Januar, chöller 1 3 Akten erEinfal". ent. s=Vorstelsöflichst ein mann. rein. obe. 1. Febr. erein. 8¼ Uhr igskampf mit dem rstand. he iren damit zu preisen abKaug, be 24. d= und garen: hen, Ohrstecknadeln, enringe in i billigsten me Traugestemdel!!) g, Witten, 26. eden billig rt. Feinilligst Bogen, Kirche 2. =Loost, nue, f., ½ Anbei & Co., en. kauf. ben Heuser Anneu bedstücke Flur mr III Nr. 1191/133 er verkauft en 23. cr., hr, an Ort ert werden. bei Herrn Hagen i[W. Vongardt uter Handschführung zvertraut, zu freien e Arbeiten Offerten 3 an die rbeten. suche ste Pfg.— g in den uplaren. Eltern sucht der Exped. enwaarengeeine stelle kethler, sstr. 7. K in Witten. sel& Co. ntwortlichkeit in Witten. Ab. 17. Fernsproch=Rn 46 für Wüten. Witten, Mittwoch, den 21. Jannar. Fernsprech=Nr. 18 für Hagen. 1891. Erscheint tüglich mit Rudnahme der Gonn= und. verbunden mit dem Insertionan werden die 7 gespattene Pemzeile niit 10 Pf. berechnet. General-Anzeiger für Witten und Amgegend. Abonnementspreis(inel der Gratisbeilage Heim"): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 89 Pfg bei Bestellung durch die Beten. Bei Abnahme auf der Post inel. Bestellgeld 2,20 Mt. K S Aus dem Reichstage. In einer schwierigeren Geschäftslage, als gegenwärtig, hat sich das deutsche Parlament noch nie befunden. Wir sind beim letzten Drittel des Januar angelangt, und eben wird erst mit der zweiten Berathung des Reichshaushaltes begonnen, der bis zum 1. April verfassungsmäßig fertig gestellt sein soll. Die Berathungsfrist wird noch dadurch verkürzt, daß schon Mitte März in diesem Jahre die Osterferien beginnen,— das Osterfest fällt in diesem Jahre ausnahmsweise früh,— und dem Reichstage bleiben also kaum zwei Monate mehr, in welchen er in diesem Vierteljahr noch Sitzungen abhalten kann. Früher begann man mit der zweiten Berathung des Reichshaushaltes schon im Dezember und brachte die dritte Lesung gerade noch vor dem 1. April zu Ende; diesmal fängt man jetzt erst an, und zugleich tagt noch der preußische Landtag, dem außerordentlich wichtige Gesetze zur Beschlußfassung unterbreitet sind. In früheren Jahren mußte das preußische Parlament vor dem Reichstage zurückstehen, diesmal hat der Reichstag auf den Landtag Rücksicht zu nehmen, der noch viel weiter mit seinen Etatsarbeiten zurück ist, als der Reichstag. Die Verhältnisse sind also für beide Parlamente in Berlin recht lästig, und sie könnten nur etwas gebessert werden, wenn man den Redestrom nach Möglichkeit eindämmt. Aber auch darauf ist nicht sehr zu rechnen; die viertägigen Debatten, die jetzt eben über die Getreidezollfragen stattgefunden haben, zeigen, daß die Reichsboten sich vortrefflicher Lungen erfreuen und von der Redelust und Gabe nach Kräften Gebrauch machen. Bei der zweiten Berathung des Reichshaushaltes wird nun allerdings wohl nach den eben stattgehabten Erörterungen und im Hinblick auf den kommenden deutsch=österreichischen Handelsvertrag von einer abermaligen Debatte über die Wirthschaftspolitik Abstand genommen werden, aber wir haben Kolonialpolitik, Militär= und Marineforderungen, von anderen Dingen ganz abgesehen, und wenn es so weiter geht, wie bisher, kann jeder dieser Spezialetats gut und gern eine Arbeitswoche für sich in Anspruch nehmen. Alles in Allem wird also der Reichstag, und der preußische Landtag nicht minder, bis Mitte März eine äußerst anstrengende Arbeitszeit haben, und von einer Aufrechterhaltung des parlamentarischen Normalarbeitstages kann, wenn man nicht total stecken bleiben will, keine Rede sein. Die Aussichten auf ein Zustandekommen der Etats bis zum verfassungsmäßigen Termine sind heute schon verzweifelt schwach, und man wird sich also mit einer provisorischen Vollmacht wohl helfen müssen, damit am 1. April die Gehaltszahlungen an die Beamten ohne Schwierigkeiten erfolgen können. Ueber dem Reichstage lagert eine dunkle Wolke, gerade so wie über dem preußischen Landtage. Bei letzterem ist sie die neue Landgemeindeordnung, hinsichtlich welcher nun auch der Kaiser persönlich erklärt hat, daß die Wünsche der konservativen Parteien für seine Regierung nicht annehmbar seien, beim Reichstage ist sie der kommende Handelsvertrag mit Oesterreich=Ungarn. Man weiß, daß es gerade hier Kaiser Wihelm selbst gewesen ist, welcher bei den letzten Kaisermanövern in Schlesien den Anstoß zu den neuen Vertragsverhandlungen gegeben hat, und daß er also in dem Zustandekommen des Vertrages etwas Nothwendiges und Nützliches sieht. Zu Stande kommen wird der Vertrag, das hat der Reichskanzler von Caprivi neulich selbst erklärt, enthalten wird der Vertrag aber auch, das ist bestimmt, eine Ermäßigung der Getreidezölle. Daß diese von anderen, heute noch unbekannten Bedingungen begleitet sein wird, ist möglich, aber ungewiß. Der Reichstag hat jetzt mit 210 gegen 106 Stimmen die Ermäßigung und Aufhebung der Getreidezölle abgelehnt, verschiedene Redner haben auch gesagt, sie würden gegen den ganzen neuen Handelsvertrag stimmen, wenn dieser die heutigen Getreidezölle herabsetzen sollte. Wird also auch der Handelsvertrag abgelehnt werden? das ist die Frage, welche alle Welt im Reichstage beschäftigt, die aber Niemand zu beantworten im Stande ist. Die Reichsregierung scheint außerordentlich zuversichtlich auf die Annahme zu rechnen, das geht aus dem ganzen Ton der Erklärung hervor, welche Herr v. Caprivi im Reichstage abgegeben hat, während er doch sicher genau über die in der Volksvertretung herrschende Stimmung unterrichtet war. Es ist, wie gesagt, möglich, daß der Handelsvertrag Ueberraschungen bringt, von denen sich heute Niemand etwas träumen läßt und die auch den Widerstand mindestens eines Theils der bisherigen Gegner der Zollermäßigung zu überwinden im Stande sind. Jedenfalls werden die jetzt bevorstehenden Verhandlungen im Reichstage und preußischen Landtage von ganz hervorragender Wichtigkeit für unser gesammtes inneres und wirthschaftliches Leben werden. Ein neuer Kurs soll in manchen Fragen eingeschlagen werden, das ist klar, und wer das nicht einsehen will, stellt sich ohne Nutzen für sich selbst blind. Wir werden bald sehen, wohin der Kurs geht, und wie das Fahrtempo sein soll. Heute können wir nur wünschen, daß Alles dem Deutschen Reiche zum Nutzen gereichen möge. Rundschau. ses Die„Freis. Ztg.“ schreibt:„Mit welcher elenden Gehässigkeit die Nationalliberale Correspondenz redigirt wird" u. s. w. Wir können in dieser Srpachweise weder die berühmten„geistigen“ Waffen des Abg. Eugen Richter herausfinden, noch den vornehmen Ton, dessen sich der Genannte so oft rühmt. Schlimmer kann man doch auf der Gasse auch nicht schimpfen. Es ist außerdem ganz klar, daß Herr Eugen Richter täglich gegen den Fürsten Bismarck die höhnichsten Leierkasten= Melodien aufspielen darf, wird er aber einmal angegriffen— ja!, das ist crimen laesae majestatis. * Gegenüber neuerdigs in der Presse aufgetauchten Zweifeln können wir versichern, daß der Bundesrath in einer seiner letzten vorjährigen Sitzungen über die Vollziehung der Ausweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiet Berathungen gepflogen und Beschlüsse gefaßt hat. Die betreffenden Vorschriften beziehen sich allerdings nur auf die Ausweisungen, soweit dieselben auf Grund der§§ 39, 284 und 362 des Strafgesetzbuchs erfolgen, also wegen schweren Diebstahls, Beihilfe dazu, Kuppelei, gewerbsmäßigen Glücksspiels, Landstreichens, Bettelns, gewerbsmäßiger Unzucht u. s. w. Danach wird zunächst die Vollziehung der Ausweisung geregelt. Die Ausweisung ersolgt entweder mittelst Transports oder durch Ertheilung eines Zwangspasses oder durch Bekanntmachung der Ausweisungsverfügung. Die Art der Vollziehung wird durch die ausweisende Behörde bestimmt, welche dabei zu beachten hat, inwieweit es mit Rücksicht auf internationale Beziehungen erforderlich ist, zunächst mit ausländischen Behörden eventuell auf diplomatischem Wege behufs Übernahme des Auszuweisenden in Verbindung zu treten. Ist anzunehmen, daß der Ausgewiesene der Ausweisung nicht ohne Anwendung körperlichen Zwanges Folge leisten werde, so ist die Ausweisung im Wege des Transportes zu vollziehen. Sodann werden nähere Bestimmungen über die drei Arten der Ausweisungsvollziehung getroffen und schließlich bestimmt, daß von jeder auf Grund der§§ 39, 284 und 362 des Strafgesetzbuchs gegen einen Ausländer verfügten Ausweisung dem Reichskanzler Mittheilung zu machen ist und daß die Polizeibehörden der Bundesstaaten sich in den Ausweisungsangelegenheiten gegenseitig Beistand zu leisten haben. Soll ein Ausgewiesener bei dem Transport nach der Reichsgrenzstation durch das Gebiet eines anderen Burdesstaates hindurchgeführt werden, so ist die Durchführung von Behörden dieses Staates zu übernehmen, soweit nicht zwischen den betheiligten Bundesregierungen über Mittel der Durchführung, namentlich wegen Einführung und Ueberwachung des Eisenbahntransportes etwas anderes vereinbart ist. Die Kosten des Transports trägt, abgesehen von anderweitigen Vereinbarungen, jeder Bundesstaat, insoweit als dieselben zur Beförderung durch sein Gebiet aufzuwenden sind. Die Kosten des Transpoctes durch außerdeutsches Gebiet oder auf dem Seewege trägt das Reich. * Aus Anlaß der Reichstagsrede, in der Herr Zorn von Bulach das Interesse seiner elsässischen Landsleute so warm vertreten hat, schrieb ihm der Deputirte Tichou in einem fränzösischen Blatte folgenden Spruch ins Stammbuch:„Diese Haltung eines Elsässers, dessen Landsleute fast alle die Rückkehr zu ihrem ehemaligen Vaterlande verlangen, ist so ekelhaft, daß man darüber unmöglich schweigen kann. Das geringste, was man thun kann, ist, diese Niedertracht der Verachtung der ehrlichen Leute aller Länder preiszugeben.