erein, Winkel über: christlicherrn Dr. sationellen onge“. häste sind stand. wverein imlung März, Uhr. ung: Beiträge. he Betheiid gebeten. rstand. . d. M.: Uhr, e lung orstand. K er loose oose & Co., Matratzen Wunsch in muse. Ma18 5,50 M. zmann, str. 28.„ ril 189hule am Fradtlurer! narktlotterle Werthe von 10 elegante erde, sind à hen vom dwirthschaftl. kfurt a. M. n: in d. Exgeblatts, bei Carl Reinsie Zimmer6 Füll, solid. hied. Größen 1 Preisen ab urthmann, arte immer 1 vermiethen. sed. d. Bl. suche P Pfg.— g in den nplaren. ilfen in Crone. n 15 Jahren n schon gut ur weiteren if halbe Tage rrschaft. der Exped. Haus= und es dchen miethen gelatzsch, terre, Hagen. N in Witten. el& Co. ntwortlichkeit in Witten. No. 69. Fernsprech=Nr. 46 für Witten. Witten, Sonntag, den 22. Märj. Fernsprech=Nr. 18 für Hagen. 1891. Erscheint tüglich mit Ausnahme der Sonn= und Friertage. Insertionen werden die 7 gespaltene Petitzeile mit 10 Pf. berechnet. verbunden mit dem Abonnementspreis(inel der Gratisbeilage General-Anzeiger für Witten und Amgegend. „Märkisches Heim"): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahme auf der Post inel. Bestellgeld 2.20 Me. Staatssekretär Dr. v. Bötticher. Da über die Angelegenheit des Staatssekretärs Dr. von Bötticher noch immer die widersprechendsten Gerüchte umlausen, so dürfen wir, schreibt die„Köln. Ztg. noch einmal darauf zurückkommen. In parlamentarischen Kreisen wurde erzählt, Herr von Bötticher sei in die Lage gerathen, eine Bürgschaft, welche er für seinen Schwiegervater geleistet, durch Bezahlung wahrhalten zu müssen; ein Banquier und zwei politische Persönlichkeiten hätten die nöthigen Summen vorgeschossen; der Kaiser, der einen hohen Staatsbeamten nicht gern in einem derartigen Abhängigkeitsverhästniß sah, hätte es jedoch vorgezogen, die Vorschüsse durch Inanspruchnahme des Welfenfonds oder des allerhöchsten Dispositionsfonds zu beseitigen. Nach den Erkundigungen, welche wir eingezogen haben, ist der wirkliche Sachverhalt folgender: Herr von Bötticher war an den Geldverlegenheiten seines Schwiegervaters weder direct noch indirect, durch Bürgschaftsleistung u. s. w. betheiligt, hat jedoch beträchtliche Opfer gebracht, um dieselben beseitigen zu helfen; er setzte jedoch dem Fürsten Bismarck den peinlichen Thatbestand auseinander und bat um seine Entlassung. Fürst Bismarck wollte jedoch auf die Mitarbeit einer so bewährten Kraft nicht verzichten. Indessen wirkte die Angelegenheit auf die Stimmung des Dr. v. Bötticher niederdrückend, lähmte seinen Schaffeusmuth und schaffte so einen auf die Dauer unhaltbaren Zustand. Nach erneuter Besprechung der Sache machte Fürst Bismarck Ende 1887 dem Kaiser Wilhelm 1. Mittheilung von der Sachlage; auch Kaiser Wilhelm I. trat in warmer Weise für das Verbleiben des Dr. v. Bötticher im Amte ein. Eines Tages übermittelte Fürst Bismarck dem Dr. v. Bötticher eine Summe, welche genügte, um das Darlehn abzuzahlen, welches Freunde des Herrn Dr. v. Bötticher seinem Schwiegervater gemacht hatten. Dr. v. Bötticher erfuhr nicht, woher diese Summe stamme, Insbesondere war ihm gegenüber von dem Welfenfonds der von dem allerhöchsten Dispositionsfonds niemals die Rede; er betrachtete die Summe als eine Gabe des Kaisers und somit als einen ehrenvollen Beweis dafür, wie hoch der Monarch seine Dienste schätze. Diese Auffassung konnte ihm um so näher liegen, als er wußte, daß der Kaiser auch sonst in ähnlichen Fällen mit seiner Privatschatulle eingegriffen habe. Es ist eine ganz bekannte Thatsache, daß der verstorbene Kaiser Wilhelm in der freigebigsten Weise jederzeit bereit gewesen ist, unverschuldete Geldverlegenheiten tüchtiger Offiziere und Beamten, sei es aus eigenen Mitteln, sei es aus dem allerhöchsten Dispositionsfonds zu beseitigen. Der Kaiser hat in dieser Hinsicht im Stillen eine außerordentlich segensreiche, großartige Wohlthätigkeit geübt. Nur in den seltensten Fällen ist seine Hülfe an die Oeffentlichkeit gekommen. Am meisten bekannt geworden ist sein wiederholtes Dazwischentreten zu Gunsten eines berühmten, vor einigen Jahren verstorbenen Generals. Herrn von Bötticher gehen, wie wir hören, aus Anlaß des Zwischenfalls von allen Seiten Beweise lebhaftester Sympathie zu. Wie bereits gemeldet, hat der Kaiser, nachdem Dr. von Bötticher seinen Rücktritt angeboten, sich über die Angelegenheit Vortrag halten lassen und sich dann entschieden für das Verbleiven des Ministers im Amt ausgesprochen. Der Zwischenfall dürfte die Stellung des Dr. von Bötticher sogar noch befestigt haben, da man von der Auffassung ausging, die bekannten Gerüchte seien gerade zu dem Zwecke verbreitet worden, um die Stellung des Staatssekretärs zu erschüttern. folgende Ansprache:„Meine Herren! Ich bin recht zusrieden mit den Leistungen, die ich hier gesehen habe. Sie sind vollkommen instruirt, Sie haben erkannt, um was er sich handelt, beherzigen Sie, was Sie hier gelernt haben, und bedenken Sie, daß es allerdings nur Mittel zum Zweck ist. Vergessen Sie nicht, das, was Sie im Winter in den Turnräumen geübt haben, im Sommer draußen zu verwerthen. Gehen Sie mit den Schülern hinaus: Besonders gefallen haben mir Ihre Uebungen am Pferd und im Rundlauf. Die Uebungen im Rundlauf wurden mit einer Eleganz ausgeführt, die sonst gewöhnlich dem männlichen Geschlecht nicht eigen ist. Ich freue mich, Sie gesehen zu haben. — Der Preußische StatsanzHgg„hrsiterz Ver Feigr lichen Arbeiten genehmigt, daß mittellosen Kranken, sowie nöthigenfalls je einem Begleiter zum Zwecte der Aufnahme in öffentliche Kliniken und öffentlichen Krankenhäuser bei den Reisen nach und von den Heilanstalten eine Fahrpreisermäßigung auf den Staatsbahnen dadurch gewährt werde, daß bei der Benutzung der dritten Wagenklasse der Militärfahrpreis erhoben wird. Die Königlichen Eisenbahn=Direktoren sind angewiesen, demgemäß zu verfahren. Die Einrichtung tritt am 1. April dss. Irs. auf den Staats=Eisenbahnen in Geltung.... R.. 4itu G.. S. 95 — Der neue preußische Kultusminister Graf ZevutzTrützschler hat am Donnerstag offiziell die Geschäfte seines Ressorts übernommen....2 gacheunsauns und — Ueber die Frage der Gestaltung des Leupians und der Berechtigungen der Realgymnasien für die Zeit des unter den schonendsten Formen auszuführenden Ueber ganges derselben in andere Schularten sind endgiltige Entscheidungen noch nicht getroffen. Wie aber diese Entscheidungen auch ausfallen mögen, so liegt für vie Eltern, welche zu Ostern d. J. ihre Kinder Realgymnasien übergeben wollen, oder deren Söhne bereits solche Anstalten besuchen, ein Grund zur Beunruhigung nicht vor. Wie in einem Erlaß des Kultusministers vom 11. März ausgeführt wird, ist, abgesehen von einer in's Auge gefaßten Minderung der für das Lateinische von III B— 1A bisher in dem Lehrplan der Realgymnasien ausgebrachten Wochenstunden, für die Zeit des auf eine lange Reihe von Jahren zu bemessenden Uebergangs der Realgymnasiens in andere Schularten eine Aenderung dieses Planes überhaupt nicht beabsichtigt. Eine Beschränkung der seitherigen Berechtigungen aber würde vor der Vollendung des von VI bezw. III B an aufwärts nach und nach auszuführenden Uebergangs der Realgymnasien in andere Schularten höchstens bezuglich des Studiums der neueren Sprachen an Universitäten und der Zulassung zu dem betreffenden Lehramt an höheren treten können. Dieser Bescheid ist sämmtlichen Königlichen Provinzial=Schulkollegien zur Kenntniß und weiterer Veranlassung an die ihnen unterstellten Dirigenten und Curatorien höherer Schulen mit dem Auftrag mitgetheilt worden, durch geeignete Aufklärung des Publikums zur Beruhigung beizutragen und einem ungesunden Zudrang zu gymnasialen Anstalten thunlichst entgegenzuwirken. — Die Insel Helgoland ist in postalischer und telegraphischer Hinsicht vom 1. April d. J. ab dem Oberpostdirektionsbezirke Hamburg zugetheilt worden. — Auch die mexikanische Regierung hat nunmehr ihren Beitritt zu der internationalen Meterkonvention anocietot..