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Hohe Belohnung ahle ich demjenigen, der nir den Dieb namhaft nacht, welcher am Samsag nachmittag aus meiner Wohnung einen Wäschekorb mit Kleidungssachen, Schuhen usw. gestohlen hut. Der Dieb, es ist ein Bursche von 17—18 Johren gewesen, hatte ein Fahrrad und fuhr in der Richtung nach Rüdinghausen. Emil Krächter, Untere Rüdinghauserstraße 17. 200 Hik Belehnung. In der Nacht zum Samstag sind uns 3 Ziegenlämmer und 7 Kanincheng“ stohlen worden. Demjenigen, der un die Diebe namhaft machen kann, zahlen wir obig Belohnung aus. Verschwie genheit wird zugesichert. Namens der Einwohner Wilh. Grebe, Stockum, Nordstr. No. 57 Ofenarbeiter, Kesselwärter, Gasstocher, Reparaturschkosser und autogen. Schweiße gesucht. Wittener Hütte Aet.=Gef., göltten=Rube. 90„Annener Zeitung“ erscheint jeden Bionstag, Donnerstag und Samstag. Anzeigegebühr für die einspaltige # lonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Reklamezeile 50 Pfg.— Bezugspreis inkl.„Sonntagoblatt“. — monatlich 65 Pfg.— mit der „Annener Vollszeitung. Telephon=Rr 334. Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Organ für den Gemeindebezirk Annen und Umgebung. Inserate finden bei der großen Auflage der Annener Zeitung weite und billige Berbreitung.— Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Verantwortung. Redaktion, Druck und Verlag von Fritz Küching, Annen. 147 Donnerstag, den 5. Dezember 1918. 34. Jahrgang Die Sozialisierung. Ausschreitungen zu Schulden kommen andere lassen. Den deutschen Nerven werden überaus harte. Die deutsche Regierung muß sich auf das Proben zugemutet: Der Krieg, der Waffenstill= schärfste dagegen verwahren, daß der Bevölkerung stand, die Revolution. Es soll weiter folgen des von der Entente zu besetzenden deutschen die Sozialisierung, Verstaatlichung der wichtig= Gebietes eine farbige Besatzung zugemutet wird. sten Betriebsmittel. Der Plan besteht, und eine Sie hat das Recht zu fordern, daß die BedinKommission zur Prüfung der Einzelheiten ist gungen des Waffenstillstandes, welche nach der eingesetzt worden. Es scheinen zunächst die Po= ihr feierlich erteilten Versicherung einen Frieden duktionsgruppen Kohle, Eisen, Chemische Indu= des Rechtes herbeiführen und den Bund der strie, Elektrizität in Betracht kommen zu sollen Völker einleiten soll, in einem Geiste gehandEs wird aber auch vom Großgsundbesitz ge habt werden, der diesen hohen Zielen und den sprochen. Tatsächlich liegt die Sache so, daß, allgemeinen Empfindungen der Menschlichkeit wenn mit dieser Sozialisterung ein Arfang entspricht. Die Ueberführung farbiger Truppen gemacht wird, das Ende schwer abzusehen ist, auf deutsches Gebiet, ist ein Hohn auf das GeDie neue Regierung übernimmt damit eine fühl der Gemeinsamkeit der weißen Rasse, ein sehr hohe Verantwortung. Schon der Plan Gefühl, das auch die Gegner binden sollte, zuschafft Beunruhigung und lähmt die Unterneh. mal da nach ihren Erklärungen nach Beendimungslust, da seine Wirkungen auf die G samt= gung des Krieges sie gewillt sind, in einen heit der industrieellen Betriebe, auch auf die, Vörkerbund zusammenzutreten. welche selbständig bleiben sollen, nicht leicht zu Marschall Foch hat der deutschen Waffenermessen ist. Diese gedrückte Stimmung ist um stillstanoskommission in Spaa telegraphisch anso erklärlicher, als zugleich die Industrie den gezeigt, daß die Grenze Elsaß=Lothringens gegen Erweroslosen Arbeit geben soll, und die Ernäh= Baden, die Pfalz und Luxemburg bis auf weirungeschwiertskeiten bekannt sind. Der Reichs= teres voraussichtlich für etwa 10 Tage gesperrt tug hut im letzten Sommer ebenfalls ein Stück wird. Dabei wird das Gebiet von SaarFranntweinmonovol genehmiate Pa#r##n brücken und Saarlouis in die elsaß=loDie militärischen Behörden der Alliierten] Die ersten Kontributionsgelder. nehmen die Landesgewalt an sich und fordern General Redent hat der deutschen Kommisvor allem den strengsten Gehorsam. Alle Ver= sion eine Note überreicht, in der für die engordnungen, die im Augenblick der Besetzung lischen Besatzungstruppen für den ersten Monat Gültigkeit haben, werden von uns respektiert 40 Millionen Mark gefordert werden, für die werden, sofern sie nicht mit unferem Recht und amerikanischen 54 Millionen Mark. Die erste unserer Sicherheit in Widerspruch stehen. Unter Rate von 10 Millionen ist am 5. Dezember in Branntweinnonopor genehuligte. über beim Branntwein kommt kein Fabrikat in Betracht, das unsere Welthandelsstellung wesentlich beeinflußt. Daß eine Verstaatlichung auch heilsam thringische Grenze einbezogen. Den deutschen Delegierten ist vor Unterzeichnung des Waffenstillstandes bestimmt erklärt worden, daß der Wortlaut des Vertrages wirken kann, sehen wir bei der Eisenbahn und streng eingehalten und über seinen Inhalt in bei der Post. Aber auch hier ist der individu. Jnzhefan g sangen werden sollte. ellen Tätigkeit des Einzelnen noch Spielraum Insbesondere bedinge Artikel V, keine Aenderung gelassen, Kraftwagen und Schiffahrt machen deran der bestehenden Verwaltungsorganisatton. Eisenbahn noch Konkurrenz. Bei der Soziali=] Unter diesen Umständen sieht sich die deutsierung der Betriebsmittel haben wir aber mit sche Regierung gezwungen, gegen die Anordnung einer Belastung der Industrie zu rechnen, die des Marschalls Foch schärfste Verwahrung eindas gesamte Ausland nicht kennt, die also die zulegen. Fähigkeit unseres Wettbewerbs auf den Weltmarkt gefährdet. Und ein so guter Abnehmer seiner gewerblichen Fabrikate das deutsche Volk selbst ist, jetzt, nach dem Kriege wird es nicht die Kaufkraft entfalten können, die nötig ist, um die wesentlich gestiegenen Löhne der arbeitenden Bevölkerung aufzubringen. Wir müssen viel einnehmen, und dazu gehört großer Unternehmungsgeist und starke Produktion. Und dazu gebrauchen wir das Ausland, das durch kaufmännische private Tätigkeit neu werden muß. Die Kosten der Revolution. Die Revolution war für uns in sinanzieller Hinsicht ein recht kostspieliges Vergnügen. In der allgemeinen Verwirrung der Revolutionstage ist der ohnehin schon sehr stark geschwächte Staatssäckel um weitere erhebliche Mittel verringert worden. Verantwortliche und unverantwortliche Stellen haben aus allen möglichen gewonnen ihnen zur Verfügung stehenden Staats-, Gemeinde= und Militärkassen nach Gutdünken gewirtNoch zu erwähnen ist die Rückwirkung einer schaftet. Wir leben in einer budgetlosen Zeit. Sozialisierung auf die Tätigkeit der geistigen Es besteht keinerlei Kontrolle über die öffentArbeiter, die im Dienste der Industrie tätig sind lichen Ausgaben. Niemand weiß, was mit dem und die wesentlich dazu beigetragen haben, sie Geld der Steuerzahler geschieht. Man spricht groß zu machen.