esellschaft tten. 4. Oktober, 8½ Uhr, Nlage. -Verein dschaft" tten. iert , d e n 2 5. O k t. Frau Wwe. Tuschköhrchen, ein ivergnügen izkränzchen, Theateraufführungreis 75 Pf. ien frei. freundlichst ein er Vorstand. Sängerkreis. 24. d. s 8 Uhr, Versammlung Wohlfahrt. = u. KriegerHeven. Comp. Versammlung g. d. 25. Okt., n. 4 Uhr. Ordnung: neuer Mitglieder. der Beiträge. nes. Der Vorstand. rone. 25. Oktober, n. 4 Uhr, ncert Ball. 3f. Damen frei. et freundlichst ein irich Freuse, Crone. K tenthal. luß der diesjähner=Saison findet ag, den 25. cr. Conerrt ichfolgendem Ball Musik wird ausm Bommerschen n. adet freundlichst Wilh. Rasche. even. hle mich den gehnern von Heven id zum teschlachten machen in und hause. 221, Zeche Helene. 1g. Schmidt, Metzger. Malllaa damit behandelten tes Aussehen, das ilt, kann von jeder hand aufgestrichen t nicht den zehnten Kraft in Anspruch ht käuflich bei rottmann, mn, Ruhrstr. 41. Mädchen kleidermachen bei Frau E. Fuoke, Breitestr. 33. se Familie sucht hnung 1892. Offert. unter an die Exped. rlag von & Co. in Witten. H. Risel& Co. Hagen. r Verantwortlichkeit Pold in Witten. No. 250. Fernsprech=Nr. 46 für Witten. Witten, Sonntag, den 25. Oktober Fernsprech=Nr. 18 für Hagen. 1891 Erscheini täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Insertionen werden die 7 gespaltene Petitzeile mi: 10 Pf. berechnet. verbunden mit dem General-Anzeiger Abonnewentspreis(inel der Gratisbeilage „Märkisches Heim“): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg bi: Bestellung durch die Boten Bei Abnahme auf der Bost inel. Bestellgeld 2.20 Mr. für Witten und Amgegend. Rundschau. XX Die„Barm. Ztg.“ schreibt: Der Fall Harmening. Die Art und Weise, wie der Abg. Harmening in jener Berliner Versammlung des Vereins für Bodenreform die Forderungen des Herrn Flürscheim(Verstaatlichung des Grund und Bodens) vertreten, hat nicht nur in der freisinnigen Presse eine entschiedene Ablehnung erfahren, sondern in dem Wahlkreise Eisenach, wo Harmening gewählt worden, sprechen sich jetzt die Wähler offen gegen dieses Auftreten ihres Abgeordneten aus. So bringt das freisinnige„Koburger Tagebl.“ folgende Erklärung.“— Nun folgt das Citat, das wir unseren Lesern deshalb ersparen, weil Koburg, woselbst das„Kob. Tagebl.“ erscheint, gar nicht zu dem Wahlkreise Eisenach gehört. In der politischen Geographie scheint die„Barm. Ztg.“ sehr schwach zu sein. Herr Ernst Harmening, das enfant terrible der freisinnigen Partei, ist Vertreter des Eisenacher Wahlkreises. Im Koburger Wahlkreis schwingt der ebenfalls freisinnige Georg Siemens das reichs tagliche Scepter. Das sollte eigentlich die„Barm. Ztg.“ wissen, aber uns ist es insofern sehr gleichgültig, daß sie es nicht weiß, weil wir uns der Empfindung nicht entschlagen können, als sei Harmening mit seiner Bodenreform den Freisinnigen so bodenlos überraschend gekommen, daß sie selbst ihre Geographie darüber vergessen. Der Verfasser der rohen, gewöhnlichen und unanständigen Broschüre„Wer da?!“— die, wie es scheint, eir„Wo da?!" der„Barmer Ztg.“ verursacht,— hat von allem Anfang an seiner Partei Kopfzerbrechen verursacht. Seine Wahl wurde von seinen politischen Gegnern, die ihn, seinen Fanatismus und sein leidenschaftliches Streberthum kannten, begrüßt, denn Harmening wurde als Richters gefährlichster Gegner gern mit in den Kauf genommen. Ob er ein Sozialdemokrat ist, das wollen wir nicht untersuchen; ist er es, dann ist er ein würdiger Schüler der freisinnigen Präparandenschule zum Sozialismus, die von Anbeginn an wider besseres Wissen die Herren von der äußersten Linken gegründet haben; jedenfalls wird Harmening einst derjenige sein, der den Bruderkrieg innerhalb der Partei entfacht und die im Interesse des deutschen Bürgerthums wünschenswerthe Trennung zwischen dem Radikalismus und dem gemäßigten Freisinn herbeiführen wird. Harmening als fortschrittlicher Gegenpapst, das ist vielleicht die Losung der nächsten Tage. Die Fähigkeiten dazu mangeln dem thüringischen Rechtsanwalt sicher nicht; was ihm in der politischen Geographie etwa mangeln sollte, das kann er ja schließlich von— der„Barmer Ztg.“ lernen! * Der im vorigen Jahre von der„Freisinnigen Zeitung" unternommene Versuch, gegen die Reform der Einkommensteuer unter der Verdächtigung der Fiskalität Stimmung zu machen, scheint trotz seines Mißerfolges jetzt erneuert werden zu sollen. Wenigstens wird bereits wieder gegen die Ausführungsanweisung der Vorwurf zu großer Fiskalität erhoben. Demgegenüber mag daran erinnert werden, daß die Einkommnensteuer keinen fiskalischen Zweck, sondern lediglich die Absicht einer gerechten, alle Einnahmequellen gleichmäßig treffenden Veranlagung verfolgt. Der Mehrertrag aus der Einkommensteuer fließt kraft ausdrücklicher Gesetzesvorschrift nicht zur Staatskasse, sondern ist im vollen Betrage zur Ueberweisung von Grund= und Gebäudesteuer an die Gemeinden zu verwenden. Je mehr die Einkommensteuer einbringt, umso mehr kann von dem Einkommen aus Grund= und Gebäudesteuer den Gemeinden zugewiesen werden. Die sorgsame Anwendung der im Gesetze gegebenen Mittel zur Ermittelung des wirklichen Einkommens, weit davon entfernt fiskalischen Zwecken zu dienen, liegt daher wie im Interesse ausgleichender Gerechtigkeit, so auch vornehmlich im Interesse der Gemeinden und einer sachgemäßen und gerechten Vertheilung der Gemeindelast durch weitergehende Zuweisung von Realsteuern. * Die am 20. Oktober in Düsseldorf abgehaltene Ausschußsitzung des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen war sehr zahlreich besucht und verhandelte über eine Reihe auch weitere Kreise interessirender Gegenstände. Dem Steuerausschuß des Vereins wurde ein Antrag überwiesen, bei dem Herrn Finanzminister dahin vorstellig zu werden, daß der Termin zur Abgabe der Steuererklärung auf Antrag der Censiten bis zum 1. April 1892 verlängert werden könne, wenn die Censiten zur Feststellung ihres Einkommens aus Handel und Gewerbe genöthigt sind, die Waarenvorräthe und Lagerbestände in ihrer Bilanz aufzufähren und den Finanzminister um Erlaß einer bezüglichen Anweisung an die Veranlagungsbehörde zu bitten.