No. 92. Fernsprech=Nr. 46 für Witten. Witten, Diensa 21. April. Fernsprech=Nr. 18 für 1891. # RC A 2 Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Friertage. Insertionen werden die 7gespaltene Petitzeile mit 10 Pf. berechnet. 6 AenT T F 6 Das Bildungsbedürfniß der Arbeiter. Die Sozialdemokratie hat es verstanden, mit ungemeinem Geschick die guten und bösen Triebe der Arbeiterklasse für ihre Zwecke auszunutzen; die bösen Triebe hat sie genährt und verstärkt und die guten Triebe hat sie, wo sie dieselben nicht unter drücken konnte, in falsche Bahnen gelenkt. Einer der mächtigsten Triebe der Arbeiterschaft, wie der „kleinen Leute“ ist wohl— ihnen zu Ehren sei es gesagt— der Bildungstrieb, der Drang nach Wissen und Belehrung..... am Sirinsg Die Demokraten haven dieses Bebutfniß des „Volks“ längst erkannt; sie waren die ersten, die es zu fruktifiziren verstanden und welche„Bildun vereine“ gründeten, in denen die Wissenschaft„po pularisirt“ wurde. Leider geschah dies ausschließlich nach matcrialistischen Grundsätzen und insbesondere meist in ausgesprochenem Gegensatz zur christlichen Religionslehre. Eine unerschöpfliche Fundgrube für diese Art Belehrungsarbeit bildeten beispielsweise die Darwin'schen Forschungen, die, obwohl sie durchaus noch nicht abgeschlossen und obwohl ihnen bereits mannigfache Irrthümer nachgewiesen sind, dem„Volk" als neues Dogma vorgetragen wurden. Auf diesem Fundament bauen nun die Sozial demokraten rüstig weiter. Sie haben sich des Bildungstriebes der Arbeiterschaft bemächtigt und lenken denselben immer weiter ab von der richtigen Quelle. Sie rufen den Genossen" zu: Bildung ist Macht! und ziehen die wissensdurstigen aber urtheilslosen Arbeiter in ihre Netze, nicht um sie zu belehren, sondern, um sie für ihre ganz speziellen Zwecke zu drillen; nicht, um ihnen eine Bildung für ihr Leben zu Theil werden zu lassen, sondern, um die ihnen überkommene Schulbildung vollends auszurotten und um sie zu streitbaren„Genossen“ abzurichten. Wenn daher heute der„Vorwärts" schreibt, „die Sozialdemokratie habe für die Volksbildung mehr gethan, als die offizielle, die Staats. schule“, so ist das eine unsinnige Anmaßung dennoch aber wird das ein großer Theil der Arbeiterschaft dem sozialdemokratischen Centralorgan glauben. Denn in der That haben die staatserhaltenden Parteien, bisher sich um das Bildungsbedürfniß der Arbeiterklassen nur wenig gekümmert; man hat zwar hin und wieder Gelegenheit zur Bildung geboten, man hat Fortbildungsschulen ins Leben gerufen, man hat auch wohl gute Schriften für bil liges Geld oder umsonst vertheilt; aber so rec eigentlich ist nichts geschehen, um die Leitung der weiteren Verstandes= und Herzensbildung des Volkes in die Hand zu nehmen. Man hat bestenfalls die Belehrung bezahlten Kräften überlassen und den Fortgang derselben außer bei einigen seltenen und vorher bestimmten Revisionen weiter gar nicht beobachtet. Wic meinen, das sei ein großer Fehler gewesen; aber wir sind weiter der Ansicht, daß dieser Fehler noch wieder gut zu machen ist. Wollen wir, daß die Führung der Arbeiterschaft und der dieser verwandten Kreise nicht endgiltig in die Hände der Sozialrevolutionäre übergehen soll, so müssen wir uns entschließen, mehr als bisher und in umfassen der Weise in Wort und Schrift dem Bildungs bedürfniß des Volkes Rechnung zu tragen. Wir wollen keineswegs über die„bezahlten Kräfte" absprechend urtheilen; dieselben sind von schätzbarem und vielfach unersetzlichem Werthe. Aber wir wollen die Anregung dazu geben, daß auch weite Kreise an der Belehrungsarbeit sich betheiligen, daß wirkliche Arbeiterbildungsstatten entstehen, in denen die Theilnehmer nicht nur darüber„aufgeklärt" werden, wie sie am besten agitiren und die Kapitalisten bekämpfen können, sondern in welchen die wahre Bildung des Herzens und des Verstandes geboten und die Liebe und der Frieden gepredigt wird. Wenn in solchen Bildungsstätten alt und jung, hoch und niedrig zusammensitzt, dann wollen wir doch einmal sehen, ob die sozialdemokratischen Verhetzungsschulen nicht leere Bänke auszuweisen haben werden. Hand in Hand damit müßte freilich eine strengere Aufsicht, als sie jetzt ausgeübt wird, gegenüber den Bestrebungen der Umstürzler, die Gottesfurcht aus den Herzen der eben aus der Schule entlassenen Jugend auszurotten, Seitens der Behörden gehen. Nach unseres Kaisers Wunsch und Willen wird nunmehr die Schule ernsthaft in den Kampf gegen die Sozialdemokratie eintreten. Wie sollen aber die besten in der Schule gelegten Grundlagen für das Leben von Dauer sein, wenn sofort nach absolvirter Schulpflicht und häufig schon während derselben systematisch an der Zerstörung dieses Fundaments gearbeitet werden darf? Diesem Zerstörungswerk ruhig zusehen, heißt die in der Schule sorgfältig gepflegten Lehren ohne weiteres preisgeben. Die öffentliche heißt der als hand! liche Re. nützt da und der an deren lehrte für klären. Oiskussion Jugend d ir 20 er Bestrebu e Meinun itten u ngen zulassen, g beibringen, uuf die christeiger segend. Abonnementspreis(inel. der Gratisbeilage „Märkisches Heim"): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg. bei Bestellung durch die Bei Abnahme auf der Post inel. Bestellgetd 2,20 Mt dem Ansturm aufd vas Erlaubtes. Was te Kontrolle der Sch s in unmittelbarem Anse ermann erlaubt ist, das das Gute für schlecht zu au au ist wenn Mütt dürfniß nden; man Anspruch er Arbeiter reicht ihnen muß also aber nicht lassen, für selber treu die wahre d um demWir glauben indessen,d der Umstürzler in gewissem Belehrung, durch Gründung stätten gehindert werden kan verschmäht, hier die Hilfe zu nehmen. Das Bildung und der meiteren Volkskreis nur zur Ehre— einmal v befriedigt werden. Darum Demolraten und Sozialdemokraten u „Aufklärung" zu sorgen, sondern so und beharrlich Hand anlegen, um wie Bildung unter das Volk zu bringen selben die Religion zu erhalten. undschan. * Die bayerischen Bischöfe und die Jesuiten. Wie man in Bayern unter König Ludwig l. über die Jesuiten dachte, davon liefert den besten Beweis, daß jedem Bischof aufgetragen wurde, nicht nach deren Einführung zu streben. Der am 16. Dezember 1869 verstorbene Kardinal Graf Reischach, der, 1836 Bischof von Eichstädt, 1841 Koadjutor des Bischofs von München=Freising und nach dem Tode des Erzbischofs von Gebsattel Erzbischof wurde, schreibt am 1. Mai 1846:„Die Ausdrücke des Begleitschreibens bei meiner ersten Ernennung sind folgende: Ich soll durch die Annahme den festen Entschluß aussprechen, deutscher, insbesondere bayerischer Bischof in dem vollen Sinne des Wortes zu sein, mich streug nach der Verfassung, Gesetzen und Verordnungen des Staates zu richten, die den Kirchen eingeräumte Gewalt nicht aus zudehnen, das in Wort, Schrift und That außer Zweifel gesetzte System der Regierung mir anzueignen, und insbesondere weder direkt noch indirekt nach Einführung des Ordens der Gesellschaft Jesu zu streben". Die Richtigkeit dieser Mittheilung kann jeden Augenblick in den Akten des bayerischen Ministeriums und Kabinets festgestellt werden. So unter König Ludwig l. und dem erztatholischen Minister Karl v. Abel. fern abse gero wol zösi bst getödtet sein wollten. Die Bewohner kamen diesem Befehle, der ihren Neientsprach, mit größter Bereitwilligbemächtigten sich der Flüchtlinge, Alten, die Weiber und Kinder geführten aber die jungen kräftigen nere ab, um sie als Sklaven zu dergemetzelten schichteten sie auf vor ihren Dörfern auf, um sie sizieren zu zeigen und wo mögzu bekommen, besonders eifrige auch abgeschnittene Köpfe ins im sie persönlich zu überreichen. ben der Tausende von Leichen war, der Geruch der verwesenden anzosen belästigte, ließen sie ganze nen ins Schlepptau nehmen und Senegals rudern, wo sie der assen wurden. Diese mag sie ins zen oder an einer anderen Stelle nicht mehr von französischen Nasen en können, und wo die Krokodile sie lich auffressen werden. Das ist fran r in Afrika. entscher Reichstag. * Wie aus Rom berichtet wird, erhält sich in dortigen unterrichteten Kreisen ungeachtet entgegengesetzter Meldungen die Annahme, daß die Kontrahirung eines Anlehens im Betrage von einer halben Milliarde Frcs. beabsichtigt sei. Ein Theil derselben hat die Vervollständigung des Eisenbahnnetzes zum Zwecke. * Französische Kultur in Afrika. Die„Illustr.