Zufriedenheit“. scherthal. schluß der General= ig vom 14. Juni t am 19. Juli die Kinderbelustit. Liste zur eventueiligung liegt im ile offen und werden jeder ersucht, bis den 18. Juli die einzuzeichnen, da meldungen nicht bewerden können. der Vorstand. vversteigerung. ag, den 2. Juni, nittags 9 Uhr, am Pfandlokale bei nsoth hier: ha, mehrere Tische, thagoni=Rohrstühle, lator, 1 Mantelofen, lirofen, 1 Tafelheerd, erschränke, 1 Leinen1 Console, 1 Com1 Bett, 1 Mangel, zeine u. s. w. meistbietend gegen ing versteigern. 30. Juni 1891. Franzmann, Gerichtsvollzieher. Neu!! Dr. Aug. Rohling's Imad-Sade. Vorworte von Eduard aus der auch anderrmehrten französischen von A. Pontigny in sche zurück übertragen von arl Paasch. M.— Vorräthig bei de gegen Nachnahme hochfeine rasbutter k. Frau Ekteuga, ppersum(Ostfriesland). Lohnung äumen in der Nähe der kinderlosem Ehepaar zum oder früher gesucht. unt. K. Nr. 1540 an die 80 ie Wohnung immern zum 1. Aug. zu . Zu erfr. in d. Exped. zungshalber eine hübsche No. 151. Fernsprech=Nr. 46 für Witten. Witten, Donnerstag den 2. Juli Fernsprech=Nr. 18 für Hagen. 1891. lage zu vermiethen. rfr. in der Exped. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Friertage. Insertionen werden die 7 gespaltene Petitzeile mit 10 Pf. berechnet. verbunden mit dem General-Anzeiger für Witten und Amgegend. Abonnementspreis(inel der Gratisbeilage „Märkisches Heim"): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg. bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahme auf der Post inel. Bestellgeld 2.20 Mk. Wohnung nmern auf sofort oder then gesucht. res in der Exped. 51 950(5001 92052 87112 323 42 89(300) 350 85 97 431 550 98(1500 437 63(5001 559 604 55 486 544 61 600 28 84(300 4 42 80(500) 703 922 97188 8056 70 147 92 221 575 760 801 04 7 633 65 710 50 800 38 101081 183 84 306 469 90 551 633 741 870 911 103017 25 4 369 71(1500) 431 625 84791 9 17 449 533(300] 609 25 748 2 53 919 53(3000) 73(300 108174 543 78 89 614 25 61 5(300 961 828 924 111039 244 47(3000] 9 92 259 467 710 113018 81 3 625 40 46 114015 49 116 2 91 176(30001, 261 301 28 42 77 342 420 558 713 817 94 972 18032 48 97 123 44(300] 248 5001 119081 98 202(300] 21 65 96 899 121175 204 22 94 167 515 41 694 805 6(500) 81 101 94 98 518 65(1500) 651 77 44 537 638 704 1500) 61 79 96 4 844 87 126090 162 435 96 48(300) 216 79 337 81 469 628 44 716 56 804 18 956 129104 941 46 13 790 872 131102 10 207 67 01 969 132082 228(500 337 331 563 652 88 724 77 904 38 13 50(300) 459 533 71 632 97 232 565 726 52 856 908 51 66 787 882 946 138082 109 33 N7 54 139020 27 57 72 161 141356 640 785 907 142080 6 160 233 426 37 80 C14 94 818 59 82 203 73 353 487 701 899 146002 56 91 98 238 571 836 414 599 814 908 148184 538 98 213 349 65 653 57 85 945 83 714 151162 88(3000] 229 324 5 152038 157 87 448 505 33 9 709 868 154056 166 407 9 19 423 639 768 955 74 1501037 815 49 994 1500] 157170 87 8047 68 94 224 346 405 32 569 35 89 887 950 602 58 856 57 904 161060 086 155 62 210 b2 62 341 57 96 461 72 601 38(3000) 66 70 99 519 601(1500) 34 98 740 992 106110 75 379 570 89 720 915 596 604 702 67 849 901 168028 9133(15001 79 84 240 313 1500 55 86 896 171166 456 89 507 01 87 541 610 31 57 173099 5001 84 174145 318 52 423 53 15001 175011 83 217 424 25 473 83 639 711 65 177239 57 144 373 76 509 99 656 733 56 (21 33 525 693 715 70 827 44 75 26 48 181073(1500) 140 236 89 322 35 29 451 705 803 913 18 105 69 211 23 62 491 561 66 656 609 11 743 954 180123 41 365 454 68 752 77 78 85 963 65 08 01 T0n(30001 12 898 919 96 Abonnements=Einladung. Zum Beginn des 3. Quartals 1891 des Märtischen Tageblatts und der Unterhaltungsbeilage Märkisches Heim laden wir zum Abonnement hiermit ein. Das Märkische Tageblatt wird auch in Zukunft sein bisheriges politisches Programm unentwegt verfolgen und seinen patriotischen, königstreuen Standtpunkt aufrecht erhalten. Dasselbe bringt über die neuesten Tagesereignisse Original=Artikel und Besprechungen, zahlreiche Depeschen sowie wissenswerthe Mittheilungen aus allen Gebieten des Verkehrs, des Handels, der Gewerbe und der Landwirthschaft. Im Feuilleton und in der Unterhaltungs=Beilage Mäckisches Heim dienen spannende Romane, Miscellen und kleinere Erzählungen zur Unterhaltung unserer Leser. Der Abonnementspreis beträgt pro Quartal Mk. 1,80 Probenummern stehen zur Verfügung. Alle Postanstalten und unsere Boten nehmen Bestellungen an. Expedition des Märkischen Tageblatts, Witten, Bahnhof= u. Breddestraßenecke. Ein Yankee-Streich. In Deutschland dauert noch die Debatte über den Kornzoll fort, aber verhältnißmäßig wenig Aufmerksamkeit wird einer drohenden Gefahr zugewendet, welche einem wichtigen Konsum=Artikel droht, dem Petroleum. Man muß es den Amerikanern lassen, daß sie sich bei geschäftlichen Spekulationen nicht mit Kleinigkeiten abgeben, sie handeln nach dem Grundsatz: Wenn schon, denn schon! Daß bei solchen Yankeestreichen viele andere kleine Existenzen zu Grunde gehen, das kümmert den Spekulanten nicht; die Hauptsache ist, daß aus dem Geschäft für ihn ein hoher Gewinn erblüht, alles Andere ist ihm gleichgütig. Diesmal gilt es also dem Petroleum. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika hat sich allmählich die Standard=Oil=Compagnie die ausschlaggebende Stellung auf dem gesammten Petroleummarkte zu erwerben gewußt. Die Mittel, durch welche dieses Ziel erreicht wurde, waren zum Theil solche, die wir gerade heraus schmutzige Conkurrenz=Manöver nennen. Es haben gegen solche Petroleum=Compagnien, welche sich der Standard=Gesellschaft nicht fügen wollten, so lange Preisunterbietungen stattgefunden, bis die renitirende Kompagnie nachgab, es sind alle finanziellen Chikanen im Conkurrenzkampfe ausgebeutet, um die Widerstand leistenden Gegner mürbe zu machen. War Letzteres geschehen, dann natürlich mußten die Konsumenten, das Publikum, durch momentanen Preisaufschlag für Petroleum die Kriegskosten bezahlen. So haben es die Biedermänner von der Standard=OilKompagnie denn dahin gebracht, daß in den Vereinigten Staaten von Nordamerika keine andere Petroleum=Gesellschaft mehr mit der StandardKompagnie konkurriren kann, und daß sie alle, wenn sie auch dem Namen nach und in Aeußerlichkeiten unabhängig erscheinen, der führenden Macht unterthänig sind. So bestimmen den Preis für amerikanisches Petroleum einige wenige Leute, und diese freien Republikaner geniren sich nicht im Mindesten, die Peteoleum konsumirende Welt nach Kräften auszubeuten. Die StandardGesellschaft hat ihre Fangarrie auch schon nach Europa herübergestreckt, und mit Erfolg den Versuch begonnen, große europäische Petroleumfirmen in den Hauptstädten zur Bundesgenossenschaft mit sich zu zwingen. In Bremen und einigen holländischen Städten ist dies schon gelungen, in Amsterdam wird eben der Versuch gemacht. Wie eine Spinne ihr Netz, so weben die über Millionen verfügenden amerikanischen Petroleum=Männer ihre Netze zur Einfangung des gesammten unabhängigen Petroleumgeschäftes. Nur ein Kummer erblühte diesen genialen Geschäftsleuten und Ringmännern: Auch aus der russischen Stadt Baku kommen große Quantitäten Petroleum und die General=Versügung hierüber hatten nicht die Amerikaner, sondern die Pariser Firma Rothschild, welche den gesammten Absatz von Baku übernommen hat. Die Standard=Kompagnie hat wohl versucht, auch dies Petroleumgeschäft sich zu unterwerfen, aber die Rothschilds verfügen auch über umfangreiche Geldmittel, und so war es denn bisher bei dem Versuche geblieben. Neuerdings hat aber die Sache ein anderes Gesicht bekommen; es sind Verhandlungen angeknüpft und werden auch im Geheimen fortgeführt, welche eine Verständigung der Petroleum=Gewaltigen in Amerika und Paris bezwecken, Alles natürlich in der reizenden Absicht, dem lieben Publikum das Fell tüchtig zu scheeren, sich zu Herren und Gebietern des ganzen Petroleumhandels, zu eigenmächtigen Festsetzern der Preise zu machen. Der Gedanke erscheint im ersten Moment kaum durchführbar, in Wirklichkeit gehört zur Verwirklichung nichts anderes als ein bestimmter Wille der Standard=Gesellschaft und der Pariser Rothschilds. Es braucht nicht näher dargelegt zu werden, welche Unsummen surch diese Monopolisirung des Petroleumhandels sin den Händen einiger Privatleute nach und nach dem Publikum zu Gunsten der Taschen dieser wenigen Personen abgezwackt werden würden, es wäre das ein Ring gegen den alle schon dagewesenen und noch kommenden Kohlen=, Eisen=, Korn=Ringe 2c. reine Kindereien sein würden. Die drohende Gefahr der Monopolisirung des gesammten Petroleumhandels hat bereits die Aufmerksamkeit verschiedener Regierungen, darunter auch der Reichsregierung, erweckt, und es sind bereits Anfragen an kaufmännische Kreise ergangen, was gegenüber diesen Machinationen zu thun sei. Die Bekämpfung wird nicht leicht sein, das liegt bei der Bedeutung des Petroleums als Konsum=Artikel auf der Hand, immerhin aber müßten wenigstens bezügliche Versuche unternommen werden, denn es wäre doch in Wahrheit ein mehr as starker Streich, wenn es einigen wenigen Personn gelänge, der ganzen Welt den Preis für ein drizgend erforderliches Beleuchtungsmittel zu dekretiren, jeden legitimen Handel unmöglich zu machen, und der Hauptgewinn in ihre Taschen abzuleiten. Rundshau. — * Die Getreidepreise sind wiederum an der Berliner Börse zurückgegangen und zwar die Weizenpreise per Juni=Juli um 5, für andere Sichten um 2—5½/ Mark, die Roggenpreise um 2—2½ Mark. De Nachrichten aus dem Auslande unterstützen die alsteigende Bewegung der Preise, so daß die Erwarting berechtigt erscheint, dieselbe noch weiter erhalte und so die Zeit bis zur Versorgung des Marktet mit neuer Brodfrucht ohne Nothstandspreise sich üiberwinden lassen wird. — Eine Preisermäßigung für Kartoffeln, welche auf den deutschen Märkten nicht ohne Einfluß bleiben wird, meldet die Berl. MarkthallenZtg. aus Holland. * Eine Musterleistung. Herr Alexander Meyer, der„bekannte“ spaßhafte und parlamentarische Berichterstatter der„Breslauer eines freisinnigen Organs, das er früher als Chefredakteur der„Schlesischen Presse“ auf das heftigste bekämpfte, derselbe spaßige Herr Meyer sucht gegenwärtig die radikalsten Dimokraten noch zu überbieten und seinen Parteichif Eugen Richter noch zu überrichtern. Er schreibt sämlich in einem Rückblick auf die abgelaufene Landtazssession, den die Wochenschrift„Nation“ wir wissen nicht ob mit Korrekturen(wie sie die gerichtlich festgestellte„flüchtige"“ Schreibweise der parlamettarischen Korrespondenten erheischt), veröffentlicht, des folgende: „Sie(sc. die Regierung) hat sich vermessen, die Getreidezölle in ihrer gegenwärtigen Höhe bis zum Februar aufrecht zu erhalten, im Angesicht des Mangels an Vorräthen, im Angesichte der Thatsache, daß in einzelnen Kreisen die Landräthe einen förmlichen Nothstand proklamiren, daß die Theuerung Unruhen hervorruft, welche von jedem politischen Beigechmack frei sind; angesichts des Bochumer Prozesses, der die Thatsache enthüllt, daß unter dem gegenwärtigen Sistem der Interessenbegünstigung sich erschreckende Fäulrißzustände entwickelt haben.