No. 270. Fernsprech=Nr. 46 für Witten. Witten, Mittwoch, den 18. November. Fernstrech=Nr. 18 fütr Hagen * 1891 arde=, Krieger= tten. jahren sollen in der Lohin diesem fsbedürftiger verstorbener e cheerung sondere Bedie im Laufe sten Kinder. rzu sind unter tatutenbuches mmeraden bis 2. Novbr., hlmeister H. zu richten. tov. 1891. orstand. Adler. ker.) Trerreuesen,A Oerter Erscheini täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Insertionen werden die 7 gespaltene Petitzeile mit 10 Pf. berechnet. verbunden mit dem GruTral 2 für Witten und Amgegend. Abonnementspreis(incl, der Gratisbetlage „Märkisches Heim“): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 69 Pfg. bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahrte auf der Post inel. Bestellgeld 2.20 Mk. — veiz. ens 10 Uhr Uhr. der 15 Pf. Mark sse zu haben. imeumus schöne id 12 Pfg., en Kaffee empfiehlt ufmann, one. schinen seider etschen ühlen Maschinen. che, hstr. 225. te sende gratis mmer ingen Stockumer * Wille. ingen kleine kinderoder später eres in der in den haus, cAen en, bügeln seit versteht, nach Hagen Familie geen sich mele haben. 2r Exped. suswärtigen ein ordentl. Hausarbeit juten Lohn # 5 part. in Witten & Co. woortichtets gölcten Die Lage. w Wien, den 14. Nov. Heute Vormittag 11 Uhr ist unter dem Vorsitze Ludwig Tiszas, wie bereits gemeldet, der Ausschuß der ungarischen Delegation für auswärtige Angelegenheiten zusammengetreten. Graf Kalnoky ergriff das Wort zu einem längeren Expose, in welchem er gegenüber den verschiedenen Auffassungen der kaiserlichen Ansprache feststellte, daß die gegenwärtige Lage Oesterreich= Ungarns, soweit es sich um Friedensaussichten handele, günstig sei. Er kenne keine einzige politische Frage, welche zu der Befürchtung Anlaß gebe, daß die lange Friedensepoche jetzt eine Unterbrechung erfahren könnte. Die Beziehungen zu allen Mächten seien durchaus freundlicher Natur. Die Oesterreich= Ungarn allseitig zukommenden Versicherungen stellten nicht nur die friedlichen Bestrebungen fest, sondern es lägen dem Wiener Kabinette auch authentische und maßgebende Zusicherungen vor, daß auf keiner Seite die Absicht irgend einer Aggression gegen einen Nachbar bestehe. Demnach könnten derzeit weder Befürchtungen für den europäischen Frieden im Allgemeinen noch für Oesterreich=Ungarn bestehen. Die Hauptursache der trotzdem wiederkehrenden allgemeinen Beängstigungen liegen in der ungeschwächten Fortdauer der militärischen Rüstungen bei allen Staaten, welche Rüstungen die Gefahr einschlössen, daß durch die gesteigerte Leichtigkeit des Krieges auch die Eventualität des Krieges näher gerückt werden könne. Niemand zweifle an dem Wunsche Oesterreich=Ungarns nach Erhaltung des Friedens; allein der gleiche Wunsch sei überall vorhanden, was zu der Hoffnung berechtige, daß man allmählig aus dem gegenwärtigen widerspruchsvollen Zustande herauskommen werde. Die rein defensiven, behufs der Erhaltung des Friedens geschlossenen Bündnisse Oesterreich=Ungarns erwiesen sich den Zwecken und Zielen entsprechend; daher sei die Folgecung gestattet, der Zusammenschluß der Centralstaaten werde dazu beitragen, auch künftig den Frieden zu erhalten. Der Minister bestätigte sodann die Erneuerung des Bündnisses mit Italien auf eine Reihe von Schrer..... g usfte Das Verhältniß Oesterreich=Ungarns zu Deutschland sei unverändert, sofern der Ausdruck auf ein Verhältniß passe, welches sich fortwährend vertiefe und die Bande zwischen den Betheiligten immer mehr festige. Bei den obengedachten Verhandlungen habe sich zwischen den leitenden Ministern der drei Mächte vollstes gegenseitiges Einverständniß gezeigt. Gegenüber der in der öffentlichen Meinung letzthin zu Tage getretenen Ircitation erinnert der Minister an die leichte Erregbarkeit der Zeit, die Sensationssucht des großen Publikums und die Geneigtheit der Presse, diesem Bedürfnisse der Zeitepoche entgegenzukommen, und fährt dann fort, die Reise des Deutschen Kaisers nach England sei von hoher Bedeutung, aber nicht der Ausgangspunkt neuer, sondern das Resultat bereits bestandener Verhältnisse gewesen. Die Reise wäre nicht in dieser Weise unternommen worden, die Aufnahme des Deutschen Kaisers in England wäre nicht so glänzend und warm gewesen, wenn nicht in England schon früher lebhafte Sympathie für den Deutschen Kaiser und Deutschland vorhanden gewesen wären, und wenn nicht das englische Volk für die Friedensziele des Dreibundes richtiges Verständniß besessen hätte. Der Flottenbesuch in Kronstadt sei beiläufig von dem gleichen Standpunkte zu beurtheilen. Was sich dort ereignet habe, hätte nicht geschehen können, wenn nicht auf beiden Seiten das Bewußtsein einer zwischen den beiderseitigen Interessen bestehenden engeren Verbindung vorhanden gewesen wäre. Er theile nicht die Auffassung, daß eine tiefe Verändederung der Lage Europa's auf die Kronstädter Ereignisse zurückzuführen sei. Die Ziele der Orientpolitik seien: im Balkangebirge allen Individualitäten freie Entwickelung innerhalb der Grenzen des Berliner Vertrages zu sichern, und deren staatliches wie materielles Gedeihen nach Möglichkeit zu fördern, damit sie sich immermehr auf das Niveau der übrigen Kulturstaaten heben und damit sie der westeuropäischen Völkerfamilie näher gerückt werden. Die Hoffnung, daß die Politik Rumäniens die bisherige Richtung beibehalte sei desto begründeter, da Rumänien gleich Oestereich=Ungarn eine konservative auf Erhaltung des Friedens und des rechtlichen Zustandes auf der Balkan=Halbinsel basirte Politik verfolgen, Seebien gegenüber beweise Oesterreich=Ungarn alles Entgegenkommen, um gute Beziehungen mit dem kleinen Nachbarstaate zu eerhalten. Die Parkeiverhältnisse dieses jungen Staates seien noch sehr verworren, wodurch der Regierung oft ungewöhnliche Schwierigkeiten entgegenträten; trotzdem sei eine Besserung der Beziehungen zu konstatiren, wozu die herzliche Aufnahme des Königs am öststerreichischen Hofe beigetragen habe. Oesterreich= Ungarn verlange von Serbien nicht mehr als die Gegenseitigkeiten in den erwünschten guten Beziehungen. Der serbischen Regierung fehle es zwar nicht an gutem Willen; allein die Bevölkerung Serbiens gerathe immer tiefer in eine Richtung, welche gegen ihr eigenes Interesse laufe und schließlich mit den bestehenden Verträgen in Konflikt führen müsse. Es wäre gut, wenn man in Belgrad weniger große Politik machte und sich mehr der Pflege der inneren Aufgaben zuwenden wollte. Was diesen Punkt betreffe, so bilde die fleißig ausdauerde Arbeit der bulgarischen Regierung an der Hebung des Wohlstandes in diesem Lande unverkennbar einen wohlthuenden Gegensatz. Die Anerkennungsfrage stehe genau wie ehedem. Oesterreich=Ungarn könne sich nicht veranlaßt fühlen, diese heikle Frage anzuregen, bezüglich deren ein Mißerfolg vorauszusehen sei, der sich unter Umständen gefährlich gestalten könnte. Dies möge für Bulgarien peinlich sein und könnte bei allzu langer Dauer auch bedenklich werden, aber im Allgemeinen dürfe man die Stellung Bulgariens trotz der mangelnden Anerkennung als gut bezeichnen. Delegirter Graf Apponyi sieht in dem Exposé des Ministers eine weitere Bestätigung der Aeußerungen der kaiserlichen Ansprache über den Ernst und die Gespanntheit der derzeitigen europäischen Lage. Die fortgesetzt gesteigerten russischen Rüstungen stimmten schlecht zu den heutigen Friedensversicherungen dieser Macht. Aus den Aeußerungen des Grafen Kalnoky über den Kronstätter Flottenbesuch schließt Redner, ein bestimmtes Bündniß zwischen Rußland und Frankreich bestehe nicht. Allein der Ansicht, daß der Kronstädter Flottenbesuch nichts an der Situation änderte, theilt Redner nicht. Er weist darauf hin, daß unmittelbar darauf die Dardanellenfrage in den Vordergrund getreten sei, deren Harmlosigkeit der Redner bestreitet, indem er das russisch=türkische Uebereinkommen bedauert. Hierauf erwiderte Graf Kalnoky, die anderen Mittelmeermächte, obschon durch die Dardanellenfrage näher berührt, als Oesterreich=Ungarn, hätten dennoch die gleiche Haltung eingenommen. Delegirter Graf Apponyi nimmt neueclich das Wort und erklärt, er wolle den berechtigten Wünschen Rußlands nicht schroff entgegentreten, halte aber an dem Tadel wegen der Form des Dardanellenübereinkommens fest, welches den Mächten vor und nicht nach Abschluß mitzutheilen gewesen wäre. In Erwiderung hierauf konstatirte Graf Kalnoky, der Zwischenfall in den Dardanellen habe lange vor der Kronstädter Entrevue den Gegenstand der Kontroverse gebildet. Das Zusammenfallen der Finalisirung der Frage mit dem französischen Flottenbesuche sei daher nur ein Zufall. Appony ist durch die Ausführungen des Ministers von der Richtigkeit des Vorgehens der Pforte nicht überzeugt. Rußland liebe die Politik der vollzogenen Thatsachen. Er erinnere an die Londoner Konferenz von 1871 und an Batum. Die Rücksicht der Mächte auf Rußlands Empfindlichkeit bleiben russischerseits unerwidert; einen Beweis des ängstlichen Vorgehens der Mächte bilde Bulgarien. Graf Szechenyi stellt die Berechtigung des Sultans fest, die Durchfahrt durch die Dardanellen zu gestatten.— Delegirter Csernatony erwartet den Ausbruch eines Krieges nicht vom Westen, sondern vom Osten. Der Dardanellenfrage mißt er keinen allzu großen Werth bei. Redner fragt hierauf den Grafen Kalnocky über die Reise des Ministers v. Giers nach Italien und ob Graf Kalnocky die Natur der Verhandlungen zwischen Giers und Rudini kenne und ob hierdurch Italiens Stellung zum Dreibunde nicht geschwächt sei. Graf Kalnocky antwortet hierauf, Italiens Interessen lägen mehr nach dem Mittelländischen Meer als nach den Balkanländern, aber Beide seien schwer trennbar, daher seien die Ziele österreichisch=italienischen Ortentpolitik identisch. Die Orientpolitik beider Staaten sei konservativ und auf die Aufrechterhaltung des status quo gerichtet ohne Anspruch auf Landeserwerb oder unberechtigten Einfluß. Die Zusammenkunft der Minister v. Giers und di Rudini betrachte er ohne Mißtrauen. Die Begegnung sei sogar wünschenswerth gewesen, da Giers, den er als einen gemäßigten Staatsmann kenne, sich hätte überzeugen können, daß Italien gleich den übrigen Mitgliedern des Dreibundes nur rein friedliche Ziele anstrebe. Was zwischen den beiden Statsmännern gesprochen worden, glaube er (Kalnocky) bei den vertrauensvollen Beziehungen zwischen den Ministern des Dreibundes zu nissen, und er habe keinen Grund, von dem Verlaufe und dem Resultat der Zusammenkunft nicht ganz befriedigt zu sein. Hierauf wurden die Verhandlungen während 10 Minuten unterbrochen. Nach Wiederanfnahme derselben nahm der Minister Graf Kalnoky das Wort, um festzustellen, daß er die europäische Lage in keinem wesentlich anderen Sinne beurtheile, als dies letzthin von dem Premierminister Italiens und Englands geschehen sei, indem er gegenwärtig keinen Grund zu einer Bedrohung des Friedens erblicke, wofür das eben vorgelegte Kriegsbudget der beste Beweis sei. Die Regierung hätte wohl viele Millionen einstellen müssen, wenn sie an eine imminente Gefahr glauben oder ernste Besorgnisse für die nächste Zukunft hegen würde. Delegirter Graf Karoly fragt unter Hinweiß auf die seit 1887 ununterbrochen erfolgenden russischen