Mitten. Donnerstag, den 23. Bezember. 1886 ahnofstr. der r F e t t Confum straße 26. se bevorstehenden von 90—120 Pf. lkerei=Süßrahm= 140 Pf., tur u. Margarin), se Eier, äse zu 90 Pf., 1 nur 80 u. 90 Pf., u 55, 60 u. 70 Pf., sächs. Kümmelkäse 35 Pf., erkäse und Altenzu 5 Pf. per Sick., terkäse nur 60 Pf., Schinken im Aus1 Mk., k= und Mettwurst, Zungenwurst 2c. th=, Trüffel= und sowie sämmtliche ren billigst. Wascha. ches Fabrikat, erikanische. asser mit Bürste zu reinigen. Sick 50 u. 60 Pf. r Stück 75 Pf. mden per Stück per Stück Paar 1 M. 25 Pf. er Sück 1 Mk. k 20 Pf. ick 50 Pf. pf mit Mechanique von 25 Pf. an bis h außerhalb gegen er vorherige Einetrages Schwartz, ihnhofstr. 31. nd Cigaretten nuch=, Schnupf=Tabak, eine tzen, CigarrenPortemonnaies, le Sorten Pfeifenköpfe oßer Auswahl reellen, aber festen reisen Malsch, itten, nahe am Markt. Verlag von Risel& Co., ni W Verantwortlichkeit lerlegers. Nro. 21. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Insertionen werden die 7gespaltene Petitzeile mit 10 Pfg. berechnet. Der ist in die Ferien gegangen. Sie sind ihm auch zu gönnen, hat er doch so viel für das Vaterland getban. Seit seinem Zusammentritt hat er 13 Plenarsitzungen abgehalten, 13.— eine omnöse Zahl. Was ist das Ergebniß dieser 13 Sitzungen? 1. Sitzung: Namensaufruf. Das Haus ist beschlußunfährg. 2 Sitzung: Namensaufruf. Es fehlen aber 167 Abceordnete. Die, welche da sind, wählen das Pläsidium. 3. Stzung. 1. Lesung des Etats. Herr Rckert verarbe tei Herrn Scheinburg. 4 Sitzung. 1. Lesung des Etats. Aus der Haut des Finanzministers v. Scholz werden Riemen zur Gißel geschnitten, mit der näch sten He bst oder unter Umständen früher der„gouvernementale Mschmasch" zu Paaren getrieben werden soll. Herr v. Scholz sträubt sich, es widerfährt ihm ein O.bnungsruf. 5. Sitzung. 1. Lesung der Militä vorlage. Herr Eugen Richter weist die tiefe Unwissenheit des G neralstabs und der Militärverwaltung in Sachen der Armeeverhältnsse des In= und Auslandes nach. 6. Sitzung. 1. Lesung der Militär=Vorlage. Moltke.(Was versteht der alte Mann von der modernen Kriegsführung!) 7. Sitzung. Erörterungen der wichtigen Frag:, ob für die Abgeordneten ein Auszug aus dn Berichten der Fabrikinspektoren gemacht oder ob ihren die Berichte unverkürzt ui gerhilt werden sollen. Die Frage bleibt unentschi den. 8. Stzung. Erörterung der Frage, ob orientalische Sprachen auch in kommerzi ller Bziehung nützlich sind. Herr Bamberger sagt Nia. Die Sache soll in einer Kommission untersucht werden. 9. Sitzung. Mlitäretat. Herr Rckert verarb iret den Landrath v. Köller. 10. Stzung. Duellwesen. Herr Dirichlet verarbeiter den Angerburger Land arh. 11. Sitzung. Eine Kommission wird beauftragt, durch Befreiung der Snnikver#ine von den F sseln des Vereinsgesetzes der Sozialdemokratie mehr Spielraum zu schaffen. 12. Sitzung. Der Reichstag soll die Hocseefischerei heben, Cousin kann aber nicht mhr— beschlußunfährg. 13. Stzung. Zweistündige Auseinandersetzung, daß der Reichstag keine Zit hat, die Miliävorlage noch vor Weihnachten zu erledigen.— Beschlußunfähigkeit. Wenn man bedenkt, daß sich diese Fülle von fruchtbaren Ergebnissen auf den knappen Zeitraum von vier Wochen zusammendrängt, wird Enmfast schwindlig. Dabei sind noch die Schwierigkeiten zu berucksichtigen, die dem Reichstage durch das böswillige Entgegenkommen der Regierung bereitet wurden. So z. B. bei der wichtigen Frage, ob den Abgeordneten die Berichte der Fab ikinspektoren einzeln oder in einem übersichtlichem Auszuge mitgeih ilt werden sollen. Wenn hierbei der Staatssekritär von Bötticker die Bestimmung darüber dem Reichstage einfach anbeimgab— ja was soll da eine gesinnungstücktige Opposition anfangen. Ein solches Verfahren ist empöcend. Facit: Der Reichstag hat seine Schuldigkeit gethan, er kann in die Ferien gehen. Vergnügt: Wiynachten! Rundschau. Die„Nordd. Allg. Zig.“ bemerkt an hervorragender Stelle zu der bekannten Auslassung des amtlichen russischen Regierungs=Anzeigers über die Beziehungen zwischen Rußland und dem deutschen Reiche:„Die deutsche Poli ik hat unbeirrt an der Ueberzeugung festgehalten, daß deutsche Interessn in Bulgarien nicht in Frage kommen. Wir freuen uns, daß das amtliche russische Blatt diese Thatsache anerkennt, indem es die Ueberzeugung ausspricht,„daß Deutschland fortfahren werde, sich aller Handlungen zu enthalten welche sowohl die Würde Rußlands, als auch seine Int ressen zu d ssea östlichen Glaubensbrüdern berühren könnten.“ Der deutsche Einfluß ist unentwegt auf die Erhaltung des allgemeinen Friedens gerichtet gewesen, ohne irgend eine Beimischung deijinigen Sonderinteressen, welche die deutschfeindlichen Bläter Rußlands ihm zugeschrieben haben; und die Leitung der deutschen Politik ist in diesen Bestrebungen durch die Artikel der unter Privateinwirkung schreibenden russischen Presse, niemals irre gemacht worden, weil ihr Vertrauen auf die Weisheit und Charakterfestigkeit des Kasers von Rußland stets unerschütterlich geblieben ist.“ Die drei Herren der bulgarischen Abordnung sprechen sich, wie wir einem Bericht der K. Z. entverbunden mit dem GendeiInzein für Witten und Amgegend. nehmen, über den Empfang, den si gestern beim Grofn Hecbert Bismarck gefunden haben, sehr befti digt aus. Sie haben jeder einzeln volle Glegenheit gehabt, ihre Ansichten und Wünsche darzulegen; sie haben insb sondere betont, daß die bulgarische Regierung wiederholt und in weitgehender Weise versucht habe, sich mit Rußland zu verständigen und Rußlands Willen soweit zu erfüllen, als es irgend mit der Unathängigkeit und Selbstständigkeit Bulgariens vereinbar. gewesen sei. Abr alle diese Versuche seien an der Hartnäck gkeit des General Kaulbars gescheitert; auch jetzt noch sei die bulgarische Regierung innerhalb dieser Grenzen bereit, Ruß ands Wünsche zu erfüllen; die Wahl des Prinzen Waldemar habe das auch äußerlich bewiesen, und es sei zu jdr Zei, wenn Rußland es wolle, dessen nochmalige Wohl ausfü rbar. Auch sei nicht daran zu denken, daß die Aufstellung der Kandidatur des Prinzen Koburg die ihren Ursprung nicht in einer bulgarischen Quelle habe, eine Kundgrbung gegen Rußland beabsichtige; nur die Wahl des Peinzen von Minrelien, der weder durch Geburt noch durch Eziehung und Stellung die Wahrung der bulgarischen Unabhängigkeit verbürge, sei unmöglich; sie würde einen wahren Selbstmord bedeuren. Die eig ntliche Schwierigkeit der Lösung der bulgatischen Frage li ge zur Zeit nicht bi den Bulcaren, sondern bei Rußland; sobald dieses eine Lösung unier Bewahrung der bulgarischen Unobhängigkeit wolle, sei eine Verständigung leicht ausführbar. Graf Bismarck, der die Herren mit großer Aufmerksamkeit angehört beschränkte sich, we dies auch erwartet wur de, darauf, zu btionen, daß Deutschland keine direkten Interessen in Bulgarten besitze, daß es aber dringend wünsche, den Friedn b.wahrt zu sehen; der einzig möglite Weg, der dahin führe, sei aber der einer direkten Verständ gung zwischen Rußland und Bulgarien, die zu erzielen er den Herren warm ans Herz legte.— Am Nacmittag fuhr die Abordnung bei den hiesigen Botschaftn und ausländischen Gesandschaften vor. Mi Rücksicht auf den Sonnsag und die späte Besuchstonde trafe sie aber nur den türk schen Botschafter Twsik Bey zu Hause, der sie in längerer Unte redung, in der er die Grundzüge der Polnik der hohen Pforte in deser Frage darlegte, sehr freundlich und synpathisch empfing. Die drei H rren beabsichtigen, sich von Berlin zunächst nach London zu begeben. Die der deutschfreisinnigen Partei namentlich dem Herrn von Stauffnberg sonst sehr nahe steheiden Münchener„Neu sten Nachrichten“ sagen zu den Beschlüssen der Militärkonmission:„Mi dim Bekenninß wollen wir nicht zurückhalten, daß man in Süddeu schland, wo wir die Stimmung genau kennen, bis tief in de Reihen des link sten Flüg ls der Liberalen mit banger Besorgniß den Brathungen und Beschlüssen der Kommission gefol t ist. Wnn freisinnige und demokratische Blätter das Angebot des Centrums und der deutschfreisinnigen Partei als ein großes Maß von Z igeständnissn hnstellen, so können wr demgegenüber nur fstst llen, daß man in Süddeutschland in Betreff der Hieresverstärkung den Worten unsers Kiisers, unseres Prinz=Regenten, Moltke's und des preußischen Kigsministers unbedingten Glauben schenkt, daß man nach der fisanzeellen Seite rückhaltslos zu din geforderten Opfern bereit ist, daß man auch die konstitut onellen Fragen den anderen Erfordernissen gegenüber wet in den Hintergrund stellt. Das sind Thatsachen, unbestreitbare Thatsachen, von denen Jeder sich überzeugen konnte, der in den letzten Tagen mit erprobten Anhängern eines aufrichtigen und ehrlichen Liberalismus über diese Dinge sprach. In der letzten beschlußunfähian Rechstagssitzung warn 48 Konservativ=, 30 Nationolliberale, 38 Deutschfreisinnige anwesend, diese drei Parteien also mit über die Hälfte ihres Besitz standes vertreten. Eiwas schwächer die deutsche Reichspartei mit 11 Mitgliedern zur Stelle und mit nur 28 Mitgliedern das Centrum. Das letztere(mit den Hospitanten 109 Mtglieder zählend) hatte von din großen Parteien wieder einmal die weitaus schlechteste Präsenz aufzuweisen. Die Volkepartei prangie mit 1 Mitglied, von den Sozialdemokraten waren 3, von den Elsässern einer und auch der einzige Däne war zugegen. Herr Rckert hat den Gedanken angeregt, zur Bestreitung der höheren Militärausgaben eine Reichscinkommensteuer für die Einnahmen über 6000 Mark einzuführen, um die neuen Steuerlasten ausschließlch auf die wohlhabenden Klassen abzuwälzen. Er möge nur bestimmte Vorschläge in dieser Hinsicht machen. Dann wird sich darüber reden lassen. Wir frenen uns, auch ein so hervorragendes Mitglied der deutschfreisinnigen Partei vom„Steuerparoxysmus“ ergriffen zu sehen, der sonst immer den Nationalliveralen zum Vorwurf gemacht wird. Wie wäre es denn, wenn man die Börse noch etwas energischer anzapfte? Das würde den„armen Mann“ auch kalt lassen. Der konservative Verein von Stuttgart hat folgende Petition an den Richstag entworfen und beschlossen, die selbe zu verbreiten: „Die Unterzeichneten, überzeugt, daß die Richsregierung dem deutschen Volke keine größeren Opfer zumuthet, als bei der hochgespannten politischen Lage unumgärglich nothwendig ist, richten an den deutschen Reichstag die dringende Bitte, die Militärvorlage als Ganzes und möglichst rasch anzunehmen. Angesichts der Kriegslust und Kriegsbereitschaft der Nachbarn wäre eine Ablehnung der Vorlage eine große Gefahr für die Erhaltung des Friedens, für die Sicherheit unseres deutschen Vaterlandes.