blick zuwarf, aber sie tat, als achte sie gar nicht darauf, sondern zog die Mutter mit sich fort in den kleinen, weißen Saal, wo sie sich unter verhüllenden Tüchern gegenseitig ihre Geschenke aufgebaut hatten. Auch hier brannte ein Weihnachtsbaum, und der Hauch des schönen Festes zog freundlich, feierlich durch den Raum. Lotte, die mitgekommen war, erhielt gleichfalls eine Menge reicher und nützlicher Geschenke, und es gab ein allgemeines Küssen und Händeschütteln des Dankes, in das plötzlich die Meldung des Dieners hineinfiel, daß Leutnant Axel von Belgern unvermute noch mit dem jetzten Zuge angekommen sei. Eine glühende Röte überzog jäh das Antlitz der Komtesse. Axel hatte sich also an diesem Tage, der das festeste Bindeglied zwischen Familienangehörigen ist, von den Seinen losgemacht, um hierher zu eilen. Die beiden Freundinnen sahen sich unwillkürlich an. In Klementinens Augen leuchtete es wie wilde, trotzige Genugtuung. Ja, Axel kam heute schon, weil Liebe und Sehnsucht nach der schönen Cousine, von der er sich eine Antwort zu holen hatte, sein Herz beherrschten. Diese Erkenntnis styahlte triumphierend aus dem Blick der Komtesse. 45 Lotte konnte nicht anders, sie hob biltend die Hände und streckte sie Klementine ent gegen, die sich aber achselzuckend abwendete und an die Seite der Mutter trat. (Fortsetzung folgt). Kändnis der ausführen! zimmer des Bezirksko unter Bewachung gest Sachlage seien die P# gezogen worden, auch in unveränderter Weis Haspe, 5. Fedr. am Dienstag abend si dem Dürreschen Hami laufen vergnügten, b ein. Während der 1 vermochte, geriet der decke und ertrank. Mülheim, 5. Mülheim Ruhr.) Die amtenschaft und die stat haben am Dienstag der Besetzung des Ba hofen durch Mitgliede ungswehr von Mittwl Dienst einzustellellen zulegen. Dadurch rut Bahn, Post und Stadt richt erteilt Kein 3# Bahnhöfe passieren Köln,.“ Febr. Städtename Köln wir der städtischen Verwal schrieben. Köln, 5. Febr. Sonnabend nachmitta beim Eislaufen auf eir Damm ein und gert# Eisdecke. Hierbei sind Köln, 5. Febr. katastrophe? Dem gemeldet: Die Stadt Stadtverordnetensitzun Nahrungsmittelmangel gewirkt hat. Kölns einer katastrophalen H die Entente nicht mit Förderung der Milch mit Kraftfuttermitteln verwaltung wurde be schrift an den englisch um baldigste Versorgu 10 , 20 Mark 5 0 Stlange der Alberts Papier- Serrietter vorrätig bei Küching, Buchhdl. (Hemden, B — in besten Len Wi Kändnis der ausführenden Organe die Geschäftszimmer des Bezirkskommandos vorübergehend unter Bewachung gestellt. Nach Klärung der Sachlage seien die Posten jedoch sofort zurückgezogen worden, auch gehe der Geschäftsdetrieb in unveränderter Weise weiter. Haspe, 5. Fedr.(Opfer des Eises.) Als am Dienstag abend sich mehrere Peisonen auf dem Dürreschen Hammerteich mit Schlittschuhlaufen vergnügten, brachen die Brüder Meckel ein. Während der 13 jährige sich zu retten vermochte, geriet der 16 jährtge unter die Eisdecke und ertrank. Mülheim, 5. Febr.(Beamtenstreik in Mülheim Ruhr.) Die vereinigte Mülheimer Beamtenschaft und die staatlichen Arbeiter Mülheims haben am Dienstag abend beschlossen, infolge der Besetzung des Bahnhofs Mülheim-Epping= hofen durch Mitglieder der Mülhetmer Sicherungswehr von Mittwoch früh 5 Uhr ab den Dienst einzustellellen bezw. die Arbeit niederzulegen. Dadurch ruht der gesamte Dienst bei Bahn, Post und Stadt. Auch wird kein Unterricht erteilt Kein Zug wird die Mülheimer Bahnhöfe passteren Köln,.“ Febr.(Köln mit„“.) Der Städtename Köln wird von jetzt an im Bereich der städtischen Verwaltung wieder mit„K“ geschrieben. Köln, 5. Febr.(3 Personen ertrunken.) Sonnabend nachmittag brachen sechs Personen beim Eislaufen auf einer Rheinbucht am Niebler Damm ein und gerieten zum Teil unter die Eisdecke. Hierbei sind drei Perfonen ertrunken. Köln, 5. Febr.(Köln vor einer Hungerkatastrophe? Dem„Lok=Anz“ wird aus Köln gemeldet: Die Stadtverwaltung legte in der Stadtverordnetensitzung dar, wie verheerend der Nahrungsmittelmangel während der Kriegsjahre gewirkt hat. Köln sei in kürzester Zeit von einer katastrophalen Hungersnot bedroht, wenn die Entente nicht mit Nahrungsmitteln und zur Förderung der Milch= und Fleischversorgung mit Kraftfuttermitteln eingreife. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, in einer Denkschrift an den englischen Oderbefehlshaber diesen um baldigste Versorgung Kölns mit Nahrungsmitteln zu bitten. Ferner wurde beschlossen, entsprechende Vorstellungen auch bei der Reics. regierung zu erheben als der zunächst dafür zuständigen Stelle. Koblenz, 5. Fobr.(Amerikaner gegen deutsche Würdelosigkeit.) Die amerikanische Besatzungsbehörde macht bekannt, daß das Auslegen in den Sch ufenstern und der Verkauf jeder Art von Schmuckgegenständen und Andenken, die die amerikanischen Farben tragen, auf das strengste veeboten ist, und drohen für Zuwiederhandelnde die schwersten Gefängnisstrafen an. eeneneen " Neues aus aller Der Selbstmord Albert Ballins. In den Anfangstagen der Revolution ist bekanntlich der Generaldirektor der Hapag, Albert Ballin, plötzlich, angedlich am Schlaganfall, verstorben. Es gingen im Zusammenhang damit allerhand Gerüchte um, die wissen wollten, daß dieser ehedem ohnmächtige Mann keines natür lichen Todes gestorben sei. Letzt endlich ist eas Dunkel gelichtet worden. Als am 8 Novemder die Revolution in Hamburg gesiegt hatte, erschienen in den Direktionsräumen der Hapag Beauftragte des Arbeiter- und Soldatenrates und forderten Ballin auf, sein Bureau sofort zu verlassen. Ballin bat um eine Frist von einer Viertelstunde, damit er seine Papiere ordnen und das Wichtigste mitnehmen könne. Diese Frist wurde ihm nicht gewährt, er wurde vielmehr ersucht, kein Stück Papier aus seinem Schreibtisch mitzunehmen und binnen fünf Minuten das Bureau zu räumen. Innerhalb dieser wenigen Minuten nahm Ballin Gift. Er wurde sogleich iin das nächste Krankenhaus geschafft und ihm der Magen ausgepumpt. Er stard jedoch unter den Händen des Arztes. In der Reichskanzlei wird nunmehr bestätigt, daß der Selbstmord Ballins dem Chef der Reichsleitung seit Wochen bereits bekannt sei. Warum man daraus ein Geheimnts gemacht hat, ist nicht recht erfindlich Nicht ohne Interesse wäre es, zu erfahren, welche Papiere dem Arbeiter= und Soldatenrate in die Hände gefallen sind Jedenfalls wäre es höchst unerfreulich, wenn plötzlich Pri= rium des Innern folgendes Telegramm gerichtet vatbriefe des Kaisers und anderer höher Persönlichkeiten, mit denen der Tote in regem Briefwechsel stand, in der ausländischen Presse das Licht der Welt erblickten. „* ** — Nächtlicher Ueberfall auf einen hatholischen Getstlichen. Einen Raubüberfall rohester Art vollführten Unbekannte auf den 62 Jahre alten Pfarrer Ludwig Spohr in Alt Tarnowitz. Ein Mann rief den Pfarrer zu einem Kranken. Als er dem Rufe folgte, sah er noch, wie diesem einen Manne sich drei Komplizen anschlossen. Sie schlugen ihn nieder und verletzten ion schwer Sie drangen ins Haus und raubten mehrere tausend Mark. Von den Tätern hat man keine Spur. Neueste Nachrichten Abbau der feindlichen Besetzung. Köln, 5 Februar. Die„Köln Volkeztg.“ berichtet aus M Gladbach: Der belgtsche Zivilgeuverneur für die vierte Lone, Jackuard, ist her eingetroffen, um die Zioiloerwaltung des lieren. besetzten Gebietes darauf vorzubereiten, daß von der Unterzeichnung des Vorfriedensaktes an der allmähliche staffelweise Abbau der militärischen Besetzung auf ein Mindestmaß erfolgen werde. Gudapest, d. Febr. Die Anarchie in Düsseldorf. Oberbürgermeisterposten ungesetzlich besetzt. Stadtverordnetenversammlung gesprengt, daher Bildung des gesetzlich vorgeschriebenen Wahlausschusses nicht möglich. Was tun? * Generalstreik in Düsseldorf. Düsseldorf, 5. Febr. Der Generalstreit der vereinigten Beamten= und Berufsorganisationen Düsseldorfs hat heute vormittag 12 Uhr begonnen. Die telephonische und telegraphische Verbindung ist unterbrochen. Mord und Aufruhr in Petersburg. Nach einer Meldung aus Stockdolm erfährt das, Helsingforser Blatt Danomat über Wiborg von aus Petersburg angekommenen Flüchtlingen, daß unter den Petersburger Truppen Aufruhr ausgebrochen sei. In der Stadt sei Maschinengewehrfeuer vernehmbar. Von Kronstadt aus werde Petersburg durch Artillerie bombardiert. Die Petersburger Straßen seien mit Leichen bedeckt. Lenin sei bereit, gegen Amnestie für sich und seine Anhängär vor der Entente zu kapituGrausamkeiten der Serben. Wie dem Vureau „Europa Preß“ gemeldet wird, wurde von den Serben das Dorf Aderjan