Truppenvorschübe aus dem Osten nach dem Westen, ob dem Grafen Kalnoky von der Zurückziehung russischer Truppentheile von den Grenzen etwas bekannt sei. Der Minister erwiderte hierauf, von einer Rückbeförderung russischer Truppen aus dem Westen nach dem Osten sei ihm nichts bekannt, der offiziöse Russische Invalide“ habe vielmehr offen das Gegentheil verkündigt. Thatsächlich sei in der Verschiebung der russischen Truppen bisher kein Stillstand eingetreten. Nach diesen Ausführungen des Ministers wurde die Sitzung geschlossen und die Verhandlung der einzelnen Posten des Budgets auf Morgen 11 Uhr Vormittags vertagt. Deutsches * Berlin, 16. Nov. Der Kaiser arbeitete heute Vormittags zunächst allein und darauf mit dem Chef des Zivllkabinets. Später nahm der Monarch die laufenden Marinevorträge entgegen, ertheilte Audienzen und empfing militärische Meldungen. Nachmittags kamen beide Majestäten nach Berlin. — Gegenüber den Gerüchten, der kaiserliche Hof werde den Winter über in Potsdam bleiben, erfährt die„Nord. Allg. Ztg. von gut unterrichteter Seite, daß die Uebersiedelung desselben nach Berlin zu Neujahr erfolgen wird. 2c Berlin, 16. Nov. Wie uns mitgetheilt wird, hat der Gouverneur von Mainz, General der Infanterie von Reibnitz seinen Abschied eingereicht. General von Reibnitz hatte die verantwortungsvolle Stellung eines Gouverneurs von Mainz seit dem Herbst war vorher Kommundeur der 18. Division in Flensburg. General der Infanterie ist von Reibnitz seit dem 20. September 1890. Während seiner letztjährigen Amtszeit kamen die bekannten unliebsamen Auftritte zwischen Personen des Civil= und Militärstandes vor. Als sein Rachfolger wird in militärischen Kreisen der Generallieutenant von Holleben, Kommandeur der 1. Garde=InfanterieDivision, genannt. — Heute, Dienstag, Nachmittags 2 Uhr tritt der Reichstag ohne Thronrede zusammen. Auf der Tagesordnung stehen die erste Berathung eines Gesetzes, betreffend die Bestrafung des Sklavenhandels, und verschiedene Kommissionsberichte. Der Tag ist zugleich ein Gedenktag: am 17. November 1881 erließ Kaiser Wilhelm I. seine sozialpolitische Botfchaft, an welchem die deutsche Sozialgesetzgebung ihren Ausgang nahm, — Der Reichshaushaltsetat für 1892/93 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 1,222,416,597 M. ab. Davon entfallen 991,683,030 M. auf fortdauernde, 71,774,745 M. auf einmalige Ausgaben im ordentlichen und 158,958,822 M. im außerordentlichen Etat. Unter den fortlaufenden Ausgaben sind diejenigen für das Reichsheer mit 427,514,161 M. um 14.338,356 M. höher als im Vorjahr, die Marine mit 46,078.902 M. um 3,248382, M. Unter den einmaligen Ausgaben werden für das Neuyoheer 39,190,331 M., für die Marine 17,426,000 fordert; an außerordentlichen Ausgaben für das Reichsheer 102,203,822 M.(mehr 77,958,994 M.), für die Marine 32,406,500 M.(mehr Eisenbahn=Verwaltung 14,348,500 M.(mehr 7,478,500 M.). Unter den Einnahmen figucieren die Zölle und Verbrauchssteuern mit 603,833,960 M.(mehr 25.080,320 M.), die Matrikularbeiträge mit 321,511,838 M.(mehr 4,912,554 M.), außerordentliche Deckungsmittel mit 158,958,822 M.(mehr 67,127,994 M.). — Zur Frageder Aufbesserung der höheren Lehrer in Preußen bemerkt die„Nordd. Allg. Ztg.“: Es ist wichtig, daß die Prinzipienfrage der Gleichstellung der Lehrer höherer Lehranstalten mit den Juristen vorläufig bei Seite gelassen worden ist. Was zunächst gewährt wird, ist das Höchste, was bei der jetzigen Finanzlage zu erreichen war, schließt aber weitere Verbesserungen nicht aus. Es handelt sich aber nun nicht weniger als um einen Mehrbetrag von 2 Millionen Mark, welcher für die Aufbesserung nisse der Lehrer an den in Frage stehenden Anstalten aufgewandt werden soll. — Fürst Bismarck äußerte den„Hamb. Nachr.“ zufolge während der Fahrt, er könne vorläufig nicht gut nach Berlin in den Reichstag kommen.„Zunächst liegt ja aug, noch keine dringende Veranlassung vor. Außerdem habe ich keine Wohnung in Berlin. — Dem Reichstage wird in der bevorstehenden Session ein Antrag auf Gewährung von Tagegeldern an die Aberdnchen woaten. r Berlin, 16. Nov. Zur Feier des Geourtblügen I. M. der Kaiserin griedrich findet bei den kaiserlichen Majestäten am Sonnabend den 21. November im Neuen Palais bei Potsdam ein Lunch statt, zu dem bereits eine größere Anzahl von Einladungen an Mitglieder der Hofgesellschaft ergangen sind. v Berlin, 16. Novbr. Die Hesige jgpanische Gesandtschaft ist ermächtigt, die Nach##### des Londoner „Daily Chronicle", wonach zwischen China und Japan ein Einvernehmen dahin getroffen sei, daß Japan im Nothfalle China Hilfe leisten werde, sowie daß die japanische Flotte sich zu dem Ende bereits auf dem Wege nach den chinesischen Gewässern befinde, ihrem ganzen Umfange nach als erfunden zu erklären. Berlin, 16. Nov. Nachdem die auf Veranlassung des Ministers für Landwirthschaft, Domänen und Forsten angestellten Erhebungen bezüglich der Ausdehnung der Rothlaufseuche unter den Schweinebeständen abgeschlossen sind, wird die Bearbeitung der eingegangenen Ergebnisse erfolgen. Von dem Endresultat der stattgehabten Ermittelungen wird es abhängen, ob und inwieweit dasselbe zu Erwägungen führen dürfte, besondere Maßnahmen bezüglich der Rothlaufseuche ins Auge zu Börsenspeknlation und Spielwuth. Ueber dieses Thema hielt Professor Wagener am Freitag Abend in Berlin einen längeren Vortrag. Er führte aus:„Ich meine, in letzter Linte liegt die Schuld an diesem Börsentreiben, nicht allein am Bankier, auch nicht am jüdischen Bankier, sondern am Volk, aus dessen Ersparnissen sich dann diese großen Börsenvermögen zusammensetzen. Wenn das Volk nicht sein Geld hingäbe, würde die Sache gar nicht so schlimm werden können. Aber es geht alles darauf aus, schnell reich zu werden, ohne reelle Arbeit. Spielt Niemand von Ihnen in der Lotterie? Ich fulch#e, alle! Ich bedauere sehr, daß der preußische Staat die Lotterie sehr begünstigt, die Staatslotterie sogar vermehrt hat. Ich bedauere die vielen genehmigten Gelegenheitslotterieu. Das Börsenspiel aber ist nicht schlechter, sondern eher etwas besser als das Lotteriespiel; denn es erfordert doch etwas Nachdenken, etwas Berechnung, das Lotteriespiel gar nicht. Man spielt nur deshalb in der Lotterie, um reich zu werden. Was das Börsenspier betrifft, so sind nicht nur die Termingeschäfte, sondern auch die Spekulationen verwerflich. Ich bin fast überzeugt, daß auch hier viele sind, die muhelos reich werden wonen, indem sie ihr Geld beim Bankier für sich arbeiten lassen. Also nicht die Juden allein, sondern das ganze Publikum ist Schuld. Die Effektenbörse ist etwas nothwendiges zur Aufnahme der Staats=Anleihe und zur Anlage der Ersparnisse der Bürger, aber das Börsenspiel brauchen wir nicht und das Publikum sollte sich davor hüten. Man sollte nicht den Reichthum an sich, sondern den anständigen, moralischen Erwerb desselben achten.„Man sollte alle Unehrlichen, auch wenn sie reich sino, uerfeuschftlich vervehmen. Darin haben wir es verfehlt. Wie kommt es, daß die Lotterieloose so starken Absatz haben? Wenn die Juden die Verführer sind, so laßt euch doch nicht immer verführen! Sucht doch die Wurzel des Uebels in euch selbst! Man soll nicht gewinnen wollen, wo man nicht verlieren will. Ich schließe mit dem alten Bibelwort: „Derjenige hebe den ersten Stein, der sich frei von Sünde weiß!" Der Eindruck der Wagner’schen Rede und der sich darin kundgebenden Stellung war für Viele geradezu in vrilifraiber. — Bereits in drei bis vier Fäuen int bei Schweinefleisch, das von Amerika nach Deutschland importirt wurde, das Vorhandensein von Trichinen festgestellt worden. Ergiebt sich schon aus dieser Thatsache die große Lässigkeit, mit welcher die amerikanischen Behörden die so gepriesenen gesetzlichen Maßnahmen behufs Untersuchung der für den Export bestimmten Fleisches handhaben, so verdient nachstehende Aeußerung der„New=Yorker Staatszeitung" be„Die städtische Sanitätspolizei hat auf dem WestWashington=Markt den zum Verkauf hergerichteten Kadaver eines Schafes entdeckt, welcher so deutliche Spuren von Milzbrand zeigte, daß vone Weiteres zur Beschlugnahme geschritten werden konnte. Nichtsdestoweniger war an dem Kadaver— man hatte denselben übrigens durch geschickte Garnirung mit Fett und sogar mit den Nieren eines gesunden Schafes ansehnlich zu machen versucht— eine Etiquette des Vereinigten Staaten=Ackerbau=Departements zum Zeichen dafür befestigt, daß einer von„Onkel Jerry's“ Fleischbeschauern das Stück als gesund hatte passiren lassen.“ Das Mißtrauen, welches deutscherseits gegen die Zuverlässigkeit der amerikanischen Beamten laut geworden ist, erscheint also durchaus begründet. — Das Blatt der unabhängigen Sozialisten,„Der Socialist", ist erschienen. Redacteur ist Feistler. Gedruckt wird das Blatt bei Werner. Das ganze Blatt ist meistens angefüllt mit wüthenden Angriffen gegen den„Vorwärts“. Eine zweite Versammlung der unabhängigen Sozial##en findet am 17. 98. statt.... Manst — Die Gesammtzahl der wahrend der Monate April bis September 1891 bei den 16 der preußischen Kontingentsverwaltung angehörigen Armeekorps von Hitzschlag befallenen Mannschaften betrug 121. Von den Erkrankten starben 6. Im vorigen Jahre betrug die Zahl der während des gleichen Zeitraums vorgekommenen Erkrankungen 82 mit 10 Todesfällen. Auf die Zeit der Herbstübungen, die Monate August und September, entfielen in diesem Jahre 55 Erkrankungen mit 2 Todesfällen gegen 48 mit vier Todesfällen im Vorjahre. — Das endgültige Ergebniß der Volkszählung vom 1. Dezember v. J. wird für den preußischen Staat dessen Provinzen und Regierungsbezirke bereits in der Stat. Korr. veröffentlicht. Danach betrug die ortsanwesende Bevölkerung des Staates 29,955.281 Personen gegen 28.318.470 im Jahre 1885., Dem Religionshefgrget; nisse nach waren 19,230,345 Evangelische,## Katholiken, 95.351 andere Christen, zden und 4690 Andersgläubige vorhanden. Im Beigleich zu 1885 haben die Evange ischen und die Juden eine Verminderung erfahren, die Katholiken und die Andersgläubigen dagegen eine Verstürtung,„.. I Iic Sesnckur — Gestern fand in Neumunster ein zahltrih befüchter Delegirtentag des schleswig=holsteinischen nationalliberalen Vereins statt. An den Fursten Bismarck wurde von der Versammlung ein Telegramm abgeschickt, welches, die Versicherung unwandelbarer Treue und Danourceit zum Nuchud broot. Haunover, 16. Nov. Der zum Staotoirektor von Hannover ernannte Landtags=Abgeordnete Tramm hat sein Mandat niedergelegt. Dresden, 16. Rdv. Doer wr=„ischisch 00g Wee. ang Zpezserchöbung der Cioilliste um reichftipigiste zu dezum Zwege der Erhohung der aus der Eimr zu bestreitengen webälter. F. n#u BS. Meißen, 15. Nov. Große Aufregung herrscht, Antrenungen von Deposttelgeldern ver haftet und nach dem Untersuchungsgefängniß in Dresden eden. Es sind meistentheils kleinere Bürger abgeführt word...