Die„Annener Zeitung" erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Anzeigegebühr für die einspaltige Rolonelzeile oder deren Raum 10 Ofg. Begiggprete kust. Honntageblatt“ u.„Humoristische Blätter“ — monatlich 40 Pfg.— — Celephon=Nr. 334— verbunden mit der„Annener Volkszeitung“. Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. = A m t l i c h e s O r g a n. Inserate finden bei der großen Auflage der Annener Zeitung weite und billige Verbreitung.— Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Verantwortung. — Celephon=Nr. 384.— Politische Rundschau. Eröffnung des reichsländischen Landtags. In der Thronrede, mit welcher der Statthalter Graf Wedel nach abgehaltenem Gottesdienste am Dienstag im Fahnensaale des Kaiserpalastes zu Straßburg den elsaß=lothringischen Landtag feierlich eröffnete, wird hervorgehoben, daß eine Besserung der reichsländischen Finanzen auch im neuen Etatsjahre nicht zu erwarten sei, deshalb habe bei der Aufstellung des Etats für 1914 große Zurückhaltung beobachtet werden müssen. Der in der vorigen Session unerledigt gebliebene Gesetzentwurf über die Reform der direkten Steuern wird in teilweise veränderter Form wieder eingebracht werden; außerdem ist die Einführung einer Vermögenssteuer zu der allgemeinen Einkommensteuer geplant. Angekündigt werden ferner Gesetzentwürfe zur Abänderung des Besoldungsgesetzes vom Jahre 1913 über die staatlichen Kultusausgaben und die Besoldungsverhältnisse der Religionsdiener. Die bedrängte Lage des Winzerstandes wird in der Thronrede besonders ausführlich behandelt. Neben einem Grundsteuernachlaß für bedürftige Rebgemeinden sind Maßnahmen vorgesehen, die eine wirksame Bekämpfung der Rebschädlinge sichern. Die Rheinregulierungsarbeiten sollen weiter geführt werden. Eine Vereinfachung der Verwaltung wird ebenfalls erstrebt, aber die Bezirkspräsidenten können nicht beseitigt werden. Der Statthalter beendete seine Rede mit einem Hoch auf den Kaiser, in das lebhaft eingestimmt wurde. Die Sozialdemokraten waren zur Eröffnungsfeier nicht erschienen. In der ersten ordentlichen Sitzung, die am Nachmittage stattfand, wurden die bisherigen Präsidenten wiedergewählt, und zwar der Zentrumsabgeordnete Ricklin in der zweiten und der Oberbürgermeister von Straßburg Exzellenz Dr. Bock in der ersten Kammer. Die Zaberner Angelegenheit wurde noch nicht berührt; sie soll erst nach Beendigung des Prozesses gegen den Oberst v. Reutter zur Sprache gebracht werden. Daß es bei der Erörterung dieses Gegenstandes dann sehr hitzige Debatten geben wird, täßt sich nach den Aeußerungen der elsaß=lothringischen Blätter voraussehen, die in der Forderung gipfeln, daß die Reichslande die Selbständigkeit eines deutschen Bundesstaates erhalten müßten, wenn dauernder Friede in ihnen einkehren solle. ** * ( Die Kaisergeschenke in Grisolleo. Fürst OettingenWallerstein weilte in der vergangenen Woche in Grisolles, um die vom Deutschen Kaiser verliehenen Ordensauszeichnungen und Geschenke auszuhändigen. Gleichzeitig erschien ein Ordonnanzoffizier des französischen Kriegsministers Noulens, um sich nach dem Befinden des deutschen Militärattachés von Winterfeldt zu erkundigen. Frau Masset, die Besitzerin des Hauses, wo der Oberst seine volle Wiederherstellung erwartet, gab ihrer Freude über das prächtige Teeservice, das ihr Kaiser Wilhelm gesandt hatte, lebhaften Ausdruck, ebenso die Gemahlin des Arztes Dr. Doivenel, die einen Schmuck aus blau=weiß=roten Edelsteinen Pe. zume hes Ouaugrinten und Loin Aud. (•) Telegramne des Kronprinzen und kein Ende. In Fortsetzung der Vermutungen über Telegramme des deutschen Kronprinzen an den Oberst v. Reutter bezw. den Kommandierenden General v. Deimling glaubte die„Frankf. Ztg.“ mitteilen zu können, daß zwei Telegramme des dereinstigen deutschen Kaisers an Herrn v. Deimling ergangen seien. Davon habe das erstere, schon vor den Zaberner Ereignissen des 28. November abgesandte, gelautet:„Immer feste drauf!“, das zweite vom 29. November datierte:„Bravo!“. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erwähnte die Meldungen über diese angeblichen Telegramme, die von einigen Blättern bereits einer scharfen Kritik unterzogen wurden, auch in ihrer Dienstag=Ausgabe noch mit keiner Silbe. Dem„Tag“ wurde von maßgebender Stelle mitgeteilt, daß Telegramme des Inhalts:„Immer feste drauf und Bravo! Friedrich Wilhelm, Kronprinz.“ nie an General v. Deimling gerichtet worden ist. Die konservative„Kreuz=Ztg.“ bemerkt zur Sache unter Hervorhebung der Daten, an denen die beiden Telegramme abgesandt worden sein sollen: Es wird sich um rein private Aeußerungen des Kronprinzen vor der Stellungnahme des Reichskanzlers im Reichstage und vor den kaiserlichen Entscheidungen in Donaueschingen handeln. Erstaunlich blieb allerdings, wie die Tatsache und vollends der Wortlaut der Telegramme in die Oeffentlichkeit gelangen konnten. Zuerst berichtete darüber ein französisches Blatt, und so würde es sich auch hier bestätigt zeigen, daß es in den Reichslanden für die französische : Presse kein Geheimnis gibt. Zu den angeblichen Telegrammen des Kronprinzen bemerkt das„Berliner Tagebl.“ u..:„Der Kronprinz hat, wie uns weiter gesagt wird, aus Anlaß der Zaberner Vorfälle tatsächlich tetegraphiert. Der bisher veröffentlichte Text entsprach aber in keiner Weise dem wahren Wortlaut. Daran, daß die Absichten des Kronprinzen einwandfrei sind, ist nicht zu zweifeln. Unsere eigene Auffassung der Zaberner Vorfälle, die wesentlich von derjenigen des Kronprinzen abweicht, beruht natürlich auf anderen Voraussetzungen.“ (9 Antrittobesuch. Der Herzog von Braunschweig trifft, wie man erfährt, am 16. Januar in Berlin ein, um als Bundesfürst den Antrittsbesuch am deutschen Kaiserhofe abzustatten. Der Herzog wird von der Herzogin begleitet sein. Es werden festlicher Empfang und besondere feierliche Einholung stattfinden. (2 Kein Garnisonwechsel in Zabern. Das W. T. B. versendet soldende Kundmachung:„Immer erneut tauchen in den Zeitungen die Mitteilungen auf, daß Zabern an Stelle des Regiments Nr. 99 einen anderen Insanterietruppenteil als Garnison erhalten solle. Während bisher in letzter Hinsicht die InfanterieRegimenter Nr. 105 und 167 genannt wurden, wird neuerdings auch das Infanterie=Regiment Nr. 172 erwähnt. Wir können erklären, daß alle diese Gerüchte in das Reich der Fabel zu verweisen sind.“.. E gm (9 Julius Freuno F. Das Berliner Aletropoltheater hat binnen kurzem zwei schwere Schläge erlitten: Giampietro, dem trefflichen Darsteller, ist jetzt der witzige Hausdichter der Bühne, Julius Freund, gefolgt. Er starb im Alter von 51 Jahren in Garmisch=Partenkirchen. Freund war der Verfasser zahlreicher Revuen, die den Ruf des Metropoltheaters begründeten. Auch als Operetten=Librettist hatte er Erfolg. ( Reichstagsabgeordneter Witt erblindet. De Reichstagsabgeordnete Witt ist an einem schweren Rierenleiden erkrankt und über Nacht erblindet. Gutsbesitzer Witt gehört als Vertreter für Stuhm=Marienwerder dem Reichstag seit 1898 an und ist Mitglied der Reichspartei. Auch im preußischen Abgeordnetenhause hat er von 1893 bis 1907 seinen heimatlichen Wahlkreis vertreten. Witt vollendet in den nächsten Tagen das 63. Lebensjahr. (2 König Ludwigs Geburtstag. Die Feier des 69. Geburtstages König Ludwigs III. wurde Dienstag abend durch eine militärische Serenade und einen Zapfensireich der vereinigten Musikkorps der Garnison München auf dem Max=Josef=Platz vor der Residenz eingeleitet. Der König und die Königin, der Kronprinz und die übrigen Mitglieder der königlichen Familie hörten die Musikvorträge vom offenen Fenster der Residenz an. Ausland. Türkei. Wichtige Veränderungen in der Türkei. Der Chef des Generalstabes und etwa 200 Generäle, Obersten und Oberstleutnants sind pensioniert worden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes Zia wurde zum Kommandanten des 10. Armeekorps ernannt. Im Generalstabe sind wichtige Veränderungen eingetreten. Ein neuer türkischer Botschafter für Berlin? Der Konstanstinopler Korrespondent der, Frankf. Ztg.“ erfährt ans sicherer Quelle, daß eine Veränderung des türkischen Botschafterpostens in Berlin bevorsteht. Der gegenwärtige Titular, General Mahmud Mukhtar Pascha, der erst seit 9 Monaten Botschafter ist, wird als Truppeninspektor in Ostanatolien mit dem Sitz in Erzerum ernannt. Man glaubt, daß Hussein Hilmi, beglaubigt in Wien, für Berlin ausersehn ist. Amerika. Präsident Wilson entsendet Vertrauensmänner in die europäischen Hauptstädte, um die Haltung der dortigen Regierungen zu seinem Plane der energischen Bekämpsung der großen amerikanischen Trusts festzustellen. Als Abgesandter des Präsidenten weilt z. Z. Herr Charles Ferguson in Berlin, der die Ansichten der großen deutschen Kapitalvereinigungen sowie einzelner Großkaufleute und Bankiers, namentlich aber die Ansicht der Reichsregierung über die von dem demokratischen Präsidenten in Aussicht genommene scharse Gesetzgebung gegen die Trusts zu ermitteln sucht. Lokales. Bor 100 Jahren. Annen, 8. Jan. Die Stadt Erfurt wird von den Preußen besetzt, während die französische Besatzung sich auf die Zitadellen Petersburg und Cyriaksburg zurückzieht. Der französische Festungskommandant, General'Alton, hatte eingesehen, daß seine schwache Besatzung von ungefähr 2000 Mann nicht mehr ausreiche, die weitläufigen Umfassungsmauern der Stadt zu verteidigen und gegen die Gefahr eines nächtlichen Ueberfalls zu schützen. Deshalb suchte er schon am 20. Dezember um einen Waffenstillstand nach, infolgedessen er am 6. Januar die Stadt selbst an General Kleist überlies. Kleist wurde bald nach diesem Erfolg von dem General von Dobschütz abgelöst und führte das 2. preußische Armeekorps nach Frankreich. General'Alton unternahm später nur noch hier und da kleinere Ausfälle, die jedoch ohne nennenswerten Verlust zurückgeschlagen wurden. Im Uebrigen hielt der französische General mit zäher Hartnäckigkeit die kleine Festung; selbst als ihm dann am 18. April General Dobschütz den Pariser„Moniteur“ vom 31. März und 1. April(Bericht von der Sch lacht bei Paris) zusandte, lehnte er doch jede Aufforderung zur Uebergabe ab. Erst als ein Bevollmächtigter des Generalstatthalters, des Grafen Artois, aus Paris in Erfurt eingetroffen war, pflanzte 'Alton die weiße Fahne auf und übergab am 16. Mai die beiden Zitadellen. Er trat noch an demselben Tage mit der 1880 Mann starken Garnison, mit 250 Offizieren und 6 Feldkanonen in voller Ausrüstung den Marsch nach Frankreich an In den Zitadellen selbst ließen die Franzosen 180 Kanonen und mehrere tausend Zentner Munition zurück. § Annen, 8. Januar.(Gewonnener Prozeß.) Vor dem Oberverwaltungsgericht in Cherlottenburg gewann der Kaufmann Otto Steffen hier seine Konzessionssache glänzend. Näheres in der Samstag=Nr.. 4 Schall —(Dom neuen Jahr.) Das Jahr 1914 ist nein jahr. Es erscheint eigentlich überflüssig, das noch erst zu sagen, aber es gibt sehr viele Menschen, die gedankenlos jedes Jahr, dessen Zahl mit einer 4 schließt, für ein Schalljahr halten. Mitunter klappt's ja, so vor 10 Jahren, 1904; auch in zehn Jahren wieder, 1924. Diesmal aber nicht. —(Der S. G..) hat auf morgen abend 8½ Uhr seine diesjährige Generalversammlung anderaumt.(Siehe Annonce.) —(Das Central=Theater) hat jetzt allabendlich ein ausverkauftes Haus. Jede Vorführung des staunenerregenden Films „Quo vadis?“, dessen Handlung in Rom um 40 n. Chr. spielt. füllt das Theater an der Wittenerstraße in wenigen Augenblicken bis auf den allerletzten Platz. Und sobald kein Platz mehr frei ist, ertönt schwermütige sentimentale Musik— es wird stockdunkel im Vorführungsraum und vor den Augen der erwartungsvoll gestimmten Menge beginnt sich auf kinomatographischem Wege die erschütternde Tragödie einer untergehenden Welt innerhalb weniger Stunden abzuwickeln. Man sieht den grausamen nach Blut lechzenden Kaiser Nero, der in wildem Taumel toller Sinneslust seine Tage genießt. Luxus, Willkür und Sittenverderbnis treiben im goldenen Hause Reros ihre giftigen Blüten und untergraben die wichtigsten Stützen des morschen Thrones, die Kraft des entarteten Volkes. Der Film zeigt ferner teressante historische Begebenheiten der damaligen Zeit: Den vernichtenden Brand Roms, das furchtbare Strafgericht, das des Cäsars Zorn über die unschuldigen hilflosen Christen verhängte und andere gräßliche Bilder. Außerdem erlebt man das beklagenswerte Schicksal einer jungen barbarischen Königstochter, namens Lygia, die als Geißel ihres Stammes nach Rom verschleppt wurde. Die letzten beiden Akte wollen kaum glaubhaft erscheinen. Rero ist auf dem Gipfel seiner grausamen Lust angelangt. In seinem Garten läßt er die wenig überlebenden Christen kreuzigen und verbrennen. Als lebende Fackeln sollen sie seinen blutigen Weg erleuchten. Neros Schreckensregiment ist am Ende angelangt. Seiner maßlosen Willkür müde, haben die Soldaten einen anderen Cäsar auf den Schild erhoben, und um der Wut des Volkes zu entgehen, flüchtet Nero— ein freigelassener Sklave vollbringt das blutige Werk. Mit festem Schlage hilst er der zagenden Hand Reros nach, und das Messer im Herzen bricht der Cäsar sterbend zusammen.— ist unverkennbar, daß der gewaltige Film einzig dasteht. Wie es möglich war, den Gedanken zu verwirklichen, das erscheint dem Laien beinahe rätselhaft. Jedenfalls sollte man nicht versäumen, sich diesen Film mal anzusehen. —(Ein Gedenktag.) Am gestrigen Mittwoch jährte sich Philipp Reis', des Erfinders des Telephons, Geburtstag zum achtzigsten Male. Reis, ohne dessen Erfindung die Entwicklung der modernen Kultur unmöglich ihr Tempo hätte nehmen können, wurde 1834 zu Gelnhausen im Regierungsbezirk Kassel als der Sohn eines leidlich situierten Bäckermeisters geboren. Durch eisernen Fleiß brachte er es zum angesehenen Physiker. Generalpostmeister Stephan wollte zuerst von der Erfindung des Fernsprechers nichts wissen, er hielt ihn für eine„Spielerei für reiche Leute.“ Und heute... Annen, 8. Januar.(Wetteraussichten für den 9. und 10. Januar.) Unter dem Einfluß der Randgebilde des nordischen Tiesdruckgebietes hat Westeuropa veränderliche, meist wolkige, naßkalte Witterung bei ziemlich lebhaften westlichen Winden und sinkenden Temperaturen zu erwarten. Zeitweilig sind namentlich in höheren Lagen heftige Schneeschauer wahrscheintich..(Fumerisct i) Einen Schönen G. R Annen, 6. Jan.(Turnerisches.) Einen schönen Verlauf nahm die am vergangenen Sonntag vom hiesigen Turnverein„Eintracht" für seine Jugendabteilung veranstaltete Weihnachtsseier. Zahlreich hatten sich die Freunde der Turnsache eingefunden, die denn auch den gebotenen turnerischen Darbietungen mit Aufmerksamkeit und Interesse folgten. Nach einleitenden Musikstücken und Begrüßung der Erschienenen durch den Vorsitzenden W. Ashauer marschierte die Jungmannschaft in hübscher Anzahl auf und zeigte exakt ausgeführte Freiübungen. Hierauf turnten die Zöglinge am Barren und Pferd, auch hierbei beweisend, daß sie in ihrer turnerischen und körperlichen Entwicklung gute und nutzbringende Fortschritte machen. Den Höhepunkt der Feier bildete natürlich die Verlosung der Geschenke; nützliche Gebrauchsgegenstände und lehrreiche Bücher wurden den Jungen als Weihnachtsgabe mit den üblichen Zutaten überreicht. Als weitere turnerische Darbietung zeigte die Jugendabteilung Gesellschaftssprünge an zwei Böcken, die einen hohen Grad von Mut und Entschlossenheit erforderten. Zum Schluß zeigte die unermüdliche Jugendabteilung noch Barren=Pyramiden, wofür sie wohlverdienten Beifall erntete. Hierauf ergriff der 1. Turnwart W. Rieckesmann das Wort, wies auf die Ziele und Bestrebungen der Turnerei und der deutschen Turnerschaft hin. In begeisterten Worten feierte der Redner das deutsche Vaterland und ließ sie in ein mit freudigem Widerhall ausgenommenes„Gut Heil“ auf dasselbe ausklingen. Als Schlußakt sang man das alte Schutz= und Trutzlied:„O Deutschland hoch in Ehren“, womit die schöne Feier ihr Ende sand.— Der Turnverein„Eintracht“ kann mit Genugtuung auf die Veranstaltung zurückblicken, hat er doch damit gezeigt, welchen Weg er in der Jugendpflege und Ausbildung seiner jugendlichen Mitglieder geht. Mögen die Eltern ihre schulentlassenen Söhne zahlreich dem Turnverein zuführen. Daß sie gut aufgehoben sind, dafür bürgen Vorstand und die Leiter der einzelnen Abteilungen.— „Gut Heil.“ Provinzielle Nachrichten. Witten, 8. Jan.