„Ohne Profit raucht kein davon, daß die Tage der Revolution dem deutSchornstein“, hat schon vor Jahren selbst August schen Volke itwa achthundert Millionen Bebel gesagt. Wer sich müht, will auch davon[Mark mehr an Lasten aufgebürdet haben, als etwas haben, und zwar so viel, als ihm sein im vorigen Jahre verbraucht wurden. Der kleine Erfolg wert dünkt, nicht so viel, als ihm der Bundesstaat Braunschweig hat allein 15 MillioStaat zu zahlen für gut befindet. Darauf nen Mark ausgegeben! besteht schon der intelligente Landarbeiter, der in der Sozialisierung wohl eine Programmnummer, aber keine praktische Förderung seiner Interessen erblickt. Die Unternehmungslust und der wirtschaftliche Wettbewerb brauchen Selbständigkeit, freie Sonne, Luft und Licht, damit sie sich natürlich entfalten können. Mit erheblichen Lasten können Es ist nicht auszudenken, wo wir bei einer solchen Wirtschaft hinkommen. Die Steuerzahler haben ein Recht zu fordern, daß schleunigst über den Verbrauch der Staatsgelder öffentlich Rechnung gelegt wird. Es muß an einer Zentralstelle genaue Kontrolle über sämtliche Ausgaben geführt werden. Wir treiben sonst rettungslos dem völligen Bankrott entgegen. sie sich abfinden, aber nicht mit der Schaffung einer Existenz=Grundlage, welche die Konkurrenz 800 Millionen in 14 Tagen für die ASN. nicht kennt. Und von einer internationalen Sozialisierung ist nichts zu merken. Wir säßen damit fest, wenn schließlich England und Amerika billiger die Produkte lieferten, als wir sie zu geben im Stande sind. Es gibt keine Unmöglichkeiten mehr, so kann man beinahe sagen. Wie von zuverlässiger Seite verlautet, haben die.SR. in den ersten vierzehn Tagen ihres Bestehens einen Finanzbedarf von 800 Millio= nen gehabt. Neue Proteste. Durch Vermittlung der schweizerischen Regierung sind den Vertretungen der Entente in Bern folgende Proteste zugegangen: Den der deutschen Regierung vorliegenden Nachrichten zufolge sind vor einigen Tagen farbige französische Truppen in die Pfalz einmarschiert, dann aber wieder zurückgezogen worden, da sie vor dem im Waffenstillstandsvertrage festgesetzten Termin eingetroffen waren. Es sollen aber auch jetzt noch an der Südgrenze zur Pfalz zum Einmarsch bereite farbige Truppen stehen. S Schon in den wenigen Tagen ihres Aufenthaltes in der Pfalz haben sich die schwarzen französischen Truppen Notzuchtverbrechen und Zur Lage. Englische Stimmen für völlige Besetzung Deutschlands. British News schreibt: Wenn die bolschewistische Gefahr in Deutschland wirklich besteht, und non der deutschen Regierung nicht unterdrückt werden kann, so muß die Entente ihr durch völlige Besetzung Deutschlands begegnen. Wie eine giftige Schlange wird Deutschland erst harmlos werden, wenn ihm jeder Giftzahn ausgezogen ist. Denn der Giftzahn des Bolschewismus ist nicht weniger tödlich als der des Militarismus. Foch an die linksrheinische Bevölkerung. Havas meldet aus Paxis: Marschall Foch hat folgenden Erlaß an die Bevölkerung des linken Rheinufers gerichtet: Führung und Aussicht der Militärbehörden werden die öffentlichen Aemter weitergeführt werden müssen. Die Beamten haben die Pflicht, ihre Arbeit gewissenhaft und ehrlich zu machen. Die Gerichte führen ihre Arbeit weiter. Die Bewohner haben sich in Wort und Tat mittelbar oder unmittelbar feindseliger Handlungen gegen die Alliierten zu enthalten. Jeder, der sich eines Verbrechens schuldig macht, wird vor das Kriegsgericht gestellt werden. Foch lenkt ein. Wie die„Köln. Ztg." aus Bern erfährt, hat Joch sein Einverständnis mit den vom Staatssekretär Erzberger gemachten Vermittlungsvorschlägen erklärt.— Foch hatte bekanntlich in einem befristeten Ultimatum von Deutschland die Auslieferung der schwerften Lokomotiven verlangt. Erzbergers Vermittlungsvorschlag ging dahin, daß an die Franzosen sämtliche in Reparatur befindliche Lokomotiven nach ihrer Fertigstellung abgeliefert werden sollten. Der allgemeine Friedensvertrag soll bald unterzeichnet werden. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Newyork: Die Tatsache, daß Präsident Wilson an der Spitze der amerikanischen Abordnung für die Friedenskonferenz steht, wird von einer großen Anzahl informierter Persönlichkeiten als Beweis dafür angesehen, daß der allgemeine Friedensvertrag in kurzer Zeit unterzeichnet werden wird. Die Einzelheiten würden wiederum in Zusatzverträgen geregelt werden. Der Abschluß der allgemeinen Friedensverhandlungen solle beschleunigt werden, damit die Reorganisationsarbeiten keine Verzögerung erleiden. Wilsons Eintreten für Deutschland. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Amsterdam: Allerlei Erörterungen dienen in Amerika als Vorspiel zur Friedenskonferenz. Nicht nur der Völkerbund, sondern auch die Freiheit der Meere werden besprochen. Auch die Behandlung Wilhelms 2. kommt allgemein zur Sprache. Die „Morning Post“ stellt fest, daß im Gegensatz zu den Alliierten Wilson nicht für eine gerichtliche Verfolgung des Kaisers ist, wie er auch die sofortige Zulassung Deutschlands zum Völkerbund vertritt und von einer wirtschaftlichen Aechtung Deutschlands nichts wissen will. Ein Nervenanfall des Exkaisers Wilhelm Havas meldet aus Amsterdam: Exkaiser Wilhelm ist von einem Nervenanfall betroffen worden. Er beabsichtigt, sich in ein Sanatorium in der Umgegend von Arnhein zu begeben. Reuter berichtet, daß die Mitglieder des Gefolges des Exkaisers, die sich gegenwärtig in Marne aufhalten, heute nach Deutschland zurückkehren werden. Die Abdankungsurkurde des Kronprinzen Die„Deutsche Allgemeine" Zeitung erfährt von maßgebender Stelle, daß die Abdankungsurkunde des Kronprinzen am Dienstag erscheinen solle. Wie es heißt, hat der Kronprinz nur für sich, nicht aber für seine Nachkommen abgedankt. Der Scheidegruß des württembergischen Königs. Der König erließ aus Babenhausen folgende Kundgebung: An das württembergische Volk! Wie ich schon erklärte, soll meine Person niemals ein Hindernis sein für die neue Entwickelung der Verhältnisse des Landes und dessen Wohlergehen. Geleitet von diesem Gedanken, lege ich mit dem heutigen Tage die Krone nieder. Alle, die mir in den 27 Jahren treu gedient oder sonst Gutes erwiesen haben, vor allem auch unseren heldenmütigen Truppen, die durch vier Jahre schwersten Ringens mit dem größten Opfermut den.ind vom Vaterlande fern gehalten haben, danke ich aus Herzensgrund. Erst mit meinem letzten Atemzuge wird meine Liebe zu der teuren Heimat und ihrem Volke erlöschen. Ich spreche hiermit Düren, weitere 30 Millionen sind am 12. Dezember in Köln abzuliefern. Die Forderungen der weiteren Kosten der Besatzung werden noch bekannt gegeben werden. Die Lettow'sche Heldenschar. Reuter meldet aus Laurenco Marquez vom 25. 