Fernsprech=Nr. 46 für Witten. Witten, Wientag, den 14. Apri Ferusprech=Nr. 18 für Hagen. 1891. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Insertionen werden die 7 gespaltene Petitzeile mit 10 Pf. berechnet. verbunden mit dem General-Anzeig für Witten und Amgegend. er Abonnementspreis(inel der Gratisbeilage „Märkisches Heim"): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahme auf der Post incl. Bestellgeld 2,20 Mk. # Allgemeines Erstaunen rrschte im deutschen Reichstage von den Bänken Konservativen bis hinüber zu denen der südutschen Demokraten, als im Verlaufe der Debatte ser das Arbeiterschutzgesetz Herr Bebel mit einem htrage hervortrat, die im gewerblichen Leben behende Kündigungsfrist ganz und gar zu beseitigen. err Bebel und mit ihm seine politischen Freunde haupteten, unter den heutigen sozialen Verhältnissen be eine Kündigungsfrist gar keinen Zweck. Im eichstage glaubte man beim Anhören dieser neuesten seisheit seinen Ohren nicht trauen zu sollen. Bisr ist allgemein und gerade besonders stark in Arsiterkreisen darauf gehalten, eine Kündigungsfrist vereinbaren, und es ist als Härte betrachtet, knn ein Arbeitgeber einen Gewerbsgehilfen nur hter der Bedingung annehmen wollte, ihn in jedem ugenblick entlassen zu können. Nicht alle Arbeiter #id in der Lage Ersparnisse machen zu können, scht Alle haben zu Hause einen Nothgroschen egen, von dem sie in mißlichen Tagen zehren innen, nicht Alle sind auch so leichtsinnig, daß es nen gleich ist, ob sie Arbeit haben oder nicht. Pas soll ein Arbeitet mit Frau und Kind nun nfangen, der sich plötzlich aus der Werkstatt auf e Straße gesetzt sieht. Manchmal gelingt es ja, fort neue Beschäftigung und neuen Verdienst zu halten, recht oft ist das aber nicht der Fall. Soll ie Familie nun von im Brunnenwasser weich gedchten Kieselsteinen leben, soll sie ihr Hausgeräth is Leihamt tragen, oder aber sollen Mann, Frau id Kinder an den Thüren ansprechen gehen? Gegen se plötzliche Arbeits= und Verdienstlosigkeit, d. h. as Schlimmste, was einen Arbeiter überhaupt effen kann, soll die Kündigungsfrist ein Schutz sein, sarum halten die Arbeiter darauf als auf eine ralte gute Sitte, darum allerdings aber auch wollte e Herr Bebel beseitigt wissen. Die Beseitigung er Kündigungsfrist bedeutet das Signal zu fortbährendem Hader, zu fortwährendem gewerblichen Streit, und es würde dadurch eine Erbitterung ervorgerufen, die das Schlimmste befürchten ließe. Pielleicht hätte die Partei des Herrn Bebel zum Beginn davon Vortheil. Wenn aber Tausende und lbertausende nun hungernd auf der Straße stehen bürden und zum Nachdenken darüber gelangen, wo sie Ursache all' dieses Unheils zu suchen sei, was sann? Herr Bebel will zum Kampf aufrufen, zum skampf bis aufs Messer. Nur einen Irrthum giebt s in seinem Exempel: Der Hunger zwingt auch sie kampflustigen Gemüther. Diese Forderung von der Aufhebung jeder Kündigungsfrist wird in den Arbeiterkreisen, namentlich in mittleren und kleinen Städten und auf dem platten Lande, den tiefsten Eindruck machen. Die Leute dort schwebten mit hrer Existenz sammt und sonders in der Luft, wenn der Bebel'sche Antrag angenommen wäre. Gewiß hat auch der Arbeitgeber Nachtheil vom Fortfall fller und jeder Kündigungsfrist, aber doch keinen erheblichen. Er wird immer wieder— gerade wenn die Kündigung fortgefallen ist, schnell Arbeitskräfte gewinnen, er wird sich höchstens vorsehen und den Lohn von Woche zu Woche langsam steigen lassen, uim gegen plötzlichen Wechsel geschützt zu sein. Alles iu Allem: Die Medizin, welche nach Herrn Bebels Rezept neu gebraut werden sollte, hilft dem Arbeiterstande nicht auf die Beine, sondern macht ihn eist recht krank. Wer gerechte Gründe hat, seinen Posten zu verlassen, der kann das heute schon, wer gerne gehen will, dem werden auch heute schon wenig Hindernisse in den Weg gelegt. Das ist das Recht sind die Billigkeit, damit kann es sein Bewenden haben. Herr Bebel proklamirte in seinem Antrage und durch denselben schrankenlose Freiheit des Individuums. Schön! Aber wie würde sich diese Freiheit nun wohl im sozialistischen Zukunftsstaate darstellen? Gearbeitet muß selbstverständlich dort auch werden, denn vom Himmel schneit kein Geld herunter und ebensowenig wächst das Papiergeld auf Bäumen. Was macht man denn nun aber, wenn auch dann die Arbeiter nicht wollen, wie das sozialistische Staatsregiment, wenn sie auch auf und davon gehen und Arbeit Arbeit sein lassen? In jedem Menschen steckt ein unbezwinglicher Zwang, Speise und Trank zu sich zu nehmen, daß aber in Jedem anch eine unüberwindliche Neigung zur eifrigen Arbeit steckt, das kann man doch wirklich nicht sagen. Und wenn die Arbeiter nun den Arheiterstaat haben, warum sollen sie es sich dann sicht erst recht so dequem wie möglich machen? Das würde ganz einfach der menschlichen Natur entspringen, und dabei wäre absolut nichts zu verwundern. Man kann wohl glauben, daß Herrn Bebel und seinen Freunden selbst nicht ganz leicht zu Muthe ist, wenn sie daran denken, daß sich einmal verwirklichen könnte, was sie zu wollen beheupten. Es ist im Laufe der Erörterung über das Arbeiterschutzgesetz noch eine zweite interessante Thatsache zu Tage getreten, die viel Aufsehen erregt hat. Von sozialdemokralischer Seite wurde der Kontraktbruch in Streikfällen als ein unvermeidliches Mitte zur„Besserung der Lage der Arbeiter" bezeichnet. Arbeiter wie Arbeitgeber haben das Recht, die Thätigkeit einzustellen resp. den Betrieb zu inhibiren, aber keiner von Beiden hat das Recht, dies unter Außerachtlassung der bestehenden, von ihnen freiwillig eingegangenen Verpflichtungen zu thun. Gegenüber den sozialdemokratischen Anschauungen wurde nun von Seiten des Handelsministers von Berlepsch konstatirt, daß in allen den zahlreichen und großen britischen Arbeiterausständen auch nicht ein einziger Vertragsbruch Seitens der Arbeiter vorgekommen, im Gegentheil regelmäßig gekündigt und erst nach Ablauf der Kündigungsfrist die Arbeit niedergelegt wurde. In Folge dieses Vorgehens nahm der Streik auch von vornherein einen ganz anderen Charakter an, es fehlte das Moment der Erbitterung und Verbitterung, welches die Ausstände bei uns oft so unleidlich gemacht hat. Die Aufklärungen und die Darlegungen, welche im Reichstage über diese Punkte gegeben sind, sind zur rechten Zeit gekommen. Mancher Arbeiter, der durchaus nicht sozialdemokratisch gesinnt ist, war ja doch davon überzeugt, daß die Abgeordneten dieser Partei seine Interessen möglichst gut wahrnehmen würden. Wie gut, das hat sich ja nun in praktischen Dingen gezeigt. Es ist in der Ordnung, auf praktische Gedanken hinzuweisen; aber wenn das Aller=Einfachste blos deshalb angefochten wird, um Unruhe zu erzeugen, dann ist das nicht in der Ordnung. Aus zahlreichen Städten liegen Mittheilungen vor über einen ganz außerordentlichen schwachen Besuch sozialdemokratischer Versammlungen: die Beisteuern für den Parteifonds sind gewaltig gesunken. Nun kommt Herr Bebel noch mit seinen Ausführungen über die Beseitigung der Kündigungsfrist. Wir werden die Folgen auch hiervon bald zu Tage treten sehen. Rundschau. * Es sind in den letzten Tagen verschieden lantende Nachrichten über die für die Insel Helgoland zu ergreifenden Vertheidigungsmaßnahmen verbreitet worden. Nach der einen sollte vorläufig nur an der Stelle, wo früher eine englische Batterie gewesen, eine neue aufgestellt werden, nach der anderen außerdem der Bau einer Mole vom Südende der Insel in südöstlicher Richtung etwa 500 Meter lang beschlossen sein; wieder andere wollten wissen, daß der Nord= und Südhafen für eine Torpedoflotte und die Fahrzeuge der Hochseefischerei hergerichtet werde. Diese Nachrichten sind sammt und sonders ungenau, unvollständig und auch verfrüht. Zunächst hat es auf der Insel eine englische Batterie überhaupt nicht gegeben, vielmehr befanden sich dort nur verschiedene Rohre laffetirt und nicht laffetirt, ohne die Grundlage eines fortifikatorischen Systems, selbst eines Gedankens. Die laffetirten Geschütze dienten als Signalgeschütze und waren im übrigen veraltete Rohre, ohne jeden artilleristischen Werth im Vergleich zu dem heutigen Stande der Artillerie. Richtig ist allen diesen Mittheilungen gegenüber lediglich der Umstand, daß die Landesvertheidigungskommission sich mit der Frage, ob Helgoland überhaupt zu befestigen sei oder nicht, befaßt und sich in ersterem Sinne geäußert hat. Unrichtig ist wieder, daß die Absicht vorliege, die Insel(das Oberland) in ein Fort umzuwandeln. Was die Anlage eines Hafens angeht, so dürfte eine solche zwar ins Auge gefaßt sein, allein ohne den Bau einer Mole vom Nordende der Insel nach der Düne. mit einem entsprechenden Durchlaß würde der Hafen wieder für Torpedoboote u. s. w. nicht wohl herstellbar sein. Die artilleristische Armirung des Oberlandes soll in Wurfgeschützen und Kanonen bestehen und die Anlage einiger versenkbarer Geschützstände nöthig machen. Ferner erheischt die Sicherung der Insel gegen einen Handstreich eine Unterbrechung der von den Engländern gebauten Steintreppe, derait, daß die Verbindung zwischen Unterland und Oberland im Kriegsfalle aufgehoben werden kann, wenn dies nothwendig erscheint. Was die Vertheidigung der Position von Helgoland betrifft, so hört man, daß dies hauptsächlich Sache der Flotte sei, und daß dafür die im Flottenkonstruktionsplane von 1888/89 vorgesehenen Kriegsschiffe ausreichen. Der Gang der ins Auge gefaßten Anlagen dürfte sich hauptsächlich nach der Zeit reguliren, da die vorgesehenen Kriegsschiffe und der Nordostseekanal fertig gestellt sein sollen, also 1895. Eine Vorlage für die Befestigung Helgolands ist in dieser Tagung des Reichstags nicht mehr zu erwarten, es handelt sich vorläufiig vielmehr um die Ueberführung des nothwendigsten Kriegsmaterials an Geschützen und Munition, was von Wilhelmshaven aus bewirkt werden soll, um alsdann die projektirte artilleristische Armirung in Angriff zu nehmen. Damit, sowie mit den Einrichtungen für einen zweckmäßigen Signal dienst dürfte es in diesem Jahre sein Bewenden hoben. * Der Grundsatz, das Gute zu nehmen, wo man es finden werde, ist“— so schreibt die„Frkf. Ztg.