„„ten f Sam äherbart — Auch auf deutschen Rennplatzen son dem überhand nehmenden Wettunfug zu Leibe gegangen werden. Dem Vernehmen der Berl. Pol. Nachr. zufolge haben die Vorgänge am Totalisator bei den deutschen Rennen, vielleicht auch 250 Mann. Die Einzelheiten des Vormarsches derselben sind ungefähr dieselben, wie die der zwei Expeditionen Stanley's. Morgan war genöthigt, seine Leute zu züchtigen, um den Austausch von Gewehren an die Eingeborenen gegen Lebensmittel zu verhindern. Nach einen langen Marsche traf die Expedition um Benue, Nebenfluß des Niger, ein. Van hier wurde sie nach Akgssa. hefördert. Der deutsche Dampfer, der ihr von Lagos aus entgegengesandt war, um sie nach Kamerun zu bringen, scheiterte; die Besatzung wurde jedoch durch den englischen Dampfer„Roquette" gerettet und nach Lagos befördert. Hundert Mann der Expedition starben auf dem Marsch. Morgan soll mit den Häuptlingen mehrerer Stämme Verträge abgeschlossen haben. London, 20. März. Der„Times" wird aus Lissavon gemeldet: Die Regierung wird am Montag in Mozambique eine Gesellschaft konzessioniren, welche sich verpflichtet hat, ohne Garantie die Pungwe=Eisenbahn und andere von der Regierung verlangte Bahnen zwischen den Flüssen Sabi und Zambesi zu erbauen. Die Bannen werden nach 30 Jahren Staatseigenthum. — Die Beschreibungen des Untergangs des Auswandererschiffes„Utopia“ bei Gibraltar lesen sich wie ein Schlachtbericht. Kaum hatte sich der Witdersporn des Panzerschiffes„Anton“ in die Seite der Utovia eingegraben, als die Stille der Nacht plötzlich von allen Schiffen der Ankerstätte zugleich durch Dampfpfeifen und Alarmzeichen unterbrochen wurde. Die italienischen Auswanderer auf der Utopia stürzten schreiend, weinend und betend aufs Deck, die Kriegsschiffe machten die Rettungsboote flott, ließen elektrische Wurflichter auf das untergehende Schiff spielen, um das Rettungswerk zu erleichtern, während am user, Ioum Auströmte. Diese konnten inMenge Zuschauer zusammensteen. Diese konnten indessen außer den dusteren umrisen dem elektrischen Licht wenig sehen, dagegen trotz Sturm, Regen und Wogenbraus deutich das Nothgeschrei und die Kommandorufe hören. Der Versuch, die Boote der Utopia auszusetzen, wurde bald aufgegeben, sie wären im Sturme am Schiffsrumpfe zerschellt und außerdem durch die Menge der brängenden Auswanderer untergegangen. Die Auswanderer machten sich den deck streitig, klammerten sich dann ans Takelwerk, oft Kinder an der Brust festhaltend, bis die Kräfte erlahmten, die Kinder ins Meer glitten und sie selbst nachfolgten: andere banden sich Weib und Kinder auf den Rücken, viele solcher zusammengebundenen Leichen wurden an die Küste ausgeworfen. Die Utopia war ein Eisenschraubendampfer aus Glasgow und hatte in italtenischen Häfen Mast und Kamine sichtbar. Das Ufer Wasser begraben, Mas und Rumme sichlrur. Las ufet ist mit Leichen formlich besäet. am Totalisator bei das neulich in Frankreich nothwendig gewordene Einschreiten gegen die bei den Rennen überhandnehmende Preußischer Spielwuth, die preußische Staatsregierung veranlaßt, der Frage näher zu treten und sollen augenblicklich Erörterungen über die weitere Zulassung des Totalisators auf den Rennbahnen innerhalb des preußischen Staatsgebietes stattfinden. Je eher der Totalisator beseitigt wird, um so besser wird es sicher sein. — In München ist die sozialdemokratische dortige „Post“ wegen des Aufrufes an die deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen, einen Theil ihres Verdienstes am 1. zur Anlegung eines allgemeinen Fonds zu ferneren Kämpfen für die Verkurzung der Arbeitsnit herzugeben, konfiszirt worden, da ohne behördliche Genehmigung keine Sammlungen veranstaltet werden dürfen. Herrenhaus. 10. Sitzung vom 20. März. Der Gesetzentwurf zur Ergänzung des Gesetzes betr. die evangelische Kirchenverfassung in den acht älteren Provinzen der Monarchie wurde in einmaliger Schlußberathung angenommen. Das vom Abgeordnetenhause beschlossene Wildschadengesetz wurde alsdann berathen und fand lebhaften Widerspruch. Der Entwurf wurde schließlich an eine Kommission von 15 Mitgliedern überwiesen. Endlich wurde folgender Antrag des Grafen Frankenberg angenommen:„Das Herrenhaus wolle beschließen: Die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, zu erwägen die Bildung einer Behörde, welcher alle Interessen der Wasserwirthschaft in Bezug auf die Landeskultur, auf Abwendung der Hochwassergefahren und bessere Ausnutzung für Schifffahrt und Gewerbe unterstellt werden. Hiernach wurde die Sitzung auf Sonnabend 12 Uhr vertagt.(Kleine Vorlagen.) Berlin, 20. März. Der Kaiser arbeitete heute Vormittag zunächst längere Zeit allein und unternahm darauf mit der Kaiserin eine gemeinsame Fahrt durch den Thiergarten. Demnächst erledigte der Kaiser Regierungsangelegenheiten und wohnte dann dem Schlußturnen der Zöglinge der Turnlehrer=Bildungsanstalt in der Friedrich= straße bei. — Bei der Schlußvorstellung in der königlichen Turnlehrer=Bildungs=Anstalt, bei welcher Leirer aus ganz Preußen versammelt waren, erschien der Kaiser und wurde vom Kultusminister Graf Zedlitz=Trützschler, wie von den Lehrern der Anstalt empfangen. Der Kaiser wohnte der 1¼ Stunde dauernden Vorstellung bei und verfolgte mit sichtlichem Interesse die Uebungen. Nach Beendigung derselben hielt der Kaiser Paris, 20. März. Die am Dienstag am AmbiguTheater von Deroulede veranstalteten Kundgebungen haben der Staatsanwaltschaft zu der Annahme Anlaß gegeben, daß die Patriotenliga fortbestehe. Infolge dessen wurden Haussuchungen im 5. und 13. Arrondissement vorgenommen, Verhaftungen haben jedoch nicht stattgefunden. Paris, 20. März. Wie die Morgenblätter melden, ständen die von der Polizei in vergangener Nacht vorgenommenen Haussuchungen mit einer Demonstration der Patriotenliga in Zusammenhang, welche letztere anläßlich des morgen auf dem Montmartre zu Ehren Fecry's stattfindenden Bankets beabsichtigt habe. Die Polizei habe bei der Haussuchung aufreizende, an alle Revolutionäre gerichtete Plakate beschlagnahmt. Paris, 20. März. Dem Vernehmen nach wird Deroulede wegen der in vergangener Nacht bei früheren Mitgliedern der Patriotenliga vorgenommenen Haussuchungen eine Interpellation an die Regierung richten und das Fortbestehen der Patriotenliga auch in Abrede Die Abtheilung des Ober=Colonialraths, welche die indochinesischen Angelegenheiten bearbeitet, hat sich für eine Ermäßigung