“ Es sollen, nach dem„Schw. Merkur“. alle national gesinnten Männer in Stadt und Land eingeladen werden, der Bitte sich anzuschließen, oder ähnliche Schritte zu thun. Die Schweiz rüstet mit großer Eile für die Eventualität ein's Krieges zwischen Deutschland und Frankreich. Wie der„Köln. Zig.“ aus Bern mitgeth ilt wird, sind gutem Vernehmen nach, für den Fall, daß eine Grenzbesetzung nothwendig werden sollie, auch bereits alle Anordnungen bis auf jede Enzelheit getroffen. Als kommandirende Divisionäre nennt man die Obersten Künzli von Rykn im Kanton Aargau und Zoll kofer von St. Gallen, als Generalstabschef Oberst Pfyffer von Luzern. Ja Frankreich macht manin letzter Ziit wieder mehr in patr otischen Kundgebungen. Die letzte fand am Sonntag in dem bi Paris gelegenen Orte Alfort gelegentlich der Emwihung von Gedenkzeichen für die seiner Zeit in einer gemeinschaftlichen Grube beigesetzten Deutschen und Franzosen — für die Franzosen hat man jitzt eine Pyramide, welche die Namen der Begrabenen trägt, errichtet, während man den Deu schen einen G denkstein mit der Inschrift„Aux Prussiens morts sur cette commune“ gewibmet— statt. Der Bärg rmeister von Alfort belobigte in seiner Rede den„jungen General Boulanger,“ dessen edler Zweck die Neugestaltung der Armee sei, um Frankreich einen ehrenhaften Frieden zu verschaffen, und drückte schließ lich unter dem donnernden Beifall der Menge die feste Ueberzeugung aus, daß die Kammer die zu außerordentlichen Rüstungen der Armee und der Marine erforderlichen 600 Mill. Francs bew lligen werde.— Nach einer Mitih ilung des„Peti: Journal“ hat der Kriegsminister Arstalten getroff n, damit die Speerfestungen nächsts Frühjahr mt MelenitGranaten versehrn sein werden. Es sind deren schon 200,000 für die 155 Pfünder Bange=Kanone b st Ult. Jedes der Geschosse wiegt leer 26 Klogramm, das Kilogramm Melenit kommt auf etwa 3 Francs 50 Ctens. zu stehen. Die in den verschiedenen Blättern aufgetauchten Andeutungen über geh ime Begegnungen zwischen dem Prinzen Alexander von Battenberg und der bu gartschen Deputation, zu denen der bevorstehende Aufenthalt der letzteren in England angeblich benützt werden soll, werden der„Pol. Korr.“ von einer dem Prinzen nahestehenden Seite als eine durch nichts gerechtfertigte Insinuation bezeichnet. Es wird hinzugefügt, daß die Rise des Prinzen nach England jedes politischen Zweckes und Charakters entbehrt, und daß derselbe das Land vor der Ankunft der bulgarischen Deputation verlassen wird. Auf der Sebastopoler Admiralität soll die größte Thä igkeit herrschen; selbst Nachts wird an der Indienststellung von im Bau begriffenen Panzeisch ffen gearbeitet. Das Fahrwasser von Sebastopol und Balakiawa wird mt Minentorpedos ausgerüstet und an dem Ufer Bobachtungs=Stationen mit camera obscura und eleknrischn Apparaten errichtet.— Von den in Konstantinopel ankommenden frischen Rekruten werden, trotz aller Abrüstungs=Betheuerungen die meisten sofort nach Salonichi eingesch fft. Die Deutschfreisinnigen und die Centrumspartei versuchen hinsichtlich der Beschlüsse der Militärkommission eine Art Legendenbildung zu verbreiten, der nachdrücklich entgegengetreten werden muß. Die Sachlage wird so dargestellt, als ob die beiden Parteien bezw. die Kommission eigentlich Alles mit ganz unerheblichen Minderungen bewilligt hätten, was der Kriegsminister forderte; die Regierung ader und die Parteien der Rechten wollten zu Wahlzwecken um jeden Preis einen Conflict und wiesen daher die„bochherzigen“, Anerbietungen zurück. Mit Darstellungen in dieser Tonart soll der„Entrüstung“ entgegengearbeitet werden, vor dem man trotz aller scheinbaren Geringschätzung im Grund des Herzens doch lebhafte Angst empfindet. Diese Darstellungen stehen aber mit der Wahrheit in erheblichem Widerspruch. Zunächst ist nicht wahr, daß die Commission materiell Alles bewilligt hat; sie hat volle 18000 Mann verweigert. Das Centrum wollte allerdings, wie Herr Windthorst sich wiederholt äußerte,„den letzten Mann und den letzten Groschen“ bewilligen. In den Beschlüssen der Commission Abonnementspreis(incl. der Gratisbeilage„Märkisches Heim"): 1,80 Mk. vierteljährlich, monatlich 60 Pf. bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahme auf der Post 2,00 Mk. K aber sind jene 18000 Mann in der Versenkung verschwunden. Sodann aber wird leichthin über einen Gegenstand hinweggegangen, der mindestens von gleicher Wichti gkeit ist wie die numerische Verstärkung. Seit Jahr und Tag erörtert man jetzt im Hinblick auf den nahen Ablauf des Septennatsgesetzes von 1880 die künftige Militärvorlage. Die numerische Verstärkung der Armee spielte in dieser Erörterung eine ganz nebensächliche Rolle; daß eine solche zu erwarten sei, wußte man überhaupt erst seit ganz kurzer Zeit. Als der Kernpunkt des Streits galt bisher immer die Frage dei Dauer der Bewilligung. Um das Septennat wurde weit mehr gekämpft als um ein paar tausend Mann mehr oder weniger. Und das mit vollem Recht. Es ist principiell und sachlich von der höchsten Wichtigkeit den Bestand und die Organisation unseres Heeres auf eine einigermaßen längere Dauer festzustellen und sie nicht unausgesetzt in Wahl= und Parteikämpfen hin= und herzerren zu lassen. Und was hat die Commission bezw. das Centrum und die Deutschfreisinnigen in dieser Frage der Zeitdauer zugestanden? Eine drei= und bei einem Theil der neuen Formationen sogar nur eine einjährige Frist, d. h. jeder Wahlkampf soll sich um die Militärfrage drehen und außerdem soll sie auch noch in jeder Reichstagssession den Gegenstand des Streites und der Handelsgeschäfte bilden. Die einjährige Bewilligung nicht nur des Präsenzstandes, sondern sogar der Organisation, der Cadres, ist damit gefordert. Da ein verständiger Mensch doch nicht daran denken wird, gleich unser gesammtes Heer abzulehnen und aufzulösen, genügt es vollkommen für einzelne Bataillone die einjährige Bewilligung festzustellen. Das hat für die Opposition genau denselben Zweck wie die einjährige Bewilligung des vollständigen Heeres. Und mit der Aussicht, in einigen Monaten schon wieder mit den Herren Windthorst und Richter darüber verhandeln zu müssen, soll sich die Heeresverwaltung auf neue Organisationen einlassen! Es bleibt also dabei, daß in der Hauptsache die Opposition ein Anerbieten gemacht hat, das man gar nicht ernst zu nehmen vermag. * Berlin, 21. Dez. Der Kaiser empfing am Dienstag Vormittag den kommindierenden General des 5. Armeekorps von Meerscheidt=Hüllessem, sowie eine Anzahl höberer Offiziere und nahm die Vorträge des Grafen Perponcher und des Polizeipräsidenten entgegen. Mittags arbeitete der Kaiser mit dem General von Albedyll und ertheilte dem preußischen Gesandten in Darmstadt eine Audienz. Nachmittags hielt Staatssekretär Graf Herbert Bismarck Vortrag, um 5 Uhr war kleineres Familiendiner. + Berlin, 21. Dez. Der Schles. Ztg. wird aus Berlin geschrieben:„Nach Mittheilung aus Kreisen, welche dem Hofe nahestehen, hat der Kaiser in den jüngsten Tagen wiederholt Gelegenheit genommen, seiner Verstimmung über die Verhandlung der MilitärKommission lebhaften Ausdruck zu geben. Wenn er auch gewohnt sei, daß in anderen Angelegenheiten den Bestrebungen der verbündeten Regierungen vielfach Schwierigkeiten bereitet würden, so habe er doch erwartet, daß man in einer Frage, in der es sich um die Stellung des Reiches zum Auslande handle, größeres Vertrauen und Entgegenkommen zeigen werde. Daß er sich in dieser Erwartung geirrt habe, betrübe ihn sehr!" f Berlin, 21. Dezbr. Bekanntlich hat der freisinnige sächsische Landtagsabgeordnete Rechtsanwalt Schreck sich öffentlich zu Gunsten der Militärvorlage ausgesprochen und den freisinnigen Mitgliedern der Reichstags=Militärkommission eine Art von Mißtrauensvotum ertheilt. Der Vorstand des deutschfreisinnigen Vereins in Dresden hat darauf beschlossen, Herin Schreck als nicht mehr zur deutschfreisinnigen Partei gehörig zu erachten. * Berlin, 21. Dez. Die neuesten Nachrichten, welche die deutschrostafrikanische Gesellschaft aus Zanzibar erhalten hat, sagen nun doch, daß Lieutenant Günther vor der Jubmündung ertrunken ist.— Er hatte mit dem Steuermann der„Isolde“, Gause, mehreren Matrosen und einem Neger die Brandung durchfahren. Das Boot schlug um und wurde schwer beschädigt. Die sechs Insassen erreichten das Bootwrack, wurden aber vier bis fünf Mal von der See herabgestoßen. Schließlich beschlossen sie, schwimmend dus Land zu erreichen. Drei retteten sich, während Günther mit einem Matrosen und einem Schiffsjungen ihren Tod in der Brandung fanden. Wahrscheinlich sind sie Haifischen zum Opfer gefallen. * Berlin, 21. Dez. Der Rechenschaftsbericht über die Verhängung des kleinen Belagerungszustandes für Frankfurt a. M. und Umgebung wird noch während der Ferien dem Reichstage zugehen und also bald nach denselben auf die Tagesordnung gesetzt werden können. Es wird verbreitet, daß die Begründung manche überraschende Aufschlüsse über das Treiben der Sozialdemokratie in Frankfurt bringen würde. Wie es heißt, wären gleichfalls während der Ferien noch Mittheilungen diplomatischer Actenstücke bezüglich der Kolonialpolttik zu erwarten. Der Gesetzentwurf über die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der Angehörigen des Reichsbeeres und der kaiserlichen Marine ist bereits an den Reichstag gelangt. Ebenso der Gesetzentwurf betr. den Verkehr mit Kunstbutter, wonach der Verkauf der letzteren deutlich durch Bezeichnung des Fabrikates erfolgen soll und Zuwiderhandlungen mit Geldstrafe bis zu 150 Mark belegt werden. Es soll Alles daran gesetzt werden, das Hinterbliebenen=Gesetz noch in dieser Session durchzubringen. * Berlin, 21. Dez. Aus der Erklärung des Staatssekretärs v. Bötticher geht hervor, daß die Regierung an eine Auflösung des Reichstages nicht denkt. In parlamentarischen Kreisen erzählte man, daß der Reichskanzler auf eine telegraphische Anfrage nach Friedrichsrub sich gegen eine Auflösung ausgesprochen habe. Es scheint demgemäß, daß die Regierung sichtder Hoffnung hingiebt, auf der zu erweiternden Grundlage des Centrumsan= trages zu einer Verständigung mit dem Reichstage zu gelangen. Verschiedene Aeußerungen des Kriegsministers in der Militärkommission lassen ebenfalls eine solche erhoffen. 