1 * Die„Annener Zeitung" erscheint eden Dienstag, Donnerstag u. Samstag. — 0 Anzeigegebühr für die inspaltige Peitzelle oder deren Kaun 10 Pfenuig Tertzeigerratt Pettzeile oder deren Kaum 10 Wlennig Abonnementspreis inkl.„Wort u. Bild für Annen, Ardey, Wullen, Rüdinghausen, Stockum, Düren, Salingen, vierteljährlich nur 1 Mark. Kley, Oespel, Eichlinghofen, Kirchhörde, Bittermark, Schnee und Umgegend. Annener Ztg. weiten. bilige Verbreitung Kurze politische Wochenschau. Nach einer Osterpause, wie sie ruhiger und stiller kaum je dagewesen ist, hat die parlamentarische Arbeit im Reiche und in Preußen wieder begonnen und neues Leben in die innere Politik gebracht. Die Budgetkommission des Reichstags wird nun schleunigst an die Erledigung der Flottenvorlage herangehen und auch das Plenum wird nach Verabschiedung einiger kleinerer Gesetzentwürfe bald in die Beratung der wichtigsten Vorlagen der Session herantreten können. Wenn der Reichstag in beschlußer ge Seniseemmenzuhalten ist, dann wirder auer Voraussicht nach noch vor Pfingsten geschlossen werden können. die Erledigung zeitraubender Gesetzentwürfe, deren Beratung bisher noch nicht weit vorgeschritten ist, will man verzichten und nur das wichtigste unter Dach und Fach bringen. Dahin gehört außer der Flotenvorlage das Fleischschaugesetz und die Novelle zur Gewerbeordnung, die sich auf den Ladenschluß etc. bezieht. Alles andere pill, man unter den Tisch fallen lassen. Im preußischen AbgeerdnetenFengesin“ nur noch so wenig zu thm, daß die Session bie dos die Kenalporsae nicht mehr untertgreiert uie esion dem praußischen Landtage nicht mehr unterbreitet wird. Und allem Anscheine nach ist man Fääöden Sesig.se Pelanzt, mit dem Kanal lieber bis zu #sion zu warten. Ein Zeichen besonderer Regierungsstärke ist disle, zerzicht nun freilich ganz und gar nicht; immerhin läßt es sich aus Opportunitätsrücksichten begreifen. " Auf dem Kriegsschauplatze hat Lord Roberts wieder die strengste Leine Pachrschzie.. d4 wir von dort so gut wie gar e##crusten erhalten. Je schweigsamer der englische Telegraph, desto ungünstiger waren die Verhältnisse für England bisher stets der Verschwiegenheit wird dr Dads poltsche und prtdate aeben Fantriche uie 16. Unser Kaiser ist Sonnabend Nachmittag an der Wartbexs gings tofez. WBährend der Fahrt dorthin hörte er den Vortrag . 9# des Marinekabinets und arbeitete dann mit dem Vertreter des Auswärtigen Amts. Am Sonntag nahm der Monarch mit dem Großherzog von Weimar am Wartburggottesdienst teil. Heute, Montag, weilt der Kaiser in Dresden, um den König Albert seine Glückwünsche zum Geburtstage darzubringen. —„Kaiser Barbarossa“. Auf der Schichau=Werft in Danzig fand am Sonnabend der Stapellauf des neuen Linienschiffes e state, Staatsekretär Tirpitz hielt die Taufrede, worauf Friedrich Leopold von Preußen. die Schwester der Kaiserin, das Schiff„Kaiser Barbarossa“taufte. Auf dem Festplatz hatte eine Ehrenkompagnie des Grenadierregiments König Friedrich I. Aufstellung genommen. Nach dem Stapellauf, der glatt von Statten ging, gab, die Firma Schichau ein Festmahl. Bersin. P pfar.g. de serin ist am Sonnabend in Berlin das Pfarr= und Gemeinoehaus der Versöhnungskirche feierlich ngeweiht worden. Eine von der hohen Frau gestiftete kostbaren jägt, gls, Widmung die Wotte aus dem Kolosserbrief: Trachtzet nach dem, was oben ist, und nicht nach dem, was Kaiser Wilhelm und der Sultan. Kaiser Wilhelm hat für den Sternenpalast in Konstantinopel einen kostbaren Brunnen gestiftet. Der deutsche Botschafter v. Marschall überreichte dem Stattan die Photographie dieses Brunnens.— 16 Deutsch=nordische Ausstellung. Aus Anlaß der nächstjährigen Großjährigkeit und des Regierungsantritts des Groß9ös“ in Rostact eine ggetsge iu Vestrebungen im Gange, eine deutsch=nordische Industrie= und Gewerbeausstellung zu veranstalten, zu welcher nicht nur die benachbarten Provinzen, sowie besonders Berlin, Hamburg und Lübeck, sondern auch Dänemark, Schweden und Norwegen eingeladen werden sollen. is in Gent eingetroben. utere französische Hautnann,. und geht gebick. Dr seht gealtert and, hut schnerwaiße ..— Wegen Falscheides, den er im Elberfelder Militär36 Jutantersereaiment— Zachthaus verrteite ltägericht in Düsseldorf zu7 Monaten 64 52 ingahmen aus Zölen und Verbrauchs. bes“ Ppangl“ Wätz. der Zeit vom 1. April 1899 bis zum Schluß Vorsohr 2582595 Mi., meße. Dle. 354 Deit. dder begen das einahmne von 131 Mill, die Brannige Anderdie Brensteuer von.2 Mil. Mi. Das höchste Mehr ergab die Verbrauchsabgabe von Branntwein mit 10,3 Mill. Mi. Dann folgen die Zuckersteuer mit 7,7 und die Salzsteuer mit 1,6 Mill. Mk. 14 Mill und die Phessenr Vorensteuer einen üeberschaß von 1,4 Mill. und die Wechselstempelsteuer von 1 Mill. Mk. hatte. .— In Wien fand am Sonnabend die Frühsahrsparade Rupprcht von Bayern nehnen Auuian von Boden und aa e. Ssecseshe sie crecheten bls chune „.# die vor das Besichtigungsrecht über sämtliche dayerische ArmeeGesterneichellingern. v. Kraber pito aear nde.. ur7 des Ministerpräisdenten Lämpft, von den altshechse Zunztischechischen Blätern scharf beupfr, von ven alttschechischen jedoch als ein gangbarer Weg zur England und Cransvaal. Der Krieg in Südafrika. 6. 6a Sord Roberts hat die Einführung einer strengen Depeschenzensur befohlen. Das heißt, weun wir die Sprache der englischen Offiziere recht verstehen, daß die Situation der Engländer gegenwärtig nicht danach angethan ist, der freien Berichterstattung preisgegeben zu geren„Jnd thatsächlich wird die Bedrängnis des großen beitschen seinen furcktharen gu Tag ernster. Der sädefrikanische Winter mit enos, gurecharen Regengüssen erweist sich als der beste Bundesgenosse der Buren, dem die Engländer nirgends Stand zu halten vermögen. Es ist zwar feierlich und laut genug von London aus gemeldet worden, daß sich die Roberts'sche Armee jetzt im Besitz ausreichender Zelte befinden und von den Unbilden des Wetters daher sease eg gai zu leiden habe. Aber wenn der Regen jetzt sallie, ia richtet er nih peite beschweren unbeil an. Die Lagag du eiune elementare Kraft Unheil über nol Waser, der gugg aden der Engländer bei Bloemfontein stechen voll Wasser, der Boden ist aufgeweicht und lähmt die Beweglichkeit den Danen der dant Bienteast mudie V: De desanaser hobonr wegeschwenmt, so daeßz die rsch=gunge adrenden Eisenbahn Rohets thotjächlich=sior.s Verbindungslinten des Lord Robeits thatsachlich gestort ist. Vielleicht haben die Buren das Zerstörungswerk verübt. und man schiebt es jetzt nur auf die UeberHuremtrns: 3u Natal ist der Kleinkrieg in volem Gange. Burentrupps in Stärke von 50—100 Mann durchstreifen das Land. Roberteschen Peledse mustre, Prfsassung über die Gründe bes zenfur und, das ber dzu Beobachtung einer strengen Oepeschendie über die aen uns auf wenigen dürftigen Nachrichten erkennen; die über die Ereignisse auf dem Kriegsschauplatze auf Umwegen umitreise ungestn sic9 die Buren, ungehindert um Welpener, im südöstlichen Freiktst, beregen. Die Buren haben sich an diesem Orte in beträchtlicher Stärke versammelt und setzen die Stadt einer scharfen eremdert wird, He senen Engländern nur schwach find se wied sic W e.... te und 110 verwundet einen Entiatz in ade vener schwerlich notz lange hallen können. Gn einen Enrsaß int aver vor der Hand garnicht zu denken, da die Buren einen schneitdigen Beobachtungsdienst entvickeln und einen sich