— sinr Menentl und Handwerker, mehrere hundert Kunden, die durch Fischer ihres gesammten Vermögens, das sie in der Meißner Creditbank niedergelegt, verlustig gegangen sind. Fischer, welcher als Mitglied und Angehöriger einer alten Patrizierfamilie sich eines unbegrenzten Vertrauens erfreute und zahlreiche Ehrenämter bekleidete, war Inhaber eines großen Bankgeschäftes am Platze und gleichzeitig Direktor der Meitzener Creditbank, in welch' letzterer Stellung er unumschränkt schaltete und waltete. Die Bilanzen der Meißener Creditbank sind schon seit Jahren von Fischer allein gefertigt und von dem Aufsichtsrath, der blindes Vertrauen zu Fischer gehabt zu haben scheint, ohne Prüfung unterzeichnet worden. Als die ersten Nachrichten von dem Berliner Krach nach Meißen drangen, verlangten mehrere Kunden der Meißener Creditbank ihre Depots zurück und als Fischer mit der Herausgabe derselben zogerte, begann in den ersten Tagen voriger Woche ein derartiger Massensturm der unglücklichen Depositäre jener Bank, daß F. vorzog, den Konkurs anzumelden und sich der Polizei zu stellen. Zu höchst tumultuarischen Szenen kam es am Donnerstag auf dem Bahnhofe in Meißen, als F. auf Requisition des Dresdener Staatsanwaltes dorthin übergeführt werden sollte. Viele Hunderte von Geschädigten hatten sich auf dem Bahnhofe eingefunden und versuchten, den Betrüger zu lynchen. Nur durch Aufbietung der gesammten Polizeimacht gelang es den Transport des Defraudanten in den Waggon zu bewirken. Die Unterbilanz der Creditbank soll 800000 Mark betragen, für welche Summe der Aufsichtsrath aufkommen will; wie groß die Unterbilanz in dem Fischer'schen Geschäft ist, darüber verlautet noch nichts Sicheres. * München, 15. Nov. Amtlicher Meldung zufolge ernannte der Prinzregent den Flügeladjutanten Grafen Lerchenfeld=Brennburg zum Generaladjutanten und den Abtheilungschef im Kriegsministerium Oberst Freiherrn v. Zoller zum Flügeladjutanten. Die Stellung eines Chefs der geheimen Kanzlei bleibt unbesetzt. Die Vorlagen für den Prinzregenten sollen durch den Oberst v. Zoller unterbreitet werden. rsenfrage beschäftigt in hohem Maße die öffentliche Meinung. Die Berliner Bankkrache haben auch den letzten unabhängigen Vertheidigern der Börsenfreiheit und den Indifferenten die Augen geöffnet. Von allen Seiten werden Vorschläge laut: während einerseits und zwar von der bedeutenden Mehrheit der unabhängigen Preßorgane die Staatsaufsicht über die Börse gewunscht wird, schlagen andere eine schärfere Börsensteuer vor; noch andre aber unter diesen vorzugsweise die mit der Börse mehr oder weniger eng lürten Blätter sind der Ansicht, daß gesetzliche Maßnahmen gegen Börse und Banken garnichts helfen würden: das Publikum müsse sich selber helfen. Wir sind der Ansicht, daß Selbsthülfe des Publikums allein ganz unmöglich Wandel schaffen könnte, und schon aus dem Grunde halten wir gesetzgeberische Eingriffe für unbedingt geboten. Der Börse und der sich dort bereichernden Börsenaristokratie muß das Aufsaugen des erarbeiteten oder ererbten Privatkapitals erschwert oder unmöglich gemacht werden. An Belehrungen des Publikums hat es schon bisher wahrlich, insbesondere aber in der jüngsten Zeit nicht gefehlt; die durch eine Unzahl von Bankgeschäften und Kommissionshäusern genährte Gewinnsucht hat indessen noch alle diese Warnrufe in den Wind geschlagen. Außerdem aber gebietet die Börsenmacht über so zahlreiche Preßorgane, daß die Warnungen unabhängiger Blätter bald vergessen werden, wenn in den ersteren der Tamtam geschlagen und unter dem Motto„Hetze gegen die Börse"(wie beispielsweise in der„Freisinnigen Zeitung") Warnung und Belehrung diskreditirt wird. Wird aber durch irgendwelche Maßnahmen dem Privatkapital die Spekulation an der Börse erschwert und geht mit diesen Maßnahmen die Belehrung des Publikums Hand in Hand, dann ist es wohl möglich, das gegenwärtig geradezu unerträgliche Treiben an der Börse einzudämmen. Bleiben die gewerbsmäßigen Spekulanten hübsch unter sich, nehmen sie sich gegenseitig die mühelos gewonnenen Gelder ab, so kann das im Großen und Ganzen der wirklich arbeitenden Volksmasse gleichgültig sein. Aber dem wirklich reellen Bankgeschäft sollte unseres Erachtens eine solche Einschränkung des Börsenverkehrs ebenfalls erwünscht erscheinen. Wie die Dinge heute liegen, ist jedoch das Mißtrauen des Publikums im höchsten Grade wachgerufen, und so mancher ehrenhafte Bankier wird eine gewisse Scham darüber empfinden, daß durch seine nicht durchaus reellen Kollegen, die allerdings in großer Zahl noch vorhanden sind, ein derartiger Makel auf das Bankgeschäft uberhaupt aufgedrückt worden ist. Werden aber diese unsauberen Elemente verdrängt, die garnicht daran denken, ohne gesetzTrene. 4) Roman von Hedwig Erlin. — Nachdruck verboten. „Danke Ihnen sehr, Frau Grajert,“ sagte Asta freundlich und setzte sich. „Liesbeth, Du weißt ja weshalb ich komme, hast Du mir das Spitzenmuster zurückgelegt? Irene möchte es nämlich noch gern heute Nachmittag abhäkeln.“ „Ja, warte, Asta, ich werde es Dir nachher holen, jetzt bleibst Du doch wohl noch ein kleines Weilchen bei 4n8?— „Es thut mir leid, aber ich habe mich überhaupt nur so fortgestohlen, wir bekommen nämlich Nachmittag Besuch.“ „Schade, na da werde ich Dir das Muster gleich besorgen.“ Liesbeth ging in das Zimmer nebenan. „Nun, was macht der Papa, Fräulein Asta“, fragte Grajert das junge Mädchen. „O, danke, dem geht's ganz gut, Gott sei Dank, aber Mama und Margot haben wieder Migräre.“ „Na, denen schadet's—“ platzte Frau Grajert gedankenlos heraus, aber sich auf einen Wink ihres Mannes hin verbessernd, setzte sie hinzu,„denen wird's wohl auch bald wieder besser gehen!“ Wieder klingelte es im Laden. „Na, das wird wohl endlich der Schlingel, der Walther sein!“ Richtig. Die Thür öffnete sich, und ein bildhübscher, junger Mann trat ein. Sein Aeußeres war elegant, und seine offenen, freundlichen Gesichtszüge erweckten sofort Vertrauen. „Guten Tag, meine Herrschaften!" begrüßte er heiter seine Eltern und Fräulein Seltburg. Der Mutter noch immer mißmuthige Miene bemerkend, trat er auf sie zu und seinen Arm um ihre Schultern legend, sagte er schmeschelnd: „Bist mir wohl böse, Mütterchen, wie? Sieh mal. Paul holte mich ab, da konnte ich doch nicht gut nein sagen, und dann sobald es ging, suchte ich mich ja wieder aus dem Staube zu machen.“ das lichen Druck das Feld zu räumen, beschäftigt sich Bankgeschäft wieder ausschließlich, wie es sein Beruf ist, mit Vermittelungen im Geldverkehr. mit Kauf und Verkauf, dann kann auch das Bank= und Wechselgeschäft nur an Ansehen und Bedeutung gewinnen. Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Nov. Gegenüber der Bemerkung des heutigen„Wiener Tagblatt“, daß seine Redaktion auf Anfragen von autoritativer Seite bereit sei, die Quelle der gestern dementirten Meldung über eine angebliche Aeußerung des Kaisers gegenüber dem Abgeordneten Jaworski anzugeben, hat der Polenklub beschlossen, der Obmann des Klubs. Abgeordneter Jaworski, solle die Angelegenheit usque ad finem untersuchen. Wien, 16. Nov. In diplomntischen Kreisen werden die Erklärungen des Grafen Kalnoky im Allgemeinen als befriedigend und der ruhigen Lage vollkommen entsprechend bezeichnet, doch toill man in einzelnen Details, so insbesondere bei Besprechung der Kronstädter Vorgänge eine gewisse Reserve bemerkt haben, welche erkennen läßt, daß die auswärtige Politik Oesterreich=Ungarns der Entwickelung des Verhältnisses zwischen Rußland und Frankreich mit großer Vorsicht folgt. Die Aeußerungen des Ministers werden als eine Ergänzung der Thronrede in beruhigendem Sinne aufgefaßt, doch glaubt man, daß einzelne Momente in der Darstellung des Grafen Kalnoky geflissentlich übergangen wurden, so namentlich die Reise des russischen Ministers des Aeußern nach Paris und die Thatsache, daß König Karol die Rückreise von Berlin nach Bukarest nicht über Wien machte. Wien, 16. Nov. Es wird gemeldet, daß am 20. d. als dem Jahrestage der vor 10 Jahren erfolgten Ernennung des Grafen Kalnoky zum Minister des Aeußern seitens beider Delegationen eine Kundgebung erfolgen soll, um das Vertrauen zu dem Minister, der durch ein Dezennium die auswärtigen Angelegenheiten in einer Weise geleitet hat, die erfolgreich zur Erhaltung des Friedens beigetragen hat, zum Ausdruck zu bringen. Wien, 16. Nov. Die„Neue Freie Presse“ meldet aus Belgrad: König Milan habe ein Schriftstück unterzeichnet, wonach er auf alle gesetzlichen und verfassungsmäßigen Rechte in Serbien verzichte. H Wien, 16. Nov. Die Frau des Mädchenmörders Schneider hat ihre Theilnahme an den vielbesprochenen Mordthaten eingestanden; mit ihrer Hilfe ist der Polizei gelungen, die Leiche des Dienstmädchens Zoufar im Neulengbacher Walde aufzufinden. Paris, 16. Nov. Ein den Blättern zugegangenes Communique besagi, daß hervorragende Persönlichkeiten der brasilignischen Colonie eine Erklärung Dom Pedros erhielten, wonach derselbe in Anbetracht der Ereignisse in Brasilien, die eine Zerstückelung des Landes herbeiführen könnten, sich bereit erklärt, nach Brasilieu zurückzukehren, wenn die Nation es verlange, um dem Lande seine Dienste für die Einheit, Integrität und Größe zu erweisen. Leus, 15. Nov. Die Delegirten der Bergarbeiter des Departements Pas de Calais(95 an der Zahl), die eine Versammlung abgehalten hatten, beschlossen mit 48 Stimmen den allgemeinen Ausstand; 46 Stimmen erklärten sich für die Absendung einer Delegation nach Paris. Ein unbeschriebener Zettel wurde abgegeben und hierauf der allgemeine Ausstand proklamirt. Basly erklärte, er trete der Ansicht der Mehrheit bei, die Bergarbeiter könnten auf ihn rechnen, er werde die Regierung in dieser Woche über die den Bergarbeitern im Bassin Pas de Calais bereitete Lage interpelliren. Die Versammlung dankte hierauf Basly für seine freimüthige Haltung und brachte Hochrufe auf ihn aus. Das Gerücht, daß der allgemeine Streik erklärt sei, verursachte in der Stadt bei den Kaufleuten einen entmuthigenden Eindruck. Die Delegirten reisen heute in ihre Heimath, um Versammlungen rücksichtlich des Ausstandes zu veranstalten. Leus, 16. Nov. Von 3965 hier eingeschriebenen Grubenarbeitern sind heute früh nur 349 eingefahren. Die Ruhe wurde nirgends gestört. Brüssel, 14. Nov. Der hiesige Wechselstubenbesitzer de Rome ist mit hinterlegten Geldern im Betrage von 400,000 Frcs. flüchtig geworden. In den Kassen des Flüchtigen wurde nicht ein Centime vorgefunden. Die ei hat zen den Betrüger einen Steckbrief erlassen. hat. 13. Nov. Die Untersuchung der Ostender Spielskandale, die leider etwas verspätet gekommen ist, hat in ein wahres Wespennest gestochen. Der Spielpächter hatte für die kurze Saison 1891, etwa 50 Spielabende, „Na ja, aber das darf nicht so weiter gehen. Nachher geh Du in den Laden!" „Ja, ja, Mutter, und wiege sittsam halbe Pfunde Kaffee 2c. ab und verkaufe Häringe, je nach Bedarf.“ Herr Grajert und Asta mußten herzlich lachen. Liesbeth war inzwischen zurückgekommen und nachdem sie Asta das gewünschte Muster übergeben hatte, wollte sie sich anschicken, dem Bruder eine Tasse Kaffee zurecht zu machen, doch dieser wehrte ab: „Laß nur, Lieschen, ich habe bereits getrunken.“ „So, auch wohl wieder im theuren Kaffeehause?“ „Mein Gott, beruhige Dich, Mutter, so hoch versteige ich mich gar nicht, aber Paul war so liebenswürdig, mich nach seiner Wohnung zu bitten.“ „So, dann könnten wir wohl den Tisch abräumen", meinte Lisbeth und machte sich schon hurtig an die Arbeit. „Ich Dir auch gleich adien, Lisbeth, denn ehe Du aus der Küche zurückkommst, bin ich doch schon längst zu Hause.