und ILagen rtmund se 501 00 seim Lommando. Dis„Annener Zeitung" etscheint jeden Bieustag, Donnerstag und Samstag. Anzeigegeböhr für die einspaltige Avionelzeile oder deren Rauin 16 Pfg. — Reklamezeile 50 Pfg.— Verugspreis inkl.„Gountagsblatt“. — monatlich 65 Pfg.— Bahnhofstraße 22. 934. verbunden mit der Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Organ des Amtes Annen u. Landkreises Hörde. Inserate finden bei der großen Auflage der Annener Zeitung weite und billige Verbreitung.— Bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkursen konintt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen vorgeschriebenen Plätzen übernehmen keine Verantwortung. an Redaktion, Druck und Verlag von Fritz Küching. Annen. Nr. 151 Samstag, den 14. Dezember 1918. 34 Jahrgang Der Staatssekretär wies darauf hin, wir uns nur bereit erklärt, hätten, Frieden Sinne der Wilsonschen Friedensvorschläge schließen, und er betonte weiter, daß es Unsere künftigen Finanzen. Jährlicher Bedarf 19 Milliarden. In einer vom Industrie= und Handelstag eigenen Interessen der Feinde liege, einberufenen Versammlung schilderte der Reichs= zu vernichten; denn ein Schuldner schatzsekretär unsere Finanzlage als trostlos etwas leisten, wenn man ihm die und vorläufig unübersehbar. gebe, sich neu zu entfalten. Der Steuerbedarf des Reichs, der Einzelstaaten, Gemeinden betrug im Frieden fünf Milliarden, bis zum Oktober hatten wir ihn— unter anderen Verhältnissen als jetzt— auf 19 Milliarden berechnet. Aber diese ganze Berechnnng ist in Scherben. daß im zu im Zur Lage. uns nicht Scheidemann an die einziehenden Truppen. Für ein einiges deutsches Reich. Bei der Begrüßung der Truppen am BranWir kennen die Forderungen unserer Feinde nicht, ebensowenig können wir uns als den denburger Tor in Berlin am dritten EinzugsSchuldner der Forderungen, denen wir gegen- tage prägte Scheidemann die nachfolgenden überstehen, klar werden. Wir wissen nicht, wie glücklichen Worte: Am 9. November verhalfen das Reich aussehen wird, welchen Umfang, das Volk, die Arbeiter und Soldaten der Sache be für einen bessere ilt per sofort oder 5. Dezbr. ein kädchen, #. etwas tochen kann. u Hch. Kettler, er, Schöntalerstr. 55. der Freiheit zum Sieg. Am 19. Dezember soll der zweite Hammerschlag fallen, vor dem Veraltetes zerbrechen, das Neue fester geschmiedet werden muß. Am 16. Dezember treten die NSN. des ganzen Reiches zusammen. Ihre Aufgabe ist es, den dritten größten Tag zu bestimmen, den Tag der Nationalversammlung. Ein ungeheures Maß von Verantwortung legt sich damit auf Euch, kaum, daß Ihr heimgekehrt seid. Kameraden! Ihr werdet mit zu bestimmen haben, wenn der wichtigste Tag für Euer Vaterland festgelegt wird, Ihr werdet das weiße Kalenderblatt ausfüllen müssen, auf dem der Geburtstag des neuen Vaterlandes, der einigen deutschen Republik stehen soll. Mit ehernen Lettern schreibt Ihr Gure Kriegstaten in das Buch der Geschichte. Nun tragt ebenso unvergänglich Eure erste Friedenstat in die Geschichte Eures Volkes ein. Die Nationalversammlung muß wahr machen, was dort weithin leuchtend steht:„ Frieden und Freiheit". Sie muß das Wort wahr machen: Deutschland hat einen ewigen Bestand: Es ist ein kerngesundes Volk, ein wahres Vaterland für alle Volksgenossen, die Werkstätte für jeden Fleiß, die dankbare Mutter für jedes Kriegs= und Friedensverdienst, die Verwirklichung des großen Ideals von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Der jange sozialistische, demokratische deutsche Freistaat hoch. für Kleider, #cke, Mäntel groß. Auswahl Blank tten, u. Markt. welche Naatstichtlichen Verhältnisse in seinen einzelnen Teilen sein werden. Ueberall unbekannte Größen! Aber eines ist nicht ungewiß: wenn es so weitergeht, dann gehen wir finanziell zugrunde. Wenn unser Wirtschaftsleben täglich mehr zum Stillstand gelangt, dann werden wir mangels eines Ausbeutungsobjektes auch keine Finanzpolitik brauchen. Wo nichts ist, hat nicht nur der Kaiser, sondern auch die Republik ihr Recht verloren. Was wir haben, müsse gesammelt und durch Arbeit vermehrt werden; sonst verlören wir unseren Auslandskredit. Weit über eine Milliarde sei bereits durch Beschlüsse, Verordnungen oder auch nicht ordnungsmäßig vertan. Wolle man Kredit haben, müsse Recht und Gesetz wieder eingesetzt werden. Die direkten Steuern würden antiplutokratisch ausgebaut, Einkommen und Vermögen würden scharf ersaßt und eine Senkung der Kaufpreise herbeiführen. Streuge Kalkulatton des Kaufmannes werde nötig sein. Die Driegsabgabe werde wiederholt. Eine neue Kriegssteuer werde neben den Mehrgewinnen auch die Mehreinkommen erfassen. Restlos solle die Ausnutzung der Kriegskonjunktur ergriffen werden. Zu einem gewissen Teile müßte die Steuer in Kriegsanleihen und Schatzanweisungen gezahlt werden. Auch Hingabe von Wertobjekten in natura komme in Frage, namentlich bei der Vermögenssteuer. Dazu gesellten sich die Zuwachssteuer, Betriebssteuer, Besitzsteuer. Kapitaleinkommensteuer, eine Erhöhung der Erbschaftssteuer unter Berücksichtigung der Vermögenslage der Erben. Die Umsatztteuer ist ausbaufähig. Steuer Zigaretten, Zucker müßten heran, ebenso Luxusmobilar, Luxuswohnungen, Luxusdienerschaft, Vergnügungsreisen, Lustbarkeiten usw. Alle diese Steuerpläne haben eine Veraussetzung, nämlich, daß wir die Stenern auch bekommen. Die Veranlagung muß in die Hand von technisch gebildeten Beamten gelegt werden, wie es schon in Wärttemberg mit Gefolg geschieht. Auch die Strafen müssen anders gestaltet werden, wirksam würde die Brandmarkung sein. Das Gigentum wird nicht mehr wie bis= od es sich um Mannschaften, Anteroffiziere oder Das fravzösische Schreckensregiment in Gsaß=Lothringen. An militärischer Stelle in Stuttgart ist ein Vericht von Flüchtlingen des Arbeiter= und SolTabar datenrats in Metz eingegangen, aus dem folgendes hervorzuheben ist: In Metz und ganz Lothringen internierten die Franzosen alle männlichen Personen, deren Eltern nicht vor 1870 in Lothringen gewohnt haben. Sie machen dabei keinen Uuterschied, ob es sich um Leute jenseits des wehrpflichtigen Alters haudelt oder um solche, die noch in diesem stehen, ebenso ob se ordnungsgemäß Entlassene sind oder nicht, gleichgültig ob die Entlassung seitens der ####ikelle oder des Arbeiter= und Soldatenrats er###gte, Ferner wird kein Unterschied gemacht, her so sohr Peivatsache sein, man wird sich Einblicke in sein Vermögen gefallen lassen müssen. Ich denke an eine Auskunftspflicht. Eine wesentliche Aufgabe der Regierung muß die Hebung der Steuermoral sein. Maßnahmen kündigt Redner gegenüber der Steuerund Kapitalflucht an, serner eine Kontvolle von Guthaben von Ausländern mit rückwirkender Offiziere handelt. Das Gleiche haben wir von Oberhomburg bei St. Avold und Saarbrücken aus dem Wunde der Einwohner gehört. Soweit bekannt, sind allein von Metz 886 Offiziere und 8060 Mann nach Nancy geschafft worden, von wo sie weiter nach Nordfrankreich gebracht werden sollen. Die Franzosen haben dabei hinterlistige Mittel angeKhaft, zinen Deklarationszwang bei Einbringung gendt zunt ziner Anfeuf erlasen, wonach zu Authaben bei Naulen Schließlich beschsfeg den Zwicken sieh alle Nichtlothringer im „„ 940„Terminus“ zu melden haben. Für Ledensmit.:I soogen die Kranzosen. Ein Nichtlothringer von Guthaben bei Panken. tigt sich Redner mit der Frage der weteiligung der Allgemeinheit am Wirtschaftsleben, mit der Frage der Sozialisterung. Eine Gefahr für unser Wirtschaftsleben liegt nach den Goklärungen der jetzigen Regierung, die nur schrittweise