etwa nahernden Gegner am rechten Ort und zur rechten Zeit empfangen und unschädlich machen dürften. Die Gegend um Welpener, Ladybrand und andre Orte des südwestlichen Freistaats ist von einer hoher Bedenung sh. dermn Besitz für die Buren dem westlichen Oranjefreistaat liegen Meldungen vor, nach degen gördlich, nen Boshof zwischen Delareys Vortrab von 150 Mann und einer englischen Abteilung ein Gefecht stattfand, in dem die Auis busgich enzig 30 Toten zuricheschlagen wunden. Aus Laoysmity enolich wird gemeldet, daß sich die Buren in bei Elandslaagte konzentriert hätten und dort zum Angriff bereit ständen. Die lächerliche Londoner Meldung, die Buren hätten ihre Geschütze von den Pässen der Drakensberge entGschsessegung Hoben die Buren die gelegene Punske beisett huben sie nur noch gürsitger Pretoria, 20. April. General Dewet meldet aus Welpener von heute Nachmittag, daß er die englische Streitmacht noch immer einschließt und 11 Gefangene macht, darunter einen höheren Artillerieoffizier, ferner daß die von Aliwal North heranrückende englische Entsatzkolonne die Farmen in dieser Gegend zerstört. Masern, 21. April. Die Einschließung von Welpener durch die Buren dauert fort. Der Feind scheint entschlossen, die Besatzung zu zwingen, sich zu ergeben, bevor Entsatz eintrifft. Heute früh Wevener beras bad hunte d. schlieben. Ein Kommando von Wepener begab sich heute eilig dahin. Ein ernstes Gefecht scheint bevorzustehen. Haag, 23. April. Dr. Leyds und Fischer sind von hier abgereist, sie begeben sich vermutlich nach Paris oder Brüssel. Lokale und provinzielle Nachrichten. 23. April.[Es war ein Sonntag hell und klar, ein das läßt sich mit Fug und Recht von dem gchrigen Weißen Sonntag behaupten. Vom azublauen Himmel berad sandte die Sonne iyre allbelebenden Strahlen, die auch den ärgsten Hypochonder uud griesgrämigsten Stubenhocker hinaus ins Grüne lockten, wos allerorten knospet und keimt, blüht und sproßt. Aus allen Stadtthoren hinaus zog der Schwarm der erholungsbedürftigen Menschen auf Flur und Wiese, in Wald und Feld. Die Jugend stimmte mit Lerche und Buchsink, Amsel und Jubellieder an:„Der Lenz ist angekommen.“ Mit Veilchen g. vie, rischem Grdn und knospenden Blatenzweigen geschmückt, zogen die Ausflagler abends wieder dem Heime zu, das nun, in der kom menden Brautzeit der Natur, nicht mehr die Anziehungskraft befitzt, als im aus folgenden Titeln und Positionen zusammen: A Einnahme: Titel 1. Ueberschüsse aus dem Vorjahre.00 Mk.(—.) Titel 2. Zinsen von Aktivkapitalien 431,75 M.(411,48.) Titel 3. Kreissteuer 1402 259,16 M.(118593,56.) Titel 4. Kreis„(8000.), Litel 6. Jagscheingelder 2000.), Titel 7. Aus der Provinzialhauptkasse eine jährliche Rente zur Deckung der Kosten der Kreis=Verwaltung 4577,31 M.(4577,31.) Titel 8. Wiedsringrzsiehende Posten. Postion 1. Ein Drittel der von den Gta ggt erstattenden Armenlasten 8500 M.(8500.) Position 2. Kosten aus dem Verwaltungsstreitverfahren 800 M.(800 .), Pgsitton 3. Von dem Sektionsvorstande der landwirtschaftlichen Berufs=Genossenschaft 1600 M.(1139.) Position 4. Mietseinnahmen 1760 M.(1760.) Titel 10. Ins3736og on(50.) Durchlaufende Einnahmen 13000 M. (13000.) Titel 11. Verrechnung von Kapitalien 0,00 M. hume 22. 34 g 1. Ziusen aus der Kaser Wilhelm=Angusta=Stif. M d1e7 644 11 J3..) Summa aller Einnahmen 189 77071 Ix.#ptt M, B Ausgabe: Titel 1. Vorschüsse.00 M. In z P 4t 2. Kosten der Kassen=Verwaltung 1150 M.(1150 m. 32520 M esten der Kreisverwaltugg, Gehälter 22920 M.(625.) giel.5 Gebübren, Veiträge und Steuern 625 M.(2000 N. Lz.g aesten des Kreis=Gewerbe= Gerichts 2000 (##gg#.) Titel 7. Kosten der Unterhaltung der ArbeitsNachweis=Anstalt 2500 M.(2500.) Titel 8. Tagegelder der Kommissions=Mitglieder 800 M.(800.) Titel 9. Provinzialbeiträge 75000 M.(55000.) Titel 10. Kosten der Impfung %sg). aie. ais. 12. Zu Landeskaltugucken 2850 (800519: De. Titel 113 Zu Wohfahrtszwecken 30856.47 M. (30090,87 M. Titel 14. Kosten der Sektion der Westfälischen landwirtschaftlichen Berufs=Genossenschaft 1600 M.(1139.) des Verwaltungsstreitverfahrens, vorbehaltlich der Rückerstattung durch die unterliegende Partei 800 M.(800.) Titel 16 Verrechnung von Kapitalien 0,00 M.(—.) Titel 17. Insgemein, 600 M.(6000.) Titel 18. Kaiser Wilhelm=AugustaStiftung 224,24 M.(224,24.) Titel 19. Durchlaufende Aus3000, N.(13000.) Titel 20. Zinsen der Kreisschuld nebst Amortisationsrate pro 1900 7425 M.(7425.) Titel 21. Hebegebühren der Kreishundesteuer 240 M.(240.) Titel 22. Ausgaben, welche auf einen besonderen Beschluß des Kreistages beruhen und zur ev. Uebertragung auf andere Titel 6000 M.(6000 Summa aller Ausgaben 189 770,71 M(167644,11.) Die eingeklammerten Zahlen bedeuten die Beträge des Vorjahres. ..5 Innen, 24. April.(Ganz leichtfertig) spielt der Glasmacher N. von hier mit dem Leben seiner Mitmenschen. Mit einem polver zielte er in einer hiesigen Wirtschaft auf ein ruhig da sitzendes Schneiderlein, welches sich eiligst aus der Nähe des anSey Peneineau ause.. Polizeibeamter konfizierte [Wohlthätigkeitsvorstellung.] Wie schon mitgeteit, wird am morgigen Mittwoch im Funke'schen Saale zum Besten der hiesigen Verein Tihesc ugben Verein Fidelio gegeven wird. Zur Darstellung gelangt das am .„ Ostertage mit bestem Erfolge aufgefuhrte Volksstück:„Das Milchmädchen von Schöneberg". Im Interesse des guten Zweckes ist ein recht zahlreicher Besuch zu wünschen. 24. April.(Ueberfallen] und nicht unerheblich mittels einer Bergmannslampe verletzt wurde in der Roonstraße ein Bergmann von einem Kameraden. dieser S33, April. Billardspieler und Liebhaber machen wir an überall mit grstenn u aufmersaom. Der fast Herr Eische wiz geietene berühmte Billarskänstler Herrn Becgoft eine e(Dienstag) Abend im Sale des hoff##e seiner beliebten Vorstellungen geben. Herrn Carambolagespiel ist von staunenswerter Ausdauer und verblüffend sind seine Kunststöße. Das Billard ist ganz neu hergestellt. wobnenz, Beranann. st der am Vortenbrg bei seinen Elern Hause, drang auf seige Iu augenuntenen Zustande kam er nach volie seinen Bater un. mibhandelte seine Mutter und muste, Picdem dieser eilig die Flucht ergreifen usoelag.genn noch sein Mütchen an dem Modliar ausgelassen und dieses zertrümmert hatte, wurde er durch einen Kalgserint sestgenommen. Nach seiner Freilassung am anderen austeaie faer Standal weiter fort, sodaß sich die Mutter derart #,#aß sie in Krämpfe fiel, worunter sie jetzt noch zu leiden hus:„Da der junge Mann bei der vor kurzem stattgehabten Militäraushebung nur auf Reklamation seines Vaters frei gekommen ist, hatadem, Verrehnen nach unsete Behörde schon die nötigen Schritte gethan, um ihn dem Militärdienst zuzuführen. .—( S c h l ä g e r e i.] A u f d e r P r o v i n z i a l s t r a ß e k a m e s z w i s c h e n mehreren Passanten zu einer ordentlichen Schlägerei. Einem der Schnee wurde Dolch und Revolver abgenommen, ehe er Sebrauch daven machen konnte. Hierauf wurde er derartig verhauen, daß noch des andern Morgens die blutigen Stellen auf der Straße zu sehen waren. ests se d. e cschete e. Pe cce e Rüdinghausen, 23. Aprii.