— #ts„Ammoner Hettung“ erscheint jeden Deunerstag und Samstag. Anzeigegebühr für die einspaltige Kolondzeile oder deren Raum 10 —— Reklamezeile 30 Pfg.—16 Pugopprels inkl. — uenc de de aud. Geschäftsstelle: Bahnhofstraße 25. „Kuneller Vollszeilung. Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Kilitriches Grgatt. Lusevate sinden bei der großen Auflage der Annener Zeitung weite und billige Verbreitung.— Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Verantwortung. — Telephon=Nr. 558— Nr. 60 Donnerstag, den 10. Mai 1917. TeutschenK...,“., fkkkellin Eazeronten Die Reichsverfassung. Im Reichstage wird jetzt in einem Ausschuß bekanntlich über die Anträge beraten, welche zur Abänderung der Reichsversassung vorliegen. Was bedeutet die Reichsversassung? Diese Frage verdient wohl gestellt zu werden, denn viele Deutsche haben noch nicht einstlich darüber nachgedacht. Die Versassung bestimmt die Rechte des Kaisers, der deutschen Bundesstaaten und des deutschen Reichstages, sowie die Organisation der Reichsverwaltung. In einem Rechtsstaate wird sie gewissenhaft gehandhabt; aber sonst ist auch das Papier geduldig. Wir sahen das bei dem nordamerikanischen Präsidenten Wilson, der tat, was er wollte. Die deutsche Reichsverfassung, wie sie seit 1871 besteht, ist ein Werk des ersten Reichskanzlers, von Bismarck allein ausgearbeitet. Man sagte, er habe die Einzelheiten für seine eigene Person festgesetzt. Richtig ist zu sagen: der eigenen Auffassung. Diese letztere aber ging dahin, daß keinem deutschen Bundesstaat sein Anteil am Reiche und sein Recht im Reiche verkümmert werden dürse. Die Deutschen sollten wohl unter den Schutz und Schirm der starken Reichseinheit, aber nicht unter den Zwangshut einzelner Interessen gebracht werden. Und das gilt heute nach den Leistungen der deutschen Stämme im Weltkriege mehr denn je. Kein Weik ist vollkommen für alle Ewigkeit. Aber wenn wir die Reichsverfassung ändern, so wird es immer heißen müssen, daß der Buchstabe 1tet, der Geist lebendig macht. Richt Lockerung des Gesüges der Verfassung, sondern Festigung. Und die ist um so nötiger, als unser Hauptseind England jetzt durch die Beschlüsse der Reichskonserenz aus dem Großbritannien wirtschaftlich und militärisch ein„größeres Beitannien“ macht. Jedenzeit handeln zu können. was das Gebot des Tages verlangt. In diesem Gebot muß auch die Verfassung stehen. Der Verfassungsausschuß des Reichstago beschloß zu Artikel 28 der Verfassung folgende Aenderung:„Der Reichstag beschließt nach absoluter Stimmenmehrheit der Abstimmenden, vorbehaltlich der Ausnahmen, welche durch die Geschästsordnung für die vom Reichstag vorzunehmenden Wahlen zu bestimmen sind.“ Gegen Konservative und Deutsche Fraktion wurde zu Artikel 30 folgender Zusatz beschlossen:„Die Mitglieder des Reichstags sind berechtigt über Personen, die ihnen in Ausübung ihres Berufes Taisachen anvertraut haben, sowie über die anvertrauten Tatsachen das Zeugnis zu verweigern. Auch bezüglich der Beschlagnahme stehen sie den Personen gleich, welche ein gesetzliches verweigerungsrecht besitzen.“ Auch zu Artikel 31 wurde ein erweiterter Zusatz angenommen. Es folgen die Wahlrechisfragen. Die Heeresleitung berichtet heute: Bei Arras ist der Artilleriekampf in weiterer Steigerung begriffen. Fresnoy blieb gegen mehrfache englische Angrisfe restlos in unserer Hand. Um den Besitz von Bullccourt wogt der Kampf hin und her. Heeresgruppe Drutscher Kronprinz Zwischen Soissons und Reims nahm die Gefechtstätigkeit zeitweilig wieder zu. Am Winterberg und bei St. Marie=Feime, östlich von Cormcy wurden mehrmalig wiederholte stanzösische Angriffe in erbitterten Rahkämpfen und durch Gegenstoß abgeschlagen. 9 seindliche Flugzeuge wurden durch Lustkampf, eins durch Abwehrfeuer zum Absturz gebracht. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Rarasowka bei Brzezany und an der Bahn Tarnopol=Zloczow lebte das Artillerieund Minenfeuer zeitweilig auf. Bedeutsame Teleglammwerbsel. Telegrammwechsel zwischen dem Sultan und dem Kaiser. Der Sulian hat an den Kaiser folgendes Telegramm gerichtet: An Seine Majestät den Deutschen Kaiser. Großes Hauplquartier. Voll Bewunderung verfolge ich mit meinem Volke und meiner Armee die großen Kämpfe, welche die ruhmreichen Truppen Eurer Kaiserlichen Mojestät so heldenmütig an den Fronten von Arras, der Aisne und der Champagne bestehen. Von ganzem Herzen beglückwünsche ich Eure Kaiserliche Majestät, so lapfere Truppen zu besitzen, die unter einer wunderbaren Führung mit außerordentlich hartnäckiger, Tapferkeit und beispiellosem Siegeswillen Heldentaten vollbringen, wie sie die Geschichte noch nie verzeichnet hat. Ich bin überzeugt, daß durch die Gnade des Allmächtigen der endgültige Sieg bald die Anstrengungen der verbündeten Armeen krönen wird, die ihre Pflichten mit solcher Tapferkeit und Ausopfezung ersüllen. Mohamed V. An der Mazedonischen Front wurde geflern die Schlacht mit größter Erbitterung fortgesetzt und übertraf in ihrer Heftigkeit alle bisherigen Kämpfe auf dem dortigen Kriegsschauplotz. Nordwestlich von Monastir scheiterten feindliche Angriffe, die den Besitz unserer Höhenstellungen zum Ziele hatten. Im Cernabogen wurden morgens, Nachmittags und abends durch stärbstes Artillerie= und Minenfeuer vorbereitete auf einer Front von 16 Klm. durchgeführte Massenangrifse von Italienern, Franzosen und Russen unter schwersten Verlustenfür den Feind abgeschlagen. Röldlich von Bodena in unsere Stellungen eingedrungene Serben wurden blutig zurückgewiesen. Die verbündete deutsch=bulgarische Infanterie hat in hartnäckigster Abwehr und erbitterten Gegerslößen, unterstützt durch die sich allen Lagen schnell arpossende Artillerie, ihre Stellung restlos behauptet und sich glänzend geschlagen: Darauf hat der Kaiser geantwortet: Seiner Majestät dem Sulian der Ormanen, Konstantinopel. Eure Kaiserliche Majestät haben der Leistung, die das deuische Heer in den Schlachten der jüngsten Tage vollbracht hat, mit Worten der höchsten Anerkennung gedacht. Ich bitte Eure Mojestät, hierfür meinen wärmsten Dankempsangen zu wollen und versichert zu sein, daß meine Armeen in unbedingtem Vertrauen zu ihren Führern und mit stählernem Willen zum Siege auch den weiteren Anstürmen der Feinde mit Gottes Hilfe standhalten werden, bis deren Angeiffskraft gebrochen sein wird. Alle Augen sind auf das gewaltige Ringen im Westen gerichtet, wo unsere Feinde, übermäck tig an Zahl und Material, die Entscheidung suchen; dort vollbringen unsere Truppen Taten, wie sie in der Geschichte aller Zeiten und Völker noch nicht verzeichnet sind. Möge sie der Allmächtige auch sernerhin schümen und sie zu vollem Siege führen. Wilhelm I. R. * Telegrammwechsel zwischen Bethmann Hollweg und Czernin. Der deutsche Reichskanzler hat an den K. und. K. Minister des Aeußern Grasen Czernin am 6. laufenden Monats folgendes Telegramm gerichtet: Soeben teilt mir Prinz Hohenlohe mit, daß S. M. Kaiser Kail Ew. Exzellenz den Stephansorden verliehen hat. Es ist mir ein aufrichtiges Bedürfnis. Ihnen verehrter Graf zu dieser hohen und so wohlverdienten Auszeichnung meinen herzlichsten Glückwunsch auszusprechen. Ich begrüße diesen neuen Vertrauensbeweis Ihres allergnsdigsten Herrn umso lebhafter, als er dem Leiter der auswärtigen Politik der eneverbiindeten und besteundeten Donaumonarchte gilt, mit dem in dieser ernsten Zeit in vollstem Einverständnis arbeiten und so zu gemeirschostlichem Wohle unserer Länder wirh n zu dürsen, mir in politischer