“—„an sich ja vortrefflich, aber damit kommt man im praktischen Leben allein nicht durch; es gehört noch als nothwendige Ergänzung die Beantwortung der Frage dazu, in welcher Richtung man das Gute zu suchen entschlossen ist, oder mit anderen Worten ein verständliches Programm, das den Weg anzeigt, den man gehen will.“ Die demokratischen Parteien des Reichstages hatten bekanntlich den Ausspruch des Herrn von Caprivi, er wolle das Gute nehmen, wo er es finde, mit großem Jubel aufgenommen; sie hatten wiederholt die„erfreuliche Objekivität“, des Herr Reichskanzlers gerühmt und sich die größte Mühe gegeben, der Regierung das Schöne und Gute, was sie zu bieten vermöchten, anzupreisen— wie man weiß freilich ohne besonderen Erfolg, trotzdem innerhalb der Demokratie die Ueberzeugung vorherrschte, das Gute könne nur von„Links“ kommen. Wie aus der vorstehend wiedergegebenen Aeußerung hervorgeht, ist man im demokratischen Lager nun doch zu der besseren Einsicht gelangt, daß auch auf dem Wege nach„Rechts“ Gutes zu finden ist. * Von einem neuen Schnelldampfertyp, der auf einer amerikanischen Werft das Licht der Welt erblickt hat, entwirft der britische Konsul in Baltimore, Mr. Segrave, in seinem, soeben vom Londoner Foreign Offize der Oeffentlichkeit übergebenen Bericht eine Beschreibung, welcher wir entnehmen, daß dieser neue Dampfer das Werk eines Baltimorer Schiffbauers und bestimmt ist, lediglich dem überseeischen Personen=, Brief= und Packetpostverkehr zu dienen. Der Erbauer garantirt, daß sein Schiff weder verbrennen noch untergehen könne, und daß ihm selbst im Falle des Kenterns in hohem Grade die Eigenschaft, sich selbst wieder aufzurichten, innewohne. Der Kiel wiegt allein 35 Tons und dient nicht allein als Ballast, sondern auch als regulirender Schwerpunkt. Die treibende Kraft wird durch eine verbesserte Verbundmaschine von nominell 16000 Pferdekraft geliefert, hinreichend um dem Schiff eine Durchschnittsgeschwindigkeit von stündlich 25(engl.) Meilen, bei sehr geringem Kohlenverbrauch, zu verleihen. Schnelldampfer des vorstehend skizzirten Typs sollen zuerst auf der zwischen Baltimore und Havana einzurichtenden Lime in Thätigkeit treten, später auch zwischen Amerika und Europa fahren, wie denn bekanntlich die Emanzipirung ihres überseeischen Handels= und Eilverkehrs von den europäischen Rhedereibetrieben zu den Lieblingszukunftsprojekten der monroebegeisterten Amerikaner gehört. Deutscher 96. Sitzung vom 11. April. Am Bundesrathstische: von Bötticher, von Stephan. Das Haus ist zum Beginn der Sitzung fast leer, später besser, aber immer noch recht schwach besetzt. Die Strafgesetznovelle betreffend den Schutz von Telegraphenanlagen und die strafrechtliche Verfolgung von Fälschung und widerrechtlicher Verwendung von Post= und Telegraphenwerthzeichen wird in dritter Lesung ohne Debatte angenommen...... Jem Tegesars Ebenso wird der zweite Gegenstand der Tugevotonung, den zwischen dem Reich und Däuemark abgeschlossenen Vertrag, betreffend die Aufhebung des Abschusses und Abfahrtsgeldes in erster und zweiter Lesung ohne Debatte Hierauf wird an Stelle des aus dem Amte geschiedenen Schriftführers, des Abg. Dr. Hermes, auf Vorschlag des Abg. Graf Ballestrem der Abg. Dr. Krause gewählt. Darauf folgen Wahlprüfungen. Die Prüfung der Wahl des Abg. v. Meyer=Arnswalde (1. Frankfurt) beschließt das Haus dem Antrage der Kommission gemäß auszusetzen und Erhebungen zu ver Ferner werden den Kommissionsanträgen gemäß die Wahlen der Abgg. v. Gerlach(3. Köslin) und v. d. Osten (3. Stettin) für gültig erklärt.„. Krsug /4 g. Die Prüfung der Wahl des Abg. Lu#######.#erfurt) wird ausgesetzt bis Erhebungen angestellt sind. In Betreff der Wahl des Abg. Günther(8. Merseburg) beantragt die Kommission die Gültigkeitserklärung sowie die Veranstaltung von Erhebungen über verschiedene Abg. Rickert, Ifr.) bedauert, daß ein Protest welcher sich gegen die Wahlagitatton des Kriegervereins zu Droyssig, dessen Mitgliedern die Wahl des Abg. Günther zur Pflicht gemacht worden sei, von der Kommission als unerheblich angesehen sei. Abg. Schmieder(dfr.) weist den gegen die Kommission gemachten Vorwurf als unberechtigt zurück. Nach einer kurzen Entgegnung des Abg. Rickert und nnerheblicher weiterer Debatte, an der sich die Abg. Hellmann(Rp.), Singer(Soz.) und Rickert betheiligen, beschließt das Haus dem Antrage der Komsvon Prüfung der Wahlen der Abgg. Oechelbäuser (2. Anhalt), Poll(2. Bromberg), Möller(6. Arnsberg) wird dem Antrage der Kommission entsprechend ausgesetzt, bis weitere Ermittelungen angestellt sind. Die Wahl des Abg. Hofang(5. Magdeburg) wird für gültig erklärt. Betreffs der Wahl des Abg. Rackovski(9. Königsberg) hatte der Reichstag bei einer früheren Gelegenheit Ermittelungen beschlossen. Dieser Beschkuß wird für er ledigt erklärt.„7455s Damit ist die Tagesoronung erschopft. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr(Interpellation Hülst betr. die Aeußerung des Kriegsministers über die ostfriesischen Landwehrleute, Fortsetzung der zweiten Berathung der Gewerbeordnungsnovelle). Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. 66. Sitzung vom 11. April Am Ministertisch v. Caprivi, Herfurth. Die zweite Berathung der neuen Landgemeindeordnung wird bei dem§ 42 fortgesetzt. Derselbe behandelt das Gemeinderecht der Mitglieder der Gemeinden. Es soll das Gemeinderecht einem Jeden zustehen, der ein Haus in der Gemeinde besitzt oder drei Mark Grundsteuer jährlich entrichtet, oder zur Staatssteuer oder zu einem fingirten Steuersatz von mindestens 4 Mark veranlagt oder herangezogen ist. Ein Antrag der Abgg. Eberty und Rickert(freis.) beantragt die Streichung der Worte:„und unsgen, Duene Er.dbefirwortet de Beschlüse de Minister Herfurth hält den§ 42 für einen der wichtigsten der Vorlage und bittet den Antrag Eberty=Rickert anzunehmen. Wenn Redensarten gemacht seien, die Bauern sollten depossedirt oder demokratisirt werden, so sei das nicht ernst zu nehmen. Man brauche, um die Unrichtigkeit dieser Ansicht festzustellen, nur die Verhältnisse der ländlichen Gemeinden Westfalens zu studieren. Die Absicht der Kommission bei ihren Beschlüssen mag ja eine gute gewesen sein, allein die Form der Beschlüsse sei bedenklich, es sei nicht ein tedenziöser Mißbrauch möglich, indem zur Zeit der Gemeindevertreterwahlen die unteren Steuerstufen nicht erhoben werden und dadurch den Wählern dieser Klassen ihr Wahlrecht genommen wird. Abg. Rickert(freis.) bittet, einstweilen den Antrag Eberty anzunehmen. Bei der dritten Lesung der Vorlage werde seine Partei einem weitergehenden Antrag einbringen. Gegen die Agitation auf dem Lande gebe es kein besseres Mittel, als die Heranziehung weiterer Kreise zur Erledigung der Verwaltungsgeschäfte der Gemeinden. Abg. v. Ranchhaupt(kons.): Die Kommission hat bereits das Wahlrecht der Häusler gegenüber der Regierungsvorlage erweitert, sie hat sich aber nicht entschließen können, auch das Wahlrecht der Nichthäusler zu erweitern, weil dadurch die Rechte der angesessenen Bauern erheblich eingeschränkt worden wären. Redner bittet es aus letzterem Grunde bei den Kommissionsbeschlüssen zu beDiesen Ausführungen schließt sich der Abg. HeydeBei der Abstimmung wird unter Ablehnung des Antrags Eberty=Rickert die Kommissionsvorlage im§ 42 unverändert angenommen. Die§ 43 und 44 werden debattelos angenommen. § 45 wird mit einem präzisirenden Zusatze ohne nennenswerthe Erörterung angenommen. Zu§ 47 und 47a, welche die Ausübung des Stimmrechtes behandeln, wird nach längerer Debatte ein Antrag von Schalscha(Ctr.) angenommen, wonach das den Frauen zustehende Stimmrecht nicht von diesen persönlich, sondern durch einen männlichen Vertreter ausgeführt werden kann. Die Abgg. Rickert, Eberty(freis.), Graf Kanitz (kons.) hatten gegen diesen Antrag gesprochen, für denselben waren eingetreten die Abgg. Frhr. von Huene, von Schalscha(Ell.), Schmidt=Warburg(Ctr.), von Rauchhaup;(kons.) § 48 regelt das Stimmrecht.„ Es sollen danach zwei Drittel aller Stimmen mindestens den angesessenen Gemeindemitglieder zufallen. Besitzer, welche 30 bis 75 Mark Grundsteuer entrichten, sollen zwei, solche, welche 75 bis 100 Mark zahlen, drei, und die mehr zahlenden vier Stimmen enthalten, doch darf kein Stimmberechtigter mehr, als ein Drittel aller Hierzu sind zahlreiche Abänderungsanträge gestellt Ein Antrag Eberty=Rickert(freis.) will den angesessenen Gemeindegliedern nur die Hälfe der Stimmen überEin Antrag von Huene(Ctr.) und Barthold(freik.) wollen die Abstufungen der Steuern und die Zahl der Ein Antrag von Rauchhaupt(kons.) will die ganze Regelung des Stimmrechtes lediglich durch Gemeindebeschluß herbeigeführt wissen. Abg. von Huene(Ctr.) befürwortet seinen Antrag. Abg. von Tiedemann(freikons.) bekämpft den Antrag Rauchhaupt, der Alles sei, blos keine Reform. Abg. von Rauchhaupt(kons.) vertheidigt seinen Antrag. Derselbe hält allerdings die gegenwärtigen Bestimmungen aufrecht, und soll dazu dienen, die Bauern die einen berechtigten Stolz darin setzen, nicht mit den Tagelöhnern zusammen in der Gemeindevertretung zu sitzen, zufrieden zu erhalten, was für unsere politischen Verhältnisse von der größten Wahtigkeit ist. Der§ 48 der Vorlage ist für die konservative Partei entscheidend, darnach wird sie ihre gesammte Stellung zum Minister des Innern Herrfurth: Ich bitte alle Anträge abzulehnen, dieselben würden die Vorlage nicht verbessern, sondern nur verschlechtern. Der Antrag von Rauchhaupt ist für die Staatsregierung ganz unannehmbar, derselbe bedeutet keine Regelung der Angelegenheit durch Gesetz, sondern durch Willkür. Wenn die kou#servative Partei an ihrem Steuerpunkt festhält, so wird auch die Staatsregierung dies thuen. Was Herr von Rauchhaupt Bauernstolz nannie, ist eigentlich Bauernhochmuth. (Unruhe rechts, Beifall links.) Die Staatsregierung dat die Zutheilung mehrerer Stimmen an einzeine Gemeindeglieder leider schon sehr reichlich den heutigen Verhältnissen gegenüber bemessen. Die Romgsleugge zieiser uer noch binaus gegangen, und 44 vih ann ich in keinem schlüsse accepttreu, aber weitergehen kans, un in umm gall. Abg. Dr. Krause(naklib.) bekämpft den Antrag Rauchhaupt, indem er sich im Wesentlichen den Ausfuhrungen des Ministers anschließt. Die Selbstständigkeit der Gemeinden darf in keinem Falle so weit ausgedehnt werden, daß Angelegenheiten durch die Gemeinde erledigt werden, deren Regelung der Gesetzgebuug zusteht. Das will der Antrag Rauchhaupt und darum ist er für uns unannehmbar. Redner bittet um die unveränderte Annahme der Kommisionsbeschlüsse.. uf) Heskmpft ehenfalls Abg. Graf von Zevutz(Freitons.) belumpft evensaus den Antrag von Rauchhaupt, befürwortet aber den untrag seiner Partei, welcher namentlich die Zutheilung mehrerer Stimmen an hochbesteuerte Gewerbetreibende bezweckt. 