vorzehen will, nicht vor. In Betracht kommen das Versicherungswesen, die Wasserkräfte, Reichseifenbahnen, vielleicht auch Elektpizität. Die Sozialisierung bedingt nicht immer Mon=polisterung, # können auch einzelne Betriedszweige heranzeholt werden, und eine gemischt=wirtschaftliche Betriebsform ist deulber. Dunch Zusammenfassung der Betiebe in Kartelle kann eine Verbilligung der Broduktion erztelt werden, den erhöhten Gewinn sätte der Steat zu ersassen. Die Verhandlungen in Trier. Trier, 13. Dez. Gestern vormittag bekönne nur gannen im Hotel zur Post die Verhandlungen Möglichkeit behufs Verlängerung des Waffenstillstandes. nsrung, e W ä h r e n d d e r V e r h a n d l u n g e n i s t d a s H o t e l polizeilich abgesperrt, die deutschen Delezierten stehen unter Klausur. Das Betreten des Hauses ist verboten. In Trier hat die amerikanische Besatzung, die ziemlich milde auftritt, kein Grußgebot erlassen und keins betreffs Verhinderung des Verkehrs außer nach Elsatz=Lothringen und den linksrheinischen Städten Oberwesel, Bacharach und Boppard. Erleichterung der Ostseeblockade. Auf Anfrage von zuständiger Seite in Berlin ist mitgeteilt worden, daß deutsche und schwedische Vorstellungen eine Erleichterung der OstseeBlockade bei England erwirkt haben. Die deutsche Ausfuhr von Kohle, Kali und Salz nach Schweden ist ganz zugelassen. Wegen Ausfuhr anderer Waren von und nach Schweden soll nunmehr das System der Geleitscheine zur Ausführung kommen. Der vorsichtige Wilson. Nach einem Amsterdamer Blatt schreibt die „Times": Der Beschluß des Präsidenten Wilson, an der eigentlichen Friedenskonferenz nicht teilzunehmen, ist ein Zeichen von Vorsicht. Denn obwohl Wilson in Amerika wie in England der Premierminister, Parteiführer ist, so ist er außerhalb Amerikas eine Art republikanischer König, ein Gymbol der amerikanischen Macht und Würde. Symbole aber debattieren nicht in der Oeffentlichkeit und man debattiert nicht mit ihnen. Der Einfluß des Präsidenten wird am besten bei den nichtformellen Beratungen, die der formellen Konferenz vorausgehen, zur Geltung kommen. Ebert an die Firma Krupp. Auf eine von der Firma Krupp eingereichte Beschwerde über die Inhaftnahme eines Mitgliedes des Kruppschen Direktoriums ist folgende Antwort von der Reichsregierung eingegangen: Direktorium Krupp=Essen. Inhaftnahme X als Geisel müssen wir auf das schärfste verurteilen..= und.=Rat isi um Bericht ersucht. Berlin, 11. Dezember 1918. Reichsregierung: Ebert. Schwere belgische Ausschreitungen in Aachen. Die sozialdemokratische Zeitung„Het Volk“ meldet aus Vaals: Am Sonntag abend haben die belgischen Soldaten in Aachen schwere Ausschreitungen begangen. Sie plünderten Kaufläden understachen einen Juwelier. Die französischen Soldaten mußten die Ordnung mit Waffengewalt wieder herstellen. Das Hotel Exeelsior in Köln beschlagnahmt. Das erste Hotel in Köln, das ExcelsiorHotel, ist gestern von den Engländern laut Köln. Ztg. mit Beschlag belegt worden. Alle Gäste müssen das Hotel sofort verlassen mitsamt dem Direktor. Der Direktor erhob Protest dagegen mit der Begründung, daß das Hotel einer schweizerischen Gesellschaft(Baur=au=Lai) gehöre und daß nach den Haager Beschlüssen dasselbe von den Engländern nicht beschlagnahmt werden dürfte. Aber sein Protest hatte keinen Erfolg. Der englische Kommandant sagte, die Herren möchten sich nur das Geld von der deutn Regierung holen, worauf der Direktor erwiderte:„Oder von der englischen Regierung“, worauf die Engländer erwiderten, das sei auch recht, aber es müßte geräumt werden. Keine Auslieferung des Kaisers. In der holländischen Zweiten Kammer teilte Ministerpräsident Ruys de Verenbrouck mit: Der (Ocgln kann sch in Metz garnicht. aufhalten. Die bekannten französischen Schimpfnamen, früßere Deutsche Kaiser hat, ehe er nach Holland mie„sale Beche“ gellen im überall in die kam, auf den Thron verzichtet, was auch aus Ohren. Die Bevölkerung ist ohne Kohle, da alle Vorräte weggeschafft sind. Sämtliche Denkmäler sind von ihren Sockeln unter Beihilfe von französischen Offizieren und Prießtern heruntergerissen worden. Die Denkden offiztellen Mitteilungen des holländtschen Gesandten in Berlin hervorgegangen ist. Der Kaiser teilte dies am 9. November auch den holländischen Behörden in Eysden mit. Er kam unerwartet auf holländisches Gebiet. Keine mäler wurden sowiel als möglich zerstört. Nicht= einzige holländische Regierungsperson hatte etwas lothringer tun gut daran, sich nicht nach Loth= dazu getan. Nach dem Thronverzicht konnte kingen zu begeben. Wie es im Elsaß steht, von Internierung keine Rede mehr sein. Die wissen wir nicht. Wir And in Zivil durchge= Regelung dieser Frage ist eine vorläufige. Die Hohtenaduertuch alser Bühelme? Eine holländische Agentur will aus London(!) erfahren haben, daß der frühere Kaiser Wilhelm in einem Anfall von Schwermut einen Selbstmordversuch unternommen habe, an der Ausjedoch von seiner Umgebung verhindert worden sei. Die Kaiserin ernstlich erbrankt. „Het Vaderland“ meldet: Die frühere Kaiserin ist in Amerongen an einem Herzleiden ernstlich erkrankt. Ein Berliner Arzt wurde telegraphisch nach Amerongen gerufen. Eine Unterredung mit dem Exkronprinzen. Der Nouvelle Correspondance" zufolge hatte der Vertreter des„Daily Mirror“ eine Unterredung mit dem deutschen Kronprinzen. Dieser erklärte, er habe nicht daran gezweifelt, daß England gegen Deutschland sein würde, doch sei der„Kaiser von der Möglichkeit dieser Konstellation nicht zu überzeugen gewesen. Der Kronprinz verwahrte sich sodann gegen den Vorwurf der Blutrünstigkeit. Er sei immer gegen den Krieg gewesen, jedoch hütte die deutsche Diplomatie Irrtümer und Verbrechen begangen. Die Torpedierung der„Lousitanta“, die Beschießung von Paris usw. habe er, der Kronprinz, für dumm gehalten. Nicht er, sondern Ludendorff sei der Autokrat gewesen. Die Verdunoffenstve habe der Kronprinz erst nach dreimaliger Aufforderung unternommen. Die Lage im Osten Der Terror in Nußland. Aus Petersburg wird gemeldet, daß das Terrortstische Komitee in Mohilew in Anbetracht der Aufdeckung eines gegenrevolutionären Vereins 14 Personen zum Tode verurteilt hat. Unter den Opfern befinden sich die Vertreter russischer Adelsfamilien, u. a. Fürst Bristoff, der mit seinen beiden Schwestern hingerichtet wurde und Swjatopolk=Mirskt mit seiner Gemahlin. Der Terror wird auch in den übrigen Städten des Reiches mit unverminderter Grausamkeit fortgesetzt. Eine polnische Marine! Der„Kurjer Pozuanski" berichtet in seiner Nummer 282 vom 3. Dezember: Die Schaffung einer polnischen Marine ist von Pilsudski durch Dekret angeordnet und Bogumil Novotny# zum Chef der Marinesektion beim Kriegsministerium ernannt worden. uns Lotates. § Annen, 14. Dezember. Ueber Frauen=Wahlrecht. Eine angesehene Annener Bürgerin schreibt aus zu diesem zeitgemäßen Thema: Unerwartet und den meisten Frauen durchunvorbereitet ist uns durch die große Umwälzung aller bestehenden Verhältnisse das Wahlrecht zuerkannt. Ob wir es nun als ein Gnadengeschenk an unser Geschlecht betrachten, ob wir es als eine uns unnötig auferlegte Last ansehen, ist an sich gleichgültig. Tatsache ist, daß wir Frauen mit dem Wahl recht auch die Wahl pflicht übernommen haben. Und eben über die Wahlpflicht sei hier ein Wort zu den Frauen gesagt. Als in den unvergeßlichen Augusttagen des Jahres 1914 alle wehrfähigen Männer in hoher Begeisterung zum Schutze des geliebten Vaterlandes hinauszogen in Kampf und Tod, da waren Hunderttausende von Arbeitsstätten leer, hunderte