11.: Amtlich wird bekanntgegeben, daß General v. Lettow Vorbeck sich mit 30 Offizieren, 125 anderen Europäern, 1165 Askari, 1516 Trägern, 432 örtlichen und portugiesischen Treibern, 13 eingeborenen Häuptlingen, 283 männlichen Eingeborenen und 819 Frauen ergeben habe. Die Askart bleiben bis zu ihrer Heimbeförderung in Tabora, die Deutschen bis zur Ueberführung nach Europa in Dares=salaam. Die Lage in Oesterreich. Exkaiser Karl soll Oesterreich unverzüglich verlassen. Die Agence Havas meldet aus Kopenhagen: „Politiken“ vernimmt zuverlässig, daß die österreichische Regierung infolge gegenrevolutionärer Agitation den ehemaligen Kaiser Karl aufforderte, Oesterreich unverzüglich zu verlassen. Tirol wird von den Engländern besetzt. Die„Köln Ztg.“ meldet aus Innsbruck: Englische Offlziere sind in Innsbruck angekommen. Es verlautet, daß die italienischen. Truppen in ganz Nord=Tirol von Engländern abgelöst würden. Auf Veranlassung englischer Offiziere wurde die italienische Trikolore vom Rathaus in Bozen entfernt. Die Lemherger Greuel. Ueber die Lembergischen Judenprogrome berichtet ein zurückgekehrter deutscher Augenzeuge folgendes: Am 22. November nahmen die Polen Lemberg wieder. Eine Legion der polnischen Soldaten(Abzeichen: Adler und weißrote Schleife) wälzte sich in das Judenviertel, erbrach zunächst die Schenken und zog betrünken, raubend, brennend und mordend von Haus zu Haus. Nach vollzogener Plünderung steckten sie die Häuser an den Haustüren in Brand und jagten durch Schüsse die dem Tode noch entronnenen Bewohner in die Häuser zurück, wo sie lebend verbrannten. Leute, welche Frauen aus den brennenden Häusern retten wollten, wurden durch Schüsse daran gehindert. In kurzer Zeit brannte fast das ganze Judenviertel lichterloh. Drei Synagogen wurden zunächst beraubt, die Heiligtümer besudelt und zerrissen und dann in Brand gesetzt.(Hierunter eine.700 Jahre alte Synagoge). Weiber und Kinder wurden hingeschlachtet und lagen auf den Straßen. Die in den Zeitungen angegebene.ahl von 2000 Opfern dürfte noch gering sein, weil die Judenstadt eng bewohnt ist und bis zum Tage meiner Abreise, dem 27. November, noch viele Häuser brannten oder rauchten, in denen sich Leichen ungeborgen befanden. Die Polen schieben diese Progrome auf die von den Ukratnern freigelassenen Sträflinge, welche sich polnische Untformen angelegt hätten. Tatsache war aber, daß stillschweigend 48 Stunden lang die Plünderung gestattet war und daß aus Krakau gekommene Verstärkungen auf dem Bahnhofe in Lemberg zunächst nach dem Weg zur Krakowski (Judenstadt) fragten mit den Worten: Jetzt gehts auf die Juden. Runoschau. Das endgültige Ergebnis der 9. Kriegsanleihe. Wie der Reichsbankpräsident Dr. Havenstein in der gestrigen Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank mitteilte, hat sich das endgültige Ergebnis der Zeichnungen auf die neunte Kriegsanleihe, mit Ausschluß der noch ausstehenden letzten Feldzeichnungen auf 10 433 939 700 Mark erhöht. Das endgültige Ergebnis ist demnach um rund 100 Millionen Mark höher als das zugleich namens meiner Gemahlin, die nur 100 schweren Herzens die Arbeit zum Wohle der seinerzeit gemeldete vorläufige Resultat. scherten-Gezzens die uldeis zau Wöhle der Armen und Kranken in dem bisherigen Umfang niederliegte. Gott segne, behüte und schütze unser geliebtes Württemberg in aller Zukunft. Dies ißt mein Scheidegruß. Wilhelm. Generaloberst v. Heeringen— Präsident der Kriegervereine. Wie verlautet, ist Generaloberst von Heeringn, der frühere Kriegsminister und Führer der bekannten Heeresgruppe im Süden der Westfront, zum Präsidenten des Deutschen Kriegerbundes und des Preußischen Landeskriegerverbandes gewählt worden. Als Präsident des Preußischen Landeskriegerverbandes ist er gleichzeitig Präsident des Kyffhäuser=Bundes der deutschen Landes=Kriegerverbände. Der neue Führer der Kriegervereine steht vor einem dankbaren Felde der Tätigkeit. — Adolf Hoffmanns Ministerialdirektor. Die„Köln. Volksztg.“ meldet aus Berlin: In Köpenik lebte während des Krieges ein Russe namens Futran, der sich als Ausländer täglich bei der Polizei melden mußte. Auf ihn hat der kultusgewaltige Adolf Hoffmann sein Auge geworfen und hat Wohlgefallen an ihm gefunden, denn telephonisch und schriftlich verlangte er von der Stadtverwaltung Köpenik die Einbürgerung des Hrn. Futran innerhalb 48 Stunden. Hr. Futran wurde eingebürgert. Zetzt ist er Ministerialdirektor im preußischen Kultusministerium! — Prinzliche Demokraten. Die Prinzen Friedrich Leopold(Vater und Sohn) teilen mit, daß sie der Deutschen demokratischen Partei beigetreten seien. Ausland. Belgien. Belgien als Großmacht. Die Ententemächte haben beschlossen, Belgien als Großmacht anzuerkennen. Sie haben ihre Gesandten in Brüssel zu Botschaftern erhoben. Spanien. Drohende Umwälzung in Spanien? Wie aus Madrid gemeldet wird, machen sich in ganz Spanien die Zeichen einer nahenden Umwälzung immer deutlicher bemerkbar. Auch sind jetzt atalonische Delegierte in Madrid eingetroffen, um von der Regierung die Autonomie Ataloniens zu verlangen. Totates. Der frühere deutsche Krouprinz im Exll. Oberes Bild: das Pastorenhaus von Hypolitushoef auf der Insel Wieringen (Holland) die gegenwärtige Wohnstätte des Exkronprinzen. Unteres Bild: die Ankunft des Exkronprinzen X mit seinem Gefolge an Bord eines holländischen Motorbootes auf der Insel Wieringen. § Annen, 5. Dezember. Neues Geschäftsleben wacht mit der Demobilisierung auf. Viele Geschäfte, deren Inhaber zur Fahne eingezogen wurden, und die keine passenden Personen zur Vertretung finden konnten, öffnen jetzt, nach der Entlassung, ihre Betriebe wieder. Der große Mangel an Handwerkern steht vor seiner Beseitigung, und manche Reparatur wird ausgeführt werden können, die lange aufgeschoben werden mußte. Mit der Vermehrung der Geschäfte wird sich auch die Nervosität legen, die sich infolge der Hast eingestellt hatte und auf beiden Seiten unliebsam empfunden wurde. Die alte gute Höflichkeit, an die sich jüngere Elemente nicht immer gewöhnen konnten, wird wieder einztehen und die geschäftlichen Beziehungen wieder so freundlich gestalten, wie sie einft waren. Jeder Kunde wird wieder seinen Wert erhalten, und er wird dafür seinen soliden und pünktlichen Geschäftsfreund schätzen, wie dieser es verdient. Es wird sich auch ein Einfluß der polisischen Umwälzung in Form einer Dezentralifierung des Geschäftsverkehrs geltend machen. Der lokale Zuspruch wird wachsen, das Schweifen in die Weite wird abnehmen. Ohne Anpassungsvermögen wird es nirgendwo ganz abgehen. 8 Annen, 5. Dezbr.(Zur Beachtung.) Nach der Vorordnung der Reichsstelle für Gemüse und Obst vom 16. November 1918 dürfen Grünkohl und Dauerweißkohl erst vom 15. Dezember ab abgesetzt werden. Dies Absatzverbot erforderlich, um die volkswirtschaftlich erwünschte frühzeitige Aberntung dieser Gemüsearten zu unterbinden und die Eisenbahn, die gegenwärtig bis an den Rand ihrer Kräfte in Anspruch genommen ist, nicht durch unnötige Transporte zu belasten. § Annen, 5. Dezbr.