Feretocfege Die„Anneuer Zeitung“ erscheint jeden Dienstag, Donnerstag u. Samstag. Anzeigeblatt Anzeigegebühr für die einspaltige Betitzeile oder deren Raum 10 Pfennig Abonnementspreis inkl.„Unter= für Aunen, Ardey, Wullen, Rüdinghausen, Stockum, Düren, Salingen, Persebeck, Langendreer, Inserate sinden bei der großenAuflageder haltungs=Beilage viertelj. nur 1 Mark. Kley, Oespel, Eichlinghofen, Kirchhörde, Bittermark, Schnee und Umgegend. AnnenerZtg. weite u. billige Verbreitung Nr. 144 1901. Dienstag, den 10. Dezember. 17. Jahrgang. Wichtig für alle Inserenten! In diesem Monat werden wir von jeder Nummer unseres Blattes einige hundert Probe=Blätter an Nichtabonnenten extra verteilen lassen, worauf wir alle Inserenten aufmerksam machen wollen. Inserate, denen in der neuen vergrößerten Auflage der größte Erfolg sicher ist, werden von uns zu jeder Zeit entgegengenommen. Redaktion und Expedition der Annener Zeitung. Wenn darüber gar nichts zu Stande kommen sollte, was denn? Mancher Befürworter der 7½ Mark wird sagen, lieber ein Zustand ohne Handelsverträge, als Verträge mit einer niedrigen Zoll für Aus dem Reichstage. Eine ganze geschlagene Woche, sechs nicht kurze Sitzungen hat der Reichstag nun an die Beratung des neuen Zolltarifs gewendet, und da können, obwohl alles noch genau so unverändert ist, wie vor acht Tagen, doch die politischen Propheten nicht ruhen. Trotz des ruhigen, gleichmütigen Dreinschauens des Reichskanzlers verkünden die meisten uneiquickliche Dinge; aber bei solchen Voraussagungen muß man unwillkürlich an das bekannte Muster von den Weltuntergangs=Prophezeiungen denken. Manche Leute lassen sich gruselig machen, wenn es heißt, in dreiviertel Jahren geht die Welt unter, andere bleiben bei gutem Humor. Und die letzteren sind die meisten. Wir können, wenn wir uns im deutschen Reiche heute umsehen, auch gerade nicht erkennen, daß ob der uns vom Reichstage möglicherweise zu spendenden Ueberraschungen sich viele hätten ins Bockshorn jagen lassen; sie sind bei all der unter den heutigen Zeitläuften möglichen Laune geblieben und werden davon sich nicht sobald abbringen lassen. Politische Verzagtheit zur wirtschaftlichen Misere— das wäre das Ende! In der That ist es heute schwer, an ernste Konflikte zu glauben! Der Grund dafür ist ein sehr einfacher, nämlich der: daß bei einem Konflikt für keinen Beteiligten etwas Gutes herauskommen kann, sondern nur etwas Unerwünschtes. Und im neuen Jahrhundert hat man sich doch schon zu dem Grundsatze emporgeschwungen, daß man das Zwecklose am besten unterläßt, wenigstens so lange, als bis es nicht gelungen ist, das Unmögliche möglich zu machen. Und soweit sind wir noch nicht! Augenscheinlich sind sich die verbündeten Regierungen sehr klar darüber, was sie wollen, und es sieht so aus. als ob es ihnen wicht gung keiche gewperen wuee, gu bichtut gesetc Einvernehmen zu gelangen. Nun sie aber auch so weit sind, dürften sie auch daran festhalten, eine Aenderung würde wenigstens kaum ohne weiteres sich durchführen lassen. Dazu sind die Dinge schon zu weit vorgeschritten. Fest steht es, daß im Reichstage keine Mehrheit für die unveränderte Beibehaltung der bisherigen landwirtschaftlichen Zölle vorhanden ist. Eine Erhöhung dieser Zöllen wird also von der Minderheit nicht vereitelt werden können, mag es dieser auch gelingen, die Entscheidung auf eine erhebliche Zeit hinaus zuschieben. Es fragt sich nur, wie hoch die landwirtschaftlichen Zölle werden sollen. Im Bunde der Landwirte fordert man einen Mindestzoll von 7,50 Mk. pro Doppelzentner Korn, die Vorlage der verbündeten Regierungen nimmt aber nur einen Satz von 5 Mark in Aussicht, wie er auch schon bis zu dem Inkrafttreten der von dem Grafen Caprivi abgeschlossenen Handelsverträge bestanden hat. Es ist möglich, daß eine Anzahl Abgeordneter an dieser Forderung des 7½ Mark=Zolles unbedingt festhalten werden, aber die Annahme dieses Satzes erscheint nach den bisherigen Erklärungen vom Bundesratstische und von Seiten der Parteiführer aussichtslos. ohne Hanbeivbertiggr, uis Berltagg mit einem nieorigen Zou für landwirtschaftliche Produkte. Die Industrie würde dagegen protestieren, die Reichsregierung würde voraussichtlich erklären, daß ein länger dauernder vertragsloser Zustand unwöglich sei. Hätte die Landwirtschaft in dem heiklen Moment des sorgenvollen Wartens dann wirklich einen Nutzen von der allgemeinen Unbestimmtheit? Es sei daran erinnert, wie bei den letzten Handelsvertragsverhandlungen ein Vertreter der Landwirtschaft ausrief:„Auf die Höhe der Zölle allein kommt es nicht an, sondern darauf, daß wir Vertrauen haben können!