“, eins der vornehmsten und besten Bilder=Wochenblätter Frankreichs, enthält in ihrer letzten Nummer eine Anzahl Zeichnungen, welche ihren Lesern eine Ueberraschung, und keine angenehme, bereitet haben müssen. Das erste der Bilder zeigt ein Gebäude im Vordergrunde eines Negerdorfes, wo Negerleichen zu Haufen liegen. In dem gräulichen Wuste sieht man Jünglinge und Greise, enthauptete und verstümmelte Leichen, Erschossene und mit der Klinge Getödtete. Ein zweites Bild stellt einen fröhlich grinsenden jungen Neger dar, der aus einem Binsenkorbe, in welchem er sie offenkar herbeigeschleppt, fünf Negerköpfe herausgeholt hat, die er vor sich auf den Boden und enem Holzblock aufstellt, wie in den Städten des Südens die Hökerinnen Melonen oder Kürbisse feilzuhalten pflegen. Ein drittes Bild läßt ein Boot erkennen, an das viele Negerleichen gebunden sind, welche es in die Mitte eines Stromes schleppte, während am Ufer noch eine Menge Todter zurückbleibt. Wenn man wissen will, was diese Bilder bedeuten und die begleitende Erklärung liest, so erfährt man Folgendes: Oberst Archinard führt bekanntlich schon seit anderthalb Jahren einen Vernichtungs=Feldzug gegen Ahmadu, den Negerkönig, welcher der Herrschaft der Franzosen am Oberlaufe des Senegals einen hartnäckigen Widerstand entegensetzt. Nach einer Reihe blutiger Siege hat Oberst Archinard vor Kurzem die letzte Festung Ahmadus, Nioro, genommen und darauf sind die Truppen Ahmadus, die Tukulörs, vollständig aus einander gelaufen. Viele flüchteten sich durch das Land Bakel, und der Oberst, der nicht genug=Leute zu seiner Verfügung hatte, um die Fliehenden mit Nutzen verfolgen zu können, gab an die Backel=Leute den Befehl aus, sie hätten die durch ihr Land fliehen den Tukulörs zu fangen und niederzumetzeln, wenn itzung vom 18. April. Am Bundesrathstische: von Berlepsch. Die zwite Berathung des Arbeiterschutzgesetzes wird bei den Bestimmungen über die Beschränkung der Frauenarbeit fortgesetzt. § 137 bestimmt nach den Beschlussen der Kommision: Arbeiterinnen dürfen in Fabriken nicht in der Nachtzeit von 8½ Uhr Abends bis 5½ Uhr Morgens beschäftigt verden. Die Beschäftigung von Arbeiterinnen über 16 re darf die Dauer von 11 Stunden täglich, an den Vorabenden der Sonn= und Festtage von 10 Stunden nicht überschreiten. Zwischen den Arbeitsstunden muß en Arbeiterinnen eine mindestens einstündige Mittagsise gewährt werden. Wöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht, und während der folgenden zwei Wochen nur beschäfigt werden, wenn das Zeugniß eines approbirten Arztes dies für zulässig erklärt. Abg. Dr. Schädler(Ctr.) beantragt, daß verheirathete Frauen täglich 10 Stunden höchstens in Fabriken beschäftigt werden dürfen. Das Ziel dieser Gesetzgebung muß sein, die Frauen wieder ihrem eigentlichen Wirtungskreise im Haushalte zuzuführen, der ohne die Frau nicht gedeihen kann. Auch die Kindererziehung leidet durch die Abwesenheit der Mutter ganz erheblich. Aber es läßt sich dieses wünschenswerthe Verhältniß nicht mit einem Male herbeiführen, durch unsern Antrag wollen wir darum eine Art von Uebergangszeit herbeiführen. Die Familie ist der Grundstein jeder Gemeinschaft, sie verdient darum vollen Schutz. Vor Allem müssen darum die Familienbande, die durch die Fabrikarbeit der Frauen gelockert sind, wieder befestigt werden. Ich verkenne ja nicht die Schwierigkeiten, welche der Durchführung unseres Antrages entgegenstehen, aber hier muß das Prinzip des Schutzes der Arbeiterinnen vor Allem in den Vordergrund gestellt werden. Handelsminister Frhr. von Berlepsch: Ich bedauere lebhaft, dem Antrage des Herrn Vorredners widersprechen zu müssen. Die verbündeten Regierungen haben schon reiflich erwogen, ob es nicht möglich sein sollte, für verheirathete Fabrikarbeiterinnen den zehnstündigen Arbeits hren. Die Erhebungen hierüber haben indessen ausscheiden müßten. Die verbündeten Regiexungen ste dem Schutze der Arbeiterinnen sehr sympathisch gegennb sind aber der Ueberzeugung, daß heute über das ind Vorlage gebotene Maaß nicht herausgegangen werden darf. Wenn der Reichstag darauf bestehen sollte, für ver heirathete Fabrikarbeiterinnen zehnstündigen Mazimalarbeitstag einzuführen, würde die ganze Vorlage recht ernstlich gefährdet sein. 6„ Abg. Dr. Hartmann(kons.) bittet, mit Rücksicht auf die eben gehörte Erklärung, den Abg. Schädler, seinen Antrag zurückzuziehen, um das Zustandekommen des ganzen großen Gesetzes nicht zu gefährden., Abg. Dr. Hirsch(freis.): Ich kann den gestrigen Ausfür ihre Coalitionsfreiheit eintreten. Für die Arbeiterinnen existirt allerdings das Coalitionsrecht auch, aber die Frauen sind ihrer ganzen Natur nach mehr des Schutzes bedürftig, weshalb ich die Vorlage als Fortschritt gegenüber den bisherigen Zuständen begrüße; ich hätte freilich gewünscht, daß die Bestimmungen weiter ausgedehm worden wären; vielleicht können wir noch eine Bestimmung aufnehmen, welche die Einführung des zehnstindigen Maximalarbeitstages für Frauen für späterhin in Aussicht Abg. Dr. Schädler(Ctr.) zieht in Hiublick, auf die Erklärungen des Ministers unter voller Wahr### seines Standpunktes seinen Antrag zurück, um nicht die gunze Vorlage zu gefährden. Abg. Ulbrich(Soz.) nimmt den Schuoneschen Antrag auf und wird trotz der ministeriellen Erklärung dafür stimmen. Der Refrain der Ausführungen vom Bund rathstische bedeutet stets, sobald es sich um Arbeiterangelegenheiten handelt:„Morgen, morgen, nur nic Damit bleiben wir aber stets und ständig zurück. Ich habe die Wirkungen der Frauenarbeit recht gut in meiner Familie kennen gelernt, meine Mutter ist em Opfer derselben geworden. Bei einer elfstündigen Arbeitszeit, wie diese Vorlage sie zuläßt, bleibt der verheiratheten Frau keine Zeit, sich ihrem Haushalt und der Kinder=Erziehung zu widmen. Die Regierung folgt hier wieder den Unter nehmern, welche einek Beschränkung der Frauenarbeit abgeneigt sind, weil dieselbe billiger ist, als die der Männer. Deshalb nimmt die Frauenarbeit immer mehr überhand und verdrängt in vielen Betrieben den männlichen Arbeiter vollständig. Redner empfiehlt dann die Anträge seiner Fraktion zur Annahme, wonach Frauen nur in den Tagesstunden von 6 Uhr früh bis 8 Uhr Abends, Sonnabends bis 5 Uhr Nachmittags beschästigt werden dürfen, wonach ferner Wöchnerinnen während sechs Wochen nach ihrer Niederkunft nicht beschäftigt werden dürfen und wonach eine Kündigung oder Entlassung der Wöchnerin aus der Arbeit während dieser Zeit nicht stattfinden darf. Abg. Payer(Demotrat) hal gleichfaus die zeynstündi Maximalarbeitszeit für alle weiblichen Arbeiter über 16 Jahre beantragt und hält diesen Antrag aufrecht. zur dritten Lesung der Vorlage würden die verbündeten Regierungen, wenn eine große Mehrheit des Reichstages für den Antrag stimmt, ja nochmals erwägen können, ob sie das ganze Gesetz wegen dieses Beschlusses scheitern Bundesrathskommissar Dr. Königs führt aus, daß durch die Annahme des zehnstundigen Maximalarbeitstages für Frauen im gegenwärtigen Stadium die Arbeiter selbst am meisten geschädigt würden. Uebrigens ist die Arbeitszeit der Frauen durchaus nicht eine so hohe, wie vielfach angenommen wird. In der Hauptsache besteht der zehnstündige Arbeitstag schon.... an Abg. v. Münch(Demokrat) beantrag., duß eine Wochnerin auf Grund von ihr beigebrachten ärztlichen Zeugnisses über ihre Genesung nach drei Wochen wieder beschästigt werden darf, falls das Kind todtgeboren war oder gestorben ist....V. Archeit der 8. Abg Bebel(Soz.) die industrielle Alben der Krauen führt zur Degenerirung der Bevölkerung, schon deshalb sollte sie so viel wie nur irgend möglich eingeschränkt werden. Sie ist eine große Ursache der um sich greifenden Kindersterblichkeit, wie eine in Sachsen stattgefundene statistische Erhebung dargethan hat. Während die Kindersterblichkeit in Sachsen durchschnittlich 28,5 pCt. betrug, stellt sie sich auf 36—45 pCt. in den Industriegegenden mit Frauenarbeiten, in einzelnen Bezirken betrug die Kindersterblichkeit sogar 50 pCt. Die Löhne sind am schlechtesten auch gerade in den Gegenden, in welchen die Arbeitszeit am längsten währt und die Frauenarbeit am verbreitesten ist. Je höher die Löhne, je kürzer die Arbeitszeit, desto größer die Arbeitsleistung. In der TextilIndustrie kann man den Beweis dafur finden, daß die Konkurrenzfähigkeit durch lange Arbeitszeit, schlechte Löhne u. Inanspruchnahme der Frauenarbeit nicht gehoben wird. Vergleichen Sie die Verhältnisse derTextilindustrie in Schlesien mit denen in Westfalen. Bisher haben sich noch alle wirksamen Arbeiterschutzbestimmungen als nützlich für die Industrie selbst erwiesen. Ich bitte deshalb, unseren Antrag anzuAbg. Möller(natl.) befürwortet den von ihm mit dem Abg. Gutfleisch(freis.) gestellten Antrag, wonach Arbeiterinnen über 16 Jahren, welche ein Hauswesen zu besorgen haben, auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor der Mittagspause aus der Fabrik zu entlassen sind, sofern die Pause nicht mindestens 1½ Stunden beträgt. Die vom Vorredner erwähnte gesteigerte Arbeitsleistungsfähigkeit der Arbeiter im Westen ist nicht eine Folge der dortigen kürzeren Arbeitszeit, vielmehr ist die letztere in Folge der gesteigerten Leistungsfähigkeit in natürlicher Entwicklung eingetreten. Mit der Einführung des Maximal arbeitstages wurde nur die Bildung von industriellen Wasserköpfen geschaffen werden, während es doch wunschenswerth ist, daß sich die Industrie im Lande selbst Abg. Hitze(Centr.) konstatirt gegenüber den sozialdemokratischen Rednern, daß für die Zurückziehung des Antrages Schädler nicht die Rücksicht auf das Wünschenswerthe, sondern lediglich die Rücksicht auf das Zustandekommen dieser Vorlage maßgebend gewesen sei. Eine Minoritätspartei, wie die sozialdemokratische, deren Votum hier nicht entscheidet, die auch nur zum Fenster hinaus und zu den Wählern sprechen will, kann sich allerdings den Luxus langer, aber überflüssiger Reden und aussichtsloser Anträge gestatten. Eine Mehrheitspartei, auf deren Stimmen es gewaltig ankommt, kann das aber nicht. Die Sozialdemokraten thuen alles Mögliche, um die Vorlage zu diskreditiren und das Zustandekommen derselben zu verschleppen. Alle diese Maulwurfsarbeit wird ihnen aber nichts helfen. Abg. Singer(Soz.): Dies Gesetz ist kein Arbeiterschutzgesetz, wie die Herren auf der anderen Seite meinen, sondern weit eber ein Unternehmergesetz. Das Centrum ist allerdings hier die ausschlaggebende Partei, eben deshalb sollte sie am Schädler'schen Antrage festhalten. Die Regierung würde es sich zehnmal überlegen, bevor sie dieses Antrages wegen die Vorlage scheitern ließe. habe die Empfindung, als ob die Erklärung des Ministers vom Centrum von vornherein erwartete gewesen ist. Abg. Dr. Gutfleisch(freis.): Nach den Erklärungen des Herrn Ministers kann es nicht zweifelhaft sein, daß die ganze Vorlage fällt, wenn der zehnstündige Maximalarbeitstag für Frauen vom