(Berichtigung.) Der Arbeiter= und Soldatenrat ersucht uns um Aufnahme folgender Berichtigung:„In der Nr. 146 Ihrer Zeitung steht ein Artikel unter Lokales „Bürgerausschußsitzung". In dieser Sitzung befaßte man sich auch mit den Aufgaben und der Tätigkeit des Arbeiter= und Soldatenrates. Es wird in diesem Artikel behauptet, es wären zu viel Angestellte da. Dieses entspricht nicht der Wahrheit. Richtig ist, daß die anwesenden Leute des Arbeiterrates ihre ganze Kraft einsetzen müssen, um die täglich einlaufenden Arbeiten zu erledigen. Ferner sagt der Artikel, es wären nicht so viel Posten notwendig. Richtig ist, daß sämtliche Posten nur dahin gestellt werden, wo es notwendig ist, um den ordnungsmäßigen Verkehr und das Eigentum der Annener Einwohner zu schützen. Die Finanzen der Gemeinde sind in Ordnung und werden auch in Ordnung bleiben, wenn sie durch unberechtigte Kritik nicht gestört werden. Arbeiter= und Soldatenrat i..: Schlischo.“ § Annen, 5. Debr.(Ueber einen weiteren Preissturz im Weinhandel) wird aus Rheinhessen berichtet:„Die Weinpreise sind in den letzten Tagen noch weiter ganz erheblich zurückgegangen. Während in der Wollszeiner Gegend vor kurzem immer noch 2000 bis 2500 Mark für das Stück neuen Wein geboten wurden, werden gegenwärtig bei sehr schwacher Kaufkraft nur noch 1500 Mark gezahlt. § Annen, 5. Dezör(Die Verhältniswahl.) Auf vielfache Anfragen aus dem Leserkreise über die Natur der Verhältniswahl sei mitgeteilt: Die proportionale Zuteilung der Mandate an die Parteien nach Maßgabe der für sie abgegebenen Stimmzahl ist das, was die Verhältniswahl von der Mehrheitswahl unterscheidet. Bei den Reichstagswahlen, die bekanntlich nach dem Mehrheitsprinzip erfolgten, wurden die 397 Abgeordneten immer nur von rund 60 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen gewählt. Die überstimmten 40 Prozent der Wähler entsandten nicht einen einzigen Abgeordneten in den Reichstag. Durch die Verhältniswahl wird eine solche Unterdrückung von Minoritäten grundsätzlich ausgeschlossen. Da können 60 Prozent der Wähler auch nur 60 Proz. der Mandate erobern, so daß für eine Minderheit von 40 Prozent der Wähler ebenfalls 40 Prozent der Mandate„übrig bleiben. § Annen, 5. Dez.(Der Bürgerausschuß) veranstaltet Samstag abend im Saale des Herrn Kaleske eine Bürgerversammlung. Her Dr. Kaiser wird einen Vortrag halten über das Thema: Die gegenwärtige Lage des deutschen Bolkes. Wir verweisen auf das heutige Inserat. —(Einen Theaterabend) veranstaltet am Sonntag im Saale des Westfl Hofes die Wittener Theatergesellschaft„Sanssouci“. Zur Aufführung gelangt„Die Else vom Erlenhof". Näheres noch in der Samstag-Nr. —(Der Theaterverein„Freundschaft") veranstaltet Samstag im Saale des Herrn Helle einen Theaterabend, dessen Erlös den hier einquartierten Truppen zügute kommen soll. Es gelangt das s. Z mit großem Beifall ausgenommene vieraktige Volksstück„Gewonnene Herzen“ zur Aufführung. Ungefähr 25 Mitwirkende werden das Stück aufführen. Stehe Inserat. X Annen, 5. Dez.(Diebstahl mit schweren Folgen.) Von einem Geschütz der im Ardey einquartierten Artillerie wurde von jungen Burschen ein Kasten aufgebrochen, aus dem sie Lebensmittel und zwei Armeepistolen entwendeten. Der 17 Jahre alte Arbeiter Bärenfänger von hier wurde nun abends mit einer schweren, Schußverletzung im Oberschenkel in seine Wohnung gebracht und später dem Wittener Krankenhause zugeführt. B will von einer unbekannten Person auf der Provinzialstraße angeschossen worden sein. Wahrscheinlich ist der Schuß aus einer der gestohlenen Pistolen abgegeben worden. Die Polizei leitete sofort Ermittelungen ein und nahm bereits mehrere Verhaftungen vor. Hoffentlich wird bald Licht in die dunkele Angelegenheit gebracht. —(Diebstähle.) Junge Burschen entwendeten aus den Beständen der hier einquartiert gewesenen Truppen verschiedene Gegenstände. Die Polizei beschlagnahmte Gewehre und brachte die Spitzbuben zur Anzeige. —(Kaninchendiebstähle.) In den letzten Nächten sind mehreren Einwohnern die Ställe aufgebrochen und aus denselben Kaninchen entwendet worden. * Stockum, 5. Dezbr.(Kirchliches.) Bei der am Sonntag im Anschluß an den Gottes. dienst abgehaltenen Umwahl von acht Repräsentanten wurden die Herren Ottensmann, Wedder gen. Spiekermann, Köker, Retzlaff, Hummelbeck, Koch, Schulte am Hofe und Neveling wiedergewählt. Als Ersatz=Repräsentanten für die verstorbenen Herren Stoltenberg, Trebbe u. Schröder wurden die Herren Friedrich Lühring, Heinr. Wahl und Wilhelm Vitte sen. gewählt. Die ausscheidenden Mitglieder des Presbyteriums Herren Schulze=Veklinghausen, Böhmer und Strücker wurden wiedergewählt; anstelle des Herrn Schulte=Icten wählte man Herrn Lehrer Jordan Die drohende Kohlenkrise. Die Kohlennot, ihre Ursache und Mittel zur Abhülfe. Dortmund, 4. Dezembrr. Das Demobilmachungsamt in Berlin telegraphierte am 28. November an den Regierungspräsidenten in Arnsberg: Erschütterung des Wirtschaftslebens durch die Waffenstillstandsbedingungen. In vielen Fällen äußerst gesteigert durch übertriebene Lohnforderungen und geringe Arbeitsleistung. Besonders schlimm Kohlenlage. Ich ersuche, solchen dort auftretenden Erscheinenungen, die schnellen Zusammenbruch bewirken, entgegenzutreten, durch aufklärende Arbeit mit„Gewerkschaften, mit Männern und Frauen aller Stände und durch Verhandlungen mit den.und.=Räten. Auf Grund dieses Telegramms hatte der Regierungspräsident v. Bake eine Anzahl Vertreter der größten Werke im Industriebezirk, der Gewerkschaften, die.= und.=Räte, sowie maßgebende Damen und Herren aus der Industrie u. a. zu einer Versammlung eingeladen, die vorgestern nachmittag im alten Rathaussaale stattfand. Stadtrat König führte aus: Die Organisation habe bereits einen Appell an die Arbeiterschaft gerichtet, um die Kohlenförderung nach Möglichkeit zu heben. Erneut sei die Frage aufzuwerfen, inwieweit der Bergarbeiterschaft entgegenzukommen sei. Der Rückgang der Förderung sei nicht auf Böswilligkeit zurück zuführen, sondern im wesentlichen war es die Unterernährung. Die städtischen Behörden hatten versucht, den Bergleuten mehr Nahrungsmittel zuzuführen, doch hatte die Reichsstelle es nicht zugegeben. Die Stadt Dortmund habe keine Vorräte. Der Regierungspräsident bezeichnete die Ernährungsaussichten als sehr traurig. Aus den Heeresvorräten sei vielleicht noch manches herauszuholen. #ergarbeiterführer Sachse glaubt, daß die starke Produktionsverminderung nur eine vorübergehende Erscheinung sei, hervorgerufen durch die Arbeitseinstellungen der Gefangenen und die in der Arbeiterschaft bemerkbare Aufregung über den plötzlichen Wandel der Dinge. Er tadelt es, daß die Bergarbeiter sich zu ungehörigen Forderungen haben hinreißen lassen. Die zur Besonnenheit mahnenden Führer würden leider angegriffen und verleumdet. Ein Bergwerksdirektor bestritt, daß die Hauptschuld an dem Rückgang der Kohlenförderung in der mangelhaften Ernährung zu suchen sei, sie liege vielmehr in der Erregung der Massen. Natürlich habe auch der Abzug der Gefangenen und deren Arbeit= unlust mitgewirkt. Geheimrat Beukenberg wies darauf hin, daß die Werke schon vor der Anregung der Behörde sich über die Einstellung der Kriegsteilnehmer geeinigt hätten. Auf die Dauer sei der Achtstundentag nicht zu halten, menn das Ausland ihn nicht mitmache. Weniger als auf die Ernährung sei der Rückgang in der Förderung auf die Erregung zurückzuführen, die bekämpft werden müsse. Die bewilligte Lohnerhöhung betrage für den Phönix 26 Millionen Mark. Die Arbeiter müßten belehrt werden, daß sie keine übertriebenen Forderungen stellen dürften. Im übrigen befänden sich in den.