Ro. 28. Femsprch=Nr. 46 fir Witten. Witten, Dienstag, den 3. Jebrnar. 18 für Hagen. 1891. Krnefchfer a„„ Erscheit täglich mit Ausnahme der Sonn= und Friertage. Insertionen werden die 7 gespaktene Petitzeile mit 10 Pf. berechnet. verbunden mit dem General-Anzeiger für Witten und Amgegeno.“ Abonnementspreis(inel der Gratisbeilage „Märkisches Heim"): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg. bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahme auf der Post inel. Bestellgeld 2.20 Mr. Ein schweres Stück Arbeit wird die bevorstehende zweite Berathung der Gewerbeordnungsnovelle, d. h. des Arbeiterschutzgesetzentwurfes, im Plenum des Reichstages werden. Es liegen dazu über hundert Abänderungsanträge vor, von den Sozialdemokraten allein einige siebzig, und einige Wochen wird die Debatte wohl in Anspruch nehmen. Die Ansichten über den Umfang des Arbeiterschutzes gehen auseinander, und die einzelnen Bestimmungen sind auch von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu betrachten. In erster Reihe stehen gleichmäßig die Interessen des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers, dann spielt aber auch die Art der Arbeit, wo und wie gearbeitet wird, eine bedeutsame Rolle. Der Unterschied ist hier so unendlich groß, daß es gar nicht möglich ist, Alles unter einen Hut zu bringen, die gewerblichen Verhältnisse lasseu sich nicht nach der Schablone bemessen. Wir haben heute schon in der Dauer der Arbeitszeit erhebliche Verschiedenheiten, die in der Natur der Arbeit liegen, wir haben aber auch Verhältnisse, wo trotz anstrengender Beschäftigung hart und lange gearbeitet werden muß, weil die Umstände es erfordern. Und so wird es immer bleiben, so lange das Publikum es ist, welches dem geschäftlichen Leben seine Bedingungen vorschreibt, so lange Bedarf und Nachfrage die Fabrikation bestimmen. Das neue Gesetz muß diese Verhältnisse berücksichtigen, es muß und soll gesetzliche Grenzen schaffen, aber innerhalb derselben soll doch eine freie Bewegung herrschen. Schließlich hängt ja doch das allermeiste davon ab, wie die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich gestalten. Wo diese gut sind, da bedarf es keiner umfangreichen Vorschriften, jeder von beiden Theilen thut, was er kann; das ist so in kleinen Betrieben, das ist so in großen, und es kommt eine ganz gewaltige Liste zusammen, wenn wir nur einmal die im Interesse der Arbeiter von einzelnen Privatpersonen errichteten und unterhaltenen Anstalten aufzählen wollen. Wo die Dinge nicht so gut stehen, da soll auch das Gesetz sich so halten, daß kein Theil aus seinem Inhalt Wassen gegen den andern schmieden kann. Das liegt im Interesse des ganzen gewerblichen Lebens. Die Arbeit der Frauen, Mädchen, jugendlichen Arbeiter und Kinder, also der schwächeren Elemente, verdient gewiß genaue Regelung und möglichstes Entgegenkommen. Der Reichstag hat bezügliche Forderungen seit Jahr und Tag erhoben, und wenn auch schon vielfach Reformen in dieser Beziehung freiwillig durchgeführt sind, schwarz auf weiß ist besser. Jeder weiß dann, wie er daran ist. Sicher wäre es gut, wenn Frauenhände gerade in Fabriken nicht thätig zu sein brauchten, aber gewisse Verrichtungen sind nun einmal Frauenarbeit, und wovon wollten die Tausende leben? Hier ließe sich Manches wünschen, was wohl immer Wunsch bleiben wird. Hervorzuheben ist aber auch hier, daß die weitaus meisten Fabrikarbeiterinnen, jugendlichen Arbeiter 2c. in den Fabriken in helleren, luftigeren und gesunderen Räumen thätig sind, als wenn sie zu Hause in der engen Wohnung von früh bis spät schaffen müßten. Es wird das auch anerkannt, und große Etablissements, die Tausende von Arbeiterinnen beschäftigen, lassen sich die Fürsorge für diese erhebliche Summen kosten. Daß nicht Schatten fehlt, wo Licht ist, ist selbstredend, und darum ist die gesetzliche Reform ein Vorzug. Der brennendste Punkt in dem ganzen neuen Gesetz ist die Neuregelung über Bruch des Arbeitervertrages, Bestrafung von Streikagitatoren 2c. Es ist angesichts der verschiedenen Richtersprüche, die in letzter Zeit in solchen Dingen gefällt sind, gewiß zu wünschen, daß hier volle Klarheit geschaffen wird. Beispielsweise haben Gerichte die Androhung einer Arbeitssperre auch als Versuch einer Erpressung bezeichnet und eine recht scharfe Strafe verhängt. Aehnlich liegen die Dinge bei der Verurtheilung von Streikagitatoren und Kontraktbruch. Das neue Gesetz schlägt bezüglich des letzteren nach den Kommissionsbeschlüssen vor, daß der Kontraktbruch eine Buße bedingt, er schlägt auch vor, daß der Arbeitgeber zu seiner Sicherung den Betrag eines einwöchentlichen Lohnes einbehalten kann. Wenn diese letztere Bestimmung vom Reichstage angenommen wird, wird doch schwerlich Jemand davon Gebrauch machen, der nicht dazu gezwungen ist. Daß gehöriger Arbeit ihr Lohn zur rechten Zeit gehört, ist ja außer Frage. Jedenfalls muß darauf gehalten werden, daß beide Theile den Arbeitsvertrag inne halten, beide Theile haben gleich großen Nutzen und Vortheil davon. Dem Arbeitgeber kann es nicht angenehm sein, wenn ihm in dem Moment, in dem er Vorbereitungen zu umfangreicher Fabrikation getroffen hat, die Arbeitskräfte fehlen, dem Arbeiter aber auch nicht, wenn er in mißlichen Zeiten Knall und Fall vor die Thüre gesetzt wird. Hierüber wird der Reichstag feste und wohlwollende Bestimmungen treffen müssen, denn den Arbeitsvertrag schließen ja doch immer nach dem Gesetz gleichberechtigte Bürger. Aus dem Namen„Arbeiterschutzgesetz“ ist auch der berechtigte Wunsch herzuleiten, daß ein Geist der Gerechtigkeit und des Friedens das fertige Gesetzeswerk durchwehen möge, damit es den Zweck und den Nutzen erzielt, für welchen es bestimmt ist, zur Herstelluug des sozialen Friedens nach Möglichkeit beizutragen. Es wird nicht alle Leute zufrieden machen, die heute etwas auszusetzen haben, aber wir haben damit eine Grundlage gewonnen, die sich in Wiederstreit kommender Zeiten schon noch bewähren wird. Gewerbliche Streitigkeiten werden am besten immer innerhalb der eigenen Wände abgemacht, solche Dinge an die große Glocke zu schlagen, nützt keinem Theil. Aber soll dann einmal an das Gesetz appellirt werden, nun dann haben wir wenigstens sehr feste Prinzipien, deuen sich Jeder zu beugen hat, der Arbeitgeber und der Arbeiter. undscha ses Herr Staatssekretär Dr. Stephan hat die Petition von verschiedenen Zeitungen, welche eine Ermäßigung der Depeschengebühr für die Presse erbat, recht ungnädig zurückgewiesen und einen gegen die Zeitungspresse keineswegs wohlwollenden Ton angeschlagen. Er führte aus, wie die Zeitungen lediglich geschäftliche Erwerbs=Unternehmungen privaten Charakters seien und keinerlei Anspruch auf eine begünstigte Ausnahmestellung hätten. Kürzlich war auch Herr Staatssekretär von Bötticher in sehr unfreundlicher Simmung gegen die Presse. Es handelte sich um die Ausführung des InvaliditätsVersicherungs=Gesetzes, und da warf er den Zeitungen vor, sie thäten im öffentlichen Interesse zu wenig für die Aufklärung des Publikums und verbreiteten zu wenig die Bekanntmachungen darüber. Ei, ei! Einmal soll die Presse Verpflichtungen für das öffentliche Leben haben, andererseits betrachtet man sie aber als rein private GeschäftsUnternehmung die keine Bevorzugung und Erleichterung verdient. Da finden wir wie so oft den alten Widerspruch: Pflichten sollen die Zeitungen im öffentlichen Interesse haben, Rechte brauchen sie nicht. Aber auch die sonstigen Ausführungen Herrn von Spephan's stimmen unseres Erachtens nicht. Die Herabsetzung der DepeschenGebühren würde nicht„einzelnen Zeitungsbesitzern", sondern lediglich dem Publikum zu Gute kommen. Dies erhielte alle wichtigen Nachrichten früher und eine kleine Zeitung die jährlich nur eine gewisse Summe für Depeschen aufwenden kann, würde ihren Lesern dafür in Zukunft weit mehr bieten. Gerade die Unterstützung der Lokal=Presse erscheint uns im öffentlichen Interesse zu liegen. Wie uns bedünkt, hat Herr v. Stephan keinen glücklichen Tag gebebt. * Der Zusammenbruch des großen schottischen Eisenbahnstrikes, dem schon seit einiger Zeit entgegengesehen wurde, ist nunmehr eine vollendete Thatsache. Die Ausständigen haben sich zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit erklärt. Es ist das ein Sieg der Arbeitgeber, der an und für sich mit Genugthuung zu begrüßen ist, weil in diesem Falle Recht und Billigkeit auf ihrer Seite stand, der aber nichtsdestoweniger um theuren Preis erkauft wurde. Der Strike hat viele tausende kleinere