und menschlicher Zinsicht steis zur besonderen Freude gereichen wird. Zierauf hat Graf Czernin mit nachsolgender Oepesche geartwottet: Wollen Ew. Exzellenz meinen heizlichsten Dank für Ihre sreundlichen Glückwünsche entgegennehmen. Das enge Bündnis mit dem Deutschen Reiche ist das Jundamen: der Poiilik Oesterreich= Ungarns. Daß es mir in der kurzen Zeit meines bisherigen Wirkens vergönnt war, Ew. Exzellenz auch persönlich näher treten zu können, wird mir stets eine wahre Genugtuung bleiben. Wenn ein Bündnie wie jenes, welches Oesterreich=Ungarn mit Deutschland verbindet, auch von den persönlichen Beziehungen Einzelner unabhängig ist, so sichert das gegenseitige Vertrauen dennoch um so fester das vollste Einvernehmen bei der gemeinsamen Arbeit in dieser ernsten, aber großen Zeit. * *„* Zu dem Oepeschenwechsel zwischen dem Reichskanzler von Beihmann Hollweg und dem Minister des Aeußern Grasen Czernin schreibt die„Reichspost“: Der Text der beiden Oepeschen ist, so selbstverständlich darin jede Silbe einer sachlich ernsten Beurteilung der Dinge und Verhältnisse erscheinen mag, doch mit gutem Bidacht gewählt. Es wird hierdurch gewissen Kom. binationen, die sich an das stärkere Hervortreten Wiens in der Friedensfrage knüpften, die Grundlage entzogen. Man wird endlich überall, ebenso wie an die militärische einheitliche Front der Mittelmächte, auch an die Einheitlichkeit ihrer diplomatischen Front glauben müssen. Der Oepeschenwechsel erscheint in hohem Maße geeignet, die Kleingläubigen eines besseren zu belehren und die selbstverständliche Uebereinstimmung der Wiener und der Beiliner Auswärtigere Politik darzutun. Auch das„Reue Wiene: Tagblatt“ schreibt, daß aus der Lektüre dieser Telegramme selbstverständlich der volle und unverminderte Einklang zwischen Oesterreich Ungarn und Deutschlend sich ergebe. im Heere und die immer schärfer hervortretenden Gegensätze zwischen den Truppen, die sich selbst der Revolution anschlossen, und derjenigen, die ihr fernstanden. Das russische Volk verlangt Frieden. Das Züricher„Volksrecht“ meldet, daß in Petersburg und bei der Frontarmee große Demonstrationen gegen die Kriegspolitik der Regierung staufinden. Der größte Teil des Volkes verlange sofortigen Frieden. Anarchie in den Straßen Peteroburgs. Von der russischen Geenze wird gemeldet Durch die Miljukow Rote an die Entente, die die russischen Kriegsziele in einer den Beschlüssen des Arbeiter= und Soldatenrates völlig widersprechenden Weise umreißt, wurde die Erregung der Petersburger Arbeitermossen in die Nähe des Siedepunktes getrieben. Rach Bekanntwerden der Rote verließen rund 130000 Mann die Werkstätten und begaben sich auf die Straßen, um gegen die Regierung Lwow. Miljukow und Gutschkow zu protestieren 360 Arbeiter wurden hierbei getölet oder verwundet. Die Ecregung der Mossen wurde dadurch aufs höchste gesteigert, sodaß sich allgemeine Anarchie in den Straßen breitmachte. Es wurde eine Komission gebildet, der auch Tscheidse und Kobolew angehören, der die besondere Kontrolle über das Kommando der Petersburger Truppen übertragen wurde. Die Avhänger Lenins haden über 400 Personen verhaftet, darunter zwei Milglieder des Arbeiter= und Soldatenrates, die später von den Balschewisten wieder frei gelassen wurden. Die Straßenbahn hat sost vollständig den Betrieb eingestellt. Die Mehrzahl der Fabriken feiert. Die Menge hat sämtliche Denkmäler zertrümmert. In zahlreichen Gouvernemeis, hauptsächlich in Mittelrußland, sanden Zusammenstöße zwischen kommunistisch gesinnten Bauern und Anhängern der provisorischen Regierung stalt. Wie Buchauan floh. Finnischen Blättern zufolge hat Buchanan das Gebäude der Botschaft, nur von wenigen Beamten begleitet, durch eine Hintertür verlassen, während zu gleicher Zeit eine Volksmenge, die sich aus Soldaten und Bürgern zusammensetzte. auf der Straße vor der Botschaft englandseindliche Kundgebungen veranstaltete. Angeblich soll die Flucht sogar seit längerer Zeit vorbereitet gewesen sein. Die Revolution in Rußland. Die Zersetzung in Rußland. Die Rote des Ministers des Auswärtigen Miljukow hat die innerpolitische Lage Rußlands ein gutes Stück dem vollständigen inneren Zusammenbruch näher gebracht. Die Rote mußie auf unmittelbare Veranlassung der Alltierten., namentlich Englands, versoßt und abgesendet werden. Damit ist erwiesen, daß die Einwischung der Entente in die Geschäste der Petersburger Regierung immer offenkundiger und tücksichtsloset wird. Die bisherige Folge unter der Petersburgen Bevölkerung ist ganz sicher nur das Vorspiel zu hatostrophalen Wiebungen. Oozu kommen die Aneinigkeit und die Günstlingswirtschoft in der obeisten Heeresleitung, die Disziplinlosigken Der Krieg mit Amerika. Die amerikanische Flotte ist nach Londoner Meldungen bereits ausgesahren, um die Bekämptung der.Boote zu beginnen. Der Marineminister erklätte, daß das Land den vollen Eirst der Lage begreise. Die sranzöstschen und namentlich die englischen Abgesandten sollen sich sehr befriedigt über das Ergebnis der Besprechungen ausgelossen haben„Er würden umsangreiche Abkommen zur gemein. samen Tätigkeit der=reinigten Staaten und Kanada getroffen, hauptsächlich wegen der Be schoffung von Arbeitet ästen für die Ernte und die Festsetzung der Höchhpreise für Weizen. Edison gegen die A Voote. Rach dem„Berl. Lokalanz.“ arbeiten Edisor und 75 andere der gelehrtesten Techniker de D reigigten Staaten ununterbrochen Tag un und Nacht, um Mittel gegen die U Boote## finden. Es sollen an Bord der angegrisfene Schiffe deraitige elekirische Wellen erzeugt werde bö nen, daß entweder die Torpedos aus ihre Richtung gebracht werden oder ihre Explosio b wirkt wird, bevor sie das Ziel erreichen. De „Lokalanz“ sogt hieizu: Die Furchl ersind Märchen, die Hoffgung schwückt sie noch Der neue Edisonapparat gehört in ein Musem für krankhafte Krtegsphantaste. Wilson alo Plagiator. Die sparische Prisse übernahm eine äußer## interessante Entd Rung, die ein amerikanische Blatt in Philadelpyta gemacht hat. Danach#r# dos Manisen des Prasidente wilson über einen Frieden ohne Sieg größten teile wörtlich übereinsimmen mn einer Rote, die der brasilianische Kaif Don Pedio im Jahre 1864 an den amerikanischen Präsidenten Lincoln richtete. Das Manisest des Oberhüters der Weltdemokratie ein Plagiat des Kaisers von Brasilien! Zuzuschreiben ist es der Gesichtsprosanterung und„Doreingenommenhei!