=Räten viele unproduktive Kräfte; diese müßten der Arbeit recht bald zugeführt werden, wenn wir wirtschaftlich bestehen wollten. Generaldirektor Vögler meinte, daß die Produktion in die Höhe gehen werde, wenn Ruhe eintrete. Durch die Arbeitsgemeinschaft mit den Gewerkschaften wolle man den Streik vermeiden. In die Betriebe dürften sich die..R. nicht einmischen. Dafür zu sorgen, sei Sache der Gewerkschaften. Der Regierungspräsident schloß die Aussprache mit der Aufforderung, zusammenzuarbeiGebrochener Stotz. Roman von Alfred Sassen. ), Nachdruck verboten. Plötzlich aber unterbrach er diese Auftauungsarbeit und wandte rasch noch einmal den Kopf dahin, wo der Reiter in einer goldenen Schneewolke, wie er gekommen war, verschwand. Das Kind an seiner Brust, nachdem der Junge spähte, war nicht zu sehen. Heinz zog den Kopf zwischen die Schultern, steckte die Hände in die Hosentaschen und schritt mühsam und schwankend über das Eis dem Teichrand zu und dann weiter zum Hohlweg hinüber, um nach Hause zu gehen. Ehe er jedoch den Hohlweg betrat, sah er sich nochmals um. Die verschneite Landschaft mit dem verhängnisvollen Teich darin lag wieder so einsam da wie vorhin, bevor der schimmernde Reiter aufgetaucht war. Hinter ihm, wenn auch noch durch mehrere tausend Schritte von ihm getrennt, dem sie nicht nachzuhasten vermochten, waren Schloß= und Dorfleute und die Kindergesichter gewesen. Heinz erinnerte sich jetzt ganz genau daran. Sie alle waren jedoch mit dem Reiter wieder umgekehrt. Mit der Tatsache, daß die kleine Komtesse gerettet war, hatte für sie der aufregende Vorfall seinen Abschluß gefunden. Weshalb kümmerte sich niemand um ihn, mußte Heinz plötzlich denken. Er war doch der eigentliche Retter des Grafenkindes. Weshalb kamen nicht einmal seine Schulkameraden, um nach ihm zu sehen? Eine bitter trotzige Empfindung quolllin ihm auf. Aber ehe er sich noch über die Ursache derselben klar zu werden vermochte, hatte ihn beim Erblicken des Teiches wieder der Zauber eingesponnen, in dessen seltsamem Bann er sich vorhin trotz der Furchtbarkeit des Ereignisses willenlos befunden. Für ihn, der in leinen freien Stunden so gern Märchen= und Abenteuerbücher las, war heute eines jener Märchen und Abenteuer in seiner ganzen schauerlich süßen Schönheit lebendig geworden. Er war der Ritter, der eine Prinzessin aus Tod und Verderben ge—* g. Und wie hatte der Graf gesagt. Er solle ins Schloß kommen. Weshalb wohl anders, als um seinen Lohn zu empfangen?— Und der kleine Ritter war auf einmal groß und auch die gerettete kleine Dame war groß und schön— und er stand vor ihr und empfing seinen Lohn.— Das verschwenderische Kind, das sich durch einen kaum auszudenkenden langen Zeitraum vom müden Greis getrennt sieht, geht mit Jahren wie mit Minuten um, springt darüber hinweg in eine Zukunft, wie sie eben nur das Kind auszubauen vermag, in eine Zukunft, in der alles möglich ist— alles— Und so wich der träumerische Glanz in den großen, schwarzen Augen des Schulmeisterheinz einem heißen, unruhigen Flackern. Seine hoch aufgeschossene, hagere Jungensgestalt streckte sich noch mehr, sein Atem ging sehr rasch. Dunkler, großer Ehrgeiz schwellte plötzlich die enge, kleine Brust. Ja, er wollte einmal viel im Leben erreichen, alles, was nur erreichbar ist. Und es war ihm in diesem Augenblick, als ob es ganz sicher so kommen werde. Und das Erreichte würde so schön sein— so wunderschön!— Der Hohlweg, den er inzwischen durchschritten, war zu Ende. Vor Heinz lag das Dorf in seinem unteren Teil, der in einen hüglichen Platz auslief, welchen zwei uralte Linden schmückten. Etwas seitwärts von diesen Linden befand sich die Schule, ein erst vor wenigen Jahren neuerbautes, helles, luftiges Gebäude. Aus dem Schornstein wirbelte lustiger Rauch in die blaue Luft. Und der kleine, ehrgeizige Held war bei diesem Anblick auf einmal nichts weiter meyr ais ein gesunver Junge, der sich daran erinnerte, daß bald Essenszeit sei, und daß er einen ganz gehörigen Hunger mitbringe. Ja, und warmen wollte er sich in dem behaglichen Wohnzimmer, so recht durchwärmen. Mit den Füßen ging es ja wieder, die waren durch das Laufen warm geworden— aber die Finger waren noch immer ganz steif.—— Während der Edelmann mit seinem geretteten Kinde dem Schloß zujagte, erblickte er mitten im Felde eine zusammengesunkene Frauengestalt. Es war die Gräfin, die in ihrem wilden Hasten nach dem Teich plötzlich von den Kräften verlassen worden war. „Lebt Klementine?“ schrie sie dem Reiter zu, und die Augen in dem verzerrten Gesicht traten fast aus ihren Höhlen. „Sie lebt, Gott sei Dank!“ antwortete der Vater vom Pferd hérunter.„Aber was ist dir?“ Er machte Miene, anzuhalten. Da richtete sich jedoch die Gräfin mit einem gewaltsamen Ruck auf. Sie winkte heftig mit der Hand, daß er weiterreiten möge— heim unter das warme Dach mit dem erstarrten Kind.„Mir ist nichts,“ stieß sie hervor. „Reit' nur zu, reit' nur zu. Ich komm' schon nach!“ Er verstand sie. Weich und innig lächelte er zu ihr nieder und sprengte davon. Sie folgte ihm unter leisem, glückseligen. Weinen, unbekümmert um die Leute, die rechts und links standen und halb verlegen, halb gutmütig die schöne weinende Frau anstarrten. Wie hätte sie nicht Dankestränen weinen sollen! Sie durfte wieder ihren Platz in der Welt einnehmen, weil ihr Kind lebte. grunde emporgestiegen, kam die kleine Komtesse mit zwei Tagen ganz leichten Fiebers davon. Freilich war ihr das kalte Wasser seit langem ein Freund, dem sie eine gründliche Abhärtung verdankte. Und auch sonst hatten Turn= und Hantelübungen den kleinen, elastischen Körper widerstandsfähig gemacht. Selbst der ausgestandene Schrecken ließ keine merkbare nachteilige Spur in ihrem körperlichen und seelischen Befinden zurück. Nachdem sie sich in ihrem warmen Bettchen von ihrer Erstarrung, in die schließlich der kleine Körper doch verfallen war, erholt, hatte sie sofort um Verzeihung für ihren Ungehorsam gebeten. Die leidenschaftlichen Küsse von Vater und Mutter, die ihr diese Verzeihung geährten, nahm sie mit einem weichen, dankbaren Lächeln hin, um fast augenblicklich darauf fest einzuschlafen. Nach mehreren Stunden eines tiefen, nur dann und wann von einem leichten Seufzer durchzitterten Schlummers erwachte sie mit hellen Augen und ließ sich die Erfrischungen, die der