(Gesangfest.] Der Gesangverein Walbestost: Kat in.; saetsen Gehteralgersenl Der Gelangerin „Waldeslusr“ har in der letzten Generalversammlung beschlossen, in diesem Jahre, am 10. Juni, im Lokale des Wirts Herrn Piening ein großes Gesangfest zu feiern, zu welchem 12 fremde Vereine eingeladen werden. Die Musck wird von der Artillerie=Kapelle zu Aaster gusetähe. dande Haunda Sinder der Geu“.3, De, Iupfung der diessährigen impfpflichligen " an::“s. emeinde Rüdinghausen findet für Rüdinghausen am 3. Mai, Nachmittags 4 Uhr im Lokale des Wirts Herrn Piening, und für den Schnee am 4. Mai, Nachmittags 4 Uhr im Lokale des Wirts Herrn Schulte=Munkenbeck statt. Z Eichlingbofen, 22. April.[Vortrag über die Flotten=Vorlage.) Hersamestun un iu dem Lekat der Fran Do. Gußt. Thöng eine ader die densche Tutenpotsage Faer deiu i Vertin etum Vortag Persammlung.; Puurengeruge Rielt. Herr Lehrer Kotmann ertffnete die „pemerkend, daß der deutsche Flotten=Verein kein politischer Ssiagen u sei. Deohald würe die freie Diskusion audHamsoune ben... icd dlsdam eins große Bewegung bemerkbar und unter den Rufen:„Pfui, das kann kein Licht vertragen“ u. s. w. Redensarten verließen dieselben den Saal. Nachdem dieser Seiser Posesg der Verszende das Hoh auf usem verehzeien Kaiser Wilhelm II. aus, worauf dann Herin Dr. Ebeling das Wort zu seinem Vortrage erteilt wunrde. Derselbe meserierte dann faß eine Stunde üher sein Thema und entledigte sich seiner Aufgabe voll und ganz. Der Dank der Versammlung wurde ihm hierfür zu teil. Nach dem Vortrage fand dann die Vorführung der Lichtbilder statt, welche auch gut ausfiel. Zum Schlusse betonte Herr Dr. Ebeling noch dahin zu wirken, daß hier am Platze ein Flotten=Verein zu Stande käme. Alsdann wurde die Versammlung geschlossen. Bemerkt sei noch, daß am Schlufse der Versammlung 115—120 Personen jeglichen Standes anwesend waren. e Barop, 23. April.[Freche Ueberfälle.) Gestern Abend wurden hier in der nahebelegenen„Bulmke“ verschiedene ruhig ihres Weges gehende Personen von frechen Wegelagerern angegriffen und mißhandelt. Zum Glück gelang es alsbald der Polizei, zwei von den Thätern festzunehmen. Es scheint allgemach wieder recht unsicher in der„Bulmke“ werden zu wollen und dürfte es sich daher im Interesse der öffentlichen Sicherheit empfehlen, wenn die Sicherheitsmannschaften ihr Augenmeik einigermaßen darauf hinlenken würden. Barop, 23. Apil.[Dortmunder Steinkoblenbergwerk„Luise Tiesvau"] Der Ueberschuß betrug im dritten Vierteljahr 140 289 Mk, gegen 52031 Mk. im dritten Vierteljahr des Vorjahreg. Der Gesammtüberschuß der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 1899/1900 beziffert sich auf 371 577 Mk. gegen 270175 Mk. in der gleichen Zeit des Vorjahres. Krukel, 22. April.[Spurlos verschwunden] ist seit Freitag, den April der Bergmann Karl Möller von hier. Er war kaum fünf Wochen verheiratet und litt seit längerer Zeit an heftigen Kopfschmerzen, sodaß sich bei ihm die fixe Idee gebildet hat, daß er verfolgt würde. Am Freitag den 6. April, waren seine Kopfschmerzen so groß, daß er zu seinem Elternhause kam und klagte, er könne es nicht mehr aushalten. Er wollte dann zum Arzt gehen und ist auf diesem Wege geblieben. Die Anstrengungen der Angehörigen, welche alles in Bewegung setzten, um den Unglücklichen wieder aufzufinden, waren bis jetzt erfolglos und glaubt man, daß dem Unglücklichen ein Leid zugestoßen sei. Witten, 22. Apiil.[Ueberfahren.] Bei der Ausübung seines Berufs wurde in der vergangenen Nacht auf dem Bahnhofe Wittenderart .i durch brenne wütete West der Gepäckträger Fr. Bittei von einem Personenzuge überfahren, daß ihm sofort ein Bein amputirt werden mußte. verheirathet und Vater von 9 Kindern. Witten, 22. April.(Waldbrand.] Heute Nachmittag eilte das Gerücht die Stadt, im benachbarten Kohlensiepen die Zeche Bergmann; es war jedoch nicht an dem, wohl aber unweit der Zeche Bergmann ein Waldbrand, der auch den städtischen Foist auf dem Hohenstein bedrohte. Dem entschiedenen Eingreifen der hiesigen freiwilligen Feuerwehr ist es zu danken, daß der Brand nicht noch weiter um sich gegriffen hat, vielmehr nur einige Morgen Tannenbestand zerstören konnte. Hofftede, 22. April.[Eine rohe Tat] verübte am Abend des 8. Oktober v. I. der Schmied Heinr. Th. von hier, der wegen vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung angeklagt war. Er und der Maurer Ernst Kugler, beide Landsleute, waren s. Z. bei dem Bergm. Karl Ratzanowski in Kost und Logis und lebten seit einer geraumeren Zeit steis in Fehde. Nachdem ein Streit vorangegangen war und Kugler sich zur Ruhr begeben hatte, überfiel Th. ihn im Schlafe und verprügelte denselben mit einer Latte nach allen Regeln der Kunst dermaßen, daß der Verletzte infolgedessen 14 Tage arbeitsunfähig war. Unter Berücksichtigung der vorangenen Gereiztheit ließ der Gerichtshof Milde walten und verurteilte den Prügelhelden zu nur 4 Monaten Gefängnis. Ennigerloh, 22. April.(Erschlagen aufgefunden] wurde vor einigen Tagen der Schreiner Ferdinand Johannig gen. Becker aus Ostenfelde. Der Mord, durch den sieben kleine Kinder ihres Ernährers beraubt wurden, ist bis jetzt nicht aufgeklärt. Johanning war ein durchaus friedfertiger Mann. Solingen, 24. April.[Der Ehrensäbel für Ohm Krüger.] Der Ehrensäbel, den die vereinigten 1864er des Kreises Solingen dem Präsidenten von Transvaal, Paul Krüger, als Zeichen ihrer Verehrung überreichen wollen, ist nunmehr fertiggestellt. Die prächtige Waffe, im Feuer stark vergoldet, ist ausschließlich von hiesigen Arbeitern angefertigt worden. Die Klinge aus feinem Rosendamaststahl ist auf beiden Seiten mit feinen Gravirungen, Inschriften und Widmung, sowie mit dem Bildniß Ohm Krügers versehen. Die Waffe hat laut„Sol Ztg. einen Wert von etwa 1000 Mk. Entworfen und geleitet hat die ganze Arbeit Herr Friedrich Klönsch, alter 64er. gegenüber der gar zu aufdringlichen Reklame von französische himmelstürmender Genialität der Dinge auf das rechte Maß zurückzuführen, denn damit braucht noch gar nicht in Abrede gestellt zu werden, daß unendlich viel Schönes vorhanden ist, was man freilich anderswo schon ungefähr so sah. Sprechen wir nun von Paris selbst! Ja, die alte Luktia steht auf demselben Fleck wie vor zwanzig Jahren, aber die allgemeinen Einrichtungen sind ebensoweit zurück. Um nun ein Beispiel anzuführen: Die Langsamkeit der Post, die für den Namen„Paris“ krähwinkelig ist, ist unvermindert. Was sagt ein Deutscher dazu, daß man heute noch, in der Weltausstellungszeit, einen Brief, der sicher mit den Nachtzügen abgehen soll, schon Nachmittags um zum Postamt geben muß? Bei Auflieferung nach 6 Uhr treten für den Fall, daß die Beförderung noch am selben Abend erfolgen soll, Zuschlagstaxen ein. Und ähnlich langsam ist die Bestellung. Na, was würden Deutsche dazu sagen? Gewiß nichts schmeichelhaftes, wenn wir es hätten. Uns gehen ja die französischen Zustände nichts an, aber diese Thatsache darf nicht vergessen werden wenn man die Bedeutung von Paris als moderne Stadt würdigen will. Motordroschken, Telephon und Sonstiges allein macht es nicht, dem Wesen nach muß modernen Ansprüchen Rechnung getragen werden. Und wetten möchte ich, daß ein Deutscher, der zum ersten Male in Paris ist und sich einen Briefkasten suchen will, bestimmt keinen ohne Fragen findet. Bei den Dingern ist es förm lich auf's Verstecken angelegt. Paris ist eine Stadt des Vergnügens und allerersten Raffinnements, damit zugleich eines großen Fremden= und Geschäfts=Verkehrs, aber an die Einrichtung und künstlich= ge#chmackvolle Ausgestaltung von Geschäfts=Räumen und Schaufenst# kommt es mit deutschen großstädtischen Geschäften absolut nicht mit. Und wenn jemand noch so sehr