— Sodann beschäftigte man sich mit der Frage der Weltausstellung in Chicago. Es wurde hervorgehoben, daß diejenigen Industrien, welchen aus der Beschickung der genannten Ausstellung ein Vortheil in keiner Weise erwachsen könne, nicht aus nationalen Gründen auszustellen für verpflichtet zu erachten seien. Im Uebrigen wurde der Beschluß des Vereins erneuert, die Beschickung der Ausstellung in das Belieben jedes Mitgliedes zu stellen. Dem Herrn Reichskommissar sollen in einer besonderen Konferenz die Gründe, welche den bei weitem größten Theil der niederrheinisch=westfälischen Industrie zu einer ablehnenden Haltung der Chicagoer Ausstellung gegenüber veranlaßt haben, ausführlich dargelegt werden.— Sodann referirte Reichstagsabgeordneter Moeller über den internationalen Unfall=Versicherungs= Kongreß in Bern und hob hervor, daß die Verhandlungen desselben ohne Zweifel dazu beitragen würden, daß die Idee der deutschen Versicherungsgesetzgebung auch in anderen Ländern Platz greife und Nachahmung finde. — Betreffs der Krankenkassengesetznovelle legte Generalsekretär Dr. Beumer eine umfassende Denkschrift vor, welchc demnächst dem Bundesrathe eingereicht werden soll.— Die vom Landeseisenbahnrath in seiner Sitzung vom 22. Mai dss. Irs. empfohlene Durchführung und Ausdehnung des sogenannten Rohstofftarifs auf Kohlen, Kokes, Erze, Schlacken u. s. w. ist aus finanziellen Gründen auf Schwierigkeiten gestoßen. Der Ausschuß war in Anbetracht der Thatsache, daß der Verein wiederholt die Nothwendigkeit dieser Durchführung nachgewiesen, der Ansicht, daß eine nochmalige Vorstellung beim Minister der öffentlichen Arbeiten und dem Staatsministerium angezeigt sei und beschloß, etwaige Schritte der„Nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisen= und Stahlindustrieller" nach dieser Richtung aufs Wärmste zu befürworten. * Wie aus Rom berichtet wird, hatte die Rundreise, welche der Deputirte Barzilai durch die Balkanländer angetreten, zwar den Charakter einer Agitationsreise, doch hat dieselbe ihren Zweck nicht erfüllt. Was Herr Barzilai zu hören bekam, mußte ihn überzeugen, daß für die von ihm beabsichtigten Anregungen kein Boden vorhanden sei. Er hat, ohne daß wir damit gesagt haben wollen, daß er auch nur im entferntesten einen Vergleich mit Trikupis aushalte, ähnliche Erfahrungen gemacht, wie dieser auf seiner Rundfahrt. Speziell in Bulgarien hat er, wie verlautet, aus dem Munde Stambulow's erfahren, daß Bulgarien nicht daran denke, zu einer Unabhängigkeitserklärung zu schreiten, wohl wissend, daß die Beibehaltung der bisher verfolgten ruhigen Politik den Interessen Bulgariens am besten entspreche. Deutsches Reich. * Berlin, 23. Okt. Der Kaiser arbeitete heute in den Vormittagsstunden allein Später fand bei den Majestäten eine Frühstückstafel statt, zu welcher eine Anzahl distinguirter Persönlichkeiten Einladungen erhalten hatte. — Die schon mehrfach angekündigte Reise des Königs Karl von Rumänien nach Berlin wird in zuständigen Kreisen als völlig gesicherte Thatsache betrachtet. Man nimmt an, daß der König in der zweiren Hälfte der nächsten Woche eintreffen und etwa drei bis vier Tage in Berlin und Potsdam verweilen wird. — Kein Prozeß gegen Bleichröder. Mehrere Zeitungen haben die Nachricht gebracht, daß gegen den Geheimen Kommerzienrath v. Bleichröder ein früher eingestelltes strafgerichtliches Ermittelungsverfahren wieder aufgenommen werden solle. Wie die„N. A. Z.“ an maßgebender Stelle erfahren hat, ist diese Behauptung unrichtig. Allerdings hat in Folge von neuerlichen, an die höchsten Staatsbehörden gerichteten Eingaben eine Prüfung des Sachverhalts stattgefunden. Dieselbe hat aber einen Anlaß zu irgend welchen strafrechtlichen Maßnahmen gegen Herrn von Bleichröder nicht ergeben. — Eine bayrische Ministerkrisis, wird der „Post“ aus München in folgender Weise signalisirt: Von einer Ministerkrisis war lange die Rede, bevor der soeben versammelte bayerische Landtag zusammentrat. Damals handelte es sich um eines der jüngsten Mitglieder des Kabinets. Man wollte wissen, der erst seit Fruhjahr 1890 im Amte befindliche Kriegsminister von Safferling würde im Landtage den Militär=Etat nicht mehr vertreten. Allein alsbald ist ein sehr kräftiges Dementi erfolgt und der Kriegs.ninister wird in nächster Woche sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum feiern. Dagegen soll es dem ältesten der Staatsminister, Finanzminister Dr. Freiherrn von Riedel nicht mehr an der Spitze der FinanzVerwaltung gefallen. — Die neuen Lehrpläne für die höheren Schulen, welche zu Ostern 1892 ins Leben treten sollen, sind erschienen. Den Direktoren und Lehrern ist über den Inhalt und die an diese Verfügung sich knüpfenden Konferenzen strengstes Amtsgeheimniß auferlegt worden. — Ueber den Inhalt des, loie wir berichteten, dem Staatsministerium vorliegenden Volksschulgesetzentwurfs wird vorläufig begreiflicherweise Stillschweigen beobachtet. Nur soviel wird der Nat.