441#mieri Abg. von Tiedemann(freitons.) betont die Schwierigkeit einer einheitlichen Regelung der Verhältnisse im Osten und Westen der Monarchie und empfiehlt den Vermittelungsvorschlag seiner Vortet.(uug) h.zimmertket dem Intras Abg. Graf Kanitz(komi.) befurwollel den Antrug Rauchhaupt zur Wahrung verechtigter bäuerlicher Interessen. Abg. von Hexdebrand(kons.) folgert aus einem früheren Erlaß des Ministers, daß derselbe dem Bauernstande eine ganz andere Bedeutung beigelegt habe, als heute. Minister Herrfurth: Ich habe meine Ansichten in keiner Weise geändert. Die berechtigten Interessen der Bauern vertheidige und vertrete ich heute noch ebenso, wie früher, den unberechtigten Bauernhochmuth bekämpfe ich aber entschieden. Der Antrag von Rauchhaupt ist, das wiederhole ich, für die Staatsregierung unannehmbar. Er würde dem Ideal sehr nahe kommen, welches der Abg. v. Meyer einmal aufgestellt, für jeden Kreis eine besondere Kreisordnung zu schaffen. Nachdem noch Abg. Eberty(freis.) den Antrag seiner Partei und der Abg. von Huene(Ctr.) den Centrumsantrag befürwortet, wird die Debatte geschlossen. Der Antrag von Rauchhaupt wird abgelehnt, ebenso alle übrigen Abänderungsanträge und auch ein Theil des§ 48, welcher die Verleihung von mehreren Stimmen an einzelne Gemeindeglieder enthält. Aufrecht erhalten wird nur Absatz 1, wonach den Gemeinde=Angesessenen mindestens zwei Drittel der Stimmen gesichert bleiben. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberathung auf Montag 11 Uhr. Deutsches * Berlin, 12. April. Die Verlegung des Kaiserlichen Hoflagers in die Sommerresidenz des Neuen Palais bei Potsdam dürfte zum 1. Mai erfolgen. — In Gegenwart der Kaiserin fand heute eine GeneralVersammlung des Frauen=Lazareth=Vereins im Hausministerium statt. — Eine Sitzung des preußischen Staatsministeriums fand am Sonntag Mittag in Berlin statt. Es handelte sich um die Schwierigkeiten, die sich am Sonnubend in der Sitzung des Abgeordnetenhauses in Sachen der Landgemeindeordnung gezeigt haben. Caprivi präsidirte. Der Kaiser war vorher bei ihm gewesen. — Der amtliche Krotoschiner Anzeiger hatte die gruselige Meldung gebracht, verschiedene Bataillone Infanterie seien in voller Kriegsbereitschaft an die russische Grenze gerückt, weil ein deutscher Grenzbeamter ohne jeden Grund von den Russen erschossen worden sei. Das Blatt ist anscheinend auf einen dummen Witz hereingefallen, bei jenem Marsch handelt es sich um einen, den Offizieren der betheiligten Truppen schon seit etwa zwei Wochen bekannten Tausch der Garnisonen zwischen den Bataillonen Krotoschin und Ostrowo des Füsilier=Regiments v. Steinmetz Nr. 37. — Der„Reichsanzeiger“ giebt eine aktenmäßige Darstellung über den bekannten Prozeß Fischer gegen den Assessor Gerschel wegen Zahlung von 2000 M., die der Verklagte dem Kläger für eine Stelle im Auswärtigen Amt versprochen habe. Aus der Darstellung erhellt, daß irgend ein Zusammenhang zwischen den streitigen Abmachungen der Parteien und den thatsächlichen Bewerbungen Gerschels im Auswärtigen Amte und den darauf erfolgten amtlichen Aeußerungen nicht besteht, daß Gerschel weder eine Konsulatstelle angeboten wurde, noch er in die Lage kam, eine solche abzulehnen, daß ihm vielmehr eröffnet wurde, irgend welche Zusicherungen könnten ihm nicht ertheilt werden. — Zwischen Schmugglern und russischen Grenzern hat auf preußischem Gebiet ein Zusammenstoß stattgefunden. Die Schmuggler, die in der Uebermacht waren, verjagten die Russen und erbeuteten ein Gewehr. Mehrere Personen sind verwundet. Die Russen hatten wieder mal eigenmächtig die Grenze überschritten. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht das vom 7. April datirte Patentgesetz dessen Bestimmungen an die Stelle der K 1-—10 besis kotentassetes von W. Mast 1657 teten. 23] Roman von H. von — Nachdruck (Schluß.) „Hier ist wohl noch ein— Mißverständniß aufzuklären, Herr von Hohenstein?" sprach er, sich finster zu dem Lieuteuant wendend, dem die Ereignisse der letzten Momente völlig der Fassung beraubt hatten;„meine Cousine ward durch einen Brief hierher gelockt, obschon Frau von Halden nicht hier ist.“ „Laß ihn, Arnold", fiel Ruth hastig und verachtungsvoll ein, daß Egon jetzt vor Wuth dunkelroth wurde, „ein Mann, der von Frauenhand wie ein— Feigling gezüchtigt wurde, darf nicht mehr gefordert werden— er ist satisfaktionsunfähig. Herr von Hohenstein, Sie leuchten wohl meinem Vetter und mir die Treppe hinab, der Wagen wartet unten.“ Gebieterisch wies sie nach der Lampe, ehe Ruth jedoch das Zimmer am Arme Arnolds verließ, fügte sie noch hinzu:„Ich denke wohl, daß es für alle Theile besser tst, wenn Sie noch heute in Ihre Garnison zurückkehren. Alles Andere— theilt Ihnen gewiß Fräulein von Hohenstein, Ihre Braut mit!“ Als die beiden dann im Wagen saßen, schlug Ruth plötzlich beide Hände vor das Antlitz und rief schmerzlich aus:„O, Arnold, was habe ich gethan! Du mußt mich verachten! Verzeihe mir— es war die schreckliche Aufhabe Dir nichts zu vergeben, meine theure Ruth, und mein heißester Wunsch wäre, daß gerade bei der Aufregung Dein Herz gesprochen hätte! Oder irre ich mich? Sage, könntest Du mich, den erusten, stillen Geschäftsmann wirklich lieben?“ Er wagte kaum zu athmen, es war so dunkel im Wagen und Ruth sorach nicht. Da plötzlich schmiegte sich eine kleine, weiche Hand in die seine und eine bebende, süße Stimme hauchte, halb schüchtern, halb glückselig: „Ja, Arnold, ich könnte es— ich würde nie, niemals aufhören, Dich zu lieben!“ Es wurde von neuem still in dem dahinbrausenden Wagen; ein Bund für's Leben ward geschlossen unter Thränen und leisen Liebesworten, und als das Hotel er— Der evangelisch=soziale Kongreß hält am 28. und 29. Mai in Berlin eine Versammlung ab. Ueber fol29. Mai in Berlin eine Versammlung ab. Ueber f gende Themata werden Vorträge gehalten werden:„Ueber die soziale Bedeutung der Stolgebühren“ von D. Sulze Dresden; Individualismus und Sozialismus" von Landes=Oekonomierath Nobbe;„Die Erziehuug unserer gewerblichen Jugend“ von Spinnerei=Direktor Sartorius in Bielefeld und„Die Sozialdemokratie und die Religion von Pastor D. Arndt. Das ausführliche Programm und weitere Mittheilungen werden in der nächsten Zeit veröfentlicht werden.. g. Jwtschem, W.ashmeis 8.s Chemnitz, 11. Aprt. Laut amnichem ausweis des amerikanischen Konsulats hat die Abnahme der Ausfuhr nach Nordamerika aus dem Konsulatsbezirke Chemnitz im 1. Quartal dieses Jahres bereits die Höhe von nahezu 1 Million Dollars erreicht.„ Weimar, 11 April. Der Großherzog har heute eine Deputation des russischen Husarenregiments Ingermannland, zu dessen Chef er vor 50 Jahren eruannt wurde, Bochum, 12. April. Eine heute stattgehabte, ziemlich zahlreich besuchte Bergarbeiterversammlung sprach sich betreffs der Vertretung und Abstimmung der deutschen Delegirten auf dem Pariser Bergarbeiterkongreß, ingleichen bezuglich der Unterstützung der belgischen Bergleute bei einem etwaigen Streik billigend aus. In letztgedachtem Falle sollen sich die deutschen Zechenverwaltungen verpflichten, keine Kohlen nach Belgien zu liefern, widrigen falls auch die deutschen Bergleute zum Streik übergehen würden. Der Fuhrerschaft soll unbedingter Gedorsam geleistet werden. Die Niederlegung eines Kranzes auf dem Grabe der Pariser Kommunisten wurde gutgeheißen. Unsere Seit einigen Tagen weht in Berlin zum ersten Male die deutsche Kriegsflagge, und zwar über einem kleinen Fahrzeuge von unansehnlichem Aeußeren, das aber einer Klasse angehört, die bestimmt ist, in zukünftigen Seeschlachten als einer der wichtigsten Faktoren einzugreifen und möglicherweise die Entscheidung herbeizuführen. Das Torpedoboot V Nr. 6 hat Kiel am 26. v. Mts. verlassen, ist durch den Eiderkanal nach stürmischer Fahrt am 27. in Kuxhaven angelangt und hat Potsdam am 30. und Berlin am selben Tage Abends erreicht. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ giebt von dem Boote und ferner von der Bedeutung der Torpedobootsflotille folgende Schilderung: Das Boot V Nr. 6 hat ein Deplacement von 70 Tonnen, aber so wie es ist, mit seiner Vesatzung von 14 Mann, würde es mit berechtigter Verwegenheit den Angriff gegen einen Panzerkoloß von 12000 Tonnen mit 70 Mann an Bord aufnehmen und— wenn vom Glück begünstigt— als Sieger aus dem anscheinend so ungleichen Kampfe hervorgehen. Ein einziges schweres Geschoß des großen Schiffes würde das kleine Boot, dessen Wände nur 2—3 Millimeter stark sind, wie eine weiche Masse durchbohren und vernichten; aber vor diesem verderbendrohenden Geschoß sucht der Träger des Torpedos Schutz, nicht etwa in verzagter Flucht, sondern in der unberechenbaren Schnelligkeit seiner Bewegungen beim Angriff, durch die seinem mächtigen Gegner ein sicheres Zielobjekt entzogen wird. Es erhellt daraus, daß die ersten Eigenschaften eines Torpedobootes— nächst der Wirkungskraft seines Geschosses— Geschwindigkeit und Manövrirfähigkeit sind. Von diesem Gesichtspunkte aus besitzt die deutsche Marine in ihren 57 Schichaubooten eine Torpedoflotte, die, was die Tüchtigkeit eines jeden einzelnen Fahrzeuges angeht, von keiner anderen Seemacht übertroffen wird. Namentlich die letzten 16 Boote sind geradezu als bis jetzt unerreichte Muster ihrer Art zu bezeichnen. Ein solches Fahrzeug hat bei 44 Meter Länge und einer Breite von ca. 5½2 Meter ein Deplacement von 140 Tonnen. seine Maschine ist von 1500 Pferdekraft: es nimmt 32 Tonnen Kohlen ein, welche zu beiden Seiten von Maschine und Kessel untergebracht sind und diese gegen leichtere Geschosse und Sprengstücke schützen; neun durchgehende stählerne Schotten theilen das Boot in 10 Abtheilungen, seine Armirung besteht ans einem UeberwasserBugrohr, welches in der Kielrichtung nach vorn schießt, zwei Ueberwasser=Breitseitrohren(ebenfalls zum Gebrauch für Torpedos) und zwei Revolverkanonen zur Abwehrung feindlicher Torpedoboote; die Besatzung zählt 1 Offizier und 15 Mann, nämlich den Kommandanten, 2 Unteroffiziere, 6 Matrosen, 1 Maschinist, 2 Maschinistenunteroffiziere und 4 Heizer. Die Geschwindigkeit dieses Bootes beträgt bei voller kriegsmäßiger Ausrustung 22 Seemeilen (à 1852 Meter), d. h. 5½ deutsche Meilen die Stunde. reicht war, wo Ruth und der Großvater wohnten, da flusterte sie glückselig: „Also bin ich auf dieser Fahrt verloren gegangen! Ich habe Einen gefunden, der soll mein Herr und ich sein demüthiges Weib sein!