“ Außerhalb Frankreichs hat das Auftreten des Abgeordneten Zorn v. Bulach nirgends Verachtung, sondern die größte Achtung gefunden. Ist daraus zu schließen, daß es ehrliche Leute nur in Frankreich giebt? Die belgischen Volksaufwiegler, welche den Verfassungsrevisionslärm angestiftet haben, weniger aus uneigennützigem Interesse an dem organischen Ausbau der konstitutionellen Einrichtungen, als behufs Untergrabung der bestehenden belgischen Staatsverfassung, finden in der durch Liberale, Fortschrittler und Demokraten nach französischem Muster seit langen Jahren bearbeiteten öffentlichen Meinung den denkbar günstigsten Nährboden, auf welchem die Reinkulturen ihrer sozialrevolutionären Ideen üppig gedeihen. Es ist soweit gekommen, daß der Kriegsminister am Freitag zur Einberufung von 2 Klassen der Miliztruppen(Bürgerwehr) zu schreiten sich bewogen fand, eine Maßregel, die ausdrücklich mit der Voraussicht begründet wird, daß die Agitation für Verfassungsvevision irgendwie zu Ruhestörungen führen sollte. Die Besorgnisse müssen also wohl schon einen sehr hohen Grad erreicht haben, sonst wäre die Maßregel, die unter Umständen noch Oel ins Feuer gießen könnte, vielleicht besser unterblieben. Denn Erfahrungen vergangener Zeiten sollten eigentlich überall der Erkenntniß dauerndern Eingang verschafft haben, daß Bürgerwehrmänner oder Milizen, wie man in Belgien, Nationalgardisten, wie man in Frankreich sagt, eine höchst unzuverlässige und unbrauchbare Gesellschaft bilden, deren Dienste im Ernstfalle regelmäßig zu versagen pflegen. Mittlerweile nimmt die Erregung der Gemüther immer größere Dimensionen an. Am nächsten Dieustag findet die Wiedereröffnung der belgischen Kammertagung statt, und für Montag sind in Brüssel große Kundgebungen der liberalen, progressistischen und sozialistischen Vereine projektirt, bei denen es leicht genug zu Ausschreitungen kommen könnte. In Erwartung der bevorstehenden Dinge läßt der Janhagel seine Skandalsucht an den Sendboten der Heilsarmee aus, deren öffentliche Veranstaltungen in letzter Zeit von wachsenden Tumultszenen begleitet worden sind. In der Provinz herrscht namentlich in den Kreisen der sozialistisch unterwühlten Industrie=Arbeiter, besonders der Kohlenreviere, dumpfe Gährung; für diese Sorte von Leuten bedeutet die Revisionsbewegung nichts anders als den Beginn des Sturmlaufes der Proletarier gegen die Stellung der Besitzenden. Der Stoff zur Entflammung der Leidenschaft ist von den Hetzern reichlich aufgehäuft; bei klarem Blick und kaltem Blut wäre ein Ausbruch auch jetzt noch unschwer hintanzuhalten, wo aber doktrinärer Unverstand und parteipolitischer Fanatismus so unumschränkt herrschen, wie in den Kreisen der belgischen Liberalen, hat die Sache der Ordnung einen doppelt schwierigen Stand. Die Regierung wird mit außergewöhnlichem Takt und Glück operiren müssen, wenn sie verhindern will, daß das Revisionsfieber dem Staatsorganismus allzu bedenklich zusetzt. * Der Leiter der Heilsarme, General Booth, hat letzter Tage in einer in Preston gehaltenen Agitationsrede angekündigt, daß sein sozialer Rettungsfonds jetzt die Höhe von 94,000 Pfd. St. erreicht habe. Er beabsichtigt ihn auf 130,000 Pfd. St. zu bringen, ehe er seinen Plan praktisch durchzuführen beginnt. Von der Ernennung von Vertrauensmännern, auf deren Namen neben seinem die eingegangenen Gelder eingetragen werden sollten, wollte der monarchisch gesinnte Sectenstifter nichts wissen. Ländereien, auf welchen er seine Armenkolonien gründen kann, werden ihm beständig angeboten. General Booth erzählte gestern sogar, es sei ihm ein ganzes Land für seine Pläne offerirt worden, wo die Flagge der Heilsarmee frei und von Niemand gehindert wehen könne. * Zum deutsch=amerikanischen Zwischenfall. Wie aus New=York gemeldet wird, ist die Untersuchung über den Angriff der amerikanischen Polizisten auf die deutschen Seeleute bereits geschlossen worden. Der Gouverneur von NewJecsey sagt in seinem Bericht, daß die Polizei von der Bestimmung des Vertrages mit Deutschland, der zufolge der deutsche Konsul von einer Verhaftung an Bord eines Schiffes verständigt werden müsse, gar keine Kenntniß hatte. Er wird dem Staatssekretär Blaine einen Bericht über die Angelegenheit erstatten, worin er sagen wird, nach seinem Ermessen wäre die Polizei gesetzlich und Kraft der Thatsachen berechtigt gewesen, die von ihr gemachte Verhaftung vorzunehmen, sie habe nur den Irrthum begangen, daß sie es unterlassen habe, den zuständigen deutschen Konsul in Hoboken davon zu benachrichtigen.— Diese Erklärung des Herrn Gouverneurs ist denn doch eine recht gemüthliche. In Deutschland schützt bekanntlich Unkenntniß des Gesetzes Niemand vor Strafe, der amerikanische Gouverneur scheint den unliebsamen Zwischenfall aber sogir damit entschuldigen zu wollen, daß amtliche Organe von den gesetzlichen Bestimmungen gar keine Kenntniß gehabt haben. Schwerlich wird die deutsche Regierung mit einer derartigen seltsamen Genugthuung für die von den amerikanischen Beamten verübten Rohheiten sich zufrieden geben. 47. Sitzung vom 19. Januar. Am Bundesrathstische: von Bötticher, von Maltzahn, von Marschall: zeitweise von Caprivi. Auf der Tagesordnung steht zunächst Berathung des Antrages auf Einstellung des gegen den Abg. Grillenberger(Soz.) beim Landgericht Nürnberg schwebenden Strasverfahrens wegen Beleidigung. Abg. Singer(Soz.) begründet diesen Antrag. Das Strafverfahren gegen den Abg. Grillenberger ist im Widerspruch mit der Verfassung eingeleitet worden, denn die den Abgeordneten verfassungsmäßig gewährleistete Unverletzlichkeit hat durch die Vertagung des Reichstages vom vorigen Sommer bis zum Dezember nicht unterbrochen werden können. Die Gerichte zu Berlin und Breslau haben diesen Grundsatz auch anerkannt, indem sie gegen Reichstagsabgeordnete eingeleitete Strafverfahren sofort aufgehoben haben, als ihnen bewußt wurde, daß es sich um Reichstagsabgeordnete handle. Auch Seitens hervorragender Staatsrechtslehrer ist ganz ausdrücklich konstatirt, daß die Vertagung des Reichstages die Unverletzlichkeit der Abgeordneten nicht unterbreche und der Reichstag selbst hat früher wiederholt in diesem Sinne beschlossen. Demgegenüber ist das Vorgehen des Staatsanwaltes in Rurnberg gegen ben Abg. Grillenberger ein Unfug.(Der Präsident ruft den Redner wegen dieses Ausdruckes zur Ordnung.) Abg. Dr. Hartmann(kons.): Der Herr Vorredner befindet sich mit seinen Anschauungen etwas im Irrthum. Die Frage, ob die Vertagung des Reichstages durch den Kaiser die Immunität unterbricht, ist Seitens des Reichstages bereits früher prinzipiell im verneinenden Sinne entschieden worden. Die verbündeten Regierungen sind aber genau der entgegengesetzten Ansicht gewesen, wie der Reichstag. Definitiv entschieden ist diese Frage, wie Herr Singer meint, also nicht, denn dann müßte von den verbündeten Regierungen in Uebereinstimmung mit dem Reichstage entschieden sein. In der vorliegenden Fassung ist der Antrag für uns unannehmbar, weil er in das Verfahren der Gerichte eingreift. Wird er in der üblichen Form: der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Einstellung des schwebenden Verfahrens für die Dauer der Session zu veranlassen, gestellt, so wird meine Partei aber dafür stimmen. Bayerischer Bundesbevollmächtigter Graf Lerchenfeld erklärte, daß seine Regierung auf dem Standpunkte stehe, daß eine durch die verbündeten Regierungen erfolgte Vertagung des Reichstages die Immunität der Abgeordneten unterbreche. Abg. v. Unruh= Bamst(freikons.) bringt den von Dr. Hartmann angeregten Antrag formell ein. Abg. Singer(Soz.): Wir bedauern diesen Antrag ablehnen zu müssen, weil er die Frage der Immunität während einer Vertagung des Reichstages umgeht, und das ist für uns gerade die Hauptsache. Der einzige berufene und berechtigte Interpret seiner verfassungsmäßigen Rechte ist der Reichstag selbst; die Ansicht der verbündeten Regierungen darüber ist gleichgiltig. Abg. Träger(freis.) wird für den Antrag Sieger stimmen, obwohl der Wortlaut dieses Antrages denselben undurchführbar macht. Staatssekretär v. Bötticher: Wenn der Vorredner folgerichtig handlen wollte, müßte er den Antrag Singer so abändern, daß derselbe durchführbar wird. Das thut er aber nicht. Wenn der Reichstag seine Interpretation des Artikels 31 der Verfassung in einer Resolution niederlegt, so habe ich dagegen nichts einzuwenden, aber die Forderung einer Aufhebung von Untersuchungsmaßregeln ist durchaus undurchführbar. Abg. Frhr. v. Buol(Ctr.) beantragt Verweisung des Antrags Singer an die Geschäftsordnungskommission. Abg. Dr. Marquardsen(natl.) spricht sich für diese Verweisung aus, wünscht aber sofortige Abstimmung über den Antrag von Unruh. Abg. Munckel(freis.) wünscht auch diesen Antrag an die Kommission verwiesen zu sehen, du der Reichstag die Untersuchung als berechtigt anerkennen würde, wenn der Antrag Unruh vor Entscheidung der prinzipiellen Frage angenommen wurde. Er halte allerdings nicht, wie der Abg. Singer, dafür, daß Jemand, der Privilegien besitzt, der einzige berechtigte Interpret derselben sei, er würde dieser Meinung namentlich auch bei der Zuckersteuer nicht sein —, aber er glaube, daß wenn der Reichstag seine Stimme erhebe, dieselbe auch Beachtung finden müsse. Abgg. v. Unruh, Dr. Hartmann, Klemm=Sachsen kons.) befürworten die sofortige Annahme des Antrages Unruh, da sonst die Gefahr bestehe, daß vor Erledigung der Sache in der Kommission und im Plenum die Verhandlung gegen den Abg. Grillenberg angesetzt und das Urtheil gesprochen werde. Der Antrag Singer wird an die Geschäftsordnungskommission verwiesen, der Antrag von Unruh gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und eines Theils der Freisinnigen angenommen. Hierauf wird in die zweite Berathung des Reichshaushaltes pro 1891 92 eingetreten. Abg. Richter(freis.) wünscht Drucklegung des Reichshaushalts nach dessen Feststellung durch den Reichstag. Der Etat des Bundesrathes wird sodann angenommen. Beim Etat des Reichstages befürwortet Abg. Richter die Gewährung von Diäten an die Reichstagsabgeordneten. Die Diätenlosigkeit ist die Ursache der schwachen Besetzung des Hauses und der häufigen Beschlußunfähigkeit. wodurch die Verhandlungen erschwert werden. Es wäre darum recht wünschenswerth, wenn der Herr Reichskanzler die Initiative zur Gewährung von Diäten an die Abgeordneten ergreifen wollte. Andernfalls werden wir selbst einen bezüglichen Antrag einbringen. Die Etats des Reichskanzlers und der Reichskanzlei werden unverändert