=Lib. Korr.“ mitgetheilt, daß die Vorlage sich den Beschlüssen der Kommission des Abgeordnetenhauses in der letzten Session bezw. dem Goßler'schen Entwurf doch mehr nähere, als man vielfach anzunehmen zu sollen glaubte, und daß sömit eine Verständigung mit der liberalen Seite des Hauses von vornherein ausgeschlossen erscheine. — Die Regierung erwägt ernstlich die Frage der zweijährigen Dienstzeit für die Infanterie. Berathungen hierüber finden fast täglich statt. Die Zahl Freunde der zweijährigen Dienstzeit unter den hohen Militärs wächst immer mehr. Dem Reichstag wird über den Stand der Angelegenheit eine Erklärung zugehen. — Der Mißerfolg der russischen Anleihe. Die neue russische Anleihe, welche nach den Angaben des Finanzministers Wyschnegradski und seiner Helfershelfer eine mehr als siebenfache Ueberzeichnung erfahren haben sollte, ist thatsächlich ins Wasser gefallen. An demselben Tage, an welchem der Maßstab der Zutheilung auf die Zeichnungen angekündigt wird, meldet der Draht aus Paris, daß die Anleihestücke im„Parquett" mit 1¼, in der„Kulisse" mit 1½ pCt. unter dem Zeichnungspreise gehandelt und weiter angeboten werden. Man ist in Paris an verwegenes Börsenspiel gewöhnt. Die dortige Bankwelt galt ohnehin als überladen und gefährdet. Gerade deshalb mochte sie die Hoffnung gehegt haben, durch die russische Anleihe ein künstliches Spekulationsfeuer anzufachen, in dessen Gluth sie sich des Ballastes sonst unverkäuflicher Werthe entledigen könnte. Diese Erwartung ist eitel gewesen und darum kann der Mißerfolg der russischen Anleihe für die Pariser Börse verhängnißvoll werden. Schon jetzt scheint sich der Rückschlag in empfindlicher Weise geltend zu machen. Für die friedliebenden Völker ist es jedenfalls erfreulich, die Gewißheit zu haben, daß die russische Auleihe verunglückt ist. Dann gehört nach Montecuculis noch immer zutreffendem Worte zum Kriegführen Geld, Geld und abermals Geld, so ist es eine Verstärkung der Aussichten auf die Erhaltung des Friedens, wenn Rußlands Werbungen um Geld kein Gehör finden. — Wie wir erfahren, werden die Handelsvertragsverhandlungen Serbiens mit Oesterreich=Ungarn, und zwar mit diesem allein, unmittelbar nachdem die Verhandlungen Oesterr ichs und Deutschlands mit Italien der Hauptsache nach beendet sein werden, was im Laufe der nächsten Woche der Fall sein wird, beginnen. Die bereits ernannten serbischen Delegirten durften sich in den nächsten Tagen nach Wien begeben. — Der neue Militäretat. Der Entwurf des Etats der Reichsheeresverwaltung ist jetzt so weit fertiggestellt, daß er schon in der nächsten Zeit dem Bundesrath wird vorgelegt werden können. In den ordentlichen und außerordentlichen Ausgaben weist er, wie es heißt, keine nennenswerthen Erhöhungen gegen das Vorjahr auf, dagegen ist in den einmaligen Ausgaben eine erhebliche Forderung für die Verbesserung des Artilleriemateria ls, insbesondere für die Einführung eines Einheitsgeschosses für die Feldartillerie und für die Beseitigung der Bronzegeschütze aufgenouumen. Eine Vermehrung des Friedenspräsenzstandes ist nicht vorgesehen. — Die„Straßb. Post" bezeichnet die Berliner Meldung, der kommandirende General des 15. Armeecorps, General Lewinßki II, gedenke seinen Abschied einzureichen, als unzutreffend. — Für die erste Veranlagung nach dem neuen preuß. Einkommensteuergesetz wird allen, die jetzt in der 10., 11und 12. Klassensteuerstufe zuhlen, ebenfalls ein Formular zur Selbsteinschätzung zugestellt werden, sodaß, wenn sie mehr als 3000 M. Jahreseinkommen haben, auch die Staatseinkommensteuer zu zahlen haben. Wahrscheinlich wird das auch in Zukunft so bleiben, um laufend diejenigen Steuerpflichtigen zu ermitteln, deren Einkommen seit der letzten Veranlagung über 3000 Mark gestiegen ist. — Ueber die Sachsengängerei vernimmt man aus Oberschlesien und Posen, daß sie voraussichtlich in diesem Jahre ihren Höhepunkt erreicht hat. Das Angebot von Arbeitskräften im Westen ist in diesem Jahre so groß gewesen, daß die Löhne dadurch heruntergegangen sind. Allgemein klagen die heimkehrenden Sachsengänger und Sachsengängerinnen über geringen Verdienst und da die landwirthschaftlichen Löhne in der Heimath nicht unerheblich gestiegen sind, dürften nicht wenige nächstes Jahr die Sachsengängerei aufgeben. — Der Centralverband deutscher Industrieller wird am Sonnabend den 14. November nach seiner Ausschußsitzung auch eine Delegirtenversammlung von 11½ Uhr Vormittags an abhalten. — Dieser Tage ging eine Notiz durch mehrere Blätter, in welcher gesagt war daß die Arbeiten für ein Terttärbahngesetz auf große Schwierigkeiten gestoßen seien, weil zunächst noch die Fragen der Spurweite der Bahnen und der Entschädigung für Grunderwerb zu regeln seien. Diese Mittheilung beruht auf einem völligen Mißverständniß. — Versammlung der„Jungen“. Wie aus Magdeburg gemeldet wird, kam es in der gestrigen Versammlung der„Jungen" zu lebhaften Auftritten zwischen den Abgeordneten