(Ein Brand.) der leicht hätte verhängnisvoll werden können, brach vor wenigen Tagen im Modewarenhaus Rosenbaum aus. Das Feuer, das erheblichen Schaden angerichtet hat, konnte nur durch das schnelle und energische Singreisen des Jahaders und des Personals erfolgreich bebchmpß Schwerte, 7. Jag.(Tragischer Ted), Feit Freitag voriger Woche wurde der 85 Jahre alle Invalloe Juhann Schrödet aus 1— dem benachbarten Hennen vermißt. Er hatte sich an dem fraglichen Tage sortbegeben und auf diesem Wege war er geblieben. Gestern wurde er als Leiche auf dem Felde unweit des Dorses aufgesunden. Dortmund, 4. Jan.(Todessturz aus dem Fenster.) Im Hause Arndtstraße 2 stürzte die Frau Maria Erdelbruch aus dem Fenster der 3. Etage. Sie wurde gegen 3 Uhr mit schweren Verletzungen aufgefunden und ins Krankenhaus geschafft, wo sie bald darauf starb. Schwerte, 7. Jan.(Einen Selbstmordversuch) machte vorgestern abend ein Kaufmann G. aus Dortmund, der sich im hiesigen Stadtwalde zwei Kugeln in den Kopf jagte. Der Mann wurde ins katholische Krankenhaus gebracht, wo eine Kugel auf operativem Wege entfernt werden konnte. Das Befinden des Mannes, der im Alter von ca. 30 Jahren steht, ist sehr ernst. Essen, 7. Jan.(Ein Liebesdrama.) Der Dachdecker Zilles im benachbarten Borbeck gab Donnerstag abend auf das Büffetfräulein Sonntag, mit der er ein Verhältnis unterhielt, in dem Flur der Hörskenschen Wirtschaft auf der Niederstraße einen Schuß ab und verletzte es lebensgefährlich in der Brust. Sodann schoß er sich selbst eine Kugel in den Kopf. An dem Aufkommen beider wird gezweifelt. Assen bei Lippborg, 7. Jan.(1620 Mark für eine Eiche!) Im Forstrevier Assen wurde eine Eiche für 1590 Mark verkauft. Käufer ist Herr Holzhändler Hagenkamp=Lippborg. Für Kronholz wurden außerdem 30 Mark erzielt. Die Krone des Forstreviers Assen brachte also in Summa den außergewöhnlichen Kauspreis von 1620 Mark. Hasselo bei Köln, 7. Jan.(Wurstvergiftung.) Hier erkrankte eine ganze Arbeitersamilie unter Vergiftungserscheinungen nach dem Genuß selbstbereiteter Wurst. Der Dater und eine Tochter find bereits gestorben, die anderen schweben in Lebensgefahr. Koblenz, 7. Jan.(Das leidige Oeffnen der Türen, bevor der Zug hält), forderte den Eisenbahnassistenten Feldbusch zum Opfer. Er wurde von einer vorzeitig geöffneten Tür eines einfahrenden Personenzuges derart an den Kopf getroffen, daß er an der erlittenen schweren Verletzung gestern morgen starb. dem Gerichtssaal. Prozeß gegen Oberst v. Reutter. Im weiteren Verlauf des Prozesses erklärte bei seiner Vernehmung der Zeuge Leutnant Schadt, u.., daß die Bevölkerung den Offtzieren habe die Straße verbieten wollen; das Volk habe auf der Straße johlen und brüllen dürfen, die Offiziere seien völlig schutzlos gewesen. Auf Befehl des Obersten habe er dann Verhaftungen vorgenommen. Wenn Mißgriffe bei den Verhaftungen vorgekommen seien, so liege das daran, daß die schlimmsten Elemente, die Hetzer und Aufwiegler, sich unter der großen Menge verborgen hielten, er sei daher oft nur auf Vermutungen angewiesen gewesen. Tatsache sei, daß Haustüren eingeschlagen worden seien, um Schreier festzunehmen. Der Angeklagte Oberst v. Reutter hat bei seiner Vernehmung stark betont, daß er sich auf eine Kabinetts=Order von 1820 stützte, die ihm die Aufrechterhaltung der Ordnung gebot, wenn die Zivilbehörden versagten. Demzufolge erklärte auch der Oberst gleich zu Anfang in offener Weise, daß er allein für die Handlungen seiner Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften verantwortlich gemacht werden könnte. Zeuge Kreisdirektor Mahl bestritt, daß die Zivilbehörden versagt hätten, mußte sich aber doch vom Verhandlungsleiter vorhalten lassen, wie auffällig es sei, wenn jeder Mißgriff von Offizieren sofort zur Kenntnis der Zivilbehörden genommen wurde, während von den Aussreitungen gegen Offiziere die Behörden nie eine Ahnung itten. Andere Zeugen aus der Zivilverwaltung betonten stets, man habe die Offiziere nicht mehr auf der Straße sehen wollen, wenn diese sich nicht mehr verborgen hielten, so sei das eben ihr Fehler gewesen. Von Wichtigkeit waren besonders die Aussagen des Staatsanwalts Krause und des Amtsgerichtsrat Spiecker, die bekundeten, sie hätten kein Johlen, Schreien und Pfeisen vor den Offizieren gehört. Es ergab sich nun ein auffälliger Widerspruch zwischen diesen und anderen Zeugenaussagen. Die als Zeugen vernommenen Offiziere, auch solche, die an den fraglichen Abenden keinen Dienst hatten, also nicht der Menge gegenüberstanden, unter ihnen besonders Hauptmann Voigt, bekundeten, der Staatsanwalt und der Amtsgerichtsrat hätten unter allen Umständen den Lärm hören müssen, den die Menge verübte. Hauptmann Voigt erklärte, es sei ein derartiges Geschrei auf der Straße gewesen, daß er sofort ans Fenster ging, um zu sehen, was los war. Der Lärm war laut im Zimmer zu hören. Sein Kindermädchen sei an diesem Abend ganz verängstigt nach Hause gekommen.(Das Mädchen wurde sofort telegraphisch als Zeugin geladen.) Der Hauptmann erklärte ferner, er habe das bestimmte Gefühl gehabt, daß es sich um eine verabredete Zusammenrottung handle. Es handelte sich nicht etwa um Frauen und Kinder, es waren Erwachsene, die den Lärm vollführten. U. a. wurde die Marseillaise gepfiffen. Kriegsgerichtsrat Osslander rief hier aus:„Es ist ja ein unglaublicher Widerspruch zwischen den Aussagen dieses Zeugen und denen des Herrn Staatsanwalts!“ Der Staatsanwalt fragte Hauptmann Voigt nochmals, ob er seine Aussagen aufrecht erhalte, Hauptmann Voigt bestätigte klar und unzweideutig, daß die Menge einen außerordentlichen Lärm auf der Straße verübt habe. Dem Staatsanwalt war dieser Widerspruch unerklärlich. Er habe an dem fraglichen Abend sogleich Aufzeichnungen über das Vorgefallene gemacht, auch seine Niederschrift enthalte nichts über ein lärmendes Benehmen der Dolksmenge. Oberst v. Reutter warf hier ein: „Mir ist der Widerspruch zwischen den Zeugenaussagen vollkommen verständlich. Das alles ist immer sehr schnell gegangen. Die Leute fanden sich zusammen, schimpften, und wenn gegen sie vorgegangen wurde, stoben sie davon. Das hat der Herr Staatsanwalt im einzelnen vielleicht nicht beachtet.“ Gerichtsassessor Kries betonte energisch, daß von der Menge kein Lärm verursacht wurde. Es sei alles sehr ruhig zugegangen. Hauptmann Doigt konnte demgegenüber nur immer wiederholen, daß der Lärm so stark war, daß er sich aus Fenster begab. Auch im weiteren Verlauf der Verhandlung machten sich die starken Widersprüche in den Zeugenaussagen geltend. Die Zeugin Frau Eilis bekundete, daß alles ruhig gewesen sei; sie habe sich sogar gewundert, wie ruhig die Bevölkerung geblieben sei, in ihrer Heimat, der Pfalz, wäre es jedenfalls nicht so ruhig zugegangen. Leutnant Bethke machte Angaben über die Gründe, aus denen er Verhaftungen vorgenommen habe. Er habe zuerst einen Mann festgenommen, der ihm stets absichtlich den Weg vertrat. Er habe im ganzen 7 Männer verhaftet, die „13 Mark=Offiziere! Diese Bestien!" und nicht wiederzugebende Schimpfworte gerufen hatten. Im direkten Gegensatz zu den Aussagen der Frau Eilis standen die der Zeugin Frau Evers. Der Nachfolger Rampollas. Der Papst hat als den Nachfolger des verstorbenen Kardinals Rampolla den Kardinal Ferrata bestimmt. Kardinal Ferrata war früher Runtius in Paris. Bei der letzten Papstwahl galt er neben Rampolla und Serafino Manutelli als aussichtsreichster Kandidat für den Papststuhl. Sie wohnt neben dem Hotel„Zum Karpfen" und hat an dem fraglichen Abend furchtbaren Spektakel gehört. Die Menge draußen schrie:„Oreizehn=Mark=Offiziere, Dreckschwob, Saupreuß, Blutsauger, die Hunde sollen erüskommen, wo ein Schwob hin...... wächst kein Gras mehr.“ Und auch der Oberst sei beschimpft worden wie sonst, mit„Seidenes Kaninchen", „Schloßgeist" usw. Der Verhandlungsleiter fragte die Zeugin: „Diese Schimpfereien waren also in Zabern an der Tagesordnung? Die Zeugin antwortete:„Jawohl, es war einfach surchtbar. Es wurde auch gerufen:„Dive la France!“ Unter den Krakehlern seien auch Zaberner gewesen. Sie habe gehört, wie man sich gegenseitig zum Skandalmachen anfeuerte, man habe Prämien von 10 Mark ausgelobt für die ärgsten Skandalmacher, dann hieß es wieder:„200 Genossen müssen aus Mühlhausen kommen, die müssen einen Skandal provozieren!“ Ebenso wurde gerusen, es müsse südländisches Blut in die Sache hineinkommen, dann erst wäre sie richtig. Die Zeugin gab an, daß sie diese Bekundungen schon in früheren Vernehmungen gemacht habe, sie habe sie aber auf Verlangen des Bürgermeisters zurückgenommen. Sie habe das nicht aus Ueberzeugung getan, sondern weil sie als alleinstehende Frau„nicht in die Zeitung kommen wollte“, womit ihr der Bürgermeister gedroht habe. Oberst v. Reutter sei ein herzensguter Mann. Ein Milchmann in Zabern, der früher in Köln bei ihm gedient hatte, stellte sich ihm einmal auf der Straße vor, der Oberst freute sich außerordentlich darüber und begleitete den Mann ein Stückchen. Als ein Kind des Reservemannes starb, schickte der Oberst einen Kranz. Bei der Vernehmung der Musketiere, die die Krakehler abführten, erkannten die Soldaten verschiedene Zeugen auf das Bestimmteste als diejenigen wieder, die Schimpfworte gerufen hatten. Von den Beschuldigten wurde bestritten, daß sie geschimpft hätten. Andere Zeugen, die sich an dem Skandal beteiligt hatten, gaben an, es habe Ruhe geherrscht, einer meinte sogar zur Heiterkeit der Anwesenden, es sei alles mäuschenstill gewesen. Die meisten Zeugen gaben an, sie hätten nichts verbrochen, sie seien unschuldig abgeführt worden. Aber auch andere Ansichten wurden laut. Ein Arbeiter gab an, daß er, trotzdem er schwerhörig sei, lautes Schreien und Johlen gehört habe. Verschiedene Zeugen gaben an, daß sie im Pandurenkeller von den Soldaten mit„Lumpenkerle“ beschimpft worden seien. Bei Erörterung des Falles Levy, in dem Soldaten in ein verriegeltes Haus drangen, gaben Zeugen an, es sei nicht aus dem Hause geschimpft worden. Als Zeuge Schreiner Levy vortrat, um zu bekunden, daß er nicht wisse, weshalb er verhaftet worden sei, rief ein Musketier aus:„Das ist der Mann, der gerufen hat! Als ich auf ihn zuging, lief er weg! Wenn er nichts getan hatte, brauchte er doch nicht wegzulaufen.“ Bizefeldwebel Stoll bekundete, daß, als er einen Mann festnahm, der hinter dem Rücken Leutnants von Forstner feixte, die Menge Miene machte, den Mann zu befreien. Das Bild blieb immer dasselbe: Zeugen, die sich an dem Krawall beteiligt haben sollten, bestritten das energisch. Der Verteidiger meinte ironisch:„Das war immer so in Zabern, wenn Leute festgenommen worden, sagten sie in liebenswürdiger Weise: Ich bin es nicht gewesen.“ Darauf trat die Mittagspause ein. Zu Beginn der Nachmittagssitzung hatte sich vor dem Gerichtsgebäude eine große Menschenmenge angesammelt. Neugierige, die die Prozeßbeteiligten sehen wollten. Sie wurden von einem Schutzmannsaufgebot in einiger Entfernung von dem Gerichtsgebäude gehalten. Schmähbriefe an Oberst v. Reutter. Ausgesagt wurde, daß auch an den Obersten von Reutter, wie er in Uebereinstimmung mit dem Leutnant Freiherrn von Forstner dem Gericht angegeben hat, eine Anzahl beleidigender Zuschriften gemeinsten Inhalts gekommen sind. Der Oberst erklärte dabei, die Beobachtung gemacht zu haben, daß die Postbehörde merkwürdigerweise Postkarten, in denen das Verhalten der Offiziere gebilligt und gelobt wurde, nicht bestellte, während die Schmähkarten unbeanstandet zugebilligt wurden. Der genaue Wortlaut eines zur Verlesung kommenden anonymen Briefes lautet: „Wenn Sie nicht schleunigst die Platte putzen und ElsaßLothringen für immer verlassen, so werden Sie wie tolle Hunde niedergeschossen. Mit den preußischen Hunden wird endlich einmal aufgeräumt, und was wir verlangen, endlich auch durchgesetzt werden. Elsaß den Elsaß=Lothringern! In längstens zwei Jahren wird Elsaß=Lothringen von euch befreit sein und die Trikolore im Lande wehen. Dazu wollen wir mit allen Kräften mithelfen. Jung und alt werden wir der siegreichen und glorreichen französischen Fahne folgen. Die Franzosen werden euch und euren Kaiser wegsegen wie Spreu. Sehen Sie sich einmal die, französischen Offiziere und Soldaten bei der Arbeit an, ihr Feuer, ihre Intelligenz, ihren Elan und alle durchdrungen von dem Verlangen nach Repanche. Von diesen euch überlegenen Truppen werdet ihr Dummen und Feigen alle Reißaus nehmen. Dive la France! Nieder mit Deutschland! das ist der Wahlspruch eines jeden guten Elsässers.“ Bei der nun fortgesetzten Zeugenvernehmung standen die Aussagen wieder in starkem Widerspruch, keiner will es gewesen sein. Sodann wurden als Zeugen drei junge Butschen,#### jugendliche Pfeiskünstler, hervorgerufen, die von den Soldaten verfolgt wurden. Sie bestreiten, daß sie die Soldaten verhöhnt hätten, geben aber zu, gepfiffen zu haben. Verhandlungsführer: Was haben Sie denn gepfissen?— Die Zeugen geben an, daß sie ein Lied gepfiffen haben. Ueber das Lied selbst aber machen sie widersprechende Angaben. Der eine sagt, es wäre gewesen: Drunten im Tale, ein anderer: Muß i denn, muß i denn zum Städtle hinaus. Eine Reihe weiterer Zeugen führte Beschwerde über die Behandlung der Soldaten auf dem Transport, die sie mit dem Kolben gestoßen hätten, und ähnliche Dinge. Die Zeugen können aber nicht angeben, welche Soldaten das waren. Ein Zeuge Ehrhard bekundet, daß er gestoßen und geschlagen und von einem Soldaten mit Niederstechen bedroht worden sei, er weiß aber nicht, welcher Soldat in Frage kommt. Anklagevertreter: Würden Sie den Soldaten nicht wieder erkennen?— Zeuge: Ich glaube nicht. Man hat uns gesagt, wenn wir uns auch nur rührten, würden wir niedergestochen. Zeuge Gefreiter Dörr: Ich war verantwortlich dafür, daß die Leute auf die Wache eingeliefert wurden. Es machten Personen den Versuch, wegzulaufen. Da habe ich allerdings gesagt, ich würde von der Waffe Gebrauch machen und einem solchen Mann das Bajonett durch den Leib rennen.— Zeuge Ehrhard: Ich bin nicht weggelaufen und habe auch keine Veranlassung zu einer Drohung gegeben.— Verteidiger Rechisanwalt Grossart: Wenn Verhaftete Anstalten machen, wegzulaufen, dann muß der Soldat nach seinen klaren Vorschriften von der Waffe Gebrauch machen. Die Frage der Zeugen=Bereidigung. Verhandlungsführer: Wir kommen nun zu der Frage, ob die Zeugen vereidigt werden sollen. Anklagevertreter Kriegsgerichtsrat Dr. Osstander: Die Militärs müssen selbstverständlich vereidigt werden. Außerdem stelle ich den Antrag, alle Verhafteten zu vereidigen. Es liegt kein gesetzlicher Grund vor, das zu verhindern. Wenn das Gericht diese Leute unvereidigt ließe, so würde es dadurch jetzt schon eine Voreingenommenheit zum Ausdruck bringen, die durch nichts gerechtfertigt ist. Verteidiger Rechisanwalt Grossart: Ich stelle die Bereidigung anheim. Der Beschluß des Gerichts. Nach längeren Beratungen des Gerichts verliest der Verhandlungsführer folgenden Beschluß: „Im allgemeinen werden sämtliche Zeugen vereidigt. Nur bei einigen muß das Gericht eine Ausnahme eintreten lassen, und zwar bei solchen Zeugen, bei denen eine ganze Anzahl anderer Zeugen direkt das Gegenteil bekundet hat. Hier war eine offenbare Unglaubwürdigkeit gegeben, die sich durch die Bereidigung strafbar machen würde. Zu diesen Zeugen gehören die Arbeiter Kieser und Senkel und die drei jungen Burschen, die über das Lied, das sie gepfiffen haben, so widersprechende Angaben machen.“ Die Zeugen werden darauf in diesem Umfange vereidigt. Letzte Nachrichten und Telegramme. Kundgebungen in Straßburg. Als gestern abend gegen 8 Uhr Leutnant v. Forstner mit zwei Regimentskameraden nach der Gerichtsverhandlung gegen den Oberst v. Reutter das Gerichtsgebäude verlassen hatte, wurden sie von einer Volksmenge erkannt, die sich ihnen anschloß. Die Offiziere, die den Helm trugen, nahmen den Weg durch eine Hauptverkehrsstraße der Stadt, die Meisengasse, zum Bahnhof. Die Schar der Leute, die meist aus Neugierigen bestand, wurde immer größer. Plötzlich rief jemand aus der Menge:„Da zieht einer den Säbel!