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Asta von Lisbeth und Frau Grajert, die gleich darauf in der Küche ihren Beschäftigungen nachgingen. „Vater, Du kannst nur ruhig Deine Zeitungen lesen, ich besorge den Laden schon.“ „Will ich auch, mein Sohn“, war die Antwort und die Brille putzend, mehrere Zeitungen auf dem Arm, zog sich Grajert in die Nebenstube zurück. Asta war noch immer nicht gegangen, sie stand im Laden vor der kleinen Glasthür, den Kopf leicht gegen den Pfosten gelehnt, und sah aufmerksam zu Walther hinüber, der bald dies, bald das abwog. „Herr Grajert—“ kam es endlich zaghaft von ihren Lüppen. „Fräulein Seltburg?“ kam es ebenso zurück. „Wie wird denn das eigentlich gemacht?“ „Was denn, Fräulein?“ „Nun, das Abwiegen und Verpacken der Waaren?“ „Ich dachte, Sie sahen zu!“ „Ja, aber—“ „Da haben Sie eben nicht aufgepaßt. Sollich's Ihnen enmal zeigen: etwa 500000 Francs Kosten, darunter 350000 Francs Spielpacht, Trotz dieser ungeheuren Kosten beträgt sein Reingewinn rund 1 Million Francs. Da der Spielpächter selbst nicht spielt, sondern blos 10 pCt. von den Einsätzen erhebt, so ergiebt sich daraus, daß die Spieleinsätze von Ende Juli bis Mitte September 15 Millionen betrugen oder mehr als 300000 Francs allabendlich. Man nennt die Namen verschiedener Spieler, die an einem Abend mehrere hundert Tausend Francs verloren oder gewannen. Alles dies geschah nicht blos unter den Augen der Polizei, sondern der Bürgermeister von Ostende, Montancie, war sogar„Ehrenvorsitzender" des Spielklubs. Die Angelegenheit erregt das größte Aufsehen und man erwartet allgemein, daß die Behörden dafür sorgen werden, daß der Skandal sich nicht für die nächste Sommersaison erneuert. England. London, 16. Nov. Die Krankheit des Prinzen Georg von Wales besteht in einem typhösen Fieber, welches einen normalen Verlauf nimmt. W London, 16. Nov.„Daily chronicle" berichtet aus Shanghai vom 14. Nov.: Es wurde eine ernstliche Meuterei in der Näbe von Futschu von etwa 15000 Rebellen inscenirt. Die Meuterei scheint gegen die Behörden gerichtet, obwohl Drohungen gegen die Fremden ausgesprochen wurden. Aus dem Staatsschatz sind 2000 Pfund an Wittwen und Falnilien der bei Wuhn(Wusich) getödteten Europäer gezahlt. Ru#land. h Petersburg, 14. Nov. Die Erfahrung hat gelehrt, daß häufig Fälle vorkommen, daß Personen, die in Lederhandlungen oder Etablissements zur Bearbeitung des Leders zu thun haben, von der sibirischen Pest oder Seuche angesteckt werden Anläßlich dessen hat nun das Petersburger Gouvernements=Landschaftsamt die Frage angeregt über obligatorische Bestimmungen bezüglich der Veterinär=Aufsicht über Lederfabriken, Niederlagen von Thier=Haaren,=Knochen u. s. w. * Petersburg, 15. Nov. Durch einen heute veröffentlichten kaiserlichen Erlaß wird das Ausfuhrverbot für diejenigen Landesprodukte, deren Ausfuhr für die übrigen Theile Rußlands bereits verboten war, auch auf Finnland ausgedehnt.— Das„Journal de St. Pétersburg" dementirt kategorisch, daß eine Unterredung des Ministers des Auswärtigen v. Giers mit einem Correspondenten des„New=York Herald" stattgefunden habe. h Petersburg, 15. Nov. Das statistische Bureau des Ssaratowschen Gouvernements=Landschaftsamtes schreitet zu dem Druck einer Arbeit, welche in Bezug auf den Stand der Volksverpflegung in dem Nothstandsrayon von größter Bedeutung ist. Es erhellt sich schon aus dem folgenden Programm des in Angriff genommenen Werkes: 1. Thätigkeit und Verfügungen der Regierung in der Verpflegungsfrage; 2. Getreide= und Futterernte im Jahre 1891, ökonomische Lage der Bevölkerung, Folgen der Mißernte, Preise für Getreide, Vieh, Arbeiter und Land; 3. Uebersicht der Thätigkeit der centralen Regierungs=Institutionen, der örtlichen Administration, der landschaftlichen und städtischen Institutionen in der Verpflegungsfrage, Darlehn für Aussaat der Felder und zur Verpflegung der Bevölkerung, Kauf von Getreide, Vertheilung der Darlehn, öffentliche Arbeiten, durch die Mißernte hervorgerufene Gesuche; 4. Privatwohlthätigkeit in Rußland, Thätigkeit des Rothen Kreuzes u. s. w.; 5. Fragen der Volksverpflegung in der Litteratur und in den gelehrten Gesellschaften; 6.—9. Bearbeitung der unter 1—5 erwähnten Punkte speziell für das Gouvernement Ssaratoto. re Moskau, 15. Nov. Das gegenwärtige Nothjahr gefährdet in Moskau den Bestand vieler der ältesten und geachtetsten Handelsfirmen. So hat z. B. in der letzten Zeit das Kommerzgericht eine Administration einsetzen müssen für die Handelshäuser: Anissim Tjuljajew u. Söhne(Passiva 1947399 Rubel, Aktiva 1542025 Rubel), Iwan Schuwalows Söhne(Passiva 1204018 Rubel, Aktiva 815959 Rubel), J. I. Baskakow(Passiva 789470 Rubel, Aktiva 719722 Rubel), A. P. Ssinizyn (Passiva 445449 Rubel, Aktiva 429823 Rubel) u. s. w. Die Krisis wird dadurch verschärft, daß die Moskauer Banken von jeher in dem Wechseldiskont eine Rigorosität entfaltet haben, welche die Kaufleute geradezu den Wuchern in die Hände treibt und es dahin gebracht hat, daß selbst die solidesten Firmen den Privatdiskonteuren 12—24 pCt. jährlich zahlen. Der Geldwucher florirt daher nirgends so wie in Moskau; mancher der saubern Diskonteure macht hier Diskont=Umsätze, um welche ihn viele Banken beneiden könnten. Italien. Palermo, 16. Nov. Gestern wurde die nationale Ausstellung im Beisein der Königlichen Familie, der Präsidenten des Senats und der Deputirtenkammer, der Be„Ach ja. bitte, bitte!“ rief Asta aus und klatschte naiv in die Hände. „Dann müssen Sie aber auch hinter den Ladentisch kommen!“ „Da bin ich schon, Herr Grajert, nun also, ich bin Lehrling.“ Walther lachte. „Sehen Sie“, und er nahm eine Düte, füllte sie mit Zucker,„soll das nun ein halbes Pfund sein, so legt man diese Gewichte auf die Waage“, er zeigt ihr Alles vor, „soll es aber ein ganzes Pfund sein, dann jene—. „O. ich weiß schon, und bei einem Viertelpfund die kleinen dort in der Ecke, nicht wahr?“ „Richtig, kleiner Lehrling,“ scherzte Walther,„so muß ich Sie jetzt schon nennen dürfen?“ „Dürfen Sie auch! Nun aber, mein hochverehrter Lehrherr, lassen Sie mich's auch einmal selbst probiren!“ Lachend, mit glühenden Wangen, nahm Asta nach und nach dem jungen Kaufmann seine Arbeit ab, und er stand und sah zu, wie die feinen Finger so geschickt mit Düten und Gewichten hantirten. Plötzlich tröpfelte etwas Syrup auf ihr helles Kleid. „Oh“, rief Walter bedauernd aus und kniete sofort nieder, um den Fleck wieder abzureiben. Ernster geworden, meinte Asta: „Ich müßte wohl eine Schürze haben!“ „Die kann ich Ihnen besorgen, Fräulein.“ Mit diesen Worten lief er in die Nebenstube, bald darauf mit einer großen, blauen, vielmals geflickten Schürze der Mutter zurückkehrend. „Geht die?“ fragte er, das Prachtexemplar vor Asta ausbreitend. „Himmel, ist die aber groß!“ rief Asta lachend, schickte sich aber doch an, das Monstrum umzubinden. Jetzt klingelte die Ladenthür. Ein kleines Mädchen trat ein, direkt auf Asta zugehend, sagte es: „Zwei sauere Gurken, aber recht schöne, hat die Mutter gesagt.“„Ja wohl mein Kind,“ antwortete Asta ernsthaft und trat auf das Gurkenfaß zu und, nachdem sie sich den Kleiderärmel hochgestreift hatte, suchte sie nach der verlangten besseren Gurkensorte. Walther redete ihr ein, sich doch nicht zu bemühen sie verderbe sich ja ihre Robe, doch umsonst. Bald hatte hörden, sowie unter Theilnahme von Deputationen und einer großen Menschenmenge eröffnet. Die Königliche Familie wurde überall enthusiastisch begrüßt. New=York, 16. Nov. Der„New=York Herald" erhielt ein Telegramm aus Buenos=Ayres, wonach die Garnison sich von Itaqui an der Grenze von Urugay„ich den Insurgenten ohne Schwertstreich ergeben habe, die Stadt Porto Allegre sei in deren Händen, die Telegraphendräthe im Inneren der Provinz Rio Grande do Sul seien abgeschnitten. Man glaubt, mehrere nördliche Provinzen würden sich der separatistischen Bewegung anschließen. Dasselbe Blatt veröffentlicht ein Telegramm aus Valparaiso, demzufolge nach Meldungen aus Brasilien die Junta in Porto Alegre eine Proklamation veröffentlicht habe, in der sie gegen die Akte des Präsidenten Fonseca Protest erhebt und alle Städte in Rio Grande auffordert, ein Comité zur Anwerbung von Soldaten zu ernennen. Eine von den Revolutionären ernannte Kommission ist in Montevideo angekommen mit der Absicht, dort Waffen zu erlangen. New=York, 16. Nov. Wie dem„Newyork Herald“ ans Buenos=Ayres gemeldet wird, wäre die Provinz Santa Fe von einem verheerenden Tornado heimgesucht worden. Die Stadt Arroyoseca soll arge Verwüstungen erlitten haben, gegen 40 Personen seien dabei ums Leben gekommen und etwa 30 verwundet. Gerüchtweise verlautet, der Sturm hätte die Wagen eines im Bahnhof haltenden Zuges umgeworfen und zertrümmert. Westfalen und Rheinland. & Witten, 17. Nov.(Das erste Winterkonzert unseres Musikvereins) am Sonntag Abenvwar wohl recht gut besucht, was wohl die Folge davon war, daß weder Mühe noch Kosten gescheut waren, das Programm desselben zu einem anziehenden und reichhaltigen zu gestalten. Der Verlauf desselben unter der bewährten Leitung des Dirigenten des Vereins, des Herrn Musikdirektors Dr. Kreuzhage war in allen Theilen ein überaus befriedigender und macht dem Musikverein alle Ehre. Was zunächst die Solovorträge des Konzertsängers Herrn Gausche aus Leipzig betrifft, so entsprachen dieselben voll und ganz dem ihm voraufgegangenen Rufe; besonders zeigte sich dies in dem von ihm vorgetragenen Liede:„Die beiden Grenadiere" von Schumann, wobei er mit solchem Beifallssturm überhäuft wurde, daß er im Verlaufe des Konzertes aus seinem reichen Liederschatze noch einige außer den im Programm vorgesehenen Liedern zum besten gab. In der That versteht Herr Gausche durch seinen gediegenen, dem Texte allezeit angepaßten Vortrag und durch seine sympatische Baritonstimme dauernd zu fesseln.— Auch der Chor zeigte wieder seine tüchtige Schulung sowohl bei den kleineren Chorliedern von Reinecke und Mendelssohn als auch in der größeren Geibel'schen Ballade„Schön Ellen“, komponirt von M. Bruch. In dem letzten Tonstücke sang Herr Gausche die Soloparthieen für Bariton(Lord Edward), während eine Dame des Musikvereins die Sopran=Solopartie(Schön Ellen) übernommen hatte; Chor und Solosängern wurde am Schlusse desselben reicher Beifall gezollt. Angenehme Abwechslung boten, die eingelegten meisterhaften Solovorträge des Herrn Merkert jun. auf der Violine und die des Herrn Ludwig auf dem Violincello.— Wir sprechen dem Musikverein auch an dieser Stelle den wärmsten Dank für die uns bereiteten genußreichen Stunden aus.— Im Laufe des Winters werden, wie wir erfahren, noch zwei kleinere Konzerte stattfinden, denen dann im Frühling, wahrscheinlich zu Himmelfahrt, die Aufführung eines größeren Oratoriums folgen wird. Möchten die edlen Bestrebungen des Musikvereins durch recht regen Besuch dieser Konzerte aufs krüftigste unterstützt werden. ) De v Abtbeilung A Witten, 16. Nov.