Existenzen an den Rand ihres wirthschaftlichen Ruins gebracht, nicht nur in der Eisenbahnbranche, sondern in den verschiedensten industriellen Betriebszweigen. Denn zahlreiche Fabriketablissements sahen sich zur theilweisen oder gar zur gänzlichen Einstellung ihrer Produktion genöthigt, weil ihnen durch den Eisenbahnstrike die Mittel und die Wege genommen waren, zu produziren bezw. ihre Erzeugnisse an den Markt zu bringen. Stillstand der Fabriken aber ist gleichbedeutend mit Verdienstlosigkeit der Arbeiter, und, da letztere nur in den seltensten Fällen über Ersparnisse verfügen, die ihnen über ungünstige Konjunkturen hinweghelfen, mit Hunger und Noth ihrer Familien. Selbst wenn die von den Arbeiterführern leichtfertiger Weise in den Strike gehetzten Bahnbediensteten jetzt überall wieder zu Gnaden aufgenommen würden, wäre damit doch nur erst ein Anfang zur Gesundung der allgemeinen Lage des Arbeitsmarktes gemacht, und es mag noch lange Zeit dauern, ehe die Wunden, welche der letzte Ausstand dem wirthschaftlichen Organismus geschlagen hat, nothdürftig geheilt sein werden. Der erwähnte Ausgang des Strikes zeigt nachträglich, wie groß die Verlogenheit der Arbeiterverhetzer ist. Letztere behaupteten noch vor ganz kurzer Zeit, das Publikum habe seine Sympathien und seine thatkräftige Unterstützung, ausständigen Bahnbediensteten zugewandt, wa., nd in Wahrheit die Geschädigten, und deren Zahl ist Legion, voll Entrüstung gegen die intellektuellen Anstifter und Schürer der Strike=Kalamität waren. Es wird gut sein, sich an diesen Zustand der Dinge in Schottland zu erinnern, wenn über kurz oder lang der Versuch sich hervorwagen sollte, das Verhältniß zwischen Ursache und Wirkung auf den Kopf zu stellen, bezw. die durch den langwierigen Streit verursachten Mißstände den Arbeitgebern in die Schuhe zu schieben. Ueber den bereits kurz erwähnten, mißglückten, Revolutionsversuch in Lima der Hauptstadt Perus, werden jetzt dem„Hamb. Corr.“ weitere Einzelheiten mitgetheilt. Nachdem der frühere Diktator von Peru, Nikolas de Pierola, am 5. Oktober 1890 aus dem Gefängniß entflohen war, glaubte die Regierung, daß seine Anhänger versuchen würden, die bestehende Ordnung der Dinge umzustürzen. Die Regierung ergriff deshalb Vorsichtsmaßregeln, und als der Präsident sich am 3. Dezember nach Callao begab, um von einem nach dem Süden beorderten Bataillon Infanterie sich zu verabschieden, versuchte der frühere Präfekt von Lima, Oberst Morales Toledo nebst anderen höheren Offizieren und angesehenen Personen die Mannschaften in dem befestigten Artilleriepark=Gebäude aufzuwiegeln und Pierola zum Diktator auszurufen. Bis auf einzelne Ausnahmen ließen die Truppen sich nicht verleiten. Es entstand ein Kampf in dem geschlossenen Gebäude, und nach kurzem Widerstande wurden die Anstifter überwunden und sämmtlich erschossen. Nach einigen Angaben fielen die Meuterer im Kampfe, nach anderen wurden sie nach einem kurzen mündlichen Verhör erschossen. In der Stadt Lina brach momentan eine Panik aus. Die Straßen leerten sich und sämmtliche Hausthüren und Läden wurden geschlossen, Telegraphen= und Telephonverkehr verhindert. Am nächsten Morgen wurden 22 Leichen aus Santa Catalina nach dem Kirchhofe gebracht und in ein gemeinsames Grab gelegt. Pierola soll sich mit einigen Anhängern in der Nähe von Santa Catalina außerhalb der Stadt aufgehalten haben, auf den Moment wartend, wo das Fort in den Händen der Aufrührer sein würde, um sich dann durch eine Hinterthür hineinzubegeben und zum Diktator ausrufen zu lassen. Verschiedene Verhaftungen sind vorgenommen worden. Unter den Angeklagten befinden sich auch einige Franzosen, welche im Interesse des Herren Dreyfus den Putschversuch unterstützt haben sollen, um die Regierung einzuschüchteen. * Berlin, 30. Januar. Der Kaiser arbeitete beute Morgen zunächst allein und unternahm dann einen Ausflug nach dem Thiergarten. Auf der Rückfahrt ließ der Monarch vor der Wohnung des Reichskanzlers halten, mit welchem er längere Zeit konferirte. Später hatte im Schloß der evangelische Feldpropst D. Richter die Ehre des Empfanges, worauf Se. Majestät noch mit dem Kriegsminister und dem Chef des Generalstabes arbeitete. — Die Gerüchte von dem Scheiden des Generals Grafen Waldersee aus seiner Stellung als Generalstabschef sind augenscheinlich dieses Mal nicht ohne ganz bestimmten thatsächlichen Anhalt. Zweifelhaft scheint nur, ob Graf Waldersee das ihm angebotene ArmeecorpsCommando annehmen oder seinen persönlichen Ansichten und Neigungen folgend seine Demission erbitten wird. In militärischen Kreisen hält man das letztere für das Wahrscheinlichere. Auch in diesem Falle dürfte aber Graf Waldersee, dem Wunsche seiner Gemahlin entsprechend, seinen künftigen Wohnsitz voraussichtlich in SchleswigHolstein nehmen. — Der neuernannte Staatssekretär im Reichsjustizamt, Geheimrath Bosse, ist, wie aus Hannover geschrieben wird, in den hiesigen höheren Beamtenkreisen sowie in manchen Städten der Provinz eine wohlbekannte Persönlichkeit. Er war unter dem Oberpräsidenten Graf Otto v. Stolberg Regierungsrath im hannoverschen Provinzialschulkollegium und wußte bei Schulfeiern in der Provinz durch seine Ansprachen zu begeistern. Bekannt war seine kirchliche Stellung. Auch den Namen des Unterstaatssekretärs Barkhausen hat man hier oft nennen hören. Dieser Herr erschien zu wiederholten Malen auf der hannoverschen Landessynode als Vertreter des preußischen Kultusministeriums und hat durch seine milde, vermittelnde Thätigkeit viel zur Verständigung zwischen den Vertretern der hannoverschen Kirche und der Regierung beigetragen. — Die„Frs. Z.“ brachte kürzlich eine Notiz, wonch im Köthener Lehrerseminar eine Untersuchung wegen sozialdemokratischer Umtriebe unter den Seminaristen eingeleitet worden sei. Wie wir aus einer Erklärung ersehen, die der Seminardirekor Heine in der„Köthenschen Zeitung" veröffentlicht, ist die Meldung richtig, wenn auch etwas übertrieben. Thatsächlich verhielt sich die Sache so: Es war bekannt geworden, daß ein Zögling der zweiten Klasse des Seminars während der Weihnachtsferien in seinem Wohnorte eine Versammlung berufen und abgehalten habe, in welcher aus stark naturalistischen(und vielleicht auch sozialdemokratischen) Schriften Abschnitte vorgelesen worden seien. Eine Untersuchung ergab, daß der Seminarist anscheinend öfter Versammlungen in seinem Wohnorte zum Zweck von Vorlesungen aus naturalistischen Schriften veranstaltet und Schriften naturalistischen und sozialdemokratischen Inhaltes im Seminare gelesen und weiter verbreitet hatte. Der junge Meufch entzog sich der weiteren Untersuchung durch seinen Austritt aus dem Seminar, indem er zugleich anzeigte, daß etwaige Zuschriften an ihn an die Redaktion der Volksstimme in Magdeburg gerichtet werden sollten. — Bei den Verhandlungen, welche mit einer Reihe von Städten mit Königlicher Polizeiverwaltung in den letzten Monaten wegen Uebertragung einzelner Zweige der Wohlfahrtspolizei zu eigener Verwaltung gepflogen sind, ist in einigen Fällen die Staatsregierung auf ein ablehnendes Verhalten der Stadtbehörden gestoßen. Zum Theil aus finanziellen, zum Theil aus anderen Gründen. Diese Thatsache ist bemerkenswerth gegenüber dem Nachdrucke, mit welchem diese Maßregel in der Landesvertretung befürwortet wurde. — Da es wünschenswerth erschienen ist, den Medizinalbeamten einen größeren Schutz gegen Täuschung Seitens der Atteste verlangenden Privatpersonen und eine größere Freiheit in der Darstellung und Beurtheilung der festgestellten Zustände zu gewähren, so hat der Justizminister im Einvernehmen mit dem Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten die Bestimmung getroffen, daß, wenn nach den bisherigen Vorschriften oder nach den Umständen des Falles in der Strafrechtspflege der Unterstützung eines Antrags durch ein Attest eines Medizinalbeamten erforderlich erscheint, in der Regel Seitens der zuständigen Justizbehörde dem Antragsteller die Beibringung eines solchen Attestes auf seine Kosten aufzugeben ist. Demselben ist zugleich anheim zu stellen, sich von dem ihm zu bezeichnenden Physikus unter Vorzeigung der Verfügung untersuchen zu lassen, und ihm dabei zu bemerken. daß der Physikus das Attest unmittelbar zu den Akten einsenden werde. Demgemäß werden die Medizinalbeamten fortan, wenn sich derartige Personen unter Vorlegung einer solchen Verfügung einer Justizbehörde wegen ihrer Untersuchung und der Ausstellung eines Attestes an sie wenden, letzteres nicht an diese Personen