Bock, Molkenbuhr einerseits und Werner, Wildberger andrerseits. Die Mehrheit der Versammlung beschloß, der Fraktion auch fernerhin zu folgen. — Ein großer Ausstand im Buchdruckergewerbe scheint, nachdem die Berathungen der Tarifkommission in Leipzig fehlgeschlagen sind, nunmehr bevorzustehen. Ziemlich übereinstimmend wird unter dem 23. Oktober aus Leipzig, Breslau, Hamburg, Frankfurt a. M., Mainz, Königsberg, Nürnberg, Augsburg und Würzburg depeschirt, daß Gehilfenversammlungen die Kündigung des Arbeitsverhältnisses zum 24. Oktober und, falls die neunstündige Arbeitszeit nicht noch gewährt wird, den Strike zum 7. November beschlossen haben. — Die Geschworenen, welche beim Mordprozeß Heinze thätig waren, sollen gestern Abend eine Zusammenkunft abgehalten haben, um die Vorgänge dieses Prozesses eingehend zu besprechen.— Die Ehefrau Heinze erfreut sich im Untersuchungs=Gefängnisse einer äußerst sorgsamen Behandlung, so daß ihr körperlicher Zustand sich bereits erheblich gebessert hat.— Gegen die beiden Vertheidiger in diesem Prozeß, gegen welche die Anwaltskammer das ehrengerichtliche Verfahren eingeleitet hat, steht, roie wir hören, bereits für nächste Woche Termin im Kammergerichtsgebäude an. Stuttgart, 23. Oktober. Die heutige Sitzung der Kammer der Standesherren eröffnete der Präsident Fürst von Waldburg=Zeil=Trauchberg mit eine Ansprache, in welcher er mit warmen Worten des hochseligen Königs Karl und seiner der Wohlfahrt des Landes gewidmeten Regierung gedachte. In der Kammer der Abgeordneten widmete der Präsident von Hohl gleichfalls dem Könige Karl einen warm empfundenen Nachruf. Die Kammer der Standesherren wählte eine Kommission von fünf, die Kammer der Abgeoidneten eine solche von siebzehn Mitgliedern zur Berathung einer Adresse an den König Wilhelm II. * München, 23. Oktober. Die deutschen Delegirten haben erneute Instruktionen erhalten und es wird ein rascher und günstiger Fortgang der Verhandlungen erwartet. Oesterreich-Ungarn. Wien, 23. Okt. Die Meldungen der Blätter über den bevorstehenden Eintritt des Prinzen Franz Joseph von Battenberg als Rittmeister in die österreichische Armee finden in hiesigen unterrichteten Kreisen keine Bestätigung. Frankreich. Paris, 22. Okt. Deputirtenkammer. Zu der Berathung über die Budgets der verschiedenen Ministerien werden mehrere Interpellationen oder Anfragen angekündigt, so namentlich zu dem Budget des Auswärtigen eine Anfrage des Deputirten Deloucle über Tuat und die egyptischen Angelegenheiten, eine Anfrage des Deputirten Delafosse über den Stand der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Italieu und eine Anfrage des Deputirten Millevoye über die Folgen der Entrevue von Kronstadt. Die Kammer setzte sodann die Generaldebatte über das Budget ohne bemerkenswertben, wischenfall fort. Der Deputirte Jamais verlangte eine leform der Getränkesteuer. Der Präsident erwiderte unter Hinweis auf die von der Kommission bereits herbeigeführten Reformen, es würde unklug sein, weiter zu gehen. Wenn man im Jahre 1893 mit einer Konvertirung der 4½prozentigen Rente vorgehen wolle, müsse man vor Allem eine günstige Finanzlage haben. — Es giebt doch noch lustige Leute. Der „Figaro“ meldet aus Kopenhugen, daß die Absicht bestehe. eine neue Friedensliga aus den Staaten Rußland, Griechenland, Serdien, Montenegro, Schweden, Dänemark und Frankreich zu bilden. Die Reise des Großfürsten Wladimir von Rußland nach Spanien sei eine Folge dieses Planes gewesen. Man werde die Konstituirung der Liga im nächsten Januar veröffentlichen, den Vorsitz dem Czaren übertragen, und als Zweck des Unternehmens die Beschaffung von Mitteln zu bezeichnen, durch welche die Mächte in den Stand gesetzt werden, die internationalen Fragen zu studiren und langsam zu einer Reduktion der sen zu gelangen.— Zu eut Paris, 25. Orl. Nach Meldungen aus Kairo hätte die egyptische Regierung beschlossen, die PolizeiReglements gegen welche die französische Regierung protestirt hatte, auf Frankreich vorläufig nicht anzuwenden. Der Minister des Auswärtigen, Tigrane, sei vom Ministerrath beauftragt worden, zur Prüfung der streitigen Punkte mit dem französischen Gesandten in Kairo, de Reserveaux, Verhandlungen einzuleiten. — In Paris weist die öffentliche Unsittlichkeit ziemlich dieselben Daseinsformen auf wie in Berlin. Auch dort hat, wie„H. T. B.“ meldet, die Regierung Veranlassung genommen, auf Abhilfe zu denken. Der französische Ministerrath beschloß, die Prostitution und das Zuhälterthum in rücksichtslosester Weise zu bekämpfen. Alle Wirthe, welche die Prostitution begünstigen, sollen wegen Kuppelei vor das Zuchtpolizeigericht gestellt werden. Marseille, 23. Oktober. Wie das von Modagaskar kommende Packetboot„Rio Grande" berichtet, ist am 12. September ein deutsches Schiff Namens„Amaranth“ auf den Riffs bei Tamarave verloren gegangen. Autwerpen, 22. Okt. Dem„Precurseur“ wird aus Berlin telegraphirt, die Handelsvertragsver handlungen zwischen Deutschland und Belgien würden abgebrochen werden in Folge der Weigerung der belgischen Regierung, die freie Einfuhr der deutschen landwirtschaftlichen Erzeugnisse in Belzien zu bewilligen. London, 23. Oktober. Gestern wurde der Versuch gemacht, den Expreßzug von Eastbourne nach London durch auf die Schienen gewälzte Eisentheile zur Entgleisung zu bringen, die mit größter Geschwindigkeit