1 A ### * Berlin, 21. Dez. Prof. Schweninger hat sich Sonnabend Abend zum Reichskanzler nach Friedrichsruh begeben. 1 Berlin, 21. Dez. Das Königliche Museum für Völkerkunde ist bestimmt, folgende Sammlungen in sich zu vereinigen:„„„„ 1) die vorgeschichtlichen attertoumer, deren Hauptbestandtheile bie her im Erdgeschoß des sogenannten„Nuen Museums“ unter dem Namen„Sammlung nordischer Alterthümer“ ihren Platz batten: 2) die bis zur Fertigstellung des Neuoaues im Kunstgewerbe=Museum aufgestellt gewesene Sammlung trojanischer Alterthümer, die bekannte Schenkung Heinrich Scltemann 3) die ethnologischen Sammiungen, werche den Zwea verfolgen, das Leben und Treiben, die Gewohnheiten und bis zu einem gewissen Grade auch die Geschichte derjenigen Völkerschaften zur Darstellung zu bringen, über welche im Gegensatz zu den bekannteren Kulturvölkern des Alterthums zuverläfsige Urkunden fehlen. Dieser Zweck wird erreicht durch Vorführung ihrer selbstverfertigten Waffen, Werkzeuge, Gerätbe, ihrer Kleidung, Schmucksachen und Trophäen, durch Modelle und Abbildungen ihrer Behausungen, durch Gegenstände zur Befriedigung religiöser Bedürfnisse u. s. w. Die ethnologischen Sammlungen nehmen den bei weitem größten Theil der Museumsräume in Anspruch und sind, sowohl was den Werth ihrer einzelnen Theile, als auch die Zahl der vorhandenen Gegenstände betrifft, zur Zeit vielleicht die bedeutendsten der Welt. Auch diese Sammlungen waren bis zur Uebersiedelung in das neue Haus zum größten Theil im Edgeschoß des„Neuen Museums“ untergebracht, jedoch schon seit vielen Jahren der Oeffentlichkeit entzogen, weil der überaus schnelle und großartige Zuwachs eine geordnete und gesicherte Aufstellung nicht mehr ermöglichte, sondern die betreffenden Säle und Keller des Museums zu wahren Lagerräumen gestaltete. 0 Berlin, 21. Dez. Für den Bau des NordostseeKanals sind in den Etat 1887/88 19 Millionen Mork eingestellt. Bei Berathung der Budgetkommission über diesen Titel wurden verschiedene Anfragen an den Minister v. Börticher gestellt. Der Abgeordnete Kayser beschwerte sich darüber, daß das Reich Preußen als General=Unternehmer angenommen habe und daß angeblich auch fremdländische Arbeiter zugezogen werden sollten. Es erscheint uns außerordentlich bezeichnend für das sachliche Interesse dieses Arbeitervetreters, daß er nicht einmal weiß, daß die oberste Leitung des Baues beim Reiche und die Central=Bau=Kommission eine Reichshehörde ist. Der Minister erklärte auch, daß möglichst nur deutsche Arbeiter angestellt und fremde nur dann zugezogen werden sollen, wenn es an einheimischen Kräften fehlt. Auch die Mittheilungen des Ministers über Arbeiterfürsorge, Unterbringung in Baracken, welche die Verwaltung errichtet, Verpflegung nach Art der Konsumvereine, Reinheit und Güte der zum Ausschank kommenden Getränke, erregten alls itige Befriedigung, von der sich auch der sozialdemokratische Abgeordnete nicht ausgeschlossen zu haben scheint. 0 Berlin, 21. Dez. Der Hirtenbrief des Bischofs von Limburg, welcher am 12. Dezember in den Kirchen der Diöcese verlesen wurde, enthält folgende bemerkenswerthe Stelle:„Vou boher Wichtigkeit für das religiöse, sittliche und soc ale Leben eines Volkes ist, daß das Verhältniß des Staates zur Kirche ein wohlgeordnetes und friedliches ist, und daß Kirche und Staat die beiderseitigen hohen Aufgaben, die ihnen von Gott zum Heile der Völker und Menschen gegeben sind, in trächtigem Zusammenwirken zu erfüllen trachten. Danken wir darum auch Gott, daß nach den langen, schweren und harten Kämpfen zwischen Staat und Kirche, die wir in den letzten 14 Jahren erlebt und die wir oft so tief, bitter und schmerzlich empfunden haben, durch das von Sr. Majestät dem Kaiser und Könige, allerböchst welchen mit dem ganzen königlichen Hause Gott erhalten, segnen und beschützen wolle, in Vereinigung mit Sr. Heiligkeit, unserem allv rehrten, glorreich regierenden Popst Leo XIII., der noch viele Jahre den Stuhl Petri durch seine Weisheit und Tugenden zieren möge, in jüngster Zeit begonnen und, wie ich hoffe und vertraue, in stetigem Fortschreiten zu einem allmählichen, befriedigenden Abschlusse gelangende Friedenswerk der Kirche in unserem Va erlande die zur Erfüllung idrer Mission nothwendige Freihet und Selbstständigkeit und damit der Friede wiedergegeben werden soll.“ f Berlin, 21. Dez. Das„Deutsche Tageblatt schreibt: Die ziemlich lange Anwesenheit des Kriegsministers Bronsart von Schellendorff in der russischen Botschaft am Sonntag Nachmittag hat im Laufe des Tages zu allerhand Gesprächen und mannigfachen Kombinationen Veranlassung gegeben. Man will wissen, daß das Erscheinen des Kriegsministers keinem gewöhnlichen Besuche gegolten bot..# Schustzschmetr estu Berlin, 21. Dez Das Schulgeschwäder, beste heno aus S. M. Schiffen„Stettin",„Moltke" und„Prinz Adalbert“, Geschwaderchef: Kapitän zur See und Kommodore von Kroll, ist am 20. Dezember in St. Thomas eingetroffen.— S M. Kanonenboot„Cyclop“, Kommandant: Kapitän=Liutenant von Halftern, in am 20. Dezember cr. in St. Paul de Loanda eingetroffen. * Berlin, 21. Dez. Professor Kirchhoff in Halle a. Saale machte dem Kolonialverein die überraschende Mittheilung, daß sich eine deutsch=westafrikanische Kompagnie jetzt gebildet habe, welche nicht mit der südwest afrikanischen Kolonisationsgesellschaft zu verwechseln sei. * Berlin, 21. Dez. Se. Majestät der Kaiser Alexander III. von Rußland hat dem Komitee für die Errichtung eines Denkmals für Karl Maria von Weber in Eutin die Summe von 1000 M. bewilligt. Die Gabe wird zur Zeit angenehm auffallen, wenngleich sie durch reine private Beziehungen und vermuthlich auf Anfrage bin veranlaßt worden ist.(ugseste * Berlin, 21. Dez. Die beiden Empfangsäbende beim französischen Botschafter Herbette in Berlin waren sehr stark besucht. Am ersten Abend waren ca. 250 Personen erschienen, darunter sämmtliche Minister mit Ausnahme des Herrn von Scholz, der am zweiten Tag seinen Besuch abstattete. Seyr bemeikt wurde auch die Anwesenheit des Generalfeldmarschalls Grafen Moltke, außer demselben waren noch eine größere Anzahl höherer Offiziere erschienen, unter ihnen der kommandirende General des 3. Armeekorps, von Wartensleben. Wie berichtet wird, hätte Herr Herbette vielfach Gelegenheit genommen, seine Zuversicht zu den friedlichen Gesinnungen der übergroßen Mehrzahl der französischen Nation seinen Gästen gegenüber auszudrücken * Berlin, 21. Dez. Ein Erlaß des preußischen Ministers des Innern, von Puttkamer, weist nach einer Meldung der„N. Allg. Ztg. die Behörden an, nach dem Erfolge des Freibeiger Prozesses gegen die Verbreiter sozialistischer Schriften auf bem Boden des gemeinen Rechtes vorzugehen. Berlin, 21. Dez. Mitglieder der Kommission zur Vorberathung des von den Abg. Kayser und Genossen eingebrachten Gesetzentwurfs, betr. die Abänderung der Gewerbeordnung vom 1. Juli 1883 sind folgende Herren Abgeordnete: Ackermann, Broemel, Buderns, Gehlert, Schriftführer, Geiger, Freiherr v. Gise, v Gramatzki, Hahn, Dr. Hartmann, Schriftführer, Kayser, Kröber, Dr. Lieber, Meister, Oechelhäuser, Baron Göetz von Olenhusen, Pfafferott, v. Reinbaben, Schmidt, Dr. Schneider, Stellvertreter des Vorsitzenden, Struckmann, Vorsitzender. Berlin, 21. Dez. Das dem Reichstag zugegangene Militärreliktengesetz hat gegen die frühere Vorlage folgende Abänderungen erfahren: Zur Entrichtuna der Wittwen= und Waisengeldbeiträge sind niat verpflichtet Beamte, welche nur nebenamtlich im Reichsdienst angestellt sind, und katholische Militär= und Marinegeistliche. Von den Offizieren vom Haupimann(Rittmeister, Kapitänlieutenant) zweiter Gehaltsklasse einschließlich abwärts, den Aerzten und Beamten, welche vor Ertheilung des Heirathskonsenses ein bestimmtes Privateinkommen oder Vermögen nachzuweisen haben, werden, wenn sich dieselben nicht verheirathet haben, die Beträge bis nach erfolgter entsprechender Erhöhung der Gehälter nicht erhoben * Berlin, 21. Dez. Der im Reichstage eingebrachte Gesetz=Entwurf, betreffend den Verkehr mit Kunstbutter, lautet:§ 1. Die Geschäftsräume und sonstigen Verkaufsstellen, einschließlich der Markstände, an welchem Kunstbutter gewerbsmäßig verkauft oder feilgeboten wird, müssen an in die Augen fallender Stelle die deutliche, nicht verwischbare Inschrift:„Verkauf von Kunstbutter tragen.§ 2. Die Gefäße und äußeren Umhüllungen, in welchem Kunstbutter gewerbmäßig verkauft oder feilgeboten wird, müssen an die in Augen fallender Stelle eine deutliche, nicht verwischbare Inschrift tragen, welche die Bezeichnung„Kunstbutter“ enthält. Wird Kunstbutter in ganzen Gebinden oder Kinen gewerbsmäßig verkauft oder feilgeboten, so hat die Inschrift außerdem den Namen oder die Firma des Fabrikanten zu enthalten. Wird Kunstbutter in nen Stücken gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten, so müssen die letzteren von rechteckiger Form sein, auch muß denselben die Beichnung„Kunstbutter“ und den Namen oder die Firma des Verkäufers enthaltende Inschrift eingedrückt sein, sofern sie nicht mit einer diese Angaben tragenden Umhüllung vers hen sind.§. 3. Kunstbutter im Sinne des Gesetzes sind diejenigen der Milchbutter ähnliche Zubereitungen, deren Fttgehalt nicht ausschließlich der Milch entstammt. Die Vorschriften dieses Gesetzes finden auf solche Erzeugnisse der im Absatz 1 bezeichneten Art, welche zum Genusse für Menschen nicht bestimmt sind, keine Anwendung. §. 4. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften der §§ 1 und 2 werden mit Geld rasen bis zu einhundertfünfzig Maik oder mit Haft bestraft. Neben der Strafe kann auf Einziehung der diesen Vorschriften zuwider verkauften oder feilgehaltenen Gegenstände erkannt werden, ohne Unterschied, ob sie dem Verurtheilten gehören oder nicht Ist die Verfolgung oder Verurtheilung einer bestimmten Person nicht ausführ bar, so kann auf die Einziehung selvstständig erkannt we den. § 5. Die Vorschriften in den§§. 