Hause aufrecht erhalten wird. Wenn sonach das Zustandekommen des Gesetzes gewünscht wird, muß jene Forderung für diesmal strücheteht verden, Ablchnung der Abänderungsanträge mit dem Antrage Gutfleisch=Möller(Verlängerung der Mittagspausen für Arbeiterinnen, welche ein Hauswesen es 0 der Kontrollbestimmungen zu S 137 enthält, der Vorlage bis Montag 12 Uhr. * Berlin, 19. April. Der Kaiser arbeitete heute Morgen längere Zeit allein und konferirte darauf mit dem Hausminister. Später nahm der Kaiser aus den Händen des Abtheilungschefs der Geheimen Kriegskanzlei Obersten Brir die neue Rang= und Quartierliste * Uinter Entfaltung außerordentlichen militärischen Glanzes fand Sonnabend Vormittag 10 Uhr die Nagelung und Weihe der neuen Fahnen und Standarten Schlose zu Verlin statt. Im Lusgertgr Ver sge deie zu. Parade defohlenen Truppen im Schlosfe Pferde aue schien nach Schluß der Feier im Schn,, zu 2e- auf * dem längerr. lich war, mentern. Nac der Kaiser noc mit Offizieren unlethaltt. Platze. Er trug Garde du Korps=Unisorm. In rer Rede, die weithin über den Lustgarten vernehmvar, übergab er die neuen Feldzeichen den Regi. ü', dem Vorbeimarsch der Lruppen verblieb eine halbe Stunde auf dem Platze, sich des zahlreichen Gefolges vom Pferde herab unterhaltend. Nach beendigtem Umritt wurden die Fahnen ins Schloß gebracht, der Kaiser war mit den Standarten an der Spitze der Gardes du Korps eingeritten. Aber auch nach Verbringung der Feldzeichen verblieh Se. Majestät an der Spitze des Regimentes, zoelcheg agf der südlichen Seite das Schloß verließ und übe platz und Schloßfreiheit zur Schloßbrücke einschwenkte und die Linden entlang ritt. Der Kaiser wurde von den spiel vom Balkonfenster aus an. Besondere Begrüßungen wurden dem Feldmarschall Moltke wieder beim Ver— Auf dem Mahle zur Feier der am letzten Sonnabend im Berliner Schloß stattgehabten Fahnenweihe brachte Kaiser Wilhelm II. folgenden Trinkspruch aus:„Pro gloria et patria“. Das ist die Ueberschrift für den heutigen Tag. Es ist heute ein Tag des Gedenkens und Rückblicks. Wenn Ich heute für unser ganzes Land spreche, so thue Ich dies in der Erinnerung, daß am 18. April einst jener tapfere Wittenberger Mönch sein großes Wort sprach:„Hier stehe, ich, ich kann nicht anders!" Der erste, welcher dem unerschrockenen Mönch Interesse entgegenbrachte, war ein Kriegsmann, Georg Frundsberg, der Luther zurief: „Mönchlein, Mönchlein, Du thuest einen schweren Gang. Und Gott hat ihm diesen Gang— gesegnet zum Heile unseres Volkes und besonders unserer Heimath. Manch ähnlichen Gang hat unser Volk und unser Haus, und mit ihm die preußische Armee gethan. Der„Achtzehnte“ ist stets ein Tag des Gedenkens für uns gewesen und wird es bleiben. Am 18. Januur war Preußen ein Königreich, am 18. April 1864 war es, als die preußische und österreichische Armee einem tapferen Feinde gegenüberstanden und ihm seine Verschanzungen entrissen! An diesem Gedenktage habe Ich heute den Regimentern neue Fahnen und Standarten verliehen. Mögen die Regimenter ihrer Tradition getreu bleiben und ihrer Geschichte gerecht werden: pro gloria et patria! Mit Gott für König und Vaterland. Ernste Zeiten sind es, in denen wir leben. Deshalb wollen wir unsere Fahnen und Traditionen hochhalten, eingedenk der Worte und Thaten eines Albrecht Achilles. In diesem Sinne bringe Ich Meiner Armee und den heute von Mir beliehenen Regimentern ein dreifaches Hoch!.( M(ü. — Bei der Grunosteinlegung fur oie neue Lutherkirche in Berlin, welche am Sonnabend Nachmittag auf dem Dennewitzplatz stattfand, begleitete der Kaiser seine drei Hammerschläge mit folgenden Worten:„Zum Gedächtniß des tapferen Wittenberger Mönches erstehe hier ein Gotteshaus, welches den Namen Lutherkirche führen soll. Im Nainen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Die Kaiserin that die Hammerschläge unter stillem Gebet. — Der Siebener=Ausschuß zur Berathung der Reform des höheren Schulwesens in Preutzen hat sich nach vier Sitzungen bis Ende Mai vertagt. Die Gutachten uber die Lehrpläne waren an mehrere Referenten, welche dem Ausschuß darüber berichtet haben, vertheilt. Die Referenten werden nun für die Kommission einen schriftlichen Bericht über die weiteren Vorschläge an der Hand der Gutachten erstatten. Der Bericht geht dann an den Minister. An den jetzigen Berathungen habe weder der Minister noch sein Generalreferent Geheimer Rath Stauder theilgenommen. Der Minister hat indessen die Mitglieder der Kommission empfangen und von denselben den Bericht über den Stand der Arbeiten entgegengenommen. Die Arbeiten der Kommission zu Ende künftigen Monats wurden unter Theilnahme des Ministers abgewickelt. Anfang Juni werden dann die Reisen verschiedener Kommissionsmitglieder zur Besichtigung preubischer und außerpreußischer Unterrichtsanstatez. en, Apfang nehmen. Die Reisen erstregen sich unf bie tigung der Franke'schen Stiftung in Halle, des Gymnasiums zu Schulpforta, sowie verschiedener Schulanstalten in Würtemberg, Baden und Hessen. — Daß das preußische Volksschulgesetz zunächst als zurückgesetzt angesehen werden muß, ist zweifellos. Ein dahingehender Beschluß soll in der letzten Sitzung des Staatsministeriums gefaßt worden sein. Es heißt, daß der neue Kultusminister zu einer Reihe von Hauptpunkten des Gesetzes eine durchaus andere Stellung einnimmt, wie sein Vorgänger. Es sollen über die Vorlage nach verschiedenen Richtungen hin noch gutachtliche Aeußerungen eingeholt werden..„... Jatzwaohl; — Der konservative Kandidat für die Ersatzwuhl im Reichstagswahlkreise Stuhm=Marienwerder, Landrath Wesel und ebenso der national. Kandidat, Herr Hobrecht, haben erklärt, daß sie im Reichstage event. für eine Erißigung der Kornzölle stimmen werden, wenn die Rezminister Miquel ist an einem Influgnza= Ruckfall erkrankt. Er wird sich einige e Reichstagspräsident v Lewetzow, welcher durch eine starke Heiserkeit an der Ausübung seiner Prasidentenpflichten gehindert war, ist genesen. — Bei der Ersatzwahl zum preußischen Landtage im hannoverschen Wahlkreise Neuhaus a. d. Oste wurde Hofbesitzer Hottendorf(nationalliberal) mit 121 Stimmen gegen den ebenfalls nationalliberalen Amtsrichter Baumeister gewählt, welcher 28 Stimmen erhielt. — Für das Offizierkorps der deutschen Armee wird, der„Kreuzztg. zufolge, die Einführung eines grauen Paletots an Stelle des bisherigen schwarzen in Aussicht genommen. Es ist gerade die graue Farbe gewählt worden weil dieselbe sich schon als praktisch bewiesen hat. — Sicherem Vernehmen der„Magdeb. Ztg. zufolge hat Fürst Bismarck das Gut Schönhausen seinem Sohne Herbert, Varzin seinem Sohne Wilhelm überlassen, — Gegen eine von uns als unglaubhaft nuht erwähnte Behauptung veröffentlicht Graf Wilhelm Bismarck im„Hannov. Cour. folgende Erklärung:„Hannover, 17. April 1891. Verschiedene Blätter bringen die aus einer sozialdemokratischen Zeitung übernommene Angabe, daß mir Remunerationen aus dem Welfenfonds zu Theil geworden wären. Diese Behauptung ist eine dreiste Erfindung. Graf Bismarck, Regierungspräsident. — Wie aus Zansibar gemeldet wird, traf die erste Elfenbeinsendung Emin Paschas im Werthe von einer Milion in Bagawovo ein..aut Lichäfen vom Stettin, 16. April. Der Sergean.„ Fuß=Artillerie=Regiment v. Hindersin(Lomnelisches) Nr. 3 ist von der chinesichen Regierung mit einem Jahresgehalt von 7200 M. als Instrukteur erworben worden; derselbe hat sich zunächst auf 2 Jahre verpflichtet und erhält nach dieser Zeit freie Rückfahrt zugesichert. Kickhäfen scheidet aus dem Reichsdienst vollständig aus. Er soll zunächst in Tientsin angestellt werden, woselbst der frühere Artilleriemajor Richter bereits in chinesischen Diensten Breslau, 18. April. Der Oberbürgermeister Bender erklärte heute bei seiner Einführung, er wolle auf seinem Posten nicht als Parteimann stehen, sondern alle Kräfte im Dienste der Stadt sammeln. Der Regierungspräsident hatte in seiner Begrüßungsrede das Vertrauen betont, welches die städtischen Behörden dem neuen Oberbürgermeister auf Grund seiner bisherigen kommunalen Thätigkeit entgegengebracht Freiburg a. d. Elbe, 19. April. Amtliches Wahlresultat. Bei der am 15. d. Mts. stattgehabten Reichstags=Ersatzwahl im 19. Wahlkreise der Provinz Hannover wurden im Ganzen 17 510 Stimmen abgegeben.