fahrende Maschine passicte indeß die auf die Geleise gelegten Hindernisse ohne Unfall. Der Vorgang erregt um so größeres Aufsehen, als in den letzten Tagen bereits zwei ähnliche Attentate auf der Great=WesternEisenbahn stattgefunden haben. London, 23. Oktober. Aus den Provinzen eingehende Depeschen melden andauerndes Hochwüsser in Folge von Regengüssen, namentlich in Westengland sind tausende von deckern unter Wasser und Gutsbesitzer wie Pächter schwer geschädigt. Auch das Themsethal ist theitweise überschwemmt. Petersburg, 23. Okt. Gestern fand unter dem Vorsitze des interimistischen Ministergehülfen Kobeko eine Berathung über ein etwaiges Ausfuhrverbot für Hafer, Gerste und Mais statt. Endgültige Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt, doch verlautet ziemlich bestimmt, bereits in den nächsten Tagen werde das Ausfuhrverbot erfolgen, und zwar solie es auch auf Buchweizen und Hirse ausgedehnt werden. — Entgegen einer Meldung der„Times“ wird hier auf's Entschiedenste erklärt, daß kein französisch=russischer Allianzvertrag bestehe; allerdings verlangen einige dem Zar nabestehenden Personen den Abschluß einer förmlichen Alllanz, die maßgebenden Kreise sind jedoch dagegen, weil dadurch die Unruhe Europas erregt werde. Vortugal. Lissabon, 23. Okt. Die hiesigen Blätter mache heute den Gefängnißdirektor für die gestrige Meuterei im Militärgefängniß verantwortlich. Derselbe wird voraussichtlich seines Amtes entsetzt werden. Die Regierung wird energische Maßtegeln zur Verhütung derartiger Vorgänge ergreifen. Schweden=Vorwegen, Stockholm, 23. Oktober. Der Kurtusminister Dr. Wennerberg hat seine Entlassung genommen. Westfalen und Pheinland. Witten, 24. Ott.(Kirchliche Nachrichten.) Der Kindergottesdienst fällt wegen der Versammlung in Bochum morgen hier aus. s Witten, 24. Okt.(Die allgemeine ArbeiterUnterstützungskasse„Einheit“) Fraßfirchtgt, aue Statutenänderung vorzunehmen. Der Tanr He au der Tagesordnung der am Sonntag, den 1. November starrfindenden Generalversammlung. * Witten, 24. Okt.(Mandatsnieverletzung.) Der lisherige Delegirte der Zeche„Franziska Tiefbau", Friedrich Brand, tbeilt durch Arangageniehder sehgerin sich um Belegschaftsangelegenheiten weiter nicht mehr fest.) Die von den westfälischen Städten entsandten Delegirten der Musikvereine waren dier versammelt, um Jahres in Dortmund zu feiernde zweite westfälische Musikfestzustellen. Es wurde bestimmt für den ersten Tag: 1. Chor aus der Cantate:„Lobet Gott in, seinen. Reicher, S S. Bach; 2. Sympoonie Nr., A-au von L. von Wagner;„Tasso“ spnodonische Dichtung von Litzt Ouverture zur„Zuberflöte“ von Mozart; Faust=Ouverture von Wagner und außerdem Solo=Vorträge der Solisten. Senger, Vertrten zen. Haum, Haspe, Zerlobn, Witen, iu Aussch. 1.. D, Herren Dortmund, 23. Oktbr.(Revision.) Die Herren Vertbeldiger der zum, Tode bextozeeivenn. thelten Vatermörders Wilbelm Krase haben das Urthell Die Verurtheilten hatten allerdings erklärt, sich bei dem schluß aber noch nicht zu Protokoll erklärt. Die Herren welden. Der Vertheldiger des wea lichem Zuchthaus verurtheilten Heinrich Kruse hat ebenfalls gegen das Erkenntniß Revision angemeldet. In es wird ausgeführt, nach dem Spruche der Geschworenen babe den Heinrich Kruse böchtens nicht aber lebensJahren Zuchthaus treffen können, Geschworenen gelängliches Zuchthaus, weil in der den Geschiete###estellten Frage nichts Besonderes enthalten war, ob sich das vom Angeklagten begangene Verbrechen gegen einen Verwandten aufsteigender Linie gerichtet. Eslwax, dieses ja nach Lage der Sache verständlich; das Reichs######ht wird aber zu entscheiden haben, ob es nöthig gewesen, den Uiastand ausdrücklich in der Frage zum Ausdruck zu bringen. Wenn dieses bejaht werden sollte, wird die gegen Heinrich Kruse verhängte lebenslängliche Zuchthausstrafe in eine zeitige Zuchthausstrafe umgewandelt werden müssen, die in ihrem Höchstbetrage 15 Jahre Zuchthaus nicht überiteiten dar.. Hkanlage.— Ar* Dortmund, 23. Okt.(Schachlantage.— Ar beiter wohnhauser.) Nachdem auf der neuen Schachtse„Kaiserstuhl II“ das vor einiger Zeit in Angriff begonnen werden und ist zu diesem Sysgzchtegenomimeng für Beante errichtet.. zm61n8 Dortmund, 23. Oktober.(Zukunftsg# Das sozialdemokratische Wahlkomitee hatte auf gestern suchte Versammtung ernzentner Siebel, Tabakpinner Fickermann, den ehemaligen ordneten=Versammlung werden. Hofstede, 22. Htt.(Berung l#1% sn gee teg Vormittag verunglückte auf Zechg-Levr. zu e. geb Hauer M., indem derselbe von einem Steine### er... verletzt wurde, daß er bald darauf starb. Der Verungm### vo, Ans dem Tennethal, 2. Okober.(Wassermangel.) Die Lenne und ihre Nebenbäche entvalten augenblicklich so wenig Wasser, daß„manche durch Wasserkraft getriebene Werke still liegen mussen, was fur Auch hat in Altenu lettung wegen Wassermangels eingeschränkt werden gefährliche Verletzung zu. Derselbe war auf einem Fruchtdemselben stand eine Harke mit dem Stiele nach oben, die er nicht bemerkt hatte. Der Stiel drang ihm in den After und über 30 Zentimeter in den Mastdarm. Der Unelücksfall Hhat, wie man von vorFeinte Mitag urn 12 Uhr todtlichen Ausgang genommen. Heul.-##lag um 12 Uhr erlöste der Tod den Verungluckten von seinen unsäglichen Leiden. Der Verstorbene, im Alter von ca., 25 Jahren stehend, binterläßt eine Wittwe mit einem 4 Wochen alten Kinde. Der traurige Fall erregt in der hiesigen Gemeinde allseitige Theilnahme. * Arusberg, 23. Oktober.