inzwischen herbeigeholte Arzt gestattete, bestens 2. Kapitel. Trotz dem fütchterlichen Bade, in dem die Kälte des Todes schon von dem dunklen Teichschmecken. Dann verlangte sie nach dem Schulmeisterheinz, dem sie für seine tapfere Hilfeleistung danken wollte. Heinz war gerade kurz zuvor im Schlosse erschienen, an der Hand des Grafen selbst, der ihn aus der Sü# abgeholt hatte. Er wollte hn zu seiner Fru bringen, die infolge der heftigen Genict wegungen sehr erschöpft war und nicht zu dei kleinen Helden gehen konnte, um ihn zu umarmen. Dem Jungen waren die Schloßräume nicht fremd. Seit Jahren schon war er an hohen Festtagen bald mit dem Vater, bald mit der Mutter die breiten, teppichbelegten Stufen hinangestiegen in die schönen Zimmer, wo er dem gräflichen Paarseinen kindlichen Glückwunsch ausgesprochen oder für ein Geschenk seinen kindlichen Dank abgestattet hatte. Fortsetzung folgt. ten, um d zu bannen daß die K wohl gesic gung aufr leute müß um das# zu lassen. In Ob Ber es sich ni Oberschlest fort. Der ministeriu in diesen un die Dagegen Streikbew allen Sch Prot Bod keit erscho hauserstra Soldaten einen Sch und der dem Trar Dampfsch Schnellda verkehr a. Esse Der Plat heute mit mehrere Hauptpos fernen. einigen nung in gestört. Ese gegen die kam es v fälischen räume de tion, in sowohl n wurde. Agentur rechtzeitig 97 7 Generalk ralkomm schäfte de ven 7. A mit seine der Ank den Be waren: Auf getreideo Mai 191 fügung Arnsber 10965 u betr. die kehr von kreis Hö sung vor ändert: Der Bet waren 1 a) 52 b) 26 c) 35 d) 21 e) 57 einen 2 H der sohlenkrise. ache und Mittel se. rr. Das Demobilgraphierte am 28. ungspräsidenten in schaftslebens durch jungen. In vielen durch übertriebene nge Arbeitsleistung. nlage. Ich ersuche, Erscheinenungen, die bewirken, entgegene Arbeit mit„Geund Frauen aller dlungen mit den.= gramms hatte der eine Anzahl VerIndustriebezirk, der .=Räte, sowie maßaus der Industrie eingeladen, die vorRathaussaale stattaus: Die Organipell an die Arbeiterhlenförderung nach ut sei die Frage aufgarbeiterschaft entgang der Förderung ück zuführen, sondern uterernährung. Die versucht, den BergI zuzuführen, doch ht zugegeben. Die Vorräte. t bezeichnete die Ertraurig. Aus den ioch manches herausse glaubt, daß die ung nur eine vorhervorgerufen durch Gefangenen und die nerkbare Aufregung del der Dinge. Er eiter sich zu ungen hinreißen lassen. enden Führer würden zumdet. Ein Bergdie Hauptschuld an rderung in der manhen sei, sie liege vielMassen. Natürlich efangenen und deren wies darauf hin, daß regung der Behörde der Kriegsteilnehmer dauer sei der Achtmenn das Ausland ser als auf die Erin der Förderung auf die bekämpft werden terhöhung betrage für Nark. Die Arbeiter sie keine übertriebenen t. Im übrigen been viele unproduktive beit recht bald zugesirtschaftlich bestehen meinte, daß die werde, wenn Ruhe gemeinschaft mit den den Streik vermeiden. ch die..R. nicht m, sei Sache der Gemt schloß die Ausg. zusammenzuarbein die kleine Komtesse sten Fiebers davon. Wasser seit langem ründliche Abhärtung st hatten Turn= und 1, elastischen Körper Selbst der ausgeeine merkbare nachzlichen und seelischen warmen Bettchen ließlich der kleine erholt, hatte sie ren Ungehorsam Küsse von Vater Verzeihung geweichen, danksenblicklich darauf en eines tiefen, nur iem leichten Seufzer rwachte sie mit hellen rfrischungen, die der rzt gestattete, bestens sie nach dem Schulseine tapfere Hilfez z u v o r i m S c h l o s s e es Grafen selbst, der olt hatte. Er wollte en, die infolge der in sehr erschöpft war helden gehen konnte, ie Schloßräume nicht war er an hohen Festbald mit der Mutter Stufen hinangestiegen vo er dem gräflichen wunsch ausgesprochen n kindlichen Dank abten, um die Gefahr, die er gekennzeichnet habe, zu bannen. Im Anschluß daran erklärte er, daß die Kartoffelversorgung für die nächste Zeit wohl gesichert sei und daß auch die Feitversorgung aufrecht erhalten werden könne. Die Bergleute müßten belehrt werden, ihre Pflicht zu tun, um das Vaterland nicht die bitterste Not leiden zu lassen. Arbeiterbewegung. In Oberschlesien wird weiter gestreikt. Berlin, 4. Dez. Wie verlautet, bestätigt es sich nicht, daß die Arbeitseinstellungen in Oberschlesien beendet sind. Sie dauern noch fort. Der Beigeordnete des preußischen Handelsministeriums, Gewerkschaftsführer Hué, wird sich in diesen Tagen in das Streikgebiet begeben, um die Beilegung des Streiks zu versuchen. Dagegen ist im Rhein= und Ruhrgebiet die Streikbewegung völlig erloschen, es wird auf allen Schächten gearbeitet. Provinzielle Nachrichten Bochum, 4. Dezbr.(Aus Unvorsichtig: keit erschossen.) In der Schule an der Wiemelhauserstraße legte einer der dort einquartierten Soldaten aus Scherz mit einem Gewehr auf einen Schulknaben an. Es löste sich ein Schuß und der Knabe wurde getroffen. Er starb auf dem Transport zum Krankenhause. Essen, 4, Dezbr.(Die Niederländische Dampfschiffahrtsgesellschaft) hat heute mit sechs Schnelldampfern den regelmäßigen Dampferverkehr auf dem Rhein wieder aufgenommen. Essen, 4. Dezbr.(Um die rote Fahne.) Der Platzkommandant teilt mit: Um 12 Uhr heute mittag versuchten am Bahnhofsvorplatz mehrere junge Offiziere die rote Fahne von der Hauptpost und vom Empfangsgebäude zu entfernen. Dabei kam es zu einer Schießerei und einigen Verwundungen. Die Ruhe und Ordnung in Essen ist hierdurch im übrigen nicht gestört. Essen, 4. Dezbr.(Eine Demonstration gegen die„Rhein=Westf. Ztg.") Gestern Abend kam es vor dem Gebäude der„Rheinisch Westfälischen Zeitung“, in dem sich auch die Büroräume des WTB befinden, zu einer Demonstration, in deren Verfolg der Betrieb der Zeitung sowohl wie der Betrieb des WTB geschlossen wurde. Infolgedessen war es der W. T..= Agentur Essen nicht möglich, alle Zeitungen rechtzeitig mit Nachrichten zu bedienen. Münster, 4. Dezbr.(Ablösung des stellv. Generalkommandos.) Das stellvertretende Generalkommando des 7• Armeekorps hat seine Geschäfte dem kommandierenden General des aktiven 7. Armeekorps, v. Woyna, übergeben, der mit seinem Stabe in Münster angekommen ist Er hat die hier bestehenden General=Soldaten= räte anerkannt. Köln, 4. Dezbr.(Bankdiebstahl.) In der Nacht zum Freitag wurden aus einem Bankgeschäft in der Gereonstraße 107000 Mk. in Tausendmarkscheinen gestohlen. Köln, 4. Dezbr.(Zur Festnahme von Geiseln durch die Aachener Besatzungstruppen) meldet der Kölner Arbeiter= und Soldatenrat, daß die Stellung von Geiseln als Gewähr für die Aufrechterhaltung von Ordnung von Belgten verlangt wurde. Zehn Geiseln haben schon in der ersten Nacht der Besatzung im Rathause verbringen müssen. Wer Revolution und Unruhen verursache, würde erschossen. Der belgische Offizier machte die Polizeitruppe dafür verantwortlich, daß niemand das Rathaus betrete, der dazu nicht die Erlaubnis besitze. Heidelberg, 4. Dezbr.