der Steuern und Zölle sowie die Einführung von Werthzöllen an Stelle der spezifischen Der Senat nahm mit Einstimmigkeit den Gesetzentwurf betreffend die Gerichtsorganisation in Madagasdor an. england. — Das russische Eifenbahndepartement hat angeordnet, allen an den westlichen Eisenbahnen angestellten Beamten, die ausländischen Staatsverbänden angehören, zu eröffnen, daß die ihnen bisher eingeräumten Zugeständnisse aufhören, und daß sie unabweislich noch im Laufe dieses Jahres die russische Unterthanenschaft zu erwerben haben, widrigenfalls sie aus dem Dienste entlassen werden würden. Rom, 19. März. Die„Tribuna“ meldet aus Massauah, der Sultan des Stammes Ilabab, Kantibaieblad, sei verhaftet worden, anscheinend, weil er mit den Derwischen im Einvernehmen stand. Graf Antonelli werde über Zeila zurückkehren. Derselbe hätte eine längere Unterredung mit dem Negus dach nicht bekannt sei. Dasselbe Blatt giebt unter Vorbehalt das Gerücht wieder, daß der Negus sich weigere, das italienische Protektorat anzuerkennen. Rom, 20. März. Die Deputirtenkammer hat den Gesetzentwurf betreffend den Beitrttt Italiens zu dem Freundschafts= und Handelsvertrag zwischen Deutschland und Marokko vom 1. Juni 1890 ohne Debatte angenommen. Amerika. Washington, 20. März. Der Sekretär des Präsidenten Harrison hat auf Befragen konstatirt, daß ihm von einer angeblichen Depesche an den Gesandten Vhelps in Berlin betreffend Maßnahmen wSchweinefleisches Deutschland nichts bekongut Hz., Aicgsicht dos Präsidenten klärte, er wisse nichts von einer Abfichl des Prasiventen Harrison, gegen das deutsche Schweineeinfuhrverbot in der vom Journal„Mail and Expreß" behaupteten Weise In New=Orleans wollen sich die Vols=Leidenschaften noch immer nicht beschwichtigen lassen. Der Advokat Dunn, welcher in dem Prozesse gegen die gelynchten die Staatsanwaltschaft verr#eten, gerieth am Mittwoch auf offener Straße mit dem Journalisten Waters, welcher das Lynchen der Italiener gemißbilligt, in Wortwechsel. Beide zogen ihre Revolver, Waters wurde getödtet und Dunn tödtlich verletzt. Wochenschau. London, 20. März. Nach hier eingetroffenen Meldungen ist die vor etwa zwei Jahren von Kamerun nach dem Benue unter Führung des Lieutenant Morgan K or o* abgegangene deutsche Expedition u## Innern zuruugekehrt. Die Expedition bestand aus Zwei Todesfälle haben in der letzten Woche die Aufmersamkeit auf sich gelenkt: Trag, Sreisen Centrumsführer Windthorst ist wenige.. Len Prinz Jerome Napoleon, das Haupt der Zanillie Bonaparte, ins Grab gefolgt. Windthorst ein bedeutender Mann, mag man nun feine politischen Anschauungen theilen oder nicht, Jerome Napoleon höchstens ein agenartiger Mann; Windthegst, Mann, der für den Platz paßte, wohin dus Geschick ihn gestellt, Prinz Napoleon ein Mann, der seinen Beruf in jämmerlicher Weise verfehlt hat. Der deutsche Parlamentarier war ein Charakter, das Haupt der Napoleoniden war ein begabter, aber eitler und selbstgefälliger Mensch. Windthorst's Tod schafft eine Lücke in der deutschen Parlamentspolitik, die nach Jahr und Tag noch fühlbar sein wird, Jerome Napoleon wird in einigen Wochen völlig vergessen sein. Windthorst hat keinen Nachfolger, Jerome hat einen„Nachfolger“ in seinem ältesten Sohne Viktor, der allerdings noch viel weniger bedeutet, als sein Vater. Einem Sohn, der leichtmüthig gegen das Gebot, die Eltern zu ehren, verstoßen hat, fehlt auch die Sympathie. Der Tod des Abg. Windthorst ist über Deutschlands Grenzen hinaus mit Theilnahme begleitet, man hat eben überall erkannt, daß dieses Hinscheiden ein politisches Ereigniß ist. Was in Folge desselben im Reichstage geschehen, ob die Centrumspartei sich zusammenhalten oder aber auflösen wird, läßt sich im Moment noch nicht absehen. Augenblicklich liegen ja auch im Reichstage keine brennenden Fragen vor. horst's Leiche ist am Mittwoch in der vom ihm gestifteten katholischen Marienkirche in Hannover unter großem Schaugepränge beigesetzt, nachdem vocher schon in der Berliner Hedwigskirche ein feierlicher, vom Fürstbischofe von Breslau abgehaltener Trauergottesdienst stattgefunden hatte. Prinz Jerome Napoleon ist in der Lupergakicche in Turin beigesetzt worden auf Anordnung des Königs Hum bert von Italien, seines Schwagers, da er selbst keine Bestimmungen über den Ort hinterlassen hatte, an dem er einst zu ruhen wünschte. Genau ein Jahr ist gegenwärtig ver flossen, seitdem Fürst Bismarck von seinem Posten als deutscher Reichskanzler zurücktrat und Herrn von Caprivi Platz machte. Der Fürst scheint sich in die veränderten Verhältnisse völlig hineingefunden zu haben. Ein Besuch, den Graf Waldersee, der kommandirende General des schleswig=holsteinischen Armeekorps, von Altona aus dem Fürsten Bismarck in Friedrichsruh abgestattet hatte, wurde zum Mittelpunkt von allerlei Gerüchten gemacht. Heute ist in überzeugender Weise klargestellt, daß dieser Besuch eine Höflichkeitvisite gewesen ist, welche Fürst Bismarck in diesen Tagen erwidern wird. Daneben waren noch allerlei Klatschereien im Umlauf, nach welchen bald der Reichskanzler von Caprivi, bald der Staatssekretär von Bötticher zurückzutreten beabsichtigten. An allem diesem Gerede ist kein wahres Wort gewesen. In feierlicher Audienz ist im Berliner Schlosse eine Deputation der Landesvertretung empfangen worden, welche eine Ergebenheitsardresse überbrachte, in welcher zugleich um Milderungen der neuen Verschärfungen des Paßzwanges gebeten wurde. In seiner Antwort betonte der Kaiser, daß diese Milderung um so eher eintreten werde, je entschiedener die Lothringer ihre Zugehörigkeit zum Deutschen Reiche zum Ausdruck brächten. Die Straßburger Herren sind mit guten Hoffnungen nach Hause zurückgekehrt. Die Volksvertreter haben nun endlich nach der außerordentlich harten Arbeit der letzten Monate die nöthige Erholung bekommen: Der Reichstag ist zum Beginn der Woche in die Osterferien gegangen, das preußische Abgeordnetenhaus zum Schluß der Woche. Auch das Herrenhaus hat noch einige Sitzungen abgehalten. Der Reichstag hat noch gerade zur rechten Zeit den neuen Etat fertiggestellt, im preußischen Landtage liegen hingegen die Dinge noch recht weit im Felde. Dort wird nach Ostern die Etatsdebatte fortgesetzt. Selten ist in den lamenten so stramm gearbeitet, wie in den letzten Monaten, vielbeschäftigte Mitglieder hatten sich zeitweise 12 bis 14 Stunden pro Tag den parlamentarischen Arbeiten zu widmen. Die Abspannung war zuletzt darum eine allgemeine, der Besuch der Sitzungen mehr als schwach. Selbst die sozialdemokratischen Abgeordneten, deren Hauptstreben in früheren Sessionen stets war, so lange wie möglich in Berlin zu bleiben, sagten diesmal nichts, als Reichstagspräsident von Lewetzow den verehrten Kollegen glückliche Feiertage wünschte. Sein Ende erreicht hat der mit außerordentlicher Hartnäckigkeit geführte und zur sozialdemokratischen Parteisache erklärte Streik der Cigarrenarbeiter in Hamburg. Die Streikenden sind völlig unterlegen baare 400000 Mark sind ausgegeben, um dieses Ziel zu erreichen. Im rheinisch=westfälischen Bergdistrikt scheint eine kleine Minderheit der einen Ausstand zu wünschen, während die große Mehrheit dagegen ist. Die sozialdemokratischen