für Paris schwärmt, wenn er partout die Großartigkeit deutscher Riesengeschäfte bestreiten will, es hilft ihm nichts, es ist so: Paris ist in dieser Beziehung zurück. Die Franzosen geben sich gern als Neuerer ersten Ranges, in Wahrheit sind sie konservativ wie nur Einer in ihren Gewohnheiten und eigenartigen Anschauungen. Frankreich hatte die ersten Waarenhäuser in Europa. Bei uns setzen solche Geschäfte eine Ehre darin, das Aeußere ihres Geschäftshauses dem Umfang des Betriebes anzupassen, in Paris bleibt Alles unverändert seit langen Jahren. Und weil bei uns die Dekorationskunst so außerordentlich entwickelt ist, so fürchte ich beinahe, auch in der fertigen Ausstellung wird mancher Deutscher, der sich zu Hause umgesehen, kopfschüttelnd sagen: Bei uns wird das besser gemacht! Auch andere öffentliche Einrichtungen, Bahnhöfe, Hotels, Restautants 2c. stehen an anderer Einrichtung und hinsichtlich der der Preise hinter deutschen gleichen Bauten zurück. Mancher alte, recht alte Zopf hängt im französischen Verkehrsleben und im öffentlichen Leben, und wehe dem, der ihn abzuschneiden wagte, das ist eben parieserisch! Dazu gehört auch ein ziemlich starkes Stück von Schlamperei, das sich besonders Vormittags breit macht: Kehrichthaufen auf dem Trottoir, ein Handel mit allem Möglichen und Unmöglichen dito, vom Modemagazin bis zum Wurst= und Käsehandel, so daß man oft kaum von der Stelle kann und Anderes. Manchem erscheint's interessant, Schlamperei bleibt's doch. Die Pariser Polizei sagt zu alle dem nichts! Ihre Wirksamkeit begiunt so eigentlich erst bei politischen Krawallen, wo indessen nicht gefackelt wird. Die ist darin der deutschen Polizei weit über. In Folge des ganz kolossalen Verkehrs in seinen Hauptstraßen und der kleinstädtischen Behandlung so vieler Dinge auf offener Straße, die von Rechtswegen hinter der Thür und Fenster gehören, verbindet sich in Paris die Weltstadt mit viel Krähwinkeln. Jetzt im Rennen und Hasten, als ob es um Millionen geht, dann in langes Schwatzen, als ob man Millionär sei. Cin großes heaterspiel, in dem die Akteure in Bruchteilen von Sekunden wechseln. Die Pariser sind eben konservativ. Verschiedene Beispiele: Am Konkordienplatz, von welchen man bei rechter Aufstellung das deutsche Repräsentationshaus an der Sei# ein Allerlei Thatsachen von Georg Paulsen. (Nachdruck verboten.] Selbstverständlich will der, der sich eine Reise nach Paris leistet oder gönnen kann, nach der Heimkehr von guten Freunden und Bekannten gebührend bewundert sein, und so legt er dem Strom seiner Rede keine Zügel an, zumal wenn ihm die gefällige Göttin Phantasie zu Hilfe kommt; und ebenso geht es Vielen, die mit Tinte und Feder über das berichten, was Paris und die Ausstellung bietet. Sie bewundern Paris und seine Exposition universelle dermaßen, daß sie jeden Blick für sonstige Thatsachen verlieren, vor Allem dafür, daß Deutschland und seine Städte einen ganz anderen, viel gewaltigeren Fortschritt gemacht haben, wie Paris. Und ebenso muß derjenige, welcher die großen Ausstellungen in Berlin, Leipzig und Nürnberg sah, aufrichtig bekennen, daß damals in unserer Heimat im Verhältniß Originelleres geleistet wurde, wie in Paris. Eine Weltausstellung hat einen ganz anderen Rahmen, sie bietet hundert Mal mehr, sie kann Schaustücke unterbringen, die in kleineren Ausstellungen unmöglich sind, aber darum darf man noch lange nicht sagen, daß sie nur Neues bietet. Gerade das fehlt recht in Paris! Wer frühere Ausstellungen gesehen, der muß eingestehen, daß man sich damals, im bescheidenen Maße, oft mehr Mühe gegeben hat etwas Originelles herauszufinden, wie Paris. Es sind wunderhübsche Paläste an der Saine errichtet, aber ein Ausstellungskenner wiederholt: Ung. fähr so war Alles schon da! Allerdings giebt es einige Ausnahmen. Aber von denen sind die Mehrzahl nicht schön, sondern schauderhaft, wie das große Eingangs=Portal zur Ausstellung, und auch unter den Palästen der fremden Staaten sind mehr wie eins, über die Jeder den Kopf schüttelte, wenn ein solches Gebäude ernsthaft zu praktischen Zwecken in einer modernen Straße aufgeführt werden sollte. Unser sonst so schönes deutsches Haus wird auch zu bunt, das bekannte Tucherhaus in der Berliner Friedrichstraße ist gar nichts dagegen. Der Marine=Pavillon des Reichs wirkt viel harmonischer. Die Pariser Weltausstellung wird ihre Hauptanziehungskraft den fremden Industrieen verdanken, denn von den französischen Fabrikanten hat sich nur ein großer Teil so für hterlich saumselig gezeigt, daß man gar nichts Anderes sagen kann, als: die Leute haben nicht erwartet, daß ihre ausländischen Konkurrenten so wichtig auftreten würden. Paris sollte und mußte seine Ausstellung haben, das war die Hauptsache, die heimische Industrie wollte ja mitmachen, natürs lich, aber ohne besonderes kostspieliges Chaussement; aber man mußte die Gedanken ändern, als man meikte, was das Ausland vorbereitete. Alle Achtung, was man von unserer deutschen Eisen=Industrie, von unseren gewaltigen Maschinen sieht, das redet eine weite beredbare Sprache, als das Repräsentationshaus, dem die einste deutsche Schlichtheit verloren gegangen ist. Von den deutschen Leistungen sprechen die Franzosen nicht viel, aber sie schauen sie sich an, so genau, daß man meikt es steckt wahres Interesse dahinter. Und bei unserer deutschen, bei der englischen und anderen Industrie können sich die Franzosen bedanken, daß jene durch ihre Ausstellungs=Gegenstände Schwung in die Sache gebracht haben, daß man, wenn auch nicht viel neue Auestellungs=Gebäude doch wenigstens zum Teil wahre Wunder der modernen Arbeit sehen wird. Es ist notwendig, rlabends ein Komplex von 10 Morgen vernichtet war. Die Rettungsund Löscharbeiten dauern laut„W..“ noch fort. Die Ursache der Entstehung des Brandes ist unbekannt. Münster, 23. April. Als dringend verdächtig am 8. September 1898 hierselbst den Postdiebstahl ausgeführt zu haben wurde der frühere Postunterbeamte Klaes verhaftet. Der damals entwendete Wertbriefbeutel enthielt 130000 Mk. 1 Fulda, 23. April. Auf das Huldigungstelegramm, welches von der Verbandsversammlung der katholischen Lehrer Deutschlands an den Kaiser gesandt wurde, ist folgende Antwort eingegangen: Aa Rektor: Brück, Fulda. Der Kaiser und König lassen der 9. General=Versammlung des katholischen Lehrerverbandes Deutschlands für den Huldigungsgruß und das Gelöbnis treuer und patriotischer Erziehung der den Mitgliedern des Verbandes anvertrauten deutschen Jugend bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl v. Lucanus. Sondershausen, 23. April.[Ein Jagdunfall.] Der Fürst von Schwarzburg=Sondershausen rutschte heute früh auf der Auerhahnjagd in Gehren aus und erlitt einen Bruch des linken Schenkels. Allgemeinbefinden gut. Döbeln, 23. April.[Wieder ein Bootsungsück.] Bei der Ueberfahrt über die Mulde zwischen Klosterbuch und Maibusch ertranken gestern nachmittag der hiesige Oberlehrer Vogel und seine Gemahlin. Das Boot kenterte infolge der starken Strömung. Der Fährmann rettete sich an der Kette. Konstantinopel, 23. April.