“ daran ist zu denken! Ein Gebot der Klugheit ist es nur, wenn jedweder Erschütterung des Nährstandes irgend einem seiner wichtigsten Zweige vorgebeugt wird, und so weit sind wir jetzt, daß dies Gebot zur Pflicht wird. Die Landwirtschaft hat, was ja kein einsichtsvoller Beurteiler der thatsächlichen Verhältnisse bestreiten wird, unter dem Arbeitermangel staik gelitten, die Industrie hat aus dem letzten Jahre ihre bitteren Ecfahrungen. Daß die gegenwärtige kritische Lage andaure, ist ganz sicher nicht zu wünschen, sie muß aber andauern, wenn die Dinge zum Bruch getrieben werden. Darum wird die Einigung selbstverständlich. Man kann sie ungern sehen, aber darum kommt der Reichstag nicht. (Nachdruck verboten.) 32 Schnell drückte sie den Knopf des Telegraphen, welcher in das Zimmer des betreffenden Arztes führte. Diese Vorrichtung war nur in höchst dringenden Fällen zu benutzen. Sodann rief sie Schwester Antoinette herbei, welche sich noch auf dem Korridor befand:„Komm liebe Schwester! sie stirbt, die Germste! Beten wir für sie noch ein Patar nosher!“ Inzwischen war der diensthabende Arzt herbeigeeilt. Er legte die Hand auf die Stirn der Kranken und ließ sich kaltes Wasser reichen. „Schwerer Fall,“ murmelte er mit Bedenken.„Es liegt im Gehirn— Gehirnentzündung!“ Er spritzte etwas Wasser auf die Augen und die Lider bewegten sich etwas. „Es ist eine sehr schnell eingetretene Krisis,“ fuhr er fort, „aber noch kein Grund vorhanden, die Hoffnung aufzugeben. Eiwas Eis!“ Das Eis wurde ihm sogleich in einem Beutel gereicht, auf welchen er nun den Kopf der Patientin bettete. Sie bewegte bald die Augenlider schneller und begann, einige Worte in Seufzern und Stöhnen herauszustoßen. Sie waren aber so schwer verständlich, daß man aus ihnen keinen Sinn entnehmen konnte. Man vernahnz,„Hero!“—„Ach Vater!“—„Agathe!“— „Heftiges, sehr schweres Fieber,“ flüsterte der Arzt;„es ist jetzt nur abzuwarten.“ Er faßte leise ihre Hand; kaum hatte er dieselbe berührt, so schlug sie wie tobsüchtig mit beiden Armen um sich und„Hero, ach Hero!“ schrie sie mit gellender Stimme. „Einen entsetzlichen Seelenschmerz muß die Germste zu tragen gehabt haben,“ bemerkte er. „Unglückliche Liebe, Herr Doktor! Da sie fortwährend„Hero“ ruft,“ sagte Antoinette leise. „Mag wohl sein, Schwester,“ antwortete der Arzt achselzuckend Peträh.„ Noch eine lange Weile, etwa vierzig Minuten, dauerte der PeichetagSitzung vom 6. Dezember. niue." Kog: Spea(Eiry) meinke, die Landwirtschaft versizss eine ihrer Notlage besondere Berücksichtigung. Mit der jetzigen Entwickelung der Industrie sei es genug, und weitere Fortschritte derselben müßten verhindert werden. Bayer. Finanzminister v. Riedel betonte, daß die gleichmäßige Berücksichtigung aller Interessen des Volkes der Leitstern der Regierung bei der Ausarbeitung des Entwurfs gewesen sei. Es sei unbestreitbar, daß die gesamte Landwirtschaft im Reiche sich in einer Notlage befinde. Er wünsche, daß der Zolltarif in der vorgeschlagenen Fassung bewilligt werden möge. Abg. Payer(Südd. Volksp.) verwarf den Tarif in jeder Gestalt, während württemb. Minister v. Pischek im Sinne seines bayerischen Kollegen und auch Abg. v. Heyl(ntl.) für die Vorlage sprach. Sitzung vom 7. Dezember. Am Sonnabend war der sechste Tag der Beratung des Zolltarifs, aber noch kein Ende, vielmehr wird die erste Lesung nur einstweilen unterbrochen und dann fortgesetzt werden. Abg. Winterer schaliche stand au. it ganich cder alstaite Cisiasteng wohlthuende Ruhe mit sich brachte.„.e gag 6. Der Arzt untersuchte den Herzschlag; Angela sah, daß sein Auge aufleuchtete. „Wir dürfen hoffen, denn der Uebergang ist normal; ihre Körperkonstitution ist vorzüglich, und wir werden, wenn nicht ein besonderer Zwischenfall eintritt, sie uns ganz bestimmt am Leben erhalten.„., I 18#.##.## and E. Die Hoffnung des Arztes befestigte sich auch bei den Schwestern, als die Kranke etwas verdünnten Wein zu sich nahm. Die Racht verlief über alle Erwartungen gut, und die Genesung trat langsam aber sicher ein. Wesentlich trug dazu auch die günstige Stimmung der Kranken bei: sie versuchte— und es gelang ihr auch nach und nach, die Vergangenheit zu vergessen. Sie wurde hierin aber auch durch die freundliche Behandlung, die sie hier erfuhr, wesentlich unterstützt. Die Marquise Darbois, ihre mütterliche Freundin, sprach sie gelegentlich der Besuche, die sie ihrem Sohne machte, jeden Tag. Auch selbst später, als Jules bereits zu Hause war, kam die Marquise fest täglich vorgefahren, um Marthe,„ihren Engel“, wie auch sie den„Engel von Weißfeld“ nannte, zu sehen und zu sprechen und— sich den Liebling für spätere Zeit als ihre Gesellschafsdame zu sichern.