“ des Herrn Wiison. Hoffentlich hört man dem nächst näheres hierüber. Oesertionen an der russischen Front, und führ dies natürlich auf deutsche Machenschaften zurück Westlicher Kriegsschauplatz. Hindenburgs Zuversicht und Mahnung. Generalseldmarschall v. Hindenburg hat, dem„Tageblatt“ zufolge an den Präsidenten der sächsischen zweiten Kammer, Or. Vogel, au ein Begrüßungstelegramm folgende Antwott gesondt:. Eurer Hochwohlgeboren spreche ich für die freundlichen Worte der Begrüßung anläßlich des Zusammentritts der Zweiten Kammer meinen Dank aus. Der von unserem Allerhöchsten Kriegsherrn stets gepflegte Soldatengeist hat wiederum seine Stärke bewiesen; wenn auch das Heer in der Heimat durchhält, sind wir des Sieges gewiß. Indochinesen beim französischen Heere. Unter den Gesangen des 67. französischen Infanterteregiments der 12. Insanteriedivision befinden sich vier Indochinesen, Anamiten aus Hinterindien. Jeder Kompagnie sind zehn Anamiten zugeteilt, als Arbeiter und zum Munitionsschleppen. Waffen besitzen diese Anamtten nicht, sie haben nur das Recht, sich für Frankreich töten zu lassen. Munitionsarbeiter müssen schon an die Front. Dienstag begann das englische Munitionsministerium, aus den Munitionsarbeitern einen Teil der Leute herauszuziehen, um sie als Mannschaftsersatz für die Front zu verwenden. Ein großer Teil der nötigen 500000 Mann soll Munitionsbetrieben entnommen werden. Der Unterseebootskrieg. Die erschütterte englische Siegeszuversicht. Ueber die Erschütterung der englischen Siegeszuversicht heißt es im„Roten Tag“: Die hervorragendsten Marinesachverständigen und Techniker zerbrechen sich seit Jahr und Tag den Kopf darüber, durch welche neuen Erfindungen man die.Boote vernichten könne. Die öffentliche Meinung in England begnügt sich nicht mehr mit der Gedankenatbeit in den Labora= torten, sie wird ungeduldig und will endlich Ergebnisse, will Taten sehen. In den englischen und französischen Blättern predigt man jeden Tag, daß die Gefahr der Aushungerung gerade in den nächsten Monaten am größten werde. Der englischen Regierung hat sich eine große Nervosität bemächtigt. Sie fühlt, um im Bilde Churchills zu bleiben, dies deutsche Faust an der Gurget und fürchtet das Aussetzen der Herzschläge. Drei feindliche Truppentransportdampfer versenkt. Berlin, 9. Mai. Amtlich. Nach neu eingetroffenen Meldungen wurden wieder drei feindliche Truppentransportdampfer versenkt und zwar am 15. 4. östlich Malta ein vollbesetzter, durch zwei italienische Zerstöter gesicherter Truppentranspotter von etwa 10 000 Bruttoregisterionnen mit Kurs nach Aegypten; am 20. 4 westlich Gibraltar ein englischer, graubemalter Truppentransportdampfer von etwa 12 000 Tonnen mit östlichem Kurse; am 4. 5. im Jonischen Meere der italienische Truppentransportdampfer„Perses“, 3955 Tonnen mit Soldaten des 61. Regiments, der aus einem durch Zerstörer gesicherten Geleitzuge herausgeschossen wurde. getölet, ein Mann und eine Frau verwundet. Einige Häuser wurden beschädigt. Reuter meldet: Die Abendblätter bringen hierüber Einzelheiten. Die letzte Bombe richtete den schweisten Schaden an. Sie drang durch das Dach eines dreistöckigen Hauses, in dem sich eine Altwarenhandlung besand. Die Bombe explodierte im ersten Stock und tötete einen Piano= fabrikanten und verwundete eine Frau schwer. Alle Ziegel flogen vom Dach. Die Wasserlei. tung wurde zerstört, sodaß die unteren Räume überschwemmt wurden. Eine Bombe fiel auf eine Wiese, 15 Meter von einem Asyl für alte Frauen entsernt. Der Gesamtschaden wied auf 300 Pfd St. geschätzt. Deutscher Reichstag. Sitzung vom 7 Mai. Der Deutsche Reichotag setzte am Montag die zweite Lesung des Militäeetais sort, die schon vorher begonnen und zur Zurückweisung unputriotischer und unzulreffender Behauptungen des Abg. Cohn(Soz. Arbg.) durch den Kriegsminister v. Stein geführt hatte. Abg. Schirmer(Zir) sorderte ein besseres Beschwerderech! und Abschaffung des Duellzwanges. Abg Mülle=Meiningen(Op) schloß sich diesem Verlangen an Oberst v. Weisberg wünschte, daß die älteren Jahrgänge guch aus den Kolonnen zutück gezogen würden. Schwere Niederlage des Feindes an der mazedonischen Front. Bayrisch=fränkische Regimenter, die gestern morgen Fresnoy mit großem Schneid gestürmt hatten, hiellen den Okt gegen neue seindliche Angriffe und brachten weitere 100 Gefangene ein Teilvorstöße der Engländer bei Roeux und Bullecourt wurden abgeschlagen. Front des Deutschen Kronprinzen. Zwischen dem Winterberge und der Straße Corbany—Berry au Bac schritten abends frisch eingesetzte französische Kräfte nach Tcommelfeuer zum Angriff. In heißem Ringen wurde der feind teils durch Rahkämpfe, teils durch Gegen oß zurückgeworfen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Rördlich von Kirlibaba und südlich der Daleputnastraße wurden Vorstöße russischer Kompagnien leicht abgewiesen. Die Mazedonische Front war gestern der Schauplatz erbitterter Kämpfe. Nach statker Artillerievorbereitung führte General Sarrail seine verbündeten Truppen zwischen Prespa= und Doiran=See an zahlreichen Stellen zum Angriff Besonders erbittert wurde im Cernabogen gekämpft, wo Tag und Nacht wiederholt feindliche Angriffe unter schwersten Verlusten für den Gegner vollkommen zusammenbrachen. Deutsche und bulgarische Divisionen haben dem Feinde eine schwere Niederlage bereitet. Ueber 50 000 Tonnen im Mittelmeer versenkt. Im Mittelmeer wurden 12 Dampser und 2 Segler mit über 50000 To. neu versenkt, darunter ein auffallend hoher Prozentsatz bewaffneter englischer Dampfer. Neue.Boots=Erfolge im Atlantischen Ozean. Berlin, 9. Mai.(Amtlich.) 27 500 ButtoRegister=Tonnen, darunter u. a. die bewoffneten englischen Dampfer„Porto Lagos“ mit 6000 Tonnen Zucker nach England und„Troilus" (7562 Beutto=Register=Tonnen) mit Stückgut nach England, der englische Dampfer„Hesperides“ (3395 Brutto=Register=Tonnen) mit Fleisch nach England, ferner zwei unbekannte Dampfer, beide mit Kurs nach England. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Norwegische Verluste Kopenhagener„Rational Tidende“ meldet aus Christiania: Die norwegische Handelsflotte hat im Aprll 72 Schiffe verloren. Bei Anrech= nung des Zuganges von 22 Schiffen ermäßigt sich der tatsächliche Verluft auf 50 Schiffe mit zusammen 98 531 Tonnen. Abg. Davidsohn(Soz.) sorderte die Ab schaffung des Anbindens. Abg. v. Graese(Kons) wies Angriffe gegen den Kriegsminister und gegen die Landwirte zurück. General Gröner wies den Vorwurf zurück, als habe hinter seinem Erlaß gegen den Streik ein scharfmachender Geist standen. Abg. Lederer(Zir) sprach sich gegen die Einschmelzung von Kirchenglocken aus, die General von Kreih begründete. Abg Mumm (D..) erkannte die gute Fühlungnahme zoischen den militärischen Stellen und den Arbeitern an Abg. Ledebour(Soz Arbg.) sprach von Anschnauzerei der Siretkenden und tausend anderen Dingen Dienslag: Weiterberatung. Sitzung vom 8. Mai. Der Deutsche Reichslag beendete am Dienstag die zweite Lesung dieses Etats mit der Einzel besprechung, wobei namentlich die Frage der Der sorgung unseres Feldheeres mit guten und billigen Büchern und Zeitungen erörtert wurde. Vorher waren einige kleine Anfragen erledigt worden. Mittwoch: Marineetat. Massenhafte Oesertionen an der russischen Front. Die„Nowoje Wremja“ führt in einer ihrer tzien Ausgabe bitter Klage über die massenhalten Wirtschaftliche Folgen Havre und Dünkirchen gesperrt Rotterdam, 9. Mai. Die Häsen von Le Havre und Dünkirchen sind wegen Minengefahr gesperrt. Wie aus London berichtet wird, hat die Lloyds-Versicherungs=Gesellschaft das Geschäftsjahr 1916 mit einem Verlust von 7 590 000 Schilling abgeschlossen. Politische Rundschau. ( Eine neue Kriegekreditvorlage. Wie das„Berl. Tageblatt“ erfährt, weide dem Reichstag eine neue Kriegskreditvorlage zugehen. Es stehe aber noch nicht fest, ob sie bereits in dem jetzigen Tagungabschnitt vor Pfiagsten oder erst einige Wochen später eingebracht werden wied. Ausland. Frankreich. Ribeto Kriegsziele. Der sranzösische Ministerpräsident Ribot sagte dieser Tage in einer Rede:„Wie wollen ohne Zweifel den Fieden. Aber wir wollen nicht einen Frieden, der für alle Alltierten die Probleme zurückläßt, aus denen der Krieg entsprungen ist, und die endgültig gelöst werden müssen. Wir denken nicht daran, irgendein Volk, irgendeine Rationalttät, nicht einmal die unserer Feinde zu unterdrücken. Aber, wir wollen Garantien, Restüutionen, Komp nsationen und Züchtigungen für die Ucheber der Verbrechen gegen das allgemein güttige Recht, denen die Schuld an diesem Kriege zu ällt. Rach dem Kriege werden wir nicht an Rache, sondern an Gerechtigkeit denken. Es ist nöttg, um der Ehre unserer Zioilisation, des Heiles der künftigen Generationen willen, daß gewisse gemeine Verbrechen nicht ungestraft bleiben.