auszuhändigen, sondern der betreffenden Justizbehörde zu den Akten einzusenden haben. Die direkte Einsendung des uttestes, insofern sich dieselbe ohne Schwierigkeiten ermöglichen läßt, ist auch in denjenigen Fällen zu bewirken, in welchen Privatpersonen die Ausstellung eines Attestes verlangen, ohne bereits im Besitze einer darauf bezüglichen behördlichen Weisung zu sein. Gotha, 31. Jan. Die Verkündigung der neuen Or“ ganisation des Ministeriums ist heute erfolgt. Es sind vier Abtheilungen mit drei Vorständen gebildet. Die erste für Reichsfragen, Auswärtiges und Ordenswesen untersteht dem Staatsrath v. Wittken, den Domänen steht Staatsrath Jacobi vor, die Ressorts des Staatsraths Strenge bilden Inneres, Justiz, Cultus, Finanzen und die Funktionen des Staatsministers. Braunschweig, 1. Febr. In Gegenwart Sr. K. H. des Prinzregenten sowie des Offizierkorps fand heute Mittag die feierliche Weihe der beiden von Sr. Majestät dem Kaiser an das braunschweigische Landwehr=InfanterieRegiment Nr. 92 verliehenen Fahnen statt. Domprediger Bichmann hielt die Weibrede. Bei der Nagelang schlug Se. K. H. der Prinzregent den ersten Nagel ein. Darauf übergab General=Major von Vahlkampf die Fahnen an beide Bataillone, und brachte ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. K. H. den Prinzregenten aus. Mülhausen i. Els., 31. Jan. Der Redakteur der „Elsaß=Lothringischen sozialdemokratischen Volkszeitung" Buch ist aus Anlaß grober Ausschreitungen, die bei einer vor einigen Wochen in St. Ludwig stattgehabten sozialistischen Versammlung gegen mehrere Personen, insbesondere auch gegen reisende Damen und Bahnbeamte, vorgekommen waren, zur Untersuchung gezogen und wegen Fluchtverdachts in Untersuchungshaft genommen worden. Metz, 31. Januar. In Saaralben wurde beim Eissprengen der Feldwebel Rogge durch Sprengstücke getödtet, zwei Soldaten vom Pionier=Bataillon Nr. 15 wurden verletzt. Oesterreich-Ungarn. Triest, 31. Jan. Das Stadtphysikat stellte fest, daß in drei Fläschchen Koch'scher Lymphe Tuaerkelbazillen gefunden wurden und schließt daraus, daß bei der Bereitung der Lymphe nicht mehr die goldene Vorsicht beobachtet werde. Bern, 31. Jan. Die deutsche Regierung hat gestern den Handelsvertrag mit der Schweiz getündigt. Dem Vernehmen nach ist durch einen vorausgegangenen Meinungsaustausch die Bereitwilligkeit der beiderseitigen Regierungen zu Verhandlungen über eine Erneuerung des Vertragsverhältnisses konstatirt. Frankreich. Paris, 31. Jan. Nach einem Telegramm aus Lissabon von heute hätten in Oporto drei Regimenter eine Bewegung in republikanischem Sinne versucht und wäre es zwischen ihnen und der Munizipalgarde, die der Regierung treu geblieben sei, zu einem Zusammenstoß gekommen. Anderweitige Bestätigung und nähere Details fehlen. Paris, 31. Jan. Weitere hier eingegangene Meldungen bestätigen, daß in Oporto eine militärische Bewegung zu Gunsten der Republik ausgebrochen sei, an welcher die Bevölkerung jedoch nicht theilgenommen habe; ein großer Theil der Garnison soll der Regierung treu geblieben sein, man hofft darum bald der Bewegung Herr zu werden. In Lissabon und den Provinzen herrscht Ruhe. Die Truppen mehrer Garnisonen rücken vereint gegen Oporto. Paris, 31. Jan. Der Maler Meissonnier ist heute früh in Folge eines Lungenschlages gestorben. * London, 31. Januar. Nach einem Telegramm der „Times“ aus Zanzivar vom gestrigen Tage sind die Bedingungen des Friedensvertrages zwischen England und Witu in Lamu veröffentlicht worden. Danach wird eine allgemeine Amnestie gewährt, von der nur diejenigen 12 Personen ausgeschlossen sind, welche bei der Ermordung der Deutschen und den späteren Ausschreitungen als Rädelsführer thätig gewesen waren. Das gestohlene Eigenthum wird, soweit es wieder zu erlangen ist, von den Behörden in Witn sofort zurückerstattet. Glasgow, 31. Jon. Der Streik der schottischen Eisenbahnarbeiter ist jetzt vollständig beigelegt. Vortugal. Lissabon, 81. Jan. Ueber die aufständische Bewegung Oyorto sind folgende ausführlichere Meldungen hier 10 Deeen— früh 4 Uhr. Die eingegangen Oporto, Sonnabend, 31. Januar,„— Aufständischen bestehen aus Mannschaften des 9. JägerRegiments, des 10. Infaterie=Regiments, aus einer Kompagnie des 18. Infanterie=Regiments und einem Theile der Douaniers zu Fuß. Die Aufständischen Luchten sich des Gebäudes der Polizeipräfektur und des Tengen#engebäudes zu bemächtigen, was indessen nicht gelang. Civilgonverneur übertrug seine Machtbefugnisse, sofort dem General Cortereal, Oberbefehlshaber der Mittal=Lircsion in Oporto, welcher alsbald die der Regierung treu gebliebenen Truppentheile gegen die Aufständischen vorgehen ließ. Die treugebliebenen Truppen bestehen aus der Munizipalgarde, der Brigade=Artillerie, einem Theil des 18. Infanterie=Regiments, einem Theile des 6. KavallerieRegiments und den berittenen Douaniers. Von der Bevölkerung hatte sich den Aufständischen nur eine wenig erhebliche Menge angeschlossen. Das Rathhaus, in welchem sich die Aufständischen verschanzt hatten, wurde von der Artillerie beschossen. Von Offizieren haben sich nur etwa 6 oder 7 von niederem Range an der, einen republikanischen Charakter tragenden, revolutionären Bewegung betheiligt. Der Führer der Bewegung scheint der Advokat Alves Veiga, ein Republikaner, zu sein. Die Zahl der bei den bisherigen Kämpfen auf beiden Seiten Gerodteten und Verwundeten beträgt etwa 40. Oporto, Sonnabend 31. Januar, Nachmittags. Um 11 Uhr Vormittags betrug die Zahl der Aufständischen nur noch 150 Mann. Der Advokat Alves Veiga hatte im Rathhause ein republikanisches Direktorium, gebildet, bestehend aus Rodriques Freitas, dem Oberrichter Soares, dem verabschiedeten General Correia Silva, dem Professor Azevedo Leite und Lucinio Pinto Leite; keiner der vorstehend Genannten war jedoch im Rathhaus persönlich anwesend. Der Kapitän Leitao und der Unterlieutenant Malheiros, welche die höchsten Chargen unter den aufständischen Truppen bekleideten, wurden verhaftet.— Die Aufständischen hatten sich ursprünglich auf dem Regeneracedo=Platze konzentrirt und drangen von da aus durch die Straße Santo Antonio vor. Dort stießen sie, als sie das Präfekturgebäude und das Telegraphengebäude besetzen wollten, zuerst mit den der Regierung treu gebliebenen, unter dem Oberbefehl des Generals Cortereal stehenden Truppen zusammen. Darauf wandten sich die Aufständischen nach dem Rathhause, aus dessen Fenstern sie die der Regierung treu gebliebenen Truppen beschossen. Die Zahl der Aufständischen hatte sich indeß nach und nach erheblich verringert; auch die Munition derselben war nahezu erschöpft, als die Munizipalgarde einen Sturmangriff auf das Rathhaus unternahm. Eine große Zahl der Aufständischen flüchtete dann durch die hinteren Ausgänge des Rathhauses, etwa 54 derselben, darunter 11 Nicht=Militärs wurden gefangen weggeführt; etwa 30 ergaben sich den Polizeibeamten. Auf Seiten der Aufständischen sind 3 Soldaten und 4 von der Civil=Bevölke rung getödtet, 36 Soldaten und 10 von der Civil=Bevölkerung verwundet. Sämmtliche Personen, welche sich in den Bureaus der republikanischen Journale befanden, wurden von der Polizei verhaftet; alle dort gefundenen Papiere und Schriftstücke wurden mit Beschlag belegt. Die Bureaus der Journale selber wurden geschlossen. Zmerika. * Der Oberste Gerichtshof hat in Sachen des englischcanadischen Appells gegen die Beschlagnahme des canadischen Robbenfängers„W. V. Sayward“ nach,ug### der Sachverwalter aller Parteien sich seine En#scheiung vorbehalten, die nicht vor März erfolgen dürfte. Die Regierung läßt ein riesiges Fort bei Sandy Hook bauen, das in einem Jahre vollendet sein soll. Einem Kabeltelegramm aus Newyork vom 28. Januar zufolge herrsche unter den Ansiedlern in St. Hilaire, Minnesota große Bestürzung, weil die Indianer in der Nachbarschaft die Kriegstänze wieder aufgenommen hätten. Die Weißen hätten sich zum Schutz zusammengeschaart die Regierung um Waffen, Munition und Truppen eten. Die Panik dehne sich längs der ganzen Grenze er Rothsee=Reservation aus. Es sei bereits ein Offizier abgesandt, um sich über die dortigen Zustände zu invorntrrn. Geschäftskrißs. a Witten, 2. Februar.