16 und 17 des Gesetzes, betreffend den Verkehr mit Nahrungsmitteln, Gebrauchsgegenständen, vom 13. Mai 1879, bleiben unberührt. Die Vorschriften in den§§. 16 und 17 dessel ben finden auch bei Zuwiderhandeln gegen die Vorschriften des gegenwärtigen Gesetzs Anwendung. Das gegenwärtige Gesetz tritt am 1. Juli 1887 in Berlin, 21. Dez. Das neueste„Justiz=Min.=Bl.“ bestätigt die Versetzung des Amtsgerichtsraths Francke von Ratzeburg nach Bredstedt. W. Lübeck, 21. Dez. Die Rev sion des Elb=TraveKanalprojekts ist nunmehr von dem preußischen Ministerium an den Lübecker Senat gekommen. Der Kostenanschlag beträgt 18 Millionen. Lübeck tritt jetzt in Finanzverhandlungen ein. W München, 20. Dez. Die Landtagsneuwahlen in Bayern werden voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai stattfinden. W München, 20 Dez. In Nürnberg ist die dort als Flugblatt verbreitete Rede des Abg. Grillenberger zur Militärverlage auf Grund des Sozialistengesetzes verboten. * Metz, 21. Dezbr. Der Vorstand des hiesigen Kriegervereins hat in einer Broschüre über die Schmückung der Kriegergräber in Lothringen im August d. J. Rechenschaft abgelegt. Dem Verein gebührt die dankbarste Anerkennung für die Bemühungen, die er um diesen Akt der Pietät aufge wendet hat, und ebenso anerkennenswerth ist die Unterstützung, die ihm Seitens der deutichen Kriegervereine zu Theil geworden ist. Der Bericht enthält genaue Angaben über jedes einzelne Grab. Die Angehörigen der Gefallenen können aus demselben die beruhigende U berzeugung gewinnen, daß sich die Gräber der Ihrigen in gutem Schutz und treuer Pflege befinden. Mobiliar des französischen Botschafters in Konstantinoper befindet sich noch in den Händen des französischen Zollamts. Belloten. * Brüssel, 21. Dez. Die„Indépendance Belae“ veröffentlich über die Räumung der Kongo=Station „Sianley=Fälle“ den Beiicht des belgischen Kapitäns Coquilhat, welcher in Folge ern Strapasen gezwungen von war, von dort hierher zuruckzukehren. Als derselbe auf einem Dampf oot den Kongo aufwärts fuhr, fand er die ar bische Fahne auf der Station aufgezogen. Die arabischen Posten in der Umgegend zwangen ihn sich zurückzuz ehen Bei seiner Rückkehr rettete er Deine und d ssen Gefährten. Bei 9 porio b stand er ein blutiges Gefecht mit Arabern und wurde mit 12 seinr fährten verwundet. Conuilhu ist der Ansicht, daß die Araber nicht über den Kongo vo gehen werden, und daß des halb Zeit haben weide, sich der Station bemächtigen und den Arabern den Weg zu man wieder zu verlegen. Nußland. 21. Dez. Das„Journal Petersburg, 2r. Dez. Das„Journal de St. Pétersbourg glaubt zu wissen, daß der Bericht des „Neuen Wiener Tageblatis“ vom 17 d M. betieffend die Erklärungen zwischen Lobanow und der bulgarischen Deputation bezüglich der Kandidatur des Prinzen Ferd nand von Koburg, absolut falsch sei. Das Blatt fügt hinzu, daß, wenn die russische Regierung die unter den bekannten Umständen von Stoilow und dessen Kollegen vorgeschlagene Kandidatur abgelehnt habe, diese Ablehnung nichts Beleidigendes für die Person des Prinzen Feroinand, der sich der allgemeinen Achtung erfreue, weder haben sollte, noch auch haben konnte. Spunten. W Madrid, 20. Dez. Der oberste Gerichtshof in Madrid bestätigte das über den Bischofsmörder Galeote verhängte Todesurtheil, doch hält man wandlung für wahrscheinlich. eine StrafumGegen die Verbreiter verbotener Druckschriften. Bekanntlich sind durch ein von dem Reichsgericht bestätigtes Urtheil des Freiberger Landgerichts neun Führer der sozialdemok attschen Partei verurtheilt worden. weil sie an einer Verbindung theilgenommen haben, deren Zwecken oder Beschäftigungen es gehört, Maßzu Auslaud. Oeßterreich= Ungarn. * Wien, 20. Dez. Das Leichenbezängniß des Generaladjutanten des Kaisers, Feldzeugmeisters Baron Mondet, hat heute in Baden im Beisein des Kassers, des Kronprinzen, der Eczherzöge, der Minister, der Generalität und Militärattachés u. a. in stattgefunden. Schweiz Der Ständerath hat die Vorlage, feierlicher Weise Bern, 21. Dez. und der Verkauf von sein soll, ebenfalls angeeich. Möbel und Kunstgegennach welcher die Herstellung Alkohol Monopol des Bundes nommen. Frankr * Paris, 20. Dezbr.„Die Möbel. stände des frühern franzosischen Gesandten in Brufser und heutigen Botschafters in Konstantinopel, Grofen v. Montebello, sind nach der„K. Zta.“ an der französischbelgischen Grenie von den Zollbehörden mit Beschlag belegt worden. Graf von Montebello hat wegen seiner schnellen Abreise von Brüssel nicht die Zeit gehabt, seine Sachen selbst abzusenden und sie einem Spediteur zur Beförderung nach Paris übergeben. Der Spediteur wollte aus dem Umstande, daß die einem Bo schafter angehörigen Gegenstände an der Grenze keiner Durchsicht unterworfen werden, Nutzen ziehen und ein gutes Nebengeschäft machen; er füllie daher alle Möbel mit Cigarren an. Der Schmugael und das regeln der Verwaltung oder die Vollziehung von Gesetzen durch ungesetzliche Mittel zu verhindern oder zu entkräften(§ 129 des Strafgesetzbuchs). In dem Urtheil ist thatsächlich festgestellt,„daß 1. seit Jahren und zwar schon vor der im Irre 1880 erfolgten Abhaltung des Wyden'er sozialdemokratischen Konaresses, bis jetzt im Deutschen Reiche eine Verbindung besteht, zu deren Zwecken und Beschäftigungen gehört, die Voll ziehung des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878(Sotialistengesetz) und Maßregeln der Verwaltung durch verbotswideige Verbreitung des Züricher Sozialdemokrat" im Deutschen Reich zu verhindern und zu entkräften und daß 2. die Angeklagten theils durch ihre The lnahme am Wydener Kongieß und ihre dabei übr den„Sozialdemokrat gepflogenen Berathungen und gefaßten Beschlüsse und die danach von ihnen angeordnete Bekanntmachung deeser Beschlüsse in Deutschland durch den„Sozialdemokrat", theils durch ihre Theilnahme an dem im Jahre 1883 abgehaltenen Kongresse zu Kopenhagen, die von ihnen dabei gepflogenen, den„Soz aldemokrat“ betieffenden Berathungen und die danach von ihnen mitangeordnete Publikation des Kopenhagener Kongreßprotokolls in jenm Blatte, zu erkennen gegeben und erklärt haben, daß sie der zu 1 gedachten Verbindung sich als Mitglieder anschließen, in den Organismus dieser Verbindung und in diese selbst auf Dauer als Glieder eintreten und ihren Willen dem Gesammtwillen der Verbindung auf die Dauer ihrer Mitgliedschaft unterordnen.“ Das Urtbeil ist von großer Tragweite, da es die Möglichkeit gewährt, den Versuchen zur Verbreitung verbotener sozialdemok atischer Druckschriften auf dem Boden des gemeinen Rechis weit wirksamer entgegenzutreten, als an der Hand des§ 19 des Sozialistengesetzes, dessen Strafen wesentlich niedrige sind. Von Wichtigkeit ist namentlich hierbei, daß es nicht des förmlichen Beitritts zu einer Verbindung bedarf, um die Theilnahme an derselben festzustellen, sond.rn das hierzu— wie das Reichsgericht entschieden— auch concludente Handlungen sowie ferner, daß die Steafandrohung der§§ genügen, Der krumme Paumen. Roman von F. du Boisgobey. „Se werden wir es thun. Wollen Sie mir suchen 5o „Wie soll ich das können, Madame! Ich muß unser Brot verdienen. Der Direktor ist durchgegangen, die Bude und der Wagen mit Beschlag belegt, die Kostüme mitgenommen.... ich muß ein anderes Enga gemet suchen für mich und meinen Georget.“ „Ich biete Ihnen ein solches Engagement an.“ „Was— Sie, Fräulein...?“ „Wie heißen Sie, mein Freund?“ Courapied—. Jean Courapied— fünundvierzig Jahre alt aus Amiens gebürtig. „Liegt Ihnen sehr daran, bei Ihrem jetzigen Geschäft zu bleiben?“ „Ich ver stehe kein anderes! Mein Vater war Seiltänzer und meine Mutter Kunstreiterin. Mein Großvater verzehrte lebendige Ratten auf den Jahrmärkten und meine Großmutter wahrsagte. Ich bin ein Künstler= kind, meine gute Dame, in dem Geschäft geboren und aufgewachsen.... was soll ich anders treiben, wenn ich es auch gern möchte? Und haben muß ich ein Geschäft, es wird mir niemand Renten zu verzehren geben, ohne daß ich Possen reiße und auf der Estrade den Ausrufer mache!“ „Ich will das thun, mein lieber Mann. „Sie? Wahrhaftig, meine verehrte Dame? weiß, Sie haben ein wackeres Herz, und ich Ihren Diensten sein, aber sehen Sie, ich bin armer unbedeutender Hanswurst und mich nicht für neugierig— aber man Nun ich will zu nur ein — halten Sie hat doch auch auch mir entgehe. Ich nur halb gesehen— Sie sein Gewissen und... und sehen Sie, ich möchte doch gern fragen, was ich dafür thun soll?“ „So errathen Sie das wirklich noch nicht? Mein Vater ist ermordet worden, und ich habe geschworen, ihn zu rächen. Das Gericht hat den Möder entschlüpfen lassen, ich will nicht, daß er habe ihn nur im Fluge, aber, Sie kennen ihn" „Diesen Zickzack? Ob und wie! Ich bin zehn Monate mit ihm gereist und will ihn erkennen, in welcher Verkleidung er auch stecke! Aber freilich, zu sagen, ob er es gewesen ist, der Ihren Vater „Sie sollen ja nichts derartiges sagen, sondern mir nur delfen, ihn aufzufinden und mir Ihre Augen leihen, Flucht wo die meinigen nicht ausreichen. Bei seiner aus unserem Hause lief ich ihm nach und vermochte ein Gesicht nicht zu erblicken. Ich folgte ihm bis zu jener kleinen Thür dort und sah ihn durch dieselbe verschwinden.“ „Ja, er hatte den Schlüssel dazu. Aber er schwört darauf, daß er seit Beginn der Vorstellung in der Bude gewesen und sie nicht verlassen habe und meine Frau hat das als Zeugin bestätigt. Indeß, hm— dieses falsche Weib... sie ist mit ihm durchgegangen... und hat vielleicht auch eine falsche Aussage für ihn gemacht.“ „Sicherlich! Wenn Sie einwilligen, mir zu seiner Ermittelung behilflich zu sein, so kann er uns nicht entgehen, und haben wir ihn erst dem Gericht überliefert, dann werde ich beweisen, daß er der Schuldige ist. Wollen Sie zur Verfolgung des Mannes in meine Dienste treten?“ „Ich sage nicht nein. Aber wohlgemerkt, ich kann nicht dafür einstehen, daß wir ihn fangen. Er ist ein schlauer Bursche, und wenn er Geld hat, wird er sich gehütet haben, in Paris zu bleiben.