angenommen. Beim Etat des Innern weist Abg. von Keudell auf die verhängnißvollen Folgen der Trunksucht hin. Die Trunksucht ist es, welche in erschreckendem Maße die Zunahme von Verbrechen aller Art befördert; sie verursacht zahlreiche Krankheiten und steigert auch die Sterblichkeitsziffer. Nach dem Inkraftreten der sozialpolitischen Gesetze hat gerade Deutschland ein erhöhtes Interesse, der Trunksucht entgegen zu treten. Ich frage deshalb, ob es sich bestätigt, daß noch in dieser Session dem Reichstage ein Gesetz zur Bekämpfung der Trunksucht zugehen wird. Staatssekretär von Bötticher: Das Bedürfniß zu einer solchen Gesetzgebung wird heute von allen deutschen Regierungen anerkannt, es sind auch die Grundzüge des Gesetzentwurfs bereits vereinbart. Der Entwurf selbst ist zwar noch nicht festgestellt, doch wird, wenn sich die Sitzungen des Reichstages bis nach Ostern ausdehnen sollten, derselbe bis dahin wahrscheinlich noch vorgelegt werden können. Abg. Wurm(Soz.): Die Sozialdemokratie ist entschiedene Gegnerin der Trunksucht, wir werden aber nie für ein Gesetz stimmen, welches mit neuen Strafmaß nahmen gegen die unglücklichen Opfer der heutigen Gesellschaftsordnung vorgehen will. Zu diesem Etat wollen wir noch bemerken, daß die Fabrikinspektion fortgesetzt eine unzureichende ist, selbst im Königreich Sachsen, wo über 50 Prozent der gewerblichen Anlagen jährlich revidiert werden. Die Anzahl der mit der Fabrikinspektion betrauten Beamten macht das Uebel nicht besser, es muß vor Allem auf solche Personen Bedacht genommen werden, welche das Vertrauen der Arbeiter besitzen. Heute scheint als ob die Gewerbeinspektoren die Interessen der Besitzer voranstellen. Die besten Gesetze selbst werden ihren Zweck verfehlen, wenn nicht durch eine ausreichende und entsprechende Inspektion für ihre regelrechte Ausführung gesorgt wird...W Shater Grst a. Sächsischer Bundesrathsbevoumachngter Graf Hohenthal=Bergen nimmt die sächsischen Fabrikinspektoren in Schutz gegen die Angriffe des Abg. Wurm, die unbegründet sind. Die Inspektoren sind nur den sozialdemokratischen Umtrieben in einigen Bezirken entgegengetreten. Hierzu waren sie berechtigt und verpflichtet. Abg. Bebel(Soz.): Das ist nicht richtig. Die Fabrikinfpektoren sind nicht Beamte der Unternehmer, welche zu Letzterer Gunsten ihr Amt versehen. Was die Zunahme der Trunksucht anbelangt, so ist dieselbe in allen Kreisen die gleiche und nicht etwa nur bei den Arbeitern. Was bei den Frühschoppen der Studenten passirt, das weiß doch Jeder, und doch gelangen diese Herren später zu den höchsten Staatsstellen.,.. A66it Li. C.kriftinfpef. Abg. Ackermann(kons.) vertheivigt die Fabrulmspertoren gegen die Angriffe der Sozialdemokraten. Jedenfalls hätten Herr Bebel und seine Freunde den Instanzenzug erschöpfen müssen, bevor sie hier ihre Beschwerden vorbrächten. Jaund) 6.d Abg. Dr. Hartmann(tons.) finoet es ebenfalls nicht in der Ordnung, hier Beschwerden vorzubringen, bevor der Instanzenzug erschöpft ist. Wir haben in Sachsen ein gutes Vereins=Versammlungsrecht.(Abg. Bebel: Schauderhaft ist es.) Das sind Ansichten. Hätten wir auch ein solches Preßrecht, so wollten wir mit den Sozialdemokraten schon bald fertig werden. Wollen Sie das sächsische Vereinsrecht ändern, so bringen Sie das im sächsischen Landtage vor. Hier gehört es nicht her. Was die Beschuldigungen betrifft, die hier gegen einzelne bestimmte Fabrikinspektoren erhoben sind, so werde ich mich danach noch genauer erkundigen. Nachdem noch Abg. Singer einige Beschwerden vorgebracht, wird die Debatte geschlossen. Einige Titel des Etats des Reichsamtes werden genehmigt, worauf die Weiterberathung bis Dienstag Mittag 1 Uhr vertagt wird. Deutsches Reich. 4 Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. 17. Sitzung vom 19. Januar. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde am Montag die erste Berathung des Staatshaushaltes pro 1891/92 begonnen. Abg. Rickert(freis.) fand die Finanzlage im Ganzen günstig, um so weniger seien aber neue Steuern angemessen. Bei vorsichtiger Verwaltung und Verminderung neuer unnöthiger Ausgaben sei auch eine Verschlechterung der Finanzverhältnisse nicht zu erworten. Vom Eisenbahnminister wünscht Redner, daß er mehr auf zeitgemäße Reformen achten, z. B. einen Versuch mit dem Zonentarif, machen möge. Seine Partei wolle der Regierung alles Nöthige bewilligen aber keine Steuern auf Vorrath.. M suf) 5. Abg. von Thiedemann(Bomst)(freitons.) bemerkt zu einer Aeußerung des Vorredners, daß sich die Verhältnisse in den polnischen Landestheilen in Folge der Polengesetze erheblich gebessert hätten, und geht dann auf die Frage der Getreidezölle näher ein, deren Abschaffung bei der hentigen Lage der Landwirthschaft absolut unmöglich sei.„„„n(Naat ne. 56. Abg. von Czarnnsti(Pole) bestagt sich über die Unterdrückung seiner Landsleute in Posen. Abg. Sattler(natlib.) erkennt an, daß der Etat sehr sparsam aufgestellt sei und verspricht die Mitwirkung seiner Partei zur baldigen Fertigstellung der Reformgesetzgebung. Auch Abg. Windthorst(Ctr.) äußert sich anerkennend über die im Etat zu Tage tretende Sparsamkeit, möchte aber nicht, daß die Entwickelung der Sekundäreisenbahnen darunter leidet. Finanzminister Dr. Miquel äußert sich sehr erfreut über die wohlwollende Beurtheilung des Etats durch alle Redner und verspricht allen berechtigten Wünschen nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Nachdem noch Abg. Graf Limburg(konf.) für die Erhaltung der Getreidezölle sich ausgesprochen, deren die Landwirthschaft unbedingt bedürfe, wird die Debatte geschlossen und die üblichen Etatstitel werden der Budgetkommission überwiesen. Nächste Sitzung: Mittwoch 11 Ubr.(Antrag Richter betr. die Stempelerlasse für Fideikommisse.) * Berlin, 19. Januar Kaiser Wilhelm wohnte am Montag Mittag der Einweihung der neuen Friedenskirche in der Ruppinerstraße in Berlin bei, die zum Gedächtniß an die Kaiser Wilhelm l. und Friedrich errichtet ist. Außerdem waren alle in Berlin anwesenden Fürstlichkeiten zugegen. Die Weiherede hielt Generalsuperintendent Dr. Brückner. Nachmittags fand größere Tafel im Schlosse statt. Später empfing der Kaiser die in die Armee eintretenden Kadetten. — Der Kaiser hat über die alljährlichen Generalstabsreisen genauere Bestimmungen erlassen, die jetzt vom Kriegsminister publizirt werden. — Der Kaiser hat dem Fürsten Bismarck zum Weihnachtsfeste ein Album mit Aufnahmen aus dem Innern des Palais Kaiser Wilhelms I. geschickt. Auf das Dankschreiben des Fürsten folgte dann eine Neujahrsgratulation des Kaisers. — Im Reichstagsgebäude fand am Montag Mittag eine Sitzung des preußischen Staatsministeriums statt. Ueber das Sperrgesetz soll ein definitiver Beschluß gefaßt sein. — Professor Dr. Koch ist von Vertretern der Berliner Studentenverbindungen eine Huldigungsadresse überreicht. — Es wird bestätigt, daß Se. Majestät der Koiser bei dem Diner des Finanzministers sich Herrn von Kardorff gegenüber in einer allerdings jeden Zweifel ausschließenden Weise gegen den Bimetallismus erklärt hat; die Worte jedoch, welche die„Magdeburgische Zeitung" Sr. Majestät in den Mund legte, sind nicht gesprochen worden. Wir können übrigens noch hinzufügen, daß der Kaiser vor bald zwei Jahren in Folge verschiedener Seitens der Interessenten der Doppelwährung unternommener Schritte Gelegenheit nahm, sich eingehend über die Frage zu orientiren und die ablehnende Haltung, welcher Se. Majestät den Kardorff'schen Ausführungen gegenüber Ausdruck verlieh, bestätigt nur die damals bereits in engeren Kreisen bekannt gewordenen Anschauungen Sr. Majestät über den Bimetallismus. — Dieser Tage verlautete, daß dem Reichstag in nächster Zeit eine Vorlage, betreffend die Befestigung der Insel Helgoland, zugehen werde. Vom Kaiser ist vor einiger Zeit bekanntlich eine Kommission unter dem Vorsitz des Kontre=Admiral Thomsen mit der Untersuchung dieser Frage an Ort und Stelle beauftragt worden. Diese Kommission hat, wie wir hören, ihre Arbeiten noch gar nicht abgeschlossen oder wenigstens über das Resultat ihrer Untersuchungen noch kein Votum abgegeben. Begreiflicher Weise aber müssen die Ergebnisse derselben bei der höheren betheiligten Instanzen und beim Kaiser zur Entscheidung kommen, bevor die bezüglichen Forderungen und Gesetze für den Reichstag formulirt werden können. Die obige Nachricht muß daher einstweilen noch als verfrüht bezeichnet werden. Der neue Handelsvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und Oesterreich=Ungarn wird dem Reichstage wohl frühestens nach dem Osterfeste zugehen. Der heute in Kraft befindliche Vertrag läuft bis zum 1. Februar 1892, es liegt also kein Grund vor, die Verhandlungen zwischen den betheiligten beiden Regierungen zu überstürzen und ebensowenig ist Anlaß vorhanden, den Vertrag Hals über Kopf dem Reichstage zu unterbreiten, zumal heute noch eine große Zahl von Aufgaben dort vorhanden sind, welche dringend der Erledigung bedürfen. Daß der neue Vertrag, wenn auch nach manchem Widerstreben, schließlich eine Mehrheit im Reichstage finden wird, gilt als zweifellos in gut unterrichteten Kreisen. — Schon in Folge der Hochwasser= und Eisgangsschäden von 1888 ist durch die Verfügung vom 22. Jan. 1889 über die Strombauverwaltungen für eine einheitliche und wirksame Leitung und Durchführung der Schutzmaßregeln gegen Eis= und Hochwassergefahren gesorgt. Eine gleichzeitige Ausführungsanweisung regelt den Eiswacht= und Hochwasserwachtdienst. Dieselbe greift unter Berucksichtigung der inzwischen gesammelten Erfahrungen auch für den laufenden Winter Platz. Neuerlich sind die Provinzialbehörden von den Ressortministern an die sorgsamste und energischste Wahrnehmung der ihnen übertragenen Obliegenheiten erinnert und mit den nach Lage des Falles geeigneten besonderen Anweisungen versehen. Wie die Civilbehörden, so haben auch die Militärbehörden neuerdings Anweisung erhalten, mit aller Kraft zur Verhütung und Bekämpfung etwaiger Hochwasser= und Eisgefahren mitzuwirken. Es darf hinzugefügt werden, daß Se. Majestät der Kaiser auch diesen Fragen sein landesväterliches Interesse in hohem Maße widmet und auch bereits zu wirksamen Maßnahmen die Initiative ergriffen hat. — Die Berliner Strafkammer verurtheilte den Tischler Ernst Hampel aus Friedrichsberg, Vorsteher der dortigen Centralstelle des deutschen Tischlerverbandes, zu sechs Monaten Gefängniß wegen Androhung der Arbeitssperre gegen den Tischlermeister Kl. zu Friedrichsberg. Er hatte unterm 28. April v. J. an den Kl. folgendes Schreiben gerichtet:„Wenn Sie bis zum 2. Mai die verlangte Lohnerhöhung nicht bewilligen, so wird über Ihre Werkstatt die Sperre verhängt. Ernst Hampel, i. A. des Vorstandes des deutschen Tischlerverbandes.