— 20. Kapitel. Die Marquise Darbois erhielt von der Direction des Krankenhauses St. Jean die Benachtrichtigung, daß Fräulein Martha Klein bereits vollständig genesen und hinreichend gekräftigt sei, die Anstalt verlassen zu können. Hoch erfreut bestellte sie die Equipage, um ihr langersehntes„zweites Kind“ wie sie Martha nannte,„nach Hause“ zu holen. Vier Wochen hatte es gedauert, bis seit dem Kennenlernen dieser Herzenswunsch in Erfüllung gegangen war.— Bei der Marquise erfuhr Martha eine Aufnahme, die sich von der einer auf lange Zeit verreist gewesenen Tochter des Hauses in Nichts unterschied, denn ihre Gönnerin, welche nie eine Tochter gehabt, war für sie dermaßen eingenommen, daß sie das verlassene liebliche Wesen bereits als ihr eigenes Kind betrachtete. Wie soll man sich das an der junge Dame so schnell gefundene rege Interesse erklären?— Martha war hochgebildet, gottesfürchtig, ihr Benehmen würdevoll; sie besaß Eigenschaften, welche die Marquise, selbst eine ernste, fromme Frau, bei ihren Pariser Gesellschafterinnen immer vermißt hatte. Aber noch mehr: ein geheimer sympathischer Zug in der jugend(Els.) versprach Prüfung der Vorlage ohne Voreingenommenheit. Seine Partei werde aber jedenfalls stimmen für mäßige Erhöhung der Getreidezölle und wünsche zugleich langfristige Handelsverträge. Er glaube nicht, daß die Getreidezollerhöhung das Brot wesentlich verteuern wird, denn Frankreich habe höhere Getreidezölle, ohne daß das Brot teurer ist, als bei uns. Els.=lothr.=Unterstaatssekretär Schraut pflichtete dem Vorredner bei. Abg. Schrader(frs. Verg.) führte aus, wenn diese Vorlage Gesetz werde, so werde schließlich der kleine Bauer erheblich mehr an Industriezöllen zu zahlen haben, als er an Getreidezölle gewinne. Was unsere Industrie groß gemacht habe, seien nicht die Zölle, sondern die Tüchtigkeit unserer Industriellen, die Leistungsfähigkeit unserer Arbeiter, die Intelligenz unseres Handels. Abg. v. Wangenheim(Bd. d. Land.) wendet sich gegen eine Aeußerung des Abg. Schrader, daß von einem Notstand der Landwirtschaft eigentlich gar nicht die Rede sei. Abg. Bräsicke(frs. Vg.) äußerte als ostpreußischer Landwirt, es bestehe zwar eine Notlage der Landwirtschaft, aber die Gründe lägen nicht in der allgemeinen Lage, sondern in persönlichen Verhältnissen. Nach Bemerkungen der Abgg. Herold(Ctr.), von Tiedemann(fikons.) und Schrempf(kons.) erfolgte Vertagung. Montag: Anfrage betr. Veteranen=Fürsorge. Deutsches Reich. — Vom Kaiserhofe. Unser Kaiser, der als Jagdgast bei dam Sa-chlu--chergh.s un., Ghauums.9 I. Saum,18 Seghegast he mittag teil. Der Rest des Tages war der Familie seines Wirtes gewidmen. Graf Waldersee, der gleichfalls eingeladen war und an einer Jagd teilgenommen hatte, war durch die ungewohnte Anstrengung ermüdet und mußte zeitweise ruhen. Daraus sind verschiedene übertriebene Gerüchte entstanden, die aber thatsächlich unbegründet sind. — Von den Denkmälern seiner Eltern, die ihren Platz vor dem Brandenburger Thor in Berlin gefunden haben, hat der Kaiser jetzt plastische Modelle herstellen lassen. Die Ballustraden der marmornen Denkmals=Anlagen werden mit zwölf kunstvollen Bronzevasen bekzönt, die Blumenschmuck aufnehmen sollen. — Der auf der Kadetten=Schulfahrt unterwegs befindliche Prinz Adalbert von Preußen, Sohn des Kaisers, ist in Tarent in UnterItalien angekommen..., Tur. S. — Der Kaiser und der Reichstag. Seine Majestät läßt sich, wie das Berl. Tageblatt mitteilen kann, über jede Reichstagssitzung Bericht erstatten. Ist der Kaiser in Berlin oder Potsdam, so geschieht dies an der Hand eines ausgearbeiteten Berichts durch einen Minister. Ist der Monarch unterwegs, so erfolgt die lichen Erscheinnung hatte sie an Martha hingezogen, schon bevor sie diese näher kannte. „An Ihnen und ihrem Schicksal habe ich gleich das höchste Interesse gefunden; ich habe mit Ihnen gelitten und will mich auch mit Ihnen freuen, mein liebes Kind“, so redete sie Marthe unmittelbar nach der Ankunft an.„Ich habe nur einen Sohn und keine Tochter— nur ein Kind! Können sie ahnen, was das einzige Kind seiner Mutter ist? Ich habe Gott inbrünstig auf den Knieen gefleht: Schenke mir Deine Gaade! Rette, erhalte mir den Sohu; ich werde dankbar sein!— Gott hat es gethan und ich will jetzt auch wirklich dankbar sein! Kommen Sie an mein Herz liebe Martha! Sie haben keine Mutter, aber ich werde Ihnen die Mutter sein.“ Sie weinte; auch Martha flossen die Thränen! sie wußte keine Worte des Dankes zu finden.