“ Run wurden Pfuirufe und heftige Schimpfworte laut. Die Offiziere sprangen auf einen Straßenbahnwagen, aber eine große Menschenmenge verfolgte auch diesen bis zum Bahnhof. Um die gleiche Zeit langte Oberst v. Reutter in einer Kutsche auf dem Bahnhof an, wurde aber weniger beachtet, da sich die ganze Wut der Bevölkerung gegen die jungen Offiziere wandte. Zabern. Straßburg i.., 8. Jan. Wie verlautet, wird das auf eigenes Verlangen eingeleitete Disziplinarverfahren gegen die Zivilbehörden in Zabern bis zum Abschluß der schwebenden militärischen Strafverfahren ausgesetzt. Wintersport in Italien. Mailand, 8. Jan. Die Kälte hat in vorvergangener Nacht in ganz Oberitalien die Rekordhöhe von 10 Grad erreicht. Auf den gefrorenen Flüssen wird Schlittschuh gelaufen. Versammlungsbericht„Fidelio“ in der SamstagRummer., D. R. Einer erzählt es dem andern, daß wir in Kathreiners Malzkaffee ein schmeckendes, billiges und gesundes Familiengetränk haben. So ist Kathreiners Malzkaffee in 25 Jahren zu einem Volksgetränk ersten Ranges geworden. Viele Millionen trinken ihn täglich. ich mieten oder dann muss ich inserieren! K i Todes-Anzeige. Am Montag abend 8½ Uhr starb plötzlich und unerwartet unser lieber, guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Bergarbeiter Fritz Gregen im Alter von 46 Jahren und 98 Tagen. Dieses zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme tietbetrübt an ANNEN, Brambauer, Mengede, Berlin und Ostpreussen, den 7. Januar 1914. Die Grauernten Hinterblebenen. Die Beerdigung findet am Preitag, den 9 Januar, nachm. 3½ Uhr vom Trauerhause, Bahnhofstrasse 9 aus statt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben, so diene diese als solche. Annener Krieger-Verein. Monats-Versammlung Sonntag, den 11. Januar nachmittags 4 Uhr Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Kassenbericht u. Jahresbericht. 4. Kaisersgeburtstag betr. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Inventur-Ausverkauf Alle Waren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Eäumungs-Verkauf Im Falkenkrug, Witten, Annenstraße 77 ist zum 1. April 1914 eine schöne abgeschlossene S* 2 von 4 Räumen in der 1. Etage und 1 Mansarde zu vermieten. Näheres in der Exped. ds. Bl. in Damen-Konfektion. 45 Danksagung. Für die uns beim Heimgange meines lieben Mannes, meines guten Vaters erwiesene herzliche Teilnahne sagen wir allen unsern innigsten Dank. ANNIN, den 8. Januar 1914. Frau Heinr. Gerdes nebst Tochter. Jackenkleider Paletots Taillenkleider Blusen u. Röcke Kindermäntel jetzt 25, 35, 55 Mark jetzt 10, 15, 25 Mark jetzt 25, 35, 45 Mark jetzt 3, 5% 7° Mark jetzt 3, 5, 7 Mark 0 sind um Sämtliche Preise O bis O ( ermässigt. Einladung. Zu dejam II. Januar, nachmittags 5 Uhr in den Sien des Westfälischen Hofes(O. Helle) beginnende Sbelfefer bestehend in großem Instrurntalkonzert. Gesangvorträgen, turnerischen Vorführungen und Theater, sowie Ehrung des Jubilars. Die Feier wird veranstaltet zu Ehren des Herrn ehrers Josef Reermann, anlässlich seiner 25jährien Tätigkeit an der kath. Volksschule in Antn, von seinen ehemaligen Schülern. Kinderinter 14 Jahren haben keinen Zutritt und wrden unnachsichtlich zurückgewiesen. Einsskarte.75 Mk. Eine Dame frei. Hiem werden die sämtlichen ehemaligen Schülennd Bürger von Annen frdl. eingeladen Der Festausschuss. Hotel vess, Witten M. Bewehoreiny Wrten. 2. Dnnerstag, den 8. Januar Syuphonie-Konzert desWittener Stadt-Orchester. Solistk Fräulein Merkert, Bochum(Harfe). Shphonie(pathetique), Tschaikosky Anfang 8% Uhr. Sterbkasse Rüdingausen. Sonntag, de 18. Januar nachmitts 3 Uhr Ordeliche General-Psammlung im Vereinsloka Fr. Eckardt Tagesgnung: 1. Zahlung Beiträge. 2. Jahresberit 3. Abnahme id Entlastung der Rechnu d. Rendanten. 4. Ergänzungahl des Vorstandes. 5. Festsetzunges Hanshaltsplanes pro914. 6. Wahl der ssenprüfer. 7. Wahl desseschäftslokals. 8. Verschieden Sollte die Vammlung um 3 Uhr nicht besäßsähig sein, so findet um 4 Uhine zweite statt, welche nach§ 2 des Statuts beschlußfähig ist. ## Vorstand. von 4 Zimmern per sofort oder 1. Februar billig zu vermieten. Zu erfr. in der Expedition. 1 Wohnung von 3 Zimmern, 2. Etage, per 1. April zu vermieten. Unt. Rüdinghauserstr. 17. 1 Wohnung von 2 Zimmern, Stall u. Keller zum 1. April zu vermieten. Guth, Kampstraße 35. 1 Wohnung von 2 Zimmern mit ¾/ Morgen Gartenland und kl. Obsthof per sofort oder später zu vermieten. Zu erfragen in der Expedition. Annen. Sonntag, den 11. Jannar, abends 6 Uhr General-Versammlung im Vereinslokale. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Jahresbericht. 4. Bericht der Kassenrevisoren. 5. Vorstandswahl sowie der diesjährigen Delegierten u. Fahnenttäger. 6. Lokalfrage. 7. Verschiedenes. Nachdem Verteilung d. Schießpreise. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Landwirtschaftl. LokalVerein, Annen. Samstag, den 10. d. Mts. I abends 8 Uhr beher alversammlung Tagesordnung: 1. Rechnungslage. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Der Vorstand: Bonnermann. S. G. T. Freitag, den 9. Januar abends 8½ Uhr General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungslage. 3. Wahl des 2. Vorsitzenden. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. an ruhige Leute zu vermieten. C. Weyland, Mittelstraße 46 Win 8he möbl. Zimmer mit Morgenkaffee zu vermieten. Zu erfr. in der Geschästsstelle. Wohnung von 4 Zimmeru 2. Etg. wegzugshalber sofort zu vermieten. Näheres Wittenerstr. 25. Wegen Heirat d. jetz. Mädch. suche mögl. bald ein ält. durchaus gesundes evgl. Mädchen für alle Arbeit in kl. Haushalt. Nur solche mit gut. Zeugn. u. die auf längeres Bleiben Wert legen, mög. sich meld.(Dor. Stütze w. 8 J. b. mir) Fran Diplomingenieur Obermeyer, Wilhelmstr. 10°. Miet-Verauge nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch enthaltend: 13 Paragraphen, Hausorddnung für 6 Jahre Quittungen, Miete=Berechnungs=Tabelle, Kün digungs=Formulare und Anweisung zur Räumungsklage vorrättig Fritz Küching. D Lochlostraihon 8 aller Art, Ausschläge, Jucken, Krätze Hämorrhoiden, offene geschwollene Beine Magenleidenden teile ich jedem mit, wie sich jeder selbst davon befreien kann. Frau Emma John, Bielefeld 42, Mauerstr. 13. 1en" Wer verkauft sein Grundstück, ganz gleich welch. Art, auch m. Geschäft, Fabit, Landwirtschaft 2c.? Verl. Sie meinen kosten= u. bedingungslos. Besuch Conrad Otto(fr. E. Kommen Nachf.) Köln a. Rh., Kreuzg. 8. Sauberes ev. sen nicht unter 17 Jahren, sofort gesucht. Frau Kaufhold, Werderstr. 15. Die neuesten EisenbahnTaur piahe gültig vom 1. Oktober d. J. ab, stets vorrätig bei Fritz Küching. Buchhandlung. geneeneneneneoebebebonenennbeeeben: Städtische Bade-Anstalt Witten, Eingang Ruhrstrasse 46 u. Gerichtsstrasse 15. " Schwimm-, Wannen-, Brausebäder, s Dampf-, Römisch-irische-, Elektr. Lichtbäder " Dampfkasten-, Sool-, Fiebtennadel-, Koblensäure- 8 Bäder, Massage. Preisliste mit Angabe der Badeseiten wird an der Kasse unentgeltlich verabfolgt.„ 673 Abeeeseeneeebsee Phetographisches Atelier von set Gebrücker Krampen, Annen. hilt sich bestens empfohlen für eämtliche Parerr gre Fulnähtmen! als 785 Einzelportraits, Gruppen, Familien u. s. w. bei tadelloser Ausführung. K OiPPOINGT AucVernauf Beginn. Donnerstag, den 8. Januar Als erstes Angebot bringen wir Die Preise sämtlicher Waren mit Ausnahme diverser Markenartikel sind derart tief herabgesetzt, dass dieser Inventur-Ausverkauf in unseren = neuen beteuteud vergrösserten Lokalitäten= eine ganz aussergewöhnliche Kaufgelegenheit bietet. Kmmmmmm Unsere Preise erregen Aufsehen! Auch im verflossenen Jahre hat der Ortsausschuß es für seine Hauptaufgabe gehalten, die bestehenden im nationalen Sinne wirkenden Jugend=Vereinigungen zu kräftigen und zu fördern. Als wertvolles Hülfsmittel zur Belehrung und Unterhaltung der Jugend wurde vom Ortsausschuß ein Projektionsund Kino=Apparat angeschafft, welcher allen auf nationalem Boden stehenden Vereinen zur Verfügung steht, und zwar den der Jugendpflege angegliederten Vereinen ohne Vergütung, den übrigen Vereinen gegen eine geringe Leihgebühr. Mußte auch der größte Teil der vorhandenen Mittel für diesen Apparat, welcher sich vorzüglich bewährt hat, verwendet werden, so war es doch möglich, 2 Volks=Unterhaltungs=Abende am 2. März und 19. Oktober 1913 abzuhalten, deren Verlauf bei sehr starker Beteiligung ein recht befriedigender war. Ein weiterer Unterhaltungs=Abend belehrenden Charakters wird am 15. Februar dieses Jahres stattfinden. Während der Turnverein„Eintracht" und die beiden konfessionellen Jünglings= und Jugend=Vereine aus Staatsund Kreismitteln mit namhaften Beiträgen unterstützt wurden, hat der Ortsausschuß sich auf Zuschüsse zur Unfall=Versicherung dieser Vereine und auf eine Unterstützung der JungfrauenVereine beschränken müssen. Die Jahresbeiträge der Mitglieder der Jugend=Vereinigung sind leider um rund. 200 Mk.(von 774 auf 574 Mk.) zurückgegangen. Sollen die so wichtigen Aufgaben der Jugendpflege erfüllt werden und die hier in Annen so erfreulich aufblühende Jugendfürsorge gedeihen und Früchte tragen, so sind wir auch fernerhin auf die opferwillige Mitarbeit unserer Mitbürger in allen Ständen angewiesen. Wir bitten recht herzlich und dringend um diese Mitarbeit und sprechen die zuversichtliche Hoffnung aus, daß auch die notwendigen Mittel nicht werden versagt werden, wenn die Beitragsliste in der nächsten Zeit bei den Mitgliedern zur Vorlage kommen wird. Möge dem guten Anfange des großen Werkes der Jugendpflege ein zielbewußtes, kraftvolles Voranschreiten folgen. Annen, den 5. Januar 1914. Der Orto=Ausschuß: Drees Wollenweber Amtmann. Gemeinde=Vorsteher. Brasse, Hovestadt, Reinold, Abé sen., Wolter, Cornelius, Aßhauer, Dr. Richter, Schneider, Utermann sen., Utermann jun., Ducoffre, Prein. Kalender pro 1914. Paynes Kalender der schönste Familienkalender mit vielen Illustrationen, schönen spannenden Erzählungen und Humoresken und Gratis=Zugaben: 2 Kunstdrucke hervorragender Künstler, 1 herrliches Titelbild „Run schläfts", 1 Portemonnaie= u. 1 Wandkalend. alles zusammen nur 50 Pfg. Deutscher Kaiserkalender ein interessanter Familienkalender mit einem Preisrätsel(Preise im Werte von 2500 Mk.) mit Kunstblättern und einem Wandkalender, Preis nur 50 Pfg. Tahrer hinkender für den Bürger und Landmann. Ein recht volkstümlicher Kalender mit einem künstlerisch ausgeführten Wandkalender und mit vielen reizenden Erzählungen, Humoresken usw. Preis 50 Pfg. De Riepenkerl= Ein echter westfälischer Volkskalender mit vielen hübschen Erzählungen in plattdeutscher Mundart mit einem Wandkalender und vielen Bildern aus Westfalen. Preis 50 Pfg. Der kleine hinkende Bote, worin alle Feiertage, Jahrmärkte usw., sowie Anekdoten und Wissenswertes für Haus und Hof enthalten. Preis 10 Pfg. Ferner: Tägliches Notizbuch für Kontore, Notizkalender, Schreibkalender, landwirtschaftlicher Notizkalender, Abreißkalender usw. Vorrätig bei 4ritz Küching, Buchnänaluug. Central-Theater:: Annen, Wittenerstrasse 32. + Spielplan vom 6. Jan. bis zum 9/Jan. Die gewaltigste Filmschöpfung aller Zeiten, das erschütterndste Drama, welches die Yeltgeschichte kennt, ein Drama von beispielloser Größe aus der Zeit der Christenverfolgung suter Nero! Garantiert reines 70 Kilogramm 10.20 Mark. ia.Karte pro Zentner.00 Mk., hat abzugeben Louis Junghaus, Annen. Gelegenheitskauf!!! Hehrere Tausend Hieter Spitzen u. Besätzel verkaufen wir wie folgt: Serie l 5 Serie II 10 per Meter O 4 per Meter 10 Serie III. 15 per Meter 40 4 Wert bis.— Mk. Mohrere Tausend Rollen Nanseiden jede Rolle Modewarenhaus Roschbuum bettton Zwangsversteigerung. Freitag, den 9. Januar versteigere ich in Annen: 1. um 11 Uhr vormittags an Ort und Stelle: ca. 11 Zentner Kartoffeln 2. mittags 12 Uhr in meinem Pfandlokal beim Wirt Prünte: 4 Vertikows, 6 Tische, 4 Sofas, 2 Spiegel, 1 Damenuhr, 4 Stck. Sohlleder, 1 Lederwalze, 7 Hühner und andere Sachen öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Kauflustige zu Nr. 1 wollen sich um 10½ Uhr beim Wirt Prünte einfinden. Witten, d. 7. Januar 1914. Popitz Gerichtsvollzieher in Witten, Wilhelmstraße 32. Rageber für die Famie. Dieses Buch enthält Auflärungen über wichtige Elfragen und sollte in keiner Famie fehlen. Solange Vorrat reicht, segen 30 Pfg. in Marken. k. Becker, Dortmund, Musterstraße 24. Hund, 9 Mg. alt, wegen Platzmangel billi zu verkaufen. Zu erfragenin der Expedition. ch Auch der hartnäckigste Husten hält den erprobten Wyvert=Taletten nicht stand, so steht in einem der zahlreichen über dieses ausgezeichnete Mittel zu lesen. Wer irgend zu Erkältung neigt, viel zu sprechen hat, seinen Hals schonen muß, läßt sie nie ausgehen und nimmt sie regelmäßig, wobei er immer von neuem ihre erfrischende und wohltuende Wirkung verspürt. Vorrätig in allen Apotheken Mark.—, Niederlage in Annen Verantmachung. In Zwarsvollstreckungssachen verkaufe ichim Freitag, den 9. Jan. 194 mittags 12 Uhr in der Wirtsaft Langmann, Annen folgde Gegenstände: 1 Vetikow, 24 Hührr, 9 Enten u. a. m. öffentlich mibietend gegen Barzahlung. Witten, y 8. Januar 1914. Runne, erichtsvollzieher. Gichtsstraße 37 I. erch Wornung von 3 Zinern mit Stall und Gartenlandum 1. April zu vermieten. erfragen in der Expeditions. Bl. Ist dieser Astrologe mit übernatürlich Kräften begabt? Geschäft, Heirat, Lotterie, k.„### änbrrungen usw. nach Hand, ern und Augendiagnose. Größterfahrung. Richt mit anderen##bietungen zu verwechfeln. in Kartenlegen. Für Damen#nd Herren täglich zu sprechen son —9 Uhr abends im Stel „Deutsches Haus“(Wilt) Bahnhofstraße 11. 3 950 95 von zu Zu Redaktion, Druck. und Verlag von Friz Küching, Annen, (Alle Rechte für sämtliche Bilder und Terte vorbehalten. Nachdruck verboten.) Bürokratisch. Revisor:„Herr Direktor, diese Akten sind schon dreißig Jahre alt, man könnte sie endlich einmal einstampfen lassen.“ „Ich habe nichts dagegen, aber lassen Sie dieselben erst vorher kopieren!“ Vom Kasernenhofe. „Lehmann II., grinsen Sie nicht so vergnügt wie'n Luftschiffer, der in der Milchstraße die Sahne abschöpft!“ Berechtigter Zweifel. Dichterling(der seine Gedichte als unbrauchbar zurück erhält):„Und da sagt man immer: Wiedersehen macht Freude!“ Wunsch. Student(vor dem Heidelberger Fasse stehend):„Jetzt den Magen eines Mammuts haben und dies ehrwürdige Faß mit Champagner gefüllt austrinken zu können, das wäre so etwas für meines Vaters Sohn!“ #o Vaterfreude. Verbrecher(zum Sohn, dem ein Einbruch gelungen): „Ha. endlich erlebe ich einmal an Dir eine Freude!" 50 * Begmsetutatg. „Das muß man sagen: Müller hat ebenso schlau wie kühn gehandelt.“ „Wie— ein Kühn war auch beteiligt?“ 444 Kathederdilte. „Meine Herren, auch vor Cook hat sich schon manch kühner Forscher um Nordpol die Hörner abgestoßen.“ * Heimkehr aus der Wahlversammlung. „Ich hab's ja immer gesagt:„Die Politik der offenen Tür ist die einzig richtige!“ 33 Polizeipersonalten. Zu etatsmäßigen Polizeihunden befördert mit Patent vom 15. März die Kriminal=Eleven„Fassan" und„Vorwärts“. Xanthippen-Schüttelreim. Noch viel zu oft hör' ich den Deinen mucken; Du mußt ihn so, wie ich den Meinen, ducken!" Boshafter Vergleich. .:„Man sagt dem jungen Lehmann nach, er wäre ein großes Licht.“ .:„Ja— aber ein Nachtlicht.“ Genugtnung. Zugführer einer Kleinbahn(ein Telegramm lesend): „Da haben wir's: der Lenkballon kann auch heute noch nicht eintreffen. Nun soll mir aber noch eins über mein Zügle spotten.“ Der klassische Stadtsoldat. (Einen Spitzbuben stellend). „Stirb, Götz— Du hast Dich sehr überlebt!“ sogses Schwärmerei.########## Von jeher hat meine Ulrike. Sie hegt für zweierlei Farben Für zweierlei Cuch geschwärmt, Auch heut eine Vorliebe noch, Als schmucken Rüchendragoner Und stopft mir mit moosgrüner Seide Mir leckere Bissen gewärmt. Im Craueranzug das Loch. * Moderne Varlante. „Deine Verlobung mit dem Aviatiker Steuer ist aufgelöst?“—„Ja, ich habe ihm den— Flugpaß gegeben?“ 4 Sin Gemütsmensch. Der Herr Leutnant und sein Bursche lieben in demselben Hause: der Herr Leutnant die Tochter, der Bursche die Köchin.„Na, fragt der Leutnant eines Tages seinen Burschen,„wie haben Dir gestern bei Kommerzienrat Steinberg die Rebhühner geschmeckt?“ „Ach“— meint der Bursche—„der Herr Leutnant haben wohl auch welche gekriegt?“ Schön gesagt. „Nun, wie gefällt Ihnen meine neueste Novelle„Bei Kommerzienrats?“ „Sie sind ein Meister in der Schilderung des Millionen Milieus.“ Bedingungsweise. Gattin:„Sieh mal, Männe, was für eine prachtvolle Schleppe der Komet hat!“ Gatte:„Du kriegst auch eine, Schatz; wenn Du erst in tausend Jahren wiederkommst!" gestrichen. (Drei Bilder ohne Worte). 1. Prinzenunterricht. Lehrer:„Wheißt der Hauptfluß Norditaliens?“ — Der Prinschweigt und rutscht verlegen auf seinem Sessel hin und he Lehrer:„Garecht; Hoheit deuten ihn sogar doppelt an.“ Mißglücktes Kompliment. Fräulein(zu ihrem Tischnachbar):„Aber Sie essen ja gar nichts, Herr Bote?