“ „Hören Sie mich an. Ich bin reich, und nichts wird mich zu theuer sein; ihn wieder zu finden. Sie und Ihr Sohn müssen sich zunächst in den Besitz anderer Kleidung setzen. Sie sollen als ein gut situirter Bürgersmann mit seinem Sohne erscheinen. Sie miethen sich ein anständiges kleines Logis, versehen sich mit einigem Gepäck und geben an, soeben erst aus der Provinz in Paris eingetroffen zu sein. Ich meinerseits wohne hier in der Nähe auf dem Boulevard Voltaire in einem Hause, das ich Ihnen zeigen werde, und Sie kommen, sobald Sie ausgestattet, zu mir, wo wir das, was wir thun wollen, berathen werden. Ich trage alle entstehenden Kosten und zahle Ihnen ein Gehalt von monatlich dreihundert Francs für Ihren Lebensunterhalt, so lange bis wir unser Ziel erreicht haben. Alsdann verschaffe ich Ihnen eige gute bürgerliche Anstellung, die Ihnen ein genügendes Einkommen sichert, und sorge für die Erziehung Ihres Sohnes in einer Pension, in welcher er die Ausbildung für jeden bür gerlichen Stand erhalten soll Er wird später ein Geschäft erlernen und soll Gelegenheit haben, sich eine günstige Zukunft zu gründen. Sind Sie einverstanden?“ Der arme Courapied nickte stumm. Er konnte vor Rührung nicht antworten und zwei große Thränen liefen ihm über die bleichen Wangen. Kamilla ließ ihm einige Augenblicke Zeit, sich zu Sache fassen, und fuhr dann, voll Ungeduld, auf selbst zu kommen, fort: „Jetzt einige Fragen. Machen Sie mir nähere Mittheilungen über die Person dieses Zickzack. Wie ist sein wirklicher Name?“ „Ich weiß ihn nicht, habe ihn nie gehört. Möglich, daß ihn Amanda kennt, allein ich glaube es kaum. Er scheint mir nicht der Mann, seine Geh imnisse irgend jemanden anzuvertrauen. Kennen Sie Freunde von ihm?“ fragte Kamilla den Bajazzo. Die bat er nicht wenigstens nicht unter den Künstlern. Er ist überhaupt nicht von der Kunst— oder ist es doch nur gelegentlich, wenn es gerade so in seinen Plänen liegt. Und das muß schon öfter der Fall gewesen sein, da er als Künstler nicht schleckt arbeitet aber ich glaube, er ist einmal etwas Besseres gewesen.— Wie kam es, daß er in die Gesellschaft eintrat, der Sie angehörten?“ „Durch Zufall. Im Anfang des verflossenen Jahres hatten wir eine Reise nach dem Süden gemacht und in Spanien verließ uns unser erster Springer plötzlich. Der Direktor war in der größten Verlegenheit und fand keinen Ersatz für den Burschen, der den doppelten Salto nortale vom Sprungbrett aus machte. Das ist ein Sprung, der nicht alle Tage zu haben ist, müssen Sie wissen, und nicht jeder Künstler macht ihn. Der Direktor sagte also: Wenns auch nicht gerade der doppelte Saltomortale ist, aber einen Effekisprung müssen wir haben. So etwas wird mit schwerem Gelde bezahlt, kann ich Ihnen sagen, und schweres G.lo zu bieten hatten wir nicht. Gut also! ein s Abends lagerten wir mit unserem Wagen auf dem Felde am Rande eines keinen Gehölzes Mit einem Male kommt aus demselben ein großer, schlanker Mann hervor, gekleidet wie ein feiner Herr— schwarzer Oberrock, dito Beinkleider, dito Weste... alles das aber abgeschabt. Wie kam diese feine Kleidun, in solchen Zustand, wie der Mann in das entlegene Gehölz und was wollte er dort Abends spät? Ich konnte mich des Gedankens nicht erwehren, daß er dort auf irgend einen einsam des Weges Kommenden gewartet habe, um über ihn herzufallen und ihn auszuplündern. Gut, und was geschieht? Er kommt auf uns zu und fragt nach dem Direktor. Der trit heran und fragte, was er wolle. Ob die Truppe einen guten Grotesksprenger brauchen könne? Der Direktor lacht ihm ins Gesicht: ob er velleicht glaube einer zu ein! Da wirft der Fremde, ohne ein Wort zu sogen, den Rock ab, reckt einmal die Arme in den Hemdsärmeln, steckt die Hände in die Hosentaschen und macht uns einen famosen Genicksprung vor. das nun nicht so, meine gute Dame; Ihnen sagen, der Sprung war uns keiner von uns hatte ihn schon gesehen, Sie verstehen aber ich kann damals noch neu, und wir standen mal, was wir alle ganz baff; Da war ja mit einem brauchten: ein Effektsprung— ein neuer noch dazu— und einer, der gewiß billig zu haben war, wenn man nach dem zerrissenen Kleide dem Aussegen des langen Burschen urtheilen durfte. Denn ein feiner Kerl war es, das konnte man nicht verkennen— vielleicht so ein leiderlicher Sohn aus guter Familie, dabei ein Liebhaber der Kunst oder so etwas— genug, ein tüchtiger Arbeiter in seiner Art, aber keiner von unserem Metier. Es versteht sich also von selbst, daß der Direktor mit ihm einig wurde, und der Butsche wurde engagiert. Es war Zickack.—“ „Ein Sohn aus guter Familie! Wäre es möglich?“ versetzte Kamilla überrascht. (Fortsetzung folgt.) Kline Mittheilungen. 8 und 129 nicht nur a dern auch auf die Wi inde der Mitgliedsch aß die Voraussetzung. ebrigen ausgehen, näm erbindung zum Z de ntuckschriften, vielerorts zweifeln; schon die u Sozialdemokrat“ und a größren Städten erfür; thatsächlich ist serbindungen in neueste stellt worden; auch der gte Rechenschaftsbericht usführung des Sozi sie vorhin angedeutet, e Verbreiter sozialdem wesentlich erleichte m Vernehmen nach d ss Innern in einer Cir fmerksam gemacht wor A Witten, 26. D ngetretenen Schnee= L1 ren Mitbürgern dring it Streuen von Asche z ußsteigen ein Ausglei bigen nach sich ziehen ie Reihe von Unglück s Mütterchen siel auf y den Arm; ein Kind rach den Arm; ein Pf. sstr. und konnte nur: eine gebracht werden rbiete vor Allem den in Fußsteigen, weil die leicht wieder zu bese 1 K Witten, 21. Dez. r Kinder auf den T hzulegen, nimmt gerads ist wirklich keine K einer Schlinderbahn sonders bei der Dunk stade vor dim Rathho sch am leichtesten verhi nstüczen, daß wir gla brochen. Glücklicher in genommen und ist n mmen. Wenn auf di hrige Polizei ein war hmer früh genug Asch fürde sie hieimit der weisen. K Witten, 21. Dez. ahn durch Schnee stheilt wird, ist auf ung abgebrochen, in ine heute Morgen hie bige Angabe. Witten, 22. D deck. Flur und Feld inien= und Damm S hörigen schaurig=scö nsassen der Eisenbahnz n dieser Stelle eine fre er. Die Frage wo senen soll, ist leicht besof kommt dort z nd die Sache nicht, w sission verwiesen würd ht aus wie anno 48, hen Tagen hat sich d aum schon längst dar m Vorpatz zu suchen sir erst recht nicht, ol im Wartesaal. 1. un neipz mmer benutzt ktirte Bohnhof bald is Witten, 22. Der esttage.) Mit Rü 1887 auf einen Son hbnminister genehmigt blösten Ritourbillets u sitsdauer zur Rückreise I. berechtigen. O Witten, 21. T bend hatte ein hiesige sches Pech. Als er n den mit neun Kisten raße passirte, schlug d pohl die Glaswaaren aben. Als nun die z ach am rechten Hin rbeigeführt ist, konnt schse an und für sich Erschossen. Gumbinnen, 16. Dezbr. Gestern Nachmittag wurde bei einer Felddienstübung ein Soldat der 11. Kompagnie erschossen. Der nebenan marschirende Lieutenant ist vermuthlich das Ziel gewesen. Die Untersuchung st eingeleitet. Zu viel des Weihnachtssegens. Ein armer Weber in Rxdorf bei Berlin ist bereite mit 6 Kindern von 1—12 Jahren gesegnet. Für die Weihnachtszeit bat er sich auf einen weiteren Zuwachs seiner Familie eingerichttt und da bringt ihm jetzt der Klapperstorch statt des einen erwarteten Zuwachses deren drei. Das ist des Weihnachtesegens doch etwas zu viel für den Vater. * Ein bestialischer Nacheakt. Der Pächter Poe in Kentucky hatte erfahren, duß die Frau seines Nachbars, Worms, einen unsittlichen Lebenswandel füorte. In Folge dess n untersagte er seiner Familie, mit den Worms zu verkehren. Diese warteten eines Morgens den Moment ab, in werchem Poe bald nach Tagesanbruch sich in seine Ställe begad, dann stürmte Worms mit seiner Frau und seinem zehnjährigen Sohne in die Behausung Poe's und schnitt der Frau Poe, ihren fünf Kindern und zwei jungen Mädchen, de bei ihnen zu Besuch weilten, mit Rasirm ssern die Häls= durch. Hierauf legie er all die Köpfe mit Hilfe seiner Frau in das Bett des Poe und die Liber pflanzte er nebeneinander auf der Erde auf. Der zehnjäorige Knabe des Worms, der die That mit ansah, erstattete gegen seine Eltern die Anzeige bei Gericht. Weihnachtsli (St arin und Par Baumnüsse, Haselnusse, Ameritanisch Macaroni= Gemüse= SuppenPflaumen? 16 Pfund 3 Mark un singäpfel, Kaise Panirmeh pfiehlt billigst Ludw. Rarktstr. 1. Bahn Sämmtliche S efert franco aus zu M reisen, sackwei kleineren L sten Rudolt Grote erbederstraße instantinoper ssischen Zollnce Belge“ 1go=Station 1 Kapitäns gezwungen erselbe auf hr. fand er ogen. Die n ihn sich er Deine er ein blu2 seinr Gecht, daß die en, und daß er Station en Weg zu nal de St. Bericht des N. betieffend bulgarischen Prinzen Fers Blatt fügt sie unter den ssen Kollegen Ddiese Ablehdes Prinzen tung erfreue, erichtshof in rder Galeote ne Strafumtener Reichsgericht gerichts neun urtheilt worimmen haben, gehört, Maßvon Gesetzen oder zu entdem Urtheil en und zwar bhaltung des bis jetzt im eht, zu deren oll ziehung des ialistengesetz) erbots wideige im Deutschen nd daß 2. die am Wydener zialdemokrat“ beschlüsse und nachung deeser zialdemokrat", n Jahre 1883 von ihnen betieffenden nitangeordnete protokolls in rklärt haben, ich als Mitieser VerbinGlieder einllen der Verunterordnen.“ eite, da es die Verbreitung iften auf dem er entgegenzuialistengesetzes, on Wichtigkeit imlichen Beiie Theilnahme zu— wie das ite Handlungen rohung der§§ Wort zu sogen, in den Hemdshen und macht Sie verstehen aber ich kann mals noch neu, nd wir standen mal, was wir r noch dazu— var, wenn man des langen Burr Kerl war es, ht so ein leiderLiebhaber der ger Arbeiter in ier. Es versteht mit ihm einig giert. Es war re es möglich?