„Sie sind zu gütig, gnädige Frau. Womit habe ich vor Gott diese Gnade verdient!“ „Sprechen Sie nicht so, liebe Martha. Sie find edel und gut und es wird Ihnen daher auch wohl gehen. Nur eine Frage: Würden Sie bei mir immer bleiben? Abgerechnet die Gesellschaft meines Sohnes, der oft von mir entfernt in seinem Berufe, der Malerei, obliegt, fühle mich sehr einsam; denn gute Menschen giebt's hier vicht biels.“„ u an I. E. Martha küßte die Hand der Marquise und sagte leise, wie nur durch einen Hauch!„Ja ich bleibe bei Ihnen.“ „Es liegt mir fern, in Ihre persönlichen Verhältnisse zu schauen und sie zu erfahren. Ich habe bereits gesehen, Sie wollen Alles verschweigen, und das thuen Sie auch nur— selbst Ihren richtigen Namen will ich nicht wissen. Nur Eines, bitte, sagen Sie mir offen und vertrauensvoll: Sind Sie wesentlich durch Ihre eigene Schuld in die Lage gekommen, in welcher Sie sich auf der Herreise nach Paris befanden?“ Martha sah vertrauensvoll in das freundliche Gesicht der Marquise.„Ich weiß kaum, was ich sagen soll; ich weiß nicht inwieweit ich vor dem Auge Gottes gefehlt habe. Nur unerfahren und leichtgläubig bin ich gewesen. Ich lebte zu Hause bei meinem Vater, einem Landarzte, recht glücklich und habe mich dennoch einem Manne anvertraut, den ich über Alles liebte“...... Sie schluchzte, und mit Mühe vermochte sie nur noch sagen: ich betrachtete mich als sein Weib und er mich schwer betrogen, ich bin ihm daher entwichen“——— Fortsetzung folgt. Berichterstattung telegraphisch. Der im Ministerium des Innern verfaßte Bericht erstreckt sich auf alle interessanten Einzelheiten, auch auf Zwischenrufe 2c. Der Beamte wohnt allen Verhandlungen persönlich bei. Ebenso werden über die Berliner StadtverordnetenVerhandlungen dem Kaiser erschöpfende Auszüge sofort übermittelt. — Reichskanzler Graf Bülow empfing in diesen Tagen den Marquis Ito, der in Berlin eingetroffen ist. Marquis Ito, der ftühere Leiter der japanischen Regierung, besitzt großen Einfluß beim Mikado, dem Kaiser von Japan. Er ist eifrig bemüht, die Beziehungen zwischen Deutschland und Japan, besonders auf handels politischem Gebiet noch enger zu gestalten. — Fast drei Milliarden Reichsschulden. Im Reichshaushat für 1902 ist, wie bekannt, eine Anleihe von rund 182 Millionen Mark vorgesehen. Mit derselben hat das Reich bald drei Milliarde Schulden. Gegenwärtig sind es etwa 2 3/8 Milliarden, und kann man also wohl annehmen, daß der nächste Etat, nachdem nun die 182 Millionen dazu gekommen sind, die drei Milliarden voll machen wird. — Wo ist der Landwirtschaftsminister? Es ist aufgefallen, daß an den Zolldebatten der Vorwoche der preußische Land wirtschaftsminister von Podbielski, den die Hauptstreitfrage der Kornzölle doch ganz besonders interessiert, nicht teilgenommen hat. Herr v. Podbielski befindet sich in der Jagdgesellschaft des Kaisers in Oberschlesien; er meint wohl, daß er in Zukunft noch hinreichend Gelegenheit haben wird, zur Sache zu sprechen. — Die Reichsregierung und die Kornzölle. Die Berl. N. N. können bestätigen, daß sich die verbündeten Regierungen auf höhere Kornzölle, als sie im neuen Zolltarif vorgesehen sind, sich nicht einlassen werden, und daß hiervon auch der konservativen Partei in vertraulicher Form Mitteilung gemacht ist. Aus den verschiedenen Ministerreden im Reichtage war bereits auf diese Thatsache zu schließen. Ob dieser Standpunkt ein ganz unwiderruflicher ist, kann natürlich die Zukunft erst lehren. — Ueber die Polen=Demonstration gegen das deutsche Konsulat in Warschau ist jetzt von Rußland amtliche Genugthuung gegeben: Der Generalgouverneur von Warschau und die Spitzen der Militär= und Zivilbehörden haben dem deutschen Generalkonsul daselbst offizielle Besuche abgestattet, um ihr Bedauern wegen des Angriffes auf das deutsch. 4. Die russische gisfe Regie griffes auf das deutsche Konsulatsgebäude auszudrücken. Die russis ##tung hat für das herabgerissene Konsulatsschild ein neues anfertigen lassen, welches in Gegenwart von Vertretern der Behörde wieder angebracht ist. Ein Strafverfahren ist bereits im Gange. Das war prompt!