“ Herr(mit schmelzender Stimme):„Wenn man neben Ihnen sitzt, gnädigstes Fräulein, vergeht einem der Appetit!“ Im Forschereifer. Astronom:„Es ist nicht zu sagen, wie vergeßlich meine Frau ist! Hat sie mir doch wieder keine Filzsohlen in die Stiefel gelegt!“ 33 Vexierbild. Wo ist der Besitzer des Kartoffelackers? 12 Ralv. Theaterdirektor:„Ich wünsche also, daß zur nächsten Probe jeder seine Rolle so beherrscht, daß ich den Souffleurkasten entfernen kann.“ Die Naive:„Aber Herr Direktor, dann sieht man ja den Souffleur." 4 Strafversetrung. „Sekretär Meyer sollte doch strasversetzt werden; nun höre ich, daß er nach dem schönen Görlitz kommt! Wo bleibt denn da die Strafversetzung?" „Erlauben Sie mal— wohnt ha nicht seine Schwiegermutter?“ Gefährlich. „So, jetzt machen Sie, bitte, ein recht Photograph: freundliches Gesicht!“ „Nee, das geht nicht. Das Bild ist für die augenblicklich verreist ist. Wenn sie merkt, gnügt bin, kommt sie sofort zurück.“ meine Frau, daß ich verDrucktehler. Lange genug hatte sie sein nächtliches Wirtshausleben mit Sanftmut ertragen; aber nun war ihre Geduld zu Ende, und sie beschloß, das Böse mit dem Besen zu vergelten. 244 Neue Redensart. Hausfrau:„Aber bitte, Herr Doktor, langen Sie doch zu!“ Doktor:„Danke, gnädige Frau!(Auf seinen Magen deutend): Mein Minister des Innern taugt nichts.“ Hyperbel. Freundin:„Dein Mann raucht so stark?“ „Betty, ich sage Dir: den Vesuv habe ich geheirgtet!! Neuer Spezialist. .:„Nun, wie geht's, Herr Doktor?“ Arzt:„Ich habe mich auf eine Spezialität geworfen und bin— Radfahrarzt geworden.“ 444 Gut gegeben. Dame(zur andern, in der Kunstausstellung): „Schaun Sie nur, die Rätin ist ja auch da— und wie die sich heute aufgetakelt hat...!“ Die andere:„Ja die stellt halt ihre Kunst heute auch da aus!“ # Der Eiskomet. Splitter. Wenn ein Dummer eine Dummheit bemerkt, schreit er; der Weise schweigt. * Jeder Mensch hat Schwächen; aber der eine steht über ihnen, der andere unter ihnen. Früher konnte die Frau in einem unmodernen Kleide parsout nicht mehr geher; jetzt kann sie es sim modernsten nich Au! „estern war ich im Thater. Ich hatte einn Platz im ersten Rag; aber da zog es ganz fürchterlich." „Hm, es wurde wohl ein Zugstück ersten Ranges gegebni?“ #4 moarn. „Der Müller'sch(Scheidungsprozeß zieht sich ja schrecklie in die Länge.“ „Ja, es ging alß ganz glatt; nur die Kinder will kein haben.“ Zeitgnäß. Ur: Auchschriftste heutzutage verfasse Erpresserbriefsteller „Was man müßte? Einen „Wenn die kleine Barnstein Schlittschuh läuft, folgt ihr stets ein wahrer Kometenschweif von verliebten Herren.“ „Bis einer zu spät erkennen wird, daß der„Kometenschweif ein„Drachenschwanz“ war!" In desOfalz. Friert zufällign Jänner Das Chermonter ein Und rote Nass funkeln, So leuchtet Ddas ein. Du wirst dansschwerlich irren, Wenn Du's i Winter kerbst; Zur Vorsicht ser frage: „Wie war deletzte Herbst?“ sebeuler benn eigentAchnft. Sie:„Du, wajedeute lich Klio?“ Er:„Klio? is ist natürlich'n Druckfehler;'s m heißen Kilo.“ Frommer Wunsch eines Appetitbegabten. Bescheidenheit, Bescheidenheit Verlaß' mich nicht bei Cische, Und gib, daß ich zur rechten Zeit Das größte Stück erwische. Billiges Geburtstagsgezenk. Dichter:„Ich habe mir erlaubt, hnen hier ein Bändchen meiner Gedichte...“ Hausfrau:„Ach, das ist ja hübsch,t habe ich wenigsten: ein passendes Geburtstagsgeschenk füreine Gouvernantel“ Verant ortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin.— Druck und Verlag von Georg E. Nagel in Berlin=neberg. 14 Landwirtschattliche Sanauuschaul Annen. (Lokal: Louis Günedler.) Sonntag, d. 11. Jannar, nachmittags 3 Uhr Sahos- Versammiuug Tagesordnung: 1. Rechnungslage, 2. Vorstandswahl, 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Annsck-Pecl. Verein „Grüne Eiche“ Annen. Sonntag, den 11. ds. Mto. nachmittags 4 Uhr Jahres-Versammlung im Vereinslokal H. Scholz(Jägerhaus). Tagegordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Rechnungs-Abschluß der Sparkasse zu Annen am 31. Dezember 1913. Vermögen. Schulden. 1. Betrag der Einlagen am Schlusse des Jahres 1912 Im Jahre 1913 sind eingelegt. Die zugeschriebenen Zinsen pro 1913 betragen Im Jakre 1016 find. W. 607 Im Jahre 1913 sind den Einlegern zurückgezahlt Betrag der Einlagen am Schlusse des Jah. 1913 2. Landesbank=Konto am 31./12. 1913 3. Lombard=Konto bei der Reichsbank 4. Der Reingewinn pro 1913 ist dem Reservefonds am 31./12. 1913 mit 86465 Mk. 99 Pfg. überwiesen. Summe Verannrmachung. Im Auftrage der Gemeindekasse Annen verkaufe ich am Montag, den 12. Jan. er. vormittags 11 Uhr in der Wirtschaft B. van Pluer 50 Hühner öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Annen, den 10. Januar 1914. Wille, Vollziehungsbeamter. Einnahme. Gewinn- und Verlust=Rechnung. Ausgabe. 1. Soll=Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien und Mieten 2. Sonstige Einnahmen(Verwaltungskostenbeiträge, Schrankfachmieten, Erlös aus Kontroll= marken, erstattete Gerichtskosten und Vorschüsse etc.) Summe des Reservefonds am 31. Dezember 1913. Mk. 83610.03 „ 65.— mach dem Bürgerlichen Gesetzbuch enthaltend: 13 Paragraphen, Hausorddnung für 6 Jahre Quittungen, und Anzur Rchuttumgsklage Der Reservefonds betrug am Schlusse des Jahres 1912 Davon: a. Zahlung an die Gemeinde Annen auf Ueberschüsse b. Sonstige Ausgaben c. Kursdifferenz der Wertpapiere der Sparkasse und des Reservefonds.. per 31./12. 1913 Mk. 48342.10 — Mr Mk. 1204 204 15 132017 Hierzu: a. Eigene Zinsen des Reservefonds pro 1913 b. Reingewinn der Sparkasse pro 1913 c. Sonstige Einnahmen Mk. bleiben Mt. 1072187 45436.25 86 465.99 324.50 Mk. 132226 II Summe des Reservefonds am Schlusse des Jahres 1913= Mt. 1203413 13 02 74 76 Die Wertpapiere zum Nennwerte von 2495600.— Mk.(Ankaufswert 2355877.— Mk.) sind in die Bilanz eingesetzt mit 2074794.20 Mk.; sie hatten am Jahresschlusse einen Kurswert von 2077826.70 Mk.; gegen den Ankaufswert sind an Kursverlusten bis Ende 1913 abgeschrieben 281082.80 Mk. Aus den Ueberschüssen sind der Gemeinde Annen zur Verfügung gestellt im Jahre 1913= Mk. 61688.90, seit 1906 überhaupt 506·964 Mk. 32 PfgAnnen, den 2. Januar 1914. Der Sparkassen=Vorstand: W. Utermann. L. Ruhfus. P. Knapmann. Rendant: Würkert. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die. uns aus Anlass des Hinscheidens unseres lieben Vaters zu teil wurden, sagen wir, zugleich im Namen der anderen Hinterbliebenen allen Beteiligten, sowie dem Herrn Pastor Brasse für seine trostreichen Worte im Sterbehause und am Grabe des Verstorbenen unsern tiefgefühlten Dank. Geschwister Kortmann. ANNEN, den 10. Januar 1914. 95 95 *: 8 Danksagung. Für die uns anlässlich unsererer goldenen Hochzeit erwiesene Aufmerksamksamkeit sprechen wir allen Freunden und Bekannten, sowie dem Kirchenchor und den beteiligten Vereinen hiermit unsern herzlichsten Dank aus. Peter Kesselschläger und Frau. i Wohmune von 2 Zimmern mit Stall und Gartenland per sofort od. später zu vermieten. Zu erfr. in der Expedition. Weiien Schme von 3 Zimmern zum 1. April zu vermieten. Zu erfr. Biomarchstr. 14 1. Etg. 1 Wohnung von 2 Zimmern mit ¾ Morgen Gartenland und kl. Obsthof per sofort oder später zu vermieten. Zu erstagen in der Expedtion. Prapereh 15—16 Jahren gesucht. #c Eröffne am Dienstag, 14. Januar im Saale des Wirts Hermn Louis Heinz,„Falkenkrug“, einen neuen Tanz=Kursus. Lehre ca. 40 Tänze, dafür leiste ich Garantie. Honorar fur Herren 10 Mark. Damen 8 Mark. Auch lade Interessenten für Tanzkunst herzlich ein. I. Sobanski, Tanzlehrer, — Witten.— 3 Zimmer, 2. Etage, an kleine, ruhige Familie per 1. April zu vermieten. Wittenerstraße 90. a0 Nart Rochelchu oder allerh.-Provision erhält jeder, der den Verkauf meiner Schilder und Waren an Private übernimmt. Branchekennt nisse nicht erforderlich. Ausweisbapiere usw. werden besorgt. Auch als Nebenbeschäftigung können nachweislich 10 Mark und mehr pro Thg verdient werden. Auskunft gratis. Leule Klöckner, Erbach i. Westerw. Asthmachiker Brustleidende seumatism Aus Kankbarkeit teile ich jedem Khenmatismus=Leidenden umsonst mit, wie ich hiervon in kurzer Zeit befreit wurde Frau Flake, Gelsenkirchen 3, Torgauerstraße 17. Hiteauschnedenod, Hriben Sesofonr letho 9 1. kuch lastet ein Zentnergewicht auf der Brust. Kladcher präpariert für Nähmaschinen und Fahrräder von 5 Möbius& Sohn, Hannover. 2915 Zu haben bei J. Hibbeln, Annen. Wegen Heirat d. jetz. Mädch. suche mögl. bald ein ält. durchaus gesundes evgl. Mäuchen für alle Arbeit in kl. Haushalt. Nur solche mit gut. Zeugn. u. die auf längeres Bleiben Wert legen, mög. sich meld.(Dor. Stütze w. 8 J. b. mir) Fran Diplomingenieur Obermeyer, Wilhelmstr. 10°. von 15—1 Sagess- Br. Steinstr. 15. Die neuesten EisenbahnFahrpläne gültig vom 1. Oktober d. J. ab, stets vorrätig bei Pritz Küchlng. Buchhandlung. Blickt auf diesen Mann und gesteht, daß dies euer eignes Bild sei. Ihr, die ihr leidet an Asthma, an Brust, Hals-oder Lungenerkrankungen, laßt euch nicht länger martern, da ihr es selbst in der Hand habt, eure Leiden zu lindern und arger Erfolg vorzubeugen. Ihr braucht nur Abker's Abteisirup, dieses bewährte Mittel gegen Asthma, und gegen Brust-, Hals- und Lungenleiden anzuwenden. Fragt wen ihr wollt und wer es gut mit euch meint, der wird euch bestätigen, dass der Abteisirup von Leidenden viele Qualen gebessert hat, die den euren gleich waren. Wie## viel Unglückliche haben nicht die Preude am Leben wiedergewonnen durch den Gebrauch von Akker's Abtelsirup, welcher im Laufe der Zeit bewiesen hat, ein vertrauenswürdiges Mittel zu sein, welches von dem zartesten Kinde und dem schwächsten Greise genommen werden kann, da Akker's Abteisirup keinerlei schädliche Bestandteile enthält. Arher's Asteisnup tötet die Krankheitskeime, bessert die entsündeten Gewebe, stärkt die Brust und die Lungen und ist ein vorzügliches Mittel gegen Asthma, Influenza, Malaria, Brouchitis, Keuchund Schleimhusten, gegen vernachlässigte Erkältungen und gegen alle Brust-, Hals- und Lungenbeschwerden. Preis per Flasche von 230 g... Mk..00 „ 550 g... Mk..00 „ 1000 g... Mh..50 Also je grösser die Flasche, je vorteilhafter ist der Einkauf. Man fordere den roten Streiten mit Unterschrift des General-Agenten: I. J. Akker Engros-Vertrieb Handelsgesellschaft„Noris“, Zahn& Co., Köln. Za haben in der Adler aApetheke in Annen, Ferrsprecher Nr. 469.* SeeischdsVer keech ummmmn Soginn-Wontag, den TE. Sanaur, Vormittags 8 Uu! ch erwarb für diesen Sonder-Verkauf gewaltige Waren-Mengen weit unter regulärem Wert. Meine sämtl. Lager-Bestände verkaufe ich fäst ausnahmslos zu bedeutend Herabgesetzten Preisen. Die bekannt vorzüglichen Qualitäten und die fabehaft billigen Preise werden berechtigtes Aufsehen erregen. Ich bitte höflichst um Beachtung meiner Inserate und SchaufensterAuslagen.:-: Vergleichen Sie meine Preise und meine Qualitäten. SeUTPSsSAA Kornmarkt WITTEN Johannisstrasse Camrse Vorkauf nach beendeter Inventur. Das gesamte Lager ohne Ausnahme zu herabgesetzten Preisen. Ueberjährige Waren aus allen Abteilungen zur Hälfte u. zum Drittel des Wertes. K Damen-Frisier-Salon Inhaber: Frau Ernst Dülfer, Bismarckstrasse 20. ANNEN Bismarckstrasse 20. hält sich den geehrten Damen von Annen und Umgegend im Frisieren S aus der 0f /sI 0/1„(Regulirer h hh hy Verkaufspreis Sommersaison) zu 204 T04 UU 4 bis.50 Mk.) und amerik. Kogfräsche bei sauberer und sachgemäßer Bedienung bestens empfohlen. Auch bei Festlichkeiten und Hochzeiten etc. stehe ich gern zu Diensten.— Sämtliche moderne Haarabeiten, sowie Zöpfe, Frisetz-Unterlagen werden bei mir gut und billig angefertigt und leiste ich für einen bei mir angetertigten Zoof 8 Jahre Garantie für Haltbarkeit der Farbe. NB. Ausgekämmte Haare werden auf Wunsch mit verarbeitet Weit unter Preis: 500 Stück Hormal-Wäsche er 125 n 15 Hemden, Hosen, Hautjacken mit kleinen Fehlern. (Regulärer Wert bis 5 Mark.) Ne uct dauf bingerienen, das in meinem Jahres-Verkauf nicht nur einige Lockartikel billig angeboten werden, sondern dass das gesamte Warenlager im Verkaufswerte von ez. ¼ Milionen Mark: erheblich unter requlären Preisen zum Ausverkauf gestellt wird. BERHA Elegante Rohnungs-Einrichtungen einzelne Speise-, Senzafzimmer, Herrenzimmer, vornehme Klubzimmer, Klubsessel, Teppiche sowie einzeine Stücke liefert in modernster gediegenster Ausführung unter strengster Diskretion leistungsfähige grosse Berliner Spezial-Möbel-Firma an Private zu Katalogpreisen gegen 5% Verzinsung auf Teilzahlung. Kein Inkasso durch Boten, Kataloge werden nicht versandt. Langjährige Garantie. Da unsere Vertreter ständig ganz Deutschland bereisen, erbitten gefl. Nachricht, wann der unverbindliche Besuch behufs Vorlegung von Mustern und Zeichnungen erwünscht ist, unter Chiffre K. 1000 durch Rudolf Mosse, Berlin, Königstr. 56/57. Astrologe! Witten, am Markt. Lassen Sie Ihre Hand= u. Stirnlinien deuten, Sie werden erstaunt sein über die wunderbaren Enthüllungen, die Ihnen diese Wissenschaft bieten wird. Aufklärung über Eharakter, Geschäft, Beruf, Eheleben, Lotterie, usw. Berühmt in vielen Städten Deutschlands Für Damen u. Herren zu sprechen von—9½ Uhr im Hotel „Deutsches Haus“(Wibelitz) Bohnhoftr. 11, I. C.(Sep Eing.) Revaktion, Druck nad Verlag von Frit Auchung, Aoven, 8 Nr. 4. Eisenbahnerstreik in Südafrika. Ein umfassender Streik der weißen Eisenbahnangestellten in Südafrika, durch den eine schwere Schädigung des gesanten dortigen Wirtschaftslebens zu befürchten ist, scheint unabwendbar. Ein Teil der Angestellten hat bereits mit der Arbeitseinspllung begonnen. Es wird gemeldet: Pretoria, 8. Januar. Die Angestellten der Eisenbahnwerkstätten haben sich heute nicht zur Arbeit begeben.(Polizei bewachte den Bahnhof und die Werkstätten und schützte die Angestellten der Züge, von denen keiner fehlt. Der Eiselbahnverkehr war normal. In Johannesburg verhalten sich sie Ausständigen ruhig. Die Angestellten in Bloemfontein, sie gestern den Streik beschlossen hatten, sind zur Arbeit erschieng, erklären aber, die Arbeit niederlegen zu wollen, sobald sie dzu Anweisung aus Pretoria erhalten. Die Bürgerwehr in Prooria wurde für heute nacht zusammengerufen. Vierhundert Schien der berittenen Polizei werden die Eisenbahnstation von Mittemacht Provinzielle Nachrichtn. Holzen, 9. Jan.(Der älteste Einwohner unserer Gemeinde.) Hier starb der im hohen Alter ot 90 Jahren stehende Rentner Heinrich Overbeck. Sprockhövel, 8. Jan.(Zwei Bergarbeit erstickt.) In den Nachschwaden eines Sprengschusses sind d Bergleute W. Aufermann und G. Kickuth umgekommen; alsie bei der Ausfahrt fehlten u. man nach ihnen suchte, wurden san ihrer Arbeitsstelle tot aufgesunden, sie waren erstickt. Münster, 8. Jan.(Beisetzung des Wesischofs Illigens.) In den gestrigen Morgenstunden fand die Betzung des am 2. Januar verstorbenen Weihbischofs Illigens stt an der außer Vertretern der Regierung, des Adels und de5tudentenschaft die Geistlichkeit der Diözese in ihrer Gesamth teilnahm. Auch Erzbischof Fetix von Hartmann, Köln, wark der Beerdigung erschienen. Sterkrade, 9. Jan.(Kaum glaubl“ Tat.) Der Bergmann Heinrich Schmitz von hier schoß o# jede Veranlassung gestern vormittag aus dem Giebelfenstereiner Wohnung auf zwei gerade des Weges kommende Bergleu Der Knappe Johann Jansen erhielt einen Herzschuß, der nach tigen Minuten seinen Tod zur Folge hatte. Sein Begleiter Ficks wurde leicht verletzt. Der Täter wurde verhaftet und Schußwaffe beschlagnahmt. Oberhausen, 9. Jan.(Tragischende eines Grenzstreits.) Ein langjähriger Grenzstreit zwischerlachbarn hat im Orte Sterkrade zu einem Mord geführt. r Bergmann Ganzen wurde nachts auf dem Heimweg voreinem Nachbar Schmidt aus dem Hinterhalt erschossen. Der gr, ein übelbeleumundeter Mensch, war noch am Abend vorhers einem Messer bewaffnet, in den Hof des Ganzen eingedrust und hatte gedroht, ihn noch vor dem nächsten Termin„kaf zu machen. Köln, 8. Jan.(Todessturz.) Ek. fast ganz erblindete 80 Jahre alte Hauptmann a. D. FriedsWilhelm Brand ist abends in seinem Hause die Treppe hinugestürzt. Brand, der sich einen doppelten Schädelbruch zuzobar sofort tot. Köln, 8. Jan.(Theatervers für die katholischen Geistlichen.) Der Generalvikar des Etums Köln erläßt im kirchlichen Anzeiger für die Erzdiözeföln ein Theaterverbot für die katholische Geistlichkeit. Frankfurt a.., 9. JayMord aus Eisersucht.) In der * Höhenstraße erschoß gestern vorts der 35 Jahre alte Schneider August Weinschrodt in einem#e von Eisersucht seine Wirtin, die Frau des Kutschers Eppid tötete sich dann selbst. Er unterhielt mit der Frau ein Overhältmis. 