“ Weitere Bemerkungen an diese Musterleistung von Ueberhebung, Spashaftigkeit und Unwissenheit zu knüpfen, erübrigt sich; es würde dies auch die Wirkung der Meyer'schen Gehässigkeit nur abschwächen. * Bekanntlich hatten sich die Vertreter der Innungsverbände vor einiger Zeit mit einer Immediateingabe an Se. Majestät den Kaiser gewandt, in welcher sie um die Einberufung einer Handwerkerkonferenz zur Darlegung und Prüfung ihrer auf die Hebung des Handwerkerstandes gerichteten Wünsche baten. Die Handwerkerkonferenz hat nun auch in der dritten Juniwoche stattgefunden. Ihre Einberufung ist, wie wir erfahren, auf einen Befehl Sr. Majestät des Kaisers zurückzuführen, der nicht bloß die Interessen der Industrie und darunter besonders der Arbeiter sondern auch die der Handwerker wahrgenommen sehen will. Diesem Vorgang entsprechend wird auch für Se. Majestät den Kaiser ein Bericht über die Ergebnisse der Handwerkerkonferenz ausgearbeitet, welcher nach der Rückkehr des Kaiserpaares aus England zur Vorlage gelangen dürfte. Von dem Ausfalle der Kaiserlichen Entschließungen wird es alsdann abhängen, ob auf gesetzgeberischem Wege den Wünschen der Handwerker wird entsprochen werden können. * Die italienischen Franzosenfreunde haben es augenscheinlich darauf angelegt, noch vor Beginn der Ferien durch Provozirung skandaloser Scenen in der Deputirtenkammer den Beweis der Aussichtslosigkeit der von ihnen vertretenen LehrT gegen den Ministerpräsidenten di Rudini, weil dieser den Verträgen Treue hält, geht bis zur Verleugnung des elementarsten Anstandes. Wenn den Italienern bis jetzt noch die richtige Werthschätzung der Thatsache mangeln sollte, daß die Entscheidung ihrer nationalen Geschicke nicht bei den franzosenschwärmenden Ultras liegt, denen jedes Erkenntnißvermögen der Grenzen, wo die Politik der Vernunft aufhört und die Politik des Wahnwitzes anfängt, abgeht, der parlamentarische Skandal vom letzten Sonnabend müßte ihnen jeden Schatten eines Zweifels hinsichtlich der Konsequenzen des Treibens der radikalen Ultras benommen haben. Vom Standpunkte des Friedensfreundes kann man den Imbriani, Cavallotti und Consorten für ihre wüsten Herausforderungen des Ministeriums nur dankbar sein, denn ein schlagenderer Beweis für die Gemeingefährlichkeit der von ihnen empfohlenen Politik läßt sich kaum erbringen. Das italienische Volk in seiner ungeheuren Ueberzahl hat für eine Partei, welche das eigene Land dem französischen Nachbar zu Füßen legen möchte, kein Verständniß. So spurlos ist ein ganzes Menschenalter nicht an der italienischen Volksseele vorübergegangen, um ihr nicht das Auge darüber zu öffnen, wo die Freunde und wo die Feinde der schwer errungenen nationalen Einheit sitzen. Nicmand muthet den Italienern zu, sich von fremder Seite über ihre eigenen Interessen belehren zu lassen. Was Italien an die Seite der mitteleuropäischen Kaisermächte führte, war nicht die Nachgiebikeit gegen irgend welche Pression, sondern das Ergebniß eigenster Entschließung des Königs und seiner Minister, die ihrerseits wiederum durch das Vertrauen der Nation getragen waren. Marchese di Rudini zeigt gegenüber dem wüsten Gebahren der Ultras jene staatsmännische Ueberlegenheit, welche dem Bewußtfein zu entsprechen pflegt, daß ihr Träger sich mit seinem Gewissen in voller Uebereinstimmung befindet. Er und die regierungsfteundliche Kammermehrheit haben in der jetzigen Session mit Geschick sowohl auf dem Gebiete der äußeren als der inneren Politik gearbeitet, haben der öffentlichen Meinung, welche durch Crispi's Rücktritt in vorübergehende Unsicherheit gerathen war, schnell das Vertrauen in die Kontinuität der öffentlichen Entwickelung Italiens zurückgegeben und durch weise Einschränkung der Ausgaben die finanzielle Situation des Landes, soweit es ohne Gefährdung höherer Rücksichten geschehen konnte, entlastet. Zu alledem haben die radikalen Ultras nicht nur nicht beigetragen, sondern, wenn es nach ihnen ginge, wäre Italien am Vorabende einer allgemeinen finanziellen Katastrophe. Das weiß die öffentliche Meinung, und daher ihre einmüthige Verleugnung der radikalen Machenschaften. Deutsches 4.——— Berlin, 1. Juli. Das Kaiserpaar hat am gestrigen Tage der Insel Helgoland den im diesjährigen Reiseprogramm vorgesehenen, nach Lage der Sache nur kurz bemessenen Besuch abgestattet. Derselbe wurde von: prächtigsten Wetter begünstigt und wird in dem Gedächtniß der Inselbewohner einen dauernden Ehrenplatz einnehmen. Von Helgoland ging die Fahrt heute Morgen gen Wilhelmshaven, woselbst großartige Empfangsvorkehrungen getroffen waren. In Wilhelmshaven wird bekanntlich die Kaiseryacht„Hohenzollern“ die Majestäten aufnehmen und ihrem weiteren Ziele entgegentragen. — Um im Gefolge des Kaisers die Reise nach Holland und England mitzumachen, haben der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, der Chef des Militärkabinets und der Oberhof= und Hausmarschall Berlin bezw. Potsdam verlassen. — Wieder mal ein Allarmartikel. Der Pariser Berichterstatter der„Times" veröffentlicht den Inhalt einer von ihm am 13. März mit dem Grafen Münster in Paris gepflogenen Unterredung, in dereu Verlauf der Botschafter ihm mittheilte, die Ersetzung Bismarcks durch Caprivi habe schon im Plane des verstorbenen Kaisers Wilhelm gelegen; ein Jahr vor seinem Tode habe der Kaiser in Gegenwart des Grafen Münster geäußert, Bismarck sei sehr halsstarrig geworden; es bedürfe seiner ganzen Willenskraft, um mit ihm durchzukommen, aber wenn er zum Aeußersten getrieben werde und die Dinge nicht weiter gehen könnten, würde ihm die Wahl des Nachfolgers nicht Verlegenheiten bereiten, ja, er sei bereits darüber mit sich einig geworden: es werde General von Caprivi sein. Der Kaiser müsse dieselbe Sprache seinem Enkel gegenüber geführt haben. Bei einer andern Gelegenheit soll, wie Münster erzähle, der Kaiser ganz öffentlich die Ernennung des Grafen Bismarck zum Staatssekretär des Aeußern den größten Akt des Nepotismus, den die Politik jemals begangen habe, genannt haben. Der Pariser Berichterstatter der„Times“ hat in letzter Zeit entsetzlich geschwindelt, und ihm wird der deutsche Botschafter sicher am allerwenigsten diese Geschichten erzählt haben. Herr Blowitz hat augenscheinlich die ganze Erzählung sich ausgedacht, um wieder einmal von sich reden zu machen. Die Sonnenhitze der letzten Tage hat entschieden die Erfindungsgabe des Berichterstatters beeinflußt. — Wie bayrische Blätter berichten, wird Fürst Bismarck in der nächsten Zeit in Kissingen erwartet. Die Salinenräumlichkeiten sind bereits für seine Aufnahme hergerichtet. Damit würde die Meldung übereinstimmen. daß in München wie seit Jahren üblich, die Hafmagen — Das preußische Staatsministerium hielt um Dienstag Vormittag in Berlin eine Sitzung ab. Dem Bundesrath ist, wie verlautet, der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Beschränkung der Baufreiheit, zugegangen. — Die Kabinetsordre, durch welche der Kaiser dem schlesischen Füsilier=Regiment Nr. 38 den Namen„General= Feldmarschall Graf Moltke" verliehen hat, hat nach der Schweidn. Tgl. Rdsch. folgenden Wortlaut: Ich habe beschlossen, das Andenken an den General=Feldmarschall Grafen von Moltke dadurch zu ehren und die Erinnerung an die unsterblichen Verdienste, welche er während seines langen und reich gesegneten Lebens überall, besonders aber als Berather Meines unvergeßlichen Herrn Großvaters, des Kaisers und Königs Wilhelm I. Majestät, in drei ruhmvollen Feldzügen sich um mein Haus und das Vaterland erworben hat, für alle Zeiten in meiner Armee lebendig zu erhalten, daß Ich dem schlesischen FüsilierRegiment Nr. 38, welchem der Verewigte während seiner letzten Jahre nahe getreten ist und in dessen Heimathprovinz seine irdische Hülle zur Ruhe gebettet wird, den Namen Füsilier=Regiment General=Feldmarschall Graf Moltke Schlesisches) Nr. 38 verleihe. Die Pflichten, welche dem Regiment aus diesem Beweise meiner Gnade erwachsen, sich nach einem der größten Feldherrn aller Zeiten nennen zu dürfen, sind besonders hohe und ernste. Die ruhmreiche Vergangenheit des Truppentheils ist Mir aber Bürge dafür, daß er die Verpflichtungen voll und ganz erfüllen, und allezeit ebenso ausgezeichnet zu dienen wissen wird, wie an dem Tage von Skalitz, welcher seinen Namen in der Armee begründet hat. Berlin, 25. April 1891. Wilhelm R.