— In dem österreichischen Lemberg, wo sich die Polen auch ganz besonders fühlten, wirken Behörde und Presse gleichmäßig, um die zu Exzessen geneigten Elemente von Demonstrationen und Ausschreitungen abzuhalten. Es ist anzunehmen, daß das gelingen wird. England und Cransvaal. Der Krieg in Südafrika. Die englische Regierung und ihre Organe haben sich in letzter Zeit in den Mitteilungen und Andeutungen darüber, daß die Buren nichts sehnlicher als den Frieden um jeden Preis herbeiwünschen, nicht genug thun können. Wir haben dem gegenüber schon wiederholt feststellen können, daß es nicht an dem ist, sondern daß die Feindseligkeiten für absehbare Zeit sicher noch fortdauern werden. Als Beweis dafür sieht man auch in England die Meldung der Londoner Times an, daß englische Angenten im Westen Nordamerikas alle Anstrengungen machen, um dort möglichst zahlreiche Pferde und Maulesel für Südafrika anzukaufen. Acht große englische Transportdampfer erwarten die kostbure Ladung, um sie schleunigst nach Kapstadt zu führen. Auf dem Kriegsschauplatz„beginnen“, wie der„Standard“ auf Grund einer Mitteilung aus Pretoria sich ausdrückt, die Buren „mit einer Wiederaufnahme ihrer Thätigkeit“. Mehrere Kommandos sind wieder im Oranjestaat aufgetaucht, darunter ein großes Kommando, das anscheinend von Dewet befehligt wird. Viljoen steht mit 400 Mann nördlich von Belfast an der DelagoaBahn und wartet die Ereignisse ab. Beyers zieht sich nach Süden auf Sandriverpoort zu, augenscheinlich in der Absicht, sich westlich von Warmbad mit Badenhorst zu vereinigen. Nach einer Mitteilung der„Morningpost“ aus Brüssel empfing Krüger am Donnerstag einen Bericht Bothas, demzufolge in Transvaal und im Oranjefreistaat noch 16000 Buren im Felde stehen und 13 Kommandos in der Kapkolonie operieren. Kassenreviseren wurde den Herren Georg Mohr, Wilhelm= Schmidtund Wilh. Wagner übertragen. Als Vereinslokal soll das bisherige beibehalten werden. Die Feier des Kaisersgeburtstages soll am Sonntag, den 2. Februar k. I. im Vereinslokale festlich begangen werden und werden die Vorbereitungen dazu baldigst in Angriff genommen. Einige unwesentliche Punkte wurden kurzer Hand erledigt, worauf Herr Struht die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. schloß. Bei einem vom neuen Vereinswirt Spill gespendeten Gläschen Freibier bleiben die Mitglieder noch einige Stunden in schönster Stimmung zusammen. Annen, 9. Dez.(Die bevorstehende Weihnachts=Geschäftszeit veranlaßt die Ladeninhaber wiederum zu größerer Insertion. Der intelligente Geschäftsmann weiß, daß die Ausgabe für eine zweckmäßige Insertion sich stets bezahlt macht; die Erfahrung hat nun gelehrt, daß in der Hauptgeschäftszeit des Jahres, in den Wochen vor Weihnachten, die Annoncen doppelt wirksem sind, eine Thatsache, die schon dadurch bewiesen wird, daß die Geschäftsleute, die in einem Jahre eine flotte Weihnachts=Insertion entfolteten, diese Propaganda in jedem Jahre wiederholen. Die Zeiten, in denen man ein Vorurteil gegen das Wörtchen„Reklame“ hatte, sind längst vorüber; heute haben die vornehmsten und angesehensten Firmen nachweislich den größten Annoncen=Etat. Daß diejenigen Geschäftsleute, die da fleißig inserieren, dies nur den Zritungsherausgebern zu Liebe thun, kann man doch wohl nicht annehmen: sie wissen eben und haben es ausgeprobt, daß das Geld für Annoncen niemals weggeworfen ist. Speziell darf man dies von den Weihnachts=Annorcen behaupten. e Rüdiughausen, 9. Dez.(Besitzwechsel.) Herr L. Demtröder von Annen kaufte von dem Herrn Hugo Manns ein 1½stöckiges Wohnhaus nebst zwei Morgen Ackerland zum Preise von 12 900 M. die Uebernahme erfolgt am 1. Mai nächsten Jahres. e Rüdinghausen, 9. Dez.(Sturmschäden.) Ein furchtbarer Sturm wütete hier in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Derselbe hat an mehreren Stellen die Dächer abgedeckt und viele Bäume aus der Erde gerissen. O Kirchhörde, 9. Dez.(Versuchter Einbruch.) In dem Kafé=Restaurant des Herrn Lange wurde in der letzten Nacht ein Einbruchsdiebstahl versucht. Der Dieb wurde jedoch rechtzeitig wahrgenommen und verscheucht. e. Wellinghofen, 9. Dez.(Sturmschaden.) Infolge des lange anhaltenden Regens und des starken Sturmes stürzte gestern die nördliche Giebelwand an dem Neubau des Bauunternehmers S. hierselbst ein. Außer dem beträchtlichen materiellen Schaden ist ein Unglück nicht vorgekommen. Beuninghofen, 9. Dez.(Typhus.) In dem Hause des Bergmanns Heinrich Gronemeier hierselbst ist Typhus ausgebrochen und sind bereits sieben Fälle festgestellt. Witten, 6. Dez.(Genossenschaftliche Selbsthilfe.) Die zu einem Milch=Ringe vereinigten Landwirte der Umgegend haben im Septbr. den Preis der Vollmilch auf 20 Pfg. pro Liter erhöht und ist diesem Beispiele die Molkerei Witten gefolgt. Die zum„Wittener Spar= und Bauverein“ gehörenden 140 Arbeiter= und Beamtenfamilien, welche in den Genossenschaftshäusern wohnen, haben sich nunmehr zur gemeinsamen Milchabnahme vereinigt und dieserhalb ein Abkommen mit einem Großgrundbesitzer getroffen. Sie erhalten dadurch die Milch für 18 Pfg. das Liter. Bochum, 9. Dez.