(Für die Einführung des Pfarrers Birkenhoff.) welche nächsten Montag stattfinden wird, ist nachstehende Anordnung getroffen worden. Die Einholung des neuen Pfarrers unserer evangelischen Gemeinde soll am Sonnabend Nachmittag durch eine Abordnung der Kirchenvertretung von Hörde aus erfolgen, und die Gemeindeglieder werden demselben bis Löttringhausen entgegenfahren, um ihn von dort abzuholen. Es soll hierzu kein Sonderzug benutzt werden, wie anfänglich geglaubt war, sondern die fahrplanmäßigen Züge, welche 3,34 Uhr von hier und 6.05 Uhr von Löttring= hausen abfahren. Die Theilnahme der Gemeindeglieder scheint eine recht rege zu werden. Wie wir hören, werden sich die Mitglieder des evang.„Arbeitervereins“ sowie des erang.„Männer= und Jünglingsvereins“ sehr zahlreich betheiligen. Es ist bereits eine Liste im Vereinshause ausgelegt, in welche sich die Theilnehmer bis Mittwoch Abend einzeichnen können. Am Rheinischen Bahnhofe hierselbst werden die Sängerchöre der Oberklassen unserer Volksschule dem einziehenden Pfarrer den Willkommengruß entbringen. Am Sonntag Morgen wird alsdann in Italien. Rom, 30. Januar. Ein aus Tripolis hier eingelaufenes Telegramm vom heutigen Tage meldet, es seien mehrere Gruppen französischer Soldaten aus ihren Garnisonen in Tunis bis zu den türkischen Dörfern Nezen Nelous und Ethouamet vorgedrunzen, hätten sich dort gelagert, die Ortschaften in Besitz genommen und erklärt, daß hier die Grenze sei zwischen der Regentschaft Tunis und dem Vilajet Tripolis. Rom, 31. Januar. Wie der„Capitan Fracassa“ meldet, wird der Ministerpräsident Crispi Montag dem hier eingetroffenen Grafen Herbert ein Diner geben, zu welchem sämmtliche Minister Einladungen erhalten haben. Türkei. Konstantinopel, 31. Jan. Die Leiche des Botschafters Saadullah=Pascha ist gestern früh hier eingetroffen und wurde in feierlichem Zuge unter miltärischem Ehrenbezeugungen nach der Sotien=Moschee und serunn nach dem Mausoleum des Sultans Mahmud überführt, wo die Beisetzung erfolgte. Die britische Geschäftswelt befindet sich zur Zeit in recht unbehaglicher Stimmung. An dem Einlenken Frankreichs in schutzzöllnerische Bahnen ist nicht mehr zu zweifeln, Spanien geht ebenfalls mit Kündigung seiner Handelsverträge vor; die mitteleuropäischen Reiche denken wohl an Herstellung engerer handelspolitischer Beziehungen unter sich, nicht aber an Rückkehr zu abgelebten Freihandelsprinzipien. Und während so das festländische Europa fortfährt, sich von der britischen kommerziellen und industriellen Suprematie zu emanzipiren, sorgt die neue tradeunionistische Bewegung jenseits des Kanals dafür, daß die hergebrachten Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern gründlich unterwühlt und zerrüttet werden.— Trotz verschiedener während des verflossenen Jahres gemachter Anläufe steckt das Solidaritätsgefühl der englischen Arbeitgeber noch in den Kinderschuhen; sie haben sich in dieser Hinsicht von den Arbeitern gewaltig überholen lassen, und ernten die Folgen ihrer Kurzsichtigkeit in dem stetig wachsenden Terrorismus der Unionsmänner. Wo aber durch festes Zusammenhalten Attentate auf die Freiheit des Arbeitsvertrages zurückgewiesen, wie das soeben seitens der schottischen Eisenbahnen vollbracht ist, da fehlt, wie es scheint, die Einsicht und Energie zu ungesäumter konsequenter Verfolgung des errungenen Vortheils. Dem organisirten, zielbewußten, angriffsweisen Vorgehen der sozialistischen Trade=Unions steht zumeist eine desorganisirte, in lauter halbe Maßnahmen sich verzettelnde Abwehr gegenüber— kein Wunder, daß da die Lage des Arbeitsmarktes immer kritischer wird. In den Hafenplätzen kann man es jetzt fast täglich beobachten, daß die Rhederei= und Assekuranzgesellschaften sich bedingungslos den Forderungen der seemännischen, Dockarbeiter 2c. Unions anbequemen, um der prompten Abfertigung ihrer Schiffe und Frachtgüter gewiß sein zu können. Für das Frühjahr werden neue allgemeine Lohnerhöhungen seitens der Arbeiterführer, und zu deren Erzwingung Massenausstände vorbereitet. Der Pariser Bergarbeiterkongreß wird von England und Wales aus zahlreich besucht werden. Die Handelskammern hegen ernste Besorgnisse wegen der Gestaltung der Zukunft und fürchten eine weitere Verkürzung des englischen Antheils am Welthandel durch den kontinentalen Wettbewerb, der es natürlich nicht verabsäumen wird, die prekäre Lage, in welche das britische Geschäft sich durch die ihm bereiteten inneren Schwierigkeiten versetzt sieht, für seinen eigenen Vortheil auszubeuten. gegen 9..####tag Morgen wird alsdann in dem„11 liyr beginnenden Gottesdienste die feierliche Einführung durch Superintendenten König erfolgen. Um 1 Uhr wird sich dann im Hotel Voß ein Festessen anschließen. In der sich um 4 Uhr anreihenden Versammlung der Gemeindemitglieder im großen Voß'schen Saale werden verschiedene Ansprachen gehalten werden, in welchen der neue Pfarrer seitens der Gemeinde, der Stadt, des evang. Arbeitervereins sowie des evang. Männer= und Junglingsvereins u. s. w. begrüßt werden wird. Die Gemeinde wurde am Schlusse des gestrigen Gottesdienstes zu reger Theilnahme an dieser Einführungsfeierlichkeit eingeladen. 8 Witten, 2. Februar.(Deutscher Verein.) Auf die heute Abend stattfindende Zusammenkunft machen wir auch an dieser Stelle aufmerksam. Näheres ist aus der Anzeige in der heutigen Zeitung zu ersehen. Die Mitglieder werden gebeten, die Liederbücher mitzubringen. beven bei Witten, 29. Jan.(Arbeiterhäuser.) Die Verwaltung des Kohlenbergwerks„Helene" hierselbst beabsichtigt, in der Nähe der Zeche mehrere kleine Arbeiterwohnhäuser zu bauen und dieselben tüchtigen Bergleuten zum Selbstkostenpreise bei geringer An= und Abzahlung käuflich zu überlassen. Um ihren Arbeitern gute und preiswerthe Wohnungen zu verschaffen, hat dieselbe Verwaltung bereits eine ganze Reihe Familienhäuser gekauft oder angebaut. O Langendreer, 30. Jan.(Höhere Knaben schule.) Das Kuratorium der hiesigen höheren Knabenschule beschloß, die Schule von Ostern d. I. ab in der Weise umzuwandeln, daß dieselbe nicht allein eine Vorbereitungsanstalt für das Gymnasium und Realgymnasium, sondern auch für die lateinlose Schule bildet. Es soll zu dem Zweck das Lateinische keinen obligatorischen Unterrichtsgegenstand bilden, sondern den Eltern überlassen bleiben, ob sie ihre Kinder an demselben theilnehmen lassen wollen oder nicht. Diejenigen Knaben, welche kein Latein mitnehmen, beginnen dann sofort mit dem Französischen. Die Stundenzahl für letzteres wird so gewählt, daß die Kinder möglichst nach 3 Jahren in die Tertia einer Realschule eintreten können. Selbstvern landlich bereitet die Schule auch gleichzeitig ferner noch für Gymnasium und Progymnasium vor. Die etwaige Herabsetzung des Schulgeldes wird von der Zahl der eintretenden Schüler abhängen. Voraussichtlich wird aber letztere in Folge der Umwandlung der Schule sich wesentlich vermehren. Bisher hat die Schule unter der bewährten Thätigkeit des Herrn Kandidaten Kracht Tüchtiges geleistet. Die zu erwartende vermehrte Schülerzahl wird demselben Gelegenheit geben, seine Lehrbefähigung noch in ausgedehnterem Maße als bisher zu bekunden. Anmeldungen zum Eintritt nimmt schon jetzt Herr Pastor Prietsch entgegen. Wir wünschen zum Besten der bo der SSchul meinde der Schute weiteres fröhliches Gedeihen, damit die Eltern in der Lage sind, ihre Kinder mognch lange, auch den Tag über, in der Hut des Elternhauses zu behalten.„ 744 # Altenhagen, 31. Januar.(ultersrente.) Wie wir erfahren, haben bis jetzt aus dem Amte BöhleHagen etwa 25 Arbeiter im Alter von über 70 Jahren die Auszahlung der ihnen auf Grund des Invaliditätsund Altersversicherungsgesetzes. ga6 geltend gemacht. Da letztere in Hohe von 191 pro Jahr gewährt wird, so beläuft sich die ganze Summe auf 4775 Mark. Gewiß eine hübsche Beihülfe für die alten Leute, welche wohl geeignet ist, denselben ihren Lebensabend erträglicher zu gestalten. * Arnsberg, 29. Jan.(Wildstand.) UUnter der andauernden Kälte hat namentlich das Hochwild sehr gelitten. Der grimmigen Kälte einerseits wie dem Mangel an Nahrung andererseits ist manches der edlen Thiere zum Opfer gefallen. Wie Forstleute versichern, soll der reiche Wildstand des Arnsberger Waldes fast decimirt sein. * Schildesche, 30. Jan.(Krankenhausbrand.) In großer Gefahr schwebte gestern Nacht das hiesige Krankenhaus; der Dachstuhl des Gebäudes brannte lichterloh. Unserer Feuerwehr gelang es, den Brand rasch zu bewältigen. Ein Kranker, welcher vermuthlich das Feuer angezündet hat, ist in den Flammen umgekommen. Die Kranken hat man in einem Nachbarhause geborgen. Barmen, 31. Jan.