“ „Komm zum Großvater, mein Liebling,“ sagte Arnold tiefbewegt und Hand in Hand stiegen sie die Treppe sven. Oben angelangt trat Ruty auein ins Zimmer, wo der alte Berger schon voller Unruhe über das ganz unverwunderte Ausbleiben seiner beiden Enkelkinder auf und nieder wanderte. Bei dem Anblick des jungen Mädchens erhellte sich sein gutes, altes Gesicht und er rief sehr erfreut:„Nun, sagt mir nur, Kinder, wo bleibt Ihr denn? Ich hatte keine Ahnung, daß Ihr so lange ausgehen wolltet.“ „Arnold besorgte noch Geschäftssachen, das Testament betreffend, und ich— ich— habe— mir einen— Bräutigam gesucht!“ Mit einem freudigen Schrecke blieb der Alte stehen und maß die Sprecherin mit einem verwunderten Blicke. „Was soll der Schabernack, Kind?" frug er ungläubig „Du hast doch keine Dummheiten gemacht?“ „Ich weiß es nicht, Großväterchen, aber Du kannst es mir sagen, denn er ist gleich mitgekommen, um sich Dir zu zeigen, daß ich ihn hereinholen?“ „Aber, Kind, nicht so rasch! Mir schwindelt ja noch der Kopf und ich weiß nich, ob ich wache oder träume. Wer ist es denn nur in in aller Welt, Du kennst ja Niemand außer jenem— Elenden!“ „Sei gut, Großväterchen, mein Brautigum son Dir alles, alles selbst sagen, nur eins will ich Dir ins Ohr flüstern, nämlich, daß ich ihn unsäglich lieb habe und nimmer von ihm lassen kann!" Dann flog die kleine Schelmin zur Thür, um Arm in Arm mit Arnold wiederzukehren. Das war eine glückselige Familienscene, denn der alte Mann war ja nun und nimmer auf den Gedanken gekommen, daß sein liebster Wunsch noch in Erfüllung gehen werde. „Morgen früh ehe wir abreisen, Arnold, gehen wir noch zu Betty, nicht wahr?" dat Ruth, als man sich endlich trennte. „Ja, aber nur unter einer Bedingung", lächelte er, die Der Dienst auf einem Torpedoboot ist sehr schwer; es werden deshalb auch nur erprobte sichere Leute für die Besetzung der Torpedoboote ausgesucht, und sie machen eine langwierige an Strapazen und Entbehrungen aller Art überreiche Schule durch, um im gegebenen Momente geeignet zu sein, durch Sturm und Wetter mit ihrem kleinen Fahrzeug gegen einen Seekoloß mit weittragenden Geschützen vorgesandt zu werden, sich diesem bis auf wenige hundert Meter zu nähern und von einer so verhältnitzmäßig geringen Entfernung aus, mit kaltblütig berechneter Sicherheit den Torpedo unter dem Wasser gegen die Seite des feindlichen Schiffes zu schleudern. Von diesem Geschoß, das wenn es sein Ziel erreicht, mit seiner Ladung von 40 Kilogramm Schießbaumwolle ein Loch von 4—5 Meter Durchmesser in den feindlichen Schiffskörver reißt— führt ein ausgerüstetes Torpedoboot 4 Exemplare— die sogenannten automobilen Fischtorpedos Whitehead. Eine größere Belastung des Bootes mit Torpedos erscheint schon aus dem Grunde überflüssig, weil man annehmen kann, daß ein Boot, nachdem es vier Torpedoschüsse abgegeben hat, vom Feinde dermaßen zugerichtet ist, und seine Besatzung unter den äußersten Anstrengungen des Dieustes so sehr gelitten hat, daß das Boot im Allgemeinen, für einige Zeit wenigstens als kampfesuntüchtig betrachtet werden muß. Neben den 57 Schichau=Booten besitzt die deutsche Marine neun Vulkan=Boote, sechs Weser=Boote und acht Boote verschiedenen Ursprungs, darunter zwei englische, und endlich sechs Divisionsboote, vergrößerte SchichauBoote, welche als Führerschiffe für Torpedoboots=Divisionen dienen. Eine Torpedoboots=Division besteht aus einem Divisionsboot und sechs bis acht Torpedobobten. Oesterreich-Ungarn. Wien, 11. April. Die Thronrede zur Eröffnung des Reichsraths stellt fest, das sich in allen europäischen Staaten das Verlangen nach friedlichem Nebeneinanderleben kundgebe und sagt: Alle Regierungen ertheilten uns Versicherungen, welche die Erhaltung des Friedens als die wesentlichste Aufgabe ihrer Bemühungen bezeichnen. Diese Versicherungen und die freundschaftlichen Beziehungen, in denen wir zu allen Mächten stehen, berechtigen zu der Hoffnung, daß die Reihe der Friedensjahre fortdauern und die ungestörte Thätigkeit des Reichsraths ermöglichen werde. Die Regierung werde bemüht sein, die handelspolitischen Beziehungen zu den ausländischen Staaten soweit als nothwendig und wänschenswerth sei, einer Neuregelung zuzuführen, wobei angestrebt wird, daß die Vereinbarungen möglichst gleichzeitig und für längere Zeit erfolgen, damit die Industrie und Landwirthschaft unter der Herrschaft stabiler Verhältnisse gedeihliche Existenzbedingungen finden. Die Thronrede gedenkt der erzielten Resultate im böhmischen Ausgleiche und erklärt, die Ausgestaltung und Verwirklichung derselben in Zukunft bleibe der Gegenstand des unentwegten Strebens der Regierung. Der Finanzpassus betont die Nothwendigkeit der Erhaltung und Sicherung des erzielten Gleichgewichtes im Staatshaushalte und kündigt eine Reform der direkten Besteuerung an. Alsdann gedenkt die Thronrede des Unternehmens der Lloydgesellschaft, der Donaudampfschifffahrtsgesellschaft und der Wiener Stadtbahn. — Nach einer Meldung der„Polit. Korrespondenz“ aus Petersburg hat der russische Finanzminister dem Ministercomitee einen Plan auf Verstaatlichung der Gruppe der südlichen Eisenbahnlinien unterbreitet, wodurch der Staat in Verbindung der Ostsee mit dem Schwarzrn Meere gelangen würde. Frankreich. * Paris, 12. April. Die Regierung läßt bestreiten, daß es in Tonkin so bös aussehe, wie Privatnachrichten von dort melden. Die Journale bezweifeln aber mit Recht die Wahrheit dieses Dementis. Offiziere und Soldaten, die aus Ostasien heimkehren, erzählen haarsträubende Geschichten. In Tonkin kann man sich keine Stunde weit ohne Bedeckung aus den Stadtthoren herauswagen. Epinac, 10. April. Mehrere Lyoner Glasfabrikanten haben in Folge von Streiks ihre Fabriken hierher verlegt, deren Betrieb am 1. Mai beginnen soll. Die Rädelsführer der Lyoner Streikenden, welche den Versuch machten, die hiesigen Arbeiter gegen das neue Unternehmen aufzuhetzen, sind von der Bevölkerung gezwungen worden, schleunigst Grenoble, 10. April. In Monteynard ist ein Theil der Bevölkerung, weil das Consistorium einen bei der Gemeinde beliebten Pfarrer abgesetzt hat, zum Protestantismus übergetreten. Grenoble, 11. April. Infolge eines Felssturzes wurde das Dorf Enchatras theilweise verschüttet. Zwei Personen wurden getödtet und eine dritte verwundet. Algier, 11. April. Aus den südlichen Departemens von Algier und Constantine wird das Erscheinen roßer Schaaren der Wanderheuschrecke geGeliebte nochmals an sich ziehend,„daß nämlich die Osterglocken zugleich auch unsere Hochzeit einläuten mögen. Willst Du, meine süße Ruth?“ „Ob ich es will“, murmelte sie und das Köpfchen sank an seine Schulter,„Dein Wunsch ist mir Befehl!“ So früh als es die Etiquette nur zuließ, begab sich am andren Morgen das Brautpaar in das Hotel, wo Hohensteins und Haldens abgestiegen waren. Als der Kellner die Ankommenden meldete, stand Olga, welche bei der Schwester war, auf und sagte kalt:„Erlaube, daß ich mich zurückziehe, ich habe für Abenteurer und Erbschleicher keine Zeit übrig.“ „Liebe Schwester", antwortete die Landräthin scharf, „ich muß Dich bitten, Deine Worte zu mäßigen. Gräfin Ruth von Yeltsch ist zugleich meine Freundin und Cousine.“ „Der Geschmack ist verschieden. Ich wünsche eine Begegnung mit der Dame zu vermeiden.“ Das war ein Jubel und eine Freude, als Betty die Verlobung der Freundin erfuhr. Immer und immer wieder mußten die Neuverlobten erzählen wie sie sich gefunden und so wurde denn auch natürlich Egons feiger Anschlag entdeckt. „Der Elende", rief Betty außer sich,„also darum schrieb er heute ganz zeitig, er müsse sogleich abreisen in seine Garnison, laut eines Telegrammes.“ „Arnold kann sich nicht mit ihm schlagen", warf Ruth ein und drückte von neuem die Hand des Verlobten, „mag er darum thun, was er will; durch ihn bin ich zu meinem Glücke gekommen und ich vergebe ihm daher auch alles. Und nun lebe wohl, liebste Betty, zu meiner Hochzeit sehen wir uns wieder. Aber halt, ehe ich er vergesse. Hier sind die gerichtlichen Bescheinungen, die Du und Deine Schwester unterzeichnen müßt. Ich habe das Testament angenommen und wenige Stunde darauf anders über die Summen verfügt, dir mir allein nicht zukamen. Und nun nochmals, adieu, Herz! Bleibe Sie war Finaus, ehe Frau von Haldem die Popiere ansehen konnte, und längst verschwunden als letztere sich fast erschrocken überzeugte, welche bedeutende Summe sie ihr und Olga abgetreten. „Olga,“ rief sie erregt und die Schwester kam langsam meldet, durch welche bereits beträchtliche Verwüstu angerichtet wurden. Calais, 11. April. In vergangener Nacht verhaft französische und englische Geheimpolizisten vier der rüchtigtsten internationalen Diebe, welche vor drei Ja zwei Millionen aus dem Postwagen zwischen Ost und Brüssel entwendet hatten. Die Identität des C der Bande, Pauwels, Besitzer eines prachtvollen Schl in Bristol, wurde sofort constatirt, die übrigen# falsche Namen und Adressen an. Pauwels wurde bei in England und in Frankreich verurtheilt. Die eng Polizei wußte, daß die Bande die sich in feuerf Schränken befindenden Großwerthe auf dem Dampfh rauben woollte. Die Diebe waren indessen gewarnt# den, und versuchten deshalb während der Ueber keinen Anschlag. Auf dem Bahnhofe wurden sie verhe England. London, 11. April. Das„Reuter'sche Bureau" det aus BuenosAyres von gestern der Flott kommandant Admiral Solier und mehr Generale, welche ein Manifest gegen die Combing Mitre=Rocca unterzeichnet hätten, seien verhaf worden. Das in den letzten letzten Tagen verbr gewesene Gerücht von einem Aufstande in Tucn solle nach neuerlich vorliegenden Nachrichten grun sein. — Ein Telegramm, des Vizekönigs von Indien i mittelt Einzelheiten über den Kampf unm Thobal, wo Lieutenant Grand mit britischen Tru 4000 aufständiger Manipuris besiegte. Der Kampf dau drei Stunden. Außer Stande, die englische Stel einzunehmen, zogen sich die Manipuris nach der Ha stadt zurück. Der Kampf hat die Manipuri sehr muthigt, und die auf dem Marsche nach der Haupt Manipur befindliche engliche Strafexpedition durfte Schwierigkeiten weiter haben. Die Eingeborenen wei sich sammt ihrem Rajah ohne weiteren Widerstand un werfen.