0 Neues aualler Welt. Rom, 9. Jan. als## in der Ortschaft Paliano, wo unter der bäuerlichen Bersung eine Gärung herrscht, eine Gruppe von Bauern unter Fenstern eines gewissen Andrea Tucci demonstrierte, gab Flintenschüsse auf die Leute ab, tötete ein junges Mädchen verwundete 30 Personen. Tucci wurde verhastet. Eine verheisvolle Bergtour. Genf. 9. Jan. Ein fünf Personen bestehende Touristengesellschaft, die im KantPaadt am Mitwoch eine Besteigung der Dole bei schlechtentter unternommen hatte, kehrte nicht zurück. Gestern sand“, die Gesellschaft am nördlichsten Punkte der Dole in#lbst erbauten Schneehütte völlig erSamstag, den 10. Januar 1914. schöpft auf. Sie wurden nach St. Cerque gebracht. Man hofft sie am Leben zu erhalten. * Der seinerzeit bei dem Eienbespanglich, in Dänemark ums Leben gekommene Fabrikbesigzer Wauner aus Dresden hat seiner Daterstadt Plauen die Summe von 100000 Mark vermacht, die unbemittelten Plauener Bürger zugute kommen soll. — Erfroren. Der 34jährige Besitzer Reicher aus Minenr8, ir,##erbayern ist beim Holzfälen im Wald mit seinem urnd emet wie Schneewehe geraten und dort mit seinem Kind und zwei Pfelden erfroren. un dar dawrsch.sen Grenzbeamten und Schmugglern lzburgischen Grenze kam es zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen der Finanzwache und einer achtköpfigen Schmugglerbande, die Saccharin und Tabak über die Grenze brachte. Zwei Grenzausseher wurden schwer verletzt, ein Schmuggler wurde getötet, drei wurden kampfunfähig gemacht. — Typhus auf einem Auswandererschiff. Das Auswandererschiff„Roma“ der Fabre=Linie ist von Marseille kommend in New York mit 30 Typhusfällen an Bord eingetroffen.„ Zwei Passagiere sind bereits gestorben. Das mit Typhus behaftere Schiff wurde aus die Quarantänestation an der manninsel geschickt. Unter den Auswanderern an Bord herrscht Verzweiflung. Schshe=Ausälle. Fünf Wochen im Kampf mit Wind und Wogen. Der deutsche Schoner„Alma mit Flaschenfracht von Bremen kam gestern nach 33 tägiger Fahrt in Granton in Schottland an. Die Mannschaft hatte nach 14 tägiger Fahrt durch die schweren Südweststürme der letzten Zeit die englische Küste bei Whitvy gesichtet. Hierauf war aber der Schoner nach der deutschen Küste zurückgetrieben worden. Als er die Fahrt nach Schottland wieder aufnahm, geriet er in neue Stürme, verlor das Schonersegel und den Baum. Mit zersetzten Segeln und beschädigter Steuerung ist der Schoner, der nur noch für zwei Tage Ration hatte, nun endlich in Granton eingetroffen. Verschiedenes. Der Münchener Schäfflertanz. Jan. Der althistorische Tanz der Münchener Schäfflergilde, der alle 7 Jahre während der Faschingszeit zur Erinnerung an das Aufhören der großen Pest in den Straßen der Stadt aufgeführt wird, begann gestern am Dreikönigstage um elf Uhr vor dem Wittelsbacher Palais. Der König, die Königin und die fünf Prinzessinnen=Töchter sahen der Aufführung vom Balkon aus zu. Die Reifenschwinger brachten die Gesundheit des Königs, der Königin und der königlichen Familie aus. Nach Beendigung des Tanzes ließ sich das Königspaar die Leiter des Tanzes sowie die Vortänzer vorstellen. Eine große Menschenmenge hatte sich in den angrenzenden Straßen eingegefunden, um die Erstaufführung des Tanzes zu sehen. Rach dem Tanz vor dem Königsschloß zogen die Schäffler zum Kronprinzenpalais, wo der Tanz ebenfalls ausgeführt wurde. Berliner Krankenkassen=Wirrwarr. ..„Die Anmeldung zur Dienstboten=Krankenversicherung klappt in keiner Weise. Es wird berichtet, daß vor den einzelnen Anmeldestellen täglich etwa 100000 Prrsonen erscheinen. Die Zahl der erteilten Auskünste geht in die Hunderttausende. Die Beamten sind ratlos, sie können die Arbeit nicht bewältigen. Die Überstürzung der Einführung des Gesetzes hat zu einem vollkommenen Wirrwarr geführt. Wie's andere Publikum; Sie pfiffen„nur“ ein Liedel. Und wußten nicht warum. Sechs unschuldsweiße Raben, Fürwahr ein Unikum: Tief im Pandurenkeller. Und wußten nicht warum. Hans Dampf. Kirchliche Nachrichten. Sonntag vorm. 9½ Uhr Gottesdienst Pfr. Müller. Sonntag vorm. 11 Uhr Kindergottesdienst. .g#„ 12 Uhr Kirchentaufen. Nachm. o Uhr Abendgottesdienst Pfr. Brasse. Der Versammlungsbericht der Sterbekasse Annen erscheint in der Dienstag=Rummer. 9. R. des Dortmunder Stadttheaters. Sonntag den 11. Jan. Nachmittags 3¼—6 Uhr. Auf vieligen Wunsch.„Kolberg.“ Daterländisches Schauspiel in 5 Akten von Paul Heyse. Abends 7½—10¼ Uhr. Reuheit. Zum 4. Male.„Der liebe Augustin.“ Operette in 3 Akten von Leo Fall. Text von Rudolf Bernauer und Enst Welisch. Montag den 12. Jan. Abends 7½—10 Uhr. Zum zweiten Male. Reuheit.„Mein alter Herr." Lustspiel in 3 Akten von Franz und Viktor Arnold. Dienstag, den 13. Jan. Abends 7½—10½ Uhr.„Die Jüdin“. Große Oper mit Ballett in 4 Aufzügen. Text von E. Seribe. Deutsch von K. Lichtenstein. Musik von J. F. Haléoy. Karten im Vorverkauf bei Gebr. Krampen. Annen. Humor und Satire. Pandurenkeller. Es hatten sechs Gesellen Ein sein Kollegium Tief im Pandurenkeller, Und wußten nicht warum. Sie waren die reinsten Lämmer, Wie Karpfen still und stumm; So wurden sie geangelt, Und wußten nicht warum. Dreckschwobe und Saupreiße Lärmten allein herum... Die Jünglinge liefen, Und wußten nicht warum. Sie hätten brüllen können ich mieten oder vermieten, dann muss ich inserieren! Private Zuschneideschule für Damen und beste Gelegenheit, sich Kleider, Blusen, Röcke etc. für geringen Preis selbst herzustellen. Elise Rose, Witten " H a m m e r s t r a s s e 4. eK 88 von C. Crone. 11 (Nachdruck verboten Als man zurückfund der Mond am Himmel. Die Luft war windstill; wenngleichbl, daß die Mehrzahl an Bord es vorzog, die Kajüte aufzusuchtg g Geg Fanny hatte ihrs am Hel, gewählt und sah hinunter auf den alitzernden Strer sternengleich hinter dem Kiel des Schiffes aufblitzte. Bahn“ da## „Glatt und eh" bachte sie. Wie der Wegk bisher durch das Leben gegangen. Dicht an der“ einer solchen glatten Bahn lag die Langeweile. Man lernf kennen, wie man sich mit dem unebenen Wege abfinden würde, gentlich müßte es interessant sein, die eigene Kraft zu prüfertlücgel zu regen, das Schicksal berauszufordem und bestimmenf“ Maschen des Netzes einzugreifen, das die Menschen wie* Schutzbülle schirmend umgab. Das Lebez war ein feines Gewebe. Der Men „Darf u Gedanken wissen, der Sie soeben beschäftigte, Fräulein vol““ fragte Haunibal, der hinzugetreten war, ohne daß Fanny sn bemerkt Mit ein wöhnlich belebten Ausdruck in dem blassen Gesicht, wandte sie J3u. Er glaubte, in den lichtbraunen Augen einen feuchten St zu sehen, und über der ganzen Gestalt lag neben dem herben den er kannte, eine mädchenhafte Weichheit, die ihm fremd war,# Ich in vie Geschicke der Menschen, Baron Dahlberg.— An das gis dem einen seinen Pfad über Felsenstein anweist, dem ande Weg bietet, glatt und schillernd, wie die Furche bier im Kiel Es wurzelt wohl in einer geistigen Trägheit, daß wir uns das mühelose Fortschreiten gefallen lassen und dem Ungemach aus dem Wege geben.“ Sein Blick glitt über die spiegelnde Flut und wieder zurück zu der vom Mondlicht umflossenen Gestalt neben ihm. „Dafür giebt es kaum bestimmte Regeln, gnädiges Fräulein. Das „Sichabfinden“ mit dem Leben ist individuell. Dem einen mag der Felseupfad das Mittel sein, die Beharrlichkeit zu stählen, während ein anderer sich darauf die Füße wund läuft und wenn er es noch kann — mitzmutig umkehrt, ergrimmt und gedemütigt, daß er dem Stärkeren hat weichen müssen. So bedeutet auch der ebene Weg für viele eine Notwendigkeit, um überhaupt existieren zu können. Für andere dagegen bringt er eine Uebersättigung, die nicht selten auf Irrwege führt.“ „Dann habe ich recht, wenn ich behaupte, daß Selbstbeherrschung eines der größten, wenn nicht überhaupt das größte Gut ist, das der Meusch besitzen kann. Von der wird es abhängen, wie man sich zu den Vorkommnissen im Leben stellt.“ „Das größte, was ein Meusch besitzen kann, Fräulein Fanny, ist — die Liebe!“ Der Mond war hinter eine Wolke gegangen. Der Schatten deckte das Staunen, das Fanny nicht zu unterdrücken vermochte. . ie Liebek“ wiederholte sie leise.„Auch wenn sie unerwidert schüchternem Blick sah sie zu ihm empor. Sekundenlang stockte ihm der Atem, und' die Stimme hatte einen rauhen Klang, als er antwortete:„Auch dann.“ Fannys Gesicht wurde beinahe schön, indem ein seelenvoller Ausdruck sich darüber breitete. „Die Liebe trägt alles und— vergiebt alles“, sagte sie halblaut, und wieder sah er es feucht schimmern in den lichtbraunen Augen. Ein unbezwingliches Verlangen, mit allem zu brechen, was ihn gequält, die marternden Gedanken zu ersticken und ein neues Dasein auf festem Grunde zu beginnen, stieg in Hannibal auf. Allein— um die Zukunft auf Vernunft aufzubauen— dazu gebörte vor allem die noch zum Reiche der Träume hinüberführenden Brücken hinter sich zu verbrennen, daß kein Rückzug möglich sei. Und warum sollte er das nicht thun? War ihm etwas geblieben. was wert zu pflegen war? Nein!— 5— Baron Hannibal ließ seine Hand über Stirn und Schläfen gleiten. „Fräulein Fanny“, begann er langsam, als gehorche er einer Macht, der er tastend, schrittweise nachging.„Wenn ein Mann um eine Frau wirbt— sie fragt, ob sie vereint mit ihm durchs Leben gehen will— dann setzt er voraus, daß diese tragende, vergebende, ausgleichende Liebe ihr Herz erfüllt.— Von mir wäre es vermessen, zu glauben, daß ich imstande gewesen, dieses Gefühl in Ihrem Herzen zu erwecken— ich besitze keine Eigenschaften, die mich zu einer solchen Annahme berechtigten, und doch frage ich Sie jetzt: Wollen Sie mein Weib werden?„Genügt Ihnen die Treue, die ich Ihnen entgegen bringe, und die Versicherung, daß meine fortgesetzten Bestrebungen Ihrem Glück, Ihrer Zufriedenheit gewidmet sein sollen, um das Los mit mir zu teilen, das Bebarrlichkeit und Arbeit befestigen sollen?“ Fanny hatte den Kopf gesenkt, als suche sie in den sternfunkelnden Wellen eine Antwort auf diese jetzt unvermutete Frage. Ein kurzes Zögern— dann richtete sie sich hastig auf, als wollte se eine unwillkommene Mahnung abschütteln. Mit ruhiger Gelassenheit reichte sie Hannibal die Hand. „Ich vertraue Ihren Worten. Im Uebrigen— sind wir je beide nicht sentimental.“ Kein Lächeln, kein Zeichen des Glücks, des stummen Ergriffenseins, dem ein laut gesprochenes Wort rauh und störend klingt. Ein leichter Händedruck besiegelte den Bund, der unter so eigenartig äußeren Vorzeichen geschlossen wurde, dann führte Hannibal die Braut den Eliern zu. Bertgang fret. Sober-Herbereihy. Wveltur-Aucverkauf! Sahnbeistr. v. Witten Bahnheistr. 17. Auf alle Waren bedeutende Preisermässigung. Restposten zu unglaublich billigen Preisen.— 110 Kinder-Handschuhe Damen-Handschuhe strickt, welss oder Farbig tels mi.: v. bieher bis 80 Pte. gestrickt, weiss oner farvig, rells reine Wolle 25. berabgezetnt S 00 gestrickt oder Thikot wels oder farbig herabgesetzt jetzt— Pig. bisher bis 75 Pig. 25 Rodel-Handschuhe verser r Kinder-Mutzen Kinder-Kaubecnen Kinder-Gamaschen Damen-Hauben Besalze, Besalzsteneklerren u. Kincker Fradgeseter zett— rig. zetaietzt 7 Opig. bisher bis.75 setz#brg. j4t4 7 Org. bisher bis 80 Pf. bisher bis.90 bisher bis.00 45###. 5p..60 aus Samt, Tuch und Eistellstéfen für Müchen und Knaben herabgesetzt ohne Ausnahme* O Pig. bisher bis.50 bisher.00 75 bisher bis.90 75 Pig. jetzt bisher bis.00 45. weiss oder farbig, gefüttgt ausfisfellstoffen, Plüsch, Samt etc. jetzt### Pig. jetzt# gesticht, wels, Raun ind schwar. bieher bi.50 bieher bli..00 35 teils„Hne Wolle“ etwas angestaubt jetzt SO Pig. Mein Schulstrumpt„Elka“ Jetz 7 5p. bisher bis.00 herabgesetst jetzt.50 aus TIl, Spachte, beide ete.— er. 10000 Meter 10 Sp en, Serteu Chemille, schwarz, farbig und gelttert Licht art dan a: 10000 blete ohne Rüchicht auf den bisherigen Preis reine Wolle, für ds Alter von 4 5 6 S 9 10 12 14 Jahren unverwüstlich, regih gestrickt 484 60-475-90 4 105120135 150 165 Umschlagtücher, Rodelmützen, Strickjacken, Sportlätze, Kragenschoner, Schürzen, Wäsche, Normalbemden, Seidenbard, Strümpfe gans bedeutend im Preise ermäsigt. E Mast: Antnonicrr der gehaltreichste, sicherste und durch die nachhaltigste Wirkung ausgezeichnete, vollständig giftfreie Stickstoffdünger von stets gleichmäßig leichter Streubarkeit ist das erprobte und bewährte Stickstoffdüngemittel der praktischen Landwirtschaft für alle Kulturpflanzen und auf allen Bodenarten, in Feld und Garten, auf Wiese und Weide sowohl zur Herbstdüngung als auch zur Düngung der Sommerfrüchte u. insbesondere auch zur der Wintersaaten, weil es, obwohl in einer Gabe breitwürfig ausgestreut, als eine stetig fließende Stickstoffquelle ein gleichmäßiges und ruhiges Wachstum der Pflanzen sichert. Keine Sicker= oder Verdunstungsverluste! Kein Befall! dagegen Keine Lagerfrucht! Erhöhte Ernten bis zu 100% und mehr! Bessere Beschaffenheit u. Güte! Längere Haltbarkeit der Früchte, Reingewinne pro ha Mk. 200.— bis 300.— und mehr. Tausende von Versuchsergebnissen der groß. Praxis liefern den Beweis hierfür. Schwefelsaures Ammoniak liefern alle landwirtschaftlichen Vereine, Genossenschaften, Düngemittelhändler. Wo das Ammoniak nicht oder nicht zu angemessenen Preisen zu bekommen ist, da erklärt sich die Deutsche Ammoniak=Verkaufs=Vereinigung, G. m. b.., in Bochum bereit, ihr Erzeugnis auch in einzelnen Säcken von je 100 kg Inhalt zu angemessenen Preisen franko Empfangsstation westlich der Elbe und nach Süddeutschland gegen sofortige Barzahlung abzugeben. Der Preis ist heute so gestellt, daß die Stickstoffeinheit im schwefelsauren Ammoniak erheblich billiger ist als im Chilesalpeter. Ausführliche Schriften über Herstellung, Anwendung und Wirkung zu den einzelnen Kulturpflanzen stets unentgeltlich durch die Landwirtschaftliche Abteilung der Deutschen Ammoniak=Verkaufs=Vereinigung, G. m. b. Bochum, Wittenerstraße 47. erstklassiges Fabrikat. Feuerlöschgeräte, mechan. Leiter. Lonis Tido, Hannover=Badanstedt. Angebot in neuen roten Betten 1% schläftg, von echt rot dicht Daunenköper, je Oberbett, Unterbett und 2 Kissen mit 30 Pfd. neuen Halbdaunen gefüllt, zusammen nur Mark 30.— Dasselbe Gebett mit Daunen=Deckbett nur Mark 35.— Herrschaftliches Daunenbett nur Mark 40.—„Recklame=Betten nur Mk. 51.— Zweischläfig jedes Gebett Me..— mehr. Verpackung frei. Garantie Umtausch. Viele Dankschreiben Betten und Möbelkatalog versenden frei. 10000 Betten schon verkauft. Bitte soson bestelant. Hiter&am; Co., Bettensabrik, Jena 54., Unterm Rark. Garantiert reines Gerstenschrot 70 Kilogramm 10.20 Mark. a. pro Zentner.00 Mk., hat abzugeben Louis Junghaus, Annen. PAEE A Hunderte von Sängern und Gesangvereinen bezeugen einmütig die hervorragenden Eigenschaften der Wybert Tabletten auf den Hals. Klarheit u. Kraft der Stimme wird sofort durch Gebrauch der Wybert=Tabletten erzielt. Ein Versuch überzeugt. Vorrätig in allen Apotheken Mark.— Niederlage in Annen Adler=Apotheke. aller Art, Ausschläge, Jucken, Krätze Hämorrhoiden, offene geschwollene Beine Magenleidenden teile ich jedem mit, wie sich jeder selbst davon befreien kann. Frau Emma John, Bielefeld 42, Mauerstr. 12. e ichiäce henslerhn Bremen, Rotenburgerstr. 1, Spezialbehandl. von Hautkrankh. Lupus, äuß. Krebs, Hautgschwärsten gurreegmusten, ohne Ope ation ohne Bestrahlung n. eigen. langjähr. erprobt. Methode. Ausführl. Pro spekt frei. Auch Radiumbehandlung IbachWettbewerb für Anzeigen und ReklamemarkenEntwürfe. Mark 1500.