(Zahl der Wahlberechtigten 31 052.) Von den Stimmen waren 85 ungiltig, es erhielt Fürst v. Bismarck 7365, Schmalfeld 3810, Adloff 2576 und von Plate 3308 Stimmen; 6 Stimmen zersplitterten sich. Es hat somit eine Stichwahl zwischen dem Fürsten Bismarck und Schmalfeld stattzufinden. Der Termin für die Stichwahl ist auf den Wühelmshaven, 19. April. Das Panzerschiff „Friedrich Karl“ ist gestern Abend dicht vor der Einfahrt des neuen Hafens auf Grund gerathen und bis jetzt noch nicht abgebracht. Der kommandirende AdHildburghausen, 18. April. In dem benachbarten Orte Römhild ist in der vergangenen Nacht eine große Feuersbrunst zum Ausbruch gekommen. Durch dieselbe waren bis heute früh 30 Häuser in Asche gelegt. Straßburg, 18. April. Die„Straßburger Post“ erklärt die Zeitungsmeldung, daß der Rücktritt des Staatssekretärs von Puttkammer demnächst bevorstehe, für vollständig unbegründet. Es liege nichts vor, was zu einer solchen Meldung hätte Veranlassung geben können. gegeben, wenach in den Arbeitsordnungen auch Vorschriften über das Verhalten der minderjährigen Arbeiter außerhalb des Betriebes getroffen werden können. Es ist zwar zu bedauern, daß der Erlaß beider Vorschriften erst von der Ansicht anderer Faktoren, im ersteren Falle der Gemeindevertretungen, im letzteren der Arbeitgeber und großjährigen Arbeiter, abhängig ist, und daß nicht die unmittelbare Regelung beider Fragen ducch das Gesetz angenommen wurde. Man würde indessen mit weitergehenden Forderungen auf den stärksten Widerstand gestoßen sein und wäre somit hier das Bessere der Feind des Guten gewesen Alle Kenner des Arbeiterlebens stimmen darin überein, daß gerade in den minderjährigen Arbeitern die Sozialdemokratie ihre stärkste und fanatischste Anhängerschaft besitzt, und wer jemals eine sozialdemokratische Versammlung besucht hat, wird aus eigener Erfahrung wissen, daß dort das jugendliche Element das größte Wort führt. Der Grund fur diese Erscheinung liegt nicht allein in der Ueberschwänglichkeit, welche der Jugend anhaftet und die in dem Streben nach der Verwirklichung unerreichbarer und phantastischer Ideen zum Durchbruch kommt, er liegt in erster Reihe in der wirthschaftlichen Ausnahmestellung der minderjärigen Arbeiter, wie sie die letzten Jahrzehnte in ihrer Entwickelung des Fabrikbetriebes geschaffen haben. Früher, als der handwerksmäßige Betrieb überwog, dauerte es Jahre, ehe der aus der Schule entlassene Mensch Mittel in die Hand bekam, über welche er frei verfügen konnte. Jetzt erhält er größtentheils schon bei seinem Eintritt in die Fabrik einen Lohn, den er leider nur zu oft nicht zu seiner besseren Ausbildung verwendet oder als Nothpfennig für spätere Zeiten zurücklegt, sondern für unnütze und seiner körperlichen wie geistigen Gesundheit schädliche Vergnugungen verausgabt. Selbstverständlich bleiben die Folgen nicht aus, sie stellen sich hauptsächlich als Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Gesellschafts= und Wirthschaftsordnung ein, bei welch letzterer Sparsamkeit und Fleiß die nothwedigsten Bedingungen des sozialen und ökonomischen Gedeihens sind. Die Unzufriedenheit aber führt die zugendlichen Arbeiter in die Reihen der Sozialdemokratie. Wenn die mittelbar im Gesetze über die minderjährigen Arbeiter getroffenen Anordnungen mit dem Inkrafttreten der Novelle thatsächlich in ganz Deutschland in Wirksamkeit gesetzt werden, so ist sicher, daß der Sozialdemokratie dadurch großer Abbruch gethan wird und unsere Arbeiterschaft wieder einen geistig und körperlich gesunden Nachlbuchs erhält. Wie genau die Sozialdemokratie diese Folgen erkennt, konnte man am besten aus der Gereiztheit sehen, mit welcher sich gerade gegen die in Rede stehenden Bestimmungen die sozialdemokratischen Redner im Reichstage wandten. Der Feind der heutigen Staats= und Gesellschaftsordnung lehrt uns, was wir thun sollen. Es ist deshalb unbedingt nothwendig, daß die Gemeinden sowohl als auch die für die Festietzung der Arbeitsordnungen in diesem Punkte maßgebenden Faktoren sich der Erfullung der ihnen im Gesetze übertragenen Pflichten zur Erzielung einer besseren Zucht unter den minderjährigen Arbeitern voll und ganz unterziehen. * London, 18. April. Nach einer Meldung### „Reuter'schen Bureaus“ aus Simla sind 3 englisseh Kolonnen gestern gegen die aufständischen Stämme#### Miranzai vorgerückt und haben dieselben vollstäng in die Flucht geschlagen..„„ Bradford, 19. April. Dem Burgermeister#. ein Brief zugegangen, welcher ihn und den PolizePräsidenten mit dem Tode bedroht, weilen eine öffentliche Versammlung der Streikenden verbog## hatten. Für heute ist von den letzteren eine gre## Kundgebung geplant. Das Rathhaus ist durch Infanteen# besetzt, eine Abtheilung Kavallerie wird aus Leeds wartet. Petersberg, 18. April. Eine soeben verössentlice Verordnung schreibt vor, daß die Reservebataillone##### Schazk, Korotojak, Laischew, Skopin, Borissoglieb, Sswiashsk, Wetluga, Spaßk, Kotjelnitsch, Motsch, Balaschow, Chwalynsk, Ssura, Scysran, Busuluk, Or, Belebej, Zarew, Slotoust und Irbit einen Bestand y# 6 Compagnien und die Reserve=Infanterie=Regimene 166 bts 177 den gleichen Bestand erhalten, wie er Jahre 1889 für Regimenter ähnlicher Art festgest ouroe.„#.# Paln Pt.“ bericht.s Aus Petersburg wird dei„Kom. Zig. vericht: Als der Großfürst Michael auf der Fahrt nach Charko## die Depesche mit der Nachricht vom Tode seiner Gemahi erhielt, gerieth er in eine derartige Aufregung, daß in eine Halsarterie platzte. Die Aerzte waren recht besor. Amerika. New=York, 18. April. In der vergangenen Woe belief sich die Sterblichkeit hierselbst auf 1347 Pin sonen gegen 731 in der entsprechenden Woche des vogen Jahres. Vom letzten Tage wurden 20 Todesfäer Wenn durch irgend eine bei der Berathung der Gewerbeordnungsnovelle im Reichstage zur Sprache kom menden Fragen ein einheitlicher Zug geht, so ist es durch die Frage der Zucht der minderjährigen Arbeiter. Schon vor den Osterferien wurden, von weniger bedeutenden Vorschriften abgesehen, in die Novelle Bestimmung ausgenommen, wonach durch Ortsstatut Anordnung getroffen werden kann, daß der von minderjährigen Arbeitern verdiente Lohn an deren Eltern oder Vormünder gezahlt werden kann. Am Dienstag der laufenden Woche hat der Reichstag dem Beschlusse seiner Kommission seine Zustimmung Frankreich. Paris, 18. April. In dem heutigen Minisierrathe unterzeichnete der Präsident Carnot das Dekret, durch welches der bisherige Präfekt des Rhone=Departements, Jules Cambon, zum Gouverneur von Algier ernannt wird. Der Posten des Generalgouverneurs von Indochina soll dem Deputirten des Seine=Departements, Lanessan, übertragen werden, doch ist das bezügliche Dekret, da die Befugnisse dieses Gouverneurs anders abgegrenzt werden sollen, noch nicht fertiggestellt.— Der Minister des öffentlichen Unterrichts und der schönen Künste, Bourgeois, theilte mit, daß er den Direktor des Théatre des Varietés" Bertrand und den Konzertdirektor Colonne zu Direktoren der Oper ernennen werde. Angers, 18. April. Die Direktion der Schieferbrüche von Trélazé, wo ein Theil der Arbeiter einen Streik begonnen hatte, beschloß die Schließung sämmtlicher Arbeitsstätten. Die Zahl der in Folge dessen arbeitslos werdenden Arbeiter wird auf 2000 geAjaccio, 18. April. Der Großfürst Georg, der hierselbst zu einem Aufenthalt von 3 bis 4 Tagen eingetroffen war, beabsichtigt dem Vernehmen nach seinen Aufenthalt zu verlängern, um Jagdausflüge in die Berge zu unternehmen.— Der Stadtrath giebt morgen zu Ehren der Offiziere des französischen Geschwaders und des russischen Kreuzers einen Ball. England. * London, 18. April. Die„Times“ meldet aus Sansibar von gestern, der Sultan habe die Generalakte der Brüsseler Konferenz ratifizirt. an Influenza gemeldet; die Gesammtzahl der der Epidere## in dieser Saison zum Opfer Gefallenen beträgt 356. T Seuche grassirt besonders stark unter den Indianernn der Umgegend von North Yatoima(Washington). Laut telegraphischer Meldung aus Scottdale(Pisylvania) herrscht in der dortigen Kofsgegend un neuem große Erregung. Etwa Hundert Streikere## griffen am Freitag Abend einen Theil der Fabrik der E## sellschaft Frick an, es kam zum Kampf und es wurd## zwischen den Wächtern und der andringenden Roez Schüsse gewechselt; schließlich zogen sich die Angreir# zurück. Sonnabend früh sollen die Streikenden vermitts Dynamit der Frick=Gesellschaft gehörige Vorrathsgebauen zerstört haben; Niemand wäre verwundet. — Die Erweiterung und Verstärtung un Newyorker Hafenforts wird vom Washington Kriegsamt, und zwar schon binnen kürzester Frist, geplat# Zunächst ist der weitere Ausbau der Forts Hamilton nd# Wandersworths, sowie die Einbeziehung der Insel Plunh Island in die maritime Befestigungswerke ins Auge sefaßt. Die dazu benöthigten Terrainkäufe sollen ohne Zuverlust bewerkstelligt, eventuel soll zum Zwangsente#### nungsverfahren geschritten werden. Der vorläufige Kostue purkt wird mit 750.000 Dollars berechnet. — Der von Sydney und Honolulu in Sau Frunenn eingetroffene Dampfer„Monavai“ überbrachte die M dung, daß der englische Dampfer„Saint Catharis“ u der Küste der Karolineninseln Schiffbruch erlitten haen Neunzig Personen sollen in den Wellen ihren Tod### funden haben. Westfalen und Rheinland. X Witten, 18. April.(Polnische evang. Geiss liche.) Für die polnisch redenden Evangelischen innerhu# der hiesigen Gemeinden ist jetzt ein zweiter masurisch pen# digender Kreisvikar berufen worden. Die Ordnung wird# der Weise eintreten, daß der bisherige Kreisvikar Paso# Bohle, die Gemeinden Gelsenkirchen, Schalke, Bi#### bauerschaft und Wattenscheid behält, der zweite Kreisvin# Pastor Alexi, die Gemeinden Bochum, Herne, Wenen Lütgendortmund und Langendreer übernimmt. Paro## Alexi hat seinen Wohnsitz in Bochum und wird am nach# sten Sonntag in der kleinen evangel. Kirche dortselb## ordinirt und eingeführt. Es ist wichtig, daß die masurch redenden Gemeindemitgl ieder ihre Landsleute hiervonin Kenntniß setzen. O Witten, 20. April.(1864er Krieger.) An Samstag Abend hatte sich in den festlich geschmücker Räumen des Restaurants der Wittwe Richter hierseh eine stattliche Anzahl ehemaliger 1864er Krieger versamme um in einfach patriotischer Weise beim Pfefferpotthastesen den Tag zu feiern, an welchem vor nunmehr 27 Jahrn das letzte Bollwerk der Dänen gegen Deutschland m, stürmender Hand genommen und der Feind vom deutsche## Boden vertrieben wurde. Dem von einem Kampfgenoen dargebrachten Kaisertoast folgte ein donnerndes Hoc.„ Zwei Decennien. 