Abgeordneten Singer und Auer bereisen das Gebiet und warnen die Bergleute vor neuen Streiks. Auf kolonialem Gebiete ist zu melden, daß der Reichskommissar von Wißmann von seinem Zuge nach dem Kilimandscharo=Gebirge wohlbehalten an der Küste wieder eingetroffen ist. Es ist dort völlige Ordnung gesichert, und die unruhigen Häuptlinge werden durch Anlage mehrerer Stationen in Zaum gehalten. Der Reichskommissar kann also seinem Nachfolger bei der nahe bevorstehenden Amteübernahme eine völlig berubhegäichtorgighunge geben. Emin Pascha ist noch am geblieben. Die Gründe hierfür sind noch nicht bekannt. R 0 * 9 0 Ganz scheußliche Geschichten werden aus dem„Lande der Freiheit" berichtet: In New=Orleans, wo zahlreiche Itoliener leben, bestand ein Geheimbund derselben„Mafia“, deren Mitglieder der Blutrache huldigten und nach und nach wohl ein halbes Hundert Menschen umbrachten. Der Polizeidirector Hennessy ging evergisch gegen diese Blut=Bande vor, wurde aber eines Abends erschossen. Eine Anzahl Italiener wurden unter der Anklage des Mordes verhaftet, von den Geschworenen aber freigesprochen. Die amerikanische Bevölkerung war wüthend, aber anstatt den, wie sie behauptete, bestochenen Geschworenen zu Leibe zu gehen, drang ein Haufe in das Gefängniß ein und ermordete— lynchte— ein Dutzend Italiener unter gräßlich widerlichen Szenen. Und die Blutthat wird von allen Zeitungen, der ganzen Bevölkerung so ein stimmig gebilligt, daß es den Behörden trotz der vorgebrachten Reklamationen des italienischen Gesandten in Washington unmöglich gewesen ist, einzuschreiten. In New=Orleans herrscht grimmige Aufregung und neue blutige Zusammenstöße liegen durchaus nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit. In Paris verübt die Patiotenliga jetzt auf dem Theater Revanchestückchen. Es werden verschiedene Stücke aufgeführt, deren Kern die Revanche=Idee bildet, auch ein schönes Lied wird gesungen, in welchem ein französischer Beamter einen deutschen „Spion“ erwürgt hat. Die Polizei ist wenigstens gegen den letzteren Unfug eingeschritten. Der Tod des Prinzen Napoleon findet in Paris verhältnißmäßig wenig Beachtung; der Mann war eben längst politisch todt. Recht schlechte Meldungen kommen aus Tonkin. Das Seeräuberunwesen hat eine derartige Ausdehnung gewonnen, daß die zur Verfügung stehenden Truppen zur Bewältigung nicht genügen. Eine neue Expedition wird vorbereitet. Die Engländer wollen den Sudan wieder erobern. Man befürchtet in London, die Italiener möchten von Massauah aus erst vordringen und den ganzeu Sudan=Handel an sich reißen. Mit den Portugiesen hat es verschiedene Konflikte gegeben in Afrika. Die Schuld daran liegt aber ausschließlich auf Seiten der britischen Heißsporne, die glauben, sich dem kleinen Portugal gegenüber Alles erlauben zu können. Die deutsch=österreichischen Handelsvertragsverhandlungen sind in Wien nach einwöchentlicher Pause wieder aufgenommen. Die Wiener Regierung läßt erklären, daß sie an einem definitiven Zustandekommen des Vertrages nicht zweifelt, doch ist nicht anzunehmen, daß der fertige Vertrag noch in der laufenden Session die Parlamente beschäftigen wird. Die Neuwahlen haben für das Ministerium Taaffe keine feste Mehrheit ergeben. Die Regierung muß also auch in Zukunft, wie bisher versuchen, für den Einzelfall besondere Mehrheiten der Volksvertretung zusammen zu bringen. Der Uebertritt der Großfürstin Sergius von Rußland, einer hessischen Prinzessin, zur griechisch=orthodoxen Kirche, macht allenthalben viel von sich reden. Es hieß, die Prinzessin habe sich erst nach langem Drängen bewegen lassen, den Glaubenswechsel vorzunehmen. Dazu wird aus Petersburg berichtet, der Uebertritt sei aus freien Stücken erfolgt. Auf der Balkanhalbinsel hat der ehemalige bulgarische Major Benderow von Neuem den Versuch machen wollen, einen Aufstand im Fürstenthum herbeizuführen. Die Regierung in Sofia hat aber zur rechten Zeit die Pläne der Verschwörung in die Hände bekommen, und damit ist das Unternehmen vereitelt. Sie kann sich freuen, die Verschwörer aber auch, denn das Ende des Zuges wäre doch nur— eine Kugel gewesen. Westfalen und 2 Witten, 21. März.(Ein Gedenktag) ernster und wehmüthiger Natur ist morgen, das Geburtsfest des verewigten Kaisers Wilhelm I. Ruht der greise Held nun auch schon Jahre lang in der Gruft; Tausende und Abertausende werden morgen des Einigers unseres Vaterlandes gedenken, unvergeßlich ist sein Name in die deutschen Herzen Witten, 21. März.(Das Alterspflegehaus„Bethanien“) in dem benachbarten Volmarstein, welches Pastor Arndt 1882 gründete, um alten Männern und Frauen eine trauliche Feierabendstätte bieten, wird jetzt bedeutend vergrößert werden. Dasselbe, jetzt 40 Personen Raum gewährend, wird nach seiner Fertigstellung, welche am 1. August d. Is. erfolgen soll, 70 Pfleglingen Aufnahme gewähren können. Eine spätere nochmalige Erweiterung ist, wenn die Noth dazu drängt, und die Liebe sie ermöglicht, in Aussicht genommen. Zu diesem Erweiterungsbau sind rund 20000 Mark erforderlich und Pastor Arndt wendet sich nun, da er erst 380,38 Mark hierzu hat, mit der Bitte an alle Menschenfreunde, ihn in diesem Liebeswerke zu unterstützen. Da das Haus in erster Linie den evang. Arbeitervereinen dienen will, indem Angehörige von Mitgliedern sollen Vereine bei der Aufnahme vorzugsweise berücksichtigt werden sollen, so wendet er sich besonders an die Arbeitervereine und sordert jedes Mitglied auf, nach Krästen zu helfen. Witten, 21. März.(Der nächste Vereinsabend) des„Deutschen Vereins" verspricht besonders interessant zu werden. Herr ten Winkel aus Elberfeld ist als geübter Redner rühmlichst bekannt und hat des von ihm gewählte Thema, worin er in großen Zügen eine Geschichte der ganzen sozialen und antisemitschen Bewegung entrollen wird, einen besonderen Reiz. Die Mittheilungen des Herrn Dr. König über den sensationellen„Fall de Jonge" dürfte allein schon genügen, Mitglieder und Gäste zahlreich zu versammeln. Sie werfen ein grelles Streiflicht auf die Herrschaft des Judenthums in Deutschland. 8 Witten, 21. März.(Der Reichs=Verein) wird heute Abend im großen Borgmann'schen Saale seine erste Hauptversammlung abhalten, welcher, da die Tagesordnung schnell erledigt sein wird, eine allgemeine patriotische Feier folgen wird. Es werden Ansprachen von hiesigen und auch auswärtigen Rednern gehalten werden; auch der Abgeordnete unseres Kreises, Herr Müllensiefen, ist eingeladen. Nicht nur Mitglieder des Vereins, sondern jeder reichstreue, wahlberechtigte Bürger ist hier willkommen. Im Uebrigen verweisen wir auf die Anzeige in 8 Witten, 21. März.(Amtliches.) In das bie sige Handelsregister ist die Firma P. Schrader eingetragen und als deren Inhaber der Ingenieur Paul Schrader zu Witten.— Ueber das Vermögen des Winkeliers und Fuhrunternehmers Georg Schneider zu Wullen ist der Konkurs eröffnet. Verwalter: Kaufmann Herm. Ewald zu Witten. Anmeldefrist bis 10. April. t Witten, 21. März.(Besitzwechsel.) Die Besitzung des Herrn Commerzienrath Fr. Vohwinkel zu Gelsenkirchen in der Ruhrstraße Nr. 33 hier ist durch Kauf in den Besitz des Herrn Heinrich Trottmann hierselbst zum Preise von 23500 M. übergegangen. Aus dem Ruhrthale, 18. März.