“ gen. Dezbr. Gestern jung ein Soldat lan marschirende esen. Die Unterin armer Weber 6 Kindern von iachtszeit bat er Familie eingeapperstorch statt rei. Das ist des r den Vater. r Pächter Poe in seines Nachbars, ndel führte. In mit den Worms orgens den Moagesanbruch sich orms mit seiner n die Behausung en fünf Kindern ihnen zu Besuch durch. Hierauf rau in das Bett ebeneinander auf des Worms, der seine Eltern die 8 und 129 nicht nur auf den Akt des Beitritts selbst, ndern auch auf die Wirkung desselben, die in dem Zu inde der Mitgliedschaft besteht, Anwendung finget“ saß die Voraussetzung, von welcher die Erkenntnisse im lebrigen ausgehen, nämlich das Vorhandensein einer serbindung zum Zveck des Vertriebes verbotener stuckschriften, vielerorts vorhanden ist, läßt sich nicht zweifeln; schon die ungemein staike Verbreitung des Sozialdemokrat“ und anderer verbotener Druckschriften größren Städten und Industriegegenden spricht serfür; thatsächlich ist auch das Vorhandensein solcher erbindungen in neuester Zeit an mehreren Orten feststellt worden; auch der jüngst dem Reichstage vorgegte Rechenschaftsbericht des Hamburger Senates zur usführung des Sozialistengesetzes erwähnt solcher. die vorhin angedeutet, wird somit das Vorgehen gegen e Verbreiter sozialdemokratischer Drackschriften künftigIn wesentlich erleichtert, und es sind in Folge dessen im Vernehmen nach die Behörden von dem Minister Is Innern in einer Cirkularverfügung hierauf besonders ineiksam gemacht worden. Westfalen und Rheinland. ∆ Witten, 20. Dez.(Warnung.) Bei dem ngetretenen Schnee= und Frostwetter möchten wir unren Mitbürgern dringend empfehlen, doch frühzeitig t Streuen von Asche zu beginnen, weil auf abschüssigen lußsteigen ein Ausgleiten leicht möglich ist und ernste boigen nach sich ziehen kann. So haben wir heute schon hie Reihe von Unglücksfällen zu registriren Ein als Mütterchen siel auf dem Marktplatze und verstauchte st den Arm; ein Kind glitt auf der Hauptstr. aus und ach den Arm; ein Pferd stürzte in der untern Bahnsstr. und konnte nur mit vieler Mühe wieder auf die eine gebracht werden. Also daher Vorsicht. Man rbiete vor Allem den Kindern das Schlindern auf in Fußsteigen, weil die dadurch entstehende Glätte nicht leicht wieder zu beseitigen ist. K Witten, 21. Dez. Die bier bergschinderhahntge s Kinder auf den Trottoirs sog. Schlinderbahnen zulegen, nimmt geradezu großartige Dimensionen an. s ist wirklich keine Kleinigkeit ein von den Kindern einer Schlinderbahn gemachtes Trottoir zu passiren, sonders bei der Dunkelheit. Sahen wir gestern doch stade vor dim Rathhause(hier könnte die Polizei es sch am leichtesten verhindern) einen erwachsenen Mann Instüczen, daß wir glaubten, er hätte Hals und Beine brochen. Glücklicher Weise hat derselbe keinen Scha in genommen und ist nur mit den Schrecken davon gemmen. Wenn auf diesen Uebelstand unsere sonst so hrige Poltzei ein wachsames Auge haben wollte, daß hmer früh genug Asche oder Sand gestreut wird, so fürde sie hiermit der Bürgschaft einen großen Dienst weisen. K Witten, 21. Dez.(Versperrung der Eisenahn durch Schneefall.) Wie von Erfurt mitstheilt wird, ist auf der dortigen Bahn jede Verbinung abgebrochen, in Folge des kolossalen Schne=falles. ine heute Morgen hier eingelaufene Depesche bestätigt bige Angabe. * W i t t e n, 2 2. D e z b r. D i e h e r r l i c h e S c h n e e d e c k e deck. Flur und Feld, somit auch den zwischen der inien= und Damm=Straße belegenen, der Eisenbahn hörigen schaurig=schönen Terainabschnitte, und die nsassen der Eisenbahnzüge Witten=Wetter genießen jetzt n dieser Stelle eine freundlichere Aussicht als im Somser. Die Frage wozu dieses schöne Baugrundstück enen soll, ist leicht beantwortet. Unser neue Bahnsof kommt dort zu stehen. Wenns nur so wäre nd die Sache nicht, wie beim Reichstage, in die Komsission verwiesen würde. Unser Bahnhof. Berg. Märk. ht aus wie anno 48, und bei Fst= oder außergewöhnhen Tagen hat sich das Pblikum wegen Mangel an saum schon längst daran gewöhnt den Wartesaal auf m Vorp'atz zu suchen. Ein Damenzimmer— kennen sir erst recht nicht, obschon ein Separatzimmer neben m Wartesaal, 1. und 2. liegt, aber leider nur als neipz mmer benutzt wird. Hoffen wir, daß der proktirte Bahnhof bald in Angriff genommen wird. * Witten, 22. Dezbr.(Retourbillets für die esttage.) Mit Rücksicht darauf, daß der Neujahrsa 1887 auf einen Sonnabend fällt, hat der Herr Eisenihnminister genehmigt, daß die am 31. Dezember d. J. llösten Retourbillets mit zwei= und dreitägiger Gültigsitsdauer zur Rückreise noch am Montag, den 3. Januar I. berechtigen. O Witten, 21. Derbr.(Achsenbruch.) Heute bend hatte ein hiesiger Fuhrwerksbesitzer ein eigenthümsches Pech. Als er nämlich mit seinem Fuhrweik, beden mit neun Kisten mit Glaswaaren, die Johannisraße passirte, schlug die Karre um und werden hierbei pohl die Glaswaaren nicht wenig Schaden genommen aben. Als nun die zweite Fuhre geholt werden sollte, ach am rechten Hinterrad die Achse, wodurch dieses erbeigeführt ist, konnte nicht festgestellt werden, da die B#se an und für sich keine fehlerhafte Stelle aufwies. * Witten, 21. Dez.(Die Presse in Händen der Juden?) Einen Bettrag zur Beantwortung dieser Frage lieferte letzihin die Kruzzeitung In Liegnitz wurden jüngst zwei Juden— hochachtbare jüdische Mitbürger würde man in Witten sagen— wegen Betrugs zu mehrjähriger Gefängnißstrafe mit entsprechendem Ehrveilust verurtheilt. Das war fatal für Israel: So kurz vor Weihnachten, wo die Christen bei den Juden ihr Christkindchen kaufen, wegen Betrugs verurtheilt zu werden! Wo bleibt's Geschäft da? Die Sache mußte verschwiegen bleiben, Moses mit allen großen und kleinen Propheten v.rhielt sich mäuschenstill und sagte kein Wort. Und die Liegnitzer Presse? Es erscheinen in Liegnitz drei Blätter verschiedener Richtung, darunter auch ein konservat#ves. Während nun bielang über die Gerichtsverhandlungen in L. die Lokalpresse immer berichtet hatte, schwiegen die drei Blätter sich diesmal gänzlich aus, und so würde vielleicht das„Unglück", was Israel betroffen, gar nicht bekannt geworden sein, wenn es nicht auswärtige Zeitungen nach Liegnitz gemeldet hätten. Was soll man nun dazu sagen? Nichts. Wir kreuzen die Hände über die Brust, verneigen uns vor der „großen Macht und viel Lst“, so das Volk Israel besitzt, und murmeln: Salom aleikum! Allah ist groß, und Muhamed ist sein Prophet!— s Langendreer, 21. Dez.(Unfall.) Kaum ist der Winter eingezogen, so fröhnen unsere Kleinen auch schon wieder der Unsitte, auf Straßen, Plätzen und Trottoirs zu schlindern. Dadurch ist schon manches Unglück herbeigeführt. Heute fiel auf dem durch Schlindern glatt gewordenen Trottoir eine schon bejahrte Frau so unglücklich, daß sie sich kaum wieder zu erheben vermochte.— Die Kinder sind auf das Gefährliche ihres Treibens nicht genug hinzudeuten, und namentlich sollen dies die Hausbesitzer thun, da jeder verpflichtet ist, Asche zu streuen. Enisteht durch Nichtbefolgung dieser Vorschrift ein Unglück, so kann der Pflichtvergessene gerichtlicht belangt werden * Bochum, 21. Dez.(Unheimliche Sendung.) Das„Westf. Tagebl.“ schreibt: In der ganzen Stadt zirkulirt das Gerücht von einer unheimlichen Zusendung aus Gelsenkirchen an die Adresse des Herrn Staatsanwalts. Abgeschnittene Gliedmaßen eines weiblichen Körpers sollen sich in der Kiste befunden haben. Wir registriren diese schaurige Mähr mit allem Vorbehalt und würden sie nicht erwähnt haben, wenn die Angelegenheit nicht bereits Stadtgespräch wäre. * Wetter, 21. Dez(Das Ergebniß) der am 12. d. stattgehabten Theater=Vorstellung zum B sten hiesiger Armen beträgt 240 Mark; wie die R. Z hört, sind von dem Vorstand der Gesellschaft Sorgenfrei dem hiesigen Frauen=Verein im Ganzen 270 Mark übermittelt worden. * Hemer, 20. Dez.(Erzfunde.) Mehrere Bergleute aus dem Kreise Siegen haben in der nahen Landhauser Gemarkung in der letzten Zeit nach Erzen gesucht. Ihre Mühe ist von Erfolg gekrönt. Der gefundene Brauneisenstein, mit Ocker vermischt, enthält 50 bis 60 Prozent Die Quantität soll auch eine sehr gute sein. Für die hiesigen Bergieute, welche nach den Galmeigruben in Iserlohn und Calle gehen, ist die Entdeckung von großer Bedeutung, wie überhaupt auch für die hiesige Gegend. Siegen, 20. Dezbr.(Leichen begängniß.) Das soeben, Nachmittags 2 Uhr stattgehabte Begräbniß des verstorbenen K. Bergraths Herrn Th. Hundt zeigte eine ungewöhnliche Betheiligung; es war anscheinend nicht enden wollender, imposanter Zug, der von der langjährigen Wohnung des Entschlofenen, dem unteren unteren Schlosse aus die sterbliche Hulle zu Grobe geleitete. Geführt vom Herrn Bergrath Gerlach eröffnete eine große Anzahl Knappen, mit ihren Beamten, die Fahne der Eisenfelder Belegschaften an der Spitze, den Zug; ihnen folgten die Zöglinge hiesiger Bergschule mit der neuen schönen Fahne, die Lehrei derselben, dann die katholische Geistlichkeit, der Leichenwagen, die Familie wie die nächsten Leidtragenden, endlich ein langer, lanaer Zua von Bergbeamten, Gewerken, Mitglieder der städtischen Kollegien, die Freunde des Verstordenen aus allen Lebenestellungen 2c 2c. Gebet und Gesänge der Priester eifl hten die ewige Ruhe für den Entschlafenen. In dem zum letzten Schlummer Gebetteten ging ein Mann dahin, treu, deutsch und bieder. * Elberfeld, 21. Dez.(Ein Gattengiftmordversuch?) Der in der Distelbeckerstraße wohnende Appreteur Fr Sch erhob gestern Mittag, wie die„Westd. Zig.“ mittheilt, bei der Polizei die schwere Alklage gegen seine Frau, mit welcher er in böchst unglücklicher Ehe lebt, daß sie ihn durch ein mit Wurst belegtes und mit rohen Pbosphorpartikelchen von Streichbölzein bestreutes Brödchen zu vergisten versucht habe. Beim ersten Biß, welchen er in das Biödchen gethan, habe er sofort einen starken Phosphorgeschmeck wahrgenommen. Ein Apotheker auf der Berliner Straße, welchen er um die Untersuchung des Brödchens gebeten, habe ihn sooleich zur Polizei verwiesen. Da in der That auf der Wurst des Brödchens schon mit bloßem Auge Stückchen Phosphormasse zu erkennen waren, so schickte die Polizei zur Verhaftung der Frau, die nach der weiteren Angabe 17 des Mannes auch schon einmal vor vier Jahren, als sie noch in Mülheim a. Rh. gewohnt, ihm Kaffer vorgest Ut habe, der vergiftet gewesen sei, d nn er habe gleich nach dem Genusse einen eigentyllnlichen Geschmack und Erbrechen gehabt. Bei ihrer Vernehmung wies die Frau mit großer Entrüstung das ihr vorgeworfene Verbrechen zurück; sie stellte die Beschuldigung als eine nicht würdige Verleumdung ihres Mannes bin, der das Brödchen selbst präparirt habe, um sie vor Gericht zu bringen. Sie berief sich auch auf ihren bisherigen unb scholtenen Lebenswandel, daß sie redlich ihren Unterhalt gesucht habe, daß ihr Mann aber in schrechtem Rufe stehe und eist vor einigen Wochen aus dem Gefängniß zurückgekehrt sei, wo er wegen Schwindel ien 2c. eine 13monatliche Strafe abgesessen hab: Was dann den Fall vor vier Jahren mit der Tasse Kaffee beir ffe, so sei der eigenthümliche Geschmack dess lben darauf zurückuführen daß sie damals in Ermangelung von Trinkwasser für die Zubereitung Regenwasser habe verwenden müssen. Die Pol zei hielt es nach diesen Angaben für gerathen, auch den Ehemann bis zur weiteren Aufklärung der Sachlage in Haft zu nehmen. —(Einen zweiten Giftmordversuch), der aber dem eigenen Leben galt, machte eine 22jährige, an der Bachstraße wohnende Fabrikarbeiterin. Dieselbe wurde von ihrem Vater, einem an der Bachstraße wohnenden Sattler, welcher seit vier Monaten von seiner Frau getrennt lebt, unausgesetzt sihr schlecht behandelt, oft geschlagen und in der gemeinsten Weise beschimpft, und dies nahm sich das Mädchen so sehr zu Gemüche, daß es des Lebens überd üssig wurde und sich vegiften wollte. Es bereitete sich eine Abkochung von Streichhölzern und trank davon. Zum Glück hatte aber eine 10—12jährige Schwester das bed nkliche Treiben wahrgenommen, sie theilte es einigen Nachbarsleuten mit und durch diese wurde sofort ärztliche Hilfe herbeigeholt. Durch starke Gegenmittel gelang es dann noch eben rechtzeitig, die schworen Folgen der Vergiftung abzuwenden * Oberhausen, 19. Dez.