51 Roman von Zoé von Reuß. — Nachdruck verboten. Oberst Baumgarten und die Regimentskameraden Lingens, die täglich im Hotel nach Elisabeths Befinden nachfragten und allmählich auch für kurze Zeit ins Krankenzimmer kamen, um ihr Gesellschaft zu leisten, oder Blumen und kleine Erquickungen zu bringen, verstanden es, ihre Hoffnung neu zu beleben. So vergingen zwei bis drei Wochen, Elisabeth war fast genesen. Aber ihre wiederkehrende Gesundheit ließ sie auch ihre Lage wieder klarer überschauen und diese Klarheit war nicht geeignet, ihre Sorge und ihren Kummer zu erleichtern. Sollte sie hierbleiben? Sollte sie nach Deutschland zurück? Die Belagerung drokte noch kein Ende zu nehmen und der Friede, nach dem die Herzen sehnsüchtig verlangtenlag noch in weiter, weiter Ferne! Dennoch war es ihr fast unmöglich, mit blutendem Herzen und ohne jeden Erfolg nach Deutschland zurückkehren. Es zog sie nichts, garnichts in das Haus ihrer Verwandten, bei welchen sie die letzten fünf Jahre ihres Lebens zugebracht hatte. Ihr Onkel hatte sie einst als Waise mit wirklicher Güte in sein Haus aufgenommen, und sicher die Absicht gehabt, dem Töchterchen seiner cinzigen Schwester Vater zu werden. Aber Genußsucht und Bequemlichkeit, und die Nothwendigkeit eines raschen und großen Gelderwerbs für seine Familie hatten ihn jede weitere Sorge um Elisabeth bald vergessen lassen. Er war zufrieden gewesen, wenn er sie um sich sah, wie die Andern auch, und hatte kein: Ahnung davon, wie sie an Liebe und Zärtlichkeit gedarbt hatte, bis zu dem Augenblick, an welchem Lingen sie erwählte. Nein, nicht wieder dorthin! Wenn sich die Tante und Cousine Cäcilie gegenwärtig auch aus äußeren Gründen liebenswürdig gegen sie zeigten, wußte sie doch bestimmt, daß sie ihnen ein Dorn im Auge sei. Und nicht am Wenigsten, seit der hochgeachtete und beliebte Lingen sie erkoren hatte, noch früher als Cäcilie den Brautkranz getragen. Wohin?.... Da traf sie eine zufällige Aeußerung der Diakonissin wie ein Lichtstrahl. Sie erfuhr durch Schwester Clara, daß augenblicklich in den Lazarethen von Versailles ein Mangel an Pflegern und Pflegerinnen eingetreten sei, und daß die Verwaltung des rothen Kreuzes sich an die Mutterhäuser nach Deutsch, land gewandt habe, um die allmählich eingetretenen Lücken, zu ergänzen. Denn von der in Frankreich beschäftigten Felddiakonie sei augenblicklich Niemand abkömmlich. Und doch brachten die Ausfälle der Pariser immer neue Verwundete. Elisabeths Enschluß war mit einem Male gefaßt; sie wurde Diakonissin! Was in der Welt lag gegenwärtig näher für sie als dies? Schaffen, helfen, Schmerzen stillen und Thränen trocknen— welches Glück! Als Lingens Gattin, unabhängig und einsam, fühlte sie sich vor tausend Anderen zu solcher Thätigkeit berufen! Und dazu erwarb sie das Recht, in Lingens Nähe zu bleiben. Wenn er sich wirklich drinnen in Paris befand, wie mit Wahrscheinlichreit sich annehmen ließ, so würde die Kapitulation von Paris sicher ihre Vereinigung bringen. Ihr Weg schien ihr plötzlich genau vorgezeichnet, wie vom Schicksal selbst. Auch versprach Schwester Clara ihc zur Erreichung ihres Zweckes behülflich zu sein. VI. Die weitläufigen Räumlichkeiten der Seidenwaarenfabrik von Mr. Thiebeaut, in einer der Hauptstraßen von Versailles gelegen, waren bald nach Beginn des Krieges durch ihren Besitzer geräumt worden und ihr kostbarer Inhalt hinter den Mauern von Paris geborgen. Nun dienten sie dem rothen Kreuz. Die Wintersonne drang hell und freundlich durch die großen Fensterscheiben in dem weiten, saalartigen Raum, in welchem ein paar Dutzend Feldbetten aufgestellt waren. Mitleidig und wohlthätig half sie die Temperatur der Krankensäle erhöhen, denn bei der ungewöhnlichen Dezemberkälte reichten die in der Mitte des Saales aufgestellten Oefen nicht aus. Die äußere Einrichtung war entsprechend einfach und augenscheinlich nicht für längere Dauer zugeschnitten, ließ aber doch nichts vermissen, was zur Bequemlichkeit und Annehmlichkeit der Patienten gehörte. In einem besser eingerichteten Nebenraume lagen mehrere verwundete Offiziere, zwei davon schwebten trotz der Kunst der Aerzte noch immer in Lebensgefahr. Der eine war am Kopfe verwundet, der andere trug die Kugel in der Brust. Letzterer schien von vornehmster Abstammung, das schön geschnittene Gesicht zeigte edle Züge, und das reine, leichtgewellte Blond von Haar und Bart verrieth Race— selbst jetzt noch, nachdem Verwundung und Krankheit seinem imponirenden Aeußern jedenfalls stark Eintrag gethan hatten. Destomehr hatte seine Stimmung gelitten, die oft beobachtete Kaltblütigkeit der deutschen Verwundeten schien ihm zu fehlen, und die Kraft seiner Nerven dem ihm über ihn hereingebrochenen Schicksal nur schwachen Widerstand zu leisten. „Wollen Sie mir mein Lanzettenbesteck dort am Tisch herüberreichen, Schwester Elisabeth!“ sagte der stark ergraute, aber noch immer stramme Generalarzt, der, von mehreren Collegen umgeben, zur Inspizirung gekommen war. Ich möchte die Wunde selbst genau untersuchen!“ Elisabeth nahm die grüne Saffiantasche, welche alles enthielt, was zu dem Geschäft nothwendig war, und legte sie in die Hände des Arztes. Dieser begann mit sicherer Hand sein Werk, eilig und unbeeinflußt durch das laute Stöhnen des Kranken. Schon nach fünf Minuten hatte er„Bett zweiundfünfzig" den Rücken gekehrt, um seine Thätigkeit an anderer Stelle fortzusetzen. Ein schlecht unterdrückter Fluch des Patienten folgte ihm.„Pflasterkasten, Menschenschinder!“ klang es halblaut noch einmal. Da fiel der erloschene Blick des Verwundeten auf Elisabeth, die noch immer hilfsbereit an die Bettpfoste gelehnt stand. Mitleid und Theilnahme standen deutlich in dem lieblichen Antlitz geschrieben; dem Verwundeten entging es nicht. „Sie sind keineswegs lange— beim„Handwerk"? frug er. „Nein, erst wenige Tage!“ „Es ist leicht zu erkennen! Wie heißen Sie? „Schwester Elisabeth!“ „Geben Sie mir kölnisch Wasser!" Elisabeth nahm die Essenz, schütte sie sich in die Hand und rieb die Schläfen des Kranken. „Gut, auch die Stirn und Augenlider! Ich vermag sie kaum offen zu halten.“ Elisabeth that nach seinem Wunsche, dann setzte sie sich an seine Seite und frug:„Soll ich vorlesen? Vielleicht hilft es zum Einschlafen, und Schlaf würde Ihnen sicherlich zuträglich sein!“ Der Kranke sah sie plötzlich mit sonderbarem, erhöhtem Interesse an.„Ich glaube nicht, daß mich Ihre Stimme zum Einschlafen kommen läßt", sagte mit leisem Kopfschütteln,„so sanft und beruhigend## klingt. Uebrigens lesen Sie nur, Schwester— meine#### wegen!— Nur keine Traktätchen und Gebetbücher damit bleiben Sie mir vom Halse! Dort liegt ei## Zeitungsblatt, und hier ist ein Brief aus Deutschland den die Ordonnanz vor einer Stunde gebracht hat. E ist noch uneröffnet.... Elisabeth nahm ein Exemplar„journal offichel“, den in Paris gedruckt worden, und durch den Ballon nac den südlichen Departements gesandt war. Der Ballo## war gestern in der Nähe von Versailles aufgefangeh worden, und seine zahlreichen Blätter zirkulirten nun der Stadt. Sie redeten ziemlich unverholen die heit, doch war der Inhalt noch keineswegs hoffnungslo# Frankreichs beiliger Boden wurde schon einmal von Rossen der Feinde zerstampft, sie tranken aus de## Fluthen der Loire, als das Mädchen von Orleans,### glorreiche Retterin erschien! klang es in dem#### wöhnlichen bombastischen Style aus den Zeilen. Frei fehlte es auch nicht an versteckten Enthüllungen„ Wahrheit. Die Kälte ließ die Noth überraschend schn steigen, von den Läden waren nur diejenigen no### geöffnet, welche Ezwaaren enthielten oder eigenl. enthalten mußten, und von diesen waren wieder diejenigen besucht, welche gerade die groben Nahrung mittel verkauften. Alles andere schien unerschwinglich# worden zu sein. Ein Ei kostete zwei Francs, glückliche Inhaberin einer eierlegenden Henne besaß sen in Wohrbeik die Mürchenhenne, weiche gobere. legte. Die Zeitung erzählte von frierenden Frauen, welch in langen Reihen vor dem Bäcker, dem Pferdefleische dem Krämer und Holz= und Kohlenhändler standen,## die täglich kleiner werdende Ration der Familie in Empfaz zu nehmen. Elisabeths Herz krampfte sich lesend heißem Schmerz zusammen, wenn sie des Gatten gedach der verwundet krank, vielleicht dem Tode nahe, die## schilderten Entbehrungen zu theilen hatte.(Forts. solg Kleine Mittheilungen. Für Junggesellen. Und es giebt doch noch unter der Sonne und Ben Akiba ist ins Unrecht geset Büchelchen von knapp fünfzig Seiten Umse sang die Versammli genosse Eiae toaste heute aus eine 25j0 Witten zurückblick Schluß zum Ande der 1864er Kampf des Jubilars MiDr. Haarmann w für sein Erscheiner Versammlung freu Bürgermeister Dr Einladung seinen? gefolgt um im Stunden zu verle stets pflichttreuen der Stadt Witte zu feiern gälte. lande. Nicht une träge der Kampfal allgemeinen groß die Spindler'sche Gesang, schwand später Stunde 11 Bewußtsein, eine X Witten, der evang. A wird am 27. Mi bindung mit den den ev. sozialen u. A. folgende# beitervereine von der Satzungen. über Heranbildu gegen die Sozia + Witten Gesangfest.) Schwerte das stattfinden. Die und lassen auf halter der versa die Einübung d treiben. Fehlen in Hagen zu 6 nach der vorjäh Witten Stationsassisten Verwaltung dor worden. Witten, Ersatzwahl ausscheidenden d. Mts., wie n woch, den 29. statt.— 8 Witten, Abend einen H abgeschnittenen Morgen. In von denen der eines in der? Jedenfalls sind bei ihrer Dieb * Hamm, Landwirth für Westfalen Steinfurt, zum Vellinghausen Münster, gerichte) beg friedensbruchs theilweise erst Gewehr bewai der Angeklagte von denselben weise sehr zah Sonntag den schaft zu Boch Feierstunde hi 11¾ Uhr Fe vor der Wir Sicherheitsbec den Marktpla zwei Nachtwä der Commissa Als dann ver hieben die Be zerstreute. * Shligs eines Geh theilten wir! Höhscheid sich löhdorf, welc Merscheid u Höhscheid) fa welches frisch Reiz der Ner Junggesellen sein Recht ge schaar; die i ihm oft ern Denn gerade für minnige einzige Uebe knöchertesten Schluß: zweiflung üb chronischem wird durch Schon steig Ehelosigkeit „Lucullus r er zunächst grau. Und dann komm „Dir zeiger Junggeselle „Herd zu nöthig hast, Käse und der Verfasse Junggeselle kleine, ja g Bewundern weder ist d ungezählter dem Mannan Mutters Aber wie! Würde auf Klarheit, E thun ist, w Auch der in die Han man Beefst wenigstens bestellt. E eine Kennt zeiteg ist n die Mitta größere M geziemt, rä Raum ein schmäcker", Augen, daf gehort. E befangenhe ausgeschloss könnten sie S Meldung,##### d 3, englisten hen Stämme## iben vollftäntte germeisteri den Polize.