von Aemtern und Vereieden frei. Eine Ansumme von Arbeit lag ungeschehen und wartete auf neue Körper= und Geisteskräfte, welche den leer gewordenen Platz ausfüllten, das angefangene Wenk weiterführen und vollenden sollten. Mit einer nie geahnten Selbdstverständlichkeit griffen die Frauen in diese Lücke ein, und was in diesen vier Kriegsjahren an Frauenarbeit geleistet ist, kann sich kühn an die Seite unserer Feldgrauen stellen, deren Taten gewiß einzig in der Weltgeschichte dastehen. Besonders zu bewerten sind diese Frauenleistungen deshalb, weil der weitaus größte Teil der deutschen Frauen ohne vorherige Schulung und Uebung an die neuen Arbeitsstätten gestellt wurde, ebenso wie der größte Teil der Frauen heute nun unvorbereitet und ungeübt in die Reihen der Wähler schlüpft, da vom 26. November 12 Uhr bis 27. Regierung behält sich ihre endgültigen Beschlüsse eintreten soll. Als man die Frauen an diese für Rovomber 12 Uhr Paßfreiheit war. Sechs Mit= vor. Gegen eventuelle Intrigen würde die Ge= sie neuen Arbeitsstätten vief, als sie plötzlich glieder des Goldatenrats wurden verhaftet. gierung energisch auftreten.. heraustreten mußten aus der Enge des Hauses in gewerbliche, industrielle, technische und kaufmännische Betriebe, da fand sich wohl in fast an diesen Betrieben noch traend jemand, der ihnen irgend welche Anleitung gab, wie die neue Arbeit auszuführen sei. Vielfach arbeiteten sie mit den Männern gemeinsam in denselben Werkstätten und Büros, und das viel größere Anpassungsvermögen der Frauen, als das der Männer half ihnen, sich rasch zu gewöhnen und die Arbeit selbständig zu verrichten. Da aber, wo von den Frauen Fehler in ihrer Arbeit gemacht wurden, traten diese in kurzer Zeit sichtlich zu Tage und es war Gelegenheit, die Fehler zu ändern und abzustellen. Anders ist es nun mit dem uns so plötzlich überkommenen Wahlrecht. Wohl haben sich eine Reihe erwerbender Frauen auch mit Politik beschäftigt, haben in Vereinen und Verbänden ein paar Jahrzehnte hindurch sich um das Wahlrecht bemüht und sich mit seinem Sinn beschäftigt. Das ist aber wohl der allerkleinste Teil der Frauen, welche an die Wahlurne gestellt werden sollen. Für den überwiegend größten Teil deutscher Frauen— vor allen Dingen für die Frauen und Mädchen des Kleinbürgertums— ist Wahlrecht und Politik ein durchaus unbekannter Begriff, in dessen Ideen= und Gedankengang sie erst eingeführt werden müssen. Es ist umso wichtiger, diese unwissenden Frauen in die Tiefen des politischen Lebens einzuweihen, als dieses ja eine rein geistige Arbeit ist, die sich nicht absehen läßt und bei der die begangenen Fehler erst sehr viel später in die Erscheinung treten. Und wenn unn in jedem Vortrag und in allen Zeitungen immer wieder darauf hingewiesen wird, daß durch die Tätigung der Wahl zur Nationalversammlung, je eher, je besser, dem in Trümmern daniederliegenden Vaterland wieder eine gesetzgebende Macht geschaffen werden soll, wenn bei der Einstellung dieser unentbehrlichen, gesetzgebenden Macht der Wille des ganzen Volkes maßgebend sein soll, die Frau also unbedingt ihr Wahlrecht ausüben muß, dann ist es hohe die Frauen mit den gangbaren Wegen in diesem Neuland bekannt zu machen, zunächst einmal den Frauen klarzumachen, weshalb es notwendig und wichtig für jede einzelne von ihnen ist, daß sie ihr Wahlrecht ausüben, ihnen die törichte Idee zu nehmen, mit der ste glauben, es kommt auf meine eine Stimme gar nicht an. Es kommt schon deshalb für jede Frau in diesem Falle auf ihre Stimme an, weil sie sich selbst und der Allgemeinheit voll und ganz verantwortlich für das Resultat der Wahl mit ist, weil site letzten Endes selbst mit der ausübende Faktor dieses Wahlresultates ist, durch das sie vielleicht, indem sie es günstig ausgestalten Hilft, einer einigermaßen erträglichen, freien Zukunft entgegengeht, in der Frauenarbeit richtig und rechtlich eingeschätzt und bewertet wird, oder aber einer Zukunft, die uns immer weiter in ein trüber, unentwirrbares Chaos hineintreibt. Es ist nötig, den Frauen, welche der ganzen Wahlsache noch so fremd gegenüberstehen, Gelegenheit zu geben, daß sie sich über Wahlform und Partei=Einteilung informieren können. Diese Gelegenheit finden ja die Frauen zum Teil in den öffentlichen Versammlungen, zu denen sie ja jetzt Zutritt haben; aber diese Gelegenheit ist nicht ausreichend. Zunächst haben noch längst nicht alle Frauen die Scheu überwunden, an solch öffentlichen Versammlungen teilzunehmen und gehen deshalb gar nicht hin, wenn sie aber hineingehen, setzen die meist von erfahrenen Politikern gehaltenen Vorträge viel zu viel Wissen bei den meisten Frauen voraus, als daß diese dort zu Klarheit und Verständnis über den eigentlichen Kern der Sache kommen könnten. Es wird keiner Frau, die sich nicht schon früher mit dieser Angelegenheit beschäftigt hat— und ihre Zahl ist sehr groß— möglich sein, sich auf Grund dieser Belehrung ein einigermaßen rich. tiges Urteil zu bildenüber das, was sie zu tun hat und wofür man sie mitverantwortlich machen wird. Es muß also noch eine andere Gelegenheit als, die der öffentlichen Volksversammlungen für die Frauen geschaffen werden, um sich politisch heraubilden zu können. Und sie muß, da doch der Wahltermin so kurz vor der Tür steht, sofort geschaffen werden. Gewiß wird es auch in unserem Orte, so gut, wie in den Nachbarstädten, Frauen geben, die sich berufen fühlen, diese Aufklärungsarbeit zu organisieren und die bereit sind, zum Wohle und zum Besten unseres aus tausend Wunden blutenden Vaterlandes diese Arbeit zu leisten. Es genügt da nicht, wenn die bestehenden konfesstonellen Frauenvereine ihre Mitglieder um sich versammeln zu diesem Zweck. Das würde leicht zu Parteitreibereien ausarten und nicht die breiten Volksmassen der zu belehrenden Frauen berühren. Es müßte sich eine Frauengruppe organisieren, welche die Frauen aller Stände, sowohl die Frauen der Großindustriellen, wie die Beamtenund Arbeiterfrauen, die Bürgerfrauen und Mäd wie die Angestellten und Bediensteten zu gleichen Zielen um sich versammelte. Es müßten in dieser neu zu schaffenden Organisation Frauen aller Kreise und Stände Gelegenheit haben, zu lernen und zu lehren, unbeeinflußt von konfessionellen, wie von Standesunkerschieden. Es müßte Gorge getragen werden, daß zunächst ein. mal gerade die Frauen, welche sich sonst jeder öffentlichen Bestrebung fernhalten, sich mit dieser so wichtigen Sache beschäftigen, damit sie aus sich selbst heraus, sich des Gefühls ihrer Wahlpflicht bewußt würden. Denn wenn wir Frauen nicht von allen Parteien als Stimmvieh ausgenutzt werden wollen, dann müssen wir uns klar darüber sein, welches das Progamm dieser und jener Partei ist und wo unsere FrauenInteressen vertreten werden, ehe wir zur Wahlurne gehen. Wir müssen uns ein Urteik bilden Wunen, wenn wir das Programm einer Partei erfahren, ob dieses dazu angetan ist, auf dem Trümmerhaufen unseres zusammengestürzten doch von uns allen geliebten Vaterlandes wieder ein aufblühendes, einiges, starkes, vor allem aber ein geistig freies Vaterland aufzubauen, worin wir in Ordnung, Zucht und Sitte die Früchte unserer Arbeit genießen können. Wir müssen lernen, ob wir Arbeiterinnen, Beamtinnen oder Hausfrauen sind, uns als einen Teil des großen Volksganzen zu fühlen, in dessen Mitte wir leben. Wir müssen aber auch lernen, unsere eigenen Interessen einmal, wenn es nottut, diesem Volksganzen unterzuordnen. Es darf keine Frau mehr geben, die da sagt, es kann für mich gleichgültig sein, was da von den gesetzgebenden Machthabern beschlossen wird. Es- kann für keine Frau gleichgültig sein, denn das Volkswohl ist ihr eigenes Wohl, und das Leid des Volkes ist ihr Beid. Und wenn die Frauen aller Stände einmal diese tötende Gleichgültigkeit von sich abgeschüttelt haben und sich bemühen, redlich mitzuschaffen an der großen Arbeit, dem Neuaufbau des in Trümmern liegenden Vaterlandes, dann sollen sie wissen, sie schaffen an ihrem eigenen Werk, an einer Heimstätte für Ehrbarkeit und Anstand, für Frieden und Wohlergehen, an einem Vaterland, in dem das schöne Dichterwort zur Wahrheit werde: „Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand! „Blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland!“ Und darum mögen alle Frauen, wo immer sich ihnen Gelegenheit bietet, dieselbe benutzen, um sich politisch einzuarbeiten, damit fie sich mit Bewußtsein ihres Rechtes und ihrer Pflicht arbeitsbereit und arbeitsfähig an die Seite der Männer stellen können. § Annen, 14. Dezhr.(Deutscher Bürger, wache auf!) In der gestrigen Sitzung des Bürgerausschusses wurde u. a. auf die Bürgerversammlung am Samstag abend zurückgegriffen, die durch den äußerst schwachen Besuch seitens hiesiger Bürger deren Interessenlosigkeit an den hohen Aufgaben der Gegenwart dokumentiert habe. Gegenüber den Bestrebungen des Bürgerausschusses hätte man wohl eine größere Teilnahme erwarten dürfen, und der Herr Vorsitzende nahm daraus Veranlassung, sein Amt niederzulegen; er wolle trotzdem aber dem Bürgerausschuß auch ferner angehören und demselben seine ganze Kraft widmen. Allseitig wurde angeregt, in der allernächsten Zeit wieder eine größere Bürgerversammlung einzuberufen und dazu die Lauen und Trägen aufzurütteln. Es muß auch schnell ein großes Erwachen durch unsere ganze Bürgerschaft gehen, damit jeder begreift, was dem deutschen Vaterlande bevorsteht, wenn wir nicht alle Hebel ansetzen, um uns aus der tiefen Zerrüttung und nationalen Erniedrigung zu neuem Leben auf wirt schaftlichem und kulturellem Gebiete wieder heraufzuarbeiten. 6 Annen, 14. Dezbr.(Gerstein—Wahlkom= missar.) Wie wir erfahren, ist der PolizeiPräsident Gerstein in Bochum vom Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg zum Wahlkommissar für die Wahl zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung für den den Regierungsbezirk Arnsberg umfassenden 18. Wahlkreis ernannt worden. * Annen, 14. Dezbr.(Zur Warnung!) Man schreibt uns: Am vorigen Sonntag ist der jüngste Sohn Heini von Herrn Pastor Müller in einen 5 Metertiefen Schacht der sogen. Schleppbahn in der Nähe der Utermann'schen Glashütte gestürzt. Die Oeffnung muß von einem morsch gewordenen Brett bedeckt gewesen sein. Kinder hatten dort gespielt. Der Vater wurde von Heini's Bruder geholt. Mehrere Männer kamen zur Hülfe. Tief unten im Schacht stand der kleine Bursche. Er schrie nicht. Er traute seines Vaters Wort: „Liebes Kind, sei ganz still, du wirst gerettet!“ Neben der Stelle, wo der Junge stand, war Wasser zu esehen von dem 2 m. tiefen Bassin. Es ist ein Wunder, daß das Kind nicht tot ist. Wäre es kopfüber heruntergefallen oder in das Wasser, so wäre es verloren gewesen. Hätte er Glieder gebrochen. so hätte er nicht in den Eimer klettern können, der ihm an einem Strick heruntergelassen wurde. Eine Leiter in den Schacht zu stellen, war nicht möglich, da die Oeffnung des Schachtes oben zu eng war. Dem Jungen war außer einer leichten Abschürfung an der Hand nichts passiert. Er war freilich sehr blaß von dem ausgestandenen Schrecken und der schlechten Luft. Der Vater brachte einen Jungen der Mutter nach Haus. Wie mögen die Eltern Gott dankbar sein, daß er ihnen den Sohn erhalten hat! An dem Rettungswerk haben sich, wie wir hören, die Herren W. Kathagen, Vornkessel, Jakob u. Eduard Klemke beteiligt, denen Herr Pastor M. bewegten Herzens seinen Dank für ihre treue Hülfe aussprach. Es ist doch nicht zu verstehen, daß solche Schächte nicht sicherer bedeckt werden. benn auch eine Halde kein Spielplatz für Kinder ist, so muß doch Vorsorge getroffen werden, daß kein Anglück geschehen kann. Wie leicht konnten Kinder hineinstürzen und sich zu Tode fallen! Es ist tatsächlich ein Wunder, daß der Heini noch am Leben ist. Es wird gebeten, den Schacht sicher zu verwahren entweder durch Zuschütten oder durch Bedecken mit starker Platte und— ein Gitter darum! Den Kindern wird geraten, dort besser nicht zu spielen. Es gibt noch Spielplätze genug, die weniger gefährlich sind. * Annen, 14. Dezbr.(Die Theatergesellschaft„Alt Heidelberg“ bringt morgen im Saal des Westfl. Hofes das dreiaktige Lustspiel„Die Logenbrüder" zur Aufführung. Es ist ein humorvolles wirkliches Lustspiel, das bei guter Darstellung zweifellos ungeteilten Beifall finden wird. Um 6 Uhr beginnt pünktlich die Aufführung, weil nach ihrer Beendigung noch ein Vall stattfindet. Es wird nur eine bestimmte Anzahl Karten ausgegeden. Man sichere sich deshalb rechtzeitig einen Platz. Siehe Inserat in vor. Nr. —(Der dramatische Verein„Fidelio") veranstaltet am 2. Weihnachtstage im Westfälischen Hof eine große Theatervorstellung mit nachfolgendem Tanz. Zur Aufführung gelangt das große 5 aktige Volksdrama„Die Verlassene“ von Therese Mengerle. Das Stück wurde zum ersten Male in Wien am k. k pxivaten Josefstadttheater aufgeführt. Der Vorverkauf der Eintritts. karten ist eröffnet. Alles Nähere noch durch Inserat. —(Besitzwechsel.) Durch Vermittlung des Versteigerers Günedler ging die Besitzung Steinstraße Nr. 35 des Architekten Hermann Halbach in Barmen durch Kauf in den Besitz des AndreVeenstra in Dortmund. —(Die Freie Deutsche Turnerschaft Annen) hält morgen früh eine Versammlung mit wichtiger Tagesordnung bei Kaleske ab. Siehe Inserat in der vor. Nr. —(Der Co. Arbeiterverein) hält lt. Inserat in heut. Kr morgen nachmittag seine Monatsversammlung ab mit anschließendem Vortrag —(Eine öffentliche Frauenversammlung) hat die sozialdemokratische Parteileitung auf morgen nachmittag bei Kaleske anberaumt. Wir verweisen auf die heutige Anzeige. 6 Annen, 14. Dezbr.(Freigabe von Web=, Wirk= und Strickwaren.) Für die nachfolgenden Gegenstände ist die Bezugsscheinfreiheit ausgedehnt und zwar: Strümpfe, Socken, Stutzen, Kopfschützer, Brustschützer, Kniewärmer, Leibbinden, Halsdinden, gestrickte Schals, Pulswärmer, Schwitzer(Sweater) jeder Art, gestrickte, gewirkte oder gehäkelte Damenwesten, gewirkte Korsettschoner und Untertaillen(Trikothemden und=jacken sind bezugscheinpflichtig.) Brusthalter, Büstenformer, Miedergürtel, Geradehalter und ähnliche Gegenstände. Matratzen, fertiggefüllte Inletts. Abgepaßte Kopftücher, Schals und Umschlagetücher, Reise= und Schlafdecken, Decken für Tiere. 6 Annen, 14. Dezbr.(Verlängerung des Geschäftsbetriebes.) Die Geschäfte dürfen an den zwei letzten Sonntagen vor Weihnachten(15 und 22. Dezember) bis 7 Uhr abeuds geöffnet bleiben. Neues aus aller Welt. — Traurige Heimkehr. Als ein Homburger Krieger heimkehrte, fand er die elterliche Wohnung verschlossen. Von Ahnungen erfullt, ließ der Sohn die Wohnung öffnen und fand die Mutter im Bett liegend— tot vor. Aerztlichen Aussagen zufolge war der Tod schon vor 14 Tagen eingetreten. — Mit einer Axt erschlagen. In Österburg wurde der Kreiskassen=Rendant Lindeck von bisher noch unbekannten Tätern ermordet. Der Beamte war aus dem Dienst gekommen, als ein junger Mann bei ihm erschien und sagte, er möge doch sofort zum Landrat kommen. L. ging gleich los. Unterwegs mußte er an einer Stelle vorbei, die wenig belebt ist, und wo gerade am Wege eine Mauer gezogen wird. Als 2. diese Stelle passierte, erhielt er plötzlich mehrere Schläge mit einer Schlachtaxt, die später gefunden wurde. Der Ueberfallene wurde nech einigen Stunden, als man durch sein langes Ausbleiben beunruhigt wurde, von seinem eignen Sohn tot aufgefunden. Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebeten was man hat, muß scheiden. Gestern morgen verschied nach langem schweren mit großer Geduld ertragenem Le den meine unvergeßliche treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte Frau Wws. Neinrich Vogt Huna geb. Rosendabl im Alter von 42 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: ANNEN, den 14. Dezember 1918. Der trauerade Schu: Helarich Vogt. Die Beerdigung findet am Montag, den 16. d. Mts. nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Wittenerstr. 93, aus statt.“ -Sellte Jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten, so diene diese als solche. Erhalte Montag eine kadung feinster Sauerländer und verkaufe dieselben billigst Diedr. Stamm Wullenerstr. 22.. Telephon 513. Suche einen Srbardenel stellt ein Tiefbaugeschäft Johannisstraße 14. Schalerseisen „Ersag noch gut schäumend empfiehlt Carl Görgen, Mittelstr. 42. zum Kohlenfahren bei einem Pferd. Nolle, Roonstr. 9 möglichst mit voller Pension zum 1. Januar gesucht. Angebote unter V. 305 an die Geschäftsst. d. Ztg. Papier- Serrietten verrätig bei Fritz Küching, Hotel Wittener Hof Witten, Bahnhef. Samstag, den 14. Dezbr. e S4Made ite ste ale ste. Se, ate. Sie. sie ste aie aie ate 5% Markaner, Witten Bahnhofstrasse 50. " Ab Samstag, den 14. de. Mts.: für den Kapellmeister W. Kehring. Konzertmeister Wilhelm Flick. Konzertmeister Wilhelm Klick konzertierte K J 1914 hier mit bestem Erfolge 6 Monate. In der ersten Etage: Walzer- und Operettenabend k mit ausgewähltem Programm. E Anfang wochentags 6 Uhr; Sonntags 3 Uhr. Eintritt frei! K Ab Senntag täglich 5 Uhr erstklassige Konzerte des neuen Salen-Orchesters. Sonntags von 11—1 Uhr: Frühschoppen-Konzert.— Schone walme HerdetMüntel Mlnamimnlnilammingun neue Fermen aus guten Steffen Zzu SoMzezirerase Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sprechen wir auf diesem Wege für die rege Beteiligung und Kranzspenden, sowie den Herrn Beamten der Zeche Hamburg u. Franziska u. dem technisch. Verein, besonders Herrn Pfarrer Krause für die trostvollen Worte am Grabe unseren tiefempfundenen Dank 285. Ian Wwe. Greese u. Kinder. Viorenhaus Wrwter. Witten, am Markt. tes Rat, was man hat, nach langem ertragenem treusorgende " Tante und Vogt 1918. nde Schu: hVogt. Montag, den vom Trauer* n k e i n e b e diene diese dung feinster inder Tbaume illigst um Alephon 513. se einen ungen kohlenfahren bei Pierd. olle, Roonstr. 9 st mit voller Penn 1. Januar gedote unter V. 305 Geschäftsst. d. Ztg. F- Terrietten errätig bei #ching, er Hof 64 ef. Dezbr. Kehring. 5 Uhr nzerte esters. 1 Uhr: nzert.— e Kmmm Steffen Besuchen Sie den AalsehBarar Dort finden Sie stets Neuheiten in Wollmernimmmperntipmipnn g Mvchmmmmmmmmmainn Immmmmmmmmmmihnn Bahnhofstr. 18. Sitton Bahnhofstr. 18. in Sonder-Ausstellung Spreiwaren und Fappen zu sehr billigen Preisen. Lebensittelabgabe der Gemeinde Kunen in den 2 Wochen vom 15. bis 28. Dez. er. .) Eier gegen Abgabe der Eiermarke No. 9 pro Kopf der Bevölkerung 1 Stück in den Geschäften Cordes, Wenning, Knappmann, Wienecke, Kuhn, Schwarze, Büttner, Knave, Steffen, Gebr. Wolff, Konsum= u. Sparverein, Rosenthal. Preis pro Ei 50 Pfg. .!) Weizenmehl pro Kopf der Bevölkerung 250 Gramm. Preis pro Pfd. 23 Pfg. .“) Zucker pro Kopf der Bevölkerung 250° Gramm. Preis pro Pfund 52 Pfg. .•) Inlandsbutter pro Kopf der Bevölkerung 60 Gramm. Preis für 1 Pfund .— Mk. .“) Margarine pro Kopf der Bevölkerung 60 Gr. Preis pro Pfund.— Mr. .•) Margarine für die Rüstungs= und Schwerstarbeiter. Nähere Bekanntmachung durch Aushang auf den einzelnen Werken. 7. Marmelade pro Kopf der Bevölkerung 500 Gramm. Preis pro Pfund 1 Mk. .°) Kunsthonig pro Kopf der Bevölkerung 100 Gramm. Preis pro Pfd. 30 Pfg. 9. Kornkaffee pro Haushalt 125 Gramm. Preis pro Pfund 65 Pfg. 10.“) Conserven(Restmenge) pro Haushalt 1 Dose. Die Preise sind den Geschäften vorgeschrieben und auf jeder Dose vermerkt. 11.) Kondensierte Milch pro Haushalt 1 Dose. Preis für 1 Dose 1,75 Mk. * 12. Graupen pio Kopf der Bevölkerung 50 Gr. Preis pro Pfund 44 Pfg. 13.9) Griesmehl pro Kopf der Bevölkerung 50 Gramm. Preis pro Pfund 48 Pfg. 14.•) Hülsenfrüchte pro Kopf der Bevölkerung 100 Gramm. Preis für 1 Pfund .20 Mk. 15. Zwieback für Kinder bis zu 2 Jahren und Kranke in der Conditorei Scharloh gegen Abgabe von 1 emtbicherseits abgestempel. ten Brotmarke unter Vorlage der Lebensmittellarte mit 200 Gramm. Preis für 200 Gramm 63 Pfg. Die Abstempelung der Brotmarken geschieht im Amtshause, Zimmer 9, vormittags von—11 Uhr, unter Vorlagder Lebensmittelkaute. 16. Für Kranke(bei Gefahr für Leben und Gesundheit) in dem Geschäft Steffen Wittenerstraße Gier, Vienenhonig, Suppen, Gries, Keks, Kindermehl, Knochenbrühe. Amtlicherseits erteilte Bezugscheine sind vorzulegen. 11. Kartoffeln für Militärurlauber und Haushaltungen, die ihren Bedarf jede Woche holen, werden am Mittwoch, den 18. De" z e m b e r e r., v o r m i t t a g s 8— 1 1 U h r a m Lager Turnhalle— Schule Erlen— abgegeben. 18. Zwiebeln und Möhren in sämtlichen Gemüsegeschäften zu den bekannten Preisen und in beliebigen Mengen. Die Lebensmitteltarte ist vorzulegen. Tüten sind mitzubringen. Die Abgabe der Waren zu 7, 9, 12, 15, 16, 18 erfolgt ab Dienstag, den 24. Dezember er., die mit einem") bezeichneten Waren sind erst ab Freitag, den 29. Dezember er. in den Geschäften erhältlich. Die„Geschäftsleute werden hierdurch angehalten, den Warenverkauf in der vorstehend festgesetzten Weise vorzunehmen. Ein Andrang an den Geschäftslokalen ist zu vermeiden. Die Geschäftsleute nehmen die Waren am Montag, den 16. Dezember er. in Empfang. Zu 9, 3 beim Lagerhalter Paßmann von—I. vormittags—12 Uhr und die Geschäftsleute von—2, nachmittags von—5 Uhr; zu 4, 5 bei der Firma Steffen, vormittags—11 Uhr; zu 1, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 18 im Amtshause vormittags—12 Uhr. Annen, den 13. Dezember 1918. Der Arbeiter= u. Soldatenrat: Der c, Amtmann: J. A. Schlischo.# Boeticher. Bekanstmachung. Di. jenigen Haushaltungen, welche ihren Bedarf an Speisekartoffeln nicht durch eigene Ernte oder Bezug von Landwirten bis zum 30. April 1918 gedeckt haben, erhalten eine Bescheinigung über die noch gemeinbeseitig zu liefernden Speisekartoffeln am Mittwoch, den 18. Dezember er. vormittags von—11 Uhr und nachmittags von—5 Uh auf dem Amtszimmer Nr 1 hterselbst Die Lebensmittelkarte ist vorzulegen. Die Ausgabe der Kartoffeln erfolgt unter Vorlage der Lebensmit telkarte in der Turnhalle(Erlenschule) in folgender Reihenfolge der LebensmittelkartenNr.: Donnerstag, 19 Dez Nr.—1800 Freitag, 20. Dezbr. Nr. 1801—Schluß An beiden Tagen findet der Verkauf vorm Uhr und von—4 von—12 nachmittags Uhr statt. , Annen, 14. Dez 1918. Der Arbeiter= und Soldatenrat: J..: Schlischo. Der e. Amtmann: Boettcher Pferdefleisch. Der Verkauf von Pferdefleisch wird bis auf Weitetes in folgender Weise geregelt. Es werden in Zukunft bei jedem Verkauf pro Haushalt unter Vorlage der Lebens mittelkarte bis zu 5 Pid Pferdefleisch verabfolgt. Die Reihenfolge der Lebensmittelkarten= Ro und der Tag der Ausgabe werden vor jedem Verkaufe besonders bekannt gegeben. Annen, den 14. Dezember 1918. Der Arbeiter= und Soldatenrat: J..: Willecke. Der e. Amtmann: Boettcher. Eine gebrauchte, gut erhaltene Kanvolike zu kaufen gesucht. Ardeystr. 