— Gersth — Die große Staatscommission zur Verathung Arbeitergesetzgebung wird in London demnächst zusamt treten. Rutland. — Nach einer Petersburger Drathmeldung des„ Telegraph“ wurde ermittelt, daß die am letzten Mo in der Reitschule der Garde verhaftete Person(welche vor der Ankunft des Zaren verhaftet wurde und e Revolver und ein Giftfläschchen bei sich trug) Mit des„Scävola=Klubs“ in Charkow sei, dessen Mitgl; sich eidlich verpflichten, ihr Leben in wiederholten strengungen, den Zaren zu ermorden, zu wagen. Charkow werden zahlreiche Verhaftungen gemeldet. Polizei glaubt die Mehrzahl der Mitglieder dieses Mön klubs nunmehr verhaftet zu haben. Unter den Verhaft befinden sich mehrere Studenten. Der vor etlichen T in Petersburg stattgefundene. Selbstmord eines Husa offiziers Namens Annenkow wird mit Entdeckung revolutionären Bewegung in Zusammenhang gebracht Italien. Florenz, 11. April. In der gestrigen Sitzung evangelischen Allianz wurde in mehreren trägen die Frage der inneren und der äußeren Mi behandelt. Der Schluß des Kongresses erfolgt heute. Briudisi, 11. April. Der von seiner Mission Abessynien zurückkehrende Graf Autonelli und der türkische Botschafter für Rom Mahmud Nedim Bei heute Vormittag hier eingetroffen und haben alsbald Reise nach Rom fortgesetzt. Rumänien. Bukarest, 12. April. Andauernde Regeng haben in einigen Gegenden Rumäniens Hochwasser vorgerufen, welche mehrfach Verkehrsstörungen Folge hatten. Aus dem Gebirge werden starke Sch fälle gemeldet. Bukarest, 10. April. Das bisher bekannte Resulat Wahlmännerwahlen im dritten Wahlgange für die 9 merwahlen zeigt eine große Mehrheit für die Regiert Die russische Regierung hat bei dem König Kar fragen lassen, ob ihm die Ernennung Fontons zum sandten in Bukarest genehm sei. Serbien. Belgrad, 12. April. In der Skupschtina verlas Präsident ein Schreiben König Milans, durch we die Regentschaft benachricht wird, König Milan bis zur Volljährigkeit König Alexan Serbien verlassen, um das Land zu beruh Der Präsident beantragte, König Milan den Dank Skupschtina auszusprechen und eine Resolution anzuneh welche die Regierung auffordert, bei der Königin Na herbei;„sieh', welch' ein Vermögen Cousine Ruth überläßt! Du kannst somit völlig ohne Papas Hülfe heirathen— wenn Du noch bei dieser Absicht bleibst „Gewiß," lautete die erstaunte Antwort,„ich kann ihn nicht leben und er nicht ohne mich; wer sollte zwischen uns treten? Vielleicht wieder der Neid un Mißgunst jener Ruth?“ Betty schwieg. Mochte denn die Schwester selb Erfahrung mit jenem Manne machen, sie mußte schw um Ruths willen! Ueber das Grab der Gräfin Yeltsch flog Schnee Regen, und als endlich des Winters Macht gebr war, als die Sonne wärmer schien und die Osterg verklungen waren, stand ein schönes, stattliches Paay dem Grab und legte einen köstlichen Kranz auf das „Arme Großmutter," flüsterte Ruth wehmüthig, gerne hätte ich sie noch Jahre lang gepflegt und ge# und nun liegt sie schon lange in der kühlen Erde.“ „Wir werden sie dereinst wieder finden, mein Lieb tröstete Arnold und legte den Arm um die Schulter# ner Gattin. „Unsere dankbare Liebe bleibt auch üver das hinaus, denn ich selbst lernte sie erst lieben, als sie be todt war!“.... J, 16 Erm u „Friede ihrer Asche: sprach vie junge Frau und Thräne rann über ihre Wange. Kleine Mittheilungen. Eine neue Anwendung des Phonographen aus Amerika gemeldet. Der steinreiche Stephen And fühlt seine Todesstunde nahen. Der Mann, dem v Häuser in New=York und ein Baarvermögen von hu Millionen Dollars zu eigen, lag seit sechs Monate lähmt auf, seinem Schmerzenslager; er wuur nich Stande, seinen letzten Wiulen nieverzuschreiben, ließ halb den Phonographen an sein Bett bringen und ha mit sterbender Stimme seine Anordnungen in das strument, welches alsdann auf seinen Wunsch vers wurde. Dann schloß der Sterbende für immer die Al Acht Tage später wurde, wie er es bestimmt, vor9 und Zeugen und den Verwandten und Erben des T ten mit der Stimme des dahin zu wirken, folge. Die Skur Anträge des Prä Zanzibar, 10 Major v. Wißma unter den ihm a zur Verfügung afrika im Reichs! Newyork, 11 richten aus genten Artea somit jetzi den 9 Die Besetzung di Regierungstrupp Ueber die## verbreitete sichd einer am Donne Das Thema des zialdemokratie u des„Vorwärts" Vorwurf fast z beachte Herr LiAusführungen: hütern zu bege Abgeordnete sel früherrn eigener kundgebungen im Widerspruch der Fall, als Redeleistung da demokratischen Z nach der„Leipz Wahlrecht hab verliehen, die 2 Sie wollte### Gegner das Be Gewalt nichts9 genöthigt, sich? zum Zwecke der Strom oder eir lich einen gew sei eine revolut mittel suche sie Gewalt überlas wie vor die V Masse des Vol Gegner gehemn breit. Zu der Diktatur des P diese sei eine sitzenden Klasse tatur. Alle ge in einer einzig Partei vereinig der großen soz Kampf werde und nur das Der Sieg sei! Das ist der vor den„Gen ist eine revolut nannte Abgeor letariats"— herrschaft der die Verwirklich werden soll, g mit diesen Ein decken soll, daf brauchen wolle blieben. Er k5ö Staat und Estürzler Stadt die„Genossen vierundzwanzi Eigenthum in selbstverstandli das nicht in E großen Expro die Sozialrevo mit Fug und Genosse sichd wird selbst nie zu glauben. tionären Bach sie werden die brechbare Däl Beispiel des lutionären De Ueberheizung Oeffnen der schädliche We wird der Soz als offen zum * Witten Bismarck). gratulationen nicht einzeln den„Hamb. öffentlicht: Zu mei bieten des Glückwünst In der Fr mir ein H gebungen direkt zu dieser Bezi barer, mei Eingänge die Beant verzichten größer wä Herzen, da Wünschee wenn mei schriftlich Dank dure nehmen zu Wi Vor der erst stand am vo Herm. Ahlw „Der Verzw Judenthum" im Amte. haben nicht ihn zu erwä nach den# führlich wiel daß man dürftigen M erhoben hat. stellten Lehr ein jüdischer hat, eine ihr sage und sch auf wiederh Tage, an we 200 Mark rächtliche Verwüstu igener Nacht verhaft ipolizisten vier der welche vor drei Ja sagen zwischen Öst die Identität des C 's prachtvollen Schl irt, die übrigen Pauwels wurde bei rurtheilt. Die eng die sich in feuerf je auf dem Dampfh indessen gewarnt ährend der Ueber sse wurden sie verhe euter'sche Bureau“ gestern der Flott lier und mehr gegen die Combing i, seien verhaf letzten Tagen verbr lufstande in Tucn Nachrichten grun önigs von Indien i en Kampf unm mit britischen Tru egte. Der Kampf dau die englische Stel nipuris nach der Ha ie Mantpuri sehr he nach der Haupt afexpedition dürfte ie Eingeborenen wei teren Widerstand un in zur Berathung on demnächst zusamt rathmeldung des„# die am letzten Mo ftete Person(welche haftet, wurde und e bei sich trug) Mit o sei, dessen Mitgl en in wiederholten orden, zu wagen. aftungen gemeldet. Kitglieder dieses Mön . Unter den Verhaf Der vor etlichen T lbstmord eines Husa rd mit Entdeckung ammenhang gebracht gestrigen Sitzung, irde in mehreren, id der äußeren Mis gresses erfolgt heute. oon seiner Mission Antonelli und der ahmud Nedim Bei und haben alsbald uernde Regeng näniens Hochwasser rkehrsstörungen e werden starke Sch her bekannte Resulat Wahlgange für die rheit für die Regiern bei dem König Kar nung Fontons zum K. r Skupschtina verlas Milans, durch we König Milan König Alexand das Land zu beruh ig Milan den Dank ne Resolution anzuneh bei der Königin Na nögen Cousine Ruth g ohne Papas Hülfe dieser Absicht bleibs te Antwort,„ich kann ie mich; wer sollte wieder der Neid un n die Schwester selb achen, sie mußte schw Yeltsch flog Schnee Linters Macht gebr schien und die Osterg önes, stattliches Paay lichen Kranz auf das ste Ruth wehmüthig, lang gepflegt und ge i der kühlen Erde.“ der finden, mein Lieb irm um die Schulter leibt auch über das erst lieben, als sie be die junge Frau und seilungen. des Phonographen einreiche Stephen And Der Mann, dem vi Baarvermögen von hu ag seit sechs Monate slager; er war nich niederzuschreiben, ließ i Bett bringen und haf Anordnungen in das if seinen Wunsch vers ende für immer die A er es bestimmt, vor) sten und Erben des 2y verkündete den Versan assers dessen Testamen dahin zu wirken, daß sie dem Beispiele König Milans folge. Die Skupschtina nahm in der Abendsitzung die Anträge des Präsidenten an. Zanzibar, 10. April. Der ehemalige Reichskommssar Major v. Wißmann hat die Erklärung abgegeben, daß er den ihm angebotenen Bedingungen als Kammissar unter ven chm ungleininte, Freuggungen uio Kl zur Verfügung des kaiserlichen Gouvernements in Ostafrika im Reichsdienst verbleiben wolle. NachurAmerika. Newyork, 11. April. Nach hier eingegangenen Regierungstruppen flüchteten gegen die Grenze von Bolivia. Ueber die Verwirklichung des Sozialistenstaates verbreitete sich der Abgeordnete Liebknecht zu Leipzig in einer am Donnertoggnerksgaultete:„Die Tatir der SoDas Thema des Rednert, aunz:„E.. Tum der#“ zialdemokratie und ihre Gegner“, und der Chefredakteuc des„Vorwärts“ wußte über diesen schier unerschöpflichen Vorwurf fast zwei Stunden zu sprechen. Neues aber beachte Herr Liebknecht nicht vor; man ist gerade bei Ausführungen dieses Umsturzführers sicher, nur Ladenhütern zu begegnen; indessen überrascht der genannte Abgeordnete sehr häufig durch Aeußerungen, die mit früherrn eigenen Betheuerungen oder auch mit Ansichtskundgebungen seiner Kollegen vom im Widerspruch befinden. So war dies auch zum Thei der Fall, als Herr Liebknecht in seiner unermüdlichen Redeleistung dann auf, die Verwirklichung dur kozial; demokratischen Ziele zu sprechen kam. Der Rerac####— nach der„Leuz. Ztg. folgendes aus: Dos„gzezgge Wahlrecht habe der Sozialdemokratie die verliehen, die Dinge nach ihrem Wunsche zu gestalten Sie wollte keine Gewalt gebrauchen, obgleich die Gegner das Beispiel gäben, daß in dem Gebrauche der Gewalt nichts Revolutionäres liege. Werde die Revolution genöthigt, sich der Gewalt zu bedienen, so werde dies nur zum Zwecke der Vertheidigung(l)geschehen. Ein