# droht, weil en ikenden verbo### eren eine grie## durch Infantee## d aus Leeds in verösentticet vebataillone##### Borissoglieb, sitsch, Moksch, Busuluk, Or, nen Bestand#### erie=Regimene lten, wie er### r Art festgest Zig" bericht. ri nach Charko## seiner Gemahi# fregung, daß in ren recht besor. rgangenen Woe auf 1347 Pc5 Woche des vo## n 20 Todesscete der der Epidere## beträgt 356. 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Fr wog,feger ezige Ffroße eetoilgt um im Kreise ehemang, gus hen Sehrentag eines Stunden zu verleben, zumal es, grh, Zahren im Dienste steits pflichttreuen Beamten, be,osizei, Sergeauten Mieles der Stadt Witten thätigen gast“ dem deutschen Vaterzu feiermn gälte. Sein Ooch, u pi, die patriotischen Vorlande. Nicht unerwähnt dursen.o.„unborn lassen, die Foe der Kompsgengsezalletede und Ainter Musitk, weiche bgeweinen grove gagelle stelle H gemeinschaftlichem die Spindlersche Kapeng argte und D. Letin gast in Gelang, schwanden, de sich die Lampfgenossen in dem X Witten, 20. Ate,„ Vereine Deutschlands) zahlen. hiesige Die Geeurschlands) wird am 27. Mai cr. in Berlin tagen und zwar in Verbindung mit dem am 28. und 29. Mai ebendaselbst tagenden ev. sozialen Congreß. Die Tagesordnung umfaßt A. folgende Punkte: Antrag des Verbandes ev. Arbeitervereine von Rheinland und Westfalen auf Aenderung der Satzungen. Referat des Pfarrers Rahlenheck,= herli, über Heranbildung redegewandter Arbeiter zum Kampfe pe#. Witten, 20. April.(Märtisches Oesonofe uz 45. Märkische Lehrer=Gesargfest statfinden. Die Vorberetungen sud beriszerie Gunge hater der verichiedenen Bezscke wolen vichzhefurge. treiben. Fehlende Liederhefte sind von Lehrer Ungerath in Hagen zu beziehen. Eine allseitige Betheiligung ist De oiuer. 2 Lorck(Verszze sigzhahe Verwaltung dortiger Ge c Witten, 20. April.(Die RepräsentantenErsatzwahlen unserer evang. Gemeinde für die 15 ausscheidenden Mitglieder findet nicht Mittwoch, den d. Mts., wie wir kurzlich mittheilten, sondern erst Mittwoch, den 29. d. Mts., morgens 11 Uhr in der Kirche 8 Witten, 20. April.(Diebe) haben am Freitag Abend einen Hühnerstall in den 3 Königen geleert. Die abgeschnittenen Köpfe der Thiere fand man am anderen Morgen. In der gleichen Nacht wurden zwei Hunde, von denen der eine dem Besitzer, der andere dem Wachter eines in der Nähe liegenden Werkes gehörte, vergiftet. Jedenfalls sind die Diebe die Thäter, denen die Hunde bei ihrer Diebesarbeit hätten gefährlich werden können. * Hamm, 17. April.(Zum Direktor des Landwirthschaflichen Provinzial=Vereins) für Westfalen und Lippe ist Landrath Frhr. v. Landsberg= Steinfurt, zum Stellvertreter der Ehren=Amtmann Schulzegerichte) begann heute eine Verhandlung wegen Landfriedensbruchs gegen nicht weniger als 14 Burschen, die theilweise erst 19 Jahre alt sind. Soldaten mit geladenem Gewehr bewachen die Angeklagten. Zur Kennzeichnung der Angeklagten sei die Thatsache erwähnt, daß nur drei von denselben unbescholten sind. Die übrigen haben theilweise sehr zahlreiche und schwere Vorstrafen erlitten. Am Sonntag den 7. September v. J. wurde in einer Wirthschaft zu Bocholt von 80 bis 90 jungen Leuten über die Feierstunde hinaus getanzt. Zwei Polizisten geboten um 11¾ Uhr Feierabend. Das Volk rottete sich lärmend vor der Wirthschaft zusammen und zog, nachdem die Sicherheitsbeamten der Uebermacht gewichen waren, auf den Marktplatz. Die Polizisten hatten inzwischen durch zwei Nachtwächter Verstärkung erhalten und nun ließ der Commissar Wald den lautesten Schreier verhaften. Als dann versucht wurde, den Gefangenen zu befreien, hieben die Beamten auf die Menge ein, welche sich darauf . Thligs, 16. April.(Verweigerte Zahlung eines Gehaltstheiles.) Unter dieser Spitzmarke Monaten mit, daß die Gemeinde rern der Schule zu Neuzentschule der Gemeinden Merscheid und Höhscheid ist, den auf sie(Gemeinde Söbschedd) follenden Tbeil von Gebaltserbibungen bezoo. von der erhöhten Miethsentschädigung zu betr. Lehrpersonen haben sich nun an die seinde, von der sie berufen sind, gewandt und um Zal des seit über ein Jahr restirenden Betrages gebeten. (Die königl. Regierung hat eine Entscheidung in dieser Angelegenheit abgelehnt.) Die Gemeinde Merscheld weigerte sich jedoch auch, den Lehrern den Gehaltsausfall zu zahlen, und deshalb bleibt den Lehrern jetzt nichts anderes übrig, als den gerichtlichen Weg zu beschreiten. Auf den Ausfall dieser Angelegenheit ist man in den betheiligten Kreisen sehr gewbonnt., 161ische ueber* Essen, 17. Aprtl.(Fusange.##g.A222 hebung.) In der gestrigen Nummer der„Westfälischen Volkszeitung“ wird der Vorsitzende der Strafkammer in Bochum, Herr Amtsgerichtsrath Pellinghof, ui einer Limmen Cenüur belegt. Vn. be=Hog,rdick gemachte Beselben in der Vrozebverbgahe gicht aus seiner UeberWestälischen Volkszettung böse Scat aufinformirt ist, ganz entschieden das Recht, sich in der Weise, wie oben geschehen, über Artikel der„Volkszeitung" zu äußern." Die Dreistigkeit des Herrn Fusangel, die bisher nur das Verhalten der Staatsanwaltschaft gelegentlich einer abfälligen Kritik unterzogen hat, scheint sich jetzt auch an ihm mißliebige Richter heranwagen zu wollen. Gott sei Dank ist der preußische Richterstand Einschüchterungsversuchen bis jetzt noch nicht zugänglich gewesen und wird es auch niemals sein. Essen, 18. April.(Die Meldung über ein angebliches Complott) gegen das Leben des Grubenverwalters von Zeche„Laugenbrahm" bei Werden ist unbegründet. Wahr ist nur, daß in der letzten, am Sonntag stattgehabten Versammlung der Belegschaft der Zeche beantragt worden war, bei dem Grubenvorstand ein Gesuch um Absetzung des Grubenverwalters einzureichen. Der Antrag wurde jedoch von der Versammlung abgelehnt. Die Grubenverwaltung hat darauf 10 Bergleute, welche die Haupturheber des Antrags waren, am 5. Au, A reich uu Zeche bei Steele dauert der Streik fort. Auf Zeche Sellerbeck sind heuté morgen 63 Mann unter Tage anCrefeld, 17. April.(Eine Fälschung und ihre Folgen.) Der von Neersen zugezogene Schäfer Johann Josten aus Helden, Provinz Limburg in Holland, deutschen Soldaten, welche den Berg am 6. August 1870 erstürmten. Damals waren die Abhänge nur mit niederem Ginster bewachsen. Dieser bot den Truppen des Geneials v. Francois so gut wie gar keine Deckung, weshalb sie denn auch furchtbare Verluste erlitten. Die Anzahl der Todten auf deutscher Seite betrug mehr als das Doppelte der französischen Todten. Im vorigen Jahre hat man nun damit begonnen, die Abhänge des Berges mit Kiefern auszuforsten und dieses Jahr soll, laut der Frankfurter Zeitung, auch der übrige Theil des Berges nutzbar gemacht werden. In Zukunft wird also ein Kiefernwald die Stätte beschirmen, wo die Deutschen den ersten Sieg des Jahres 1870 errangen.. G. * Mainz, 16. April.(Liebesgram.) aus Kummer darüber, daß ihr Geliebter das Verhältniß gelöst hatte, stürzte sich ein hiesiges Dienstmädchen in der Zanggasse heute aus einem Fenster des dritten Stockes in den Hof. Das Mädchen, welches vorher selnen Abschied von der Welt in Versen niedergeschrieben hatte, wählte für den Absturz aus dem Vorderhause den Augenblick, als der treulose Geliebte zu einem Fenster des gegenüberliegenden Hinterhauses heraussah. Das Mädchen ist sehr schwer verletzt, lebte aber gegen Abend noch. Frankfurt a. M., 17. April.(Ein unbesteuerter Millionär.) In dem nahen Homburg wird, die„Kl. Pr.“ meldet, soeben die Hinterlassenschaft im letzten Septemver daselbst durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Deutsch=Amerikaners Lorenz Braun aus Hersfeld an dessen Erben ausbezahlt. Die zur Vertheilung kommende Summe beträgt 1,300,000 M. Erbberechtigten wohnen in Hersfeld, Fulda, Erfurt, Berlin und Amerika, im Ganzen 16 an der Zahl. Die in Deutschland Wohnenden sprechen den Amerikanern das Erbrecht ab unter der Motivirung, der Erblasser habe die letzten 16 Jahre seines Lebens nur in Deutschland zugebracht und es sei daher die Hinterlassenschaft nach deutschem Recht zu vertheilen Darüber schwebt nun ein Prozeß, die Auszahlung nach Amerike ist einstweilen sistirt. Für Erbschaftsstempel sind 50,000 M. deponirt. Merkwürdig ist, daß Braun während dieser 16 Jahre keine Steuern in Deutschland zu zahlen hatte, da er niemals einen festen Wohnsitz hatte, vielmehr das ganze Jahr sich auf Reisen befand. Handel und Köln, 19. April. Wie die„Kölnische Volkszeitung“ meldet, hat eine gestern stattgehabte Versammlung der Vertreter der Siegerländer Hochofenwerke beschlossen, zum Zwecke ihrer Vereinigung und gemeinschaftlichen Cokeseinkaufes eine Aktiengesellschaft zu gründen. Es wurde eine Kommission für die Feststellung der betreffenden Statuten eingesetzt. Vermischte Nachrichten. eine wie des Verhandlungen des Schöffengerichts zu Witten vom 16. April 1891. Als Vorsitzender fungierte Herr Amtsrichter Rehr, als chöffen die Herren Ingenicur Marx und Händler Aug. melwelche Schof. Mertens von Witten. 