“ Kl. hat nicht bewilligt und seine Werkstatt ist thatsächlich„gesperrt“ worden. Der Staatsanwalt hatte nur sechs Wochen beantragt. Der Gerichtshof hatte in dem Vorgehen des Angeklagten nicht nur groben Unfug und Nöthigung, sondern auch die Merkmale der Erpressung gefunden. Breslau, 19. Januar. Nach einer Meldung der „Breslauer Zeitung ist der Ausstand der Puddler in der Laurahütte beendet. Kiel, 19. Januar. Die Ostsee ist, soweit dieselbe vom Buelker Leuchtthurm zu überblicken ist, mit Eis bedeckt. Der Fehmarn=Belt ist eisdicht. Wolfenbüttel, 19. Januar. Eine hier abgehaltene sozialdemokratische Versammlung wurde, als die Verhandlungen einen unruhigen Charakter annahmen, aufgelöst. * Wien, 18. Jan. Anläßlich des Ablebens des hiesigen türkischen Botschafters Saadullah Pascha gingen zahlreiche Kondolenzschreiben auf der hiesigen türkischen Botschaft ein. g., 4. wirt G2 Wien, 19. Januar. Wie verlautet, wird sich der Erzherzog Eugen in Vertretung des Kaisers am 25. Januar nach Berlin begeben, um der Taufe des jüngsten Sohnes Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin beizuwohnen. Frankreich. Paris, 19. Januar. Telegraphische Mittheilungen aus Südfrankreich melden andauernde, ungewöhnlich starke Kälte. Im Departement du Gard furchtet man, daß die Olivenernte geschädigt werde. Bei Beaucaire läuft man auf der Rhone Schlittschuh. Die Häfen von Toulon und La Seyne sind mit Eis bedeckt, ein Umstand, der seit Menschengedenken in Toulon nicht vorgekommen ist. In der Umgebung von Perpignan sind mehrere Personen erfroren. Der Eisenbahn= und andere Verkehr ist mehrfach unterbrochen. Das von Algier kommende Packetboot „Afrique" ist in Port=Vendres(Depart. östliche Pyrenäen) mit Eis bedeckt angekommen. Heftige Organe und ungemit Eis bedeckt angekommen. Heftige Organe und ungewöhnliche Kälte herrschen auch in ganz Spanien. In Saragossa sind 14° Kälte. Brüssel, 19. Jan. Die Regierung ließ gestern alle Waffenvorräthe der Bürgergarde mit Beschlag belegen, aus Furcht, die Bürgergarde könnte mit den Arbeitern gemeinsame Sache machen. Die Befürchtung ernster Unruhe für morgen wächlg n. isten venehmi... Brüssel, 19. Jan. Der Burgermeister genehmigte die für morgen beabsichtigte Manifestation zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts, traf jedoch die nothwendigen Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Die Regierung berief zwei Regimenter zur Verstärkung der Garnison nach Brüssel.„..t, 8944 Brüssel, 19. Jan. Die vereinigte Rechte von Kammer und Senat wird am Mittwoch eine Versammlung abhalten, in welcher über ihre Haltung in der Frage der Verfassungsrevision berathen wird. Petersburg, 18. Januar. Die„Nowoje Wremja“ hält mit der Emission der neuesten vierpronzentigen Anleihe die Reihe der viervrozentigen Anleihen für abgeschlossen. Die künftigen Conversionsanleihen dürfen nur dreiprozentige sein. Bei der gegenwärtigen Conversion werde die russische Finanzverwaltung zweieinhalb Millionen baar auszahlen, was ihren Reichthum an flüssigem Gelde beweise. D wszische St Raters. Petersburg, 19. Januar. Die russische„St. Pelersburger Zeitung“ erörtert das Urtheil des Appelgerichtshofes der Seine in dem Prozesse gegen Labruyere und meint, der Spruch des Appelhofes sei, ohne letzteren irgendwie einer Feindseligkeit gegen Rußland verdächtigen zu wollen, gleichwohl befremdlich und das dem Spruche zu Grunde gelegte Motiv sei erstaunlich. Irgend welcher Zweifel daran, das Padlewski durch Labruyeres Unterstützung und Beihülfe erhalten habe, sei gar nicht möglich. Der Gerichtshof hätte die Strafe Labruyere's ermäßigen können, aber daß derselbe Labruyere für nicht aus der Verübung revolutionärer Handlungen ein Gewerbe mache. Amerika * Pineridge, 19. Jan. Der General Miles hat den Truppen in einem Tagesbefehl angezeigt, daß die Feindseligkeiten mit den Indianern in befriedigender Weise beendet seien. Westfalen und Rheinland. 29 Reichthum und Name. Roman von Mary Dobson. Langsam ginz Helene an den Frühstückstisch zurück, um das Mahl zu genießen, bei dem sie so unerwartet gestört worden war. Kaum hatte sie es beendet, als abermals angeklopft wurde und gleich darauf Freiin Wanda erschien, welche, indem sie ihr einen Strauß schöner Blumen reichte, sagte:„Verzeihen Sie, wenn ich störe, gnädige Frau, ich glaubte aber nicht, Sie noch beim Kaffee zu treffen!" „Ich habe mich diesen Morgen verspätet— Sie aber, Baronesse, sind heute gewiß schon frühzeitig geweckt worden?“ „Ja, durch den Boten aus der Stadt, der uns Onkel Eberstorff's Briefe brachte. Wir ängstigen uns seinetwegen sehr und wünschen nur, daß Arnold bald bei ihm wäre" „Sollten Sie wirklich Grund zu ernstlicher Befürchtung haben?“ „Mama glaubt es und will diesen Nachmittag mit Theodora nach Eberstorff fahren, um einige Vorbereitungen zu seiner Ankunft anzuoronen. Ich bleibe hier bei Ihnen.“ „Das ist mir sehr lieb, und wir wollen uns derart beschäftigen und unterhalten, daß Sie keine Langeweile Empfinden.“ „Ich glaube, daß ich in Ihrer Gesellschaft nie Langeweile empfinde— wenn ich Sie aber um eine Gefälligkeit bitten dürfte...“ „Was kann ich für Sie thun?“ „Helfen Sie mir bei meinen Musikübungen; ich habe neue Noten bekommen, die ich nicht allein zu spielen verstche? „Mit vielem Vergnügen, Baronesse.“ „Ich danke Ihnen herzlich!— und nun lassen Sie mich zuerst die Blumen ins Wasser stellen.“ Freiin Wanda füllte zwei zierliche Körbchen damit an, und als sie den einen in das Arbeitszimmer ihrer Schwägerin brachte, erblickte sie den Maltisch, auf dem die entworfene Arbeit nebst Palette, Pinsel und Farben lag. „Sie malen auch?“ wandte sie sich an Heiene, die ihr gefolgt war. „Ja!“ entgegnete diese lächelnd.„Erkennen Sie vielleicht, was aus diesem Entwurf werden soll?“ „Nein, aber ich kann es mir denken. Gewiß dieses Haus?“ „Ja, ich will es mit der nächsten Umgebung malen und meiner Mutter schicken.“ „Wie glücklich sind Sie so viel gelernt zu haben!" sagte Baronesse Wanda.„Das kann man aber nur in einer großen Stadt, und schon deshalb möchte ich einmal ein Jahr dort zubringen.“ Helene hatte keine Antwort auf diesen Wunsch ihrer Schwägerin, allein sie war überzeugt, daß ihre Eltern Baronesse Wanda mit Freuden bei sich aufnehmen würden, falls diese von ihrer Mutter die Erlaubniß erlangen könnte, zu ihnen zu reisen, was ja aber außer aller Frage war und daher auch nicht gewährt wurde. Da Helene beabsichtigte, sich nach dem Treibhaus und den Gewächsen im Freien umzusehen, schlug sie Baronesse Wanda vor, sie zu begleiten, und da diese einwilligte, begaben sie sich sofort in den Garten hinab. Hier fanden sie hinreichend Arbeit, und etwa eine Stunde beschäftigten sie sich auf's eifrigste, dann traten sie einen Spaziergang an, bei welcher Gelegenheit Helene Wanda's Lieblingsplätze kennen lernte und zugleich einige zahme Rehe entdeckte, die im Garten gehalten wurden, welche sie aber noch nicht gesehen hatte. Nach einer Weile traten sie den Rückweg an, und sie hatten fast das Herrenhaus erreicht, als ihnen die Freiherrin entgegenkam. Diese erwiderte den förmlich gebotenen Morgengruß ihrer Schwiegertochter mit gleicher Förmlichkeit, und fügte hinzu:„Sie sind wohl schon Ihrer Gewohnheit untreu geworden, mein Kind, denn ich habe Sie heute viel später im Treibhaus gesehen.“ „Ich habe diesen Morgen allerdings etwas länger als gewöhnlich geschlasen, gnädige Frau!“ „Natürlich! Die Aufregungen des gestrigen Tages, die späte Rückfahrt... Was aber sagen Sie zu der traurigen Nachricht, die wir erhalten, und der dadurch bedingten schnellen Reise meines Sohnes?“ Helene unterschied sehr genau, daß die Freiherrin die letzten Worte besonders betonte, entgegnete aber ruhig:„Ich bedaure die traurige Veranlassung, hoffe jedoch, daß das Befinden des Herrn Grafen sich bald bessern wird!“ „Wir werden so bald als möglich genaue Nachricht bekommen, denn mein Sohn wird gleich nach der Unterredung mit dem Arzt hierhin schreiben!— Mir steht eine doppelt schwere Zeit bevor, denn die große Haushaushaltung hier und die Pflege des Kranken in Ebersvori.. Helene hatte sich längst nach einer bestimmten Thätigkeit in der Wirthschaft gesehnt und immer gehofft, daß ihre Schwiegermutter ihr einen Theil derselben übertragen werde. Der Augeblick, sich diese zu schaffen, schien ihr günstig, und sie sagte daher freundlicher als bisher: „Gestatten Sie mir, gnädige Frau, daß ich Ihnen einige Aabeiten und Sorgen abnehme, denn ich bin darin so unerfahren nicht, wie Sie es vielleicht meinen. Bei meinen Eltern...“ „Nein, nein," erwiederte die Baronin entschieden,„das können Sie nicht, denn ein Landhaushalt ist wesentlich von einer städtischen Wirthschaft verschieden!“ „Bei einiger Uebung würde ich mich bald hineinarbeiten, und mit der tüchtigen Haushälterin...“ „Noch einmal, mein Kind, so lange ich hier bin, bleibt auch die Leitung des Hauswesens, die ich nun schon so viele Jahre gehabt, in meinen Händen!" „Vielleicht aber könnte ich Ihnen bei der Krankenpflege helfen?" bot die junge Frau nochmals ihre Hülfe an. Allein auch diesmal entgegnete die Freiherrin kalt und abweisend:„Unmöglich, mein Kind, bei ihrer Jugend und Unerfahrenheit— auch überlasse ich meinen Bruder keinen fremden Händen, und meine älteste Tochter und ich werden seine Pflege allein besorgen!“ „Mama,“ bemerkte Wanda, welche sich bisher schweigend verhalten, wer weiß, ob Onkel Eberstorff hierher kommt und sich nicht vielmehr von Arnold nach einem andern Bade begleiten läßt?