“ — Der„Reichsanz." veröffentlicht eine figanzministerielle Bekanntmachung betreffend die Versteuerung von Schenkungs=Urkunden, welche für den Umfang der Monarchie, mit Ausnahme der Insel Helgoland, des Kreises Herzogthum Lauenburg und der Hohenzollernschen Lande, bestimmt, daß in denjenigen Fällen, in welchen die Versteuerung einer Schenkung über die für die Verwendung des Urkundenstempels sonst vorgeschriebene Frist hinaus ausgesetzt bleibt, die Urkunde vor Ablauf dieser Frist derjenigen Behörde der Verwaltung der indirekten Steuern(Haupt=Zoll= oder Haupt=Steueramt, Neben=Zollamt,=Steueramt) vorzulegen ist, in deren Verwaltungsbezirk der Schenkgeber seinen ordentlichen Wohnsitz hat, oder, Falls er keinen Wohnsitz in dem Geltungsbereich dieser Bekanntmachung haben sollte, in welchem der geschenkte Gegenstand oder ein Theil davon sich befindet, oder, Falls auch dies im Geltungsbereich dieser Bekanntmachung nicht der Fall ist, in welchem der Beschenkte seinen ordentlichen Wohnsitz hat, oder Falls dieser auch keinen Wohnsitz in dem Geltungsbereich dieser Bekanntmachung haben sollte, bei irgend einem von den Betheiligten selbst auszuwählenden Zoll= oder SteuerAmt. — Dem Vernehmen der„Apotheker=Zeitung" zufolge haben einzelne Bundesregierungen und namentlich Preußen zu den Bestimmungen der dem Bundesrathe unterbreiteten Verordnung über die Standgefäße in Apotheken noch nicht definitiv Stellung genommen. Es ist darum auch zwveifelhaft, ob schon in dieser Woche eine Beschlußfassung des Bundesraths hierüber herbeigeführt werden kann. — Da in verschiedenen Blättern noch immer von einer dem Bundesrathe zugegangenen Vorlage betreffend „die Beschränkung der Baufreiheit" gesprechen ward, so wollen wir darauf hinzuweisen, daß es sich um einen Gesetzentwurf handelt, welcher die Bevauung neuer Stadttheile und der außerhalb der Umwallung gelegenen Terrains von Straßburg i. E. behandelt. — Die geschätzte Schriftstellerin Emmy von Dincklage ist am Montag in Berlin in Folge eines Herzschlages gestorben, nachdem sie sich vor einigen Tagen in der Klinik des Professors v. Bergmann einer Operation unterzogen hatte. — Der drohende Ausstand der Kutscher und Schaffner der Berliner Onivusgesellschaft zkann als beseitigt gelten. Mit den Schaffnera ist schon eine vollständige Einigung mit der Direktion erzielt worden. Sie haben die verlangten 4 freien Tage(bis jetzt 3) im Monat erhalten; auch das Wagenwaschen ist ihnen abgenommen. Bremen, 30. Juni. Einer hiesigen Firma ist aus Lima ein Privattelegramm zugegangen, nach welchem das deutsche Geschwader im Hafen von Callao angekommen ist. Wilhelmshaven, 30. Juni. Alle Gebäude der kaiserlichen Werft, des Hafens und der Stadt haben anläßlich der bevorstehenden Ankunft Ihrer Majestät reichen Flaggenschmuck angelegt. Die zum Hafen führenden Straßen sind von einer festlich bewegten Volksmenge gefüllt. Um 1 Uhr traf der kommandirende Admiral Frhr. von der Goltz auf S. M. Artillerie=Schulschiff„Mars“ aus Helgoland zum Empfange Ihrer Majestäten hierselbst ein. Frankreich. Paris, 30. Juni. Fünfzehn socialistische Abgeordnete sandten eine Glückwunsch=Adresse an Cavalotti, Imbriani und Genossen, sie zu ihrem letzten Augriff auf den Dreibund in der italienischen Kammer beglückwünschend. Belgien. Brüssel, 30. Juni. Die schweren Gewitter des gestrigen Abends haben wiederum großes Verderben angerichtet. Die Ernte hat sehr gelitten und wurde theilweise durch Wassermenzen zerstört. Die telephonische und telegraphische Verbindung zwischen Paris und Brüssel ist unmöglich. — Im Dorfe Niel sind neue Arbeiterunruhen ausgebrochen. Die Arbeiter griffen die Gendarmen mit Revolverschüssen an, worauf die Letzteren ebenfalls von der Waffe Gebrauch machten. Es gab zahlreiche Verwundungen, viele Verhaftungen sind vorgenommen. Sugland. London, 30. Juni. Das Unterhaus verwarf nach achtstündiger Debatte mit 267 gegen 166 Stimmen einen von der Regierung bekämpften Unterantrag Fowlers zur Unterrichtsbill, nach welchem eine lokale, Kontrole cae. Hen, Stastecher uterdaud te t. achn 1=7. au. eestenigen London, 30. Juni. Die„Daily News, besprechen die Verlängerung des Dreibundes und finden es natürlich, daß die erste Seemacht der Welt an der Erhaltung des Friedens im Mittelländischen Meere wesentlich interessirt sei. Von da bis zum Abschlusse eines Vierbundes sei aber noch ein weiter Weg. — Wunderbar spiegelt sich der politische Himmel in den Spalten der englischen Zeitungen wieder. Das beweisen ihre Aeußerungen über die Verlängerung des Friedensbundes. So glaubt der„Standard" versichern zu können, daß bei Verlängerung des Dreibundes keine der betheiligten drei Mächte sich um Rath oder Unterstützung an England gewendet habe. Es gehört wirklich der ganze englische Spleen zu solchen Worten, der glaubt, es könne auf dem Kontinent nichts ohne Englands Stimme geschehen. Wenn England nicht zum Dreibunde gehört, wird es ganz selbstverständlich auch nicht gefragt. Die Daily News versichern weise, England bringe dem Dreibund wohl alle Sympathieen entgegen, es sei aber noch ein gutes Stück Weges bis zu seinem Eintritt in denselben. Auch hier wird vorausgesetzt also, daß man sich auf dem Kontinent mit Schmerzen nach England's Mitwirkung sehnt. Daily Telegraph und Daily Chronile hoffen, es würde nunmehr keine Paniken mehr an der Börse vorkommen. Auch das ist echt englisch. Dänemark. Kopenhagen, 30. Juni. Der Engländer Mr. Paternoster, Vorstand der skandinavischen Abtheilung des englischen Seemannsvereins, ist gestern ausgewiesen worden. Derselbe wird am Donnerstag auf einem nach Hull gehenden Dampfer abgeschickt. Ruzland. Petersburg, 30. Juni. Der„Regierungsanzeiger“ veröffentlicht die Einführung des Velocipeds bei der russischen Infanterie zur schnellen Beförderung von Nachrichten.„, 18 — Während die Bauern oes europaischen Rußlando# nach Sibirien wandern, übersiedeln die sibirischen Bauern wiederum in die mittelasiatischen Theile des Reiches. Der Grund für diese seltsame Erscheinung wird in einem sibirischen Blatte geschildert:„Es ist die Angst vor den nach Sibirien verschickten Sträflingen, welche die Bauern aussaugen, deren Häuser niederbrennen, kurzum Furcht und Schrecken verbreiten. Diese„Freßbeutel" machen ganze Dörfer arm, und die rathlosen Bauern wandern deshalb aus.“ Italien. Verona, 30. Juni. Gestern Abend wurden in Trequago und Cogolo neuerliche starke Erdstöße verspürt. Die seit dem letzten Erdbeben zur Stütze baufälliger Häuser aufgeführten Mauern und angebrachten Holzstützen brachen zusammen. Die Bewohner flüchteten ins freie Feld. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Rumänien. In Bukarest herrscht angeblich große Erregung, weil der Thronfolger Prinz Ferdinand darauf besteht, die Ehrendame der Königin, Fräulein Vacarescu, zu heirathen. Die königliche Familie sowie die Regierung und fast alle Zeitungen sprechen sich gegen diese Heirath aus. Prinz Ferdinand droht auf die Thronfolge verzichten und sich im Auslande mit Fräulein Vacarescu trauen lassen zu wollen. Der verliebte Prinz ist jetzt etwa 26 Jahre alt. Türket. Konstantinopel, 30. Juni. In Folge des Auftretens der Cholera im Vilajet Aleppo sind die Provenienzen des Golfes von Alexandrette in das Lazareth von Beiruth oder Smyrna gewiesen worden. Egypten. Alexandrien, 30. Juni. Der allgemeine Gesundheitszustand ist fortgesetzt besorgnißerregend, alle auslaufenden Schiffe werden einer gesundheitspolizeilichen Controlle unterworfen. Amerika. New=York, 29. Juni. Der von Haiti hier eingetroffene Dampfer„Ozama“ berichtet, es herrscht da selbst Ruhe. Präsident Hypolite habe den Aufstand vom 28. Mai unterdrückt, bei demselben seien im Ganzen etwa 280 Personen getödtet worden. twas über Schienenflicken. Wer die zahlreichen Eisenbahnunfälle der letzten Jahrzehnte genauer studirt, wird sich bald überzeugen, daß sehr wenige darauf zurückzuführen sind, daß eine Schiene gebrochen war. Zusammenstöße, Entgleisungen, Radkranzbrüche, falsche Weichenstellungen, sind die Ursachen; von Schienenbrüchen hat man kaum gehört. Nun fahren in unserem Vaterlande läglich Tausende von Zügen endlose Meilen über die in den Stahlwerken Westfalens gefertigten Schienen, und die Sicherheit des Betriebes— sofern Schienen in Betracht kommen— sollte die vorlauten Schreier stutzig machen, welche auf eine verläufig unerwiesene Behauptung hin der Verwaltung unseres größten Stahlwerkes die Gefährdung des Bahnbetriebes zur Last legen. Die nachstehende Darstellung der Arbeit des Schienenflickens wird vielleicht zur Beruhigung ängstlicher Gemüther beitragen. Die ältesten Eisenbahnschienen waren von Schweißeisen dargestellt. Die im Puddelofen dargestellten Luppen wurden gehämmert, ausgewalzt, in Enden von etwa ½ bis ¾ Meter zerschnitten und dann zu Packeten geformt, welche im Schweißosen geschweißt und unter Walzen zu Schienen ausgewalzt wurden. Zunächst fertigte man nur Schienen aus Eisen, welches sehnigen, faserigen Bruch zeigte. Dieses Eisen hatte dem jetzt benutzten Stahl gegenüber nur eine geringe Festigkeit und die Schienen nutzten sich in kurzer Zeit ab. Diese Eisenschienen hatten aber einen großen Vorzug: vermöge der faserigen Beschaffenheit des Materials zerbrachen dieselben fast nie plötzlich. Durch die beim Befahren verursachten Stöße lösten sich die Schweißstellen, zunächst an der Oberfläche, dann tiefer und wer vor etwa 20 Jahren ausgefahrene Schienengeleise sorgfältig betrachtet hat, wird sich erinnern, daß die Kopfenden zu einem Bündel Eisenfasern auseinander liefen. Entsprechend der Art der Fabrikation zeigten diese Eisenschienen oft schlecht geschweißte Stellen. Die Haltbarkeit solcher Schienen wurde dadurch in ungleich geringerem Maße beeinträchtigt, als es ähnliche Fehler bei den Gußstahlschienen thun würden, weil