“ Da hätte der Minister allen Anlaß, bei sich und seinen Freunden mit der Sühne anzufangen. England. Ein Aufruf des Königs. Der Ausruf des Königs von England zur Sparsamk-u, der von allen Kanzeln verkündet, an der Bösse, dem Mittelpunkt der Geschästsstadt von Lonoon, ausgehängt ist und an allen öffentlichen G bäuden angeschlagen werden soll, lautet: In der Ueberzeugung, daß die Enthaltung von allem unnöuigen Getreideverbrauch das sicherste und wirksamste Mittel bildet, die Anschläge der Feinde Englands zunichte zu machen und dadurch den Krieg zu einem baldigen erfolgteichen Ende zu bringen, und in dem Entschlusse, nichts ungeton zu lassen, was zu diesem Ende sowie zum Wohle des englischen Volkes in diesen Zetten schwei=: Bebrängnis beizutragen vermag, ermahne ich die jenigen, die Mittel zur Btschaffung andeter als Getreidekost besitzen, eindringlich, die größte Sporsamteit und Enthalisamkeit bezüglich eder Ari von Körnersrucht zu üben. Fener werden in dem Aufruf die Häupter der Haushaltungen aufgesordert, den Brotgenuß ihrer Familien um wenigstens ein Diertel des normalen Beotserbrauchs zu verringern, sowie die Verwendung von Mehl für andere Zwecke als zuc Brotbereitung einzustellen oder möglichst zu verringern. Endlich werden die Personen, die Pierde halten, ermahnt, die Fütterung mit Haser und anderen Körnerfrüchten auszugeben, außer im Falle einer besonderen Eclaubnis des Rahrungsmittelkontrollruts für Zuchlpferde im Landesinteresse. (2) Riedriger gehängt. Die Deutsche Der Luftkrieg. Luftangriff auf London. 9. Mai. Das englische Pressebureau meldet: Montag früh haben feindliche Flugzeuge vier Bomben auf einen der nordöstlichen Stadtteile von London geworfen. Ein Mann wurde Im Zuge der Not. Tageszig.“ hatte in einer Auseinandersetzung mit dem Abg. Cohn(Arbg) gesagt: Die Marne. schlacht wäre nicht eingetreten, wenn der Reichskanzler damals nicht gezögert, sondern die deutsche Mobilmachung drei bis vier Tage frühe: vorgenommen hätte. Die„Nordd. Allg. Zig“ bemerkt dozu: Wir beschränken uns darauf, die Demagogie niedriger zu hängen! C) Zur Kadaverlüge Lords Cecils. Der Abgeordnete Dr. Heckscher hat im Reichstage folgende kurze Anfrage gestellt. Im eng lischen Unterhause hat ein Mitglied des britischen Kabinetts, Lord Ceeil, die Nachricht, die deutsche Regierung ziehe Felle aus den gesallenen Leichen als nicht unglaubwürdig hingestellt. Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, um dieser erbärmlichsten aller englischen Verleumdungen wirksam entgegen zu treten? Spanten. Reutralitätskundgebungen in Spanien. Der Zentralausschuß der spanischen Sozialisten erließ die E klärung, daß die Partei jede Vereinbarung mit den Republikanern ablehne, die gegen die Reutralität agilieren. Biele Tausende von spanischen Frauen aller Klassen unterzeichneten ein Gesuch an den König, er möge an der Reutralität festhalten Die„Teibune“ lettatlikelt, das Volk werde alle Anschläge gegen die Reutralltät bitter strafen. Torates. Roman von C. Dressel. 28„(Nachdruck verboten.) Ja das sagte er— ich glaube, er hat auch keine Mutter mehr, wie wir, und bloß eine Schwester. Ist das nicht schrecklich? Und da ließ es Mutterchen drin bei ihm. Wir haben ja auch noch ein anderes zum Besehen.“ „So—o. Na, weißt du, Suse, die Blumen werden sich doch noch schöner auf dem großen Sofatisch machen. Gewiß, nur da stellst du sie hin.“ „Kann ich,“ nickte Suse.„Ein großer Tisch ist's aber nicht, den ganz großen haben wir bei uns. Annelises Vase nehme ich bestimmt. Wofür ist sie denn da?— Ach, diese vielen bunten Blumen, Herr Klüven wird sich aber freuen.“ Sie klatschte jubelnd in die kleinen Hände.„Und alles bloß zehn Pfennig?“ Eilfertig zog sie ein winziges Lederbeutelchen hervor; ehemals rot gewesen, zeigte es jetzt eine ganz undefinierbare Farve, es mochte lange durch die Hände der Geschwister gegangen sein, ehe es Klein=Suses seliger Besitz wurde. Was tat das, sie war's gewohnt, der Ableger der andern zu sein. Erst seit einiger Zeit, seit der gute Herr Klünen da war, kam auch mal was Funkelnagelneues in ihre glückliche Hand. Nun förderte sie des Beutelchens ganzen Inhalt, ein blankgescheuertes Zehnpfennigstück, zutage. „Hier, ich danke auch vielmal. Ich glaube, es ist sehr billig. Da lachte die Dame wieder fröhlich und küßte sie gar und sagte dann:„Jetzt sollst du noch meinen kleinen Harald sehen. Ihr paßt zusammen, scheint mir. Wenn du ein Sausewind bist, ist er ein Sturm. Aber deine Annelise wird ihn schon stille kriegen.“ „Die ist selber gern lustig. Ich mag eigentlich kleine Jungens nich so gern. Da zank' ich mich immer mit.“ Der aber nun kam, der schlanke dunkellockige Knabe, einen Kopf größer als sie, sie musternd ansah und gleich danach seine Spielsachen vor ihr auskramte, gefiel ihr anscheinend doch. Bei Schokolade und Kuchen befestigte sich das Einvernehmen noch besser. Dann mitten im Spiel und Genuß sprang Suse erschrocken auf und griff nach dem abgelegten Mantel: „Es ist alles sehr, sehr schön, aber ich muß nun fort. Wenn nur Herr Klüven nich schon da ist——“ „Kommt er? O, das ist fein. Dann reit' ich mit ihm,“ rief Harald. „Du?“ Suses Augen sprühten.„Aber das ist mein Herr Klüven, dummer Jung. „Aus dir macht er sich schon gar nichts— solch ein albernes kleines Ding. „Mein Himmel, Kinder, da streitet ihr wahrhaftig schon. Du bist doch ein Toklköpfchen, Suse. Eben noch gefiel's dir hier so gut und nun stehst du da, als möchtest du Harald die Augen auskratzen.“ „So was tu ich nich,“ versicherte Suse und hatte jetzt die heißen Augen voll glitzernder Tränen.„Bloß, es ist doch unser Herr Klüven, den darf er nich wegnehmen.“ Harald drehte. ihr kurzweg den Rücken. „Ich spiel' nicht wieder mit dir. Gleich wirst du wütend, wenn man dir gar nichts tut, und hinterher heulst du auch noch.“ „Hab' ich's nich gleich gesagt, ich zank' mich immer mit Jungens, verteidigte sich die Kleine. „Laßt nur, ihr habt beide recht und beide unrecht. Deswegen könnt ihr doch wieder miteinander spielen. Vergeßt und versöhnt euch aur.“ Frau Jella setzte dem Kind das Hütchen auf, aber sie tat’s mit unruhigen Händen. Des Blondchens ehrlicher Zorn suchte sie heim. Zum Abschied küßte sie es, denn sie verzieh die eiser§ Annen, 10 Mai.(Gegen die Geldhamsteret) Mit der Außerkurssetzung der Silberund Rickelmünzen ist, wie von berusener Seite versichert wu de, nunmehr bestimmt zu rechnen. Es soll dies in der Weise geschehen, daß die vorhandenen Hartgeldmünzen mit kurzer Frist außer Kurs gesetzt werden. Da diese Münzen dann nie wieder in den Verkehr kommen, wirden sie für diejenigen, die sie weiter zurückbehalten, nur noch den reinen Metallwert haben, der weit unter der Hälste, teilweise unter einem Orittel des Kurswertes liegt. Empfindliche Verluste drohen olso dem, der die Mahnung. die süchtige Erregung, weil sie sie begriff. Dennoch war's ein Judaskuß! Und Jella wußte das. „Suse jedoch schied versöhnt aus dem Märchengarten, denn auch Harald gab ihr die und meinte großmütig:„Uebrigens lannn du doch mal wiederkommen, ich muß dir noch mein Pony zeigen.