(Sturz aus dem Fenster.) Das 6jährige Töchterchen der Eheleute Majewski stürzte aus dem Fenster des zweiten Stockwerks auf das Straßenpflaster. Das arme Kind erlitt sehr schwere Verletzungen. Merscheid, 6. Dez.(Schwer geprüfte Eltern.) Der Familie des Heizers Sch. zu Scheuren sind laut„Remsch. Ztg.“ in den letzten 14 Tagen vier Kinder am Scharlach gestorben; außerdem haben die schwergeprüften Eltern noch vier Kinder an der tückischen Krankheit darniederliegen. Duisburg, 7. Dez.(Großer Gelddiebstahl.) In vergangener Nacht wurden aus dem Pulte eines Contors einer hiesigen Firma 2000 Mk. gestohlen. Der Dieb, der sehr gut orientirt sein mußte, hat sich eines Nachschlüssels bedient, um das Schloß des Pultes zu öffnen. Gelsenkirchen, 7. Dez.(Typhus.) In der Zeit vom 30. Nov. 7. Dezember sind in dem Stadt= und Landkreise Gelsenkirchen 5 Typhuskranke gestorben und 188 Personen als genesen entlassen. Der gegenwärtige Bestand an Kranken beträgt 455. Regierungstruppen ergeben hat. Die= Letzteren hoffen jetzt mit: den Resten der Aufständigen schnell fertig zu werden. — Auf der Eisenbahnstrecke von Madrid bis zur französischen Grenze wurde an einem im Schlafwagen schlummernden Eisenbahn=Aufseher ein Raubanfallwerübt. Dem Manne wurde seine ganze Baarschaft mit allen Pretiosen abgenommen. Anstatt sich um ihre Studien zu kümmern, haben polnische Studenten in Warschau einen Dummejungenstreich ausgeführt. Sie bewarfen das deutsche Konsulatsgebäude mit Steinen, rissen das Konsulatsschild herunter und zerstörten es. Nun können sie sich einer„Heldenthat“ rühmen. Die Deutschfeindlichen Kundgebungen in Aemberg(Galizien) sind nach Wiener Blätter=Meldungen Gegenstand einer Besprechung zwischen Botschafter Fürsten Eulenburg und dem östereichischen Minister des Aeußern Grafen Goluchowskt gewesen, die zu befriedigender Erledigung der Angelegenheit führte. Die Wiener Polizei verbot einen für Senntag geplanten Polentag. Neneste Nachrichten. Dortmund, 9. Dez. An einem Hause der Webergasse wurden heute nachmittag Ausschachtungsarbeiten zur Legung einer Wasserleitung vorgenommen. Da die damit beschäftigten Arbeiter jedoch die Vornahme der nötigen Abstützung unterlassen hatten, stürzte eine Wand ein und begrub zwei Arbeiter unter sich. Die sofort hinzugerufene Feuerwehr nahm die Aufräumungsarbeiten vor und befreite die nicht gefährlich verletzten Leute aus den Trümmern. Stolzenau a. d. Weser, 9. Dez. Ein trauriger Unglücksfall, bei dem ein Vater mit seinen beiden Söhnen den Tod in den Wellen fand, ereignete sich auf der Weser. Der Schiffer Niemann aus Ovenstädt fuhr mit seinen zwei Söhnen im Alter von 16 und 14 Jahren in einer Jolle an den vorbeifahrenden Schleppzug des Dampfers„Germania". Der älteste Sohn des Niemann war nämlich auf einem Bockschiff und der Vater sowie die Brüder wollten ihm Proviant an Bord bringen. Die kleine Jolle geriet zu dicht unter das große Schiff und wurde von diesem überfahren. Als die Jolle wieder hochkam, war von den Insassen nichts mehr zu sehen. Der Vater mit-seinen beiden Kindern sind den Wellen zum Opfer gefallen. Die Leichen sind noch nicht gefunden. Das schr ckliche Unglück ereignete sich in der Nähe von Ovenstädt. Niemann stand im besten Mannesalter. Effen, 9. Dez. Gestern Nachmittag stürzte infolge des mächtigen Sturmes auf Schacht„Katharina“ der Zeche„Herkules“ ein neu errichteter 86 Meter hoher Kamin ein. Er fiel über die Waschkaue, welche unlängst von der Firma Gohmann u. Einhorn errichtet ist und zerstörte dieselbe völlig. Zum Glück sind Menschen nicht verunglückt. Der Gesamtschaden beziffert sich auf 118000 Mark. Belgrad, 9. Dez. Arbeiter und Studenten veranstalteten gestern eine Kundgebung gegen einzelne Bestimmungen des neuen Preßvereins=Gesetzes. Es kam zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, welche mehrere Verhaftungen vornahm. 9. Dez.(1500 Arbeitslose) veranstalteten in verschiedenen Gruppen Kundgebungen gegen die Stadtverwaltung. Die Polizei ging mehrmals gegen sie vor, wobei einige Schutzleute durch Steinwürfe verletzt wurden. Schließlich zerstreute berittene Munizipalgarde die Manifestanten. 30 Personen wurden verhaftet. Mittan, 9. Dez.(Eine Feuersbrunst) zerstörte das 50 Werst von hier gelegene prächtige Schloß des Staatssekretärs Grafen Pahlen. Arras, 9. Dez. In Camblain wurden in einer Lehmgrube durch Einsturz 2 Arbeiter getötet und 2 verletzt. Lokale und provinzielle Nachrichten. + Annen, 10. Dez.