das sehnige Gefüge einen plötzlichen Bruch nicht zuließ. Seit Anfang der 70er Jahre werden nur noch Schienen aus Flußstahl hergestellt. Die Festigkeit des Stahls verhält sich zu derjenigen des früher verwandten Eisens etwa wie 45 zu 35. Bei gleichem Querschnitt gewährt die Stahlschiene also höhere Sicherheit. Das Material der Stahlschiene ist ein durch und durch gleichartiges und feinkörniges. Die Folge davon ist, daß jede namhafte Schwächung des Querschnitts einen fast plötzlichen Bruch zur Folge hat, sobald die betreffende Stelle über die Elastizitätsgrenze beansprucht wird. Die Schienen werden aus gegossenen Stahlblöcken ausgewalzt. Der Guß des Blockes erfolgt in der Regel von unten nach oben in der Weise, daß der Stahl in ein Rohr eingegossen wird, welches unten mit der zu füllenden Form— der Coquille— in Verbindung steht, sodaß der flüssige Stahl von unten her in der Coquille aufsteigt. Dieses Aufsteigen des Stahls erfolgt nicht immer ruhig, es entwickeln sich Gase, der Stahl spritzt und steigt auch wohl schaumig auf und sinkt wieder zurück. Die gespritzten Tropfen sowie der gestiegene Stahl erkalten schnell und verbinden sich nur lose mit der Hauptmasse des Stahls. Beim Auswalzen des Blockes werden diese Theile ebenso dünn mit ausgewalzt wie der übrige Stahl und bilden zuweilen auf der fertigen Schiene lose aufliegende Spitterchen, die man mit dem Fingernagel abheben kann, und diese Auflagerungen kommen in den allerverschiedensten Stärken vor. Sie erstrecken sich durchweg nur auf ganz kurze Enden, und außerhalb dieses Fehlers ist die Schiene tadelfrei. Ebenso kann es vorkommen daß sich beim Vorwalzen Nähte bilden, die bei dem folgenden Walzen auf das übrige Material aufgewalzt werden und Splitter bilden, wie die vorbeschriebenen Mängel des rohen Blocks. Das Vorhandensein feiner Splitterchen von etwa 1—2 Millimeter beeinträchtigt die Haltbarkeit der Schienen in so geringem Grade, daß die von dem Verein deutscher Eisenhüttenleute aufgestellten Vorschriften für Lieferung von Eisen und Stahl ausdrücklich das Wegmeißeln solcher Splitter gestatten. Die hierdurch entstehenden Unebenheiten der Schiene werden durch Hämmern der Stellen thunlichst beseitigt, und auf jedem Schienenwalzwerk ist eine Schaar von Arbeitern mit der Beseitigung solcher Mängel beschäftigt. Diese Leute heißen„Schienenflicker“ und werden oft in den Lohnlisten unter dieser Bezeichnung geführt, obwohl eine eigentliche Flickarbeit nicht stattfindet. Wenn gesagt worden ist:„Geflickte Schienen laufen bei jeder Lieferung mit unter,“ so wird der Schienen=Walztechniker, dem der Sprachgebrauch geläufig ist, bestätigen:„Jawohl, dem ist so, die Schienen müssen geflickt werden, sonst ist man nicht sicher, daß sie fehlerfrei sind. Jetzt, nachdem der übliche terminus technicus anstatt im technischen Sinne nur in dem sprachgebräuchlichen Sinne des Wortes„flicken“ von Uebelwollen ausgelegt worden ist, wird die zweideutige Bezeichuung der Atbeit an den Schienen vermuthlich bald unterdrückt werden. Sind die fehlerhaften Stellen beseitigt, so werden die mangelhaft befundenen Schienen bei Seite gelegt. Die gut befundenen Schienen werden dem Kontroleur vorgelegt, und es ist diesem Beamten anheimgegeben, ob er die„Flickerei“ für zulässig erachtet oder nicht; auch veranlaßt der Kontroleur dann wohl eine weitere Untersuchung mit dem kreuzmeißel, dahingehend, ob der Splitter sich nicht uwa in das Material der Schiene fortsetzt. Böses Weter, Schnee und Eis beeinträchtigen natürlich die Zuverläsigkeit der Untersuchung, die bei guter Witterung einach ist. Wer nur mäßige Beobachtungsgabe hat, den können die Fehler der Schienen, die bei der Untersuchug von den Arbeitern hin und her gekantet werden, unmözlich entgehen. Die Schienen sind durch eine dünne Schichtvon Walzschlacke vor Rost geschützt, und die Stellen, welchemit Meißel und Hammer bearbeitet sind, verrathen sich binien wenig Stunden durch entstehenden Rost. Daß Schienei, die um mehr als den zulässigen Fehler— bis 1½ Millmeter— zu lang sind und deshalb verworfen wurden, abgefraist werden, daß krumm befundene Schienen nocmals gerichtet und dem Control= leur abermals vorgelegt und dann abgenommen werden, kommt zuweilen vor. Die Controlle wird sehr scharf gehandhabt. Die ausgevorfenen, mit Schönheitsfehlern behafteten Schienen weven thunlichst„geflickt" und als Schienen zweiter Wahl um einen ungefähr 5 bis 7 M. die Tonne billigern Pris zu Privatgeleisen und Bauzwecken verkauft. Die ehlerhaften Stellen beschränken sich der Natur ihrer Enttehung gemäß, fast ausnahmslos auf nur ganz kurze Stecken. Da nun auf Bahnhöfen und in Weichen eine groze Anzahl von Stücken von geringerer Länge als die Schienen nothwendig sind, so können die Ausschußschinen zu solchen„Unterlängen“ verschnitten werden. Hoffentlich tragen diese sachlichen Mitheilungen einer Persönlichkeit, die mit der Herstellung der Schienen durchaus vertaut ist, dazu bei, so schreibt die„Köln. Zeitung“, die rregten Gemüther einigermaßen zu verupigen. Westfalen und Kheinland. 8 Witten, 1. Juli.(feuer.) Heute Morgen gegen 5 Uhr brach in der Roburt=Fabrik in Ardey Feuer aus. Nähere Nachrichten fehlen ins noch. 8 Witten, 1. Juli.(Blitzschlag.) In dem benachbarten Wullen schlug der Blitz diese Nacht 2 Uhr in die Scheune der Witte E. ein ind legte das Gebäude vollständig in Asche. * Witten, 1. Juli.(Zir Controle des Biertrinkens) ist ein Seidel erfinden worden, welches genau anzeigt, wie oft es gefüllt norden ist. Es ist nämlich in dem Seidel ein Rohr mit eiem Schwimmer angebracht, welcher ein Zeigerwerk in Bewegung setzt. Wird das Seidel gefüllt, so steigt der Schwoimmer nach oben und das Zeigerwerk markirt die jeschehene Füllung. Wer sich ein solches Stammseidel reschafft, der wird allerdings beim Bezahlen nicht mehr nit dem Kellner darüber in Streit gerathen, ob er 11 der 12 Seidel getrunken hat. n Kaltenhardt, 29. Juni.(Turnfest.) Gestern feierte der hiesige Turnveren sein diesjähriges StiftungsFest. An dem Preisturnei betheiligten sich folgende Vereine: Eintracht=Eichlinchofen, Germania=Marterloh, T. V.=Krone, Jahn=Langentreer, T. V.=Langendreerholz, T. V.=Werne, T. V.=Laer, T. V.=Witten, Turn=KlubCrengeldanz, T. V.=Herbede und T. V.=Neu=Crengeldanz bei Marten. Aus dem heizen Kampfe gingen folgende Turner als Sieger hervo: und erhielten Preise am Barren: 1. Krist=T. V.=Litten, 2. Moshagen=T. V.Laer, 3. Mohn=T. V.=Witta. Pferd: 1. MoshagenT. V.=Laer, 2. Erdelbruch=T. V.=Laer, 3. BruchhäuserT. V.=Witten. Springer: 1. Lepper=T V.=Witten, 2 Granz=Turn=Klub=Crengedanz, 3. Bruchhäuser=T. V.= Witten. Stemmen: 1. Koch=T. V.=Langendreerholz, 2. Rusche=T. V.=Langendretholz, 3. Paß=Turn=VereinWitten. * Bochum, 27. Juni.(Vor der heutigen Strafkammer) stand eine Beleidgungsklage des Herrn Fusangel gegen Herrn Dr. Faler zur Verhandlung. Herr Dr. Faber war beschuldigt, n einem Kalender, welcher zu Neujahr dem„Rh.=Westf. Tageblatt" beigelegt wurde, durch folgenden Satz der Vorede Herrn Fusangel beleidigt zu haben:„Unter den Schenswürdigkeiten der Stadt Bochum erwähnen wir auch das Raritätenkabinet an der Alleestraße, in welchem zu sehn ist: 1. ein halbes Dutzend Sitzredakteure, in Spiritus geetzt, 2. die Leitartikelfabrik des Herrn Fusangel, 3. ein Schimpfwörterlexikon in 25 Bänden, 4. die berühmte Rde, so gehalten auf dem Katholikentage 1880(augenbliclich sind mehrere Professoren zu Munster mit dem Stidium derselben beschäftigt), 6. eine Flasche ägyptischer Finterniß. 6. mehrere Eisenwürmer und Baumziegen". Die Angelegenheit wurde bereits vor einigen Monaten enmal vor dem Schöffengericht verhandelt, welches abei nicht eine Beleidigung, sondern nur einen Scherz in der inkr. Stelle erkannte und daher auf Freisprechung akannte. Herr Fusangel beruhigte sich indeß bei diesen Erkenntnisse nicht und legte Berufung ein. Infolge desen kam die Sache heute vor die Strafkammer. Aber auh hier wurde auf Freisprechung erkannt und Herrn Fusangel das Vergnügen gelassen, die Kosten zu bezahlen. #* Schwerte, 29. Juni.(45. Märkisches LehrerGesangfest.) Für das 45. Märkische Lehrer=Gesangfest, welches am 5. und 6. August cr. hier gefeiert wird, ist folgende Festordnung festgesetzt: Am 5. August, Vormittags 10 Uhr, findet die General=Versammmlung der Mitglieder des Lehrer=Gesangvereins und der NatorpStiftung statt. Daran schließt sich um 2 Uhr die allgemeine Konferenz der Lehrer und Schulfreunde. Nachmittags um 5 Uhr ist die erste Hauptprobe in der großen evangelischen Kirche und des Abend um 8 Uhr eine gesellschaftliche Vereinigung im Zelte auf dem Schützenplatze. Am folgenden Tage, Vormittags 8½, findet die zweite Hauptprobe statt, worauf dann um 11½ Uhr das Kirchenkonzert in der großen evangelischen Kirche folgt. Das Festessen beginnt um 2 Uhr im Zelte auf dem Schützenplatze, darauf ist geselliges Zusammensein. — Das Festbureau befindet sich im Gasthof Ostermann. Für diejenigen, Herren, welche für die Nacht vom 5. auf den 6. August ein Unterkommen wünschen, werden Bürgerund Gasthofquartiere besorgt. Der Preis des Gedecks ohne Wein ist auf 2.50 M. festgesetzt. Die Anmeldungen zu dem Feste sind bis zum 25. Juli an den Vorsitzenden des Festausschusses, Lehrer Berensmann hierselbst, zu richten.......„. S M1sta Ef) G. Brügge bei Ludenschei#, 27. Juni.(Dieostagl.) In der verflossenen Nacht stattete Diebesgesindel dem Hause des Herrn Kattwinkel einen Besuch ab. Die Höhe der entwendeten Geldsumme soll sich auf 450 M. beziffern; außerdem hatten die nächtlichen Besucher sich verschiedene Schmucksachen und Viktualien angeeignet. * Altena, 28. Juni.