(Welche Macht die schweren Eisschollen) hatten, welche das am letzten Sonntag eingetretene Hochwasser der Wupper mit sich führte, konnte man gestern, als das Wasser wieder auf seinen gewöhnlichen Wasserstand zurückgegangen war, beobachten. Oberhalb der Kaiserbrücke war bei der Fluth vom 24. November ein Theil von der Fabrik von Schlingensiepen eingestürzt und hatte dann der Zimmermeister Bosenus dort ein starkes Pallisaden=Schutzwerk angebracht. Dasselbe hat zwar bei dem Hochwasser am Sonntag dem Anprall der Eisschollen Stand gehalten, doch sieht man jetzt, wie die Stämme, die einen Durchmesser von 35 bis 40 Ctm. haben, bis zur Hälfte durchgestoßen und zum heil zerschellt sind. Hätten die Stämme nicht ausgehalten, so wäre das Schlimmste für die Fabrik, welche dem Hauptandrang der Eisschollen ausgesetzt war, zu befürchten gewesen. An einer etwas höher gelegenen Fabrik ist ein großer Theil der Maurer durch den Anprall der Eisschollen eingestürzt. Elberfeld, 30. Jan.(Unterschlagung.) Der bei der Firma Nietmann, Tuchfabrik in Vohwinkel, angestellte Commis Wilhelm Bergfeld ist vorgestern unter Mitnahme einer Summe von 52000 M. fluchtig geworden, die er, dem Vernehmen nach, an die Discoutobank in Berlin abschicken sollte. Der Diebstahl wurde sofort der Staatsanwaltschaft hier mitgetheilt, welche auch die nöthigen Maßregeln zur Auffindung des Flüchtlings sogleich anordnete. Inzwischen lief hier von Berlin an eine Anverwandte des Bergfeld ein Telegramm mit falschem Namen ein, in welchem der Ausreißer seine Ankunft und Adresse in Berlin mittheilte. Die Polizei bekam hiervon Wind und veranlaßte die Berliner Behörde, die Verhaftung vorzunehmen, die nach eingelaufener telegraphischer Meldung auch geschehen ist. Der gestohlene Betrag ist noch fast vollzählig im Besitz des Fluchtlings gefunden. Remscheid, 30. Jan.(Trichinen.) Von einem hiesigen Colonialwaarenhändler war einem ortsansässigen Fleischbeschauer ein Stück Speck zur amtlichen Untersuchung übergeben worden. Es wurden darin massenhaft Trichinen aufgefunden und zwar in einem Stück von der Größe eines Weizenkornes circa 72 Stück dieser unheimlichen Schmarotzer. Auffallend ist es, daß der Händler sich zu einer solchen Untersuchung veranlaßt sah, obschon der Speck laut Stempel in Oberhausen bereits untersucht und als trichinenfrei erklärt worden sein soll. Wenn sich dieses Gerücht bewahrheitet, und es dürste dringend geboten sein, der Sache auf den Grund zu gehen, so sind selbstredend folgende Fälle möglich: Entweder der Stempel ist gefälscht, oder aber der betreffende Fleischbeschauer hat kein richtiges Urtheil abgegeben. Jedenfalls ist die Angelegenheit darnach angethan, das Schweinefleisch konsumirende Publikum in hohem Grade zu beunruhigen. Essen, 31. Jan.(Dr. Carl Peters und Oscar Borchert) trafen heute zum Besuche bei dem Geheimen Commerzienrath Krupp hier ein. Köln, 29. Januar.(Kölner Humor.) Gestern Morgen erblickte man von der festen Brücke aus auf einer Eisscholle eine Kiste, auf welcher in großen Buchstaben zu lesen war:„Eilgut nach Holland". In der Kiste lag ein alter Hut und ein Scaffeekännchen. * Köln, 30. Januar.(Gefährliche Gase.) Zahlreiche Anwohner der dichtbevölkerten großen Spitzengasse, der engsten Straße der Stadt, sind heute Mittag einem schrecklichen Tode entgangen. Die in der Spitzengasse gelegene, drei Häuser umfassende Eisfabrik von Linde war im Betrieb, so schreibt die„Rh.=W. Ztg., als ein Zuleitungsrohr platzte, welches komprimirtes Ammoniakgas enthielt. Das flüchtig gewordene Ammoniakgas erfüllte nicht nur mit rasender Schnelligkeit den Fabrikraum, sondern drang auch in die Spitzengasse und in die dortigen Wohnungen ein. Den Leuten wurde in ihren Zimmern die Luft benommen und dem Ersticken nahe, eilten sie todtenbleich und angsterfüllt auf die Straße und den nahegelegenen Waidmarkt. wurden von den giftigen Gasen Frauen betäubt. und Kinder Die ganze Gegend war bläulichen Dunst gehüllr; den Nahe38 und Name. Roman von Mary Dobson. Ungeachtet der Familientrauer herrschte im Herrenhause von Greifenberg eine dort lange entbehrte animirte Stimmung, welche sich ohne Ausnahme Allen mittheilte, die in demselben anwesend waren. Emma ging dabei triumphirend einher; sie hatte Alles vorausgesehen: daß der Baron sich in seine so schöne junge Frau verlieben würde, sie diese Liebe dann erwiedern und sie endlich wie ein verheirathetes Paar leben würden. Auch zu Gesellschaften war zur großen Freude der lebhaften Kammerjungfer die beste Aussicht, denn verschiedene Nachbarn hatten sich zu Condolenzvisiten auf Greifenberg eingefunden, zugleich die junge Freiherrin kennen gelernt und, schnell durch deren persönliche Reize gewonnen, einen lebhafteren Umgang, als er bisher mit der Gutsfamilie stattgefunden, angebahnt. Auf dem Gute und dem Gutshofe herrschte reges, munteres Treiben; es war Erntezeit, die das schönste Sommerwetter begünstigt, und der Baron wie Inspektor waren die ganzen Tage thätig, so daß Helene ihren Gatten kaum mehr als einige Stunden sah, aber voll Interesse den von ihm geleiteten Arbeiten folgte. Aber auch sie war sehr beschäftigt; die große Haushaltung, von der ihre Schwiegermutter so viel gesprochen, nahm ungeachtet der geschickten Haushälterin viel Zeit in Anspruch, zudem mußte auch schon für den Winter gesorgt werden. Die Sommersonne reifte Alles sehr schnell, und allheiße abendlich schaffte der Gärtner Früchte und Gemüse ins Haus, die am folgenden Tage viele fleißige Hände bearbeiteten, und Vorratbskammern und Keller begannen sich zu füllen. In Eberstorff, wo die Ernte ebenfalls eingebracht wurde, war noch keinerlei Veränderung eingetreten. Der Freiherr hatte seine Mutter mehrmals besucht, sie aber stets aufgeregt und verstimmt gefunden. Nach Helene hatte sie nicht gefragt, da sie wahrscheinlich durch ihre Kammerjungfer, welche mehrere Male in Greifenberg gewesen, von dem dortigen Stand der Dinge unterrichtet war. Die Baronessen waren auch noch nicht wieder im Vaterhause gewesen, eben so wenig hatte Graf Bruno seine Verwandten besucht, doch sehnte Wanda sich nach Greifenberg, nach Helene und ihrem Stübchen und nach dem Garten, indem sie als glückliches Kind gespielt, und hatte schon mehrmals— aber vergeblich— um die Erlaubniß zu einem Besuch daselbst bei ihrer Mutter angchalten. Bei der nächsten Anwesenheit ihres Sohnes in Eberstorff sagte die Freiherrin, nachdem er nach ihrem Befinden gefragt:„Theodora und ich wollen in ein Seebad, Der Arzt ist ebenfalls der Ansicht, daß nur ein solches wohlthuend auf meine so heftig erregten Nerven wirkt und sie wiederum stärkt.“ „Ich bin ganz Deiner Ansicht, Mutter! Helene und ich haben noch kürzlich... „Es ist mir wirklich gleichgültig, Arnold, was Du mit Deiner Frau gesprochen. Die Sache aber ist abgemacht, in acht Tagen reisen wir nach Ostende; Bruno, der längeren Urlaub erhalten hat, begleitet uns.— Der Trauer wegen erfordert unsere Toilette einige weitere Vorbereihungen! „Und Wanda— geht sie nicht mit nach Ostende: „Wanda ist gesund, ich finde, das Geld kann erspart werden— besorge nur die für mich und Theodora erforderliche Summe. Wende Dich deshalb nur an Blumenthal, Mutter, er hat die letzten fälligen Gelder schon lange erhalten— Aber auf Wanda zurückzukommen, sie kann doch nicht allein hier in Eberstorff bleiben? Laß sie zu uns nach Greifenberg kommen... „Wäre die Gräfin Kleeburg nicht krank, so würde ich sie unbedingt zu ihr schicken. „Mutter, es wäre doch besser, wenn Du während Deiner Abwesenheit Wanda mir anvertrautest! Was soll sie in Kleeburg?“ „Nun, so mag sie so lange zu Dir gehen: Du wirst doch im Stande sein, Deine Schwester zu hüten!" „Laß mich sie schon heute mitnehmen, Mutter!" bat der Sohn, deren letzte Bemerkung mit Stillschweigen übergehend. Die Baronin zögerte etwas, dann erwiderte sie mit merklicher Betonung:„Um Dir zu beweisen, wie gern ich Deine Wünsche erfülle, nimm Wanda auf einige Zeit mit. Es ist heute Dienstag— am Donnerstag über acht Tage reisen wir, laß sie also am Samstag zurückkommen — es ist mir so wichtig, da wir am Sonntag Alle zur Kirche fahren wollen.“ Wanda fuhr nur zu gern mit ihrem Bruder und erfuhr jubelnd, welche Erlaubniß er ihr erwirkt. Unterwegs erzählte sie ihm in ihrer lebhaften, fast kindischen Weise, was sich während ihres Aufenthaltes in Eberstorff zugetragen und fügte endlich hinzu:„Verlaß Dich darauf, Arnold, Brunc und Theodora werden sich nächstens verloben, Mama ist ganz damit einverstanden und hat mir kürzlich gesagt, daß sie glücklich sein würde, ihre Tochter als Gräfin Eberstorff zu wissen. „Auch ich bin mit dieser Verlobung einverstanden, Wanda", erwiderte ihr Bruder;„Theodora gehört in die Residenz und an den Hof, sie hat die Mittel zu einer Ausstattung, dazu eine jährliche Einnahme— Bruno ist ebenfalls so schlecht nicht gestellt, und Mama wird sich freuen, sie oft bei sich in Eberstorff zu sehen. — Weißt Du aber, weshalb ich Dich mitgenommen, „Neiu, st etwas Besonderes geschehen? Helene ist doch nicht krank?