“ Und dann wurde sie mitsamt ihrer Blumenfülle wieder in den Wagen gesetzt, der sie schnell genug nach Haus brachte. Sie hatte vollauf Zeit, den Kranz, aus dem Mutterchen wirklich die häßlichen toten Blumen entfernt hatte, mit blühendem Leben zu zieren. Aber den herrlichen Strauß in der schönen den stellte sie nach mehrmaligem unschlüssigen Wechsel zuletzt doch auf den Schreibtisch unter das Familienbild. Ihr Herzchen pochte allerdings ein bißchen unruhig, denn sie hatte wirklich kein ganz reines Gewissen, weil sie es der freundlichen Dame doch eigentlich anders versprochen, aber— aber sie ließ ihn dort stehen. Herr Klüven würde ihn gerade da am meisten besehen. Es war ja sein Lieblingsplatz. Wenn Mutter sie mal mit einem Auftrag hineinschickte, hatte er meist am Schreibtisch gesessen. Auch wenn er gar nicht schrieb. „„ Vollrad Klüven war zu den Penaten heimgekehrt. Es wurde ihm tatsächlich heimatlich zu Sinn, als er den wundervollen Kranz mit dem von Paul äußerst farbenfreudig gemalten Transparent„Willkommen“ über seiner Tür fand und den entzückenden Strauß vor Annelises Bild. Er sah ja hauptsächlich nur immer sie, wenngleich neben ihrem lieben süßen Gesicht noch vier Kinderköpfe mit selbstverständlicher Berechtigung in die Welt schauten. Wirklich, ein Sohn hätte nicht mehr erwarten dürfen. Ja, hatte er jemals eine so tief empfundene Befriedigung gekannt, wenn er, von einem weit ausgedehnten Weltvummel heimkehrend, sein glänzendes Zuhause betrat, wo er alles haben konnte, was nur der gewählteste Geschmack an Komfort ersinnen mag? Ja, alles war vorgesorgt, nur an Türgirlanden dachte niemand. Blumen in den Zimmern, o ja, die gab's schon. Dafür sorgte eben der Gärtner das lange Jahr durch, in besonderen Fällen wohl auch Barbara. Jetzt traute er ihr das schon zu, früher hatte er nie danach gefragt. Wie dem auch war, jedenfalls hatte ihn nichts im Leben so gefreut als diese duftige kleine Ehrenpforte hier vor seinem bescheidenen Mietslogis. Diese Freude minderte sich auch kaum, als sich herausstellte, daß die Doktorin ungeachtet ihres wahrhaft herzlichen Empfangs keinen Teil an dieser Aufmerksamkeit habe und er sie lediglich seiner jüngsten Verehrerin danken müsse. Nur als das ehrliche Kind in seiner strahlenden Glückseligkeit sofort die Herkunft der kostbaren Blumenfülle, die ihn freilich schon stutzen gemacht, erzählte, zogen sich seine Brauen zusammen. Der Kranz allein wäre ihm fast lieber gewesen. Andererseits, wenn er die Spende als zeremonielle Verbindlichkeit betrachtete, konnte er sie sich schon gefallen lassen. Schließlich war ihm die Firma einigen Dank schuldig. Frau Jella mochte davon gehört haben und so auf die zarte Idee verfallen sein. Als Suse dann angelegentlich fragte, ob er nicht auch den Strauß am hübschesten auf dem Schreibtisch fände vor dem Bild, das er immer so gern ansähe, da stob der kleine Schatten vollends fort. Blitzschnell hob er das Susekind auf, schwenkte es übermütig hoch empor und jubelte:„Mädelchen, das war brav. Ganz famos macht er sich da. Schau, deine Schwester Annelise sieht mit ihren großen Augen gerade über die Rosen zu ihren Füßen fort.“ Haitgeldmünzen dem Verkehr wie unberücksichtigt 15 —(Einziehu den Rickel= und Meldung der„T Außerkurssetzung Da in solchem Fe wert den Besitzern den sie bei nicht re ein recht erhöhter dringend empsohle zu treffen. § Annen, 1 Baumblüte.) Die Raumburg, die so sonnenreichste Mit 1917 den kältest Thüringens aufzu ihn die Saaten g1 den Obstbäumen als man ansangs zur Osterzeit das 2 burg im Blütenk ist heuer davon n in der Verspätun häufig den Aprilft aber die Obstzücht einer gesegneten O § Annen, Presse als Hilssd Weitererscheinen d bedingung hat da mande des 7. Alr indem es der P Hilfsdienst stehend Erlaß lautet:„R Banken sind auch in Zeitungsbetriebe Hilfsdienst befreit. Bezirk generell a worden. rr Annen, Fußspur.) In der in dem Laden der eingebrochen und und über 1600 B Schnee gefallen w. beigerusene Gende vom Hause der B Bergmannsehefrau nahen Walde wo waren auch durch Dieben beim Einbr war. Diese Spur Fenster des Hause. Gut gereicht war land dann auch in kleidern versteckt, nen Sachen wieder Wilhelm hatten si Strafkammer zu v den Diebstahl und haben. Eine Gest hört, daß die beid halten und sich geg die Richter zu bell junge Bursche sein storben war, die e in diesen Schuhen Verdacht von sich Strafkammer bezei bie Angeklagten au zeigten und hielle bracht. Das Urtei auf 6 Monate, geg Gefängnis. § Anne Brand gesteckt Schüler., h Roonstraße m Briefkastens Briese und Ka dungen, verbre Unsug wird so gestern nacht vohnhaft Gel bt worden. aber durch sei aus dem Sch bekam. Es serlohn entla beitszwecke satte es au ehen. § Annen, 10. ien Hochzeit) begeher Zis dors, wohnh ubelpaar dereinst kranz beschieden sein § Annen, 10. Offizierstellvertreter um Leutnant d. R. besördert. —(Zum Dizesel nteroffizier Rudol ast Wartenbeig 19 a seinde. —(Das Eisern kann Jutius Fre straße 155 und der 6 G. Komp. des I Sohn des Berginval Astraße 42. .—(Grüße aus Faul Hoffmann, Kar § Annen, 10. Daterland) starb inso lung der Lehrer Os Eisernen Kreuzer Ribot sagte ollen ohne Mlen nicht die Pronisprungen üssen. Wir irgendeine Feinde zu nlien, Rejungen für allgemein em Kriege nicht an I. Es ist des Heiles ß gewisse bleiben.“ sich und ngen. land zur verkündet, hästsstadt en öffentzu, lautet: nthaltung uch das die Anmachen in erfolgntschlusse, im Ende in diesen vermag, schaffung glich, die bezüglich Häupter rotgenuß riel des sowie Zwecke möglichst onen, die it Haser außer im ihrungsLandesgenten. Sozsae tei jede ablehne, Viele Klassen inig, er Leibune“ se gegen GeldSilber= r Seite rechnen. aß die er Frist Rünzen ommen, zurückhaben, einem se Vermmei etrat, r genag? nden gab's das wohl schan ihn iftige enen auch torin angs und nten einer unft chon iuen fast die bessen. igen gever95 auf 5 er eine das soch rav. eine ßen ßen Hartgeldmünzen im Verkehr zu belassen oder dem Verkehr wieder zuzuführen, auch jetzt noch unberücksichtigt läßt. —(Einziehung des Goldgeldes?) Reben den Rickel= und Silbermünzen wird, nach einer Meldung der„Täglichen Rundschau“ auch die Außerkurssetzung des Goldgeldes beabsichtigt. Da in solchem Falle nur noch der reine Metallwert den Besitzern verbliebe, würde der Schaden, den sie bei nicht rechtzeitigem Umwechseln erleiden, ein recht erhöhler sein. Es kann deshalb nur dringend empfohlen werden, rechtzeitige Vorsorge zu treffen. § Annen, 10. Mal.(Der Vorteil der späten Baumblüte.) Die Gegend zwischen Jena und Raumburg, die sonst nach Pros. Dr. Regel die sonnenreichste Mitteldeutschlands sein soll, hatte 1917 den kältesten und schneereichsten Winter Thüringens aufzuweisen. Glücklicherweise haben ihn die Saaten gut überstanden, und auch an den Obstbäumen sind die Schäden viel geringer, als man ansangs annahm. Während aber sonst zur Osterzeit das Saaletal bis hinauf zur Rudelsburg im Blütenkranz des Frühobstes prangte, ist heuer davon noch nichts zu bemerken. Gerade in der Verspätung der Baumblüte, die früher häufig den Apillftösten zum Opfer fiel, erblicken aber die Obstzüchter heuer die Vorbedingung zu einer gesegneten Obsternte. § Annen, 10. Mai.(Anerkennung der Presse als Hilfsdienstbetrieb) Eine für das Weitererscheinen der Zeitungen sehr wichtige Vorbedingung hat das stellvertrelende Generalkommande des 7. Armeekorps in Münster getroffen, indem es der Presse die Eigenschaft als im Hilfsdienst stehend zuerkannte. Der betreffende Erlaß lautet:„Neben den Angestellten in den Banken sind auch die Angestellten und Mitarbeiter in Zeitungsbetrieben von der Meldepflicht zum Hilfsdienst befreit. Damit ist die Presse für diesen Bezirk generell als„kriegswichtig“ anerkannt worden. .##. Aunen, 10. Mai.