gebemmter Strom oder ein verstopfter Dampfkessel suche sich scolcplich einen gewaltsamen Ausweg. Die Sozialdemokratie sei eine revolutionäre Partei, aber nicht durch Gewaltmittel suche sie ihr Ziel zu erreichen, die Anwendung der Gewalt überlasse sie den Gegnern. Ihre Taktik sei nach wie vor die Verbreitung des Wissens unter der breiten Masse des Volkes. Dort, wo diese Verbreitung durch die Gegner gehemmt werde, mache sich Mord oder Todtschlag breit. Zu der jetzt von den Gegnern so viel besprochenen Diktatur des Proletariats müsse es schließlich komme, denn diese sei eine nothwendige Folge der jetzt von den besitzenden Klassen über das Proletariat ausgeeübten Diktatur. Alle gegnerischen Parteien würden sich schließlich in einer einzigen kapitalistischen oder besser Partei vereinigen, deren alleiniger Zweck die Bekämpfung der großen sozialdemokratischen Partei sein würde. Dieser Kampf werde aber für die Gegner ein aussichtsloser und nur das Wachsthum der Sozialdemokratie Der Sieg sei nicht mehr fern. Der Giahfnackt bi. Das ist der reine Eiertanz, den Herr Liebtnecht hier vor den„Genossen" aufführt. Die Sozialdemokratie also ist eine revolutionäre Partei, das wenigstens giebt der genannte Abgeordnete zu; auch daß die„Diktatur der Proletariats"— soll heißen eine Schreckens= und Willkürherrschaft der Parteiführer— unausbleiblich ist, wofern an die Verwirklichung des Sozialistenstaates herangegangen werden soll, gesteht Herr Liebknecht ein. Wie sich aber mit diesen Eingeständnissen die Behauptung des Redners decken soll, daß die Sozialemokratie„keine Gewalt gebrauchen wolle", ist des Herrn Liebknecht Geheimniß geblieben. Er könnte sich die Sache wohl so vorstellen, daß Staat und Gesellschaft in aller Ruhe zusehen, bis die Umstürzler Stadt und Land revolutionirt haben, daß darauf die„Genossen“ die bekannte Forderung stellen, innerhalb vierundzwanzig Stunden sollen alle Betriebe und alles Eigenthum in ihren Besitz übergehen, und daß diesem Ukas selbstverständlich sofort Folge geleistet werde. Geschieht das nicht in Güte, leisten Staat und Gesellschaft bei dieser großen Expropriirung Widerstand— dann befindet sich die Sozialrevolution im Vertheidigungszustande und dorf mit Fug und Recht Gewalt anwenden. So mag mancher Genosse sich die Sache vorstellen. Herr Liebknecht aber wird selbst nicht so naiv sein, en eine solche Entwicklung zu glauben. Die„Bourgeois“ werden den sozialrevolutionären Bach nicht erst zum Strome heranwachsen lassen; sie werden die Quellen abgraben und sich durch undurchbrechbare Dämme schützen; sie werden, um auf das zweite Beispiel des Redners Bezug zu nehmen, die sozialrevolutionären Dampfkessel aufmerksam überwachen und jeder Ueberheizung derselben steuern, sowie durch rechtzeitiges Oeffnen der Ventile dem überschüssigen Tampf auf unschädliche Weise Abzug verschaffen. Dann aber freilich wird der Sozialdemokratie nichts unders übrig bleiben, als offen zum Angriff an die Gewalt zu appelliren. mit Beschlag belegt waren, ausbezahlt erhielt, gesagt haben, er habe die 22 Mark für sich verbraucht und wolle die Summe später zahlen. Auf Grund der Aussagen dieser einzigen Zeugin, die mit A. offen verfeindet war, in deren Hause, wie gesagt, ein jüdischer Agent nach Mateial gegen A. geforscht hat, wird Anklage gegen einen Mann erhoben, der sich niemals irgend eine strafbare Handlung hat zu Schulden kommen lassen, daß A. lange Zeit durch eine Bürgschaft für einen befreundeten Lehrer in jüdische Wucherhände gerathen war, schildert er in seinem bekannten Werke selbst, es ist ihm aber durch eigene Kraft gelungen, sich herauszuarbeiten, was gewiß nur zu seinen Gunsten spricht. Die ganze Affaire scheint sich für jeden, der die Verhandlungen unbefangen liest, als eine schmutzige Intrique persönlicher Feinde herauszustellen. Interessant an den Verhandlungen, die wegen fehlender Akten nicht zum Abschluß kamen und mit Vertagung endeten, ist besonders noch der Umstand, daß nach einer Zeugenaussage Juden bereit waren, die ganze Auflage des Ahlwardt'schen Buches für das nette Sümmchen von 360000 Mark aufzukaufen. Das Werk muß den Inden also wohl sehr unangenehm sein. Dasselbe behält if alle Fälle mag der Prazeß ausfallen wie er will, sein fördern. Westfalen und * Witten, 13. April.(Danksagung des Fürsten Bismarck). Fürst Bismarck hat so viele Geburtstagsgratulationen in diesem Jahre erhalten, daß er dieselben nicht einzeln beantworten kann. Er hat demnach in den„Hamb. Nachr.“ das folgende Dankschreiben veröffentlicht: Zu meinem Geburtstage habe ich aus allen Gebieten des Reiches und von Deutschen im Auslande Glückwünsche und freundliche Begrüßungen erhalten. In der Freude, welche ich darüber empfinde, ist es mir ein Herzeusbedürfniß, auf jede einzelne dieser Kundgebungen in gleichem Umfange und gleicher Wärme direkt zu antworten. Es schmerzt mich, daß ich in dieser Beziehung ein Schuldner, wenn auch ein dankbarer, meiner Freunde bleiben muß. Die Zahl der Eingänge ist, zu meiner Freude, so groß, daß ich auf die Beantwortung jedes einzelnen auch dann würde verzichten müssen, wenn meine Arbeitskräfte erheblich größer wären, als sie sind. Ich hoffe deshalb von Herzen, daß meine Freunde, die mich durch ihre guten Wünsche erfreut haben, Nachsicht mit mir haben werden, wenn meine Kräfte nicht ausreichen, jedem Einzelnen schriftlich zu danken. Ich bitte sie, meinen herzlichen Dank durch diese Veröffentlichung freundlich entgegennehmen zu wollen. von Bismarck. Witten, 11. April.(Prozeß Ahlwardt.) Vor der ersten Strafkammer des Landgerichts l in Berlin stand am vorigen Sonnabend der Rector zur Disposition Herm. Ahlwardt, der Verfasser des bekannten Werkes: „Der Verzweiflungskampf der arischen Völker mit dem Judenthum", unter der Anklage der Unterschlagung im Amte. Wir kennen den Rector Ahlwardt nicht und haben nicht die geringste Veranlassung, uns besonders für ihn zu erwärmen, wir müssen aber gestehen, daß wir nach den Prozeßverhandlungen, die wir morgen ausführlich wiedergeben werden, ungemein überrascht sind, daß man auf Grund des vorliegenden, außerordentlich dürftigen Materials überhaupt Anklage gegen den Mann erhoben hat. Ahlwardt soll als Rektor einer ihm unterstellten Lehrerin Fräulein Thünneke, in derem Hause sich ein jüdischer Agent nach Material gegen A. umgesehen hat, eine ihr aus Ueberstunden zustehende Summe von sage und schreibe; zweiundzwanzig Mark erst auf wiederholtes Drängen ausgezahlt und ihr an einem Tage, an welchem er sein Gehalt mit 900 Mark, wovon 200 Mark allerdings durch das Gehaltsabzugsverfahren auf alle Faule, mag der Plozeß n2 Witten, 13. April.(Repräsentantenwahl.) Am Schlusse des gestrigen Gottesdienstes wurden die wahlberechtigten Gemeindemitglieder zur Ergänzungswahl der Gemeinderepräsentanten auf Mittwoch, den 22. d. M., Morgens 11 Uhr, eingeladen. Die Wahl findet in der Kirche statt. Es scheiden aus die Herren: Kerstin, Dreyer, Brandstaeter, Gerbing, H. Albert, Th. Müllensiefen, Kübirski, Eicker, G. Brinkmann, Fr. Lohmann jun., W. Luhn, Th. Welland, A. Aufsermann, Aug. Schulte und C. Mellinghaus.— Die diese Wahl betreffenden Bestimmungen der Kirchenordnung lauten: Wähler der Repräsentanten sind alle Gemeindeglieder, welche das 24. Lebensjuhr zurückgelegt haben, zu den Bedürfnissen der Gemeinde beitragen und entweder ein öffentliches Amt bekleiden, oder einem eigenen Geschäfte vorstehen, oder eine eigene Haushaltung führen. Frauen haben kein Stimmrecht. Der großjährige Sohn eine Wittwe, welcher ein Geschäft führt und zu dem Haushalt gehört, kann eine Stimme abgeben. Wählbar zu Repräsentanten sind diejenigen selbstständigen Gemeindemitglieder, welche däs 24. Lebensjahr zurückgelegt, einen unbescholtenen Ruf haben, ehrbaren Lebenswandel führen und am Gottesdienste und heil. Abendmahl fleißig theilnehmen. Die Wahl erfolgt auf die Weise, daß jeder Wählende so viel Stimmen von Wählbaren. als Stellvertreter der Gemeinde zu ernennen sind, in einem verschlossenen Zeitel benennt und übergiebt. Die Stimmzettel dürfen nur durch die Wahlberechtigten persönlich übergeben werden. Die Ausscheidenden sind wieder wählbar.— Es sind also in dem Zettel 15 Namen aufzuführen. Die Liste der Stimmberechtigten liegt im Küsterhause offen. Der Beginn der Wahl wird durch Glockengeläute angezeigt werden. Witten, 13 April.(Personalia.) Angestellt sind die Postassistenten Brinkmann, Lorenz und Vogt II in Witten, versetzt sind der Ober=Postsecretär Berger von Witten nach Erfurt, der Postsecretär Jähnigen von Magdeburg nach Witten. In den Ruhestand versetzt ist der Postseceretär Lüngen dahier.„ X Herbede, 11. April.(Personarnoriz.) Am 1. d. M. ist der Stationsvorsteher Felig von hier als Vorsteher nach Born versetzt worden. An seine Stelle ist Herr Cramer getreten. * Herbede, 11. April.(Kirmeß.) Die gestrige Frühjahrskirmeß war von ziemlich kühlem aber gutem Wetter begünstigt und erfreute sich deshalb eines lebhaften Verkehrs. Was den Viehmarkt anbelangt, so war der Handel in Rindvieh ein flauer, Schweine waren dagegen recht viel aufgetrieben und gingen flott ab. Gegen Mittag war der Viehmarkt größtentheils beendet. Durchschnittlich werden wohl die nomadisirenden Buden= und Karousselbesitzer ziemlich gute Geschäfte gemacht haben. In den Halseband'schen und Kroniger'schen Lokalen spielten Kunstlertruppen; anderweit wurde munter das Tanzbein geschwungen, und so werden auch die Wirthe wohl alle Ursache haben, mit dem finanziellen Ertrage dieser Kirmeß zufrieden zu sein. Im übrigen ist alles ohne jegliche Störung verlaufen. Bochum, 11. April.(Die Anklage) gegen den Redacteur der„Westfälischen Volkszeitung" in Sachen der Steuerartikel, welche demnächst in Essen zur Verhandlung kommt, lautet auf Aufreizung zum Klassenhaß. Dortmund, 9. April.(Buffalo=Bill) wird mit seiner Gesellschaft im nächsten Monat hier eintreffen und am 13., 14., 15. und 16. Mai Schaustellungen veranstalten. Die Zelte und Lagerplätze der Indianer, wie der wilden Pferde n. s. w. werden auf der großen Wiese am Straßenbahndepot aufgeschlagen, während die Vorstellungen auf der Wiese am Saal stattfinden. Dortmund, 11. April.