“ „Das ist so unmöglich nicht, und vielleicht reisen sie nach Frankreich oder der Schweiz, indeß wir sie hier erwarten und zum Empfang Deines Onkels alle Vorbereitungen treffen!“ Witten, 20. Januar.(Gottesdienst am Kaisergeburtstag.) Veranlaßt durch ein Gesuch des „Ver. Garde=, Landwehr= und Kriegervereins" ist vom Presbyterium unserer evang. Gemeinde der Beschluß gefaßt worden, am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers, Dienstag, den 27. d. M., Nachmittags ½5 Uhr, einen Festgottesdienst abzuhalten. Wie wir hören, wird sich auch der„Evang. Arbeiterverein“, sowie der„Evang. Männer= und Jünglingsverein" als Körperschaft daran betheiligen. Daß übrigens auch andere Gemeindeglieder daran theilnehmen können, versteht sich von selbst. Witten, 20. Januar.(Als Nachfolger des Kreisvikars Ronte), welchem bekanntlich eine Pfarrstelle zu Langewiese übertragen worden ist und wohin derselbe in 14 Tagen übersiedelt, ist vom Konsistorium der Pfarramtskandidat Althüser aus Dortmund in Vorschlag gebracht worden. Derselbe hielt am Sonntag Nachmittag hierselbst seine erste Predigt und ertheilte am Montag Konfirmandenunterricht. Mit dem 1. k. Mts. wird derselbe sein neues Amt hierselbst antreten. 8 Witten, 20. Jan.(Auszeichnung.) In der Liste der beim Ordensfeste mit dem Rothen Adlerorden 4. Klasse Ausgezeichneten befindet sich auch der Name unseres Anfangs d. Mts. verstorbenen Realgymnasialdirektors Dr. Zerlang. Leider sollte die verdiente Anerkennung den nun Verewigten nicht mehr erreichen. § Witten, 22. Jan.(Besitzwechsel.) Das Wegermannsche Haus Bachstrale Nr 3 ist mit dem Colonial= waarengeschäft durch die Vermittelung des Herrn Wilh. Albert käuflich in den Besitz des Herrn Hugo Horsch aus Stolberg übergegangen. Der Preis soll ca. 20000 Mark betragen. 8 Witten, 20. Januar.(Unser Reichstagsab geordneter) Herr Hermann Müllensicken ist gestern zu den Reichstagsverhandlungen nach Berlin abgereist. 8 Witten, 20. Januar.(Herr Otto Glagau) ist entschlossen, sich wieder am Parteileben zu betheiligen, und hat dem Deutsch=Sozialen=Reform=Verein in Halle bereits zum Frühjahr einen Vortrag zugesagt. Wir begrüßen diesen Schritt mit aufrichtiger Freude. 8 Witten, 19, Januar.(Anti=Antisemiten.) In Berlin hat sich ein Verein zur Abwehr gegen den Antisemitismus gebildet, der kürzlich einen Aufruf erlassen hat, unter denen sich außer den Stützen des Freisinns Rickert, Richter u. s. w. auch der ntl. Kommerzienrath Oechelhäuser, Reichstagsabgeordneter für Anhalt=Dessau befindet, derselbe Abgeordnete, der im letzten Frühjahr mit einem freisinnigen Juden in Stichwahl stand. Oechelhäuser's Wahl wurde dadurch nur möglich, daß die antisemitische Werbetrowmel in seinem Kreise auf das Kräftigste gerührt wurde. U. A. hieß es in einem Oechelhäuser'schen Fluglatt: Eures Kaisers Worten glaubt Ihr nicht, aber denen, die Grelling, der Jude spricht! Wo bleibt da die Gesinnungstüchtigkeit? * Annen, 19. Jan.(Wichtige Aenderung.) In unserer Gemeinde ist mit Beginn des neuen Jahres eine wichtige Aenderung bezüglich der Namen der einzelnen Ortschaften eingetreten. Die alten bisher gebräuchlichen Namen„Dorf",„Erlen“ und„Wullen“ sollen fortfallen. Die Ortschaft Ardey wird fortan nur aus den zwischen der Provinzialstraße Witten=Herdecke und der Borbach belegenen Häuser bestehen. Fur die in Wegfall kommenden Namen soll hinfort nur die Bezeichnung der Straße in Anwendung kommen. Im Verkehr mit der Ortsbehörde muß die Bezeichnung unbedingt angewendet werden. Diese Maßnahme wird auch eine Neunummerirung der Häuser zufolge haben. Diese wird in allernächster Zeit vorgenommen werden. Aus dem Kohlenrevier, 17. Jan.(Auf die Eingabe des Vereins„Glückauf") über die Wünsche der Bergarbeiter hat der Minister v. Berlepsch eine längere Antwort ertheilt, worin derselbe erklält, mehrere dieser Wünsche könnten nur durch Aufhebung oder gänzliche Umformung der reichsgesetzlichen Vorschriften erfüllt werden. Die gewünschten Neuerungen würden tief einschneiden in die maßgebenden Reichs= und Landesgesetze. Der Minister verweist auf die vorliegenden Gesetzentwürfe über die Abänderung der Gewerbeordnung sowie auf das Gesetz betreffend die Gewerbegerichte, welches am 1. April in Kraft tritt. Durch die Gewerbegerichte könnten die Bergarbeiter ihre Beschwerden beurtheilen lassen. Der Minister hofft, daß die Gährung unter den Bergarbeitern des Ruhrkohlen Die drei Damen wandten sich dem Hause zu, da esbereits Zeit war, an die Mittagstoilette zu denken. Mutter und Tochter wechselten einige Bemerkungen, Helene aber schwieg, denn sie fühlte sich gekränkt durch die abweisende Antwort der Baronin, mehr aber noch durch die Art und Weise, mit der sie dieselbe ertheilte. Der Tag verlief der allerseits entworfenen Bestimmung. gemäß und Wanda glaubte noch nie einen so genußreichen Nachmittag verlebt zu haben. Dabei war sie ganz gegen ihre Gewohnheit— denn genau genommen liebte sie ernste, anhaltende Beschäftigungen nicht— unausgesetzt thätig gewesen und hatte nach ihrer Meinung die Erklärungen und Unterweisungen ihrer neuen jungen Lehrerin viel besser begriffen, als die ihrer früheren Gouvernante, weshalb sie Helene auch bat, ihr bald einmal wieder einen Nachmittag zu schenken— eine Bitte, welche dieselbe ihr bereitwillig zusagte. Als am folgenden Morgen die junge Freiherrin, welche wiederum frühzeitig aufgestanden und auch schon einen Spaziergang unternommen hatte, bei ihrer Malerei beschäftigt saß, ward ihr ein Brief und ein hölzernes Kistchen gebracht, auf welchen beiden sie die Handschrift ihres Bruders erkannte. Sie griff zuerst nach dem Brief, legte ihn jedoch bei Seite, denn sie war begierig, zu sehen, was ihr Bruder ihr geschickt haben könne. Das Kistchen war sicher vernagelt, allein vermittelst eines Messers und einer großen Scheere gelang es ihr, nach einiger Mühe den Deckel zu lösen. Es lag sicher und wohlverpackt, dem Anschein nach ein zerbrechlicher Gegenstand darin, den sie erwarzungsvoll und vorsichtig herausnahm und von der Umhüllung befreite, dann aber voll freudiger Ueberraschung ausrief: O, welche Aehnlichkeit! wie wobl getroffen, mein lieber Richard, wie er leibt und lebt! und die wohlgelungene Photographie an ihre Lippen drückte. Dadurch hast Du mir eine unbeschreiblich große Freude gemacht, Du guter, treuer Bruder! fuhr sie in ihrem Selbstgespräch fort, das Bild unverwandt betrachtend, und fügte nach einer Weile hinzu: Doch jetzt will lesen, was Du mir von Dir und den Eltern geschrieben, und wie diese sich über Deine Heimkehr gefreut haben!" (Fortsetzung folgt.) bezirks nicht weiter ums liches Zusammenwirken d * Bochum, 17. Jal verein), dessen 25jähri verschiedenen Gründen konnte, hat beschlossen, nur Bestebens zu begehen un 1. und 2. Februar d. J. ersten Ranges sowie ein zweitägiges Konzert vera dahin festgestellt, daß Max Bruch, das hervorr Componisten, zur Auff zweite Tag Vorträge 1 erwarten, daß das Fest kennenswerthen Ersolg b § Castrop, 17. Jan Gestern Nachmittag erfo die Verhaftung des Inhe C. F. auf Grund von Am selben Nachmittag n gerichte Dortmund zugef Schalke, 15. Januai tag Nachmittag wurde d selbe ist verdächtig, sich Sprettchen betheiligt zu * Dortmund, 17.: Vor einigen Tagen war Bergarbeiter so glücklie Brieftasche auf dem Hei Bald stellte sich der Vei mann, ein, erhielt sein E lichen jungen Manne 1 hatte nun, wie die„D thun, als sämmtliche St seine Mutter, welche ein Nachdem er sich selbst ganzen Summe gegönnt den Rest von 70 M. aufbewahren zu wollen. Pferdetreiber von Scha 6 Hagen, 19. Touristen=Verein. diesjährige grimmige A scheint, Wanderlust zu: der Sektion Hagen sche wird Hagen bisher nur troffen. Die Mitgliede Stadt, und wir dürfen Zahl der Wanderfreund — Wie schon mitgethe sehen für den ersten 2 rufen ist, die grundlege Einrichtungen des Vere Versammlung im Hotel d. Mts., Mittags 12 1 der Sektion eingeladen. wird sich um 4 Uhr schließen.— Da nach Sektion für je 10 Mit recht zusteht, so hat de sammlung auf MittwoDelegirten und Besprec Delegirten=Versammlun zahlreich besucht wird. § Münster, 16. J. angelegenheit de Wirth Korte zu Bever gegen eine Caution vo suchung auf freiem F bis jetzt nicht Folge ge * Münster, 19. hat die Familie von 5 Uhr starb auf Alst Freiherrn von Schorler Erbdroste, geb. Freiin war zuerst das Gerüc Schorlemer=Alst selbst, Zeit an einem Herzleil sei gestorben. Zum E bewahrheitet. Beyenburg, 19. wohner wollte mittels steigen, das für sein Er glitt auf den mit Sprossen aus und fiel in wol bezirls nicht weiter um sich greife und empfiehlt, ein friedlichts lich sirls nicht weiter um sich greife und empfießlt, ein, hes Zusammenwirten der Arbeitgeber und Arbeiter. * Bochum, 17. Jan.(Der hiesige Musik= verein), dessen 25jähriges Stifungsfest seiner Zeit aus verschiedenen Gründen nicht festlich begangen werden konnte, hat beschlossen, nunmehr die Feier seines 30 jährigen Bestehens zu begehen und zwar in der Weise, daß am 1. und 2. Februar d. J. unter Mitwirkung von Solisten ersten Ranges sowie eines großen Orchesterkorpers ein zweitägiges Konzert veranstaltet wird. dahin festgestellt, daß an ersten Tage„Odysseus" von Max Bruch, das hervorragende Oratorium des berühmten Componisten, zur Aufführung gelangt, während der zweite Tag Vorträge der Solisten bringt. Es steht zu erwarten, daß das Fest einen in jeder Beziehung anerkennenswerthen Erfolg bietet. § Castrop, 17. Januar.(Wechselfälschungen.) bestern Nachmittag erfolgte, wie der„W. M.“ meldet, die Verhaftuug des Inhabers der hiesigen Möbelhandlung C. F. auf Grund von Wechselfälschung in zwei Fällen. Am selben Nachmittag wurde p. F. dem königl. Amtsgerichte Dortmund zugeführt. Schalke, 15. Januar.(Mordverdacht.) Donnerstag Nachmittag wurde der Bergmann H. verhaftet. Derselbe ist verdächtig, sich an dem Mord des Bauern N. in Sprettchen betheiligt zu haben. * Dortmund, 17. Januar.(Eine gute That.) Vor einigen Tagen war ein junger, sonst flott lebender Bergarbeiter so glücklich, eine mit 2000 M. beschwerte Brieftasche auf dem Heimwege von der Schicht zu finden. Bald stellte sich der Verlierer, ein auswärtiger Handelsmann, ein, erhielt sein Geld zurück und schenkte dem glücklichen jungen Manne 150 M. als Finderlohn. Derselbe hatte nun, wie die„D. Z.