(Jugend=Abtheilu des Jünglings=Vereins.) En Jugend=Abtheilung des Junglings=Vereins hatte es für Sonntag unternomwen, einen gemüthlichen Abend zu veranstalten; sie wollte zeigen, daß es auch in christlichen Vereinen und unter christlichen jungen Männern möglich sei, eine edle Fröhlichkeit zu pflegen. Hahlreich hatten sich Angehörige und solche, welche sich für die Bestrebungen des Vereins interessiren, eingefunden, sodaß der große Saal des Vereinshauses längst nicht alle fassen konnte und viele sich mit einem Stehplätzchen begnügen oder wieder umkehren mußten. Nach der Begrüßung und nachdem ein gemeinsamer Choral gesungen war, wurde von Mitgliedern der Jugend=Abtheilung gleichsam als Nachklang zur KörnerFeier dessen Festspiel„Deutsche Treue aufgeführt. Daran schloß sich passend, von Flötenspielern des Vereins vorgetragen, der„Deutsche Siegesmarsch" an. Beides wurde sehr beifällig aufgenommen. Aber die Höhe der Fröhlichkeit wurde doch erst erreicht, als das plattdeutsche sie dem Kinde das Gewünschte überreicht und das dafür empfangene Geld gab sie Walther ab. Plötzlich wurde sie hochroth im Gesicht, und die blaue Schürze abwerfend, rief sie erschrocken: „Mein Gott, ich hatte es ganz vergessen, ich mußte ja schon längst nach Hause, Mama weiß gar nicht, daß ich fort bin!“ „Nun, mein Fräulein, so brauchen Sie doch nicht zu erschrecken, ich dächte, allzuviel hätten Sie zu Hause nicht zu versäumen. Aber nicht wahr, wenn die gnädige Frau Mama wüßte,“ ein kaum merklicher Spott zuckte um Walthers Lippen,„daß das Fräulein Tochter bei dem armen Krämer Ladenmamsell spielte—“ „Dann würde sie furchtbar zanken!“ ergänzte Asta treuberzig seine Rede, indem sie ihn mit ihren großen blauen Kinderaugen harmlos anblickte. Walther lachte herb und bitter auf. „Ja, mein Fräulein, Großkaufmann zu sein, trägt sich angenehmer, als einfacher Materialwaarenkrämer." Erschrocken schaute Asta zu ihm auf. „Und das sagen Sie, Herr Grajert— o nicht doch Sie thun mir weh damit.— Und nun adien, auf Wiedersehen!“ Sie reichte ihm herzlich die Hand, die er etwas verlegen nahm. „Kommen Sie recht bald wieder, Fräulein Asta!“ „Ja, recht bald!“ Sie war bereits an der Ladenthür. Am Busen trug sie einen Strauß Vergißmeinnicht. Ohne daß es Walther bemerkte, löste sie ihn und ließ ihn fallen, dann ging sie hinaus. Draußen vor der Thür wandte sie sich noch einmal um. Nahm er den Strauß auf? Nein, er schien ihn nicht einmal zu bemerken. Es mochte gegen 6 Uhr Abends sein. Vor der Seltburg'schen Villa standen drei Herren bei einander. Der eine war Lieutenant von Manstein, die beiden anderen seine Frcunde, ein Stutent und ein junger Offizier. Sie hatten Manstein, der bei Seltburg's zum Abendessen geladen war, das Geleite gegeben und wollten sich gerade verabschieden. „Na, amüsire Dich gut bei der Kleinen, Manstein“. sagte der Offizier im näselnden Tone.(Forts. folgt.) Stückchen„Kasper vi getragen wurde. In d der Vorsitzende des V es scheine, als ginge jungen Leute dahin, da Jünglings=Vereinen Zweig der inneren Weise zu beschäftigen, hingäben. Dadurch wü abgehalten, die sich gei so sehr heranmachten hielten die jungen Leu strebenden jungen Mä Verkehr auszusuchen. wieder christliche, patr einander ab, wobei ei gefiel. Einstimmiges vergnügten, genußreich lich, was geboten wur zu erheben und zu erf die Bestrebungen des Viele dem Verein beit 8 Vormholz, 16. jugendliche Bergmann Zeche in der Näye Maschinentheilen ein anderen einen Bruch trug. Der Verunglüc haus gebracht. Si Gevelsberg faßt.) Beim biesige Mann, welcher sich Dienstmütze trug und Sonntag ein Kind tau hier verzogen sei. Ni theilt war, er möge Umzug und das W wären. Auch dieser Mann ging weiter. erzählte der Pfarrer auswärtigen Kollege daß der betreffende einigen Herren in He Die Sache erfuhr die berge Herr Wachtmeis Besitz sich noch üb schwedischen Gardine kann der Mann nun ständigkeit der Schwi Hamm, 15. Nov. derkrankenhause! beträchtliche Summe Kloppenburg, 1 scheint in unserer Ge dem bereits mehrere Umgegend ausgeführt von hier auf der Ch von einem Strolche welcher in Frauenkle den um Mitnahme b er Platz genommen, scher bewog unter ei# stehen, stürzte ihn vo davon. Obschon den geschossen wurde, kan den dohen. Dülmen, 10. No Vergleich zu den üb orts lebhafte Klagen der hiesige Bezirk Auf der jüngst abe wurden in zwei Tag 12 Kaninchen und 2 * Lette, 15. N Besserungsanstalt en bereits schwere Zuch hier aufgegriffen un * Warburg, 15. beschloß, den Warb verkaufen. * Barmen, 16. Samstag Abend ge Alleestraße, Ecke der dar. Die junge FrEtage wohnenden 2 im Ofen aufzufrisch Mittel gegriffen, Cmporschlagen der behälter und setzte men. Mit großem Zimmer und dann Wirth L. und den Rettungsversuche v dieselben vergebliche, am Körper verkra Ausruse:„Mein“ Arbeit heimkehrend aufgab. Das Feuei löscht. Das Zeinha sehrt unter dem S Angst verkrochen des Mannes und bei dem Unglück zu den Aussagen der die Frau die Trepp hinauf. Töglich n fahren, welche da immer neue, grau registriren! Barmen, 16. 9 Weberstraße 34 bei thete Fabrikarbeiter säure vergiftet. D jetzt noch nicht beka soll kurz vorher sei äußert haben. Elberfeld, 15. der Gesundheitsstra H. war gestern Ab der Carlsstraße u Bekanuim Der zwischen Hauptstraße bele Johannisstraße i Mts. ab währen der Umpflasterun Fuhrwerk und 9 Witten, den 14 Die Polizei=k Dr. Ho Verpac von Gärteni Am Mittwoch Nachm. sollen die zum Bor in Wannen gehört Licht wiederum Jahre verpachtet Heven, 13. Nov Friedrich gllonen uund e K ö n i g l i c h e rald" erhielt die Garnison den InsurStadt Porto endräthe im seien abgeProvinzen nschließen. gramm aus is Brasilien on veröffenttio Grande Soldaten zu n ernannte mit der Abork Herald" die Provinz heimgesucht erwüstungen ums Leben htweise verim Bahnhof rt. d. nterkonintag Abenvfolge davon waren, das ind reichhalinter der bes, des Herrn Theilen ein sitverein alle Konzertsänentsprachen ngenen Rufe; orgetragenen nann, wobei e, daß er im Liederschatze esehenen Lieherr Gausche angepaßten stimme dauwieder seine Chorliedern der größeren nirt von M. Gausche die vährend eine irtie(Schön ngern wurde Angenehme haften SoloVioline und — Wir spreden wärmhen Stunden le wir erfahdenen dann st. die Aufsird. Möchs durch recht e unterstützt btheilung. d=Abtheilung g unternomn; sie wollte en und unter eedle Fröhgehörige und des Vereins e Saal des und viele sich er umkehren ein gemeintgliedern der zur Körneraufgeführt. des Vereins an. Beides die Höhe der plattdeutsche d das dafür nd die blaue , ich mußte r nicht, daß och nicht zu Hause nicht mnädige Frau st zuckte um ster bei dem rgänzte Asta hren großen in, trägt sich imer." o nicht doch u, auf Wieetwas vern Asta!“ gißmeinnicht. hn und ließ sor der Thür sien ihn nicht nander. Der iden anderen Offizier. Sie bendessen gesich gerade 1, Manstein“. orts. folgt.) Stückchen„Kasper van Nottuln op de Kindaupe" vorgetragen wurde. In der nun folgenden Ansprache betonte der Vorsitzende des Vereins, Herr Kreisvikar Aithüser, es scheine, als ginge ein Zug durch die Reihen der jungen Leute dahin, daß sie sich immer mehr wieder den Jünglings=Vereinen zuwändten. Es sei ein wichtiger Zweig der inneren Mission, die jungen Leute auf edle Weise zu beschäftigen, damit sie sich nicht der unedlen hingäben. Dadurch würden sie auch von den Verführungen abgehalten, die sich gerade an die beranwachsende Jugend so sehr heranmachten. In den Jünglingsvereinen erhielten die jungen Leute einen festen Halt und unter treu strebenden jungen Männern auch Gelegenheit, sich guten Verkehr auszusuchen. Im zweiten Theil wechselten wieder christliche, patriotische und humoristische Stücke mit einander ab, wobei ein Stück aus der Kaserne besonders gefiel. Einstimmiges Urtheil Aller war, daß man einen vergnügten, genußreichen Abend verlebt hatte; und wirklich, was geboten wurde, war auch danach, zu erheben und zu erfreuen. Wir sind gewiß, daß, wenn die Bestrebungen des Vereins erst bekannt sind, noch Viele dem Verein beitreten werden. 8 Vormholz, 16. November.(Verunglückt.) Der jugendliche Bergmann H. von hier hatte gestern auf einer Zeche in der Nähe das Unglück, beim Ausbauen von Maschinentheilen ein Bein zu verlieren, während er am anderen einen Bruch erlitt und Wunden am Kopfe davontrug. Der Verunglückte wurde nach Witten ins Krankengicf Gevelsberg, 15. Nov.(Schwindler abgefaßt.) Beim hiesigen katholischen Pastor erschien ein Mann, welcher sich als Bahnwärter ausgab, auch eine Dienstmütze trug und die Anfrage stellte, wann er nächsten Sonntag ein Kind taufen lassen könne, da er kürzlich nach hier verzogen sei. Nachdem ihm die nöthige Auskunft ertheilt war, er möge ihm 3 Mk. geben, da ihm durch den Umzug und das Wochenbett viele Unkosten erwachsen wären. Auch dieser Bitte wurde willfahren und der Mann ging weiter. Beim Wiedererscheinen im Zimmer erzählte der Pfarrer einigen auf Besuch anwesenden auswärtigen Kollegen den qu. Vorfall un hörte, ob der betefsan Herdecke und Hagen ausgeführt habe. der Herin dessen Besitz sich noch über 10 M. befanden. Hinter den schwedischen Gardinen im Amtsgefängniß zu Schwelm kann der Mann nun vorläufig Studien über die Unbeständigkeit der Schwindelei anstellen. Hamm, 15. Nov.(Zur Erbauung eines Kinderkrankenhauses) hat die Westfälische Union" die beträchtliche Summe von 6000 Mark beigesteuert. Kloppenburg, 14. Novbr.(Die Unsicherheit) scheint in unserer Gegend leider auch zuzunehmen. Nachdem bereits mehrere kleinere Einbruchsdiebstähle in der Umgegend ausgeführt sind, ist gestern Abend ½ Stunde von hier auf der Chaussee nach Friesoythe ein Gespann von einem Strolche angefallen worden. Der Stromer, welcher in Frauenkleidung einen fremden Geschäftsreisenden um Mitnahme bat, wurde vom Kutscher, neben dem er Platz genommen, als Mannsperson erkannt. Der Kutscher bewog unter einem Vorwand den Mann zum Aufstehen, stürzte ihn vom Wagen herunter und fuhr schnell davon. Obschon dem Gespann von dem Strolche nachgeschossen wurde, kamen die Insassen doch mit dem SchreDülmen, 15. Novbr.(Wildreichtbum.) Im Vergleich zu den übrigen Gegenden, aus welchen allerorts lebhafte Klagen über Wildmangel kommen, verfügt der hiesige Bezirk über einen ansehnlichen Wildstand. Auf der jüngst abgehaltenen Romberg'schen Treibjagd wurden in zwei Tagen außer einem Rehbock 140 Hasen, 12 Kaninchen und 2 Fasanen erlegt. * Lette, 15. Nov.(Gefangen.) Zwei aus der Besserungsanstalt entsprungene gefährliche Burschen, welche bereits schwere Zuchthausstrafen hinter sich haben, wurden hier aufgegriffen und alsbald geschlossen zurückbefördert. * Warburg, 15. Nov.(Die Stadtvertretung) beschloß, den Warburger Wald für 1300000 Mark zu '! Barmen, 16. Nov.(Petroleumun glück.) Am Abend gegen 6 Uhr bot sich in dem Hause Alleestraße, Ecke der Kaiserstraße, eine schreckliche Scene dar. Die junge Frau des in dem Hause in der ersten Etage wohnenden Maurerpolirs F. hatte, um das Feuer im Ofen aufzufrischen, zu dem bekannten gefährlichen Mittel gegriffen, Petroleum aufzugießen. Durch das Cmporschlagen der Flamme explodirte der Petroleumbehälter und setzte die Kleider der Frau in hellen Flammen. Mit großem Geschrei stürzte die Aermste aus dem Zimmer und dann die Treppe hinunter, wo sie von dem Wirth L. und den anwesenden Gästen aufgehalten und Rettungsversuche vorgenommen wurden. Leider waren dieselben vergebliche, die Unglückliche war schon derartig Körper verkrannt, daß sie kurz darauf mit dem Ausrufe:„Mein Kind, mein Kind.