“ „Dann hättest Du mich sicherlich nicht in Eberstorff gesehen!— Nein, wir begehen übermorgen einen wichtigen Festtag. Kannst Du nicht errathen?“ „Ich wüßt nicht!“ entgegnete die kleine Baronesse nachdenklich;„aber, Arnold“, fügte sie dann schnell hinzu,„es ist doch nicht Helenes Geburtstag?“ Ja, Wanda, und vermuthlich kommt ihr Bruder - er hat es in seinem letzten Schreiben angedeutet.“ Es war gut, daß die Dämmerung eingetreten und der Freiherr von seinen Gedanken in Anspruch genommen wurde, sonst hätte er unfehlbar die plötzliche verrätherische Röthe auf dem noch so kindischen Gesicht seiner Schwester gesehen. So aber blieb ihm die verborgen, und er fuhr fort:„Ich wollte Dich wenigstens in Greifenberg haben, und auf diese Weise habe ich Deinen Besuch veranlaßt. Weißt Du schon, daß Du bei uns bleibst, während Mama und Theodora nach Ostende gehen?“ „Das ist mir eine neue, große Freude, Arnold; dann feiere ich auch im September meinen Geburtstag in Greifenberg wo es mir tausend Mal besser gefällt als in dem düsterem Eberstorff! Ich habe aber kein GeDeine treue, schwesterliche Liebe, Wanda, habe sie schon lange gleich eier Schwester liebt— aber horch, Arnold, ein Posthorn! „Wirklich eine leere Extrapost, die von Greifenberg zurückzukommen scheint!“ sagte der Freiherr. Den Postillon anrufend, erfuhr er, daß auf seinem Gute ein Gast angelangt sei, der nur Richard Kranzler sein konnte. In seiner Freude über das wirkliche Eintreffen desselben übersah er nochmals die merkliche Aufregung seiner Schwester, die sie jedoch gewaltsam besponng Als sie endlich den Gutshof uno vas Haus erreichten, wo Richard Kranzler neben seiner Schwester auf der Treppe stand, da konnte sie sie mit unbefangener Freundlichkeit die Geschwister begrüßen und reichte eben so undefangen dem jungen Manne die Hand. „Wanda, meine liebe Wanda!" rief Helene, ihre jüngste Schwägerin in ihre Arme schließend, während die beiden Männer sich ebenso herzlich begrüßten, und sich an ihren Gatten wendend, fügte sie hinzu: „Wirklich, Arnold, Du hast mir eine sehr große Freude bereitet!“ Für die mir hier schon der Lohn geworden!“ erwiderte der Freiherr, Richard Kranzler's Hand noch immer in der seinen haltend.„Sei mir nochmals herzlich willkommen, Richard!“ Sc ist's recht, Arnold!“ sagte dieser.„Ich konnte kaum das Ende meiner Reise erwarten, um die Erfüllung meiner, hier Deiner Frau ausgesprochenen Prophezeihung zu sehen, die sie mir in ihrem letzten Briefe modetek. „Eine Prophezeihung?“ entgegnele der Baron lacheno. Hatte denn Dein Scharfblick schon etwa... „Mein Scharfblick hatte allerdings schon entdeckt, daß Ihr Beide mit sehr gefährlichem Feuer spieltet und Euch auch schon mehrmals verbrannt hattet. Der Baron umfaßte seine schöne, ihm erröthend entgegenlächelnde Gattin und betrat mit ihr das Wohnzimmer, in welches die Andern ihnen folgten, worauf seine Gattin sagte:„Arnold, wir haben mit dem Abendessen auf Dich gewartet— der arme Richard hat auf der ganzen Reise nur ein schlechtes Frühstück genossen... „So laß schnell auftragen, liebe Frau, denn auch Wanda und ich empfinden Hunger und Durst, nicht wahr, Schwesterchen?“— Sich mit Helene nach dem Eßsaal begebend, überließ. er es seinem Schwager, Wanda dahin zu führen. (Fortsetzung folgt.) stehenden war de Fabrik waren be flohen, bis auf? Rohres sich befan los zu Boden. 2 nicht zu ihnen di wehr. Diese we Feuerwehrleute, wollten, tanmelte bewußtlos zusam: mit der Luftpum dieselbe stickstoffh Raum pumpte. dem Ammoniakga fortgesetzten Bemi Gefährdung des von Stricken und Raume herauszi Dr. Stauff und mühungen gelang die Bewußtlosen auch die höchste kamen allmählich dem Bürgerhosp darniederliegen; Wäre das Ung zohlreiche Anwo zu Grunde geg hoffentlich die Wunsche der ga in ein weniger Kalk, 30.: stahl.) Auf d legenen Neuenh stahl verübt. T wachte durch da sprang auf, um sich aber zur 2 gefährliche Mes in den Rücken! größeren Sum: Fenster; eine E * Brauwei Häusling der mutheter Erbsch zugefallen, der gegen ihn wege haben wird. * Honnef, 3 Die Planirung Heilanstalt Hoh vorwärts. Me öffnen zu könn Bauzeit und in hat der Aussic bereits zu Anf anstalt hierselb der schönsten miethet worder Dr. med. Ern Geh. Raths I übernommen. ausgerüstet, Al Bingen, 2 entnehmen wi mich meine Ge der diesjährige stehend Detail Ich schrieb be wieder einmal Wiederholung tag(18. cr.) b Weg zum Mi durch das Tr. pazen glücklich digem Marsch den Gegenstal schein nehmen Allee, in der und Ketten, ze ein recht mal den beschwerl lief. Jeder prachtige und von Neuem immer neue nur folgende gen viele Ner man nun auf grünen Tan: der voranzieh fahrer passir zweispännige Küfer erbaut 11. Ziehun Nur die Gewin 136 318 505 614 S19 9 33073 398 486 952 5146 258 240 321 41 90 327 65 66 445 88 93 245 30 10257 30 11111(500 12026 346 7 14160 358 346 86(300 17065 143 19457 521 32 20071 1 50 585 91 75 23281 494 5 25051 117 3 142 86 215 6 775 877 82 9 30030 1 24 48 140 52 32013 110 2 30 80 410 56 3001 70 86 49 75 79 36 68 38217 53 40114 5 348 452 648 540 46 743 4 419 586 816 617 817 82 9 46025 33 37 300 304 24 702 817 47 50339 8 964 522003 163 248 306 397 456 74 b 60 154(3000 734 802(500 85 94 202 53 60001 1 (3000] 33 68 57 505 680 7 15 994 643 605 778 85 8 88 202 86 30 272 580 605 451 798(50 70028 71056 77 1. 293 406 739 93 499 569 95 97 632 7 77052 80 2 93 828 944 80010 338 15001 4 626 67 68 7 903 84093 62 90 849 364 83 506 93 239(150 90000 551 745 78 92 909 93 and.) UUnter der Hochwild sehr gewie dem Mangel der edlen Thiere versichern, soll der s fast decimirt sein. kenhausbrand.) Nacht das hiesige des brannte lichteren Brand rasch zu muthlich das Feuer umgekommen. 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Eine Er bschaft) Einen Häusling der hiesigen Arbeitsanstalt ist infolge unvermutheter Erbschaft ein Betrag von annähernd 20000 Mk. zugefallen, der ihm ausgezahlt werden wird, wenn er die gegen ihn wegen Arbeitsscheu verhängte Strafe verbüßt Honnef, 30. Jan.(Heilanstalt Hohen honnes.) Die Planirungs= und Erd=Arbeiten für den Bau der Heilanstalt Hohenhonnef für Lungenkranke schreiten rüstig verwärts. Man hofft die Anstalt im Herbst 1892 eröffnen zu können. Mit Rücksicht auf die immerhin lange Bauzeit und infolge der wichtigen Koch'schen Entdeckung hat der Aufsichtsrath der Actien=Gesellschaft beschlossen, bereits zu Anfang dieses Frühjahres eine kleinere Heilanstalt hierselbst zu eröffnen. Zu diesem Zweck ist eine der schönsten Villin mit prächtigem, grotzem Park gemiethet worden. Die ärztliche Leitung der Anstalt hat Dr. med. Ernst Meissen, der langjährige Mitarbeiter des Geh. Raths Dr. Dettweiler in Falkenstein im Taunus übernommen. Die Anstalt soll, mit allen Bequemlichkeiten ausgerüstet, Anfangs April dieses Jahres eröffnet werden. Bingen, 27. Jan.(Eisgang.) Einem Privatbriefe entnehmen wir Folgendes: Von Feuer sprechend, leiten mich meine Gedanken zu dem eisigen Frost über, den uns der diesjährige Winter brachte, und ich will Euch nachstehend Detail über diesen interessaten Zeitabschnitt geben. Ich schrieb bereits, daß der Rhein endlich nach 11 Jahren wieder einmal zugefroren sei 2c.: doch will ich von einer ein Rüdesheimer Schneidermeister fertigte unter dem Schilde„Eisschneiderei zum spitzen Bock“ ein Beinkleid an, wobei der Fingerhut zuweilen die Größe eines Schoppenglases annahm. Doch plötzlich trat Thauwetter ein und brachte die Flusse Teganz, Nain und Brofrechzge, nannten Losgehen.