(Schwere Arbeit.) Die Bestellung der Gärten und Felder in unserm sonst so reich gesegneten Thale ist in diesem Jahre für die Bewohner eine sehr mühevolle und anstrengende Arbeit. Durch die verschiedenen Hochfluthen, namentlich aber durch das furchtbare Hochwasser im Monat November ist der gute Mutterboden vielfach fortgespült, dagegen Ruhrkies in dichten Lagen angeschwemmt worden Letzerer wird nun wieder entfernt und Mutterboden neu angefahren werden, eine saure Arbeit. Die Landwirthe des Ruhrthals werden große Anstrengungen machen müssen, wenn sie in diesem Jahre dem Boden einen nennenswerthen Ertrag abgewinnen wollen. Mit den großen Ruhrwiesen und Weiden ist es auch traurig bestellt, stellenweise sind dieselben so verkießt und versandet, daß in diesem Jahre kaum eine rationelle Wirthschaft möglich ist. &am Langendreer, 20. März.(Baumeister's Panoptikum,) ein großes, reich ausgestattetes Kunstkabinet, ist am Sonntag und Montag am Berg.=Märk. Bahnhofe hier aufgestellt und wird der Beachtung des Publikums angelegentlichst empfohlen. Dasselbe enthält herrliche Erzeugnisse der Wachsmodellirkunst und zeigt die Fortschritte des Mechanismus in ansprechendster Weise. Besonders hervorzuheben sind die prächtig gelungenen Porträts sämmtlicher Kaiser und Könige Deutschlands, die lebensgroßen Gruppen aus der Märchenwelt, bewegliche Automaten, getreu dem Leben nachgeahmt. Wir können den Besuch des Panoptikums Jedermann empfehlen. Dortmund, 21. März.(Zur BismarckFeier) am 1. April d. J. haben haben so zahlreiche Einzeichnungen stattgefunden, daß das Comitee genöthigt ist, die Beschaffung weiterer Räumlichkeiten vorzunehmen. * Dortmund, 20. März.(Verurtheilt.) Der Redakteur der ultramontanen„Tremonia“, Herr Annavedder, wurde in der heutigen Sitzung der Strafkammer wegen Beleidigung des Herrn Bürgermeisters Dr. Haarmann in Witten zu einer Geldstrafe von 100 Mark verurtheilt. Hagen, 21. März.(Bismarckfeier.) Zur Feier des Geburtstages unseres ersten deutschen Kanzlers, des Fürsten Bismarck, findet am 1. April Abends in der Concordia ein großes Festessen mit Musik statt. Der mit zahlreichen Unterschriften versehene Aufruf wird in diesen Tagen veröffentlicht werden. Die Theilnahme scheint eine ungewöhnlich große zu werden.„ 8 Hagen, 21. März.(Gewerbeschule.) unter dem Vorsitz des Herrn Professor von Gizycki aus Aachen, der als Königl. technischer Kommissar erschienen war, fand gestern die Prüfung der Fachschul=Abiturienten statt. Sämmtliche Schüler, die zugelassen wurden, bestanden dieselbe, nämlich: Kleinschmidt aus Kassel. Lutter aus Schalke, Linzen aus Unna, Markers aus Ruhrort, Menke aus Dortmund, Meyer aus Münster, Müller aus Dortmund, R. Oelzner aus Hagen, Othlinghaus aus Laar bei Ruhrort, Ott aus Zornhoff im Elsaß, Ruppert aus Riemke bei Bochum, Söding aus Hörde, Wildt aus Kirn an der Nahe, Willikens aus Dortmund, Wüllenweber aus BurgNeustadt. Ein Schüler, Ruppert, wurde dispensirt und erhielt das Prädikat„Mit Auszeichnung bestanden. O Hagen, 20. März.(Schlägerei.) Gestern Abend gegen 7 Uhr zeigten mehrere junge Burschen aus Eilpe, welche noch von der Ziehung übrig geblieben waren, ihre Rohheit dadurch, daß dieselben den Pferdebahnwagen bestiegen und das anwesende Publikum fortwährend belästigten. Als dieselben von dem Kondukteur zur Ruhe aufgefordert wurden, saßten sie denselben beim Kragen und warfen ihn vom Wagen. Hierdurch entstand eine größere Schlägerei wobei der betr. Kondukteur am Kopfe verletzt worden ist. Der inzwischen hinzugekommene Kondukteur P., dessen Bruder auch zu den Raufbolden gehörte, ergriff Partei gegen seine Kollegen. Der Bruder des Kondukteurs P. welcher sogar mit einem offenen Messer nach einem Pferdebahnkutscher schlug, jedoch nur die Kleidung desselben traf, ist in Sicherheit gebracht. Hoffentlich erhalten die Mustebengel, die sich überhaupt dieses Jahr durch Rohheiten bemerkbar machten, ihren exemplarischen Denkzettel. * Hohenlimburg, 19. März.(Geburtstag des Fürsten Bismarck.) Der zur Feier des 76. Geburtstages des Fürsten Bismarck am 1. April geplante allgemeine Kommers wird im großen Saale des„Bentheimer Hofes“ stattfinden. Nicht nur der Ruf der dazu gewonnenen außwärtigen Kapelle, sondern auch die von bewährten einheimischen Kräften beabsichtigten musikalischen und deklamatorischen Vorträge versprechen den Abend zu einem recht genußreichen und patriotisch erhebenden zu machen. Deshalb sieht mian auch einem recht zahlreichen Besuche von Seiten aller Kreise entgegen. * Haltern, 18. März.(Giftmord.) In der gegen die Ehefrau Deitermann aus Flaesheim und deren Genossen, Fuhrmann Lenz, anhängigen Untersuchungssache wegen Giftmord fand hierselbst am vorigen Freiteg eine weitere Vernehmung mehrerer Personen statt. Dieselbe, sowie auch die stattgehabte Obduction der Leiche der Wittwe Deitermann haben, wie es heißt, weitere belastende Momente ergeben, so daß die Ueberführung der beiden oben Genannten von hier nach Münster heute o r Shügs, 19. März.(Waldbrand.) Verflossene Nacht nach 1 Uhr brannte ein Complex von ca. 4 Morgen der aufgeforsteten Dunkelberger Heide dicht bei Engelsbergerhof ab. Die Feuerwehr rückte aus und dämpfte den Brand. Wie das Feuer entstanden, weiß man noch nicht. Man vermuthet absichtliche Brandstiftung; doch kann auch ein achtlos weggeworfenes brennendes Streichholz den Brand verursacht haben. Essen, 19. März.(Neun Monate und dazu noch zehn Wochen Haft) erhielt der Redakteur der sozialistischen„Bergarbeiterzeitung", Heinrich Möller, wegen Aufreizung zum Klassenhaß und wegen zwei schwerer Beleidigungen des Generalsekretärs Bueck. * Duisburg, 19. März.(Herr Oberbürgermeister Lehr) wurde in der heute abgehaltenen Stadtverordneten=Versammlung einstimmig wiedergewählt, sein pensionsfähiges Gehalt auf 12000 Mark festgesetzt und ist ihm eine persönliche Zulage von 1500 Mark bewilligt ich nicht verfehlen, Ew. Hochwohlgeboren mit schleuniger Nachricht zu versehen. Graf Eulenburg. * Königswinter, 19. März.(Herr Bürgermeister a. D. August Mirbach), Ehrendürger von Königswinter, ist am 15. d. M. im Alter von 83 Jahren gestorben. Fast ein halbes Jahrhundert lang hat er die Verwaltung unserer Stadt geführt. Biebrich, 19. März.(Entgleist) ist gestern Nachmittag ein langer Güterzug auf der Station Mosbach. Außer den beiden Locomotiven sind noch 9 Wagen zum Theil zertrümmert. Neben verschiedenen zertrummerten Pianinos lagen zahlreiche Bruchstücke von Tischen, Stühlen 2c., sowie Hunderte von Eiern am Boden, welch letztere einen gelben See bildeten. Vom Personal ist Niemand verletzt. Mainz, 18. März.(Kindesmord.) Gestern Vormittag wurde hier ein Mädchen aus Marburg wegen des Verbrechens des Mordes verhaftet; das Mädchen war am 7. März mit einem etwa 14 Tage alten Kinde nach Mainz gekommen und hatte das Kind wahrend der Nacht lebend in den Rhein geworsen. Darauf fuhr das Mädchen, als ob nichts vorgefallen sei, wieder nach Marburg zurück. Dort erklärte es auf Befragen, ihr Kind sei gestorben. Da man von dem Mädchen einen Todtenschein verlangte, kam es nochmals hierher, um sich einen solchen Schein zu verschaffen. Bei der Behörde verwickelte sich das Madchen aber in Widersprüche, es wurde verhaftet und dabei gestand es den Mord ein. Venlo, 17. März.