(Wildschwein erlegt.) Gestern Morgen hatten, wie die„Reform“ meldet, zwei hiesige Herren das Glück, ein ca. 15 Jahre altes Wildschwein im Gewicht von 245 Pfund zu erlegen. Das Thier, welches hier seit Jahren viel Schaden anrichtete, war bereits mehrfach angeschossen worden. * Arnsberg, 1. Juli.(Der Sauerländische Gebirgs=Verein) hält am 19. d. Mts. eine GeneralVersammlung in unserer Stadt ab, in welcher über Anträge auf Zuschüsse in der Vereinskasse, Vertheilung der Kosten pro 1891 auf die einzelnen Abtheilungen, Feststellung des dem Vorstande zu überweisenden Geldbetrages, Wahl des Vereins=Vorstandes usw. verhandelt werden soll. Den theilnehmenden Gästen an der General=Versammlung wird in Arnsberg Freiquartier zur Versügung gestellt und sind Anmeldungen an den Vereins=Vorsitzenden zu richten; die Casino=Gesellschaft hat ibre Lokalitäten den Besuchern freundlichst zur beliebigen Mitbenutzung überlassen. Für Sonntag, den 19. und Montag den 20. Juli sind gemeinschaftliche Mittagessen und Ausflüge in die Umgegend vorgesehen. * Elberfeld, 30. Juni.(In großer Gefahr) schwebte am Sonntag Nachmittag im Zoologischen Garten ein 4—5jähriger Knabe, welcher am Bärenzwinger arglos unter der Schutzzäunung herkroch und ehe er sich's versah, von der gewaltigen Tatze des Bären am Kopfe erfaßt wurde. Das Kind bückte sich instinktiv, in demselben Augenblick sprangen Personen hinzu, hieben auf die Tatzen des Thieres ein und befreiten den Knaben, der zum Glück nur mit einigen Schrammen da* Elberfeld, 30. Juni.(Die Wiederaufn ahme des Prozesses Ziethen) wird wieder von Berliner und Frankfurter Blättern als bevorstehend angekündigt. „Die Verwandten des verurtheilten Ziethen haben in ihren Nachforschungen nach der Person, die dem Wilhelm bei Ausführung des Mordes geholfen hat, nicht geruht, und mit Hülfe sehr einflußreicher Personen ist ihnen die Ermittelung nunmehr auch gelungen. In sehr hochstehenden Kreisen wird dieser Angelegenheit ein außergewöhnliches Interesse entgegengebracht, und man hofft, da der jetzige Herr Justizminister Dr. v. Schelling dem Wiederaufnahmeverfahren gegenüber eine günstigere Stellung einnimmt, als sein Vorgänger, daß der Wiederaufnahme=Antrag zur Erhebung der angebotenen neuen Beweise führen und die Anberaumung einer neuen Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht zur Folge haben wird.“ Nach der Berliner„Volksztg. läßt ein Rechtsanwalt diese Nachricht verbreiten. Sie ist durchaus nicht glaubwürdiger als die früheren Mittheilungen, welche sich als falsch erwiesen haben.„ Remscheid, 29. Juni.(Unfall.) um Sonntag Morgen stürzte ein mit dem Anstreichen eines Hauses zu Stachelhausen beschäftigter Geselle und mußte wegen inneren Verletzungen ins hiesige Krankenhaus gebracht * Düsseldorf, 30. Juni.(Rache eines Pferdes.) Ein junger Mann in Hamm, welcher einen Pony zu necken pflegte, mußte vor einigen Tagen seinen Uebermuth schwer büßen. Als er sich dem vor dem Wagen gespannten Thiere näherte, schnappte dieses nach dem jungen Manne, und biß ihn so heftig in Arm und Schulter, Kofe. Roman von I. von Werth. — Nachdruck verboten. Es war fast Mitternacht, als Rose die Hintertreppe jeder hinauf eilte. Wie herrlich sich die Zeit verplaudern iß, dort in dem kleinen, braunen Boudoir vor dem rasselnden Kaminfeuer. Es fiel ihr ein, daß sie ihr aschentuch im Bibliothekzimmer hatte liegen lassen. Da jede Nachlässigkeit bei der Dienerschaft streng rügte, ollte sie sich nicht selbst einer solchen schuldig machen nd deshalb schritt sie noch einmal durch die lange Zimmereihe, das Vergessene zu holen. Als sie in das Vormmer trat, wurde von außen ein Schlüssel in das schloß gesteckt. Sie lauschte erschreckt und hielt ihr icht hoch. Als sich die Thür öffnete, fiel sein Schein in das eregte und doch wundersam zerstreute Gesicht des Consuls. lose glaubte, ihre Anwesenheit erklären zu müssen, und igte, nachdem sie ihn begrüßt hatte: „Ich war bei Signora Paccinini und wir haben beide e Zeit vergessen. Jetzt will ich nur noch mein Tuch aus em Bibliothekzimmer holen, das ich dort liegen gelassen abe. Johannes nickte nur, hing Hut und Rock an den Hain und trat hinter dem jungen Mädchen in das Zimier. Rose hatte ihr Tuch gefunden und in die Tasche geeckt. Sie wollte sich wieder entfernen, aber sie konnte och nicht den Konsul im Finstern zurücklassen. Deshalb ntzündete sie die Kerzen auf dem Kaminsims. Als sie ann mit einem Gute=Nacht=Gruß das Zimmer verlassen vollte, erschien ihr sein Gesicht sehr bleich. Um seinen Rund glaubte sie eine Vertiefung der schmerzlichen Linien dahrzunehmen und sie fragte unwillkürlich: „Haben Sie Verdruß gehabt?“ Er schüttete langsam den Kopf und heftete den Blick nit seltsam forschendem Ausdruck auf sie. Er wußte nicht, voher ihm dieser Gedanke kam, dies Mädchen müsse ihm en Weg zeigen können, den er zu gehen habe. Er ließ den Blick wieder von ihrem ruhin ernsten Intlitz abgleiten und sagte dann: „Es ist nur ein sonderbares Zusammentreffen von Zufällen in dem Leben eines meiner Freunde, was mich seschäftigt.“ Rose verneigte sich und wollte direkt das Zimmer verlassen. Er schien das nicht zu bemerken und sprach weiter: „Mein Freund leidet seit Jahren unter einem widrigen Geschick.— Jetzt will er seinen Glauben wechseln.“— — Er hatte plötzlich den Muth verloren, weiter zu sprechen und sah fragend auf in die großen, ernsten Kinderaugen des Mädchens.„Was sagen Sie dazu?“ fragte er endlich. „Ich kann gar nichts dazu sagen“ entgegnete sie ernst, „weiß ich doch nicht, was ihn dazu bewogen.“ „Also Sie verurtheilen solch einen Ueberläufer nicht bedingungslos als verächtlich?“ Sie schüttelte bestimmt den Kopf.„Wenn ein solcher Uebertritt aus innerster wahrhaftiger Ueberzeugung geschieht, ist er in meinen Augen völlig berechtigt. Ja, mehr noch, in diesem Falle halte ich ihn für das einzig Richtige und würde den Menschen einen Feigling schelten, der sich äußerer Verhältnisse wegen nicht frei und öffentlich zu dem Glauben bekennt, der in seinem Herzen Wurzel gefaßt.“ „Hören Sie die Beweggründe meines Freundes,“ fiel ihr der Konsul ins Wort.„Ich sagte Ihnen bereits, daß er seit Jahren unter einem grausamen Geschick zu leiden hat. Ich muß hinzufügen, daß dies Geschick ihn nach allen Seiten seiner Freiheit beraubt. Für den Preis eines Glaubenswechsels wird ihm Erlösung, Freiheit und noch manches Andere geboten. Finden Sie es da nicht für geboten, daß er——“ „Auf den Handel eingeht," vollendete sie seinen Satz. Es klang ein strenger, fast harter Ton in ihrer sonst weichen, metallreichen Stimme.„Nein und tausendmal nein“. „Rose!" Der Mann zuckte auf wie mitten ins Herz getroffen und ein zornglühender Blick heftete sich an das holde, ernste Mädchenantlitz. Sie senkte die Lieder nicht, sie ertrug seinen Blick, ohne mit der Wimper zu zucken, nur ihre Wangen wurden bleich. „Sie fragten mich um meine Meinung und ich sagte dieselbe“. Er strich mit der Hand über die hohe, eckige Stirn und der Ausdruck seiner Augen milderte sich allmählig. „Fräulein Rose,“ sagte er wieder und seine Stimme klang milde, fast schmerzlich.„Miß jener Mann denn gesunken, kann er nicht auch tief, tüf unglücklich sein?“ Sie nickte gedankenvoll mit den Kopf. „Ja freilich, Unglück trübt der klaren Blick und raubt dem Urtheit seine scharfe Kraft.“ Dann fuhr sie lebhafter sort:„Wenn Sie ihn lieben, Iren Freund, so halten Sie ihn von diesem Schritte ab. Er wird in dem neuen Glauben keine Befriedigung findet, und seine so erlangte Freiheit wird ihm drückender sein, als die Fesseln seines traurigen Geschicks ihm gewesen. Wenn sein Unglück ein solches ist, das ihm verbietet, mit seinem Mannesmuth dagegen anzukämpfen, dann lehrer Sie ihn daran glauben, daß jede Wolke vorüber zieht und dahinter immer die Sonne scheint. Ein unabwendbates Unglück muthig tragen ist auch eine Art Heldenthat.“ „Fräulein Rose, ich weiß, daß Sie viel Unglück gehabt haben. Und doch können Sie so strechen?“ „Weil nach langen Jahren ungetrübten Glückes ein harter Schicksalsschlag mich traf, sollte ich das Vertrauen auf Gottes unendliche Güte, weil ich einmal schmählich verrathen wurde, den Glauben an die Menschheit verloren haben?“ fragte sie zurück.„Nein, unsere innersten Gefühle sind nicht so leicht zu erschüttern.“ Es war eine Pause eingetreten. Der Consul hatte sich abgewandt. Jetzt reichte er ihr die Hand, ohne sie anzublicken, und sagte:„Es ist tief in der Nucht. Schlafen Sie wohl.“ Sie legte einen Augenblick ihre Hand in die seine: dann schloß sich die Thür hinter ihr. Jetzt erst hob er den Blick und sagte langsam:„Sollte sie mich durchschaut haben?“ In ihrem Schlafzimmer aber miete Rose vor ihrem Lager und weinte heiße bittere Thränen in die Kissen. XIII. Günther von Frohreich hatte eine Verlängerung seines Urlaubs auf weitere vier Monate behufs einer Reise nach dem Süden erlangt und schon am Tage nach der Ausfertigung desselben begab er sich auf die Reise. Gegen Abend, es war bereits dunkel, mußte er den Zug wechseln. Er drückte sich fröhlich in eine Ecke des Coupees, den anderen Reisenden, der es mit ihm theilte, wenig oder gar nicht beachtend. Er schloß die Augen, um sich immer von Neuem sein erstes Begegnen mit„ihr“ auf die verschiedensten und abenteuerlichsten Arten auszumalen. Dabei sah er alle fünf Minuten nach der Uhr, die er in dem schwachen Dämmerlicht doch kaum erkennen konnte, und freute sich über jede Viertelstunde, die ihn seinem Zicle näher brachte. Sein Gegenüber hatte, schon ehe er eingestiegen war, die dunkle Gardine vor die Lampe gezogen. Günthers Stimmung war auch dies gedämpfte Licht am liebsten, da es sich dabei am besten träumen ließ. Endlich wurde ihm das aufrechte Sitzen aber doch unbequem und er beschloß dem Beispiel seines Reisegefährten zu folgen und sich auf den Polstern auszustrecken. Nun bemeckte er erst, daß die Hälfte derselben von dem Gepäck des Andern eingenommen war. Er murmelte eine Verwünschung zwischen den Zähnen und sah sich um, wo er die Sachen am besten unterbringen könne. Jenen zu wecken, das fand er doch zu. grausam. Aber der schien gar nicht geschlafen zu haben. Er richtete den Kopf ein wenig auf und sagte:„Monsieur, il n’y a aucune raison de s’emporter. J’irai mettre mes choses de cettc coté.