(Die verrälerische Hupspul) In der Nacht zum 13. Februar wurde in dem Laden der Händlerin Maria Wöstemeier eingebrochen und daraus 16 Kriegsbrote, Mehl und über 1600 Brotmarken gestohlen. Da srischer Schnee gefallen war, so entdeckte der eiligst herbeigerusene Gendarm gar bald, daß Fußspuren vom Hause der Bestohlenen nach dem Hause der Bergmannsehefrau Florian Schael, die an einem nahen Walde wohnte, führte. Die Fußspuren waren auch durch Mehl gekennzeichnet, das den Dieben beim Einbringen ihrer Beute weggerieselt war. Diese Spuren ließen sich auch an dem enster des Hauses, durch das das gestohlene dut gereicht war, nachweisen. Der Gendarm sand dann auch im Hause unter alten Soldatenkleidern versteckt, den größten Teil der gestohlenen Sachen wieder. Frau Schael und ihr Sohn Wilhelm hatten sich nun vor der Bochumer Saafaulcer zu verantworten. Beide bestritten den Diebstahl und wollten die Sachen gesunden haben. Eine Gefängnisausseherin hat aber gehört, daß die beiden sich im Gesängnis unterhalten und sich gegenseitig den Rat gegeben hatten, die Richter zu belügen. Bezeichnend ist, daß der tunge, Bursche seinem Großoater, der gerade ge„# war, die Schuhe ausgezogen hatte und in viesea Schuhen die Diebestat beging, um den Verdacht von sich abzulenken. Die Bochumer Strafkammer bezeichnete es als bedauerlich, daß bie Angeklagten auch nicht die geringste Reue zeigten und hielt empfindliche Strafen für angebracht. Das Urteil lautete gegen Frau Schael auf 6 Monate, gegen den Sohn auf 3 Monate Gefängnis. § Annen, 10. Mai.(Brieskasteninhalt in Brand gesteckt.) Ein nichtsnutziger Bursche, der Schüler., hat vor mehreren Tagen an der Roonstraße mit einem Zündholz den Inhalt eines Briefkastens in Bland gesteckt, wodurch viele Briese und Karten, vielleicht auch Papiergeldsendungen, verbrannt sind. Dieser ganz unglaubliche Unsug wird schon die richtige Bestrafung finden. —(Mißglückter Einbruchsversuch.) Vorgestern nacht ist bei dem Bergmann Schmidt, vohnhaft Gederbach 7, ein Einbruchsversuch ver übt worden. Der wachsame Haushund weckte aber durch sein lautes Bellen sofort den Besitzer aus dem Schlof, der den Dieb auch zu fassen sekam. Es ist ein einer Fürsorgeanstalt bei serlohn entlaufener junger Bursche, der für Arbeitszwecke dort untergebracht war. Der Dieb alte es auf die im Stall stehende Kuh abgeahen. § Annen, 10. Mai.(Das Fest der silberien Hochzeit) begehen heute die Eheleute Johann Bisdors, wohnhaft Hüllberg. Möge dem Jubelpaar dereinst auch der goldene Hochzeilskranz beschieden sein! Fliegerlentnant Schäfer, einer unserer erfolgreichsten Helden der Lust, von dessen kühnen Taten der deutsche Generalstabsbericht in den letzten Tagen besonders meidete, ist mit dem Orden Pour le mertte ausgezeichnet worden. Gleichzeitig wurde er Führer einer Jagdstaffel im Westen und erhielt das Kleuz der Ritter des Kgl. Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern. Leutnant Schäfer, welcher der berühmten und bei unseren Gegnern so sehr gesürchteten Jagdstaffel von Richthosen anzehörte, hat besonders in der jüngsten Zeit eine nennenswerte Anzahl seindlicher Flieger erledigt. Mitte April brachte er 8 Gegner zur Strecke, wenige Tage darauf erhöhle sich die Anzahl derselben auf 12 und gegenwättig sind es 25 geworden, ein Viertelbeindert. Möge dem kühgen Bezwingse.: Luft noch eine recht lange ruhmreiche Lausba#n###ben sein. Lichterloh brennend lief es der elterlichen Wohnung zu, wo es am ganzen Körper schwerverletzt zu. sammenbrach. Die Kleidung war vollständig verbrannt. An den erhaltenen Verletzungen stard das Kind nach der Aufnahme im Krankenhause zu Lünen. Münster, 9. Mai.(Westfälischer Provinziallandtag) Laut königlicher Genehmigung findet der Provinziallandtag der Provinz Westsalen am 20. Mai beginnend in Münster statt. Krefeld, 9 Mai.(Zwei Kreselder Fliegerolfiziere.) Der Fliegerleutnant Schäfer, der zum Führer einer Jagdstaffel befördert worden ist, hat den Orden Pour le mérite erhalten. Da dieser Orden vor wenigen Wochen auch dem Leutnant Dosch verliehen worden ist, sind zwei junge Kreselder, die sich im Flugdienst ausgezeichnet haben, mit dieser höchsten militärischen Auszeichnung bedacht worden. Düsseldorf, 9. Mai.(Saatgutdiebe.) In der jüngsten Zeit waren fortgesetzt Kartoffeläck: in hiesiger Gegend böswillig aufgewühlt und das Saatgut zerstreut oder gestohlen worden mit der Absicht, dadurch die Kartoffelernte zu schädigen. Jetzt sind sechs dieser Uebeltäter, arbeitslose belgische Arbeiter, nächtlicherweile bei ihren verwerslichen Machenschaften festgenommen worden. Dem Vernehmen nach wird gegen sie Anklage auf Landesverrat erhoben. ##.§ Annen, 10. Mai.(Besörderung.) Der Ossizierstellvertreter Max Oeilmann wurde zum Leutnant d. R. bei einem Feldartillerie=Rgt. besördert. —(Zum Vizefeldwebel befördert) wurde der Unteroffizier Rudolf Schallenberg, wohnast Wartenbeig 19 a, wegen Tapferkeit vor dem seinde. —(Das Eiserne Kreuz) erhlelten der Wehrkann Jutius Freyer, wohnhaft Prorinziasstraße 155 und der Schütze Meiser bei der 1 M G. Komp. des Insanterie=Rgis. Nr. 130, Sohn des Berginvaliden Heinrich Meiser, Mit##lstraße 42. —(Grüße aus der Front) sender Kanonier Paul Hoffmann, Karl Birk, Karl Souke. .§ Annen, 10. Mai.(Den Heldentod fürs valerland) starb infolge einer schweren Verwunung der Lehrer Oskar Griesang, Inhaber Eisernen Kreuzes. Ehre seinem Andenken! 9. Mai.(Wasser statt Miich.: s. Mischhändler Heinrich Reuhaus aus Eichlinghosen hatte sich wegen Rahrungsmuttelsälschung vor dem Hortmunder Schöffen gericht zu verantworten. Der Angeklagte, der längere Zeit einen Milchhandel betrieb, nahm es zik der Ehrlichkeit im Handel nicht genau, denn wie stgestellt ist, hat er fortgesetzt in gewinnsuch rAbsicht die ihm von einer Molkerei inwann#ei gelieserte Miich täglich in unerhörter W se mit Wasser verdünnt. In einer Anzeige, die im Februar bei der Poltzeiverwaltung in Wellinghofen einging, wurde Neuhaus bezichtigt, daß er seiner Kundschaft außerordentlich dünnne, zweisellos mit Wasser vermengte Miich lieserte. Eine unvermulet entnommene Probe ergav die Richtigkeit dieser Anschuldigung, es wurde fest gestellt, daß der am 11. Febeuar von dem Angeklagten in den Handel gebrachte Miich mit 34 Prozent Wosser gesälscht war. Die Beweisausnahme ergab, daß der Angeklagte zu 10 Liter Miich jedermal 3 Liter Wasser goß. Mit Rück sicht auf die mit einer derartigen Fälschung verbundenen gesundheulichen Gesahren sah das Gericht von der Verhängung einer Geldstrafe ab und erkannte auf eine Gesänguisstrafe von 1 Monat. Zu bemerken ist, daß dem Angeklagten bereits seil einiger Zeit der Handel mit Misch untersagt ist. Provinzielle Nachrichten. Hortmund, 9. Mai.(Eine Zigeunerhoch zeit mit Hindernissen) wurde am veegangenen Sonntag hier am Stelnplatz gesetert. Wenn ein Vertreter der braunen Pferdehändler aus der Pußta, die sich hier seit Jahren eingebürger! haben, den Bund fürs Leben schließt, so pflegt es im allgemeinen hoch herzugehen. Geld spielt keine Rolle, Sekt fließt in Strömen und mancher der Gesellen, der keineswegs durch vornehmes Wesen auffällt, biegt ein kleines Vermögen unter seinem schäbigen Wams. Sonntag sollte wieder eine Zigeunerhochzeit stattfinden, zu der sich auch der in der Nähe von Hannover residierende Zigeunerpeimas mit seinem heiratsfähigen Töchterchen vierspännig nach hier bemüht hatte. In der Stammkneipe, einem Theaterlokal am Steinplatz wo sich die Gesellschaft nach getaner„Arbei!