(Verhaftung.) Ein hiesiger Wirth wurde von der Polizei auf Anregung der Regierung verhaftet, weil derselbe im Verdacht steht, mit noch anderen bereits hinter Schloß sitzenden Genossen das Prägen und in Umlaufsetzen von falschem Gelde in hohem Maße betrieben zu haben. Der Verhaftete wurde zunächst in das Arresthaus zu Roermond gebracht, wo derselbe bis zu seiner Auslieferung an die deutsche Regierung verbleiben wird. Massenhinrichtung. Der jüngste Postdampfer aus China bringt die Nachricht, daß in der Provinz Kivantung während der letzten Tage des alten chinesischen Jahres 300 Seeräuber geköpft wurden. 2 Köln, 19. März.(Der letzte Beteran) aus den Befreiungskriegen von 1813 und 14 im Regierungsbezirk Köln, ja vielleicht der ganzen Provinz, ist der am 21. März 1796 zu Oberwinter geborene, in Deutz lebende Herr Friedrich Christen. Derselbe, ein noch ziemlich rüstiger Mann, vollendet übermorgen sein 95. Lebensjahr. Der Tag wird in Deutz auch festlich begangen 2 Könn, 20. März.(Kaiserbesuch.) Herr Oberbürgermeister Becker gab in der gestrigen Stadtverordneten=Versammlung dem Kollegium Kenntniß von einem Schreiben des Oberhofmarschallamtes des Kaisers. Dasselbe hat folgenden Wortlaut:„Berlin, 17. März. Ew. Hoch beehre ich mich ganz ergebenst mitzutheilen, daß Seine Majestät der Kaiser und König das Schreiben vom 10. dss. und die darin ausgesprochene Einladung mit Wohlgefallen en.pfangen haben und ein Festmahl der Stadt Köln im Gürzenich gern annehmen werden. Was den Zeitpunkt und die Einzelheiten der Reise betrifft, so stehen insoweit die Entschließungen Sr. Majestät noch nicht fest. Allerhöchstdieselben nehmen aber an, daß die Reise Ende April oder Anfang Mai dss. Irs. stattfinden werde. Sobald nähere Mittheilungen möglich sind, werde Verhandlungen des Schöffengerichts zu Witten am 19. März 1891. Als Schöffen fungirten die Herren Händler August Mertens von hier und Landwirth Friedrich Prein von Annen. 1. Der Arbeiter Heinr. P. von Bommern, Schuhmacher Aug. H., Fabrikarbeiter Franz B., Lehrling H. Ri. und Schlosser Friedrich Rö. sind beschuldigt, am 6. Nov. v. J. den Arbeiter Heinrich K. gemeinschaftlich mittelst diller Kuntirt und Messer keiprriich miphar F haden! dicker Knittel und Messer körperlich mißhandelt zu haben. Der Hauptanstifter zu dem Raufhandel scheint der Angeklagte P. zu sein, da er sich aus einer Hecke Stöcke riß und diese unter die andern Mitangeklagten vertheilte und der auch dem K. die meisten Schläge beibrachte. P. erhielt 6 Monate, H. 4 Monate, Ri. 3 Monate und B. 4 Monate Gefängnitz. Sie wurden sofort verhafte:. Rö. wurde freigesprochen. 2. Der Arbeiter Fritz S., Alex St. und der Rottenführer Jul. St. sind der gegenseitigen körperlichen Mißhandlung angeklagt. Der Gerichtshof belegte den S. unter Annahme mildernder Umstände mit 14 Tagen Gefängniß und sprach die beiden andern Angeklagten frei. 3. Die Ehefrau W. F. sen., der Arbeiter W. F. fr., Ehefrau A. B. und die Amalie M. hatten gegen ein Strafmandat von 15 M., das sie wegen Verübung groben Unfugs erhalten, Berufung eingelegt. Dieselbe wurde verworfen und es blieb bei der Strafe. 4. Der Arbeiter Carl M. war in eine Strafe von 1.50 M. genommen, weil er seine Tochter mehrere Tage ohne Entschuldigung aus der Schule gehalten hatte. Die hiergegen eingelegte Berufung wurde verworfen und ausgeführt, daß Schulkinder die Schule, auch wenn sie 14 Jahre alt sind, doch noch besuchen müssen bis die Entlassung aus derselben stattgefunden hat. 5. Wegen Pfandverbringung hatten sich die Eheleute Arbeiter H. B. zu verantworten. Der Ehemann B: wurde freigesprochen, die Ehefrau B. dagegen wegen Pfandverbringung mit 3 Tagen Gefängniß bestraft. 6. Gelegentlich des Hochwassers im vorigen Jahre sollte sich der Bergmann Carl B. von Heven Bretter und Pfosten, welche dem Bademeister T. gehörten und von dessen Floß herstammen sollten, angeeignet haben. Es erfolgte die Freisprechung. 7. Wegen Betrugsversuchs hatte sich der Lithograph L. B. zu verantworten. Da der Angeklagte dieserhalb schon zweimal vorbestraft ist, so erklärt sich der Gerichtshof für incompetent und verwies die Sache an die Staatsanwaltschaft in Hagen.„#.. K 5 8. Der Bahnarbeiter Roo. F. ist der Beleitigung des Polizeisergeanten B. von Bommern beschuldigt. Er wird zu einer Geldstrafe von 20 Mark oder 5 Tage Gefängniß nebst Kosten verurtheilt. 6 9. Der vorgeführte Schreiner Jos. Sch. ist der Landstreicherei beschuldigt. Da der Angeklagte an Fallsucht leidet und es ihm deshalb schwer wird, dauernde Arbei: zu erhalten, so erfolgte Freisprechung. 10. Der vorgeführte Fabrikarbeiter Carl F. von Hörde ist des Diebstahls beschuldigt. In 2 verschiedenen Fällen hat er seinen Schlafgenossen Kleidungsstücke, Geld 2c. entwendet und wird auch so noch von 2 verschiedenen Gerichten verfolgt. Für heute wurde er mit 4 Monaten Gefängniß belegt. Literatur. Berlin, Nationalzeitung, 1890, Nr. 130. Aus bewegtem Leben. Erinnerungen aus dreißig Kriegs= und Friedensjahren, von Hans Wachenhusen. Lieferung 1—9. Straßburg, Straßburger Druckerei und Verlagsanstalt, vorm. R. Schultz u. Co.— Der so sehr beliebte Erzähler Hans Wachenhusen sagt im Vorworte, daß er nicht Geschichte schreiben wolle, sondern erzählen, was er als Tourist, als Ethnograph, als Kriegsberichterstatter während Jahrzenten er= und durchlebt hat. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichniß des ersten Bandes genügt, um zu wissen, daß man es mit einem ungemein fesselnden Werk zu thun haben wird. In den vorliegenden neun Lieferungen, von welchen die erste Lieferung mit dem Bildniß des Autors geschmuckt ist, zeigt uns der Verfasser blutgetränkte Schlachtfelder, wie die parkettirten, von Kerzenglanz und Blumenduft durchflutheten Säle der europäischen Höfe, der Aristokratie, der morgenländischen Sultune, und weiter führt er den Leser durch das Volkstreiben der Weltstätte und an die Orte, an welchen im Fieher Millionen gewonnen und verloren werden. Die wechselreichen Aufzeichnungen sind frisch und plastisch dargestellt und darum fesselnd im höchsten Grade. Das Werk, auf das wir noch zurückkommen werden, erscheint in 12 bis 15 Lieferungen zu 50 Pfg. Amtlicher Preisbericht vom 19. März 1891. A. Kohlen und Koks. 1. Gas= und FlammenKohlen: a. Gaskohle 12.00—14.00. d. Flammförderkohle 10.00—12.00. c. Stückkohle 13.00—15.00. d. Nußkohle 10.00—12.00. c. Stückkohle 13.00—15.00. d. Nußkohle 12.00—13.50. e. Gew. Nußkohle Korn 1 13.00—14.90, Korn II 13.00—14.00, Korn 111 11.50—12.50, Korn IV 10.00 Iiwe.PFlaggen glehle Eae Eibe. g. Gruß6.50—700 2 Fettkohlen: u forderkohle 9.00—10.50. 1050—11.50. f. Nußgrußkohle 8.00—9.00 tohle#s f0 E. Fennzhunnk. Feirerk.hrrP.„„ Iwde b. Forderkohle beste melirte 10.50—11.50. c. Stuckkohle 13.00—14.00. d. Gew. Nußkohle Korn 1 12.50—13.50, Korn II 12.50—13.50, Korn 111 11.00—12.00, Korn IV 9.50.—11.00. e. Kokskohle 8.50.—00.00. 3. Magere Kohlen: a. Förderkohle 9.00—10.50, b. Förderkohle beste melirte 11.00—13.00. c. Stückkohle 16.00—17.00. d. Nußkohle Korn 1 17.00—19.60, Korn II 19.00—20.00. e. Grußkohle unter 10 m m 4.50—5.00. k. Fördergrußkohle 7.00—8.00. 