[Erledigt.] Von hier wird telegraphiert, daß der Sultan die Auszahlung der amerikanischen Entschädigung in dem bekannten amerikanisch=türkischen Konflikt angeordnet habe, womit der Zwischenfall als erledigt zu betrachten ist. G G" un der Seine sehen kann, steht die Statue der Stadt Straßburg mit ihrer ganzen Last von Kränzen (Trauer), dito Fahnen 2c. Ein deutscher, der vorbeigeht, lächelt, denn Straßburg ist unser und wird unser bleiben. Aber die Chauvins von Paris würden nicht lächeln, wenn den vom Regen= und Sonnenschein gleich mitgenommenen Plunder entfernt würde. Darüber schreibt Niemand in diesen Ausstellungs=Flittertagen! Die Pariser haben Bier tiinken gelernt. Aber sie bleiben dabei recht mäßig. Es ist ja auch kein Unglück für sie. Aber Spaß hat es mir doch gemacht, wie ich am Boulevard saß und eine Schaar junger Krieger vor mir, neben mir und wo sonst noch Platz war, sich festnagelte. Augeinlich Kriegsschüler von St. Cyr. Aber nur ein Teil leerte das schwache Viertel= Liter=Glas, ein drittel blieb über die Hälfte gefüllt. O weh, wären deutsche Kadetten dabei gewesen! Und zur selben Stunde wurden die einen Franc„kostenden“ Ausstellungsbillets mit 50 und 60 Centimes angeboten. Augenblicklich fleckt das Gbeschäft noch nicht, wie man sieht. Nicht in Bier, nicht in Billets. Es könne eine böse Prophezeiung für den Verlauf der Ausstellung sein, daß die Pariser Damen im bisherigen Nachwinter und Frühlings=Anfang schwarz als Modefarbe gewählt hatten. Schwarz in solcher Zeit des Ausstellungs=Wachsens. Aber sie behalten es ja nicht, das Schwarz, es war eben eine solche konservative französische Damen=Caprice, weiter nichts. Heiß brennt die Sonne in den Nachmittagsstunden, noch eine kurze Weile, und das Schwarz wandert zur— na, sagen wir Teufels=Insel! ————— Während ich dies schreibe, steht auf meinem Tische ein Fliederstrauß, so eine tüchtige Hand voll, für 16 Pfennige im theuersten Stadtteil erworben. Anderswo kostet er die Hälfte. Und der süße Duft erinnert daran, daß in dem Tollkopf Paris, dieser tollen, eigensinnigen, hochmütigen Dame, doch auch ein guter Kern steckt, der dem Pariser bunten Leben ein charakteristisches Merkmal aufdrückt, Manchen, oder eigentlich Jeden, entwaffnet. Das ist die harmlose Höflichkeit des Parisers im Verkehr, die Wertschätzung und Beachtung eines Jeden, das ist die Pariser Tugend, eine recht, recht große sogar. Wer weiß wie viel Trubel, ob bessere Klassen, ob Arbeiter, Geschlecht einerlei, Jedweder nimmt auf einander die Rücksicht, welche die Höflichkeit selbstverständlich gebietet, die man aber in Deutschland leider oft nicht findet. Ob ein Mann mit dem Ordensband seinen Kaffee trinkt, ein bescheidener Mann findet nichts dabei, sich neben ihm zu setzen, und Niemand stört ihn, wenn er bezahlt und sich anständig benimmt. Die Franzosen sind Tollköpfe, aber sie haben ein außerordentlich seines Gefühl für gesellschaftliche Formen jeder möchte man sagen. Wenigstens weiß er Anstößigkeiten zu vermeiden. Da könnte Einer sagen, das macht die Republik! Lieber Gott nein, die macht gar nichts. Nirgendwo in der Welt sieht man so viel Orden, Ordensbänder und Ordens=Imitationen auf der Straße, wie in Paris, und das ist nicht gerade republikanisch.— Standesamt Annen. Nachrichten vom 1. bis 15. April 1900. Geburten. 1 Sohn: Schuhmacher Paul Glatzel; Fabr.=Arb. Valentivus Flohmann Bergmann August Schulze; Invalide Otto Demtröder, Berginann Heinrich Ilies; Fabr.=Arb. Franz Walinski; Bergmann Wilhelm Boeing; Schreiner Friedr. Ruthenfranz; Bergmann Carl Deckert; Bergmann Wilhelm Lammert; Weichensteller Gustav Sandmann, 2 uneheliche Geburten. 1 Tochter: Bergmann Friedrich Helleringhaus; Schreiner August Schulte; Invalide Ernst Küll; Bergmann Heinrich Schwalm; Fabrik=Arbeiter Johann Widowski, 1 uneheliche Geburt. Aufgebote. Zabntechniker Friedr. Wilh. Hannemann und Amalie Höper Lünen beide Annen; Bergmann Diedrich Heinrich Brück und Elisabeth Wagner beide Annen; Bergmann Johann Peter Friedrich Gottfried Herbert und Alwine Lisette Wollenhaupt beide Annen. Eheschließungen. vacat. Sterbefälle. Wittwe Maria Catharina Neuhaus geb. Crämer 79 Jahre 185 Tage; Gewerblose Dominicus Haas 56 Jahre 332 Tage; Ehefrau Marie Secherling geb. Schramm 55 Jahre 3 Tage; Klara Dreß 290 Tage; Bergmann Heinr. Wilhelm Gottschalk 18 Jahre 179 Tage; Auguste Johanna Seegers 289.; Glasmacher Joseph Meier 19 Jahre 311 Tage; Todtgeburt Siebert; Todtgeburt Schietrumpf. Neueste Nachrichten. Dresden, 23. April. Der Kaiser ist heute mittag 12 Uhr in Strehlen eingetroffen, woselbst er von König Albert empfangen wurde. Das Publikum bereitete dem Fürsten große Ovationen. Münster, 23. April. Gestern nachmittag entstand bei Lohe ein Waldbrand, der sich äußerst schnell ausbreitete, sodaß bis 7 Uhr In welchem Lebensalter sucht die Tuberbuloco ihre Gnfer? Kein Lebensalter wird von der Kulose-fre Opior! Lungen=Tuberkulose verschont, wenn auch die Krankheit meist in den Jünglingsjahren bezw. in den Jahren eintritt, wo sich das Mädchen zur Jungfrau entwickelt. Die Krankheit tritt oft als Folge anderer schwerer Leiden auf. In den meisten Fällen aber äußert sie sich zunächst in einem leichten Husten, der den üblichen Hausmitteln gegenüber Stand hält und den auch die Arzte vergebens bekämpfen. Weiterhin treten Atmungsbeschwerden auf, die erst gelegentlich, dann häufizer werden, namentlich nachts sich oft zu schlimmen Qualen steigern. Es folgt Appetitlosigkeit, Abmagerung und Kräfteverfall verbunden mit heftigen Samerzen in der Brust und im Rücken. Es ist verhängnisvoll, daß sich bei Personen, bei denen sich diese Symptome zeigen und die für den Kenner bereits in ein ziemlich weit vorgeschrittenes Stadium der Tuberkulose eingetreten sind, sehr häufig eine ungezügelte Lebensfreude findet, deren verräterische äußerliche Anzeichen blühende Wangen und glühende Augen sind. Trotzdem bleibt dieser Zustand oft Monate ja Jahre hindurch unverändert bis plötzlich das beginnende Blutspucken das nahe Ende verkündet. So ist die Tuberkulose eine furchtbare Geißel der Menschheit geworden, deren Bekämpfung sich die ersten ärztlichen Autoritäten mit Recht haben angelegen sein lassen. Die Erfahrungen des jüngst in Berlin abgehaltenen Tuberkulosen=Kongresses haben aber ergeben, das es das beste Mittel ist, die Krankheit zu verhüten, den Körper widerstandsfähig zu machen gegen die mörderischen Wirkungen des Tuberkel=Bazillus. Oft gelingt es auch noch im bereits vorgeschrittenen Stadium d. h. wenn der Tuberkel=Bazillus bereits die Organe ergriffen hat, den Feind zurückzuweisen. Als ein vortreffliches Mittel zu diesem Zwecke ist der russische Knöterichthee anerkannt, der wie zahlreiche Atteste beweisen, bekömmlich ist und auch von schwereren Leidenden gern genommen wird. Herr Ernst Weidemann in Liebenburg am Harz hat sich ein Verdienst dadurch erworben, daß er Vorschriften für Lungen= und Halsleidende in gemeinverständlicher Form zusammengestellt und mit zahlreichen Gutachten über die günstigen Wirkungen des Kräuterthees in einem lesenswerten Büchlein veröffentlicht hat, das er auf Verlangen den Interessenten gratis zusendet. Wir empfehlen daher Jedem dringend sich dieses Buch kommen zu lassen. Sunng Seht ist frei von schädlichen Bestandteilen, erspart Zeit, Mühe und Geld, macht die Wäsche blendend weiss. Zu haben in den einschlägigen Geschäften. Preis pro Carton(ein Doppelstück) 25 Pfg. 14 eues für die Plättstube. Alle Hausfrauen u. Plätterinnen, welche Zeit u. Arbeit sparen wollen, verwenden mit Vortei# Nack's Pyramiden=Glanz=Stärke(in Packeten zu 10, 20 u. 50 Pf.) " Inserate für die Donnerstag=Nummer erbitten wir bis spätestens Mittwoch Rachmittag. Die Expedition. F zur„Annener Veitung Nr. 48. 