21. Hausschlachtungen. Das Landesfleischamt Berlin hat angeordnet, daß die Schlachtung sämtlicher schlachtreifen Schweine bis spätestens 31. Dezember 1918 durchgeführt sein muß. Die Anträge auf Erteilung der Genehmi migung zur Hausschlachtung sind daher bis spätestens zum 28 Dezember 1918 auf dem Geschäftszimmer 9 des Amtshauses zu stellen. Spätere Anträge können keine Berücksichtigung finden. Die Anordnung, wonach die Hausschlachtung von Schweinen unter 150 Pfund Lebendgewicht und bei Vorhandensein von Fleischoorräten aus einer früheren Hausschlachtung verboten war, ist aufgehoben. In denjenigen Fällen, wo die Möglichkeit der Weiterfütterung mit erlaubten Futtermitteln nachgewiesen wird, können die Schweine noch belassen werden. Diesbezügliche Anträge sind sofort, spätestens bis 31. Dezember 1918, in dem Geschäftszimmer 9 schriftlich abzugeben. Annen, den 14. Dezember 1918. Der Arheiter= und Soldatenrat. I..: Willecke. Der e. Amtmann: Boettcher. Alle landwirtschaftlich. Möschlich u. Gerals liefert gut u. preiswert Alfred Baltes, Annen, Maschinenhandlung. Mohren!“ Am Dienstag, den 17. Dezbr. vormittags 8— 11 Uhr werden im Amtshauskeller rote und gelbe Möhren zentnerweise abgegeben. Preis pro Ltr. rote Möhren 14 Mark. Preis pro Ztr. gelbe Möhren 10 Mark. Es ist ratsam, den Winterbedarf einzukellern, da mit ausreichenden Kartoffellieferungen nicht zu rechnen ist. Lebenmittelkarte ist mitzubringen. Annen, den 14. Dezember 1918. Der Arbeiter= und Soldatenrat: I. A. Schlischo. Der e. Amtmann: Boettcher. LLLLT Zumhobenstein Witten. Morgen nachmittag Konsert. Ein-Familiehhaus ertl. Grundstück bei hoher Anzahlung zu kaufen gesucht. Gefl. Angebote unter Z. 800 an die Geschäftsstelle d. Zig. erbeten. Ein Mädchen auf ganze Tage für einen kleinen Haushalt gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle. Ein faß neuer Gehrockanzug zu verkaufen. Wittenerste. 25. Bekanntmachung. Die Heberolle über die für das Betriebsjahr 1918 zu den Kosten der westfälischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zu leistenden Beiträge, sowieder Verteilungsplan liegen in Gemäßheit des§ 1021 der Reichsversicherungsordnung vom 17. Dezember 1918 ab zwei Wochen lang bei der Gemeindekasse hierselbst zur Einsicht der Beteiligten offen Gegen die Richtigkeit der Beitragsberechnung kann hinnen einer weiteren Frist von zwei Wochen bei dem Sectionsvorstande in Hörde Einspruch erhoben werden. Die Einziehung der Suche für einen besseren Hauhalt per sofort oder zum 15. Dezbr. ein welches etwas kochen kann. Frau Hch. Kettler, Wetter, Schöntalerstr. 58. 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Nichtmitglieder sind zu dem Vortrage fteundlichst eingeladen. Der Vorstand. Schönes schuldenfreies Wohshaus mit kleinem Gärtchen zu verkaufen. Angedote unter B. 100 e. d. Geschäfteft. 1 Ulster und Paleteis in noch guten Stoffen in großer Auswahl preiswert vorrätig. Raserbans, Bahnhofstraße 21. Ein fast neuer schwarzer Damenmantel, ein Ueberzieher für Alter von 16—18 Jahr. ein schwarz Jachett, 2 Kinder=Mäutel für Alter v—5 Jahren zu verkaufen. Kirchstraße 12. 1 weiß, Herd, Zimmerofen, Vertikow, Paneelbrett, Sopha, Kommoden, Kleiderschränke, Bettstellen mit Matratzen und ohne hat abzugeben Anton Lammerskötter. 1 Konzertzither, ein Druckkasten mit echten. Gummitypen in versch. Größen(für Geschäftsleute),2 Jacketts(Größe 44) und einige Blusen billig zu verkaufen. Höllberg 3e. Der arkannte Junge, der Donnerstag abend 9 Uhr das Rad in der Bahnhofstraße aufgenommen hat, wird ersuchi, dasselbe sofort zurückzubringen, andernfalls Anzeige erstattet wird. D. 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Nr. 151 Polit Der Neie Berlin, Jehrenbach ve# Reichstagsabg Die Fri den nächsten des Vorf strebt werden, ungehenren E Nachrichten nun aber mit hin, daß sie handlungsfäh gesetzgebenden desrat und 3 zur Schaffun sowohl wie Wahlgesetz fü Meine Ebert im I Notwend des Reich folglos gebli weiteres Wa ohne Zustim der Sitzung Ermächtigun Gebrauch zu Ichbe Reichsta von Ort un Die Her reise bereitz berufenden Berlin, Fehren — 80 gesuch des „Berl. Loka daß die sie die gegen ih Zusammena## leitung unn folger ist n vermutet, d Diplomaten — nung. In um die ge Durchführu: Staat stehe meldet wird res Wort. ministerium gesetzte Kon deren Aufe diesem Geb erörtern ur hören auch Dortn Im Dortm die Leichee lichen Perst gelegen hal der Deiche, Dei lutionäl nicht d fünfzehl war es. anlaßte bleiben. Sie Winkel Auch d lagen das al die bei Kl in halb weißen den Ko in dies Jahren rettet Und u so blei De Weltlit hatte, wenig legen. straff, in den lichen zu ma H es hier komme kühnen Palfe Zun, Nr. 151 Samstag, den 14. Dezember 1918. Poltische Kandshzen. Der Reichstagspräsident beruft den Reichstag ein. Berlin, 12. Dezbr. Reichstagspräsident Fehrenbach versendet folgendes Schreiben an die Reichstagsabgeordneten: Die Frist des Waffenstillstandes läuft in den nächsten Tagen ab. Der Abschluß des Vorfriedens muß sofort angestrebt werden, wenn das Vaterland vor weiterem ungehenren Schaden bewahrt werden soll. Die Nachrichten aus dem Lager der Feinde lauten nun aber mit immer größerer Bestimmtheit dahin, daß sie der jetzigen Reichsleitung die Verhandlungsfähigkeit absprechen, daß sie jedoch die gesetzgebenden Organe des alten Reiches, Bundesrat und Reichstag, als berechtigt anerkennen, zur Schaffung einer legitimen Reichsregierung sowohl wie auch der Beschlußfassung über das Wahlgesetz für die Nationalversammlung. Meine fortgesetzten. Bemühungen, Herrn Ebert im Interesse der Reichsleitung von der Notwendigkeit der Einberufung des Reichstages zu überzeugen, sind erfolglos geblieben. Die Not der Zeit verbietet weiteres Warten und verpflichtet mich, auch ohne Zustimmung der Regierung, von der in der Sitzung vom 26. Oktober d. Is. erhaltenen Ermächtigung zur Einberufung des Reichstages Gebrauch zu machen. * Ichberufe deshalb hiermit den Reichstag, behalte mir aber die Bestimmung von Ort und Zeit der Tagung noch vor. Die Herren Kollegen bitte ich, sich zur Abreise bereit zu halten und zur demnächst einzuberufenden Sitzung vollzählig zu erscheinen. Berlin, 12. Dezember 1918. Fehrenbach, Präsident des Reichstages. — Solfs Nachfolger. Das Abschiedsgesuch des Staatssekretärs Dr. Solf ist, wie der „Berl. Lokalanzeiger“ hört, damit begründet, daß die sich immer mehr häufenden Angriffe, die gegen ihn gerichtet werden, ein ersprießliches Zusammenarbeiten zwischen ihm und der Reichsleitung unmöglich machen. Ueber seinen Nachfolger ist noch kein Beschluß gefaßt, doch wird vermutet, daß der Posten wieder mit einem Diplomaten besetzt werden wird. — Die Kommission zur Kirchentrennung. In westdeutschen Blättern wird wiederum die gefährliche Behauptung verbreitet, die Durchführung der Trennung von Kirche und Staat stehe unmittelbar bevor. Wie dazu gemeldet wird, ist an dieser Mitteilung kein wahres Wort. Am Sonnabend wird im Kultus. ministerium eine völlig unpartetisch zusammengesetzte Kommission ihre Arbeiten aufnehmen, deren Aufgabe es sein wird, den ganzen auf diesem Gebiete vorliegenden Fragenkomplex zu erörtern und zu klären. Der Kommission gehören auch eine Anzahl von Geistlichen an. Dortmund, 13. Bezbr.