4. Koks: a. Gießereikoks 16.00—18.00. d. Hochofenkoks 13.00—14.00. c. Nußkoks gebrochen 17.00—19.00. 5. Brikets: 14.00—15.00. B. Erze: 1. Rohspath 7.50—8.50. 2. Gerösteter Spatheisenstein 11.50—13,00. 3. Sommorrostro f. s. b. Rotterdam—.—. 4. Nassauischer Rotheisenstein mit ca. 50 pCt. Eisen 8.80. 5. Rasenerze franco——. C. Roheisen; 1. Spiegeleisen la. 10—12 pCt Mangan 00.00. 2. Weißstrahliges Eisen: Rhein, westf. Marken I 53-54. Rhein. westf. Marken Thomaseisen 00,00. Siegener Marken 00.00—00.00. Nassauische Marken—— 3. Luxemb. Puddeleisen 39.00—40.00. 4. Luxemb. GießereiGießereieisen(Hämatit Nr.!) 75,00. 9. Spanisches Gießereieisen Marke Mudela loco Ruhrort 75.00. 10. Engl. Roheisen Nr. III loco Ruhrort 61.00—62.00. 11. Engl. Bessemereisen loco Verschiffungshasen—.—, 12. Span. Bessemereisen Marke Mudela cif. Rotterdam 61—62. 13. Deutsches Bessemereisen 00.00.., M.urhrauchsffesfe D. Stabeisen: Grundpreis sier Verblauchsstrur im 1. Bezirk. Gewöhnliches Stabeisen 135,00. E. Bleche: Grundpreise. 1. Gewöhnliche Bleche 00,00. 2. Kesselbleche 00,00. 3. Feinbleche 130,00—140,00. F. Draht: 1. Eisenwalzdraht—.—. 2. Stahlwalz= Berechnung in Mark für 1000 Kilo und wo nicht anders bemerkt ab Werk.. g,igt aunhastent fest. Guk Der Kohlen= und Koksmarkt Reldrnhaltend sest. auf dem Eisenmarkt ist eine wesentliche Veränderung nicht eingetreten. In Roheisen sind in letzter Zeit größere Abschlüsse erfolgt. Nächste Börse 2. April. Markt= und Witten, 20. März. Weizen 19,50 M., Roggen 16,50 M., Gerste 15,00 M., Hafer, neuer 16,50 M., Kartoffeln 9,50 M., alles per 100 Kilo. Butter 1,05 M. per ½ Kilo. Wie die Kleinsten im Reiche Kämmerchen spielen, das erzählt zu allgemeinem Ergötzen der Bericht der Mind. Ztg. über eine der letzten Sitzungen des Parlaments von Lippe=Schaumburg. Es heißt darin:„Zunächst wurde darüber verhandelt, ob die Wahl eines ersten Präsidenten stattfinden solle. Abgeordneter von Bülow sprach sich dagegen aus, da für die laufende Sitzung, voraussichtlich die letzte vor Schluß des Landtages, eine Neuwahl nicht mehr erforderlich erscheine. Abgeordneter Salfeldt sprach für die Wahl; der Landtag mache sich lächerlich, wenn er ohne Präsidenten tage, nachdem er sich seither schon ohne Geschäftsordnung befunden habe. Ueber diese letztere Bemerkung entspann sich eine lebhafte Debatte; von der einen Seite wurde das Vorhandensein einer freilich nur geschriebenen Geschäftsordnung ebenso heftig behauptct, wie von der anderen bestritten. Schließlich wurde die Präsidentenwahl von der Tagesordnung abgesetzt. Darauf wurde die zweite Lesung des Etats in„2¾ Minuten" erledigt. Während einer Berathung der Petition des Frauen=Vereins„Reform“ richtet Abgeordneter Biesantz an den Vorsitzenden die Frage, ob es erlaubt sei, in offener Sitzung am Tische des Abgeordneten Butterbrod zu essen.(Bezieht sich auf den Abgeordneten v. Bülow, welcher gerade ißt.) Vicepräsident Langenfeld: Es seien für diesen Fall keine Geschäftsordnungsbestimmungen vorhanden.(Abgeordneter v. Bülow ißt denn auch weiter.) Abgeordneter Biesantz meint, dann sei er auch berechtigt, sich ein Frühstück aus der Eine drollige Scene aus Pitt's Leben hat einer seiner Sekretäre— so lesen wir in englischen Blättern— der Nachwelt überliefert. Pitt war heftig vom Podagra geplagt und lag in ungeheizter Stube— so hatte es sein Arzt vorgeschrieben— im Bett, als der Herzog von Newcastle zum Besuch erschien. Der Herzog war sehr frostig und hüllte sich, da die Unterhaltung sich in die Länge zog, in seinen Mantel. Da ihm dies nicht viel half, legte er sich, wie das bei den breiten Betten der Engländer leicht möglich ist, zu Pitt in's Bett, um sich zu wärmen. Beide Minister lagen nun neben einander in den Federn und zankten sich herzhaft über das Auslaufen der Flotte, ohne sich durch das Eintreten des besagten Sekretärs, der Depeschen überbrachte, irgendwie stören zu lassen. * Neuß, 19. März. Weizen, neuer, 1. Qual. 21,00, 2. 20,00, Landroggen neuer 1. Qual. 16.80, 2. 15,80, Wintergerste 00,00, Sommergerste 00,00, Buchweizen 00,00, Hafer neuer 15,50, Raps 1. Qual. 26,00, 2. 24,50, Aveei (Rübsen) 23,50, Kartoffeln 8.00. Alles 100 Kilo. Heu 500 Kilo 30,00, Stroh 18,00, Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ctr.(ohne Faß) 62,00, Rüböl 100 Kilo faßweise (ohne Faß) 63,50, Gereinigtes Oel 100 Kilo 3 M. höher als Ruböl. Preßkuchen 1000 Kilo 108,00. Weizenvorschuß 00 100 Kilo 00,00. Kleie 50 Kilo 6.00. Berlin, 20. März. 2½ Uhr Nachm. Fruchtbörse. Weizen März 000,00 April=Mai 212,75, Mai=Juni 210 25, 210,25 Mark. Gek. 0000 Centner. Roggen März 000,00, April= Mai 182,.50, Mai=Juni 180,00, Juni=Juli 178.25 Mark. Gek. 0000 Ctr. Hafer AprilMai 157,50, Mai=Juni 157,75, Juni=Juli 157,75 Mart. Gek. 0000 Ctr. Rüböl vorr. mit Faß 61,20, ohne Faß 60,20, April=Mai 61,20, Mai=Juui 61,20 Sep.=Okt. 61,40 Gek. 000 Ctr. Spiritus 70er vor. 51,50 April=Mai 51.30, Juni=Juli 51,50, Juli=Aug. 51,70 Aug.=Sept. 51,40 Mk 50er vorr. 71,20 Mt. Gek. 00000 Ltr. Petroleum vorr. 23,20 Mark Roggenmehl 0/1 März 25.25, April=Ma 25,15 Mk. Premen, 20. März. Petroleum vorr. still, 6.50 Brief. 16 lutwerpen, 18. März, Petraleum fest, vor., i# März 161 April 16 Mat 10/0 Tr. Personenstand. Getauft: Lina Alwine, T. v. Vergmann Joh. Georg Scharmatinet, Wullen. Emil Gustav, S. v. Bergmann Marhöfer, Herdeckerstr. Hedwig Emma, T. v. Bergmann Schulz 1 J. 10 M. 16. T., Wartenberg. Emma Dehecke, T. v. Fabrikarbeiter Carl Dehecke 1 Borbach. Paul Arthur Triebeler, S. v. Schneidermeister Adam Triebeler 1 ,.10 e Getauft: Johann Michael Wilhelm, Johann Theiß, Crone. Carl Gustnv, S. v. Fabrikarbeiter Friedrich Maaß, Croue. Ewald, S. v. Bergmann Fr. Wilh. Fischer, Calteh. Friedrich Wilhelm, S. v. Bergm. Friedrich Wilhelm Hausherr, Calteh. Alwing, Puldig., T. v. Maschinen=Wärter Friedrich Benus, Bhf. Annd Luise, T. v. Fabrikarbeiter Ernst Otto, Salzgrhzue, Haro, Garng wig, 2. v. Bergmann Karl Klemm, Maria Hedwig, 2. v. Hilfsweichensteller Ernst Pop, Df. S. v. Bergmann Gottlieb Brockfeld, Df. Beerdigt: Maria Wilhelmine Elfriede, T. v. Bergm. 8 Weslamp 2 J. 10 M. Obdf. Todtgeb. S. v. Bergm. g. Althüser, Grbl. Ehefr. Amalie Kurländer geb. Brämer 37 J. 7. M., Obdf. Montag, den Mittags 121 werde ich an der des Händlers G. Wullen: 1 Pultschrank, schrank, 1 Comm 1 Tisch, 6 Stü lator, 1 Real mi 1 Theke, 1 De öffentlich meistbiete versteigern. Witten, 21. M Fra Gerich Das Haus Win selbst(dem Schul Hrch. Brockhaus nem ca. 360er grof gut gel., werde ic des Besitzers verzie am Donnerstag, Vormittags im Lokale des W (zu den 3 Kaisern) bietend zum Verka Reflektanten u eingeladen. Immol Gaizer Mittwoch, 25. 