“ allabendlich zusammenfindet, hatte am Sonntag abend eine Vorseler stattgesunden, die indes plötzlich gestört wurde, so daß das Haupiereignis, das Einlausen in den Hafen der Ehe, auf unbestimmte Zeit verschoben werden mußte. Das Töchleichen des Primas halte nämlich einen derartigen Geallen an dem Bläutigam gesunden, daß die Braut außer sich geriet und gegen die Rebenbuhlerin atlich wurde. In wenigen Augenblicken lag die ganze Gesellschaft in einem derartigen Krawall, daß die Polizei mit blanker Waffe eingriff. Einem Zigeuner kam dabei die Briestasche mit 7000 Mk. abhanden. Die bunten Scheine flogen nur so im Lokale herum. Als einigermaßen Ruhe eintrat, war der größte Teti des Geldes verschwunden. 6000 Mk. vermochte der.imas Tags darau wieder zur Stelle zu schaffen. Es erfolgten mehrere Verhastungen, u. a. wurde die heißblütige Braut in Gewahrsam genommen. Horstmar, 9. Mai.(Lebendig verbrannt) Die 11 Jahre alle Schülerin Helene Wachmann von hier spielte mit mehreren anderen Kindern euser““ Kue bie gi aus cündeten Beuerchen Lieglich fing die Kleidung des Mädchens Feuer. Neues aus aller Welt. Millionenunterschlagungen. Der italienische Industrieritter, Theaterunternehmer und Kriegslieserant Luca Cortese, ein vertrauter Freund des großen Gabtiele'Annuncio, wurde wegen Unterschlagung von.5 Millionen Lite verhaftet. Ganz Italten steht unter dem Bann dieses sensationellen Ereignisses. Nebenher geht ein graßer Heeresskandal, in den auch das Kriegsministerium verwickelt sein soll. Der große Patriot und Betrüger hatte sich durch die kostenlose Zusendung von Broschücen, in denen er für eine herrliche Erneuerung der nationalen Bühne Italiens warb. Eingang in die ersten Häuser des Landes verschafft, selbst in der Königsfamilie ging er ein und aus. Riemand ahnte, daß man es in diesem Mäzen mit einem geriebenen Gauner und Spitzbuhrn zu tun hatte, dessen Konto mit zahlreichen####d schweren Diebstählen belastet war. Der Betrüger, den. die Millionen mühelos zuflossen, der auch ein gefälschtes Offizierspatent besaß, trieb einen verschwenderischen Auswand. Den geseleristen Schauspielerinnen bezahlte er regelmäßig die Schneiderrechnungen, auch wenn diese Als Heereslieferant im ttalienisch=türkischen Kriege hatte er die ersten Millionen ang jummelt, die er im jetzigen Kriege, zu dessen Schürern er gehörte, schnell und leicht vermehrte. Do###ch ihm der Uebermut das Genick. In Dareselernte er einen gewissen Piatio kennen, der dem beknnten Turiner Großindustriellen Diatto wie ein Zwillingsbruder glich. Als Herrn Diatto stellte er seinen Freund Piatto in der Landwirtschafts= und Kreditbank zu Rom vor und ließ sich auf von diesem gesälschten Wichseln sofort andetthalb Millionen auszahlen Als sich die Summe um weitere viereinhalb Mil lionen erhöht hatie schickte die Bankleitung eine Ausstellung nach Talm und erfuhr nun, daß sie das Opfer eine vösartigen Fälschung geworden war. Die Bank verkrachte, Tausende kleiner Existenzen wurden um ihre Ersparnisse gebracht — Todessprung vom Dach. Auf ungewöhnliche Weise machte in Beilin ein 16 Jahre alter Handlungsgehilse seinem Liben ein Ende. Der junge Mann kletterte auf das Dach des vierstöckigen Hauses und sprang von dort auf die Straße hinab. Mit zerschmetterten Gliedern lag er tot auf dem Bürgersteig. „„Flucht eines rassischen Offiziero in einer Kiste. Aus dem Bahnhof in Eibing wurde in einer umgesallenen Kiste ein russischer Ofizier entdeckt, der. auf der Besörderung von Königsberg nach einem westlichen Lager mit anderen Offizieren begriffen, sich darin verborgen hatte. Die Kiste gehörte zum Gepäck des russischen Offiziers, der auf diese Weise die Flucht ergreisen wollte. — Erdbeben in Italien. Ein zweiter, beftiger Erdstoß in der Provinz Arezzo legie die Ortschaft Mont cch#dis auf die letzten Mauerreste in Trümmer. 9 Ort zählie etwa tausend Einwohner. Trotzdem sind### Odser an Menschenleben verhältnismäßig geries, da nach den ersten, leichteren Stößen alles ins Freie flüchtete; außerdem befand sich fast die ganze Bevölkerung bei Arbeiten auf dem Felde. Im ganzen wurden 40 Personen getötet. Auch mehrere andere Orte der Provinz Arezzo wurden stark heimgesucht. v. Capelle über den Krieg. Auf der Tagesordnung der geftrigen Reichstags=Sitzung stand die zweite Lesung des Marineetats. Abg. Pfleger(Zie) erstattete den Bericht des Ausschusses und hob rühmend hervor, was unsere braven Seeleute unter genialer Führung geleistet haben. Der uneingeschränkte U= Boolkrieg zeitigt die schönsten Erfolge. Staatssekretär v. Capelle: Die anerkennenden Worte werden uns ein neuer Ansporn sein, die Erwartungen, die das deutsche Volk in seine=Boote setzt, zu erfüllen. Voller Begeiflerung aingen die.Boote an ihre Aufgabe heran; sie werden durchhalten bis zum Ende. Es ist alles dazu Ersorderliche vorhanden: genügend U Boote, Personal und Material, es erneuert sich sortwährend, und es werden immer bessere Typen hergestellt. Ein Radikalmittel gegen.Boote gibt es nicht, außer der Austäucherung ihrer Stützpunkte, wie man jetzt in England sagt. Aber sie sollen nur kommen; sie werden auf Granit beißen!(Stürm. Beisall.) Uasere U. Boote nehmen jetzt in ihrer Leistungsjähigken sorlwährend zu, nach dem die ganze Kriegführung ihrer Eigenart angepaßt ist, das zeigen die beständig wachsenden Monaiserfolge. Unsere U. Bootsverluste sind äußeist gering; dazu kommt, daß die Witterungsverhältnisse immer günstiger werden. Alle U. Boot= besatzungen sind von dem Bewußisein gelragen, daß es jetzt um das Ganze geht.(Stürmischer Beifall.) Wir halten mit einer Monatsbeute von durchschnitllich 600000 Tonnen gerechnet, die Wirklichkeit beiiug für drei Monate 2 800000 Tonnen; 1325 Schiffe wurden in drei Monain versenkt. Wie lange das so weiter gehen wird, ist Sache unserer Gegner. Uasere U. Boote können es aushalten. Die Stimmen aus England klingen heute schon ganz anders, als vor drei Monaten. Man erkennt dort, daß der U Bootkrieg nicht ein Schlag ins Wasser, sondern ein wuchtiger Schlag in das Lebenszentrum unseres erbliersten Feindes ist. Wir haben dus selsenfeste Dert auen, daß wir die Aufgabe, die uns gestellt ist auch lösen werden, und lassen nicht locker, bis sie erfüllt ist. (Stürmischer=ifall und Hind=klaischen) 100 Mllionen dollor=Anleihe der Engländer. Washington, 9. Mai. Reuter. Die Regierung hat beschlossen, England 100000000 Dollar zu leihen, um seine Bedütfnisse in den Vereintgten Staaten im Mai zu decken. Die zveite Abschlagszahlung von 25 Mllionen ist vorgestern der englischen Botschaft übermittelt worden. Neueste Nachrichten. Ein Reuter-Dementi zu Buchanans Abreise. Haag, 10. Mai. Die gestrigen Londoner Abendblätter meldeten, daß der englische Botschafter in Petersburg Buchanan wegen der augenblicklichen Lage in Rußland nach England abgereist sei. Reuters Büro erklärt dazu, daß an dieser Meldung kein wahres Wort ist. Zusammenbruch der englischen Offensive. Haag, 10. Mai. Reuter meldet aus dem englischen Hauptquartier: Die Kämpfe an der britischen Front sind vorübergehend zu einer Reihe von Gesechten von örtlicher Bedeutung abgeflaut. Bei Bullecourt ist die Lage sehr verworten. Gestern sind die Gesechte in und um das Dorf den ganzen Tag sortgesetzt worden. Die Massendesertionen. Stockholm, 9. Mai. Der Umsang der Massendesertionen an der russischen Front wird hier nach guten Privatnachrichten aus Rußland auf 1 200 000 bis 2 Millionen geschätzt. Die Südbahnen besörderten allein nach Meldungen der Blätter 200000 Mann. Untergeundbahn=Unglück in Berlin. Berlin, 9. Mai. Heute nachmittag 5½ Uhr fuhr ein Zug der Ugtergrundbahn, der von der Siation Schönhauser Tor kam, vor dem Bahnhof Alxandesplatz aus einen dor haltenden Zusammenstoß war so heftig. daß 30 Personen verletzt wurden, davon zwei schwer, die in ein Klankenhaus gebracht wurden. Die Schuldstage bedarf noch der Aufticktung. Ein ganzes Hocf eingeäschert. König=berg, i. Pr, 9 Mu, Die bei Preußisch=Holland gelegene Oltschaft Lomp ist mit 62 Wohnhäusern, Stallungen und Scheunen gänzlich niedergebrannt. Auch Paleologue aus Perteroburg entflohen. Kopenhagen, 9. Mai. Aus zuverlässiger Quelle erfährt der Vertreter der„Kömn.