(Besitzwechsel.) Das dem Herrn Fr. Haak an der Wullenerstraße gehörende Besitztum ist dem Vernehmen nach von Frau Ww. Kühn käuflich erworben, welche das in demselben befindliche Geschäft weiterführen wird. —(Feuerwehr.) Am Samstag, den 14. Dezbr. er blickt der der erste Chef der freiw. Feuerwehr Witten, Herr Fr. Wilh. Albert auf seine 25 jährige Wirksankeit als Chef zurück und wird seitens der Wehr, sowie seitens der Stadt eine Ehrung des Jubilars durch einen Fackelzug mit nachfolgendem Kommers stattfinden. Die Wehren des Ruhrthal=Hellweger Gauverbandes werden sich an der Feier beteiligen und müssen sich, behufs Feststellung der Zahl der Teilnehmer, die Wehrleute von hier, welche an derselben teilzunehmen beabsichtizen, beim I. Chef oder beim Schriftwart melden. Siehe Inserat. Annen, 10. Dez.(Missionsfest.) Am ersten Adventsonntage feierte unsere ev. Gemeinde ihr diesjähriges Missionsfest, das trotz des schlechten Wetters sehr gut besucht war. In dem um 10 Uhr stattfindenden Festgottesdienste spredigte Herr Missionar Meyer vom Barmer Missionshaus in herzbewegender Weise über das Psalmwort Die Erde ist des Herrn usw. Der Gottesdienst erfuhr eine wirksame Hebung durch zwei wunderschöne Gesangeinlagen des Kinderkirchenchores. Bei der um 3 Uhr im Vereinshaussaale beginnenden Nachversammlung war der Besuch ein derartiger, daß der Saal bald bis auf das letzte Plätzchen besetzt war. Nach dem unter Begleitung des Posaunenchores gesungenen Choral: Fahre fort usw. eröffnete Herr Pastor Boos mit Gebet und einer Ansprache die Nachver. sammlung. Herr Missionar Meyer verbreitete sich in sehr interessanter Weise über die Missionsthätigkeit unter den Heiden, indem er namentlich über das geistige Leben, Sitten und Gebräuche der Hereros, unter welchen Herr M. über 20 Jahre gelebt und gewirkt hat, sprach. Reiche-Abwechslung boten auch die Gesangvorträge des Jungfrauenvereins sowie die Vorträge der Gesang=Abteilung des Jünglingsvereins, die sehr zum Gelingen des ganzen Festes beitrugen. Mit einem Schlußgebet des Herrn Pastor Brasse fand die schöne Ende. Möge sie dazu dienen, das Interesse unserer Gemeindeglieder für die Mission zu stärken und zu beleben. Annen, 9. Dez.(Hessischer Unterstützungsverein.) Die am letzten Sonntag im Melchesschen Vereinslokal stattgehabte Generalversammlung des hessischen Unterstützungsvereins wurde durch den 1. Vorsitzenden, Herrn Peter Struht mit einer kurzen Ansprache eröffnet, in welcher er die zahlreich erschienenen Mitglieder willkommen hieß. Von den einzelnen Punkten der Tagesordnung seien folgende erwähnt: Als I. Kassierer wurde Herr Thomas Bätz und sein Stellvertreter Herr Johann Schwalm wiedergewählt. Als Beisitzer wurden die Herren Philipp Nelle, Johann Triebeler und Adam Streck wieder und Peter Treibert neu gewählt. Der Posten als Aus dem Gerichtssaal. — Zu Lücklemberg trieben am 8. August dieses Jahres die Bergleute Giesbert Wallbaum und W. Lohmann allerlei Unfug, weil sie sich stark betrunken hatten. Sie kamen mit dem Berginvaliden Heinrich Sticht in einen Disput und die Folge davon war, daß Sticht den Wallbaum mit einem dicken Knuppel durchbläute. Er ist dabei zu weit gegangen, weshalb er zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt wurde. Der Stiefsohn des Sticht, der Anstreicher Heinrich Eckart, der im weiteren Verlaufe des Streites den Lohmann mit einer Bohnenstange durchgeprügelt hat, erzielte Freisprechung, da bei ihm Notwehr angenommen wurde. — Lokomotivführer Bauer aus Straßburg, der Führer des Schnellzuges Basel=Berlin, der im Mai in Ludwigshafen bei der Ankunft aus der Bahnhofshalle in den Winterhaven hinausfuhr, wurde sorben wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahnzuges und fahrlässiger Tötung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. — 140 Personen ertrunken.„Daily Expreß“ meldet aus Bombay: Ein großes Boot mit Pilgern, die nach Goa zum Grabe des hl. Franz Xaver, des Apostels der Indier wallfahren wollten, sank 50 Yard von Ufer unter; 140 Personen ertranken. — Ein neuer Skandal ist in Neapel entdeckt; es ist nämlich eine Fabrik für falsche Pässe ermittelt, deren Mitglieder gegen Barzahlung für solche Personen Pässe herstellte, denen der italienische Boden aus irgend einem Grunde zu heiß geworden war. Fünf Magistratsbeamte sind verhaftet. — Die Schäden, welche am Freitag Morgen die auf dem Frankfurter Bahnhofe durchgegangene Lokomotive angerichtet hatte, werden in Kürze repariert sein. Die Restauration ist bereits wieder völlig im Betriebe, dem Bahnhofsbuchhändler, welchem die neu hergestellte Bude mit Inhalt vernichtet wurde, wird der tausend Mark betragende Verlust ersetzt. Die verletzten Lokomotivführer resp. Heizer dürften einige Zeit zur Wiederherstellung gebrauchen. — Der