“ erzählt, nichts Eiligeres zu thun, als sämmtliche Schulden nebst Wohnungsmiethe für seine Mutter, welche eine arme Wittwe ist, zu bezahlen. Nachdem er sich selbst nur ein Tülpchen Bier von der ganzen Summe gegönnt hatte, händigte er seiner Mutter den Rest von 70 M. ein mit dem Wunsche, dieses gut aufbewahren zu wollen. Der junge Bergarbeiter ist ein Pferdetreiber von Schacht„Kaiserstuhl". 6 Hagen, 19. Januar.(Sauerländischer Touristen=Verein. Sektion Hagen.) Trotzdem die diesjährige grimmige Winterzeit nicht gerade geeignet erscheint, Wanderlust zu wecken, ist doch die Mitgliederzahl der Sektion Hagen schon fast auf 150 gestiegen, und es wird Hagen bisher nur von der Sektion Dortmund übertroffen. Die Mitgliederliste cirkulirt weiter in unserer Stadt, und wir dürfen hoffen, daß bis zum Frühling die Zahl der Wanderfreuude sich noch erheblich steigern wird. — Wie schon mitgetheilt, ist unsere Stadt auch ausersehen für den ersten Delegirtentag des Vereins, der berufen ist, die grundlegenden Beschlüsse über die Ziele und Einrichtungen des Vereins zu fassen. Zu der DelegirtenVersammlung im Hotel Kaiserhof, die Sonntag, den 25. d. Mts., Mittags 12 Uhr beginnt, sind alle Mitglieder der Sektion eingeladen. An die geschäftlichen Berathungen wird sich um 4 Uhr ein gemeinsames Mittagessen anschließen.— Da nach§ 9 der vorläufigen Statuten jeder Sektion für je 10 Mitglieder ein Delegirter mik Stimmrecht zusteht, so hat der Vorstand der Sektion eine Versammlung auf Mittwoch, den 21. d. Mts. zur Wahl der Delegirten und Besprechung über etwaige Anträge in der Delegirten=Versammlung anberaumt, die hoffentlich recht zahlreich besucht wird. § Münster, 16. Jan.(Der in der Fälschungsangelegenheit des Lutherbuches) vielgenannte Wirth Korte zu Bevergern hat das Gericht gebeten. ihn gegen eine Caution von 30000 M. während der Untersuchung auf freiem Fuße zu belassen. Dem Gesuche ist bis jetzt nicht Folge gegeben worden. * Münster, 19. Januar.(Ein herber Verlust) hat die Familie von Schoclemer getroffen. Heute früh 5 Uhr starb auf Alst bei Horstmar die Gemahlin des Freiherrn von Schorlemer=Alst, verwittwete Gräfin DrosteErbdroste, geb. Freiin von Imbsen. Hier in Münster war zuerst das Gerücht verbreitet, Herr Freiherc von Schorlemer=Alst selbst, der bekanntlich bereits seit längerer Zeit an einem Herzleiden nicht unbedenklich erkrankt ist. sei gestorben. Zum Glück hat sich diese Nachricht nicht bewahrheitet. Beyenburg, 19. Jan.(Unfall.) Ein hiesiger Einwohner wollte mittels einer Leiier seinen Heuboden besteigen, das für sein Vieh nöthige Futter herabzuholen. Er glitt auf den mit einer dünnen Eisschicht bedeckten Sprossen aus und fiel aus ziemlicher Höhe herab und 8 zwar so unglücklich, daß er einen doppelten Armbruch sowie mehrere Rippenbrüche erlitt. Lüttringhausen, 18. Jan.(Rehe.) In den Waldungen bei unserem Orte wurden 5 Rehe bemerkt, die ganz abgemagert waren. Man uimmt an, daß dieselben aus der Gegend von Schlebusch herübergekommen, getrieben durch den beim heurigen Winter entstandenen Nahrungsmangel.— Zur Erhaltung einer guten Jagd füttern bezw. lassen die hiesigen Jäger in ihren Jagdbezirken täglich das Geflügelwild füttern. Remscheid, 17. Jan.(Bahnlinie RemscheidSolingen.) Die im Laufe des vergangenen Herbstes abgesteckte Bahnlinie Remscheid=Solingen ist auf dem ersten Theile des Solinger Gebietes, in der Gegend von Windfeln, Halfeshof u. s. w. letzthin wieder etwas verschoben worden, angeblich wegen besserer Gestaltung einer Curvenanlage. Der Uebergang am Windfelner Thal ist jetzt dem Felsenkeller mehr zugeschoben worden, und während die Bahn ursprünglich etwa 50 Schritt jenseits des nach dem Felsenkeller hinabführenden Bergpfades die Müngstener Chaussee zu überschreiten hatte, schneidet sie diese jetzt unmittelbar an dem gedachten Bergpfade. Sobald die Linie ganz endgültig festgestellt sein wird, soll. wie das„Sol. Kr.=Int.=Bl.“ berichtet, mit dem Grunderwerb begonnen werden. Oberhausen, 16. Jan.(Oberhausen im Dunkeln.) Auf der hiesigen Gasanstalt ereignete sich gestern Abend gegen 1 8 Uhr eine ernstliche Betriebsstörung, dem der Wasserverschluß durch den Frost gesprungen war. Hierdurch entwich die Sperrflüssigkeit und der ganze etwa 700 Cubikmeter betragende Vorrath des Gasbehälters strömte am Umfang des Reinigerdeckels ins Freie. Die Entleerung ging so schnell von statten, daß es umöglich war, rechtzeitg durch Absperrung des hetreffenden Reinigers Hilfe zu bringen. Auch der Umstand, daß dieser Unfall bei Nacht passirte, gebot Vorsicht. So konnte es denn nicht vermieden werden, daß sämmtliche Gaslampen erloschen. Erst gegen 11 Uhr Nachis konnte eine vorerst nur schwache Beleuchtung wieder Platz greifen. Jülich, 17. Januar.(Infolge des Glatteises fiel in einer benachbarten Ortschaft eine Hebamme auf dem Wege nach der Kirche mit einem Täusling. Die Hebamme brach den Arm, während das Kind sofort todt blieb. * Mettlach, 14. Jan.(Ein trauriges Mißgeschick) raffte einen Reisenden einer Trierer Firma, der z. Z. hier Aufenthalt hatte, von hinnen. Derselbe war vergangene Woche gestürzt, machte sich aber nicht viel daraus. bis er, durch Schmerzen veranlaßt, einen Arzt zu Rathe zog, der einen Rippenbruch konstatirte und dementsprechend die nöthige Behandlung eintreten ließ. Trotzdem hatte der Kranke, der im Hotel zur Saar wohnte, keine Ruhe und ging seinen Geschäften nach, da er keine Schmerzen mehr verspürte. Vorgestern Nacht wurde derselbe vor dem Hanse liegend und nur wenig bekleidet von den Vörübergehenden todt aufanfunden. Wiederbelebungsversuche waren vergebens. Er ist Nachts wahrscheinlich im Wundfieber aus dem Fenster des zweiten Stockes des Gasthofes gestürzt und hat sich so unglücklich verletzt, daß der Too sosort eintiat. Nachen, 17. Januar.(Baugesellschaft.) Heute konstituirte sich hier auf Anregung hervorragender Industrieller eine Actien=Gesellschaft unter dem Namen „Gemeinnützige Baugesellschaft für Nachen und Burtsched“ mit einem Kapital von 200000 Mi. Verhandlungen der Strafkammer zu Hagen vom 17. Januar 1891. 1. Wegen wissentlich falscher Denunziation befindet sich der Fabrikarbeiter Jul. B. aus Ehrenberg bei Schwelm unter Anklage. Er hat am 2. Sept. v. J. den Bandwirker H. Sch. beschuldigt, ihrn, den Angeklagten eine kleine Wanduhr gestohlen zu haben. Nach der heutigen Beweisaufnahme gestaltete sich die Sache für den noch unbescholtenen Angeklagten sehr günstig, so daß die Königl. Staatsanwaltschaft selbst die Freisprechung beantragte, die auch erfolgte. Angeklagter hatte von einem Collegen H. eine Wanduhr gekauft, die dieser vorher schon an den Sch. verkauft hatte. Als B. die Uhr aus der gemein1 samen Arbeitsstätte, wo sie hängen geblieben war, fortholen wollte, war sie von Sch. bereits geholt und nun denunzirte B. den Sch., ohne zu wissen, daß dieser auch Käuter var..., H g.. Sterlohn. unber 2. Der Schieferdecker H, m. aus Iserloyn, unbestraft, ist beschuldigt. and 11. Oct. v. J. zu Iserlohn den Fabrikarbeiter Hr. Sae. vorsätzlich mittelst Messer körperlich verletzt zu haben. An jenem Abend befanden sich mehrere junge Leute, u. A. der Angeklagte und der Verletzte in der S.schen Wirthschaft. Die beiden letzteren stritten sich und wurde Sae., der der provozirende Theil war, des Locales verwiesen. Auf dem Heimwege traf nun der Angeklagte den Sae. noch auf der Straße und behauptet letzterer, er sei von R. ohne Veranlassung zu Boden geworfen worden und als er sich von der Erde habe erheben wollen, habe er von R. einen Stich mit dem Messer ins Kinn bekommen. Angeklagter bestreitet den Messerstich und meint Sae. müsse in Glasscherben gefallen sein. Nun ist aber erwiesen, daß erstens an jener Stelle keine Scherben lagen, und zweitens, daß Sae. auf den Rücken und nicht aufs Gesicht gefallen ist. Nach Lage der Sache beantragt die Königl. Staatsanwaltschaft gegen den Messerhelden die exemplarische Strafe von 9 Monaten Gefängniß. Auf 6 Morate erkennt das Gericht, spricht auch die sofortige Verhaftung des Angeklagten aus. 8. Einer noch roheren That hat sich der nächste Angeklagte, der Steinbrecher Bernhard B. aus Rosmart, Kreis Altena, schuldig gemacht. Derselbe befand sich, am 1. Dezember 1890 in der Hl.schen Wirthschaft zu Mühlenrahmede, wo er ohne Ursache die anwesenden Gäste chikanirte. Der Wirth verwies ihm sein Benehmen und hernach auch das Lokal, das Angeklagter auch mit einem Anderen verließ. Die Beiden begehrten später aber wieder Einlaß, der ihnen jedoch nicht gewährt, vielmehr die Thüren verschlossen gehalten wurden. Dies veranlaßte den Dritten, seiner Wege zu gehen und als Alles draußen ruhig geworden war, ging der Wirth Hl. hinaus, um zu sehen. ob B. auch gegangen sei. Wie hatte er sich aber getäuscht; B. sprang plötzlich aus seinem Hinterhalt auf ihn los, würgte ihn an der Kehle, warf ihn zu Boden und stach in bestialischer Weise mit seinem Messer auf den wehrlos Daliegenden loß. Als Hülfe herbeieilte, machte sich der Raufbold aus dem Staube. Der Verletzte hat nach dem ärztlichen Gutachten eine 2 em lange und 3 cm tiefe Stichwunde in den Rücken, einen Stich unter der rechten Schläfe einen ins rechte Ohr und weitere zwei Stiche in die Seite bekommen. Der erste Stich war der gefährlichste, er hatte das Rippenfell verletzt und stand das Leben des Hl. dadurch in Gefahr. Mit Rücksicht darauf, daß Angeklagter bereits verschiedene Male wegen Körperverletzung u. A. mit einem Jahre Gefängniß vorbestraft ist und sich die That als eine äußerst rohe charakterisirt, beantragt die Königl. Staatsanwaltschaft gegen B. der die That mit seiner Trunkenheit zu entschuldigen sucht, eine 1½jährige Gefängnißstrafe. Diese Strafe scheint dem hohen Gerichtshof noch nicht hinreichend und erkennt derselbe auf 2 Jahre Gefängniß. 