“, als ihr von der Arbeit heimkehrender Gatte ins Haus trat, ihren Geist aufgab. Das Feuer in der Wohnung wurde bald gelöscht. Das Zeinhalb Jahre alte Söhnchen kroch unversehrt unter dem Sopha hervor, wohin es sich in seiner Angst verkrochen hatte. Man kann sich den Schmerz des Mannes und die Aufregung der anderen Leute; die bei dem Unglück zugegen waren, leicht vorstellen.— Nach den Aussagen der Anwesenden schlugen die Flammen, als die Frau die Treppe hinterstürzte, einen Meter über sie hinauf. Töglich warnen die Zeitungen vor den Gefahren, welche das Petroleum mit sich bringt; aber immer neue, grauenhafte Unglücksfälle muß die Presse Barmen, 16. Nev.(Selbstmord.) Der in der Weberstraße 34 bei seinen Eltern wohnende unverheirathete Fabrikarbeiter B. hat sich gestern mittels Carbol= säure vergiftet. Die Ursache der traurigen That ist bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Der unglückliche Mensch soll kurz vorher sein Vorhaben gegen seine Mutter geEiberfeld, 15. Nov.(Unglücksfall.) Der an der Gesundheitsstraße Nr. 57 wohnende Schreinergeselle H. war gestern Abend mit einem Freunde bei einer an der Carlsstraße wohnenden Näherin zu Besuch. Dort legte sich H. zu weit ins Fenster, wodurch er das Gleichgewicht verlor und aus der Höhe der dritten Etage aufs Straßenpflaster stürzte. Der Verunglückte erlitt außer mehreren Rippenbrüchen schwere innere Verletzungen und mußte sofort ins Krankenhaus geschafft werden. Ronsdorf, 16. Nov.(Die Abnahme) der SchmalStrecke statfinden kann. Damit ist die ganze Linie Ronsdorf=Müngsten dem öffentlichen Verkehr übergeben. Solingen, 16. Nov.(Der„rothe Hahn“.) Am 12. dss. M., Abends, entstand zu Mangenberg schon wieder eine furchtbare Feuersbrunst, die 15. innerhalb 18 Monaten, welche mehrere Wohngekäude, darunter ein blühendes Wirthschaftsanwesen nebst Metzgerei und angebautem Tanzsaal und Kegelbahn in Asche legte und mit dem glühenden Feuerschein weithin sichtbar war. Die in Folge des starken Sturmwindes arg gefährdeten umliegenden Gebäude konnten durch die Anstrengungen der Feuerwehren von Mangenberg, Schlagbaum und Solingen gerettet werden. Die Häufigkeit der Feuersbrünste läßt auf Brandstiftung schließen, und ist die Bevölkerung in hochgradiger Angst, denn Jeder glaubt, am nächsten Abend würde ihm der„rothe Hahn aufs Dach Oberhausen, 14. Nov. EEine nette Szene) spielte sich heute Mittag hier in der Grenzstraße ab. Einige Leute geleiteten einen beladenen Wagen, als das vorgespannte Pferd des Ziehens müde wurde, sich bäumte und stand. Alle angewandten Mittel halfen Nichs, das Thier war nicht von der Stelle zu bringen. Schließlich mußten sich zwei Männer vor den Wagen spannen und das Pferd— ging stolz nebenher.. Mülheim(Ruhr), 15. Nov.(Ein Jochst trauriger Unfal!) ereignete sich heute Morgen auf der FriedrichWilhelmshütte hierselbst. Der Glaser M., der dort am Dache beschäftigt war, stürzte aus beträchtlicher Höhe herab und gerade auf den Kopf. Der Mann, der eine junge Frau und ein Kind hinterläßt, war sofort eine Leiche. Laer, 15. Nov.(Ein großartiger Diebstahl) ist in dem Nachbarorte Müschen verübt worden. Nächtlicher Weile wurden aus der Kasse der dortigen Molkereigenossenschaft 9000 Mark gestohlen. Von der Sieg, 11. Nov.(Gescheitert.) Von den vier Burschen, welche vor einigen Wochen bei Hamm einen älteren Mann ohne jede Veranlassung überfielen und niederstachen, daß derselbe am folgenden Tage starb, wurden drei vom Schwurgericht zu Neuwied zu je 8, 4 und 2 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Der jüngste wurde freigesprochen. Zu hart ist dus Urtheil für die MesserCochem, 14. Nov.(Brand.) In gestriger Nacht entstand hier eine große Feuersbrunst, die 5 Häuser einOscherte. Verhandlungen der Strafkammer zu Hagen am 14. November 1891. 1. Wegen qualif. Körperverletzung stehen der Schleifer C. D. und die Schlosser K., F. B., F. E., und E. L. aus Schwelm unter Anklage. Sie sollen am 14. Juli cr. zu Schwelm, gemeinschaftlich handelnd, den Fabrikanten R. B. mittelst hinterlistigen Ueberfall, körperlich mißhandelt haben. An genanntem Tage, Abends gegen 10 Uhr. war vor der B'schen Fabrik ein derartiger Radau, daß sich eine Anzahl junger Mädchen, die in Barmen wohnen, nicht getraute, die Fabrik zu verlassen, sondern die Rückkehr des Herrn B. abwartete, der die Mädchen denn kurz vor 11 Uhr zum Bahnhofe brachte. Der Vorsicht in steckte er seinen Reoolver in die Tasche. Eine An955 Zur oten, die am Wege standen, und die es auf die in, abzusehen zu haben schienen, folgten ihnen bis in den Wartesaal, wo sie in roher Weise belästigt wurden, so daß Herr B. Schutz bei dem Stationsassistenten suchte der die Ruhestörer aufforderte, den Wersesaal zu verlassen. Die Burschen kamen dieser Aufforderung uur zögernd nach, besonders renitent zeigte sich aber K., der mit Gewalt hinaus befördert wurde. Kurze Zeit darauf als Alles ruhig schien, verließ Herr B. den Wartesaal, aber kaum im Freien angekommen, wurde er, Nichts ahnend, plötzlich überfallen, zu Boden geworfen. B. zog nun zwar seinen Revolver, vieser wurde ihm aber entrissen und ehe auf sein Rufen, Hülfe herbeikam, war er blutig geschlagen und getreten und die Thäter nach allen Richtungen auseinandergestoben. Der Ueberfallene hat den D. bestimmt als Thäter erkannt, glaubt auch, daß K. und H. sich an dem Ueberfall und dem Schlagen betheiligt haben, weiß aber nicht, ob die beiden anderen Angeklagten auch aktiv mitgewirkt haben. Das Urtheil lautete gegen K. und D wegen qualifizirter Körperverletzung auf je 2 Monate Gefängniß, gegen die übrigen Angeklagten auf Freisprechung, da diese nicht genügend belastet erschienen. Die Königl. Staatsanwaltschaft hatte Angesichts der großen Rohheit der Angeklagten gegen D., K. und H. je 9 Monate, gegen B. und S. je 6 Monate Gefängniß beantragt.„ 6. 2. Unter der Beschuldigung, am 9. Septor, kr. bei Dröschede durch unzüchtige Handlungen öffentliches Aergerniß erregt zu haben, steht die Wittwe C. Sch. Minna geb. L., welche noch unbestraft ist. Die Verhandlung, die bei verschlossenen Thüren stattfindet, endet mit der Verurtheilung der Angeklagten zu 1 Monat Gefängniß. Auf diese niedrige Strafe wurde erkannt, da die Angeklagte sich bereits seit Septbr. cr. in Haft befindet. 3. Eine ungetreue Dienstmagd ist die Marie K. aus Iserlohn, die sich über den Unterschied zwischen mein und dein sehr leicht hinwegsetzt. Als armes Mädchen von Ostpreußen herübergekommen, zeigt sie sich heute bereits als noble Dame, was auf außergewöhnliche Einnahmen mit ziemlicher Sicherheit schließen läßt. Die Angeklagte diente zuletzt beim Handelsmann F. K., bei dem sie ziemlich großes Vertrauen genoß, was sie in der schnödesten Weise mißbrauchte. Sie war zuweilen mit im Laden thätig und also in der Lage, Geld einzunehmen. Diese führte sie Anfangs pünktlich an die Herrschaft ab, die abgelieferten Beträge wurden aber immer geringer. Eines Tags nun fand Frau K. ihren Geldbeutel mit 6 Mark Inhalt in der Tasche der Dienstmagd. Sie nahm 1 Mark heraus und steckte den Geldbeutel wieder an seinen Ort, um zu sehen, ob sich die Magd wohl melden werde, aber vergebens. Darauf sagte sie dem Mädchen den Diebstahl auf den Kopf zu, diese bestritt ihn aber und behauptete, es sei ihr Geld, trotzdem sie kurz vorher noch erklärt hatte, sie habe keinen Pfennig mehr, weil sie ihrem Bräutigam, einem früheren Kostgänger von K., das Geld gegeben habe. Dieser lag dem Mädchen häufig auf der Tasche, trotzdem er keine ehrliche Absicht gehabt zu haben scheint. Kurz nach dem Diebstahl wurde die Angeklagte bei einem ferneren ertappt. Frau K. traf sie, als sie sich auf den Boden geschlichen hatte, etwas aus dem Stroh hervorzog und in ihre Tasche verschwinden ließ. Als Frau K. die Magd zur Rede stellte, wurde sie noch frech und eilte hinunter in die Küche, wohin ihr Frau K. auf dem Fuße folgte, um ihr den fraglichen Gegenstand— es war wiederum der Geldbeutel der K.— zu entreißen. Es gab einen förmlichen Kampf,— bei dem der Frau K. der Zeuge Th. zu Hülfe kam und wurde der Angeklagten der Geldbeutel, in dem sich 14,50 Mk. befanden, abgenommen. Ein aus dem Beutel noch erhaschtes Stück Papier warf die Angeklagte, ineinandergeknittert, in eine Ecke, behauptend, es sei ein Brief von ihrem Vater. Bei näherer Prüfung fand sich darin noch ein Fünfmarkschein vor. Nun verlegte sich die Angeklagte aufs Bitten und klehen damit keine Anzeige gemacht werde und die Frau k. ließ sich auch wirklich bewegen, dem Mädchen die Schmach einer Verhaftung zu ersparen. Ihre Gutmü thigkeit wurde aber schlecht belohnt, denn eines Tages verschwand aus ihrem Pult ein Geldbetrag von etwa 250 Mark, den die Angeklagte zweifellos auch gestohlen hat, wenngleich das Geld nicht bei ihr gefunden ist. Sie hatte sich nämlich ausgelassen, das Pult sei auch ohne Schlüssel zu öffnen. Auffallend ist auch, daß sich der lebesdurstige Bräutigam seitdem abseit gemacht hat.— Er ist später von der Frau K. mal in Köln angetroffen und da hat er denn erzählt, er habe noch nicht wieder gearbeitet, sei bereits in Frankreich gewesen— und von dort per Schub über die Grenze aus Frankreich gebracht. Bei einer Durchsuchung des Koffers der Angeklagten, hat die Frau K. eine Serviette und einen gehäkelten Gardinenhalten gefunden, der ihr auch gestohlen zu sein schien. Sie nahm diese Sache an sich und wurde durch Nachfragen festgestellt, daß die Angeklagte diese Gegenstände bei einem früheren Dienstherrn, dem Restaurateur Aug. L. gestohlen hatte. In gleich frecher Weise wie früher leugnete die Angeklagte ihre That. Erst behauptete sie. die Sachen gehörten ihr, sie habe sie aus der Heimath mitgebracht, heute wagt die Angeklagte zu behaupten, die Sachen seien ihr in den Koffer gelegt. Dann schleudert die Angeklagte der Frau K. die schnodesten, durch Nichts erwiesenen Verleumdungen ins Gesicht. In Rücksicht auf alle diese Momente und die verschiedenen Diebstähle, deren sich die Angeklagte schuldig gemacht hat, erkennt der hohe Gerichtshof auf 2 Jahre Gefängniß. Kgl. Staatsanwaltschaft hatte 5 Jahre beantragt. 4. Auf Grund des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 hatte das Königl. Schöffengericht zu Plettenberg die Wittwe Wirthin Aug. Fl. zu Witbecke, sowie den Händler Hr. H. aus Lüdenscheid und F. V. und A. R. aus Witbecke zu Geldstrafen verurtheilt. Es hatte in dem Fl.'schen Lokale om 3. Mai eine besonders von Sozialdemokraten besuchte Versammlung stattgefunden, die polizeilich nicht angemeldet war und in der die drei letzten Angeklagten als Redner aufgetreten waren. Die Wittwe Fl., F. V. und A. R. hatten Berufung eingelegt, H. soll sich ins Ausland begeben haben. Die Berufung der Frau Fl. wird als begründet erachtet und erfolgt auf Antrag des Herrn Ersten Staatsanwalts Freisprechung, da erwiesenermaßen die Frau Fl. an jenem Tage abwesend war und nicht verantwortlich zu machen ist für das, was ihr berufener und geeigneter Vertreter, ihr erwachsener Sohn, verschuldet resp. versäumt hat. Die Berufung der beiden anderen Angeklagten wird als unbegründet verworfen, da ihr Einwand, nur unschuldige Gedichte vorgetragen zu haben, nicht als stichhaltig angesehen wurde, weil sie im Anschluß an die Rede des Sozialistenführers H., wodurch der Charakter der Versammlung hinlänglich gekennzeichnet war, ihre Vorträge hielten. Schauspiel mit angewehnt habe, fast Vorwürfe darüber, daß ich gar keine Emotion empfinde. Voni religiösen Gefühl ganz abgesehen, ist der Tod für diese Leute vor allen Dingen eine Erlösung; darum umschwebt ihn hier nicht ein Dunstkreis von Trauer, wie anderswo. Das ist die Ruhe für Den, der da scheidet, der Schlummer, den er in der Betrübniß seines Elends stets herbeigesehnt. Nun sind seine Tage zu Ende. Er begreift, daß er jetzt seinem Etwas entrinnt, welches das Gesetz seines Daseins war: dem Schmersg,„„„ 18 Man InfalVerunglückt. Nordhausen, 10. Nvo. Insvige eines Bogeneinsturzes an dem Bau des Denkmals auf dem Kyffhäuser verunglückten am Sonnabend drei Maurer, zwei sind getödtet. Mäncken.