(Schrecklicher Unglücksfall.) Leider haben wir von einem schrecklichen Unglücksfalle zu berichten, der sich gestern Nachmittag auf dem hiesigen Blechwalzweik ereignet hat. Der Maschinenmeister Wscherman aus Ste-krade gerieth auf bisher noch unaufgeklätte Weise zw schen das Getriebe der Maschine, die er zu bedienen hatte, und die sich vollkommen intakt befand. Der Unglückliche wurde auf schrickliche, nicht zu beschreibende Weise zugerichtet, konnte aber roch l bend in das Kronkenzimmer gebracht werden, wo er nach kurzer Zeit, nachdem er vorher noch geistlichen Zuspruch empfangen halte, seinen Geist aufgab. Der verstümmelte Leichnam des verunglückten Mannes wurde sofort in einen Sarg gebettet und den armen Hinterbliebenen, deren Schmerz sich ermessen läßt, zugeführt. * Ruhrort, 20. Derbr.(Im Zustande der Trunkenheit.) Ein biesiner Bäckergehilfe hatte gestern Anlaß zu haben geglaubt, über die Schnur zu hauen und in allerlei Wirtsschaften durch allerlei Getränke die Verfügungsfähigkeit zu verlieren. In einer dadurch bervorgerufenen Verfassung kam er in den frühesten Morgenstunden nach Hause und empfand, auf seinem Z mmer angelangt, das Bedürfniß, seinem brennenden Gehirn etwas frische Luft zuzuführen. Er öffnete das Fenster, streckte den Kopf hinaus, ließ diesem den Oberkörper folgen und zwar in der Weise, daß er das Gleichgewicht verlor und aus dem im Zimmer des dritten Stockwerkes gelegenen Fenster hinausstürzte. Schwer ver wundet wurde er auf der Straße aufgefunden und sofort wurden Maßnahmen zu seiner Berandlung getroffen, doch wird an seinem Aufkommen gezweifelt. (N. Ztg.) * Mülheim a. d. R., 20. Dezbr.(Lufteisen bahn) Die Gewerkschaft der Zeche ver. Sellerbeck beabsichtigt von Schacht Carnal in Dümpten nach Schacht Müller in Winkhausen, welche ca. 30 Minuten auseinder liegen, eine Luftbahn zu errichten Die diesbezüglichen Ausmessungen haben bereits stattgefunden und soll mit den Arbeiten Anfengs Januar begonnen werden. □ Lüsseldorf, 21. Dezember.(Falschmünzer.) Gestern wurde auf der Siricke Gerresbeim bei einem Bahnwärter eine vollstänig eingerichtete Fulschmünzerei entdeckt. Bei der von demselben henutzten Bude fand man unter der Eide verschiedene Formen zur Anfertigung von Metallgeld, ebenso fand man dort Metallreste. Der Mann selbst hatte mehrere Falsch=Stücke in seinem Besitz. Derselbe gab die Anfertigung des falschen Geldes zu. Die Verhaftung erfolgte sofort. □ Düsseldorf, 21. Dezbr.(Leichenfund.) Am Sonntag Nachmiltag wurde im Aperwalde die Leiche eines neugeborenen Kindes, in ein Frauenhemd eingewickelt und in eine kleine Holzkiste eingezwängt, vorgefunden. Die Untersuchung ist eingeleitet. * Köln, 22. Dez.(Garnisonverstärkung.) Von den in Aussicht genommenen vierten Bataillonen, um welche das Heer nach der Regierungsvorlage vermehrt werden soll, werden dem Vernehmen nich auch die drei hiesigen Infanterie= Regimenter, 3. Westf. InfanterieRegiment Nr. 16. Hob nzollernsches Fütilier=Regiment Weihnachtslichte (St arin und Parafin), Baumnüsse, Haselnüsse, AmeritanischeNusse, Macaroni= Gemuse=, aller Art, SuppenPflaumen? 16 Pfund 3 Mark und döher. „ Panirmeyl, pfiehlt billigst Ludw. Wild, Rarktstr. 1. Bahnhofstr. 53. ämmtliche Sorten sefert franco an's haus zu Mühlenreisen, sackweise und kleineren Quantisten Rudolf Grotejohann, erbederstraße Nr. 23. Teriinnrmiichling. Die Brautleute Fabrikarbeiter Jacob Jung und die unverehelichte Elise Funk, beide von Wannen bei Witten, haben laut gerichtlicher Verhandlung vom 30. November 1886 für die von ihnen einzugehende Ehe jede Art der ehelichen Gütergemeinschaft ausgeschlossen. Witten, 17. December 1886. Königl. Amtsgericht, Abth. III. ze UPANUWTS 5 Der Permanentel. Tpiellenurrn Nussnüung Die Klandförle Fabrik von T. Gerlach, Witten, Ruhrstraße 29, empfiehlt ihre anerlannt guten Fabrikate, sowie auch reichhaltiges Lager in Pianinos verschiedener Koustruktion(System Steinweg, Newyoik) der renommirtesten Fabriken, prämirt mit den ersten Preisen(goldene Medaille) in London 1851, Altona 1868, Braunschweig 1877, Melvourne 1881, Porte=Allegre 1882, Kalkutta 1884, London 1884 und empfohlen durch Anton Rubinstein, Dr. Franz Liszt, Dr. Klara Schumann, Prof. Wilhelmy, Ottilie Freise, Dr. Ferd. Hiller, Marie Krebs, Rafael Joseffy, Alois Schmitt, Karl Reinecke, Franz Abt, O. H. Lange, Henry Litolff, Alfred Jael, Kgl. Hannov. Hovianist, Karl Reiß, Großherzl. Hess. Hofpianist, Chr Fricke, Musikmsl. im 98. engl. Ramt. Peschawur(Indien, Dr. Hans von Bülow, Fräulein Zimmermann; London: Wilhelmine Claus; Paris: Jules de Schwert; Brüssel: D. Poppr; Wien: Fräulein Timanoff. Sämmtliche Pianings sind kreuzsaitig und in vollen Eisenrahmen gebaut, zum Preise von 450 bis 1200 Mark bei leichte: Zahlungsbedingungen, unter zehnjähriger Garantie. 25 Gebrauchte Pianinos werden billig abgegeben. Reparaturen u. Stimmungen wei den prompt besorgt. ** Gekleidete Puppen und Täuflinge, Puppenköpfe und Gestelle aller Art. Unterhaltungsspiele in großer Auswahl von den billigsten bis zu den hochfeinsten. Steinbaukasten, Croquet, Latetrne magica etc. C Puppenwagen, Velocipede, sowie alle Galanterie=, Leder= und. S Schmuckwaaren. Nr. 40 und 5 Rhein. Infanterie Regiment Nr. 65 je eines erhalten.(K. Z) * s o b l e n z. 2 0. D e z.( V e r m e h r u n g d e r G a r nison.) Der„Kobl. Zta“ zufolge, würde im Fille der Annahme der Mil#arvorlage die biesige Garnison um 4 Batterten Feldu##till rie und 1 Bataillon Infanterie vermehrt wirden. Für diese Truppentheile würden Kasernements auf der linken Stite der Mosel erbaut weiden. ** Mettlach, 10. Dez.(Ein nachahmenswerther Anschlag.) In einer hiesigen Frbrik wird durch Anschlag mitgetheilt, daß die männl chen Arbeiter, welche zehn Jahle, und die Arbeit rnnen, welche sech Jahle in der Fabrik beschäftigt g wesen und sich während dieser Zeit in und außer der F beik gut geführt haben, bei etwaiger Verbeirathung von der Fabrik eine Ausstattung in Hausha tungsgegensänden erhalten. Handel und Verkehr. * Witten, 21. Dez.(Der abgekürzte Gebühreniarif für Telegramme.) von welchem bei dem jeweiligen Eintritt wesentlicher Aenderungen ein Neudruck veranstaltet wird, kann im Wege des Abonnem nts von sämmtlichen Postanstalten bezogen werden. Der Preis eines Exemplars beträgt für das Kalenderjahr 50 Pf., und dieser Betrag ist auch dann zu entrichten, wenn das Abonnement eist im Laufe des Kalenderjahres beginnt. Die Abonnements=Exemplare tragen in der rechtsseitigen oberen Ecke die fortlaufenden Nummern. Für die Abtragung der b stellten Exemplare wird ein Bestellgeld nicht erhoben, dieselbe erfolgt velmehr kostenfrei. Einzelne Nummern des bezeichneten Tarifs können zum Preise von 10 Pig für das Stück bezogen werden. Vermischne Nahncten. * Schneestürme. Aus dem Osten, besonders aber aus Tbüringen und Schlesien wird über starken Schneefall berichtet, wodurch die Communikation unter den verschiedenen Ortschaften unterbrochen ist. Es liegen folgende Nachrichten vor: Hirschberg, 21. Dez. In Folge des starken Schneefalls stockt der Eisenbahnverkehr zwischen Kohlfurt und Lauban und Görlitz und Lauban. Von Sorgau und Königsielt wird sehr starker Schneefall gemeldet. Nordhausen, 21. Der. Seit gestern Nachmittag herrschen hier und in der Umgegend starke Schneestürme. Die heutigen Eisenbahnzüge sind nicht eingetroffen. Altenburg, 21. Dez. Die Verbindungen nach Leipzig, Zeitz und Südd utschland sind seit gestern Abend in Folge des starken Schneefalls unterbrochen. Gotha, 21. Dez. Dr Bahnverk hr ist wegen des starken, noch immer andauerneen Schneefalles seit vergangener Nacht eingestellt. In Köln ist seitg stern die erste Post von London ausgeblieb n. Grund: Zugverspätung in Belgien wegen starken Schneetreibens. Es geht uns folgendes Schreiben zu: An die Redaktion des Märkischen Tageblatts. In Nr. 15 Ihes Blattes vom 16. d. Mts. in dem Bericht über die Wählerversommlung in dem großen Borgmann'schen Saale zu Witten heißt es in dem vorletzten Absatze: Es folgen einige Interpellationen von Sozialdemokraten betreffs des Rechtes auf Arbeit; der Vertheuerung des Schnapses durch die Branntweinsteuer 2c. Die Inserpellation betreffs der Branntweinsteuer ist von mir gestellt worden. Es is aber ein Irrthum seitens des Berichterstatters, wenn er mich als Sozialdemokrat bezeichnet, da ich weder Sozialdemokrat bin, noch auch dieser Partei angehöre,(Ein wunderbarer Satz! Die Redaktion.) was auch nicht aus meiner Stellung zur Beanntweinsteuerfrage hervorgeht, die sogar von hochkonservattven Personen abfällig beurtheilt wird.“ Ich bitte Sie, diese meine Erklärung in Ihr Blatt aufzunehmen. Mit Hochachtung! Carl Reinert Witten, den 20. Dezbr. 1886 Wir nehmen die Erklärung des Herrn Carl Reinert anstundelos auf, da wir auch den Gegnet gerne zum Worte kommen lassen, obgleich wir aus mancherlei Gründen die Aufnahme der Zuschrift vielleicht ablehnen könnten.