4. Auf der Anklagebank sitzen die Arbeiter Conrad R., Hr. L., H. K. und R. T. aus Lüdenscheid, die durch Urtheil der biesigen Königl. Strafkammer wegen schweren Diebstahls verurtheilt waren und zwar R. zu 9 Monaten, die anderen zu je 5 Monaten. In Folge eingelegter Revision war die Sache vom Reichsgericht zur nochmaligen Verhandlung hierher zurückverwiesen, da in einem Falle schwerer Diebstahl angenommen war, wo es sich nur um einfochen Diebstahl handeln soll. Die 4 Angeklagten hatten im Sommer v. I, nächtlicherweise einen Raubzug unternommen unter Anführung des ersten Angeklagten, der eigens zu dem Zwecke einen Schraubenschlüssel mitzenommen hatte, einer atte. Mit diesem Instrument sprengte er die Thür einer Schleiferei, aus der ein Packet mit Messern und Gabeln gestohlen wurde. Hernach kamen die Helden an einem Gute vorbei und beriethen dort, ein Schaf aus dem Stalle zu holen. Die Thür zum Schafstall war durch einen vorgeschobenen Holzriegel verschlossen. Diesen entfernte R. mit seinen Schraubenschlüssel, holte ein Schaf aus dem Gehege und reichte es dem L. an. Als das Thier im Stall geschlachtet war, zogen die Helden mit ihrer Beute von dannen, dieselbe abwechselnd tragend. In einem Busch wurde das Thier ausgeschlachtet und dann in die L'schen Wohnung geschleppt, wo die Theilung vor sich ging. Das Reichsgericht hat nun ausgeführt, daß ein vorgeschobener Holzriegel im Sinne des Gesetzes nicht als Schloß oder schloßähnlicher Verschluß anzusehen sei und deshalb in diesem Falle kein schwerer Diebstahl vorliege. Im Hinblick auf diese Ausführung erachtet die Königl. Strafkammer die beiden ersten Angeklagten des einfachen Diebstahls des Schafes für schuldig, die beiden anderen Angeklagten dagegen der Hehlerei und erkennt gegen R. auf eine Gesammtstrafe von 8 Monaren, gegen jeden der anderen Angeklagten auf eine 4monatliche Gefängnißstrafe. 5. Der Zuschneider Hr. N. aus Iserlohn war beschuldigt, am 1. Februar 1889 einen Offenbarungseid falsch geschworen und in den Jahren 188889 das Vermögen verschiedener Gläubiger durch Vorspiegelung falscher Thatsachen geschädigt, sich also des Betruges schuldig gemacht zu haben. Es ist in dieser Sache bereits einmal vern. Es ist in dieser Sache bereits einmal ver Glasgow, 18. Jan. handelt worden, doch bedurfte es weiterer Instruirung bezw. Erwägung, ob dieselbe nicht dem Schwurgerichtshof zu überweisen sei. Der Angeklagte verkaufte durch Verträge vom 4. Oktober und 18. November einen Theil seiner Mobilien an einen Steindrucker W. zum Gesammtpreise von 260 M., behielt sich aber nach den Verträgen das Rückkaufsrecht vor und die Möbel in seinem Besitz. Diese Verträge sollen nur zum Schein geschlossen sein, um dem N. drohende Zwangsvollstreckungen abzuwenden. N. wie auch W. behaupten, daß der Kauf ein rechtmäßiger und der Kaufpreis auch gezahlt sei. N. will überhaupt zur Zeit des Abschlusses der Verträge keine Schulden gehabt haben. Als die Gläubiger des N. diesen verklagten, intervenirte W. gegen die Pfändungen. Doch wurde er mit seinen Ansprüchen abgewiesen, da angenommen wurde, daß dem W. die Möbel nur zum Scheine verkauft waren. Am 1. Februar 1889 leistete N. den Offenbarungseid, wobei er die Sachen anzugeben unterlassen haben soll und erklärt hat, daß die verkauften Möbel dem W. verpfändet seien. Die Kgl. Staatsanwaltschaft hält dafür, daß es sich hier um wissentlichen Meineid handele und beantragt die Ueberweisung der Sache an das Schwurgericht. Der hohe Gerichtshof giebt diesem Antrage Folge und spricht gleichzeitig die Verhaftung des Angeklagten aus. 6. Wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit steht E. R. R. aus Elberfeld unter Anklage. Die Verhandlung wird unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt und wird Angeklagter unter Annahme mildernder Umstände zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Strafe aber durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt betrachtet. 7. Die Berufung des Arbeiters V. von hier, der wegen unbefugten Fischens zu 70 Mark eventuell 6Tagen Haft verurtheilt war, wird als unbegründet verworfen. 8. Ebenso die Berufung des Hondelsmanns P. aus Iserlohn, der zu 20 M. ev. 4 Tagen Haft verurtheilt war, weil er vom 14. Juni bis 19. August v. J. das Trödler= gewerbe betrieben hat, ohne das vorgeschriebene Geschäftsbuch für Trödler geführt zu haben. Angeklagter hat dasselbe, wie er sagt, nicht rechtzeitig beschaffen können und die Notizen vor der Hand in ein anderes Buch gemacht, wodurch der Gesetzesvorschrift aber nicht genügt sein soll. Industrie Handel und Verkehr. Bochum, 17. Jan.(Wegen Wagenmange!) müssen im hiesigen Industriebezirke viele Zechen theils halbe, theils ganze Schichten fetern. Der Ausfall an Lohn und Förderung ist ein großer. Den vielen Aufträgen können einzelne Zechenverwaltungen gar nicht nachEssen, 19. Januar. Nach der„Rhein.=Westf. Ztg.“ belief sich der gesammte Cokesabsatz aus dem Oberberg= amtsbezirk Dortmund im Jahre 1890 auf 4,187,780 To., was eine Vermehrung des Absatzes gegen das Vorjahr um 98 pCt. bedeutet. Der Absatz von Cokeskohlen betrug 1890 1,494,563 To. gegen 1,512,032 To. im Vor4494E Nachrichten. Zum Tode verurtheilt. Breslau, 15. Jan. Nach zweitägiger Verhandlung hat das Schwurgelicht heute den sechzigjährigen Getreidehändler Aug. Scheffler, welcher am 31. Oktoler r. I. seine 25jährige Geliebte Auguste Sperling durch Messerstiche tödtete, zum Tode verurtheilt. Markt= und Coursberichte. Berlin, 18. Jan. 2 Uhr 30 Min. Fruchthörse, Weizen Jan. 000.00 April=Mai 195.25, Mai=Juni 195.25. Juni=Juli 195,35 Mark. Gek. 00000 Centner. Roggen Jan. 178,50, April=Mai 171,75, Mai=Juni 168.75, Juni=Juli 000,00 Mark. Gek. 0000 Ctr. Hafer Jan., 142.50, April=Mai 142.25 Mai=Juni 143.00. Mark. Gek. 0000 Ctr. Rüböl vorr. mit Faß 58.70, ohne Faß 57,70, Jan. 58.60, April=Mai 58.70, Mai=Juui 58,60 M. Gek. 000 Ctr. Spiritus 70er 49.10 Januar=Februar 48.50, April=Mai 48.80, Juni=Juli 49.30, Aug.=Sept. 49,30 Mk. 50er vorr. 69,10 Mk. Gek. 00000 Ltr. Petroleum vorr. 24.00 Mark. Roggenmehl 0/1 Januar 24,50, April=Mai 2370 Mr.„„„ 8 Bremen, 18. Januar. Petroleum vorr. besser, 6,65. Br. Antwerpen, 18. Januar. Petroleum fest, vorr. 20½. Jan. 20½, Febr. 17¾, März 16¾ fr. Warrants 478 5½d. Geschäftsprinzip: Wenig Nutzen— Großer Umsatz. PeST Grosse Auswahl in Haushaltungsgegenständen, als: Porzellan=, Glas=, Blech= u. Emaillewaaren,— Seisen, sowie Galauterie=, Kurz= und Spielwaaren. Es trafen wieder ein in bekannter Güte: Liter, 1 Stück 50 Pf., Biertulpen, Ringel auf Fuß, 3 Sick. 50 Pf Stahl=Einlage, 6 Sick. 50 Pf., Messer u. Gabeln in allen Preislagen. Auf vielseitiges Verlangen legte ich mir auch bessere Hanshaltungsgegenstände zu und enpfehle:.:. S2 u wws 1 2, Kaffeeservice mit Gold, groß, 9th. Mk. 4 50, Waschgarnituren 5th, bunt von 3 M. 50 Pf. an, Tischlampen mit 1a. Breuner, von wir. 1.50 an, Wandlampen mit Messingschild, von 50 Pfg. an, Bierservice mit 6 Tulpen Mk. 1.50, do. mit 6 Tulpen, geschliffen fein Mk. 2.00. Den Brautleuten empfehle ich noch ganz besonders mein Lager in sämmtlichen Küchengeräthen. Ich sende auf Wunsch meinen Katalog, worin sämmtliche Haushaltungs=Gegenstände angegeben sind, Jedermanns ins Haus. Streng reelle Bedienung wie bereits bekannt. Statt besonderer Anzeige. Todesanzeige. Vorgestern Nacht starb plötzlich unser liebes Söhnchen Julius im sarten Alter von 8 Monaten. Die trauernden Eltern: Giersiepen und Frau. Witten, 20. Jan. 1891 Irstorbenen. E stotdenen Heinrich Westerhaus werde ich die zu dem Nachlasse desselben gehörigen in der Pferdebachstr. Nr. 58 und 7 belegenen Besitzungen Flur 15 Nr. 15 und 16 der Steuergemeinde Witten nebst aufstehenden Gebäulichkeiten am Donnerstag, d. 5. Febr., Nachmittags 3½ Uhr, auf meiner Geschäftsstube öffentlich meistbietend zum Verkaufe aussetzen. Die Verkaufsbedinguugen sind vom 1. März ab bei mir einzusehen. Gebote werden auch schon vor dem Verkaufstermine von mir entgegen genommen. Witten, den 19. Januar 1891. Fautsch, Notar. Todes-Arzeige. Nach Gottes unerforschlichem Rathschlusse entschlief heute nach langem schweren Leiden unsere innigst geliebte Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte Emma Trottmann, im 24. Lebensjahre. Um stilles Bei eid bitten Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Witten und Hamm, 20. Januar 1891. Uhr. Carl Reinhold, JereussCöln, Domb.=Loose Ziehg. 23. Februar. Sensationelle Eründung für Raucher, Bildungs=Verein, Witten. Rich. Bordks Gesetzlich beschützte Beerdigung Freitag Nachm. Alaaf Köln Mittwach, den 21. Jaauar, Abds. 8¼ Uhr, im Gasthofe„Zum Adler“: Tiinssgolet Vortrag des Herrn Realgymnasiallehrers Stectelberg dnengemeinde über: „Wie sich die Steine bewegen“. Auch die Damen sind zu diesem Vortrage eingeladen. Der Vorstand. Heiteres Potpourri mit Benutzung der 25 beliebtesten Carnevalsmelodien für Klavier componiert von Friedr. Ullrich. Op. 20.. Preis Mk. 1.50. Im oyrsichenden Thiprartr finhen,ssch. ei schonsten„Ihmer Im vorstehenden Potpourri finden sich die schönsten Kölner Melodien in überaus glücklicher, leicht spielbarer Zusammensteuung. Das heitere Potpourri wird nicht nur in Köln, sondern weit über Rheinlands Grenzen hinaus Anerkennung finden. Es ist sowohl im gemuthlichen Heim wie auch in geselligen Kreisen eine nie versagende Quelle frohlicher Lebenslust und sonnigen Humors. Verlag von P. J. Tonger in Köln. Koetzold& Co. Freiwillige Versteigerung Donnerstag, 22. d. Vorm. 9½ Uhr anfangend, werde ich im Geschäftslokale, Ruhrstraße 18 zu Witten die Waarenbestände, als: Wäsche, Corsets, Normalhemden, Strickgarn, Jacken, Kopfshawls und Tücher, Hemden und Kittel und vieles Andere öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigern. Um 12 Uhr werden Glasschränke, Theken, Gaskronen zum Verkauf ausgesetzt. Küster, Gerichtsvollzieher. In Witten zu haben bei B 183.Kgl.Preuß.Klassenlotterie. Haupt= und Schlußziehung 20. Januar—7. Februar 1890. 6491000 Mark. Ich offerire Originalloose mit Bedingung der Rückgabe nach beendeter Ziehung ¼ 220 M., ½ 110 M., ¼ 55 M. ummn ucmnmehrter 1 Die Sanitätspfeife braucht nie gereinigt zu werden. No. 14. 100 etm lang, aus fein polirtem Ahornholz 3 M. No. 8. 95 etm lang, aus echtem wohlriech. Weichselholz 5 M. No. 2. 