(Drei Kinder erschlagen.) Von einem Militärauto, das einem Knaben ausweichen wollte, wurde hier der eiserne Träger einer Straßenlaterne umgefahren. Von dem umstürzenden Träger wurden zwei Mädchen und ein Knabe erschlagen und eine Anzahl Kinder mehr oder minder schwer verletzt. Trier, 4. Dezbr.(Amerikanische Truppen) sind vorgestern, nachmittags um 2 Uhr, in Trier eingerückt. Das 6. amerikanische Infanterieregiment hat die Stadt besetzt. Heute fanden weitere Truppendurchmärsche amerikanischer Kontingente statt, die in der Ritptung nach Koblenz marschierten. In der Stadt herrscht vollständige Ruhe. Den Dienst der Bürgerwehr hat die amerikanische Besatzung mit der Polizei übernommen. aus Leibeskräften. Trotz des entsetzlichen Geschreies der Gefolterten zog der brave Onkel ruhig weiter, bis der Zahn heraus war und die Kinnlade auch. Jetzt liegt das arme Wurm im Krankenhaus in Bernburg. — Raubmord. Eine in der Marckmannstraße in Hamburg wohnende Witwe nameng Michaelowicz wurde in ihrer Wohnung erwürgt aufgefunden. Der Mörder hat 10000 Mark in bar mitgenommen; 3000 Mark, die an einem anderen Orte aufbewahrt wurden, sind der Aufmerksamkeit des Verbrechers entgangen. — Ein seltsamer Unfall. In der Nähe des Saganer Eisenbahngüterschuppens wurde der 23 Jahre alte Kriegsteilnehmer Richard Regel aus Regnitz tot aufgefunden. Die Leiche war in zwei Hälften geteilt Wie das Unglück geschehen, ist noch nicht festgestellt. Der Verunglückte befand sich auf der Fahrt nach der Pns nische Industrie ebenfalls in den Dienst Frankreichs gestellt werden Die Stimmung in Frankreich sei überans rachsüchtig und übertreffe noch die chauvinistische Presse. Die deutschen Streitigkeiten und die Anzeichen des Verfalls würden mit Behagen verfolgt. Neues aus aller — Drei Menschon überfahren und getötet. Ein schweres Unglück hat sich auf dem Bahnhof Bargteheide ereignet. Der um 5 Uhr von Hamburg abfahrende Zug mußte kurz vor Bargteheide auf freier Strecke halten, um den von Bad Oldesloe kommenden Eilzug vorbeifahren zu lassen. Trotz warnender Zurufe stiegen einige Bargteheider Passagiere aus dem haltenden Zuge aus, um schneller den Ort zu erreichen. In diesem Augenblick brauste der Eilzug heran, und drei Personen wurden vom Zuge erfaßt und getötet. — Der Kinnbacken ausgerissen wurde einem jungen Mädchen aus Straßfurt, das an Zahnschmerzen litt. Ein auf Besuch weilender Onkel konnte das Jammern der Gepeinigten nicht mit anhören. Er überredete daher die Nichte, sich von ihm den Zahn ziehen zu lassen. Nach vielem Zureden willigte das arme Schlachtopfer ein. Der gemütsvolle Oheim schlang um den kranken Zahn eine Drahtschlinge— Bindfaden hält nicht, meinte er— und zog nun Neueste Der Berliner Vollzugsrat gegen Solf und Erzberger. Der Vollzugsrat in Groß=Berlin hat im Einverständnis mit dem bayerischen Vollzugsausschuß beschlossen, zu fordern: 1. daß die vom Vollzugsrat bereits gestellte Forderung des Rücktritts von Solf schleunigst erfüllt wird, 2. daß an Stelle von Solf ein Mann tritt, der stets ein Gegner des alten Systems und der Kriegspolitik war, 3. die Zusicherung, daß Erzberger an den Friedensverhandlungen nicht teilnimmt. Rücktritt des spanischen Kabinetts. Der Maasboode meldet aus Madrid, daß Maura gestern die Demission des ganzen Kabinetts dem König angeboten und daß letzterer sie sofort angenoumen habe. Keine Milderung der Waffenstillstandsbedingungen zur See. Berlin, 4. Dezbr. Ueber die nachgesuchte Milderung der Waffenstillstandsbedingungen zur See ist eine Antwort des Admirals Beathy eingegangen. Eine Milderung der Bestimmungen betreffend Handelsschiffahrt und Fischerei in der Ostsee tritt vorläufig nicht ein. Französische Freude über den deutschen Zerfall. Aus Frankreich zurückgekehrte hochstehende Holländer, die die Stimmung leitender französischer Kreise genau kennen, sagen aus, daß ernstlich der Plan bestehe, aus Deutschland eine Ausbeutungskolonie zu machen. Die Gefangenen sollen zum Wiederaufbau Frankreichs und Belgiens verwendet, die linksrheiAlliierte und amerikanische Truppen in Berlin? Berlin, 5. Dezbr. Die„Deutsche Allg. Ztg" berichtet: Wie der amerikanische Funkspruch Belmar vom 29. November 1918 meldet, sollen alltierte und amerikanische Truppen Berlin zeitweilig besetzen, um dort Polizeidienste zu versehen. Der Kabarettjongleur als 2. Präsident der Republik Braunschweig. Die„Germania" erzählt: Der Fall Eisner=Kosmanowsky hat in aller Welt das größte Aufsehen erregt, weil jedermann glauben möchte, eine solche Dikiatur eines galizischen Juden über das kerndeutsche Bayern sei schlechthin nicht zu überbieten. Aber diese Meinung ist unhaltbar, wenn man hört, wer heute im Herzen Deutschlands die Braunschweiger regiert: Präsident der„sozialistischen Republik“, Braunschweig ist ein ehemaliger Kunststopfer, sein Stellvertreter als zweiter Präsident ist ein Jongleur, der bis zum Tage der Revolution im Kaffee Maxim auftrat. Kultusminister ist eine Frau, die kaum lesen kann und im Jahre 1915 wegen Unterschlagung aus dem Büro eines Frauenvereins entlassen wurde. ch *) Wer gesunde schnellwadernde! Ferkel, Lämmer. Kälber, Fohlen zichen vill, füttere des kausendtuch Opgigst. gährpräperel Kochenkraft. brüchigkeit bei Pferden, Rindrich, Schaten und Ziegen. Fördert die Leistungsfahigkeit der Pferde und Zugtiere, steigert den Milchertrag. Von besonderer Wichtigkeit ist die Beifütterung an alle tragenden, eäugenden und deckenden Tierr, wodurch brähtigere und wignstapch deckenden Tiere, wodurch kräftigere und wider: kratts infolge zeiner Kalk- und Minerslaalze bei und Kaninchen vermehrte und krättigere Würte, bei Geflügel vermehrte Eiablage, größere und besser befruchtete Eier, rasch wachsende Kücken, schnellste Befiederung, rasche Mauser. Durch restlose Aufschließung der Gesamtfuttermenge bedeutende Futterersparnis und Verkürzung derMasrzeit, daher höchste Rentabilität. Behördlich und tierärztlich erprobt und empfohlen. Erfolg gerantiert. Bei Originalkisten von 12 oder 24 Dosen Mk..50 c. verp. ab Coblenz. Probedose Mk..50 franko gegen Nachnahme. Im Einzelverkauf zu haben bei: Albert Eickmann, Annen. Knochenkraftwerk S. k. Hersteller: undg Hetesers vi. Verselung, Theatersaal„Westfälischer Hof“ der Anordnung, betreffene den Verbrauch und Verkehr von waren und Mehl für den Landkreis Hörde Billiger Lesestoff. (Otto Helle), Annen. Auf Grund der§§ 58 und 59 der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1918 vom 29. Mai 1918(R. G. Bl. S 434 ff.) und der Verfügung des Herrn Regierungspräsidenten zu Arnsberg vom 27. November 1918, l. 15 Nr. 10965 wird die Anordnung des Kreisausschusses, betr. die Herstellung, den Verbrauch und Verkehr von Backwaren und Mehl für den Landkreis Hörde vom 8. November 1917 in der Fassung vom 28. November 1918 wie folgt abgeändert: Der§ 10 Absatz 1 erhält folgende Fassung: Betriebe, die Mehl gewerbsmäßig zu Backwaren verarbeiten, erhalten für a) 526 Brotscheine über je 250 gr. Brot (Brotscheine für Versorgungsberechtigte und Zusatzscheine für Bergleute unter Tage und hoffende Frauen) b) 263 Brotscheine über je 500 gr. Brot(d. i. der siebente mit 2 Kreuzen versehene Brotschein) 2) 350 Brotscheine über je 375 gr. Brot(Zusatzschein für Schwerarbeiter= S Schein) d) 210 Brotscheine über je 625 gr. Brot(Zusatzschein für Schwerstarbeiter= SS Schein) e) 570 Brotscheine über je 170 gr. Mebl(d. t. der 3. schwarzumränderte Brotschein, für den Fall, daß der Mehlbezug ausschließlich bei Händlern erfolgt, beim Bezuge von Brot fällt dieser Schein unter Ziffer a) einen Doppelzentner Mehl. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Hörde, den 2. Dezember 1918. Der Kreisausschuß des Landkreises Hörde Sonntag, den 8. Dezember „Dee Eist vom Erleuhof“. Theater=Gesellschaft„Sanssouci“ Witten aus la. Stoffen. Großstädtische Auswahl. BLANK, Witten am Markt. Morgen Freitag 9 Uhr im Hause der Frau Ww. Berger großer N 9 Verrauf. Lebensmittelkarte mitbringen. Rossmeizgerei Wisniewski. Arbeitsnachweis. Für den Amtsbezirk Kirchhörde ist die Einrichtulig einer Arbeitsvermittelung dergestalt getroffen, daß die Arbeitnehmer Auskunft erhalten können, wo sich ihnen Arbeit bietet Die Arbeitgeber werden aufgefordert, fortwährend schriftlich oder mündlich dem Amte Kirchhörde Mitteilung zu machen von ihrem Bedarf an Mim 1 riegaschute Trundum Rind= lederbesatz, kein Papiereinsatz, be#onders geignet für Land= und Straßenarbeiter, Nr. 40-47 ohne BeA zugsschein billig zu haben bei 2 Caspar Pickardt, 2 Herdeckerstr. 4. Wn Erhielt soeben eine große Auswahl sehr interessanter und guter Romane u. Novellen zu 25, 40, 60 Pfg. und 1 Mk. 50 Pfg. das Buch und empfehle dieselben bestens. Fritz Küching, Buchhandlung. Kalender für 1919. Achtung! Bei dem neu gegründeten Gesangverein„Harmonie“ im Lokale Branscheid finden noch gute Sangesbrüder freundliche Aufnahme.— Erste Gesangstunde Sonntag, den 8. ds. Mts., morgens 9 Uhr. Brautpaar sucht für sofort oder zum 1. Jan. Kartoffelschalen Arbeitern. 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Greese, Auguste Greese, Emma Greese, Hilde Greese, Hedw. Greese, Ernst Hoffmann. Witten, Linden, Hörde, Mengede u. Essen, 4. Dez. 1918. Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause, Witten, Steinstraße No. 48, aus statt. Allen denen, die aus Versehen keine Nachricht erhalten haben sollten, diene diese als solche. Damenstrümpfe Kinderstrümpfe Herren=Socken Kruppscher Hänner-Gesang Verein in großer Auswahl Säuger, Witten, Bähnhofstr.9 ANNEN. Todes-Inseige. Am z. ds. Mts. starb unser treues Mitglied no C. UT 6. Sein Andenken wird bei uns stets in Ehren bleiben. ANNEN, den g. Dez. 1918. Der Vorstand. Kurtossekeinuelterung! „ B Zur Burgerversammung am Samstag, den 7. Dez., 7½ Uhr nachm. im Saale des Herrn Kaleske Vortrag des Herrn Dr. Kalser „Dil HIgeswärtigt Lage des deutschen Volkes. Die bedrängte Lage des Uaterlandes erfordert regen Besuch der ganzen Bürgerschaft. Der. Bürgerausschuss. Sonntag, den 8. Dezember, nachm. 4 Uhr. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Wahl der Kassenprüfer. 3. Festsetzung der Sterbeunterstützung per 1919. 4. Vorstandswahl. 5. Ehrung der Jubilare. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. N. B. Die Vorstandsmitglieder erscheinen ½ Stunde früher. Der Ob. Terannimachung. 95 38 14 15 Kotten zu kaufen gesucht, von—20 Morgen, hohe Anzahlung vorhanden. Gefl Angeb. über Größe u. Preis an die Geschäftsstelle d. Ztg. Goldwaren und Schmucksachen. Moderne Colliers, Meduillono, Anhanger in jeder Art, Damen= u. Herrenring: in den modernisten Formen, Broschen und Ohrgehänge, Armbänder, Kreuze, Vorstecknadeln, Damen= u Herrenuhrketten in 10 verschied Qual, BeillautRinge, Brillant=Broschen, Brillant=Ohrgehänge ete. Sehr. große Auswahl!: Billigste Preise A. Eick& Comp. Ballmstraße 36—38 Dortmund Balkenstraße 36—33 beim Bezirks=Kommando. Ofenarbeiter, Kesselwärter, Gasstocher, Reparaturschlosser und: autogen. Schweißer gesucht. Witlener Halte, Witten=Ruhr. Für das 3. und 4 Vierteljahr 1918 gelangen vom 6. Dezember er ab a. 564 Rollen baumw. Nähfäden a 32 Pfg. b. 200 Lagen Strickgarn c. 300 Docken Strickgarn d. 2200 Wickel Stopfgarn e. 500 Wickel Leinenzwirn in nachstehender Reihenfolge an Hand der Lebensmittelkarte zur Verteilung: Lebensmittelkarten=Nr. Luise Schaup—475, Kruppsche Konsumanstalt 476—950, Josef Dinslage 951—1585, Dietrich Kleffmann 1586—2220, Gebr. Rosenthal Albert Schreiber Jeder Lebensmittelkarten-Inhaber kann von den obenangeführten Artikeln nur eine Art erhalten. Annen, den 5. Dezember 1918. Der Arbeiter= u. Soldatenrat: Der c. Amtmann: Schlischo.= Boettcher: 2221—2860, 2861—Schluß. Perze, Muffen und Hüte Hinterwäntel Hantelkleider Jackenkleider barnierte Kleider Costumes-Röcke Kindermantel Kinderkleider werden modern und billig umgearbeitet. Herren-Uister Herren-Paletots Herren-Anzüge Burschen-Ulster Burschen-Paletots Burschen-Anzüge Knaben-Anzuge Knaben-Paletots Die Einkellerung von Speisekartoffeln für die Zeit vom 27. Februar bis 31. März 1919 wird in nachbezeichneter Reihenfolge am 29. d. Mts. von vormittags 8¼ bis nachmittags 4 Uhr fortgesetzt. Pro Kopf der versorgungsberechtigten Bevölkerung werden 37 Pfund verabfolgt. Sparsamer Verbrauch wird wiederholt dringend angeraten, da auf eine Nachlieferung der etwa vorzeitig verzehrten Mengen unter keinen Umständen zu rechnen ist. " Es erscheinen: Lager Turnhalle— Freitag, den 6. Dezember 1918 Nr. 2401—2800 Lager Kath. Schule: Sonnabend, den 7. Dezember 1918 Nr. 2801—3200 Montag, den 9. Dezember 1918 Nr. 3201—3600 Die für die Einkellerung bisher üblichen Zahlungsbedingungen bleiben in unerverändeter Weise bestehen. Lebensmittelkarte und Kartoffelmarken Nr. 4 und 5 sind bei der Zahlung des Kaufgeldes auf der Gemeindekasse vorzulegen. Annen, den 28. November 1918. Der Arbeiter= u. Soldatenrat: Der c. Amtmann: Schlischo. Boettcher. Mehrere gewandte Verkanserinnen bringen wir noch in großer Auswahl zu verhältnismäßig billigen Preisen. Sänger, Witten, Bahnhofstr.9 zur Aushiife vor Weihnachten gesucht. Bnut Torwenstein, Gebr. Alsberg, Witten. Annen. 8„ Wen: 421.60 In moralis Wieder Wir sel Beratui und St darine Errichtt Organi arbeiten erschein daß sich nur mi daß sich tretern je einen und der aber ni# folgreich nur in durchgef sations werden in Deut ständen Hände tung D die Zers Staaten suddeut heuchler Verbün und En bungen entgegen Deutschl vor eine Abgru nissen e bewahrt. Bestrebu nicht zu wünscht Zukunft, Amerika zu erblirichter fl frage sei nau, da amerikar Interesse Amerika kann als tdealen diese nu günstig Beweise entstand gebaut politi nanzi stellten einfache land die Demokra soscha Wilso durch ei Revoluti erzielten Unterdri keit und wirkliche welches fordern so kann seinem denn die rikas,## sicht ressen den feste staat un gefügte Kampfe persa: tigkeitr begrai Die Ro sich geger