(Die Frage der Verlegung der hiesigen Regierung) nach Dortmund, Hagen oder anderen Orten hut in der hiesigen Stadtverordneten eine gewisse Erledigung durch die Erklärung unseres Bürgermeisters Herrn Löcke gefunden. Die wiederholt und namentlich in letzter Zeit Vellegung der Königl. Regierung von dier haben nämlich Erkundigungen in dieser Angelegenheit, welche eine Lebensfrage für unsere Stadt ist, einzuziehen. Der Herr Bürgerworden, legung der Königl. Regierung von Arnsberg entstanden, daß gar keine Veranlassung und gar kein Grund für eine solche Verlegung vorhanden sei und daß ein darauf etwa gerichteter Antrag ganz zweifellos abgelehnt werden wurde. Die Frage, ob es nicht angesichts der in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen zweckmäßig sein würde, aus dem natürlich noch nicht erledigt. * Hamm, 23. Oktober.(Städtetag.) Am Mirtwoch 28. Oktober cr. wird in Hammn eine gemeinschaftliche Sitzung des Vorstandes des westfälischen Städtetages und der Kommission des westfälischen StvreFörderung der Bestrebungen des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke stattfinden, in welcher unter anderem über den Entwurf eines Gesetzes betr. die Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Innungskasse der hiesigen Hutmacher, Cadyll, welcher in der soziolistischen Propaganda sehr hervortrat, ist mit anKessel in der neuen Sommerkampfschen Mälzerei riß das herab. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach Münster, 22. Oktober.(Roggen=Ankauf.) Vom werden, in den Grenzen der hiesigen Marktpreise beBürgerverein) biel: am votzsegztgesetzteng Hause riden v), Barmen, 23. Okbr.(Von der Schlauheit Zu bersichten. Bekanntich werden dier in Bornen. der Umgegend Wipperfürths wachsenden Kartoffeln ihres guten Geschmackes wegen mit Vorliebe gekauft und besonders in diesem Jahre mit höheren Lommt da am Ende voriger Woche so ein Wippersürther Bauer mit seinem Fuhrwerk nach dem genannten Luhlhof gezogen, um einen für ihn aus Holland eingetroffenen Doppelwagen Kartoffeln abzufahren. Die Kartoffeln werden in mitgebrachte Säcke, die mit dem Namen des Empfängers gezeichnet sind, gefüllt. Als er während des Verladens von einem Bahnbeamten gefragt wird, ob jetzt die Wipperfürther Kartoffeln über Holland nach hier verschickt würden, antwortete ihm der schlagfertige Bauer: „Jo, ech glöwen selver, dat dä Wagen mei dä Erpel en kienen Oemweg gemacht häd,“ worauf er den Beamten, den er mit pfitfiger Miene ansah, dastehen ließ. Da behaupte noch Einer, daß die Bauern den Städtern nicht Königssteele, 23. Ott.(Verunglückt.) Dienstag Nachmittag fiel ein Mädchen beim Fensterputzen dadurch aus der 1. Etage auf die Straße, daß der Fensterrahmen, an welchem sich dasselbe festhielt, sich löste. Die schwer Verletzte wurde ins Kcankenhaus gebracht. Crefeld, 22. Okt.(Die Stadtrathswahlen) finden im nächsten Monat statt und beide Parteien, die liberale wie die Centrumspartei, rüsten sich zum Kampfe. Es sind neuzuwählen in der 3. Abtheilung 3. in der Abtheilung 4 und in der 1. Abtheilung 4 Stadtverordnete. Wahlberechtiat sind 6411 Personen gegen 6084 bei den Wahlen im Jahre 1889. Der eigentliche Kampf entbrennt hauptsächlich in der 2. Abtheilung, welche die liberale Partei bis gebt kune bote,„roßartiger MilitärKöln, 22. Okt. EEin ge4 guriiga leichenzug) bewegte sich heute Vormittag vom Hauptbahnhofe nach dem Friedhofe zu Melaten. Es war die irdische Hülle des auf so entsetzliche Weise bei dem Eiser bahnkatastrophe in Kohlfurt verunglückten Rittmeisters Ludwig v. Böhm, welcher unter großartiger Betheiligung der Militärbehörden und der Bürgerschaft zu Grabe getragen wurde. Die mitstährtische Twpeischen der Ferstorbene Schwadron der Deutzer Kürassire, Nenhen ke. Hersterern. Nachen, 23. Ok.(Heimweh.) Weil seine Frau an unbesiegbarem Heimweh erkrankt ist, ist der aus Westpreußen nach St. versetzte Lehrer J. wieder nach der Heimath zurückversetzt worden.. Stumm * Neunkirchen, 23. Okt.(Freiherr v." kumm ist vom König zum Mitglied der am 2. Novemoer lagenden General=Synode der evangelischen Landeskirche erBingen. 21. Oktober.(Verduftet.) Die bekonnten Inhaber der hiesigen Getreidehandlung Joseph Stern Söhne, Isuak Stern und David Stern, sind vor einiger Zeit bei Nebel und Nacht, ohne Abschied zu nehmen, über das große Wasser verduftet. * Frankfurt a. M., 23. Okt.(Schluß.) Aus dem Ausstellungsplatze haben die Abbruchs= und Einpackungs= Arbeiten begonnen. Mittags bewirthete der Vorstand die Angestellten, etwa 900, mit Bier und Essen. Die Ingenieure erhielten je eine goldene Uhr. Die Augsellung hatten an den Sehter derte(gerigfgungebr als 5o 16.50 Zwanzigpfennigtage stieg die Zahl der Besucher auf Frankfurt gebracht hat, wird auf 4—5 Millionen Mark * Hofgeiswar, 24. Oktober.(Vom Thurmsell herabgestürzt.) Bei einer hier weilenden Seiltänzergesellschaft produzirte sich auch u. a. auf dem hoch gespannten Thurmseil. Vorgestern Aben nun that diese oben auf dem hohen Seil einen Fehltritt, wurde vom Schwindet ersop:,owie zunere Verletzungen. und erlitt einen Armbruchg,.## de Verletzunger Sie wurde bewußtlos vom Platze getragen. den St. gewürgt und mit einem Stuhl geschlagen, so daß St. 13 Tage im Krankenhause liegen mußte. Der Gerichtshof erkannte unter Annahme mildernder Umstände wegen vorsätzl. Körperverletzung auf eine Geldstrafe von 100 M. oder 20 Tage Gesängniß. 