1900. Diernstor 9 basct Pochsbhenge Peaniches. Novelle von Auton von Perfall. Fortsetzung. und nicht mit Ihrem Hern Bater zu chomn. Kanses Sie cat Kat af Seasechsce Aisden eln eu ban Sie sonst nichzis wolen; setzte er mit eine shen Beigung Hiane. iur eustschun, uibu adi eersichen Sied Bas soll ich sonst noch wolen““ fragte . Si iß die Zähne zusammen in verhsotengen Grinpe. G. hatte die Worte des Mannes wohl verstanden. Alse Aelat, Gaochet Ke vsagedaek, bishersge is u eldl e Ses er Siesche e eientche Grasen geidommen. ie wire saust der Alt auf den usc Se schlg ui euer vun Shaez un diel aie eise eisäta ie; Vataen die Kches ar e. iun Meischon uie eshgaiscen Keaet ae ien Seienise Aisce Kealaten ente de geichchs denr Soner Sas Tak ie Paits eshonen Kesl ur ch an bie uch an ge niten den Lasel in der Hele fur de.). 23u, ubei sela— ur Gschnack dieser Laute st nicht matgebend. Tienslug, drn 24. April. heiür schn must ie Aicht dagt a Hoda un dech „Schön?“ Shirby sah ihn ganz verächtlich an.„Wenn Sie je in Ihrem Leben ein schöneres Mädchen auf einem Pferde gesehen pbrga ie Pil. 6 nicht mehr Shzithg beißenl“ escc scscce bse Gedanken, die sich in ihm regten, und wenn se geahut säite, Ds. bielsche desh oiche eschen sehent.— milde de Gan den gute Doch es war ja für ihn gar keine Versuchung. Der war ihm von vornherein an dem Wesen verdorben, und er kannte sich nie mehr, kam er über ein solches Vorurteil hinweg. mit demn Alten zu sprechen n setzt dopel Shirby führte ihn zur Hacienda. Mister Falleiton saß auf der Veranda in seinem Schaukelstuhl Der Bursche ahnte, seinem respektvollen Benehmen nach offenba daß er einen künftigen Kollgen vor sich habe.n“ Edi begann sofort seine Lehrzeit, ließ sich von Shitby gkonnen, auf dem Wege nach San Franeisco sel. daß Zichten auszuscheden,— dteangestengteste Acbeit des gangen Jahrei, 55s er iamn er aue ean. dus fot ar sprlich uct Frasisrg u i u in seinem Sattel, und sein ganzes Geuspilen, de unvermebliche schwarze Merikanos im Maunde, in einen Brief vertieft, der ihm offenbar viel zu schaffen machte. Er schüttelte se ss soe i bad ar in Bait beitz unr u ehagl Junge vor neben dem massiven großem wie?“ 16. Jahrgang. Ede dang Zeade van nachl de Sdgen düden dan gaesde sändg beiserer Stiame.„Ein schöner Blez. nicht .. Fallerton wühlte mit beiden Händen in seinen weiten H taschen und spuckte einen gelben Saft aus. Das ganze Selbstbewuß des self-made man sprach aus seinen Worten. gd:#llerdings, sind aber auch ganz andere Verhältnisse, mni nie Hrzogtum, Ihren Verhailtnisn. Alls durch meine Hinde, Sitr, das allen Lastern beheftetes Judodiam war, konnte er dem Alten großen Hintergrur und sihm sein früheres Liben so umendich ämlich erscheinen ließ. 5ch beiabringen. Naune eine besser Uicbrzengung tallrion, vor ewa 15 Johrein. wie Sie, der Mi sis asche ui elschene sit a. Preiche Die buschigen, weißen Augenbraunen Fallertons zogen sich se verdächtis zusammen, so daß sein sonst so llarer Blick ganz verdunk „Sie haben Recht, Mister Fallerton,“ begann jetzt Edi, dem der Mäihe lohat, so 2—.3 Millonen— versehen Ei ihm gnsteten.n, seine Eigare ua „Und auf der Liste der Opfer, welche mir zur Verfügung gestellt wurde, stand— nun ich weiß ja, daß ich Ihnen damit nichts neues sage, aber es gehört immerhin ein Mut dazu, es Ihnen in das Gesicht zu sagen, das müssen Sie mir zugeben— stand Ihre Tochter, Miß Fallerton.“ Fallerton rückte rasch seinen Sessel zurück, als fürchte er, einen Verrückten vor sich zu haben. „Hören Sie, Sennor,“ er wechselte ständig die Aniede,„wie kommen Sie überhaupt dazu, zu glauben, daß Sie mir damit nichts neues sagen?“ „Ach bitte Mister Fallerton, ich bin doch etwas feinfühliger, als Sie glauben, nehme Ihnen auch gar nichts übel. Nur zu Ende hören Sie mich, bitte. Ich hatte auch im Sinne, die Liste zu benützen, und war hierhergekommen, nicht um zu arbeiten, sondern um Ihre Tochter zu gewinnen.— Bitte, gedulden Sie sich nur einen Auzenblick.—“ Edi drückte Fallerton welchem es jetzt doch geraten schien, aufzustehen, gewaltsam auf den Sessel zurück. „Aber es ist anders. Ich habe die Liste mit den Opfern, mit Ihrer Tochter zerrissen und in das Meer geworfen. Ich bin die Kreuz und Quer durch das ganze Land gefahren, nicht um eine reiche Frau zu suchen, sondern Land, Arbeit, Verdienst, Gold, wenn Sie wollen, und so bin ich bis hierher gekommen zu Ihnen, Mister Fallerton. Und wenn Sie mir heute sagen würden, Mister Stachelberg, es soll mir eine große Ehre sein, wenn Sie zur Frau meine Tochter nehmen, so würde ich Ihnen sagen, ich danke Mister Fallerton. Ihre Tochter soll zwar das schönste Mädchen sein in Kalifornien, aber ich danke trotzdem, Mister Fallerton.“ Jetzt riß dem Alten die Geduld. Er erhob sich, so rasch es seine Körperfülle gestattete. Die Erregung, in welche Edi sich hineingesprochen, flößte ihm doch ernstliche Bedenken ein. „Aber mein Herr—“ „Bitte, ich weiß, was Sie sagen wollen. Der Mensch hat gemerkt, daß der alte Fallerton nichts wissen will von dem sauberen Handel, und packt nun die Sache an einem anderen Ende an. Darum will ich Ihnen auch ganz offen den Grund sagen meiner Sinnes wandlung, dann müssen Sie mir gkauben.— Ich habe auf dem Schiffe ein Mädchen kennen gelernt, eine Landesmännin von Ihnen, ein armes Mädchen, das mich schamrot gemacht hat übei mein Beginnen. Ein Mädchen, das ich in der kurzen Zeit so lieb gewonnen hatte, daß alle Millionäre Amerikas nicht mehr für mich existiren ein Mädchen, das ich mir verdienen will mit meiner Hände Arbeit. wenn es sein muß, und damit Sie auch wissen, warum ich gerade hierher gekommen an einen Ort, den ich eher meiden sollte, an dem ich jeden Augenblick gewärtig bin, vor einer Dame erröten zu müssen, mit deren Hand ich ein Geschäft machen wollte,— dieses Mädchen hat mir den Rat gegeben, mich an Sie zu wenden, den ersten, den besten Kalifornier Landwirth,— und ich habe meine ganz besonderen Gründe, diesem Rat zu folgen. Jetzt wissen Sie alles, und wenn Sie jetzt noch glauben, daß ich zu etwas anderem gekommen bin, als zum arbeiten, daß ich gekommen bin, um Ihre Tochter zu kapern, dann— dann sagen Sie es mir offen, und ich reise heute noch.“ Far sctzung folat.1 Verschiedenes. Berlin, 21. April. Der„Loc. Anz.“ meldet aus Petersburg: Große Unterschleife sind seit Jahren auf den russischen Kriegsschiffen verübt worden. Die Untersuchung ergab, daß zahlreiche Seeofficiere an den Unterschleifen beteiligt sind. Große Mengen Proviant, Munition und Schiffsvorräte wurden zwar bezahlt, fanden sich aber nicht vor. 42 höhere Marineofsiciere, darunter 2 Admirale, wurden verhaftet. Kaiser Nikolaus ordnete an, daß alle verfügbaren Kriegsschiffe zwecks Revision sich in dem Hafen von Sebastol einzufinden haben. Metz, 20. April. Wir lesen in der„Lothr. Bürgerztg.“: Eine gruselige Räubergeschichte mit humorvollem Abschluß trug sich in der ersten Morgenfrühe dieser Woche in einem Wirtshause an der Marzellenstraße zu. Ein dort wohnender jüngerer Herr hatte nach fröhlich verlebtem Sonntag den Heimweg zu spät angetreten, sodaß er damit in die fünfte Morgenstunde des Montag hineingeriet. Eben wollte er auf leisen Sohlen zu seiner Behausung emporsteigen, als er erschreckt stehen blieb. Verdächtiges Geräusch drang aus dem Keller, noch verdächtigerer Lichtschimmer durch das Kellerfenster. Das konnten nur Diebe, Einbrecher sein! Da galt es natürlich mutig und vorsichtig zugleich zu handeln, und das Beste wars immerhin, zunächst für Succurs zu sorgen. Leise wurde nun der Inhabei des im Erdgeschoß befindlichen Ladens geweckt, und zunächst eine formidable Bewaffnung mit Schuß= und Hiebwaffen vorgenommen, dann gings vorsichtig zur Kellerthür. Beide Männer waren keineswegs„Männer der bleichen Furcht", und wenn beim Vormarsch immer der Eine hinter dem Anderen Deckung nahm, so war das jedenfalls lediglich die Nachwirkung früherer militärischstrategischer Studien. Ein mannhaft forsches„Wer da?