umzingelt, die BeDüsseldorf, 5. Februar. Die vereinigten wohner in die Häuser getrieben und dann das Beamten= und Berufsorganisationen Düsseldorfs ganze Dorf angezündet. Es dürften hierbei serlassen' folgende Bekanntmachuna: säntliche Einwohner zu Grunde gegangen sein. Bomr Rreafsen VErgenes[Grtanmagrcun Der Vollzugsausschuß des Arbeiterrates hat uns auf unser gestriges Schretben und die darin enthaltene Aufforderung eine Antwort nicht erteilt. Das bedeutet die Ablehnung unseres Ersuchens, mit uns über unsere Ferderungen zu ver###ndeln. Deshalb beainnt heute mittag um 12 Uhr der Generalstreik. Im Laufe des gestrigen Tages hat sich noch eine große Anzahl von Behörden, Vereinigungen und Vetrieben den vereintaten Beamten und Berufsorganisationen Düsseldorfs angeschlossen. Ein Notschrei. Düsseldorf, 5. Febr. Das städtische Wahlamt Düsseldorf hat an das preußische MinisteAus Szegedin wurden bisher 200 Särge nach Adorjan geschafft zum Umpressen und Färben werden jetzt schon entgegengenommen. Josef Herzstein, Witten, Bahnhofstraße 17. Papier- Srienes vorrätig bei Küching, Buchhdl. Ladenlokal in der Nähe des Krupp. schen Stahlwerks sofort od. spätec zu vermieten. Angebote unt. No 100 an die Gesch. d. Zig. 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Februar, nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause, Flurstraße No. 19, aus statt. Krupp'scher MännerGesangverein e Annen. Nachruf. Am z. Februar 1o1g verschied unser Vereinsmitglied, der Statt besonderer Anzeige. Heute morgen ¼ vor 11 Uhr entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater. Schwiegervater, Bruder. Schwager und Onkel, der Schuhmachermeister Audui, Dreut im Alter von beinahe 64 Jahren. In tiefem Schmerze Die trauernden Hinterbliebenen: Gwe. Ludwig Brodt nebst Kindern. Aunen, Stockum, Unna, Essen und Witten, den g. Februar 1919. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9 Februar, nachmittags 2½ Uhr vom Sterbehause Bahnhefstr. No. 1 statt. Danksagung. Am Freitag, den 7. Febeuar er. wird in der Metzgerei Bürogehilfe Hert Fal. Braux. Wir werden ihm ein treues Andenken bewahren. Annen, den 6. Febr. 1919. Der Verstand. 13 Gemeinberständliche Vorträge über die chriftliche Weltanschauung. E I. Vortrag Annen. Sonntag, den 9. Februar, nachmittags 5 Uhr im Saale des Herrn Robert Lenk Mitgliererversammlung. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Die Gemeinderatswahl. 3. Verschiedenes. : Der Vorstand. Tanzschule! Eröffne am Sametag, den 15. Februar abends 8 Uhr im Lokale des Herrn Richard Schwarze Eggenweg eine ** Liste zum Einzeichnen liegt im obigen Lokal offen Um geneigten Zuspruch bittet„ Frau Wilhelm„Woll. Hotel Wittener Hos, Witten. Die neuen Musterformen zum Umpressen der Sommerhüte sind angekommen. Sonntag nachm. 5 Uhr in der evangel. Kirche über das Thema: „Gibt es einen Gott?“ von Pfr. Brasse. Alle Gemeindeglieder werden eingeladen. Zur gefl. Kenntnisnahme! Zeige hierdurch höfl. an, daß ich in dem Hause meines Vaters, Bergstrasse 1. ein O 6 eröffnet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Walter Bisdorf, Annen. Nachruf. 10 Am Montag morgen 5 Uhr verschied an einer im Felde zugezogenen Verwundung unser Schriftfreund Kleiner Posten Arbeitcneseh Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. u. 1. Kl. Er war ein eiftiger Anhänger unserer Schule„Stolze-Schiey“ Wir werden ihm ein dauern: des Andenken bewahren. Annen, den 5. Februar 1919. Stenographen-Verein „Stolze-Schrey“ Annen. (Manchester) eingetroffen. Sehr billige Preise. Albert Schreiber. Krtilerie- Verein Annen. Am Sonntag, den 9. Februar, abends 6 Uhr Freitag, den 7. Februar 1919 Für die vielen Beweise herz. licher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen wir allen, besonders Herrn Pastor Brasse für seine trestreichen Worte am Grabe unsern Hermann Slanz hien, Bismarckstr. auf Lebensmittelkarten No. 789—1248 Herzlichsten Bann. ANNEN, 6. Febr. 1919. Familie Lodvig Herchenkann. Prertrunng? der. Meldet Such zum Grenzschutz=Oßt. Schützt urdeutsche Landesteile gegen LandesfriedensBrecher, die in Deutschland wie in ein herrenloses Haus eindringen und sich festsetzen. Einstellung erfolgt onter günstigen Bedingungen. 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