3. Bei einer Revision der Maaße und Gewichte wurden beim Backer und Wirth E. N. in Hevon? Gewichtsstücke, welche zu leicht waren und eine Balkenwaage ohne Zunge vorgefunden. Hierfür war N. in eine Strafe von 4 M. genommen. In der heutigen Berufung erklärte N., daß er keine Waare nach Gewicht, sondern nur Stückweise verkaufe. Die Berufung wurde verworfen, da auch derjenige, in dessen Besitze unrichtige Maaße und Gewichte sich befinden, nach§ 369= bestraft wird. 4. Der Händler Carl K. und der Arbeiter Joh. W. sollten am 14. Juli an einer Schlägerei theilgenommen haben, wodurch ein Menschenauflauf entstanden und dadurch grober Unfug verübt worden sein soll. Die Angebestreiten dies. Es erfolgte Freisprechung. barch greerr...,, Pehei woreei.. su. En klagten bestkenen dur. Eo erseinne Grensprrchung., 5. Wegen Bedrohung, Beleidigung und Hausfriedensbruches haben sich die Bergleute Heinr. K.. Hugo K., Wilh. W. und Otto J. von Annen zu verantworten. Am Juni waren die Angeklagten 1. u. 2. in den Pferdestall des Wirths C in Ardey eingedrungen und machten Juni waren die Angeklagten 1. u. 2. in den Pferdestau des Wiithr,E. m ulbth„g m sich da an dem Pferde zu schaffen. Der Wirth, um die rohen Burschen von sich abzuhalten, mußte zum Säbel und Revolver greifen. Die Angeklagten haben sozusagen 4 Stunden das Haus belagert, geschimpft und gedroht. Ko. erhält wegen Hausfriedensbruchs. Bedrohung, Beleidigung und Wersen mit Steinen 2 Monate Gefängniß und 3 Tage Haft: wegen Hausfriedensbruches in 2 Fällen Ke. 4 Wochen Gefängniß, in 1 Falle W. 3 Wochen und J. 14 Tage Gefängniß 6. Die Ehefrau Kaufmann Nathan Sch. hat sich wegen Diebstahls zu verantworten. Wegen Diebstahls in einem Falle wurde die Sch. die, wie sie selbst angiebt, es nicht nöthig hatte, zu stehlen, mit 14 Tagen Gefängniß bestraft. 7. Die Dienstmagd Maria H. hat am 29. Juli beim Kaufmann B. unter Vorspiegelung falscher Thatsachen sich ein Musterbuch im Werthe von 15 Mark zu verschaffen gewußt. Wegen Betruges wurde auf 1 Tag Gekängniß erkannt. Vermischte Nachrichten. Berliner Theaterskandal. Es ist festgestellt, daß in einem Berliner Theater die dort allabendlich zahlreich auftretenben jungen Damen eine Monatsguge von 15 M. erhalten, wovon sie noch ihre Kostüme und sonstige Abgaben zu bestreiten haben. Daraus sind Zustände hervorgegangen, die schließlich die Aufmerksamkeit der Polizei Aufgehobene Räuberbande. Nach Meldungen aus Salonicht ist die Räuberbande Vasello aufgehoben worden. Der Hauptmann und vier seiner Leute wurden Inslnen:a=Epidemie. Die Wiener„Neue Freie Presse“ meldet aus Lemberg, daselbst seien mehrere tausend Neu=Pest, echr von einem der Löwen am Kopfe gepackt wurde. Das den Tatzen des Löwen zu befreien. Markt- und Coursberichte. chtmarft) Verhandlungen des Schöffengerichts zu Witten am 22. Oktober 1891. Harbott von Annen und Rechnung. 1. Wegen Bedrohung eines Verbrechens der Tödtung oeven, und T. mit einem Stecheisen bedrobt. Angelagte, lowie die vernpisserne Za rzie ämmtlich der einer Geldstrafe von 30 M. oder 10 Tagen eschk utberihet seben. Wier Wchhterign * Neuß, 23. Oktober.(Fruchimur#.) Weizen, neuer, 2259 2 21ch M. Buchrisgoigl gz Ghoß ipe; Aber (Rübsen) 000 M. Kartofteln“iuiztegz Oel g, M. für dito faßweie 65.80 Dr., Seroß 2.0 M. Fir 500 Klo. Preßtuchen 116,00 M. für 1000 Kilo. Kleie 5,80 M. vr bno, 23. Ot., 2½ N. Fruchtbörse. Weizer Okt. 222,75, Okt.=Nov. 222,75, Nov. Dez. 223.25, April=Mai April-=Mai 17300 M. Gek 1000 Crr Rübiangrrächg 090 D. Ger Oovd goög; ,ov,Dez. 50.50 M. AprilPetroleum vorr. 23,10 M. Roggenmehl 0/1 Okt. 32,00, Bremen, 23 Okt. Petroleum vorr. schwächer, 6.05 23. Oktober. Petroleum ruhig vorr. 15⅛, Okt. 15, Nov.=Dez. 15¼ Todes-Anzeige. Veroung. Heute verschied sanft und Gottergeben im 71. Lebensjahre in Folge Altersschwäche unsere liebe Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter Nwe. Christ. Miebach geb. Lindner. Witten 22. Okt. 1891. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag den 25. Okt. Nachm. 3½ Uhr vom Sterbehause, Hauptst. 49 aus statt. Dienstag, den 27. Oktober, Nachmittags 3 Uhr, soll im Hotel Bandmann zu Herbede eine Neudeckung mit Schiefer am Dach der evangelischen Kirche daselbst, veranschlagt zu 356 Mark, öffentlich an Wenigstfordernde vergeben werden. Kostenanschlag und Bedingungen sind bei dem 1Gemeindevorsteher Blankenage einzusehen. Herbede, den 21. Okt. 1891. Das Presbyterium. Verdingung. öffentlicher Anbietung verdungen werden. Zeichnungen, Bedir aGG * Gold= und Silberwaaren, wessin goldenen Trauringen,(gesetzlich gestempel zur Einsicht auf, und sind Auszüge aus 10 Uhr im Küstersaale in Gegenwart der erschienenen Bieter statt. Biten, den 2. Vv., Die Ban=Commission. müssio goleinenu..„ 36.68 bei schon von 4 Mi. an und hog#t vr..1.— g B. Bansberg, Witl sahnhofstraße 43. 