“, daß allein, der beitsche Botschaster Buchanan plötzlich####sburg verlassen hat, sondern auch der französische Botschafter Paleoloque während der neuen Unruhen in der letzten Woche heimich aus der russischen Hauptstadt abgereist sei, und zwar noch vor dem englischen Botschafter. In Petersburg wird die Abreise der beiden Botschaster nach Möglichkeit geheim gehalten, weit man davon eine ungünstige Rückwirkung für die Volksstimmung befürchtet. Es heißt, daß auch Paleologue bereits vor einigen Tagen inkognito is Reise von Bergen nach England sorigesetzt .. Zu der Rotiz in der vorigen Rummer bieses Bl., betr. Fäischung von Kartosfelkarten, werden wir gebeten mitzuteilen, daß die Ehefrauen Gustav und Hugo Hornemann von hier in dieser Angelegenheit völlig außer Getracht kommen. O. R. Jeder Zentner Getreide ernährt 280 Menschen Landwirte, deitt uns siegen! Liefert Getreide ab. Die Lage duldet keinen Autschub. Wir draueden jedes Korn, auf dass der Feinde Hungerplan verschellt. Erotz Bestellzeit müsst Jdr 1sefern! Sonntag erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter Gatte und Vater meines Söhnchens, unser heißgeliebter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Lehrer Tskar Enlesung Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. am 1. Mai, auf dem Geburtstage seines so sehr geliebten Kindes, seiner am 19. April bei den schweren Kämpfen im Westen erhaltenen schweren Verwundung erlegen und auf dem Militärfriedhof zu Herpy bei Rethel beerdigt ist. In tiefem Schmerz: Frau 0. Griesang. Mally geb. Brandegger Ernsichen Griesang. Familie J. Griesang, Familie 6. Brandegger. Annen, Kettwig, Breslau, Barmen, Rastenburg(Ostpr.), den 1o. Mai 1917. Statt besonderer Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, Montag abend plötzlich und unerwartet meine liebe Frau, unsere innigstgeliebte Mutter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Aau Krear! Gn.) Ottilie geb. Plempe im Alter von 34 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Friedrich Guth, zur Zeit in russicher Gefangenschaft, nebst Kindern u Angehörigen. Die Beerdigung findet am Freitag, den 11. März, nachmittags 4½ Uhr vom Trauerhause, Herdeckerstr. No. 89, aus statt. Fische! Erhielt durch günstigen Einkauf einen Waggon frische Fische. Schollen das Pfund nur 45 Stig Graff, Vesmarastr. 19. Das unbefugte Betreten unseres Spielplatzes, sowie das Weiden von Vieh auf demselben wird hiermit untersagt. Der Vorstand des Turnvereins Eintracht, Ein gut erhaltener wenig gebrauchter Baller. Das Seelenamt findet Montag morgen um 6½ Uhr in der kath. Pfarrkirche statt. End Eiegewagen zu verkaufen 6. Mmmmmmm iitin Zahn-Praxis# Bernh. agelo# Wittenerstr. 55. S Für die Zeit vom 6. Mai bis 12. Mai 1917 werden auf den Kopf der Bevölkerung 30 Gramm Margarine und 35 Gr. Inlandsbutter an die Annener Einwohner geg. Vorlage der Speisefettmarken in den hiesigen Butterhandlungen verkauft. Der Verkauf erfolgt am Freitag dieser Woche nachmittags von 3 Uhr ab an Hand der Kundenlisten. Annen, den 9. Mai 1917. Der Amtmann: I. V. Schwalbenbach. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes u. unseres guten Vaters sprechen wir Allen, besonders der Freiwilligen Feuerwehr, der Sanitätskolonne, dem Kruppschen Männergesangverein u. den Beamten und Arbeitern der Firma Krupp, sowie Herrn Pastor Müller für seine trostreichen Worte im Hause und am Grabe unsern tiefgefühlten Dank aus. Frau Walter Ziegs und Angehörige. Spatkartonein! s d. Knappechaft angestellti s Annen. Metallbetten Holzrahmenmatratz, Kinderbetten Eisenmöbelfabrik Suhl 1. Th. Kräft. Mädchen, 14 Jahre alt, sucht leicht Stelle in kl. Haushalt oder zu—2 Kindern. Auguste Teich, Brunebeck 24, b. Rüdinghausen. Diejenigen Kleingarten=Besitzer und Pächter sowie Landwirte, welche seinerzeit ihren Bedarf an späten Pflanzkartoffeln angemeldet haben, erhalten in nachbezeichneter Reihenfolge der Lebensmittelkarten=No. für den Sechziger Anbaufläche vierzehn Pfund Kartoffeln. Keller der katholischen Schule. Sonnabend. den 12. Mai 1917 9 K EET" T T vorm. von—11½ Uhr nachm. von—5½ Uhr No. 1201—1800 No. 3001—Schluß. den 15 Mai 1917 vorm. von—11½ Uhr No. 601—1200 nachm. von—5½ Uhr 2401—3000 Sonnabend, den 19. Mai 1917 enapiehlen vorm. von 8— Ro. 1— 11½ 600 nachm. von—5½ Uhr No. 1801—2400 ArEiokds K BueKranres Balkenstrasse sees UOrrmund Balkenstrasse 86/88 beim Bezirks-Kommando und Da wenig Aussicht auf Zufuhr weiterer Mengen Saatkartoffeln besteht, wird dringend empfohlen, aus den fernerhin zur Ausgabe gelangenden Wochenmengen Speisekartoffeln Pflänzer auszusondern und anzubauen. Preis für den Centver 9,50 Mk. Lebensmittelkarte vorlegen. Annen, den 10. Mai 1917. Der Amtmann: I..: Schwalbenba Kaufe Eine Ostenhellweg 23. verkautssteller gr Ooste Nastrant. zum 1. Oktober gesucht. Gefl. Angebote unter N. 300 an die Geschäftsstelle d. Ztg. Ein ganz neuer Herd billig zu verkausen. Wittenerstraße 32. Weiß= und RotweinFlaschen. Theodor Wilke. Volantes an fertigen Röcken Stoffe plissiert in allen Mustern schnellst. u. zu billigst. Preisen Färberei Galluschke Waschanstalt. Amen: Wittenerstr. ö. Witten Hauptstr. 11, Herbederstr. 29 Wersse Siiekerer Biasen (z. 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S. 195) wird unter Zustimmung des Kreisausschusses für den Umfang des Landkreises Hörde folgende Polizeiverordnung erlassen: S 1. Die im§ 1 der Kreispolizeiverordnung vom 23. April 1907 angeordnete Sperrzeit für Tauben wird in diesem Jahre bis zum 31. Mai verlängert. Auf Militärbrieftauben finde### die Sperre keine Anwendung. S 2. Zuwiderhandlungen gegen diese Polizeiverordnung werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder im Faller des Vermögens mit entsprechender Haft bestraft. § 3. Es wird noch ausdrüch lich darauf hingewiesen, daß das Töten und Einfangen fremder Tauben durch Be kanntmachung des stellr. Generalkommandos vom 27. November 1914 ver### boten ist. Hörde, den 7. Mai 1917. Der Landrot: gez. Dr. Luckhaus. Kotten oder kleine Besitzung zu kaufen gesucht. Gefl. Offerten mit Größe und Preisangabe## an die Geschäftsstelle dieser Ztz# erbeten. empsiehlt H. Cordes. Die Kontrollbücher über die Ablieferung von Eiern für Geflügelhalter, ferner die für GeschäftsInhaber beim Eierverkau### notwendigen Listen sind zu haben in der Buchdruckerei Fritz Küching. Tupfenmuster und Blumenmuster! Nuschstolle (Voiles, im. Mouselines, Organdys, Zephyrs) 145(95 g45 K 44 2 Wialn, Seitten am Markt. Redattion, Druck und Verlag von Frin Luchtug Nunen De„Nuauer Anzeigeg Kolonelzeile Rei — 1as Ee Nr. 61 Das Nor Die Hoffnung Auf die Ht den nächsten W gerichtet sein. Sozialistenkonse Intereffes. Diauf der Zusat Minister Schrit beschlossen weik meldet: Die dä präsidenten un Donnerstag mo holmer Ministe wurden am Ba präsidenten herz lichen Wagen: des Königs si werden um 12 König empfang. 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