„ G Kesselexplosion. Munchen, 16. Nov. Bei der Kesselexplosion einer Güterzugmaschine zu Mersingen bei Neu=Ulm wurde der Locomotivführer getödtet, zwei Personen schwer verletzt und 13 Waggons zertrümmert. Gescheitert. Arras, 14. Nov. Ein Fischerfahrzeug aus Berck, worauf 16 Personen sich befanden, ist während des letzten Sturmes gescheitert, die ganze Bemannung ist ertrunken. Mitgetheilt durch das Patent=Bureau von Otto Wolf in Dresden. (Abonnenten dieser Zeitung ertheilt das Bureau freie Auskunft über Patent=, Marken= und Musterschutz.) Angemeldet von: Kaspar Hangarter in Haspe: Sicherung der Buffer an Eisenbahnfahrzeugen gegen das Herausfallen. J. Soeding u. von der Heyde in Hörde: Wasserröhrenkessel mit Querkessel über der vorderen Wasserkammer. Paul Hesse in Witten: Kolbenliderung mit einstellbaren, schraubenförmig gewundenen MetallErtheilt an: G. Rafslenbeul in Schwelm: Vorrichtung zum Befestigen von Oesenknöpfen mittelst Drahtstiftes. C. Borgsen in Lippstadt: Aufsteckspindeln für Spulen. Gebrauchsmuster=Liste. Eingetragen für: W. Dahlmann u. Sohn in Gevelsberg: Spaten.— F. Klingspor jr. in Siegen: Schutzvorrichtung gegen Ausgleiten auf Eis.— Bechem u. Post in Hagen: Isolirmantel in Säulenform mit rundem Querschnitt für Heizkörper von Centralheizungen. a Wien, 16. Nov. In Vertretung des Deutschen Kaisers kommt zu der bevorstehenden Hochzeit im Kaiserhause Prinz Friedrich Leopold von Preußen am Freitag früh mit der Nordwestbahn hier an. Schon am Mittwoch trifft das sächsische Königspaar mit dem Bräutigam Prus Friedrich August ein. In Folge kaiserlicher Anordnung findet hier feierlicher Empfang durch Kaiser Franz Josef und sämmtliche Erzherzöge am Bahnhofe statt. In der Hofburg erwartet in Vertretung der Kaiserin die Erzherzogin Maria Theresia mit sämmtlichen herzoginnen das Königspaar. ac Wien, 16. Nov. Der deutsch=osterreiniche Handelsvertrag wird im Dezember unserem Parlament und dem ungarischen Reichstage zugehen. Der Zollausschuß unseres Reichsraths wird sich auch während der Weihnachtsferien mit der Durchberathung der Handelsveitragsvorlage beschäftigen, da es in der Absicht der Regierung liegt, daß dieselbe im letzten Drittel des Januar, und zwar gleichzeitig mit dem deutschen Reichstage, im Plenum zur Diskussion gelangen soll. Madrid, 16. Nov. Der Guadalquivir überschwemmte das Thal Granada, richtete große Verwüstungen an, bedroht Cordova, Sevilla und die Stadt Granada. h Petersburg. 16. Nov. Die Gerüchte über einen Zoll auf die Ausfuhr von Flachs sind absolut unbegründet; das Finanzministerium sandte den betheiligten Börsencomitees ausdrückliche Dementis. Vermischte Freifrau von Wallersee. München, 12. Nov. Eine Hauptperson österreichischen Kronprinz Freifrau Henriette von Wallersee gewesen. Die Freifrau von Wallersee, eine geborene Mendel, war die morganatische Gemuhlin des Herzogs Ludwig vou Bayern. Sie verbrachte den Winter gewöhnlich in Wien und in ihrem Hause muchte Kronprinz Rudolf die Bekanntschaft der Baronesse Mary Vetsera. Hier fanden auch die ersten Zusammenkünfte des Liebespaares statt, und die Freifrau von Waldersee(der Adelsstand wurde ihr zwei Jahre nach der Ebe mit dem Herzog Ludwig vom König von Bayern verlieben) soll auch die einzige Person gewesen sein, welche von dem unheilvollen Rendezvous in Meyerling Kenntniß hatte. Man machte ihr in Wien auch den Vorwurf, das Verhältniß zwischen dem österreichischen Thronfolger und der Vetsera begünstigt zu haben und sie bekam nach Eintritt der Katastrophe den Auftrag, schleunigst Wien zu verlassen. Sie mußte sich auch stets aus Munchen entfernen, wenn dort ein Mitglied des österreichischen Kaiserhauses zu Besuch weilte. * Wie der russische Bauer stirbt, das hat Leo Tolstoi kürzlich dem französischen Schriftsteller Octave Houdaille, der ihn in Jasnaja=Pojana besucht, wie folgt erzählt:„Der Tod ist nur düster auf der Leinwand unserer Maler; hier auf dem Lande ist er fast mit lachenden Bildern geziert. Ich komme soeben von einem Bauer, den ich sterden sah. Der Mann wußte, daß er sterben müsse, seine Agonie währte mehrere Tage— und gleichwohl hat seine Ruhe sich keinen Augenblick lang verleugnet. Als der Tod ganz nahe war und man ihm der herrschenden Sitte gemäß eine Wachskerze zwischen die Finger steckte, nahm sein Antlitz den Ausdruck unsäglicher Heiterkeit an. So sterben sie Alle bei uns. Auch mache ich mir jedesmal, wenn ich einem solchen Berlin, 17. Nov. Dem Reichstage ging ein Nachtragsetat für das laufende Etatsjahr zu, worin in Folge der gesteigerten Getreidepreise für die Naturalverpflegung des Heeres excl. Bayern 8,764,000 M. nachgefordert werden. Markt- und Coursberichte. Berlin, 16. Nov., 2½ N. Fruchtbörse. Weizen Nov. 232.25, Nov. Dez. 232,25, Dez.=Jan. 232,50, AprilMai 234,25 M. Gek. 2000 Ctr. Roggen Nov. 240.25, Nov.=Dez 240.25, Dez.=Jan. 000,00, April=Mai 237.25 M. Gek. 6,000 Ctr. Hafer Nov. 170,00, Nov.=Dez. 170.00, April=Mai 177,00 M. Gek 14,000 Ctr. Rüböl vorräthig mit Faß 61.70, ohne Faß 60,89, Nov. 61,50, April= Mai 60.70 M. Gek 000 Centner. Spiritus 70er vorr. 53.40, Nov. 52.20, Nov.=Dez. 52,20 April=Mai 53.20, Mai=Juni 53,40 M. 50er vorr. 72,80 M. Gek. 000,000 Liter. Petroleum vorr. 23.00 M. Roggenmehl 0/1 Nov. 33.05, Nov.=Dez. 3305 M.„„. Weig Gtet. Bremen, 16. Nov. Betroleum vorr. tuhig, fleng, Antwerpen, 16. Novbr. Petroleum fest, vorr. 16. Nov. 16, Nov.=Dez. 15¾. Jan.=März 1578 fr. Glasgow, 16. Nov. Roheisen. Warrants 478 6d. Englische Velour, Cheviets und Nouveautés ca. 140 cm. breit. à Mt 2.45 bis 9.75 p. Meter versenden direkt an Private jede beliebige Meterzahl Buxkin=Fabrik=Depot Oettinger& Co., Frankfurt a. v. G. diegenste Musterauswahl berettwill. franco. Unübertroffen in Feinheit und Milde und seit elf Jahren bewährt. Holländ. Tabak 10 Pfd. lose in Beutel foo. 8 Mk. nur B. Becker in Seesen u. Harz. Veranntmachuug. Der zwischen Kirch= und Hauptstraße belegene Theil der Johannisstraße ist vom 16. d. Mts. ab während der Dauer der Umpflasterungsarbeiten für Fuhrwerk und Reiter gesperrt. Witten, den 14. Nov. 1891. Die Polizei=Verwaltung. Dr. Haarmann. von Gärten in Wannen. Am Mittwoch den 18. Nov. Nachm. 3 Uhr sollen die zum Bormannschen Hofe in Wannen gehörigen Gärten in Esch" wiederum auf mehrere Jahre vervachtet werden. Heven, 13. Nov. 1891. Friedrich Krieger. Vorhänge, Verwandlungen etc. etc. in anerkannt prachtvoller, dauerhafter Malerei, Gemalte Entwürfe, gratis und franco, Vereinsfahnen jeder Art von 25 Mark an, Gebäudefahnen, Wimpel 2c. 2c., Rouleaur, auf Stoff gemalt, für jede Branche, Firmen- und Reklamschilder, auf Holz oder Blech gemalt, dauerhafte Arbeit, Pekorationen zur Ausschmückung von Sälen, Wirthschaften, Vereinszimmern für Festlichkeiten jeder Art, Sprüche für Jubiläen, Bischofsempfänge, Krieger-, Turn-, Radfahrer-, Fängerfeste etc., Größe 68X42 cm, 70 Pf. pr. Stück, 300 verschiedene, prachtvoll gemalt, auf steifem Karton. Wilhelm Hammann, Düren(Rheinland), Fahnenfabrik und Bühneumalerei. Bei größeren Festlichkeiten kommissionsweiser Verkauf. Die neuesten Muster in Gols und Vilverwaulen, massiv goldenen Trauringen,(gesetzlich gestempelt) schon von 4 Mk. an und höher bei B. Bansberg, Witten, Bahnhofstraße 43. —. Eine schone zarte Haut erzielt man nur allein durch den Gebrauch unserer Kali-Kräuter-Seife. Darcb:„enartige Kompeattion unsammengeostat, errangt dieselbe einen Jugendlich zarten Teint und bewährt sich Gebr. Hoppe, Karsämerte,&am; ollete=Heisen=Fohrit. Borgmüllers Sicherheits- Ger für Petroleumlampen, geruchlos und wasserhell, sparsam im Gebrauch, brennt mit schöner heller Flamme, die zwei Petroleumflammen ersetzt; bietet ferner wegen seines hohen, bisher von keinem anderen ähnlichen Oel erreichten Entzündungspunktes von 55° absolute Sicherheit gegen Explosion und ist daher mit Recht als das beste vorhandene Leuchtöl zu bezeichnen. Garl Borgsmüller(Inb.: Schmeck& Fuhse) Dortmond. Niederlagen: in Witten bei Herrn A. Richter lagen: in Witte. Herrn J. Rich Wittwe; in Wetter bei Herrn Indw. Loungost fr.; I* H e r r n G. F a ß b e n d e r; i n erdece #, Charlottenstr. 83. Zu haben in Witten bei F. W. Beuter. in Volmarstein dei He.„„ bei den Herren C. Dörcken und Chr. Dog; in Annen bei Herren Gebr. Rosenthal; in Lütgendortmund bei Herrn Joh. Schulte; in Marten(Bahnhof) bei Herrn Zeiur. Westermann; in Parop bei Herrn Aug. Wiegold; in Hombruch b. Barop bei Herrn Wilh. Zeining. No. 271. Häcksel=Maschinen Mr. 36, Rübenschneider Mr. 30, Kartoffelquetschen Mr. 7, Wannemühlen Mr. 48, sowie simmtl. landw. Maschinen. G. Reincke, Dortmund, Rhstr. 225. Illustrirte Preisliste sende gratis und franko. Für Hausbesitzer! Patentirte Außabsperter und gußeiserne Windhüte für schlecht ziehende Schornsteine liefert in ollen Größen geg. Garantie W. Dreesen, in Stoppenberg bei Essen. ao Prospecte gratis u. franco. PergamentPaptel zu haben bei B. Koetzold& Co. En gros. En detail Die danerhaftesten, geschmackvollsten u. billigsten Instrumente liefert August hoth, Hagen, Bahnhofstr. 29. Neue Flügel von 950, Pianinos von 350, Harmoniums von 80 Mk. an. 10jährige Garantie. Kleine Ratenzahlungen gestattet. Gebrauchte Instrumente werden in Zahlung genommen. Franko=Lieferung nach allen Stationen Deutschlands. Neueste Patenr=Keißzeuge in großer Auswahl bei B. Koetzold& Co., Buch= u. Papier=Handlung. Meinen fortgesetzten Bemühungen ist es gelungen, das Non plus Ultra in Hemdentuchen aus Ia. amerikan. Baumwolle herzustellen, wovon den Couvon von 30 Meter, 80 cm breit, mit 9 Mark abgebe. Ausserdem die bewährten und bekannten Qualitäten 30 Meter für 10,80 M., 12 M. und 14,25 M. Proben gratis u. franco II. W. Sältzer, Hannover. * Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Herrn gefallen, meine inniggeliebte, unvergessliche Gattin, unsere liebe Mutter, Schwester, Schwägerin und Schwiegertochter, Frau Wilhelm Schrook, Louise geb. Tegetoff, nach längerem schweren, mit Geduld ertragenen Leiden, mehrmals gestärkt durch die heiligen Sakramente der römisch-kathol. Kirche, im 29. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Elberfeld, Barmen, Düsseldorf, Witten und Heven, den 15. Novbr. 1891. O Die Buchdruckerei 2 8 B. Koetzold& Co., 0 von Breddestraße 38, Ecke Bahnhofstraße empfiehlt sich zur schnellen Anfertigung Her is duer Aut für den raufmannischen, gewerblichen und privaten Bedarf. Briefbogen u. Converts mit Firma, Rechnungen, Hochzeits=Einladungen, Verlobungs=Anzeigen, Visitenkarten, Statutenbücher, Eintrittskarten 2c. 2c. Saubere Herstellung.— Billige Preise. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. d. M., Nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Kulrnder für 1892. Wir empfehlen und halten u. A. vorräthig: 1 M. Garten la#be=Kalender Daheim=Kalender Niederrhein. Volkskalender Rheinisch=westf. Hauskalender Rober Sote lahter Hinkender Bote do. Gr. Ausg. Deutscher Reichsbote Christl. Volkskalender(Kaiserswerther) Payne's Illustr. Familien=Kalender Altkatholischer Volkskalender Köhlers Kaiserkalender Deutsch=nationaler(antisemitischer) Volkskalender 50 Pfg. Maria=Lourdes=Kalender 50 Pfg. Regensburger Marien=Kalender 50 Pfg. Einsiedler=Kalender 40 Pfg. Eichsfelder Marien=Kalender 25 Pfg. Schreib=, Notiz=, Wand=, Kontor=, Abreiß=, sowie Fachkalender in großer Auswahl. B. Koetzold& Co., Buch= und Papierhandlung, neben der Breddeschule. M.— Pfg. M. 50 Pfg. M.— Pfg 50 Psg. 10 Pfg. 50 Pfg. Pfg. 40 Pfg. 50 Pfg. 50 Pfg. 40 Pfg. 50 Pfg. Wasser=Kur von Sebastian Kneipp 31. Auflage. Mk. 2.60. Vorräthig bei B. Koetzold& Co. Billigste Bezugsquelle### hülsenfreies Reisfuttermehl G.& O. Lüders, Hamburg. Einkänrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk Dr RefausSelbstbewahrung Die beinverwett von Lothar Mleggendorfer. Weihnachts-Ziehung vom 12—15. Dezbr. er. Haupt. 50,000 Mi. treffer: Werth. Loose à 1 Mk.(11 Stck. 10 Mk.) Porto u. Liste 30 Pfg. extra der Gr. Weimar=Lotterie empfehlen und versenden □ Berlin W. General-Agentur. Leipzigerstr. 103 u. Neustrelitz. Kiex Schafft, Markt 21, Dortmund, Markt 21. Nasvel kauf wegen Geschäfts-Veränderung, Teppiche, Möbelstoffe, Portièren, Gardinen, Reisedecken, Tischdecken, Vasen 2c. zu und unter Einkaufspreisen. Ein frischer Hauch von Jugendlust durchweht das unter obigem Titel in vielfarbigem Druck ausgeführte humoristische Gruppenbild; mit frappanter Natürlichkeit ist es dem Künstler gelungen, das Thun und Treiben unserer Lieblinge in ihrer reizenden Naivetät wiederzugeben. Man findet dies Bild in Eirtttteit-Gcateitwer für 1892, welcher zum Preise von 50 Pfg. in seiner allbekannten erstaunlichen Reichhaltigkeit erschienen ist, und zwar bildet obiges Gruppenbild nur eine von den, Payne's Kalender gratis beigegebenen Sieben Extrabeikagen: 1)„Hau! Hau!“ Oeldrucktitelbild von Pacher, 2) Der Wand=Kalender auf steifer Pappe, 3) Portemonnaie=Kalender in Blechhülse, 4) Neue Eisenbahnkarte von Deutschland, ferner die humoristischen Buntdruckbilder: 5) Lustigmacher mit und wider Willen, 6) Die Kinderwelt, von Loth. Meggendorfer, 7) Im Circus. Bayne's Illustrirter Familien=Kalender ist durch die Expedition dieses Blattes und deren Boken zu beziehen. Copierbücher, mit 500 und 1000 Blatt, Register, in solider Waare 4 Verein. Garde=, Landwehr. u. KriegerVerein, Witten. Hotel zum Adler. (Ang. Rheker.) Wie in früheren Jahren sollen aus den Ueberschüssen der Lohmann=Stiftung auch in diesem Jahre eine Anzahl hülfsbedürftiger Wittwen und Waisen verstorbener Kameraden durch eine 3. Cyklus Die Schweiz Weihnachtsbescheerung erfreut werden. Besondere Berücksichtigung finden die im Laufe dieses Jahres verwaisten Kinder. Anmeldungen hierzu sind unter Vorlegung des Statutenbuches des verstorbenen Kameraden bis spätestens den 22. Novbr., an Kameraden Zahlmeister H. Utermann am Markt zu richten. Witten, den 14. Nov. 1891. Der Vorstand. Feinstes Pflaumenmus per Pfund 25 Pfg., schöne Aepfel per Pfund 12 Pfg., feinst. gebrannten Kaffee per Pfund 140 Pfg. empfiehlt Otto Kaufmann, in Crone. Weimar=Lotterie Ziehung 13. Dezbr. Loose à 1 M. IV. Geld-Lotterie ürdie Zwecke der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz. Ziehung 28. Dez. Wiesbadener Rothe Krenz=Loose Ziehung 14. Januar. à 3 Mark. Nur Geldgewinne, Hauptgewinne: 150000, 75000, 30000, 20000 M. u. s. w. Loose à 3 M. bei Koetzold& Co. mit und ohne ausziehbarem billigst bei B. Koetzold& Co., Witten. Pfandleih=Anstalt in Witten von Wwe. Joh. Wilh. Wolff, empfiehlt sich dem inNord-u Breddestraße=Elle, und auswärtigen Publikum zur gefl. Benutzung unter Zusicherung reeller Bedienung. NB. Jeder, der Gegenstände verpfändet, muß sich über seine Person durch Legitimationspapiere ausweisen. Große Antisclaverei=Lotterie. Plasse Plasse Gewinn=Plan 1. Ziehung vom 24.—26. Nov. 1891. 80. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet, Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags=Magazin in Leipzig Neumarkt Nr. 34, sowie durch jede Buchhandlung. c # Ssr couer As Jeiches vernachlis-irst, sis zu bektämpfen. Wer an Schwindsucht Anszehrung), Asthma Athemn th Luntröhrencatarrh, Snnsonaffectionen Bronchial-, Kuhikopfeatarrh, Flusten,##srkeit, Blutspucken etc. etc. leidet, verlange und bereite ieh den Brustthee(russ. polygonum), neleter echt in Packeten à 1 Mart in, ärnst Weidemann. Liebenburg a Hars, erhältlich st.— Wer sien vorber ber die grossartiger und überra-chenden Ertolge die.#anse, über die Arztlichen Amunenund Empfehlungen, über die dern Immmerteer geworlenen Ausseichningen informhen will, verlunge grarie stie##er die IHanse handelnde Broschüre.(54). Ansichten von Witten und Amgegend in Cabinet à 50 Pfg., Album von Witten, 12 Bilder in prachtvollem Einband à 5 Mkempfing und empfiehlt die Buchhandlung von B. Koetzold& Co., Buch= und Papierhandlung. 5910 Gewinne 925000 Ml. Nur baare Geldgewinne ohne jeden Abzug zahlbar. CTT + Evang. und kathol. * Gebet- u. Gesangbücher in jeder Ausstattung empfehlen B. Koetzold& Witten, Bahnhof= u. Breddes etr=echke. 1 à 150000 1„ 75000 1„ 50000 1„ 30000 1„ 15000 2„ 10000 3„ 5000 10„ 3000 50„ 1000 100„ 500 240„ 300 00„ 200 100„ 100 42 150000 Mk. 75000„ 50000„ 30000„ 15000„ 20000„ 15000„ 30000„ 50000„ 50000„ 72000„ 100000„ 100000„ 168000„ Gemoun=Plon 2. Ziehung vom 18.—25. Januar 1892. 600000 Mk. 1 1 1 1 1 1 3 4 6 20 30 50 100 300 500 1000 2000 3000 6000 1 à 600000 300000 125000 100000 50000 40000 30000 25000 20000 10000 5000 3000 2000 1000 500 300 200 100 75 50 300000 125000 100000 50000 40000 30000 75000 80000 60000 100000 90000 100000 100000 150000 150000 200000 200000 225000 360000 13020 Gewinne 3075000 M. Wir offeriren bis auf Weiteres: Original=Voll=Loose, gültig für beide Klassen: ½ 21 Mk., 1/10 4,20 Mk. ¼ 42 Mk. Original=Loose 1. Klasse bei planmäßiger Erneuerung: ¼ 21 Mk., ½ 10,50 Mk., ⅛ 4,20 Mk., 1/10 2,10 Porto und Listen extra. Die Haupt=Verkaufsstelle der deutschen Colonial=Lotterie: B. Koetzold& Co., Witten, Buchhandlung. FT Zusrassh# Man verlange in allen durch Plakate kenutlichen Verkaufostellen ganze Original Loose. Zum Besten des„ Mg Geldlotterie 99770 Geldge- epr se 05 Hagh zeffer r Ganze Original=# D“ Aigauer Cafel=Butter, hochfeinst, täglich frisch, Postkolli 9½ Pfund M. 11.—. Bei Wochenbezug bllliger. Ia. Rahmkäse, vollfett. Kempten, Bayern. An Unbekannte geg. Nachnahme. Das älteste und größte Hettfedern=Lager William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachnahme (nicht unter 10 Pfd.) gute neue Bettfedern für 60 Pfg. pr. Pfd. Vorzüglich gute Sorte Mr. 1.25, Prima Halbdaunen nur Mk. 1.60 und Mark 2.— Reiner Flaum nur M. 2.50 und Mk. 3.— Bei Abnahme von 50 Pfd. 5%0 Rabatt. Umtausch bereitwilligst. Fertige Betten(Oberbett, Unterbett und 2 Kissen), prima Inlettstoff aufs Beste gefüllt, einschläfig, 20, 25, 30 u. 40 M., 2schläfig 30, 45 u. 50 M. Geöffnet von Morgens 10 Uhr bis Abends 10 Uhr. Entree 30 Pf., Kinder 15 Pf. 5 Karten 1 Mark sind nur an der Kasse zu haben. Mustk=Verein. Die heutige Uebung fällt aus. Der Vorstand. Allgemeine Orts-Krankenkasse Witten. Samstag, den 28. Novbr., Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Utermann am Markt, General-Versammlung Tages=Ordnung: 1. Wahl des Ausschusses zur Rechnungsprüfung des laufenden Jahres. 2. Neuwahlen für den Vorstand. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Der Vorstand. Casino. Samstag 21. Nov., 8 Uhr: Gemüthlicher Abend zu welchem die geehrten Damen und Herren ergebenst eingeladen werden. Die Vergnügungseommlssien. Ich empfehle mich als Gesindevermietherin. Frau Vehle, Ruhrstr. 40, Hinterhaus, 1 Tr. vorm. Wwe. Barth. 8 Lairitz'sche Waldwoll=Watte und das Fichtennadel=Oel (reines Naturprodukt), gegen gichtisch=rheumatische Leiden seit einem Menschenalter unübertrefflich bewährt, von ärztlichen Autoritäten empfohlen und verordnet, durch Medaillen u. Ehdendiplome,(Silber=Medaille Barcelona 1888 u. Cöln 1889 u. Stuttgart 1890 ausgezeichnek, sind für Witten und Umgegend allein echt zu haben bei Karl Pipo. Bahnhofstraße Nr. 18. Möblirte Zimmer und Wohnungen sofort zu vermiethen. Ctockumer Bahnhof. Fritz Wille. 2 Wöhnungen 10, Eleg. geb. 4 M. 50 Pf. vorräthig bei Koetzold& Co. Kaiser Friedrich= San Rbmhe 9.5g amg... mit 5016 Krankenhauses in Ziepg. am 8. u. 9. Dez. d. J. winues= 50,000 Mark. OOSE ## Sir. versendet so lange der Vorrath reicht 30 Pf. F. A. Schrader, Hauptagent, tnel. Porto u. Liste Haunover, Gr. Packhofstr. 29. von je 2 Zimmern an kleine kinderFamilier lose Fummen sofort, oder später zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. Steuengesuche und m pro Zeile 10 Pfg.— finden Verbreitung in den 6000 Exemplaren. 1 Schuhmacherlehrling gesucht von Fr Sonntag, in Heven. Von einer mittleren auswärtigen Bahnhofsrestauration ein ordentl. Dienstmädchen gesucht für Küchen=, Hausarbeit und Wäsche, gegen guten Lohn zum baldigen Eintritt. Näheres zu erfr. Hagen, Marienstr. 5 part. Verlag von B. Koetzold& Co. in Witten. Druck von H. Risel& Co. in Hagen. Redigirt unter Verantwortlichkeit von B. Koctold in Witten Erscheinr täglich m Insertonen weriden 10 Der Eugen paßt es natürlich Bismarck bei seine lin von einer groß Ovationen gebrach Meinung ist Fürs todter Mann; nich es sein, sondern au Darum werden vo die allerblödesten A Lügen in die Wel als wenn die S Lehrter Buhnhof i künstlich gemachte Studenten verursa behauptet, sie seier glauben, außer Häuflein verbohrte Licht der Welt i kann die freisinnig kannten Weise no dem Volke nicht gründer des Deut hat und vergessel eine Schaar jung gewaltige Anzahl dem Bahnhofe e bouquetts, Jung und bezeugte der nicht vergessen. werfen“ auf den los ist. Seitens Berliner freisinni darauf hingewirkt ekelt sind von der haben bekunden u mit Jenen!" Geradezu erb lassungen, die wir „Es kann also der Fürst wirllich Otterndorf die St schreitet. Hineinfah es früher gethan. k der Wagen des Re wird das begleitend mißtönendes sein, a haft sein, eher noc fahrungen zu urthe dies Moment der schlüssen nicht unbe weil er wit der A einer verhältnißmäf stimmungslärm eir haben könnte. Es beispielsweise ein kratische Arbeiter a Anwesenheit des F nehmen könnten. a Diese Worte erscheint in densel demokratischen Ag marck niemals so und Consorten; n als wenn der E das Signal geben Freilich, wenn E dann bleibt kein und das scheint Uebrigen glauben besser zu kennen; Staatsmann, der Vaterlande gewit fallen, mit Pfei Deutsche Reich, und Eisen zusam und das deutsche ihm immer dank Wenn oben dies Moment der Entschlüssen, in unberücksichtigt Artikelfabrikant Bisher hat sich artige öffentliche flussen lassen, ja Wege gegangen. halten sollte,# Heile des Lande Richter läßt ja des Landes ertör fragen, ob ihm Reichstage Ova Wagen durch di sinnige Presse st dann allemal b einfach vorfährt seines Landes## Aber im Herzen daß er nicht ver seiner mit Liebe