1. Der Bergmann H. T. von Witten die Staatsgewalt und erhält wegen Bedrohung 14 nigung auf dem Wege von Neersen nach Crefeld eine Schwarzkünstler in die Hände gefallen sein muß, da eine auffallende Steuermäßigung(von der 4. zur 1. Stufe) stattgefunden, von der die zuständige Behörde keine Kenntniß hatte. Als der Genannte nun dieserhalb eine Vorladung zugestellt erhielt, muß es ihm wohl nicht geheuer wesen sein, denn er zog es vor, schleunigst seine Schafheerde zu verkaufen und zu flüchten. * Crefeld, 18. April.(Brand.) Vergangene Nacht brannten die auf der Gerberstcaße belegenen Lumpenlager der Firma Maurenbrecher vollständig nieder. Bei dem Funkenregen standen die benachbarten Häuser in großer Gefahr doch gelang es nach harter Arbeit der Feuerwehr, das Feuer auf seinen Entstehungsherd zu beschränken. Köln, 16. April.(Frostschaden.) In der letzten Sitzung des landwirthschaftlichen Vereins für Rheinpreußen wurde der Frostschaden, den die Landwirthschaft in diesem langen Winter erliten hat, allein für den Landkreis Köln auf 2 Millionen angegeben. Der Verein wird Ministerium beantragen, in diesem Jahre den seines Bezirkes die Grundsteuer ganz zu S. und der Dreher W. U. sind angeklagt, da sie auf Auffordedie Fabrikräume eines hiesigen haben sollen. Es erfolgte Freieines Gehaltstheiles.) Unter theilten wir vor einigen Monaten mit Höhscheid sich weigere, den Lehrern löhdorf, welche eine sogen. Prozen#h beim Landwirthen erlassen. welches frisch von der Presse kommt, darf den absoluten Reiz der Neuheit beanspruchen:„Ein Kochbuch von einem Junggesellen für Junggesellen.“ Wenn dem Verfasser sein Recht geschehe, so bildete sich flugs eine Amazonenschaar; die ihm mindestens mit dem Spieße auf die von ihm oft erwähnte„Bude“ rückte, um ihn abzustrafen. in der Vortrefflichkeit des Werkchens wird Herzen seine Verwerflichkeit liegen. Das Junggesellenthums, das heute die vergerade minnige chronischem Magenleiden oder langsamem Verhungern, wird durch dies Büchelchen aus der Welt geschafft werden. Schon steigt in der Ferne das Gespenn der zunehmenden Ehelosigkeit auf. Und dus hat mit seinen Rezepten „Lucullus redivivus“ gethan. In düsteren Farben malt er zunächst dem Junggesellen sein jetziges Heim: grau in Und wenn er erst ihn so recht mürbe gemacht hat, das Büchlein als Retter.„Was es will!" daß auch der verknöchertste, unpraktischste es in seiner Hand hat, sich seinen eigenen * Troisdorf, 17. April.(In nicht geringen Schrecken) wurden gestern die Arbeiter der hiesigen Pulverfabrik versetzt. In der innerhalb des Fabrikterrains stehenden sogenannten Destbude, in welcher geringe Quantitäten Pulver lagerten und worin mehrere Arbeiter beschäftigt, war Feuer ausgebrochen, wahrscheinlich in Folge Explosion des Pulvers. Es konnte sofort festgestellt werden, daß bei Ausbruch des Feuers keiner der Arbeiter sich noch in der Bude befand, mithin keiner derselben zu Schaden gekommen war. Wenn auch nicht verhütet werden konnte, daß das Gebäude ganz abbrannte, so wurde durch die sofort in Thätigkeit gesetzten Löschmaschinen doch ein weiteres Umsichgreifen des Feuers, welches eine nicht absehbare Katastrophe im Gefolge gehabt hätte, verhüter.„,(i, Ig#in.. * Saarbrücken, 18. April.(Die Abhange des Spicherer Berges) werden kommenden Geschlechtern ein ganz anderes Bild darbieten, als jenen heldenmüthigen KüchenWiderstands gegen Tage Gefängniß. 2. Der Arbeiter W. des Hausfriedensbruchs rung des Berechtigten Werkes nicht verlassen 3. Der Bergmann W. P. ist angeklagt, durch vier selbstständige Handlungen seine Ehefrau, seine Tochter, den Bergleuten K. und H. mit der Begehung eines Verbrechens der Tödtung bedroht und die ersten beiden auch körperlich mißhandelt zu haben. Das Urtheil lautete auf 2 Monate und 14 Tage Gefängniß..## 4. Die Verhandlung gegen die Fuhrrnechte I. D. und H. wurde, da der Angeklagte D. wegen Krankheit nicht erscheinen konnte, vertagt. 5. Der Arbeiter F. K. von Witten wird wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Verübung groben Unfugs zu 2 Monaten Gefängniß und 5 Tagen Haft ver6. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Bedrohung mit der Begehung eines Verbrechens der Tödtung ist der Arbeiter H. H. von Annen angeklagt. Die Strafe lautet auf 50 Mk. eventl. 14 Tage Gefängniß. 7. Angeklagt sind: 1. Bergmann W. He. von Witten, 2. Schlosser H. W. von Remscheid, 3. Schneider A. W. von Herdecke, 4. Schmie) F. Hü. und 5. Ehefrau Hü. von Witten. ad 1, die Ehefrau H. thätlich beleidigt zu haben und ad 2-4 gemeinschaftlich handelnd in die Wohnung des W. H. eingedrungen zu sein und die Eheleute W. H. vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben. Das Urtheil lautete auf Freisprechung bei He., Hü. und dessen Ehefrau. H. W. und A. W. werden jeder mit 14 Tagen Gefängniß bestraft. 1. um.„.„ P 83 8. Die Sache gegen die Maurer K. und R. wird vertagt, da ein Angeklagter erkrankt ist. 9. Der Musiker P. P. aus Trubenhausen, aus der Untersuchungshaft vorgeführt, wird wegen Bettelns mit 14 Tagen Haft und Ueberweisung an die Landespolizei 10. Ebenfalls wegen Bettelns erhält der Tischlergeselle C. Sch. aus Wismer, bereits 13 mal wegen Bettelns vorbestraft, 16 Tage Haft. Außerdem erfolgt seine Ueberweisung nach Benninghausen. Von der afrikanischen Sklavenbörse liegt Preisliste vor, wie sie an zwei bedeutenden BörsenPlätzen für diesen trotz alledem noch immer blühenden Handel festgesetzt worden ist. Die beiden Märkte sind die von Anduodi im Lande der Galla und die von Dodossie im Lande Schoa. Am ersteren Platze, in Anduodi, wird ein alter Mann mit 16—18 Theresienthalern, eine al Frau mit 12—14, ein junger Mann mit 20—25, eine junge Frau mit 20—30 und eine ingendliche Schöne mit 40—80 Theresienthalern gehandelt. Hierbei ist zu bemerken, daß der Theresienthaler selbst Schwankungen unterworfen ist, indem er bald zu 5 Frcs., bald zu 5½ Frcs. gerechnet wird. Wesentlich andere und präzisere Notirungen finden wir auf dem Markte von Dodossie. Dort notirt: ein Knabe, der 1 Meter mißt, 18—20 Thaler, ein ebenso großes Mädchen 13—15. Ein zwischen 12 und 16 Jahren woiro mit 26—28, ein gleichalteriges Mädchen mit 25—26 Thalern gehandelt. en 20=—24jähriger Mann steht im Preise von 20—30 Thlr., während eine gleichaltr. Frau erst für 38—40 Thl. zu haben ist. Eine jugendliche Schöne ist in Dodossie nicht unter 70 bis 80 Theresienthalern feil, während ein altes Weib schon 6—7 und ein alter Mann für 8—10 Theresienthaler zu erstehen ist. Auf beiden Märkten hat sich der Brguch eingebürgert, die Schwiegermütter demjenigen als„Beilage" zuzugeben, welcher ein Ehepaar kauft, während die Schwiegerväter unter der Gruppe„alte Männer“ figuriren und danach auch bezahlt werden. Ein deutscher, oder wie man in Ungarn sagt, ein schwäbischer Bauer aus dem Veßprimer Komitat war mit seinem Weibe zu den Osterfeiertagen nach Budapest gekommen, um auch einmal die Herrlichkeiten der Hauptstadt zu bewundern. Das thaten denn auch die Beiden ausgiebig und waren so hingerissen von Allem was sie sahen, daß sie einander aus den Augen verloren und plötzlich wahrnahmen, daß sie getrennt waren. Der Polizei gelang es endlich nach 24 Stunden, Gatte und Gattin wieder zu vereinigen: der Erstere wollte aber einen solchen Schreck nicht zum zweiten Male erleben und darum befestigte er einen starken Bindfaden an dem Handgelenk der Gesponsin. Nachdem er das Eheband auf diese Weise ergänzt, zog er, nach dem Pester„Lloyd“, die Gattin hinter sich her, sicher, daß nun keine Storung des gemeinsamen Genusses mehr vorkommen werde. Patentliste westfalischer Ersinder. Mitgetheilt durch das Patent=Bureau von Otto Wolff in Dresden. Angemeldet von: Schüchtermann und Kremer in Dortmund: Wiegenrätter.— Eugen Turck in Lüdenscheid: Kleiderknopf; Zusatz zur Patentanmeldung T. 2979.— C. Prött in Hagen: Vorrichtung zur Herstellung von Ertheilt an: A. Meyer in Paderborn: Vormaisch= apparat.— W. Hülsdau in Datteln: Elektrisches Alarmschloß für Rollläden.— P. Randebrock, Bergassessor a. D., in Marten und F. W. Köppern in Bodelschwingh: Mitnehmer=Einrichtung für Streckenförderungen mit endlosem unterliegendem Seil.— C. Schäfer in Cörne b. mund: Entpichmaschine.— I. Wustenhöfer in Arnsberg: Buffer mit Bruchscheiben an Eisenbahnwagen.— E. Willmann in Dortmund: Einlegen von Röhren liche Wände von Dampfkeseln. in seitMarkt= und Coursberichte. Berlin, 18. April. 2½ Uhr Nachm. Fruchtbörse April=Mai 232.50, Mai=Juni 23200, Juni=Juli 232.00 M. Sept.=Okt. 217.50 Mark. Gek. 5000 Centner. Roggen April= Mai 192.00, Mai=Juni 191 50, Juni=Juli 191.50. Sept.