— Preise Letzter Einsendetermin: 15. Februar 1914. Bedingungen versendet postfrei Rud. Ibach Sohn, Barmen. Feuerspritzen Ratgeber für die Familie. Dieses Buch enthält Aufklärungen über wichtige Ehefragen und sollte in keiner Familie fehlen. Solange Vorrat reicht, gegen 30 Pfg. in Marken. E. Becker, Dortmund, Münsterstraße 24. Die Aadern dhatt Militar-Reklamationen. Für die Arfnahme bezw. Erneuerung von Reklamationen auf Zurückstellung bezw. Befreiung vom Militärdienst ist vom . si K banr a. Minten mi 4 K im Amtsbüro(Amtshaus, Zimmer 4) Termin anberaumt. Lohnbücher, Lohnnachweise, Steuerzettel. sowie die Geburtsscheine der in Betracht kommenden Familienmitglieder(Geschwister des Reklamierten) sind vorzulegen und vorhandene Schulden nachzuweisen. Der Geburtsscheine bedarf es nur, wenn die betreffenden Familienangehörigen nicht in Annen geboren sind. Annen, den 5. Januar 1914. Der Amtmann: Drees. Central-Theater: Annen, Wittenerstrasse 32. Nur 8 Tage! Nur 8 Tage! Von Samstag, den 10. bis inkl. Montag 12. Januar der grosse Monopolschlager Richard Wagner sein ganses Leben und Wirken. Grosses Drama in 7 Akten. Ausserdem d. übrige Programm ohne Preisaufscblag Lehmann& Assmy, Tastrk. Sprenberg., Parirn w. 85. GET Kalender Hiv 1914. Paynes Kalender Habe heute einen Transporz großer und kleiner Schweie ausgeladen, gebe dieselben billigstab Gustav Cepel „Mein Kind hatte eine Piechte der schönste Familienkalender mit vielen Illustrationen, schönen spannenden Erzählungen und Humoresken und Gratis=Zugaben: 2 Kunstdrucke hervorragender Künstler, 1 herrliches Titelbild „Run schlästs“, 1 Portemonnaie= u. 1 Wandkalend. alles zusammen nur 50 Pfg. Deutscher Kaiserkalender ein interessanter Familienkalender mit einem Preisrätsel(Preise im Werte von 2500 Mk.) mit Kunstblättern und einem Wandkalender, Preis nur 50 Pfg. Lahrer hinkender Bote für den Bürger und Landmann. Ein recht volkstümlicher Kalender mit einem künstlerisch ausgeführten Wandkalender und mit vielen reizenden Erzählungen Humoresken usw. Preis 50 De Riepenkerl= Ein echter westfälischer Volkskalender mit vielen hübschen Erzählungen in platideutscher Mundart mit einem Wandkalender und vielen Bildern aus Westfalen. Preis 50 Pfg. Der kleine hinkende Bote, worin alle Feiertage, Jahrmärkte usw., sowie Anekdoten und Wissenswertes für Haus und Hof enthalten. Preis 10 Pfg. Ferner: Tägliches Notizbuch für Kontore, Rotizkalender, Schreibkalender, landwirtschaftlicher Notizkalender, Abreißkalender usw. Vorrätig bei die allen Mitteln trotzte, wohl auch verschwand, aber immer wieder auftrat. Zuletzt versuchte ich„Saluderma“ und bin erstaunt, wie schnell u. gründlich das Uebel dadurch beseitigt wurde“. C. Jesen. Dose 50 Pf. u. 1 Mk.(stärkste Form) bei gtte Blumberg, Bismarckstr. 15. Fritz Küching, Buchhandlung. 1 Wohnung von 4 Zimmeru 2. Etg. wegzugshalber sofort zu vermieten. Näheres Wittenerstr. 25. von 4 Zimmern per sofort oder 1. Februar billig zu vermieten. Zu erfr. in der Expedition. (1. Fortsetzun Erna Großindust hinterlassen der die als sie und gestorben der Gehei * Schwester aber nach Die Gehein 50. 95. 10 12 14 Jahren MIS KO 165 n P r e i s e e r m ä ß i g t. Konen. on Reklamationen itärdienst ist vom von-8 Uhr aberauumt. wie die Geburtsnmitglieder(Geund vorhandene die betreffenden n0. Inn: Drees. AAS Tage! 12. Januar KeT Virken. eisaufscblag —" 1914. er rationen, schönen Gratis=Zugaben: rrliches Titelbild bkalend. alles zulender Preisrätsel(Preise tern und einem s9. Zate ann. künstlerisch ausge. den Erzählungen Gratisbeilage für unsere Abonnenten. Redaktion, Druck und Verlag der Kgl. Bayer. Hofbuchdruckerei von Gebrüder Reichel in Augsburg. Ottilie Berg. Eine lustige Geschichte von Karl Ludwig. (1. Fortsetzung.)=(Nachdruck verboten.) III. Erna Bollmann war Waise; ihr Vater, ein rheinischer Großindustrieller, hatte ihr ein ansehnliches Vermögen hinterlassen. Ihr Stiefbruder aus erster Ehe des Vaters, der die Fabrik weiterführte, war achtzehn Jahre älter als sie und ihr Vormund, seit ihr Vater vor fünf Jahren gestorben war. Sie hatte diese fünf Jahre im Hause der Geheimrätin von Weller zugebracht, deren jüngere noch nicht vierzig Jahre alt, unabhängig, lebensfroh, und für Erna war„Tante Fränzchen“ eine wahre Mutter. Sie hatte anfänglich die Annäherung des jungen Offiziers an das schöne, vielbegehrte Mädchen nicht gern gesehen, Offiziersheiraten lagen außerhalb der Familienüberlieferung; aber als sie seinen offenen, ehrlichen Charakter und Ernas wachsende Zuneigung erkannte, begünstigte sie das Verhältnis der jungen Leute von ganzem Herzen. Sie hatte selbst mit Ernas Bruder und Vormund wiederholt über die Verlobung verhandelt, aber Emil Bollmann hatte sich bisher unzugänglich gezeigt. Nun, die jungen Leute mochten dann im ungünstigsten Falle warten, bis Erna großPrinz Teopolé von Bayern mit dem Prinzen Konrad in Deutsch=Ostafrika: Die Ankunft in Canga. Schwester mit Emil Bollmann verheiratet gewesen, jährig geworden, was in elf Monaten der Fall sein würde. aber nach vierjähriger, kinderloser Ehe gestorben war. Als aber Heinz Sandberg heute beim Nachtisch seinen Die Geheimrätin von Weller war eine lebhafte Frau, Gedanken aussprach, da war die lebhafte Frau sofort darauf übschen Erandkalender und s 10 Pfg. kalender, kolender. andlung. Wolnung m per sofort oder lig zu vermieten. der Expedition. 10 eingegangen; sie wußte, daß Emil als echter Rheinländer schließlich selbst über seinen Hereinfall lachen würde. Und wenn er erst überzeugt worden sei, daß der Ostelbier doch nicht so schwerfällig sei, wie er, der unfehlbare Herr Emil Bollmann, fest glaubte, dann würde er auch der Verlobung nicht länger widerstreben. Sie kannte den zierlichen Otto von Ettisberg genügend, um annehmen zu dürfen, daß er der zugedachten Rolle gewachsen sei. Nun traf sie einstweilen die Vorbereitungen, indem sie in ihrem Toilettenzimmer die nötigen Wäsche= und Kleidungsstücke zurechtlegte. Aber wer sollte den Fähnrich ankleiden? Nun, auch dazu fand die lustige Geheimrätin Rat. Sie würden alle zusammenhelfen und sich köstlich dabei amüsieren. So finden wir denn, eine halbe Stunde nach der oben geschilderten Unterhaltung im Kasernenzimmer, in dem Ankleidezimmer der Frau von Weller eine heitere Gesellschaft, deren Mittelpunkt Otto bildete. Er saß vor dem Toilettentische, in einen großen Frisiermantel gehüllt, hinter ihm stand die Geheimrätin mit einer blonden Lockenperücke in einer Hand, rechts neben ihm Erna, damit beschäftigt, ihm den Puder aus dem Gesicht zu reiben, links von ihm saß Heinz und hinten am Fenster die Zofe der Geheimrätin, eifrig an einer weißen Bluse nähend. „Aber, wie heiße ich denn nun eigentlich als junges, heiratslustiges Mädchen?“ fragte Otto. „Ich denke Ottilie, meinte Heinz,„dann schadet es nichts, wenn sich einmal eines verplappert und Otto ruft.“ „Gut, Ottilie ist mir recht, aber weiter?“ „Fräulein Ottilie Berg aus Kaukehmen in Ostpreußen, eine Pensionsfreundin Ernas, auf der Durchreise nach England begriffen, wo sie noch ein Jahr in Pension soll. Sie ist auf dem Gut ihres Vaters aufgewachsen, war zwei Jahre mit Erna in Ouchy zusammen, sie kennt Berlin, war auch schon in Königsberg in Gesellschaft, wird das genügen?“ fragte Frau von Weller. „Vollauf,“ antwortete Otto,„das übrige werde ich schon dazu finden. Aber, Erna, und jetzt ging er in die Kopfstimme über, die er ganz geläufig und geschickt gebrauchte,„für eine Herzensfreundin, die ihre liebe Ottilie jetzt schon zwei Jahre nicht mehr gesehen, bist du eigentlich wenig zärtlich!“ Dabei faßte er Ernas Hand und legte sie sich um den Hals. „Otto, vergiß dich nicht!“ rief Heinz eifersüchtig. „Im Gegenteil, Heinz, ich bin in meiner Rolle, nicht wahr, Frau Geheimrat?“ „Gewiß,“ sagte diese lachend,„aber die Komödie hat noch nicht begonnen. „Proben müssen aber vorhergehen, Tante, wenn das Stück nachher klappen soll,“ sagte Erna und strich mit der feinen Hand über Ottos Stirn, während Heinz unruhig auf seinem Stuhl hin und her rutschte. Die Geheimrätin machte dem Scherz ein Ende, indem sie Otto die Perücke aufs Haupt setzte und zurechtmachte. Die Toilette Ottiliens schritt nun rasch vorwärts. Freilich noch des öfteren unterbrochen durch Ausgelassenheiten des kecken Fähnrichs, der das Recht seiner Rolle wiederholt mißbrauchte, natürlich in allen Ehren, aber zum größten Verdruß seines Vetters. Gegen halb fünf Uhr war Ottilie fix und fertig, und alle stimmten überein, daß die Täuschung vollkommen sei: die Zofe meinte sogar, daß Fräulein Berg vorteilhafter aussehe, als das gnädige Fräulein. Die große Lockenperücke deckte die etwas großen Ohren Ottos, dessen mädchenhafte Bewegungen und Haltung deutlich zeigten, daß er Frauenkleidung nicht zum ersten Male trug. Er schob seinen Arm unter den Ernas und zog sie an den großen Spiegel. „Sind wir zwei nicht ein paar reizende Mädchen, Ernachen?“ meinte er lächelnd. Heinz war fest überzeugt, daß Herr Bollmann so viel Liebreiz nicht würde widerstehen können, und man begab sich hinüber in das Damenzimmer. Otto setzte sich an den Flügel und spielte; Erna und Heinz saßen auf dem Sofa und plauderten, die Geheimrätin war auf ihrem Lieblingsplatz im Erker, wo sie sich eine Patience legte. Eine Droschke hielt unten. „Achtung,“ rief Heinz,„das Stück beginnt.“ Es klingelte draußen, man hörte Emil Bollmanns volltönende Stimme, dann kam er selbst herein, ein großer, starker Herr mit blondem Vollbart, etwas hastigen Bewegungen. Alle standen auf, Frau von Weller und Erna gingen ihm rasch entgegen. Erna umarmte und küßte den Bruder, Heinz Sandberg machte seine Verbeugung, bis er an die Reihe zum Händedruck kam, Otto stand hinter dem Flügel, schüchtern die Augen niederschlagend. „Emil, gestatte, daß ich dir eine liebe Freundin Ernas aus ihrer Pensionszeit vorstelle. Fräulein Ottilie Berg kam vorgestern unerwartet an, sie ist auf der Reise nach England begriffen.“ Mit diesen Worten wurde Herr Bollmann auf die Erscheinung hinter dem Flügel hingewiesen, die nun die blauen Augen aufschlug und den Herrn verschüchtert anblickte, als er eine respektvolle Verbeugung machte. Man nahm Platz, Herr Bollmann und die Rätin in Sesseln, die drei anderen wie vorher, die üblichen Fragen nach dem Befinden und so weiter erfolgten. Ottos Hände ruhten auf den Tasten, ohne sie anzuschlagen, als sich Herr Bollmann plötzlich an sie wendete: „O, bitte, gnädiges Fräulein, fahren Sie doch mit Ihrem Spiel fort, lassen Sie sich durchaus nicht stören.“ „Ach nein, Herr Bollmann, ich kann warten, ich habe nur gerade ein paar Fingersätze probiert. Nicht wahr, Erna, es ist besser, ich schließe den Flügel?“ „Gewiß, Ottilie, komm und setze dich zu uns.“ Herr Bollmann beobachtete das etwas zarte, blondlockige Mädchen, wie es die Noten weglegte, das Instrument zumachte und sich nun langsam herüberbewegte. „Sie waren mit Erna zusammen in Ouchy? Aber Sie müssen doch jünger sein als sie?“ „Höchstens einige Wochen, mein offenes Haar läßt mich jünger erscheinen. Aber warum sprechen wir immer von mir, Sie sind doch gekommen, Ihre Schwester und die Frau Geheimrat zu besuchen?“ Damit stellte sich Ottilie neben Erna, strich über deren Haar und setzte sich. Die Geheimrätin biß sich auf die Lippen, um nicht vor Lachen herauszuplatzen. Die Unterhaltung ging weiter, aber immer wieder richtete Herr Bollmann das Wort an Ottilie. Der Tee wurde gebracht, Erna wollte aufstehen, um ihn zu servieren, als schon Ottilie am Tische stand. „Laß mich nur machen, Erna, zu Hause besorge ich das ja auch!“ Damit fing sie an, den Tee einzugießen und herumzureichen. Heinz starrte seinen Vetter überrascht an, solche Talente hatte er nicht in ihm vermutet. Als er seine Tasse erhielt, konnte er sich nicht enthalten, ihm zuzuflüstern:„Junge, wo hast du denn das alles gelernt?“ worauf dieser wie hilflos die Augen aufschlug, daß Heinz einen krampfhaften Lachanfall bekam. Die Komödie war im schönsten Gang. Otto spielte seine Rolle vorzüglich, er kokettierte als Ottilie Berg mit dem selbstbewußten rheinischen Fabrikanten so erfolgreich, daß er auch den schweren Angriff auf dessen Vorurteil gegen die Ostelbier beginnen konnte. „Bei uns in Ostpreußen“ fing er an. „Sie wollen doch nicht sagen, daß Sie dort zu Hause seien?“ fiel Emil Bollmann ein. „Habe ich das nicht bei der Vorstellung gesagt, Emil?“ frug die Geheimrätin.„Fräulein Berg ist ganz im Nordosten Deutschlands, in Kaukehmen, zu Hause. „In was?“ „Wie Aber, was „An ist, Fräule „Sie zu haben! „Hm, jenseits de ein... „Fräi „wir Oste Herrn Bo „Wir Deutsche zu Hause Mitd zurück, abe so etwas sicher eine Nun wolle auch Landsleut „Abei lassen, wol „Ich! kurzer Au gerade da Ihr Vorr Sandberg Der an seine S Erna fort.„Ott aber du ve zeugung. Elbe uns wir Rhein zäh festhal das Vorzi „Das so warme gebens. Witz und! zu konkurt „Um nicht alles Sie mich rief Herr „Wür jetzt jeden bringen, h das Feuer „Na, nicht fertig triebene h Die 1 den blond aber Herr gegen ihre Nach Leutnant, Ordonnan Draus und nahm, an. Der Leutnant Aufenthalt Fähnrich webel abli * Heinz er nicht, d wie Otto schönen Zugaben: Titelbild alles zuler sel(Preise und einem sisch ausgezählungen lbschen Erindkalender doten und s 10 Pfg. kalender, llender. 11 spielte; Erna und die Geheimrätin wo sie sich eine seginnt.“ Bollmanns vollerein, ein großer, das hastigen Beund Erna gingen Heinz Sandberg keihe zum Händeel, schüchtern die Freundin Ernas ein Ottilie Berg f der Reise nach ollmann auf die sen, die nun die verschüchtert anng machte. ind die Rätin in üblichen Fragen sten. , o h n e s i e a n z u an sie wendete: doch mit Ihrem stören.“ warten, ich habe t. Nicht wahr, ?“ zu uns.“ as zarte, blondglegte, das Inherüberbewegte. Ouchy? Aber fenes Haar läßt echen wir immer Schwester und strich über deren ippen, um nicht immer wieder ttilie. Der Tee um ihn zu serause besorge ich in und herumzun, solche Talente nicht enthalten, nn das alles gelugen aufschlug, bekam. Otto spielte seine Berg mit dem erfolgreich, daß Vorurteil gegen er an. e dort zu Hause g gesagt, Emil?“ t ganz im Nordnuse.“ „In Kau—keh—men,“ buchstabierte Otto. Ja, leben denn da auch gebildete Menschen?“ „Wie Sie sehen, ja! O, man lebt da gar nicht schlecht. Aber, was haben Sie denn gegen den Ort, Herr Bollmann?“ „An sich gar nichts, besonders wenn es Ihre Heimat ist, Fräulein.“ „Sie scheinen aber doch ein Vorurteil gegen das Land zu haben?“ „Hm, n' ja——— das heißt, gegen alles, was von jenseits der Elbe kommt,“ gestand Herr Bollmann zögernd ein... „Fräulein Ottilie, es ist nun eimal so,“ fiel Heinz ein, „wir Ostelbier finden keine Gnade vor den Augen des Herrn Bollmann, er hält uns alle für minderwertig.“ „Wirklich? O, das tut mir aber leid, also wir sind Deutsche zweiter Güte, oder ich, da ich so ganz dahinten zu Hause bin, vielleicht gar dritter oder vierter Sorte?“ Mit diesen Worten zog sich Ottilie scheinbar beschämt zurück, aber Herr Emil fing gleich an, sich zu entschuldigen, so etwas fiele ihm im Traume nicht ein, das Fräulein sei sicher eine Ausnahme von der Regel. Nun schmollte Ottilie erst recht. Sie sei keine Ausnahme, wolle auch keine sein, sie liebe ihre Heimat, und wer ihre Landsleute gering schätze, beleidige sie. „Aber, Fräulein Berg, ich will mich ja gern bekehren lassen, wollen Sie sich der Mühe unterziehen?" bat Herr Emil. „Ich? Herr Bollmann, dazu reicht Ihr und mein kurzer Aufenthalt hier wohl nicht aus, und wie käme ich gerade dazu? Sie hätten hier längst Gelegenheit gehabt, Ihr Vorurteil zu korrigieren, da Sie Herrn Leutnant Sandberg doch schon lange kennen.“ Der Hieb saß, Herr Bollmann wandte sich hilfesuchend an seine Schwägerin, sie aber zuckte bedauernd die Schultern. Erna nahm die Bewegung wahr und setzte den Angriff fort.„Ottilie hat recht, Emil. Das weißt du auch recht wohl, aber du versteifst dich eigensinnig gegen deine eigene Ueberzeugung. Worin sollen denn die Menschen von jenseits der Elbe uns nachstehen? Weil sie nicht so leichtlebig sind, wie wir Rheinländer? Weil sie nicht so leicht aufflackern, sondern zäh festhalten an dem Alten, Gutbewährten? Ich nenne das Vorzüge, lieber Bruder.“ „Das ist ja recht schön, Erna, daß du für uns Ostdeutsche so warm eintrittst,“ sagte Heinz,„aber ich glaube, es ist vergebens. Dein Bruder glaubt einmal nur an rheinischen Witz und hält uns für unfähig, darin mit euch Rheinländern zu konkurrieren.“ „Um Gottes willen, Fräulein Berg, glauben Sie doch nicht alles, was die zwei da erzählen. Danach müßten Sie mich ja für einen ganz einseitigen Menschen halten!“ rief Herr Bollmann ganz unglücklich aus. „Würde dich das wundern, Schwager? Du hast bis jetzt jedem Versuch, dich zu einer anderen Meinung zu bringen, hartnäckig widerstanden, schürte die Geheimrätin das Feuer. „Na, vielleicht gelingt es Fräulein Berg, was andere nicht fertig gebracht haben,“ meinte der in die Enge Getriebene höflich. Die Unterhaltung spann sich fort, das Fräulein mit den blonden Locken trat warm für Ostelbien ein, schien aber Herrn Bollmann wegen seiner Voreingenommenheit gegen ihre Landsleute innerlich zu schmollen. Nach einiger Zeit bat das Dienstmädchen den Herrn Leutnant, einen Augenblick hinauszukommen, es sei eine Ordonnanz da. Draußen an der Glastüre stand ein Unteroffizier und nahm, als der Leutnant hinauskam, dienstliche Haltung an. Der Herr Hauptmann von Koppel lasse den Herrn Leutnant fragen, ob ihm nichts über den gegenwärtigen Aufenthalt des Fähnrichs von Ettisberg bekannt sei. Der Fähnrich solle den auf Hauptwache erkrankten Vizefeldwebel ablösen. Heinz erschrak. Den Vetter abzuleugnen vermochte er nicht, das wäre eine dienstliche Lüge gewesen. Aber wie Otto jetzt aus den Damenkleidern herausbringen? Er überlegte einen Augenblick.