100 etm lang, ebenso, aber m. langem Hornabguß 8 M. Jede Ofeife mit breit. Spige und Reservemundstück 25 Of. mehr. Wiederverk. Rabatt. Ders. geg. Nachn. od. vorh. Eins. d. Betrags. Alleiniger Fabrikant: I. Fleischmann Nachl., Ruhla(Thür.) Käse. Holst.Holländer, Ctr. 28M. Holst. Edamer, Ctr. 28 M. ab hier gegen Nachnahme empfiehlt Fr. Bülck, Neumünster i. Holst. 10 Pfd.=Probepostkolli 3 M. 90 Pfg. franko jeder Poststation. □ Turn-Verein Crone. Samstag, den 24. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn H. Frense zur Feier des Geburtstages Sr. Maj. des Kaisers: 0 #6 0 Geschlossenes Kranzenen. Die Jei Frier besteht in Concert, turnerischen und theatralischen Aufführungen und Tanz. Nur Mitglieder u. deren Angehörige haben Zutritt. Der Vorstand. 6 6 C 9 0 Donnerstag, den 22. Jan., Abends 8½ Uhr: Haupt=Versammlung bei Herrn Fr. Borgmann. Tages=Ordnung: 1. Feststellung des Haushaltungs=Voranschlages für das Geschäftsjahr 1890/91. 2. Wahl der Abgeordneten für den Märkischen Turntag. 3. Abhaltung eines Turnkränzchens. Der Vorstand. Musik=Verein. Dienstag, Probe. Concert, Sonntag 1. Socchocooc Re bcde endeter Ziehung„ 220 M., ½ 110 M., ¼ 55 M. Depot= resp. Antheilloose von in m. Besitz befindlichen Originallosen % 1 7/8 7/8 77/18 27/8 7/8 2/8 78— 3.50 ME 220 110 55 28 24 14 12 7 6 Um die Gewinn=Chancen zu erhöhen, empfiehlt es sich, recht viele Antheile an verschiedenen Nummern zu nehmen. Porto und Liste 75 Pf. — 280 M. 240 M. 140 M. 120 M. 70 M. 60 M. 35 M. Cölner Dombau=Loose (nur baares Geld) à 3,50 M., ½ 2 M., ¼ 1 M., 47,50 M., 1% 9,50 M., 2% 19 M., 5% 47,50 M. Als besonders chancenreich sind die von mir eingerichteten Gesellschaftsspiele an folgenden 100 No. der Cölner Lotterie 170601—625, 11826—850, 149826—850, 156726—750 und folgende. u0 S— August Zühst, Vorla Gratuldiostarte Hotel Bandmann. zum Geburts= u. Namenstag, zu Verlobungen, silbernen und goldenen Hochzeiten u. s. w. in großer Auswahl bei B. Koetzold& Co., Buch= u. Papier=Handlung, Witten. Antheile à 5 M. versendet(Porto u. Liste 30 Pf. Ausland 50 Pf. Gubse Berlin Cöln a Rhein Hohestr. 137. Friedrichstr. 79. Funse ank Cöln. Häuser=Verkauf. Die den Erben Heuser gehtgrgen in Annen be) ogenen erusbtüiche Par! IV Nr. 4 und Flur III 1070/133,1190/133,1191/133 sollen theilungshalber verkauft und am Freitag, den 23. cr., Vormittags 12 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Näh. zu erfragen bei Herrn Daniel Heuser in Hagen i[W. oder Herrn Carl Vougardt n Hohenlimburg. Soennecken’s Briefordner, Biblorha Einlagen dazu, Falzmappen, zum Einkleben von Schriftstücken, bei B. Koetzold& Co., Witten. euer bbick 40 und rühmlichst beklnnte Bottiöderh bager Harry, Unna in Altona bei Hamburg, versendet zollfr. geg. Nachn. (nicht unter 10 Pfd. gute neue Bettfedern für 60 Pfg. das Pfund, vorzüglich gute Sorte 1 Mk. und 1.25 Pfg. prima Halbdaunen nur 1,60 Pfg., prima Ganzdaunen nur 2.50 Pfg. Bei Abnahme von 50 Pfd. 5% Rabatt.— Umtausch bereitwilligst. Fertige Betten(Oberbett, Unterbett und 2 Kissen) prima Inlettstoff auf's Beste gefullt, einschläfig 20 und 30 Mk. Zweischläfig 30 u. 40 M. Fur Hoteliers Mittwoch, den 21. dss. Mts., Abends 8 Uhr: Ahlrs Abonnements=Conrert, (Orchester 25 Mann), unter Mitwirkung des Piston=Virtuosen Herrn Spengler. Nach dem Concert: Rall. Karten zu ermäßigtem Preise sind im Hotel Bandmann zu haben. Kassenpreis 1 Mark. H. Bartelmann. Männergesangverein. Zu der Gesangs=Uebung am Freitag, den 23. d. werden die activen Mitglieder ersucht, sämmtlich zu erscheinen. Der Vorstand. Wittener gemeinnützige Bau=Aktiengesellschaft. Wir haben noch mehrere Häuser an der Hochstraße und an der Feldstraße— Nähe der neuen Schule— mit geringer Anzahlung zu verkaufen. Näheres beim Vorstande Nordstraße 13. Die Weinhandlung von P. Poß, Witten, RRRRRRARRRRRRRR RR RA N sg Empfehle vorzügliche 24 * C i g a r r e n.& a # in eleganter Verpackung zu 25, 50 und 100 Stück in jeder Preislage ferner garantirt Wittener Pfandleihanstalt und Speditionsgeschäft von Friedr. Hahne, Nr. 55. Hauptstraße Nr. 55. Täglich geöffnet von Morgens 8 bis 9 Uhr Abends. und Händler Extrapreise. Mberschse naumen 85 in jeder Preistage, serner gilrantirt echte Meerschaum-, Bernstein- und alle anderen ** Sorten Cigarrenspitzen, fein gestickte CigarrenEtnis, dauerhafte Portemounais, # und eine große Auswahl schöner solider Pfeifen, ze zu sehr billigen aber festen Preisen. 9# B. Maisch, Witten,# Bahghosstr. 10, nahe am Markt. 182014 empfiehlt ihr reichhaltiges Lager guter, reingehaltener Weine, Flaschenweine von 60 Pfg. an, Faßweine von 65 Pf. an, Deutscher und franz. Champagner, echte franz. Cognacs, Portweine, Syerrys, Madeira. Diejenigen, welche Focderungen an den Nachlaß des verstorbenen Wirths Garl Ising zu Wannen haben, wollen solche binnen 14 Tagen dem Unterzeichneten anzeigen. Witten, 19. Jan. 1891. Pott, Rechtskonsulent, Gartenstraße 10. □ Lederhandlung Karl Martin 25 Bahnhofstraße 25. Siemprtsaror für Kautschuk u. Metallenpfeller. B. Koetzold& Co. Hektographenmasse, beste Qualuät, zu haben bei B. Koetzold& Co. Nächste Ziehung 20. Februar 1891. Laut Reichsgesetz vom 8. Juni 1871 im ganzen deutschen Reiche gesetzlich zu spielen gestattete Stadt Barletta Loose jährlich 4 Ziehungen mit Haupttreffer von: 2 Millionen, 1 Million, 500.000, 400,000, 200,000, 100,000, 50,000, 30,000, 25,000, 20,000, 10,000, 5000, 2000, 1000 Fr. 2c. Gewinne, die „baar“ in Gold wie vom Staate garantirt ausgezahlt werden und wie sie keine einzige Lotterie aufzuweisen hat. Jedes Loos gewinnt. Monats=Einlage auf ein ganzes Loos 4 Mark. Agentur: G. Westeroth, Waldshut-Baden. Gößtes und reichhaltigstes Lager in prima Sohl= u. Oberleder, Riemen u Geschirrieder. 4 Größte Auswahl leistenfertiger Herren= und Damenschäfte. Stiefel und Vorschuh in jeder Ledergattung eingewalkt auf Lager. Sämmtliche Schuhmacher= und Sattler= werkzeuge. Alleinverkauf für Witten und Umgegend von dem berühmten Ind a=Blaking zum Auffrischen der Schuhe und Pferdegeschirre. Wasserdichtes Schuhfett. Alle Sorten Häute u. Felle werden zu hohen Preisen eingekauft. Schäfte werden nach Maaß elegant angefer 1at. Wuumt eilge einsetzen und sonst Repa raturen schnell und v 113 P Seschaftsuuf. in dauerhaften Einbänden, zu billigen Preisen bei B. Koetzold& Co., Buch= u. Papierhandlung. Junge fette Gänse 0,65 M. d. Pfd. Graue Bettfedern 1,30„„„ Gute kräftige Gänsefedern„ 2.00„„„ „ Halbdaunen 2.50„„„ Extra prima Halbdaunen 3.00„„„ Prima Daunen 3.50„„„ versende in doppelt gereinigter, staubfreier Waare frko. gegen Nachn. Nicht conv. F. u. Daunen nehme frko zurück. Proben versende franko. A. A. Ursell, Attendorn i. Westf. — in großer Auswahl bei B. Koetzold& Co., Buch= und Papierhandlung. Echt Holl. Jova=Kaffee mit Zusatz, kräftig und reinchmeckend, garantirt, à Pfund 80 Pfg., Postpackete 9 Pfund Mk. 7.20 versendet zollfrei unter Nachnahme Wilh. Schultz, Altona bei Hamburg. Die Modenwelt. 8 Ehrendiplong mit Stern. Mo 25 Auszeichnungen. 905 Dissiom. Cian feste und flüssige Fleisch-Extracte durch Gehalt und Wohlgeschmack anerkannt erste Marke. Zu haben in den grösseren Delicatessund Colonialwaaren-Handlungen. Friedr. Swertz, Emmerich. K Paris 1889. Goldene Medaille. Illustrirte Zeitung für Coilette und handarbeiten. Jährlich 24 Zummern mit 250 Schnittmaßenn. Kurschurste.., für Vereine, Geschäfte und Private, liefern billigst und geschmackvoll Koetzold& Co., Buch= u. Papierhandlung, Witten, Ecke Bahnhof= u. Breddestr. KTTORATAG 1 Die nauscten Moster in Gold= u. Tilbrrwaaten, massiv goldenen Trauringen,(gesetzlich gestempelt) schon von 4 Mi. an und höher bei B. Bansberg, Witten, Bahnhofstr. 48. Enthält jährlich über 2000 Abbildungen von Collette,— Wäsche,— Handarbeiten, 19 Beilagen mit 250 Schnittmustern und 250 Vorzeichnungen. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen u. Oostanstalten(Itgs.=Ratalog Nr. 3845). Orobenummern gratis u. franco bei der Expedition Porlin V, 35.—Wien I, Operngass 3. Eine Wal Sohnung oder in der von 5 Räumen in oder in der Nähe der Stadt, per 1. Mai cr. zu miethen gesucht. Angebote bitte an die Exped. d. Bl. unter K. Nr. 128 zu richten. Stellengesuche und # pro Zeile 10 Pfg.— finden Verbreitung in den 6000 Exemplaren. Korneranntdein zu haben bei à Ltr. 60, 70, 80 und 100 Pfg. H. Klug. In meinem Eisenwaarengeschäft ist zu Ostern eine Lehrlingsstelle frei. Wilh. Methler, Bahnhofstr. 7. Verlag von B. Koetzold& Co. in Witten. Druck von H. Risel& Co. in Hagen. Redigirt unter Verantwortlichkeit von B. Koetzold in Witten. Erscheint täglich mit Insertionen werden di 10 P Die innere schwieriger zu werde dürfte allerdings gesi getretene Meinungst gewiß sein. Die Re Mitwirkung des Kr Eingemeindung zu dürften bereit sein, sident, wenn er das Beschluß des Provin Berufung an das E die Bildung der ähnliche, aber weni Zuständigkeiten Pla Dienstag sollen die beiden knnservativen Trotz lebhaften W gruppe ist an der Z vativen wohl nicht Sitzung der Kommi Ministers des Inn minderer Bedeutung bahnte Verständigur scheint dieser Stein sich neue Schwierig bisher wenigstens sich sehr entgegenk scheinend auf einma lung vorzubereiten. zweiten Lesung de mehrfach Anträge 0 vor, welche der bezeichnen mußte. die Kommissionsve der Wahlrechtsfrag Abschluß der Komm Zeit verzögert, son lichen Fall einer fi rikalen Einflusses dustriestädten gerich nicht entsprechende frage die Aussicht das ganze Gesetz Vorgänge der let einer gewissen sympt zu denselben abe Landtage, sondern sich die Neigung, Fragen in der Hal ten Kompensatione sind. Was dabei Moment von Gew festes Zusammenge konservativen Part * Die beid noch nicht gewußt schaft“ der Deutsc mokratie eitel Hur jener Seite gegen Komödie ist, der Zolldebatten im 9 Blättern der beide Erörteruugen hin darisch stand die zusammen und— anerkennenden Be den sozialdemokra Redeleistungen der neidlos begleitet Schulter stehen kämpfenden Feind der That, bessere demokratie nie u durch die Freisin die Lebensmittelv freisinnig=demokra wußten, als sie daß sie auf derer durften; beide darüber wiederho das vorausgesehe aber auch, um a als wahre„Freu zu können. Nu die Zeit für geko ohne Gleichen## mokratischen Blä handelte man Anträge Stimmu ließ nicht lange kanzler war es, daß auch unter nicht aufgehoben klärung die von verbreitete Fiktic