1 Vormittags sollen in der Guts Herbede, I Siepen und M 80 Haufen Leiterbäumen, gen u. Baumpfä sowie 30 Hauft öffentlich meistb werden. Zusammenkun Herrn Herberho pforte und an Haus Ruhr,I Freiherrlich baben'sche Häuse An d in der 9 Schule sind die 27, 29, 31, 3 der Wittener Bau=Actien=Ges ringer Anzahlu Näheres No An der 1 gegenüber dem Krankenhause, Garti zu verpachten. Näheres Ban an Communaln vinzialstraßen Langendreer gel sehr günstigen 2 2 Vraue Junge fette Gä Graue Bettfeder Gute kräftige Gä federn „ Halbdaune Extra prima H daunen Prima Daunen versende in dop staubfreier A Nachn. Nichtc nehme frko zuri Proben veA. A. Ursell, Wwe. Joh. Pfandlei 27 Bred Violin Zither Guitar Koffer, Harmo Spiege Buxki: Regen Umhät Revol! in sehr gri vor Ziehung: 1 Die beliebter LoOSL 400 Gewinne 84,000 Mk., d Equipagen u. Drei Mark Secretariat! Vereins i Zu haben ir pedition d. M L. Pfannschil hold. rrgeffrcuger“ ossdampfer aus vinz Kivantung sischen Jahres 130. Aus beig Kriegs= und en. Lieferung und Verlagsso sehr beliebte Vorworte, daß erzählen, was sberichterstatter Ein Blick auf genügt, um zu fesselnoen Werk en neun Liefeit dem Bildniß erfasser blutgeI. von Kerzenle der europäändischen Suldas Volkstreilchen im Fieher Die wechseltisch dargestellt das Werk, auf eint in 12 bis f. r3 1891. ind FlammenFlammförder5.00. d. Nuß13.00—14.30, 50, Korn IV. ). g. Grußle 9.00—10.50. c. Stückkohle 12.50—13.50, 1.00, Korn IV ). 3. Magere irderkohle beste 17.00. d. Nuß19.00—20.00. Fördergruß16.00—18.00. oks gebrochen 2. Gerösteter rrostro f. s. b. senstein mit ca. 12 pCt Manwestf. Marken I 10.00. Siegener cken—.—. 3. remb. GießereiGießereieisen Nr. II—.—. 8. Deutsches 9. Spanisches 5.00. 10. Engl. 2.00. 11. Engl. —. 12. Span. erdam 61—62. Verbrauchsstelle 5.00.—.— ihnliche Bleche 130,00—140,00. 2. Stahlwalzund wo nicht ltend fest. Auf änderung nicht eit größere Abchte. M., uer 16,50 M., Butter 1,05 M. I. Qugl. 21,00 6.80, 2. 15.80, uchweizen 00.00, 2. 24,50, Aveei 100 Kilo. Heu Kilo in Partien 0 Kilo faßweise lo 3 M. höher 0. Weizenvor00. Fruchtbörse. kai=Juni 210 25, entner, Roggen i=Juni 180.00. r. Hafer Aprilli 157,75 Mart. 31.20, ohne Faß p.=Okt. 61,40 M. (pril=Mai 51,30, dept. 51,40 Mk Petroleum poxr. 25, April=Mai vorr. still, 6.50 eum fest, vorr., inn Joh. Georg 5. v. Bergmann T. v. Bergmann agelöhner Hugo Emma Dehecke, M. 20 T., Kl. Schneidermesster S. v: Fabrikarb. v. Fabrikarbeiter Bergmann Fr. 7, S. v. Bergm. lwine Hulda, T. hf. Anna Luise, ach. Lina Hedkrouenbg. Anna Ernst Pop, Df. Johann Dittmar, om, Böf. Otto, Gustav, Bergm. Bergm. Brümer Zwangsversteigerung. Montag, den 23. Mittags 12½ Uhr, werde ich an der Behausung des Händlers G. Schneider in Wullen: 1 Pultschrank, 1 Kleiderschrank, 1 Commode, 1Sopha, 1 Tisch, 6 Stühle, 1 Regulator, 1 Real mit Bierpumpe, 1 Theke, 1 Dezimalwaage öffentlich meistbietend gegen Baar versteigern. Witten, 21. März 1891. Franzmann, Gerichts=Vollzieher. Haus=Verkauf. Das Haus Winkelstr. 12 hierselbst(dem Schuhmacher Herrn Hrch. Brockhaus geh.) mit schönem ca. 360er großen Garten und gut gel., werde ich im Auftrage des Besitzers verziehungshalber am Donnerstag, 26. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Lokale des Wirths Arens (zu den 3 Kaisern) öffentlich meistbietend zum Verkauf aussetzen. Reflektanten werden höflichst ewgelaben. a W. Albert, Immobilien=Geschäft. Holz=Verkauf. Mittwoch, 25. März ds. Is., Vormittags 10 Uhr, sollen in der Waldung des Guts Herbede, Forstort düstere Siepen und Muttenthal circa 80 Haufen Rothtannen zu Leiterbäumen, Frechtungsstangen u. Baumpfählen geeignet, sowie 30 Haufen Brennholz öffentlich meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft beim Wirth Herrn Herberholz in Steinenpforte und an Ort und Stelle. Haus Ruhr, 16. März 1891. Freiherrlich von Rheinbaben'sche Rentei. llge ier Setdbtrisel An der Frlostruße in der Nähe der neuen Schule sind die Häuser Nr. 25, 27, 29, 31, 33, 35 und 37 der Wittener gemeinnützigen Bau=Actien=Gesellschaft mit geringer Anzahlung zu kaufen. Näheres Nordstraße 13. An der Pferdebachstraße, gegenüber dem evangelischen Krankenhause, sind noch 6 Gartenland zu verpachten. Näheres Poststraße Nr. 4. an Communalwegen oder Provinzialstraßen in Witten oder Langendreer gelegen, verkauft zu sehr günstigen Bedingungen. W. Dönhoff, Vrauerei Crengeldanz. Todes-Anzeige. Es hat dem lieben Gott gefallen, gestern Abend 8 Uhr meine innigst geliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante, fra Karl Husemann, Sophie geb. Kramme, durch einen sanften Tod von ihrem langen, mit Geduld ertragenen Leiden, im Alter von 58 Jahren und 6 Monaten zu erlösen. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Witten, Amelunxen u. Dortmund, 21. März 1891. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. März, Nachm. 3 Uhr vom Sterbehause, Ziegelstrasse Nr. 28 aus, statt. I. Ruhrstr. 11. . PruIf Größtes Lager in Neuheiten Billiger wie jede Konkurrenz. Wilh. Lynen, Witten, Barmen, Ruhrstraße 11. Neuenweg 21. Solide Agenten gegen hohe Provision gesucht. Sradtverbronckenversamntung. Oeffentliche Sitzung der Stadtverordneten Dienstag, den 24 März, Nachm. 5 Uhr, im Rathhaussaale. Tages=Ordnung: des Hauptvoranschlags für das Jahe 1891/92. Der Stadtverordneten=Vorsitzende: ErdmannVom Verkaufe erübrigt! Ein großer Posten neuer Herren= und KnabenAnzüge, Hosen 2c. werden zu Spottpreisen abgegeben. Wwe. Joh. Wilh. Wolff, Pfandleihanstalt, 27 Breddestr. 27. Gemüsemarkt, Witten. Nur noch 2 Tage! Nur noch 2 Tage mechuntsches Thralet Samstag, Abend 8 Uhr: ür Haupschorstelung. Sonntag: 3 brillante Abschieds=Vorstellungen. Anfang 4, 6 und 8 Uhr. Großes stets wechselndes Programm Neu! Die Expedition des Reichskommissars Major [Wißmann in Ost=Afrika. II Ein Carneval auf dem Eise. Große Produktion der berühmten Seilschwenker=Automaten. Die Wiedergeburt des [Deutschen Reiches und die Krönung Kaiser Wilhelm I. im Reiche der Unsterblichkeit. Deutsche Sagen und Märchen. Darstellungen des Diophramas, Karikaturen 2c. 2c. Entree: 1. Platz Mk. 1.—, 2. Platz 60 Pfg., Gallerie 30 Pfg., Kinder unter 10 Jahren 1. Platz 50 Pfg., 2. Platz 30 Pfg. Im Saale der Wittwe Hemsoty. Witten. 1 Borgmann's Saal. Sonntag, 22. März, findet von Nachmittags 4 Uhr an Großes Coucert 0 der verstärkten Spindler'schen Kapelle statt. Entree 30 Pf. Hierzu ladet freundlichst ein August Spindler, Musitdirektor. Musik=Verein. Montag 5 Uhr, Probe für die Damen. Dienstag 8½ Uhr, Probe für die Herren. Deutscher Verein, Witten. Montag, den 23. März, Abds. 8¼ Uhr bei Arens: n Vortrag des Herrn A. ten Winkel aus Elberfeld über: „Deutsch=sozial u. christlichsozial.“ •4 MANN!.. Mittheilungen des Herrn Dr. Speeialikäten=Vorstellungen König über den sensationellen mit Concert. Sonntag, den 22. Montag, den 23. u. Dienstag, den 24. März: Auftreten von Herren und Damen; beste Specialitäten der Welt, Mallenbristen. Draktseilläuferin, Kugelläuferin, K—„ M.(zhriften Bester Jahn=Athlot der Fall M. de Jonge“ Bücherwechsel. Gäste sind willkommen. Der Vorstand. Warum und Warum hat sich die große in Berlin erscheinende, für den Politiker wie die Familie gleich werthvolle Tageszeitung„Deutsche Warte" entschlossen, den Abonnementspreis auf 1 Mk. vierteljährlich zu ermäßigen? sie eine Massenverbreitung anstrebt und durch ihre monarchisch freimüthige, parteilose aber nicht farblose Richtung einen veredelnden und aufklärenden Einfluß ausüben will. Zu beziehen durch alle Postämter. * Tüschenührin in Nähe der Zeche Mansfeld. 0 e e Junge fette Gänse 0/60 M.d.Psd. Graue Bettfedern 1,30„„„ Gute kräftige Gäusefedern 2.00„„„ „ Halbdaunen 2.50„„„ Extra prima Halbdaunen 3.00„„„ Prima Daunen 3.50„„„ versende in doppelt gereinigter, staubfreier Waare frko. gegen Nachn. Nicht conv. 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