„Ist der Herr Hauptmann zu Hause?“ „Zu Befehl!“ „Melden Sie ihm, ich werde im Augenblick selbst kommen und Auskunft geben. Der Unteroffizier machte Kehrt und ging. Heinz kam ins Zimmer zurück und bat, ihn einige Minuten entschuldigen zu wollen, er müsse rasch einen Dienstgang erledigen. Er gab sich die größte Mühe, Otto durch Friedels erstes Liedel. Der Friedel ist ein munfres Bübel, Hat dunkelbraunes Seidenhaar. Zwei Aeuglein, schwarz wie reife Kirschen, Drin hauset eine Koboldschar. Zwei Grübchen hat er in den Wangen, Sein Mündchen ist ein Rosenblatt: Er liebt die feinen, leckern Sachen, Der kleine, liebe Nimmersalt. Des Morgens wandert er zur Schule, Leichtfüssig wie ein junges Reh, Sein Ränzel trägt er stolz am Rücken, Er kennt das ganze Heut’ sang er keck sein erstes Liedel, Der Lehrer war des Lobes voll: Wie bocht sein Herzchen zum Zerspringen— Und heimwärts gehl es jetzt wie toll... Bei! Wie er stürmt in Mutters Stube, * Das kleine Antlitz buterrot, * Vergessen ist die Vesperstunde, * D a s s o n s t w i l l k o m m' n e B u t t e r b r o t. -4-Hu ztig..„ Und muner schinl den wilden Jungen... Wie überschäumend seine Lust... * Doch Holt singt Friedel schon sein Liedel * A u s ü b e r v o l l e r K i n d e r b r u s t * Der letzte Ton ist längst verklungen... Von Mullers Lippen kommt kein Laut... Und Friedel still in tiefem Staunen In Mutters nasse Augen schauf. Sica Süich. Slimnnnalllnlli aa Zeichen mitzuteilen, er möchte einen Augenblick mit hinauskommen, aber dieser war in seiner Ottilienrolle so tief in die Unterhaltung mit Herrn Böllmann verstrickt, daß er es nicht merkte, und so ging Heinz denn ohne Mitteilung von der drohenden Gefahr weg. Erna hatte wohl gemerkt, daß etwas nicht in Ordnung war, sie ging hinaus, das Mädchen zu befragen. Aber ehe dieses antworten konnte, klingelte es an der Tür, und als sie rasch öffnete, erschien in dem Rahmen Frau von Koppel, des Hauptmanns Gattin. Wie sie Erna erblickte, eilte sie lebhaft auf dieselbe zu, sie freue sich so, die Herrschaften zu Hause zu finden, sie habe extra den Tag schlechten Wetters zu ihrem Besuche gewählt, da sie dann gewiß sei, die Herrschaften zu Hause zu treffen. Erna überlegte, wie sie die gesprächige Dame am besten los werden könne, und war schon im Begriff, sie in den großen Salon zu bugsieren, als Herr Bollmann die Türe zum Damenzimmer aufriß, und die Gesellschaft darin sichtbar ward. Er hatte sehen wollen, wo seine Schwester bleibe, und bat nun die Dame, einzutreten. Es half nichts, die Komödie mußte weiter gespielt werden, mit dem neuen Akteur dazu. Und sie wurde es, von Otto vorzüglich.(Fortsetzung folgt.) Kleine Ursachen. Skizze von Margarethe Courths. (Schlus.)—(Nachdruck verboten.) Die Genesung schritt von Tag zu Tag vorwärts, und Tonis Hauptaufgabe war jetzt, den unglücklichen Henner ruhig zu halten, denn wenn die Wunde im Kopfe auch geheilt war, sein Bein bedurfte der allergrößten Ruhe. Aber was alle Strenge des Arztes vielleicht nicht erreicht hätte, das erreichten die bittenden Blicke aus Tonis wundervollen Augen. Und wenn alles nicht mehr half, nicht Bitten und Flehen, nicht Plaudern und Erzählen, dann griff Toni zu ihrem letzten Mittel! Sie sang ihrem unruhigen Patienten halblaut mit ihrer süßen Stimme ein altes Thüringer Volkslied nach dem andern. Aber es war unglaublich, wie oft Henner mit diesem Mittel beruhigt werden mußte! Toni ging ganz in der Pflege Henners auf. Und unmerklich nahm er immer größeren Besitz von ihrem Herzen, bis er es eines Tages ganz und gar ausfüllte. Mit Lust und mit Weh erfüllte diese Entdeckung Toni schönen Zugaben: Titelbild alles zuler (Preise und einem sisch ausgezählungen Übschen Erindkalender doten und Is 10 Pfg. kalender, olender. Schwester um Brot arbeiten sollte. Er holte sich die junge Waise in sein Haus. Aber die Zuneigung des vielbeschäftigten Mannes wog doch nicht die Kälte seiner Frau und seiner Tochter Toni gegenüber auf. Für sie war die Waise die arme Verwandte und nur dazu da, alles Unangenehme für die Damen zu erledigen. Toni war nicht böse deshalb, wie gern tat sie alles für die Tante! Wenn sie sie nur mit ein wenig Liebe aufnehmen wollte! Toni weinte selten ihren Toten nach, schon weil ihr die Zeit dazu fehlte; aber manchmal packte sie der Schmerz und die Sehnsucht, Die deutsche Militärmission für die Cürkei. (In der Mitte Generalleutnant Liman v. Sanders.) von Schleven. Wie schwer wurde ihr Herz, wenn sie daran dachte, wie bald der interessante Männerkopf nicht mehr auf diesen weißen Kissen liegen würde. Unendlich leer würden ihre Tage dann wieder werden! Keinem zur Lust und keinem zur Freude würde sie dann durch das große Haus gehen.————— Henner hielt seinen Mittagsschlaf, und Toni saß im Lehnstuhl am Fenster und bewachte ihn getreulich, während ihre Gedanken weit, weit fort waren. Sie ahnte nicht, daß Henner nur Schlaf vortäuschte, um sie Leere, wenn Henner von Regenow sie nicht mehr brauchte. Tonis Vater war Kapitän gewesen und nach einer Kollision mit nem Eisberg war der Dampfer, den er schon jahrelang befehligt hatte, mit Mann und Maus untergegangen. Und Tonis Mutter? Die zarte Frau wurde bei der Nachricht vom Herzschlag getroffen, und Toni stand plötzlich arm und verwaist im Leben. Von der Gnade der Verwandten wollte sie nicht leben, und ehe jemand aus der Verwandtschaft auch nur einen Entschluß gefaßt hatte, traf die Nachricht ein, daß Toni in der Klinik eines berühmten Chirurgen Pflegerin werden wollte. Der Professor war ein Freund von Tonis Vater gewesen und hatte sich in ihr eine gute Stütze erziehen wollen. Graf Ekkebrecht ließ es jedoch keine Ruhe, daß die Tochter keiner einzigen Gaston Doumergue, der jetzige französische Ministerpräsident. daß es ihren schlanken Körper schüttelte. Dann schloß sie sich in ihrem Zimmer ein und weinte trostlos bittere, bittere Tränen. Toni war auch jetzt ihren trüben Gedanken willig nachgegangen, und das Ende war, daß Schmerz und Sehnsucht nach ihren Lieben sie wieder einmal übermannten, und sie leise herzbrechend weinte. Henner von Regenow hatte die reizende Gestalt am Fenster nicht aus den Augen gelassen. Mit Besorgnis sah er den tiefen Schmerz„seines trauernden Mädchens“, und unwillkürlich trat ihr Name leise flehend auf seine Lippen:„Toni, liebes Fräulein von Schleven!“ Sie schrak heftig zusammen und starrte ihn mit tränenüberströmtem Gesicht an:„Was— was ist?— Ich glaubte Sie schlafend?“ „Wollen Sie nicht ein wenig zu mir kommen, ja?“ Zögernd kam Toni von ihrem Fensterplatz. Sie kämpfte herzhaft gegen den Tränenausbruch. Trotzdem rannten ihr noch die hellen Kummertränen über die Wangen, als sie auf einem Stuhl neben seinem Lager Platz nahm. Henner tastete nach der schluc 8 Dom Eisenbahnunglück bei Chemnitz am 14. Dezember 1913: Die durch den Telssturz verschüttete Tokomotive. Hand seiner schchzenden Pflegerin und sprach gute, tröstende Worte zu dem armen Mädchen. Und er mußte wohl das rechte gefunden haben, denn Tonis Tränenquell versiegte und sie konnte mit leiser, vibrierender Stimme Henner von ihren Toten sprechen. Toni hatte noch nie die Wohltat einer Aussprache und den liebevollen Zuspruch eines Mitfühlenden gefunden, seit sie so mutterseelenallein im Leben stand. Und wenn etwas Henner von Regenow ihrem Herzen noch teurer machen konnte, so war es sein verständnisvoller Trost. Toni war ihm rührend dankbar dafür. In Henner regte sich der leidenschaftliche Wunsch, Toni in seine Arme zu nehmen und ihr ein Heim an seinem Herzen anzubieten; aber die Angst, Toni von seinem Lager zu vertreiben, schloß ihm den Mund. Ein Grauen faßte ihn, wenn er daran dachte, hier liegen zu müssen ohne die liebliche Kurzweil, die ihm Toni nimmermüde zu bereiten trachtete, und ohne Trost, das liebe Mädchen zu sehen und zu hören. Energisch schloß er seine heißen Wünsche in sein Herz, bis er genesen sein würde. Toni trocknete gerade die letzten Tränen, als Graf EkkeKalse brecht zu Sie verabse tätschelte ih Toni befohlenen Der C viel von Vi wieder das Erblic Sie waren Trotzdem si andern herz zusammen v Schatten. Am M von Ekkebrec und hatte ein voll sagte:„ Und sel niemand, de zu sot arbeiten sollte. Er se Waise m sein Haus. ng des vielbeschäftigten nicht die Kälte seiner Tochter Toni gegenüber die Waise die arme Veru da, alles Unangenehme erledigen. böse deshalb, wie gern Tante! Wenn sie sie liebe aufnehmen wollte! ihren Toten nach, schon ufehlte; aber manchmal ierz und die Sehnsucht, oumergus, he Ministerpräsident. Dom Besuch des deutschen Kaiserpaares in München am 15. und 16. Dezember 1913: Kaiser Wilhelm und König Ludwig fahren unter heftigem Schneegestöber vom Zentralbahnhof zur Königlichen Residenz. estalt am Fenster nicht tiefen Schmerz„seines hr Name leise flehend wieee!“ tit tränenüberströmtem e schlafend?“ en, ja?“ Sie kämpfte herzhaft immertränen über die Lager Platz nahm. ner tastete nach der ner schluchzenden Pfled sprach gute, tröstende u dem armen Mädchen. mußte wohl das rechte n haben, denn Tonis suell versiegte und sie nit leiser, vibrierender Henner von ihren prechen. ni hatte noch nie die einer Aussprache und evollen Zuspruch eines mnden gefunden, seit sie rseelenallein im Leben nd wenn etwas Henner genow ihrem Herzen rer machen konnte, so sein verständnisvoller koni war sihm rührend dafür. Henner regte sich der aftliche Wunsch, Toni Arme zu nehmen und eim an seinem Herzen en: aber die Angst, seinem Lager zu verschloß ihm den Mund. uen faßte ihn, wenn dachte, hier liegen n ohne die liebliche , d i e i h m T o n i n i m zu bereiten trachtete, Trost, das liebe Mädsehen und zu hören. schloß er seine heißen in sein Herz, bis er ein würde. trocknete gerade die änen, als Graf Ekkebrecht zu seinem gewohnten Plauderstündchen bei Henner eintrat. Sie verabschiedete sich mit ein paar leisen Worten, und Graf Ekkebrecht tätschelte ihr mit gütigem Blick die heißen Wangen. Toni benutzte die Zeit, während der Graf bei ihrem Pflegebefohlenen war, dazu, ein wenig zu ruhen. Der Graf und Henner sprachen an diesem Nachmittag nicht gerade viel von Viktor von Regenow, denn Henner brachte geschickt wieder und wieder das Gespräch auf Toni von Schleven. *** Endlich kam aber doch der von Henner und Toni gefürchtete Tag der Sie waren sich in den stillen Wänden des Krankenzimmers viel, sehr viel Trotzdem sie nie von ihrer Liebe gesprochen hatten, fühlte sich doch andern herzlich geliebt. Wundervolle Stunden innigen Verständnisses Krankenzimmers herzlich schätzen gelernt! Nehmen Sie das Mädel und machen Sie es glücklich! Sie verdient es, auf Händen getragen zu werden und ist für Glück und Sonnenschein geboren! Ich' weiß, daß Toni bei mir, trotz all meiner Liebe, keine rechte Heimat finden wird! Und nun, Glück zu, Henner von Regenow!“. Damit entließ der Graf den glück strahlenden Henner; daß Toni ihm keinen Korb geben würde, wußte er. Trennung. geworden. eins vom hatten sie Großherzogliche Schloß in Schwerin vor dem Brande. zusammen verlebt, und nur die Trennungsstunde warf schon lange vorher ihre Schatten. Am Morgen aber war in Henner ein Entschluß gereift. Er konnte nicht fort von Ekkebrecht, ehe er sich Toni nicht erklärt hatte! Er suchte also den Grafen auf und hatte eine lange Unterredung mit ihm, an deren Schluß Graf Ekkebrecht humorvoll sagte:„So, so, also auf diese Art sprechen Sie mir Ihren Dank aus?“ Und sehr ernst und warm fuhr er fort:„Aber, mein junger Freund, ich wüßte Der Brans des Schweriner Schlosses am 14. Dez. 1913. niemand, dem ich meine Nichte lieber anvertraute. Ich habe Sie in der Stille des(Nachtaufnahme während des Brandes.) * — 14 Henner erreichte mit langsamen Schritten die große Veranda an der Hauptfront des Schlosses. Ein Automobil war mit seinem Gepäck, das man damals aus dem Gasthof geholt hatte, beladen. Der Anblick des reisefertigen eleganten Wagens gab Henner einen leichten Stich. Wie sollte er Toni noch einmal ungestört sprechen, wenn ihm der Zufall nicht zu Hilfe kam? Unentschlossen trat er an die kurze Treppe, die hinunter führte, da trat aus einem dichten Rosenbeet, zu seiner unaussprechlichen Freude, Toni. Hastig kam sie näher, einen großen Rosenstrauß in der kleinen Hand. Trotz ihrer traurigen Augen und zitternden Lippen zwang sie sich zu einem Lächeln:„Ich glaube gar, Herr von Regenow, Sie wollen ohne Stock todeskühn den Abstieg der Treppe beginnen! Da müssen Sie sich mir schon noch einmal anvertrauen!" Und schnell erstieg Toni die Treppe und stützte Henner geschickt mit der freien Hand. Henner ließ sich von ihrer anscheinenden Munterkeit nicht täuschen. „Ich glaubte, die Gräfin Eklebrecht auf der Veranda zu tressen!“ log er frisch darauf los, denn im Angesicht der Dienerschaft wollte er die brennende Frage nicht an Toni stellen. Als sie ein paar Schritt in den englisch gehaltenen Garten eingebogen waren, eröffnete er das Gespräch:„Vermutlich nehmen Sie nun wieder ihre alten Pflichten auf, nun Sie mich los werden!" „Woraus schließen Sie das?“ „Sind die Rosen in Ihrer Hand nicht für die Tafeldekoration bestimmt?“ „Ich hatte sie für Sie gepflückt!“ Toni sagte das zaghaft, leise mit niedergeschlagenen Augen und bot ihm schüchtern den Strauß. Henner von Regenow nahm die Blumen und Tonis Händchen zugleich, und sie neben sich auf die weißlackierte Gartenbank ziehend, sagte er leise:„Wie lieb von Ihnen! Aber ich möchte wohl wissen, ob Sie mir noch mehr schenken würden?" Toni errötete und die Gegenfrage kam recht stockend:„Was— denn— zum Beispiel?“ Henner erwiderte keck:„Einen Kuß!“ Toni sprang auf und sah zornig auf Henner nieder:„Womit— habe— ich das verdient?“ „Natürlich! Das habe ich wieder ordentlich dumm angefangen! Ich bin eben leider kein bißchen Diplomat! Ein frischer, fröhlicher Rittmeister und ich blase zur Attacke!— Toni, liebe, süße Toni, höre mich doch an! Frech, nicht? Dich so mir nichts dir nichts zu duzen! Siehst du, nun mußt du doch lachen! Du weißt ja doch schon lange, lange, was mich so keck macht? Ach, rede doch, Toni, Süßes! Sag doch ja?“ Toni sprach mit unterdrücktem Lachen:„Sie haben mich noch garnichts gefragt, sondern nur eine unglaubliche Keckheit bewiesen!“ Es sollte streng klingen; aber Henners lustigen Augen gegenüber brachte Toni auch kein Deutchen Strenge zusammen, und als er zerknirscht ausbrach:„Die Hauptsache hätte ich also glücklich vergessen!“ da konnte sie nicht anders, sie lachte herzlich auf. Henner rief glückstrahlend:„Du willst, nicht wahr, du willst?“ „Ja, aber was denn eigentlich?“ „Meine Frau werden, Toni! Meine süße, angebetete Frau!“ Und allen Uebermut beiseite lassend, nahm er Toni in seine Arme und leise fuhr er fort:„Ich will dich ja auf Händen tragen! Mein Sonnenschein sollst du werden und mein süßer, kleiner Kamerad! Willst du? Sag ein Wort, Toni, Liebes!“ Er sah sie beschwörend an und Toni tat ihm den Gefallen und flüsterte hingebend:„Henner, mein Henner!“ Eine Weile preßte er sie stumm an sein Herz und dann verbarg er seine heilige Rührung unter burschikosem Wesen:„So, nun gib mir noch einen Kuß, aber einen langen! Und dann wollen wir uns als neues Brautpaar der staunenden Verwandtschaft zeigen!“ Und sie ließen seinen Worten die Tat folgen.———-Natürlich reiste Henner von Regenow nun nicht ab, sondern verbrachte den Rest seines Urlaubs bei Tonis Verwandten. Und Toni war mit einem Mal nicht mehr Aschenbrödel. Die glänzende Partie, die sie machen würde, hob sie in den Augen ihrer Tante und Cousine so, daß sie nicht mehr wagten, Toni mit Unannehmlichkeiten zu quälen. Henner von Regenow wurde nicht allein von seiner Braut herzinnig geliebt, nein, alles was im Schloß wohnte, vom Grafen bis zum Stallknecht, vergötterte den sonnigen, liebenswürdigen Henner, und ein jeder freute sich herzlich über das Glück, das aus Toni von Schlevens Augen sprach. Fortgelöscht war alle Schwermut, und wenn auch Toni ihre Lieben noch immer herzlich betrauerte, das Glück, das junge, lachende Glück raubte ihrer Trauer alles Schmerzliche. Das Schlittschuhlaufen. —(Nachdruck verdoten.) er Winter ist die Zeit, in der unser Körper den meisten Schädigungen ausgesetzt ist. Wohl bringen auch alle anderen Jahreszeiten Gelegenheit zu mancher Erkrankung, doch sind die schädigenden Einflüsse derselben bei weitem nicht von so langer Dauer als die des Winters.