“ „Ce coté“, verbesserte Günther und sagte dann ärgerlich:„Herr, ehe Sie solch ein miserables Französisch von sich geben, sprechen Sie doch lieber deutsch.“ Der Andere hatte sich noch ein wenig mehr aufgerichtet, suchte den Vorhang von der Lampe zu ziehen und rief:„Beim Zeus und allen Göttern in Walhall, das ist wirklich und wahrhaftig der Günther."(F. f.) Kleine Gerettet. Der Studiosus Müller lag schwer am Nervenfieber darnieder. Seine Freunde wachten Tag und Nacht bei ihm und lösten sich alle drei Stunden ab. Um Mitternacht trat der Student Klein die Wache gn. Sein Vorgänger war sehr betreten:„Sieh zu, wie Du ihm die Medicin beibringst. Der Arzt hat gesagt, daß seine Rettung davon abhängt. Müller hat, mir, den Löffel weggeschlagen; es ist wohl keine Rettung mehr!“. Und nun war Klein bei dem Kranken allein. Jeder Versuch, ihm die Arznei beizubringen, schlug sehl. Da kam ihm ein glücklicher Gedanke.„Müller,“ rief er, den gefüllten Löffel in der Hand, mit lauter Stimme, „Müller, ich komm Dir n Halben, Prost!“.—„Ich komm gleich mit!“ gurgelte der Kranke mit matter Stimme, trank mit kräftiger Stimme die Medicin aus dem Löffel und war— gerettet. daß es fraglich ist, ob das verletzte Glied dem Gebissenen erhalten bleiben wird. Das Pferdchen erhielt eine derbe Tracht Schläge, was zur Folge batte, daß es so bösartig wurde, daß sich Niemand mehr ihm nähern konnte. Da alle Versuche, das Thier zu beruhigen, keinen Erfolg hatten, so blieb nichts Anderes übrig, als dasselbe zu erschießen. Dieser Vorfall mag manchem Thierquäler zur Solingen, 30. Juni. EErsatzwahl.) Beiderhezte hier stattgehabten Ersatzwahl zum Abgeordneten#########l den 1. Wahlbezirk des Regierungsbezirk Düsseldorf(LennepRemscheid=Solingen) erhielt der nationalliberale Kandidat Bürgermeister a. D. Theodor Kelders(Ohligs) 468 Stimmen, auf den demokratischen Kandidaten Rechtsanwalt Lenzmann(Lüdenscheid) fiel eine Stimme.(!) Der erstere ist somit gewählt. Uerdingen, 28. Juni.(Vom Blitz erschlagen.) Vorgestern gegen Abend saß in dem benachbarten Orte Traar bei heranziehendem Gewitter eine Mutter mit ihren drei kleinen Kindern in der Wohnstube, im Begriff, nachdem sie ihre Lieblinge zum macht und mit ihnen eben das Abendgebet gehalten, diese zu Bette zu bringen. Plötzlich fuhr, von betäubendem Donnerschlag begleitet, ein Strahl durch den Kamin in das Wohnzimmer mitten in die Gruppe hinein. Als die vor Schrecken wie gelähmte Mutter wieder zu sich kam, lag das jüngste der Kinder, ein frisches Bübchen von 4 Jahren, entseelt am Boden, im Gesichte etwas geschwärzt, während sie selber und die zwei andern Kinder nicht im geringsten beschädigt waren. Crefeld, 29. Juni.(Boonekamp.) Vor einigen Tagen befand sich in unserer Stadt ein Vertreter der Firma Underberg=Albrecht in Rheinberg, der bei vielen Wirthen unter Zeugen Underbergschen Boonekamp verlangte, bei den meisten aber ein anderes minderwerthiges Getränk erhielt. Herr Underberg dürfte, da verschiedene Flaschen beschlagnahmt worden, gegen die betreffenden Wirthe klagbar werden und haben letztere bereits eine Versammlung dieserhalb abgehalten. Jedenfalls werden andere Wirthe aus diesem Vorkommniß eine heilsame Lehre ziehen. * Frankfurt a. M., 30. Juni.(Elektrische Straßenbeleuchtung.) Unser Oberbürgermeister Adickes hat an mehrere größere deutsche Städte die Einladung gerichtet, Vertreter zur Theilnahme an einem Congreß für elektrische Straßenbeleuchtung nach Fronkfurt zu entsenden. Die Verhandlungen sollen im Anschluß an die dort ausgestellten elektrischen Neuheiten ersolgen. Industrie, Handel und Verkehr. * Die„Rhein.=Westf. Ztg.“ veröffentlicht folgende Erklärung des Herrn Geheimen Kommerzienraths Baare: „Bezüglich der Gesellschaft Tardy u. Benech in Savona schwebten seit über drei Wochen mit einem Bank=Konsortium in Rom mündliche Verhandlungen wegen eines Kredits von 1½ Millionen Lire, worauf auch 300600 Lire eingezahlt worden sind. Durch die bekannte Diskreditirung des Bochumer Vereins im Auslande kamen diese Verhandlungen ins Stocken, erschienen aber noch gestern Mittag nach Berichten aus Rom von Tardy und Dr. Baare aussichtsvoll. Auch hat der Arbeitsminister 20000 c Schienen definitiv zugesagt. Gestern Nachmittag wurden die Verhandlungen abgebrochen, weil die Administrateure des Savona=Werkes persönliche Haftbarkeit nicht übernehmen konnten. Ein Moratorium für das Savona=Werk ist bis zu diesem Augenblick noch nicht beantragt, es wird jetzt aber unvermeidlich sein. Der Fabrikbetrieb wird fortgesetzt. Der Bochumer Verein wird trotz der erforderlichen hohen Abschreibungen auf seine Savona=Betheiligungen auch bei ungünstiger Entscheidung des Reservefonds=Prozesses voraussichtlich 5 pCt. Dividende vertheilen können. Dies zur Aufklärung der bedauerlichen Angelegenheit.“ * Ein neues Heft der Verhandlungen, Mittheilungen und Berichte des Centralverbandes deutscher Industrieller, herausgegeben von H. A. Bueck, ist erschienen. Dasselbe enthält den Bericht über die Ausschußsitzung vom 22. Mai, in welcher u. A. die Tarifreform und die Ausstellungsfragen zur Erörterung kamen, die Veröffentlichungen der Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin über den Verein zur Beförderung der Niederlassung Industrieller und Kausleute im Auslande, die lungen der Kommission des Centralverbandes Patentgesetzreform u. a. m. tember 1890 zu einer Geldstrafe verurtheilt, se er auch bezahlte. Alle weiteren Auffordungen ließ er##beachtet. Als Anklage gegen ihn erhoben wurde, erzüte er ein freisprechendes Erkenntniß des Oberlandesgerichs, wonach, wenn auch der§ 14 des Impfgesetzes das Untclassen der Impfung mit Strafe bedroht, dennoch die Strafe nur einmal verhängt werden könne, da dort drn nur der dauernde Zustand des Nichtgeimpftseins hin Eltern, Pflege=Eltern und Vormündern gegenüber piter Strafe gestellt sei. Durch eine wiederholte Bestrzung werde auf indirektem Wege der vom Reichstage bbei der rathung der Impfvorlage beseitigte Impfzpang wieder eingeführt. Diese Entscheidung hat jetzt das hiesige Ober= landesgericht in demselben Falle Holdt verworft. Das Oberlandesgericht Frankfurt a. M. hatte schon vorh## erklärt, die Impfung könne erzwungen werden, da, wann auch keine eigentliche Zwangsimpfung, so doch ein Impflvang bestehe. Deshalb könne nach jeder polizeilichen Auffirderung mit Angabe einer Frist die Bestrafung wiedepolt erfolgen. Das Breslauer Oberlandesgericht war bishr das einzige von der mit der Impffrage befaßten Obertidesgerichten, welches den Impfgegnern in der ProvinzsSches#en ermöglichte, sich durch eine einmalige Geldstufe von dem Impfswange loszukaufen. deutscher Verhandüber die Rechtspflege. Breslau, 28. Juni. Der Staatsanwaltschaftssekretär Holdt hat sich bis heute geweigert, seinen 1874 geborenen Sohn impfen zu lassen. Er wurde deshalb am 1. SepVermischte Vom Weltpost=Congreß. Es ist ein sehr einfacher Akt, eine Freimarke von 20 Pfg. auf einen Brief zu kleben, unter ihrer Aegide kommt er sicher und pünktlich bei unseren Gegenfüßlern in Neufundland an. Welche Arbeit aber dazu erforderlich gewesen ist, ehe die Postverwaltungen aller Länder der Erde es so weit gebracht haben, davon hat kaum Jemand eine Vorstellung In den nächsten Tagen wird man auf dem Postkongteß in Wien zu der Unterzeichnung der dort vereinbarten internationalen Akten schreiten. Die Zahl der Bevollmähtigten, welche zu unterzeichnen haben, beträgt 74. Sie haben zunächst den Hauptvertrag für die Weltpost, welcher in Wien hat neu redigirt werden müssen(die letzte Rediktion war von Paris 1878), mit ihrer Unterschrift zu verschen und ebenso das zu demselben gehörige Ausführungsnglement, sowie ein Schlußprotokoll. Dies ergiebt 3-74=22 Unterschriften. Nun ist für jeden der in Wien vertretene 48 Staaten je eine Ausfertigung erforderlich. Es lgiebt das also 48 X222— 10656 Unterschriften. Nun kinmen aber noch 5 Nebenverträge hinzu: 1. über den Picketdienst, 2. für die Geldpost, 3 über die Postanweisungen 4. über den Postauftragsverkehr(Einziehung von Geldem), 5. über den Zeitungsdienst. Zu jedem dieser Nebenverträge gehört ebenfalls ein Ausführungsreglement. Bei diesen 5 Nebenverträgen sind aber nicht alle 48 Staatm betheiligt, sondern immer nur eine bestimmte Anzahl, die jene Dienstzweige zuläßt. Der Kreis derselben erweitert sich erfreulicher Weise mit jedem Postkongreß. Auch hier mirkt ein gewisses Gesetz der Attraktion. So sind beispicksweise bei dem Packetdienst, welcher 1875 mit 10 Staaten begann, jetzt bereits deren 33 betheiligt. Die Zahl der Unterschriften unter den fünf Nebenverträgen und den Ausführungsreglements, von welchen ebenfalls für jeden Staat eine Ausfertigung erforderlich ist, beträgt 14710. Hierzu die obigen 10650, macht zusammen 25.300 Unterschriften! Da hierzu eine unverhältnißmäßig leige Zeit gehören würde, so ist eine Abweichuag von der sonstigen diplomatischen Gebräuchen dahin in Vorschlag gekommen, daß je eine Ausfertigung der verschiedenen Dokumente mit der handschriftlichen Unterzeichnung der einzelnen Bevollmächtigten versehen werde, welche in dem Staatsarchiv zu Wien niederzulegen ist. Die anderni Ausfertigungen, so ist vorgeschlagen, sollen die Unterschift in Drucklettern erhalten und von der Wiener Staatzkanzlei mit dem amtlichen Vermerk:„Für die Richigkeit" beglaubigt werden. Auf diese Weise hofft man, se obigen Formen in ein bis zwei Tagen zu erledigen. * Strafe wegen