(Leichenfund.) Im Dortmunder Hafen wurde am 11. ds. Mts. die Leiche einer etwa 24—28 Jahre alten weiblichen Person, die wohl 3 Wochen im Wasser gelegen haben kann, gefunden. Der Unterteil der Leiche fehlte; jedenfalls ist dieser von einer Schiffsschraube vom Körper gerissen worden. Am rechten Oberarm befand sich noch ein Stück eines Blusenärmels von blauer Farbe; Bekleidungsstücke und sonstige Gegenstände(Papiere, wurden nicht mehr vorgefunden. Es handelt sich um eine dunkelblonde Person mit länglichrunder Gesichtsbildung. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die nördliche Kriminalabteilung, Steinstraße 48, entgegen. Schwerte, 13. Dezbr.(Ein unglücklicher Schütze) Bei der Verfolgung von Dieben hat heute Nacht der Klempnermeister W. Hölscher den bei ihm wohnenden Zollaufseher Tomiack, der sich an der Verfolgung der Diebe beteiligte, aus Versehen erschossen.., Vater von 13 Kindern, erhielt einen Schuß in den Unterleib und war nach wenigen Augenblicken eine Leiche. Der unglückliche Schütze mußte mit Gewalt an der Ausführung eines Selbstmordes verhindert werden. Westhofen, 13. Dezbr.(Ein schweres Eisenbahnunglück) ereignete sich Dienstag gegen 5 Uhr unweit von Hengstey. Ein von hier ausfahrender Güterzug stieß mit einem aus der Richtung Hagen kommenden Güterzuge zusammen, da der Führer des einen Zuges das HaltSignal nicht beachtet hatte. Durch den Zusammenstoß wurden mehrere Wagen schwer beschädigt, der Heizer der einen Lokomotive getötet, der Führer schwer und mehrere andere Zugbeamte leicht verletzt. Die Strecke war längere Zeit gesperrt und mußte der Vekehr über Kabel geleitet werden. Der angerichtete Schaden ist ziemlich groß. Bengede, 13. Dezbr.(Schweres Unglück durch eine zurückgelassene Granate.) Der Berg= mann G. Konopka versuchte von einer von dem Feld=Art.=Reg. Nr. 19, das hier in Quartier lag, zurückgelassenen Granate in Gegenwart einer Anzahl Kinder gewaltsam den Zünder zu lösen. Die Granate entlud sich und riß den Bergmann Konopka in Stücke, während der Schüler Wilh. Winter und die Schülerin Elise Osthaus auf der Stelle tot blieben. 7 Kinder wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Es wird angenommen, daß mehrere geladene Granaten durch Kinder verschleppt worden sind. Olpe, 13. Dezbr.(Der ASR. aufgelöst.) Nach einer Besprechung zwischen den Mitgliedern des.= und.=Rats wurde der Beschluß gefaßt, den A= und.=Rat aufzulösen. Die beiden Vorsitzenden haben bereits den Bürgermeister hiervon in Kenntnis gesetzt mit dem Bemerken, daß es dem.= und.=Rat nicht gelungen sei, sich die Sympathie der Bürgerschaft von Olpe in dem Maße zu erwerben, wie er erwartet und erhofft habe. Mülheim,(Ruhr), 13. Dezbr.(Feierlicher Empfang der Großindustriellen in Mülheim.) Die acht verhaftet gewesenen Großindustriellen Thyssen, Stinnes usw. trafen gestern abend kurz nach 7 Uhr mit dem Berliner DZug auf den Hauptbahnhof Mülheim(Ruhr) ein. Es wurde ihnen ein spontaner Empfang bereitet. Zum Empfange waren auf dem Bahnhofe erschienen: der Oberbürgermeister von Mühlheim, zahlreiche Stadtverordnete, der Garnisonkommandant, sowie eine große Reihe von Direktoren und Beamten der Firmen Thyssen und Stinnes der Friedrich Wilhelmhütte und des Mülheimer Bergwerksvereins. Den Zurückkehrenden wurden Blumen überreicht und ein begeistert aufgenommenes Hoch wurde auf sie ausgebracht. Der Mülheimer Arbeiter= und Soldatenrat hatte in Erwartung von Demonstration den Bahnhof und die umliegenden Straßen Burch ein starkes Aufgebot abgesperrt und einige Maschinengewehre in Stellung gebracht. Nur Reisende durften den Bahnhof passieren. Auf der Fahrt in die Stadt wurden den Heimkehrenden wiederholt stürmische Kundgebungen bereitet. Dorsten, 13. Dezbr.(Schweres Eisenbahn= unglück.) Auf dem Bahnhof Lembeck fuhr der Coesfelder Eilzug auf einen haltenden zug. Der Zusammenstoß war furchtbar, die beiden Lokomotiven bohrten sich ineinander. Packwagen des Güterzuges wurde vollständig zertrümmert und ging in Brand auf. Die Insassen des Wagens, Zugführer Kötter, Oberpostschaffner Ermall und Schaffner Gobbels. sämtlich aus Fröntrop, kamen bei dem Unfall zu Tode. Zwei der Leichen konnten nur mit Nor festgestellt werden, da sie vollständig verkohlt waren. Das Lokomotivpersonal des Güterzuges kam mit leichten Verletzungen davon. Bei dem Milchzug forderte der Unfall den Tod des Schaffners des Packwagens, das weitere Lokomotiv= personal und mehrere Fahrgäste kamen mit leichten Verletzungen davon. Der Material= schaden ist bedeutend. Fünf in einem Güterwagen befindliche Pferde wurden getötet. trolleurs Hoover mit, daß die in Deutschland liegenden 2,5 Millionen Tonnen Schiffsraum unter Kontrolle der Alliierten zur Versorgung Deutschlands zur Verfügung gestellt werden müßten, wobei die Schiffe selbstverständlich deutsches Eigentum verbleiben und mit deutschen Besatzungen versehen werden können. Diese Versorgung mit Lebensmitteln wird von zwei Kommissionen geregelt werden. Die eine, welche die Lebensmittel aufkauft, hat ihren Sitz in Paris, während die mit der Verteilung und dem Transport beauftragte ihren Sitz in London hat. Wie wir hören, sind die Beschränkungen, welche den Mitgliedern der Waffenstillstandskommission in Trier bisher auferlegt waren, nunmehr vollkommen beseitigt worden. Die Mitglieder der Kommission können vollständig frei verkehren. Ebenso ist der Telegramm=, Telephonund Kurierdienst vollständig unbehindert. Washington, 13. Dezbr. Die in holländischen Blättern gebrachte Meldung, wonach Staatssekretär Lansing erklärt habe, daß keine Lebensmittel nach Deutschland gesandt, würden, bevor die Nationalversammlung gewählt sein würde, wird für unrichtig erklärt. Neueste Nachrichten. Die preußischen Nationalwahlen. Berlin, 13. Dezember.(Amtlich) preußische Regierung hat bestimmt, daß die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung in Preußen acht Tage nach den Wahlen zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung stattfinden sollen. Beginn der Friedenskonferenz Ende Januar. Der Vorwärts meldet: Nach den Informationen der Zeitung Soir steht es fest, daß die Zusammenkunft der eigentlichen Friedenskonferenz erst Ende Januar stattfinden wird. 1000 Deutsche zur Zwangsarbeit abgeführt. Berlin, 13. Dez. Aus zuverlässiger Quelle verlautet: Etwa 1000 junge Männer, Söhne von altdeutschen Eltern, sird aus Straßburg zur Zwangsarbeit nach Belgien übergeführt worden. Verhaftung von 50 Güterwagendieben. Hamburg, 13. Dez. Auf dem Güterbahnhofe Hamburg=Veddel wurden etwa 50 Militärund Zivilpersonen, die Güterwagen zu erbrechen und Lebensmittel, Spirituosen usw. zu entwenden gesucht hatten, verhaftet. Lustmord. Hamburg, 13. Dezbr. Unweit Bargten wurde nach einer Meldung aus Scharmbeck die Leiche eines jungen Mädchens mit durchschnittenem Halse im Gehölz gefunden und zwar an verselben Stelle, an der vor etlichen Monaten eine Hamburger Krankenschwester vergewaltigt wurde. Es ist anzunehmen, daß der Lustmörder auch das zweite Opfer von Hamburg an sich gelockt und auf bestialische Art ums Leben gebracht hat. Rrchiche Nachrichen. Sonntag vorm. 9 ½ Uhr Begrüßungsgottesdienst für die heimgekehrten Vrasse.) Feier des hl. Abendmahls. Beichte 8½ Uhr. Anmeldung vorher in der Sakristei. 11 Uhr Kindergottesdienst 12 Uhr Kirchentaufen. Sonntag nachm. 5 Uhr im Vereinshaus Vortrag im Arbeiterverein über„Trennung von Staat und Kirche".(Pastor Müller.) 