— Unser Bericht ist der„Rheinisch Westfälischen Zeitung“ entnommen, werhalb Herr Reinert wohl besser gethan hätte, sich mit dieser Zeitung resp. deren Korrespondenten in Witten in Verbindung zu setzen. Außerdem ist durch den Bericht kaum die allgemeine Aufmeiksamkeit auf Heren Reinert gelenkt worden. Es scheint aber Herrn Reinert das tiefgefühlte Bedürfniß inne zu wohnen, dees durch die obige Erklärung nachträglich noch geschehen zu sehen. Wenn Herr Carl Reinert sich nur nicht schließlich, nachdem sein Nime nunmehr mehrmals gedruckt ist, sagen muß: Si tacuisses, philosophus mansisses. Die Redaktion. KRRRRRRRRRAAAAAAAN * * # * # #8 # * * # * # * * * C Um mit meinem großen Vorrath in Regenschirmen etwas zu räumen, verkaufe selbige zu bedeutend herab. gesetzten Preisen, Kinderschirme von Mk. 1.40 an, Damenschirme von Mk. 2.— an. Herrenschirme 8 und 10theilig Mk. 2.50 und höher, selbige sind gut und dauerhaft gearbeitet mit schönen Stöcken und bittet um gefl. Abnahme. Witten. H. Callenberg, Ruhrstr. 15. Zum Besuche meiner lade ergebenst ein. Sämmtliche Weihnachts=Artikel sind in großer Auswahl vorräthig. Auf meine stets frischen Marzipan-Gegenstände mache besonders aufmerksam. arzipan=Torten in allen Größen. Witten. E. Höner, Conditor. se 2 * * * * * s s * * * * * * RRRRRRRRRRARRRAAA1 Grosser Weihnachts Kusverkauf. Garnirte Damen- und Mädchenküte zum Selbstkostenpreis. Krausen, Kragen, Manschetten, Taschentucher, Eravatten, Shawes, Cachenez, seid. und woll, Tücher, Strümpfe, Capoten, Anterzacken, Hautjacken, schw. seidene feine Sachemir=Schürzen etc. Gleichzeitia erlauben wir uns auf einen großen Posten — Puppen aufmerksam zu machen, welche zu Fabrikpreisen abgegeben werden. Barmer Bandlager. Rubrstraße 18. 8 #r K Die Wittener Corsetten=Fabrik 8 empfiellt als höchst passendes * Weihnachtsgeschenk Dieselbe unterhält stets ein großes Lager nur sitzender acon S in jeder Weite sowie alle Spezialitäten; Corsetts nach #### Maaß in solidester Ausführung und kurzer Zeit. * Richt passendes wird nach den Feiertagen bereit= C. willigst umgetauscht event. nach Maaß angefertigt. Maria Weinhaus,## Bahnhofstr. 25 vis-à-vis der Krüger'schen Buchhandlung.## ##oerrge— a * Jestc-c-- r Geschäfts=Eroffnung. Bahnhofstraße 26. * * * Bahnhofstraße 26. Mit dem heutigen Tage eröffne ich am hiesigen Platze, Bahnhofstraße 26, eine in lebend frischen, geräucherten, marinirten und Delikateß=Fischen aller Art, als: Caviar, Hummer, Sardellen, Häringe etc. Täl fr. Fische, der Saison gemäß, zum billigsten Tauspreise Frische Fische, leb. fr. Rheinlachs, Korpfen, Aale, Hecht, Schlien, Stenbott, Seezungen, Schollen, Dorsch, Schellfisch u. Cabliau, lebende Krebse, Hummer 2c. Conserven: a * Geräucherte Fische, la. däu. Fettbückinge zum Rohessen, 3 Stück 20 Pfg., ff. geräucherte Aale, pr. Pfund M. 1,40—1,60 je nach Größe ff. geräucherter Lachs, pr. Pfund 3 Mark im Aueschnitt, Ia Specstundern, pr. Pfd. 60 Pfg. ma inirte Fische, Aal in Gelée, pr. Pfuno Mirk 1,20, per Postfaß M. 7,50, la. russ. Sardinen, pr. Postfaß Mk. 1,70, pr. Pfund 40 Pfg. Neunaugen, vr. Stück 20—25 Pfg., ff. Berl. Rollmöpse, pr. Stück 7 Pfg. ff. marinirte Häringe, pr. Stück 6 Pfg. Ia. Helgoländer Kronenhummer, pr. Pfund netto in Dosen M. 1.30, Sardinen à Ihuile, verschiedene Marken, pr. Dose von 75 Pf. an, Ia. Ural= Caviar, großkörnig, feinste Qualität, vr. Pid. 3 Mark. la. Monnikendammer Sardellen, feinste Waare, pr. Pfd. 1 M. bis 1,20 M. Ia. Holländ. Vollhäringe, nur beste Waare, pr. Originaltonne, sehr aute Packung. M. 26, 100 St. 3.50 M., pr. St. 4—5 Pfg. GastWirenschaftsErotrhung. 2 Es soll mein Bestreben sein, dem geehrten Publikum in jeder Weise dienen zu können und würde es mir zur Freude gereichen, mir die werthe Kundschaft von Witten ap und Umgegend zu erwerben. .. Durch prompte Bedienung, durch gute Waare und billige Preise, durch größere Waarenabschlüsse und direkten Bezug von den größten Fischereien sowie durch eigene # Mariniranstalt bin ich im Stande, etwas Außerordentliches leisten zu können. Witten, 17. Dezember 1886. * Otto Steinnauer. Emp Vanille, Citronat, Orangeat, Mandeln, Ammonium, Cremor Tartari, Kaisermehl, Citronen, Citronenöl, Rosenwasser, Weizenpuder, Maizenin, franz. Gries, Grünkorn Extract, Julienne, ehle: Dampfäpfel, Bosn. Pflaumen, Gelatinee, Macaroni, Biscuits pr. Pfd. 65 Pf. und höher, Chokolade, Thee's, Cannenbaum-Riscuits, Traubenrosinen, Prinzeß=Mandeln, Feigen, Apfelsinen, Datteln, Wallnüsse, Haselnüsse Nro. 2 Erscheint täg Insertionen w Das Ueb alles in bester Qualität. Wilh. Ho. Köster, Witten. # Mit dem heutigen Tage eröffne ich in meinem Hause, Herbederstraße Nr. 23 eine Gastwirchschaft und bringe meinen geehrten Besuchern gute Speisen und Getränke nebst billigem Logis in empfehlende Erinnerung. Witten, den 21. Dezember 1886. Achtungsvoll 1 TOSpICHe. Weihnachtsfeste bringe ich mein Zum bevorstehenden reichassortirtes Teppich=Lager in empfehlende Erinnerung. Ia. Brüsseler-Tapestry-Uelours-Teppiche vom Stück und abgepaßt. Germania= und Holläuder=Teppiche in allen Größen. Läuferzeuge, Cocos=Läufer und Matten in allen Qualitäten Bettvorleger, von den billigsten an. Angorafelle, Reise- und Tischdecken. Ferner mache ich auf mein reichhaltiges Lager in Wachstuch, Wachsteppichläufern, Auflegestoffen, Waschtisch=Vorlegern 2c. aufmerksam. Wiln. Füntmann, Bahnhofstraße 27. Die Eröffnung meiner reichhaltigen J. Eesser 2 macher Wilten Ruhrstr. 1 ihnachtszeit zu den billigsten Preisen. Reparaturen werden prompt und billig besorgt, auch werden alte Nähmaschinen in Zahlung genommen. empfiehlt zur bevorstehenden J. Herweg, Wiesenstraße 38. Abgelagerte Cigarren chweizerkäse, Gummi- Wäsche. sein reichhaltiges Lager in Bestes deutsches Fabrikat, keine amerikanische. In kaltem Wasser mit Bürste und Seife zu reinigen. Stehkragen per Sick. 50 u. 60 Pf. Klappkragen per Stück 75 Pf. Große Vorhemden per Stück 1 Mk. 50 Pf. Kleine Vorhemden per Stück 1 Mk. 25 Pf. Manschetten per Paar 1 M. 25 Pf. Kinderkrag n per Stück 1 Mk. Seife per Stück 20 Pf. Bürste per Stück 50 Pf. Kragenknopf Jmit Mechanique Manschettenknopf“ Weechancgue pr Paar von 25 Pf. an bis Mk. 1.50. Versandt nach außerhalb gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Witten. Bahnhofstr. 31. Pa. Butter, Plocwurst, Mettwurst, Leberwurst, Selbstlgebrannten Kasser, in unseren rept lich in der er allgemein aner denen ihr Par steht, nicht hir stärken, sobald Gewinn machen Es ist ebe Wahlrecht keiner ist, wie dem C gewirkt, und we mein vortheilha sache vorausgese Daß diese Lücke schüre zu erseh Bickmarck zu d kampfes wie ne schluß behandelt. deutschen Staat nung, welche der der Staatsmann hängigkeit erfreut aktiven, nicht be Der vierte spe iell die Sozia das Verhältniß montanen Parte Sozialpolitik der kommt und dann schweift. In die „Die Hinzuzi auch in den nied war, wie ja gar die bedeutsamste wickelung nicht sondern Gesamm des allgemeinen rechts für das: ment in die politi „Zwar hatte gemeine Wahlrech nicht der Abkomm er war selbst als volutionäre Ersch machten als eine familien dieses Dieser Umstand als der Eintritt ir liegende Macht#f# wirthschaftlichen 1 rer großen wirthse her kaum öffentlich massen fanden i durchaus gar kein sich hätten organist Gegenden bot sich □ r 9• ## bei bester Bedienung zu billigsten Preisen. CRROHRRRERRRRRSRORRREERR Ausstellung zeige ergebenst höflichst ein. an und lade zu deren Besuche Zu Weihnachtsgeschenken empfehlen: Nahmaschinen, aus der renommirten Fabrik von Frister u. Roßmann, Berlin Achenbach. Conditor, 0 0 □ 0 Ruhrstraße 11. Gastwirthschaft— Restauration Witten a. d. Ruhr. Carl Seiler in nächster Nähe des B. M. Bahnhofes gelegen. Neu und comfortabel eingerichtet. Dortmunder Bier. Gute Wetten, billiges sogis mit Frühstück civile Vreise Mangelmaschinen, Wring= und Waschmaschiuen, Dampfwaschkessel, Patent Fleisch=Hackmaschinen, Kartoffelreibmaschinen, Messerputzmaschinen, Eismaschinen für den Hausgebrauch. Tafelwaagen, Salters Familienwaagen, Gewichte etc. Schlitten, Schlittschuhe, Laubsage und Rathenower Brillen empfiehlt Riepen, Hauptstraße 21, Witten, mit den feinsten bi-convex und concav Gläsern in GoldSilver=, Nickel= und Srahlfassungen nur in prima Qualität sind in allen Nummern vorräthig Das Eiuschleifen der Gläser und Löten der Brillen wird gut und billig ausgeführt. Feinste Rrißzeuge in größter Auswahl zu billigen Preisen. sowie alle übrigen Colonialwaaren empfiehlt zu billigen Preisen strefflich geleitete u J. Herweg, siche Form die 5# Wiesenstraße 38. ParaffinStearin= WachsBaumkerzen, sowie „Während die letzten zwanzig Ja der gemeine Wesens, so lange sieht, immer kons# Umwälzung aller 2 finden vermag, mi Tafel=, Pianino= un krizenen ezag. Wagen=Kerzen Geschichte, allein er Vorzügliche. Een. Und gerade g Cigarren und Cigarettel Rauch=, Kan= und Schnupf=Tabatzne durchaus stetige Ferner: Wertzeuglasten, Kindertochheerdchen und Kindertochgeschirre 2c. Außerdem halten in großer Auswahl auf Lager: Oefen, Sprung- und Tafelbeerde, sowie sämmtliche Haus- und Rüchengerathe. Garantirt reine Natur-Butter, feine Cigarrenspitzen, CigarrenEtuis und Portemonnaie sowie alle Sorten Pfeifen und Pfeifenköpfe empfi hlt in großer Auswah zu billigen und reellen, aber festchellen Reiches aufzu stets frisch, offerire in Postpacketen, pr. Pfd. zu 80 Pfg. gegen Nachnahme. Größere Quantitäten bedeutend billiger. G. Wenstmann, Nordhorn. Eine Preisen B. Witten, Bahnhofstr. 10, nahe am Mark##nd vorbereitet. Eine gesunde leich unter der Fül einer Schnelligkeit dern, der die den polution, einer Umn und gar unähnlich „Der leitende pohl den unnützen Ume fortzuräumen Anme „Unter dem Ein Ruster hatte sich bis n der staatlichen P firfnisse des Landes, Ruhrstraße Nr. 23 u. 26. R Wehnung vom Lande sucht Stelle. J. gegoehenen 9. Adresse zu erfahren bei Her gegevenen Zustän mann Risel& Co., Hagen i. 2 sub. K. P. 23. von 40 Thlr. und eine Wohnung von 26 Thlr. sofort oder 1. Febr. 1887 zu vermiethen. Wo sagt die Expd. Druck und Verlag von Hermann Risel& Co. Hagen i. W Redigirt unter Verantwortlicht des Verlegers. hote ihm zum groß sarck fand, wie wir #utsche Volk für ei ben seit Jahr und rischen Körperschaft *) Fürst Bism nem deutschen Staats ggge und ied keitfragen, Sammlun ingen, herausgegeben