norwegische Dampfer„Nora“ ist mit seiner Besatzung von zwölf Mann in der Nordsee untergegangen. — In Maria=Theresiopel In Ungarn, kam es aus Anlaß der städtischen Wahlen zu einem heftigen Krawall. Milität mußte mit blanker Waffe die Ordnung wieder herstellen. — Der flüchtige italienische Zahnarzt Kolanert, .s Haupt des neapolitaner Militär=Befreiungs=Skandals ist auf der Flucht mit seinen Komplizen in Basel verhaftet worden. — Ein gutes Beispiel giebt die Postverwaltung zu Hannover. Sie stellte einige Hunderte Arbeitslose an für den Weihnachsverkehr. Früher wurden Soldaten eingestellt. — Zu den Wirren in Kolumbien wird berichtet, daß der Aufstänbigenführer Diaz mit zehn seiner Anhänger sich den Nordamerika. Chikago, 9. Dez. Gestern fand hier eine Versammlung zum Protest gegen die englische Kriegsführung in SüdAfrika statt. Es wurde beschlossen an Roosevelt die Bitte zu richten, die Bestimmungen des Washington=Vertrages von 1871 durchzuführen und eine Verschiffung von Kriegsmaterial nach Süd=Afrika zu verbieten. Londen, 9. Dez.(Das Blockhaussystem.) Die„Times“ melden aus Prätoria vom 7. Dez.: Die Kommandos Bothas sind nach Nordosten und Süden zersprengt. Es würden häufig„Angriffe auf die Eisenbahn gemacht. Die Buren zeigen das Bestreben, nordwärts zu ziehen, da ihr Operationsfeld durch die konsequente Erweiterung des Blockhaussystems beschränkt wird. Es wird notwendig sein, alle 600 oder 700 Yards Blockhäuser zu bauen und mit einander durch Drahtzeflechte zu verbinden, um die Distrikte zu säubern; die Blockhäuser, die eine englische Meile von einander getrennt liegen, sind machtlos. Die Burea nördlich der Delagoalinie werden von den Engländern nicht belästigt und sind mit allem Nötigen versehen. Dewet befehligt 1000 Mann im Süden von Heilbronn. Endlich wieder eine Nachrich von Dewet. Ueberziehen, sowie jede Reparatur auch an nicht bei mir gekauften Schirmen solid und billig. 839 W. Hellermann, Dortmund, Oste n hellw. 16. Malidlaktur und NedeKarei Balllen und Mauchenkontektion Heiten und Khabengardereben Teltsteuen und Matrahen Gute Waren. Billige Preise. am Markt. Witten. am Markt. „* A Besonders zu Weihnachtsgeschenken geeiguet, haben wir ausgelegt: 8OU Kinder-Euf, für das Alter von 3 bis 9 Jahren zum Aussuchen. Serie I. pr. Stück 3,00 Mk. Serie II.„„.50„ Regulärer Wert bedeutend Höher. GOUT. ATEI““ Witten. 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Die Müllabfuhr erfolgt von jetzt ab jeden Dienstag und Freilag und zwar aus den Straßen nördlich der Bergisch=Märkischen Einsenbahn und der Bismarckstraße um 8 Uhr vormittags und aus den Straßen südlich der Bergisch=Märkischen Eisenbahn 10 Uhr vormittags. Die Interessenten werden darauf ausmerksam gemacht, daß der Fuhrmann nur verpflichtet ist, Hausmüll und Küchenabfälle fortzuschaffen. Der leichteren Handhabe wegen dürfen die Müllbehälter mit Inhalt nicht über 1 Zentner schwer sein. Annen, 5. Dezember. Die Polizei-Verwaltung: Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß während der Dauer der Ausführung der Wege=Unterführung in der s. g. Bachstraße(Verbindungsstraße zwischen Untere Rüdinghauser= und Baroperstraße) sämtliche Zufuhrwege— Friedrich=, Bach= und Baroperstraße— für Fuhrwerk gesperrt bleiben. Annen, den 9. Dezember 1901. 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Reichska um eine rein preuß geordnetenhaus gehöl spruch auf unbedingt von, daß durch die ihm nichts bekannt. tungen in Warschau und Oesterreich ung österreichischen wie d Erwartungen entspro habe sich auch hier Rechten und der Na der polnischen Gefahr sei, damit der Deu Als das Haus in di der Kanzler mit säm Rören(.) meinte, Muttersprache lassen, Graf Limburg(kons. ebenso Abg. Saktler und Ledebour(Soz.) Vertagung. Mittwo — Zum Zoll die Obstruktion der blick einsetzt, in dem an die Kommission valve„Kreuz,=Bdg“ Ersuchen, in der letzte Nach einer von tenen Mitteilung ver keinen Umständen u# hinausgehen werde. — Statistik tratstelle für Arbeitsr der Arbeiter in der kungen stattgefunden schinenbau, Textilgen Ganzen 1 400000 A Deren R Martha ko Die Marg von recht trauri zeugt, daß Sie aber, Gott wei nur stets mit wieder recht fro die Seinen nich Es waren Martha richtete vollständigen Ti das Herz war Am andern forderung, sie von der wohlthö wurden.„Wie Armen und Lei Pflicht sein, di führen.“ Diese Wor meisten erfreut. nur dazu geeign aber an Hero innerer Kämpfe Es waren liebevollste Aufne Heilung in St. war vollständig erwartete man Hause sich nur Fortführung des Frauen gestört „Liebe Mu gesehen,“ erzähl nach seiner Ankm Venn D. # Mademoiselle M Dir bereits