„Ja, die Kälte!“— so höre ich viele der verehrten Leserinnen und manchen der Leser rufen,„die Kälte bringt uns oft um unser bißchen Gesundheit.“ Und Rheumatismus und Gicht, Katarrhe und andere Erkältungskrankheiten sind an der Tagesordnung. Wenn nur erst wieder der liebe Sommer da wäre!— Mit Verlaub! Nicht die Kälte ist an den „Erkältungskrankheiten“ schuld, sondern unsere verkehrte Lebensweise, die zu befolgen uns der Winter recht reichlich Gelegenheit gibt: Da schließt man sich ändstlich vor jedem kühlen Lufthauch ab, setzt sich in überheizte Zimmer, deren Temperatur den Kölper welk und schlaff macht; die Fenster werden am Tage selten, nachts überhaupt nicht geöffnet, und geht man hinaus an die frische Luft, so hüllt man sich doppelt und dreifach ein. Spaziergänge macht man selten, man kürzt sie gern ab und strebt der Wirtsstube zu, wo man sich recht behaglich fühlt. Ist dort auch die Luft von Zigarrenqualm und Staub erfüllt, ist sie auch durch den Aufenthalt vieler Menschen recht dick geworden, das alles schadet nichts, denn in den Lokalen ist's ja mollig warm. Sind die Kapitel Politik und Klatsch am Stammtisch erschöpft, so eilt man den heimischen Penaten zu. Und siehe da, am nächsten Morgen hat man den schönsten Schnupfen oder einen Halskatarrh, und man ist doch so vorsichtig gewesen! Doch nicht die Kälte ist an dem Uebel schuld, sondern— ich wiederhole es nochmals— der Mangel an Bewegung und die verdorbene Zimmerluft. Leute, die auch im Winter viel im Freien zu leben gezwungen sind, Förster, Holzfäller, Landwitte usw., erreichen ein höheres Alter als Stubenhocker. Sie kennen keine Furcht vor der Kälte und deshalb auch selten Erkältungskrankheiten. Und wenn die kalte Luft dem Körper schaden könnte, wie stände es dann mit den Erfolgen der Liegekuren in den modernen Lungenheilstätten, in denen die Patienten auch im Winter viel Zeit im Freien zubringen? Als vorzüglicher Ausgleich stehen dem Stubenmenschen die mancherlei Arten des Wintersportes zur Seite, als deren beliebtester und darum verbreitetster wohl der Schlittschuhlauf anzusehen ist. Sämtliche Muskeln, besonders die der Beine, werden in anregende Tätigkeit versetzt. Die ungezwungene Haltung des Körpers sorgt für eine gute, naturgemäße Arbeit aller seiner Organe.“ Die Lungen weiten sich und nehmen reichlich von der überaus reinen, sauerstoffreichen und daher gesunden Luft in sich auf. Der Kältereiz wirkt wohltuend auf den Körper, da er das Blut in die Haut lockt. So wird der Blutumlauf angeregt und beschleunigt; gerötete Wangen, warme Hände und Füße sind die angenehme Folge davon. Der Appetit wird mächtig angeregt, die Verdauungstätigkeit geregelt und die Nerven wohltuend beruhigt, weshalb den Tagen, an denen man dem Eislauf huldigte, ein ruhiger und erquickender Schlaf folgt. Die gesundheitlichen Vorteile, die sich der menschliche Körper durch das Schlittschuhlaufen verschafft, wirken auch in unschätzbarer Weise auf das Gemüt ein. Auch der Hypochonder wird auf dem Eise fröhlich und heiter. Er wird sich hier so recht seiner Kraft bewußt, die über Zeit und Raum triumphiert. Zu warnen ist vor einer übertriebenen Ausübung des Eislaufes, der nie bis zur Erschöpfung fortgesetzt werden darf. Besondere Vorsicht ist herzkranken Personen zu empfehlen, die gut tun, einen tüchtigen Arzt zu befragen, ob ihnen die Art ihres Herzfehlers das Schlittschuhlaufen gestattet oder ob er sich durch dasselbe verschlimmern könnte. Die Atmung, die ganz von selbst eine recht tiefe wird, soll nur durch die Nase geschehen, da die Luft dann nicht so kalt in die Lunge gelangt als bei Mundatmung. Nach Beendigung des Sportes begebe man sich nicht sogleich ins warme oder gar ins überheizte Zimmer; der dann leicht eintretende Blutandrang nach dem Kopfe ist zum mindesten unangenehm. Alkoholische Getränke während oder nach dem Schlittschuhlaufen zu genießen, muß durchaus widerraten werden; denn eine erwärmende Wirkung üben sie auf den Körper nicht aus, im Gegenteil, sie bewirken, daß die von außen an den Organismus herantretende Kälte nachteilige Folgen hinterlassen kann. Auch der Genuß starken Kaffees ist zu vermeiden, da dieser die Herztätigkeit unnötigerweise stark erregt. S. H. Sinnspruch. Das Herz gleicht ganz dem Meere, Hat Ebbe, Sturm und Flut, Und manche schöne Perle In seinen Tiefen ruht. H. Heine. eine Reorgar sehr freundli zeigt uns ein Der ne hat vor kurz von der fran mergue, der Vizepräsiden Minister des Ei In der von Brau unglück. führenden T motiven fuhr röllmassen hi gehoben wurt größtenteils 15 schwere ur als 100 Kubil Ereignissen z De Das d Staatsbesuch nach der Re hatte, am 15 bloß von der aufs herzlich vom Wetter paares ein se Der## Das zu herzoglie 14. zum 15. fendes Feuer die Feuerwel und die Ros gerufen. Die nahe Theatei herzogspaar Großherzog standene Sch Silben Fritz naschte zw Schnell gab alle „Ach“, seufzte zwe Die schmecken dre Ang Segen kann Doch auch VeRückwärts ge Ich in der he K H L N Allerlei. Zu unseren Bildern. Prinz Leopold von Bayern in Deutsch=Ostafrika. Prinz Leopold von Bayern, ein Bruder König Ludwig III., hat gelegentlich seiner Afrikareise mit seinem Sohne, dem Prinzen Konrad, auch der Hafenstadt Tanga in Deutsch=Ostafrika einen Besuch abgestattet. Die Fürstlichkeiten kamen an Bord des Reichspostdampfers „Feldmarschall“ dort an und wurden durch Vertreter der Ortsbehörden in einem beflaggten Boote an Land geholt, wo zahlreiche Weiße und Scharen von Eingeborenen sich eingefunden hatten. Die hohen Gäste nahmen zunächst vor dem Zollgebäude die Parade der Polizeitruppe ab und fuhren dann in festlich geschmückten Zweiradwagen, den sogenannten Rikschas, zum Kaiserlichen Bezirksamtsgebäude, um die dort versammelten Europäer und eine besondere Bayernabordnung zu begrüßen. Auch die Eingeborenenschule wurde im Anschluß daran eingehend besichtigt. Die deutsche Militärmission für die Türkei. Vor einiger Zeit sind in Konstantinopel die Offiziere der deutschen Militärmission eingetroffen. Sie sind bestimmt Die Buc wagerechten 3 1. einen K des Altertu Rufnamen, 8. einen he Kirchenjahr, * instrument, 15. einen So geor rechten Mittel 15 ufen. (Nachdruck verdoten.) r den meisten Schädialle anderen Jahresdoch sind die schädilanger Dauer als die le der verehrten Leseingt uns oft um unser t, Katarrhe und andere Wenn nur erst wieder ht die Kälte ist an den erkehrte Lebensweise, belegenheit gibt: Da ch ab, setzt sich in überund schlaff macht; die icht geöffnet, und geht doppelt und dreifach gern ab und strebt der dort auch die Luft von den Aufenthalt vieler ), denn in den Lokalen Klatsch am Stammn zu. Und siehe da, pfen oder einen Halssoch nicht die Kälte ist chmals— der Mangel te, die auch im Winter äller, Landwitte usw., kennen keine Furcht inkheiten. Und wenn e es dann mit den Erllstätten, in denen die ringen? enschen die mancherlei liebtester und darum Sämtliche Muskeln, zkeit versetzt. Die ungute, naturgemäße d nehmen reichlich von nden Luft in sich auf. aer das Blut in die beschleunigt; gerötete nehme Folge davon. ungstätigkeit geregelt lagen, an denen man Schlaf folgt. ischliche Körper durch schätzbarer Weise auf dem Eise fröhlich und ßt, die über Zeit und lbung des Eislaufes, Besondere Vorsicht einen tüchtigen Arzt Schlittschuhlaufen geönnte. Die Atmung, h die Nase geschehen, ils bei Mundatmung. st sogleich ins warme retende Blutandrang Alkoholische Getränke eßen, muß durchaus 1g üben sie auf den ie von außen an den m hinterlassen kann. dieser die HerztätigS. H eine Reorganisation der türkischen Armee vorzunehmen und haben eine sehr freundliche Aufnahme in der Türkei gefunden. Unsere Abbildung zeigt uns eine Aufnahme der Offiziere vor ihrer Abreise aus Deutschland. Gaston Doumergue. Der neue französische Ministerpräsident Gaston Doumergue hat vor kurzem sein Ministerium, das„Kabinett der Nullen", wie es von der französischen Presse sarkastisch bezeichnet wird, gebildet. Doumerque, der im 51. Lebensjahr steht und schon mehrfach Minister und Vizepräsident der Kammer war, fungiert in dem jetzigen Kabinett als Minister des Aeußern. Eisenbahnunglück am Harrassprung bei Chemnitz. In der Nacht vom 14. zum 15. Dezember ereignete sich in der Nähe von Braunsdorf bei Chemnitz ein schweres Eisenbahnunglück. Dort wurde an dem Südausgang des durch den Harrasfelsen führenden Tunnels ein Personenzug verschüttet. Die beiden Lokomotiven fuhren mit voller Gewalt in die niedergehenden Stein= und Geröllmassen hinein, wobei die erste Lokomotive bis zum Tunnelscheitel gehoben wurde. Die Wagen des im Tunnel befindlichen Zugteiles wurden größtenteils zertrümmert. 9 Passagiere waren sofort tot, während 15 schwere und 27 leichte Verletzungen erlitten. Der Felssturz, der mehr als 100 Kubikmeter Masse umfaßte, dürfte außerordentlichen elementaren Ereignissen zuzuschreiben sein. Der Besuch des deutschen Kaiserpaares in München. Das deutsche Kaiserpaar weilte in Erwiderung des Staatsbesuchs, den das bayerische Königspaar seinerzeit unmittelbar nach der Regentschaftsübernahme und als ersten in Berlin abgestattet hatte, am 15. und 16. Dezember in München. Es wurde dort nicht bloß von der Königsfamilie, sondern auch von der gesamten Bevölkerung aufs herzlichste empfangen. Leider wurde dieser Besuch nicht gerade vom Wetter begünstigt und herrschte besonders beim Einzug des Kaiserpaares ein sehr heftiges Schneegestöber. Der Brand des Großherzoglichen Schlosses in Schwerin. Das zu den schönsten Bauwerken Deutschlands zählende Großherzogliche Schloß in Schwerin wurde in der Nacht vom 14. zum 15. Dezember durch ein bei starkem Winde schnell um sich greifendes Feuer zum großen Teil eingeäschert. Die ganze Garnison sowie die Feuerwehr wurden sofort alarmiert, ebenso wurden die Hamburger und die Rostocker Feuerwehren telegraphisch zur Hilfeleistung herbeigerufen. Die geretteten Möbel, Kunstschätze und Akten wurden in das nahe Theater und in das Regierungsgebäude geschafft. Das Großherzogspaar brachte zunächst seine Kinder in Sicherheit, worauf der Großherzog selbst die Leitung der Löscharbeiten übernahm. Der entstandene Schaden wird auf mehr als 6 Millionen Mark geschätzt. Problem: Eiszapfen. e der Polizeitruppe adwagen, den sogehäude, um die dort mabordnung zu beAnschluß daran einürkei. el die Offiziere der Sie sind bestimmt, Rätselecke. Silbenscherzrätsel. Vilderrätsel. Fritz naschte gern die letzten zwei, Schnell gab man ihm drauf alle drei. „Ach“, seufzte er,„die letzten zwei, Die schmecken besser als die drei!“ Anagramm. Segen kann ich spenden, Doch auch Verderben senden. Rückwärts gelesen wohne Ich in der heißen Zone. Diamanträtsel. A A A A A B B B C CCHD E E E E E EEEEE E E (Nachdruck verboten.) SCHV W W Die Buchstaben obiger Figur sind so zu ordnen, daß die einzelnen wagerechten Reihen bezeichnen: 1. einen Konsonanten, 2. einen Fluß in Rußland, 3. eine Stadt des Altertums, 4. einen deutschen Dialektdichter, 5. einen weiblichen Rufnamen, 6. eine hohe Staatsbehörde, 7. ein christliches Fest, 8. einen hervorragenden Dichter, 9. einen bedeutungsvollen Tag im Kirchenjahr, 10. ein Insekt, 11. einen Kunstzweig, 12. ein Musik* instrument, 13. eine schreckliche Zeit, 14. einen Nebenfluß der Donau, 15. einen Konsonanten. So geordnet, stimmt die senkrechte Mittelreihe mit der wagerechten Mittelreihe überein. Paul Rieckhoff. Logogriphe. 1. Wie stolz kommt sie herangezogen, Sie, die des Rätsels Wort dir nennt, Beim Rauschen blauer Meereswogen, Beim Sonnenglanz am Firmament! Streich, Leser, vorne jetzt ein Zeichen— Verschwunden ist das erste Bild: Da siehst die Züge du, die weichen, Von einer Jungfrau, lieb und mild. Wer war nun jenes holde Wesen— Gezeichnet hat sie Goethes Hand— Die einen Jüngling, auserlesen, Voll Liebesschmerz ins Grab gesandt? Die mit Eiszapfen behängten Buchstaben sind zweierlei Art, solche mit einem Punkte oder Knopf und solche mit zwei Knöpfen. Werden erstere nach der Anzahl der von ihnen herabhängenden Eiszapfen geordnet und ebenso die Buchstaben der zweiten Art, so#erhält man die Bezeichnung eines beliebten Wiutervergnügens. Schieberatsel. Brabant— hammer— Gerber— Windmühle— Damespiel— Nienburg. Vorstehende Wörter sind untereinander zu stellen und dann seitlich so lange zu verschieben, bis zwei senkrechte Reihen je eine deutsche Stadt nennen. Paul 2. Auf dem mit f ruht man gern aus, Mit d wird dann ein Salz daraus. (Nachdruck verboten.) Spielecke. Der geheilte Bindfaden. Ein interessantes Kunststück ist es, einen Faden zu zerschneiden und ihn dann wieder, ohne ihn zusammenzuknüpfen, ganz zu machen, so daß man nichts an dem Schnitte merkt. Das durch beistehende Illustrationen erläuterte Kunststück beruht natürlich auf einer Täuschung der Zuschauer. Man lege zunächst den Faden, wie die erste Figur zeigt, zusammen, die beiden Kreuzungspunkte mit den Fingern bedeckend, und zeige ihn so den Zuschauern. Beim Zurückgeben schiebe man den Punkt b nach der linken Hand hinüber und fasse gleichzeitig mit Daumen= und Mittelfinger der rechten Hand den Punkt d. Man hält nun den Faden so, wie ihn das zweite Bild zeigt, einem Zuschauer hin, und bittet ihn, diesen zwischen den beiden Kreuzungspunkten zu zerschneiden. Der Zuschauer glaubt, den Schnitt dort auszuführen, wo früher Punkt b war, schneidet aber in Wirklichkeit am alten Punkte d durch und damit nur ein Stück des ganzen Fadens ab. Man zeigt nun dem Zuschauer zwei Enden(3. Bild) legt dabei jedoch den Daumen über die Kreuzungspunkte(4. Bild). Hierauf läßt man die beiden Enden ok zusammenknüpfen. Zur Untersuchung des den angeblichen Schaden heilenden Knotens läßt man nun von Zuschauern die Schnur untersuchen, während man den abgestreiften Knoten vorsichtig in die Tasche praktiziert. Auflösungen der Aufgaben in der letzten Nummer. Auflösungen der Bilderrätsel: 1. Besser ein magerer Vergleich, als ein unsicherer Prozeß. 2. Die dümmsten Esel tragen die schwersten Lasten. Auflösung des Buchstabenrätsels: Lund— Ufer— Newa— Drau. Auflösungen der Homonyme: 1. Kamm. 2. Brenner. Auflösung der Umstellungsaufgabe: Stern, Christ, Horst, Lampe, Isere, Torf, Tafel, Eisen, Not, Fahne, Abel, Harm, Rotte, Triest: Schlittenfahrt. Auflösung des Kryptogramms: Kindliches Vergnügen. Auflösung des Königszuges: Die Alten ehr', die Jungen lehr', Dein Haus ernähr', des Zorns dich wehr'! Auflösungen der Versteckrätsel: Orkan— Koran. Die Alp— der Alp. Auflösung des Rätsels:„Auf der Landkarte. hönen aben: stelbild s zu* 16 Humoristisches. Eine sonderbare Welt. Hausfrau(zum Mädchen):„Ihr Bruder hat Sie in den Zirkus eingeladen? Sie sagten doch bei Ihrem Dienstantritt, Sie hätten keine Geschwister...?“ Dienstmädchen:„Na, in ein paar Monaten kann sich doch manches ändern auf dieser Welt!“ (Hieb.) Parvenü:„Ich verkehre nur mit den feinsten Leuten.“— Dame:„Wieder ein Beweis dafür, daß die Gegensätze sich anziehen!“ (Grantig.) Sie:„Nun, Männchen, wie sehe ich aus in dem neuen Kostüm?“— Er:„Wie eine... unbezahlte Rechnung!“ Sonntagsjäger:„So ein prächtiges Jagdwetter... und da muß der Wildbrethändler wegen der Sonntagsruhe sein Geschäft geschlossen halten...!“ (Erste Sorge.) Neu eingelieferter Sträfling(zum Direktor): „Vergessen Sie bloß nicht die polizeiliche Anmeldung, Herr Direktor, daß wir keine Strafe bezahlen müssen!“ Ein Vorschlag zur Güte. (Gemischt.) Baron:„Mit der Elektrischen fahren? Nee... ist mir zu gemischt! Neulich rechts junge Dame mit Heliotrop... links altes Weib mit Limburger gehabt!“ Verierbilder. Kartenschlägerin:„Na, so a Glück! Da leg' i a Jurament ab, daß Ihna in nächster Zeit a fer zufallt! Gratulier' Ihna jetzt scho, gnä' Herr!" sensdurstiger:„Ich dank' ben möchten Sie mir auf Kresfer nicht einstweisen dreis Ader— hm— sagen Sie mal, liebe Frau, den Haupttreffer nicht einstweiten dreihundert Mark vorschießen?“ Wo ist unser Freund? o ist mein Papa? nen Der zu einer viewen Ztg.“ ha A der erstei spätere 2 Rach der Berlin dürfen. erhielt ie Kaiser er Zeitlage informier Komman ungen üt und zur Menichen Danzig und in n großem von Mai Gast in besteht in richtig, d Schiffstal wurde, n Vorgeser mich in Das Betonung General und Herr haben, de sollte2 peinz sein diesem Je Deutschi? fährt, Nach auch keise gen unif brac Bicherde Die Der wachlenbun gichtet. verwiin und das 9