Duellirens. Göttingen, 30. Juni. Der Referendar Hermann Schneidermurth aus Heiligenstadt, jetzt in Erfurt, der am 19. März den jüdischen Gerichtsassessor Ziegler in einem Pistolenduell durch einen Schuß in den Unterleib tödtlich verwmdete, so daß derselbe kurz darauf starb, wurde vom hiesigen Schwurgericht wegen Zweikampfs mit tödtlichen Waffen dem Antrage des Staatsanwalts entsprechend, mit zei Jahren Festung bestraft, der Referendar Karl von Surck aus Kassel von der Anklage des Kartelltragens aber freigesprochen, da angenommen wurde, daß er ernstlich bemüht gewesen sei, den Zweikampf zu verhindern. * Ein schreckliches Unglück eregnete sich auf dem Bahnhofsplatze in Augsburg. Eine Familie, bestehend aus Großmutter, Mutter und Kinz, war zum Besuch von Verwandten mit der Bahn atgekommen. Als die Drei über den Platz schritten, fuhr plötzlich ein Hotelomnibus zwischen sie hiein, riß die Großmutter und das Kind unter die Räder, die dem letztren über den Kopf gingen und, diesen zermalwend, es sofort tödteten, während die Alte schwer verletzt ins Krankenhaus verbracht werden mußte. Die Schuld trifft den Kutscher, der den Uebergang für Fußgänger wider die polizeiliche Vorschrift in schnellsten Tempo überfuhr und auch die Drei erst anrief, als es zu spät war. Zum Carreschen Bahnunglück berichten die„Ham. Neust. Nachr. aus Hannover: Die Regelung der Entschädigungen für die bei dem Zusammenstoß in Kirchlengern Verunglückten schreitet nur langsam vorwärts. Es liegt dies jedoch nicht an der Eisenbahn=Direktion, welche im Gegentheil bemüht ist, die Angelegenheit möglichst zu beschleunigen, sondern an den Umständlichkeiten, mit welchen die Geschädigten ihre Forderungen vertreten. Außerdem erschwert der Umstand, daß Verträge zwischen den Künstlern und Herrn Carré über die Höhe der Gehälter 2c. nicht vorhanden sind und von beiden Seiten hierüber nicht übereinstimmende Angaben gemacht wurden, die Festsetzung der Entschädigungssumme. Sofort nach dem Unfall ist Herrn Carré von der Eisenbahndirektion ein Betrag von M. 30,000 als Theilentschädigung überwiesen worden. Den verunglückten, an der Ausübung ihres Gewerbes behlnderten Künstlern werden die Entschädigungen in Kapitalzahlungen, nicht in Rentengewährungen geleistet. Die Gesammthöhe der Entschädigungen wird den Betrag von M. 350,000 wahrscheinlich nicht überschreiten. Selbstmord in der Kirche. Als Ferdinand Fubre seinen Roman„Un Illuminé," der vor einigen Monaten erschien, tragisch damit abschloß, daß der junge Held sich in die mörderischen Spitzen des Gitters sturzt, hinter dem seine Geliebte als Carmelitin den Schleier nimmt, da spotteten manche, dergleichen sei in Paris. in unseren nüchternen Tagen nicht mehr möglich. Wie sehr sié Unrecht hatten, beweist ein Vorfall, der sich in der Kirche Saint=Honoré d'Eylau in Passy bei Paris zutrug. Dort vermählte sich eine junge Wittwe zum zweiten Male. Ihre Pfarrkirche wäre Saint=Vincent de Paule gewesen, aber da sie dort dem Trauergottesdienste für den ersten Mann beigewohnt hatte, so wollte sie alle trüben Erinnerungen vermeiden und bat eine Verwandt: in Passy, sie von ihrem Hause aus nach der Kirche Saint=Honoré ziehen zu lassen. Als das von der Mairie kommende Paar mit dem Hochzeitszuge die Kirche betrat und vor dem Altar Platz nahm, stellte sich ein junger Mann vor die Beiden, schoß sich vier Kugeln in die Schläfe und fiel zu den Füßen der bestürzten Braut nieder. Der Pfarrer, der die Trauung eben beginnen wollte, versuchte dem Röchelnden die Tröstungen der Religion zu bieten: aber dieser verschied sogleich und wurde auf einige Stühle gelegt und mit einem weißen Tuche bedeckt. Dann fand der Trauungsakt statt. Von den Anwesenden wollte Niemand den Unglücklichen erkennen und so mußte er nach der Morque geschafft werden. In Wahrheit wußten mehrere der Hochzeitsgäste sehr wohl, wer er war, der Sohn einer Familie, bei der die junge Wittwe mit ihrer Mutter manchmal einige Tage auf dem Lande in der Nähe von Paris zubrachte, der sich Hoffnungen hingegeben hatte, die durch die Vermählung seiner Angebeteten vernichtet wurden. * Ueber die Fruchtbarkeit der Ehen in Frankreich haben amtliche Erhebungen stattgefunden aus Anlaß der neuen Rekrutirungsbestimmungen, wonach der einzige oder älteste Sohn aus einer Familie mit wenigstens sieben lebenden Kindern nach einjähriger Dienstzeit zu entlassen ist. Nach den amtlichen Erhebungen sind 2600000 Ehen ohne jede Nachkommenschaft, in 2500000 ist nur je ein, in 2300000 Ehen sind je 2. in 1500000) Ehen je 3, in 1000000 je 4, in 550000 Ehen je 5, in 300000 je 6 und in 200000 Ehen sind je 7 und mehr Kinder vorhanden. Die Zahl der Geburten übersteigt im Jahre 1890 die der auffallend wenigen Todesfälle um 85647; in 13 Jahreu ist aber die Zahl der Geburten um 86 103 zurückgegangen. Für Haus und Küche. Reste von Spinat. Reste von Spinatgemüse, welche sonst nicht gut aufzuwärmen sind, lassen sich auf folgende Art trefflich verwenden und geben ein wohlschmeckendes Gericht. Man vermischi das Gemüse je nach der Menge mit 2 bis 4 Eigelb, mehreren Löffeln dicker brauner Sauce, die man schnell aus dem braunen Buttermehl, Wasser und Liedig's Fleischextrakt bereitete, mit gewiegten gedämpften Pilzen— Champignons oder Steinpilzen— sowie mit dem nöthigen gerievenen Brod, um die Farce genügend fest erscheinen zu lassen. Diese Masse wird in kleine butterbestrichene Tassenköpfchen gefüllt, im Wasserbade eine halbe Stunde gekocht, gestürzt und mit gerösteten Kartoffeln und Scheiben von geräucherter Zunge zur Tafel gebracht.— So wird uns von einer Abonnentin berichtet. Dabei kostet aber das ganze Gericht mindestens das Zehnfache und mehr von dem, was der Spinatrest werth ist. Es ist dasselbe, als wenn eine Frau einen Kuchen backt, weil sie den kleinen Rest von Rosinen noch verwerthen will. Landwirthschaftliches. Die umfangreichen Beschädigungen der Forsten In Süddeutschland durch dir Nonne gaben schon im vergangenen Jahre Veranlassung, auch in Preußen dem Auftreten dieses Insekts besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Es wurden zu diesem Zwecke von sämmtlichen Königlichen Regierungen Berichte eingefordert, aus welchen hervorging, daß eine ernstliche Gefahr zwar nicht vorlag, das fragliche Insekt sich indessen in stärkerem Maße, wie dies gewöhnlich der Fall zu sein pflegt— zum Theil sporadisch sogar bestandsvernichtend— in einer Zone gezeigt hatte, welche sich von Westfalen her durch die Provinz Hannover den nördlichen Theil der Provinz Sachsen und über den Regierungsbezirk Potsdam hin nach Pommern erstreckte. Außerhalb dieses Gürtels war die Nonne, abgesehen von dem stärker betroffenen Sigmaringen, noch in gefahrdrohender Menge in einzelnen Revieren Schlesiens, besonders in den Regierungsbezirken Liegnitz und Oppeln, solvie im südlichen Theile von Ostpreußen beobachtet worden. In diesem Jahre bestätigen weitere Berichte der Königlichen Regierungen, daß die Nonne nirgends in einem größeren zusammenhängenden Waldgebiet bestandsvernichtend auftritt, und somit auch jetzt noch kein Anlaß zu ernstlichen Besorgnissen vorliegt, obwohl das Insekt in einigen Revieren der Regierungsbezirke Stade, Hannover, Lüneburg und Oppeln in großer Anzahl vertreten ist. Glücklicherweise sind bisher die umfangreichen Fichtengebiete Preußens, in welchem der Fraß der Nonne weit nachtheiliger wirken würde, als in den gegenwärtig hauptsächlich befallenen Kieferbeständen, verschont geblieben. Im Regierungsbezirk Oppeln ist den befallenen Kiefernorten die Fichte allerdings beigemischt. Zu umfassenden Vertilgungsmaßregeln hat bis jetzt indessen Anlaß nicht vorgelegen. Ueberall da, wo die Nonne sich in größerer Menge zeigt, sind jedoch Versuche eingeleitet, um festzustellen, ob durch Anbringung von Theerringen dem Insekt wesentlich Abbruch geschehen kann. Literatur. Zum Beginn der Reisezeit kommt gerade ein lustiger, hübsch illustrirter Artikel gelegen, den das jüngst zur Ausgabe gelangte 20. Heft der„Modernen Kunst Berlin W. 57. Veclag von Richard Bong) verössentlicht. Der„Ueber das Reuien" betitelte Aufsatz berichtet in fesselnder Weise über die vielfachen Aenderungen, welche in neuerer Zeit im Reiseverkehr eingetreten sind, und enthält auch allerhand Charakteristisches über die reisenden Menschen. Die gleiche Tonart schlägt eine Humoreske von Oscar Justinus.„Der Mann mit dem Koffer", an. Es ist dies eine prächtige, zur Lachlust unwiderstehlich reizende Arbeit des beliebten Erzählers. und eine Verstärkung der komischen Wirkung bieten noch die äußerst gelungenen Bilder, welche F. Jüttner beigesteuert hat. Den fettglänzenden, um den Koffer seiner Gattin besorgten Reisenden wird so leicht kein Leser der„Modernen Kunst“ vergessen. Aus dem weiteren textlichen Inhalte der Hefte (20 und 21) seien noch die kritischen Berichte über die Berliner Kunstausstellung von Paul Dobert erwähnt, die ungemein reichhaltig und mit großer Sachkenntniß geschrieben sind. Die in Heft 21 beginnende Erzählung Am verschwiegenen See“ von Olga Wohlbrück ist eine fesselnde, feingeschriebene Arbeit der bekannten Novellistin. Zahlreiche treffliche Illustrationen schmücken die Hefte; unter den Textbildern sind als besonders prächtige Leistungen die Bilder„Heilnkehr“ von Hans Looschen,„Verklungene Akkorde" von J. Koppay.„Mutterglück" von F. Krug, Statuetten von Carrier=Belleuse zu erwähnen. Die Kunstbeilagen enthalten: W. Martens,„Die drei Pudelchen", L. Barrau,„Die Uebergabe von Gerona,“ N. Nadler„Das Duett", A. Schlabitz,„Auf dem Kirchen chore", W. Bougereau„Frühling". A. Vieniegra„Die Taufe. Der Preis eines Heftes beträgt nur 60 Pf. und ist erstaunlich, was die Verlagshandlung alles dafür Dictel.