“ Dam. Ihr Euch ein richt fen könnt, will ich zum Euch ein richtiges Bild hiervon entwerfen ennz, will ich Euch den Aufgang der Nahe schildern. Am Samstag trafen Abends Pioniere ein, um am folgenden Morgen mit den Sprengungen des Eises, hauptsächlich an der Nahemündung zu beginnen, Doch schon in aller Frühe wurde von der Obernahe das Ausbrechen und Abgehen des Erseig, ruinz,S sdaigermnagser meldet: um 11½ Uhr trafen die Eis-, une, Wunsermassen der Nahe unter donnerndem Getöse hier ein; etwa eine halbe Stunde lang war die Lage für Bingen sehr kritisch. Zuerst stauten sich die gewaltigen Schollen an der Drususbrücke, welch' letztere durch die Gewalt des Wassers derart erzitterte, daß man ihren Einsturz befürchtete. Das alte historische Bauwerk hielt jedoch, wie schon so oft, auch diesmal wacker Stand. Als das bis über die Ufer angeschwollene Wasser Bingen zu überschwemmen drohte, e Fis unter dem Mittelpfeiler durch, und die Gewar, war. stange 9. brach das Ers Anter vem Mulwfkur, zurch, und die Gefahr war beseitigt, bis es sich an der Eisenbahnbrücke, am Einflusse der Nahe in den Rhein, nachdem die Eisdecke des Flusses dort ebenfalls gebrochen war abermals und durch das noch feste Rheineis mit noch weit größerer Gewalt stellte und aufthürmte. Mehrere Minuten größter Aufregung verstrichen, bis man gewiß war, daß die Bruce der furchtbaren Gewalt der sich bis zur Höhe der Geden hatte. Die Brücke erzitterte so heftig, daß Niemand wagte, dieselbe zu überschreiten. Plötzlich brach das Eis zwischen den Pfeilern durch und wälzte sich mit gewaltiger Strömung bis gegen 5 Uhr rheinabwärts. Die aufgethürmten Eismassen glitzern bei den Strahlen ver Sonne aufs Prächtigste und gewähren einen grotesken Anblick. In der Folge stieg das Wasser des Rheins bedeutend und wäre wohl au folgenden Tage über die Ufer getreten, wenn sich nicht der Oberrhein, Main und Neckar durch das plötzlich wieder eingetretene Frostwetter gestaut hätten. Stündlich ist jedoch Hochwasser zu erwarten.„ 6 * Kassel, 27. Januar.(Ein raviater Meusch) ist ein arbeitsscheuer Schlossergeselle aus Naumburg a. d. S., welcher mit der Tochter einer Wittwe ein Ließesverhältniß anknüpfte, dieselbe anpumpte und, an die E#, gesetzt, auf die„Geliebte“ zwei Schusse abfeuerte, vie glücklicherweise fehl gingen. Mehrereggg#gatte der Bursche Drohbriefe zugeschickt, des ZJuhut#r, vuß er sie erschießen würde, wenn sie ihm führt, daß der Ausgangsschacht vor dem Bremsschacht nicht mit der vorgeschriebenen Sicherheitsthür versehen als der Förderkorb in den Schacht hinabgelassen Außer der Thür soll sich auch noch eine Eisenquer vor dem Bremsschacht befinden, welche gewissermaßen als Fangvorrichtung für die Wagen dienen solle, indem die Wagen wenn sie vorne herunterkippen, hinten in die Höhe schlagen und durch die Eisenstange gehalten werden. Das Unglück hat es gewollt, daß Sp. der seinen Wagen in gebückter Stellung schob, trotz der vorhanden gewesenen Eisenstange in den Schacht stürzte. Es wird nun dem Steiger Fr. E. von Westig und dem Betriebsführer Fr. A. aus Calle fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt, weil sie die defekt gewesene und von E. 4 Wochen vor dem Unfall beseitigte Thür nicht sofort haben durch eine andere Thür ersetzen lassen. Der Betriebsführer hat das Fehlen der Thür erst einige Tage vor dem Ungluck gemerkt und will dann auch gleich das Nöthige beim Schreiner veranlaßt haben. während E. die Thur schon lange bestellt haben will. Der Schreiner kann diese Behauptungen nicht bestätigen. Nach dem Gutachten der Sachverständigen liegt eine Fahrlässigkeit der Angeklagten vor und wird E. zu 100 M. und E. zu 50 M. Geldstrafe verurtheitt. Die Kgl. Staatsanwaltschaft hatte gegen Jeden 200 M. beantragt 4. Von der Anschuldigung, am 4. Januar v. J. vor dem Amtsgericht zu Lüdenscheid einen fahrlässigen Meineid geleistet zu haben, wird der Landwirth Fr. B. zu Magdheide zu Halver freigesprochen. Der Schmied R. hatte von 87 bis 89 bei ihm zur Miethe gewohnt, war dann ohne Kündigung ausgezoger. mußte aber seine Mobilien auf Einsprache des B. zurücklassen. Es kam nun zu einem Civilprozeß, in dem R. seinen Auszug mit der mangelhaften Beschaffenheit der Wohnung zu rechtfertigen suchte. Er machte geltend, daß er den B. wiederholt und auch noch vor dem Auszuge auf verschiedene Mängel hingewiesen und deren Beseitigung verlangt habe. leistete nun einen dahin normirten Eid:„Ich schwöre, daß ich von B. vor dessen Auszug nicht aufgefordert bin, bauliche Mängel zu beseitigen". Dieser Eid hatte die Anklage des B. wegen fahrlässigen Meineides zur Folge, er wurde aber freigesprochen, da mit der Vertheidigung angenommen wurde, daß B. mit der Ableistung des Eides nicht habe sagen wollen, daß er überhaupt nicht von B. zur Veranlassung von Reparaturen aufgefordert sei. und Tafellieder in ansprechenden, bekannten Melodieen bieten einen reichen und billigen Ersatz für den zu Hochzeiten, Jubiläums 2c. oft vergeblich gesuchten Gelegenbeitsdichter! Rom, 1. Februar. In der Nacht zum 1. Februar hat nach einer stürmischen Kammersitzung der italienische Ministerpräsident Crispi dem Könige Humbert feine Entlassung gegeben und zugleich die Bitte um Entlassung des Gesammtkabinets angezeigt. Paris, 1. Februar. In amtlichen Kreisen ist man nicht sonderlich befriedigt über Crispis Sturz. Man war überzeugt, daß er keineswegs den Krieg wollte, dagegen weiß man nicht, was nach seinem Rücktritt eintreten kann, man hätte deshalb lieber das Fortbestehen des gegenwärtigen Zustandes gesehen. In italienischen Kreisen glaubt man, daß die Ministerkrisis einige Tage dauern und Crispi dann wieder ans Ruder treten werde. Markt= und Coursberichte. Neuß, 31. Januar. Weizen, neuer 1., Qual. 18.00 2. 18,00, Landroggen neuer 1. Qual. 16.80, 2. 15,80, Wintergerste 00,00, Sommergerste 00,00, Buchweizen 15,00, Hafer neuer 14,50, Raps 1. Qual. 24,70, 2. 22.70, Aveel (Rübsen) 22,50, Kartoffeln 8,00. Alles 100 Kilo. Heu 500 Kilo 30,00, Stroh 18.00, Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Ctr.(ohne Faß) 60,50, Rüböl 100 Kilo faßweise (ohne Faß) 62,00, Gereinigtes Oel 100 Kilo 3 M. höher als Ruböl. Preßkuchen 1000 Kilo 108.00. Weizenvorschuß 00 100 Kilo 00,00. Kleie 50 Kilo 6.00. 31. 0 Centner. Roggen Mai=Juni 171,25, Juni=Juli 169.25 Mark. Gek. 9000 Ctr. Hafer Jan., 000,00, April= Mai 143,00 Mai=Juni 144,00 Mark. Gek. 0000 Ctr. Rüböl vorr. mit Faß 58,00, ohne ), April=Mai 57.80, Mai=Juui 57,70 M. Weizen Jan. 000.00 April=Mai 199.00, Juni=Juli 199.75 Mark., Gek. 00000 Jan. 177,50, April=Mai 174.25, 57,00, Jan. 58.00, Gek. 400 Ctr. Spiritus 70er 00.00 g Februar 51,80, — die Forderung verrug in seiner Auswanderung nuch Amerika zuPolizei und der der Tage2 Monaten wieder einmal zugefroren sei 2c.: Wiederholung absehen und mit Neuem dienen. Am Sonntag(18. cr.) begab ich mich morgens per pedes auf den Weg zum Mäusethurm. Nachdem ich die im Bingerloch durch das Treibeis erzeugten Eisberge nach vielen Strapazen glücklich überwunden hatte, erreichte ich in ¾ stündigem Marsche das Eiland und konnte den Mäusethurm, den Gegenstand so vieler Sagen, aufs beste in Augenschein nehmen. Sodann befindet sich dort eine prächtige Allee, in der mein Auge ein Pulverhaus, riesige Anker und Ketten, zerschellte Schiffe 2c. erblickte, was dem ganzen ein recht malerisches Aussehen verlieh. Alsdann trat ich den beschwerlichen Rückweg an, der jedoch glualch verlief. Jeder schöne Tag zog mich an den Rhein, um das prächtige und seltene Schauspiel„der Rhein zu" immer von Neuem zu schauen. Doch boten sich meinem Auge immer neue Schauspiele dar und seien von diesen vielen nur folgende erwähnt. Wie sich ja leicht erklären laßt, zogen viele Neugierige zum gefrorenen Rheinstrom. Da sah man nun auf herrlichen Bahnen, die mit bunten Wimpeln und grünen Tannen geziert waren, große Scharen im Takte der voranziehenden Muk den Rhein überichreiten. Radfahrer passiren den Strom auf ihren Stahlrossen und zweispännige Schlitten sausen im wilden Fluge hinüber, Küfer erbauten sogar aus; der festen Decke riesige Fässer Summe sendeten. Die Briefe wanderten auf die Briesschreiber in Rummero Sicher. Verhandlungen der Strafkammer zu Hagen vom 30. Januar 1891. 1. Wegen fahrlässigen Meineides wurde löhner Gustav Sch. aus Schwelm heute zu Gefängniß verurtheilt. Er war am 30. März v. I. der M'schen Wirthschaft mißhandelt und zum Hause hinaus geworfen und wurden auf seine Veranlassung E. S. und E. v. G. unter Anklage gestellt. S. erhielt 3 Mark Geldstrafe, v. G., der sich in Nothwehr befunden haben soll, wurde freigesprochen. Es wurde festgestellt, daß den heutigen Angeklagten nur mit bez, Zuem Mieier begeschlagen, er nagegen den v. G. mir einem Messer bedroht hatte. Sch. hatte beschworen, S. habe ihn mit einer Biertulpe auf die Nase geschlagen und er selbst habe ein Meser nicht gehabt.. 4. B schm Grauss. 2. Am 5. November Abends fano im Trschen Saale zu Iserlohn eine Versammlung siatt. Aus Neckereien kam es zwischen dem Fabrikarbeiter A. H. und dem Fabrikarbeiter D. B. zum Wortstreit und später Nachts auf Straße zu Thätlichkeiten. Br., der stalk angetrunken hatte 7 Verletzungen am Kopfe, die nach Meimit einem Taschenmesser beigebracht weiß nicht, wie er die Verletzungen er wissen, d.