(A. Siegel.) Dem früheren Bergmann und jetzigen Redner A. Siegel scheint nachgerade der Größenwahn doch gar bedenklich zu Kopf gestiegen zu sein. In der neuesten Nummer der Westfälischen Freien Presse ist folgendes zu lesen:„Den Kameraden von Dorstfeld und Oespel, welche mich am 1. April zu meinem 35jährigen Geburtstag beglückwünscht haben, sage ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank für die mir geschenkte Aufmersamkeit. Der schlichte Glückwunsch meiner Kameraden hat für mich einen bedeutend höheren (22) Werth, als das silberne Tafelservice, welches Fürst Bismarck an demselben Tage von den Kapitalisten geschenkt erhielt, haben kann. Dorstfeld, 9. April 1891. August Siegel." Jede weitere Bemerkung zu dieser neuesten Leistung des„großen Führers“ wurde die unbeabsichtigte Wirkung dieser Ueberhebung nur beeinttächtigen.„ Aui,#9 st 4 Hörde, 10. Aprn.(Bahnstrecke nach Schwerte.) Der Ausbau der Bahnstrecke Langendreer=Löttringhausen bis Schwerte wird, wie verlautet, nicht erfolgen, dagegen kommt die Anlage einer Verbindungsbahn Hörde=Schwerte ernstlich in Frage. x Hagen, 10. April.(Leichenfund.) Heute Morgen wurde in der Ennepe die Leiche des etwa 25jährigen P., Sohn eines hiesigen Wirthes gefunden. Der Genannte war geisteskrank, wußte aber in vergangener Nacht seinem Wächter unter dem Vorwande zu entlaufen, er müsse den Abort besuchen. P. sprang aus dem Fenster und lief, nur nothdürftig bekleidet, nach der Ennepe, in deren Fluthen er, nahe bei der Weidestraße, den Tod suchte und fand. 722 Altenhagen, 12. April.(Großfeuer.) Um die Mittnachtsstunde verflossener Nacht etwa 12¼ Uhr entstand auf der hiesigen Filiale der Westfälischen Kalkindustrie Wicking u. Cie. Feuer, welches so rapide um sich griff, daß, als 12½ Uhr allarmirt wurde, bereits die Flammen haushoch empor schlugen. Das große Holzlagerhaus, vollständig mit Bauholz gefüllt, das Gebäude der Traßfabrik, nebst Maschinenraum sowie der Pferdestall standen alsbald in hellen Flammen. Die Allarmsignale der Feuerwehr, die Rufe:„Feuer!", das Laufen burch die Straßen weckte alsbald sämmtliche Bewohner Altenhagens aus ihrer Nachtruhe und die Straßen waren, wie wenn große Kirmes sei, sdicht voll Menschen, alle dem Brande zueilend. Es erschienen recht rasch die Feuerwehren von Altenhagen, Eckesey und Hagen auf der Brandstätte, welche bereits von Tausenden Neugieriger Pferde mit knapper Noth gerettet wurden. Die vom Feuer ergriffenen Gebäulichkeiten wurder bis auf den Grund eingeäschert und ist der Schaden ein ganz bedeutender. In letzter Zeit hatten wir in hiesiger Gemeinde ca. ein Dutzend Brände. Ueber die Entstehung verlautet nichts Bestimmtes. Die Trümmer brannten noch den ganzen Tag.. In e„„„ dem Kreise Ludinghausen, 7. April.(Gefaßte Diebe.) Der„W. M.“ berichtet: Die Diebesbande, welche so lange in unserer Gegend ungestraft ihr Unwesen trieb, hat jetzt entschieden Pech. Gestern Morgen ertappte der Knecht des Schulzen Bockholt zu Kirchspiel Seppenrade einen Fremden, der mit fünf lebenden Hühnern im Sack sich davonschleichen wollte. Der saubere Kunde, welcher anständige Kleidung trug, wurde gefangen nach Lüdinghausen gebracht, wo seine Person als die eines verrufenen Einbrechers Namens Henkel festgestellt wurde. Noch glücklicher war die Polizei zu Olsen. Dieselbe entdeckte bei einer Haussuchung in einem schlecht verläumdeten Hause der„großen Haide“ zwischen Olsen und Bork eine Menge gestohlener Gegenstände, z. B. Buxkin, Strickgarn, neue wollene Jacken, ein paar schwere Schinken u. s. w., die ungeblich ein Fremder zum„Aufbewahren" dorthin gebracht hatte. Auf dem Boden befand sich ein Lager für 6—7 Personen; es besteht kein Zweifel, daß dort eine ganze Bande längere Zeit ihren Schlupfwinkel gehabt hat. Das Schönste ist, daß die an verschiedenen Orten zur Haft gebrachten Strolche, um sich selbst zu entlasten, sich gegenseitig verrathen. Im Kreis=Gefängniß zu Lüdinghausen harrt ihrer jetzt eine ganze Reihe auf den Lohn für ihre ungebetenen Beau Münster, 9. April.(Landwirrschaftl. Provinzialverein.) Der Ausschuß des landwirthschaftl. Provinzialvereins für Rheinland und Westfalen ist vom Vorsitzenden des Vorstandes auf Freitag den 17. d. Mis. um 10 Uhr nach Hamm einberufen worden mit folgender Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Geschäftliche Mittheilungen. 3. Mittheilung über die Wahl der Deputirten und Stellvertreter. 4. Etat. 5. Vermehrung der EinnahmeQuellen der landwirthschaftlichen Vereine. Referent Direktor sorreferent" Herold.* Landwirthschaftliche Reumstanden wurde. An an Löschen war nicht zu denken, da das verheerende Element bereits solch gewaltige Dimensionen angenommen hatte, daß die hineingeschleuderten Wasserstrahlen die gierigen Flammen nur noch mehr in Wuth zu bringen schienen. Die Thätigkeit der Wehren hatte zunächst ihr Hauptaugenmerk auf Rettung der anstehenden Gebäulichkeiten zu richten. Die im Dienstgehäude der Filiale wohnende Familie des Verwalters koismann wurde in Sicherheit gebracht, während die Burgtorf. Eorkeseren: Prreu. 6. Zölle und Handelsvertrag mit Oesterreich= Ungarn. Referent: Oekonomierath Winkelmann. 7 Heimstättengesetz. 8 Wahl a) eines Mitgliedes des Kuratoriums der Maschinenhalle, d) zweier Mitglieder des Bezirks=EisenbahnRaths in Hannover und Köln. c) eines stellvertretenden Mitgliedes im Landwirthschaftsrathe und Oekonomes Collegium. 9. Wahl des Provinzial=Vereins=Direktors. * Minden, 8. April.(Die Porta Westfalica) erfährt in kurzem eine wesentliche Verschönerung und Verbesserung. Am Fuße des Wittekindberges ist nämlich ein umfangreiches Gasthaus,„Kaiserhof" benannt, errichtet worden. Der prächtige altdeutsche Bau, welcher seiner Vollendung naht, enthält zahlreiche bequeme Räumlichkeiten für Sommerfrischler, so daß dem früher für diese manchmal herrschenden Wohnungsmangel gesteuert wird. Weite Gartenanlagen sind dem Walde angeschlossen und dadurch abwechselungsreiche Spazierwege geschaffen. Und weil auch ein anerkannt sehr tüchtiger Wirth den Kaiserhof leitet, wird sich's in der schönen Porta künftig noch viel angenehmer leben lassen, als es bis dahin schon der Fall Hochdahl, 10. April.(Die Vergiftungen) im Hochdahl=Millrath=Haaner Jagdbezirk, haben sich von Tag zu Tag vermehrt. Annähernd 30 Hunde und mehrere Katzen sind bisher der Nichtswürdigkeit zum Opfer gefallen. Auch Kindern ist die vergiftete Wurst, die überall zerstreut liegt, schon gefährlich geworden. * Tüsseldorf, 10. April.(Ein Andenken vom letzten Kriege.) Herr Uhrmacher Kleemann, Bolkerstraße, machte den letzten Feldzug bei der 4. Esluocon des 5. Ulanen Regiments mit. Bei einem Ueberfall im nördlichen Frankreich erhielt er zwei Kugeln in die Schulter, welche aber nicht aufgefunden wurden. Erst jetzt spürt er, daß dieselben noch im Körper sitzen und bis unter das Schulterblatt gesunken sind. Wie die„D. Volksztg.“ meldet, soll eine demnächstige Operation ihn von diesem Andenken an den Feldzug befreien. Schiefbahn, 9. April.(Zu rechter Zeit.) Die Familie des Fuhrmanns Laumen hatte sich heute Morgen eben am Kaffeetische zurecht gesetzt, als plötzlich frau mit der Frage:„Woher kommt der Rauch ins Zimmer?" sich erhob, um nach der Ursache desselben zu forschen. Da ergab es sich denn, daß der Rauch burch die Spalten oer zum nebenanliegenden Schlafzimmer führenden Thür drang. Die Thür aufstotzen, durch das dicht mit Rauch angefüllte Schlafzimmer zu dem in hellen Flammen stehenden Bette stürzen und die darin bereits bewußtlos liegenden Kinder herausreißen, war das Werk eines Augenblickes. Dem einen Kinde waren bereits die Haare versengt. Wenige Augenblicke und es wäre zu spät gewesen. Der Brand wurde schnell gelöscht. Die Ursache desselben konnte nicht ermittelt werden. Duisburg, 8. April.(Als ernste Mahnung zur Vorsicht) mag folgender Vorfall dienen: EEine hiesige Dame wurde vor einigen Tagen von einem Unfall betroffen, der wohl selten vorkommt. Die Dame saß in der Nähe des Bettchens ihres kleinen Töchterchens mit Stricken beschäftigt, während das Mädchen etwas an den Kissen Bettchens ordnete. Wie es oft geschieht, benutzte die Dame in Gedanken die Stricknadel zu einer Manipulation im Ohre. In demselben Augenblicke wirft dis Mädchen ein Kissen von dem Bettchen auf den Stuhl, trifft dabei die Hand der Hausfrau und dadurch wird die Nadel mit Gewalt durch das Trommelfell tief in den Kopf. gestoßen. Sofortige Ohnmacht war die Folge des Unglucks. Es trat, was schlimm zu beurtheilen ist, heftiges Erbrechen ein, und lauge Zeit wird die Dame das Bett hüten müssen, selbst wenn man annehmen und hoffen will, daß der Unfall schlimmere Folgen nicht haben werde. * Mülheim a. Rh., 9. April.(Schlägerei von Musterjungen.) Heute Morgen entspann sich zwischen etwa 30 Musterungsjünglingen und der Polizei ein regelrechter Kampf. Da die jugendlichen Vaterlands=Vertheidiger mit Messern und Mistgabeln die Polizeibeamten angriffen, mußten Letztere der blanken Waffe sich bedienen. Mehrere der Rädelsführer wurden ver* Köln, 8. April.(Römische Särge.) Auf einer Baustelle an der Aachenerstraße wurden gestern drei Römersärge aufgefunden. Als die Arbeiter gefragt wurden, was außer den Särgen zu Tage gefördert worden sei, erklärten sie:„Jet Knöchelcher. Königswinter, 9. April.(Ein interessanter Münzenfund) wurde hier beim Ausroden eines dem Eau de Cologne=Fabrikanten Ferdinand Mühlens gehörigen Waldes gemacht. Die Parzelle liegt zwischen dessen Gütern„Wiutermühlenhof“ und„Zwischen, Berg“ am Fuß des Siebengebirges. Hier fanden Arbeuri in geringer Tiefe ein ziemlich großes, krugartiges, steinernes Gefätz vor, welches oben und unten geschlossen, am oberen Theile eine Spalte enthielt, wie man sie an Sparbüchsen angebracht findet. Die Arbeiter zertrümmerten den Krug und fanden im Innern desselben etwa sechzig Goldmünzen von guter Prägung vor. Dieselben entstammen, wie später festgestellt worden, dem 12., 14.„16. und 17. Wittlich, 8. April.(Veteran.) Der Nachricht gegenüber, daß der letzte Veteran von 1813 und 14 im Regierungsbezirk Köln und vielleicht in der ganzen Rheinprovinz in Deutz lebe und am 21. März 1796 geboren sei, theilt das„Wittlicher Krsbl.