0 0 Pfandleih=Anstalt in W# von Wwe. Joh. Wilh. Wonn, Bekanntmachung. Im Polizeibüreau wird am 1. M. eine Büreau=Gehülfenstelle acant und soll dieselbe sofort vieder besetzt werden. Das Stelleninkommen beträgt monatlich Mark Bewerbungsgesuche sind chleunigst einzureichen. Witten, 20. Okt. 1891. Der Magistrat: Dr. Haarmann. Habe mich hier als jedergelassen und wohne ei Herrn L. Westhof, Droneu= und Eisenwaaren= andlung. Lütgendortmund, den 2. Oktober 1891. Bresbestraße„Eck= empfiehlt sich dem inKord=h. Luc, und auswärtigen PuDr. Hagcmoyer, prakt. Wundarzt und burtshelfer, Nord= u. Trevbrstrag e., m uumtng“ Lublikum zur gefl. Benutzung unter Zusicherung reeller Bedienung. NB. Jeder, der Gegenstände verpfändet, muß sich über seine Person durch Legitimationspapiere ausweisen. soue Becion. — Dem geehrten Publikum von Wirren und Um G gegend bringe ich hiermit meine 8 4 Die neuesten Muster in — ahph 8 von Annen. Sprechst. 8—9 Vorm. 2—3 Nachm. G Dem geehrten Publikum von Witten und— O gegem einig. ah haeinn mim. " Movel=Handlung 8 #ag! nm eng. Johannis= Sechonzis:#. J. Kutaigg fraße 25 ob„ichhaltiges Lager in allen Sorten Schuhenpfieht sen.„Bergmannsschuhe, sowie auch Schaftund Langstiefel für Luerschlag, Gestein= und Schachtarbeiter reell besorgt. — Staude, brsgg Lesa und Vetistelle mit Mat Zur Beachtung. Erlaube mir meine Maschinenstrickerei in empfehlende Erinnerung zu bringen und werden vorkommende Arbeiten gut und billig in kürzester Zeit angefertigt. Gleichzeitig mache auf eine schöne Auswahl nur guter engl. Strick. garne vom feinsten Baldwin bis zu den gewöhnlichsten Sorten zu den billigsten Preisen aufmerksam. Frau Wwe. 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Abtheilung des III. Wahlbezirks, „ 1. do.„ V. do. 3. do.„ XII. do. und „ 3. u. 1. do.„ XIII. do. zur Wahl von Wahlmännern auf Freitag, den 30. Oktober er. hiermit eingeladen. Die Wahl beginnt Vormittags 10 Uhr. Stimmberechtigt sind nur Preußen, welche 24 Jahre alt, selbständig sind und nicht den Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte verloren haben in der Gemeinde, in welcher sie seit 6 Monaten wohnen oder sich aufhalten, sofern sie nicht aus öffentlichen Mitteln Armen=Unterstützungen erhalten. 86 45.# Zur 1. Abtheilung gehören unter Ausschluß des 5. zirkes diejenigen Wähler, welche an Staatssteuern mindestens 144 M. jährlich zahlen; bei dem zuletzt genannten Betrage jedoch nur diejenigen, deren Name mit A bis H einschließl. Zur 2. Abtheilung gehören diesenigen, welche weniger als 144 M. mindestens aber 48 M. Staatssteuern zahlen; ibei dem zuletzt genannten Betrage nur diejenigen, deren Name mit A bis V einschließlich anfängt. Alle übrigen Wahlberechtigten gehören zur 3. Abtheilung. Zur 1. Abtheilung des 5. Bezirks, für welchen eine besondere Abtheilungsbildung vorgenommen worden ist, gehören diejenigen Wähler, welche an Staatssteuern mehr als 38 M. 40 Pfg zu entrichten haben. Die Bezirkseintheilung, die Namen der Wahlvorsteher, sowie die Wahllokale gehen aus nachfolgendem Verzeichnisse hervor: Heven. Ich empfehle mich den geehrten Bewohnern von Heven und Umgegend zum Schweineschlachten und Wurstmachen in und außer dem Hause. Heven Nr. 221, Zeche Helene. Aug. Schmidt, Metzger. Ein gebrauchter noch gut erhaltener K K Turn=Verein Heven. Wohlchatigkeits- Concert Benennug des Bezirks 3. Bezirk: Der Wahlbezirk besteht aus Nauen der Wazsorichr und deren Stellvertreter Die Wahl findet statt im Lokale des mit nachfolgendem ∆ Tanzkränzchen A zum Besten der Kleinkinderschule zu Wannen am Sonntag, den 25. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, A im Saale des Herin G. Beckmann. Eintrittspreise für Nichtmitglieder: für Concert und Ball: Herren 1 Mk., Damen 50 Pfg. Jedoch — werden der Wohlthätigkeit keine Schranken gesetzt. Der Vorstand. M ERKKEE EHEEREKTE * Männer=Gesang=Verein„Freundschaft“, Pferdebach=Witten 1 Breitestr. 43 bis incl. 111 und 38 bis incl. 94, Crengeldanzstr. 3 bis incl. 39 und 2 bis incl. 34, Hochstraße, Kronenstroße, Kesselstraße, Wannenstrafe. 5. Bezirk:(Feldstraße, Kirchhofstraße, Pferdebachstraße, in der Pferdebach, Schlachthofstraße, Feldweg nach Wullen, Ziegelstraße. 12. Bezirk: Bergstraße, Bachstraße, Hochstraße, Am Hof, Lämmerstraße, Mittelstraße, Oberstraße bis einschl. 27 und 4 bis einschl. 36, Oertchen, Schwanenmarkt, Winkelstraße. 13. Bezirk: Casinostraße, Gerberstraße, Heilenstraße, Oststraße, Ruhrstr. 1 bis einschl. 55 und 4 bis einschl. 68, Sackgasse, Weidengasse, Wiesenstraße 7 bis einschl. 21 und 2 bis einschl. 14. Einscht. Witten, den 17. Oktober 1891. Klutmann Adolf, Born I. Hirsch Carl, Kost Methler Wilh., Fahrwinkel Auz. Leye Heinrich, Schluck Carl. Brodt Heinrich, Breitestraße 79. Pferdekämper W., Pferdebachstraße 3. Brabänder Friedr., Oberstraße 19. Borgmann Fr., Ruhrstraße 13. # feert am Sonntag, den 25. Oktober er., Nachmittags 5 Uhr, sein Erstes Winter=Kränzchen F Ant A ∆ verbunden mit Gesang=Vorträgen, im Lokale „Gasthof zur Stadt Witten“. Entree an der Kasse 75 Pfg., Vorverkaus 50 Pfg., Damen 25 Pfg., wozu höfl. einladet Der Vorstand. Die Mitglieder werden gebeten, Punkt 2 Uhr im Bereinstoinle zu erschemen.. L. S. K sist billig zu verkaufen. Wo, sagt die Exped. d. Bl. En gros. Ein detall Die dauerhaftesten, geschmackvollsten u. billigsten Instrumente liefert August Roth, Hagen, Bahnhofstr. 29. Neue Flügel von 950, Pianinos von 350, harmoniums von 80 Mk. an. 10jährige Garantie. Kleine Ratenzahlungen gestattet. Gebrauchte Instrumente werden in Zahlung genommen. Franko=Lieferung nach allen Stationen Deutschlands. Mieth=Iustrumente. Trauringe, Siegelringe, Brochen Ohrgehänge, Medaillons, Haarkämme, Collier, Uhrkeiten in Gold, Silber, Talmi u. 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