=Okt. 180,50 Mark. Gek. 1000 Ctr. Hafer April Mai grau. dann kommt „Dir zeigen, „Herd" zu gründen. Dir beweisen, daß Du es nicht nöthig hast, heute Käse mit Wurst, morgen Wurst mit Käse und übermocgen Wurst ohne Käse zu essen. Ja, der Verfasser geht noch weiter. Er nimmt den zögernden Junggesellen bei der Hand und zeigt ihm, wie er sogar kleine, ja größere Gesellschaften geben kann. Nicht ohne Bewunderung wird man das Büchlein durchblättern. Entweder ist die darin aufgespeicherte Wissenschaft auf Kosten ungezählter verdorbener Speisen gefunden worden. oder in dem Manne ist wieder erwacht, was der Knabe, als er noch an Mutters Schürzenband hing, in der Küche gesehen. Aber wie dem auch sei, in keinem der mit einer gewissen Würde auftretenden großen Kochbücher ist mit so viel Klarheit, Einfachheit und Anschaulichkeit gesagt, was zu thun ist, wie hier. Für Junggesellen soll dies Buch sein? Auch der Verheirathete wird gut thun, es seiner Köchin in die Hand zu geben. Es steht zwar nicht darin, wie man Beefsteak a la Relson bereitet, aber man wird dann wenigstens weiche Eier bekommen, wenn man sie sich so bestellt. Schon die Anordnung des Werkes spricht für eine Kenntniß des Junggesellen=Lebens. Von den Mahlzeiten ist nur Frühstück und Abendbrod angegeben. Um die Mittagszeit denkt der Verfasser sich den Lunch, die größere Mahlzeit am Abend. Wie es sich für seine Leser geziemt, räumt das Buch den Getränken einen breiten Raum ein, mit liebevoller Berücksichtigung aller„Geschmäcker“, je nach der Jahreszeit, und läßt nicht außer Augen, daß das nächstfolgende Kavitel dem Katerfrühstück gehört. Es wird eröffnet mit Heringssaiat. Ja, die Unbefangenheit des Verfassers geht so weit, daß er nicht für ausgeschlossen hält, etliche der seinen Rathschlägen Folgenden könnten sich doch den Magen verderben, und so siomen. er denn mit einer Anzahl— Rezepten. Als„ einrichtung wird in dem Büchelchen das Anschaffen von zwei Spirituskochern empfohlen. Mit mehreren Tiegeln, Töpfen und Pfannen, welche im Text abgebildet sind, kommt man aus. Viele Rezepte sind von humorvollen Bemerkungen begleitet, bei jedem Gegenstand ist der Preis und schließlich der Gesammtkostenpunkt des Gerichts angegeben. Ob alle Junggesellen es so weit bringen werden, wie Lucullus, selbst Tauben und Hühnchen zu braten, maa billig bezweifelt werden. Es setzt eine Geschicklichkeit des Käufers voraus, der das Geflügel ausnehmen und bratfertig machen soll, die kaum vorausgesetzt werden kann, wenn er selbst Vater heirathsfähiger Töchter ist. Und daran wird schließlich wohl die Möglichkeit scheitern, eine große Gemeinde von Junggesellen heranzuziehen,„die sich selbst kochen.“ Sie würden bei Allem, was nicht selbst Junggeselle ist, auf passiven Widerstand stoßen. Wie die Zimmervermietherin, die entweder selbst Wittiv ist oder aufblühende Mägdelein ihr eigen nennt, sollte ihm die berußten Töpfe säubern und mit anhören, wie er jetzt über seine eigene Kunst in Entzücken gerath? Sie sollte die Zahl der Hagestolze vermehren helfen, indem sie ihnen das Leben angenehmer gestattet: ist schwer zu glauben. Und es wird voraussichtlich nach wie vor geheirathet werden. Aber das Verdienstliche des kleinen Werkes wird dadurch nicht vermindert. Mikroben der Grippe. Chicago, 27. März. Dr. William D. Gentry von hier behauptet, der Besitzer eines Grippe=Mikroben zu sein, des ersten, der je gefangen oder von dem je gehört wurde. Der kleine Geselle ist auf den Glasplatten von Dr. Gentry's großem Mikroskop und wurde heute von manchem wissenschaftlichen Auge sorgfaltig betrachtet. Seit die Grippe vor einem Jahre ihr Erscheinen machte, hat der Doktor, wie er heute sagte, nach den Mikroben, wenn solche existiren, gesucht. Vor 34 Jahren und wiederum vor 16 Jahren trat die Grippe unter den Menschen epidemisch auf und vor 17 Jahren griff sie die Pferde an, wodurch die sogenannte„Epizootie“ entstand. Durch das periodenweise Auftreten der Krankheit glaubte Doktor Gentry annehmen zu müssen, daß die Erde in solchen Zwischenräumen eine Luftschicht passirt, die mit einer Materie, welche die Astronomen„Sternstaub" nennen, getränkt ist. Vor etwa vier Tagen kam ihm Idee, daß er etwas von diesem Stauh oder Mikroben oder was immer es sei, fangen könne. Er reinigte daher sorgfältig eine Glasplatte und begab sich damit ins Freie. Als er nach einigen Minuten die Platte unter das Mikroskop brachte, welches 1470 Mal vergrößert, zählte er sieben bisher unbekannte Mikroben in dem vor dem Instrument beherrschten Raum. Die Kreaturen waren äußerst lebhaft, verschwanden aber, bevor er sie sichern konnte. Am nächsten Tage wiederholte er den Versuch und fand mehr. Der nächste Schritt war sodann, den Speichel eines an der Grippe leidenden Patienten zu erlangen und als dies geschehen, fand Dr. Gentry zu seiner großten Freude in letzterem dieselben Mikroben— gleichartig in zjeder Beziehung— die er in der Luft gefunden hatte. Die Grippemikroben sind, wie Dr. Gentry sie beschreibt, von runder Form, die gelegentlich im äußeren etwas verschieden sind, aber genau mit 7 Linien um den Körper bezeichnet sind. Von diesen Linien ausgehend sind andere, welche unter dem Vergrößerungsglas feinen unregelmäßigen Haaren ähnlich sind. Eine Dauerläuferin ersten Ranges ist die spanischamerikanische„Schauspielerin" Zoé Gayton oder Zoreca Gaytoni Lopeazaro, welche mit einem Kunstfreund oder vielleicht auch mit einem schlauen Spekulanten die Wette abgeschlossen hatte, in 226 Tagen die 3395 Meilen(5464 Kilometer) betragende Entfernung zwischen den Bahnhöfen der Union Pacific in San Franzisko und der New=York Central in New=York stets dem Bahngeleise folgend bezw. auf dem Bahndamm ausschließlich zu Fuß zurückzulegen. Nach langem und stellenweise äußerst beschwerlichem Marsch ist sie, wie die New=Yorker=Handelszeitung meldet, am Abend des 28. März. 11 Tage vor der bedungenen Zeit, begleitet von einem„Reisemarschall", einem als „Unpartetischer" fungirenden Sportliebhaber und einem bedauernswerthen Köter unbestimmbarer Gattung, wohlbehalten am Ziele eingetroffen. Sie behauptet, mit ihrem Marsch etwa 12000 Doll. verdient zu haben und beabsichtigt, sich hier einen Monat auszuruhen und dann eine „Künstlergesellschaft" zu organisiren, mit der sie denselben Weg wieder zurückwandern und unterwegs Vorstellungen gemischter Art geben will. Die Laufkünstlerin oder Kunstläuferin sagt, sie sei durch hohe Kälte, Schneewehen und sonstige Ursachen etwa 40 Tage lang vom Marschiren abgehalten worden; sie hat durchschnittlich den Tag 20 Meilen(d. i. 32 Km.), eiumal— am 23. Februgr.— Gek. 1200 Ctr. Spiritus 70er vor. 51,60 April=Mai 51 30), Juni=Juli 51.60, Juli=Aug. 52,00 Aug.=Sept. 51,90 Mk. 50er vorr. 00,00 Mk. Gek. 260000 Ltr. Petroleum vorr. 23.40 Mark Roggenmehl 0/1 April 26,10, April=Mai Bremen, 18. April. Petroleum fest, vorräthig, 6.40 Armour 35/. Telegraphische Portsmouth,, 19. April. Mannschaften der 34. Batterie des Artilleriekorps weigerten sich heute zur Parade anzutreten und klagten über zuviel Dienst. Der Oberst beredete sie endlich anzutreten. Später wurden die ältesten Soldaten verhaftet und sollen vor ein Kriegsgericht gestellt werden! Bradfort, 19. April. Ein gestern von Hunderttausend besuchtes Meeting Gewerkvereinler beschloß nur legislative Mittel zu gebrauchen und Ruhestörungen zu verPersonenstand. Annen. Wilhelmine Pauline, T. v. F Friedrich ReckM. Annen.— Getauft: mann, Annen.„ Beerdigt: Heinrich noc 4 J. 3 Tagel. Wilh. Schröer 73 J. 11 M. Langendreer. Getauft: Wilhelm Ludwig Encald, S. v. Grubenbeamter Ludwig Krämer, Kronenberg.— Luise Alwine, T. v. Maschinenwärter Wilh. Benus, Bhf.— Walther, S. v. Bam. Gust. Berkenkamp, Calteh.— Martha Elfriede, T. v. Bom. Friedr. Balke, Hlz.— Johann, Caxl. S. v. Berginv. Friedr. Herzog, Oodf.— Wilhelm Friedrich. S. v. Bam. Wilhelm Flotau, Sieben=Planeten.— Alwine Auguste Anna, T. v. Fabr. Heinrich Klehm, Hlz.— Friedrich Heinrich, S. v. Fabr. Friedr. Wilh. Neuhaus, Hlz. — Carl Hugo, S. v. Fabr. Carl Aßhauer, Hlz.— Theodor, S. v. Bam. Ludwig Scheffer, Obdf.— Justine Sophie, T. v. Fabr. Stefan Seelis, Ut. Kamp.— Wil32 Km.), einm.,„agerleistungen sind das belmine, Auguste Emma, T. v. Böcker Friedrich Carl 40 Meilen zurückgelegt., Große Lugezentungen sino buz Teich, Stoa. Chaussee.— Heinrich Hermann, S. v. Bam. also keineswegs. Als sie von San Francirco aufbrach, Hermann Heinrich Bastert, Grabloch— Wilhelm Max, wog sie 162, bei ihrem Eintreffen in New=Yock wog sie S. v. Bgm. Clemens Brida Obds. Pfund. Der größte Baum ist laut englischen Blättern kürzlich von einem alten Bärenjäger, Frank Loonis, in den kalifornischen Bergen entdeckt worden. Derselbe gelangte auf der Jagd an diesen Baum, welcher im Durchmesser etwa 43 und im Umfang über 133 Fuß messen soll. Hoffentlich hat der Bärenjäger der erstaunten Mitwelt keinen Bären aufgebunden. Kinder reden die Wahrheit. Der Pfarrer des Dorfes begegnet am Eingange des Waldes auf einem Spaziergange zwei kleinen Knaben.„Wo wollt Ihr denn hin, Kinder?" fragte er sie.—„Holz hole, Herr Pfarrer!"—„Ihr brecht doch aber keine Reiser von den Bäumen?“—„Nee, Herr Pfarrer,— mer habe ’ne kleine Säg' dazu!“ Getraut: Witwer Hilfsbahnw. Jusius Hintelvein u. Esther Jortzik. Westerbeide.— Schlosser Friedr. Aug. Rov. Teich u. Frida Cordes.— Bam. Jakob Steitz und Beerdigt: Eisabeth Helene Matusek 6 M. 19 T. Crone.— Heinrich Hunschede 3 J. 1 M. Westerbeig.— Berginv. Georg Jöster 50 J. 3 M. Df.— Emilie Planhardt 10 M. 9 T. Obdf.— Bam. Friedrich Balke 32 J. 6 M. 16 T. Hotz(verunglückt). Vom Raucher dem Freunde ampfohlen, wird Holländ. Tabak 10 Pfd. froo. S Mk. täglich bei Becker in Geesen a. Harz nachbestellt.(Noturiell erwiesen.) Bürgergesellschaf Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart. Soeden IVI F 2 beginnt zu.##fI/ 0 *F erscheinen:###s HrUIT ekannimachung 21. 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Es ist ganz Reich am Victoria=S in Ostafrika Kolonia halb, nur, weil dor ist, vom praktischen nehmen immer noch afrika, wir könnten unternehmen begonne mals an Kolonialpt und auf dem Wasser Wassermenge, von wir uns schwer di wärtigen können, kar werden vermittels den Victoria=See i haben nur durch M zeuge seinen Spieg von Wochen erforder hatte den Transpo See bisher als unn bisherige Unmöglich werden, als es sich d zur Ausbeutung de Nur ein Dampfer ge kleiner Macht den ihnen die Ueberlege zu demonstriren. auch einen Theil der und Stanley war der Expedition zu 0 — Stanley ist zw doch geborener Eng wenn sie überhaupt müßten sie zum Vict Ruf erhob der Reiseine deutschen Lank land, wie in Deuts Privat=Sammlungf Wie weit die Engl ist momentan nich daran, das ist sicher sonst würden sie es deutsche Dampfer, stimmungen werden, stimmungen eine hö bis zu 60 Mark, 1 Haftstrafe bestraft. Arnsberg, den 1 von c. F. 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