6 Uhr Familiengemeinschaft der christlichen Mittwoch abend 8 Uhr Betstunde in der Kirche Pastor Brasse. Der-Waffenstillstandsvertrag bis zum 17. Jannar verlängert. Versorgung mit Lebensmitteln. Trier, 13. Dezbr. Der Waffenstillstandsvertrag wurde heute bis zum 17. Januar 1919 verlängert. Diese Verlängerung wird, vorbehaltlich der Zustimmung der alliierten Regierungen, bis zum Abschluß des Präliminarfriedens ausgedehnt werden. Das Oberkommando der Alliierten behält sich vor, die neutrale Zone auf dem rechten Rheinufer nördlich des Kölner Brückenkopfes und bis zur holländischen Grenze zu besetzen. Zu Beginn der Sitzung teilte Marschall Foch im Ramen des ameritkanischen LebensmittelkonDanksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines geliebten Mannes, insbesondere Herrn Paster Brasse für seine trostreichen Worte am Grabe und für die zahlreichen Kranzspenden spreche ich allen Freunden und Bekannter meinen tiefgefühlten Dank aus. ANNEN, 12. Dez. 1918. Frau Wilhelm Scbulte geb. Bernsmann. Gebrochener Stolz. Roman von Alfred Sassen. Nachdruck verboten. Der neunzehnjährige Heinz mit den revolutionären Gedanken hinter der Stirn war nicht der Stärkere, der zuerst sprach. Die fünfzehnjährige Klementine, das halbe Kind war es. Sie blieb plötzlich stehen und veranlaßte Heinz dadurch, ebenfalls stehen zu bleiben.“ Sie befanden sich in einem entlegenen Winkel des Parkes, weitab vom Schlosse. Auch die Rosen mit ihrem schwülen Duft lagen hinter ihnen. Ein kleines Tannendickicht, das aber nicht recht gedeihen wollte, umgab die beiden. Klementine strich nur ein einziges Mal in halber Verlegenheit mit der Hand an ihrem weißen Kleide hinunter, dann hob sie rasch den Kopf und sah Heinz fest an. Sie vergaß in diesem Augenblicke, daß sie sich seit drei Jahren schon„Sie“„nannten, und sagte: „Heinz, seit du mir damals das Leben gerettet hast, habe ich dich lieb— sehr lieb. Und wenn ich auch älter werde— das wird so bleiben.“ Der Jüngling, der mit allen Helden der Weltliteratur innige Freundschaft geschlossen hatte, benahm sich in diesem Augenblicke recht wenig heldenhaft. Er wurde blutrot und verlegen. Plötzlich jedoch wurde seine Haltung straff, das Rot verlief sich auf der Stirn und in den schmalen Wangen, um der eigentümlichen Blässe tiefster seelischer Erregung Platz zu machen. Heinz war sich sofort darüber klar, daß es hier nicht zu einer alltäglichen Liebesszene kommen dürfte. Er versagte es sich sogar, den kühnen jungen Mund, der ihm so holde Botschaft zugerufen, auch nur einmal zu küssen. Tief, tief atmete er auf, dann streckte er langsam die Hand aus und erwiderte in dem weihevoll gedämpften Ton, wie man ihn wohl unwillkürlich in einer Kirche annimmt: danke dir für dieses Wort, Klementine. Ich werde es nie vergessen. Darf ich dich daran erinnern, wenn ich ein Mann hin, der fest und sicher im Leben steht?" Das seltsame Mädchen gab sein Jawort im Innersten seiner Seele, denn leise und lautlos fühlte Heinz seine Hand ergriffen, und nur zwei Augen beantworteten stumm seine Frage. Sie kehrten langsam und ohne ein weiteres Wort zu sprechen, in die weniger entlegenen Teile des Parkes zurück, dorthin, wo die Rosen blühten. Bei den Rosen fanden sie den Grafen, der für Heinzens Mutter einen Strauß der prächtigsten, halb erschlossenen Knospen abschnitt.— g sGrhe SStchBald darauf reiste der angehende Student Heinz und Klementine sahen sich jedoch viel eher wieder, als sie geglaubt. Aber es war ein unendlich trauriges Wiedersehen. Als der Herbst in den Winter überging, schritt durch die Gegend, in der Dorf und Schloß Liebenbetg lagen, ein unheimliches Schreckgespenst. Im Schloß war es der Graf, den das heimtückische Fieber forderte, in der Schule die Hausfrau, während die Kranken in einigen andern Häusern genasen. Es waren wohl die beiden Besten im Dorfe, die der unerbittliche Würgengel hingerafft, und das ganze Dorf vereinigte sich in seiner Teilnahme. In der Schule und im Schloß durchlief der Schmerz der Angehörigen die ganze Stufenleiter vom fassungslosen Erstarren bis zur wildesten Verzweiflung.„ Die Gräfin lag neben der Leiche des geliebten Mannes am Boden und wollte. keinem Trost, keinem Zuspruch Gehörtschenken. Komtesse Klementine stand einige Schritte seitwärts in einer Fensternische. Sie schrie und klagte nicht, sie starrte nur immer auf den treuen Vater hin, und langsam quollen große Tränen aus ihren verängstigten Augen, die für den Jammer des Lebens sehend geworden In der Schule mußte Lehrer Heiland sein stilles Weinen um die Tote immer wieder kei ünterbrechen, um seinen Sohn zu bitten, sich zu schonen. Heinz griff in seinem Jammer in den Himmel hinauf, mit Klagen und Fragen, zuletzt mit bitteren Worten der Verzweiflung. Er löste sich an der Leiche der Mutter los von seinem Kinderglauben. Die trostlose Oede, die sich dadurch auf ihn herniedersenkte, steigerte nur noch die Empfindungsfähigkeit für den Schmerz in ihm. Weshalb überhaupt mit Mühen und Sorgen sich eine Zukunft aufbauen? Ueber Nacht kam eine blindwütende Riesenfaust und drückte einen Stern aus, der in diese Zukunft hineinstrahlen sollte. Und diese Faust, die einmal kam, konnte sa auch wiederkommen und weiter verwüsten und vernichten, was an Leben und Schönheit diese Zukunft zu einer erstrebenswerten machen sollte. Wozu? wozu? Der bestohlene Jüngling stieß sich Stundé um Stunde die Stirn wund an dieser ewig grausamen Schicksalsfrage, bis zuletzt die gemarterte Stirn auf die scharfe Kante des geschlossenen Sarges niedersank und nun wirklich ihr Blut hingab. Der stolze Graf und die stille Lehrersfrau wurden an einem Tage beerdigt— kurz nacheinander in der Mittagsstunde. Nun war es Abend, ein Novemberabend, nicht gerade stürmisch, aber doch voll Unruhe, die in der Luft raunte und am grauen Himmel sichtbar war. Das Wetter war kalt und trocken. Die Bäume standen laublos. um die sechste Abendstunde sein. Da klirrte es an einem der Wohnstubenfenster in der Schule. Eine kleine weiße Hand hatte draußen angeklopft: Komtesse Klementine stand, draußen, in einen schwarzen Mantel gehüllt, ein Spitzentuch von der gleichen Farbe um den Kopf mit dem blassen, in seinem tiefen,„Ernst, fast eckig erscheinenden Gesichtchen geschlungen. „Ist Heinz zu Hause?“ fragte sie in dem bestimmten Ton, der viel eitreguggen## „Ich möchte ihn bitten, mit mir auf den Fried„Jetzt noch, so spät?“ widersprach Lehrer Heiland, der ans Fenster getreten war, um es zu öffnen.„Liebe Komtesse, es ist ja schon vollIhre Lipen zuckten leicht.„Ich dente, wir beide fürchten uns nicht.“ „Wollen Sie nicht, bis ich Heinz gerufen habe, einstweilen hereinkommen?" „Danke, ich warte hier draußen.“ Gleich darauf erschien Heinz auf der Haustürschwelle, hinter ihm stand der Lehrer, auch „Seien Sie nicht böse, Herr Lehrer; sagte Klementine, und die Dunkelheit verriet nicht, ob ein Zug von Befangenheit bei diesen Worten über ihr Gesicht huschte,„aber ich möchte mit Heinz allein gehen.“ Der junge Mann mit den schrecklich verweinten Augen stand an ihrer Seite. Sie reichte ihm die Hand, die sich gleich wieder unter den dunklen Mantel zurückzog. Dann gingen sie an den alten Linden vorüber nach dem Friedhofe, der drüben die andere Seite des freien Platzes mit seiner alten Steinmauer abschloß. Heinz hatte den Schlüssel zu der schmalen, braunen Eingangspforte mitgebracht. Er schloß auf. Der Schlüssel zeigte sich widerwillig, die Pforte knackte. Als die beiden hindurchgeschritten waren, schlug sie ein plötzlich herauf COTET Frauen-Strümpfe Herren-Socken: Kinder-Strümpfe Handschuhe Taschentücher Korsetts Unturtaillen Korsettschoner Sweaters Prakt. Weihnachts-: Seidenstobe Seidene Blusen Seidene Unterröche geschenke Heisse Zierscbürzen Batist-MKäsche Sehirme Pelze. ce Modenhaus BLANK witten a. MKarkt Senntags bis abends 7 Uhr geöffnet. Photographische Anstalt Gebrüder Krampen, Annen. 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