ß er von hinten überfallen ist. H. bekennt gewesen, nung des Arztes waren. Br. selbst Versobdugo ter nach Gige der gemäß nur mit Br. aufgelauert erheblicher Natur waren, wird Angeklagter ning Liige der Sache, dem Antrage der Vertheidigung 9. nur mit 50 M. Geldstrafe belegt, die Kgl. Staatsanwu##s#chaft hatte 3 Wochen Gefäugniß beantragt. 3. Am 12. Juli v. J. war der Hauer Sp. Schacht Krug von Nidda bei Iserlohn von Erzen mittelst Förderwagens nach der beschäftigt, er stürzte sammt dem Wagen in sich verschiedene Quetschungen zu und ist flh Verschieber wieder erwerbe sfähig. Das auf dem mit dem Schleppen nach dem Bremsschachte den Schacht, zog heute noch nicht Unglück ist dadurch herbeigeRechtspflege. * Wir lesen im„Manufakturist": Ein Kaufmann, welcher von einem Fabrikanten Waaren im Betrage von 235 Mk. entnommen hatte, empfing nach Jahresablauf eine Zahlungsaufforderung. Da er den Posten bereits var einem halben Jahr bezahlt und Quittung darüber erhalten hatte, so machte er umgehend hiervon Mittheilung. Das Verlangen, die ertheilte Quittung zur Aufklärung des Sachverhalts zuzusenden, lehnte der Kaufmann entschieden ab, und da er auch ein wiederholtes Schreiben unbeantwortet ließ, klagte der Fabrikant, der den Angaben keinen Glauben schenkte. Im Termin legte nun der Beklagte die betreffende Quittung vor, und da der Kläger dieselbe als von ihm herrührend anerkennen mußte, nahm er die Klage zurück, beantragte jedoch, dem Beklagten die Kosten aufzuerlegen, weil dieser durch seine Weigerung, die Quittung vorzulegen, Veranlassung zur Klage gegeben habe. Das Gericht hat jedoch dem Kläger die Kosten auferlegt, weil jeder Kaufmann seine Bücher so ordentlich führen muß, daß sie zu jeder Zeit eine klare Uebersicht über seine Vermögenslage gewähren, und daraus ergibt sich, daß die Zahlungen, die ihm geleistet werden, ohne Vorzug zu buchen sind. Unterläßt er dies, so ist die Buchführung ordnungswidrig, und die Folgen einer derartigen Unregelmäßigkeit muß der Kaufmann tragen, der sie verschuldet hat. Literatur. Der poetische Hausfreund. Reichhaltige Sammlung von Original=Gedichten zu jeder im Leben vorkommenden Gelegenheit von Ida Naerger geb. Fichtner(Verlag von Georg Brieger in Schweidnitz). 8o. 200 Seiten. Preis 1 Murk.... u GehiLss 8. In der vorliegenden reichhaltigen Gedichts=Sammlung dürfte sich für Alle und Jeden das Passendste finden, was zur Verschönerung der im Familenleben sich so oft darbietenden Festlichkeiten, sowie zur Verherrlichung einzelner Personen in weiteren Gesellschaftskreisen oft vergebens gesucht wird. In einfacher herzlicher, ebenso fließender, als gedankenreicher Sprache wird das Büchlein bald ein wirklicher und unentbehrlicher Hausfreund aller solcher Familien werden, wo Sinn und Verständniß für gute Poesie vorhanden ist.— Die darin enthaltene reiche Auswahl Fest100 Januar=Fe April=Mai 51,50, Juni=Juli 51,90, Aug.=Sept. 50,80 Mk. 50er vorr. 71.30 Mk. Gek. 80000 Ltr. Petroleum vorr Roggenmehl 0/1 Januar 24,70, April=Moi 5007 24,00 Mark 29.95 Mk. Bremen, Aatwerpen, 31. Januar. Petroleum ruhig, vor 17. Jan. 17, Febr. 16¾, März 16¼ fr. Glasgow, 31. Jan. Warrants 468 31. Januar. Petroleum vorr. matt 44. Personenstand. Annen. Getauft: Heinrich Carl Gustav, S. v. Bgm. Heinrich Artmann, Ardei.— Anna Emma, T. v. Bam. Theodor Langenscheidt, Annen.— Martha Helene Maria, T. v. Pfarrer Gust. Boos, Annen. Beerdigt: Selma Kreuger, T. v. Ferdinand Kreuger, Ardei 5 M.— Ida Aitenheim, T. v. Maschinensteiger Friedr. Altenheim 15 J. Annen.— Lademeister Friedrich Dietzel 50 J. Annen. Langendreer. Getauft: Fritz, S. v. verst. Bgm. Fritz Wegman, Df.— Margaretha, T. v. Brennereibesitzer O. Müser, Df.— Ida Elfriede, T. v. Bam. Friedr. Wenke, Df.— Gustav Georg, S. v. Bgm. Georg Jöster, Crone.— Hermann August und Auguste, Zwll. v. Handelsmann D. A. Beckhoff, Calteh.— Luise Hedwig, T. v. Bgm. Fr. Danielmeier, 2f.— Emilie Pauline Maria, T. v. Bgm. Adolf Kander, Holz.— August, S. v. Bam. August Bosselmann, Holz.— Friedrich Wilhelm, S. v. Bgm. W. Launsbach, Calteh.— Ludwig Otto, S. v. Bgm. Aug. Hellhammer, Papenh.— Auguste Helene, T. v. Lokomotivführer Joseph Reichenauer, Df.„„ Getraut: Bam. Carl Friedr. Wilhelm Freischläger und Caroline Albertine Henriette Sohn, Holz.— Wagenbauer Hermann Motte u. Emma Hill. Crone.— Landw. Heinrich Börger, Ladr. u. Friederike Schulze=Stentrop, Beerdigt: August Peter 2 J. 2 M. 27 T. Oberdf. — Bäckermstr. Louis Aufermann 33 J. 6 M. 5 T. Ut, Kp.— Fabr. Hermann Holtgräse 20 J. 10 M. 25 T. Holz.— Wilhelmine Schewe ½ Std. Grbl.— Otto Heiß 3 9 21 T, Bthi. Milde, wohlschmeckend und seit 10 Jahren bewährt ist der Holländ Tavak von B. Becker in Seesen u. Harz, 10 Psd. feo. 8 Mi. I1. Ziehung der 4. Klasse 183. Kgl. Preuß. Lotterie. Nur die Gewinne über 210 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) 31. Januar 1891, vormittags. 136 318(3000) 480 534 78 662 703 32 881 903 36 1115 281 353 499 505 614 S19 991 2091 283 412 55 506 60 614 712 48 52 979 92(500) 33076 398 486 546 634 973 4037 160 238 40 84 347 618 95(300) 835 41 952 5146 258(300) 425 85 505(300) 81(300) 673 765 958 6952 56 5799 240 321 41 90 667 89 728 7006 39 41 241 80 367 400 596 931 88094 132 9043 56(3000) 126(3000) 327 65 66 445 93(90001 613 714 27 807 90 1021, 2b5 62 78 162 539 Ab 38 69 79 774 93 80 19 91843 45 300 11111 1500) 250 373 627(1500) 57 83(500) 782 801 17 93 914 66 12026 346 714 26 880 88 13286 307 69 483 665 96 783 822 57 971 92 14160 358 428 44 98 514 74 78 79 723 845 57 67., 15092(1500) 287 346 86(300) 440 79 689 798 875 91 16078 208 622 84 851 68 995 17065 143 432 510 674 857 97 968 18152 326 60 533 634 756 955 Soöfi 15 ba 221 308(Kol 63 71 Bb4 81 923 91127 40 368 423 50 585 91 753 883 928 22018 241 48 401 69 91 615 56 743 90 816 983 23281 494 554 702 925 24090 187 214 347 424 568 817 47 92 997 9 41 552 723(15001 858 933 95074 321 407 800 917 96362 527 30 42 (1500) 736 837 3884 9713170 238 323 727788 417 573(3000 1500) 838 53 82 901(3000) 90 93 97. 98061 155 359 467 531 S4 629 57 811 92 904 78 99048 428 39(300) 534 39 52 798 829 60 909 87 11. Ziehung der 4. Klasse 183. Kgl. Preus. Lotterie. Nur die Gewinne über 210 Mk. sind den berreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohre Gewähr.) 31. Januar 1821, nachmittags. 373 514 16 39 57 86 649 705 17 51 99 817 82 die 86 89 2852(ab 75833 83 113, B8 166 4 765 30030 199 305 31 439 41 533 43(15001 778 848 965 96 31016(300) 419 586 816 71 911 57 44003 85 130 31 36 83 210 5r 364 91 449 515 617 817 82 923 45008 114(500) 234 44 441 48 50 524 56 932 37 66 4005 99 B r.5 M M 55 48% 48 952 98 51007 205 28.302 433 59 964 S20ds 158 224 49 451 552(500) 643. 62 822 82 966(300) 163 248 306 437 98 520 84 611 713 25 54089 132 397 456 74 528 78 79 651 838 55250 355 824 75 81 905 83 94 56004 60 154(3000) 59 292 328 50 581 736 936 54 57098 248 382 443 615 71 734 802(500) 60 944 58067 205(500) 13 68 467 781 915 56 59126 85 94 D 58 Mi 5S 94 706 42 87.„. 911 60001 16 118 248 51 365(500) 409 594 778 1500) 921 1500) 5111; (3000) 33 68 94 281 492 612 46 781 912 20 62032(300) 42 73 109 344 57 505 680 702 37 53 57 63121 207 304 469 507 18 54 610 13 755 809 15 994 64312 464 513 720 843 973(500) 83 65048 329 58 469 97 586 605 778 85 87 896 910 48 66144 238 332 54 61 473 513 643 72 67017 88 202 86 356 436 558 72(3000) 691 711 869 945 85 68021(3000) 182 272 580 605(1500) 72 843(500) 919 45 69082 111 41 212(1500) 355 P60D8 55(abo) 6o ro 76 267 76 aun 48 68 on 38 9n 854 82 933 71056 77 112 13 415 43 63 77 593(1500) 96 733 86 806 973 72015 86 293 406 739 63 73122 279 85 327 450 757 811 29 926 27 43 85 95 74291 93 499 569 81 626 60 720 93 853 918 75181 214 41 83 554(3000) 82 95 97 632 720(300) 35 896 76033 47 109 202 324 442 579 729 862 967 77052 80 275 84 313 32 529 74 835(300) 55 938 78130 278 301 11 651 8001o 16s Tal 9n 447 550 lihld) 87 645 9b 42 N 81137 M14 94 338 1500) 474 916(1500) 32 78 93 82016 122 288 457 536(500) 37 626 67 68 78 790 821 833092 93 244 84 318 400 48 624 707 28 74 801 903 84093 241 351 489 580 940 46 85220 326 480 96 511 61 620 750 62 90 849(300) 65 946 80025 275 396 483 584 614 70 736 85 87164 364 83 506 653 84 708 14 812 20 988 88028 109 209 94(300) 399 89182 98 229(15000) 69 342 76 533 652(1510) 72 868 9. 91061 J 4 90000 27 45 268 549(300) 88 677 712 851 66 86„0091—. 651 745 78 79 918 70 92093 178 223 404 39 74 594 626 35 59 774 831 92 909 93057 119 309 1500) 80 407(3001 626 80 780 94016 48 82 407 100147 348 534 70 612 704 35 820 962 101073 143 315 74 451 565 717 30 827 75 97 910 34 73 102010(500) 235 402 45 531 750 873 31. 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