— Markt= und Coursberichte. Berlin, 30. Juni. 2° Uhr N. Fruchtos ni=Juli., 2250 r#e. Weizen Juni 225.00. Juni=Juli 22500 Juli=August 203.50 M Sept.=Okt. 202.75 Mark. Gek. 6000 Cenmen. Roga Juni 209,00. Juni=Juli 202 50, Juli=August 193.50, Sept.=Ott. 187,75 Mark. Gek. 3000 Ctr. Hafer Juni 165.50, Juni=Juli 164,50, Sept=Okt. 144,00 M. Get. 3000 Ctr. Rüböl vorr. mit Faß 58.80, ohne Far 57,80, Juni 58.80, Sep.=Okt. 58,20 Okt.=Nov. 58.40 M Ger. 000 Crr. Spiritus 70er vor. 45.60 Juni=Juli 44,10 Juli=Aug. 4410, Aug.=Sept. 4420. Sept.=Okt. 42 90 50er vorr. 00.00 Mk. Gek. 50000 Lir. Petroleum vorr 23.00 Mark Roggenmehl 0/1 Juni 27.55. Juni=Juli Breinen, 29. Juni. Petroleum stetig, vorr. 6.25 Brief.„„ Antwerpen, 29. Jini. Petroleum unverundert, vorr. 16½, Juni 16 1/8. August 16 1/8. Sept.=Dez. 16¼ fl. 13. Ziehung der 4. Klasse 184. Kgl. Preuß. Lotterie. Nur die Gewinne über 210 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) : 3 0. J u n i 1 8 9 1, v o r m i t t a g s. 241 42 326 416(1500) 27 86 515 29 33 951 74, 1021 281 417·82 500) 529 683 856 78 2186 284 96 305 82 92(30001 406 36 607 738 41 816 50 953(3000) 3005 200 465 556 705 35 4006 43 57 94 119 268 315 495 500 27 622 87 837 947, 5061 380 92 96 410 53 541 15001 604 6415 22 769 827 90(5001 7050(300) 234 322 406 530 40 803 8030 42 71 87 168 265 450 543 48 690 733 9087 151 753 834 73 924 10125(3000) 71 94 226 444 568 655 720 886941 11002 126 47(300) 223 32 319 29 35 61 458 563 86 676 760 12031 229 87 423 33 559 11500 94 838 58 133091 358 553 60 660 944 79 84 90 97 14020 69 120 55 98 341 545 808 84. 15047 111(300) 23 69 539 49 662 761 810 46 901 60 70 84, 16156 299 420 44 509 27 58 67(3001 698 709 839(1500 17006 17(300) 27 89 121 55 76 288 335 58 555 986 18055 56 145 227 308 12 93(3000) 417 603 73 799 19142 223 80 359 429 85 567 909 52 20017 68 74 75 157 60 391 410 608 25 91 705 36 847 949 21052 123 331 408 603 38 54 64 78 717 96 835 948 22038 214 95 344 531 85 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711 86 840 935 45060 115 205 436 42 95 676 759 815 19 25 29 62 915 96 46000 304 441 566 72 667 847 73 977 47106 25 225 26 61 351 483 615 26 66 712(500) 20 51 85 862 996 48166(3000) 273 388 439 61 545 47 671 815 49269 94 549 91 601 724 Hano15 66 77 90 220 389 569 90 617 31 37 39 13001 71 753 64 802 989 51080 228 97(1500) 343 591(500) 698(300) 936 77 89 91 96 52068 162 370 461 515 63 648 88 793 847 82 923 53040(3000) 169 299 300 56 574 720(1500) 77 887 54034 328 496 577 708 99 904(1500) 36 1300 65397 1500) 487 90 500 65 80 838 82 56050(10000) 132 226 500 989 57000 182 1500) 354 55 410 24 34 522 627 56 61 889 92 920 58083 120 81 276 498 525 67 81 92 618 78 865 83 932(500) 39(300) 5vo11 75 132 64 259 500 45(500) 678 774 952 75 60007 325 64 429 31 518 701 9 19 891 958 67 61054 56 119 364 (1500 97(1900) 456(300) 64 556 608 91 3000) 728 39 91037 62035 143 433 46 534 83 646 778(300) 880 983 63038 394 436 530 730 65 868 6•4184 230 79 460 69 95 576 663 711 21 37 54 805 7 65070 253 89 448 619 13001 38 792 889 999 66024 258 478 650 74 867 949 61 67241 373 438 644 725 68 829 68068 90 169 75 200 458 84 600 65 873 900 22 69020 57 88 1500) 257 326 409 645 72 798 70080 97 112(1500) 33 96(3001 223 38 43 406 37 77(300) 519 46 613 801 77 89 900 71047 92 152 285 314 613 67 727 48 57 850 922 72204 512 54 73 657 724 870 968 73218 302 36 500 11 811 24 955 74029 110 89(300) 293 367 432 80 814 75037 43 167 324 37 85 92 436 603 1300) 900 70034 185 258 305 65 458 71 95 568 839 77121 36 206 59 345 81 408 504 631 759 933 39 789068 87 104(500) 91 221 411 503 21 636 732 56 79 79069 243 57 769 839 969 79 80217 435 511 84 691 875 81114 13000) 479 575 861 80 82181 276 304 402 670 790 882 907 48 83002 5 40 60 129(300) 83 96 283 454 70 530 73 602 791(1500) 829 65 84021(30001 61 192 97 321 26 427 57 529 86 699 859 92S 85164(3000) 226 54 308 53 416 48 526 835 903 86005 43 112 322 64 525 56(1500) 668 98 768 805 23 36 989 87117 56 201 2 21 97 303 10 15 404 587 625 38 46 84, 715 35 44 804 Seupo 7 94. 133.59. 298. 67. 985. 841 68 89064 174 301 10 58 89 541 634 90234 401 50 569 99 15001 600 52 91000 30(300) 239 401 512 795 810 92012 97 177 223 86 481 547(300) 610 757 860 89 93175 576 631 38 44 707 815 42 919 94061 109 272 77 309(1500) 40 450 59 665 857 69 923 32 48 55 95031 56 253(3000) 447 537 741 923 99 96060 80 137 214 91 363 402 10 59 93 701 12 60 66 861 97011 96(500) 153 309 413 61 90 554 810 98215 327 74 75 540 753 85 99094 136 273 (1500) 355 409(500) 594 689(1500) 705 M 100171 214 48 516 53 924(3000] 101072 81 500 14 612 798 827. 102078 856 929 41 103060 44 534 38 738 976 104001 67 108 256 96 315 443 53543 13 55 95 141 306 63 594 707 802 24 100065 334 75 828 946 65(500] 107058 76 96 150 228 81 330 741 49 67 817 74 108243 369 85 429 588 885 109025 310 85 98 538(500) 639 54 732 94249 6 110125 460 640 50 56 60 797 836 81 11 10v0 154 55 82(500) 675 773 878 930 65 74 112021 56 62 242 90 306 69 657 769 894 902 113075 472 526 67 73 975 114302(500) 15 86 445 547 77 78 602 40(15000) 48 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Ziehung der 4. Klasse 184. Kgl. Prenß. Lolierie. Nur die Gewinne über 210 Mk. sind den detreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewahr.) 30. Juni 1891, nachmittags. 10 308 54(5001 70 40 78 83 86 825 914 64 1220 425 46 425 46 3023 Bg 223 563 ab 0 744 8i1(3u) 4033 68 528 40 715 B1 84 375 431(300) 673 708 927 14013 17 71(1500) 154 362 67 991300) 498 522 90 659 763 807 64 938 15014(15001 297 397 483 675 808 41 49(5001 62 963 16019 27 59 1500) 92 120 36 294 317 417 60 555 7 810(300 924 17018 95 178 459 557 59 72 601 713 16 91 930 18015 39 53 408 63 540 804 19180 655 90(3000) 884 338 413(300) 614 753 63 823 930 133000 J4 SS 259 393 698 833 68 942 53 131032 76 108 265 66 (300) 392 409 34 520(3001 54 675 752 823 132015 44 121 22 243 346 451 97 824 64 963 1333078 84 185 217 368 475 577 978 134090 127 281 353 499 595 650 749 939 135095 109 303 538 941 62 1336005 260 325 57 479 545 647 723 821 49 967. 137017 81 190 230 40 364 423 524 66 891 1300) 902 97 138016 183 206(300) 7(1500) 340 91 455 82 662 739 913 63 89 139055 260 332 80 526 653 776 140386 492 96 617 62 80(3000) 921 39 78 141089 180 360 433 48 69 86 697 13000) 716 996 142034 138 98 334 75 456 571 636 715 17 87 143005 23 89 116 18 263 84 318 90 91 558 98 628 781 905 144020 1500) 104 74 76 406(5000) 25 651 932 145155 447 859(3000) 992 146208 447 520 637 72 83 886 960 72 147110 307 67 73 15001 93 1.500) 651 710(30001 839 43 148118 211 61 87 504(15001 686 409 889 149022 32 46 144(1500) 91(300) 450 579 614 32 742 920 150042 218(300) 487 636 762 63 80 95 845 1 5g193, 640,701 83 876 969 152152 350 581 651 735 871 908 19.900/1 a2 130 266 77 93 500) 370 406(3000) 558(1500) 634 60(500) 766 82 897 912 35 1500 54095 394 471 75 89 568 797 155100 3 7 11 25 388 445 586 669 99 726(1500) 156158 254 386 430 554 72 669 805 6 950 157039(3000 42 164 202 364 554 706 58 158106 35 277(1500) 439 78 600 33 87 877 93 159016 20(500) 221 69 469 85 617 743 895 949 64 73 160007 140 205 84 334 62 665 89 847 90 946 161099 258 83 348 99 484 515 47 58 655 717 38 77 94 804(300) 61 77, 162129 405 558 653 737 99 905(500) 163123 290##405 60 417 569 81 99 675 712 17 894 958 164004 143 91 237 303 54 38 455 522 608 766 80 880 918 165024 38 88 244 78 347 72 423 69 541 703 42 817 954 80, 1663065 139 202 12 46 93 321 424 593 605 11 42 49( 1500) 54 778 822 904 6 167005 42 104 238(150000) 93 374 504 828 168159 221 97 37779 478618 1500 944 169003 44 74 207 63 322 411 74 628 85 700 869 170365(500) 508 678(500) 716 84 814 24 39 976 94 171047 192 436 510 642 81(1500) 719 992 178223 46 468 554 65 673 87 97 92! 77 179621 25 830 90 916 52(500) 65 94 180146 341 564 671 951 87. 181058 91 98 282 683 816 31 964 182065 165 388 457 511 67 665 733 854 183133 207 46 1500) 444 509 10 34 669 93 827 920 184010 13 62 70 103 31 40 50 63 232 354 56 70 457 868 901 50 185036 113 223 304 74 418 32 96 510 88 605 61 82 702 898 977 186034 284 396 433 63 574 187240 88 436 692 843 44 912 39 188097 211 341 42 74 94 509 814 20 904 66 189168 77 288 314 409 44 13 57 506 15001 70 78 99 300611 86 228 354 89 97 447 50 536 60 901 31017 33 107 242 300 50 1500) 546 75(1500) 93 663 777 979 32002 74 121 31 250 348 579 644 (300) 63 79 744 98 834(30001 52 333096 102 253 353 747 806 931 45 34011 73 118 215 329 433 570 693 35184(300) 363 428(1500 526 792 802 97 920 32 36025 67 164 89 372 405 556 99 784 3106 106 47 59 437 678 812 54 84 1300) 38035 164 290 333 415 62 760 886 945 39035 208 22 88 392 410 62 97 15000) 610(3000) 21 93 731 65 826 94 40050(300) 364 765 77(300) 804 73 984 41093 135 70 268 302 48 456 65 517 610 37 734 960, 42001 14 45 123 219 95 422 805 43 87 925 4:3068(3010] 245 1500) 56 92 96 448 710 26 45 1500) 886 4-40:5 2b 8 510 621 763 857 905 45029 36 136 175 298 405 38 76 484 87 99 646 65 80 88 778 853 78(10000) 58 61 47055 78 148 330(15001 35 46 414(15001 84 734 67 918 61 87 48045 599 869 970 49128 229(1500) 322 31 34(1500) 43 46 554 652 60(3000) 66 817 50046 142 75 (300) 928 51043 53084 158 311 76 494 563 79 602(3001 23 774 97 833(300) 54030 260 84 318 415 85(3000) 550 760 820(500) 952 55100 30 211 360 459 638 712 25 45 856 934(3001 56102 211 409 74 734 47 57054 140 245 96 332 57 414 64 531 32 631 797 979 83 58096 114 72 477 79(30001 768 854 969 77 59116 310.438 587 91 92 797 915 65 86(3000) Godos 3ss 427 612 13 702(500) 12 64 807 15 1 M 3 103 269 642 81 90 755(300) 62012 62 86 94 21. bi u4 43 619 41 768 (500) 893 63050 251(500) 345 452 552 619 97 710 804 64104 28 Ga05b Br 454 6. 7I1 85 Oprfe 455 51o 714 di 852 905 GSoie 36. (500) 501 4, 23 38 78 750(15001 6#9007 45 69 132 35 81(9000188 700B1 108 26(300) 42 55 391 449 501 605 12 55 705 S4(3001 872 NAUt 13 N. 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