“ mit, daß auch in unserer Stadt heute noch ein Veteran lebt, welcher am 16. Februar 1792 hierselbst geboren wurde, mithin 4 Jahre älter ist, als obiger Deutzer. Es ist dies der Herr Cantons=Geist sein Gedächtniß noch ein sehr gutes. Was seine Rüstigkeit noch im letzten Sommer anbelangte, so sahen wir ihm mit Bewunderung zu, wie er sich 4 Halbe von „Grieblerschen Gesundheitsbrau" leistete und darauf gemüthlichen Schrittes nach Hause wanderte. Wie leicht zu denken, hatte der lange und besonders harte Winter seine Gesundheit etwas angegriffen; heute wieder hergestellt, waltet er in bester Weise seines Amtes. * Traben, 8. April.(Ertrunken.) Heute Nacht verunglückte der Rendant Herr Ph., welcher, aus einer Gesellschaft heimkehrend, von Trarbach nach Traben übersetzen wollte, beim Verlassen der Ponte aber wahrscheinlich fehltrot und in der hochgehenden Mosel verschwand, ohne daß einer der Fährleute irgend etwas von dem Unfalle wahrgenommen hätte. Vermischte Nachrichten. * Streikender Chor. In Mannheim kam es anläßlich der letzten Aufführung der Oper„Murgarethe" zu einem seltenen Auftritt. Der Intendant, Herr Baron von Stengel, hatte nach dem zweiten Akte dem Singchore die Mittheilung machen lassen, er werde das Extraspielhonorar von einer Mark nicht auszahlen, da schlecht gesungen worden sei. Das Chorpersonal war über diese fatale Kritik natürlich sehr aufgebracht und erklärte in corpore nicht weitersingen zu wollen, wenn jene Weisung nicht sofort zurückgenommen werde. Eine Oper ohne Chor, dies war nicht gut möglich, und so gab denu Herr von stengel,„der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe," nach. Trrinen in Reanel Unter Re Somba durften vie Baulelinen in Neapel nur in grünen Tricots auftreten. Die Gesetzgeber von Minnesota in den Vereinigten Staaten haben noch strengere Anschauungen über Moral auf der Bühne. Vielleicht auch im Hinblick auf die kühlere Temperatur, deren sich Sommers wie Winters, namentlich aber in letzterer Jahreshälfte, der Staat Minnesota erfreut, haben die weisen Gesetzgeber dieses Staates beschlossen, daß Prima Ballerinas wie Balletratten künftig nur noch in langen Kleidern, wenn überhaupt, sich öffentlich produziren dürfen, bei Strafe von nicht weniger als 5 Dollars und nicht mehr als 100 Dollars, oder nicht weniger als 5 Tage und nicht mehr als 30 Tage für jede Gewand= und Anstandskürzung.„„„ Was so ein steirischer Bauer an landesüblichen „Vergnügungen“ aushalten kann, lehrt folgende Gerichtsverhandlung, die dieser Tage in Graz stattgefunden: In einem Gasthause in Greisdorf hatte ein gewisser Franz Fuchs auf dem Tanzboden den Matthias Klug durch Messerstiche schwer verletzt. Matthias Klug nun, ein Mann von hünenhaftem Körperbau, sagt vor Gericht aus:„Wie der Fuchs herhaut, kommt mir vor, i g'spür was, i frag den alten Wassermann, der sagt: Schau schau, Dir steckt noch's Messer im Buckel. Ich sag, sei so gut und zieh's aussa. Er ziagt, aber aussa geht's Messer nit! Ich sag' zum Wirth, sei so gut und ziag mir's Messer aussa; der ziagt, was er kann, er stemmt si und reißt, aber aussa geht's Messer nit. Hiazt sag' ich zum Maier, der der Stärkste ist, scham Di', wenn Du's auch nit aussa bringst. No, der weckerzt so hin und her, und nachher hat er's halt zwegen bringen können; es war halt a lange Brotklingen bis zum Heft d’rin und hat si einikeilt in an Knoch'n, deswegen is“ so viel hart gang'n. Acht Tag lang hat's ma a bißl weh than, aber jetzt is' schon wieder guat. Der Fuchs hat mi halt a wengerl juck'n wöll'n!" Dus Gertcht war weniger duldsam und verurtheilte den Messerhelden zu dreizehnmonatlichem schweren Kerker. Ueber die Anlage von Hecken. Da die beste Pflanzzeit für Laubholz, das Frühjahr wieder heranrückt, nehme ich Veranlassung auf eine Heckenpflanze aufmerksam zu machen, die es ihrer vortrefflichen Eigenschaften wegen verdient, von Jedem angepflanzt zu WSS. eetoem G euter a Wer über einen trockenen, sändigen Garten voer eine ähnliche Fläche Landes verfügt und besagte Grundstücke gern einzäunen möchte, der pflanze den schwedischen Boxdorn. Diese einzig in ihrer Art dastehende Heckenpflanze ist besonders für leichten, trockenen Boden geeignet. Sie bildet eine undurchdringliche Hecke, verlangt wenig Pflege und widersteht allen Witterungseinflüssen. Auf freiliegendem, dem Winde ausgesetztem Terrain, wo sonst so leicht keine andere Pflanze gedeiht, greife man getrost zur genannten Pflanze, sie wird ihren Dienst nicht versagen, sondern in wenig Jahren eine Schutzwand bilden gegen jegliche Gewalt der Elemente und so die ganze Vegetation des Grundstückes schutzen. Der schwedische Boxdorn ist betreffs der Anspruchslosigkeit und Schnellwüchsigkeit der gerade Gegensatz zum Weißdorn, er wächst rasch, verlangt wenig Pflege, begnügt sich mit geringem Boden und hat wenig vom Wind, Nachtfrost, Raupen 2c. zu leiden. Der Weißdorn dagegen verlangt guten Boden, friert leicht zurück und ist dem Raupenfraß sehr stark ausgesetzt. Der Boxdorn ist ferner ein sehr schätzbares Material zur Umzäunung von Wildgärten, indem die dicht verzweigten mit vielen langen Stacheln versehenen Büsche Fasanen, Hühnern, jungen Hasen 2c. ein Obdach bieten gegen die Augriffe von Katzen, Raubvögeln und dergleichen. Außerdem nisten viele unserer befiederten Sänger, die doch die besten Freunde unserer Gärten sind, und als solche jeglichen Schutz verdienen, gerne in den Zweigen des Bozdorns.„ Am besten pflanzt man den Bozoorn als Steckling. ie Stecklinge haben ein sehr sicheres Wachsthum und entwickeln sich in 3—4 Jahren zu Hecken von 1 Meter Die beste Pflanzzeit ist März und April. Es ist einleuchtend, daß genannte Pflanze alle Aufmerksamkeit verdient und ist der Unterzeichnete gern bereit, auf frankirte Anfragen über Bezug, Kultur 2e. Auskunft zu ertheilen. P. P. Christian, Landschaftsgärtner, Tondern(Schleswig). fängnißaufseher Müller, weit und breit unter dem Namen „Vater Müller" bekannt und beliebt. Der nunmehr Neunundneunzigjährige liest und schreibt ohne Brille; auch Personenstand. Annen. Getauft: Friederike Anna Sophie Schwanhilde, T. v. Hüttenbeamter Otto Ferdinand Fischer, Annen.— Adele, T. v. Berginv, Ernst Uhwig, Ardei.— Paul Emil, S. v. Fabr. Friedr. Wilh. Keller, Anner.— Richurd Gustav. S. v. Fabr. Gustav Lame, Annen. Getraut: Bam. Friedr. Wilhelm Flick, Ardei und Anna Weber, Annen..„ 9— Beerdigt: Friedr. Wilhelm Busing, S. v. Ww. Luise Büsing 1 J. 1 M. 25 2. Langendreer. Getauft: Caroline Chatarine, T. v. Fabr. Gust. Horstmann, Crone.— Lisette Friederike Auguste, T. v. Bam. Wekking, Df.— Emil Franz Christian, S. v. Bam: Christian Köster, Obdf.— Julius Friedrich Wilhelm, S. v. Lokomotivführer Max Weber, Byf.— Aug. Andreas, S. v. Hermann Ganteführ, Obdf.— Clara Ida, T. v. Bam. Julius Mühling, Df. Getraut: Joseph Wilking u. Elisabeth Simon, Bhf. Beerdigt: Laura Heide 9 M. 1 T. Kronenburg. — Bam. Friedrich Kasperowski 27 J. 8 M. Bh.,(verunglückt.)— Gemeindesekretär Joh. Heinr. Friedr. Deepe 41 J. 2 M. Df. Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte 2c. rauchen seit Jahren Holländ. Tabak von B. Becker in Seesen a. H., 10 Pfd. franco S Mk. mit stets gleichem Behagen. Deutscher Verein, Witten. Montag, den 13. er., Abends 8¼ Uhr bei Arens, Vortrag über: Gelogen wie gedruckt. Gäste haben Zutritt. Wegen Ordnung der Bucherei sind die ausgeliehenen Bücher abzuliefern. Der Vorstand. m Dienstag, den 14. April. Abends 8½ Uhr. Eim gr. Borgmann'schen Saale# Sanitätskolonne. 11. Ruhrstr. 11. Die neuesten Muster in Das neue Schuljahr beginnt Mittwoch den 15. April Morgens 7 Uhr. Die Prüfung der neu eintretenden Schüler findet am 14. Vormittags 9 Uhr statt. Anmeldungen neuer Schüler nimmt immer des Realgonnasiums engegen. In Vertretung des Direktors: Dr. Matthes, Oberlehrer. Höhere Tochterschüle zu Wilten. Das neue Schuljahr beginnt am Mittwoch, den 15. Anmeldungen neuer Schülerinnen werden Montag, den 13. April, Vormittags von 9—12 Uhr, im Schulgebäude an der Nordstroße angenomnen. fndet gm. 14. April. Vormitaas9 Die Aufnahmeprüfung ficher um 2r. Apers, Bolmittag. Es wicd darauf aufmersan genocht, Pohgeregesfelehe die Kinder schon mit 9 Jahre der Anstau zu abrtherrin. Die Geburt eines krättigen Mädchens zeigen hocherfreut an. Alexander Brinkmann und Frau, Dorothes geb. Statmann. Witten, den 11. April 1891. Größtes Lager in Neuheiten Billiger wie jede Konkurrenz. Wilh. Lynen, Witten, Barmen, massiv guldenen Trauringen,(gesetzlich gestempelt) 4 schon von 4 Mi. an und döber bei B. Bansberg, Wilten, Bahnhofstr. 43. 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Garantirt reine, täglich frische Naturbutter, a M. 9,50 Süßrahmbutter,„„ 10,50 Kokosnußbutter,„„ 6.50 versende in Kisten à ca. 10 Pfd. franko gegen Nachnahme. Prima geräuch, westf. Schinken per Pfund 90 Pfg. Einkleben von Schriftstücken, B. Koetzold& Co. Die Verwaltung der Zeche Helene=Nachtigall zu Heven hat behufs Erweiterung ihrer Koakerei=Anlage die Verlegung eines Theiles des an Letzterer vorbeiführenden Communal= weges beantragt....... 9 u. Ligfeits. Dieses Vorhaben wird gemaß§ 57 des Zustandiglens= gesetzes vom 1. August 1883 hierdurch bekannt gemacht mit der Aufforderung, etwaige Einsprüche binnen vier Wochen zur Vermeidung des Ausschlusses bei der unterzeichneten Wegepolizeibehörde geltend zu machen Herbede, den 6. April 1891. das ist etw Jedes Sprichwort h Produkt der Volk st und enn Eewelr Witten. ein Beweis eiten gewisse Leute rachen, daß sie an saßstab anlegten, a ist es trotz allen eitalter hot vielleich h Gerechtigkeitsgefüh emder Handlungen halten wird. Grof s minderwerthigen Allgemeinen und Im dieses zu erkenn kühe, das Verhalte lgen; wir wollen se der jüngsten Zei seifen. Da ist der berüh artellpresse— wie lättchen als unum ersucht— unterstützt eblich sind nun lolländischer Fussbodenlach A. A. Ursell in Attendorn. aldlungatrs # Ed. Oelbermann jr., Bonn, aus härtestem Bernstein bereitet. findet, einmal erproht. in jedem Ilaushalt 4 dauernde Aufnahme. Trocknet über HIINI Nacht. Nicht nachklenend. Direct aus den Verkaufstönfen zu streichen Sehr ergiebig, daher sehr billig. ½ Kilo 1.25 bei Gustav Leye, RuhrEin Landgut von 400 Morgen Ackerland und Wiesen, rechtsrheinisch in der Nähe des Siebengebirges, ca. eine Stunde vom Bahnhofe Obercassel, mit schönem Hause, jetzt getheilt in 3 Höfe, nachweislich an solide Pächter zu 21 Mark pro Morgen verpachtet, steht, getheilt oder zusammenliegend, zum Verkauf. Gefl. Off. sub X. 200 befördert die Exped. d. Ztg. straße 26, S. 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