“ ließ plötzlich das Geräusch hinter der Kellerthür verstummen; aber erst nach bänglicher Pause tönte ein dumpf hallendes„Ich“ als Antwort zurück.„Heraus oder ich schieße!“ klang das zweite Kommando der Tapferen, während zugleich die Mündung eines Revolvers durch die Thürspalte blitzte.„Nun machen Sie aber keine Witze", antwortete der vermeintliche Einbrecher,„ich darf doch wohl noch in meinem Keller machen, was ich will. Wenn die Herren mir helfen wollen, habe ich nichts dagegen.“ Es war Herr X. aus der dritten Etage, der die Kellerthür öffnete und seine Nachbarn zum Eintritt einlud; als Frühaufsteher hatte er sich die goldene Morgenstunde zu Nutze gemacht, um seinen Wein umzufüllen. Daß der Friede zwischen den Parteien unter solchen Umständen rasch geschlossen war und das Weinfaß als#schuldige Ursache der Verwicklung die nicht unerheblichen Kriegskosten hergeben mußte, ist der soeben natürliche wie gemütliche Abschluß dieser wahrhaftigen Räuberhistorie. — In der Konitzer Mordsache erläßt die dortige Staatsanwaltschaft die folgende Aufforderung:„Am Donnerstag den 5. April ds. Is., Nachmittags gegen 4 Uhr, ist ein gut gekleideter Mann, der ein Paket unter dem Arme trug, mehrmals den hinter der Besserungsanstalt nach dem Konitzer Wäldchen führenden Weg hinunter= und wieder hinauflaufend gesehen worden. Wer über die Persönlichkeit dieses Mannes Auskunft zu geben vermag, wird um schleunigste Mitteilung gebeten.“ Ueber den in Haft befindlichen Handelsmann Israelski wird mitgeteilt, daß dieser eine durch Trunk und auch sonst körperlich sehr heruntergekommene Persönlichkeit ist. Bei dem Schlächtermeister Lewy fand abermals eine Haussuchung statt, über deren Ergebnis noch nichts bekannt geworden ist. Die Beerdigung der Leichenteile des Ernst Winter, die für Sonntag angeordnet worden war, ist wieder verschoben worden. Der Vorsteher der israelitischen Gemeinde Konitz hat sich an die Regierung mit der Bitte gewendet um Schutz gegen die allabendlich sich wiederholenden Exzesse gegen die jüdische Bevölkerung. Der Berliner Verein zur Abwehr des Antisemitismus läßt in der Stadt Konitz Flugschriften verteilen, in welchen das Märchen zum Ritualmorde zu widerlegen versucht wird. Der Kantor Heimann, der beschuldigt wurde, den Winter abgeschlachtet zu haben, mußte seine Stellung aufgeben und Konitz verlassen. 7 Kinderleben vernichtet. Huckarde, 18. April.[Verhängnisvolle Spielerei.] Hierselbst ließen mehrere Knaben aus einer Mausefalle eine Maus heraus, die sie dann verfolgten, wobei ein 5 Jahre alter Knabe unter ein mit Ziegelsteinen beladenes Fuhrwerk geriet, davon überfahren und getötet wurde. Gütersloh, 17. April. Die Kinder eines Kolon in der Nachbarschaft hatten sich an den einige hundert Schritte vom Hause entfernten, noch von vorigem Abend her glimmenden Resten des Osterfeuers, zu schaffen gemacht; dabei fingen die Kleider des sechsjährigen Mädchens Feuer. Als Hülfe kam, war das Kind nicht mehr zu retten, es verschied nach etwa drei Stunden. Soeft, 18. April. Mehrere Kinder spielten mit getrockneten Bohnen und dabei bekam ein dreijähriger Knabe eine solche in seinen Schlund. Weder die Hülfe der Mutter noch die Anstrengung des Arztes konnten die Bohne entfernen. Man brachte das Kind ins Krankenhaus und setzte dort die Bemühungen fort, aber das Kind starb nach qualvollen Stunden an Erstickung. Buer, 18. April. Das dreijährige Söhnchen des Bergmanns Karl Schlifka aus Beckhausen erlitt am Samstag, indem es in das Badefäßchen fiel, erhebliche Brandwunden auf dem Rücken und am linken Bein. Das Kind ist seinen qualvollen Leiden später erlegen. In Jasen(Posen) wollte eine Frau Osterkuchen backen. Einige Male war in dem Backofen schon Feuer angemacht worden und wieder ausgegangen. Da goß die 13jährige Tochter Petroleum in den Ofen. Sofort schlugen ihr die Flammen entgegen und ergriffen ihre Kleider; im Augenblick stand sie und ihr 9jähriger Bruder, der in der Nähe war, in Flammen. Die Mutter hörte das Hilfegeschrei, suchte zu retten und wurde dabei selbst von den Flammen ergriffen. In ihrer Not stürzte sie sich in einen nahen Teich und wurde von dort fast besinnungslos herausgezogen. Die Kinder sind inzwischen den Brandwunden erlegen. In New=York fand ein siebenjähriges Mädchen in merkwürdiger Weise den Tod. Das Kind blies einen der bekannten Gummiballons, an dem eine Quetschpfeife angebracht ist, auf, als der Ballon platzte und dem Mädchen die Pfeife in die Luftröhre schleuderte. Das Kind erstickte binnen weniger Minuten. 8. Nor grosse monatliche Grümer& Treu-Gratis-Preisverteilung — neben anderen wertvollen Preisen hohe Baar= u. Weihnachtspreise à 5, 10, 20, 50, 50, 500, 1000 Mark— bitten wir zu beachten.— Fordern Sie Prospekte in den Kolonialwaren=Handlungen. Grümer& Neu, Seifenfabrik, Barmen-R. Toilette=Seifen— Rern=Seifen—. Waschpulverfabrik des Wupperthals. Bei der großen Mannigfaltigkeit der vorzüglichen Seifenpr odukte welche sich bei keiner anderen Seifenfabrik in weitem Umkreise findet, wir, es allen Frauen ein Leichtes sein, durch Ansammlung der Umhüllungen einen lohnenden Preis zu erwerben. für die Donnerstag=Nummer erbitten wir bis spätestens Mittwoch Nachmittag. Die Expedition. Täglicher Eingang von Neuheiten: Kragen, Jackets, Staubmäntel, Kleiderstoffe und Kattune. Verhartf gegen Dar zu staunend billigen Preisen! 90 se 30 p0t. Die sich in großem Maße angesammelten Reste in Rleiderstoffen, Baumwollwaren, Bettwaren, Gardinen, Buxkin etc. verkaufe von heute ab bis zum 1. Mai mit Moritz Oster, Annen Bahnhof- und Wilhelmstr. Ecke. Achtung! in besonderer Abteilung vom Samstag, 28. April bis Montag, 7. Mai. Ausstellung ist sehr zahlreich beschickt und deshalb äußerst interessant. Ausstellungslokal: Das rühmlichst bekannte □* Hotel Vonn.## In Boß=Garten täglich große = ELITE-KONZERTE. Massenspeisungen während der Ausstellung 2c. 2c. Zu regem Besuche ladet ein Der Ausstellungs=Vorstand. 1 „Kunatperte Bester Ersatz für Cognac. a Patentamtlich geschützt. X Alleiniger Fabrikant: Fr. Beckhoff, Annen i.., Dampf-Korn-Branntwein-Brennerei. Fst, volfetten s„ 8 Trisiier Kandfasc, Koittunge Schweizerkäge holländischer empfiehlt H. Cordes. Auf sofot einige " hemubchen für Rostüm gesucht. Näheres Bahnhoftraße 25. Suche sofort ein ordentliches spangelisches Zu erfragen in der Erped. Auf dem Marktplatz, Dienstag, den 24. April 1. Presteltung der hier bekannten Specialitätentruppe. Anfang 8 Uhr. Alles andere durch Zettel. Es ladet e gebenst ein die Direktion. Ein ordentliches Vienstinäuchen auf sofort oder später gesucht. Frau Ew. Spracht, Langendreer=Dorf. Ein Mädchen Statt besonderer Anzeige. Heute Morgen entschlief nach längerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Doerk, geb. Müller im 72. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Rüdinghausen, Hörde und Westig, 22. April 1900. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Berdigung findet am Mittwoch, den 25. April, 4½ Uhr vom Sterbehause aus statt. la. Thüringer Zum 1. oder 15. Mai ein brgres en „„ gans v. Rotwurst Mädchen welches das Rleidermachen erlernei will, sofort gesucht. Emma Aspelmeier, Egge 11. en, welches Lust hat, das Kleider= Ein zuverlässiges, nichzt zu junges machen zu erlernen, gesucht. Bergstraße 8 a. S#** a. per Pfd. 45 Pf. bei 5 Pfd. 42 Pf. 10" 38„ Suche für mein Schuh= und Hutgeschäft ein ev.(zu zwei Kindern zum 1. Mai od. Lehrmädchen. später ausucht. Dreijährige Lehrzeit, im 3. Johr! Witten, SPaus Verdienst und Wösche im Hause. Sitten, Krengeldanzstraße 59. H. Papenheim, Hörde. per Pfd. 55 Pf. Ia. Ia. 1 Wohnung Suche für mein Schuhwarengeschäft in Hagen ein Samtliche ein ##. Aesemaun, Wingerfaße 1 serandliche S a 3: 5 Zimmer, Trockenboden, Waschkeller, Bleiche, auf 1. August zu beziehen, Werderstraße 3. W" Guige B. u. Rosenbaum, In ur u. 12. me. 9. Om brauchter Sprungherd Ein ordentliches Unzugshalber billig zu verkaufen. Carl Steinbach, per Pfd. 72 Pf. bei 5 Pfd. 68 Pf. „ 10„ 65„ Garantiert ohne Ia. kleine —2 Pfd. schwer empfehlen bebr. Rosenthal. gesucht, das alle Hausarbeit versteht und auch im Geschäft thätig sein muß: nur solche mit guten Zeugnissen wollen sich melden. Dortmund, Heiligegartenstraße 43. fr. taiße., Ju cmitoe. fur halbe Tage(nachmittags) gesucht. Bergstr. 37. Wer ländl. und städt. Grundbesitz, Häuser, Wirtschaften, Fabriken 2c. 2c. zu kaufen sucht, oder zu verkaufen hat, Kapitalien sucht oder zu vergeben hat, wende sich an das mitt as-brg H. Ferlings, Annen, Wittenertsr. 49. sind vorrätig bei Oritz Srtening, Tienstmnrochen mit guten Zeugnissen gegen hohen Lohn auf sofort oder zum 1. Mai gesucht. Frau A. Jäker, Hombruch, Bahnhofstr. 40. Buchhandlung. Ein gebrauchtes menVorzü-lich 9 Vorzuglichstes##0 steht billig zum Verkauf. Näheres in der Exp. d. Ztg. Spottbilig ein hochfeines, äußerst statkes Vorzuglichstes A Wasch- u. Bleichpulver! Tonragrad### August Fahrwinkel, Witles uuud ad veitauten. Zu haben in alen Keolonialwarengschsften.1 Honbruch, Bahnhostr. 47. Unterrüdinghauserstraße 1. Oelbermann's Lack. K bnrka Schnlamasro Oelbermann's Lack in der roten Büchse ist ein ganz vorzüglicher fardiger Luck, der sich zum Anstrich eines jeden Fußbodens eignet über Nacht trocknet und sich durch Ausgiebigkeit u. Dauerhaftigkeit äußerst billig stellt, zu haben bei(823) Germania=Drogerie von Otte Blumberg. KCI-LTSSTEE rsansn Ueberall vorrätis in PachetII. Vach(Fabr. v. Mock“— te Starkemittel. □ Ueberall vorrätig in Packeten à 10, 20, 50 Pfr. osnbschetr allbr. achn. fran 70 Carl Schäfer, Haßlinghausen. 3e113.2 Pfd. geg. Racyn. franko 10 Mk. 720 Abonnementspre vierteljährl Verding von Kunatarbeiken. Die Verlängerung der Kanalisierung in der Kirchstraße einschließlich der Erdarbeiten sollen in einem Baulose wie folgt vergeben werden: 1. 80,— Isdm. Kanal aus Ziegelsteinmauermit Cementsohlsteinen 1,20X 1,50 Meter Lichtweite. 2. 97,— Isdm. Kanal aus Cementröhren — Centimeter dto. 40 Etm. 90 3. 30.— 60 Bedingungen liegen während der Dienststunden auf dem Baubüreau zur Einsicht offen. Die Angebote sind bis zum 1. Mai er. an das Amt zu Annen portofrei einzusenden. Annen, den 19. April 1900. Der Amtmann: Frieg. W. Wittkop prant. Zahnarzt, Nordstr.=Roonstr.=Ecke, Sprechst. 8½—12½ vorm. 560]—5½ nachm. Sonntags 10—12 vorm. " ustgemernt! ist die vorzügliche Wirkung von Radebeuler Carbol=TheerschwefelSeife v. Bergmann u. Co. RadebeulDresden Schutzmarke: Steckenpferd gegen alle Arten Hautunreinigkeiten und Hautausschläge, wie Mitesser Gesichtspickel, Pusteln, Finnen, Hautröthe, Blüthchen etc. à St. 50 Pfo. bei: Apotheker Weber, Adlerapothek= und O. Blumberg, Drogerie.[432] A S Bis zum 1. November befindet sich mein Geschäftslokal WittelrBielkarckente. großartige Neuheiten, 18000 Rollen werden Zimmerweise zu den billigsten Preisen abgegeben in(494) Heidemann’s Tapeten=Spezial=Geschäft, Witten, Johannisstrasse 14. 993 O. E. Lang, Nachfl., Hut-, Mützen- a. Pelzwaren. Beste Zucht- u. Legehühner empfiehlt und versendet(2387 Liegener Geflügelhof Herm. Prinz, Siegen. (Preisliste umsonst.) Lungenleiden wenn nicht zu weit vorgeschritten, ist heilbar Zum zweiten Male in Annen. Hotel-Restaurant„Deutsches Haus“ Annen. Ein hochinteressanter Billard-Vortrag in Kunst- und Fantasiestößen und Partie=Karambolage bis 500 Points zwischen 5's 6 oer besten Spieler von Annen und dem weltberühmten Billardkünstler * H e r r n F r a n z E t s c h e r wird heute(Dienstag) Abend 8½ Uhr stattfinden.— Das Billard ist ganz neu hergestellt. Alle Billardfreunde sind hierzu eingeladen. Anfang 8½ Uhr abends. Soeben wieder eingetroffen: Gluten-Kakao Gemüse- u. Kraftsuppen Bouillon-Kapseln Suppen-Würze bei Ed Rosemann, Wittenerstr. Kolonialwarengeschäft nach meiner sen Jahren bewährten MethodKennzeichen von beginnendem Lungenleiden sind: Husten m. Auswurf, Bluthusten, leichte Schmerzen auf der Brust od. Stechen zwischen den Schulblättern, Kurzathmigkeit, auffallende Abmagerung mit Appetitlosigkeit und Mattigkeit, Neigung zu Nachtschweiß.— Bei Kindern: chronische Drüsenschwellungen nebst chron. Augen= u. Ohrerkrankungen. Dr. med. Hotbrückl, Specialarzt für Lungenleiden, Specislarzt München, St. Paulstr. 11b. Nach Auswärts brieflich bei genauer Angabe d. Krankheitserscheinungen.(1638 Stirein esrEK gibt blendend weisse Wäsche. Unübertreffliches Wasch- und Bleichmittel. Alleinrscht mnit Namen Dr. Thompson ###gmDPE SOHIWAN wrah Schöne westf. empfiehlt "" fCOCNAC .öchucking Dampf Korn-Branntwein-Brennerei Dülmen beiKünster# Wesfalen) fallsc Preis 5 M. jährlich. Vornehmes, inhaltreiches und billiges Familienblatt für jedes deutsche Haus. Cendenz: Oflege des Monats. blätter für„Herausgegs. Alb. Warneke. deutsche Litteratur Bestellungen bei jeder Buchhandlung oder Oostanstalt und beim Verleger derm. Beyer, Leipzig, Mnoskr. 8. Ernst Sieg wldart! ff. Apricosen, Brünellen, Pflaumen, Apfelringe, 9 18 99 Nudeln empfiehlt H. Cordes. (519), Vertreter W. Raven. Redaktion, Druck und Verlag von Fritz Küchin; in Annen. Der Reie er war sehr schw der Osterpause d dann gelangte de Urheberrecht an in erster und z Beratung des Re frkons.) einverf sorlage könnten hoffte auf eine Graf Posadowsk darauf Abg. Wu beratung wurde Postdampfervorla Das preußi in der ersten Sit wurde der Antra Handwerkern und Reisekosten aus und v. Hammerst auch von Seiten Nicht so einmüti v. Konitz(kons.), Befugnisse bei Re behörden zu übe Freisinnigen und Antrages, der der ein Antrag Gleb wodurch die Verr dauernder Lasten, wirtsaftsminister Tragweite des An versuchten. Der freisinniger Antra gemeinden in Po Minister eine ent sicht gestellt. M — Unser beim Grafen Gö und Vereine,### Nationaltracht bi lebhaft. Der M — Am Ta Kronprinzen, Sor Schlosses zu Berl demselben im W und dem Kronpri — Kaiser Gras 10) Fallertonf die scharf geschn Brauen beschatt „Auf welch er dann, als Ei ginge. „Auf der ist ein gefahren. Und ist es denn?“ „Aus San „Ach was, sehr bekannt in „Das wird Smith heißt sie „Allerding Eltern, was Si „Ich weiß der Erde ist",: messene Gebahr alles!“ „Das ist reizendste, beste steckt sie denn „Darüber ist sie von dem spurlos verschwu „Also weiß ton mit einem „Alles weiß gemacht, kurz vor Zusammenkunft.— dürfte meinem Gl. können daraus seh Platze— ein arm muß, verfährt and in Amerika.“ „Und wie der